Newspaper of Der Deutsche Correspondent, March 27, 1873, Page 1

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated March 27, 1873 Page 1
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Dr. >tovert,on ist irler Gra. »«Itter der tlai»er«tSt »oa Marhiand, und lelne lang iädriiie Eriadluas >n der Behandlung solcher Ktank »Tite-i saranutt nae »unzliche «ureau. S uitde.i 8—Ii! llyr Mor,-->«. 2—4 ?-g lldi«b.n->- "Mlr.^.l.llt Pässe! Paste! .urin'« »»»land des»rg»innerhalb 2« Stunden ' «. «a>»», t»-) »er Baltlmoreßr. »n» Ä .v. -ck»ea»e Der deutsche Correspondent. 33. Jahrgang. Spczial - Notizen. Sckreib'naterialien u. s. w. «Ibnms - ,nu,ik->lis.he. photographisch- und anto „nvd che Schreibputte in rmsiichem ?eder, Murotto und Seehund?,elle, ijigarrenta- Damen - «rveitskästcn tn rulnichem Leder und Schwefelhoizkästchen, Kartenkäftchen in Marotko. Äalt>leder und Perlen, bublcheM-moranduM'ttticder und Tagebücher (vis riesl. Schreibmaterialien-Kästen. '«ugqentieimrr S Weil. 12!>3-1) Nr. tb7, West-BaltimorestraZe. Hochzeitöfleschenke! Hochzeitögeschenke! 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Dr. Bernhard «»,,«» tstudirte hie> »aer Zahnarzneischulr) zieht Zähne vermiitetst reine, Lachgase» ohne echmerzcii au«, «unftliche Sedissl »oa «« «» »>!. iSoitlül»iin«-n °°"^»u Ilm S.zcpter und Kronen. Herr Trouyn de Lhuys war zu jener Zeit ein Mann von fast W Jahren, hoch und voll von Gestalt. Das dünne, graue Haar und der ebenfalls graue, englisch ge schnittene Backenbart umrahmten ein Ge sicht, dessen gesundes rothes Kolorirt und ruhige Züge von einer gleichmäßigen höf lichen Freundlichkeit erhellt wurden. Die ganze Erscheinung dieses so viel genannten Mannes hätte eher einen vor nehmen englischen Landlord vermuthen las sen, als den vielgewandten Staatsmann, der schon dreimal und unter schwierigen und verwickelten Verhältnissen Minister der auswärtigen Angelegenheiten war. Tas Auge allein, das scharf, klar und beobachtend unter der breiten Stirne her vorblickte, konnte die Annahme hervorru fen, daß dieser so fest, würdig und vornehm dastehende Mann gewohnt set, von den Höhen der Welt herab die sich kreuzenden Fäden der europäischen Politik zu verfol gen und zn lenken. Ter Minister trug einen schwarzen Mo rgenüberrock, die große Rosette der Eh renlegion im Knopfloch. Der Kaiser ging ihm entgegen und reichte ihm die Hand. Ich sreue mich, Sie zu sehen, mein lieber Minister, sagte er mit verbindlichem Lächeln, —was bringen Sie mir, wie geht es in Europa? Sire, erwiederte Trouyn de Lhuys mit der ihm eigenthümlichen langsamen und etwas an das Pedantische anklingenden, scharf accentuirten Ausdrucksweise, Europa ist krank und wird bald in einem gesähr lichen Paroxismus sich befinden, wenn Eure Majestät nicht ein beruhigendes Büt tel anwenden. Trauen Sie mir nicht zu viel zu, sagte der Kaiser lächelnd, wenn Sie glauben, daß ich das könnte? Doch, iuhr er ernit fort ohne Metapher gesprochen, Sie wollen mir sagen, daß der deutsche Kon flikt vor feinem Ausbruche steht, nicht wahr? Und indem er sich aus einen Fau teuil niederließ, forderte er seinen Minister durch eine leichte Handbewegung aus, sich ebenfalls zu setzen. Ja wohl, Sire, sagte Trouyn de Lhuys, indem er sich setzte, lein Portefeuille öffnete und aus demselben einige Papiere nahm, dieß ist es, was ich Eurer Majestät lagen wollte. Hier ist ein Bericht aus Wien, der konstatirt, daß man dort in unglaub licher Verblendung entschlossen ist, den Konflikt aufzunehmen und auf die Spitze zu treiben. Man wird in den Herzogthü mern die Ltände einberufen, ohne Preu ßen zu fragen, und Gras Mensdorff hat eine Depesche nach Berlin gerichtet, welche fast eine Sommation an Preußen ist und die sosortige Einstellung aller militärischen Vorbereitungsmaßregeln in sehr hohem Tone verlangt. Ter Minister reichte dem Kaiser den Bericht, welchen dieser flüchtig an>ah und aus seinen Tisch legte. Hier, fuhr Trouyn de Lhuvs fort, ist ein Bericht von Benedetti, welcher auf das Bestimmteste konstatirt, daß Herr vonßis marck entschlossen ist, den entscheidenden Schritt zu thun, um Preußen zu der Stel lung zu verhelsen, welche er für sein Land in Deutschland in Anspruch nimmt. Diese Reformvorfchtäge, welche er an die deut sche Bundesversammlung in Frankfurt ge bracht hat, sind eine moralische Kriegser klärung gegen die bisherige präponderiren de Stellung Oestreich's, welche die Wiener Verträge dirferMacht gegeben haben.-Auch ist die Depesche des Grasen Meusdorfs, von weicher ich so eben die Ehre hatte Eurer Majestät zu sprechen, bereits inßer lin angelangt und dnrch den Grasen Ka rolyi übergeben. Sie hat lies verletzt Benedetti bezeichnet sie als ein Schrift stück, wie es vor Zeiten der deutsche Kaiser gegen den Markgrasen von Brandenburg bätte erlassen lönnen, und sie wird erheb lich dazu beitragen, den Widerwillen, wel chen der König von Preußen gegen den Krieg hegte, zu beseitigen. Die Dinge gehen also von beiden Seiten mit beschleu nigter Eile dem Kriege zu, und in wenig Wochen vielleicht können die Armeen ein ander gegenüberstehen, um die ganze Lage von Europa in Frage zu stellen, wenn Eure Majestät nicht Halt gebieten. Der Minister hielt inne und blickte den Kaiser fragend an. Napoleon Hl. lehnte wie träumend et was zur Seite geneigt in fcinemLehnstuhl. Und was rathen Sie mir zu thun, mein lieber Minister? fragte er nach einer kur zen Pause, sich ein wenig aufrichtend und mit Spannung in das klare, ruhige Ant litz des Herrn Trouyn de Lhuys blickend. Eure Majestät kennt meine Meinung über diesen Punkt, erwiederte dieser, wenn ich auch fürchten muß, daß sie nicht von Ihnen getheilt wird. Der deutsche Krieg muß im JuteresseFrankreich's und im In teresse der Ruhe Europa's verhindet wer den. —lch täusche mich nicht, fuhr er fort, wie ich die Ueberzeugung ausspreche, daß Prenßen mächtiger und furchtbarer aus diefem Kriege hervorgehen wird denn ich glaube an keinen militärischen Erfolg Oestreich's, was das übrige Deutsch land betrifft, so witl ich gar nicht davon reden, das sind einzelne kleine Armeen ohne militärischen und politischen Zusam menhang. Preußen aber mächtiger wer ben zu lassen, ihm gar die Führung in Teutschland zu lasten, ist ganz gegen das Interesse Frankreichs — Ertauben mir Eure Majestät zu bemerken, daß nach mei ner Ansicht das heutige Frankreich, das napoleoniscke Frankreich fügte er sich leicht verneigend hinzu, Preußen und dem Hause Hohenzollern gegenüber diesel be Politik verfolgen muß, welche das bour bomsche Frankreich Oestreich und dem Hause Habsburg gegenüber befolgt hat. Wie damals Oestreich die Tendenz ver folgte, die deutsche Nation militärisch und politisch zu einigen, wieFrankreich überall, wohin es die Hand legte, das Haus Habs burg sich gegenüber fand, so steht heute Preußen überall unserem legitimen Ehr geiz entgegen, und wenn es ihm durch diesen Krieg gelingen sollte, wirklich die militärischen KrästeDeutschland's in seiner Hand zu einigen, so wird es alle unsere Wege kreuzen und uns in dem Einfluß be schränken, ven wir auf die Angelegenheiten Europas zu nehmen mit Recht berufen sind. Wenn aber Preußen besiegt wird? warf der Kaiser ein. Ich glaube nicht an diese Eventualität, erwiederte Trouyn de Lhuys, nehmen wir sie indeß an, was würde dadurch ge wonnen? Oestreich würde dann mit unum schränkter Macht an die Spitze vonTeutsch land treten, und die alten Traditionen des Hauses Habsburg würden, verstärkt durch den Groll über den italienischen Krieg, mit neuer Energie sich zu unserem Schaden geltend machen. Es gibt, nur eine rich tige Politik für Frankreich, das ist: den jetzigen Zustand in Deutschland dastehen zu lasten, den Antagonismus von Preu ßen und Oestreich zu nähren, zu verschär fen, aber ihr nie bis zum Konflikt u. bis zur Entscheidung zu bringen, die Furcht vor den beiden übermächtigen Bundesgliedern aber zu benutzen, um unserem Einfluß an den kleineren deutschen Höfen Eingang und Geltung zu verschaffen. So wer den wir in unscheinbarer Weise, mit leiser Hand Tas erreichen, was der Kaiser Na poleon I. durch den gewaltsam lonstituirten Baltimore, Md.. Donnerstak, den 27. März 187:;. Rheinbund erreichte, das eigentliche sörderirte Deutschland gegen die beiden Großmächte zu unseren Zwecken zu benu! zen! Ich kann nicht glauben, daß es Teutschland gegenüber irgend eine andere Politik für Frankreich geben kann. Tas preußische oder selbst das österreichische Teutschland muß und wird stets unser Feind sein, und zwar ein sehr gefähr licher Feind, halten wir dagegen die beiden deutschen Großmächte auseinander und treiben wir zwischen sie den Keil der aus ihre Souveränität eifersüchtigen deut schen Königreiche und Herzogtümer, so wird Teutschland sobald wir nur leise und vorsichtig handeln und nicht geradezu das Nationalgefühl herausfordern stets von unserem Willen abhängig bleiben. Sie meinen also —? sagte der Kaiser nochmals. Daß Eure Majestät den Ausbruch des deutschen Krieges mit aller Energie ver hindern müssen, wenn nicht Frankreich's Stellung in Europa den größten Gefah ren ausgesetzt werden soll. (Fortsetzung lolgt.j Telegraphische Tepeschen. (Bon lcr.'Aliücürttn dm Corrcspo.itln» Europäische Kabelberichte. London, — Heute winde ciu weilerer Versuch gemacht, der Regierung eine Niederlage im Unterhanse zu bereiten, indem mau tie Bcerdigungs - Bill bei der zweiten Verlesung zu vernichten suchte. Ter Versuch erwies sich a!s ersolglos, die Bill wurde nut 28» gegen 217 Stimmen angenommen. Der gestern von hier nach New - Hork abge gangene Dampser „Cilp of Bristol" nahm 100 Farmer mit, welche sich in Minnesota an der Linie der .Northern-Pacifießahn" an siedeln wollen. Graj v. Bcrnslorst, London, 26. Marz. Graf V.Bern storff, der dentscke Gesandte in England, starb heute Abend 7 Uhr. (Graf B. wurde 1308 in Berlin geboren und doil erzogen. Schon in dem angehenden Mannesulier begann er seine divlomati,che Karriere; er vertrat Deutschland's Interessen in der deutsch däni ichen Conferenz, welche 1864 in London tagte. Schon 10 Jahre früher war er zum preußi schen Geiandten in London ernannt worden, welchen Posten er nahezu 20 Jahre lang mit großer Umsicht belleidete.) Madrid, 26. °März. Eine Massen anshebung soll in Catalonien stattfinden, um den Karlinen erfolgreichen Widerstand leisten zu können. Viele Republikaner stellen sich als Frei willige sür de» .Kampf gegen die Karlisten. London, 2K. März. Dle Garnison von Barcelona ist in offener Meuterei begrif fen, die Offiziere haben nicht die geringste Gemalt über den meuterischen Haufen. Eine Karlistenbande ist in die Stadt Ripoli in der Provinz Gerona eingetroffen nnd begeht viele Excesse. London, 26. Mär,. Depeschen von Madiid melden, daß Senor Eastelar, der Minister des Auswärtigen, und General Aeosla, der Kriegsminister, wahrscheinlich aus dem Eabinele ausscheiden werden. Es wird ferner berichtet, daß eine allge meine Ministertrisis unvermeidlich ist. SonthainPt o n" Dpsr. „Deutschland" ist von New-Z)ork hier einge troffen. London. 26. März. Der Hamburger Dampfer „Holsatia" fuhr heute von Havre nach New-lork mit den Passagieren n. dem Cargo des Dpfcs. „Cimbria" ab. Der Dvfr. „Silesia" fnhr an Stelle der „Holsatia" hente von Hamburg nach New-Hork ab. Markt und Ävrse London, 26. Mär;, Vorm. Con!ols eröffneten zu für Geld und 92H-92! für Brief. „Amerikaner" alte '6ser '67er lo.4oer 89j; neue Fünfer vij. Erie zu 515. Londo n, 26. März, Nachm.—Die Rate der Bank von England ist um 4 höher und beträgt nun 4 Prozent. Amerikanische Werth- Papiere ruhig. Paris, 26. März. Renten 55 Francs 70 Centimes. L i v erp o o l, 26. März, Vorm. Baum wolle eröffnete sest; Ober!. !>j-9A; Orleans I»5-9H. Verkänse 15,000 Ballen. L i v e r p o o l, 26. Marz, Nachm.-Banni wolle fest; Verkäufe 15,000 BaUeu; für Spe kulation und Andfahr 2000 Ballen. Verkäufe von Savauuah'er oder Charlestoner Baum »volle fürFebruar und März zu 9 7j16. Liverpool, 26. Zliärz, Abdö. Speck eröffnete zu 386 9ä und schloß zu 33- sür kurze Rippslücke. London, 26. März, Abds.—Terpenliii- Spirilus 44s Kä 455. Juiaud - Dtpcschtil. AnS Washington. - Nertaqnnq deS Senate«. i?ie Eisenbahnen u. das Postwesen. Washington. 25. März. Der Se nat hat sich endlich heute Nachmittag um 4 Uhr Line ilis vertagt. Zuvor machte ein Comile dem Präsidenten seine Auswar tung, um anzufragen, ob er noch irgend wel che Miltheiluugeu zu macheu habe. Die Ant worl lautete verneinend nnd somit stand der Vertagung kein Hinderniß im Wege. Za den letzten Geschäften des Senats gehörten: Die Verwerfung des Beschlusses, die Wahl des Dr. Rewman als Senats Kaplan wieder in Erwägung zu ziehen; ein Auftrag an den Schatzaintsjekielär, über die Obligationen- Ausgabe der „Ceulral-Pacisic-Bahn" Erlnn. digungen einzuziehen; ein Beschluß, daß das Spezial-Comite, welches im Betreff der besten Verkehrswege zwischen dem Innern und dem Seeuser ei» Gutachten abgebe» soll, auch während des Rezesse« Sitzungen haltest, s. w. AIS der letzte Beschluß vorlag, hielt Senator Windom eine heflige Rede gegen die Eisen bahn-Mouopole nnd erklärte, daß es endlich Zeit sei, daß die Regierung das Volk gegen dieselben iu Schutz nehme. Der Senat hat dse Angelegenheit Pat> lerson's iiiieiledigt gelassen und den Beschluß, welcher erklärt, daß die gegen Senator Cla>>> ton erhobenen Beschuldigungen nicht bewiesen worden seien, mit 33 gegen 6 Stimmen an genommen. Somit bleibt Elaizton im Se nate. Was Patterwn anbetrifft, so hat dessen Angelegenheit durch den Umstand, daß seine Dienstzeit überhaupt abgelauseu ist, alles Interesse verloren. Die Hkvtifikation der bedeutendsten, in New-Hork mündenden Bahn-Compagnie'n, nach dem 1. April die Ver. Staaien-Pou nicht mehr zu den bisherigen Preisen besör- Veru zu wollen (siehe unsere gestrige Nr.) hat im General-Poslamte ungeheuie Aufre gung he>vorgerufen. So etwas halte man nicht erwarlet, da die letzten Nachrichten von New Hoik andeuteten, daß die Eisenbahnen bereit leien, sich de» Vorschlägen der Regie rung zu fügen. Tas Eeietz ist fehr be slimml und sehr einfach, und der General- Postmeister ist außer Staude, demselben die von den Eisenbahn-Compagnie'n gewünschte Interpretation zu geben. Er hat durchaus gar keine Befugniß, mehr Geld zu bezahlen, als ihm für den Zweck bewilligt ist, und er hat au j> keines zu seiner Disposition. Wenn die Eisenbahn . Compagnie',! ihre Drohung ausführen, dauu wird allerdings das ganze Volk tarunter zu leiden haben. Daö Gene ral-Postamt müßte alSdann die Posten nach dem alten Postkulschen- System befördern las sen, was eine große Verzögerung der Brief- und der Z-itunzsbeförderung zur Folge ha ben würde. Nichts könnte geeigneter sein, den Grimm des ganzen Volkes gegen die raubgierigen Eiseubahn-Monopolisten aufzu regen, als die Aussühnpig ihrer Drohung u. wenn sre es wagen, wenn sie aus ihren un gebührlichen Forderungen bestehen, nachdem ihuen der Congrcß schon zu wiederholten Ma len die Gebühr für die Postbesörderung er höht, verdoppelt uud verdreifacht Hai, dann dürsie im ganzen Lande eine Agitation gegen die Eiscnbahn»CorpMotionen entstehen, und der Kamps dcsVoltc« gegen dieAlleS verfchliu gende Despoten » Gewalt der Monopolisten wird um einige Jahre früher ansgesochten werden, als es vielleicht außerdem der Kall gewesen wäre. Der Senat beschäftigte sich vor seiner Vertagung mit der Ciienbahnsragi und auch dort gab es bittere Worte. Man habe den Bahn-Compagnie'n »500,000 mehr als im vorhergegangenen Jahre votirt u»l ihre Unverschämtheit kenne keine Grenzen. Ex-Senator CatheUZvon New-Jerseh is vom Schatzainlssekretär zum Fmanzagentei des Schatzamtes ernannt worden; er w»d in Interesse der eueu Anleihe Europa bereisen Deserteure wieder eingefanqen. S p ri ngfi e l d, !v!ass., 25. März.— Drei Soltaien der Armee, Arnold, West und Danward mit Name», welche am Samstag aus Foit Warren desertirt waren, sind gestern hier verhaftet und nach Boston zurückge'chickt worden. Die drei Ausreißer haben schon ein mal sich von FoNPrevle bei Portland, Me., auf gleiche Weise heimlich entt'ernt gehabt. Die Pferdesencke fängt wieder von vorne an. Portland, Me., 25. In hiesiger Stadt ist eine neue Art Pferdekranlheit ausgetreten. Dieselbe hat nicht, wie die frühere, ihren Sitz im Kopfe, sondern in den Beinen. Tie da von befallenen Pferde sind nicht im Stande,

,u stehen. Bis jetzt Hot noch keine der mehr fachen Erkrankungen einen köstlichen Verlauf genommen. Untersuchung gegen Tweed. Alban t,, 26. Märg. Das Staat?se> nais-Comite zur Untersuchung der Anklagen geg-m Tweed begann heute Nachmittag seine Arveit. Tweed's Anwalt verlas ein Schrei ben sci-ieT Clienten, in welchem gegen die Un tersuchuug und gegen die Jurisdiktion des Comite's protestirt wird; indem Tweed nie mals das Amt eines Senators acceptirt habe. —DasComite setzte seine Unlcrsuchuug dessen 'Lerzweiselter «elMniordsversuch. New -1') or k, 26. März. Kummer und Noth veranlaßten gestern Julius Ende und Frau, zn Jamaica, Long-Jsland, ansäßig, sich das zu nehmen. Sic öffneten sich gegenseitig die Adern an den Armen und Bei nen, nni sich zu Tode zu bluten, anstatt dem drohenden Hungerlode als Opser zu falle». Als mau die Ungliicllichen fand, unterbanden Aerzte zwar schnell die Adern, aber der Blut verlust war bereits so groß, daß das Paar schwerlich mit dem -'eben davonlommen wird, Seit Niedcr'chreibuiig des Obigen lie gen die Einzelnheiten des verzweifelten Selbst mordsversuches vor. Ende zog am I. Febr. mit seiner Frau von New-Hork »ach Ja maica. Er trat als Setzer in die Office der „Kcrlh, Kirchenzutung" (Oenel) uud arbeitete dort vier Wochen. Bor drei Wochen verlieli er, angeblich ivegen schlechter Behandlung sei ner College». Oertel's Office und konnte nir gends ein Unleikommen finden. Wohin er kam. war kein Platz offen. Noth und Elend zogen bn ihm ein und, um dem Armenhause zu entgehen, faßten Ende und seine Frau den Entschluß zum Selbstmorde, '.'im Moniag Abend wuschen sich Beide, legten reine Zileider an und machten sich daran, ihre schreckliche Absicht auszuführen. Eude nahm sein Nasir mesfer, schärfte dasfelbe und brachte sich hierauf eine furchtbare Wunde am linken Arme, die Hauvlader durchschneidend, bei. Ein anderer Schnitt in das linke Bein, nahe dem Knöchel, der gleichfalls die Hauptader össnele, war die nächste Handlung des Verzweifelte». Er übergab nnnmehr das Messer seiner Frau, die iu derselben Weise, wie ihr Mau«, an ihrem eignen Körper verfuhr. Beide lezleu »ä> so daun ru's Beit, den Tod er>varleud. Glückli cher Weise kam kurz darauf eiu anderer In sasse desHauscs, der Ende's Noth laniile, iu dessen Zimmer, um ihm Lebensmittel zu bringen und war nicht wenig erschrocken, als er aus deu mit Blut bedeclten Fußboden und auf das Bett blickte. Er rief schnell Hülfe herbei und ein Arzt nähte die klaffenden Wnnden des Paares z», obgleich mau be fürchtet, daß sie nicht mit dem Leben davon kommen werden. Ende ist ein Mann von vielleicht 45 Jahren und mehr als mittel uiäiziz gebildet. Ungefähr 25 Jahre im Lande, redigirte er zu einer Zeit ein Blatt iu Wash ington und war später in der Regierungs Druckerei augesteUt. Im Ansänge des Krie ges diente er drei Monate im 28. N.-H. Ngt. und später im 53., in weichem er vis zum Schlüsse des Krieges als 2. ver blieb. Das Paar ist seit 15 lahrkli vereh licht, aber arie ihre Kinder, acht an Zahl, sind ihm durch deu Tod enirrsseu worden. (Eude arbeitete 1856 oder 1557 eine Zeit lang in der Office des „Correspondenten" und galt für einen fleißigen, nüchternen Mann. Mehrere seiner hiesigen Eollegen erinnern sich seiner noch sehr wohl.) Nr'ei, ein Mord in New-'/jork. New -- ork, 26. März. Es erhellt jetzt, daß Brigitte McShenan, deren Lerche man am Freitage in einem Tenemcnt-Hause an der Scammelstc. sano, vou ciuem Werbe, Namens McNamee, ermordet wnrde. Beide waren betrunken nnd geriethen in Streit, welcher damit ei'digte, daß die McNamee eiuc Flasche ergriff und i»il derielben ihrer Gegne rin einen io surchtbaren Schlag aus den Kops versetzte, daß der Schädel gebrcch n wurde. In demselben Tenement - verbrannte in der Mordnacht auch ein Liind. Die Frau Aoster'S. New -Z) or k, 26. März. Die Frau des Mörder« Fester liegt im Sterben. Sie woiznt Nr. 302, Öst-24 Str. George Francis Train. New - or k, 26. März. Es ist noch nicht entschieden, daß Georg Francis Train nach einein Irrenhause geschickt werden wird. Er sagte gestern, er »verde sich ruhig uuterwer seu, wenn das Verbrechen an ihm begangen werden sollte; er hofje zuoersichllich, daß das Volk für ihn Partei ergreifen werde. „Las set sie ihr Schlimmstes versuchen," fügte er hinzu, „George Francis Traiu wird deshalb doch lebeu." Hcgpi freigesprochen. New-ort, 26. März. Die Ge schworcnen des Heggi'scheu Giftmordprozesscs sprachen heute Abend gegen Mitternacht deu Angeklagten frei. Verittisckte Depeschen auS Stew?^o:k. New - N ork, 26." März. Wir haben hier Keule Morgen Regen und Glatteis und die Straßen befinden sich in schauderhaftem Zustande. Mehrere Leute, die aus der Straße ausglitten, erhielten Verletzungen. Der Tpfr. „EaslaUa" uas heute von Glasgow ei». Der zur »lv»,n.-I,!>>-<?»." ge hörige Dpfr. „Ciescent City" wurde gestern auf Aultiou für K 60,000 verkauft. Der Dpfr. „St. Laurent" ist von Brest hier eingetroffen. Der Dpfr. „Hammonia" ist von Ham burg bier eingetroffen. DerPrasidern dcr „Typographischen Ge sellschaft" berichtet, daß alle Aussicht vorhan den ist, daß tie Snbjcriptionen zn dem Gree ley-Foud von allen Seiten sehr zahlreich ein treffen, nm das Denkmal errichte» zu können. Der Totalverlust der „Bulls Head Ban!" beträgt Hüt!),000. Im Posiamte herricht große Aufrezniig wegen der Weigerung der Eisenbahnen, die Bundesposten zn befördern. Die Bahnen er hielleu bisher «375, jetzt verlangen sie «800. Der Markt. New-?) o r !, 26. März. Geld aktiv uud fest wäbeend des Geschäfts ,u 1j32 bis z, schloß zu U 32. Wechsel schloffen stark bei geringerer Nachfrage, zu LZ für Prima-, ge wöhnliche Wechsel waren jedoch um 4-5 nie driger; Gold eröffnete aktiv und hoch, fchloß aber leichter zu Ilsj-116. Oblig. sehr stark; Sechser llöj; '62 er 118; Aktien flau und un beständig: Central Io2t, Erie6s?, Lake-Shore lU. Centralll?, 88?, Nortd- Western 80, Prioritäten 88, Rock-Island 115. Bilanz des UnterschalzamteS: 240,100,021 in Gold und in Courant. Der aehciinntßvoUe Mord jn Brook lyn, Brooklyn, N.-? 1. 26. März. Es ist bis jetzt noch nicht festgestellt worden, üb Chas. Goodrich ermordet worden ist, oder ob er in seinem Hanse Selbstmord begangen Hat, obgleich die Polizei, die bisher immer der letz tere., Ansicht sich zuneigte, jetzt zugiebt, daß Gründe für die Annahme, es sei ein Moid be gangen worden, vorhanden seien. In beiden geräumigen Zimmcril im obern Stockwerke des Hauses stand je ein Bett und beide schei nen die"Nachl vor dem Morde benutzt worden zu sein. Das Bettzeug fand sich sehr sorg fältig arrangirt, und Alles deutete daraufhin, daß Frauenhande dasselbe verrichtet haben- Zwischen beiden Zimmern ist eine Verbin dungsthiir, in welcher ein Gefrch herausge schlagen oder gestoßen ist, augenscheinlich mit einem Stuhl, da an dem Holzwerk die Merk male darauf hindeuten. Das ganze Terrain hat das Ansehe», a?S ob in der Hinierstube ein Streit stattfand uud daß eiu Therl der Streitenden sich nach vorne geflüchkt uud die Thür hinter sich geschlossen habe. Der Bruch iu der Thüre ist gauz frisch. Die Glasscheibe dagegen ist mehrere Tage vor dem Morde von einem Schreiuer zerbrochen worden und zwar aus Geheiß des Hin. Goodrich. Uebrigeus ist noch uicht festgestellt, ob der bei dem Todten gefundene Revolver ihm oder einer andern Person gehört hat. Ferner ist noch gar kein Anhaltspunkt für die Annahme voihande», daß Goodrich sich die ganze Nacht vorher im Hause befunden hat. Wenn er da war, sö hat er jedenfalls in einem der beiden Betten ge schlasen, welche die einzigen im ganzen Hause waren. Alles scheint darauf hinzudeuten, dag der Mord von einer Person des Hauses und nickn von Einbrechern begangen worden. Gestern im Lause des Tages will man iu Erfahrung gebracht habe», daß ein Mann aus New-Hork sich bei'm Distrittsaiiwatte gemel det, der demselben wichtige, aus de» mysteriö sen Fall bezügliche Falia mittheilen wollte. Der Distriktsanwalt pflog mit dem Manne eine lange geheime Unterredung, deren Inhalt natürlich Niemand kennt. Ferner sollen zwei Briese in dem Besitze der Polizei sein, deren Inhalt über gewisse Beziehungen, in welchen der Ermordete zu Anderen gestanden, Aufklä rnug geben könnte. Einer ist vou einer Frauensperson au den Vater des ermordeten Goodrich gerichtet, worin sich die Schreiberin über das unausstehliche Benehmen des Soh nes derselben gegenüber bitter beklagt und um Genugthuung bittet. Der zweite, von der selben Verfasserin, ist au Goodrich selbst ge richtet gewesen. Der Inhalt tieieS Briefes ist derselbe, mir noch etwas derber abgesagt, und enthiilt die bestimmte Forderung, ihr ma terielle Entschädigung zukommen zu lassen. Diese Gerüchte waren gestern in Umlauf ge setzt. Heute stellte sich eines der Fraueinimmer, welche mau im Verdachte der Mitwissenschaft an dem Morde hatte, au« eignem Antriebe bei dem Polizei Ehef ein. Sie erwies sich als eine achtbare Frau, die für Goodrich gearbei tet haltt. Das Geheimniß im Belrefj des zweiten Frauenzimmers ut noch uugelös't. Brooklyn, 25. Marz. Wie verlau tet, war Goodrich bis spat Donnerstag Abend in Gesellschaft des geheimnißvollcn Frauen zimmers. Sie wurde am Fenster des Hauses geiehen und Goodrich besuchte ein? Apotheke in der Nachbarschaft um für sie Medizin zu hole». Jetzt sind wir so — Wer bat den Eontrartor Snyder ermordet '5 Bethlehem, Pa., 26. Marz. —Die schwoieneu, welche über die vor mehicren Wo chen ersoigteErinordnngSnyder'Scine längere Untersuchung anstellten, haben schließlich ein:n Spruch abzegeben, „daß Snyder an einer Berbluuing infolge einer Wunde siarb, welche ihm durch eine oder mehrere unbekannte Per sonen beigebracht wnrkeii." Eisenbahn-Unfall in -Lirginien. A ichmo n d, 26. März. Ein nördlieki gehender Zug der „Weldon-Wilmingtouer Bahn" lies iu der Mhe von Rocky Mouut, 'N.-C..von deu Schienen und zwei Waggons stürzten über eine Böschung. Mehrere Passa giere wurden leicht verletzt. Die EiitfuhrungSacschichte in Nord (Larollna. Raleig h, N -E., 25>. 'März.- Ain Frei tag Abend enlSeckte man, daß eine junge, ei ner höchst geachteten Familie angehörige Da me, ihre Heimailf iu der Nahe von Mauiou in Warien Couniy verlassen hatte, uud init einem 'Neger durchgegangen war. Das Paar eutserute sich am Donueistag Morgen und kam hier geilern Abend an. Am daraussol gendcu Tage kam auch der wutheutbramnc Pater hierher, und er fand bald den Aufent halt veS verliebten Paares aus. Er und ein junger Mann überfielen das Haus. Ter Neger, die Gcfährlichleit der Situation auf eine» Blick erkennend, ergriff die Flucht, nnd der Paler brachte feine irrende 17-jährig Toch ter in sein Hans zurück. Tie Berwäiidte» je ner Familie, deren Namen noch verschwiegen wird, sind über diesen Vorfall im höchsten Grade indignirt, das Madchen aber schein: sich Nichts daraus zu machen, sie legt über ihre» Fehltritt keine Ruie und kein Leidwesen an den Tag nnd wünscht vielmehr, daß sie mit ihrem schwarzen Liebhaber leben konnie. Wenn der Neger sich hätte erwischen lassen, dann würde er von der über den Porfall ent rüsteten Bevölkerung sicherlich gelyncht wor den sein. Ein sonderbarer Mord. Naihville, Ten»., 25. März. Die sechsügjährige Wittwe Housden, die einige Meilen südlich von Nashville wohnte, wurde gestern Nacht von unbekannten Männern aus ihrem Bett gerissen nnd an einem Gerüst auf. gehängt, das man errichtet hatte, nm ge schlachiete Schweine daran auszuweiden. Aus de» eritdeckieii Fußipuren schließ! mau, baß der Moid von zwe> Männern verübt woiden ist; es läßt sich aber kaum irgend ein Motiv für diese That denken. Ein Prophet der freien Liebe vor Gericht. - Die „Rew-LiSpcn sanon -Eolonie in Georgia. A n g !I st a, Ga., 2«. März. Joseph I. Curry, der sogenannte Prophet nnd Apostel bruchg nnd freier Liebe vor dem Gerichte zn Applung, Columbia-Co,, prozesiirt. Eurry kam vor einem Jahre mit einer Colonie von hundert Personen, Männer und Frauen, aus Massachusetts iu die Gegend. Die Lenic kansieu Land, schlugen ihre Zelte auf und leb ten in idyllischer Weise. Enrry nannte sich Elijah, den Propheten, nnd maßte sich in geistlichen und weltlichen Dingen die höchste Gewalt au. Tie Eolonie blühte eine Zeit lang, aber der Prophet nahm sich zu viel Frauen, die anderen Männer wurden eifer süchtig, es kam zn Unruhen nnd Mehrere kehrlen nach ihrer Heimalh zurück. Schließ lich riß eine solche Demoralisation ein, Curry wurde so liederlich, daß ihn die Geschworenen riebst seiner Hauptgcüebtcn in Anklage ver setzten. Curry erschien in weißer Leinwand geklei det, barhäuptig und barfuß »or dem Richier, seine Geliebte war ähnlich gekleidet. Der An geklagte führte seine Sache selbst nnd war! viel mit Bibklitellcn nm sich. Er wies die Idee zurück, daß er wahnsinnig sei, behanp lcie, daß er Oifenbarung aus Offenbarung erhalte. Die Geschworenen fanden den Angeklagten schuldig, cnipsahlen ihn aber der Gnade des Gerichtes. Wahrscheinlich wird man den son derbaren Heiligen Gelegenheit geben, ihre Z lle anderSwZ aufzuschlagen. 'Aufreizung zu»,Aufruhrdnrch eiucn uodisor. V o Ii ngtow 11, 0., 25. März. Ein Fasset!, der Nedaklenr des hier herausge gebenen „MinerS' Journal," ist verhaftet worden, weil er die Bergleute in Mahoning aufforderte, zn Gewaltmaßregelu ihre Zit slncht zn ergreifen. Die Haftbarkeit von Eoinpagnie'n. Ehicago , 26. Marz. James E. Th ier telegraphirle an John Wrenn in New- Hork, für seine Rechnung IrXI Aktien der Eo." zu laufen. Der Telegraphist machte aus der U) 0 eine Tausend uud Trjler verklagte daraus die Te legraphen-Compagnie ans Schadenersatz, doch das Gericht eilanute, daß die nur verpslichiet sei, deu PreeS für die Depesche zu erstatte». Der Kläger legte Berufung gegen diese Enijchkidung ein, uud das Obergerrcht hat das Unheil des unteren Tribunales auf gehoben und einen neue» Prozeß angeordnet. Ein Mutterinorder legt einßekennt uift ab. E bieago, 26. März.—W. L. Langston, der Sob» der allen Frau, welche kürzlich mit einem kleinen Mädchen, Namens Mary Ca. ster», das bei ihr wohnte, im Bette ermordet gesunde» wurde, hat eingestanden, daß er den Mord begangen hat; er beschuldigt seine Frau, raß diese ihn förmlich dazu gedrängt habe, den Mord zu begehen. Langston befindet sich hier in Haft. Er sagt, das einzige Motiv des Mordes sei der Haß seiner Fran gegen die Mutter gewesen, man glaubt ledoch, daß Beide hofften, aus diese Weise rascher in den Besitz des Peimö g-ns zu komme». Der Mord wurde m der Nähe von Paradise, Cole-Co., Jll., began gen; in jener Nachbarschaft herrscht die größte Aufregung. Brände. -Lrandun glück in Michigan.—Vier Kinder verbrannt. Chicago, 26. März.-Eine Depesche uon Detroit meldet, daß das Haiis des Henry Pe lers in Graß-Pöinl, sechs Meilen von De troit, gestern Abend während Abwesenheit der Eltern zn Brand geneth. Bier Binder be fänden sich in dem brennenden Hause; das älteste Mädchen von l t Jahren rettete sich, lief aber wieder in das brennende Gebäude, um seine Geschwister zu retten; sie erreichte dieselben auch, das Kener und der schnitten ihr jedoch den Rückweg ab. Die Nachbarn eilten uisolge der Hülfecuse herbei uud retteten das Mädchen, die kleineren iiin derv,ha>d verbrannt, auch die Gereuete hat arge Brandwunden. Mau vermuthet, daß Feuer infolge derExplopon ausbrach Mord in Zowa. Dubugue, lowa, 26. März. In Monoa, lowa, winde am Sonnabend eil', schrecklicher Mord begangen. Cur gewisser Blackburn, der sich nie e>nes guten Nüsts er freute, lockte einen l""!M Mann, Namens Laman Jngalls, in seine Kneipe, machte ihn betrunken und warf ihn dann ans der Thitt. Als Jngalls wieder etwas zu sich jam, ver- langte er Einlaß und klopfte an die Thür,doch Blackburn war bereits zu Bett gegangen. JngallS ging dann nach dem Hinlerhanse und klopfte dort ebenfalls an die Thür; jetzt aber fprang Blackburn aus dein Bette, ergriff seine Flinte, lief hinunter und schoß Ingalls mit len dnrch's Her;. Der Mörder sitzt jetzt im Gesäugnisse von Eladorc. Neueres auö lZuba. New - Zork, 2V. Mar;. Antonio Zambrana, ein Mitglied de« enbanischen CongresscS, hat New - .'jork erreicht und mel det, daß die Auiständischen reichlich mit Waf fen versehen und vom besten Geiste beseelt sind. Sie machten im östlichen Departemente gute Fortschritte und würden schließlich die Spa nier nöthigen, dasselbe zu räumen. Zambrana »erließ Nachts in einem Kahne das User Ctiba's. Havanna, 2«:. März. Die Barke „Moroeeo" von Mobile nach Liverpool nn terwegs und mit Baumwolle befrachtet, ver brannte anf hoher Tee. Die Mannschaft traf heute hier ein. Bidwell, aüaS Warren, welcher a's einer der Fälscher von London bier veihastet wurde, hat einen hiesigen Advokaien zu seinem Vcr theidiger engagat. NcncreS von Mexiko. Sladt iliier i kv, 26. Mär;.—Ter Kon greß wird am 2l). d. A!. seine Sitzungen er öffnen. Der spanische Gesandte in Mexiko hat ab gedankt. Die Abreise des Hrn. Nelson wird allgemein bedauert. Senor Janregui wurde in Azuluaina zum Bürgermeister erwählt uud sosort von seinen politischen Gegnern ermordet. TelegravhischüS Allerlei. In Petersburg, La., beging vorgestern Abend G. P. Salmon, früher in Richmond ivohnhast, Selbstmord; er war 52 Jahre alt. Die Gesetzgebung von V'rginien wird künstig nur alle zwei.>.rhre Sitzungen halten. Lebens-VersichernngSgcsellschasi der Passagier-Condukienre hiell gestern in Phila delphia ihre Veriammliing. Die republikanische Convention von Trumbull-Eo, 0., hat den Achib. James Ä.iZa:sield auf lefvrdert, abzudanken, lveit er süc die Gehallechöhung stimmte. Lokalberichte ans Washington. W afh >li gto li , 2«!. März. (Ehren- Geschenk.) Vorgestern Abend wurde den Ehrw. Pastor Reitzcl Seitens der feiner Gemeinde eine substantielle Aneiken nung seiner Verdienste zu Theil. Die Da inen der Gemeinde überreichten ihm einen prachtvollen Teppich, einen Schaukelstuhl und eine Ailrallampe. Die sinnig gewählten Ge schenke machten ans ihn einen um so lieferen Eindruck, als sie von seiner Seite gänzlich unerwartet waren. Die Vapierc, durch welche die Umwand lung der über den Mörder O'Grien verhäng ten Todesstrafe in lebenslängliche Gesängniß strafe offiziell bestimme wild, trafen hente im Gefängniß ein. Durch die lauge Verzöge ruug derselben hatten O'Brien nnd feine Freunde schon saft alle Hoffnung verloien. Hente um j2 Uhr Nachmittags trafen Hr. Z. B. Freuch und Hr. Williamion vom Inst>z- Departeinent im Gefängniß ein und la>en dem Gefangenen die vor, der dieselbe mit Ruhe entgegennahm. wild im Zuch'hauie von Alban»?, für den Rest seines Gebens bei harter Arbeit einge sperrt werden. Bei Gelegenheit eines Berichs in den „Columbia-- Bni!viiigs" hatte Gouverneur Eook heute ein kurzes Gespräch mll einigen der Eontraktoren, worin er denselben mit theilte, daß es der Distrikts-Regierung nicht gelungen sei, den vollen Betrag der Verwil ligungen vom Eongresse zu eilaugen, welche uoihwendig seien, um allen Gläubigern ge> recht zu werden. Die Regierung weide des halb zur Befriedigung derselben Schuldscheine herausgeben, wclche umgeseyt werben nnv für Spezialiteuerii in den Reglernngskasseu an g-illlmmen werden dürfe.!. Im Falle die Distriits-Regiernng in einem gegebenen Zeit raum nicht im Stande fein follic, dicselveu cinznlö en, so weiden oicielven gegen zinslra geuöe Obligationen umgetanicht werde». Eiuc veitagie Versammlung des Eura toriums der össcnlticheiiSchulen wurde gestern Abend im Franklin-Gebäude abgehalien und der Bericht des Comites, welches eingeselzt worden war, um die Wahrheit der Anschuldi giiiig gegen die Kohtenlieseranten, zu geringes Gewicht gegeben zu haben, zu nnlcisnchen, wurde eiugegengenommen. Das Eomite be richtere folgende Beschlüsse ein: 1. Daß bei Abichließunq der Berechnung mit William Giiinano xsiir den öffentlichen Schulen ge liefelle Kohlen, das Rechuung» - Eoinite U> Prozent von dem in Rechnung aeuellteu Preise in Ab;i.g bringen soll. 2. Daß der Kontrakt mit besagtem William Gninand für Kohlenlieferung an die öffenllicheit schulen für null und nichtig erklärt werde, und daß die respekliven Tchnldireklorien angewiesen werden, ihr Heitzungsmaterial aus offenem Markte zu kaufen, bis von Selten der Schul comliiiisien anderweitig darübir verfügt wer de. :j. Daß leine weiteren Zahlungen an E. E. Galchel für angebliche Dienste als Kohlen Wäger gemacht mc>deii sollen. Der Bericht war von sämmtllchen Mitgliedern des Eomi te'e unterzeichnet und wurde derselbe im! 15 gegen l Stimme augenommen. Hr.Gliinaud wird sich indessen hiermit nicht znsneden geben, sondern zeigte dem Euratoriiim an, daß er die Angeler,enhe>t dem Gerichte zur Entscheidung vorlegen werde. EharlcS Luskey iü vom Gouverneur zum Gassenkehicr ernannt woiden. Der „Tägliche Anz-ljrr" wurde geilern an Hrn. W. Koch für die Snnune von OUN verkaiisl und das Blatt wird von diesem wcilcr fortgeführt weiden. Ex I. W. Pool üarb heute Morgen plötzlich an Zungen-Entzün dung. Ein iiibstanlicUcs eisernes Geländer iit um die östlichen und westlichen Eingänge des Tunnels der „Baltimore-Potomac - Eiien bahn" bei dem inebauhos errichtet worden. Eine farblgeFrail, fön, wurde gestern Abend von eiiiem fchwereu Wagen, den"ein Knabe lenkte, in der Avenue vor dein „Kirkwood-Houfe" überfahren und erlitt beträchtliche Verletzungen. Sie wurde in ibre Wohnung gebracht, wo ihr ärztliche Hülse zu Theil ward. Lic .Hboral - lileli qc'icrn A!>end Na i ürl icheS S P l el.— Ein vonThat tanooga, Tennessec, konimender Elneilinatier cizähll folgendes Geschichtchen, das, wenn nicht wahr, so doch gnt erfunden ist: Eine englische Truppe führte daSSchauspiel elion" (die Grille) auf. Als der Vorhang für den legten Akt aufgezogen wurde, standen der„Tidi>r" u.dor„Vandrn," d-e brisen rivali sirenden Liebhaber, aus der Bühne und schlu gen sich, daß das Blut von ihnen lief. Plötz lich sprang dcr„VaterLarbean" aus denEou lissen heraas und hieb auf Velde ohne Unter schied mit eiiiem Lriigel los. der Kampf in voller Hesiiale',t wiilheie, und die „Fanchon" »!ii Begriffe war, in Oha- ni sallen, siel d?r Vorhang. Die Zu. schauer waren über den sonderbaren Schulst des Siückes einiger Maßen erstaunt, Miinten aber Alle, daß das Zvie! na> türlich nniz Z'zMhcttSgetr n ge veien sei. Erst am aiiderii Mo> gen würde es in der Stadt bekannt,' daß' der Kassirer der schaft mit der auögeknis.en sei, uiid daß Jeder der dr?i Heiden, welche in der Schluß scene «gurirlen, den Anderen im Verdacht hatte, mit dem Flüchtigen untn einer Decke gespielt zu hab«!. Nummer 7-l. (slabaugh, Nelson ck Comp., Vaukiers und Mäkler, Nr. 144, West-Baltimorestraße, Aktien und Obligationen, Gold und StaalS-Papiert wcri'ni aui. die I>cst.»n'glich«n anzc un..npr°.».des°rg.,^^ Frühjahrs Importationen. (Gebrüder Hodges, Nr. Hanovcrstrape, lapanesische PvplinS, jchivarzr Alpnras M. Miller b'omp., Nr. A 25, West-Ball'more-, >Zchteibmatcrialiett H»iudler Ncchilun g s - Bü ch er n. 'Aillig. Prompt. John F IVUcy X Comp., besten uns billigsten V u ch ll l! d Accidcin - Druckcr in der Stadt Wildwest (scke der Valtimvre u„d (salvertstrafte. GnchiniilkvoU. Akkurat. ZZeUeu-Riederlage Frey, ÄiZalpert K 5 <?vmp, r. I, vidGa i> st rasj e, (stastisci,e Matratzen. 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