Newspaper of Der Deutsche Correspondent, March 26, 1873, Page 1

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated March 26, 1873 Page 1
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Man fürchtet eine Nieder lage und die parlamentarische Opposi tion in ihrer Kurzsichtigkeit glaubt, Herr von Bismarck wolle den Krieg nur begin ' en, um sich einen Ausweg aus der Sack gasse zu schassen, in welche man glaubt ihn gedrängt zu haben. Aber, fuhr Pietri fort, wird es nicht eine sehr gefäbrliche Lage für die preußische Regierung werden, einen Krieg gegen Oestreich und Teutschland zu beginnen, während sich im Innern die Opposition er hebt und diesen Krieg verurtheilt? Ich glaube, entgegnete Herr Hansen, diese Schwierigkeit der Lage ist nur eine scheinbare. Tie Armee und aus diese kommt es allein an wirdltrotz aller Opposition in voller Kraft dastehen, und Alle, die heute gegen den Krieg sprechen und schreiben, werden nach dem ersten Er folg Herrn von Bismarck zu Füßen liegcn, der innere Konflikt wird nach der ersten gewonnenen Schlacht gelöst sein, jede VergrößerungPreußen's, jeder Schritt zur Einigung Teutschland's wird den Krieg, der dazu geführt, nachträglich populär ma chen. Der Erfolg warf Herr Pietri ein wird aber der Erfolg kommen? Ich glaube, er wird kommen, sagteHan fen ruhig, Oestreich täuscht sich sowohl über feine eigenen und Deutschland's Kräfte, als über diejenigen, welche Preußen zu Gebote stehen. - Tie preußische Macht ist ungeheuer, scharf konzentrirt und homo gen. Die östreichische ist schwach, ohne einheitliches Kommando. SüddeutscheMili tärs, welche die Zustände in Oestreich kennen und die ich sprach, haben keinen Zweifel in den preußischen Sieg. Darum wird auch die süddeutsche Kriegführung eine sehr laue sein, schon weil man dort auch nicht einmal mit den ersten Anfän gen der militärischen Vorbereitung fertig ist In Hannover und Hessen will man neutral bleiben, hat aber keine Verträge geschlossen und wird über all' der Unsicher beit überrascht weiden. - Die einzige energische Unterstützung wird Oestreich in Sachsen finden, wo Herr von Beust die Seele der ganzen antipreußischen Bewe gung —es verstanden hat, die Armee wirklich auf einen schlagfertigen Kriegsfuß zu bringen. Sie glauben also einfach an den Sieg Preußens? fragte Pietri in einem Tone, welcher bewies, daß er nicht geneigt fei, Viesen Glauben unbedingt zu theilen. Ich glaube daran, erwiederte HerrHan sen, und ich halte dafür, daß eine richtige und vorsichtige Politik mit dieser Chance rechnen müsse. Sie sprachen vorhin, sragte Pietri nach einer kurzen Pause, von Vergrößerungen Preußen's was glaubenSie, daß Pre ußen fordern oder nehmen wird, wenn der Erfolg ihm zur Seite steht? Alles, was es bedarf und erhalten kann. Das heißt, in Namen und Zahlen aus gedrückt? Den ganzen Norden Teutschland's un bedingt. Herr Pietri machte eine Bewegung des Unglaubens. Sein Sie versichert, daß ich mich nicht täusche, sagte Herr Hansen. Das Volk elbst wird die weitesten Eroberungen ver angen, sobald einmal preußisches Blut ge lösten ist, was man von Preußen er gangen kann, muß vor dem Kriege erlangt werden, nach einem Siege wird man in Berlin nicht mehr konzediren. Ter Kaiser stand aus. Pietri und Hansen erhoben sich gleich falls. Napoleon legte dasPacket Papiere, wel ches er vorhin von feinem Sekretär em pfangen, wieder auf dessen Tisck. Er neigte leicht das Haupt gegen Herrn Hansen und sprach: Es freut mich, mein Herr, hier Ihre Bekanntschast gemacht zu haben, und es wird mir stets eine Freude sein, mick einer Nation nützlich zu zeigen, welche allen ih ren Mitgliedern so viel Patriotismus ein zuflößen weiß. Herr Hansen verneigte sich ties und ver ließ das Zimmer. Als die Thüre sich hinter ihm geschlos sen hatte, richtete sich der Kaiser lebhast aus, sein Auge belebte sich und indem er rasch einen Schritt aus Pietri zutrat, frag te er: Glauben Sie, Pietri, daß der Mann scharf beobachtet und daß. er gut informirt ist? Ich kenne ihn als sehr scharfen Beob achter, und was feine Informationen be trifft, so weiß ich, daß Herr von Bismarck ihn empfangen hat. daß er mit verschiede nen politischen Personen in Teutschland verkehrte und daß er es außerdem sehr gut versteht, sich über die Ricktung der öffent lichen Meinung zu vergewissern. In deß glaube ich, daß er die MachtPreußen's überschätzt. Herr von Bismarck hat ihm imponirt und der Eindruck, den er auf ihn gemacht, spiegelt sich in seinem Referat wieder. Wir haben ja Aehnliches schon erlebt dieser preußische Minister ver steht es, wenn er will, dieLeute zu nehmen und sie für sich zu gewinnen. Ter Kaiser blickte nachdenklich vor sich hin. Ich fürchte oft, sagte er dann halb leise, der Mann hat Recht und wir stehen hier vor einem großen historischen Problem. Kann man Oestreich unterstützen ohne Italien zu beleidigen, das schon zu stark ist, um es zu ignoriren? Kann man Preu ßen gewähren lassen, Deutschland sich kon stituiren lassen, söhne das Prestige von Elsaß und Lothringen jene a'tten deut schen Länder?! Pietri lächelte. Eure Majestät beliebt zu scherzen! Pietri, Pietri, sagte der Ko.iser, indem er seine Hand halb als Bekräftigung seiner Worte, halb wie eine Stütz».- suchend aus die Schulter seines Sekretärs legte Sie kennen die Deutschen nicht ich kenne sie und verstehe sie, denn ich habe unter ihnen gelebt. Dieß deutsche Vott ist ein Löwe, der seine Kraft nicht kennt, ein Kind kann ihn lenken an einer Blumenkette aber er hat in seinen Pranken die Kraft, die morsche europäische Welt in Trümmer zu schlagen, wenn er zum Bewußtsein feiner Natur kommt und wenn er Blut lenckt. Und Blut wird er lecken in diesem Kampf der alteScherz l'axx«tit vieut er» msu ßL-nit kann hier zu furchtbarem Ernst wer den. Vielleicht wird dieser deutsche Löwe auch seinen preußischen Bändiger einst verschlingen, aber vorher wird er uns ein schrecklicher Nachbar sein. Der Kaiser hatte dieß Alles halb zu sich selbst sprechend in einzelnen Absätzen her vorgestoßen, während feineAugen, wie ei ner Vision folgend, vor sich hin in das Leere starrten. Um Pietri's Lippen spielte fortwährend ein ruhiges Lächeln. Eure Majestät bat eine schwarze Stun de sagte er mit jenem sichern kalten Ton, in dem man zu einem ausgeregten Kran ken spricht ich glaube, das Lebeirsele- Baltimore. Md., Nittmch. de« 2i>. Mär; 1873. ment jenes deutschen Löwen ist der Schlaf sollte er jemals aufwachen und so ge fährliche Gelüste haben, wie Eure Maje stät ihm zuschreiben so steht an unsern Grenzen die große Armee und die kaiser lichen Adler werden jenem impertinenten Löwen seine Stellung anzuweisen wissen. Ter Kaiser, dessen Arm noch immerauf der Schulter seines Sekretärs ruhte, ließ das Haupt fast aus die Schulter sinken, seine gsnze Gestalt brach zusammen, seine Augen traten glühend, aber starr aus der schleierhaften Umhüllung der Wimpern hervor, sein Athem drang mit leisem Ge räusch durch die geöffneten Lippen, wie in steigender Gradation formte sich dieß Ge räujch zu Worten, und als ob unwillkür lich aus dem Innersten heraus der schwarze Gedanke, der den mächtigen Imperator mit dunklem Fittig umrausckle, sich Bahn brach, hörte man, ohne daß der Kaiser die Lippen bewegte, in leisem Tone, aber das ganze tief stille Gemach wie mit zitternden Schauern erfüllend, die Worte: Ich bin nicht mein Oheim! Ter Ton dieser Worte war so tief trau rig, so eing, so schmerzerfüllt, daß der Sekretär, dessen Antlitz so ruhig, heiter uns lächelnd blickte, davor erbleichte wie vor einem kalten Frosthauch. Er wollte etwas erwiedern, da hörte man ein Geräusch auf dem obern Theil der Treppe, die Portiere öffnete sich, auf der ersten Stufe erschien der Kammerdiener des Kaisers und meldete: Herr Trouyn de Lhuys bittet Eure M ajestät um Audienz. Schon bei dem ersten Geräusch hatte der Kai'er seinen Arm von Pictri's Schulter zurückgezogen, sein Gesicht hatte den ruhi gen, kalten Ausdruck angenommen, den es immer trug, in seiner gewöhnlichen Hal tung nahm er die Meldung entgegen und erwiederte: Es ist gut, ich komme. Der Kammerdiener zog sich zurück. Ich weiß, was er will, sagte Napoleon, —er will mich bestimmen, in das rollende Rad einzugreifen, den Konflikt zu beschwö ren.—Oft möchte ich es—aber ist es mög lich? Soll ich die große Entscheidung auf diese Stunde firiren?—denn, greife ich ein und mein Wort findet kein Gehör, so ist der Wellbrand entzündet, indem ich meine und Frankreich's Existenz «einsetzen muß. Lasse ich die Tinge gehen, so ist vorAllem Zeit gewonnen, die Zeit bringt günstige Ehancen und die Möglichkeit, ohne Kampf die Macht und den Einfluß Frankreich's zu stärken. —Wohlan, —hören wir was er bringt. Und langsam schritt er der Treppe zu. An der untersten Stufe hielt er an und trat einige Schritte in daS Cabinet zu rück. Pietri, sagte er halb leije, was denken Sie von Trouyn de Lhuys? Sire, entgegnete der Gefragte, ich be wundere seine tiefen und gründlichenttennt nisse und habe alle Achtung vor seinem Charakter. Ter Kaiser schwieg einen Augenblick. Er stand dem Hause Orleans sehr nahe, sagte er dann fast zögernd. Sire, entgegnete Herr Pietri mit fester Betonung, er hat Eurer Majestät seinen Eid gefchworen-und wie ichHerrnOrouyn de Lhuys zu kennen glaube, ist sein Eid ihm heilig. Ter Kaiser schwieg abermals einige Se kunden, grüßte dann Pietri leicht mit der Hand und stieg langsam die Treppe zu sei nen Appartements hinaus. Pietri kehrte zu seinem Schreibtisch und zur Durchsicht seiner Korrespondenzen zu rück. In sein einfaches Arbeitskabinet zurück gekehrt, schritt Napoleon 111. auf seinen nicht zu großen Schreibtisch zu und be wegte eine Glocke, auf deren hellen, schar fen Ton der Kammerdiener hereintrat.— H?rr Trouyn de Lhuys, sagte der Kai ser. Wenige Augenblicke daraus trat der M inister der auswärtigen Angelegenheiten in d.is Kabinet seines Souveräns. Telegraphische Depeschen. Europäische KabelderichL?. Berlin, 25. März. —Ein deutsches Ge schwader ist nach den spanischen Gewässern be fohlen worden. London, 25. März. Der „Interna-- tr onale Patentrecht Congreß," welcher wäh re nd der Welt-Ausstellung in Wien tagt, wird von Fabrikanten, Männern der Wisfenichasl rrnd anderen Experten beschickt werden. Drei amerikanische Gemüsegäitner werden in Oestreich Gemüse für d»e Weltausstellung ziehen, resp, als Preisbewerber austreten. N e w-?) or k, 25. März. Die Nachricht findet durch Briefe Bestätigung, daß Monsig iieur Merinillod. bekanntlich aus Genf ver bann!, mit der Eardinalswürde bekleidet wor den ist. London, 2-j. März.—Der Achtb. G. I. Goichen, erster Lord der Admiralität, unter breitete heute Abend dem lluterhauseden Vor a.ifchtag'dtt' Flotte; derselbe ist nin K 1,702, Böt) höher, »» letzten Fiskaljahre. London, März. Der Achtb. Zo hn Ban Sanford, von Coveutry, ist gestorben. London. 25. Graf BernstorffS Zustand ist Hoffnung Man zweifelt da ran, daß er die Nacht überleben wird. Ein hier angekommenes Schiff berichtet, daß das britische Schiff „Brothers Pride" von Cardenas nach New-Vlork unterwegs, auf ho her See von der Mannschaft aufgegeben wurde. Paris, 12. Mär;. Zwölf Mitglieder einer geheimen wissenschaftlichen Gesellschaft sind in '/jedes verhaftet worden. ? der Verhafteten sind Spanier und nennen sich Bertreter der Regierung in Madrid. Ai'dere Verhaftungen werden aus derselben berichtet. Unter den Cadetten von St. Cyr sind kürz lich schlimme Ruhestörungen vorgekommen. Gen.Cissey, der Kriegsminister, besuchte heute das Institut und verurlheilte Ii) Studenten zu je 2 Monaten Hast. Pari?, 25. März.—4)as jährliche Bud get wurde gestern von dem vorgelegt. Dasselbe zeigt einen lleberschuß von 3,ooo,vt)t> Fres. Di adrid, 25 März. —Die Regierung hat die Resignation des Sennors Olozaga, bisher spanischer Gesandter in Paris, ange nommen.—Wie verlautet, soll Gen. Piellain als General-Gouverneur nach Euba und Ge nerallient. Primo de Nivera in gleicher Eigen schaft nach Porto Rico gehen. London, 25. März. Depeschen von Madrid melden, daß dort berichtet wird, daß Bismarck sich weigert, die Anerkennung der Republik zu befürworten rndem dieselbe nicht den wahren Willen der Nationalversammlung vertreie, sondern dem von der Mehrzahl auS geübien Drucke nachgegeben habe. Ein Gerücht sagt ferner, dag die russische und östreichische Reqieruug Andeutungen ge geben haben, daß sie ihre Anerkennung ans ähnlichen Gründen zurückhalten. Neapel, 25. Mär,.-In Toserta n. Mo dica haben ichlimme Unruhen stattgefunden, indem die Einwohner die Bezahlung von Steuern verweigerten. Man glaubt, d»ß strenge Maßregeln nöthig sein werden, um die Leute zur Ration zu bringen. S t. Pe t erS b u r g, 25. März. Die „Neva," ein Blatt, das de» Zweck hatte, eine Allianz zwischen Rußland und Frankreich za fördern, hat ihr Erscheinen eingestellt. St. P eter s b u rg, 25. März. Der „Golos" erklärt, die einzrge Frage bei der Expedition gegen Khiwa sei die der vollfiän- diqen vnd unbedingte!! Untecwerfunz derkhi rvanesen. Türkei. Collstan r i II o p e l, 25. März.—Nach richten aus Serbien melden, daß eine Revo, lution geaen die Oberherilichkeit der Pforte ausgebrochen ist. Der Fürst von Serbien hat sich unabhängig erUcirt und weigert sich, die hohe Psorte anzuerke.'iien: er hat den jährli chen Tribut von 51,000,000 verweiqert. Die türkische Regierung hat infolge Dessen ein Heer nach öosiiien, au der seibi'che Grenze, ze schickt. n,rkt >.nd B London, 25. 'Mär;, Vorm. Coniols eröffneten zu siir Geld und für Brief. „Amerikaner" alle 't!ser 94; 'L7er 93Z; 10.40er89i; neue Fünfer 9lj. Erie zu 52K. Paris, 25. März. Renten 55 Francs 70 Centimes. Liverpool, 25. März, Nachm.-Panm wollefesl; Ober«. 95-9?; Orleans 7H; Verkäufe 12,000 Ballen; für Spekulation und AuSfubr 2000 Ballen. Verläufe von Sa vannah'er oder Charleswuer Baumwolle für Februar und März zu!'?. L i v erp o o l, 25. Mär;, Vorn'. Baum wolle eröffnete fest; Oberl. Orleans 9j. Verkäufe 10.000 Ballen; Verläufe von New- Orleauier Baumwolle für Februar u. März zu 9 9jlL. Von Bombay vcischisfte Baum wolle ieit dem letzten Berichte und dem 24. d. M. 2«!,000 Ballen. Tie Waizen-Zufahr mährend der letzten drei Tage betrug 5000 Scheffel; amerik. 4000 da. Liverpool, 25. März. Brodflosfe fest. Korn 28-. Schmalz 39.-. Schweinc eifch 015-l!>6 KI. Speck, kurze geschnittene Rippstücke 38z Kü. In!a.'.h - Dcpeschui. AuS Washington. Waihiligto u, 25. März. Das Wahl-Comite des Senates wies heute ein stimmig d>e gegen den Tenaior Bogn vonMis souri erhobenen Beschuldigungen ab; '„Das Zeugniß >ei nicht der Air, um irgend welche Einmischung Seitens des Senats zu erhei schen." Tainil ?!>?!!! der letzte Versuch der Senator zu verdrängen. Die iUowa-luoiaiicr Santana u. Big Tree, ivegeu Mordes in Texas zu lebens länglicher Zuchthausstrafe verurtheilt, sind vom Präsidenten unter der Bedingung, daß auch der Gouverneur des Staaies icuie Bei stimmung giebt, begnadigt worden. Der Senat nahm heute einen Beschluß an, 1200 Exemplare des letztjährigen Acker bau-Btlichies zur Benutzung für seine Mit glieder drucken zu lassen. Bis jetzt hat etlva die Hälfte der Con greßmitglieder dieExtra;ahlung von«5000 be zogen. DicZiiconsequen.z oielerßepräsenlanten wird durch die Mitglieder vonNew-Hampihire illilstrirt, welche gegen die Gehaltserhöhung stimmten und bei der letzten SiaatSivahl von Neiv-Hampshire Capital daraus machten, m den legten Tagen aber ihre H5OOO ebenso ein steckten, wie viele Ändere. Von Connecticut dagegen hat sich bis jetzt noch kein Mitglied gemeldet, welches das Geld beansprucht. General Garfield, derVorsitzec desHaus ansschusscs für Geldbewilligungen, stellte die Behauptung, daß die Gcsammlbemilligungcu des Congresses zur Deckung der aiisgaben fiir das nächste Fiskaljahr die des gegenwärtigen nm 54 Millionen Tollais üb?rsteigeu werden, in Abrede und erklärt, es sei noch gar kein Voranschlag aufgestellt worden, dmclbe werde aber vocausstchttich den Ziostenbeirag des gegenwärtigen Fiskal jahres um nicht mehr als 25 Millionen übersteigen. Bekanntlich machten die Wittwe und Schwester des von O'Brien ernioidclenCnn niiigham gestern im „Weißen Hause" ihr Er scheinen, um gegen die Umwandlung der üoer den Mörder verhängten Todesstrafe zu prote stiren, wurden aber nicht vorgelassen. Sie begaben sich sodann nach dem Zastizdeparle ment, um sich zu vcrgewiss rn, ob die Um wandlung des -Slrafurthnls wirklich stalige. Funden hake. Als n.an ihnen dort mittheilie, die beuefsenven Papiere würden noch heute ausgelertigt werden, brachen die Damen in Thränen aus und traten unter Protest gegen die Umwandlung der Strafe eines Mörders, der ihre Familie deö Crnährers beraubte, den Rückweg au. Es gab sich viel Sympathie mit den Trauernden kund. Washington, 25. März. " Der Se nat beschloß gestern mit 38 gegen 14 Stim men, den Fall des Senators Claytou aufzu nehmen. Die Debatte wird nicht lange dau ern; man glaubt nicht, daß Senator Elayton behelligt werden wirk. Sämmtliche Geiandtschaften in Teniral- Aimrita sollen consolidiit werden; man nimmt an, daß Oberst Williamson vonShre vepoit, La., die Erneiiiiniig erhält. Die Abdankung des Senators Caldwell hat im Senate allgemein überrascht, zumal es noch nicht ausgemacht war, daß der Be schluß über Ausstoßung angenommen wor den wäre. Der Senat bestätigte heute wieder eine große Anzahl Ernennungen. Deutsche wa ren nicht darunter. Tie Civildienst -- Commission hält zur Zeit ihre Prüfungen. s(w Caudidateu, iiuier 300 Frauen, haben sich gemeldet. Die Äeoeiiüe-Eilinahmen bcliefen sich heute aus 5250,511.22. Die heutige Cabinetssitziing war von allen Mitgliedern besucht; die Drohung der Eisenbahnen, die Post nicht ferner befördern zu wollen, wurde besprochen. Heute wurde die Bestätigung Cajei>'s vom Senat aus Senator Ä>eii's Antrag in Wiedeierwägnng gezogen, der Betreffende aber abermals bestätigt. Der Senat bestätigte heute den C. McGowan zum Postmeister von Ell'cotts-Cily. Der brave (sochise. Washington. 22. März. Folgende Depesche, vom 11. März datirt, ist von Pres cott, Arizona, hier eingetroffen: „Cochife be findet sich mit 1000 Mann seiner -Lande ans der Reservation bei Sulphur-SpringS. H. Bendell, Superintendent." Die (Zonveutiou der (Siscnbahn- Biliet-Agenten. Washington, 25. März.—Die Eisen

bahn-Billeieure, welche hier zur Zeit in Con vention sind, gedenken, bis morgen mit ihren Arbeiten fertig;u werden. Heule machten sie im „Weißen Hause" eine Visite. Der ÄchnnedeanSstand in Boston. Boston, 25. März.—Die hiesigen Pfer dcbahn-Compacuüe'n haben beschlossen, die an Stelle der „StrikerS" eiugctroffei.en Huf schmiede zu schützen. Heute wurde einer der Ausständigen wegen Augriffs auf einen Ar beiter verhaftet. Die Pnlvernnihlrn-txxplosion in Actvn, Mas?. K o st o n, 25. Mär;. Bei der gestrigen zuActon wurden der Agent der Compagnie, A. G. Fast von Concord, nnd die Arbeiter Wenlivorth und Schneider getöNel. SciuffS-Uli fall. B o sto it, 25. Htärz. Die hier soeben von Meffina angekommene Barke „Abd-el- Hader" stieß am 8. März auf offener See auf das von der Mannschaft im Suche gelassene, vo.i New-Äjork nach Antwerpen bestimmte und uiit Pökelfleisch bcsrachtcie Schiss „Robert C' Winthrop;" ebenso am 16. März auf Schooner „Katbe Brigham," mit Kohlenöl besrachtet und von Ncw-S)ork nach Havre be stimmt. Keine Begnadigung. Syracusc, N.-S)., 25. Mäiz. Gon verueur Dix Hai irgend welche Einmischung in das über den Mörder Fralich verbängi- Todesunheil abgewiesen und er wird demzu folge gehängt werden. Galgenfrist. Si> racuse, 25. Marz.— Henry Fralich, welcher am Freiiage wegen Ermordung des Peter Schaffer gehängt werden sollte, hat von Gouv. Dix eine Galgensrist bis zum 18. April erhalten, damit iieuausgefundeue günstige Beweise noch in Beiracht gezogen werden können. Nach denselben wurde Schaf fer zufällig getödtet. Die Londoner Falscver, ihre Beute und ihre Auslieferung. New-Hork, 25. März. —DiePostbe amten üb-rgaben heute dem vom Obergericht ernannten Curatvr Nathaniel Jarvis, jun., das an Bidivell adressirte Packtt mit Fünf zwanziger-Bonds, dessen Werth aufSl7,ooo angegeben ist. Das andere an Duncan, Sherman Lü Co. asressiite Packet ist noch nicht eingetroffen. G«orge McDonnell, einer der angeblichen Fälscher, wurde heule demßundes-Commissär Gutman vorgeführt u»d dort van seiner Lon doner Geliebten FranziSca Grey, welch: mit dem Geheimpolizisten Webb h-lübetgekomineil war, ideuliftzirt. Ter Geheimpolizist legre einen Haftbefehl des Lordmayors vonLondon ° vor; der Vertheidiger des Angeklaqien machle gellend, dag der Lordmayor in dewFalle keine Jurisdtklion habe; dieses wurde jedoch nicht beachtet. Der Geheimpolizist Farlcy bezeugte, Mc- Tonnell auf dem Dampfer „Thuringia" ver hastet zu haben. Dcr Fall wurde sodann auf zwei Wochen vertagt, um weitere Beweise von London ab zuwarttii. Der Angeklagte wurde wieder in Hast geschickt Die Ermordung de? Kapitalisten Goodrich. New?) or k, 25. März. Die nenesle Ansicht über die Ermordung des Kapitalisten Goodrich ist die, daß er von einem Frauen zimmer ermordet wurde, oder von Männcrii, die von einer Frau gedungen wurden. Es er hell«, daß der Ermordete zu zwei Frauen in intimen Beziehungen stand; eine davon hatte er geheiralhet. Eine von Beiden steht wahr scheinlich mit dem Morde in Verbiueung. In den Händen der Beamten befinden sich zwei bedeutungsvolle Briese; der eine ist an dcn Bater des Ermordeteten gerichtet und in demselben wird über Goodrich'S Betragen Beschwerde geführt, dcr andere hält Goodrich seine Untreue vor. Das Geheimniß der Ermordung Goodrich'S ist noch immer ungelös't. Die Polizeibcam ten glauben, daß erSelbitmord begangen hat, indem man in Erfahrung brachte, daß der Mann durch seine Prachtbauten bedeutend in Schulden gerathen und durchaus nicht wohl habend ist. Drohender Arbeiter-Ausstand. New - Vork, 25. März.— Gerüchte über einen bevorstehenden großen Arbeiler-Ans stand verursachen große Unücheiheit in vielen Industriezweigen. Borläufig hat man noch Nichts erfahren, als daß die „Masters Ear penler-Association" beschlossen hat, daß sie nicht länger von der Achlstundcn-Regel be herrscht sein wolle. Biele Arbeitgeber haben ihre Geschäfte so «nrangirt, daß sie gegen jeden Ausstand geschützt sind. D:e Vertreter der Arbeiter stellen eS ande rerseits in Abrede, dag irgend ein „Strike" beabsichtigt ist. Es iii übrigens klar, daß es den Arbeitern an Einstimmigkeit fehlt. Die „Maiihattan-GaS-Eomp." bcsürchtet keinen Ansstand, trotzdem die Arbeitslöhne von Kt aus K 3.50 und von K3.5U auf 53 re duziri worden sind. Erhöhung bes^KopsgVldes. New -?) o r k, 25. März. —ln der Ge setzgebung schwebt zur Zeit eine Bill, welche bezweckt, das Einwanderer-Kopfgeld um zu erhöhen. In den Comptoireu der Dam pfer-Lompagnic'n wird diese Maßnahme als geeignet, die Einwanderung nach New-Hork zu vermindern, getadelt. Die Einwanderer bezahlten schon jetzt «2 pro Kop», und eine weitere Erhöhung des EommulalionsgeldcZ sei ein Unrecht. Vermischte Depeschen aus Siew ?!ew-J)ork, 25. Der Dpfr. „Egypt" kam gestern von Liverpool an. 2500 Einwandeccr landeten gestern am „Castle-Garden." Geo. Francis Train soll am Donnerstag aus den „Tonibs" nach einer Jrrenanstatt gebracht werden. Drei hölzerne Häu'er in Myrtle-Ave., Brooklyn, geeignet von Bernhard Bochling und Kraft, gingen heute Morgen in Folge des Berstens einer Kohlenöl-Lampe in Flam men auf. Der „Herald" hatte in seiner SanistazS- Nummer sür mehr als L 20,000 Anzeige». „Boß" Tweed ni zum Präsidenten des „Americus-Clubs" wiedererwäklt worden. Der Markts ew - ?jork, 25. ?viärz. Geld schloß zn 1j64 bis lj,'!2. Wech'el schlössen stark zu Golv ausangs niedrig, ipäter stär ker unv steigend zu IISZ-IISZ. Öblig. stark; Sechser I1!!j; '62 er illiZ; Aknen schlössen un beständig; Centtal 11.>2j, EneK-tj, Lake-Shore III. PitisburgBB4, 'Norih weilern 80, j Prioritäten 88, Rock-Island 115. Bilanz des Unterschalzamtes: 540,6-t0,615 in Gold und s>7 726,726 in Conrant. AuS Philadelphia. Philadelphia, 25. März. — Der dritte Dampier der „Philadelphia-Liverpooler Li nie." die „Indiana," wurde heule srüh unter zahlreichemßcsuche desPublikums inEramp's Schtsssbanhos, Kensington, vom Stapel ge lassen. Die !aufe nahm Fränl. Nannie Meyer, Tochter des Hrn. Nathan Meyer, vor. Eine Protest-Versammlung. Ph 11 adelp h i a, 25. März.— Die deut scheu Katholiken hielten denteAbend enie große Parade und Bersammlnng in der „Acatemy of Musie" ab, um gegen die Bersolgung ihrer Glaubensgenossen und der Kirche in Deutsch land zu protestiren. Mehrere hervorragende Personen hielten Anreden. Folgende Beschlüsse wurden angenommen: Beschlossen, daß wir, die deutschen Ka tholiken von Philadelphia, als freie Männer und eifrige Katholiken mit Deuischlaiid's be sten Söhnen und lreuesten Bürgern, welche jetzt Ungerechtigkeiten erleiden, die eines civi lisirteli Staates unwürdig sind, sympathlsi ren und dieselben bemitleiden; daß wir die Haltung des deutschen Episkopats gegen die dasselbe versolgende Regierung schützen und bewundern, und daß wir die Ueberzeugung hegen, daß die deutschen Geistlichen, indem sie dem erhabenen Beispiele unseres Helden- Papstes solgen, sich als treue Hirten ihrer Heerden beweisen; daß wir mit unaussprech licher Frenke ans die Glaubenseinheii, die Be läudigkcir und Ausdauer dcr deutschen Geistlichkeit blicken uns ihre treue Anhänglich keit an die Kirche bewundern, unv daß drescl ben zn den schmeichelhaflesien Hoffnungen für die Zukunft der deutschen Kirche berechtigen; daß wir die feste Ueberzeugung hegen, daß die katholische iUrche in Deutschland fortfahren wird, ihren Glauben höher zu achten, als alle anderen Segnungen, und daß sie denselben er halten wird und, wenn die Umstände es er sordern, bereit sein wird, Leben und Alles für die theure Sache einzusetzen; immer beden keiid, daß sie dem Kaiser geben müssen, was des Kaisers ist, werden sie gleichzeitig keinen Augenblick außer Acht lassen, Gott zu geben, was Gottes ist. Unler den zahlreich anwesenden promi nenten Geistlichen waren Bischof Wood von hier, O'Hara von Seranlon und Shanahan von Harrisburg. DaS schändliche Verbrechen eines Negers. Georgetow n, Del., 25. März. Der Neger Joseph Barton, welcher das 15 jährige Töchterchen des Hrn. I.Zank schändete, wurde in einem Gehölze, etwa zwei Meilen von dem Schauplätze seines Verbrechens, umzingelt und verhaslet, hierhergebracht, und befindet sich jetzt im County-Gesängnisse. Der Mensch ist ein verstockter Bösewicht und nimmt die Sache sehr leichl. Sein Prozeß wird im April stattfinden. Aus Nord-Earolina. Raleigh, N.-E., 25. März. —Hier sind Worrell und Lynch, welche am 23. d. Mrs. einen Birglnicr, Namens Simmons, beraub ten und ermordeten, verhaftet morden. Ein janzes weiges Krauenzinlmer, das von einem Neger entführt wurde, ist zu den Ihn gen zurückgekehrt, ab>r der Neger, den seine Verfolger summarisch bestrafen wollten, ent kommen. Eisendahnnusall »n t?hio. Cincin nati, 25. März.—Heuie Abend 8 Uhr flogen zwei Waggons eines Zuges der „ludianapolls-Lincliinali-Lasayeller Balm" vei Elisabelhtown aus den schienen. Meh rere Passagiere wurden verlevt. Schrecklicher Sturm in St. Louis. 5t.L o n is, 25. März.-Der furchtbarste Schneesturm des Winters wüthete heute hier. Ein junger Mörser vor Gericht -Verkommenheit der Jugend. 6 hicago, 24. Marz. Ein Mordvro zeß, dessen Einzelnheite» wohl geeignet sind, Eltern und Erzieher zu Nachdenken zu mah nen, endigte soeben mir der Freisprechung des Angeklagten. Am 6. larmar schncebailleu sich in dcr Hiintstraße eine Menge 10-biS 15- lähriger Knaben, wobei auch vorübergehenoe erwachsene Perwnen beworfen wurden. Auch der Schwede Gustav Larsen wurde der Art bedacht, wandte sich aber gegen die Angreifer, um sie zu züchtigen. Ein kurzer Streit ent stand, die gereizten Knaben nmnngten den Mann, und Letzterer siel gleich nachher, von einem Messerstiche getroffen, todt zu Boden. Einer dcr Knaben, Namens Jimmy Dwyer, hatte vem Larsen einen Messelstich in die linke Brust, der das Herz erreichte, vexietzt und da durch desfenTod herbeigeführt. Als L. stürzte, rief Dwyer aus: „Kommt, laßt uns seuie Taschen durchsuchen!" Aber kurz nachher waren Alle entflohen. Die Vertheidigung behauptete, dag Drvyer in Selbstveitheidi gung gehandelt, da Laisen einen Revolver ge zogen habe; aber lein Beweis ivijlde geljc jert, daß L. eine Waffe bei sich hatte. Das Zeugniß war außeroroentlicher Art. Bier- zehnjährige Knaben beschworen, daß sie sich häufig von ihren Freunden mit Whiskey- Punsch liakiircn ließen; Nachbarn sagten aus, daß Dwyer ein böser Bube sei, der häu fig in der unanstindigsten We>ss Dan'eu an der Straße ir.sulnrie u. s. w. Die Jury ließ ihn laufen, wahrich-inlich weil er „so jung" war, aber das dadurch gegebene böse Beispiel kann nicht verschien, eine schlechte Wirkung aus andere junge Taugenichtse zu äußern. Furchtbarer Scinieeiturm in <shi« caqo, lU. Chicago, 25. März. Ter Schnee- Nurm, weiter gestern Abend hier begann und die gznze Äiachi hindu'ch anhielt, culmiuirle heule in einen der schrecklichsten Sturme, wel che w-r während Winter hier hatten. Ter Wind wehte orkanailig von?iordos!en. Der Schnee liegt wnugstenS 8 Zoll hoch. Ter Verkehr in den Straßen ist fast gänzlich ein gestellt. Ter 9 Uhr Zug der „Michigan - Central- Bahu" suhr heute Abend nicht ab, weil in der Nähe von st. Joseph ein zusammenge brochen ist. Auch die anderen Bahnen wur den zurückgehalten. Die ModocSl San Franzisc o, 24. März. Der Ehrw. E. Thomas, der neuernannte Frie denscommissär, ist nach Van Brcmer'sßanchc abgereis't. Capt. Jack hat eine Sguaw nach den math-Indiaueru geschickt-, er ladet sie ein, sich ihm anzuschließen. Sobals das Gras wächst, will er die Lavafelder verlassen und den Krieg gegen die Anstd-lungen wieder ausnehmen. DieLlainathS bilden einen mächligenSlamm. Keine neue hat bis jetzt stattgefi-nd?n. New - '.>) ort, 25. März. Eine Sve z'aldepesche meldet von '.'jiela, daß die Gene räle Canby und Gillem am Freitage eine Ne cognoszirung der Lava-Zeloer vornahmen. Capt. Jack lii-ß ihren wissen, daß er eine Un terhaltnng wünsche. Capt. Jack kam, Halle aber nur zn sagen, daß man ihn ungeschoren oder nach dem Lost.River ziehen lassen solle. Auf die Frage, weshalb er vorxnrzem sich nicht eingestellt habe, um in'S Lager zu kom men, blieb Jack die Antwort schuloig. Nach dem „Tall" machten mehrere Indianer in voller Knegsfarbe und uut Äopshäuten, die sie iu deu neulichen Kämp'en erlangt, am Güriel, ihr Er'cheinen. TaS Militär bal sich >:tzt bis aus 3 Picileu dem Lager Jack's ge nähert. Wie verlaute:, will das Jiisiaukr- Büreau den ModocS eine Reservation ani Losl-Rivcr geben, wird aber genöthigt sein, sie dort vor den Oregonern durch Militär zu schützen. Die Ärbrlter-Äcioeeiunq. New - Sjor k, 2>. März. Die deutschen Schuhmacher, die ans Ziundenarbeit schaffen, Hillen ihre zweite Hauptversammlung im „10. Word-Hotel" in Broomestr., um sich als Mitglieder der deutschen „Crispins-Loge, Nr. 1«:«:," anfnehmeit zu lassen, unter deren Oberleitung die Versammlung stattfand. Et wa <>o neue ließen sich ausnehmen, und das sonst übliche Eintrittsgeld von K 2 wurde ausgehoben, um recht viele Mitglieder anznzicheu. Die irische Crisviuloge soll die bedeutendste Schuhmacher-Loge unter den sieben m dieser Stadt sein. Alle sieben zahlen etwa 1200 Mitglieder. Der erste Anfang zn einem „Sinke" wurde dieses Jahr von den Manreru im obernTheile der Ave. gensacht. Dieser Versuch schlug zu ihrem Unheile aus, deuu ihre stellen wur den ivsort von Maurern ans Connecticut be setzt, die an Ort uns Stelle in ihrer Arbeit von der Polizei beschützt wurden. Die Achtiiunden-Liga ruiiel sich im Gehei men zn einer energischen Durchsuhruiig >h er Grundsätze. Alle Gewerbe sollen daran Theil nehmen, und es i, daß alle Arbeuccver cinc mit der Liga insofern in Verbindung stehen, als sich alle dabin geeinigt haben, „zu gleicher Zeit ausznnehen." Wurde dies statt haben, >o würden Manu aus einmal ausstehen, Andere stechen sogar vouHnudert taujendeii. Boston, Chicago, Si. Louis:c. sollen unmilt lbar nachfolgen. In Brooklyn haben die Zimmerleuie ihren Bossen mlige theilt, daß sie vom 7. April an 53.50 sür Acht - Stunden - Arbeit verlangen werden. Diese wollen ihnen diesen Lohn jedoch blos für zehnstündige Arbeit zngeilehen, und dem nach dürfie es auch dort zum Ausstaude kom men. (Journ.l Elscnbahiikrlog >n i^hio. Cleve! and, 25. Marz. In '.>)onngs towii, 0., wüthet zur Zeit ein Eisendahn. trieg. Vor ungefähr einem Jahre verkansteu die Aktionäre der „Liberty- u. Zeuia-Bahn" diese Bahn an die „Aihlabula-, ?joungStown uno Pittsblirg'Lahn siceihiel tcu deu Kaufpreis halb in Baar und halb in BondS der letzteren Compagnie. Die Sache kam insolge eines Mißverstäudnisses vor die Gerichte und während der letzten vier oder sür,s Monate hatte die „A'hlabula, town- und PittSburg-Bahn Comp." insolge eines Jnhibitionsbesehls Controle über die gekaufte Bahu. Die Juhibition lief gestern ab. Gegen 2 Uhr Nachmittags erschienen zwei dir Hauptaktionäre der „Liberty-Zenia- Bahn" mit einer starken Mannschaft an der Bahnlinie," ließen das Geleise aufreißen, die Telegraphendrähte zerschneiden und hielten alle Züge au. Sie haben 200 bis 300 Mann Bewaffneter. Wm. McCreery, der Präsi dent, und andere Beamten der „Ashtabala-, Houngstown- befinden sich jetzt in '.'joungsrown, Dom Scott hal vonPilisburg aus „Hüüstruppen" geschickt.—lu der belressenden Gegend herrscht selbstverständlich große An'reqiuig. Arbeiter-Rufruhr. o n n g s t o w li, 0., 2-1. März. Eine bewajsnetc Macht wnrde ani Freitage nach den Minen der „Meihouiug-jiohlen-Comp." gesandt, wodurch die aufrührerischen Arbeiter eingeschüchtert wurden und dann die neueuga girten Einwanderer die Arbeit beginnen konn ten. Tie Compagnie beabsichtigt, noch einige Tausend Kohleuarbeiler von Europa zu im poruien und auch eine Anzahl Neger kommen zn lassen. Aus Eiucano. Chicago, Jtl., 24. März. Bei Tur ncr's Station >n der Nähe von Chicago er eignete sich «in Samstage ein schreckliche« Un glück. Die 5 jäheige Tochter eines Lohnwär. ters, Namens McCarthy, spielte in der Nähe der Vah.i, wo das tsras surch Funken aus einer Lokomotive in Brand gerathen war. Plötzlich fingen ihre iileider Heuer und auch die Kleider ihrer Mutter, die hinzu gesprun gen war, um ihr Kind zn retten, geriethe» in Brand. Der entsetzte Vater eilte nach dem Unglücksplatz?, aber ehe es ihm gelang, da« Feuer zu unterdrücken, war das Kind bereits eine Leiche nnd seine Frau so surchlbar ver brannt, daß an ihrem Auskommen nicht zu denken ist. McCarthy selbst hat sehr schwere Brandwunden erhalten. Die Zeitung „Jnter-Lcean" brachte vor einigen Trgcn einen SensationSartikel über die Verhnralhung des Hrn. Joel H. Wicker mit seinem früheren Dienstmädchen, in chem die Vermuthung ausgesprochen war, daß Hr. Wicker wohl zn der Heiralh gezwun gen »'urde, um ein früheres llmecht wieder gut zu inachen. Der j>mze Ehemann, der sich durch den Artilel belcioigt fand, hal nun die genannte Zeitung auf §500,000 Schaden ersatz Das Tcmpercli;ge?ctz iu Indiana. Indianapolis, 2 t.üliärz.—ElneKrau Themas hat eine» Lagerbierwirth, Namens Karl Wendt, auf S5OOO Schadenersatz ver klagt, weil e> ihren Galten betrunken gemacht und ihn tann ans die Straße geworfen hatte, wobei derselbe einen Arm brach. Dies ist der erste Proze ß seil Annahme des neuen Tempe renzgesetzcs. Brande. Topeka, Kansas, 24. März. In! Thaycr brannte gestern Abend der halbe Ge-1 schäsistheil der Stadl ab. Chic a g o, Jll., 24. März. In dem Schlachlhause der Firma Hale Tomv. brach heule Morgen Feuec aus, welches 2 Damps spritzen beschädigte und zwei itesjel Schweine fett zerstöit... Leelust SÜOO. Waco, Texas, 24. März. Ein Brand richtete hier geilern sür 850,000 Verlust an; Assekuranz nur K 20.000. Hauplsachlich li!- ie» Fort 6- Trice, Ät. Goldslein, Peler Mc- Clelland u. A. Provioence, R.-J., 25. März. In Phcnixville, 10 Meilen südwestlich von un serer Stadt, zerstörte heule ein Brand vier Geschäfts- und vier Wohnhäuser. Der Ver lust, größlenlheils durch Assekuranz gedeckt, erreicht 5150.000. Unter denzernörlenLokalen befindet sich das der „Phei.ix.Nalionaldanl," das der „Warwlck-Maurer.Loge," das der „Phenix-Lesezimmer'' u. s. w. Elmira, N.-Z)., 2!;. Marz. —Heule Morgen kam infolge von Brandstiftung in Mannor 6- Co's. Läckerei Feuer aus, wel che« das Opernbaus uno einen Schmnckwaa iknlgKen -erstöcle, Verlust S">0,000. Philadelphia, 2!j. Marz. In »ex Hulsabrit von Canliin Osmuu am Kins- Nummer 73. leii'Vlaee richtete gestern Mtttaz eine Fcuers- TcleczrciplvsckeS Allerlei. Alex I Fciimich, welcher am nächsten Freitag in San Tiego, Cal., gehängt werden sollte, starb gestern im völligen Gefängniß, wahrscheinlich hat er sich vergiftet. Gestern fand die Beerdigung des bekann ten Schauipielecs John L. Baker in Phila delphia statt. Vor der Einfahrt von South-Haven, Mich.,faß vorgestern ein Schlevvdampier im Eiie fest. Die Mannfchaft war vergeblich bestrebt, da? Uier zu erreichen. Der Gesetzgebung vo» Virginien liegt eine Bill vor, welch? es der Im» in einem peinlichen Falle freistellt, zu bestimmen, ob der Verbrecher gebangt werden oder lebens länglich im Zuchthause sitzen soll. Gestern wurde John Gavage, früher Kassirer der Bostoner „Lechmere-National- Bank," dem dortigen Gerichte vorgeführt, an gesagt, sl i,;!st> unterschlagen zu baden; er bekannte sich nicht.schuldig und stellte Bürg, schaft. In Philadelphia verbrannte gestern Äbend Frau Elisabeth Tomlinson in Folg! der Explosion einer jiohienöl-Lampe. Lokalbcrickte aus Tvashinqton. Washington, 27>. März. Ö'öiien's Anwalt will nun im Distrikts - Gerichte den Antrag stellen, daß seiiiCUent entlassen werde, weil der Präsident wohl das Recht der Begna digung habe, nicht ab.r das Recht, einem öe> qnadiglen eine andere Strafe ausznerleaea. Es ist möglich, dag das Tupreuie-Gerichtder Vcr. Staaten Gelegenheit finden wird, diese Frage zu entscheiden. (Ein weiteres Feuer in Alexandria.) In dem Schuhladen von Eli Carter, Ecke vou Franllin- und Columbiastraße, brach am Sonntag Abend nm 8 llhr Feuer aus, und die Flammen theilten sich dem von James Fagcrli, mit. Die Feuerleule ar betteten mit gr«gem Fleiße, waren aber nicht im Stande, das Eigenthum zu retten, und die Gebäude sowohl, als die Ställe wurden ein Raub der Flammen. Man glaubt, daß das Feuer angelegt worden ist. Das „Marchall yonse" in Alexandria, wo Col. Ellswonh seinen fand, ist am lctzttii Samstage auf Aullion au Hrn. Günzberger für §s>W>> vollauft ivorden. Die dazu gehörigen Ställe sind für SSOU losge schlagen worden. Ueber den bereits gemeldeten Versuch, aus dem hiesigen Untersuchung». Gefängnisse zu eiiistiehen, iiegcn einige Einzelnheilen vor. Es wuide ein Complott unier den Gefange nen entdeckt, die einen Ausbruch aus dem Ge- Ängniße geplant hatten. Den Gefängniß. Wachter.! war von der Sache ein Wink gege den worccn, uus sie slellieu dader juchuuge» an. Sie fanden anch bald in der ZeUe des Dom Wright, der angeschuldigt ist, ocn Rogerski ermordet zu habeu, ein großes s!och in der Äianer, und als man dasselbe ge nauer uutersuchle, fand man auch einen gro ßcn mejsingenen Schlüssel lu demselben. AIS mau den Schlüssel probirle, ergab sich, daß derselbe in das Schloß der ZeUenthüre paßte. Der Schlüssel war offenbar für diesen Zweck besonders zugesellt worden, doch ließ fich nichl ermitteln, wer dies gethan hat. Einer der Wächter erinnerte sich, daß in verschiedenen Räcdle.n, wenn er seine Runde machte, er die Dhürc zur Zelle des Wright unverschlossen ge funden vai, nnd obgleich dies ein ganz unge wohnliches Vorkommnis iu, so dachte er doch, es habe eiuer der Schließ.r das Abiperreu der Dhure ans Versehen vergesse», nnd deshalb havc cr die Thüre abgeiperrt und sei weiter gegang n. 2liau stellte einige Tage später noch weitere Rachsoischungeu an, und faud unter ocn Gefangenen mehrere feine Stahlsä ge:i. Deut Veincl»mc!i nach war L'örieu einer der Anstifter de? C.'uiplotlS, das erst voi etni zen Tagen verabreoet worden war. Die Wärter ueiilen am Freitag Abend Rachsor schnngen au und sie entdeckten, daß die Ge saiigelten au deu eisernen Gmern der Fenster im Eorridor gearbeitet, daß sie bereits einen der Etsenstabe losgemacht halten, so daß eine Ochnnng entstand, durch die ein Junge leicht entschlüpfen konnte. Hieraus wuroeu auch die Zellen genau uutcrjuchl uud man fand, dag ue bereits .°.tne Anzahl Lact steine ans der Mauer gebrochen lallen. Unter deu Gefangenen be enden sich sehr viele desperate Charaktere, und weui' die einmal den Hof erreicht hätten, dann würden sie vor ieincr Thai zunickgebebt sein, die nclh.vendig werden mochte, um in das Freie za gelangen, 'Rachdem mau diese Ent deckungen geinacht halte, wuroen alle Gefan genen onrch'nch!, aber man sand au ihnen weiter Rtchts, als deu Gr>>f einer Zahnbürste lind ne beliaupteleu, daß sie teiu auderesWerk zeug als dieies z t ihrer Arbeit gehabt hätten. Die Räde,?fülüer dieses ComplollS sind be kannl unc, drei derjelbei: wurden sofort in Ei sen geschmiedet. Gouverneur Coole, der mehrereTage von der Stadt abwesend war, ist gestern wieder zn rückgelehri. Eine Delegation der „Ppthias- Ritter" aus dicsem Distcilt wirs der Sitzung der höchsten d.ejcs Ordens in RichmoGd, Va., am 15. April beiwohnen. Ein werthvolles Pferd, Eigenthum der Palnicr 6- Green, wurde gestern in der <!. Straße daduich getödiei, daß ein Paar Pferde, welche vor einen Wagen der „Unab- Hängigen-Eis- Eompagnie" gespannt waren, dasselbe umrannten. Frau Sarah Smilh erschien gestern Abend auf der boli;ci>lation des 4.PrezinklS mit einem etwa >! mionale alten fatbigenLiin de männlichen Geschlechts, welches ihrer An gabe nach am d. M. von einem farbigen AUetj zurückgelassen ivörden war, Mil der Bitte, dasselbe bis zum Mittwoch bei sich zu behalten. Die Person Hai nichts wieder von sich hören lassen, und Fran Smith entschloß sich, dasselbe den Behörden auszuliefern, wel che das Kind ins Findelhaus sandten. —Eine Anzahl von Herren versammelte sich gestern in der und tras vorbereitende Schritte zur Bildung einer militärischen Compagnie, die ans Jrländern und beuten irischer Abstammung zusammen gesetzt werden soll. Major M. E. Ucell nnd Maior I. D. O'Couuell sind die hauptsäch lichsten Urheber dieses Planes und -!>» Rainen sind bereits in die Musterrollen eingetragen worden. Eine Versammlung von Delegaten zum Treffen vonAnstalieii für die Emanzipation?- Feier, welche am l>). April stattfinden soll, wurde gestern Abend in der „Union Halle" abgehalten, bei welcher Dr. I. 5!. R. Bowen den Vorsitz fübrle nnd Edward Tur ner als provi'orischer Sekretär fnngirte. Zehn Zigeunerbanden sind letzt in der Nähe vou nördlich von Washington, versammelt, vou denen süuf ihr Winterquartier imTislnkle ausgeichlagen hat ten. Dieselben warien auf noch andereöan den, um eine Art vou jäkrlicher Convention abzuhalieü, bevor sie sil> für die Sommeisai son vertheilen. Der vorgebliche Ernährung?, zweig ist für die Mäuuer Lseide- und Hausir haiidel, u'id für die Weiber Wahrsagerei. Die Polizei behauptet indessen, daß eine große A nzahl der in den letzten Monaten in Maryland nnd Virginieil Ps.rdediebstähle von Mitgliedern einiger dicfer Banden velübt worden sind. Der Häup'luig ist ein aller Äiann, der von allen Banden reipektirt uud dem der uubeduigtestc Gehorsam geleistet wir». Die Convention der Eisenbahnbillet- Agenten versammelte sich wieder heute Mor gen um !1 Uhr in „Willard's Halle" u. setzten ihre gestern begönne iei> Verhandlungen fort. In der Mittagsstunde begaben sich die Mit glieder der Convention in das weiße HanS, um dem Präsidenten Grant ihre Aufwartung zu machen und nach einigen beglückwünschen den Bemerkungen nellte Hr. E. Ä. Dorsey, der Präsident der Convention, dein Präsiden ten die einzelnen Mitglieder persönlich vor. Seil gestern sind die folgenden Blai ternfälle angemeldet woiden: zwei nene Fille zwischen und l. Str .u. R- uns L Str., jüdiveulich; ein Todesfall in H-str., ein Todesfall in Rr. 2»!), M-Ztr., südwestlich: ein Todesfall an der Ecke von l l.» und M> Straße, südöstlich. In Georgetown wurden mehrere Hätte in Market-, uan: Waterstrage, gemeldet. Die Ambulance der SanitätSbe kchörde fahr dorthin, um die Patienten abzu- Holm, aber aus irgend welchem Grunde wur» den sie nicht soctgeichaffk. BiS heule Mittag waren keine bestimmten Nachrichten von dem Ausstände der Boots, führer in Cumberland, welche höhere Fracht sätze bcansplUHen, eingetroffen. Ein Gerücht war indessen im Umlau', daß die Ksljlenqe seuschaflen eine Erhöhllng de» Tariss von 5 Cts. pro Tonne bewilltzt hätten, und daß wahrscheiniich:r Weise die Boolöfühier das Angebot annehmen und zu laden beginnen würden. IIN Criminakgerichle, Richter McAr, thur, kam hcnte der Fall wider W. zur Pezhandiung, welcher sein Geschäft am Sonntag offen gehalten haben sollte. Der ?. propnstor. Wadrsvriicki der Geschworenen lautete aus „nicht schuldig " Eine Versammlung von deutschen Bür gern wurde gestern hier abgehalten in der Äb» stcht, »m über Schritte zur Weilcrsührung des „Washingtoner zu derathen, des sen Redakteur, Hr. N. H. Miller crllärt hat, dag er nicht im Stande sei, die Herausgabe dieser Zeitung soriznsetzen. Es wurde be schlossen, Hrn. W. Koch, den Herausgeber der „Columbia," in dem Anlau? und der Heraus gabe dieses Blattes zu unterstützen. Tie Äiachricht von dem heuteMorgen er solgten Tode des Hrn. JameS L. Kennedy wird nicht nur von seinen persönlichen den, sondern den Bewohnern Washington s im Allgemeinen mit Bedauern ausgenommen werden. Hr. Kennedy benutzte sein beiiacht licheS Vermögen stets zu gemeinnützigenZivek ken und zum Vortheil der Stadt. Zur Zeit seines Todes war derselbe Prasiveni des Ho spitals sür Rinder und der „AUuigton-Feuer. Versicherung« . GeseUichast." Hr. ilennedy war auch einer der kursieren d r „Eorcoran iinnü-GaUerte" und einer der Direktoren des „ vieiropolilan.tLiu!»." Hr. tiennety kam in von Aew > nach Waihiiigton und war seitdem hier amäijig. Der Liener - Ässcsjor W.?. Bnrr und seine Unlerbeamtea haben soeben eine Unter suchung der Bnchsüdru'ig sämmtlicher Eigar rensabrikanten vonWashingion beendigt u. bei denselven vsrgeninden, welche Nicht aus gesetzliche Weise zur besten rung an gemeldet woröen und d>e seit dem letzie» lah. reSbericht angesertigt würzen. Die Descau dation beiäusl sich aus und die Ueberire icr werden zu strenger gezogen werde». Vermischte Anzeign. Jeder »nanu, Mnhm'.cotk Gegenseitige Lebens-NersickerungZ-Gescl?« schast in Boston, Mass. Diese Belellschast wurde als Exponent deS berühmten »M allachu> e li > e r !ch t. Ve r jal l.Ge 1 e t. der Äclelljchail jnr jeden dadurch v>erurlach!cn Verlust W a lI e r E W iI? i n ! on, Eeneral-Agcnt und den DistrUt Tr. Z a int sÄ, Tleuar >, tMailN.l2Mte.lp> vnleriuchunq« Ärzl. Die bciufinnlinls.ye vvn N. G. Dun Comp., Süd-Ost-Ecle dir Baltimore- n. lj>harlcSstr., Dr. I. 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