Newspaper of Der Deutsche Correspondent, March 19, 1873, Page 4

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated March 19, 1873 Page 4
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Ter Tc»tschk6srresPM!dcnt, Baltimore. 19. März IB7Ä. Stad^Vattlmore. Das Wetter. Die Depeschen de« Signal-Bureaus von gestern Adend meldeten heftiges Regenwetter von Saugeen, leichten Regen von Pittsburg, Breckinridge, Bnffalo, Voit Stanlki, und Cleveland, leichtes Schnee ivetter von Mount Wafhington, Oswego, Rochester, Port Dover, Toronto und King ston. Drohendes Wetter von Burlinzton, New-London und New-Jork; klares ange nehmes Wetter in den fndatlantischen und Golfstaaten. Die Temperatur war in Bal limo-e 61, Boston 43, Bussalo 36, Charie ston 68, Cincinliati 55, Duluth 42, Knox viUe 57, Lcavenwvrtd 55, Lhnchburg 64,Mem phis 72, Milwaulce 47, Nashville 64, New '.>>ork 45, L maha 56, Oswego L 3, Philadel vhia 56, Pittcburg 47, Portlsud 37, St. 56, St. Paul 53 und Washington 61 Grad. Aietteraussicdten. —Westliche Win de und während des Morgens bewölkter Him mel; am Nachmittage schönes Wetter. Küsten- Verkehr. Gestern früh lies der Dampfer „Louisiana" mit 3 Ballen Baumwolle sür Gebr. Elliott, 3 do. für I. W. Jenlius Comp., 5 do. für Todd, Schenck Le Coinp., 37 do. für Gebr. Hardt,. 1 do. für John GtU 6c Comp., 1 do. sür Wie fenfeld, Stern Comp., 30 do. für Whed bee Dickinwn, S do. für Gebr. Lyon, 14 do. für Robinson, McLeod K Comp., 21 do. für N. N., 2 Palleten KausniannSwaaren für W. T. Laudstreel, 24 do. für Wilson, BurnS »jc Comp., 11 do. für Clark k Jones und di versen Packelen für verschiedene Pelsonen von Äiorfolk, Va., hier ein; der Dampfer „Hackcnsack" lies mit 284 Ballen Baumwolle von Newbcrn und Wash ington, N.-C.,hier ein. Ein. und Ausfuhr. Gestern kam nur die englische Barke „L. G. Bigelow" mit 752 Tonnen Schmiedeeisen von Troon in England hier an. Es segelten nach dem Auslande von hier gestern ab: die Barle „Adelaide" mit 3750 gassern Waizcnmehl, 64 184 Pfd. Schmal; nach Rio de Janeiro; der Schooner „M. M. Health" mit 9258 Scheffeln Mais und 4300 Fuß Nutzholz nach Progleß in Zucatan. Ein neues S cht enenge l e is e.— Hr. Ha>destl> vom Comite sür Verkehrsstra ßen berichtete gestern im ersten Zweige des Stadtrathes einen Bericht ein, den HH. Wm. P. Cochran Lc Comp, die Erlaubniß zu ge stalten, an der Concordstraße ein Schienenge leise zu legen. Angenommen. Pflasterung d er G a t e st r aß e. Im ersten Rathsziveige wurde gestern Be richt nebst Verordnung angenommen, Gate von Hamburg- bis zur Warrenstraße zu Pfla stern. Die „Valti in ore -Ohio - E tsen - bahn." —lm ersten Rathsziveige winde gestern ein Beschluß angenommen, welcher dcr „Ballimore-Ohio-Eifenbahn-Compagrue" die Erlaubniß gewährt, ein neues schienenge leise auf Loc'ust-Poiut legen zu lassen. Zuerkannte Enlsch ädignn g.-Dr- Seim vom Comite für Forderungen berichtete gestern im ersten Zweige des Stadtrathes einen Beschluß ein, mit Bezug ans die Ent> fchädiguiig, welche Margareth Chaney für Kleidungsstücke verlangt, die aus Anordnung der Sanitätsbehörde vernichtet wurden. An genommen. Das Treiben vonLieh durch die Straßen der Stadt. Hr. reichte gestern im ersten Zweige des Stadt ralhes eine Verordnung im Bezug auf das Treiben von Vieh durch die Straßen der Stadt ein. Die Verordnung wurde dem be treffenden Comite überwiesen. Parke im nördlichen Stadt» theile. Hr. Ford unterbreitete dem zweiten Rathszweige gestern eineVerordnung, die Zeit für die Appellationen im Betreff der Anlegung von Parken im nördlichen Stadt tbeile von 30 Tagen auf 4 Monate zu ver längern. Angenommen. Der C harlesstra Ben -P ar k.—lm Stadtgerichte wurde gestern eine Appellation von Telfair Marriott gegen die Steueraufla gen von Seiten der Straßencommüsion im Betreff des vorgeschlagenen Partes an der Charlesstr., südlich von Jones' Fällen, einge reicht. Viele in der Angelegenheit inleresstr leii Personen glauben, daß die Verfügung zur Anlage des Partes zurückgezogen sei; aber diese Zurücknahme ist davon abhängig, daß die besienerten Personen die während dreier Monate entstandenen.Kosten tragen. Inzwi schen haben die Commissäre ihre Endrapporti um 25. Februar dem Registrator eingereicht, und es wurde bekannt gemacht, daß jeder Be teiligte das Recht habe, innerhalb dreißig Tagen nach diesem Datum zu appelliren, Die festgesetzte Zeit wird am 27. März ab lausen. Sollten die Bedingungen der Rück nähme nicht erfüllt werden, so werden Diet ingen, welche es versäumen, zu appelliren> ohne jede Rechtshülfe sein. Durchbruch von Straßen. —Dem zweiten Rathsziveige wurde gestern Abend eii.e Verordnung unterbreitet, den 7. Ab schnitt des Artikels 43 dahin zu amendiren, daß die Commissäre für den Durchbruch von Straßen bevollmächtig! werden, nur einer Theil des Grundstückes in Besitz zn wenn man das ganze Grundstück braucht. Der Schaden, welchen tue Stadl für das expropriirte Gimideigenthum zu zah len hat, soll nur für den genommenen Thei bezahlt werben, wenn der dem Eigenthümei verbleibende Theil nicht seinen Werth verliert Angenommen. (ü, inLö > chboo t.— Hr. Mills reichte ge slern im zweiten Zweige deSstadirathes einer Bericht nebst Verordnung ein, die Feuer-, Commissäre zu bevollmächtigen, ein passen, des Boot mit den nöthigen Dampfmaschine! anzuschafscn, welches im Stande ist, dasEis das unjercn Hafen im Winter zuweilen be deckt, zu durchbrechen, um Brände, welche au den Werften zuweilen entstehen, löschen z> tonnen, und »24,000 für diesen Zweck zu ver willigen. Zurückgelegt. Ein Freihoj p i t a l. Im zweite: RathSzweige reichte Hr. Ford eineVeloldnum ei», an der Ecke der Calvert- und Saratoga stroße ein Freihospital zu errichten und das selbe später ausrecht zu erhalten. Dem Sa nitätS-Comite überwiesen. Im zwe i te nRa t hs zwe ige ofserirti Hr. Kerr eine Einleitung nebst Beschlüssen, il welchen Hrn. Johns Hopkins dafür der Dan! ansgefprochen wird, daß er einen folch' bedeu tenden Theil seines Vermögens für die Er richtung öffentlicher uud gemeinnütziger In stitutionen in unserer Sradt verwendet. Du Beschlüsse wurden einstimmig angenommen. Uirter welchen Umständen hat ein Polizist das Recht, unfeinen Mann zu schießen? Im Criminal- Gcrichte kam vorgestern der Fall gegen den Polizisten John Dorfey wegen Angriffs gegen Jnhn Bunker und Versuchs, denselben zu tön ten, vor Richter Gilmor ohne Geschworene Verhandlung. Bunker sagte ans, er sei an ei nem Sonntag Abend im letzten Juli oder Au gust friedlich über einen Bauplatz gegangen, als der Angeklagte, Polizist Dorsel), zweimal mit feinem Revolver auf ihn geschossen habe. Ter eine Schuß sei in die Brust, iu die Ge gend des Herzeus gedrungen, der andere in den rechten Oberarm. Beide Kugeln seien noch in seinem Körper befindlich. Die Vertheiln gung bewies durch die Aussage des Polizisten Horrigan. daß Bunker einige Zeit zuvor von elnem"Polizisten wegen Ruhestörung verhaftet worden, demselben aber entkommen sei. Dor fey sei ihm gesolgt, um ihn wieder zu ergrei fen und habe, als er ihn erreichte, aufgefordert, sich zu ergeben, worauf Bunker drei Backsteine nach ihm geworsen habe. Erst dann habe Dorjey von feiner Waffe Gebrauch gemacht, und Bunker die erwähnten Wunden zugefügt. Richter Gilmor sagte, der Fall setze ihn eini germoßeii in Verlegenheit. Die Verantwort lichkeit eines Polizisten sei sehr groß und der selbe müsse nur im äußersten Nothfälle von seiner tödilichen Waffe Gebrauch machen. Nur bei Ergreifung schwererVerbrecher, deren Ver haftung unbedingt nothwendig sei, solle er zu so ernsten Maßregeln schreiten. Doch in diesem Falle, der etwas außerordentlicher Na tur fei, müsse er dem Angeklagten den Vortheil der widersprechenden Zeugenaussagen znGute kommen lasfen und denselben freisprechen. Personal-Notiz. Der Achtb. P. B. S. Pinchback, der neue Senator von Louisiana, fuhr gestern Morgen in Begleitung mehrerer Freunde durch den Dnns-Hill-Park. Auch dem Zoll- und dem Postamts stattete er einen Besuch ab. DieCorrektionunsercsHafens. Im ersten Rathszweige berichtete Hr.Tow son vom Comite für Mittel uud Wege gestern eine Verordnung ein, welche eine Verwilli gung von tz 200,000 sür die Vertiefung des Fahrwassers unseres Hafens vorichreibt. Pas sirt. Ter Bericht des Comite's lautet, wie solgt: „Das stehende Comite sür Miriel und Wege, welchem der Bericht des Spezial- Co mite's mit Bezug aus die Vertiefung des Schiffskanales überwiesen wurde, berichtet, daß es von der Wichtigkeit dieser Angelegen heit überzeugt, die Letztere in Erwägung ge zogen und derselben die nöthige Aufmerksam leit gewidmet hat. Der Congr-ß hat bereits 5200,000 für denselben Zweck vcrivilligt; um dem Kanal jedoch eine solche Tiefe zu geben, daß auch die größten Schisse in unseren Haien gelange» können, find noch weitere «200,000 W>c sind vollkommen davon iiberz-ugl,' daß di-.'e Verbesserung unseres Ha sens it!'hohem Grade dazu beitragen wird, de:, Kandel unser,r Stadt zu heben, und je eher die Arbeit vollendet wird, um desto besser ist es für Baltimoie. Wir unterbreiten daher dze Verordnung, daß sür den bcfagten Zweck noch meiicr? 5200.000 aus der LlaSltaste ver willigt weiden, lim etwaigem gc! abzuhelfen, muß der Mayor und <?tadt- Registratur bevollmäch'gt weiden, auf Schuldscheine der Stadl solche Summen zu leihen, wl? sie von Zeit zu Zeil nöthig erichei nen, um den Zfrrinlicktunge > den Coviurlto rcn gegenüber nachzukommen. Diese Sum men dürfe» jedsch die Tuirme von »ZOO,VW nicht überschreiten." Hr. Seim stellte das Amendement, die Siuiuin aus Hl<)t),VOü zu rednziren, zog dasselbe jedoch später wieder zu rück. Dieenqgeleiiige„Catonsville- E llicot t City 'er Eisenbah n." Der Bau dieser Bahn ist John Di. Barry von Laucaster, Pa., coulraktlich übergeben wor den und soll energisch betrieben werden. Ter Kassirer der Compagnie, Hr. John Glenn, hat soeben resignirt. Gestern erklärte Hr. W. W. Orndon, Vorsitzer des Comite s des eruen Zweiges für Stadtpfcrdcbahnen, er habe über obiger Bahn um Erlaubniß, in den Straßen der Stadl Äelei'e zu legen, deshalb nicht Be richt erstattet, weil er gewußt- Hr. John Glcnn werde resigniren. Gestern erhielt Der selbe von dieiem ein Ichreiben mir der Auf forderung, feinen Rainen von der Petilion zu strichen. Am 15. März reichte Hr. Glenn bei'm Direkliorinm der Bahn fein Resigna lionsfchreiben ein, das gestern auch im ersten Zweige veilefen wurde; darin motivirt er sei nen Rücktritt mit der Hinweifung auf die Thatsachen, daß die Obligationen der Bahu compagnic, ehe sie noch wirklichen Werth be sitzen, berens im Markte offerui werden, und daß der Banübernehmec Hr. Barry ihm selbst gestanden habe, die von ihm geleistete Bürgschaft für den Fertigbau der Bahn sei ohne Verantwortlichkeit. Die Angelegenheit wurde auf den Tisch gelebt. Tie Stadtschulbehörde hielt ge stern Abend ihr« Wochensiyuug. Bon G. F. Parkhurst lief eine Zuschrift ein, worin der Einsender mittheilt, sein Sohn habe mit des Balers Zustimmung nnd auf dessen Weimnq sich geweigerl, sich in der Stadtschule Nr. lt» impfen zu lassen, weil er bereits vom Dr. Wiener geimpft worden sei; für dieie Wei' gcrung habe mau den Knaben hermgeschickl. Hr. ÄlicGlone wünschte die Zuschrift dem Comite für die besagte «schule überwiesen und demselben Beschluß. Vollmacht ertheil! zu haben. Dr. Chancellor war anderer Anncht; die Schulbehörde selbst sollte hier ein'chreiten, da es ungerecht sei, den Knabe» unter solchen Umständen von der Schule fern zn Hullen. Hr. McGloue entgegmte, er habe Nicht? ge gen des Knaben Rückkehr zur schule; allem es sei Brauch, derartige Angelegenheilen dem betreffenden Scliulcomite, das schleunig han deln und des Knaben Wiederaufnahme ver fügen könnte, zu überweisen. Dies stellte Dr. ChanceUor zufrieden, und das spezial- Comitc bekam die Sache die Hände. Man fand die von Hrn. Snowden einberich teten Rechnungen in Höhe von l!j.2!), wo von 8214.20 auf Negerfchulcn kommen, rich tig und ordnete ihre Bezahlung an. Das Ausgaben - Eomire berichtete zu Gunsten der Erhöhung des Gehaüs der Hausmänner für die Grainmärfchule Nr. 1 > aui und Hl2O und derjenigen von Priuiärichulen auf tzlvL jährlich. Dr. Dodge wollte auch die Hausfrauen der Neger-Knuben- uud-".>.>räd chenschnle Nr. 3 in diese Gehaltssteigerung eingeschlossen haben; Hr. snowdeu bean tragte, SIS MonalSlohu zn bewilligen. Beide Amendements sielen durch, und die Comile-Vorlage fand Annahme. Nuu kau, die Dr. Sciker'sche Angelegen heit, die seit mehreren Wochen schwebte, zur Verhandlung. Das Comile, dem sie zur Er wägung übergeben worden war, erstattete seineu von den vL>. I. F. Hancock, C. Em merich, Dr. Charles W. Chancellor, A. W. Dodge nnd John L. Lawto» unterzeich neten Bericht, wornach Dr. «Selker als Direk tor der Knabcii-GiammärschuleNr. l 2 wegen schwächlicher Gefundhcil zu resigniren aufge fordert werden und die Resignation am l. Mai in Kraft treten soll, führte zu längere» Erörieruugen, ward jedoch schließlich mit 12 gegen 5 Stimmen angenommen. Frl. Maggie Nagel wurde von der Knaben- Elementarschule Nr. t. als Lehrerin an die Mädchen-Gramniärschule Nr. 17 versetzt, und dießefignalion von Frl. Marie E. Ewing als Hülftlehrcrin an derDiadchen-El-mentarichule Nr. 5 angenommen. Terßericht dksHülfs- Schulsnpcrintendenten Hrn. B. C. Reed ward vorgelegt nnd verlesen. Superintendent Hr. Lrcery theilte mit, letzten Miitwoch habe er eine Depesche mit der Aufforderung, die von hier aus nach Wien bestimmten Proben hie siger Schuleiurichtuugen n. f. f. abzuschicken, erhallen und demgemäß am Donnerstage eine Kiste mit Schultaiein und-Bänken, amMon tage eiue Kiste mit Schriftproben und einer in gedrängter übersichtlicher Zusammenstellung eine Geschichte der Schulen, deren Anzahl, die Zahl der Schüler, fowie die Seelenzahl Bal timore's und Maryland's enthaltende» Karte, die elegam angefertigt ist, abgesandt. Hier auf vertagte sich dleßerfammlung bis nächsten Dienstag. . Der ~C h e 112 a p e a k e - O h i o « C a n al."—Von Georgelown, D.-C., trifft die er renliche Nachricht ein, daß Montag Abend dafelbst das Wasser eingelassen wurde und ge stern früh die Geschäfte für diefe Saison be gannen. Die Mühlen sind jetzt im Gange; gestern früh trafen mehrere Boote ein, deren Führer für hente die Ankunft eines Dutzends Boole mit Getraide nnd Kohlen in Anssichl stellten. In Cumberland begannen letzten Sonnabend die Boote ihre Befrachtung. Das Jahresfest der „H i b erni an- Wohlthätig k ei ls-G ef ell 112 ch a ft."— Die hiesigen Einwohner irländischer Abkunft haben eine ähnliche Verbindung, wie die „Deutsche Gefellschaft vo» Maryland." Zu dem vorgestern in „Barnnm's Hotel" statlge fundenen Feste waren die Präsidenten der „deutschen," „St. Andreas-" (schsllifchen), „St. Georg " (englischen) und der „Französi jchen Wohilhätigkcits - eingela den. Da die „Deutsch: Gesellschafl" nichl offiziell verrreten war, so wurde der als Gast aiiwesende Col. F. Raine eingeladen, den Toast „auf unsere Schwestergefellschafte»" zu erwiedern. Hr. R. bemerkte: „Die Ge schichtsfchreiber sind getheilter Meinung dar über, ob der Heilige, dessen Andenken wir heule feieru, ein Sohn brittanischer oder deut scher Eltern war.. Wie dem auch fein mag, die Bretagne?, Schollen, Deutschen und Hi bernier beanspruchen ihn, aber die Letzlern haben mit ihrem wohlbekannten Enthusias mus den Heiligen den Andern weggenommen und ihn speziell zn dem Jhngeu gemacht. Der kosmopolitische Geist jedoch, der die Ge genwart beherrscht, fragt nicht nach dcm Ge burtsorte irgend eines Mennes, aber die Tu genden Jeuer, die in frühern Zeitaltern das Christenthum und die Civilisation verbreite ten, dürfen von Allen als Eigenthum bean sprucht werden. Und die größte aller Tugen den ist die Wohlthätigkeit, welche keine natio. nale Begrenzung, keinen Unterschied, keine Beengung kennt. Die irisäien und deutschen Gesellschaften haben feit Jahren Seite an Seite gestanden, um die Wohlthätigkeit zu pflegen, und wenn wir auch Alle mehr oder weniger den gewaltigen Prozeß der Ameri kanisirnng an uns erfahren haben, so schlägt doch unser Her; heute noch immer so warm, als je, in Sympathie und Freund schaft für Jene, die von den Gestaden der „immer-qrünen Insel" und des Vaterlandes an den Ufern der neueu Heimath das Glück der Zukunft fucheu. Erlauben Sie mir, Hr. Präsident, Ihnen als Toast vorzuschlagen: „Dem Andenken von Hngh Jenkins und Al bert Schumacher, deren gute Handlungen auf dem Gebiete der Wohlthätigkeit in unserer Erinnerung fortleben werden l" Der Toast wurde durch Ausstehet! aller Anwefenden er wiedert. Was der „American" über die vorgestrige Parade zu fagen Hai: „Wir freuen uns, wahrzunehmen, daß die Temperenzgesellfchasten iu so großer Anzahl auszogen und Beweis von ihrer Lebensfähig keit und Nützlichkeit ablegten. Wie gewöhn lich lieferten unsere deutschen Mitbürger die Mttkik für die Gelegenheit. Es macht keine» Unterschied, welche Nalionalilät eine Parade veranstaltet, die Deutschen blasen die Trom pete. Sie sind Kosmopoliten in ihrer musika lischen Begabung und spielen die Melodie'» irgend euier Nalion mil derselben Leichtig keit." In dem Waffenfaale des 5. Rgts. am „R l ch m o n d-Markte" fand gesternAbcnd das 2. Conzerl, ausgeführt von Capt. Ztzel'S Musikcorps und einigen Solisten, stall. Der Beinch war abermals ein fchwachcr. Versammlung. Die Methodisten- Geistlichen haben ,n unserer Mitte eine Ge fellfchaft zu gegenfeitizer Belehrung und Un terhaltung. Folgeude Beamten gingen aus der letzten Wahl hervor: Ehrw. W. Hardon, Präs.; Ehrw. A. E. Gibson, VicePräf.; Ehrw. I. B. Slitt, Sekretär; Ehrw. D. H. Carroll, Schatzmeister. Eme aus den Ehrw. HH. Dosch, Slitt und Wood besiehendeCom- Mission wurde ernannt, um die Missions- Statistik von 1372 mit der von 187 l zu ver gleichen. Der KamPf um dießu ndes-Ae m terinßaltimore wird in Washington mi! großer Vehemenz geführt. Deputation über Deputation zieht nach dem polnischen Mecca, um entweder für Thomas oder Booth als Collekior des Hafens ein „gewichtiges" Wort einzulegen. Auch der farbige Melko disien-Bischof Wayman machte eine Visite im „Weißen Hause" und schloß eine Rede zu Gunsten des Hrn. Thomas mit den Worten: ..Um'F Himmels Willen, Hr. Präsident, fällen Sie nnfcrn besten Freund nicht zu Bo den !" Mau brachte schließlich Hrn. Grant dermaßen iu die Klemme, daß er versprach, an Hrn. Boolh schreiben und das Ersuchen stellen zu wollen, ihn wegen Zurückziehung seines Ramens zu entschuldigen. Die Tho mas-Aktien scheinen also zu steigen. Die Freunde des Hrn. Booth aber ballen die Faust iu der Tasche und drohen, daß hier die repub likanische Partei in die Brüche gehen werde. Zwei Freunde. Zwei Neger, Na- mens Charles Anderion und John Henry, yerielhen vorgestern Nachmittag ineiner Kal kbrennerei an derßidgelystraßc in einen streit, der schließlich soweit ausariete, daß Anderson seinen Gegner mit eiuerSchaufel aus den Kopf sching. Die Folge war, daß Henry in einen Hausen ungelöschten Kali siel. Er war bei nahe erstickt, bevor man th» herausziehen vermochte. Anderson wurde vom Polizisten Carey verhastet und vor RichterKreis gesührt. Nachdem der Richter die Zeugenaussagen in diesem Falle cntgegeugeuommen hatte, wollte er gerade Anderson dem Gerichtsverfahren überwiesen, als Henry dagegen opponirte und den Richter ersuchte, sie Beide gegen Friedens bürgschast zu entlassen. Seinem Verlangen wurde willsahrt; als aber Beide bezahlen soll ten, erwies es sich, daß Henry kein Geld hatte, während Anderlon'sßaac'chaf: nur hinreichte, seine eigenen Zioslen zu bezahlen. Anderson war aber so srenndliH, sein Geld Henry zur Verfügung zu stellen, während er sich selbst ruhig einen Platz im slaiionshause anweisen ließ; Henry machte sich dann in Begleitung von Anderson's Frau aus den Weg, um Geld für seinen Freund bei dessen Bekannten zu sammeln. Es währte nicht lange, so hatte er den zur Bezahlung der Kosten nöthigen Be trag in Händen, und verschajste seinem Freu nde die Freiheit wieder. Tod ei neSjun g e n K au 112 m anneS. Am 7. dieses Monats langte ein junger Kausinauii, NamensH.W.Eonner, auSEdar lotte, Nord-Tarolüia, hier an und stieg im „It. Clair-votel" an der Ealvertstraße ab. Er litt bereits bei seiner Ankunft in Balti more an einer starken Erkältung, aus die e> jedoch Ansangs nicht schiebe. Am Mittwoch voriger Woche suhlte er sich aber so leidend, dag er sich genöthigt sah, den Beistand des Prof. Warren in Anspruch zn nehmen. Bald stellte es sich heraus, das er an einer typhöieu Lungenentzündung litt. Trotz der bester Pflege, die ihm von Seilen des genannter Arztes und des Hrn. H. Fogle, dem Hotelierv zu Theil wurde, starb er am Montag Morgen Hr. Eonner, der im 27. Lebensjahre stand hatte außer einer tn New-lork wohnende» Schwester keine nahestehenden Verwandten Sein Vater war während der Jahre 1321 bi> I«41 Eongreßmitglied. Tödllicher Ausgang. Frazier, Sohn des James Frazier in Nr. öl Elissordsiraße, der, wie wir schon miitheilieu am Donnerstage einem L feu zu nahe kam infolge denen seine Kleider ui Brand geriethen starb am Montag Morgen an den erhallenei Verlesungen. Ableben des Eapt. C. C. Bau vom Dvsr. „Lhi o." —Vonßremea tra gestern Morgen »n Eomploire der HH. A Schumacher Co. die berrübende Kunde ein daß Eapt. E. E. Basse, snt 1808 Befehl?ha ber des zwischen Bremen und Baltimore sah renden Dampsers „Ohio," am 25. Februa im 45. Lebensjahre mit Tod abgegangen ist Seit 12 Jahien stand der Verstorbene iit Dienste des „Norddeutschen Lloyd," und seil Tod wird bei den Vielen, die ihn kannten ansrichuge Trauer hervorrusen. Ein biedere Eharaile'', pflichttreuer Seemann und lie benswürdiger GeselUchafier, war der von ihn befehligte 'Dpfr. „Ohio" ein bevorzugte' Fahrzeug der Bremen-Baliimorer Linie ge worden. Er starb nach zweimouatlichemLei den an einerHerzverhärtung, zu der schließlicl die Wassersucht getreten war. Ter Veriior bene sollte den Besehl des bis znm Juli s.rli gen neuen Dampfers „Nürnberg" ttbecneh inen, und sah er diesem Ereignisse mit all' dei Verve eines ächten Seemannes entgegen Eapt. E. E. Basse's Todtenbahre umstehet eine trauernde Frau und vier Kinder. Dei Tod des Eapt. Basse reiht sich dem der Eapt, Vöcklernnd Fischer an, die seit derErrichtnnc der Dampfcrlinie zwischen Bremen u. Balli more aus der Welt ge'chiedcn sind. Weiteres über die Ermordnnx der Anna Gibson. Gestern Morger srüh wurde die Leiche der Anna Gibsou,welchi den am Donnerstag von ihren srüheren Ge liebten James West ihr beigebrachten Wnnden erlegen war, nach der westlichen Polizeistation geblaäit, wo die Doktoren Biewer und Geo, L. Robinson eine Post-Mortem Untersuchung an derselben vornahmen. Nach Entfernung der SchädcltiioÄen zeigle es sich, dag die Schneide des Beiles dreimal über dem linken Ohre durch den Schädel gedrungen war n. du stumpfe Seite desselben zwei weiter: Schädel, bräche verursacht hatte. Die Zertrennnna der Kopsarteiien hatte eine beträcyiliche Bl il ergießung in das Gehirn verursacht, und di« Doktoren waren der Ansicht, daß ein jeder der süuf Hiebe hätte lödtUche Folgen haben müs sen. Wcttrend der Postmorlem-Untersuchung berief der Leichenbcschauer Dr. MackaU eim Jury, wclche die Aussagen verschiedener Zeu genaussagen entgegennahm. Aus diesen geht yervor, dag Eisersucht au' einen anderen Farbigen, der den Zunamen Bob sührte, ein Hauptmotiv der That gewe sen ist. Bob, welcher ein Fischer nnd immei bei Kasse ist, Halle Anna oft besucht und man cherlei Stleitigkeiten waren die Folge davon, Anna Gibson hatte sich mehrmals gerühmt, daß sie jedesmal nach Bob's Besuchen eim ZcyndoUarnote in ihrem Besitze habe. Dil Folge von allem Diesem war schließlich dei mörderische Angriff, dem Anna znm Opfei fiel. Die Geschworenen brachlen einen Wahr sprnch ein, daß Anna an Wunden gestorben sei, die sie von der Hand des JameS West er hallen hatte. West wurde vom Eoroner in's Gefängnis! geschickt, um das Gerichtsverfahren abzu.var len. Der Körper der Anna Gibfon wurde nach beendeter Postmortem-Untersuchung in einen von der Stadl gelieferten Sarg gelegt und ih ren Freunden zur Beerdigung übergeben. Wie man hört, fallen am Nachmittag die Aerz'e den Leichnam für den Sezirsaal an sich gebracht haben. Der Mörder James W e st. Ein Berichterstatter des „American" hatte gestern Morgen cmeUnterrednng im Sladlgefänznisse mit James West, der unter der Anklage der Ermordung seiner Zuhälterin Anne Gibson dort eingesperrt ist. Derselbe beschreibt West als einen kleinen duulelsarbizen Mulatten, mit einem stumpssinnigen aber nicht schlechleu Gcsichlsauddrucke. Bei'm Eintritt des Re porters in die Zelle saß West gebeugten Haup tes auf seinem Belle und halte angenjchciulich gcweiut. Tie folgende Unterredung fand stall: Berichterstatter: „Wie alt sind Sie?" West: „Ich glaube, etwa 22 Jahre alt zn sein." Berichterstatter: „Waren Sie früher ein Sklave?" West: „Nein, ich bin srei hier inßaltimore geboren nnd habe mein ganzes Leben hier zu gebracht." B.: „Womit haben Sie Ihren Lebensun terhalt verdient?" W.: „Im Winter habe ich Austern geöff net, und im Sommer mit Ausweißen Geld zu verdienen gesucht." B.: „Wahren Sie je zuvor im Gcsäug niß?" W.: „L> ja, ich bin etwa sieben oder acht Mal dort gewesen. Mein Vater schickte mich dorthin, als ich acht oder neun Jahre alt war, wie ich glanbe, weil ich nicht zu Hanse bleiben wollle. Er war ein Trunkenbold und starb im letzten Mai. Ich war, mit Ausnahme ei nes einzigen Males, nur wegen Prügelei im Gefängniß. DaS letzte Mal wurde ich dort hin geschickt, weil ich einen Weißen, Namens Stokes, einen Kneipwirth, geschlagen hatte." B.: „Können Sie lesen ooer schreiben?" W.: „Nein, ich bin nie zur Schule geschick! worden." B.: „Waren Sie ein Gewohnheitstrin ker?" W.: „Nicht bevor ich mitAnna Gibson zu sammenlebte." B.: „War Anna Gibson jemals im Ge sängniß?" W.: „Sie war vier- oder fünfmal im Ge fängniß, immer wegen Diebstahls, mit Aus navme eines einzigen Males." B.: „Wie lange haben Sie mit Anna ge lebt?" W.: „Ich wurde im Jahre ISZ6 mit ihr bekannt und lebte während der letzien 5 Jahre mit ihr zusammen." B.: „Konnte sie lesen?" W>: „Ebensowenig, als ich. Sie war etwc in derselben Weise ausgewachsen." B.: „Hatte sie die Gewohnheit des Trin kcns?" W.: „Sie trank zuweilen." B.: „Haltet Ihr Kinder zusammen?" W.: „Wir hatten zwei Kinder. Das Ein< starb nnd das Andere, welches etwas über 2 Jahre alt ist, befindet sich bei meiner Mutter. Ich brachte es dorthin, weil ich fürchtete, daß Anna es lösten würde. Das Kind halte di> Blattern gehabt und sie schnitt ihm die Haare ab und setzte es der Kälte aus, damit es ster ben solle. Zuvor hatte sie versucht, mir eine verdächtige Snbstanz im Thee einzuflößen n. sie fagtc, ich solle es trinken. Ich bemerkte, daß die Substanz von grüner Farbe war, und fettig aussah. Ich sagte ihr, sie müsse so etwas nicht thnn, und wir hatten einen Streit darü ber. Ich glaubte, wir würden ferner nicht friedlich zusammen leben können und begann, meine Sachen forlzufchafsen, was sie nicht Ici den wollte. Wir hatten Streit wegen eines Frauenzimmers, welches gestohlene Sachen in s Haus brachte. Ich wollte dies nicht lei den und sagte ihr, daß ich sie ernähren könne, ohne baß siezn stehlen brauche. Ais ich meine Sachen fortschassen wollle, kam ich in's Haus und fand einen Weißen oder Mulatten bei ihr im Zimmer. Als ich herein kam, lief derselbe fort. Ich sagte ihr, sie müsse in meiner Ab wesenheit nicht so handeln. Sie hatte das Bkil in der Hand nnd droh'e, mir den Kopf abzuhauen. Sie legte dann das Beil auf's Bett und wir hatten einen Streit. Wir hat ten Beide getrunken.« Die Gefängnißbeamtcn sagen, dsß West bei feiner srüheren Anwesenheit im Gefängniß sich stels fleißig und ordentlich betragen und bei'm Ausweißen und Kochen behülflich ge wesen sei. Das Verbrechen, wie so viele An- dere dieierArt, scheint ohneZweisel eine Frucht der schlechten und verwahrlos'ren Erziehung gewesen zu sein, und muß vielen Stois zum Nachdenken geben. Ob die Anwendung der Todesstrafe in einem solchen Falle wohl das geeignete Mittel ist, derartige Vorkommnisse M die Zukunst zu verhindern? Vom Ertrinken gerettet. Als der gl-jährige John Howard am Montag Abend die Fähre am Fuße des Broadway ver lassen wollte, that cr einen Fehltritt und stürzte iu's Nasser. Polizist McElewen zog den alten Mann wieder heraus und brachte ihn nach dem östlichen Slalionshause, wo man ihn mit trockenen Kleidern versorgte und dann nach seiner Wohnung an der Spring-, nahe Pratlsiraße, brachte. Brände.—Wie wir bereits gestern kurz mittheilten, gerieth am Montag Abend um 411 Uhr ein großer Schuppen in der Ziegel breirnerci der HH. Wilson K Pirch-r an der Washington-Road in Feuer. Da kein Wal ser in d>r Nähe war, so halte die Feuerwehr weiler Nichis zu thun, als den Schuppen, welcher au den in Brand gerathenen stieß, nie derzureißen, ta das Feuer sich sonst einer lan gen Reihe anderer Zchuppea mitgetheilt ha ben winde. Gestern Morgen gerieth in dem Hause der Frau Cohen, Nr. 46, Mnlberlystraße, ein Bett in Feuer. Polizist Dolphin und Hr. MeAleese, Superintensenl des Feuerallarm- Telegraphen, gingen gcrade an dem Hause vorbei, und als sie den Rauch bemerkten, tra ten sie iu das Gebäude und löichren das Feuer. Das letztere war durch ein kleines Kind, das mit Zündhölzern spielte, entstanden. Ein erschöpfter Trommle r.—Als das Musikcoips des 5. Regiments gestern die Eskorte, welche deu Leichnam des Commo dore Latimec nach dem nach Annapolis sah renden Dampsboot brachte, begleitete, fiel der Mann, welcher die große Trommel schlägt, plötzlich erschöpst zur Erde uud mußte nach Kar>annaugh'S Restauration gebracht werden, wo man ihm etwas Whiskey einslößle, der ihn sclMll wieder in'S Leben lies. Die Er schöpfung war nur eine Folge der Aniiren gungcn, die der Mann zu ervuldeu gehab! hatte. Während des vorhergehenden TageS hatte er stundenlang mir seiner großen Trom inel durch die Straßen marichirt und dann vom Abend bis iu die späte Nachr aus dem Banquet der St. ParrictS-Rittcr gespieli. Um 5 Uhr gestern Morgen mußte er seine Trom mel ichon wieder ausnehmen und hinrcr dem Sarge des verstorbenen CommodoreS einher schreuSn. Diese Anstrengungen hatte cr nichl zu ertragen vermocht. Schisssunsäll e.-Am 8. Mär; wurdl linier in 30. Breiten» und 73. Längengrade der von Balmnore nach Newbern, ?i.-C.. ausgelaufene Schooner „Virginia Dare," Capr. Johnsion, angelrossen; bis segel waren alle Segel fort. Der «türm hatte das Fahrzeug diei Male qner über den Golfstrom verschlagen, doch verlangte es lei nen Beistand n»d woltte versnchen, nach Porl Royal, S.-E., zu gelangen, um dort reparm zu werden. .. Ter Schconer „Oliver scofield, Capt, White, am 11. Februar von Baltimore i,ach New-'/>ork abgesegelt und bereits ausgegeben, wurde am 8. März unterem 33. Breiten- nne 68. Längengrade von der am Sonnabende in New - S)?rk angekommenen Barle „Helen Sauds" gesehen; alle diei Masten, der Klü verbaum und Alles, was daran befestigt war. waren weggerissen, der Besanmast dicht am Verdecke abgeknickt, uud vom Fock-und Mit lelmaste waren etwa noch zehn Fuß über dem Verdecke zu sehen. Drei Rothmasten waren aufgetakelt und drei Gasfel-Toppsegel geietzt; die Wellen hatten Alles vom Verdecke wegge fegt; zwischen den Decken stand das Wasser ! einen Fuß lies, wurde jedoch bald aasge pumpt. Der Rnmpf war im klebrigen voll kommen dicht nud unbeschädigt. Boot uud Wasjerfässer waren sort, die Mannschaft litt an Provianliuangel. Der Capuän hoffte, einem Dampfer zu begegnen und "bon diesem in einen Hasen bugsirt zu werden. Er berich tete, daß er am 25. Februar von einem hefti gen Sturme überfallen wurde, der daj Fahr zeug von der Küste verschlug; am S.März gingen, 260 Meilen von Bermuda entfernt, die Spieren über Bors. Dem empfindlichen Wassermangel half ein noch in selbiger Nachl eintretender siegen auf einige Zeit ab. B r ä nde. Der Fenn lärm vom Alarm kasten Nr. 13k um 115 Uhr gestern Vormir rag wurde dadurch veranlaßt, daß das Dach des Hauses Nr. 32, Northstraße, das Eigen tl'ilin des H.n. Johann Färbcr und bewohnt von der farbigen Frau Eollins in Brand ge rieth. Das F'ner, welches durch einen schad haften Rauchfaug entstanden sein soll, theure sich dem Dach des angrenzenden Hauses, Nr. 84, von Hr». Rosenseld geeignet und von der Farbig n Mary Jane Eollins bewohnl, mit. Ter angerichtere Schaden belauft sich aus etwa,so, Hr. Rosenseld ist nicht versichert, Hr. Färber ist durch Versicherung in der „Firemen'S Versicherungsgesellschaft'' gedeckt. Diebstähle. Der Farbige August Anderson wurde von Richter Hagerty dem Verfahren der Großgeschworenen überwiesen, unter der Anklage, einen Sack Waizen, das Eigenthum von P. P. Pendleton in Nr. 173, Nord-Howardstraße, im Werthe von S 4 und eine Uhr im Werthe von LK, das Eigenthum der Farbigen Martha Williams in Nr. 4, Foundrystraße, gestohlen zu haben. Unter dem Verdachte, John McFar land's Portemonnaie mir »100 gestohlen zu haben, gestern dem Richter Farlow vorge führt, mußten Virginia Lewis und E. Cvle man wegen Mangels an Schuldbeweisen wie der >n Freiheit gesetzt werden. Maggie Chew, eine Schwarze, sah sich gestern ans die Anschuldigung, Frau Julie Gille in Nr. 3544, West-Lombardstraße, Klei dungZslücke im Werthe von »15 entwendet zu haben, vom Polizisten Flannigan verhasret und vom Richter Bell in Untersuchungs -Ge wahrsam beorderl. James Jlvin befindet sich seit gestern wegen angeblichen Diebstahls einer Parlie stählerner Bohrer und Spindeln im Werthe von K 14.25, Eigenthum Thomas Smith's in Nr. 424, West - Prattsiraße, im Gefäng nisse. Selbstmord durch Vergiftung. Gestern Nachmittag beging Robert Wil liam«, der Eigenthümer cinesDslajl.TabackS gejchäftes in Nr. 217, Ost. Prait-Straße, nnd in demselben Hanse wohnhaft, Selbst mord , indem cr eine bedeutende Quantität Landanum trank. Bei der durch Coroner Sultzer vorgenommenen Leichenschau wurde durch Zeugeuausiagen seslgestelll, daß der Ve rstorbene seit K Wochen verheiralher war und seil einigen Tagen übermäßig dem Trünke ge fröhitt Harle. Gestern Morgen verließ er sein Geschäft und begab sich in verschiedene Apo theken, um zwei Unzen Laudanum zu kaufen, was ihm auch schließlich gelang. Er kehrie um etwa 1 Uhr in seine Wohnung zurück, wo er sich aus den Abtritt begab uud daS Lauda num trank. Gleich nachdem er iu'« Haus zu rückgegangen war, traten die Folgen davon ein. Die Doktoren Dwinelle und WilkinS wurden gerufen, doch gelang eS ihren Benin- Hungen nicht, ihn zu retten; er starb etwa 14 Stunden nachdem er das Gift zu sich genom men hatte. Mit seiner Frau lebte der Ver. storbene auf freundschaftlichstem Fuße nnd die einjigellrsache desSelbstmordes muß im über mäßigen Spirituosengenusse gesucht werden. Die Geschworenen gaben ein Verdikc auf Tod durch den Genuß einer zn großen Dosis Lau danum» genommen während einer temporären Geistesverwirrung. Grundstücks- und Grundzins- Verkäufe. Die HH. F. W. Bennert Comp, versubhastirren gestern Mittag auf der Börse eiue Anzahl werlhvollec Grundstücke, wie folgt: Nr. 30, »2 uud 32j, West-Balli more-, nah: Harrisonstraße, 30 Fuß breit, 100 Fuß lang und mit hölzernen Gebäuden besetzt, um »14,000 an Georg E. das Colvin'sche Mansion.Grundstück 'Nr. 77, Ost-Balliliiorc-, nahe Exeterstraße, K 3 Fuß breit, bei 150 Fuß Länge bis Watsonstraße durchgehend und mit einem eleganten Wohn hause nebst «staUung bebaut, um S>B,ooo an Marianne Ellicorl; ein bebaureS Grundstück auf der Nordseile der Lombard-, zwischen Concordstraße und Marsh-Market-Svace, bis Hawkitraße durchgehend, 25 bei 100 Fuß groß und vorn mit einer Kupfer-, hinten mit einei Grobschmiedc-Werkstatt besetzt, um »4500 an die Schmiede Cavanangh K Snnlh; deu E> D. Onion'schen Kohlen- nnd Holzhof aus der Vüdost-Ecke der Monumenti'lraße u. Harsord- Avenue, an der Straße mit 190, an der Ave. uue mit 130, an der Joppa-Road mit 22S und an Apple-Alley mit 75 Fuß dl« zum I.Mai 1876 zu »600 jährlich verpachtet, um 5i1, 825 an E. D. Onion: ferner 'Nr.4O, Nord-Freoerickstraße, 194 Fuß breit, bei 58 Fuß Länge bis an's E. L. Klomann'sche Grundstück (Gaystraße) durchgehend und mit einem zweistöckigen ziegelsteinernen Wohnhause bebaut, um »2350 an E. L. Klomann; hier auf das benachbarte Grundstück Nr.3B, Nord- Frederickstraße, 174 Fuß breit, bei 46 Fuß Länge hinlen an's GeorgKronmüller'sche Be sitzthum grenzend, um »1050 an Marianne Ellicott, die jedoch laut des Rahel Colvin'- scheu Testamentes, das der dort wohnenden Anna Hutchins lebenslänglichen „Auszug" vermacht, für die Auszügleriu das Haus in Ordnung zu halten und Steuern, WasserzinS uud Assekuranz zu bezahlen bat; dann meh rere leere Baustellen auf der Ostseile derGreen» mount-Avenue, zwischeuChase- u.Johnstraße, und auf der Nord- und Südseite der Biodle straße, mit 400 Fnß Fronte an Greenmount- Avenue und mit 300 Fuß Facade an Biddle straße, zusammen um »14,100 an Charles I. Hull; endlich vier JahreS-Grundzinsen, und zwar einen ablösbaren von <3OO auf dem mit mehreren Häusern bebauten, bis Jones' Fälle zurück sich erstreckenden, anFrontstraße 37Fuß Meilen Grundstücke aus der Südwest-Ecke der Front- und Fayerresttaße um »4050 an Wm. Rensham; einen ablösbaren von »75, aus ei nein 25 bei 85 Fuß großen, mlt einem Schul- Hause bebauten Grundstücke auf der Westseite der Exeter-, »wischen Fayetie- und Lowstraße, ruhend, um KSSO an einen ablösbaren von 8120. aus ei"em 30 Fuß drei teil, bei 50 Fuß Läng: bis Millslraß: durch gebenden bebauten Grundstücke an McClder ry's Werste ruhend, um 81700 au I. Tur ner, einen von 835, der auf einem 35 bei 150 Fuß haltenden Grundstücke aus der Ostscite der Grccnmvuut-Avcnue, zwi'chen Biddle- und Johnstraße, lastet, um 8450 au Marianne Eilicott. Auch das werlhvolle Grundstück 81, Weii-Baltimoiestraße, ne ben dem Gebäude der „irun" gelegen, 20Fuß breil, bei 8l Fuß Lauge an ein Hintergäßchen stoßend und mit einem vierstöckigen Waaren- Haus' bebaut, kam unter den Hammer, ward jedoch, da das höchste Gebot sür ungenügend gehalten wurde, von der Auktion zurückge zogen. Die HH. F. W. Benuctt Comp, ver äußeilen seiner gestecu Nachnnuag an und Stelle im Austragt der Straßcndurch bruch-Commissäre alle diejenigen Theile von Grundstücken nebst daraus besinnlichen ü)iate «alien, weiche sür die in einer Breite von 635 Fug von German- bis Lombardstraße durch zubrechende neneZrraße nicht cisordcrl'ch sind, und z rar: cin «.» Fug 2 Zoll an der neulN breites Stück Land NM bei einem Theile des Grundzinses von 8240 aus's Ganze an NichardSewell. Tie Materialien eines vier stöckigen, binnen 69 Tagen ziegetsieliieinen, 2V bei 70 Fuß großen Waa renhauses aus der Südseite der Germanstraue um B'>oo an C. R. Taylor; ein Grundstück von 48 Fuß lISZoII «reit- und 25Ziiß Lange NM »3300 an Jakob Seeger mit Belastung eines Theils des obigen GrundzinieS; terialien einer 25Fuß breiten und 5!) Fuß IIZ Zoll taugen vieislöckigeu ziegeisteineruen Pack listen-Fabrik um Sl4ooan Zrkob Seeger-, die Materialien eines 11 Fuß breiten und 23Fuß langen Holzschuppens um »20 an loh. Sell mann; dießanmalerialien eircs zweistöckigen ziegelsteinerneu, 2-l Fuß 2Z Zoll brcitcn und 30 Fuß langen Stalles um 52V» an C. R. Taylor; die Materialien einer 165 Fug lau gen und 12 Zoll dicken ziegelstemernen Mauer um 820 an R. Taylor; ein vorn aus dei Äioro eile der LombardstiaZe ISZ Fuß, hinten 17Fuß von Fuß Länge um 82700 an M.Friedmaun; die Materialien eiues dreistöckigen zicgelsteinerue.iWohn!auses mit 24 Fuß Zoll 'Breite aus der Nordseil! der Lombardstrage und 26 Fuß 5 Zoll Länge, sowie zweier 25stöckiger ziegelsteiner-icr Hniter gebäuve von je 17 Fuß Breite und 235 Fuf Länge und zweier anderer resp. zwei, und ein stöckiger ziegelsteinerner Hiniergebäude, resp. 14 Fuß 75 Zoll bei 12 Fuß 10 Zoll und 8) bei 13j Fuß groß, zmammeu nur 8950 ai Jackson Holland; tie !Lta!eljalien eines zwei stockigen ziegelsleiiiernen Wohnhauses mit Fuß Fronte aus der Nordieitc der Lombard straße und 35 Fuß 1 Zoll Länge, sowie zweie, reip. ein- und zweistöckiger ziegelstcincruei Hintergebäude um 8400 an Thomas Murry die Materialien eines 1« Fuß breiten ziegel steinernen Stalles, zweier ziegelsteineruec, resp. 12 und 9 Zoll dicken ui d 9 Zoll dicker Bruchsteinmauer um 8160 ein 30 Fuß auf der Noroscite der Lombard straße breites uud 115 Fuß Zoll lange: Grundstück mit der Wohnung des Tr. G, W Miltenberger, aus einem 25-stockigsii ziegel, steineliien Wohnhanse, einem dreistöckigen, ei nem zweistöckigen und einem 25 stöckigen zie gelsleinerlien Hintergebäude nebst Baochaust bestehend, nin 87000 an L. endlich die Baumaterialien eines hinter obigem Grundstücke stehenden ziegelsteinernen, 2!Fuß Ii Zoll breiten und 12 Fuß 7 Zoll lang» SlalleS um 8160 an L. Formau, Die HH. Samuel H. Gover Sc Söhni versubhastirten gestern Äiachmittag an Ori und Stelle die je 15 Fuß breite», 81 Fuß law gen und je Mit einem 25 stöckigeu ziegelster nernen Wohn- und zweistöckigen Hinterhausi bebauten Grundstücke Nr. 4 und 6, Swanm Straße, nahe dem „Maryland-Institute," um 81435 bei 875 Jahres-Grniidzius an Frau Ann Fox. Beisetzung der Leiche des C o in modores Latiiner. Gesteru sand in Annapolis (ans dem Begräbiiißhose der -.ee schule) Mit militärischen Ehren die Beisetzung der Leiche des hier mit Todt abgegangenen Ver. Staaten - Coinmodores Latimer statt, Morgens früh geleiteten die Compagnie L und K. des 5. 'Md.-Negts., unter Voran marsch ihres Trommler- uud Mustkeorps und befehligt von Major Geo. R. Ganher, du Leickie von der Wohnung des Nesseu des Vcr storbenen, Nr. 68, Nord-Greeustr., nach dem Dampfer an der Lighistr.-Wersle. Die Eh ren-Eskorte stellte sich vor dem Hanse aus nnü die Lieutenants Anderson, Rogers, Spea: uud Reuter trugen den Sarg nach dem Lei chenwagen, während das Militär präsentirle, Ter Zug ging sodann durch Green-, Balti more- und CharieLstr. nach der Werste. An derWerste bildete das Militär abermals Spa lier, während die Leiche an Bord des Dam psers getragen wurde. Die Ossiziere gingen mit nach Annapolis, die Eskorte kehrte nach dem Wassensaale zurück. In Annapolis nahm ein Detachement des Marine Corps den Sarg in Empsang, der bis zum Mittage in der Kirche aufgestellt uud sodann unter Be gleitung der Cadetlen :c. zur Erde bestattet wurde. Der Beschluß zur Einführung der deutschen Sprache in den Stadtschulen. Einige Blätter verbrei teten die Angabe, daß im 2. Rathszweige die HH. Sommerlock und Mills gegen den Be schluß gestimmt hätten. Dieses crivclj't sich als grundlos. Alle Räthe, sowohl des 1. als 2. Zweiges, gaben ihr Votum ciustiiumig zu Gunsten des Beschlusses ab, der nnnmehr dem Schill-Direktorium vorliegt. Eine Be richterstattung steht in Bälde zu erwarten. Wir betonen es wiederholt, daß gerade die Deutschen und mit der deutschen Sprache be kannten Räthe, die HH.Seim, Ehlers, kaick mcyer, Sommerlock, Grünseld und Arndorfs, mit Wärme eine praktische Verwirklichung der Zwecke des Beschlusses in'S Auge gesaßt ha ben. Als Nachfolger des nach Europa gcrcii'len Pfarrers Ratte hat der Hochw. ?. Peter Zi m mc r, seit 7 Jahren an der St. Mt chels'Kirche zu Chicago thätig, daS Seelsor ger-Amt der „heil. Nothhelser-Ltirche," Ecke der Pratt- und Mounistr., aiigeueren. A m t s w e ch s e l. Hr. I. R. Davis, bisher in Diensten der „Baltimore Lhio - Ei senbahn-Gesellschast," ist zum General-Agen ten d.r„PiliSburg-Councllsv!ller Eisenbahn" in Pittsvurg, Pa., eruannl worden. AlsZno o s s ent eines Wechsels muß laut der Entscheidung, die gestern das Sup?rior-Gericht sällie, Be> janiiil Maiilaud der „Citizens' Nationalbank" Slo,ooo bezah len. Wahrscheinlich wird er dagegen appel liren. Das dritie dieijährige Ä ränz ch e ii d e r großen Saale ihres Prachtgebandes abge halten; was Glanz, Eleganz und Gemüth lichkeit anbetrifft, so ließ es seine Vorgänger weit Himer sich. Die Damen-Toiletten eni falteten srltencu Geschmack bei großer Pracht. Capt. Winter's Capelle trug sür die Ball und Conzerl-Musik d>e besten Nummern sei nes umsangleichen Repertoirs vor. Folgende Herren machten als AnorduniigL-Comiie du Honneuis: S. Braun, Cail N. F. R. Milthert und Georg Biom. Feiertag. Die Katholiken begehen heute das St. loscphus-Fest. In der St. Josephs. Kirche an der Belair-Avenue-Road sind bewncere Vorbereitungen zur Feier geucck fen worden. In der Sr. Michaels-jürche, Ecke der Lombard- und Wolfstraße, findet große Messe statt. alten Karmcliteriiincn-xlostcr an Aisqnithstraße findet r,enie Hochamt nebsl Äbsingung eiues "l>> Krum ' zum Preise u. Danke sür die während der letzten 40 Zahn dem Kloster vomH Höchsten erwiesenen Wohl thaten statt; es ist der letzte Gottesdienst ii dem allen Gebäude, da alle Vorbereitungen zum Umzüge nach dem neuen Kloster auf de. Ecke der Chase- uud Carolinestraße getroffen sind. In der St. Alphonsns-K!rche, Sara togstr., beginnt Sonntag die 40-stüudige Air dacht. Zuerkennung von Rathl> auS bau-Contrakte n.- -Gestern sprach dai Bau-Comite des neuen Rathhauses die Con trakte für gewisse Arbeiten"und Materiallie ferungen, um welche die Bewerbungen vor einigen Wochen eingegangen, zu. lim di« Lieserung dcS Heizapparates batten sich H. L. McAvo» (547,700>, I. Weatherby Sohn (873,600), Bankett, Nobbins k Comp. (837,000). Thomas C. Basshor K Comp. (858,280 nach dem einen, 814.000 nach dem anderen Plane), Hubbell 6- Dunnett (563,- 000), Wilson k Schultz (839.000) und W. E. Wood Sc Comp. (833.675) beworben. Man wählte die HH. Bartlett, Nobbins K Comp. aus. Forderungs-Angebote auf die Gypser - Ar beit waren von folgenden Personen eingegan gen: Samuel Billson 30 Prozent weniger, als die von den Gypier-Meistern festgestellte Preisskala; H. Bright L-Comp. 24 bis 40 Prozent weniger; Geo. W. Starr Ä Sohn 40 Piozent weniger: W. G. Mills 12 Pro zent weniger; Wills K McKenzie 7 Prozent weniger; Doremus Sc Pentzner 55 Prozent weniger; Leander Foremau 41 Prozent; Ja mes CounoUy 42 Prozent; James :11t. Lewis 20 Prozent; Robinson Sc White 31 Prozent; Thomas M. Röhler 30 Prozent. Die erwähllen waren die HH. Georg W. Starr Sc Sohn. Den Sand zu liefern, hatten sich folgende Personen erboten: Thomas Murray zu 2 TentS pro Oaadrak-Aard; Gebiüder Riley zu 52.20pr0 IYO Quadrat-Yards; Michael Ryan zu 84 pro 100 Quadrat-Haris; John Flannery zu 6 Cts. Pro Quadrat-Aard; E. H. Johnson zu 3 Cts. pro Quadrat-Aard; Mark Cady zu 82.49 pro 100 Quadrat- ?)ards; Georg Jockel zu S 2 pro 100 Luadrat- ! Aaids. Hr. Jockel erhielt den Coulrakt. Thätlichkeit en.—Joseph Donaldwu I wurde gestcru Abend vom Polizisten Schercr virhasttt, weil er im betrunkenen Zustuude böZwilligerweise die Fenster und die Thür in H. Nr. 25, McClellans Aüei, zertrümmelt haben soll. Er wurde im Sla tioiiShause des mittleren Distrikts zum Bn hör bcigesteckl. Ephraim Council) wurde von Richter Hageriy dem Gerichlsvirsahren überwiesen, »eil er an Boid des Schooners ~Peal" den Leonard Flitz angegriffen und geschlagen ha ben soll. —Der Farbige John Collier wurde von Richtcr McCassray uuler Bürgschaft für sein Erscheinen vor Gericht gestellt, weil er den Schwanen Benjamin D. Ford augegrifftn ui'.d geschlagen haben sollte. Jakob Croiiipton wll sich an Edward Watsoii thätlich vergriffen haben und sieht j.'tzt aus vtichtcr Farlow's Anordnung im Gefängnisse dem Gerichlc-vertahren entgegen. Wni. H. Brown, wegen Trunkerih .it und Einschlagens von Fenster und Thür der Ann Rogers in Nr. 127, Grcenmouut Ave., festgenommen, wardzu S 1 Straie nebst ko sten vtrurtheilt und vom Richtcr Hagern; in's Gefängniß gesandt. John Matlin, der im Rausche Carl Riese von Nr. 12-l, Saratogaiiraße, gepeü gclt haben >oll, mußte sl Strafe nebst Rosten ! erlegen und außerdem sitzen. ! Als Vagabund sah sich gestern John Brent aus einen Monat nach dem Armcu hause aus Bahiilew geschicit. Abgewiesen bat gestern Bundes Kom missär Rogers d>e Anklag.- gegen den jarbi gcußcrichtei stalter Jakob de Wctter auZNoid- au Georg Greer einen falschen S'>- verausgabt zu Häven; die betrügerische Absicht lieg sich nicht nachweise». Einbruch. — Wat. Potter, welcher in den Hos der Negerin Lydia Tormey in 'A'r. 33, Granbystraße, ciugcdrungeii s.üi Unterzeug im werthe von 8l daraus ge>!oh leu haben soll, wurde gestern vom Richter Ha gerty Behufs der Untersuchung iu's Gefäng niß beordert. Böswilliger Zerstörung von'Ei geuthum G. Passano's in vcr. e 3, Prcsikcnl, Straße, beziichtigt, geiieth gcsleiu Jamei Fravago in Hast und wald vom Äiichter Far low gegen Cauiion bis zur Vo:laduug voi'> Crimiual-Geiicht eullasscii. Stadtraths-ZZcrhandlunqel?. Im ersten Zweige reichte Hr. Gissord ge steru eine Petition ein, an seinem sommer dache an der Ecke der Gough- und Registers!!,' Seilentheile anbringen zu dürfen. Ucbeuvie seil.—Desgl. eine Petition von Wm. T.Äeili Comp., au derEcke der Fremout- uuvSüd Paeastr. einen Stadtbrnuneu zu errichuii. - Desgl. eine Petition von Wm. H. Bollen n A., Wässerschlauche sür das Beiprengen de össenllichenSguares ain Nvld-Broadwah an zuschassen.—Hr. Strceper osseriite einen Be ichluß, an der Giststr., nahe dem Part>rson Park, Fliesplatten zu legen. Angenommen Desgl. ein Beschluß, die alle Pumpe ai der Ecke der und ei'.ieni südliel vo > der Pralistr. gelegeneu Gäuchen zu ein serüen.—Desgl. ein Beschluß, Zeni Benjamii Schessel die Eilanbniiz zu gewähren, a-t sei uein Sommcrdache, Ecke LerGough- uud Ne gisterstr., Seilentheile anzubringen.—Desg! ein Beschluß, an der Mulliklüstr. und Broad way, dlki Patcul-Oellampeii zu errichten. - TeSgl. ein Beschluß, Uhler's Älley, zwiichei Hanover- und ChaiUsstr., zu repariren. Desgl. ein Beschluß, R. H. Hirschberg ei Bruder die Erlauniß zu eriheilev, aus de> Scitentheilen ihres sommerdaches Hanoverstr., gemalte Schilder anzubringen.- DeSgl. eiu Beschluß, an Mmriö Alle«, zwi scheu Dolphin- und Hossmanslr., eine Gaso Unlampe zu ein Beschluß die Pumpe an der Ecke der Hill-Ave und Presloustr. zu repariren.—Hr. Green siel! reichte eine Botschaft des Mayors cm, wori der>e!be seine Zustimmung zu gewissen voi diesem Zweige gefaßten Beschlüssen giebt. - Pom zweiten Zweige war eine Beroidnnn eingegangen, die Verordnung im Belrcss de' Dmaibruchs der Registerslr. vom Broadway bis nach der Lancastcrsir. zu widerruft!!. Ai das betreffende Comite zur weiteren Begut achtUiig zurückveiwieseu. Zm zwelien Zweige des Ttadlrath! bi achle Hr. Rerr e>ue Pelltion vom „BuudeZ soldaten-Waiseuhause" ein, um von süi den Durchbruch der Schröderslraße eut bunden zu werdcu, icjp. um Zurückzahlum dir enlrichteten Abgaben. Dem Äus schusse überwiesen. Ebeuderielbe überreicht eine Pelilion von der „Marylander Auge.< und um Berwillignng eine Geldunlerslützung. Dem Ausschusse ü'verwie seu. Ebenderselbe brachte einen Bericht vo> dem Hospilale der ein. Ueberwiesen. Bom ersten Zweige tra ein Beschluß für die Reparatur einer Pump au der Pennsylvania-Avenue ein; ftrner zrr Lcgnug von Fliesplaiten über die West - Bai tiinorestraße zwischen Pine- und Archstraße ferner zur Entlassung des Comite's zur Be rathung über die Petition der Frau Sarai Fvllcr, worin dieselbe Entschädigung für di Beschädigung ihres Grundeigentliums au de Ecke von Wolf- und Baltimorcslraße durc/ Wasser, veranlaßt durch eine Beräuderung des Siiaßen-Riveaus, verlangt. Alle diese Be schlüsse wurden angenommen. Beide Zweige vertaglen sich hieraus bii heute 'Abend. GcrichtSverknndlun^sn. »utNannt. Mvrgen Uehen Nr. 14.>, t4I. 145 IW ~ 452. 15>4, t 55. tSU, I.A. ttio. Ik>. Ki 7. !«!!», !7> 174. >75. 171!. 17-, 17». I«2. 181. >-<!! und !!.« au Berichte ans den, Innern des Staates. sCumberland.) Auch in Cumberland öegiugkii die Irländer den St. Patrickstag unter Theilnahme einer Menge Gesellschaften ans der Nachbarschaft. Tie Gedächtniß, predigt hielt in der St. Patriclskirche der Hochw. ?. Andreas von Westernport. Die deutjchen kalh. Gesellschaften betheiligten sich an der Feier und Hr. Andreas Gonder fun girte a'Z Gehülfk-Marschall. (Texas, Baltimore-Co.) Die Jrländer begingen I,ier gleichfalls den Jahrestag des Schutzpatrons. Ueber 30» Pelsonen zogen in Prozession nach der St. Josephus-Kirche, wo der Hochw. I'. Reardon die Festpredigt hielt. (Feuer in Baltimore-County.) Am letzten Soiiiiabend gerieth ein Wohnhaus, das Eigenthum des Hrn. Thvs. H. Mat thew und bewohnt vox dem Farbigen Ward, in Billow Mill im 8. Bezirk von Baltimore- Co. inßrand infolge eines schadhastenßauch. Fanges und brannte vollständig nieder. Der Verlust des Hanseigenthiimers beläuft sich aui etwa SWVO und des Insassen Kleider u. Möbeln auf etwa S5O. Der Eisgang. Porl Devoii t, 13. Marz. Endlich önnen wir mir Sicherheit sagen, daß die Ge ahr vorüber ist. Tas Ausbiechen und Weg chmelzen des Eises trimmt einen so günstigen Lcrlans, als man nur wünschen kann. liri. erhalb der Sradt ist noch ein? beträchtliche Ziimasfe vorhanden, aber dieselbe ist jo mür. )e und zerbrechlich, dag sie dem Wasser säst zar keinen Widerland enlgegenznfetzen ver mag. In Lvlumbia ist der Flnß mehrereFnß gefallen und die Anwohner tonnen endlich nieder ruhig schlafen, obne jede Ziacht das Eintreten einer jtalastrophe befürchten zumüj en. Zweiter Abend der englischen Oper. Im Fvrd'schen Operuhauie gelanqte ge stern Abend vor einem mir schwach besetzten Tarife Verdi's melodienrcite Lper: „Der Troubadour" zur Aufführung. Trotzdem dieselbe Bianches zu wünichcu übrig ließ, zeigte sich das Publikum doch sehr dankbar uns spendete den Mitwirkenden r-ichen Bei jalk. Tie einzige bedeutende Leistung, wel che uns geboren wurde, war die „Acrizena" der Mad. Zelda Scguin. Diese Dame besitzt ucben einer piächtigcn klaren Altüimme ein T.rrstellungStalenl, wie es nur wenigen Sän gerinnen eigen ist. selbst die berühmtesten Sängerinnen, wie die Nilion, die Lichtmay, die Parepa Rofa u. A , welche im Lause der letzten Jahre hiev austraten, stehen iu diesrr Hinsichl weil hinter Mad. Segriin zurück. Das wilde leidcnschattliche spiel, welches d>e Dame während des ganzen Abends cntralreie, der wilde verzerrte Ausdruck ihrer Zuge, der annlackernde Blick ihres Auges nud die fclifame Erregung, welche aus ihrer Stim me hcrvorllang, üblen einen erschütternden Eindruck auf dos Auditorium aus uud Jeder mußle gestehen, daß Mad. Scguin einekünst l»r!n isl, wie Amerika unr wenige anizuwei sen Hai. Sieben ihr spielte Fil. Emma Howfan als „Leonore" nur eine traurige Rolle, obgleich cS sich nicht läugnen läßt, dag diese Dame e>ne ansprechende, von Nichtiger Schule zru gcude Stimme besitz!, dieselbe reichte jedoch kaum für die Räume des Opernhauies aus. Hr. Brookhoufe Boiler isl ein recht braver länger, trotzden? ist er der Partie des „Man- nicht gewachsen, umsomehr, da es ihm an jeglichem Darstellnngslalenl gebricht. Hr. GustavnS Hall gebietet über eine mächtige Stimme, schien aber gestern Abend etwas in dieponirt zu sein. Tie Leistung des Hrn. Clarke übeigehen wir am Beste» mit Süll schweigen. Mag diesem säliger auch früher ein mächtiges iDrgan zu Gebote gestanden ha ben, so sind doch heute nur noch Trümmer von dems Iben übrig. Tas Orchester grijj träslig in das Ensemble ein, von den Thoren dagegen läßt sich nicht dasselbe fa^en. Heule Abend wird Floww's Oper: „^iar- Boltimorer Freilag Abend fiitdel das letz'.e Gastspiel des Frl. Helene Niljon uud Hrn. Alexander Bareua in der „Coucerdia" statt, Zur Aui> sührung wird die gieß? Räder'jche GefangS pcisse: „Robert und Bcriranr" oder „Tie lu stigen Vagabunden" gelangen. Bei der all gemeinen Velieblheit, welcher siii die beiden Gaue in uinerer Stadt crirencn, steht z» er ivarten, daß die,/Loncordia" Freitag Abend den Anblick eines ausverkauften Hauses dar biete» wird. Zur Wiener Russtettung. Wech sel und Kreditbriefe. Die bevorstehende wiener Welt - Ausstel lung, welche am I. Mai beginnt nnd murh maßlich nicht vor dem 2. Nov. schlicken wiid, hat die Reiselust d«s aiiicrikauiichen Pnbli knme> in jo hohem Grade enrwickell, daß ich mich veranlaßt sehe, die Aufmerksamkeit des Publikums aufdie Ausstellung von Kre ditbriefen zu lenken, nach welchen bei dieser Gelegenheit ein größerer Begehr, als bisher, sein wird. Ich habe diesen Umstand autici pirt und daraus hin die umfassendsten Borbe reitungen mit den größeren mit mir in Ber bindnng stehenden Bankhäusern Enropa's, namentlich mit der „üniou - Bank" in Wien, einem der bedeutendsten Geld- Institute Tenljchlaud's abgeschlossen. Wechiel und Ercditbriefc zu den niedrigsten Raten bei F. Naine. ivi't grof<es (>0,,-?ii»!.' ntar-<soi'.zsrt nebst Sorcee wird Donnerstag, den 20. März, von Hrn. Prof. G. Aoie »einen Schülern in der cordia" gegeben. Die besten öiüustler der Sladl werdui iu diesem Conzerte inii'.viiken. In der „'Arbeiter,lalle," !), Süd-Fredcrickflraßc, isl augeublicklich ein großes Panorama des dcut'ch-fcauzöliiche» Krieges aiifgeitellt, auf das wir unfece Leser beiouders auimerisam machen möchten, da uns eine solche Sedens'vürbigkeit nur selten geboten wird und dieses Panorama eines der größten Rnnstweike >u, welche jemals in Bal iimore gezeigt wurden. Zugleich siudet jeden Abend großes Eouzert einer deutschen Huja reu-Capellc in Gala-Uuiform üalt. Dr. lFiaus Brei,n,er ö ächter Bergener Leberthran wird von Aerzten empfohlen in Fällen von Rheumatismus, Strophein, Gicht, Abniagerliug, Auszehrung und allen Hanlgefchwillsten. Zu verkaufen G Sl die Flasche', 6 für H',, in allen Apothe ken und bei den alleinjgenAgenten inAmerika, A. Bogeler Eomp. (Rl)-) LÄ?- DieHHlohu S 1!« Mitter (somp. haben auf der Süd>veü-E cke de r Howard- und Balt i m or st ra ß e ein Engro-- uud Endetail-Geschäft zum Verläufe von Comptoirbüchern jeder Art, von Papier jeder Sorte, kurz von Allem, was im Eomp toire des Äau>'manneS nöthig ist, eröffnet und sind instand gesetzt, alle An'träge aus Druck- und Bnchbinbei-Arbeit piompl uud elegant auszuführen: eine besonders reichhaltigeAuS ivahl an Schreibmaterialien finden dorr Ban ken und Gesellschaften, auf welche besonders Rücksicht genommen ist. Hr. Miller war lange Jahre Gefchaitsführer und Associe der Firma Daniel Miller Eomp. Die betref fende Anzeige des nenen Gefchäfls John M. Miller e-EomP. findet der Leser aus der ersten Seite unseres Blatte«. Gegen Haisubel und ange griffene Clingen sind Brow n ' s Bronchial Troches " von großem Werthe. Bei Erkältungen, davon erreugter Reizung des Schlundes oder ungewöhnlicher Anstrenaung der Sprschorgane durch öffent liches Spreaien odü Singen erwiesen sie die wohlthätigsten Resultate. (t!7.7Ot6cw) Im Im HoUldaystrastcn-Theater W. Barranaer ä.-Co., Sa-Li^Pevvifiouen-Hlündlcr »und Brativurstmacher, Etablijjement an der verlängerten Pennsyl vania-Avenue. MarkiOante : Ar. :t<», , Lädcn vcriorqt und Börsenberichte. Ber chtet von Wm. Fislicr Li Nr. 32, Southslraß?. Ann. Vrrt. Snq Bcrl. ('»oli» B. <s«. S.?or tt'.-t - Ma i! RZ. Li <»>'iiö — Et Pas« Bahn —- iio'tl? — Alto Heu Bcrl 5 i!.»^ Id.ilirtlÄ Äld Fru Berj l> Howard Acrk Va a11,... Mcr ii M Bcrl — Siavri.« 46 — Ba «!r'!7 Ög -«ito<!b '«7>t WVaJrJlltl B I. Vi Coniö's . «>, !Si»r tKr'77 ><7 iN Baltl> '7> Nori!<nikr qld Bailv i,r ">ö.. P 7 Z7'j sEciitOdiokr!» d .Zi 8i BalioiiiPM— !W.Wd«r2.a'!»o 57 Bailz iirlNZ. WMdLiZ.Wa!— 5-i'» Bl>tto iir 19(Xi.. 96 — EMempbiS Vr MatSia?»' !>.'» SS?» U»t of Balto — BrZ. 'S «< Eiliz !tZant.... ! <'!?» Mich ck Dan 76 jsrüiiklin!Sinktl»s »Or.Ät.<tMa7r 77^ Hoiv ÄLN?.... 8 Or.>KAlvs2. !W McrchSLN?....lZi AI «r i. 8U»„ Ä chßlink.... ItX BitoÄaSGE ?. sial Bant ??z IPO Aeo'ö N? t^t Zwitv O« S Iki !7il Hridlr Tiiriix l ,t. iFcril. R. diii/ diiio'' tilti! »z-? I.Odg ,>?!ö,dl. «Lenkaldahn» - Kr, IM, Gold Z.i'm 7r 77»? icv Litiln tcr »Nördlichen SenttrUdahn".... «-W'Porker W?ack» Told, aui dir I i Zier, l> , . K.iNtr, l»Ver I°> ? . r - iit?' . Ä. St. N --' Miii-uii 9l^. bon. uadet. Zoe Tibi >, . X Coupons ii«! ' Nord-Sarottnaver, >7^, Sllüdaaia - Süt-tiarolina, ctlc... - ~ ncue, !Zail. r>. Jiili^ i .^"7.''77777 > W-ils> neu ... «.iciftc > sien?So"^ L' 5^.'77."..7/^'.'. '7'.'. .... ... 777 °... .77 7. Ki'i SioZ-Iswnd II?, Mit. und Lt. Pi'.ui Äiii. und Si. Vau!, d 7 !^> Shicag« und Ä>! II .II yan'l und St. Zoe, » >S ... P.eserrcd VI iti'on und Tcrrc He.uie > l' Vermischte Berichte. DcrSegcn der E i n w a n d e r n n g. Ter ?laät Hampihire, der durchaus nicht übervölkert ist, hat wahrend dcr letzten zehn EensuSjahre bedeutende Ärückichrittc ae. »'.acht. Keine Bevölkerung ist um zei'il Zau send Köpse geringer, 100,000 Acker Land sind öde geworden, :!o,o>>ri Farm.irbciter haben ihre Bcschasligung ausgegeben u. !000 0!» hänser sind verlassen. T l.je» Heruuliikr'm »len des kleines '.')au!ee-Staaieö ist vaupl saillich rem Umstände rnzuschreiben, daßihiN die Einwandcrung.sehlie. Von ü,m Stroine der europäischen Einwanderung, der sich 'ast hrt !l!cw-Ha>!ip:hirc wenig oder fa» nichis be tommei'. Zie clten Yankee- .'lnsiedler sind;u verkriöcherleu Speknlaiilen und Zahlenmen schen geworden, die keine Lust hab'», sich mit zn beschauten, Es selüt dort das srischeßlnl dcr rühri zen eiiropäischen Einwanderer, die in Folge ihres Flerkes uno ihrer Genüg'amleit schließlich aus einem Stück Lano wohlhabend werden, aus niUcheni dcr Yankee veihuugciii würde. Hie innren Leute von Neiv-Hampihire wandern zahlreich nach d-iit Westen, um hier als Schnlmerüer, VcrsichernngS-.'kgen!en, Advokaten. Spelu lanicn oder Pckitiker ihr Glück zu machen uud überlassen ihren HeiiuaihSÜaai dem Bersalle. Jener Haniee-Siaat zeigt uns im Kleinen, was Amcrcka ohne die Eiu>rarrderung werden würde: ein Land, wo Niemand nuhr arbei ten, sondern durch seinen „Wiz," das heißt durch Schliche und Knissc, aus die lcichreiie und schiiellüc Arbeit reich werden mochte. Tie Amerikaner speluliren in Land, aber vre Ein wanderer bebauen dasselbe: die Amerikaner bereichern sich durch das Eiieiibahn-Moiiopol, aber die Einwanderer banen dre Eieubah neu. Eine schreckliche Vergistung«. ges chichte. Der Laneaiikler (Pa.) „Ex preg" theilt solgende grauenhatie Gcschichle mit: „Hu Salisbuiy-Townsdip, Laucaiier- Eourtih, lebte ein Müller, Namens Henri) Eabh, welcher seines chrenhisien Ehiraiier« wegen allgemein geartet wurde. Er gehörte der Seite der Mennonitcn an, welche in der genannten Gegend eine I'-uäiiülch.' Äenge Anhänger zählt. Lor etwa zwei fahren er krankten seine Frau nnd seine beiden Kinder zu gleicher Zu: und starben trotz aller ange wandten Hülse schon nach wenigen Tagen. Tie Aerzte, welche V>e drei Prionen während rhrer ötrankheit bshandeltnr, erklärten, dag Bergisiirng staitgesnnden habe, ivie das Gist aber in denkörp.r derErlrauÜen gelangt war, blieb cinGeheimnrij, das heute noch nicht gelöst in. Tie Aerzte besichtigten daö Hans mrd dreUingcbniig desselben und kamen schlag lich zu dcr Ansicht, dag das Wasser dcS Brun nens, in dessen Nähe sich ein übelriechende. Sumps bcsand, d>e Schuld an dem VorsaUe tragen möge. Hr. Eabh liest, nachdem di erkraukten Äiitg'.iedcr seiner Familie aus die seiWelt geschieden waren,deiißrunuen gründ lich reinigen nnd den Sumps mit Schutt und Äirhe aussüllen. Die geheimniijiioüe gistung wurde mit dcr vergessen, als plötzlich die Bewohner von Saliebury Ton:i ship durch einen ähnlichen Borsall in dersel ben Familie lebhast daran erinnert werden sollten. Während nämlich Hr.Eabq vor etwa zwei Monaten an einem Abeudc bci'in Essen sag, wuide cr, während er seiiieii Ziass.e trank, von einem plötzlichen Unwohlsein besaiten und bemerkte zu gleicher Zeit, daß der Kasse biller schmecke. Er s.agle die Anderen, ob der Kassee, welchen sie tranken, auch einen bitte ren Geschmack habe, was sie vernein ten. Man sandte sofort nach den Äe:z!e>!, welche die verstorbenen Mitglieder der Fa milre behandelt halten; sie kamen und tirten eine Vergistung. Als die Aerzte Eaby sragten, ob er vielleicht eiiien Feind habe, dcr ihm nach dem Leben trachte, aru werteten die klmstehenden, daß dies wohl kaum möglich sei, da E. bei jedermann in hohcr Achtung stehe. sDb,zleich die Aerzke Alles aus boren, E. am Lcben zn erhalten, so erwics sich ihre Mühe doch als vergebens; er sraib schon nach Äerlaus weniger Tage. Man glaubt letzt mit Bestimmtheit, dag tue ganze Familie absichtlich crmordct wurde. Obgleich ans mehrere Personen bereits Berdacht gesa!» leu nl. 10 hat man bis setzt doch noch Nie maud gesanglich eingebogen. B 0 in Tode erwacht. ab „Berli ner Fremdenblatt" erzählt: „Bor etwa Togeu erkrankte das l l Wochen alte ji ind der 18-iährigkn unverehelichten E. »i. i.i der 8.- Straste,wahrscheinlich inFolge von Erlättriiig bei dcr kurz vorher stallgesnudeneit Taufe an Diarrhöe und bösen Augen. Es ward ui ne Behandlung des Dr. W. gegeben, starb übcr nach acht Tagen nnd zwar am vergangenen Nach Besichtigung der Leiche stellte Tr. W. einen Todenschein aus; die suvge Mutter beiorgke die Leiche, legte sie in einen Sarg, der an das ossene Küchenseniier gestellt wurde; am Dienstage böue die Muticr au« der Küche plötzlich Kindergeschrei sie eilt hinzu und siehe da cs iit ihr Kind im Sarge, welches ichreit. Soscrr in ein war mes Bett gebracht,schickt man zum Arzt nnd findet endlich bei Tr. Kl. Hülfe, der schnell Arzneimittel verordnet, obgleich er crkiatt, daß das jkind den Tag nicht crledcn werde. Dennoch lebt das Kind heute, Mittwoch Vor mittag, noch und berechtigt ,u der Annahme, daß es überhaupt leben bleibt, obfchon nach Aussage des Arzles, das Augenlicht für im mer verloren sei, uud Siuinpssinnigkeil zu rüäbleibe." In St. L 0 nis sind laliaie tzso-Noteii in großer Zahl im Umlause. Dieselben sind uni so mehr gefährlich, als sie mit täuschender Aehnlichk-il nachgemacht und nur sür ein ge übtes Äuge zu erkennen sind. Ter einzigi erkennbare Fehler findet sich in dcr Z-'ichnuni d-.r Göttin der Freiheit, unter deren Augen unmittelbar ein dunklerer Druck aIS an cei> ächten Bills ersichtlich ist. Die Kreuzung?- sädcn des Netzwerke?, welche bei der Ausfüh rung die größten Schwierigkeiten bereiten sol len, sind meisterhaft dargestellt. Professor Theodor M 0 m nr s e n ist in Rom angekommen. Er wird sich vorzugs weise in Nom und den Provinzen von Nea pel nndSicilien aushallen, um lür 'ein ' »ns knj»'riptic>in!iil" epigraphische Studien zu machen. Wie die ~N. P." hört, ist von Seiten des geschästsührcnden Comites zur Errichtung ei nesMottke-Denkma l s i n P a r ch r in, Herr Prossessor Lucae in Berlin ersucht, an Stelle des verstorbenen Prosessor Eggers als kumlivissenschastliches Mitglied in dasLomite cinzulreien und hat derselbe zur besonderen Freude dec Betheiligten diesem Ersuchen ent sprochen. Es sind bisher 14,400 Rlhir. für das Denkmal eingegangen. In Chillico t l, e, 0., starb letzt« Woche ein Negermädchen, das im Jahre I3llü eine Shawlnadel von Stahl verschluckt hatte. Stücke von der Nadel wurden seitdem von Zeit zu Zeit aus ihrem Körper genommen. Zetzt soll ihr Tod dadurch herbngesühct wor den sein, daß ein Rest der Nadel seinen Weg in das Gehirn genommen, sich dort festgesetzt nnd schließlich Gchiruenizüiidnng hervor.ier.i, sen habe. Aus Prag wird geschri-oeu: „TaZ Besin' den des Kurfürsten von Hessen, de! ans seiner Besitzung Horzowitz in Böhmen weilt, ist Besorgniß erregend. In einein Te stamente macht cs dcr Fürst seinem Nachfol ger zur Pflicht, niemals einen Vergleich mit Preußen einzugehen." Das deni s ch e Ges ch wad er, welches unlängst vor Havanna lag, soll sich nach Ncw- Jork unterwegs Der veranschlagte Werth des? st eue r« Pflichtigen Eigenthums ill Pen 11- jy lvaiiien ist j1,»19,255,v42. Echiffs - Anzeige:!. a mpfschiff sa l,rt und Baltimore, niu.v «.ie:nen DüMllKissc vo!. 5 ><!) , ' . UnSiüjchi > . ««^«! V»ü Äieir,»!: «»» O«.i«:»,« r!n>> I',.^ „>k»ip;ig". S«. A-rviü'iitt Togc. <«.» ia Dpid, . ?iadrr t'.rischrn I rud d,»Hs,ft«, W»gra stracht und PUi«?,"in ti.scn l«d«l t>«»« flZi'. ~.:pkl'-Itn«>»erth-i. »end. ftj die Gcneml-Azcnien der neuen iOk!SO.>S) «r. S. S. t. /> 0 >»' /.'/»! 0 ?'t) .!/ .1 /. /Iv /.' 'hi « Poll' m acflusi -L a ung c n, niove jeden T>cli st a q und Waihingion j«d> n re t, vcilL«!! le ,„.n> (1 <,>>^,l.-I!>.> I»!!.>!jl>lr..Äc>i!«. Stech Avsto-.i u?ie? Kurfri? it. HiiftAi.,», A?c?i>'v, Ä'cril«,^ tü t 1 Sir. s Äeriic. Nuch (ilzarikf-^st ~Hniiiinorc:Chaik'N>ln^Elftnüi.tii^ " !c ' ' ' /' ''' ' ' ''' Slach T»vaN»sh, Grs... aUc füttf T»ige. -,Ks!tiNore - Savunnah - D«:»>p!schzffs «d :»>d allen t »nlica 'der - >'>,con .'e»'r,ttT?a Ba!,'i» «labama und «->.;»»« de. t!u«, D,„. P. Hausou Hts; ä. Comp., Mvvclu utid Äurhuil^?-Sivsfe, sranzöfische Zjieraih.:^ Mitkr» ! KYSpcvt i s ch h? r 5 ein Bsl>in;cn-'prüpa?at '»»userbik'.: li".le'>s./!!i^?>.t„ift<» Duspcös:c unv Mms»' L.lirr?rii'>!ihci?iv^, I." 'str. !Ä> taufe eine <»las>>>r, gMZI' ulld wenn nach dcren Gcbraliche leine Besserung vcrjpün, sv mild da« Gcld !Ä. Mitkct,iligeitth.impr, !?« e-ro I.'lrullül.rn. ( ?aZ beste vnd siiberste ?Z,t!el die v i - Mcdcnen Tlnarisse dec Lnnae ,u/o t.r s!ii ie. wie: Husten.Ech.-.nrfen,Cngdni'u-kel!. utn, Heiserkeit, Eiil;!!.»>!!nq tcr Vustrel'reu, fle.zcndie erste» t. i kucht und zur Erleiebtnunq s<i"'.'i!?d''/.b!>.ier wenn die Krankheit >chritie gemacht dat. bsi ä L''.- Lch'lo. W. Ei» Pack.! ÜZ CtS.. ü ?aSc!e sü? !Z üi>» I. Co»!? ti SZiud«-?, uiarmorirtr Tchiescr-^uiiiiii-Gctiknsx^ Slldwest'Eck- der Prall- und ssiem!>niftraSx »adcn «««» einen «V» e-otcsn- werden achlso,.,»'! «-dief-r't^tk'.mki-Fabrik Morris ü: Tri-nbic, c.ir al»-n oUgin^e «'.u»'!i'?S?M m',".! . Marki, bei'm oder na» «unraa qciünii«- na» Irge-d ei»» Slalion l.i nuh. Plu:,ftl..Llüa.

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