Newspaper of Der Deutsche Correspondent, April 19, 1873, Page 1

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated April 19, 1873 Page 1
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F. Raine, Herausgebe,. Spcztal - Notizen. Mc Insuränce Mee, Hudwest-Ecke von Son'h- und Waterstraße. i u. s w. , . . Das Diretioiium desiedt au? soigcndcn her«n: Wm («.Harrison. Präsident; Seo. R. Biilers, H r> »a?ss. David Wilson, T- Rodt. JenkinS. Jonah Pcnningtou, «. Morton Etew-rt, Francis T. Sinz, B- Henr»l! rrsll, Oroille Horwi;, R. Steuart. W. W Tavlo^, Wm. H. Cobe.l. Unvlikatlons-i'oruiulare und weitere Nachrichl üder dic (Ye, eiligst wird >n derOlfice, von Soul» und ertheil', wo auch alle Aus iröac iosvrt erlecigi werden. Äersichcrunj,cn w rden aus irgend eine .'iik angenommen, weiche der Appli- s- «»odwortk, kekr. N. Courtney ä- Bruder, R 4, Nord - Chartcsstraße, Champagner, Sherry-, Port- und Madeira-Weinen, Jamaika - »nd Havanna-Zigarre» weiden. feinen Thee llild («iroceri, Waar«, sur Hamili«. -ll- !>iae Aqenicn des berühmten siudd 1 n s, re l nen»i°?g^' iD^lZ.iüMtli Msic Aronzt-IVaarm zkalttiniims-Nhrcn und Couped, Vasen, Statuetten, Tisch-Zierathen, Visitenkarten Halter, Tin« elifässer. Br>e!!> el ch wer er a. s. w., «ine reihl»aitize Auswahl j» billigen Preisen bei <yrt>r, E-imcid « Svnip., d?r S>ld.o'i,ari«s> und Baiiimo:eSra«t Gü'td- uud sillMÄUittee. rcichhattes Lag.r^^ « - TaIH < nvhre ->. B<iderpla!!irt- «»aar«»- T , Ich -S! e erwaaren. üt c i! c 'S r o n ach r : r. !. »: t SS-Battimoreilrage. BiamanrenN Tüichrttuljrcn iettrasElega.ne?.) bei «?eo. » «et>d 5< 0... ZÄücke de? «>'ilimor« und Pac!or>ÄronlL"^«r, Partor «itiliotnck.t'k!-.and-i>«r», Z>bliolvet--ljhr.i:c>e!ie!!j, immer- HauSfliir-^k Alle gr >'hrcn ur>» Mcpar a t u r« ü»' Nr- ö, Noid-iübeilvstraß?. lAr>r>Uo,l ?ir-S. Nord-Sib.rivlN Äünstttche l^ähne. Dr. W. H. tttheridge. Nr. 21, Süd-Broadway. alte und ianq ctablirte -iahn Annei-Biirca» mit allrn »rtitel.l vir das äciid, chrZ^«»e^chttil^ni oanliv ohne Schme <en a!iz,uiik,icn, wii. !e>ne >!v->ncn und da»rrbait>-n >»»!>> sie jeisi uno aarantirt, die Ooer iiwn ov'ivävreli .'k!i- ,ah»ä >» ideii mit ,»!-iLH"«er «.-geiührt in Rr Äud'^roadwan E n« stiere nnd rci.i»c L>tuttsivasct,e, zum Reinigen, «iriS-'nern und Ärhäituu?, rer Aähne und de« .-iahiiiteisiyc-, und gibt dem Athem einen an ge-nehineii .ja haben bei atien >t.roZ'i>iien>n R. Hvnion, ZFNNin«». « , lMa>tt.t2MH) Nr. !4<i> Nard iäh»rlcbstr. D?ntschcs zahnarMchtS Institut. jlimen-iilinil vnn 7 bis 8 Uhr Morgens, in Ar. t>4, Hanover-, zniixti«» <?>o»n>av» und Larreftr. ?r. «-rnd.ard Mener (studirte hie ft,ci.-iahnarziicisil-ule) zieht .-zahne^ermiitelstreiner »an »4 «u tiZ. Gotdlüitunqen von 5t 111 »2, (Aiail",!^.^) i kickte- und 2.'» Prozent grjpnrt. u isere Kunden erhalten deu Vortheil unkrer großen Baar Eiiikäufe.^ Nntcrhcnld?» »n»d Niiteit»vscii, 2d Prozent billiger, als irgend ein anderes Geschäft in der Stadt. Syrier MuU»ne U^t.rklUdtr Tcol Hartmans «r. i!»v, «»ft>valrimor-Or. »wilckca Eoutb u. Zatvcrtstr. . (> od (sv>ilp., Gold's patentilten antoinatifchen Heizern, w-.che in de» lichten fahren lehr uiüiangreich Mit i'rsscrci» 'Lrso!?c, atS irgend ein anderer mit D>!n»i oder v-izem Wasser hcizend.r Apparat ge- Dec»Parlsir Ämeritaniichc >!:> undA ir- Moste, Register u. j. w. Südwest-Ecke von Baltimore- und Entawflr. Zshn G. Suman ck Comp., «r. »Z, West-Vrattttraste. Sander mir den dkticn kor»«» LqleuS' Valley-, Sunbury-und Kohlen, Lland «us die Tonne in alle« Füllen, srci von «chiiser und andern linrciNiklciten. i ! Kohlen und Holz. D„ ntidrtzstcn Oreis« weiden i««n berechntt- ein Nr. -Süd-tsalvit;irazr. (Ai> IIN.IZ?> Kohlenhos: Itice Annftr. Die dtftrn Sttuilt'tzlcu zu r.en niedrig «a« «gc^dn"''" «clttmorcr »odlrii-» u. .Un!on^iscnbadn-«»i?!ii.' N k ü ll» «ablenvöse: Ecke und undÄe der «iice «NN und Äldcmarl^itw^. «ohlenzu herat»ge,e«te»Preiseu * vurrough Cmnp., »-N. w.rv-n w°ht daran .»NN, °°r,u.?rr»cn UN-. I°. alticb zu kaufen, the dcr Preis . ° «?r-aa- German-, «itc «al»iristrllße. Dr. L. E. Riroro. Nr. 141, West-Fayette-. unterhalt der » Howardstraße, lann durch eine AI iähri-lc boiv l.ilern uno elncvtilnng von klirztlch crlrunrtci' H.rn-Orzane>n Tagen verszrcchen s?a!le von ei nem .lahre in V Taacn dar b c>n tokalcs >Äeii!dr>il>e ztrail'heiicii des BlurcZ, Ha.leS, unv d^nit-Äc>ch »Zre und ünelricchcnsc >Litcr»azc!i u s. ,chniä gehciil. lunq? Lente. an ikorprr u. Gelst durch und eine stvilioc ieiZc>»Z »>U Zltilrn» Mel^ucho vtidautiidltji, drohenderÄuSzeizrunz Vehasie>,sog>eili und orumsl qc.i diir. und vöäize Kral» wieder er langt ohne Sprech tanden von ü dis Uhr Vor iullags, S Nachmittags und 7 Ä Vyr»i>eads. , ° Der deutsche Correspondent. 33. Jahrgang. Spezial - Notizen. Gugqcuktimcr Weil, S ch r e i b m a t e r i a l i e n u. D r u ck e r, Hochzeitsqeschenke! Hoch;citssteschenke! Massive silberne Lössel, massive silberne Gabeln, massive silberne Vorleglöstel, Zucker-Lössel, Serviettenringe, Salzsäsier und Gemüselössel, W. F. Vissing, 280, Wcst-Baltiinoicftri'.ßc, 280, i«°v?,t2MtcD gegenüber Hanoversir. ''W W. Knunncr, IKS, Süd-Broadway, zwischen niid «Leinton Äsenue, Hai stets vorräthiz cinc große Tusn>e.hl von aolde nrn »iiid silbernen tiiireu. ü-ötc Golv- iii'.d Sil b-riveiaren. Siand-Uhien. Brillen aller Äri, welche er zu billigen PreUen offerirt. 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So geht es denn hinaus in den sri'chen, sröhlichen Krieg, dem alle Soldatenberzen entgegenschlagen, und an der Seite dieses Generals, ans dcn jeder östreichische Reiter mit Stolz und Bewunderung blickt und doch welch' ein kaum erblühtes Glück lasse ich bier werde ich eS jemals wie derfinden? Langsamer wurde sein Schritt, bis er fast stehen blieb, und in Sinnen verloren blickte er zu dcn Wellen der Donau hinab, in denen sich die glänzenden Lichter dcr Brücken flimm.'rnd widerspiegelten. Hier oben vas strahlende Licht, mur melte er, dort unten die Kälte, das Grauen, dcr Tod? Mit schneller Bewegung fuhr er aus der Träumerei auf. Was wäre die Liebe, ries er, wenn sie uns feig und traurig machte! Nein, meine süße Geliebte, stolz und mntbig will Tein Nitter sein und Dein Tali-man soll ihm Glück bringen. Und er zog dis Rose von seiner Brust bervor und drückte die Lippen daraus. Tann ging er wieder schnellen nnd sreudigeu Schrittes vorwärts und mit lächelnderLip pe summte er vor sich hin: Achtes Kapitel. In der Hosburg zu Wien herrschte reges Leben. Adjutanten und Ordonnanzen ka men und gingen aus uud nach der über der großen yauptwache belegenen General adjukuitur. Gruppen von Neugierigen standen trotz der frühen Stunde, um Uhr Borgens, hie und da in dem großen Hos und sahen jeden kommende», oder gehen den Oisizier mit Spannung an, --»5 <>>- s>o entscheivenften Nachrich jwisckk" ' 'che Stimmung war aus das Aeußerste erregt. Jedermann fühlte, daß gewaltige Ereignisse wie ein. Gewitter in der Luft lagen und daß jeder Aagenblick zuckenden Strahl bringen konnte, wel ker mit gewaltigemDonneischlagdie schwü len Nebel zerreißen würde. Tie guten Wiener waren kriegerisch ge stimmt. Die Presse hatte seit lange die Er bitterung gegen Preußen genährt und man börte in den verschiedenen Gruppen die besiigsten Aeußerungen gegen die nordiscye Macht, sowie die zuversichtlickstenHossnun gen aus den Sieg der östreichischen Waf fen. War doch der Feldzeugmeister Benedek, der Mann der Soldaten, der Mann des Volles, der Gegner der adeligen Offiziere, zum Obe'.kommandanten der großen Nord arniee ernannt und sollte eS sich nnn zei gen, was die östreichische Armee leisten lönne, wenn sie ans den Händen der „Jun ker" in die eines wahreuFcldsoldaten über ging- So laut und lebhast aber auch diese Hoffnungen ausgesprochen wurden, so be merkte man doch keinen eigentlich hoff nungsvoll freudigen Ausdruck in deui'»nip pen. Es waren mehr die Lippen, welche sprachen, als das Herz, und wer bis anf den Grnnd hätte in dle Brust dieser leb haft sprechenden und gestiknliren!sen Men schen blicken können, der möchte loShl man chem stillen besorgtenZweisel beg :gnet sein, der die Worte ter Lippen Lüg>-u strafte. Es war eben ein neuer, seitdem sieben jährigeuKriege unbekannter und von jener Zeit her traditionell Gegner, dem man entgegengehe» sollte, und ein' Gegner, von dessen mächtiger M.litäror ganisation man so viel, so Unglaubliches gehört und gelesen batte. Aber diese Zweifel, so mächtig sie sich auch regen mochten, traten nicht aus der Tiese der Brust hervor sie dienten unr dazu, das allgemeine Gefühl der Schwüle zu vermehren, das über dem Volke lastete und dem lustigen und leichtlebigen Wien einen ganz ungewohnten ernsten Eharakter ausdrückte. Plötzlich verstummten die Gespräche in dcn Gruppen und alle Blicke richteten sich nach dem Eingangstbor der Hofburg. Tort erschien d.r Feldmarschallieutenant von Gablenz, jener General, der durch seine glänzende Tapferkeit, durch seine ritterlichen Eigenschaften zum Liebling der Wiener ge worden war. Stolz und elegant schrill er in denßurg hos, in der gianen, eng anschließenden Generalsunisorm, die Brust mit zahlrei chen Orden geschmückt, das Maria-There sienkreuz am Halse, deu Federhut aus dem schönen Kops mit dem dunlelschwarzen dich ten Bart nnd den feinen, ausdrucksvollen Zügen. begleitete sein Generalstab-cchcf Oberst von Bonrguignon, zwei Adjutan ten und der Lieutenant von Slielow in der kleidsame», bunten Ulanenunisi-'nn, stolz und freudig über die Auszeichnung, sich in der unmittelbaren Umgebung des berühmten Generals zu finden. Die Menge grüßte den Feldmcirschall lieutenant, der, wie man hoffte, so viel da zu beitragen sollte, um die laut ausgespro chenen Hoffnungen zu erfüllen, die im Stillen gehegten besorgten Ziveisel Lügen zu strasen. Ter General erwiederte die Huldigun gen mit leichtem militärischem Grus;, srenndlich, aber mit vornehmer Würde; er war sich seiner Popularität bewußt, aber er suchte sie nicht er nahm sie hin wie etwas Selbstverständliches, ihm Gebühren des. Er durchritt mit seinen Begleitern den Hos, trat in das große Portal und stieg die Treppe hinaus zu dcn Gemächern des Kaisers. Mit tiefer Verneinung öffnete ihm der Thürsteher die Thüre des Vorzimmers. Tiefe Stille herrschte in dem großen weiten Raum mit dem dunkeln Getäfel, den hohen Seidenmöbeln und den schweren Vorhängen vor den mächtigen Fenstern. An der Thür, welche zum Arbeitszimmer des Kaisers führte, stand ein Arcieren- Leibgardist in militärischer Haltung. Der dienstthuende Flügeladjutant lehnte am Fenster und blickte in den Hof hinab. Beim Eintritt des Feldmurschallieutenants ging der Flügeladjutant, ein junger, schöner Mann mit kurzem schwarzen Haar und Schnurrbart, in derdunkelgrünen einfachen Uniform der kaiserlichen Ad>ntantur mit den Majorsabzeichen, demselben entgegen und grüßte militärisch. Ter Feldmarschall lieutenant erwiederte den Gruß, und nach dem er ebenfalls den Arcieiengardisten, deren jederHanptmannsrang hat und deren Hauptmann der Feldmarschall Eras Wra tislaw war, verbindlich gegrüßt, reichte er dem Flügeladjutanten die Hand. Wie geht es, lieber Fürst Liechtenstein was treiben Sie hier in Wien, seit ich Sie nicht gesehen? Uns schlägt des Dienstes ewig gleichge stellte Uhr, erwiederte der jnnge Fürst wir sind mcht so glücklich, wie Sie Excel lenz uns etwas tummeln zrt können und müssen uns begnügen, hier die Be richte von Ihren Heldenthaten zu hören. Sie gehen, um neue Lorbeeren zu pflücken Halt, mein lieber Fürst, unterbrach ihn der General, von Lorbeeren muß man immer nur dann sprechen, wenn man sie gepflückt hat, doch, fuhr er fort, ist Baltimore. Md., Samstag, den 19. April 1873. Seine kaiserliche Majestät beschästigt? ich will mich melden, um sosort zur Armee abzugehen. Gras Mensdorss ist soeben hineingegan gen, erwiederte der Fürst, er wird aber gewiß nicht lange bleiben und sobald er hinaus ist, werde ich Sie melden. Der Feldmarschallieutenant trat mit dem Obersten von Vourguignon in eine Fen sternische, während der Fürst Liechtenstein sich mit den Adjutanten des Generals und Herrn von Stielow unterhielt. Während dies; im Vorzimmer vorging, stand der Kaiser Franz Joseph, nach öst reichisch-militärischer Sitte in den beque men, weiten, grauen Oberrock gekleidet, vor dem großen, breiten, mit Papieren, Büchern und Karlen überdeckten Schreib tisch seines lustigen und hellen, einsachen Kabinets. Tiefer Ernst ruhte aus seinen Ingen, die Hand leicht aus den Tisch gestützt, borte er mit Spannuug den Vortrag des Gra fen Mensdorff an, der einige Berichte und Tepeschen in der Hand hielt. (Foriteyunq iolg».. Telegraphlsche Tepescheu. (Aon dcr „Assoeiirten Hresie" sür den „Co respondcn» ten" bniäuct. Europäische Klldelbsnchl?. M ü n ch e u , 18. April.—' Beuon Justus v. A'ebig starb heure nach langer, schmerzli cher Äranlheit ini 7». Lebensjahre. London, 13. Apiil. Dic Leiche dcs amerikanischen Bischofs Mellvaine r»ht jetzt i» dcr Westminster-Ablei und wird demnächst nach Amerika übergeführt werden. Pari?, 18. April. —Lie Gattin des be kannten 'Hubliz'sten Henri Rochefort ist ge storben. M adiid, 18. April. Die Enenbabn zwischen Barcelona und Tariagona wurde von den Karlisten zerstört; der Verkehr zwi 'chui beiden Siäble« ist ch>». Die jiaUisttn haben die Behörden von Ta marile in Haesca festgenommen und tfaben die Absicht zu erkennen, dieselben fo lange in Haft zu halten, bis die von dcm Städtchen ge forderte Contributton erlegt ist. Malaga, IL. April. In dieser Stadt haben sich fchlimme Ruhestörungen ereignet. Dcr Pöbel plünderte die Häufer der Reichen; ein SuaLeukampf ist unvermeidlich. Rom. R o in, 18. April.—Ter Papst befindet sich etwa? besser; cr konnte hente mehreie Stun den das Bett verlassen und Geschäfte ver richten. R o 18. Apiil. Cardinal Antonelli Halle gestern ciue tangereUiiterreduug um dem Papste. Qncenstowii, 18. April. Ter Dpsc. „Cilt> of Mouireal" ist von Ncw-?)ork hier cing^tioffcn. Markt »nb Börse. London, 18. Apiil, II Uhr Vorm. — Cousols eröffneten zn 93H für Geld uud Bncf. Amerikaner," alte 'Liier l»li> 'Kser !>UZ. iv.- 4(>er 8!it; neue Fünfer St». Erie 5-15. Liverpool, 18. April, l l Uhr Borr». Baumwolle eröffnete flau; Oderl. Orleans Sj. Bei kaufe 10,(>«><) Balten. Ver laufe während der Woche 0)0 Ballen; für Ausfuhr 0000, Spekulation 2Uvt); Vorrath C!»s,o«it>; auierik. :t22,W0; Wocheu-Zufuhr 08,000, amerikan. 23,000; durchschnittliche Ausfuhr 10,000; Zufuhr unterwegs 525,000; amelik. 208,000 Ballen. Waizenzufuhr wäh reud der Ictzlen drei Tage 2000 Viertel; kei» aincrikauischcr. London, 13. Avril, j2 Uhr Nachm. „Amerikaner," 10 40er 89^. 'Liverpool, 18. April, 2 Uhr Nachm.— Baumwolle flau; Verkäufe 10,000 Ballen, Spekulation und Äustuhr 2000 do. L i v e r p o o l, 18. April, 2 Uhr Nachm. — Brodstoffe flau; Waizen, weißer califoinischer lis 4.i-Il- 8ll; Wais 27s 3ä-27s v.l. Fleisch 83s (!>s; Schmalz 3!>s!><>. Londo ii, 18. Aptil, Abds.—TerpenOu- Spiritns zu 4ls. Gewöhnliche Rosinen 8s tt>l-!1s. Leiusaalkuchen ss. Inland - Datschen. NuS Washington. Washinglon, 18. April. Die Bi lanz des Schatzamtes betrug heute bei'm Schlüsse der GeschäftSstunden 82,262,210.(18 Conrant, 571,513,219.4« Münze nno §22,- 328,800 in Gold-Certisikaten. Das eirknii rende Papiergeld belrägt K 358,182,213. Die Wirren ,n Louisiana. W afhi » gton, 18. April. Der fnn gireude Kriegsminister schickte heute folgende Depesche nach New-Orleans ob: „An Oberst W. H. Cmory ! Zm Falle man Bundcstruppen bei irgend einer Vollstreckung der Befehle ves Gerichtes in Graiir-Parish wünfchi, find Sie ermächtigt, diesem Ersuchen nachzukommen. G. W. Robeson, kung. scriegsminister." ew - or k, April.—„Herald" und „Times" haben Spezial-Depeschen ans Nei»- Otlcans, welche mcldcn, daß das Massaere viel schrecklicher war, als man Anfangs vcr muthcte. Nicht ein einziger Neger wnrve an geblich in offenem Kampfe erschossen, Alle hat ieii sich vorher ergeben uud wurden dann nie dergemacht. Die Weißen, welche au dieser Schlächterei bctheillgt waren, sind nach Tcxas entflöhe». New-Orleans, 17. April. Einige der Neger, oie von den entrüsteten Weißen im tÄrani Rirchipiele vertrieben wurden, sind »ach New-Orleans gegangen und haben dort zu ihrer Vertheidigung ein Manifest veröffent licht, in welchem sie im Wesentlichen sagen, daß oie Kämpfe, welche sie durchgemachl ben, nnicrnomnicn wclden müssen, da die Weißen stets die Angreifer gewesen sind und gedrotit haben, Col>ax anzugreifen, sich des GerichlshauieS zu bemächligen uno die von Gouverneur Kellogg eingesetzten Beamten ge. fangen zu nehmen. Da die Neger am I.Apiil von einer bewaffneten Schaar weißer Man ner bedioht worden waren, so sürchieteu sie, daß dieielbeu zum zweiten Male gegen sie heranrücken könnien, nnd um sich Frieoen zu sichern, haben sie dachen an jenen Punkten ausgestellt, an denen sie die rsefahr befürch teten. Um K Uhr sei M. R. Ru.land Mi! feiner Familie unbehindert und unbehelligt über den Fluß gegangen, obgleich wchlbe laiiiii war, Vau er und Hadot die Haupmr. Heber derMißhelligkeiien und de« Trubels sind, von denen das fönst fo ruhige und ordentliche Kirchspiel Graut heimgesucht worden ist. Zn der Nacht feien ohne Borwiffeii der Autoritä ten einige Individuen in Rutlaud's Haus ge gangen »nd hätten an deu Kleidern sich ver. griffen, aber die Möbel nnd sonstigen werih vollen Artikel und die einbalsamirle Kindes leiche nicht angerührt. Vom 1. bis 4. April fchweiften Schaaren bewaffneter Männer um her, und erhielten das (farbige) 801 l in be ständiger Aufregung, sodag viele Lerne in ihrem Schrccken sich in das Gerichlshaus in Colfax flüchteten, um sich dort gegenseitig zu schützen. AmMorgen des 5. April entdeckte man eine bewaffne e Schaar, die von Rocksord ge gen Smithsield-Qaarlecs heranrückte. Wah rend sie dcrt inanöorirte, ging ein Dheil der Schaar nach der drei Meilen östlich von Col fax vefindlia,en Fähie von Bayou-Darro unter und erschoß einen gewissen Jesfe Mc- Klnn» in Gegenwart seiner Fian und Der '2>!ann war unbewaffnet und arbeitete in seinem eigenen Ho e. Als die Schaar sich bis ans eine halbe Meile Smithfield-Ouaners genähert hatte, wurde ihr Vorrücken durch die Streitmacht der Neger gehemmt, die in drei Compagnie'n anrückte und die Weißen zu überflügeln uno ihnen den Rückzug abzn fcheideii inchte. Die Weißen entdeckten diese Bewegung gerade noch zeitig genug, um mit genauer Noih zu entkommen. Sie feuerten auf die Neger und retirirten in aller Eile. An demselben Tageerschien eine kleine Schaar in Smiihfield, die von W. Strorig, dem Re präsentanten von Winn, angeführt und mei stenthcils aus Leuten von Winn und den be nachbarten Kirchspielen bestand. Als Stroug von den Negern befragt wurde, jagte er, er lei lediglich mit einigen Männern von Mont gomery gekommen, um einige Leute zu arre iiren, die sich am Eigenthum des Richters Rutland vergriffen haben. Am Sonuiag, den K. April, tras eine Schaar Reiter von Colfax, welche die Zugänge bewachte, plötz lich auf eine Bande bewaffneter Marodeure, die in der Nähe von Roggq-Bayou auf der Calhonn-Plantage sich bewegte. Hier ent sfand ein schaises Gefecht, das mit brr Flucht dcr gauzcn Bande, die ihre Todten im Felde Alles dies ereignete sich aus einer Plantage, dic von dcn Negern kultivirt wird, und im Angesichle ihrcr Wohnuiiqeu und Familie». Unleneichnct ist dicse E'.klärung von St. C. Regester, C. D. Brantlcy, Wm. Ward, E. H. FlowcrS nnd Charlcs Snodcn. Dieselbe ist jedoch schon vor dcr Erstürmung dcs Gc richtshanscs in Colsax durch die Wcißeu ge macht worden, jct.'i würden sie in ciucr ganz andcrcii Tonart sich hörcn lassen. Der Krieg gegen die Ä!odocs. W as li i n g t o ii, 18. April. General Shcrman hat heute solgendc Depesche von (Äcn. Schosicld aus San Franzisco erhallen: „Seit dem 12. d. M. liegen keiue Nachrichten von Gcn. Gillem vor; ich hoffe heule Kunde von einem entscheidenten Schlage zu erhalten. Alle entbehrlichen Tiuppen sind zu seder Stunde nach Oregon aufzn chrechen. Ich werde nach der Front abgehen, sobald mcinc Anwe enheit dort wnnschcns werth ist." <kjn Gesecht mit dcn Mot oes> Hauptquartier dcr Modoc - Ex pedit i o n, südlich vom Tnle Sce, !-'>. April. - Dcr Tag begann rnhig und der Morgen war warm, doch schon in dcn ersten Stunden horte man ein lebhaües jileinge wehrfeuer und dann und wann den Donner der jianouen. Oberst Mafon's Lager befand sich am Ho» fpiialfelien, nördlich von Capt. Jack's Po sition, dicht unter d,-r berühmten Felswand. Gen. Gillem, ivrlcher aus die Ankauft sei ner Vonä'.he und auf die Verstärkung durch die Warm-'Zpnugs-ludianec gewartet Halle, ei lieg gestellt eine Ordre, Vie Zelte in die Nähe des Hospital-Nock ;a schasse» uud die Truppiu mit Nauouen für drei Tage und l»>» Patro ne» versehen. Die Lavallene war beordert, sich Morgens 2 Uhr bereit zu halten. Oberg Mason sollte zu derselben Stunde vorrücken. Oberst Pciry und Lient. Crcsso in willen mit der Cavallerie bis jenseits d.r Haript schlucht reiten, wo sie sich gedeckt halten soll ten, bis sic durch Insantcric und Cavallerie verstärkt würden. Man hasste, daß dre Mo toes, wenn sie sahen, da» die letzte Compag nie das Lager veiUeß, versuchen würden, die selbe abzuschneiden, worauf dann die Caval lerie ihnen den Rückzug abschneiden follle. Diese Bewegungen wurden prompt ausge führt, von unserer Suie vielleicht etwas über eilt, weil der Moooes welcher sich in unserem Lager als Kriegsgefangener be fano, gegen Mitternacht entkommen und ourch die Wachen geschlüpft war, obgleich ihm zahl reiche Schüsse nachgeschickt wurden. Gegen Tagesanbruch hörte» wir euie mire gelmäßige Füsilade vo» der andere» Seite des Felsentcrrains und wußten, dag Ooerst Mafon oder feine Plänkler engagirt waren. Gegen sechs Uhr hörten wir dcii Donner dcr Haubitzen und sahen die Boniben üvcr Capt. Jack's Lager platzen. Die Felsen waie» voll von Rothhäuieu uud das Feuer war sehr lebhaft. Ter Schlachlplan war, wie folgt:

Oberst Mafon jotltc sein Commando auf dcm rechte» Flügel vorschieben, an seine Liule sotltca sich die Warm-Spring Indianer '-ar schließen, an dieie sollte die Rechte unserer Seite iloßen, sodaß den Indianern nur der S.'e blieb, um ein Entkommen zu bewerkstel ligen. Lient. Greery blieb zum Schutz: dcr Mu nition zurück; Capt. Trimble vom l. Artill.- Regimetit hatte mit 20 Mann das Lager zn decke». Oberst Grccne vereinigte sich gcgcn 7 Uhr mit Obcrst Perry's Comniando nud bald dar auf begann das Gefecht. Capt. Miller vom 12. Infantccic-Regimcnt führte die äußerste Rechte; an sein Bataillon schloß sich Capt. Throckmoiion's Baitciie M nnd Licat. Har ris' Baltetie K vom 4. Arlillcrie-Hegiment an. Capl. Egans Compagnie und Capitän Wcight's Compagnie vom 12. lilfauicrie- Mgt>»e»t standen im Centrum. Tie Caval lerie befand sich auf dcr äustcrsie» Linken. Während wir am User «xö Sce's hinmar fchiilen, stieße» wir am Ausgange des Long- Miellen von Capt. Jack's Lager auf dcn cisten Widersland. Von civem F-clscu riff wurde» vereinzelte Schliffe abgesMert. Die Leute lösten sich >» Plänllerkctte» a»f und rückte» langsam vor unter solcher Dcckung, wie sie der Fels gewährte. In unserer Rechten strömte ein Bcrgkrach aus den Felsen, von desfen anderem Ufer ver fchiedene Schüsse kamen. Unsere Plänkler krochen nach der Stelle zn, von dcr Reserve unterstützt, als plötzlich dic Indianer eine volle Salve von dcm Felsenriff gaben, cS wa ren ihicr ohne Zweifel 25 —A(>. Nachdem man das Fcucr 15 Minutenlang ausgchalte», wurde die Order zum Sturm gegeben, die Leute stürzte!-! vorwärts und die Indianer stießen ein erschütterndes Geheul aus. Dcr Sturmlauf geschah so rafch, daß die Truppen in wenigen Minuten Herren der Situation waren und unter dem Felsenriff ausruhe» konnten. tSeu. Gillem halte dcn Obers! Mason beor oerl, auf ieiuer Seile die Modocs ;u beschäf tigen, was ihm auch vortrefflich gelang, wo durch unseren Truppen grotze Untersuchung gewähr! wurde. Mittletweile brachten wir unjere Verwuu delen in Sicherheit. Lapt. Eagau war am Arme verwundei, ivollle aber das Feld nicht verlassen; E. O. Eonner von dcr Baiierie hol eine FleischwuliX am Bei», I. Tan terz von Batierie X wurde am Arm verwun det, tLorporal E. Kelle» k von Batterie Ä n't E, 12. Rezt., wurde an derHü'te ver letzt P. McNaulls vou der Firuia MeTsunelt 'ch!eMa!tl.s aus .'jrria, welcher cie Grup pen als „ Lchlachtfelovlimmlcr" vegleiteie, ivagtc sich zwischen ültiller's Stnrmlo. lonne und die Reserve und wurde vou dem Felsen aus erschossen. siai.de» 500 ?)ards von einander und der Grund war nichi geschützt. Wenn die Mmfer einireijen, wird man Bomben in die Helsen werfen und den Hügcl an dem Felsbruch wieder nehmen. Gegen 2 Uhe wurde Order gegeben, die Mörser vorzuschieben. Major Thomas liefz dieselben aufführen. Gegen H 5 Uhr dcvloyiite die Linie am see entlang, «eiapt. Lack's tLamp gegenüder und Überschritt dcn freien blatz vor der schluckt iinGeschwind'chiilt, ohne ein Schuß abgefeuert wurde. Die Leute weiden den Felfen erstürmen, sobald die Mörser ihr Werk gethan haben. Alles dlicb rnhig bis 4K Uhr, als man plötz lich ans der Seite des Ovei st Majo» hefliges iKewehtfeuer Hörle, welches anhielt. soeben ist ein Packzug der Indianer mrt 17 Maullhicren und 150 Pfer de» eingetroffen. Zehn Minuten nach 5 Uhr wurde der erste Schng ans der Mörierbairerie abgefeuert, die Bombe fiel u> die Felsen, andere folgten nach uud haben augenscheinlich gute Wirkung ge than. Unsere Linie dehnt sich jetzt von dem Ein gange zu löapt. Jack's Höizle bis zu der füd iichen Ravine. Der von Capt. er stürmte Felsen wird von deu Trupveu gehai. ten. Zwei tiese Ravine» trennen die Trnp. pen von dem Hanptplatean der Lavafelseu. Gegen (! Uhr wurden die Mörser weiter vor geschoben. Die Truppen sind bereit, die Fei jen zu erglimmen. Oberst Maion's Linie wurde nicht durch brochen. Morgen werden wir die rolheu Teufel umzingelt haben, dann können sie nur über dcn See entkommen. Wie es jetzt scheint, sind die Indianer von dem Seeufrr und von dcn äußeren Felshügeln verjagt. Sa n Frau; ise o, 17. April. Fol gende offizielle Depesche ist hier eingetroffen: „Hauptquartier der Modoc-Expeditiou. Lava - Felfen, 15. April. Gen. Schofield, San Franzisco. Wir haben dcn ganzen Tag mil den Jndia. ncrn gekämpft uud sic in ihre Felfenfefiung zurückgetrieben. Ein Offizier ist verwundn worden, außerdem haben wir 3 Todte und » Verwnndele. Wie hoffen, siemorgen gänzlich einschließen zu können. Ä. C. Gillem , Oberst." In der Nachi von? Dienstag zum Mitlwoch Siiderien die Modocs ihre Position nicht. Am Mittwoch Morgen kam es au Oberst Green's Linken zu einem scharfen Gefecht. Die In dianer versuchten Wasser aus den, See zu ho len, wurden aber zurückgetrieben. Um 7 Uyr Morgens traf eine Depesche aus Oberst Mafou's Lager ein, daß an feinem ken Flügel einige Andlauer durchgcfchlüpji seien und jetzt feine Flanke und seinen Rücken nmfchwärinten. Im Lause der Nacht wurde dießeschießung des JndianerlagerS durch die Mörsei-Ballene fortgesetzt; dasselbe mußte schlimme Wirkung thun, denn beständig konnte man daö gellende Geheul der Roihhäüte hören. Gegen 2 Uhr Morgens wurden die Trup. Pen nntcr Overst Green beordert vorzurücken; die ganze Linie fetzte sich unter Hnrrahs in Bewegung; vor IN Uhr war der Felfenhngel vor Capt. Jack's Vager, welcher gestern fo fcharf vertheidigt wurde, aber heute gar nicht besetzt war, erstiegcn. Als unsere Leute diese Position nahmen, hörte man ein Frendcngeschrei die ganze Linie entlang. Capl. Bernard wurde angewiesen, die Mo docs, welchc entkommen seien, mit Cavallerie zu verfolge». Gegen in Uhr hallen unsere Ttnppcn gute Fortschritte gcmacht, und das Fcnern wurde die ganze Linie entlang lebhasr fortgesetzt. Allgemein war man dcr Ansicht, daß die La vafcldcr nnfer seien. Zwischen 10 nnd 12 Uhr Hörle man ein an haltendes Schießen an der Seeseite. Nur Wenige können in der Nacht entkom men sein, da mau in der Nachbarschaft von lacks-Cave Indianer hört. Tie Mörier, welche seit Ta.zesanbrnH schweigen, werden am See in euie nene Po sition gebracht. Gegen 12 Uhr vereinigten sich die Com mandoo der Obersten Green und Mason, wo durch die Modocs von dcm See abgeschnitten wurden. Hierauf Hörle man an verschiedenen Pnuk ten der Linie iSewehrfener. Dic Indianer in Tei?as. New or k, 18. Aprtl. Eine Corre fpondenz vo» HnntSville, Texas, meldet, daß dort unter de: Bevölkerung die grözte Aufre gung herricht, wegen der Verfügung des Prä »deiilen, die Häuptlinge Saniaata uud Big- Tree freizugeben. Die Gesetzgebung hat den Gonverrunr iniUUiN, deuiVerlangen desPlä sideutiu nicht zu entsprechen nnd von alle» Seiten treffen Petitionen im ähnlichen Sinne ein. Weder Savlania, noch Big-Tree hat bisher irgendwie Rene gezeigt, Letzterer spricht vielmehr ungenirt von feu.en Rachepiänen. Waf h i n gl o n , 18. April. Auf da? Ansuchen des SekrelärS des Inner» hat Gou verneur Davis von Texas in die Freilassung der zur lebcnSlüngltche» Zuchthausstrafe ver urtheilte» Kivwa-Häupüinge Sanranta und Big-Tree gewilligt, unter dcr Bedingung, daß die Kiowas und die Comancheu alle ihre ivetße» Gefangenen erlösen uud das gcstohlcue Vieh zurückgeben. Ter Intendant Eaoch Hoag von der Ccnirat Ageutur hat de» Com missär dcr ladtancr-Augelcgeiih.iie.i benach richtigt, dag die gestellten Bedingungen von dcn liidianccn erfüllt worden fc!en, nnd er beantragte daher die Freilassuug dcr gefange ne» Häuptlinge. Ter Selrctar deS Inner» aoer tcle-graphitte im Hinblicke auf die nenli cheu Ereignisse im Modoclaude an den Gou verneur Davis und ersuchte ihn, die Freilen sung Santanta'S und Big-Trcc's zu vcrzö gcrn, bi» Arrangemcnts für eine große Frie deusrath-Veriainmlung, die in einigen Wo chen im Südwesten gehalten werden soll, getroffen werde» können. DaS Wrack des» Opsrs. „Atlantic." N e w > i') o r k, 18. April. Ter Agent der „White-Siar-Line" veröffentlicht eine Erklä rung, in welcher die Angabe widerlegt wird, daß oer Dampfer „Atlantie" mit nngenngen deni Proviant u»d Kohlenvorräthen in See geschickt wurde. Obgleich der Dampfer die übliche Onantitäi Brennmaterial erhielt, scheint dasselbe doch vicl schneller consumirl worden zu sein, als man anzunehmen Ur sache hatte; nur hierdurch läßt sich die Sache erklären. Ein Herr, welcher gestern von dem Wrack hierher zurückkehrte, berichtet, daß der Dam pfer entzweigebrochen ist und nud der Bug sechszig Faß vou dem Hauptrumpfc entfernt liegt. Halifax, 18. April. E. McDonald, dcr hiesige Hafen-Collektor gab heute im offe neu Äcrichte sciueii Spruch über die Unter suchung d.r „Atlantic"-Katastrophe; er be lobte die Offiziere des Dampfers für ihr Ver halten in der Stunde der Ge'ahr, als der Dampfer gestrandet war, tadelte aber dessen Füizrnng, von dcr Zeit an, als der Dampfer »ach Halifax fuhr, fpczicll da? Vcrhallcu dcS CapitäiiS, wcil derfeloc das Deck nm Millcr nacht ocrlicß. Sein Certifikat sollte lich ganz widerrufen werde»; doch in Anbe traft seiner Anstrengungen zur Rettung dcr Passagiere soll dasselbe nur auf zwei Jahre außer Kraft gesetzt werden. Johu Brown, der l. Osfizicr, ist aus tt Monate zu juspen- Eharles Francis Aoauis' ihedä-iils iiisiredc Über W>». H. Seward A lv a n i>, N.l6.April.—Heute Mor gen versammelten ftch die Mitglieder beider päuser der Gesetzgebung und die höheren Siaalsbeainleii im Kapital und zogen in Prozession nach ter nördl. res. Holl, öiirche, wo Hr. iLhas. Francis Mains dem versto» denen Staatsmanne W. H. die Ge dächuiißrede hielt. Der Redner wurse vou Gouv. Dix der Berfammlung vorgestellt. Hinrichtung in Syracuse, N Si> raelise, 13. April. Henri? wurde heute Morgen hier gehängt. Äer De linquent bestieg das Schaffst! festen Schrittes und hielt eine längere Rede, in welcher Rich ter und DinrikiSanwalr fchcnf mitgenommen wurden. Er schloß mit deu Woneu: „Im Namen Gottes des Allmächtigen, ich diu lie rcit, laßt mich sterben!" Der Geldmarkt und die Aktien« Börse. New- ?) or k, IL. April.— Die Geschäfte in der Wallsir. wurden heule m dcn ver'chie dciien Brauch u IN einer bcfserei! ZkiMMtUig eröffriet; ale jedoch bald ?arauf die Ä ihren Ban'crsit itlüg dieses Geiühl Lcr Sicherheit rasch um; plvpiich eindecke inau, daß de- Baiikeroii i» der der „B.ireu" »attgeinuven, was de» Markt wieder cüvas auf die Beine brachte. Seitdem blieb der Markt stetig, und es herrschte cben,o viel Neigung zum Kausen, als gestern zum Verkaufen. Zm Gelomartte besserleu fich die Chancen, die Raten waren pro Dag. -Oer Grldn-arkt. New-?)orl, 18. Apcil.— Geld besser zu 7-7 Gold. Wechsel fester zu Golv aktiv und höher zu 118-1185. Obligationen schloffen lehr fest; sechser lA>4;'«>2er 1174. Aktien gedrückt; Central Eric Lake-Shore l>2K; 111. Cent. 117; Pülsbarg 88t; 'North-Western 7!»5; Prioritäten 85; Rock-Island 108^. Bilanz des Unlerschatzamtes: jn Gold nnd Kl 7,56t!.«;y2 in Courant. Vermiete auS Siew Aork. Ncw - No rk, 18. April.—Gestern Nach millag wiirde an der Börse der Bankerott der Aktieumäkler I. L. Browne!! Brüder au> gezeigt. Die Mitglieder der zirma sind sehr reich und werden AUeS decken. Man glaubte gegen Abend an der Börje, daß die Gefahr einer Krisis vorüber fei. New-:') ork, 18. April. Die Dampfer „Parthia" vsu Liverpool, „Cit>> of Merida" von Havanna und „St. Olaf" vonßouvegeii nnd England sind hier eingtioffen. Das Bankhaus Comp, hat Bankerott gemacht. Dieser Bankerott Hai große Aufregung in Böifenkreisen her vocqerufen; die Preise wichen um Spä ter besserte sich die Stimmung. Der britische Conjul befürchtet, daß der Fälscher MeDomiell ans dem der Lndlowstraße entkommt nno hat deshalb einen speziellen Wachter besoldet. Tweed macht BergnügungS-Reifen in Maine. Simon Leslie, welcher den George But ler in dcn Werkstätten drr „Pa.-Ccnlralbahn- Comp." schwer verwuudete, ist noch nicht ver hastet; die Behörden vou Newark nnd lersel>- streiten darum, wer ihn verhaften muß. Die Dpfr. „stö!n" und „Deutschland" kamen heute von Bremen und „Santiago de Cnba" von Havanna hier an. Flucht von 'Nerbrechcrn. Dre Ii to n, 18. April. Herman Lieden dorf und Chas. Corry entflohen heule aus dem Staatszuchthauje; sie gelangten aus das Dach und ließen sich anStricken nieder. Corri, wurde wieder eingesangen. Auf Liedendorf's Wiederelnbringuiig ist eine Belohnung von 9201> ausgesetzt. Verheerende Feuersbrnnfie.- Bcr lnst von Menschenleben. Philadelphia, 18. April. Grant'S Seifensiederei an der Ecke der 23. und Hamil tonstraße brannte heute Morgen ab. Drei Htänner sollen in den Flammen umgekommen und mehrere Andere verletzt worden'ein. Das Feuer entstand durch einen Leck in einem Hei boilich; Alexander Wilson wollte den Deckel heben, als sich das Oel entzündete. Wilson wurde geröstet. Sam. Walker wurde schreck lich vervraniit und muß sterben. Mehrere Arbeiter erhielten schwere Brandwunden. >New -?) ork, 18. April. —Ja Osweqo wurde gestern das „Park-Hotel" mit dem Ne bengebäude durch Keiner zerstört. Die Leiche eine» Ermordeten wird nach Ablauf von sechSzig Jah ren gefunden. Reil ding, Pennj., 18,. April. --Por -Binahe M Jahren veijchwand hier spurlos ein alter Mann, Grimes. Alle da mals angestellten Forschiingen nach dem Ver schwundenen, der ein alter Junggeselle war n. von dem man wußte, daß er in setiiem Hause cine großeGeldsiimme halte, waren erfolglos. Nun hat man soeben denßodcn arngcgraben, aus welchem früher djx Wohnung des Grimes stand und unter einem Hainen aller Backsteine ein menschliches Grippe gefunden, zu dem nur der Schädel fehlt. Allgemein ist die An sicht. daß das Gerippe das des vor «0 Jahren verschwitn.'eiien Grimes ist n. daß der Mann damals beraubt und ermordet uud sein Leich nam von den Mördern in der Erde unter dem Hause verscharrt wurde. Z?ie PmdiaS-Nitter. Richmond, Ba., 18. April. Die der „Pythias-Rilter" beschloß heute mit 42 gegcu t> Summen, die Gros>loge von Peiinsylvan'.en niid alle nutergcordirelen t!ozen des Ziaates (li>,t»>i> Mitglieder» we gen Nebellion geg.'ii die Gesetze des Ordens zu stispendiren. Explosion eines Dampfkessels. oudo u, Liit., 18. April.—Der xessel in E. W. Hyüian's Gerberei cr»lodirle hente Morgen. Der iviaschiiiist Snllivan ivnrdc anf der Ltellc gctödlct uud zwei andere Man ncc wurden schwer verletzt. Brände. N» t! an d, 17. April. Skinncr's Ho tel und 'Nebengebande in Granville brannten in der Mittwochs-Nachl ab. Auch das Nenn pferd „Waltzing Dan" verbrannte. Verlust KISMO. Washington, 18. April. Der Pen sloiio-!Lo»imiisär Gen. Baker Hit Nachricht nhallen, daß das Pensionsamt in Indiana polis heute Morgen abgebrannt ist. Tclegravlnscl,es Allerlei. —Der Dpfr. „Colorado" kam vorqestern mit Blatternkranken ans asiatischen Häfen in Tan Francisco an. —ln Cambridge, bei Boston, stellten vor qestern 75> P'erdeknechte der ..Union - Pferde- Bahn" die Arbeit ei»: sie erhiellen bisher ?-!>> pro Monat nnd verlangten Kt.7s> pro Tag. Ihre Plätze wurden soiort wieder besetzt. —lm Zt. Loren;stram bei Montr-al hat sich da? CiS gcstaitt nnd der unteren Stadt droht ilnolqe dessen cine Ueberschwemmunq. Im Westen wurden vom l. Nov. 1872 bis l. Mär; 187,> im Gainen s,l,'>6Mi Schweine für den Markt geichlacht t und v?r picki, ,4«:8 mehr, als im vorhergehenden Winter. lam Mallen, der Schatzmeister von GreenviUe Counly, F. !5., ist mit Hinter lassung eines Defizits von KIOMo durchge brannt. Lokalberichte aus Washington. Wasbington, lB.Av>il.—.ui der St. John'S Episkopatkirche;uGeorgeiowu,D.C., wurde am Mittwoch der Ehrw. Dr. lah. Gottlieb Auer als Missious-Lischof von Lape Palmas, Afrika, eingeweiht. Dr. Auer hielt sich schon seit lahren als Missionar in A'rika auf uud wurde in der letzten National-Eon vention der Episkopalen, welche bekanntlich in Baltimore stattfand, zumßischose erwählt. Der älteste Episkopal-Bnchof der Ver. Staa ten, der Hochw'fte B. B. Smith von Ken tucky, assistirt von den Biscböseu Whitting halii von Maryland, John Johns von Vir. ginien nnd A. von Delaware, nahm die Weihe vor. Mehrere andere Bischöie nnd eine Menge der hervoriagfudsten Geistlichen dcr Episkopal Kirche waren bei der Feier an wesend. Samuel Jackson, ein Neger, wnrde ge stern unter dcr Anklage, einem Schneider an dcr E-Slraße Kleidungsstücke im Werthe vou Z 1»0 entwendet zu haben, vnhaflet. Die Freiwilligen des Distrikt? Colum bia, welche im letzten Bürgerkriege mitioch ten. organisirten gestern Abend einen neuen Verein, dcr den Namen: „Gesellschaft dcr llnions-Soldatcn des Distrikts Columbia" fuhren wird. Als Beamie wurden folgende Herren erwählt: M. P. Fischer, Präsident; James N. Harrover nnd Karl A. Krame, Bicevräsldentcn; Wm. H. Chaiiipion, pioto kollireiider Sekretär? Wm. Hendl'y, eorre spoiidirender Sekretär, und John O'Hogau, Schatznieister. Heute wurden vier ucnc Erlranknngen an den Blattern gemeldet. Weiteres über de» in Washington entdeckten Schwindel. Am Mittwoch Morgen wurden von denGe helmpolizisten des Tchatzdepartements einige höchst wichtige Verhaftungen vorgenommen. Den Opcrauonsplail der Schwindler haben wir bereits gestern miigetheili; es bleibt uns nur noch übrig, unseren Lesern die Art und Weise, wie-die Verhastungen erfolgten, zu schildern. AIS das gefälschte Cirkular in die Hände des Gen. Babcock gelangt war, tele graphirte dieser sofort an Oberst H. C. Whit ley in den Chef der dortigen Ge heimpolizei. Nachdem dieser Beamte nach dem Empfang des Telegrammes mit feinen Leuten nachWashinglon gercis'i war, begab er sich zuerst nach der in dem Cirkulare angegebe nen Adresse, Nr. 42i!, «!.Straße, und mh dort in großen Buchstaben den Namen: „Rev. Haie Barney" au einem Vorderfenster des Hauses prangen. Vcn den Hausbewohnern erfuhr er, daß der geistliche Herr, obgleich er das Vorserzlinmcr vor cinem halben Monat gemiethet, sein persönliches Erscheinen noch nicht gemacht habe. Am 2>>. Mätz erhielt die Eigenthümer«» des HaniVs einen Brief von Barney, worin er anfragte, ob er dasVorder ziinmer haben könne. Aui Anrathen eines ge wissen D. S. Pardee, der ein r im oberen bewohnte, wilNaorle sie dem -viirde dnrch ixpeeß Compagnie ein iioffcr bei ihr abgeliefert. Brieflich empfing die Hausbesitzcri.i dabei die Instruktion, alle für Barney ankommcnden Postsachen durch ein am Deckel des äcoffers angebrachies Loch in dciisclbc» zn werf-n. Tiese Infttultiou wuide von der Frau auch getreulich befolgt. Barney hielt sich angeblich in Baltimore auf. Bald fingen sich die Pon'achen an in einem folchen Maße za Hänsen, daß eS der Hra» sehr jouoeibar vorkam. Einer der Geheimpolizi sten schöpfte Vcrsachi, daß Pardee mit der Sache tn Perbuidung steye. Er mieth te da her ein Ziinmer in demielben Han?e Uiid be obachtete cen Verdächtigen. Pardee Halle an scheinend keine andere Beschäftigung, als das Schreiben von Anitclu über legenheiten, mit welch.m Gegenstände er be fonders vertraut zu sein ichien. Das Schloß des Koffers war ein gewöhnliches und der Schlüssel, der dasselbe zu offnen-im Stande war, befand sich bald ui den Handen des im oberen Stockwerke wohnenden Polizisten. I> der Zwischenzeit wnrse ein t'irc si,ui><'dcs Cir kulars nnd leines als Lockbuefe ge druckt. Den Brufen wurde gezeichnetes Geld beigeschloffeu und verschiedeneAnsreden wegen der kleinen Beträge gebraucht. -Die Briefe waren unterzeichnet: „Ein Frenud der Sa che," „Ein Geiiiinnng?genllffe," „Belassen Sie sich auf mich" :e. Diese Briese wurden abgeliefert und wandeclen in dcn Koffer. Am MiNlvoch Ptvi-gen nin 8 Uhr verließ D. S. Pacdee seine SLohnnng uns begab ilch zn Du banl's, um seinFrühstück einzunehmen, dem er fort war, wurde sein Koffer durchstö bert und entdeckt, daß die Postsachen noch im. berührt waren. Er kehrte anf lein Zimmer zurück und ging nach einer halben Stunde wieder fort. Der Kofsir wurde sofort wieder unterjuchi und ausgeiunden, daß die Briefe herausgenommen waren. Der außerhalb des Hauses stehende Polizist wurde nun gerufen und angcwieieu, dem Hrn. Pardee nach dem Postamlc zu folgen, wo er in demAngenblicke, in dem er einen Brief in den Kasten werfen wollte, verhaftet wurde. Er machte keinerlei Störung nnd folgte rnhig dem PoliziNen nach dem Hauptquartiere der Polizei. Er wurce durchsucht, und man fand Papiere an seiner Person, welche bewiesen, daßPardee und Rev. Barney ein und dieielbe Person sind. Sein Zimmer wurde daun ebenfalls durchsucht und sonstige zur Ueberführung des Schwindlers beitragende Beweisstücke gefunden. Ferner wurde noch ein im drittenStvckwerke wohnen der Mann, Namens Sulton, verhaftet, der das Schwindelgeschäft mit Pardee gemein schaftlich betrieb. Auch ein junger Mann, Namens MeKean, sah sich arrelirt, da er für Pardee gearocitel hatte; fpäier entließ mau idn jedoch gegen K2OOO Bürgschaft. Dem Ber i.ehmen nach soll er nur alö Zeuge vorGcricht geladen werden, Hemden und Unterzeug für Herren mailzen. riiumen mit ihrem Waarenlager aus, uin taS gaij neu aub,i- Itatlcii, unv ist d'ie leiste -«el»«eni»eit, die man bat, um »n solch' ungcmn» iiietriyen Prei l.ii elyta'iiulci'! d.nn qen-nnie sirma iöhrt nur noch wenige Tage mir dem Äusverlairje »ort. (!'4>) Nummer Neue Anzeigen. Kleine Landstrllcn Nr. .it, Gl.Pauliir.; H. Äult. Frühjahrs Importatloni.'«. bjeliritdcr Hodqcv, Nr. 2-t, Hansverstrasie, z» r»ll>z!le.i lapancsische PvplinS, jchlvarzr AlpnraS Dcltrtt-Ritdcrlagc Ti^alvert Nr. -Il,^Noid^Gaystraße, Die nntzliciiste (s'rnndung der Acit. Gla»t»sii<l>cS Zlar?« » VINt, sollte in ledcr Familie gebraucht werden. Burnhllul (s,nnp., N r. t-iO, W e st - L o »i b a r d st r. Baltimore, Md. Peknnntttlncliung für - Liclihnlier. vor,uglichN^ÄrNk>>^anN^!^!^^ von l—Nr. 7. »l'i.XIXl! viiiver. 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