Newspaper of Der Deutsche Correspondent, April 15, 1873, Page 1

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated April 15, 1873 Page 1
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Aus dem Fauteuil zur Seite ihrer Mut ter saß die jungen Gräfin in reicher Toi lette, welche vermuthen ließ, daß sie am späteren Abend noch inGesellschaft zugehen habe. Neben ihr stand, auf die Lehne eines Sessels gestützt, der Gras Elam. Man sprach von den großen Fragen des Tages und die ganze Gesellschaft war in erhöhter Stimmung wegen der immer deutlicher hervortretenden Gewißheit, daß der Krieg in nächster Zeit ausbrechen wer de. Ich bin heute Morgen bei Meusdorfs gewesen, sagte Graf Elam-lalles er hat mir gesagt, daß der Ausbruch nur noch nach Tagen zählen könne. Nachdem wir, wie ganz recht, den Bund aufgefordert hat ten, über das Schicksal der Herzogthümer zu beschließen, ist der General von Man teufsel in Holstein eingerückt. Aber das ist ja der Krieg, rief die Grä sin Frankenstein, und was ist gejchehen, was hat Gablenz gethan? Gablenz ist schon hier, erwiederte der Gras und seine Truppen kehren zurück, dort sind wir in zu geringer Zahl und in zu vorgeschobener Stellung, um etwas thun zu können. Wir erwartenAlle täg lich die Ordre, zur Armee nach Böhmen zu gehen. Graf Karolyi wird von Berlin ab berufen und in Frankfurt der Antrag auf Mobilmachung der ganzen Bundesarmee gegen Preußen gestellt. Tie Gräfin Clam rief lebhaft: Endlich also wird vieß übermüthige Preußen die verdieuteZüchtigung empsan gen und alles Böse gerächt werden, was die Hohenzollern unserem erhabenen Kai serhaus« gethan haben. - Aber wie ist es mit Hannover? frag te die Gräfin Frankensteiii. Sollte nicht Gabknz mit seinen Truppen dort bleiben? Man hat sich dort zu nichts entschlossen, sagte der Gras. Unglaublich! rief die Gräfin Franken stein und dre Gräfin Clam fügte hinzu: Hat denn Graf Platen all' seineFreund fchaft für Oestreich vergessen?! Die junge Gräfin Frankenstein seufzte. Was haben Sie, Comtesse? sragte Graf Clam, unsere Damen dürfen nicht seuf zen, wenn wir im Begrisf stehen, zuPferde zu steigen und unsere Degen sür den alten Glanz Oestreich's zu ziehen. Ich denke an die vielen Unglücklichen, sagte die junge Gräfin, deren Blut stießen wird, und ihr Blick richtete sich nach oben, wie einem bestimmten Bilde fol gend. Cin Lakai öffnete die Thüre. Feldmarschatlieutcuant Baron Reischach! Ter Baron trat ein, lächelnd und hei ter wie immer. Er begrüßte die Damen in seiner ritterlichen Weise mit der Vertrau lichkeit eines alten Bekannten. Sie sind gewachsen, Comtesse Klara, sagte er scherzend zu der jungen Gräsin, diese minder wachsen uns wirklich über den Kops! Er setzte sich und reichte Graf Clam die Hand. Nun, sagte er, ihr Glücklichen, ihr werdet halb in's Feld gehen? Ich erwarte stündlich die Ordre zum Aufbruch. Wir alten Krüppel müssen zu Hause bleiben, sagte Reischach dumpf und einZug ernster Traurigkeit zog über sein joviales Gesicht, verschwand aber bald wieder. Ich habe Beuedek gesehen, ehe er nach Böhmen ging, sagte er dann. Ist er schon fort? fragte die Gräfin Clam. Er ist fort, sagte der Feldmarschallieute nant, und befindet sich auf dem Wege, der zniü Kapitel oder zum tarpejifchen Felsen sührt. Er drückt das sreilich anders aus, in seiner Manier, aber nicht minder treffend. Sagen Sie uns, wie er das ausdrückt, rief die Gräfin Clam, das ist gewiß wieder eines jener herrlichen Kraftworte, die 'Niemand so zu finden weiß, wie er. In sechs Wochen, sagte er ganz nach denklich, erwiederte Herr von Reischach, bin i entweder auf dem Postamentel oder mi grunzt kein Hund an. Alle lachten laut. Vortrefflich, rief die Gräfin Clam. Und glaubt er au das Postamentel? fuhr sie fort. Nicht zu sehr, sagte Herr von Reischach. Er scheint dem Geist und der Ordnung in der Armee nicht zu vertrauen und sich selbst vielleicht auch nicht. Ueber sich selbst mag er urtheilen, wie er will, ries der Graf Elam-Gallas leb haft, was die Armee betrifft, ?o hat er kein Recht, ihr zu mißtrauen. Die Armee ist vortrefflich uud in musterhafter Ord nung wenn sreilich der Herr General Benedek die Offiziere und besonders die adeligen Ojfiziere so behandelt, wie er das zu thun anfängt, und dem gemeinen Sol daten und Unteroffizier überall Recht gibt, dann wird die Ordnung auch nicht lange halten. Und der Graf rückte h ftig den Stuhl, an den cr sich gelehnt halte, zurück und schritt im Salon aus und ab. Es ist gewiß meine Sache nicht, sprach cr etwas rubiger nach einigen ken, kaiserlicher Majestät Vorschriften zu machen über die Wahl Ihres Oberseld herrn, aber großes Vertrauen kann ich zu diesem Benedek und seiner Manier nicht haben Was in dem Herzen des alten öst reichischen Edelmanns lebt, davon hat er keinen Begriff, und seine sogenannten liberalen Prinzipien zerstören die Diszip lin. Das mag gut sein für eine Armee wie die preußische, wo Jedermann Soldat ist ich versteh' mich daraus nicht aber sür uns taugt es nichts und am allerwenigsten taugt es, solche Neuerungen im Moment des Ausmarschcs in einen großen Krieg anzufangen und fast am Tag vor der Schlacht in die ganze Armee die Opposition gegen ihre Offiziere zu bringen. Der Graf hatte sehr erregt gesprochen. Niemand antwortete und es trat eine augenblickliche Stille ein. Der Feldmarschallieutenant von Rei schach unterbrach dieselbe, indem er ries: Aber wissen Sie, meine gnädigsten Da men, schon das neueste große Ereignis; von Wien? Nein, erwiederte die Gräfin Clam, was ist es? irgend ein großer Sucres der Wolter oder eine neue Excentrizität der Gallmeyer? Weit besser als das, erwiederte Herr von Reischach, ein sehr pikantes Duell. Ein Duell? und zwischen wem? Bekann te aus der Gesellschaft? sragte die Gräfin Frankenstein. Unser kleiner Ulanenlieutenaut Stielow, sagte Herr von Reischach, und jener lieichche Graf Rivero, dessen Sie sich wohl noch vom vorigen Jahre erinnern, den der Nuntius in die Gesellschaft einführ te. Das ist ja sehr merkwürdig, ries Gräfin Frankenstein, ist denn Graf Rivero wieder hier? Seit gestern, sagte Herr von Reischach. Und in vierundzwanzig Stunden ein Rencontre mit Herrn von Stielow? sragte Gräfin Clani^ Es scheint, sagte Herr von Reischach, das; eine Dame im Spiele ist. Sie haben Baltimore. Md.> Dienstag, den 15. April 1873. wohl von der schönen Madame Balzer ge hört, meine Gnädigsten? Tie junge Comtesse Frankenslein stand auf und trat in den dunkleren Theil des Salons an einen Blumentisch. Sie beug te sich über die Blumen. Ich hörte den Namen dieser Dame in Verbindung mit dem Herrn von Stielow nennen, sagte Gräfin Clam. Es werden wohl ältere und neuereßech te in Collision gerathen sein, bemertle der Feldmarschallieutenant. Und ist etwas Ernstes vorgefallen? fragte Graf Clam. Das habe ich nicht erfahren können, er wiederte Herr vonßeischach, doch fürch te ich für unseren Stielow der Graf Rivera war als vortrefflicher Schütze be kannt. Wo ist aber meine kleine Com tesse geblieben? unterbrach er sich, indem er den Kopf wendete und in die Tiefe des Salons blickte. Passabler - Kabel - Telegramm Telegraphische Tepeschek. E»roMsche ÄabelbertchLs. Berli n, 14. Apnl.'— Bismarck hat sich zur Wiederherstellung seiner Gesundbeit nach Garzin begeben. Der Gcfandte Bancroft bat sich von feiner Krankheit erholt und befin det sich wieder im Bürean. Paris, 14. April. Remusat, welcher Caudidat siir die Nationalversammlung ist, hat eine Adresse erlassen, in welcher er erklärt, daß er zu allen Zeiten die Freiheit gesucht und geliebt, abcr die Freiheit, welche auf das Ge setz begründet sei, uichl die deiiandige R^evo trculich zu unterstützen und hofft aufeineCon folidation der Republik. Paris, 14. April.—Prinz Napoleon hat ein Schreiben an seineConstitucnten inLorsika gerichtet, in welchem er gegen die Ausweisung aus Frankreich prolestiri. Er sagt, zwei Mal sei ein Napoleon der Retter Frankreich'S ge wesen, dieser Name könne aus dem Herzen des franz. Volkes niemals verbannt werden. Derselbe werde proscribirt, weil man ihn furchte. » Madrid, 14. April. In Barcelona herrschte gestern große Aufregung über die 'ttachncht, daß eine ztarlistenschaar gegen die Stadt vorrücke. Freiwillige wurden nntcr die Waffen gerufen, als abcr dieselben zusam. mengetreten'waren, stellte es sich heraus, daß die Nachricht grundlos war. Madrid, 13.April. Die in letzter Zeit von den Karlisten erlittenen Niederlagen ha ben eine entinuthigcnde Wickiiug aus die Kar listen-Armee ausgeübt. Hier eingegangene Depeschen melden, in den Karlistenlcch-:u tci men in Folge dessen viele Desertionen vor, auch seien ihre Reihen in letzter Zeit durch Verluste anTodten, Verwundeten und Gesan. geuen bedeutend gelichtet worsen. Pari s, 14. April. Eine Depesche von Perpignan lautet: „Es heißt, daß d!e ttarli stenschaar unter Sabolla, tue sich von Puig eerda zurückzog, in kritifcher Lage ist." Madrid, 14. April.—Der Karlisten-Ches SeballoS hat die Publikation von Zeitungen in dem Städtchen Ripold verbalen. R o m, 14. April. Der heil. Bater hatte gestern einen rnhigeien Tag. Sein Znstand ist etwas besser, die schmerzen find weniger heftig und eine lanzsame B.sserung ist ficht bar. Rom, 14. April. Ter Zustand des Papstes hat sich soweit gebessert, daß derselbe heute verschiedenen Besuchern Audienz geben konnte. St. Petersburg, 14. April. Das „Journal de St. Petersburg" stellt de» Be richt in Abrede, daß es amerikanischen Z?i tungs-Coirespondenien gestattet werde, dieEx pedilion nachKyiwa zu begleiten. London, 14. April. Berichte von Ade laide melden, daß die Waizen - Erndte Süd- Australien's sehr befriedigend aussteht. Man rechnet aus 2180,000 Tonnen, zur Ausfuhr übrigen Erlrag. Inland - Tlpcschkn. Das Geld des Schatzamtes. Was hin gto n, 14. Bilanz des Schatzamtes beträgt heute: 82,137,238 Courant, Z70,74K,730 Spezie, einschließlich 523,30 L,100 in Gold-Eertifikaten. Spezial- Depositen von Legal-TendcrS zur Einlösung ron Certifikaten K 25,240,000. In Umlauf befindliche Legal-TenderS 5358,4000,308. Waisenbcsnck bei'm Präsidenten. Washington, 14. April. - Die Sol baten- und Matrosen-Waisen, ungefähr 50 tinaben und Mädchen, wurden heute vom Präsidenten im „Weißen Hanfe" empfangen. Der Präsident hielt eine kurze, ermunternde Rede an die Kinder. Vom Kriegsschauplätze i» Leegon. New or k, 14. April.—Eine hier ein gegangene Spezial-Depesche vom 12. sagt, dag die Truppen am Sonntage ein Lager 1200 Hardseutfernt von Capt. Jick's Ve» steck beziehen und aktive Maßnahmen unver züglich beginnen sollen. Die „Warm-Spring-Indianer," Bundes genossen der Regierung, wurden amLoniitage in Oberst Mason's Lager erwartet. Die Leichen des Gen. Eanby und des Dr. Thomas gingen am Samstage nach San FranziSco ab. Waf hi ug t on, 14. April.—Geu. Sher nian hat Befehl an Gen. Jeff. C. Davis in Indiana geschickt, sich sosort nach der Küste dcs stillen Meeres zu hegeben und das durch den Tod dcs Geu. Canby vakaul gewordene Departement zu übernehmen. NewNor k, 14. Apri>. Eine Depesche an die „World" sagt: „Zn Gerechtigkeit für Riddle, d>n Dollmeischer, und seine Squaw verdient bemerkt zu werden, daß sie sowohl die Friedens-Commissäre, sowie Gen. Canb>> warnten, kein unbedingtes Bertranen in die Indianer zusetzen. Er fügte noch hinzu: „Wenn Sie gehen wollen, so wasche ich meine Hände von aller Schuld an den Folgen." Hr. Meacham ist noch iu kritischem Zu stande. Cr leidet an einer Fteischwunde am rechten Vorderarm und einem Pistolenfchnsse, der Himer dem rechten Ohre eingedrungen und drei Zoll höher wieder herausgekommen ist Er hat gleichfalls eine Wunde am Kopfe, wo die Indianer ihn zu skalpiren versuchten. In New-?)srk hat die Kunde von dem Mas jaere der Modocs die größte Erbitterung her vorgerufen. Die „N.- U. Stsztg." sagt: „Das Indianer-Problem scheint wirklich zu einem Knoten geworden zu sein, der nur noch durchhauen werben kann. Das schwerste Hin derniß gegen die Civilistrung der Indianer hat vielleicht aus Seite der Weißen gestanden. Wir hallen insbesondere dafür, daß eS viel besser für die Indianer gewesen, wenn man nie zu dem System der Unterstützung dersel ben aus Regierungsmitleln gegriffen hätte, denn bei der herrschenden Eorruption mußte dieses System zu einer Quelle beständiger Un zufriedenheit der Indianer werden. Es ist sicherlich viel an den Indianern gesündigt worden und ihr Schicksal fällt gegen dje Fort fchritte der Civilisation fchwer in's Gewicht. Allein die Indianer sorgen selbst nach Kräften dafür, die Menschheit mit diesem Schicksal auszusöhnen, und die Vorgänge vom letzten Freitag werden wiederum ein Erhebliches da zu beitragen." C sj- l Washington, 14. April. Gestern Abend II Uhr ging hier folgende (durch die Ereignine vom N. überholte) Depesche von Meka, Cal., ein: „Zn den Lavafeldern, 7. April. An den Achtb. Col. Delano, Sekretär des Innern: Bei der ersten Versammlung, welche seit uu sirer Ankunft hier mit den Modocs statte funden hat, bestanden diefelben aus allge meiner Amnestie und aus Zuweisung einer Heimstätte am Lost River. Bei der zweiten Versammlung ließen sie die Forderung derße serve am Lost-River fallen und verlangten di< Lavafelder als kiuifligen Wohnsitz. Wir glau ben nicht, daß dauernder Frieden möglich ist. so lange die ModocS im Lande bleiben. W» treffen morgen wieder mit ihnen zusammen und bcfprcchcn eine neue Heimstätte. Sie sinl schwankend und scheinen genest, die Bedin gungen näher in Betracht zn ziehen. A. B. Meacham, Boisitzer der Eommisson." Folgendes sind die offiziellen Angaben über die Zwecke und Gewalten der Friedeus-Com mission: „Washington, 29. Jan. An den fungiren den Eommissär der Indianer - Angelcgenhci ien! Sir: Mit Bezug aus die Schwierigkei ten, welche sich zwischen den Bundestruvpen und den Modoc-Indiancr in Oregon erhoben, habe ich Sie zu benachrichtigen, daß ich b.'- schlössen habe, eine Eommiision abzuschicken, um die Sache an Ort und Stelle zu uniersu chen. Diese Eommission wird aus drei Mit gliedern bestehen, dereu Hamen ihnen später zugeschickt werden sollen. Dieselbe hat sich so rasch als möglich zur Stelle zu begeben, aber ehe Sie an's Weit schreiten, sich mit General Handy in Verbindung setzen und auch später mit demselben osl consenren und so viel als möglich uach seinem Rathe handeln. Tie zu erreichenden Zwecke sind: 1., Die Ursachen auszusinden, welche die Unruhen und Feindseligkeiten der Indianer herbcisührten und 2., d>e wirksamsten Maß regeln zu ergreifen, diesem Zustande ein Ende zu machen und den Frieden wieder herzustel len. Es ist die Ansicht des Departements, dag es rarhsam ist, die Modoc-Jndianer mit ihrer Einwilligung auf eine neue Reserve zu ver setzen und man glaubt, dag die Küsten-Re serve in Oiegon zwischen Cap Lookout und Eap Perpetua diesen Indianern eiu passendes Gebiet gewähren wird. Die EommiNlon wird deshalb angewiesen, angemessene Ar rangements zu Neffen, um die Indianer zu versetzen, sollte sie der Ansicht sein, daß ein anderer Platz besser passen würde, so läßt sich das wohl anangiren. Die Eommission wird aus keine Weise versuchen, die Milnärbehör den mit Bezug aus ihre Truppenbewegungen zu beeinflussen; sie kann jedoch dem cominan oirenden Offizier mittheilen, daß nicht mehr Gewalt angewendet werden sollte, als unbe dingt nöthig ist, indem das Departemeni wünscht, den Frieden zn sichern und oas Ver trauen der Indianer womöglich zn gewinnen. Hie Eomniiisioii ist schließuch angewiesen, so oft als möglich über deu Fortschritt ihrer Arbeit zu beichten. Sehr Achtungsvoll E. Delano, Sekr." Folgendes ist eine Copie des Telegramms, weiches dieModoc-FriedenS-Eommission unter Eonlrole des Gen. Eandi> stellt: Hauptquartier der Armee, Washington, 2t. März 187ü. „An Gen. E. N. S. Canbh in Ban Vrcmcr's Ranch im Niodoc-Lande, Oregon. Sekr. Delano ist im Besitz aller Ihrer De peichen bis znm Ik.März; er ist dermaßen von Ihrer Weisheit nnd JhremWunsche, die Frie denspolitik der Regierung auszuführen, über zeugt, daß er dem Kriegsminister den Rath gegeben hat, Sie zu ermächtigen, jedes Mit glied der Eommiision abzusetzen, welches Sie für unfähig hallen und dessen Platz temporär auszufüllen und ihn durch uns von solclen Veränderungen in Kenntniß zu setzen. Die ses übel trägt Ihnen faktisch der ganzen Modoc-Frage; der Kriegeminister instrnirt mich, Ihnen mitznlheile», daß er alles dieses gutheißt. W.?. Sberman, General." Philadelphia, l i. April. G. H. Stuart von hier, ein Mitglied der Friedens- Eommljsion, sagt, die Mörder des Gen.Eanbi) und seiner Begleiter werden prompt bestrasi weiden; doch Eapt. Jack's Treubruch ändert die Politik der Eomimssäre gegen die Indianer nichi. Die Commission versammelt sieti am nächsten Montag im „Fisrh Avenue-Hotel" zu

'.')ork. -Oer Untergang de» Sampfers „At lantic." Fortsetzung der Un tcrsuchung. Halifax, 14. April. DicUntersnchnng wurde am Samstage wieder ausgenomiiieu. Der Onarnerinelsier Edward Owens, der zuerst den Versuch machle, mit einem Seile den Felsen zu erreichen, wurde verhört. Als demselben ei>s Stück Papier und eine Bleife der gleicht wurde, um selbst zu berechnen, wie viel Meilen der Dampfer pro Stunde zurück legte, wenn er 170 Meilen innerhalb l l Stiin den machte, erwiederte er: „Ich verstehe mich heute mcht auf's Rechnen. Ich verstehe die Schifffahrt u. habe es bis zum zweiten Sten ermanne gebracht; aber vom Rechnen verstehe ich Richis." Man theilte ihm mit, daß er sich, da er unter Eid aussage, in eine schlim me Lage bringe, wenn ec nicht der Vorschrift des Gerichts folge, aber Owens wiederholte nur das, was er ebki gesagt und ließ sich uichr zu genauerer Auslage berecen. (Ein saube rer Bursche! Und solch' Gesindel beirant man mit verantwortlichen Stellen ans Dampfern, die Tauseude von Menschen befördern.) Hali fa x, lt. April. Das Zeugniß des Friedensrichters Longard ist sehr uubefrie. digend, und der Euidrurt waltet ob, daß mit der geretteten Habe nicht ehrlich verfahren wor den ist. Er behielt dieselbe in seinen Hängen als Garantie srir erwachsene Ausgaben und lieferte die Sachen erit ab, als der perempto riiche Befehl deS Zolleiunehmers ihm überge beu wurde. Zwei Uhren und ein Ring des I. H. Price, den Longard dem F. D. Mark wald von Rew-'.')orl, der übrigens langst ab gereis't ist, gegeben haben will, fehlen noch. Der andere Friedensrichter, Rameus Rhan, zeigte dagegen eine Liste aller ihm übergeb>>ne» Gegenstände nebst Jdentifizirung derselben, und wo sie gefunden wuroen, vor. Halifax, l t. April. Das Wrack hat der starken Brandung erfolgreichen Widerstand geleistet und die einzige Veränderung, die mit demselben vorgegangen ist, besteht darin, daß es 25 Fuß näher der Küste zugetrieben wurde. Der Bug, der gleich nach Eintritt des Un glücks abbrach, wurde ganz an's Land ge ichwemmi. Die Rew-Horler Taucher sind jetzt an Ort und Slelle, konnten aber des ho hen Wellenganges wegen auch nichts ansrich ten. Es müssen wenigstens noch 3«)i> Leichen in dem Wrack stecken. Zur Heit der Ebbe kann man an einen! der Rajüttenfenster eine Todtenhand seben, die offrnbar einem Frau enzimmer angehört. Obwohl diese Hand schon vor 4 oder 5 Tagen zu sehen war, so ist noch nicht der leiseste Versuch gemacht worden, die betreffende Leiche herauszuholen. Ueber hanpt scheint man sich wenig mehr um die Opser der Katastrophe, sondern einzig und al lein nm Bergung der Ladung zu kümmern. Anverwandle uud Freunde der Verunglückten, die sich noch immer hier aushalten nnd auf die Auöfolgung der Leichen ihrer Angehörigen ivaitcui haben gestern Abend eine Versamm lung abgehalten und dabei ihrer Entrüstung über das Benehmen der„ü>hiie-Star.Dauipf schisjfahrtsgcscllschasl" Ausdruck gegeben. Halifax, 14. April. Außer der Ret tung einiger grachtpackete geschah heule Rlchts aus dem Wrack des Dampfers „Allaniie." Seit letzten Samstag wüthet ein sehr starker Slnxm, und mau besürchtet, daß das Wrack in Sriicke brechen wird. Win Fahrzeug auf hoher See vom «Uye getroffen. Halifax, N.-Ach., 14. April. Die norwegische Barte „Haningo," Eapt. Ehn stenseii, von New - Orleans nach Reval bc siimmi, wnrde am 4. April 4«X> Meilen west lich von Bermuda vom Blitze getroffen und gerieth in Brand. Die Mannschaft rettete sich in die Boolc nnd wurde nach w-stündiger Fahr! von der deutschen Brigantine „Mela" gerettet und in St. George's auf Bermuda gelandet. Die Wallstcaßen - Wucherer. New -?) ork, 14. Kpcil.— Wie verlautet, haben die 'Wallstraßen-Geldmäkler, die man mit Verfolgn»-; wegen wucherischer Zinsbe rechnnng bedroht, sich verbunden u. beschlossen, ihr G-lo aus dein Markte zu ziehen und gar keine Darlehen mehr zn machen, einerlei, wel cher Zinssatz ihnen auch geboten wird. D»e ttntecsnciutng gegen vie Geld makler der Wallstraße. New-'.')or k, 14. April. Die Grand- Jury nahm heule Morgen Zeugniß im Be tress der Geldmäkler in der Wallstraße entgc gen. Hr. Panlding wurde zuerst in'S Verhöi genommen, aber man konnte nur wenig ans ihm herausbekommen. Außer dem Obigen wurden noch Eapt. P. Coffin, Wm. Gilleh, Edward Johnston u. A. verhört, worauf sich das Gericht bis zun Montag vertagte. Geldmarkt. New -I o r'k, 14- Apnl,—Die SUnatiori in der Wallstraße ist geradezu dieselbe, als iu der letzten Wache. Der Geldmarkt war ge drückt und schwankend, und es herrschte kerr Gefühl der Sicherheit. Gold eröffnete zl lisz, stieg anf IIBZ und siel schließlich au 118 - Auf Geldanleihen waren dle Ratei 5, k, 7 und 4 pr. Er. pro Jahr und 1132 bii I ljt6 pr. Et. pr. Tag. Wechsel aus das Aus land waren flau uud nominell Heute ist in Hmdon die Börse geschlossen. Der Geldmarkt. New - Aork, 14. April. Geld leichtem nnd schlog zu i pro Tast. Wechsel schwei nnd niedriger, schlössen zn 7z baar für mor gige Angebole. Gold schloß zu Obligationen schlössen beständig; Sechser 1205; '62 er 1175. Aktien schlössen sest; New- I)o:k-Ceütral 1015; Erie Ksj; Lake-Shore V 2; Jll. Central 114; Pittsburg North- Western 78; Prioritäten 85; Rock-Jslaud 108j. Bilanz des Unterschatzamtes: K4I,BOS,KLK in Gold und 515.771.044 Courant. Ncdnktion von Frachtraten. New. Z) ork, 14. April. Die „Trunk Lines," welche nach dein Westen fuhren,haben einen neuen Fiachiiaris angenommen, welcher eine durchschnittliche Reduktion von Fracht- Raten um IL Prozent zeigt. Oer Allsstand der Skciv - ?jorker GaSai-beitcr. New -')) or k, IS. April. Als gestern Abend zwei in den Gaswerken" angestellte Deutsche auf dem Wege nach ihren Wohnungen waren, wurden sie von den Aus ständigen angegriffen. Die Deutschen ver theidigten sich und ein Anführer der „Siriker," Namens Mooney, wnrde dnrch einen Schuf; fchwer verwundet. Der Pöbel fiel nunmehr wüthend über die Deutschen her und dieselben würden wahrscheinlich umgebracht worden sein, wenn sich nicht noch rechtzeitig eine Ablhei luug Polizei eingestellt und drei der Rädels führer veihastet hätte. Dampfer-Uvfllilck. New - A ork, lt. April. Zwei Niet- des Kessels anf dem Dpsr. „Westfield" barsten hcu»e Morgen, als das Fahrzeug sich der Werste näherte. Der ausströmende Dampf rief große Bestürzung unter den Passagieren hervor, und bei dem Gedränge, welches ent stand, um aa s Ufer zu gelangen, wurden mehrere Personen beschädigt. Dieses ist das selbe Boot, auf welchem vor zwei lahren der Kessel barst und wobei eine großeAnzahlMen schen getödlet wurde. Vermischte Lepeschen aus «ew-?jork. Nem. Uork, 14. April.—Abel H. Hal sted, der Sohn des Ex-itanzlers von New- ist gestern den Verletzungen erlegen, die er in Folge Uebetsahrens durch einenSlra ßeiibahi'.waqen erhalten Halle. Karl Scheid (nicht «chell), der sich am Samstage iu einen Grocerieladen an der i>2. Straße begab und zu veistehen gab, daß er von drei Männern überfallen nud ihm der Hals abgeschnitten worden sei und der gleich daraus lodl, mit dem Kopfe beinahe vom Rumpse getrennt, niederfiel, beging, wie sich nachträglich herausstellte, selbst die That und war keineswegs das Opfer von Mördern. Michael Brown wurde gestern bei ei nem Äainpfc in einer Hülte an der 52. Str. tödtlich verwundet. P. WoodS wurde als Thäler arielirt. Äiorgeu soll die Untersuchung über den Geisteszuilarid des Georg Francis Train, den man nicht aus den „!ombs" loö werden kann, fortgesetzt werden. Train hat als Zeu gen fast jeden hiesigen hervorragenden Staats, mann, Financier, Redakteur und Arzt einge laden. Michael Donovan wurde heute wegen Straßenraubes auf 20 Jahre tu'S Zuchthans geschickt. Ein Stnrm begann hente Morgen aus die „Hobokeu-Zpar-Bank," der sich aber wie der legte, nachdem siB,ooo ausbezahlt wor den waren. Wie verlautet, haben die Seiden-Jm porleme Escher K Co., identisch mit derselben Firma in Zürich, Schwei;, ihre Zahlungen eingesteUl. Das Züricher HanS snSpendirte zuerst. Der Tpfr. „St. Thomas" traf von Ve nezuela ein. Zwei Brooklyner Firmen haben ven aus ständigenZinimerlemcn H 3.50 für 8 Stunden Arbeit zugestanden. Die ausständigen Gasarbeiler treiben sich noch immer in der Nachbarschaft derWeike herum; sie hoffen, daß ihre Bewegung noch eisolgreich sem wird. Der Superintendent sagl, daß die neuen Arbeiter so rasch sich ein schießen, daß leine weitete Störung befürchtet wird —DasF>aueuzimmer,das beansprucht, Ga ttin des Gcn. Arlington gewesen zu sein, wird wieder hergestellt werden. Sie hat Nichls »ul dem General geinein, dessen Wiltwe in sehr geachleten Kreisen lebt und durch die Lrä lenlionen dieses Wnbes sehr eunnliirt wird. Mc Zermott, der Mörder seiner Frau< ist wahnsinnig und mußte in die Zwangsjacke gesteckt werden. Goodrich sche Mordqeschichte. Brooklyn, l4. April. —Lucetle Myers wurde heute ans der Hast entlassen. Der Schleier des Mord-Geheimnisses lst nach wie vor ungelüstet. ivestä'tignng eines L^odcsnrthcils. Rochen er, 14. April.—Das oberste Ge richt hat das Todesurtheil des Frölich, der in Sl>racuse des Mordes überführt wurde, be stätigt. Die „PtithlaS-Slittcr." R ich mon d, Va., 14. Apiil.— Die Sn- Preme-Loge der „Pylhias-Ritter der Welt" wird morgen hier ihre Versammlung hallen. Supremc-Kauzler H. D. Bern, von Chicago, Vicc-S.-siauzler Davis von New-Hampshire, Groß Kanzler McMnlleu von Philadelphia und eine große Anzahl Delegaten sind bereilS hier eingetroffen. Morgen Abend findet ein Ball und am Mittwoch eine Parade statt. Verhaftung eines Verdächtigen.-- Ein svat entdeckter Mörder. Memphis, 14. April. Am letzten Samstag wuree ein Mann, Namens Vaughe, mit einem halben Dutzend „Aliassen" aus den Verdacht verhastet, den Gen.Thos. E.Hind maii von Helena, Ark., vor etwa 4 Jahren ermordet zu haben, während derselbe imKreise seiner Familie am Kamin saß. Die Polizei ist sebr schweigsam über die Sache, mau deu tet jedoch au,'daß die Verhaftung auf Grund eines Schreibens geschah, welches bei Vaughe gesunden wurde, iir welchem derselbe von ver schiedenen Personen förmlich zu dem Verbre chen gedungen wurde, um ein junges Mäd chen zu lächen, das von Gen. Hindman rni nilt worden war. Noch anderePersoncn sollen verhaftet werden, uud iu einigen Tagen wird man die ganze Sache publiziren. Ein -Lruderlnord in Ehicaqo. Chicago, 11. April.—Der grüne Don nerstag. diese Vorfeier des höchsten Christen festes und desFrühlings.Erwachens zugleich, sollie gesteru durch einen entsetzlichen Bruder mord bezeichnet werden. Bei der etwa 13 Meilen von hier liegenden Buliistde-Station, an dcr„Michlgan-Ceutral- Bahn", liegt eine kleine, hotländiiche Colon»?, welche «nch eine Ziegelvrennerei einschließt, die den Gcbrüdeil 'z')outh gehöit. Von der holländischen Familie AlderS, welche in einem einstöckigen Holzhause m der wohnt, waren der Vater Jan AlderS und dessen beide Söhne, Anthony nnd Jan, in diesemEtablij semeut beschäftig!. Anthony war der Aellere, Jan der Jüngere. Beide lebten nicht un be sten Einveinehmen und hatten schon osl hör ten Wortwechsel unter einander gehabt. Der Grund dieses schlechten Verhältnisses war hauptsächlich darin zu suchen, daß Anthony weniger liebenswürdig und, wenn auch nicht gerade von schlechtem Herzen, doch sinnlich, lähzolnig und zu Gewaluhätigkeilen geneigt war. Daher kam es denn auch, daß der 1!). jährige Jan bei dem allen Vater wie bei den jungen Mädchen der Nachbarschaft mehr be liebt war, als der nur um ein Jahr älteie Bruder; uamentlich fand Letzterer bei eiuer derselben, der hübschen Kate, welche Beiden gleichmäßig in die Augen stach, entschieden wemgerGuade, als dcr schmuckere uud sanftere Anthony. Gestern Abend nach Beendigung Ta gesarbeit zeigte sich Jan Alders besonders ge reizt und aufgeregt. Schon um K Uhr waren zwei fremde inuge Leute, ebenfalls Bewohner dcr Colouie, zu dem Constadle derselben, dem holländischen Farmer Cornelius Kiiyper, ge kommen uud haüen sich beklagt, daß der junge Jan Alders Streit niit ihnen provozirl und sie zu todten gedroht hätte. Dcr Coustabls hatte die Beschwerdeführer beruhigt und ihnen gerathen, dein Zornigen aus dem Wege zu gehen. Während dieser Zeit bei Einbruch derDäm mcruuz, vergnügte sich eine frohe Schaar jun ger Mädchen in der Nähe der Alders'schen Wohnung mit Spielen, namentlich mit Seil fpriugen. Anthony mischte sich unter diesel ben und neAe sich mtt ihnen in harmloser Weise, wobei er ichljeßlich der schönen Äctte die Spriligschnnc wegnahm und sie auf seiner Brust verbarg. Jan halte dies von dem Wohnzimmer aus mit angesehen und als nunmehr sein Bruder, noch die Wangen von hellem Jligendmnihe gerölhet, in's Zimmer trat, begann er Streit mit demselben. Die Mutter, oder vielmehr die Stiefmutter derßeiden, versuchte angstvoll, sie zu trennen, als sie bemerkte, daß der erbitterte Jan sein Messerzog, aber diemgcrieth nur in um so höhere Wulh und schrie, seiner selbst kaum mächtig, daß er dcr Mutter selbst mit diesem Messer den Bauch ansichlitzeu wollte. Nothgedinngen mußte die schwache Mutter sich vor dein Rasenden zurückziehen und bliud draug dieser von Renem auf den Bruder, den leiblichenßrnder, ein. Wilder, unzähmbarer Hag funkelte aus feinen Blicken und seine qrimmverzcrrtcnGesichlszüge zeugten deutlich, daß jede Erinnerung an die festen Bande des Bluies, die Beide vereinte, für denAngenblick in ihm erloschen war. Eben öffnete sich die Thür und der alte Va» ter, durch den wenig feiertägigen Lärm des Streites angezogen, trat herein, da erhob sein älterer Sohn hoch den Arm mit dem blitzenden Stahle und mit dem Aufschrei: „Mein Arm, mein Arm!" taumelte Anthony getroffen zurück. O nein, es war leider nicht blos der Arm, dem der furchtbare Stich gegolten halte, mit ten in's Heiz war derselbe gegangen! Ncch einen Augenblick hielt sich, gläsernen Blickes, der Verwundete ausrecht, dann sank er lauilos zusammen, und in wenigen—nicht Minuten, sondern Sekunden war das Leben aus der jugendlichen Brust entflohen, kain hatte sein Werk gethan! Millen im Wohnzimmer, im stillen Heim einer glücklichen, arbeitsamen Familie lag, wie vom Blitze aus heiterem Himmel nieder gestreckt, eines ihrer Mieder, die Freude des hoffenden Vaters, und —der andere Sohn, der leibliche Bruder, war der Mörder! Stier blickte dieser auf dasGräßliche, was er gethan, hernieder, Blut, Blut, schwamm es vor seinen Augen, entsetzlich ernüchrert taumelte derThä ter zurück, unfähig noch, den ganzen furchtba ren Umfang seiner Handlung zu begreifen, während sich lammernd die Mutter neben der Leiche de« Gelödletcu am Boden wand. Aber der nnglüclliche Vater, er begriff das ganze Unglück. Er mußte es begriffen, klar und deutlich ersaßt haben, dag damit ihm beide Söhne, die Freude und Stütze seines Alters, von der Seite gerissen waren. Aber uur ei nen Augenblick stand dieses Bewußtsein klar und deutlich vor seinen Augen. Danu schwan den dem Aermslen die Sinne, schwand ihm der Vc-stand, vielleicht sür immer. Ter un geheuere Schmerz dieser Augenblicke hat ihn wahnsinnig gemacht nnd seinen (Seist um nachtet. lanAldcrs ist, wie schon erwähnt, 20 Jahre alt, von mittlerer Größe, aber uiuersetzl und kräslig gebaut. Er hat kurzes, schwarzes Haar, schwarze, etwas stechende Augen, aus. geworfene Lippen und einen starten Hiiiter. köpf. Er machte leinen Versuch, zn entslie hen, und als ihn gestern Abend der schnell re qunirte Coustabel verhaslete, bot er willig die Hände zum Binden dar. Er wurde daraus nach Calnmet - Station gekracht und bort während verpacht sestzehaüeu. Als er dabei au dem elterlichen Hause, m welchem noch vor einer Stunde Glück und Frieden geheirichi halte, vorübersuhr, brach er iu bitteres, ver. zweiseltes Schluchze» ans. Aber „die Thräne, sie wecket die Todten nicht auf" und „keine Thräne bittrer Neu' macht eine welke Rose blüh'», erweckt ein todtes Herz aus'« Reu'." Heute Vormittag wurde der Unglückliche dnrch den Covstabel Knyper aus der Polizei statioii a» Harrisoustraße eingeliefert. Dort sitzt er, in dumpsem Brüten vor sich hintrau. ernd und sichtlich nagt bittere Rene über den unseligen Jähzorn in seinem Liniern. Tie Todienschau über die Leiche des Er mordeten wird iu vielleicht noch heule Rachmittag stattfinden. Tie To deswnnde sitzt mitten un Herzen und warui:- ter allen Umständen aus der Stelle tödiUch. AI? einen Beweis, mit welcherWinh dcrStoß geführt worden ist, diene die Thatsache, dag das Messer auch noch die Springschinir durch gebohrt hat, welche kurz zuvor der Arme in iuuigeni Recken dem Mädchen weggenommen nnd uuler der Weste verborgen hatte. Wie surchtbar war der Uebergang zwischen heiterm Spiel und zähem Tode! (Lhic. Fr. Pr.) AuS lowa. Des inoiiies, 11. April.-So eben ist in Clarle-County ein Fall barbarischcrGrausain keilgegen ein Ueinesziiud veröffentlich! worden. Daniel Samö, ein Prediger, iil der schul dige und einMädchen, Rameus Oglesby, das Opfer. In der Voruntersuchung winde be zeugt, daß Sams das iiind zu wiederhollen Malen niedergeschlagen, bei stiengster Kalle ans dem Hanse geworfen und d'raußen habe bleiben lassen, bis seine Füße erfroren seien. Er habe serner die uackien Armen des Lindes an ein Feuer gehalten, bis sie mit Blasen be deckt waren, sie dann niedergeschlagen und dar auf, als sie besininigslos gewesen sei, mit ei nem glühenden Eisen an den Beinen und am Körper verbrannt. Als da« jlind gestöhnt, habe er zur Zeugin, ieiner Frau RedcUsse, ge sagt: „Sie ist noch nchl lodi." Am Schlüsse der Untersuchung verlangte der Richter, daß Sams Bürgschast stellen solle; da er dies nicht konnte, so ließ er ihn gehen, nachdem er ihm das Versprechen gegeben hatte, sich n>m Verhör zu stellen. Sams entfloh. Das Kind ist durch die Behandlung blödsinnig ge worden. Trauriges Ereigniß. Dubnque, lowa, 14.April,—Amsani stag Abend ging zufälliger Weise in den Hän den des Hrn. H. 6. Ganii, Redakteurs des „Sentincl" zu Warren, lU., ein Pistol los, wobei die Frau des Genauuten gefährlich ver letzt wurde. Furchtbarer «Schneesturm in Nebraska. Omaha, lt. April. Der schrecklichste Schneesturm dieser Jahreszeit wüthete heute zwischen Fremont, Nebraska, und Ehei>enne, Wyoming. Ter Schnee bildete 4-5 Fuß hohe Wehen und unterbrach den Bahnverkehr. Neue Frevelthateu der Avachen. San Fraiijisco, 14. April. Am 11. März wurden Maich Gns Swain, John MeT onald und Georg Taylor von einer gro ßen Bande Apachen ermorcet. Die Indianer wurden von den Truppen venolgt und einge holt. ES entspann sich ein Gesecht, in Ivel chem den Wilden nenn und siebenzig Krieger gelobte! wurden, während 2K Weiber und Kinder den Siegern in die Hände sielen, Die Truppen waren von Lieutenant Rice com mandiN worden, de? sich letzt iu ForlWhipple befindet. Tie Soldaten folgten der Spur der Apachen und auf dem Marsch erfuhren sie, daß Taylor von den Wilden ge'angen und unter den abscheulichsten Grausamkeiten zu Tode gemart.rt wurde. Capitän Randall be richtet, daß er mit den Apachen ein Gefecht ge habt habe, in welchem sieben und vierzig jineger gelödtet und sieben Weiber gelangen genommen wurden. Von Havanna. Z?er falscher Bid well wieder einqcfanqen. Havanna, i:i. April, via Key-West, 11. April.—Der Fälscher Bidwell wurde von der Polizei am Strände des Meeres wieder eilige sangen; er war bereits 20 Meilen von der Stadt entsernt. In seinen Kleidern sanken sich Karten der Inseln und der Stadt; seine Freunde hatten jedoch unterlassen, ihn genau zu instruiren. Bei dem Sprunge über de» Balkon halte er sich schwer verletzt. Steuere Berichte aus Mexiko. Matamoras, i:i. April.—(Spez.Dep. des „Herald.") Folgende Depesche ist von einem Corrcspondente» des „Herald" aus Mexiko hier eingetroffen: „Der Cougreß be gann seine Sitzungen am 3. April. Die Botschaft des Präsidenten wurde vom Volke mit Befriedigung aufgenommen. Die gemischte Commission und die Ver träge wurden noch nicht berathen. Der spanische Gesandte ist nach Madrid abgcreis't. Es werden Schritte gethan, die dip'.omaliicheil Beziehungen mit Franlveich wieder auszunehmen. Lozada's Revolution war ein vollständiges Fiasko.— Tie Mrdeseuche ist vorüber." Bränve. R e w'Z ork, i t. April. Ein Pull mauii'schec Bahn-Zchlaf - Waggon, 825,000 werth, wurde heute Morgen im,, öennsylvauja- Bahn"-Depot, Jersey City, dm;ch Feuer zer stört. Hartsoxd, Conn. IH. April. -.ln demTe schäftstheile der Stadt richtete heute ein Brand i,edeu!enden Schaden an; u, A. verbrannten anch die Bücher und Dokumente des Postam tes. St. Louis, 14. April. Die „Missou- I rier Hobel-Fabrik" brannte gestern Morgen ab; Verlust 865,000—80,000. Versicherung K 40.000, einschließlich 82500 in der „Deut schen" und 81500 in der „Penn" von Penn sylpanien, Auch die nahebei gelegene Wasch brett-Fabrik von Raine, Etzer 65 French und andere benachbarte Aebäulichkeiieu wurden ein geäschert, einen weiteren Verlust von Bl'>,- 000 anstiftend. Ungefähr 50 Familien wur den durch den Brand obdachlos; fast alle ha ben ihre Hausgeräthe verloren. Telegraphisches Allerlei. Pafsaic-Village, N.-J., wurde in vor letzter Nacht von Einbrechern und Brandstif tern heimgefucht, die mehrere Häuser beraub ten und einen Stall anzündeten. Der 18- jährige James Clark, einer der Bösewichte, wurde arrelirt. Mr Dpfr. „Caledouian" ist von Liver pool in Halifax ungettoffen. Nummer W. Infolge dcs Bankerottes der Bostoncr Firma ivicLean Comp. haben auch zwei Banken Neuschollland, die Zah lung cingestcllt. Die Gesetzgebung von Ohio hat eine Akte angencinmen, welche Staatsbeamte nnd Mitglieder der Gesetzgebung mit Zucht haushast bedroht. Die Zufuhr von Baumwollbaus dem Müsisnppi.Thäte betrug in verflossener Woche in New-Orleans >!>,<»» Ballen. In Rew-Orlcans wurde dcr notorische Charakter „Candr>" Murphy am Sonntag bei einer Spazierfahrt aus dein Pontcharlrain iiber Bord geworfen und ertrank. Seine Ka meraden sind verhaftet morden. In Rew-OUeans fand gestern Abend eine enthunaimche Massenversammlung der Anhänger McEnery's stall. Im BundeS-Gerichte ;u Boston wurde Oakes Anics von der Regierung um Ks«>o,- 0W verllagt; Amcs war während des Krieges in eine Rcw-Orleanscr Baumwolle-Spekula tion verwickelt. Der Dpsr. „Sibiria" ist von Liverpool in Boston eiiigelrofjen. Die Stadt Philadelphia wird eine spe zielte Commission nach Wien der Ansstcl? lnng schicken. Der Tampscr „Kansas" legte bei Hali sax das Uferende des neuen Kabels. Lokalberichte aus Washington. Washington, l t.April.—Ter.,Arion" hielt gestern Abend seine fünsle Abendnnter haltnng i» Johann Beck's „Athenäum" ab. Da die Leistungen dieses Vereins schon seit längerer Zeit die Aufmcrkiamkeit des Pnbli kums aus sich gebogen haben, so war der Be such wieder ein sehr zahlreicher. Unter den einzelnen Piceen des Programms wurde na mentlich ein Tuett aus dem „Freischütz," das von Mai>. Äorcll und Fil. M. Behrcnd vor getragen wurde, mit großem Beifalle ausge nommen. Der „Columbia-Turnverein" hatte ge stern Abend eine dramatische Vorstellung ar rangirt und brachteGcjrner'SSchwank: „Eine möblirte Wohnung," zur Ausführung. Die angenbücllich ini Ban vegrissene Bankeithalle »n Washingtoner Schützcnparkc naht sich ihrer Vollendung nnd befindet sich bereits nnler Dach. In diplomatischen Kreisen gehl daS Gc rücht, dag ein amerikanischer Commissär aus dem Wege nach den SandwichS-Inseln sei. Derselbe >oll den König und die Bewohner daselbst aushorchen mit Bezug aus die Abtre tung der Inseln an die Ber. Staaten. Wie es heißt, soll da« Gerücht begründet sein. lamcs Crulchett hat von d<r Commis. s>o» für Vcr.Slaaien-niid brilisäic Äniprüche 514.0W zugesprochen bekommen als Emschä digung für die Benntzung seiner Fabrik waq reiid des Bürgerkrieges. Die alten Pulte imNepräsenlantenhanse werden am 2V. April öffentlich veraukliouill Als Hr. P. Gallagh'r am Saniilog Abend in sein Haus, Ecke der I. und B-Str., treten wollte, glitt er ans und brach ein Bein. Im hiesigen Criminalgerichte wnrde heute Morgen der Antrag oes Gen. Henlle, dem Tom Wright, welcher dcr Ermordiing dcs jüdischen Hausiicrs RogcrSli schuldig bcsuii den wurde, einen neuen Prozeß zn bewilli gen, arzumenlirt. Viachdcin Gen. Henkle, der Anwalt Dorn Wrighl's, die nenen den Prozeßalien bcigesüglen Aussagen, aus welche sich sein Antrag Nützt, verleen halte, entgeg nete Richter MeArthur, daß die neuen Aus sagen nichl derart seieu, das! sie die Bewilli. guug eines anderen Prozesses rechtsertigten, und er daher gezwungen sei, den Antrag ab znlehnen. Hierauf wandte er sich au Wright nnd bcmerkic, daß deciclbe, falls er, bevor das Urtheil gefällt werde, noch etwas zu sagen habe, es jetzt thun solle. Wright erhob sich so dann vom Litze nnd sprach eine längirc Zeil, wiederholt seine Unschuld betheuernd. Er schloß endlich mit den Worlen: „Wenn Sie mich hängen, so hängen Sie den unrechten Mann, denn ich war es nicht, dcr den Pell c tödtete." Der Richter entgegnete ihm, daß die Geschworenen ihr Vcrvitl gesälll hätten nnd dcr Gerichtshof mit demselben vollständig znsriedcn sei. Alsdann verurtheilie er den Morder zum Tode. Tue Hinrichtung soll am :ii>. Mai, zwischen I>> Uhr Morgens und zwei Uhr RachinillagS stattfinden. Eugene Laurent, derßigamie angeklagt, stand heute Morgen vor den Schrantcn des Polizeigerichts nnd bekannte sich ichnldig. Richter Snell wollte ihn zuerst dem Verjähren der Großgeschworencn überweisen, beschloß je doch später, ihn gegen eine Bürgschast von Sl(»«»it zn entlassen. Als sich das Gericht veitagtc, hatte Laurcnl die Bürgschast noch nicht ausgetrieben. Seit Sonnabend sind nenn Erkran kliiigSsäUe an den Blattern bei der Sanileus- Behörde znr Aiijcige gebracht. Mosic Lcistuilgspriibc. Beschämte Htiildcil uid .Herren - (Yardervbe dachen. An Himer uud - vcrluulscr? Wollt Hdr M.ht hat>cn, gules Brod macht, John N. Torsey's Pioneer-Familien-, 'plonccr^E^tra-, Teverton-lKytrainehl. V a g r r d a » s : Nr. .'»tt, Süd - t!> aiverrstraft«. < » loljtt M. Miller Nr. 325, West-Ball'inorc-, Tchreit»materialien Händler N r ch n u n g ch er n, ?ic t'ctUe und Bcstc. Tie nene leicht laufende Howe'slhe I! ä l> nl aschinc guten den Käufern convenirenden Bedingungen verkauft Nr. W. 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