Newspaper of Der Deutsche Correspondent, May 5, 1873, Page 1

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated May 5, 1873 Page 1
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Das ber liener Leben fängt nicht zu früh an und man fah um die>e Stunde nur wenige den untersten Klaffen angehörende Personen ans den Trottoirs unter den Linden dabin eilen, dazwischen mischten sich einzelne Be amte und Kaufleute, welche zu ihren Bu reaux eilten. Anf allen Gesichtern aber lag eine trübe Stimmung, man eilte an einander vor über; die Bekannten blieben wohl stehen und tauschten einen Gruß und die Neuig keiten des Tages aus, —aber diese Neuig keiten waren trüber und trauriger Natur der östreichijche Gesandte war abge reist, der Krieg war unvermeidlich, dieser Krieg, den Niemand wollte, den man dem Ehrgeiz des Ministers zuschrieb, der, um sich der Kammer gegenüber zu halten, Deutschland, ja Europa in Brand steckte. So sprachen und dachten die gutenßers liner, denn sie waren gewohnt, zu denken und zu sprechen am Morgen, wie Tante Voß und Onkel Spener es ihnen zu lesen gaben am Tage vorher, und diese beiden allbegründeten und allerhöchst privilegir ten Organe der öffentlichen Meinung er zählten es ja täglich in spaltenlangen Ar tikeln, daß nur die ehrgeizige Unruhe und die waghalsige Tollheit dieses Herrn von Bismarck schuld sei an dem Lärm inDeutsch schland, u. AlleMüller, alleSchutze, alleLeh mann und Neumann, welche die königliche Spreestadt großgezogen, lebten der sesten Ueberzeugung, daß zum absoluten Frieden Europasunter dem parlamentarischenßegi ment nichts weiter nöthig sei, als daß Herr v. Bismarck sortgeschickt werde, um inSchön Hausen oder Kniephof feine uckermärkischen teltower Rüben und seinen hinterpom mer'schen Kohl zu bauen. Wenn daher die einberusenenLandwehr: Männer durch die Straßen maschirten, um an den Vahnhösen eingeschifft und zu die sem oder jenem Armeekorps abgeschickt zu weiden, so standen die Gruppen von ber liner Kindern alt und jung mit sehr unzufriedenen Gesichtern an der Seite der Straße, und Alles schimpfte wacker auf diesen Junker Bismarck, der so viel Un glück in die Familiin brachte und dem Staat so viel Geld kostete. Das hinderte sie denn freilich nicht, die guten Berliener, den Opfern der Vismarck'schen Politik, den blaueu Jungens, der Gardelandwehr, welche da ausmarschirlen zum thörichten Bruderkrieg, reichliche Liebesgaben anßier und Cigarren, Würsten und Spirituosen aller Art z'i spenden und die Opser selbst schienen auch gar nicht so unzufrie den, denn aus ihren Reihen klangen jene munteren altpreußischen Soldatenlieder, welche von Generation zu Generation un aufgejchrieben sich vererben und aus den Bivouaks sich in die Häuslichkeit verpflan zen, wa die Knaben sie lernen bei'm Sol datenspiel, um sie später «wieder zu singen in den Bivouaks der Mannöver oder des ernsten Kriegs, wohin ihres Königs nnd Kriegsherrn Besehl sie ruft. Wenn aber Abends alle die Schultze, Müller, Lehmann und Neumann in die Stammkneipe gingen und hinter der We ißen saßen, dann hörten sie von Neuem aus dem Munde der Wortführer ihres Kreises, welche ihrerseits wieder am selbi gen Tage einen Journalisten oder gar ei nen Deputirten gesprochen hatten, die große Lehre verkünden, daß an aller Un ruhe, an aller Stockung der Geschäfte, an allem Kummer in den Familien nur Ei ner schuld fei. Einer, der seinem Ehrgeiz und seinen thörichten Ideen das GM der Unterthanen opfere, Einer, der die Krone und den Staat in Gefahr bringe der Herr von Bismarck-Schönhausen, der' feudale Junker. Kein Wunder daherz, daß alle die Leute, die am frühen Morgen unter den Linden dahin eilten, trübe in die Welt schauten, und wenn Bekannte stehen blieben und sich die Neuigkeiten desTages mittheilten, daß in ihr Gespräch eine leise, aber grimmige Verwünschung dieses Bismarck sich ein mischte, der die ganze Welt, die sonst so schön hätte sein können, in Unruhe und Sorgen versetzte. Durch alle diese eiligen und geschäftigen Menschen hin, an den unzufriedenen Gru ppen vorbei schritt Herr von Bismarck von der Wilhelmsstraße her die Linden her aus. Er ging so fest und sicher in seiner weißen Kürassierunisorm mit dem hellgel ben Kragen, dem einfachen Stahlhelm und den Majorsepauletts einher, als wäre er von dem Hauch der größten Popularität umweht. Niemand grüßte ihn, er achtete nicht darauf, in rafchemSchritt und militärischer Haltung schritt er vorwärts, an der Ecke, an welcher die große Frie drichsstraße die Linden durchschneidet und die bekannte Konditorei von Kranzler liegt, trat er an einen der sogenannten fliegen den Buchhändler und kaufte sich die Mor gennummer der Vossischen Zeitung, was sofort einige Neugierige stehen blei ben ließ, denn Jedermann kannte den Ministerpräsidenten, die ihn schweigend mit keineswegs freundlichen Blicken muster ten. Flüchtig die Zeitung durchblätternd setzte er seinen Weg fort bis zu dem ein fachen viereckigen Palais des Königs, dem mächtigen Standbild Friedrich's des Gro ßen gegenüber, auf welchem die pur purne, mit schwarzen Adlern besäete Kö nigsstandarte in der Morgenluft wehte. An den präsentirenden Schildwachen vorüber trat der Ministerpräsident in das Palais ein und wendete sich links zu den im hohen Parterre liegenden Gemächern des Königs. Hier fand er den dienstthuenden Flü geladjutanten Major Freiherrn vsn Loen, begrüßte denselben und erwartete in leich temWespräch mit ihm die Stunde der A udienz, welche der König stets mit gewissen hafter Pünktlichkeit innehielt. In dem großen einfach möblirten Ar beits- und Empfangszimmer des Königs Wilhelm stand der greise Herr in jugend licher, kräftiger Haltung in der Nähe des letzten Fensters, aus welchem er während der Unterhaltung oder des Vortrags über den Platz hinauszublicken pflegte, und durch welches ihn das berliner Publikum in den Vormittagsstunden zu erblicken ge wohnt war, König Wilhelm trug dxn schwgrzen Jn telimsüberrock mit dt-n weißen Knöpsen des ersten Garderegiments zu Fuß; sein frisches Gesicht mit den kräftigen, wohl wollenden Zügen, umrahmt von dem wei ßen Haar und dem weißen, sorgfältig ge ordneten Bart, war ernst und fast traurig, und aufmerksam hörte er einem Manne Baltimore, Md., MMg. dm 5. Mai 1873 zu, der, im Begriff, verschiedene Papiere in eine große schwarze Mappe zu verschlie? Ben, zu ihm sprach. Dieser Mann über einen Kops klei ? er als der König trug einen einfachen schwarzen Anzug mit weißer,kravate. Sein sast weißes Haar si-l glatt gescheitelt zu beiden Seiten des Kopses herab, sein Ge sicht bewegte sich in lebhaftem Mienenspiel uno sein kluges offenes Auge, aus wel chem ein jugendliches Feuer und ein gut müthiger Humor hervorblitzte, blickte frei zum Könige empor. ES war dkr geheime Hosraih Louis Schneider, als Bühnenschriflsielicr, Re gisseur und Schauspieler eben so bekannt wie als Militärschrislsteller, der Vorle ser Friedrich Wilhelm's I V undWilbelm's 1., der langjahiige treue Ticner uno Ver traute des königlichen Hauses. Telegraphische Tepeschm. ZsrcHäische ÄabelderichLs. Die Wiener Weltausstellung. London, 3. Mai. —Eine Depesche von Wien an d>e „Daily News" meldet, daß der Kaiser von bestreich gestern Abend in der Hor burg ein großes Bankett gab; unter den Gä sten waren alle in Wien anwesenden Fürsten und Prinzen und der amerikanische Gesandie. Die neuernannten amerikanischen Commis. säre arbeiten fleißig, um das amerikaniiche Departement in Ordnung zu bringen. New. Vork, 3. Mai. Ein Schreiben von Wien berichtet, daß eines der Geschäfichen, wegen denen die amerikanischen Eommissäre abgesetzt wurden, das war, daß der Commissär Mayer die Schankgerechtsame in dem ameri kaniichen Departement sür S2OOO und 5 Pro zent aller Einnahmen verpachtete. Van Bu ren versucht, diesen sauberen Gesellen zu ent schuldigen. London, 3. Mai. Der Dampser „Hi bernian" geht Montag ab, um das franzö sische Kabel auszubessern. Die Dampfer ..Great Easlern" und „Edin bnrgh" werden Ende diese« Monats abgehen, um das Kabel von Valentia nach Hearl's Content zu legen. Der „Great-Easlern" wird zurückkehren, um das gebrotiene englisch amerikauische Kabel auszubessern, und der „Edinburgh" wird zwei neue Kabel zwischen Placentia, Neufundland und Sydney legen. London, 4. Mai. —Das Bankett, wel. ckes der Eröffnung der Jahresaussiellung der Akademie vorausging, fand gestern Abend statt. Dasselbe wurde von vielen prominen ten Persönlichkeiten besucht. Nach den üblichen Toasten auf die Königin und die königliche Familie brachte Tir Fran cis Grant, der Präsident der Akademie, einen Toast auf die Ber. Staaten aus, welchen der amerikanische Gesandle, Gen. Schenck, beant wertete. P a ri s, 4. Mai. Die monarchischePar tei in der Nationalversammlung verlangt die Rekonstruktion des Ministeriums durch den Präsidenten und wünscht, daß dasselve mehr conservalio werde. Madrid, 4 Atai. - Gen. Sicktes begab sich gestern in Begleitung der Mitglieder sei ner Gesandtschaft in den Ministerpalast und übergab dort dem Präsidenten Figueras den geineinschaitlichen Beschlug beider Häuser des amerikanischen Conzresses, in welchem dem spani'chen Bolke zur Annahme des Gesetzes, betr. Abschaffung der Sklaverei in den Colo- nie'n gratulirt wird. Er wurde nnier gro ßen Ceremonie'n empfangen, eine Ehremrache war aufgestellt und ein Musikcorps spielle spanische und amerikanische Nationalhym- nen. ! Alle Mitglieder des spanischen Ministen- ums waren anwesend. Bei Ueberreichung des Beschlusses gralu lirte der amerikanische Gesandte der spanischen . Nation zur Einführung der Republik und ' Abschaffung der Sklaverei. Er sagte, letztere Handlung sei ein neuer Beweis, daß Spanien die nationalen Rechlc aller Menschen gebüh. ' rend achle. Er fährt dann fort: „Die Ver. ' Staaten wünschen, daß es den Nachbarlän- - dern wohl ergehe und können nicht mit Iridis- ferenz auf Das sehen, was die Antillen an geht. Porio-Rico und Euba werden künftig k mehr, als je, zur Macht Spanien's beitra- gen; denn Gerechtigkeit bildet die Basis der Stärke." Präsident Figueras dankte in warmen Au- > drücken. l Die Karlisten machen starke Requisiten in l den Provinzen nud verhaften die Bürgerinn- « ster von Slävten, bis dieselben bezahlt sind. ! ivt adrid, 4. Mai. —Gen. Caballeros i de Rodas versuchte, in einem Güterzuge Mad- - rid zu verlassen; er wurde jedoch von den Fre- ! willigen erkannt und verhaftet. Senor Mar- l tos wurde iu Biktoria ebenfalls verhaftet. ! Rom, 3. Mai. glaubt, daß das , Miuisteiium seine Resignation auf den Wunsch > des Königs zurücknehmen wird. Rom, 4. Mai. Der König hat die Mi- ; nister ersucht, ihre Eutlassungsgejuche zurück- i zunehmen. , S l. Mai. Zu Eh ren des hier anwesenden Kaisers Wilhelm fand hier eine große Revüe über die russischen Truppen statt. Ueber 50,000 Mann passirten > vor dem deutschen Kaiser. Die Haltung der ' Truppen war vorzüglich,und alleEvolutionen wurden trotz der großen Anzahl musterhaft ausgeführt. i St. P e ter Sbur g, 4. Mai.—Depeschen Z von Orenbuig melden, daß die Armee, welche gegen Khiwa vorruckt, das Terrain sehr ? schmierig findet und täglich nur 20 Werste zu rücklegt. Die Avantgarde kam am 16. April in Technskule an, die Hauptarmee besand sich bei Nemzotan. Sctnffj-Berickte. Oueenstown, 3. Mai. Der Dpfr. „Cily of Brooklyn" segelte heute »ach Neiv- ab. London, 3. Mai, lt Uhr Borm. Consols eröffneten »n 9ZK für Geld und Brief. Zn amerikanischen Wertpapieren fan den keine Geschäfte gemacht; die Preise ver> blieben nominell, wie neulich berichtet. ' Paris, 3. Mai. Renten eröffneten zu 55 FreS. Li v erp oo l, 3. Mai, lt Uhr Vorm. — Baumwolle eröffnete ruhig; Oberl. Orl. 9j-9K. Verkäufe veranschlagt aus 10,000 < Ballen. L iverp 001, 3. Mai, 1 Uhr Nachm.— . Baumwolle gedrückt und abnehmend. Verkäufe 10,<X0 Ballen, für Spekulation und Ausfuhr 2,000 Ballen. London, 3. Mai. Consols und ame- > rikanische Werthpapiere schlössen unverändert. Erie 514 L i v e r p o 01, 3, Mai, 2 Uhr Nachm. Baumwolle gedrückr und abnehmend; Oöerl. S; Orl. Verkauft 10.000 Ballen; Spetu lation u. AuSsuhr 2000 do., amerik. 7000 do. Baumwollen-Verschiffungen von Savannah nnd Charlesion siir Mai und Z» ii zu 85; . April und Mai von denselben Häfen fal- ' tig im Mai zu BZ. Brodstoffe ruhig. Schwei nefleisch 63s Kä. Schmalz 40Z Sä. ' Inland - Dtpesch!«. Das Testament des Hrn. James Brooks. Washington, 3. Mai. DaS Testa meut des verstorbenen Congreß-nitgliedes Ja- ' mes Brooks ist im Nachlassenschaftsgerichle bestäiigt worden. Es ist vom 28. April d.J. dal rt. Seinem Sohn James Wiilon Brook? hinterläßt er seinen Antheil an der Ne.v S)or ker „Eoening Expreß" und dem Grbäude Nr. 23, Park Rom, sowie seine Bibliothek. Sei ner Frau Mary Louisa Brooks seinHaus Nr. 363, 5. Avenue, mit allen darin befindlichen Mobilien und 8100,000 in Bonds. Seiner Tochier Virginia hinterläßt er sesn Gründet geaihum in Washington und 567.000 in Bonds und seiner Tochter Mary Neilson KLSOO und ihrem Gatten 520,0i10 in Bonds. Die Indianer im -terr»torinm Washington. Washington,?. Mai.— Der Sekretär deS Innern e> hielt gestern folgend? Depesche von dem Gouv. Ferry von Washinglon-Ter ritorium. „In diesem Gebieie ist d>e Haltung der Indianer eine drohende, Agenlea der Mo. dox scheinen dieselbe besucht zu haben. Die Austeoler verlangen Waffen van mir." Nach einer Beralhung mil dem Kriegsmi nister wurde beschlossen, dem Gebiete sein? Quota von Waffen, zu der es unter dem Mi lizgesetz berechtigt ist, zu liesern. Die Regie, rung übernimmt jedoch keine Verantwortlich. neue „Allgemeine deutsche Waisenhaus." Wir l)tt»>ieii oveu eine nach den Planen der Architekten LuvuS 6: Roby von dem Holz schneider Eblers auSgcsührte Abbildung des neuen deutschen Waisenhauses an Aisauith-, nahe Orleansstraße. Die Ab'ragungWs al ten Klosters der Karmelilerinnen hat, someit der Neubau dieses erfordert, bereits begonnen. Die Kapelle und lheilwene das Fundament werden beibehalten, aber im style mit den Plänen der Architcklen in Einklang gebracht werden. Die projektive imposante Facrde des neuen Waisenhauses wird allseitige bnsäl lige Aufmerkfamkeit auf sich lenken, und wir zweifeln nicht, daß in seiner Ausführung das Gebäude sich würdig nichl nur den vielen ans gezeichneten Bauten, welche deutscher Gemein siuil hier bereits geschaffen hat, anschließen, sondern auch eine weitere Zierde unsereiStaZt im Allgemeinen werden wird. Das alte Ge bäude an der Calvertstraße wird verkaust wer> den und der daraus erzielte Betrag, einschließ lich des an Hand befindlichen Kapitals und d»r mit Bestimmiheit erwarteten freigebigen Beisteuern desPublikums, zurAussübrnng des Werkes ausreichen. Die Kosten des Neubaues werden, selbstverständlich ohne den siir 525,000 erstandenenTrund und dieinnereEinrichlung, circa K 44.500 betragen, und istdieArbeit un ler Superillteudenlur der Architekten Lupus K Roby den HH. Gissel äc Decker übertragen worden. Die Facade des Gebäudes, aus schließlich der 23 3 Zoll breiten Kapelle, beträgt 104 Fuß 6 Zoll, also im Ganzen 127 Fuß 9 Zoll. Die Tiefe des Hauptgebäudes wird V 4 und die des Hintcrbaues, bei 26 Fuß Breite, 40Fuß betragen, alw das ganze Haus einen Flächenraum von 10,2Kt Fuß (resp. keit für Das, was das Territorium gegen die Indianer unternimmt. Klage unter dem Washington. 4. Mai. Der farbige HülfS-Biolioiyekar Wm. Smith tional-Bibliothek wiid die „Georgia Bahn" u:n Schadenersatz verklagen, wei! ei ner ihrer Condukleure ihn aus einem Zuge erster Classe wies, als er kürzlich in Gcseii schasl des Congreßrepiäseittauteii Hooper den bilden bereist,'. iü Voi'tott. Boston, 4. Mai.—Thomas Mayer ist von dem Wftthe Frank Shaida geschossen und lösilich verwundet worden. Letzterer wurde verhaftet. Der AuSstanv tec Fabrikarbeiter in Nhode-Jeland. Pro vid e n ce, 2. Mai. Der in letzter Zeit in Scene gesetzte Strike der Fabr'.korbei iec erscheint als Fehlschlag, da in den meinen Fabriken, wenn auch nicht mit der ganzen Arbeitskraft, gearbeitet wird. Ein kleiner Theil der Arbeiter ist jedoch entschlossen, aus zuhalten. Die Polizei ist auf ihrer Hut, uai etwaige Störungen sofort zu unterdrücken u. Gewaltthätigkeiten zu Verbindern. Arbeiter-Lerlammlungen. New- H ort, 4. Mai. Gestern Abend fand eine Versammlung von Delegationen der Steinmetzen, Himiuerlente, Backstenmaurer, Anstreicher und der „Typographien! Union" Nr. 6 statt, in welcher eiuComite ernannt wurde, das den Auftrag erhielt, einen Rechts gelehrten über die Legalität des Achtslunden- Gesetzes ;u consnltiren. Die „Cooperative Tailors-Asseeiation" or ganisirte sich gestern Abend; eine große An zahl von Werkstätten war vertreten. Börsen-Pani? in Stew-Hor?. N e w-Ä) ork, 3. Mai. „Pacisic-Mail" wich heute von auf 51. Mit diesen Ak tien gingen fast alle anderen Wertpapiere herunter und die aufregendsteuGerüchte durch. eilten.den Markt. Die Angabe jedoch, daZ die „Howe-Nahmaschinen-Co." sallirt habe und dadurch eine Hypothek von Hl, 14V,000, welche die „Pacific Co." aus Erstere hält, gefährdet sei, ermangelt aller Begrün. > dung. Eine solcheHypolhek existirt gar nicht. Wahrscheinlicher iü es, daß es der „Pacisic- Üliail-Co." an Fonds zur Zahlung der von ihr bestellten neuen Tampser fehlte und fällige Noien nicht bezahlt werden konnten. Die Wucherer machen sich die Panik bestens zu - Nutzen. Geld ist sehr rar n. ein ScchSzchntcl ! Bonus nebst Zim'en werden bezahlt. Ex- ! change stieg aus 108 t bis IO9Z. Ein BnnvcS-iZominissär als , ew -?) ork, 3. Mai. Capt. Tacker, j von dem Schiffe „North-Ämerica' hat ein Affidavit abgegeben, daß der Bundes - Com missär Dnncan eine schwindlerische Liste über die Mannschaft seiner Fahrzeuges ausfertigte, um diesem Gelegenheit zu geben, im Zollamte > zu clariren und die Gebühren zu ziehen. Eine j

Untersuchung der Angelegenheiten des Ship- i ping-Cominissärs-Büreaiis hat ergeben, daß jeder Beamte desselben ein Verwandter Dun can's ist. Desselben stehen mit einer Spar- > bank inPerbindung, in welcher die Matrosen ihr Geld deponiren niüssen, u. zu unverschämt > hohen Raten ihr Geld ausgewechselt erhal- ten; ferner mit einem Kleidergeschäfle, in Ivel- ! chem man die Matrosen einkleidet, natürlich j auch zu den höchsten Preisen. Vermischte Depeschen auS ?Ztcw-Aork. New - Zork, 4. Mai. —Es wird be richtet, daß die „Tribüne - Association" ein Theil dls neuen Gebäudes der „StaatSzei tung" auf zwei Jahre gemiethet hat. B'ealky, der Mörder seuierNichte, mach te gcsiern Abend abermals einen vergeblichen Selbstmordversuch. Gestern Morgen sand die Polizei in einer Mielhkaserne an der Essexstraße eine an den Blattern gesiorbene Frau; neben der Leiche lag ein halbverhungerte« Kind und auf dem Fußboden derFamilieiivater vixhisch betrunken. Die Gcrüch'e, daß die Obligationen der „Howe Nähmaschinen-Gesellschaft" weriqloS sind, erweüen sich als falsch. Der is> beendigt; die be treffenden Firmen haben sich verpflichtet, ser ner keine Fässer mehr von Maine zu impor tiren. Heute sand in der St. Pauluskirche die Leichenfeier für den Bischof statt. Die Leiche wird vyn hier nach Cinciunati ge schickt. Die große Theehandlung von N. H.Gcl let hat fallirt. Die Dampfer „Eeltic," „Cily of Paris" und „Pereire," welche gestern nach Europa abgingen, nahmen K2Z6.000 in Svezie mit. Der wöchentliche Banlbericht gibt fol genden AnSiveis; Zunahme der Darleben Zl,- 419,200; Zunahme der Spezie 52,638,100; Zunahme des Papiergeldes K2,Z61,100; Zu nahme der Deposnen K 8,251,300; Abnahme der Cirkulation 5t73,300. Die..World" sagt, daß in denFreimau rer-Logen von New-Uoik eine neue Coustilu tiou besprochen wird, welche im Juni zur An nahme vorgelegt weroen soll; die.elbe gefällt nicht besonders. Die Dampfer „Egypt" und „Nevada" sind vou Liverpool und der Dampfer „Aising Star" ist von Aipinmall hier eingetroffen. —Hr. Brunoit, der Vorsitzer der Indianer- Commissio» sagt, daß die Gerüchte über einen drohenden Indiaiierkrieg grundlos seien; alle Gerüchte von Jndianergewaltihaten seien un wahr. Diese Hetzereien seien größteiilheils das Werk vou Spekulanten. —Die am letzten Lonnerstag auf freier Straße gestohlene Ladung Möoeln wurde ge stern Aveud von der Polizei wieder eilangt und vier Diebe wurden verhaftet. Unter den gestohlenen Essekleu befand sich ein Koffer, welcher Seidenstoffe und Schmucksachen im Werthe von K6OOO enthielt. Friedrich Heftig, welcher am 23. April von Peter Ritter gestochen wurde, starb heule Abend. Ritter iu verhastet worden. Bi,chofswc»ye n» viewar?. New a rk, N.»J., 4. Mai.— Der Hochw. für das Hauptaebäude, 1Z52 sür den . Nebenbau und 174 K siir die Kapelle) einiieh i men. Das neue Gebäude erhält ein l 2 Fuß , hohes Souterrain unter dem ganzen Gebäude und eine Höhe von drei Stockwerken, resp. 15,14 und 14 Fuß hoch, mit Maxsardendach auf dem Hauptgebäude und drei thurmähnli chen Vorsprüngen. Als Styl wird man den gothischen, mit Anwendung der modernen Verbesserungen, einhalten. Die Sammlungen zur Deckung des baues haben nunmehr ernstlich begonnen, und findet der Leier in heutiger Nummer die Namen der mit der Collelt ou bcirauien Comite'«. Wenn wir uns wiederholt an l den Gemeinsinn, die Nächstenliebe und die I bei allen Gelegenheiten in soliberaler Weise ! sich kundgebende Strebsamkeit des deutschen I Adoplivbürgerthums werden, so hoffen wir, ! nicht vergeblich an die Herzen unserer Leier zu klovfeu und eine freudige und bejahende Autwort aus unsere Mahnung zu erhal ten, nach Kräften beizusteuern und mitzu helfen, damit das schöne und edle Ziel, wel > che« sich der „Waisenhaus-Verein" gestellt ! bat, in einer für uns Alle ehrenden Weise er reicht werde. Der Ruf ergeht an Alle, ohne ! Unterschied der religiösen, politischen und io- I zialen Anschauung es ist dies ein Werk der ! Liebe und des Wohllhätigkeitssinnes, ein I Werk, das Jeder nach seinen Kräsien unter stützen und dadurch sich das Bewußtsein einer guten und Gott wohlgeiälligen That vcrichaf. fen sollte. Helft Alle, helft reichlich! Laßt die Colleltoren nicht mit leerer Hand an Eure i Thür vorbeigehen! i Dr. M. A. Corrigan wurde heute Morgen j zum Bischofs vonNewark in der St.Patricks- Kathedrale geweiht. Die Ceremonie'n dauer ten -t Stunden. Der Hochaltar war prachl ! voll mit Blumen tekorirt. In der Prozession ! von der bischöflichen Wohnung aus befanden ! sich die Erzbifchöfe McCloskey und Bayley, j die Bischöfe Laughlin von Brooklyn, Mc ! Quaid von Rachester, McCloskey von LouiS i ville, Wood von Philadelphia, de Goesbriand Mi Burlington, McFarlaud von Hartford, von Providence, Ryan von Bnf- salo, Becker van Wilmington, O'Hara von Scranton, Waltham von OgdenSburg, Sha nghai! vouHarrisburg, O'Reillq vonSpriug sield, McNierny von Albauy, Williams von Boston, sowie ein Heer von Priestern, Semi naristen und Akoluthen. D!e Prozesnon langte um 411 Uhr in der Kathedrale an. Erz bischos McCloskey vollzog die Weihe. Mo zart'S 10. Messe wurde durch den Kirchei'.chor mir Orgelbeglettung gesungen. Bischof Mc- Quaiv hielt eme eloquente Predigt über die göttliche Mission und die Pflichten derßischöfe als Nachfolger der Apostel. Er sprach mit großer schärfe über die unsreundlicheu Hand lungen gegen die Kirche in Europa, verthei digte die Politik der katholischen Kirche iu Be zug auf die Volksschule und schloß mit einer warmen Lobiede auf Bischof Corrigan. Plötzlicher Tod. Tre ut o ii, N. 1., 3. Mai. Biscomb l R. Tttus fiel heute in dem Augenblicke, als er George Miller's Grocerie bctrat, todt nieder. Zufällig vergiftet^ West-Cyester, Pa., 3. Mai. AmoS «coli, ein geachteter Bürger von Chesler-Co., starb gestern Ab?nd in seiner Wohnung zu Marshallton infolge einer zufälligen Vergif tung, indem er in der Küche vergiftetes Fleisch aß, welches sür die Ratten dorthin gestellt worden war. Mord in Pennsylvanicn. Pit t S b iir g, 3. Mai. Am Donnerstag Nachmittag wurde iu der Nähe von Ridge ville, Pa., ein Raubmord begangen. Der sechSzehiijährige Georg Schaum hatte in ei nein Laden zu Nidgcville verschiedene Waaren sür seine Eltern geHoll; aus dem Heimwege be gegnete ihm ein größerer Bursche, Namens Timothy Bacon, welcher ihn niederschlug nnd bestrebt war, ihm die Waaren abzunehmen. Dieses wurde von einem Manne aus der Kerne inilangeseheii. Schaum's Leiche sand man später neben einem Baumstamm im Laube versteckt. Bacon wurde verhaftet und gestand den Mord ein; er wurde nach dem Countrige fäligniße zu Gransbury abgeführt. Die Wirre» in Wcst-'vtrginien. Wheeling, 3. Mai. Die von der an geblich ungesetzlichen Behörde der öffenllichen WerkeernaniiienGefängniß-Beamten machten einen erfolglosen Versuch, sich in den Besitz des Zuchthauses zu setzen; sie werden sich jetzt an die Gerichte wenden. Gouverneur Jalob ist jetzt Herr der Situation; man droht jedoch, ihn in Anklagestand zu versetzen. Berkauf einer virgimschen Eisen bahn. Nichmond, Va., 3. Mai. Gestern wurde in öffentlicher Auktion zur Befiiedi guug eines Hypothek-GläubigeiS die „Rich mono- Ulis Aork - River. Eisenbahn" ver. kauft. Thomas Elyde von Philadelphia und R. S. Bunows von Albion, N.-?)., kauslen die Bahn sür Y3ö0,000, wovon sie sogleich Z 150,000 baar bezahlien. Die Bahn wird künftig unter dem Namen der „Richmond- u. Chasapeake-Eisenbahn" betrieben werden. Aon Utah. Sa l t-L a k e-C ity, 4. Mai. Eine Spezial-Couferenz der Mormonenkirche ver saminelie sich beule. Ein Gerücht sagt, daß Btigham N»ung die Präsidentur der Kirche in dieser Canferenz niederlegen wird. Die Ansiedler des San Pele?THaies suchen um Schutz der Bundestruppen nach, da die Indianer eine drohende Haliung annehmen. Hinrichtung. Preston, Ga., 3. Mai. Susan Eber hau, die wegen Theilnahme an der Ermor dung der Frau Spann zum Tode verurlheilt wuroe, ist gestern gehängt worden. Euoch Ferdinand spann,derMörder seinerFrau, mit dem Susan ein unerlaubtes Verhältniß hatte, wurde bekanntlich schon vor drei Wochen ge hängt. Volksjilstiz in äkeütuck'»). L o n i sv i l le, Ky., 3. Mai. Vorge stern um Mitlernacht versammelte sich eine große Menschenmenge um das Gesang iiß von Meicer Coutnty in H«rrodSburg. Der Ge sällgiiißwärter wurde aufgeweckt und der draußen harrende Haufe verlangte Einlaß. Widerstand wäre vergeblich gewesen; eine An zahl Männer drang in das Gesiingniß und eniriß demselben einen Negerjungen. Der selbe wurde eine Strecke weit von dem Orte hinweggesührt und ohne weitere Umstände ausgekliüpst. Jener Negerjuuge war vor etwa einem Jahre wegeu eines Nol'yzuchtsveisucheS zu cinjährigerGesängnjßsirafe vcrnrlheilt wor den. Der Gesängnißivärter ließ ihn jeden Abend auf die Weide Hinausgehen, um die Kühe hincinzuireiben. Diese Gelegenheit be nutzte der Taugenichts, um abermals einen Noihzuchlsversuch an einem kleinenNezermäs. chen zu machen. Heute früh sand man seine an eiüeyi Baume ausqeknüvfte Leiche. Orkan im Südwesten» Sardis, Miss., 2. Mai. Vorgestern Nacht wurde die Umgegend von Como von einem surchibarcu Sturme heimgesucht, ter Häuser u. Scheune umwaif und beträchtlichen Schaden anrichtete. Bei dem Einstürze von Gebäulichkeiten kamen drei Neger um s Le ben und verschiedene' Allere trugen schwere Äerlehuugen dsvvu. Mem p h is. Denn., 2. Mai. -In der Gegend von Little-Rock in Arkansas wüthete vorgestern ein fürchterlicher Sturm, verbun den m>t schweren Regengüssen. Es entstand eine Überschwemmung, die bedeutenden scha den im Gefolge hatte. Die Straßen der Sladt wurden unler Wasser gesetzt und die unteren Räumlichkeiten der Gebäude übersln. thet. Viele Häuser und namentlich Läden wurden schwer beschädigt u. mehrere Brücken non der starken Strömung miiforlgerisien. Am Tage vorher nar Marion in Arkansas von cii.em ähnlichen Siurm' heimgesucht w)rd'n, der eine Anzahl Häu'er abceckic und eine öUiche uu, riß St. Loiiis ,3. Ma>. Nachnchteu von Cloud-Coui>ty, Kansas, melden, taß iu jener Gegend alxrmals >in schrecklicher Sturm wü lhele, in welchem mehrere Menschen um's Le ben kamen. DaS Dach des HaiiieS eines Far mers, Namens Zi yeer, wurde abgedeckt: H?r. Snydcr, dessen Frau und sllnf Kinder, sowie ein Farmllll'eitcr kamen im Schnee um. Eine Familie, Namens Ulrich, kam aus ähnliche , Dt? Wirren in Louisiana. New-Orleans, 3. Mai. S. E. Curry, der farbige Postmeister von Colsax in Glanl-Pariih, wo tm zlich ein Ncaerauf iuhr ausbrach, bat das nachfolgende schrei ben veiössenuichl: „Ich bin steis einßepnbli kaner geweien. Ich war Miiglied der rcpub ltlanncheu von 1858-1872 und bin jetzt Ponmcittcr in lch unter stützte Granl und Gouverneur.<lelloag wäh rend der letzten Campagne. Am 5. April wurde ich von den aufrührerischen Negern mit dem Tode bedroht uud am 10. Apeil aufge fordert, deu Lil zu verlassen, oder ich würde eischosseu werden, es sei denn, daß ich mil ihnen gemeinsame Sache mache. Am letztge nannten Tage wollte ich diehost in Empsang nehmen, als eine Bande bewaffneter 'Neger zu mir kam, nnd mir bcjshl, fosortZdeu Ori zu verlassen. Mein Bruder und ein anderer Ne ger wurden ebenfalls mit Tode bedroht. Ich ging dann nach Alexaudria und forderte den schcriss D. W. Shaw auf, mein Eigen thum und daS der Regierung zu bcfchützeii." New-Orleans, 3. Mai. Die Bür ger des Kirchipiels Jberia bildeten heute eine Sleuerveriveigerungs - Gesellschaft. ' Iu der Versammlung herrschte gioßer Enthusiasmus. Mehrere Mitglieder des Barreau« boten ihre Dienste in verkommenden Prozessen unent geltlich an. Beschlüsse wurden gesaßt, in denen man Gouv. McEneiy indossiite und Äellogg repudiirte, sowie die steuerv>.rwcigerulig em pfahl. Hundert Man» Melropolitanpolizei sind nach St. Martinsville abgegangen, um dou Kcllogg's Beamleu in's Amt eii.zusctzeli. Neu -I beria , La., 4. Mai. Eine Compagnie Polizisten von New - Orleans ging heute Morgen !) Uhr vou hier nach St. Martinsville ab. Nach einem uulerbroche nen Marsche von 10 Meilen ruckten sie iu ein Städtchen ein und besetzten das Gerichtshaus ohne auf Wideistand zu stoßen. Manchase, La., 4. Mai.—Heule Nach, mittag kam es hier zwischen 10 Personen zur Prügelei, wobei sam. Patterjon getödtet und John Edwards schmer verletzt wurde. Der Krie.l stegen die Modoc S a n F ran ziscv, 3. Mai. Ein Courier von Ureka berichtet, daß die Leichen der am 26. April geiallenen Offiziere dort eingetroffen sind; dieselben wurden nach San Frauzi-co wciler geschickt. Licul. Crauslou und fünf Mann vom 4. Art. Regiment wer. den noch immer vermißt. Neuerdings Hit lein Gesechl stattgefunden. Gen. Jeff. C. Davis in im Hauptquartier des Gen. Gillem eingegossen. Beerdigung de« Hern. I. Brooks. N e w - r') o r k, 4. Mai.—Heute fanden die Becrdigungsseierlichieii''u zu Ehren des Hr:'. James Brools iu der Grace Kirche statt. Der Ehiw. Hcuiy C. Polier und der Ehrm. Ro bert Holdcu hielten die Leichenreden. Tie Leiche ruhle seit gestern in der Kirche aus einem iiakasalk und Tausende kamen hiu, um noch einen letzte» Blick auf die Ziige des Todten zu weisen. Der Sarg war vou Ro seuholz, mit Silber beschlagen uud reich mit Blnmeu geschmückt. Unter den Anwesenden waren Ehas. O'so nor, I. W. Simouion, Gcneraiaiuvalt der „Assoc. Presse," Hugh Hastuigs vom „Com meicial Adveniser," sowie ViNreler aller pro minenten Journale. Dielliitarbeitcr der „Expreß" waren pore anwesend; mehrere Congreßmilglicder halten sich eingefunden, die „Tanimany"-Ge. 'ellichast, der „Aicadian Club" und andere Gesellschaften waren diuch Delegationen ver treten. Aus speziellen Wunsch der Familie wurde jeder Pruuk vermieden. Als Bahrmchlräger fuiigirien Richard Schell, Cornelius Dubois, Royal PhelpS, Horace F. Clark, Francis skiddy, John D. Jones, George Opdyke und Wm. Tracy. Um 2 Uhr begann der feierliche Leichengot tesdienst nach dem Ritus der Episkopalkirche. Hierauf bildete sich der Leichenzug, welcher dem Broadway entlang sich bis zur Hamil lon-Fähre nach dem Greeüinouiit-Todteiihose bewegte, wo der Sarg in der Familiengruft beigesetzt wurde. Schreckliches Unglück in lU.- Eine drucke bricht unter der Lait von Menschen zusam men und an f.liifjig Personen ertrinken. Dixon, Jll., 4. Mai.-Die eis-rne Brücke dieser Stadt brach heute Nachmittag unter der Last von Menschen ein, welche sich auf dersel ben ziiiammendräugten, um eine Tause, die im Flusse vorgenommen wurde, mitauzu sehen. ZweiunddreißigLeichen sind bis jetzt gefunden worden uno noch viel mehr sol leu unter den Trümmern liegen. Unter den Verunglückten sind solgeude Personen: Frl. Carpeuter, Frau Cobble, Frau Dr. Hosfman, Frau Satta, Frau Gilman, Frau Peteibei ger, Frau Wade, Frau Teneo, Frl. «orting, Frl. Vaun, Hr. Keut, Hr. Haley, Frl. Dana, Frl. Deining, Frau Drew, Hr. O'Brieu, Frl. Payue, Frau Cook, Frl. Baker, Frl. Withilt, Frl. Hill, Hr. Joy Mason und Hr. R. Dyke. Unler den Vorletzte» sind P. M. Alexander, ChaS. Murray, Hr. Hoffmaun uns Frau March. Dixou, Jll., 4. Mai.— Ciu Äaplisten- Prediger laufte mehrere Pro elyien im Rock- River unterhalb der eisernen Brücke. Aus dieser hatten sich ungefähr 200 Personen, da runter viele Frauen uud Kinder, zusammenge drängt, um die Ceremonie Mit anzusehen. Plötzlich brach die Brücke zusammen und die Menschenmenge stürzte in den Die Scene war über alle Beschreibung schrecklich; die Opfer der Caiaürrphe suchten sich vergeb lich unter den schweren Trümmern der Brücke herauszuarbeiten, und wer wiiklich frei kam, hatte noch mit den anderen Unglücksgeuossen im Strome, die in ihrrr Verzweiflung Alles ergriffen, uin'S Leben zu ringen. An dni beiden Ufern war gleichfalls eine große Menschenmenge versammelt, als die Leute die Brücke zusammenbrechen sahen, ge- Nethen sie in schreckliche Auslegung und lieseu in der Verzweiflung hin und her, nur Wenige hatten Geistesgegenwart genug, den Unglück licken sofoit mit Booten uird Stricken zu Hülfe zueilen. BiS Abends 6 Uhr hatte man 32 Leichen gesunden, man ist aber überzeugt, daß noch viel mehr Leute umgekommen sind. Mehrere ter Geretteten sind schwer verletzt. Einige davon köstlich. Folgende Personen wurden verletzt: Frau P. M. Alexander, cinArm gebrochen u. wirst innerlich verletzt; Frl. Bukis, Addison Gue resen, Frl. Sarah B. March. Frau Capt. Smith, Frau Cheney sämmtlich tödlUch verletzt. Frl. Charles Merray, Frl. Elisa Cudding ton, Frau Jenks, James Camp, jr., Frau Ava Clale, Dr. C. I. Reynolds, Frau John H. Moore und Frau S. W. Whirmore wur den schwer verlevt. Dr. Hosfman, Frl. Thatcher, Frl. Hazer ll-g, Joyn Wadswonb, Fil. Kelly, Frl. McLady und sünf Äinder des Hrn. P. Braudigan erhielten leichle Verletzungen. Folgendes ist eine vol-strndige Liste dcrVer unglückten: Frl. Caihariue Holcy, Frau G. W.Latta, Frl. Maggie O' örieu. Frl. Ida Baun, Frl. Geo. Kein, Frl. Beisie Paque. Frau Carpenler, Frl. Clara u. Roia Siack pole, Frau C. W.. H:ntncr, Frau Ben. Eil n'.ore, Frau Oberst H. I. Noble, Frl. Nellie Hill, Frau Henry Sillimau, Frau Dr. Hoss man, Frau Kittie Stirling, FrauE.Wallace, Frau Thomas Wade, Hr. I. P. Danners. , Hr. Joy Mason, Fi an PeleiSburzer, Frl. P etersburger, Fnedr. Hale. Frl.Emity Deining, , Thomas Halen, Frl.Jsä Liem, Aau Wm. > Cook, MaiyMilhelm v.Nachoji, FrauMary ! Sulllvaii, Frl. Baker, Frl. Wilcox, , Frau lameS Gobb-, Robeet Dybe, Fet.Lizzie j Mackey, gU. Martha Page, Fil.MaryDuuk- j water. , steuere «er,chte auö Meriko. ! MatamoraS, 3. Oiai. Dbr inexika- Nische hat diu Vertrag mit den Ver. S:aal«n bezüglich der „Anspruchs-Commii- sion" gutgeheißen und Seuor Zamacona ist zum Commissär ernannt worden. Der Candida! der Regierung ist zum Prä» ' sidcnteii des Congresses für die Maisitzung er wählt worden. Nummer IV7. > General Lözido verliert als Jnsurgentm sükirer täglich an Boden, doch hat man seiner ! noch nicht babdast rrerden können. ! ter Mörder Pa roni'S, ist Ztcucre Geriet tc von (Zentral- und Snd-'Aincrika. New Aorl. -!. Mai. NaLiichten bi« ° zum l-t. v. M. stud ans Panama hier eimie ' lrossen. Seil der lctztclißcvo'ution h-rrscht Ruhe in j-ncin Staate. Tie iKcsetzzebnng mar ans ' den L». Mai in Siyunq derusen. ' Ter amerikanische Äriegssampfcr „Tusca ' roia" kam am 20. Apiil mii Capt. Seijr'd.ie und den Mitgliedern der Daiien-Expedition in Panama a». Die peruaniiäic Erfnrschiings-Commission suhr am 18. Avr>l nach der in > etilem kleinen Daiiipier ab, um dort zu Cap'. Selsridge zu siosten. T-e beiden Fahrzeuge suhren in d>r ?!acht aneinander vorüber. Tie Peruviancr waren nickt zurückgekehrl und de ! abiichliz'.en wahrscheinlich das von Capl. Selfndg? vermessene Terrain jclbft in Augen jchcin zu nehmen. Ter Grenznteit zwischen Venezuela nnd Columbia war noch immer nicht gcjchlichlcl und bc<iann diohend zn weiden. In San Salvador veripürle man noch im mer leichie Erdstöße. D:r Regierungspalast, welcher bei dem grogen Erdbeben stehen blieb, ist seitocm gletll'faUs einizeslürzt. Viele Leute sind bei dem großen Erdbeben körperlich verletzt worden und mehrere haben den Verstand verloren. Es ist lehr zweifelhaft, ob die Behörden da raus bestehen werden, die Sladt wieder aus- Tie HH. Meiggs, Kcilh.Hurlbut und Rich ter L'Sullivan verlangten von der Regierung von Nicaragua eineCoiizession, eiaenSchisss- Ztanal bauen zu diufcn. Die Regieiuug konnte ihren Wünichcn nicht entsprechen, da die Sache noch immer in den Händen der Ver. Staaten ruhl. Nachrichten vom l->. v. M. aus Nicaragua melden, daß die Erforichnngs-Erpedition un ter Capt. Selsrioge den See ermessen hat und jetzt den San luansluß erforscht. Die Resul taie der Expedition irurden als besriediqend angesehen. Die Expedition wird Ende Juni ihre 'Arbeiten beenden. L bersl Herrera versuchte eine Revolution in Peru, wiiide jedoch geschlagen und fiel im Ge fechte. ln Piscobamba, Peru, «eignete sich ein Erdrutsch, wodurch 4! Häuser zerstört wurden und 3L Personen um's Leben kamen. Thomas Castro nnd die Wittwe des Dr. Hallie von Melepilla, Chili, reisen nach Lon don, um als Zeugen in dem Tichborne-Pro zisse zu fungireii. Ter Eibe de» Tichborue'- schür Vermögens soll eine Zeit lang in ihrem Hause gewohnt haben. Von (snba. Havauna, 3. Mai.— ES wird berichtet, daß sich General PaUillo geircigert hat, das Commando der spanischen Truppen in dem Distrikte von Cinco VrUas wieder zu übernehmen. Die spanische Bank ist nicht im Stande, der Nachfrage nach Wechseln auf das Ausland zu genügen. Die.Krisis ist vorbei, obgleich einige Zuckerkaiidlungen bedeuiende Summen verlieren, so wild doch kein Bankerott ein treten. (Atsciibaliu Unfall. Montreal, Can., 2. Mai.—deute srnh um Uhr snhr der Poriland Exprißzug ans der „Grand Trunk Eisenbahn" an dem 27. Me-lcnpfahl bei Soixante vorüber, als diei Wagcn, ein Pullman- und drei andere Wag> gor.s in Folge der Ausbreitung einer Bahn- Ichiene entgleisten, ihre Verluppelung zer brachen und einen M Fuß hohen Bahndamm hinabiollten. Es wurden dadurch 32 Perso nen mehr oder minte: verletzt, und spä ter nach Montreal gebracht. Einige der Pas sagiere sind furchtbar verletzt; die meisten der selben sind Aineiikancr. Zum Tode verucNieilt. ZÜ alte rlo ii, Ont., 3. Mai. lameS Johnson ist der Ermordung des George Piice schuldig befunden und zum Tode verurtheilt worden. Brande. B o st o ii, 3. Mai. Heule Morgen brach in d r Dampfhobclmüble der Firma I. F. Keating Comp., 1!»7, Portlandstraße, Feuer au?, das sich schnell verbreitete und binnen kur zer Zeit mehrere Gebäude in Asche legte. Die LeUuste sind ungefähr wie folgt: F. Keatiug, Hobclt'abrik, L3(>,0l10; A. Holmes, Grocer, Sl0.A)i); E. F. Putnam, Liquorhändler, <2500; L. C. Durkee, Liquorhändler, »3000; I. tv. Dunham, Bildcrrahmcnsabritaiu, SIS00; Bauer, Zimmernianii, K 5000; Ran dau, Sägefabrik, SSOOO. Der Gejammtver lust wird aut SLO.OOO geschätzt. P o u g h k e e p s i e, 3. Mai. Der Bahnhof in Livlugsione, an der „Hudjon- River-Eisenbahn" wurde heule Morgen nebst den Schuppen, Verrathshäniern :c. durch Feuer zerstört. Verlust K 20.000. C i n c i n u a> i, 3. Mai. Heute Mor gen brach in der Möbelfabrik von Steinmann, Meyer 6c Comp., Feuer aus, welches einen Schaden »u Betrage von K 25.000 veranlaßte. Boston, 3. Mai.— Das Fisch-Trocken geschäft desFreinan Snow wurde heute Abend im Betrage von t 12,000 durch Feuer beschä digt. Ne w-L)rl e a n s, 3. Mai. Heute Nachmittag brannten 12 Häuser au der La fatMe- und Freretstr. ab. Verlust »30,000. Die Feuerwehr entdeckte bei dieser Gelegenheit eine Werkstätte, in welcher Nickelmünzeu nach gemacht winden, N e w-?jo rk, 4. Mai. —' Das Gebäude Nr. 13, achte Avenue, in welchem Julius Lochmann ein großes Hutgefchäft betreibt, wurde geiternAbend im Betrage von Z 15,000 durch Feucr beschädigt. Telegraphisches Am 13. ds. MtS. tagt in St. Louis eine Convention von Congreßmilgliedern, zu wel cher sich bereits 43 Hor.orables aus den Staa ten Alabama, ArkanfaS, Illinois, Louisiana, Michigan, Missouri, New. Jork, Nebraska, Ohio, Pennsylvania,Tennessce und Wisconsin angemeldet haben. Die in Cincinnati tagende SanilätS- Convention hat sich am Samstag vertagt; sie witd sich im September d. I. in Piovideuce, R.-J., wieder versammeln. In Cairo, Jll., verspürte man amSam stag Nachmittag einen leichte» Erdstoß. Am letzten Freilag wurden von dem Wrack des Dampfers „Ällantic" abermals 17 Leichen an'S Land gebracht. In Richmond, Va., starben in der vor letzten Woche 5 Personen an den Blattern. In EoansviUe, Ind., wurde am Sam stag Lewis H. Buugaii, welcher dem Conrad Hartmannani 17.März einen tödtlichen Schlag versetzte, von den Geschworenen freigesprochen. Felix Tucros, ein wohlbekannter Stock- Mäkler uiid Wechsel-Sensal in New-Orleans, ist dem Vernehmen nach mit KlOO.OOO, die seinen Geichäftr-Äunden gehören, durchgegan g n. In den Kreisen der Minenspekulanten herrscht große Aufregung, weil der Superin tendent der„<-)tafford Loire Star Silbcrmine," ' Gen. Harrison von New-Otteans, das gauze Unternehmen öffentlich als einen riesigen > Schwindel hinstellt. Die Aktien sind meistens in den Händen New - Orleanfer Kapitalisten. In Bri'.i'h Columbia hat kürzlich ein Erdbeben die Usir eines Flusses dermaßen > ausgeiviihlt, daß dusUben eine natürliche Brücke bilden. Gen. Wade Hamvton weist nach, daß nicht er, sondern Gen. Howard die Stadt Co - z lumbia in Süd-Carolma einäscherte. Am Samstag wurde auf der Bosioner Brandstätte das erste Gebäude eingeweiht und bezogen. Lokalberichte aus Wasinnqton. ' Washingtons. Mai. Gestern Nach mittag um Uhr fiel ein Sahn von Thomas Brown an der Jcsscrjon-Str., Georgetown, in den Canal und wurde nur durch das rasche Handeln von Noah lameS vomErlrin ken gerettet. Hr. Horatio Stone, ein hiesiger Bild hauer, nahm gestern einen Gypsabdruck des Profils des veisinibenen Hrn. James Brooks, < nach welchem er eine Marmorbüste desselben unjertigen will. James Coyle, ein starkgebauler, athle tischer Farbiger, war wegen Angriffs aus „ Margarer Bnrke, Mary Marr und Sarah Slatiy vor's Gericht gebracht worden. Aus den Zeugenaussagen geht hervor, daß Coyle , in betrunkenem Zustande sich in den Laden der Frau Burk? apj Capital.Hill begab und eiuen Whisky verlaugie, welchcr ihm verwei gert wuide, woraus er recht« und linkH aus die Frauen einHieb und dieselben am Kops < und im Gesicht erheblich verletzte. Er erhielt 60 Tage GeMznth. Abend wurden zwei andere Farbige, welche bei dem Einbruch in dem Hause des Hrn. Tucker gewesen fein sollen, verhaftet. Diese beiden Neger sind i sehr berüchtizjte Gesellen und heißen Monk ?. R4IZSS. r. Moldin und Pete Parker. Sam Rainen, welcher angeklagt ist, Hrn. Tucker »iedcrqe schlagen zu haben, machte am Freitag Abend eine» Vernich auö seiner Zelle zu entfliehen, invemer die Wand seiner Zelle zu durchbrechen suchte. Sein ssluchive-such wuide jedoch durch den Gesängnigwärter Hrn. August Bog oer hindert. Hr. Tncker soll sich in cincr sehr ge fährlichen Lage befinden. Während der mit dem 26. April been deten Woche wurden 2K neue Erkrankungen an den Blattern bei der Sanitätsbehörde zur Anzeiqe gebracht. Im November des vorigen lahrcÄ starb ein Polizist, Namens Thomas 'brice, plöv lich im Slationshause des 2. Bezirks. (5c hatte schon mehrere Monate vor seinem Tode in deinZtationshause gewohnt, da er mit sei ner Frau nicht in dem beüen Einvernehmen stand. Als er gestorben war, m-ichte die grau ihre Ainprücke aus die Hinterlassenschaft gel tend und 'aglc aus, dijj sie kein ThomaS Priee am ü. Dezember I8«)5> qesetzlick aiigeiiaut worden sei. Kurze Zit daraus wurde das Gerücht laut, dag die rrue Frau des Verstorbenen in Irland lebe. We nige Wochen später iruide im hiesigen Wai sengcriäiie eine im Namen einer ge-> wiii'ei: El!?u LyorS eingercicht. In d>.'.r Petition h,?jz es, Sag die Leiziere (ZilenLn ons> sich am 12. Fct'i t 8 .7, mü Lyons im Kirclispiel K>lt, I land, vermätjlte. Sie lebte Jahre in Frieden uns Eintragt mit Lyons zusammen und beschenkte den'clb-ll mit zivei Äind-'rn, die heute noch Beide leben. Im Jahre 18',!» begab sich L>i.>n:> nach Aine rika und ließ sich bier bci'üi Ausbruche des Krieges unter dem Namen Thomas Piiee bei der Uiiiolis-A'.m>e anwerben. der eisteren Jahre seines in den Be>. Ltaaten schrieb er ö'ker an leine Frau, 'p>! ter aber seltener, und endlich stellte er das Schreiben ganz eiu. In der Petition heigt es ierner, dag Ellni Li>cn« nicht i», den Nachlaß ihres Mannes zu lasi ii. Was aus dieser Sache m rd, wcid>.» wir un jeren Leiern zur rechien Zeit mittheilen. Nüreau Vrs Gebiludr-liliptitor!?. von I. um ossenrn Schuppco, bn Fuß, bmlrr Nr.Sl.i, ! tcr!tir Igt, Oit Batumorcstr.! Musl>llsira>,r: I», Söd-Bontjlr.; Fuß, Rr. icvstr.! , i 111 dei >2 «sufi, hmirr »cr. 7. Su>?pcn..'lllcy ! I. A. um nuc Veiautv!), Ni. Barnard'ö Lcntcä'v-S'xcilc-Zälln?', werden heute, den > Mai Nr. N<» und 11h, Valliiltiircstr, Kr. I, t, z und 7, North - Straße. Ecke der Baltimore- und Northslraße, Barnard'S Famitic» Mm - Lagcr. Steiner alter Roggen- und Lourbon- WhlSkieö von 2 disü Jahren all. hennessey, Otard-Dupuy, Nennault, Marin, Pinet, EastiUon BrantttwriNi'n. Port-, Madeira- und Shern» - Weine <st. Croir- und Zamnica-Num. holländische (Kenevers, Sir Robert Burnelt's und Booth's alter Toni (Henc-ier, Schotti che nnd irländische Whiskies. Catawba - Weine. - Pfirsische, To.naiZ Z u. s. ir.< r. j. w. Jmportirte uns einheimische Cigarren, >Ua, B gg I. w., u.i. w. >tr IIN u»d und Un Brauer nnd « sei) l nisten i wm. E. Wood öc Ecke der Baltimore- und Entaw-Slraße, Baltimore, Md. Batven, Hädnc, Lubrika^ Dampf» und Wass-r-Mcnei, Schottisch« Kührm- Fitters-Werkzeu!! und -Maschinen. amerikanische Eovernor- und - Lanipf üUgeincii. " < Aprlil '7u-Äi»-ll>S '7411 Umgezvgcu. L. Morrisoll Comp., Ecke der Sharp» und Germanslr., Balto., GaS-, ttttasser- Damvfmaschineric. Gas°? Was!«- und Damvsrvhicn/?i>iMo>ns >illoÄat«laiiei>. (,Fct>r27,j.a. 6.,l2Mle,i>Ka>l)

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