Newspaper of Der Deutsche Correspondent, March 21, 1873, Page 4

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated March 21, 1873 Page 4
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Ter Teutsche Korrespondent. Baltimore» 21. Stadt Baltimore. Adfakrt des Dampfers „Nuftrian." Der Dampfer „Austriau," Capl. Ritchie, zur Allan'schcn Linie gehörig, segelte geilern üder Non'olk, Va., lind Halifax, N.-Sch., iicicd Liverpool ab. Er nahm daruttier die Cajütenpassagiere Sir Edward Kenncy nebst Tochter nach Halifax und Frl. Chailotte Uhlcn nach Liverpool, und folgende Frachtstücke mit: !5154 Schefiel Mais, 31 Säcke und 164 811. Baumwolle, 25 ditto Haare, 60 ditto Segeltuch, 200 Tonnen Lein kuchen, 100 Fässer Kepsel, 853 Kisten Pökel schweinesleisch, 15 Kisten Borsten, 1ö Säcke xleciaameii, 32,000 Pfd. Fett, 259 Oxhft. Taback und 8000 Faß-Dauben. Berichlignn g.— Der Bericht, daß der deuifche Dreimaster „Duisburg," Capt. Höll ,es, we'cher Mittwoch, von Rotterdam kam mend, an der Festung Monroe, La., vorbei fuhr, wegen langen Ausbleibens bereits zu den verschollen Fahrzeugen gerechnet morden iei, beruhte aus einem Irrthume. Das ar Gebrüder Böuinger dahier consignirte Schisi hat im Gegeulheile die Reise in sehr kuizci zurückgelegt, da eS zugleich mit Schissen, die 20 Tage srüher von demselben Haien ans' gclausen waren, die amerikanische Küste er reichte. Gestern tras der „Duisburg" mit folgende! Ladung hier ein: 113 Kisten Thon, 100 Kör ben Mineralwasser, 10 do. Erdäpsel, K Oxhst. Essig, l»0 Säcken Kafsee, 10 Fässer, und 52 Kisten Genever, 2004 leeren Fässern 100 Packkörben Seltzcr-Wasserund4Packeter Genever. . Ein- und AnSsuhr. —ES kamen sol geude Fahrzeuge aus dem Auslande an der Schooner „D. F. Keeling" mit 47 Fässern und 336 Oxbst. Zucker und 32 Punscheoitt Melasse von Mayaguez, P. R.; der deutsch» Dreimaster „Duisburg" (siehe Frachlverzeich niß an anderer Stelle!) von Bremen. Es segelten nach dem Auslande vonhiei gestern ab: die Barke „May Queen« mit 4ZI Fässern Brod, 1082 do. Waizenmehl, 100 do Pökelschweinesteisch, 25 do. do Maismehl, 75 Puncheous Oel, 255 Sches feln Erbsen, 8750 Pfd. Schmalz, 201 Faß böden und 20 811. Baumwolle nach Por Spain aus Trinidad; die deutsche Bark „Inka" mit 188,432 Gall. Kohlen-, 274 do Maschinenöl und 4 Packeten Verschiedene' nach Bremen; der Schooner „Ella M. Pen nell" mit 1032 Fuß Nutzholz, 100jDtzd. Be sen, 2160 Faßdeckeln und -Böden und 30, 000 -Reifen nach Westindien. Der Gesammt - Werth der dieSwöchigei Waaren- und Produkteu-Ausfuhr aus hiesi gem Hasen nach d:m Auslande beträgt >464, 282. Absahrt des Dampfers „Liber ty." Der Dampfer „Liberty," Capt. Hud gins, segelt heute früh von hier über Key Wei und Havanna nach New Orleans ab u»! nillimt als Frachtgüter 300 Fässer Erdäpsel 582» Scheffel Mais, 250 Dtzd. Besen uui 40,000 Faß-Reifen mit. Der Dampfer „ Lucille, " Capt Benuelt, traf vorgesteru mit 170 811. Bauim wolle, S 5 Fässern Terpentin und 43,000 Fns Nutzholz von Wilmington, N.-C., hier ein. Die deu t s che Einwau d e r u n g i l Maryland. Mehrere der bedeuleudflei Farmer deS fünften Bezirks von Kent-Co. ir Maryland sind zu einer Gesellschast zusam inengetrelen, nm da« Herbeiziehen sremdei Arbeitskräfte zu sördern, und haben Hru Morris Ascher, einen Einwohner des Bezirks als ihren Agenten nach New - Horl ge> saudt, um 250 deutsche Arbeiter, Frauen und Kinder in Dienst zu nehmen. Ei« von Rees' Corner, in diescmCounty.eingelan sener Brief sagt, daß Diejenigen, welche sick die Arbeit der Deutschen zu Nutzen gemachl hätten, mit denselben im vollsten Maße be sriedigt seien. Der Park im nördlichen Stadt> theile. — Eine Anzahl von Personen ha ben im Stadtgerichte gegen die ihnen vom Straßen-Commissär ausgelegten Besteuerun gen im Betreff de? projektiven Parks an der Charlesstraße, südlich von Jones' Fällen, Appellationen eingereicht. Dieser Schritt ge schah in Folge der allgemein herrschenden An sicht, daß den Bedingungen der Verordnung, welche eincsiühere Verordnung im Betreff des projeklirten Parkes umstößt, in der Zukunft nicht nachgekommen werden wird. Unzufrie den mit der Besteuerung machten die Bewoh ner jener Gegend von ihrem ApPestationSrechl Gebrauch. Die betreffende Verordnung lau tet, wie folgt: „l. Abschnitt. Sei eS veriiigt vom und dem Stadtraihe von Baltimore, daß die am S. Juni 1871 erlassene Verordnung mil Bezug aus die Expropriiruug und Anlage eines öffentlichen, von JoneS' Fällen, der Johns-, North- und Charlesstraße eingeschlos senen Squares, widerrufen werden. 2. Abschnitt. Sei es verkügt, baß die Kö llen, welche während jener Zeil für die Aus führung der Verordnung bereits verausgabt wurden, von den Unterzeichner» der im Jahre 1871 eingereichten Petition und Anderen, welche um Widerruf der Verordnung nachsu chen, getragen und innerhalb dreier Mouale bezahl! werden. 3. Abschnitt. Sei es versügl, daß diese Verordnung in Kraft treten soll, wenn den im zweiten Abschnitte enthaltenen Bedingungen nachgekommen wird." Der ga ize Betrag der für den Park veraus gabten Gelder bclänfl sich aus die Summe von tz7ooo. Falls der Stadt-Registralor die sen Betrag innerhalb dreier Monate nicht ein gesammelt hat, wird die Verordnung sür uull und nichtig erklärt. In Verbindung mit dieser Angelegenheit reichte Hr. Ford, wie wir schon mittheilten, am Dienstage eine Verordnung im zweilen Rathszweige ein, die Zeit sür die Appellatio nen im Betreffe der Anlegung eines Parkes im nördlichen Sladtlheile von 30 Tagen aui vier Monale zu verlängern. Diese Verord nung nahm vorgestern auch der erste Zweig an. Der „BaltimorerPotoma c-E i> sen bahn -Tu il uel." Dieses gewaltig« Werk, welches am 20. Mai 1870 in Angrif genommen wurde, wird gegen Ende Apri! dieses Jahres vollendet sein. Der Tunnel ist 10,000 Fuß laug uud erstreck! sich von Calhe dralstraße unler dem Bette der Northern Ave nue, Wilson- und Wincheslerstraßen bis zni Gilmoresiraße. Die Arbeiten von Cathedrctt bis McCnlloughstraße sind mit Ausnahm« einer kurzen Strecke vollendet. Die größt< Durchschnlttstiese des Tunnels ist 55 Fuß Ein doppelles Geleise von Slahljchienen wiri durch denselben hindurchführen, und das Le gen der Schienen, welches etwa einen Mo nat in Anspruch nehmen wird, beginnt ir diesen Tagen. In der Cathedralstraße findel die Verbindung der Bahn mit der „Nördli chen Centralbahn" statt, und man glaubt, daß Anstalten gelroffcn werden, daß der verlstraßen-Bahiihos von beiden Gesellschaften benutzt werde. Ein neuer Bahnhos der „Bal timorer Polomac - Eisenbahn" wird indessen an der Ecke von Coskestraße und Pennsylva nia-Äveuue errichtet werden. Hr. H. H. Car ter ist der Ingenieur, unter dessen Aussicht die Tunnel. Arbellen auSgesührt werden, nnd Hr. Israel Smilh ist dienstthuender Ches-Jn genieur der Bahn. Hr. Thomas Seabrool ist Bau - Contraklor und Direktor. Der „Union - Tunnel," in einer Länge von 341 L Fuß, welcher sich von Bondstraße unter dein Bette von Hossmanstraße bis zurGreeumount- Aveuue erstreckt, wird imAusangedesMaimo nats vollendet werden. Die „B altim vre - Ohio - Bahn" wird in den ersten Tagen des April beginnen, auf der Washingtoner Zweigbahn einen neuen Zug um 512 Uhr Abends in beiden Richtungen einzurichten. Dies wird eine sehr bequeme Einrichtung für die Bewohner beider Slädte sowohl, als auch besonders diejeni' gen Personen sein, welche an der Bahnstrecke wohnen und ihre Abende in Washington zu bringen wollen. VermehrteVerkehrSve r bin dün ge li. Die letzle Schiene der Bahn, welche die „Baltimorer Potomac-" und die „Nörd!. Cemralbahu" mit der „Philadelphia--Wtt minglon-Baltimorer Bahn" verbindet, wird elwa am 15. April gelegt werden. Wir wer den dann eine ununterbrochene Verbindung von Washington nach alle» Punkten des Nor dens, Ostens und Westens haben, und die „Baltimore - Potomac - Bahn," auf welcher jetzt nur 6 Züge in jeder Richtung expedirt werden, wird dann weitere 6 Züge in jeder Richtung einstellen. Die Fortschritte der „Balti more - O h i o b ajh n" i m W e st en. Mit Riesenschritten nähert sich die „Balti more-Ohiodahn" ihrem westlichen Termi nus. In Illinois ist die Organiialiou been det, und sobald die Bahnstrecke durch Indiana gebaut ist, wird die Forrjetzung derselben in Illinois in Angriff genomwen werden. Die Route durch Ohio und Indiana ist nicht nur durch Vermessungen festgestellt, sondern die NivellemenlS- und Ccnstrukiionsarbelten sind mit seltener Energie in die Hand genommen worden. Man glaubt, daß ;n Syrakus, in Kosciusko-Counly, die Werkstätten derstrecke östlich von Chicago errichtet werden sollen. Es ist dies citier dcr schönsten Punlte au der gan zen Bahnlinie, und dieEinwohncr versprechen sich viele Vortheile daraus sür tasßesitzlhum ihrer Stadt, indem sie hoffen, daß dieselbe wegen ihrer schönen Lage als Somineiauftnl hall für viele reichen Bewohmr Chicago'S dienen werde. Das hiesige Zollamt. Telegra phisch wird an anderer Stelle unserer Heuligen Nummer die Ernennung des Hrn. Washing ton Boolh als Haseneinnehmer für Balü li.ore angezeigt. Dcr Kampf scheint ein bit irur gewe eil zu sei», und eine Deputation nach der andcren bestürmte den Präsidenien, um ihn entweder zu Gunsten des Hrn. Tho mas oder des Hrn. Bcoth zu stimmen. Was de» Charakter des scheidenden Beamten anbe trifft, so kann ihm Freund uud Feind nnr nachsagen, dag er ein Ehrenmann war. Aber l denselben Ruf bnnztauck seinNachsolger in's Amt. Ohne besondere Neigung zu verspü ren, unö in den Hamilienstrcil der hiesigen Republikaner zu mi'ch:n, können wir doch nicht außer Augen lassen, daß sich innerhalb der Reiben letzterer zrei durch die Waihiug loner Patronage mächtige Cliquen (Ringe) beläinpsen, deren eine, inspirirt von unserm Nachbar vom „American," im Kampfe unter legen ist. Welche Folgen dieses aus die Akti vität der Besiegten haben wird, die von der öffentlichen Krippe scheiden müssen, wird nch bald genug herausstellen. Die eine Seite be haupiet.dciß mit Thomas und Fulton an der Spitze der Staat niemals republikanisch wer den wird, während die andere erklärt, mit Handumdrehen dieses Kunststück aussiihrenzn können. Am Ende kann'S keine von beiden. Unisormirte weibliche Gesell schaf t.-—Eine weidliÄe Loge, welche sich den Namen klu'lwil Lisiers LW^rii)" beilegte, erschien in Prozession aus den Straßen von Norfolk, Va,. am letzten Sonntage in voller Uniform und mit Ordensregalien, um sich am Leichenbegängnisse einer verstorbenen Schwester;u belheitigen. Die Regalia be standen aus einem schwarzen Sammetkragen mit Goldstickerei und die Uniform ans einem schwarzen Kleide, grauem lleberivnrfe und Strohhute. Jnstallirnng von Temvelrit te rn.—Chr. W. H. Thomas, R. E.Grog. Connhur, nnd General I. W. Freeman, Groß-Capitän, von der Groß-Comthurci der Tempelritter des Distrikts Crlumbia, instal lirten vorgestern in der Halle an der Ecke der Saratoga- und Davisstrage folgende Herren als Beamte der McmMnder Groß. Comthu rei: James T. Wablp, R. E. Grog - Com thur; Win. E. Wilkes. V. E. Hülfs-Groß- Conuhur; Peter Barnes, E. Grog-General; Horace Smith, E. Groß-Cavitän; G.W. Milbouru, E. Grog-Prälat; I. W. Pratt, E. Groß - Archivar; Fletchcr AugustuS, E. Groß - Schatzmeister; H. P. Ainggold, E. Groß-Sen.-Wardein; Geo. H. Hughes, E. Groß-Juu.-Warbein; L. B. Barrett, Groß- Schwerilräger; James W. Bowman, Grog- Fahnenträger; I. T. Veal, Groß Wardein, E. I. Angnstns, E. Glbbs und William I. Poik, Grog-Tapitäne derGaide; I. T. Peace Groß-Wächttr. Ein heiteres Fest. Am Dienstag Abend begingen der Ehrw. A. S. Hank und seine Gattin in ihrer Wohnung, Ecke der Mo nnment- und Stiilingstraßr, las Fest ihrer 15-jähngen Vermählung. Der Ehrw. R. N. Baer von der Kirche amMadison-'sgnare beschenkte bei der Gelegenheit seinen Freund Hrn. Hank mit einer prachtvollen Glasglocke. Mad. Hank trug während des Tages dasselbe Kleid, welches sie an ihrem Hochzeitstage ge tragen hatte. Das projektirte Gebäude de, '°Vo»nA >len's O!>risliai> Das Baucomite hielt vorgestern eine Versamm lung ab, um sich über die Aufführung de? projckiirte» Gebäudes an derEae der Charles- und Saratogastraße zu berathen. Eine An zahl von eingelaufenen Kostenanschlägen wnr de abgewiesen, da dieselben sämmtlich als zu hoch betrachtet winden. Dem Vernehmen nach sollen sich einige derjenigen Persönlich keiten, welche Angebote einreichten, beieit ge zeigt haben, ihre Kostenanschläge um mehrer« Tausend Dollars zu reduziren. Die aus dem Baltimorer Criminalzerichte nach dem Krei s g er ich t e fii r Ba l ti more-Connti, verlegten Crimi> nal - Prozes j e kommen nächsten Montag in Towsontown znr Verhandlung, was Zeu gen und andere Beteiligte ans Baltimorc wohl beherzigen mögen; Säumige setzen sich der Verhastung, Unkosten und sonstigen Unge legenheiten ans. Grundstücks- Verlaus. Die HH. Trego K>rkiand veraultionirten gestern ans der Börse das als das "zvkiu llonse" bekannte, 17K bei I'i2s Fuß zur Zeit umSl2OO jährlich oermiethete Grund stück Nr. 186, West - Pratt-, östlich von Sharlesstraße, woraus ein dreistöckiges ziegel steinernes, alsßestauralion benutztes Gebäudc steht, um 56400 bei 5420 Jahres-Grundzin an Cochran Sc Comp. Fahrzen gs -Ve rg an tu ng. —Nenn Sechszehntcl Antheile an dem ,ur Conlurs masse von Kirkland, Chase K Comp, gehört gen, znr Zeit am Wellener'jchcn Schiffsbau hose liegenden Schooner „Shiloh," einem 33? Tonnen hallenden, sechs Jahre alten Fahr zeuge, wurden gestern Mittwoch von den HH, F. W. Bennelt 6c Comp, auf der Börse um SBOOO an Capt. Wm. Hubbard versteigert. Der Schoouer wurde hanpisächlich zu Fahr ten zwischen Baltimore und den westindischen> meist cubanischen Hasen verwandt. Die regelmäßige Monats-Versammlung dei Comp. A, Gouverneurs-Leibgar de, Äli. Sand gestern Abend im Was senjaale, „Broadivah-Justitut," statt. Capt. August Kaschmeycr führte den Vorsitz. Nach Erledigung der üblichen Routine-Geschäfte machte der Capitän die Mittheilung, daß auf Verwendung des General-Adjuranten M» Blair eine Bewilligung von der «taats-Mi litärlichördc von ungefähr SBVO für Sattel zeug, Schabracken iind Helme zugesagt wor den sei und mit dem Wachsen der Stärke der Compagnie eine größere Bewilligung von Fonds in Aussicht stehe. Capt. Kasch meycr hat sich in dieser Angelegenheit um sein Commando sehr verdient gemacht. Die pagnic ist jetzt auf 100 Mann angewachsen und wird bei der nächsten im Mai, wodann die Pickelhaube zieren wirb, sicherlich Aussehen erregen. Im Schütze n parke an der Bel- Air-Road lieg man sich gestern durch den niederströmcnden Regen nicht beirren; es wurde flott »ach den Scheiben geschossen mit folgende Herren schließlich für die Preisen,- psanger erklärt: aus der Ringscheibe Friedriä Kramer, Joseph Pennington und Dom. Gat to; auf der Blättcheuscheibe Wilhelm vo» dei Wettern, Geoig Schilling und Friedrich Has felhorst. Ein altes T est a m e n t.—Das ältestl Testament, welches sich in der Registratur voi Baltimore-Connth befindet, ist das von Gar rett Rutten, datirt vom 8. März 1664, worii derselbe all' sein Besitzthum seiner Frau ver macht unter der Bedingung, daß sie unvcr mahlt bleibe. Ja seiner pruniliven Einfach heit hieli der Erblasser es nicht für nöthig, di Namen seiner Fran und seincr Kinder darii zu erwähnen. Der Selbstmord in Waverley Baltimore-County. Unsere gestrige Mil theilnng über den Selbstmord in Waverlet bedars einiger wesentlicher Berichtigungen Der Verstorbene hieß nichtHcnry Garvey, son dern Heinrich Gerber, stand bereits im 73 Jahre, wohnte schon seit 30 Jahren in un! nahe Waverley und war als ein fleißiger nni rechtschaffener Mann allseitig geachtet. E? arbeitete Ansangs aus den verschiedenen Land sitzen und Farmen der Nachbarschaft für an dere Leute und in dcn Abendstunden gemei niglich für sich selbst. Durch Fleiß un! Spar amkeit gelang es ihm, sich nach nni nach ein Grundstück zu erwerben, aus welchen er selbst mit Hülfe seiner Frau ein 2 stückige! Backsteinhaus erbaute, zu welcher Arbeit ei meisten» die Abendstunden benutzte. Er wid niete sich später der Gemüse- und Blumen zucht und war in den hiesigen Märkten wohl bekannt. Bor ungefähr 6 Jahren verkauft er sein gerade an der Nork-Road gelegene. Haus an den ihm gegenüber wohnende» Schuhmacher I. H. Hartmann unter der Be dingung, daß er mit seiner Fran bis an's Le beiiseude darin wohnen bleiben durfte. Vo einem Jahre starb Gerber's Frau, uud diesei machte einen so tiefen Eindruck auf ihn, daj er häufig verstimmt und melancholisch war Nunmehr zog die Familie Mühlenberger, mi welcher der Alte bcfienndet war, zu ihm, un! diese nahm sich des Letzteren bestens an. Dre bis vier Tage vor seinem Tode klagte er übe Unwohlsein und Schwäche, nachdem er schoi im Lause des Winters sich dahin geäuger hätte, daß er lebensmüde sei und sich zu seine! Frau sehne. Dennoch schien er am Dienstag Abend wieder z.enilich wohlauf zu fein, aj reichlich zu Abend nnd zur gebräuchli chen Zeit zu Bette. Am Samstage bemerkt er zu Hrn. M. : „Abermals eine Woche herum wie viele Samstage werde ich wohl noch erle ben!" Hr. Karl Mühlenberger, der in de Stadt das Husschnziedegeschäft betreibt, sah als er Mittwoch Morgen kurz vor 6 Uhr da! Haus verließ, Gerber noch im Bette. Um Uhr rief Mühlenberger's Mutter GerbZr zun Frühstücke, erhielt aber keine Antwort." S« öffnete die Kammer und fand nunmehr, daj das Bett leer war. Sie suchte vergeblich in Hause und Gartennach ihm, aber als sie ii den Holzschuppen blickte, sah sie zu ihren Schrecken, daß Gerber sich erhängt halte. Si rief schnell Hülse herbei, aber das Leben wa bereits entwichen, als man den Körper abge schnitten hatte. Es erhellt, daß Gerber ein kleine Leiter gegen die Mauer gestellt, einei Riemen um den Balken gelegt, daran ein Waschleine befestigt, sodann seinen Kopf ii die Schlinge gesteckt batte und von der Leite abgesprungen war. Der Tod war ersichilick durch Erdiossclung erfolgt, da derHalsknochei nicht gebrochen war. Daß sein Entschluß sich au« der Welt zu schassen, ein fester war kann man daraus folgern, daß die Lciler 112, nahe seinen Füßen stand, daß er sich jede! Augenblick wieder halte retten können, wenl die entfernteste Neigung dazu vorhanden ge weien Wäre. Friedenirichier Lewis hielt dn Leicheulchau, und das Verdikt lautete au „Selbstmord inFolgeGemüthsverft »nmung/ ES erweij't sich als grundlos, daß der Alt« nach dem Tode seincr eisten Frau wieder ge heirathet halte. Im Gegentheile scheint ge rade der Verlust der Letzteren ihn lebensmüd> zu hab.'N. Zar Zeit seines Tode« Todes hatte Hartmann, an den er sein Haui verkaufte, noch über S2OO des Kaufgeldes in seinem Besitze, und Gerber zog Geld, wenn immer er dessen bedurfte. Hr. I. H. Hart mann nahm die Leiche zur Beerdigung in seine Obhut. Die Beisetzung sand geilern nach dem Ritus der luth. Kirche, welcher Ger der angehörte, statt. Ertrunken. Gestern früh ging der 40-jährig- Handarbeiter Georg Weskr, an der Mallory'icheu Austcrnmerite zum ersten Male an die Arbeit, welche darin bestand, daß er von dem Einmach-Hause nach einem Haufen aus der Werfte mit einem Schubkarren Au sternfchaalen fubr. Uhr Abends glitt er auf der Werfte aus und stürzte mit oem Schubkarren in's Wasser. Unverweilt bemühte man sich, ihn wieder herauszuziehen, was in ungefähr einer Viertelstunde gelang; man mußle erst den Schubkarren, der auf ihm lag, entiernen, um zu dem Verunglückten zu gelangen. Alle Wiederbelebung« -Verbuche ''chlugen fehl: der Tod war bereits durch Cr. stickung eingetreten. Coroner Sulzer wurde von dem traurigen Lorfalle benachrichtigt, hielt jedoch, nachdem er die näheren Umstände des Herganges ermittelt hatte, dieTodienichau für 'übkrflniüg. Ter Verstorbene hinterläßt in Nr. 17, Pvrtstraße, nahe Canton-Aveuue, eine Frau und drei Kinder. Die Stadt wird 'für die Beerdigung, da die Familie gänzlich mittellos ist. Sorge tragen. Eisenbahn-Unfall. — Am Dienstag Abend kam ein Mann, Namens Reid, der als Bremser der „Nördlichen Ceutra'.-Bahn" angestellt ist, in der Nähe von Monktvn um'S Leben, indem er von einem Waggon fiel, un ter die Räder gerielh und augenblicklich zer malmt wurde. Sein Leichnam wurde am Mittwoch nach seiner im westlichen Theile unserer Stadt gelegenen Wohnung gebracht. S ch i 112 112 s u u 112 ä l k e. Der am Montage von Bremen in New-Uork angekommene deutsche Dreimaster „Astronom," Capt. Klöp ver, halte mit heftigen Stürmen zn kämpfen; die Schanzkleidung wurde eingedrückt, die Segel zerfetzt, und sonstiger Schaden dem Fahrzeuge zugefügt. > Gestern tras die englische Barke „Cri mea," Capt. Glover, nach S3-tägiger Fahrt von Liverpool hier ein; die große Marsstenge hatte ihr am 4. März der Sturm unter'm 30. Breiten- und ok. Längengrade entrissen, die Regelingen eingedrückt, und sie litt an Proviant und Wasser Mangel, welchem am I». März die (vorgestern von Hüll, England, im. hiesigen Hafen eingelaufene) russische Borke „llsco," welche ihr an genanntem Tage nnter'm 33. Br iteu- und 75 Längengrade begegnele, abhalf. Ein brennender Drosch kenkut !ch er. Am letzten Dienstag Morgen ge eiethen in Prattstraße die Kleider eines Drosch kenkutschers dadurch in Brand, daß er eine brennende Pfeife in die wasche geneckt halte. Seine Bemühungen, den Brand zu löschen, ohne sich seines Rockes zu entledigen, erregten die Lachlust der Umstehenden in hohem Grade. Er trug nur einige leichte Brandwunden da von. . Tod einer geachteten Dame.— Am letzten Montage starb Mad. Anne Jen. kins Kennedy in ihrer Wohnung, Nr. 2K, Mulberrystraße, im 73. Lebensjahre. Die Zahl der Freunde, die durch ihren Tod in t>e,e Beirübniß versetzt sind, ist eine sehr große. Das Leichenbegängniß saud gestern von der Carhedrale aus statt. Bischof Gibbons von Rlchmond hielt die Gcdächtnißrede. Brände. In einem Stalle an der Church-, nahe Williamstraße, wurde vorge stern Mittag ein Hausen Hen durch Unvor sichtigkeit zweier Knaben in Feuer gesetzt. Polizist Montagne erstickte die Flammen, be vcr dieselben irgend welchen Schaden anrich ten konnten. Branduns a >. l. Gestern Vormittag gegen S Uhr goß Sarah Horn, ein sarbiqes Dienstmädchen im Kosthause der Frau Ste vens, Nr. 23, Nord-Gaystraße, in nnerllar liche Mißachtung der so häufigen , von den traurigsten Folgen begleiteten Beispiele Koh lenöl aus einer Lampe aus Holz, um rasch im Oien Feuer anzumachen. Die Lampe explo dirte, und ihrumherspriv-nder brennenderZ». halt setzte die Kleider der Unbedachtsamen im Nu in Flammen, sodaß sie an der Brust und dem Rücken gesährliche Brandwunden davon "'A u L A » napol is. Annapolis war vorgestern Morgen der Schauplatz eines eigen thümlichen Zweikampfes, in welchem eine Frau Lannon, Eigenthümcrin des „United States Holels," uns ein Hr. Joh. Mellavell als Helden figurirtcn. Kurz nach 9 Uhr Morgens trafen sich dieselben in der Mary- und >» einer Entferniing von etwa zwanzig Schritten eröffnete Mellavell aus seinem Pistol das Feuer aus Frau Lan non, welche es sosott erwiderte, ohne dag in dessen einer der beiden Schüsse getrossen halte. Schon den Abend vorher halte einKamps zwi schen den beiden Parteien stattgesunden, iu welchem Frau Lannon mit einemßegenschirm am Kopse verwundet wurde. Nach dem Re contre erschien Fran Lannon vorFriedensrich ter Gassawar, uud beschwor den Angriff Mel lavell's, worauf derselbe unler K5OOO Bürg schaft für sein Erscheinen vor Gericht und von S2OOO für ferneres friedfertiges betragen gestellt wurde. - . Der schurkische Ueber? all des Stadtrathes Georg W. Hardestr, auf der Treppe deö allen Ralhhauscs durch den Cily Bard-Angestelllen Wm. Henri,, alias Bnnch, wird wahrscheinlich heute im Crimlnalgerichle untersucht werden. Der Prozeß gegen Nicholson, Zucker und Hollohan wegen Ermorduug der Frau LainPleh wurde gestern vom Cri minalrichter auf Mvutag, deu 31. März, an- D i'e bstähl e.— Die Farbige Elise Crook fell wurde vom Polizisten Danaugh weil sie ein der sarbigen Wäscherin Violei Anderson gehöriges Fälteleisen gestohlen ha ben sollte. Wegen Mangels an Bewerser wurde sie vom Richter Hagerty wieder end Vagabnnd sah sich gestern Charles A. Myerö auf V 0 Tage iu's Gefängniß be ordert. Schwinde lklagen. H. W. Hamil ton follte von Beniamin «. Price mittels trügerischer Angaben «10 erlangt haben uni ward vor Richter Robinson gesiihrt. D< Price jedoch von gerichtlicher Versolgnng de< Arrestanten absah, so erhielt dieser nach Be zahlung der Kosten feiue Freiheit wieder. Unter der Bezüchtigung, James Seatoi um K 2 betrogen und aus eiuer 5-uittuni Christian Müller's Unlerschrift gefälscht z> haben, gcrtelh gestern Abend Robert Heck ri Arrest und erwartet im östlichen Stations Hanse das heutige Verhör. Thätlichkeiten. - Charles Bull uni Dennis Walker, eines thätlichen Angriffe« auf D. I. Tonnelli) beschuldigt, sollten Frie densbürgschast stellen. Bell, der dies nich that, muß sitzen. Geldbußen. Frank Johns zog fiel durch polizeiwidrig rasches Kutschiren Verhaft tung und vom Richter Hagerty S 5 Straf nebst Kosten zu. Das mit Feststellung des Werthes von z n ? Vergrößerung des P alter fon-Par keserforderlichenLäudereien, viei Grundstücke, betraute Gefchworenen - Volle gium beendigte gestern in Christian Shaw'i Salon an Nord-Highstr. ihre Anfangs ger Woche begonnene Untersuchung bezüglick des einenGrnndstückes; dasselbe hat anGough siraße eine Fa?ade von 155, an Giststr. eim Fronte von 150 Fuß und gehört Frau Mary L. Patterjon und deren unmündigen welchen die Geschworenen dafür K 8525 zuer kannten. Sie haben die Untersuchung Be tresfs der drei anderen Grundstücke in Eini zujammengesaßt und beginnen heute mit dem deSfaUsigcn Zengenverhöre. Der „G erm ania-Män n e r ch o r' hatte gestern Abend zum Benefiz des Hrn, Emanüel Klein ein Instrumental- nndVokal' Conzert veranstaltet. Trotz des ungünstigen regnerischenWeltcrs erfreute dasselbe sich eine, recht beträchllichenTheiluahme. Das solgend, Programm kam dabei zur Aufführung: 1. „Vater Rhein" von Mohr, vorgetragen vom „Männerchor." 2. Tenor-solo aus „Du Jüdin" von Halevy, vorgetragen von Hrn, E. Klein. 3. Piano-Solo, Phantasie ans »Die Zigeunerin" von Balfe, vorgetragen von Professor E. Szemelenyi. 4. Duett aus „Belisario" von Donizelti, vorgetragen von den HH. Klein und Wähmann. 5. Sopran- Solo „Waiting" vorgetragen von Frl. Ja cobs. 6. Männerchor „Die Allmacht" von F. Schubert, vorgetragen vom „Germania- Männerchor" und zuletzt „Zigeunerleben" von Becker, ein großes Tonbild in 7 Abtheilun gen für gemiichten Chor. Die Leistungen der HH. Klein, Szemelenyi, Wähmann, fowie von Frl. Jacobs, verdienen besonders hervor gehoben zu werden, sowie der Chorgesang „Die Allmacht," welcher, wäre es nicht flu einen kleinen Unglücksfall, welcher einem der Sänger paisirte, gewesen, als vollkommen hätte dargestellt werden können. Der zweit« Theil „Das Zigeunerleben" von Becker wurdi vorirefilich ausgeführt und besonders die Soli von Frl. Pasels verdienten den höchsten Bei fall. Eine groß- Anzahl der nicht zudem C i g ar r k n macher- V erei n e gehöriger Cigarrenmacher kam gestern Abend in I. H, Jung's „lefferfon - Halle," Nr. 10, Centre. Market-Space, zusammen; zur Leitung de, Verhandlungen wurde Hr. Hm. McComas, zur Führung des Protokolls Hr. Louis G Peters berufen. Der Vorsitzende erklärte, man habe sich vcriammelt, nm derßenachtheiiignlio der Cigarrcilmacher durch die von einigen Ar beitern beliebte Beschäftigung von Knaber bei'm Herrichten der Einlage und Wickel fü> die in Schwung gekommenen Cigarrenformer und bei'm Anfertigen von Cigarren über- Haupt entgegenzuwirken und die Feststelln»! des Arbeitslohnes pro tausend Cigarren den Arbeitern einerjeden Werkstelle zu überlassen der ersterwähnte Uebelstand habe die Fabrizi ruitg einer Ueberzahl von Lehrlingen, welch« wegen ungenügender Lehrzeit keine guten Ar. beiter sein können und, weil sie um geringen Lohn arbeiten, geschickte Cigarrenmach?r der Beschäftigung berauben, zur Folge gehabt. Nach dieser Darlegung iino Begründung der Zwecke der Versammlung folgten alle Theilnehmcr der Aufforderung uird unterzeichn nelen ein Uebcreinkommen, wornach sie sich zum gegenseitigen Besten verbinden; in der Einleitung dieser Schrift wird daraus dingc wiesen, daß die Ersahrung die Vortheile einer derartigen Vereinigung deutlich bemiesen ha be. Man setzte ein aus einem Mitgliede einer jeden grozen Wertstätte oder Fabrik begehen des Comite (HH. John H. Lee, Wm. Flax -omb. F. Habes, I. W. Hagan, Job. F. Humfeid, John Turner und Johann Paul) ein, das nächsten Donnerstag permanente Beamte vorschlagen soll. Hr. Joh. Schcrer ward provisorisch zum Kassirer erwählt. Wie unserem Berichterstatter gestern mitge tbeilt wurde, gibt es in Baltimore ungefähr 750Ciqarrenniacher, von denen laum der dritte Theil der Union angehört. Das Anordnungs-Comite für das erste dies jährige Concert und Kränzchen des Ede n st ra ß e n-T cm pelchor s, welche Mitt woch Abend in Raine'syalle gegeben wurden, bestand aus folgenden Herren: A. N. Pollack, L. A. Aietzger, Lippmaun Scldner, LouiS Frank, Ephraun Fuld, C. Blankenberg und Joseph Bernei. Die vierte Nummer des Con ziet - Programms, das Duell: "l liesrä » volLv," wurde von den Fr!s. Fannie und Heiniette Frank vorgetragen. Vorstehendes zur Berichtigung einiger Unrichtigkeiten, die sich in unseren betreffenden gestrigen Bericht eingeschlichen! Das Wetter. Berichte, die gestern Nachmittag 45 Uhr i» der hiesigen Signalsta tion eingingen, melden aus Toronto und Ro chester bedeutenden, aus Oswego, Buffalo, Toledo, Saugeen, Port Stanley. Kingston, Grand Häven, Boston und Portland gerin gen Schneefall; aus New-London starken und aus Philadelphia schwachen Regen, aus Bur lington und Indianapolis drohendes, und aus Charleston und jtnoxville sich ausklären des Weiler. ! In den letzten 24 Stunden ist der Ohio bei Pittsburg 1 u. bei Louisville 6 Zoll gestiegen und bei Cinciunaii K, bei Cairo 2 Zoll gesal lcu; der Mississippi bei St. Louis IS, bei New>Orleans 1 und bei Memphis ? Zoll ge stiegen, bei St. Paul 1. bei Dapenport 9, bei Keokut 1 und der VickSburg l. Zoll ge> fallen. Im Ganzen fiel gestern in Baltimore bis Nachmittag Uhr 95 Zoll Regen. Das Thermometer stand in Baliimore auf 41, ir Boston auf 34, in Bnffalo auf 34, m leston auf 66, in Cbenenne auf 57, in Chicagc auf 27, in Cmcinnati auf 36, in Davenpoi auf 56, in Detroit aus 38, in Duluty auf 33 in Key West auf 80, in jtnoxville auf 45, ir Leavemvorth auf 30, in Louisville auf 36, ii Milwaukie auf 29, in Mobile auf 66, ir Nashville aus 46, in New-Orleans auf 66 in Neiv-Hoik aus 36, in Omaha auf 3S, ir Philadelphia aus 33, in PittSburg aus 36 in Portland, Oregon, aus 70, in Poriland Maine, aus 31, in St. LouiS auf 37 und u St. Paul auf 36 Grad. We t rer au ssich te n. Nordwestliche Winde bei stellenweise bewölktem Himmel. Schiffönä^ricbten. «n dir Festung Monroe, Va., traf Miltwach noch di Vr.gg „verriet Kaffee vor Br'gg an dir Festung Monroe, Va . vorbei. Tei Schooner „Fawn,- Eapt. Erowcll, ging gesteri von hicrnachWilinington, ad. i)!»' „J°B ertennenließen, unterm 34. Bretten und 82. Längengrad angetroffen. Ter Tampfer »G-o. Apvoid." Loveland. tan schiff Capt" Aalholm, von Citq.Point, Va Das «chiff .Svalen," Capt. »Zoe, langte am 4. Mite Echiff',',Prima Tonna,' Capt. HauSlm, staq am 5. Marz von Limerick in Irland nach unserem Hasel schwedische Schiff .Oskar," Cavt. Eriilsen, kam am 2. März von I».er In lrland, an. Tie dänische Barle „Staatirath Strock," Capt. Io hannscn, traf am t. März von hier in Bremerhavei ein; dilio di- deutsche Barte „Auguste.- Capt. von Har Tie Brigg ..Julia F. Sarneq- ging am u>. Mär weiter? und nächsten Moni ig die Criniinal-Re — IVor den Richtern Danets

nd w ? °o>'.'2u! 27! und 288 ler Prozetz-, Rr. Ilvr und 12ZV der Sislir-Re Grundstück auf der der CH>na-AUey. nördln C ina Ge r icht. (Vor Richter Gilmor. Thätl chleiien Wider Daniel L'Tell dii!o WlSlcq Bull, ihäilicheS V-»grcifen an Ciarisja Merry man iin Countq, dittoi Rulh, Miß^andlun FitzsimmonS' Mord - Angriff aus «oSlev bei Towsontown. Pro zeß im hiesigen (Kriminalgerichte Criminalgerichte kam gestern der Pro ,eß wegen des mörderischen Kampfes, welchei vor einiger Zeit zwischen zwei Farmern von Baltimore - Connly, Namens FitzsimmoiK und BoSley stattfand, zur Verhandlung. Ei> ne große Anzahl von Zuhörern, unter denn sich such viele Damen besanden, hatte sich in Gerichlssaale eingesundcn. John N. Fitz simmons, der Angeklagte, ist ein Mann vor 64 Jahren, dessen Gesichtszüge und Kopsbil dnng viel Energie und Charakterfestigkeit an zeigen. Der Angeklagte wird von den HH John T. Ensor, John A. Ä)ellott von den Barreau von Towsontown rind Wm. P. Pre ston von Baltimore vertheidigt. Die für den Prozeß ernannten Geschworenen sind die Fol genden: Archibald Wilson, jun., Benjami« F. Sutherland, Christoph Gardner, Duncan C. Hartman, Wm. H. Knighl, Thomas Morris, John W.Adams, John McCasserly John G. Holland, George A. Coleman, Johr H. Winkelman und James Aikinson. De> Staatsanwalt A. Leo Knott eröffnete die Ver Handlungen. Der Streit fand am 20.Novembe vorinen Jahres statt. Ein Feldmesser war mit der Messung einer Linie zwischen der Be sitzung deSWalter BoSley, des alten Farmers, welcher oer Hanptzenge der Anklagebehörde ist, u. derjenigen von FrauTolbert beschäftigt BoSley war anwesend und sagte Etwas, wa§ zu dem streite mir Fitzsimmons führte. »sitzsimmons auf Bos ey zuichritt, feuerte die fer auf ihn, worauf sie handgemein wurdet und BoSley trug eine Stichwunde im Rücken und eine im U-tterleibe davon. Er schwebte in Folge davon längere Zeit in großer Le Lebensgefahr. Hr. Enfor sprach daraus für die Vertheidigung. Er sagte, BoSley fei fei! längerer Zeit ein Feind des Angeklagten ge wesen und habe seit Jahren nicht mit ihm ge, sprachen. BoSley habe auf Fitzsimmons ge schössen, nnd'dieser habe erst von seinem Mes ser Gebrauch gemacht, nachdem er zwei Schuß, wunden davongetragen; Fitzsimmons hibe nicht die Absicht der Tödtung gchrbt, als e> BoSley die Stichwunden beibrachte. Walter BoSley, nachdem er eingeschworer war, sagte auS: „Fivsimmvns r»ac ituj jeiueir eigenen Grund und Boden, ich befand miä auf dem von Adam Tolbert. Ich hatte Nichli gesagt, was Fitzsimmons zu Thätlichkeiten berechtigen konnte. Er stieg über den Zaun und ging auf mich zu, ging indessen wieder auf seine Besitzung zurück. Ich wars ihm seim bösartigen Reuen"vor, worauf er wiedec über den Zaun stieg und mit einem Steine in der Hand aus mich zuging. Er sag'e, ich sollte schießen, wenn ich eZ wage. Ich zog mein Pisiol und feuerte; er näherte sich m>r weiter nnd ich schoß noch einmal aus ihn. Er sprang auf mich zu und stach mich in den Rücken und daraus in oeu Unterleib, wobei cr sein Melier nach oben zog. Er entfernte sich dann etwas von mir und nahm einen Stein aus, woraus cr sich mir wieder nähme, mit dem Stein in der andern Hand. AIS cr mich verließ, sagte Hr. Gorsuch, der Vorfall thäte ihm leid; ich erwicdcrte, ich bedanre cS ebenfalls und er wür de nicht ilaitgesunden haben, wenn Fitzsiiii mons am seiner eigenen Besitzung geblieben wäre. Ich versuchte zu gehen, kannte es in dessen nicht und mußte mich auf den Boden legen. Ich wurde in ein Haus getragen und konnte zwei Wochen hüidnrch nicht aas dem selben entfernt werden, und selbst dann wollte es der Dokior nicht zugeben." Im Kreuzverhör sagte cr ans, daß er in der zweiten Vermessunzslinie interessirt gewesen sei. Ich rrshnc eine Meile von dort. Es war meines verstorbenen Br ideis Land, zwischen dem und Fitzsimmons die Linie gezogen wur de. Ich halte gesagt, der Grenzstein sei nicht auf der richtigen Stelle; jagte abcr Bichls, was Fitzsrmmons zn Thätlichkeiten bercchrr gen konnte. Her Gerichtshof ließ dann eine Pause von 20 Minuten eintreten. Nachdem derselbe wie der zusammengetreten war, wurde noch der Zeuge E. D. Nichardson verhört, woraus sich der Gerichtshof bis heute Morgen um 1« Uhr vertagte. Berichte aus dein Innern deS Staates. (Fcucr in Somcrfct-County.) Das große Waarenlager der Hrn. Thomas I. Dixori in Crissield brannte am Sonnabend nieder. DaS Hintergebäude, eine Bäckerei, Horning's photographisches Atelier, sowie das Gicbcl ende des Badens wurden durch die Flammen zerstört, welche dnich einen schadhaften Rauch fang verursacht wurden. Der Verlust beläuft sich auf slooo. Das Gebäude ist zu vollem Betrage, die Waaren u. s. w. indessen gar nicht versichert. —(Unfall in Frcderick.Tounty.) Am letz ten Sonntag Morgen geriethen die?intzholz- Vorräthc bei Castle und Delander'S Dampf sägemühle durch einen in der Nähe befindU chen unieiiien Schornstein in Unge fähr 5000 Fuß Bretter, 4000 Stück Faßcau ben und mehrere Tausend Schindeln wurden zerstört. Die Mühle liegt aus der Farm deS verstorbenen James Eittings und i>l unter dem Namen Covinglon bekannt. (Unfall in Frederick > County ) Das Pfcrd des Hrn. Johann B. Stewart im 5. Bezirk fiel letzten Montag so unglücklich auf denselben, daß er jetzt in einem fchr kritischen Zustande sich befindet. (Niesen - Lotomoliv? der altimor r- Ohiodahn" in Picdmouu) Die Baltiinore- Q?l0-Eiscnbahit-Geselljchait" hal eine gewal tige, sogenannte „Mogul Lokomoiive" ange kauft und in Piedmout ausgestellt, um zum Heraufziehen schwerer Frachiladnngeu au? der Siebeuzel>n-Meilen-<:leigung zwischen Pied mont und Altamont zu dienen. Die Loko- Motive, welche die Nuinmcr 425 erhallen hal, ist von so gewalliger Dimension, daß die doch auch bedeutenden „Kamelsrücken" sich wn Zwerge daneben ausnehmen. Mit dem dazu gehörigen Tender wiegt dieselbe 4S Tonnen, Die Maschine ist in der „Danforth-Lokomoti ven- und Ma chin.nbananstalt" in Patterson, N.-J., angesertigt worden. Man crwaiiet, daß 'Nr. 425 ini Stande sein wird.zwöls odci vierzehn schwerbeladene Güterwagen die Stei gung und die Bahnbeain tcn vcnprcchcn sich sehr viel von den Leistun gen derselben. Lokalberichte ans Wachluqton. Washington, 20. Marz.-Am Mon tage wird die große englische Opcrngcscllfchas! einen kurzen Cyklus von Vorstellungen ir Wall's neuem Opernhause beginnen. Dil Gesellschaft gastiit augenblicklich imFord'schcr Opcrnhauie in Baltimore. -Das neue Tireltorrum der Feuer - missäre organisirte sich gestern Abend durck die Wahl dcs Hrn. Joscph Williams zun Präsidenten und des Hui. Wm. R. Collini zum Vicepräsidentcn. —R. R. Clery, angeblich von Washing ton, wurde am MontagS-Abendc, als er ge rade im Begriffe stand, an jdcr Georgcüraßc in Philadelphia einen Einbruch zu begehen, daselbst vom Polizisten ver haftet. Während eine i» einem Hause an dei 10. Straße wohnende Farbige, Namens So phie Lanc, gestern Abend in ihrem Zimmei auf einem Stuhle cuigeschlasen war, Hellte ci nes ihrer Kinder eine Lampe neben den Stuhle aus den Fußboden. Das Kleid dci Unglücklichen lam mit der Lampe in Berüh rulig und gerieth in Brand. Die Frau cr hiclt solch' erhebliche Brandwundcn, daß mar an ihrem Auskommen zweifelt. —Gestern wurden sechs neue Erkrankungen an den Blattern bei der Saiutälsbehöcde zui Anzeige gebracht. (St. Josevhs Kirche) Das «t. Josephs Feit wurde m dieser Krrche vorgestern aus da. Feierlichste begangen. Das Hochamt hielt de Hochwürdige Pater Glimm, unterstützt voi den Hochwürdigen Vigct und Hieber. Mo zart's 12. Messe wurde von dem Chor: Fra> Rebslock, Sopranistin; Frl. Marie Ness, Al tlstin; Hr. Johann Seifet, Teuorisl, un! Hr. F. Rockar, Basiist, unter Leitung dci Letzteren in hiesigen Kreisen wohlbclanntei Herrn auf's Beste vorgetragen. Der Hochw Pater Alig hielt die Predigt. (Eine Freude zu Wasser geworden. Vorgestern Morgen herrschte unter den Clerk in den verschiedenen Departements in Folg des Gerüchtes, daß sie wegen eines Druckseh lers, der in einer ApproprratronS-Bill stehe! geblieben sei, 20 Prozent Exlra-Bezahlun erhalten würden. In einer dieser Bills sollr statt "kruiilovl-es at tlw heißen, UN der Comptrolier hätte deshalb entschieden, da alle Beamten in Washington aus die Erhö hnng Anspruch hätten. Das Gerücht Iva jedoch, wie man aus offizieller Quelle ausge suuben hal, ohne Grund und ist wahrschein lich von einem müßigen Kops in Umlauf gc setzt worden. Die Beerdigung der Mad. Penniman der Schwiegermutter des Sekretärs Nobcson fand heute iiall. In der heutigen Exekutivsitznng Senates wnrde der Caldwell'jchc Fall wiede aufgenommen. Hamilton (Md.) erklärte, da er seine Stimme sür den vom Comite berich teten Beschluß nicht abgeben könne. Der Sc nat habe nicht das Recht, Mitglieder der Ge setzgcbuiig in einen Prozeß zu verwickeln. Di Zcugenaüsjag n bewiesen, daß der Zusta» der Dinge in Kansas ein grauenerregender sei Der Senat von Kansas sei in alle Betrüge reien verwickelt, und seine Schuld liege kla am Tage. Außer Hamilton sprachen noc! Conkling, Carpcntcr, Logan und Aitthom über diese Angelegenheit. Zahlmeister Gen. Alvord lelegraphirt am Dienstage an Major David Taggart ii Porlland, Oregon, wie solgt: „Snid di Schisse „Lincoln" und „Telfair" znrückge kehrt und bringen sie irgend w-lche Nachrichlci über das Schicksal des PostmeistcrS I. S Waller?" Major Taggart telegraphirtc sol gende Worte zurück: „Ich habe Nachricht voi allen drei Schissen. „Telfair" fand Hai Wrack; allem Anschein nach war es jedoch dei Mannichaft nicht gelungen, sich zu retten „Lincoln" und „Petrel" liabni Nichts ge funden." Die Begnadigungspapiere des Charle! H. O'Brien waren um 3 Uhr h. Ute Nach mittag uoch nicht im Justiz-Departement ein getrosten. Gestern Morgen vor Tagesanbruch fani ein Einbruch in den des Hrn Henry Boges in D-Straße statt. 7000 Cr garren wurden gestohlen. Richter A. E. L. Keese und sein Sohn Charles, welchen Jedem ejne Geldstrafe vor 520 auferlegt worden war für thätlichen An griff auf den Pfandvcrleihcr, Hrn. Smith, u welche gegen das Urtheil des Gerichrshofti appcuirt hallen, haben ihre Appellation zu rückgezogen und erlegten ihre Geldbuße nebs Kosten. GestcrnNachmiltag kam im Kreisgerichi vor Richter Carter der Fall von Wm. Barne« gegen den DistnktColrimbia zur Verhandlung D.r Kläger behauptet, cr sei am 14. Oktobei 1571 zwischen der 6. und ?. Slraße in eine auf Befehl der Distrikisbehörde in der Mitü der Straße gegrabene Aushöhlung gefallen bei welchem sich keine Berzäunuug oder aude res Zeichen befunden habe. Er habe sich da durch cincn Knöchelbruch zugezogen, der so be deutend gewesen sei , daß ihm für die Hei lung desselben eine ärztliche Rechnung vor »1000 zugeschickt worden iei, und daß in Fol ge der Verletzung ihm bedeutende Gewinnst« in seinem Geschäfte entgangen seien. Er be Häupter deshalb zu einem Schadenersatz voo K 30.000 berechtigt zu sein. George Jones, der Schuljunge, der du Lehrerin Fil. Trook um K3K bestohlen hatten wurde heute Morgen unter der Anklage des Diebstahls vor Richter Snell geführt und ge stand seine Schuld ein. Da Niemand sich füi ihn verwendete, söhchickle Richter Snell ihn für die Zeit seiner Minderjährigkeit indießcs serungsschule. Von der Polizei-Behörde wur> de berichtet, daß die Mutter dcs Knaben in ei nem der RcgicrungSbürcauS angestellt ist und sich um ihren Sohn fast garnicht bekümmere, der thun und lassen könne, was ihm gefiele. Geheimpolizist McDevitt sagte aus, der Dieb stahl sei so geschickt ausgeführt worden, daß cr cinem Diebe von Profession Ehre gemacht ha den ivüxdx. I. W. Thompson, Joshua Rileh und S. M. Golden sind heute als Mitglieder der Gesetzgebung des Distrikts Columbia bestä tigt wviden. Vierter Nbend der englischen Das Ford'sche Opernhaus war gestern Abend trotz des ungünstigen Wetters in allen Theilen gefüllt. Zur Aufführung gelangle die Oper: „Die Zigeunerin," außer Wallace's „Montana" die einzige englische Oper, welche sich auf dem Repertoire behauptet hat. Was die dramatische Handlnnq der „Zigeunerin" anbetrifft. so ist dieselbe nicht von demgerinz sien Werth, die Komposition dagegen ist reich an herrlichen Melodie'», von denen einige be reits in den Muns des Volkes übergegangen sind. Leider ließ die Aufführung der Oper slellenweije Manches zn wünschen übrig, na mentlich machte sich in den Choren eine ganz bedenkliche Unsicherheit bemerkbar. Die Ti telrolle wurde durch Frl. Rosa Hersee reprä« ser-tirt. Frl. Hersee ist eine tüchtige Sängerin, die über ein Organ von seltenem Umfange und mächiizer »langfülle zu verfügen hat; auch versieht die junge Dame den dramatischen Theil ihrer Aolle mit dem gesangliche» in ge schickter Weise zu vereinigen, und der Ein druck, welchen die Sängerin auf da 6 Audito rium machte, war infolge Dessen ein sehr gün stiger. Reben ihr bnllirten Mad. Seguin als „Zigeunerkönigiu" und Hr. Zohn als „Graf Arnheim." Letzterer trug die Cavatine „Das Heiz vom Kummer tief gebeugt" vor züglich vor und mußte dieselbe, um dem leb haften Beifalle dcö Publikums zu genügen, cl» n>i>o singen. Die übrigen Mitwirkenden dagegen wurden ihren Partie'« nur theilweise geregt, und die Leistungen der HH. I. Chat terson und Edward Segniu übergehen wir am Besten mit Stillschweigen, denn Günsti ges läßt sich über dieselben wahrlich nicht be rich'en. Heute Abend wird zum Benefice für Frl. Roia Hersee die Douizeui'jche Oper „Lucia von Lammermoor" gegeben. Zur Äs>ener ÄnSstellung. Wech sel und Kreditbriefe. Die bevorstehende Wiener Welt - Ausstel lung, welche am 1. Mai beginnt und innih maßlich nicht vor dem 2. Nov. schließen wird, bat die Reiselust des amerikanischen Publi kums in so hohem Grade entwickelt, daß ich mich veranlaßt sehe, die Ausmerksamkeit des Publikums ausdie Ausstellung vou Kre ditbriefen zu lenken, nach welchen bei dieser Gelegenheit ein größerer Begehr, als bisher, sein wird. Ich habe diesen Umstand antici pirt und darauf hin die umfafsendsten Porbe reitungen mit den größeren mit mir in Ver bindung stehenden Bankhäusern Europa's, namentlich mit der „Union - Bank" in Wien, einem der bedeutendsten Geld- Institute Deutschland'« abgeschlossen. Wechsel und Creditbriefe zu den niedrigsten Raten bei F. Skainc. Baltimorer <stzidtryeatcr. Henie Abend findet das letzte Gustspie! des Frl. Helene Nilson uns Hrn. Alexaudei Bareua in der „Coucordia" statt. Zur Aus führung wild die große Rädec'sche Gesangs posse: „Robert und Bertram" oder »Die lu stigen Vagabunden" gelangen. Bei der all gemeinen Beliebtheit, welcher sii> die beider Gäste in uuierer Stadt erfreuen, steht zu er warten, daß die „Coucordia" heute Abeni den Anblick eines ausverkauften Hauses dar bieten wird. Orr L»cderkranz" hält seinen zweiten diesjährigen Ball, sni welchen bereits großartige Bolbereitungen ge> trosfen sind, Montag in Raine's Halle ab. Z>ie „Harmonie ' hält Sonntag Nachmittag cm großes Vokal, und JnslrumeiuaUEonzeu in Louis Muth'e allem Schützenlioie an der Belair-Noad ab. In der „Ardeitervalle," Nr. 5, Süd-Fredcrickstraße, ist augenblicklich ein großes Panorama des deuljch-scaiizösiichen Krieges aufgestellt, aus das wir unsere Lefei beiouderS aufmerkfam machen möchten, da uns eine solche Sehenswürdigkeit nur selten geboten wird und dieses Panorama eines bei größten Kunstwerke ist, welche jemals in Bal timore gezeigt wurden. Zugleich findet jede» Abend großes Couzert einer deutschen Huscr len-Capelle in Gala-Unisorm statt. SL?" Dr. Maus Brchmer s ächter Bergener Leberthran wird von Aerzte« empfohlen m Fällen von Rheumatismus, Slropheln, Gicht, Abmagernng, Auszehruuc und allen Haulgcschw'ilsten. Zu verkaufte G S 1 die Flasche, 6 fürKs, in allen Apothe ken nnd bei den alleinigenAgenten inAmerika, A. B o gel er Li Co mp. (3!)-) John M. Miller (Zviny. haben auf der Südwesi-C cke dei Hoivard - nnd Ball i m or st ra ß e ein Englos' und Endetail-Gefchäst znm Verkauf» vou Comptoirbüchern jeder Art, von Papiei jeder Sorte, kurz vou All-un, was im Comp loire deö iiaufmanneS nöthig ist, eröffnet nnd sind iuSiand gesetzt, alle Au'liägc auf Drucke und Buchbiuder-Arbcn prompt und eleganl auszuführen: eine besonders reichhalligeAnS wähl an Schreibmaterialien finden dort Ban ken und Gesellschaften, auf welche besonder« Rücksiäil genommen ist. Hr. Miller wai lange Jahre Geschällssührer nnd Associü dei Firma Daniel Üliiller K Comp. Die betref sende Anzeige des neuen Geschäfts John M findet der Leser ans der erste» Seite unseres Blattes. Im HoUldaystraßen-Theater für 1^72. vicuer Triumph! Die S'atistlk von beschworenen Berichten von den Berkäufen der 'Nähmaschinen in 187: (eingereicht in 1373), zeigen, daß die Singer' sche Nähmaschinen - Compagnie letztes lahi mehr, als fünfnndvierzig Tausend Maschine« mehr, als irgend eine andere Compagnie, unl mehr, als das Bierlheil aller während diese! Jahres abgejetztin Maschinen verlauste. Nein von zehn der beiagten Singei'jchen Maschinei waren für Familien-Gebrauch, wodurch dü große Beliebtheit der Singer'ichen Maschini im Haushalte bewiesen wird. Nachstehen! sind die Verkäufe der verschiedenen Fabnkan ten angegeben: Sinqer Mf'g Co. verk. 219,758 Masch Wheeier Wil>on Ms'g Co „ 174,088 „ Howe ü)t.Co.(ungefähr) „ 145,000 „ tsrover eii Bak.r S. M. Co „ 52,01» „ Domestic S. M. C 0... „ 49,55 t „ Wced S. M. Co „ 42,444 „ Wilcox GibbS'S.M. Co „ 33,639 „ Wilson S. M. C 0..., „ 22,666 „ Amer. B. H. O. S. M. Co „ 18,930 „ Gold Medal S.M.Co. „ 18,897 Florcnce S. M. C 0... „ 15,798 „ B. P. Howe, S. M. Co „ 14,907 „ Victor S. M. Co „ 11,901 „ Davis S. M. Co „ 11,376 Blees S. M. Co „ t!, 053 „ Remiugton Emp. S. M. „ 4,982 „ Große Aufmunterung für unv Konsumenten z W. Barranger Provifionen-Handler und Bratwurstmachcr, Rindfleisch, Eiablissemcnt an der verlängerten Pennsyl vania-Avenue. : Rr. SL, Eentre-, EA, Hanover-, Baltimorcr Viehmnrkt. B ureau der B Baltimore, den 20. Mörz IB7Z. Rindvieh- Diete Woche war vic bei Weite!» nicht als Woche, aber vill «nlunit einiger vo!t Rwdvieh aul Tonen 6 bis EentS, im Allgemeinen bis Eis., iür mittlere oder gute !k»>rj Qualität Cents. Für ordinäre dürre junge Stiere, Ochsen und °ube4-5 SentS: oedinarcre und Preis des heutigen Marktes Ctg.; äußerste PreiS raier Eis»! die meisten Verlause geichahen ju -i'» luS !->?» Cents. 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Ich lielere irgend weiche der h!cr oder !n New-Aort zuin Vtrtanie ausgedoienen Sudserkpiivl? - L)bu^^- — Negoeilrung von iaui»i>inn>llb,l> Wilidkapleieii. Boizüaüche soriwch »end vorrüldi» liiid jui» Biiliiuf, (1-)

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