Newspaper of Der Deutsche Correspondent, April 1, 1873, Page 1

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated April 1, 1873 Page 1
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Eure Majestät hat mir stets erlaubt, sprach er dann, in allen Fragen des Staats lebens nach Außen und im Innern meine Ansicht und Meinung frei und rückbaltss los auszuspreten, und es ist dieß schöne Recht eine unerläßliche Bedingung für die Erfüllung der schwierigen Ausgabe, welche die besondere von Eurer Majestät mir ge gebene Stellung bedingt. Ich bitte Eure Majestät allerunterthänig't, auch jetzt in einem wie ich glaube ernsten Moment mei ne unmaßgebliche Meinung aussprechen zu dürfen. Sprechen Sie, sprechen Sie, mein lie ber Regierungsrath, ich höre mit Span nung, sagte der König, lehnte sich in sei nen Fauteuil zurück und stützte den ötopf leicht in die Hand. Eure Majestät wissen, sagte der Regie rungsrath Meding, daß es eine Art von iu«»t ä'orckrv der deutschen, ja fast der eu ropäischen Diplomatie ist, an den Krieg zwischen Oestreich und Preußen nicht zu glauben. Mir kommt dieß vor, wie das Persahren des Vogels Strauß, der den Kops versteckt, um dieGesahrnicht zusehen und sie so zu beschwören hofft. Sie glauben also an den Krieg? fragte der König, ohne feine Stellung zu ändern. Ich glaube daran, Majestät, einmal nach der Lage der Verhältnisse gen stehen auf ichiefer Ebene und sind so weit vorgerückt, daß ich eine Umkehr nicht mehr als möglich sehe. Abgesehen von den aus Wien und Berlin einlaufenden Be richten, bestätigt mich in meinerAnnahme, baß der Krieg unvermeidlich sei, aber auch die Haltung der offiziellen und offiziösen Presse in Oestreich und Preußen. Sie spricht eminent friedlich, haben Sie mir gestern gesagt, warf der König ein. Gerade deßhalb glaube ich, daß man in den beiden Lagern zum Aeußersten ent schlossen ist. Würde man nur drohen und die Rüstungen bei einem demnächstigen diplomati'chen Kompromiß als Druckmittel in die Wagschale Wersen wollen, so wür den die Regierungsblätter mit dem Säbel rasseln. Diese Friedensversicherungen aber beunruhigen mich. Jeder sucht den besten easri btM und wünscht die Schuld des Ausbruchs dcm Gegner zuzuspielen. Ich bln überzeugt, daß wir, wenn nicht ein Wunder geschieht, in kürzester Frist viel leicht mitten im Kriege sind. Gras Pla te» will zwar ebenfalls noch nicht daran glauben Der Vogel Strauß, sagte der König. Der Regierungsrath Meding lächelte und fuhr fort: Tiefe Situation ist aber für Eure Ma jestät und Hannover gefährlicher, als für irgend eine andere Regierung. Denn im Moment der Aktion wird Preußen keine Rücksichten nehmen. Ich habe aber schon erklärt, daß ich un ter allen Umständen neutral bleiben will, sagte der König. Gewiß, Majestät, allein es ist kein Vertrag geschlossen. Graf Platen bat dem Prinzen Isenburg nur im Allgemeinen die Intention Eurer Majestät, neutral zu blei ben, ausgesproten aber aus Furcht vor dem Lärm in Frankfurt und Wien keine eingehendere Negoziation eingeleitet und namentlich keinen Vertrag geschloffen. Halten Sie den formellen Vertrag für so nöthig? fragte der König. Ich halte ilm für unerläßlich, Preußen wird diesen Vertrag jetzt noch sehr gern schließen und, einmal geschloffen, ihn un ter allen Umständen halten. Im Momente der Aktion wird man mehr fordern, und nach dem Sieg ich glaube, daß der Neutralitätsvertrag die Garantie sür die Selbstständigkeit ja für die Eristenz Hannover's ist. Der König fuhr aus. Halten Sie es für möglich, daß man in Berlin jemals daran denken könne, die Existenz Hannover's anzutasten? Ich möchte für das Gegentheil keine Garantie übernehmen, erwiederte der Re gierungsrath Meding, —der Kampf, wel cher entbrennen wird, ist ein Kampf um die Existenz das alte Deutschland wird in diesem Kriege in Trümmer gehen unter solchen Verhältnissen sind besondere Rücksichten nicht zu erwarten. Ein wirk licher Neutralitätsvertrag, jetzt abgeschlos sen, sickert aber nicht nur die Existenz, son dern vielleicht sogar die volle Selbststän digkeit in einem neuen Deutschland, denn, wie ich wiederholen muß ich glaube fest, daß ein solcher Vertrag von Preußen unter allen Umständen gehalten werden wird. Aber, warf der König ein, man setzt mir täglich auseinander, wie verderblich sür Hannover ein Vertrag mit Preußen für den Fall wäre, daß Oestreich siegen sollte. ' Ich kenne diese eigenthümliche Logik, erwiederte Herr Meding kann sie aber in der That nicht verstehen. Soll Oestreich vielleicht, wenn es siegreich in Deutschland dastände, Hannover an Preuöen geben? Außerdem wissen Eure Majestät, daß ich an einen östreichischen Sieg nicht glaube. Der König schwieg. Es ist eine schwierige Lage, sagte er dann. Gestern war Sir Charles Wyke hier, um mich zu beschwören, am Bunde und an Oestreich festzuhalten. Er brachte mir einen Brief von Lord Clarendon im gleichen Sinne. Der König öffnete mit einem kleinen Schlüfsel eine der Schubladen, welche sich an der ihm zugekehrten Zeile feinesSchreib tifckes befanren, tastete einige Augenblicke darin und reichte Herrn Meding über den Tisch einen Brief. Lesen Sie. Der Regierungsrath Meding durchflog den Inhalt des Papiers. Ich verstehe vollkommen die englischePo litik, Majestät, sagte er dann, man will in London um jeden Preis den Frie den erhalten, auck möchte man Preußen für die dänische Frage eine Lektion geben, man hofft, wenn Eure Majestät sich entschieden und rücksichtslos auf die Seite Oestreich's und der sächsischen Fraktion in Frankfurt stellen, daß Preußen vor dem Kampf zurückschrecken und Konzessionen machen, vielleicht die englische Vermitte lung anrufen werde, wodurch dann das englische Kabinet Gelegenheit erhielte, et wgs quf wohlfeile Weife sür Dänemark zu thun. Ich glaube, man täuscht sich in dieser Berechnung. Dem sei aber wie ihm wolle jedenfalls haben Eure Ma jestät hannöoerifche und nicht englische Politik zu machen, und um mich zu be ruhigen, müßten hinter diesem Brief von Lord Clarrendon die englischen Flot ten mit Sicherheit zu sehen fein. Soll ten Eure Majestät aber, in Folge der jetzt so dringend «»gerathenen Politik, in Noth und Gefahr kommen, so wird nicht ein englisches Kanonenboot zu Ihrem Schutze erscyeinen. England spielt hier die Rolle jenes bösen Dämons, der den Hektor in Gestalt feines Bruders Deiphobus zum Kampf gegen Achill reizte, und der dann, als der trojanische Held sich nach ein:r fri schen Lanze umsah, verschwunden war. Ich möchte übrigens, fuhr Herr Meding Baltimore, Md., Dienstag, deu 1. April 1873. nach einer kleinen Pause fort. Eurer Ma jestät einen Gedanken aussprechen, durch dessen Aussührung die Bedenken, welche man gegen den Abschluß des Neutralitäts vertrages geltend macht, zum großen Theil verschwinden müßten. Der König richtete sich auf und heftete das Auge so fest und gespannt auf den Sprechenden, daß dasselbe wie durch den sehenden Buck belebt erschien. cffortievung lolgl. Telegraphische Tepescheu- Europäische Kabelberichie. Leipzig, 3l?März. Die Unterhand lungen über Beilegung des Buchdruckeraus slaudes sind sehlgeschlagen. London. 31. März. Der Ehrw. H. MileS, Sekreter der „AmerikanischenFriedeus- Gesellschaft" reis'k jn dieser Woche nach den V.'r. Staaten ab. Die Resultate seiner Mis non in Europa waren sehr ermuthigend. Auf Verwenden des amerrkaniicheriGesandten hatte er eine längere Unterredung mit Hrn. Gtad- Ilone. Ueber die Hiilsle der Ausständigen in den Boltoner Kohlengruben haben die Arbeit wie> der ausgeuommen. Tie „Times" sagte kürzlich in einein Ztadt- Artikel, daz die Spekulation in Llerling- Wcchieln in New-?)ork in riesigem Äiaszstabe betrieben werde; die „Times" 'Habt, dajz An leihen zu der Höhe von 12 Mill. Dollars cxi stirten. Später ivics ReuterS' Depesche von 'New '/)ork nach, das; die „Times" - Angaben übertrieben seien, daß jämmlliche Anleihe» mit 5.'>,0V»,000 gedeckt 'eien. Die „Times" sagt, ihre Angabe habe siäi aui die 'New-Zor kcr Blätter uud aus die Cirkulation amcrik. Bantiers gestillt. Die hiesigen Bondinhaber haben sich ini! der neuen „Samanc-'Lay-Comp." inßerbin dung gesetzt. Paris, 31. Äärz. Der Marguis de Chasseloup, ein eminenter sranzösischerStaats niaun, ist im 68. Lebensjahre gestorben. Die Regierung schickt zum Observation? Torvö an der spanischen Grenze bideuiende Lerstäitungen. Paris, 31. März. Präsident Thiers hat eine Einladung vom Kaiser von Oestreich erhalten, die Wiener Weltausstellung zu be suchen. Seuor Olozaga, der spanische Gesandte, spielte heute Abend mit seinem Sekretär Bil lard, dabei suhr ihm ein Queue in's Auge und verletzte ihn dermaßen,daß er lvahrschein lich das Äuge verlieren wird. M adrid, "l). März. Die Mehrheit der Mitglieder der iyanischenßegierung ist dafür, deu Marickall Scrrauo zum Generalissimus der republikanischen Streitkräfte zu ernennen. Die Ernennung wird voraussichtlich in den nächsten Tagen erfolgen. Berichte aus dem Norden besagen, der Kar listenführer Dorregaroy habe leineSlreitkräsie reorganlsirt nud marschire aus Alaya los, vou wo aus er Ofsensivoperalioneu gegen die Re> giernngsiruppen uniernchiuen looüe. Madrid, 31. März. —Depeschen vonßar- Stadt sehr bedenklich ist. Ans Berga, wel che» Städtchen am letzten Freitag von den Karlisten erobert wurde, hört man, daß diesel ben Feuer anlegten, nachdem sie vorher ver schiedene Gebäude mit Petroleum begossen, und daß die ganze Stadt in Asche liegt. Diese Nachr'cht verursachte, in Barcelona selbstver ständlich die größte Aufregung. Als die letzte Depesche von dort abgeschickt wurde, rottete sich das Volk in den Alraßen zusammen und man befürchtete ernstliche Ruhestörungen. Die Behörden machten Versuche, die erregte Menschenmenge zu beschwichtigen. Mau drohte Wiedcroergelllliig au der Geistlichkeit und deu Freunden des Don Carlos. Berga halte eine Bevölkerung von mehr als VOVO, ein Hospital und mehiere Klöster. New-Äjork, 31. März. Briefe von Madrid stellen «panien als m sehr ausgeleg tem Zustande dar; man glaubt, daß die Ar mee noch eine Monarchie einrichten wird, weiß aber noch nicht, ob DouCartos oderÄlphoujo deieu Günstling ist. Madrid, 81. März. CoutrcraS, der General Capiiän von Barcelona, hat abge dankt, und General Bicarde ist zn itinemNaa.- solger ernannt worden. Es n ird erwartet, daß Catalonien demnächst in Belagerungszu stand erlläit werden wird. Gewaltthaten sind au der Tagesordnung. Die Bevölkerung droht, die Kirchen in Brand zu stecken und die Priester zu eimorden. Die Behörden thun Alles, um Exzesse :n verhindern. In der Stadt Malaga halten I0,t)00 bewassneteßür ger die Ordnung ausrecht, weigern sich aber, reguläre Truppen einzulassen; anch keineZoll beamleii haben Zutritt. Das schmuggeln wird in Folge Dessen in großem Maßstabe beltieben. Die Bürgerschaft ist in zwei Par teien gespalien, die Mmäßigten und die Ul lra-Föderalistcn; Erstne haben gegenwärtig die Oberhand. R 0 m, 31. März. Wählend heute eiiiize katholische Knaben die Kirche Jesu velließcn, wurden sie von mehreren Männern anzesallen und schrecklich mißhandelt. Zwei oder drei Knaben sind schwer verletzt. Qn ee nsto w n , 30. März. —Der Dpsr. „Republic," welcher am 28. März von hier nach New-Hork abfuhr, ist mit zerbrochener Maschinen: hierher zurückgekehrt. Qu eenst 0 w u , 31. Mäiz.—Die Dam pser „Parthia," „Jtaly" und „Baltic" sind von eingetrossen. Li v erp 00 l, 31. März. Der Dampfer „Loiinthiail" tras von New Aork hier ein. P lnm ont h, 31. März. Der Dampfer „Wesiphalia" ist vou New-Pork eingetrossen. London, 31. März, lij Uhr Vorm. Consols eröffneten zu S2H-S2? sür Geld und für Brief. „Amerikaner" alte 't!ser '67 er V3ö; Io.4ver BSj; ueueFünfer St. Eric zu 52. London, 31. März, Uhr Nachm. Erie 51^. Lt 0 erp 00 l, 2S. März, 115 Uhr Nachm. Baumwolle sest; Oberl. Orl. SH; Verläufe 12,000 Balle». Liverpool, 31. März, Uhr Nachm. —Baumwolle fest; Oberl. öS; Orl. SH; Ver käufe 15,000 Ballen: für Spekulation und Ausfuhr 3000 do., Verkäufe vonSavannah'er oder Charlestoner Baumwolle für Febr. und März zu S 7j16. Brodstosse ruhig. Schwei nefleisch 64. L 0 nd 0u , 31. März, üj Uhr Abends. Coniols schlössen zu für Geld und Briet. Bonds '67 er S3H. Eric 6lj. Liverpool, 31. Mär;, 5j Uhr Abds.— Baumwolle schloß fest. Verkäufe 15,000 Ballen; sür Spekulation und AuSsuhr 3000; amerlkani'che 10,000. Von Bombali euige schiffte Baumwolle seit dem letzten Berichte bis zum 31. d. 40,000. Waizen lis sel, sür weißes California-Korn 27s 6>l. L 01! d 0 n, 3k. März. —Talg 43s 66. Inland - Dtpeschkn. Aus Washington. Washington, 31. März.—Der Präsi denl reis'le heuie Mittag mit seiner Familie nach New-Aork, um die Woche hindurch dort zu verweilen. Wm. H. Claggett, früher Ccngreßdele grt von Montana, ist zum Spezialanwalt der Regierung ernannt worden, um die Be trügereien, welche an den Indianern im Ts» ritorinm Montana verübt worden sein sollen, zu untersuchen. Die Papiergeld - Cirkulation beträgt L3.'i8,5k9,0-t?. Tr. H. R. Lindermau trat heute sein Amt als Obermünzdirekior an. Die Revenüe - Einnahmen bcliesen sich heute aus 5475,855.34. Vice-Präsident Wilson reist henteAbend nach seiner Heimalh in Nalick, Mass., ab; er wird im Lause des Sommers sein Buch über die Geschichte der Rebellion vollenden. AnS Soston. Bo st on, Mass., 29. März. —John und Andrew Scott, die am letzten Montage mit dcm Dampfer „Malta" hier'ankamen und auf telegraphische Weise von Ediubnrg hin wegen Betrugs verhaftet wniden, sind wieder in Freiheit gesetzt worden, da ihre Verhaftung gemäß dem Ailskieserungsvertrage nicht ge rechtfertigt war. Dxr hiesige „Advexlifer" veröffentlicht eine Tabelle, die ersehen läßt, daß seit dem großen Brande bereits IK3 Banellaubnißscheineaus gegeben worden sind, welche Zahl sich nach Aniendirung der Baügesetze verdoppeln wird. „Wir ziehen bereits," sagt das Blatt, „Vor lkeil ans dem Griten, welches das surcbrbare Strafgericht zur Folge qehabt hat. Boston wird gi ößer, besser, reicher und weiser werden. Unser Handel war nie so gut, wie er Heuligen Tages ist, und ließ nie eine solche Zunahme ersehen, wie in der eben beendeten Woche. Wir strecken unsere starken Arme nach allen Seiten hin aus, vergrößern nnscrStadlgebiet, verbessern unsere Straßen, vervollkommnen unsere Gesetze, bereichern unsere Stadt uud veredeln unsere Elsenbakn-UilsaU aus der , Rensse lacr-Saratoaa-'Lahl»." Rntkand, Vt., 30. März. Einem Nacht-Erpreß'.rain stieß an der Rutlaud- u. Wajhinglon-Tivision cer „Renssclacr-Zaia loga-Cisendahn" ein tinsall zu. Jener Train sollte Sonntags srüh um 1 Uhr 40 Minuten hierher kommen, wie es scheint, hat aber das Wildwasser den Bahnkörper an einem Punkte uutcrmluirt, vereine halbe Meile südlich von Shiitau-Itatioi! entserni ni. Als nun der Train zwischen 11 und 12 Uhr Nachts au jenen Puiift gelangte, sch-en der Weg ganz in der Ordnung zu seiu, aber kaum traf die Lokomotive jenen verhängnißvoUen Punkt, als das Geleise nebst Bahnschwellen einianl. Die Lokomotire, der Gepäckwagen, die Passa gier- uud Schlaf-vagen enigleii'ten in Folge dessen nnd stürzten den Bahndamm hl»unter. Die Lokomotive, die auf der rechten Seite 40 Fuß tief überschlug sich vollkomirea. Der Lokomonvsührer Henry Coruer, der Heizer Patrick Monaban, ein zweiterLolomo tlvsührer, Namens Vlhan, und ein Coi.dlik> teur. Namens Fred. Towns, befanden sich in jenem Momente auf der Lokomotive. Towns uud Monahau wurde» augenblicklich getödtet, dem Corner wurden drn Rippe» ge brochen und Rhau erli'.t sehr gefährliche Ver letzungen. Der Geväek- und die Pafsagier uiid Schlafwagen stürzten anf der linken Damm-Seile hinunter, die nnr einige Fuß hoch ist. Tie Wagen wurden schlimm zer schmettert. Der Gepäckwagen gerielh in Braud und es verbrannte etwa die Hälfte der durchgehenden Post. FaU alle Passagiere in den beiden Wagen erlitten Verletzungen. Dr. S.S. Filch von New-Z)ork hak schlimme, ledoch keine qesährliche Conkusionen. I. Houston, Schnitte am teops; John Jordan von Saratoga, N.-?)., Verletzungen am ilops und schlimme Schniitwunden; Di. Fairchild von Salem, Ät.-D., Verletzuugeu am Bein und Schnitte am Kops; L. Hawes vonPouli uey, Vt., Schnitte u. Contusionen am Kopf; Philipp Le Febre, Wunden am Kops und am Fuß; Ftl. N. L. Cushmau von Middleburg, Vt., Verletzungen an den Hüsten; G. D. German von Lasayette, Ind., Wunden an der Brust uud am Bein. Folgende Bahnbedienstete wurden verletzt: derCoiidnkleur C.Pierce, verletz! amßückeu u. Contusionen; der Bremser Roberc Wallis, verletzte Hand; der farbige Annvärter des Schlasivageus, Wunden am Kopf. Als man den Condnklenr Downs sand, lag er imWas. ser unter der jiuppcl der Lokomotive; das Genick war gebrochen. Monahan laz im Morast unter dem Vordertheil der Lokomo live. Die Passagiere und der Ueberrest der Post kamen heute Mittag hierher. Die Bahn ist wieder abgeräumt u. ausgebessert und am Montag werden die Bahnziige wieder regel mäßig gehen. Die Äcquinvktionalstürme. Nerv -A 0 rk, 31. März. Die stürme der letzten Tage haben an Stattn Island be deutende Landrutsche verursacht. An Huu ter'sPoiiil wurden die Weiften überschwemmt und bcdeuicudeHolzvonälhe sortgespült. Ein Passagierzug der „Long-Island Bahn" wäre aus einer Brücke nahezu veruuglucki. Vermischte Depesche» aus wew Hock. New -H 0 rk, 3k. März. Die Unter suchung der Angelegenheiten der „Erie-Bahn" dauert »och immer sort. Eipe Privat-Depesche meldet, daß Frau JameS Gordou Bennetl iu Äonigslein, Sach sen, heule Morgen gestorben ist. Die Firma W. P. Clyde Co. hat die beiden Dampfer der bankerotten Havannefer Linie gelaust und wird eine neue Linie er össaen. Gold ist aus gestiegen. Richter Bradii wies heute den?lnirag in Sachen des Mörders Stokes ab und sagte, die geeignete Methode fei Beantragung eines "Oortioi-ari." welches die Sache vor den Ge neral-Termin bringe. —Wie ans einer heute pnblizirten Corre spoudcnz zwischen dem General-Postmeister Crcswell und den verschiedenen Bahn-Com pagnie'n, welche dcnPosldiensl kiindiglen, her vorgeht, haben die Compagnie'n ihre Kündi gunizen ziiruckjezogen; sie werden ihre Sache vor das senais-Comite bringen. —Generalpostmeister Cieswell wird in Be gleitung der Senatoren Howe und Cameron den Süden bereisen, um den Postdienst zu in spizucu. —Der Courant-Controleur benachrlchligte heute deu Schatzamtssekretär, daß im Lause des Monats März K 600.000 in National- Bankuoien ausgegeben seien; der Finanz minister wird morgen die Einziehung des Restes der dreiprozeutigen Certificate beor dern. —Das Spezial- Comite des Senates über den Transport nach der seeküste wird am 8. Apri! in New-Aork zusammentreten, nm den Postdienst der Eisenbahnen näher in Betracht ' zn zieben. Heute starb Hngh Maxwell, ein bekann ter Kaufmann, früher Hasencollekior, im Al — Die „Bults Head Bank" erklärt, daß sie solvent sei. Gen. Sharpe trat heute sein Amt als Snrveyor an. Der Markt. Ntiv-Aork, 31. März. Geld sehr knapp, schloß zu Z pro Tag. Wechsel in Folge deL Steigens von Gold in großerVermirrnng, schlössen zu 75. Gold erössuetr stark und schloß zu lt 74—5. Obligat, schlössen slan; Sechser 11S5; '6Ser Aktien schlös sen Cenuat 101 i, Erie 64, Lake-Shore Slj, lU. Central 11 Pittsburg 88H, Nortli western 75, Tleveland 86j, 3!ew-lersey 102j, Rock-Island Il3j. Bilanz UnlerschatzamteS: 535,773,894 in Gold und K 16,141,855 IN Courant. Die Goodrlch'schc ü?tordgeschichte. Brooklyn, N.-H., 31. Marz. Das Geheimniß, in welches der Tod des Charles Goodrich eingehüllt ist, tst noch durch Nichts gelüstet. Keinerlei Enthüllungen wurden seit Samstag gemacht, wenn eine angeblich in Baltimore stattgehabte Verhastnng einesSpa niers, Namens Roseoe, nicht in diese Kate gorie gkrechnet werden mag. Dieser Roscoe soll der Liebhaber der verhafteten Lucie Meyers gewesen und Viele wollen wissen, derselbe dürste aus Rache oder Eisersucht der Mörder Goodrich's geworden seiu. Lucie Meyers hat angeblich dem Ros coe den Laufpaß gegeben, als sie Goodrich's Bekanntschaft machte. Der Spanier soll ser ner der Mann gewesen sein, mit welchem der Ermordete in Lncie's Wohnung Streit hat'e und vor dem dieser von dem Frauenzimmer gewarnt wurde. Man bringt eine Aussage der Verhafteten mit dcm Spanier i» Verbin dung. Sie soll dem Chef aus eine Frage, wie sie den Tod Geodrich's sich erklärte, ge antwortet haben, daß wahrscheinlich ein Feind ihm gefolgt, in das Haus nächlicher Weile eingedrungen sei und dann die That.ausßache begangen habe. Man schließt nun, dajz in der verhängnis vollen Donnerstag Nacht Lucie, heimlich ge folgt von RoSco, sich nach Degrawstraße in das Haus des Freundes beiab und Jener in der Nacht über den Zaun stieg, durch einFen ster sich Eingang verschaffte und in dieSchiaf' zimmer des PaarcS eindrang. Nachdem die That dann begangen, habe der Mörder sich mit dem Frauenzimmer verständigt, mit sen Hülse die Lnche in die Lage in das Haus in Ordnung gebracht uud selbiges dann ver lassen. Da nach der Aussage der Frau Leoy, der Arbeitgebern« Lucie's, diese Frettag nicht zur Arbeit kam, so wird angenommen, daß sie jenen Tag in Gesellschaft dxs Mörders verbiachl'. Dies Alles sind, wie schon an gedeutet, natülUch nur Muthmaßungen, de nen bis jel't reelle Basis ermangelt. Denn wenn der Angabe der alten Mutter Lucien's irgend welche Glaubwürdigkeit innewohnt, 10 war die Tochter nie des Nachts nach 10 Uhr Abends abwesend. Die alle Fran behauptet sest, daß Lucie in der Nocht von Donnerstag auf Freitag zu Hause und des Morgens am Frühstückslisch (zur üblichen Stunde) anwe send war; denn es entspann sich an demsel ben eine Diskussion über Foiler's Hmrich luug, wöbet Gouverneur Dix von der Toch ter in der lebhaftesten Weise getadelt worden sei. ES scheint, nach verschiedenen Zeichen zu schließen, vag die Behörde ftlbst nicht ferner an die Schuld, Mitschuld oderMilwissenichaft der Frau Meyers glaubt/ wenn ein solcher Glaube überhaupt besianden hat. Mitleidige Menschen, welch? sich der armen Familie an. genommen uns das hochbetagle Elternvaar und die Kinder vor dem Hungerluche undL-b -dachlosigkeit schützten, haben Hrn. M. Clel land engagirt, um als Anwalt die Znieresfen dcr armen Nälhenn zu wahren. Nur mil Mühe gelang es diesem Herrn, eine Unterre dung mit dcr Eingekerkerlen zu erzielen uud wird derselbe beute vermittelst eines Habeas Corpus - Verfahrens die Freilassung seiner Elientin zu erzwingen suchen. Die Polizei beiiauptet luittlerwelle, der anderen Geheim nißvollen, dem Weibe, welches in einem von Glwdrich's Häusern in Degrawslr. wohnte und in des Letzteren Hause einige Tage vor der Aussindung der Leiche einen Straus mit demselben anlesochten, aus dcr Spur zu seiu. So geheimnisvoll die Polizei über diese Per son und deren Namen sich auch geberdele, so war derselbe der Presse doch schon vor Tagen und über die Person sclbst Näheres bekannt geworden. Kate Stoddar) soll ein Jahr lang mil dcm Verstorbenen in intimen Verkehr ge standen und demselben ein Kind geboren nnd zahlreiche Briefe gewechselt haben. Diese Briefe sind es, welche von dcr Polizei in des Verstorbenen Hawe gesunden wurden. AIS dieser ein Heuaths - Engagement mit einer Frau Allen in New-Hork abschloß, wucd«iale cifcriüchlig und es erfolgicn Scenen wie jene am 20. Februar. Am Abende dieses Tages soll Goodrich an diesem Weib noch cincn schiverenVerralh durch eine scheinheirath begangen haben. Kate hält sich, wie die Polizei berichtet, in New ?)ork auf uns sieht unter schauerSurveillaiice. Gestern waren mcrkwürdige Gerüchte über ge wisse in Umlauf, welche zwischen den Brüdern bezüglich des Degrawslr. - Eigenthums slatlsanden. Als während dcr Coronersunterjuchung au Zeu gen daraus bezügliche Fragen gerichtet wur den, gestaltete dcr Eoroncr dcren Beantwor tung nicht. Es scheint, daß alle mit dem Fall iu Verbindung Stehenden sich möglichst be mühten, Wesentliches zu veischwcigcn. Weiteres über die Ermordung Goodricy'S. New -N 0 rk, 31. März. Die Polizei sucht jevt nach einem Raufbold, Namens „Pvp Tighe," welcher um die Ermordung Goodrich's wissen soll. Thnclow Weed u. A. haben die Eltern der Frau Myers durch Gc!djcuduugcn nnlec slützt. Die Mutter dcs Frauenzimmers hat ver schiedene Angaben gemacht, die sich in dcm künstigcn Prozesse als werlhvoll erweisen wer den. Der DistrillSanwalt hat die Tlicori des „Mclculy" sür Fiktion erklärt; er sagt, das F.ancnzlmmer habe NichiS mir dem Morde zu thun, sci auch gar nicht anwesend gewesen. >?>a»nk in rnier katholischen ikirche.- Mehrere Personen verletzt. Tre 11 t 0 n, 3l. März.—Als heute Morgen das Requmn fürdcn kiinlich vcrstor bencir Hochw. Pater Mackin in der St. Jo- Hannes-Liirche stattfand, Hörle die zahlreich versammelte Menschenmenge plötzlich ein Kra chen, als ob die Gallerte niederbrechen wollie. Alles stürzte dem Ausgange zu. Die Men schenmenge war so ausgcregt, daß Viclc nie dergetreicn und schwer verletzt wurden. Es daucrtc zehn Minuten, che der Ausgang sici wriide und die Verwundeten culsernl werden konnten. Die Ausregung entstand, wie sich schließlich herausstellte, nur durch das Zusam menbrechen eines KnieschemelS. TadclSdcsciilüsse gegen einen Richter. Cleveland, 0., 31. März. Die Clcvekaudcr Barreau - Associatiou zog heule Nachmittag den folgenden Beschluß in Be tracht: Beschlossen, daß die Aussagen des Richters C. I. Sherman vor dem Comite bei dcr letzlen Congreßuiitersuchiing zeige», daß dcr Mann aller Integrität und jedes morali scheu Muthes gänzlich baar ist, so daß man alles Vertrauen auf seine Gerichtsverwaltung verlieren muß, weshalb seine Abdankung uu lzediugt erforderlich ist. Die Erledigung der Beschlüsse wurde verschoben, um dem Richter Gelegenheit zu geben, sich zu vertheidigen. Dcr Orkan rn Mississippi. C in c i il n a t 1, 31. März.— Die Berichte über die Verluste von Menschenleben durch den Orkan, welcher in der Frettags-Nachk das Skädkchen Canton, Miss., beimsuchlc, siud widersprechend. Eine neuere Depesche meldet, daß der Orkan Alles in seiner Bahn vor iich hersegle, Häuser, Bäume uud Fenzeu wurden wie S>roh weggeweht. Eine Zeitlang war die Lust förmlich durch Baumzweige, Dächer nnd Holzstücke versiiistcrl. Gestern Abend cirkulirien schlimme Gcrüchte über die dcr Gktödteten und Verletzten, man hat jedoch ausgesunoen, daß nur zwei Personen geiödlet und 15 bis 20 Personen verletzt wurden. 30 Häuser wurden gänzlich zerstört. Eine Depesche aus dem Innern des Staa tes meldet, daß HC Personen um's Leben ge kommen sind. In Jackson wurden nngesähr 12 Hänscr zerstört, ein Neger getödtet und eine Dame tödtlich verwundet, verschiedene andere Perso nen wurden schwer verletzt. Mord in Parsons, 31. März. Die Leiche ei nes Bruders des Staatssenators ?)ork ist 2 Meilen westlich von der Orange-Mission im Gehölz gesunden worden. Aork war erschos sen und die Leiche im Dickicht versleckt worden. Während der letzten sechs Monatc sind in dcr Gegend sieben Personen verfchwuudeu. Indianergreuel. Leavenworth, ß 1. März. Die Cherokeseu haben Hrn. Dening und drei an dere Geomeler der Bundesregierung 20 Mei len westlich von Arkanjas-Eily ermordet; zwei andere Personen derselben Pariie wer^ den vermißt. Bankerott in Nevada. Virginia City, 30. Marz. Ter Bankerott der Firma Wilson K Dunlap, Mäkler in Minenaktien zu Gold-Hill, wurde beute Morgen angezeigt; dieses is! der dritte Bankerott in Nevada seil dem letzten Fallen der Minenallien. Duulap ist dmchgeblannl; seine Verbindlichketten belausen sich ans S4O - Aktiva sind nicht vorhanden; er veikausie sogar die Möbeln seines Bureaus, um die Miethe zu bezahlen. Zum Tode verurtheilt. San Franzisco, 29. Marz.—Chas. Mortimcr, welcher der Ermordung des Frls. Gibjon in «sacramento schuldig befun den wurde, ward heute zum Tode verurteilt und soll am IS. Mai hingerichtet werden. Die Situation auf Euba. New - lork, 31. März.—Eine Depesche von Key - West meldet, daß die Znsurgenten aus Euba kürzlich Meauseville, einen wichti gen Punkt im östlichen Departement, erobert haben. Von Australien und den Sandwich» Inseln. S a u Fr an z i sc o, 31. März. Die Nachrichten von Australien und den Sand ivichS - Inseln, welche der Dampfer „Mo sesTaylor" mitgebracht hat,sind sehr unbedeu tend. Zn Neufundland herrscht ein groger Koh lenmangel. König Luualilo von den Sandwichs Inseln hat sein Reich bereist und wird demnächst hier eintreffen, um eine Tour durch die Ver. St. zu machen. Prof. Lay stieg gestern in einem Luftballon auf; man hat noch Nichts wieder von ihm ge. hört. svrände. Nashville, 31. März.—sulhcrland K Drioer's Sägemühle an den Usern des Cum berland wurde heute Abend durch Feuer zer stört. Verlust «50,k>uo. Milwaukee, 31. Mär;. Die Gries- und Sägemühle der Firma Kahl K Belting in Kahlsoille bei West.Bend, WiSc., ist abge brannt. Verlust KM),000. Teleftravhischcs «lle>lei. lii Charleston, 5..C., wurden mehrere Bauniivollenhändlcr von einem gewissen Wm, Meade beschwindelt. Die von diesem erschivin. delte Baumwolle, im Ganzen >36 Ballen, wurde nach Philadelphia geschickt, Ja San Franz>?co wurde gestern Henry McTausland, der Mörder des Noah Mallen Dore, dcS Todtjchlogs schuldig befunden. Gestern kenterte die Jacht „Emma Strang" im Delaware in der Nähe von Pct ty-Island. Die 10 am Bord befindlichen Personen retteten sich au Bord des Schlepp dampfers „Ouickstcp." Dr. losiah C. Natt starb gestern in Mobile, Ata., au seinem 69. Geburtstage. Bei Stemton, Northampton - County, Pa., ertranken Sonntag ein Knabe, Namens R. Stuart, und Frl. Kmley von Emaus, als sie einen Drahtsteg überschritten. Das Obergericht vkN Massachusetts bat in dein Falle der „Uniou-Mut. - Fire - Insu rance-Comp." entschieden, daß jeder Policen. Inhaber selbst nach Ablaufseiner Police für die Verluste, welche während seiner Mitglied schast entstanden, hastbar i'Z, In Boston starb Rogers an den Wunden, welche er am letzten Sonn» Abende in einer Prügelei mit Thos. O'Brien erhalten hatte. Philipp Goldstein von der Firma Philip K Davis, wurde in Boston auf die Anklage der Brandstiftung verhaftet. In Buffalo wurde gestern einer der be rüchtigten Bauplätze - «chwindler verhaftet, welche in Chicago und Brooklyn fo viel von sich reden machten. Än dem großartigen Neubau der Chi cagoer Schnittwaaren-Firma Fielt», Leiter K Comp, verunglückten aestern zwei Arbeiter, Namens Braß und Menson; ein Anderer nnd ein Knabe wurden schwer verletzt. Gestern wurde in Hartford, Conn., der Ex-scnator Dixon beerdigt. Ter Redakteur des in Nonalk erschei nenden „Journal" und der des „Virginian" befanden sich vorgestern aus dem 'Wege nach Nord-Carolina, wo si?ein Duell «iusfechten' wollten. Beide Helden wurden verhaftet nnd uuler Bürgschaft gestellt. Die amerikanisch - mexikanische Grenz- Kommission ist iu Laredo, Texas, angekom men; sie hat i» Corpus - Christi sehr wichtige Erhebungen gemacht. Lokalberichte aus Sttashinqton. hingt 0 n, 3k. März. (Tie Ein weihung der deutsch-liith Das „Jouru." meldet: „Gestern sand die Ein weihung der deutsch lutherische» Zions>Kirchc statt. Nach t) Uhr Morgens versammelten sich die GemeindegiieSer mit der Schuljugend in ihrem alten Gctteshause in der N-Stiaße, zwischen 6. und 7. Straße. Als geqen 10 Uhr der Pastor dcr Gemeinde, Hr. Henclell, einirat, wurde ein kurzer Gottesdienst abge halten. Nachdem die Gemeinde das Lied an gestimmt hatte: „Ach bleib' mir, Deiner Gnade" und einige Verse gesungen, hielt Pa stor Henctell eine kräilige Rede über die Worte des 121. Psalms, Vers 8: „Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit." Nach Beendigung dersek ben sormirte sich der Zag und d:e Gemeinde zog nach dem neuen Gotteshanse. Die Schul lugend erössnete unter dem Vortritt der Char lotte Lippokd und AunaEtler den Reigen, in dcm die Eiuc den HostienielUr, die Audeie den Kelch trug, die mit Blumen geschmückt loa reu. Rudolph Gießler trug das Bauuer der Gemeiude und August Plilt die prachivolle Bibel, welche die Coufirmanden der Kirche zum Geschenk gemacht hatten. An der neuen Kirche, Ecke de» P. nnd i!. Ltraße, angelangt, wnrde ein Halbkreis gebildet nnd der Eckstein gelegt, der oie Buchstaben T. E. L. Z. G. 1873 trägt. Hieraus erössnete der Pastor Henckell die Kirche, die von Außen und Junen geschmackvoll dekonrl war, welche dcm Ban meister loh. Talburg alle Ehre macht. Der Gesangverein derGe.iieinde, der unter Leitung des Hrn. loh. W. Berginaii» steht, führte mehrere MoteUen auf, worauf daiiu Panor Henckell die Weihrede hielt. Er hatte sich den Text aus i. Peiri, Cap. 2, Vers 4 bis t», ge wählt und sprach über das Thema: „Unser neues Gotteshaus." 1. de: Grund, aus d.m es erbaut uud 2. der Zweck, zu dem es erbaut ist. Die gediegene Predigt machte einen üe sen Euidrnck aus alle Zuhöicr, nud mit Recht gedachte der Geistliche auch alle Derer, die au ßerhalb der Gemeinde stehen und sich so ver d eilt um dieselbe gemacht haben. Zum Schlüsse sprach noch Hr. Pasior Schild oon der deutsch - resormirten Gemeinde. Seine lressliche Rede über den 1. Piaim machle ebeusalls einen liesen Eindruck. — Schließlich erwähnen wir noch, daß die Gemeinde am 4. Apiil IBL7 gegründel, und daß am 29. Nov. 1872 der Aeudau beschlossen nud in Angrisj genommen wurde, der gegenwärtig vollendet eine Zierde unserer Stadl lst. Dem Erbauer, Hrn. Talburg, gebührt siir die Uneigeunützig keit und Gclvlsseiihastigkelt, mit der er den Bau geleitet hat, der Dank der Gemeinde." (Ausgepaßt.) Wie wlr vernehmen, ist gegenwärtig sehr viel salichesGeld im Umlauft 10 daß die Geheimpalizisl-ii eiftigst beschäftigt sind, die Schivlndkcr abzufinden. Das Haus, welches gestern Aoend in niederbrannte, wurde von dem Farbigen Abraham äcolt bewohni. Man glaubt, daß das Feuer von einem Brandstifter angelegt worden sei. Der Berlust beläusi sich aus etwa K4OO. Hr. I. W. Plaut, ein wohlbekannter LciHciilieslatter, wurde heule Mvrgen, als er kiucii neucii Ä-ageu vor seiuem Hauie in der 7. slrajze und vo» dort aus dem Wege uach seinem Geschäfte plvbine, an der tScke von H-Slraße und Bate's AUcy aus demselben geschleudert uno fiel mit dem Gesichte aus da» Straßenvflasicr. Beüriiiu»gslos wurde er in sein Gcschäst'lokal getragen und die Dok torcu Morg-in, Palmer und Thompsou wur den herbeig-ruseu. bedeutende Coniu siön über jedem Auge wurde entdeckt, nnd sein Nasenbein war gebrochen. Er war für mehr, als zwei Stunden sprachlos, und obgleich um 2 Uhr noch nicht allerLesrhr entrückt.so glaub ten die Aerzte dennoch, daß er wieder hcrge. stellt werden würden. j)er Mord deü Liehliäiidlers Axank Hahn in Washington. - «er muttunapliche Mörder verhaftet. Wahrspruch der Geschwore nen deö Leichenschau-Gerichts. Die Ermordung des Viehhändlers Frank Hahn in Washington ist das Hanptgeiprach de« Tages. L'ange bevor das Pnblikum Et was von dcm Morde waren die Ge heimpolizisten an der Arbeit ;»r inachiiilg dcS Mörder«, uuö verschiedene Per sonen, lauter Farbige, winden aus den Ver dacht hin, Etwas über die Angelegenheit zu wissen, verhasiet. Tie Geheimpolizisten ta rnen indessen zu der Ueberzeugung, daß der eigentliche Thäler nicht mehr iu Washington verweile, sondern gleich nach der Thal abge reist sei. Alle Anzeichen sprachen dasüe, daß ein iio torischer ein Farbiger, Namen? Henry Houng, -elius Eharley Williams, welcher in Älexandria wohnhaft ist, aber sich viel inWa shinglon nmhcrlreibt, der Mörder sei, und es wulde ausfindig gemacht, daß derselbe sich am Freitag Abende dorr besunden habe. Die Ge heimpolizisten Clarvoe, Miller und McDevttt begaben sich nach Älexandria, und nachdem sie sich inil den doitlgenßehllrdeu tn Verbindung gesetzt hallen, nurde Houng während der Nacht verhaltet. An dein Heinde und anderen Kleidungsstücken des Gesangenen wurden Blulslecken eindeckt. In seiner Wohnung saud man ein Paar Stieseln, von denen der eine cbensalls mit Llut bedeckt war. Es wurde ebenjalls voit ein alter Stiesel gefunden, dessen Futter, von welchem ein Stück herausgerissen war, geiiau mit dem Le der übereinstimmte, mit welchem die Blei schlinge. welche man aus dem Schonplätze der That gesunden, bedeckt war. Die an dem Stiesel noch vorhandene Zugstrippe eorreivoN' dirie ebeusalls mit derjenigen, welche an der zersprungenen BleischUnge gefunden ward. Mau sand sogar eine Ouantilät Zwirn, wel cher genau mit dem zur Anseriignng der Bleiichlinze benutzten übereinstimmte. Alle diese Sachen wurden in das Scatlonshaus gebracht uno dem Gesangenen vorgelegt, wel cher dieselben als sein Eigenthum anerkannte. Aus den Untersuchung»!!, welche die Ge heimpolizisten anstellten, ging hervor, daß Hahn bei seiner Antuust iu Washington in angetrunkenem Zustande sich befunden hatte und in der Gesellschaft eines Farbigen, mit welchem er Arm iu Arm ging, in der Nähe des Schauplatzes der That gesehen morden war. Dieselben stellten seiner fest, daß Sonn abend Morgens ein Farbiger, in welchem, spater Hounq ideiitifizrt worden war, iu das Li)ki.'l des Hrn. Üenaugh am Süd eude der laugen Biüeke gekommen, dort ge trunken und bei dieser Gelegenheit dem Wirth eine Bankanweisung aus die „Western-Nalio nak-Lanl" in Baltimore, aus die Summe von K!t2t.l2 lautend und aus den Namen F. Hahn ausgestellt, gezeigt habe. Uoung harre späier die Anweisung ia der „First National» Bank" eiiiznkassireil veisudl, was ihm in dessen nicht gelang, da er sich tuchl gehöng zu legilimiren vermocht-. Noch andere unzweideutige Anzeichen be wiesen den Beamten zur Genüge, daß sie deu rechten Mann erivischr hatten, uns derjclbe ward nach Washington gebracht. Um 10 Uhr geilern Morgen trat dort eine Leichcnbelchauers-Jury zusammen, und alle Pcrionen, die bei der Aussiildung des Ermor deten zugegen waren, sowie der Wirth Ke naugh, welcher ?)ouug als den Mann idcuti fizirce, in denen Hunden er die Anweisung ge sehen !;atte, i,nd noch inehrere Andere wuroen als Zeugen vernommen. Aus den Zeugenaussagen und allen andern, zur Kenntniß derselben gebrachten Umstände kamen die Geschworenen der Ueberzeugung, daß Frank Hahn von der Hano des Henin Ilouug, alias Charley Williams, den Tod er- IMen hatte, und brachten einen demgemäßen Wahrspruch ein. Vermischte Berichte. Eine alteDame v .«Räubern geh än g t.—(KeineSpnr va den Mördern.) Zn der Dienstagsnacht wurde eine bejahrte Fraii.NamensHouSden, bei NolenSoille, neun Nummer 78. Meilen von Nashville, Tenn., von Räubern aus ihrem Hause gebolt und au einem Baume ausgehängt. Frau Housden wohnte imHauie ihres einzigen Solmes und war in jener Nach! allein mit ihrer Schwiegertochter im Hause. Ihr Sohl, hatte sich zum Fischen nach dem Mühtenbach begeben. «EineFrau wurde bald nachdem sie sich zurßuhe begeben hatte, durch da» Geschrei ihrer Schwiegermutter aufge schreckt, sprang aus dem Belke und, nachdem sie in das Schlafzimmer der alten Frau ge blickt, dieselbe aber nicht geiehen hatte, lief sie nach der Wvhuuug des'»yo Sjards.enlsernt wohnenden Herrn Barnes, der mit ihr auch sogleich nach dem Hanie zurückkehrte. Auf dem Wege dahin begegneten sie Heirn Roben H. Paiterfon, der da» Geschrei der Frau Housden gehört und mil seiner flutte gekommen ivar, um etwa nöthigen Beistand ;u leisten. Beide Herren durchsuchieu das ganz? Hau«, saudeii aber keine Spurvou der allen Lame. Schon wollten sie dasSuchen ausgeben, als sie plötz lich nicht weit oou dem Hause ein SUeidnngs. Mick der Fr»u Housden sanden uud der Spur folgend, die Frau an einem Baume bau mein sahen. Am nächsten Morgen bemerkte man die Spuren von Fußtritten, aus denen man ersah, dag zwei Menschen das Verbre chen anssührlen, von denen der eine barfusz gewesen. Frau Housden war jedenfalls nach dem Galgen getragen worden, denn an ihren Füßen befand sich nicht der geringsleSchmutz. Dcr Ztrick war ihr so fest um dem Hals ge schnürt worden, daß er beträchtlich in das Fleisch geschnitten halte. Die Diebe hatten nur uugesähr zllii» geraubt. Mau glaubt, dag sie sich an dcr allen Frau siir ir gend ein wirkliches oder verineiiilllches klu recht haben rächen wollen, denn man begreist nicht, weshalb sie sie erst eine geraume Sirecke forttrugen und dort aufhängten, weit ein bloßer Tiebuahl doch ohne das viel leichter hätte ausgeführt werden können. Man eriu uert sich übrigens, daß FrauHonsden vor un gefähr Jahren ive.sen incksländiger Miethe aus ihrem ictzigen Hause gesetzt wnrde uud damals schwor, sie würde noch einmal in den Beslv des Gebäudes uud der dazu gehörige» Ländereien kommen. Sie wurde vom Glück begünstigt uud hat das Gruudslück späier an gekauft. Judessel» hat man bis letzt noch kei ne Idee, wer die Raubmörder geiveseu sein mögen. In W a s h i n g t o n ist weben ein Mann, Namens Richard Staples, uuler schrecklichen Leiden an der Wasserscheu gestorben. Alle äiztlichc Hülse erwies sich, nachdem die Krank heit vor einigen Tagen zum Ausbruche ge kommen war, als 'sruchllos. Am Freitage wurde der Unglückliche so rasend, daß Nichts mit ihm angesangeu werden konule, so daß seineAiiverwaiidte.i nach den Manne-Baracken schicken und Hand- und Fujzeisen holen lassen mußten, damit er in seiner Familie kein Un glück anrichten konule. Die Wuth hatte deu höchsten Grad erreicht und er schnappte nach Jedem, der ihm in die Nähe tum. In den Momenten, wo er bei Besinnung war, sagte er, daß er wisse, was mit ihm los sei. Bor etwa drei Monaten habe ihn in Cincinnati, 0., wo er sich damals eine Heillang aushielt, ein Huud gebissen. Er sagte, er könne sich des Umstanoes genau eunnern und habe da mals und seither das Resultat befürchtet. Wenn immer Wasser in seine Nähe gebracht wurde, verfiel er in Krämpfe. Selbst irgend ein Gegenstand, welcher au Wasser erinnert, wie z. B. ein Spiegel, halte die Wirkung, daß er unwohl sühlte und Schaum vor deu Mund kam. Neue Anzeigen. Bureau der Straßeu-Durchbruchö <sonimlssare. All Nrauer und Maschinisten? W. E, Mwd öc CmnpiUMt, Ecke der Baltimore- und Exeter - Straße, Baltimore, Md. Valvcn, nr/ i! /dri k Dampf- u»0 Schottische Tub», Röhren - FitterS-Werkzeug und -Maschinen. Anier»kanisch Governor-und lThallenqe - tiampf -t 'tt ?!r. - Äa!li?>oreslraßc. John M. Miller K (somp7^ Nr. 325, Wcst-Balt'more-, Schreibmaterialien-Händler U7d Rechnung s-Äü ch er n. Billig. Prompt. 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