Newspaper of Der Deutsche Correspondent, March 20, 1873, Page 1

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated March 20, 1873 Page 1
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F. Raine, Herausgeber. Spczial - Notizen. lnsurance Office. Va" Dontl,- und »atl-»«?.- ...»scri i'Nwädrcnd gegcn V-rwrst oder S>vadea VrllüdiinglüZ, sowohl in dcr liadl, wie im ! ..zsc. a>te ilrien von iZiZMlhum. Wodu-. Ladeu- u. Maärenhaulir, Handelsgüter, «-kerdauprodukre, Mo tel», vauszeräihschajten, im Baa begriffene oder im va,«» in Labu»? destndilchc Hahniuge u. s. w. T>aS Dircliorium vciiihl aus folgenden Herren : Äm. cÄ. Harrison. Prnndcni! «.o. «. B'-NS. H. v. «apff. Dav'd S. Wilson, ». Rodt. Senkin«. Penningts«. t. Morton Stevart, Francis T. «wg, ». F. Newcom«, benrü !arroll. Drittle Vorwitz, R. S. Sleucrt, W. W-Tayler, w?.. H. Lrune, Zerail Sohra, Geo. «. Harrifon. «-»lilaUonI-Formulari uiid weiter» Naibrlibtübn die wird in dcr OMc?, Südwc!i-SZe «os «ollld' und Watersir.. -ridiilt. woauch aLeÄufträg« w«»i erledigt werden. Bcrfichcrungen werden auf >Md eine Frist -ngeoommia, welche der A?»litaa» iSan!l. 6r. «ood»orth. Sek. N. 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Schreibmaterialien u. s. w. « Ibums musüuiljche, photoqraphilche und auto arandische Schreib pulte in ruisijchem Lider, Marokko und ZeehundSielle, ijigarrenta- - rus^iichkm^ L^de^und Hochzeitögcscheuke! Hoch;eitsgeschenke! Massive silberne Löffel, massive silberne Gabeln, massive silberne Vorleglöffel, Zucker-Löffel, Serviettenringe, Salzfässer und Gemüselöffel, W. F. Bissing, 280, West-Baltimoiestraße, 280, <Ro°7.l2Mtel) gegenüber Hanoverjir. W. Kummer, If>s, Süd-Broadway, »ei, und silbernen Ukreni ächte Gold- und Sil berwaaren, Stand-Uhrev. Brillen oller Art, welche er zu billigen Preisen offerirt. Alle Waaren werden garantir« Revaraturen prompt und gut besorgt, (Hanls,l2Mle?i Gebrüder Gctz, -Spirituosen - Händler, Nr. 40, Lightstraße. (Neb, 12,! Mt 5, Künstliche Zähne. Tr. W. H. Etheridge. Nr. 21, Süd-Broadway. Die einzige ä-Me vcrlicsirrte Howe'schc wichtige Nacdricht! Ich habe alle üirten gebrauchte Nähmaschinen, wie «I-tS's-de, dowe'sche. Die Zeit der Wunder ist noch nicht vsrübrr! Die ~« mr ri ka n >lch eN Sh m aschi ne" ist ohne von der scinftrn bIS »ur grb'sten, sowie sie auch ein Schneider ist sie gerade die rechte Maschine. Leichte Bedingungen. Man spreche vor. ehe MSN anderswo kaust, in dem Biireiu aus der Sioidost-Vreke der Vxinqtone und HAarkiire»?e. (Dez3l.3Mte^i) Die Wheeler-VZiison'sche neue Nähmaschine Diese neue Maschine verricbtct alle Ane?? Aamilien- Nü!.ereicn voin scmstcn 21cusselin bis zum schwersten Tucde. iLie einzige Maschine, welche Hemdenmacher (Dezi?iJl) Nr. 2'4. We'l-VulUmoreftr. Die W'.lson'jÄe Nähinaschine iicher, als alle andern. Sie laust leicht, ohne Gc räu'ch, ist einfach und dauerhaft und eignet sich beson dere sür Schneider. Dcr Preis derselben ist von »50 biS tlTi. Ul!an spreche vor und unteisuche dieselbe. tNov.lZ.tÄl > 4S, Nord-Gayslrabe. Ätte Ärten Nähmaschinen zur Miethe zu 52 monatlich. Zum Berkause in Ratenzahlungen za k.i pro Monat. Baarzahler erhalten einen libera len Abzug. 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Nr. 7S, W.-Baltimo rc-,nahc Gaastraöe, gelaust werdc„, angebracht wird. Maschine« vermiethet, und um getauscht. t,l j Än Schneider und Ändere! Braucht Lhr eine gute '/iahmaschine, so kauft den .«Zittor.» ES näht leichte und schwere Arbeit mit gleicher Leichtigkeit. Die Nadel kann nicht unrecht eingesetzt werden. Keine Niitherin oder Familie sollte ohne iie sein. Man spreche vor und unteriuche diesel ben in Skr. 4?, «ord CtiarteSstr., im Zreimau rcr-Teinpel. Monatliche Zahlungen angenommen. LachgaS, der einzige anesthetische Agem. weicher durchaus ge. sahrlos ist. Wenn er von der „Eolion-Dentai-Affo. ciatloii- eingegeben wird, wird das ZahnauSziehen zum Vergnügen. Diejenigen, welche «in Zahnschmerzen leiden, kön nen immer reines Gas, die ersahrensten und geschick testen Zahnärzte und gänzliche Freiheit von Schwer en in unserem Büreau, Nir. Gl, West-Kayetre», »oh- EharleSstratze, ftndea. d»?ch ssüllung gespart werden können, und alle Ope rationen sür die Erhaltung und Negulirung der Zähne werden mit unübertrefflicher Geschicklichkeitvollzogen. -März2B,lsll> Unvollkommene und vollkommene Zähne. Gute Zähne sind sür körperliche Schönheit unerläß lich, und Niemand dars sich sernerhin wegen unglei cher oder sanier Zähne entschuldigen; denn das Mit tel, diese Mängel zu beseitigen, liegen in eines Jeden Bereiche. Dr. WinckeU, in Nr. «»», W e st- Fasette-, oberhalb Eutawstrabe, ist als wissen jchasilicher Zahnarzt weii und breil bekannt. Er ist und alle seine zapnärzllichen Lpcratioiitn die Patienten aus'» Beste Die Zähne, die er anser» tigt, zeichnen sich durch Dauerhasligkeit, vollkumwe. „es Passen, natürliches Ä isiehen und allgemeine Schönheit aus. Das Mit Äoli>, Stanio! oder CompositionS-Nas.e bildet einen wichtigenThc» seiner Als Zahnaiikziehen steht Dr. W in chell unerreicht da. Sein Bersah»en mit dem Pa tienten ist in der That charmant. Nicht das geringste Schmerzslimptom >mrd veranlaßt, uno die Operation ist stets vollkommen er, olg reich. Er sabrizirt täglich reines salpelersaurrs Gas. Die s-n Schmerzoeltilger haben die gejammten medizini nischen Fakultäten Europa's und Amerila'S siir das oolllommenste nnd wunderbarste, Empstndungsto sizkeit hervorzeru'enc Mittel erklärt, das je entdeckt worden. (Marz?,!iMtel) Dr. T. S. Katers, Zahnarzt, Handlung und Füllung, setzi künstliche Zadne aus eine tiusmerkiamke',! wird den Zähnen von Kindern gewio- Mti. lAvrillö.iS?) Zennmzs' Zahn-Tinktur, «tue elegante, fixere und erfolg, reiche ivtunvwäsch», zum ReiniqtN, Verschönern und Eriiaitunz der Zähne und de« Zahnil-tschee, und gibt dem Athem einen an- Lllgcul«inen und «. Hy'ison, lenninft», « Eomp. Nr. 90. Nord-Eharlesftr. Deutsches zahnärztliches Institut. «imen-Klinik von 7 bis 8 Uhr Morgens, «N «r. »»«. Hanover». zwischen Sonn»««, und «arreftr. Dr. Btradard kvtener (studirte hie figer Zahnarzneischule) zieht Zahne vermittelst reinen Lachgaie« ohne Schmerze» au«, tlünftliche Sebifte von 14 zu tiZ. Äoldiüllnngen von tl zu »2. tMai tS.tg.HI Um Szepter und Arontll. sFortsetzunz.» Herr von Biegeleben lächelte mit der Miene eines überlegenen Fachmannes, der einen Dilettanten sprechen hört, vor sich hin und bemerkte dann in geschäftsmäßig eherbietigem Tone: Eure Excellenz darf ich daran erinnern, daß unsere Gesandt schaften in Berlien und Florenz auf das Bestimmteste einberichten, daß von einer preußisch-italienischen Allianz keine Rebe sei ja, daß die leichte Spannung wegen der Schwierigkeiten, die Preußen der An erkennung Italiens gemacht, noch immer fortbestehe. Uebrigens würde Italien nicht wie mir heute noch der Herzog von Gramont sagte die französischeßer mittelung behufs der Abtretung vonVene tien gegen volle Entschädigung so eifrig nachsuchen, wenn es eine preußischeAllianz geschlossen hätte oder zu schließen im Be griffe stände. Ja, sa, sagte Graf Mensdocff nachdenk lich, dieGesandtschasten berichten, daß keine preußisch-italienische Allianz da sei, ich weiß es wohl und doch bin ich vom Gegentheil überzeugt ich bin auch über zeugt, daß die ersten Fäden dmer Allianz in Paris zusammenlaufen, ich habe ein Gefühl für so etwas wenn es auch nicht in den Berichten der Akten steht, Aber, warf Herr von Meysenbug cin, der Herzog vonGramont würde doch nicht — Gramont! unterbrach ihn Graf Mens dorff lebhafter als bisher, und glauben Sie denn, daß Gramont weiß, was in Paris vorgeht? Glauben Sie, daß der Kaiser Napoleon das letzte Wort seiner labyrinthischen Politik in offiziellen Ex peditionen an Gramont schreiben lassen wird? Gramont weiß, was er sagen soll und, sügte er leiser und langsamer hinzu, er soll gewiß nichts sagen, was den Krieg verhindern könnte, denn dieser Krieg paßt zu sehr in die französischen In teressen; die preußnch-östreichlsche Was senbrüderschast in Holstein hat in Paris große Furcht erregt, darum soll Deutsch land in blutigem Riß auseinanderklaffen wer in diesem Kriege geschlagen wird, in dem wird Deutschland besiegt, und wsr da siegt soll für Frankreich siegen! Eure Excellenz sehen aber in der That Schwarz in Schwarz, sagte Herr vonMey senbug mit leichtem Lächeln, —im Ge gentheil, ick hoffe, daß der Sieg der Oest reichischen Deutschland's Einigkeit unter der kaiserlichen Fahne wieder herstellen wird und wenn Italien sich rührt, so werden wir diesem wüsten Königreich, das Kirche und Staatsordnung mit Vernichtung bedroht, ein schnelles Ende machen! Wollte Gott, ich könnte Ihren Glauben theilen, sagte Graf Mensdorff trübe, allein ich kann an den Sieg der östreichischen Waffen nicht glauden, und wenn Bencdck die Armee und ihre Verhältnisse kennen wird, wie ich sie kenne, so wird er dasselbe sagen. Ich habe das auch dem Kaiser Alles gesagt, sügte er noch leifer hinzn, und habe gebelen, mir dieß Ministerium abzunehmen, das mir die Verantwortung sür eine Politik auslegt, die schweren Ka tastrophen zuführt. Aber Exellenz! riefen die Herrn von Meysenbug und Niegeleben erschreckt. Nein, nein, sagte Graf Mensdorff mit mattem Lächeln, ich gehe noch nicht, Se. Majestät bat mir besohlen, auf dem Posten zu bleiben, und als Soldat bleibe ich, als Soldat, wiederho te er mit Be tonung, denn wäre ich ein politifcherMini ster der modernen Schule, so bliebe ich nicht, nun die Ordre ist gegeben, jetzt also heißt eS vorwärts. Wie also kön nen wir es machen, daß die Sache zur En tscheidung, zum Entweder, Oder kommt? denn wenn einmal gehandelt werden soll, so bin ich für baldiges Handeln, jeder Tag gibt unseren Gegnern neue Stärke. Tas Mittel ist einfach, sagte Herr von Viegeleben, indem er sich noch gerader auf feinem Stuhle aussetzte und die rechte Hand in dozirender Bewegung erhob, die holsteinischen Stände wünschen dringend einberusen zu werden, um sich über die Lage des Landes und die Erbfolge auszu sprechen rufen wir sie zusammen; das durchkreuzt alle Absichten Preußens und zwingt die Herren in Berlin, Farbe zu be kennen; zugleich aber erhalten wir dadurch eine gewaltige Stütze in der Sympathie der Herzogthümer und dcr großdcutschen Partei in Deutschland. Aber wir sind nur ein Kondominus in den Herzogtbümern, warf Gras Mensdorss ein, die Souveränetätsrechtc üben wir nach dem Gasteiner Vertrag nur mil Preußen gemeinschaftlich aus Gerade dieser Puukt, erlauben Eure Excellenz, unterbrach ihn Herr von Biege leben, sührt den Konflikt berbei und kommt er, so tritt er für uns unter den günstig sten Bedingungen ein, sür eine volkSthüm liche Sache. Nun, mir scheint cs nicht gauz recht, sagte Graf Mcusdorff, und auf die Sym pathieen der Bierhausredner in den Her zogthümern und in Deutschland, auf die Sänger und Turner gebe ich sehr wenig lieber hätte ich eine Armee wie die preußische, aber seien Sie so gut, mir ein kleines Memoire darüber zu machen mit der Instruktion an Gablenz, damit ich es Sr. Majestät vorlegen kann. Herr von Biegeleben verneigte sich im rechten Winlcl und über Herrn von Mev senbug's Gesicht flog ein leichtes Lächeln der Befriedigung. Wie sieht es in Teutschland aus? fragte Graf Mensdorff, wie steht es in Sachsen? Ist man dort fertig? Vollkommen, erwiederte Herr von Bie geleben. Herr von Beust ist sehr ungedul dig und hat eine Denlschrift gesendet, in welcher er die Nothwendigkeit schnellen Handelns auseinandersetzt. Auch er hält die Einberufung der holsteinischen Stände für das beste Mittel, Licht und Klarheit in die Situation zu bringen. Die Stimmung der Bevölkerung in Sachsen ist vortrefflich. Wollen Eure Excellenz die Note des Herrn von Beust lesen? Er öffnete das Portefeuille, das er vor sich auf den Tisch gelegt halte. Graf Mensdorff wehrte mit der Hand ab. Wo der Beust nur die Zeit hernimmt, das Alles zu schreiben! sagte er mit mat tem Lächeln und einem leisen Seuszer. Wie steht es mit Hannover? fuhr er dann fort, baben wir dort Hoffnung? So eben ist der Kurier mit dem Bericht des Grafen Ingelheim angekommen, er wiederte Herr von Biegeleben, indem er aus seinerMappe eine Depesche nahm und sie leicht durchblätterte, cr ist zusrieden. Graf Platcn ist von Berlin zurückgekom men und hat versichert, daß alle dort ge machten Versuche, ihn zu gewinnen und die hannöverische Politik nach Preußen herüberzuziehen, vergeblich gewesen seien. Er habe nichts versprochen und hat dem Grasen Ingelheim gesagt, er hoffe, man werde in Wien seine Gesinnungen kennen. Ja wohl kenne ich ihn, sagte GrafMcns horff halb für sich mit leichtemAchfelzucken. Und der KönigGeorg? fragte er dann, Ter Könjg, erwiederte Herr von Biege leben, will von Krieg nichts wissen, er be tont jedesmal, das gute Einvernehmen zwischen OestreichunbPreußen sei Teutsche land's Heil —indeß, wenn es zum Bruch kommt, so wird der König gewiß auf un serer Seite stehen. Tas scheint mir nicht sicher, sagte Graf Mensdorff, der König Georg ist, wie ich Baltimore, Md., Donnerstag, den 29. Mär; 1873. ibn beurtbeile, dutsck und welsisch, aber nickt östreichisch. Auch sollen die Tra ditionen des siebenjährigen Kieges in ihm lebendig ein. Es ist richtig, nahm jetzt Herr vonMey senbug das Wort, daß der König vonHan nover nicht österreichisch gesinnt ist, und doch glaube ich, ist er uns sicher, trotzdem mächtigeCinflusse ihn umlagcrn. Man muß zunächst versuchen, ihm etwas zu bieten, das seinen Ideen entspricht; der König träumt von der (Hröße Heinrich's des Lö wen Gras Jugelbeim weiß durch den I>r. Klopp, daß er sich viel mit der Ge schichte seines großen unglücklichen Vor fahren beschäftigt (Fortsetzung Iol«t.> Telegraphische Depeschen (KsropälsHe Aabelderichte. (Y cu 112, I!). März. *Tie religiöse Ausrc» gung. welche durch die Predigten des Peie Hyaeinthe hervorgrrufen, im Wachsen. Ter neue Geistliche hat großen Erfolg. Tie Uinamoittalien sind sehr clbntert. London, IS. März. Gladstone und seine Collegen im Cabinel hallen gestern eine mehrstündige Beralhung, über deren Rcsullai jedoch noch bekannt geworden ist. London, t». März.—Aus Enuch-n der Königin Biklocia hal Hr. Gladsione die Ln lnng des bnNiichenMiiistcriums wieder übel nommen. Im Labinele sind keine Verände rungen von Bedeutung vorgenommen und die Mitglieder des früheren iäabinets sind sa,i Alle beibehalten worden. Der Umstand, daß Hr. Gladstone wieder an die spitze des Miiii iiisteriums gelrcten ist, hat allgemeine Bcfne digung hervoigernien. L v n d o n, IN. März. Abends. Hr Gladstore begab sich heute nach Windsor und unlerbreilete der Königin dieNamen des neucii Cabinets. Bluligc Händel zwiühcn Engländern und Jrländcrn, Londo n. März.— In Wolverhaini!- lon, einein Orte in Staffordshire, zwölf len von Birkenhead enlsernt, kam es gestern zwischen Engländelii und Inländern zu einem Mttuqn! Conflitt, an welchem nahezu drkitau send Personen lheilnahmen. Feuerwaffen und 2<tcsser wurden gebraucht, und es gab zahl reiche verwundete. Ä!ach den litzten Berich len war die Ruhe wiederheraesiellt. London, 19. Mär-,.—Die gestern in Cork verdaileten drei Äiänner, welche man im Ver dacht hatte, die Fälschungen auf die „Bank von England" verübl zuhaben, mußten heule Morgen wieder freigegeben werden, weil keine Beweise gegen sie beigebracht werden konnten. Pari S, t 9. März. Die Rattonalocr faiiimlnng hat den Bertrag, ivelchenPräsident Thiers am lebten Samstag mit dem deuljchen Gesandten abgeschlossen, einstimmig ratifizirt. Madrid, I!». März. Tie Bill über Abschaffung der <?llaverei in Porto-Rieo wurde qesteru abermals in der Nationalver sammlung beralhen. Senor Rniz beantragte, daß die Abschaffung der Sklaverei eine allmä !ige sein möge. St. Petersburg, I?. Mär;. Hr. James Orr, der neucrnaniitc amerikanische Gei'andle, wurde heute dem Czaien vorbe stellt. London, 17. März. —Aus Teheran, den 15. d. M., wird telegraphirt, daß der Schah aus Persien die Reconstruttion des Ministeriums nach dem Modelle der europäi schen Eablnete angeordnet Hai. Das Mini sterium soll außer dem Premier aus neun Mitgliedern bestehen. Moville, 19. Marz. Ter Damvser „Calisocnia" ist von New-Hzrk hier einge lrofieii. London, 13. Ätäi;, 11 Borni. Con >'ols eröfsiielen zu »2K-92Z für Geld u. 92Z sür Bries. Zu amerik. Werlhpapieien keine Transaklion; Preise, wie kürzlich be richte!. London, 19. März. „Amerikaner" '67 er !)3x; neue Fünfer 90j; Crie 52^ Paris, 19. März. Renten 55 Francs 22 Centimes. Liverpool, 19. März. Baumwolle erössnele beständiger; llpl. Orl. 9Z; Bcr läuse 10,000 Ballen. Livervool, 19. März, Nachm. Baumwolle beständiger; Bertäme 14,0i>0 Ballen; sür Spekulation und Ausfuhr 2000 Ballen. Verlaufe von Lavannah'er u. Char lestoner Baumwolle für Februar und Marz zu 9j. Liverpool, 19. März, Nachm.-Baum wolle ruhig, aber beständig; Verläufe 14,000 Ballen; sür Spekulation und Ausfuhr 2000 All.; amerik. 10,000 Ballen; Berläufe von Savannah'er nnd Charlestoner Baumwolle fällig im April, zu 9. Inland - Tepeschtn. AuSWasyington. W aj hiugto li, 19. Marz. Hr. Toug las, Rcvenüe-Commissär, gib! sich alle Mühe, um den Gehülfö-Schatzamlssekietär Harllel) zu ersetzen. Als Nachfolger MeTook's vom Gouver neiirs-Amte von Colorado wird s. H. Elbeit genannt. Das Resignalionsschrciben des Hrn. F. T. Lowe, Gejandien in China, ist im siaais. Amte eingelrofsen. S5O GewisfenSgeld gingen heute aus Ballimoie im Schatzamte ein. Der bisherige japauesische Gesandte Morl reiste gestern über Europa nach Japan ab. Sein Nachfolger wird in kurzem erwar te!. Der Präsident hat S. Childers und W. Monlgomcih von Süd-Carolina, als Kulluxc in Alliany e uge perrl, begnadigt. llnUr den zum Besuche der Wiener Ausstellung ernllnnien Cominissären befindet sich auch der bekannte Washingtoner Journa list R. K. Evans. Man sieht der Vertagung des Senats bis zum Schlüsse der nächueu Woche entge gen. -- Der Sturm der Baltimorer, die aus der einen Seile Booth nnd King als Collcltvr und Naval-Oificer uns auf der anderen Seite I. L. Thomas und Chapman befürworten, daucrl fort. Der Präsident erllärt, morgen die Ernennung machen zu wollen. Der Ber. Zt.-General Anwalt hat Ames aufgefordert, ihm die Bücher des „Credit- Mobiliers" auszuliefcrn. Der Senar hat die Ernennung des bis herigen Assessors R. M. Proud als Revenue- Einnehmer sür den ö. Distrikt von Aiariiland bestäligl. Alle Versuche der Louistana'er, Präsi. bei t Grant zur Berufung einer Exlra-Sitznug des Congresfes zu veranlassen, sind fehlge schlagen. Im Senate dauert die Debatte über die Caldivell'iche Angelegenheit sort. Washington, 19. März. Gonv.E. McCool hat die Romination als Gouverneur von Colorado abgelehnt; der Präsident hat an seiner Stelle den Senator H. Eberl er nannt. Dem Gewissenssoud gingen heule wie der K5O aus Baltimore und KlO von Neiv- Hork zu. —Die vom Präsidenten ernannten prakti schen Handweiker zum Besuche der Wiener Weltausstellung erhallen je Slooo zur Del kung ihrer Reisekosten. Die Ehlen-Commis säre erhalten keine Vergülung. —Hr. Mori, der japauesische Gesandte in Washington wird die WienerWeltaussiellung besuchen. —Ex-Senator Corbett von Oregon hat seine Extrazahlnng dem Washington Monu ment-Fond zugewiesen. —Senator F. T. Sawyer von Süd-Caro lina wurde ernannt und bestätigt; er leistete heute den Amts- Eid. —Vor dcrTommission für südlicheAnsprnche erschien heule die belaintte jüdl. Schriststelle rin Frau Rose Festner-Jeffrty, um die Sache der Familie Johnson von Kentucky zu füh ren. Die andere Seite. Washington, 19. März. Heute Mittag stelltet! sich vier,aus mehr aIS iovPer sonen bestehende Baltimorer Delegationen im „Weißen Hause" ein, um sich fürWaihinqlon Booth als Haseneinnehmer Baltimore's zu verwenden. Eine der Delegationen, 40 Mann stark, hatte Hcn. S. I. Ssper, xme zweite, aus Unionsoldaten bestehend, Major F. D. White, eine dritte," aus Farbigen bestehend, I. C. Fortis und eine vierte I. M. Cujhiug an der Spitze. Die HH. Soper, Dr. W. H. Noiris , I. M. Cushina, McGill und Mar kus Dennison hielten Anreden und warnlen den Präsidenten von den falschen, im Beireff des Hrn. Thomas qemachlen Vorstellungen. Die Geschäftsinteressen der Stadl forderten die Ernennung des Hrn. Booth und Dr. Nor ris lischte aus, daß derßiaat im letzten Herbste eine „liberale" Mehrheit von 10,000 Stimmen gegeben haben würde, wenn man nicht eine Aenderung im Hasenein nehmers' Amte erwartet hätte. Der Präsident erwiederte, cr werde die Ernennung für das Amt morgen dem Senole,»schicken. Die ?ttattl»ivrer ilteplilillkaner und die Beute. Was hin gton, 19. Mär',. —Nicht weni die Ernennung des Washinglon Booth zum Hafen-Collektor wünschen, und vier andere, welche im Interesse des gegenwärtigen Beam ten John L. Thomas handeln, besuchten heute da? „Weiße Haus." Beide Fraklioiicn wa ren clwa 300 Manu stark. In beiden Sorten von Delegationen befan den sich viele Kausleule und Geschäftsleute. Der Präsident wird wahrscheinlich morgen seine Entscheidung abgeben. Als Führer der Delegationen, welche für I. L. Thomas, jr., wirkten, werden die HH. F. Gardner und Major White genannt. Für Hrn. Booth wirkle James McCurley. Ein jugendliches Ungeheuer. LowelMass., 18. März. Der acht zehnjährige Edwin Slavin, Sohn des Sleni uieveii Jzmcs Slavin, schlug gestern Nach mittag mit einem Knnl'el seinen Batcr zu Modell und beraubte, ihn, während cr besin nungslos dalag, um K 35. E: wurde heute srüh arretirl. Gleiche Siechte iin Staate New ?jork. Albanh. l9. März. —ln der Geievgebiiilg wurde eine Bill angenommen, we'che den Negern gleiche Rechle mit den Wei ßen auf Eisenbahnen, Dampserii ?c. ertheilt. Kotter'S Schicksal. All> a ny, N.-A., 19. Hiärz.—Ter Gou verneur hat heute auf an ihn ergangene An fragen geantwortet, daß cr keinen Grund fehe, sich';u >«uuste'-i Fostei's cinzumiict en. DerSchtrifs tclcgraphirte heutecn denGouv. Tix in dem Falle des Moivers Foster, der Äonvcrneur antwortete: „>>ch Hobe Ihnen leine Mittheilung zu machen." Der Scherns ließ sodann seine Einladungen zu der bluuch- Hing ergehen; morgen wird der Galgen er richtet werden. Neligiöse Verfolgung. Brooklyn, N.-?>., 19. !lltärz. Hier beüeht eine zahlreiche Körperschasi, als der „Orten der amerilauischenHandwerker" 4. 51.) bekannt. Der Orden hielt am Ge burtstage Wash'Ngtou's eine große Parade und wurde vielseitig belob!. Neuer dings ha! jedoch dieGescUschasl eine össeuiliche Kritik auf sich gelenkt, indem sie den Hosen- Einuehmer ersuchte, sechs seiner Leute, die Ka tholiken sind, ans dem Amte zu entla''sen.Hr. BurroivS, dcr Haseneinnehmer, obgleich felbst ein Mitglied» des Ordens, weigert sich jedcch entschieden, der Aufforderung Folge zu leiüen und es hak der Borfall erhebliches Ausieheu hervorgerufen. Morv ist iitrooklyn. ew - or k, 19. Zivci Wa geulrcibcr Namens William und Thomas Gtllen, gris>en einen Triitcu, Namens Ten nis Whivler, au und mißhailSclteu ihn der maßen, daß er unler ihren Hauten starb, Gillins waren zur >!eir belrunkeu. Verinlschte aus Stew-'Zjoek. New - ork, 19. März. Lieut. Fred. Graut ist 'vem Zlabe des Gen. Sheridan in Chicago atrachiri worden. Man glanbl jetzt, daß alle Personen, welche in der Stechern an dcr 74. Irraße ver wundet wurden, mit dem Leben davon kom men werden. Es wird gesagt, daß drei prominente Beamte dcr „Erie-Bahn-Comp." suspsndirt wordeir sind, bis die Untersuchung gegen sie vorüber ist. —Maitz Fagau, 45 Jahre alt, wurde in der Montags Nacht in ihrem Zimmer des Hauscs Nr. 515, West 38.-S!raize von zwei betrunkenen Männern und einem Frauenzim mer zu Tote Die Betreffenden wur den vcrhaslet. —Julia Hickcy 30 Jahre alt, welche am 9. Januar von ihrem Manne zum Fenster hin ausgestürzt wurde, starb gestern Abend im „BcUevue-Hospttal." —Die Firma Phclps, Dodge Csmp. hat der Regierung eine Peigleichssniume von 527t,000 gezahü, wogegen diese dcn schwe benden Aeoenüc-Prozeß niedergeschlagen hat. Gen. W. T. Shcrman befand sich heute in dcr Stadl. —Dcr Knabe W. W. Bäcker, welcher fei nen ermordete, wnrde des TodüchlagS im 4. Grade schuldig be funden und nach dcm „Honse os Resuge" ge schickt. Der Markt. New - Nork, 19. Piärz. Geld knapp, schloß zu Uli! bisl;32; Wech'et ruhig und sest schlössen';» 8— Gold schloß sehr ruhig zu Ovltgaliouen schlössen slau; Sechicr 'K2er Aktien beständig aber stan;Ceut>al 101, Erie c3Z, Lake-Shoie Jll. Central 120, Pitlsburg Äronh weitcrn 81, Privrtlälcu Ilt^. Bilanz des Uiiterschatzamtes: 539,181i,052 in Gold und Kt7,409,830 IN Courant. Drei Selbstmords - Versuche an rinein T^aqe. N ewark, N.-J., 19. März. In unse rem Orte machte» soeben nich! weniger als drei Personen Selbstmords - Berjuehe. Am Montag Abendc schoß Ella C. Lyon, cm hübsches Franc-'ziiumer von nugesähr Jahre», bisher Lehrerin in der Schule der 8. Ward und bei ihrcrTante Mad. S. C. Man derviUe, Nr. 2LO, Bioadstraße, aus Beuich, eine Kugel iu den Kops. Ihre Tante rief ihr zu, zum Aheudesscn zu kommen. Sie crwie derie, daß sie sogleich kommen werde, aber kurz daraus wnrde ei» Pislvleiischuß gehör! und als man in ihr Znnnier man auS, daß sie bluleud auf dem Bette lag. Mau rics sogleich ärztliche Hülse herbei, aber mau hegt nur geringe Hoffnung sür die Erhaltung thieS Lebens. Ucbcr die Ursache des verzwei selien Schrittes ciikulireu unbestimmte Ge rüchte, darunter auch das, die jnnge Dame sei das Opfer eines Bertrauensbruches. Ge stern Abend war sie noch am Leben, aver sort wäbrend ohne Besrnnung. Ella Lyon, die Lehreiin, starb heute. Sie chcr >',e sich die »iugel duich den Kops jagte. —Joh. New!on nahm aus Verzwctsltiiig darüber, daß seine Geliebte Haunah Hannibal einen anderen 'kliann geheiralhet Halle, eiue Dosis Civlon-Oel und wird wohl in's Gias beißen müssen. !Lm. Green Halle einen Streit mit sei ner Fran und vcrsuchle sich zu erhänge». Der Strick wurde noch zu rechier Zei! durchschnil teu und Green wird uul dcm Lcben davou kommen. Verantwortlichkeit der Banken für LLerttipaviere, welche ihnen znr Aufdrwalirnng anvertraut wer den. Philadelphia, 19. März. I» dem Falle des David Skull gegen die „Kensing. lon-Banl," um 830,000 wicdcrzneilangen, welche der Bank zur Ausbewahruuz überge ben und daun gestohlen worden waren, brach len heute Morgen die Geschworene» nach lan ger Berathung eiueu Spruch z» Gunsten des Klägers AnS (Zentral- und Sud-Amerika. P anama, 8. März. —Am 26. Septbr. erließ der Staatssekretär von Bogota ein Eir. lularichreiben an alle Regierungen von Cen tral- uud Aud-Amerika, i.i denen er sie ein lud, mit dcn Per. Staaten von Colnmbia ge meinichasilich zu handeln, und die Per. Staa ten zu bewegen, daß man Spanien den Bor schlag machen solle, Cuba frei zu erklären und dafür eine Eiilschänguug zu zahlen, welche die verschiedenen amerikanischen Republiken aufbringen sollen. Dcr Congrcß ha! am 1. Februar den Borschlag gebilligt. Zwilchen Peru und Chili droht ein Greuz- Stteii auszubrechen. In der Stadt St. Vicente, Guatemala, werden beständig Erdbeben verspürt. Das Elend in jener Stadt ist infolge der beständi gen Erdbeben sehr groß. Von Kanada. Montreal, Can., 19. März.—Mehrere Personen, welche bei dcm gestrigen Brande im „St. James Hotel" verletz! wurden, be finden sich im General-Hospiral, und der Zu fiandEiniger läßt da» Schlimmste befürchten. Mary Brennan starb während des Trans ports nach dem Hospital. Hiddich, der Buch haller des Hstels, starb Abends 1r Uhr. Der Verlust wird auf 520,000 geschätzt und ist vollständig versichcrt. U o od, Ont., 19. März. — Als gesten! Nachmittag die Fumilie Price nach einer Schliitenpartdie mit mehreren Freun den aus dem Schlitten stieg, wurde sie von fünf Männern, welche mit Knütteln bewaff ne! waren, attackirt, und dermaßen mißhan delt, daß der alte Price den Verletzungen er lag, iind eiu anderer Mann, Namens Phj- Ein Damvfer verbrannt. Pieton, On!., 18. März. —Der Dam pfer „Ouail" welcher iu Newport übcrwiu' tcrtc, wurde gestern Abend durch Brand zer stört. Brande Cincinnati, 19. März. Der Verlust durch den Brand in dem Städtchen Ceiitre ville, Ohio, wird auf «35,000 geichätz:. Telegraphisches Allerlei. Die Methodisten von Tennefsee beschlos sen während des lctzten Jahre«, die Universi tät wiedcr zu errichten und 51,000,000 für diesen Zweck aufzubringen; die Subscription ging n»r lang'am, das Geschenk des Commo dore Bandcrbilt hat jedoch der Sache eine» neuen Impetus gegeben; der Erfolg ist jctzt gesichcri. Johnson Streets wurde in JamcZville, Ohio, wegen Ermordung des I. HilcS des TodlschlagS schuldig befunden. Das Pcnnsylvania Bahn-Projekl in der Gesetzgebung von New-Jerscy wurde gestern vom Hause verworfen, nachdem es vorher vom Senate angenommen worden war. Tie Verwalter und Direktoren der „Ber mont-Ccntralbahn" nud dcr „Vermont-Ca nada-Eifenbahn" werd?» beschuldigt, K 6,000,- 000 unterschlage» zu haben. Das Comite der Gesetzgebung voii Mis szuri, welches den Bcstechungsfall Brngcr's zu unteisuchen hatte, berichte», daß Frank Hickox den Bürger zu bestechen suchte. In der Nähe von Shamoki», Penns., wurde gestern Morgcn die schrecklich verstüm melte Lciche d?s Bremsers G. Campbell ge funden; der Mann war in der Nach! von einem Kohlenzuge dcr „Northein-Central- Bahn" gestürzt. —Chas. Francis Adams, jun., ist vom Gouverneur von Massachusetts zum Com missär jenes Staates aus der Wiener Wclt. ausstcllnng ernannt worden. Lokalberichte aus Washington. Washinglon, l9.März.- (O'B rien wird nicht gehängt,) Der Präsiden! Wandelle gestcrnNachmiilag das überO'Bricn verhängte Todesuithcil, welches am 28. dieses Monats vollzogen werden sollte, in lebens längliche Gesängnißstrafe um. Der„Slar" sagt, daß die Umwandlung der über O'Bricn verhängte» Todesstrafe großes An'ichen macht. Pielicitig änßere mau sich dahin, daß in Washington der Galgen mir für arineTeiifel rcicroirl fci, dic keine Freunde hätten. RichterOtiü habe die ThatO'Lnen'S, als der Letziere um eiue» neuen Prozeß nach suchte, als einen „scheußlichen Mord" bezeich net; dcr Bcr. St -Anwalt Fisher erklärt, „daß der Mord einer dcr schlimmsten gewesen sei, die während seiner Amtszeit in Waibing ton stattgefunden hättcu." O'Brien veruichtc, »liier dcmßorwaude, Cunningham eine Stelle unter dem Commifsär der Regierungögcbäude verschaffen zu löiinen, die Frau dcs Letzteren zu verführen. Tarob von der Frau zurecht gewiesen, insultine er diese i» verletzender Weisc. Dic Frau suchte bei ihrem Manne Schutz, dcr seiucrseils Beschwerde bei dcmPo lizei-Licutcnau! Essex, O'Brieu's Borgesctz tcu, erhob. Der Lieuieuan! stellte O'Lric» -zur Rede, der nunmehr Cunningham auf. suchte, über ihn hei siel uud mit feinem Knüp pel zu Boden fällle. 20 Minuten später, als Cunningham sich von dcm furchtbare» Schlage erhott hatte und im Begriffe stand, mit leincr Fran heimzugehen, fiel O'Bricn abermals über ihn her und streckte deu Unglücklichen durch einen Schuß in dcn Kops zu Boden. Noch nicht zusrieden damtt, jagle er noch eiue zweile Kugel in den Körper scines am Boden liegenden Opscrs. Cunuingham war ein fchwächlichcr Mann, während O'Biicn von großem und kräsiigem Körverbaue ist. Ucbcr die Ar! und Weise, wie die Begna digung erlangt wnrde, sagt der „Slar," daß Gcn. Butler, dcr erfolglos versucht Harle, für O'Brien einen iicucn Prozeß zn erwirken, gestern iu Gesellschaft dcr Frau dcsGue.Ther mal! das „Weiße Haus" besuchte. Oberlichter Carl Cartter war gerade bei',» Präsideuteu und nachdem Butler deu Präsidcnlcn angerc dct Halle, bemerkte Cartter, daß er der Ent scheidung dcS UnterrichlcrS bei dcr Abweisung dcs Anlragcs siir ciuc» ncueu Prozeß nichr beistimme. Daraufhin befahl dic Todesstrafe für O'Bricn in iebenslängüchc Haft limznwandein. Bnilcr sandlc diese Kunde sogleich zur Muttcr dcS Bcrurthelilcii in Gcorgeloivu uud diese übeibrachie sie ihrciu Sohne, dcr demzufolge tief aufathmcic, icüie Freude äußerte uuo in dcr letzten Nachl besser s chlicf. Heule empfing ir zahlreichen Besuch, um bcglüclivünjchl zu werden. Der „Star" zieh! eine Parallele zwischen Foster und O'Brien nnd weis'l daraus hin, baß Gouverneur Dix mit Grund die Bcgua digung Fostcr's vcrwcigeit habe und dieses auch in dem Falle des O'Brieu geboleu qe wesen sei. Ma» hört nirgends eine billigende Slimmc über tie llmwandliing dcr über O'Brieii verhängten Todesstrafe. Der gestlige Fcucrläim vom Alarm kastcn Äir. 3! »urde verursach! duich das Brcnncn des TachcS über dcm Bürcau des Hrn. Wm. Guinard i» 3ir. 623, Louisiana- Avcnue. Der Bcrlust ist unbedeutend. Heute begannen die Conlrakt-llnternch mcr die Arbcilcn an der Verlicsuug dcs Re servoirs dcr Wasvingloner Wasscrwcrkc bci Drove»'? Rest, obeihalb Gcorgctoivn. Es wird bcabsichligt, dassclbc 10 oder 12 Fuß I>e scr zn machen. Bci der gestern Abcnd stattzesundcuen regelmäßige» Beriammluiig dcr „Collegiali schen Gesellschaft" der „National - Arzenei- Schule" im Hörsaale in der H-Straße vcrlaö Dr. Pcck eine intercssante Abbandliing über „AuSlöiiing des Ellnbogen - Gelenkes uno Rejektion dcr Röhrcnkiivchcn," übcr welche längere Diskussion stattfand. Das Portemonnaie von Frl. Bictoria Troot, einer Lchrerin in der Seciindärschulc im 4. Bez rk, wurde gestern nebst dem aus 5>36 bestehenden Inhalte von ihrem Pulte ge nommen, und einer der schullnaben wurde als der Dieb erkannt. Dcm Geheimpolizi sten McDevit gelaug es heute Morgen, etwa die Hälfte des Geldes zurück zu erhalten. Den Geheimpolizisten Coomes u. Mil lcr gelang cs gcstcrn, cin Paar wcrihvoller Armbänder, welch- ein Knabe von höchst an gesehener Familic einer Dame in I-Siraße cittwendet hatic, wieder zn erlangen. Ans die dringcndcn Biticn dcr Mnttcr dcs jnngcii Diebes, weigerte sich die bcstohleue Dame, ge gen denselben zu erscheinen. Aus dem weileien Zengenverhör derLei chcnbeschaners-Jury ni der Hawkins Bowen'- schen Angelegenheit uud besonders ans der von Maria L. Bowen, der Frau des Thäters und der unschuldigen llisache dcs Sireites gemachten Aussagen ging hervor, daß Bowen auf i?de mögliche Weife versucht hatte, cinem Streue auszuweichen und nur in der äußer sten Nothwehr zu Thätlichkeiten geschritten sci, die mil dem Tode seinesGcgners endiglen. Die Geschworenen brachlen den Wahrspruch ein, daß der Verstorbene den Tod in Folge von Verwundungen, die ihm Abrain Bowen am letzten Ficitag Abcnd beigebracht, ciliticu habe. Bowen wurde in'S Gefängniß bcor dcn, nm das Bcrsayren dec Großgeschwore ncn abzuivarien. Präsident Grant hat gestern den George BarrowS, welcher wegen Tiebstahls zu 60 Tagen Gesängliißstrase verurthcilt war, be gnadig«. Der Sanitätsbcamte, Tr. Vcrdi, hat den Bcricht seines BürcauS für die am letzten Samstag endende Woche eingereicht. lern: neue Fälle !ü, in's Hoipüal ausgenom men 6, Todesfälle 15; Gcmciujchädlichkeilcn: gemeldet 238, beseitigt 209, uichl bcsciligt 20. Derselbe überreichte ebenfalls einen Bericht des In Pcktors Craiz, worin dcrsclbe meldet, daß ein Miethshous an der Ecke von dcr 12. und G-Ztr., welches von Farbigen bewohnt wird, sich in einem so schmutzigen Zustande befinde, daß cs dadurch zu eincm Gcmeinscha dc» wcrdc. Aus dc» Antrag des Dr. BÜB wurde ein Beschluß adoplirr, wodurch dcr sanilätSbeamie angewiesen wurde, dasselbe abbrechen zu lasfcn. Antonio Baralla ha> eine Ehescheidungs klage gegen seine Frau Fanny Baralla wegen eines liederlichen, ehebrecherischen Lebenswan dels eingereicht. Die HH. Cloß K Thomas sind scme Sachwalter. Hr. Louis Hanf hat gegen feine Frau Rebecka Haus durch Hrn. A. B. Williams eine Ehescheidungsklage eingereicht, worin cr dieselbe de» Gewohrtyeilsirinlcrci und des Ehebruches bezüchtigt. Bei einer abgehaltenen Bersammli'nz der Eenieinde der Himmelsahrtslirche in H-Straße wurde be schlossen, eine neue Kirche zu bauen, und SlO,OOO wurden zn diesem Zwecke sofort auf- gebracht; die Gemeinde verpflichtete sich, noch weitere S2o,ot>o aufzubringen. Bei der ge stern Abend slatlacfniideneii Versammlung wurden noch S5OOO im Wege der Subserip tion beichasst. Uiuer de» Zeichnenden waren Ida und Lizzie Marihall u. Carrie Howard McCalla», welche, obglcich erst 3z Jahre all, dennoch >e Ksu gaben. Gesten, wurde im Billigkcitsgerichte der Prozeß der Erbe» de« C. S. Wallach gegen Joh. van Riswick vom Richter Wylie eul schicden und zwar zu Gunsten desVclklagtcn. Die Kläger wurden abgewiesen. Die HH. Turaul und T- A. Lambert erschienen für den Verklagte», die HH. Pile »nd Johnson süc die Kläger. Tie heule gemeldeten Blalternsälle sin!» die folgentcn: Ein i» 1014, 4«. Straße; einer in ')! r, 615, 7. Siraße, Süd west; einer an der 7. Str., zwischen H- und I Str., Südwest, und ein Fall in Harrijou- Str., Unioniowii. Hr. Joel W. Jones, irüher ein Bewoh ner von Wasying'oa,* Harb in Schenecrady, in der Woche im 74. Lcbcns. jahic. Hr. Jones war sür lange Hcit ini hic sigen Arsenale angestellt und be aß seil 1861 bedeutende Gerbereien i.t Scheneciaoy. Hr. A. S. Modiselk, Schatzmeister von Culpepper-Counly, Va., wurde am Monlag auf deiii Zuge nach Washington um S5OOO beslohleu. Geheimpolizist Miller, dcfsen Ticiiilc i» diesem ,;alle '.cgiiiurl wuidc», glaubt im Stande zu sci.i, de» Dicb auSsiu. dig zu machen und das GUd wieder zu erlau gen. Hr. Townley Bnshrodßobey starb hcutc in der Wvhnuug scinerTochler, Frau I. W. McKec, Nr. 71>», B>rgiuia-Aveuue. Derselbe war eine hier uud in den angrenzen den von Maryland wohlbekannte Peisönlichteit. Hr. Robey war cin Mann von gewalligerX orperiialiu , uno wog du selbe zwischen 350 und Psuud. H. Tick ou mußle sich ini Cri- Mittalgerichlc sür deu Diebstahl eiitcs dec R>- gieinug geyörigc» Wasferpsloetes verantwor len und wuide zu ciniährigcr Zuchthauesnase vcrurlhcill. BeiErlyeiluttg deslUtheils ivariue Anlaufe solcher Gegenstände, die aiigcnjchein. lich gciiohlen seien. Ihrem rückhaltSloien Anlause sei eine große Anzahl solcher Dieb stähle znzuichrcibeu. Hc. T. M. Almoud, eiiicr dec Tircklo re.i dec „Washiugion , Cincinuaii- lind S>. Louis-eiiigclcistgcn Eisenbahn" vesindct sich jetzt auf dcr Äahullnie, um die Euljchaoi. guugsiuinme snr exoroprurtc» Grunoeigen- Itzum fe i;»sieUeu. Dcricloe glaubl, die Arbeiten au dieser Bahn noch ui ling in Angriff genommen werden. DieHa r p er 's ch e Verleumd ung s klage. —(L c Ermordung d-S Harpe.'schcn Ehepaars. Adivci'ung des Klägers.) Inder Nachl des 10. Seplember 1871 wurde das Ehepaar Jatob nnd Beisey Harper, Eistercr der Bruder des Eigsnihümers des berühmten Rennpferdes „Longfellow", Joh» Harper, auf ihrer Heimstätie bei !L!idway, 15 Äielleu von Lexington, Ky., eriiivrdet und die eigentlichen Möider kenn! man »och heule »icht, wen» a»ä> oft terPcidatN, daß Adam Harper, cin Neffe des Ehepaares, den Mord ausgeführt hat, aus gesprochen worden ist. Bet der Leichenschau benahm er sich in höchst oerdächtig'r Preise und suchie auf jede mögliche Weise die Anficht zu verbreite», daß derNvrd voiiNeger» ausgeübt worden sei. ES wnrten deren auch mehrere veihaflel, aber ihre UM> ild wuroe schnell er wiesen und die Ansteht, daisAoam der Mörder sei, wurde dadurch nur noch mehr bestätigt. Tazu kam noch, da>z er mehrerenPerioneii die Meinung aufzudringen suchte, daß die Todes stöße mit der rechlenHand geführt sei» müßten, ivaS um io bezeichnender i», als cr selbst m>! dcr linken Hand arbeitet. Sein Better, Watlaee Harper,«prach es Überall offen aus, daß Adam der Mörcer setuer Berwandten sei, und dieser tonnte sich kaum irgerdwo sehen lassen, ohne daß ma» mit ihm von dcm Morde in einer Weise sprach, als ob man ihn für den Thaler hiell. Zuletzi toiiiilc er cS uichl uiehr aushal te» »iio um allem Gerede emEnde zu machen, strengte er cincPeelcuindnngSlage gegen feinen Better Wallace an und verlangle SI00,0!>0 Schadenersatz. Dies half ihm ilidesfc» wenig, denn das Gerede wurde dadurch nicht uuler drückt und vor einigen Tagen wurde auch die Klage abgewle'cn und dcr K'.ägcr zur Elstal ivucdc bei'm Bcrhor dec verschiedene» Zeugen erwiesen, daß cr mii ieinem Sohne in der Mordnachl auLgeriilea sei uud zwar dem An scheine nach »a,h der Faun ocs allen Ehepaa res. Es wil'.de ferner crwiesen, dau Adam's nud scines SahiieS Schnhe gan> genau in dic Fußipure» paßien, welche ma» am Morg n nach der Moronacht bci'm Hause des crmor deleu Jakob eindeckte. Es zeigte sich bei'm Prozeffe bald, daß Adam nie eine» Wahr fpruch zu seinem Gunsten erhalte» konnte und es wäre sür ihn jedenfalls besser gewesen, wenn er die Klage nie angestrengt hätte. Jetzt hat cs dcn Anschein, als ob cr »»d scinSoh» dem nächst sich wegen Mordes zn verantworten ha ll.» würden. Gleich nach Schluß de? Pro-esses versuchte John W. Harpcr, dcr Sohn Adam's, dcr dcr Theilnahme a» dem Morde beschuldigt wird, euieii der Bertheidigcr des Wallace Harpcr, Capt. I. S. Blackburn, zu erschießen, wurde abcr daran dmch Marschall Siuclair verhin dert. Er wurde dafür nicht verhaftet, wahr scheinlich wohl, weil er mi! seinem Bater doch iu kurzer Zeil gesäuglich eingezogen werden wird. Bei Ciliciunaii wuroe vor cilngcn Tagcu ein im Ohio schwimmendes Faß an's User gchrachl. Als ma» das Faß öffnclc, saiid mau den Runipieiücr mäiiulichcu Leiche. Kops uud Bei»: waren abgeichuitic». Die Lelchc loiinte uicht idcntistzirl werdc». Ein m u ste i h afl e r Bedie »ler. Dieser Tage hatte eine sehr elegante Equipage in Paris das Unglück, durch de» Zusammen stoiz mit einem vage» zerbrochen zu wer den. Der Kutscher dcr Equipage brach dabei cincn Arm, während dcc eTigculhümer unver levl blieb. Raiürlich veriammelie sich sofor! eine Menge Piciücheu, die mit Bcrwuuocruug beiiürklcu, wie der iu glänz »de Livree geUei dele Bediente unbeweglich ans dcm Trittbrett der Equipage stehen blieb. Ein Sladlscrgcant forderte ihn aus, herunter ;u steigen, aber cr rührie sich uichl und icin Herr rief: „lassen Bedieulen am Alme »iio jchüliclle ih» heilig. 'Abcr der Bediente rührle sich »ichl. Er war von Zliik. Juristische Ta » zlarten . Bei einem kürzlich in Nürnberg stattgehabte» I»- ristciibaUe irugen die Tauzlarle» nachstehende Aufjchrifl: Hauplverieichiiiß. Erscheinnugs frisl den 8. Februar 1873, Abends 6—B Uhr, im Sitziingssaalc des „GolvenenAdler." Tie Tauztouren waren wie folgt angegeben: Ein weihuligs.Polonaijc. >>i-» tiivl,.-. Jiiformaüous-Schottisch. Oiialifi kauons - Mazurka. Eompele»; - Couflikls- Ouadrille. Aiilrags-Walzer, Ge ständiiiß-Mazurka. Anstellungs - Quadrille. Bcriaguugs - Schottiich. Wicderaufnahms- Walzcr. Bcrihcilungsverfahren (Coiillon). Coiiiuüons-Ouadrille. Peiifions-Schottisch. Beschleunigtes Berfahren (Galopps. Julcr ccssions-Mazurka. Liguicatioiis-Quaoiille. Tie Rückseite der Tauzlarle enthält nächste hende Worte: „Bezüglich der Tanzorduiliig siehe peinliche Earoli V, Art. 177 und I Was ei n 5 juyri g er Mann schon Alles zu stch genommen hat. Ei» gelehrter Arzt aus London, der ein e'oeniq geschickter Praktiker als beharrlicher Forscher auf dem Gebiete dcr Statistik ist, hat vor Kurzcm dcr Akademie dcr Wissenschaften eine uunassciidc Arbeit über medizinische Physiologie einge reicht, aus der wir innere» Geseilt iolgende in teressante Angaben herausheben wollen: So crgievt sich, -daß ein ordentlicher Mensch, der das 50. Lebensjahr zurückgelegt, ini Ganze» 6000 Tage geschlafen ha!, 6000 ge wacht, 800 gegangen, 150« gegessen, 500 Tage trank geweien ist und sich 4000!age der Zerstreuung und Erholung hingegeben hat; daß er serner nicht weniger als 70,000 Pfund Brod, 20,000 Pfd. Fleisch, 5000 Pfd. Gemüse verzehrt und an verichiedeiicilG.'träri ken (letzt hört, hört!> 32,000 Liter hinun ter gegurgelt hat, welche Letzter? Milien See bilden wurde» von 3>)o Fuß Umfang uud 3 Fi;ß Tiefes Wir überlassen cS nun dem Er messen eines Jeden, dic obigen Zahle» nach feiner eigncn Lebensweise und höchst eigenen Liebhaberei zu reltifiziren und dabei ja nich das liebe Bicr zu vergesse», das ihm bisher so lüg gemundet Hai und immer süher mun den wird. Europäische Berichte. ' —Der König von Bayern hat wieder :in ehrendes Zeugniß seiner Reichstreue abgelegt. Nummer l»8. Wie dcr„Augsb. Allg. Ztg." aus glaubwür diger Ouellc niilgclbcilt wird, hal der »iöuig dic Uniformiruiig dcrAriiiec nach prcußischem Musler in Farbe nach Schnitt der Uniform ncbil Pickelhaube genehmigt. Es iollcn deß dic im Gebrauch befindlichen Uniformen und Hclmc aufgebraucht ircrdcn. Auch in Be zng aus die Haltung Bayccn's zur GcrichlS organisation uud RechlScinhcil herrsch! au gciiblicklich in dcr bäuerischen Presse größeres PeUraueu und man hoff!, daß, wenn auch noch nicht die gegenwärtig tagende, so doch eine nächsteDclcgirten- odcrMinislcrconfcrcnz cincn Ersolg in dcr Frage der RechlScinhcil aufzu weisen haben wird. Wer die Auhänglichtcil des bayerischen Militärs und Volkes an dic Raiipcnhclmc und dic blaue Uniform, dagcgcn dcn iradi!ioncllen Widerwillen gegen dic prcugifchi Pickeliaube kennt, wird dcn Eirifchluß des Königs Ludwig zu würdigen wissen. Die Sängcrin Nilsfon ist in St. Pe tcrburg auf's Ncue cugagirl worden und eihäli für icdcn Abend, cn> dem nc singt, die Ztlciniglett von 62c)0 Francs. Als sie wäh. rend ihres crslcn Eiigagmcnls ;um letztcn Mal austrat, machten ihr ihre Bcrchrcr ein silbernes s-'rvicc im Wert» von 6500 Franc? Dum Geschenk. Im April wud die Rilsson in Brüssel, Alittvcrpcn, Ghcnl und Lüilich siugcn. Die Gräfin von Montijo, Muttcr dir Exkaiserin Eugcnie, ist crbliudel. Eines dcr neueren großen Ereignisse in der Parifcr Gesellschaft iü die Bcrmählunq der Exhcrzogin von Pcisigny mit cincinHeirn Le Magne. Die Familie dcr Herzogin wi d r'etzlc sich der Heiiaih auf's Aeußeruc und ivolllc der Bcanl auf cincm nich' mchr ungr wohnliche» Wcgc in'S JrrcnhauS verhelfen. Die zu diesem Zweckec>n..clcilelcn gcnchtlichcn dlirveu crfolgloe. Das Paar licß sich so schnell, als ihnnlich, im Civilwege trauen. Dic kirchliche Trauung sand drei Tage später statt. M. M iiier b'omp., Nr. West-Ballimvre-, Lchrcilnuat'riaiicn Hcindler Usd N ech li nn gs- Buch crn. Billig. P.'limpt. Zchii F Mit!) k ClN'ilp., die beslcn nnd billigstell B u lh- und Accidett 1 - Drutkcr in oer Stadt Südwest - (s'cke de? Valtiiuvre- und <sn!vertstras?e. (Yrschittückiwll. Akkurut. (Herr.Hi.l.'i'.ii' 1 !X7.!. IW. Frü!)jakrs Itnportativnc,». Hodges, 'Ztr. 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Abend Tchule. achten Lehr-Auftalt für Kaafleutc» je. Losi»r, Pkäftdmt. (Sert «.IZMie .I.a.T'i ledcrntltnn, Mnhmlcock Gegcnscitige'L.bens-Versichcrilnzs-Güsel!« scherst in Boston, Mass. Tie?r KksiUsltaft ivurde vis (lrvonenl de? beriidmtm .M as s a ch»>rllier >1! i üi! .Akrf a i I . - s e!. j c Nu:>ial,c» i» udrr O , find, dl» rcn Äanachuictti, w»n» Wallcr S Wilkinl i> n, verwailer ieS Tcvarlemen'.S; NittkrsuÄun»!! Ärjt, Die tausinm> inscheA«; enturvvn N. w. Tun Süd-Osl-Ecke dcr Baliimore- u. Charlesstr., Tr. L. >. liiilvrd, Nr. 141, West Faycilc-, unterhalb de: Howardstraßc, turch c!ne 10 uihriqe >!>sudi>>!!g i i ?i>lr>il„i.,n «>rev, , '.lir. 11, Rvid Gaystraße, v Ältobeln, Luden Vi'lnrlch Ladentische, <st>uu terA «l. s. tv. ÄtMs! Mobil» 'iir^ki Mitüiänlm und fvart Prozent l Weitere Preis-Herabsetzung! U, Tukcr k Bruder, Hobel- und Husidicleu Ä?iüh!e und Fcnstcr-Rahmcn-Fabrik, DaS BciUt'viz-^eschäst^ Thurcn, Ernster - Nah'.n?n «. s. >v. 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