Newspaper of Der Deutsche Correspondent, May 6, 1873, Page 1

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated May 6, 1873 Page 1
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Ja, sagte der König Wilhelm, es ist eine edle und liebenswürdige Natur, mein Netter Georg, wie sehr häkle ich ge wünscht, das wir uns näher geblieben wären Vieles stände vielleicht besser in Teutschland leider ist cr immer feind lich gegen Preußen. Ich begreife das nicht recht, sagte der Hofratb Schneider, persönliche Abnei gung kann dabei gar nicht zum Grunde liegen, denn ich versichere Eure Majestät, der König lebt und webt in berliner Ju genderinnerungen er hegt eine tiefe, pietätvolle Verehrung für Seine hochselige Majestät Friedrich Wilhelm 111. und er hat mit seinem bewundernswerthen Ge dächtniß mir eine Menge kleinerZüge und Anekdoten aus der alten Zeit erzählt vom Grafen Reale vom alten Für sten Wittgenstein Vor dem wir Prinzen alle einen so ge- - waltigen Respekt hatten, sagte der König lächelnd. Und, fuhr der Hofrath Schneider fort, ich konnte sehen, wie glücklich der Herr' sich in diesen Erinnerungen fühlle und wie beimisch und vertraut ihn Manches berührte, was ich aus meiner Erinnerung! aus jenen Zeiten hinzufügte. Und sprach er über die jetzige politische Lage? fragte der König. Es konnte nicht fehlen, erwiederte der Hofrath, daß das Gespräch auch hierauf kam, ich erlaubte mir, die Hoffnung auszudrücken, daß bei diesen freundlichen Erinnerungen an den preußischen Hof der König auch in dem jetzt so scharf zugespitz ten Konflikt zu Eurer Majestät stehe und das alte Band, welches Hannover und Preußen in der Vergangenheit verbunden, neu befestigen werde. Und was antwortete Seine Majestät? fragte König Wilhelm gespannt. Der König sprach sich sehr frei und offen aus, erwiederte der Hosrath, wie ich das stets an diejeni ritterlichem Charakter ge funden habe, so oft ich die Ehre hatte, mit ihm in Berührung zu kommen, - - er versicherte mich nochmals sehr ernst, daß er nicht die geringste Animosität gegen Preußen habe, wie man ihm das so oft nachsage, und daß er einen deut schen Krieg sür das größte Unglück halte, das er nach den Gesetzen des Bundes so lcknge fi'-r eine Unmöglichkeit halten müsse, bis es wirklich da sei. An einem solchen Unglück und Unrecht werde er sich niemals beteiligen. Warum hat er denn den Neulralität-Z. vertrag nicht geschlossen? fragte der Kö nig. Aber seine hannöverischeMajestätglaubt vollständig neutral zu sein, erwiederte der Hofrath. Dann begreife ich nichts mehr! rief König Wilhelm, Gras Platen verwei gert ja fortwährend den Abschluß, an dem mir so viel gelegen war! Ich weiß nichts, Majestät, sagte Schne ider, von der Polilik und von dem, was Graf Platen thut oder nicht thut, aber daß König Georg auf dem Boden der ab solutesten Neutralität zu stehen glaubt, darüber bin ich gewiß. Sie glauben also nicht, daß er einen Vertrag mit Oestreich geschlossen hat? fragte der König. Nein, Majestät, das glaube ich nicht, denn der König sprach sich sehr bestimmt darüber aus, daß er sich auf keiner Seite an dem unheilvollen Kampfe betheiligen wolle, indessen Indessen? fragte der König. Indessen sprach sich Seine Majestät eben so bestimmt und klar darüber aus, fuhr der Hofrath fort, daß er den preußischen Bestrebungen, den deutschen Staatenbund ganz oder theilweise in einen Bundesstaat umzuwandeln, niemals ent gegenkommen werde, daß er vielmehr mit allen Mitteln die diesseitigen Bundes? reformvorfchläge bekämpfen und die volle Souveränelät und Unabhängigkeit seiner Krone mit allen Mitteln vertheidigen wer de. König Wilhelm schüttelte den Kopf. Ich erlaubte mir die Bemerkung, daß ja gewiß Niemand und Eure Majestät am wenigsten daran dächte, die Souveränetät irgend eines Fürsten anzutasten, daß aber doch eine festere militärische Einigung Deutschland's nöthig sei und daß der mäch tigste Staat die Führung zu Schutz und Trutz übernehmen müsse. Ich fügte hin zu, daß Seine Majestät als englischerPrinz erzogen sei, daß aber doch die Politik eines kleinen Landes wie Hannover nicht nach denselben Grundsätzen rücksichtslos vorgehen könne, wie diejenige einer Welt macht, der c,roße Flotten und Armeen zu Gebote ständen. Nahm das Seine Majestät nicht übel? fragte König Wilhelm. Durchaus nicht, erwiederte derHosrath; er hörte mich mit der größten Freundlich keit an, ohne mich zu unterbrechen, und sagte mir dann ohne alle Hestigkeit, doch mit der festesten Bestimmtheit: Mein lie ber Schneider, mein königliches Recht ist keine Machtsrage, ich habe meineKrone von Gott so gut wie der Herrscher des größten Weltreiches —und nie werde ich ein Tüs chen meiner souveränen Unabhängigkeit und Selbstständigkeit ausgeben, folge daraus was da wolle! Ich bemerkte Seiner Majestät, fuhr der Hofrath fort, das; es durchaus nicht meine Sache sei, irgendwie mich in die Politik zu mischen, diese bestimmte Erklärung Seiner Majestät sei aber von solchem Ernste und solcher Wichtigkeit im gegenwärtigen Augenblick, daß ich als treuer Diener mei nes Herrn mich verpflichtet fühlte, bei meiner Rückkehr hierher Eurer Majestät davon Mitteilung zu machen. Der König Georg billigte dieß vollständig und erklär te, daß seine Anficht in dieser Beziehung durchaus kein Geheimniß sei,. — er werde stets danach bändeln. Dann entließ er mich auf das Freundlichste und Gnädigste! So sind sie denn alle gegen mich! rief König Wilhelm nach kurzem Nachdenken und tiefer Ernst legte sich auf sein Gesicht. Tann blick-e cr zum Fenster hinaus und sein Blick ruhte lange aus dem Standbild des großen Friedrich. Auch er nar allein! sagteer halblaut, und allein am größten! Der Ausdruck seinesGesichts Wierde hei lerer. Er warf einen Blick aus oie Uhr, sah dann einen Augenblick den Hofrath lächelnd an und sprach: Und nun, mein lieber Schneider sft Baltimore, Md., Dienstag, den 6. Mai 1873 und er machte eine zischende Bewegung mit dem Munde ähnlich als ob man etwas wegbläst, und deutete mit dem Fi nger nach der Thür. Ich verschwinde, Majestät, riesdcrHos rath lächelnd, indem er mit komischer Hast der Thüre zueilte und indem er dort noch einen Augenblick stehen blieb, fügte cr hinzu: und ich wünsche, daß alle Feinde Eurer Majestät eben so schnell vor dem Hauche Ihres Mundes in Nichts ver stiegen mögen l König Wilhelm blieb allein. So stehe ich denn vor der letzten Ent scheidung! sprach er sinnend, und die Zukunft meines Hauses und meines Staa tes liegt auf dcr Spitze des Tegens! Wie hätte ich gedacht, als ich in vorge rücktem Alter die Regierung antrat, dafi ein so großer Kanpf mir noch zu kämpfen beschieden sei nnd daß ich selbst diese neu organisirte Armee, das Werk meines lau gen Denkens und meiner eisrigen Arbeit, welches ich meinem Sohne als Vermacht niß, als eine Bürgschast künstiger Macht unv Größe zu hinterlassen dachte, das: ich selbst diese Armee noch in's Feld füh ren würde,—um sie zu erproben auf den selben Schlachtfeldern, auf welchen mein großer Ahnherr mit unauslöschlichen Zügen seinen ruhmreichen Namen eingeschrieben hat! —Und doch,— fuhr er fort, indem sein Blick sich wie träumend niedersenkte, hat es in mir gelegen wie eine dunkle Ah nung.—Als ich vor dem Altar zu Königs berg stand und mich feierlich schmückte mit den Jnsignien meines königlichen Amtes, da durchfuhr es mich unfaßbar und uner klärlich wie eine Mahnung oder Verhei ßung von Oben in dem Augenblick, da ich das Reichsschwert ergriff, übermächtig zwang es mich, das Schwert hinzustrecken über die Vertreter meines Reiches, die in weiter Versammlung mich umgaben, und aus meinem tiefen Herzen herauf stieg das Gelübde zu Gott empor, das Schwert nicht zu ziehen ohne ernste Nothwendig keit, —aber einmal gezogen, es zu führen mit Gott, bis die Feinde meines Volkes am Boden liegen!— So ist jene Ahnung in Erfüllung gegangen, sagte er leise, nun denn vorwärts mit Gott! Und der König faltete die Hände und stand einige Zeit stumm mit gesenktem ! Haupte da. Dann trat er mit raschem Schritt zu seinem länglichen Schreibtisch, sreudigeEnergie und Entschlossenheit leuch teten aus seinem Blick, und mit sester Hand ließ er einen hellen Glockenschlag ertönen. Der Ministerpräsident Graf Bismarck! befahl er dem eintretenden Kammerdiener. Telegraphische Depeschen. ZsrsPäischk Kabeldsrichie Die Wiener Weltausstellung. Wien, 5. Mai. Die Arrangemenis im Innern dcs Ausstellungspalastes haben scn dcr Eröffnung rasche Fortschritte gemacht. Alle Departements sind mit Gütern gefüllt, nur das amerikanische ist noch verhältnißmä izig leer. Die amerikanischen Aussteller sind darüber sehr indigniit. Das Wcticr rrar bis her sehr ungünstig, seit dcr Eröffnung Hot es beständig geiegnet und die Zahl der Bejuchcr war infolge Dessen gering. Berlin, 3. Mai. Die hiesige „Natio iial-Zcituiig" sogt inßezng auf dieErösjnuiig dcr Wicucr Weltausstellung: „Wir Deutsche, weun auch nur wie alle anderen Nationen in dem liidustric-Patasre des Pratcrs vcrtreten, fühlen uns doch als die Bevorzugten und Willkommensten. Sind cS doch hauptiäa,' lich die Deuiscben in Oestreich, die das Werk zu Staude gebracht haben. Wissen wir uns doch mit ihnen durch tausend Fäden und ge werbliche Thätigkeit voll und krästig durch drungen, aus das Innigste verbunden, wie weit auch die Ausstellung vom Ideal dcr Menschheit« - Verbrüderung entscrnt bleiben und ihrem Wesen noch cmsernt bleiben müssen. Jn dcr Industrie herrscht ebenso unbarmher zig Eonkurrenz, wie in der Polilik. Dcr Kampf um Annäherung der Völker geht von ihnen aus. Bei denen wird sie am stärksten und lebevdigstcn fein, die nicht durch abfolule Verschiedenheit ihrcr Ziele, Anschauungen, Charaktere und durch ihre Wellstellung auf immer untergeordnet sind. Welche Schran keu diePolilik zwischeu ihnen aufgerichlct hat, Deutschland uud Oestreich werden einig aus dcm Jndnslrie-Palast hcrauSlretcu, wie sie einig dort eingetreten sind. Wir begrüßen deu ersten Mai als einen Siegcstag des deutschen Geistes und des deutschen Fleißes. Neidlos sehen wir deu blühenden Aufschwung unserer Stammesbrüder in Oestreich und freuen uns, Zeuge eines solchen unvergleich lichen Festes gewesen zu sein." London, 3. Mai. Aus Berlin hier cingeirossene Depeschen besagen, die „Bau! von Preußen" habe ihre Discomorate von ü aus L Prozent erhöht. Tcliwei» Gens, 5. Mai. Pere Hyacinthe las gestern in einem Privatgebäude in Gegenwart einer Versammlung von 120(1 Pcrsoncn die Messe. Älle Anwesenden wurden später vom Bischöfe excommunizirt. London, S. Mai.-In dein alte» Markt flcclcn Bradnink, in dcr Grafschaft Dcvon, bcannlen gestern 17 Häuser ab. Es ist bier ein Brief dcs „Eriebahn".Prä sidenten Watson über die finanziellen Aus sichten der Gefellfchaft veröffentlicht morden. Hr. Watfon sagt darin, die Eisenbahn könne zur bedeutendsten aller Bahnlinien in Amerika gemachr nnd ihr jährliches Einkommen -uf4v Millionen gebracht werden; hiervon seien 35 Millionen Netto-Gewinn, die künslighin in halbjährlichen Dividenden unter die Ältien- Jnhaber vertheilt werden sollten. Dieser Brief erhöht noch das Vertrauen, das man bisher fchon in die jetzige Verwaliung der „Eric- Bahn" fetzle. Frankreich. Paris, 5. Mai. Aemiral Rigault de Geuouilly von der iranzöstschen Flotie ist ge storben. Er war während dcs zweiten Kaiser reiches Marine-Miuister uud Minister der Colonie'n. Madrid, K. Mai.—Präsident sagte am Samstag in seiner Erwiederung auf die Rede des Gen. Sicktes, daß Spanien voll kommen im Stande fei, das glorreiche Werk Washington's zu realisiren; unterdessen dürfe ober das Geb'et der spanischen Nation keine Schmälerung erleiden, so lange dießegierung in den Händen der Republikaner fei. Bay olin e, S. Mai. Die Earlisten ha ben Vera in Navarra nach einem blutigen Gefechte mit den republikanischen Truppen wieder besetzt. Italien. R 0 in, 5. Mai. Tcr Premier Lanza bemerkle heute in der Deputirtenkammcr, daß der König beschlossen habe, die Resigna tion des Ministeriums nicht anzunehmen, die Minister würden insolge drfsen auf ihreu Posten bleiben und die Bill, welche Anlaß zu dcr Resignation gab, werde man zurück ziehen. Tcr Vatilan. R 0 m, 5. Mai. Der Papst hat einen Rückschlag erlitten und ist an sein Bett ge fesselt. R 0 m, 5. Mai. Aus dem Vatikan wird berichtet, dag der Papst heute 42 Pilger aus Frankreich empfing und eine lange Rede hielt. Rußland.l D>r amerikanische Gejairetc plötzlich gestorben. St. P ere r s b >rr g, 5. Mai, via London K. Mai, Morgens 46 Uhr. Der Achlb. James Orr, amerik. Gesandter, starb heute an der Lungencntzüiidniig. Oueenst 0 wn, 5. Mai. Dcr Dpsr. „Minnesota" ist von New-lork hier einge troffen. P l u m 0 u th, S. Mai. Ter Dampfer „Frisia" kam von New-Aork hier an. Oneenslown, S.Mai.—Der Dpsr. „Baltic" kam von New-Uoik hur an. London, 5. Mai, II Uhr Vorm. Cvlisols eröffneten zu 93H für Geld und für Brief. „Amerikaner," alle 'KSer S 2, '67ec SLH; 10.40 er neue Fünfer SO; ErieSZ. Paris, ö. Mai. Reinen eröffneten zu 54 FreS. 50 Elms. London, 5. Mai. —„Amerikaner" 'L?er 94; Erie 50j. Liverpool. S. Mai, it Uhr Vorm.- Baumwolle eröffnete ruhig; Oberl. ö: Ork. 95. Verkäufe veranschlagt aus 10,000 Ballen. Liverpool, 5. Mai. 1 Uhr Nachm.— Baumwolle gedrückt und abnehmend. Verläufe l»,0e0 Ballen, für Spekulation und Aussuhr 2,000 Ballen. Liverpool. 5. Mai, 2 Uhr Nachm. Baiimwoll-n-Berichiffungen von Savannah und EbaUeston sür u. Mai rn 8 13,16; von denselken väftn fällig im Mai zu Mi., im Juni zu BZ. - Brodstosie ruhig. Sv-'ck, geichniliener Euniberlänoer 6«!. Schweinefleisch K 9-. Schmalz 40-, Liverpool, 5. Mai, 4 Uhr Nachm^ — Baumwolle, im Juli und August von Ha vanna oder ThaNeüon ;u erwarten, zu sK. Liverpool, 5 Mai, 5 Uhr Nachm. Baumwolle - Verschiffungen von Savannah oder Ehaileston zu 8 13.16; von denselben Hä sen fällig im Mai od.r Juni zu 8H; do. von New-Lrleans, fällig im Mai, zu Bon den heutige» Verläufen waren 600!) Ballen amerrlannche Baumwolle. L 0 nd on, 5. 'tliai, Nachm. Zucker un terwegs zu 26s 34-2 - 6 l. Anliverpe», 5. Petroleum 4IH Frcs. P ar is, 5. Mai, 2 Uhr Nachm.—Renten 54 Francs 35 Centimes. L 0 nd o'n, 5. Mai, S Uhr Nachm. Die Diskoiuo-Ralcn sür in 3 Monaten sällige Noten standen aus der Börse um 3j16 pEt. unter denen der „Bank von England." Con sols schlössen unverändert. „Amerikaner" '67 er 93H; neue Fünfer Erie S(Z. Inland - T-peschen. Aus Washington. Mai. Auch Sena tor Sumner hat seine Gehalts - Nachzahlung dem Bundesschatz zurückerstattet. Man Hai recherchirt unv gesunden, daß die H?rrensum ner, Farnsworlh und viele Andere im Jahre 1867 die GehaltS-Nachzahlung angenommen, aber jetzt vS» der Gewalt der öffentlichen Liei. nung dazu gezwungen, ihr tetzlesDouceur zu» rückgegcben haben Ler drille Gebülfs-Gcneral - Postmeiiier Barber empfing heule 500 Postkarten als Mn ster der jetzt im Eontraklwege vollendeten Ar beil. Am Ende der Wocke werden die von Ncw-?)ork und anderen Städten gemacht werdenden Bestellungen unmittelbar vom Fa brik werden. Der Krieq gegen die Modoc- Jndiancr. New -D 0 rk, 5. Mai.—Ein Ausstand der Klamath-Indianer wird in der Nähe des Kriegsschauplatzes in Oregon befürchtet. Gen. Davis i>'t im Hauptquartiere ange kommen, doch vor dem 20. wird Nichts gegen die Modocs unternommen werden. San Franzi sc 0, 5. Mai.— Aus dem Berichte eines Correspoudenlen ist zu ersehen, daß die Compagnie E des 12. Infanterie-Re

gimentes den unglücklichen Ausgang des Ge fechts vom 26.Äpril d. I. verschuldet hat. Das Commando hatte einen Sandhügel cr reicht, warzusammen grupprrt unv besprach sich eben über die wener einzuschlagende Rich tung, als ein Paar Schüsse fielen, denen so fort noch vier oder fünf folgten. 6apl. Tdo mas und Capt. Wrizht entfalleten groß; Kaltblütigkeit. Thomas beorderte den Capt. Wr-ght, seine Leute zuriickmarschiren und im Rücken des Commandcs eine feste Position nchmen zu lassen, während er die Anillerie- Soldaten zu icinec Rechten beorderte, sich ei ner Brustwehr zu bemächtigen. Wären diese Befehle befolgt worden, dann winde der Ver lust der Truppen vergleichsweise nur gering ausgefallen sein; aber die Soldaten liefen fchnnrstracks nach dem Lager, und als die Of fiziere sich nach der Position z-irückziehen woll ten, welche jene isoldaten hätten behaupten sollen und wo sie Deckuvg gegen das Feuer der Indianer zu finden hofften, wurden sie von dem vernichtenden Feuer der Modocs empfangen, die sich herangeschlichen und grade von der Position Besitz ergriffen Haileu, die jene Feiglinge hätten behauptn sollen, die in jenem Augenblicke aus der Flucht nach dem Lager waren. Die kleine tapfere Schaar, die merstentherlS aus Offnie-en und Uuierosfi zieren bestand, wurde alsbald umzingelt und war nun der Gnade der Modocs preisgege ben. Diese aber unterhielten ern unuinervro. chenes Gewehrfeuer auf dieselben. Dre Warm Spring-Jndianer kamen etwas später, aber sie waren von keinem Nutzen, denn sie hielten nch zurück, um dem Feuer unserer eigenen Truppen auszuweichen. Die Bestärkung kam erst nach Einbruch der Nacht au und da sie mit dem Terrain gänzlich unbekannt war, mußte sie sich in d e Felben verkriechen und bis zum Tagesanbruch liegen bleiben. Alles was sie alsdann noch thun konnte, war, sich der Verwundeten anzunehmen. Dir Ge- Hülfs-Arzt Genug hat sich recht wacker beira gen; cr wurde verwundet, während er einen Soldaten verband. Gehülfs-Arzt McElderly kam mit der Verstärkung an und that am Sonntag und Moniag Nachts, waö er zur Linderung der Leiden der Blessirten thun konnte. Was hi n g t 0 n, 5. Mai. Gen. Sher idan zeigte hciite in einer Unterredung über den Modoe-Krieg, daß ihm die Situation vollkommen klar rst; er sagte, jcdeVerstärlnug werde nach Oregon geschickr werden, welche nur irgendwie entbehrlich sei. Ferner will man 400 indianische Kundschafter für den Dienst anwerben. Senator Easserly hakte eine Unterredung mit Een.Shcrman, in wel cher dieser äußerte, daß alle Kräfte angestrengt werden würden, um vre Indianer zur Raison zu bringen. Sekr. Fish und ver Wiener Skandal. New -N0 r k, 5. Mar. Eine Speziell- Depesche der „Tribüne" berichtet, daß Sckr. Fi!h sich äußerte, während seiner ganzen Amtszeit habe ihn Nichts so verletzt, als der Wiener Skandal. Er ist vollkommen über zeugt, daß dre genannten Lommisfare schuldig sind. Thos. McElrath wild wahrscheinlich Ban Buren's Nackiolger werden. Lclilnnm iüc Stokes. New -?) 0 rk, 5. Mai. -- Man sagt, daß einer der Anwälte von Stokes geäußert habe, daß die Entscheidung des Supreme-Gcrichtes über den beantragten nenen Prozeß gegen Stokes ungiir.slig ausgefallen ist. In diesem Falle wäre das Appellatiousgericht die letzte Hossnnng. Die Affaire der „voNe-Nähmaschi neii-GescUschast." New »U 0 rk, s. Mai. Die belichtet Herne Morgen, daß die von Stockwell indofsirle Note der „Howe-Nähmaschineri-Ge fellschast" über KIVV,OOO am Samstag noch nicht bezahlt war. Eine Depesche vonHarr forv, Eonn., meldet, daß mehrere Bersiche rungs-Gesellschailen im Begriffe stehen, ihre Policen, welche sie aus die Werke obiger Com pagnie ausgestellt haben, rückgängig zuma chen, weil in letzterer Zeit verschiedene Brand stiftungsversuchc gemacht wurden. Diese fin gen von Arbeitern ans, welche im höchsten Grade erbitte»t waren, daß man ihnen ihre Löhne vorenthielt. Die Compagnie sah sich in Folge der drohenden Haltung der Leute veranlaßt, dieselben bis zum 1. April abzu lehnen. Dieses erforderte die Summe von »400,00». Der Geldmark!. New-lork, s.Mai Geld schloß zu 5. Wechsel matt und stetig zu 85-H. Gold fester, schloß 116Z-117. Obligationen ruhig; Sechser 120?, '62 er 113. Aktien schlössen sest. «Central zu 1015; Erie Lake-Shore 9Sj, Jll. Centtal 115, Pütsburg 88, North-Western 80, Prioritä ten 86, Nock-ISland 108 K. Bilanz des Unterfchatzamtes: 542,263,462 in Gold und K 20.082.528 in Courant. Der Auöstand'der'Fabrikarbeiter in Nhsde-Islant. New -?)0 r k, 5. Mai. Eine Depesche von Provrdencc, R.-J , meldet, daß der Aus stand der Fabrikarbeiler lhatsächlich beendigt ist; nur 6000 Mann nahmen an dem Aus stande Theil. Alle Fabrik-Besitzer sind ent schlossen, eher ihre Werke stillstehen zu lassen, als nachzugeben. NeliglonSstreltigtetten jn Canada. New -Aor k, 5. Mar. Ein Schreiben von Montreal meldet, daß zwischen den libe ralen Katholiken und den llltramoutanen in Canada eine erbitterte Feindschaft existirt. Er stcrc erkennen den Erzbischof von Quebec als ihren FiUrer an, die Letzleren werden von den Juanen und dem Erzbischof von Montreal geführt. Bei der letzten Wahl vermehrte die Quebec-Partei ihre Deleganon im Parla mente von 15 auf 28 Mitglieder, die Vertreter der Montreal-Pauei schmolzen von 40 auf 37 zusammen. Als die Jesuiten sahen, daß sie die Controle über da« Parlament verlrercn würden, iuchien sie den Einfluß des Erzbijchofs von Quebec zu untergraben, um auf diefe Weise dieMacht wieder zu erlangen. Der E>zbi>chof begab sich jedoch nach Rom und ist soeben mit einem Verweifc fiic die Je urten zurückgekehrt. Die ses wrrd den Conslikt zwischm beiden Parteien nur fchüren, und derselbe kann mözllchciwnse die Ausweisung der Jesuiten aus Canada zur Folge haben. Ein deutscher Vern»erungs-Agent in der Älemme. New -N 0 rk, 5. Mai. Die Geheimpo lizei verhaftete beute Nachmittag den Lersiche rungsagenlen D. I. Riemann, wegen Ver suchs, dem Cart Frank erne Geldn mme zu er. pr-ssen. Riemann drohte dem Frank, daß cr dessen Fran anklagen werde, ihren ersten Malin vergiftet zu wollle aber sein Schwai gen durch K 30.000 erlaufen lassen. Schließ lich lnß cr sich aus S5OOO herunterhrndeln. Frank zeigte den Ecpressungsversuch d?r ge- Heimen Polizei an, gab dem Agenten eine An weisung über K4OOO auf die ..Grrmaniaßank" und als er dieselbe heute flüfsig machen wollte, wurde er verhaftet. Aermtjchte Depeschen aus y»ew Zjork. N e W-?) ork, 5. Mai. Der Stadtrath von Newburg hat beschlossen, die Negerfchule eingehen zu lassen, da jetzt die farbigen Kin der die Schulen der Weißen befuchen. Jn das Juweletigefchäfl von SquircS K Co. wurde am Sonntag Abend von dem be nachbarten Gebäude eingebrochen (ähnlich wie in der 3. Nat.-Bank von Balto.). Die Diebe scheinen aber verscheucht worden zu fein. Der Dpsr. „Cily of Momreal" ist von Liverpool hier eingetroffen. Frau Marie Grebine in Brooklyn, 72 Jahre alt, nahm am Samstag aus Vcrschcn eine Dosis Rattengift statt eines Heilmittels gegen den Husten. Der Mißgriff wird '.öst lich sein. Lorenz Eckhardt, der deutsche Gärtner, welcher offenbar in Nothwehr einen nichls würdigen Störenfried, Namens Morrison, der unter dem Tiiel eines freiwilligen Feuer wehrmannes sich fortwährend im Sprrtzen hause herumlrieb, erstochen hat, ist bckaninlrch durch eine CoroneiSjurq des unprovozirlen Mordes schuldig befunden worden. Morrr fon geh«t zu einerFamilie, welcher großartige Grundstückflächen in Morrrsiana gehören. Der arme Eckhardt ist durch den Wechfel sei nes Geschicks fast dem Wahnsinne nahe. Hof fentlich finden sich begüterte Menschenfreunde, welche durch Engagement eines tüchtigen An walts dem bedrängten Manne Rettung brin gen. Vor etwa drei Wochen starb im Belle vue-Hofpiiale der in Nr. 423, Ost 17. Sir., wohnende Joh. Gunipmann, welcher, wie be hauptet wird, bei einem Streite von Joseph Frank, dem söhne des Hausherrn, die Treppe herabgeworfen worden war. Frank konnie zur Zeit nicht verhaftet werden, da er vom Obei'sten Whileley, in dessen Dienst cr stand, nach dem Westen geschickt worden war, »in Fälscher auszuspüren. Am Samstag stellte er sich dem Coroner Houng. Der Ruf deö Frank soll nicht der Beste sein, da er früher als schenkwärier in einem Bordell fungirt hat. Zum Agenten der Wiener Ausstellung ist vom Sekreiär Fish der hiesig? Bankier und Speditear Radcliffßaldwni, Nr. 72, Broad way, ernannt worden. Diese Ernennung, fowie die Abberufung des früheren Agenten, Hrn. Sirong, in Nr. s>, Chambersstr., sol len mit den inWien vorgekommenen Schwin deleien der amerikanischen Commifsäre imZu sammenhailg stehen. Die Leichenbeschaners - Jury hat einen Spruch gegen den Geheimpolizinen Joseph Frank eingebracht, welcher der Ermordung des John Gumpman beschuldigt wird. Richter Brady hat einen HHbcas-Cor pus-Besehl in dem Falle des Edwars Carri gan erlassen, welcher in einer Prügelei mir Änderen ein Kind durch einen Steinwurf lödteie. Nicholas Powers, ein Händlcr in Lotte rie-Loosen, wurde gestern in Brooklyn zu 9 Monaren Hast und 5250 Geldbuße verur theilt. Die „Seaman's Friends-Societh" hat nicht weniger als 4385 Fahrzeuge unt Biblro theken verjeheu, welche zusammen 195,000 Bände zählen. Der Küser - Ausstand ist digt. I. A. Briggs, der bedeutendste Fässer fabrikant, hat sich verpflichtet, keine Fässer mehr in Maine anfertigen zu lassen. Zum Tode verurtheUt. S Pzri n gfie l d, Mass., 5. Mai. —Albert H. Smith, welcher wegen Ermordung des Chas. H. Sackett in Westfield prozessnt und schuldig befunden wurde, ist heute zum Tode verurlheilt worden. Den Tag der Hinrichtung hat der Gouverneur zu bettimmeu. Furchtbares Unglück in New- Hampshire. C 0 nc 0 rd, N.-H., d. Mai. —Jn New port gerieth gestern Abend das Wohnhaus des D. L. Moody in Brand und wurde zerstört. C. E. Richardfon und George Williams wur. den durch den einstürzenden Schornstein er schlagen. Weitere Berichte über das schreck liche Nnglück in ZlUnoiS» Dixon, Jll., 4. Mai, Mitternacht.— Bis jetzt sind an der Stelle des Unglücks keine weitere» Leichen aufgefunden worden, aber sechs Meilen unterhalb der Unglücksstelle bei Sterling sa»d man die Leichen von mehreren Verunglückten und ohne Zweisel hat der rauschende Strom noch mehrere mit sich fort gerissen. Man glaubt allgemein, daß9o bis 10 0 Pers 0 nen urn ' s Leven ge kommen sind. Wie bereits berichtet wurde, hat man vor Eintritt der Dämmerung zmerunddreißig Lei chen gefunden. Fünf Personen trieben an den Leuten vorüber, welche mit Wegräiimung der Trümmer beschäftigt waren und sind seitdem nicht gefunden worden. Wie man vermuthet, liegen wenigstens noch 50 Leichen im Flusse; die meisten derselben sind unter den Trümmern der Brücke. Die Brücke war ganz von Eisen, nach Trnesdcll's Muster gebaul und hatte fünf Joche. Dieselbe erhob sich 25 Fuß über dem Spiegel des Stromes, welcher dort eine Tiefe von 15 —25 Fuß hat. Nur die bn den Bogen an dem Uf-r stürzten ein, die an deren Joche blieben stehen; man befürchtet je doch, daß sie gleichfalls stürzen werden. Im Laufe der Nacht arbeitet mau an der Errich tung von Gerüsten, um die Trümmer fortzu räumen. Man nimmt an, daß sich dreihundert Per sonen auf der Brücke befanden, es wurde je doch eine weit größere Anzahl gerettet, als man Anfangs vermuthete. Die meisten Leute befanden sich an de» Enden der Brücke, aber auch die Mitte war gcdrängt voll; die meisten der Leute auf der Mttte d->r Brücke blieben an ihren Plätzen und wurden durch Boole geret tet. Viele fprangeu von der Höhe in's Was ser und retteten sich mit Mühe. Als die Brücke an beiden Enden einstürzte, besand sich mitten ans derselben ein nnt zwei Pierden bespanntes „Buggy," das Gesparr, befindet sich noch dort und man weiß nicht, wie dasselbe gerettei werden kann. Eine Anzahl Kinder, von denen nicht we ntger, als fünfzig sich auf der Brücke befan den, wurden auf die merkwürdigste Weise ge rettet. Ein Bürfchchen von 13 Jrhren, gerieth mit beideuFüßen unter die zusammenbrechen de Eisenüberdachnng der Brücke und ein Bein wurde ihm gebrochen. Der kaltblütige Jnnge zog sein Messer aus der Tasche, schlitzte die Stieseln auf, zog das gelähmte Bein aus der Falle und—schwamm an's Ufer. Zwei kleineMädchen,Schwestern,standen ne beneinander u. stürzlen gleichzcilig in dreTie^; sie hiellcn sich an einem aus dem Wasser ra gcnden Cüenbalken fest und es gclaug ihnen auf diefe Weiie, den Kopf übcr'm Wasser zu hallen, bis sie durch ein Boot gerettet wur den. Dixon, 5. Mai.—Bis jetzt hat man die Namen der übrigen Bcluiigtückleu noch urchl «fahren. Die Ufer Ware» während der gan zen Nacht und am frühenMorgen vollcrMen- Ichen, welche nach Vermißten wehten. Aus alle» Theilen des Landes treffen An fragen cm, jeces Haus des Städtchens be trauert ein oder mehrere Opfer. Frau P. M. Alexander und Frau Vann sind heute Morgen ihren Verletzungen erle gen. Chieag 0, 5. Mai.—Unter den in Dixon Verunglückten war auch Frl. Besfre Payne, Tochter der Frau M. L. Payne, Redaltrice des hier erfcheinendeit „Ladies' Magazin." Cincinnati, 5. Mai. Depefchen von Dixon, Jll , bringen weitere Einzcln heiten über das schreckliche Unglück. Die zer brochene Brücke gewädrt einen schrecklichen Anblick; von beiden Seilen der noch festste henden Joche hängen die abgerissenen Eisen, theile hcrinedcr. An jeder Sene wurden Männer, Frauen uud Kiuder zerschmettert oder in's nasse Grab geschleudert. Frau D. Cheney, v u welchrr manAnsangS glaubte, daß sie tödtlich verletzt sei, befindet sich besser. Auch Chas. Murray wird mit dem Leben davonkommen; Frau Murray, die glelchsalls verletzt wurde, befindei sich eben i'alls auf der Besserung. Frau Ella Camp bell von Danentown ist schwer verletzt, wird aber wahrscheinlich mit dem Lebcn davon komme», Zur Zkit des Unglücks befanden sich mehrere Buggies aus der Brücke; sonderbarer Weise wurde abcr Niemand in denselben verletz! u. die Pserde wurden gleichfalls gerettet, bis aui das des S. Hillocks, welches sich noch aus teln stehenden Theile der Brücke befindel Jakob Armslrong, jun , slüizte bei dem Zusammendluä e mir in die Tiese; er war ge;wunften, au? dem Bode» des Stromes ort^ukriechen, um in's freie Wasser;u gelan gen und Miele sich und viele Andere, ChaS. Mcßude rcttele viele Menschenle ben. Oberst H. I. Noble enizinq mit knapper Noth dem Tode. Er hielt ein KinS der Frau Sninh im Arn e und sank mit demselben, laichte wieder aus und brachte dciiUNud glück lich an's Us.r. Frau Noble war eine Strecke weit von lhremManue cntserni und kam nm'S Leben. Tony Brandt, ein Knabe von acht Jahren hielt sich an einer Diele seit und wurde eine halbe Meile mnerhalb der Brücke gerettet. Edward Patrick sprang kühn in'S Wasser und rettete verschiedene Personen. Wm. Tailti rettete drei Flauen und verschiedene an dere Personen, n. A. auch den Dr. Hossman. Hr. Darunter leistete bei Rettunz der Unglück lichen gleichsalls werthvolle Dienste. Frede r'.ck L. Show rettete süns oder sechs Personen. Henry Woodcitt retteie inehrere Kinder. W.it unterhalb der UngluckssteUe, in der Nähe der Eisenbahnbrücke, wurden verschiedene Leichen aus dem Wasser gezogen. Die Leiche des Fred. Hove wurde heute Morgen eine Meile von der Brücke cnt'.rni gesunden. Die noch Vermißten stecken wahricheinlich unter den Trümmern. Man besürchtet übrigens, daß sich der Ver lust an Menschenleben noch weit größer er weisen wird, als man bisher annahm, da ohne Zweisel Viele vom Lande anwesend wa ren, deren Namen bis jetzt noch nicht bekannt geworden sind. Dlxon, All., s.Mai.—Heute wurden die Leichen solgciidcr Personen gesunden: Frau S. W. Kenluer, Frau E. Hope, Rob. Dike, Frank Hamilton, Frl. Nellie Hill.-Bis >eyl hat man 40 Leichen gesunden, 12—t!> Perso nen werden noch vermißt.—Man glaubt levt, daß zur Zeit des Unglücks nicht mehr, als 150 Personen aus der Brücke waren. Roch ein Üilglücö auf cuicr Brücke. St. Lonts ,5. Mai. Ein schreckliche? Unglück ereignete sich gestern Nachmittag aus einer im Bau begriffenen Brücke über den Lanume-River auf ker nordwestlichen Aus dehnung der „Missouri-, Kansas» uno Texas- Lahn," l-1 Meilen von Sedalia. Die Äe rüste, welche errichtet waren, sanken in den Treibsand des Fluises und 12 Arbeiter stürz, reu in den Fluß. Wm. McAvery, Peier Eonner und Harry Fynch wurden aus der Stelle gelüstet; acht auvere wurden mehr oder weniger schwer verletz!. Die Leichen der Per ungiückten kamen gestern Abend in Seda lia an. Elscilbahnunglück in Illinois.—Ein Bahnzuq rnicn Abhang hlnunrec. L o n is v i l t e,Mai.—Nachrichten von Princelon, Ino., melden, dai; am Samstag Abend ein Exetirsionszug von dort aus der „Loutsville-, New-Albany- und Hhicago -Latin" nach Mounl Earm.l, lii., abging, ans welchem sich nngesähr 75 Persouen befan den. In der Nähe des letzteren Ortes liefen mehrere Kühe über da« Geleise; der Eonduk teur HayncS gab zwar sosori das Signal znm Anhalten, doch eye der Zug zum Stehen ge bracht werden lonme, waren die Kühe bereits überfahren, der Zug gerieth ans dem Geteise uud stürzte unler eineii acht Fuß hohenßahn damm hin. Unler ten Schwerverletzten sind Frl. Louise A. West von Prrnceton, vta ihan Luckuer, E. P. Renuy, Frl. L. Dorjert Richard Ingle uud dreißig Ändere. Mord in <jcllcviUe, 111. St. Louis, s>. '.iNai. —Äm stag Abend erschoß Seiliiiger iu BeüevlUt den Z. Lang, während der Leytere schlasend im Lette lag. Laug war mit Serliner's Schwe ster verlobt, der Letztere war jesoch gegen d>e Verbindung und beging insotge dessen den Mord. Der Mörder entfloh. Die Wirren »n Loulsiana. Aber mals e»n blutiger Zusaminenstost. e w - O r l e a n s , Mai. Es wird berichtet, daß die Metropolitaii-Polizei gestern Abend Eapt. de Blauch's Leute in der Nähe von Sl» Martinsville angriff und mit Verlust von drei Todten und zwei Verwnii ten zurückgeschlagen wurde. De Blauch soll 2NO Manu uud eine Kanone haben. N e >v - Z b er i a, 5. Mai. Neuere Nach, richten von St. Martinsville melden, daß die 'Metropolilaner sich dort in emcr schlimmen Situation besi-lden. Ä!rn ist allgemün der Ansicht, daß die Polizisten zu jeder Zeit von denZteuervcrweigereru unterEapt. De Blanch überwältigt werden. Die Bevölkerung dieses Kirchspiels ist entschlossen, der Kellogg'schen Regierung keine Steuern zu zahleu , es sei denn, daß sie von benöunvestruppen gezwun gen wird. XZrauoc. St. Louis, 5. Mai. G. Scelry's Mehlmühle in Earmel, Jll., brannte am Samstag Abend ab. Verlust 520,000. New - Hork, ü. Mai. Die große Fen sterglaSsabrik der Firma Warrick Straugers in Glaßboro, N. J., wurde gestern Abend durch Feuer zerstört. Verluii HBO,OVO. Bussal o, 5. Mai.—Das Hotel in Ham burg, Ene-Eounty, brannte heute Morgen ab. Zwanzig Stück Vieh verbrannten. Aankee-tZourage.—Flucht von hun dert Knaben aus dein Mafsachu srttser Teleg-'avhisches Allerlei. Das Unterhaus der Gesetzgebung von Ohio hat einen Beschluß angenommen, in welchem d>e Gehaltserhöhung derCongreßmit glieder mißbilligt wird. Die „West-st. Lonis-Savings-Bank" in St. Louis wurde geilern durch einen Schwindler mit einem gefälschten Creditbriese Lokalberi-dtc aus Washington. Washington, 5. Mai. Oberst E. F. M, Fähtz ist von den Delegaten des „Deut schen Veteranenbundes" zuii, Festredner bei der am 30. Mai stattfindenden Gräber- erwählt worden. Das jährliche Maifest des „Washing toner Schützenvereins" wird am IS. und Mai abgehalten werden. Gestern Morgen gegen 5 Uhr wurde ein Mann, Namens Johnson, als er die Penn si>lvania-Ave. entlang ging, von einer unbe kannten Person in den Arm gestochen. Dr, Muncaster verband die Wunde, Gestern Morgen um 6 Uhr fiel eine sar bige Köchin, Namens Margaret Evans, von dem Kanalboote „Ino, P, Agnew," welches zur Zeit an der G-Slraßen-Werste liegt, in den Fluß und ertrank. Hr. Verdi von der Sanitäts-Lehörde wird in den nächsten Tagen nach Europa ab reisen, um sich über das Ganiiälswesen in den europäischen HaUPtstäNcn Information zu verschaffen. William Lacey, ein 15 jähriger Knabe, dessen Ellern an der Ecke der 8. u. E-Z-traße wohnen, fuhr gesternMorgeu mit seuiem jün geren Bruder in einem Boote auf dem Pvlo mae. Gegen Mittag kam ein junger Mann, Namens Charles Dean, mit einem Booie in die Nähe der beiden Knaben und ersuchte Wil liam, ihm sein Pistok aus einige Minuten zu leihen. Lacey erwiederte dem jungen Manne, daß er keui Blei, sondern nur Pulver bei sich führe, woraus Tean ihneinlud, in sein (Deaii'e) Voot zu steigen. William folgte der Einladniig und ließ seinen Bender allein zurück. Deaii und Lacey ruderten dann eine Strecke sort, kc'mten aber wieder zmück und William begab sich eilig in seinßoot, welches sein jüngerer Bruder während der Zwlscheil zeil nur mit Mühe regiert hatte. Zwilchen William und Dean schien j.'doch während der kurzen Fahrl, die sie gemeinschaftlich gemacht liatien, ein Streit ausgebrochen zu sein, denn nechselleri, nachdem William schon wie der in das Boot zu seinem Bruder gestiegen wär, heftige Worte. Plötzlich hob Dean eine seiner Ruderslaiigen emsor, schwang die selbe durch die Lust und ließ sie dann sau send aus William's Hauvt sallev. Der arme Junge '!el besinnungslos nied.rnnd lag meh rere Stunden in diesem Zustande auf dem Buden des kleinen schwankenden F ihrzeuges. Äeui Bruder war nicht im Stande, daSßoor Nummer 108. ,u lenken. Ohne Ziel, dem Spiele der Wel lcn preisgegeben, lricb das kleine Fahrzeug aus dem Potvinac uniher und erst Abend? ge gen 9 Uhr vermochte der lüngere Bruder, eine Landung zu bewerkstelligen. I» der Nähe des Arsenals erreichte er das User und ließ sei nen s'rnder hier unler der Obhut einer alten millcidigen Farbigen zurück. Dan» crlle er, so rasch cr nnr konnie, nach der Stadl, wo er feinen Ellern die Unglück-bolschast über brachte. Zisch wäareiid dcriclbcn Nacht wurde der unglückliche Knabe »ach dcr Wohnung seiner Eltern gebracht und ihm von Seilen dcr Acrzle Hammelt, Leach und Lincoln aller nur denkbare Bc-stand geleistet. Man furch tct jedoch, dag cr nicht mit dcm Leben davon kommen wird. Das Bcgräbniß des verstorbenen Hrn. Friedrich Hill mann fand gestern von dcm Wasseusaale der Compagnie A der Washing toner leichten Infanterie ans stall. Die Gra brede hiell dcr Ehrw. P. Brandt von der deal fchen tulhemchcn Kirche. Hr. Clarvon, der Chcs dcr hiesigen Ge heimpolizei, und Geheimpolizist Miller bcga den sich gestern nach Alexandria, Va., und verhafteten daselbst zwei Neger, Namens Da vid Hay und I. Hancy, denen wichtige Thal fachen bezüglich der Ermordung des Hrn. F. Vahn durch den Neger Henry Zjüung bekannt sein sollen. Gcstcrn und hcnte wurden nenn lieneEr krankunge» an den Blattern bei dcrSannäls- Behörde gemeldet. Neue Anzeigen. Ä. pü ilinflusfts uno R..chu,ums ja b,lng..i. IM. 1873. Frühjahrs-Importationcn. Gebrüder Hodges, ?kr. 2 t, Hanoverstrasie, oy.rilni zu drn Zapancsische Poplins, jHwarze Sridtnzrugc, Alpucas Dcttell-Ricdcrlage Frey, Walpert K» Nr. tI. Nord Gaystraß?,^ Die Lcytc Md Dcstc. Tie neue leicht laufende '.Howc'schc 1l äl>m » l chi» c guten den Käufern convenirenden Bedingungen verkauft Nr. 38. Nord-(>harlröiir.. Baltimore. Agenten in jedem (Zonnty. (Apnlz-r? undAp>i>tl,>,Mle,n>.2>i>,) An Brauer und Maschinisten! Wm. E. 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