Newspaper of Der Deutsche Correspondent, April 8, 1873, Page 4

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated April 8, 1873 Page 4
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Ter Teutsche Kmrcspondent. «paltiinort, t». April ?873. Stadt D.k und die Arbeit der Schwarzen. Alliiwuu,, ?ie Murmel ces Oüu'ers nud andrer Geg-i deu von 'l!.'an>la»d sich dar ribcr klar zu werden. daß aus die Arbeit der durch tcu Krieg freigelvordenen Schwarzen sehr wenig Verlaß ist, und daß die Emanzi pation derselben eine große Uinwäljung in dem bisherigen Arbeitsiustem hervorbringen muß. Nach Beendigung des Kriege» begab sich eine groM Menge der sreigewordeuen Ne ger in die Städte, wo sie durch Ueberfüllnng des Arbeiismarkles die ÄlbeilSlLHne hercb diücklen, während dieselben in den ländlichen Tisirlllei! selbüverüändllch beträchtlich erhöht wurden. Toch dies war nicht die einzige üble Folge dieser Auswanderung. Tie auZge wanderieii Schwar-en blieben mit ihren zu rückgebliebenen Gefähnen in häusigem Ver kehr und streuten den Samen der Nnzrifrieden heit nud ungenügiamkeit unter denselben ans. Tie Neger sind von Natur aibeiisscheu, ihre Bedüifmsse sind gering und wenn nicht durch die Zuchtruihe zur Arbeit angehalten, liegen sie viel lieber in ihren schmutzigen Blockhütten aui der Barer,baul. Ter weißen Farmarbei ler in den meisten Counties gliarvlaud's sind zu wenige, um das Land in wirksamer Weise zu bebauen und die Landbesitzer in sehr viele» Fällen sühren liebcr ein armseliges Leben und lassen lieber ihre früher so produktiven Far men unbenul.'! liegen, als daß sie selber den Pflug oder die Hacke in die Hand nehmen, um selbstthätig ihren Lebensunterhalt zn veidie nen. Erst im verflossenen Herbste begann sich eine Beweguug kundzu thun, um den durch dieieThalsackeii herbcigeführienllebeln dadurch zu steuern, das; man deutsche Arbeitskräfte, die sich sonst gewöhnlich gleia) nach ihrer Cm- Wanderung nach dem leiten begaben, unter günstigen Bedingungen im Innern unseres Ätaatts zurückzuhalten und ihren geschickten Händen die Bebauung des so fruchtbaren Bo denL anzuvertrauen. Queen Anne's Connly ist darin iiiit gutem Beispiel vorangegangen. Hr. Clarerce'Hollidah, ein geachteter Ein wohner dieies Counly's und durch seinen län c,eren Auseuthalt in Teutschland und durch seine Kenntniß mit den Sitten und Gebräu chen des deutschen Voltes vorzüglich hiersür geeignet, Hai eine Agentur in ein gerichtet, wo er unter den ankommenden Ein wandeiern die Arbeilskräfte persönlich aus wählt und dieselben je uach Bestellung nach Queen Anne's Coniity expcdirt. Für seine Bemühui gen veilang! derselbe eine Eraiisika lion von s>>> sür jecen gestellten Arbeiter. TWenigen Farmer, welche aus diese Weise au «cworbene Aibeiter zu beschäftigen wünschen, schießen dieNeisckosten bis zum Bestimmungs orte vor, die sie allmählig von dem Arbeits löhne wieder abziehen. Bon den ans diese Weise vom 1. Januar bis zur Mille des Märzmonats eingewander ten Teutschen haben etwa zehn Prezeut den Staat und ihre ursprünglichen Arbeitgeber wieder Verlanen. Eingewandert waren in Queen Anne's Ccuini» l 5», Kent-Connty 250 und eine beträchtliche Anzahl in die unteren Counlics, besonders in Talbct- nnd Torche st>r Couiny. Lerschueene diese» deutsche,, Ei nwanderer verließen nach kurzem Aufenthalte ihre Arbeitgeber, aber uur, um in wcuige» sich zur Widerauinahme zn melden. Im Ganzen fche>n, dies Prejekt tis jetzt mil einem Crsolge g krönt :u sein, wie nur San guiniker ihli siey wünschen kennlen; uns doch müssen wir nur eius dabei bedauern. Ter Staat Maryland dnifie nie eilaube», daß dies llnlernehmen in Privathäude überging. Was zetzt die einzelnen CouniieS mir schweren Ko nen bezahlen müssen, könnte mit so leichter Müde und verhüllnißmäßig geriugin Köllen anSStaalefonds bestritten werden, sobald nur ein allgemeingültiges Systeni eingeführt »ür de. Ter Teutsche, welcher als Landbebauer hier einwandert, heg! die Hoffnung, in kurzer Zeit seine eigene, unabhängige Farm zu besit zen. Warum kann ihm dies nicht gewählt werden. Große Länderiirecken liegen wüst aus Mangel an Aibeitskiäflen, täglich hören wir die aus dem Munde unserer Mit büiger ans dem Innern des Staates, daß sie enorme Arbeitslöhne zu zahlen hätten, bei de> nen zu bestehen unmöglich ici. Warum nicht einen kleinen Theil dieser Läudereien an ar bcitfame deutsche Familien abtreten, die sich dafür verbindlich inachen, das Ganze für län gere Zeit zu beai b,iieu. Selbst wenu dies nur eine vorläufige Maßregel wäre, so wäre es im merhin ein Fortschritt. Aus einem erst in ge wissen« Maße abhängigen Bauernstände bil det sich bald ein tüchtiger lebensfähiger freier Bauernstand und daneoeu eine tüchtige Tage löhnerklaffe. Nur gehören Zeit uno Erfah rung dazu, dasGanze zn dem zu machen, was, wie wir hoffen, endlich daraus entstehen soll, St.idnvalU in AiiiiapaüS. A nnapolls , den 7. April.—H-mle fand hier die Munizipalwahl statt, wobei 855> Stimmzettel abgegeben wurden; sie halte die Erwählnng sänunllichcr radikaler Kandidaten zur Folge. Zwei Zettel waren im Felde, der Bürger- und der radikale Zettel. Aus die einzelueu Kandidaten sielen die Sliiumcu, wie iolgt: James Munr'oe, Rad., 47«!; I. R. Magiiider, Bürger Candida!, 127. Biewer, Sohn von John Biewer, Rad., 472; Win. H. Tuck, 8., 3',1. Richard Swann, Rad., 474, Thomas Q. Walton, Rad,, 4 75, Gottlieb Feldmeyci, Rad,, 474. Wm, R, F, Wilson, Rad , 477, W. H. Butler, Zieger, iit., 425«. T. E. Thompson, 8., James Andrews, 8., t!'>s>, Adolph Robeck, 8,, 35!:, A. W. k.-clls, 8,, :i,iB, R, V, Clayton, 8., 377. Mit dem Palmloniuage begann die Char woche, dem Andenken au Jesu beiden und Tod gewidmet. Während schon im Laufe der ganzen Fastenzeit die Kirch? Stille und feier lichen Ernst ankündigt, wird am Palmsonn tage, Chardieustage, -Mittwoch uud -Freitage die Leidens- uud Todesgeichichle aus den vier Evangelisten vorgelesen. Tie Feicr des Char freitags datirt sich bis ans Cvmiantin den Gr. uud vor ihm zurück. Ter CharsreUag heißl auch stiller Fieilag von der Ruhe und Stille, die au ihm herrschen soll, wegen der feierlichen Anlündirung der Sün dcuvcrgebuul!, die an diesem Tage in der al teil Kirche gewöhnlich war. Tie meisten der alten Gebräuche sind noch henie in der katho lischen Kirche vorhanden und die Charwoche eiiie Zeit der stillen Prüfung und desMbeteö. Tie Kirchen sind in Trauer gehüllt und der Bedeutung der heil. Woche wird durch Aus, schließnng vieler an andern Kirchentagen ge bräuchlich-ri Ceremonien Ausdruck gegeben. Ter kirchenbcsuch ist ein gebotener und stren gcSFasten vorgeschrieben."Wie iu der röiniich kailwlischen Kirche isl anch in der engl. Epis kopal Kirche die Eharwoche eine Zeit' der An< dach! und der Charfreitag befonderS in der Protestantischen Kirche ein hoher Festtag. Der der Tag der siillenßude Jesu im Grabe, wird iu der kath. Kirche durch Le sungen aus dem alten Testamente, Gebete, Weihang des Feuers, derOsterkerze, desTauf waffers:e. begangen.—Deni Char-Samstage aber folgt das Fest der Ostern und der Aufer stehung, und Hauch dcS spienql Nc Griistc Ein Eoinpl i m e n t für die HY. Knabe 6- Co. Pauline Liieca bestellte während ihres Aufenthaltes in Baltimore bei den HH. Wilh. Knabe K Comp, ein großes Piano, welches sie selbst zu benutzen gedenkt. Dieberühmle Sängerin w,rö dasselbe nach Ab schluß ihres Gastspiels in Amerika mit nach Europa nehmen. Zugleich n rissen wir hin zufügen, daß Pauline Lucca selbst aussagte, sie gebe den Pianos der HP. Knabe Comp, vor alten Instrumenten, welche sie sowohl in Europa wie anch in Amerika acprüft habe, den Vorzug. Tie Fiima erhielt vor wenigen Tagen folgende beiden Briefe: „New-?)ork, 24. März. HH. Wilhelm Knabe Sc Comp.! Bevor ich diele Slad! ver lasse, kann ich nich! umhin, Ihnen meine Zu friedenhei! mi! Ihren Pianos, welche ich läg lich in meiner Wobnnng benutze, auszuspre chen. Seil meiner Ankunft in Amerika und während meines ganzen Anfenlhalles in die sem Lande habe ich täglich eineSlHrer großen, sowie eines Ihrer aufiechlen Piauos im Ge brauch gehabt und kouin vermag ich in War ten meine Bewunderung über die vorlreffli chen Eigenschaften liuer Instrumente auszu sprechen. Hierzu kann ich nur noch die Lo beserhebungen aller meiner musikalischen Freunde, die gleichfalls Gelegenheit hatten, Ihre Instrumente zu prüfen, hinzufügen. Pauline Lueca." „HH. Wilhelm Knabe K Comp. Es ge währt mir ein außerordeiuliches Vergnügen, Ihnen auch mein Lob über Ihre excelleitten Pianos auszmprechen. Während meiner ganzen künstlerischen Laufbahn habe ich kein Plana gefunden, welche« alle trefflichen E>- gensckoslen in einem solchen Grade vereinigt, als das Instrument, welches Sie die Güte halten, während der Saiwn, wo Pauiine Lucca und Clara Louise Kellogg austraten, uns zur Beifügung zu stellen. Indem ich Ihnen zn dem Erfolg, welchen Sie auf dem Gebiet Ihrer Kunst eireicht haben, gralulire, verbleibe ich Ihr, Max Maretzek." Ueberreichung einer Bibel.— Die „Rescue-Loge, Nr. l, der Ppthias-Rit tel" besuchte vorgestern Morgen die Light- Tlroßen-Mclhodnien Kiiche, um nne V'öcl n Empfang zu mhmen, welche ihnen von sen Frauen Süd - Bakiimore's zum Mcschenk gemackl morden war. Nachdem der Prediger rieser Kirche, der Ekrw. N. Lowe, eine län gere gehalten. sii>'g er von der Kanzel berab und nbe>rciäue die Bib?l der Loge. Hr. I. Ganger nahm daS Geschenk entgegen. Cm Gei 6? -nk in Gestalt eines silbernen Communions-Aassatzes wurde vorgenern von den Damen der Libel-Claife dcr Zlteihodisten- Kirche in Cantsn gemach!. Das Geschenk war doppelt überraschend und der Prediger, Ehrw. W. Case, er'ndr davon nicht etier, als bis er vorgemrn bei Gelegenheit dcr Aushei lung des hl. Abendmahles das Tuch aushob und zum Erstenmale die Gabe dcr Damen sah. Tie jahrliche Auktion dcr A nswahl der Sitze in der Getraioe- und illiehlbörse iand gcücrn von vormittag jll bis Mittags! durch die Hp. P. Sullivan 6c Sohn statt und ergab die Gesammtsnmme von 54348, eincn Betrag, wie er bisher noch uicht erzielt worden. Tie einzelnen Ersteher wann nach der Sitzordnung folgende Herren: Ztr. 1 W. H. Emory 560; Nr. 2 Neale 6- Söhne 550; Ztr. 3 Rodt. Turner 6c Sohn SW; Nr. 4 Hlack, Hall 6c Comp. SI0; Nr. 5 6c Comp. Ztr. 1.-V. Gicse 580; Nr. 7 Emerson 6c Comp. SA«: Nr. 8 Dare 6c Boyd 530; Nr. S Bushey K Tülow Ztr. I«) T. W. Levering 6c Söhne 555; Nr. II Geo. jt. Webb 570; Nr. 12 Geo. P. Wttiillr 6c Sohn K 55; Nr. 13 N. A. Gossa way 565; Nr. 14 E. G. Snow 6c Coniv. 55; Nr. 15 Fowler, Zeigler 6c Comp. 555; Ztr. 16 W. I. Reinecker 545; Ztr. 17 Zlicixick 6c Comp. 565; Nr. 18 Goldsborough 6c sl>>s; Nr. 19 öicfanre, Cumming 6c Comp. 555; 'Nr. 20 I. T. Miller 6c Comp. 537.50; Ztr. 21 B. Brook, Ztyce 6c Comp. 512.5(1; Nr. 22 Hnghcs 6c Crocker 565; Nr. 23 Gebr. Placiburn 575; Nr. 24 John G. Hewes 555; Nr. 25 Jas. W. Knowles 522; Ztr. 26 Slewait 6c Comp. 515; Nr. 27 Ge bender Hyatt 515; Ztr. 28 Thos. I. Hall 6c Comp. 595; Nr. 29 Keulp, Tilzhman 6c vomp. Nr. 30 Gebr. Baer 565; Nr. 31 iteefer, Frazier 6c Comp. 5 >5; Vir. 32 Ateans 6c Dnnu 521; Nr. 33 Adams Bowen 6c Coinp. 525; Ztr. 34 Geo. Small 6c Comp. 575; 35 Franz Hirsch 575; Nr. 36 Wm. H. Simpson 6c 560; Ztr. 37 Cox 6c Pope 555; Nr. 38 Kleinfcldcr, Etzlcr 6c Comp. 555; Ztr. 39 I. C. Kneller 6- Comp. 5100; Ar. 40 Peadleion 6c Sohn 565; Nc. 41 McLoy 6c Parkcurst 5105; Nr. 42 Sarler Fisher 5105; Nr. 43 - Comp. 5100; Ztr. 44 Gebr. Zttlker 545; Ztr. 45 Slagle 6c Comp. 5105; Ztr. 46 Aoung 6c isomo. 5!05; Zt!. 47 Gould, Dukes 6c Comp. 580; Ztr. 48 H. Tnoall 6c Comp. 537.50; Nr. 49 I. D. Farguhan'on 540; Nr. 50 Boweoin Comp. 580; Ztr. sl I. M. Parr 6c Comp. Sl00; Ztr. 52 Thos. I. Dack 6c Comp. 55«; Nr. 53 Aerguwn 6c Fnllerton 555; Ztr. 54 Rastn 6c Comp. 580; Ztr. 55 Warden 6c ülterrcil 5100; Zir. 56 L. I. Cox K 100; Ztr. 57 Biown, Graves 6c Comp. 595; Nr. 58 Zt. E. Bcrry 540; Ztr. 59 W. Zt. Wood 522; Ztr. 60 I. S. Minsky 550; Nr. 61 Edw. Zltilchell 6c Lohn 518; Ztr. 62 ültarshall 6- Fallen 525; Nr. 63 John S. Zannders 6c 515; Ztr. 64Gnenwoov Rultcr 537.50; Ztr. 65 Bell 6c 540; Ztr. 66 Zt. Roc.p 6- Comp. 53u; Nr. «i 7 I. A. Hntcknns 54>i; Vir. 68 I. Zt. Dur- S'!5; Ztr. 6!) W. E. Wsvdyear 6c Comp. 540; Ztr. 7>> Herbert, Hairstoa 6c Comp. s'»', Ztr 71 Jodn W. Rog 56; Nc. 72 Reinhard 6c Childs 56; Ztr. 73 Nandolph 6c Laiiiner »>:; Ztr. 71 W. L. Hopkins 58; >«!. 75 Har ri>iiia!i Davis 6c Comp. 56; Nr. 76C. A. Gambrill e!c Comp. 510; Nr. 77 Louis Mar lin 55; Ztr. 78 Wnlic, Smith 6c Comp. 53.5«; Nr. 79 R. Sands 6c Comp- 55 und Ztr. 80 A. F. Colb'.u S - Berkans vou Slyen im Llvnd- Str.-Tempel. In Folge Beschlusses einer am 2. Gtarz d. I. abgehaltcuen Ber janinilung der „ersten lsraelitiichcuGemeinde," nach dem Beispiele dec R>sormgemcinden Fa miliet!sitze einzuführen, fand gestern Abend an und Stelle dcr erste Berkauf solch-r Sitze stall Hr. F. W. Bennelt fnngirte als Ank tionalor. Tie Sixe waren in 3 Klassen ein getheili nnd auf 5300, 5200 und 5150 mit einem lahresdeurage von resp. 575, 550 und 525 in die Gemeindekasse abgeschätzt. tans bezog sich nur ans Sie Pranuen fnr Zitze. Die Summe des Hausgeldes, einschliejzUch Prämien betrug sil 345; die Prämien allein 53195, wie folgt: Sitz Ztr. 9 nur Prämie SWO an Joseph Brenner; Nr. II mit P. 5450 an L. Frank; Ztr. 12 mit V. 5450 an Levi Strang; Ztr. 13 mit P. 5425 an Josiah Grnnebaum; Ztr. 14 nitt P. Sl5O an Sato. inon Strauß; Ztr. 15 mit P. 5450 an S. Stein; Ztr. 16 mit P. sl>oo an Joseph Seli ger; Ztr. 17 mit P. S>2s an Joel Gntmann; Ztr. 18 mit P. 5 >5O an Meyer Steigerwald; Ztr. 1 9 mit P. 5425 an B. Cahn; Ztr.2o mir Pr. 5425 an Maicr Stein; Nr. 21 Mit Pr. 515i> an Alex. Frank; Zti.22 Mit P. 5450 an N. Walter; Ztr. 23 mit P. 5450 an L.Rosen berg; Nr. 24 mit Pr. H 450 an N. Schlog; Nr. 25 mit P. 5400 an A. Frank; Sitz Ztr. 31, 2. Rlasse, Mit P. 5250 an Frau Mandel bäum; Ztr. 32 mit P. 5250 an W. B. Mo ses; Ztr. 51 mit P. s'26e> an S. Haitniann; Ztr. 52 Mit P. 5250 an M. i!. Snauk; Ztr. 53 mit Pr. 5260 au S. Siegel; Nr. 54 mit P. 5265 an Joseph Seliger; Nr. 55 mit Pr. 5250 an L. Nosenblatt; Nr. 56 mit P. 5285 an H. Blondhcim; Ztr. 57 mit P. 5260 an M. D. und P. Zlieyer; Ztr. 58 mit P. 5250 an S.Hartmann; Ztr.s9 mit P. 5260 an Zt. Gnlman; Ztr. 6l mit P. 5265 an H. Haar; Ztr. 63 mit P. 5250 an s. Rosenstock; Sitz Nr. 69, 3. Klasse, mit P. 5190 an P. Hell stein; Nr. 70 mit P. 5175 an L. Engel; Ztr. 71 mit P. 5175 an I. Grnnebaum; Ztr. 72 mit Pr. 5175 an S. Neuniaiin, und Ztr. 73 mit P. 5175 an I. Buchsbanni. Die Con lnrcenz war eine lebhafte, und wird das Re sultat von dem Gemeindc-Borilande als sehr günstig betrachtet. Die Familiensitze haben Raum für 6 erwachsene Personen. Das Ei geiithumsrecht daran dauert so lange, als die jährlichen Gemeindebeiträgeentrichrel weiden. Der zweite Berkaus findet nächsten Montag Abend statt. Gru ndstücks-B e r k ä il 112 e.—Die HH. Tiego 6c Kükland versteigerten gestern Nach mittag an Ort und Stelle das 215 bei 100 Fujz haltende, mit einem dreistöckigen Iteinernen Wohn- nnd einem zweistöckigen doppelten Hintergebände bebaute Grundstuck Nr. 12, McCnlloy-, nahe Biddlestcaste, nni 55575 vei 555 Jahres-Grundzins an Charles Ogle; sodann vas Grundstuck Ztr. 300,Nori>- Edeii-straizc, 17 breit, 90 Fuß lang und bebaut, nm 52500 bei 551 Grundzins an Samnel Meyer. Die HH. Samuel H. Gover 6c Söhne vcrsnbhastiNen gestern Ztachmittag an Ort und Stelle daS bei 575 Fug hallende und in» einem ziegelsteinernen, hinten als Ladenlolal cingecichleten Wohnhanse nnd einem ziegelsteinernen Hinteige bände Grundstuck ans der Nordost.Ecke dcr Bank- nnd DaUasstraste (Ztr. 68, Bank- Strafe) »in 51850 grundzinSM an H.Fuchs; scrner die gleich dancbcn liegende leere Bau stelle an Dallasstrajze, 10 bei 60 Fuß haltend, um 5250 an Dcnselven; sodann einen Grund zins von 530 auf dem 15 bei 71 Fnst großen Grundstücke Ztr. 60, Bankstraße, woran sein 2j-s!octigcs zicgelsteinernes Wohnhaus und ein einstöckiges ziegelsteinerncs Hintergebäude ste oas42guß an Piaustraße breite, Fuß lange und mit zwei 2z liöcligm ziegel,«einer, nen Wohnhänse'.il bebaute Grundstück auf der Sndivest-Ecke der Prall-- und Edenstraße um 54125 bei 562.50 Grundzins an L. Hambur ger; endlich das Grundnück Ztr. 280, Ost- Prallstiaße, 14 Fuß breit, 65 Fuß lang und mit einem dreistöckigen ziegelsteinernen Wohn hause nebst Hintergebäude bebant, um 51953 bei 521 Grundzins an F. Klliigwor:h. Baltim 0 rer S ter be -Stati st i k. In verflossener Woche wurden aus Baltimore 143 Personen, 70 männlichen nnd 73 weib lichen Geschlechts, worunter 40 Farbige und 12 Todlgeborene, beerdigt; 4 weniger, denn in der Vorwoche, und resp. 2, 12 und 51 mehr, als in den Pacallel-Wochen von 1872, '7l und '7O. Es waren 24 noch kein Jahr, 12 zwischen 1 und 2, 10 zwischen 2 und 5, 12 zwischen 5 und 10, 5 zwischen 10 und 15, 7 zwischen 15 und 20, 19 zwischen 20 und 30, 12 zwischen 30 und 40,12 zwischen 40 und 50, 10 zwischen 50 und 60, 9 zwischen 60 und 70, L zwischen 70 und 80, 1 zwischen 80 und 90, 2 zwischen 90 und 100 Jahren. Es starben je lan Schlagflnß, Engbrüstigkeit, Lufröhrenast- Entznnoung, Brandwunden, Briglit'icheni Nierenleiden, Fallsucht, Blutsturz, Nieren-, Leber - Entzündung, Lähmung, Skropheln und Geschwulst; je 2 im Wochenbett, au Er trinken, Kops-Wassersucht, Rheumatismus, Rückgralsleiden und tieuchkuslen; je 3 an Un fällen, häutiger Bräune, Calarrhal-, Wech jel-und Scharlachfiebcr; je 4 an Krämpfen, Dipbtherie, Ncrvenfieber, Unterleibs - Ent zündung und Zahnen; je 5 au Hirn-Entzün dung, Altersschwäche nnd organischen Herz fehlern; 6 an allgemeiner Wassersucht; 11 an Blattern; 14 an Lungen - Entzündung; 23 an Schwindsucht. Bei 4 Erwachsenen nnd 10 Kindern blieben die Todesursachen umrinittelt. Die töttlichen Blatternfälle haben sich im Vergleich zur vorvorigen Woche in letzter um 2 vermehrt und betrafen der Mehrzahl nach Kindcr. Die il der Seuche Erlegenen waren resp. 6 Wochen, 3, 6, 6 Monate, 2, 5, 18, 27 und 74 Jahre alt; zwei waren Deutsche, vier Farbige. Außerdem wurden zwei aus Weisung der Sanitälebehörde beer digt. An Bright'kchcr Nierenlrankheit starb die 36 iährize Louise Jeukins, am Schlag slusse Gcorg Lynch, 29, und an Brandwunden Sarah A. Cape, 48 Jahre alt. Tod des Gen. JohnWoolley. Een. Woollcy, zur Zeit des Krieges unler Neu. L. Walls« Prosoß-Marschall vonßal- innere und neuerdings Gouverneur des „Na lional-Militär-Aitils" in Milwaukie, Wisc., ist soeben, nachdem er von einem zweiwöchent tichcn Besuche unserer Stadl heimgekehrt war, plötzlich mit Tode abgegangen. Ter General litt an der Herzlich! ui'd sein Ende wurde ! turch eine Tons Chloroform, die er zur Lin- d>ruug seiner Schmerz?» euigenommen, be ichlkunigr. Gen. Woolley trat 1861 als l. Lieutenant in das 2. Cavallerie-Regiment von Indiana und avancirte nach und nach zum Obersten und schließlich (18L5) zum Brigade- General. Die Beisetzung der Leiche saud Sonntag mit militärischen Ehren in Mil' waukie statt. (Woolley's Ableben berichtete» wir bereits Sonnabend früh.) Die B eei dign Ii g des bekannten Hotel besitzers und Viehhändlers Samuel Wilhelm sand gestern Nachmittag unter zahlreichen Gefolge Leidtragender vom -sierbehause, Nr. 953, West » Praitstraße, nach dem London- Park Gottesacker statt. Dem Sarze folgten viele angesehene Fleischer und Viehhändler; von den Letzteren neuuen wir die HH- Gray 6c Jiidik, Schüler 6c R-PPel, Louis Meyer 6c Comp., E. A. Tiuker 6c Comp., McClelland öe Logau, N. Lehmann, Bruder 6c Comp., Jakob Ellinger 6c Comp., Sondbeimer 6c Ellinger, I. I. Chancelor 6c Comp., S. Fraiileaslein 6c Sohn, H. R. Williar 6c Sohn, Williar 6c Fuchs, Clark 6c Comp, und S. C. Banmetcr 6c Sohn, welche auch von Nachmittags 1 Uhr an ihre Geschäs'.slokale geschlossen hielten. Ableben. Die Wittwe des am ver- wichenen Samstage zur Ruhe bestatteten Friedrich Feige von Nr. 49, Nord Frederick straße, starb gestern Morgen um 3 Uhr, ge rade vier Tage später und um dieselbe Stun de, wie ihr Heimgegangener Gatte. Sie war seit längerer Zeit leidend. Beide Eheleute erreichten fast dasselbe Äller, und der Tod des Mannes beschleunigte dasAdlebeu der zurück gelassenen Wittwe. Ihre Beerdigung findet heute Nachniitiaz statt. Ableben eines Geistlichen, — Mit Bedauern vernehmen wir, daß der Ehrw, George Dugaii Purviance gestern Morgen in seiner Wohnung an der Ecke der St. Paul nnd Madisonstraße starb. Das „JohuS Hopkiu's-Hospi tat" -Ban-Comite hielt am Samiiag Abend eine von allen Mitgliedern besuchte Lcisamiiiluug im Hause des Dr. Alan P. Smith an der Franllinslr. Es wurde be schlossen, am Donnerstage New-Ä)oik zu besu chen und bot Hr. I. W. Ganett zu diesem Zwecke seinen Privat-Bahnwaggon au. Man will in New - ?)ork besonders die Anstalten prusen, iu welchen jirankenwäileiiuneii aus gebildet werden. Die Uptoli st r a Be. —lm zweiten Zweige winde gestern ein Bericht nebst Ber vldnung, die Uptoustraße sür einen öffeut. lichen Verkehrsweg zu erklären, angenom men. Die Forderungen deSScherisss. Hr. Seim reichie gester» im ersten Zweige des Stadtialhes eine Petition von Gco. P. Kane ein, welcher um Bezahlung von 51202.- 91 für Dienst nachsucht, den er der Stadt als Polizei-Marschall unter Mayor Brown vom <!. Scvt. 1861 bis zum 18. Febr. 1862 lei stete. Die Peuuon wurde dem betreffendcn Comite nbirwicjen. Eine Zuschrift der sani'ätsbchördc reichte Hr. Greenfield gestern rm ersten;lraths zwkige ein. In wird angrrathen, lüinmiliche Röhren, die von Hotel- nnd ande ren Cloakrn in den Hafi.n sührcu, zu cnifer nen. Ueberwiesen. Die Hafen Fe n erjp ri tze. In, ersten Zweige deö Stadtialhes gelangte gestern die Berordnnng, K24,t>o>i sür die Erbauung und Eguipirung eilier Hasen-Feuerspritze zu vcriviliigen, zur Abstimmung. Die Veroid m>ng I.un 2. Zweige war dieselbe bekanntlich passirt) wurde mit 9 gegen Ii Stimmen ver worfen. Die Verordnung im Betress des Steuer-Budgets sür das Jahr 187 U wurde ge stern im ersten Zweige des Etadlralhes bis Mittwoch znrückgclegi. Die Vergrößerung der Stad tschule vir. 2» —Hr. Conn vom Comite sür ErziehungSwesen berichtete gestern im 1. Rathszweiae einen Beschluß ein, sür die Vergrößerung der Stadtschule vir. 20 zu verwiUigen. Angenommen. Vi o ch ein iiener Waggon, nach dem Muster des vor einigen Tagen von uns be stiriebeueu, ist von der „Baltimorc-Ohio- Bahu" eingestellt worden. Es heißt, daß die Compagnie jetzt in ihren Werkstätten neue Bahn-Karreu sür ihren Haupt-, sowie Wash ingtoner Zweig bane» läßt. Die Arbeit ge schieht aus Mount-Clare. Vor der Grand-Zur y.—DieGraud- Inrii untersucht zur Zeit die vom „American" gegen die Moral unserer Stadtschulen erhobe nen Beschuldigungen. Daß sie aus der Lust gegrisseu sind, um Partei Kapital daraus zu machen, bezweifeln wir nicht iinEntferntesten. Inzwischen bemüht sich der „American" eis rigst, die Spezial-Beschuldigungeu durch ein augemeiues Aaiionnement über V)!oral und seine hohen Bestrebungen für die Stadtschulen zu vertuschen. Das schwächt aber die Ver läumdungen nicht, die er Anfangs in Benach theilignng unserer Stadt verbreitet hat. Die Expropriir-Geichworenen für den Pat ier so n.P ar k wurde» gc steril mit der Entgegennahme von Zeugen- Aussagen bezüglich der sür den Park ver langten Grundstücke Nr. 6, 7, 8 und 9 fertig; heute beginne» die beiderseitigen Plaidoyers. Außer obigen haben die Geschworenen den Werth von noch vier Grundstücken nahe dem Parke abzuschätzen. Kleingei ch w o r en e des Ver. S t.- Bezi r ks -Ger i ch t s.—Marschall Golds borough hat folgende Herren alsKlcingejchwo rene für den April-Termin des Ver. Vlaaten- Bezirksgerichts vorgeladen: I. M. Carter, Malachi Bluudcll, Baltimore; Eli N. Hor ner, Evan M. Price, Georg Harmaiin, Sa muel W. Friend, letion Gill, Levi Vk. Sna der, CarroU; Win. L. Hatto», Priuce Geor ge's; Robert Bowne und Skipwith C. Go ivell, Harford; liaak Strawbndge und Rob. L. Ewing, Howard; Talbot I. Taylor von Baliimore-Co. wurde entschuldigt und sür ihn Charles W. Cadden eingestellt. Die vorge ladenen, aber nicht erichieneuen Personen sind: Edward Tissany, Charles Cngle, Peter H. Clcaver, Cecil-Co.; Charles A. Demuth und Naymond Sandersoii, Frederick; Bernhard tUiundqiand, I. Hanjon Allnut, Montgome ry; Wni. Irving und David Cushiug, Wash lugtou; Crawsord W. Shearer, Ällegany, wurde ciitschuldigt. Die Kleingeschworenen wurden cittgejchworeii und bis morgen entlas sen. D i e„M aryländerAkademie der Wijsenschaste n" hielt gestern Abend im „Chatard Gebäude," Ecke der Charles- und Lexingtonsll,, unterdesVice-Präsidenten Hrn. Priil, Uhler Vorsitze ihre Manatssitzung, Oberst von Slamp berichtete über die vorzu nehmenden Ausslüge (Kcldtage); man be schloß, zunächst am 26. April Washington zu besuchen. Eine Anzahl interessanter kurzer Vorträge über naturwissenschaftliche Gegen stände wurde gehalten, gestellte Fragen beant wortet. Fossilien ans dem Poiomac-Tunnel vorgezeigi und die Fischzucht in Maryland's Gewässer» warm befürwortet. - E r»e ii >i»ii g nud Bestätigun g eil. Gestern laudte Mayor Vansant dem Stadtrathe die Ernennung Hans P. Mo winckel's an Stelle des mit Tode abgegange nen David Heuly zum Aktuar des «isteuer- Appellations-Gerichts ein, iiud beide RathS zwuge bestätigten dieselbe. Sein Jahrevsest beging am Freitag Abend im „Rose-Houie," Vioro-Gaystr., der „Washington-Bund des U. O. V. B." durch ei» Souper. Der Bund zählt zur Zeit un gefähr 100 Mitglieder. Eine F raue n - V c r 1 am m l uii g zur Förderung auswärtigerMissioncn sand Sonn tag Nachmittag in der Melhodistenkirche an der Monnmentstraße statt. Der Ehrw. A. Rudisill hielt eine Anrede und zum Schlüsse sand eure Collekte statt, die eine erhebliche Summe einbrachte. Heimgekehrt. Dcr Hochw'stc Erz bischos Baytey ist am Samstage von seinem Winterausenthalte in Florida wieder in Bal timore eingetroffen. Der Gesundheitszustand des Prälaten hat sich eiheblich gebessert und er wird ohne Zweifel im Staude sein, im Lause der nächgen Monate seine Diözesauen zu besuchen. Ein neues zal> n ar zneil i ch es Co l- Ie g soll hier unter dem Namen ".Vlitl'/I«nck Denlirl ot'-Ulimors" mit Dr. Win der als Dekan und den HH. S.H. Williams, B. F. Coy, M. W. Zoster, E. S. Keech, H. H. Äeech, R. B. Windcr, S. M. Field und L. McLane Tiffany als Professoren der ver schiedenen Lehrstühle iir's Leben ireten. Auf Chapman B. Briscoe's Bankerott- Er klarnng hat I. S. Fink aus Pitt«, bürg, Pa., im Buudcsbezirks-Gerichte ange tragen; Montag, den 21. April, soll der An trag gehört werden. Fink soll die Criminal» klagen gegen B. sallen lassen wollen. Doch eincEntschädigung!— Der seit zwei lahren obschwebende Prozeß von Elise M. Chadwick und ihrem Ehemanne ge gen Louis Goldmann, sür dessen Äleiderge schäft die Kläger gearbeitet, endete gestern im Common Pleas-Gerichte mit einem Wahr spriich zu Gunsten der Kläger, denen ein Cent Schadenersatz zugesprochen wurde. Wir theil ten die Eiozelnheiien des Prozesses beieits mit. Hr. Goldmann und Frau Chadwick, welche einen fertigen Nock abtieseitc, konnten sich über den Arbeitslohn nicht einigen, woraus die Letztere den Rock wieder mitnahm. Sie ward dann unter Anklage des Dieb, stahls vor Richter Bride gebracht, der, da der Kläger nicht erschien, die Klage dann abwies, worauf die Frau wegen böswilliger Verfol gung klagbar wurde. Es ward nachgewiesen, daß Hr. Goldmann durch seine Klage SieFran mir einschüchtern wollte, um den Nock wie der zu erlangen, den er auch erhielt. Ein Neger wegen Meineids schuldig befunden. Gestern Mor gen gelangte der Prozeß gegen den Neger Charles Hall, welcher d»s Meineids angeklagt war, im hiesigen Cnminalgrrichte Zur Ver handlung. Die Anklage lautete dabin, daß man den Angeschuldigten in Nr. K 9, Aichilr., Lotterie habe spiele» sehen und dag derselbe vor Friedensrichter Bell beschwor, er habe zu der angegebenen Zeit weder Louene gespielt, noch irgend Jemand in dem Lokale spielen se hen. Sergeant Ehrhard sagte aus, daß er z» der angegebenen Zeit in das obengenannte Lokal trat und mehrere Neger mit dem Re gistriren von Lotterieloosen sah. ES wurden jetzt die Fragen ausqeworsen, ob der Berkaus eines Looses schon Lotterie-Spie len sei nnd ob man vor der Ziehung übcr baupt vom Spielen reden könne. Sergeant Ehrhard sah die Neger um den Tisch stehen,' mit Lotterie-Angelegenheiten beschästigt, von einer Ziehung war jedoch noch keine Rede. Polizist Knight und Friedensrichter Bell be haupten, daß Hall die Aussage gemocht Hobe, er habe das Lokal in Nr. 69, Archstraße, nicht gemiethet, niemals Lotterieloose daselbst vec kaust und wisse auch nicht, ob dort jemals Lotterielose verkauft worden seien. Hr. itnoit bemerkte, daß die einzelnen Umstände zu dem Schlüsse sührten, daß Hall salsch ge schworen habe, indem er vor Nichter Bell be zeugte, er wisse nicht, ob in Nr. Kl>, Aichslr., jemals Lotterielovse verlaust worden wären. Her Angeklagte wurde schließlich schuldig be funden. Richter Gilmor sagie, er wurde die geringste Strafe auferlegen. Als Hr. pink »eh fragte, was die geringste Slraie sei, ant wortete Hr. Whitney: „5 Jahre Zuchthaus- Strase." Der Gerichtshof vertagte sich, ohne da« Strafurtheil;u »erkundigen. Ver such t er Mor d - undßauban griff. Unter dieser Ueberschrist theilten wir bereits gestern die Verhaftung eines Far bigen, Namens I. W. H. Smith, mit. Nachträglich erfahren wir über diese Affaire folgendes Nähere: Der genannte Neger trat am Freitag Abend in den Laden der Frau Katharina Scamper an der Ecke der Mullikiu- und Sprtligstraße. Da Frau Scamptr nicht im Laden war, so trat der Neger hinter den Ladentisch und öffnete die Gcldschublade, welche etwa 510 enthielt. Der 14-jährige Sohn der Frauscamper hatte jedoch des Ne gers Vorhaben bemerkt und setzte seine Mut ier davon in Kenntniß. Diese begab sich so fort in den Laden und suchte die Flucht des Diebes zu verhindern. Der Letztere aber zog ein großes Messer hervor und machte mit dem selben einen Angriff auf Frau Scamper, welche bei dieser Gelegenheit zwei erhebliche Schnittwunden an den Händen erhielt. Smith entfloh hierauf, wurde abcr am Sonntag Morgen vom Sergeanten Joy und dein Poli zisten Jackson in einem Hanse an dcr Fip penuybir-AUey entdeckt und vor Frau Scam per gesuhrt, welche ihn sogleich wictcrerkannle. Er sieht augenblicklich im östlichen Stations hause seinem Verhöre entgegen. Noch ein Mordan geklagter. Der Farbige James West, der am IL. März seine „Geliebte" Anna Gibjon durch zwei Äxt schläge aus den Kcps lödteie, wurde gestern von der Grand-Jury cUS Mörder in Anklagestand vcr'ctzt. Einbruch. Polizciscrgcaitt Mitchell und die Polizisten McCann nnd Chcw vcr husteien gestern Morgen um 3 Uhr einen ge wissen Wm. Andtrjv» unter dcr Anklage, in den Laden dcr Hh. Samuel Hunt K Sohn, Hr. 202, Wcii'Ballimoreslrcii'.c, gedrungen zn sei» und aus demselben 1 l Rasirmefler, 1-t 4 Taichcnmess r und l Reise taschen, im Gcsammlwerihe von s-'x» genom men zu haben. Ter Angeklagte Halle ein Verhör vor Richter Hagerty zu bestehen, wei ches damit endete, daß er >ich dem Ve:fahren ter Großgcschworei>en überwiesen sah. Einbruch. Sonntag Nacht ward Th. Rock's Schuhwerkiaden an Light-, nahe Mer ccrs:r., erbrochen und um Waaren im Werthe von beraubt. Diebstahl ineinem Hote l.—Mitt woch Nacht wurden im „Maltby-Honse" an dcr Prattstraße mehrere Gäste um Uhren zc. bcstohlcn. U»ler Anderm suchten der oder die Diebe cin Zimmer heim, in welchem ein Herr schlascnd im Bctle lag. Die Taschen des Herrn, dcssni Kleider aus einem Sluhle lagen, wurden geleert und das leere Portemona'.e ans'S Veit gelegt. Die Gauncr schlosfcn so daiin die Thüre zu und zogen mitsammt dem Schlüssel ab. Die Thuren waren von den Dieben ersichtlich mit Dietrichen gcössnct wor den. AlsDicb iiud V a g a b n n d fah sich geilern dcr Schwarze Samuel Bacon vom Richter AicCafsray aus lloTagc nach dcmGe fängiiissc gesandt. Die Sa v age -Un t er schl ei ss -A n klage.— Staatsanwall Knott schloß ge stern Morgen sein Argument in der klage ge geben Geo. O. Savage, des Unterschleiss von Geldern der Compagnie" beschuldigt. Hr. Knolt versuchte mit Nachdruck den Beweis zu suhren, laß der Angeklagte crimineller Absicht schuldig sei und Gilmor behielt sich die Entjchiedung vor und erklärte, er werde dieselbe geben, sobald er die Testimonia sorgsam geprüft habe. Einen Fang machte, wie der Leser be reies weiß, am Samstag Abend Polizist Mc- Gee, indem er den seit dem Herbste 187 l spur los verschwundenen Neger Wm. Cool bci'm Kragen nahm und ui's Gefängniß ablicscrte. Cook versetzte kurz vor seiner Flucht dem an der Ecke der Franklin- und Jaspcrstraße woh nendeu gleichfarbigen Frauenzimmer Hefter Smith mehrere brutale Fußtritte gegen den Leib, so daß man damals an dcr Erhaltung des Lebens der Letzter« verzweifelte. Man nahm ihre Todes-Anssazen entgegen und ge gen Cook wurde ein HastSbesehl erlassen. He fter wurde indeß wieder hergestellt und Cook glaubte, die Rückkehr nach Baltimore wagen ;u dürsen, wird aber nunmehr prozcssirt und auf einige Jahre mit Freiquartier im Slaats- Kosthanse an dcr Ost-Madijonstraße versehen werden. Thätlichkeiten. Isaak Frieden wald, welcher Joseph Samuels geschlagen ha ben soll, mußle. vor Richter Hayward ge führt, bis zur Untersuchung Bürgschaft stel len. Dießigamieklage gegen dcnSchwar zen JameS Mitchell wies gestern, da die Klägerin für des Angeklagten angebliche zweite Verheiralhnng keine Belege beibrirgen konnte, Richter Quirin ab. Die Schwindelklage gegen Wilhelm Metzger, welcher bezüchtigt ist, durch trüge rische Angabeu von Johann Rieges K4OO er langt zu haben, setzte gestern Richter Myers aus Donnerstag Nachmittag zur Untersuchung an. Schwi n de llla g e. I. O. Con ners, der von M. T. Forsyth K!>, von P. Z. JenkiiiS 5 Fässer Aepsel erschwindelt haben soll, befindet sich bis Donnerstag in Verhörs hast. Ein Taschendieb gefangen. Thomas Carcy ging Samstag srüh um 2 Uhr, allerdings etwas spät, nach Hause, als an der Ecke der Baltimore- und Charlesstr. sich A. Cavanaugh, alias W. A. Allen, zu ihm gesellte und ihn frug, welchen Weges er gehe. Carer> erwieberle, daß er au der Calhe dralstraße wohne. Cavanaugh erw ederte, daß sein Weg auch ih" dorthin führe. Er nahm demzufolge Ca.ey bci'm Arme und Beide gingen fürbaß, bis, wie Carcy aussagt, er plötzlich anSfand, daß fein Begleiter ihm die Taschen leerie. Careh ries nunmehr „Po lizei!" und diese erschien in Gestalt des Blau rockes Berry. Aber Cavanaugh entfloh, wurde aber nach langer Jagd an dcr Ecke derEutaw- und Lombardstr. ergriffen und in's westliche SlaüouShaus gebracht. Richter Bell unter warf deni Arrestanten dort einem Verhöre und überwies ihn dem Gefängnisse, resp, den Groß-Geschworenen. Vor Bundes-C o m m i ss ä r Ro gers schloß gestern Nachmittag bezüglich der Anklage gegen John und Thomas G. Dow ney von Fianklinstraße wegen verpönten Branntwcinbrenneiis auf dem Gitte Elling wood dcs Vorverhör damit, daß die Ange klagten gegen >c K2SW Caulion bis znm Be ginne dcs Criminal Verfahrens im Bundes bezirks.Gerichte entlassen wurden. Straf urthe i le. Criminalrichter Gilmor sandte gestern den Schwarzen James Matthews, welcher I. Jakobs um ein Pcxr SchrNic im Werthe von KI.SV bestohlen, auf em Jahr nach dem Zuchthause und den Schwarzen John Wesley, der eines schandba ren Ucbersalleö dcr betagten Marie Kirby an geschuldigt war, wegen gewöhnlichen thätli chen Angriffes aus 6 Monate nach demStadl gesängnisse. Der Mordprozcß gegen John Mo Loud, dcr angeklagt ist, Hanion. den ersten Steuermann der Brigg „Prcstissimo," aus hoher See ermordet zu haben, wurde ans Donnerstag im Bundeslreis-Gcrichte ange setzt. Das Bundesbezirks - Gericht tritt heute nach mehrtägiger Pause wieder zu sammen. Geldbuße n.—G. Skimmohars wurde vom Richter -venner zu »10 Strase nebst Ko sten ve> urtheilt, weil er Kartoffeln nach fal schem Gewichte, wobei dcr Käufer am Schlech testen wegkam, veräußerte. Joseph Warrant, farbig, muß S 5 Strase nebst Kosten nach Urlheil dcs Richter Wheeler zahlen, weil er mit einem "Li!!?" sich auf der Slraße breit machte nud, da er sehr stark angeschossen war, die Sicherheit an ihm vor übergehender Leute bedrohte. Dem Verfahren de? Großge schworenen wurde gestern vom Richter Wheeler Jno. Dunn überwiesen, welcher ange klagt ist, in dcr Nacht vom 1. auf den 2. März in das Zimmer der Mary C. George in Nr. 10, Boothsiraße, gedrungen zu sein und sie geschändet zu haben. Ein Bankerott. Von Lynchburg, Va., wird da« Falliment der Tabacksfabrr kanten L. Armijlead K Comp, gcmeldel. Tie Schulden werden 560-70,000, die zur Deckung derselben vorhandene Habe nur auf t' 25,000 geschätzt. Uebererlte Jndosiemenis iollen das Fallimenl herbeigeführt Kaden. Ein sonderbarer Eon 112! i k t.— Als gestern Mittag ein Wagen Ecke der Balumorc u»d CharlcSstr. krcuzre, lies ein Polizist deni Fuhrmanne zu, auzudalten, bis er einige Da> inen über die Berltimorestr. geleiten lönne. Der Fuhrmann iolgtc dem Linuse, aber seine Pferde hatten bereits die Grenzsteine betreten. Ter Polizist war der Ansicht, dag der Fuhr wann richt schnell genug angehalten hatte nnd griff den Pferden m die Zügel, umFuhr mann und Waqeu vor den Friedensrichter zu bringen. Aber der Fuhrmann brüllle dem Blaurockc zu, „die Zügel fahren zu las sen, oder u. s. w." Ter Polizist blickte er staunt auf den Fuhrmann, als er plötzlich am Wagen die Worte "11. ziiril" entdeckte und nunmehr schnell die Zügel fahren lieg. Der Fuhrmann knrschirte weiter nach dem Eamdenstr.-Tepot, die Zuschauer aber unter hielten sich noch lange über den Antoriläts- Eonflikr, der so schnell dnrch die Nachgiebig keit de« Polizisten im Keime erstickt wurde. Gestern begannen die Sitzungen des Apnl- TtrmmeS dcS Vundesl r e l s g er ich t s. Richter Bons sührt den Vorsitz, und Richter' Giles, welch' letzterer wieder hei gebellt ist, ist Beisitzer, sobald der Erstere Sitzung halt. ll lis alle. Tem bekannten Baltimore? Austern - Einmacher Caleb S. Maltby stieß letzten Donnerstag nahe Benuington, Vcr moitt, ein Unsall zu, welcher ihn wahrschem lich inehreic Mouaie an's Zimmer sesseln wird. Der Bahnzug, mit welchem er snhr, gerinh von den Schienen, und die Waggons rollten den !>'» Fuß hohen Bahndamm hinab, pr. Maltbl) brach den linleii Arm unterhalb des Ellnbogens und den rechten Oberschenkel. Mau schaffte ihn nach Beiitiinglon, wo ihm wundärztliche Hülse zu Theil wurde; die Per letzungen sinv sehr bedenklich. Hr. Maltby war der erste Austern - Einmacher unserer Stadt, nnd mit Bedauern werden seine zahl reichen Frennde von dcmMlßgcjchickc, das ihn heimgesucht, hören.

Ter Zimmermann Eh. Anderson stürzte gestern aus dem »weiten Stocke des „Welver ijianlon.House" aus ein Bett, biach's linke Bein und wurde schlimm blessirt. Joh. Spann kam in der Stnhlfabrik von Clpvman MagneS in Cauto» mit der rechten Hand in die Maschinerie; drei Finger mußten abgelöst werden. Umgerissen von einem Wagen ward gestern Abend Laura Baugs, 8 Jabre alt, im Broadway nahe Banlstr. nnd am Kopse ver letzt. Im Slalionshause kam sie wieder zu sich und wa»d dann zu ihren Eltein in Lau casterjir. geschafft. Wahrscheinlicher Verlust eines werthv ollen Pferdes. Ein dem Daniel Murvhy gehoientcr Maulesel wurde gestern Morgen um 10 Uhr in der Columbia liralze scheu und ging mii tem Fuhrwerke, vor welches er gespannt war, durch, In der Nahe der Scoilslcaße collidirte er mit einem Pserde vor dem Eiswagen des Hrn. Shephzrd. beider drang die Deichsel de« ersteren Fuhr. WerkeS dem Pserde etwa 6 Zoll tief >u die Brust,und dasselbe, ein sehr wcrlhvollcsThier, wiid wahrscheinlich sterben. Vom Schlage gerührt. Hr. I. W. Bond, der cilt.re Partner der Buchhäud ler-Firma I. W. Bond Co., wurde am Fikiiaz Äiachmillage im Lade» Nr. 8«!, Wes!- Balttinoreiir., plötzlich vom Schlage gerührt. Die Muskel» des Haücs uud rechte Schulter mid Arm wurden gelähint. Trotzdem >ieh> man der Wiederheriiellung des übrigens schon 72 Jahre allen, allgemein geachteten Mannes entgegen. Es scheute gestern Nachmittag j'> Uhr auf der Ecke der St. Paul- nnd Fai>ctlestr. das Pferd vorEli Uhlcr's Chane und sprengte durch die Faveltc- nach und lonslr., wo das Gesährt mit einer Chaise Jo haun Meeth's von KO, Nepublicanslraße, zusammenstieß; diese kippte um, und ihrcHin lerachse zerbrach. Mau sing hieraus das scheue Thier, ohne daß es wetteien Schaden anrichtete, ein. Eine Kirche vom Blitze getrof fen. — Während des heftigen Gcwittcrstur ine« spät am Samstag Abend wurde die kalh. St. MarieN'ZUiche zn Govansiown, deren Seelsorger der Hochw. Bater Kliman ist, vom Blitze getroffen. Der Blitz snhr dann am Blitzableiter des Thurmes herunter, bis er das Dach erreichte. Hier brach der Blitzab leiter, und wahrend ein Theil des Strahls in die Erde fuhr, sprang der andere hinüber zur Wohnung des Pfarrers, Ivo er sich aber inals theilte und erhebliche» Schaden an der Dachrinne nnd dem Dache anrichtete. Bater Lyman jagt, daß im Umfange eines Ackers Alles wie ein See von Feuer aussah und Donnerschläge, wie von vielen Kaiioncii he» rührend, die Lust erschütterten. Im Uebri gen war dcr Schaden nur gering und der Pfarrer hat gestern bereits neue Blitzableiter bestellt. Schi 112 fs unfä l l e.— Am 2. April ward gangene uud iu Norfolk cingelniifeuc Schoo ner „Storni King" genau unterricht, uud die aus Mais bestehende Fracht zu löschen be schlossen, um zu dcr lecken Stelle zu gelun gen. Der von hier nach Boiton abgefahrene, gestrandete und Freitag wieder flott gewor deue Dampfer „Blacksiovc," Capt. Hallen, lies am selbigen Tage in Blnc>>ard Häven nn versehn ein, um die Ladung zn ordnen nnd aus dem Propeller eine darin verwickelte Halse zu lösen. Der Schooner „Lilly," von ?)ork!oivn, Ba., nach Baltimore mit einer Ladung An sicrn niilcrwegs, lies an dcr Mündnng des Rappahannoct bei Stiugray-Po»il auf einen Hansen Ballast aus, erhielt eiu Loch iu die Scilcuwand und sank fast angcublicklich; La dung und Fahrzeug gingen ioial veiloren. Dcr Schooner „Tüll," Capt. Cooper, von Georgetown, D. C., nach Western Brauch uülcrwegs, ward an der Poiomac-Müudung leck und mußte aus den Strand geleult wer den, damit die Bemannung nicht nmkam; er lst nebst dcr Fracht gänzlich veiloren. Außer dem sind vier nnbelanme Schooner zum Wracke geworden. Auf dNii Mittel-Grunde ist Sonntag der Schooner „Maria Parsaus" gestrandet. Das Fahrzeug ist, wie dcr ihm zu Hülfe ge eilte Schleppdampfer „Ncttle" berichtet, dicht und besars leincs Beistandes. Es ist nach Baltimore bestimmt. Ein toller Hn ud lies gestern Morgen in das Hans dcr Mad.Hclwig, an dcr Nold- West-Ecke dcr Portland- nnd Frcmonislraße, nnd schnappte nach den Hausbewohnern, ohne jedoch Jemand zn beißen, schließlich wurde er vom Polizistcri Rca erschossen. Jhrerßau beendign n g gehl die nene liith. St. - Kirche an Fayettestraße, nahe der Eciitral-Aveiiue, entgegen. Die Bau meister Siegman» ö- Jones gedenken, noch >m Lause dieser Woche serttg zu werden und so mit es der Gemeinde zu ermöglichen, den Oster-Gottesdienst im neuen Gottesvause ab zuhalten. Die neue Kirche ist eine Zierde des östlichen Staditheils.-Vorgestern beging die Eutaiv.Plaec Bapttsteri-Gemeinte, Dr. Fül ler, den zweiten Jahrestag des Einzngs in ihr neues Gotteshaus. Dr. Füller bemerkte, daß unter den ZuO Mitgliedern der neuen Kirche nur eiues im Lause der letzten beide» Jahre gestorben sei. Einen Sermon über den „C a r h a ken-Mord in New- ?) o r k (Fostcr)" hielt am «Sonntage Pastor Dr. F. Swentzcl in dcr Lexiugtonstr. - Mcthodislenlirche. Ais Text wählte er die Wotte Heselitt's: „Tic Seele, welche sündigt, muß sterben." Dr. S. bemerkte, daß beute unr die einzige Frage vorliege, ob eine Regierung das moralische Recht habe, die Todesstrafe zn verhängen und gab seine Meinung dahin ab, daß die Sünde und der Tod nach göttlicher Lehre uicht von einander getrennt werden könnten. Der Red ner schrieb die Zunahme der Verbrechen dem schnellen Wachslhume unserer Siädte zu und meiiiie, daß bei angehenden Verbrechern die Strafe eine reformaiorifche fein sollte, aber unverbesserliche Missethäter den Stachel der rächenden Gerechtigkeit fühlen müßten. Er stimme dem Gouverneur Tix bei, als derselbe sagte: „Mögen die Gerichte ihre Pflichteisül len, und ich werde die meinige thun." Dr. S. befürwortete sodann die zeitige religiöse Unterweisung der Jagend nnd warnte vor dcr Unmäßigleit, die im Falle Foster's die>e» zum Mörder gemacht habe. Auch meinte dcr Redner, daß die Untüchtigkeil dcr Gerichic, die Wahl unreiner Männer als Geichworene und der Mißbrauch dcr Begnlldigungsgcwalt viel mit der Zunahme dcr Verbrechen zu thnn hätte». Den Schluß der Rede bildete eine Mahnung zu christllchem, rechtschaffenem und mäßigem Lebenswandel. Sch u lpr üf uii g eil. Einen großen Theil zur Entwiäclu'.iq des deutschen Lebens nnd .der Erhaltung unserer Sprache in den Ver. Staaten trage» unstreitig die dcutich amcnkanijchcn Schulen bei, und fast keine deutsche Bevölkerung irgend einer Stadt der Union kann mit größerem und gerechterem Stolze auf ihre Schulen weifen, als gerade Batlimorc'S. Dem rastlo sen, unermüdlichen Streben einiger tüchtiger Mänucr haben wir es zu danken, daß die Kinder der hiesigen Deutschen nach einer Me thode unterrichte! werde», die man heute lei der nur noch bci dcn Dcutschcukciint, die aber als die beste dcr Welt gilt. Neben dcr Zions schule, die unter dcr Lcitung des Hrn. Pastor Scheid sich aus einen Standpunkt gcschwun gcn hat, daß keine andere Schule in der Union mit ihr conlunircn kann, sind cs namentlich die Anstalten dcr HH. F. Knapp und Philipp Wacker, welche im Lause der Jahre sich das Vertrauen des Publilnms ciwvlbcn haben. Beide Schulen wurden vor etwa 20 Jahre» unter gerade nicht sehr güustigeiiVerhältnissen in's Leben gerufen, aber ihre Vorsteher waren vom Muth beseelt und ließen denselben auch in deu schwersten Suindcn nicht sinken. Als unjer Deuljchlhum erst den bicdcrcn Charakter zeidcr Männer und das segensreiche Wirken derselben lernen leinte, da faßte es bald Ver trauen und ''eit jener Zeit Valien sich die Ivsli lule der HH. Knapp und Wacker von Jahr zu mehr gehoben und sich immer mehr in der Gunst des Publikums befestigt. Im Institute des Hrn. F. Knapp bc gavu gestern die Prüfung mit den Elementar k lassen. Tie Eltern der Kinder hallen sich zahlreich eingesunken und folgten dem Exa men in den einzelnen Untercichisgegenstande n mir großem Interesse. Aus den Antworten der Kinder erhellte, daß deiUnlerncht in dieser Anstalt kein mechani cher ist, sondern in höchst anregender und zugleich saßlicher Weife cr ihcitl wird. Geprüft wurde von den Damen Seguin, Maguire und den HH. F. und H. Knapp, G. Faeiris, Th. Fox, F. Schröck n. Davenport im Arijchauungsunterichte, Lesen, Buchslabiren, Rechnen, Diktiren, in der Geo. giaphie, Ziaiurgeschichte, Sitienlehre, Welt geschichte, Siylübung und andern Fächern. Höchst interessant war die Prüsuiig in der Sittenlehre, welche von Hrn. F. Knapp, den, Prinzipale der Anstalt, selbst vorgenommen wurde. Auch das Examen in den Anfangs gründen dcr mathematischen Geographie sckre die Zudörer in liohem Grate. Hr. H. Knapp, welcher den Unterricht in dieiemFache crihcilt, legie ein glänzendes Zeugniß fciucr Lehrfähiglcit ab, indem er bewies, daß er ber den Kindern Lust und Liebe für diesen Zweig dcr Wissenschaft zu erwecken verstanden hatte. Hr. Gustav Faeius, ohne Zweifel einer dcr ersten Pädagogen innerhalb derßer. Siaatcn, prüfte in dcr Grammatik und sprach übcr die Wortbildung und den einfachen Satz. -Laß er auch im vergangene» Jahre wieder uuend lich viel für die Ausbildung und das Wohl der Kinder, welche seinen Unterncht genossen, gethan hat, mußte Jedem llar werden, der der gestrigen Prüfung beiwohnte. Tas von Hrn. F. Schröck vorgenommene Examen im Aiischauuugsuuterrichie (einer der wichtigsten Gegenstände auf dem Lchrplane dcr deiufch amerrlaniichen Schule) natu» daSlnicrisfc der Zuhörer ebenfalls sehr in Anspruch. Tie uir Ansicht anslregciiden Slickarbeilcii dcr Mäd chen, sowie die Probcschrificn nnd hübschen Zeichuuugeu dcr ituaben wurden von den An wesenden fleißig in Augenschein geuornmen und manches lobende Woit darüber geäußert. Dcr Uirlerrichl in dem .uistilule des Hrn. F. Kuapp wird gegenwärtig von den Damen Maguire n. Seguiu und den HH. F. Knapp, G. Facins, H. Knapp, Th. Fox, G. Etiiu ger, G. Davenport und F. Schröck ertheilt. Außerdem unten ichiet Hr. M. Schmalz in der Musik, Hr. Glum im Zeichnen, Hr. El sässer in dcr hebräischen Sprache und Frl. M. Moy in den weiblichen Handarbeilen. Im Institute des Hrn. PH. Wacker bil det die lährliche Schulprüfuug jedes ein Fest, sowohl für die Kiuder wie auch für deren Eltern. Nur in weniaen Anstauen unfeccr Stadt ist der Gesuch bei der Prüfung ein solch starker, als gerade rn der des Hrn. Wacker, der jetzi feit 2ii lahren uncriniidlich für drc Ausbrtoung dcr im südlichen Sradt theile aufwachsenden Jugend chatir gewesen ist. '.>ioa> in keinem Jahre haben die Zuhö rer ein Examen dieser Anstalt nnbcsrieorgt verlassen und hierin mag auch dcr Gnind 'le gen, daß man unter dcu Anwesenden in ledcm wieder dieselben Perfoncii erblick!, die schon vor U> und Is> fahren diesen Prüfungen bciivohuien. Eitern, deren Kinder Vre An stall des Hr i. Wacl.r bejuchien, jetzt laugst d-r Schule eulwachsen fius, lommcn noch in jede!» Jahre nach den Minnen, rn denen ihre Xinder zu tüchtigen Menschen her angcdilocl wurden und leihen der Prüfung, gerade wie in früheren Jahren, ein ansinerk iames TaS gestrige Exaurcn begann am Bor Mittage mit den Elcniciitai llassen und wurde am mit den MineUlassen fongesetzl. Ganz beionders mußten die an wefenden Eltern, sowie die hiesigen Schul freunde, welche ebenfalls zahlreich vertreten waren, auf die treffliche Disziplin aufniertfam werden, dieselbe lieferte uuS ichon einen Bc weis von den nichtigen, in dieser Schute er zielten Leistungen, denn >ro eure gare Diszi plin herrscht, kann der Lehrcr segensreich wir ken, wo dieselbe aber fehl!, sieht es traurig ans. Unleriicht in Hrn. Wacker's An stalt wird von dcm Prinzipale noch von Hrn. Ilmhülien in deutscher u. von den Hy. und Baker in englischer Sprache er theilt, linser Berichterstattcr halte gestern '.> rachmittag Gelegenheit dcm Examen in den Mittelklassen beizuwohnen und hörte Hrn. Ilmhülsen rn dcr denischen pni fen. Aus den Antworten dcr Kinder erhellie, daß sie tief in den Wort- und Satzbau dcr dcnjÄcn Sprache gedrungen waren un» wäh reud des letzien Jahres bedeutende Fortschritle in dicfcni Unterrrchisgegeilstaude gemacht hat teil. Eine Glanzleistung boi Hr. den Anwesenden mir der Prüfung im Anfchau nngs Unterrichte. In diefem Fache ist Hr. Nichols ohne Zweifel Meister, nnd nur wenige Lehrer werden im Stande fein, soweit eS spe ziell diesen Lchrgegenstand anbetrifft, sich um ihni zu messen. Auch der vou diesem Herrn ertheilte Unterricht im Rechnen muß ein sehr faßlicher gewesen sein, indem die Kinter iu allen Bruchrcchnungsarten vollkommen be wandert waren. Unter den in einem Ziminer des zweiten Siockwerkes ausgelcgleu Haudar beiten und Zeichnunaen bemerlien wir man che, welche von ungewöhnlichemTalentc zcng lcii. Ter Unterricht im ivird iii der Wackcr'schcii Schnle gleichfalls von Hrn. Blum ertheilt, während Frl. Wacker in den wcidlichen Handarbeiten, ans welche mir, wie anch ant die Zeichnungen morgen noch ein mal näher zurückkommen wcrüeu, uuler richlct. Die Prüfung wird heute iu beiden Anstal ten fortgeseizr. Die jährliche Prüfung dcr evangelisch lutherischcuSt. Paulus-Gemcindeschule wur de gestern Morgen im ScbnUokale, Ecke dcr Fremont- und Saratogastraß', eröffnen Die Prüfung der l. Klasse fand iu den Morgen stunden vou 8 bis 12 Uhr statt nnd umfaßte Religion, Kops- und Tafclrcchuen, Lesen nnd Buchstabirc», Geographie, Nalurgeschichte, Grammatik, Schönschreiben und Zeichnen. Die Prüfung dcr 3. Klasse wurde in der, Nachmitlagsftunden vou 2 bis 4 Uhr abge halten und' umfaßte dieselben, iu de» Mor geriilundcn vorgenommenen Branchen. Tie prüfenden Lehrer waren dieHH. B. Feiertag, E. G Scbönrich und F. W. Meher. Ter thätige Infpeltor der Schule, Ehrm. Pastor Hugo Häuser, war während der ganzen Prü saug anrvcscild und hielt eine ermunternde Anrede au die Schüler und deren Eltern. Tic St. Panlns-Gemciiidefchule besteht seit dcr Gründung dcr Gemeinde, und wird aIS eine der besten Schulen des westlichen Stadithciles betrachtet und sowohl vou Deulfchen, wie Amerikanern bedeutend unterstützt. Die „M a rylä n der Get a n g c»e »- H ü l fs-G cfcllschaft" hiclt gcstecnAbend in dcr Quäkcr Kiiä>e auf der Ecke der Moiiu meut- und Eulawstraße uniec des Präsidenten Hrn. G. S. Gliffith Borsitzc ihre vierte lah rcsvcrfammlnng. Ter Präsident erstattete über die Thätigkeit und den finanziellen Zustand der Gesellschaft cineii sehr ausführlichen Bericht, wclcheni wir Folgendes cntuedmen: Der Zweck dcr Ge sellschaft besteht darin, durch verbesserte Ge sanguiß-Einrichlnng und wohlwollendes Aus treten aus Insassen von Llrafanstaltcn bö sere Mcnschc» zu mache», die nach ihrer Frei lassung dcr iiienjchlichenGcscUjchast nicht mchr zur Last fallen und sich selbst zu ernähre» im Stande sind. Ein Staatsgesctz vom Mär; 1872 erkennt die Gesellschaft als körperschasl an, deren vier Hanvtpnnzipien der Bericht in Erwcckang von Bcrtraueii, sittliche uud re ligiöse Uinenveisung, geistige Erziehung zur Selbstachtung uud zweckmäßige Unterstützung des Rcnmüthjgeii zusammenfaßt. Zur Fürterruig der Besserung sind uubc diugl freiwillige Bemühungeu vvii Menfchcn frcnndcu nöthig, besonders bei Gefangenen oder Insassen von Armeuhämern, die durch Umstände gefallen sind. Ter Belicht verweilt b>t den Schwierigkeiten dcr Beschaffung von Arbeit für ehemalige Sträflinge, zeigt die Pflicht des Staates und seiner Bürger, schon ans ökonomischen Rücksichten die Gesellschaft zu unterstützen und befüuvoitct die Einfüh inng weltlichen Unterrichts tn dcu Strafan slalicnMarhlanb's, der erfahrungsgemäß dort rafchcre Erfolge erziele, als anderwarls. Iu unseriu Staalszuchihause erlernt jeder Insasse einen nützlichen Erwerbszweig; die Frauenzimmcr, die früher Zündholzschachlelu machten, müsjcn jetzt ans der Maschine nähen uud Kleidungsstücke aller Art anfertigen. Im Jahre I 8«9 kamen ttl7, 1870 280, '7l 262 und '72 nur 188 Perfoncii in's Zucht haus; I86!1 weist also fast die doppellc Zahl der 1372 Aufgenommenen ans. Bou dcu 1872crn waren 4S Weiße niänulichcu, 1 lichen GefchlechiS, 115 Neger uud 24 Nege rinnen; eS kaine» Iti!) zum 1., 15 zum 2., 2 zum Z., 1 zum 4. uud 1 zum 5. Äule dahin. Am Schlüsse von 1872 verblieben SSB, und zwar l7ü Weiße und 423 Schwarze. Dieses Jahr (1873) wurden nur 4S Sträflinge (ge gen 8!) iu demselben Zeiträume >872) aufge nommen. Nur 180 tonnen lesen und schrei ben. 343 besuchen die unter den Auspizien dcr Gefcllfchafl geführte Sonulagsschulc. Den Beamten des ZuchlhauscS, dcr Gcfäuguisse u. Armenhäuser de« Staates wird für ihr In teresse am Streben der Gesellschaft gedaukt; und die Bürger Marhlaied's weiden zur Un terstützung dcr Zwecke derselben dringend auf geforderl; in deu näHsten zwölf Monaten brauch! sie bei den gesteigellen Ansprüchen ? 1V0«>. Poriges Jahr wurden S2KVL.SO baar zejammell. Drei Agcnlen arbeilen im Dien ,ie der Gesellschaft; Kastor P. Dall nebst Gat tin speziell in Baltimore nnd den angrenzen den Eouulies, welche osl entlassene Sträflinge, die nirgends Unterkommen fanden, in ihrem Hciufe aufnahmen. An Stelle des Hrn. Grissith, der süns Mo nate anläßlich des „Internationalen Gefäng niß-CongrcsseS" in London abwesend war, übernahm zeitweise Pastor I. Mosson dessen Lokalpslichten. Dcr Bericht verbreitete sich dann des Län zeren über die Verbandlungen des genannten Kongresses, an dem hochstehende Perjonen, wie der Prin; von Wales Theil nahine», über sie England's und anderer Üä»scr Europa's, geht dann auf denGcfäng uiß-R'fvrm-Eoiigrcß, der am 21. Januar I37l! in Raine's Halle zusammentrat, über, spricht hicrauf von der Elassifizirvng der vcr- Ichiedcne» Vrrdrechcnsstnfen, dem Bedürfnisse eines Aibeitihaujes und dcr nothwendigen Aenderung des Straseodex bezüglich der schwe reren nnd geringeren Verbrechen, der Abson derung in Verbrechen Ergrauier von den aus Schwäche Gefallenen, von eonseguenter Ahn dung von Verbrechen einerKlafse mit gleichem Strafmaße, von den Nachtheilen von EngroS- Freilassungen durch Großgeschworene ans dem Gefängnisse und kurzer Freiheitsstrafe u. s. w. Tie Errichtung eines Arbeitshauses, das zugleich als «-traf- und Besserung?. Anstalt dieur, wird vom Geuv. Whyte, Criminalrich ter Gilnior, den Groggeschworenen, '2liar>or Vansaut und den G.'fauginß-Visiraloren em psohlen. Ter Bericht widerlegt die Einwände gegen cur? solche Ansiall und weist auf ähn liche Einrichtungen (!-'> an Zahl) in Massa chusetts allein hi»; in Tetroit cxistirt eben falls ein Befferiingehans, das iegensreich wirkt; in Alleahauy Eonnty, Pa., ein Ar beitshaus seit fünf Ter Bericht schließt niit der Empfehlung, ein Fiiiifer-Eomite cinzuictzen, da« sich noch siinf Herren zugesellt nnd Betreffs eines Ar beitshauses in Maryland und einerAendernng unseres Straseodex sich berathet uuv dcr Ge setzgebung c>ne dessaUsige Petition überreicht. Aus Hrn. Mcrresield's Antrag wurde die Einieyung eines solchen Eomite's, dessen Zu bleibt, bcichlosseu. Tann legie Prof. Baird über den Naiional- Gefängniß - Eongreß in Balüinore, Pastor Mosfon, vülfs.Agent, Slarisuken über Be suche von Anstalten in der Stadt und den Eounlies und Pastor Toll über icine Thä tigkeit im verflossene» Jahre einen Bericht vor. Am Schlüsse schritt man zur Beamten wahl ''lir'e kommende Jahr; gewählt wurden die HH. G. S. Grisfith zum Präsideutei', Merrefield zum Vicc-Prändenien , I. L. znni jiassirer, W. itineS znm protokollirenden und G. S. Grifsith, inn., znm correipoudirendeu Sekretär; ferrer cin Eollegium der Geschäftsführer, ein Voll zugs- und em Finanz Ausschuß, worauf sich die Versammlung vertagt-. We tt er ausiich t e ». westliche Win» de, b cwöllier Himmel und leichter Regen, Dcr Prozeß gegen HlighcS. „Schul dig des Todlschlages." Die seit Tounerstag 2)iocgen um Hlk klhr in Berathung gewesenen Geschworenen haben endlich gestern Morgen ihren U-theilsspruch eingebracht und Thomas Hughes, der Er morbuug de« Joseph Müller im November 1872 angeklagt, des Todtschlags schuldig be funden, ihn aber gleichzeitig der Gnade dei Gerichts empfohlen. Es erhellt, daß du Jury von Ansang an II für Schuldig des Todtschlags und I für Freigabe sla'nden, schließlich abcr der Eine sich unter der Bedin. gnng, daß man den Angeklagten gerichtlicher Gnade empfehle, veranlassen ließ, der Mehr heit beizustimmen. Als dcr Urteilsspruch der Geschwore neu erfolgte, erbleichte der lunge Angeklagte. Er schien zuversichtlich die Freigabe erwarte! zu haben. Richter Giimor entließ nach er solgleni Spruche die Geschworenen. Es ist bemerlenswerth, daß sthon ani Tonnerstag Abende die Jurors zur Zah! von II für das „schuldig des TodtichlageS," t für die Frei sprechung waren. Bis zum Letzten hielt die ser Eti.c aus, ludcm er seine Weigerung, sich der Mehrheit anzuschließen, aus das Zeugnig des Hrn. Eoates, Eigners des Eisenhammers, stützte. Erst am Sonntag Morgen nm 7 Uhr gab er nach, aber nur unter der von uns oben bcreitS angegebenen Bedingung. Daß die zwöls Herren, irclche i> Tage und Nächte im Bereiche des Gerichishauses eingeiperrt wa ren, grade nicht die lreundlichnen Gesichter zur Schau trugen, läßt sich denken. D'rau ßeu warteten die Angehörigen einiger Ge schworenen, die mit offenen Armen die endlich au« unsreuviUiger Hast Bestellen aufnahmen. „Bob" Reunerr aber erhielt gleich nachher den Besuch mehrercr der Geschworenen, die sich be eilten, den innern Menschen nach den Stra pazen dcr lctzlen Tage zu restaurircn. Dcr (sole Mord Prozeft aufgescho ben. Gester» Morgen wnrde im Criminalgerichlc der Prozeß gegen Ehs. R. Anderson, der Er moidung Dr. Mole'S im Januar 1872 ange klagt, anigerusen, aber der Staatsanwalt Leo >inott erhob sich und erjuchle um einen Ans. schnb des Prozesses, da er jinnde über wichti. ges Zeugniß der Anklage habe, aber noch nicht die Zeit gehabt, um sich durch Verhör derZen gen Gewißheit über dessen Verläßlichkeit zn verschaffen. Er wolle beantragen, daß der Prozeß des Anderson zum ersten des Mai-Ter. iiiines gemacht werde. Der Staatsanwalt bemerkte, daß er sehr wohl wisse, daß der An geklagte bereits sechs Monate im Gefängnisse sei; da ab r der Mord ein geheimer war, lc> halte es mehrnionailicher Forschung der Poli zei bedurft, um sogar mir eine Ärretur zu rechiferlige». Er glaube, daß die Interessen der einen Ansschnb erheischten. Hr. R. Emmet Jones, Anmalt des Angeklagten, sag te, er sei sür deiiProzeß vorbereitet; s'ernElient sei lange im Gefängnisse gewesen, indeß füge er sich der Vorschrift des Gerichtes. Richter Gilmor bemerkte, daß im Hinblicke auf die Erklärung des Staatsanwaltes, daß Zeugniß von wichtigem Charakter beizubringen beab sichtig! werde, eS die Pflicht dcs Gerichtes sei, den Anfschnb zn erlaub-», und er Ihne dieses mit cem Verständniß, daß der Prozeß An längs Mai bestimmt aufgerufen werde. Berichte aus dem Innern deS Staates. (TaS Einmachegeschäft in Frederick- Sonnty.) Hr. Louis McMnrray, der be kannte Gemüse- u. Früch'e-Einmache, macht zroßarlige Vorbereitungen für die diesjährige Saison. Hr. Murray hat eine Landfläche von zwischen I3VV und ISOV Actern in Eul ur u. die Gebäude seines Einmachegeschäfis, melches da« größte im Lande ist, bedecken eine Fläche von -t dis 5 Ackern. IG der Arbeits saison sind KVO Personen darin ihatrg. Im vorigen Jahre wurde» l,«)»y.oooLlechbüchjcil zepacll, häufig Zi.tiOO an einem Tage. -(Selbstmord.) Am Freitage schoß sich Hannah I. Mnrray, Gattin I. C. Rnrray's, nahe Bayview mit einer Fliiite in ?ie Brust. Tie Verletzung gilt sür tödtlich. Die Unglückliche litt feit vier Jahre» in Folge >on Rervensiebcr an Geiuesstörnng. Mittwoch Abcnd ging drei Meilen west ich von Elkion in Cecil-üoiinty Thomas Ziced's Scheniic in Flammen auf. Ihr In lalt wnrde grögtentheils gerettet. Der Scha ien beliägt Donnerstag früh fand man Wilbur Abrahams, Sohn Joseph Abrahams' von Port Deposit, entseelt in, Bette. Frau Scott, Gattin des Bigamisten John L. «>cott, besuchte vorige Woche densel ben mit ihrer ! t-jährigen Tochter im Gesäng- nissezu Denton, Carollne-Countu. Er ist sehr reumüthig. Tiefe Woche soll ihm der Prozeß gemacht werden. —(Noch ein Selbstmord.) Gestern vor acht Tagen ging Capt. Darnis Coleman, in Swan Creek-'Neck, Ken! Couniy, wohnhaft, in den Stall, um die Ochien zn süllern; als sein Sohn kurz nachher ebendahin sich begab, sand er den Vatcr mit durchichniitcvcr Kehle. Derselbe hatte sich aus dcm oberen Boden mil einem Rasirmcffcr den Halö abgeschnitten uuo war in den stall hinabgenürzi. Er mar noch amLeben, kam wicdei zumLemußlfeiu.u. lebte noch bis Sonnabend. Seine Familie be sürchtete bei seinem Geisteszustände teil einiger Zeit, daß er sich ein Leid anthun würde. Abermals ein Mord in Maryland Ein Postmeister und Kauf mann in St. Marv'S <so. er mordet und sein Laden in «rand gesetzt Eln Neger der That verdächtig! Von Fairsield, im untern Theile von Sl. Mary's Co., kömmt die Nachricht, daß dort spät ain letzten Donuelsiogs-Abende, den 3. d. Mls., James Schosield, Postmeister leues Lites, der in Verbindung mit dem Amte auch einen hält, ermordet worden ist. Es erhelli, daß Schosield, der bereits zu Belle gegangen war, durch Schläge an der Laden« lhür geweckt wurde. Man nimmt an, daß er die Thür ösfncte, als er plötzlich angegrif fen und ermordet wurde. Räch der That wurde der Laden beraubt und iu Brand setzt. Der Brandichcin füyrte die Bevölke rung des OrieS herbei, ader alle RettuiigS maßnahmen waren crsolglos, nur der schreck lich verbrannte Leichnam Schofield's wurde nachher gesunden. Der Geldkasten des La. dens wurde 10 ?>ards culserul von derßrand stalte ausgeleert ausgehoben. Säwfield ichlies allein in dem Laden. Der Verdacht der Thal wendet sich aus einen an der Eisenbahn angestellten Neger, Namens BiSeoe, mit wel chem Schosield früb am Abende des Mordes einen Streit hatte, bei welchem er Drohungen gegen S. ausstieß. Der Verdächtige, den übrigens Manche sür unfchuldig hallen, war noch nichl veihasiel worden. lieber Schosield selbst erfährt man, daß er ans Coiincelicnt, gebüuig ist, während des Krieges in Hampton, Va., ein Gefchäst haue, abbrannte uuo beinahe gänz lich rniniri wurde. Später kam er uach St. ü,>raiy's Co. uud begann ein neues Geschäft. Seine Frau starb turz nachher, aber er nahm eine andere Frau, die ihn >edoch verlieg, wäh rend S. behaupieie, daß sie über das „Mein uud Tein" vou ihm abweichendeßegrine habe uud er sich mit ihr Nicht habe vertragen lön nen. Bald nachher lödicke Schosield im t-ireite einen Äjeg!r, wurde prozefsirt, aber von der Jury, welche die für eine ge rechlferligle hielt, Ein später segle ein Orlan durch Sl. Ptary's Co., un) Schofield's Laden wmde zerstör! und fein Waarenvoriath arg beschädigt. Aber ani's 'Neue ging Schosield iu's tKeichirr und kam wieder aus einen grünen Zweig. Zur Zeit seines Todes war fem credit gut, und er wurde sür sehr bemillell gehalten. Sicher ist es, daß cr zur Zeil feiner Ermor dung erh.bUche Geldsummen im Hause Halle. Schosield mar nngcfähr all und Halle zuvorkommend Niid gehö.le ;u den gebitdele reu ClNwohi.crii des Daß oie Thal erhebliches Anflehen gcmachi t>al, laßt sich denken. Ein Sohn Ermordeten wohin ebenfalls in Sl. Mary's Co. (Eine spätere Nachucht melde! die Arrelur Biscoe's, der aber behaupte!, nnfchuldig zu fein.) Selbstmord eines Hagerötowners. HagerSlown, Mo., 7. Apri!.—Huite Nachmittag nahm sich David Smilh, e>» be tagter, geachteter Bürger uuierer Stadt, durch Erhängen das Leben. Seit einiger Zni hil len feine Geisteslräile so gelitlen, daß er nichl seilen seines Beistandes medr mächlig wai. Er hinlec>äßt eine starke Familie; doch si. d alle Kinder crwachfen. Schrecklicher Unglücksfall ill einem Bergwerke bei Hiostburg.- <s'in Mann stürzt mit seinem Fuhr werke in einen Schacht. Cnmberland, Md., 7. April.—John Langley, ein Fuhrmann der Borden Mine be> Fronburg, wollte heute mit feinem Pierd und Wagen in einen Schacht einfahren. Das Pferd wurde siöriig und schlug aus, dicTam rissen, und Pferd, Wagen und Fuhrmann stürzten ltls Fuß tief. Langley war aus dri Stelle todt; cr hinlcrläßl eine Frau uud cm Kind. Zur Wiener AuSstelinug. Wcch sel uud Ercditbr»efe. Die bevorstehende Wiener Well - AuSstel liing, welche am l. Diai beginnt und mulh maßlich nicht vor dem 2. Nov. schließen w»d hal die Reiselust des amcrikamfchen Pnbli kuius in so hohem Grade entwickelt, daß ict mich veranlaßt sehe, die Ansmerkfanikeil bei Publikums ausdic AnSsteUnng von ditbriefen zu lenken, nach welchen bei diefei Gelegenheit ein größerer Begehr, als sein wird. Zch habe diesen Umstand anüci piil und darauf hin die umfassendsten Vorbe reitungen mit den größeren mil mir in biudung stehenden Bankhäusern Europa's, namentlich mir der „Union - Bank" in Wien, einem der bedeutendsten Geld- Institute Deutichlaud's abgejchlossen. Wechfel und Crcdilbriefe zu den niedrigsten Raten bei F. ötaine. Der,,-Arion" giebt still drittes Eonzert Äiittmoch, den S. April, in der „Coneordia." Da« Programm, da« bei dicieni Conzerte znr Ausführung kom mcn mild, ist ein letir gemahltes. Im HoUidavstraften-Theater erudiel augenblicllich der treffliche Komikcr Yankee Locke zahlreiche Lorbeeren. Derselbe lrill an jedem Abende wählend dieser Woche in seinem neuen Drama: „Die Bu'chran gcrS" oder „Hoch, niedrig, Jack und dai Spiel!" anf. Das Slück fpieli in Austra lien mährend der Goldaufregung nudist reich an Effekten. Keiner sollte versäumen, dem HoUlbaysiiaßen-Theaicr >m Laufe dicjcr Wo che einen Bcfach abzustatten. Anton Studinstein. Henri Wie niawSki. Theodor Thomas. Wir wissen uns teincr Gelegenheit zu ent. sinnen, wo drei folche Größen wie Anton Rribinsteni, Heuri Wieniamsli nud Theodor Thomas an einem u. dcmfelbcn Abend ver einigt vor uns austraten. Zum ersten und letzten Male wird es nuS vergönnt fcin, Mut woch, den I«!. April, in der „Frennanrec. Halle" de» großien aller Pianisten, fowie eincn der bcrüymre'tcn Geiger, von der uiiver glcichlichen Capelle uuicrslützt, zu hören. Bisher hörten wir die beiden großen russischen Künstler nur ohne jegliche Begleitung, jetzt aber sollen wir sie im Ver eine mit einem aus K«) Musikern bestehenden Orchester vernehmen. Daß dieser Abend sich zu den glänzendsten in der Knnstgcfchichlc unferer Stadl gestalten wird, »iiicUiegt wohl leinein Zweifel. Der Berkauf der res.rriirien Sitze für dieses Conzerl, das, mie wir verneh men, überhaupt das letzle fein foll, in welchem Rubinficin und Wieniaivski in Amerika auf treten, nimmt Donnerstag, den l». April, Mmgen« !» Uhr, in McCafjrey's Musikalien- Handlung seinen Ansang. Im Ford scven Vpernhause wird henie Abend wiederum das großartige Senfativns - Drama: „Der Katarakt des Ganges" zur Aufführung gelangen. Ob gleich das slück jetzt fchon feit mehreren Aben den das Repcrtoir beherrscht, fo bewährt es doch noch immer feine Zugkraft. Ford's Opernhaus ist jetzt au jedem Abende in allen Räumen gefüllt und Jeder der Anmefendeu spricht feine Bewunderung und jeiiiErslauneu über die brillante Ausstattung des Stückes aus. Wer den „Kalarati des Ganges" zu fehcn wünscht, sollte Ford's Opernhaus noch in diejen Tagen besuchen, da das Drama nicht lange mehr aus dem Rcpeitoir stehen wird. Der weiqcrtonlg i7le -Lull, dessen Name in der ganzen Well bekannt ist uuo selbst den Namen VienxtempS' verdun kelt, wird Montag uud Dienstag, den i t. und ls. April, feine Geige im Focb'ichcn Opern- Haufe crlönen lassen. Es ist die letzte Com zertlour, welche der berühmte Norweger durch Amerika macht, und Keiner, der ihn einmal gehört hat, wird verfehlen, ihn vor seinem Scheiden noch einmal za sehen und ;a hören. Wenn Sänger ein gewisses Älter erreich! ha ben, so geht ihre Stimme in Trümmer, und wie Ruinen wandeln sie auf der Buhne um her, Anders abcrist es mir Ole Bull: frei lich ist auch er all geworden, und fein Hanvt deckt der Schnee des Alters, seine Geige ab r hat während der laugen an Klang ge ! wonncn, und wenn der Küiistlcrgreis sie zur Hand nimmt, da wird er wieder jung und laßt den Bogen über die Sailen glciien, so leck uud luflig und bald wieder fo iranug und melancholijch, wie einst vor vielen Jahren, Außer ihm werden noch die vekannien Küniller Signor Fcrranii und Hr, Zvjeph hart Dcuck uuo Fil. Graziella Ridgeway luflrelen. Bei den Ole Bull - Conzenen vcrden keine anderen, als die PianoS innerer -ecühmlcn Firma Wilh. Knabe 6- Comp, icbraucht. Refervirle Sitze köunen in Mc- Mustkalienhandluiig belegt werden. Hrn Forepangh bllssement, luS Menagerie, Mufeen und Cir kus bestehend, laradirte gestern Pormiitag durch die Haupt- Straßen dcr Stadt und erregle durch den Älanz der Fuhrwerke, die Reichhaltigkeit der Thierfammlung, die Schönheit der Pferde allgemeines Ausjehen. Die beiden Vorstel lungen, um 2 und Abends 8 Uhr beginnend, erfreuten sich des verdienten zahlreichen Be fuches von Zung und Alt beiderlei Gefchlechrs; die Einen suchten und fanden Belehrung im Tdierreiche, Ändere fükltcn sich zu den in der That staunenswkrihen Leistungen der bereiter und Bereilcriniien, der Akrobaten, Trapez lünsiler und Spaßmacher iLi Cirkus hivgezo gen, und die Kinderwelt ergötzlc sich in den vier Monimulbzelten, von denen zwei der Menagene, eirnS dem !Liiilc!:ni mit seinen Raritäten und da« vier!? größie den Reilkün. slen gewidmet sind, allenthalben und fand an Ziegenbocke, der sich kubn auf's Ron wagte und seine Künste zeigte, großen Gesallen. Hr. Foiepaugh gastrrt diese Woche noch hier; Nieuiaud sollte sich den Genuß, sein -Elablissemeut zu besuchen, entgehen lasse». Morgen und Freitag hält es irieder groi> n Umzug, wobei es verschiedene Roulen ein schlagen wird. Wir iverdcn morgen dasselbe aussädrlicher besprechen. In der „ArdcircrhaÜe," Nr. s>, Sud Frederickstraße, >» augenblicklich ein großes Panorama des deutsch-französischen Krieges ansgesieUl, aus das wir unsere Leser besonders aui'mcrliani machen möchten, da uns eine solche Sehenswürdigkeit nur selten geboten wird und dieses Panorama eines der größten icunstwerlc ist, welche jemals in Bal timore gezeigt winden. Der ~"Soz.-Oeittokr.7Turn Vcrein" hat aus Montag, den l t. April, einen großen Ball in der „Turnhalle," Nr. 84, Wesr-Bal timorestraße, veranstaltet. Der „Germania-Mäiinerchc'r hält moigen Abend um « llhr »i seiner Per einshalle an der Lombarssiraßc eine General. Versammlung ab, in welcher die Bau . Ange legenheit zur Verhandlung kommen wird Die „Valtimorer «Schlitzen - Gesell schafl" wird morgen Abend n»i » Uhr eine General versammlung in Capt. Heiderich'S Lokal an der Posi-Qsfiec-Ave abhalten. Die „Providentia" wird Mittwoch, den !>. April, eine General veisainmlung in Raine's Halle abhallcu. K-v" Vrof. vt. >Smitl), welcher wahrend des Winiers von Ballrmore abwe send war, macht dem kiesigen Publikum die Anzeige, daß er seine in Nr. tjv, Sa ratogasiraße, wieder e-össnet dat. Hr» I?- W. Nr. 37, Nord-Tahstraße, stichi h?uie ein Faß Osterwei» eigener vom Rheine an und läd'i zur großen Testprobe Weinten« „er u»d Weinirennde ein. Tie Weine te» Hrn. G. haben einen hohen Ruf. nnd sein selbstverständlich direkt imvorlicler Lsttrwcin süll etwas ganz Apartes sei». Bei Hrn. K. piurvner im Keller von Raine's Gebäude, Ecke der Baliimorestraße n. Post sand gestern große Scdar (Koscher) - Wein-Probe statt. Aus dlci Fässern fprndclle der edle Tast in die Beclier, »ud da« Resullat der iviid wohl zu geeigneter Zeit zu össeui' licher >iunde gelange». Bon früh bis spat in den Abend hinein dauerte gestern die Probe und w»d wohl heute fortgesetzt werden müssen. Dr. Glans Brekmer S achter Bergener Leberthran wird von Aerzten enipfohlen in Fällen von Rheumatismus, Stropkeln, Grchi, Abinarerniig, Auszehrung und allen Hauigeschwillsteii. Z» verlausen -tv SI die Flasche, «! sür in allen Apothe- A. B o gel er Com p. (!!S —) Im Dl»eater Amtllcht Börsenberichte. Be.ichlel von Win. Kisker di Löhnen, Sonthstraße. Batti lNore. den 7. April, Abends Uhr. . Go!!> OJuTj V.Ei. l>.2Vr — t)ta 6 6 (4)...rr11ti -lLaNßahn-!! ...lii', As!o i>eu Vers Ä L B. vi. «ai-rÄuli l-i B I. >r^c!^ > Ba»'o«,l 'A».. v?!,' iit, - WMd tir2.g'9oB7 ! Balto lir ltt«. !<->,' liU DMdvrZ.«Za>SZ kZL Salto Kr I!»Xi.. i«7 S7 SMeinphistir üi »9 Bnk o> Balto l.'t ijrZ. «z»,' Bank.... t 4'» Rich <k Dan 1.7!j Franklin Bank ll S»w Bank.... »>', '.lii MerchSjank — Or.ck AI dr 4. SU'» 3. Nat Bank Äco's cSIÄohI lIS Bali» ONC l<9>» wieder Turn» ck7?t t,!>m Virgima-Honsolg !>li«i »Balio.-Oyio Bahi! " Odligat. t«ÄS, rir Ii» „Mcr.-<L>i>c.-B»bn"-LZbiigar., I. H., 7r 9^ I.Mi »Orange-Alex.-M -Buhn-"2b1., 7r SV?» dilio diiio ditto I.VNN «Mar. z. H. tir t.vu» ««ordl. tir, lU'> A 5. Larraulzer ä. Co., Provisionen-Hnttdler und^Brativurstmacher, >?r«iikjnrler Würstchen Iteis vsrrothig Im Elablisteniciir au der verlängerten Pennsh'- vania-Avcnuc. «c-k ti.»?' ' Vermischte Äcinc.jahttsctinlerzcn ,»chr Varl Bra», HÄe cZnior- !?arrist>!?! ' H. M-er. aii>». Nr. tiennl.-Avenue: v. «?rri»l,oie?. Nr. «4«!, Vtleit-Älliliainriftr ! B-»m<rarincr, Ecke Lrarr-und vresideiiislrasie: r. »c tsarl Rvhlr, der Botlvii- uns H. Man. Nr M<, Sitd-Broadiuay: Nielner. Nr. IM, ?rcocr>ck./l>>n>uc und Ä. Haupr-Nirderiage «r, «ort. DallarS bezaliirn >mr welcher Fleklbe.' U. Si 4). Nieliier, <MarjB.t:litw4l'l Valiimore, Md. AyCt'S für alle Zwecke einer Familieil-Ar?nei. heilen ' Verstopsunq. Gelbsucht, Dhspepsre, Nerdaii iingSbeichwerden, Ruhe, schlechten Magen und übelriechenden Aihem, Roie, Äopsmeh. Hämorrhoiden, RheumaiiSninS, HautanS schlage, Galligkeit, Leberleiden. 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