Newspaper of Der Deutsche Correspondent, April 10, 1873, Page 4

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated April 10, 1873 Page 4
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Ter Teutsche <sorrtsvöNdckt Baltimore Itt. April 187». Stadt Baltimore. Das Welt e r. Im diesigen Bureau des Signalcorps !i > bis gesleru rliachiuitt ig Uhr jimidc von starkem Reqen aus Oue dee, vo» leichüii' R-gcu aus Piilkbura, Buf salo, Rochester, Elevelaud, Port Stanley und Porl Dover, von leichtem «chueefalle aus Daveiiporl. von drohendem Wetter aus Phi ladelphia, Botton, New London, Neiv.Lynch liirg, Oswega, Builiugton und Momn Wa shington von sich luui!äreii?eiü Himmel aus Kuexville au?. Das Thermometer stand in Bcltimore aus «!!>, in Washington aus 83, in Philadelphia aus 4'», in Rew-'?)o>t auf 43. in Boston aus 39, in Eafipor! auf 34, in itnoxville aus 52, in Lynchburg ansBl, in Pillsburg auf 51, iu Eiueinuati aus 47. in Oswego aus 4L. in Buffalo auf 42, in Clevelaud aus 47, in De troit auf 42, in Charlcstoii auf 75, in Mont real auf 4», in Savainiah auf 73. in jiey- West aus 83, in Augusta auf 58, in Galve slou aus L 3, in Norfolk aus 34, in Chicago auf I», in Cheyentie aus 41, in San Fran züsco aus 59, in New Orleans auf 60, in Louis au^'4s und in Pemdiua auf 41 Grad. Lhio stieg in den letzten 24 Stunden bei Pittsburg 29 und bei Za»o 54 Zoll und siel bei Ciucinuaii 14 und bei Louisville 4 Zoll. Ter Mississippi stieg bei St. Paul 6, bei St. Louis 30, bei Memphis 3 und bei BMdurg 10 Zoll und sie! bei Daveupcrt 13 Zoll. Bei Rashville sie! der Teunessee IL Z°u. Die Besteuerungen für den Pari im nördlichen S t a dt t h eil e. Im zweiten Zweige des Stadtiathes reichte Hr. Zicir, wie wir fchon gestern mittheilten, eine Deukschrift von mehreren Personen ein, welche die Beiordnung im Betiesf der Widerrufung der Perortuiij,e» bezüglich des Parkes im nördlichen Sladllhcile dahin geändert wisse» wollen, daß ihnen die Zahlung der Kosten :c> erlassen werde. Tic betreffenden Persouer behaupten, dag sie um K7O 00V besteuert wur den, ohne daß sie die Petition für den Pari unterzeichneten. Die Annahme der Berord nuiig mit Bezug aus den Widerruf dei Beiordnung, welche die Anlegung eines Par ies vorschreibt, wird in der Denkschrift ein« weise Beifügung des Sladlrathes genannt da aber der drille Abschnitt der Widerrufs Verordnung dicßcüimmung enthält, daß Tie zeitigen, welche um deuWiderrus eirigekommer sind, die Kosten zu tragen haben, so iucheti km Unlerzeichnel der Denlichrift da:um nach, dal dieser Abichuitt in Wicdererwägung gezoger werde. In der Denkschrift wird ferner be merkt, dag der Stadtraih offenbar in einen Irrthum besangen gewesen sei welche die Petition Betreffs der Anlegung de« Parkes einreichten, kür dieselben Personen ge halten habe, welche um den Widerruf einka Uten. Die Denkschrift wurde an das Park Comite verwiesen. Die Steuer-Verordnung sür d a > Jahr 1 87 3 kam vorgestern Abend, wie de! Leser weiß, im 1. Rathszweige zur Debatte Hr. H»nion erhob Einwand elegeii die groß Verwillignng, welche sur die Gerichte gemach worden sei, uud wies bejoudeis darauf hin dag die Stadt erheblich dazu beitrage, uns d>> Ge'.ichtSausgabeu der Counties, bei der Ber legung vc,n Prozessen vor die Lctzteru, zu dek keii. Tie gegenwärtigen Geietze geben de! Stadl nicht einmal die Gelegenheit, ihr Geli zurückzuerhalten. Er hoffe, daß man tüchtig Lerne in die nächste Stavlegcictzgebuug seudei werde, um die betreffenden besetze zu revidi reu. Auch die Berwilligung für das Eisboo fand Bciprcchrilig. ui.d Rath Gissvrd meinte „das Eisboot sei ein Humbug." Dasselb liehe unter der Eoiüiole des Staates, wah >cnd die Stadt daiür zu zahlen babe. E werde jetzt sür das Boot eiiie grosse Äiai n fchaft unterhalten, wühreird im Winter, w die städtischen Remorquenre so wie so ilrll lä gen, die Mannschast deiselben das Eisboo bedienen könnten, das nn Sommer ausgeleg »Verden sollte. Tie HH. Toirson, Orndorff Couu und Seim besürworieteri die Betwilli gütig, und eine Abstimmung ersolgle zu Gun stcn des Voranschlages des Cdimlc's derWeq und Mittel. hielt vorgcsterii'Akeiid Ecke der Lexinglon-uu! Charlesstr. ihre O-uartalverlammliiug. Di Gesellschaft hat zur Zeit 358 Mitglieder uni die Fiuauzaugeicgeubeileu befiliden sich iu be ster Orduuug. Diese Gelellschaft ist nicht m> verwechseln. ' r ero rd niinq e n jm Belref des Budgets wurden gestcrt auch vom zweiten Zweige dcsStadiratheS au genommen. Der Bel - Air - M arkt. —lm erste: Rathszweige ging vorgestern ein Beschluß durch, L42VV sür die neue Bedachung eine« Theiles des Bel-Air-Markles, dieAnbriuguiij von Bentilaioren und die gründliche R'etiii guug desselben zu verwilligen. Der Belair-Markt. Terzweib Rathsziveig trat gestern dem Beschlusse de« ersten Zweiges, die Dachbcdceknng desßelaw zu erneuern, neue Luftlöcher anzu bliiiricii, die Markischuppen zu reparireu uui §-1000 sür diesen Zweck zu verwilligeu, bei. Der Fell's Pointer Markt.— Nachdem am Dienstage der zweite Zweig an Hrn. Heiurich Kaschmcpcl's Anregung be 'chlossen hatte, daß der Inspeklor der städti schen Gebäude ihm einen Koilenüberschlag sü die Reparatur des „Broadway-Institutes' einreiche, uuterbrcitcle ihm gestern Hr. Kasch iueper eiueii zweiten Beschluß, wornach derselbe Stadlbeamte angewiesen werden soll, der Fell's Pointer Äiarkt gehörig ausbessern zr lassen uud in Reparatur zu erhallen; der jet zige Zustand der dortigen Marklgebände je durch die leckeuTacheiuncn, den defetleuGyps und Wandbewurs und andere Schäden derart daß die Interessen sowohl der Bertaufsstand Eigenthümer, als derzumEiukanfen kommen den Marklbeiucher in nicht geringem Grad beeinträchtigt werden. Auch dieser Beschluß erhielt die Zustimmung des zweiten Zweiges Der C e u t r e-M ar l t ersreutesich bishe nicht allzugroszcr Berückstchnguug Seueui der Siadlbehörden, und die beiden Markt schuppen aus dem unteren Theile dieses ein sligcnHauPlmartles der Stadl lassen sich ebei Space, nicht einmal sür zweckmäßig einge richtete Marltgebäulichleile» erklären. Weih rcud ferner die übrigen Märkte an drei Tage! ,u der Woche geöffnet sind, ist der Eeuire Markt nur au zweien, Mittwochs u. Sonn abends, iu Thätigkeit. Hierüber sind in dei letzteieii Zeit Beichwerden laut geworden wie wir hören, ist jptzt eine Bewegung in Gange, bei'm Statireuhc um Einsühiulu eines Montags.Marktes vorstellig zu merdeu mehrere dahin lauienee Petitioueu sind in Umlaufe uud bedecken sich mit zahlreichen Uu lerschrisleu sowohl von anwohnenden Grund eigen!dümcrii, als von Fleischern, Gemü'e gärtliern und audereu Marltverkäusern, uui luir sind überzeugt, daß auch das größer! Publikum, welches aus dem Centre-Markl seine Haushalls-Einiäufe macht und die lau ge Zwischenzeit vom Sonnabende bis Mild wcch, besonders im Sommer, für einen abzu »clleuden Uebelttand erüärt, bei der angestreb teu Aiaßregel kein müßiger Zu'chaner blnbei wird. Das Verdienst, vieie Agitation in'« Werk gesetzt zu haben, gebührt Hrn. Louii Weber. o hnS HovkiuS und die Farbi g e ii. —DieFarbigcn hielleu vorgeüeru Abent im „Douglas - Institute" eine eutbusiaslisch« Beriamin'lriug, in welch.r Beschlüsse gefaßt ivurden, welche die Liberalität Johns Hopkins beloben und es beionders beioueu, das er der erste Manu der Welt ist, der sich in liberaler uud edler We»e der Farbigen durch Begrün dung eines Waijcn.lnstrlurcs und Hospttales angenommen hat. DaL Waiierhaus werde groß geling werden, um drei, bis vierhuudcrl Binder auf.unehmeii uud bei der Aufnähn,e iu's Hospital werde lein Unterschied zwiich.u Fa'lngeu und Weißen geniach». Pcabody. Aslor, G-rard, Pcier Eooper und Andere hätten viel für die Menschheit gethan, aber Alle überrage Johns Hoplius, der die Kluft Mischen der! Raffen überichriiteii und prattijch aus dem Felde derMcnscheuliebe das Denkma! der Gleichheit Aller errichtet habe. Reden wurden von den Farbigen I. H. Butler, Z, Mpers, Ehrw. I. S. Martin, I. V. Glveiie :e. gehalten und jchlreßlich bestimmt, das du Beschlüsse eingerahmt Hrn. Hopkins über reicht werden sollen. Als die Beschlüsse an genommen waren, erhoben sich alle Anwesen den uud brachten ein Hoch auf den Wohlthä ter Hopkins aus. DasHaudels-Direktorium hielt vorgestern seine regelmäßige Monats - Ber. samuilniig. Hr. Seeniriller leukte die Auf merksamkeit des Direttoilirs auf einen der Firma A. Schumacher K Co. von Holland zurie'chickren Briu, worin Beschwerde darüber gefühlt wird, daß die Ber. Staaten cineExlra- Sleuer von alle» Wameu erheben, die iudirelt aus Läudein öulich vom Borgebirge der guten Hoiiuuug emgefuhri werten. Man soUe den iSiil!t>ieß diese Uiuericherdung auf zuheben. In Verbindung hiermit theilte Hr. Sceiuüllcr de» Auszug eines Briefes der Fir ma Bus De Criiter >n Ralterdam mit, wer>u es heigt, „daß die Holl. Regierung die DifferknNal-Zölle in ihren Eolonie'n ausge hoben habe uud lein Gruud dafür vorhanden sei, daij lv.che in den Ber. Staaten fortbeste hen. Es löuue eine Weigerung, dieses zu thun, nur zri Repressalien gegen die Ber. Staaten «iibren." Hr. Parr bemerkte, daß die „Holländische Osl-Judia-Comp." allein durch die 10 Prozeni-Vteuer beiührt werde n. ui>prillii.lia> vom iiougrekpassirt weiden iei, um dj>,"di'.elirn Impe,rl zu sör. de.u. t>s gebe audne Länder in Ostindien, außer Java, wo die Holland r cin Monopol besagen, von welchen man Kaffee importiren löune. Die Angelegenheit wurde ich'.icßl'ch dem Co./..1e zur Begutachtung überrviesen.— Oberst Stricker Jenlins iiberreich'.c eine Dcnkschnst vieler >tansteu>e, worin mit Hin mci'uag aus eine gnuackle Berwillignng von K 30.000 die Er richtung eimr Signal- Ziaiion an! CapHenry befürwortet wird. Lisch eine Meuge anderer Fragen, und daruntcr auch oieLnuranderung, kamen zur Sprache, ohne daß jedoch endgülti ge Beschlüsse gefaßt wnrden. Das hiesige Zollamt.-- Wir theil ten geücrn bereits mit, daß eine Delegation diesiger Republikaner, mir W. Baotv, Gen. iUn.l und Cougreßglied Hrn. L. Lowndes an der Svitze, vorgestern Wailüugton um sich snr Cbas. Gilpiü von Allegany.Co. als 'Nachfolger drs Hlu. ESiNZiou Fallen im SurveyorS-Auue, zu verwenden. ES sch-i'l Ml, daß die Delegation keine Audienz bei'm Präsidenten hatte, aus der einten Ursache w'il derselbe noch inchl nach Washington zu rückgekehrt war. Atan sah dagegen den Schatzawtssekletär und Hr. Lloyd Lowndes verlangte die Ernennung dcS Hrn. Güpi» als eine SpcziaUGunstbezeugunz, was Etwas zu hat, wenn man in Betracht zieht, daß Hr. Lowndes einen im nächsten Eonglesse hat. Wie vcrlauiet, soll der Präsioent der Ernennung Güpiu's gewogen sein und wird mit Bestimmtheit daran' gerechnet, da» noch vor seiner Abreise nach Si. Louis Granr die Elnennung machen wild. Dem Dr. W. S. Reese, der ebenfalls snr den losten genannt wurde, soll die Stelle eines Gehülfs- Eoilet tcrs zugedacht sein. Seit Niederschreibung des Obigen ver nehmen wir, dag der Präsident gestern Hrn. Ehas. Giipin von Allegany zum Sur veyor des Hasens von Baliimore ernannt ha!. Hr. Ediiigton FuUon mir aus dem Amte. Steuern für 1?70. Der Stadt sieuei-Elnnehmer machl an anderer Stelle un serer heutigen Nummer bekannt, daß, wenn die Abgaben' für's lausende Jahr ipälrslcus am I. Mai entrichtet werden, ein Abzug von acht Prozent bei Personal- und von fünf Pro zent bei Grundeigenthums - Abgaben einiritt. Wer sich nun dieses liberale Diskonto zu Nutze zu macheu wünscht, sollte, damit feine Rech nung prompt parat liegt, ohne Bcrzug im Stadtslener-Amte feinen Namen einreichen. Der Potoina c - T n nue l. Die'e gtogartize Arbeit geht ihrer Bollendung jetzi mit schnellen Schlitten entgegen und nichi lange wird es dauern, so werden die Züg> durch den Tuunel gehen. Nur an der Trnrd .Vill-Avenue bleibt noch nue Schwierigkeit zu beseitigen übrig. An dieier Stelle befinde! sich nämlich ein Aozugskanal, welcher verleg! werden muß und lünftig an der nördlicher Seite des Tunnels entlang bis Morris' Allrr kanale an der McMechenslraße sich velvindrt- Die>e Arbeit wiro nur karze Zeit tu Anspruq nehmeu. Bei der Erbauung des Tunnels wurdet ungefähr 13 Millionen Mauersteine gebraucht. Ernennungen und Besiatigun gen. Gedern sandte Mayor Bansant den Stadirathe die Anilelluüg folgende, diensle'.er ein, welche beide Zweige in geheime, acmeinfchafuichcr Sitzung benätizien: de. Oberuen Daniel Ä. Feuion zum Hülfs-Ak luar des Steuciappeliatlons-Gerichts; ferne! folgendcr Sl>aßruta!c:nen - Anzünder un! -Putzer: für den östlichen Bezirk - von Ja mes E. Campbell in der 1 , von Eharle< Eartner in der 2. und von Samuel E. Gri let in der 0. Ward; sür deu mittlern Bezir von John Mvan in der 8. nnd von Johl Watsou in der !>. Ward. P a teute ehielten am Dienstage ii Wafhinglon folgende Erfinder: Abrazan Obrrr.dcrf, juu., in Baliiinore aus eine nem Sorte Ziegenfchiri»griffe: Henry Taylor ii Bal'.imore auf ciuerulirende Dampfmaschine N. Wi,alt in Ballimore anf einei Lampenbrennrr; Erobert S. Thomai <. Baylie nnd Harbin in Washing ion, D. C., au> eine Maschine znm l'tbrnn den von Büchenuckeu; Adrian Klojowsli u. Tlmiiri Mindelosf in Washington aus Gu ttiillctfler; Jiaak S. Rusfel in Mewmarket Md., und H. S. Russell iu Ncw-'/)ort an einen in die Elve v!>ne Ernbe mündende» Ab tritt; Edmund Blancholb iu Md., aus ein Werkzeug, das Gancnhacke u> Erdivalze in sich v.reiuigt; Johann F. Rellci in Hagerstown, Md., ans einen Pserdeheu rechen; Johann B. Schmidt in Salem, Ba. aus eine Borrichtung zum Sägerichten; Tho. maS E. Cropper in Ba., ans einer Meßmchtc»; F. MeWyonei in St. Ge orge's, Del., auf eine Geilaide Wagema schiiie. Aulässi gkeit mündlichen Ue - be re inkom m e ns als Bewei s.—Zu der Anqeiegeiuzett der Berivalterin Sanklbey gegen Allen, deren Ausgang im hiesigen Stadtgerichte zn einem Rekurse a« las 'OberappeUations.Gericht in Annapolis Anlas; gab, hat dieses einen neuen Prozeß be> milligt und dem UiNergcrichte die Weisung crlheüt, gewisse von ihm bisher abgewiesen« Aussagen sür statthast zu erklären. Di< obeie Instanz sagt in ihrer Entscheidung: „Es in sür zulässig angesehen werden, dnrch mnndücheßeieinbarung ein fpäteres bestimm les Uebereiiikommen, das aus die Beduigun gen des schriftlichen Abkommens verzichte! oder sie ändert, nachzuweisen oder ein znsatz liches ergänzendes mündliches Bersländnitz welches Etwas, das in dem schriftlichen Lon lrakle nicht ftchl, ergänzt, gelten zu läffen. Deraitige Aussagen konnten den Geschwore iien nebst den anderen Beweismitteln zur Er, wägunq unlcrbleilel werden; ihre Zulassunc steht nicht im Widerspruche mit der von uu> erwähnten Regel." Eine riesige Geldspiiide erregte gel klein vor dem Laden der Lte-rn Rr. 131, Baliimorstr., alt fettige Anfmerkfauikeit. Die Spinde ist Feuer und Diebes-stcher, wiegt 20,000 Psuns u»! kostet »5000. Sie ist für die „Zweite Ratio nal-Baiit" in Eumberland, Md., bestimmt Die Herren Farbigen haben einen ">V>ch (.'lud" für politische Zwecke gebildet Zunächst soll I>er Club die Anstellung eine grogern Anzahl farbiger Beamten dnrchzui'et zeu suchen, wobei selbstoerftändlich die Club Mitglieder als Applikanlen in erster Reihe sie hen. Richt wenger, als 20 Applikanlen sind in 3. C o u g r e g - D > si r i k t e für die Cadet tcustelle aus West-Poini im Felde; heute Nach mittag werden sie >n der östlichen höherer Töchterschule gepiüst. Gruiidstück s - B er k ä u fe. —Die HH. Samuel I. Soper Comp. Versteigerlen ge steni Rachmittog an L-rt und Stelle viel Gruvdüücke aus der Wesneiie dcrSüdstricker nahe RamsayUiaße, jedes 14 Fug brett, 7- Fuß lang, mit einem neuen ziegeliieinelnei Hanfe beoaut und mit Kl 2 JahreS-Grundzi»! belüftet, und zwar eines um SlOOO an Wilh> Hunt, eines um SIOSS au Heinlich Fute, ei nes um Sklyü an Henrich Schleich und NM SIOOO an Heinlich tinipp. Die HH. H. Äover >K Söhm vcraul'.ionillen gestern Nachmittag an Ol und Stelle das Fuß breite, 50 Fuß laug! und mir einem ziveisiömgen hölzernen, nntei als Laden einrjelichietenHaufe bebanteOrund stück aus der Nordosl-Ecke der Holliday« uu! Bathstraße um K4lOO bei S7.K6K Lahres Grundzins an Charles E. Dickey. Die Exvropriir-Gefchivorenei des Patterson-Parks statteten gesteri Nachmittag, nachdem sie in Shaw's H»le an Nord-Hlghstr. die Auslagen mehrerer Zeu gen entgegengenommen, dem abzuschätzende! Grundstücke Nr. 12 einen Besuch ab und ver tagten sich bis heute, um andere Zeugen zi vernehmen. Ernennung zm ei e r L a tern e na n zünder für den östlichen Stadt theil. Der erste Raihszweig überwies ge »crn den Beschluß des zweiten Zweiges, zwe neue Laternen. Auzüuder für deu östlicher Siadtiheil zu ernennen, an das berressendi Comite. Ei ne Den kschrif t a n d ie nächs! i Gesetzgebung. Hr. Hynfon osseiirt« gestern im crnen Zweige des Stainrathei eineu Beschluß, einen Ausschuß von 6 Mit. glieeern zu ernennen, die eine Deukschrisi aus vrbciten und der nächsien Gesetzgebung uutei breiten felleu. In diefer Denkschrift 101 l da lum werden, daß das Weichbild innerer Stadt ausgedehnt nus den städtischen Gerichtsböfcn der anserlegt weide, ihre eigenen Kosten zu tragen. Ferner solleu mehiere andere Fragen im Betreff der Slcu erzahkr nnserer Stadt in dieser Denkschrift Berücksichtigung finden. Der Beschluß wurde angenommen und die HH. Hynfon, Toivson unu LlUihienm als Mitglieder des Comiie'S von Seiten des erileu Zweige« ernannt. Die Beleuchtung unserer Stadt. Im elsien Raihszweige csserirte Hr. öiiug einen Beschluß, den Stadt-Commissär anzu weisen, bei der Firma Newbold Sohn zu eonilaltlich feugesieUieu Pleife» so viel Gaso liulampcn zu bestellen, als augenblicklich sür die Beleuchtung unserer Stadt elforoeruch siud. Der Beschluß wurde angenommen. Sin anderer Bejchluß, welchen Hr. White im zweiicu Zweige osfcrirte, king dahin, daß der Ttadl-Commiffär eine gleichmäßige B-rlhei lnng der Gasolinlampen, welche ui den Gas. sen, sowie in den entlegenen Theilen Balti more's aufgestellt werden sollen, anordne. Auch dieser Beschluß fand Annahme. Des gleichen eiu dritter, von Hrn. Ford im zwei ten Zweige eingereichter Beschluß, einen An trug an den Stadt-Commisjär zu richten, wie giog die Anzahl der Lampen fei, welche ersor. derllch sind, um die Straßen, Gassen und Weifleu untrer Sladl hiiueichend zu be- keuchten. Einen Antrag auf neues Ver hör ließ gefieru Wittwe Marie Kirchhofs, welche bekanntlich letzien Sonnabend vom Waisengerichle angehalien wurde, K 158.50 in die von Auhust Meyer verwaltete Nachiaß iiiasfe ihre verstorbenen Mannes einzuzahlen, durch ihren Anwalt F. Tazewell Fox einrei chen. Dieser motivine i-en Antrag mit der Auftindung neuer Belege für die Behauptung der Wittwe, dag ihr Mann ihr das Geld aus dem Todlenbetle geschenkt habe. Meyer'SSach- Walter n! Exrichter Äleason. ! DieS t. M a rie i> -In dnstrie schule sür Knaben. Der Jahresbericht der St. Marien - Industrieschule siir Knaben ! wurde vorgestern Abend dem Scadtrarhe vor gelegt. Ans dem Beucht geht hervor, dag sich wahrend des letzten Lahres 144 «naben in l der Anstalt besanden, von diesen wurden 22 ! an passenden Plätzen, zur Erlernung eines Handwerkes oder Ge'chästes untergebracht, 18 wurden von ihren Eltern und Verwandten aus dem Institute geholt, 23 verließen die Schule eigenmächtig und einer, welcher be ruts die Zunglingsjahre erreicht hatte, wurde entlassen, demnach befinden sich gegenwärtig noch 30 Knaben in der Anstalt. Der Ge snndhenszusland der Knaben war währenddes verflossenen Jahres ein vorzüglicher und nur ni wenigen Fällen bedurfte man der Hülse ei nes Aizies. Tie Einkünfte betrugen im ver gangenen Jahre i20,131.9(>, während die Ausgaben sich ans 519,333.66 beliesen. Eon z erl des „Ario n." Trotz deZ heftigen Gewitterregens, der sich gestern Abend über unsere Stadt ergoß, war das gestrige Eonzert des „Arion" in der „Eoneordia" den noch ein recht zahlreich besuchtes und keiner der Anwesenden bereute es nur auch einen Augen blick, den Weg nach der „Coneordia" einge schlagen zu Häven. Ohne Zweisel war dieses Konzert das beste, welches oer strebsame Ber ein wahrend der jetzt beinahe verflossenen Sai son veranstaltete. Nachstehend lassen wir das Programm solgen: ! Ouvertüre von Auber; 2. Hymne au die Musik, Chor mit Orchester begl.itung von Lachuec; 3. Sopian - Solo, gelungen von Frl. Marie Becker; 4, Bariton- Solo mit OrchestubegleitNliz von Kücken, vorgetragen von Hrn. Eberweui; 5. „Ave Maria" von Proch, gelungen von Frl. Maria Reigart; 6. Adagio und Arlegro auö dem 2. Ouaneit sür Streich-Instrumente von Bee thoven, gespielt von den Hy. Rose, lungnic kel, Schafer und Ereutz; 7. Ouvertüre zu „Turandoi" von HaizSu; 8. Chor von Abt; 9. Duett van Graben - posimanu, ge'unge von Frl. Marie Becker und Hrn. Ebcrwcin; 10.Alpen-Ouartett, vorgetragen von den HH. A. Thalmann, H. Krops, I. Zeus und C. Reichelsberg; 11. Chor mit Orcheslerbeglei tung von Abt. Ilaler den Solovorträgen müisen wir namentlich das von Frl. Marie Becker gesungene Sopran - Solo, sowie das Lieo von Kücken: „Gute Nacht, fahr' wohl," welches Hr. Eberwein vortrug, hervorheben. Beide 'Nummern wurden vorzüglich gesungen und der stürmische Beifall, welcher Frl. Becker, sowie auch Hr. Eberwein zu Theil wurde, war ein vollkommen gerechtfertigter. F-l. Marie Reigarttrag das„Ave Maria" vonProch gleich falls recht brav vor. Auf dem prälmgen Piano aus der Fabrik derHH. Wilhelm Knabe H Comp, begleitete Prof. Szemclenyi. Unter den vom „Arion" gesungenen Ehören fand Lachner's Hymne an die Musik, die in treff licher Weise zu Gehör gebracht wurde, großen Beisall. Das unter der Teilung des Pros. Rose stehende Orchester lieg Niäus zn wün schen übrig. Nach dem Conzerte fand ein ge müthliches Tanzkränzchen statt, das bis zum hcranbrechenden Morgen wahrte. Das Ar rangements-Comite bestand aus den HH. A. Eberwein, C. Hcckmann, F. Zauber, H.Vauc, F. H. Hannibal und H.Rathe. Die „Baltiinorer Schützen -Ge > sellschas i" hatte ans gestern Abend nach der Heiderich'schen Restauration ihie monatli che General - Versammlung angesetzt; wahr scheinlrch war das regnerische Wetter daran schuld, daß sich .'eine beichlußsühige Anzahl Mitglieder einfand. Das Präsidium führte Hauptmann Leniknhl, welcher der Gesellschaft für den in der letzten Versammlung anläßlich des ihm in Washington zugestoßenen Unfal les gefaßten ehrenden Beileids-Beschluß seinen herzlichen Dank aussprat. (Bekanntlich er litt er während des Besuches der Amiseir.set zuugeseier des Präsidenten in Washington ei nen Brnch des rechten Vorderarmes und eine Berrenknng des rechten Handgelenkes.) Es hatten 20 Personen um Ausnahme in die Ge sell'chaft nachgesucht; da hierüber erst in der nächsten General-Versammlung Beschluß ge faßt werden kann, so werden dieselben inzwi schen zum Besuche des Parkes Karten zuge schickt erhalten. Hr. Johann F. Reqiiardt. Sekretär, hatte von Frau Ävpold, Gattin des vorigen Besitzers des Parkes und Ehren- Mitgliedes der Gesellschaft, ein elegantes Por trait desselben geschenkt bekommen; dieses machte er gestern der GeseUichast zum Prä sente, was mit Dank angenommen wurde.— Ehe man sich vertagte, wurde noch auf drei bevorstehende Amüsements und Festlichkeiten lang, die nächsten Sonntag, den Kinderball, welcher kommenden Montag, »nd das Mai s st, das Montag, den 26. Mai, im Parke ge geben wird. Heule findet das erste Schlagballspiel des „Lorv Baltimore-Clubs" im „Newmg lon-Pinke" an Pennsylvania-Ave. statt. Der im ersten Rmhszweige angenommene Beschluß bezüglich der A n spr üchege w i f e r Personen, welche um Entschädigung ür die Vernichtung uifizirter Kleidungsstücke lachiuchteii, wurde im zweiten Zweige zurück »-legt. Der P ate n t - C o in in is s är in Wa hiiigton nahm gestern Samuel B. Sexton's .wn Baltimore Gesuch um Verlängerung sei nes Patents aus einen linse-önrnpr-Ofen vor und hörte die RaizonnementS für und gegen das Gesuch au, zu viele be deutende Ofen- Fabrikanten des Landes ge hören. Von Nichmoiid kommt die Nachricht, daß die Vorbereitungen zu der auf den 15. d. M. dorthin bermeiien lahressitzung der Allerhöchsten Loge des Ordens der Pylh i a s. Ril l e r beendigt sind. Man sieht zahlreichen Besuchern aus Balti more, Philadelphia, Washington, Alexandria, Petersburg u. s. w. entgegen und aus dem Programme stehen Parade, Ball, Bankett u. s. w. Die Supreme-Loge wird in der „Pq lhias-Halle," der ältesten des Ordens in den Ver. Staaten, tagen. Für die Mitglieder der Supreme-Loge isi Ouauier in Ford's Hotel bestellt worden. Das „P r e s b y t c r i uin von Balti m o i e," alle Presbylerianer.Gemeinden Bal timore's u.des westlichen Users vonMaryland umfassend, tagt zur Zeil zur Frühjahrssitzung in der Presbi>leriancr-Kirche am Broadwai,. Ueber 20 Geistliche nnd eben so viele Aeltcste sind zugegen. Schieße rei.—Michael Norton undGar rett Colbert, in der Mouut Elarc-Slation be schäftigt, bekamen gestern Nachmittag Strril miteinander, wobei Norton auf den Andern schoß. Richter Wheeker hieß ihn Untersu chungs-Caution stellen. S ch i 112 112 S Ii n 112 ä l l e.—Der Schooner „Z. Stratton," Capt. McFadoen, von Provi dence, Rh.-J., fuhr am 4. März von New r>)ort nach Richmond, Va., mit einer Ladung Eisenbahnschienen ab und ist seitdem nicht wieder zum Vorscheine gekommen. Man befürchtet, daß er in einem der Stürme, die seit seiner Absahrt gewüthet, gescheitert ist. Am 29. März wurde der nach Staten Island, N.-H., gehörige, von Baltimore kommende Schooner „Oliver Schosield," wel cher keine Spiere mehr nnd nur Noihmasten hatte, nnler'm 41. Breiten- und 72. Längen grade angetroffen, erklärte jedoch dem ihm begegnenden Fahrzeuge, er brauche keinen Beistand. Gestern tras er im Schlepptaue des Dampfers „France," der ihn am 7. April, nachdem er 43 Tage von Baltimore unter wegs gewesen, entmaslet fand, in Neiv-Aork an. Die Bemannung war zu Tode erschöpft, der Proviant ausgegangen. Fahr nn sali. Während Hr. Holden gestern mit seiner Frau durch die Eulaivstraße fuhr, wurde tas vor dem Fuhrwerk gespannte Pserd plötzlich scheu und ging durch. Hr. Holden wie auch seine Frau wurden aus dem Wagen geschlendert. Letztere kam mit einer leichten Verletzung davon, während Ersterer erhebliche Wunden und Brauschen am Kopse davontrug. Polizist Cockey geleitete Hr. Hol den nach der Offizin des Dr. Green und von dort nach seiner Wohnung i» Nr. 103, Ost ' Monumentstraße. B ra n d. Während gestern Mittag ein fünfjähriges Kind in dem Hanse Nr. 17, Al len's Alley, mit Zündhölzern spielte, setzte es ein Bett in Flammen. Das Feuer wurde schnell gelöscht und der Schaden wird nicht mehr als Slv betragen. Der der Ermordung seiner farbigen Zuhäkterin Anna Gibfon, ülmz Sline, ange klagte Neger wurde gestern dem Criminalge richie vorgeführt und plaidirte „nicht schuldig." Seiu Aiiwalt W. Bnrgwyn war noch nicht prozeßbereit. Bekanntlich hat der Angeklagte dem Frauenzimmer mit einem Beile die Hirn schaale einzeichlagen. Wie man Geld spart. Hr. Ma guire, Eigenthümer des „Rose-Honse" an der Gaysiraße, hat in dem Hofraume feines Etablissements einen Gas-Apparat im klei nen Magstabe nebst Ofen, Retorten und Ga someter sür seinen eigenen Gebranch errichten lassen und sabrizirt auf diese Weise das Gas, welches die Beleuchtung seines Hauses erfor dert, viel billiger, als er es von den hiesigen Gas Compagnie'!! beziehen kann. Während er bisher an die letzteren S2OO pro Monat be zahlte, kostet ihm sein selbst fabrizirtes Gas nur 575 monatlich und erspart er somit KISVO pro Jahr. Zugleich giebt sein Gas ein weil besseres Lichi, als da« der Gas-ComFagnie'n, dessen vorzügliche (?) Eigenschaften wir alle genügend kennen gel.rnt haben. Der Appa rat des Hrn. Maguire wurde von Hrn. Louis Ctabby angesemgt. Tiebstähl e.—Polizist Crosbh arretirte vorgestern Abend einen Mann, der seinen Na men als Z. M. Carlton angab, angeklagt, in das Hans VerAnnaHarbert an der Sprin g eingedrungen und daraus inihrereGc gensiände gestohlen zu haben. gescllschaft" hielt gestern Abend in der „Mechaiues' Halle" eine Versammlung ab. Hr. Steinbach führte den Lorsch, während Hr. H. Wiudolf als Sekretär fungirte. Man beschloß, das diesjährige Maifest am 26. Äai abzuhalten und aus den 23. Mai eine Generalversammlung einzuberufen, um Abänderungen in der Konstitution vorzuneh men. Nachdem noch einige Routinezejchäfte beseitigt und mehrere neue Mitglieder ausge nommen worden waren, vertagte sich die Ver sammlung. Tue monatliche General-Persammlung des - Mä » nerchors " sand gestern Abend im Vcreinslokale unter Vorsitz des Präsidenten Hrn. H. Witthaus statt; Hr. H. G. Reinmers snngirte als Sekretär. Das Protokoll der letzten Versammlung wurde vom Sekretär verleim und einstimmig angenommen. Hieraus wurden zwei neue Miiglieder aufgenommen. Der Finanz-Se kretär Hr. M. G. Cohn überreichte deu sechs monatlichen Finanzbericht, der einem ans den HH. I. Neurath, 5?. Fenß und E. Wisch mcyer bestehenden Comite zur Prüfung über geben wurde. Die sechsmonatlichen Einnah men betrugen etwas über Kl6,u»v, wie folgt: an regelmäßigen Mitgliedsbeiträgen KI2OS, Wirthschafts Conto ?«>3W, Billards und Ke gelfchube KIOOO, Einzahlung aus Aktien SIBOU undVerichiedencS S3OVO. Die Ansga den bctingen: ÄbjchlagSzahlnng auf's Grund stück S6<xw, Berwaliung, Dienstbote» und Verbesserungen Ks>o«X>. Der Ueberschuß wurde zum SchuldlilgnngSfond geschlagen. Auf Vorschlag de« Präsidenten beschloß man in Sachen der Nkubauangelegenheit, aus dicseu Zweck nur S12,(X1!) zn verwende» n. ernannte zur Erledigung dieser Angelegenheit solgeiidc H.rien zu Mitgliedern eines Wpezial- Exeku tiv Comite's: Theod. Horn, W. H. Ritiler, A. L. Lankan, I. Hermann, E. Wischmcyer, I. H. Thiemeyer, W. Rohlsing, I. A. rath, C. Bein, O. Gulheil, G. Kerckhoff und wnrden sofort für K2OOO Nenban. Aktien ge zeichnet. Die Aussichten, einen hinreichenden Banfond zu beschaffen, sind sehrermuthigend, sodaß die Ausführung des Bauprojektes nun mehr außer Frage steht. Die „Providentia" hielt gestern Abend in Raine's Halle ihre General Ver sammlung, in welcher anstatt des durch To desfälle in der Feige'fchen Familie abgehal tenen Präsidenten.Hrn. L. Muth Hr. Rüben Price, der Vlce-Präsident, den Vorsitz führte; als Sekretär funzirte Hr. Heinrich Kafch meyer. Der mit großer Befriedigung von der Versammlung entgegengenommene Be richt des Geschäftsführers, Dr. Wilh. S. Landsberg, ergab, daß während der 18 Mo naie deS Bestehens der Krankenkasse 80!) Ver. sichecungianträge eingegangen sind und die Einnahmen K46!10.6U, die Ausgaben dage gen K 1502.83 betrugen. In diesen Letztere» sind 51078.14 (23 Prozent Ausgaben) sür Krankengeld und K 75.37 (i ein SechS:el Pro zent der Ausgaben) für Geschäftsunkosten ent halten. Der Rest des ausgegebenen Geldes wurde an die Mitglieder als Commisstons- Dividende ausgezahlt. Die Gesammt-Aktiva der Krankenkasse belaufen sich auf 86201.69, dencn eine Abschätzung der Passiva in Höhe von K 3630 gegenübersteht, so daß ein reiner Ueberschuß von K2571.6S verbleibt. I m K n a p p's ch e » Institute schloß ge stern die diesjährige Prüfung mit den Lber- Knabenklaffen. Der Besuch war, wie an den beiden voihergehenden Tagen, ein sehr zahl reicher und sämmtliche Zuhörer sprachen zu wiederholten Maleu ihre Befriedigung mit deu Fortschritten der Kinder aus. Geprüft wurde von den HH. F. Knapp, G. Faeius, Th. Fox und G. M. Ettinger in der engli schen uud deutschen Grammatik, Physik, Na turgeschichie, Astronomie, Geometrie, Ariih metik, Älgcbra, Geographie uud andern Fä chern. Höchst irtercssant war das Examen in der Physik, welches Hr. G. Faeins durch nahm. Er sprach über die Lehre von Licht und vom Schall, und aus den schnell erfol genden Antworten der Kinder erhellte, daß sie das Gelernte richtig erfaßt und verstanden hatten. Aus der Weltgeschichte griff Hr. Faeius die Erfindungen der neuern Zeit her aus, ein Capitel, welchem die Zuhörer die größte Aufmerksamkeit schenkten. Hr. F. Knapp prüf'e in der deutschen Grammatik n. behandelte die Lehre vom zusammengezogenen 'i?atz und ging alsdann znr Interpunktion über, worauf er die Schüler lesen ließ und den anwesenden Eltern und Schulfreunden den Beweis lieferte, daß die Schüler nicht mecha nisch, sondern mitAusdruck zu lesen verstehen. Am Nachmittage lasen die Knaben selbslstän dig angefertigte Aufsätze vor, die allgemeines Jnicicsse erregten. Heute Abend findet die Schlußseier der Prüfung iu der „Coucordia" statt. Ausgesöhnt. Z>vei innerer ältesten und besten Bürger, die vor langen lahren enge Freunde waren, veruneinigten sich vor 28 Jahren und hatten seither kein Wort mit einander gewechselt. Vor wenigen Tagen kamen Beide bei einer festlichen Gelegenheit zusammen und der Eine der beide» Männer ging auf den Andern z», streckte ihm die Hand entgegen und sagte: „Wir sind Beide zu all, um Feindschaft zwischen uns aufrecht zu erhal te», lassen Sie uns wieder Freunde werden!" Die dargebotene Hand wurde angenommen und der FrenndschaftSbulid war auf's Neue geschlossen. Wieder ei neSchwi» deiklag e. Frl. Anna Thomas von Nr. 6, Mainstraß.', Annapolis, hatte von demAgentcn der Howe'- schen Nähmaschinen-Compagnie in Nr. 38, Nord - CharleSstraße, eine Nähmaschine im Werthe von S6O gelanst; an Zahlungsstatt nahm man eine andere Maschine im Werlhe von K 25 an, uud der Rest des Kaufschilliugs, S3ü, blieb auf Borg stehen. Ein Angestelller des Agenten der Compagnie, Namens Wilh. Dahl, war neulich m Annapolis und wurde von Frl. Thomas ersucht, ihre neue Maschine zu repariren oder wieder in Ordnung zu briu. gen, wobei er in Ersahrnng brachte, daß das Fräule-n auf dieselbe noch K 35 schuldete. Ein Paar Tage darauf stellte er sich wieder ein u. soll nun, wie Frl. Thomas angibt, erklärt haben, er sei zum Einkasstren des Schuldrestes ermächtigt; sie habe ihm dann »10 verabfclgt, uud er dessen Empfang quttlirt. Als nun ge> stern Frl. Thomas wiecer »ach Baltimore kam, um die letzten K 25 zu bezahlen, erklärte man zu ihrem Erslauen die Dahl'sche Quit tung für werthlos. Sobald sie Dahl daher in dem Maschinen-Verkanfslokal erblickte, eilte sie zu Richter Bell, welcher ihr einen Verhafts befehl ausstellte, auf Grund dessen Dahl vor genannten Polizeirichier geführt und in Er mangelung von Unterfuchungs. Bürgschaft nach dem Gefängnisse geschickt wurde, um sich aus die Anklage, von Frl. Thomas durch trü gerische Angaben KW erlangt zn haben, vor den Behörden von Anne Arundel-County, in dessen Bereiche der angebliche Schwindel ver übt worden, zu verantworten. Wahrschein lich wird man ihn heule nach Annapolis ab führen. Ein verweigerter Ku fz.— EinPo lizist fand vorgestern Nachmittag im südlichen Stadttheile ein kleines Kind auf der Straße und braaue es nach dem Stationshauic. Das Kind halte ein hübsches Gesicht, nur schien dasselbe seit drei Monaten nicht mit Wasser und Seife in Berührung gekommen zu fein, denn eine dicke Schmutzlage bedeckie die Wan gen. Lieutenant Faruan nahm sich des K Il des freundlich an nnd suchte dasselbe, als es nach seinen Eltern verlangte, so viel wie mög lich zn beruhigen. Gegen Abend erschien drr Vater in dem StalionShause und war erfreut, sein Kind wiederzufinden. Bevor er mit dem Letzteien dasHans verließ, sagte er zninKinde: ! „Jetzt gieb aber dxm Herrn, der so gut gegen ! Dich war, noch einen Knß!" Sofort lies das > Kind zum Lieutenant, um dem Verlangen sei- nes Vaters nachzukommen. Lieutenant Far- aan, obgleich ein großer Kinderfteund, scheute über doch ror einer Berührung mi: dem kleinen Schmuygesicht zurück und sagte: „Geh' erst na» Hause, mein Kind, und wasche Dein Ge sicht; wenn Du hübsch iein geworden bist, komm' wieder und ich will Dir einen Kuß ge ben." Das Kind versprach dieses zu thun und verlieg vergnügt das Slatiorrshaus. Trunkenheit nnter Frauen. Wahrend der letzten Zeit winden ungewöhn lich grauen wegur Trunkenheit verhaftet und nach den Sl-rlionsbäuseni gebracht. Vorgestern ivurden nicht weniger als drei die ser Unglücklichen in dem südlichen Slations hause eingesteckt. Da sie nicht im Stande waren, ihre Strase zu bezahlen, so wurden sie dem Gefängnisse überwiesen. Eine dieser Frauen wurde in einer Straße im westlichen Stadüheile gesunde», wo sie ihren Rausch ausschlief. Neben ihr stand ihre sechsjährige Tochter, welche keine Ahnung von dem Zu stande ihrer Mutter zu haben schien und die Vorübergehenden um Almosen ansprach. Die zweite dreier Frauen fand man an der Hano verstraße. Als der Polizist sie nach dem Stationshause brachte, betrug sie sich in höchst ungebührlicher Weise. Die drille Frau er zählte, daß Unglück und traiuige Vcrliältuisse ,ie zum Trinken getrieben hätten und dag sie den Tod mit Vergnügen willkommen heizen würde. Eine vereitelte Heirath. Die Polizei in Washington wuroe vorgesteui Mor gen benachrichtigt, daß ein Mann, Namens Warfiels, Eberle, welcher bisher aus dem Landgute des Hrn. Horatto Griifiih in How ard-EorrrNy arbeitete, gemeinschaftlich Mit der Tochter seines Arbeitsgebers den Plan gejagt habe, sich ohne Wissen der Eltern des Mao chens in Wa'hinglon trauen zu lassen. Das Mädchen, welches noch nicht >5 Zahre alt isl, besand sich in einem Jnüitute in Lrsbon, Montgonirry - Esurity, aus welchem Warfield sie nach vorheriger Verabredung en:- südreu wollte. Die Washingtoner Pol,ze> behörde telegraphirie sofort au Hrn. Grnfith, der sich in Erlicott-Eiiy auihieli, und rheilti ihm die Absicht seiner Tochter, mit Warfielc zu entfliehen, mir. Hr. Grrjfith eilte sogleich nach Lrsbon, vernahm hier aber, dag seine Tochter beieits entflohen sei. In Bczlcitune dreier junger Leute jetzte cr auf schnellen Pfer den den Flüchtigen nach und holte dieselben an der RockoiUer Road, zehn Meilen von Wa jhinqion, ein. Nachdem Warsield von Grisfith und feinen Begleitern diverse Ohr. feigen erhalten halte, brachten ihn die junger Leute nach Washington, während Hr. Gris fith mit seiner Tochter nach

zurückreis'le. Klage gegen einen Nachlaß.— Gestern wurde >m die Forde< rung von Ealharrne McEusker gegen die Hin teilassenichast John Aoung's, eines betagten Bürgers O>l-Bailimore's, erörrect; der Ge richtöhof behiell sich dieEntscherdung vor, ohn« dag die Anwälte (B. F. Horivil.' sür die Klä geriii, F. W. Brune uns R. D. Eox sür d!« Kirchen-Heimalh und -Klinik) plaidrrren. Tic Klägerin veclangl für dem veruorbencn gclcistele Dienste Sto99. derselbe vermachrc in seinem Testamente genanutcr Anstalt ?19, 099. Bestrafung eines S ch w i n d l e r S< A. Warner, alias Grubb, ward ge üern wegen Beschwindelns eines gewisser Warringion um Waaren im Werthe v 0«53.31 «53.31 prozesjiit und auf drei Jahre iu'> Zuchihaus grlchickl. Tie Ehrenkränk u ii g s k l a g e de Harriet Eook gegen Israel Eook endete gesteri im Supircor-Gcrichlc zu der Kläg rin Gnu sten, welcher i 50»» Enlschädigung zucrkan» wurden. Des Verllaglen Anrvalr bcantlagt josort erneu neuen Prozeß. Die Besserungsanstalt sür Ne gcrkinder. Die neue Bcssernngsanstal iür Negerkinder in Priiiee George's Eountr ist letzi voUiräudig eiuzerichiet und vorgesteri wurden berciis >cchs Ncgerkuabcu aus den hiesigerr S'.adtgcsäugnrsse dahiu gebracht Dieielben müssen bis zn ihrem 21. Lebens jähre dajelbst vcrblciden. Fälsch n n g. Samuel E. Audersor wurde gestern vom Sergeanten lay unter de Anklage, mehrere Anweisungen im Bctrag von K 2275 ans den Namen der in Ost-Baltt more wohnhasceit Nebccka Burnham gesälsch zu haben, verhaster. Cr wird heute Viach mitiag vor Nichter Marlow ein Verhör zu de stehen haben. Uhren d i e b st ah l. Gestern nahm Lieut. Lannait dre farbige Zosephrnc Hughei wegen Bestehlens T. D. Tivaite's von Nr LI, ilrord-Gilmorstr., um eine goldene llh nebst Kette im Werihe von K 25» fest; heul früh wird Richter Bell sie rn's Verhör neh men. Sergeant Ehrhard spürte das Gestoh lene in Benjamin's Leihhaus, wo es un Kl» versetzt war, auf. Mi ß h a n d ln u g e n.— Robert Q. Tay lor gericth gestern, weil er Wm. T. E!y au der Ecke der Ealvert- und Saratogastr. ge schlagen haben soll, rn die Hände der Polize nnd mußte, vor Rrchler McEaffray gevracht nach einem Vorverhöre bis zur Vorladnm vor's Eriminal-Gerichr Cautiou stellen. Geldbußen. I. Habercamp iah siä gestern wegen liederlichen BeiragenS und Tra gens verborgener Wasjen von Nichrer Farlon um S 3 und Kosten gestrast. A rinbr u ch. Als der 12 jährige Johl Caion gestern von der Schule zurüclkehrte wurde er von einem anderen Knaven nieder geworfen nnd brach den linken Arm. Dr Baltzell leistetete ihm ärztlichen Beistand. S ch w in d el kl a g e. Georg Burlon ÄliiiL Howard, ern Schwarzer, sitzt, wcil ei Sarah Elaylon um Kleider im LVrNhe vor S2O und um 32 Baargno begaunert haben soll. Ein - und Ans frihr. ES kamen fol gende Fahrzeuge ans dem Auslande hier au der englische Dampfer „Nestorian" (siehe sc>r Frachioerzerchniß an anderer Stelle!) von Li verPool; die norwegische Barke „Freducs' mit 62 Stiiclfässern Pottasche sür E. Tho lnaS Eomp., 746 Schienen für die „Balti more-Ohio-Bahn," 3» Säcken Kans>naniis Waaren für Thomsen, Lilly 6c Comp., 10! Stücksäfscrii Pottasche für I. Cunrnnghan 6c söhne, 11 Geflechten Irdenwaaren fm Hnntingdori 6c Brooks, 38 do. für E. 6c I Wrlletts Comp., 100 Trommeln C. F. P.tt k Sohne, !>7ö Säcken Salz fü> I. D. Davis äi- Eomp., 19» Fässern cryst, Soda und 49 Trommeln Soda für N. N von Liverpool; die engl- Barke mit 400 Oxhft. und 234 Kisten Zuckrr von Eardeuas aus Euba; die tenliche Brigc „Echo" mit 3000 Orangen, 322 Oxysr. un! 37 Fässern Mucker von Porro Rieo; der Schoo ner „Aretic Garwood" mit 347 Oxhfr. nni IK6 Xrstcn Zucker von Earvenas; die iral. Brig., „Eva" mit 52 Marmorblockeri, 2K: 811. Lumpen, 300 Kisten Seife, 50 do. Olr ven, 250 vo. Olivenöl, 2 Stückfäfscrn zeln, 2 Fässern franz. Kreide, 50 do. Eiseum, triol von Genna; die Brigg „N. S. Hasfell' mit 331 Oxhst,, 30 Fässern Zucker uud 51 Säcken Kaffee von Porto R>co; das Schis ~Grey Eagle" mit 564»! Säcken Kaffee voi Rio de Janeiro; der Schooner „Sngano' mit >5 Oxhst. 250 do. und 2 Fäs fern Zucker von Porto Rieo; die Brigg tanooga" mit 22 Slücksäfsern Melasse, 26.' Ozhosten und 26 Fässern Zucker vvii Porre der Schooner „M. E. Atosclcy" mil 329 Oxhst. Zucker von Porro Nico; vre Brigg „Mary E. Lcighton" mit 692 Oxhsl. und Kisten Zucker von Matanzas aus Euba; du engl. Brigg „British Queen" mit 137 Ox hofr. Zuckcr, 86 do. Melasse und 15 Fässern do. von Porlo Rieo und Demerara. Es segelten nach dem Auslande von hier gestern ab: der Dampfer „Maryland" mit 672 Tonnen Kohlen nach Havanna; der Dampfer „Euba" (stehe sei» Frachiverzeichirig au anderer Stelle!) nach Havanna; die deut sche Barle „Industrie" mit 8-t3 Oxhft. Ta back und 390 Säcken Rinde nach Pavre; die Brigg „Samuel Lrridscy" mir 486 Tonnen Kohlen nach Westiiidien. Abfahrt des D amp fe r s „E u b a." —Der Dampfer „Euba." Eapt. Johnson, von der Ballimore-Havanna'er Linie, ging gestern Nachm. 3 Uhr nach New Orleans über Key West und Havanna ab. Als Fracht nahm cr mit: nach Key West 52 Kisten in Blechbüch. sen, 139 Fässer Gcmim, 36 do. Waizenmehl Passagiere Frls. M. Shaveis und Pinkney; nach Havanna 10 halbe Fässer Bier, 15» Dtzd. Bcjcri, 3523 Säcke Mais, 10,000 Faß reife und 21 Packele Kaufnianiiswaarcn und den Passagier A. Minninger; nach New.Or leans 1846 Kisten Eingemachtes in Blechbüch sen, 67 811. Haushaltsartikel, 251 Fässer Zucker, 728 Packete Kausmannswaaren und 227 Packeie Taback und die Passagiere Eapt. John Spbyc und die HH. Mrnningcr und Crecry. Ankunft des Dampfers „Nestorian." Der englische Dampfer „Nestorian," Eapt. Watls, von der Allan'schen Linie, lief gestern mit 137 Zwifchcndeckspassagiereil und cincr bedeutenden Fracht über Halisax hier eiy; ein Theil der Eajülenpafsagiere landetc in Pali fax und 15 i» Norfolk. Der „Nestorian" se gelte am 28. März von Liverpool und am 5. ds. von Halifax ab und machte die schnellste Fahrt (12 Tage) seit dem Bestehen dieser Linie. Die Fracht besteht aus folgenden Gü tern: 4 Kisten Kausmannswaaren für Arm strong, Eator 6- Comp-, 3 ditto sür H. Bo gue Sc Sohn, 22 ditto für Gebr. Hodges, 2 dltto für W. Devries 6c Comp., 1 ditto für C. C. Fulton, 2 dilto für Bowes 6c Starr, 2 ditto für I, Gkllnbaum Sc Söhne, 1 ditto Eisenwaaren für Ponltney 6c Trimble, 1 ditto sür Gebr. Anderson, 4 Packetcn ditto sür I. lenkins 6- Söhne, I Stückfasse ditto sür Gebr. Klcppisch, 3 Kisten ditto für Moritz üc Keidel, 10 ditto GlaS für Gebr. Krng, 100 Trommeln Soda für C. F. Piit 6c Söhne, Z5O Säcken Reis sür Carson, Richordson 6c 3l Stückfässeril Pottasche, SS2 ditto Kaufmaniiswaaren, 200 Säcken Reis und I Kiste Uhren für N. N., 4 Packeten Eisen für I. M. Drill, 1552 Stteif?n ditto für Kidder, Peabody L- Comp., SSOO Kisten Weißblech sür C. Morton, Stewart Sc Comp., 1 Packele Wein für A. Wiseman, i Stückiasfe Saa men für Blanford Sc Gwynn, 1 Kiste Babu schwellen sür John Saul, 1397 Kisten Weiß blech für W.T. Füller Comp., 2 ditto Bücher für die „Mereantile Library," 1 Rolle Ellendraht für di. „Ballunorc-Ohlo-Pahn," 50 Killen Brandy für Mordeeai Q Comp, und 75 ditto für Charles Darrel! K Comp. Das „Maryland - Institut hielt gestern Abend im chemischen Hörsaale unter dem Lorsitze des Präsidenten Hrn. C. W. Bentley seine Der Sekrelär Hr. Georg H. Rodgers verlas den Jahresbericht des Vorstandes über die Thä tigkeit der verschiedenen Departements, sowie die finanzielle Lage des Jnstitnts. Nach Er wähnung der Organistrung des Lorstandes, welcher dreizehn Versammlungen eine alle zwei Woche mit höchst einlrächtigen Ver handlungen hielt, kommt der Bericht auf die 25. Jahrcs-AusileUung des Instituts zu spre che», dessen Arrangements - Comite zugleich als Comite für Zuerleunuilg von Ehrenzeug nissen und Belobungen fungirte; die Aus stellungs-Ausgaben überstiegen in Folge der stürmischen Willciuug, welche gerade an den anfgeregieilen Tagen, besonders während deS Jndianerbejuches, herrschte, um ungefähr s>'>o. TieGcsaniml-Emnahmen betrugen K554»!.18, die Ausgaben K 5537.75. Der Zeichnenschule wird eingehend gedacht. Der Uunrucht der Tagschule begann im Sep tember 1872 und steht >etzt im dritten Quar tale; die ist «>5, die Einnahmen K 272.8, die Ausgaben liebn fälligen Rechnun gen Sll7.<>B, sodaß eine Bilanz von K 124 verbleibt. Die Aveudschule begann am 2>). November und schloß noch vicrmonatlichcr Thätigkeit am 31. März mit 138 Möglingen, welche K 1330 bczahlieu; die Ausgaben belie sen sich nebst sälngcnßechnungeu und Salaircu aus »1221.8(1, mithin ergab sich ein Ueberschuß von 51V3.20. Den Ausgaben beider Schulen muß noch der Gehalt des Di reltorS zugezählt werden. Die Examina sind noch nicht alle vorgenommen, doch hat das Comite zu der Annahme, daß die Fortschritt? mindestens ebenso groß sind, wie iu irgend ei nein früheren guten Grund. Die Abi turienten Klassen enthalten mehr Schüler, att gewöhnlich, und die Meisten irerden ohili Zweifel mit Ehren abgehen. Ausnehmenden Erfolg hatte der Kursus vollsthümlicher Loriräge uuv Vorleiuugei und verschaffte die Gelegenheit, e>nige der be rühmtesten „Sterne" auf dem Vorlesung? Gebieie zu hören. Ihn elössnete Frl. Lillai S.Edzarlon; er schloß mit Frl. Laura Keene Seine Gesammtkosten betrugen 01175, v. i HIOO weniger, denn im Vorjahre. Die dem Comite zu Gebote stehenden g? riugen Fonds von sl2«>o hiuderlen es, di Bibliothcl so zu vergrößern, als es gewünich hätiei es hat für Befliedigung der lauienvei Ausgaben der Bibliothek bis zum Ein gang, der neuen Velwillignug für seiner noch eine huireicheude Suninil versügbar. Ter jährliche FinanzauSweiS des .>iisiiti:ts zeigt bis lum l. September 1872 ein Mieth einkommen von 83233.50 u»S eine Uebirira guug von K112.!»7 sür Heizuiaterialien, Rn niZnilgsarbeiien n. s. f. ans andere Deprru nicnts, zusammen K3l2«>. !7. Die Gesammt Ausgaben betrugen: »l0!i1.l>7 allgemeine, 8130.75 für Gasrechnungen, was eine Li lanz vonxl3lls.»'>ergibt; fällig sindNechuunger in Höhe von K 82.95. Für verausgabte inan K1N5.3; uubezahli sinl noch Rechnungen von S2lll.il). Comite sür's chemliche Deparicmeni halte einen populären LorlesungÖ »iursus >i Verbiudniig mit der analytischen Schule gc hofft, mußte sich sber äußerst einschränken nui sein Angenmei l nur auf gcnaiiute Schule !e» len, die verhältutßmäßig geringe Kosten ver nrjachte; sie steht unter der Leitung des Pro' Wm. P. Touly. Die Schule für Buchhaltung und Schreibe» ist geschlossen; 13 jnnge Herren hatten genü gende Forlschritte gemacht, um sie zur Gra buirung als Bnchhalicr zu berechtigen. Da Departement bestreitet seine Unkosten beinah durch die Einnahmen, und das Comite häl eine Vcrwilliguug von KU»» sür genügend. Das Musik - Departement unterhalt sick selbst: es >var sowohl in Ansehung der Schü> l-rzahl in den Gesangs- nno I.istrumeiital' Alasse», als der erzielten Fortschritte höchl erfolgreich, Im Besitze einer an Bequem lichkeit ve>n keiner anderen ui der Sladt über trossenen Lokalität, einer vollständigen Aue cnstuug von Blechlnstrumenten, von Pianos ParlooOrgeln nnd Halsen, erwartet das De partemenl die fortdauernde Glinst Derer, di Musikunterricht wünschen. Am I. September 1873, dem Schlüsse de> Fiskaljahres, wird nach einer sorgsamen Ab Schätzung Seilens des Comite's dieGesammt schuld des Instituts sich gegen das Poriah! um K2OOO vcriingcrt haben. TicGesamm! Einnahmen betrugen für das am 31. Auguj >872 geendete Jahr H 23,»70.92, die Ausgabel K23,!>32.»5, Mithin die Bilanz ain >. Sept K 37.97. Für 1872 bis '73 bezahlten 321 allere Mitglieder (jeSS)K!6OS, »26 jünger (j? S 3) längliches Miiglied SIO, zusammen 54795. D>.r Beeicht gedenkt auch des Uhren- und Glockengeschenls des Hrn Enoch Pralt. Am 12. Januar 1873 vollendete das Insti tut sein 25. Jahr; es halte folgende ncunittä sidenten: John Nodgers, Geo. R. Dodge Joidna Vaiüant, Samuel Sands, Germar H. Hnnl.lohii F. Meredilh, W. W.Mangh lin, James 2)oung und C. W. Bentlei?. De! Bericht schließt n»t Angabe der Amtszeit ei nes jeden Prändenicil. Die Vermminlung nahm ihn an, ivoraii folgende Herren als Caudidaieu für die nach ften Mittwoch Abend vorzunehmende Beain t enwahl ausgestellt wurden: C. W.Beniley Präsident; S.George nnd I. SaunderS Vice ! Edward L. Clark und John E. Beullei> pro loloUiiender und N. H. Tbayer cocrcipondi render Sekretär; Hugh Bvlton, Thoma« Triinble, Edward W. Robinson, Samuel W. Regester und A. L. Spear.Vassirer; W< M. Joes, Samuel A. Ewalt, V. Earick so», Robert K. Marti», lameS H. Robert Ashcroft, John Carter, Sainuel Regester, E. W. Robiuson, Thomas Trun ble, A. G. Mott, Alex. L. Lpear, T. P. Perinc, James Peiillaiid. F. C. Latrobc, Carroll Spenee, John D. Qnineel,, C.Lewis Tuiilop, Jamcs S. Snter, Georg H. Pa gels, Charles Ogle, Wni. Hains, Thomas C. Basshor, Georg H. Rodgcrs, A.P.Xmos, Wm. H. PerkiiiS, John R»an, Thom> «Lhanls, Wm. Croshaw, P. M. Snomden, S. S. Mills, F. L. Schaffer, I. L. Morri son, O. B. Stilliiian, C. S. Mosher, John E. Bentlep, E. L. Clark, E. Key Buchaua» und James H. Webb Geschäftsführer Die Bersammlung vertagte sich bis nächsten Mittwoch. StadtrathS-Tjcrliandlunqcn. Im ersten Zweige reichte Hr. Filher eine Pelilioil vou Jno.F. Hancock ein, welcher um Rückerstattung irrthümlich bezahlter Stenern im Betrage vou s>3,W nachsucht. Ueberwie sen. Desgleichen eine Petition von Glenn, welcher um Erlaubniß nachsucht, an der Nordost-Ecke der Madijoii- und Charles Straße einen Brunnen graben zu dürfen. Hr. Orndorsi ofserirle einen Beschluß, vor der Negerkirche au der Ecke der Calverl und Plcasantstraße eine Gasolinlampe anfzuftel leu. Angenommen. Desgleichen ein Be schluß, dem F. Flas die Erlaubniß zu gewäh ren, an seinem Sommerdache vor Nr. 52, Nord'Eulawstraße, Seilentheile iiiitGeschäsiö. Anzeigen anznbringcn. Desgleichen ein Beschluß, an der Webersttaße, zwischen Light- und WiUiamsstraße, Gasolinlampen auszu stellen. Desgleichen ein Beschluß, a» der Ecke der Light- uud Williamionstraize Tritt steine zu lege«. Desgleichen ein Beschluß, iil Waler's Conrt Gasoliiilampeii zu errich ten. Desgleichen ein Beschluß, dein B. F. Coylc zu gestatten, all seinem Sommerdache vor Nr. 256, Peunsylvauia Avenue, Scilen lheile mir Gejchäsrsanzcigcn anlnbringen. Desgleichen ciue Verordnung, Oregon-, zwi schen Smilh- und Fremonlstr., ;n nioelliren und zu Pflastern. Desgleichen ein Beschluß, den Gebr. Sultzer zu erlauben, von Nr. kl, 13,15 und 17, Casilestr., aus, einen AbzugS- Canal zu bauen. Desgleichen ein Bericht nebst Beschluß, an der Vereinigung der Bal timore» und Alilistraße auf drei Seiten Tritt steine anzubringen. Folgenden Beschlüssen des zweiten Zweiges trat auch der er»e bei: Eine Anfrage an den Inspektor fnr öffeutliche Gebäude zu richten, wie hoch sich die Koste» einer Reparatur des „Broadway - Institutes" belaufen würden; an der Ecke der Gay- und Bondstraße FiieSplalten zu legen; an der Woodycar-, und Stoctt»nstraßc Gasolinlampen aufzustellen; das Comite von der ferneren Berathung der Verordnung im Betreff der Aenderung des Niveaus der John- Straße zu entbinden ; die Melhodisten-Äirche am Madlscn-Squarc von der Besteuerung für den Durchbruch der Eagerstr. zu befreien; die Emory. Methodisten - Kirche an der Pennfyl oania-Ave von der Besteuerung fürdcnDurch bruch d-r Dolphinstraße zu entbinden. Hr. Arndorfs suchte daruni nach, daß man ielne Dienste im Comite für Verkehrsstraßen ferner nicht in Anspruch nehme. Man willfahrte seinemGeiiich und ernannte Hrn. Conn an sei ner Stelle. Zm zweiten Zweige reichte Hr. White eine Peiilion von W. I. Perine u. A. ein, welche darum nachsuchen, daß der öfsenlliche Hydrant an der Ecke der Fremomstraße und Blirgundy-Alley nicht nach der Ecke der Süs- Paca- und Fremonistraße verlegt werde. Ueberwiesen. Hr. Marjhall offerirte einen Beschluß, K3OV für die Erbauung eines Bu reaus sür den Marktmeister des Lafayette- MarktcS an der Fremonistraße, nahe dem Markt, ,u verwilligen. Desgleichen ein Beschluß, an der Giltings--, zwischen Light- und Williamsstrage, eine neue Pumpe aufzu stellen. Desgleichen eine Verordnung, die Eaqergroße, zwischen Bond- und Gaystraße, zu nimlliren und zu pflastern. Tesgleieben eine Verordnung. die Chewfirage, zwischen Boudstraße und Broadway, zu nivelliren und zu pflastern. Ein Be'äilnli des eisten Zwe iges an den Ecke» der Spring- und lolmstr. und Eaiolivc- und Biddlestrofte Fliesplaiien z» legen, wurde überwiesen. — Ebenio wurde ein anderer Beschluß des ersten Zweige?, eine Anzahl Gasolinlampen an der Eaqer-, Ab bott , Mill-, Aniliony, Spring , DallaSstr. und Cciiiral-Aveuue anzudringen, au das be iressende Comite verwiesen. Beide Zweige vertagten sich hieraus bis zum nächsten Mittwoch. «Z Li iM iiacl, r> ct> lc u. ad/ ch h GertÄrsvcrdandlun,i-ep. KreiSg crichi jür !val I>ino r t. ij vun i >, 2W, 21 2 Äi' .!N>2!7. 2t-<> 247. LtS. -i4'.'. Ä8 uno LSI A , V PiNholland Av'ignatär von Tan et Tonntllv soeben Elschieneii Frank s ./Amkrikaniichr Gartrn'aubr." sslinik Ltülie'S ~Tog für Tlij,/' Illnsriite Wcchcnzeitung für außergewöhn liche Tagesereignisse, Humor und Salyre, 5.°;?, I<r.il>sir Lcw- ÄZerichtc ausvei» Alliiern des Staates. (Uusallin Queen Anne's Connty.) M> O. Ford, ein Sohu des Hrn. Thomas H. Ford, schoß am Donnerstag voriger Woche in der von Queenstown, Queen Anne's «Lounty, ans llnvolsichiigkeit einen jungen Mann, Namens Heinrich Builer. Glückli cherweise erhielt der Gehlere nur eine leichli Wunde. (Selbstmord in Queen Ein I « jähriger >lnabe, Namens Tarbnlton,' Welcher bei seinem Bruder iu Queen Anne's Counly wohnte, beging am Sonnabend, den Lü.Äiärz, Selbstmord, indem er sich an eiucw Pfirsichbaume erhing. —(T östlicher Ausgang.) Hr James F, Niocnonr, welcher um MontagevorigerWoch« bei ciuein llnfalie ans der „Pitlsbucz-Eoii nellsvtller Bahn" schwer veiletzl wurde, starb vor einigen Tagen. Hr. John Malarley von Grasion, West-Virzinie«, der gleichfalls be! diesem Unfälle erhebliche Verletzungen davon, tiiig, starb am Montag Morgen in Mineral- Point. Seine deiche wurde noch am selber Tage an seine Freunde in Graslon geschickt. -(Ableben eines jungen Mannes.) Hr> Weber Abrahams, ein des Friedens nchters Joseph Abrahams und Mitglied dei Schulbehörde in Port Deposit, wurde, wie n»ir schon mittheilten, am Donnerstag voriger Woche todt in seiiiemZimmer gefunden. Sei» Tod kam plötzlich, aber nicht nnerwartet, do er, obgie.ch eist 2«'.Zahre alt, schon seil 15 ren an einer unheilbaren Krankheit litt. (Tod einer geachleteuTamc.) Amsonm abend staib inEambridge, Ereighton, Gaitiil des Hrn. I. R. Ereighton, nach kurzer jiraukheir. Ihr Begiäbiiiß fand am Montage statt. (Wayl in Baltimore-Couuty.) In lhervtUe, Baltiniore-Eonnty, fano am 7.April die Wahl der Eominifsäie statt, welche in ei nem Siege derLemokraten resultirle. Gewühl! winden oie HH. Francis S. Eockran, Wm. Kiroß und Stephan C. McAraw. Aus Annapolis. Die Akionäre dei hielten am »j.Aplil eine Versammlung ab, in welcher Gouverneur Whyte den Borsitz führte, wäh ren Hr. Benianiin Fawcett als Sekretär fnn girie. Präsident Gorman seinen V>cricljalusbericht verlesen hatte, aus welchem hervorging, daß die Einkünfte während des ! letzten Bieiteljahrcs betrugen, nnd nach Beendigung einiger Routine-Geschäfte ver tagte sich dte Versammlung b,s zum 20. Mai. Die legelmäßige Zahresverjammliing wird Montag, den 2. Juni, stattfinden. Protest gego» loliann Buscl, von valtiinorc wcgcn Ermordung !>cr Marie Steagan. . Freisprechung des Angeklagten > - durch den riminal r i ch te r. Gestern bestand Johann Busch im Climi nalgerichte ohne ein Geschworenen.CoUegium unter der Anklage, am 21. Oktober 1872 durch schlechte Behandlung uno Gewaltthat deu Tod seiner Haushälterin Marie Reagan veranlaßt zu habe», seinen Prozeß; als Ver theidiger trat F. E. P. Brooke, dem leine > Ausgabe nicht schwer winke, aus, und die , Sache der Auklagebehörde sührte Staatsan walt A. Der Angcllagle ist ein Mann von etwa 50 lahren mit zurückstehender Stirn, großem buschigen graueu Barte, graumeliNeu Haupt haare und nicht sonderlich einnehineudem Ge sichts-Ausdrucke. Tie Per»ocbei'e zählte un gefähr 47 Jahre, hatte keine feste Heimaih und war ledig. Am 21. Oktober früh 8 Uhr fand die Po. lizei dieselbe in einem Hause an TallaSur., nähe Caiiton-Avenue, in hülslosem Anstände und brachte sie in einem Wagen nach dem östlichen Stauoiishaujc, vou wo sie Tr. SuUivan nach dem Ärmeuhauie ans Bayview beorderie. Allein auf dem Wege dahin starb sie. Hr. Müller, der ArmenhauS-Superin lendent, ließ die Leiche cinsargeu und sandte sie Behnss der Uniersuchung nach dem Sta lionshause zurück, wo (Loroner Sulzer die Todteöjchau vornahm, welche mit dem Wahr spruche endigte, daß das Frauenzimmer in Folge von Gewaltthätigkeiten des Johann Busch gestorben sei, woraus dieser Behuf« des Üliminal-Beisahreiis nach dem Gefängnisse beordert »urde. Im Ganzen eignen sich die Aussagen der Belastungszeugen ihier Naiur uach mcht zur -Veröffentlichung. Zuerst wurden die Poll zeldieiiec Johann Balit<r, Olsers, Peter Schmitt und Sergeant lay vernommen; was sie vorbrachten, bezog sich auf den Zustand, in welchem die Reagan angetroffen wuide; sie lag auf dem Rücken und hatte sich erbrochen. Tr. Sullivan sah die Vcrslorbcue Montag srüh im Stauoiishause; Gesicht, Augen und Lipvcn waren blutrünstig. Anfangs beant wortete sie die vom Zeugen an sie gerichteten Fragen nicht, fondern begehrte ein Glas Was. ser, das man ihr reichte. Auch hier beant wortete sie die Frage, ob sie krank sei, mit „Nein." Sie trug die Spuren unverkennba. r<r Mißhandlungen. Beider Obduktion sano Zeuge Brauschen am Ellenbogen und Knie, an mehreren Stellen die Spuren von Finqer- grissen, eine Verletzung an der inneren Seile ' der Huste, sie Halle durch innere Verblutung l viel Blut verlöre». Am Morgen war kein Schnapsgeruch an ihr bemerkbar. Zeuge < hielt sie siir ein keusches Frauenzimmer; nach seiner Ansicht starb sie an den Folge» von Erschöpfung und Strav-We» und an Mangel rechizeiligen äizllichen Beistandes. Maria Berger sagte au?, sie habe die Ver storbene Sonnlag srüh ,u Gcscllichair eines gewissen Johann Busch qeseheu, welcher sie nach seinem Hanse, Nr. 2L4, DaUaöstr., mit nahm, damit sie ihm das Hauswesen führe. Monlag srüh kam sie von welcher sie in Anbelrocht ihres Aussehens gefragt wurde, ob sie krank sei. Sie verneinie dies, fügte aber hinzu, Busch habe sie gemißhan delt, sodaß sie seine Haushälterin nicht blei ben könne. Aehnliches jagte Eaiharine Mün cher aus. Mit der Vernehmung von Marie Detter mann, Wilhelm Uhle und Frau Hirschmann schloß das Verhör der Ankla^ezengen. Richter Gilmor faßte den Inhalt der Zeu. geiiaussagen kurz zuiaminen und äußerte seine Ueberzeugung dahin, daß es der Auklagebe- Hörde durchaus nicht gelungen sei, die in der Anklagcichrift aufgestellten Punkte nachzu weisen, worauf der Staatsanwalt, ohne daß die Entlastungszeugen vorgeführt zu werde» brauchten, selbst aus ein freisprechendes Urtheil antrug. Richler Gilmor sprach daher den An geklagten srei und ordnete seine Entlassung aus dem Enminalgewahrsam an. Der Prozesi gegen Adam G. SkickettS wegeu angeblicher Ermorlung seiner Fred eriet, Md., 8. April. Der Pro - zeß gegen Adam G. Nickens wegen angebli cher Ermordung seiner Frau am 22. Oliober 1872 in lohusvrlle, Frederict-Eounili, ge langte heule im hiesigen Preisgerichte vor Richter Lynch zur Verhandlung. Als An walt für die Anklagebehörde sungirle Hr. Milton G. Urner, ivährend die HH. George E. und lameS McSherry als An wälte des Angeklagten erschiene» ivare». Die Geschworenen wurden ohne Schwierigkeiten gewonnen und bestehen aus den HH. E. Sworiiley, I. O.Mobbcrly, David E,Kenip, Joseph L. Webb, Daniel Grumbine, L. H. Dorsey, Sainuel Dutroiv, Saniuel P. Hassner, P. I. E. Beyerle, Heinrich Gold berg, Daniel jedermann nnd Francis T. Laitan. Nachdem die Anklageichrist verlesen war, hielt Hr. Urner eine kurze Ansprache an die Geschworenen, woraus Hr. Prree, von Seiten der Vertheidigung solgte und gleich' salls einige Woite au die Geschworeneu rich. tete. Der Angeklagte ist 5» Jahre all und von mittlerer Größe. Er soll von jehr dem Genusse vou geistigen Getränken ergeben ge wesen sein, und wenn er berauscht war, seine Frau arg mißhandelt haben. Bei einer der artigen Gelegenheit ergriss sie die Flucht und lies am selben Tage aus dem Hanse. Eriiuhm eine Flinte zur Hand und cilie il-r nach. Als er sie bis auf LI) Schritte eingeholt halte, feuerte er die Flinte aus sie ab; die Ladung tras sie in der rechten Seite uud verursachte eine solch' erhebliche Willige, daß die nnglück liche Frau wenige Siunden daran» starb. Der Schug ward von mehreren Nachbarn ge hört, und bald nachher sah iii-Ui den Ange. klagten seine Frau in das Haus tragen. Als die Nachbarn das letztere betraten, sanden sie die Fran in einem Hinlerziinnicr d.S Hauses aus einem Beile liegen. RicicltS gab zu, daß ?r auf sie geschossen habe, behäufele aber, daß die Fliiue nur mit Pulver geladen gewe >en sei. Nach der That Velnndeie er die tiefste Reue. Man vermulhet allgemein, daß die Vertheidigung einen Versuch machen wird, liachziiwelse», daß R>ckclts irrsinnig ist. Eine Anzahl ärzllicher Sachverständiger ist zn die sem Zwecke bereils hier eingetrossen. Der !Nle Zeuge, weläxr auigeruseu wurde, war De. Nikolaus Metz. Ec jagte aus, daß er den Schuß Hörle uud Frau Eva Rickelts aus »er Erde lugen 'ah. Dasselbe befugte Henry Voone. Der Letztere war etwa LUV Friß von Sem Schauplätze der That enlsernt, als die elbe sich zulrug. Dr. Sidwell bezeugle, daß Hrau Rickells insolge einer Schußwunde larb. 'Nachdem noch einige andere Zeugen ver lört worden waicn, verlagle sich der Ge ichtShos. Zur Wiener Ausstellung. Wech sei und (Zreditbriefe. Die bevorstehende Wiener Well - Ausstel ung, welche am I. Mai beginnt und mulh naßlich nicht vor dem 2. Nov. schließen wird, zat die Reiselust des amerikanischen Publi kums in so hohem Grade entwickelt, daß ich mich veranlaßt jehe, die Ausmerksauikeit des Publikums arrfdre Ausstellung vou (Kre ditbriefen zu lenken, nach welchen bei dieser Gelegenheit eui größerer Begehr, als bisher, sein wird. Ich habe diesen Umstand antici pirl nnd daraus hin die umfassendsten Vorbe reitungen mit den größeren mit mir in Ver bindung stehenden Bankhäusern Enropa's, nau-icntlich mit der „Union - Bank" tn Wien, einem der bedeutendsten Geld- Institute Deutschland'« abgeschlossen. Wechsel und Eredilbriese zu den niedrigsten Raten bei F. Naiue. Aorepaugh'S Menagerie, Museum uns Zirkus sind zur Zeit der Aliziehungspunkt der ge> stinmtcii schaulustigen, Unterhaltung suchen den und >r»k- und lernbegierigen Bevölkerung Baltimore's. Tie Schaulust ließ sich therl weise schon gestern srüh gelegentlich der zwei ten gioßeu Parade aller Departements und der Schaaren der in demjelben beschästigten Personen durch dieHauplstraßen uniererSiadl besnedtgen. Nachmittag« undAbendS strömte die Menge, Jung »iidÄll >eglichenGeschlechis, hinaus aus de» Beluir-HMliplatz, besichtigte die lebendigen und lebloien Sehenswürdigkei ten cdec ergötzte sich an Dem, was der Zir kus bot. Morgen früh wandelt das Foiepaugh'jche Etablissement zum dritten und letzten Male in glänzenoeniUmznge durch vieStraßen, und Samstag Abend gibl es die letzleVoistellung. W.r sich den Genuß seines Besuches noch nichl gestattet hat, beeile sich aljo! Zu» HoUldaystrasien-Theater erndiet augenblicklich der tressliche Komiker Yankee Locke zahlreiche Lorbeeren. Derselbe irilt an jedem Abende während dieser Woche in seinem neuen Drama: „Die Bu'chrau gerS" oder „Hoch, niedrig, Jack und das Spiel !" au>. Das Strick spielt in Austra lien ivährend der Goldaufregunz und ist reich au Esselieii. öieiucr sollte versäumen, dem Hollidaystraßeu-Thealer im Lause dieser Wo che einen Besuch abzustatten. Anton Nnbtnstein. ZLie nlawöki. Theodor Thomas. Wir wissen uns leinec Gelegenheit zn ent sinnen, wo drei solche Größen wie Anton Rnbinstein, Henii Wieniawski und Theodor Thomas an einem n. demselbeii Abend ver einigt vor uns auftraten. Zum ersten und letzten Male wird e« uns vergönnt sein, Mut woch, den IL. April, in d.r „Freimaurer- Halle" den größieu aller Pianisten, sowie einen der berühmteste» Geiger, von der unver gleichlichen Thomas'ichen Capelle unlerstützl, zn hören. Bisher hörten wir die beiden großen russischen Künstler nur ohne jegliche Begleitung, jetzt aber sollen wir sie im Ver eine mit einem aus 60 Musileul bestehenden Orchester vernehmen. Dag dieser Abend sich zu den glänzendsten in der Kunstgeschichte unserer Stadt gestatten wird, »ntuliegt wohl keinem Zweifel. Der Verlans der rescrvirlen Sitze sür dieses Eonzerl, das, wie wir verneh. mcn, überhaupt das letzte sein soll, in welchem Rubilistcin und Wieniamskl in Amerika aus lrelen, nimmt Donnerstag, den 10. April, Morgen« l» Uhr, in McEassrey's Haudlung seinen Anfang. Der wetqerkoulg >üuU, dessen Name in der ganzen Well bekannt ist uno selbst den Namen Vieuxlemps' verdun kelt, wird Montag und Dienstag, den 14. und 15. April, seine GeiA im Ford'schen Opern- Hause erlönen lassen Es ist die letzte 6on zerltour, welche der berühmte Norweger durch Amerika macht, und keiner, der ihn einmal gehört hat, wird verfehlen, ihn vor seinem Scheiden noch einmal zu sehen und zu hören. Wenn Sänger ein gewisses Alter erreicht ha- den, so gehl ihre Stimme in Trümmer, und wie Ruinen wandeln sie aus der Bühne um her, Anders aber ist es mit Ole Bull; frei lich ist auch er all geworden, und sein Haupt deckt der Schnee des Alters, seine Geige hat während der lanzen Jahre an Klang ge wonnen, und wenn der Künsllcrgreis sie zur Hand nimmt, da wird er wieder jung und läßt den Bogen über die Saiten gleiten, so keck und lustig und bald wieder so trauiig und melancholisch, wie eiusi vor vielen Jahren, Äußer ihm werden noch die bekaunien Künstler Signor Ferranri unv Hr, Joseph Hart Denck unv FU. Graziella Ridzeway austreten. Bei cen Ole Bull - Eonzerten werden keine anderen, als die PianoS unserer berühmten Firma Äilh. Knabe Comp, gebraucht. Reservirte Sitze können in Mc- Cassrey'c Mustlalienhaiidlung von heule au belegt werden. Im Ford'sclien Opecnhause wird heute Abeno wiederum da« grogariige SeusationS-Drama: „Der Kaiaiall des Ganges" zur Aufführung gelangcn. Ob gleich das Stück jetzt schon seit mehreren Aben den das Repertotr beherrscht, so bewährt es doch noch immer seine Zngliast. Ford s Opernhaus ist jetzt an ledem Abende in allen Räumen gefüllt und Jeder der Anwesenden spricht seine Bewunverung und scinErsiaunen über die brillante Ausstattung des Stückes aus. Wer den „ttatarakt des Ganges" zu sehen wünscht, sollte Ford's Opernhaus noch in diesen Tagen besuchen, da das Drama nicht lange mehr aus dem Reperloix stehen wird. I Der ~So;.»vemokr.-Turn Verein" hat auf Montag, den 14. April, einen großen Ball in der „Turnhalle," Nr. 84, West-Bal« limorestraße, veranstaltet. Georaii, Nr. 37, Nord-Gaysttaße, stich! heule ein Faß Qsicrweln eigener vom Rheine an und läd'l zur gioßeu Festprobe Weinlen ucr und Weinsicunde ein. Die Weine des Hrn. G. hzb.n ciueil Hoden Ruf. und sein seidstversländllch direkt imporilrter Osterwein süll etwas ganz Aparlessein. Dr. Elans Brehmer's äckter Bergener Leberthran wird von Aerziea empfohlen in Füllen von Rheumatismus, Skropbeln, Gicht, Abinagernng, Anszehrunz und allen Hautgeschwiilsten. Zu verkaufn St die Flasche, 6 für S 5, in allen Äpolhe len und dei den alleinigenAgenten inÄmerika, A. Vo gel er Eo mp. (3S^) . w>iumen:t„v^^xui>diearv"'"nV"."ln wovtl das garzc ütirlge Theater - Personal Außerdem singt Fl! Clara Moore, smat und tanzt das Audiwr'.um m heuere waZ auch cer kleine Serben Caw:horn.e erstredt. Uno o.cdruder Hawleytra. .Mein Vetter Vom e'.uam.lu!i: Lust, spiel, geHort edeilsaUS zu den Zierden des durchweg ncuenProdrammtS. (Dropes für und ! . zu iehr dillige n^rels». Ne. ÄBBÄ und W- Lal rauher ä-lsv., Provisionen-Händler und Bratwurslmcicher, salzen Schinken. Nrusl.und Schuiierslücke, Rindslcilch. Sliwemesleisch lin u»d ballen al,. Schw.ine- vorrathiz lm EtabUsjenienl an der verlängerten Pennjl,l vania-Ävenue. Markrstände : Kr. !ik, kl», Sanover-, 'tM>ir<U,lA,4.'»>) Börsenberichte. Be ichtet von Wni. Fisher Li Söhnen, Soulhstraße. Bal t i IN or e, den g. Aprtl, Abends ä Uhr. Aug. Bei!. Aug. B>rl. Gold 11-i. 4l^, Üj. St. s.'.'or !»>'. K».lk C«2. i 4,...1,7 SI .'2 Ibi'«>7 ...Il»!ii - Äslo j>eu Verj Kl. ', Kcu «rr> !. i, »u «a vr'?? b« Sllock O»r'«7 !<7>< WBaZrluli I.!)» t 4 PltläC « I.7>!U !l!a Cvns t>'« » SZ ')tor br'?7 ><7 !-7-i 9, EenlOhiot,?!. «dX — — Ballo l> «Z. IV<> «4 «all« tt« IMi.. !>«)« WMd>!rll.luZ i,j ,<7 Än? IÄ Z. Sitiz Bank.... Dan 1. >,v Franklin Bank IIV , How «an,.... !,» Mcrchvarl i"! AI «r 4. M'.chlvanl.... BltoGasiA« ll't >tat Von! lSeo'S lZkKohl lIS l^4 Ballo QMS >7 > l»l> lurnp Iii») ditla diu« lÄ3l) !»7>j ! Bermischte Anzeigen. 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