Newspaper of Der Deutsche Correspondent, 4 Nisan 1873, Page 1

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated 4 Nisan 1873 Page 1
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F. Raine, Herausgeber. Spezial - Notizen. Baltimore Firc Ilchmmcc Mttj Südwest»Eckc von South- und Waterstraße. Diese Geieerich-slv-.sich->t fortwährend gegen Ler i»!l oder Schade» durch sswool m cer Smdr, wie i n Lande, alle Aricn von Wohn-, Laden- uud A kttvau-Pcooukte, Möbeln, Huus - Gcrary chatten, un Ba>L begriffene oder im Haien m Ladung vennd- °r.° herreri ? e°'id Willon. T »tollt. Zenkins. 6 rr.U, or°rlle vorw.Z, R S. Ztellcrt, W Terrilo.-, Wm. s', «raoe. . 6°hen. G.orgc L xarrifoir. «-.»likattoi'Z.i'ormurirre unö weiter«Nachricht über wird in derOWce, Siidweit-E-le von und WarcrkraSe. erlheilt. Ivo auch alle Aus- criecigr werden. Aerficherungea werden auf Ilgen« eine .'litt angenommen, welche der Äppli ' ?r. Woodworth. Sekr. N. Courtnry H- Bruder, Skr. 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(SepiÄi.lijlZ Dr- Nr. 19, S iLd -Eutaiv - S rr c> Bx, b«hand?l? allc'Aranlhciteri de: Harn? >'axt «lankdeiien, kürzllrti begonnene Faire in >1 bis 5 Ta-- »«U! chronische Arankheiten von lanz-r Hauer g> nzlich kurtrr n» da§ Gs'l aus dem -ystem cnrsiri!!. man«- heite», weiche von Uedermakunk Undedochrlaurleil rn oiga!?rsä7c e7e -»ittern, ie. nach „ch zreoen. wer. den schnell turirt. Dr. '»overrso.r >,! regulirier >Nra duirrer derUrriv«rstt»t vou Marriiand. u»n !>'me lang, fahrige Erfahrung in der Behandlung solcher »eilen garanrret eine gänzlicheseiiie ilu»g. B Morgens. 2—-t Uhr'^^ach Dr. Z. E. Mrars. Nr. '.41, Weit-Fanette-, unterhalb der Howarostrage, kznu durch eine ItO liihcige Ersabrung nein <Z«re in K Tagen dur K e>n lokales" veilmiriel. stranlheiien des Blr'teS, valseS. '/iase UNo Haut- Äeichäre und üde^r ieqeaoe^Äi teruIIgeu u.^ l'anzt odnc l)ue>tiltder. Sprech runden von » die lr! Uhr Lor.iiitlagS. ü vl-ö U?r Nachmittags und 7 —» vyr »verids. " (ü>) Pässe! Pässe! v,« d«, valNa-areftr. « -0..'«»»»»«. Der deutsche Correspondent. 33. Jahrgang. SpezLal - Notizen. u. s. w. «ldllmi, —mttsikuUicht> pholoqraphllche und auto- Z^ib r«, v p «.l in v^«r. ! "Ech!DkleldoU!ästchcn, jkcirlenläslrben IN lllisische-n Leder. KalNrder uni> Derlen, hüt'che Tagebücher (vi»- ! Hoch;eitsgeschenke! Massive silberne Lössel, massive silberne Gabeln, massive silberne Porleglösiel, Zucler-Wssel, Serviettenringe, Ealzsässer und Gemüselöffel, TS. F. Vissing, 28V, Wcst-Battlmolrstrliße, 280, (N°v7,l2Mlcl) gegenüber Hanoverstr. W. Lvuniner, 165, Süd-Broadway, zwischen Eastern- und Canion-Avcnue, kal s!cl- vorrülhig eine große Auswahl von golde nen und silbernen Nlircn, ächte (Hold- und Gil» berwaar-n. Stand-Üb'en, Brillen aller ?lrt, welche er,u billlzen Preisen osserirt. «Ue Waaren werden Ti? rinzigr äck,!c vrrdessrrt? Hnwc'schc Nähnmschint,^ Wichtige Stachricht! Vvftone n. I.'w. Io gul, wie neu, von Klü eotwSitS ' ' Dir ÄZltNdcr ist noch nicht vorüber! Tie.Amerika n ischeNäh malchl n e" M ohne Nebenbuhler! sie verrichtet alle einfachen und Fancy- Lrbeiten, welche irgend eine andere Maschine macht, von der seinsten bis zur grb' sten, sowie sie auch ein sehr hübiches Knopfloch macht. Zr>>r Familien und Zchne'der ist sie gerade die rechte Maschine. Leichte Bedingungen. Mau fpmbe vor, ehe mnn anderswo kaust, in dem Büre-u aus der Rordost-Scke der »rnd Parkstrare. (Dez3l,6Mte^) Die Ävheeier Wilst?n'sche neue Nnlnnaschine Tiese neue Muschine verrichtet alle Arien Famllicn- voin seinilen Musselin bis zum schwersten Tuche. Die einzige Maschine, welche Hemdenmachir gebrauchen, Verkaufe nur bei (DezN.NN! Är. Wc^-Äalti>»oltftr. Tie Wils-,n'schr Aähmnjchine iicher, als alle andern. Sie laust leicht, ohn» Ge räusch, ist einfach und dauerba't und eignet sich beson ders für Schneider. Ter Preis derselben ist von »Zs !>!S tl!k. ivian spreche vor und unteijuche dieselbe. cNov.IZ,IÄH) ?ir. Nord^ahjliabe. iK.'» Alle Arten P»» Nähmaschinen znr Miethr ,u t 2 monatlich, V.rkause in Ratenzahlungen »u pro Monat. Vaarzuhler erhallen einen lidera- Für Emilien-?tä!,arbeiten ist keine Maschine besser, als die Ue»a>! SkutUe I.oclc il.it.o>l,da sie Sauerhast und einsach ist, nichi leicht de schädizt wird und irgend einer der theuren Maschinen S?e kostet von »25 bis kÄg und wird aus süns Jahre ?arantirt. Iskn I. Rutler, Äeneral-Agent, Rr. «, Nord <sl>arleSstraße, zweite Etage. Tie tikrbcsscric „F!orrnrc" - Aähma schii'.e. Die teste Maschine für leichte und schwere Farm lien Nähereien. Sie hat die berühiiite rückstelldare Speise- und sich selbst richtende Epulschi»s-2lreich»ng ird dauert länger, als jede andere Maschine. Wird inier leichten Bedingungen verlaust im Zerkausst 0 kale der „Fl 0 rence - N äh ma schinen-Gel ellschast,- Str. 4i». Nord <;>>ar!e«str. Kaust keine Nähmaschine, ehe Ihr die geräuschlose, sich selbsi-ölcnoe Balanz «tad - Verdes scrung gesehen, die kostensrcian vorzüglichen Maschinen, welche in dem Ber. kauiSlolalr von Z. «. W.ld, Nr. 7«, W.-Baltimo re.,nahe Gahstiagr, gelaust werden, anzebracht wird. Xlt. Maschinen vcrmicthet, auvgebeisert und um getauscht. iÄvr2,l2^lt,l> An Schncivrr uud Anoere! Braucht Ihr eine gute Nähmaschine, so kaust den .«ikror." näht leichte und schwere Arbeit mit gleichcrVeichtigkeit. T>e Nad-l kann nicht unrech, einzcsetztwerden. Keine Nütherin oder Familie sollte ohne sie sein. Man spreche vor und untersuche diesel ben in Nr. i?, Nvrd <sharleSstr.. im '"Ap?!u?^2Äi^> NnvoLkouttnnic und voL!ouime::s ltch, und Niemand dars sich fernerhin wegen unglei cher oder ja.'.ler Zahne enischuldigen; denn das^Mil ««'reiche. Dr. Wiiietiell, in Nr. l«,». W e st oie Patienten aus'S Beste. Tie Zähne, die er anfe» tizt, zeichnen sich durch Dauerhafilgteit, voUkomme. nes Passen, naiürlichcS A.iescven und allgemeine oder lZoiüvositionS bildet einen ivichiigenTheil seiner P-axis. Als Zahiiaukziehen steht Hr. W in chcll unerreicht da. Sein Bersahzen mit dem Pa» lientcri ist.in der That charmanl. Nicht das geringste worden. (März?,^Mtel) Dr. T. S. Wattts, Zahnarzt, met. <Avritlö,lÄl) Aennlngö' Zahn-Tinktur. Eine e!esta»te, sichere nnd ersolg reiche Mundwäsche, St. Hvnson, JenningS.z» , tMaitl.l2Mll) Nr. ft» Nord Dcntschrs zahnärztliches Institut. Armen-«linik von 7 bis« Uhr Morgens, in Rr. »>». «anover-, zwis-lien <s?uway. und Xarrestr. Dr. Bernka?» Vk-yer (siudirte hie stge? Fahnarzneischulel zieht Zähnc^vermillelst^remen von zu tl2. eiZoldfüllungeo von tl zu tü tMaii>?,tg.l) Die nützlichste Erfiatung der Zeit. X?anzöf,s<j>eS Stärke » nt qebi ali.bt wrrden.^^ dtejemgen attd» ?t, wird dadurch lh.en Vortheil sin. Burnham «d Comp., N r. ISO, W e g - L » m b a r d st r., Baltimore, Md. Liberaler Abzug sür Händler! <Dez.2Z,IJ?) Ilm Hlpttt und Arontil. (Fortsetzung.! Graf Platen sprach: Ich verkenne nicht, Majestät, den Ernst der Lage, indeß glaube ich noch nicht, daß es wirtlich zum Krieg kommt. Wir haben schon oft große Echauffements in der Po litik gesehen, die sich balv wieder abgekühlt haben. Ich möchte deßhalb ganz unter thänigst der Meinung fein, daß noch der Augenblick nickt gekommen sei, um einen ganz bestimmten Entschluß zu sassen und auszusprechen. Ein leichtes, sast unmerkliches Lächeln flog über die Züge des Königs. TerGene ral von Tfchirfchnitz schüttelte den Kopf. Wenn es nothwendig werden sollte, sich positiv und definitiv zu erklären, fuhrGras Platen fort, dann würde ich auch gewiß nicht der Meinung sein, sich ganz entschie den auf die eine oder die andere Seite zu stellen. Wir haben Rücksichten nach beiden Seiten zu nehmen und dann kann man ja auch gar nicht wissen, wer denn siegen wer de. Tie Neutralität scheint mir in diesem Falle das Natürlichste zu sein. Also würden Sie rathen, den Neutrali tätsvertrag abzuschließen? sragle der Kö nig. Ter Vertrag, Majestät, erwiederte Gras Platen, indem seine schlanke Gestalt sich iu sich zusammenschmiegte, der Vertrag ist der letzteSchrittt, er würde inWicn gewal tig verletzen, und wenn es nicht zum Krieg kommt, würbe mau uns einen solchen Ver trag schwer verzeihen. Aber werden wir ohne Vertrag die Ne utralität halten können? fragte der König. Wir werden ihn immer fchließen kön nen, sagte Gras Platen, man wird inßer tin immer sehr zusriedeu sein, uns nicht gegen sich zu haben. Sie würden also? fragte der König. Zeit gewinnen, Majestät, Zeit ge winnen, sagte Gras Platen, wir sind jetzt gesucht aus beiden Seiten und würdennu sere günstige Position verlieren, wenn wir uns definitiv aus die eine Seite stellten. Je länger wir warten, um so vortheilhas-, ter tonnen wir unsere Lage gestalten. Ter König bedeckte Stirn und Augen mit der Hand uud schwieg einen Augen blick. Tann wendete er sich nach der an dern Seite und sprach: Und was meinen Sie, Minister Bac meister? Der Angeredete erwiederte mit einer leisen Siimme, welche aber dennoch die Hörer in eigenthümlicher Weise znr Aus mertsamteil zwang: Es ist mein Grundsatz, Majestät, mir in jedem Falle die weitere» Konseguenzen der augenblicklichen Handlung klar zu machen. Tic Haltung, welche Eure Majestät jetzt einzunehmen beschließen werden, bar aber sehr weittragende Konseguenzen. Eure Majestät können zunächst entweder mir Oestreich oder mitPreußen gehen.—Gehen Allerhöchsldieselben mit Oestreich, so kön nen Sie, wenn Preußen so besiegt wird, wie man es in Wien hofft und wie ich es nicht glaube, vielleicht eine bedeutendere Macht nnd größeren Einfluß in Teulfch laud gewinnen, aber Sie spielen im entgegengesetzten Fall um Ihre Krvue. Eine solche Politik kann kühn und groß sein, aber sie setzt Alles aus's Spiel. Wollen Eure Majestät sie machen, so kön nen Sie das nnr selbst beschließen, ein Minister kann nicht rathen, da es ihm nicht zusteht, die Krone seines Herrn als Ein satz sür ein gefährliches Spiel zu benutzen. Gehen Eure Majestät mit Preußen, so folgen Sieder natürlichen LageHannover's und werden im Falle desSieges zwar nicht eine fo glänzende Stellung einnehmen, aber Sie werden auch im Falle des Unter liegens keine Gesahr lausen, da Oestreich als SiegerHannover nicht schwächen lann. Nun bietet sich aber Eurer Majestät die glückliche Ehanee, durch eine neutrale Hal tung, welche man inßerlin setzt noch aecep tirt und stipnliren will, die Sicherheit des Landes und der Krone zu bewahren und vielleicht ohne Kamps und Opser an den Vortheilen des Sieges Theil zu nehmen. Nach meiner Ansicht kann da der Ent schluß nicht zweiselhast sein und ich muß mich daher entschieden für die unbedingte Neutralität aussprechen. Tann aber, Majestät, suhr der Minister lebhaster sort, muß diese Neutralität so rasch wie möglich durch dcn bündigsten Vertrag besiegelt werden. Je mehr die Ereignisse fortschrei ten, nm so mehr sehe ick mil Besorgnis; den Augenblick kommen, in welchem Preu ße» sich nicht mehr mit der Neutralität be gnügen kann und an Eure Majestät For derungen stellen wird, die Sie nicht wer denannehmen wollen und können. Tnrch Zögern und Hinhalten kann nichts erreicht werden, als Mißtrauen aus Heiden Seiten und die endliche, vollkommene Jsoli rnngHannovers in einem Kampfe, in wel chem allein und ungedeckt zu stehen wir nicht start genug sind. Ich stimme deß halb für dcn schleunigsten Abschluß eines bündigen Neutralilätsvsrtrages. General von Brandis, sagte der König. Ter General antwortete, ohne daß der freundliche, lächelnde Ausdruck feines Ge fichts verichwand: Eure Majestät wissen, das; ich die Preu ßen hasse. Ich habe als Kind unter den Eindrücken der Okkupation von 18l>3 ge lebt und werde diese Eindrücke nie verges se». Ich sage Eurer Majestät ganz ossen, daß ich am liebsten meinem persönlichen Gefühl nach an der EeiteOeftreich's gegen Preußen noch einmal meinen alten Tegen zöge. Aber ich erkenne alle Gründe des Herrn Ministers des Innern als richtig und schließe mich deßhalb vollständig sei ner Ansicht an. Und Sie, Generallieuteiiant von Tschir irsckilitz? fragte der König weiter. Majestät, erwiederte der Generaladju tant mit seiner barschen militärischenStim me, ick muß zunächst auch heute nochmals dagegen protestiren, daß die königliche Armee nicht im Stande sein solle, aktiv in die Entscheidung der Tinge einzugreifen. Nach meiner Ueberzeugung ist die Armee dazu ini Stande und wird überall, wo sie dazu beruseu wird, dem bannöverischen Namen und ihrer Geschichte Ehre machen. Ich spreche dieß mit der vollsten Zuversicht aus und werde meine Ansicht niemals än dern. Die Rücksicht aus mangelnde Schlagsertigkeit der Armee dars also Eurer Majestät Entschlüsse nicht Was die politischen Rücksichten und Grün de betrifft, so wollte ich lieber, Eure Ma jestät fragten mich nicht. Ich muß die Gründe des Herrn Ministers des Innern als richtig anerkennen—als Soldat be klage ich die Neutralität und würde wahr lich lieber wünschen, an der Seite Eurer Majestät und mit der braven hannöveri schen Armee in den Kamps zu ziehen. Wenn Eure Majestät sich aber für die Neutralität entscheiden, so möchte ich auch wünschen, daß sie so bald als möglich fest und unabänderlich abgemacht wird, denn ich verabscheue die halben Maßregeln und die unklaren Situationen und habe noch nie gesehen, daß sie zu etwas Guten ge führt hätten. Der König richtete sich aus der zuhören den Stellung, die er eingenommen halte, empor. Ich höre also, sprach er, daß Sie Alle, meine Herren, die Neutralität Hannover's in dem leider immer unvermeidlicher sich nahenden, ties beklagenswerthem Kampse zwischen Oestreich und Preußen für geboten Baltimore, Md.. Freitag. Äen 4. April 1873. erachten. Nur meint Gras Platen, daß man den festen Abschluß eines Vertrages hinziehen und Zeit gewinnen solle, wäh rend Minister Bacmeister und die Herren Generale den sofortigen Vertragsabschluß für nöthig halten, um den noch günstigen Augenblick nicht zu verlieren. Ich mei nerseits schließe mich der Ansicht des Mini sters des Innern aus den von ihm vorge tragenen Gründen an. Ich bitte Sie, mein lieber Graf, fuhr er gegen den Gra sen Platen gewendet fort, in diesem Sinne zu bandeln und sogleich die erforderlichen Besprechungen mit dem Prinzen Nienburg zu beginnen. Graf Platen war augenscheinlich unan genehm berührt. Zu Befehl, Eurer Majestät, sagte er sich verneigend, indeß werden Allerhöchstdie selben gewiß einverstanden sein, daß wir wenigstens noch einige Tage warten, bis sich die Situation noch etwas mehr geklärt hat und bis wir wenigstens ganz genau wissen, was in Oestreich geschieht und was man dort will. Graflngelheim hat mir heute Morgen mitgetheilt, daß der Prinz Karl Solms in besonderem Austrag des Kaisers an Eure Majestät unterwegs ist. Telegraphische Tepescheu. Vollständige Einzelnheitcn über den Vertust dcS Dvsrs. ..Atiautre." New- ork, 3. April. Fortwährend gehen neue schmerzliche DerarlS über den Ver lust des DampserS „Atlant'c" ein. Alle am Bord befindlichen Frauenzimmer, die zur Zeit des Unglücks schliefen, ertranken in ih ren Betten und Koje». Dre heflig-n Stnr;. wellen, die sich über das Schiss brachen, machten es den Beoaneriiswerlheli tolal un möglich, das Verdeck zu erreichen. Die We lligen, welche Geistesgegenwart besaßen, nm die schreckliche Situaiion zn bcgrcrsen uno das verdeck zu erreichen, wurden im Nu iu die See geschleudert und ertranken. Kurz nach t! Uhr schrieb ein Mann am Ufer mit Krude und in großer »Schrift die Worte aus ciu schwarzes Brett: „Verliert den Muth nicht, Boote kommen zu Eurer Rettung!" Die Knude wurde mit Hurrahruf vomSchifse aus begiüßt. Nach halbstündiger ängstlicher Erwaiiui'g, einer Ewigkeit gleich, sah man, wie Leute aus der Iniel eiu Boot über den Felsen trüge« uud iu's Wasser ließen. Die ses Boot brachte drei Meiischeuladuiigen vom Felsen aus in Sicherheit. Capt. Williams und die Passagiere riefen den Reitern laut zu, daß sie doch zunächst an'S Schiff kommen möchlen, da die auf demselben befindlichen Leute in grvßier Gefahr feien, wobei der Ca pitän erliärie, „er wolle S'>i,«i für jedeßoolla duug Geretteter geben." Das Boot kam her nach an'S Kehns und brachte zwei Ladungen an's User. Eine halbe Stunde später kam ein andere? Boot und rettete Viele, die sich am Tatelwcrk festgeklemmt hatten. Der dritte Offizier Vradr>, dem es gelun gen war, vermittelst einer Lciue das Üf r zu erreichen, organisirte eine Rettuugsuianu schast und trug erheblich dazu bei, Schissbrü chjlze zu retten. John Foxleri, Chef-Ingenieur der „Atlau tic," sagt: „Das Fahrzeug stieß um 3 Uhr lö Miiluteu Morgens auf uud begann fo gleich, sich auf die Seite zu legen, während die Wellen über das schiss stürzten, und dessen Räume sich jchnell mit Wasser anfüllten. Alle Franeiizimmer, die schliefen, wurden durch die Sturzwellen verhindert, das Verdeck zn errei chen. Einige Passagiere stiegen in dre Ret tungsboote und mau durchschnitt die Taue, um srei von den lütteu zu kommen, aber dre Wellen fchwciumlen die Zufassen aus den Boolen und dieselben ertranken, während die Boote feibst kurz darauf zertrümmert wurden. Der dritte Offizier Brady und zwei Qarcie» meister schwammen nach dem Felseu und nah men das Ende eines dünnen, zuvor am Schiffe bcfestiglcu Seiles mil uud vermittelst dieser Vorrichtung gelang es einer Anzahl Passa giere und Mairofeii, sich zu retten. Ich er reichte kurz nachher teu Felseu, ebenso Robert Hcrring, 2., John Hodgjou, 3., Wm. Pat terfoii, 4., G. Tavrs, K., und Robert Mc- Farliu, 7. Ingenieur. Wir und Ändere wa ren nunmehr behulslich, uoch andere Leute in Sicherheit zu bringen. Sehr Viele ertranken, als sie vermittelst deS Seiles vom Schisse aus den Felsen zu gelangen versuchten. Die iialie war sehr groß und Manchen erstarrten die Hände, sodaß sie das Seil fahren lassen muß ten, während wrr, durclinäßl und ersroreu, auf dem mit Seegras bedeckten gtatteu Felseu selbst tu größter Gesahr ich,vebten und Manche vou uuS ausglitten u. in der Tiefe verfchwan den. Noch Ändere kamen um's Leben, als sie den gwtteiiFelsen zu erklimmen vmuchten. Wir sahen, daß Menschen von den Seite» des Schisses nnd ans dem Tokelwerke iirsWasstr sielen. Inzwischen waren drei Boole ersrigst an der Arbeit, um zu retten. Mehrere Per soueu sieleu erfchöpft auf dem Felsen nieder und starben; eiuige Passagiere wurdeu wahn sinnig,der Schaum stand thuen vor dem Munde und sie schwavk'en umher, wie Kinder. Am Ustr uahmeu uuS freund lich aus. lim il Uhr Morgens ging das Lchifs iu Stücke und große Ouantiiäten des Cargos wurden an'S User gewvrscn. Eben falls rrreichten eine Menge Lerchen das Ufer. Nachmittags 2 Uhr gingen wir nach Halifax, wo wir nm l l UhrAbends ankamen und sorg liche Ausnahme fr nden." Der s>. Ingenieur Urguehart vonDumfries, Schottland, ist ertruiileir. Zwifchensälle der herzzerreißendsten Artent rollten sich vor den Augen der Uitglllcksge fährlen. Eiu kleiner Knabe, das einzige von der „Atlantic" ger-ttete Kind, eilte mit den übrigen Passagieren, als der erste Norhruf er scholl, auf das Verdeck. Seine Eltern und übrigen Familienglieder waren ucch unter Deck. Sie ertranken, als das Sckrfs sich mit Wasser füllte und aus die Seite fiel. Von der Masse der um's Leben ungenden Menschen mitgefchleppr, erfchüllerte derlammerus deS Kleinen selbst das stärkste Her;. Er sprang auf den Rücken eines der Männer, in der Hofs nuug, vou >bm gerettet ;u werden, aber dreier schüttelte schnell die Last ab und drängle sich mit deu Anderen vonvärts. Zuletzt lenkte sich die Airsmertsamkcck des CapriänS aus den Knaben und d ssen verzweifelte Versuche, sich das Leben zn leiten, wahrnehmend, ries er deu Leuten am Seile, welches zum Felsen führte, zu, wo möglich, den Kleinen in Sicherheit zu bringen. Man hob sogleich de» Kuabeu über die Köpfe der Mcnfckieiimeuge hinweg und schasste ihn in ein Boot. Selbst für ihr Leben kämpfende Männer vergossen Thränen der Theilnahme, als es gelang, deu Knaben, der seine Eltern und Angehörigen verloren hatte, sicher zu landen. Hr. Foxler>, der glucklich den Felfeu er reichte, giebt ein jammervolles Bild der Lei den, welche viele der Leute ausstanden, die am Seile den RettungSvit erreichten. New -^sj' o'r t^3.'Ap r>l.—Hr. M., einer der Passagiere des Dampfers, über'errdet der „Associirten Piesse" folgende Dcpefche: Ha lifax, 3. April: „Melden Sie den Freun den der Kajüten-Passagiere des Dampsers, daß ich bei dem Wrack bleiben werde, bis alle verlorenen Kajüten-Passagiere gesunden wor den sind. Es gehen heute Morgen Krsten nach dem Wrack, um dieLeichen zu holen. Die Leichen der Frau Fifcher und des Fräuleins Merritt haben wir, nnd ich hege große Hoff nung, auch die des Hrn. und der Mad. Mer ritt, des Fräul. Scrqmfer und des Hrn. Joh. H. Price von New-Hork zu finden. L 0 ndon, 3. April.—Der Danirfer „At lantic" war in London für 5150,000 versi chert. Es befanden sich 769 Zwischendecks- Passagiere aller Nationen am Bord. Die Passagiere und Mannschaft waren bei der Abfahrt vou Liverpool folgendermaßen clasfr fizirt: Englisch —ISB Mann, 74Flauenuni> 27 männl. und 2l weibliche Kräder; Schot tifch—7 Männer und 4 Frauen; Irisch —43 Männer, l 3 Frauen und 3 Kinder; andere Nationalitäten (Deutsch, Holländisch, Schwe disch :c.) 150 erwachsene Männer, 32 Frauen, lv männl. uud IS weibliche Kinder. Eine große Anzahl Emigranten kam in O-neens town an Bord und die ganze Zahl diesecLeute erreicht genau 552. Die Besorgnis in New- Noik. New-Aork, 3. April. Das Bulle tin der „Wylte-Star-Linie" ist von Menschen umringt, welche eisrigst die Namen der geret teten und verlorenen Passagiere lesen. Ein Menschenstrom zieht ununier krochen durch das Büreau, um Kunde über das Schicksal von Angehörigen zu erlangen. New- — Ter hiesige Agent der Linie erhielt heule folgendeDepefche von Liverpool: „Die Abschweifung des Dam pfers ..Atlantic" nach Halifax ist unerllär bar. S.r hatte 967 Tonnen tiohlen, gegen einen diirchschnittlichenEonfum von 744 Ton nen auf feinen früheren Reifen, au Bord. Is mal), Murray K Co." Die hiesigen Agenten wissen nicht, was sie aus der Sache machen sollen, Pehmen aber an, daß der Dampfer Hefligen Stürmen be gegnet, die einen doppelt-starken itohlen-Con snm benöthigten, um mit gebräuchlicher Schnelligkeit zu fahren. Nem -V 0 rk, 3. April. Folgende Tc peschc tras heute Morgen von Halifax ein: „Man erwartet, daß 2vv Passagiere heute Morgen via Vortlaud mit dem Dampfer „Chase" nach Ncw-Vork abgehen werden. Sie erhallen reichliche Lebensmittel und Freibillete. Die klebrigen folgen per „Falmouih" heule Abend und dürfen am Samstag: >ll New- Z)ork erwariet werden." Aas Wrllraur Ho.zan, einer der Geretteter, iazi. Halifax, 3. Avril. Wm. Hagau be fand sich um 3 Uhr Morgens auf dem Teck. Em dienstthuender Matrose rief aus: „Alles in Ordnung um 3 Uhr!" H. ging hierauf zu Bett. Um 5 Uhr rief der Wachtmann: „Brandung in Sicht!" Fast gleichzeitig börte Hogan einen furchtbaren stoß und der Luft zug unter Deck löichie die Lichter aus. Meine Vermuthung war, daß der Kessel geborsten sei. Ries eiuigeu nahe mir sä'lasenden Kna den zu, auf's Deck zu eile», da der Kessel ge borsten fei. Einig! weigerten sich, anfzinic' den. Es mache das wenig aus, da der Dam pi:r auf offener See fei uud man ebenso gm unter a!S ober'm Deck sterben könne. Ich und einige Andere befchlossen indeß,uns, womög lich, zu retten und erreichten, Gott weiß, wie, im bedränge das Verdeck. Befehl war er gangen, die Luken zu schließen, wir aber er brachen dieselben und als wir das Verdeck er reichten, starrte in einer Entseruung von viel leicht 300 uns der Felsen entgegen. Ich hielt ihn Ansang« sür einenEisbcrg. Un mittelbar darauf debme und hob sich da? schiff und nach drei oder vier gewaltigen He bnugen senkie sich das Fahrzeug durch die Masse des einströmenden Wassers. Eille mil meirinu Cameraden nach der dem Lande näch. sten Seile des Schiffes und es gelang mir, in die Takelage zu steigen und ein Seil zu er greifen. Ich hörte sodaun einen sürchterli l, anzuhörenden Klageruf. Derselbe ging von den Zwischendecks-Passagieren aus, die unren den Wassertod sanden. Zwei Mrnuteu nach her war Alles so still, wie das Grab." Noch ein anderer Geretteter erzählt, daß viele Personen starben, nachdem sie oas raud erreicht hatten. Die Geretteten lind voll des Lodes über deu 3. Ossizier Bradr>, der so er

heblich dazu beitrug, um die Menschen aus den Felsen zu retten. Zwei Dameu der jüte laincri iu der Aufregung des Moments auf's Verdeck und sie standen einen Augen blick nahe dem Radhausc. Mau sah, wie sie den Kajüten - Eliigaug zurückgiugei!, als ob sie noch Jemanden erwarteten. Sie Vernich len jetzt, den Platz zu erreichen, wo das Ret lungsserl befestigt war, aber in dieiem Angen blicke schlug eine riesige Welle über dasSchisj, ein furchtbarer Schrei erfüllte die Lufl^rrnd des Meeres chwnn'd n. Junge wie alle Männer klammerten sich iu Verzweiflung am Takelwerke oder an deu Seiten des Schisses sest. Viele schienen gänzlich gelähmt und alle Geistesgegenwart verschwunden zu seiu. Auf den Zuruf, sich in'S Boot zu rette», gaben sie Anfangs keine Antwort, starrten jodanu in's Gesicht Derer, die sie anrrcseii und brachten schließlich gedankenlos die Worte heraus: „Welch' Boot?" Viele erreichten halb ange kleidet das Verdeck, um rn'sMeec geschleudert zu werden. Ein junger Mann kam, nnr mit der Weste bekleidet aus'S Verdeck, klammerte sich kurze Zeit an die Seite deS Schisses, verschwand aber bald in der Diese. Ein Anderer rer-te-e sich, indem er sich an einem Fasse festklam merte, aber er verlor bald dcn Halt uud ging unlcr. Man sah wenig von den Frauen und Kin der». Alles gefäwh so schnell, daß sie ohne erreichten. Man fah eine Frau ini Wasser, die ciucu Säugling festgeklemmt iu den Ar men hatte, während ein anderes Kind an ih rem Halse hing. Alle Drei ertranken vor den Angen der Menschen, die noch festen Booen unter ihren Füßen hatten. N e w -0 r k, 3. April. Der „Herald" hat sich eine volle Passagierliste von Liverpool telegraphiren lassen; dieselbe enthält folgende deutsche Namen unter den Zivischendecks-Pas- Marie Wiese,' Colharrne Johann Andcrsfcn, A. Alsovv, <sdwin 8011, A. B. S>!,gelv. Michael Schlegel, i/iirislw» Sqlegel, klhriuian ' TaS Cergo. New- ?) 0 rk. 3. April. Die Agenten der „Wbrie Star-Linie" erhiellen Herne Nach richien, daß der unlergegane>eiicDampfer eine Eine große Anzahl armer Werlte belagert noch immer das Büceau der Compagnie, nm Nachrichten über erwartete Verwandte zu vet nehmen. Fran Graf, welche ihren Mann und zwei Kir.ler bei der Katastrophe verlor, ist wahn sinnig geworden Halifax, 3. April. Die Matrosen, mcistenlhcils Lioerpooler, follen sich fchändttch benommen haben. Die Leiche der Frau Fischer wurde kurz nach dem Unglücke gesun den. Bei der Untersuchuug stellle sich heraus, daß ein Finger mit eurem scharfen Felsstücke abgeschlagen war, um ru dcn Besitz des werthoolle» Ri»qcs der Dame zu gelangen. H alifax, 3.. April. —V'?Minuten vor dem Untergänge des Dampfers rief der Capi tän laut aus: „Rettet Euch in das Takel rverk; es ist Euere letzte Ehauce." Die gcreltclcu KaMen - Passagiere haben Capt. Williams rhrcu Dank und ihre Hoch achtung sür die von ihm und seineuOfsizicren während der schrecklichen Scenen des Unter gangs bewiesene edle Handlungsweise ansge sprachen. N e w-V 0 r k, 3. April. Zu den Äcrun glüellen gehörten Hr. I.S. Merritt von hier, dessen Frau und der Letzteren Schwester, so wie Fräul. Scumfer. Alle Vier rcif'len zu sammul und befanden sich aus der Heimkehr vou einer Vergnügungsreise durch Europa. Für Hrn. uud Frau Merritt war der Besuch Europa's gleichzeitig die Hochzeitfahrt. Sie wurdeu hier am I. April, gerade eiu Jahr vor ihrem Ende, verehelich«. Fräul. Scrim fer uud Mad. M. sind die Töchter eines hie sigen wohlbekannten Modewaarenhändlers. Zu den Umgekommenen gehören auch zwei Schwestern, Namens Rose, Töchter eines hier wohlbekannien Kaufmannes. " Dieselben reif ten mit einer andern Familie nach Europa, bekamen aber das Heimweh u. kehrten zurück, um nahe der Heimath deu Tod iu deu Flu chen zu finden. Hr. Katzer, Nr. 241, Revinzlousiraße, ist um das Schicksal von Theodor Sauer und jcrncir drei Kindern besorgt. Die Anwirft ter Geretteten. Halifax, 2. April. —Heutt Nachmittag wurden die 320 Passagiere der„Detta" an der hiesigen Cunars-Wersie gelandet, die meisten siud'Männcr von 20 bis 25 lahren. Viele besanden sich in bejammernswerthem Zustan de, ohne Schuhe mit geschwollenen, gefchun denen oder erfrorenen Füßen, zerrissenen und durchnäßlenKleidern, Eringc waren mit Fuß. Teppich-Fragmeuten oder Matten, oderDecken nothoürftig verhüllt, Alle waren elend und krank. Tie „Lady Head" bringt noch 77 der Schiffbrüchigen. Alle, die hier ankamen, wur den mit Lebensmittel versehen und in Pflege genommen. Capt. Williams ist hier. Tie Regierung wird dem Bernehmen nach sosoit eine Untersuchung über das dem Dampfer „Älkanlie" zugestoßene Unglück anstellen lassen. Halifax, April. Tapl. sagte gestern Abend ;u einem Berichterstatter: „Daran zu denken, dag während Hunderte von Männern gerettet wurden, alle weiblichen Wesen umgekommen sind, ist schrecklich. Hätte ich nur eine einzige Fran reiten tonnen, so halte ich das Unglück weniger schwer empsuii. den, aber Alle zu verlieren, ist schrecklich !" Lapl. W. stekt ein, daß er von der Welt zu strenger Rechenschaft angehalten wird, und nehl mit Bangen der entgegen. Er benahm sich übrigens hei dein Untergänge des Schisses in einer Weise, die ihm da? Lob aller Passagiere einbrachle. Ueber die Ursache des Unfalls sind die Leute hier getheilter An schauung. Kohlenmangel und die Einschla zung eines falschen Courses stehen übrigens als Borwürfe ini Lorderzrunde, wozu sich auch eine totale Unkennlniß unserer Küste ge sellt. Die hier angekommenen geretteten Passa giere gehören einer Äen.>e Ralionalitälen an. H fax, 3. ApriU Ter Berichterstat ter des „N.-H. Heiald" hatte eine Unterre dung m'l desTpfrs. „Atlantic." Aus die Frage, welcher Ursache er das Unglück zuschreibe, antwortete dieser: „Ich kann's nicht sagen; eS müßte denn sein, daß wir un sere iListauz ülieislügclten; ich glaubte, wir machien II Knoten, doch der Dampfer muß viel schneller gefahren sein." Capt. Williams ist ein Engländer, Jahre alt, u. hat lange zurZee gefahren; frü her diente er der „Gnion-Linic" n. feit einem Jahre war er im Dienste der „White-Klar- Linie, als k. Qfsizier des -,Ccllic," 'lpäler als Capitän des „Mlaniie." >tiiiz lich stieß ihm ein Unfall zu und er mußte am Stocke gehen. suchung. Halifax, 3. Apill, Abends.—Von dem Wrack Hai man heule Nichts vou Bedeutung gehört. Ein mit Särgen betadener Lchooner ist nach Prospelt abgegangen. Ungefähr lsi>dcr Geicticten sind »ach Port land weiter befördert worden; heute Abend gehen noch mehr ab. Wahrfcheinlich ivitd eine Unterfuchuug un ter der „Dominion-Shipping-Akte" stailfin. den; die Offiziere mio einige Passagiere werden ihre Anssagen machen. Ter Onariicrineister Roveil Thomas erstat tete folgenden Bericht: „Gegen 2 Uhr begab ich mich mit dem 2. Offizier Meicalf anf die Brücke uud jagte ihm, nicht näher demLaude zuzusteuern, da nach meiner Berechnung der Dampfer seine Strecke, um das Leuchthaus vou Sambro za erreichen, zurückgelegt habe; er sagte mir,ich sei wedeiEapitän mauu. begab mich sodann znin -t. sizier Brown und sragte. ob ich aus die Eroß- Rae gehen solle, da man sicher nicht eher Land sehen werde, bis man daraus stoße. Er sagte mir, es sei nicht nöthig, und ich lös'ie den Mann am Steuer ab. Gegen 53 Uhr sagte der 2. Offizier dem Capitän, welcher iu'oem karlenzimmer ans ruhte, daß das Wetter sich drohend gestalte, und als der 2. Offizier ans dem Karienzim mcr trat, rief der Mann auf der Bnicke: „Eis i voraus !" Wir befanden uns jedoch bereits im Eise und einige Minuten später strandete der Dampfer. Es war zur Uhr. Ich ließ die Maschiin' rückwärts arbei ten uns versuchte, zu wenden; als ich sah, daß eS vergebens war, verließ ich das Steuer und suchte Aexte, um die Boote klar zu ma chen. Eine Frau, Ramens Munneis, ihr Bruder Alfred und dcreuAöhncheii tainen aus dem Zwischendeck. Die Frau kauule mich u. sagte: „Rette uns !" Ich brachte sie auf das Salondeck und wollte ein Boot losmachen. Plötzlich flog der Dampfer aus die Zeile, die Leute verloren ihren Anhalt uud fieleu in'o Wasser, um nicht wieder aufzurauchen. Ich glaube, daß sie R.-?)., halten. Der O-llartiermeisier Wm. Purdh war der Erste, welcher verslichte, an's liier zu jchwim. mcn. A!s er in's Wasser sprang, rief er au?: „Adse, Thomas, kommst Du nur?" fagte, daß ich die Frau und den tinaben rei ten wolle, als diese aber plötzlich verschwan den, sprang ich gleichfalls ui's Wasser und schwamm dem Felle» zu; uutcrwegs rettete ich uoch einen Passagier. Ich suchte dann meinen Weg von Felsen zu helfen, bis ich zu dem SignalhauZ gelang!?, welches die Fischer am Strande errichtet haben. Dort holte ich ein Tau. Sah eine große Anzahl Leute anf einem Felsen; der Oaarliermeister Speake inaii jchlvamm mil einem Tau auf mich zu, ich zog ihn an s Land, wir befestigten daü Tau und retteten auf diese Weise 70Menfcheii. Ich blieb von -t—S llhr auf jenem Posten bis ich erschöpft nicderfank. Man brachte mich i» ein Haus, wo ich verpsleizt wurde. ilurz vorher, ehe ich ohnmächtig wurde, mußte ich noch zwei Männer zu meinen Fü ßen ertrinken sehen. Der Ouaruermeister Charles Raylance sagn „Gegen -js Uhr logie ich, das Schiff machte zur Zeit 12 jiuotcii. Ich ging in's obere SteiierliauS uud fah durch eines der Fenster. Mir kam es vor, als fäh« ich eine Brandung an der Slarbordfeite. lies sofort nach der Drücke nud fragte den Wächier; die fer joglc, er halte Nichts davon, benachrich tigte den 2. Offizier, welcher sofort die Ma ichiiie rückwärts gehen ließ. Mußte alle Hände auf Deck rufen, sprengte die Thüre des Quarliermeisterzimmels, holte sodann Rake ten herbei; als wir 8 derselben abgebrannt halten, ging die Kiste über Bord. Der Ca pitän beolderte, die Boote tlar zu machen. Mein Boot war bereits voll Pasfagieie. Der Ca?itän gab fodann die Order, daß sich Jeder retten möge, fo gut er könne. Ouar tiermeister Thomas ries nns zn: „Bleibt, Ivo Ihr seid, es kommen Boote!" Die Booie konnten aber wegen der hochgehenden See nicht anlege», sie retinen deshalb erst die Leute aus dem Felsen. Der Capitän rief den Fischern zu, daß die Lenle am Bord in der größten Gefahr seien; er versprach Sterling für jede Booila. öuug. Die Boote legten dann an und rette ten die Passagiere." Rew-Hork, 3. Äplii. —Die „Rew- Aoiker Underivriters" haben die Berger Wm. H. Merrilt Comp, mit Tan nnd das Wrack in Sicherheit ?u bringen uud besonders auf die Leichen ein Auge zu haben. Eine Depesche von Hakisax meldet, daß der Dampfer am Bordermast ausgebrochen ist. H al i sa x, 3. April.— Ein Herr Whse von Rew-'.')orl hat zur Unterstützung der Schissbrüchigen angewiesen. Einige Scenen am Bord waien ber;zerrci gend. So riß sich die des Bor dermastes los und erschlug 2(w Personen, die steh auf das Steuerhaus geflüchtet hatten. Mehrere Passagiere kamen in dem Net tniiusboote um, weit dasselbe nicht gehörig bemannt war. Verschiedene Passagiere wurden schwer ver> letzt; ein Mann brach ein Bern; drei oder vier der Geretteten mußten gestern Abend nach dem Hospital geschickt werden. Der einzige Knabe, welcher gerettet wurde, ist John Hlirbri, 12 Jahre all; er verlor Ba ter, Mutter und Bruder bei dem Unglück. Tie Bcmaiiliuug war erne der rohesten, welche jemals auf einem Fahrzeuge zusammen war. Dieselbe war in der Erle an den Liver pooler Werften angeworben und konnte wäh rend der Reise nur mrt der größer, «strenge zuiammeu gehalten werden. Der Proviant mcister fagte, daß Einer versuchte, ihm in der Durilelhert seine llhr zu eutreigen. Bei einer anderen Gelegenheit machten Mehrereden Versuch, >n die Spiriluoscnkam mer einzubrechen. Als die Boote vom User Manien, Hießen diefe Mairofen die Passagiere zur Seite, oder schlugen sie nieder, um selbst den ersten Platz in dem RettungSboore zu er erhatten. HsrsMsche Kabelderichtk. Berlin, 2. April. Bon Breslau ein gelaufene Depeschen berichten, daß der Aus stand der Buchdrucker dort beendigt ist. Fr an l für t, a. M., Z.April. Die hiesige Bank hat heate in Anbetracht der aus dem Geldmarkte herrschenden Klemme ihre DiScontorate auf's Prozent erhöht. Dies Verfahren hat große Auslegung auf der Börse zur Folge gehabt. Wien, 3. April. Der Kaiser hat die Wahlreformbill genehmigt. Die Anzeige die ser Thatsache wurde mil lautem Beifall aus ' geuommtn. Lolido ll,April. Der Spezievorrath der „Bank von England" hat im Laufe der Woche um K640,0tX) abgenommen. George Biowell, ein andcrer der Leule, die bei dem Betrüge der „Bank von England" be theiligt waren, wurde ru Edinburgh verhaftet. Londo n, 3. April. Die Verhaftung des Georg Bidwell in Edinburgh fand stall, als diefcr im Begriffe stand, nach Amerika ab zureisen. Bidwell machte die größten Anstren gungen, zu erilsliehen und war schon über einige Gartenmauern gefprungen, als man ihu festnahm. Im StarionShaufe wurden feine Effekten uniersucht und eine Anzahl wichtiger Briefe gesnriden. dcn Passagieren des Dampfers „At lanirc" gingen 2»i) von Eork und stw von Plijnioiilh ab. Versailles, 2. April. In Folge der außerordentlichen Scene, welche sich gestern in derßalional Veriamnilrrng zutrug, wohnte Hr. Grcvp der Heuligen Zivurig derselben nicht der nnd seine Resignation der Präsidenten würde der Versammlung wurde eingereicht rr. vorgelesen. Hr. Grevr> wurde mit 3-t!» gegen 28l Stimmen sofort wiedergewählt; doch qlarrbt man nicht, daß er die Wahl annehmen wird. Paris, 3. April.—Grevh weigert sich, seine Resignation zurückzunehmen und Casi mir Periere wird wahrfcheinlich fein Rachfol- General Ehanzy hat das Comite über Ca- Pitiilationen benachrichiigl, daß die Regie rang den Bericht i» dem Falle des Marschalls Bazaiuc erhalten uud beschlossen habe, den Prozeß sorlzrrsührcn. Berlhcmi), früher frairzösi'chcr Gesandter in Washington, ist zum Gesandten in Japan ernannt woiden. Ter Herzog v. Anmale wurde heule als Mriglied d.r französischen Akademie aufge nommen. Er hielt eine kur;e Rede, frei von politischen Anspielungen, fagte aber znm Schlüsse: „ArmeS Fraulreich, möge es sich erholen, fein zerbrochenes Schwer! ergreifen und ein Herz fasser!" St. Peter s b u r c>, 2. April. —Es wird beuchtet, daßFüist Gortschakofs aus cm Gesuch von Washington die russische geographische Gesellschaft beauiiraqt habe, in ihren Ber janimlungcn in den Monaten Avril und Mai die lopographiichcnßerhäliiiisie von öehiiva u. Bokhara in Berra luung zu ziehen. Liverpool, April. Der Tampfer „Ailstrian" lies von Baliimore ein. Qri ec ns to wn, 3. April. Ter Tpfr. „Eiili ofWafhington" ging von hier nachßew '-lork ab. London, 3. April, lii Uhr Borm. Conjols eröffneten zn !'2j für Geld und 93? für Brief. „Ameiikaner" alie er !»ti; '67 er !>3K; lt>.-wer L!»t; ril. Erre zu 515. Liverpool, 3. April, ll Uhr Vorm.— Baumwolle eröffnete rnhia; nji Orleans; Verkän'e Ballen. London, 3. April, Uhr Nachm Confol? schlössen zu V 3 für Geld uud iinz sür Brief. „Amerikaner" alie «!','er '»!?er V 34; l«>.4i)er 8!» i; Eric s>li. Liverpool, 3. April, i' 2 Uhr Nachm. Baumwolle schwer; Lrl.'.>Z. Berkänse 10,<>:!i> Ballen; sür Spelnlailon uud Ausfuhr 20W do. Brodstoffe ruhig. London, 3. Avril, j.'i Uhr Nachm. Consols fchloffen zu !>3 sür G:lo und für Brief. „Amerikaner" alle 't!'>er 'i!7er ?3H; 1i».10.r 89; ncne Fünfer WZ. Eric dl. Frankfurt, 3. April. - „Amerrkancr" '62er!>sZ. Pa ri s. April.—Rciileu cröfsnclcii zu Der Baarbetrag der „Bank von Frankreich" wurde während der lctztcn Wochc um .'»,3»«.',- 0(10 Francs vcrniehrt. Liverpool, 3. April, Uhr Abds.— Baumwolle schloß schwer; Oberl. vj-iIZ; Orleans üZ; Verläufe lU.n»«» Ballen; frrr Spekulation und Ausfuhr 2iN»i>do; amcrik. tiriiiti do.; Verläufe vou verfchiffrer vcew Petroleum-Spiritus l-t. Liverpool, 3. April, Abends. Ge ivöhnliä c Rosiiicn Terpentin il- - T;pesch?n. Ans Washington. Washingto u. 3. Ap il. Senator Schurz gehört zu Teueu, welche sich positiv weigern, die anzu nehmen. Halle h?ute bei'm Schluß de< Gefchäftsstilnden folgende Bilanzcii: Con raut 52,197,'i1-l.«!-l, Spezial-Papie geld-Te poslten j2 1,22'>,1"»>, Spezie z7i>,2»!i>,l<>B.2-l. Die >!Laht »n Nhode-löland. Pro vi d e nee, 2, Avril. Tie heurige LlaaiSrvahl halte den Sieg des rep. Gouver neurS-Caudidaten mit einer Mehrheit von 5300 Sniiimcu zur Folge. lsin sonderbarer ÄLtrthsznrZ. Boston, 2. April. Fürifuiid'echSzig SchuapvZhändlcr marschirleu beule im Pa radeichriti rrf'das sviunizipal-Gerichi, um ihre Slrafe von je K'>o für Ausfchank von geisti gen Geiraiilen ohne Licenfen zu enirichieu. Eoustablers hatten gestern in alleu Theilen der Sladl über hunderlßacchaiiien zufammeu gelesen. In srnanzieUcr Hrnsichl war es ein gesegneter Tag, cö liescri r)eetro K 337.', in die Siaditasse ein. Eisenbahnttusalt in ü^eriuont.— Mehrcrc Menschen verwundet. Portland, Vt., 3. April. Der Post zn!f auf der „harlem-Fortfehungs-Bohn," welcher Portlaud um 9 Übr r, Minuten hcuie Morgen verließ, wurde bei HuntS-Croßing, eine halbe Meile nördlich von Benniuglon, durch eine Erweilerung des Schienenweges entgleis't. Die Lokomolive nnd ein Milch wagen hatten die Stelle in Sicherheit passiri, aber die folgenden Wagen stürzten den eiwa 12 Fnß hohen Bahndamm herab und wurden inst gänzlich zerlrümmcri. Folgendes ist die Liste berßerwundeten, foireit sie brs selzt ans. findig gemacht werden konnien: E. S. ülialibp vou N.-?)., Arm- und Beinbruch; E. S. Eromack von Bcnniiialon, Vt., Verletzungen an .Kopf und Schüller; Frl. Julia Woodcock von Manchester, Vl., Verletzungen am Kops; A. F. Hard von Arlinr,ion, Wunden u»d Contusloncir über dem Auge; H. W. Brown, 'Xortk-AdamS, Mass., schwer verwundet; M. R. Lacken, West-Lebanon, >topsw»iide; Frank Wikdon, Gepäckmeister, uud mehrere Andere trugen Verwundungen am Äopre und Schrillern da von. Niemand wurde gelodlei. New -?) ork, 3. April. —lu einer ge stern Abend mit Stokes stallgefundencii Un ierhaliung wgr er anfgeheiiert nnd sprach Bes Vertrauen zum fchließlichen Erfelge für ihn gemachten Anstrengungen ans. Vermischte Depeschen ans Stcw?jsrk. New-Hork, 3. Avril. Die Tpfr. „Canada," „Wyoming" und „Holland" Ue sen von Liverpool, der „Eric" von London ein. Cx Gouverneur Hofsman wird bis zum September von Eniopa zurückerwartet. James C. King, der Mörder, liegt in dcn TombH im Sterben. Michael Nixon, gestern der Ermordung Ziarl Pfeiffer's schuldig befunden, wurde heule verurthcrlt, am 16. Mai gehäng! zu werden. Als dcr Berurihcilie das Gerichts lokal verließ, war er gänzlich erschöpft und die Eerichlsdiener ballen ihn zu unterstützen, als sie ihn nach der .-Zelle zurückbrachlcn. Edward Duniii wurde hcute wegen Straßenraubs aus l 7 Jahre in'sZuchlhaus geschickt. Ter Dpsr. „Hinra" fuhr hcute nach Europa ab, mit zi-w.OttO in Spezie am Bord. Achtzehn Gold-Anqebote wnrden heute zu 117 und 117.56 für s''>.s>4<»,t>tX» gemacht und Millionen Dollars zn 117.285 bis 117.60. losgefchlagen. Der Dpsr. „Algeria" tras hcute Mor gen von Liverpool ein. Die vierte Jahresverfammlnng dcr Ver lagsbnchhändlcr vertagte sich gestern. Die Städte New-?)ork, Boston, Philadelphia u. Cincinnati waren vertreten. Folgende Be amtcn wurden sür das laufendelahr erwählt: Hr. Wm. H. Appleton, Präsident; A. S. BarneS, Vice Präsident; Henry Holt, Sekre tär; C. C. Woolwortb, Schatzmeister. Richler Fancher hat den Antrag des John Johnson zur Auslosung der „Knicker bocker Lebensversicherung« - Gesellschaft" zu riickgewiefen. Er sagt, es fei nicht einmal ein Schalten von Zweifel an der Zahlungsfähig keit der Gesellschaft vorhanden. Die LerchenschaN'Jnry in dem Falle von Catharina Kerwin, welche unter; rrerdächiigen Umständen gestorben war, hat ein Verdikt ans an Btnlung eingebracht. Patrick Kerwin wnrde aus der Hast entlassen, da kern Nummer 81. Zeuzenbewcis vorhanden war, ivornach der Tod seiner Frau ihm zugeschrieben werden konnte. Der Tpfr. „Ciiri os Diontreal" ist von Liverpool hier eingetross.'ii. Joseph verrls, des Meineids im Irrmel'- iäien Ervfchafisprozeiz angeklagt, bat feinen Prozeß nach Provldcncevei'feqen lassen. Der ihetdinartt. New- ?) ork, 3. April. An der Börfe ist noch keine Ruhe eingetreten, der Akiien markt wird auch in den nächsten Tagen den Schwankungen des Goldes unierworfen fern. Der Geldmarkt slukturrl noch immer stark. Proz. pro Tag waren heute die Raten. Handelspapicre sind gänzlich oernnciilaistat. Gold eröffnete zu N7i nnd stieg Es sind verschiedene Spekulanten stark cntläuschl worden, weil keine Aenderung in den Raten der „Bank von England" eintrat. New- ?) or k, 3. April. Geld leichter, fchlojz zu Wechsel denioralisiri zu Gold gedriickt l I7Z. Oblig. bestäudig; Sechser Akiien beiiändig; Eeniial ItivZ, Erre t!ijz, Lake-Thores, ZU. Ceniral 112, Vitlsbrirg iveslern 78, Priorilalen 87, Rock-Island IIZi. Bilanz des Unterfchalzanites: S !i>,728,212 in Gold uud t in .Eonrant. Nock» ein (»'isciideiknitiiifall. Zwei Mcnscken gctödtct »ind inchrerc vcrn'nndet. St. Louis, 3. April. Während der Passagierzug auf der „St. Louis-Südöstli chen heule Rachmiitag bei French BiUage, 7 stellen von Osl-St. Lonis, war leie, rannte ein Arbeitszug in die Hinteren Wagen desselben. Geiödiei wurde Job. B. Lnsk nnd Zoh. H. Walls. Eine jnnge Roch ier des Hrn. W-irts ivnrde fchrecklich verbrüht, nnd .'> oder i! '»ndere wurden mehr oder iveni ger verwundet. Älukaus der ncr Eisenbahn" durch den «taat Tcnncssce. Änoxvill e, 2. April.—.Lie „Änorville- Cbailestoncr Eisenbahn" wurde heute iu öffentlicher Anliion verkansl. Ter Slaal Tennessee erstand dieselbe sür Sl>>o,tior), da keine anderen Bieter anwesend Iva en. Versammlung der ManorS famiiit tlchcr >Siävtc in (t>eorgla. Atlant a, 2. April.-Gouverneur Smilh erläßt Einladnngen an die Mar>ors sämml> linier Städte in Georgia, sich am2o. Mai in Allania elnzusinden, um sich mil dein Gon rierneur und hervorragenden Bürgern der westlichen und südlichen Siaaten über regeln znr Förderung des ..Allantie- uuv G'eat Western-iLanais" zn berathen. Untergang der dcutsclien >Lrtgg „Ncichötag." N e rv - Tri ea n s, 3. April.—Der Tain vser welcher vonßeivporl. Wales, hier einlras, berichtet, daß er am t. März im allanlücheii Ozean die Ärannschaft der deni fäicn Brigg „Reichstag." Eapt. Blohin in ossenen Booten antraf nnd anfnahlii. Tie nach Feiliiionch nnlerwezs, »nlergegaiigen r die Mannschaft su!ir drei Tage laug aus den offenen Coolen in der iiiirmi'chen Zee. Am l-i. rl.itärz wnrden die Si'iffbrüchigen anf die brilifche Brizg „Jiiheritar.ee," von Eolombo nach London befiimin!, lransfeiirt. Sjerictite von (?nba. Hava nn a, t. April. Tie Aniprüche- Eoiniinfsiori ist endlich an'S Werk gegangen nnd hat beieiis viel Gnleb geiha.i. Tie Re gierniig hri dem Mariin Menees sein thrriii ziiriiekersialrel nnd wird in vier Tagen die Plantage deo Thomas Mora ebenfalls frei geben. Der .>tainps zivrichen dcn Zeiiungen darreri fort; die „Voz de wird irr einigen Ta gen eingehen. BidrveU wird, wenn er in Freiheit gesetzt werden sollte, in Havanna bleiben nnd die Regierung wegen unrechtmäßiger Verhaftung um Schadeneriatz verllageu. rvian fagl, daß Bidmell al« e-n amerilanücher kiinfl des Londoricr Geheiinpclizinen feine Freilassung zn erwirken. i?ie Knude vr>n dem Verluste des Dpsrö. ~Ätla»tie" iu Canada. kam gestern Abend da« Unglück, welches dem Tpi'r. „Allaniic" widerfahren, znr Sprache nnd es wurde inilgelbeilr, daß die Rezierung eine strenge Untcrfuchang befohlen habe. eine Berwilligiing gemacht, um an dem Punkte, wo da« llnginck staliiand, einLenchl. Hans zu errichte». Es wird lies bedauerl, daß eS nichl ferlig war, ehe das Unglück sich ereignete. Brande. Port« mon th, R.-p., 3. April.—Tas „Lcean Houfe" von Jakob Junieß e!c Sohn in Rye-Bcach wurde heule durch Feuer zer stört; e-Z war eines der elegantesten uud kost, barsten Sommerhäuser am «irande. Ein Theil der Möbeln wurde gerettet. Das Ho tel kostete tl»»,'»m) und ist sür ver sichert. (Yegcn Bcquadiguluz von Mvrdcrn. Ein gesunken. Si r'ouis. Z. April. Der T-ampi» ..W. telegraphisches Allerlei. Bri einem Billard - Prcisfpicle um die ' Lliil,ii>ä»ii slii,," von MafsachusetlS war vorgestern in Boston Frank Dennifon über Hlark Wilfon mil l',u<Z gegen 7-tl Pornten der Sieger. Der Eongreßmaiin Brooks vou ?)ork wurde gestern in Waihington an Bord des Rorsolker T ampierS gebracht, in der Hofs, nnng, daß ein Bcfnch des rvärmern iinsten El'rnas ihm daS erhallen werde. Nahe Äeokrrk, lowa, verfank gestern der Tpfr. „Damfel." Iu Eheolee-Eonnl», Kansas, wehle ein ?t»rm ru der Montag Rächt das Haus von Math. Lrown nm; Miranda Bcorvir wurde erschlagen und andere Mitglieder der Familie erhiellen schlimme Beilegungen. Im Arkansas - Flusfe stieß der Tpfr. „Pint Barlele" aus und ging niiler. Lerl usl schwer. Reue Anzeigen. Äan; Valtiinvre in Aufregung Strattritt Hassckc in Rr. ls.'>, Baliiniore^raßc. Än grauer und lisch »nisten ! Wm. E. X- Ctnnp.u^lic, Ecke der Baltimore- und Eulaw-Straße, Balliniore, ?amps« und Ivasser Mcn«r, schottische Röhren - FiltcrS-Werlzeug nnd Mafchinen. amerikanische und EhaUenge - Pumpc, Bctten-Ricdcrlögc Frey. Waipert Nr. -II Gaystraße,^ vyn deuesch«» lebendieztn l«äns«n f"rl währeno oorröthig. <Mörzl2.lAl > (plastische Schwanim- Matratzcn, Polstrr, wissen n. s. lv., billiger, als oder Haar, und viel bester und Spring se de r-Betten seglichcr Art. Polstcreiey u. f. w. zZircherilisserr und Kirchen-Poifter, :ine EpeziaUtzr.^ lSedr7.l2Mi-11 ''Pa°um»re^'^^^' ?. r'ropnstor. Vermischte Anzeign. Abend Schule. Zeder juntk llleatio Lehr-Anstalt für Kaufleute» <Zeri.",i'Mle..l lr.fldcn«. , Lohn HlmcM Gegenseitige LcdenS-Versicheriinzs-Gcsell« schart in Bollen, Älass. Tiefe Gefellichail wurde al« t-jpznenl deS berühmt«« »M a Eine >ehr grofie Anzahl unserer dciic» r>i»>oohi>er fliid si.o nur vtr zgjiljrifon, Keneral.Agent für Piarula»« und den Distrilt Die kansinannlsche Agentur vvn i)i. 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