Newspaper of Der Deutsche Correspondent, April 30, 1873, Page 1

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated April 30, 1873 Page 1
Text content (automatically generated)

F. Raine, Herausgeber. Spezial - Notizen. Baltimore Fire Insurance Mre, Kiidweft-Ecke von South- und Waterstraße. ourch Ärani> sowohl in der S-adi. n»e >« Lande, aüe Alien ron 6>gcnlham, Wodn-, Laden- und Waaiinizäuier, Hans-ISgü«er, Lliivau-Produk-e. Möbeln, Haus - «Veräch'chrfi-n, ,m Äa« bejnftene oder im Paicn >n Ladung liche Kahncuqe u. I. w. - Das Di'itioliilm bliebt aus folgenden Herren! LZ m. Ä. Harrison, Präsident; »e-, R.Bick'rs, H v, ,<tkip!s, David s. Wiiiin, T. Rodt. Zcnkins, losiah Penninglou, <i- Stew-rt, »rancis T. »ma, B-5 !>.ewcomer, AnNi 6 rr.ll, OrvMe Horm.?, K. e Sieuari. W. W, Tavio.. Wm.H. Brune, Jkraet Cohen, Äeorzi L. Harr,loa. «oiilikaiions.i'o-mulc.re uro we.rere-»achrichi über Ä i- wir» m derO'fic'. »an S.u ° und e.li-eN' wo auch alle Äas- ioscrl -rieoigl werden. Aerfichcrungen w rdcn aus irgend .me angei.dmmen, weiche der Appti «oodwor,!,. S.lr. N. Courtney Bruder, Nr. Nord - Charlesstraße, Wir machen aas unsere» reichhaltige» und aflortir« ,en -SonaN, von Champagner, Rt,«>.n-«iincn von der s«>n!i-n Qualität, Sherry-, Port- und Madeira-Weinen, «»anatw-in. . »' uns Havanna-Eigarrea n,"°en. F„ner: feinen Thee »nd auS««a>St»" Srocerie.Waaren für »ami!,-. lichle Lrmie-Ivliart». Kaminsims-Uhrcn und Cimprs, Vasen, Statuetten, Nisitenkarten-Halter, Ti»l-nlälser. B ri-i v eich w er-r 11. ~ w., «in« reichha'.tize Auswahl zu billigen Prellen bei iy,br. Sanfield « Somp.. Eck« der Büd-EharleS» und ZZaitinioreftraße t 264-11 Gold- und Silbe?Vaa?eZ. ..ichhaii.g Lag..^ S T.,che°"dr" Til ch ?! r K x. v. »u iedr billigen Preilen d»? W.Bailim.restrcze. Diamanten!! Kostbare öQa. ucksachen siik«;?? Tnschrnn'hrer. (etwas Elegar.»«.) Such et»-olleS ANorun.ent der beste? fi!b?rplattirtea ASaar«n be. «-bd « Parlor-Kronl-uchtxr, Harlvr-Sdande'.ins . Sibliolhei-Chandkilne. Tßjimulik-ihuübeU'ei. HauZftur k Haasstar-Cdandeiiers. " Heusftur-S^'l'es». AUe Äl««a ?a»rinriidtunqen. iL a> ><r- und <Ä Nr. ,!r. S. Nord-Sibertsstr. «NSr Künstliche Zähne. Dr. W. H. Etheridge. Nr. 21, Süd-Broadway. -Niei-s alte und lana etibiirte ><ahn Arznei-Büreau in?m, all?n Ärmeln >-. r das ftrichiakrs-Ge.chiil. gui D Lachgas ist iein, »nd °er L°k,or qaran l>lt »onliv ohne Schme »en au-zuzieven, wo. raai er ,eine Ikonen und oauerbajten'Ä-sche ezrsevt und aaraniiri. °az d>e ganze Ooerat>on <>,ne°enbe>. aewäsren wird. Älle zahnä.ztiiiben >v<lden mit Eriahning m lNoviS.t2Älel) Nr T»e.Sro-dwa», ZennmgS' Znhn-Tinktu?- «iue elegante, ftcycre und erfolg reiche MtNv.oäsche, »um Reinigen, Verschönern und Crbaiiuoz der Zät,se ull!» de» und gibt dem Äl!,cm einen an g»i.e>,min Serach. La haben bei allen Droguistentn Ällgemelirea and «. Hynson. Z-nninaS, « <ssmv , Nr. i«. Nard-^harteSftr. Deutsches zahnärztliches Institut. Armen-Klinik von 7 bis 8 Uhr Morgen«, In «r. I»». Hanov-r-. ,n>>>-l>-n und Barreftr. -vr. «-rnhard «iever (stiidirte hie siger Hahnarzneijchuie) zieht .»tabne vermittelst reinen Lachgases ohne Schmer»eii aus. iiunstUche Äediste »on ,« ,a »tS. «atdlüllung-n Uavollköinmene unv uallkvmmenr Zähne. Gate ASHne sind siir körperliche kchönhcit unerläß lich, und Niemand dars sich scrnerhin wegen unglei cher oder saaler Zähne enischuldigen! denn da« Mit l.i, d-eie Mängel zu deseiiigen,liegen in eines Jeden Bereiche, Dr. WincheU» in Nr. W e st- Fa yette-, oberhalb Eutawstraze, ist aiS wissen schailiicher Zahnarzt weil und breit bekannt. Er ist mit jedem Zweige seines BeruleS praktisch vertraut, and alle seine zahnärztlichen Operationtn bejriedigen die Patienten aus'« Beste. Die Zähne, die er anjer. tigt, zeichnen sich durch Dauerhaftigkeit, vollkomme nes Passen, naiäriiches Ä lSsehen and allgemeine Schönhe» aus. Das Zahvlüllen mit Sold, Stanio! oder Son>vositil>nS-r'!as!e bildet einen wichtlgenThei! seiner Praxi». Als Zavnaaeziehen steht Dr. Win chell anerreicht da. Sein Versahren ant dem Pa tienten ist in der That charmant. Nicht das geringste «Schmerziimptom wird veranlagt, »nd die Operation ist stets vollkommen er, olgreich. Er savrizirt täglich reines satpetrrsaureS Gag. Die sen SchmerzvertUger haben die gesaa.mten medizini pischeil Fakultäten Europa'S und Amerika'S siir das »ollkommeiiste und wunderbarste, Empsindungsio slgkeit hervorgerusene Mittel erklärt, das je entdeckt worden. fMär,7.ZMtel) i' N- l i'-r agenkran'e Sinder bewähr«. Kie werden von den eiühmtesten Aerzten emviohlen. Niederlage in Robert Lautcnback'» Ecke der Eutaw- und Saratoqastrag - Bei allen Droguisien und Apothekern zu haben. lg.nr. »2. tZtuw» ÄZ. <S. Wood L 5 (?omp., Gold's palentirteii automatischen Heizern, welche in den letzten sünszehn lahren sehr umlangreick und m>t briscrem Erjoiie, als irgend ein anderer mit Damps oder he,gem Waler heizende Apparat ge- Der.,Pariser-Amtrir.ii!nchc ?!l chenh-eci» und War reii'jche Heerde, Paiior-. Sun- uns Llghtinng.Fcuer- Piay Heizer. Legung von Blei- uud Eisenrohren, Badewannen, Hvdlanten, Waschstände, PlsjoirS, Abzugsrohren für Abtritte! sowleauch hvdrauüsche Rammen, Wassei-Masibjneiie u. s. w.; marmorne und Fcuerheerd ittofte, Register u. s. w. »üchen-Utenstlien, Wasserkuhter und Resrigeratoren; itvch- aao Heizölen, siwie Reparaturen oaer Ait prompt auSzesührt. Südwest-Scke von Baltimore- und Eutawslr. (s>j Joh» G. Suma« ä? Com^?., «r. »Z, West-Vrattstratze, LotenS' Valley-, Sunbnry-und Tumberland Kohlen, Schiettr°und°andern Uni-!Mgke° len. < Seplv'.tLÄtel) htße« Steinkohlen zu ven nikdrig Preisen. Kohlen Eompagnie.» and rasch brennende Rosien—die bellt- «»jler scywer u«° htcfigen Markte ja verkausen »arreriladange-oderTonnenweise. »nid LvkenS' Balle»-» und Eamberländer Sohle» «altimorer Sohlea-- a. .ilni°n-E>senb-h!!-S«M».« Bureau: »r. F>ad>fonftraße vadÄe"r »'ice Ann und AibemariestraSe. (Otll4.l2?!tes) «ohlenzu herabgesetzten Preisen Uurrough ck Comp-, F>Sn>>ler mlt den besten vorteil Sodiea, weicht hier zu Markte gebracht werden. Alle, welche «iohien gebrau iden. werden wohi daran thun, vorzusprechen und so. »ieich zu laasen, ehe der Preis steigt. Bureaa: German-, erste Thür ostlich von der tawertjkahe. l'sept^ö.lÄl) Dr. I. E. Rirord. Nr. 141, Weit-Fayelte-, unterhalb der Howardstrage, kann durch eine ZS iährwe Ersahrung ii Hospitälern »nd örtoal-Prart» elneöeiiang von türzilch erkrank,en »ara-Ocgane in? Zagen vcrsorechen. Fälle von ei »em Zaiire in S Taaen durti e>n lokales Heilmittel. lSejähcitve skran'heiten des Blutes, Halses, Nase und vaut-Heichwüre und übelriechende Eitcrungen u. s. ». ichnell geheilt. ' Jung« «ente. an itörper u. Seist our« Unbedachtsamkeit'und eine «aenoe Ledensweiie leidcao mit Z'ttern, Melcnivo. !,? Nerven- od.r organischer Schwäche, vuiien, Un> »».'dauilchkelt, diohenderSuezeyrunz dchastct.soglci h ~ad oromsr g-ii..drrl. and völlige «rait wieder er lanat ohne Oueckniber. Sprech-tunden von « bis 12 Übrß°rlMttags, 2v>s S llhr Nachmittags und 7 - g yZk AdendS. Der deutsche Correspondent. 33. Jahrgang. - Notizen. Euggcnlieimer L 5 Weil, Sckreibmaterialien u.Drucker, Hochzeitsgescheuke! Hochzeltögescheuke! Massive silberne Lössel, massive silberne Gabeln, massive silberne Vorleglöffel, Zucker-Lössel, Serviettenringe, Salzsässer und Gemüselössel, W. F. Vissing, 280, West-Sa!tiino:estr-'.ße, 280, W. Kumlllcr^ Süd-Broadway, neu und silbernen Uliren, äldte und ikil» berwaaren, Stand-Uhren. Brillen aller Art, weiide er zu billigen Preiien osserirt. Alle Waaren werden Di? „Sccor"-Nähiilllschinc, kürzlich introduzirt und die beste aller vor handenen, erhielt die Prämie in der letzten Ausstellung des A'icn Nähereien ; selbst sich ftststcllcnde IZad.t. Man (ÄpriNK,lJli> Charlesstrave. Wichtifle??achricht! z. B BieeS'sche, Sieger'iAe, Howe'sche, Einpi'e, " Die Wbeeler-Wilson'sche neue Pkähmaschinc Petcrson Sc Gen.-Agenten, ) Nr. 2'4. We°t-Baltimorestr. Tie Wiljcin'sHc Nähmaschine Schneider. Preis derielden ist von käl. IRoo.IZ.tSV) Nr. Nord-iÄaystrabe. K.? ÄUe Arten KS Näh.naschii'.en Miethe zu 52 monatlich. Zum Verkauje in Ratenzahlungen za KZ pro Monat. Baarzavier erhalten einen libera len Abzug. Dorfe« « Loud-uilager, Nord - Für Familieu-Näbarbeiten ga?anlirt. 2or,n T. Butler. General-Agent, Kr. A, Nord EliarleSSratz«, seilte Etage. Die verökßerte .Florence" - Mähma schine. llcn-Nädercien. Sic hat die bkrühmte riickitellbare Speise- und sich selbst lichtende Epaischiff-Streichung und dauert länger, als jede andere Maschine. Wird unter verkaust im Verkauislokale - Nähma sch inen-Ge eiischast,» (JuliZt,l2Mtelj) Rr. »» Ror»-tsharireZir. Kauft?eine Rahinasckine, ehe Ihr die geräuschlose, sich >eibsl-ölende Bal anz - Rad - Berbes serung gesehen, die kokensreiaii allen vorzüalichen Maschinen, welche in dem Ver. kausslokaie von K. Ztv. Wild, Nr. 7«. W.-Baltimo re»,nahe Gaiistrajze, gekauit werben,anzebracht wird. getauscht. iApr2,l2Mt,l> 25 Prozent gespart. Unsere Kunden erhalten den Vortheil unserer großen Unterhemden und Unterhosen, Zd Prozent billiger, als irgend em anderes Teal Hartmann, «r. Sitv. «eft-LuitimoreOr. <MaiZI,I2Mt,I) zwischen Eouih-u. Ealvertst'. vermischte Anzeigen. Lohn M. Miltcr (somp., Nr. 325, West-Valt'more-, Schreibmaterialien-Händler a Billig. P:ompt. John F Wilcy ö< CIUNp.I die besten und billigsten B u ch» und Accidcnz-Druckcr in der Stadt Südwest - Ecke der Baltimore- und Calvcrtstraße. Geschmackvoll. Aklnrzt. Icesco-, Oel-, enkaustiiche odcr Wachs- und Wasjcr-Malerei elegante Nachahmung von Holzarten, Schildermalerei, wie früher. Emmlut Quartley, vkr ?SV. West-Baitimorestrax«. lAvri>7.l2Mte'i Perlonen, welche die beste Range im Markte zu ieriuchen. ede kuusen. Sie koidt besser mu als itgend eine ' I. Weatherby k Söhnen, Nr. und Nord - Lidertystraße. lAs.il Ük.i Nt?) An Bäcker und Gcocme - ! Wollt Irr Mehl haben, gutes Brod macht, John R. Dorsey's Pioneer-Aamilien-, Pioneer-Extra-, Teverton-Extramehl. iMSrz7.tS^ Ilm Szepter und Kronen. <ssor«levuni.) Kann's mir denken, sagte der alte Herr, Jeder will gern selbst der Höchstregie rende sein und ärgert sich, wenn er die höhere Autorität fühlt, vor Allem, wenn der tiefer Stehende es erfährt, das stört den Nimbus. Hatten sie an Deiner Qualifikation etwas auszusetzen? fragte er weiter. Nicht das Mindeste, erwiederte der Ka ndidat, das wäre auch kaum möglich, sügte er mit zufriedenem Lächeln hinzu, meine Zeugnisse sind in der besten Ord nung! Nun, dann mögen sich die Herren be ruhigen und Seine Majestät das schöne Recht nicht bemängeln, glücklich zu machen und eines alen treuen Dieners Herz zu er freuen, wenn ja doch Niemandem Unrecht geschieht und Niemand zurückgesetzt wird. Gott gebe nur, daß diese schweren Zei ten glücklich überstanden wären und daß diese Kriegswetter vorüberziehen! Wie viel Blut wird es kosten, wenn wirklich der Kamps entbrennt! Helene ließ ihre Arbeit in den Schoos; sinken und blickte sinnend durch das offene Fenster über die blühenden Rosen hinweg in die lachende Landschaft. Ein hastiger Schritt näherte sich dem Psarrhause. Man klopfte an die Thür des Wohn zimmers. Ein junges, ärmlich gekleidetes Mädchen trat auf des Pfarrherrn Ruf herein. Nun, was bringst Tu, Margarethe? fragte der alte Herr freundlich. Ach, Herr Pastor, erwiederte die Kleine mit zitternder Stimme, indem große Thrä nen über ihre Wangen liefen, der Va ter ist so heftig krank geworden und er sagt, er fürchte, daß es zu Ende gehe, und da wünscht er fo fehr, den Herrn Pastor zu sprechen um Trost zu haben und Rath was aus unserem Haus und aus mir werden soll, wenn er wirklich sterben soll te Lautes Schluchzen erstickte die Stimme der Kleinen. Ernst stand der Pastor auf und lehnte die Pfeife an seinen Lehnstuhl. Was fehlt dem Vater? fragte er. Er hat sich heiß gearbeitet gestern— antwortete das Mädchen, von Weinen un terbrochen, und sich erkältet, jetzt ist sein Husten die Nacht so hestig wiederge kommen und er ist verzagt und meint zu sterben! Sei unbesorgt, mein Kind, antwortete der Pfarrer, es wird fo schlimm nicht sein, ich klimme und werde sehen, was zu thun ist. Und einen großen Eichenschrank öffnend, nahm er aus einem darin befindlichen Ka sten einige kleine Flaschen, steckte sie in die Tasche und ergriff sein Baret. Man muß hier auf dem Lande ein we nig Arzt sein, sagte er zu seinem Neffen, um so einige kleine Linderungsmittel geben zu können, bis die ärztliche Hülfe kommt, wenn sie wirtlich nöthig ist. Ich glaube, daß ich lchon manches Leben mit meiner kleinen Apotheke gerettet have, fügte er mit glücklichem Lächeln hinzu. Armer Papa, jagte Helene, Deine fri sche Pfeife. Glaubst Du, daß dem armen Kranken mein Erscheinen nicht mehr Erguickung bringt, als mir die paar ZügeTabak? frag te der Vater ernst. Aber lieber Oheim, könnte ich nicht den Gang für Dich thun? fragte der Kandidat, ich würde mich allmälig mit den Pflichten des Amts bekannt machen Nein, mein Lieber, erwiederte der Pa stor, ich halte in Allem aus Ordnung, noch bist Du nicht ernannt, auch muß Dich die Gemeinde erst kennen, ehe Tu solche Gänge machen kannst, das Erschei nen eines Fremden würde den Kranken noch mehr ausregen. Wartet ruhig, ich komme bald wieder. Uno mit dem Kinde, dessen Thränen versiegten, sobald es sah, daß der Pastor seinen kranken Vater besuchen wollte, ver ließ der alte Herr das Haus. Der Kandidat trat an das Fenster, sein Blick fiel aus Helene, welche ihre Arbeit nieder ausgenommen hatte und über die selbe gebeugt dasaß, dann schweifte er zum Fenster hinaus über die Rosenbeete hin nach dem waldumkränzten Horizont. Es ist wirklich schön hier, sprach er, und im Sommer muß es sich hier fehr angenehm wohnen lasten O ja, es ist wunderschön, erwiederte das junge Mädchen in unbesangenem Tone und dem Ausdruck jener natürlichen Ue berzeugung, welche jungen Herzen den Ort, der ihre Jugend erblühen sah, als den reizendsten der Welt erscheinen läßt, Du wirst es noch schöner finden, Vet ter, wenn Tu erst die weiter liegende herr liche Gegend m.t ihren stillen Spaziergän gen kennen lernst. die eintönigen dunklen Föhrenwälder haben ihren Reiz und ihre Sprache—,und ihr Auge schweif te hinüber nach den dunkelgrünen Wald zügen, welche wie ein Nahmen die sonnige Landschaft einschlössen. Ein leichtes Lächeln, halb mitleidig, halb ironisch, zuckte um den Mund des Kandidaten. Ich wundere mich nur, sagte er, daß der Oheim mit seinem so reichen Geist, der aus seiner Unterhaltung so oft hervor leuchtet und den seine Jugendfreunde an ihm rühmen, es so lange Jahre hier hat aushalten können, jo fern von allem geisti gen Leben und vom Verkehr mit der fort schreitenden Bildung der Welt. Es ist eine der ersten Psarrstellen im Lande und bei seiner überall anerkannten musterhasten Verwaltung derselben, bei seinen reichen Kenntnissen und seinen Verbindungen hätte es ihm ein Leichtes sein müssen,- längst im Konüstorium zu sitzen. Für einen Mann wie ihn hätte viese Stelle der Uebergang zu Größerem, der Ausgangspunkt einer bedeutenden Carriere sein müssen. Ich be greife nicht, wie er es hier unter den Bau ern aushält. Helene blickte mit ihren großen Augen ihren Vetter erstaunt an, aus fei nen Worten klang ein ganz fremdes, un bekanntes Element in ihr Leben hinein. Wie wenig kennst Du den Vater! rief sie, ihm geht diese schöne, friedliche Heimat, dieser stille, segensreicheWirkungc kreis weit üb« alle hohen Würden mit ihrem Zwang und ihren Sorgen! Aber je höher und einflußreicher die Ste llung, sagte der Kandidat, um so größer ist der Wirkungskreis, um so reicher der Se gen, den eisrige Arbeit verbreiten kaun! Tas mag wohl sein! erwiederte das junge Mädchen, aber man sieht die Früchte nicht so vor sich, der Verkehr mit den Menichen fehlt und der Vater hat oft gesagt, die höchste Zufriedenheit, die er kenne, sei, unmittelbar Trost und Frieden in ein bekümmertes Menschenherz zu gie ßen, der größte Stolz, ein verirrtes Herz zu Gott zurückzuführen. —Aber Du selbst, Vetter, fuhr sie fort, willst ja hier bleiben und Dich, sügte sie lächelnd hinzu, eben falls in diese Einsamkeit begraben? Ich habe meine Laufbahn zu beginnen, antwortete er, ich muß arbeiten, um emporzusteigen, und die Jugend ist die Zeit der Arbeit, aber als endliches Ziel meines Lebens möchte ich mir einen höhe ren Beruf stellen. Und ein scharf auf leuchtender Blick seines Auges schien in der Ferne ein Ziel zu suchen, das weit ab Baltimore, Md., Mittwoch, den 3V. April 1873. lag von der stillen Landschaft, welche sich vor dem Fenster des einfachen Pfarrhau ses ausbreitete. Und Tu, Helene, er nach einer augenblicklichen Pause, hast Tu nie das Bedürfniß eines regeren geistigen Lebens empfunden, nie die Sehnsucht nach einer bewegteren Welt? Nein, antwortete sie einfach. - - Eine solche Welt würde mich beengen, erschrck ken. Erst neulich wieder, als wir in Han nover waren da war mir zu Muthe, als ob alles Blut mir nach dem Herzen zurückströmte, ich verstand nicht, was man zu mir sprach, und empfand eine unend liche Einsamkeit. Hier verstehe ich Al les, die Menschen, die Natur, hier sühle ich das Leben so reich und so warm. dort, in der großen Stadt ist es kalt und eng. Ich würde sehr unglücklich sein, wenn der Vater jemals hier fortginge, aber davon ist ja auch keine Rede! sag te sie mit überzeugtem Tone. Ein leiser Seufzer drang aus dem Mu nde des Kandidaten, während er nachdenk lich vor sich hin sah. Telegraphische Tepescheu. LÄrspälsche W i e n,29. April.—Ter Prinz vonWales ist hier eingetroffen. Wien, 2S. April. Der deutsch? Krön prinz nebst Gemahlin, sowie der Gra> und die Gräfin von Flandern trafen beute hicr ein. Wien, 2S. April. Der amerikanische Skandal verursacht noch immer große Aufre gung in den aristokratischen Kreisen nud wird init Hohn aus die Folgen demokratischer Ju stttutionen hingewiesen. Gen. Mayer weigerte sich die offiziellen Dokumente auszuliefern; die neuen Commis säre können Nichts anfangen und werden viel leicht die Hülfe der östreichischen Regierung in Anspruch nehmen. Dr. Rnppauer, einer der suspendirten Commissäre, ist nach derSchwetZ abgcreii't. Van Buren befindet sich noch immer hier. Gens, 2!>. April.—Die hiesige Polizei hat einen Kammerherrn des Don Carlos verhas tet, welcher im Begriffe stand, nach Spanien abzureisen. Unter seinem Gepäcke war auch eine Kanone versteckt. Der Bundesrath hat das Verjähren der Polizei gebilligt. Der Haag, 2g. April. Eine Debatte erhob sich heute in der Deputirten - Kammer über den Ursprung des Krieges mit dcn At chincsen und die Führung desselben. Der Minister zählte die Provokation ans, welche die Expedition gegen die Atchinejen znr Folge Halle ;' er vertheidigte die Kriegserklärung und sagte, der Krieg fei durch die Umstände vollkommen gercchtsertigt. Schließlich ver langte er ein Vertrauensvotum. London, 29. April. Heute beendigte Hr. Hawkins in dem Meineidprozesse gegen den Praleiidenleir Tichborr.e sein Plaidoyer. London, LS. April.—lm Unlerhanic be. antragle heute Abend Hr. Hamilton, daß dic Regierung die irischen Eisenbahnen anlaufen möge. Gladstone sprach gegen dcn Antrag und derselbe wnrdc verworfen. London, 30. April. —Die s?enorS Sa gasta und Serrano sind von Spanien ab gereist. Berichte au? Karlisienguellen melden, daß die Bandenchefs Saball, Merimet Walles und Cristany im Siaiide sind, sich jeder Z>.it zu vereinigen. Saball belagert Vich, 37 Meilen von Barcelona. Don Alfonso befindet sich in der Provinz Larada mit 500 Mann regulärer Truppen, welche zu ihm desertirt sind. London, 29. April.—Der Verlust durch dcn Brand in Manch.ster beträgt nur §400,- 000 und nicht, wie man Anfangs annahm, «1,000,000. Zehntausend Auswanderer reisten in der verflossenen Woche von Wien nach den Ver. Staaten ab. Eine Anzahl Londoner gedenkt am 5. Mai nach Halisax abzureisen. Der bekannte Schauspieler Wm. Charles Macrady ist gestorben; er wurde 30 Jahre alt. Paris, 2S. April. Barodet hielt eine eloquente Rede an seine Constituenten. Er erklärte,l>ie Demokratie gewinne überall an Boden. Die Gerüchte von einer Ministerkrisis er neuern sich. Grevy wird an Gouland's Stelle das Ministerium des Innern übernehmen. Afrika. New -Dork, 29. April.—Ein Londoner Blatt sagt, dag ein Schiff von der Kap-Küste die Nachricht gebracht habe, daß die Atchanie sen eine drohende Haltung gegen die britische Küsten-Colonie annahmen und inEilmärschen gegen sie heranzogen: dic zwischen der Colo nic und den Wildcn stehenden Fantasen wa ren allenlhalbeu geschlagen worden. Die Atchamesen sind 70,000 80,000 Mann stark und rückten in 4 Abtherlnrigen gegen Eleima heran. Das britische Geschwader traf Vorbereitungen zur Vertheidigung der Co- Asien. London, 23. April.-Der Reisende und ZeituNgScorrejpondent George Smith ist bei seinen Forschungen inMesopotamien sehr vom Glücke begünstigt. Zahlreiche Gegenstände aus dem Alterthum sind entdeckt worden, die zweifelsohne dem „Britischen Museum" wer den einverleibt werden. louthampton, 29. April. Die Dampfer „Bremen" und „Main" lam von New-Äjork hier an. Br e st, 29. April. Der Dampker „Ville du Havre" traf von New 3)ork hier cin. Markt und Dörk« London, 29. April. 1l Uhr Vorm.— Consols eröffneten zu 93H für Geld und 93j für Brief. „Amerikaner," alle '6ser 92, '67 er 94; 10.40 er 895; neueFüuser 90; Eric s«>! Paris, 29. April. Rcntcri 55 Francs 10 Ctms. Liverpool. 29. April, 1 l Uhr Vorm. Baumwolle eröffnete ruhig, Oberl. 9H: Orl. sz. Verkäufe 10,000 Balle». Wauen-Zufuhr während der letzten drei Tage 8000 Viertel; amerikanischer 4000 do. Li verp oo l, 29. April, Nachm.—Baum wolle schloß flau. Oberl. 9-94: Verkäufe 10,000 Ballen; für Export und.Spekulation 2000 Ballen. Liverpool, 2g. April, 2 Uhr Nachm. — Baumwollen-Verschiffungen von Savanriah und Charlcston für März u. April zu von denselben Häfen fällig im April zu 9. Li ve rpo o l, 2g. April, Nachm. Brod stoffe stetig, ausgenommen Waizen, welcher fester schloß zu lis 9>l-11s11>1 für gewöhn lichen caltfornischeri. Mais 27, 6ck-27s 9>k. Antwerpen, 29. April. Petroleum 42 Frcs. L on d on , 29. April.— Talg 43z 9ä-445. Liverpool, 29. April, 5 Uhr Nachm. — Baumwollen-Verküuie 6000 Ballen anrerik.; Verschiffungen von Savannaher und Char lestoner Baumwolle für April und Mai zu 9 1jl6; do. März und April zu 9; Verschif fungen von New-Orleans für März u. April zu Si; Baumwolle von Savannah oder Cqar leston, fällig im April und Mai, zu 9. Paris, 2S. April. Renten 55 Frcs. London, 2g. April, 5 Uhr Nachm. ConsolS schloffen unverändert. „Amerikaner" 1367 er 93H; neue Fünfer 39z; Erie 50H. Liverpool, 29. April, 5 Uhr Nachm.— Mais Zufuhr seit den letzten drei Tagen 3000 Viertel (amerik.). Käse 70s. Liverpool, 29. April, Abds. Speck, 39Z 9ä für kurze Rippstücke. Inland - Depeschen. Aus Washington. W af hin gt o n, 29. Apltl. Der 3.Ge hülss - Generalpostmeister hat heule 5 Mill. Postkarten beordert. Gen. Postmeister CreSwell traf nach ei ner Abwesenheit von vier Wochcn wieder hicr ein. Gouv. Sharpcq von Mississippi starb heule Morgen hier im Alter von 33 Jahren. Die Nachrichten von dem Kriegsschau plätze in Oregon rufen hier die größte Auf regung hervor. Capt. Thomas, welcher ge fallen ist, war ein Sohn des General - Adju tanten der Armee, Gen. Lorenz« Thomas; Lieut. Howe war ein Sohn des Ma'vrS Mar shall Home und Schwiegersohn des Comman danten von der Festung Monroe, Gen. Barry, Li?ut. Wright war ein Sobn des Gen.Wright und ein Neffe des im Bürgerkriege gefallenen Gen. Sumncr. Ein Kampf mit den Moloc-Indla«e?n.—t)rci Ver. «Staaten - Lffiziere und IL Ge nieine gefallen; andere ver wundet und noch Andere werden vermißt. Die Modocs bieten der ganzen Macht der Äer. St. Trotz. San FranziSco, 2!). April. Ein Courier trissl soeben von Ureka mit der Nach richt ein, daß ein abermaliger blutiger Kampf mit den Modocs stattgefunden hat, wobei neunzehn unfcrer Leute, darunter Capt. Tho mas, Lieut. Howe vom 4. Artillerie- und Lieut. Wright vom 12. Infanterie-Regiment, gclödtet wurden. Dreiundzwanzig mehr, dar. unier Lieut. Harris vom 4. Artillerie-Regi ment, wurden verwundet uud noch Andere weiden vermißt. Tie Einzelriheiteu werden schnell folgen. L a v a ie I s e n, 26. April.— Eine Recog noscirnngs-Ablheilnng der Comp. K. u. A. vom 12. Inf..Regt, verließ das Lager heute Morgen H 3 Uhr und zog in der Richtung, welche nach dem gegenwärtigen Quartiere der Modoc's sühne.' Capt. Evau Thomas vom 4. Art.-Regiment? war der Anführer des Zu ges. Ein Dutzend Warm-Spring-Jndiauer sollte zur Linken mit denselben cooperucn. Die Truppen löi'icn sich in eine Plänkler kette auf und rückten so langsam bis an den Fuß lcr Hügelkette vor, welche südlich von den Lavafelfen liegt. Sie hatten bereits in das Lager meiden lassen, daß nirgends India ner zu lehen seien. Als die Soldaten die Hügelkette erklettern wollten, eröffncten die veril?cki?n ModocS ein heftiges Feuer auf dieselben, wodurch sie rafch genöthigt wurde», solche Deckung zu suchen, wie sie das Terrain bot. Nirgends wurde ein Feind sichibar. Tie Position der Truppen wurde sehr bald unhaltbar, denn die Indianer unterhielten außer dem direktenFeiur noch ein mörderisches Kreuzfeuer, und die Truppen waren so expo uirt, daß sie kaum wagen konnten, ihre Ver wundeten in Sicherheit zu bringen; bis jetzt (Abends 7 Uhr) haben erst zwei das Lager er reicht. Tie S Verwundeten des Lieut. Wright hat ten in einer Racine Schutz gesucht, welche di iclt in der Schußweite der Modocs lag; man fürchtet sehr für die «Sicherheit der Leute. Sobald die Gefahr dieser Kundschafter- Partie imHauptguartier bekannt wurde, ichickie man fofort Verstärkungen ab. Bier Com pagnie'n wurden in Eile vorgeschoben, dar unter zwei Comp. Caoallerie. Auch Trag, bahren für den Transport der Verwundeten wurden hingeschickt; Letztere kehren jedo ii so eben zurück, ohne auch nur einen mitzubrin gen. Die armen Leute! Eine bitter.kalte Nacht siebt bevor und Mancher wird die Sonne nicht wieder aufgehen sehen. Ihre Camera den, welche soeben in's Lager zurückkehren, zeigen durch ihr Benehmen, wie sehr sie sür die Verwundeten fürchten. Doch sie sind ohn mächtig, ihnen zu helfen. So viel man bis jetzt in Erfahrung brin gen konnte, haben wir folgende Verwundete: Sergeant Clifion, Comp. G, 12 Rcgt.; John H. Gisjord, Batterie K, 4. Art.-Regt.; John Lynch, Baiterie K, 4. Art.-Regt., sellocm ge »orben: Joseph McLanghliu, Batterie K, 4. Ärt.-Rezt.; Wm. McCoti, Balteric K, 4. Art.-Akgt.; Wallace, Batterie K, 4. Art. Regt., fe>tkem gestorben; Joseph Bro derick, Batterie A, 4. Art.-Regt.; Lieutenant Wright, 12. Jnf.-Regt, gefährlich verwun det; Lieur. Harris, 4. Art.-Regt., von cinein Streifschuß verwundet, aber nicht schwer ver letzt. Lavafelsen, 27. April, HS Uhr Mor gens. Ooerst Green, welcher geslerii gen mit der Verstürkungsmaiinschasl der Über fallenen Streifpanhie zu Hülfe geschickt wurde, berichtet, daß der Ueberfaü und die Niederlage weit vollständiger war, als man Anfangs vermuthete. Capt. Thomas und Lieut. K. Howe vom 4. Artillerie-Regiment sind gefal len. Lieut. Harris von demselben Regunente ist schwer verwundet uud wird wahrscheinlich sterben; Lieut. Branslon vom 4. Artillerie- Regt. wird vermißt. volle Liste der Gefallenen und Ver wundeten kann jetzt noch nicht eingeschickt werden; mau weiß gegenwärtig nur, daß die Soldaten Ward vou Batterie K, und Parker und Collons von Ballern A gefallen sind. Der Soldat Boyle von Comp. E, 12. Inf. Regt., und ein Anderer von derselben Comp, werden vermißt. Man vermuthet, daß die Modocs die Leichen der beiden Letzteren ver brannt haben. Als schwer verwundet werden ferner ge nannt: Sergt. Kroner von Batterie A und Soldat John Hiagins von derselben Batterie des 4. AUillerie-Rez. Matt. Äniphy von Comp. E, 12. Inf.-. Rcgi., James Noble und Chaö. Cosf von Batterie A, des Art.-Negis., sino leicht verwundet. Der Hülfs-Wundarzt B. Seri» lüg wurde zwei Mal verwunde», während er sich um die Verwundelen bemühte. Lavafelfen, 27. April, Nachm. 5 Uhr. Aus einem zweiten Berichte des Oberst Green erhellt, daß seine Leute bis letzt dreLei chen von iL Gefallenen gesammelt haben, dar unter die des Capt. Thomas, und der Lieu tenants Howe uud Wrigijl; ferner haben sie

acht Verwundete gefunden, darunter Lieute nant Hains. Diese zu den oben aufgezähl ten Verwundeten gerechnet, ergeben einen be deutenden-Prozentsatz von Todten und Ver wundeten, im Verhältnisse zu der geringen Anzahl, welche an dem Gefechte betheiligt Etwa LO-K2Modocs sind mit Spencer büchscn und Hinlerladkrn bewaffnet. In mehr als einem Falle hat man ModocS gesehen, welche mit zwei Lpenccrbuchsen vcrieheu wa ren, aus denen sie von ihrer nalnrlichen Fest ui'.z Tod und Perdcrben unter ihre Angreistr Ichickten. Tas Terrain ist durch die vulkani schen Ausbrüche grobtenthcils zerrissen nnd zerklüftet; jeder Ritz, jede iUust, jeoeSchlucht tann eincn dieser Feinde bergen, der, nachdem er sein Werk gethan und sein Pulver vcrschos. sen hat, sich aus einem geheimen Pfade unge sehen zurückzieht. Eine Abtheilung Soldaten ven den Batte lie'n A und Ä, -i und Comp. E, 12. liif.-Regt. flüchtete sich tu eine Höhle, welche theiliveise Schutz bor. kaum hatten die Indianer Vieles gesebeu, als sie 7 von ihren nach der anderen Seite schickten und nun ein schreckliches ölreuzseucr elösfnetcn, so dajz die in der Höhle taum eine Halid hervor, strecke» konnten. Viele, satt alle in der Höhle wurden verwundet und nicht wenige geiödtet. Es iil unmöglich, den Verlust der Modoes anzugeben; Douaid Mckal) jagt, daß seine Warm Spring Indianer vier Skalpe erbeu teten. Die Modoes verbrennen ihre Todten sofort und b.iiigen ihre Verwundeten rasch in Sicherheit. Als Capt. Thomas salz, daß er mit seinen Leuten eingeschlossen war, suchte er dieselben zu ermuthigen und sagte: „Soldaten, wir sind vom umringt, wir müssen jetzt kämpfen nnd wie Männer sterben." Tie Lieu lenantS Howe und Wright thaten gleichfalls das Ihrige, die Truppen anzufeuern nnd zu eruiulhigcn. Nachdem der Letzlere die Todes wunde erhalten halte, vergrub er seine goldene Uhr und schoß noch seinen Revolver ans die heranstürmendcn Rothhänte ab. Lavafelsen, 27. Avril, 43 Uhr Abds. —Die unter Oberst Green ausgeschickten Ver stärkungen werden jeden Augenblick mit den Todten uud Verwundeten zurückerwartet. Ein starker Regen fällt jetzt, welcher den Vernum, deten eher wohlthun, als 'chaden wnd. Al« die Nachricht dieses neuen Massacres eintraf, weinten ale, ergraute Soldaten im Lager wie Äinder über das Schickial der Cameraden. Lavafelsen, 23. April, 6 Uhr Morg.— Die Truppen sind mit den Todten und Ver wundeten zurückgekehrt. Außer den oben angeführten Namen sind noch folgende zu nennen: Robert S. Romer, Batteue K, 4 Artillerie-Regiment, starb gestern; Sergeant Bock, Ball. A, wurde verwundet hcrem ge bracht. In einigen Fällen hielt es äußerst schwer, die Todten zu identifiziren, indem die barba rischen Wilden sie gänzlich veistümmelt und ihre Gesichter zur Unkenullichkeit entstellt hatten. Ließttnant Arthur Cranston mit 4 Mann von der Baltelle A werden noch immer ver mißt. Unter den Todten sind noch zu nennen d?r Soldat Greed, Comp. E. 12. Juf.-Regt. und der Bürger LouisWever von Sickyon-Connly. Außerdem sind 8 Mann auf dem Schlaäit fetde beerdigt, deren Namen man noch nicht kirnt. Die Namen sämmtlicher jetzt im Lager ver pflegten Verwnndeien find: Jos. Broduick, Math. Murphy, James McMillan, I. A. Gissard, James Noble, Chas. Euss, Serg. M. Kennedy, James I. Butler, John Hig gins, Shanks Rolla, G. Vandernuter, Wm. MeToy, I. B. McLaughlin, Serg. A. Beck, Serg. Clayton, M. Brennen, Lieut. G. M. Harris und Wundarzt B. Scmig. O'Vrien's (Tirkus angegriffen. Eine arge Ruhestörung rn Wil mington, Del. Wilmriigton, Del., 2g. April. Ge' stern Abend fand hier eine arge Ruhestörung statt. Eine Rotte Raufbolde griffenO'Brien's Cirkus an und versuchte, denselben zu demo liren. Cs erhellt, daß ein Theil des Pro grammes verändert worden war, was die Raufbolde dermaßen aufbrachte, daß sie zu Thätlichkeiten schritten. Dic Seile eines der Riesenzelte wurden durchschnitten, der Mu sikwagen zertrümmert, mehrere andere Fuhr werke iu's Wasser geworfen und sonstiger Schaden angestiftet. Auch kam es zur Prü. gelei, ohne daß jedoch irgend Jemand erheb lich verletzt wurde. Eriuordnng eine» deutschen Mäd» chen? in Penushlvanien. Zwei deutsche Anstreicher ves MvrdeS Pittsburg, 29. April. Eine Mäd chen, Namens Lizzie Neß, wurde gestern in einem Wäldchen bei Saltsburg, 14 Meilen von hier, gcfchändet und dann in bruraler Weise ermordet. Ihre Hirnschale war an zwei Stellen gebrochen und das Haar voll Blut. Zwei Wandernde, Namens Hohle und Hyn demann, welche sagten, daß sie zuletzt in berland, Md., gearbeitet, wurden heute hier verhaftet und stehen im Verdachte, diesen Mord begangen zu haben. Das Mädchen war 14 Jahre alt, eine Adoptivtochter der Frau Chri stian Klein, der Vater des KindeS soll in Ohio wohnen. Das Testament Napoleon's 111. New- ?) ork, 29. April. Der Spezial- Correspondent des „Herald" telegraphirt den Wortlaut des Testamentes Napoleon's 111., welches soeben eröffnet worden ist. Der Nach laß beträgt 120,000 Sterling, welche Summe nach Bezahlung verschiedener An sprüche um die Hälfte reduzirt werden wird. „Dieses ist mein leyler Wille. Ich em pfehle meinen Sohn uno meine Frau den ho hen Behörden des Staates, dem Volke und der Armee. Die Äaifeiia Eugenie besitzt alle nothwendigen Eigenschaften, um eine Regent schaft zu führen und mein Sohn zeigt eine Disposition und eine Urlheilskraft, welche ihn seiner hohen Bestimmung würdig scheinen lassen. Möge er nie das Motto des Hauptes unserer Familie vergessen: „Alles für das franz. Volk!" Möge er sich die Schriften des Gefangenen von St. Helena treu einprägen und möge er die Thaten und Correspondenzen des Kaisers slndiren und schließlich, wenn die Umstände es erlauben, daran denken, daß dic Sache des Volkes die Sache Frankreich's ist. Macht ist eine schwere Last, weil man nie alles Gute thun lann, was man zu thun wünscht und weil Zeitgenossen selten Jemandem Ge rechtigkeit widerfahren lassen; so daß man, um seine Mission zu erfüllen, Glauben haben und seine Pflichten gewissenhaft schätzen muß. Es ist nothwendig, anzunehmen, daß Dieje nigen, welche man geliebt hat, uns vomHim met aus schützen. Es ist die Seele meines berühmten Oheims, welche mich stets infpi rilie und ausrecht erhielt. Dasselbe wird mtt meinem Sohne der Fall fein, er wird sich stets scincs Namens werth zeigen. Ich hiiilerlaffe der Kaiserin all mein Pri- Val-Ligenthum. Ich wünsche, daß, nachdem mein Sohn majorenn geworden ist, die Kai serin in dem Cly'eeischen Palaste oder in Bia ritz wohnt. Ich hoffe, daß mein Andenken ihr theuer sein wird, und daß sie nach meinem Tode alles Unglück vergessen möge, welches ich über sie gebracht habe. Was meinen Sohn betrifft, so soll er das Siegel an meiner Uhr, ein Andenken meiner Mutter, als einen Talisman bewahren. Möge cr Alles, was der große Kaiser, wein Oukel, mir hintcrlasseu hat, sorgfältig bewahren und möge er überzeugt fem, daß mein Herz und mein Geist bei ihm ist. Ich erwähne hier meiner Diener nicht, weil ich überzeugt bin, daß die Kaiserin uud mein Sohn sie nie vergessen werden. Ich sterbe im katholischen, apostolijHen römischen Glauben, welchen mein Sohn durch feine Frömmigkeit stets ehreu wird. Gegeben in den Tuilerien, 2t. April 1865 Napoleon." ~Erie-Bah»-"Skachwehen. New-Hork, 29. April. Als der be kannte Eisenbahn-Magnat Jay Gould heute mit einigen Bekannten bei Delmonico'S spers'te, trat Plötzlich der Advokat Joe Marrm cin, ging auf Gould zu und versetzte ihm mehrere Schläge in's Gesteht, wobei er aus rief: „Sie verdammter Kerl, dieses ist die einzige Weise, um mit Ihnen zu quittlren !" Gould vertheidigte sich nicht und Marrin trat gleich nachher ab. Zwischen Marrin und Gould herrfchte schon seit einiger Zeit wegen eine« „Erie.Bahli."Prozesses eine erhebliche MtßhelligkeiU Ein vlutiger Borfall. Morriffania, N.-Z)., 29. April.— In der Nachbarschaft der Melrose-Station herrschte gestern Nachr große Aufregung. Der Deutsche Lorenz Eckhardt war in letzter Zeit häufig durch Störenfriede behelligt worden. Gestern Abend um 115 Uhr wurde er durch ein Geräusch geweckt und ging in dcn Hof, wo er einen Mann, Namens Joh. Morrison, antraf, der fosort über Eckhardt Hersiel. Dar auf kehrte Eckhardt iu's Haus zurück und holte ein Messer, mit dem er Morrison an griff und zwei Stiche versetzte, die knrz nach, her dessen Tod herbeiführten. Dic Freunde M.'s drohten, Eckhardt fummarisch zu bestra fen, dieser aber wurde durch die Polizei be schützt und in'S Gefängniß abgeliefert. DaS CivilrechtSgesetz in New ?jork. Atbany, N.-N-, 28. April.—Der Neger I. F. Payne nebst Fran verklagten den Opernhausbesitzer A. Richardson, weil die ser sie aus dem Familienurkel seines Kunst tempels gewiesen hatte. Dieses ist der erste Fall unter dem Civilrechlsgesetze. Geldmarkt. New-Zork, 23. April.— Geld schloß matt zu 7. Wechsel rubig zu Bj. Gold ge drückt und schloß zu 165 bis Obligatio nen flau, aber stelig; Sechser 1205, 1862 er IIBZ, Aktien schloffen fest. Central 1005» Erie 64H, Lake-Shore 9IZ, Jll. Central 116, Pitlsburg 83, North-Western 81, Prioritä ten 86z, Rock'Jslandlo7Z. Bilanz des Unterfchatzamtes: 843,261,073 in Gold und K1g,032.323 in Courant. Vermischte Depeschen auS Stew-Aork. New-Zork, April.—Sanford M. Mnrray, der Collektor der „New Aork-Gas- Compagnie," welcher vor einigen Wochen von dem Dr. Brown in dessen Büreau auge sallen, mißhandelt und schwer verletzt wurde, kann nicht wieder hergestellt werden und sieht feinem Ende entgegen. —Farrell, welcher in Brooklyn fechSzehn Pferde verhungern ließ, wurde heute verhaf tet. Drei Dampfer, welche gestern hicr eintra fen, brachten 3500 Einwanderer. —Gen. Mills, Wundarzt auf GovernorS- Island, starb gestern Abend. George Johnson, 17 Jahre alt, wurde von seiner Mutter zufällig vergiftet, indem ihm dieselbe ein Präparat eingab, welches sie von einem Hausirer zum Putzen von Silber zeug gelaust halte, anstatt einer Magnesia Mixtur. sechs andere plötzliche Todes fälle werden berichtet. Mehrere Schuhmacher stellten heute die Arbeit ein, doch viele Arbeitgeber haben die Forderungen der Ausständüchen bewilligt. Der Zahlmeister McDounell, welcher gellern iu dcr Straße durch eine Handvoll Pfeffer geblendet und dann beraubt wurde, wird das Augenlicht verlieren. In Hainpstead, Long-Island, wurde eine Negerin auf den Verdacht verhaftet, Fe tischdienst (Voäouism) zu treiben; auch soll sie 3 uneheliche Kinder ermordet haben. Der Dpfr. „Cnba," welcher früher zwi schen Baltimore nnd Havanna fuhr, ist von F. Alexander K Söhnen für die hiesige Ha vannefer Linie angekauft worden. Der Dpfr. „Humboldt" traf heute von Stettin hier ein, derselbe hatte eine stürmische Reise und verlor zwei Flügel seiner schraube. Dcr Bundes-Commissär Duncan hat die Wuth der Eigenthümer von Matrosen- Kosthäuser ans's Höchste gereizt und viele Fahrzeuge, welche befrachtet sind, können keine Matroscn erhalten. Friedrich Hassik, 243, Dritte Straxe, wohnhaft, hatte gesternStrett mit seiner Frau; diese forderte den Peter Ritter aus, ihr zu hel fen und Hassik wurde schwer verwundet. Rit ter wurde verhaftet. Die beiden Hauptzeuzen gegen denMö» der Sharkey haben die Stadt verlassen, der Prozeß mußte deshalb verschoben werden. Der Dampfer „Euxine" ist von New- Castle, England, hier Eingetroffen, Das „Journal of Commerce" empfiehlt, daß dic amerikanische Presse, infolge der Hab gier der Kabel-Compagnie'n ihr eigenes Ka bel legen soll. Der Masse-Cnrator Strang hat ausge- Sunden, daß die Affairen der „Atlaittic-Nat.- Bank" günstiger stehen, als man AmaugS anzunehmen geneigt war. Der Cassirer Tain tor wurde heute von den Großzeschworenen in Anklage versetzt. Aufschub einer ».iiurichtung. Trciitoii, 29. Avril. —Der Gou verneur hat dcm zum Tode vcrurthciltcn Lui signani, dcr am I. Mai in Morristown ge hängt werden sollte, einen 2-wöchentlichen Aufschub gewährt, um dem Beanodigungs« gerichie Zeit zur Prüfung gewiss r Eniwäude zu geben, die gegen die Vollstreclunz der To desstrafe erhoben worden sind. Mord in DanvcrS, Mass. st o li, 29. April. In Danvers hat am Sonntage der 67 Jahre alte Joh. Hop- Pin den Geo. Crawford durch ei> nen Stich, dcr 5H Zoll tief in den Magcn drang, getödtet. Es erhellt, daß bei Hoppin ein 30 Jahre alles Frauenzimmer lebie, des sen Ruf grade nicht der beite war. Crawford wollte dieselbe besuchen, als Hoppin über ihn herfiel und ihn ermordete. Der Mörder war zur Zeit betrunken. Zum Tode vcrurtheilt. Ralergh, N.-C., 23. April. Georg Groharn, der im HerbiUermine des Gerichts der Ermordung der Margaretha Scalan in North-Jredell schuldig besundeu wurde, ist in Wilkesboro' zum Tode verurtheilt worden, nachdem die Supremc-Courl dcn Antrag aus einen neuen Prozcß abgelehnt. Das Wrack der ~Atlantic." Halisax. 23. April. - Am Samstag haben die Taucher abermals drei Leichname emporgeholt; einem derselben, dcm einerFrau, waren beide Augen geschwunden. Gestern war zu gewaltige Unlcrströmuiig, die den Tauchern jede Nachsuchimg erschwerte. Von der Wrack . Compagnie sind bis jetzt nur wenig Waarenballen in Sicherheit gebracht. Dcr Capitäu dcr Taucherbrigade sagt, daß er in vergangener Woche durch seine Leute be deutend mehrLeichen hätte Heraufschafjeu lassen können, wenn ihm die Wrackcompagnie ge staltet hätte, die Ballen uud das Gepäck zu be seitigen, unter welchem die Leichen hin- uud herslulheten. Der Versuch, einen Theil d.-r Seitenwand des Wracks zu sprengen, hat sich als ersolglos erwiesen. Gestern waren meh rere Personen an das Wrack hcrangerudert; sic konnten, durch eine der Luken spähend, deutlich einen großen sogenannten „Sarotoga".Koffer und die Leiche eines Knaben im Wasser trei bend bemerken. Die Letztere zu erhaschen, ge laug den Leuten nicht. Rache der „Strtkec." Die Krage. Cincinnat!, 29. April. Mehrere der an Stelle der auSsländischen GaSarbeitcr an gestellten Neulinge erkrankten gestern plötzlich. Man entdeckte bei der angestellteu Untersu chung des Brunnens, daß eine Quantität Jalappawurzel hineingeworfen worden war. Ob dcr Preis dcs Glases Bier eine Reduk tion von fünf auf drci Cents erfahren soll, scheint gegenwärtig hier die brennende Frage zu sein. Das „Volloblatt" uud der „Com mercial" stehen aus Seite der Triuker, wäh rend der „Volksfreund" die Brauer und Wir the unterstützt. Jede Partei bringt ihre Gründe dafür vor. Einige ter Brauer haben gedroht, fernere Lieferungen einzustell n, wenn die Wirthe dem Drängen dcr Trinker nach gäben. LZlnttbad eines Halbblut - In dianers. Chicago, 29. April. Nahe White- Earch, Minnesota, begab sich der 18 jährige Halbblut-Judianer Thomas Moutton nach einem Hause der Jndlaucc-Ageutur u. machte drei dort befindlichen Frauenzimmern unan ständige Anträge. Sie warfen den Tauge nichts -hinaus und verschlossen die Thür. Aber Moulton lehrte mit einer Axt zurück, zertrümmerte die Thür nnd griff die wehrlo sen Frauenzimmer an, alle Drei für todt zu rücklassend. Das jüngste der Frauenzimmer erholtc sich wieder, erzählte herbeigekommenen Perionen die That und diese verfolgten M., dcr bald nachher geschlossen im Forte Ripley abgelicserl wurde. Eines der Fraueuz»nm:r, dcm der Schädel zerschmettert, ist seitdem ge storben. Die Blutthat des Monlton erinnert an die des Indianers Kakabasha (schwarzer Vogel), dcr beiläufig zur Zeit im Gcsäiignifsc ,u st. Paul dem Tode nave ist. Selbstmord eines Deutschen. St. Louls, 28. April.—Em Deutscher, Namens Karl Hustein, welcher als Siall knechr im Spcucestr.-House diente, machte ge stern, man jagt im Gewohnheitsrausche, sei nem Leben durch Selbstmors ein Ende. Dle Wirren in Louisiana. N e w - O r l ea »s, 29. April.—Die Wir ren im Kirchspiele Liviiigslon sind ohne Blut vergießen friedlich beigelegt worden. Jetzt herrscht Ruhe. Etrasienraud und Mord in Nevada. V t r g i n t a C i t y, Nev., 23. April. Die Postkutsche von Hamilton nach Pioche wurde gestern Nacht in der Nähe von Hamil ton beraubt, und der Kutscher von drei Män nern ermordet, deren Gesichter so bemalt wa ren, um ihuen das Ansehen von Indianern zu geben. Es wurde ihnen nicht der geringste Wider stand geleistet. Der Kutscher hielt auf ihr Geheiß an und gab ihnen Wells, Fargo L- Co's. Gold-Kassette. Man glaubt, daß der Schuß, der den Kutscher tödtete, unabsichtlich abgefeuert worden ist. Die fünf Passagiere wurden nicht behelligt. Der Verlust der Ex preß-Compagnie ist gering. Brände. MemPhiS, 29. April.—ln Como, Mis sissippi, richtete gestern eine Feuersbrunst für 53ö,000 Schaden au: unter den Abgebrann, ten sind mehrere deutsche Geschäftsleute. Milwaukee, 2g. April.—Heute Mor gen brannte das Rundhaus dcs Bahnhofes der „Sheboygan-Fond du Lac-Bahn" ab; drei Lokomotiven wurden zerstört. Anch die Mafchinenwerkställen wurden beschädigt. Ver lust »50,000. Providence, R.-J., 23. April.-Heute Abend um 7 Uhr brach in dem großenßaum wollen-Lagerhause von Jakob Dunnell an dcr Canalstraße im vierten Stockwerk Feuer aus. Nach dreistündigem Arbeiten dcr Löschmann schaften wurde man desselben Herr. Verlust ?SO,OOO, wobei auch Wasser seinen großen Antheil hal. Die Polizei vermuthet, daß das Feuer durch böswillige Brandstiftung entstanden ist. St. Louis, 2». April.—ln Jola,Kan sas. brannten am SountagAbend fünf Läocn ab. Verlust 515,000. Paterson, N.-J., LS. April. ThoS. Ryan's Wohnhaus wurde heute Morgen durch Feuer zerstört. Little - Rock, Ark., 2?. April. In Auzusla wüthete heule eine schreckliche Feuersbrunst, welche für K 61,200 Schaden anrichtete. St. Louis. 29. April. Das Rund haus, die Lackircrwerkstätte und das Oethaus des Bahnhofes der „St. Louis-ötansas-Cily- Bahn" wurden Herne Morgen ein Raub der Flammen. Verlust S 45 —K 60.000. Telegraphisches Allerlei. —Der Prozeß des Dr. I. C. West, welcher in Delaware den Neger Turner ermordete, ist in Dover bis zum Juni - Termin verschoben worden. —H!an glaubt, daß bei dem Eisenbahnnn glück nahe cec Richmoud- Weiche L Personen umkamen, deren Leichen bis jeyt nicht gesuu den worden sind. —ln Orange-Courthonse, Ba., erschoß der Ladenbesttzer David Roß am Moiuag den Edmund Robinson in Selbstocrtheidigung. Der in Cramv's Schiffsbauhofe in Philadelphia gebaute neue Ozeandampfer „Mary" machte gestern seine Probefahrt. Präsident Grant besuchte gestern von Tenver aus Golden-City, Black-Hawk, Ida ho-Springs und winde allenthalben enthusia stisch empsangen. Die Leute in Denver wol len einen Berg vor der Stadt zu Eizrea des Pesucheö „Präsidenl-Veal" nennen. Ja Dlenlon, N.-J., jwurde Rockaseller, welcher angeklagt war. das Postamt in So mcrville betäubt zu Häven, von den Geschlvo renen freigesprochen. Der Kriegsminister Belknap reis're ge stern von BrownövlUe, Texas, ab und wird heute in New-OrleanS erwartet. Die „Meüical Socieiy von Massachu setts" prozessirie gestern mehrere ihrer Mit glieder, weil dieselben sich der Heilmethode Hahncmaun's (Homöopathie) zugewendet haben. Die Gesetzgebung von Neu-Schottlaud hat sich gestern vertagt. Lokalberichte auS Washington. Was hingtoli, den 29. April. (Un fall.) Julius Bertram, einem 41 jährigen Deutschen, der in Geür. White's Gießerei an Maine-Avenue, zwischen der 4i u. 6. Straße, südwestlich, beschäftigt war, wurde am Sam stag, während er an der Arbeit war, seine Unke Hand in schrecklicher Weise zerquetscht zmd die Finger abgeschnitten. Der PoUzcst Burns Nummer IM. brachte ihn nach dem Providence-Hofpilal wo ihm ärztlich- Hülfe gele'-'lct wurde. Zahlmeister Caipentcr und f.ine Fami lie haben bet dem großen Brande am veigan genen Sonntage Alles verloren, da sie in kei ner Compagnie versichert waren. Die alten Pnlte und Stühle im Reprä sentantenhaus? wurden heule auf öffentlicher Ankiion versteigen. Hr. Bachmann erstand den Stuhl des farbigen Mitgliedes von Süd- Carolina um Sil. Es wurden im Ganzen 2l Pulle verkauft. Das Pull des Oakes Ames wurde um Ll> an Hrn. Ford verkauft. Im Unterhanse der Gesetzgebung de? Distrikts winde vorgestern Hr. Campbell bei'm 33. Ballot zum Präsidenten erwählt. Campbell erhielt 12, Shephard 1(» Stimmen. Hr. W. I. Donoso wurde zum ersten Sekretär gewählt. Major Ernst F. M. Fähtz, früher in Baltimore, wurde gestern zum Sekretär de? Oberhauses der Gesetzgebung des Distriktes Columbia erwählt, wie wir bereits gestern mitgetheilt haben. Fähtz wurde im Jahre 182:1 zu Linz in Oestreich geboren und kam >n 1821 nach Amerika. 1861 trat er als Ca pilän in die Unions-Armee, in welcher er bis zum Jahre 1365 diente. Zuletzt kouimandirte er die 8. Maryläuder Infanten?. Nach Bc ciidignng des Krieges zog sich Fähtz wieder in's Civilleben zurück. (Europäische Berichte (München, Z. Apr>l.)" In der Dachauer Banken-Aiigeleg-nheit hat die Rathskamincr des Bezirksgerichts München links der Isar in ihrer Sitzung vom 2ä. März beschlossen, die Adele Spitzeder wegen Verbrechens de» de trügerischen Bankerottes, die Rosa Ehinger wegen Theilnahme hieran, den AuSgeher bei Schulze, Prezier, und dessen Frau wegen VeimözenSveischleppuug, dann den Spitze der'schen Kammerdiener Jakob Nebel wegen desselben Vergehens zur wetteren Behandlung der Sache an das Appellgericht zu verweisen, dagegen die Untersuchung gegen Zettler, Buch, druckereibesttzer, Hamolalich nno Molitor we gen Beihülfe zum belrügerischen Bankerotte einzustellen. Gegen den weiteren Einstelluug?- beschlnß bezüglich des Spitzed-r'jchcn Buch. Halters Fuchs wurde von der Staatsanwalt, schaft Berufung ergriffen. Die Untersuchun gen gegen Zettler wegen Beirugs und gegen Homolalsch wegen Diebstahls sind durch den ersterwähnten EinsteUuugsbeschluß nicht bc rührt; da icdoch durch die letztgenannten Ver brechen allein eine lliitersnedungshafl gesetzlich nicht begründet wird, so wurden Beide, sowie Molttor ans oerselbcu entlassen. Die Anklage kammer des Appellalionsgerichls hat nun dar über zu entscheiden, ob Spitzeder, Ehinger, das Pregler'sche Paar und Nebel vor das Schwurgericht zu verweisen seien. (Tie Bierpreise in München.) Der schwarze Punkt am Münchener Horizont ist für diesmal beseitigt: die Brauer haben be schlossen, den Bierpreis vorläufig nicht über 8 kr. pro Liier zu erhöhen. So hoch i'land er auch iu> vorigen Sommer, und so viel wollen auch die Dursligilen sich gefallen las sen. (Sin iiiuec Hinterlader.) Ans Linz wird geschrieben: „Der Präsident der Linzer Sparkasse, Advokat Dr. Ladiuser, hat einen nenen Hinterlader conslruirt, der in sachmän nischen Dreisen großes Aufsehen macht. Die Coiislruktion ist außerordentlich einfach. Das Gewehr ist in zwei Tempi schußfertig, der Verschluß rechtwinkelig mit der Axe des Roh res, der Hammer befindet sich im Innern, aber nie gespannt, weshrlb die Handhabung eine vollkommen gefahrlose ist. Ein beioiiderer Vorzug des Ladiiiser'schcil Systems liegt noch iu dem Umstände, daß die Reinigung desLau fes von rückwärts geschieht und die Fuukli» neu des Gewehres mit außerordentlicher Ver läßlichkeit vor sich gehen. Die Form diS neuen Hinterladers i I eine sehr gcsällige, das Hcivlchl gering, italiber und Patronen dem östreichischen Miliiärgewehre entsprechend. Die Handhabung desselben ist, nachdem nur ziveipandgrisfe nvlhweudig sind, begreiflicher weise ungemein leichl. Unlängst wurde in Gegenwart mehrerer Stabsoisiziere uno ande rer Fachmänner cm Probeichießen veranstal tet, welches ein glänzendes Resultat ergab. Ein halbwegs geübler Schütze kauu pro M>- uule mludesteus zwanzig Schüsse machen. Das einstimmige Urtheil der Fachmänner, welche Ladinser's Hinterlader geprüft haben, soll dahin gehen, daß derselbe den strengsten, an eine Trnppenwafse zu stellenden Anforde rungeu entspricht und in Bezug aus Lcichtlg. kett der Handhabung, Euifachhelt und Danei haufiigkeit der Eonstrnktion alle bisher be kannten Systeme llbenrisst." -- (iähasicpois in Deutschland.) Die in terimistische Bewaffnung der gesammten leich. teil Eavallerie der deutschen Armee mit Ehas sepot-Earabinern ist vom Kaiser genemigt worden. Die Krupp'sche Fabrik hat im Kreise Lüdinghausen eincn Kanonenschießplatz einge richtet, welcher 4i)uuborgen umfaßt und fort während vergrößert wird. Ein Tagebuch LouiS .X VI. ist vor Kur zem ausgesunden worden. In literarischen Kreisen m Deutschland befürchtet man, daß dasselbe in die Hände von Louise Mühlbach fallen könnte. Oestreich. Die Eröffnung der Wellausstellung soll am 1. Mai um 12 lU>r Mittags stattfinden, und wird die Feierlichkeit in dem Vortrage von Festchören gipfeln. Ein gemischter Chor, zu dem die Mitglieder des Wiener Männer gesangoereins, des Akademischen Gefangver eins, ferner des Singvereiiis und der Sing akademie Theilnehmer stellen werden, wird unter Begleitung eines großen Orchesters und unter des Hofcapellmeislers Herbeck Leitung die Volkshymne und eincn Chor (wahrschein lich von Händel) vortragen. In Wiener-Neustadt ist am 8. April iu der großen Sigl'schen Maschinenfabrik ein „Arbeiterstrike" ausgebrochen, der die Skadt in große Aufregung versetzte. Eine Depesche vom w. April lautet: Die Zahl der Sin kenden beträgt mehr als 27<)v'. Bei Beginn der Arbeitseinstellung wurden die Schmiede vorgeschoben, weil von deren Arbeit der Fort betrieb der Fabrik abiiängig ist. Die Forde rungen der Arbeiter culminiren in einer 25 prozeniigen Erhöhung des Lohnes, was bei dem Status der Sigl'ichen Fabrik die Sum me von mehr als 4uu,o(>o Gnlden betragen würde. Der Diretlor der hiesigen Fabrik, Schau, publiz-ne, nachdem ihm der Stri.ke- Ausfchiiß oerArbeiter diese Forderung bekannt gegeben, dag er bereit sei, eine fünforozentige Erhöhung des Arbeitslohnes zuzugestehen, aus die Forderungen der Arbeiter jedoch unter keinen Umständen eingehen könnte. Dieser Anschlag wurde von den Arbeitern ilnter WiithauSbrüchen von der Wand ge rissen. In einer freien Verfainmlung wurde die Lage beralheu und ein Exekuliv-Eomile mit der Leitung des Strikes betraut. Nach dem Fabrilsttatute sollten die Arbeiter am samüage erklären, ob sie am Montage die Arbeit wieder ausnehmen wollten; sie unter, ließen dies und blieben einfach aus. Die Ar beit mußte in allen Weckstätten eingestellt wer den, insolge Dessen die 270 V Arbeiier, zumeist vcrheiralhele Leute, feiern. Gestern Nach mittags ist ein Siatthaltereira'.h hier einge troffen, um die erforderlichen Maßnahmen zu lrefscn und allsälligeu'Unruhen vorzubeugen. Die Stimmung in den Arbeiterkreisen ifi keine gute und auch in der Bevölkerung nicht die rosigste. (Blutiger Kampi zwischen wandernden Schauspielern.) Ueber einen schon per Kabel kurz gemeldeten Borsall liest man in europäi scheu Blättern: „In Ouimes (Vend6edeparte> ment) ist cs am 4. d. M. zu einem blutigen Kampse zwischen zwei amhalaiileniLomödiän ten-Truppen gekommen. Es war eben Jahr markt und eine seit längerer Zeit im Orte be findliche Truppe schickte sich eben aa, eineVor iiellung zu geben, als eine zweite Truppe ein traf und fofort Vorbereitungen zu gleichem Zwecke machte. Vom Zanke, den die weib lichen Mitglieder beiderieits eröffneten, kam es zu Thätlichkeiten und Revolverschüfsen, die längere Zcit hindurch gewechselt wurden, bis sieben Personen tödilich verwundet aus dem Boden lagen. Zwei davon erlagen bald da rauf den erhalteuen Verletzungen; dicGendar merie verhaftete die Mitglieder beider Gesell schaften, und der sofort von aller Welt ge räumte Marktplatz war öde und leer, wie nie zuvor bei ähnlichem Anlasse." (Die Krankheit des Papstes.) Mittwoch Nachts (2. April) wurden dem Papste Blut egel gesetzt. Am Abend lam zu den gewohn ten Audienzen nur der Kanzlci-Präsidenl vor; auch dieler aber wurde bald e Massen, nach dem ihm für sein GeschüflSreserat die vollste Freiheit zugestanden worden war. Den übri gen Abend veebrachle der Papst in Gesellschaft der Dienstprälaten. Er war nicht bei der Kraft, um die nächste Morgenmesse zu celebri ren und fühlte namentlich in den Beinen eine große Ermattung. Trotz diestr körpeUichen Verstimmung leidet nicht sein Humor uuv er ?. ?rspr?etsr. machl Scherze über sein Unwoblscin. Am Freilag Mvrgen war er qan; ruhig und fest entschlossen, den Äroßfürsie» Wladimir von Rußland zu empfangn. «ühl: er sich stark genug, io finsci der Empsang im Feii laale stall, im anderen Falle im schlafgc mach. Ter Heilte hält auf diesen Em pfang große Stücke. Neue Anzogen. Stacvricht, wure«', der h.ut» >.,?« uiilrut. i 13 Z» Baltimore <sltl> -Lnqe Nr K. 0. 8. v. . Mt.veri. Abcnd-Echule. ächten Lehr-Anstalt für Kaufleute. Dieses defte dosier, PrZlldcnt. tEco>.?,l2M'c.,i a.? 1) Jedermann, und tn dem vordersten «ang« rlir Seir?- jchaste» ftti>die HttülM Gegenseitige schast in Boston, Mass. »lese Keiellschast wurde alz c'xponent de» bcrlibwt?« ,M aj j a chusettse » N, ch t . A c rsa l l .9» e! eI. ,e »> organiftrt. Ahr «ulhaben ist siber k 2 WA), welche sicher ju Gunsten ter Policen.Znhadcr anae. Puch den veridntlch veran/worlUch Die wre,? de/,?o"ll hanco» »egenieiligen Leben» . Versicherung» . G- elt. !chaji> umsalsen einige Dreißig der reichstenund rejpek. tabelsten Einwohner Boston'», Alle Policen sind nach d i/1 e l "" '» "» a"l?"'s, Wili! nson. »«aeral.Agenl jür Maryland und den DijlrlA Zisrdwcfi-Elke der ilharle«, und Henoerjon, Lolal.A^cn«! (Mail»,lZMte.lp) llnterluchunK» Die tanfninnnische Ägentur von R. H; Dun Coiup.. Süd-Ost-Ecke der Baltimore- u. EhacleSstc., dl-ndl,rn w. Ter rilorien und!vrilt>>ch-!1!ord-An'>rika! an l! lici.rn j»e dl klastische Schwamln- Matratzrn? Polster, .tZissc!» !>. >u., Sprinq s c d e- V ette n cKebr7.l2Mtcl)' Kauft Eure Modeln vlrekt Vvni Jalirikäntcn spart 2? Prozent! .N <«p.»,1Z.,) Thomas w. Turner, Fabrikant von Exc c l sN' r-H a l Nr. Z, Swanstraße. (Rdv'S.lNli, Die Letzte uad Dcilc. Tie neu? leicht l n n 112 e » d e ' c^/ / / >'/ Holvelche ll a l) in a s l!) i ll c guten den Käufern convenirenden Bedingungen verkauft Nr. !!H, Nord (?harlcs>?r.. Baltlmork. Agenten in jede»» <?ountN» Betten-Riederlage Frey, Walpert 55 (?vmp., Nr. tl, Gal>stras;e, i d?r ..Ovd Fellow - An Brauer und Maschinisten! Wm. E. Wotch X- Coznp.nyllt, Ecke der Baltimore- und Entalv-Straße, Baltimore, Md. Röhren « FitterS-Werk;eug und -Maschinen. ainerikanische <?overno?. nnd - Dainpf- Pumpe, Die nützlichste Erfindung der Zeit. Zsraniösischt» Starke » sollte in gebranän werden. LS erspart Geld, da es bessere Resultate bei nur Haldem Zioslpreise die jetzt Bilrnhllm «Ü? Comp., N r. Ittv, W e st - L o m b a r d st r., Baltiniore, Mb. Liberaler Ädzug für Händler! ITr>.2Z,IH?)

Other pages from this issue: