Newspaper of Der Deutsche Correspondent, April 23, 1873, Page 1

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated April 23, 1873 Page 1
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Majestät, sprach dieser endlich in ruhi gem, eindringendem Ton, Niemand kann die gewaltige >trast unseres Gegners höher anschlagen, als ich, ich habe mit den Preußen zusammen im Felde gestan den und kenne ihre materielle und ihre moralische Macht. Beide sind ungeheuer, ihre Bewaffnung ist vortrefflich und das Zündnadelgewehr ist von surchlbarer Wirkung. Würden wir ganz allein Preußen gegenüberstehen, so würde ich mit schweren Sorgen in den Kamps ziehen. Was mich beruhigt, sind unsere deutschen Bundesgenossen. Die Reichsarmee! sagte Gras Mens dorss. Nicht die einzelnenKontingente sallen sür mich militärisch in die Wagschale, fuhr Baron Gablenz fort, sondern der Um stand, daß diese einzelnen Armeen preußi sche Truppen absorbiren und unsern Geg ner zu einer komplizirten Kriegsührung zwingen werden. Hätte ick in Hannover bleiben können, so würde diese Rechnung noch richtiger gewesen sein, indeß, auch ohne jene Kombination wird Preußen mit sehr getheilten Krästen fechten müssen, während wir konzenlrirt agiren können. Dieß, kaiserliche Majestät, isl meine Be ruhigung, hierin beruht meine Hoff nung auf den Erfolg, der immerbin schwer wird erkämpft werden müssen! Soweit meine Ansicht als General. Ueber die Zustände in der Armee, wel che etwa die Schlagsertigkeit derselben hemmen könnten, kann ich nicht urthei'en, bis ich sie gesehen habe und die Gründe habe prüsen können, welche den Feldzeug meister zu seinem Urtheil bestimmen. Was die politische Lage betrifft, so wage ich in dieser Richtung kein Urtheil, glaube auch nicht, daß kaiserliche Majestät ein sol ches von mir gesordert haben. Nur das Eine sei mir erlaubt auszusprechen: Ist Oestreich's Ehre engagirt, so würde ick je den Rückzug abweisen eine verlorene Schlacht selbst iann soviel nicht schaden, als ein Rückzug, obne den Tegen zu ziehen. Der General schwieg. Tiefe Stille herrschte einen Augenblick im Rabinet. Meine Herrn, sprach der Kaiser, die Fragen, welche an mich herantreten, sind so ernster Natur, daß sie der eingehendsten Erwägung und eines Augenblicks stiller, ruhiger Sammlung bedürsen. In einer Stunde will ich mich entscheiden und will Ihnen, Gras Ereuucville, die Antwort sür den Feldzeugmeister geben. Auch Sie, Graf Mensdorss, sollen in einer Stunde die Entscheidung aus die Frage haben, welche Sie mir vorhin vortrugen. Tie Herren verneigten sich. Der Antrag am Bunde aus Mobilisi rung der nicht-preußischen Vundesarmee soll sogleich gestellt werden, wie Eure Ma jestät befehlen? fragte Graf Mensdorss, indem er seine Papiere zusammenlegte. Gewiß, ries der Kaiser, es ist nothwen dig, daß die deutschen Staaten bestimmt Farbe bekennen, und daß die Streitmacht des Bundes in's Feld gestellt wird. Ich bin der Ansicht des Baron Gablenz, daß hierin ein großer Theil unserer Macht liegt. Und mit einer sreundlichen Neigung des Hauptes entließ er die Herren, trat ans den Feldmarschalllieutenant von Gablenz zu, reichte ihm die Hand und sprach: Gehen Sie mit Golt, er segne Ih ren Degen und gebe mir Gelegenheit, Ah lten von Neuem dankbar zu sein! Ter General beugte sich auf die Hand des Kaisers und sagte bewegt: Mein Blut und Leben für Eure Kaiser liche Majestät und Oestreich! Der Kaiser blieb allein. Cr ging einige Male in rascher Bewe gung durch das Kabinet. Tann sehte er sich aus den Stuhl vor seinen Schreibtisch und wars hastig einige vor ihm liegende Papiere durcheinander, ohne auf deren Inhalt zu achten. Welch' eine furchtbare Lage! rief er mein ganzes Gefühl drängt mich zur Ent scheidung dieser deutschen Kalamität, wel che wie eine schleichende Krankheit, wie ein nagender Wurm am HerzenOeslreich's srißt und dessen Erhöhung und Erstärkung ver kümmert, das Blut nieines HauseS treibt mich, den Handscbuh aufzunehmen, den dieser gesährliche, tvdtliche Feind mei nes Geschlechts seit so langer Zeit uns bald höhnend, bald drohend binwirst die Stimme des Volks in Teutschland rüst mich und mein Minister rälh mir zum Rückzug, mein General zagt im Augenblick der Entscheidung! Er starrte trübe vor sich hin. O daß Du neben mir stehen konntest. Tu großer Geist, der mit seinem edlen, festen Herzen, mit seinem klaren Blick und seinem unerschütterlichen Willen amZteuer deS östreichischen Staats stand, Tu, an dessen ruhiger, stolzer Krast der dämonische Riese zerschellte, der die Welt aus den Fu gen geboben balle o daß ich einen Met lernich hätte! —Was würde er mir rathen, jener reiche, sreie Geist, den Niemand ver standen hat und Niemand versteht, weil vor seinem innern Leben der Welt gegen über das stolze horazische Wort geschrieben stand: Ocki jrrcitsiiuiii et uroo! Mit einer plötzlichen, raschen Bewegung ergriff er die Glocke. Dcr Slaatsrath Klindworlh soll sogleich kommen, besahl er dem einlretenden Kam merdiener, man soll ihn in derSlaatSkanz lei suchen! Ter Kammerdiener entfernte sich. Er ist der Einzige, sprach der Kaiser vor sich hin, der noch übrig ist aus jener großen Zeit des alten Oestreich's, da die Fäden aller europäischen Politik in der Staatskanzlei zusammenliefen, da Mctier nich's Ohr in allen Kabinelten war und seine Hand die Entschließungen der Hose lenkte. Es ist wahr —er mar nur ein Agent des großen Staatsmannes, nicht der Vertraute seiner letzten Gedanken er war nicht Gentz nein, nicht Gentz aber er hat mitgewirkt in dem Getriebe der künstlichen Maschine und sein scharfer, durchdringender Verstand hat den Geist des Ganzen erfaßt oder doch geahnt! Wenn er zu mir spricht, so glaube ich jene alte, große, wunderbar reiche, viel farbige Zeit vor mir aufsteigen zu sehen und ich glaube oft zu ahuen und zu em pfinden, was Metternich! gethan hätte, wenn er heute noch dcr Freund unv Bera ther des Hauses Habsburg wäre. Ich habe das Wollen ich habe die Krast zur Arbeit, den Muth zum Kampfe warum ist das Erkennen so schwer?! Und der Kaiser stützte den Kops in die Hand und blieb in liesein Sinnen sitzen.- Ter Kammerdiener öffnete die Thür, welche nach den innern Gemächern sührte, und meldete: Der Staatsrath Klindworth steht zn Eurer kaiserlichen Majestät Befehl. Ter Kaiser erhob das Haupt und winkte mit der Hand. Durch die geöffnete innere Thür trat je ner merkwürdige Mann, der seine sonder bare Lausbahn als Schnllehrer in der Nähe von Hjldesheim begann, oip'X einen kur zen Augenblick eine als Staatsrath am Hose des Herzogs Karl von Braunjchweig spielte und nack Baltimore, Md., Mittwoch, den 23. April 1873. tragikomischen Sturze dieses Fürsten jene eigenthümliche Thätigkeit als einer der ei frigsten und gewandtesten AgentenMetter nich's begann, welche ihn in alle wichtigen politischen Verbandlungen verflocht und mit allen Souveränen und Ministern Eu ropas in Verbindung brachte, wobei er mit so großer Geschicklichkeit ein künstliches Tuntel um sich zu schaffen wußte, daß nur die Eingeweihtesten in den politischen.»«!- sen Europa's ihn gesehen oder mit ihm ver kehrt haben. Ter StaatsrathKlindwortb war damals ein Mann von sast sicbenziglahren, breit schulterig und kräslig gebaut. Ter sast zwischen die-chultern gedrückte, in lauern der Haltung etwas vorgebeugte Kopf, mit ganz kurz geschnittenen grauen, fast wei ßen Haaren, war von jener außergewöhn lichen Häßlichkeit, welche den Blick scsselt und ebenso, wie hohe Schönheit ja fast noch mehr anzieht. Seine kleinen Augen blitzten schars und durchdringend uuter starken grauen Augenbrauen hervor und schienen mit ihrem schnell umherlaufenden Blick, der sich nie direkt in ein anderes Auge senkte, auf einmal Alles umsaffen zu wollen und auch zu können, was sich in ihrem Gesichtskreise Bemerkenswerthes fin den lassen möchte. Telegraphische Tepescheu. Kxropäische KabeloekichLt Berlin, 21. April. Tie Eriicniinng des Hrn. Rendel! zum deutschen Gesandten in Rom wurde Keule offiziell bekannt gc macht. i' , Frankfurt 22. April.— Der gestrige jtrawall in hiesiger Stadl warde durch das Steigen der Bierpreise veranlaßt. Tic Unruhen danencn bis Mitlcrnacht; die Trup pen wurden im Laufe des Abends verschiedene Male mit Steinen beworfen. Sechszehil Brauereien wurden von den Aufrührern demolirt, cs ist bei der Gelegen heit viel geplündert worden. Während des Kampfes wurden ;wölf Personen geiödtet und vierzig verwundet. Einhundert und zwan zig Ausrührer wurden ve> hastet. Holland. London, Avril. Eine von heute datirte Depesche aus Penang meldet, daß die holländische Expedition gegen die Alchineseu zurückbeordert wordeu ist. Auch an anderen Plätzen von Sumatra befürchtet man revolu tiouäre Ansbiüche. Der Haag, 22. April. Dcr Eoloniol minister beiiachrichngtc heulc die Depuürtcn kammcr, daß die Holländer in dem Kampfe gegen die Aichinesen bis jetzt 7 Osfiziere uud Z 8 Mann an Todten und 35 Offiziere nnd 383 Mann an Berwur>delen verloren habcn. London, 22. April. Wahrscheinlich wird die Reduktion der Gebühren anf Kabel Tepeschcn, wctche sür den l. Mai in Auzsicht gestellt war, nicht nur nicht stattfinden, son dern die Raten werden vielmehr eine rung cisahren. London, 21. April.—Dcr bekannte cng lische Architekt William Tue ist gestern hier im Altcr von 72 lahren gestorben. Hcute sandcn dic Epsomer Frühjahrsrcniicu statt. Paris, 22. April.—Eme Depesche von Algier meldet, daß vier aufständische Araber Häuptlinge in Coustaiitiue hingerichlet wor den sind. Paris, 21. April.-Tie berühmteiDp rn lönzeriu Maria Taglioni ist heute gestorben. (Maria wurde in Slockholm 1804 geboren, ivo ihr Valcr, Filippo Taglioni, Ballctmci stcr war. Sie trat mit großem Eifolge als Opcrnlänzcrin in Paris, London nnd andc rcn Hanpistädten Europa's auf, heirathele 1832 deu reichen Grafen Gilbert de Boisins, und zog sich 18-t7 mit einem bedeulcndcnßer mözen von der Bühne zurück.) Pari s, 22. April. Die Behörden des RechniingSamteS haben das Eigenthum des Hrn. Janviers de la Motte in Befchlag ge nommen und werden dasselbe festhalten, bis seine Rechnung ausgeglichen ist. Paris, 22. April. Die Wahl eines Deputirten sür cinen Distrikt dieser Stadt, welche nächsten Sonntag abgehalten werden soll, verursacht bereits großc Auslegung. Er folglose Versuche sind gemacht wordeu, Hrn. Barodct zu veranlassen, sich vou dem Wahl kampse zurückzuziehen. Möns. Eugene Pcl lelan, ein eminenter Publizist und Politiker unterstützt den Grafen Remmat. Der amerikanische Gesandte Wa!hbnrne präsentirte heute dem Baron de Itaznba, bra stlianischen Gesandien in Paris, im Ramen der amerikanischen Regierung zwei Bcstcckc scincr Silberwaareu und sprach ihm wegen seiner Äiitwirkiing bei'm Genfer Schiedsge richle den Dank der Administration aus. Madrid, 22. Ap >l. Die Gattin des Präsidenten Figueras starb gestern Abend, u. >er Präsiden! hat infolge Dessen die Funktio nen seines Amtes temporär an Sciior Mar gall übertragen. Madrid, 22. April. Zwischen der Rc> gierung und dem peimaneuien Comite dcr Rational-Beisammlung sind Strettigteiten ausgebrochen, weil Figueras deu SenorMar. gall während seiner Abwesenheit zu seinem Stcllveilicter ernannt hat. Das Eoiuite be hauptet, daß die Regierung durch diese Er nennung ihre Gewalt überschritten hat. Madrid, 22. April. Einige Anhänger des Don Carlos machten gestern einen Angriff aus den Alkalde von Figncras in der Provinz Geiona. Verschiedene Bürger sammelten sich um deu Bürgermeister und verjagten die In surgenten. Rom, 21. April.—Der Zustand des Pap stes bessert sich sortwährend und er wird nach Ausspruch seiner Aerzte bald im Stande sein, die zahlreichen Besucher, die sich herbeidrän gen, um ihm ihre Glückwüusche darzubrin gen, zu empsangen. Der Papst hat heute den Herzog von Edin burgh empfangen, dcr ihm feine Glückwün sche zu scincr Wiedergenesung darbrachte. St. Petersburg, 21. April.— Halb ossiziclle Depeschen aus Khiwa stellen die frü heren Berichte vou ausgekrochenen Streitig keilen unter den khiwesischen Stämmen iii Ab rede. Die Khiwcsen sollen bedeutende Borrä the von Waffen Aiid Mnniiion erhalien haben und sich jetzt zum ernstlichen Widerstände ge gen Rußland vorbereiten. Moville, 22. April. Dcr Dampfer ~Ai'l>ria" ist von New Nock hier einge troffen. Plymoiit h, 22. April. -Der Dampfer „Holsatia" lam von Nem-N>>rk hier an. London, 22. April, l l Uhr Vorm. Eonsols eröfsnelen ;u ö35 sür Geld nnd Blies. Amerikaner," alle 'Küer'i>7er lO . 89j; neue Fünfer W. Erie 5,24. Frankfurt, 22. April.—Bonds eröff net n zu SSZ. London, 22. April, 2 Uhr Nachm. 10.-wer 8liß; Erie slj. Livervo o l, 22. April, l l Uhr Borin. — Baumwolle eröffnete fest; Oberl. — Orleans !>z. Berkäufc lii.oo» Ballen. Wiärz und April von Savannah und Chai ln'lon vcr schiffte zu !> 7slK; Empsang von Wai.zeu in den letzten drei Tagen löOtl Bicrteln. Amerik. 5.0« >«s. L t ver p o 01, 22. April, 2 Uhr Nachm.— Baumwolle stciig; Berläuse 10,000 Ballen, Spekulation und Aussuhr 2000 do. Verlause von Savannaher oder Eharlesiouer Baum wolle. sällig im April, zu uß. Kleine amerik. Ankilnste brachten den Waizeu in die Höhe; Berläuse zu 11 Sch. 5 P. —ll Sch.BP.; Ealis. Waizen im Durchschnitt zu ll Sch. 10 P. —l2 Sch. I P.; Mais 27 Sch. 3 P.; Schmalz 42 Sch. London, 22. April.— Rafsinirtcs Petro leum 15. London, 17. April, S Uhr Nachm.— Terpentin-Spiiilus L.I. Inland - Dtpeschen. Ans Washington. Washington, 22. April. —Kriegs minister Bellnap und Gen. Shcrman waren gestern in den Ringqold-Barracken am Rio Grande; morgen «ollen sie nach Brownsville abrcifcu nnd von dort uach Ncw-Ocleans zurückkehren. Tie Revenue - Einnahmen beliefeu sich heute aus »I !',, Nach einem Gefetze des letzten Songres fes erbauen die Invaliden der Choltaw- uud Eberokeseii Regimenter, welche im Bürger, kriege für die Union fochten, gleichfalls Pen sion. Der Krie,i qeqen die MoSocS.—?!ic niand »veifi, wo der Ae,nd steht. Die Indianer überall nnd nir- Vcrluit beträgt bis setzt 17 Krieaer.-Äberinals cni lhefectit.— L?rr'!,endeHaltiing der «Zl.iin.itl,?. o,roste Aufregung unter den Ansiedler». Sau Franziseo, 21. April. Ein Courier kam heule Abend mit Rachrichten bis zum 18. d. Äls.. ia '.'jrcka au. Oberst Perrn, !r!ieut. Miller und ll'i Maun Infanterie verließen amMorgen des 18. April bei Sonnenaufgang das und traten eine stu!>djchaficrtcur in südöstlicher Rich tung an. Bor ihrer Rückkehr wird Nichts unleriiom^ einen Angriff, was jedoch nicht fehr wahr scheiiilich ist. Ein Theil dcS Commaudos wird morgen Abend zurücklebren u»d ein anderer Tbeil wird die WiUoiv-Svring-Rouie einichlaqen, um aufzufinden, ob die l!)!odoes in jener Richlung einkommen sind. Hcnle wurden Indianer iu unmittelbarer Nä'he des L!a.,ers gesehen; sie kamen an den See. um Wasser ,u schöpfen. Drei Schüsse wurden aus südöstlicher Richtung vernom men, wahrscheinlich von Indianern abge feuert, welche Schlachtvieh vor den Lauf be kamen. Heute Nachmittag sah man Indianer vier Meilen südöstlich von hier ihre Pferde weiden. Man sagt, daß große Höbleu und feste Plätze in jener Gegend sind nnd vermuthet, daß sie dort Stand halten werden. Tie Frauen und jtinder der Modoe-India »er befinden sich an jenem Playe, wohin sie beieils vor dem Massaeie gebracht worden waren. Tie Indianer haben dort geheime Muni tiousvvrcathe, auch befindet sich iu jencuHöh len gen!!.-,e»d Trinkwasser. An gewissen Punkten des Sceniers werden Foriifikaiioiieu aufgeworfen, um die Wafser linie zu decke». Iu einer Höhle der Lava-'elseii wurden 11 Leichen nnd ein lebendiger Indianer gefun den; demnach sind bis jetzt 16 Ärieger der Modoes gefallen. Die Leichen wurdeil ver brannt. Die Zahl der verwundet'» Indianer ist unbestimmt. Einige Indianer wurden von den Bomben zerrissen. Die Leichen sa hen schrecklich verstümmelt aus. Sechs Soldaten uud ein Eiviliü wurden von den Indianern eischosfen. Eilf Solda ten sind verwundet, zwei davon fear schwer. Bier Mann ivuroen durch Berreulungen :e. dienstuntauglich. Es wird berichtet, daß heute Abeud noch zwei in den Lavafeljeu Berwundeie im Lager au kommen werden. Frau Meacham, welche zu ihrem Manne rem» ivollie, der sich in Oberst GiUem's Hauptguarlicr befindet, war am 17. d. Mts. nur noch drei Meilen von den ent fernt, als sie iinolge der Unsicherheit der Ge gend wieder umkehren mußte. Der Zustand des Hru. Meacham bessert sich mit jedem Tage. Uebermocgen »viU mau ihu per Boot auf dem Lost-Niver uach Ferris' Ranche bringen. Sobald tie Eavallerie von ihrer Versol gungoiour zurückkehrt, wird mau die Mo does in ihrem neuen Berstecke angiessen. Eapt. Eagan's Wunde heilt iehr raich. Der von den erschaffene Burfche Hov.li ward beute in ?)reka beerdigt; er war von den Indianern fkalpirt, der Hiriischädel durch cni Feiostück zerjchmeltert und dcr Leib aufgeschlitzt. .Parmon, welcher innerhalb der Linie der Indianer stürbe, wurde fkalpirt. Hauptquartier in den Lavafel f e n, 2». April. Bis jetzt bat sich Nichts von Bedeutung ereignet. Wir warte» auf die Rückkehr dcr EavaUerie. Tie Wa>m- Lpriiig-Indiauer durchstreiften das Land öst lich voi: dem letzten Schlachtfelde nnd werden dieGegeud bis zn deMratern abfuchen, welche sich auf einen hohen mit xuppeu vertheilen Bergrücken an ciuer Seile der. Lavafelfen de finden. Wen» die Modoes nach diefer Ge gend entflohen find, so muß sich ihre jährte finde» laffci! uud die Truppen werden ihnen folgen, sobald wir Nachrichr erhallen. Die Cavallerie wird heute Abend zurückkeh ren und wir werden dann erfahren, ob die Flüchtlinge eiue füdliche !liichtuii.z eingeschla gen haben. Die Eavallerie wird sich vielleicht schon im Laufe des Tages mit den Warm-Spriiig-la dianern in Berbiudung fetzen. Oberst Mafon hat fein Lager auf die Stelle von Eapt. lacl's Lager veilegt. DieLavafelseu biete» ein fchrecklicheSSchau spiel. Iu deu Höhleu und Raviuen wnrden halbverweste Leichen gefunden und ein Schreck licher Gestank verpestet die Luft. Tie Jndia ner haben ohne Zweifel weit mehr Todte und BerwiNidetc gehabt, als uns bekannt gewor den ist. Wir wissen bis jetzt unr, daß 17 In dianer gesallen find. Tie ihrer Berwun deleu Niuß weit größer geweieu fein, als bei uns, dcun der Boeen ist buchiiablich mit Bombensplittern übersäet. Die Bombe» sie le» in die Haiiptschlucht, wo sich das Lager von Eapt. Jack befand. Die Indianer zählten alle zusammen 22N an Männern, Franc» und Rindern, davon waren kampisähig. Gestern nahmen die Soldaten eine alte Sguaw gefangen, welche mHt im Staude war, zu entfliehen. Sie bestätige den Be- Berich:, daß Schonchiu, der zweite Häupt ling, der W»nde erlege» ist, welche ihm dcr Meacham beibrachie. Weuu die Indianer nichi zum Ziehen ge bracht werden können, fo wird dieses Land im Laufe des Sommers fchluume fe heu. Die ZrancherS werden ihr Bich verkaumr und gezwungen werden, ihre Raucheu aufzu geben. Fünfzig desperate mit der

Gegend vertrau!, können hier schreckliche Ber heeriuige» aurlchteu, während die Soldaten ihrem Treibe» gegenüber machtlos find; denn fie töiinen die roihen Teufel nicht verfolgen, ohne zu viel zu neUren, den» sie wlsfcu die zahlreichen Bcrsteäe »ich«, aus deueu die In dianer mit Sicherheit uud ungefährdet gegen das Militär operircri. Tie Truppen werden übrigens nicht müßig fein. Tie Modoes haben leine Ehaneen, sich zu verstärken; ihr Schicksal ist gänzliche Aus rollung. Tie ganze Gegend befindet sich in ungeheu rer Ausr.guug. Tie G.sckiäite ruhe». Mau befürchiel stündlich die Nachricht vou irgend einem giarnameu Maffaere zu vernehmen und die im Thale wohnende» Äufiedlcr schwebcn Wenn die ludiancr zusammen sich zum Gefecht stellen, werden wir sie bald bis auf de» Letzte» aufgerieben haben; wen» sie sich jedoch über die Gegend zerstreue», so wird es euie sehr langwierige Berfolgiinz wer den. H o u p t a n a r t i e r vor d e n L a v a- Felfen, April, Borm. li> Uhr. Brr dcr langen Höhle hat mau das Feuern be gönne»; die Truppe» wurde» von deu India ner» aiigegiiffen, welche nach dem See gin gen, um Waifer zu holen. Eine focben hereingekommene Eskorte, welche einem Proviant-Zuge ciilgegeu ge stickt worden war, wurde alerchfalls ange griffen. Ungefähr eine Meile v»n dem Lager ent fernt, hört man schweres und anhaltendes Feuern. Die Jnriancr werde» zurückgetrie ben. Später.—Hreka, 21. April. JameS Glenn kam heule Abend um w Uhr von der Front hier au; er bringt Depefcheu von Gen. Gillem. Er verließ daS Hauptquartier gester» um iii Uhr Mio b.riäitct, daß vier Mette» von dem Lager cntfer.it zwei Mal vo» Indianern auf ihn geschossen wnide; er war jedoch nicht veiwundet. Hr. Hovey befindet sich mit dcr Leiche sei nes Sohnes unterwegs. Die Freiwilligen, welche vorgestern von Äjreka abzogen, werden wahrscheinlich heute Abend zurückkehren. Die Ansiedler am Bogus- und Willow- Creek befinden sich i» großer Aufregung uud treffen Vorbereitungen, um iu die Stadl zu ziehen. Es wird berichtet, daß vor einige» Tagen drei Indianer in dcr Nachbarschksl deZ Ba guS-Ereel gesehen wurden; andeie sah man in dcr Umgegend von Hicarls. Die India ner am Klamoth-River vermuthen, daß sich Modoes am Crystal-Hreek und Seotr's Bal - Icq brfinde». Die jtlamaihs waren mit dcr im gssarbe bemalt und hielten ihre Kriegs tanze. Dieselbe» zähle» 15 20 ötrieger und sind gut bewaffnet. Ob Gefahr vor- Handen ist oder nicht, die Ansiedler bewaffnen sich. Eine Familie da! bereits die Gegend, in welcher sich die Klamaihs sammelten, vei> lasten. Sa» Franzisco, 22. Arril. So rben ist iolgcnde Depesche von dcn Lavaseljen eingetroffen: Ein Proviantzug, den Lieuk. Howe mit 2» Mann escorlirtc, wurde am Samstag vou den Modocs angegriffe», nachdem dieselben sich vorher mit einer Eseorte uuter Learr, herum geschlagen. Der Proviamzug kam sicher a». Liertt. Leani hatte eiuen Todten und eiueu Berwundetcn. Die Modocs haben sich in kleine Ablhei lnnqc» aingelvst, und ihre Be'solgung ist mit großen Schwiengkciten verknüpft. i>ie Wiener Toinnlrssäre und die in Deutschland c»rkuUrende Be sctnildiqnng. N e W-?) o r k, 22. Aoril. Eine Spezial- Tepcsche von Washington meldet, daß einer der Eommisiäre der Wiener Weltausstellung wegen ungeeigneter Praktiken abgesetzt wor den ist. Derselbe ist soeben unterwegs, und der Befebl wird ihn irr Wie» erwarten; ei» Anderer fttht im Berdachte und seine Angele genheit wiid soeben untersucht. Berichte sind in Eirkulalio», daß einige der Ehren-Commissäre ihre Ernennungen suchten, um dann nebenbei Manufaktur-Interessen zu vertreten; eine Nähmaschinen-Fabrik und eine Gewehrsabrik sollen jede einen dieser Regie rungs-Eommisfäre zu Ageuieu angestellt ha be». Washington, 22. Avril. Aus amt licher Ouelle hat mau erfahren, daß der Ge> sandte lal> und Thos. McElrath iiistruirt worden sind, außer deu Untersuchungen, welche ne über Verpachtung von Schankgerechtigkeit ten aus dem amerikanischen Platze dcr Welt ausstellung bereits anzustellen haben, auch noch die Bcschuldiguiigcu über den Verkauf von Commissariaten näher zu untersuchen. Leide haben die Gewalt, irgend eine» schul digen Couiiuisiär zu suipcndire». Die Ab jetzungsgcwalt steht dem Präsideuten zu. General Vntier's lyoiiverneurs- Sch»,erzen. New ort, 22. April.-Eine Spezial- Depesche von Washington meldei, daß Beni. F. Butler sich alsEandidat des Gouverneurs- Amis von Massachusetts anzeigt undaus sciuc Erwähluug ho,tt. Der Geldmarkt. Nc w - or k, 22. April. Geld scster, zu lii,! P! 0 Tag, das Haiiplgelchäft wurde jedoch z» lili-t-11-'!2 gemacht. Wechsel schloi seu schwach zu Bj. Gold schwach bei'm Schluß zu u. schließlich zu 117 Z. Obligationen schlössen fest; Sechser 121, 'ii2er >lB5, Aktien schlösse» stetig; Central N>2H, Eric Lake-Shore !>2z, lU. Central l l>'>, Pittshurg 8»§, North-Wcslcrn 82, Prioritä ten 87, Rock-.zsland IOBK. Bilanz des Unterschalzunitcs: 408, in Gold nnd 515,5»18,8i>7 i» Eourailt. Vcrnnsckte DepescNen auS Vtew-?jork. N e >v - ?) ork, 22. April. Ein Dam pser ist gemiethet worden, um IN«> Pädagoge» ii. Gelehrte nach Europa zu bringen, welche nebenbei, daß sie die Weltausstellung ansehen, auch deu verschiedenen Uuiverfiläre» u. Hoch schulen einen Besuch inachcu wcrden. Tie Ge ellichast wird am 21. Juni absahreu u. am September zurückkehren. Iu der v.rslossencu Woche kamen 12,- iiini Eiuwauderer hier au. loh. Fitzgidbons, welcher sich gestern des Todlschlags au O'Hara schuldig bckannle, wurde heule aus Lebenszeit in's Zuchthaus geschickt. Hr. Ioh» Anderson vou New>?)oik hat dem Gelehrten AgassiZ die Insel Penelese ge schenkt, um eine naturwissenschaftliche An stalt zu errichten. Tie Dampfer „Westphalia" von Hain bürg, „Citi> os Loudo»" von Liverpool, „Pc reire" vo» Brest und „Moro Castle" vou Ha vanna sind hier eingetroffen. Uuier de» Passagiere» desDpfrs. „West phalia" voiiHainburg war SchwagerLiamer, der amelitaiiische Gesandte i» Eopeuhagen. Ehas. G. Hamplou von Pittsburg, der für 50,0(1» Eisenbahn-Lands im Besitz haltc, die einem doitlgeu kansmaiiiie gestohlen wa ren, stand heuie vor dem Polizeirichter und wurdc iu Haft geschickt, um eine Requisition des Gouverneurs vou Pcuujiilvauieu abzu warten. Iu Aibau'.? prügelten sich heute Morgen die beiden Politiker Hugh HastiugS uud D. A. Hawlius auf offener Straße. Dcr Dpsr. „Euba" ist vou Liverpool hier cingetrofsen. Heute wurden von dem Eiukaufs-Eo mite für Jlidiancr-Lleferungen die Angebote eröffnet, 100 Bcwerber um die Coulrakle wa ren erschiene»; die Angebote sind niedriger, als feit vielen Jahre». Die nimmt morgen ihre Gefchafte wieder auf. Weiteres nber den Ausstand der GaSarbeiter in (sincinnati. C i n c > u n a t i, Ohio, 21. April. Bon 43 Arbeiter», die vo» der „Einciiiiiati-Gas- Licht-Eomp." beichäfligt wurden, sind heute Abend >'il> ausgestanden, um höheren Loh» u. eine kürzere Arbeitszeit zu erzwingen. Sie erhielten K 2.50 per Tag und verlangen s:!, 00. Da im Laufe des Tages nur sechs Mann aus standen, so kam heute Nacht der allgemeine Strile ganz unerwartet. Es sind sofort neue Arbeiter angenommen worden. Ei ii e i ii nat i, 22. April. Der Aus stand der Gasarbciter in Einciiinati war von leinen Ruhestörungen begleitet. Die Plätze der Arbeiter sind besetzt. Die Werke wcrdeu vou einer Abtheilung Polizei bewacht. Serenissimus in St. Lonis.— Beab sichtigte Itelse nach <svlsrado. schlecht aus St. i!onis zu sprechen. St. Loui s, 22. April.—Mau sagt, daß Präs. Graut am Donnerstage nach Idaho- Springs, Colorado, abreisen wird. I» ciucr kurze» Erwiderung auf eine» Toast, wclchcr dem Präsidenten im Hause des Hru. Henry T. Blow ausgebracht wurde, 'agte dieser, obgleich St. Louis eiue der we nigen Städte fei, wo erlange genug gewohnt habe, um intimere Bclanntjchafie» zn ma chen, sy sei es doch nicht wahrscheinlich, daß er jemals diese Stadt zu seiner Heimath ma che» werde. Weiteres nber die Verheerungen der letzten Stiirme in viebrasta. St. Louis, 22. April. Der „Demo krat" veröffentlicht eine Spezial Depesche vom 21. aus Lincoln, Nebraska, daß die k-tzlen Stürme die heiligsten waren, welche uiau je mals in jeuer Gegend erlebte. Menschcii er sroren wenige Rulheu von ihren Häusern ent fernt, während sie versuchten, ihr Bieh unter Dach zu bringen. In der Nähe vo» Graf ts» versuchte ein Mann, Namens >ieclcr, ein Nachbarhaus zu erreichen, welches kaum eine halbe Meile entfernt war; seine Fran mit ei nem Kinde begleiteten ihn, unv Beide erfro ren. Hr. Mamall >» Haslings kam uin-s Lebeu, als er vo» sciucm Hausc ausgiug, um sein Bich zusammenzutreiben. Frau Ben! und ihr Kind, welche in der Nähe von Red- Cloud wohuten, erfroren bei dem Neisuche, ein Nachbarhaus zu erreichen, weil ihr Haus durch den Sturm demolirt und unbewohnbar geworden war. Die Leichen wurden 10 Ra ihcn vo» dem Hause eintritt gefunden. Verschiedene Fainilicn wurden genöthigt, Zuflucht in ihren Kellern zu suche» und drei Tage laug in den Betten zu bleiben. Der Sturm wehle Häuser nieder oder be grub dieselben im Schnee. Mehrere Fami lien haben all' ihr Habe verloren. Ein Far mer veilor eine Biehherdc von <5 Köpfen. Schreckliches Unglück in Kansaö. Atch> s o n , Kanias, 21. April. Aus Belleville, Republicaii Eounti), 17,0 Meilen westlich von dickr Stadt, wird ein schrecklicher UnglückSsall berichtet, welcher sich am Mon tag vor acht Tagen wahrend eines furchtbaren SttirmeS ereignete. Das Wohnhaus des Farmers Craii'e in der Nähe von Belleville war am Samstag Abend abgebrannt, und seine Familie suchte Schutz bei einem Nach, bar, Namens Bennett. Am Montag Abend ritz derStuim das Dach von Benneil'sHanie fort, das Haus war von Stein und die Gie beiseite» stürzten ein. Die Familie halte sich in den Keller geflüchtet, die Steine schlugen durch alle Stockmerke durch und Frau Ben nett wurde schwer verletzt. Bennett cilie am folgenden Morgen davon, um einen Aizt zu holen; als er zurücklehne, war der Fugboden eingestürzt und Frau Bennett mit drei und Frau Crane mit zwei Kindern waren erschla gen; zwei andere Minder Krane's lebten noch, ein starb aber.bald darauz, nachdem man iha ausgegraben halte. Dabei war es so lall, dag viele Erwachsene und Kinder, die sich aus den unsicheren Gebäuden in'« Freie flüchten mußten, erfroren. In Cowler wurde die Os'izin des dortigen „Sentinel," zußelle ville eine groge Anzahl vonWohnhänsern und Läsen und zu New-Scandi»avia eine groge Äiühle umgerissen. Auf dem Repnbllean- River ging das Fähiboot unter und alle da» rauf befindlichen Personen ertranken. Es war 'Niemand seines Lebens sicher, der sich heraus wagte. Die Leute konnten sich kein Wasser aus den Brunnen holen uno mußten ihren Durst mit geschinolzenemSchnce laichen. Das im Freien befindliche Bieh ist zur Hälfte um gekommen. Mau hat iu jener Gegend noch nie einen fo furchtbaren Sturm erlebt. Die aincrir. <Yrci,--lZoniinission. S a ir A litonio, Texas, 21. April Nach einem langen ermüdenden Marsch von mehr als tausend Me len, vom oberen Rio Grande bis zum unteren Rio Grande Thal, ist die amerikanische Grenz-Eonnnission hier angekommen. Auf dem Marsch von Laredo nach dem Eagle-Paß ereignete sich ein kleines Gefecht mit einer Indianer-Baude, die von der Escorte sogleich zurückgeschlagen wurde. Die Eommifsioil hielt Sitzungen in Laredo, San Rancho, Eagle-Past, Fort Elark, Brok kcttSvillc und llvalde, und Hai sehr viele Zeu geu-Anssagen über die Streifzüge der Mexi kaner und Indianer in das amerikanische Ge biet aufgenommen. Es sammeln sich hier die Viehzüchter und Ansiedler an, und eine lauge Sitzung an diesem Eeniralpunlt wird die Operationen der Commission an der Grenze beschließen. Man glaubt, daß die Commis sion im Anfange des Monats Juni nach Washington abreisen wird. Von Havanna, 21. April.—Hr. Frederick Roca, der ainerilanische Eousul in Btanza nillo, ertrank am 15. d. M. bei einer Ver gnügnngSlour. Iu der Umgegend von Santiago de Euba herrscht große Düne, die Armen leiden Mau gel an Trinkwasser. O'KeUi>'s Fall erregt mir noch wenig Ans feheii; fein Leben ist nicht in Geiahr, er wird nach seinem Prozesse von der Insel verbannt weiden. Alle Parteien sind neugierig ans die neuen Amtshandlungen des General-CapjränS. Brände. N ewo rk, 22. April.-Das Gebäude, Nr. 57, Ehambersiiraße, welches der „.U'ish- Emigrant SavingS-Banl" geHorte, wurde heiite im Betrage von Slo,oi»>> durch Feuer beschädigt. Philadelphia, 2?. April. Heute Abend brach in Wm. ShiclbS großem Leih stalle, 'Nr. »54, »s>i u. 8-'> B ui der Fraiiklinsir. P'.'iihsiraßc >r uide gleichialls beschädigt. Bcr lusl »!-'»,'«»»; durch Persicherung gedeckt. Eincin ii a t i, 22.April.— In OwingS ville, Bath.Eo., Kii., wüthete gestern Abeud eine ve'.hecrcude Feuersbrnnst, welche cincu Leihstail und mehrere Geschäftshäuser zer störte. Das Feuer lam durch Brandstiftung aus. Telegraph isches All erlei. digiiattoiisversäuimlung gehalteü, in welcher Beschlüsse gegen das Massacre von Negern iu Louisiana gesaßt wurden. Gestern erwählte die 'National läums-Coiiinttssion in Philadelphia cm Fi nanz-Direltoriuin. Der (Houvcrnenr von Wersen hat sich geweigert, dem Luigl Lncignani, welcher wegen Ermordung seiner Frau am I. Mai gehängt werden soll, eine Galgenfrist zu vcr williqeii. D>e KricgS'ahnen des 2., :!., l. und 5. Telawarer Regünenls ivurdeu gesteril iu Wil miiiglon, Del., der historischcüiÄe'eUschait im Opernhauje feierlich zum Audenken über geben. „Boß" Tweed hält sich jetzt in Kingston, Ont., auf; der Frühling scheint ihm in New '.>)orkzn mann zu sein. Bon Utah wird dieser Tage eine Error schnngs-Erpediiion nach Colorado nnd Ari zona abgehen. Iu Mtlwaulee, Wisc., würd: gestern der Republikaner Harriscn Ludingtou zum 2.>iai>or erwählt. Iu Providei.ce, .z., wurde gestern Francis Hughes, welcher seine Frau solange mißhandelte, bis sie starb, auf Lebenszeitin'ö Zuchihauö geschickt. In Chicago mißhandelte vorgestern der farbige Barbier W. Brown seinen farbigen GeHülsen, den er vei'm Brieffchreiben antraf, dermaßen, daß der Mann gestern starb. Ei fersucht soll die Ursache dieses Mordes gewesen sein. —Der Dpfr. „Perit"ging gestern mit einer Ladung vom Wrack des „Atlantic" geborge nen Güter nach New-'/jork ab. Am iu Bo ston explodirte gestern ein Dampfkessel nud der Maschinist ThoS. Robinson wurde schwer verletzt. Lokalberichte ans Washington. Washington, 22. April.— Ter Gcn.- Postmeister erhielt gestern zwei weitere Briefe von Postmeistern, welche Pardee alias Bar neh zu beschwindeln suchte. Richter Edmunds erhielt seit Sonnabend fünf an deu Ehcw. I. Haie Barney adressuie Bliese. Pardee und Schnyler Snitou wuroeu heute Äiorgen uach dem Polizcigerichte gebracht, verzichielca aber aus ein Porverhör, worauf mau sie wieder iu'S abtiihrte. jetzt 18, welche bei dem heute stattfindenden Berhör vorgelegt wurden. Bei'ni Staatö-Departcment ist dieNach richt eingegangen, daß man dcr amerilaiu scheu Abthcilulig in der Wiener Ausstellung c«>i>o weitere Quadrarfaß Raum zur Bcrfü guug gestellt hat. Als Hr. Crost, der in Prince George's Connly, Ntd., ivohut, u. amSamstag 'Nach- Mittag von Washington nach seiner Wohnung zurückkehrte, wurde er iu der Nähe der Roß> Creck Ziirchc von einem weißen Manne ange fallen, der dem vnmlehrendeu die Uhr abver. langte. Hr. Eroß zog die Uhr aus der Ta fche hervor, löi'te dieselbe von der Rette ab und übergab sie dem Straßenränder. Die ser sorderte alsdaun auch die Kelle, worauf Hr. C. ihm erwiderie, daß er ja nur die Uhr verlangt habe. Aus dieses Argument I>eß sich der Räuber jedoch nicht ein, fonderii bestand dciranf, daß ihm auch die Kette ausgeliefert wcrce. Nachdem er Besitz von beiden Gegen stände» genommen hatte, sagte er zu Hui, Crost. er wolle ihm dieselben gegen «25 i» baareui Gelde wieder zurückgeben, aber Hr. C. befürchtete, daß ihm der Spitzbube diesel ben ebenfalls abnehmen würde und lagte deß wegen, duß er nur wenig Geld bei sich führe, welches er dem Ltraßenrauber übergab. Der Letztere schlug sich drranf feiiwans in die Busche und ließ sich Nicht wieder feheu. Der „Waihiugtouer Schützen-Berein" beschloß gestern, die neue Baukelihalle am >!». uud 20. Mai feierlichst einzuweihen. Ferner wurde beschlossen, der „Deutschen Wahlthä tigkeitS-Geselli hast" den Park an einem Tage im zur Abhaltung eines Picuics zum Besten des „Waisenhauses" zu überlassen. Der Synagoge in der 8. Straße wurde der Park für Montag, den 2!. Juni, zur Abhal tung eines Kinderfestes zur Verfügung ge stellt. Hr. Wilhelm Thomas Müller, ein Stcir.haiier und früherer Einwohner Wash ington's, wurde vor ernigenTagen i» Mout gomerri Eountii, Ohio, von der Maschinerie einer Oelmühle zu Tode gequetscht. Er hin terläßt eine Frau drei Kinder. Gestern wurce kern Eikrankinigssall an den Blattern bei der Sa-utäl».Behöroe ge meldet. Am Sonntag Abend verschaffte sich ein Dieb Eingang iu da« Bureau des Friedens richters T. E. Elark uuo stahl daselbst eiue werthvolle llhr. Tie „'vietropolirru - Pferdebahn" wird jetzt von der !>. bis zur «!. Straße verlängert. -- Jakob Roth wurde gestern unter der An llage, faliche Einträge in feine Geschäftsbü cher gemach! zu haben, verhaftet und vor Rich'er Muzzr, geführt. Er verzichtete auf ein Borverkwr und stellte Bürgschaft für snn Wiedcrerjcheiiien. Während einer gestern abgehaltenen Versammlung des republikanischen ElubS des 15. Bezirkes brach uuier den Anwejcndeu ein Streit aus, der bald iu eine allgemeine Prü gelei ausartete, bei welcher mehrere Kämpfer blutige Köpfe davontrugen. Erst nachdem Lieutenant Kelly und eine Anzahl Vo',i',,sten auf dem Platze angelangt wurde die Ruhe wieder hergeiielli. Die Geheimpolizisten MeElfreih und Saraent verhaftete» heute Morgen einen ge wissen Henry Randall, welcher Hrn. War»? wonh von ü)to!ilgomern-Eounl>», Md., einen werthoollen Mauiefel gestöhlen hatte. Vermischte Berichte. jß i e Gesetzgebung von Kentucky reiht sich den aus Borairthen und Borurtheil zusammengesetzten Gesetzgebungen einiger an deren Staaten würdig au. Bei den Verhand lungen (im Senate) über die Bill zur Forde rung der Einwanderung gab sich ein enlfchie den feindseliger Geist gegen die Einwanderer Nummer tt7. kund und die Bill fiel ans Mangel au dcr cr forderlichen Zwcidritlelsmajoriiäl Mit l'> ge gen II Stimmen durch. TcrLouiSr»llcr„Au zeiizer" ist dasür, daß die Namcn dcr bctrefscn den ll Scuatorcu „aus eine EsclShaitt eingra virt, dcr Nachwelt übcrlicscrt werden." Einen ebenso engherzigen Geist entwickelte dieselbe Gescsgebung bei dcn Pcrhandlnngcn iibcr die Bill wcgcn Beschickung der Wiener- Aufstellung durch Erzeugnisse dcs Staates Kenluckl>. Äichi einmal dazn verstand man sich, die auf herabgesetzte Snmmc für Cominissärc zu bcwiUigen. Tic Mehrzahl der Mitglieder war offenbar der Mei tiuug. daß es sich nicht der Mühe verlohne, Eommissäre auf eiue "cklitcl, i.cir" zu schik len. lail vügel i u Freiheit. (Große Aufregung in Äaidingtoii, Pa. Ter Mörder Brieelaud uud alle Gefangenen der Zail eiu lammen.)— Brieelaud und allen auderu Ge faugcueu der iu Ha., ge lang eö am Saiiiüaq Abende, aus der Haft zu entkommen, lim sechs llhr waren 'alle Gefangenen, mir Ausnahme von zweien, die leichte Strafen abzubüßen hallen und zur Er holung in das Hauptziuimer gelassen wor den waren, in ihren Zellen eingefchlossen und etwa -l» Minuten später kam der Scherifs um auch diese Beiden ihre Zellen zu setzen. Wie groß alier war sein Erstaunen, als er die Hauptthüre der Zcul und sämmtliche Zellcii ihüren weit ossen siehend vorfand nud mit Ausnahme uud eines altenjirüp pels sämmtliche Pögel ausgeflogen sah. Der Scherifs ist fest davon überzeugt, daß dcn Ge sangeiien Hülfe von Außen her geworden, denn bei keinem dcr Thürf.hlö'ser zeigten sich Spuren von gebrauchter Gewaltthat. Es steht unbedingt fest, daß dieSpinde.iu welcher die aufbewahrt wurden,mit ei nem salschen Schlüssel geössiiel, die nöthigen Schlüssel herausgenommen nud nachAebra'uch wirter au ihren Platz gelegl ivurdeu, denn der Scheriss saud, als er die Spiude össucte, die Schlüstel aus dem gewöhnlichen Platze vor. Ter Zutritt zu dem Zimmer, in dem sich die Epiude befand, mußic vou Außen her durch cm Feusier bewirkt wordeu sein, deuu die .-zimiiicühiire ivuree iu Abivesenheii des Scherisss stets verschlossen gehalleu. Wer auch iniiiier das Entlommen der Gefangenen ver aulaßle, muß Mi! deu iuuercu Eiurichiungc» sehr verlraul geiveseu sein. Ter Scheriss hat aus eigenem Antriebe einc Belohnung vou auf die Er.zrcisuii.j Biic-'land's gcsctzt und ivird diejclbe wahrscheinlich durch die Eoi!iiii>behöideii noch erhöht werden. Hafcher sind nach allen Richtungen dcr Windrose aus gesandt worden, um die Wicdeivcihaflung der Eiiispiuiigene» zu bewirken, koch hat man wenig Hossiinng Brieelaud so schnell wieder einzusaugen, denn wie aus dem ganzen Sach verhalte zu ersehen, war der Plau zur Fluch! ledenjalls sehr gut angelegt und wird auch 'riceland gewiß vorsichiig genug sein,um sei ii Häschern uich! in die Händc zu lause». ii ganz Washington u. llmgegeud herrsch! ob dieser Einweichung eiue sau sieberhafie Aufregung. Tcu letzten 'Nachrichten zufolge hat ii,au bis jetzt noch keine Spur von irgend welchem der Gefangenen nnfjcfuiideii, (<sr.,vr,) Sicherheils m aßregcln sür die Schifsfahrt au» dcr W escr. Tas in Washiuglou Hai oie 'Anzeige crhalteu, daß das Summer'sche Boii'ii-Ziislnii im Monat März d. ans der Weser eingcführt worden sei und daß die Boiieii iveiß und mit horizontalen rolhcu Sirelfei! veneheu fiiw. Auch im an der Nordfec lvird das Sn>!imer'fche'öoi>en System gesetzt. Siz 11 ian 11 ch e Ho m ac> e.— Tie sizi lianischen Taiiien, ivelche dem Gebrauche von kosmeliicheu üliilteln huldigen, werden nicht sonderlich erbaut sein über die Tinge, welche kürzlich vor den Asf'scu zu Palermo zu Tagc kaincii. Es gelangle nämlich daselbst eiu Prozeß zur Verhandlung, dessen Anklage auf „Profaualion von Leichnamen" lautete uud der unr der Beiurlheiluiig von 2 Todtengrä beru uud einem Hehler endcie. Tie Profaua lion bestand daiin, daß die Pciuriheilleii die Leichname zerschnitten, auskochten und aus dem gewonueucii Zellstoff salbeu uud Poma haudlnugen eonttalirt, daß jene Todlcngrä. ber die Leichname zu ihrcr liidnstrie »ich! auf's Gcrathcwohl wählie», sondern imiiler die feltcstcii und frischesten herauosuchten, nui vollauf Mcnscheiiseit sür ihre Quackjalbercicii zu gewinnen. ii B o s ni c n ist ein izeiahrliches Eom ploit vereitelt worden, dessen Zweck kein ge ringerer war, ais bei der allc gric chisch - orlhodoxeii Ehriüeu uiederzuuietzeln. Ter Halbmond haß! das tireuz noch von gan zem Hcr',en, nnd die Tage, in welchen es k.i neii religiösen Fanatismus mehr geben wird, sind noch serue. Cinciuuati sind die deutschen Biergemüther entzückt darüber, daß Pauline Lucca am Toiiucrstag Abeud „über'mßheni" gewesen und Cincinnaiicr Bier geiriinken hat. Ter Poe! eines Eineliiiialier Blattes sag!: Bischos Elliott, Porsitzer dcr „lnlherisch amerikanischen Bibel Gcsellschasl," theil! mit, daß die ne ii e eii glischc ll c b er sctzn ii g der Bibel nicht, vor 2 bis t! Jahren been digt werden kann. esser lon Tav i esangcN' nah m c. Ter „Äentuckiau" von Paiis, K>>., sag!: „Wm. Schwaitz iii Hillsboro', Ohio, erhielt soeben ciueAiiweisung von auf die BundeSlasfe zur Tcckliug seines An iheileS an dcr für die Ergreifung Tavis ansgcjetzlenßclohnniigvon Kliii>,,ii»>. Schivaitz war eiii des l. Ohio'cr EavaUerie - Rcglmeiilö nnd gehörte zudem Eorps, das zur Ergreisuug von Davis ausgeschickt wurde." Eine Menge Fiauenzimiiier des Indianer- Slainmes der Modoes sollen mit Ealifor nier verehlich! sein uud im icr de» Letzieieu sich demzufolge erhedliche Sympathie für das Schicksal der Modoes be kunden. In Plziladelhia iü uuter den Bei tragSsamniiellnnen der In» jährigen Wirbel fcier ein erheblicher Zwist ausgebrochen. Man halte die farbigen „Tamen" auf die von Ne gern bewohnten beschränkt, was diese sich aber nicht gcfallcu lassen wollen. Man ziche cine unrepttblikaiiische Scheide linie und entweder müsse man ihnen dieselben Pilvil gien, wie den weißen Tauicu geben, oder sie wollleii uiit der ganzen Sache Nichts zu thun haben. Unsere Philadelphi a'e r he gen die Hosfnniig, daß bis zum hiliitcrijäh rigeu GebuiiSiage dcr amerikanischen Repub lik Philadelphia auch eine deutsche >innsthalle (Theater) habcn wird. Als Lokalität werden Nr. 7««1, nnd Bincstraßc, vorge schlagen. Man sammelt j. tzt Beiträge. In Sacramcnt o-E i t », Eni., erschoß si ti der«!» Jahre alte unverheuathete Tentiche Zoh. Heinr. LoiiiS Schäscr, ausWolsenbüllcl, Braanschweig. llrsache: Lebensüberdruß. Alan will berechne! haben, daß je ein H a ge stolz auf 21 Männer in Denlschlaud, 17 in England, lii in Frankreich, 14 in Amerika kommt und bringt die Wahrnehmung in Zu sammenhang mit der Frauewrage, indem man darauf hinweist, wie diese in Teutsch land noch am bescheioensteu, ,n Amerika am entschiedensten austritt. Tie weiblichen En ge! Staaten, welche einsam uns allein dur'ch'sLebeu wandern Minsen, können daraus einnehmen, bei wem sie sich für ihre zu bedanken haben. Vor Kurzem wurde in der Nähe von S tc pheu s v i l l e, Wisc., ein iiruer Brunnen geciraben. Als die Arbeiter etwa zchn Fuß lief gegraben hatte», stießen sie anf zwei ge sund? ausiechttledeudc Baumstämme, eiue und cine Lärche. Man folgre den beiden Stämmen bis 08 Fuß ties i» die Erde, als das Wasser zu stark wurde und man ai'.fliören mußte. Tie Wurzeln wurden nicht erreicht. Wie diese Bäume in einer solchen Stellung so lies IN die Erde gelaugien, ist cm Geheimniß dcr Vizrzcit. Dasselbe muß sich wohl ans ge wannen Ccdrevottttioiien erklären, die in der Gegend vorgegangen sind. Aus der in St. Louis erscheinenden „Amerika" ersehen wir, daß westlichen Blät tern nnttt'm lt. oder 12. ds. ein Äabeltele gfamm zugegangen ist, wonach Knltusmini iier Falk seine Entlassung genommen haben soll. Dcn hiesigen Blattern ist ein solche» Ze legramm nichi zngegaugeii. Ohne Zweifel handelt es sich h'er wiederum eine falsche oder verbaUhornlsirleLiabeiiiachricht.lii den neuesten eurapänchen Blättern findet sich Nichts, was eine Nesignauon Fall's wahrscheinlich erschei nen licße. In St. L ouis hat sich vor einiger Zeit cine Gesellschaft znm Zweck dcr Einbürgerung europäischer Sinvöqci gebildct. Die criV« Sendung solcher Biigsi isl sar Mrzem dort eingetrvssen und besteht aus Distelfinken, ?. ?ropriotor. Bii.hflngeii, Häniliiigen iind>!alilnici'cl>. Alle diese sind don, eiiiiiircilc» in cincm gc räumigen nnd hiibichcn x ilig in Laiaiictte- Park, unlcrgebiatil. .>l.icki.>em iic sich dort einige Wochen von ihren Sttapazen ausge ruht und cilioü Haren, sollen sie mii dem Bi bclipinche: „Seid irnchlbar nnd mehret euch!'' in Fieiheii gesetzt werden. Er ist die Ahsicht dcr freunde dcr Sache, die Einbürgerung europäischer Singvogel einige lang sy stematisch zu betreiben und schon näckstesivriih jahrein Erperineni in gröizcrcm!lviaststabe nilt den Sl.igoögeln und liiitzlichstcn.>nsellen-- Berlilgern solgen zu lassen. Jeder, »«Nil, Mll Hlilimk Gegenseitige Lebens-Versichcrung-Z-Gesell« schart in Boston, Mass. »M a a > et, ie r > <r s I- Ä i tabelilcn Poiwn's,' Älie Policen jiiid »ach Walter S, General.Agint für Morula,,r und den Distrikt Die kaufiuannlsche Ä,>etttur vv« R. Tun i'iimp., Süd-Lst-Ecke dcr Baltimore- u. EhorlcSslr., An Hücker und - licikmiftr! Wollt Mcdl hat.cn, welches qnt e -> rod mach t, N- Tm sel»'s Ploiiccr-^aniilieii-, Tevertott^Ertr.iiiielil» i >° veri»ru«c. Die LV'tttc und Tie neue leicht l a u 112 e l» d e X 5,'. Howc'sche II n !> m ii s l!) i n e guten den .Mausern conveuircilden Bedingungen verkau,t Nr. Nnrd l<l>iirlr?str.. Aqenten in jedem C><'unttt. ttiic Äi>ü>i > G i.'rlden:is NN ich terS u. s. w. Nr. i-', rlioid . dcr ilscbr?,,''> 'l'i>u,on'tr..Sc. Thomas Turner, Fabrikant von Exctlli o r - y o l Nr. ii strafte. ÄL. Maughlin L» Bnuholz-Händler. Fenster, Thüren, Lalmislr'ii, n. s. >v. und die billigsten Preise. (scke dcr Pratt- nn>) Praslden'.strasie, Ecke deiOst-Falls-Avennc ind^ttleS-^lraße. aerp l a Ecke dcr Pratt- nnd (ilpril Otto Tnker Bruder, Siiul)lil>slilstr, .Hvbel- und Husidielen - Mühl« und Fenster-Rahmen-Fabrik, OssicerSadoN Lcke dcrÄ>»sl Kalis- undiiusi.rn Ane. Ecke derAlv.murlcitr.u. tianlon Äv«. 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