Newspaper of Der Deutsche Correspondent, March 28, 1873, Page 4

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated March 28, 1873 Page 4
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Ter Teutsche Korrespondent. ig Valtin>ore. LB. März Stadt Baltimore. Die der Ttadthallc. Die Ausgabe cii«ijjcr siir die ncue Stadlhallc hat den Tadel jenerPersoneu I>erau«gefoidcrt, die in ihre» Erwartungen, die Arbeit zu erhalten, getäuscht wurden. Im Stadtialhe wurden demzufolge Anfragen ge sollt, die vorgestern in einer Zuschrift derßau- Commission ihre Erwiederung gefunden ha ben. In dieser Zuschrift heißt eS: „Bon allen Pflichten, nelche demComitezu Mulle» obliegen, ist keine delikateren oder mehr verwirrenden Charakter?, als die derContrakr "insgabe für an dem Gebäude auszuführende Arbeite». Kontrakte für Baumaterial gewäh ren lange nicht so viele Schwierigkeiten, und, wenn einmal ausgegeben, so ist die Erfüllung derselben viel leichter zu erzwingen. Die Ver fügnng von 1868 fchreibl vor, daß Contrakte ~den Mindestfordernden von bekannter Fähig» teit, Veraulwortlichkeil und Rechtschaffenheit" zuerkannt werden sollen. Es ist sehr einfach, ausfindig zu machen, wer unter einer Anzahl von Bietern der Mindesliordcrnde ist; wer aber die anderen verlangten Eigenschaften be sitzt, ist richt immer leicht festzustellen. Bei der Ausführung eines solchen Gebäudes, wie die neue Stadthalle, ist noch der Meinung de« Comite's die Güte der Arbeit mehr maßge ber,d, als der Preis derselben. Das Comite glaubt, daß erne >ede andere Ansicht von der Sache mit der treuen Ausübung seiner Pflich ten unverträglich sein würde. Demzufolge ist es der Gebrauch des Comite's, mit Fleiß und Geduld die Verdienste eines jeden Bieters zu untersuchen und dann dieEntscheiduuq zu tres fen, die seiner Meinung nach am meisten zum Bortheile dcr Stadt gereicht. Das Comite versucht, sich durch dieselben Regeln leiten zu lassen, welche seine einzelnen Mitglieder in Privatangelegenheiten bestimmen würden, mit der einzigen Ausnahme, daß sich dasselbe ver- Kunden fühlt, alle persönlichen Gefühle aus zuschließen. Es lst eine unrichtige Ansicht, welche unter Denen, die Angebote machen, vorherrschend zu sein scheint, daß die Conkur rcnz, welche denselben eröffnet wird, den Cha rakter einer öffentlichen Auktion trägt, in wel cher der Mindestforderiide zu der Arbeit berech tigt wäre. Eine solche Theorie ist unvereinbar mit dcr Verfügung dcr Stadt und mit der pflichttreuen Beobachtung derJnterefsen, wel che zu bewachen und zn fördern die einzig« Pflicht des Comite'S ist. In dcr Praxis wür de dieselbe die Wirkung haben, eine jede amt liche Qualifikation, welche die Mitglieder dei Comite's voraussetzlich haben sollten, unwirk sam zu machen. Bei allen Contrakt Ausga den setzt das Comi'e voraus, daß Einer odei Mehrere derß,eter sich getäuscht sehen odcrgai uuzusrieden gemacht werden. Es ist dies eir unausbleibliches Resultat. Wäre eS anders so wäre das Ausgeben von Contrakten eim sehr angenehme, leichte Arbeit, während es s« eine der unangenehmsten und undankbarste! ist. Das Comite wird, nachdem es eine öf ientliche Pflicht anf sich genommen hat, sl lange dasselbe das Vertrauen desMahvrs unl des Stadtrathes von Baltimore besitzt, uich vor der strengen Erfüllung derselben und voi allen damit verknüpften Verantwortlichkeiter zurückbcben. Das Comite unterbreitet den ersten Zweige des Stadtrathes achtuugsvol die folgende Antwort auf dieÄnfrage defselbei im Betreff des Contraktes für Gypser-Arbei ten. Beantwortung der Anzeige des Comi te'S liefen die folgenden Angebote ein: Vor S. Holland (durchschnittlich) 5 Prozent we Niger, als die gewöhnlichen Buchpreise sü, Gypfcrarbeiten, R. C. Willis Lc McKenzie 7, Wm. I. Wills, 12, James M. Lewis, 20 Henry Bright K Comp., 254, Samuel Bil lon, 30, Robinson A White, 31, Thomas M Robier, 33i, (durchschnittlich) Geo. W. Stari Sohn, 40, Leander Foreman, 41, Jamc« Conleh, 42, Doremns Pentnerüü Prozent Ter Conlrakt wurde den HH. Geo. W.Stari K Sohn, den Viert-Mindestforderndcn zncr, taiiut, wofür wir die Grünte sogleich auSein vndersetzen wollen. Die Mindestfordeludcu waren die HH. Doremns Pentner. Ihr Angebot war so bedeutend geringer, als das irgend einer andern Firma, daß da« Comite bezweifelte, ob dieselben im Stande sein wür den, die Arbeit sür diesen Preis iu genügen, oer Weise auSsühreu zu können. Angestellt« Nachforschungen bestätigten diese Ansicht des Comite'S, und es ward beschlossen, diesen Ra meu von dcr Liste zu streichen. Der Preis, unterschied bei den übrigen drei Mindestsor derndeu war ein sehr geringer. Indessen er gab eine sehr genaue Untersuchung dcr dre! Geschäftssinnen, daß die HH. Geo. W.Stari Sc Sohn das meiste und gewichtigste Zeugnis sür Leistungsfähigkeit nnd Geschicklichkeit zm Ausführung einer so umfassenden Arbeit au ihrer Seite hatten, obgleich auch die anderr Geschäftshäuser Manches für sich hatten unl dereit waren, die verlangte Sicherheit beizu bringen. Das Comite entschloß sich daher zu Gunsten dcr HH. Geo. W. Starr Ä Sohn, Was die angebotene Sicherheit anbetrifft, st glaubt das Comite, gemachten Erfahrunger gemäß, sich nicht allzusehr darauf verlassen zu dürsen, daß dieselbe eine größere Vorzüglich keit der Arbeit bedinge. Das Comite hofft, daß der erste Zweig, die Bürger im AUgemei neu und selbst die getäuschten Bieter demsel ben die Gerechligkeit zu Theil werden lassen, zu glauben, daß die Entscheidung desselben eine gänzlich unparteiische und von persönli chen Motiven unbeeinflußte war, selbst, sollt« dieselbe eine irrthümliche gewesen sein. Es mag hier nicht unpassend sein, zu erwähnen, daß an demselben Tage, wo die obige Ent scheidung getroffen wurde, der Contrakt für Heizungs- Apparate mit heißem Wasser den Bartlett, Robbins 6-Comp, zuerkannt wurde. Auch in diesem Falle waren dieCon traktoren nicht dte Mmdesifordernden, sondern die Zweiten nächst denselben. Das Comit« wurde in diesem Falle von demselben Pflicht gefühle geleitet,als in dem Obigen, und glaubi alle Gründe zu der Annahme zn haben, das! <S sich nicht getäuscht habe. Unter;.: Joshua Vansant, I. H. Plea saiits, I. Jean, «s. H. Adams und I. W. Colleh, Ban-Commission." Wir haben dieser Zuschrift, welche sorgsam die Handlungsweise der Commission nichts hinzuzufügen. Die Ausgabe von Ar beiten, wie solche an dem neuen Gebäude er forderlich sind, ist eine höchst verantwortlich« Pflicht, und wohl viele unferer Leser könner aus eigner Erfahrung ein Wort über die Frag« uutsprcchen, ob die Commission weise gehan delt hat, oder nicht. Wir neigen uns jeden falls der erster» Annahme zu. Die. Westliche Marylander Bahn.' Der erste Rathszweig hat vorgestern di< Verordnung passitt, welche 8320,000 nach deu vom Präsidenten der Bahn vorgeschlagenen, der Stadl kerne neue Schuldenlast aufbürden den Plane verwilligt. Hr. Towson bemerkte, daß das Geld ausreichen würde, um den Bau der Bahn bis Williamsport zu beendigen unt schon bis zum Juli dieselbe befahrbar zu ma chen. Die HH. Orndorsf, Hiinfon und Comi unterstützten durch einige Bemerkungen du Verordnung, und einer der Herren gab du sonderbare Versicherung, daß kein Dollar füi die Bahnstrecke zwischen Hagerstown unl Williamsport verausgabt werden solle, bii nicht zuvor die Strecke zwischen Baltimor« und Owings' Mills sertig sei. Diese letzt« Bemerkung deckt, obwohl nur nebenbei hinge worsen- die Motive aus, durch welche die Ver, waltung der Bahn beeuiflußt wird. Dn Bahn wurde projektirt, um eure Concnrrenz Verbindung mir den Kohlenmrncn Allcgha ny's herzustellen und durch niedrigere Fracht, zölle dem Publikum und seine» Jnteresser dienstbar zu werden. Ein Beschluß, die Bahr von Hagerstown bis zum Kanäle zu bauei und dadurch, wenn auch momentan untei Mithülfe der „Nördlichen Central. Bahn,' den Kohlentransport nach Baltimore zu er möglichen, passirte vor Kurzem das Direkto rium, und Geld genug war vorhanden, um diesen Beschluß durchzuführen. Es wärcr dann sofort Revenüen erwachsen, die in sehi kurzer Zeit den Bau auch von Owings' Mill« nach Baltimore, ohne weitere städtische Geld verwillignng, gestattet hätten. Das eonve nirte nicht, weil andere Bahn-Interessen sich irr's Mittel legten. Um aber den Schein zu wahren, suchte man um weitere Geldhülfe nach, unter der Vorgabe, damit beide Bahn enden fertig bauen zu können, verbindet aber gleichzeitig damit die Versicherung, daß „kein Dollar verausgabt werden soll, ehe nicht die Strecke zwischen Baltimore und Owings' Mills fertig ist." Das Resultat der Vcrwil. ligung bleibt also vor dcr Hand dasselbe: Die Bahn wird von Owings' Mills nach Balti more gebaut, nebenher auch die Kanalstrecke in Angriff genommen und, wenn's wieder fehlt, nun dann geschieht dieses auf Unkosten des KohlentransportS, und wir stehe» gerade wieder aus demselben Flecke, wo wir uus heute befinden. Der Bau dcr Bahn nach Owings' Mills kömmt wenigen Grundbesitzern zu Gute, ohne Baltimore durch Vergrößerung des Verkehrs besonders zu nützen, während gerade die andere Politik, nämlich die Verbin düng mit dem Kanäle, rcfp. dem Kohlen lransporte, herzustellen, uns szsort Einnah men gesichert und nur momentan genöthigt haben würde, die „Nördliche Central-Bahn". Strecke zwischen Baltimore und dem „Relay Honse" zu benutzen. Aber das paßt, da da durch eine Conkurrenz geschaffen wird, nicht in den Kram, und die Ungewißheit dcr Been digung des ganzen Baues starrt uns auf's Neue in's Gestä t. Stadtrath Seim kr.tifirle schlagend die Vorlage, indem er die Hoffnung aussprach, daß die Erwartungen dcs Comite'S, in welche er einige Zweifel setzen müsse, ,n Erfüllung gehen möchten. Hr. Seim stimmte nachher lür die Verordnung. . Der Plan zur Reinigung dcS «assinS. Endlich haben wir eine praktische Kritik des Gemeinschadens und verständliche Vor schläge znr AbHülse erhalten. Allerdings mußten wir un? an einen auswärtigen Sach verständigen wenden, sind dabei aber derfata len Klippe entgangen, durch hiesige Rivalen zur Ausführung der nothwendigen Arbeit die Abhülfe im Keime zu ersticken. Hr. McAl pine siehe unsern gestrigen vollständigen Berichte!-schlägt den Ban von Abzugs-Ka näien, das Bassin an Pratt-, Light- u. Croß- Strajze begrenzend, vor, um durch dieselben den Abtritts- und anderen Abfluß der Stadt nach dem Patapsco»Flusse zu lenken, wo er harmlos in die Bai hinauSgefchwemmt wird. Dieses würde ein für allemal verhindern, daß das Bassin länger ein großesAppanement für die Stadt bleibt und'geeignete Strafgesetze verHuten, daß in Zukunft anstößiger Schmutz darin abgelagert wird. Um den gegenwärti gen widerlichen Zustand des Bassins zu ver bessern, empfiehlt Hr. McAlpine die Leitung des Gunpowderflllsses in das Bassin, und wenn dieses nicht rathsam erscheinen sollte, eine Ansbagzerung von wenigstens drei (nicht 30) Fuß und die Ausdehnung der städtischen Wvsserleiiung nach dem Bassin, um von Zeit zu Zeit irisches Wasser hineinzulassen. Hr. McAlpine spricht sich auch über die Auspum pung des Baisins aus, scheint aber in dem Abzugs Kanal-Bau, der Ansba.qgerung und der zeitweiligen Einlassung von frischemWaf ser die uothgedrnngene Abhülfe zu erblicken. Die Kosten des Kariatboues nach dem Pa tapsco schätzt er aus 5148,000, der Ansbag gerung auf 565,000, zusammen 5213,000. Die Leitung des Gnnpowderflufscs in das Bassin würde >32,205 kosten. Wir halten die Anschlage des Hrn. McAl pine für etwas zu niedrig, aber selbst wenn d,e ganze Arbeil 5300,000 kosten sollte, so würde doch dadurch ciuem Gememschaden ab geholfen werden, der zur Ze,t unerträglich ist. Und der gegeiiivärtigeStadnaih, der sich durch so viele praktischen Maßnahmeu einen Ehren platz in der Munizipat-Legislation der Stadt erworben, sollte keinen Augenblick zögern, um das Werk tn Angriff zu nehmen. Wir verwilligen Millionen für Eisenbahn bauten und andere Zwecke, aus denen die Stadt nur indirekten Vortheil zieht; wir las sen mit Aufwendung von Hunderttausenden das Fahrwasser vervefm und geizen niemals, wenn gewaltigen Interessen gedient werden kann, man möge nunmehr, unbehindert von den Einwendungen Jener, die nur Verbesse rungen befürworten, die ihnen persönlich zu Gute kommen, d. h. schwere Zinsen abwer fen. einmal etwas Nachhaltiges für die große Masse des Voltes thun, welche die Sommer monaie nicht ans Villen und Bädern zubrin gen kann und seit Jahren genöthigt wurde, die verpestende Lust des Bassins einzuathmen. Eine Menge großer Etablissements habenAb tritts-Verbindungen mit dem Bassin, die nach McAlpine's Vorichlag mit dem Kanäle ver bunden weiben müssen. Man bestenre dies« Leute für Benutzung des Kanals, da ihnen jo alle Ausgaben für Nachikärrnec :c. erspar! sind, und die Zinsen der ganzen Auslage können dadurch mit Leichtigkeit gedeckt wer den. Das Wette r.—Die Depeschen des Sig> nalbüreans meldeten gestern leichtes Regen wetter von Portland, Oregon, leichtes Schneegestöber von Breckenridge, Minu., uni drohendes Wetter von Santa Fe, New- Mexico. Von allen andern Stationen würd« angenehmes Wetter gemeldet. Der Thermo mclerstand war in Baltimore 41, Toronto 28, Montreal 24, Galveston 64, Vicksburg 62, Monlgomery 57, Knoxville 46, Eincivnat> 44, New-Orleans 60, Louisville 40, Mein phis 55, Mount Washington 10, Fort Garn St, Duluth 34, St. Paul 40, Omaha 53, Leavenmorth 58, Cairo 51, Sa vannah 51, tier> West 78, PhiladelPbia 36, New-?)ort 37, Boston 35, Washington 41, Norfolk 47, Pittsburg 34, Portland 35, Pein biiia 31, San Frauziico 56, und San Diego 63 Grad. W e ite r - Aussichte n.— Heute werden in denMiltelstaaten ziemlich allgemein südöst liche Winde vorheirschcii, bei steigender Tem peratur. Doch wird sich in den mittel-atlan tischen Staaten wahrscheintich ein Sturm centrum entwickeln. Der neue H afcnei nn eh mer.-Eiue Menge vonLenlen, die imKal'.en sitzen, will's sich nicht ausreden lassen, daß der neneHafen- Einnehmer eine totale Aenderung des Zoll amts-Personales in's Werk fetzen wird. Wie verlautet, wird Hr. Washington Booth täg lich bestürmt, die darauf drin gen, daß er allen alten Beamten den Laufpaß gebe und ihrcStcllen mit anderen Leuten, „die bereit sind, dem Baterlaude zu dienen," ans. fülle. Nun ist es Thatfache, daß Hr. Wash ington Booth zu jenen wenigen Beamten ge hört, welche den Posten nicht gesucht baben und noch weniger gegenüber irgend einer son Verpflichtungen eingegangen sind, ihre Befürwortung zu belohnen. Ein Mann von unabhängiger Stellung, von politischen Freunden und Gegnern gleich geachtet, ist kaum anzunehmen, daß er sich durch den Sturm von Applikanten beionders in seiner Ruhe stören lassen wird. Cr maz nach eige ner Anschauung genöthigt sei», einige Aende rungen zu machen, aber es ist nicht wohl denk bar, daß er sich dazu Hetzen lassen wird, wie man es hier nnd dort versucht. Ebensowenig glauben wir, daß er Diejenigen durch Abset zung strafen wird, welche bis zum letzten Au genblicke für Hrn. Joh. L. Thomas, jr., in's Geschirr gingen, einVerfahren, das man wohl unterlassen haben würde, wenn man sich zu vor über den Entschluß des Präsidenten rn formirl und nicht von einem eine oppositio. nelle Stellung einnehmenden Parteiblatte hätte an der Nase führen lassen. Hr. Booth wurde vorgestern eingeschworen, leistete die er sorderliche Eantion und wird in wenigenWo chcn das Amt antreten. Daß er in seiner neuen Stellung denlnieressen des Publikums gerecht werden wird, haben wir keine Ursache, in Zweifel zu ziehen. Die n e u e „A cade m y o 112 M n 112 i c." — In der Jahres-Versammlung der Aktionäre der Mnsilakadeinie, welche Mittwoch Abend im „Mount Vernon.Hotel" stattfand, erstat tete Dr. I. Hanfon Thomas, Präsident des Direktoriums, dahin Bericht, daß das kurz nach der letzten Jahresversammlung erlassene Amendement zum allgemeinen Jncorporir- Gesetze das Direkiorinni der ihm von einer gewissen Gesetzbestimmung auserlegten Beschränkung enihoben habe; diese Bestim mung machte die Aktionäre bei gewissen Even tualitäten für die Schulden der Gesellschaft persönlich verantwortlich. Der letzte, von den Aktionären genehmigte Jahresbericht drückte für den Fall einer solchen Aenderung in dem Staatsgejetze die Absicht der baldigen Jnan griffnahme des Baues der Akademie mit den zur Zeit zu Gebote stehenden Geldmitteln aus; man wollte sich ans das Eingehen wei terer Zeichnungen für das Grundcapital wäh rend des Fortschreitens des Baues oder auf die wahrscheinliche Fähigkeit der Gesellschaft, die zum Ausbaue nöthigen Fonds ans das Grundstück zu borgen, verlassen. Es wurde demgemäß, sobald das Direktorium durch das Gesetzamendement die Hände frei bekam, nnd es möglich wurde, die Unterhandlungen um sichtig zum Abschlüsse zu bringen, mit Hrn. Benjamin F. Bennett ein Comrakl zur voll ständigen Errichtung des Gebäudes um 5260,700 abgeschlossen; diese Summe umfaßt Alles bis auf die Scenerie und die Aus. möblirung und Einrichtung der Akademie, Verflossenen Juli ging man an's Werk; di< alten Gebäulichkeiten wurden vollends abge rissen, und die steinernen Grundmauern süi das ueue Gebäude waren nahezu fertig, do unterbrach die rauhe Witterung im Dezember die Arbeiten. Kürzlich hat man dieselben wieder aufgenommen, und das Direktorium hofft, im Herbste 1874 den Bau vollendet zu sehen. Die seiner Zeit den Aktionären unter breiteten Baupläne werden ohne wesentlich! Aenderung ausgeführt, und man hegt die fest! Zuversicht, daß das Resultat ganz befrie. digend ausfallen werde. Die Versammlung nahm den Bericht an. Auch der Kassiicr Hr. Israel Cohen legt« seinen Jahresbericht vor, welcher ebenfalls Annahme sand. Die Gesammt-Einnahm! betrug 5143,082.80, und zwar an Einzah lungen von Aktionären in zwei Posten resp. 588,800 und 540,000, und über 515,000 aus anderen Quellen. In der Kasse befinden sich zur Zeit, der Verfügung des Direktoriums unterworfen, ungefähr 535,000 zur Bestrei tung der Baukosten, wie die Arbeiten fort schreiten. Bei der Direktorenwahl, deren Ergebniß wir bereits gestern mittheilten, waren von 5000 Aktien 3210 vertreten. Die Aktie be trägt bekanntlich 550 das Stück. Auf Verlangen einiger Aktionäre wurde in der Versammlung der Benneit'fche Bauakkord nochmals vertefen. Das Grundstück der Aka demie liegt auf der Westseite der Howard-, nördlich von Franklinstraße und hat 120 Fuß Facade und 245 Fuß Länge. Das Gebäude wird zwei Stock hoch, erhält jedoch durch Er höhung der Vordermauer mit Fenster das Aussehen dreistöckiger Fronte. Seine Fa cade wird 102 Fuß halten; der Bau soll die ganze Länge des Grundstückes sich znrücker strecken, und zu beiden Seiten bleibt ein leerer Raum von !> Fuß. Die erste Etage erhält zwei Verkaussgewvlbe von je 32 Fuß Fronte und 56 Fuß Länge; zwischen ihnen befindet sich das Hauptporral mrt 30 Fuß Breite und erstreckt sich bei 80 Fuß Länge bis zum Par quelte. Die aus Ziegelsleinen anftu'ührende Hrontmaner wird mir Granit und Eisen be kleidet. Die zweite Etage des Fronttheiles wird ein Saal von der Größe des Saales der „Soncordia" mit Sitzplätze für 1200 bis 1300 Personen; derselbe ist für Conzene, Conven te und ivnstige große Versammlungen be< stimmt und wird mit einer Fallgatter (l.vri. uIIi!-)-Vorr>chtung versehen, die sich in die Höhe schi.ben läßt, ,o»aß dann das ganze zw:Ue Stcckiverk in einen großen Saal sich veiwavdclt. Tie Akademie steht mit dem Fi onllhkile des Gebäudes in Verbindung; ihr Auditorium soll 81 Fuß breit und ILO Fuß lang weiden und 1720 Perjonen fassen können. Gesetzliche Ungerechtigkei t.-Ein Kanzelist eines der Regieruvgsbürcau's in Washington, der seinen Wohnsitz in Balti more hätte, verlor durch die Unvorsichtigkeit eii'.ts Verwandten, dem er seine Ersparnisse anvertraut hatte, sein ganzes Vermögen. Der Unglückliche nahm sich diesen Verlust so zu Herzen, daß er darüber den Verstand verlor und in einAsyk gebracht werden mußte. Seine Oberbehörde, mit der unglücllichen Frau und j den Kindern Mitleid habend, ließen Erstere als Stellverttetenn ihres Mannes den Platz desselben sür einige Zeit ausfüllen und zahlte ihr denselben GeHill, welchen ihr Mann bis dahin bezogen Halle, SIBOO. Wie es das Ge setz vorschreibt, wurde derselben nach einiger Zeit der erledigte Posten vollständig übertra fen; aber weil sie eine Frau ist, erhält sie jetzt nur die Hälfte des Gehalles, welchen sie früher empfangen hatte, obgleich sie dieselbe Arbeit nach wie vor verrichten muß. E in e E n tsü h r u n g. Seit ein-g?r Zeit unterhielt ein bekannter deutscher Over». Länger, dessen Leistungen sich hauptsächlich in den ulitcren Lagen der Stimmritze bewegen, mit einer einnehmenden, 19-iährizeu Dame aus geachteter deutscher Familie dahier, ein LiedeSverhültniß, konnte jedoch aus gewissen Gründen emesiheils ist er einige dreißig Jahre älter, alö das Mädchen, andcrutheils wollte man erst schwarz aus weiß nachgewiesen haben, daß ihn kein srüheres Ehebündniß mehr binde zur Heirath die Einwilligung der Eltern des Mädchens nicht erlangen. Des Wartens müde, eilte er schließlich letz ten Montag hierher, holte seine daiuft voll kommen einverstandene Braut heimlich ab und ließ sich, wie eine Depesche, welche die Eltern letzten Dienstag von der Tochter er hielten, mittheilt, an genanntem Tage in New-Hork mit derselben trauen. Die Expropnir-Geschworenen sür Ver größerung des Patterson - Par ke s stalteten gestern vom Shaw'schen Etab lissement an Nord-Highstraße aus dem Park« einen Besuch ab und besichtigten dessen Um> gebung und die drei fraglichen Grundstücks über deren Werlh die Stadt sich mit den Ei genthüineiii nicht einigen kann, auf's Ge naneste. Man erwartet heute ihre Entschei dung. Ueber den elenden Zustand vor Theilen der Light-, zwischen Camden und Weststraße, wird von Kaufleuten un> Kärrner» eindringliche Beschwerde geführt der Fahrweg ist so holpeiig und so häufn mit jähen Vertiefungen, vulxo Löchern, ge pflasteil, daß zwei Fässer Austern dort schoi sür eine volle Ladung sür ein Pserd gellei müssen. Prosessor Smith in Ziem - Or l e a n s. Depeschen aus New Orleans zn solgeist am 23. d. Mts. der Dampfer „Me xican" von Kingston dort eingetrossen. Pro sessor Smith aus Baltimore, nebst Frau un Tochter befinden sich an Bord desselben. Dr James Stall von der Colonisalious - Gesell schaft, ein Vetter von Pros. Smith, befinde sich ebenfalls an Bord. Professor Smilh ver ließ Baltimore in der Mitle November vori gen Jahres, um sein Winterquartier in de Nähe v»n Kingston, Jamaiea, auszuschlagen Er verließ Kingston am 28. Februar an Bor des „Mexican" in sehr gebessertem Gesund Heilszustande und tras nach 23-lägiger See reise in New-OrleanS ein. Daö Radikal-Heilmittel. De Ingenieur McAlpine sagt in seinem Bericht an den Sladlralh. daß schließlich die Ausjül lung des Bassins das gründlichste Heilmilte bilden würde. Vor der Hand werden der Bai der Abzugs-Canäle, die AuSbaggerung un die Einlassung frischen Wassers Abhülfe brin gen. Beseelte nicht noch zu viele Leute unse rer Stadt der alte Krähwinkel-Geist, so würd man sofort zu dieser Radikal. Kur greifen Das Millennium Baltimvie's wird nicht ehe kommen, bis wir durch einige Dutzend "Nrs » lass luner-tls" das alte Foggythum loö ge worden sind. Bemerkt sei, daß die Zuratheziebuug de Hrn. McAlpine bis jetzt der Stadt etwas übe öl3oo gekostet Hai; er erhielt K5OO Houora un Voiaus und für jeden Tag, während des sen er im Dienste des Basin « Comite's dam beschäftigt war, LlOO nebst freier Station. Neue Zuchth a u s. llisa s s e n.—Pe „Westliche Md. Bahn" trafen gestern untc Obhut dcs Scheriffs vier Gefangene aus Hagerstown an und wur den in's Zuchthaus abg'lies rt: Joh. Adams Raub, 6 Gco. Ä. Cook, färb., Dieb stahl, 4 Jahre; H. Holtzman, do., 5 Jahre Joh. Schudrick, Fälschung, 5 Jahre. Ein neuer D i e b e s k n i 112 f.—Als an letzten Sonntag Abend Hr. I. M. Bollmam mit seiner Familie von einein Besnche naä Hause, vir. 431, Nord Carey-Straße, zurück kehrte, fand er zu seinem Erstaunen ieineHaus thüle versperr:, und obgleich er Fußtritte in Hause hörte, so wmde doch auf fein Rufe: dieselbe nicht geöffnet. Nach der Hinterlhim gehend, fand er, daß Diebe in das Haus ein gedrungen seien. Nachdem dieselben das ganzl Haus durchsuch! hatten, drehten dieselben du GaShähne aus uud öffneten die Ofenthüren wahrscheinlich in der Voraussetzung, daß das Gas sich entzünden und dadurch das Hans ir Brand gerathen würde. Das zeitgemäße Ein treffen des Hrn. BoUmanu verhinderte nich allein dies Unglück, sondern zwang auch du Einbrecher zu eiligem Rückzüge mir Zurück lassnng mehrerer Packen Kleider, welche die selben in Bettlaken eingewickelt hatten. Einig« wenige Silbergeräthe, ein Revolver und meh rere andere Gegenstände von geringerem Wer lhe wurde» indessen von den frechen Dieber mitgenommen. Diebstähle. Nellie Ford, ein Schwarze, des Diebstahls zweier S 6 werthe Paare Beinkleider beschuldigt, sah sich von Richter Nugent dem Versahren der Großge schworenen überwiesen. Georg Gaither, ein Schwarzer, des Be stehlens der Negerin Lucy Toppen in Nr. 3l Nord-Sharp-Slraße, um eine Steppdecke, eil Paar Schuhe, zwei Westen und einen Roi im Gesammtwerthe von j>l2 beschuldigt, be findet sich feit gestern Abend im mittler« iü Verhörshaft. Unt er sch le ifS kl a ge. —C. B. Bris coe sah sich gestern auf die Anklage, Josepl S. Fink in PiltSbnrg, Pa., K9OOO unter schlagen zu haben, vor Richter Hagerty ge sührl und, da er auf's Vorverhör verzichtete dem Criminal - Verfahren überwiesen. Sa muel I. Lanahan stellte sür ihn Hlo,oo< Canrion. Briscoe belrieb in Nr. 44, West-Lombard straße, als Agent für den „Familien-Zirkel Whiskey" aus Ji-feph S. Fink'S Br«uerei eil Geschäft. Mittwoch kam Fink nach Balti more und forderte ihn auf, mit ihm abzurech nen. Da soll Briscoe erklärt haben, er hab KI4MO, die er ihm habe zuschicken wollen, ii der Tasche gehabl; aber auf dem Wege naä dem CamdenstraLen-Bahnhose sei ihm da< Geld verloren gegangen. Er bot Fink dam einige in seinem Besitze befindlicheWechfel an gab ihm aber keine, weshalb Fink aus belrü gerische Absicht schließen zu müssen glaub»! und ihn festnehmen ließ. Einige Freunde dei Angeklagten äußerten gegen Capr. Miichell das angeblich unterschlagene Gelo sei von ihn nicht zum eigenen, sondern zum Nutzen de> Firma fürDiskonlirungen verwendet worden Ein tödllicher Mißgriff. Eir junger Farbiger, Namens Richard Randolph welcher seit süns Jahren in Frau Southall'i jiosthause an der Ecke von Charles- und Lex ingtonstraße im Dienste stand, war am letzter Freitag damit beschäftigt, die Bettstellen mi> einer Auflösung von QueSsilbersublimat zu begleichen. Damit fertig, stellte er die Flasche worin dieselbe enthalten war, in ein Clojet, Er holte dann sür eine alte Dame, bei der e> wohnte, etwas Whiskey und zwar in einei Flasche, die der Glstflasche vollständig ähnlick war und slellle sie in dasselbe Closet. Am Abend wollte er den Whiskey Probiren, nahm aber aus Irrthum die Flasche mit Sublimal und that zwei tüchtige Schlucke daraus. Trotz aller Gegenmittel, welche sosort angewendel wurden, gelang eS nicht, ihn zu retten. Ei lebte noch bis gestern Morgen, wo der Tol ihn von seinen Qualen erlöste. D o l ch-A ngri ff. Gestern früh kurz nach 12 Uhr wurde der Schwarze John Crea me? unter der Anklage, die Negerin Julie Smith, eine Slraßendirne, mil einem Dolche bedroht zu haben, in Haft genommen und ge stern früh 5 Uhr vom Richter Hagerty nach kuizem Verhör in Criminal-Gewahrsam be ordert. Die Affaire ereignete sich in einem Hause an East-Straße, von wo Creamer das Frauenzimmer, das er mehrmals zu stechen versuchte, mit gezncktemDolche auf die Straße jagte. Grundstücks - Verkäufe. Die HH. Clark K Comp, verkauften amMittwoch auf öffentlicher Auktion das Grundstück Nr. 309, Hamburgstraße. Dasselbe besitzt 14 Fuß Front bei 72 Fuß Tiefe, worauf sich ein Wohnhaus und Laden befindet, und ist einem jährlichen Grundzins von SSS unterworfen. Hr. Wilhelm Weber erstand dasselbe für <9BO. —Die HH. Samuel H. Gover 6- Söhne versubhastirten gestern Nachmittag an Ort und Stelle Grundeigenthum in Oxford, Bal timore-County, 33j Fuß auf der Nordsnte »er Reefestraße breit, 138 Fuß lang und mit einem Wohnhause bebaut, um S7OO bei 531.- 25 Grundzins an den „Immerwährenden Merrimack-Bauverein;" ferner einGrundstück an Duncan-AUey, füdlich von Jefferfonstr., 13 bei 48 Fuß groß und mit einem zweistök kigen ziegetsteinernen Wohnhaufe beietzl, um »700 bei H2O Jahrcs-Trundziiis an Andreas Seitz. Die Lieferung für das Armen haus auf Bay vl ew. --- Bei einer Per fammlnng der Curaloren des Asyls auf Bay view im Bureau des Hrn. Hiß an Sr. Paul- Straße wurden die Angebole für Lieferungen von Rindfleisch, Schöpsenfleisch und Medika menlen für das lausende Jahr eröffnet, und die Contrakte für dieselben den Mindestfor dernden zuerkannt. Michael Albert erhielt den Coutrakt für die Lieferung vonßindfleisch für S! 5 pro 100 Pfund, Louis Turner jun., für Schöpfensleiich 53.50 pro IVO Ps?. Der Contralt für die Lieferung von Medikamen ten wurde den HH. Stockdale, Smith Co. zuerkannt. A n slellun g. An Stelle Johann Lan det's, dcr abgedankt hat, wurde gestern Tdv' mas Finniran zum Polizifteu im mullereu Bezirke ernannt. Tie Beckas s i ne ni ag d ist soeben eröff net worden, und unsere Jäger versprechen sich viel Vergnügen von derselben. Einer dersel ben Hai kürzlich, wie Hr. McComas erzählte, an einem Tage 57 dieier delikaten Böge! er legt. Tie Wilson'sche Schnepse, wie man unsere Bcckassine zum Unterschiede ron dcr gewöhnlichen rothbrüstigen Schnepfe zu Eh ren des Tr. Wilson genannt hat, dcr zuerst auf die zwischen beiden bestehenden Unterschiede aufmerksam machte, macht ihr Erscheinen hier ungefähr in der Mitte des Mär;, aus ihrer Turchreise nach mehr nördlichen Ge genden, und die Jagd ans dieselbe ist im An sang des Maimvnats ziemlich vorüber. Am I. September tritt die elbeZ ihr: Herbstwande rullg nach den Sümpfen von Louisiana und Texas wieder an und wird dann hier in gro ßem Anzahl erlegt. GunpowkerNeck in Har ford-Couniq, sowie mehrere Orte in Prince George'S County sind in unserem Staate die am meisten vonZägern geschätzten Jagdgründe für dieses inleressante Wild. Unfälle. Gestern früh gegen 7 Uhr John A. Price, Arbeiter in B. S.Beir- Pm's Gießerei an Monument-, nahe Consli tutionstraße, das Mißgeschick, daß ihm durch einen herabfallenden Krahnerr ein Beirr ge brochen wurde. Man schaffte ihn nach seiner Wohnung in Nr. 195, Stirlrngstr., wo er dcr ärztlichen Pflege des Tr. James A. Pred übergeben wurde. . Gestern Nachmittag !2 Uhr gerieth Wm. Smith, Biemser dcr „'Nördlichen Central bahn," bei'm Zusammenkoppelu von Kohlen karren in Monument-, nahe Ensorstr., zwi schen die Puffer und wurde am Rücken und decßrust gefährlich gequetscht. PolizistSchleß. mann schasste den Verletzten in einem Wagen nach seiner Behausung in Nr. 6, Clarlsorr's Alley, wo demselben Dr.Thompwu ärztlichen Beistand leistete. Der Arzt hält die Ver letzungen nicht sür gefährlich. Geo. Gough, in Nr. 223, Nord Eden straße, wohnhast, fiel, indem er ein Stück Er sen von einem Prahmen anLocult-Pornl an'S Land tragen wollte, zu Boden und trug einen Beinbruch davon. Er ward in seine Woh nung gebracht, wo Dr. Coskrill ihm ärztliche Hülfe angedeihen ließ. Sch i sfs un fäll e. Die von Mobile, Ala., mit einer Ladung Baumwolle nach Li verpoot abgegangene Barke „Moroco" ist aus hoher See verbrannt. Die Mannschast wurde am Mittwoch nach Havanna gebracht. Die Barle „Arethusa," von Bristol i? England nach Dodoy unrerwegs, ist bei Oha M'rr gestrandet nnd rir Stücke gegangen; zehn Matrosen kamen dabei um's Leben. Fahru Ii fälle.-Ein vor einen Wäger des Backers Meyer Herman in Nr. 21, East> straße, gespanntes Pferd lies gestern in Fat, ette- nahe der Pacastraße davon. An der Eck der Eutawstraße gerreth dasselbe aus Trottoir und zcrtrümmcrte das groö? senster der Hv. A. KH. Albert. Das Pseri trug schlimme Verletzungen davon. TcrVer liist der HH. Albert beträgt etwa 5100. Ein vor einen Wagen des Hrn. Geo W. Cornelius gespannte» Pferd ging in de> Franklinstraße rückwärts in einen 12 Fus tiefen Abzugsgraben. Dcr Wagen wurdl zerbrochen und das Pferd trug derarüge Ver letzungen davon, daß es sür serneren Gebrauä untauglich gemacht wurde. Hr. Geo. W Cornelius wurde ernstlich am rechten Fußl durch ein darüber hinweggehendes Rad ve» wundet. Der Verlust beträgt etwa »100. Tod eines greisen Baltimo re rs.—Richard C. Mason, einer der ältesten Einwohner Baltimore's, starb am Dienstag, in seiner Wohnuug in Nr. 27, Süd-Hightir, Derselbe war im Jahre 1754 in Watertow» Mass., geboren, befand sich also in seinen !10. Lebeuejahre. Er kam im Jahre 1317 nach Baltimore und war seitdem in verschiedener Geschäftsbräuchen lhäiia. Hr. Majori wai bis zum Jahre 1871 einer der Direktoren de, und war niedrere Jahre hindurch alsHirelioi an der „NördlichenCentralbahn" thätig. Mar sagt, Hr. Mason sei eines der ältestenMitglie° der des „Freimaurer-Ordens" in diesem Staate gewesen. Er hinterläßt eine Www« und Nachkommen in der sünsten Generation. Rasche Abkühlung. Zwei Associe eines Ladens an Camdenstr. schloffen gestern früh urplötzlich ihrEtabtissemcnl gerade lang genug, um die Frage, wer dcr Stärkere sei, durch eine regelrechte Paukerei zu entscheiden. Sobald dieselbe erledigt war, schloffen sie den Laden wieder auf, und das Geschäft ging sei nen Gang weiter. Ein trauriger Fal l. —Am Dienstag Abend kurz nach 10 Uhr fand Polizist Krebs in Srockholmsiraße ein Frauenzimmer im Zustande bewußtloser Trunkenheit in dcr Gosse liegen. Dcr Polizist brachte sie aus die südliche Polizeistation, wo mau sie neben den Ösen legte, nm ihre Kleider zu trocknen. Nach kurzer Zeit kam ein Mau» mit einem kleinen Knaben in das Stationshaus und er kundigtetsich bei Lieutenant Hornau, ob nichl eine betrunkene Frau dorthin gebracht sei. Als man ihm die Person zeigte, erkannte er iv derselben seine gesuchte Ehehälfte. Nachdem er trockene Kleider für dieselbe beschafft hatte, erklärte er, die saubere Person habe ihm Alle« Geld genommen, um dasür Spirituosen zu tausend sodaß er nicht im Stande sei, dr< Strase für dieselbe zu bezahlen. Richter Nu gent schickte sie daher am nächsteuMorgen in'i Gesängniß. Au «fuhr. Gestern gingen nach derr Auslande von hier ab: die italienische Bark, „Sr" mit 30,331 Scheffeln Mais nach Sligc in Irland; die englische Brigg „Bride" mi! 1066 Fässern Waizeumebl und 334 Fässer, Maismehl nach St. Johns, Neufundland die schwedische Brigg „Oskar" mit 12,73! Mais nach Newry in Irland. Der Gcsammtwerth der dieswöchigcnWa > ren- und Produitcu-Aussuhr aus hiesigem Hafen nach dem Auslande beträgt 5274,i05 145. DieAklau 's che Damp ferli nie.— Dcr Dampfer „Nestoriau," Copt. Wylie clarirte am 14. März in Liverpool über Hali fax, N.-Sch., nach Baltimore. Dcr Dampser „Moravian," Capiiair Graham, tras Mrttwoch in Portland, Me., ein und segelte gestern weiter. Trockendock für Dampfer. Ein Corre'pondent der „Sun" erkennt die Noth wendigkeit der Erbauung eines Trockendocks für größere Schiffe an, schlägt indessen vor, anstätt eines festen, gemauerten Docks ein schwimmendes Dampsdock zu erbauen, wie dieselben in sast allen europäischen Häfen jetzt benutzt werden. Vermittelst dieser schwim menden Docks können die schwersten Dampser mit voller Ladung aus dem Wasser gehoben und darin reparirt werden. Die norddeutsche Marine besitzt ein solches, mittelst dessen der „König Wilhelm," eines der schwersten und stärksten Panzerschiffe der Welt, ohne Mühe gehoben und trocken gelegt werden kann. Die Anlegung eines stationären Trockendocks ist immer mit sehr bedeutenden Kosten verknüpft und besonders in Häsen mit sehr niedrigen Ufern, wie ja auch das Baltimorer, häufig beinahe unmöglich. Em schwimmendes Dock ist viel billiger herzustellen und kann überall benutzt werden. Der Borschlag verdient je denfalls in Berücksichtigung gezogen zu wer den. Zur Nachricht fitr Seeleute! Vom 20. April an wird das Hintere oder hohe Leuchtfeuer aus Sullivan's Insel an der Ein fahrt in den Charlestoner (S.-C.) Hasen in weiterem Umkreise, und zwar von Nordost nach Süden bis Nordwest sichtbar sein. —Auf der Nordwestspitze der GouverneurS- Jnsel im New - Aorker Hafen ist eine Nebel glocke ausgestellt, welche durch Maschinerie angeschlagen wirb; bei nebelichem Wetter er tönt sie alle zwanzig Sekunden zwei Male in rascher Auseinanderfolge. Eine gleiche Ein richtung ist im Newporter (Rh.-J.) Hafen ge troffen worden. Hier befindet sich die Glocke aus der Nordspitze der Ziegeninscl nnd schlägt alle fünfzehn Sekunden au. Die nicht zur Union gehörigen Cigarren macher hielten gestern Abend in dem Lokale des Hrn. Joh.H.Jung, inNr. 10, Centre-Market-Space eine Versammlung, bei welcher Hr. W. G. McComas den Vor sitz sührte und Hr. L G. Peters als Sekretär suugirte. Das Comite für Verfassung und Nebeugesetze berichtete durch den Vorsitzer desselben, Hrn. I. H, Lex folgende Beschlüsse ein, welche angenommen wurden»

„Dieser Verein soll den 'Namen „Cigarren macher-Gejellschaft von Baltimore" führen. Da einige Cigarrensabrikanten zum großen Nachtheil sowoht der Arbeitgeber,als auch der Arbeiter, Wickelmacher in ihren Geschäften an gestellt haben, Verpflichten wir un« als Männer, in keiner Fabrik zu arbeiten, in welcher Wickelmacher verwendet werden, und daß wir alle mögliche Mittel anwenden wollen, um diesen Miß brauch abzustellen. Alle Fabriken unter der Controle dieser Gesellschaft sollen ihre eigenen Preise reguliren, und diese Regel soll strenge bcjolgt werden. Alle Klagen der Mitglieder sollen ein un parteiisches Gehör finde», ebenso aber auch die Arbeitgeber. Die folgenden Maßregeln sollen getroffen werden, um alle Arbeitgeber gegen weglau fende Lehrlinge zu schützen. Die Lehrzeit soll dxei Jahre dauern und jeder Lehrling,dcr ohne genügenden Gxurrd eine Fabrik verläßt, soll in keine» unter der Corttiole dieser Gesellschaft stehenden Fabrik wieder angestellt werden. Alle Arbeitgeber, welche einen Lehrling an nehmen, sollen den Namen beneiden in ein von der Gesellschaft für diesen Zweck geführtes Bück eintragen und darüber ein Ccrtifikat empfangen, welches bei Ablauf der Lehrzeit an die Gesellschaft zurückgestellt werden mujz. Wir laden alle Arbeitgeber ein, mit uns gemeinschaftlich für die Förderung dieser An gelegenheit zuwirlen, da dies sowohl in ihrem Interesse geichich!, als dem uusrigcn." Tarauf wurden die folgenden Beamten er wählt: Präsident Win. G. McComaS, Vice- Präsident John W. Hagau, protolollirender Sekretär L. Ptters, deutscher protokolliiender Sekretär C. Geschel , Fiuanz-lsekretär loh. Paul, Schatzmeister Johann Scheerer, Dol metscher Heinrich Schumacher. Zu Kuratoren ernannte der Präsident Chas. Flaxcomb, Samuel Everett und R.P.Burns; als vollziehendes Comite Job. Lee, Henry Smith, loh. W.Bremer. E. Groman,Lewis Dillehunt, loh. H. Brand, I. C. Harris, Wm. Fr'.cker und Henry Drale; zu>n Finanz- Comiie Heinrich Mahr, loh. W. Vogler und R. P. Burns. Es ward beschlossen, den be treffenden Arbeitgebern eine cinmouatliche Warnung zu gebe», die Wickelmacher zn ent lassen, uach Ablauf welcher Zeil alle Mitglie der der GeseUschajt aufholen sollen, in solchen Geschäften zu arbeiten, wo Wickelmacher be schäftigt werden, Ein Comiie von Mi!- gliedern, beuchend aus den HH. I. W. Bre mcr, Ca:l Dönges, K. W. Hnmphries, L. G. Peters und H. Lee, zum Aufsetzen einer Ber sassnng wurde ernannt, und die HH. Mahr, Howaid undKiyser wurden ;u einem Comite ernannt, um sich nach einem permanenten Lo kale zur Abhaltung der Versammlungen um zusehen. Die Ansammlung vertagte sich bis nächsten Donnerstag Abend. Der Berein von Veteranen des m exika nischen Kriegs, Soldaten und Seelen ten, kam geslernAbend in des Mayers Amls> büreau zusammen; es präsidirle Hr. Zoseph H. Auddach und als Sekretär fungkte Obeisi W. Louis Schley. Das Comite für desini tive Coustituirung erstattete Bericht, woranj die Wahl der permanenten Beamten mir fol gendem Resultate voige-iommen wurde: Prä sideut I. H. Ruddach, Vice-Präsidenten Cor> nelins Brown und Capt. Wm. B. Howards protolollirender und eorrespondirender Sekre> tär Oberst W. L. Schlev, Finanz - Selreläi John R. Gonld, Kassirer David G. Arzt Dr. H. W. Webster, jun. Den vorge legien Constitutions-Clltwurs nahm man mi einigen Aenderungen an. Nachdem die Ans nähme zwanzig neuer Mitglieder, darnnte! Johann Rntter, Eduard Meyer und Car Ehrmann stattgefunden, vertagte sich die Ber sammlung. Die wöchentliche General-Versammluiii der C o mp. C., Marylä n d e r Caval lerie, fand gestern Abend im Waffensaale Ecke der Praüstr. und Cential-Avenue, statt Capt. loh. Ran führte den Borsitz; Hr. H Kues fuugirte als Sekletär. Tas Protokol der letzten Versammlung wurde vom Seireiä verlesen und einstimmig angenommen. Da Comite für Anschaffung der Monturcu, beste heud aus den HH. M. iiatz und Chr. Knipp staltete günstigen Bericht ab. Hierauf wui de» mehiere neue Mitglieder aufgenommei und das gewöhnliche wöchentliche Exerzitiun vorgenommen. Auf den Vorschlag mehrere Mitglieder erhielt Capt. Rau die Ermächii gung, Behufs Anschaffung der neuen Uniior men mit den Staatsbehörden wegen lieber nähme eines Theiles ver Kosten sich in Ein vernehmen zu setzen. Die Compagnie zähl letzt Btt Mitglieder und gedenkt zur nächste! Mai-Parade 100 Mann in neuen Monturei «O. F.," scierte gestern Abend im totale d> Hrn. Hannibal, Nr. 40, Harrisoiistr., fe> 26. Stiftungsfest mit dem iiblichenßanquet: An der durch den allezeit freundlichen Wii! des Hause« reichbesetztcn Tafel liegen sich ni gefähr 5V Vittglieder nieder nnd waren dur die Erinnerung an die 26-jährige g'.orreici Vergangenheit des Lagers bald in acht liri derlich-gemüthliche Stimmung versetz«. D Groß-Hohepriester Joh.Hoffmeister präsidirt> ihm standGroß-Sckrelär Fall Simson wack zur Seile. Interessante Reden, theils laun gen, theils ernsten InHalles wurden von di HH. Job. Hoffmeister, F. Simfon, Andrei Reuter, Chef-Patriarch, S. Junger, ältere Wardem, C. Rau , Chef»Patriarch , Schmucl, Hohepriester, C. Beiger, Ex-Ch< Patriarch, F. Tauber, Ex Chef-Palriarc und Anderen, gehalien; mancher beredte E gnß floß in Versen aus dem Herzen und crn tele stürmischen Beifall nnd gab zn großerH« terleit Anlaß. Hr. Simson schilderte in kn zen Umrissen das Entslehen des Lagers m pries die AnSdamr der Mitglieder selbst uul ungünstigen Verhältnissen. Ein sinnig Toast auf das Gedeihen der Presse wurde vc Hrn. S. Jünger geistreich beantwortet. Vc den ursprünglichen Gründern des Lagers sii nur noch folgende vier Veteranen ani Leber HH. A. Reuter, W. Zirkel, H. Wolf und H L. Bühler; die drei Ersteren waren anwefen der Letztere durchKrankhettlvelhindert. Di Lager zählt l47Mitgliedcr, eine größere Zah wie im vorigen Jahrs. Ter 27. März lB<i war sein GründnngSlag. Der „Baltimorer Sckützenve ei n" hielt gestern Abend im Schützenparke o der Belair-Road eiuen Maskenball, der wo der letzte dieser an Bällen so reichen Saiic fein dürfte. Der Saal war ziemlich gefüll doch waren verhältnißmäßig wenig MaSkc vorhanden, was wohl der vorgerückten Ja! reszeit zugeschrieben werden muß. Die Mai keit wurden vortrefflich durchgeführt und d Costüme waren im höchsten Grade elegau wie bei allen Maskenbälle», bei welchen H Julius Winkel als Garderobier fungirt. D geringe Anzahl der Masken that dem Bei gnügen der Gesellschaft übrigens wenig Ai bruch, denn die Klänge von Wmter's Musi Corps lockten immeimährend zum Tanze und der Flur des Saales war häufig m tanzenden Paaren vollständig angefüllt. I den Pausen hatte Hr. Elbring, der Verwalt! dxs Schützenparks in gewohnter vortrefflich« Weise für Erfrischungen gesorgt und erst spö trennte sich die Gesellschaft nach einem hoch gemüthlich zugebrachten Abend. Die Lorbeeren des gestrigen Preisschießen auf dem Schützen parke an der B e lair-Raad nelen folgenden Herren zu auf der Ringscheibe Friedrich Kramer, Josep Penniugton und Domenico Gatto; auf de Blättchenschnbe Fritz Hasselhorst, Wilheln von der Wettern und C. F. Rau. Bei'm gestrigen Preiskegeln der W e st Schützen gewannen nachstehende Herrei die ausgesetzten Preise: H. Struth, C. Här tel, Dietrich, Gotljchalk, Linke, Windolf Weidmr und Fischer. Ein Vorbeugung? Mittel ge gen Scharlachfieber. Einem nnse rer Wechselblätter entnehmen wir folgende« Mittel zur Verhütung des Scharlachfiebers welches demselben von Dr. P. O. Cherbon pier von Baltimore mitgetheilt worden sei, soll. Das Mittel bestehi aus: Belladonna Extrakt 2 Gran, Zimmet-Wasser 1 Unze nn! Alkohol 10 Tropfen. Dr. Cherbonnier em Pfiehlt, von dieser Mixtur einen Tropfen fir jedes Lebensjahr des Kindes dreimal den Tal zu geben, wobei er als die größte Dosis 1< Tropfen bestimmt. Dieses Mittel ist wede neu, noch möchten wir unseren Lesern rathen sich unbedingt aus die Zuverlässigkeit dessel den zu verlassen. Die narkotischen Pflanzen gifte, wie Belladonna, Bilsenkraut uud meh rere andere, sind allerdings in der Behandlunc der Krankheitsjlasse, zu welcher das Schar lachfieber gehört, vielgebrauchte Arzneimittel denen man ihren Werth nicht abstreiten kann ob sie hingegen zur Verhütung desselben dien lich sein könnten, müssen wir noch dahin ge> stellt fein lassen. Jedenfalls würden wir iin feren Lesern anrathen, dieselben nicht in Am Wendung zu bringen, ohne vorher ihren Haus, arzt darum befragt zu haben. Theure Rache. Gestern wurde Wm, Rose wegen Mordangriffes aus den Is.jähri gen Sylvester Hogan im Cnmiualgericht« prozefsirt. Der Angriff ereignete sich letzten Sommer auf der Harsord-Road, nahe Hall'S Spring. Rose Halle mit des Knaben Baler einen Wortwechsel, und als er einige Tage später im Rausche Hogan's Sohn begegnete, rächte er die Beleidigungen, mit denen cr vom Vater überhäuft worden zu sein wähnte, mtt Mißhandlung Sylvester's, welchen er mit einer Schaufel auf den Kopf schlug. Ter Knabe blieb nahezu fünf Tage bewust los. Wm. P. Presto» unterstützte bei den Verhandlungen denStaats-Anwalt, während Milton Whitney denAngellagten vertheidigte. Eine Menge Zeugen wurde beiderseits verhört, und nach sorgfältiger Erwägung der vorlie genden Thatsachen fand Richter Gilinor den Angeklagten des zweiten Punktes der Anklage schuldig, sandte ihn au! 15 Monate nach dem County-Gesiingnisse und verurtheilte ihn in die Prozeßkosten. Hr. W. H. S. Vurgwyn, Anwalt des des Todtschlages der kleinen Eva Geis schuldig befundenen Schwarzen John Nichols, zog gestern die von der Vertheidigung gegen gewisse vom Gerichte für zulässig er kläue Aussagen zurück. Todtschlag laiin mit Einsveiruug auf höchstens zehn und min besters ein Jahr in's Gefängniß oder in's Zuchthaus geahndet werden. Wir eiinnern daran, daß James W. Tennis wegen Todt schlagcS des Buchbinders Childs in Balti more-, nahe Hollidaystraße, auf ein Jahr in s Stadlgesängniß geschickt wurde. Ter Mordprozeß gegen Johann Schwarz wegen Ermordung seines Schwagers Caspar Eichelmann, welcher von ihm vorigen Herbst in der Joh. Reitz'scken Wirthschasi an der Washingioii-Road in die Brust geschossen wurde, begann gestern inTowsonlown mit dem Verhöre der Belastungszeugen. Folgende S tr a 112 n r t h ei l e fällte gestern Criminalrichter Gilmor: über Wilhelm Ro'e wegen Mordangrifses auf den Knaben Syl> vester Hogan in Baltimore-Eounty 15 Mo nate County-Gefängniß und Tragung der Kosten; über Wm. Osburu, welcher Daniel O'Dell nahe dem ersten Schlagbaume der Friedcrick-Road aus CharlcS Shivley's Platz thällich angezrissen hatte, SW Strase nebst Kosten. Wegen Lotterieloos-Ve rschlei ßes in Süd - Baltimore,.vor Richter Nugent gebracht, stellten die Schwarzen I. Paine und Amos Waters durch Eduard Kühne von Nr> 328, Mulberryür., und John Slater von Nr. 21, Nord-Broadway, bis zum Beginne dei Criminal-Unlersuchung Bürgschaft. Schadeners atz. —Gestern erkannte das Kreisgericht für Howard-Coumy dem Phita delphier Heinrich K. Baumann, welchen 187( aus der „Pari<rsburgcrZwelgbahn"c>uAug« verletzt und auf Lebenszeit unbrauchbar ge macht wurde, S4oooZ»tschädigung zu. welch die „Baltimore-Ohio-Bahn-Gesellschaft" all Eigenthum der Zweigbabn zu bezahlen bat De« Klägers Anwalt war Milton Whitney Am Mittwoch machte Marie Kohtiß Wiiiwe, und losevh und ManeKohtiß, Kin der von Franz Kohtiß, gegen die „Baltimore Ohio-Bahngesellschaft" durch H. W. Rus im Eommon Pleas-Gerichte eine Klage au 520,000 Entschädigung anhänqig. Frau Kohliß wurde am 2l.Februar 1873, währen er damit beschäftigt war, von der Waage de Werfie Nr. L aus Locust-Poiiit einen Kohlen karren das Geleise weiter hiiiabzuschieben, an geblich durch die Nachlässigkeit von Baynbe öienstcten so schwer verletzt, daß er vier Tag nachher starb. Ve rh ör s - Ausich u b. Tas au Mittwoch angesetzte Verhör in der Klag Geo. W. Rcmp's wider Louis Erpenbeck vom Kläger durch salsche Angaben L 22.51 eilangt zu haben, wurde gestern vom Richte Hayward bis Sonnabend Nachmittag ver schcben. Vor Bund es-Eom ni i s! ä r Ro gers ward gestern das Verhör iu der Aiige legenheil von Moritz und Louis Heilbionu welche angeklagt sind, innerhalb der letziei drei Monate vor ihrer Eonkurs-Erklärum noch Waaren aus Credit enmoninien zn ha den. fortgesetzt, um nächsten Mittwoch wiede ausgenommen zu werden. Geldbußen. Georg Maaser, der a seinem zweispännigen Wagen nur die Con zessions-Nnmmer sür einen Einspänner hatt! ward vom Richter Wheeler deshalb mit S Strafe nebst Kosten belegt. Dem „Kolping - Casino," Nr. 212 un 214, Haisord-Avenue, wurde abermals vor Friedensrichter Hagerty eine Strafe von H 2 nebst Kosten auserlegt, da es ohne Lizense ein Kegelbahn benutzte. Die Gesellschaft behanp tet, daß die Kegelbahn nur von Mitglieder! benutzt werde und deshalb Lizeus-srei >e>. A diesem Sinne ist nunmehr ans des Friedens richters Entscheidung hin an das Gericht ap pellilt worden. Ersichtlich steht mit diese Strasauferlegung eine Veifolgnng von ir gend einer Seite her in Verbindung. Ebens wie andere Privatvereine keine Kegelbahn - Li zenien zu löse» haben, sollte eine solche anci im obwaltenden Falle nicht verlangt werden inimer vorausgesetzt, daß die Gesellschaft kein NichtMitglieder zuläßt. Friedrich März zog sich durch Verweil dnng eines lecken Nachitarrens in Ost-Balii more vom Richter Farlow b 2 Strafe nebj Kosten zu. Der Stadtrats und die öffentliche, FondS. Im ersten Rathszweige fiel vorgestern be kanntlich die Verordnung durch, die ilädli'chei Geld - lleberschüssc zinslragend zu machen, Hr. Seim hielt bei der Gelegenheit eineßede deren Wortlaut, da sie gleichzeitig die Ver ordnnng erklär!,wir uniern Lesern nichl vorenl halten wollen: „Gegen den eigentlichen Zwec der Verordnung habe ich keine Einwendnngel zu erheben. Die Stadt sollte Interessen au ihre Depositen erhalten, salls es nachgewieiei werden könnte, daß es zum Vortheile de Stadt wäre, die Art undWetle, wie die öffent lichen Fonds bis jetzt deponirt wurden,;» an dein. Es ist derLoischlag gemacht worden,dre Banken sür die Depomrung der öffentliche, Fonds auszuwählen. Als Grund hiersü wird angegeben, daß man allzu großeßisiko'i zu vermeiden gedenke; ich glaube aber, di wahre Ursache, welche diesem Vorschlage zi Grunde liegt, ist darin zu suchen, daß mai Banken, denen nur ein kleines Eapiral zu Verfügung steht, m den Stand setzen will mit Banieii, deren Capital der Stadt vo> jeher genügende Sicherheit bot, zu eonkurri ren. Zwei Banken wurden bisher stets al genügend angesehen; eine dritte würde de! Inhabern von Stadt-Obligationen nur Mü hen und Besch rerlichkeilkn verursachen. S heißt es z. B. im 4. Abschnitt der vorliegen den Verordnung, daß der Registrator dafti Sorge tragen soll, daß die respektive» Deposi ten, welche in den drei Banken niedergeleg werten sollen, aus gleicher Höhe stehen. Wer den aber die Depositen in gleichen sniumei vertheilt, so muß natürlich auch die AuSzah lung der Dividenden unler die Banken ver theilt weiden. Personen, welche daher ihr Dividenden ausbezahlt haben wollen, weide! im Unllarcn sein, nach welcher Bank sie ge hcit sollen. Selbst wenn daraus bezüglich Anzeigen in den Zeiiungcn erlasse» werdei sollte», so würde» diese an dem Uebelstand doch nur wenig ändern. Ein großer Thei der Obligationen-Inhaber sind Frauen, di häufig kaum wissen, welcher Art die Obliga tionen sind, die sie in ihrem Besitze haben Solche Frauen wandern dann von einer Ban zur andern, werden schließlich mißmuihig v>rlauieu ihre Obligationen und legen ihr Capitale doit an, wo sie ihre Dividendei leichter und mit wenizer Mnhe ausbezahlt be kcmnien können. Schon viele Obligationen Inhaber haben sich über diesen Umstand be, tlagt, obgleich wir augenblicklich nn> in zwei Banken depomren. Die vorliegende Verordnung enthält di< Möglichkeit, daß die Banken in jedem Jahr! gewechselt werden können. Dennoch müssen die Inhaber der Obligationen sich in jedem Jahre erst erkundigen, wo sie ihre Dioid-nden einkassiren sollen. Viele Personen werden fernerhin, wenn die Verordnung in Kraft treten sollte, keine Obligationen kaufen, da sie die Mühe, welche ihnen die Einkaisirung der Dividenden verursacht, scheuen. Wir müssen in nächster Zeit viele Obligationen sür lo nesFälle',die„VaUey-Eisenbahn.Compagnie" n. s. w. ausgeben und die Käuser sollten er muthigt, anilatt zurückgeschreckt werden. Die Verordnung sagt, daß die öffentlichen Fonds in denjenigen Banken niedergelegt werden sollen, welche die günstigsten Angebote »la chen. Der Mayor und die Präsidenten der beide» Sladlrälhe habe» leine stimme in dieser Angelegenheit und wer bürgt uns da sür, ob diejenigen Banken, welche die höchsten Angeboie machen, auch genügende Capitale besitzen, um die Geschäfte der Stadt zu sichern. Welche Banken werden die höchsten Angeöote stellen? Sicher nur diejenigen, denen das ge ringste Capital znr Verfügung steht und welche sich durch die öffentlichen Fonds aus eine sichere Stuse schwingen wollen. Im zweiten Abschnitte der Verordnung heißt es serner: „Diejenigen drei Banken, welche die höchsten Interessen sür die Benutzung der össentlichengonds osseriren und die genügende Bürgen stellen, sollen sofort die Fonds erhal ten." Kann man sich stets aus die Bürgen verlassen? Wer wild die Bürgen zwingen, ihre Versprechen gut zu machen, wenn Etwa« geschehen sollte? Werden sie nichtAmtrengun gen machen, vo» ihren Verpflichtungen los zu kommen und sich an den Siadtrath wen den, wo sie stelS Politische Freunde, die NichiS zu verlieren haben und uur gewinne» können, zu finden gedenken? Warum wollen wir die gegenwärtige Methode ändern? Ist an dersel ben Etwas au»zuietzeu? Haben die Steuer zahler unserer Stadt schon Klage» laut wer. den lassen? Wenn wir die gegenwärtige Me thode der Deponirnng unserer öffentlichen Fonds ändern, so sollten wir die letzteren nur solchen Banken anvertrauen, welche Steuern zahlen, deren Betrag der geforderten Bürg schaft gleichkommt. Nach meiner Meinung kann das Geld nur solchenßanken anvertraui werden, die über ein Capital von Z 500,000 zu versügen haben und in denen bereits bedeu- tende Depositen niedergelegt sind. Was wird aber die Slad! gewinnen, wenn sie die jetzige Methode ändert ? Der 6. Abschnitt der Verordnung Wagt, dag der Regisliator am 10. Tage eines jeden MonatS in wenigstens drei der täglich erschei nenden Zeitungen eine Uebersicht aller erhal tenen uro verausgabten städtischen Gelder ver öffentlichen soll, dabei zugleich die Quelle an gebend, aus welcher die Linnahmen entsvran gen, wohin die verausgabte» Gelder flössen und wie glotz da» Bilanzkonto ist. Wer wird sich für eine solche veröffentliche Ueber sicht intereffiren? die Steuerzahler sicher nichl, denn diese bleiben, wenn sie die Uebersicht auch lesen, nach wie vor im Dunkeln. Wenn wir Jedem eine Einsicht gestatten wollen, so müs seu wir den Sleuerinahlcni einen deiaillirten Bericht zukommen lassen, sonst können wir sie nicht zufrieden stellen. Dieses würde der Stadt eine jährliche Ausgabe von S6OVV bis KBVVO bereiten und außerdem noch die Anstel lung eines besonderen Schreibers erfordern. Man hat mir gejagt, dasj während des ver gangenen Jahres der Mayor nnd die Stadt räthc KlSü,o>.x> mehr, als vorgeschrieben, zo gen. Daraus gehl hervor, dajz die Interessen der Depositen au dos Finanz. Deparlcmcn« gehen. Bor v>er Jahren konnte das Budget nicht überschritten wnden; hatte man die Grenze erreicht, so hinten die Beiwilligungen auf und die „Eiste Nationalbank" erklärte da mals sogar, das; sie dieDepouirung deröfsen» lichen Fond'S nicht wünsche. Jetzt erlaubt die Stadt auf Steuern, welche vor dem 1. Mai bezahlt werden, einen Diskont von 5 Eis.; bemeii'r dieses aber nicht, daß dieSladt Geld braucht ? Indem ich dieAn gelegenheii auf diese Wciie in Erwägung ge zogen habe, bin ich zur Ueberzeugung gekom men, dafi es der Siadt nicht zum Wohle ge reicht, wenn die Verordnung angenommen wird." Man schritt hieraus zur Abstimmung und die Berordnung wurde, wie bereits gestern er. wähnt, mir .'> gegen 14 Stimmen verworfen. 5>S cdiffSna cvrlldtc«. <Hcrt6NSvert,anv»ungen ler und i!al!>arine i>owlrr l Bollniach pl'Uui Common PleaS -- «Vorßicht« tigung'der Mauer Von ttiiigeri' Hau», SIS. Nock Berichte aus dein Innern des «taateS. (Tod eines Kindes in HagerStown ir Folge von Bor ewigen Tagei starv ein Kino der Frau Tally Eraivford, ar der Ehuichstrajje in HagcrSlown wohnhaft, ir Folge des Genusses von Laudanum. Dil Mutter, welche an den Blattern trank da» niedcrilegt, hatte die Tinktur als Arznei be nutzt, und das zweijährige Kind derselben war auf den Tisch geklettert, auf welchem di< Flasche sich befand und Halle einen Theil dei Inhalts getrunken, woonrch der Tod in kuizei Zeit herdeigesührt wurde. Von» Büchertlsche. Die April-Nummer der mehrfach von uns besprochenen illnsirirten englnchen Zeit schrift liegt vor. Bierzehn süverbe Zeichnungen zieren da» Werk und det belle tristijche Inhalt steht an Reichhaltigkeit keiner flühern Rümmer nach. Alleiniger Agcnr für Maryland, resp. Baltimore, ist Hr. I. A. E. Icrningham, Nr. 13, Süd - Holliday strage. Bon E. Steiger in New-Sjork erhielten wir Nr. 79 des „Deutsch-amerikanischen Cou verialions ' i'euceä.uum" bis „PH. Sqng Physic." Das Werk nähert sich ichnell seiner Vollendung. Ans dem Verlage der Gebrüder I. K E. Kreuzer in Baliiinore liegt „das Leben de« h. Paula vom Kreuze," aus dem Italie nischen von einem Mugliede der Congrega tion der Passionisten sorgsam übersetzt, vor. Es ist mit Titel-Lild verziert und Ausstat tung und Druck gereichen dcr Typographie der HH. K. zur Ehre. Friedr. Gerhard in New-Dork über sandte das 7. Hefl der „Geheimnijie des New- Lebens" von Gustav Lening. Er scheint halbinouatlich. Bon Miller 6- Hiebl in New-Aork er hielten wir „ Deutsches Auswandeierbuch, Hand- und Reisebuch für die Ber. St. von Nsrd-Amerika," von Beruh. Miller, nebst einer Karle der Ber. Sl. Ein jedem Ein wanderer zu empfehlendes Buch, in gedräng ter Weise viel Unterweisendes enthaltend. Baltiinorer <Stadtt!,eater. Heute Abend wird iu der „Concordia" Raimund's herrliches Charakterbild: „Dcr Verschwender" zur Aufführung gelangen. Es giebt nur wenige Welke in unserer deutschen Äühnenliteratür, die an künstlerischem Ge halt dieseSMcifterwerk Raimund'S überragen. An alle unsere Dcnischcn möchte» wir die Aufforderung richten, heute Aliend die „Concordia" zu besuchen. Daß sie mchl un befriedigt nach Hause gehen werden, davon sind wir überzeugt. Vo> lesnnq. Dcr Ehrw. Pros. Carl P. Kran lh wird heute Abend eine Vorlesung in ber drit ten englischen lutherischen Kirche an der Mo nument-, nahe Gaustrage, über das Thema: „Leben auf den dänischen Inseln Westin dieu'S," auf denen er längere Zeit gelebt, in englischer Sprache halten. als „Königin Katharina " Ford's Opernhaus war auch gestern Abend wieder in allenTheilen gefüllt und bevor noch die Vorstellung ihren Anfang nahm, hielt es bereits schwer, einen Sitzplatz zu ei langen. Die ganze Elite unserer Bevölkerung schien sich eingefunden zu haben, um die berübmlc ! Trogodm, welche >etzt schon seil medreren! Jahrzehnten als Herrscherin der englischen Bühue gilt, z« sehen. Zur Aufführung langte Sliakc>veare's Drama: „Heinrich VIII." Hatte Charlotte Culhman schon als „Meg Meriillis" unv als „Lady Macbell," das ganze Auditorium gekesselt, so war dieses gestern Adeud. wo sie die Rolle der „Königin Katharina" in dem Trama levrä fentirte, fast in noch größerem Maxe dcr Fall. Nicht nur nach jeder Scene, in welcher die Künstlerin austrat,sondern »ach ledemSatze, den sie sprach, erscholl ein donnernderApplauS, welcher allerdings störend in den Gang der Lorstellung eingriff. Die Titelrolle ,'aiid in Hrn. Nichols einen würdigen Vertreter: der selbe hatte den Charakter des finstern men. schenfeindlichen Königs bis in die sciusten Nuancen studirt nnd wußte denselben so nttflich uir Anschauung zu brirgen, daß d?r Beifall, welcher ihm zu Theil wurde, sicher ein wohlverdienter genannt werden muß. Auch die übrigen Mitwirkenden, unter denen sich vorzugsweise Frl Rosa Rand und die HH. Larrey, Eberle und ForieSgue auszeich neten, ließen Nichts zu wünschen übrig. Heute wird EhaUotte Cushman abermals als „Königin Katharina" und zugleich in dem Lustspiele „Sampjon K Comp." anf tretcn. Paulluc Lucca. In der uächitcn Woche wird Pauline Lncca unserer Stadt einen Besuch abslal len und Montag Abend zum ersten Äiale im Lereinc mit dcr großen italienischen L)pcr im Ford'schen Opernhause auftre ten. Zur Ausführung wird Gonnod'S „Faust" gelangen, in welchem die Zängerin die Partie des „GreicheuS" repräseutirt. Wäb rend des vorigen Winters war es unseren Kunstfreunden und Kunstlennern vergönnt, Christine Nilssen in dieser Rolle zu bewun. dern; somit bietet sich uns Moniaq Abend eine Gelegenheit, interessante Vergleiche anzu> stellen. Am Dienstag Abend tritt Frl. Clara Loui'i Kellogg in Floloiv'S Mciilcroper „Martha" auf und wird unzweiftlhafl auch in Baltimon die verdienten Lorbeeren crndtcn. 'l>tiltwo!t Oper statt; für diesen Abend sieht „Fra Dia volo" mir Pauline Lucca ans dem Pro gramme. Ter Verkauf der Subscriptions- Billete sür alle drei VoisteUungen schloß stern; heiite wird der Verkauf der Billcte für die cinzelncn Vorstellungen beginnen. Wes noch einen Sitz ni erlange! wünscht, sollte so bald, wie möglich, in Mc- Casfrcy's Daß die Teutschen Baltimores sich an al len drei Abenden zahlreich im Ford'scheii Lpeenhause einsindeu werden, bezweifeln wil nicht. Der Teutsche wird der LandSmännir den Tribut dcr Anerkennung sicher nicht ver sagen. Anton Rubinste,» und Heinrich Lttlenicnvskl. Daö letzte - Konzert wird Heu te, den 26. März, in dcr „FrcimaiirerhaUe' stattfinden. Das Plvgramm für dieses Con zeit, ist, wie folgt: l. Präludium und Fugl von I. S. Vach, Rondo von PH. E. Bach Gigue von Händel nnd Sonate von Scar lalli, Änlon Rubins,ein; 2. Äiic von Wal lace, Fil. Louise Liebhardt; ü. Phantasie sir Violine von Crust Wieniawski', l. „Voge als Propket." „Waium," „Abends" uni „Traumeswilreii," Piecen von Schumann Variationen voii Mendelssohn, Anton Rubiu lun-t," Tarantella, „Ans dem Wassel" nri! »Abende in Wien," Piecen von LiSzi, Anto, 'ltubinstein; "Xvn e Vt?r" und Lied voi Kücten, Frl. Louise Liebhardl; 7. Arie vor Bach und Rondo Gichow von Wieniairski H. Wieniawski; 8. Ballade, Notturno un! Polonaise von Chopin, Auiou Rnbinstein. Zur Wiener Ausstellung. cklSecd sel und (Kreditbriefe. Die bevorstehende Wiener Welt - Ausfiel lnng, weiche am I. Mai beginnt und innth maßlich nicht vor dem 2. Nov. schließen wird hat die Reiselust des amerikaniichen Pnbli kiimS in so hohem Grade entwickelt, daß ill mich veranlaßt sehe, die Aufiiierkjamleit de! Publikums ansdic Ausstellung von Ere dltbriefen zu lenken, nach welchen bei diesei Gelegenheit ein größerer Begehr, als bisher sein wird. Ich habe Viesen Umstand antiei pul und daraus hin die umfassendsten Vorbe reitungen mit ten größeren mit mir in Ver bludung stellenden Vaulhälisern Cnropa's nai/ienllich mit der „Union» Bank" ir Wien, einem der bedeuteudsien Geld Institute Deutschland'S abgeschlossen Wechsel und Creöitdrieje zu den niedrigster Raten bei F. Naine. Hr. Louis Riebe,, macht seinen Freunden die daß e die Gras'sche Wirthschaft in 'Nr. :!20, '<!>lice AiiN-Llraße, käuflich übcruoiuiuen hat uni dieselbe Montag mii einem famosen Lniisch einweihen wild. Die „Harmonie wird Dienstag, den l. Apcil, ein großeSEon zerl in dcr „Concordia" gebcn. Das Pro grainm, welches bei dieser Gelegenheit zui Aufführung kommen wird, besteht ans den gewähltesten Piecen. Der „Hildise-Mäi'.nerciwr" wird Montag, den 31. März, fein erste« Stiftuiigsfcst in Raine's Halle feiern. Dr. (TlauS Brchiner'A ackter Bergener Leberthran wird von Aerzte» empfvdlcn in Fällen von Rheumatismus, Gicht, Abmagerung, Auszehrung und allen Hautgcschwülslcn. Zu Verkäufer KI die Flasche, K für K 5, in allen Apolhc leu und bei den aUcinigeiiAgenlen inAmerika A. Lo geler Comp. (M-) In, Hollidanstraßeii-Tbeater Hill! e!i eine grobe Än,a!>l von erichüllernve^Auftr^ttkN Ebenen dl? Westens verleg! stnd,' das Gelangstlick: „Die Primadomu für und Evnsuinenten < g erü u chcr u rjt w »«o'diund, Sl irren seit toi»ts. vroPlund. Gkrauchcilcs E ch >v c i n e I l e i s ch aller Ai! Lg?" VavenHalter sind c>n!zela>>,i,. lakod Ttt'ciser. Ne. lin? Vciriiigrvii'. W. Larranqer ä?Co., Provisionen-Händler Bratwurstmachcr. Ckabllsfement an der verlangerlen Pennsyl vania-Avenue. «r. KZ, Hanovtr-, Lösen v'erjorql und alle Waaren^/?? «gcniar sür und Fleischer ' Uten sil>en. Wunidiirmc eine SpejialilSr. Po>l-Oince- BoxtiU. iMar,N.tl.4.p) Baltlmorer Viehmarkt. « a l i i m o r e, den L 7. diejc Woche M Stülßindvieh, la'dreS 9 Slück/. " ° ">rcUel Woche des vorigen z- cd w e t n e. Die Zusuhr war diele Woche be deutend schwacher, ali, vorige Woche, und die preise ,en die U>scrch/gclccrt und hob'r, ais in letzter Woche. Wir noiiren guie diS belle m:> Mait gesüiterte Schweine die,e Woche za 7;^—7Zi. Mit -chlemte ge- ja ii'j bis EIS. pro IVO Piund diesc>Woche <7N Stiick gegen 7»IZ Stück letzte Woche und Siiick in derkiben Woche de» vorigen Jahres. S chaal e. Tie Deichte in lrtzler Woche je nach der QuuMa», Die Prelle sür mittcluiäkige und guie Schaale sind Psd. Brutto - Gewicht. .-jusuhr diele W?che Siück gegen lZ8? in letzter Woche und ?»l Stück in derselben Woche »es vorigen Börsenberichte. kerichtu von Wm. Fisker öt Söhnen^ Nr. 3Z, Southftraße. >s nlll IN o re, d!« Mörz. tiilNte d vi' «ng. Berl. dlnf. L nl. Sold Ild!,' - >jcr!tOJu»» «I i<. St. d.?or RZ. - 2!>. - i'j'e? N7'. Aslo Neu Neri > - l' - «l. > Md j;iU Verl k> Nd »i — Howard !ja br ait,... 4>) 4) MeruMßers — va<>rki> t!, «ilojOSr'7S ßa rir k? ,°,c> ÄIIoK 97x - l4>. «l. 7>SZ>» d". ttal,ot,r 'Ä».. 97>, tieniOdioKrl, vulto >.! r PM 97 WMd,;r2.»'9<>^7 «all» vr 9>«>» Il V WMd6rü.'Wajirij, - «ialto l«v 0.. I«7 i«7». WM! ,!: >., >sMemvhj«Vr Sil >Matöin7r' 9« oi V. lto l.'i Sr Z. !, 4 Tan 1.77 - H°>»Vank...! " 5 i.? IZO Lr.»«l 8r j A'. -I i,t ch«.!!,?.... - u'g - « 'ii - liArv'e »?k«obl 124 ssreder Turns ?, Bcriäuie aus der billigen Bolle tc t!,«o Siadtiechlcr lvo t'' »»v»»ß!n.!i »nick. ' I4>^ S.Nvo >vir>>ii»s-Soi!,ols .. ... »>>i l,(0> diiio ditto lv'Birginla.Eoniois, Eoupoue/.. dÄ i.M.Pitttdurg-So«.-«ai.'n».Obi"l' V/ !!^.' ditto ditto ditlo ' " 2,i,<0 diito diilo diito !>/^ i»> >>., ' dito ditto tttl» 3.H"«» I,o»^..Orange Aiex..Bahn-"Lbi.. « 0.Lr.... 1(1 Altien der »Baitimorc-Odio-Bahn" 177^ tlllien d>r..Far»icrS^Merchan>s'Ban!" Bold, ant der Straße jli «er.St.-Sln . b.2o«r, lZÜ2rr U7.^ » » 15k4er 117>t . N 7 , » tSöilce ! B. Cl. neue i, per lleiU U>?^ Ä. «t. iurrcueotier ~,^ M.sjouri tier Han. und >..» D?b'''''''"' I . Tescrr°^.^"^ Mcrckaius' Union Expirh Llt» . Vol. Z. E Eevirat 6 Vudwn Nisrr R. >» Vl!o' Zartem . '. .' ... . . .V.'. .'/.V.V..^.'.'.'.'l^^>. Reling ' Scrip Zllwoig Ecntral ll^>^ Ne>z->>rrftv R Slevrlcnd » Pilisdurg « «ziz Western ..' Priorität ' «-i. R-S-SSlcli.d N.i. und Li. Pau! Ü7X Mll. und Tt. Paul, Tolc!>o und "'" . .''.' ulehr! V ("n r? v n "c. ? n ld cÄu n^!'."ls'o' v. Man, Ar W>, Siid-Broadwav? H st»cl»ter. uc U. L»s.up: Niederlage «r. «ord. Elnkundcri Dollars dezablci, wir lidcm. wclchrr nackwcii't, daß nur die ullergrr,»->?le M.nge Mo,. !>hnim oder Opium in H. RtHtrr? lNti^'l"/^' Muücr, gkdt nur ihn lsurk.i Aindcrn, dann wcrd.t «5r sic blda'ttn: deri.lde crlcichtcrt da« >jadncn H'»dUdn.n killen q. senden Schlaf. - Aeder «slUkeklir !?Ici»c. ' <Murj?.l.ltdw!l'> «altinivre, P,l>. Hohuuu Teufel's S»>r»l!schast»-Tis«t,« Wt S??r!u, .viarray »t b^'tc^Ä^ in Vir. ,ür^«ich.-ad«kot„ Morris ä>: Trimblc^ B-Ilimorcr Purr. u»d anders» MukV«»"»»..!'" Beutel <o^ll!ii«>-Tuchen brüer i?.ua!i!üt An?-r» Marte, bei'm E>u-k oder lü-ch Auitrag -,-Ichnil,.«. werden per Csprc» nach irgend einer Tialtsu der vampssch>s>. oder Eisendadn Linien qeichickt Smur-Maschinen, »ni> Mühienartik«! lm West ,>aU».U„.„u» P. Hanson .his; k Comp., Mvbcln und Äorhange-Stoffe, kkansösischr Zikrathcn ??r. Ii?, Vrord-(sharicSstraße. c«uz12.12M>e.4.p.» t. Ayer's Äirsciicn Vrustmittel gegen L-iten des Halses und der wie Erkäiinnq, Hu sie». Äeuchhuslen, röbreuast. Enl;ündunq, Eiiq ft'N. und zu Gtan'd! minder 4ii»t bat dag »irlchen-Br stlösemil lel diele geiuiirlichen <irankvei!en in «roftcm !hrer -chrc>,nli,c in,klcicri und cm ÄeiuU ron lluan. „locblenhkit durch >hr? todttichen ffoiqen, das. wenn man das Mittel rechtzeitig 'woizl dxqiündrl IN. verliehen. Irdeqami.ie i»N,e das M>ltck«urra lchen uno prompten «mdirunq iiir ivre a>. ezeit tm sidrarle parat hatten, «iran'licj« Steck chuin und Ve.den werden durch di'le rechi.r.ti'oe «or ich« eriprrt. >' ieldst dag Leben gerettet. Ter lallte, der Weiie wird die!. Vorsicht nicht ver.biSum.n batte dae des Tchatzes baldrr. den es Itwähtt^aüejnt in Dr. I. (5 Aver« «omp "vowell. M-ff.. ? VNreudenCbe!»! ker,.. ja »ade,. VVS«?SI« MitUr's dysp o p t i stb - - Ledcr » Invi^orator ikt ein Pflanzen-Präparat wunderbare heilende Eigculchvflk» Dysprpsir und Ge.binch, Ballenkrankhe I t. Äopji^m-lr, Vr. 12, Siord-Yowardfir«, kaufe eine Flasch?, und wenn nach deren Gebraut« .?hr keine Besserung verspiirt. s° wird da« Geld zurückgegeben. D A. I. Miller,Eigenthümer. Baltimore. VreiA AH vro Flasche o er U >l«. >M> ,c,»en für " er » del allen DrvMlN.n und «potbelcrn. t ) Z. « narmorirte Schiksrr-Kamin-Gtstmi,. Fabrik und Berlaustiokal! södw-st-Elte der Pratt- und Fremontstrake >s!>ei! fters einen lertiacn ?orrald von Schiele..,»,' llnien VN Hand. Aufträge ant irgend einen «rük.i ?«jiit weiden achtungsvoll solicitiet. Ti, . R.... «»ieser'Gcsimse-Aadrt« n Baltluisre. <A»riii.UMt,ti>)

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