Newspaper of Der Deutsche Correspondent, April 17, 1873, Page 1

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated April 17, 1873 Page 1
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F. Naiue, Herausgeber. Spezial-Notizeu. Baltimore Fjre Insurance Mce, Tiidwest-Ecke von South- und Waterstraße. S?genthum, Tobn-, üaden- und Äaaienhauser, HansrlSguter, Möbeln, Haus - Gerü'h'chasien. Ün «a» be,r>ffene oder im Haien in Labung befind liche »ahneuge u. s. w. Da- Dlrelloctum besteht a»c solzendcn Herren: Wm. G.Harrison, Präsident; «>o R. «<,rcrs, H. v, .»»vis. David S Wilson, T- Nabl. Zenlin?, Penning!»», <l. Stew-ri, Francis T. Mn,,. !>- "cwcomer. Tenr« 6-rroU. Orv.ll- Horw.tz, R. E, Steuart, W. A Tavto:, Wm H.Brune, Israel Cohen, George V. varrison. «„lllikalions-Formulare und weitere Nachricht über »ie e«e>etliS ii! wüd in dcr OWce, Sudweit-Eeke von KouiS' und Walerklraije. criheiti, wo auch alle Aui wior, erteoigi werden. Aersicherungen w rden aus ir-iend eine »ri» angenommen, wetqe der Appii lanl wünschen mag. «e - ?r «ootworth, Eelr. N. Courtney ä- Bruder, Nr. R 4, Nord - Charleöstrape, Wir machen aus unseren reichhaltigen und affortir. 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Sie machte einen Schritt nach der Thür, durch welche ihre Mutter hinausgegangen war. Er trat auf sie zu und ergriff ihre Hand. Eine Antwort, Klara! rief er. Sie blieb stehen und senkte den Kopf. Klara, rief er nochmals in innigem, lei sem Ton Sie trugen eine frische Rose ans der Brust in den Zeiten des Rit terthums gab die Tame Demjenigen, des sen Dienste, dessen Liebe und Hingebung für immer sie annahm, ein Zeichen, das als ein heiliger Talisman ihn in den Kampf und bis in den Tod begleitete. Auch wir stehen am Vorabend blutiger Tage Klara, wollen Sie mir die Rose geben? Tie Rose ist das Symbol der Reinheit uud Wahrheit, sprach sie ernst. Also das Symbol dessen, was für Sie in meinem Herzen lebt uud ewig leben wird, rief er und mit bittendem Ton fügte er leiser hinzu — Klara! ich bin der Rose würdig. Sie hob langsam das Auge zu ihm em por. Ein langer, tiefer Blick traf ihn. Dann hob sie die Hand, löste langsam die Rose von ihrem Busen und hielt die Blume zögernd und tief errvthend still vor sich, indem sie ihre Augen darauf senkte. Er trat stürmisch auf sie zu, ergriff die Rose und bedeckte die Hand, welche sie ihm überließ, mit Küssen. Klara, sagte er fest und ernst, diese Vlume wird verwelken, aber das Glück, das Sie mir mit ihr geben, wird in mei nem Herzen blühen, so lanc,e es schlägt. Danke Dir, gütiger Himmel, rief er dann, ich habe meinen Stern gesun den. Und er zog sie sanft an sich. Ohne ein Wort zn sprechen, lehnte sie den schönen Kvpf an seine Brust nnd brach in leises Weinen aus. Die Gräfin Frankenstcin trat ein. Bei dem Rauschen ihrer Robe erhob sich ihrer Tochter lebhast, eilte auf sie zu und schloß sie in ihre Arme. Herr von Stielow näherte sich der alten Tame. Meine gnädigste Gräfin, sagte er, ich kann nur wiederholen, was ich eben im Gesühl des höchsten Glückes Ihrer Tochter sagte: ich habe meinen Stern gefunden! Darf er den Himmel meines Lebens sür immer erleuchten? Tie Gräfin zeigte ein Erstaunen, in wel chem sich eine gewisse Befriedigung nicht verkennen ließ. Ich überlasse die Antwort meiner Toch ter, sagte sie, und genehmige ihre Ent scheidung. Und was sagen Sie, Gräfin Klara? fragte Herr von Stielow. Die junge Tame reichte ihm die Hand. Nun, dann segne Sie Gott, sprach die Gräfin, indem sie ihre Tochter sanft von sich entfernte und anch ihrerseits dem jun gen Mann die Hand reichte, welche dieser eherbietig küßte. Toch nun, rief die Gräfin, müssen wir sort. Morgen erwarten wir Sie, Herr von Stielow heute sollen Sie uns nnr IH-" ren Schutz bis zur Gräfin Wilczek gewah ren. O Mama, rief Comtesse Klara könn ten wir heute nicht zu Hause bleiben? Nein, mein Kind, sagte ihre Mutter, man würde Glossen machen und Tu weißt, ich liebe Alles in der gehörigen Form. Sie ist die Grundlage alles wahren und dauernden Glückes. Nun denn, rief Herr von Stielow, bis morgen mein neu ausgegangener Stern wird auch bis morgen die Nacht erleuch ten! Seine Braut sah ihn lächelnd an. Es lag wie eiue halb besorgte, halb schelmi sche Frage in ihrem Blick. Er erhöh die Rose, welche er noch in der Hand hielt, drückte sie an seine Lippen und barg sie dann unter der Uuisorm an seine Brust. Tie Gräsin klingelte. Ein Lakai brachte die Mäntel der Damen. Herr von Stielow stieg mit ihnen in den Wagen und geleitete sich nach der Wal lnerstraße zum Palais der Gräfin Wilczek. Als er sich verabschiedet halte, ging er träumerisch durch die abendlichen Straßen der Kaiserstadt. Aus den hellerlenchteten Fenstern des Eafe Daun schallten laute, fröhliche Stim men. Tie an ihrem Vereinigungsorte ver sammelten Offiziere aller Wassen freuten sich der Kriegsaussichten und manche ju belnde Stimme tonte hier in die Nacht hinaus, die schon nach kurzer Zeit vielleicht für immer zu verstummen bestimmt war. Herr von Stielow zögerte einen Augen blick vor dem Eingange Eafe Daun. Aber feine Stimmung paßte nicht zu der derben Fröhlichkeit seiner Kameraden. Er ging weiter, nachdenkend über Alles, was er heute erlebt, innerlich glück lich über die Lösung, welche der Zwiespalt in ihm gesunden. So schritt er in Gedanken vorwärts über den Graben, die Rothe Thurmstraße, uuv in süße Träumerien versunken folgte er dem User der Donau. Er kam in die Nähe der Aspernbrücke. Ein Mann in dunklem Mantel trat auf ihn zu. Ei grüß Gott, Herr von Stielow, rief er, den jungen Offizier begrüßend, Sie gehen ja hier umher, als wären SiePhilo soph geworden und wollten den Stern der Weisen suchen! Guten Abend, lieber Knaack, erwiederte der Lieutenant und reichte dem bekannten und beliebten Komiker des Karltheaters die Hand —-»was führt Sie hierher, das Theater muß ja eben aus sein? Ich habe heute nicht gefpielt, erwiederte Knaack, und,Dollte ehen nach dem Hotel de l'Europe gehen, wo alle unsere Leute sich zusammenfinden. Gehen Sie mit und lachen Sie ein wenig mit uns. Herr von Stielow besann sich einen Au genblick. Nach Hause zu gehen widerstrebte ihm für ernste Unterhaltung war er zu erregt, wo konnte er bester die Abend stunden verbringen, als inmitten dieses heiteren Völkchens, das in sröhlichenLeicht sinn und heiterer Natürlichkeit eine ewig jnnge Welt in dem ernsten Leben sich schuf. Er legte seinen Arm in den des Schau spielers und sagte: Gut, lieber Knaack, ich begleite Sie und will sehen, wie der Humor des Karlthea ters sich mit der kriegerischen Zeit abfindet. Mein lieber Herr von Stielow, erwie derte Knaack unseren Humor zu zer stören, dazu würden alle krupp'schen Ka nonen und alle Zündnadelgewehre nicht ausreichen, das heißt, fügte er ernst hinzu, wenn wir im eurvui-e zusammen sind, ich für meine Person bin oft recht trübe gestimmt denn ich bin Norddeut scher von Geburt und meine Jugenderin nerungen liegen dort oben, und jetzt bin ich von Herzen Wiener und Oestreicher, der bevorstehende Krieg macht mir das Herz schwer! So wird es Vielen gehen, antwortete Herr von Stielow auch meine Heimat liegt im Norden es ist ein trauriger Krieg wenn ich auch als Soldat mich darüber freuen muß, daß dieser Säbel, der so lange über das Straßenpflaster gerollt ist, endlich einmal eine ernste Thätigkeit finden 'oll. Ein leichter Seufzer schien mit dieser Battlmore, Md., Donnerstag, den 17. April 1873. soldatischen Freude über den Krieg nicht ganz zu Harmoniren —vielleicht dach te er an den eben ausgegangenen Stern seines Lebens und wie er >o schnell in bluti ger Molke verschwinden könne. Sie waren vor das große Hotel de l'Eu rope gekommen, welches mit dem Hotel zum Kronprinzen die ganze Länge der As perngasse einnimmt. Durch das große Thor traten sie in die weiten Räume des Restauranis dieses Ho tels, durchschritten dieselben und gelang ten vor eine verschlossene Thür, aus wel cher taute Stimmen und fröhliches Ge lächter ihnen entgegcnschallten. Knaack öffnete diese Thür und trat mit Herrn van Stielow in einen nicht zu gro ßen, viereckigen Saal, mit Jagdbiloern und Hirschgeweihen geschmückt, in dem eine bunte Gesellschast um eine Tafel versam melt war, auf welcher ein kaltes Souper stand und dnrch die bereits in seinem Ar rangement vorhandenen Lücken von den kräftigen Angriffen zeugte, welchen es von den Anwesenden ausgesetzt gewesen. (Fortsetzung lotgt.i Telegraphische Tepeschen Europäische ÄadeU)?cichts. Wien, lii. April.—Tie Fcklichkeitelt zn Ehren d.r Bermahlung de: Erzherzogin Gi. sela von Oestreich mil dem Prinzen Leopold vsn Bayern haben begonnen. Hie Stadt pllliigt yente im FlaciMschmuck, nnd Triuinphboeicn sind an veriel>iedcnen Stellen in den Siraßen errichiet. Auch die Schlösser und öffenllichsn Baulen find in geschmackvol ler Weise dekorirt. Ter heutige Tag, sowie die drei folgenden, weiden Festtage für die Wiener sein. Morgen fivdet in dem Saale der Medizinal - Association eine große Me statt; am Freitag Abend kommt im Theater der Hoibnrg der '„SommernachtStranm" zur Darstellung. Am Samstag wird ein großes Konzert gegeben. Die eigentliche Trauung fiudcl am 26. d. M. statt und am folgenden Tage reis't das jnne>c Paar nach Neapel ab. Paris, lii. April. Gen. von Man teiissel, der Commandeur der deutschen Oc cupatioiiL-Almee, gab heule in Naney ein Diner zu Ehren des (Keburlstags des Prä sidenten Thiers. Der Präselt lind der Bür germeister der Stadt waren als Gäsle anwe send. Toaste wurden! auf den Präsidenten Thiers n»d Gen. von Mantenfsel ausge bracht. Madrid, 1«. April.—Der Bericht, daß die spanischen Truppen aus Porto-Rieo sich ausgeichu: haben, ist unwahr. Die seilte ver langten nur rine Eihöhuug des Soldes, wel che bewilligt wurde, woraus sie sich icder De monstralion enthielten. Weitere Beistäituiigen sind in Puigcerda für die Neg'.erunMruppcn eingetroffen; die selben wurden von der Bevölleriing enthiisi astisch empsaugen. Die Ztarlislen bedrohten die Stadt aber inals. Die Regierung hat Nachiichlcn erhallen, daß die .karlisten bei Sa» oe la Mnga in der Provinz Geroua eine veenichteuse Nie derlage erlitten Häven. Madrid, lii. April.—VieleKarlisleri im Norden ergeben sich den Regiern», zsiruppeu iu der Hoffuuug, daß ihueu Auineslic gewährt wird. Es wird berichte«, daß der Sohn deS Pun zen Henri de Bcnrbon, der junge Herzog von Sevilla, welcher sich der Kariislenarinee an ichle>!>, in einem der letzten Gesechle gefal len ist. Eine Abtheilung .Karlisteii, ivelche vor dem Stnrine ans Puigcerda unler «eballos aus geschickt wni de, sich den HülsStruppeu ciitqe geu zu werfen, wurde von den Republikanern und verlor 3i)V Todte u. Berwun dele uno eine große Anzahl isesangeue. R o in , tk. April.-Die Berichte, daß der Znilaud des Papstes ein kritischer ist, siud saljch. Seine Aerzte glauben, daß die .«rank beit eine Zeitlang dauern wird, daß dieselbe aber nichl gefährlich ist. R o m, ii!. April.—Heute Abend wird be richtet, daß sich der Zustand des Papstes lang sam bessert. dB London, lii. April, i Uhr Nachm. Consols eröffneten zu !i3j sür Geld uud sür Brief. Erie zu ül j. Liverpool, l«. April, 11 Uhr Vorm. Baumwolle eröffnete ruhig; Oberl. !>i; Orl. !)j—»z. Verläuse 10.0W 811. Liverpool, 10. April, 1 Uhr Nachm.— Die Baumwollen - Verkäufe betrugen iiXii) Ballen; für Spekulation nnd Export 2(li)0 811. Verschiffung sür März nnd April von Savaunah oder Eharleston zu iiH. Beodstosse schwach. Rindfleisch 82-z Kä. i!B6. Schinalz 38s 6el. Inland - Dchcschrn. A»ö Washington. Die Mordtliat der Gheyennen. E»ne ludi»ner- Petinon. Washington, 16. April.—(Die Mord thaten der Cheyennen.) Uuter'in U.d.M. berichtete von Lawrence in Kansas der Jndi aiicr-Eommissäc, er habe am 2. d. M. den Prosessor Norion, der mit den Che»enneu Handel treibt, beauftragt, eine genaue Unter suchung über die gemeldeie Ernivrdnng der Geometer durch die Indianer anzustellen. Die tierdeigeb,achten Beweise setzen den Tag der Ermordung aus den lt>. März seit. Ein Brief des speziellen Agenten I. F. Williams, der bei jenen Indianern im Lager zu bleiben hat und dessen Berichte zuverlässig siud, saqt unter'm 22. März: „Vorgestern (am 20. Mälz) kedrte ich von demEheyenneii-Lager zn rück. Ich kam mit dem „Medizin - Pseil," dem „alten Wirbelwind," „Vögelmcnqe" und anderen Heineren Häuptlingen am 1!>. d.M. in der Rathsversammlung zusammen. Geo. Bird diente alSDolinclschcr. „Der Brief sagt, er (der Agent) habe der Rathsveriammlung aller Häuptlinge, in der blos „Bull Bear" abwesend war, beigewohnt. „Bull Bear" war am IS. März und am vorberigen Tage am Cauadiaii-R'ver, wo er und seine Gesäkr ten ein Sausgelage gehalten haben. Es scheint, daß, wenn die Mordthaten überhaupt von den Ctieiiennen verübt worden sind, die selben wahrscheinlich von deren jungen Man nern im Rausche und in der Abwesenheit ilner Häuptlinge begangen wurden. Diese Ansicht wird durch den Umstand bekräftigt, daß die Leichen im Sande begraben wurden, was nu terZndianern etwas ganz Ungewöhnliches ist. Indianer skalpiien ihre Opfer nnd lassen die Leichen unbegraben liegen. Der Intendant sagt, daß er die Untersuchung werde sortsetzen lassen. (Indianer-Petition.) Die folgende Pe tition der Äiowa- nnd Comanchen-Indiauer zu Gunsten der Freilassung von „Santanta" uud „Big Tree" wurde gestern im Ministeri um des Inneren empsangen: „An unseren großen Vater, den Präsidenten der Ver. Staa ten! Wir, Häuptlinge, Tapfere, Krieger, Ar fllhrer und junge Männer der Kiowa- und Eomanchell - Jiidianerslämm>', bekennen hier mit, daß wir Deinen gerechten Unwillen er regt haben durch die zahlreichen Beute- und Gefangennahme unschnidigerMänner, Frauen und Kinder. Dies daben wir uns zu Schul den kommen lassen, während Du uns mit Nahrung und Kleidung verborgtest und ob gleich Du oftmals Boten geschickt hast, uns zu , warnen und zurückzuhalteu. Wir haben durch I diese böswilligen Handlungen dem Volke und der Regierung der Ver. Staaten getrotzt; jetzt aber hat sich Deine Geduld erschöpft, und Dn hast unsere Häuptlinge „Santanta" u. „Big Tree" und mehr, als einhundert Frauen unö Kinder in Gesangenschast hinweggesühri. Wir lieben unsere Häuptlinge und unsere Frauen und Kinder, und es verursacht uns tiefen Kummer und Schmerz. Wir sehen ein, daß wir unseren großen Vater durch Ungehor sam gereizt haben, uns mil dieser schweren Strafe heimzusuchen, und wir bitten uuscrcu große» Vater, unsere vielen Vergehungeu zu vergessen und uns zu verzeihe» und, damit wir ein neues Leben beginnen können, uns un sere geliebten Häuptlinge und Frauen und Kinder zurückzugeben. Wenn unser großer Vater dies thun will, so versprechen wir in Gegenwart dieser Zeugen feierlich, daß wir unter dem Beistände des großen Geistes in Zukunft den Wünschen uniereS großen Va teis, die er uns durch die Agenten und Bot schafter verkünden läßt, gehorchen wollen. Wir werden künftig keine Streifzüge nach Texas unternehmen, sondern in unserer eige nen gesetzlichen Reservation bleiben. Wir werd?» in lmmelivährendem Frieden und leben mit dnn Bolke und der Negierung der Union, einschließlich des Staa tes Texas. Ebenso wollen wir mil allen übri gen Ilidiauerslämmcn Fnedeu hallen und al len unseren Einfluß aufbieten, um dieselben zu veranlassen, auch unter sich und mit den B?r. Slaaten in Freundschaft zn leben, und wir werden ui jeder Beziehung bestrebt seui, den Wuuscheu der Agenlen gerecht zu weiden. Alles dieses versprechen wir feierlich in dein Benrznen, daß uus der große Geilt von oben, an den wir glauben, beistehen wird, damit wir das Perlechen, welches wir heule, am 2V. Tage des driUeuLtouals des lahces '73, lil der jtiowa- und Comanchen-Ageutuc mit abgeben, getreulich ausüben können." Die'e Petition wurde den Häuptlin gen undAiisllkreru dcrjiiowa-.Comanchen. u. Apachen - Zndiauer unleischriedeu , nachdem man ihnen dieselbe genau hatte und sie untereinander darüder Berathung ge halten. Bon Leite der Indianer waieu schon fiüher dringende Bitten um die Freilassung der Gesailgmen gestellt worden und man hatte ihnen venprochen, im FaLe sie alle Gesäuge neu, die sie gemacht battcn, freilassen uud al les Eigenthum, das sie gestohlen, zuruclgebeu, sowie das Bersprechen künscigen leus geben ivürdcn, sollte ihre Bilte gewährt werden. Da sie diese Bedingung jetzt ersull! haben, so ist vom Setreiär des Innern au den Gouverneur Tavis der Auftrag enheitt worden, die gefangenen Indianer loszngebeu. Tiejelbe.l weiden nächstens zn ihren Angehö rigen znrücklehrcii, sobald die Anitalieu zu »hier Heimreise gelrofien sein werden. ÄliS WashlNfltliii. Washington, IK. Äpril. —Die Re veuüe-Eiuuahmeii bcliefeu sich heute auf 8181,- 930,03. Ter Präsident reij't hente Abend mil seiner Familie nach St. s!ouis ab und wird etwa 3 Wochen venveilen. Ter Ober-Bundesanwalt hat noch kei nen Bericht über das Blutbad in Louinaiia erbalieu und hält die Äcachrichten für über — Tas hcnlige „Chroniele" hat einen Be richt, daß Ex-Senalor von Nevada in wo er sich bei sciner Tochter auf

hält, vom Schlage gerühit wurde, aber wie der auf dem Wege der Besserung ist. Tie vielbesprochenen nenen Postkarten, eine Nachahmung der ähnlichen Einrichtung in Teutschland, werden am t. Mai d. I. in den Berkehr gelangen. Die Karten kosten in jeder Quantität 1 Eent pro Stuck. Tleielbcn sind durch das Postamt einer jeöe.t Sladt zu beziehen. Unerhört'. Präsident Girant er nennt einen deutschen. Washington, 16. April. Präsident Grant ernannte hente Max Weber zum Re° venüe-Eolleklor des zweiten Distrikis son Neiv-?)ork. Ein amerikanisier (Konsularagent in Schwulitäten. Washington, 16.April.—Tasstaats« Devartcmcut hat Nachricht erhalten, daß die Regierung vonHauu dem amerikanischenEon. sularagenten Teel in Mnagoaue slo,i>ooEut schädigung siir ungerechte Berhasinng ausge zahlt hau Teel, welcher in Milagoane ein Geichäsi betreibt, wurde nämlich vor einigen Moualcu w.'geu Berauogabung salschen Pa picigcldes vcrhastet. Ter Courant von Hal>li ist uamlich vieliach gesälschl, uud es eirkulirl fas! »'ehr falsches Geld in der Negerrepnblil, als ächleS; die Fälschungen loiumc» größien lheils aus den Ber. Staaten. Teel wies ans seinem Buche nach, daß er das betreffende Held im regelmäßigen Handelevcrkeh'e einge nommen Halle; da ihn jedoch der commanki rende General haßte, so >,.-urde er cingekn lert. Durch das prompte Einschreiten des amerika nischen Geiaadlen wurde er jedoch raich be sreit uud ihm iu obigen Weise Genugthu ung gegeben. I d eu' avaseldern , I t. April.— Äm Tage nach der Ermordung des Generals Eauby nnd des Fnedene-Eommissärs glissen die Modocs Oberst Majon's Borposte» 1t Meile östlich von den WigwamS der MosocS an. wurden rasch verstärkt, trie ben die Noihhänte zurück, ein Indianer winde getödtet, und 10 Pferde wurden erbeute«. Donald Mcüinna kam gestern uut 72 hier an. Sobald Hr. Meacham außer Gefahr ist, wird Hr. Ti>er nacii der Reserve zurückkehren, um nach den dortigen Modoe- und Äiamath- Indiaiiern zn sehen. Die Snate-ludiauer uud die Indianer am Pltisluße verhalten sich noch rnhig, beobachleu aber den jiamps Zwi lchen den Bnndcstruppcn uud den Modoes mit großem Interesse. Gen. Eanbl) nnd EommissärThomas wur den am 12. d. liiiler großen Feietlichkeileu be "ll i S au F r a ii z, s e o, l->. April. Eiue Tepesche des Gm. Gillein au Gen. Schofield, welche heule Abend hier eiulras, berichtet, daß er Alles versuchen wird, um das Einkommen der Modocs zu verhindern, und wenn es mög lich sei, so solle nicht ein Einziger am Leben bleiben. Ter regelmäßige Courier kam mit folgender Nachricht in ?)rcka au: „Als gestein der Signalbeamte zwischen Gen. Gillem's Lag<r und Oberst Masou's Eainp signalisirle, er schien ein Modoe-IndiMcr auf dem nächüen Bergkamm uud machte sämmtliche Signale mit einem au einer Stange beseitigte» weißeu Lappen nach." S an Frauziseo, !ü. Aptil. Gen. Schefield hat heute Depeschen von Gen. Gil lein erhalten, dag Liemenaul Sherivood, wel cher bei dem Augrisie der Modces ans Oberst velwiindet wurde, seiueuWun den erlegen ist. Als der Courier abging, war Meacham's Zustand etwas besser. Dper, der Coinmiiiar, welcher unverletzt entkam, hat nach Washington um neue In> strukiivuen telcgraphirt; er sagt, es sei nicht möglich, die Fnedenspolitlk noch länger ciu- Es unterliegt keinem Zweifel, daß die Mo docs beabsichtigten, Gen. Gillcm und Oberst Maiou iu ihre Gewalt zu bekommen. Geu. Gillem war aii deni Morgen des Nnglücksta» ges zu krai.k, um Geu. Cauby begleiten zn tönuen. Gillem sprach noch mit Canbl) über Riddle's Warnung. W a s hi n gl on, IL. April.—Ein höchste- Heilder Militär äußelte gestern, er glaube, das amerikanische Boik ivertc >n jeincrCrwarlung einer baldigen Austilgnng der Modocs atg getäuscht werdeu; man solle gar nicht über, rascht >tin, weuu sich mit denselben noch aus Monate hinans'chleppe. In die Lavaselder einzudringen, sei eine Tkwrheil; wenige Mann lönn'.en dort ganze Regimenter vernichten. Der (sivl!dicnstrcforln-Schwindel. iliew-Pork, 16. April. Der Präsi dent hat die dnrch Resignation der HH, Cnr tis und Medlll frcigcwordenen Stellen in der Civildiensi-Commisston wieder besetzt, indem er die HH. Doveman B. Eaton von New ?)ork nnd den Achib. Sam. Shellaberger von Öhw für die Aemlcr ernannte. Bedeutender bankerott. New- V) o r k, 16. April. Tie Mäkler Parton e-Allen haben ihre Zahlungen einge stellt. Der Eine ist ein Neffe nnd der Andere ein Enkel Banderbilt's. Tec Bankerott ver ursacht große Aufregung. Howe'S Rähniascliinen-Eoinp. New-ork, 16. April.— Eine Spezial- Devesche von Brldgeport, Conil., meldet, daß „Howe's Nähmaschinen - Comp." in argen Berlegenhenen zu sein schein!, da über die Hälfte der Arbeiter die Weile verlassen Hai, weil ihnen seit sechs Wochen die Löhne nicht ausgezahlt wurtcn. Zun» Tode verurrheilt. New - Zork, 16. April. Eiux Deve sehe von Raleigh, N.-E., meldet, daß S. Mordecai uud Thos. Grissiu wegen Ein bruchs und Mordversuchs verurlheiit wurden, am 30. Mai gehängt zu werden. Vernilschte Depescheu aus Hock. Ncw - Vo rk, t 6. April. Heute wurde die Jury zur Prozessirnug des Mörders Sches seliu vollzählig, und der Prozeß begann. Win. Tougherty wurde gestern wegen Straßenraubs verhastet. Tie Senats - Amendements zum Frei briefe für Neiv-Hork wurden anch von dem Hanse der Gesetzgebung >u Albauy angenom men. Der von Aspinwail hier eingetroffene Dampfer „Ocmesbli" bringt keine Einzeln hciteii über das Erdbeben in San Salvador; dieselben werden mit dem Dampser „Henri) Channcey" erwartet. ! Der 'lltorder jung ist dermaßen erkrankt, daß er in's Hos lital gebracht werden mußte, l Man zwciscll au seinem Wteverausloiiimen. Dem Fraucnmörder Lusignani in New ark ist eine Stundung deS Verfahrens ver weigert worden; er wild am I. Mai gchängc werden. In der heutigen Sitzung der „Frauen. MisflvnSgesellschaft" wurden qüustige Berichte über den Fortschritt der Mission in Japan und China verlesen. Edward Webb, der Wohnsinnige, wel cher Heury Ward Beecher auf offener Straße belästigte und deshalb kinzcstcckt wurde, ver snchle in seiner Zelle Sclbstmotd zu begehen. Der Prozeß des Fälschers McDonnell ist bis zum 24. d. M. vertagt worden. Heute starb hier Henrico RibaS, wäh rend der letzten -1 Jahre Consu! vonPcnezuela im hiesigen Hasen. Der Geldmarkt. New - Nork, IK. April. Geld leichter und höher, schloß zu Tag. Wechsel ge rückt nnd niedrige- zu 7Z-4. Gold schloß fest zu 1175-117 H. Obligationen sehr aufgeregt; Sechser 1I8H; '«!2er IlKj. Aktien besser; N.-?).-Central 98; Erie 63; Lake-Shore -8i»Z; Cent. Pittsbnr gBBs; North- Western 74; Prioritäten 85; Rock-Jslaud iO->z. Bilanz des 511,604,029 in Gold und K15,745.81il iu Couraut. Die Brandverheernngen Nl Virgi len. Norfolk, Virg., 16. April. Im "vi-iu il der ganzen „Seaboard- Noanoke-Bahn" entlang, wüthet das Feuer fort. Eine Menge Wohnungen, darunter cie von Joseph Stokes und Ludern an der großen Brücke, liegen in Asche. Große Holz- Massen u. viele Tausend Acker Wälder sind ein Flammenmeer. Zahme und wilde Thiere, unter denLetztereii Bären, Panther,Wöise:e., sind durch die Flammen entweder bereis vcc nichlct worden oder versuche», denselben durch die Flucht zu entgehen. Die Menschen schei nen sämmtlich cnlkomnien zu sei». Wenig stens wir» noch kein Verlust an solchen ge meldet. Die Leiche euics Opfers derKukluxe gefnniscn. Lexiugton, ky., 16. Apvil. Im letz ten Herbste wurde eine aus drei Peisoiien be stehende Negerfamilie von den kukluxen in lessamine-County aus ihrer Hütte geholt und mit sortgeichleift. Man vermuthete damals, daß die Leute ertränkt worden seien. Am Soiiiilag Abend fand ein Neger bei'm Fischen den vetwes'len Leichnam der Frau Mehala Hawkiiis im Waffer, welcher durch die Xleider identifizirt wurde. Dem Frauenzimmer war ein 16 Pfd. schweres Fclsstück au die Vcine 'gebunden. Das furchtbare Verbrechen im Süd westen.- lHräuelthat eines Ne gers und blutige Stäche ver Weiften. M emvhiS, Denn., 16. April. Das in Angusta, Ark., erscheinende „Bülletin" publizirt einen Brief ans Union - Couuiy, in in welchem über da« schreckliche durch einen Neger begangene, bereits von uns mitgetheilte Verbrechen berichtet wird. Vor einigen Wo chen ntl eine verheiraihÄe Frau nach einer benachbarten Farni, um einige Tage dorl zu bleiben; da sie aber Niemanden zu Hause fand, so kehrlc sie wieder um. Unterwegs begegnete ihr ein 'Neger, dieser fiel dem Pferde in die Zügel, riß die Frau von dem Pferde, band dieses fest und schleppte sein Opfer einige Mei len weit in die Niederungen, fesielie dasselbe an einen Baum und schändete die Frau. Die selbe wurde drei Tage laug vou dem Neger dort festgehalten. Am zweiten Tage noch im mer au dem Baum festgebunden, gebar die Frau ein iiind. Am dritten Tage ritt ihr Mann nach dem Naehbarhause, faud seine Frau nicht uud begann nun mit den 'Nach barn die Gegend abzusuchen. Man fand das angebundene Pferd und bald darauf anch die Leiche der Frau. Dieselbe war noch immer an dem Baume festgebunden. Der Neger hatte ihr den Kopf mit eincr Keule zcrschmct tert. Der Mörser wurde bald daraus van einer Anzahl Neger, welche bei der Verfol gung mitwirkten, eingefangen und erst schreck lich gemartert, indem man ihm die Glieder ab riß uud Stücke Fleisch aus demkörper schnitt, worauf mau ihn lebendig röstete, resp, ver brannic. Diese Prozedur dauerte 24 Stun den. Von dem Gemarterten hatte mau cr sahren. daß noch drei andere Neger au der Lchäuduua betheiligr waren. Dieselben wur den nun ebenfalls cliigeiangen uud sofort er schossen. Vergiftung durch Unwissenheit oder Lcichtsiun eines „Apothekers." A tla ii t a, Ga., 16. April. - Gestern Abend liegen sich Dr. I. W. Craig nnd Rich ter ThoS. Pnlliim, zwei reiche und tonange bende Bürger uud Mitglieder derFirmaCraig, Heard K Co., iu ihrer Apothele ein Gelränk reichen, iu welches der Apothekergehülfe Jones aus Leichtsinn anstatt Orangen-Extrakt Hah nciifuß-Tinktur schüttele. Dr. Craig starb 4 Stunden später unter surchtbaren Qaalen, Richter Pullum wurde gerettet. Der Vor fall hat die ganze Stadt in Trauer versetzt. Mitternächtliche (Hewaltthaten in Hentncki). Cinciiinati, 16. April.— Von Frank fort, Ky., wird gcmcldct, daß in letzicrSams. lag-Nachl eine Bande maskirterMänner nach dem Hanse des Farmers Richard Williams in Heury-Co. kamen, W. herausliefen uud auf ihn schössen. W. war zuvor verwarnt wor den, das Conuty zu verlassen. Williams er wiederte das Feuer und erschoß einen der Maskirtcn, NameuS Bramlelte, und verwun dete drei Andere. Williams selbst erhielt auch eine schwereWunde und befindet sich jetzt hier in Behandlung. Die Arbeiterbewegung.-Ein Mord. Cinci n n a t i , 16. April. Michael Reardon, ein Schuhmacher, starb hente an Verletzungen, die cr vou zwei ausstehenden Crispinen erhalten hatte. Arbeiteraufruhr in Indiana. Knigh l s t o w ii, Ind., 16. April. In der Gießern der ' !rc»i kam es gestern Abend zu Unruhen, welche noch an dauern. Die weißenArbeiter habe» „Slrikc" gemacht, während die ans Virgiuien verschrie benen sarbigen Leute arbeiteten. Die Polizei wurde von den Aufrührern arg mißhandelt; der Ehrw. Hr. Matthews, welcher Frieden zu stiften suchte, wurde gieichsalls schwerverletzt. Die Frauen der ausständigen Arbeiter nah men an ten Ruhestörungen in hervorragender Weiie Antheil, sie Hetzleu die Männer auf, und eiuige handelten förmlich als Anführerin nen. Die Emmett-Garde und eine Abthei lung Polizei unter Commando des Generals Macaulay von Indianapolis kamen um fünf Uhr heule Morgen hieran; seitdem ist die Ruhe wieder hergestellt. Mehrere Rädelsführer wurden verhaftet,und nach Brazil gebracht, wo maii ihnen den Pro zeß machen wird. Die Bergleute und Eisen schmelzer hoffen zuversichtlich auf Erfolg ihres ÄttsstandcS und sind keiuesweas gesonnen, nachzugeben; sie warten nur, bIS die Milizen zurückgezogen sind, um ihre Angriffe auf die noch aibeiteuden Leute zu erneuern. Die bes sere Klasse der Ausständige,! verhält sich rnhig. Die Frauen haben sich bisher als das despe rateste Element unter diesen Ruhestörern er wiesen. KnightS v i l l e, 16» April, Nachm. 3 Uhr. Acht Personen sind in ber vorsichtig sten Weise verhaftet und nach dem Eounli)- Gesängiiisse geschickl worden. Gegenwärtig ist Alles ruhig. Die Miliz wird heule Abend nach Indianapolis zurücklehren. Die Unru hen können jedoch zu jeder Slunde wieder auilnechen. Die Beamten der Schmelzhülle siud bewaffnet. Unler den Ausslaninscheii herrsch! große Erbitterung, und nur die größte Vorsieh der Behörden wird einen neuen Aus bruch verhindern, so lange sich die Neger hier befinden. Aus Zentral- und «Sud Amerika. Pana m a, 16. Äpril. In der Gesetz gebung vou Colombia wurde eine Bill ein gebracht, welche fremden Fahrzeugen verbie tet, Walisische in colombijchcn Gewässern zu fangen. David Hughes, ein amerikanischer Gold gräber, ist in Chiriqui spurlos verschwunden. Man vermuthet, daß er von seinen Boots leuten in's Wasser geworfen wurde. Dr. Casimirs Corral ist zum Präsidenten der RcPubUk Bolivia erwählt worden. Der Schiffbruch de« DpfrS. »»At lantic." Halifax, 16. April. Einige Personen haben sich vorgestern auf dem Landwege nach dem Wrack begeben. Sie schildern die Szenen als surchtbar und großartig. Der Südost- Sturm, der am Samstage und Sonntage ge wülhet, halte eine hochgehende See zur Folge, und aus meilenlange Strecken konnte man die gewalllge Brandung Berge hoch sich au der Küste brechen sehen. Kein Boot oder Schiff wagte sich in die Nähe des MeaghcrS-Kclien oder des Wracks. Mail fürchtet, daß der Sturm dem Schiffe vielen Schaden gethan hat. Hr. Norwood von Rutland ist hier, um wo möglich die Leichname des Herrn und der Madame Fisher zu erlangen. Er bot dem Eapitän Sheridan SIWO für das Auffiuden jener Leichname. Capitan Sheridan erwie derte, daß, sobald seine Taucher ohne Lebens gefahr in die Cajüte hinniilergehen können, er sie auiveifeu weide, nach deu beiden Leichen zn suchen, und wenn sie dieselben finden sollten, werde er keine Belohnung dafür verlangen. Tie Subscription zum Fonde für den Pfarrer Ancient belauft sich jetzt auf SSY«). Man hofft, den Betrag aus Kirt)<) zu bringen. Die lcrsuchuiig wegen des Schiffbruches der „At lantic" wurde heute Nachmittag fortgesetzt. Halifax, N.-S., 16. April. Da der Capilän nnd die Offiziere der „Allantic" die Angaben desschiemannsThomas dlScreditir ten, welcher sagte, er habe den zweite» Offi zier vor den Gefahren der >iüste gewarnt, und doß er nachher zur Rettung der Passagiere und der Seeleute Beistand geleistet hat, so ha den heute dielngenieure eineZrNärung unter zeichnet, in der sie bezeugen, daß Thomas ihr Leben gerettet hat. Es gibt hier viele Leute, die mit Wärme sür Thomas Partei ergreisen und behaupten, daß chn der Eapitän mit dem ersten besten Dampser nach England geschielt hat, um sich den ihm läiltg gewordenen Men schen vom Halse zu schassen, weil er snrchtete, daß derselbe sehr unangenehme Enthüllungen mache» könnte. Brände. Hartsord, Ecnn., Ut. April.—Gestern Morgen brannle in ForeitviUe die Uhrensabrik von Welch, Spring H Co. ab. Perlust 580, 00t); Versicherung nnr SieMS. Kingston, IL. April. Das Holel in Accord brannle heute Morgen nebst allen Ne bengebäuden ab. Perlust S2l>,uoil. Telegraplnsclies 'Allerlei. Ja Philadelphia spielten zwei Kinder in einem ncuausgegrabenen Fundament, als plötzlich die Erde cinruschte und eins derselben verschüttet uud gelödt-t winde. Gen. Zesserson E. Davis übernimmt das Commando des Gen. Eandq in Oregon. Gonv. Osbornc von iiansas berichtet, daß sich die Indianer an der Grenze seines Staates ruhig verhalten. Von den vorgestern in Maltewau durch den Einsturz eines Schornsteines verletzte» 5 Kindern sind zwei gestorben, zwei andere wer den sterben nnd eines, Kate Coleman, wird wieder hergestellt weroeu. Zn Cinciunall wird der Crispin lamcs Grace, welcher einen anderen Schuhmacher, der sich dem „Slrile" nicht anschließen wollte, dermaßen lrat nud mißhaudelle, daß er stai b, wegen Mordes im zweiten Grade prozessin. General-Postmeister CrcSwell nnd ieine Begleiter bereisen zur Zeit den Staat Ten uessee. Der in Memphis verhastete Mörder des Gen. Hindman heißt nicht Laughn, londern Buidelt uud war früherPolizei-Commissär in Memphis. ChaS. Francis Adams reij't heute in Begleitung eines Spezial-Cvmiic's der Gesetzgcbuug von Boston nach Albaiiy ab, um aiii uächsteu Frcuage die Deukreoe ans Sewaid zn hallen. In Philadelvhia lrat gestern die Cou vcntiou der „Neil. Afsoci'.uon der Ptaschinen baner" in Sitzung. Die Pscrdeseuche nähert sich rasch der Küste des Süllen Meeres; im sind Pserde erkrankt. —ln Omaha, überhaupt im Staate Ne braska, hielt der schreckliche Sturm vom Mo», tag biS zum Mittwoch Mittag an. Zu Georgetown, Temarara, wüthete eine surchlvatc Feuetsbrunsl. Verlust tziüu,- »0(1. Lokalberichte eiiiö Washi ngton , it!. Äpril.—Fratt Clara Neizmann, die deutsche Pollescrin, tras heute Abend hier ein, um >m Lanse dieser oder der uächsteu Woche hier eine Voilesuug zu halten. Frau Neymanii hat in Chicago, lis und andeien Städlen des Westens außer ordentlichen Beisall geerndtct. Ter Bruder des ermordeten Peddlers Rogerski tras heute Mittag von Polen hier ein, Uin seinen Bruder aufznsuchen. Er halte keincÄhnniig davon gehabt, ans welch' schreck lich: Weise seiußruder »m's Leben gekommen war. Erst in un>crer Stadt crsuhr er die grauenhaile Kunde. Hr. W. G. Metzerott von Washiugtou ist glücklich in Bremen angekommen. Am DienstagNachmittag, kurz nachdem Tain Wiight seln llrtheil empfangen, begab sich einer der Geschworenen an das Pult des GerichlSschrcibers und bat denselben um ein Billet, welches ihn berechtige, der Hinrichlung Tom Wright's beiwohueu zu dürsen. Man wies ihn an deu Ausseher da der Gerichtsschreiber nicht besugt war, Ein triltskarlen zu diesein Zw'cke auszugeben. Der Präsident ließ sich gestern vom Ma ler lllle portraituen. Der „Maipländcr Ballspiel-Club" wur de gestein vom „Washingtoner Club" mit 7 gen 27 Pointen geschlagen. Gestern wiitdeu süuf neue Erkrankungen und ein Todesfall an den Blattern gemeldet. Heute Nachmittag um 42 Uhr geriet!, ein an der Delawarc-Aveiiue gelegenes Gebäude in Brand und wurde durch die Flammen be trächtlich beschädigt. Venuijchte Berichte. Ans Hnntlngburg uns anderen Orten in Indiana schreivt man, daß in Folge des Temperenzgesetzes bnuahealleWirih schasleu geschloisen sind, daß man aber letzl weit mebr Betrunkene sieht, als srüher, indem Amerikaner und Irische, die im Wirthshaus mit wenig Schuopps ztisriedeu waren, ihn jetzt in größeren Ouantltäten kaufen u. trin ken. In Terre Hallte suchte sich auch schon das Weib eines Trunleiiboldes das Gesetz zn Rutze zu machen. Sie verllagte bei'm Frie densrichter einen Wirth wegen PerkansS von Branntwein an ihren Mann; der Frau fehl len ikdoch genügende Bewelse, und die Klage wurde abgeiviescu. In der Rahe von L a M o l t, lackion-Eo., lowa, war ein junger Mann, Namens Alli »er beschästigt, Holzblöcke mittelst Pulver zn sprengen. Bei einem besonders starken und verwachsenen Eichenblock gelang ihm die Sprengung nicht bei dem ersten Versuche und bei'm zweiten war er so unvorsichtig, eine glühende kohle direkl aus daS Pulver zu wer fe». TieExplosion, die nun ersolgte, sprengte allerdings den Block, riß aber auch McAllister den Kops vom Rnmpse und verstümmelte überhaupt seinen Körver in schanderhaster Weise. Ter Verunglückte war 18 Jahre alt und der älteste Lohn einer Wittwe, die mit ihren Kindern eine Farm bewirthschaftete. Ein gewisser Leopo 1 o Ungar von Bayern, der liier naturalisirt worden und da rauf Jahre iu Deutschland sich ausgehalten, dadurch aber nach dem Na turaliiationsverltage mit Bayern sein hiesiges Bürgerrecht v.rlorcn hat, ist eines böswilligen BaulerottS in Preußen schuldig befunden uud um sich der Strafe zu eutzieh-n, nach Egypten geflohen. Dort hat er sich an de» amerikani- Ichen General-Consiil nm Schutz auf Grund des amerikanischen Bürgclrechts gewendet. Der dorlige General-Consul ig von hier aus instrnirl, in keiner Weise sich sür Ungar zu verwenden. Ein gleicher Fall betriffl den berüchtigten Fälscher Bidwell, der die Bank vou England beschwindelt und hierauf sich nach Havanna gefluchtet hat. Bidwell ist ein Amerikaner und hat ebenfalls sich nm Schutz an deu amerikanischen General-Consu! gewen det, der gleichfalls die Instruktion von hier erhallen hat, nicht zu inleroeniren. <Dasd. Juurn.) Der russiche Hof erwartet zwei bohe Besuche. Am 27. April trifft der dcuische Kaiier mit dem Fürilen Bismarck und dem Glasen Moltke, am 17. Mai aber der Schah von Persien in Pcleisburg ein. Gcoßfiirü Michael wird aus seinen Ztattholterposten »ach Tisiis nicht zurückkehren. Großfürst Alexis ist am i:i. in Schanghai angekommen. Der Ärtillerie-Capiläu Kwitziiltki, der wegen, ge waltsamer Lelbsthülsc gegen seinen chicanöseu Oberst kriegsgerichtlich zur Verbannung nach Sibirien veriirtheilt, aber der Gnade des Kai sers empfohlen worden, ist durch diese nunmehr zum Gemeinen degradirt, was er wobl nicht lange bleiben wird. Die im Jahre l 86!» aus Petersburg wxggemaßregelten Studenten, welche sich in Kravalle eingelassen hatten, sind jetzt sammt nnd-sonders vom Kaiser begnadigt worden. Gerüchtweise veilautete, daß auch ebenfalls'Khiwa bereits seine Armee gegen Rußland majchilcu lasse. Hemden und Unterzeug für Herren die'man'hat, um'»» solch' uoitmli» niedrig«, Prei wenig/Tagc mit dem Ausvntalije >ort! (92^) Nummer i»2. Arcmiwdätwns- Liui e. zwischen Locust^^oint. Billig. Prompt. Il'hn F Mlcy k Comp., besten uns billigsten V n ch' nnd Ac cid cin - D rnck cr in der St» dt Südwest - (?ckc der Pnltimvre- und (sa!vertstrasie. Geschinnckliiill. Akkurat. Frcstl!-) Oel-, enkallstischr »der Wachs- und Wasjer-Milcrei alter Art, elegante Nachahmung von Holzarten, Tchildcrmalerci, wie frülier. Einniart Quartley, Umqezvgen. L. Morrison K (<omp.. Ecke der Sharp- und Gcrmanstr., Balto., Gas-, LÄasser- T>linP s »t asch iueri e. An Brauer und A?tnscln»istci» Z Mil. E. Mwl> X- CMNPägINt, Ecke der Ballimore- nnd Enlaw-Slraße, Baltimore, Md. 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