Newspaper of Der Deutsche Correspondent, March 31, 1873, Page 1

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated March 31, 1873 Page 1
Text content (automatically generated)

F. ykaine, Herausgeber. Spezial - Notizen. Baltimore Fjcc Msuräncc Mcc, Südwest-Ecke von South- uud Waterstrasze. Da» H Harriso n, Präsident; Seo, R. Bick'is, H.v, «iapfs, David S, Wiif'n, T. Rodt. Jenkins, -->oi>ah Penningto». «- Morton Stewart, Francas T. Kmg. B, sr. Ncwcomec. Henry C rr-11. Orville Vorwitz, R. S. Steuart, W. W- Taylor, Wm. H. Brune, Zismel Cohen, und wettere Nachricht über die Aei-ilich ir wird in der Oifice, Südweit-Ecke von Sourh- und Warerslratze, eitheit', wo auch atle Auf iräae »oiort erledigt werden, «ersicherunizen w rden aus irgend eine Mist angenommen, welche der Appll «r «oodwortk. Ecke. N. Courtuey Bruder, Nr. R 4, Nord - Charleöstrafte, Ecke der FayetUslraße. Wtr machen aui unieren re chhaltigc« und assortir " " Yhampaguer, Sttiein Wein?» von der feinste» Onalitat, Sherry», Port- und Madeira-Wemen, »ranntweii,, Havanna-Eigarren - weite alle zwei Wochen per Dampfer ."mpwngen und im Meine-, »u Engrov-Pr-',»» °°r «au,r werden. g„ner: feinen Thee und aus«'>»ä>llt-<b:oceri- Waaren für Familie. Äqenicn des berühmten T l u d h o u si rci-- n?-. R o -WdiSlev, ,De,».t»Mt>i> Llch!c Dronzc-Waarcn. Kuminsims-Ulircu und Coupes, Vasen, Statuetten, Tisch-Zierathen, Visitenkarten-Halter, Tint enfiliier, Biiesd-l-bwerer u. I. w.. eine reichhaltige Auswahl zu billigen Preisen bei «ebr> Eanneid »>' t?omp., Ecke der Tüd.CH-rleS- und Balrimcrtstrak-. . Gold- und Silberwaareü. Elegante Sklderplotrirt- Waare». Tllch-Mefferwaaren. Neueßron»e-saSe»i. I.» sehr billigen Preisen be> A. t 5. Warner 1!,.,. W-Valtimoresirazt. Diamanten!! Sterlingstlber-Waaren. Ge-iftrTujchc'nuhrcn (etwas Elegantes.) Such ein-olle.; Äisorument der beste, Alberp!attirt?u Waaren bei Parlor-Krouleuchter.. Parlor-ShandellerS Pa:lor-k^llZ!>elitrS. «ibliothek.o' tsßzimmcr.tsl>and«lierS, Egzimmer-ShandelierS, .... Hautflur , HlluSflur-Zhairde!!«:«- VUe Nr»»n «aSeinrichtung-n. W aller-und G ssrohrerr unv Reparaturi» bei G. P. Davidson, Nr. b. Siord-Vibeitystra^e. (A?riU9 DU) ö, Nord-^iberlrft'. Etwas Kinder! Lantenbach'svhokolade-Wurmplätzchrn unlchödtich, wirksam und geschmacklos, und werden von dkg «erzren einstöhlen. Z'i haben bei allen Apo lheleru, Niederlage in Rvd-!t Luutc>.bael»'s deutschcr Apotheke aus der Noed-Osl-Ecke der Nord- Eutaw- und Saratogastraße. . i pr>> zho,!>pso»» LiNn Agenten für deu Engrov-Verkaus. tsebr.lZ.lZtuw) 25 Prozent gcjpart. Uniere Kunden erhalten deu Vortheil unserer großen Baar-Ciirkänfe. Sartwright Warner'S, und Pew und alle anderen beliebten Fabrikate Unter!,emden und Nnterkosen, ?o Pronut billiger, als irgend ein anderes Geschäft in der Stadt. UeSioseea Sosriet wollene Unterkleid« gegen Rheumatismus Merino-Damen- N n lerN etber »v als der q»>l>onnl>»«?-rrl<». owii auch" Sorset- Teal ä!: Hartmans, Sir. Weit-Nalr-mor-^r. Joseph N-al Comp-, Slr West-Aan-tteftraftt. ler in neuen und alten Büchern, ba ben sortwährend an Hand juristische, theologische klassische, Schul- und gemischte Bücher zu sehr billi gen Preisen. SB- Personen, welche öffentliche oder Brwat Bib liotheken errichten, Lehrer und Eitern, welche Schul " "Septl">2.v!te'',.tzw, Stich. Walzl'S Kunst - GaUerie. Ausgerüstet mit den besten Maschinen und einge richtet nach den neuesten Verbesserungen, die über haupt die Photograpbie auszuweisen hat, erlaube ich mir einem geehrten Publikum die ergebenste Anzeige »u mache», daß mein von in Battimorestrasevortheil hast bekanntes Geschält nach Nr. «N, Nord OkarlcSflraHe, verlegt ist und als «unst-lSallerie sich im Stande be kiidet. Portraits zn liesern. welche v-n der 0-trte >i- Vi-it- bis zur Lebensgröße in Pastell und Oel an Aehnlichkeit und AuSsührunz Nichts wünschen übriz lassen. Gruppen werden in jede, Größe aus da» Beste ausgeführt; die besten «raste sind zur An ,ertigung von Photographie'» bei uns angestellt, und aar wirkltchen Künstlern wird die ÄuSsührang von Portraits anvertraut. Achtungsvoll Zö. E. Wuod «d Comp., «e>ld'» patentirreii aursin-iis<t,,„ «o.tche in den letzten sünszehn Jahren seor umsaxzreich mit besserem Erfolge, als irgend cin anderer mit Damp, oder heißem Wasjer heizender Apparat ge- Der »Pariser, Amerikanische Küchendeerd und War r-a'schc Heerde,- Parlvr-, Sun- a. Lizhitüng-Nruer- berühmte Lawson'sche Lezung von Btei- und Eijenröhren, Babiwannen, «egifter u. s. h >. )i s Zahn G. «umas «ii- Comp., »r. West-Vrattstraßs, nahe Spear'S Werste. Handler mit den besten liarren LytenS' Valley-, Suuburh-nnd Eumbcrland- -I.V-» Sohlen Büre-iu: Nr. 22, Süd-Eatvertstrage. (Aprilz,lll! > Sohlendes: Alice Anngr. Zvie besten «Slrlnlohkklt zn vcn uiedrig fien Preisen. »Fuller-Bostoner schwer und rasch brennende höhten—oie bekell itshieii aal dem hiestg-n Markte Ulllch »LhkenS' Palleh-" und Eumberländer «. K. DiggS, Agent der »vatttlnorer Sohlen-» u. .Union-Eisendahn-T,u>p.» Bülkau: Str. », Tourhstraß«. «»hlenhöse: Ecke der North und D.'adisonstraZe und Ecke »er Aiice Ann und Atbemarlesirase. tOktl4,iZ otte?) Kohlen zu herabgeseyrenPreiseu Bnrrough «d Comp., b-lndier mit den besten gurten Kohlen, welche hier zu Markte aedcachr werden. Alle, welche «iohtlN gebrau che». werden wohl daran thun, »orzuisrechen uns so gleich zu laasen, ehe der Preis steigt. Bureau: German-, ecite Cyuc östlich von der Taioertftraßc. t "L)r. Liodcrtjon, Str. IS, S >td -Eut a w - Stra Bi, ei«a »«Aenuder, dchandeli alle Krankqcliea der varn- Organe, sant »raakheiien. rürzllch degonuene in lu »ea, cheonis he jirankheittv »on langer Dauer g.mzlia, karNt ad da- Gsit aus dem «»stem enner»!, Ärank hkiU», welche von Uebermaß und Unbedachtsamkeit in der Äugend hcrrrühren und H.dächlniz-si^oache. rc. nach »ch ziehen, wer. den schnell lurirt. Dr. Noverttou »st regniirier Gra »»irtn der Universität oou Maryland, und seinc^lang ng nurt"»ine gönziich- «üreau eni»»en Uhr M-ri-nS, 2—4 Uhr !»achm,ira«« 7 NbrAben»« - Paffe! 'paffe! zurAt'l» in'« «uslaiid besorg '-tunken t» ) >ick» der «altlm-reftr. und P .0.-As«»»'. Der deutsche Correspondent. 33. Jahrgang. Spczial - Notizen. Schreibmaterialien u. s. w. Aibllms musikalische, vhotograsbiiche und auto arai>bil<lzc. S-t> re>vv ii t te in rmsischem Leder, Marolko und i-kchundssclle, iZiqarrenta F. Hochzeitöqcschenke": Hoch^eitsqcscheuke! Massive silberne Löffel, massive silberne Gabeln, massive silberne Vorleglöffel, Zucker-Lössel, Serviettenringe, Salzfässer und Gemüselöffel, W. F. Vissing, 280, West-Baltimorestraße, 280, (Ro°7,!2Mtel) gegenüber Hanoverstr. W. Kuulincr^ Süd-Broadway, neu u»»d silbernen Ukren» äcktc und Sil» berwaaren, Stand-Uhren. Brillen aller Art, welche cr zu billigen Preisen offerirt. Alle Naaren werden Künstliche saline. Tr. W. H. (?:thcridn,c. Nr. 21, S ü d - B r o a d w a h. Di? einzige ächte verbesserte Howe'sche Wichtige Nack richt! Täz habe alle Arten gebrauchte Nähmaschinen, wie z. B. BleeS'sche. Singer'sche, Sowe'sche, Empire, Kehstone u. s. w. so gut, wie neu. von auswärts rorraihig, oder neue, wenn vorgezcge». oder verinie the dieselben zu Z 2 pro Monat. ZamesCarter, s?r. West lJan2Z,l2Mie) Tie Zeit der Wunder ist noch nicht vorüber! Die „AmerikanischeNiil, maschine« ist ohne irgend eine andere Maschine macht, von der seinsten bis zur gröbsten, sowie sie auch cin sehr hübsches Knopfloch macht, siiir Familien und Schneider ist sie gerade die rechte Maschine. Leichte Bedingungen. Mau spreche vor. che man anderswo Llxittgtpnc und (DezÄl..»Mte^) Die Wheeler-ÄSilsott'sche neue Nähmaschine Diese neue Maschine verrichtet alle Anen Familien- . Nähereien vom seinstcn Hiniselin bis zum schwersten Tuche. Die einzige Maschine, welche Hemdenmacher gebrauchen. Zum Vertäute nur bei Pctcrson ki ) Nr. 2'4. West-Vattimorestr. Die Wilson'sche Nähinnschine für aZe Arten einfache und Fanev-Ardeit ist vorzüg licher, als alle andern. Sie laust leicht, ohne Gc- Der Preis derselben ist von <,'> o bis t! 25. Man spreche vor und untersuche dieselbe. Nr. 4», Nord-Äayftrabe. AUe Ärten KS Nähmaschinen;nr Miethe zu !2 monatlich. Zum Bcrkause in Rctenzahluvgeii zu pro Monat. Baarzahler erhaltrii einen libera ten Abzug. Dorscu Si Loudcnstager, Nr. Nord - t^urawstraßr. Für FauliUen-Näharbeiten ist «eine Maschine besser, als die «oms LliuMs I.ve>e Stitek, da sie dauerhaft und einsach ist, nicht leicht be schädigt wird und irgend einer der theuren Maschinen von bis ?8a und wird aus süns Jahre garantirt. John T. Butter. General-Agent, Mr. 8, St?rd tsl>arlcSttra«e, cOtt2l,lSll) zweite Etage. Die verbesserte „Flurenre" - Nähma schine. Die teste Maschine sür leichte und schwere Fami lien-Näheieien. Sic hat die berühmte rückstellbare Speise- und sich selbst richtende Spulschifi-Slreichung und dauert länger, als jede andere Maschine. Wird unter leichtenßedingunge» vertäust im LertausSl okale d e r ~F t o renc e - Rähma- ellschast,- (Juli2!,l2Mtc'.) Nr. -»i». Nvrd-«skarle«Or. S?auft keiue Nähmaschine, ehe Ihr die geräuschlose, sich selbst-ölende Balanz. Rad . Lerbes scrung gesehen, die kostenjrcian alten vorzüglichen Maschinen, welche in dem Ver» kautslotale von L. iL. Wild, Nr. 76. U5.-Baltimo re.,nahe Gaystraße, getaust werden, anzebracht wird. s>'S. Maschine« vermiethet, auögebcisert und um getauscht. sApr^,l2lllt,l! Ali Schneider und Anderr? Braucht Zhr eine gute Nähmaschine, so kaust den „Viktor.- SS näht leichte und schwere Arbeit mit gleicher Leichtigkeit. Die Nadel kann nicht unrecht eingesetztwerden. Keine Nätherin oder Familie sollte ohne sie sein. Man spreche vor und untersuche diesel ben in «r. 4?, Rvrd <sl»arlcSstr., im Zrcimau rcr-Temp-t. Monatliche Zahlungen anzenommen. LachßaS, der einzige anesthetische Agent, welcher durchaus ge lahrlos ist. Wenn er von der «Colton-Dental-Asso. ciation" eingegeben wird, wird das ZahuauSziehcn zum Vergnügen. Diejenigen, welche un Zahnschmerzen leiden, kön ne» immer reines Gas, die ersahrensten und geschick testen Zahnärzte und gänzliche Freiheit von Schmer eii ir unserem Bureau, Str. 81, Sefi»Kayett<», N.B. ES werden keine Zähne eukgezogen, welch« durch Füllung gespart werden können, und alle Ope rationen sür die Erhaltung und Äegulirunz der Zähne werden mit unüdcrircsslicherÄesqicktichkeitoolljogen. Unvollkommene und vvllkommenk t^v^ Bereiche. Dr. Winchell» in Nr. td»A, W e st od?r CoiupositionS-Masje bildet einen wichtigenTheil seiner P-:axiS. AIS Zahnaueziehen steht Dr. W in chell unerreicht da. Sein Bersahien mit dem Pa tienten ist in der That charmant. Nicht das geringste Schmerzsymproia nurd veranlaßt, und die Operation reines salpetersaureS ÄaS. Die sen Schmerzverritger haben die gesammten medizini mschcn Fakultäten Europa'S und Ainerita'S sür das sigkeit hervorgerüsene Mittel erklärt, das je entdeckt worden. (März?,3Mtes) Dr- T. S. Waters, Zahnarzt, «r. 4Z, Hanoocrstra««. Dr. Waterg erhält die natürlichen Zähne durch Be zen aus. Alle Arbeiten weiden garantirt. Besondere Ausmerklamkeil wird den Zähnen oon Kindern gewid met. (Apritlz.lSl) Zcunings' Zahn-Tinktur. Giue eiegantc, fiebere und ersolg» reiche MiludwäsHe, zum Reinigen, Verschönern und Elhzttuvgdcr Zühne und de» Za»nrle!sive-, UN« g>bt dem Ait.em eine:, an- Nr. Deutsches zahnärztliches Institut. «rmen-Klinik von 7 bis S Uhr Morgens, in Nr. Hanover», zwischen Voiiway. und Rarrestr. Dr. »erohard vtryer (studirte hie. stger Zahnarzncischule) zieht Zähne vermittelst reinen Lachgase» ohne Schmerze» au«. Künstliche Gebisse voa <4 zu tl2. iÄoldsüllungen von tl Ilm Wepler und Kronen. tForisetzung.l Wenige Minuten darauf erschien der Kammerdiener und rief: Mr. Mevinq. Der Regierungsratb verneigte sich ge gen den General nnd trat in die königlichen Appartements. Er durchschritt das Vor zimmer, dessen Thüren nach dem Kabinet des Königs weit geöffnet waren. In diesem Kabinet, dessen Fenster nach dem Garten offen standen nnd das mit blühenden Gewächsen aller Art gefüllt war, saß der König an einem viereckigen Schreibtisch. Georg V. war damals sechsnndvierzig Jahre alt, ein schöner Mann von blü hender Gesundheit. Die scharsgeschnitte nen, klassisch gesonnten Züge seiner Rasse, welche sein Gesicht in den reinsten Linien zeigte, strahlten von Heiterkeit und Wobl wollen, ohne dem königlichen Stolz Ab bruch zu thun, der ihn erfüllte. Ein leicht aufwärts gedrehter blonder Schnurrbart bedeckte die Oberlippe und schwerlich hatte Jemand beim ersten Anblick dieses sich in so freiem und leichtem Mienenspiel bewe genden Gesichts geahnt, daß dem Könige das Augenlicht fehle. Ter König trug die Uniform des han noverischen aufgeknöpft. Ueber seine Brust lief unter der Uniform das große dunkelblaue Band des Ordens vom Hosenbande. Auf der Brust trug er die kleinen Kreuze des Gnel fen- und Ernst-August-Ordens. Neben dem Könige stand an der Seite des Tisches der geheime Kabinetsratb Ler, ein kleiner, trockener Mann mit er grauendem vollem Haar, scharsen intelli genten Zügen und bescheidener, fast schüch terner Haltung, im Begriff, seine Papiere zu ordnen. Ein kleiner schwarzer King Eharles lag zu den Füßen des Königs. Guten Morgen, mein lieberßegiernngs ralh, rief der König mit seiner hellen rei nen Stimme dem Eintretenden zu,—ich freue mich, Sie zu sehen. Setzen Sie sich und sagen Sie mir, was gibt es Neues, was sagt die öffentliche Meinung in mei nem Königreiche? Unterthänigst guten Morgen, Eure M ajestät, erwiederte Herr Biebing mit tieser Verbeugnng, indem cr aus einem dem Könige gegenüber Platz nahm. Ter Geh. äiabinctsrath hatte seine Pa piere geordnet und entsernte sich langsam. Tie öffentliche Meinung, fuhr der Re gierungsratb fort, ist, wie ich Eurer Ma jestät mittheilen muß, sehr ausgeregt und macht einen gewaltigen Anlauf, um den Krieg zu beschleunigen und Eure Majestät insbesondere zum Anschluß an Oestreich und zum entschiedenen Austreten gegen Preußen zu bringen. Warum denn das? sragte der Rönig, die liebenswürdigen Blätter der Oppo sition sehnten sich ja sonst so sehr nach der preußischen Spitze! Warum? Majestät, erwiederte der Regierungsrath, das möchte schwer zu konstatiren sein, es werden da wohl viele und verschiedene Einflüsse mitwirken, aber die Thatsache steht fest die ganze öffentliche Meinung im Königreiche Han nover will den Anschluß an Oestreich. Sonderbar, sagte Georg V, aus dem selben Tone sprach mir der Gras Decken, der gestern bei mir war er war ganz furios östreichisch. Graf Decken, Majestät, erwiederte Herr Meding, spricht aus der Seele des groß deutschen Vereins, den er gestiftet und ist ein große.' Verehrer des Herrn von Beust. Ich weiß, ich weiß! Ries der völlig, cr hat aber also doch Recht damit, daß alle Welt den Krieg gegen Preußen predigt, und die Armee am meisten, d. h. die jün geren Offiziere. Er hat Recht, Majestät, erwiederte der Regierungsrath. Der König dachte einen Augenblick nach. Und was thun Sie dieser Strömung gegenüber? fragte er dann. Ich suche zu kalmiren, abzuleiten und auszuklären, soweit mein Einfluß in der Presse reicht, denn ich hatte diese Ström ung sehr unheilvoll, sie trägt dazu bei, den Krieg, das größte Unheil sür Deutsch land, herbeizuführen und in diesem Kriege Hannover in eine höchst gefährliche Posi tion zu drängen. Ganz recht, ganz recht! rief der König lebhaft,—es muß Alles geschehen, um diese kriegerische und anti-preußische Auf regung zu beruhigen, Sie wissen, wiesehr ich von der Ueberzeugung durchdrungen bin, daß das gute Einvernehmen der bei den ersten Mächte des deutschen Bundes die einzig sichere Grundlage sür die Wohl fahrt Deutschland's ist und wie viel mir stets daran gelegen hat, dieß zu erhalten. Sie wissen auch, welchen hohen Werth ich auf die preußische Allianz lege. Man nennt mich, fuhr der König fort einen Feind Preußen's—ich bin es wahrlich nicht, ich vertheidige die Rechte meiner vollen Selbstständigkeit nndSonveränetät, aber Niemand kann mehr durchdrungen sein, als ich, von dem Wunsche, mit Preu ßen in Frieden nnd Einigkeit zn leben. Diejenigen, die diesen Frieden stören wol len, verkennen die Interessen beider Staa ten. Man spricht in Berlin von der Po litik Friedrich'S des Großen wie wenig versteht man seine Politik! Wie hohen Werth legte Friedrich 11. auf die Allianz Hannover's, so hohen Werth, daß er sei nen besten Feldherrn, den Herzog von Braunschweig, an Hannover abtrat. Und welche großen und segensreichen Folgen hatte nicht jene Allianz, obwohl sie gegen Oestreich gerichtet war! O daß es möglich wäre, die beiden deutschen Mächte in inni ger und freundlicher Verbindung zu erhal ten, und daß es mir vergönnt wäre, der Punkt auf dem dieser Verbindung zu sein! Sollte aber der Bruch was Gott verhüte erfolgen, so will ich mich an einem so traurigen Kriege weder auf der einen, noch auf der andern Seite betheili' gen. Der König hatte dieß Alles mit jener Bestimmtheit und Deutlichkeit gesprochen, mit der er es liebte, seinen Vertrauten ge genüber seine Aussassnng einzelner Tra gen und Materien ausführlich zu entwickeln, damit dieselben stets imStande waren, sei nen Ansichten und seinem Willen gemäß zu handeln. Sie thun also sehr recht, fuhr er sort, wenn Sie nach allen Kräften der kriegeri schen und antipreußischen Propagande ent gegenarbeiten. Ich bin hoch erfreut, erwiederte der Re gierungsrath Meding, Eurer MajestätZn tentionen hierin so vollständig entsprochen zu haben, um so mehr, als meine Lage als geborner Preuße gerade in dieser Kri sis eine höchst peinliche ist. Was ich aus innigster Ueberzeugung im wahrsten In teresse Eurer Majestät und Hannover's sür geboten erachte und stets vertrete, könnte gerade mir leicht anders gedeutet werden und wird mir anders gedeutet, wie Eure Majestät wissen. Es liegt mir daher gerade in dieser Frage doppelt daran, immer genau vergewissert zu sein, daß ich den AnsichtenEurerMajestät gemäß handle. Lassen Sie sich die falschen Deutungen , nicht anfechten, mein lieber Regiernngs > rath, sagte der König mit dem ihm eigen i thümlichen verbindlichen und srenndlichen ' Lächeln. ich weiß, daß Sie nach Ihrer Ueberzeugung stets meine und Hannover's Baltimore, Md., Montag, den 31. Mär; 1873. Jnteresien im Auge haben. Sie wissen, daß ich die öffentliche Meinung sür die sechste Großmacht Europa's halte viel leicht für die erste und darum will ich die Presse, das Organ sür dleseGroßmacht, als mein eigenes königliches Ressort be halten, ich will selbst hören, was das Volk dcnkt und sagt, und will in den Or ganen der Regierung nur meine Zedanken und Intentionen zum Ausdruck gebracht sehen, ick) will die wirklichen Gedanken und Meinungen des Volkes kennen -ob sie richtig oder unrichtig seien, nur das Volk soll meine Ansichten und meinen Wi llen kennen, so wird Klarheit zwischen mir und meinen Unterbanen sein und das Wohl der Krone wie des Landes gefördert werden. Sie verstehen meine Gedanken so vortrefflich und haben mir geschaffen, was ich längst sür nöthig erkannte und so sehnlich wünschte lassen Sie sich darum keine Mißdeutungen und Verkennungen anfechten. tFortsetzungsolg!.; Telegraphische Tepescheu. Europäische Aabelbexichts. Berlin, 2l>. März.--Tie „Norddeutsche Zeitung" widerruft in il>rer heutigen Num mer, was si; voreinigen Wochen über Granl's EillsetzunqLiede sagte und schreibt: „Der voll ständige Text, welcher uns vorliegt, veranlaßt uns, unicre früher ausgesprochene Ansicht über dieses Dokument bedeutend zu modifi zireu." ks„qii„r. London, 2S. März. Heute Nachmit tag zwischen 2 und 3 Uhr fand die vieibespco ' chene Regatta der Ruderer von den Universi täten Oxford nnd Cambridge statt. Der Morgen war fehr nebelig, dennoch zog die Bevölkerung in nach de.n Echau playe der Wettfahrt. Dieselbe begann 1 Mi nute nach Uhr und endigte mit dem Siege der Mannschaft von Cambridge, welche gleich von Anfang an voraus war. London, 30. März. — Eine republika nische Consereiiz in Sheffield faßte gcft.ru Abend Beschlüsse zu Gunsten einer republi kanischen Regieriingsform. P ari s, 2t>. März. Felix Pl>it wurde vom dem Kriegsgerichte in Versailles zum Tode verurtheilt und zwar i» ec»>tni»!rt.Ü!riii. Par is, 2V. März. Ja der National versammlung kam es heute wegen der Peti tion des Prinzen Napoleon zu einer aufgereg te» Debatte. Minister Dufaure weigerte sich, den Bericht des Spezial-Comite's über die Sache zu aceeptiren, derselbe war confervaiiv in seinem Charakler uud enthielt einen ver blümten Tadel für die Regierung. In dem selben wird argumeulirt, daß die bouaparti solchen Piinzeu das Dekret verwerfen, welches ihre Dnnastie absetzt, es sei deshalb unmög lich, sie nur als Bürger zu behandeln. Er sprach mit Perachtung von dem Staatsstreiche, aus welchem die Macht des zweiten .p.aifer thums beruhe. M adrid, 2!>. März. Der Fiuauzmi vistcr, Seuor Tetuau, bemerkte gestern iu der Cablnetssitzuug, daß die Fluauzen des Lan des sich in beklagcusiverthen Verhältnissen be sändeu. Er sprach die Ansicht ans, daß die Republik nicht Herrin der Situation bleiben könne, wenn man nicht in der Fiskal-Lcr waltuug des Landes radikale Aenderungen cinircten lasse. Die Massenaushebung iu Catalonien, um Truppen zur Bekämpfung der Äarlifteu zu erlangen, hat sich als Fehlschlag erwiesen. Eine Deputation von Barcelona verlangt ihre Auf schiebung und wünschte ferner, daß dort 15,- Wv Gewehre vertheilt werden. Madrid, 3t>. März. Die „Gazeta" veröffentlicht cin Dekret, welches die Wahlen sür die Constituante anordnet. Ein Aiifstailds-Veifuch der Ganiifon iu Zurmarza iu der Provinz Guipuzcou wurde unterdrückt. Die föderale» Republikaner und die lu teruationalen hielten hier vcrfchicdene schwach besuchte Berjaiumlungeu, welche übrigens ganz ruhig verliefen. Llozaga, der bisherige spanische Gesandte in Paris, hat thatsächlich abgedankt, er hält sich nur noch als Privatmann in Paris aus. Iu Malaga drangen Bewaffnete in die Privatwohnuiigeu, um nach verborgenenWaf feu zu suchen. Anch das Haus des italient scheu Coniuls wurde durchfucht, die freindeu Confuln werden deshalb Genugthuung ver langen. Die Stadtgeinciilde von Cadix hat den Re ligions.Uutcrncht in de» Volksschnleu ver böten. Acht Diebe, weiche in dem Stadtgefäuguisse von Barcelona rnhaftirt waren, wurden von der erbitterten Bevölkerung ermordet. Das „Diario" mißbilligt das Verbrechen und sagt, dieses könne leicht die fremden Mächte veran lassen, einzuschreiten. Barcelona, 25. Marz, über Loudon, 2!>. März. Zn der Nähe von Bich, i» der Provinz Calalonien, kam es zwischen deu Re gicrungstruppen und verschiedenen jtarlistcn- Bauden unter Savalles am 23. d. M. zu einem blntigen Gefechtt, in welchem die Re gierungstruppen geschlagen wurden. Am 22. März gingen 1200 Mann Infanterie mit 4 Geschützen nnd 60 Reitern unter dem Com liiando des Obersten Bega von Bich ab, um die Ledeckuug eines Prooianizuges vou Co naugbetl zu unterstützen. Conaugbell liegt im Gebirge an der Heerstraße zwischen Bich und Ripoli. Das t.'and ist dort ziemlich ge birgig, die Heerstraße wird oft von Nebenflüs sen des Ter gekreuzt. Die Truppen machteu am Samstag Abeno aus dem freien Felde vor dein Gebirge Halt. Savalles, der Befehls haber dir jiaclisten in Tatalonicn, welcher sich zur Zeit in Mariallcn am Ter befand, er hielt Nachricht von dieser Bewegung, cr ließ noch in derselben Nacht die Banden unter Galceran, Miret nnd Guin, welche, etwa 2000 Mann stark, die Höhen von St.Hippolite be setzt hielten, sich vereinigen. Schon gegen Tagesanbruch hatte Miret die Bcrgpäfse ve jetzt ; die RegierungStruppen setzten am Sonn tag ihren Marsch fort, und als sie in die Eng pässe kamen, wurden sie von Mirct's Leuten angegriffen. Geu. Bcga hielt die Augreiseu> den für emc klciuc unbedeutende Bande und glaubte sie durch einige Salven zerstreuen zu können; er drang entschlossen vor, besand sich aber bald in einem mörderischen Kreuzfeuer. Die Karlisten verließen ihre gedeckte Stellung uud griffen die Regieruugstruppeu in offenem Felde au; eine Zeillang schien der Siez zu schwanken, in diesem Augenblicke rrascu jedoch die Banden unter Galceron uud Guin ein, der ötampf wurde mit Erbitterung erneuert, Galceron fiel, der Sieg wandte sich auf die Seite der jtarlisten uud die Truppcu der Re gierung stohen. Die Karlisten begannen nun, ihren Sieg auszubeuten, da ledoch die Regulären von Brch ans verstärkt wurden, so zogen sich die Karlisten in die Gebirge zurück. Tie Verluste sind viel bedeutender, als man ursprünglich annahm. Ripoli hat sich seitdem an vre öiarUsten ergeben, diese bedränge» jetzt Bega, eiuen äußerst wichtigen Platz uuo Schlüssel von Catalonien, welcher wahrschein lich von der Garnison aufgegeben werden muß. Seit der Ernennung Maldenado's zum Befehlshaber in Naoarra, Hai Tarregay die Eisenbahnen zwischen Pampelona uno Vtt torlll unfahrbar gemacht, indem er drei Brük ken sprengte. Pampelona ist auf dieje Weise unhaltbar geworden. Cine Abtheilung Karlisten kam gestern un ter irgend einem Borivande unter Parlameu tärflagge uach Ripoli. Eure Compagnie Ca rabinrers, welche in der Kirche sich festgesetzt hatte, feuerte auf den Parlamentär, worauf die Karlisten die Kirche stürmten und !) Sol daten und drei Bürger erschossen. Geueral Cauipas hörte vou dec Asjaue uud zog zum Eulsatz der Garnison herber, aber seine Leute waren zu meuterisch, vrele deserirrtc» und lie ßen sich nicht irr's Feuer sühreu. Die Karli sten hatten sich unterdessen aus dem beuachvar mi Hügel seug.setzc. eÄen. Pampas griff sie an uno schlug sie in die Fluchr, die Cavallerie der Karlrstcu uöihigte jedoch später den Ge neral, aus die benachbarte Stadt Olot znrück znfalleu. M adrid, 30. März. Zn der verflosse nen Woche wurde iu Barcelona bericht«, daß die Stadt Berga von den Kai listen arg be drängt werde, und daß die Bewohner Hülse verlangten. General Contreras ersuchte die Truppen in Tarragoua, doch die Stadt zu entsetzen; dieselben zogen jedoch zu spät ab, da unterdessen die Stadt gesallen war. Die Kar listen machten 500 Gefangene. Das „Diario" von Barcelona, welches die obige Nachricht bringt, bemerkt, daß viele Städte sehr bald dem Beüviele Berga's fol gen müssen, indem die Nezicrungslruppen durch Insubordination gelähmt seien. Queensto w'i" 2S. März. -Ter Dpfr. „Citri of Ailtwcrp" ist von New-Nork hier ein getroffen und der Tpfr. „City öf Brooklyn" dorlhlii abgegangen. Starte und Dorf«. 'London, 29. März, Vorm. Coniols eröffneten zu 92! für Geld und sür Brief. „Amerikauer" alle '6ser 94; '67 er 935; 10.- toer 895; neue Fümer 91. Erie zu 52z. Londo n, 29. März, Nachm. ConsolS und amerikanische Werthpapiereschlossen uu- Liverpool, 29. März. Nachm.-Baum wolle fest; Oberl. Orl. 9H; Bcrkäuse 12,000 Ballen. Liverpool, 29. März. Baumwolle fest; Verkäufe 12,000 Ballen: fürSpekulation und Ausfuhr 2000 do., amerik. 7000 do>, Verlaufe von Savannah'er oder Charlestoncr Baumwolle sür Febr. und März zu 9 7j16, März und April 9Z, New-Orleaus'er Febr. und März 9j, März und April 9 7j16. Liverpool, 29. März, Abds. Brod stosfe ruhig. Fleisch 81s 6>l. Speck, geschmt teuer Cumberläuder, 395. Schmalz 38s 6ä. Schweinefleisch 6ä. L o iro n, 29. März, Abds. Talg 43z 6ä-43s Raff. Petroleum 15j-16>>. Inland - Trpeschen. Ans Washington. Was hi ugt on, 30. Äiärz. —Der Hülfs schatzmeister in New-?)ork ist angewiesen wor den, am Mittwoch, den 9. April, und am 23. April je Million Bonds auszukaufen und wöchentlich Ii Millwn in Gold zu verkaufen. Das neue Münzgeietz tritt am I. 'April in Kraft. Dießundesmünze bildet einßüreau des Schatzamtes. Der Münzdirektor wird aus 5 Jahre ernannt; Dr. Lindermann wird diese Stelle erhalten. Düjenizen Beamten, welche bisher den TitelMiinzdlrektor führten, heißen künftig Superintendenten.—DieGold müuze bleibt unverändert, dagegen wird für de» Handel ein Silber-Dollar geprägt wer den; das Zwei-Cents-stück wird abgeschafft; die tlkinereii Münzen sind Fünf , Drei- und Ein-Cent-Stücke. Die gemischte Commission über britische und amerikanische Ansprüche erledigte in der vcrslosscnenWoche 15 Fälle, denen etwa K 50,- 000 zngefprochcn wurdcu. —lm Staatsdepartement liegt eine Un maffe Applikalionen nm Gejandtschaflsposten vor; es ist jedoch nur einer vakant, nämlich der in Bogota, welchen ein Südländer erhal ten wird. Auch die anderen Departments sind stark vou Aemterjägeru überlaufen. Der Präsident und seine Frau werden im Lause der Woche nach dem Norden reisen; Prinz Jesse Graut besucht die Küste des Stil len Meeres. Die Reveuüe-Bcamten im westlichen Tennessee haken in letzterer Zeit verschiedene ungesetzlich betriebene Destillerie'n und Ta backssabrikeir aufgehoben. Die unruhigen „Stnkers" in SZosto». Bost o n, 27. März.—ln Sachen des Di« molhh Hogau, eiucs der aus der Arbeit ge standenen Hufschmiede, wurde gestern vor Gericht verhandelt. Der Angeschuldigte hatte den Peter Pilkingtou bedroht und thätlich mißhandelt, weil cr in der Hnsfchmiede der an die Atbeit gehen ivollle. Richter Parmeuter entschied, daß das Vergehen unter das Gesetz falle, welches ver bietet, Pcrsoilcu durch Drohungcn gegen ih ren Willen zu gewissen Handlungen zu zwin gen, worauf eine Zuchthausstrafe vou zehn fahren und eine Geldbuße gesetzt ist, die S >0l»0 nicht übersteigen darf, wobei es dem Gericht überlassen bleibt, zu bestimmen, ob bcide Strafarlen zugleich in Anwendung zu biingeu sind, oder nicht. In seinem Resüine citirtc er aus den Criminalaklen des Snprc me-Äerichts über cincn ähnlichen Fall solgen dcn VassuS: „Freiheit ist die Politik dieses Landes, aber Freiheit bedeutet nicht, daß eine Person allein oder im Verein mit Anderen einen Dritten direkt odcr indirekt in seinem gesetzmäßigen Geschäft oder Beruf molestiren, oder ihn mit Verdrießlichkeiten und Nachtheileu bedrohen darf, um ihn zn zwingen, sich seinen Frieden zu erkaufen, oder nach dem Texte des Sta tuts, in der Absicht, Geld odcr irgend einen andern pekuniären Vorthcil zu erpressen, oder ihn zu zwingen, gegen seinen Willen etwas zu thun." Die augesührtcu uud iu diesem Falle erwie senen Handlungen sind den freien Prinzipien, die in diesem Lande herrschen, ganz besonders und in höchstem Grade zuwider, und wenn solche Handlungen straflos ausgehen sollten, dann würde dies eine Tyrannei von nicht re spoiistblen Leuten über die Arbeiter u. Hand wcrkcr herbeiführen, die sür bcide außeror dentlich nachtheilig werden würde. Richter Parmeuter stellte schließlich den Hogan unter Sl6OO Bürgschaft, um seiuZrscheineu vor dem Obergerichl zu sichern, das ihn seines Frevels wegen prozessiren wird. Die Postbeföidernngs - Mifthellig kert. New - lork, 29. März.-Die Drohung verschiedener Hauptbahn-Compagnie'n, deren L nien in ihren Terminus haben, nach dem ersten April die Post-Waggons der Regierung nicht mehr in ihren Trams laufen zu lafseu, wenn sie dafür nicht eine bedeuten dere Entschädigung, als bisher, erhalten, hat allgemeine hervorgeruseii. Die Bahnen verlangen 40 CentS Gebühr pro Meile für jeden achträdrigen Waggon, was für die Regierung eineÄuslage von »37,028,- 617 allein für Postbesörderung bereiten würde nm ungefähr «6,000,000 mehr, als der ganze Betrag, der für das Departement bewil itgien Gelder. Hr. Banks, der Superinten dent der Postbesörderung in Washington, be findet sich gegenwärtig in h-csiger Stadt. Er hatte gestern eiiieilnterredung mit Commodore Banderbilt, deren Resultat geheim gehalten wird. Indeß scheint leine Einigung erzielt worden zu sein. Heute wird hier eine Ver sammlung der Bahnbeamt n abgehalten, nm zn einer endlichen Entjchciduug zu gelangen. Im Falle die Waggons vom Verkehre zurück gezogen werden sollten, dürsten die Posten in hiesiger Stadt eine Verspätung von drei bis vier Tagen erleiden, während die westlichen Posten über eiue Woche alt sein würden, bis sie ihren Bestimmungsort erreichen. InWash ington hielt gestern cas mit der Untersuchung der zwischen den Eisenbahnen und dem Post, deparlemeiite bestehenden Verpflichtungen be auftragte Scncus-Comite für Beförderuugs- Routen uach der Secküste seine erste Sitzung ab. General-Postmeister Creswell erstattete vor dem Comite einen eingehenden Berich! über die zwischen dem Postdepartemente und verschiedenen Bahnen existirende Controverse und setzte auseinander, durch welche Schritte man die Bahnen zwingen könnö, ihren Theil des Postdienstes gegen eine annehmbare Ver güliing zu versehen. Vermischte Depeschen anS Stew-Pork. New- ?) orl, 29. März. Der Achtb. James Brvots ist wieder kraul; cr leidet an der chronischen Ruhr. Der Gesundheitszustand von G. W. Cnrtis bessert sia>. Mau glaubt, daß noch in dieser Sitzung der Gesetzgebung ein neuer Charter-Eriuvurf angenommen werden wird. Am Dienstag wurde im Wallstr.-Fähre haus eine Kist: mit Fälscherplarten -c. gesuu den; unter denselben waren auch Nachahmun gen der Siegel von Arkansas uug Indiana, iowie die Stempel mehrerer Naiioual-Ban ken. Ein Engländer, Namcns E. Myers, welcher beansprucht, e>u Mitglied der Londo ner Firma MyerS Sc söhne zu sein uud Cre ditbriefe zum Betrage vou L 1,500,000 zu Bahnzivecken zuhaben, wurde heute in ler jey-City verhaslet, weil crcruen falschen Wech sel vou S4O auf das hiesige Baulhaus James jiing K Söhne ausgestellt hatte. Richard P. Mallory, welcher zcitwcilig als Zcitungsbcrichterstalter fungirie, starb heule" iu der größtcu Armuth iu Jcrsey-Ciiy. Mau sagt, daß Mallory der Erbe crueS Ver mögens von 5100,000 in England war. In der verflossenen Woche starben hier 519 Personen. Tie Bankerottklagc gegen die„Bull'S Head Bank" wnrde auf 14 Tage verschoben. ' Der wöchentliche Bankverichi gibt fol genden Ausweis: Abnahme der Darlehen S 850.000; Abnihme der Spezie 5129,300; Zunahme des Papiergeldes 5425,6000; Av nahme der Depositen Kl, Znnahinc der Cirkulation K 22.100. Abnahme des Re serve-Capitals 5594,425. Die Dampfer „Celtic," „City of Pa ris" und „Rhein," welche heute auslaufen sollten, blieben insolge des Sturmes im Ha fen. Dieselben nehmen 5169,000 in Spezie mit nach Europa. Der Bericht, dag das „Astor-House" geschlossen worden sei, ist unbegründet. Die östreichische Brigg „Ugo" von Lon don strandet? wahrend des Sturmes am Soitthwest-«pit und wurde im schwerbeschä digten Zustande nach einem Dock an Staten Island buzsirt. Tie Ladung wird halb ver dorbeu sein. Die Modocs. N e w-U orl, 29. März. Eine Depesche aus dem Hauptquartier der Friedcns-Eom missäre vom 27. Mär', meldet, daß einige Mitglieder der Commission sich beklagen, dag man sie verbinden hat. mit Capt. Jack zu sprechen. Die Indianer versichern, daß sie Frieden machen wollen, wenn mau ihnen ihre Hcimaih am Lost-Rivcr zurückgibt; auch mit der Hunox-Reservalion wollen sie zufrieden sein, Bis ieyt ist noch kein Versuch gemacht worden, Frieden unter diesen Bedingungen zu schließen. San Franzisco, 20. März. Gen. Canby's Truppen sind wegen derßcrzöge uug ungeduldig und verlangen eine Gelegenheit, die Modocs zu bekämpfen. Hier herrscht all gemein die Ansicht, daß die Modocs jede Be dingung zugestanden erhalten, welche sie nur stellen. Der Londoner Fälscher in Havanna. Rew-Hork, 29. März. Eine Spezial- Depesche von Havanna meldet, daß Bidwell, welcher dort aus die Anklage verhaftet wurde, an den Londoner Fälschungen betheiligt ge weseu zu sein, kein Engländer, sondern ein Amerikaner aus dem SraÄe Indiana ist. Seine Verhaftung wird für ungesetzlich ge halten und a!S eine Verletzung der spanischen Gesetze angesehen. Der britische Bice Eousul zwang Frau Bidwell ihm in amerika nischen Bonds auszrilieiern, da diese >edoch bei dem Geuerol-Eapiläu Beschwerde führte, so wurde der Consnl gezwungen, die Bonds zu deponiren. Bidwell verlangt nach Rew> Hork ausgeliefert zu werden, da er befürchtet, daß man auf Euba nicht geneigt sei, ihm Ge rechligkeit widerfahren zu lassen. Die Fischerei - Strcitlgkc»ten zwi schen Htew Wersen und Delaware. Philadelphia, 27. März.-DieStaa ten Rew-Icrseh u. Delaware haben eine Com mission ernannt, die den Disput über die Fischereisrage jener Staaten beilegen soll. Diese Commission trat gestern zusammen. Die Deleware'er glauben, sie haben dasßecht, von den Leuten von Äew-Jersty eine Licenz zu verlangen, wenu sie iu einem 12 Meilen weiten Umkreise nm Neiv-'Zaslle fischen wol len. Dieser ZireiS aber bedeckt den ganzen Delaware-River. Sie behaupten, daß ihnen dies Recht in Folge der (Krauts des Herzogs von Hork an William Penn, zusteht. Das Volk von New- Zersey will von einem solche» Recht nichts wissen und sagt, daß dasselbe niemals ans Delaware übcriragen worden sei. Da Hr. Parker sich nicht eingefunden hatte, so be schlössen die übrigeuEommissäre, während sei ner Abwesenheit keine Geschäfte zu vollziehen, nnd sie vertagten die Zusammenkunft bis zum 8. Mai. Mörderischer 'Angriff euieS SohncS auf seinen Äatey. Milwankee, 29. März. —Kurz vor der Heirath des Hrn. L. B. Gregg, eines be kannten Geschäftsmannes, mit der Tochter des Bankiers James D. Sd'rmaii, kam der älteste Bruder des Mädchens nnd erhob bei seinen Eltern Einweucuugen gegen die Hei rath. Seine Eltern hörten nicht aus ihn und die Hochzeit wnrde gefeiert. Als das Braut paar in die Wolinung des älteren Shermau zurückkehrte, kam deröruder der juugeu Frau mit einer Flinte aus seinem Zimmer uud zielte auf seiuen Baier. Als er aber abdrückte, schlug einer feiner Schwäger, ei'i Hr. Blossom, den Lanf in die Höhe und der Schuß ging in die Decke des Zimmers. Ter Wü thenoe ergriff dann noch einen Revolver, aber ehe er ihn benutzen konnte, ivaicil ihm Fiißc und Hände gebunden, und er wnrde dann nach dem Gefängnisse geschickt. Die Apachen »n Arizona. San FrairziSco, 29. März. —Räch richten von Arizona melden, daß die Apachen zur Zeit wieder sehr unzufrieden sind. Tie lelben fallen gegenwärtig besser mit Waffen versehen sein, als je zuvor. Die Aeqmnoktialstttrmc. Ca Ii ton, Miss., 29. März. Gestern segte ein snrchtbarer Orkan über diese Gegend, welcher bedeutenden Schaden anrichtete. Eine Anzahl Häuser stürzten cin; zwei beladeue Frachlwagen wurden vom Äcleise geschlendert und demolilt. Der Orkan erstreckte sich über eine Breite von Ivo Harbs und riß Alles vor sich nieder. Fünfzig Häuser wurden zerstört. Ter Verlust beträgt swv,l>oii. Ein Reger wnrde getödtet und eine Dame schwer ver letzt. Die Gesetzgebung ernannte sofort cin Comite, den Schaden zu bcfoheu, und Hülfe zu schössen. Rich mo nd, Ba., 29. März. —Während des ganzen Tages wüthete hier ein heftiger Sndoslslurm. Mehrere Häuser wnrden ihrer Dächer biraubt, Bäume entwurzelt u. Feld zäune nicdergeweht. Ans allen Theilen des Staates wird berichtet, daß der Sturm großen Schaden gethan. An einigen Stellen fiel dichter Hagel N e w-N or k, 29. März.—Ein furchtbarer Sturm wüthet, welcher großen Schaden thut. Tie Umsriedigung des neuen Poitgebäudes is: ans l<)9 Äjards zrrstört. Kein Fahrzeug stach heute infolge des Unwetters in See. brande. Louisville, Äy., 29. März. —Eirich's Möbel-Fabrik an der Prestoiislraße brannte heute Morgen ab; Verlust Ls<>,«>»<). B o sto n, 29. März.-Ditiman K Dolan'S Chemikalien-Fabrik in Nord-Ouincy wurde in der Mittwochs-Nacht durch Feuer zerstört; Verlust s 17,090. Telegraphisches Allerlei Die Gesetzgebung von Michigan hat be schlossen, zwei Homöopathen als Professoren der Staats-Uuiversität anzustellen. Der Stadtrath von Atlanta, Ga., hat beschlossen, Baumwolle- und Wollspinnereien und Eisengießereien aus IS Jahre von der Steuer zu besreien. Während am Samstage in Cinciunali ein Haus abgetragen wurde, brach der Fuß boden eines höheren Stockwerks zusammen und ein Knabe, Namens Daniel Spellmanu, wurde von den Trümmern cischlagen. Chas. I. Clark, welcher iu Philadelphia seine Fran ermordete, versuchte insolge eine? Habeas-Corpus-Gesehls sreiznkommen, indem sein Vertheidiger Wahnsinn vorschützte. Das Gericht überwies ihn jedoch dem Eriuiinal vcrfahreu. Anton Holmes, welcher nächsten Don nerstag in St.Louis hingerichtet werden sollte, hat eine Galgenfrist bis zum 13. Novbr. er halten. Der japanesischc Gesandte Mori ist am Samstage von Boston nach Liverpool abge reis't. In Denver, Colorado, starb vorgestern Wm.Newmau, ein reicher Bürger; seineFrau und sein Stiesbruder wurden auf die Anklage verhaslet, ihn vergislet zu haben. Lokalberichte aus Washington. Washington, 30. März. Dr. Behrend erschien gestern Morgcn vor Richter Siiell uud theilte demselben mn, daß die Frau Johanna Folcy, welche vor einigen Tagen mit ihrem tiinde nach dein Armenhause übcr wiesen wurde, daselbst irrsinnig geworden sei, und suchte um die Erlaubniß nach, die Frau nach der Irrenanstalt zu scudcu. Der Ehrw. lakov D. Wilson, der zum Seelsorger der hiesigen ersten methodistisch prolestantlschen Gemeinde ernannt wurde, traf vorgestern Abend mit seiner Familie hier ein. Ein zweistöckiges Holzgebände au der R-Siraße, wurde gestern Morgen um 11 Uhr von dem herrschenden Sturme eingerissen. Eine aus Vatcr, Mutter und sieben Kindern bestehende Negersamilie, welche in jenem Hause wohnte, wurde für wenige Augenblicke unter den Ruinen begraben. Alle entkamen jedoch ohne erhebliche Verletzungen. SenatorSchurz ist vorgestern Nacht nach St. Louis abgereist. Die Prüfung von Candidaten für Stel len im Schatzamt?, welche gegenwärtig vor sich geht, gibt zu vielen komischen Szeuen Veranlassung, da viele dec Applikanteu ohne jegliche .Kenntnisse sind und nur ruiVertrauen aus während der letzten Wahlen geleistete Drenste sich sür die betreffenden Aeinlcr gemcl det hatten. So machte unter Anderen am letzten Freitag ein nicht mehr jugendlicher Manu von Saginaw, Mich , sein Erscheinen im Pcüsuiigsziuimcr, uud nachdem er den ihm angewiesenen Platz uiiter den übrigen Exaini naudcn eingenommen hatte, wnroeu ihm die vö'rgeschriebeneii Fragen auf einem Bogen Papier überreicht. Der würdige Mann schien sich aber nie viel mit der Arithmetik bejzßt zu haben, denn er wußte nicht, was cr mit den gestellten Aufgaben ansaugen sollte, uud wollte schon jetzt die weitere Bewerbung aufgeben. Doch ließ er sich bereden, sein Heil an den an deren Feldern des Wilsens noch zu versuchen; doch immer mit demselben Erfolgs, nicht eine koniiie er ,u dem größten Gaudium der Milbewerber beantworten. Schließlich sprang er mit einem Fluche auf und verließ unter dem Spotte nnd Geiaä!t.'r der übrigen iFandidaten das Zimmer, um in seine Sagemuhle nach Saginaw heimzukehren. Das Civildienft- Tienst-Refocm-tKesetz wird mit der größten Streng? durchgefüdrt, und dasselbe kann nur von dem besten Einflüsse auf die Wissenschaft liclie und gesellschaftliche Stellung unserer Ei vilbeanüen sein. Zohii.«ane, welcher amMittwochAbend in Süd-Washington von seinem Binder eine Stichwunde erhielt, die man Anfangs für tödllich hielt, soll sich jetzt bedeutend besser be finden. Hr. P. M. Tubant verlor im Januar, eine Tiamant-Lujcnnadel im Werthe vou S15l) uud gab dieselbe als verloren auf. Doch wurde dieselbe ihm am Sonnabend durch Ge heimpoli',isteii wieder cingehäudigt. Das Polizei-Direktorium hatte in einer am Freiiage Abend stattgehabten Versamm lung und auch schon bei früheren Gelegenhei ten eine Anzahl vou Gesuchen sür Gewerbe scheine für den Betrieb vonWirlhshäufern ab ichläglich beichieden. Nichtsdestoweniger be treiben die Abgewiesenen ihre Geschäfte nach wie vor ohne Gewerbescheine, und auf diese Weise werden, wie man hörl, mindesten« der dritte Theil der hiesigen jineipen und Wirths häuser ohne polizeiliche Icnchmiguug geführt. Wieder cin Mord in Washington.— Man erkennt in dein L'pferHrn. Polizol «st den Mördern ans der Spür. Washington, 3>>. März.—Noch ist die Ermordung des Polen Rogersli nicht in Ver gesjenheit gerathen und schon durchlänir die Kunde von einem anderen Morde unsere Sladl. Gestern Morgen, kurz nach Mitten nacht, vernahm Hr. Seriber, der Wächter im hiesigen Zeughauie, seltsame t!aute,die vom Armoiy Sguare herkamen und wie Sterbeseuszer erllangen. Er begab sich nach diesem Platze und saud hier, etwa 15>c» Fuß von dem Bahnhose der „Ballimore-Po. lomac Lahn" entfernt, einen jungen Mann, der laut stöhnte, aus der Erde liegen. Er re dcte denselben an, bemerkte aber bald, datz der Mann besinnungslos uud nicht im Stande sei, zn sprechen. Bei einer näheren Untersn. chnng gcwahrie Hr. Seriber dann zu seinem Schrecken, daß der Besinnungslose mehrere große Wunden am itovfe hatte, die uoih wendiger Welse deu Tod zur Folge haben mußten. Hr. Seriber eilte sofort nach duu nächsten Stationöhailse, Ivo cr Anzeige vou dem Vorfalle machte. Tie Poliziilen Har ding und Parlin begaben sich ohne Aufent halt nach der Stelle, wo der Unglückliche lag, nnd brachten ihn dann nach dem Stations- Haufe; bevor sie jedoch noch dasselbe errcichieu, war der junge Mann bereils gestorben, iinr; nach zwei Uhr Morgens nahm Dr. Harligan eine Untersuchung mit dem Leichnam vor uud entdeckte vier Wunden am ötopie, die nach seiner Ansicht mit einem kleinen Beile dem Unglücklichen beigebracht sein ninßieu. Po lizist Hardiiig ging sväter wieder nach dem Platze zurück, wo der Ernzordete ausgcfunden worden war, und fand daselbst ein schweres Stück Blei, das in Schaafsleder eingewickelt und mit Blnt bespritzt war; ein liebendem Bleislücke liegender Stiel war zerbrochen. Zugleich fand der Polizist ans dem Platze cin Eisenbahn. Billet, von Washington nach Alexandria lautend. Einige Stunden sväter wnrce der Leichnam von einem Herrn, Ra mens Hink'e, der während der letzten Z'it in Verbindung mir einem Hrn. Frank Hahn ein ausgedehntes Viehmäkler - Geichäst betrieb, als der Leichnam seines Ecmvagnons, Hrn. Frank identisiUrt. Hr. Hinkte er zählte ieruer, daß der Verstorbene, welcher in der Rahe von Woodslock, Va., wohnt, vorgeilern in Baltimore war und etwa sl>>«> >, die cr in Galiimorc gclöj't, bei sich haben mußte. Eiinge Personen, welche vorgestern Akeud zwischen !' nnd >" Uhr in die Nähe des Armor>>-SquarcS ka men, wollen N'ne, wie: „Mord! Mord!" vernommen haben. AIS sie jedoch ans dein Platze anlangien, war d,r i?ärm rerillimuil. Einige Freunde des Ermordeien sind der Ansicht, daß ihm Jemand, der wußte, daß er Geld bei sich sühne, van Baltimore gefolgt sei nnd ihn hier in Washington ermotdete. Gestern Morgen bemerkte man in der Nähe deSPlatze?, wo gefunden wurde nnd wo sich eine große gebildet hatte, die Fußspuren einer Frau. Hieraus entsprang das Gerücht, daß der innge Mann vou einem Frauenzimmer uach dem abgelegeiicuArmory. Sgliare gelockt worden sei. Dieses Gerücht Hai jedoch nicht den geringsten Glauben ge sunden, da Jeder, welcher Hrn. Hahn kannie, denselben als einen Manu von nuantastbarcui Eharalter schildert. Dr. Patterjon ichob die !t!eiche!ischzn bis zum Montage aus. Die Post-Mortem Untersnchnng wuide vou Dr. I. F. Harligan und r. H. E. Veach vcrge nominell. Am Montage wir»» der Leichnam uach Woodslock gebracht, um daselbst beerdigt zu werden. Die Geheimpolizisten wollen reite wichtige 'Nachrichten rm Betreff dieser Mordthat ausgctuildlchaflct haben, nnd äu ßerten gestern mehrfach, daß sie den Mördern auf der Spur feieu. Weiteres verrathen sie noch nicht; in ihren Mittheilungen find sie sehr verfchwiegeri. (Hahn kam Freitag früh IINIHr vou Har risonburg, Va., über Washington in Balli uiore an, verlauste seine Schafe durch Nedsiler a i der westlichen Viehwaage und crhieli eine Anweisung aus mehr, denn LÄXi aus die„Ho ward-'Lanl" dahier; dieselbe wnrde an der deiche nicht gesuuöen, ist auch, wie die Balü morer Geheimpolizei vorgestern Nachmittag ermittelte, iu der Bank noch nicht präsentirt worden. Freilaz Abend z 8 Uhr reiste Hahn nach Washington zurück. Man glaubt, der Mörder habe sich zunächst uach Baltimore be geben.) Bis zu einer spälenSluude Moutag Abend verlautete nichts über deu brutalen Mord, uud obgleich mehrere Verhaftungen vorgenommen wurden, worunter auch die einer Frau, sämmtlich Schwarze, so geliehen die Geheimpolittsten doch ;n, daß sie denThä ter noch nicht erwischt haben, sondern die bis her Verhafteten nur im Gewahrsam halten, um desto ungestörter uach dem eigentlichen Mörder fortsetzen zu können. Die Beamten sind sehr ziuückhallend über je den Ausschluß über die Dhar, welchen sie eiwa haben. Man glaubl, daß Hr. Hahn nur we> nig Geld bei sich gehabt habe, da cr Alles, was cr in seinen Gcjchäjlsbczicbuligen einge nommen, in Baltimore deponir: habe, wie es stets seine Gewohnheit gewesen sei. Europäische Berichte. Der jüngere Sohn des Fürsten Reichs kanzlers Wilhelm Albrecht Otto Graf v. Bismarck - Schön Hausen hat sein Refereu dariats-Ejamen in 'Naumburg a. S. bestan den, —Bismarck war cm ö.März leicht erkrankt und mußte auf den Raih derAerzte das Zim mer Hütten. Am 5. d. M. feierte in GörlH der Ge neral-Feldmarschall v. Steinmetz sein KoM riges Dienstiubiläum. Wie die „Voss. Htg." erfährt, ist das Proselt, in Westphalen eine nach amerikanischem Mittler zu etabliren, in Aussicht genommen uud;war auf dcr Basis eines bekannten großen Werkes an der Ruhr. hat beschlossen,die Regierungen dcr Einzelstaatcn des deutschen Reiches zu ersuchen, nunmer.r Anordnung zu licifeu, baß die LaudeS-Eonsulate an deu jenigcn Plätzen, au welchen die Vertretung der Eiuzelinteresseu aller Bundesstaaten durch die daselbst errichteten Coujulate des deut schen Reichs gesichert ist, aufhören, sobald die letzteren in Wirksamkeit getreten, und daß von den die laufenden Ak ten der Archive au die deutschen Eonfnlate ab geliefert werden. —Als Nachfolger des zum Oberpräsideiilcn von Hannover eruauutcu Bezirksprästdenten von Metz, Graf Euleaburg, in dessen biShe riger Stellung, wird neuerdings dxv jetzige Regierungspräsident -u Gumbiniien, v.Pntt kammer, bezeichnet, welcher früher als vor tragender Rath im Reichskanzlcramte sungirt hat und mitdenEiiaß-^othrliigischenVerhält iiisscu souiii näher belannt ist. Graf Euleudilrg gedachte, nachdem jeiue Ernennung zum Ode? - Pritsidenlen der Pro vinz Hannover erjölgt war, in Berlin einzu treffen, um sich dem itaiscr vorzustellen und dann unverzüglich sich nach Hannover zu be geben. Der Föching dcr Beritiler Stndcn ten zu Ehren dex Rniiirdr des irouprinzlichen Po.<nS zählte t2tiv Fackelu. Er bewegte sich nach dem lronprinzlichen Palais und wurde dort durch die ..hohe Familie" rani Balkon berab begrüße D?r Kronprinz trat auf die Rampe hinaus, Ivo der Eomite-Sprecher eine Adresse vcrlas, welche den Kronprinzen »ach lauger fchwercr Krankheit in Berlin willkom Nummer 77. men hie». Ter Kronprinz hob in seiner Er widernllq hervor, wie cr stets den ächt deut schen Geist, der in jliugsterZeit soÄroßes voll bracht, gewürdigt habe; er sei überzeugt, daß dieser Geist, wetcher sein Haus erfülle, stct« lii allen Schichten und Altersklassen dcr Ration lebendig bleiben werde. Nach dem Gesänge des Liedes: „Teutschland, Teutschland über Alles" bewegte der sich über den Schille rplatz, wo die Fackeln zusammengeworfen wur den. später war großer EommerS in der städtischen Turnhalle. Schapers s Modell sür ein Goethe- Monumeut zu Berlin wurde angenommen. Es stellt Goethe, auf einem runden Picdestal stchend, dar. Das Piedestcil zeigt die Verkör perungen der Poesie, des Trauerspiels, der Nink und der Naturwisfeiiichaft. Das Mo numnit foll s.'iuen Platz imThiergartcn erhal ten und zwar so, daß das Gesicht der Konigs grätzer Straßezugewendet ist. (Die Räumung des französischen Ge bietes.) Verschiedene Anzeichen teuieii darauf hin, schreibt dcr „Hamb. C.", daß die ll>. T ivisiou im August d. I. aus Frankreich zurückkehrt. Ter stellvertretende General des 10. Armeccorps, von Treskow, ivar ain 5. unz Mär; in Emden, uud gleichzei tig erläßt der Magistrat von Emden eine Be kanutinacdung, die mit den Worleu beginnt: »Räch glaubwürdigen Nachrichten dürfen wir der Rückkehr unserer Garnison aus Frankreich schon im Monat August d. I. ent gegensehen," und daran die Bitte knüpft, BZohnungeii für O'sittersfamilien anzumel den. Auch ans Beiden wird berichtet, daß man dort im Laufe des Sommers die Garni son ecwart.t. Real Dow, dcr große Tempcrenz-Äpo stel von Maine, gedachte am Li). März nach Europa abzureisen, um in verschiede nen Ländern Vorlesungen über sein Stccken pind zu halicu. Er wird dort wenige Gläu bige finden. Neue Anzeigen. Vüreau des Vaixallentr ! ' bli «i. I^t, von -i. Ä. »!i»>c um vier oslciie -chüppen, > bei 7 Fuß, huttcr !«r lÄB, tt>o, und l?j. Warnen» ! von Ä nui «in Vadezii» i.rr. t) bei 10 F., hinikr M. Miller Nr. .'!2s>, West-Ball'more-, Haudier Nrchn u n sz s - V üchern. Billig. Prompt. Zohn F Wilcy X Comp., die besten nnd billigsten V n ch« li ll d Acciden- Drucker in der Stadt Südwest - (scke der Baltimore- und Gcschmackiuilt. Akkurat. <Febr.2»,l2Viit'!) Bcltcn-Ricdcrlagt Hrey, Watpert K 5 Nr. n , Nord-Gaystraßt,^ (klastische Schwainn«- Matrahkii, Polster, bissen u. s. w., je,u Spr i n g d - Betten ) Baltimore. LlchU Ltehl! Lcrinqton-^amilienmct)!, Pioiieer-Zvainilieliinchl, White ?>ioneer-Ertra, i!c^»ilqton-Wytr»i, White Hitt-Vertra, Ehester Ziue. John N- Dorsey, Nr. ?>'». Tud-Ealvertstr., und vir. SV, kMcrj7,lki?> Glicapside. Germania Flour Mitls, Meyer BrnUe, Eigenthümer. icikdig»«« hi»>iii!t:,-h der is.uat».'t. Hand Iriich z'inadlcncv i)üis L«»l und Mühlsuttli erhalten liberalen Rabatt. Morris ä- Trimbtc^' WÄiM S'gillthümer deraltsn m.zi»cilen vWZ/ «allimvrer t.i,rr.«ul,ls,cinf«b»lk. " k 'iablirtlSiz, Burr» und andere» Muklfteinrn, kleinel »Tuchen bester Änter- Sellins- und Milhlknartite' ?. ?roxrioto7. Vermischte Anzeigen. Abend-Schule. Zeder tu«»« M»im l-lltede« Schte^L^r«^ üt.an tannzu irg.nb ' dent. (Tevt Jedermann, und in dem vordersten Siange ter dest-geleiletstenK«>ill» schatte« steht die Mn Hancock Gegenseitige Lebens-Verstcherungs-Gescll» fchaft in Boston, Mass. aU a tN^er^lI sei. I,la - j ,N I ON, Dr. Steuart, tMail»,l2Mte,li>) Untersuchung? Ar>t. Die knnfmannlschc Agentur von R. G. Tun Comp., Slld-Ost-Ccke der Baltimore- u. CharleSflr., Dr. I. E. Nicord, Rr. 1t l, Wesl'Fayette-, unterhalb der NN llVormittags, 2t>issUdr Nachmittags und 7 —» Uhr Abends. («» Ätvbeln, L?c»dcn.(!?inrich fMtnngen, Ladentische, (svnn ters n. s. w. Kaust <snre Mobrln direkt vom M'rikäntcn und spart Prozent! Weitere Preis-Herabsetzung l Bettsliibcn-Äabcln von Wallnußhoij) m>t arulorpiatlU^^^^ "Otto Tnker Bruder, DlMllch-t'tMr, Hobel- und Hnpdielen? Viüiile und Fenster-Rahmen-Fabrik, Ossice:Ludoii tcr Wtsl izalls, Äre. DaS Bauho!;-(?eschäst, Thürcn, Fenster - Nahmen n. s. w. Qtto Dukcr bi Bruder an dcr Granbli-, nahe Albcmarle - Straße, woselbst sie ihre freunde ersuchen, sie mit ihr.r iitindschast zu beehren, so tgesüdrt. Vit» L»ker » Bruder. —eine Sozialität. l > Thomas w. Turner, Fabrikant von Exccls^or-Holz, Nr. S, Crci dIMS'/mli rrrahm m, mit oder ohne Scheiben, Tchiefer- und Marmor - Kaminstmse der besten Arbeit, neuesten F a y o u den niedrigsten Preise«^ George O. Stevens k Comp., Ecke der Front- und Fayettestr. Fensterrahmen, lalousie'n, Thüren Gro. O. Stevens öd <?omp.. Ecke der Hrout- uud Fayetteftr» Baumaterialien. Besondere Offerten während der Monate Februar und März. Bestellungen sür besondere Arbeiten t!itc ter und ssavetteiir. l« ts U SD M Die Baltimore? I NivcZ- und Spikc - Fabrik, Ecke der President, und Wm. Gilmar von Wm., Z

Other pages from this issue: