Newspaper of Der Deutsche Correspondent, April 22, 1873, Page 2

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated April 22, 1873 Page 2
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Ter Teutsche Baltimore, 22. April Amerika»,scber.Ztcllenschachcr uud d,c Wrcncr WcliauSftelluug. Daß dcr Ruhm der Glam'ichen Admini stration nicht sein ist, wissen unsere Leser be reits zur Genüge; es gibt fast lein Vergehen eines Hoden Beamten, mit dem man den Na men Gram nicht bere'tS in Verbindung ge bracht hat; mau rannte Grant bei dem „schwarzen Freitag," bei dem Zoltamlk- Ichwindel, bei'm V-affenschacher, bee'm Scha ch.r von Konsulaten nnd Gesandtschaftsposien nud wenn auch infolge dcr glücklichen Zniaim nicpsctziliig dcr betleffenden rzoiiimisnoneu keine dcr Anklagen vollständig b wie en weiden konnte, so ist cs doch auch keiner geglückt, deu großen „Geber alles Guleir" von dem Verdachie zu reinigen, daß cr gleichzeitig auch im Nehmen große Feuigkeit besitzt nnd besonders „Msses uud die Propheten" nicht verachtet. B-shcr iil icdoch der Skandal innerhalb dcr vier Wände unserer Republik geblieben; Die d'raußen und d'tlldcn hörten zwar den Lärmen und munkelten Mancherlei, aber es ging sie doch weiter Nichts an. Jetzt aber haben sie volle Urfache erhalten, mehr über die Sache zu sagen, denn in Wien >,eht allgemein die Rede, daß die Regierung die Commissärs . Ernennungen zur Weltaus stellung sür Summen von S'.'-Oütil) an Solche verkaufte, welche gerne in Europa, speziell diesen Sommer in Wien, in ossizieller Eigen schaft auftreten n olltcn. Die meisten der ame rikanischen Commissäre sollen ganz uusähige, unbrauchbare Bursche sein. Ein derartiger Skandal hat allerdings noch gefehlt, um dieser verrufenen Administration auch iu Europa den Stempel der Ecriuprio» aufzudrücken und ihr bei anständigen Leuten alle Achtung zu rauben. Tie Sache wird untersucht werden und wir werden wohl bald mehr erjalren. Wahr scheinlich ergibt diele Untersuchung dasselbe, was iiühere ähnliche Nachforschungen erga ben, daß uämlich nicht Granl diese KanfschÜ linge eiusleckie, sondern Einer ans seiner Um gebung; aber das wird das Odium, welchcs auf Graut und seiner Administration ruht, nicht wegräumen. „Sage mir, mit wem Du umgehst und ich sage Dir, wer Du bist!" Zur Wiener AuSsZclluna. Muiikfeste inWien am 4. u. 11. Mai. lim das musikalische Leistungsvermögen Wicn's vor denGästcn der Weltausstellung in solenner Weise zu repräseutiren, veranstaltet die„GejeU. schast der Musilsrcuude und dcö Conscrvato rinms," die e.lreste musikalische Lorprralion, iiiVcrbindung mit den beiühmtcntiörpeischaf tcn: WitnerMännergeiangverein, Philiiarmo- U'sä e Gesellschaft (Lrchcstcr kaiserl. Hosopcr), und Singrcrcin uud unter Ziizichnug der er sten Gesangs- ui'd Jlistruuicutalsolistcn der Residenz zivei große Musikseste an den Sonn tagen, -l. und 11. Mai, Mittags, indem großen Prachljaale dcs Üonscrvatorinms. Das Programm dcö eiste» dieser Musikfeste wird die berühmtesten Coinposiiionen Franz Schubert's, das letzttre die größten Werke Bce.hoven'S (darunter die neunte Sympbo nie) entdaltcn uud damit eine großartige In terpretation der Schöpsungen dieser beiden großen Milsiksöhne Oestercich's darbieten. Besucher dcr Wiener Ausstellung, welche sich Plätze sür die>'e Feste sichern wollen, werden gut thun, ihre Bestellungen ehestens brieflich oder telegraphisch au die'Musiki'erciiistanzlei (Lothringiiraße Nr. II) zu richten. Die Betheiligung der Vcr. Staatcu an der Wiener Auestclluiig bat sich so lebhaft gestal tet, daß sich der für dieselben rescrvine Raum im Jndiiiiric-Palasie, obgleich cr dreimal so groß ist, als jener, den sie in Paris 1867 in nehatten, als unzureichend erwies. Die Mission derVcr. Staaleu hat sich dcshalb cnt ichlossci', einen proßcn Hof mil cinem Flä chenranme von 25W Quadratmeter auf ihre Kosten eindecken zu lassen. Auch in der Ma jchineiihalle reicht der den Ver. Staaten zuge wiesene Raum 'ür ihre Exposition nicht ans; die amerikanische Commiision läßt in Folge dessen gleichfalls auf ihre Kosten einen gießen Annex zur Mafchiueuhabe für die Uulerbrin. »zuiig eines Theiles der aus Amerika zuiAus siellüug gelangender! Masehiucu errichlen. Nacbträglicbes über die Entschei dung betreffs der „Atlautic"- Katastrophe. Aus der Entscheidung, welche Zoll-Collcktor E. in Halifax als Unicrsuchiings- Commissär iu Sachen dcs Dampscrs „Atlan tic" abgegeben und worüber bereits tu uliss rem Samstagsblatte berichtet wurde, heben wir noch folgendes hervor: Die Kohleuvorräthe, mit welchen das Schiff inSec stach,wenn dasFahrzeug seine gcwöhnli chej>Kejchwindigkcit entwickeln sollte, und Mit Rücksicht anf die Jahreszeit und die Wahr scheinlichkeit, schlechtem Wetter und Winde» zu begegnen, müssen die Kohlenvor rälhe als ungenügend erklär! werde». Ter Eapltün Williams war gerechtfertigt, den Eonrs nach Halifax einzuschlagen, da einer seits die Kohlenvorräihe Moniag, am 31. März.nuriioch 127Toniieu betrugen, während dcr Dampfer noch 460 Meilen von Sandy- Hook entfernt war, und andererseits Anzei chen von stürmischem Wetter vo>Handen waren. Dcr Commissär bespricht dann die Art dcr Berechnung des Courses und findet nach dcu Auslagen der Zeugen, daß der Capitän inso fern salsch rechnete, als er die Meeresströmung längs der Küste von Nora-Scotia nicht genü gend in Betracht zog und das Schiff daher zwölf bis dreizehn Meilen westlicher getrieben wurde, als beabsichtigt war; ferner aber wird erklärt, daß, auch wenn das üschiff richtig gc stenert worden wäre, es durch andere Fehler, die begangen wurden, wahrscheinlich gemacht wird, daß dtlinoch dasselbe gescheitert wäre. Und diese Fehler sind folgende: l. Die Un achtsamkeit bczüglich der Küilenlichter; wäre gehörig Wache gehalten worden, so müßten die Küstenlichtir von Sambro'slsland, Che bucto ni d Devil's Island schon längere Zeit vor dem Schiffbruch gesehen worden sein. Die Nacht war verhältnlßmäß'g klar und die Kä steiilichter in guter Ordnung. 2. Grobe Fahrlässigkeit in dcr Bestimmung der Geschwindigkeit dcs Schiffes. Dcr Cap>'- län schätzte die Geschwindigkeit, mtt welcher das Schiff dahinfnhr, nachdem er den Cours auf Halifax ciiige>ch!ageli, aus elf Kuoteu pro Stunde; die gewöhnliche Geschwindigkeit dcs Schiffes bei günstigem Wind und Wetter, wie cS damals Verfall war, betiug zwölsbis drei zehn Knoten pro Slunde, und da mau mit voller Tampskraft fuhr, war kein Grund, die Eile des Schiffes geringer als sonst anzuneh men. Man benutzte zur Bestimmung dcr Schisssgeschwindigkcit blos das Log, ». dieses nur in Zwischenräumen von zwei Stunden. Die Offiziere des Siliiffes scheinen diese Aibcu uu?schlicßlich dcm Quaiticrmcister überlasse» zu haben. Daß der Capitän um Mitternacht daö Deck verließ, wird „zum mindesten" un klug genannt, da hicdurch die Untergebenen zu dem Glauben verteilet wctdcu mußten, das Schiff sei von der Küste noch viel weiter cnt scim, als es nach dcs Capitäns eigener Be rechnung lein konnte. 3. Ter gröbste Fehler aber war die Unter lassung des Scncireuö. Das Schiss fuhr ivahrend dcr letzten acht stunden in sondir barem Wasser, d. h. die Seckirlea enlhalren so genaue Angaben über die Tiefe dcs Meeres ni dieser Gegend, daß ein richtiger Gebrauch des Scnlbici's allein ausgereicht hätte, das Schiff vor der gräßlichen Katastrophe zu de lvabren. Ter Eommifsär erklärt fchließliäi, daß nur das brave Benehmen und die energische» An-- sirengnngen des Eapitäns nnd seiner Ossiziere nach dem Auffahren der „Ailantic" ihn ver hindere, eine größere Strafe als zweijährige Suspendirmig des Patents dcs Eapitäns zu beantragen. Ter vieite Offizier, Brown, be ging den Fehler, den Tiener, welcher Eapitän Williams um 2 Uhr 40 Minuten Morgens wecken sollte, davon abzuhalten. Hiesur wird er mit einer dreimonatlichen Suspendirung seines Masler-Lmifikales bestraft. Der bevorstehende «esuch des Kö nigs der Sandwich-Inseln. Wahrend im vorigen Jahre der Sohn des Kaisers aller Reußen, Großfürst Alexis, die Ver. Staaten mit seinem Besuche beehrte, wird in diesem Jahre ein anderer Fürst von Gottes Gnaden eine Rundreise durch die Äer. Staaten antreten, nnd vielleicht nicht weniger Anspruch auf gute Aufnahme haben, wie je uer. König Lunalilo 1., vulxo „Prince Bill," Sclbslbeherrscher aller Kanälen, wird inßälde seine ineeruinschluugeue Heimath verlassen, um sich die Gewohnheiten und Sitten des amerikanischen Bolkes anzuschauen und bei uns die nöthigen Anhaltspunkte für seine eivi lisatonschcn Bestrebungen in der Heimath zu finden. Der Besuch Lunalilo's hat vielleicht eine größere Bedeutung sür den amerikanischen Handel im stillen Ozean, als man denken mag. Seit dem Tode des allen Königs Ka niehameha V., über dessen viele Sonderbar keiten und wenige Tugeildeu viel geschrieben ivorden ist, haben die Zustände der Sandwich- Inseln eine andere Gestalt angenommen. Der Nachfolger, Lunalilo, gibt bei jeder Gelegen heit das eniste Streben zu erkennen, sein Voll nach amerikanischem Muster heranzubilden nnd dasselbe nach und nach aus eine Eulttir stufe zu stellen, welche es befähigt, die reichen Hülftqaellen, welche von der Natur feinem Jnsclreiche verliehen worden sind, gehörig auszubeiiien. Zur Erreichung dieses Zweckes hat sich der junge König mit einem Eabinel umgeben, welches aus Männern besteht, die mit amerikanischen Sitten und Einrichtungen bekannt sind, und deien Einführung als heil sam für Land uns Leule erkannt haben. Amerikaner!,, welche sich Behufs Gründung voii GeschäsMi aui Hawau Niederließ'u, in ruf die Weise jeglicher Vor- 'chun geleitet worden. Ter Hauptzweck dcr Reise des junacn Königs soll jedoch der fein, mit unserer Regierung auf Gegenseitigkeit be ruhende Vectraie abzuschließen. Es ist gewiß für die Ver. Staaten von Wichtigkeit, mit Hawaii in engere Beziehung zu ttclcn und die Gründung von Stationen s.ir uniereKriegs. und Handelsflotte im nörd lichen Stillen Ozean zu erlangen. Aus dem Seewege noch Avstialien und den chinesischen Häsen, wenig mehr als tausend Meilen von Sau Franzisco gelegen, bildet kein Punkt im stillen Ozean bessere Gelegenheit für Repa ratMeii und Veiproviantirulig als gerade diese JiMgruppe. Schon jetzt legen die Damps schiffc der australischen uud chinesischen Linie dort an, um sich mit ucnem Kohlenvorralh zu versehen; auch findet die alljährlich im Stillen kicnzende Wallfijchfänger- Flotte dort sichele Winterquartieie und eine bessere Gelegenheit, sich mit frischemProviaut zu reichen, als in irgend einem Hafen der Pacisic-Küste. Es ist also leicht zu begreifen, von welch' unberechenbarem Nutzen für un seren Handel dcrßesuch des Königs Lunclilo's in de» Slädlen der Union sein wird, und schon von diesem Slantpunkte aus sollte dem selben überall ein herzliches Entgegenkommen und ein würdiger Empsang bereitet werden. Die dcutscke Münzreform. Nachdem vor zwei Jahren durch das Gesetz über die Ausgabe von Rcichsgoldmünzen dcr erste Schritt zur deutschcuMünzresorm gethan worden, ist jetzt ein zweiter Gesetzentwurf zur Vorlage an den Reichstag ausgearbeitet wor den, dcr dieNesorm zum Abschluß bringen soll. Seit dem Ende dcs Jahres 1871 sind unaus gesetzt gemeinsame Goldmünzcn ausgeprägt ivorden nud es sind jetz! ungefähr «00 Millio nen Mark in Zehn- uiidZwanzig-Markiiückeu vorhanden. Davon sollen 120 Millionen sür denßeichs jtriegsschatz abgezogen weiden, und somit würden -!80 Million«! Mark die tür den Vcr kehr Deuisch!aud's bestimmte Menge darstel len. Nach Durchführung der reine» Gold Währung würde jedoch eine viel größere Su mme sür den Verkehr erforderlich sein, und da die Ausprägung dcs nöihigen Bedarfs, sowie die Herausziehung dcS einsprechenden Bctra g:s an groben Silbermünzen aus dcm Vei kehrc noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen würde, so ist, um die dcsimiive Regelung des deutschen Münzweseus nicht bis dahin ausz». setzc», beschlossen woiden, die Silbermünzen der Thalerwährnng behufs Erleichterung und Beschleunigung des Ucberganges einstweilen als Mnnzcn des Marlsifflems in Umlauf zu lasten, die Ausprägung der nichi in Gold her zustellenden Münzen des Markshstems anzu ordnen und die gesammte künftige Mänzver iassnng Denischland's durch Einsührung der Reichsgoldwährung und Markrechr.ung dcsi liitiv zu regeln. Als Ncchnungseinheit dcS künft gen deut schen Wrinz'ystcmes wird die Mark dienen, welche den funstcu Theil von zwei Thalern, den zehuien Theil des Zehniiiark-Goldilricke!! bildet und als Grundlage sür die Umrechnung icr in den Münzcn der bestehenden Silber währnngcu ausgedrückteußeliäge in diePtiin zcli der Reichsgoldwährung ist das Wcrthver haltniß des Silbers zum Golde wie l zu I>'>j festgestellt worden. Sobald nun die sür den kleinen Verkehr erforderlichen Münzen des neuen Systems in ausreichendem Umfange ausgeprägt sein werden, soll die Reichsmark- Währung' an die Stelle dcr Landcswährniig tteten. Es sollen demnach ausgeprägt wer deu ein ansehnlicher Beirag von Einmarktiut. ken, ferner die znni Ersätze derVicr- nndZwei psennigslücke dcr Thaleiläuder nöthigenSchei dcmünzen und endlich dcr Bedarf der nicht dem Thalcrgebiete ungehörigen Bulidesstaa> teil au Münze von weniger als eine halbe Mark. Eingezogen sollen dagegen werden fämmtliche nicht dcm Thalersuße angehöiigen Scheidemünzen, die Zwei- uno Vieipfennig stücke, sowie die anf anderer Thalertheilung, als zu :Z0 Groschen, beruhenden Scheidemün zen und endlich die nicht dem Thalcrsnße an gehörigen groben Silbermünzen. Die Mittel zur Teckunz des bei dcr Einziehung dcr Lan t'.smnnzcn unvermeidlichen Verlustes soll der ReichshanshaliS-EuU geuähreu. Dicö sind in ilürze die weiei-itichen Besiim iiiuiigeü dcs Geiltzcuuvurscs. Aus dcm deut schen Reiche wird dadurch ein cN'.hcittiches Münzgcbrct geschaffeü werteii, das nur eine einzige Rechnuiigscinheit anerkeunt, während b.s jetzt acht verschiedene MünzilMme in Deutichlaiid bestanden. Im Uebrigen aber scheint man, wenn auch erlläit wird, daiz zur »Koldwähriuiq übergegangen werden soll, den noch noch sür längere Zeil eine Art Doppel währung behalten zu wollen, da Silbermün zen neben den GoiSinünM cirkullren und ausgeprägt werden sollen. Man scheint, wäh rend die Münzen dcr süddeutschen Währung verschwinden werden, die Thaler beibehalten und die vom Reichstage derselben davurch umgehen zu wolleu, dag sie als Münzen des Marlsristenis einstweilen noch in Umlans bleiben sollen, bis, wie erklärt wird, dcr Silb-rinarkl daö Thalcrsilber all inählig absorbirt habe, was wahrscheinlich noch sehr lange dauern wild. Der Heibeijüh rung der internationalen Münzeinignng wird durch die deutsche Müuzreform kein Lorscheid geleistet werden, nnd absichtlich nicht, weil man den Wlederadslüjj des jetzt 1o reichlich Deutschland zufliegenden Goldes verhindern will. Jene Einigung würde daher nur mög lich werden, wenn England, Frankreich nnd die Ber. Staaten sich entschließen, an ihren Münzsystemen derartige Aenderungen vorzu» nehmen, daß sie dem deutschen ideuusch wur den. Europäische Berichte —Tie Abschaffung deö Zündnadel-ZewelnS in der preußischen Armee scheint beschlossene Sache zn sein. Au« Berlin vom 31. März wird geschrieben: „Dcr letzte Freitag war für unsere militärischen Verhältnisse ein bezie hungsweise sehr wichtiger Tag, wenn das auch in keinerlei ostensibler Wcije zur Erschei nung trat. In dem Rapport dcsTages stand, daß dcr Kaiser mit einer großen Suite »iPots. dam gewesen sei, dort dem Excrzireu von vier Compagnie'!! des ersten Garde-Regiments zn Fuß, der sogenannten Compagnie-Besichti gung, beigewohnt hatte, ivie daö alle Jahre iim diese Zeit üblich ist. Nur brachie der „Staals-Anzeizer" außerdem die Notiz, daß die letzte Compagnie des Füstlierbalaillons mit dem neuen Mauser'schen Gewehreexerzirr habe. Darin war das Bedeutungsvolle de« Tages berührt. Es war das erste Mal, daß vor dem obersten Kriegsherrn eine Truppe mit dem neuen Gewehre opeiirle: dicErfolge wa reu überraschend. Der Compaguieches ließ in einer halben Minute sieden Salven geben, und diese Zahl ist noch nicht die höchste Lei stung; sie kann sogar im Nothsalle verdop pelt werden. Im Gesolge befanden sich die beiden militärischen Vertreter der sranzösiichen Botjchasi. Sie schienen der Sache mit ziem licher Gleichmüthigkeit zuzusehen, aber dem aufmerksamen Beodachler konnte die Span nung und Ueberraschniig in ihren Zügen doch nicht entgehen. Eine neue Waffe ist in unsern Tagen cinEreigniß, 11. so dürste man voraus sichllicherWeise nich: sehlschießeu, wenn man diesem Tage, wo unser Zukiinfts-Gewehr zum eisten Male in weitere Anwendung auf den Schauplatz trat, nichr nur eine inliitärische, sondern anch eine Poltische Bedeutung bei legt." Generalfeldmarjchall Graf Wrangel, jetzt 8!» Jahre alt und seit 77 Jahren in der Armee, feierte am 31. März den 50. Jahres tag seinec Ernennung zum preußischen Gene ral. Die Zahl der Ovationen, die für diesen Tag vorbereitet worden, war sehr bedeutend. Eine großcAnzahl von Deputationen, ebenso auch einzelner Personen, besonders höhere Of fiziere und prinziiche Herrschaften, erschienen zurÄratulativu, tonnten jedoch nicht vor dem Jubilar vorgelassen werden, da wegen dcs ihn kürzlich betroffenen Schlagansalls die Aerzte streng verboten hatten, irgend Jemand zu dem Patienten vorzulassen oder ihm die zahlreich eingegangenen telegraphischen uud schriftlichen Glückwünsche vorzulege». Der Zustand de« Marschalls schreitet übrigens, wenn auch langsam, so doch sicher Verbesserung entgegen. Auch die vom Kaiser m Aussicht genom mene besondere Auszeichnung dcs Marschalls mußte unter diesen Umstanden unterblei ben. Die Auswanderung aus den Provinzen Preußen und Brandenburg nimmt in diesem Frühjahre auch ungewöhnliche Dimensionen an, was, namentlich in feudalen Kreisen, ein sehr unangenehmes Aufsehen macht. Hinzu kommt, daß der Andrang zu den großenSläd ten wächst und infolge dessen hier uns da aus dcm Lande eine ciuffallendeLeere bemerkt wird. Ei» westpreußischer Laudraih, dem, wie es scheint, gar zu Viele auswandern, hat jetzt, wie er selbst amtlich kundgiebt, „die königli chen Gendarmen" angewiesen, anf dem Bahn- Hofe des von ihm regierlenKrcises, die Auswa nderer nach AuswaiioerungS-Eilaubniß, dem Auslandspässe:c. zu fragen, u. falls sie die P apiere nichr haben, sie an der Avreije zu vcr» hindern, auf die Milllärpslichligen und die, welche einen Dienst ohne Kündigung verlas, sen, ein wachsames Auge zu havcn. Nun sind in der Regel alle ordnungsmäßig Aus wandernden mit den nöthigen Papieren Veilchen, uud die, welche sie etwa nicht besitzen, werden sich aus einein andern Bahnhose zu rathen wissen. Mit solchen kleinen Polizei mittel» läßt sich ein Strom der Auswande rung nichr eindämmen, hat doch der oberste Polizei-Ehef, der Minister ves Innern, jcldst bereit« zugegeben, tag sich mit Polizei- und Gcietzgebungsmasregeln dem Answande rui.gsniebc nicht veikommen läßt. Aus der Provinz Posen wird berichtet: „Z-vel eSuzljälje ganz seltener An, ein acht zigjähriger Greis und sein Sohn, die sich rm Laufe der Jahre an den Bauern der Provinz kolossal bereichert halten und überall als Bluisauger verhaßt waren, bogen kürzlich aus cincr Reise von der Chaussee ab, um die an- deilhalbZilbcrgroschen Maulh für ihren Wa gen zn ersparen. Aus dem Seitenwege hat. ten sie eiuen Dümpel zu passiren, uuv man wird schlüssig, hindurchzusahrcu. Äaiiin war daS 'dferd einige Schritte hineingegangen, als cs, wie von unsichtbarer Gewalt gezogen, schnell weiter fant und den Wagen mit den beiden lassen nach sich zog. Im Nu waren dicLctzleien bis an die Biuit von schirutzigeiu Wasser umgeben, und umcr Sträuben dcr Haare fühlten sie den Boden unter sich wei chen. Aus das Geichrei der Beiden eilten die Feldarbeiter mil Stangen herbei, um Hül'e zu leisten; als sie aber sahen, wer der Hülfe bedüisrig sei, reichten sie uuter lachen und Triutlicderu den Beittveifelnden die Stangen hin, um in dem Moment, wo diese danach griffen, sie ihnen wieder zu entziehen. Hunderttausend Thaler bot dcr Alte mit gur gelnder Stimme Demicnigen, tcrihn leite umsonst. So saiiteu die Verunglültien tiefer und tiefer noch einige verzweifelte Griffe mit dcm Aimcn über den Wasserspie gel, dann ward es still, und große Kreise be zcichncleü die Stelle, wo eben zwei Menschen ausgeathinet haricn. Es können nnr Tha ten liirchlbarstcr Art gewesen sein, welche die Landbevölkerung zn solch' entsetzlichen Rache gcjühlcn ausgenachelt halten." (Lahr i. Br., 27. Marz.) Aus cincr heule dahier stattgehabten Beisammlung von etwa3ot) dcr bedeulendstenLierbrauerßadei.'s wurde eine Eingabe an die Zweite Kammer, die Aufhebung der Äesselsteuer und Einfüh rung der deutschen Malzstcuer betreffend, be schlossen. Archeidem emigte man sich, eine Erhöhung dcr Bicrprcise im Verhältniß zum gesteigerten Rohmaterial, dcr Lebeusmincl, dcr Arbcitslöhne nnd dcS kostspieligeiiEisaus. wandes anzustreben. Bei dem uach den Ver handliingen stattgehabten Mahle wmden be gcislene Toaste auf tea La.idesfürsien und den itaiser ausgebracht. —Ans Slutlgart, 2l). März, wird geschrie ben: „Tie letzte Nacht ist verhalliilgiiiäßig rnhig verlauten, bricht dadurch, dag die Bür gerjchasr selbst in Gestalt Vau uerii, Schützen und Stadtteile:» die Ruhe stisttuig in die Haud nahm, ist dieses Aesnt tai erzielt worden, sondern dadurch, dast ictzi endlich Ordnung und System in die Sichcr heltsmaßrcg:!» gekomnicn ist. Paliouillen der geuannteii Kategorien ginzen regelmäßig und ohne Aushören, bIS keinerlei Skauval ».ehr zu besürchten war, durch die gesähidelcii Straßen und trieben die Ansammlungen, ge liern meistens wieder Neugierige, mit leichter Mühe anscinanoer. An den Tagen zuvor waren die Veranstaltungen unglaublicher wcise derart gcirofsen gewesen, daß zuerst die Zusammenrottungen bis zum gcsährtich ficii Umfang fast uubehiudcrt sich bilden kann leii: alscaiin wurde cingeschritren, nachdem schon hinreichend Unfug gerrieben war; nach dcm Einschreiten fing der Skandal genau von vorne au. Ob Mililärperjoneu oder „Spirizvülgcr" dcnSichcrkeilsdleust leisteten, das wäre imGruude eine unlcrgcordneicHrage gewesen, wenn nur cin den Tumulten vorbeu »jeiider Paiiouillendienst eingerichtet wurde; nnd das ist gestern, wie gesagt, mit Erfolg geschehen. Es wäre ein und BrcilcS übcr die Rivalitäten zwiichen Stadl, n. rilii litär-Bchörden, die bci dieser Gelegenheit zum Porschein kamen, zu erzählen; doch ist es viel leicht bcfser, solche Dinge mit Vergessenheit zu dedcrk n. Erwähnt sei noch bezüglich dcs qcflrigen Abends, daß durch die Unvorsichtig keit, die man beging, iudcm man gcgeuAbeud die Feuerwehr durch Hornsiguale zum Dienst beriet, mehrNeugierige, als die Abende Vviher a»f die Straßen gelockt wurden. Trotzdem wurde durch die geordneten Pattvnillciigange nach wenig Stunden dießnhe völlig herge stellt. Leider ist mau für heule Abend Sonnabend, dcr aUgemcinc Zahllag nnd sür morgen— Sonntag nicht ohne Be svigniffe, wclche durch las wahrhaft prachi volic vermehii wcroei'. Hrf fcnilich wird ab?r Seitcns der Vchölden die selbe Taktik wie gestern befolgt und werseu wir fo den unbehaglichen und beschämenden Zustand endlich los werden." Die in Brannschweig hat eincu provisorischen Abschlug gcfandcn. zwischen der LaudcSregierliug und dcr StäiiScvclsamiiiluiig vertraulich vereinbarte (Äcj''tz über diele heillige wurde am Stt. veiötsei.llicht. Dasielve bestimmt ter Garantie dcS deimchen Kaisers imWeseni lichei! das Folgende: So tange beiErlediguug des Throne? nachAnsicht der SlaatSrcgicrung und der Laudec-Versammlung dem Regie rungsantritte dcs erbberechtigten regierungs sähi'gen Throiiiolgers Hindernisse enigegenste hen, übernimmt der Großherzog von Olden burg die Regentschaft. Wenn vor dcr Erle' digüliz des ThroncS dcr dcsignirte Regent die Regentschaft ausschlägt oder diedesignirte Re genischast sonst unwirksam wird, ernennt der jetzige Herzog gemeinsam mit dcr Landcsver saii.uilung cinen anderweitigen Regenten aus dcr Zahl der rcgi rcndeu deinschen Fürsten; an Stelle dcs Herzogs schlägt das Ministerium den neuen Regenten der LandeS-Pcrsammlung vor, wenn nach dcr Erledigung dcs Throucs die designirt gewesene Regentschaft aus irgend welchem Giunde unwirksam werden folltc. Der Zweck dieses Gesetzes ist offenbar, zu ver hiudc'rn, daß nach dem Tode des jetzigen Her zogs von Brannfchwcig dcr zur Nachfolge berechtigte Ex-Äönig von Hannovcr dieses Thrönchcn einnimmt u. daß, so lange cr lebt, die erwähnte Regentschaft bestehen soll, daß abcr nach dem Tode des Ex » Königs dessen Sohn in seine Rechre eintritt. Dem Lctzlcrn wcrden nämlich keine so seindselizcn Gesühle gegen die ncue Ordnung der Dinge inDeutsch iand, wie sein Bater sie besitzt, beigemessen. —Am 21. Aiignil d. I. seiert der Llardinak Rauscher suu s>l-jährigcs Jubiläum alsPric ster. Der tiardliial wurde am L. Oktober 1797 zu Wien geboren uud am 21. August 1823 zum Priester geweiht. Er kain als Eoo> perator zuerst nach Hürteldors, bald jedoch wieder nach Wien und wurde hier Direktor der nrientalischeu Akadamie; am 29. Januar 18-ll» wurde er zumVilchof vonSeckan(Graz), am 2L. Aiärz 18-'>3 zum Eizbischos von Wien ernannt, am 15. August 1853 consecrirt und am 15. Dezember 1855 zum Kardinal er hoben. In Teplitz starb in der Nacht vom 11. zum 12. März der pensiouirte Hauptmann Winkler. Als man früh die Aufnahme dcs Todesfalles vornehmen wollte, war die Thüre zur Wohnung verriegelt. Nach gewaltsamer Ocffnung dcr Thüre fand man die Frau des

Verstorbenen (sie war crst dreiizig Jahre all), an dcr Leine dcs Rouleaux erhängt. Das Weib eines StraßeneinrännierL in Poealck (Lölunen) halte neulich mil dcmGat ten cinen Verdruß, der aus einem geringfügi gen Anlasse entstand, bei dem Wcive abcr eine solche Erbitterung zurückließ, daß cS deu Em schlnß faßte, seinem Leben durch Selbstmord ein Ende zu machen. Dieses Vorhaben führte sie in solgender Weise aus: Die Lcbensüt'cr. drüssige kaufte ein halbes Pfnud Schießpnlver u.umB.Är.Schroi, wickclteßcidcs in ein festes Papier, legte dasselbe in cinen mir glühenden Kohlen gefüllleii Topf nnd setzte sich daraus, resigniit erwart.nd, daß sie inStncke zerrissen wcrde. Das geschah nicht, sie wurde aber von ihrem gcsahilichen Sitze zu Boden ge. schlendert und crlilt mehrere Brandwunden, die zwar nicht lebcnseiefahrlich sind, aber sür sie von andcrn höchlt unangenehmen Fol gen sein dürsten. Aus Paris kommt das merkwürdige Ge rücht, daß der Gras von Ehainbord (oder Kö nig Heinrich der Fünfte, wie cr sich nennt, der leyie kinderlose Sprosse aus dem Hauie Bour bon) den Sohn Louis Napoleon's als seinen Erben und Thronsolger adoptiren wolle. Darf man der „Rcpubl'.que Francaise" glauben, so bereiten die Erben dcs Kaisers Napoleon eiuen Prozejz bei den Pariser Ge richte!! vor, der ihnen wenig zur Ehre gereichen würde. Zu den ersten Jahren des Kaiserrei ches, erzählt dieses Blatt, machte die Kaiserin Euzenie dem Hospital sür unheilbare Kranke zu Paris eine Schenkung von 15v,vt)0 Francs zur Gründung von zwölf Betten, sechs für männliche und sechs für weibliche Kranke. Nach dem SchenknngSakle sollten diese Betten für Personen von mehr als 70 Jahren be stimmt sein, welche, gleichviel, wo sie geboren waren, mindestens ein Jahr in dem Seine- Departement geivchnt hatten und mit einer unheilbaren Krankheit behaftet wären. Die Kaiserin behielt sich selbstverständlich die Ver fügung über diese Betten, d. h. das Ernen uungsrecht, vor nnd machte von diesem Rechte während der ganzen Dauer ihrer Negierung Gebrauch. Nach dem 4. September zog man sie, wie nicht minder auf dcr Hand liegt, bei der Vergebung dieser Betten n.cht mehr zu Nathe, und nun verlangt ein Schreiben des Hrn. Rouher von der Hospitalverwallung Ausschlüsse, wie die „Republique Francaise" meint, in der stillen Hoffnung, wegen Nicht erfüllung der Schenluugs-Beizingiingcn die IüU,VOO Francs rcllauiiren zu können. Er wurde bedeutet, dajz eiu Dekret des Ministers des Innern dcr Schenkerin das Präfenrations rechr entzogen und dem Staatsoberhaupte übertragen hat. Die Kaiserin Eugeuie will nun klagen und die 150,000 Francs, welche sie aus der Eivilllste hergegeben hat, sür ihre Privatchaiulle retten. Ein gewisser Sieiliano aus Palermo soll ein automatisches Steuerruder ersunden haben, mit dessen Hülse Schiffe viel leichler und sicherer regiert ir erden können, als durch die geschicktesten Steuerleute. Sachverständige haben es geprüft und ausgezeichnet gefunden. Ein Modell dieses automatischen Steuerru ders wird auf dcr Wiener Ausstellung zu sehen sein. Taschenuhren, Standuhren und Juwelen, empfiehlt sich dem geehtten 'liudlikum. Giststosi in der Luft. Jahreszeit berrlchlnden Leiden. Es ist sowohl ange- und i?eil,e.m. At-rl Lem, Fabrikant vsa seinen Schmurksachen u.Siidrrwaeren,- dilligsten lNo'rt.t^i) t^etraut: Am IZ. Avtil '»rch H. Slti»> -N»>i»sl Tra Illingen. Am 3 Waltin? «t. Z. lete Am ?lpril <sar! Zl. lion Harback im Starb <?s starb plötzlich wodnen. De. t.e.u>rnde ' Eurl Namutli. sebkiisverimiwings' - GMsch- N, 22, Secoudstr., im Marmor-Gevaude, A. B» 'Ricl'vlA, Gefchöflskührer. 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Agent sür die "V»riee/ 111 .'jork.Ha. Unterhaltungen. -Theatre Comique. Außerordentliche Attraktionen ! (»in ganzes Heer neuer Sensationen! Jeden Abend und Dienstag und Sonnabend Nachmittag das großattize SensatlonS-Drama : „Der Straßenrauber von Paris" Vorder irrten in einem ,<dem Äe< 'chmccke kreisliches bietenden foler aus: ur-.d Tänzer; nd s opyi e, ned t ccr solchen Ballet Truppe; der aUkjkii iior Witz uderwrudeinde delleble Tarstel- o<utjcher und Charter ; Mittivo-t, -tldend ü'. l>,de> I !. uriieder irrank in iil, und ». v-rr! lon Die riesige Variei>!lin-T:uspi ,n n.oem rei.l.hailj » . gcn rre'gre.iiime. Im Ganzen dielet dieses die grözien und delien Unicrlial-ungc» in Tiensiags u.i Flud ü Opernhaus. Heute, den 21. April Lydin Thompson unilbrrtrrffl!che Burlesken - Truppe. und «renoe, ge. und MeLnisicy'e Musikalientiai.tlurg -ä. 7, IS. und )I. MG HolUdlUistraßcii-Tlieatcr. Untrer und s>ir dclegtc oer > Übr. vn-i't>.llnc.'n K cfsnung um 1, Bcczlnu um Udr. ~ i Kaitc,'' long «ilr k>iin.n U>l.> «ii!>.r t« »iilii, i> '-oirce!"'' Thillitl. „Kanins." HM,(slsics Pic - der sv.'ö" s... r t / Gluj)tr ! 'v O'Prie l's g r l> k e Tcha!l st e! l!t n g unter sechs ?>t!ilU wird aus dem ! Vclnir-Mar!t-Pla!ze einer och e, von Montag, dn> . ?!z.ril, an, stattfinden. (sine dreifache sNenagerie, ein dreisncher eine dreifache nnd ein dreifaches Mnsennl sechs verschiedenen PavillonZ. iu te.i nur l<rnts; zwei Meilen lange Prozession, zwei Äiliikcorps, zwei goldenen Chariol-Z, die Monster-Elephanten, das Tonnen schwere Nhinozeros innszig ?.las- und Eisen-.Üäsi.ie. (92 l!«>) WUitncn, ii.ktor. 9iestallration n. Lagerbier, Nr. banovnstrayr. Vhicaqs er, Milivaukcr'r Perei n e r Enq e l' s Phiiadelphlia'er Bier. geiichri. Groiic-?lsfo?tl,nrr!ivonNhkl n- W eln anHnnd t Üitir'i.-.'lli IN ' Sivbcrt s nach enrvl !ane. L)lUei/' Nr. Fayette-, nahe b'alvkr<str., chcr von uUen i>><üd "mpj». 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