Newspaper of Der Deutsche Correspondent, April 11, 1873, Page 2

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated April 11, 1873 Page 2
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Ter Teutsche Csrrespoudent. Baltimore, Tlpri! 187?. Uebersicht der wichtigsieu t 5 rci^ui^e. Uiifer „Laudcsvater" war in der verflossenen Woche wieder wie gen ähnlich, wenn der iLon',',reß nicht in Sivui'g ist Hans Dampf iu allen Gassen; er bcfuchte New - F)ork, wie incin munkelt, um Priuzeiftn Sieltte mil dem söhne des Kappen - Coutraktors Murphy zn verhoben, fah sich Zollamt und Postamt an und betrachiete auch die aufgeregte Menagerie vou Bullen nnd Bären, »elche Onkel Sam in der Wallsiraße durch feine Valutafchwau luvg großgezogen hat; dann ging er nach Peniisylvaiiieu, wo bekanntlich auch schöne L>.ule wohnen, machte Camero» einen kurzen Besuch und kam vorgestern wieder noch Wa shington, wo er jetzt wieder regiert, d. h., wenn er nicht gestern schon wieder ausgeris sen ist. Eine seiner Amtshandlungen letzten Tage war die Absetzung des Baltimorer Ha fen-SurvehorsFulton; an feiner Steile wurde Oberst Gilpin vonAllegany-County ernannt. Die HH. Fiiltsn haben des Guten an der öf fentlichen Krippe lange genug genofien und werden wohl eine Zeülang prioatisiren kön nen; hoffentlich bleiben sie künftig eben so xfrige radikale „Patrioten," als sie in der. Tagen waren, in deneu sie in Amt uud Wür den faßen. Von einiger Bedeutung wcreu die Wahlen der letzlen Woche, welche ganz unerwaitet günstigeßesultate für die demokratiich-liberale Opposition hatten. In Connecticut, dem „Staate der unver' iindeilichen Gewohnheiten," siegte der demo kratische Gouverneurs - Candidat; es gelang den Republikanern kaum 2j3 ihres früheren Votums herauszubringen, ouch die Opposi tion hat nicht ihr volles Votum abgegeben, aber während das der Republ,tancr um mehr als 15,000 Stimmen geringer war, als in der Präsidentenwahl, so zählte das d:r Oppo sition nur4oooSliminerr weniger, nnd da die Republikaner in den letzten Gonverneurswah-. len immer nur eineMazorität von kaum 1000 Stimmen hatten, so wurde diesmal der demo lratische Candidat erwählt, trotz der ratikal lemperenzlelischen ?>>!«.> sl>c»v.—ln der Gesetz gebung hat bei gcmeinschaf'.lichcrÄbstuiimuug die Lppostlion eine kleine Majorität, nur der Senai ist mit einer Stimme Mehrheit repub likanisch. Wichtiger und merkwürdiger als diese Staats- und Ccngreßwahl in Connecticut sind die Mnnizipatwahlen in Ohio; von allen Seiten wurden unerwartete demokratische Ge wiune berichtet; Cinclunati, ColnmbnS, Cle vcland, Dayton und Toledo wählten demo Irattschc Bürgermeister; diese Resultate beulen aus einen fönnlichen Umschwung der öffentli chen Meinung im Westen leii der Präsidenten wahl. Ohio, welches Grant noch eine be deutende Stimmenmehrheit gab, hat den Re publikanern jetzt in der nächstens zusammen tretenden Constituante nur eine zwenelhafte Majorität verstattet. Auch aus Indiana, lowa, Missouri zc. werden von allen Seilen Eifolge der Opposition in den Lokalwahlen berickiet. Die Situation ist so hcffnungklcs diuch aus nicht, als man im letzte» November dachte; im Gegentheil e-gebe» alle diese klei ne» Anzeichen, daß der Erfolg der Republi kaner m der Präsidentenwahl durchaus nicht die Bedeutung eines VolkeuriheUS hatte; das Volk denkt anders über die republikanische Partei und da, wo noch das genugste Ver trauen auf dieselbe wurzelte, ist dasselbe durch die Vorgänge der letzten sechs Monuie gänz lich geschwunden. Im nächsten Herbst wer den wir noch ganz andere Dinge erlebe». Die fnrchibare X aiastrophe a» der Küste vou Neuschoriland, welche iu wenig Stunden nahezu fünfhundert Menschenleben binweg raffle, beschäitigte auch iu der verflossenen Woche Publikum und Presse im höchsten Grade. Der Hafen - Collek'.or von Halifax hat eine Untersuchung eröffnet, welche noch uichl geschlossen ist. Dieselbe hat bereits ver der Mannschaft des Dampfers berichtigt und man istciingermaßeiigespannt, ans wem die Schuld hängen bleiben wird, daß irgend Jemand schuldig war, wird selbst der strengste Fatalist nicht abläugne» können. Immerhin ist eS aber angemessen, den veidäch tigten Personen vorläufig noch die Wohltha ten tes Zweifels iu gestatten. . Der April hat sich für die Schifffahrt als ein äußerst verhäugnißvollcr Monar erwiesen. Vier Tage nach dem Unglück an der Küste von Neu-Schottland strandete der neue Dampser „Thoiwaldsen" vom „Baltischen Lloyd" an cer schwedischen Küste und ging gänzlich ver loren; glücklicherweise ist kern Menschenleben zu beklagen. Im Stew-Zorker Sund hätte eS am letzten Dienstag Morgen beinahe eine schreckliche Ka tastrophe gegeben; der Dampfer „Elm-City" von New - Aork nach New'Haven bestimmt, stieß während eines dichten Nebels auf einen Feljeu im Sunde von Long-Jsland; es ge lang jedoch, die 150 Passagiere und die Be mannung zu retten. An kleineren Schiffbrü chen war in der letzteren Zeit kein Maugel. Die Flühjahlsüberfchwemmnngen haben in verschiedenen Theilen desLandes, besonders in den Thälern des Susquehanna, Ohio uud Mississippi, große Aufregung verursacht; auch iu den staaien New-Sjorl, Massachujettö zc. sind Reinere Flüsse ausgelrcten. In Roche ster, St.-N-, ereignete sich insolge des Hoch wassers ein schreckliches Unglück. Eine An zahl Neugieriger stand aus einer Steinmauer und beobachte!? das reißende, immer höher steigende Wasser; Plötzlich rutschte die Mauer ein und man glaubt, daß über die Hälfte der Leute iu deu Fluthen umgekommen siud. Eigentliche Ucvcrschwcmmnngs-Karastrophcu wnlden bis jetzt noch nicht berichtet. New-Vort, der immer rauchende Heerd der omerikanijchluArbeitc! frage, hat znrZeit einen „Strike" der Gasarbciter, welcher zur Folge hatte, daß am letzten Montag in dem Hanpl gefchäfldlheile der Stadt egyptische Finsterniß herrichte. Die Ausständigen verjuehieu mehr fach Unruhen anzustiileu und haben sich auf diese Weise die Sympathie des Publikums verscherzt; dagegen muß man aber auch niehr außer Acht lassen, daß die Compagnie'!! von Voine herein alle Vortheile auf ihrer Seile halten und daß eine Niederlage der „Striker" ihresache noch keineswegs zur gerechten macht. Die Arbeiter hatten jedenfalls gegründete Ur jache zum Ausstände. In Baltimore hatten wir im Laufe der Woche eine kleine Aufregung durch die «eusa tionswulh eines hiesige» Blattes uud dessen Steigung, poliliichesKapital zu macheu. Der Wunich desselben, die LfsenllichcMeinnng auf zuregen, um seinem auf die politiiche Wochen, liirbe des Radikalismus bcichräulteu Lichte einen weitere» Radius zu verichaffe», ist gäl'Zl ch fehlge'chlogen, uud es lohnt sich wohl der Mühe Nicht, noch einmal auf den vonPub lilum und Presse genügend gerügten Buben sireich des „American" zurück zu kommen. Im hiesigen Criminalgerichle wurde am Mittwoch Johann Busch wegen Ermordung feiner Haushälterin Mary Reagan prozessirt und scclgcsprochen. AiiSlli»!'. In Europa ist es gegenwärtig sehr still, nur die Wiener Weltausstellung sängt an, in der Presse etwas Geräusch zu mache». Das gastsreie Wien beginnt bereits, sich auf die Ausstellungs-Elndte zu rüsten, es vergrößert nicht nurfelueAccommodationsräumlichkciteii, sondern erhöht auch seine Mielhe» uud zwar zu fabelhaften Prciicu. Uns ihnen dabei nur die aminkanischen Commissäre leid; dieLuin irc. welche man ihnen zur Bestreitung von LeibeSnahrung und Nothdurse zuzuweisen ge denkt, ist so unbedeutend, daß dieselbe kaum zu einem anständigen AuSstellungs-Taschen gelde hinreicht und dabei will man den armen Teufeln noch die Ehre anthun und sie zu Prä sidenten undVice-Präsideuten ernennen; gran famer Hohn des Schicksals, Du hcißn Ver. treter der reichsten Nation der Wett zu fein. Der Kaifer von Deutschland gedenkt, Ende April mit feinen Paladine» Bismarck und Moltke dem Kaifer von Rußland eiuenßcsnch zu macheu. Der Kronprinz wird zur Aus stellung nach Wien geben. Ob das deutsche Voll noch lebt, ob diesem im Laufe der Woche auch EtwaS von Interesse passirt ist, können wir nicht berichten, darüber hat uns das Ka bel gänzlich im Dunkel» gelassen. Das englischeParlament hat sich auf einige Wochen vertagt. Aus Irland wird belichtet, daß gelegentlich eines FischerauSstandes in Kinsale schlimme Unruhen vorgekommen find, bei denen meh rere Personen getödtet wurden. In Frankreich wurde vor einigen Tagen Hr. L. I. Büffet au Stelle des Hrn. Grevy, welcher btkanntkich wegen eines skandalösen Vorganges in der Nationalversammlung ab danlic, zum Präsidenten dieses Körpers er wählt. Ein Wahlkampf in Paris um einen erledigten Deprilirlensitz erregt zur Zeit beden tendes Aufiehen. In Spanien herrscht noch der alte Wirr warr. Karlistensiege und Niederlagen wech seln beständig ab. Meuotti Garibaldi hat den Republikanern in Barcelona seine Dienste angebogen und ist man begierig, was der jnngeMann, d r sich schon vor einigen Zähren bei Mentana auszeichnete, für die spanische Republik zu leisten ,m Stande ist. Der Deputirte Garcia Ruiz, ein verkappter Kar. List, hielt dieser Tcge in den Cortes eine wü the >de Rede gegen die Ler. Siaaten. Die E eignisse der übrigen Länder sind von keiner Bedeutung. Die Mormonen. Brizhain Zornig, der Selbstherrscher aller Mormonen, yat abgeborkt. Er beabsichtig,, wie er sagt, basTerritorium Utah zu verlassen und sich nach Arizona, „aulzerhalb des Be reichs der Posten und Telegraphen," zurück zuziehen, die Regierung seinec Kirche ater fingeren Händen zu üb.Nassen. Schon zn- vor batte er nnttgqliche Präsiocnt'r>si llen bei verschiedenen Holporaiioneii aufgeben. Aus seinen Autrag wurde dcr ge >cnwänig in Eu ropa weilende A. S»utl> !» jeineui Nachfolger l>U< „Tnistec" der Monnnurnlirche erwählt. Brig'.>aui ?)vuug hat ein Testament gemacht, in welchem er sein colossales Vermö gen unter seine IL Weiber und L 0 Kinder gleichmäßig vertheilt. Man glaubt, daß die allen Mormonen ihrem bisherigen Führer folgen weiden, und daß dessen freiwilliger Nückiritt eine uiimiltclbare LLiung der so genannten Mormvncnfrage, d. h. das Ende der Polygamie, für die Folge wenigstens, herbeiführen werde. Z?c? Präsident wieder auf Neisen- Von Wa'hington kömmt die Stachricht, daß Präsident Grani am Mm tage eine Reife nach Connecticut antritt und mehrere Tage abwe send sei» wird. Gleich nach seiner Rückkehr will er St. Louis besuchen, Anfangs Mai zu rnckkehre» und am 10. desselben Monats nach Richmond uud Norfolk abgehen, um der Er öffnungsfeier der „Chefapeake-Ohio-Bahn" beizuwohnen. Die Wiener Ausstellung. Die neuesten Beuchte aus Wien sagen, daß im amerikanischen Departemente der Ausstel lung noch Alles sehr zurück ist. Die zur Auf nahme der aus Amerika erwarteten Gegen stäilde bestimmten Gebänlichkeiten sollen noch nicht einmal fertig fein. DaS erste deutsche Kabel zwischen Europa und New?)ork. Mt dem direkten deutschen Kabet zwischen New-?)ork uud Stettin soll eö Ernst werden. Wie die Stettiner „Seezeitnng" vom 8. v. M. berichtet, hat in der genannten Stadt am 7. im „BattlschenHof" eine voiberalheiideCon. ferenz stattgefunden, der außer einer größeren Anzahl dorirger Handelsleute, Rheder n. f. w. noch der Präsident des AdmilatttätShoses, Freiherr v. Beuthen, nnd andere prominente Persönlichkeiten beigewohnt haben, tär der „Nautischen Gesellschaft," Hr. Emil Mantel, entwickelte den Plan des Projektes nnd legre die Rentabilität tes Letzteren dar. Ans dem Berichte über die Verhandlungen ist ersichtlich, daß das Kabeltau, (welches die SletttuerFirwaSchlipmaunKSchindlcr über nommen hat) von Stettin aus an civein nörd lichen Punkt oer Shetlands-Jnseln, und dann direkt nach Port Mergiu, New - Fvundland, geführt und durch direkten Landdraht mit Stew-Horl in Verbindung gesetzt wird. Die Verwaltung in New-?)ork ist deutsch, nnd so können von Stettin wie auch von New -S)ork au s direkt deutsche Depeschen beförderl wer. den. Die Aklienzeichnung hat sofort in der nächsten Woche begonnen und es ist alle Aus sicht volhandcu, daß das Projekt am 1. Okt. d. I. vollendet sei» wird. Der ~?t. - Herald" - (Korrespon dent 4? Kelly. Tie in New-S)orkansäßigen Cnbaner haben sich an Präsident Gram imi dem Ersuchen ge wendet, zn Gunsten O'Kelly'S einzuschieiieu und dessen Festhaltung oder gar Hinrichtung auf Cuba zu verhindern. AuS L'liio. Die nenesten Nachrichten aus Ohio lassen die Annahme zu, daß die Conüituarte, welche dort nächstens znm Entwürfe einer neuen, resp. Ainendirnng der alten Staats. Verfas sung zusammentritt, aus 51 Republikaner», 40 Deuiolraien uud 7 Liberalen bestehen wird. Erscheinungen der Zeit. Selbst der „Illinois.Staatszeiiuug," die bisher durch Die! uud Dünu für de» Radika lismus ging, machen es die herrschenden Ge walten zu bunt. Nachdem sie die Ernennun gen von Casey und Holde», sowie dießeförde rnng des jungen Graut als einen Skandal be zeichnet, fährt sie fori: „Die ersten fünf Wochen seiner zwcitcnVer waltnuq haben fchon zur Genüge bewiefen, daß die Gefahr einer folchen ab.rmaligen Er wählung nicht besteht. Einsichtige Repuvli lauer waren sich schon während de« vorigen Jahres klar darüber (nnd es ist diese Ueberzeu gung an vorliegender Stelle mir vollster Un zwci'dentigkeit ausgesprochen worden), daß durch die Wiedererwählung Graut's da? Volk der Ver. Staaten sich nur eine vieriähnge Rnhe sichern wollte, während welcher eine neue Partcibildnng ans solider Grundlage unter nommen werde» tonne. Daß die von wüsten Abenteurern in den Sumpf gerittene Cinciu. naticr Bewegung nicht dazu angethan fei, die politische Eutwicielung des Landes in neue Bahnen zu lenken; daß eine Grccley-Brown'- sche Verwaltung ei» vre! schlimmeres Uebel ge wesen fein würde, als eine Verlängerung der Granl'schen nm vier Jahre:—das ist es, was im November 1872 das amerikanische Volk mit übermächtiger Majorität erklärt hat. In seinem gesunde» Sinne hat es sich in nach drüällchster Weise geweigert, aus dem Regen unter die Traufe zu treten. Aber daß die Nolhwendigkeil einer wirllichenNengestallung des PartcilebeuL, nicht einer bloßen Schwin delresorm, welche das Uebel verschlimmert ha ben würde, allgemein dafür legt die jetzige Haltung fast aller derjenigen Zei tiingeii, welche aus voller, unabhängiger Ue berzeugung die Möglichkeit eines Sieges der Ciiicinnali'cr Candidalcn a!S ein schweresUn glüek für das Land bezeichnet haben, Zeugniß ab. Im Jahre 187« werden sich andere Par teien gegenüberstehe», als >m Jahre 1872; diese aiidereu Parteien aber werden aus dem Geistesleben des Volkes erwachsen, nicht vou ehrgeizigen Demagogen fabrizirt sein." Tie ,iS!.-S). Stsztg." bemerkt dazu: „Was die „Jli. Srszig." iu neuester Zeit bewogen hat, sich mit ihrer Partei zu überwerfe», das hätte sie ebenso ein Jahr früher dazu bestim men können. Hätte sie damals zu einer wirk lich aus dem Geistesleben des Volkes erwach senen Bewegung die Hand geboten, und hät ten es damals Alle gethan, welche gleich ihr die Berechtigung dieser Bewegung wenigstens sich selbst zugebe» mußten, so stände jetziAlles anders und wir hätten keinen vierjährigen Kampf, statt „vierjähriger Ruhe," vor uns. Der Kampf gegen einzelne Symptome der Krankheit, an der wir leiden, ist von der „Jll. Slsz." milEifer begonnen worden, und sie ist bereits zn der Erkenntniß gelangt, daß sie mit ihrer Partei brechen muß, um diesen Kampf consegucut ausseihten zu könueu. Sie wird auch finden, daß wenn sie dies thun will, sie noch mit andere» Tinge» aus ihrer Vergan genheit zu brechen hat." Ein KrawaU in Stuttgart. In Stuttgart haben am 25., 26. und 27. März Ruhestörungen in der Hirschgasse statt gefunden, deren Veranlassung folgende war: Im Laden eines jüdischen tüe>i>cr'händlers in der Hirschslraße sollte Nachmittags gegen 4 Uhr ein Soldat, angeblich, weil er sich betro gen glaubte und darum mit dem Insassen des Ladens in Sireit gerieth, dnrch einen her beigerufenen Pollzeidiener verhaftet werden. Dabei wurde der woldat von den Ladenin fassen und dem Polizeidiener schwer mißhan deil; man trug sogar herum, er sei getödtet wviden. Nach der Darstellung obrigkeitlicher Personen hätte sich der Soldat in jenem La den ohne Grund ungebührlich aufgesührt nnd die ihm zn Theil gewordene Behandlung sei unvermeidlich gewesen. Thatsachs ist, daß der Soldat an schweren Verletzungen darnie derliegt, nnd man für sein Leben fürchtet. Von Stunde zu Stunde vergrößerte sich am Abende in der Hirjchstraße die Ansammlung von Menschen, gemilcht ans Soldaten und Bürgern, doch mit weitaus überwiegender Betheiligung der bürgerlichen Bevölkerung. Es mriiden Versuche gemacht, das HauS des ÄleiderhändlerS zu zerstören, Verhaftete wur den der Polizei wieder entrissen, Lärm und Geschrei dnrchiobte jenes ganze Stadtviertel. Als die Ausschreitungen nach Einbruch der Dunkelheit immer bedrohlicher wurden, sperrte eine Abtheilung Infanterie die Zugänge zu dem Orte des Tumultes ab, Reiterei besetzte den nahe gelegenen Marktplatz. Nun Pflanz ten sich aber die Unruhen hinter den Sotvaien in den uubewachteu Stadtiheilen weiter, Menschenhaufen zogen vor die Hänser verschie dener jüdischer Einwohner, warfen Fenster ein und trieben Lärm und Unfug jeder Art, bis Schlasenzeit herangekommen war und endlich nach Mitternacht verhältnißmäßige Ruhe ein trat. Viele Tausende waren an dem Tu multe betheiligr, Gewalt wurde jedoch von den Milirär- und Polizeimanufchasren nur in äußersten Fällen angewendet, um die furcht bar gereizte Stimmung des Publikums nicht noch mehr zu entflammen. Am darauffolgen den Tag: wurden in der Hirschgasse Volks versammlungen abgehalten. Stach Eintreffen von Maschinenarbeitern aus Berg und Cann stadt 74 Uhr Abends brach der Tumult neuer dings aus. Die Polizei hieb wiederholt blank ein und nahm mehrere Verhaftungen vor. Miliiärpatiouillen durchzogen die Straßen, wo israelitische Geschäftsloiale sich befinden. Am 27., bei'm Dunkelwerden, sammelten sich Pobelhaufen und bombardirlen mit Steinen die Kleidcrläden. Iu der Marktstraße wur den Laden eingeworfen, Kleider theilweise ge plündert; mehrere Plünderer wurden von Bürgern und Gendarmen verhaftet. Eintre tendes Regenwetter trieb schließlich die Leute heim. Vermischte Berichte. New-Zork, 10. April. (Der Aus stand der isasardeiter.) Der Strike der Ar beiter der „New-?)orker Gas-Compagnie" darf als beendigt, und für die ausstehenden Arbeiter als mißlungen bezeichnet werden. Der Versuch, die Arbeiter der anderen Gas- mit in den Strike zu verwickeln, in gänzlich fehlgeschlagen, nnd die von der „New-?)ortcr Gas-Compagnie" neu engagir len Leuie find jetzt bereits im Stande, die »ö -thige Quantität ez>as zu sabriziren. Die Di rektoren der verschiedenen Gas-Compagnie'» su.d der Anficht, daß der Slrike faküich :n Euccist. Eine rmpörende Gewaltthat ist lcider wieder von aussiebenden Gasarbeitern zu be richten. Gegen 3 Uhr Nachmttlags wuide der ~ihiige Pile" Fug in 20. Str., nalie Avenue Ä, von mehlereu der Ausständigen cugehaücn, welche ihn fragten, wohin er gebe. Fuß erwiderte, daß er in die Gasfa brik gehen wolle, um dort Arbeit zu suchen, da er seit mehrelen Monaten ohne Beschäfti gung sei. Kaum hatte er dieses gesagt, so wurde er von den keutcn zu Boden geschla gen, mit Fiixen getreten und von einem der Angreifer in die Hüste und den Unterleib ge stochen. Tie Polizei kam leider zu spät, um die Thäter zu verhaften. Fuß wurde in'S Hospital geschickt, wo die Aerzle den Fall als höchst bedenllich bezeichnen. (Steinhaucr-Strile.) Die Polizei des 23. Bezirks benachrichtigte gestern den Su perintendenten, daß eine große Anzahl Stein hauer in HorkviUe ihre Arbeit eingestellt hatte, weil der Contraktor sich geweigert hatte, mehrere nicht zum Schiitz-Berem gehörige Arbeiter zu entlassen. Die Letzteren wurden bei ihrer Arbeit von dcr Polizei beschützt. Phi la delp h i a, 10. April. (Ver-. schwunden.) Am Sonntag, den IK. März, verschwand plötzlich der Prosessor der Thepsio logie, Pathologie uud microskopischen Anatomie in dem hiesigen homöopathi schen „Hahnemann Medical College," Dr. Richard Koch ans Philadelphia, und soll meh rere Tausend Dollars mitgenommen haben, die er iu seiner Eigenschaft atsßegistiator des Colleges für Collegieu - Gelder eingenommen hatte. Das Institut selbst erleidet nur einen Verlust von wenigen Hundert Dollars, der Rest der Summe wird von den Professoren verloren. Koch ist etwa 35 Jahre all und soll ein tüchtiger Arzt sein. Er hatte die „Central High Schoo!" durchgemacht, studirte daun Medizin auf der Universität von Pennsylva nien, von welcher er das Doktor-Diplom er hrelt. Nachdem er sich mehrere Jahre feiner weiteren Ausbildung halber imAuslandeaus gehalten, kehrte er vor etwa KJahren nachPhi ladelphia zurück uud wurde als Lehr-r des College angestellt. Vor etwa einem Jahre wui de er als Registrator des Colleges ange iieUt.uud damit war ihm die ganze Finanzve rwallung des Colleges übertragen. Er soll ein lockeres Leben geführt und die Summe, welche er verunireut hak, am Spieltifche uud iu Sa lonS verbraucht haben. An jenem IK. März aß er bei seinem Valer, einem bekannten hie sigen Ärzte, Miltagbrod und kehrte etwa um 4 Uhr uach seiner Wohnung, au der zwölften, nahe Market-Straße, zurück. Am Abende theilte er seiner Frau und seinem Kinde mit, daß er zu einer Entbindung gernfen fei, nahm seine Instrumente und seinen Medizinkasieu mit sich und ist seitdem nicht mehr gesehen worden. Am Montage erhielt seine Frau von ihm einen Brief, in welchem er sie von dem Uuterschleif iu Kenntniß fetzte und erklärte, er werde erst wiederkehren, wenn es ihm möglich sein würde, das unteischlageneGeld zurückzu erstatten. Wahrscheinlich ist er nach Süd amerika geflohen, wo sich sür die Homöopa thie in de» letzten Jahren ein ergiebiges Feld eröffnet hat. Da er ein tüchtiger Arzt ist und die deutsche, englische, französische uud spaui scheiöpillche fließend spricht, kaun es ihm nicht flhlen. Seine Coilcgen, die Professoren vom „Hahnemanii-Collcge" haben keinerlei Schrille gethan, um feiner habhaft zu wer deu. (Tod eines bekannten Bürgers.)— Herr Gottlieb Scheerer starb gestern in feiner Woh nung, Str. 637, Nord 12. Straße, in feinem 75. Lebe»! jähre. Der Verstorbene war sehr bekannt uiiirr der: alten Bürgern dieser Stadt und sehr angesehen. Er war in der Schweiz geboren und kam, als er noch sehr >ung war, nach Amerika, schon vor Jahren zurück war <r ein aktiver Politiker der demokratischenPar tei uuZ spielte eine Hauptrolle in der Jackson- Campaglie. Mil vielem Vergnügen erzählte er manchmal von seinen Besuche» im „Wei ßen Hause" und von der Zeit, wie es von „Old Hickory" bewohnt war. Er stand fer ner in sehr sreundschaftlichem Verhältnisse zum Präsidenten Buchanan. Gottlieb Scheerer war ein Mann von sehr bestimmten Meinun gen uud wußte dieselbe» immer fehr entfchie. den auszudrücken. (Weiteres über die Verirrung des weißen Mädchens.) Von vielen Seilen wurde ge stern dre Nachricht von Verirrung des weißen Mädchens, welches mit einem Farbigen aus dem elterlichen Hause entwichen war, ange zweis-lt, weil keine Namen genannt wurden. L>',der ist die Nachricht aber völlig bestätigt. Das Mädchen hatte bereits im letzten Dezem ber das Haus ihrer Eltern verlassen, weil es sich mit der Mutter nicht vertragen konnte, und hatte sich dem Laster in die Arme gewor fen. Nach längerem suchen wurde sie vou ihrem Vater aufgefunden vnd wieder in das Haus und die Familie aufgenommen, nach dem sie zuvorßesferuug versprochen hatte. Das Lauerleben halte aber zu viele Reize für sie n. bald lies sie wieder davon. Ihr Valer stellte wieder Nachforschungen nach ihr an und fand sie nach einigen Wochen in dem Hause der Farbigen Hannah Carter in West - Philadel phia, welche früher in dem Hause des Vaters cvndltionirt hatte. Ihr Vater flehte sie an, mit ihm nachHause zurückzukehieu, doch weigerte sich die Tochter, dies zu thun, wenn ihre Mutter nicht ver sprechen würde, sie besser zn behandeln. Der Varer eilte nach Hause, um sich mit seiner Fran deshalb zu besprechen, und als er nach der Wohnung der Carter zurückkehrte, nm die unzerathene Tochter abzuholen, war diese ver schwunden. Wochen laug forschte er dann vergebens nach dem Aufenthaltsorte seiner Tochter. Anfangs dieser Woche wnrde in den „Assembly.Buildings" ein Maskenball der farbigen Kutscher gegebeu uud auf diesem wurde vom Polizci-sergeanlcn Bryant ein weißes Mädchen bemerkt, welches von einem häßlichen, starken Sieger am Arme gesührl wnrde. Dieser Mann soll John Driskey heißen, verhelrathet sein und in Str. 4133, Ludlowstraße, wohnen. Der Sergeant er klärte ihr, daß sie anf dem Balle Nichts zn suchen habe, indessen entgegnete sie, daß es ihr ganz gnt gefalle und daß sie dableiben wolle. Tags darauf erfuhr der Sergeant von der Entweichung jenes Kaufmanns in West-Philadelphia uud arretirte nach eini gem Suchen am Montage in Str. 60K, Bay stiaße, den John Driskey, das weiße Frauen zimmer, die Farbige Martha Brown, welche lencs Haus hält, sowie die M>s. Carter iu ihrem Hause au Slatestraße, West-Philadel phia, welche er nach der Osfice des Alderman Smith brachte. Hier sahen sich Vater und Tochter wieder; Ersterer gebeugt durch den jininmer und die Schande, welche die nnge rathene Tochter über ihn gebracht hatk?, Letz tere frech und völlig gefühllos gegen nen ihres Vaters. Sie erklärte, daß sie frei willig die Gesellschaft der Farbigen aufgesucht habe. Dem Valer blieb Nichts übrig, als den Alderman zn bitten, daß er das Mädchen nach dem „House of Refuge" schicke, was ge schah. Die drei Farbigen wurden für ein weiteres Verhör nuter HBOO Bürgschast ge stellt. Der Alderman ist nicht zu bewegen, den Namen des unglücklichen Vaters zu neu neu. Zu welchen religiösen Ausschrei - tun gen die Mode-Religion heutzutage führt, hat ein protestantischer Prediger, Na mens T. De Witt Talmage, aus Brooklyn, bewiesen. Derselbe nahm nämlich am vor letzten Freitage die Trauung eines PaareS in der „Academy of Musie" in Brooklyn auf der Bühne vor, wobei die Brautleute die vor 100 Jahren übliche Tracht trugen. 15>g0 Men schen hatten je 4 Schillinge Eintrittsgebühr bezahlt, um Zengen dieser Komödie zu seiu. Ein Handgeld-Agent hat eine Applikation aus Auszahlung einer Baun ty an einen Deserteur in Washington eingereicht und sich dabei auf eine Entschei dung des Oberbundesgerichts berufen. Der zweite Controleur hat jedoch erklärt, daß, was auch die Giünde jener erwähnten Enischei dung gewesen sein mögen, das Conzreßgesetz vom 1. Mai 1870 ausdrücklich bestimme, dag an Deserteure nur in dem Falle ein Bonns ausbezahlt werden könne, wenn bemiesen werde, daß die Eintragung als Deserteur in den Regimentslisten eine irrige gewesen sei. Bei der letzten Stadtwahl in Cincin - nati wurde bekanntlich ein Demokrat als Mayor erwählt. Der Rath der Councilmeu besteht aus 24 Republikanern, 22 Demokrat ten und 3 Liberalen, der der Aldermen aus 13 Demokraten, S Republikanern und 3 Li beralen. 20 der Mitglieder beider Zweige des Stadtralhs sind deutsche Adoptivbürger. Zu den Besagten gehören drei deutsche Bier brauer, 80ß, Morlein und Äanfinann. In Alleghany bei Piltsburg erhängte sich der Deutsche Louis Müller. Die „Westk. Post" inSt. LouiS, deren Miteigner Karl schür; ist. machte bei der letz ten Munizipalwahl einigen regulären Can didaten des demokratischen „Tickets" Op position, während sie die entsprechenden Candi daten des republikanischen „Tickets" unter stützte. In St. Louis wurde dem deutschen Blatte „Amerika" der Freipaß auf der „At lavlic-Paeific-Bahn" entzogen, da es gegen das Eisenbahn-Monopol Partei genommen hatte. Die „Amerika" bemerkt dazu: „Wenn die Eisenbahn-Magnaten glauben, uns aus solche Weise einschüchtern und von unserer Pslicht abhalten zu können, dann irren sie sich. Es gereicht nns nielmehr zur besonderen Ge nugthuung, daß die von nns dem Monopol applicirten Hiebe sitzen." Die Tabacks. Revenue. Die An zeichen sind, daß der Ausfall in den Einnah men der Steuer von fabiizirtem Taback dieses Jahr nicht groß sein wird. Aus dieferQuelle wurden im letz:enlahre beiläufigS33,ov(l,ooo eingenommen. Obwohl die Reduktion in ter Si'euer durchschnittlich sieben Prozent beträgt, so glaubt man doch, daß die Benninderung der Einnahmen kanni mehr als K2UO,OOi) be tragen wird. Eine andere Eiiinahincgiiclle VZN Taback wird diesen Ausfall decken, und dies ist das Gesetz, welches den Händlern ver bietet, Blättertaback an Consumenten zu ver kaufen, außer dciHüudler bezahlt eine spezielle Licenktaxe. Dieses Gesetz trat in der letzte» Hälfte des vorigen Jahres in Krasr.'uud die Regierung erhielt Steueui von 15,000,000 Pfund Biättertaback, welcher früher an Lon sumentcn verkauft wurde. Seitdem dieser Berkai'f verboten oder nur nach Bezah lung der Slem-r erlaubt ist, hat die Nach frage und die Consumelileii scheinen gröstenihcils fabrizirten Taback z» laufen. Ungefnndes Fleif ch.—Schon feit längerer Zeit tritt anf den Farmen der ganzen Umgebung von New-Jork dieLuiigeufeuche in heftigem Grade auf. Die Farmer verkau fen derartig erkranktes Rindvieh (so lange fich die Kränkelt noch im ersten Stadium befin det) fehr häufig an Schlächter.und das Fleisch komml sodann in den Markt. DieSanitätS bcamteu geben sich, wie versichert wird, beson dere Mühe, das Einschmuggeln solchen Flei fches zu verhüten, allein bis jetzt sind nur wenige Fälle vorgekommen, in denen sie den Verlauf ungesunden Fleisches nachweisen konn. ten. Ein ziemlich eclatanter Fall ereignete s-ch gestern. Ein Sanitätsbeamter confis ziite bei einem Fleischer auf dem „Berg" eine frifch geschlachtete Kuh, die augenscheinlich an der Luugenseiiche erkrankt war. Merkwür digerweise wußten aber der Schlächter der Kuh und der Besitzer des Ladens,in dem dasFleiscki zum Verkauf ausgestellt war, alle Schuld fo schön von sich abzuwälzen, daß keiner zur Strafe gezogen werden konnte, obgleich der Farmer entdeckt wurde, welcher die Kuh in krankem Zustande verkaufte. Der Fall wird hoffentlich Andern zur Warnung dienen. Man kann nur wünschen, daß Personen, welche wis sentlich ungesundes Fleisch zum Verkaufe aus bieten, exemplarisch gestraft werden. Ueber denTrape z-U nfall inCincinnati liegt folgendes Weitere vor: „DienstagAbcnd> war in Nixon's Circus ein sehr Publikum versammelt, um die emiueulen Lei stungen dcrWildcr'schenGejcllschast zu.bewun dern. Unter dieser waren cS von jeher die Ge brüderLeo», die durch ihreUebuugen am hohen Trapez ganz besonders hervorstqchen und bei

de hallen sich die reiche Anerkennung aller Circusbefucher erworben. Gütern aber sollte ein schwerer Unglücksfall dem verfammelten Publikum einen jähen Schrecken bereiten. Während der ältere Bruder an dem zwanzig Fuß über dem Boden befindlichen Trapez schwebend hing, versuchte der jüngere, mit dem Kopfe nach Unten gekehrt, an dem Leibe seines Bruders hinabzugleiteu. Dabei verfehlte er um eines Haares Breite seinen Halt und- ei nen lauten schrei ausstoßend, stürzte er kopf abwärtS durch die Lust und schlug mit furcht barer Gewalt zu Boden, mit der rechten Seite und dem Gesicht aufprallend. Deutlich Höne man in diesem Augenblicke das knirschende Brechen eines Knochens dnrch zas ganze Hans. Wohl versuchte der Un glückliche, alle Willenskraft zusammenneh mend, sich eiiiporzurasfen, doch vergeblich, die Besinnung schwand ihm. Man brachte ihn in das Ankleideiimmer, ein Arzt wurde ge rufen und dieser stellte fest, daß der Oberfchen kellnochen in derStähe desHüilbeins gebrochen war. Es ist sicher, daß der junge Mann nie daran wird denken können, feinen bisherigen Beruf wieder aufzunehmen, vielleicht wird er f.iu Lebelang ei» Krüppel bleiben. Man wür de wohl thun, das hohe Trapez gänzlich aus derartigen Vorstellunzen zu verbannen, denn die Prosuktionen an demselben, statt dem Pu bükuin Genuß zu bereiten, erhalten dasselbe nur in steter beängstigender Spannung uud können ihm selbst gefährlich werden." In sitzt George Francis Train nach wie vor in den Tvriibs. Man will jetzt seinen Geisteszustand durch Geschwo rene prüfe» lassen. Der älteste Bewohner Frank' reich 's starb im letzten Herbste zu Chantilly. Es war ein 375 Jahre alter Karpfen. Es war dies einer jener bevorzugten Fische, die in marmornen Bassins vor den Angeln gesichert bleiben. Der Karpfen, welchen fein letzter Eigenthümer für 1900 Francs gekauft halte, erlag endlich dem Angriff eines großen Hech tes, was kaum begreiflich ist, da der Karpfen über drei Fuß in der Länge und 24 Fuß an der dicksten Stelle des Körpers im Umfange maß. In Brooklyn, R.-S)., ist die 57-jäh rige deutiche Doktorin Helene Kalls unter der Anklage einer Abortion an der Fran des Gen. F. Ariiirgton verhastet worden. Die Frau A. wurde in sterbendem Zustande auf der Straße aufgehoben. Anfangs war die Dame sehr zurückhaltend und weigerte sich, fernere Andeutungen zu machen. Erst im „Loug- Jsland Hospital," als der Arzt ausgesunden, daß eine Fruchtabtreibnug an ihr vollzogen worden war, gab die Frau die näheren Te tails. Sie gab die Thatsache zu uud bezeich nete die dabei altiv gewesene Person so genau, daß die Polizei die Verhaftung der „Toctreß" Kolls unfehlbar vornehmen konnte. Die Frau ging übrigens aus eigenem Antriebe zu der Aborliouistin. Der ganze Vorfall aber be weij't auf's Nene,daß die Furcht der Frauen, selbst wenn sie wohlhabend sind, Kinder erzie hen zu müssen, dem Verbrechen in infamer Weise in die Hände arbeitet. In Philadelphia versuchte der Deut sche Aiilon Frislaven, sich dnrch einen Sprung in den Schuylkill-Fluß um's Leben zu brin gen, wurde aber zeitig wieder auf's Trockene gezogen. Berichtign» unserm gestrigen, der „St.-?). Stsztg." entnommenen „Einge sandt" über die „Nativitäts-Statistik der Ver. Staaten" soll cS anstatt „Personen, deren beide Großeltern in Amerika geboren," heißen: „Personen, deren beide Eltern in Amerika geboren." Europäische Berichte (Chemnitz, 1!>. März.) Heute früh HL Uhr machle der frühere Fabrikschmied Gehler hier einen Mordversuch auf seine Mutter, seiue Frau und seine 4jährige Tochter. Die Frau ward dabei ganz besonders stark verletzt, an ihrem Auskommen wird gezweiielt; die Uebri gen waien besinnungslos. Sämmtliche Be schädige wurden dem Krankenhause übergeben. Der Ängriis geschah mittelst eines Beiles; die Motive sind noch unbekannt. Der Thäter, welcher mit seiner Familie heute nachDresden überzusiedeln gedachte, machte in der seiner Wohnung nahe gelegenen Polizeiwache sUbst Anzeige von seinem Verbrechen. (Ausweisung des General-Vikars Rapp aus Elsaß-Lothringen.) Der bischöfliche ral-Vikar Rapp in Straßbuig erhielt am 17. März als geheimer Gründer und Leiter des Central.Comite's eines ungejetzlichenVereines zur Leitung der politischen Wahlen den Be fehl, Elsaß Lothringen binnen 48 Stunden zu verlassen. Er ist am 20. Mär; nach Velsvrt abgereist. Zahlreiche Geistliche waren bei der Abreise am Bahnhofe anwesend. Die„Straß bnrger Zeitung" bestätigt, daß der Auswei sungsbefehl erst erfolgte, nachdem der Bischof abgelehnt hatte, Remedur eintreten zu lassen. In Fulda fall (nach der „Hess. M.- Z.") am 5. Juni wieder eine Zusammen kunft fämmtlicher deutfcher Bischöfe stattfin den. Nach den letzten Postnachrichten aus Berlin ist das Befinden des Generalseldmar schallS Grasen Wranzel in fordauernder Bes. serniig. —ln Stettin ist am 13. März der Pä dagog, Historiker, Dichler und Mit glied des Frankfurter Pailamenls, Ludwig Giesebrccht, in seinem 80. Lebensjahre ge starben. Frl. E. Franz, welche sich am 13. März mit dem Herzog von Meiningen ve» mähll hat, ist die Tochter des verstorbenen Direktors des Berliner Handelsschule, Dr. Franz. —l-öremen, 14. Marz.) Der unter denKes. selschmieden und Eisenbahnarbeitern Bremer haven'« uudGeestemüiide ausgebrocheneStrike ist als beendet zn betrachten, ohne daß di« Sinkenden ibre höhereLohnsordernngen durch gesetzt hätten. Es treffen täglich ganze Züge neuer Arbeiter zum Lischen und Laden der Schisse in Bremerhaven ein, und abgesehen von kteinen Reibereien ist es zußnhestörungen nicht gekommen. Auch mit einem Theil der Bremerhavencr Hafenarbeiter ist ein Ab kommen getroffen, fo daß die Expedition der englifchen Dampfer keine Verzögerung erlei. der. (Seelenverkäufer in Straßburg.) Die „Elf. Eorr." schreibt: „Die Regierung hat sich zu ihrem Bedauern genölhigt gesehen, zwei hiesige Einwohner, den Rentner Heim burger und den Wechielagenten Morin, aus zuweisen, nachdem dieselben überfuhrt sind, seit längerer Zeit mit allen Mitteln die Pro paganda für das Lomir« 6s piitroirage ssvü et cle liorr»iiii! betrieben zu haben. Be kanntlich ist einer der Hauptzwecke des Comi te's, Kinder ausElsaß-Lothringen nachFrank reich zn bringen, um sie dort für die künftige „Revanche" zu Soldaten Frankreich's und Kämpfern gegen Deutschland heranzuziehen. Die Bemühungen der beiden Herren für die Zwecke der deutsch.feindlichen Gesellschaft wa ren nicht gänzlich ohueErfolg: sie haben min destens 14 Knaben unter irügerifchen Vor spiegelungen an die Eltern und Verwand ten aus ihrer Heimath an Frankreich überlie fert." Washingtoner Anzeigen. sKs Washington, D. C. MrS. H. Kandler, Pub- und Modtwaaren - Handlung, Skr. »S?, siebente Straße, nahel-Str.. D. C. efsekruirt. ? h tA»g.Z«),Mttel^ Erwecke das System? ders geeignet. Tie SchreUigkeit, mit der es die schluincrnden Kräsle des Muskel- ui,d Nervensystems erweckt, ist wunderbar. Indem es zunächst aus die F. W. 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Ävril I?7li. t' Tleiierzahler, weiche sich die hschsirn I^n,^ solche od.r tic alle likasi^ Bnrean der Straficii-T>urchbruchS- re iw, sich! niedergelegt haben; eiNonnoen Ärundrift liclagier Chariesstraße. ve-ftrasie, einichiiesiltch d.o Fahrweges di« ,ur^c»«^s«r<ii>^s der^ NuisrUftrusle, von der dlZ «ur Si'oikhl)Misir - belde Seilen der Warneist-ake, von einem Punlie I? 2 s-idllch ron »er Weststrosie bis zu ilnem Pun'le nördlich von kcrseiden! beide S.iien der Wensirabe t>lv zu einem Ilu- von oeri-lt'cn! I-eidc Seitel> der Ohio - Avenue, von eirciil Puiitle 18? siidllch von besagter W st ' '- ' - -^> von derselben ; Celten d/r von klncm Pllnkie siidostlich von ter WeNNicche diz zu einem Punti, 77 oon und d,e Allel», Ä F^^sud'"sUich^von^/c^ Sie inachen hierdurch serner bekannt, daß sie aus Montag, oen >4. 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Galleiie Eis.; seine iunq sur re>crv!rlc'Lläve, weiche in McHastrcv's AiliUtalllnkandlnnz, NrWcsl-Aallimoitslraiir, ereilen Dr? eZonziii t>c<nniii um 5 'ädr, >en Zeliiaiichi werden, siid ouS der d>rüdmien Favi k d"Knabeck iLoiiip., Baltimore, Md. 4'md's BpcrnljÄUS. Heute, den il. April wiederholt: „Ttr Katarakt drs stjangtS" mit 16 a dg, jch t e t e n Bierden. GroßaNlge Vcrcinigu' g drercr Drama ! Zirkus Varietäten ! Prächvge Scrnene'n! <?inc -ironr.«!»»fteeiter keiNunq i»ii allen ! Die dellcn. d-e Parierten. Comiqne. >W»W«m. t 5. Sinn» Eigenchümerund T,ircklor. ««. ?k. 0?»tso». lKelchä'iel. und Reg^cur. Außerordrutlichk Attraktionen '. Ein ganzes Heer ntner Srnsationrn! Jeden Abend und Dienstag und Sonnabend Nachmittag die Lauri'sche Pantomimen-Truppe, die deiie diei.r Äei. die es jetzt gidt. Lic iüli-l in dieser, ihrer ,we ten Woche zwei neue lonm'che Pantomimen «Lord riindrear«' ..ikikikokv " »erde j i^ii d re i» a loinilch e n S i! »a- Tie T'upve w'rd ron der aesainmlen «yestlls-dasr de« kroniNraücn-TkeaierS T I l Xrl Mov'-e.' Miniiiel^rao „Mlin Vetter vom Lande." »Kelter Joe" sr. ««eorg R (»leson. . - > rW i II > am Evergree »" Hr. T, »ütta rgerii" Xrl. Zlimic Pkefter. die voiqeslwri. Die riesige Varicioi n-Truvoe in n.uem reichhalli- ln, Manien di.iet d>rj de,»er die gröhlen und Hoüidaiisttaßcll-Thcatcr. Entrce ",0 und EeniS. Lrira-Gebuhr tür deikstie Live. Kalsinöftinin., 7 Uhr; Bc zwn der Borsl.Unna « Übr. «ei «ann-t'n «allen« L.ssnung Beginn um 2 Uhr. Die Lorsicllusg > Seltene Altraklion! Hlnikre Locke Httimaurcr-pallc M,t»vo«l> Vt>»iit, d. lii. «pril.Kll. Rnbiiifle'in und Thco.'Thsmas'sche Conzert- schal te», Auto» N»!'i!iste,n, HciNllch Wieiiiawski und TtiomaS. 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