Newspaper of Der Deutsche Correspondent, March 29, 1873, Page 4

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated March 29, 1873 Page 4
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Ter Teursche Korrespondent. ivaltin-ore, 2V. März 1873. Ttadt Baltimore. Noch eine t?,imrfr?!>nie in Aussicht. Die Anregui g der „Peiinf.-Bahn," nach der Blni-Beendiguuz ler„Union-Balm" und der dadurch bewerkilelliglen Verbindung der „Nördlichen Tentrsl-Bohn" mit Canlon, die Dampfer der Philadelphia-Antwerpener Li nie" auch in Baltimore anl-zeil zu lassen, hat ebenfalls die Aufmerksamkeit der „Balii inoie-Ohio. Bahn" aus die Wichtigkeit der Vcrbindui'g mit dem großen belgischen Hafen gelenkt. Allerdings wurde schon früher diese Saä e be'procheu, aber cs fcheiur, daß erst eine vou der Antwerpecer Rheder-Firma I. Best K Comp, iu Norfolk gemachie Anfrage die Wichtigkeit einer solchen Linie für Ballimore wieder in den Vordergrund geschoben hat. Tie „Sun" will wissen, daß dem ausgezeichne ten holländischen Commodore Jaensen" eine Einladung u. riu der Bremen- Ballimoicr Linie zngeschim worden sei, um uns zu besuchen und sich von der Wichtigkeit 'einer solchen Verbindung zwischen Baltimore und Antwerpen zu überzeugen. Der gleich daraus von der „Sun" zum „belgischen Kommodore" gemachte Hr. Jaenseu wird in >einzem hier erwartet. Wir haben vergebens in dem belgischen und holländischen Verzeich nisse der See-Offiziere nach dem Commodore gesucht und nehmen an, daß der Heir liiir Tl tular-Commodore ist, wiez. B. „Cominodore" Vanderdilt von New-Aork,dcr mehr vom Ei senbahnwesen, als der Seefahrl weiß. Uebri genS ist uns der Herr willkommen, wenn er der Errichtung der Dampferlinie zwischen hier und Belgien förderlich sein kann. Rück frachten sind hier ausreichend zu haben, aber dic Conlnrren; niit Norsolk:c. ist nicht eher ein überwundener Punkt, bis wir eineu Schisfs-Canal durch Queen Ann's, Caroline- Connlh und Delaware uach dem Ozean bauen und dadurch Ballimore dem offenen Meere um 170-180 Meilen näher bringen. (Dic Distanz zwischen Ballimore und den Caps beträgt zur Zeil ISO Meilen, ein Schiffs Canal würde diese Entfernung, so weit cs die Fabrtcn nach Europa anbetrifft, beinahe ganz aufheben.) Daß Baltimore cine vielveriprechende Zukunft hat, ist wohl Allen einleuchtend, aber erst eine schnellere Veihnidung mir dem Ozeane kann uns die Vortheile sichern, welche uuS durch unsere geographifchc Lage au dic Hand gegeben den sind. Der,,Marylar.d-Delaware- Schifts-Canal." Die Gesetzgebung vou Delaware hat soeben im Uuterhausc die Bill zur Jncorporalion einer Compagnie passtil, welche eine» Canal durch Kenl-Co. und Delaware nach der De laware-Bai zu bauen beabsichtigt. Der Ca nal soll eine Tiefe von 2l und eine Breite von 75 Fuß haben uud hegt man die Hoffnung, daß,wenn „Uncle Sam" eist einmal die natio nale Bedeutting des Cana>s erkennt, der Letz tere tiefer, brciicr und sür die größten Fahr zeuge benutzbar gemacht werden kann. Wir bezweiselii übrigens, daß dieser Caual dcr Siadt Baltimore eihebliche Bouheile bringn wird. Zwischen Pool's Island nnd dem Elkflusse ist unsere Bai zu eng und im Wiuler bereitet uns hier nicht nur der Eisgang große Hindernisse, sonder» auch die vielen seichten Stellen sind für die Navigation beschwerlich. Von Baltimore soklie dcr SchiffSweg nach QlieenSlowll mid durch Queen Ann's und Carotine-Co. durch Delaware nach dem Brealwoicr bei Kap Henlopeu führen, wo das offene Meer vor uns lieqi. Ein solcher La ual sollte wenigstens 120—150 Fußßrcite und 25 Fuß Tieft haben. Man veranschlagt die Kosten des Baues eines solchen CanatS auj 15 Mill. Dllrs. Will Baltimore etwas Großes durchirren, so ist hier d e Gelegenheit geboten und wir kommen in unserer Verbin dung mit Europa dem ofseueii Meere um 170—180 Meilen näher. Das Projekt Hai hier viele Freunde, aber die meisten warten darauf, daß die Regierung das Werk baut. Wenn bei der Eifersucht, mit welcher Phila delphia nnd New-Ä)ork auf uus blicken, dabei sich an nus nur nicht das alle Sprichwort be währt: „Hoffen nnd Harren macht Man chen zum Narren!" 112 Adlcbcn des'Staatösekrctärs Sticbtcrs Mason. Gestern traf dicTrauerkunde vom plötzlichen Hinscheiden desAchtb. Richters John Thomp son Mason in unserer Stadt ein. Dcr Tod ereilic ihn gestern Nochmiltag in Elklon, Cecil-Ccunty. Noch am Vormittage war Richter Mason im Kreisgerichie des Coun ly'S, ohne die mindcste Unpäßlichkeit zu sprri. reu, in einem Prozesse lhälig. AIS cr Nach mittags im Hotel bei'm Diner saß, rührte ihn der Schlag und machte binnen wenigen Sekunden seinem an Ehren und Achtungs bezeigungen reichen Leben ein Ende. Der Versiorbeve war eine der hervorragendsten u. angesebeiisteu Periönlichleiien Maryland'«. DaS Vertrauen seiner Mitbürger berief ihn in den Coiigreß; er war Mitglied des Richtcr- CoUegiuiiis des Appellation« - Gerichts in AnnapoliS, unter Buchanau Zollcinchmer in Baltimore und bei seinem Tode Staatssekre tär. Er starb im 59. Lebensjahre; an seinem Grabe Iranern eine Wittwe u. mehrere Söhne nnd Töchter. Ein Sohn ist Associe des Mason'schen Advokatur-Bureaus. DasWette r.— Bis gestern Nachmittag Z 5 Uhr in der hiesigen Station des Signal- Büreaus eingelaufene meldeten von Tuluth starten, vou Brcckinridge und St. Paul ge ringen Schneesall; von iLharleston nnd Indi anapolis heftigen, von Savaunah, Toledo und Portland, Oregon, leichten Regen; von Milwautie, Cinciiiuati, Louisville, Nash ville, St. Louis, Cairo, New - Orleans, Montgomery und Burlington drohendes und von Fort Garry in Mamioba sich auskläreu» des Wetter. In Baltimore stand gestern daS Thermome ter aus s>l, in St. Paul aus 25, in Cincin nati ous 60, in Memphis aus 5!», in New- Orleans aus 70, in St. Lome aus 60, in Ke oliik aus ü2, in Omaha auf 47, in Dululh auf 33, iu Fort Gariy aus 26, in Rochestei aus 4.'>, in Buna!» nus 51, in Detroit aris4v, in Chicago aus 411, iu Milwauk'e auf 46, in Philadelphia ans!>o, in Boston aus 5.0, in Piltsburg aus 61, in Charlcston aus 56, in Lyiichburg aus s,'>, i« Leaveuworth auf 56, in Aiigiiua aus ,'>6, ui Monlreat auf 35, in Quebec aus 33, iu Corinne aus 53, in Sau Franzicco auij 58, in jicy West ans 83, in ««alneston aus 73, uud IN Jndianola auf 79 Grad. Bei Cincinnali stieg dcr Ol io 63 und fiel dei Piltsburg 23 Zoll. Bei St. Paul stieg der Mississippi 13, bei Davenport 1 und bei Memvhis 5 Zoll: bei tteolnl fiel er 5, bei VickSburg l und bei New-OrleanS 1 Zoll. Vou Nashvitle wird ein Sleiaen von 24 Zoll gmieldel. Wer ter an s s ich te n,— Fallende Tem. pcralur, Südostwind, drohendes Weller und Regen für heule. Gegen Abend heileres Wet- Die im Stadtrathe durchgefallene Verord nung zur Deponirung der städti schen Ueb er sch ußge l de r in solchen Banken, die dafür die höchsten Zinse» zu zahlen bereit sind, wird voraussichtlich wie derholt zur Debatte lommcn. Am Lautesten sind sür die Verordnung die Cloqueure der „Credit-Mcbiliei"-Partei, die Vertheidiger von Colfax ch Co., Murphy, Casey u. s. w., die Parleiivlndbcutel, welche während der hie sigen Kncw - Nothlug- und republikanischen Wirthschaft die Steuern verdoppelten, wäh rend sie uutcr demokratischer Regierung seit 1867, bei kostspicligenßauten, einer größeren, zum Schule gegen das Rausboldthum noth weudigeit Poluei und einer Umgestaltung al ler Weithvelhüünisse um kaum 10 Cents pro Kl6o gestiegen sind. Der Schlaufuchs vom „American" findet in den jederzeit zu öffent licher Prüfung ossenliegeiiden Büchern des Stadtrcgistratois daß ämSchlusse von sechs speziell genannten Monaten deö Jahres er hebliche llebm'chüssc i» der Stadtkasse vorhan den waren. Daß der Stadt - Einnehmer mo natlich abrechnet und Anfangs der Monate Polizei, Schuüehrer, Stadtbeamte u. s. w. ausbezahlt werben, daß in den ersten Wochen eines jeden MonatS große Geldsummen sür den stadlischen Haushalt u. s. w. nothwendig sind, verschweigt cr; das winde die Bilanz gegen das von ihm mit den Haaren herbeige zogenen Argument zu wesentlich verringert haben. Trovdem haben wir Nichts gegen die Hauptzüge der besagten Verordnung und es mag auch möglich, oder wahrscheinlich sein, daß über die »tosten dc« Annoncirens der mo nailichen jtassenberichie hinaus eine Kleinig keit übrig bleibt, aber wohl opponiren wir dieser Verschachnung der städtischen Ueber schußgeldcr an die Meistbietenden „drei" Ban ken, ohne Rücksicht aus die Capacität der Letz tern und ihre Befähigung, die Munizipalität ini Nothfälle, wie es yäufig geschieht, auszu helfen. Wir erinnern uns 'mehr als einer Ge lkgenheit, wo die Siadt erhebliche Summen bedurfte, die in kleinen Banken, welche allen sallsige Ueberschüsse sowieso nur zum Wucher benutzen würden, schwerlich auszutreiben ge wesen wären. Tie Stadt mö»e selbst den Zinssatz bestiniweu und sich die Auswahl der Bauten vorbehalten. Die Stadigclder kön nen nicht benutzt werden, um schwache Ban ken auf die Beine zu helfen, ebensowenig um dem Wucher Vorschub zu leisten. Äcin Kauf mann. der auf alle Exigenzcn vorbereitet fern muß, beult daran, von leinen Depositen-U» ticr'chüsscn von Tag zu TagZinsen zu verlau fen; cr rechnet iur darauf, daß die Banken zvin bei Bedarf u>r i lediigstcn Rate aushel fen, ohne ihn zu nöthigen, den Wucherern jchwere Zinjen zu zahlen. Die weitern Ver sackie kes bnagirn die li.tegulät d.r liädtistten Verwajtiii'.g zu verdächtigen, sind jt'i.ier iverlh. Uebeihaupt ist daS Garne nur e>n Schachrua, um Var'ei- Kapital für die Herlmwohlen zu gewinnen. Die Gegner greifen noch jedem Strohhalme. Sie sind beule Moral- und Temperenz - Pre diger, (in wclch' letzt-rcr Branche sie das Möglichste keistc» nnd fogar Unglücksfälle wie eS noch soeben ihr Oraan bei cinem armen Deutschen that, dessen Tod er benutzte, um, ohne Rücksicht aus die bcdaucrriSwcrthe Familie, für die Temperenzler Kapiial zu machen—,) morgen Kuow - Nothings und Hcrrgottsleute.nm am nächstenTage die ärgüe Conuption zu bcschönigcu und Colfax, AmcS e- Comp, zu vcigölteru. Dcr Ralh iolchcr Hvpokrilen ist keinen Deut werlh u. die Stadt wird sich deshalb bei der endgültigen Entschei dung über dic vorliegende Verordnung nach eigner Einsicht und nicht nach der Jener rich ten, deren ganze politische Vergangenheit und Gegenwart Lug und Trug sind. Den kleinen Kläffern, die dcn großen nachbellen, geben wir inzwischen den Rath, wcnn sie absolut das harmlose Vergnügen dcs BellcuS habcn wollen, sich einmal aus dcr emrupten sphäic ihics Wirkung-kreneS hcrauSzubegeben und wenigstens imofcrn ihrem Vorbeter gerecht zu werden, daß sie Persönlichkeiten aus dem Spiele lasse», oder wciin sic sich cinmal zu solchen veistcigcn, wie der „American" cs neulich that, auch das Ameudc folgen lassen. Selbst der Parieiklatsch hat seine Grenzen, Seren llebcrschrettunz oft wohl nurj deshalb nicht geahndet wird, weil er ans Quellen lomml, die harmlos im Sande verrinnen. Ein guter Vorschlag. DaS neue Congreßmitglied des 3. Distrikts, der Achtb. W. Z. O'Vrien, zeigt an, daß cr die Anmel dungen sür die von ihm zu besetzenden West 'Loint- n. AiniapoliS.Cadelstelle» allgemeiner Competilion übergeben nnd die Entscheidung eincr geeigneten überlassen will. Das gibt Jedem '-e tuir cl>an>:e.' Die seit einiger Zeit vorbereitete "L-trolina läse Ilisursnc-e hat sich vorgestern endgültig orgauisirl. Als Präsidcut wurde Hr. R. B. Colcman, als Viec-Präsident Hr. Edwin Wallcrs, als Generalagent Hr. Geo. K. Wilmcr erwählt. Al» Exekutiv-Camite fiingire» die HH. James Knox, I. L. Stieff und Major CHS. McCann. Das Direklonum besteht aus den HH. R. B. Colcman, Edwin Waller«, John L. Stieff, S. Sand» Mills, JaS. ttnox, E. Knabe, R.M.Powell, John M. Miller, Isaak R. Trimble, Sam. White, N. A. Hupptuan, Ths. R. Clendin. nen, W. H. McCoy, M. I. Nallcy, Wm.E. Wood, I. Cloud Norris, Washington A. Danslin, Joh. T. M. Orndoiff, Joh. A. Robb, Capt. John W-Torsch, ChS-MeLann. Samuel R. Smith und John R. Stoke». Die neuc Gesellschaft wird sofort ihre Thätig keit beginnen, uud der Charakier der Herren, die sicln'SLebcn gcrufcn habcn, bürgt fürcinc gute Verwaltung und stellt dem Erfolge das günüigste Prognostikon. Eizbischof Bailey kehrt nächste Woche zu ! rück. Er verließ St. Auzustiue, Florida, am 24. d. MtS. Das F r iih j ahr Sgesch ä ft ist uoch sehr fliii. Inzwischen sind die Waarenlager wohl gefüllt und diensteisri se Prinzipale und Com mis stehen bereit, die Kunden zu bedienen. Gestern kamen mehrere Kunden aus de» Züs staaten und hier und dort wurde es lebendiger, aber im Allgemeii.eii sind wir heule noch sehr gegen frühere Satire zurück, wozu allerdings der anhaltende Wuiier das peinige beigetra gen haben mag. Ei n e Faini l i e, di e n nt e r ein e r fixen Idee leidet. — Im „Weißen Haufe" in Washiuglon erschien Mittwoch, wie wir gestern berichteten, eine ans Vater, Mutter und Sohn bestehende Familie, welche Zulritt zum Prändeuteu verlangte. Als mau sie fragte, was sie bei'm Präsidenten wollte, eizc.hlte sie, daß vor Ii fahren ein Mmd ver übt worden sei. von welchem die Behörden je doch Nichts wüßten. Tic Familie wollte da her zum Präsidenten und demselben die nähe ren Umstände mittheilen, damit die Schuldi gen bestraft würden. Da das Benehmen der üente ein sehr auffälliges war, fo brachte man sie nach dem Hauptquartiere der Polizei, wo der Vater, als er nach seinem Namcu gefragt wurde, sich Louis Schaaf nanutc uud zu glei cher Zeit angab, daß er vou Ballimore käme, wo er in Nr. 62, Ost-Baltimorestr., wohne. Als man ihn nach den näheren Umständen der Mordthat besragle, erzählte er, daß seine beiden Stiesjöhne Heinrich und Friedrich Schaaf im Jahre 1862 ihre Tanie (dicSchwe sier der Frau Schaaf) von Piitebnrg nach Baltimore brachten und sie in letzterer Stadl in einem Hause an der Mullilinstraßcermor deten. Seit dieser Zeit erscheine der Geist der Ermordeten dem >ungsieil Sohne (deijeuige, welcher die Eltern begleitete) in jeder Nacht. Alle Drei litten augenscheinlich an einer fixen Idee und wurden in eine Zelle gebracht, wo sie wählend der Nacht einen furchtbaren Lär men machten uud den Riif-„Mord!" ausstie ßen. Mehrere Poliziilen begaben sich in die Zelle. Kaum aber hallen sie dieselbe beireten, als die drei Irrsinnigen Pistolen, Messer und Hämmer hervornahinen, um sich zu vertheidi gen, weil sie glaubte», daß die Polizisten sie ermorden wollten. Erst nach großen Anstren gungen gelang es, die Rasenden zur Ruhe zu bringen. Ais man in dem Hause Nr. 162, Osi-Bal timorestraße, zwischen Canal- und Edensir., Nachfrage hielt, erfuhr man, daß die Familie daselbst seil sechs Moualeu in zwei Hinter zimmern gewohnl habe. Das Leben, welches Bater, Mutter und Sohn während der Zeil, wo sie iu jenem Hauie wohnten, geführt hat ten, war ein sehr einsiedlerisches gewesen. Jh reu Lebensunterhalt erwarben sie damit, daß sie für hiesige Herren - Garderobeläden arbei teten. In ihr Zimmer ließen sie Niemand kommen. Ihre Abwesenheit von Baltimore war Keinem ihrer Stachbarn bekanntgewor den, da die Letzteren den Glauben hegten, daß die Familie so zurückgezogen wie sonst lebe. Vorgestern Abend gegen 8 Uhr langle die Fa milie in Begleitung zweier Polizisten von Washington hier an und wurde nach dem Bü reau des PolizeimarschaUS geführt. Hüls«, marschall Frey lheille den Washingtoner Po lizisten mil, daß er Nichts sür die Familie thun könne, und ertheilte Schaaf, sowie dessen Frau und Sohn den Rath, nach ihrer Woh nung in der Ost-Baltiinorestraße zurückzukeh ren; dieses Anerbieten nahmen sie mit großer Freude au und verließen das Büreau des HülfSmarschalls mit vielen DaukSergüsse». Dii Leute erschienen ganz vernünftig zusein und außer der siren im Beircss der Mordthat, bemelkte mau iu ihrem Wesen vor gestern Abend nichlS Aussältiges. Während sie sich in Washington aushielten, wurden sie vou mehreren Aerzten untersucht. Die Letzte ren schienen sich sür diesen Fall außerordent lich zu intcressiren, da sie sich keines Falles erinnern lounicn, wo eine ganze Familie un ier einer und derzelben fixen Idee litt. Zwei Buch >! abeu ats Retter.— Vorgestern sollte John F. Green unter der Anklage deS Unlerichleiss und der Bestehtung von Gran Judik, Viehhändlern au der Lalverton-Road, im Criminalgerichte prozes sirt werden. Der Angeklagte war früher Buchhalter der genannten Firma und ist zur Zeil in gleicher Eigenschaft in einem anderen Geschäfte in derselbe» Gegend des westlichen Stadttheils angestellt. Sein Beitheidiger, Hr. Milien Whitney, reichte gegen den ersten und zweiten Puntt der Anklage die Einrede ein, stall des Wortes ''t'rleuäuleutl.v" (be trügerischer Weises stehe "tleeu«l>.-iltlv" dati». Der Gerichtshof hielt die Einrede unter Hin- Weisung aus ähnliche Enlfcheidungen anderer Gerichtshöfe aufrecht, worauf der Staats- Äiiwalt die Kassirung der Anklage anord nete, und der Angeklagie freigelassen wurde. Der Mörder des Brooklyner (N.-H.) Goodrich soll sich seit Sonntag srüh in Ballimore aufhallen. Gestern er hielten alte Polizisten besondere Weisung, auf einen Mann, Namens RoScoe, den man für den Mörder hält, zu fahnden, und wurden im! dessen Signalement bekannt gemacht. Er ist 5 Fuß 7 Zoll hoch, 38 Jahre alt, hat schwarzes Haar und schwarze Augen, lrägt einen hellen Rock und geht mit den Füßen einwärts. Gruudstücks-Verkäuf e.—Die HH. Clark K Comp, verkaufte» das Grundstück von 15 Fuß Froule bei 245 Fuß Tiefe, auf welchem sich das Wohnhaus Nr. 58, Lan caslerslr., befindet, um die Summe von KW grundzliisftei an L. Sheeler verkauft. Die HH. Samuel H. Gover ä- Söhne vcrsnbhastirteu gestern Mittag Hl Uhr an Ort und Stelle ein Grundstück aus der Ostseiie der Castle-Alley, 114 südlich von Madisonstraße, 36 Fuß breit, SIH Fuß laug und mit eiuem ziegelsleiuernen Wohnhause, einem Schlachl- und Eishause bebaut, um K 2575 an Frau Barbara Albrecht. Die HH. Trego Kirkland veräußerten gestern Nachmittag an Ort und Stelle das 124 Fuß breite, bei 130 Fuß Länge bis Brunc-Allcy durchgehende und mit K 25 Jah rkö-Grundzins behaficic Grundstück Nr. 3',5, Franlliii-, zwischen Brune-, und Fremontstr., worauf ein zweistöckiges ziegelsteineriiesWohn hauS vorn und ein dit'.o am Hintergäßchcn stehen, um KlO5O an Gottlieb Thater. Grundzins - Auktion. Die HH. Samuel H. Gover K Söhne Veräußerken ge stern Mittag jl Uhr an Ort und Stelle einen Grundzins von K 61.25, welcher aus dem Llj bei 89j Fuß großen Grundstücke an der Süd- Ost Ecke der Äiadisonsiraße und Castle-Alley lastei, uin K 775 an Äarl Dümling: sodann einen auf dem südlich von und neuen dem vorige» gelegenen, 50 bei 89H Fuß haltenden Grundstücke ruhenden Grundzins von >45 um H 650 an Georg Göbelein. F tei schsta»d - V e r k a uf. Die HH. Samuel H. Gover K Comp, veraultionirten gestern Vormittag an Ort und Stelle den Fleiftersland Nr. ZI aus dem Belair-Marllc nur »245 U an Linbioy Gürtler. Die„Maryland-Pe n n s y l v a n i c r Eisenbah n."—Die Betair-„Acgls" sagt! „Tici'c Eijendahn steht im Begriffe, eine Per bindungcbahu mit der „Nördlichen Cential- Bahu" von der Nähe von Towsontown bis zu einem Punkte in der Nähe des Nelaq- Houies zu bauen. Nach Beendigung die ser Arbeit, sagt man, wird das Jnzenieurs- Corps in die Nachbarschaft von Belair sich begeben und die Streckenbestimmung bis zum SuSguehanna eifrigst belreiben. Die Strecke von Towjontown bis zur „Nordlichen Cenlrolbahn" ist augenscheinlich in ökonomi scher Beziehung eine sehr prakti che Maßregel. Durch diele Verbindung ist mit cincni Male cine billige Einfahrt nach Ballimore herge stellt, und die Ausgaben für Land-Enischädi guiigcii und kostspielige Bahnhofszcbäude können auf eine Zeit veifchsbeu werden, wenn die Einnahmen der Bahn dieselben rechtferti gen." Die Beamten und Delegaten verschiedener Sparvereine Bal timore'« versammelten sich gestern Abend in dem Lokale des Hrn. Zippriau, Nr. 77, Camdenstraße, um über die Bildung einer Union sämmtlicher Vereine dieser Art zu be rathen. Hr. Möllmann sührle den Vorsitz und Hr. Daniel Meufel fungirte als proto kollircnder Sekretär. Mehrere Vereine, deren Repräsentanten bei der letzten Versammlung nicht anwesend waren, waren vertreten, und auf gestellten Anlrag wurden die HH. Wilh. Seip, Geo. Plack und Z. Deibel dem in dcr vorigen Versammlung ernaniilcn constiluiren« dcn Comilt zugefügt. Nach längerer Debatte wWde beschlossen, daß das Comile sich am nächsten Fieilag Abend 8 Uhr in dem Lokale des Hrn. Zipprian versammeln und über die nöthigen Schrille berathen sollte. Am darauf folgenden Freitag wird dann wieder in dem selben Lokale eine General-Versammlung statt finden, in welcher die Berichte und etwatgcu Vorschläge des Comite's entgegen genommen werden sollen. Der große Auszug der hiesigen Slämme des „Verb. Ordens der Roldmän ner" soll nun doch am 12. Mai stattfinden. Man wollte Anfangs einen andern Tag wäh len. Einladungen sind bereit« nach anderen Orten ergangen und die Anordnungs-Comi le'ii halten häufige Zusammenkünfte. Die unter der Direktton des Prof. Volck stehende e>l° äi-i") Mulberry-, gegenüber Calheoralsir., hat einen so außerordentlichen Aufschwung genommen, daß kaum allen Schüler-Anmeldnngen begeg net werden kann. Hoffentlich wird das In stitut nach Beendigung des Baucö der neuen Musik - Akademie dort cine neuc Hcinistäilc uud größere Räumlichkeiten findeu. Wohl nur wenige Herren haben sich hicr cin giößercS Verdienst um dic Förderung der Kunst erwor ben, at« gerade unser Landsmann Prof. Volck. Kirchlicher Zwist.—An der Ecke der Madiwn- uud To vusendstr. befindet sich eine Methodlstenkirche (nicht zu verwechseln mit der südl. Methodisten - Kirche au der Ecke der Madlson- und Prestoustr.), die unlängst in der Perlon deS Ehrw. I. H. Dashiel von der Üonsecenz -inen neuen Prediger zugewiesen erhielt. Nun ziebt die Gemeinde aber den jianzelleduer Dr. Hatfield vor und die Wei gerung deö BischoseS, diesem Heirn die S'elle zu geben, hat viel böses Blut gemacht. Der Sleeit dauert noch sort, aber schließlich werden sich wohl die Geinciiideg'ieder sägen und aus cinLahr mir dem ihnen von derConferenz aus ollroiMen Prediger vorlieb nehmen müssen. Morgen begeht die kaih. jinche den der (nächsten) Charwoche vorausgehenden Pas sio ii Sj onnt a g. In gebranchlichkr Weise legen die Kirche» das Trauergewand an, das "'uleirue I'-.il'ue" und andere Doxologicn wer den anSgelüssen und der GotleSdieriu ist ge eignet, die Gläubigen auf die heil. Woche vorzubereiten. Co nfirmal i o n. Doniicrslag Nach mittag wurden in dcr protestantisch-bischöf lichen St. Lnle'S Kirche am Fraikiit,- Square, Ecke der Calcystraße, vom Bischos Whittlllghaiii, nachdem er über die Bedeu tuug der feierlichen Handlung an die Coufir maiide:: eine Ansprache gehallen, 63 Perfo- 2B männlichen und 35 w'iblrchen Ge jchlechls, worunter eine Auzabl Kinder, durch Hand-iuflcgen cousirmirt. Der Altar war mit den köstlichsten Blumen geschmückt, uud zu beiden L-euen desselben standen Kandela ber mit je sicbcn breimeiideii Kerzen. In der römisch - katholischen St. Peter'S Kiiche, Ecke dcr Poppleton- und Hollinsstr., wird die 40-stüii d i ge A n dach l morgen beginnen. WWMW^MUS? l werden die Borsteher des Johns Hopkins'schen ! Spitals dem deutschen St. ZosephS-Hospitale aus der Ecke der Caroline- und Heffmanitraße aus Einladung des Borslandes des Letzteren einen Besuch abstatten und nächsten Mittwoch uach New.?)oik reisen, um die Einrichtung der dortigen Vanptspitäler kennen zu lernen. Der Borstand des „Baltimorer Sch ützeuv er e l ns" hielt gestern Abend seine gewöhnliche wöchentliche Sitzung. We gen der heutebeoorstehendeiiAbrelje eesSchüt-' zenmeisiers, Hrn. F. Hassethorst, welcher ei nen Ausflug nach Deutschland beabsichtigt, sand dieselbe nicht bei Hrn. Lorz, sondern in dem Lokale des Hrn. Hesselhurst in der West- Baltimore-, nahe der Fremontstraße , statt. Der Wchützcnhanplmann, Hr. Carl Lemluhl, der vor einiger Zeil einen Armbruch davon gelragen, war zur Feier dieser Gelegenheit zu gegen. Nachdem die üblichen Routmege ichäfle abgemacht waren, vereinigten sich die Anwesenden zu einem srohenAbichiedSfesle, bei welchem Hr. Hasselhorst sich als Wirth von der liebenswürdigsten Seile zeigte. Verschiedene Reden wurden gehallen und viele Toaste aus gebracht. Unter den Rednern eröffneten der frühere langjährigeSchützcuhauptmanii,Gen. L. Blumenberg, den Reigen. Er erwähnte zum Eingänge, daß er sich noch wohl der Zeil erinnere, als Hr. Haffellhorst zum ersten Male iu der Schützcngescllschasc sein Erscheinen ge> machl. Er habe es ihm damals gleich ange sehe», daß er aus einer alten Schützenfamilic stamme und selber das Zeug zu einem lüchti gen Schützen >n sich trage. Und wie habe sich diese BorauSsetznng erfüllt! Hr. Hasselhorst, dessen alter Batcr, dem ersetzt nach langer Äb Wesenheit in Frankfurt einen Besuch abzustat ten gedenke, Schützenmeisler eines oec ältesten Bereite Deutschlaud'S sei, habe sich selbst zu dieser Würde emporgeschwungen und jei einer der tiich'igsten aktiven Schützen der „Baiti morer Schützengefellschaft," eine Zierde des Vereins in jeder Beziehung. Er gehe jetzt hinüber in das alle theure Baierland und kön ne deu Brüdern auf der andern Seite deS WeltmeeleSLericht darüber erstatten, daß auch hier, im Adoptrovaterlande, deutsches Wesen uud deutsche Gebräuche in Ehren gehallt» werden, daß auch hier, wie dort, das Schüt zcuwcsen grüne und blühe. Möge er einen freundlichen Gruß mil hinübernehmeu an die Schützenbiüder Deutschland's nnd ihnen sa gen, daß auch wir hier im jungen Lande noch immer stolz ans unsere deuifche Herkunft seien uud uns bemühen, dem denifchcn Namen Ehre zu machen. Zum Schlüsse wünschte der Red ner dem Scheidenden eine glückliche Reise und eine sroheWiederkthr iu deu Kreis der Brüder, die seiner steiS mil kameradschaftlicher Liebe gedenken würden. Nach Hrn. Blumenberg sprachen noch die HH. Lemkuhl, der jetzige Hauptmann, und Hr. Requardt,der Sekretär der GeseUschast, uud mehrere Andere, worauf Hr. Hasselhorst in einer dankenden Rede er widerie. Zu einer späten stunde wurde die Gejellichast plötzlich durch die Töne ei ner fröhlichen Musik iiberralcht. Es war das Musikeorps der Schützen, welches unter An führung feines Dirigenten, Capt. Winter, ge kommen war, um dem scheidenden Schützen meister ein Siändchen zu bringen. Auch sie wurden rn's Haus genölhigt und betheiligten sich an dem frohen Gelage, bei welchem die Herren Schützen bewiesen, daß sie nach altem deuischeu Brauche den Humpen fo gut, als die Büchse zu führen verstehen. Erst bei'm Graue» des Tages trennte sich die muniere Gesellschaft; es wurde sogar vorgeschlagen, so lange beijammen zu bleiben, bis Hr. Hassel horst sich an Bord des Dampfers „Leipzig," der ihn der alten Heimath zuführen solle, bege be» müsse, uud ihm dann iu eoi'i'uro daS Ge leite zu geben. Letzten Mittwoch Abend wurde Hr. Hassel horst auch vom „Liederkranz?," dessen Mit glied er ist, mit einem solennen Ständchen veehrt. Seine Reife tritt er in Gesellschaft feiner Gattin an. Wir rufen ihm: „Glücklicheßeife, viel Bergnügen und fröhliche Heimkehr!" zu. Versammlung d e r C o m m i s 112 i o n zur Correktion des PatapSco. Die Commiision zur Correktion desPatapSco, bestehend aus den HH. Maqor Joshua Ban > sant al« Vorsitzer, John W. Garrel! und I. Hall PleasantS hielt, vorgestern Mittag um lS Uhr eine Versammlung im Büreau des Majors. Die Commission erkannte den HH. Morris k CummingS von New - Aork de» Contrakt zur Ausgrabung und Fortfchaffung von 500,000 Kubik - Ellen aus dem Biewer. ton-Canal für 22j Cents pro Elle zu. Die Commission bestimmte ferner, daß Vorschläge für die Enlscrnung von 260,000 ferneren Cu bis-Elleil enlgegengenommcn, und das dies in deu Zeitungen annoncirt werden sollte. Dies wird, wie man anuimmt, den Biewer. ton-Canal vollenden, und daOberst Craighill, der Bundes-Jngenieur, welcher mit Anssüh. lun g der hiesigenArbeilen belraut ist, im näch sten Monat Augebote aus Arbcileu im Craig hill.Tanal entgegennehmen wird, so glaubt er, daß im Laufe dieses Jahres das ganze Fahr- wasscr von FortMcHenry bis zur Cbesapcake-! Bai mit einerTiefe bei mittlerem Wasserstande von 24 Fuß vollendet werden wird. Die Ver sitzung, welche vor Kurzem beide Zweige des Siadtratbs pafsirte, die weitere »200,000 für dic Erweiterung und Vertiefung des Fahr wassers bewilligt, wurde am letzten Dienstag vom Mavor bestätigt. Vorlesung im „Peabody-Justi t u t e." —Dr. Unger hielt gestern Nachmit tag nn „Pcabody-Jnstuute" abermals eine sei ner Vorlesungen über die deutsche Literatur. Da» Thema seiner Vorlesung bildeie diese? Mal der Dichter Heinrich Heine. Der Vor leser schilderte zuerst tu kurzer aber trefflicher Weise das Leben Heinrich Heine'S und ging dann zu einer Besprechung der Werke diese« Dichters über. Schließlich las er mehrere Gedichle aus dem „Buch der Lieder," einen Abschnitt au« der „Harzreise" undßruchslücke aus den „Wintermärcheu" uud aus „Atta Troll" vor. Am nächsten Freitage wird Dr. Uiigcr in englischer Sprache eine kurze Ueber stchl vber das ganze Feld dcr deutschen Litera tur in einer letzten Vorlesung geben. Eine sehr interessante Voctejung über das „Lebeuim dänisch e n W e sti ndi e n" wuroe gestern Abend durch den Ehrw. Dr. C. P. Krauth von Philadelphia in der dril len engliicheu lutherischen Kirche an der Mo liumeutstraße vor einem gewählien Publikum abgehalten. Der Redner besuch» vor einigen Jahren die drei Inseln «-t. Thomas, Santa Cruz und St. John und gab eine lebendige und treue Schilderung seiner Eifahrungen in diesem paradiesischen Theile de» mexikanischen Golfes. In der Einleitung erläuterte dcr Red ner feiueErlebrnsiealS "I-el'turer" u. erzählt?, wie er im 18. Lebensjahre an Fell's Point in Baltimore eine Vorlesung über „Frauen" gehalten habe, die cr jetzt bedeutend verbessern könne. Sein zweiter Vortrag über die „Thor heit der Weisheit" dürste auch letzt mil einer Erfahrung von 30 Jahren eine große Um wandlung erleiden. Spätere Erlebnisse auf dem VorlefunzS gebiete wurden mit Humor geschickt bchandctt; dann kam dcr Rcdncr aus die Urfachen, wa rum die däuifch-weltiudifchen Inseln von den Nordamerika»»» nichl häufiger besucht wer den, zu sprechen. Der vor einigen Jahren von der Ver. Staaten- mit dcr dänischen Regierung abgeschlossene und vom BundeSie ualc verworfene Kaufcontrakt bezüglich der Inseln wurde gebührend belenchiet und dic Nothwendigkeit einer HandelSstation für die Vcr. Staaten in dcn mexikanischen Gcwäf scru einleuchtend erläuteri. Geographische Verhältnisse, Kultur, Religion und Abstam mung der Bevölkerungen der Inseln kamen dann zur Besprechung, wobei der Redner ein fleißiges Studium bewies. Die centrale Lage der Insel St. Thomas, deren Ha'en und Besestlguugsfähigkeit wurden besonders hervorgehoben und aus die Pflicht dcr Ver. St.-Regierung, dort eine Handels-, Schiffs- Uiid Militär-Station zu clablueu, hingcwic. scn. Dr. Kraulh war 9 Monatc aus Sl. Thomas uud hatlc Gelegenheit, mil den Ver hätinissen der Zuständc Wcstindicn'S sich ver traut zu machen. Drastisch war feine Schil dcrung dcr Secreifc von New-Aoik nach st. Thomas, welche 9 Tage aich'eli uud manches Angenehme und Unangenehme bot. Die „Kunst," in der Stadt Thomas einen Hans hall zu führen, die Reize der Natur wnrdcn anschaulich beschrieben und über die Vortdeike und Nachihtikc des Klimas iverthvolle Auf schlüsse gegeben. Em Bergleich der auf den Inseln wohnen den Raccn endigie den umfassenden Vortrag. T>>e Anwesklideu wurden durili die lebendige Borsielluiigsweise des R-dnerS bis zum Schlüsse gesesselt. Ehe der Bortrag anhob, gab Hr. E. Sites ein Lrgel-Lolo zum Be sten, auf das ein Konzert mit folgenden Ve sangS-Piecen folgte: „»omm'.hell'gcrÄeiil!" Quartett der Tameu House und Grüner und der Herren ttcrr und Richardjon; „Zu spät", Solo v. Frau Holt; „Engel-Stimmen" und zwei Duette der Damen Holt und Grüner. Personal-Notizen. Dr. A. E. Gibion, Geistlicher der bischöflichen Methodi sten-jUrche, liegt seit einigen Tagen bedentlrch ertrankt darnieder. Bischof Merrill, Mitglied der bischösli chen Methodisten-Kirche, reij'te gestern srüh nach mehrläzigemHierseiri nach New-Zork ab, um in der am Mittwoch beginnenden ostlichen New-Z)orler Couferen; zu präsidiren. Sein Wohnort ist St. Paul, Minn. Kürzlich sühitc cr auch in der Peuusijlvanicr Eonsereuz deu Borsiti- Au s Anua P 0 li S. Die Einnahmen der Eaual - GeseUschast haben ihren Ansang genommen, doch war der Betrag derselben während der leylen Woche ein nur sehr gerin ger, nämlich H 554.74, welcher sich auf die ver schiedenen Einnahme - Stellen in folgender Weise vertheilt: WilliamSport S2lO, George town K7.SI, Hancoock K 175.61, Georgetown SZ7O.Bb. Bor Bundes-Commissär Ro gers wurde gesleru die Anklage gegen Georg Äaidle, in Hope-, zaniHen Arsquithstraße und ein Reklifizir-Geschäft ohne Bundes - Eonzeision nnd ohne Führung des nach den Bundesgesetzen erforderlicken Buches zu belreibeu, uutcrjucht, und einige Zeugen verhört. Frank H. Hardesty, Hülss-Steuer Assessor, besuchte vor einigen Tagen Waidle's Platz und sand dort zwei Fässer mil Wildtirschen- Branntwein, der aus Pfirsich - Branntwein geäuderi war, und 20 Fässer spirituöjer Weine (liigli vines) über dem erlaubten Alkohol grade, die er saisirte. Frau Waidle sagte ihm, der Wildlirschen - Branntwein sei sür Kranke bestimmt. Zeuge kostete den Branntwein und fand seinen Geschmack sehr angenehm, besser, als den des PfirsichbraiinlweinS. Win. Thompson, Ex-Sieuer-Afsessor, ging am 7. März in des Angeklagten Lokal und frug,ob er Kuschblanntwein bekommen köuue. Er kaufte i Prute, die ihm ein kleines Mäd chen gab, um 16 Ets. Am nächsten Tage bekam er von des Mädchens Batcr selbst eine gleiche Quantität. DaS Faß, auö dem er den Branntwein ablieg, war mit „Pfirsich- Branntwein" markut. Thomas E. Childs, Hülssileuereinnehmer des Z. Bezirks, erhielt den Auflrag, eine Bc» fchlaguahine Hrn. Waidle vorzunehmen, und saisirte zuerst cm Fag Kirschen - Brannt wein, späler noch 20 Geinnde Spirituosen. Vertheidiger Findlars machte gellend, die wilden Kirschen seien ohne des Angeklagten Einwilligung in das Faß gethan worden. Minna Waidle, 12 Jahre alt, sagte aus, sie habe letzten September wilde Kirschen ge sammelt, ohne Wissen des BaierS den Spundzapfen des sraglichen Fasses herausqe non.mcn und die Ziitichen hineingeihau. Der Zeugiil Schwester und einige andere Mädchen gingen mil ihr hinaus irr« Freie, um die iiirschin vom Boden aufzulesen; ein Mädchen tletterie auf einen Baum und schüttelte die Zweige. Zeugin that die Kirschen mir in ein Faß; der Kirichenbranntwem jollle bei Erkäl tung und Husleu gebraucht werden. Der Batcr sagte feiner Familie, man solle >a Nichts verkaufen, und verkaufte auch keinen solchen Braniilwein. Zliariauue Viieder sah, wie Minna die Kir schen iu'S Faß that; als darüber beiragt wurde, saqte sie, Bater und Mutter würden sie deshalb nicht schlagen. Auch Margarethe Schnitzker, die im Waidle'jcheu Hause wohnt, war dabei, als Minna die Kirschen in'S that. Nach Erwägung aller durch das Zeugen verhör consiarirten Thatsachen wies Couimii sär Rogers unter der Bedingung, daß Waidlc die Kosten trage, die Klage ab. Diebstähle. Den Neger Philipp Wilkerson nahm Donnerstag Abend die Poli zei, weil cr Walson, Dorsey 6 Comp, auf Locuft - Point um eine Quauiität Muldenei sen bestohten und dasselbe in e>nem Prahmen bei Seite geschafft haben soll, in Süd-Balli more fest, und der Arrestaul erwartete im süd lichen Stationshause sein Verhör. Charles Johnson, ein schwarzer, soll dem Neger Geo. W. Richaidson im „Car rollton-Hotel" ein Paar Sliejeln im Werthe von K 5 genommen haben, weshalb ihn Rich ter Hagerty gestern in Cri.rnnal-Arrest absüh len lieg. John Randolph, ein Schwarzer, des Diebstahles eines Henrietta Boutdin gehöri gen Spiegels im Werthe von »6 beschuldigt, soh sich gestern sestgenommen und vom Richier «taylor bis Montag Nachmittag zum Ver höre eingesteckt. Georg Gaither, ein Schwarzer, befindet sich ans Richter Eggleston'S Beifügung feit gestern im Gesängnisse, um sich wegen ange schaldigter Bestchtung der Lucy Toppen in Nr. 31, New-Churchstr., um eine Steppdecke und andere Gegenstände im Gesammtwerthe von Sl2 criminaliter zu verantworten. Freigesprochen. Gegen Hrn. Emil Srockhauien von Nr. 345, Lightstraße, lagen zwei Anklagepunkte wegen angeblicher Ueber iretung des Dampfkessei-JnipekiionS-Gejetze« vor; Arstens sollte er das Gewicht des Sicher heits-VeNtils geändert haben, was mit S5OO Strafe zu ahnden wäre, und Zweitens einer Weisung des Inspektors bezüglich des Zu standes des Sessels nicht nachgekommen sein, maS für jeden Tag des Fortbestehens dieses Zustandes K5O Strafe nach sich zöge. Inspektor James B. Sanner hatte ihm eine Conzefsion, die einenDruck von 80 Pfund auf den Ouadlatzoll gestattet, ausgestellt; er sagte au«, das Ventil-Gewicht sei entfernt worden, um mehr Druck zu erlaube». Richler Gilmor gab über die Sache ein lange» Gutachten ab und sprach den Ange klagten frei. Schadenersatzklagen. Im Com mon Pleas-Gerichte ist zur Zeit ein Prozeß der Lizz e Flaherty gegen Capt. David C. LandiS und dessen Ehefrau Josephioe C. Lan dis von Nr. 143, Boltonstraße, im Gange. Die Klägerin wurde voriges Jahr auf Bettet ben der Verklagten, bei denen sie diente, we> gen angeblicher Auzündung des Hauses der selben verhaftet, mußte im August fünf Tage sitzen und sah sich dann vom Richler Gilmor freigesprochen. 3ctzt fordert sie wegen angeb lich böswilliger Verfolgung K5OOO Entfchädi gung. Im Silpenor-Gerichte baben die Witt we und Kinder JameS Keefe'S, welcher vor einiger Zeit nah- Washington, D. C. während er liächuichcr Weile über das Ei senbahn - Gclcisc ging, von den Waggons der „Balliniore-Ohiobabn" übcrsahre.i und getötet wuide, die Bahngesellschast durch A. Worth Spates auf »25,000 Enifchädigung verklagt. Nach einem kürzlich erlassenen Ge setze des Distrikis Columbia müssen alle Bahnzüge innerhalb des SradtwcichbiloeS langsam fahren; einer Uebütrctnng dicscr Be stimmung wird Keefe's Tod Schuld gegeben. Eine schießln st i g e Negerin.— Eine Negerin, NamcnS Leach Williams, wel che ni der Nähe des westlichen Schlltzenparkes wohnt, wurde gestern Abend vom Polizisten M. Connolly verhaftet, wc>l sie angeblich ei nen Versuch gemacht hatte, dem W. Mo gan das Leben zu nehmen, indem sie ein Pistol auf denselben abfeuerte. Morgan beschuldigt das Mädchen, daß sie, ohne daß cr ihr eine Ursache dazu gegeben, dcn Schuß auf ihn ab gefeuert habe, wätirend da« Mädchen aussaft, daß er sie verfolgte und angriff. Sic habe dann ein Pistol auf ihn abgefeuert, glücklicher Weife entging Morgan jedoch icdec Verlet zung. Richler Nugenl überwies Leach liams dcm Verfahren der Großgeschwoienen. Wegen LotterielooS - Verlau fes gerieth John Moan von Nr. 26, Ches uutslraße, gestern in Hast und stellte bis heute VeihörS-Bürgschaft. Dieselbe Anklage brachte gestcrn Georg

Goß von Nr. 66, Süd-Howardstr., in Haft, ans der ihn Jakob Müller von Nr. 189, Ost- Madison-Itraße, durch §lOOO Caulion bis zur Vorladung vor's Criminat-Gericht vor läufig bcftenc. Vier dcs Haltens von Spiello ka l e n Angeklagte standen gestern vor dem Lri minal-Gerichie und erlangten die Verlegung ihrer Prozesse nach Towioutown. Jeder »ellie inzwischen KIOOO Caulion. Ihre Namen sind Charles McDonald, Georg Sauner, John ?)oung und John oder Edward Jump. Des Spiriluoseri-Ausjchaukes an Mi norenne in Nr. 17, Nord-Llberlystraßc, bezüchtigt, ward gestein John Clarke von Capt. Lcpwn arreurt und vom Richter Bell gegen Uniersuchungs-Lürgichasl entlassen. Bränd c.—Gcstcrn Morgen um 410 Uhr brach in dem Engros Spirituosen - Geschäfte deS Hrn. G. Noseiiseld in Nr. 102, Lombaid straße, ein Fener an«, indein cinc Dcstillir blaie platzlc. Ein Neger, welcher sich in dem Zimmer vefand'wo die Explosion sich zutrug, erhielt eine erhebliche Verletzung an der linken Seite, wo ihn cin «lück dcr cxplodicten Blase traf. Der Fußdodcn und einige kecre Fässer geriethen in Biaud, derselbe winde jedoch vom Poliziilen Weirauch und Hrn. Davidson un. terdrückt, bevor die Feuerwehr aus dem Platzt anlangte. Der Schaden, welcher durch Ver sicherung gedeckt ist, belauft sich auf 5150. Vorgestern Abend um i>2 Uyr brannte eine mit Heu gefüllte Scheune, welche den HH. Ortwrne K Robinson gehörlc, an der Wafhinglon - Road nieder. Verlust SI2OO. Man vermuthet, daß die Scheune durch dic Funke», welche au« dcm Schornsteinc einer vorbcifahecndcn Lokomotive kamen, in Brand gcucth. sch > ffS i> nsä lle. Am Abeuoe de» 26. März sank der Schooner „Fauiiie Kirk brldge" süns Miellen unterhalb Smith'S Point; die Mannschaft winde von dcr in die hohe See auslaufcndcn Brigg „Proteus" gc retict und befindet sich jel-t am Bors dersel ben. Am 17. Marz stieß der von hier dort an gekommene Dreimaster „Star os Hope," Capt. Lritle, im San Franzteeo'er Hasen mit der Barle „Oatiaud" zniamme.i, wurde auf der Steuerbordjette hinter dem Haupita telwerk genossen, die Regetiugen und Schauz kleiduug zertrümmert, drei Stieper zcrdro chcn, die Leibhölzcr zersplittert, ein Theil des Takelwerls und die Jüiten weggerissen, und sonstiger Schaden angerichlct. Der „Lak land" büßte seinen Klüverbaum ein, trieb in dte See hinaus und ward zuletzt aus der Höhe von Point Lobos gesehen. Der englische Schoouer „Ann Grieve," Capt. DcSmond, am 27. Februar von Ponee, P. Lt., nach Baltimore abgesegelt, wurde am 22. Marz total zum Wracke; einen Theil der Ladung rettete man und brachte ihn nach Nassau. Dieselbe bestand aus 203 Oxhosien und 20 Fässern Zucker. Die „Ann Griese," ein Fahrzeug von 111 Tonnen, wurde im Jahre 1860 zu Dumbarion iu Schottland gebaut und gehörte nach Sidney. Der Mittwoch Abend von New - ?)ork tn Norfolk, Ba., eingelaufene Tampfer „Old Dominion," Capt. Waller, berichtet den Untergang d:S Liovincelowner Schconers „Oda M. Dyer," Capt. Andrew Cobb, in der Chesapeake-Bai, welcher ain Nachmittage genannten Tages Uhr sechs Meilen ostsüo östlich von Smith'S Insel im sinkenden Zu stände angetroffen wurde. Sobald Capt. Walker de« Schooners Lage entdeckte, sandle er feinen HochboolSmann mit sechs Matrosen an Bord, damil sie bei'm Pumpen helfen soll ten, und nahm den Schooner in'S Schlepp tau. Um 5 Uhr verstopften sich die Pumpen, und de« Schooners Mannschaft wurde nebst den Leuten des Dampfers am Bord des Letz teren gebracht, und der Bersuch gemacht, das Fahrzeug nach der Hampioner Rhede zu bug streu. Allein iu der Nähe des Shoe sank der Schooner ; der Dampser büßte einen großen Theil feiner Halse, die cr rasch kappen mußle, stürm, und die See ging hoch. Der Schoo ner war nebst der Ladung etwa K 15,000 werlh. Ob das Fahrzeug versichert war, ließ sich nicht ermitteln. Armbruch.—Gestern Nachmittag 2 Uhr stürzte Peter Lippen von der Berandah der elterlichen Wohnung in Nr. 321, Süd-Boud stcaße, in Folge des morschen Geländers nnd brach den rechten Arm nah: dem Handgelenke. Dr. Ehrich behandelt den L-jahrigen Knaben. läheS Ableben. Gestein Nachmit tag gegen 3 Uhr ging die 22-Mrige Negerin Mane Johnson daheim iu Nr. 251, Mont gomerystraße, während sie auf einem Stuhle saß, jähling« mit Tode ab. Dr. Donavin hielt dafür, daß sie eines natüilichen Todes gestorben, und sah von der Leichenschau ab. Tod des Deut scheu Friedrich Stiuger. Der alte deutsche Schmied, Friedrich Stinger, der vor einige» Wochen in Belair versuchte, seinem Leben ein Ende zu machen, indem er sich die Lnstiöhre durch schnitt, ist am letzten Freitag seiner Verletzung erlegen. Derselbe ist >ui wahren Sinne des Wortes Hungers gestorben, da die Natur sei ner Verwundung ihn am Hiiiunierschlnckeu von Speis:« verhinderte. Todesfall. Robert Roß, der vorge stern mit Tooe abging, wird heute beerdigt. Er warSohu des berühmten alteu Tom Roß, des ersten Hock coastabler» Baltimore'S und ein eitriges Mitglied der „TempcrenzsLhne." Ertrunken. Heniy Riardon, 28 Jahre alt, aus Irland gebürtig und Matrose der englischen Barke „Crimea," erlrank Don nerstag Nacht an Gibiou's Werste. Gestern srüh hielt Corouer Sulzer die Todtenschau, deren Wahlspruch aus „zusällig ertrunken" lautete. Die Leiche ward aus Sladtkoslen be erdigt. Ein- und Anssuhr. Gestern kam die däniiche Brigg „Fylla" mit 285 Tonnen Salz von Liverpool hier an. Es segelten nach dem Auslande von hier gestern ab: die engl. Barle „St. Lawrence" mit 1563 Fässern Waizenmehl, 250 do. Maismehl, 200 do. Brod, 222 do. Pökel schweintsleijch, 250 do. Erdäpfel, 50 do. Theer, 425 Schesseln Erbse», 600 do. Mais. 10,000 Psd. Schmalz, 1060 do. Talg, 4000 do. Talgllchter, 436 Gall. Fettöl, 2500 do. Kohlenöl, 15 Ozhft. Taback, 503 Psd. Fabr. Taback und 300 Faßböden nach Dewerara; die russ. Barke „USko" mit 34,285 Schesseln Mais nach Queensiown in Irland; die engl. Barke „George M. Jones" mit 33,829 Schef feln MaiS nach Londonderry; die norweguche Barle „Ason" mit 30,160 Schesseln Mais nach QuecnLloivn; der Schoouer „Speed well" mil 607 Tonneu Kehlen nach Sr. Tho mas. A n k,u uf t des Da m p fers „L uc il l e."—Der Dampfer „Lucillc," Capt. Hall, traf gestern mit 204 811. Baumwolle, 224 Fässern TerPenlinipiritiiS, 275 do. Harz, Theer und 10 do. Pech voll Wilminglon, vt.- C., hier ein. Der Dampfer „Leipzig," Capt. Jäger, tritt heute Nachmittag Punkt 2 Uhr ftlae Rü.ckfahrt nach Bremen an. Schiffsnachrichte«. Der Dampfer „Falcon," Capt Haynie, lam gestern von liharlefton, t, Ii 112 st Barle Ehurnstde, brach am l>l. Februar von Tral-e in Snxland nach unserem Hafen Die russische Barle „lennie," Capt. Bjorl-iuist, lam am 14. Mar, von Ballimore in Dublin. Irland, an. na?m am w Genua Ladung naH Die Barl- .Sari Suftav.-- Sapt. Eiifvafi, flach am IL März von Live Pool nach hier in more ausgelaufene Fahrzeuge, die Barle „Heroine," nach Martinique, »er Treimast r .Nodur.» nach Ou enstown, und die Briggs .Soiiumeren," nachtu. Haöl-ll.» nach Westindi-n bestimmt. Nach Baltimore bestimmt, suhren gestern folgende an der Festung Monroe, il!a . vorbei: die Gerichtsverhandlungen Wallen, At richt —tVor den Richtern Daneis, Lindsao und Bisbov j Frcderick und Isabella Tvson, ! Wilhelm kredS inehst Wm, G Lini>aq>, Alerander Woift, Nancy Williams, »ijiihelm »>rcbs «nebst Li, G. fon >kN.(»ov>,Filarie liiisad-ih Krebs l?svo>. iyricd- KroU itdward isvtlliams valh. rine Der Mordprozeft »n Ueberführ ii ng Schwarz's des Mordes im zweiten Grade. Der Prozeß gegen Johann Schwarz we gen Ermordung des Kaspar Eichelmann wurde, wie bereits erwähnt, vorgestern im Kreisgerichle für Ballimore Counly vor den Richler» Richard Grason und James D. Walters und dcm Staatsanwalt I. F. C. Talbott aufgenommen. Die Thatsach:» die fer Affaire haben wir schon früher mitgetheilt, lassen sie aber des besseren Verständnisses hal ber, uoch einmal solgen Schwarz und Ei chelmann waren Schwager, da der Letztere des Mieren Schwester heirarhete. Beide trasen am 15. Dezember in dem Lokale des Petcr Reitz an der Washingtoner Road, ungefähr 5 Meile» von der Stadt, zusammen. Schwarz drohte Eichelmann durchpeitschen z» wollen, woraus Letzterer erwiderte: „Wenn Du Dich mil mir schlagen willst, so laß uns auf die Straße hi»ausgch:ii." Beide verließen das Haus und gcrieihen in cine Schlägerei, welche damit endete, daß Eichelmann seinen Gegner niederwars. Hieraus trat eine scheinbare Verhöhnung cin und sic begaben sich wieder in das Lokal, wo sie kurze Zeil anscheinend in größier Eiulracht zusammen blieben. Als Eichelmann aber fongehen woUie, fai,te Schwarz, er wolle sich noch einmal mit ihm schlagend Eichelmann erklärte sich damit ein verstanden und beide nahmen ihre Schlägerei aus'S Neue aus. Plötzlich zog Schwarz ciu Pistol hervor und feuerte dasselbe aus Eichel mann ab, welcher sofort Niederfiel, dabei sei nem Schwager noch zurnfeud: „i)a hast mich getödtet, aber ich vergebe Tir!" Man brachre den Verivurideten nach dem Hanse seines Va ters, das sich in der Nähe befand. Hier staib er am 31. Dezember. Dr. Jackson Piper nahm cinc Post - Mortem Untersuchung mit dem Leichnam des Verstorbenen vor und zog die Pistvleokugel, welche Eich?!iua»ii's Tod verursacht hatte, hervor. Es wird behauptet, daß die Anllagebeqörde den Beweis sühren kann, daß.Schwarz schon vorher geäußert habe, cr werde seinem Schwager das Leben nehmen. Ei» Mann, Namens Weber, war bei der Schießassaire zugegen und ist ange klagt, Schwarz bei dcr Ermordung Eichel maun'S behülflich gewesen zu sein. Die Hp. R. I. Gittlngs und R. R. Boarman waren als Anwälte für Schwarz und Hr. Wm. Grason als Anwalt sür Weber erichienen. Nachdem die Zeugen ausgerufen worden wa ren und die Äuklagebehörde und die Verthei digung sich bereit erkläit hallen, den Prozeß aufzunehmen, beantragte Hr. GiltingS, daß die Anklage gelheilt und Schwarz, wie auch Weber, >edcr für sich prozcssirt werde. Hr. Talbott erhob Einwand dagegen, aber der Gerichtshof entschied sich sür erne Theilung. Die Aullage wurde hierauf verlesen und au Schwarz die Frage geiieUl, ob er „schuldig oder nicht schuldig" lei. Schwarz erwiderlc iu festem Tone: „Nicht schuldig!" Dcr Au geklagte wurde alsdann gefragt, aus welche Weise er prozeisirt werdeu wolle. Anuait seiner, entgegnete Hr. Boarman: „Durch ein Geschworeneu - Gericht." Al« Geschworene wurden darauf folgende Herreit gewonnen: IgnarirrS Crager, JamcS Bond, George C. Griffirh. I. Ällison, JamcS H. Wilson, 10. scph Schneider, Charles Roby, Adam Cibriit, Charles Lynch, Karl H. Mann, Charles Ce'ckey und Franceö B. Lawreuson. Hr. I. T. Ci,for von dcr Anllagebchörde hielt als dann die EröffnungSamprache an die Ge schworenen, worauf Hr. R. I. Ettlings von Seilen dcr Verteidigung folezte. Als der Letz tere geendet, nahm dasVerhör der Belastungs zeugen seinen Ansang. Am Donnerstag schloß das Zeugenvcrhör Abcnds 43 Uhr. Gestern srüh vcgauueii die Verhandlungen um 9 Uhr wieder. Die Ent lastungszeugen saglen hauplsächlich zu Guir sten des guten Ruses des Angeklagten aus uud bekundeten, daß Schwarz, als cr die That be ging, betrunken war. Johann Weber, als Hauptlhciluehmer an dem Morde iu AnlUgeslaud, wurde von der Vertheidigung als Zeuge osserirt, und als die Äuklagebehörde dagegen Einrede erhob, er klärt das Gerichl snne Aussagen sür zntäisig. Johu T.Ensor eröffnete die Plaidoyers vor den Geschworener! im 'Namen der Anklage; dann pleudirten die Vertheidiger Gitting- und Boarman, und nachdemStaalö-Anwalt Tal bott das Schlußplaidoyec geendigt hatte, zo gen sich die Geschworenen um H 2 Uhr zurück. Gegen 4 Uhc kehrten sie iu den Saal zurück und brachien emen Wahrspruch auf '2lcord zweiten Gradesein, empfahlen jedoch zugleich den Gefangenen der Gnade des Ge richtshofes, welch.'! denselben bis zurlliiheils sprechung nach dem Gefäugniffc zurücksandte und sich bis heuie früh vertagte. Berichte aus dcm Inner» deS Staates. (Der Kohlenhandel von Cumberlaud n. das Ende des Aasstandes der Boolsührcr.) Die Kohlenveriendung von Cumbeiland für die am 22. März enceude Woche belief sich aus 33,K6l Tonnen 16 Ctr., oder 2489 Ton nen und 2 Clr. mehr, als in derselben Woche des vorigen Jahres. Im Laufe des lahicS bis zu dem Datum wurceu 288,950 Tonnen und 16 Clr. oder 57,286 Tonnen und 16 Ztr. mehr, als in der entsprechenden Periode »cs Jahres 1872 versandt. Hiervon wurdeu 266,637 Tonnen und 9 Ctr. durch die „Bat limore-Ohio-Eiseiibahn," 21,536 Tonne» u. 8 Crr. durch die„Pennsylvanier Centralbahn" und nur 782 Touiieu und IS. Ctr. auf dem Canal transportirl. Die unvorausgeschcne Abnahme in dcm Kohieutranspori auf dem Canal zu einer Jahreszeit, welche die gümlig. sie in der bisherigen Geschichte des tzumbcr tänder Kohlenhandels zu weiden versprach, ist dem Ausstände dcr Boolfühicr zuzuichlcideu, wclchc eine Erhöhung deS Frachttarifs vou 10 Prozent verlangten. Die Äohleiicom pagnie'u doleu feil Beginn des Auslandes eine Erhöhung von 5 HentS pro Tonne, doch wolltc» die Bootsührer bis auf den letz ten uichl darauf eingehen. Duich ein Ab kommen ist die Sache jetzt ausgeglichen. Es fand cine Abstimmung aller Boorführer mit Ausschluß dcr Führer der den Gesellschaften u. Bootbauern gehörigen Boote stall, die fol gendes Resultat halle: Es waren 106 Srim inen für Annahme des AnerbieienS dcr Roh lengefellschaften uud 87 dagegen. Die Ver jchissuugei! haben demzufolge gestexu Wieoer begonnen. (Tie Resignation eines Bahnbeamteu.) Hr. William M. Randolph, Agent dcr „Bal timore-Ohio - Eisenbahn" in Cumberland, hat seine Entlassung eingereicht und wird am I. April von seinem Posten atmeten. (Erdstur; in Allcgany Connty.) Ein bcträchlticher Erdstuiz fand am letzlen Mon tag Morgen an der Linie der „Pittsburg. I Waihington-Baltimore-Eiseubahu," etwa 50 Meilen von Cumberland statt. Es ist da durch indessen kcine Störung im Bahuver lehr v.rursachl worden. (Kohlenöl - Explosion in Moukion, Ballimore - Couuty.) Hr. S. Miller iu Moukton ging am letzten Mittwoch Abejid, nachdem cr feinen Laden gefchlossen hatte, mit cinem Lichte in den Keller, um seinen iiohlen ölbehälter zu untersuchen. Nachdem er dcn Deckel geöffnet, gcriclhcn die von Oel gebil deten Gase von der Flamme deS LichleS in Bland und Hr. Miller wurde am Kopf und Gesicht bediurend verbrannt. Glücklicherweise hatte Hr. Miller die Geistesgegenwart, den Deckel deSßehätierS sofort wieder zu schließen, bevor daS Oel selbst durch die brennenden Gase entzündet wurde, und nur hierdurch wurde cin schreckliches Unglück verhindert. Die Wunden des Hrn. Miller wurden sofort verbunden und nachdem derselbe sür einige Zeit an daS Haus gefesselt war, ist er jetzt gänzlich wieder hergestellt. A — (Frecher Schwindet in Texas, Balti msre-Coüntli.) Vor etwa zwei Wochen wur de da« Städtchen Texas an dcr „Nördlichen Centralbahn" von zwei jungen Leuten bc. f::cht, die sich sür Mitglieder d:r christlichen Brüdergemeinde ausgaben und auch in ähn licher Weise, wie diese, gekleidet waren. Nie vor, der Zweck ihre? BcjucheS in T-xas ici eine CoUekte für orme Waisen und e« gc i lang ihnen, cine beträchtliche Summe zusam ! menzubnngen. Es kam später heraus, daß > dieselben gar kcine Autoristrung zu eincr Col lege hallen uud einfach Bclrügcr waren. (Beda»ernSwcr!her Unfall in Harford- County.) Als Hr. Robert Forwood an einem Tage dcr vongen Woche ein Fuder Heu nach Baltimore fahren Wellie, stürzte sein Sattclpscrd an der Harford-Chaussee und Hr. Forwood gerieth unter dasselbe. D:r in schneller Bewegung bergab defindlickie Wa gen schleppte das Pfird und Hcu. Forwood eine ziemliche Strecke fort, bevor eS demselben gelaug, sich bcrvorzuarbellen. Derselbe halte emen doxpellcn Beinbruch davongetragen. Hr. Cannon, dcr jUtälligerwei e des Weges kam, iransportirte deu Verletzten nach Bel A>r, von wo feine Freunde ihn in seine Hei math beförderen. H--. Cannon nahm sich der vcrlasicncn Ladung Heu an, brachte die selbe nach Baltimore, wo cr dieselbe verlauste und dann dcn Erlös derselben uebst Wagen und Gespann dem »echlmägigen Eigenlhümer wieder zustellte. (Kalle im westlichen Maryland. Ein Mann in Garretl-<Qoui>»i> zu Tode gefroren.) Die Nacht vom 26. März war eine der kälte sten Nächie, welche in diesem Theile Mary tand's je vorzelominen sind. Wm.Lovelle, ein Wächter der „Ballimore-Ohio-Eijeubahn," starb in dieser Nacht ciwa zwei Meilen von Btoomingion, Garrell in Folge der Kälic. Dcr Schuce bedeckt den Boden iu einer Höhe von 6 Zoll. (Ein Manu in Caroliue-County we gen Bigamie verhaftet.) John L. Scott von Vermont, seit etwa 18 Mvna'en ein Einwoh ner von Caroline-County, wurde am Mon tag umer der Auklagc der Bigamie verhaftet und in'S County-Gefängniß zejchickr. Scott kaufte vor eiwa einem Jahre eine Farm in dem obern Theile des Couuiy, au, welcher er fast ganz allein wohnie, alle ftlue Arbeil selbst verrichtend. Er hatlc dcn Rus eines fleißigen ordentlichen Menschen. In voriger Woche, seiner einsamen Stellung müde, v-r -heirathete er sich mit einem jungen Mädchen aus der Nachbarschaft, doch schon am folgen, den Tage traf eine Frau mil drei Kindern u. einer Menge Gcpäck aus der Farm ein und behauptete, die icchlmäßige Frau Scott's zu ! sein. Die zweite Frou tchrle in das HanS ihrer Ettcru zurück und Scott wurde in'« Gefängniß geschickt, um seinen Prozeß, dcr aus dcn nächilcnGerichtSlcrmiil angesetzt wor den, abzuwaitcu. (Tod eilies Veteraucii von 1812 in Ha gcrSlowri.) Hr. Conrad Thoiupiou, ei» aller Soldal des Krieges von 1812, dcr in dcn Schlachicu in dcr Nähe von Ballimore gekämpll, starb am Lounabend Nachmittag in dcrWobnung seines Schwiegersohnes, Hrn. E;ra Bir.'ly, in BoonSboro' im 81. Jahre seines Ledcns. (Bauien an der„Westlichen Maryländer Bahn" i» Washington.Liouniy.) Der un vollendete Theil dcr „Westlichen Moryländer Bahu" zwischen BooiiSboro' nnd Williams- Port wird noch in diesem Frühiahr in Angriff genommen werden. D>r Conlrakr sür die Arbeiten an dcr Strecke ist Hrn. Greenberiy Walkius von Pioutgomciy - County sür die Suniurc von 537,000 zuerkannt worden. (Besuch eines hervoilagciideu Viairilän ders in Frederick-Couuty.) Major Mc pher so» von San FranziSco, der längere Zeit bindnrch mit den HH. Well«, Fargo K Co., der größten Firma au der westlichen Küste, i» Verdirroiiug stand, hat einige niit seinem Bruder, Dr. W. S. MePhersou, dem srlihercn Einwaiidernngs-Snperindenieii, in Aublirne zugebrochl. Iu dcr letzien Woche machte derselbe einen kurzen Besuch inFredcrick, eiste Mal seit 11 Jahre», daß der Major >ei »er allen Heimaih iu Frcderick-Couiily cincn Besuch hat. ! (Tödtlicher llnsall eines früheren Be wohner« vou Hr. Charles P. iliolris, früher cin Einwohner von Frcdc lick-Couuly, veriuchte am 8. März iu Jndia napolis vou einem in Bewegung befindlichen Badunrqe hinabzusteigen und gelieih dabei uutcr die Räder, welche über feine Füße hin weggingen und ihm crnstliche 'Verletzungen zusüglcn, wodiilch cine Ainpulaiion des liu ten Fußes nothwendig wuide. Hr. Ä!orris, dcr schon cin bcjahilcr Mann war, erlag den Verlelznngen am Donnerstag Morgen der letz ien Woche und seineLeiche wurde nach Pendle- Bestallung gcbrachl. Hr. Norris zog vor eiwa l 5 Jahren aus dcmAhcnandonh. Thal nach Indiana. Der Tidewater-Canol.) Der Tidewater- Cauak, zwischen WiighlSviUe und Haore de Grace hat nur unbcdcrnendeu Schaden vom Eise gelitten. Am meiste» wurde deiselbe aus der Fläche ui der Nähe von Havre de Grace beschädigt. Durch die noihwendig gewordc nen Reparalurcn wird dieCaualschifffahrt uur auf wenige Tage gestöri werden. Anton Gestern Abeiid hörien uir Anlonßubiustcin in uuselcr Stadt zum vorletzten Male. Wohl noch nie fah die „Freimaurer-Halle" ein ge wählteres Auditorium, als dasjenige, welches d.m gestrigen Conzeire dieses Künstlers bei wohnie. Aber auch die Leistungen, welche uuS gestern Abend in jeiierHalle geboten wur den, übeiircsjen Alles, was wir bisher in den Räume» dcr „Freimauicr-HaUe" holten. Je dem unter dem Publikum wurde es klar, daß unter den Übenden Piauislen Keiner zu finden ist, dcr mit Rubinstcin aus gleicher Stufe steht. Er überragt sie Alle, vor ihm müssen alle Steine am Kunnhimmcl, das ganze Heer von Virluofeu und Viriuosinnen, erbleichen; cr ist kein Virtuose, der seine Fertigkeit in der kunüvoUeii AuSsühruug dcr Triller, Tiradeu uudPassazcn sucht, er ist eiuKünsiler, bei dem Alles titanenhaft tst, selbst noch sein ' p!k>»u" uud "jiiuiiiWililo." Wahrhaft überwältigend aber ist sein "toile-." Wenn er mit voller Macht iu die Tastcu greift, so glaubt man milde grollende Geisterstimmen aus dem In strumenie eriöneu zu höieu; ein bediückendes Gefühl erfaßt den Zuhörer, wie ein Alp legi cs sich auf dessen Brust, und erst, wenn der Künstler in aimulhiMe Tongebilde hinüber leuki, lös't sich das bange Gefühl, welches dießrust des Hörers zusaiiimengeichnürt hielt, uud ertelchten alhmer dcr Letztere aus. Wie gruridverichredeu Rubinstcin von dem ganzen Viriuoscnhecr ist, siehr man schon, scbald er auftritt. Alles KokeUircii mil dem Publikum ist ihm scemd, er scheint dasselbe kaum zu be merken, und der Applaus, dcr ihm gcspendcr wird, laßt rhu vollkommen gleichgültig. Vor wie nach dem Spicke sind seine Bewegungen steif, hölzern uud eckig; erst wenn er sich am Piano niederläßt, kommt Leben in diese Ge stalt. Tann nimmt sein Gesicht einen beinahe vertlärieii Ausdruck an, und man glaubt, den größten aller Tonmcistcr, den unsterblichen Ludwig van Beelhooen, mil welchem er eine unverkennbare Achulichteil hat, vor sich zu sehen. Das Programm des ConzerteZ war. wie folgt: 1. Präludium und Fuge von I. S. Bach, Noudo von PH. E. Bach, Gigue von Händel und Sonale von Searlarti, Anton Rubiiistein; 2. Arie von Wallace, Frl. Louise Liebhardt; 3. Phantasie für Violine von Ernst WieniawSki; 4. „Bogel als Prophet," „Warum," „Abends" und „Traumeswirren," Piecen von Schumann, Variationen von Meiibelsjodii, Anton Rubin luiu»," Tarantella, „Auf dem Wassel" und Vi».-," Piecen vonLiSzt, Auion Rubinstcin; 6. "Xou v ver" und Lied von Kücken, Frl. Louise Liebhardt; 7. Arie von Bach und Rondo Giojol'o von Wicnianöti, H. Wieinawskl; 8. Ballade, Notturno und Polonaise von Chopin, Aniou Rnbinsteiu. Wie uns diesem Piogramme ersichtlich ist, spielte Rlibiuittiii nicht weniger als 18 Piecen und seine izorlräge sülltcn daher den größten Theil de« Abends aus. jeder Pieee ver icnlre er den Zuhörer in eine andere Stim mung; den größten Eindruck aus das Audi torium üble er jedoch unstreitig mit den Va liationen vonMendelssohu und dcrLiSzt'jchen Bearbeitung des Schubeil'scheii Walzeis: des ersten Siückcs entsessellc er eine solche Lirast, daß man ein ganzes Orchester zu ver nehmen giaublc. Andere Saiten schlug cr mit dcm Vorrragc der zweiien Piece in den Herfen der Hörer an. Als er die wunderbaren Weisen de» Schubect'fchen Walzers jpielie, entrollte er ein Tongebilde, desseuKlänge schon manches Herz ergrissen haben, das aber wohl noch von keinem anderen so berauschend schön geipielt wurde, wie von Nubinstein. Den Glanz punkt seiner Leistungen bildeten aber jedenfalls dieChopin'schen Composittonen, die allerdings dem größten Theile des Publikums unver ständlich blieben. Wer aber diese klagenden lodectraurigeu Melodie'u >erres genialen Po len, der aus dem e-b-Use inParis neben so vielen anderen berühmten Männern in küh ler Crde ruht, verstand, der fühlte sich von ei nem Zauber umsangen, dessen er sich noch lange erinnern wird. Hr. Wicniawskl trug eine Phantasie von Ernst, eine Ane von Bach und ein Rondo eigener Composinon vor. Ue ber sein brillantes Spiel haben wir srüher jchon gesprochen. Technische Schwierigkeiten giebt es für diesen Künsilcr nicht, da er siealle mit spielender Leichtigkeit überwindet. Als «l-t c-ijio ipielte er schließlich den „Carneval von Venedig," de» er in solch' prächtiger Weise zu Gebör brachte, daß cr drei Mal heroorgerusen wurde. Auch Frl. Louise Liebhardt erwarb sich allgemeine Anerkennung, indem sie ihre Gesangspiecen mil waernem Ausdrucke vor trug. Baltimorer Stadttheater. In der „Concordia" gelangte gestern Abend unter Mitwirkung des Hrn. Wähmann Rai inund's Charakterbild: „Der Verschwender" zur Aufführung. TaZ HauS war recht aut I besetzt und sämmtliche Anwesende verließen! nach Ende der Vorstellung da« Theater höchst befriedigt. Die Rollen waren folgenderma ßen vertheilt: Julius vou Flotwell, Hr. Mä ret; Wolf, Valentin, Hr. Fmu ner: Roia, Dnmont, Hr. Wable; Cheristane, Frau .stoppe; Arzur, Hr. Wähmanv; Klugheim. vr. Winkel: Äwalie, Frau Maret; Baron Flitterslcin, Hr. Vorn u. f. w. Hr. Maret ipiclte die Partie deS ! „Flotwell" in trefflicher durchdachter Weisc, wie wir cs von diesem Künstler gewohnt sind, ebenso war Hr. Fortncr als „Valentin" recht brav und wurde lebhaft applaudirt. F-.au Koppe lieferte uns in dcr Rolle der „Fee Che ristane" eine Leistung, wie wir sie nn gelten zu sehen bekommen. Die junge Dame beknu. dete in ihrem Spicle eine glühende Leiden schaft, trotzdem überschritt sic nie die Grenzen des Naturwahrcn. Auch Frl. Forlncr als „Rosa" ließ Nichts zu wünschen übrig. Montag Abend werden Frl. Helene Nilson und Hr. Alexander Varena auf vieljeitiges Verlangen noch einmal auftreten und zwar in dem ausgezeichueteu VokkSjchauspicl: „Mur- oder „Die neue Fanchon." Wie wir vernehmen, wird in nächster Zeit unter Mitwirkung mehrerer auswärtiger Künstler zum Bcnesize sür Hrn. Heinrich Maret Shake speare's großes Trauerspiel: „Richard I!!." zur Aufführung kommen. Paul»» e Lucca. In dcr nächst»!, Woche wnd Parilire Lucca unserer Stadt einen Besuch abstat ten und Montag Abend mm ersten Male im Vereine der großen italienischen Oper im Ford'schen Opernhauje auftre ten. Zur Aufführung wird Goiinod's „Faust" gelangen, in welchem die Zängeri» die Partie des ~Grelchens"rcpräienlirt. Wah rend des vorigen Winters war es inneren Kunstfreunden uid Kunsttennern vergönnl, Christine NilSfen iu die'er Rolle zu bewun dern: somit bietet sich uns Montag Abend eine Gelegenheit, interessante Vergleiche anzu stellen. Am Dienstag Abend lritt Frl. Clara Loni'e Kellogg in Flotow'S Meisteroper „Mariha" auj und wird unzweifelhaft auch iu Ballimore die verdienlen Lorbeeren erndtc». Mittwoch findet die letzie Vorstellung der ilalienischen Over statt; für diesen Abend steht „Fra D>a volo" mil Pauline Lucca aus dem Pro. gramme. Der Lei kauf der Siibscriplioiis- Billele für alle drei Voisteilnngcu schloß ge stern; heule wird der Verlaus dcr Billelc für die einzelnen Vorstellungen beginnen. Wer »och einen Sitz zu erlangen wünfchl, sollte io bald, wie möglich, in Mc- Caffrey'S Musikalien-Handlung voispiechen. -t.aß die Deutschen Baltimore'« sich au al leu drei Abenden zablreich im Ford'sche» Opernhause eiiifiiiden werde», bezweifeln wir nicht. Der Teulschc wird der Landsiiiänuiii dcn Tribut dcr Anerkennung sicher nichr ver sagen. (sharlotte (snshinan lritt heule zum letzien Maie im Ford'fchen iü pernhau'e aus. Am Nachmittage wird sie in ihrer großen Rolle als „Meg Merrilli«" erscheinen, während am Abende zu ihrem Benefize „Nacbeih" zur Aufführung ge langt. Valninorer «itadttlicater. Monlag Abend werden aus vielseitiges Ver langen Frl. Helene Nilson und Hr. Alexau der Vareua noch einmal in der „Honcordia" aufireien und zwar in dem herrlichen Schau spiele: „Nililerjegen" oder „Die neue Fan choii." Diese Borstellunq ist die letzie, zu welcher die AbouneweiilS Billeie gültig find, Auch müssen wir unser thcaterl>ebe»dcs Pub litum darauf aufincilsam niachen, daß in der »ächncn Zeit zum Regie-Beiiefije für Hc». . Hlinrich Maicr „Richard III." von Shake speare mit grejzaniger Auestatluiig über die Bretter gehen wiid. Paflvr t?vilncr - hält morgen Nochmiilag ni» :! lldr nochmals > eine» Porlrag im Haiiov'r-Ztraßen-Tempel, und zwar über das Thema: „lesuS aIS - Es sä er." ! Da dieieö Thema sür Viele etwas ganz Neucs enlhalteu wird, so wird das Audito ' rium wohl ein zahlreiches werden. Ällen Areuiiden dcS „Ällqemeinen WalsrnhuuscS" diene ;nr Nachricht, dai; der Platz an der Aiequithstraße, aus welchem das neue deutsche Waisenhaus erbaut werden soll, Montag und Dienstag, Mcrgens um 10 Uhr, in Augen. ' schein werden kann. Der „Llcdrrkran;" , hält sein drittes grogcs ivährend die . ser Saison Doniierstag, den 3. April, in der „Concoidia" ab. Dau sich dieser Abeni sür alle Mitglieder zu einem höchst genußreichen . gestalten wird, können wir mit Bestimmtheit voraussagen, da dcr..Licderkranz" steiS darauf bedacht ist, unr vorzügliche Leistungen zu bie . ten. Die Piobe für geiiijf.hien Chor findet morgen Abend um 3 llhr in Raine's Halle > statt. Der „L'st Valtiinorcr Litderkran;" hat auj morgen Avend wieder eine seiner be- liebten sonniäglichen Unierhallungen i» , „Raiber's Odeon" arrangirt. Der Arbeiter-Nntcr sttttZlii,tte-'i;crcii, bc, StrrbcsaUen" hält Donnerstag, den 3. April, eine Comite- Eitzuiig in der „Mechanies Halle" ab. Der „Hilvise-Mannerchor" wird Moniag in Raine s Halle sein erstes Stiftungsfest mit cinem nebst Ball sistlich begehen. Die Vorbereitungen sind derart getrossc», daß die Theilnehmer sicher einen genußieichen Abend erwarten dürfen. Die Abtheilung 9tr. deS „Hil disc-BiiiideS ' begeht Montag, den 31. März, in der „Mc chanics-Halle" ihren erste» .zahreSball. Der iUerein" hat auf Diontag, de» 14. April, einen großen ! Ball in der „Turnhalle," Nr. 84, West-Bal liinorestraßc, veranstaltet. In der „Freimaurer-Halle" wiro Mittwoch, oen IL. April, Theodor nias' Orchester im Lernn mit Auion Rilbin stcin und Henri WleniaivSki ein Conzert geben. Im ~West - Baltimorer Schntzen- Park" findet morgen ein großes Concert statt. In der Tnrn-HaUe, Ätr. Wcst «altimorestraOe, wird Montag, 31. Marz, zum Schluß der Saison eine Theatervorstellung nebst Kränz chen stattfinden. Hr. Uouls v»lel>tl, macht seinen Freunden die Anzeige, daß er die Graf'schc Wirtschaft in Nr. 320, Alice- Arin-Airaße, känslich übernoinmen hat und dieielbe Montag mil einem famojen Lnnsche cinweiheu wird. „Harmonie" wird Dienstag, den 1. April, ein großes Con zeit in der „Concordia" geben. Das Pro gramm, welches bei dieser Gelegenheit zur Aufführung kommen wird, besteht au» den gewähltesten Piecen. In ver „Ärbciteryalle," Nr. 5, Süd-Frederickstraße, ist augenblicklich ein großes Panorama des deutsch-sranzösischen Krieges aufgestellt, aus das wir unsere Leser besonders aufmerksam machen möchten, da uns eine solche Sehenswürdigkeit nur selten geboten wird nnd dieses Panoiaina eines der größten Kunstwerke ist, welche jemals in Bal limore gezeigt wurden. Zugleich findet jeden Abend großes Conzert einer deutschen Husa ren-Capelle in Gala-Unisorm statt. Znr Wiener Ansstellung. Wech sel und <sreLitl»rlefe. Die bevorstehende Wiener Well - Ausstel luug, welche am l. Mai beginnt und muth< maßlich nicht vor dem 2. Nov. schließen wird, hat die Reiselust des amerikanischen Publi kums in so hohem Grade entwickelt, daß ich mich veranlaßt sehe, die Aufmerksamkeit des Publikums aufdie Ausstellung von (Kre ditbriefen zu lenken, nach welchen bei dieser Gelegenheit ein größerer Begehr, als bisher, sein wird. Ich habe diesen Umstand antici- Pilt und darauf hin die umfassendsten Borbe reitungen mit den größeren mit mir in Ver bindung stehenden Bankhäusern Europa's, nauenllich mit der „Union - Bank" tu W»en, einem der bedeutendsten Geld- Institute Deutjchland's abgeschlossen. Wechsel und Creditbriese zu den niedrigsten Raten bei F. Raine. MN- Gegen Reizung des Schlun des , Husten oder Erkältung werden „Brown's BronchralTroches" mit dem vollsten Vertrauen in ihre Wirksam keit empfohlen. Sie bewahren den guten Ruf, den sie sich gcrcchlerivcise euvolben haben. AM- Dr. <slauS «rehmer s ätkter Bergener Leberthran wird von Aerzten empsodlen in Fällen von Rheumatismus, Siropbeln, Gicht, Abmagerung, Auszehrung und allen Hautgeschwülsten. Zu verlausen Ä, kl die Flasche, k für >5, in'allen Apothe leu und bei den alleinigenAgentcn inAinerika, A. Vogel er K Comp. (39-) Im Frontttrapen Theotsr hat der immer aus das Vergnüge» deS Pubiilumi de, aus'd"estt'Äihne machkN. Tie Schweiler» Rem. v.ciiderg unc die vortresfUche Baiieliruiu'e werdeu in dem neuen Ballet „Die Eif-n der Schönheit" «utzn, ordenUiches leisten. ' ,AM>Gros;es Znducement für unv Konsumenten! Jakob <5 «e. und?«»?. ngeon., W. Barransjer ä?Co., Provisionen-Händler !'I c wurstmc>cher,^ rn l s e Wu i stü! e n stcle vorraihlg im Elabtlssement an der verlängerten Pennsyl vania-Avenue. MarktKantt : «r. »«. »>>.»,re-. «?. Z», Ver,»,ton, unds>>c«»r>o»t.Aiarti B. <>dti.>l«r ,,ir und "0^ °^stdarmc eine.sc,l.. - ..Porter j Tripe pro Bu^i^ House" ZO Haiuniclfteisili, V.n- M Lendeusiück dcnllück Braicn, Rippen Hainmclkeule IV-tü I Schulter 10-12 Round-Zieal 16-181 Brust Ä-1Y Schüller 1»IS ! Rülkin 1^ Rumvj 15 Rippen 15-1» Salzfleisch 8-15 I Kaivflcisch, Brust ,?-I5 Geräuchcrieöfleisch l Schenlei 12-15 RiüdSjlln-icn 5(»-7.> Schuli.rn 10-1 Z Rücken ° Rippen >2j dliviertei ti.75-t2iio Gera ch'tcschuit. Hinlervicrl.l »i.37 k .S<) Viidüiing I.'»>l Mucker tin^epo, Schultern ie>-1ä s Scknnicn 16 SchweinStöpse s Zchinkenschniiie 25 saizsicisch IN s TchinlenimKicineii 1!i-"5 iinilde Braiivurst Bologna ..'um Bratwurst VPkt -^ringe^pru Kochiuiiler ! Eier? Dutzend Luiic Milch P Quält lii s EchinierkSse 2» ' Kariosfeln V Peck l Tyymi>.n pro Bund l-2 jüzc W ?auch 1-2 I Äeilugei und Wiidprrl. " s>°l 5l»! S Enten ? Piund Ä! i >sai>vak Beck TruthüvNlr I pr>- ji.iO biiiznci P ! yd > .. «iie.iibtad > ° Taul'en AI ' Obsi li. f. w. 25-Z(I Orangen .. Gelio-ti-eic Birnen »>>» Quc.il 15 ! I2-l5 Börsenberichte. c Berichtet vou Wm. Fisher bl Äöhueo, r Nr. »2, Soulhstraße. Vtr> Arg Verl. - Goid ll6>i. Lent OJu r« ,1 ' L.St. 5.20 r lli.»t - sviak E RZ, - 't)s ...115 »t Pass Bahn 112 iöi'ti?... N7>. Äsio ,>eu «eri 5 -ö. Et. Il!.<i>rtls uid Feu Verl 5 MotiiDcs'üZ Ii!« Howard Aers xei Ba >!l a»,... Ii) »5 liier uMovers , Vuliriiii »5 Ba «ir'! 7 5g Älto»ON't>7 NX - WÄa It luii I» il >. BI. 7r9/>>» «4 öulio iir'7i .. iiorCeittbrgid 9t I Äaito >,r 'Uii.. !>7 <seniOhiotirl. . Bailo i-l PÄ ?7 W!Nd t>r2.g'3i)d7 > Bali» «!t !Vi», I»> W!vii>6r2.Wlls!<t «a>to i>r IM.. N?. N > SLieinphis iir Ä! Mc.ilijin7r' lri> önk «i Bults 127 k!r Z. K ' -i». >»ich Dan 1.77 „ranlUa Barrl 11-, >2'» ÄI , ovw «an»— 8 Ol..t'.'ii «ir z. «7 Merch Banl i Or.äc AI »r 4. 8»'» M chßanl.... ll Bit»lÄaS<ÄÄ UU i 3 Rat Bnnl 8« Geo'S iiljiodl 118 Bulla OR E >7i>i 18(! flreder Turn? »i. R. 2,(»Xi»Aoidi. ljeatraidohn-- tir, IsH, dvi „Mül.-Einc. B»i!N"-Odiigat., I. t>., 7r - 7r Z.iKXi ditto ditio «Mo iliX ..Orange Alex.-!»ayi."Ovl.. I H,8r.... diix «^».»Odl.. ?r... >Sol!>, oillder Straße Brr. St.-Kler I2> » S.2t!er, It«i>2er H7X . » Ib>ier . . - tßider Ils't ' <«7er . . 18ti«cr „?-» ll2'^ Velle, jyargo Com?.'» Erpreß, neu ! Hiciftc Mail.. s?^ »m.zi Merchanis' Union Expreß !ted„ Col. I. E WA Ä -?I Eeniiai ck vudjon River R. R 102 » Scrip .... >irii.„. i!>l, tiati neue SZ/, Scrip Illinois Zentral « 118.^ Zicw-leisev central R 1W Älevi'iarid jiittSburg R Rurti, Western Priorität k« M l. uns S> Paul, P.'tser'd 7v^ und Misilssipt 4^ Sil Preserred Dei. Lac. und Wcel n^." """ Union Pacific ?k>. kleine Zahnschmerzen mehr! hohl und anl>e>teckt sind, werden iü> die Dauer^Surch n »e n i ra ki" d.leitigl. L. Wiit.Äaiiiiiioilslr: I. Ecke 'l<eall und PreftdenistraKt «. » Rvlile, iiential-Ecke «er Boslo,- ui>» Edcftlrjirabe-, <rar> v. Man. Nr 25!>, Süd^Broadway: U. Steiler. raipt Riederlage «r. 04!, «»»». Einduneen Dollars dezadien wir Wellie? nachweist, daß nur dir ullergennqste Vlenqe Mo'- pdiuul oder Opium in b. Richter'S S«> tili»« S?rup, wie dieses de, allen andern der »aü, entvaiten ist. Mutier, »eUt mir ihn Suren »inderii, dar.» weidet ihr ne dct-a'len; dersetde erleichtlri da« Bahnen und g.edi ihnen eine» gesunben Schlas. Zeder «pothekei bat Sv»ttl.ll« B?rup aus Vaqer: Preis zz <z,nt§ pl- Md. s l B. C. Schioer, 2m»vr«eur »eueslber «ijn«, sotr k IjMMV »on «pzliinariedrunnen, striedrich«dl.i- Bitterwasser urd Pvrmontcr Et^ht» «'"xe. (JuIiZZ.UPNei

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