Newspaper of Der Deutsche Correspondent, April 26, 1873, Page 1

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated April 26, 1873 Page 1
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Und mit leichtem Lachen rieb er sich die Hände. Was kann Italien machen? fragte der Kaiser dringend, wissen Sie etwas da von? Es ist ein wenig mein Metier, Alles zu wissen, sagte der Staatsrath, erlauben Kaiserliche Majestät mir einige kurze Be merkungen. Italien ist dem Hauie Sa voyen und der Demagogie versallen, weil Oestreich bei Solserino besiegt war — Nicht von Italien! rief der Kaiser. Nicht von Italien, gewiß, fuhr der Staatsrath fort, indeß, es war be siegt und die Revolution war allmächtig, die Vertheidiger des Rechts muthlos und vor Allem nicht geeinigt. Seit je ner Zeit ist viel geschehen man hat von d:n Gegnern gelernt, ein festes, unsicht bares Band umzieht Alle, welche demßecht und der Religion dienen und dafür käm pfen wollen und der apostolische Segen ruht auf diesem Bande. Was die Earbo nari Revolution geschaffen, werdendieEar bonari des Rechts wieder herstellen. Aber wie jenen der äußere Anstoß zum Siege half, so warten auch diese daraus, daß das Schwert Oestreich's die erste Bre sche in jenen Bau des Frevels und des Unrechtes schlage. —E i u Sieg Oestreich's über die Truppen der gekröntenßevolulion und Italien wird in Flammen stehen, der Kreuzzug gegen das Werk Cavour's wird beginnen uud -- siegen. In mächtiger Erregung hatte der Kai ser zugehört. Er trat dicht vor den Staatsrath hin, der in seiner ruhigen Haltung blieb. Sprechen Sie von Träumen Ihrer Phantasie? rief Franz Joseph, —oder von Thatsachen? Von Thatsachen, kaiserliche Majestät, die ich beweisen kann. Wann, wo? rief der Kaiser. In fünf Minuten, hier in Eurer Maje stät Kabinet! So führen Sie den Beweis. Tann bitte ich Eure kaiserliche Majestät um die allergnädigste Erlaubniß, eine Per» fon einführen zu dürfen, welche über Alles unterrichtet ist, welche ich in der Muth maßung, das; auch diefer Gegenstand hier zur Sprache kommen würde, mitgebracht habe, und welche nnten wartet. Der Kaiser sah ihn erstaunt an. Wer ist diese Person? fragte er ge spannt. Der Graf von Rivers, kaiserliche Ma jestät! Der Kaiser sann nach und schien seine Erinnerung nach diesem Namen zu durch forschen. Wer ist das? fragte er nach einer Pause. Ah, ich erinnere mick, wurde nicht im vorigen Jahre ein römischer Graf Ri vers durch den Nuntius am Hofe vorge stellt? Ganz recht, Majestät, sagte der Staats rath er ist Römer und der Nuntius sein Vertreter, indeß der Graf Rivero, wel cher in den strahlenden Säulen der Hof burg hin und her ging, geht mich nichts an nein Graf Rivero ist ein unermüd licher Kämpfer für das Recht und die Kir che, der in dunkler Stille die große Erhe bung vorbereitet hat, welche das Werl des Unheils wieder zerstören soll, ein mächti ger Führer aller jener Elemente, welche durch verborgene Fäden verbunden zum gemeinsamen Kamps bereit sind. Uud wodurch legitimirt er sich? fragte der Kaiser mit einem Ton, der zwischen Neugier und Mißtrauen schwankte. Der Staatsrath zog aus seiner Tasche einen verschlossenen Brief und überreichte ihn dem Kaiser. Für den Fall, sagte er, das; es für kai serliche Majestät von Interesse sein könnte, ihn zu sehen, hat er mir seine Legitima tion anvertraut. Ter Kaiser ergriff hastig den Brief. Aus dem Palaste Farnese, rief er, von meiner Schwägerin! Er erbrach den Brief und durchflog den kurzen Inhalt. Führen Sie den Grasen herein! sprach er dann. Der Staatsrath entfernte sich mit tiefer Verneigung. Ein Glück, daß ich diesen Mann geru fen, welch' ein neuer Blick öffnet sich mir mit einem Male! rief der Kaiser, wäre es möglich, daß die alte Größe mei nes Hauses nach allen Seiten wieder er stehen könnte? Er trat sinnend zum Fenster und blickte den Himmel, langsam mit seinem Auge dem Zuge der Wolken solgend. Nach kurzer Zeit meldete der Kammer diener den Staatsrath Klindwcrtb, und aus den Wink des Kaisers trat dieser ein. Ihm folgte der Graf Rivero in dersel ben ruhigen, vornehm gemessenen Haf tung, in welcher er sich der Kugel des Herrn von Stielow gegenübergestellt hatte. Er trug einen schwarzen Salonanzug von tadelloser Einfachheit und vollendetem Schnitt. Mit jener Sicherheit, jenem leisen und festen Schritt, welchen die Gewohnheit der Höfe bezeugt, trat er einige Schritte dem Kaiser entgegen, verneigte sich tief und er wartete dann mit klar und ruhig aufge schlagenem Auge die. Anrede des Monar chen. Der Kaiser maß ihn mit forschendem Blick und sagte: Ich erinnere mich, Sie im vorigenJahre am Hofe gesehen zu haben, Herr Graf. Es ist sehr gnädig, daß Eure Kaiserliche Majestät sich dessen erinnern, sagte der Graf mil seiner weichen, melodischen und eindringenden Stimme. Sie kommen von Rom? fragte der Kai ser. Aus dem Palaste Farnese, Kaiserliche Maiestät. Und was führt Sie hieher? Der Wunsch, Eurer Majestät meine Dienste anzubieten in dem großen Kam pfe, welcher Oestreich bevorsteht. Meine Schwägerin von Neapel em pfiehlt Sie mir als einen Mann, der mei nes vollen Vertrauens würdig ist. Ich glaube dieß Vertrauen verdient zu haben und hofft auch das Eurer Kaiser lichen Majestät zu verdienen, erwiederte der Graf, sich verneigend, in ruhiger Ein fachheit und ohne jeden Klang von An maßung in seiner Stimme. Und wodurch glauben Sie mir nützen zu können? fragte der Kaiser. Der Gras erwiederte den forschenden Blick desKaisers offen und stolz und sprach: Ich biete Eurer Kaiserlichen Majestät den Beistand einer großen, unsichtbaren Macht, der heiligen Liga des Rechtes und der R ligion! Erklären Sie mir, was diese Liga ist und was sie thun kann? Ich werde Eurer Kaiserlichen Majestät sagen, wie sie entstanden ist, dann werden Allerhöchstdieselben verstehen, was sie ist und was sie zu thun vermag Als nach ' den gewaltigen Schlägen, fuhr er fort, Baltimore, Md., Samstag, den 26. April 1873. welche Oestreich'sArmeen inJtalien spreng ten, die Flut der Revolution sich unter der Führung des ehrgeizigen Hauses >öavoven über Italien ergoß und aus das Haupt des Königs Viktor Emanuel jene Krone drückte, welche den Uebergang zur rothen Republik bilden soll, da waren alle Die jenigen, welche das Recht und die Religion im Herzen tragen und für die heilige Kir che zu streiten bereit sind, überrascht und zerstreut,- unfähig zum gemeinsamen und energischen Widerstand. —ln rascher Eile vollzog sich das Werk des Unrechts und selbst der KaiserNapoleon, welcher ein ganz anderes Italien sich gedacht hatte, konnte den einmal von ihm entfefselten bösen Geistern nicht Halt gebieten. -—Nach dem Fieber folgte die Ermattung. Selbst im Vatikan war man verzagt. Aber der Ermattung folgte die Reaktion. Telegraphische Tepeschea. E»?opäische Äabelbericht-. Berlin, 25. Apnl.-Tas preuß fche Her renhaus hat eine Bill zur Controle der Geist lichen angenommen. Der deutsche Reichstag hat angeordnet, daß am 1. Jan. 1875 alle Banknoten des Landes, welche nicht das kaiserliche Wappen tragen, dem Berkehr entzogen werden müssen. Der Kaiser reif'te heute nach St. Peters burg ab; er wird heute Nacht tu Königsberg logiien. In St. Petersburg werden große Porbereitunzen für den Empfang des Ämfers getroffen. London, 25. Apnl. Der Bericht, daß die berühmte Tänzerin Maiie Taglioni ge starben fei, hat sich als unwahr erwiesen. New-?)ork, 25. April. Eine Spe zial-Depesche der „Wmld" aus London mel det, daß in deu höheren Kreisen von Paris die größten Befürchtungen wegen des Ausbre chens eines baldigen Bürgerkrieges gehegt werden, indem die Monarchisten entschlossen sind, Thiers um jeden Preis aus dem Amte zu bringen. London, 25. April. —Eine Depesche von Paris meldet, der „Ganlois" habe Nachrich ten, daß in Madrid die Commune proklamirt worden sei. Hier ist noch keine Bestätigung dieser Nachricht eingetroffen. London, 25. April. Depeschen, welche von Madrid hier eingetroffen sind, melden, daß letztere Stadt während der letzten vier in großer Aufregung war. Am Mitr. woch Abend befürchtete man einen Aufruhr und die Theater uud Läden waren geschlos sen. Am Mittwoch hatte das permanente Co mite der Nationalversammlung eine Sitzung, in welcher alle Mitglieder der Regierung, mit Ausnahme des Präsidenten Figueras nnd des während seiner temporären Abwesenheit sun girenden «enor Pi y Marzoll anwefend wa ren. Eine eingehende Besprechung der Situa tion fand statt. Senor Castelar, der Minister des Auswär tigen und Tenor Salmeron, der Jutlizmini sier, hielten Reden, in denen sie zugaben, daß die Sachlage eine sehr drohende sei. Sie be merkten jedoch, daß den Stteifzügeu der Kar listen Einhalt gethan fei, die Disciplin der Armee fei wieder hergestellt und die Regie rung qlaube, eine Sitzung der Nationalver sammlung oder ein Aufschub der Wahlen seien überflüssig. Tenor Eastelar verlangte schließlich eine Bertagung aus 12 Stunden, was die Regierung verweigerte. !4)ie Minister zogen sich sodann aus der Sitznngshalle zurück, um über das vou ihnen einzuschlagende Berfahren zu berathen, lehr ten aber im Laufe des Nachmittags nicht wie der in die Versammlung zurück. Eilf BatailloiiS Meiiviltige, größteutheils Monarchisten, meuterten und schössen aus den Gen. Eonireras, dieier entkam aber. Bier andere Personen wurden getödtet. Die Aufregung stieg gegen Abend, und in verschiedenen Stadttheilen hörte man schie ßen. Eine Anzahl Freiwilliger brach in dieCon greßhalle ein, wo das permanente Comite in Sitzung war. Das Comite rettete sich durch die Flücht. Marschall Serrano nnd feine Anhänger fürchteten den Zorn desPöbels und versteckten sich. Gen.-Lieut. Socias ist an Gen. PaviaS' Stelle zum Geu.-Capilän vou Madrid er nannt worden. London, 25. April. Infolge der in Spanien herrschenden turbulenten Zustände verlassen viele Familien das Land. Die hier ankommenden Dampfer bringen eine große Anzahl von Flüchtigen. M adrid, 25. April. Die Föderal-Re publikaner werden demnächst eine Demonstra tion in dieser Stadt machen. Gen.Padios hat eine gioße Quantität von Gütern, welche der Karlislenchef Seballos er. oberte, wieder erbeutet. Italien. Rom 25. April.—Die Kaiserin von Ruß land ist mit einem zahlreichen Gefolge hier eingetroffen. Telttsfz.Berielite. Liverpool, 25. April. Die Barke „Hindoslau" ist mit 1K49 Ballen Baumwolle von New-Orleans ankenomnien. Queenstown,2s. April. Der Dpsr. „Russia" ist von Ne.v-Ä)ork hier einge troffen. Markt und Börse London, 25. April, 11 Uhr Vorm. Consols eröffneten ;n WK sür Geld und Brief. „Amerikaner," alte 'Kser SIZ, '67 er SSZ; 1«).- 40er 895; neue Fünfer BöH; Erie st>s. Paris, 2«. April. Renten 55 Francs 3V Ctms. Liverpool, 24. April, II Uhr Vorm. — Baumwolle eröffnete ruhig; Oberl. tlj Or lcans !>5. Verkäufe 10,V00 Ballen. Per käu'e wäorend der Woche 69,000 Bällen; für Spekulation 4000 do., Ausfuhr 7000 do.; Boirath 692,000 do.; ainerikau. 313 do.; Zufuhr 64,000 do.; amerikan. 26,000 do.; durchschnittliche Ausfuhr 8000 Ballen. London, 25. April, i Uhr Nachm. Raff. Petroleum 14K-15. Talg 43s 9^-445. Liverpool, 25. April, 2 Uhr Nachm.— Baumwolle schloß fest. Verläufe Bal len, sür Spekulation uud Ausfuhr 2,000 do.; Zusuhr unterwegs 541,000 do.; amerik. 226,000 do. Waiien-Zusuhr während der letzten drei Tage 6000 Bierlel; amerikanischer 4000 do. Li ve rpo o l, 25. April, Nachm. Brod sloffe fest; Waizen lis Bil-lls 10ä für ge wöhnlichen caltsornn'chen. Mais 27, 9>l. London, 25. April, 5 Uhr Nachm. Consols 93g sür Geld und Brief. „Amerika ner" 1865 er 91 z. Erie 50Z. Paris, 25. April. Renten 55 Fres. 77 Ceruimes. L i v e r p o o l, 25. April, Abds. Baum wolle fchloß flau. Obetl. 95, Orleans 9?. Verkäufe 12,000 Ballen; für Export und Spe kulation 2000 Ballen. Amerikanische 6000 do. Schmal; 435. Der Manchester-Markt ist ruhig, aber fest. Zufuhr von Mais in deu verfl. 3 Tagen 2500 Viertel; amerik. 1500 Viertel. Antwerpen, 25. April. Petroleum 42i^ics. Liverpool, 25. April, Abds.—Baum wollen-Verschiffungen von Savannah und Charlestou für März und April zu 9z, von der.felben Häsen sällig im April zu 9. London, 25. April, Nachm. Zucker 265-26 s 6ä. London , 25. April, Abends. Terpen tin-Spiritus 40s. Liverpool, 25. April, Abds. Klee farnen 40-41; Terpcntillfpiritns 40s. Inland - Dtpeschen. Aus Washington. Wafhington, 2S. April. Heute reif'teu drei Herren (der Chef.Clerk des Reve nüe-Büreau's, ein Schatzamts Clerk und der Privat-Sekietär des Präsidenten) nach Euro pa ab, um Bonds für die Syndikate hinaus zubringen, d. h. die Herren machen eine spritz tour aus Unele Sam's Kosten. Der Schacher mit Ehrenstetten der Wiener Weltausstellung. Wa fh lug lo n, 25. April.—Nachrichten sind aus verschiedenen Quellen im Staats- Departemente eingetroffen, daß einige Com miffäre der Wiener Weltausstellung, welche unter dem Geietze von 1872 ernannt wurden, Unregelmäßigkeiten begangen haben. Hr. Jay und Hr. MeElrath wurden angewiesen, Un tersuchungen in Wien anzustellen und dem StaatS-Devartemente Bericht zu erstatten. Vorgestern traf ihr Bericht ein, welcher dem Staatssekretär meldete, daß man einige Un regelmäßigkeiten (sanftes, fchönes Wort) ent deckt habe; in dem Berichte wird angerathen, während der Untersuchung alle unter dem be treffenden Gesetze ernannten Commissäre zu fuspendiren und an deren Stelle eine tempo räre Commission zu ernennen, sür welche die zur Zeit in Wien lebenden Herren Legrand B. Cannon, Th. Roosevelt und Cdas.F.wpang, sowie die demnächst dort eintreffenden Ameri kaner Jackion S. Schill;, Wm. H. Aspin wall, Samuel G. Ward, W. T. Blodgett und James Renwick empfohlen werden. Diese Vorschläge wurden dem Pläsidenten vorgelegt uud von diesem gebilligt. Gestern theilte der Staatssekretär Hrn. Ja« mit, daß die Absetzungen angeordnet und die obigen Ernennungen gemacht seien, daß man dieSiispensionen jedoch nicht so auslegen dürr st, als fei man schon im Voraus von der Schuld irgendeinesderCommissäreüberzeugt; jeder dieierHerren könne von der provisorischen Commission für dieWiedereruennung empfoh len werden. Dieses Ve ' '. oerührt nicht die Männer der oder die Handwerker, welche von dem Präsidenten unter der Akte von 1873 ernannt wurden. New-V o r k, ,s.April.—Es wird berich tet, daß eine Untersuchung un Staais-Devar temente ergeben hat, daß der Cvmmissär Van Buren es bis >etzt uiiteiließ, Bürgschaft zu stellen, und daß deshalb keine Gehali-anwei sung von ihm honorirr werden wird, bis er seiner Pflicht nachgekommen ist. bedeutende Verluste der Bostoner Handelsmarine. Washington, 25. April. siatistischenßürean publizirten ossizicllenisla tisliken ergeden, daß die Bostoner Handels marineiin letzie>iO.'.iartal dreinndvierig Fahr zeuge von zusammen 16,000 Touiien Gehalt verloren hat. Uuter den verlorenen Fahrzeu gen waren 7 Barken von je 300 Tonnen, 10 Briggs u. 10 Schooner von je 100 Tonnen. Der Verlust eurer so' großen Anzahl von Fahrzeugen ia so kurzer Frist ans einem ein zigen Hasen ist vielleicht noch nie dagewesen. Wahl >» (Zounecticut. Harrford, 25. April.—Die Stimmzäh. ler-Eommisüon des Staates machte heute das ossiirelle Votum der letzten Wahl bekannt. Das Gesammtvolum war 86,881 Stimmen, davon eihiclt der demokratische Candldat Jn geisoll 45,059, der rep. Caudidat Häven 39,. 245 und der Temperenzler Smith 254lStim men. Jngerjoll's Mehrheit über atle Candi daten betrug 3237 Stimmen, seine Majorität über Häven betrug 5814. Das demokratische Staats-Ticket ist mit einer Durch'chullis- Majorität vou 1200 erwählt, der Staatsschat zmeister Rahmond (Dem.) dal nur eiue Majo rität von 12 Stimmen über alle Oegcnkauoi daten. Die Quack>alber vor Gericht. Albany, 24. April. Vor dem Ver. St. - Eommissär Trothingbam fand heute Nachmittag ein Verhör mit de» der Quack salberei beschuldigten „Doktoren" statt. Zwei von dcnfelben sind uuter >e Z3OOO Bürgschaft gestellt, um das Verfahren der Graud-Juiy abzuwarten. Eui „Doktor," Seth Hudson, alias Lacroix, ist veihaftet worden wegen Ver sendung obscöner Schriften per Post. in Wien. New - Aork, 25. April.— Der „yerald" hat eine Spezial-Depesche aus Wien erhalieu, daß gestern 20 an fpvradischcrEholera erkrankte Personen iu's Hospital gebracht wurden, von denen süns starben. Veriuche -verden gemacht, das Vorhandensein der Krankheit zu verheim lichen. Ein Geschenk veS Veurschen Neiches. New - Hork, 25. April. Eine Kanone zum Gewichte von 1950 Pfd. ist von Berlin kier eingetroffen, als Präsent des deutschen Kaisers für die lutherischeKnche in Titusville, Pa. Die Kanone wurde bei sedan erbeutet und soll in eine Glocke umgegossen werden. Das vorgeschlagene «onntaqsgesetz in Skew-?jork. New - Nork, 25. April. Die jetzt der Slaatsgesetzgebiing vorliegende BIU, welche den Verkauf von Lagerbier am Sonntag ver bietet, eiregt in den dentschcn Kreisen dieser Stadt großes Interesse. Karl Vogt'S Auslieferung. N e w - ?) o r l , 25. April. Richter Blatchford gab heute in dem Habeas-Corpus- Fall des Karl Vogt seine Entscheidung. Das Verfahren wnrde verweigert und der Gefan gene für ein Verhör festgehalten. Dieses sichert seine Auslieferung au Preußen. Die Kinder. Ein bedauerlicher Kall religiösen Wahnsinns. New -?) ork, 25. Apnl. -Bei der gestern Abend abgehaltenen Leichenschau sagte Frau Hennesseil, welche letzten Mittwoch ihre beiden Kinder ermordete, daß Gott und seine Engel in einem Gesichte ihr befohlen hätten, die Kin der zu ermorden. Die Gefchivorenen gaben einen den Umständen entsprechenden Spruch; die Frau wird iu'S Irrenhaus geschickt wer den. Der Geldmarkt. New - Nork, 25. April. Geld bester schloß zn 7-7 Gold. Wechiel fester; gewöhn liche Geschäfte leichter zu Bz. Gold gedrückt 1 Oblig. flan aber stetig; Sechser 120^,'62er 118, Aktien fest. Central Erie 65, Lake-Shorc 92j, Jll. Ceniral 115, Pittsburg 885. North-Western 80, Priorilä le» 87, Rock-Island 108 A. Bilanz des Unterschatzamtes: K 44.431.326 in Gold uud 518,977,824 NI Courant. Die »nrnhigeü Indianer am Stillen Meere. New - Vork, 25. April. Eine Wa shingtoner Depesche meldet, daß inan in Ore gon auch Unruhen nnler den Ne; Perez-In dianern befürchtet, nnd daß ein langwieriger Judianerkneg bevorsteht. Vermischte Depeschen aus Stew?lork. New - Nork, 25. April. Robert P. Bleakely, der Mörder feiner Nichte, versuchte gestern Abend Selbstmord zu begehen, indem er sich mit einem Rasirmesjer eine Pulsader anftchnitt. Ein rettete ihn. D e Schiffahrt auf den New-Aorker Canälen wird am 15. Mai wieder eröffnet werden. Die Bill, welche den Negern in New- Uork in Tbealeni, Hotels :c. gleiche Rechte ertheilt, wurde von dem Gouverneur unter zeichnet und ist jetzt Gesetz. In Brooklyn wurde gestern Abend John CummiNgs durch eine Gas-Explosion schwer verletzt. Die Grand-Jury hat 127 Besitzer von Matrosen-Herbergen wegen Verletzung des CongreßgejctzeS von 1L72 in Anklage versetzt. Zweiundfünfzig wurden heute Abend verdat tet. Diefe Verhaftungen erregten großes Auj sehe». Die Polizeibehörde hat dem Poliziiieu Henderson Erlaubniß ertheilt, den Schwager Vanderbilt's, Rodert Crawford, wegen Ver wundung um Schadenersatz zu verklagen. Die Großgeschworeneu haben denHiilfs- Marschall Moses Moritz wegen Mordes in Anklage versetzt. Moritz versuchte augcblich, Margaret Goidon aus dem Hause Nr. 73, Goerckstr., zu vertreiben uud verletzte sie der maßen, daß sie starb. Die Älnneke Zanb Erben. Trenton, 34. April. Heute versam melten sich die Aunele Jans' Erben zu einer Berathung, um Vorbereitungen zu treffen, in den Besitz der ihnen zukommenden Erbschaft von 70 Millionen Dollars zu gelangen, wel che in der holländischen Bank depouirt liegen. Ungefähr 80-90 Aspiranten waren anwesend nnd wurden als folche zugelassen. Reprä senlauten waren anwesend aus Illinois, Ohio, Michigan, West-Virginien, Pennsytvaui'en, Indiana, New-Jcrsey, Min nesota und lowa. Naiürlich waren auch Advokaten anwesend, llnier den vermeinili lichen Erben war auch ein S 0 jähuger Greis aus New-lork. Eisenbahnunfall in Indiana. Erncinnati, 25. April. Ein nörd lich gehender Zug der „New-Albauy-Chicago- Bahn" flog gestern in der Nähe von Elletts ville.Jild., aussein Geleise. Ein Mann wuroe schwer verletzt, indem ein Waggon auf ihn Der Mord in Ehicago. Chicago, 24. April. —Ueber die Ermor dung des Barbiers Jefse Jones durch feineu Prinzipal Wm. Brown liegen folgende Ein zelnheiten vor: Biown ist der Eigenthümer der Bardieritube, Nr. 503, Wesl-Madifonstr., in weicher außer mehreren anderen Farbigen ein junger Mann, Namens Jefse Jones be schäftigt war. Jones lebte wie in der Barbiklitube erzählt wurde aus vertrautem Fuße mit der Frau feines Prinzipals, worü ber Letzterer seit längerer Zeit zornig war und jüngst seine Frau so mißhandelte, daß dieselbe während der letzten Tage gezwungen war, ihr Bett zu hüten. Ob Jones durch Brown Nachricht von dieser Züchtigung erbitten, wurde nicht bekannt, doch soll derjungeManu wiederholt das Zimmer besucht haben, in wel chem das Lager der Kranken stand. Am Montag Nachmittag kehrte Brown in angetrunkenem Zustande aus der Stadl in sein Etablissement zurück. Er fand Jones in demselben nicht anwesend uud von dem Verdacht erfaßt, daß der Gehülfe seiner Frau einen Besuch abstalte, eilte der eifersüchtige Ehemann in seine Wohnung, welche sich im Hinterhanse des Hauses Nr. 503, Madijon- Straße, befindet. Dort traf er Jone« auch wirklich im Zimmer seiner Frau, vor dem Berte derselben stehend und sich mit ihr unter haltend. Brown gerieth hierüber in Wuih und obwohl ihn Jones davon zu überzeugen suchte, daß nichts Verfängliches in feinemße suche liege, wurde er schließlich auch ausgeregt und es entspann sich ein Streit, bei welchem es wie der Angeklagte behauptet von beiden Seiten zu Thäilichleiten kam und Jo nes deu ersten Schlag führte. Fest scheint aber zu stehen, daß Brown eine eiserne Braut- Pfanne ergriff, mir derselben bewaffnet auf Jo nes losstürzte und so lange auf ihn fchlug bis er, mit Blut bedeckt, bewußtlos zu Boden fiel. Frau Brown's Hiilserufe brachten die anderen Barbiergehülien herbei und traten dieselben noch früh genug in das Zimmer, um Jones niederfallen zu sehen, aber zu spät, um ihn durch ihre Dazwischenkunft zu retten. Man beschloß, den Vorfall geheim zu hal ten uud rief eineuArzt, deuDoktor C.M.Fitch, herbei, der die Wunde zwar sür gefährlich er klärte, aber zuerst nicht glaubte, daß sie den Tod des Farbigen zur Folge haben würden. Jones wurde zu Bette gebracht und lag bis gestern Morgen 3 Uhr bewußtlos. Um diefe Zeit erlag er seinen Wunden, ohne daß er ein Wort von sich gegeben halte, seit er vonßrown niedergeschlagen worden war. Die Verhaftung Brown's wurde bereits ge meldet. Der Modoc-Krieg. SanFra n z i sc o, 25. April. Die Generäle Davis und Hardin stnd nach dem Kriegsschauplätze abgegangen. San Fra nzis c o, 25. April. Heute Abend traf eine Depesche vo» Areka hier ei». Bis gestern hatte sich Nichts von Interesse in den Lavafelien ereignet. Oberst Perry war von feiner Streiftour mit einer Cavallerie- Äbtheiluiig zurückgekehrt, ohne angegriffen zu werden. (Welch' ein Glück !) Er ist über zeugt, daß kein Indianer .die Lavaselsen ver lasten hat. Donald McKay berichtet, daß 4V Indianer in großen Höhlen, 4 Meilen südlich vom ersten Schlachtselde, sich festgesetzt haben. Ein allge>neincr!Krenzkrieg wird befürchtet, infolge de: Betrügereien, welche die Regie rungsagenten an den Indianern aus den Re servationen verübt haben. Diese sind durch das Vorgehen der ModocS crniuihigt worden. Der Zustand des Hrn. Meacham bessert sich. (Später.) Donald McKay ist soeben in'« Lager zurückgekehrt; er sagt, dag die Indianer dieLavafelienve» lassen haben. Seil dem 17. hat lein Gefecht stattge funden. Hinrichtung. S a n F r a n z i s c o , 25. April. John Mnrvhy wurde heute in Stoclion wegen Er mordung des Patrick Murphy hingetichtet. Von Euba. Havanna, 25. April. Die „Ga ceta" veröffentlicht ein Dekret, welche« die Zurückerstaltung lohaler Gattinnen illoyaler Männer gehörigen confiszinen Eigenthums anordnet. Das Dekret bestimmt, daß, wenn die Männer gegenwärtig noch gegen die Re gierung confpirinn, oder noch in den Reihen der Insurgenten stehen, deren loyalen Franen je KIOOO pro Zahr erhalten solle». Derselbe Betrag wird den hülslosen Fraueu und Kin dern illoyaler Männer zugesichert, und zwar wird das Geld dem für das von den Insur genten ansgelieferleEigenthum eingegangenen Erlös entnommen. Die Franen und Kinder sollen sofort in Besitz dieses Eigenthums ge jetzt werden, vorausgesetzt, dag der Ertrag desselben die Summe von Llvi)g nicht über steigt. Für de» Fall, dag der Ertrag die Höhe von Kitt»» erreicht, ist die Bestimmung getroffen, dag das betreffende Eigenthum in nerhalb von zwei lahren nicht verkauft oder mit Hypotheken belegt werden soll. Besitz thümer, die mehr als die genannte Summe abwerfen, bleiben in Händen der Regierung, welche deu resp. Eigenthümern jährlich K3OOO ausbezahlt, vorausgesetzt, dag dieselben auf spanischem Boden wohnen, «jrände.—Abermalige Heimsuchung von Mattewa, N.-?j.—Feuer in New-Hork, Ginc»nnati:c. Newburgh, 25.April.—ZweiGebäude, in denen sich fünf Läden befanden, brannten gestern Abend in Mattewa», Dntcheß-Co., ab. Der Verlust wird auf K 20,000 geschätzt. Das Feuer entstand durch Explosion eine Kc rosinlampe. New -Nor k, 25. April. Heute Mor gen brach in dem Haufe Nr. 811, Broadway, in welchein mehrte Seidenhändler ihre Läden haben, Feuer aus. Der Laden des M. Opper wurde im Betrage von S>ooo und der des Wm. Emerson im Bettage von K3OOO beschä digt. Eincinnati, 25. April. Der Laden deS Wm. Baldwin in Beardslown, Kq., wurde in der Mittwochs Nacht durch Feuer zerstört. Verlust >20,00». Telegraphisches 'Allerlei. Major Temvle'S Ingenieur Corps hat die Route der „Chefapeake-Ohio-Bahn" bis Uorktown vermessen und wird heute nach Wil liamöbnrg, Ba., zurückkehren. Aus Quebec wird berichtet, daßdieAns wanderung franz. Canadier nach den Ver. Staaten viel bedeutender ist, als in früheren Jadren. Im »Chefapeake.Ohio-Bahn"-Tunnel bei Richmond verunglückte gestern ein Mann. Namens Hrazier, durch verfrühte Explosion einer Sprengladung. Zwei Neger kamen aus derselben Bahn um. —ln Sharpsville, Pa , erstickten gestern zwei Maschinisten, als sie die Kessel einer Lo komotive reinigten. Die Viehseuche greift in San Franzisco um sich; ein halbes Dutzend Pferde sind be reits gefallen. Die Chinesen werden größten rheils zu Packträgern verwendet. —ln Porlland, Me., gerietheu gestern Morgen zwei Bauarbeiter wegen eineS Frau enzimmers in Streit, und John Sullivan er hielt einen tödtlichen Schlag. Inder Nähe von Litile-Falls, N.-1., verunglückte gestern der Eisenbahn-Arbeiter John Shaughuahan und W. Paterjon und süuf andere Personen wurden verletzt. Gen.-Major Hancock, der Commandant des östl. Departements, ist auf seiner lufvek tioustour in der Festung Monroe angekom men. Gestern wurde die 7. jährliche Staats- Ausstellnng in Louisiana eröffnet. Sekr. Belknap, Gen. Sheridan nnd Gefolge kamen gestern in Brownsville, Tex., an. Der Gouverneur von Maine hat das Congreß-nitglied I. A. Peters zum Richter des Staars-AvpeUalioklsgecichts ernannt. Der Präsident war gestern in Lawrence, Kanfas. Die Berichte über Jndianerunrnhen in Kansas werden dementirt. Die Gesetzgebung von Arkansas vertagte sich gestern nach einer Sitzung von 24 Stun den, in welcher mehr Geschäfte erledigt wur den, als in der regelmäßige» Sitzung von 4 Monaten. ' Lokalberichte aus Washington. Washington, 25. April.-Frau Corde lia Daukwonh, die Mutter der jungenDame, die vor mehreren Wochen von dem jungen Breuner geichofsen wurde, und der jetzt im Gefängnisse feinem Prozesse entgegensieht, ist am Mittwoch Nachmittag gestorben. Geheimpolizist Coombs verhafrere heute Morgen Margaret Lauhan uuter der Antlage, dem Hrn. E. K. Tabler an der li. Straße, in dessen Haus sie als Dienerin bejchäftigt war, S5O gestohlen zu haben. Sie längnet standhaft, den Diebstahl begangen zu haben. Hr. W. W. Corcoran publizirte heute cinSchreiben in der „Tribüne," in welchem er die Thatsachen eines Artikels, der vor wenigen Tagen von einem gewissen Hrn. Edmund Smith in dem genannten Blatte veröffentlicht wurde und der Aussagen von weitendes Hrn. Corcoran enthält, die derselbe in feiner Be hauptung als nictit gemachte in Abrede stellt. , —ln Süd-Waihington wurde gestern Abend eine Versammlung abgehalten, in wel cher man sich über die Gründung einer Feuer- berieth. Folgendes Co mite wurde ernannt, um Pläne für eine perma nente Organisation auszuarbeiten: Samuel Hermann, Ch. Dicljon, R. A. Walter, Kon rad Schäfer, I. W. Baker, F. A. BoSwell und Simon Joseph. Henry Johnjon, welcher gestern wegea Kleiderdiebstahls verhaftet wurde, wußte noch am selben Tage au« einer Zelle des Stations hauses des 8. Bezirkes seine Flucht zu bewerk stelligen. Bis jetzt ist man feiner noch nicht wieder habhaft geworden, Bischof Auer hielt gestern Abend in der St. John's Kirche zu Georgetown eine Lor lesung über Missionärleben in Afrika. Frau Margarethe Heye! hat eine Klage gegen die „Ballimore-Ohio-Eisenbahn-Com pagnie" anhängig gemacht nnd erhebt An spruch auf Slo,l>oo Schadenersatz, weil die Bahn.Compagnie ein Schienengeleise vor ih rem Hause legen ließ und durch das fortwäh rende Lorüberfahreu von FrachUvagen angeb lich den Werth ihres Grundstücks beeinträch tigt habe. Die Metropolitan-Polizei-Commissäre ernannten gestern Hrn. Samuel Einstein;um Ausscher über denPiehpserch. Aus dem letzten Blertcljahrsbericht des Superintendenten der Metropolitan - Polizei geht hervor, daß ge genwärtig 233 Personen bei deujrlbeu ange stellt sind. AermiWe Berichte. New-Vork, 25. April. (Toroners- Untersnchung nber die in 3. Straße.) Eoroner Keenan hielt gestern Abend Leichenschau über die beiden Kinder der Frau Annie Hennessy, welche, wie gestern gemeldet, am Mittwoch von ihrer Mutter erdrosselt wor den waren. Vor Beginn der 'Untersuchung veihörie der Toroner die Wahnsinnige, welche nicht den geringsten Befrist von der That zu haben schien. Tr. Farrington, der Dansarzt des Bellevue-HospitalS uud Professor Jane way bezeugte», daß die Frau wahnsinnig fei und erklärte Letzterer, daß übertriebenes Fasten den Ausbruch der Tobsucht zur Folge hatte. Tie Jury gab einen Wahrspruch ab, welcher dahin lautete, daß die Knidcr vou der Mutter in einem Anfalle von Tobsucht umgebracht wurden. Die Frau wird, sobald das Dekret von dem Recorder erlangt werden kann, iu's Irrenhaus geschickt. Der „Dem." sagt: „Baron Enrt Schlö zer, der deutsche Gesandte in Washington, machte uns gestern einen Bestich in unierer Ojsice. Wie wir von dem Gesandten ersuh reu, hat er vzn der deutschen Regierung den besonderen Auftrag erhalten, über die finan ziellen Verhältnisse etlicher südlichen Eisen- Vahn-Zoinpagnie'u Erkundigungen einzuzie hen, die natürlich hier im finanziellen Cen trum der Ver.Staaten am ehesten zn erlangen sind. Die Angelegenheiten der betreffenden Compagnie'«, bei deren Bond- und Aktien- Emissionen namentlich viele deutsche Eapi»a listen hineingefallen oder betheiligt sind, sollen für die Interessenten übiizens nicht gar so schlimm stehen, als sie noch vor wenigen Wo chen gefürchtet haben." Stokes' Schicksal nähert sich der Ent scheidung. Sein Advokat Tremain schloß gestern den Antrag auf Gewährung einen Prozesses mit folgenden Worten: „Die Ver theidigung hat Alles, was in ihre» jträfieu, gerhan; wir haben den Fall vor Ihr Tribu nal gebrachi, damit Gerechtigkeit geübt werde, wir haben unsere Pslicht gethan, damit wir uns dereinst nicht den Vorwurf jzu uiaHen haben: „Hättet Ihr Dieses und Jenes gc than, vielleicht wäret ihr eisolgreich gewesen." Der, welcher glaubt, die Constitution wurde ;ujalnmensiür;ten oder die Metropole mii Blut überschwemmt werden, wen» Edward S. Stokes nicht durch den Henker stirbt, ob gesetzlich gerichtet oder nicht, mnß diese dem Gesetz geheiligte Stätte verlassen. Der, wel cher den Getödteleu als Götzen verehrt uud nach dem Blut unseres Clienten schreit, der ist hier, iu der Halle der Gerechtigkeit, nicht am Ort. lind wer den Tod des Gefangenen fordert, ob derselbe nach den geheiligten uud unantastbaren Vorschriften des Gesetzes richiet worden oder nicht, dessen Stimme wird hier nicht gehört. Edward S. Stokes mag in dem Grabe ruhen, eines uaiürlichen Todes oder von Henkershans gestorben, die Richter des Tribunals mögen zu ihren Vätern ver> sammelt, ihre Rainen erloschen uud die Mauern dieser Halle zu Staub vermodert sei», und »och wird Ihre Entscheidung als unlöschbares Z'Ujniß vergangener Jahrhun derte in den Gcseytaseln dieses Landes einge graben sein. Sie sind die geheiligten Vertre ter der Gerechtigkeit, die Sliuinie des großen Hausens wird Sie nicht berühren, deuu Sie werden die Worte Cicero's beherzigen: satiats liele." „Was sie heute wollen, ver nichten Sie morgen." „Heute rnfeu sie Ho siauah und morgen Ircn;iget ihn." Sie »er den urtheilen nach dem Recht uud deu Spruch vor Augen haben: „Wenn auch Himmel nnd Erde in Trümmer fallen sollten, so lasset dennoch Gerechtigkeit walten." Die Ent scheidung dürfte noch vor Schluß der Woche erfolge». Selbstmord.) Samuel Zi nickcr, ein in Nr. 87, Mercerstr., wohnender Zimmer, erschoß sich gestern Nachmittag im Fairmout-Friedhose. Er war aus Streugcl bach, Cvnton Aargau, «2 Jahre alt uud erst wenige Jahre in Amcrila. Gram über deu Verlust eines Kindes machte ihn seit einiger Zeit schl«rmllthig und scheint dies der Grund zu sein, warum er feinem Leben ein Ziel setzte. (Selbstmord eines deutschen Buchhal ters.) Albert Friedbcrger, 27 Jahre alt, Buchhalter bei dem Lederhändler I. H. Ri schach, Nr. 21, Spruccstr., jagte sich gestern Abend in Nr. 149, Ost 43. Str., eine Kugel durch den Kopf. Unannehmlichkeiten im Ge schäft foll die Veranlaffnng zum Selbstmord fein. (Noch eine Erzgannerin abgefaßt.) Eine Französin, Namens Florande Denvlet, 3« Jahre alt, wnrde gestern Abend von den Ge heimpolizisten Beuuett uud Clapo wegen Diebstahls von Gegeusländen im Werthe von mehreren tausend Dollars, die sie mehreren Familien, in deren Diensten sie stand, ent wendet halte. Am 5. April verließ das Mäd chen den Dienst der Sennora Alsouio, eiuer in Nr. 27, West 47. Straße, wohnenden En banerin, bei der sie lauge Zeit als Kiudermäd-" chen conditionirte nnd nahm Spillen, Sei denzeuge und dergl. '.in Werthe von 57>'>0 mit. Die Polizei wurde davon in Kenntniß gesetzt und ermittelte dieselbe, daß Fräul. Florinde bei John D. Ogden, Nr. 28, West 31. Str., als Näherin engagirl war. Die Poliziilen verhafteten das Mädchen gestern Abend um i! Uhr an der Ecke 7. Avenue uud 26. Str. und durchsuchten ihre Wohnung, Nr. 202, Weft 2«. Straße. Dorr fanden sie uvei große Koffer und zwei Bündel mit werthvoilen Sci den<eugen, Handschuhen und anderenArlikeln, unter Anderem ein Taschentuch, welches KI0«) werth war uud von Seunoia Alsonso als ihr Eigenthum idcntifizirl wurde. Die im Besitz des Mädchens gefundenen Spitzen waren circa ?2i)v«> werth und übersteigt der Werth des in ihren Koffern gesundenen Eigenrhums bis KSOW. Frau Ogden, welche dem Mäd chen alles Zutrauen schenkte, identifizirte meh rere Handschuhe, die in den Koffern Florin den's gefunden winden. Tie Angeklagte foll schon wegen Diebstahls zehn Monaie in der Kiiigs-Conntq Peniienticry verbracht haben. In Philadelphia ist der bekannte deutsche Waagenfabrikaur Heinrich Trömner im Lcbeusiahre mit Tode abgegangen.^ Diebei e u t j ch Ä m e r > k a n e r, welche Ber. Staaten.lSefanüljchastöposten be kleiden, verlieren ihre Stellen. Hr. Leopold Marlbreil in Bolivia ist zurückberufen mor den, uud die separate Gesandtschaft für Nica ragua, welcher Hr. Riotle vorsteht, geht mit Ende Zum ei». Ferner ist das in Stuttgart, welches Hr. Älauplecht dislier be kleidete, durch „den zu diesem Pofttn ernann ten Neger SammiS von Florida besetzt wor- tüchtige nnd beliebte amerilani'che Toniul inHamburg, Edward Robinson, steht im Begriffe, sich mit einer deutscheu Dame, einer Fraiilfurterin, ;u vermählen. Hrn. Robinjon's war eine Deutsche, die bekannte Schriftstelleuu „Ialop." IWash. Zourii.) Selbstmord einer Schauspiele r i li. In Wien hat sich die Schauspielerin Emma Felkner vergiftet, weil ein dortiger rei. cher baronisirter Bankier eines Verdachtes der Untreue wegen füne fiühereu Beziehungen zu ihr abgebrochen hat. Die Rubrik „Vermischtes", „Allerlei"' „Von nah und fern", „Mscellen" n. f. w ist in einem westlichen Blatte durch die Ueberfchrift: ?ivkles" ersetzt worden Eine Prüfung des Inhalts dieses neuesten Faffes iÄurken ergab, dag es vorwiegend Essig- Pickles enthielt, da von dem melge rühmtcn ~attiichen Salz" wenig zu bemer kenwar. Ein Bostoner Schistsbauer hat eine neue Methode erfunden, um die Fahrgeschwin digkeit der Ozeandampfer zu erhöhen. Diese Methode beitehr aus dem Anbringen von z>vei Schrauben statt einer am vorderen und am Hinteren Ende des Dampfers. Die Dauer dxr Fahrt über den atlantischen Ocean würde da durch aus Tage herabgesetzt. Ein reicherte w H orler soll von den Vollstreckern des Testamentes von B. M. E. Dursee in Fall.jNoer, Mass., den berühmten Äaulbach'schen Earton „die Nesormatioa" für »IiU.OOV erstanden haben. Durfte kaufte das Ztunftwerk vor einigen lahren in München; er hatte dabei mchrereEngländer, die nach dem Nummer 100. Carton lüstern waren, ,u überbieten und zahlte 825,000. Er trug sich damals mit der Idee, in seiner Vaterstadt eine Kunstgallerie zu er richleii, wozu er als acht- bis zehnfacher Mil lionär ausreichende Mittel besaß. Sei» Plötz licher Tod machte die Ausführung des Plans nninöglich. Der New-Horker Capitalist, in dessen Hände das Kunstwerk übergegangen ist, wird es sich wahrscheinlich nicht nehmen lassen, dasselbe auszustellen. (Das Testament Napoleon's.) Der „Figaro" enthält folzcndeMittheilnng: „Das Testament Napoleon's !». wird in England früher, als in Frankreich der Oesjentlichkeil übergeben werden aus dnn einfachen Grunde, weil es iu London eröffnet worden ist und weil die Testamentsvollstrecker, nur unter den bonavartistijchen Blättern keine Eifersucht zu erwecken, die Urkunde lieber gar keinem mit theilen wollen. (Es scheint k>er lediglich eine Spekulation vorzuliegen.) Napoleon lii. hat ;wei Tcstamende hinterlassen; das eine war vor dem italienischen Kriege geschrieben, das andere kurze Zeit, ehe er sich zur Rhein-Armee begab. In dem ersleren, welches ein wesent lich-polilisches Testament ist, überwacht der Kaiser die SlaatSgeschäste der Kaiserin, in dem anderen vertraut er den kaiserlichen Prin zen mit besonderer Inständigkeit ber Armee an. Das Vermögen Napoleon'S 111. belief sich im Augenblicke seines Todes auf 2z Mil lionen Francs in runder Ziffer. Davon gehen Ii Millionen ab für die von dem Kaiser selbst gezeichneten Schulden nnd Zahlungsverbind lichkeiten, so daß der Nachlaß nicht mehr als eine Million, d. i. 50,000 Francs Rente, be sallt Ttratto», A»' Haiscke, l alnmolestraßc. Stadt-Controleurs-Büreau, Hiermit wird bekannt gcinachl. dajj aile oom 'lltavor vom t. bis 2». Mai IN diesem Vureau^ge, ""c////.,/e'/.vV.. I.V Weichs oie beste Ra'-qe im Markte zu Lckalc! a. I. Wkiithrrbl) Stihiirn, Nr. I > »ud ZH, Nord - Liberlystraße. IM. lttfls. Hrühjahrö-linpurtatlvnett. blebrüder Hooqeö, 'Zkr. Hanovcrs'trasie, PvplinS, jchlvarzc Alparas sur V s i, » t-.^t r ,^! ly N l la, tt von l—Nr. 7. Okr.^i»L Pulver, XVI»VN</>!''Pulver, von Nr. 1 bit> 4, in Äiieiali .fagchen von uni Psund. - Pulver, Größe , ?,v. und in MelaL- Nr. 155, Weil - Praliiiiage, 2. iltage. Die Lchtc und iMc. Tie neue leicht laufende Howe'sche II äl> nl sch in e guten den .Gansern convenircnden Bedingungen verkauft Nr. Nlird-ssharlesstr.» Naltimorr. 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