Newspaper of Der Deutsche Correspondent, April 30, 1873, Page 4

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated April 30, 1873 Page 4
Text content (automatically generated)

Ter Teutsche CsrrcZpondcnt. <sa!tlmere, ?!9. ?'.?ri! 1873. Stadt Vattiuwrc. Die Zeit der Gewerbeschein-^r's'.ma. Alle staatlichen Lizenscn müil n au oder vor dem 1. Mai im Bü.eau des Ckerks des Sommon-Pleac-Genchie-e!, Ecke des Mo nuwcnt-Sguare und der Lixingtonslr., im Souteirain des gelös't werden. Wer diefeS unttrlößt, setzt sich Un- Lniichuilichkeiten und Strafen au?. Alle städtischen Lizerjen müssen an oder vor dem 20. Mai im Stadt-ControleurS-Amte, Ecke des Monumen'-Iquare u. der Fayeite- Straße, gelöi't werden. Was die Ver. St.- Lizensen anbetrifft, so müssen dieselben au e'der vor dem 1. Mai im Lokale über dem Post- uud Mlamte, Secondstr., gelös't wer den. Eine zur Zahlung auffordernde An zeige ist nicht gemacht worden, aber die Ver pflichtung lt'iro dadurch nicht geschirätt. Wir theilen nachfolgend wiederhole die fpätestens bis morgen sälligeu Bcr. St.-Lizenje-Ab gaben mit: Reltifizirer K2OO 00 spiiiinvicn-zUeinKändler 25 00 do. Großhändler 100 00 Großbändlcr in Malzgeiräritni 50 00 Kleinhändler do. - 20 00 Händler in Bläktertaback 25 00 Kleinhändler in Blättertai ack 500 00 und auf Verkäufen über SlOOO 50 Cents für jedenTollar über S 1000 Händler in fabrizirtem Taback 5 00 Fabrikanten von Destillirkvlbeii 50 00 und für jeden fabrizirten Destil lirkolben 20 00 und für jede fabnzirte Schläng«'!- röhre 20 00 Tabacks-Fabrikanten 10 00 Cigorren-Fabrikanten 10 00 Hausner mit Taback, erster Klaffe, (mehr als 2 Pferde) 5g 00 do., zweiter Klasse (2 P'crde) 25 00 do., dritter Klasse (1 Pferd) ... 15 00 do., vierter Klasse (zu Fuß oder in öffen'.lichen Fuhrwerken) 10 00 Brauer von weniger als 500 Barreis s>» »0 Brauer von 500 Barrels oder mehr.. 100 00 Wir mahnen zu pünklicher Zahlung, um den Spitzeln zu entgehen. Die Besteuerung der StaLtbrihncu. So willkommen für den allgemeinen Ver kehr die Sladlbahnm sind, fo darf doch nicht außer Augen gelassen werden, daß der Ban derselben zwei bat: Er stens de» Unternehmern gute Zinsen für ihre Anlagen abzuwerfen und zweitens den Werth ies Besitzthums an deu äußein Puntten der Stadt zu erhöhen. Tiefe beiden Motive sind schließlich in vollkommene Uebereinstim mung gebracht worden und eine Stadtbahn ziach der andern in's Leben getreten. Man erzählt uns alle Tage, w>e der Grundbesitz -n jenen Stadltheile»,' die von den Bahnen be rührt werden, im Werthe gestiegen ist ui.d das Publikum hat es sich, weuu auch häufig nur im Interesse Weuiger, gefallen lassen, daß die engsten S'raßen den Bahn-Com pagnie'» übcrantw.'rtet und alle anderen Nerk'.hrSbezichungen in den HuUergund ge drängt wurden, damil ja die Ciadtbabiicu zuöglichst unbehelligt betrieben werden lö>>- zieu. Neuerdings haben die Bahn-Unter nehmer ausgerechnet, daß es mit den Divi denden der viransgabteu Kapitalien fchleäit aussieht und mit Nichlbeachtuna der Erhö hung des Grundbefitzwerthes sich au den Stadtrath gewendet und um die Herab-- fetzung der Karrenadgaben von S2O auf K 5 pro Jahr gebcten. Und es fanden sich dort bereitwillige Räthe, um dem Wunsche der Petenten zu begegnen und eine Verordnung wurde vorgestern im 1. Nalhszweige mit 13 gegen e Stimmen passtrt, welche eme gleich mäßige Abgabe von 85 srir jeden Karren u. die Zahlung von 20 Prozent der Bruilo-Ein nahmen, wie bisher, an die Stadtkasfe zum -Besten der Parks vorschreibt. Uebrigens wurde die Verordnung nicht ohne eine längere Debatte, die näheres Licht über die Angelegenheit verbreitet, durchgesetzt. Stadtralh Seim meinte, daß werimmer in der Stadt Geschäfte betreibe, anch seinen Theil der Abgaben tragen sollte. Seitdem man der erste» Compagnie im Jahre 1864 erlaubt habe, eine geringere Steuer zu zahlen, fei er dafür, daß jrtzt auch allen anderen dieselben Vortheile zn Gute konnnen follien. Aber eine gewisse Steuer müsse bezahlt werden und er könne keine Ausnahme zu Gunsten irgend einer der Compagnie'n besürworkn. Könn ten sie so nicht fertig werden, fo müßten sie die Geschäfte einstellen. Es sei das iinc ae fchäftliche Operation, wie jede andere, und inenn auch die Untermhmcr leine große Divi denden realisirten, fo fei doch der Werrh ihres Grundbesitzes dnrch den stadtbahnban be deutend erhöht worden. Rath Hrinfon insinuirtc, daß die Klage über Dividenden - Zahlungen wohl dem Um stände zuzufchieiben fei, daß man die Aknen zn sehr „gewässert" (verdünnt) habe. Rath Towson wies es zurück, daß die Compaguie'n jemals angestanden hätten, ihre Büchcr zur Prüfung aufzulegen. Rath Fisher kann nrckt einfehen, was die Sladt mit dem „kläglichen Zustande" der Bahneu zu thu» habe. Weil sie arm seien, wolle man ihnen zu Hülfe kom inen? Ebensowohl könnte irgend ein anderer Gefchäftszweig munizipale Unterstützung be anspruchen. Die Parkabgabe koste denCom pagnie'n Nichts, da sie das Geld von den Passagiere» erhalten n. zudem längst anstatt fünf sechs Cents erheben. Seien nicht Theater ein Vortheil für die Stadt? Wie lange halten dieselben zu kämpfen, um Profite zu erzielen ? Mit welcher Befugniß könne irgend Jemand vor den Stadtrath lommen und Steueraus llabme verlangen, weil er ein fchlechtes Ge fchäftsjahr gehabt habe. Und mit den Staot bahnen, die letzt jammern und klagen, daß sie nicht durchkommen können, fei es ganz das selbe Ding. Auch die HH. Conn, Ehlers u. Gifford machten Bemerkungen. Schließlich wurde dießerordnung, welche vorschreibt, daß für jeden Stadtbahnkarrcn K 5 Abgabe gezahlt werden und 20 Prozent der Bahn-Brutto- Einnahmen für Parkzwcclc in die Stadtkasfe fließen soll, angenommen. Dafür stimmten: Präsident Greenfield, S'reepcr, Gifford, Carroll, Hynson, King, Boyle, Hardesti), Seim, Towson, Bell, Linthieum und Orn dorff, dagegen: Berge?hriwer, Conn, Hughes, McClellan, Ehlers und Fisher. Auffallend ist es, dalz der Rath sich nicht gemüßigt sah, mit der abermaligen, den Stadtbahnen erzeigten Vergünstigung Bedin gungen zu verknüpfen, die auch demPnblikum zu Gute kommen. Warum macht man es nicht strafbar, daß die Karren überladen und die Menschen wie Las l>ebe Vieh eingepfercht werden? Warum nörhigt man die Con duktenre nicht bei Srrase, anzuhalten, wenn Passagiere aussteigen, aniiatr die Glieder und oft sogar das Leben von Men schen zu gefährden? Man gewäbie in Gottes Namen den Stadlbahnen Vortheile, aber man fuche doch wenigstens das Publikum dafür zu entschädigen, daß man dießenutzung der städtischen Schienenwege angenehmer macht, als dieses bisher der Fall war. Die oeutschen katli. Bischöfe in den Ver. Staaten, Die Ccmsekrirung des Hochw'sten W. H. Groß als Bischof von savannah, Ga>, bat zu der Nachfrage, wie viele von den feit 1789 ernannten und confekrirlen Bischöfen deutscher Abkunft waren, Veranlassung gegeben. Der am verwichenen Sonntage in hiesiger Catbe drale confekrirte Bischof Groß wmds von den Zeitungen als der 17. deutsche Prälat bezeich net, ist aber der 20., wie aus folgender Liste nach regelmäßiger Zeitfolge hervorgeht: 1. Joh. M. Henni, Bischof von Milwau lie, Wisc., coufekrirt am 19. März 1844; 2. Amadeus Rapp, Bisä c s vou Cleveland, Ohio, coufekrirt am 10. Oktober 1847, resig nirte am 22. August 1870; 3. Johann Nepomuk Neumann, Bischof von Philadelphia, Pa., confekrirt am 28. März 1852,1- den 5. Januar 1860; 4. H. T. Junker, Bischof von Alton, Jll., confekrirt am 2K. April 1857, -j- den 2. Okto ber 1868; 5. Johann H. Lürs, Bischof von Fort Wahne, Ind., consekrirt am 10. Jan. 1858, am 29. Juni 1871; K. Michael Domenek, Bifchof von Pitts burg, Pa., consekrirt am 9. Dezember 1LL0; 7. Sylvester Rosekrauz, Bifchof von Co lumbus, Ohio, coufekrirt am 25. März 1862; 8. Thomas A. Becker, Bischof von Wil mington, Del., confekrirt am 23. August 18K8; 9. Michael Heiß, Bischof vou Lacrosse, Wisc., confekrirt am 6. September 18L8; 10. Joseph Melcher, Bischof von Green- Bay, Wisc., confekrirt am 12. Juli t8«!8; 11. Louis LutenS, Bischof vou Idaho ritorium), confekrirt am 9. April 1868; 12. Ignatius Mrak, Bischos von Mar qnette, Michigan, consekrirt am 7. Februar 1869; 13. August M. Többe, Bifchoi von Co vinglon, Kentucky, coufekrirt am 9. Januar 1870; 14. Caspar H. Borgeß, Bifchof von De troit, Mich., consekrirt am 24. Avril 1870; 15. P. I. Baltes, Bifchof von Allan, Jll., consekrirt am 23. Jan. 1870; 16. Louis M. Fink, Bischof des Indianer- Territoriums, eoniekrirt am 11. Jnni ?37t; 17. Joseph DwenMr, Bischof von Fort Waync, Ind., confekrut am 14. April 1872; 13. Edgar P. Wadhams, Bischof von Ogdensbmg, N.-N-, coufekrirt am 5. Mai 1872; 19 F. Hendricken, Bifchof von Providence, confei-irr am 28. April 1372; 20. Wilhelm H. Groß, Bischof von Sa vanna, Ga., coufekritt ain 27. April 1873. Abfahrt deS engl. Dampfer» ! „ Hibernian." Der engl. Damvfer „Hibernian," Capt.! Archer, von der Allan'ichen Linie, clarirte gestern nach Liverpool und kegelt heute mit 5 Cafüten- (Schwestern Mirian von Balti more und Franziska von Wafhinglon, H. C. Slace von Bedford-Co., Va., E. Bodington von Charlcston, S.--H., nach Liverpool und Tho?. W. Willcdze von Charlesto» nach Ha lifax), 37 Zwischendecks-Passagieren und sot gendec Fracht von hier über Halifax, N.- Sch., dabin ab: 100 Siückfässer» Talq. 170 Or'uft. Taback, 62 Pipen do.. 600 Balle» Bann, wolle, 500 Fässern Talg, 50 811. Haar--, 421 Säcken Rinde,!»Bll. Baumwolleu-Zw.l kich, IM Tonnen Oelkuchen, 5218 Scheffeln Mais, 50 Slückiäsfern Stärke, 6000 Faßdau ben, 208,000 Pid. Schmalz und 1005 Kisten lZölelfchwclncfleisch. Wette ra usf i ch ten. Südwestliche Winde. Theilweife bewölkter Hlinmei und theilweife schönes Wetter. DaS gestrige Wetter. Depeschen, wcllze bis gestern Nachmittag !5 Uhr im hie sigen Bureau des Signalcorps eingelaufen sind, berichten aus Alpiua, Michigan, But ralo, Lake City und Pittsburg etwas Regen, aus Augusta, Denver, Col., und Philadelphia dräuendes und ans Virginia City in Mon tana sich ausziehendes Wetter. In Baltimore stand das Thermometer aus 51, in Boston aus st, in Buffalo auf 47, in Charlcston auf 67, in Cbicago auf 45, in Cincinnati ans 63, in St. Louiö aus 64, iuNew Orleans auf 79, in Dnluth aus 56, in New-Doik auf 55, in Phi ladelphia auf 51 und in Wilmingt?» auf 59 Grad. Während der letzten 24 Stunden fiel der L hio bei Cincinnati nndLouisville etwas; bei Pittsburg blieb fein Wasserstand derielbe. Der Missifsippi sneg bei Daoenport6, bei Kev kuk 2 nnd bei Orleans 1 Zoll und siel bei St. Paul 6 und bei Memphis 13 .>ioll. Ein - nnd Aussuhr. —Es kamen fol gende Fahrzeuge aus dem Auslande hier an: die englifche Brigg „Viktoria Amelia" mit 250 Oxhfr. und 200 Kisten Zucker vou Ha vauna; die englifche Brigg „Chesapeake" Mit 20l Ozhoflen und l 2 Fässern Zucker von De merara ; die norwegische Barke „Freir" in Ballast von Galway in Irland; die italieni sche Varke „Chiozzia" in Ballast von London; die norwegische Barke „Alpha" in Ballast von Galway in Irland: die engl. Barke „Emma Frances" mit 1438 schienen, 324 Fässern cn,st. Soda, 60 Pipen Bleichpulver, 212 Ttücksäsfern Pottasche, 100 Fäßchen Soda und IV9 Packeten Jrdenwaaren vou Liver pool. Es segelten nach dem Auslande von hier gestern ab: das Schiff „Grey Eagle" mit 4420 Fässern Waizenmehl, 20,659 Psund schmalz, 1412 do. sabriz. Tabacks, 26 Rok len Bindsade» und 17 Packeten Verschiedenes uach Rio de Janeiro; die ital. Barke „Antoi nette" mit 25,567 Scheffeln Mais nach Bor zone; die englische Brigg „Eledoua" mtt 449 Touuen sohlen uach St. Thomas; der Schoo ucr „A. F. Arnes" mit 23,000 Faß-Reifen, 28,850 -Deckeln und-Böden nach Westiildien. Ankunft des Dampfers „S e a Gn l l."—Der Dampfer „Sea Gull," Capt. Dutton, lief gestern mit 6 Passagieren (John I. Travilli, Frau H. I. Bnrchard nnd Kind, Frau H. C. Graves, E. Vadinglou und Ca pitän I. W. Willett) uud solgeuder Fracht von Charleston, s.-C., von wo er am 26 ds. abging, hierein: 47 811. Baumwollei'ür L. W. Günther, 40 do. sür N. N., 35 do. sür I. J.'Middlelou, 173 Pipen NeiS für N. N., 800 Säcke» Phosphor für L. F. Deinck, 450 Kisten grüne Erbsen, 60 000 Fuß 'N'utz holz und 15 Palkcteu KansmanuSwaaren sür mehrere Firmen. Ankuust des D anipfe rs „G eorg e APP 0 l d." — Gestern srüh lief der Dampfer „George Appold," Capt. Loveland, mit 308 Packeten Kanfmannswaaren für Wheelwright, Mudge Comp., 22 do. für Makepeace Ä Comp., 33 do. für Thomfen, Lilly Comp., 600 do. für Woods, Weeks 6- Comp., 131 do. für Smith, Tixon K Comp., 19 do. für W. Wilkins Q Comp., 71 do. fürHlggins, Cobb K Comp-, 50 do. für W. H. Crawford Comp., 3031 do. und 31 Fässern Makrelen für mehrere Firmen von Boston hier ein. Der Dampfer „S 0 merfe t," sür Boston (nicht, wie neiilich irrig angegeben, für New ?)ork) angekauft, ging ain Sonntage nach fei nem zukünftigen Hafenorte ab. Der „So merfet" fowohl, wie der „Worcestcr" gehörten bisher dcr„Baltlmore-Ohio.Bahn" und wur den eine Zeie lang zu Fahrten zwifchen hier uud Liverpool benutzt. Eiuc schnelle Reife machte derZchoo uer „I. T.3.>tafon," luoem er foeben die Fahrt von Boston hierher innerhalb 120 Stunden zurücklegte. S Ä l s s s n n s ä l I e. Die zn Queens town in JUaiid vo» Baltimore cinzetrosiene norwegische Barke „Svea," Capt. Halvorsen, stieß bekanntlich am 31. März bei der Ein sahit in den Bestimmungshasen mit dem von San Franzisco kommenden Dreimaster „En gert" zusammen, wobei ihm mehrere Slieper, Hanptplanken , Bekleidnngs - Hölzer n. f. w. zerbrochen, und Takel- nnd Segelwerk beschädigt wurde». Am salzenden Tage col lidirte die „svea" wieder mit einem Fahr zeuge, einer unbekannten Baike, während bei de Fahrzeuge vor Anker lagen; die „Svea" litt geringen Schaden nnd wurde dann zur Ausbesserung in die Werste bugsirt. - Dem von Alexaudria nach Boston be stimmte» Schooner „Gov. I. I. Smith" wurde am 22. April nahe Matthias' Point von einem Baifahrer der Klüverbaum weg gerissen. Zur Nach ach tung für Steuer za oler! Ktadtkafsirer Anderson benach richtigt die Steuerzahler, daß nach dem 1. Mai bei Grund- und Personal-Eigenthnms- Stcnern für's laufende Jahr das Diskonto auf reip. 4H und 6 Prozent herabgesetzt, nach dem 30. April allen rückständigen Stenern für 1872 24 Prozent Zin'en zugefchlagen.und znr Bequemlichkeit des Publikums das Steueramt heute und morgen ausnahmsweise bis Nachmittags sünf Uhr offen geHallen wild. Die „Nördliche Central-Bah n." Im zweiten Rathszweige unterbreitete Hr. Mills gestern eine Petition von der „Nördli chen Central - Bahn," worin die Compagnie dieser Bahn um Erlaubniß nachsucht, anstatt an der Davis-, an der Franklmstraße ein Schienengeleise legen zu Kursen. Die Peti tion wurde dem betreffenden Comite über wiesen. Die städtischen Pferdebahnen— . der zweite Rathszweig nahm gestern die Veroidiinng an, dieConzejsionsürjcdenWag gon der Stadt-Pferdebahnen auf SS festzustel len und die Bahnen außerdem um K2O ihrer Brutto-Einnahmen zu besteuern. Die Reinigung der Latrinen und Abtritte. Im zweiten Zweige des Stadtrathes lies gestern die Verordnung des ersten Zweiges bezüglich der Reinigung der Latrinen und Abtritte ein und wurde auch angenommen. Die Verordnung besagt, daß die Personen, welche sich mit einer solchen Ar beit befassen, znvor Conzessionen von der Sanitäts-Lehörde erlangen muffen, falls sie nicht in eine Strafe von 525 verfallen wollen. Ferner bemerkt die Verordnung, daß die Sa mtäts-Behörde bevollmächtigt werde, die Ver gütung für derartige Arbeiten festzustellen. Angenommen. DieprojektirtenParkeim nörd lichen Vtadtheile. Im zweiten Zweige des Stadirathes wurde gestern die Verordnung ausgerufen, den 2. und 3. Ab» schnitt derjenigen Velvrdnuugen zu widerru fen, welche die Errichtung von zwei Parken an beiden Seiten der Jones' Fälle vorschreibt. Die beiden erwähnten Abschnitte lauten be kanntlich dahin, daß gewisse Personen, welche die Petition sür die Widerrufs«Verordnung unterschrieben, die bisher ausgelaufenen Un kosten mit abtragen sollen. schließlich amen dirte man die Verordnung dahin, daß der Stadt - Controlcnr angewiesen werde, die be treffenden Kosten zu bezahlen. Angenommen. Diese Maßregel ist eine höchst ungerechte. Nicht per Stadt, sondern den Unterzeichnern der Petition, welche um die Anlage der Parke nachsuchten, kommt es zu, die Kosten zu tra gen. DerHarford-Run. Der zweite Raihszweig legte gestern den Beschluß des ersten Zweiges, 5300 für die Anbringung von' Luftlöchern am Harsord-Run zu verwilligen, zurück. Die R i ch molid - Markt- H alle. Der zweite Zweig des Stodlrathes trat ge stern dem Beschlusse des ersten Zweiges bei, die Petition des Charles Ogle, der eine Extra- Vergüiung für Arbeiten ans dem Richmond- Moikie fordert, an den Gebäude-Inspektor zu verweisen. Anbringung der Straßenna men an den Laternen. Hr. Linthi cniii vom Comite sür Polizei und Gefängniß berichtete gestern im eisten Rathszweige einen Beschluß, den Stadt-Commissär anzuweisen, einen Conlrakt mit G. H. L. Parkins abzu schließen im Betreff der Anbringung derZtra ßenuamen an allen Laternen, welche anStra- Ijeuecken stehen und S6OOO für diesen Zweck zu Vera illigen. Bis zum Montage zurückgelegt. Die Correktion der Jones' Fälle. Der erste Rathszweig trat gestern der Verordnung des zweiten Zweiges bezüg lich der Expro>riirung von Grundcigenthum für die Correktion von Jones' Fällen bei. E> u neuer Abzugskanal. Hr. Mills reichte gestern im zweiten Zweige des Stadtrates eine Petition von Jakob Kienzle u. A. ein, welche nm die Anbringung eines AbzngSkauales an der Low-, von der Ais qnith- nach terHighstraße, nachsuchen. Uebcr wieicu. Ein zweck mäßiger Vorfchla g.— Hr. Lrnooiff reiane vorgeilern im l. Raiys. zweige eine, nach kuner Debatte paisirte Ber vrinung cm, welche S5OO aniveist, um farbige Äiudcr, anstalt dieselben, wie bisher, in's (Sesängnisz zu sperren, sofort nach der Besse rnngo-Änstalt zu trausportlren. Auch der zweite Zweig nahm gestern diese' Verordnung an. Eine Miffionspredigt hielt am Sonntag Abend der Ehrw. Joh. Gottlieb Auer, in Cavalla. Afrika, staiion-rt, in der bischöilichen St. PclerS-Kirche an der Diind- Hill-Äoenne. Hr. Auer mohnt seit vielen Jahren als Missionär in Airita und fein Por trag war ebenso interessant als belehreud. Kirchliches. Am 13. Mai besucht Erzbtschof Bayley Washington und nimmt Morgens die Firmung in der St. Patricks und Nachmittags in der St. Matthäus-Kirche vor; am 19. befucht er zum felben Zwecke die St. Stephans-, am 20. die St. Martins , am 21. die Jmmaculate Conception-, am Donnerstage die hl. DreieinigkeitS-Kirche in Georgetown, am Freitage die St.Peters- und am Samstage die St. Aloysius > Kirche. Gleichzeitig besucht der Erzbischof alle Lchr- und Wohllhätigkeits-Austalten des DistriltS Columbia und tritt nach feiner Rückkehr eiue Reise noch dem Ostuser Marylano's an. Ja der am 15. Mai hier znfammentreten deu General-Versammlung der Presb y t e rianerKirche der Ver. St. werden 600 auswärtige geistliche und Laien-Delegaten er wartet. Comiie'n sind eifrigst an der Arbeit, um sür die Besucher Quartier zu beschaffen. Man gedenkt, alle Fremden kostenfrei bei Kir ch«, nmiigliedern unterzubringen. Inspektion S-P arade der „T e m pelri tte r." Heute Abend findet auf Be fehl des Großmeisters I. O. A. Fellows im „Fttimaurer-Tempel" an der Charlesstraße eine große Inspektion und Parade aller hiesi gen Komthurcie» der „Tempelritter" statt. Alle Ritter werden selbstverständlich in voller Uniform erscheinen. Groß - Komtbur Chs. Mann führt den Oberbefehl. Die Gallene'n und die Tribüne des Tempels werden speziell am heutigen Abende für die Damen von Or deiisglied>rn fein. In einigen Wochen findet die Früh jahrs Parade der hiesigen Milizen statt. Einen großen Ball zeigt das 5. Maryländer Regiment für den Abend des 16. Mar in feiner Armorie auf dem Richmond- Markte au. Billete sind nur durch Mitglie der zu bekommen. Verj päte te 11 112 i ch. — Hr. Chas. C. Fultoii.Redatteur des „America,," reis'le am letzten Samstage mit dem Dampfer „Balti more" nach Europa ab. In einem Briefe, Kap Henry, 27. April, datirt, meldet er, daß mehrere Kajüten. Passagiere zurückgeblieben sind. Ihre Baggage war an Bord, aber die Passagiere sehlten, obwohl der Dampfer fünf Minuten fpäter abging, als die Absahrtszeit angezeigt war. Es ist das eine Unannehm lichkeit, die doppelt fühlbar ist, da die Ausge bliebenen nicht nur ihr Passagiergelo verlieren, fondern auch oie unangenehme Aufgabehaben, Himer ihrer Baggage h rznlaufen. Man male sich die Situation aus, die aus Locust Point erschiene», um mitzufahren uud an?- fanden, daß der Dampfer bereits ihrem Ge stchlskreife entrückt war. Hr. Fulion widmete seine nächste Auf merksamkeit der Tischuitwartu.ig und sagt: „Wein anstatt Wasser ist das Getränk der Kajüte und Bier das des ZwijchendeckeS. Was ser wird nur auf besondires Vtrlangen anfge ti cht. Dieser Mangel an Trinkwasser ist ei ne der größten Unannehmlichkeiten sür den amerikauifchen Reifenden." Man siehi, Hr. Fnlton huldigt sogar noch, dem viestzen Leben entrückt, der Wasscrsinipelei. Hoffentlich wird ein Besuch DeMfchtand's ihn belehren, daß man Wein und Vier trinken kaun, ohne ein Trunkenbold zu fein. Die ".Vnnor-tul-o," worüber er Beschwerde sührt, ist indeß wohl nur eingebildeter Arr, da man unseres Wil sens, ohne gerade den Leuten das Wasser aus zubringen, Lasselbe nicht nur reichlich am' Lord derDampser, sondern i» allen TheilenDeulich land s finden kann, dieHc. Fulion mit seiner Gegenwarl zu „beehren" gedenkt, und zwar reines Wasser, das den Vergleich mit der Lie ferung unserer stäslifchen WasftrverjorgungS- Anstalt sehr woh! aushallen kann. Personal-Notiz. — Das Washing toner „Journal" jagt: „Dr. Heinrich Hilgert aus Santa Fe in Neu - Mexiko hat sich als Advokat in Baltimore niedergelassen. Der selbe ist bei dem Oberbnndesgerichle zu Wa shington zur advokatorifchen ProxiS zugelas sen. Wir empfehlen ihn als einen bewährten, tüchtigen und redliche» Anwalt dem deuljchen Publikum." Oberst Ge 0. P. Kane' S Antwort schreiben auf Gouv. Whyte's Aufforde rung, feine Resignation als Scheriff zurück zunehmen, war bis gelte»n Abend noch nicht an den Gouverneur gelangt und wird, wie wir ans zuverläfstger Quelle wissen, erst in einigen Togen erfolgen. Mit ziemlicher Ge wißheit läßt sich schon jetzt jagen, daß Oberst Kai.e, da ihn die seit emer Woche entwickelte Thätigkeit des Criminalgerichts und der Großgeschworenen zu befriedigen scheint, der Aufforderung des Gouverneurs nachkommen wird. Die Stadt sich II lbehörde hielt ge stelu Abend ihr? regelmäßige Wochenveriamm lung. Der Rücktritt von Ella Nora Fairall als Hülsslehrerin an der Töchter.Elemenlar- Schule Nr. 14 waid angenommen. Das Conto-Comite berichtete durch seinen Vor sitzer Hrn. Snowden Rechnungen im Betrage von L3580.K4, wovon K 230.93 aus Neqer schulen kommen, ein; man fand sie in Ord nung und verfügte ihre Bezahlung. An Dr. E. Ä. Seiker's Stelle, welche am 1. Mai aus dem Anne scheidet, ward Henry Reese zum Oberlehrer der Knaben-Grammärschule Nr. 12 erwählt. Die Verbreiterung der Light- Straße. Einige Geschäftsleute, welche die Lightstraße als eine der wichtigsten Ver kehrswege unserer Stadt betrachten, beschlos sen voi'yestern.sich zu überzeugen, ob die Lighl- Straße wirklich 60 Fuß brcit sei, wie sie es nach einer Akte der Gesetzgebung von Rechts wegen sein sollte. Infolge dessen nahmen sie an verschiedenen Punkten der betreffenden Slraße Vermessungen vor, welche ergaben, daß das Trottoir 10 Fuß, der eigentliche Ver kehrsweg 22 Fuß und der von den Holzhau sen eigenommene Raum 25 Fuß breit ist. Die ganze Breite beträgt demnach 57 Fuß, folglich haben die Gruudeigenthümer ihie Häuser um 3 Fuß vorgerückt. Die hiesigen Eigenthümer von Au sternfahr zeuge u hielten vorgestern Abend, wie wir schon gestern meldeten, eine Versammlung in Louis Bitiei'S Lolale an der Ecke der Pratt- undConcordstraße ab. Hr. Wm. Barnes sührle den Vorsitz, während Hr. Robert Cassidy als Sekretär snngirte. Hr. McClure, der Anwalt der verklagten Ausiern fijcher, verlas ein Schreiben des General-An walis Syistcr, welches die Mittheilung ent hält, daß-Lerjenige, w.lcherdie Nummer eines Fahrzeuges, das den Austervsang in verböte neu Gewässern betreibt, anzeigt, berechtigt ist, die Hälsle des Betraget der auseilejten Geld» strafe in Empfang zu nehmen. Hr. MeClnre bemerkte alsdann, daß der Controleur seine Ordre, den Angebern die Hälste des Betrages der Geldbußen auszuzahlen, zurückgezogen habe und daß diese Maßregel ohne Zweifel da zu beitragen würde, die Anklagen zu schwä chen. Nachdem ek daraus noch einen knrzen Ueberblick der Freilageverhandlungen in st. Michael's, die wir schon gestern veröffentlich ten, gegeben hatte, vertagte sich die Verjamm lung. Derßazar, den die Damen der St. lohanni s-G emeindein der „Weftern- China-Halle" eröffnet haben, wurde gestern mit sehr günstigem Erfolge fortgesetzt. Viele der offerirten Gegenstände bestehen in fertigen Kinder- und Damen-KleiduugSstücken, welche von den Verkäuferinnen selbst in den letzten 3 Monaten für den Zweck angefertigt wurden. Mehrere sind sehr werthvoll und finden ra schen Absatz. Die Verkausstische stehen unter der Aussicht folgender Damen: Nr. 1 Calha rine Müller und Clara Gutbrod, Nr. 2 Anna Schmidt n. M. Schlesinger, Nr. 3 Caroline Eckhardt und Elise Lange, Nr. 4 Elisabeth Albert und Maiie Horst, Nr. S E. Heiner u. Barbara Beck, Nr. 6 Anna und Auguste Schnevse, Nr. 7 Caroline Scheller und Elise Dressel, Nr. 8 (Conditorei) ultarie Hohnes u. E. Menger und Fräuleins und D. Vogel, Nr. S (Glückrad und Greifzu) Marie Krast und Grace Dobbler, Nr. 10 (Küche) Martha Siapf, Henriette Beck, Barbara Pfeiffer, Marie Wannenwesch u. Louise Stapf. Der Kitchenchor unter Leitung des Hrn. H. Dressel hält jeden Abend GesangSvorlräge; außerdem ist ein Musikcorps angestellt, so daß es an angenehmerUnterhaltnng nicht sehlt. Die Einnahmen der beiden elften Abende be trug über K5OO. Da? Exekutiv-Comite be steht aus folgenden Herren und Damen: E. Horst, Präsident, H. Schnepfe, G. Menger und Böckel; Cathariue Müller, Präsidentin, Elisabeth Heiner und Elise Dressel. Der ge strige Besuch war ein äußerst lebhafter und bewies das steigende Interesse für das lobens werthe Unternehmen. Der „M onu ine nt a l-C ln b" hielt vor gestern Abend in seinem VcreinSlokale an der Ecke der Charles- und Saratogaslraße eine Versammlung ab, in welcher Hr. Joseph s. HeuiSler präsidirte, während Hr. F. P. Ste vens als Sekretär sungirte. Man traf Vor bereitnngen sür den Ausflug nach Philadel phia, der morgen unternommen werden foll. Der Ausflug findet bekanntlich infolge einer von den I'Lncidles" und dem "Lqtre- Nous-Vlad" in Philadelphia ergangenen Ein ladung statt. Bli n d e n-Co n z er t. Die Zöglinge der „Maryländer Erziehung« - An>i-ilt für Blinde" gaben gestern Abend ein Conzelt in der „HollinSstraßen - Der Be such war nicht so zahlreich wie bei den beiden voihergeheuden Conzerten,dasür war aber das Aubilörium ein desto gewählteres. Das Pro gramm bestand aus mehreren Pianopiecen, Gesangsoli, Duetten, Trios und Deklamatio nen. Frl. Mollie Reuß, die Tochter des Bäckers Hr. Philipp Reuß, sang ci» deutsches Lied von Gumbert und rührte damit alle An wesenden. Auch ein von drei jungen Mädchen in italienischer Sprache gesungenes Tris wuroe lebhaft applaudirt. Der Mnsiklehrer ter blinden Kinder ist Hr. Frank T. Bcr-! cinzton. Das letzte Conzert der Zöglinge des Jusiitlits findet heule Abend im „Broadway-! Institute" statt. Das Piano, welches bei die len Conzerten benutzt wird, hat Hr. Knabe sieui.lich zur Verfügung geste Lt. Eine wichtige Erfindung. Ein Baltimorer Handwerker hat eine wichtige Er- , findung gemacht, die einen großen Uebelstand > in manchen unserer Mühlen beseitigt. In diesen Mühlen ist uämlich eine Spinxl an- ' gi-brackt, welche sich in einer Mefstug Einsaf s»ng aus einer stählernen Scheibe bevegt. Wenn die Apindel längere Zeit ist, fo erweitert sich nach nnd nach die Meinng- Einkaffung und die Bewegung der Spindel wird eine unregelmäßige. Sobalo aber die Bewegung der Spindel an Gleichmäßigkeit verliert, ist es den Müllern eine Unmög >ch keit, gutes Mehl zu produziren. Di- Elfin dnng besteht darin, daß man das Viefsing vermittelst einer «schraube bis an die Spin del bringt. Zugleich ist eine Vorrichtung an der Schraube angebracht, derselben, wenn sie dasMe'sing an die Spindel ickraubt, euien festeren Halt verleiht. Sobald das Me>- sing ausgenützt ist, kann dafür ein neues Stück eingefetzt und angeichroden werden, ohne daß damit umständliche Arbeiten v.r knüpst sind, welche bisher damit verbunden waren. Eine solche Schraube kann 10 bis 15 Jahre gebraucht werden, ohne sich abzu nutzen. Alle Müller, welche diese neue Ein richtung in ihren Mühlen anbringen, werden sich bald von dem praktischen Nutzen derselben übeizeugeu. Seinen Bürgerbrief bekam gestern der unter feinem 18. Jahre aaS Sachsen hier her gekommene Eouard Friede! vom Bundes bezirks-Gerichte ausgestellt. Die Gasröhrenfrage. Im ersten Nathszweige offerirte Hr. King gestern einen Beschluß, eine Anfrage an den Stadt Contro leur zu richlen, wie vl-le Gasröhren vom 1. Januar bis zur jetzigen Zeit von der GaS° Compagnie gelegt und wo dieselben gelegt wurden. Bekanntlich hat die Gas-Compag nie in jedem Jabre für K 15,000 Gasröhren zn legen. Der Beschluß wurde angenommen. Fah rz eugs V er kä u fe. Die Hh. Samuel H. Gover 6 Comp, veräußerlen vor gestern auf dem „Chejapeake Railway" die Schooner „Clara Bell," 170 Tonnen und „Cornelia," 123 Tonnen Gehalt, um refp. K7OO und K5OO an Will. Applegarlh. Ebenso erstand derfelde Herr für S5OO ein Dritttheil des Schooners „Butterfly," 145 Tonnen Ge halt. Ein kaltes Bad. Am Samstag Nachmittag fuhren die Zollamts-Jafpeltoren Hall und Zieglcr in einem Ruderboote durch nnferen Hafen, als sie plötzlich mit einem Schleppdampfer eollidirten und in's Waffer gejchleudcit wurden. Beide retteten sich an Bord des Dampfers und kamen mit einem kälten Bade davon. Gefähr liche rS vr uiig. Das fünf zehnjährige Negermäschen Marie E. T'llard war geilern, wnl sie irgend Etwas pcceirt halte, daheim in Nr. 53, Da"isstraße, in ein Zimmer des dritten Stockwerkes einzefchlossen worden. Nachmittag gegen 3 Uhr wurde es der Mamsell in dem Gemache zn enge und sprang, um das Weit? zu suchen, aus 30 Fuß Höbe vurch'S Seitenfenster in ein Gäßcken. Aus ihre Hü'struse hob man sie auf und trug sie ln's Haus, wo die Doktoren Price und Boulden ihre Behandlung üveinahmen. Die kühne Springerin hat keinen jtnochenbruch, jedoch bedenkliche innere Verletzungen erlitten. Dr. Tho was.- Unter ven Atiäslmg'n, welche vsr einigen Tagen von Frederick-Co. nach vem Znchlsauie abgeführt wurden, be fand sich auch, wie w r fchon früher melceten, Dr. Jakob D. Thomas, wacher des Tsdt ichlagcs ves I. L. Belt fchuldi,> befunden wor den war. Dr. Thomas, wie auch Hr. Belt gehörten zu den geachtetsten Bürgern vonFie derick County. und das traurige Ereigniß rief in vielen Kreisen großes Bedauern wach. Als Dr. Thomas das Zuchthaus betrat, drohte» ihn feine Kräfte zu verlassen, und erst als Wardein Wilkinson ihm theilnehmend entge genkam und fein trauriges Loos zu erleichtern versuchte, gewann er die volle Besinnung wie der. Kein Mitglied feiner Familie gab ihm das Geleite nach dem Zuchthanie. Ans Annapolis. Oberst Richard S. Mcrcer, Neffe des Ex-Gouverneur Swann und früher Staats - Taback - Jnfpektor, starb am Abend des 23. April in feiner Wohnung am Weft-Niver in Anne Arundel-Connty. Ein Mann wegen einer angeb lich vor zehn lahren begangenen Mordthat oer haftet. George Da vis, ein Einwohner von Baltimore - Countii, wurde vorgestern unter -er Anklage, einen Neger, Namens Robert Perry.im August des Jahres 1863 zu Brookland, einem kleinen Orte im 5. Bezirke von Anne Arundel- County, erschossen zu haben, verhaftet uns nach Annapolis gebracht. Zu der Zeit, wo sich der Mord zutrug, vermochte man die Spur des Thäters nickt aufzufinden und auf Davis fiel damals nicht der geringste Ver dacht. Nach und nach gerieth die blutige That in Vergessenheit, ins am Freitag vori ger Woche die Äcojjgefchworeuen in Annapo lis Folgendes erfuhren: Davis lebte früher in Anne Arundel-Connty, zog dann nach Howard- und fväter nach Baltimore-Counly, wo er sich in der Nähe des Nelay-Houfe an der „Baltimore - Ohio - Bahn" niederließ. Kurzlich gerieth er mit feiner Frau in streit und während desselben erzählte die Letztere mehreren Nachbarn, die herbeigeeilt waren, dag Davis derjenige gewesen fei, welcher den Neger Perry vor zehn Jahren ermordet habe. Kaum hatten die Groggefchworencn dieses vernommen, als auch schon Davis' Verhaf tung angeordnet wurde. Friedensrichter Eng lish begab sich vorgestern Morgen nach einem klnven Schenklokale in der Nähe des Relay- Houfe, welches von Frau Sallie Davis ge halten wird. Die Frau war nicht zn Haufe, ihr Mann dagegen, der angebliche Mörder, war anwesend und wurde sogleich festgenom men. Als seine Frau am Nachmittage nach ihrem Lokale zurückkehrte, wurde sie vor Rich ter Engtifh gebracht, welcher ein Berbör mit ihr voruahm. Sie jagte während desselben aus, dag ihr die Ermordung Perry's aller dings bekannt fei, aber Davis habe den Ne ger nicht um'S Leben gebracht. Da sie nicht im Stande war, Bürgschaft zn stellen für ihr Wiedererfcheinen als Zeugin vor dem Ge richte, fo wurde sie gleichfalls nach Annapo lis gebracht. Davis ist ein geborener Eng länder. Er hat einen hinkenden Gang, da er erst kürzlich von einem Pferde einen Schlag mit dem Hufe erhielt. Eine wichtige Entscheidung. In dem Obn-Buudesgerichte zu Washington wurde vorgestern der Fall im Beireff des Zn sammenstoßes zwischen demLampfer „Lucille" und dem Schooner „Champion" entschieden. Der Schooner „Champion," welcher vonMil ford-Haven, Va., nach Baltimore bestimmt war, collidirte am 2V.Dezember 1368 mit dem von Ballimore nach Wilmingwn, N.-C., be stimmlenDampfer „Lucille" in verChefapeake- Bai. Die Eigenihümer des Schooners, wel cher infolge des Zusammenstoßes fank, wur den im Bnndes-Bezirks-Gerichte klagbar und das Gericht erkannte ihnen K2BOO Schadener lag zu und verurtheilie außerdem noch die Compagnie, welcher die „Lucille" gehört, zur Bezahlung der erwachienen Gerichiökoslen. Die Dampfer-Compagnie reichte hierauf im Maryländer Kreisgerichte eine Appellation ein; als aber dieses Gericht die Entscheidung bestätigte, brachte die Compagnie den Fall vor das Obergericht der Ber. Staaten. Vorge stern fällte dieses Gericht feine Entscheidung,

welche dahin ging, daß dieDampser-Compag nie die betreffende Summe von K2BOO nebst alle» feit dem 12. März 1869 angelaufenen Zinsen an die Eigenthümer des „Champion" auszuzahlen hat. Richter Hunt bemerkte bei dieser Gelegenheit, daß ein Dampfer, wenn ein Segelschiff in Sicht ist, nur mit großer Vorsicht feinen Cours fortsetzen darf, um nicht mit dem herannahenden Segelschiffe in Colli sion zu komme». Falls der Dampfer dem Segelschiffe so nahe kommt, daß das Letztere in eine gefährdete Lage geräth, ist derselbe für alle daraus entspringenden Refulate verant wortlich. Die „Lueille" und der waren, als sie in Sicht kamen, noch zweiMei len von einander entfernt. Dem Schooner lag die Pflicht ob, seinen Cours direkt zu ver folgen, während der Dampfer hätte auswei chen fallen, was er jedoch nicht that. Zufolge Dessen sei der Unfall nur der Nachlässigkeit Derjenigen zuzuschreiben, von denen es ab hing, ob der Dampfer leinen Cours änderte ooer nicht. Ein Prozeß aufAdvolaten-Ho n orar ist nn Superior-Gerichte vor einiger Zeit vom Achtb. Reverty Johnson gegen die „Baltimore-Ohio - Eisenbahn - Gesellschaft," deren Interessen der Kläger in dem bekannten „Goldprozesse" der Stadt Baltimore gegen dieselbe in fo gewandter Weife vertrat, anhän gig gemacht worden nnd follie im ge genwärtigen Termine des genannten Ge richtshofes zur Verhandlung kommen. Montag früh erkundigte sich S. Teakle Wal lis, des Klägers Anwalt, ob der Verklagten Sachwalter Anordnungen für die Vornahme des Prozesses getroffen. Die Frage beant. wartete der Gerichtsaktuar durchUeberreichung einer vom Vice - Präsidenten der Verklagten nnlerfchriebenen befchworenen Ausfage, wor nach um Verlegung des Prozesses nach einem anderen Gerichtshose nachgesucht wird, da die Gesellschaft vor dieem keinen unparteilichen Prozeß haben könne. Darauf ersuchte Hr. Wallis den Gerichts hof, Betreffs des Verlegungs - Gesuches feine Entscheidung auszuschicken, bis festgestellt worden, ob dasselbe nicht vom Präsidenten der Verklagten unterzeichnet fein müsse; wenn dieser bereit fei, zu beschwören, daß er glaube, feine Gefellschaft könne im Supenor-Genchte auf keinen gerechten und unparteiischen Pro zeß Hoffez, so werde es ihm (Hr. Wallis) Ver gnügxn machen, ihm zu diesem Schwüre Ge legenheit zu geben. Zn diesem Stadium be findet sich zur Zeit die Angelegenheit, wird in den nächsten Tagen erledigt werden, Der Prozeß gegen die „Dritte' Nati 0 nal - Ban k." Der Prozeft des William A. Boyd gegen die „Dritte Natio- ? nal-Nank von Baltimore" wurde in den l>tz ten beiden Tagen im hiengen Snperior - Ge richte fsNgescgt. Ter Gerichtshof verordne'e, daß die Ausfagen von Seiten des Klägers zur Widerlegung gewisser Ausfagen der Entla stungszeugen nicht zugelassen werde» könn ten. Geiu Tyler bebaupiete, daßer vermittelst fechs eiserner Keile und eines Hammers den Deckel einer der sogenannten Lillie-Geldipin den, wie sie iii der ,»3.National-Vaul" benutzt werven, in 20 Minuten enisernte. Als das Zeuzenverbör beendet war, suchie der Kläger nachzuweisen, daß die Bank nicht genügend für die Sicherheit der ihr anvertrauten Gelt summen Sorge getragen habe, wählend die Vertheidigung daZ Gegentheil darzuthun ver suchte. Gestern gediehen die Plaidoyers über die Gesuche bezüglich der Instruktionen sür die Geskiworenen zum Schlüsse. Drr Kläger hatte > acht, die Verklagte fünfzehn folche Gefach: ge stellt. Heute wird der Gerichtshof dre hier ein fchlagl-nöen Rechtsfragen entscheiden. AnS dem Crimina l g e r i ch te. Vorgestern stand ein untcrfctzier dreißigjähri ger schwarzer, welcher des Diebstahls ange klagt war, vor Richter Gilmor. Drei Poli zeideamten wurden als Zeugen verhört. Zwei derselben behaupten, daß oer Angeklagte häu fig im Verdacht gestanden habe, Diebstähle be gangen zu haben, während der dr'tte Beamte aussagte, daß der Anzellagle bereits ein In sasse des Zuchthauses geaieien und nach sei ner Freilassung feinem alten Diebsgewerbe wieder gefolgt fei. Der Gerichtshof verur theilie den Angeklagten zu einjähriger Ge fäug! i>sha!t. Die gestrige Sitzung des Criminal-Ge richtshofes bereicherte LaS Zuchthaus um drei, das StaStgefängniß um z vei Insasse». Der Weiße Wm. Mitchell und der schwarze John Brooks hauen Wm. Lanahan WoUtccken und andere Gegenstände im Gesammtmerthe von Sl4 gestohlen, was Richter Gilmor mir zwölf Monaten ahndeie. James Jack fon, ein Schwarzer, hatte Wm. B. Elliolt ei ne goldene Taschenuhr im Werlhe von L9O genommen , wofür er 15 Monate Zuchthaus erhielt. Der Diebstahl einer F aiche Wein im Werth-von Sl, Philipp Sinn gehörig, brachte dem Schwarzen sechsmonatlichen Au fenthalt im Gefängniß ein, und die Schwarze Marie I- Coares Hai ebendorc Gelegenheit, über das Verbrecherische der Best hlung der Marie Lombard um Sil acht Monaie lang nachzudenken. Zwei junge Leute, Namens Hieronymus nnd David Hunter standen unter den Ankla gen mörderischer Angriffe aus Elisabeth Pet zing und Hartmann Linge vor dem Crimi nalnchler. Bei'm Zeugeuverhoc ergab es sich, daß bei einem häuslichen Rencontre unter Aiioe-en eine Frau vou Jemandem einen Schlag erhielt; wer denselben führte, ließ sich nicht nachweisen, w.shald die bcioen Ange klagten freigesprochen werden ninßten. Bundes - Commiifär Rogers verschob gestern bezüglich der Anfchnldigunz gegen John Clark, an Frl. Clifabeth Schmier odereii Bafe Frau Präger einen falschen SIO - veiansgabl zu haben, die Voruntcr fuchung bis Donnerstag Nachmittag. Anklage. Die Gr?ggeschworenen des BundeSbezirks-Gerichles v?r!ctz«eii vorzestern F. S. Guy in beschuldigt, am 21. Dezdr. 1372 im Postamie zu Clement'« Day cineu reginnrten Brief, K5O enthaltend, uitteischlagcu, ver>teckt und zerstört zu hadcn. Sonderbare Klag e.— Die Schwarze Sarah A. Jen ins sollte sich gestern vor Rich ter Hagerly auf die Bezächttqung, in ihrer Wohnung an Vell-Ällcy, nahe Fouadry oder Bathstraße, die Ätichte der Negerin Auu Wil liams von 'Nr. 55, Stockton Älleq, verborgen gehalten zn haben, verantworten. Richter Hageity wies die Anklage ab und fetzte die Airestauiin in Freiheit. In A nkl a ge stand versetzten gestern die Großgejchivoicnen des Lriminal-Gerichts 15 Personen; die beiden vom Branntwein brenner Joseph Fink aus Pittsburg gegen fei nen iesigen Agenten Sdapman B. Briscoe erhobenen Anklagen der Unterschlagung von resp. K6VOO und S9OOO wurden abgewiesen, wie denn auch im BnndesbezirkSgenchie Be treffs des Fiuk'fchen Antrages, BriScoe für zwangsbankerott zu erllären, eine Beilegung der Angelegenheit ohne gerichtliche Vermute- lung erfolgt ist. E l t e r n k n m m er. Patrick O'Brien, der sich an Batcr ur.d Mutter thätlich verbis sen haben soll, stand gestern vor dem Polizei richier Failow, von welchem cr angehalten wurde, Bürgschaft für künftige friedlichere Aufführung zu gehen. Da er dies nicht thun konnte, so 'pozierte cr in's Gefänglich. Eintreten der Hausthür so lautete die Anschuldigung gegen Johann E. Liesegang, auf Grund deren derselbe verhaslet, mit sl(t Straf: nebst Kosten belegt und nach dem Oeiärignisfe beordert wurde. DreiEinbruchsklagen gegen Peler MiUilnd bewogen gestern den Polizeirichter Nugknt, den vom Polizisten Ztagel gefänglich Eingebrachten dem Anfahren der Großge schworenen zu überweisen. Ein Einbruch wurde am 22. April im Georg Spillmann'- fchenHauie auf der Südost-Ecke der Gilmor- und Ztamfeystraße verübt, und dabei zwei Hemden imWerthe bau S t mitgehen geheißen. Die zweite Anklage bezieht sich am das Ein dringen in Wilhelm Birkmeyer's Laden auf der Südost-Ecke der Stricker- und McHenry straße, wo die Geldschublade um KlB in Pa piergeld geplündert ward, und die dritte An schuldigung spricht von cinemßcrjnche, gestern zu früher Morgenstunde in Wilhelm Zell's Wohnung aus dcr Ecke der Fultoiu u. Dover straße einzubrechen. Geldbußen. James Purnell, ein Schwarzer, trug ein Pistol bei sich, was ihm vom Polizeirichter Farlow KS Strafe nebst Kosten zuzog. Isaak Bevans, ein Schwarzer, feuerte , Montag Nacht au einem Negerbaile auf der Ecke der Eaitcrn-Avenue nnd Dallasstraße ein > Pistol ab, sollte deshalb S 2 Strafe nebst Ko sten erlegen nnd sitzt jetzt in Ermangelung der nöthigen Moneten im Ges.rnguisse. Wegen einer gcmeinschädlichenHandlung auf dem Cantoner Markte vor RichierFarlorv geführt, mußte Malcolm Beacom mit S 1 Strafe uebst Kosten herausrücken. -- Nummermangel am Rollwagen bewog Friedesrichter Mad'dox, Dennis Kellt) mit St riebst Kosten in Strase zu nehmen. John Jones, ein Schwarzer, büßte Kut schiren zur Marltzett durck den Lexingion- Markt mit Verminderung seiner Baarschaft um z 2 nebst Kosten, deren Bezahlung aus Richter Benner's Beifügung erfolgte. Diebstähle.— Den Schwarzen John Niley, den Polizist Brown Montag Abend wegen Eiitwende.is eines Kt wenden Paars Siicfeln aus dem Altwaareuladcn G.Cohu's in Nr. 8, Harrisonstraße festnahm, sandte ge stern Richter Hagertq nach einem Verhöre in Crimmal'Gcwavrjam. Drei Knaben, Namens James O'Ton. nor, Jahn Smith und John Tarler, nahinen in Gesellschaft drei anderer Buben von dem Zeituugsstande F. Whier's auf der Nordost- Ecke der Baltimore- und Ealvertstraße des Genannten Portemonnaie mit Kto, wovon sie K 5 unter sich venheilten und verthaten; wo hin die anderen «5 qelommen, ließ sich nicht ermitteln. Die Polizei packle das jugend liche Trio und eskoriirte es vor Richter Ha aerty, welcher sich, da der Bestohlene sich zum Berhöre nicht einfand, genöthigt frh, die Bürschcheu laufen zu lassen. Martha Tripp, eine Schwarze, die der Entwendung eines K 2 50 weihen PaarsStie feletten aus Joh. Rosemer's Behausung aus der Ecke der «Schröder- und Saratogastraße geziehen wird, sich vom Polizisten Don nelly verhaftet und vom Richter Bell dem Criminal-Versahren, resp, dem Gesängnisse überantwortet. Dasselbe geschah gestern mit Maximi lian Müller, damit er sich wegen angc!chul d'gte» Bestehlung der Martha Redsicker in Nr. 33, Fredenck-Avenue, um drei Waschzn der im Gesammtwerthe von K 5.50 criminali ter verantworte. Sergeant Droft packte gelern auf Be trieb Fennel der von ihr um seine St 4 werthe Taschenuhr bestohlen worden sein wollte, die Schwarze Julie Erosby, und R'ch'er Kreis entließ sie, nachdem sie lluter suchungS-Eaution gegeben. Derselbe Beamte brachte gestern dm Far bigen John Reese, den angeblichen Dieb eines Rockes, worin ein Daniel Moore von Nr. 217, Hanoverstraße, gehörendes Portemon naie mit einem H2t) Schein stak, nach dem südlichen Seationshause, allwo derselbe heute in's Gebet genommen werden soll. Thätlichkeit? n.—Rosa Darling wur de vorgestern Abend verhaftet, weil sie ihren Mann thätlich angegriffen hatte. Da sie nicht im Stande war, Bürgschaft zu leisten, so über wies Richter Eggleston sie dem Gefängnisse. John Nasch, der sich zn Thätlichkeiten Ella Menville hat angeblich hinreißen lasten, konnte die verlangte Friedensbürgschast nicht geben, weshalb Richter Farlow seineAb führung in's Gefängniß anordnete. Eva Dornbach, eines thätlichen Angrif. Fes auf Samuel D. Wardell bejchnldigt, er kaufte sich dzirch die ihr vom Richter Watfori abgeforderte Friedens-Caution die Freiheit. Dasselbe lhalen Georg Rücken und G. Zin kand, die wegen angeblichen Angriffes ausJo hann Salier dem Richter Farlow vorgeführt wurden. Auf die An'chuldizung thätlichen An griffes auf Francis B. Smith vor Richter Pagerty citirt, sah sich Johann Bitter gegen Friedensbürgschasl wieder einlassen. Unsälle. Ein Neger, welcher in dem Waarenhause der HH. E. Larrabce K Sohn an der Ecke der Talvert« und Germanstraße beschä'tigt ist, gerielh vorgestern Nachmittag mit seinem Arme in ein Kammrad des Eleva tors, kam aber mit einer leichten Verletzung davon. Der in Nr. 104, Castkestraße, wohnende Neger Richard Heiny fiel vorgestern Morgen von seinem Wag-w, und eines der Räder ging ihm über das Gesicht, dasselbe in furchtbar r Weife verletzend. Außerdem brach er denrech t!li Arm. Der unglückliche Mann befand sich geilem Morgen in einer höchst kritischen Lage und wird schwerlich mit dem Leben davonkam» wen. Joseph Köhler, als Maurer im Tunnel der „Union-Eiseubaha" nahe Aisquithstraße beschäftigt, gerieth gestern bei'm Richlen der Seile des Aufzugs Avparates mit den Hän den zwifchen die Stricke, welche ihm am Zei gefinger der linken Hand alle Weichtheile ab streiften und den Z'igefinger der rechten Hand bis zum ersten Gelenke zerguetfchlen. Dr. Groß verband den Verletzten, der in Street's Hotel wohnt. Mit Tode ging am Sonntag Abend ab in Nr. 165, Hofmanstr., Mar tin Goldsborough, aus Talbot - County ge bürtig, ober feit 20 Jahren in Baltimore an säßig. Er unterhielt sich gerade mit seiner Familie, a!S er plötzlich, man nimmt an in Folge eines Hirnschlages, vom Stuhle fank und une Leiche war. Andere Angaben schrei ben seinen Tod dem Platzen eines Hirn- Blutgesäßes zu. Hr. G. erreichte das 65. Lebensjahr. Viele Jabre lang suugirte Hr. G., der als Ackerbauer woh! bekannt ist, als Chef - Marschall der alljährlichm Ackerban- Ausstellungen. Qualvoller Dad. (Nichtbeachtung fo vieier trauriger Erfahrungen.) Auf dem an der Kohlenwerfte Nr. 2 auj Locusi-Point liegenden Canalboote „I. C. Brown" unter nahm es Frau Ellen Moran gestern srüh ge gen 7 Uhr, Behass flinkeren Emporlodern? des Feuers im OfenKvhlenöl auf die langsam glimmenden Holzstücke zu gießen. Im Nu züngelten die Flammen empor und ergriffen die Kleider der unglücklichen Frau, welche fo gräßliche Brandwunden davontrug, daß sie r,eM 6 Uhr Abends unter den füich'erlichstcn Leiden dcn Geist ausgab. Dr. Gregnall be handelte sie rm Laufe deS TageS. Sie war 28 Jahre alt und aus Buffalo, N.-H., ge bürtig. Beerdigung. Gestern Nachmittag wurde der am Sonntage in feiner Wohnung, Nr. 107, Camdenstraize, mit Tode abgegan gene Hr. Gustav Botdmann auf der „Bakii morer Cemeteiy" unter großem Gefolge Leid tragender zur Ruhe bestattel. Zu denselben ge hörten Deputationen der „Zackson Loge Nr. 65, U. O. d. O. F.," der „Damon-Loqe Nr. 5, Pnthirs Riltei," und der „König Davids- Loge Nr. 17, dec Freimaurer." Die Anordnung des Leichenzuges halte Hr. C. Herold von Hanoverstr. übernommen, der anch den die sterblichen Ueberreste umfassenden Ro> fenholz-Sarg lieferte. Der Ehew. ?. Pister von der St. JohanniS-Kirche an der siraße hielt im Sterdehauie eine ergreifende Leicheupiedigt. Die Beeidigung geschah nach dein Ritus der veitretenen Logen, wobei de ren Cäplane Grünwalö, Laiig und Billorf Anreden hielten. Zum Schlüsse winden grüne Lanbgswinde auj den Sarg gelegt. Als Bahnuchträger suugirlen die HH. C. Mar schall und H. Müller von der „Jackson-Loge Nc. 65," Johann Hufnagel nnd I. Wallis von der „Damon-Loge Nr. 5," F. Shaoks und I. W. James von der „König Davids- Loge 17 , der Freimaurer." Ter Verstorbene wurde am 26. April 1836 in An gelstein im Köui.'reich Hannooer geboren und kam im Jahre 1854 nach Baltimore, wo er bis zu feinem Ende anfaßig blieb. Er hei ratheie im Jahre 1860 uud hinterläßt eine Wittwe und vier Kinder im Alter vou 4 bis 12 Jihren. Er litt feit eilf Wochen an Aus zehrung, h>>gte abec bis zn seinem Tode die Hofflinna, der Kiankheit nicht !N erlieze». Die Maryländer Großloae der ~Vdd Fellows hielt ge?ern Abend in dem Ordcnslokale an Nord Gaystraße die vorletzte Sitzung ihrer diesjährigen Zusammenkunft. DaS Haupt geschäft, welches sie erledigte, bestand in der solennen Einsührung der neuen, sür die näch sten zwöls Monate gewählten Großbeamten, de>en Namen wir cm Tage nach der Wahl berichteten, in ihre Aemter Montag Abend wui> die Großloge mit allen vorliegenden Geschäsien ausräumen und sich bis nächstts Jahr vertagen. StadtcathS-Verliandl>ittg?n. Im ersten Zweige offenne Hr. St-eeper gestern einen Beschluß, au den Ecken der Hampslead- und Washington-, Orleans- n. Washington- und Orleans- und Wolfstraße Fliesplatten zu lege». Angenommen.— Des gleichen einen Bejchluß, dem Heinrich Hilde krand zu erlauben, an der Ost-PrM., zwi schen High- und Albemarlestraße, einen Bar dierpsahl zu ernchten.-Desgl. einen Beschluß, dem Michael Buser zu gestatten, vor Nc.102, Centr.-Ave., einenßardierpsahl auszustellen.- Desgleichen ein Beschluß, dem W. I. Gold die Erlaubniß zu ertheilen, vor Nr. 191, West-Baltimorestraße, ein Schild anzubrin gen. Desgleichen ein Beschluß, an der Ecke undHofsmarntr. Fliesp!atien zu legen Folgenden Beschlüssen des zwei ten Zweiges trat auch der erste bei: den HH. Barclay >üc Hasson zu erlauben, aus ihrem Geschäslslokale an Süd-Cbarlesflraße ein Banner milGeichästs-Anzeigen kerausznhän gen; einen Schlauch von 100 Fuß Länge sür den Croßstraßen-Markt anznkause»; der Fir ma I. D. Castleberg Comp, zu gestatten, ein hölzernes Schild vor Nr. 117, West Bal timorestraße, anzubringen. Hr. Conn offe rirte einen Beschluß, an derHowars> zwischen Richmond- und Cath-oralilraße GaSröhien zu legen. Angenommen. Im zweiten Zweige reichic Hr. Ferd gestern eine Petition von L. Gilpin ein, wel cher um Rückerstattung von 8206 nachsucht, die er als Bcsteuernng sür den Durchbruch der Park-Avenue bezahlte. Ueberwiesen. Der Präsident osfenne einen Beschluß, dem Geo. Weinberg ui gestatten, vor seinem Hause, Nr. 24, Nord-Ceniral-Avenue, einen Barbierpsahl zu errichlen. Angenommen. Desgleichen ein Bejchluß, der "Vuuug Zilen's Oln-istiau die Erlaubniß zu ertheilen, an ihrem neuen Gebäude, Ecke der Charles- und Saratogastraße. Erkerfenster uud Thürmchen anzubringen. Folgenden Beschlüssen des ersten Zweiges trat anch der zweite bei: Da» Comite von der serneren Berathung der Peti tion von Dodge Worley, Eigenthümer des Dampfers „Tkos. E. Cahill," zu entbinden; dem Noah Gill die Erlaubniß zu gewähren, auch fernerhin auf dem Centre - Markt gesal zene Fische veikauseu zu dunen; dem I. Glenn zn gestatten, ans seinem Grundstücke an der Madisonstraße einen Brunnen zu gra ben; dasselbe dem A. I. Bär an der Eke der Cheapside- und Lombardslraße zu gestatten.- Die Verordnung Thomas Reed K Comp, zu erlauben, einen Abzugskanal von Schröder- und Lombard- nach der Repnblicanstraße zu bauen, wurde überwiesen. Beide Zweige vertagten sich hieraus bis heute. Dxr Dampfer „Berlin," C a p t. I. Putscher, am 15. April von Bremen, am 18. von iisouthampton abgefahren, kaun nunmehr täglich in unserem Hafen erwartet werde». In Bremerhaven schifften sich über 800 Pas sagiere ein, und zwar in der Cajüte M üller nebst Frau oon L-avannah, Ga., Frau Bur ton aus Amerika, Conrad Helmken aus Bre men, von Grabow nedst Bedienung aus Wies baden und John Cermak aus Böhmen; im Zwischendecke die Baltimorer Ernst Salzer, Friedrich und Susanna Hartmann, ferner Joseph Bühlcr mit Familie aus Cleveland, Ohio, Joseph Zürcker nebst Familie aus Chi- sol^ Groß und Caroline Groß. Tieseuthal; Reinsteili Kind, «?l> dzil mit Kam , Johann Nariach. Joftph Jasdrewslk mit Familie; Aug. Marquardt mit Kam., i!arl Iwan, Vi, Mar quardt, Aug. Rnhla, Hutda Tews, Charlotte Hüging. Kncdrich Krause, winsky, Carl Eibulz. August Alesie, August «iesle, Emilie Bcversdors, Carl Hau«, Caroline haut uno W, Rcmle auS Pommern; Wentzel Fleg.l mit Kam., Wien; Agne» Brinl, Anna Cvers, Adelheid Herber-, kleinduntemeyer, !is. Hustede und Gera Holl, Schop. per: Joseph und Franz Längehente, Hörste; iSonsried ! Hostmanii, ivüichdors; Albert Kelolamp, Legden; Cath. Ehstanc, tirauchenwies; Annastasia Strubel, Abiach; Marie Schmid, Ettisweiler; Marie Etrobci, Krauchen- Michael Christoph mii Fam.. Neuhoss; Pauiine Buchotzth, Ostct^G-or^G-n^wha"di,'O^^^ Cath. Braun. Hpe gen. Gerharo Sander, Jbbenduren; Helnr. Lvermeyer mit Gravenhorst; Carl Broich, Vausberge; Joi-phine »thpjinsla mit Fam. und Aug. HopjUl, Schncidemllhl; Louiie Schulze, Hesepe; Georg Steinver, Vörden; Lorenz Cupalily, itzarnilow; Maihs, Kauer mit Fam , Schmhau; WUHelu, ReinharU Chr, Kehr, tishoven; Wilhelm Radle, Pooanin; Beriha Hahn, Borgenhagen; Reinhold Janle, Grunewald; C. Schultz, Tacklow; Thella Hanelamp, Hindrilus Wum- P Waas. Bayern; Wilhilm Zipvel,' pinma Liidben, Lldtnbuig, Joh. Gustav Jedlitschla, Joseph Jerliijqla, Math Tamachel, Joh. Paleia und Frau, Josesa Pajela, Jose» ProchaSia mit Kam , Jatvd Prepechall mit Fain., Franz Schänder >--r. ' Tas ÄHiss «!. " Kusi. Lex, stach T aS sudr am N. v crka^n Bind/?. Beznk !lt chard A- «emare; ». Pe?!rk -!>>. sl, l2, Be<lrl Za?. R, Moog, Mcniil, Sliiiia Christ» vuei; t,!. Äeo. W. W^de. itieingclchworei>e i, Bez rk Johann Huber, Gco, Kold;2. Bezirk Alkx. W Hlilliceck; Z. Be.irl Aimusl Sieede, Jahn T. Mallonee; z. 8..irl dlgcr, Elrvhtn Barion! w. Bewirt Wm'- ff. I ll- B zirtCuas. Eckhorst, Ednin Jistop; 12. B zirl .lainee Ainiik, Zoh. Drenel; >-j Ve- vvn Ct^rt Superior.Gericht. IVor Richter Tobliin,) Wm. A. Pvljd Wider lie „Tritte Ratioualban!;" l > ö»G k ch t.— Richter > ntei b c zir l S<Ge r icht.-(Z!or Richter <i rimt'nal »S^ r icht. Richter Gilmor.» Zur Wiener NuSiteUuns,. Wech sel und Eredttbriefe. Die bevorstehende Wiener Welt-Ausstel lung, welche am I. Mai beginnt und muth maglich nicht vor dem 2. Nov. schliefen wird, dal die Reiselust des amerikanischen Publi kums in so hohem Grade entwickelt, dag ich mich veranlagt sehe, die Aufmerksamkeit des Publikums ausdie Ausstellung von Cre- Vitdriefen zu lenken, nach welchen h?i dieser Gelegenheit cur größerer Begehr,'als bisher, sein wird. Ich habe diesen Umstand antici pirt und darauf hin die umfassendsten Vorbe reitungen mit den größeren mit mir in Per bindung stehenden Bankhäusern Europa's, namentlich mit der „Union - Bank" in Lvien, einem der bedeutendsten Geld- Institute Oestreich's abgeschlossen. Wechsel und Creditbriefe zu den niedrigsten Raten bei F. Staine. Die cvanaclisM-luthcrische St. Jo hannlS-Geinetude hält beule Abend um 3 Uhr ein: Versamm lung in ihrem Schulhause vb. Die ZionSschulc wird Tonneulag, deu I.Mai, durch den tüch ttgen Lehrer L. B. Schäter wieder eröffnet. Die Kirche wird am folgenden Sonntage durch Pastor Steinhauck eröffnet. Die HH. Mcvinqer haben das Faniilien-Grocene-Geschäst, wel ches bisher von den HH. B. R. Uoe in Nr. 142, West-Baltimorchraße, geführt wurde, übernommen, und werden dasselbe in einer solchen Weise fortführen, daß das Publikum der neuen Firma bald seine Guus! zuwenden wird. Hr. G. M, Luber macht seineu Freunden und Bekannten die Anzeige, dag er seine neu eingerichtete Wirth schaft an der Nordost-Ecke der Cagcr- und Stirlingstraße mit eiuein famosen Lunsche er öffiieii wird. Eröffnung des neuen Hotels des Hrn. Ehs. Sinittz an der Aort- Road. Wer kennt nicht Hrn. Eharles Smith, den einstmaligen Wirth des „MagnoliaHoust" an der „Phil.-Wilmiugton Baltimore-Eisen bahn." Nun, uns'r alter Freund, den viele von uns vor Jahre» so häufig und gern be suchten, der aber schließlich sich auf Eadwal lader's Farm unter den idyllischen Freuden des Landlebens begraben lieg, ist wieder auf erstanden und hat an der Ecke der Jork-NoaS und Belloua-Ave. (Govaustown) eine grog artige Wirthschaft eingerichtet, d.ren festliche Eröffnung auf den 1. Mai angezeigt iil. Hr. Smith Hai das neue Gebäude in Achtung für den Eigner des Grund und Bodens, aus dein es geht, „Guilsord House" getauft. Küche und Keller, Aufwartung und Bedienung wer. den deutsch sein, obgleich als Weltbürger der Wirth auch dem Geichmacke Anderer entge genkowinen wird. An der ?)ork-Noad hat schon lange ein Zielpunkt ländlicher Ausflüg ler gefehlt, und'dag Hr. Smith sich dort >o bequem s>ir die Städter angesiedelt hat, wird den Letzteren sicherlich willkommen sein. Am ersten Mai, wo alle Blumen knospen, sieht Hr. Smith dem Besuche feiner zahlreichen städtischen Freunde entgegen und wiid dafür sorgen, dag ihnen einige heitere und ange nehme Stunden bereitet werden. Der „Vafuyettc-Tllrnoerein" wird Moniag, 12. Mai, fem drittes groges Mai- und Turntest auf „Rost's Hain" an der Belair-Road abhalten. Baltlmore.Hall's Eisen bahn - Compagnie. Arrangements für Sonntagsschul-und andere , Pic-Nies bei Hall's Springs mit Benutzung j des Geholzes können aus Avplikalion bei'm superinlendeiiien im Darley - Pa ke unter günstigen Bedingungen gemacht werden. Die berühmte Familie NokeS Hab gestern Abend ihre zweite im Ford'ich-'ii Opernhausc, welches bei dieser Gelegenheit iu allen Räumen gesülli da Jeder sich von den Nefslichen reistungen der i Familie, die im „Dlury Lanc-Theater" ,n > London und in „Niblo's Garten" zu New- ! V)olk solch' bemerkeuSwerthe Eisolge errang, j überzeugen wollte. Nachdem das Sliick„Mi. i eaivber" in vorzüglicher Weise über die Bret- > ter gegangen war, gelangte die neue Spe;ia-! lität: „Die Schöne» der Küche" Mit 'olgeii ! der Besetzung zur Aufführung: Lucinda! Scrubbs, Jefste VokeS; Mary, Viktoria Vo ! kes; Barbara. Rosina GokcS; Timotheus! GibeS, Fred. Volcs; Wiggins, Fawdon Vo- ! kes. Sämmlliche Mitivirkenden, ivelche, wie! aus dem Vorhergehenden ersichtlich ist, Mit-! gliedereinerFaniilie sind, sübrien ihrePart'e'n recht brav durch und verletzten das Publik, m in die heiterste Stimmung. Nicht nur ih Spiel, sondern auch ihr Gcfang nnd ihr Tan; rissen die Zuschauer zu den lautesten Beifalls bezeigungen hin. Heute Abend tritt die Fa> milie zum dritten Male auf. DaS „Panliiö" wird Mittwoch, de» 7. Moi, vom Balliuiorer „Liederkranz" in der „Concordia" zur Auf sührung gebracht werden. Der Chor, der bei diefer Gelegenheit mitwirken wirk», befiehl auS 40 Damen und 60 Herren. Billete sür dieses Conzert sind bei allen altiven Mitgliedern, so wie vom Freitag, den 2. Mai, an n, der Mu sikalieu-Handlung des Hrn. McCafsrey zuha ben. In den./Itew-Assrmblv-NoomS" findet Montag, de» 12. Mai, der dritte große Maiball und eine Soiree der Tanz-Akademie des Prof. W. T. C l a g g e t t üatt. LV" Pic-Ht ic.— Las große JahreS-Pie- Nic res deutschen Ordens der „Harngari" wird Tonncistag, den 26. Jnni, verbunden mit SommcruachlS'eier im L. Muth'schen Schützeuhofe, B'lair-Noad, abgehatten, alle weiteren Arrangemeuis in nächster SonittazS-Vormittagssitzuilg getroffen wer den sollen. KaUtz'S qrofitS Panorama des deiil'ch.französischen Krieges von 1870 ist von jetzt ab, um es auch Frauen nnd Kinder» >ecbt zugänglich zu machen, sür billige» Ei», lritlkprci? in einem Privaihauie von Mittag l bis 10 Uhr zn fehen, nnd zwar in Nr. 467, West-Baltimorestraßi-. Mf- Als Blut uud Säfte reinigendes Mittel ist das s!arlöba?er Ssrudek- Salz nn beitresstich. Dasselbe wüd von viele» Aerzten gegen Unverdaulichkeit, Kopf, schmelzen, Mangel an Äppetit »nd alle Uebel, welche ans Unordnung LeS Ziagen« oder der Leber enlstcheu, angeii-eiidet. A. V 0 gel er üc C 0 m p. sind die Agenten für Amerika. VL" - Valsa»«. Dr. Wifiar's Andeuten iil in den Herzen Tausen der, denen sein W i l d k i r s ch e n - B a l 112 a in Huste», Erkällnng, Auszehrung oder andere Hormcu vou Lungen-Heiden geheilt hat, un fieiblick. E? sind jetzt üb r vierzig feu dieses Präparat vor's Publikum ge»racht ivliide, und noch immer ist die Nachfrage darnach im Wachfen. (101-il) Im Hc»lildavstrasien-Tl»eatcr Das Aronnlrasscn-Tkcoter Briese, Mrs viaru Ann Aü'en, Maru A lldrel, MrS »>är, Mrs Lillci V>rnor, Krou?, ChaS T «raus, Olto üi'btnau, t MüUcr. niaq, Iu» Mcygcr L Win i-cr, Hrnrv H ftnn ä- 60m?.. B Äauui -!ouin,ei, ,ir Z>egl>r. lnducement für ! r i i ch e W >I r st, Gc äu >tcitcS Lchw>i n e sl cis ch aller Art L d' h l i» ievt dil?lq»in Preise. Ne. Ältit und?>»Z, Vrrnigton-, W. Varranqer ä-tvo., E«ÄWPrvvisionett-H»indlcr und Bratwurstmacher, Elabtlssement an der verlängerten Pennsyl vanil'.-Avcnue. M : 'ltr. !j<i, ts»»!rt-, KZ, Ha»»v»r-, Börsenberichte. Berichtet von Wm. Fislicr K Söhnen, Nr. i! 2, Souihstrajze. Baltimore, dcn 2Z. April, Abende 5 Uhr. Aug. Berl. Aiig. Werl. Gold ll< >Zent OZu!Vj 4-! V,St. S.SVr - INaäi6>«2. - 2S>, (4> 'KZ ...Il7>i st Pasj Bahn lbi'K? ...IIS«» N<si Mo ,>ca Verl St. Iv.>W:ll-', li 3 Md Kku Vers 45, MdvrDcs'B3 rvl'- ooward Bcri K)^ »a kr a 11,... 3K >» ötcriiMÄer! !> Bavrkk 4z Kr'7Ö 9^»« Ba kr «7 Äi «ltock O 97 x WBaZrÄuU illa iions k's . .'>3 Z 4 '.'cor'ieut Kr' 77 97 99 LlUto vrN7)i 9j>i !j!orCei>tbrg!d 94 Batto Kr'9i).. !,< 1l>) CenlOt?>oKrl. tj>i -> «aiio Kr P M 9S>,' - WMd - 8d Balto vr 139 Z. lv!>, i«2 — Salto !>r IM.. 99 WMdk:3.ÄuZ>7 SMemphiSKr 53 Ma»iEin7r' Ä Is(» Buk oj Ballo IN 128 BrZ. « 34 Eitit — Stich H Da» 1. dl> Krankiin «an? Il>. 12 «l How Bank.... ü Mcrch«arik U' 4 - AI 8r 4. 8> U ch«ai>l.... !2 1?)»' «Ito>ÄasÄ'i 99Zi 3 Nai Bank »0 llz Balto ONE 173 ffredei Turii? Zt «. «. «. 3» I D>e gestrigen VerkSule aus der hiesigen Bo s- de k"o«?/Ler. St. Secier. 1. Serie, biar ... . IlB>,' dilto 3. Ser>e 119.^ It.iv ditlo ü. «-erie ll^ix Mg Ballimorcr Staditechjer, IWZ g!^ 4,u(H dilto ditto 19k» ?U0 dilto dillo ö,U 0 bM ditio dilto B>^ 1,Vu0„Ballo.-OH!o-Bat,n-« Obligat 1375. kr 1.«A) Ohlo-Sahn"-Obl., 1.V., Kr, S»->j ü,L(v»Mar. Cinc.-B»b»"-Obijgat., P., 7r I,'tM »Orange Alex.»»vi-Babri "0d1.,7r dt?!' öt« »Orange.Alex.-Bahn-"Ovl., I,mu ditta dllto d>tto 2 «M d «to d.tto ditto 4 S. 8r >,WO I.H 7r, 9z', ' 70Alticn . I i>All.cn der„A!lanlic.-Kotziiir-Somp "dZg 2 !«a 2vi) ditlo titto dtito Z.Üz So.d, Li:! der Slrakr 11K?^ Bei. St.-bler » S.2t)er, iMlicr 1.3 » » Ikz4cr » » tBVöer A) » » » neu I 7^t . . IS67ei 119, - . ItiSSci 11i>j » IS.4!Zer >l3 N»rd-Slu»ltaa Sel, . » » Eouvoii» » »X TouxonZ - . Dk<rrr'>> ' . ncu-, gän. ll.Ziill 'lB ... ltZz» I S:R- I> > iZitr PV/t'S.''.'.'.'."."" 7,'^ variem . Kcuding - neue -.«!>, » Vrieritüi ' ! M l. und Li Pavl I'""' Tz cdo und Wabasd , j»e> Wanne Oklo und Mifslinsl und Et- Tri. Leic. und W»; cm -. >!', Union P^clnc. KeineZal,ttsci)mer,c» >ue7^ Zabnlchmcrjcn jeder Arl, ftlbsl wenn dle -iöbn« bohl und anAeilcrkl iind, wcrdkii sür die den bcrühmliii „Zndisiven Erirati» dileillvt Tcricidc hni sich bcrcltk «inen Wcllri erwo-d<!> und ist e»r,u havrn K »nd s>> Siz. eic ZVlaiid.' i n L. t5-r> der 80510,,. »No S- Mav, Nr WS, !»>.r>lcr, ->! r. IN9, ?rcdml.l!mnuc »nd rLupl-Nndcrlage «r, «j-i, vt»rs. Etrdunder, dciablcn wir Äcdem. n-eIS-tr neechwcil t, da,, m,r die >.Ucrqe»i»r'lc P.'.n». Mvi. pvium oder Or»»n, Richicr'e «»«liick kioc b" allen andern der Falle Äull.r, zed! nnr idn Snreu 9wdern, dann werde! < I^ur;3.! Baltjkpors VVMI'SI« WW Milkrg Hfianzeil 'in>.nd?rbscc heile >de Cijlenschaftes Dvvpcvi'ie Luv L.-ltcrki-knHti:?« ll, !iÄ,'Äsorp»H!»war»fir«, kiiiisr tine Flasche, und wenn nach deren Gebrauche -sb? keine Besserung verspürt, so -vira das Gcio zurückgegeben. Ä. I. Miiicr,Eigenthümer, Das große Heilmittel für Schwindsucht, welche durch zeitige Zuflucht zu diesem Mu sterpräparate geheilt werden kann, wie es durch die Hunderte von Zeugnissen, welche die Eigenthümer erhalten haben, bewiesen wird. Dieses ist von vielen hervorragen den Aerzten anerkannt als das zuverläs sigste Heilmittel zur Erleichterung und Hei lung aller Lungenleiden, das je eingeführt wurde, und es wird dem Publikum als durch die Erfahrung von mehr, als vier Jahr ehnteu erprobt angeboten. Wenn man ln der Zeit dazu seine Zuflucht nimmt, sv ermangelt es selten, Heilung zu bringen, auch in den schärfsten Fällen von Husten Bronchitis, Croup, Keuchhusten, Grippe, Asthma, Erkältung, Nachengeschwüren Schmerzen in der Brust, Seitenstich, Le berleiden, ?ung iblutung zc. Wistar's Balsam mach e nen Husteu nicht trocken und läszt die Ursache zurück, wie dies die meisten Präparate thun, sondern er lös't ihn und reinigt die Lungen uud besänftigt den Reizzustand, in dem er aus diese Weise die Ursache des Leidens entfernt. Seth W. Fowle b» Löhnen, Boston, Mass. Geheime Krankheiten! Gründliche Kur garanttvt Dr. Joseph Fabian, wisch behandelt «der als unhellbar'äiibgcieden vor« Mädchen und stranen, dle an Itnregelmägigkeitei-. in der monatlichen Reinl zung oser gänzlichem Ausbleiben derselben leiden. gic»dviel von welcher Ursache, werden in einigen Tc» aachlveilige Folgen iük AuswSrllgePalienlen kSnnen von mir bchandeit werden, wenn sie wir t- es Zustand schrilllich '«heilen. Slrengsic «crsch». ->cn'c!> wird zuzcfichen. "SKi-ü ' P. Hausen.piß ä- Sü:np., " Möbeln und Vvrhänge-Stvffe, Nanzösi,che Zierrathen Rr. Stord'Eharleestraß«. I«llzlZ.l2Mie,-i.p > «»rk.Stoad. - Däha. istunde von 7 »liu. Mm. uud um w und Ii Uh Abende. Mbrlu! MattatzkÄ «etten! «ettze»«, Ultd eine große Auswahl oon Parlor», Dr»dr«»llnd brü, welche wir zu de» nie, ruften Preisen »«strv, Rr.». «»rt.iSayftr.

Other pages from this issue: