Newspaper of Der Deutsche Correspondent, April 16, 1873, Page 4

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated April 16, 1873 Page 4
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Ter TruUzc sssn rspvndcnt r<i. ,87-!. Swdt Laitkmore. Ein inakacüde« Wort zur Aordt ruttst ter (zinw Milderung nacl? Marykand Folgeudes Sch üben liegt cor, das wir ohne Eommentar unseren Lesern unterbreiten: „Bürean ser ".Vunupolis d-rnninx dn,," Slunopolis, 14. April 1873. Mein Herr! Wir habe» soeben in dieser Stadt ein großes Backstnngebäude zum Betriebe d?S Austern und Obsl-Cinmache-Geschästs errichtet. Wu sind jetzt zwei Wochen an der Arbeit. Ob gleich wir alle möglichen Faeilitäien und aus rcichendes Kapital besitzen, so finden wir es doch höchst schwierig, die faulen I'iegcr zur Ärbeit anznhallen und werthvolle Zeit gelzt un? verloren, weil es uns an willigenArbeits lräiien mangelt. Unier diesen Umständen Uthnien wir uns die Freiheit, an Sie zu schreiben und um Ihre Äiithülie nachzusuchen, um einige gute deuNche Arbeiter zu erlangen, die es uns ermöglichen, nach und nach une die Neger vom Halse zu schassen und dieselben durch fleißige, s'rebsüw.e, ausdauernde und fü> ilire Zukunsl besorgte Teutsche zu ersetzen. Wir brauchen sogleich so viele solcherMäuner, eiis Sie uns veischasfen können, wenn sie auct unr wenig Englisch smechen können. De' Lohn ist H 25 und mehr pro Monat, pünktlich! Zahlung und feste Beschäftigung. 'Außerdem beschäftigen wir 70 Frauenzimmer, die vor H 2.50 bis K 0 und 57 pro Woche erhalten Ulli wir würden ihnen noch mehr bezah'en, wcnr sie den ArdeitSentschluß und die Ausdauer dei deutschen Raffe hätten. Wir haben einig! Deutsche in Arbeit, aber zn weuig, um süi die Entwickelung des Geschäftes zn genügen Gerne würden wir für die Siegerinnen weißl Frauenzimmer austeUen, wenn wir solche nm bekommen könnten. Tie Fahrt von Balii more hierher lostet nur 75- CtS. Ein Mann riebst Frau uud einigermaßen erwachsener Kindern lönnten hier ein gutes Auskommen die Mittel, sich eine unabhängige Zukuust zi begründen, finden, um so mehr, da derLe benSunterlalt hier we,l weniger, wie in Bal timore kostet. Tie Behandlung wird bei den täglich wachsenden Bewußtsein des Werlhei weißer Arbeit nichis zn wünschen übrig las fen. Und gerade die deutsche Einwanderung die verläßliche deutsche Arbeit zu sefseln, >f heule mehr, als je, der Wunsch u. die einzig« Hoffnung fii" die zukünftige Entwickelung des Staates n. s. w. I. R. H." AehnlicheKapitel, wie das obige, könnt» wir unseren Lesern aus allen Theilen dei Staates vorlegen und mit der Annäheruni. derHerbst-Wahizeit gedenken wir, davon im gemeinsamen Interesse isebranch zu machen, Maryland in n ß mit dem alten Schlendrian brechen, ans den müsse» Ernährn weiden, aus dem im Dünkel srüherer Größe v-rtoinimnen clor!," und Gle.cü- Handschuhe tragenden Schwatronncuren Pro duzeiilen, Arbeiter und thatkräftige Leute, du selbst mit Hand an's Werk legen, dem Ein ivandeier durch ihr gutes Beiipicl es in ui. serem Staate heimi'ch machen und dadurch die schon zu iaii.ie verschobene Entwicklung dei gioßen HiilscgiiiUen znr That fache machen. DaS Wette r.—Laut Tepeschen, die bis gestern ÄachiN'tiag Uhr im hvsigen Bü rean drS Signaleorps eintraten, gab's gestern in Pcilivaulie, Grand Häven, iieoluk und Oinahu etwa,,' Regen, uns Auguüa, Cineüi mit, nnd Tavenpcrt hatten drohendes Wel ler. Der Ohio siel in den letzten 24 Stunden bei PiltSbnrg 3l und bei Ciliciunali 4 Zoll und stieg bei Cairo 8 Zoll; bei Louisville wurde keine Aenderung beobachtet. Ter Mississippi siieq bei St. Paul 10 und bei Bicksbnrg 0 Zoll und fiel bei Daveiiporl 10, bei Memphis 4 uud bei Reiv-Orleaiiö 2>, Zoll. Bei Keoknk und St. Louis blieb der Wasserstand unverändert. Der Missouri fiel bei Omaha 53 Zoll. Zn Baltimore stand gestern daS Thermo meter auf t!t, in Boston ans4''>, inßiisfalo ans 72, in Cineiunati ans 42, in Tetroil aus 49, in Galvesion auf 00, iiiJndiaiiapolis aufol, in Key West au» 8>», in Leavenworth aus 3tt, in ans<!l, in Lyuchburg ans 77, in Äiemphis ans 5«!, in Monrgomeri> ans 03, in Ä!cw-z?)ork ans 53, in New-O:lcans aus 03, in Nciihville aus 68, in Omaha aus 38, in Philadelphia aus 58, in PiltSbnrg auf 61, in Portland aus >5, in Pewbina ans 41, in Ro chesler auf 4«!, in St. Louis auf 40 nud in St. Paul ans 40 Grad. Wetter a n s s ich ten. Nordöstliche Winde nud drohendes Weiter. War vorauszusehen! Früher bezahlte die Sladt StB,ooe> pro Jahr, lim dni Latrinen - Koih >oö zn werden, der daiiials nach CurtiS' Creek gcschaffi uud von einer un ternehmenden Compagnie in Felddünger um. gewandelt wurde. Aber cS gab dabei aller hand Häkeleien. Die Nachtiärrner zeigten sich nicht geneigt, die solide Masse, welche bei den Farmern einen ginen Preis brachte, am Fuße der Eutawstroße oder am unteren Stadt-Tock abzuliefern, itud die Folge war, daß nach Ab lauf von dreiJahreu derConlrakt in dießrüche ging, trotzdem die Compagnie sich bereit er klärte, der Stadt cinenßouus zu zahlen, wenn il>r aller Lairineukoth ohne Abhängigkeit von dcn Nachikärrueru geliefert würde. Tic Sanitätsbehörde erhielt dadurch die Sache wieder ausschließlich uuter ihre Conirole und zuletzt habcu wir es erlebl, daß die Stadt be sondere Ablagerungsplätze errichtete und der Muuittpal - >iasse ein bedeutender Prosit aus dem Eltrage dn'Dungbcrcitnng verspro chen wurde. Wir blickten von Ansang mil Mißiranen auf diese „Spetulalion" der Sa nitäis Behörde und haben hente keine Ursache, unsere Ansicht zn ändern. Ter Latrincnloth ist thatsächlich Eigenthum dcrStadl uud nicht der Nachlkärruer, aber die Umwandlung des selben in Dnng ist nicht der SauitätS- Behörde, sondern vielmehr der Piivatspekula tion. Liachdem die Compagnie von CiuliS' Creek, wohin man den Dung schaffte, durch die Nichteinhaltung des Conlrattes Seitens der Stadt genöthigt wurde, ihre Thätigkeit einzustellen, ging der Wucher mil dem Treck« auf's 'Neue los, nud man miethete oder kaust» veischiedene Lolalilälen, wo die Ablagerung inZukunfl stattfinden sollte. Bon dem gezogenen Profite haben wir bis dahin Nichts tjthöri. Es ist vielmehr zweifelhast, ob wir beute nicht mehr für die Aolagernng des Ko !hcs, resp. dikUmwanelung desselben inDung, zu zahlen haben, als je znvor, ganz abgesehen davon, ob überhaupt aller Stosf an Ort und Stelle abgelirfert wird. Als einen dieser Ablagerungspiätze wählte man eine Lokalität an der Belair-Noad, im Bleiche des Coun:»s. Es wohnen dort weniger bemittelte Leuie, ans deren Geluchsnerveu man nicht die Nnckiichl zu nehmen glanbte, die nian den aristokrati scheren Nasen zu erweisen sich sür verpflichtet hält. Aber es scheint, daß diese Leute sich nicht geue-gt zeigten, ihren Comsort in solcher Weise stören zu lassen und neuerdings nahm die County - Polizei mehrere Nachtkärrner in Haft, die „ohne Erlaubniß des Countys" an der Belair - Noad ihre Ablagerung machten. Jetzt wollen die Nachtlärener nicht mehr dort bin fahren nud Saniiäts. Commifsär und Mayor haben bereits einige Tage berathen, was unter solchenUmständeiizii thun sei, ohne jedoch bis dahin zu eiuein Resultate zu ge. laugen. Wir wollen ihnen sagen, was sie zu thun haben. Gebt den Hokuspokus der städ tischen Dung - Fabrikation auf, wacht einen neuen Contrakt mit dcr CnrliS' Creek- oder irgend einer anderen, am uutcren Ufer gelege nen Compagnie, liefert ihr unter Controle ver antwortlicher Superintendenten allen Latri nenkoth ab nnd wenn Ihr dieses redlich aus ciiiigcJahre durchsetzt, so wird mau Euch noch eine bezahlen, nm den Koth überhaupt zu bekommen. Führt Ihr sermr dic Reinigung der Appartements veimitlelit pneumatischen Masöiinen ein nnd macht die Arbeit diiich yermetisch-verschlosseneKalren so wohl bei Tag wie bei Nacht möglich, dann ist auch dem Publikum g'holseu und die exorbi. tauten Preise, die wir heute zu zahlen haben, werden aufhöre». Das Saiiitais-Departe mcnt sollte weniger, als irgend ein anderes, politischen Zwecken dienen und hier ist eine Gelegenheit, thatsächlich dcn Beweis zu liefern, daß das Gemeinwohl allen andern Rücksichten voraus gestellt werden sollte. Wir haben für diese Resorni seit Jahren agitirt, ohne Gehör zu finden. Jit es nicht endlich Zeit, daß ener gische Schritte geschehen, um cie isanitäts- Resorm einzuführen, die seil 1867 so nach drücklich cmpsoylen wurdc? Die „Baltimorer Handarb eits- SchUle" beging gestern Abend in der „Freimaurer. Halle" ihre 33. Jahresfeier. Das Publikum, welches sich zahlreich cingcfunten hatte, be tland aus den intelligentesten uud gewählte sten Kreisen unserer Bevölkerung, wodurch der Beweis gelieseit wurde, daß sich gerade iu je nen Kreisen ein reges Interesse sür dieses In» slitut kundgibt. Gegen 8 Uhr erschienen die Knaben in ihren einfachen, abn- kleidsamen uud sauberen Anzügen aus der Plattform uud ließen sich daselbst aus den sür sie bercitgeiiell ten Stühlen nieder. Gleich daraus erschienen Gouverneur Pinkncli Whyte, Moyor Ban saut, der Ehrw. H. Goncher, Dr. James Ca. rev Thomas, Hr. Thos. M. Johnson nnd mehrere Andere und nahmen ebenfalls ans der Plattsorin Platz. Tie Feier winde von Ma> yor Bansanr mil einer kurzen Ansprache an die Anwesenden eiöfsnet, woraus die Kindel das „Balcr unser" sangen uud der Ehrw. H. Gonch.r ein Gebet sprach. Alsdann tiat Hr. Thos. M. Johnson, der gegenwärtige Präsi dent der „HaudarbeilS-schnle," vor und ver las cincn kurzen Abriß der Ge ch'chte diekr Schule, von ihler Glüudiiug im Jahre 1340 tue aus die Gcgciiwan. Ans diesem Abriß >rl/Ute, daß die Schule die zweite dieser Art iici, welche in den Ber. S'aalen errichtet weit; die erste wurde zwei Jahre vorher in der Nähe Bostoi's qe,;rl':ud>'t. In ?>-.hr' kuN'ie maii 'uu, nils >»'<>!>> r snti zur d>e r'lnstuli I'cji >d '. n»i den iueis von K 5600. Nc«»;'t>ll lalst« wätrr. al'o 18«!wuide daZ gegenwärtige lustilut e>- baiit; die Koste» desßaues betrüge» Kit!,ooo. Die iänimittch.rteinder, welche während des UZ jährigen Bestehens dieicr Schule die selbe befnchieu, bcläust sich auf KOV; zur Zeit sind 7V Zöglinge in dein Institute. Alle Kin der, ivelche in die Anstatt zugelassen werden, müssen das sechste Lebensjahr den nnd bis zu ihrem 12. oder 15. Zahre in der Schule verbleiben, doch ste-en sie, bis su d«? erreicht haben, immer noch unter der Aufsicht der Direktoren und Beam> ten des Instituts. Der Präsident bemerkt, hierauf, daß alle Kinder, welche in der schuld erzogen wurden, nützliche und 'oranchbareMit' Glieder der menschlichen Gesellscha'i geworden jeien und nie der Fall vorgekommen sei, das ein entlassener Zögling wegen irgend einet Verbrechens benraft wurde; nie hatten di< Räume eines Gefängnisses jemals einen Zog ling der Kul>»ul" beherbergt AIS Hr. Johnson geendet, rich ele derEhrw. H. Goucher eine längere Ansprache an dieAn wejenden, in welcher er bemerkte, daß di> Schule, die an diesem Abend ihre 33. Jahres seier beginge, ein Werk der christlichen Civili saiion i'ei und daß der Umstand, daß alleZöz> I linge der Anstalt heute als ehrenhafte Männei ! dastehen, nur ihrer christlichen Erziehung nni den guten Beispielen, welche sie stets vor Au gen hauen, zu danken sei. Später hielt Dr James Carey Thomas eine Rede, worin e sagte, das; die Schule, obgleich wert vom Ge rausch der Siadt cntsernt gelegen, unendliä viel Gutes stifte. Die edlc Absicht ihrerÄrun der sei im vollsten Maße erreicht, beider leb ten heute nnr noch wenige dieser edlen Manne und unrEiner derselben stehe gegenwärtig uoä mit dem Institute in Verbindung. Schließ lich ersuchte der Nedner die Anweiendeu, sie sich von dem segensreichen wirken der An stall überzeugen wollten, derselben einen Be ,nch avzunallen. Die letzte Aniprache richte! Gouverneur Pinkuel) Whyle an die Anwesen den. Er sprach seineFrende darüber aus, daj diese Anstatt, welche vor so vielen Jahr:» in Keime gepflanzt wurde, seit jeuer Zeil so Herr lich ewporgeblüht sei. Der Zweck dee Grün der, eine Heimath für Waisen und Halbwaise! zu gründen, ser erreicht. Daß die Anstalt abe io segensreich wirke, liege namentlich in de» Umnande, daß sie nach dem Spruche derßibc erzogen würden: „Im Schmeiße Deines An gesichts sollst Dn Dein Brot essen." Die tun der lernlen ant diese Weise, ihrßrot jelbit ver dienen und müßten demnach tüchtige Manne werden. Unter den Vorlrägen der Kinde saüdeit mehrere zweistimmige Chöre, welch recht brav gcjungeu wurden, allgeme>ncnßct füll. Auch niedrere von einzelnen Schüleri vorgetrazene Deklamationen wurden lcbhaf applaudirt. Die Stadt s chnlbehörde hielt gester! Abend ihre regcUnäßige Wcchensttzung. Ein Zn'chrlst von Wood 6c Comp, von New worin um Einführung von Brown' GcammaNl in die Vollsschulen nal!ge;uch wi.d, gelangte in die Hände des betretende! Comu'e's. Das Comite über höhere Töch lerichnien erstatieie über die brannte Angeld genh.lt Bericht, der ucbsl B>.>ch!ui> Annahm jaud. (Sie'se Beide an anderer Stelle!,- >l'e>chlnß. Allestuie für öle Zöglinge, die vo Ablauf ä.nlcu verlassen, diese aber miudeuens dre .zaiirc b. uchl laden, drucken zu lassen, gim wich. Ztachdem man auf Hrn. Magrndcr', Ünirag dem Coujcrcnz - Comite die Weiüliu Uheili hatte, vom Siadttathe eine Verwilli >ung tür eru neues Grundstück und Gebaut ür die iuiubeu- und !ir. 0, deren Schülcrzahl auf 000 augewach !11, zil erwirken, und das alte Gebäude zu regerschule einzurichten, vertagte sich die Be örde. Die höhere Töchterschulcnn! er „American." (Zurückweisung Verleumdungen durch die Stadtjchulbehörde. - Im Namen des bestehenden Voiiiile'S er iattete gestern Hr. Poe dir Stadischnlbchörd> olgenden Bericht, dem er nachstehende Beiner ringen vorausgehen ließ: „Das Comite hat mich angewiesen, be Vorlegung dieses Berichtes Sie zu ersuchen, mß, wenn die darin ausgesprochenen Ansicht en die Billigung ciues jedeu sim >en, woran wrr nicht zweifeln, Sie Ihre Zu> liniiiiung zu seinen Schlüssen durchAnnahmi -es dem Berichte beigefügten Beichlusses chm Lebalte kund geben mögen." „Meine Herren! Angesrchls neulicher Ber. >u einigell Zeitungen nnd dei )adurch angeregleu Erörterungen hat das alle Uinstaude, welche angeblich der Hharakler der östlichen höheren TöchttrnschuU detresje», höchst sorgsältig und gründlich nu lersucht und kann nnr 'berichle-i, daß vollständigen nnd eingehenden Nachiorschun' gen eb nicht nur nicht den mindesten Gruui sM-liie Besürchtnng des Vorhandeuieins voi irgend Elivas, das aus irgend einen der Zög linge ein schlechtes ü!ichl zu werfen geeignet aufgefunden hat, sondern in seiner bisheriger hohen Meinung von der steten Wachsamkei und vollkommenen Bernfstreue aller Bcam ten der Anstalt und der in allerHinsicht kenswerthen Lortresflichkeit derselben nur noch mehr bestärkt worden ist. Insoweit Zcitungs jch'.eibereten oder andere Angaben sich so dem ten ließen, als behaupteten oder gar insirinir ten sie Etwa?, das sich mit vollkommenen Ansstaude Seitens der Zöglinge nicht ver trage, zögert das Comite keinen Augenblick dieselbe >ur gänzlich grundlos zu erklären. Hosseutlich wird dieser kurze, aber nach drückliche Bericht, zn welchem wir nnr, uu den dnrch gänzliches Stillschweigen entstehen den Mißdeutungen vorzubeugen, bewogei wurden, dem Publikum alle weitere Aengst lichkeit in dieser Sache nehmen und einer Er öileiung. deren Foridauer die besten Jnteres fen der Schule nur benachlheiligen kann, eii Ziel zu setzen. Zugleich beantragen wir den Beschluß, da> Comite der ferneren Erwägung der Angelegen heit zu entbinden. I. P. Poe, G. H. B. Äiömer, T. I. Magruder, W. C. Ar kinson, W. M. Ives und I. T. Morris." Der Bericht nebst Beschluß ward angenom mcn, und zwar mit 17 gegen I Stimme, di> des Republikaners Dr.Dodge, der dem„Ame ricau" wenigstens eine Stimme sichern wollte Zwei Mitglieder, HH. McEawlei> u. Creagh waren abwesend. Der Dr n i d-H i l l-P a r k.—Der Drnid Hill-Park Hai bereits fein Frühlingsgewan! angelegt uns nach Verlauf von zwei BZochei wird er im vollsten Schmucke prangen. Nock sind die jnugen Blatter an den Bäumen kleii und nnfchelnbar, aber in wenigen Tagei werden sie anivachjeii und die Aeste uudZweigl mit ihrem Grün bekleiden. Der Beuich de! Parkes nimmt von Tag zu Tag zu und an QsterjoniNag und -Montag waUsahrleten nn jere Bürger bereits schaarenlveise nach jenen angenehmen Aufenthaltsorte hinans. DicExproprii r-G eschw 0 renen sü> den Pallerson-Park crkannien gestern ir Shaw'S Hotel an Nord'Highstraize snr von der Stadt jür den Park begehrle Grund stück Nr. 13, welches nach Norden von Bank nach Westen von Cannon-, nach Osten vor und nach Süden von Eastern- Avenue begrenzt wird, SISMY zu. Dasselbi ist 2 Morgen 3 Rulhen nud !) Perches groß. Heute kommt die Taxirung des Grnndslllckc« ?ir. 10, Eigenthllm von Harriet G. Boyd deren Agent lefferson Rusk ist, an die Reihe. Ankunsjt des Damvfers „Seo G u l l."—Der Dampfer „Sea Gull," Capt, Dutton, am 12. von Charleston abgegan gen, lief gestern mit 8 Passagieren (Frl. B. R. Denison, Frl. F. Post, Fran M.I. nnd 2 Kindern, T. K. Traverse und Frau uud Hr. M. 5!. Maine) nnd solgendei Fracht hier ein: IUI) 811. Baumivolle sür ?>i., 3 do. für Louis Lc Snow, 5 do. für G. R. Gaither, jun., S- Comp., 1 do. für Wie senseld, Stern K Comp., 2 do. sür Z. I. Middleton, 140 Fässern Reis sür N. N., 4V 811. Haushaltsartikeln, 9 do. Hemdealeine wand für Whman, Byrd Lc Comp., 10 do. Betttiichlcniewand für Woodwald, Baldwin Ä Comp., 20 do. Haushallöariikelu üir Lonei) >ü- Comp., 93K Säcken Phosphate für L. F. Tctrick, 2S Rollen Leder für E. Larrabee Comp. n. A., 50,000 Fuß Nutzholz für N. Zt. nnd 12 Packeten Verschiedene« sür mehrere Perfonen. Der englische Dampfer „Mi dk o thian," Capt. Thompson, kam am 31. März, mit 45,000 Scheffeln Mais beladen, von Baltimore in Dublin, Irland, an. Der Personen-Verkehr auf der „Baltiin 0 re-O hi 0 bah n"hat sich in den letzten Wochen bedeutend gesteigert. Händler vom Lande kamen nach der Stadt, um sich mit neuen Frühjahrs-Vorräthen zu versehen, und die jetzige angenehme Witterung verheißt anch eine Sleigernng der Reiselust bei Ver gnügen und Erholung im Osten und Westen suchenden. Mlini z i pa l-W ah l in H a ger s> tow n, Md.—Die erste Wahl unter dem neuen CorporationS-Gesetze, welches die Stadt in 5 Wards eintheilt und jeder die Wahl ihres Ve rtreters überläßt, während srühcr im Allgemei nen sür die Besetzung der Rathsstellen abge stimmt wurde, fand Montag statt. Da man in HagerSlown das den Verkauf von Spiri tuosen an Wahltagen verbietende Gesetz nicht als anwendbar ans Mulii;ipalwahleii betrach tet, so blieben dieWirthshäuser offen, welchem Umstände die Gegner wohl den für sie nngün lügeu Ausgang zuschreiben werden, indem in vier Wards die demokraliichen Mehr heilen größer waren nnd in der eineu, wo die Re publikaner fieqien, dasVolnm der Letziern ge ringer, als früher, ausfiel. Das Resultat ist: 1. Ward—Dr. M. A. Bern,, Dem., 64 St.. D. S. Boner, Rep., »4 St.; 2. Ward LouiS Heist, Dem., ein wohibrkanu ter Deutscher, 90 St., T. A. Boullt, Rep., ü'i St.; 3. Waid—Albeit Heil, Dem., 101 St., E. ji. Schindel, Rev., 93 St.; 4. Ware —L. Schindel, Dem., 116 Sl., R. McCoy, Nep., 7? St.; 5. Ward-Dr. E. E. S. Mc >iee, Dem., 118 St., L. Delamotter, l-'>oSt.-Voinn> in den 7>WardS: 590 Dem. R.P., demokc. Mehrheit 74 St.—Total: Stimmenabgabe 1044, gegen i) 32 in 1872, wo die Republikaner 48t und die Demokraten nur 4öl St. hatte».—Wasserfreunde scheinen die Hagerslomiier nicht »u sein, und verwar ien mir I7t geqen 474 St. den Gesetzes-Vor schlag sür die Errichtung von Was serwerken zu verwillig'U. Uebrigens wird hinzugesügt, dag dieVerwerfnng hauptsächlich dein sich widersprechenden Wortlaute des Ge setzes, wie es die leiste Legislatur entwarf, zn zri'chreiben sei. Annehmlichkeiten und Unnan nehmtich ke i te n der Fischerei.— Bier der prominentesten Bürger von Ceeil- Eounty faßten vor einigen Tagen den Ent schluß, sich nach Sassasras-Point zu begeben und dort eine Anzahl Fische zu 'augcn, welche geu7.,re, ihre Familien sür längere Zeit zu versorgen. Sie nahmen zwei leichte Wagen und alle nothwendigen Fischergerätt-e mit sich und trugen außerdem auf ihrem Rücken »och so viel bepack, da» sie, als sie bei sassafras- Point anlangten, ganz ermattet waren. Sie hielten es daher für zweckmäßiger, bevor sie au's Zischen gingen, einen Mittagsschlas za hallen. Nach einigen stunden Schlaf er wachte der eine Fischer und da er sehr durstig wor, so begab er sich nach einer ! Meilen ent fernt gelegenen Wirthschaft, um leinen Durft zu stillen. Bald nachher wurde cs dem Pferde, welches vor einem der Wagen gespannt war, auf dem einsamen Platze zu langweilig und es trabte gemüthlich mit dem Fuhrwerke von dannen. Eine halbe Stunde verging bis ein zweiter Schläfer erwachte. Als er den Wa gen nedst dem Pferde, fowie auch feinen Ea incraden nicht entdeckte, gerieth er auf den Ge danten, daß derselbe den Weg nach Haufe ein geschlagen habe uns beschloß, dem Beispiele leines Eameradcn zu folgen, die beiden ande ren Schläfer aber in ihrer Rnhe nicht zu stö ren. Unterwegs kehrte er in der vorhiner wähnlen Schenke ein nud fand hier zu seiner Verniunderuug den durstigen Eollegen. Nach dem sich Leide verständigt hatten, machten sie sich auf, uin das davongelaufene Pferd wie > der aufzufinden. 'Nach längerem Suchen waren sie endlich so glücklich, das Pferd, wel ches etwa 2 Meilen von dem Platze, wo die Fischer ihre siesta abgehalten hatten, ruhig graj'ie, wieder za finden. Hierauf hielten Beide eine Berathung und kamen zu dem Schlüsse, Sassafras-Point sei kein geeigneter Platz zum Fischen, man müsse einen besseren aufsuchen. Gesagt, gethan! Beide stiegen in den Wagen und traten ihre Entdeckungsreise an. Unglücklicher Weise kam ihnen ein tieser nud ziemlich reißender Fluß in die Queer, aber dieses konnte unsere heldeiimüthigen Fi scher nickt abschrecken. Bald schwamm das Pserd mit dem Ziagen durch den Atuß, als es übec in die Mitte der Strömung kam, er lahmten seine Graste und die Strömung riß es mit sich fort. Laut schrie'n Beide nach Hülfe und wurden auch von einigen in ver Nahe befindlichen Männern glücklich gerettet, wäiirend das Pfeid seinen Tod im Wassir fand. Als beide Fischer in ihren durchnäßten Rleioecn am User standen, schworen sie, nie wieder auf de» Fischfang gehen zu wollen und begaben sich schl uuigü anf den Heimweg. anderen beiden Schläfer wunderten sich ixi'm Erwachen nicht wenig, daß ihre Eame raden schon ans und davon seien. „Genuß haben sie ihie Körbe ichon mit Fischen ge füllil" bemerkie der Eine und als ver Ändere hierauf zustimmend nickte, machten sich beide auf den Weg. um nach Tmkey Point zu ge hen, wo sie eh>r Fi'che zu fangen Hoisten, als bei SaffafiaS Poiut. Allerdings ist Tnikey Point 16 Meilen von dem Plage, wo sie sich bcsanden nud noch dazu am andern Ufer der Vai gelegen, aber d>e>e Fucher waren noch kühuer als die, welche bereits den Heimweg angetreten hallen. Ohne Furcht fuhren sie diielt in's Wasser hinein, kaum aber hatten sie eine Bicrtclmcile zurückgelegt, als ihnen ihre Situation sehr seucht und unangenehm vorkam. Als das Pferd aber Spuren von Ermattung zeigte, wurden sie von einer na inenlojen Angst ergrijjen und schrie'u kaut nach Hülse. Auch sie wurde» vou einigen draven Schwimmern gerettet, während das Ps.rd glücklich daö Ufer erreichte. Als beide Fischer wieder festen Boden unter den Füßen verspürten, hielten sie eine Berathung, welche bannt schloß, daß sie zn der Ueberzeugung kä me», die Fischerei sei ei» höchst nninttressan les Vergnüge», dem sie keinen Geschmack ad gewinnen könnten. Falls ihre Frauen Fiiche haben wollten, möchten sie sich dieselben kau fen. A nffindung von Gebeinen.— Wahrend in der vorigen Woche mehrere Ai lxiter beschäftigt waren, aus dem Platze an der Ecke der EharleS- und Lexingtonstraße, Ausgrabungen für das Fundament der Ge stio»" vorzunehmen, fanden sie eine» Men> jchcuschäoel und mehrere Gcbeine. Borgestern wnrden, wie wir gestern mittheilten, zwei an dere Schädel und eine Anzahl Skelette aus demselben Platze zu Tage gefördert. Diesel ben wurden in cine iiiste gelegt und an Hrn. Blirns, den Todtengräbcr des Friedhofes der Eathedrale, gesandt, um daselbst aus'S Neue dem Schooße der Erde übergeben zu werden, indem man mit Zuversicht auuimmt, daß der Platz, anf welchem sie bisher begraben lagen, sich innerhalb der Grenzen des einstmaligen TodteuackerS der katholischen St. Peters Kir che befand. Ein Blick auf die von Warner und Hanna im Jahre 1801 publizirle Karte der Stadt Ballimorc weis't nach, daß der Todtenacker der St. Peters Kirche zu jener Zeit von der Saraioga-, Eharles-, Forreslstr. und Pleasant-Alley eingeschlossen war. Die alte St. Pelers Kirche wurde zwischen 1840 ul!d,lB4!j niedergerissen und an der Stelle, wo sie einst stand, steht jetzt die „Ealvert- Halle." Man vermuthet, daß die St. Pe ters Kirche, bevor die jetzige Eathedrale er baut wurde, als Eathedrale von Maryland galt und im Jahre 1770 errichtet ward. Die Auffindung der Menschenknochen gab erst zu manchen verschiedenen Deutungen Anlaß. Ei' ner erzählte, daß vor vielen Jahren cin Haus, in welchem cs spule, auf diejem Platze gestan den hätte. In diejem Hause sollte einst eine Frau von ihrem Manne aus grauenerregende Weise ermorder worden sein und nach ihrem Tode in jeder Nacht als Gespenst die Räume des Hauses diirchwandelt haben. Nach der Ansicht des Erzählers gehörten die vorgefun dene» Knochen unbedingt jenem ruhelosen Geiste. Der Glaube an seine Gespensterge schichten wurde aber bei den Zuhörern, als sie vernähme», daß der Friedhof der St. Peters Ki-che einzi anf dieser Ltelle war, arg erschüt tert. Alle Diejenigen, welche sich für die aus gegrabenen deichen inleresfiren und längst ver. storbene Verwandte dainuicr vermuthen, mö gen sich au Hrn. W. Ortwine, Ecke Mcuket nud Eutawstraec, wenden, welcher den Wüu sehen derartig interessirter Perwnen bei der Wicdcrbegiabuug der deichen Rechnung tra gen wird. Endliche Auffindung eines Leich » a in s. Der Leichnam Peter'S, des vor drei Wochen in Spring Garden erlrunke ncn Deutschen, wurde gestern endlich aufge funden. Peter wurde bekanntlich, während er mitcin-m Schiffe gerade die lange Brücke paisirt hatte, vomklüver über Bord gestoßen. Als mau feinen Leichnam anffand, bemerkte man, daß die Krebse seine Hände und Gesicht gänzlich zersiessen hatten. Dr. Douaviii hielt eine Leichenschau und die Geschworenen, nnter denen sich auch die HH. Johann A. Becker u. Wilhelm Lötz besanden, hielten einen Wahl spruch, der ans „zusällig ertrunken" lautete. Die „Heimath für gefallene Frauenzimmer" ("Uome toi- x»II<-» omen") in Ar. IL, Albemarlestraße, hat soeben ihren 4. Jahresbericht veröffentlicht. Die Anstalt, hauptsächlich auf die Privat- Mildthätigkeit angewiesen, hat m dui vier Jahren ihres Bestehens 370 unglückliche weib liche Wesen beherbergt, zu nützlicher Arbeit angehalten und Viele für immer den Armen des Lasters entnsseii, während zwei, die sich gründlich gebessert hatten, sogar Gatten fan den. Eine der Letztern wurde in Anwesenheit aller Beamten und Insassen der Anstalt in der Letztern selbst einem achtbaren Manne ange traut. Zur Zeil befinden sich acht Frauen zimmer im dessen Matrone Mad. Jane Hunter ist. Die Verwaltung der An stalt besteht aus: Mad. E. B. Murdock, Präs., Mad. H. M. Hofsman, Schatzm., Mad. E. M. Anderson, Sekr.; Mad. H. Woods, fen., Mad. E. Davis, Frk. Kate McElellan, Mad. E. J.Hnssell, Mad.l.E. Thomas, Mad. I. Leaken, Mad. W. Ear michael und W. H. EaUer, Direkloren. Ein Direktorium vou Herren, mit Hrn. R. M. Janney als Präsident, steht den Damen zur Seite. Die Einnahmen des letzten Jahres erreichten 51073, außer Geschenken an Brenn holz, Steinkohlen, Lebensmitteln u. s. w. Näharbeit wiro verlangt und Personen, die solche ausgeführt zu haben wünschen,werden im "Uoius" billig bedient. Die Verwaltung ist zur Zeit bemüht, die Anstalt nach einem eig nen Hause zu verlegen und sammelt zu diesem Zwecke milde Gaben. "I-oe»l Option m Franklin Co., Penns. Das Connty Franklin in Pennsylvanien, welches unmittelbar an Washington-Co., Md.. stößt, nahm das von der Gesetzgebung des Nachbarstaates paffirte Gesetz an, welches der Mehrheit der Bürger eines jeden Conntys überläßt, darüber abzu stimmen, ob der Spiriluoscn-Verkans erlaubt werden soll oder nicht. Franklin-County ent schied sich sür das Verbot. Seitdem nimmt man wahr, daß die Pennsylvanier aus dem Nachbar Eounty häufiger und zahlreicher, als früher, über die „Grenze" kommen und ein Wirth, dessen HauS zur einen Hälfte auf dem Gebiete Pennsylvanien's und zur andern auf dem Maryland's steht, hat die schönste Aus sicht, in kurzem Herr eines schönen Vermögens zu werden. Daß die Leute von Washington- Ecunly sich sobald ein Option aufhalsen lassen werden, ist nicht wahrschein lich. Kirchliches. Den unermüdlichen Be- strebunqen dcS Ehrw. T. W. Tudley, Lbcr- piarrers der Episkopal-Christlirche, Ecke dcr St.Paul- ist es gelungen, durch eifrige Sammlung die ganze, noch aus dem neuen Gebäude rah-nde Swuld von SKO.OOO zu decken, und die Kirche ist jetzt schuldenfrei. Auch die Schuld de, Mien Christ-, jetzt Mes sias-Kirche, Ecke der Gay' und Far>ettestr., ist durch freiwillige Beiträge abgemacht wor den. Letztere Kirche ist jetzt eine sogcnannie Freikirche, d. h. die Sitze werden nicht ver miethet und dicUnterhaltSloslen durch freiwil lige Gaben gedeckt. Einweihung einer Kirche. Die gänzlich umgebaute und renovirte lutherische Kirche in Frostburg, Allegany Co., wurde am Sonntage eingeweiht. Der Ehrw. Dr. Eon rad von Philadelphia predigte Morgens und Abends. Die Eollekte erreichte Sülö. Die von den Damen der Heil. Kreuz- Gemeinde zu mße st endes Kirchen fonds im Schullokale am Moulage erösf nete Fair riebst Souperbewirthuug wurde ge stern Abend uuter sehr günstigen Auspizien forlgesetzt. Dcr Zudrang war wiederum sehr stark, und der Absatz der zum Verkauf ausge stclilen Waaren ging so flolt, daß ein Aukver laus unvermeidlich erschien. Viele dcr schö nen Sachen winden durch Entscheidung des Glücksrades abgesetzt, wobei sich manch' be lustigende Scene abspielte. Der Soupertisch ersreule sich einer Kundschaft, auf welche man che großartige Restauration stolz gewesen sein würde, und die bald einenMangrl an Ucbcrfluß der Delikatessen herausstellte. Das Exekuiio. Comite gedenkt, an den vier Tagen der Fair 82500 zu erzielen, eine Erwartung, welche, nach dem Resultate dcr beiden ersten Tage zu schließen', wohlbegründet ist. Der BazarwirS heuie Abend durch viele neue Sachen be reichert werden. Der Grundstein einer neuen Episko palkirche cikLt. .^liri), tili! Virzin) wurde gestern Nachmittag unter zahlreicher Theilnahme in Frautliulown, Baltimore- County, gelegt. Der Bau der neuen Kirche wird den eifrigen Bemühungen des Ehrw. W. A. Cole, früher Gehülfs-Priester der St. Lukas-Kirche am Franklin-Square, die dazu erforderlichen Mittel aufzutreten, zugeschrie. ben. Der an der Frederick-Junction aufgehobene Leichna m.—ln den T aschen des unbekannten Mannes, der nahe der Frederick-Junction plötzlich mit Tode abging, fanden die Behörden nachträglich ein Taschen, tnch, das den Namen G. M. Watdmaun trng, nud »45 in Courant. Dieses wird möglicher Weise zur Identifikation des noch in Fredenck befindlichen Körpers führen. Dei Mann ist vermuthlich von Baltimore. ''l'liv u Das unter diesem Namen bisher bekannte tägliche Glatt, dessen Erscheinen aus kurze Zeit unterbrochen wurde, ist uns in verjüngter Gestalt, sauber und nett anSaestrittet, wieder zugekommen. Die HH. M. E. Fechtig und G. H. Nock sind die Herausgeber. Wir wünschen unsern Col legen in Washingtou-Counth den besten Er folg, der ihnen sicherlich zu Theil werden wird, da sie von ihren deutschen Ahncn AuSdauei lind Fleiß, zwei der Haupltugenden des Er' solgcS einer Zeitung, geerbt haben. DaS Großlager der Mailänder „O d d FellowS" begann Montag Abend in dei Halle an Nord-Gahslraßc seine Jahressitzuug, !nit der es gestern Abend zu Ende kam. Ein« Anzahl Berichte wurve verlesen und augcuom meu. Ein seltener Fnnd. Bei den Ausgraben cineS Brnnncns an der Phrla »clphia - Road wurde vorgcslciri Morgeu ein zroße Quauiilät versteinertes Holz ausgesuu ien. Dasselbe muß ursprünglich !ltußholz ge vcsen sein, hat jedoch jetzt das Ansehen einc! liohlcnarl. Wieder ein Ilakeas 0 o rl> u L a l l.—Wie wir letzthin mittheilten, erschier rne Negerin, ÄtameuS Louise Brooks, vor >em Waisengcrichte und verlangte ihr Kind> in dreizehnjähriges Mädchen, welches sich gegenwärtig als Dienstmädchen bei einer u >er Frcniontslraße wohnenden Famrli: befin >et, zurück. Bor drei lahren starb der Va er des Kindes, uud die Mutter sah sich ver mlcißt, dasselbe von Easton, Talbol-Couiilri, >ach Balliniore zu schicken, wo es einenDiens! n der Familie des Hrn. Farrington erhielt !Zald aber verlor die Mutier die Spnr ihres lindes, indem dasselbe in den Dienst dei Nad. Johnson, einer Tocher des Hrn. Far iriglon, getreten war. Später verließ dai Nädchen anch Fran Johnson nnd saud einer lenen Diensi bei Hrn. West. Als dieser voi iicht langer Zeit von Baltimore abrers'te an« das Mädchen zu der Familie, bei welche! s sich gegenwärtig aushalt. Als Lvuisc Lrools aussaud, wo ihr itind war, begab si ich dahin und wollte dasselbe n»t sich neh neu; bei dieser Gelegenheit wurde sie jedoc! aach ihrer Aussage mißhandelt. Als du dichter des Waisengerichts ihr mittheilten saß sie in diesem Falle Nichts thun könnten zegab sie sich zu einem Advolateu, welcher dei ssall übernahm. Gestcrn reichte Advokat W W. Robinson im Namen der Mutter de> Nädchens ein Gesuch nm einen Besehl zm Lorsührung desselben nnd einen Antrag, e! Zcr Mutier zurückzugeben, im Stadtgericht ?in. Das wiädcheu befindet sich zur Zeit ii >er Familie Joseph A.tkrng's, gegen welcher dcr Besehl gerichtet werden soll. Das Verhör >n dieser Angelegenheit ist aus heute Vormit lag angesetzt. Durch ihren Anwalt Win. M Vnsey haben I. A. King und leine Frau er klärt, das Mädchen habe mehrere Monate be Frau Lee gedient, welche erlaubte, daß es ir den Dienst ihrer Eltern, des Kiug'schen Ehe paareS trete; hier sei es sei! 15 Monate» uni mau sei ihm sehr zugethan; seit füus Jahre habe es nicht bei seiner Mutter, die in Frat Woodeock's Diensten siehe und sich erst sei drei Monaten nach der Tochter wieder nmge sehen habe, gelebt. Frech er Ein b ru ch. In dem Lader der HH. Frank F. Horner Comp., welch au der West - Baltimorestraße ein Erigros Stiesel-, Schuh-- und Gummiwaaren-Geschäs betreiben, wurde am Donnerstag vorige! Woche ein frecher Einbruch begangen un! K23L6 aus zwei eisernen Geldspindni gestoh len. Die Angelegenheit wurde der hiesigei Geheimpolizei ur die Hände gegeben und bii vorgestern verschwiegen gehalien. Da die Ge heiinpoilzisten jedoch den Einbrechern nicht au die Spur kommen konnten, so hielt Hr. Hör ner es für daSZweckmäßigste, die Sache an dil Oefsenilichkeit zu briugeu. Der Diebstah wuroe am Freitag Morgen von einem Sohw des Hrn. Horner entdeckt. Dcr Einbrecher ge langte durch ein Hintersensler in den Lader und öfsncie die kleineie der beiden Geldspinder miilelst eines «Schlüssels, während er di> größere mit Gewalt zu öfsnen verstand. In Laden beniertle man übrigens ain nächster Morgen nicht die geringste Unordnung; außei den beiden Geldipinden hatte der Dieb nicht« angerührt. Verhaftung von Nachtarbei lern. Bor einiger Zcit bestimmte die Sa nilätS-Behörde mehrere außerhalb der Siadi gelegene Plätze sür die Ablagerung der Küchen absälle nnd Abtnttsinhalte und u. A. würd« auch ein an der Belair - Road gelegener Plah sür diesen Zweck bestimmt. Die in dieser Ge gend wohnenden Leute opponirten gegen du Magregcl, aber ihre Einwendungen änderten Nichts an der Sache. Bor wenigen Abenden wurden mehrere Nachtkärrner in dcr dortigen Gegend verhaftet nnd Andere, welche ein« Berhastung zu umgehen wünschten, weigerten sich, die Belair-Road hinaus zu sahren. Del stein über diese Angelegenheit. Welches Re jultat aus dem Versahreu von perlen dcr Be oölkernug des Couutli's entspringen wird, ist noch nicht festgestellt. Diebstähle. Die Schwarze Emilie Johnson ward gestern auf die Bejüchtiguiig, JameS Tasker sechs Porzelan-Teller entwen det zu haben, vom Polizisten Quirin vor Po' lizeirichter Bell eskorlirt und von diesem dem Criminal.Verfahren, rejp. dem Gefängnisse überwiesen. Gegen die „C he sa pe ak e. Ban k" gewann gestcrn Wenzel KiuSlcy im >superior. Gerichte einen Prozeß, wobei es sich um die Constatiluug dcr Fälschung dreier Anweiinn gen handelte. Er hatte mit dcr Bertlagie» ein Conto; diese ließ sich von ihm sein Couto buch im März 1872 geben, nnd als er es wie der abholte, beschwerte er sich bei den Bank bcamteu über die Belastung seines Contos mit einigen angeblich von ihm ausgestellten Anweisungen aus die Bank, die er nicht aus gestellt haben wollte. Es waren drei Anwei sungen von resp. K3OO, K6O und SSSO. Die ersten Beiden erklärte er Anfangs für Fäl schringen, beließ sie jedoch aus seinem Conio, da sie von Denjenigen an welche sie zahlbar, auch iitdossirt waren. Aber als die dritte, aus SLSO lautend und auf »ie Ordre von Emilie B. Wilion ausgestellt, ihm vorgelegt wurde, erklärte er sie beharrlich für gefälscht, nnd da sie die Bank weder als Fälschung anerkennen,

noch zugestehen wollte, daß sie dieselbe bei ihrer Präsentirung unbefugter Weise ausbezahlt habe, wurde Kinsley klagbar, und gestern er lannten ihm die Geschworenen aus Grnnd dcr vorliegenden Zeugenaussagen das Capital nebst Interessen, zusammen 5261.12, zu. Schlußball der Saison mit AusloosungeinerGarnitur M ö-- beln. Am Montage gab, wie wir bereits gestern mittheilten, der böhmische Turn- und Gesangverein "ölesk" (Blitz) in seinem Lo kale ans d.r Ecke der Wachinglon- und leffer. sonslraße seinen letztenßall der Saison. Punkt 8 Uhr forderten die lieblichen Klänge des böh. mischen Walzers illkbol die Verehrer derTe'p sichore zum Antritte aus, und bis gegen 10 Uhr lag man den Freuden des Tanzes eifrig ob, wobei sich der Saal fast zn klein erwies. Zu genannter Stunde gabe.i Trompeien das Zeichen des Beginns der Ausspielung eincr werthoollen Garnitur Parlor-Möbelu, welche ein Verein«.Mitglied zur Beschaffung neuer Fahnen dem Vereine zum Piäfeiiie gemacht hatte. Lange harrte man dcr Entscheidung; Laos aus Loos war geizen, aber immcr wa ren cs Nieten, bis schließlich, als die i-nng auf's Höchste gestiegen wir, die Aussc her der Ausfpielnnz, HH. Aloys Slraika, F. Stetka und Wenzel Schimek, das von Hrn. F. Pachta für B. Lc K. Jonas in Racine. Wisconsin, gezogene Loos Nr. S 1 als das ge winnende proklamirtea. (Die HH. Jonas sind die Herausgeber der bekannten Zeitung "slavie," des bedeutendsten czechifchen Jour nals in den Ber. Staaten.) Die Bercinsca pelle unter Direktion des Hrn. K. Konrad (ihr icgelmäßiaer Dirigent, Hr. I. Kapralek, war verreif'i) blies aus die Gewinner einen Tusch, in den sich Aller Jubel nuschle. Das An ordnung« - Comite der Festlichkeit, aus den HH. H. Wciß, S. Frohn, F. Wiathaus und Schimet bestellend, erndtete f>>r feineThätigkeit allgemeines Lob, und de« Wirthe« Hrn. I. Pejril Bemühungen, das Seinige zum Ge lingen des Feste« beizutragen, sand ebenfalls verdiente Würdigung. Bemerkt fei noch, dag im Saale des Bereines ein von dem Kal ligraphen Hrn. C. E. Claus mit knnstlerrfchcr Hand angefertigtes und geschmackvoll verzic» tes Ecdenkblati aufliegt, welches noch diese Woche gelegentlich der im Juni zu Prag staltfindenden kW »ährigen Geburts tagsfeier des czechifchen Dichters I. Jung mann nach Europa abzusenden gedenkt. Im "Solist- ut'Uutag,-" gab s eine Oster seier. Hr. Weber, Superintendent, hielt eine Anrede, während die HH. Bifely und Mantz des Weiteren die Bedeutung der Osler fcier er klärten. Behufs Coustalirung des Be sitz t i t e l s aus mehrere Hänjec an Bollon straße hatte Mikes White im Superior-Ge richte gegen John Ahern einen Piozeß einge leitet. Ihm gehört der fragliche Grund und Boden; cr fchoß Jemandem znm Baue der Häufcr, auf ivelche cr sich eineHhpotheke aus stellen lieg, das Geld vor; ehe cr die Hypothek kündigte, lieg ein Dritter auf Gnind eines richterlichen Erkenntnisses gegen dcnßauüber. nehmcr die Häuser durch den Scheciss verank tioniren, weshalb jetzt der Kläger von dem Däuser Aheru diejeltien zurückuierlangen oder feine hhpolhctarifche Forderung befriedigt zu haben fncbt. Gestern erkannten die Gefchwo renen ihm einen Eent Entschädigung zu und damit fein Pnontäts-Anrecht auf die Han fec an. Zwei Schadenersatzklagen wur den Sonnabend im Common Pleas-Gerichte durch die Advokaten Dngon nud Bigger ge gen Johann Lamprecht nud Louis Rcddiuger eingereicht. In der einen verlangt Joh. R. Devons von Lamprecht, Louis und Elisabeth Rcddiuger wegen angeblich erlittener Miß handlung und Elnjperrnng im Gefängnisse KliUvt); in dcr anderen Nikolaus Stetiger von Lamprecht und Louis Rcddinger, welche fein Haus an McDononghstraße betreten und dar aus unter Drohungen mittelst Gewalt Mo be!n entfernt haben fallen, Entfchäoi gung. B u n d e s - E o m Ii! i 112 112 ä r oger s fetzte gestern die Boruulerfuchung gegen Wm. Hl Todd, Capitäil des Schooners „Mar» E. Tenney," wegen angefchutoigiel des farbigen Matrofen Alfred Green ansDou nerslag an. Brände.- Montag Abend kurz vor 11 Uhr gcrieth im «chaufeniter des Georg >iul bach'jcheil Condiio-ladenS in i>ir. I«>4, Nord- Carvlinestraße, eine Partie Papier an euier Gasslamme in Bland. Polizist Graf eilte herbei und erstickte die Flammen, sodaß Fcuer lärm unnöthig, und Schaden r.ar ein ge ringer war. Dein Beche r ward Montag Abend in al len Theilen der Stadt stark zugesprochen. Die Nachtpolt.ei verhaftete im mitlbreii Be zuke 27, im östlichen 17, imivcstiichen Ii» nnd im südlichen 13, zusammen «!7 P.rfone», we gen Trunkenheit und ordnungswidriger Auf. sllhrung. Nach dem Masjenverhör, welches die vier Polizeirichter gestern früh mit den Arrestanten anstellten, konnte kaum die Hälfte die ihr auferlegte Geldstrafe nebst Kosten erle gen; die Anderen wanderten in's Gefängniß. Geldbußen. Die „Bolks-Gascom pagnie" veifiel iu 57.3» Strafe und Kosten, weil sie ihren Leuten erlaubt halte, am Sonn tage Kalk aus einem -karren zu befördern. Richter Nngcut verhängte die Strafe. Thätlichkeiten. —Jakob Fleckenstcin, wegen eines angeblichen thätlichen Angnffes anf Gottfried Bartholomäus vor Richter Farlow gebracht, mußte für künftiges fried licheres Benehmen Bürgfchaft stellen. S ch i 112 s s u u >ä l le. Die norwegische Barke „Svea," Capt. Halvorfcii, welche anf der Fahrt von Baltimore nach Oneenötown in Irland, mit Mais befrachtet, auf der Höhe von Rocht'S Point mit der deutschen Barke „Engelbert" zufammensließ, büßte dabei den Klüverbaum n. die große und die Fockraa cin und wurde am Port Quartcr (iwifchen Raa nnd beschädigt. Ter „Engelbert" stran dete auf den Felsen am Carliele-Forl, wo >r durch die Fluih mit Wasser sich süllte nno wahrfcheinlich total zum Wracke geworden ist. Der von Alexandria, Ba,, nach Neiv- Jerfey bestimmte Schooner „Z. I. Ward," welcher vor einigen Tagen im Polomac mit dem Dampfer „E. C. Ztuight" carambolirte und arg beschädigt nach Alcxaiid'.ia znrück bugsirt wurde, wird, da die erforderlichen Re paiatnren daselbst nicht bewerkstelligt werden können, nach Baltimore gebracht werden müf jen. Fahr uil sä l l e. Die Pferde vor der Kullche des Hrn. Thomas P. Wrlfon ivnrdcn vorgestern an der Ecke dcr Howard- und Weflernstraße säien nnd stürmten in rafender Eile durch die Howard- und Franklin- nach der Calhounstraße. Sie wurden nicht eher zum Stehen gebracht, aIS bis die Kutsche voll ständig zertrümmert worden war. Glücklicher Weife wurde Niemand gefährlich verletzt. 3. Munroe Heiskell versuchte gestern Abend in berauschtem Znslande mit feinem Fuhrwerke über einen Haufen Steine au der Ecke der Wiljonstraßc nud Park-Avenue zu fahren. Das Pserd fiel zur Erde, und der Wagen wurde umgewoifen. Das Pferd er hielt eine fchwere Verletzung. Der Wagen ivnrde wieder aufgerichtet, und Heiskell fuhr darauf durch die MeMechcn- nach dcr Boiton- Straße, wo er abermals mit dciii Fuhrwerke umwarf. Dieses Mal trug er selbst eine er hebliche Bcrletzung davon. Man brachte ihn zuerst nach der Office des Dr. Baer und von dort nach feiner Wohnung an dcr John-, nahe McMecheustraße. Tödtkicher Ausgang. Der 13- jährige Jamcs Collins, welchem am Sonn abend Abend um !) klhr bei'm Abbruch des Forepaugh'icheu Cirkus eine Stange auf den iiopf fiel, starb gestern Nachmittag nin HlUhr in der Wohnung feiner Eltern, Nr. 2V, Ad difonstraße. Coroner Dr. Walker untersuchte den Leichnam und beschloß heute, Morgen eine Leichenschau abzuhalten. Iä hes Ablebe n. Der Neger David Linn starb gestern Plötzlich in seinerWohnnng Nr. 35, Chesnut-Alleh. Coroner Mackall, welcher annahm, dag der Tod infolge eims Hitzschlages eingetreten fei, lehnte eine Lei chenschau ab. Der Durchbruch dcr Lanren s Straße. Sämmtliche Kosten sür den Durchbruch der Laurensstlaße beliefen sich auf K 145,278.4«). Bon diesen wurden »72,58i!.2U ans dem Bcrlanfe von Grund und Boden, Baumaterialien u. f. w. gedeckt. Die „Mary lau der medico-chi rnrgifche Fakultät" trat gestern Mit tag unter Dr. P. C. Williams' Borsitze in Nr. KV, Courtlandstraße, zum lahres-Cou venle zusammen; als Sekretäre sungirteu die Aerzte Register und Ta»ei,hill. Juiercssante Auflätze und Berichte wurden von den Dokto renArnolt, Chisholm, Aiorris, Monmonicr, Chew, Cockrill, Dr.Gllman niidAndcren ver lesen, re>p. erstattet; Dr. Arnold's Bortrag Handelle von der Ansleckungö-Theorie. li, der Abendsitzung wurden 42 Mitglieder, dar unter die Doktoren C. H. Ohr, Joh. R. Uh ler, A. Fnedenivald, L. H. Steiner, Wilh. F. Kemp, I. T. Wilhelm, H. R. Noel und G. W. Milleudcrger, zn Abgeordneten sür den Convent der am 6. Mai in St. Louis sich versammelnden „Amerikanischen Aerztlichen Gesellschaft" erwählt. Heute Mittag wird die Sitzung fortgesetzt. Bertagt. Richter Bond vertagte vor gestern das Bundes-MeiS-Gericht bis zum 28. April. Ein schädliches Insekt. Ein in Ohio lebender Bürger Baltimore's berichtet,! daß dcr Colorado - Käfer, ein Insekt, welches sich nur auf Kartoffel - Pflanzen aufhält, in diesem Jahre wahrscheinlich uiijereu Staat heimsuchen wird. Bor einigen Jahren fand inan es nur im fernen Westen, währendes im vorigen Jahre bereits die ganze Kartossek- Erndte in den Staaten Ohio und Indiana zerstörte. Kein Infekt ist schwerer auszurot ten, als gerade dieses. Nachdem Infekten die ser Art 12 Stunden in Spiritus aufbewahrt wurden, lebten sie noch nno die gefährlichsten Gifle übten keine Wirkung auf diejclbcn aus. Ein Baltimorer Künstler in Boston. Dcr ausgezeichnete Dekoratious- Maler Hr. Karl S. Getz, bisher am Holli- angestellt, ist nach Boston abgereist, wo er eine Stellung am dortigen „Museum" angenommen hat. Dcr zweite diesjährige Ball dcr St. Io han niö -G e mei nde an der Fredenck- Road zum Besten des Kirchenfonds wurde vorgestern Abend in dem schönen Tanzpavil lon des Hrn. August Beck an der Garrifon- Lane abgehalten und bereitete allen Anwesen den nachhaltiges Bergnügen. Der geräumige Saal war gedrängt voll von Gästen, deren Zahl man drcist auf 700 schätzen kann. Die „Harzer Berg-Capelle" unter Leitung von Capt. Killinz licfeue liefsliche Conzeit- und Tanzmusik und trug viel dazu bei, die heitere Stimmung unter den Gäste» mach zn hallen. Um Mitternacht wurde ein süperbes Souper, veianüaltet von den umsichtigen Frauen der Geineinde, jervirt. Der nnübcrtrefflicheStofj aus dcn Gewölben dcs Hrn. August Beck fand rafche Abnahme und schuf allgemeine Begei sterung. Das Anordiiungs-Comite hatte für das Gelinz-n dieser Abendunterhaltnng die besten Vorbereitungen getroffen. Folgende Herren gehörten dazu: E. Horst, Obmann, Georg Menger und E. Schiller. Die geiel lize Schaar der Gäste trat erst mit Tazesan binch den Rückzug aus de>» Pavillon mildem Entschlüsse, stch noch oft dort zu gemüthlicher Unterhaltung einzufinden, an. G r u n d st ü ck s - V e r k ä u 112 e. Die HH. Samuel H. Gover Sc Söhne versteigerten ge stern Nachmittag an Ort und Stelle zwei Grundstücke in Waverlq oder der Homestead in Baltimcre County nahe dem ersten Schlag, bäume an der Uork Turnpike, j Meile nörd lich vom Stadtweichbilde. eines aus der Ecke derLiberty- nnd Jeffersonstraße mit 133 Fug an der letzteren an Liberty Road I>>o Fuv lang, und das andere, gleich dahinter liegend, 39 liei tu» Fuß hallend, mit Fronte an Madisoustroße, worauf ein nettes Land haus mit Parlor, Speisezimmer, Küche, kel ler und acht Wohnzimmern steht, um K 2700 an Peter Bolz. Die HH. Trego Kirklaud veräußerten gestern Nachmittag an Ort und Stelle das IS bei 9K Fuß große und mit einem dreistöckigen ziegelstcineruen Wohn- und zweistöckigen dop pelten Hinterhause besetzte Grundstück 'Nr. 18, Süd - Calhouiistraße, um S2s«iv bei K 66.06 Grundzins an Wm. H. Thomas. Die HH. F. W. Bennett «5 Comp, vcr äußerten gestern Mittag aus der Börse die bei den grundzinsfceieii, zusammen 33 Fuß brei ten und 34 Fuß langen Grundstücke Nr. 9 nnd 11. North, zwischen Baltimore- und Fayettestraße, worauf ein Lj.stöckigeö ziegel steinernes Gebäude steht, um S3«>,UOU au E. A. Richaldson. Tchiffönachrickten. Der Da»ips>.r „Sea Gull," Capt. Dutton, lief gestern von Cya> leston, S. C., in Balti more ein. Der Schooner „I. H. braH Äiontag von Charleilon nach unserem Hafen auf. Die dänische Briqg „Christine," Cavt. Schreiner, stach am 28. März von Rio de Ja neiro hierher in See. Die argentinische Barle „Templar," Capl. Wilson, kam am 27. Februar von hier, Barke „Norah," Capt. Hall, am 2. März von Richmoud, Va., in Rio de Jaueilo an. Die Barte „Bjorvin, C'pt. Olsen, von hier nach Hull in England bestimmt, kam am 31. März an Grimsby vorbei. Von Liverpool segelte die Barke „Juvesti gaior," Capt. Ford, am 31. Mär; nach Bal timore ab, und am l, April lüf die deutsche Baike „Leda," Capt. Dtüller, vou City Point, Ba., dort ein. Das Scheff „Sknlda" ging am 23. März von Qireeusiowu in Irland nach unserem Hafen ab. Das Schiff „Hermes" lief am I. April von Belfast in Jrlanv nach Baltimore aus. Gerichtsverhandlungen. krelsgericht für Baltimore- County. Towsoutown, den IS. April. Bor den Richtern Georg ;>)elloit und James D. Waltere.) Thomas Turner, ein Schwarzer, Diebstahl; 00 Tage Gefängniß. —Georg Holmes, Diebstahl; übersührt, aber noch nicht verurtticill. August Beigs, Ed ward uns G. W. Dille, Hegen ei nes GcmeinichadenS; K2o«> Caution durch Philipp!lltarch.—W. Larcaster, dieselbe An klage; S2i)<> Biiraschast durch Johann Mül lerl John Metall nnd Georg idßler. die selbe Anschuldigung; je S2«>o Bürgjchast durch resp. Mark Read») und Henuaun Strodtmann.—Philipp Pia>ck>, dieselbe An- Nage; Cauliou von dnrch Edward Ran nall. Francis S. Corkran wider David Hosliall; ocm Kläger Ztl2.Ä! zuerkannt. Thomas Toualdiou, Curalor für Franziska Eherbonmer wider Charles Francis und Ge nossen, Appellation gegen einen Erlaß der Couuty Comniiisäie, welcher den Bericht der Straßen-Aufseher des il. Bezirks bezüglich des Abstecken« einer Straße durch des Appel lanten Land bestätigt; Antrag aus Kajsiruug der Bestätigung unter Berhcindlnng. Tho mas Jackson, Diebbstahl; Antrag ans Nr- Iheilssistiruug unter Berathung des Gerichts. hoseS. Auna 'üiuischel gegen lamcs Zt. Taylor, anS Harford-Connl'y hierher verleg ter Prozeß; unter Verhandlung der Geich wo reuen. Morgen stehen Nr. 219, 220, 223, 227, 231, 232, 233, 2.35, 23«!, 237, 21", 213. 211, 215«, 243, 219, 253, 253, 201, 202, 203, 204, 26«!, 209 uud 27t». Waisell' Gericht. (Bor den Rich lern DanclS, Lindsay nnd Bichop ) John HiigheS, Beniamin Turner, Rcveion John son, Thomas M. Applegarlh nnd Nathan Mansseld erhielten Bollmacht zur Verwal lniig oer resp. Hinterlassenschaiten von Harnet Fvx Eise Beatiy (S7O), Marie M. Joliiisou (»3i»«i«»), Wni. Applegarih «)>»(>) nnd Dr. Thomas I. Redgiave (H2si«>>. Eominon Pleas - Gerich l. (Bor Richlec Garey.) Eduard H. Truit nud Carl Hahn wider Willst Gibbs, 'Rcklaniau ten von Eigenthum, welches, in den Händen G. Hamburger's, Fondsinhabers für Wm. H. Lückert, befindlich, mit Beschlag be legt worden ist; den Klägern 5233.37 zuge sprachen. Christian Schmidt gegen Georg F. van Holten; dem Kläger Kl 15.4 U nebst Zinsen zugesprochen. Heute stehen Nr. 72, 3»24, 310, 31 l, 319 uud 35u der Piozeß-Re. gistrande auf der Tagesordnung. Tie Mcingeschworeiicii für die dritte dreiwöchige Abtheilung des Januar Termins wurden end. gültig entlassen, diejenigen für die vierte sind auf heule vorgeladen. Supe rror - Gerlch t. (Vor Richter Dobbiu.) Wenzel Kinsley wider die „Cye lapeake-Bank," Klage ans Erfüllung münd lich übernommener Verpflichtung; dem Klä ger K2K1.12 zugesprochen. Miies White ivi der John Ahern, HcrauSjetzuiigsklage Behnss Constatirnug des Besitztitels auf mehrere Häuier iu Bolloustraße; dem Kläger der Be sitztitel nebst einem Cent Schadeiierfatz zuer kannt. Heinrich Wilhelm Röse ivider Joh. und Angnste kalb; dem Kläger K 515.47 zn ge!procheu. Sauiuel Koblenz nnd Joseph Kaufmann wider Samuel uud John Hur riugtou; ditto ZlO4. John B. Couiiolly wider Wm. I. Kelly; ditto 5U0.20. Gott hard Tress wider Johann Butfchke; ditto »1«13.73. —John Ziobiiisou wider Charles E. üliaguire; ditto S3OO nebst Interessen. Eliphalet W. Bliß und James H. Williams wider Wilhelm E. Brock; ditto 51L35.70 mtt Zinsen vom 4. November 1372 an. Stadt-Gericht. (Bor Oberrichter Scott.) Die April-Registruilte wurde auf gerufen. Pattick I. Roche Lc Comp, wider E. W. Delcher Bruder;den Klägern L 318.48 zuerlanuc.—Moritz Ä Joseph Löwcubach ivi der Johann Ewig; diito 5394 21. Die ')katlonal-(sonvc»ttvl: der I!-ul- In den crsien Tagen des nächsten Monats tritt hier dieEonvenlion der"li>ii!ru!ril in Sitzung. Diese Leute sind die Meister, Vorarbeiter und Ansieher der ver schiedenen Werkstätten der Eisenbahn-Eom pagnic'n; sie wollen eine Besprechung ihrer Geschäflsaugelegenheiten hallen und sich über die Fortschritte ihrer reip. Branchen näher nnleirichlen. Sie stehen zwischen dem großen Kapitale und den Arbeitern und Handwerkern, welche durch dasselbe beschäftigt werden; ihre Beschlüsse uud Maßregeln werden deshalb für beide Theile vom größten Interesse sein. Die „Gazette" empfiehlt im Anbetracht der Interesse.', welche diese Delegaten vertreten u. der Wichtigkeit ihrer Beschtnßnahmen, daß von Seiten der Stadt und der verwandten Interessen Etwas für deu Empsaug derselben gethan werde. Gerichte aus dein Innern dcö Staates. (Ertrunken.) Am Dienstag, den 3. April, fiel der kleine Sohn des Hrn. Roberr Taylor in Wicomico-Eonnty in einen Fluß und crtranl. Das Kind war kaum 5 Jahre alt. Oberst I. Baker Kunkel, einer der un ternehmendsten und energischsten Männer des westlichen Theiles unseres SlaateS und Be sitzer der Eatoctin-Schmelzösen iu Frederick- Co., läßt augenblicklich einen neuen Schmelz ofen errichlen, dessen kosten sich auf 575,0W bis KIM.WU belaufen werden und der wagr fcheinlich noch vor Anfang des Herbstes voll endet sein wird. Das ganze von Oderstknn kel geeignete Gebiet umfaßt mehr als WUMO Morgen und enthält unerschöpfliche Erzgru ben. (Feuer in Montgomery-Counlii.) Das Wohnhaus des Hrn. Heuiy Hurley iu Rock ville, Montgoniery-County, wurde vorgestern ein Raub der Flammen. Lokalberichte an» LLashin^tott. Washington, 15. April.—Ter „Wash. ingtoncr 8001-Club" hat sein Boot „Wash ington" um S3OO au den „Ariel-Club" i» Baltimore verkauft. Hrn. Albert Gleafoii's Pferd „Dandy" wurde heule Morgen, während es mit einem Wagen durch die 14. Straße trabte, Plötzlich scheu und stürmte davon. Hr. A. D. Tncker wurde aus dem Wagen geschlendert und trug mehrere erhebliche Berletzuugen davon. Das Pferd lief bis zur M-Slraße, wo es niederfiel und den Hals brach. Es war auf der Stelle todt. Heute wurden drei neue Erkrankung?» fälle an den Blattern bei der Sanitätsbehörde gemeldet. ISSPythias-Ritler reij'ten getternAbend von hier nach Richmond ab, um der daselbst stattfindenden Sitzung d>,r „höchsten Loge dxr Weli" beizuwohnen. Hr. Corcoran hat sich erboten, der „Co lumbia Universität" ein Geschenk von b 20»,- («19 zu machen, falls feine Freunde weitere SIUO,»IX> für diesen Zweck zeichnen. Theodor Thomas' Capelle, Anton Ru binstein und Henry Wienia>vskl gaben gestern Abend ein großes Conzert in der „Liueoiii- Halle." TclegraplnscheS Allerlei. Dcr Verbrecher Pallerio», welchcr kürz ! Ilch im Zuchlhanie von Maffachuietts einen i Mvidverinch auf den Aniieher machte, ist ge- I siern zu 1» Tagen Einzeluhast »nd 20 Jah ren Z vaugsarbeit vcrurlbcilt worden. Der Schneesturm in Nebraska dauerte auch Astern foit. Tie Eisenbahnzüge nach dem Stillen Meere mußten ihre Fahrten cin stcllen. Vermischte Berichte. Ia p a nes sis ch eßeg r i ss evon E h' re. Ein japanestches Blatt soll die Nach richt enthalten, dag vorKnrzem fünfzehn An Hänger eines hochgestellten Beamte», der er mordet worden ist, Selbstmord begangen ha beu, nachdem steJahre lang vergebens darauf gewartet hatten, dag die Anstifter des Mor ! des in angemessener Werfe (d. h. so wie den Selbstmördern „angemessen" dünkte) begrast werden würden. Den Mordern war allergnä digst gestaltet worden, Hari-Kari zu begehen, während die Anstister blos zu Heinion, d. i. scharfem Arrest im eigenen Pause verurlheili wurden. Das erschien den fünfzehn Anhän gern des Ermordeleu ungenügend und unge-- recht. Nachdem sie die Regierung vorher in Kenntniß gefetzt hatten, schlitzten sie sich alle Füuszehn den BauchZaus.-Existinen hierzu lande dieselben Begriffe von Ehre und würde z. B. Tweed ermordet und die Mörder oder Anstisccr des Mordes nicht prompt bestraft, so müßtensämmtUche Anhänger Tweed'S Hari jiari begehen. Da würden ja die Leichen zu Hunderten in den Strafjeu der Stadt New -.'jork umhe.liegeu. (N.-?>. V'. i Philadel Phra, Is>. Avril. —Ein teruaiionalcr Brauer - Eougreß wird gleichzei tig mit dcr Wiener WeltaiissteUung in Wien stattfinden, und die Sitzungen desselben wer den am 16. Juni beginnen. Der „Nord amerilauische Brauerbund" wird sich auf dem Eongresse durch Delegaten würdig repräsenti reu lassen. Heir Peter Baltz von hier, von der Firma Jakob ek Peter Baltz, ist als eiuDe legal deS„Nordamerikanischen Brauerbundes" erwählt ivorden uud wird am !«!. d. M. mit seiner Familie mit dem Damp'er „Bremen" von I>tcw-?1ork nach Bremen abfahren. Die besten Glückwünsche seiner GeschästS-Collegeu uus vielen persönlichen Freunde beglei. ten ihn. Zur Wiener AuSNeUung. Wech sel und Kreditbriefe. Die bevorstehende Wiener Welt-Ausstel lung, welche am I. Mai beginnt und muth maglich nicht vor dem 2. Nov. schliefen wird, hat die Reiselust des amerikaiuschen Publi kums in so hohem Grade entwickelt, daß ich mich veranlagt sehe, die Aufmerksamkeit des Publikums aufbie Ausstellung von Kre ditbriefen zu lenken, »ach welchen bei dieser Gelegenheit ein größerer Begehr, als bisher, sein wird. Ich habe diesen Umstand aniici pnt und daraus hin die unisaiseudsten Vorbe reitungen mit den größereu mit nur in Ver bindung stehenden Bankhäusern Europa'S, namentlich mit der „Union - Bank" in Wien , einein der bedeutendsten Geld- Institute Oeureich's abgeschlossen. Wechsel und zu deu niedrigsten Raten bei F. Naiue. Anton '?kiib!!Ntclii. Henri Wie lnawekl. Theodor Thomas. sinne», wo drei solche Größen wie Anton Rubin>ic>u, Henri Wieinawsli und Theodor Thomas an einem u. demselben Abend ver. einigt vor uns anstraieir. Zum ersten uud letzten Male wird es niis vergönnt sein, heu te, den 1«!. April, m der „Freimanrcr- Halle" den größien aller Pianisten, sowie nnen der berühmteste» Gnger, von der unver gleichlichen Thomas'schen Eapelle iinterstützl, ;n hören. Bisher hörten wir die beide» großen russischen Künstler nur ohne jegliche Begleitung, jetzt aber folleu wir sie im Ver !iue Mit eiuem aus Musikern bestehenden Orchester vernehmen. Daß dieser Abcnd sich zn den glänzendsten in dcr Kunstgeschichte unserer Stadt gestalten wird, unterliegt wohl einem Zweisel. Das Programm des Conzerles wird ans olgendcn Picceu bestehen: I. Suite Nr. 3 >oii Bach; 2. Biolin Konzert von Mendels obn, H. Wieniawski »nd Orchester; D »»ll-Conzerl von Rubinstein, tltubinsicin nud Orchester; -t. O uverlülc „Lconore" von B>c- Hoven; s>. Phantasie von Ernst, H. Wiem ivski; il. Präludium n. Elüden vouEhopin, Ilnbiuslcin; 7. Einladung znm Tanze von lLeber. Dcr,.t»»el»ianla-ü)iauiierchor" na>k>l seiiini die Anzeige, daß !as letzte Haupl Manzen »i>d Schluß ötränz hen der Saiwn Fr.itag, dcn Itt. April, iii cr„Eoneordia" slailfindei. Für ein vorzüg iches Prograuini ist Sorge geuageu. Die Zöglinge des „Marytänder In» stituts für die Erzrehung der Blinden" vcrdcn Donnerstag Abend in dem Lokale des „Westlichen Christlichen Jünglings Vereins" rn dcr Schiödcrsiraße eine musikalische Un terhaltung bei sreicin Eintritt veransialten. A«- Die neue Secor'sche Nähma schine vcrdicnt die Beachtung des Publi kums. Aus der letzten großen Ausstellung ?es l>is!it»t(" zn New-^)grk !rard ihr die höchste Prämie zuerkannt. Ohne Zweifel besitzt sie viele Vorzüge, und eö kann nicht schien, daß sie bei allgemeinerem Be lanutwcrden überall sich Eingang und Be licbihett verschassi. Für Maryland haben die ÖH. Schäfer 6c Reid die Agentur er halten u. iuNr. 2 2 5, W e sl-B altimore-, nahe Eharlesstraße, ein VeikaufSlolal er. öffnet. In der „Arlieltertialle," Süd Fredericlstraße, ist augeublicklich ein großes Panorama des deutsch sranzösischen Xriegeö ausgestellt, aus das wir unsere Leser besonders aufmcriscim machen möchten, da uns eine solche Sehenswürdigkeit nur selten geboten wird und diefes Panorama eines der größten Kunstwerke ist, welche lemals in Bal timore gezeigt winden. Dr. tslaus Nrchmer s ächter Vcrgencr Leberthran wiro von Aerzten empsodleu in Fällen von Rheumatismus, >s'rophe!u, Gichi, Abinaicrung, Auszehrung und allen Hantgeschwülsten. Zn verkansen SI die Flasche, l! für in allen Apothe ken und bei de» alleinigenAgeliteu inAmerika, A. V o g e l er K E o m p. LKS" Heilung für Husten und Ev kältung. Lobald Ihr die geringste Be klemmung dcr Lunge, Alhmungsbcfchivcrden oder Anzeichen von Husten verspürt, so nehmt während des TagcS einige „B row n's Bronchia l T r o ch e s." (91.-lteicw) Laltimorcr «stadtthcater. In dcr „Eoneoidia" ivurde gestern Abend das Sensalionsslück: „Die Geheimnisse von Baltimore" ausgeführt. Was das Stück an betrifft, fo hat es nicht dcn geringsten Werth, sondern ist cine höchst erbärmliche Mache n. nur dem trefflichen Spiele sämmtlicher Tar steller, unter denen sich namentlich Frau Jsa bella Maret, die überrafchende Fonjchritte in der DarsleUungskuiist macht, Frau Koppe, Frl. Fortner nnd die HH. wtaret, Vaureis und Wahle auszeichnete», ist es zu danken, Saß dasStücl mit einigem Beisall ausgenom inen wurde. Nach dem Schluß des vierten Bildes lrat Hr. Maret vor die Rampe und lichtete einige Worte a» die Anweicuden, in welchen er dem hiestaen Deutschthum für die Unterstützung des Theaters während der verflossenen Saison seinen Dauk ans prach. Insbesondere richtete er seinen Dank an die Herren des Theater-Co mite's (unicr denen namentlich Hr. Z. Äöhler, Vicepräüdent der „Eoueordia," unermüdlich sür die Ausrcchterhaltuug des deutiche» Thea lerS wirkic) und an die hiesige deuische Presse. Montag Abend wird zum Benefize sürHrn. Karl Koppe, der seit geraumer Zeit schwer er krankt darniederlaz, eine Extra-Vorstellung stattfinden, in welcher das Schauspiel: „Der Goldbaner" zur Aufführung gelangt. Wie wir vernehmen, wird Hr. Koppe in die>em Stücke zum ersten Male nach seiner Krankheit wieder austreten. Im Linapp scher» Institute nimmt die Schule heule, den 16. April, wieder ihren Anfang. Anmeldungen neuer Schiiler werden im Schullokale entgegenge nommen. Das Arontstraßen.Theater Im HoUidavstrapcli-Theater Dr. Falzer, Nr. West-Laniliardstr. Evrcchstund,',i von ? dis!) Uhr Äor»i. „nv oon I bis ZUqr'Aachm. lnduceinent für onsunienten! W. Barranqer Provisionen-Händler und Bratwurstmachcr, süßc. Kultein u, j. w. aus Lager Nranl tarier Würstchen stets vvrruthig Im Elab'lissemeiU an der verlängerien Pcnnsl>l vania-Avenue. Markrftande: ?>r. »<i <s»ntre-, «i», Hanover-, ?I, Ler>»»ion> »»d i 5, »><i>invnt-Maitr. BvxK.!S. ' (M0r,N,1Ü.4 p) > clch der -- ~ z,, Catharinc Mrz Maro Burgeß. Isa btlla «uurr. Mrz San >sh.i»vcri>>>n, man. somcr k « I^tob Börsenberichte. Lclichlct von Win. Kisker d» Söhnen, Nr. 32, Svliitislrajze. Ang. Beil. Lug. Beel. Aold II'?» ,«§knl OZu lij 4» B. St. S.ZOr llk?. N 7 Ma SR 2. 22 >i >4»'65 ...1,7 - St Pass Bahn (bi'K7 ...I>7 N7'. Ailo ,>eu Vers B ki. io.4krll.'« Ätt> Fcu Bers ä °> il!d >,i Del'Ül! — Howard Bcrl lb Ba kr a 11,... A> MeruMßers 4^» - Va Krk7 Blto.k OÜ7'»7 I !', Batlo »!r P M '«7 'lWMd»:r2.»'W'>!> ' Balto Kr 'Z 8! '. «altolkr >z - WAtd> >«-> SM>n.phir> kr ,>7.', ' — Bnk o> Balio I2«> iMatiLi» ?rZ. Bank.... ürinttin Bank l 2 — »l How Bant.... «4 Or..iAlkr2. 87 M.rchßank I.li AI 4 M ch Bank .. IU iev>? Ältern d>r >.Äilanlic-!>ahl>i> iävinpv... 2.4^ Bei. St.-Sicr ? 12 > d.2>ie:, N7', . . II'-, - » . ncu 11t.,' . . I»>.7ir ll'-?. . t»t.?>cr I!K?, - tv.4l>rr 11^ !v. St. l> > . Dejerr»"— I^!', neue, .tan. u. lult : >!> Zentral- Pacikc vcr ... Iv2^, Li>e Nailroad, Pres'» 7> Neading. IllinvlS Ijcnira! ?)! ll!>. New-lerj.« Zentral N Clevetand PiltSburg R Ätorih Western 7' Rock-Island IK7 ' 11,1. und St. Panl Mit. »nd 7^! Lbio und Miffiss>pi Keine,Znl)nsciil»er;en meln ! iV Mav. Nr 2Ä >, Dollars welchn Flasche. Ä. K> H. Ricixer, <Märj».lll«iw4?) Baltimore, Md. P. Hanson Hist ä? Comp., Möbeln «nd Vorhnnge-Stoffe, sranzösischr Zicrathen Rr. IIÄ, Storb-CharleSstraHe. c«ugl2,l2Mte,4.p.> Teufel'S Spriiiq-Matratze» dcr besten Art. in »ir. lvi,^Resl>BaltimoreOr«ß», kßvsi 7«r beste und sicherste Mittelwegen die ver- Mcdenen Angriffe der L>un-,e und dcr Keble, wie: Husten, Schnupfen, Engbrüstigkeit» Bräu nen, Heiserkeit, Influenza. Ent;ü»tunq der Luftröhren, die ersten Grade der Schwind sucht und zur Erleichterung schwindsüchtiger tranken, wenn die Krankheit schon tiefe Em schritte gemacht hat. de! i. Vieles L l?l>., Mo. LS. Ei» Paiktt 25 C».. 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'. , Rliei»," Tie Tampfer des „T!ord-Deutsche» L.'lvnd zwiichen Bremen und Baltimore Tie Dampfer der „Hamblirc;: Amerikanischen P a ck e t - A l t i e n - G e j e ll s ch a s t" Passage-Preis Toutliampton, London, Havre» Brcnic» nnd Hainbiirii: S. Passa„c-Prci« von irgend einem der obigen Häfen nach New-?jork: Ziinderzwischen I —tinLatiren d?r ' Die dntt» Plätze werden bei Äusuabc derwai. jagt telegraphisch belegt. -:v:- Agn-tlir „Hamburg-Amerikanisciien Packet - (Gesellschaft/, „Havre- Amerikunischr» Elipper- Packctfahrt" Für Legelschiffc Hliiiiburii, Breiiieil, Havre und Alittverpclt irgend einem Hafen Amerika'S besorg, dir Agentur die billigsten fahrten, g>cbt Passageicheine für alle Schiffe und besorgt ersordcrlicheiiFalls Passagiere von Ihrem HeiinathSorte hierher. Die Preise betragen von Bremen nach Baltimore Ätjchcnde'ck" Binder ziuischen l bis tu Diahren lü <»> Die Preise sind t» Gold oder Papier nach drin lau lendcn Course,u cnlrichien. Von Havre besorgt die Aqeutur Passagiere sür ZU in Gold. dcioiidcrsdaraujausinerlsa>i>qemaitk. dai; wir uns in Bcrdindung mil der pierderbeiv,!». Sorgmli u,ii.rj>>b.n. Packete nach O»te Europa's^ AuswarN^e /ÜÄd-n^''^'^'' Raine, Sckevon «aliimoreslr. und Post Lince «n»n»r^ GtllillNlili Flour Mjlls, Mcycr Brülle, Eiaemhümer. lien die deiien Sorten iraiiulien und i»sirä den billigsten »iui>n und gLianliri voUilondia, siiidigung dinilchtlii» der isual>la>. Et>>nso ftrik >i> tn «-d-tt!

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