Newspaper of Der Deutsche Correspondent, April 21, 1873, Page 1

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated April 21, 1873 Page 1
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F. Raine, Herausgeber. Spezia! - Notizen. Baltimore Fire Insurance Mee, xiidwest-Ecke von South- und Waterstraße. Äm. Ä. Harrison, Präsident; «co. >». Äs>ck.re, v- v- »av!f. Dam» --- Wilfin, T- Rodt. Zenlins, Losiah Penninglou, tl. Morton Elew'.rt, Francis T. King, B. Nemcomer, Henrv Erroll, Orville Hormi?, N. E- Steoart, W. W Tavloc, Wm- H. Brune, Israel Cohen, j ch über ' ?r- »oodworth. k»kr. R. Courtney <K Bruder, Nr. Nord - CharleSftraße, Wlr machen auf unjeren re>chhaltigr» und ufiorlir» tili-vorrach von Champagner, Stdeln Weinen von der feinsten Qualität, Sherry-, Port- und Madeira-Weu-en, «ranntioeii», Jamaika - und Havamia-Cigarrea aulmerllam. wcick-e olle »wei Wochen per Dampfe: snp,°ng.'n und im j-icinen zu Engrob Pr-'I-n »er< lauft weiden. feinen Thee und auSqewühite tvroeerie-Waaren sür Zamili«. 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Ick fürchte, der König bringt sich da in eine bedenkliche Jsolirung, die bei sei ner opponirten und abgeschnittenen Stel lung, umgeben von der preußischenMackt, hockgefährlich für seine Sicherheit, ja für seine Krone werden kann. Für seine Krone? sragte der Kaiser und wars erstaunt das Haupt empor. Majestät, sagte Graf Mensdorff, wenn der erste Kanonenschuß gefallen ist, wird sich Preußen auf den Standpunkt der rück sichtslosesten Slaatsraisvn stellen, wie man dort sagt, und Hannover ist längst ein Ziel der preußischen Wünsche. So lange das Schwert Oestreich's nicht vom unerbittlichen Wetter der Schlachten in meiner Hand gebrochen wird, - rief der Kaiser stolz, wiro keines deulscheuFur ften Krone angetastet werden. Graf Mensdorff schwieg. Ter Kaiser machte einige rasche Schritte durch das Zimmer. Tann blieb er wieder vor seinem Mini ster stehen. Sie glauben immer nicht an denErsolg? sragte er, indem er seinen Blick durchdrin gend auf den Grasen richtete. Majestät, erwiederte dieser, ich trage die Uniform eines östreichischen Generals und stehe vor meinem Kaiser und das am Vorabend eines Krieges, in welchem alle Fahnen des Kaiserstaates entrollt wer den wie würde es mir ziemen, an dem Erfolge der östreichischen Waffen zu zwei feln? Ter Kaiser trat leicht mit dem Fuß auf den Boden. Das ist keine Antwort, sagte er. Ich frage nicht den General, sondern den Mi nister. Ich wollte, erwiederte Gras Mensdorfs, daß ich als General vor Eurer kaiserlichen Majestät ständen oder vor den Feinden Eurer Majestät, dann wäre mein Herz leichter uud, sügte er sast düster hinzu, dann hätte ich auch vielleicht mehr Zu versicht auf din Sieg, wenigstens könn te ich dann mein Leben dafür einsetzen. Als Minister, suhr er uach einem au genblicklichen Schweigen fort, habe ich Eurer Majestät meine Ansicht gesagt und kann nur dem innigen Wunsch wie derholt Ausdruck geben, daß es Eure Ma jestät gefallen wolle, mir die schwere Ver antwortung abzunehmen und mir zu erlau ben, den Degen zu ziehen. Ter Kaiser antwortete nicht auf die letz tere Bemerkung des Grasen. Aber mein lieber Mensdorff, sagte er dann, ich kenne Ihr östreichisches Herz schlägt dasselbe nicht höher bei dem Gedan ken, die alte Macht des Hauses Habsburg wieder auszurichten in Teutschland und diesen gesährlichenNebeubuhler zu brechen, der unser Oestreich und mein kaiserliches Haus hinauswerfen möchte aus Teutsch land dem alten Erbe unserer Väter.— Soll ich denn die Gelegenheit vorübergehen lassen, die vielleicht nie so günstig wieder kommt? Eure Majestät können nicht tieser und inniger die Liebe zu Oestreich uud den Stolz und die kaiserliche Größe Ihres erhabenen Hauses im Herzen tragen, als ich —erwie derte Gras Meusdorfs mit warmem Ton, uud ich würde meinen letzten Blutstropsen darum geben, um Eure kaiserliche Majestät wieder im Römer zu Frankfurt, umgeben von den Fürsten des Reichs, als Herrn und FührerTeutfchland's thronen zusehen, aber Aber, rief der Kaiser lebhaft und sein Auge leuchtete, glauben Sie denn, daß das Ziel zu erreichen ist, ohue daß das Schwert in die Wagschals geworfen wird? Iner Mann in Berlin sagt ja selbst, Blut und Eisen müsse Deutschland regeneriren. Nun wohl —das Eisen mag entscheiden und das Blut komme über ihn! Aber, suhr ErafMenSdorff mit ruhi gem, fast traurigem Ton sort ich kaun die Gelegenheit nicht sür günstig halten; auf zwei Kriegstheatern zu schlagen, das ist ein Spiel, dem ich die jetzigeMacht stellung Oestreich's und meine Hoffnungen für die Zukunft nicht aussetzen möchte, noch dazu, wenn der eine Gegner so mäch tig und so rücksichtslos energisch ist, daß wir unsere ganze Krast ihm allein gegen über gebrauchen würden. Energisch? warf der Kaiser mit leichtem Ton hin. In Olmütz wich der Starke ruhig zurück! Olmütz wiederholt sich nicht, Majestät, der Kaiser Nikolaus lebt nicht mehr und zwischen Alexander und uns liegt Seba stopol! Der Kaiser schwieg. Darf ich EureMajeftät noch unterthänigst daraus aufmerksam machen, sprach Gras Meusdorfs nach einigen Augenblicken, in dem er seine Papiere durchblickte, das; der Herzog von Gramont aus eine bestimmte Antwort wegen des Vorschlags einer fran zösischen Allianz auf Grund der Abtretung von Venetien dringt? Läßt sich die Antwort nicht mehr hin halten? fragte der Kaiser. Nein, Majestät der Botschaster hat mir erklärt, daß eine unbestimmte Ant wort der definitiven Ablehnung gleichkom men würde. Und was würden Sie thun? Graf Mensdorff sprach lanzsam und ruhig: Wcnn Eure Kaiserliche Majestät ent schlossen sind, —wie dieß der Fall ist im ge genwärtigen Augenblick den gewaltigen Kamps auszunehmen für die Wiedergewin nung der kaiserlichen Machtstellung Oest reich's in Deutschland, so ist dieß Ziel hoch und groß genug, um darüber alles Andere zurückzusetzen, es ist werthvoll und kost bar genug, um ihm ein Opser zu bringen. Das Haus Habsburg war großmächtiz üz Europa ohne Venetien, Macht hat es durch diese Provinz nicht erworben wohl aber viele Verlegenheiten, Mühen und Sorgen. Das Kampsspiel in Deutschland und um Teutschland hat große Chancen des ges, wenn der Feind im Süden beseitigt, die dortige Armee freigemacht wird und wenn unsere Allianz mit Frankreich Preu Ben verhindert, seine Armeen gegen uns zu konzentriren. Tann wird unfer Gegner nach zwei Seilen beschäftigt, während wir unsere ganze Macht aus einen Punkt wer fen können, uud das für uns ungünstige Spiel wird zu unfern Gunsten gerade um gekehrt gestaltet. Ter dann entstehen den Konstellation gegenüber wäre ein zwei tes Olmütz möglich oder, wenn es dann doch zur Entscheidung der Waffen kommt, der Erfolg weit gesicherter. Ich, Maje stät, suhr Gras Meusdorfs sort, indem er den gespannten, forschenden Blick des Baltimore, Md., Montag, der, 2!. Apri! 1873. Kaisers klar und ruhig erwiederte, ich würde Venetien abtreten. Ter Naiser schwieg und biß die Lippen aufeinander. Kausen, ries er endlich lebhast, kau fen sollte ich die Stellung meines Hauses in Deutschland, kaufen das Recht meiner Vät r, und von wem kaufen? Von die sem Königreich Italien, das die Fürsten meines Hauses vertrieben, das die Kirche bedroht und selbst des heiligen Stuhles Patriomonium anzutasten bereit ist —! Nein! nein! Denken Sie sich an meine Stelle, Graf Mensdorff, Sie werden begreifen, daß ich das nicht kann! Majestät halten zu Gnaden, sagte der Graf, kaufen muß man Alles, jeve Allianz ist ein Kauf, und je weniger werth voll das Objekt ist, welches man hingibt, um so besser ist das Geschäft. Oestreich's italienische Stellung und srühere italieni sche Politik deren Richtigkeit noch sehr zu erörtern wäre ist mit der Lombardei aufgegeben, Venetien kann nicht viel nüt ze» und nur ein Hinderniß sür eine mögliche Allianz mit Italien bildcn. Telegraphische Tepescheu. EktoMsche Kt'htiviNchü, Berlin, 19. Apnl. —Prinz Albrecht, der Nesse dcs deutschen Kaisers, wurde heule mit der Prinzeisin Mana vou Sachseu-Altcn burg getraut. Die Äeremoiue'n waren groß artig; das Brautpaar wurde heute Aornd mit Fackeln uach der Brantlauuuer geleitet. Madrid, 19. Apul. Die Volontaire iir Malaga weigerten sich gestern, die Besehlc ihrer Osfizierc auszuführen. Iu der Stadl hen'icht oroße Aufregung. Die Führer dn Rebellen wurden verhasiet. Rom. Rom, 20. April.—Der Papst stand heute Morgen ?8 Uhr auf und las die Messe in sei ner Privaikapelle, worauf er eiue Tepulatiou emvfiug, welche den Pelerspseuntg brachte. Rußland- St. Petersburg, 18. April. Tie kürzlich von hier aus milgelheilte »Nachricht, der politische Verbrecher uud Mörder Netcha jeff habe auf dem Transporte »ach Sibirien Selbstmord begangen, erweif't sich als uu richtig. St.Peters b ur g, 18. April.— Da Persien fit, beschweite, daß Rußtaud in sei nem Kriege mit den Turkomanneu persisches Gebiet verletzt hat, so hat Rußland dieses Faktum zugegeben uud entschuldigend erklärt, daß es unsreimilliggeschehen, sowie auch, dag den russischen Militärvefehlshabern der Be fehl zugegangen sei, bei künftigen Operationen das persifche Gebier gehörig zu refpektireu. C o ust au t i n o pe l, 18. April. Ter Sultan hat den von England, Oestreich und Italien gemachten Vorschlag, es solle zur Er ledigung der Frage betreffs der Erhövuug der Zolle aus dem Suezkanale hier in Conuan linopel eine Conferenz zusammentreten, ab gelehnt, so lange nicht die üblichen ibraluni uar-Arrangemen's gelroffe» seien. Eine da hm lautende Antwort ist jeder der drei ge nannten Mächte zugegangen. Ter Sultan ist gesähruch erkrankt. Seine Aerzie weichen nicht von seinem Lager. Teheran, 19. April.—Der Schah ging heute nach Europa ab. Die ganze Bevölke rung versammelte sich auf den Straßen, und der Monarch nahm dorl vou 80,000 Unter thanen Abfchied. Afrika. London, 18. Apiil. Aus Zauzibar sind heule Telegramme hier eiugetronen, wel che besagen, Sir Bartle Frere, umer dessen Führung die englische Expedition zur Unter drückung deS au der Küste von Afrika betrie bencn Sklavenhandels abging, sei zu Kurachcc eingetroffen, und feine Unterhandlungen mit den Arabern an der Küste feien bis jetzt von Erfolg begleitet gewesen. Auslegung wegen der berichteten Er mordung des Sir Samuel Baker uud seiner Galliu dauert hier ununterbrochen fort. Im auswärligeu Amte ist man darüber sehr be unruhigt. Die Regierung hat noch keinerlei Nachrichten über deu Vorfall erhalten. Earl Granville hat nach Alexandria telegraphirt uud sich nach der Quelle «kündigt, aus wel cher die Nachricht kam. Loudo n, 18. Avril. Ueber Siugapore ist hier die Nachrichl eingelroffen, der Krieg zwifchcu deu hoUäudifchen Colonie'n auf Su malra und dem Reiche Atschin nehmen ihren Fortgang. Die Holländer haben bei einem zweiten Angriffe aus die Atchiuefen abermals theilweise Erfolge errungen; sie haben zwei Feuuugen mit stürm genommen, wurden aber bei'm Angriffe aus die Hauplfestung zu rückgefchlageu. Sie belagern jetzt den Palast dcs Sullaus. Es wurde bis jetzt von beiden Seiten hartnäckig gekämpft. Der holländische Commandeur Köhler ist in einem der Gefechte gefallen, iu welchem außerdem noch 200 von leiuen Leuten geblieben sind. Die Holländer haben um Verkalkungen gebeten. Ihre Rei- Heu werden durch Krankheit gelichtet. Die Alchinefen sind schlecht bewasfner. Tie Aus fuhrhäfen des Landes sind blockirl. Der jetzige Krieg hat seiueu Uifprung iu verfchiedcnen revolutionären Demoustlatiouen der Batlaken am Ende des vorigen Jahres. Die Revolutionäre begannen den Kampf im Oktober, und eine Abtheilung holländifcher Truppen, die nach dem Innern gesandt wurde, erilit fchwere Verluste. Als nämlich dieAvaul garoe eiuen Bcrgpfad belreieu hatte, wurde von den im Gebüsche verborj>eneu Ballateu auf sie gefeuert und 20 Mann verwundet. Die Truppen mußlen sich dann zurückziehen. TaS Vordringen der holländischen Truppe» in die Berge wird als ein grobes Wagestück bezeichnet. Australien. ikitt deuifches llnglucksschifs. Melbourne, 19. April. Das Schiff „AlarduS" kam heute mit eiuer Anzahl deut. Icher Auswanderer hier an. Während der Reise starben 32 Passagiere, und der Capitän beging Selbstmord. Schiffö-Bcrichte. Oueeustowu, 19. April. Der Tpfr. „Cily of PariS" ist nach New-?)olk abgegangen. w?»rkt und Börse. London, 19. April, II Uhr Vorm.— Consols eröffneten ni für Geld und Brief. Amerikaner,'' alle 'öser '67er lO . 89H; neue Fünfer 90. Erie slt. Der Betrag dcs von der „Bank von Eng land" zurückgezogenen unzepiägten Goldes und Silbers beläust sich auf Alles sür New-Hork. Lou d o il, 19. Avril, 52 Uhr Nachm. Tie Geld-Raten aus Gouv»riicmenls'Werth papiere waren auf der Börse um 2 pCr. nie driger, als die der „Bank von England." Consols und amerikau. Wertpapiere schloffen Liverpool, 19. April, 1l Uhr Vorm.— Baumwolle eröffnete rul>ig; Oberl. Orleans öi. Verkäufe 10,000 Ballen. Liverpool, IS. April, 2 Uhr Nachm. — Baumwolle stetig; Verkaufe 10,000 Ballen, Spekulation und ÄuSfukr 2000 do. Verkäufe von Savaunaher oder Charlestoncr Baum wolle, fällig im April, zu 9 3jlK. Brodstofse ruhig. Fleijch 85-. Schmalz 40.-. London, 19. April, Abds. —Caleutta'cr L i ver poo l, 19. April, 2 Uhr Nachm.— Gewöhnliche Rosinen Bs. Jniand - Tepescheu. Aus Washington. Washington, 19. April. Die Nc vcnüe Einnahmen belicfen sich heute auf §249.« 078.04. Das Staats-Departement hat Arran gements gctiofjen, die Bewerber um die 17 noch zu besetzenden Consulate unter den Ci vildicust-Regulationeii prüfen zu lassen. Die Situation in Louisiana. Washington, 19. April. Der Com wandeur der Bundestcuppen in Louisiana, Gen. Emory, hat an die General-Adjulantur telegraphirl, dag er unter Befehl deS Prä sidenten vom 5. März d. I. gehandelt halie, welche ihn bekanntlich anwies, jede gewalt same Einmischung in die Angelegenhexen der Staatsregierung zu verhindern. Es seien nemlich von dem Gouverneur für verschiedene unruhige Gegenden Buudestruppen requiiirt worden, weshalb er Truppenlörper nachMon. roe und Alexandra beordert habe, um als c'vmiwius" des Bundcsmarschalls zu fungiren. Ter Gouverneur verlange jedoch auch noch Truppen zur Ausrechlhalmng der Ruhe in jenen Gegenden, weshalb der Com mandeur um weitere Instruktionen bittet. Der fuugireude Kriegsminister Robeiou hat mit Bezugnahme auf Gen. Eiuc>u,'s Anfra gen dem General der Armee eine Order zuge- Heu lassen, in welcher angedeutet wird, daß die früheren Befehle de« Präsidenten und des Kriegsministers sich nur darau' bezogen ha ben könnten, den Gouverneur vor einer ge waltiamen Einmischung seiner Gegner in dessen Amtszeschäfte zu schützen. Wenn je doch die Staatsbehörden Buudeshülfc zur Aufrecbthaltung der Ordnung brauchten, so müsse die Gesetzgebung, und wenn diese nicht in Sitzung sei, der Gouverneur speziell bei dem Präsidenten darum nachsuchen. Gen. McDowell, der Oberbefehlshaber des beireffenden Departements berichtet an den Een. Shermau, daß Gouv. Kellogg den Oberst Emory um Buudestruppen zur Auf rechthaltung der Ordnung in Grant-Parish ersucht habe, weshalb dieser eine Compagnie von Balon Rouge herveibeorderte. Alle Boote weigerten sich jedoch, die Truppen den Red-River hinauf zu befördern, rüdem sie vorgaben, dieses würde ihren Geschäften scha den. Man ersuchte den Hafen-Colleklor in New-Orleans um einen iiulter, dieser ant wortete jedoch.es sei keiner entbehrlich. Emo rr> fragte an, ob er ein Boot mielheu, oder nb er ciu's mit Beschlag belegen solle.—Zn einer späteren Depesche meldete Emory, dajz er end lich einen Dampser bekommen habe; Mc- Dowell instrnirie ihn, die von dem Gouver neur Kellogg verlangte Hülse zu leisten. New Orleans, 19. April. Edward Booth, welcher auf einen Befehl des Richters Haailius wegen angeblicher Berachruug des Obergerichtes auf 24 Sinuden in Haft ge schickt worden war, weil er sich geweigert hatte, die Siaalsstcuern an Kellogg's Steuererbeber zu zahlen, wurde heute nach Ablauf feines Arrests in Prozession von dem Gesäugnisse abgeholt und von den Bürgeru durch die Ltraizeu geleitet. Die Plozesstou wurde au vielen St'clleu mit Hochs begrübt, an der Ecke von Camp> n»d Gravier-Sir. wurde Kellogg iu gehäugt. R e >v-> Orle a n s , 20. April. Der Dampser „B. L. Hodgc" fuhr gestern Abeud mit Bundestrnppen nach Colfax ab. Man glaubt, das; in jedem Kirchspiele des Staates Truppen zur Anfrechthaltung der Ordnung nöthig sein werden. In Monroe fand gestern eir.e große Ver sammlung von Grundbesitzern statt, ru wel cher beschlossen wurde, der Kellogg'ichen Re gierung die Steuern zu verweigern. Der Krieg qeqen die ÄltodocÄ.—Oer Kainpf am schönchen seiner Wunde erle gen.— - ge fallen. In den Lavafelsen, 17. April. 9 Uhr Abends.—Die Indianer haben heute nnr einen Scalp erlangt, den eines ttuaben, Na mens Hovey, welcher heute Morgen erschossen wurde. Von den eben zurückgeiehrten Ossizieren hören wir, daiz die Indianer aus ihrer Felsensestung vertrieben und und daß die Bundes - Truppen dieselbe besetzt hal

len. Die Cavallerie und die Warm-Svrilig-In diauer sind mit Rationen sür drei Tage ver sehen worden und versolgeu jetzt die fliehenden Mosocs in südöstlicher Richtung. Man fürchtet, daß Capt. Jack's Bande sich auslos't uud daß die einzelueii Modoes als !!liarodeure großen Schaden thun. Eine Abtheilung von Ansiedlern wird mor gen von '/jrcka aufbreche», um die Leiche des Knaben Hooey zu suchen; dieselbe wird sich dann den Soldaten bei Verfolgung der Mo does amchließen. Tie Modoes führen jetzt Guerillakrieg. Während des Nachuuttags sahen wir den Rauch südlich vou de» Lavaselsen, was an deutet, daß dieludianer gegenWilsonSpruigS ziehen, ans der alten Emigranrenstraße, oder oaß sie den Paß zwischen dem Clear-see uud dem Goose-See zu gewinnen suchen. Die Eavallerie wird heule Abend uach dem Lande östlich von der alten Emigranleusiraße Sa u rauzi s e o, 18. April.—Die letzte Depesche von Hreka meldet heute Abend, daß in dem gestrigen Kampfe acht Indianer gesal leu sind. Eine gefangene Sguaw sagt, daß John Schönchen, welcher bei dein Massacre am 11. Aprrl von dem Friedens - Commissär Mea cham verwundet wuide, seinen Wuudeu erle gen ist. General Caubh's Leiche wurde heute iu Portland feierlich beigesetzt. New-?)o rk, 19. April.-Eine Spezial botschast von Urcka meldet, das „Scanaced- Charley" während desGeicchtes cm Bein brach und als er versuchte, dav»nzukricgeii, vou einem Soldaten der Compagnie erschossen wurde. Die Warm-Spring.lndianer fanden ein halbes Dutzend verwundeter Modocs in ei ner Felshöhle versteckt und stalpirten die- EineinCorrespondenten des Herald" wurde ein Ohr von einer Kugel der Modocs sortgerissen. Ein Bürger von Areka wurde vou den Indianern crichossen, während er versuchte, einige Pserse zur Bespannung einer Batterie über das Schlachlseld zu führen. Die Mo docS skalvirten den Mann, rissen ihm die Kleider vom Leibe und schuitteu Fleischslücke vou seniem jtörper, die sie wahrsÄeiiilich ge gesfeu habeu. Die Leiche wurde von den Trup- New Vo rk, 19. April.—Eine Depesche vou Sau meldet: Die MooocS siud ohue Zwci'el aus deu Lavafelfen cutkommen uud fUeheu iu südöstli cher Richtung. Diejenigen, welche mit der Topographie der Gegend vertraut siud, glau beu, daß dieselben dem Gebirge zueilen, wo sie, weun sie sich vertheile», Schutz finden könne». Die Warm-Spriug-Indiai'er sind auf ih rer Fährte und holen sie vielleicht ein; eine gänzliche AnSronnng der Bande, welche Ge neral Gillcm iu Aussichi stellte, wird ledoch fchwerlich möglich sein. Mau ist sehr besorgt für die Aiisiedtcru im oberen Theile desStaa tes, die vou den erbitterten Rolhhäuten leme Schonung zu erwarten haben. Eine henle Nuchmmag von.')reka eingetrof fene Depesche berichtet, daiz Eugen Hovey, ein Fuhrmann, von einer aus de» Lavafelseu eut kommeuenßaude ermordet wurde; seiiiePferde siud gestohlen. Ein Courier wurde heute 'Nachmittag um 3 Uhr in Hrcka erwartet. In den Ansiet'lunzen am Tule-See und in der Umgebung der Lavafelseu herrschle große Aufregung. Boten winden nach allen Rich tungen altsgeschickt, um die Ansiedler zu war nen. Später. Die ganze Gegend ist in Aufruhr ; die Couriere weigern sich, ihre Strecken zu rei ten, da sie Eugen Hover/s Schicksal fürch ten. General Schofield schickt eiligst Verstärkun gen ab. Depeschen von Reading, Cal., melden, daß Capt. Meudenhall'S Batterie und Capt. Has bronk's Batterie um 1 Uhr Nachmittags uach Fort Crook abzogen. Eine tägliche Courier-Linie wird etabürt werden. tiin aUgcmcimr Jndiancrtricg befürchtet. Sau Franzrsco, 19. April. Von Areka traf folgende Depesche hier ein: I. K. Luttrell kam geilern Abend von Orleans-Bar hieran; er sogt, die Indianer am Klamath und am Salmonflusse schienen über den Mo doc-Krieg besser unterrichtet zu sein, als die Weißen. Ein Indianer sagte ihm, daß er einen Mo - doc gesehen habe, der ihm Alles über d'.cKämpfe der letzten Tage mittheilte. Es ist klar, daß Bolen der Modocs alle Stämme im nördlichen Calisoruicu und im südlichen Oregon besuchten. Die Leiile am Klamath nud Tel Norte be fürchten gegenwärtig keinen Ausbruch. Dreizehn bewaffnete Bürger zogen H ute Morgen aus, um Hoveh's Leiche auszusuchen. Ei» Herr, welcher die Lavafelfen genau zu kennen vorgiebt, berichtet, daß fechs Meilen von der Felsensestung der Modocs sich eine große Höhle befindet, daß die fliehenden Mo docs wahrscheinlich diese zu erreichen suchen. Diefelbe ist fchwer zugänglich, ist genügend mit Holz versehen, hat aber kein Wasser. Iu der Gegend besindeu sich auch viele lleincre Höhlen. Man glaubt, daß den Modoc - Indianern Proviant und Munition ausgegangen sind. Folgendes ist eine Liste der gefallenen Sol daten: . Gelöd'ct ChaS. Johnson. Comp. K.. 1. Cav.; Butler W. Scarlet, Corporal im 12. Infanterie-Regiment. Verwundet—Licut. ChaS. P. Eagan, Cor pnral Dennis Delancey, Thos. Bernard, C. E. O'Connor, Coiporal Kilheck, So'dat O'?ooley, Serg. Seelen Soldat McMa- nus, Sergeant Hade tödtlich verwundet und Martin O'Eonnor leicht verwundet. Wenn die Modoes wirklich entkommen und sich den Indianern am Pitt-River, oder einem anderen großen Slaminc anfchlicßcn, fo wird sich General Schofield perfönlich au die Spitze stellen. San Francisco, 19. April. Bis j-tzt ist noch kein weiterer Courier in Ireka eingetroffen. lamcsWheeler kam heute Abend von BaltS hier an und berichtet, daß die L!eule dort we gen des Entkommens der Modocs große Be fürchiungen hegen; man vermuthet, daß die selben am Shafla-Thale Raubzüge unterneh men. Frau Meacham, welche gestern abren'te, um ihren Mann zu besuchen, durfte nicht wei ter, als bis BaltS reifen, weil mau die Straße für unsicher hielt. Meacham befinde! sich besser. In Balis sind sast alle Pferde erkrankt: die gerade giassirende Pferdeicuche wird die 6om muuikalioir uud die Verfolgung derßolhhänle bedeutend erichweren. Entsetzliches Eisenbahn-Nnglnck in 'ltcu-lLngland.-lNine Bahnbrücke wird von dem Hochwasser sortgc rissen, und der Zug stnrzt in den Aluft.—Aencr bricht in den Wag gons ans, unv mehrere Ältcnscdcn verbrennen bei tebenvigein Leibe. Sieben Personen aus der Stelle getödtet; eine große Anzahl schwer verletzt. Norwich, Conn., 10. April. Ein schrecklicher Unfall ereignete sich heute Morgen auf der „Shore-i.'inic-Eiienbahn," zwischen Hukford u. Nichmoud-Ilvilch. Dcr Dampf boot;ir,> vou Stouiugton uach Boston, der aus ll) Passagicrwagcn bestand, brach durch die Brücke. Sechs Personen wurden getödtet und fünfzehn verwundet. Stoiiiu g r o n, Eonn., 19. April, Nachm.—Der Dampfer „Ztouiugtou" kam heute Morgen 2 ilhr hier an. Bon seinen Passagieren suhreu 17«>nilt dem Uhr ab gehenden Huge nach Providence uud Boston. Bei der Richinoudweiche war das Wehr au Euiii's Teich gebrochen uud Halle die ülier eitle jilust sührenoe '-vahubrücke fortgerissen. Es wohnte Niemand in der Näl>e und man wurde es uichl eher gewahr, daß die Brücke sehlte, als bis der Zug iu die Schlucht stürzte. Der Maschinist Guill von Boston uud der Heizer G. Eldridge von Providence starben auf ihren Posten; ihre verkohlten Leichen wurde» aas der zerschmetterten Lokomotive ge fuudeu. Bis jetzt hat man sieben Leichen wiederer langt. Der Condukieurblleh unversehrt; der Brcmfer Nolan wurde fchwer verletzt, alle andrreu Bremser sind nnr leicht verlebt. Uuler den Getöstenien sind Albeit Allen von Piovideuce, Jerry Gramer von Boston uud John Hallihau von New-^)ork. Bericht wurden: Palrick BuinS von New ?)ork, Fred. Johnjon von New-Bedsord, I. Douovau von 'New-Ä)crk, Dennis Hefferiu von E. Croffin vonNew-?)ork, P. Wil liams von ThoS. Nolan, Henry Steiner von New-Hork, Jos. Olmstead vou Providence, E. Flaunizau von New-.')ork, H. Beruon von New-Fork. Wahrend die Borgenannten alle mehr oder weniger schwer vorletzt wurden, sind auch noch 2V Än dere leicht verwundet, darniuer Fran Mary Bohne, 70 Jadre all uud ihre Tochter. Mau glaubt, daß die Fluth mehrere Leichen fortgerissen hat, da dieselbe zur Zeit des Un glücks sehr hoch war. Die Lokomoiioe machte einen furchtbaren Satz von dem Geleise bis au'S andere Ufer, wo sie im Sande st.ckeu blieb. Nur drei Paffagi?r-Wagzons bräun ten ab, zwei erster iUasse uud einer zweiter Klasse. I. W. Thayer, der Weichenwärter an der Sloniugron-lukiiou, berichlet, daß zur des Unglücks gerade auch der Poslzag im Be griffe stand, abzusahren. Ware dieser auch noch da;u gekommen, fo wülde die jiatastro vhe wett furchtbarer geworden feiu. Der Superluleudeut der Bahn erhielt fol> genoe Depesche >wn öiingüon: „Der Zug bis auf zwei Wagen ist abgebrannt. Fünfzehn bis 2» Personen sind verbrannt uud eine große Anzahl verletzt. O. S. Gardi ner. Eiue Anzahl Berwuadeter wurde uach Bo ston geschickt. Noch mehr Mnjeinhntcn. cmcs Bo st on, 19. April.-Eiue Anzahl Pas sagiere des vernnglückien «loniuglouer ges trafen heule Nachmittag hier ein, darun ter mehrere Verletzte. Der Eondukleur (sardinec und der Baga gemeisier waren soeben in den Rauchwagen gelrelen, als sich das Unglück ereignete. Der Eondukteur wurde zwischen die Sitze einge klemmt, aber noch ehe er frei war, rief er ei nen unverletzt gebliebenen Passagier zu, zu rück zu laufen und den Poslzng zu warnen; auf diese Weise wurde ein doppeltes Unglück verhindert. Hr. Jonas Haistour, ein Passagier, erzählt die Sache folgendermaßen: Der Zug bestand aus fünf Waggons und fuhr 5 Min. nach Z Uhr von Sloniuglon ab, derselbe war etwa !>s> Minnlen verspätet. Als man die Uuglücksstelle errcichle, hatte der Zug eine Schnelligkeit von 35 Meilen per Stunde; Plötzlich Hörle mau eliieu jtrach uud verschiedene Waggons schössen in einander. Halslour faß am Hinteren Ende in dem Wag gon; an dem Oseu saßen zwei luuge Mäuuer von 20-25 Jahren, hinter ihnen faß Hr. B. R. Knapp, jr., vou Boston. Sofort nach dem Zujammenstoße riefen die jungen Leute und .Äuapp um Hülfe. Knapp war am Beine verletzt, und Halstour bemühle sich um ihn. Plötzlich schössen die Flammen durch die offene Thüre herein uud entzündeten im Nu Aues, kaum daß Hr. Knapp gerettet werden konnte; die unter dem Ofeu liegenden Migen Mau ucr mußte mau ihieui Schicksal überlasten. Die Brücke war ungefähr So Fuß breit, u. die Schlucht, welche sie überdeckte, etwa 20 Fuß tie>. Etwa 40 Ruthen von der Bahn eulierut ist eine Granbelimüdle am Pawluckel-- flußcheu, deren Wasser aufgedämmt weiden muß. Der Sturm riß den Damm fort und das Wasser fchoß durch das That und die Brücke brach znfamuieu, uur die Schienen blicveu. Die Lokomottve flog über die Kluft und lag am anderen Ufer; zwei „Crate-Lars" stürzten in das Wasser, darauf fiel eiu Paffa gier-Waggou zweiter Klasse, in weichem sich eine Anzahl Emigranten und mehrere von New-Hork nach Boston zurückkehrende Ma lrosen befanden; diefer Waggon wurde zer trümmert, die Leule stürzten in deu Fluß und wurden mit einer Ausnahme unverletzt geret let. Der darauffolgende Waggon einhielt »ur zwei Passagiere und den Bremser Nolan. Iu dem nächsten Waggon faß eine große Anzahl Passagiere, in diesem befand sich auch Hr. Haistour. Auf diesen folgle noch ein Paffa glcr.Waggon und der Rauchwaggon; beide Warden duich rechtzeitiges Losmachen ge rettet. Wie das Feuer so rasch cutstand, kann man sich noch nicht ei klären. Die Brücke hatte nnr eiue Spannung von 20 Fuß. Die Verletzten waren größtentheils Emi granten, dieselben befinden sich jetzt im Hofpl tale zu Providence. Providence, 19. April. Es wurden nur 7 Personen gelödtet. Der Leichenbe fchauer hat es abgelehnt, einen Jnquest zu hallen. Boston, 20. April.—Alle hier eingetrof fenen Verletzten befinden sich besser. Geüeru waren dreihundert Mann an der Arbett die Brücke wieder aufzubauen nnd die zerlrümmeiten Waggons aus der Schlucht zu ziehe». Mtttlerwerte wurden die Züge auf einem Seitcngcleije befördeit und der Verkehr der Bahn war nicht unterbrochen. Weiteres über die Revolution aus Panama. Präs. Meira gesan gen.—<sorreoso wahrscheinlich der nächste Präsident. Panama, 11. Apnl. —Am Morgen des 5. April fand hier eine Revolution statt, an deren Spitze Tenor Aizpnra, der Com mandeur der Staatstruppen uud Stiefbruder des Expräsidenien Lorreojo, stand. Die Revolution begann in Arabal, wo die Aufständische» sich für Demafo Cervera, den früheren Präfekleu von Afpiuivalf, als provi forifcheii Präsidenten erklärten. Cervera ist ebenfalls ein Verwandter von Correofo. Die Revolutionäre drangen iu die Stadt uud ver hafteten den Präsidenten Meira im Regie rungspalaste, ohne auf erheblichen Widerstand zu stoßen. Man hörte schon am Abend vorher, daß die Revolution stattfinden werde, und das Depar tement des Innern wurde rechtzeitig von der Sache in Kenntniß gefetzt. Am Abende dcs 5. April kam es wegen der Bewachung de« gefangenen Präsidenten Meirq zwi'chen den Staat? und Naiionaltruppcii zu einem blutigen Zusammenstoße, bei wel chem suf jeder Seite ein Mann fiel. Cervera hat eine Proklamation als Präsi dent erlassen; er wird von den Staatslruppen aufrecht erkalten. Weira, welcher von den Nationalttnppen (Per. Staaten von Colom bia) überwacht wird, erklärt, dajz er der recht mäßige Prästdent des Staates ist. amerikanischen Staaten ist, hält sich zur Zeit in Chiea au>, von wo er am l-t. liier erwartet wird. Eine Staatswahl wird gehalten und er zum Präsidenten des Staates erwählt werden. Aspinwall, li. April. Der „Pa nama Slar uud Herald" vom 10. fagl: „keine polniiche Bewegung oder Veränderung vou irgend welcher Bedeutung hat stattgefunden. Der abgesetzte Präsident Meira wird noch im mer von den Bundes-Truppen überwacht. Aengiiliche Gemüther geben sich schlimmen Befürchtungen hin. Bride Parteien siud be müdl, aufregende Berichte und Gerüchte zn verbreiten. Die Revolutionäre drohen mil Dem, was sie versuchen und ausführen wol len, wenn man sie zwingt, die Stadt zu stür men. Wir glaubea, daß keine von beiden Parteien besonders geneigt ist, zu kämpfen, wir sind an diefe Prahlereien der Politiker ge wöhnt." Weiteres über die Zerstörung >San Salvador durch ein Erdbe ben. j>te Erdccjchtltternngen halten t 't Tage lang an und kul mtniren rn« Mär; iu einem ver nichtenden Krach —Von der gan zen Stadt stehen nur «och zwei «vebände. UeberZ »Todte nnd iUerwunVeke. Kleinere Städte gleichfalls beschädigt. Panama, lt. Apnl. Die früher ein gelrojfcncn Berichte über ein furchtbares Erd beben in Sau Salvador werden durch »euere Nachrichten uichl mir hestängl, fondern es er hell! gleichzeitig, daß die Sladt vollständig zerstört wurde, und was von der Bevölkerung nicht um'S kam, gänzlich obdachlos ist. Der erste stalle Erdstoi; wurde am -l. März, Nachmittags.'> Uhr, veripürt; dieser verur fachte bereu» den verschiedener Wohnhäuser. Diese Erlchüiltriingen dancrleu mit geringer Uutcrbrcchluig fori bis zum 19. März, als plötzlich gegeu 2 Uhr Morgens auf zwei leichte Stöße eiue fuichtbare Er jchüileruug sollte, welche die ganze Stadt in Tnimmcr legte. Die iöladle Sovavango, Jlapango uud sau Thomas habeu gleichfalls bedeutend ge litten, überhaiipi winde jeder Ort im Umkreise von 20 Meilen duich du? scynctliche Unglück betroffen. Oluetlicherweife hatten die Bewohner der Stadl, welche überhaupt geblieben waren, läugü daraus veizichtei, nachis in rhreu Hau fern zu schlafen uud hlelteu sich auf den freien Plätzen auf. Es siud deshalb weniger Meu scheuleveu zu bctiagen, als foust wohl der Fall gewesen wäre. Der Verlust iü aber immensi« groß geuug; mal schätzt, daß ü»o Perjouen oei dcr Kalastrophc ihrcu Tod fanden odcr jchivcr verletzt wurde». Der Werill des zerilörte» Eigeuihums wird auf K 12,000,000 veraufchlagt. Nur zwei Äebäuoe haben die Zerstörung der Stadl überdauert, das „Hoc>.l de Plague" uud der Reg'.eruugsvalast. Wniere — Wackcre? Vcriialicn dcs Pik» Panama, 10. April. D?e dcr Todten uud Verwundeten in Salvador wird verschieden vou augegeveu. Während des Erdbebens, als die Conster iraiiou der Bevvlleruug ihren erreicht hatte, brach iu eiuer Apoihete Feuer aus, welches jedoch rasch gelöscht wurde. Die Regieruugsbeamleu waieu alle auf ihrem Posten nuo hielten sich sehr wacker, Präsident schickte seine Familie nach Sanla Teela uuo ließ auf deiu Hauptplatze der eiu Zelt sür sich errichten, vou wo aus er die RettungSvcrfuche lelteie, die Ordnung anfrechl hielt uuo immer dahin nlle, wo seine Anwe senheit am nothwendigsten war. Wer bci'm Diebstahl betroffen wurde, deu schoß man aui dcr Stelle nieder. Die Behörde» bestehen noch immer darauf, die Stadt a» beuiseibeit Ptatze wieder aufzu bauen, obwohl dieses das achte Mal ist, daß sie während der letzten 150 Jahie auf diese Weife zerstört wurde. Die meisten Bewohner siud nach Sauta Tccltfübergesiedcll. Das eiuztge Gebäude, welches die Erfchüt leruug aust,ielt, war aus Holz aufgeführt. Mau beabsichtigt desisalb, Bauholz aus Ea lifornien zn importtten und mehr Holzhäuser zu errichleu. Aus allen Gegenden der Republik kommen Gaben für die Obdachlosen. Die Pieije aller Lebensbedürfnisse sind enorm gestiegen. Die Gefangenen wurden wahrend der groß len i>onfuiiou nach einem andeicu sicheren Haslorle geörackl. Die barmhcrzigen Schwestern waren uner müdlich iu der Pflege dcr kraukeu und Ver wuudclcu. Eapt. Keiinedh von dem britischen Kriegs schiffe „Reiudecr" leistete wacker Beistand; er nahm auch den amerikaiiiicheu Gesandten mit feiner Familie auf, welche mit kuappec Noth dem Tode entging. Unter den Ausländern, welche am Meisten verloren habeu, sind: Moses K Comp, vo» Loudou; Katteugcll Eomp., Liverpool; G. B. Ken'ord Comp-, Manchester. Es herrschen Befürchtungen, daß die Stok knng der Abzugskanäle, die Blosleguiig der wichen auf den Todleuhöfcn uud andere Ur sachen eiue Pest er;eugen. Die schöne erst kürzlich gebaute Brücke an dcr Straße »ach Soyapaugo isl zerstörl. Ver schiedene Straßen sind durch die gestürzten Felsblöcke, welche oft huuderiTounui wiegen, uupafsirbar geworden. Durch die fortdauernden Erschütterungen wurden auf dcu Todieuhofeu blosgc- vermittlet, daß das Eidbebeu eine Folg: dcr Schließung des Vallans vou Si. Thomas war, dieser ist eiucr dcr sieben fencr fpeieudeu Berge im Uuilreise vou !!0 Mellen. Der Vulkan Jzaleo ist lein i» voller Erup. tiou uud breile Lavaströmc entquellen dem selben. DieOffizicre dcs „Reindccr" berichten, daß das amerikanische Eonjulat ein Trümmer- Haufe war, obgleich die Mauern noch standen. Drei dcs Damvicrs blicbcu zwci Tage laug iu der zerstörten Stadt und bc obachteteu währeud der.»Zell acht Erdstöße. An einige» stelle» ist die Lrde geboisten und zeigt Fuß breite Klüftc, welche sehr tief find. Die Erdrinde unter der Stadt ist augen scheinlich nicht sehr dick. Wenn man das an die Erde legt, hölt mau ein Raufchcu wie das eines uiilcrirdischeu ,>lusfcs; der Fall ei nes schweren Steiues läßt einen hohle» >:laug vcruehmcii. Vermischte Depescheu aus Mew-Aork. New-Zork, Itt. April. Siebenzig ausständige Gasarbeiter haben eine Petition an die „New-r'jorker Gas-Eomv." gerichtet, in welcher sie wieder um Arbeit zu den alleu Preisen bitten. Mar» Reagan starb gestern Abend im St. Pcters-Hvjpitale, Brooklyn, an den Ver letzungen, welche ihr von ihrem Mauue bei gebracht wurden. Her wöchentliche Bankbericht gibt fol genden Ausweis: Abnahme der Auleihen «t,L20,30u; Abnahme der Spezie Kl79,o«iri; Zunahme derLegal-Teuders Kl,126,000; Zu nahme der Depositen K2K8,100. Der Bankberichl ergibt eine Abnahme dcs Reierve-Äapuals vou HI,O-11,32.'i. Mit den Damvferii „Adriatic," „City of Antwerp" uud „Calabria" gingen g.stein K2OBMO nach Europa. In der verflossenen Woche starben hier 533 Personen. Dcr Dpir. „Calabria," welchcr heute Nachmittag nach Liverpool ab'uhr, mußte an der Barre vorAnker gehen, weik feiiieMajchine iu Unordnung gerathen war. Dcr Dpfr.„Batlic" traf heute vonLiver pool hier ein; unter feinen Passagie'.en wareu Sir George Prescott, Lady Prescott uud dcr Achlb. Hr. Prescott von England, dcrßifchof La Flefche uud der Geueral-Vikar DeiaulelS. —ln Jersey Eity wurde endlich gestern Simon Leelrich, du' Mlzrder des arbelters Butler, verhaftet. De? Import der verflossenen Woche er reichte den Werth vou K2,:i!«;,<! 12. Die Dokrorenlatobi nud Botts wurden als angebliche Äboriloniflcn verhaftet und un ter K5OOO Bürgschaft gestellt Die Dampfer von Glasgow, „Fraullfn" von Stettin uud „south Ämc rzca" von Rio de Janeiro sind hier eingc. troffen. Ein Steger wegen eines ttttinenloseil Verbrechens zum Tode verurtherlt. Georgetown, Del., 19. April. Joe Varton, dcr Neger, welcher türzlich an dem Töchtercdcn des Hrn. Lank in Kerioboth ein namenloses Verbrechen beging, wurde heute fchuldig befunden uud zum Tode verurthcilt; er soll am 20. Juni gehängt werden. Entscheidung geqen ein Waisenhans. Clevelaud, 0., IS. April. Infolge eines vom Waifeiigerichle erlassenen Habeas Corpus - Befehls wurden heute dem Gerichle zwei Mädchen, Namens Mariha und 'Niary Kelley, refp. 15 uud >7 Jahre alt von dcr Vorsteherin dcs kalholtschenWaisenhaiiies dem Gerichle vorgeführt uud vou diefem ibrer Mut ter zurückgegeben, welche angab, daß die Kin der vor Jahren zwaugsivcifc in das Institul gebrachi wurde» und deren Herausgabe ver weigert worden sei.. ?toch mehr Eiscnbahnuilsällc. Clevetand, 0., 19. Avril. Eine Abtheilung eines Oclzugcs auf dem Frankliu .»zwcig der „Lake Shore Eisenbahu" stieß iu der Nähe der Hadley>Ltaliou mit solcher Ge walt gegen die erste Sektion des Zuges, daß die Lokomotive demolirt wurde. Der Zug ge> rieth in Flammen und 13 Oclwagen wurden zerstörl. TaS brennende Oel lief in den Fluß und setzle eine Brücke in Brand, welche eine halbe Meile unterhalb dcs Ortes der Katastro phe den Fluß überspannte. C i Ii c i u u a t i, 19. April. Der Nacht tou-Bahu" stieß gestcrn Abcnd bei Carrolllo» mil eiucm Frachlzuge zusammen. Dem Heizer wurde ei» Bein gebrochen, sonst erlitiNiemaud Verletzungen. Dcr Morder von ttzen. Hindman. M e m phiS, 19. April. Heule wurde Lewio Vaughe,-Ums Frauk Burdctt, welcher wegen Ermordung des Gen. Hindman im Sept. 1«i!8 angeklagt ist, wurde heute dem Richter Halscy vorgeführt. Frau M. Hiud mau, die Wittwe des Ermordeleu idenlifizirte dcu Aiigcklagien als deu Äiauu, welcher ver schiedene Briefe au sie richicte, iu deue» er sie ersuchte, uach Memphis zu lommcu, wo er ihr das gauze Mord - Complolt gegen ihre» Manu cillhnllcn wolle. Dcr Ängcklaglc fagie der Frau Hindman, daß der Manu, welcher deu General erschaffen habe, von Johu O'- Moorc und D. Liuihicum in Hcleua, Art., zu dirfcm gcduugen worden fei. Sein Ptol>v für Enlhittluug des ComplolleS fci lheil vciie ein gcäugstigtcs Gewiffeu, iheil weife um sich au denHanplansttsiern derThat zu räche«. Vaughe sagte dcr Frau Hiiidmau, daß er mit Liuthicum am Abend dcs Mordes mil ciiieiii geladenen Cc>vehre in den Hof des Hauies ciutral, woülc aber ui.llt fageu, wer den Schliß abgefeuert habe. Vaughe ivurde iii's Gesäiigiüß znrückgeichickt, um eiue Re quisition des Eouverneius vo» Arkansas ab zuwarten. Ein Hlils/daiiivfer gesiüiken. N! e m Phis, 19. April. Der von Fort Zmith nach New - Orleans bestimime Daui pfer „West-Wind" sank heute mit 000 Balleu Baumivolle. Vrände. Milford- C c ii t r e, Ohio, 19. April. Dcr Bavi'hos der „PiitSburg , Cluciniiali uiid Zt. Bahn" und das gazin vou Sl o ill wuidcu gestern durch Fener zerstört. PortHope, Peiiuf., l!>. April. Der Bahnhof der „Midland Bahn Co." bianiiie heute 'ch'iorgcn ab. Alba u y, l!>.Avril. —Die„Siiudal>Preß" hal '.Nachrichten von Canastota, daß in de» Zlällen von Prail's Hotel Feuer ausbrach, welches das gauzelDolf zu zerstören drohte. Vou der Nachdar>iablOtleida wurde Hülfe re guirirt. Vurenu ves Godiiiivc-^iljpekttirö. Williiimftr?: lii ,r-u>! hinter Nr.-itt, Ailc>'Än»sir-! Rr^ ?,>i7<l. <i Letjie Gelegenheit! Thalia. TsjM Dic Tch i u fsoor >' eii »n q ncl>?t T-ni,- dersii»e>tmorgeuAben», D> s i'komiir. Bekanntmachung für Liebhaber. vorbuchn von Nr.l—Nr. 7. lwe-IIiX« Lulver, von Nr. 1 b>e ü, lli lleinen metoUeucn ituSchea von Piund? liit i.?: . Piiivcr, Glöße , in^Mctall- Nr. löZ, Wcst - Prailstragc, >!iage. Abcud-Echule. üchten Lehr-Anfta't für Kaufleute^ «5. ii.Losicr, President. lScv!.?,lZM'<,>! n.T') Mntwltock Gegenseitige schast in Boston, Mass. Tit>e SeselljchaN wurde ais deZ bcrllhmtn» »M ajjaibuieNler ?! >chl . P tr Ia 11 -K e! ei i - S- ldr Auch-d«n über t 2.500.» WallerW t n I o n, (M<lil».l2Mlk I>>) ° 'un'lcrluchunfl! Ar,». Die kciuf«nanuls.j-c Äsicntur von N. ch. Tun k (somp., Süd-Osi-iLcke d>'r Baltimore- u. <slastisci,r MztraiiNl, Polster, u. s. w., S p r ingsedr - Betten isurr Mobri.l liui» 2'alin Kenten uve spart 2 : Mvlieltt, Laden Willrich- Ladentische, ters u. s. w. 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