Newspaper of Der Deutsche Correspondent, April 2, 1873, Page 4

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated April 2, 1873 Page 4
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Ter Teutsche Korrespondent. «valtimore, 2. April 187!?. TtadL Ba^Lmore. ! Baltimores. Trotz des itürmnchsn 'lliärzmonats ist der Berich! über de» Vcrkcbr in unserem Hasen n» äußelst qünstilscr. Derselbe zcig!, daß sich un'cr Haudcl mit dem Auslande lang sam, aber sicher hebt. Besonders bemerkenS werlh ist, daß im Lanse dcS Monats so viele Fahizeuge in Ballast hier eintraten, die mit Getiaidc sür den englischen Markt bcsrachtet Die Zah! der im Mäiz aus sremdcn Häsen hier eingelaufenen Fahrzeuge betrug 99,dar untcr warcn 6 Dampier, 2 Schiffe, 39 Bar ken, 25 BriggS und 18 Schooner. Von die sen führten 24 die amerlkanifche, 26 die bri tische, 12 die norwegische, 7 die'lenische, 6 die russische, 5 die italienische, je 3 die ösuci cki'chc und dänische, 2 die schwedische nnd >e 1 d,e holländische und argentinische Flagge. Tic Lär.dcr und Häsen, n"on denen Fahr;enge bei uns einlicsent waren: Euba 20, Irland 16, England 12, Italien Iv, Rio de Janeiro 7, Dcmarara und Porio Rico je 5, Bremen 3, Pernambuco, San Andreas und Holland je 2, und Navassa, Martinique, Jnagua, Paysander, Schottland und Hamburg je 1. Alle zusammen genommen registrirten 40,- 832 Tonnen; sie brachten 585 Passagiere uud Einwanderer. Der Hauptiniport vnscrcs Hasens ist Zucker, Melasse und Kassce; 32 Fahrzeuge harten Zucker »nd Melasse geladen, 13 halten assor lirlc jCargos, 9 brachien Südsrüchte, 3 Gua no, 3 Saiz und 1 Schwefel. Dcr Import von Zucker und Melasse war im letzten Monat weit bedeutender, als im vorhergehenden Monat und gleichzeitig grö ßer, als im correipondirciiden Monat dcS vo rigen Jahres. Die Kossec-Eiilfuhr betrug 29,876 Säcke, die kleine von Bremen imporlirteOuan lität ausgenommen) sämnttlich von Rio de Janeiro kamen. Infolge der Preissteigerung in Brasilien hat sich der Kafsee-Jmport etwas vermindert. März aingen 76 Fahrzeuge von hier nach fremden Häfen, darunter 7 Dampier, 2 Schiffe, 27Barken, 22 Briggs und 18 Schoo ncrs; von diesen trugen 34 die amcrikc»n>che, "4 die britische, 5 die norwegische, 4 die norddeutsche, je 2 die russische und schwedische und je 1 die italienische, argentinische, sran zösische, dcini'che und holländische Flagge. Bestimmungsorte dieser Fahrzeuge wa ren: Westindische Häsen 34, Irland 10, Eng land 9. Brasilien 6, Dcmarara und Bremen jc 4, Porto Rico 3, Martinique, Mexiko, Columbia, Dänemark, Nen-Fundland und Holland je 1. Die Hanpt-Export-Artikel waren: Wai;en mehl 22,401 Fasz, Maismehl 3693 Faß,Brod 980 Faß, Schweinefleisch 1214 Faß und 1550 Kisten, Syrup 700 Faß, Kariosseln 900 do., Harz 1000 Faß, Mais 422,934 665 Sack, Baumwolle 2563 Ballen, Tabock 1255 Oxhosle, Lohe 1380 Sack, Rahlen 7199 Tonlicn, Pelroleuin 269.990 Galt., Naph'.a L 3,640 Gallonen, Schmal; 1,999.323 Pfd., richte 28.767 Psuiid, Käse 1174 Psund.sabr. Taback 6437 Pfund, sodanu noch Holz.Bret tcr, Faßdaube» zc. Dcr Bericht des Wägemcijiers zeigt, daß im Laufe dcs Monats 22,656,489 Pfund im portirte und 149,116 Pfd. exporlirle Waaren vermögen wurden, L.657,022 Psd. mchr als im Monat Februar. Folgendes sind die Zoll - Einnahmen dcS hiesigen Hafens während der letzten drei Mo nate: ,5-72 187 Z Die Mehlzufuhr ans dem Westen war am letzten Monat sehr bedeutend und beirug im Ganzen 129,390 Faß, 50.929 Faß mchr, als im März 1872, dagegen hat die Gelraidezu subr, wahrschcnilich in Ermangelung dcr er. sorderlichen Speicher bcdciilcnd abgenom men, wic aus nachüehender Tabelle erhell!: ».Vi-«.'!'!« !«'! »77 7 4>.,<V7 W.7b7 <>>/.« Dieses ist eine Gesamnn-Abnahme von 657,401 Bnshels. Der Vcrlchr mit dem Süden war im Laufe dcS letzten Monats äußerst lebhaft, die zahl reichen Dampser warcn unmcr gut bcsrachtet »nd man mußte sogar Segelschiffe in den Dienst nehmen. Die Baninwollzufuhr be trug 7541 Ballen, davon kamen 3073 Ballen von Norfolk, 619 von Wrlmington, N. -C., 1293 Ballen von anderen Häfen Nord-Earo lina's, 1462 von Charleston, 523 von Sa vannah, 344 von St. Petersburg und 233 von Ncw-OrleanS. Auch die Zufuhr von Harz, Theer uud Terpentin war sebr bedeu tend, ebenso wurde viel Taback hieiher ge schickt. » l n Mörz 1771 Äv 282 i sis ? r!. lill.nvü s Z 2 7 V.12 MS!» l 21!.5 4 I U.7 ü Üii.ii'-V 2.!. li. ZU.«»« j Z«7 7 I j 46.5 0.01 >« l -N1.7 10 M.U72 j 4U.7 N « V.l^ rz. .. .... M«>7"> j Z 9. ~ ... .IN.LN', 14. ~ .... !!N.4!Äi 4'l.ti 15 W.IM ü« Z IN Z».W 4Ü.1 17. » .... 41.S Zjj 2SN!j !>i. v.(> 7 lii 55.!j71 s>t.S 2N. .. .... 29 5Z2 4U. I.VS ZiI.Z A SN.U-!4 l-Z 51.1 24 UV.N 77 Zi 7 0.15 N 2!«.9N 32.S i.L4 A 2S.WZ Zz.k i).4Z ?7 M.22i ! Z 4.5 s« l W Lsi.4i2 j 47. o.SZ Z!> 2!'.712 5.1. ZI 2!' «4! ! 52.t! MltNcrcr Stand ~ j s 40 5 > L.l>2 Das Wett er.—Die Depeschen dcs Sig' nal-Büreaus von gestern Abend meldeten heftiges Schneegestöber von Alpina, Milwau lie und Grand Häven, heftiges Regenwetter von Aiignsta und Indianapolis, leichtcn Re l,cn von Bussalo, Chicago, Detroit, Keokuk, St. Louis, Toledo uud Port Stanley. Der Ohio ist gefallen: 27 Zoll bei PittS burg, 9 bei Cincinnali, 6 bei Lonisville und ist 14 Zoll bei Cci'ro g, stiegen. Der Mi'« silstppl ist 2Zoll bei Keokuk, ll bei Memphis gestiegen und 4 Zoll bei St. Loui» gefallen. Dcr Thernionieicrstand war: in Baltimore ! 58, Boston 53, Buffalo 41, Chaileston 72, Chicago 36, Cincuinoii 64, Detroit 27, In- dianapolis 52, Kcotuk 38, Knoxville 58, Lea- ' venmorth 43, Lonisville 65, Memphis 66, Omaha 40, Pembina 38, Fori Garry 38 nnd Tulnth 37 Grad. Das Sturmsignal weht noch immer auf dem Büreau des Signal- Corps in Baltimore. ! Wet t er anösich t e n. Die Wetterpro- " phetcn des Signal-Büreaus verheißen für ' heute in den inittelatlantischen Staaten fri schen Westwind bei wolkigem, sich dann ans klärenden Himmel. TaS Sturmcentrum wird sich das Thal des Lorenzstroines ab- wärts bewegeu. i Die Besteuerungen fürdieVer- breiter ii ng der Lightstraße. —lm > ersten Rathszweige wurde vorgestern ein Be schluß offerirt, die Zeit, itinerbalb welcher die ! Besteuerungen für die Verbreiterung dcr Lightstraße entrichtet werden muffen, bis zum I. Juli auszndehnen. Der Beschluß wurde ' nach längeicr Debatte angenommen, nachdem ein Amendement des Hrn. Seim, die Zeit ! anstatt bis zum I. Juli bis zum 1. Mai bin auszuschicken, verworfen worden war. Hr. ' Hughes, wclchcr dcn bcfaglen Beschluß offe rirte, bemerkte, daß diejenigen Leute, welche die Besteuerungen zu entrichten hätten, der I Arbeiierklaffe angehörten und während des - letzten WinlerS, dcr fo außergewöhnlich streng - war, keine Gelegenheit gehabt, Geld für die- sen Zweck zu erübrigen. Später ofserirte Hr. d Seim einen Beschluß, den Stadl - Eolleltor anzuweisen, dem Zweige eine NainenSliste derjenigen Personen, welche die Bcheuerun- g gen zu tragen haben, einzusenden und ans » dieser Liste zugleich den Beirag, welchen jede b Person zu entrichten hat, anzugeben. Der d Beschluß wnrde angenommen. Neue Fe u er-L ä r m-K äst cn sollen Ecke der Charles- und Lombard-, Ecke dcr g Prattstraße und Pcnns.-Avenue, Ecke der Croß- und Covingloustraße, Ecke der Penns.- a Avenue und McMechenslraße, Ecke der Cioß. und Stricierstraße, Ecke dcr Druid-Hill-Ave. l nnd Prestonstralzc, Ecke der Eager- und Eon- b stitutionstraße, Ecke der AiSquith- und Jef- d> ferjonstraße, Ecke dcr Baltimore- und Poppte- v lvnstraße, Ecke der Barre- und Warncrstraße, dl Ecke der Annstraße und Eanion-Avenue, Ecke w dcr Fayettc- und Chopianl- und Ecke derßal- E tiliiore- und Pinestraße errichtet werden. Im v Siadtrathe ist die dazu erforderliche Summe st von K5OOO verwilligt worden. I Die Verordnung sür Anfertigung eines A Auszuges aus Besilz t i te l'n der L Stadt bezüglich dcr ihr als öffentliche Ver- sr lehrswege abgetretenen Straßen und Gäßchen A! 51500 zu bewilligen und mit dieser Arbeit g> Hrn. John M. Biewer zu betrauen, wurde ie gestern rm eisten Zweige bejproGn und aus deu Tisch gelegt. d Ob über die E xpr opriir u u g und >h dcn Durchbruch von Straßen Ak- T !en geführt wcrden, soll laut eines gestrigen ei Beschlusses dcs crsten RathSzweiges, welchen gl «.r. Seim einbrachte, der Sladlcontiolcnr a> demselben Auskunft geben. al Die Hase n-Z euerspritz''. Unser Landsmann Hr. Wm. Holtzmcu > bat die beste Aussicht, den ziicist von ilim anqereMn Vorschlag zurEniHuing eiucr sckw mmcnden Damvi-Feuerspritze verwuilichi zu sehen. Die meisten NaihSherren sind demselben gewogen und auch dcr Feuc»Jusvektor Holloway hat ibn noch soeben in einer Zuschrist an den Rath warm befürwortet. Eine Verordnung, wel che 524,000 zu dem Zwecke anweis t, ist in Vorlage und wäre ohue Zweifel schon vorge stern durchgegangen, wenn Hr. Orndoiff nicht den Antrag gestellt hätte, die Abstimmung bis Montag arifzuichiehcn, „da er noch keine Zeit gehabt hätte, sich genügend über die Sache zu informiren." Wir zweüeln nicht im Eni serntesten, daß die ungesäumte Beschaffung einer schwimmenden Dampftpiitze sich von großem Nutzen enveisen wird. Chicago, Boston, St. Louis, New-Jork :chaben solche schon lange und bei Äenten-Bränden muß sich dieselbe höchst wirliam erweiscn. Bei der Gelegenheit machen w!r noch daraus aufmelk sam, daß die winzigen Röhren, welche das Trinkwasser nach Ost-Baltimore, Carito» :c. leiten, sürLöschzwecke fast gar nicht rnedr aus reichen und bei Bränden in FellS' Point man beinahe ausichließllch aus das Wasstr im Hafen -.augcwicseir ist. Aus die Legung neuer größerer Röhren werden aber die Ost- Baltimorer wohl noch lange warten müssen, wenn sie nickt mit mchr Energie daraus ach ten, daß ihre Rechlc, wenn auch nicht vorans doch wenigstens gl.ichgestellt werden inil denen der bezüiistigtercn obern uud speziell nord westlichen Stadtthcile. Das ncue Sta d t» H 0 chs ch 11 l-G e bände ((>'it)- (.'ollere-) soll jetzt zur That sache werden. Stadr-Commissär und Sladt schui-RathS-Prüsideiit haben ein Gruudstrick an der Westseite der Nord-Howard-, zwischen Franklin- nnd Roßstraße, 120 Fuß an der Howardstraße breit nnd 200 Fuß zulücklau send, gepachiet; die Pacht ist, wie es die Ver ordnung vorschreibt, vom Mayvr und den Präsidenten beider Rathszweige gutgeheißen und demzufolge bereilS ver Pacht.Contraki in aller Foim Rechtens abgeschlossen und un tcrzeichüei worden. Diesem an den Stadt rath gerichteten Berichte ist gleichzeitig eine Abschätzung dcr Kosten sür das neue Gebäude angeschlossen, welche aus 5150,000 vcran. schlagt werden. L-50,000 dieser Summe sind im Lanse des Jahres nothwendig. Wenn wir uns auch sreuen, daß endlich die Ausstch! vorhanden ist, cine nene Sladt-Hochschule zu bekommen, so ist es doch sehr zu bedauern, daß mau nicht eine etwas ceutraleic LokalNät gewählt hat. Für die Schulbeincher in Ost- und Süd.Balrimore ist die Entfernung »ach dem Theile dcr Howardstraße, wo man das Grundstück gepachtet hat, eine lehr große. Wir waren von Ansang an sür einen Bau platz an der Calvert- oder Charlesstraße, um so wcil, als möglich, allcnLtadtlheilen gerecht zu werten. Die Am ts -Vcrä n d er un ge nim Zollamt e.-Ter neue Navai-Ossicer Gen. Adam E. King trat gestern als Nachsolger dcS Hrn. I. L. Chapman in s Amt. Gen. King war bisher des hiesigen Zollamtes, ei» Amt, das in Zukunft mi! dem des Appraiiers-Deparlemenis nnicr Oberst E. F. 'Anderson, April 1865 von Lin coln crnanili, verschmolzen wird. Overs! A. Hai vom Schatzcniile die Weiluug erhalten, einen Herrn mir dem Titel „Gehülss-Apprai ser" anzustellen uud als solchen Major Geo. T. Castle bernsen, der bisher Chef-Sekretär dieses besondern Zweiges dcr Zollverwaltung war. Gen. King hat als Naval-Ossiccr 10- 12 Unterbeamte, von denen angeblich 5—6 beibehalten, die übrigen aber mit andern Leu len besetzt werden sollcn, wührcnd im Apprai scrS-Amie nur ein oder zwei Aenderungen be absichtigt werden.—Gen. King bringt in das neue, ihm übertragene Amt den Rus eines tüchtigen Beamten, der auch über die Gren zen seiner Parteiaiischauung hinaus und im Publikum überhaupt eine achtunggebietende Stellung einnimmt. Dasselbe gilt von Oberst Anderson, dessen ohne Oppostuon nach lang jähriger Dicunzeir «solare Wiedererneiiniiiig uud Besörderruig zur Genüge das Vertrauen betrinket, welches mau höhcrn Orts in ihn setzt. Ter neue Cvllektor, Hr. W. Boolh, bezieht am 10. d. Mt«. das Zollamt. Seit Niederichreibung ocs Obigcn ver nehmen wir, daß yr. Wm. Cochran als Ge hüljs-snrveyor, Hr. Kccfer von Frederiel n. Obern W. H. Taylor als Clerts beibehalten werden sollen, t!. Carl soll als Clerk an Geo. Chapman's Sletle treten, Dr. White cagegen nn Anne bleiben. Es heißt ferner, dav der Grant-Eleltor von Alle gany, sich eifrigst bemüht, Hrn. Edinglon Button als Surveyvr zu ersetzen. Ve r ä n d e r n n g e ii i m P 0 st d i e ii st e. Ter Postmeister General A. W. Dcuijon mach! bekanni, daß am und nach dem 1. April das Poiivürau von H 8 Uhr Morgens b>s 7 Uhr Abe-.ds zur Ausgabe von Postsachen, und das Departement sür recommandillc Briese und Geldordres von 8 Uhr Morgens bis 4 Uhr Nachmittags geössnet sein wird. Um das Hasensurveyorsamt, das zur Zeit Hr. Edington Fulton bekleidet, bewirbt sich ein gewisser McGilpin aus Al leghani'-Counly, einer der Wahlmäuncr auf Granl-Wiljon'schen Zettel Maryland's. Der Crv Bst r a ken -Mark t. Im ersten Rathszweige ging gestern eine voiiHrn. Malshall im Namen des Markt-Comite'S vorgelegte Ordonnanz, wornach Fleischer n. Andere ihre Stände auf dem CroLllraßen- Markle wechseln u. demselben ein Fischmarkl hinzugefügt wcrden soll, durch. Keine Extra-Vergütung fü r die Jmpfärzte. Äiayor Vanjaiit schickie vorgestern den, crsten RaihSzwcige cine Bo!schast.zu, in wclchcr cr den Beschluß, vcr schiedenen Jmpfärzien eine Extra-Vergütnug auszuzahlen, mit feinem Veto belegt. Der Mayor sagt, nachdem cr die Verordnung, unter wclchcr die Jmpfeirzie ernannt wurden, angeführt, daß Niemand ein Wort habe laut werden lassen, daß die Jmpfärzte, von denen in dem Beschlusse die Rede sei, irgend beson dere Dienste geleistet hätten, weiche in der Verordnung nicht vorgeschrieben wären. Je der Arzt habe seine Arbeiten gekannt, als er dieselben übernahm uud sei daher zu keiiierEx tra-Vergütuiig berechtigt. Die Ungesetzlich keil des Beschlusses ist nach dcr Meinung des MayorS schon genügend, denselben nmzii stoßcn. Dcr 63. Abschnitt des FreibricseS dcr Stadt Baltimore besag!, daß keinem Be amten, Agcincn oder Angestellte» dcr Stadt eine Extra-Vergütung zu Theil werden soll, sobald die Zeil seines Amtstcrmins abgelau fen ist. Nachdem die Botschaft verlesen war, wurde die Abstimmung über den Beschluß in Wiedcrerwäguiig gezogen und der letztere aus den Tisch gclegl. Die Ex pro p ri ir- G es ch wore i! e n des Pattcrsoii- Parkes nahmen ge stern die Streitigkeit Zwilchen dcr Stadt nnd dem Grundbesitzer bezüglich des Werthes des zu expropriircndcn Grundstuckes Nr. 5 in Angriff und nahm die Aussagen zweier Zeu gen entgegen. Dasselbe gehört Frau Pru dence A. Paiterson, ist von Gough-, Bank-, Bnltc- und Buchananstraße begrenzt und bc deurend größer, als die ersten vier. Heute wird die Untersuchung in Shaw's Restaura tion an Nord Highitt. sortgesetzt. D> e „W e sl l i ch e Maryländer B a h n."— Auch dcr zweile Ralhszweig hat gestern die Verordnung angenommen, welche die nachgesuchte Verwitligurig von H 320.000 zur Beendigung des Bahnbaues macht. Hr. Ford begleitete die Passirnng der Verordnung mit dem bedeuttamcn Bischlusse, „daß der Mayor und Stadlrath dabei in gutem Glau ben an die Versicherung des Präsidenten nnd der Direktoren der Bahn, daß dieselbe am I. Juli 1873 bis Williamsport fcriig gebaut fem wiid, handeln." Tic Bef 112 er ungS -Anst a l t fürNe gerknaben licgr rn Prince George's Co. an dcr „Ballimore - Potoinac- Euenbahn," lann 30 Kinder beherbergen und stchl unter dcr Oberaufsicht des Gen. John W. Horn. Tic nothwendigen Neubauten erhcrschen au ßer den vom Staate nnd der Stadt für die Anstalt anSgcworjencnlummcn weNereGeld mittel. Vcr hei rat h nn gcn uud Eheschei dungen in Baltimore. Nach amt lichen Berichten fanden in Ballimore vom 19. April 1869 bis zu Ende desselben Jahres 2154 Verhciralhungci! statt, und 31 Gcjuchc um Ehescheidungen wurden eingereicht, von denen 10 vom Manne und 21 von den Frauen ausgingen. Im Jahre 1870 fanden 2556 Verhcirathungen statt und 122 Eh-fchcidnngs gesnche wurden eingereich«. In 44 Fällen wurden dieselben von Männern und in 78 von Frauen nachgesucht. In 55 Fällen wurde die Ehescheidung dekretirt. Im Jahre 1871 sandeii 2698 Verheirathungen statt und 140 Gesuche um Ehescheidung wurden im KreiS gencht eingereicht. In 46 Fällen ging das Gesuch vom Manne und in 94 von der Frau > aus. 68 Ehepaare wurden geschieden. Im Jahre 1872 waren 267 t Vcrhcirathungen und i 131 Ehescheidung«-Gesume wurden abgege ben, von oenm 46 vom Manne und 85 von ! ser Frau ausgingen. In 70 Fällen wurde " ooiii Gerichte auf Ehescheidung erkannt. In ! )en vergangenen drei Monaten dieses Jahres I vurden 606 Ehebündnisse geschlossen und 35 ' Äcsuche um Scheidung wurden cingcrcicht, > )on 13 männlichen und 28 weiblichen Bitt- ! tellcrn. I» 15 Fällen ersoigtc Ehescheidung. 5m Ganzen fanden in Baltimore vom 19. 5 April 1569 bts zum gestrigen Tage IO.KBB Perl-ciraihungen statt; 465 Schcidnngs-Ge- jucke und zwar 159 von den betreffenden Diännern und 306 von Frauen wnrden ein- zercicht und 208 Ehepaare wnrocn durch rich- erlicheS Erkenntniß geschieden. Die T 0 dleu müssen den Leben- n >e u weichen. —Da die Vorsteher des Me- sl hodislen Friedhofes an dcr Lighistraße ihren r Lodienackcr verkauft haben, so ist man jetzt ft isrig damit be,chästigt, die Todten anszu- d ,rabcn und denselben eine andere Ruhestätte n nzuwciscn. Vorgestern waren nicht weniger ls 40 Arbeiter auf diesem Platze mit der v Ausgrabung der Todten belästigt. Wenn man die Namen der Verstorbenen noch er mitteln kann, so legt man die Skelette in eine separate Kiste und beqräbt sie aus der Mt. Olivet - Ceweteiy. Nickt so genau nimmt man es mii denjenigen, deren Namen verges sen sind. Bei diesen kommt es häufig vor, daß mau vier Skelette in eine Kiste legt, be vor sie cinf's Neue dem schooße der Erde über.,eben werden. Mit dem Einsammeln der Skelette aus diesem Llatze sind nicht un bedeutende Schwierigkeiten verknüpft, da man jedes Grab, sobald man es össiict, mit Wasser angcsüllt findet. Vorgestern Morgen öffnete man das Grab des im labre 1846 verstorbe nen Predigers Nathan Richardion. Der Sarg, welcher aus Mahagoni-Holz angefer tigt war, besaird sich in vortrefflich erhaltenem , Zustande. Als man denselben jedoch in der ! Hofsnrirg, daß der Leichnam gleichfalls noch - gut erhallen sei, össuete, sah man sich ge : iäuscht, denn im Sarge fand man weiter - Nichts, als Knochen und Erde. Sobald > sämmtliche Ueberrestc der Todten nach der > Mt. Olivet-Cemetery geschasst sind, wird der Fliedhos in Bauplätze verwandelt werden und i »ach wenigen Jahren wiid auf dem Platze, wo bisher die Todten in Frieden jchlummer ; len, ein reges Leben herrschen. Ein unangenehmer Irrthu m.— , Sin im westlichen Stadttheile wohnender - Arzt ließ vorgestern Morgen, bevor er sein - HauS verließ, ferne sämmtlichen i räthe durch seinen Diener in eine Reisetasch, > packen, um sie einem Silberschmied znr Re paraiur zu übergeben. Mit der Tasche im - Wagen machte er sich dann aus, seine Patiem - len zu besuchen. Unterwegs tras er einen Be> - kannten, welchem er seinen Wagen und Pscr! k anvertraute, um einen kurzen Geschäftswelt i nach der Werste darin abzumachen. Dieiei e hielt auf dem Wege dorrhnr vor dem Möbelm - Magazine des Hrn. Morton D. Baals ir - Nr. 59, Southstraße, an und ging in Ge i schäslen in das Hans. Bei seiner Rückkehi i erblickte cr die Tasche mit dem Silbergeräthe, t von d-r er zuvor nichts wußte, und welch« . wahrscheinlich durch die Erschütterung durcl - das Fahren von ihiem Platze unter dem c hervorgekommen war. Fürchtend, daß ihm « Jemand einen Streich zu spielen beabsichtige, - übergab cr Hrn. Bants dre Tasche, mir dei > Wcnung, sie zu behalten bis der rechtmäßigi i Eigenthümer sich melde. Er brachie dann den t Wagen nach dem verabredeten Platze. lii ii hatte die Geschichte in der Nachbar , schast der Southstraße Verbreitung gesunden, i und ein Polizist hatte darüber in der mittle i ren Poiizeistation Bericht erstattet; Hr. j Banks indessen weigerte sich, die Tasche an du i Behörden auszuliefern, da er den Herren, . welcher ihm dieselbe übergeben, als durchaus - zuverlässig kannte. Der Arzt hatte mittler i weile den Verlust seines Schatzes bemerkt unt t glaubend, daß die Tasche während des Fah' rens aus dem Wagen gefallen iei, wiederhotte r seine Runde, doch Erfolg, bis er end . lieh in der soulhstraße von dem gefundenen c Silber hörte. Er begab sich zu Hrn. Banks, . konnte aber, da cr diesem nicht persönlich be > tannl war, ebensowenig als der Polizist, di« t Auslieferung der Tasche erwirken. Spale, r nach gegenseitigen Erklärungen gelangte im > dessen der Schatz unversehrt in die Hände des . rechtmäßigen Eigeulyüm.rs zurück. , Verlause von Grunderge n t h u m> - —Die Auktionatoren, HH. P. H. Sntlivan . e« Sohn verkauften am Monlag ans össein c licher Auktion im Verkaufssaale der Börft j neun Gruirdstricke auf der Ostfcile von Wood - year-Alley, zwischen Patierson-Avenue und i Preßtmanilraße, belegen. Grundstück' Nr. I, - mit II Fuß 10 Zoll Front bei 62 Fuß Tief« sür L 450 an Joieph Fricdcuwald von der - „Beständigen Laud-GeicUschast;" Nr. 2, von Z gleichen Dimensionen an Denselben sür S 400; z Nr. 3, von denselben Dimensionen an Den - selben sür 5425; Nr. 4, von gleicher Größe i an Denselben sür S W0; die Grundstücke 'Nr. e 5, 6 und 7 jedes sür sili» au Denselben; 'Nr. l 8 und 9 jedes sür 5400 an Denselben. Das - Grundstück Nr. 10 tam nicht zum Verkauft j Aus je em der erwähnte» Grundstücke befinde! i stch cur zweistöckiges Ziegelsteui-Wohngebän i de mit Hinterhaus, welche uuler den refpek , tiven Nummern 26, 32, 36, 38, 4I», 42, 4^, 46 und 50 in Woodycar-Alley bekannt sind. Tic HH. Samuel H. Gover 6- Comp. - verjubhastirien gestern Mittag aus dcr Börse . das Moltz'sche Barrergut aus Middle Rrver > Neck im 12. Bezirte von Baliimorc-Couiny, k 9z Meilen von Bcrlrimore nnd 14 Meile von : Srcmmer'v Run gelegen, worauf zwei Wohn , häufer stehen, und wozu 105 Morgen Landes > gehören, um 52940 an Wm. Holme?. > Die HH. Norman ek WoodviUe verstei gerten gestern »Nachmittag an Ort und Stelle . das 50 Fuß breite, 100 Fuß lange und mit einer ziegcliicincrnen Küche, die 1000 Perso nen fassen kann, bebauie Grundstück aus dcr Nordwest.Ecke der Gilmor- uud Baltimorc straße um 51075 und mit Uebernahme einer Hypothek von 55500 und eines Grundzinses von 8350 an Pastor B. F. Brown. (Dies ist die Kirche her Pastor Donner'scheu Ge meinde.) Noch iinmer nicht erledigt die Verordnung zur Unterbringung und Verzin sung der städtischen Gelder. Rath Orndorsf ließ sich vorgestern Abend die von ihm einge reichte Verordnung zurückgeben uud will eine neue entwerfen, die frei von den objektionablen Punkten dcr zwei ursprünglichen, vomSiadt rarhe verworfenen Verordnungen ist. Wir bedauern die Claque, welche abermals in's Geschirr gehen inniz. um aus der Stadt- Dcpofilen.Frage politisches Kapital zu ma chen. Ter Ttadtrath hat dem mittlern Distrikte dcr Stadt 2 und dem östlichen 3 neue La mP e n a nzü u d c r votirt. Ter Sturm auf die fünf neuen Aemter w!rd heule iu der StadlhaÜe beginnen, da gestern Abend auch der zweite Zweig dem desfallsigen Beschlusse de« ersten beigetreten ist. Res 1 gnatlo n.—Hr. Theodor Woodall, seit einigen Jahren Agent der „Baltimore- Ohio.Eiseubahn-Compaguie," hat seine Re sizilaiivn eingereicht und schied bereits gestern aus seiner bisherigen Stellung. Wie wir vernehmen, hat Hr. Woodall an der Harsord- Road, dem Darley - Paike gegenüber, ein Grundstück gepachtet, wo er einen Sommcr garleu anzulegen gedenkr. kurzeN 0 tize n. — Hr. Brown, Testa mciitS.Registrator, hat sich von seinem Un- Wohlsein so weit erholt, daß er bereits gestern wieder in seinem Büreau zu finden war. Frl. Bella Pageis hat eine Stellung als erste Sopran - Sängerin an dcr bischöflich, methodlstischeu Grace-Kirche angenommen. In der „Concordia" werden in kurzer Zeit die üblichen Garten - Conzerte an den Hreitags-Abendcn wieder beginnen. Der bekannte Organist der bischöfliche» St. Panls-Kirche, Hr. Sam. K.Davies, hat cineu Ruf nach New-lork erhalten. Eine neue Waggon-Remise, sowie meh-- rere neue Ställe für die Gaystraßcu-Pferde bahnlinie werden jetzt an der Belalr-Avenne gebaut. Ein prächtiger Palastwaggon dcr „Nörd lichen-Central-Bahn" wurde vorgestern dcr „Baltimore-Potomac-Bahri" übersandi.Man vermuthet, daß der Waggon dem Präsidenten Grant zur Verfügung gestellt werden wird, rverrn der Letztere seine beabsichtigte Reise nach Richmond antritt. Hr. Landstreet, der sich vorgestern, wie wir bereits mittheilten, insolge einer Unvor sichtigkeit mit einem Pistole eine gefährliche Wunde beibrachte, befand sich gestern Mor gen etwas besser. Richter Giles war am Montag in der Sitzung des Bundes-Bezirks-Gerichis anwe send; doch gestattete seine geschwächte Gesund heit ihm nicht, Verhandlungen von Prozeß, fällen vorzunehmen, nnd die Kleingefchwore nen wurden bis zum Mar enllafsen. Die Großgejchmorencn hielten eine Sitzung, wo raus dcr Gerichtshof sich bis gestern vertagte. B 0 r 8 2 lahren. — Vorgestern Morgen betrat Hr. John R. Kelso das Büreau der „AmeriianischenFeucr-Versicheiuiigs-Comp." rn Nr. 6, Southstr., und bat um die Erlaub niß, einen Gang durch alle Theile des Hauses machen zu dürfen. Man gewährte ihm feine Bitte und nachdem er sämmtliche Räume und Zimmer durchwandert hatte, kehrte er hocher sreur in das Bureau zurück, den daselbst an wesenden Beamten der Compagnie seinen Dauk abstattend für die ihm ertheittc Erlaub niß, das HauS, in welchem cr vor 82 Jahren an demselben Tage geboren wurde, noch ein mal in Augemchein nehmen zu düisen. Sta a ts -C 0 n zej sion c n. Hr. I. Freeman Rasin, Clerk dcS Cowmon-Plea?- Gerichtes, zeigt allen HandclSlreibenden, Ho telier», Rciiaurateurcn, sowie allen Denjeni gen, welche zur Beireibung ihres Geschäftes Staals-Coiizessionen bedürfen, an, daß sie dieselben vor dem I.Mai herausnehmen müs sen. Im Falle sie dieses nicht thun, verfallen sie in die gesetzliche Strafe. Die Verbreiterung der Light straße.— Gestern legle der 2. Zweig den Beschluß des 1., die ZahlungSsrist sür die we gen gcnannlcrStraßeiibaute umgelegten Ste uern bis zum I. Juli 1873 zu verlängern, auf Hrn. Ken's Antrag bis heute zurück und be schloß, vom Stadttieuer-Einnehmer Anderson ein Verzeichniß dcr besteuerten Grundcigen thümer nebst sonstiger Auskunft über die An gelegenheit zu verlangen. Um Errichtung einer Fontaine pelitionirten gestern im ersten Ralhszweige die Commifsäre für den Platz des östlichen Sladtbrnnriens (Lastei-ii Kpi-inx), resp, nm Bewilligung von KI2OV für oieien Zweck. Die Petition ward dem zustäiidigcnAus>chnsse überwiesen. Dreihundert G asoli n k a m pe in welche meistentheils in Parks und auf städn- schen Plätzen auszustellen sind, sollen die Ocl- " rasfincure Rewbold K Sohn ausstellen und speisen. Gestern nahm der erste Rathszweig " die Verordnung, welche zum Abschließen ei- ' aes betreffenden Conlraktks ermächtigt, an. 1 Dcr Dpsr. „Nestorian" ging am LS. i s. Mts. von Liverpool nach Baltimore ab. Der erste April. Gestern war der erste April, und unsere Straßenjugend ließ diesen Tag natürlich nicht vorübergehen, ohne Di'iem oder Jenem einen Narrenspofsen zu spielen. Ein alter auf der Ballimorestraßen- Brückc liegender Hut erregte die Aufmerksam keit eines jungen Mannes und machte mit dem Fuße des Letzteren Bekanntschaft. Wenn aber der >unge Mann erwartete, daß der Hut infolge de« Fußtrittes einen Lusisprunz ma che» weide, so sah er sich getäuscht. Der Hut rührte sich nicht von der Stelle, anstatt dessen spürte aber der junge Mann, nach der Colli sion seines Fußes mit dem Kopsoelleidunqs stllcke, einen heftigen Schme-z in feinen Ze hen. Vorsichtig hob er jetzt den Hut in die Höhe und entdeckte unter demselben einen gro ßen Graiiilsteitt. Sosort erinnerte cr sich des l. Aprils, bedeckte dea Stein wieder mit dem Hute und eilte schnell von dannen. des Professors Dr. Edward War. > ren.—Eine Anzahl der perfLulicheil Freunde des Dr. Edward Warren gaben demselben Monlag Abend gelegentlich seiner Abreiic nach Egypten einen Abschiedsschmaus in Barnum's Hotel. Wie wir schon früher mit theilten, hat Dr. Marren eine Stelle am Stabe de« Vizekönigs von Egypten, sowie den Lehrstuhl der Chemie an der Universität zu Cairo angenommen. Hr. Henry Clay Dallam führte an der Tafel den Borsitz, zu seiner Rechten war Prosefsor Warren, zu sei ner Linken Dr. Joh. Morris placirt, während Hr. Wm. Gilmor das untere Ende der Ta fel einnahm. Das Diner war in jeder Be ziehung vortresslich. Nach Entsernung des Tischtuches wurden in Erwiederung auf ver schiedene Toaste von den HH. Prof. Dr. E. Warren, Oberst Wharton I. Green, Dr. G. Reitling, Dr. A. Atkinson, Dr. John Mor ris, Dr. I. I. Boykin, Dr. W. H. Cole, H. Clay Dallam, Douglas H. Gordon, Win. Gilmor, Peter W. Hairston, August Albert, C. Ferrandlni, John M. Travels uudHoracc L. Bcooks Reden gehalten. Um jll Uhr verließ Dr. Warren Ballimore auf dem nach New-Uork bestimmten Zuge und wird von dort heute an Bord des Cuuard . Dampfers „Abqssinian" nach seinem Bestimmungsort absegeln. Er wird vom General - Major Colston, Ex-Osfizirr der Consöderirlen, wel cher ebenfalls in die Dienste des Vizekönigs tritt, begleitet. Der „G er m a nia- M ä n ne rcho r" gab gestern Abend in seinem Bereinslokale in der Lombardstraße eine theatralische Vorstellung, an welche sich nachher ein gemüthliches Tanzkiänzchen anreihte. Das Stück, welches zur Ausführung gelangte, war eine Bur leske, betitelt: „Der Ohrenbalsam des Ere miten" oder „Der unerhörte Vaterfluch," und wurde von den Herren, welche Rollen darin übernommen hatten, mit seltener Gewandt heit durchgesührt. Besonderer Erwähnung verdienen „Willibert" und „Kuno," sowie „Mechthildis," „Berthold" und besonders der alte „Thuniwas." Uebrigens war das ganze Stück so voll gesunden Humors inid alle Teilnehmenden machten ihre Sache so gut, daß es schwer hält, irgend Jemanden beion ders herauszustreichen. Aus die Vorstellung solgte, wie erwähnt, ein Tanzkränzchen, bei welchem das Musikcorps des Capt. Winter dafür sorgte, daß die Tanzlust der Anwesen den nie cinWlummerte, wenn dies überhaupt bet der bekannten Galanterie der Heiren des „Männerchors" zu befürchten gewesen wäre. Der „L a fay elte- T u r nve rei n" hielt gestern Abend in seinem Lokale, Nr. 237, West-Prattstraße, seine regelmäßige Quarlal- Verjammlung, bei welcher Hr. Joh. Mech thold den Vorsitz führte und Hr. Geo. Meise als Sekretär fungirte. Nachdem das Proto koll der letzten Sitzung vorgelesen und aner kannt worden war, ernannte der Präsident die folgenden Herren zu einem Exekutiv-Comite sür das am 12. Mai beabsichtigte Maisch: Carl Schmidt, Geo. Rüssel, James Mnchell, Phil. Beringex, Aoh. Mechthold, Edw. Day, Geo. Jung und Arthur Sachte. Zum Tanz. Comite für dieselbe Gelegenheit wnrden er nannt die HH. Wilhelm Düring, Maroj Ragpnmi, Joh. C. Dietz, H. Wacter, Rich. !. Frank, Joh. Kratzensteiii und Jos. Sin. clair. Hierauf Verla? der Sekretär einen Brie des „Baltimorer Turnvereins," worin dieser die Einladunq der Gesellschaft zu dem am 12 ' Mai in Rost's Hain stattfindenden Maises ' annahm und seine Theilnahme an dem de ' dieler Gelegenheit stattfindenden Auszüge ir Uniform und mit Bannern zusagte. Nack Verhandlung einiger innerer Vereinsangele- geiiheiten vertagte sich dann die Bersamm lnng. C 0 nzert der „Harm 0 nr e." Die „Harmonie," einer unserer tüchtigsten hiesi qen Gesangvereine, hatte gestern Abend ein ' Conzert in der ..Concordia" veranstaltet, das ° sich eines zahlreichen Besuches sowohl von ' Seiten der aktiven, wie auch Seitens der ° passiven Mitglieder und deren Damen er> freute. Das Programm bestand aus folgen ' den Piecen: erster Theil —1. Symphonu von Haydn; 2. „Zm Hochland," Chor für Männergesang; 3. „Das Waldo'öglein" von Lachner, gesungen von Mad. FacinS; 4. Schnitier-Lied non Franz Liszt, gemiichtei Chor mit Pianzbegleiiung von Mad. Beh riug; 5. Paraphrase üoer das Lied: „Wic schön bist Du! ' lür Orchester; 6. „Vorbei," Chor für Männerge'anz von Möhriu.i. Z vei ier Theil-l. Symphonie von Haydu; 2, „Da? Klosterfcänlein," Volkslied, arrangui für Männerquaricir von N. Tillmcuin; 3. „Ave Maria Stella" von Proch, geiniigev von Mad. Faciu«; l. Frühlinge-Polka von Zedier, gemiichter Chor mii Pianobegleiinn.i von Mad. Behring; 5. „Kolamis," Cho> für Männerstimmen mir Begleiiung de« Or chester« von Gernsheim. Jede Nummer wurde vortrefflich durchgeführt. Tas Oiche ster spicllc die beiden Symphonie'» von payvn in klarer Weise und verstand jede Nuance diefer frischen und lebendigen Composittoncii zu Gehör zu bringen, wodurch dem Zahoiei das Verständniß dieser beiden Werke wesent lich erleichtert wurde. Mad. Faeius, eiuc unserer besten hiesigen Sängerinnen, true eine Comvosition von Lachner nnd euie ander, von Proch, Erstere mit Horn-uud Piano Be gleiiung, Letztere mit Orchcstcrbeglcitnng, nor und crudieic allgemeinen Applaus. Auä den von der „Haimonie" geinngenen Chorei laiischie man m>> Vergniigen, nnd die uessli cheEiiistudiluug derselben uereicht jowoh! den fleißigen Veieine, v>>e auch desfeu lüchii icn Dirigenten Prof. N. Tillmai.» znr hohen Ehre. Der hiesige „M onrr m e n lal-C l u b' faßte kürzlich ei> e Reihe von Veschlüffen zi Ehren des <.'>»>>" in Phila delpdia. Die Aktionäre der ch ilri n ge I'sch e 1 Trottoir-Compagiiie er>vahlteu ir ihrem Büreau, 3, Posl-Oificc-Avenue, vorgestern folgende Beamie für'S kommendc Halbjahr: Oberst I. I. McCarty, Präsideiii S. I. Wailes, Sekrerär, C. >l>ng, R. I Baker, A. Alberl, James A. Bnchauan, W F. Weber, H. E. Loane, I. H. Thiemeyei und I. I. MeCariy, Direkioreu. Das neue Gebäude der Vvuux i',>ii>i»." Borg,'sten nahm man die Ausgrabungen für die Grund mauern des neu zu errichtenden Gebäudes der Gesellschaft, Ecke der Charles- und Sa>a. Togastraße, iu Angnss. Für den Bau sint jetzt K 165,000 gezeichnet, von welchen bereut K 60,000 sür den Ankauf des Gruudslücic« verausgabt wurden. Man nimmt an, dax zur Vollendung des Gebäudes »och weiter« K 75,000 außer dem bereits gezelchneien Gelde tlsordmich sind. D i c S ch l a g - B a I l - S 0 i s 0 n ist wie der vor der Thür und besonders die „prvses sionellen" Schläger, d. h. dieienigen Spieler- Clubs, welche aus dem Spiele ein Wett resp. Geld Aeschäst machen, sind einign be schäsiigt, ihre Arrangements hier sowohl, wu auswärts, zu machen. Das Spicl, obgleich von England eingesühit, hat auch inner den Deutschell Ficuude, wenn auch »ich! iu dem Umsange, wie bei unsern anglo?merikaiii scheu Mitbürgern. In unserer Siadt schei nen die „Baliimore-Neun" und „Maryland Neun" die Schlagball-Spicl-Maiadoreii ;n sein. Die„Gaselle" bringt in gestrrgcr Num. mer euren „olympischen" Pnss für dieSchlag baU-Heroc». lahresseier. Die < wr? «t Li>ii!i>ucli«tr>" beging vorgesternAbent

in der „Lyceum-Halle," Nr. 92, Wesl-Balli morestraue, die 25. Jahresfeier der Entstehung des modernen SpirilnaliSmiis. die Feier mit einem Chor eröffnet worden war, hielr Hr. Wm. Connolly eine Ansprache an die Anwesenden, worauf mehrere Gelang foli, Duetten und Deklamationen vorgetragen wurden. Ein gemüthliches Tanzkränzchen beschloß die Feier. Die S t a d tsch ul b e h örd e hielt ge stern Abend ihre regelmäßige Wocheufitzung ab. Hr. Jves reichte eine Petition von KU. E. I. Faulac, Hülfslehrcrin an ter itiiaben Grammärschu.e II, ein, woriu die ge nannle Dame um Urlaub sür erneu Monat nachmcht. D>e Erlaubniß wurde gewährt.— Von Frl. Sophie E. Huiigeisord und Hrn. Wm. L. Unger liesen Lchrstcllgcsuche ein. Bei'm waren Rechnungen im Benage von 5766.26, wovon sür Negcrschulen, eingegairgen; dieselben wurden zur Zahlung angewiesen. Hr. Mains be richtete im Belieff der AiiSfuchiing eines vas senden Platzes für das Ballimorer City Col lege und sprach die Hoffnung aus, daß der Bau dieses Colleges bald in Angrisf genom men werde. Hr. Morris erwäynie ferner, daß cr sich unl dem Comile des StadtratheS sür Mittel und Wege ir. Berbirrduiig gcsetzl habe nnd die Erwartung hege, daß die Ver wiUigungen sür dre Schulen »ich! reduzirt würde». Aus Autrag des Hrn. Poe wurde die an der östlichen höher» Töchlcrjchule cruge stellic Hülsslehrerui Frl. Virginia Wentz für den übrigen Tbeil dieses Schuljahres bcur laubi. Hicrauf trat Vertagung ein. Unfälle. Am Montag Abende nm 8 Uhr cvtgleis'te in dem Uinoii - Eiieubahn- Tuuuel in der Nähe der Eagerstraße ein Gc päawagen und suhr über einen Neger, Na mens Benjamin Smith. Der Unglückliche wurde gleich »ach seiner Wohnung an Bethel- Court gebracht nnd cm Arzt herbeigerufen, welcher die Bcrletzuwgen, die SmNH erhal ten, für sehr gejahrlich erklärte. Tödlkicher Ausgang. Leider er sahreu wir, daß Hr. Win. I LandlUccl ge stein Nachmittag um H 3 Uhr in seiner Woh nung, Nr. 136, Bolionstraße, trotz der ge hegten Hoffnung, daß er dem Leben erhallen werden könne, starb. Er hinterlaßt eine Fiau und neun Kinder. Coroner Mackail wurde beuachllchiigt, derselbe sprach aber nach kurzer Uutersuchung die Ansichr ans, daß der Schuß ohne Zweisel zufällig erfolgte. Infolge Dc>- sM lehnte er eine Leichenschau ab. Ve rbr ühu ngs- V er s n ch. —Montag Abend gegen 8 Uhr soll Frau Henrieria A. Worihen in Nr. Siid-Republicaiistraße, den Versuch, durch Begießen mii heigemWas ser Raudolph Matthews nnd dessen Frau zu verbrühen, gemacht haben. lei't ist sie gegen gegen Canlion bis zum Criiuiiialprozeffe aus freiem Fuße. Ableben eines geachlclenßür g e r s.—Capilän Wm. Applegarlh >laro vor gestern Abend nach -ehn'ägiger kraiilheit in seiner Wohnung, Nr. 12, Süd-Highuraße. Capt. Applegarth war Griiuder uud Ches der Firma Wm. Applegarth K Sohn und erfreute sich unter seinen Mitbürgern, der all gemeinsten Achtung. Jähes Ableben. Gestein Nachmit tag gegen 1 Uhr starb der 39 Muge Holzbild hauer (Stecher) Georg Bryden im Mourtt'- schen Möbkl-Magazine, Nr. 31, Nord Gay> Slraße, wo er in Arbeit stand, eines plötzli chen Todes. Dr. Walker brachie in Ersah rnnq, baß der Verstorbene längere Zeit im SpiNile der „Washington - Universilät" an Schlagader - Geschwültien (Aiieniisinen) be handelt worden war, und hielt daher leine Todtenschau, nnd des Verstorbenen Freunde nahmen die Leiche Behufs der Beerdigung >n ihre Obhut. Sch i ffs uuf a 11. Bon der Wracker- Mannschaft der am Sonnabende bei Lewes, Delaware, umgejchlageneii Brigg „James Hall" ist Pashnr Hudson aus Lewes crlrun. ken; die Uebrigen wurden in total erschöpftem Zustande gerettet. Ein trauriger Fall von Säu ferwahnsinn.— Am Sonnlag 'Nachmit tag erschien einer der Kostgänger des „Wash ington-Hotels" an der Ecke von Camcen-uird Entaw-Siraße ans dem Dache des Gebäudes und zog durch seine heftigen und gewaltsamen Geberden, sowie durch sein Geschrei die Anf merkfamkeit der Vorübergehenden auf sich. Er bat in der kläglichsten Weise um Schutz gegen drei Männer, welche ihn angeblich ve» folgten und bereits drei der Kostgänger im Hotel getödtet hätten. Als man ihn endlich bewogen hatte, vom Dache herabziikommen, stellte sich heraus, daß er am Säuferwahnsinn litt. Polizist Chaney brachte ihn in die iüs liche Poiizeistation, von wo cr später in das Hospital der „Washington-Universität" zur ärzilichen Behandlung rransporlirt wurde. Der Mörder des Hrn. Goodrich. Marschall Gray erhielt vor einigen Tagen ein Depesche von der Polizei - Behörde in Brooklyn, N.-U>, welche die Mittheilung enthielt, daß der muthmaßliche Mörder des Hrn. Goodrich wahrscheinlich nach Baltimore en'flohen sei. Zugleich gab die Depesche eine vollständige Personal-Beschreibung des im Verdacht stehenden Mannes. Am 23. März, wurde ein Spanier, wegen Trunken heit und unanständigen Betrageus in unserer Stadt verhaftet, später aber gegen Bezahlung der üblichen Geldbuße wieder entlassen. Bor gestern, als man die Personal-Beschreibung des angeblichen Mörders las, erinnerie mau sich des Spaniers, da die Beschreibung mir der äußern Erscheinung des Letzteren ausfal lend übereinstimmte. Man machte sich sofort daran, den Letzteren aufzufinden und nach langem, mühseligem Suchen ciitdcclle man ihn endlich in einem Kosthanfe aus Locnst. Point. Es stellte sich jedoch bald heraus, daß ein Matrose und eine von dem Mörder des Goodrich ganz verschiedene Person war. 112 Ein sogenannter Griff schwirr. d e I. Polizist Costelleo nahm Montag im , westlichen Siadtlhcile Thomas Conden, einen i Mann von 28 Jahren, unter der Anklage, > beiiügerüche Kniffe zu prakrizricii, fest, und > Richter Bell sandte den Arrestanten bis zur , Criniinal» Uvtersuchtnng in's Gefingurß. Conden hatte eine Handtasche mit Lichrbil dcrn und eilf PiUenfchachleln bei sich; in acht Schachteln befand sich je eine ZehncentS-, in einer eine Eindollar-, in einer eine K 5 Note. Er verkaufte vier Karlen um S 2; dafür harte jeder Kaufer da? Recht, nach einer Schachte! zu greifen, allein Keiner erhasch!: mchr, denn eine Zehncents-Note. Eine Schwindlerin. Vcr einigen Tagen erschien eure junge, in Schwarz geklei dete Dame bei mehreren unserer prominente sten Banquiers und sprach dieselben um eine Unterstützung an, daber ein Empsehtunge schreiben von Frl. einer angeblich in Türk Hall, Ballimore - County, wohnenden Dame, vorzeigend. Auch bei verschiedenen hietlgen Damen sprach sie vor nnd wies häu fig Briese von Freundinnen dieser Damen auf. Wir sehen uns veranlaß!, vor dieser Person zu warnen, da es sich herausgestellt hat, daß sämmtliche Empfehlungsschreiben, die sie bei sich führt, gefälscht sind. Kajsirl ward gestern im Criininal <°>'e- richte die Anklage gegen lehn W. Campbell, den Versuch zur Erlangung von Kl mittelst falscher Angaben gemachr zu haben. De r Pro zc ß weg e ii Er m ordung Joseph Müller 's, welcher am 13. No vember 1872 in dem Coaies'ichcn Eisenham mer aus Locust Point von seinem Arbettsge iiosseri Thomas HugheS mit einer Enenstaiigc erschlagen winde, ist auf heute im Criminat- Geiichle angesetzt. Des Angellagten Ber - rheidiger ist W. HollingSworlh Whyie. Wegen angeblichen Taschendieb fr a h l s - Berfuches fah sich am Moniage > Kate Howe, eine einnehmend aussehende Frau im Aller von clwa 35 lahien, von dem Ge heimpolizisten Greenirce nnd dem Spezial- Spürbeamien der Siadlpjcrdebahn, Namens ! Hauck, seftgcnommcn und gestern vom Rich l ter Bell dem Criminal - Bersahren, r>sp. dem Gcsänguisse überaurworier. Als Klägerin l irai Frau West von Nr. 60, Nord Grkcustr,, aus; als sie letzten Donnerstag Abend gegen 6 Uhr in dem vom Schasfner D. leaussichtigicu Stadrbahn - Waggon Nr. 3!» ' fuhr, fühlte sie in Baltimore-, nahe Exeter i Stiaße, eine Hand in ihrer Tasche und be . schuldigte die Howe de« Versuches, sie zu be stchlen. l Als Vagabunden bezogen gestern l Albert Warecman aus 3«> Tare das Gefäng mß, Johann Kriinni aui einen rviouar da? . Irrsinns gcsandt wuide! Es e ii ts prang Georg Weiß, irrn., au s der Befsernngs-Änstalt sür jugendliche Tau gcuichrie, lief aber dem Polizistcn Hildebraud in West.Ballimore in die Hände und ward vom Capt. Lepsou der Qbhut geuannier ! Anstalt wieder zugestellt. Thätlichkeiten.— skar Kerder, der i Ella Geiser von Nr. 32, 'Nord Sharpuraße, geschlagen haben soll, war vcr Richter Myers i geführt nnd ciiigchalttn, Fricdcnsbülgschasl > zu iiellen. ! Wm. Kklleher sitzt im Gefängnisse, um i sich wegen Widmetzlichkeit g"gcn den Polizi sten >'jearSlcy criminaliter zu vcranlworten. Geldb iißeil. — Carl Lchäser, aus dessen Hose übelriechende Flüssigkeit auf die Slraße geflossen, iah sich vour Richier Bell mii Sl Slraie nebst Kosten beleg«. Louis Katzendors war ohne Hausii-Con- Zession mit Schwämmen uud Chamois Leder auf dei-Handc! gegangen, was ihm Fciluahiüc und vom Richler Benner Z 25 Silase nebst l kosten zuzog. Aloiizo 2Selch hatte ans Locnst - Point einen Conzcrt-Salon ohne Conzesston eiösf net, weshalb ihn Sergeant Droste dein Rich > ter Nugent vorführic, von dem Welch mit L2O nebst Kosten belegt würd«'. E x-N i chterl. Th. 'l't af o n's Able - b e n ward gestern im BnndeSbizirls.Gerichte vom 8.-zirks-Anwalte A. Stirlrng gemeldet; nachdem Advokat Wm. Fell. Giles, inn., in gefühlvollen Worten des unersetzlichen Ver lustes, den der Staat durch das Hinscheiden des Achtb. Mason erltten, gedacht hrtie, wurde die Sitzung verlagt. 6 0 Tage Gefängniß erhielt gestern John Clarle wegen eines thätlichen Angnsse? aus die achtjährige Marianne Bell vom Cn minalgerichre zuerkannt. Die Antlage lau tete uriprüuglich ans unzüchligen Anguss. Fr er ges pr och e n wurden im Cumina!- Gerichte zwei des Bierverkaufes am Sonntage angefchnldigte Wirthe: Friedrich Keller van Orleansstraße und Carl Glien von der Ecke d r Anrijiraize nnd Cartton-Aveniic. Gegen den Ersteren rrat der Schwarze Waller Green als Zeuge, aus welcher ausiagte, daß er in einem Hinrerzimmer, wo aber Hr. kellcr nicht anwesend war, von einem Unbekannten das Bier erhalten habe. Gehen Hrn. Glien wußte Zeuge Charles Babcock uur vorzubringen, daß cr weiter Nichts, als Sodawasser zn irrn ken bekam. Vor Bnndes - Commif fä r R o gcrs waid gestern Vormittag und Nachmi:- lag die Voruuterfuchring gegen den Neger Georg E. Adams aus Ost-Ballimorc wegen Bcjchivindclung des Bnndessiskus, re p. ocr General-Adjittautur in Washington nnicr des Negers Perry I. Brown Äiaske uin 512.10 rückständigen Sold sortgesetzt. Des Auge klagten Anwalt suchte durch mehrere Zengen ein .Vlilü nachzuweisen und zu coiislattrcn, daß AdamS am 4. Okiober 1872 in Pennsyl. vanren mit radikalen Wahlnmliieben beschäf tigt gewesen, niirhin an dem Tage nrchr in Wafhinglon habe sein können; die fraglichen Briefe habe sein Klienl im Namen und auf Ersuchen Perry I. Brown's, mir dem er aus der Lightstr.-Werfte durch seinen 1» Nr. 56, Sarah Annstr., clablirten farbigen Kostwkrh Wm. Denby, nach desseü Adresse die Ant- Worten kaut Uebererrikuiist geschickr werden sollten, bekannt geworden >ei, an das Depar. lenient in Wajhingion geschrieben. 'Nachdem Venheidiger Baiiud uud Bezirks-Auwalt Stirling resp, gegen nnd sür dieAuklage plai dirt hatten, unierwars Commissär Rogers-die Zeugenaussagen einer eingehenden Nriirk, Iprach den von der Vertheidigung bcigebrach ten Zeugnisseil jede Glaubwnrdigteir ab und verwies, ta das Vergehen iu der Bundes Hauptstadt begangen worden, die Angeicgeu he>! vor das -vnudcsgcrichl rui Distirlre Co liimbia. AdamS gab bis zur Vorladung nach Washington Bürgschaft. Früher im Frcrgc lastenen.Büreau augeslclll, ilchl er gegenwär lig in Diensten dcsFordcrliiigs-Ageuleu eiueS gewissen MeElderry dahier. Ehrenvolle Entlassung. Wie wir neulich mittheilten, halte Hr. I. W. Kitzmeyer, Eigenthümer der Schuhfabrik in Nr. 17, Lighlflraße, gegen Hrn. Hermann Rabbe von Nr. 4, Lirrle Paca-Slraue, icinen jcühcreil mehiiahrrgeu Ziychneider, bei m FriedenSrichlcr Hagerty wegen angeblicher Unterichlaguug von Schuhmateria!«en im Werlhe von K 1.50 am 20. Februar letzthin bclangl, und der Friedensrichter die Anllagc vor die Gioßgejcyworencn gewiesen; inzwi schen besaud sich Hr. Rabbe gegen 8500 Can tion, die Hr. Falk Simpson stellte, auf freien Füßen. Am Montage nahmen die Großge schworenen die Angelegenheit vor nnd tonn ten nach genauer Untersuchung leinen Au haltSpunlr finden, welcher die Berweijung dc> Anklage vor Hie Großgeschworencii gcrechrser tigt Halle, «ie wre>en dahcr dieselbe ab rrrtt entvanden Hm. Rabb.' der ferneren Brug schast. Hr. ?>iabbe ist zur Zeit in der Heuer - schen Schuhfabrik, r>cr. 60, No.d Howards»,., bcschäfiigr. Gefährlich erkrankt. Hr. laS. L. Rivgely liegr in seiner Wohnung angen blilllich sehr erkrankt darnieder, und leider sind nur geringe Hoffnungen vorhanden, daß er mir dem Leben davonkommen wird. Hr. Rrdgely ist Präsident der „Gegenseitigen Feuerversicherung« . Gesclljchasi von Baiu more-Connly" und zugleich feil mehrerenlah ren Groß'Sekrelär der (Sroßloge des „Unab hängigen Orüens der Odd-Fellows." Fer ner ist Hr. Ridgeley seil lahreu ein hervor ragendes Mitglied oeS Freimaurer - OidenS. Bor B n n d e s - E v m m i s s ä r Ro gers begann Monlag Nachmittag nach 3 Uhr das Lerhör bezüglich der Anschuldigun gen gegen John Dorviiey, Thomas G. Dow ney und Thomas I. Ferguson, ohne den Sicrier-Affcssor davon zu benachrichtigen und ohne das gesetzlich vorgeschriebene Ge>chästs buch zu führen, eine - Brennerei zu betreiben. Um 5 Uhr vertagte der Eom mlssär die Zeugenvernehmung bis Donner stag Nachmittag 3 Uhr. Als Anwälte der beiden Downey's erschienen Wm. I. O'Lrien und Richard R. Battee, als Ferguwn'SSach walter Luther M. Reynolds, während Bnn deSbezirkS-Anwalt Stirking den Brindesfis kus virrrat. Der Hanptbelastungszenge war Johann I. Dörner, welcher von 1868 bis '72 im Dienste der Downey's in Nr. 153, Frank lin-Straße, gestanden; er sei im Auftrage Thomas I. Downey's, der ihm S2O Wochen lohn gab, hinaus Mf das Emelong'fche Gut gegangen, um laut schriftlichen Uebcrcinkom inens für die Firma Sicbold K Comp, zn arbeiten. Man habe von Philadelphia eine Patent - Abziehblase kommen lassen, welche Francis Gildea im Keller eine« Brett-rhanies ausstellte; zu ebener Erde befanden sich die Bottiche. So habe Zeuge zwei Monate dort gearbeitet, bis man die Blase außer Gebrauch setzte uud nach dem Oberboden brachte; in den zwei Monaten habe er etwa 30 Fässer Whiskey aus Melasse uud Hefen gemacht; den Melasse bekam er in Whiskey-Fässern aus dem Laden Downey's au Frantlinftraße; in denselben Fässern sei der Whiskey vom Gute nach dem Laden geschafft worden. !>cach einem strengen Kreuzverhöre des Zeu zen Seitens der Berlhcid.gung ward die An zelegenheit bis Donnerstag stiSpendirt. Nachtquartier erhielten im März auf eigenes Ansuchen in den verschiedenen Sta ivnShäuseril 1325 Weiße, woiuiilcr llt Frauenzimmer, und 134 Sckwar;e, darunter 3 Negerinnen, zusammen 1459 Personen; 109 mchr, als im Parallel-Monate von 1872. Thälig keit der Polizei. Im Mär; vcrbastcte die Baltimorer Polizei im Manzen ZBI3 Personen; 151 mehr, denn im ! Mär; 1872. Ti e 40 st ündigeA n d a ch t in der! St. Petcrskrr ch e endete geilern früh Hl I Uhr mir einem Leviien. Amre, Absingender Litanei der Heiligen, einer feierlichen Prozes» sion und Ertheilniig des Segens. Mordang r i s 112 e. Anna Douglas sah sich gestern Abend zi 2 Uhr vom Polizisten Crosby wegen Mißhandlung F. Alex. Tay lor'» von Nr. 121, Bankier., dem sie mit ei ner GlaSflasche eine liefe klaffende Wunde dicht am linken Auge beigebracht, Verl,astet und harrt im mittleren StationShause des Verhörs. Taylor erhielt iin Svttale der „Wasdniglon-Universität" chirurgischen Bei stand. Georg Coleman, ein Schwarzer, war gestern mit einem Austeinmesser ans den Ne ger Maines Berr» losgegangen und harte ihm eine nicht ungksahlüch.Äopsvniide beigebracht. Deshalb vo n Poliziiieii Dull vor Richier Bonc cskortirt, spazierte er nach einem Ver höre in Criminal-G.wahrsam. Einfuh r.-Aiis vem Auslande trafen ein: die engl. Barke „Hulma" mit 546 Oxhit. und 54 Fässern Zucker von Sagua la Grande; der Schooner „E. s. Newman" mit 68 Fäs sern und 665 Oxhft. Zucker und 1 Fasse Me lasse von MaranzaS auf Euba; der Schoonir „Lewis Ekrman" mit 455 Oxhft., 30 eisten und 50 Oxhft. Atclasfe von CardenaS ans Euba; die Brigg „R. Consy" mit 501 Ox hosten und 24 Fässern Zucker von Mahagnez, P. R.; die östr. Barke „Agar" in Ballast von Bristol in England; die östr. Barke „sa tor" in Ballast von Limcrick in Irland; die öslr. Barke „Trittau" in Ballast von Warer ford in England. Sckne >le Befrachtung eines S ch Ilses. Tie holländische Bri ig „Ce res," Capt. Zenker, begann am 27. Mär; eine Ladung von 1173 Fässern Maschinenöl ein zunehmen. Am nächuen Morgen, innerhalb von >2 Arbeiisstn.iScn, hatte Hr. Thomas welcher die Verladung zu besorgen harte, dieselbe vollende:, und die Bligg wmde am 28. von den HH. E. D. Bigelorv Comp. nach Rotterdam anSklarir!. Am 29. März segelte dieselbe nach dem Hasen ihrer Bestimmung ab. InEnropa angekommen. E ue Kabcldcpcschc meldet, daß Hr. Wm. T. Wal tcrs, welcher am 22. I>cär; mit dem Dampi'cr „Villc de Paris" von New '7>ork abreii'ie, »ach einer kaum zchnlägigcii Reise glücklich in Biest, Frankreich, angekommen in. Hr. Walters wird sich bekanntlich als Cominissär der Per. Staaten nach der Wiener Weltaus stellung begeben. Hr. Wolrerö reift »r Gesellschaft seiner Tochter. Ans Anliapolis. Ter kleine drei jährige Sohn des Hrn. (5. Bossel trank am lenlcn Sonnabend Morgen aus Irrthum ei> ncn Theil eines mit Medizin gegen den Keuch husten gefüllienFläichchenS, sowie auch eine ge> ringe O-uantttäl Ipecacuanha- Lyrups. Zum Glücke sagte er seiner Mutier, was er gethan. Diese gab ihm sofort Milch und sandte »ach ihreni Hansaizr. Als dieser herb.ilam, war der Kleine eingeschlasen. Ans Änoldii»rig des Doktors wurde er geweckt und in wachem Zustande erhalten. Unter Anwendung geeig. netcr Mittel halte er imLaufedes Nachmittags die Folgen der giftigen Medizin überwunden. Folgendes ist eine Liste von sämmtlichen Begnadigungen, welche von der Exeknliv Ge walt des Slaares Maryland von 1867 bis Gouverneur Swann, 118; 1868 von Snvaiin lind Bowie >39; lii 69 Gouverneur Bowie80; 1870 von Bowle 98; 187 l Bowie 83; 1872 Gouveineur Whyre su; 187.! bis zum 29. März 5. Der Gerichtstermin des Appellationßge richis vo» Maryland wird am Montag/7. April, beginnen. Die ProzeLverhandlunzen werden am 8. April mit Nr. I der allgemei. neu Prozcßlille ihren Ansang nehnien »nd in numerischer Ordnung fortgefetzt werden, bis der Gerichtshof eine Znt zur Vornah ne der Fälle auf der Speziall isie festgesetzt haben iviid. Stadtrats- Ucrhandlilngen. Im ersten Zweige offerirte geliern vr. Boyle einen Beschluß, au den Kreuzhängen der Harfoid - Avenue und Chasestraße Flics platten zu legen. Angenommen. Der Scim'sche Belchluß, I. B. Dietz das An bringen von Seitentheileii an seinem Sou» neudache vor 204, West-Piattstraße, ;n gestatten, paisirtc. Vom zweiten Zweige kam ein Beschluß;nr Ansbessernng des Fahr weges der Holliday-, ;wischen Baih- nnd Ccinrc - Sttaßc, herüber. Man legre ihn zurück. Der zweite Zweig überwies die von Hrn. Kcir vorgelegte Pernio» Georg L. Ha» r>i'>n's um Rückerstattung von angeblich >rr thümlicher Weise bezahlten Abgaben im Bc irage von H100.3l dem betreffenden Aus schüsse.— Hr. Kaschmeyer ofserirle einen Be schluß, Alice Annstraßc, zwischen Bioadway nnd Waihiiigioustr.,ausbessern zu lassen. An genommen. Vom ersten Zweige kamen fol gcnoe Beschlüsse herüber, irelchen der zweite beitrat: die Petition Chanueen Brooks' und anderer Gruiideigenlhümer an Madifou-Ave., Zwilchen der Nocd-Aveuue nud dem Drnid- Hill-Parle die reparireu zu lassen nnd in giilem Zustande zu erhalten, an die Park - Commission zn verweisen und das Comnc der s rneren Erwägung des Gesuche» zn culdinden; Ädolph Nachmann das An bringen von seitcnthcilen cm seinem Svmmeroache auf der Ecle der Garz, nud Highfliaße zn gestatten; in Caroline-, zwi schen Lombard- nnd Praltstraße, einen neuen Piimpenilock auszustellen; die Pumpen auf der Ecke der Oregon- und Franklin - Srraße, in Pennsylvania - Avenue der Fiemontstraße gegenüber und in Fremoiilstraße nahe der Pcunjylvanrr. Avenue repariren zu lassen; Louis Kröge! znin Veisehcn seines Sonncn- vor Nr. 2, Nord-Calvertstraßc, mit Sencinhc len nnd Geschäftsschildern die Er lanbiiiß zu geben. Folgende Beschlüsse des ersten Zweiges verwies der zweite an den Stadt - Comniisjar: die Uebergänge an den Kreuzangsstellen der Spunz- nnd Biddlestr., der Gilmor und Lombardstr. und der Gil mocc> nud Ho!f?!iSstraße mit Flicsplatten be legen; auf den Ecken der MeElderry- und Boildiic., eer Balliiuore- und PulaSkisiraße, der Ballimore- und Smallivoodiiraße, der Ballimore- nud Mouroestr., d.r Baltimore nnd Paysonstr. und der Brnnestr. und Ehes» nut-Alley errichien zu lasjeu. Der Beschluß des ersieu Zweiges, ein von Eastern-Avenue nach Caualstraße gehendes und zwischeu Balliiuore- und Hauipstcadstr. liegendes Gäfzchen neu Pflastern zu lassen, ward vom zweiten wegen eines Formfehlers in seiner Abfassung dem Berkehisstraßen. Aus'chufse zur Berichtigung übergeben. (Die angegebene Lage des Gäßchens ist falsch, weil Jeder, welcher die Richrnng und den Lanf ge nannrer Sreaßen keiiur, kein solche« finccii kauu ) Zweige vertagten sich bis heute Abeud. . lie> gestern ron Wilminglon, h^tr'cln,^^^' Tic endliche Barke „Jcisie Goodwin," kamen inSharleston, ?.-!! , derSchooner Geri^tövcrhanVlun«;en. >t oI»mo n P lea s-v> er t cht. (Vorßlchter iNarey, > Liu>i Alaherl« wider Tavid C. UN« Zojephme <!. Hanois. «iage aus «Lnschädiguna sür angeblich dö». willige gerichlliche Lersolgung und fknslägtge unaerechl. scrli>jle Haft im August I«,2! unier «ierliandluna. Bunnoe idez irks-Gericht. ss wurden gestern keine Geswaite erledigl; der Gerichrehoi trat nur, damit die Silzung hallen konnten, zusammcn.-veule ift wieter Eißunq. Die Sitzung deS Stadtgerichts fiel gestern ? «reich»,-lV°r Ajch,„ KUm°r » ! zwei Änliagcn wegen Spirs'n'osen - Monologe und an Minderjährige! l>!arida ü'crr.v ! tes Englis? an „alictlcstrnße um Regenichirm Trcbm- I nnsere Sachen im Äeiamnnwer he von k ii. I vee'chodeni jvranei? Dugnn, u"j.'chlir-r lauic? Tcornltty, TH'liiilUc>! gepcn iromas i i-er: Johann Ss>->lu !cn ,» a:i> Sonntag, diS Donnersiag, cc» I»emrlch i «iaßmeuer und Wildcim »olli.e, t ieseirc A lltage, j I Spltgci in, Wcrrde von resv, kiu und kö.—T>c En Berichte aus vein Innern deS Staates. iu Vör ie stern Morgen zmiichen 7 und 8 Uhr winde ein Micthshaus ans der Farm des Hrn. John E. !lwen« in Baltimore - Eonnli,, in der Nähe der ')Iorl Aoad ctiva>! Meiienonn Baltimore gelegen, ein Raub der Flammen. (Ter Ehrw. Dr. Daniel Zacharias in Frcderick.) Wir meldeten bereite gestern den an einem Herzleiden c>folglciilod des Ehrw. Dr. DanielZacharias von dcrevangclijch.rrsoriiür ten Aiiche in Frcdcricl. Tr. Zacharias trat das Paüorat dieserAemeinde als j>inger!iliann im .>ahre an und hat seit dieser .-zeit mit größter Treue und christlichem Euer scinem Seclsorgeramle vorgestanden. Durch seine Fähigleiieu.jeüicnEiier, leinen reinen chriüli- n. ieine lreueiiDtenstc hatte er sich das Vertrauen und die A lim ig nicht nur icince engeren Gemeinde, sondern der gan zeu Stadt erworben. Tr. Zacharias war im Jahre 18««? in WashiugiomEouuty, rllid., ge boren u»d in dem Washington - College in Washington, Penn'., eizogen worden. Bivor er sich in Frederick niederließ, bekleidete er eine Predrgmielle in HarrrSbarg, Pennf. >söhne deS Dahingeschiedeucn sind in Ballt moic n ohnhast. (Liiiimichaden inWashington-Eoun!».) Am Sonnlage wüthete ein vollständiger Or kan in der (Kegend von Wa!hingl>'ii-Eounlri, östlich vom Gebirge und an de.r'nue der,, Wes tlichen Manilruder Bahn." In Emiiiiitsburg wurde der Thurm d-r deutschen resormiiren Zlirche umgeitürzt, doch glücklicherweise ohne Jemand zu beschädigen. E>n Theil des Ta ches der Wagenvauwerkstäite dcr „Westlichen Marytänder in Union- Bridge wurde durch die Gewalt des Siunncs heruniergeivorieii, und das Dach einer Scheu ne in der Nahe von New-Windsor erfuhr das jclbe Geschick. (Leeidiginig des NichicrS Thoinp son 'Nirason in Hag'rSlowu.) Tie deiche des Richters John Thompson Mason laugle mit dem um li> Uhr 1» Minute» einiresfenden Zuge der „Westlichen Man>länder Bahn" in an. Aus dem Bahnhofe ivnrde dieselbe durcki eine gieße Beisammlung von Freunden und Bekannleu enipfaugen uns nach der katholischen Kirche eSkonirt. 'wo der i chengoiiesdienst stattsand. Bon dort brachte man dieselbe nach dem „Rojc-Hill-Fnedhofe" zur Bcerdigiimg. Als Bahrruchtiäger sliogir ten die HH. Oberst George Schley, Acht». W. Atelier, Acht. Wm. F. Hamilton, Achtb. R. H. Alve>>, Dr. A. S. Mason, Dr. H, H, Harveii, Wm. Dodge uiid Zanies Huile>>. Die itallelnsche Oper. - Frl. (slara Loul«c ÄcUoftH als ~^cvnore." Slguoc Morianil als ~Graf Luna." Tie gclllige Vorstelliinq der italienischen ilpcrugeselljchafl im Ford'schen Opernhause erfreute sich gerade keine« zahl: eichen Besuchs, obgleich der „Troubadour," eine sonst so gern gesehene Oper, ans dem Programme stand. Das Pnbliliim sÄieu die Täuschung, welche Paulina demselben bereitet hatte, noch nicht vergessen zu haben, sonst hätte es viel leicht durch einen stärke-en Besuch bekundet, dasz es auch die Leistungen dcr anderen Mit gliedcr dcr Gesellschaft anu>erle.ineu weijz. Es gereicht den Amerikanern kaum zur Ehre, daß sie ihre einheimischen Primadonnen nicht in demsubcn Maße, wie die europäischen Sängerinnen zu schützen wissen. Sicher gibt es in Europa nur wenige Bühnen, die eine dramansche Sängerin aufzuweiscu habe», welche sich mit Elara >iellogg zn niei sen vermag, und ans bie'em Grunde bedauern ivir, daß das HanS gestern Abend nicht ge süllter war. Für die Partie der läßt sich schwerlich eine Berlinerin finden, welche Frl. jlelloqg überragt, da nur wenige Saugerinucn über ein reicheres Stimmina tenal uns ein wohlklingenderes Organ zu ge> bieten haben. Zugleich zeugt die Summe der treffliche» Künstlerin von einer tüchtigen Schule, selbst in den schwierigsten stellen ver> fehlt die Sängerin nie,sicher einzusetzen; sollten auch alle anderen Mitwirkenden den richtigen Zeitpunkt des EiuselZcns versäumen, Frl. Kellogg wird sich eines solchen Fehlers doch i>ie ichuldig machen, cxeellenler Wme trug sie die groize Arie im Anfange de« letzten Aktes vor; ihre Coioratuicu waren von der höchsten bis zur tiefsten Note rein und klar, und nicht die leiseste Unsicherheit machte sich bei ihr bemerkbar. Zhre Triller warnt kein bloßes Tremoliie», sondern ein ichnelleSWech- > sein von halb ii Tönen. Daß das Andiio. rium oieie der Frl. Kellogg anch zu würdigen verstand, beivies dcr endlose Bei fallssturm, welcher aus iede Piece der San' qerin solgte. Unter den übrigen Mitwirken den war »ur Einer, dcr sich neben der amen- lanischen Primadonna zu behaupten ver mochte. Dies war Siguor Picriami, dcr den „Graien repräientirlc. Siguor Mo riami ist offenbar ein Sänger ersten Ranges und betätigte den ihm vorausgegangenen Ruf in jeder Wcije. Seine Stimme ist von mächtiger Fülle, stärker,als irgend der letzten Zahre hier in Baltimore horten. Mit diesem prächtigen Organ verbindet der Künstler ein seltenes TarstcUnngsialent, und somit lonnic e« »ich! schien, daß tas Auditor rium ihn gestern Abend fast in derselben Weis« anzeichnete, wie Frl. Kellogg. Der „Maurico" des Signor Perati wa» dagegen nur eine schwache Leistung. Signsr Berati's Stimme niag früher eine Glan',- Periode gesehen haben, jetzt liegt diese ' jedoch beieits in der Vergangenheit. Schon inl 2. Akie detonirte der Sänger in auffallen der Weiie und zum Schlüsse war er beinah« vollständig hciser. Signora Zanz gefiel uns als „Nancy" in der Flotoiv'jchen Opci „Martha" besser, als in der Rolle der „Äcu> zena." Für die Letziere reicht ihre Stimm« nicht ans. Auf die Chöre wollen wir nichl näher eingehen; dieselben waren unter aller Kritik. Heute Abend wird Paulina Lncca in Gou nod's sllnsakiiger Oper: „Fauil" auftrelen. Die gefeierte Sängerin traf bereits gestern Nachmittag hier ein und stieg in Baruum's Hotel ab. xHs" Eine Serenade wurde gestern Abend Madame Sophie Rost, Bclair-Road, von ihren Arbeitern gebracht gelegentlich ihres Geburtstages. Hr. Thhlcr hielt eine An sprache im Namen seiner Kollegen, den Wunsch aussprechest!!, noch osr diesen Tag in Harmo nie mit der Arbeilgeberin seiexn zu dürfen. Kanonenschüsse und brillantes Feuerwerl kenn zeichneten außerdem den Abend, und erjt jvät herrschten in Rost's Hainßuhe und Stille der Nacht. DerGegen,eltlgr 'Ärveiter-Ilnter stuyunaö-Vereil» bei hält Donnerstag, den Z. April, eine Comite- Sitzung in der „MechanicS-Halle" ab. Der ~So;.-Oemokr.-Turni eren»" hat aus Montag, den ,4. April, einen großen Ball in der „Turnhalle," Nr. 84, West-Bal timorestraße, veranstaltet. In der „Freimaurers^,alle" wird Mittwoch, oen lv. April, Theodor Tho mas' Orchester im Verein mit Anion Rubin siein und Henri Wicniawski ein Conzert geben. In der „ArbeireryaUe," Nr. S, Süd-Frederickstraße, ist augenblicklich ein große« Panorama des deulsch-fiaiizöst'chen Krieges aufgestellt, aus das wir unsere s,'eser besonders ausmerksam machen möchten, da uns eine solche Sehenswürdigkeit nur selten geboten lyisd und dieses Panprama eine? der größten Kunstwerke ist, welche jemals in Bal» timore gezeigt wulden. Der „Liederkranz" > hält lein drittes großes Conzert wahrend d . ! ser Saison Donnerstag, den 3. April, in der „Coneoidia" ab. Dag sich dieser Abend für alle Mitgl-eder ;u einem höchst gcnn Zeichen peslallen wird, können wir mit 'Lesum miheir voransiagen, da der „Liederkranz" stets darauf bedacht nur vorzügliche Leiiiungen zu bi« ten. i Baltimorcr -^tadttheater. Freilag ','ibend wird zum Benefize für Hrn. Heiniich Maret «xhakcspeare'ö Drania: „Ni äiacd III." oder „Die Schlachr bei BoSivorih" iibcr die Beetier gehen. Zur Wiener Ausstellung. SL»ch> sel und Kreditbriefe. Die bevorstehende 'Äiener > Ane :,l» lang, welche ani !. Mai beginnt und nn- - maßlich nicht vor dem 2. Nov. schliern io> hat die Rei'eliisl de« amerikanischen Pub lum« in so hohem Grade entwickelt, dag mich vcraniaLi sehe, die Animcrkjainlei'. de« Pudiikumt» aufdie Ausstellung von (Kre ditbriefen ;u lcnlcii, nach welchen bei dieler Gelegenheit eui größerer begehr, als bisher, sein i'.'ire. tiabe diesen Ilmstand antie> put und darauf hin die umsiisendüen Porbe» rciiungeu mil den gieren mit mir in Z?ei biiiinng siebenden Lan'ii.insern Enrova'S, namentlich mir der ..U-n-'n. «auk" iu > der bedeuiendfien Geld- euiichlaud'A abgeschlossen, nnd Eieöitbriese zu den niedrigsten Raten bei Skaine. Dr. <Zlaus Brehiuer S achter Bergener Leberthran wird von Aktien empfohlen in Fallen von Rhenmausnius, Slropheln, Gicht, Älunagernng, 'Auo',ehrni>.> und allen Haiilgeschivnliien. veetanseii 'iv si die Flasche, >! für Ks>, in allen '.'lpoihe len nnd bei denalleinigenAgenien inAmenka, A. V o gel er (5 om p. (!>>)-) Ein Artikel von wahren Werth. „Lro>v n ' L Bronchial Tio ch e L ' sind der populärste Arnlel in diesem oder Europa bei Halsleideu und Vunen, und diese 'bopularitat ist aus wirtlichem Verdienste begründet. Benefiz sur .Hnu Scn,r"t, Mar et. strc>l.>!,, oeli 4 Aorli, wird ;»m Benefize iül Hrn. t.r sich wall ud tri ici-i ver,!.nenen --> a >on w v!kie Be>N.ns!e ui,' 0 ü e.ui schc Teeairrin unleier - >..on> n > .ii. S-akeg p.c«'> oß.s Zmucri. lii.« ocer.ri» wi> »n. Hr «icxa-tcr Sar!u>: und Hr. H. v I«e Uer I » Hv^,va»tttr^ften- T veater ' Froiitstrasicn-L'lieater Mch -Inn.! ?l!iciZ, Mrs Mr6 T Ev2 Aiiold, !N!js? Aich Aaiv oi^. »an»? Är-Magq>e -Nrcher, '>!!Ü '>lri>^ M>f, Arn e Mar» Mjz Maiqurellic Ä M>sdach. Vtlsi lennie ü!tr- ZI M 'ltilnl, :r>, jlirs A Rm!, Mi-r.a »leilliik, MrS >)l!rs >vt.;ritm T Alch> Tb Ahrc»?, Z Aich. ?t W A «-.umqaitcn, .los.py o Bär, s «crr,fte>i!.«dw»i> ? Tely. x'les. L»ma->n. Ävd 1,,. inr'i. »enni ,"s'L>)jsl'i / A eoivc'ndir!,, v!uns C SiicqU, E Äitiuii, S laciib»». ,':ri<l>'«Ä V W.Uierslcin, <?vhn Wol!?» t'>>rr . W. Barranqer 'prvvistvnci, Wandler Elablisiement an der verlängerten Penn''i>>. vania-Avenne. : '?»' r. ti» << ,i ,re . Äanover., Bvx i^l Zndttccment für Nc. ?N!i »nl> '!>»?, nqton-, (Miz?l,ll,i,l>.) dem Dtarlik gegenüber. Börsenberichte. Berichtet von Win. Aisher « «öhueo, Nr. 32, Southstraße. >»krl. A, g. «>rl. Gold N 7 >SentOlnZ>, ,1 A.St. i>,?gr - jMackÄ -- 2>. !4>... lik?i^Paii La»» <si'k?... Äiio ,>eu Veri ö >ö. Cl. — Feu Berl k IN» :««!>« Loward Bcrs Ba 'ir aii,... 41 Mer uMßeri l. Ba>»rv«> 4b «t «lt»tO6r'?-> Va Vr»i7 bt, O — N I! i«>!i.i2Bl.7r!)j Toni k'c . 56 Nor ieut i r' 77 M Bullo eir'7> .. NorCeriit.r?l!> IN.-, '!><!.. 1,7 g<)» — v-?. «alio «,r P M s»7 - - «atto »!r t!j!«. Iv> WMd>ir!!.W°l- ' 0 SMemphlStir b 7 vtairüw.7r' »nf o, Balto — !<rZ. Siliz «-.»f.... Ii - «Ich Dan 1.77! i! - stranllin Bank 11-, Or.Äl.,V.Ma7r vom Bant.... x M Bllnk t?Z 125 Lr.s Äl 8r 4. !»>ch«.'.nr.... I- 1(0 j !»tai Bank ><-« Äco'b 0kj!ohl 115 IÜ4 ?Lltu O st E l i-i Grevel Turnp ! b!.» Ballimorer Stadiscchser 18->i, Hz -." <1 outo eillo Ik!v ditl» dirio jzgll »7 I.H , 7r, 32).' dttii diilo dilio '.o>»i„Mar.->sinc..Baizn"-O!)>!!>al., 2. H. 7r A^'v Keine Zahnschmerzen mehr «tt, U. vL"!>l'-R cdcrluge «r. «ord. Elnbunter, Dollais dcz»h>cn wir Zedcm. welSrr Schweis t, da>j nur Vit ullrr -lü.nai Mü,. vl»u,.. od» t. p,utt, m Aichig'- Kx^l,j°rB°v -n!b?l.-n ist!'' "" b" «inde.n. da», w..».» ik » ' eUctcht.rl duS ,n>d Mmr DaS und si^nlc??,ttcl flog?» die v?r sck'icdcnkn Nn>irikfe der >n>d der Kel>le, wie: Hüsten, Echnurfon. Enzbriisn.'kkit. Äräu ncn, Heiserkeit, Znsiiienza. Enl;ii»di,nq der Lustrrlircn, gegen die ersten Mrade der Echwind sucht und zur Erleichterunq «tranken» wenn die Krankheit sch.m lief- -sj», tchritte gemacht hat. kiiöl!ei'!2?e dei 4. Vlzzslci' L Lz., W. Act al7c» ApotKeker» «»!> Drazuilie» z» EW PcS.l L 5 Cli.. B vackkle sllr »i no. P. Hauson Möbeln und Vorhänge-Stoffe, französische Zierathk« Rr. »Z, «ord'v'harleSftraße. <«uztü,t2Ml»,«.p.>

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