Newspaper of Der Deutsche Correspondent, March 31, 1873, Page 4

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated March 31, 1873 Page 4
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se? Teutschc Baltimore, Mär; 5 87?» Stadt Büttimore. s rer Achtb. Thompson Masen« Der am Kreilag Abend um 6 Uhr inEMon, Cecil Couuly, B!d>, plötzlich erfolgte Tod des früheren Richters, eiustmaligen ZollamtS- Eini'ehmerS und bisherigen StaatSfekietärS John Thompson Maion hat allgemeine Trauer hervorgerufen. Er Halle im Lause des Morgens den Prozeß I. Marr K Merritt ge geußamiey ÄicHcnry geführt u. denselben ge wonnen, als er plötzlich bei'm Mittagstische im Holet vom Schlage gerührt wurde und wenige Augenblicke nachher cine Leiche war. Richier Mawu wurde imMai 1815 zn Mcui. velicr, Washington - Co., Md.. geboren und war zur Zeil seines Todes im 58.Lebensjahre. 1639 war er Mitglied der Gesetzgebung, 1841 —lBl3 Mitglied des Congrcsses und damals der jüngste Mann imUiitcrhanic, 1851 wählte ihn unler der neuen Constitution das Volk zum Appellrichter, welche Stelle er 1857 nie berlegle, nm die Ernennung des Präsidenten Biichauan für das Zollamt in Baltimore an zunehmen. Mil dem AmlSanttiile Lincoln's kehrte cr in's Privatleben zurück, praküzirte in HagerSlown als Advokat und wulde unter Gonvernenr Whyie als '.'iachlvlger Holliday'S Staatssekretär. Als Jurist nahm Rich ier Mason eine hohe Stellung ein, aber auch als Literat hat cr einen Namen hinterlassen. Der Verstorbene gehörte zu den mit jedem Tage sich mehr lichtenden Reihen jener Män ner Marylaiid'S, die durch ihre strenge polni sche Ehrcnhaftigkett, ihren ladcllson Lebens wandel und ihre Genialilät dem össenilichcu Leben unseres Staates einen Nistre verliehen, der heule nur um so Heller erglanzk, je mehr die maielialistischenTendeuzen der Gegenwart dahin zielen, in einer der Vergangenheit gänz lich cntzegcngcsetzren Richtung das Problem, sNr das Gemeinwohl die höchste Stufe der Entwickelung zu crieicken, zn lösen. Tie Beisetzung der heute nach dem Ri lus drr kalh. der Verstorbeue angehörte, stattfinden. Der Verstorbene hm lerläßt außer der Wttlwe drei Töchier uud ei nen Sohn. Am Sonnabende kündigte im Stadtgerichte Hr. A. B. Magrudcr Hrn. Mason's Ableben un, worauf Hr. Wm. F. Frick uud Richter Piukney dem Hingeschiedenen einen ehrenden Nachruf wibmelen. Im Waiseugerichte mel-, deteu die HH. Heury Stockbridge und Wm. P. Preston Hrn. Mason's Hinlcheiden, und Oberrichter Danelösprach einige bcredleWorle zu dessen Gedächtniß. Das hiesige Barreau versammelt sich heule Nachmittag I Uhr im Saale des Superior-Gerichls, um denGesüh len der Mitglieder anläßlich der Trauerkunde rn Beileids- und - Beschlüssen Aus druck zu geben. Am Sonnabende waren aus den städtischen Büreanx, dem „Md. Institute" und anderen öffentlichen Eebärtten die Flaggen halbmast aufgezogen. Gestern früh langte die Leiche von Eltton kucr an, wnrle zunächst nach dem Weaver'- schen Etablisjemeul au Faycltcftraße und von da Nachmittags drei Uhr nach der Cathedrale gebracht, wo inner Anderen der Achtb. Rever e>y Johnson uns die HH. I. Nevitt Sleele, S. Teakle Wallis, Rich. Giltiiigs und Rich ter Dobbin anwesend waren. Als Bahnnch träger sungirtenGouv. Whyte, die Oberappel latloiiSlichter Barlol, Breul u. Dr. R. S. Stewart u. der Achtb. Cairoll Spen cer. Nachdem der Chor das gcsur yeii, hielt der Ehrw. Vater Dougherly auf den Vcistorbenen, dessen Tugenden nnd Glau benseifer er als lcuchtcndes Beiipiel hinstellte, eine bcrcdte Gedächtnißpredigt vnd sprach dann ein Geber, uud während der Sarg wie der ans dem Gotteshaufe getragen wurde, Himmle der Chor: „Christus, Heiland der Welt!" an. Man brachte die sterblichen Ucberreste nach dem Wcavcr'schen Gewölbe zurück, von wo sie beute srü.i Uhr mit der „Westlichen Mary läuder Eisenbahn" nach Hagerstown zur schließlicheußcisetznng weiter befördert werden, Die ~Baltimore und dre Krachtiatrn nach Georges tsrrek, iivnaconinq n. s. w. Glicht unerhebliches Ansjehen rief es hier vor eruigen Tagen hervor, daß die Kaufleute mit Umgehung Baltimore'S, ihre Frühiahrs-Eintäufe in Philadelphia ge macht haben. Man halte sich an die „Balli more-Ohio-Bahu" gewandt, nm die Fracht sätze wenigstens denen Cumbcrland's gleich zu machen, erhielt aber keine befriedigende Antwort. Aber die Zeilnngen und das Pub likum nahmen die Sache auf und machlen ihrer Mißbilligung so laut Lust, daß nach mehrtägigem trotzigem Schweigen endlich die „Baltimorc-Ohio-Bahn-Comp." durch ihren Vice PräsidentenKiug eine Erwiederung verös fentlicht hat. In dieser wird der Beweis zu führen gejuckt, daß die Beförderungskosten von Philadelphia nach Lonaconing eigentlich qiößer, als von Baltimoie dorthin seien, ober schließlich doch in solgender Erklärung klein beigelegt: „Um so weit, als lhunlich.den Wünschen der Frachlsender ans der „Cumber land-Peniii. Bahn" (von Cumberland nach Lonaeoning) entgegenzukommen, sind soeben Anordnungen getrofsen worden, Güter in vollen Karrcutadungen oder in kleinen O-uan tiläten, ohne Berechnung von Umladegebühr ,n Cumberland, nach Louacoiring zn besvr dern und dadurch den Kaufleuten lcyiern Or tes und der Umgegend dieselben Vergünsti gungen nnd Frachtraten, wie den Cnrnber iäiidern, zu gewähren." Warum lhat man dieses nicht gleich, nach dem die Beschwerde erhoben worden war? Warum bedurfte es erst der allgemeinen Miß billigung des Publikums, ehe die „Baltimore- Ohio-Bahn" sich herbeiließ, diese Conzession zu machen? Das Publikum ist zur Zeit gerade nicht von den freundschaftlichsten Gefühlen gegen die Eisenbahn - Compagnie'» beseelt. Der Uebermulh der Eisenbahn - Magnaten wird niit jedem Tage größer und wird allenthalben übel vermerkt. Einstmals waren die Bahn- Compagme'» die Förderer des Gemeinwohls, nnd das Volk gab berciiwillig die Mittel znm Bane der riesigen Verkehrswege her, die heule nach allen Richlnugen hin das Land durch schneiden. Aber ans den Pflegekindern des Landes sind heute übermürhige Barone ge worden, die mil ihren Millionen nnd Billio nen es darauf abgesehen haben, das Land zu beherrsche». Sie bewiesen im letzien Herbste, >vos sie bei Wahlen leisten tönnen, und die eiste Antwort aus die ihnen mißliebige, wenn auch kläglich gerade durch ihren Einfluß iu die Brüche gegangene „Credit-Mobilier"-Untersil chung ist die in Washington cisolgle Anzeige, daß man nnlcr den bisherigen Bedingun gen die Post nichl mehr befördern werde. Selbst die Partei, welche den Uebermuth der Bahn-Compaguie'u nährte nnd den Geldben tel der Letzteren sowohl zn benutzen verstand, suhlt sich unbehaglich und ist bereit, den Kampf mit ihren bisherigen Helfershelfern llufzuuehinen. Derselbe ist unvermeidlich und wird, wie wir wiederholt bemerkten, mehr dazu beitragen, den neuen Partei-Gruppirun gcu Form zu- geben, als sich heule wohl Viele näumen lassen. Den Leuten aber,die alltäglich die großen Segnungen der„Baltimore-Oh:o- Bahn" anpreiien, rnse» wir mit unserm Nach darn vom „American" zu: „Was hat die Stadt Ballimore sür die „Baltimore-Ohio- Bahn" gethan?" Ankunft des DainyserS „North American." Der englische Dampser„Norlh American," Capt. Scott, zur Baltimore-Liveipooler Linie gehörig und am 11. März von Liverpool ab gesegelt, lief gestern Morgen nach 1!)-täziger Fahrt mit 5 I. Cajüten- (A. H. Horn, E. W. ALilkins und Frau Wattö von England und Geo. McPherson und Frau W. M. Crowell von Halifax), 12 2. Cajüten- und 45 Zwi schendecks - Pasiagicicn »nd folgender Fracht über Halifax, N.-Sch., dicr ein- Z 5 Oxhft. Nothwein für C. Dairell K Ge flechten Irdenwaren für N. N., 8 Slückfäs fern Eiseuwaaren für Gebr. Anderfon, 4054 Streifen Eisenwaaren sür B. 610.R. R>, 2 Kisten Elfenwaaren für Carlin K Mlton, 2 Packeten do. für A. I. Albcrr «c Comp., I Stückfasse do. sür Bailey, Cnldwcll öc Comp., 2 do. und 11 Bündeln do. für Gebr. Klep pisch, 1 Kiste und 3 Slücksässern do. für Mo ritz Ä Keidel. 2 do. und 1 Kiste do.sür Gedr. Peiiniman, 8 Schleifsteinen sür A. M. Var ney, 1 Kiste Shawls sür I. E. Wird, 1 Kiste do. sür W. DevricS K Comp., iv Kisten und 2 Packeten KaufmaunSwaaren für Gebr. HodgeS, 3 Kisten do. für BoweS K Staw, I do. fürJ. Grüubanm, 12 do. für Armstrong, Cator Comp., 2 do. sür Gebr. Coate, L do. für Trust Ä Hahn, 1 do. für Mte. Lefrone, l sür Blandsord SrGwinn, 4 Fässern Hasermehl für Alex. Murdoch, 250 Kisten Blcch für C. Morron, Stewart «c Conlp., ISOK do. für N. N>, Z Packelen Ei fcnwaaren für Howell, Ganun «5 Comp., 2 do. sür John King, Inn., 1 Stucksasse do.sür Gebr. Penniman, 4 Rollen Oelttich für I. Turnbull Comp., 32 Packelen Baß' Ale für C. Darrell 242Slreifcii tiupfer und 841 Barren do. für N. N.» 1 KisteWol- Icmvaaren sür C. R. L- P. R. Smith, 1 do. sür I. M. Orem, Sohn K Comp., ?0l)0 Ki sten Weißblech sür Wm. Füller 6c Comp., I Colli sür Gebr. HodgeS, 1 do. sür H. Sweainge nnd 35 Ambosse. Abfahrt des Dampfers „Leipzig.^ 4er Dampxr „Lcipzio," Capi. Jäger, suhr Sennabeno Nachmittag Punll 2 Uhr mil 14 «»e'ftilkn- nnd 41 ZwiichendcckS-, zusamiuen 55 Passagiere», von übrr South uniptoii nach Biemcn ab. Als Ladung nahm <r solgende Fiocht; üler u,il: 75 Oxhoste tienlucky'er, 104 Ojhoste Blätter- uud 45 Orhoste Virginrer Taback, 93 Oxhoite Vir ginier Tabacks - Rippen, 727 Kisten Einge machtes in Blechbüchsen, 17 Ballen «Segel tuch, 37 Mähe-Maschinen, IK9 Säcke Gerber linde, 1700 Pipen Schmalz, 900 Säcke Mais, 250 Fässer gedörrter Aepjclichnit?e, 533 Fäs ser Syrup,739 Ballen Baumwolle und 1000 Kisten Stärlc. Die 14 Cajüleu-Passagicre siud Friedrich Hasselhorst nebst Frau, Consul A. E. Chi vari, Solomon Büß und Frl. Marie Schcib von Ballimore, Wilhrlm G. Metzerott nebst Familie und Dienstboten von Waihington und Heinrich Berding von New-Dzrk. DZa s Wetter. Die Depeschen des Sig nalbüreaus von gestern Abend meldeten leich tes Regenwetter in Indianapolis und Louis, ville, leichtes Schneegestöber in Morint Wa shington, drohendes Wetter in Nashville, New- Orleans und Burlington. Der Thermome terstand war in Augusta 67, Baltimore 60, Boston 39. Charleston 64, Ciucinnati 50, Cleveland 39, Davenporl 52, Indianapolis 49, Äeokuk 51, Lynchburg 64, Memphis 71, Nashville 72, New-Orleans 74, New-Z)ork 51, ?iorfotk 66, Omaha 55, Philadelphia 52, Pittsbnig 52, Portland 41, St. Paul 40, Wilmingron 66 Grad. Der Ohio war 85 Zoll bei Pittsbing und 6 Zoll bei Cincinnaii gestiegen. Ter Mississippi war 20 Zoll bei St. Paul, 10 Zoll bei Daveupori und 2 Zoll bei New - Orle ins gestiegen und 1 Zoll bei Keokuk gefallen. Von Nashville wird ein S 0 n l>- abend M 0 rge n. —Am Sonnabend Mor gen wurden wir durch einen Acquinoklial sturm heimgesucht, wie wir ihn in diesen genden lange nicht erlebten. Der in nieder uud machte einige Slra ßen säst unpassirbar. Libertystraße war, wie gewöhnlich bei solchen Gelegenhenen, in einen reißenden Bach verwandelt, und das Wasser drang an der Ecke der Baltimole- und Liber tystraße sogar in die Wagen der Siratzenei sendahnen. Ebenso stauo es in Nord-Gay niid Praltstraße, welche sür mehrere Stunden von Fußgängern nicht passirt werden konn len. Zum Glücke lrat leiue außergewöhn liche Sleiguug der JoneS' Fälle e>u, iodaß wir nur das Forlgeschwemmtwerdcn einiger Krautlöpse und anderer Vegetabilicn von dem Belair-Markle zu berichten haben. Die Be wohner der Harrijonstraße hatten sich indessen aus Furcht vor enier abermaligen Ueber schwemninng auf einen allgemeinen Exodus vorbereilel, der aber glücklicherweise durch das rechtzeitige Aushören des wolkelibrucharrigeu Regeus uiinölhig gemacht wurde. Ter den Regen bcgleileiide Südost- Sturm schleuderte ein schweres hölzcrnes Schild, wel ches an dem oberen Theile vou Pepper's Ho tel in der Baltimorestraße befestigt war, hiuad und dasselbe stürzte auf die eisernen Pfosten ciueS Sonnendaches, diese zertrümmernd, während das Schild zersplittert wurde; der Schaden wird sich aus eiwa KIOO belaufen. Zwei Fensterläden im Hintergebäude der Of flZiii des „American" wurden aus den Angeln gerissen und zeikrochen. Einc im Schaufe». stcr des Hin. James Fryer an der Baltemore straße befindliche große Spiegelglasfcheibe wurde durch die Gewalt des Sturzes zer trümmert, wodurch ein Schaden von S3OO >r wächst, der durch Versicherung vollständig ge decli ist. Die ganze Boiderjeile des von Hrn. Lheckells als Möbcl-Magazinbenutzten zwei stöckigen Hauses an der Südseile der Balti more-, nahe der Schröoerstraße, wurde umge rissen, und die Slraße bis an das Eiienbahn-- geleise mir Backsteinen, Schutt und GlaS lrümmcrn bedeckt. An der Ecke von Eutaw- und Newstraße wurde ein Schornstein ans dem Hause des Dr. Joseph A. White herab gestürzt, doch war die Slraße glücklicherweise menschenleer, sodaß die herabsalleiiden Back steine keine weileres Unheil anrichteten. Ter Sturm erreichte seinen Culininaliviispunkt zwischen 10 und II Uhr BormillagS, zn wel cher Zeit er eine Geschwindigkeit von 40Mei len pro Stunde erreichte. Der Regensall iu Ballimore belrug bls 12 Uhr Mittags 0,81 Zoll. Um etwa l> Uhr Morgens wurde der Slurm von eiuigeu heftigen Gewitterfchlägen begleilet, vou welchen einer den Thurm der Feuerstatiou Nr. 10 an der Colnmbiastraße traf und denselben in Brand setzle, der jedoch bald durch die anwesenden Fenerleule erstickt wurde. Der Sturm war vom Signalbürean mit gewohnter Genauigkeit und Zuverlässigkeit »Ii Boraus angezeigt worden. Zm Ganzen fiel hier 0,83 Zoll Regen. Die größte Gijchwindigteir des Sturmes war 40 Meilen die Slunde 00m Süden her. Die Dächer dreier Wohnhäuser in Cathe dralsttaße, Nr. 47, Eigenthum der Frau Wime, Nr. 130, Frau Duncan, und Nr. 132, Hru. Ridgely gehörig, wurden vorge stern Abend von des StnrmeS Gewalt abge rissen. Der Schaden ließ sich noch nichl er mitteln. Abends Uhr stürzten von der neuen Mouut Vcrno».Merhodistcnkirche aus der Ecke der Charles- und Monumentslraße zwei stei nerne Thnrmchen oder Gipfelzinnen auf's Trotioir und machten unten eine Vertiefung von der Größe eines Faßdeckels. Ein Zaun an der westlichen Heu-Waage an der Ecke von Chatsworth- und Fremorit- Straße wurde umgestürzt. Schaden K6O. Der Zaun des St. PaiilitS-WaifenhanseS an der Madison-, nahe der Boundary-Avenne wnrdc umgeweht. Schaden SZS. Ein Zaun au der Nordwest-Ecke von Laii valestraijs und Park-Avenue, das Eigenthum des Hru. F. von Kapff wurde uingestürzt. Schaden »50. Der Zann des Bnndessoldaten-Waisenhaw ses an der Ecke von Franlliu- und Schröder Straße stürzte zusammen, wodurch ein Scha den von H2O entstand. Die Maueru eine« imßau begrissenenHau ses an der Monnmcntstr., zwischen Caroline und Dallasstr,, wurden am Samstag Abend vom Sturm umgerissen. Ei» Theil derselben traf einen Knaben, Famens Harry Hall, wo durch derselbe einige Contufionen am Körper erlitt. Er wurde in seine Wohnung in Nr. 113, Chewstraße, gebracht, wo Dr. Bell ihm ärzttiche Hülfe gewährte. Die Dächer der Häuser Nr. 104, 106 und 108, Nord-Broadway, nahe der Jefferjonstr., welche von Capt. Wyelt, CharlesNicolai und loh. Bodenweie bewohnt werden, wurden herabgeweht. Der Schaden au jedem Gebäude beläuft sich auf clwa sLS. Ein großer Baum im Hose von Andrew Nicholson au der Ecke von Green- nnd Ra borgstraße ward ebenfalls von dem Sturme umgerissen. Derselbe riß im Fallen den gan zen Zaun ein; der Schaden bcläust sich auf eiwasls. Ein großes Aushängeschild von Lawrence Thompson am Hanse Nr. 114, Wesl-Lom bardstr. wurde hcrabgeweht. Ein alter Baum an der Ecke von Norlh- und Balchstr. irard umgerissen. Das Dach des Stalles von Wm. Vrice, an der Ecke von Eager- und Nordstr. Scha den S4O. Der Obertheil zweier alter Häuser, Nr. 43 und 45, Commercestr., ward am Samstag Abend herabgeweht. Die Einhegung des Philipp Hijz'schen Grundstückes auf der Ecke der Mojherstraße und Druid-Hill Avenue ward in enierStrecke von 100, dieUmfcicdignng des Bolgiano'ichen Grundstückes aui der Ecke der Madiion-Ave. und MeMechenslraße auf 50 Fuß weit umge rissen. Ein Schornstein des Haufes an der Süd- Sharp- und Couwaystraße wurde vom Sturme hcrabgeweht »nd mehrere Per sonen wurden nur mit knapper Noth vor Ver lelznugen durch die fallenden Backsteine be wahrt. Friedrich Zimmermann, auf dem Dache der Ziegelei von Hicks K Co. beschäftigt, wurde durch die Gewalt des Windes vom Dache ge schleudert uud erreichte den Boden in einer Entfernung von 18 Fuß ohne beschädigt zu werden. Ein Zann des Fleischers Georg Weavcr an der Johnjonstraße wurde umgestürzt; der Schaden belauft sich aus etwa K2O. Es wird berichtet, daß ein Farbiger, Na mens Richard Moore, imDienste von Siveit zer Linthicnm an der Südseite des Patapsco ;n AnneArundel-Tounty, während er auf dem Felde --bettete, vom Blitze getroffen und nebst jeinem Maulesel augenblicklich getödtet wurde. Das Dack des HaujcsNr. 62, Walkerstraßc, das Eigenthum des Hrn. Apple, wurde herab geweht; der Schaden belauft sich auf ungc fähr 525. Ein Zann an Columbia , uatz: ParkinSstr., der Primär-Schu>e Nr. 29 an Hitlstraße. Das Dach eine« Nr. 6, Cubastraße, i.l Locust-Point wurde vom Sturm herabge stürzt. Der Eigenthümer, Hr. Madden, c..- Icioel einen Ve-clustvon clwa 8100. Aas Dach eines yn der Ecke von Poppleton- und McHenrystraße, von Hrn. Jakob Hcnsler, wurde vom Blitz ge lroffeu, Wodurch ciwa ü«> Schindeln abgeiiffen wurden. Ein Telegraphen Pfahl ander Wafhington- Road in der Nähe der Stadtgrenze wurde voll ständig vom Blitze zerstört. Martin Schäffer, dir in der Nachbarschaft davon mit seinem Pferde beschäftigt war, wurde nebst demselben vom Blitze betäubt. Der „U nion-Tunne l." —Die Con traltoren der Banarbeiien des „llnion- Tun nelS" sind eisrigst mit der Reparatur des durch den Erdilurz iu diesem Bauwerke verur sachten Schadens beschäftigt. Eine Anza l Arbeiter sind ebenfalls dabei thätig, den noch unvollendeten Theil des Gewölbes in der Nähe von Edenstraße aufzuführen. Der Einsturz wird die Vollendung des Tunnels nur um wenige Tage verzögern. Die Neubauten und die Ver größerung von Locus!-Point. Noch vor wenigen Jahren war der Grundbe sitz anf Locust-Poinl last gänzlich werthlos, und die jährlichen Abgaben für dortiges Grunteigenlhlim betrugen fast ebensoviel, als der Bodenwerth. Seit einigen Jahren hat sich dies wesentlich geändert. Durch die Ener gie und umsichtige Thatkraft des Hrn. loh. W. Garrett, des Direktors der „Baltimore- Ohio - Eiienbahngesellschaft" hat sich Loeust- Point zu der Ausdehnung und dem Verkehr eines ansehnlichen Fabrikstädlcheus emporge schwungen nnd täglich werden neue Fabrikge bäude uud Waareninedcrlagen dort err.chtet. Die „Baltimore-Ohio-Bahn" beschäniqt au genblicklich 500 Arbeiter iu Locust-Point uud wird in etwa drei Monaten noch 500 mehr dort in Arbeit erhalten. Die Gesellschaft hat vor Kurzem beträchtliche Ankäufe von Land gemacht und beabsichtigt, sehr ausgedehnte Maschinenwerkslätten, Waarenhäuser und Kohleuwersteii dort zu errichten. Bei dem täglich sich vergrößernden Kohlenhandel wer den Letztere besonders durchaus nothwendig und wird die Gesellschaft am Norduser des Patapsco cine ganze Reihe von Werften in den Fluß hiueinbaueu, bei denen cine Was sertiefe von 13 Fuß erreicht werden kann. Der neue Zolle r u n eh m er. Wie wir hören, wird Hr. Washington Boolh, der neuernannle Hafen-CoUckior, am 10. April, dem Tage, an welchem die Ernennung deS Collcitors Thomas erlischi, fein Amt amre ten. Eine bedeutende Aufregung herrscht unter den Unterbcamten dieses Dienstzwei ges, welche im Zweifel stehen, ob sie ihre re spektiven Stellungen innebehalten werden. Bewerbungen um Aemter laufen von allen Theilen des Staates ein. Geschworenen - C 0 llegien zur Abschätzung von Grundeigen th um für öffentliche Zweck e.—Die übliche Methode zur Abschätzung von Grundcigeulhum sür öffentliche Zwecke durch besoudels dazu eruanuie Gcschworenen-Colle gieu wird vou Vielen als ein sehr kostspieli ges Mittel zur Ausgleichung von gcringsü gigeil Meinnngsvcrschledcnheilen angesehen. Die Pattersoii-Park'Jury ist jetzt seit beinahe 3 Wochen in Sitzung mil einem Kostenauf wand von nicht weniger als Slso pro Tag, und wenn die Berathungen nicht bald einEude nehmen, so werden die Hiiizusüguugeu zu die sem Park eine kostspielige Affaire sür diestadt werden. Es wird vorgeschlagen, diese Mei nungsverschiedenheiten in Betreff des Werthes des cxpropriirlen Grundbesitze« durch compe tente Schiedsrichter entscheiden zu lassen. So wie die jetzt gehandhabt wird, diuireu die Geschworenen, die Sachwalter beider Par teien, die Beamten des Scheriffs und ein oder zivei Berichterstatter von Zeitungen täglich nach Vertagung der Geschworenen-Sitzungen zusammen. Schon dies ist eine beträchtliche Ausgabe, welche durch das Schiedsrichterst,- stein würde vermieden werden. Die Kosten dieser gegenwärligeu Untersuchung werden, wie mau glaubt, iiicht weniger als S4OOO be tragen, uud man glanbl, diese Summe könnte besser zur Verschönerung des Parks veraus gabt werden. Am Freuage gedieh, nachdem die Geschrvo- reneir von der Bestchuguug deS Patteriou- Paikes und der nächsten Umgebung zurückge kehrt waren, das Zeugenverhor zum Schlüsse. Heul? beginnen die beiderseiligen Plaidoyers. Spila l b e s u che. Sonnabend Äcach miilag statteten die Bprsteyer des JohnS Hop kinö'icheu Spitals dein deutschen St. Jo sephs-Hospilate ans der Ecke der Caroline-und Hossinainistraize aus Einladung des Bolstan des des Letzteren einen Besuch ab, wobei sie sich von der zweckmäßigen Einrichtung dieser Anstalt überzeugten, und werden nächsten Mittwoch nach Ncw-2)ork reisen, um die Eni richinug der dortigen Hanptlpitäler kennen zu lernen. Vereinigung von Graduirten der Hochschule. Eiue Versaminlung von früheren Graduirten der „Westlichen hö heren Töchterschule" sand am Freitag Abend in dem Gebäude der Hochschule au der West- Fayettestraße statt. Unter den Besuchern be fanden sich Hr. Römer von der Schnl-Com mission, Hr. Creery, Superintendent der ös sentlichen städiischen Schulen, und Andcre. Pros. HollingShead, der Direktor der Anstalt, hielt eine LeirnlUommnnngSrede, woiin er szgle, auf der Gradnirlenliste befänden sich 1200 Äiamen seil der Gründung der Schule. Von diesen befänden sich einige in nützlichen Stellungen, andere seien glückliche Hamilicn mütter, wählend andere nicht mehr zu den Le benden gehörten. Er erwähnte hierbei des To des von Frl. Annic E. Franklin. Nach dem Schlüsse der Rede wurden verschiedene auser wählte Slücke vorgetragen, Vokal- und Jn strumenlal.Musik ausgeführt u. f. w., woran sich die Damen Köhler, Davidson, Vanhill, Thompson, Jordan, Shorey, McPherson, Long und Bushman beteiligten. Professor Deems präsidirle am Klavier. Nach Been digung des regelmäßigen Programmes ver strich noch einige Zeit in angenehmer Unter haltung, worauf die Versammlung sich ver lagle. Sitzungen des Baltim 0 rer Stadtgerichts. Wie verlautet, sol len die Geschworenen des Stadtgerichts ent lassen und bis zum Maitermine keine Prozesse mehr zur Verhandlung gelangen. Rlchter Piukney, der bisher Oberrichier Scott doit vertrat, ist gezwungen, seine Dienstobliegen heiten im Stadl - Kreisgerichte wieder auzu treten, und der Gesundheitszustand des Com mon-PleaS-Richters Garey erlaubt demselben nicht, noch andere Arbeiten, als seine eigenen zu übernehmen. Richter Scott wird wahr scheinlich ohne Geschworeueu zur Entgegen »ahme von Anträgen u. s. w. anwesend sein. Eine Erfinduug in d eZr Buch drucker-Kunst ist am 25. März Hrn. Wilh. Schuauffer in Ballimore, wie wir be reits meldeten, patentirt worden. Dieselbe be steht ans einer neuen einsachen und sinnreichen Vorrichtung zur Befestigung der Slereotyp- und Elckirolypplatten an einen metallenen Plaltenholter. Diese Platlenhalter werden in allen Größen, von drei Zeilen aufwärts, gegossen, so daß die Stereotypplatten beliebig mir Satz durchschossen werden können, im Falle Zusätze oder Abänderungen gemacht werden wllcu. Durch diese Platlenhalter kön nen einzelne SpaUen sowohl, als ganze Sei ten mit Stereotypplatten gesüllt werden, die dann, nachdem sie für die täglichen Ausgaben von Zeitungen benutzt worden sind, auch noch sür dieWocheir-Arrsgabe gebraucht werden kön nen. Auf diese Weise kann in den Setzlokalen der Zettuugen viel „Blei" erspart werden. Etn - und Ausfnhr. —Es kamen fol gende Fahrzeuge auö dem Auslande hier an: der engl, schooner „Houug Dick" mit 520 Zentnern Schwefel, 3222 Kisten Apfelsinen und KOO do. Citronen von Messina; dießarle „Cricket" mit 5200 Säcken Kaffee von Rio de Janeiro; die engl. Brigg „Mississippi" mit 180 Oxhst., 5« Fässern Zucker und S 5 Prin cheons Melasse von Demcrara. Es segelten nach dem Auslande von hier ab: der Dampfer „Leipzig" (siehe seinFracht verzeichniß an anderer Slelle) nach Bremen; die nonveg. Barke „Ebeuezer" mit 26,006 Scheffeln Mais nach Dnblin in Irland; die Holl. Brigg „Ceres" mit 52,366 Gall. Ma schinenöl nach Rotterdam; der engl. Schooner „Teal" mit 1000 Fässern Waizenmehl, 55 do. Maismehl, 50 do. Pökelichweinefjeijch, ?0 do. -Rindfleisch, 50 do. Erdäpfel, 20 Oxhft. Ta back, 630 Scheffeln Mais, 400 Pfd. Schmalz, 2500 Gall. Kohlenöl, 700 Bündeln Faßböden und 50 Dtzd. Besen nach St. Pierre aus Martinique; der engl. Schooner „Reeruit" mit 675 Fässern Waizenmehl, 258 do. Brod, 250 do. PLleljchwcinefleijch, 25 do. Theer, IU do. Pech, 6 Oxhst. Taback, 200 Scheffeln Mais, 200 do. Kleie, 4000 Psd. Talglichler, 200 Gall. Terpentin, 216 do. Fettöl und 90 Schasen nach Demcrara. Ankunft des Dampfers „Sara goss a."—Der Dampfer „Saragossa," Capt. Hooper, von der Baltimore-Savannah-Linie, kam gestern mit 3 811. leeren Säcken, 26 811. Baumwolle, 5g Slücksässern Reis, 91 Säcken und 40 Packeten Kaufmannswaaren von Sa vauua, Ga., hier an. Ankunft des Dampfers „D. I. F0 le y."—Gestern traf der Dampfer „D. I. Foley," Capt. Beunctt, von Witmington, ?i.-C., hier ein und brachte folgende Ladung: 2!) Fässer Terpentinspiritus, 70 do. Harz, 110 do. Theer, sit do. Harz, 100 do. Pech, 45,- 00V Fuß Nutzholz, 9 811. Baumwolle, 60 Säck. Erduüjse uud 100 Packele Kaufmanns waaren. Der Dampfer „Liberty," Capt. von hier über Havanna nach New- Orleans abgegangen, legte am 27. März in Key West, Fla., an. Versammlung der Deputirten de r irl ii nd is chen katholischen Ge sellschaften. Tie Deputirten, welche von den verschiedenen irländischen katholischen GesS.'chasten Baltimore's ernannt worden Ware», um die Vorbereitungen sür die vor Kurzem staltgehabte Provision zur Feierbes St. PaliickSlages zu treffen, versammelten sich am Freitag Abend in der Halle der „St. Pätriasrittir,'' Nr. 845, West-Ballimorestr. Hr. P. Meehan führte den Vorsts, und Hr. W. I. T. Cooney futtgirte als Sekretär. Di« HH. P. Meehan, E. T. Joyce uud Dr. W. H. Cole hielten Ansprachen in Bezug auf die Prozession. Ein Beschluß wurde ange nommen, durch welchen der Grogmarschall und die Marschälle der verschiedenen Divifi onen mit dem Sekretär der Versammlung zu einem Comite ernannt wurden, das Ergebniß ihrer Erjal,:ungen bei der letzten Prozession und etwaige Borschläge zu Verbesserungen in Pamphletsorm niederzulegen und an die ver schiedenen Gesellschaften zur Inbetiachinahmc zu vertheilen. Beschlüsse wurden gesaßt, um dem Oberst Joyce, den deutschen Vereinen, welcke sich an der Feier belheillgren, und Hrn. P. Meehan, dem Oberiittcr der „St. Pa tricksrilter" sür ihre Bemühnngenzzu danlen, worauf die Versammlung sich vertagte. Besuch der „P yt hias - R i t ter" i n R i ch m ond. Die „Oriental - Loge" des Ordens der „Pythias-Ritter," welche am 15. Avril bei Gelegenheit der Versammlung der Hörsten Loge dieses Ordens in Richmond einen Besuch in dieser Stadt beabsichtigt, pa radirte am Freitag Abend durch einige Straßen ocs westlichen Stadttheiles. ü!!an sagt, daß etwa 150 Ritter sich mit der Loge unter der Führung des Groß-Kanzleis Lind say nach Richmond begeben werden. Die selben werden Baltimore am Abend des 14. April verlassen. Delail - P reis ev o n Feuerungs- Material. Folgendes waren am letzten Freitage die Detailpreise von Kohlen n»d Holz, Letzteres an den Weiften: Kohlen: Harle, wcigaschige Änlhracit, K 7.50, Sun vnry 57.75 biS K 3, Lykens - Valley SS 50, Euniberland stücken S 9. West-Virginia, gas reiche Stücken KIO, Äanawha sür offene Feuer- Plätze Kl 4. Holz: Fichten so zu S 7, Eichen S 7 zu 8, Hickory, selten, BS. Ein prachtvoller neuer Perso. ne nwa gg o n befand sich in dem Bahn znge, welcher am Freitag Abend um 4.55 vom Camdenbahnhofe nach Wafhiugton ab ging. Derselbe, welcher in den Werkstätten der „Balto.-Ohio-Bahn" in Mount Cläre gebaut worden, übertrisst an eleganter Aus stattung alle Personenwaggons, welche bisher aus dieser Bahn benutzt worden. Das In nere diefes Waggons besteht zum größten Theil aus polirtem Walnußholz und die Sitze sind mit Sammet überzogen. Die Oesen sind so eingerichtet, daß sie unter keinen Um ständen umstürzen können, und dag, selbst wenn der Waggon umfiele, kein Feuermaterial herausfallen kann. SoirLeim „Peabod y-J nstitut e." —lm kleinen Saale der Musik-Aiadeinie des „Peabody - Instituts" fand am Samstag Abende eine Soiree statt, deren Programm wir nachstehend folgen lassen: 1. O-uiutett in sür Flöte, Violine, zwei Bratschen und Violoncello von Fr. Kuhlau, vorgetragen von den HH. H. C. Wyshain, Allen, Gaul, Har mau und Zunguickel; 2.Bergbewohner's Lied von A. F. Liudblad, gesungen von Frl. Ma» ria Becker; 3. für Violine und Piano von I. P. E. Hanmann, gespielt von den HH. Nosewald und Eourläudcr; 4. „Die Rücklehr des Postillons," Lied von A. F. Lindblad, gesungen von Mad. Mary Thomp sou; ». Quintett sür Piano, zwei Violinen, Bratsche und Violoncello von As ger Hamerik. Wie aus dem Programm er sichtlich ist, waren sämmtliche auf demselben verzeichnete Jnstrumental-Piecen von däni. scheu Komponisten, während die beiden Ge sangnummern von den hervorragendsten un ter den schwedischen Liedercomponisten her rührten. Die Ausführung der einzelnen Nummerii war eine trefjlichc, namentlich ge langte das Kuhlau'ichc Quintett in wahrhast brillanter Weise zu Gehör. Das Quintett von Aeger Hamerik ist eine hübsche Eomposi liou, ohne icdoch jenen eigenthümlichen origi neUen Stempel zu trage», welcher die größere Mehrzahl der anderen Werke dieses Company sten kennzeichnet. Noch e in Borl r a g. Pastor Donner scheint letzt die Hanoveritr.-Synazoge zu sei neu „Borträgen" gewählt zu haben und iprach dorr gestern Nachmittag, wie er am Sonn abende anzeigte, über „Christum als Essäer." Der Redner beries sich auf Das, was er in seinem vorigen Bortrage über diesen Gegen stand gesagt, und suchte dieWahrhett desselben aus der Üebeisetznng einer allen abyssimschen Handschrift, eines Schriftstückes des Essäer- Ordens, nachzuweisen, die vor einigen zwan zig Jahren in Alexandrien in einer allen Bib liothek ansgesunden sein soll. Das „Dokn meul" euttiält die bekannte Geschichte, daß Christus nach der Kreuzigung wieder zum Bc wußliem kam und noch lange nachher gelebl haben soll. Ist dies Dokument ächt, so ist es ein Berbrechen an der Welt, daß ein so wichtige» Aktenstück nicht in jeder Beziehung vorurlheilssrelen Alterlhumsforscheiu zur Nauen Untersuchung übergeben wurde; cö giebt heutzutage überall Männer der Wissen ichast, denen die Wahrheir über alle aiiae» stammten uud angeborenen Boiurtlieile geht, und nur aus diese Weile konnte dasselbe zur völligen Geltung gelang-n. Aus der anderen Seile ist das Auffinden sogenannler alter Handschriften, die das Licht der Forschung zu scheuen haben, ein sehr ge wöhnlicher Kunstgriff, und müssen dieselben mit der größten Borsicht aufgenommen wer den. Es ist eine anerkannte Wahrheit, daß das Christenthum in seiner ursprünglichen Rein heit von Palästina und den römischen Pro vinzen in Asrika aus sehr früh in Abyjsinien Eingang fand, dessen Wüsten uud unzugäng lichenGevnge Denen,die vor der Perfolgungs wulh der römischen Kaiser und ihrer Statt halter fliehen mußten, eine sichere Zufluchts stätte gewährten, und es ist leicht möglich, daß noch manche schriftstellerische Schätze von der höchsten Wichtigkeit für die Klrchengeschichle dorr verborgen sind nnd einst zu Tage geför dert werden, doch erfordert (s großer Sorgfalt uud genauer Untersuchung, um darunter den Waizeu von der Spreu zu sondern, denn ge rade die Möglichkeit diese« Auffinden« an einer solchen Stelle hat manches Berführe rische und kann leicht für besondere Zwecke gemißbraucht werden. Die „A l l st 0 n -Ge 112 el lf ch af t" wird ihre jährliche Beamtenwahl heute abhalten. Die sechste dramatische Abend-Unterhaltung de« „O st -Ba l timor er Liederkran - z e s" fand gestern Abend in Raibers „Odeon" statt, und war unstreitig die anziehendste der Winterfaison des Vereins. Zur Aufführung kamen „Die Braudschatzuug," Lustspiel in 2 Akten von Cotzebne, und „Hundert Thaler Belohnung" von Salingre. Beide Stücke waren trefflich einstudirl. Uuter den Mit wirkenden verdienen Hx. und Mgdame Win kel und die HH. Katzenstcin, Knanpp, Appel und Hcckmann besondere Erwähnung. Das Lied: „Der brave Schneider," von Hrn. Kat zenstein gejungen, wirkte zündend und mußte auf stürmilches Berlangen wiederholt werden. K irch liches. Die jährliche 40-stündi. ge Aridacht wurde gestern Morgen 411 Uhr in der St.PeterS-Kirche,Ecke der Poppleion- und Holltnsstr., mit einem Leviten-Amte eröffnet. Die Altäre waren mit frischen Blumen deko rirt und erleuchtet. In der Mitte waren Gas. flammen angebracht, die folgende Inschriften trugen-: n.kuiu" und „Jesus, Heiland ker Menschheit." Die Kirche war so überfüllt, daß auch kein Stehplatz übrig blieb. Am Hochaltare fungirlen die Hochwürdigen E. McColgan als Celebrant, I. M. Jones als Diakon und W.Mahoney als Sub diakon. Hochw. I. M. Jones pildigte über des Tages Evangelium. Auf das Hochami folgte enie Prozession; alle Theilnehmer der Prozeisicn trugen brennende Wachskerzen. Das Absingen der Litanei der Heiligen bildete den Schluß der Mörgenandacht. Der musikaliiche Theil der Feier wurde un ter Leitung des Hrn. A, C. Bockmaiin (Frau E. A. Polster, Organisliii) vom Kirchenchor vorgetragen nnd bestand aus solgendenPiccen: Mercadante's Messe in t-'-Our, "Vom, snncte von Bogler und "I'sllFe linj-u»." Der Chor Der Chor wurde von folgenden Kräften uuter stützt: Frau Rosemann und Frl. Anna Bar, ret, Krau Kuell uud Frl. Polster, HH. F. Bokmaiin und G. Roiemann, jnn., I. E. Kropp und G. Rosemann, sen. Das zweite Hochami findet heute borgen 8 Uhr statt; das dritte und letzte mit einer Prozession mor gen früh um jll Uhr. Ueber>iedelung nach dem neuen Kar m eliter i 11 neu -Klost e r. —Die Insassen des bisherigen Karmeltterin nen-Klosters an der Ecke der AiSguith- und Lrleaiisslraße hielten am Freitage ihren Um zug nach dem neuen Couveute an der Biddle- Siraße, und die Schlüssel des alten Klosters wurden am Samstage dem Vorstande des „deutschen Waifeuhaus - Vereines" eingehän dlgt. Verbunden mit der Uebersiedlung der Karmelitcrinnen nach dem neuen Kloster war die feierliche Einweihung desselben. Früh Morgens um 7 Uhr las der Hochw. V. Dongherty, Administrator der Erz-Diozese, die erste Messe; nach der zweiten Messe erfolgte die Einsegnung der neuen Kapelle, des Klo sters und der Glocken. Die Hochw. V. Cha pelle und Hossmann von St. Joseph, die Hochw. ??. Eberhardt und Hespelein von St. Jakobus und der Hochw. V. Voltz von der Cathedrale aisistirten bei der Feier. Als Pathen bei der Taufe der Glocken dienten die HH. Austin, Joseph und Ths. Jenkins, der Achtb. W. I. O'Brien und dte HH. Ma» loy und Stack. Die Anzahl der Insassen des neuen Kloster« beträgt 18. Von den Nonnen, die 1831 das Kloster an derAiSqnithstr. bezogen,ist nur noch eine, die 74 Jahre alte Schwester Theresa, Tochter des Hrn. Clement Gewell von Georgetown, D. C., am Leben. 31 der Schwestern starben feit der Begründung des Klosters, und ihre Leichen sind aus den Ge winden der Aisqnithstraße nach der „Bonnie- Brae-Cemelery" au der Frederick-Road ge schafft worden. Das neue Kloster an der Biddlcstraße kostet 845,000, während das alte durcki Berkauf «25,000 brachte; die noch darauf haftende Schuld gedenkt man in Bälde durch wohlthä tige Beisteuern zu erlanget!. Die Karmelittrinnen widmeten sich früher der Jngend-Erztehnng, aber auf Veranlas- fung des verstorbenen Erzbifchofes Kenrick wurde die Schule qeschlosseii, und die Schwe stein beschäftigen sich nunmehr fast ausschließ lich alles Andern mit den strengen religiösen Uebungen des Ordens, dein sie angehören. Die „Hall' sSpringse r P 112 e r o e- I bahn. Diese neue Bahn hat sich enischie den als eifolgreich bewiesen, dieselbe beginnt an der Ecke der North- und Fauettestraße und geht dann durch die Fayette-, Aisquilh- uud Biadisonstraße nach der Ceutral-Avenue, von wo sie in die Harsord Noad lenkt und dieselbe bis zum Darley-Parke versolgt. Vom Dar ley-Parke bis nach Hall's Springs fahren die Waggons nur stündlich. Das Grnnd.igen thurn an dieser Bahnlinie ist infolge des stär keren Verkehrs während der letzten Monate um 25 Prozent im Preise gestiegen. Ein e i erlegend e r H a h n.—Vor eini gen Tagen wurde in Füd-Bal'.imore der Far bige David Harris unter der Anschuldigung des Diebstahls mrhafret. Unter anderen Gegenständen wurde in seinen Taschen eine Anzahl aus Porzellan angefertigter Eier ge sunden, welche zur Aufbewahrung in einen Kasten in einem Zimmer der Polizeistation gethan wurden. Während der Nacht brachte Polizist Kimball einen ihm gehörigen Hahn in demselben Zimmer ultter, um ihn am

Morgen mit nach seiner Wohnung zu neh men. Zufälliger Weise setzte der Hahn sich auf den mit Eiern gefällten Kasten, und als nächsten Morgen Polizist Pninphrey, der von den Eiern Nichts wnßie, in das Zunmer ge schickt wurde, fand er zu seinem Erstaunen, daß der Hahn während der Nacht mindestens ein Dutzend Eier gelegt babe, und theilte diese uenc Entdeckung zum größten Gaudium sei ner Kameraden Capt. Delaull, mit, den er aufforderte, zu kommen und sich dies Wunder anzusehen. Pumphrey soll es seiidem nicht gerne haben, wenn man in seiner Gegenwakt von Hahneneiern spricht. Nachlässigkeit von Tabacks-Jn fpektore n.—Mehrere Tabackshändler uud -Fabrikanten hatten Oxhosle Taback, der vom Staals-Inipektor Meicer iuspizirt worden war. gekauft und nachher gesunden, daß die Pioben, nach denen er die Jnspizunng vorge nommen, eine bessere Qualität besaßen, als der Inhalt der Fässer; sie hatten somit den Toback höher bezablt, als er wenh war. Dar aufhin wurden sie klagbar, uud so ist zur Zeit im Superior-Gerichle eine iUage de? Ltaates im Namen der HH. Gail Ax gegen Mercer uud dessen Burgen Georg W. Nutivell und Wm. Thompson aus Entschädigung sür durch Nachläisizkeit des Verklagten krtiltcneVerluste unter Verhandlung. Die Geldsumme, um welche es sich handelt, ist nicht bedeutend; al lein das Prinzip, wornach ein Staatsbeamter für Verluste, an denen seine iiachläisigePflicht erfülluug schuld ist, pekuniär verantwortlich zu machen, ist ein sehr wichtiges nnd betrifft viele Tabackshändler und -Fabrikanten. Der obige Prozeß wurde schon einmal verhandelt, ohne daß sich jedoch die Geschworenen über einen Wahrspruch einigen -»lonnten. Heute früh steht die Entscheidung zu erwarten, da die Geschworenen ihren Wahlspruch versiegelt einbringen werden. Es handelt sich pekuniär nur um SIOV Schadenersatz. Die benachbarten Theile von Baltimore-Eount y.—MitjedemTage tritt die Nothwendigkeit der Ausdehnung des Baltimore Stadtiveichb'.ldcs mit ihrer muni zipalen Gewalt über die der Stadt zunächst liegenden Theile von Baltunore-Eoiriity deut licher hervor. Das „Towsontown Journal" sagt über diesen Gegenuand: „Wirhören, daß dikieuigen Eonnly-Beivohncr, welche ihien Wohnsitz in dem von der nördlichen Stadt grenze, der Reisierstown - Chaussee, der Ver längerung von Madisou - Avenue uud Park- Lane begienzten Abschnitte haben, in der An zahl von etwa 2000 Seelen, in einigen Tagen das Halten einer Massenversammlung beab sichtigen, um eine Petition an die Eouiily- Commissäre auszusetzen, damit ihnen ein bes serer polizeilietier Schutz zu Theil werde. Ein intelligenter Bewohner dieser Gegend theilie uns vor einigen Tagen mit, daß die dor tige Bevölkerung täglich durch Diebstähle, Beleidigungen, Lärm nnd Unfug alter Art ' beunruhigt würden, sodaß dieselben dadurch weder Frieden noch Ruhe genießen können. Sie sind nicht im Stande, sich selbst zu de ' schützen nnd bitten deshalb die Eountiibehörde ' um Abhülfe. Am letzten Dienstag erschien > Hr. Wilhelm Wittens, Eiaenthümer der gro ßen Haarfabrik an der Frederick-Road inner halb der Eonntyzrenze, in Begleitung von den l ,HH. Brown und Stesse, beide Bewohner je ' ner Gegend, vor den Coumy-Eommissären, > daß die Anstellung eines Polizeideamien in jener Nachbarschasi durch die Nothwendigkeit ' erheischt werde. Die Gegend sei dicht bevöl ' kert nnd es kamen tägliche uud besonders ' nächtliche Ruhestörungen vor, welche denAus > enthalt dort nicht nnr unangenehm, sondern geradezu gefährlich machten. Wir hoffen, daß die Legislatur diese Angelegenheit in Betrach tung ziehen, und im Falle der Nothwendig keit die Couutq-Eomnussäre ermächtigen we» ' de, eine wohlorganisirte Polizeimannschaft > anzustellen, um alle unsere Bürger, besonders ' die an den Grenzen der Stadl wohuenden, b gegen derartige Deprivationen erfolgreich zn ' beschützen. Wenn wir ihnen diesen Voriheil zukommen lassen, werden die Gas- und Was > sergesellschaften ihre Röhrensysteme bis dahin ' ausdehnen, sobald die Anzahl von Bewohi ern ' diese AuSzabe rentabel machen wird." Der ' kürzeste und sicherste Weg wäre wohl jeden ' diese Gegenden in die Stadtgrenzen ! miteinzuschließen, wie es ja schon mir ande - ren Gegenden des Conuty's geschehen ist. ' Unsälle. Sonnabend Vormittag ' Uhr trat Heinrich Mehl, Ingenieur der Georg l Beck'schen Möbelfabrik hinter Bond- und > Hampsteadstraße, fehl nnd fiel auf die Ma ' schinerie, welche ihm die Weichiheile deö rechien > Armes gefährlich zersteischle und die Radial ' Schlagader zerriß. A!an schasste den Verletz ! teu rasch zu Dr. Sullivan, wo die Wunden verbunden, die Arterienenoen unterbunden > wurden, und er des starkenßlutverlustes halber mehrere Slunden verblieb. Um 2 Uhr Nach l imltagS brachte man ihn nach seiner Woh ' nung in vir. 15, Smilhstraße. ' Zusa m me nst oßa u 112 der „N ördl. ' Eentralbah n." (Zwei Menschen ge > tödtet.) Der südlich gehende Personenzug der ! „vtördl. Ceutralbahn," welcher um !> Uhr Morgens am Sonnabend hier eintreffen sollte, ' wurde in einer Eolliston, welche zwi ' scheu 3 und 9 Uhr am Freitag Abend bei Li ' verpool, etwa 23 Zlieilen oberhalb Harris bürg, Pa., zwischen zwei Güterzügen statt- saud, um eine Stunde verspätet. Durch ir ' gend ein Mißverständniß waien beide sich be ' gegnenden Züge aus einem Geleise, nnd ein schrecklicher Zusammenstoß erfolgte. Beide Lokomotiven wurden zertrümmert und ebenfo > die Güterwagen, mit aller ihrer Ladung. Der Trümmerhaufen wurde durch das Feuer dnLokomotiven in Brand gefetzt, nnd bald war die ganze Masse in Flammen gehüllt, die da ' durch noch mehr Nahrung erhielten, daz sich unierder Ladung eiue Meuge Spirituosen und andere leicht brennbare Gegenstände be fanden. Ein Heizcr des Zuges vou Dun cannon, Pa., dessen Namen wir indessen nicht erfahren konnten, wurde ein Opfer der Flammen und ein anderer Mann, der wahr scheinlich versucht Halle, die Fahrt zwiichen zwei Wagen umsonst zu machen, wuide zu Tode gequetscht. Der Name desselben ist un bekannt. Wer die 'schuld an d.escm Uli glücksfalle trägt, kann man noch nicht sagen, doch muß die Nachlässigkeit eines Bahiibeam teii die Ursache davon sein, da sonst nicht beide Züge aus dem Geleise sein konnten. F a hrunsal I.— Am Dienstag Nachmit. tog suhr Hr. Lcwellyne Park r mit seircc Frau in einem mit zwei Pferden bespannten Wagen in der Deckerstraße nahe der Boniidary-Ävc., als eine Achse des Wagens brach, und das Ehepaar hinausgeschleudert wurde. Die scheu gewordenen Pferde rannten in voller Lagere dayon, wandte» »ch westwärts in die Bonn dary-Avenue, passirten die Brücke nberlones' Fälle und wurden endlich in der Nähe des Mountßoyal.Reservoirs augehallen, nachdem der Wagen beträchtlichen Schaden gelitten Halle. Hr. und Frau Parker, die nur ge ringe Eontusionen erlitten hatten, begaben sich in das nahegelegene HauS des Hrn. A. Dtnmead, wo ihnen Dr. Miltenberger. der grade vorbeifuhr, die nöthige ärztliche Hülfe augedeihen ließ. Brände. Gestern srüh 4 Uhr entdeckte Polizist Roberts, daß in der Feuerholz- Schneidemühle der Gebrüder Cloke auf der Ecke der Lancaster- und Dallas-Straße Feuer ausgebrochen war. Es gelaug ihm, ohne Feuerlärm schlagen zu müssen, die Flammen zu unterdrücken, lodäß sie nur geringen Scha den annifleten. Der vorgestern Abend 56 Uhr von dem Allarmkasten Nr. 29 cnönende Feuerlärm wurde durch Arbeiter an einer Sprcngmine in Süd - Baltimore veranlaßt; es lag ihm kein Brand zu Grunde. Jähes Ableben. Gestern Mittag 12 Uhr starb der 40 jährige Neger Hefekiel Hyn jon in seiner Behausung, Nr. 20, Bath (Fonndry)-Straße, eines plötzlichen Todes. Da Dr. Welch ihn wegen Kopsrose behandelt hatte, hielt Dr. Walker die Todtenjchau sür überflüssig. Beerdigung? n.—Die Beerdigung des verstorbenen Geo. C. Font, eines ehemaligen Clerks des „Mausion-House," fand am Frei tag Nachmittag von seiner Wohnung, Nr. 16, Mouutstraße, ans statt. Der Verstorbene war in Frederick-Connty geboren, und war etwa 30 Jahre all. Die Leiche wurde uuler Begleitung der „Mounl Bernon-Loge, Nr. 15" des OrdeuS der „Pylhias Ritter" nach dem Gicenmouut-Friebhoie gebracht und dort bestaltet. Hr. Font war Ex-Kanzler des Or tens uud war in dem großen Kreise seiner Freunde und Bekannten eine geachtete Per sönlichkeit. Richard C. Mason, sen., wurde Frei tag Nachmittag vom Sterbehau'e, Nr. 27, SüdiHighstraße, auf dem Familienbegräb nißplahe' im Grccntnonnt - GolteSacker mit inaurcrischeu Hcrcinonie'n beerdigt. Dem Sarge folgten die Beamten der „Columbia- Loge Nr. 3" und des „Jerusalem-Lagers" der Fellows" in Kutschen, die „Amicable Loge" der Freimaurer und Mitglieder anderer Maurerlogen. Zwei Univcrjalistcn-Gcistliche leiteten den Trauer-Gottesdiest. Beerdigung der Mab. Anita Carroll. Die Beerdigung der Frau Anita Carroll, der einzigen Tochler des Hrn. Royal Phelps, und Gattin de» Achtb. John Lee Carroll von Maryland, fand am Donner stag Vormittag von der kalh. St. Anna-Kirche in New-Aork unler großer Betheiligung von Seiten der Freunde und Bekannten der Fa milie statt. Dem Vernehmen nach soll die Leiche später nach Maryland gebracht werden. Sielebl n 0 ch! —Wir berichteten vorige Woche, daß der Schneider Schaaf, dahier in Nr. 162. Ost-Baltimore-, nahe Edenstraße, wohnhaft, jztit feiner Frau und einem feiner Adoptivsöhne nach Washington gegangen, um dem Präsidenten zu melden, daß vor zehn Jahren Cathariue Lapp, jetzige König, seine Schwägerin, iu einem Hause an Mulberrystr. ermordet worden sei. Gestcru besuchte uns Hr. Martin Appel von Nr. Kü, Mullikenftraße, Ga»e von Zchaaier's Schwester, nebst aus Schaaf's erster Ehe, Heinrich, 2? Jahre, uud Friedrich, 32 Jahre alt, und legte uns einen Brief vom 15. März 1372 vor, welchen Christian Lapp, Schwager vou Cathariue Lapp, von Nr. 23, Eaststr., Alle gheny City, Pa., geschrieben; darin wird auf's Bestimmteste erklärt, daß Catkarine Lapp, nunmehr 4S Jahre alt, noch am Leben sei uud in Allegheny City als ganz lüstige Frau wirke. Hr. Appel versicherte zugleich, daß Schaof vollkommen bei Verstände iit. Leichenfund. Polizist Barver fand gestern Nachmittag 3 Uhr unter alten Lum pen und Erde in Hossmaustraße nahe Greeu mouut'Avenue die Leiche eines lodtgcborcncn Mädchens versteckt; sie erhielt auf Tiadtkosteu ein Begräbniß. DieEr»iordling d e r F r a u L a m p ley. Ter Prozeß gegen Joshua Nicholson und Thomas Hollihan, welche angeklagt sind, die Frau Lampley ermordet zu haben, wird heute im Criminalgerichle seinen Anfang neh men. Die schi e ßl ust ig e N e g eri n. Bor Richter Nugenl gelangte am Freilage der Pro zeß gegen die Negerin Leah Williams, welche angeklagt war, einen Versuch gemacht zu ha ben, GeorgMorau zu erschießen, zur Verhand lung. Aus den Zeugenaussagen erhellle, daß die Farbige, während sie durch die Coveslraße schrill, von vier Männern, worunter sich auch Morair befand, verfolgt und auf's Gröbste beleidigt wurde. Als dieselben sogar iu ihre Wohnung drangen, serielle sie auf Moran, angeblich in Selbstvertheidigung. Richter Nllgent ließ die Klage fallen. Wird nichl mehr imGerichteer scheinen! Im hiesigen Criminalgerichle wurde am Freitage der Fall gegen Beanbales Dalri, arrsgerusen. Dairy war vor längerer Zeit angeklagt, Spirituosen an Minderjähri ge verlauft und sein Geschäft ohne Erlaubniß schein belrieben zu haben. Nachdem sein Na me am Freitage zwei Mal ausgerufen worden, obue daß der Angeklagte erschienen war, wur de ein Zertifikat eingereicht, au» welchem er hellte, daß der Angeklagte vor wenigen Wo chen das Zeitliche gelegne! hatte. Wiederverhafiet wurde C. B.Bris coe, welchen am Donnerstag Abend Obcr-Ge heimpoliznl Crone unter der Anklaie arreiirt Halle, KIWOO, das Eigenthum des Hrn. Fink vonPitisburg, unlerjchlagen zu haben. Bris, coe ist angeschuldigt, weiteie Ki t,OOO, die dem Hrn. Fiut gehören, nnlerschtagen zn haben Richter McCasfrey stelllc denselben unler eine Bürgschaft von 828,000 für sein Erscheinen vor den Großgeschwöreucn uud entließ lhn. Briscoc behaupte:, daß er zur rechten Zeit im Staude fein werde, die Anklage gegen ihn zu widerlegen, und daß seine gegenwärllge unan genehweLage nur dadurch wer den sei, daß ausstehende Wechsel ihm nicht zur rechten Zeit bezahlt wurden. Auch dieses Mal wuide L-amriel I. Lauahan sein Bürge. Diebstähl e.—Die sechzehnjährige Jose phine Jury wurde vom Polizisten Ward ver haftet, weil sie eine geringe Onantität Syrnp aus einem Waarenhanje gestohlen haben sollte. Sie sagte bei ihrer Verhaftung, daß sie zum Stehleu gezwungen wurde, und bat um ihre Freilassuug. Polizi'l hatte sie indessen bei dem Diebstahl betroffen und war gezwuugeu, sie mitzunehmen. Da der E>- genlhümer des Syrups nicht gegen sie cin- Ichieileu wollte, so entließ Richter Nugent dieselbe mit einem Verweis und einer War nung. Die Mutler des unglücklichen Mäd chens ist eine Mulattin und ihr Valerist Ste pheu Jury, ein Weißer, in - Alley wohnhaft. Die Knaben Joseph Owens und Henry Ray wurden amTounerstag Abendeingesteclt, weil sie in den Slall des Hin. Henry W. Maykranz an der Ecke von Wil'oustcaße nnd Boulden - Alley angeblich eingedrungen wa ren, um Tauben zu flehleu. Die jugendli chen Einbrecher wurden vom Richter Bell in's Gewahrsam geschickt, um ihr Verhör abzu warten. Henry Carter' uud Wm. Phillips, Schwarze, der Bestehlung der „Bare Yill- Miucn-Compagnie von Baliimoie- County" nm Messing im Werthe von 5100 angeklagt, sahen sich vorgestern vom Richter Hagerty Behuss ihrer Auslieferung an die Behörden von Baltimore-County enigesteckr. Souu abend vor acht Tagen begegnete ihnen Polizist Tiacey drei Meile» von der Stadl aus der Hork-Road. J>.der trug einen Sack mit Messing aus der Schulter, das sie von der zum Heieriswinte.r des Eisenerzes aus der C>rube verweudeicu Dampsuiaschine abgeris sen hatten. Der Verhör fand vorgestern im westlichen Slationshause natl. Außer dem It> jährigeu Omens und dem II jährigen Ray halte man noch den 14 Jahre zählenden Dennis Mc- Carthy festgenommen. Das Verhör endete mit Owens' Abführung in Cunnnal-Arrest, d.h. iu'S Gefängniß; die beiden Anderen wurden nach der BefftrungS - Anstalt sür ju gendliche Taugenichtse gesandt. Sergeant cskortirte die beiden Burschen Sonn abend Nachmittag nach ihrem Besliminung?- oite. Bel'm Betreten des Anstalts - Reviers riß sich McCarthy plötzlich los, sprang in Äwynn'S Fälle uno verbuchte, indem er den Fluß hinabichwamm, zn eutlommen. Allein es gelaug, obschon nach Ueberwindung großer Schwierigkeiten, des Flüchtlings ivieoer hab haft zu werden und ihn den Anstallsbeamten sicher zu nberUesern. Ais unverbesserlicher Trunkenbold wurde am Freitag Abend David Morehead auf Veraulassuiiz seines BrnderS in's west liche Slalionshaus und von dort in's Ajyl sür Trunkenbolde befinden. W led erherstetlu ng. Hr. Geo. H. Sandeison, welcher iusälligcrweise und wie man anfänglich glaubte, lebensgefährlich am letzten Mitlwoch in Neal's Schntliwaaren handlnng verletzt wurde, gehl ichnell seiner gänzlichen Wiedergenesung entgegen. Die erste L 0 k 0 m 0 t i v e. Die Ma schine der ersten Lokomotive, welche aus der „Baltimore-Ohio-Bahn" benutzt wurde, ist jetzt in den Sägemühlen der Gesellschaft in Mouul-Clare ausgestellt. K i r ch e n st u h l - V e r k a u s.-Der gestern Morgen im Tempel der „Ohcb-Schalom"- Gemcinde an ter Hanovcrstraße begonnene Verlans der Sitze lieftrte folgenoes Resultat: Sir. 35, abgeschätzt zu S3OO mit S2O Prä »iium, Hr. Goldheim; Sir. 58, abgeschätzt zu L4OO mit 525 Prämium, Hr. L. Leopolo. Vor Bundes - C 0 'min 1 ssär RO - Georg Waidle, dessen Prozeß wir vorgestern ausführlich berichleien, bezahtte am Sonnabende die Prozeßkonen im Betrage von K 45. Der Schwarze Georg E. Adams war angeklagt, mit G- M. Spear complotirr zu haben, um den BundeSfiskus zu betrügen, resp, unter der MaSke eines audeien Schwar zen, des noch lebenden Perry I. Brown, Sol daten der ersten Compagnie des 7. Neger Re gimentes, am 4. Oktober 1872 in Washing ton den rückständigen Sold von K 12.10 betrü gerischer Weise zu erlangen. John S. Moodl), erster Kainelist des AnSzahl - Bu reaus der'Freigelassenen-Abtheilung in der General - Adjulautur, ferner James M. Ewing nnd F. Collins Smiih, Collegen des Erstgenannten, und Major JaincS MeMil lan, Chef Auszahl-B.amlec desselben Äü reans, wurden vernommen. Hr. Moore brachte vier oder sünf Briefe an Beamte in Washington mit, worin die Auszahlung von Handgeld und Solo an Perry I. Brown in Nr. 56, Sarah Annstraße, verlangt wird. Zeuge erkundigte sich an Ort und «stelle und erfuhr, daß iu dem angegebenen Haufe Perry I. Brown nie gewohnt hat, wohl aber dessen Sohn Tilghmän Brown, und daß dort zur Zeit Geo. E. Adams wohnt. Die ande ren drei Zeugen erkannten in dem Angeklag ten Denjenigen, an welchen der Betrag von 512.10 am 4. Oktober 1872 auf den Namen „Perry I. Brown" ausgezahlt wurde; unge sähr ei«err Mona! später erschien der Ange klagte wieder in Washington, dieses Mal in Begleilnng einer betagten Negerin, um sür diese den rückständigen Sold eines Negerjolda ten aus Queen Änne's County, Md., Na mens StanSbury, zu erlangen. —Bundebes zirks-Auwalt Slirling legte zwei im Januar und Februar vom Advokaten S. M. Svear aus New geschriebene Briefe, in dessen Diensten der ächte Perry I. Brown als Kut scher jetzt steht, und weichem dieser die Ein treibung seliies Soldrückstandes übergeben hatte, vor. Hr. Maund, des Angeklagten Auwalt, erklärte, er willige ein, daß die erst erwähnte!! Briefe als Beweismittel zugelassen würden, ohne jedoch gegenwärtig zuzugeben, daß sie von seinem Clienten geichneben wor den. Die Fortsetzung der Voruntersuchung verschob der Commissär bis morgen Mittag. Zuerkennung von Schade »ei s a tz.—Der Prozeß der HH. Marc K Merrilt wider Ramjey HtrHenry wurde am Fteitag j in Elkton entschieden. Die Kläger hatten vom Verklagten das Haus zunächst dem „Ren nerl-Hanie" gemiethet, dessen Wand bei dem Baue des Letzteren einstürzte. Die Kläger verlangten vom Eigcnihümer des HaustS Schadenersatz, und die Geschworenen erkann ten denselben K3OOO zu. Thätlichkeiten. loh. Schäfer wnrde verhaftet, weit er Charles Ringgold geschlagen haben sollte; H. St. Raddick, weil er sich lhällich an Frednck K. Meyer vergrif fen halte; Simon Asch tvegeir Handgreiflich keiten gegen W. Thompson, und Ellen Clay lon, weil sie John Smith angegriffen haben sollte. Alle wurden unter Fliedensbürgschaft gestellt und entlassen. Veruhaid Callaham soll den Polizisten Saiindeis bei Ausübung seiner Amtspflicht belästigt und thätlich angegriffen haben, wes halb ihn Richter Hagertv am Sonnabende in Criminal-Gewahrsam abführen ließ. James Buscy wurde Sonnabend, weil er die Wirthin Frau Marie Schöueck in Nr. 8, Centre-Mari t-space, gemißhandelt, ver haftet und vom Richter Hageriy gegen K3OO Caution, welche I. Groh von Nr. 353, Süd- Charles-Stroße, stellte, bis zum Beginne der Criminal-Untcisuchuug enllaffen. Der An geklagte schlug die Frau iu deren Restaura tion vor vier Tagen und entschuldigt sich da mit, ste habe ihn zuerst mit einem Stocke ge prügelt. JamcS Diggs, beschuldigt, Nikolaus Krips geprügelt zu haben, kam, vor Richier Failow geführt, mil Friedensbürgschaft da von. JameS Meads, wegen thätlichen Angrif fes auf Georg Lorenz von Nr. 260, Süd- Broadway, arrelirt, stellte bis zum heuiigcn vor Richter Farlow vorziinchmcnden Verhöre Caution. Als Vagabundundßctller ward James Gilmore vom Polizeirichter Farlow auf einen Monat nach dem Armenhause auf Bayview geschickt. Arre l u reu. Im mittleren Bezirke ge schahen von vorgestern Abend 5 bis gestern ftuh 5 Uhr 17 Verhaftungen; nach kurzem Verhöre wurden gestern srüh 3 Arrestanten ge gen Enlrlchiuiig der üblichen Geldbuße nebst Rosien, 4 bedingungslos entlassen, uud 10 eingesetzt.; —lm östlichen Be;irle betrug in demsel ben Heitratüiie die Zahl der Arreturen 13; gestern früh bezahlten 6 Verhaftete die ihnen auferlegte Geldstrafe uebMosteii, 1 ging straf frei ans, die Anderen müssen sitzen. Im südlichen Bezirke wurden in densel ben zwöli Sluitden im westlichen eben falls 15 festgenommen, und aus jenem 9, ans diesem 7, weiche die Geldstrafe »nd iiosten zu entrichten im Stande waren, gestern wieder in Freiheit geietzt. V e r h ö r s - A u 112 s ch u b. Am Sonna bende wurde das Verhör in der iUagesache ge gen Louis Erpenbeck, vom Galderobicr des Balles der Adams'schen Erpreß-Angestellien 522.50 durch saliche Angaben erlangt zu Ha gen, vom Richter Hayward fortgesetzt, aber nicht beendet. lÄeldbußen. Crovido Vindenato, der am Sonntage die Seite eines Schiffes angestrichen, mußte, vor Richter Failow ge sübrt, K 5 strase nebst Kosten erlegen. »oh. Fcnle zog sich durch Ballspielen auf der Straße von demselben Richter «l Strafe nebst Kosten zu. Die neu erwähnen D irck t oren der Musik - Akademie traten vorgestern Abend zusammen uud erwählleu Dr. Hau ion Thomas wieder zum Präsidenten nnd Hrn. JSiael Cohen wieder zum Kassirer uud Schriftführer, setzten das bisherige Ban Co mite wieder ein und erwählten Hrn. Jchabod zum Superiuteridenten ans, damit er dem Bau - Conule mit Ralh zur Hand gehe und den Bau der Akademie im Allgemeinen beaufsichtige. «öclkis?bnacvr»«dten. <HericdtSverl)nndlun^e». leiden nnwcjend sein.- Tie rz/ejchw»reuen wurden end. Gr r i —Dobbm.) I Februar sur len Pre!z von k2"i> M- Alb/rt Berichte auö dem Lünern deS Staates. (Plötzlicher Tod eines ehemaligen Be wohners von Carroll-CouiNy.) Daniel Gla zier, Chef-Jngenienr der Feuerwehr in In dianapolis,kam dort bei deinßrandc derWood bern-Laoern'schen Räder-Fabrikam 11. März zufälligerweise um's Leben. Dnrch irgend welche Nachlässigkeit war die Wasserleitung nicht vollständig in Ordnung und die Dampf- Spritze war nicht im Stande, den Strom höher als zwei Stockweike zu schlendern. Hr. Elazier und noch zwei Andere stiegen in das zweite Slockiveik hinaus, um das Wasser bes ser zu dirigiien, als Hr. Glazier uitter den Trümmern einer einstürzenden Wand begra ben und fast augenblicklich getödtet wurde. Der Verunglückle winde im Jahre 1635 in Uniontown, Canoll - County, Md., geboren, doch zogen seine Elteni bereits im Jahre 1838 (Leichenfund in Balliniorc-County.) An einem Tage der vorige» Woche wurde Hr. Jene Carr, welcher in der Nähe von Ra»- BalliMvrc.Cout'ty, wohnhaft war, im Walde mcht weit von seiner Wohuung lodl gefuiiden. Er hatte sich am Montag nach Randallslowil begeben, um einem Gruud stllcksverlaus beizuwohnen, und man hatte ge- I sehen, daß er sich auf den Heimweg durch das Gehölz machte, in welchem seine Leiche gefun den wurde. Der Verstorbene war 72 Jahre alt, und war während seines ganzen Lebens nie krank gewesen. Die Coroners-Zury brachte einen Wahl spruch aus Tod aus natürlichen Ursachen ein. (.Sine zahlieiche Familie in Baltimore- Counly.) Vor etwa 30 Jahren starb Hr. J>aak Crowlher, jr., ein geachteter Einwohner des 5. Bezirks von Baltimore - Counly und hinterließ die anßergewöhnliche Nachkommen, schast von 8 Söhnen und 7 Töchlern. Bis zum vorigen Sommer waren diese noch lammtlich am Leben, doch zu dieser Zeit wurde der Familienkreis durch den Tod von Frau Morsoot um eines seiner Mitglieder verringert. Die »och lebenden Geschwister stehen im Alter von etwa 45 bis 75 Jahren. Mit einer einzigen Ausnahme sind die sämmt lichen Mitglieder dieser zahlreichen Familie iu dem Staate ihrer Geburt wohnhaft ge- (Unfälle in Baltimore-County.) Am letzten Dienstag glitt Frl. Rebecca Brown, welche in der Nähe des See'S wohnhaft ist, auf einem Stücke Eis ans, stürzie zu Boden, und zog sich einen Beinbruch über dem Knö chel sowie verschiedene schmerzhafte Contufio uen zu. Am Mittwoch, 26. März wurde loh. Webb, ein Sohn des Hrn. Clark Webb von Tvwsoiitowu in der Fabrik der HH. Poole 65 Hinit durch einen Rrahnen ernstlich iin Gesichte verletzt. Dr. I. Piper von Tow joutown leistete in beiden Fällen ärztliche Hülse. . . Schulwesen. Ja der er st e n de n tsch e 11 vcrei n i g ten evangelischen St. Paulus- Gemeinde-Schule au der Eastern- Avenue findet die diesjährige Prüfung heute, morgen und Mittwoch statt. Die Prüfung der re f0 r 111 irt e n St. Paul u s-Gem ei 11 d c-S chn l e an der Fleetstraße wird beute abgehalten. Die St.loha n n is -iL chn le au der Biddlcstraße hält ihre diesjährige Prüfung heute und morgen ab. In H. Männer's Schule Nr. 245, Leestraße, beginnt das Sommersemester heute, den 31. Marz. Das lsommcriemester der St. Lulqs- Gemein beschule. Ecke Eutaiv- und Henriettastraß-, beginnt Dienstag, den 1.1 April. In der deA ts ch - e nglif ch e n Dre i-1 ein ig keitS . Schnie (Pastor M. Kialt) findet die Ausnahme schulpflichtiger Kinder! Anfang April statt. Die Consirmaiian ist Sonniag, den t!. April. Panline Lncca. Heule Abend tritt Panline t!ncca nun ersten Male in Baltimore im Vereine mit der gro ßen italienischen Oper im Ford'schen Opern hanie auf. Zur Aufführung wird Gonnod'S „Faust" gelangen, in welchem die Sängerin die Partie des „GretchenS" repräsentirt. Wäh rend des vorigen Winters war es nnwen Kunstfreunden und Kunstkennern vergönnt, Christine Nilssen in dieser Rolle zn bewnn derri; somit bietet sich uns Montag Abend eine Gelegenheit, interessante Vergleiche anzu stellen. Morgen, Dienstag, Abend tritt Clara Louise Kellogg in Flotow's Meiiteroper „Mariha" auf und wird unzweifelhaft auch in Baltimore die verdienlen Lorbeeren crndtcn. Mittwoch findet die letzte Vorstellung der italienischen Over statt; für diesen Abend steht „Fca Dia volo" mit Panline Lueca auf Pro gramme. Wer noch einen rcservirlen Sitz zu erlangen wünschl, sollte so bald, wie möglich, ! in Me Cassrey's vor sprechen. Daß die Deutschen Baltimore's sich an al len drei Abenden zahlreich im Ford'schcu Opernhause einfinden bezweifeln wir nicht. Der Deutsche wird Landsmännin den Tribut der Anerkennung sicher nicht ver sagen. Balninoror »itadttkcaker. Heute Abend werden aus vlelseilizes Ver langen Frl. Helene Nilson und Hr. Alexan der Varena noch einmal m der „Concordia" auftreten und zwar in dem herrlichen Schau spiele: „Nnttersegen" oder „D>e neue Fan chou." Diese Vorstellung ist die letzte, zu welcher die Abouneweniö-Billele güllig sind, Anch müssen wir unser theaterliebeiides Pub lilum darauf aufmerksam machen, doß in der nächuen Zeit zum Regie-Benefize für Hrn. Heinrich Marcl „Richard III." von Shake speare mit großartiger Ausstattung über die Bretter gehen wird. Allen freunden des ~-Äll^enieinen Deutschen Waisenhauses" diene zur Nachricht, dazz der Platz an der Aisguithstraße, auf welchem da« neue deutsche Waisenhaus erbaut werden soll, heule und mvlgcn, Morgens um 10 Uhr, in Augeu schctu genommen weiden kann. Der „uicderkrauz" hall sein drittes grogeS Conzert während die ser Saison Donneistag, den 3. April, in der „Ccmeoidia" ab. Dai; sich dieser Abend sür alle Mitglieder zu einem höchst genußreichen gestalten wird, können nur mit Beslimmlhen vorausiagen, da der „Liederkran;" stets darauf bedacht ist, nur vorzügliche Leistungen zn die len. Der „Hildisc-Mannerchor" wird heute ui Raine s H alle sein erstes Sliftungsfest mit einem Conzeit nebst Ball festlich begehen. Die Porbereilinigen sind derart getroffen, daß die Theilnehmer sicher einen geinißteichen Abend erwarte» dürfen, k'te Abtheilung 'Ztr. 2'tti des ~Hild ise-Bundcs'' begeht heute, den 31. März, in der „Me chaineS-palle" ihren ersten Jahreiball. ter Tilrn-HaUe, Nr. K't, West »ValtiinorestraHe, wird heule, 31. üliarz, znui Schluß der Saigon eine Thealervoruellu.ig nebst che» stattfinden. Dre „Hacmoiile wird morgen, den 1. April, ein großes Con zeit in der „Concordia" geben. Das Pro gramm, welches bei dieser Gelegenheit ;nr l Aufführung komnieu wird, besteht ans den l gewähltesten Piecen. ä)r. Franz Mardner verzapft heule die zwene Sendnug St. Loui ser Bier ans Jakob Seeger'S Brauerei in - Raine'S Keller. i Der,,lhcqkntrlt>qe Arbeilcr-Uiltcr stutzungS,Verein bei Stecbcfäiien" ? hätt Donnerstag, den 3. April, enie Counte : Sitzung in der „Mcchauies-Hallc" ab. Der ./Soz.-Ocmvkr.-Turn- Veleiu" l hak anf Montag, den lt. April, einen großen Ball in der „Turnhalle," Nr. «4, West-Bal timorestraße, veranstallct. In der „Frennanrrr Halle" wirv Mittwoch, den iu. April, Theodor Tho mas' Orchester im Verein mit Ainoii Rubiu , stein und Henri Wieniaivski ein Conzert geben. Hr. Vouis Stichel, macht seinen Freunden die Anzeige, daß er die Gras'sche Wirthschast in 320, Alice- Ann-Atraße, kiiuslick> übernommen hat und dieselbe heute mit einem famosen Lunsche einweihen wird. In der „ÄrbcitertiaUe," Nr. 5, Süd Frederickslraße, ist augenblicklich ein großes Panorama des dentsch-französtschen Krieges aufgestellt, auf das wir unsere Leser besonders aufmerksam machen möchten, da uns eine solche Sehenswürdigkeit nnr selten geboten wird und dieses Panorama eines der größten Aunstwcile ist, welche jemals in Bal- ' Zur Wiener Wech li sei und Kreditbriefe. r Die bevorstehende Wiener Welt - AuSslel ' luug, welche am I. Mai beginnt und inulh » rnaßlich nicht vor dem 2. Nov. schließen wird, ' hal die Reiselust des amerikanischen Publi- kums in so hohem Grade einwickelt, daß ich . mich veranlaßt sehe, die Aufmerksamkeit des Publikums aufdie Ausstellung von lsre- ditbriefen zu leiileu, nach welchen bei dieser e Gelegenheit ein größerer Begehr, als bisher, ' sein wird. Ich habe diesen Umstand antiei . pirt nnd darauf hin die umfassendsten Vorbe reitungen mit den größeren mit mir in Ver- bindnng stehenden Bankhäusern Enropa's, nauienllich mit der „llnivn - Bank" in >i Wien, einem der bedeuleudsteu Geld -5 Institute Deulschland's abgeschlossen. . Wechsel und Credilbriese zu den 'niedrigsten Raten bei F. Naine. Dr. O l.rus >Lrel>»ier'S ächter Bergener Leberthran wird von Aerzten empfohlen in Fällen von Rheumatismus, Strophelii, Gicht, Abmagerung, Auszehruug und allen Haiirgeschiviiliien. Zu verkauieu Ä 51 die Flasche, 6 für «5, in allen Apothe len nnd bei den aUeiiijgen.'igeuten inAmerika, A. Vo geler Co mp. (39-) bat « ter W. Larrana.er ceCo., Provisionen-Hnndler und Vrakwurftmacher, nksurl er Wurst chen stets vorruthig im Etablissement a» der vcrlängcrlen Penusyl vania-Aveuue. Marktftandt : Rr. t>»ntre > <janov«r-, iiiit 5«',, Riclimu»d-Markt. «zeniur Box M. ' (MtirjU.lJ^ lnducement sür SÄweHändler und <sonsnn»enten^! Meine iitcinverkausc-Pre>se sind: sr i s che STchwel n e s l e i lch IN Lts. pro Pfd., fr i i» e Wurst NZtliS. pro Ijsunl , ucherte Wurst il) Ciz. pro Psund. Jakob << Scliaser, Ske. »»d Verengt»»-, Börsenberichte. Berichtet don SSm. Aisher « «öhuea. Nr. 32, Southstraße. Ang. itierl. iberl. Gold llV>, llliA Dj 41 L.St. S.2or ll'.»i WX «a kr a1t.... Zi» Uicr nM B crs 4 >-,' Bavrvk 97'» Ba vrl<7 »v O itr'L? W VaZrZuti li.-,' B I. gz>^ Va Eons K'S . Nor litul Kr' 77 H 7 99 Batto kr .. 99Zj jiorCcnrkr gtd 9l^ «atlo br 'W.. 9,'/i EenlOh!oVrl. Sk «altokrDMS7 - WMdkr2.g'Bo 8/ - Balto VrrM?z. 1V» WMdKrü.WaM Batto kr IWV.. 97>» 97 EMemphiSkr ök SS>i MaärCin7r' — Bnk 0, - Ma66mBrZ. ?Z Sitiz Bank.... U «ich Dan 1.77 X - Krankliii Bank Il>,' N'» — Horn Bank.... x »>> Merchßank 1Z ÄI 8r 4. - ! l- BiiotÄaslÄS t<o 3. !>-a> Bank Äeo'ö »äkSohl 118 IZ4 Balto O>» E l??)i 18V ftredei Turn? ), N. Scnt. R. U > Sold, aus der Straße N? »er St.-Sier > . b.Lc«r, IMZcr 117-, . U 7-« . . tiiSSer lt-i» ' ... neu Itk.X . » 1887 er 114 . » tSVSer 117^ , töMr. B. S<.ncu« 5 per S-nt I!ö^ B. St. Currencykcr II«', Missouri ker 9Z?« Hon. und Et. Joe 9l>» » . Dlltrred jZ neue. Jan. Ker Wille, ijoin?.'! neu -i «aciftc Mail <i»pieg. ' , - ' N -N 6en.r»ii äi vudion '/livtr R. R Lr>e ' Lcr/v 9»> Illinois Senirui R New-Ze'sev Zentral Zt." > PitiSdurg !tt 8?^. North Westcrn ... Rock-Island Vtil. und sl. Paul und Plrier d . Vermischte Anzeigen. Keine Hal,»schmerzen mehr ! 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