Newspaper of Der Deutsche Correspondent, May 7, 1873, Page 4

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated May 7, 1873 Page 4
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Ter Teutsche i> srrespoadent. Haltim-!?», 7. Moi 187?« Etad-t Vattimore. — Da? qci'trige M e t tc r. Die bis ge sicru Nachmittag Uhr auf dcm Bureau dcS Sigual-Co pS eiagclaukcncn Depeschen berichteten Hefligen Regen auS Garry „nk> leichtes Regenwetter aus Knoxville, An gusia und Memphis, drohendes Wetter aus >syulleslon, Keolnk, Marquctla, lis, St. Vn'n», Lake-Eiiy und Pcmbiana, so wie klare Lust aus Cairo. Ter zvliiimippi stieg bei Memphis !(» und bei St. Louis 2 Zoll, und fiel bei St. Paul 5 und bei New Orleans 4 Zoll. Der Ohio stieg bei Cincinuati L 5, bci LouiSvill? 5 und bei Cairo Z Zoll, währender bei PiltSburg 50 Zoll fiU. Der Cumbecland siel 19 Zoll bei Najhville. D»r Thermometer stand in Baltimore ans 65, in Plnlatelrhia auf 62, in New S)ork auf SB, in Bo'lon anf6l, in Luffalo auf 61, in Rochestcr auf 56, in Clevelaud au? 53, in PittSvurg auf 7b, in Cincinuati aui 77, in Washingion aus 68. in Chicago auf 50, i» Leavenworth aui 72, in St. Loui» auf 70, in Owaha, auf 72 in San Franzisco aus 75, in Charlcslon auf 69, in Norfolk auf 69, in Keo knk auf 71. in Memphis auf 65. in New Or leans auf 78, in Nashville aus 63. in Mobile auf 70, in Detroit auf 63. in Dululh aus 50. in Sl. Paul auf 72, in Mt. Washington auf 2!, in Portland, Me., aus 51, in Poriland, Or., aus 58, in Moutgcmeiy aus 68, in To ronlo aus 55, in Quebec aus 55 und uiMont ical auf 59 Grad. Wetteraus s i ch t e n. Südöstliche Winde. Bewölkter Himmel und möglicher Weise Regen. Die Vertiefung des Fahrwas ser?.—Das Wachsthum und Emporblüben Baltimore's hangt vorzugsweise von derVcr tiefung der Fahnvafferkaräleab, welche nach unseren Hasen führen. Diesis erkannte sowohl unsere Munizipal-Regiesung, wie auch die Bundesregierung und Beide verwilligten zu wiederholten Malen bcnächtliche Summen sllr die Ausführung der Vectiefungsarbene», die jetzt einen rüstigen Fortgang nehmen. Man erwartet, daß sämmtliche Arbeiten fer tig sein werden, bevor dicsts Jahr seinen Ab schluß erreicht. Wir dürfen aliv hoffen, dag im nächsten Jahre durch den Craighill-, den Bicwcrton- und den Fort üiicHer.rykanal die größten und ticsgehendsteu Schiffe iu unteren Hasen gelangen können. Die Tiefe dieser Kanäle wird 24 Fuß betragen; die Breite da gegen ist eine verichiedene, indem der Craig hill Kanal 400 Fuß, der Bremeuon und der NtcHenry-siaual aoer nur 250 Fuß breit wer den. Ein neuer Abzugskanal. Hr. Cashmyer offenrte gestern im zioeiieu Raths zweige einen Beschluß, dem Louis Becker die Erlaubniß zu ertheilen, von der Eaiteen-Ave. und Albemarlestraße einen nach den Jones' Fällen führenden AbzugSlanal zu bauen. An genommen. Das B r o a d w a y>M a r l l g e b ä u d e. Im zrrciien ÄiaihSzweige reiä te der Prasi dent eine Zuschrift von dcm Gebäude-Inspek tor Jno. W. Cally ein, worin derselbe mit theilt, daß die Koüen einer Reparatur des Broadway Marktgebändes sich auf KlBOO be laufen würden. Die Zuschrift wurde dcm be treffenden Comite überwiesen. Die Crpropriirung desGrund- Eigenthums vor demneueuNaih Hans e.—Hr. Coates reichte gestern im zwei, ten Zweige desStadtrathes eine Petition von Samuel H. Gover und Anderen ein, da« Munlcigcuthum vor dem neuen Rathhause, zwischen und Gaystraßc, zu cxpro. priircn und den aus diese Weise gewonnenen Raum zu einem öfscnülchcu Parke einzurich ten. Ucbcrwlesen. Die Vergrößerung des Batte ry-Sqnarcs. Der zweite Rathözweig trat gestern dem B'schlufse des eisten Zweiges bei, das Park-Conme anzuweisen, die Kosten festzustellen, welche der 'Ankauf einer Strecke Landes von 15 Morgen an jeder Seile des Batteiy-Squaies zur Vergrößerung des Letz teren in Anspruch nebmcu würde. Ja hres schluß 112 e i er im „Mary land-Institut e." -Im „Mai yland-Jn slitute" fand vorgestern Abcnd die vierte jähr liche Schlußfenr der Classe für den Unlerticht im Buchiührcn und wchönschrcibeu stall. Prof. Winter's MufikcorpS war anwesend und spielte eine Anzahl tresjticher Conzcrtpic cen. Hr. C. W. Bentley, Präsident, sowie di» Direktoren des Inslituts und die Classe der Graduirten hatten Sitze aus der Bühue einge nommen. Hr. I. M. Carter hielt eine län gereßede, in welcher er aus die in der ermähn ten Classe crzietten Leistungen hinwies und dazu bemcrkle, daß diese Classe nicht nur den Söhnen reicher, sondern auch den Söhnen ar mer Eltern ossen stehe. Nachdem er geendet, richteten Professor Webster und Hr. John P. Poe Ansprachen an die Gradiirten, in denen sie den Letzteren manchen bchcrzigenLwerlhen Rath ertheilten. Hr. Bentley, der Präsident des Institutes, überreichte nachstehenden Gra duirten die Diplome: Isaak I. Altmann, Robeit H. Koth, Leo Veit, Carl C. Ficken scher, Joh. W. H. Geiger, Philipp W. Gun dersheimcr, Joh. Klebe, Friedrich C. Meyer, S. I. Nördlinger, I. W. O''ll'eiU, Jakob Putzet, Hermann Roller und Gerhard P. Zeul. Lobende Auszeichnungen wuiden fol genden inngen Herren zu Theil: Wm. Ald ridgc, Atsrcd G. Blumcnberg, H.N. Bolton, I. W. Boyer, Jakob Bräuoing, Petcr N. Brooks, Heinrich Bräuning, Samuel Clcne sen, Wm. T. Evans, Carl F. Förster, Louis Friedrich, Otto L. Frohwiner, Carl Giller, M. F. Grauer, Joseph H. Hclm, August C. Jakob, Luther B. Jores, Carl H. Klemm, Wm. N. Leonard, Hermann Lührs, Heinrich L. Leinenweber, G. F. Louderman, Henry Lewis, Joh. W. Müller, JameS H. Rear, August Sauer, G. F. Taylor, Edward A. Walls, Frauk H. Webster, Walter B.Wessel, G. Weifnith, Clarence E. Green, E.O'Con nell und Eduard Schaar. Die Ver. St.-Großloge des un abhängigen Ordens der „Guten Brüder" begann bekanntlich Sonntag früh in der „Rolhmänner.Hcllx" ans der Ecke der Brown- und 3. wlraße zu Philadelphia ihre cilste Jahressitzung, m welcher aucy die fünf diesigen Logen des Ordens, zwei Washingto ner und eine Gcorgeiowner vertreten waren. Die hiesigen sind die . Sckiillcr.Loge Nr. 10," „Wilhelm Tell-Loge Nr. 30," „Steuben-Loze Nr. 41," „Madisvil.Loge Nr. 40" und „Ger- Nr. 38;" die Namen ih> er Depu taten erwähnten wir bereits. In der Sitzung, welcher der Ver. Philipp Rolh präsidirle, erstattete dcr Großsekrctär sei nen Bericht, welcher 41 Logen mtt 3327 Mit gliedern und 835,808.46 Capital aufweist; rn uiifercr Stadl zählt dcr Ordcu über 500 Mitglieder. Außerdem gibt'S drei Staats- Groglogen, und zwar inPennsylvanien, Ma ryland und New-Jerfcy, und süuf Lager. Im Laufe des verwichenen Jahres wurden 616 Mitglieder mit K36to unterstützt, für Be-rdi gungen 53860, im Ganzen also 513,470 an Unleistütznngsgcltcru verausgabt. Nach An nahme dieses uud anderer Berichte schritt man zur Wahl dcr neuen Beamten für die nächsten zwöls Monate und erwählte folgende Heiren: Heinrich Ober vonNewark, N.-J., znmGroß- Obermeister, Theodor HeUstern vonßrooklyn, zum Großuntcrmcister, Johann Pei lert von Catousville, Md., zum Großcaplan, Franz Henze von Newark, N.-J., zum Gro ß Johann ZachaiS von Philadelphia zum Großkaisircr. Georg Hagele von ebenda her zum Großaufieher, Carl Bollmaun von Brooklyn, N.-V., zum inneren und A. Freu denthal ausEggharbor-Cily, N.-J., zum äu ßeren Großwächtcr. Nachdem man das Ge such um dcn Freibrief zu einer Großloge sür den Staat New Hork bewilligt Halle, vertagte man sich bis Montag. Der zweile und letzte Srtzungstag, der Montag, begann mit dcr enimüthigen Annahme tcs Lorschlages, die Gebühren für Bewilligung elnes Freibriefes aus KIO zu erhöhen. Man beschloß, auch künftig jährliche Sitzungen zu halten, und faßte anläßlich des Ablebens des Ex Groß meisters Wm.Wirth in Newaik, N.-J., pas sendeßeileids', Trau«- und Nachrussbeschlüs. se, welche der Familie des Hingeschiedenen abschuftlich zugestellt wcrden sollen. Damit waren die Geschäfte der diesjährigen Per.St.» Großlogeu-Siyung zu Ende; die nächste fin det am ersten Sonntage im Mai 1874 zuEgg- Harbor-Cily, N.-J., stall. Die Vergebung von Stadtcon trakte n.— Wie wir bercitö gestern mitiheil teu, reichte Hr. Seim am Dienstage im ersten Raih?zweige eine Verordnung im Betreff der Stadt-Contrakte ein, welche zum Drucke be ordert wurde. Die Verordnung lautet sol gendermaßen: „Hiermit sc, es von dem Mayor und dem Rathe dcr Stadt Baltimore verordnet, daß Abschnitt 69 des Baltimarer Gesetzbuches, welcher unier dem Titel „Stadt- Contraklc" «eh>, m nachstehender Weise amen diit und wiedtr vcrfügr weite: Abschnitt 63 Es sei hieinnt cou dem Scoyor und dem Stadtratbe verordne', daß, >m Falle städtische Beamte Anzeige» ergehen lasten im Beuesf der Eir.reicizung vonAngebolcu sür ii gend eii.e öffentliche Ärbeit odcr einen Coui.al!, gemäß existireiicen Veroitnungeu und Beschlnstcn, cs die Pflictit dir Beaa lcu jciu soll, tie empfan genen versiegelte» Angebote dem Mayor vor zulegen, welcher dics lb»n i.i mit dcm Conuoleur und Regliirator vffnen und in allen Fällen ten dcm niedrig» Bietenden, von dem man weiß, daß er im Stande ist, die Vtruinirvrliichleil sür die Ar beit zu übernehmen, übertragen soll; es soll jedoch kein Contratt von geöff net werden, welcher bisher in dcr Ausfühinng eines mit dcr Sludt abgeschlossenen Honlrak teS, seine Uofähigkcil, die Virantwoitlicureit für die Arbeit zu /ibcrnehm.n, an den Tag legte." Die Verordnung wurde zurückgelegt. Richter Pinkney hat eine Rei'e nach New-Hoil angetreten. Eine Baltimore? Colonie im W e sien.—lm östlichen Tbeile unsnerstadt hat sich eine aus Soldaten und Matrosen, wel che im letzte» Kriege dienten, bestehendeGesell sckiast gebildet, die sich im nächste» Frühjahre entweder in Kansas oder in Colorado anzusie delu gedenkt. Die Gesellichast zählt gegenwär tig 60 Mitglieder. Folgende Herren sin» die Beamten: W. H. H. Steiumann, Präsident; Wm. McConn und W. Sweigen, Vicepräsi- Oberst Wm. H. Boqle, Sekretär; Richard T. Morris, Schatzmeister. Die vonPittsburg, Pa., nachßal tiniore zurückgebrachten Spirituo sen > Händler Michael Kelln und Charles O'Connor, welche früher dahier auf der Ecke der Warnerkraße und Elbow-Lane ihr Ge schäft betrieben, wurden geilern im Bundes bezirks-Gerichte wegen Annahme mehrerer leerer Spiritucsen.Gebinde oder Stücksässer, an denen die Steuermailen weder entfernt, noch canzellirt oder zerstört waren, vor Ge schworenen prozessirt, schuldig befunden, und Je"er zu t3OO Strafe nebst Kosten verurtheilt. Berichtigung. Der Eitrag der Col leite ain Sonntage bei der Einweihung des St. Jojephs-Hoipitals war nicht >2OOO, son dcrn, wie aus amtlicher Quelle uns gemeldet wild, 5968.15. Der Unfall, welchen Hr. Wm. F. D. Jean am Sonnabend erlitt, «rüg sich nicht in dem Hause Nr. 65», West-Ballimoiestruße, sondern in Nr. 118, Weit-Lombardstraße, zu. Dr. I. T. Wilhelm leinete dem Unglücklichen die nöthige ärztliche Hülfe. Die Eigenthümer von Austern- Fahrzeugen hielten gestern Abend im Louis Bitter'schen Salon in Nr. 9, West- Prattslraße, wieder eine Versammlung; die früheren Beamten sungitten auch dieses Mal, d. i. Hr. William Barnes als Präsident und Hr. Robert Caisidy als Schriftführer. Hr. Z. A. L. McClure, RechtScon'uleut der des verpönten Auslernfanges am Ostuser der Lhesap-ake-Bui angeschuldigten Personen, war wiederum anwesend und fertigte ein Ver zeichnißDeijenigen, welche für ihren aus näch sten Freitag in St. Michael's, Talbot-Co., angesetzten Prozeß gerüstet und durch Zeugen ein ihrer PuugieS nachzuweisen im stände sind, an. Darin bestand dasHaupt geschäft des Abend?, Gr und st ücks Verkäufe.—Die HH. Samuel H. Gover Söhne veraukilonirten gestern Nachmittag an Ott und Stelle das l 8 Fug breite, 75Fuß lange und mit einem 2j-stöckigen ziegelsteinernen, unten als Ver kausslok'al eingerichteten Wohnhause bebaute Grundstück Nr. 134, Low-, nahe Aisquith- Ltraße, um K 855 bei S3O Jahres-Grundzins an S. Löwenthal. Die HH. F. W. Bennctt K Comp.ver subhastiiten gestern Nachmittag an Ort und Stelle das dem verstorbenen Jakob Vettert gehörige Grundstück Nr. 153, «süd-Bond- Straße, 15 Fug breit, bei Ä2 Fug Länge bis Swau Alley durchgehend und mit einem drei stöckigen ziegelsteinernen, unten als Laden be nutzten Wohnhanse nebst zweistöckigemHiNter gebäude besetzt, um »2025 bei S3O Grundzins an Calharine Schaub; serner Montag Nach mittag an Ort und stelle das 22 bei 72 Fug ballende Grundstück auf der Noidost-Ecke der Howard- und Camdeujlrage, worauf ein al tes dreistöckiges ziegelsteiiiernes, als Wirth schaft und Wohnung benutztes Gebäude steht, um K 3750 Baargeld bei »200 Grundzins an Samuel G. Wiuternitz. Die HH. Trezo ek Kirkland veräußerten gestern Nachmittag an Ott und Stelle folgen de drei zum Joh. Knoch'jchen Nachlasse ge hörige Grundstücke: das aus der Nordost-Ecke der Johnson- und Clementstraße, 75 Fuß breit, bei 200 Fuß Länge hinten an eine 40 Fuß breite Straße stoßend und mit fünf theil weise unfertigen Wohnhäusern nebst Hinterge bäudeu, Küchen und einer zweistöckigen ziegel stelnernen Zimmermanns - Werkstatt bebaut, um H 25 bei K 318.75 Jahres - Grundzins und mit Uebernahme eines Bauhandwerkers - An spruches von S3SVV an Johann Homrighau seu; eines aus der Westseite der Johnson-, 734 Fuß nördlich von der Nordwest-Ecke der John. son- und Eroßstraße, 14 bei 80 Fuß groß und mit einem dreistöckigen ziegelsteinernenVorder uud einem zweistöckigen Hintergebäude be baut, um 51425 bei »42 Grundzins an Henri, Eollins; das zweitnächsle nördlich vom vori gen, gleich groß und ähnlich bebaut, wie die ses, um K 1455 bei K 42 Grundzins an Hein rich Chnmmel; ferner Montag Nachmittag an Ort und Stelle das bei 75 Fuß hal tende Grundstück, Nr. 35K, Ost - Monument- Straße, worauf ein 2j-stöckiges ziegelsteiner. nes Wohnhaus steht, um >1350 bei K 17.19 Grundzins an Johann Kolser; das 17 bei 75 Fuß haltende, mit einem 2z.slöckigeu ziegel lieinerncn Wohnhause besetzte Grundstück Nr. 313, Saratozaslr.. um K 2400 bei K 25 lah res-Grundzins an I. R. Reinhard. Die HH. P. H. SuUivan K Söhne of ferirte, Montag Nachmittag an Ort und Stelle den Pacht auf 28 leere Bauplätze an Veralten Aork-Road nahe dem Dorfe Wa verly, zusammen nahezu acht Morgen, west lich von der alten ?)ork-Road, nördlich von Calor's Avenue, südlich von Dumbarton- Avenue begrenzt und mittelst Steele'« Lane 150 Ellen von der „Hork-Road-Pferdebahn" entfernt, jede Baustelle mit 50 Fuß Faoade und 150 Fuß Länge; verpachtet wurden zwei au Dumvailon-Avenue zu S 2 pro Frontfuß an Georg Appold, zwei ebeudort zu K 1.75 pro Frontfug an A. Füller Crane, vier ebenda zu Kl.pro Froutfuß an I. L. Bonnett, zwei an Ecuor's Avenue zu 5i.95 pro Frontfuß an I. L. Bonnett und zwei ebenda zu K 1 .60 pro Fagadenfuß an Christoph Shaw. Die übri gen sechszehn wurden von der Auktion zurück gezogen. Die Pächter müssen sich verpflich ten, mindestens 20 Fuß breite und 25' stöckige Häuser erster Klasse zu bauen und können den Pachtzins binnen 12 Monaten mit sieben Prozent ablösen. DerTnnnel d er„B al timor e-P o» toma c-B a h n."—Der Tunnel der „Balti more-Pitomac-Vahn" naht sich jetzt seiner Vollendung. Die Arbeiten an diesem Tun uel wurden im Mai 1371 in Angriff genom men und die Verordnung, welche der „Balti more-Pctomoc-Bahn" damals das Recht ge währte, dichtn Tunnel zu construiren, enthält zugleich die Bedingung, daß die Arbeiten in nerhalb des Monats Mai im Jahre 1873 zu Ende geführt sein müssen. Der Tunnel wird an zwei Stellen unbewölkt bleiben, nämlich auf einer Strecke von 200 Fuß bei der Boun daiy-Ave. und aus einer SNecke von 345 Fuß Zwilchen der Pennsylvania-Avenue, und Fre montstr. Die ganze Länge des Tunnels be trägt 7593 Fuß. Derselbe verbindet die„Bal timore-Holomac-Bahil" mit derj „Nördlichen Central-Bahn" an der Nord-AvenneLciicke bei JoneS' Fällen. Der Bau wurde unter der Leitung der HH. Thomas Seabrook, Ge- neral-Geschäflssührer der „Baltimore-Poto mac-Bahn," Israel Smith, Chef-Ingenieur, H. H. Carter, Ingenieur der Tunnelarbeiten, und Thomas Rutter, Contraktor für den Tunnel, ausgeführt und wird etwa «2 000,- 000 kosten. Man erwartet, daß die Bahn züge am 1. Juni zuerst durch den Tminel brausen werden. Der „Union-Zijenbahli' Tunnel" welcher eine Länge von 341 v Fuß hat, beginnt am westlichen Ende des „Balti more-Potomac-Tnnnels" und läuft unter der Hoffmari-entlang bis zur Bondstraße. Die größte Tiefe des Union-TunnelS beträgt 66 Fuß, während der Tunnel der „Baltimore- Potomac-Bahn" nirgends tieser ist als 55 Fuß. Eine neue lacht. Hr. Charles F. King hat für den „Monumental-Boot-Club" von Baltimore eine zierliche Jacht gebaut, die eine Länge von 20 u. eine Breite von 6t Fuß hat und wie wir hören, dm Namen „Lord Baltimore" erhalten soll. Die gegenwärti gen Beamten des Clubs sind folgende Herren: I. F. Morrison, Präsident; Philip G.Hesse, Vicepräsident; Chas. H. Gogle,.Schatzmei ster ; I. Hesse, Sekretär. Wahl von Com missären inElk t o n, Md. In Elkton, Md., wurden vor gestern die HH. John Gilpin, Washington H. Bennett, R. B. Frazier, Richard G. Reese und Morris Dunbar (Demokraten) u. die HH.'Jjaac D. Davis und Robert Marsh dank (Republikaner) als Commissäre für dte Stadt erwählt. Einweihung einer Kirche in Bal ti mo r e-C ou n t l>. — Die Perry-Hall« Merbodisten-Kircbe in Baltimore-Co., etwa 12 Meilen von Baltimore an der Bclair- Road gelegen, wurde am Sonntage einge weiht. Zugegen waren bei dieser Feierlich» keit die Ehrrv. Sam. Rodgers, I. A. Spang, ler, T. W. Brown und H. Moore. Die Fest predigt hielt der Ehrw. «Samuel Rodgers. Eine am Schlüsse des Gottesdienstes erho bene Collekte ergab K 320. Die Kirche ist aus Ziegelsteinen ausgeführt und kostet »3500. Die Vorboten der Herb st wäh len. —Die demo kralische Stadt-Convention versammelt sich Donnerstag Abend in der „Lyric Halle" auf der Ecke der St. Paul- und Lexingtonstraße. D irektorenwah l.—Folgende Heiren wurden vorgestern als Direktoren der östlichen Klinik an der Ecke der Balumorestraße und Central-Avenue erwählt: Thos. Kelio, Ro beit Turner, Jakob H. Taylor, Wm. E. Hooper, Geo. Sanders, John T. Kelso, Dr. P. S. Kinneman, Richard Fouder, John A. Applegarth, I. W. Randolpy, Robert Cath can und Wm. Daniel. Ein Schütze n-T urnier. Wie wir vernehmen, wud in den nächsten Tagen im vierten Bezirke von Anne Aruodel-Couniy ein Schützcn-Turnier siatifinden. Jeder, der Gefallen daranfindet, kann ohne irgend welche Vergütung am Schießen theilnehmen. Dem jenigen, welcher den besten Schuß thut, wird die seltene Ehre zu Theil, irgend eine lunge Dame, die er auswählt, als Königin zu krö nen. Die HH? L. Cecil, Franl Hall u, Dr. Houng sind die Urbebcr dieser Affaire. Zum G ehe im p oli zist e n hat gestern die Polizeibehörde den Fliedens- und Ex-Po- lizeirichter deZ südlichen SlationShauseS James Nuzenl ernannt, der deshalb, wenn . er die Ernennung annimmt, sein Friedens richtersamt nieseilegen muß. Die übrigen Mitglieder der städtischen Geheimpolizei- Mannschaft sind Che» Wm. T. Crone, Joqn S. Pontier, Friedrich Zchäser, Ä. W.Gceen tree, Thomas Carroll und Joseph Mitchell. Unter d e n C r i m i n a l-F ä l l e n, wel che vom hiesigen Criminalgerichte nach dem Kiriszeiichle sür Baltimorc-Countp verlegt wurden, sind zwei wegen Mordangrisss, süns wegen Meineid?, sechs wegen Diebstahls, vier wegen Hehlerei, vier wegen Spirtuosen- VerkausSam Sonntage, einer wegen Veikauss geistiger Geiränte an und vur wegen Haltens von Spicllokalcn. Militärisches. Major F. I. Mc- Donald musterte vorgestern Abend die Com pagnie K des 6. Regimenies der Maryländer Naiionalgaide ein. Die Compagnie zählt 54 neue MiiglieSer, die bis zur näÄsten Parade sämmtlich uniformlltscin werden. Die Ossi ziere dieser Compagnie sind, wie solgt: Chis. H. Winters, Capitän; Edward Leel>e, Pre mier-Lieutenant, und ChaS. C. Williams. Gottesdienst in der unabhän gigen Bethanien-Methodisten- Kirche.—Die Einmeihungsseiectichkelten in der unabh. Franklin - Square wurden vorgestern fortge setzt. Der Eyrw. Tho.nas Guard hielt eine längere, zu Heizen gehende Predigt, worauf Mad. Holland ein Spä ter wurde eine Collekte erhoben, w.lche eine beträchtl che Summe ergab. Kirchliches. —Die in der St. Jo'ephS- Kirche auf der Ecke der Howard- und Barre Straße am Sonntag Morgen eröffnete 40- sliuidige Andacht zu Ehren des hei!. Salra mentcs wurde gestern mit einem Leviten-Hoch ainte und Prozession geschlossen. Am Hoch altare fungirten die Hochw. I'?. Dougherty, Chappelle und Hoffmann. Nach dem Hoch amte wurde die Litanei der Heiligen gesunken; der Chor sang die Respensonen. Eine Pro zefsion mit dem Allerhl. Gute schloß die An dacht. In der C a l v arie n-K irche an der Ecke der Madison.Avenue und Eutawstcaße nahm der Ehrw. Bischof Whittingham am Sonn tag Nachmittag 4L Consirmanden in den Bund der Christen auf. Neun der Confir manden waren Farbige. Die hiesizenMe t hodi st en-G ei stlichen hielten vorgestern in dem Hause Nr. 122, Fayettestrage, eine Versammlung ab, in wel cher über rcligiöse Fragen debaltirt wurde. Ein Freudenlag war es für Hrn. Louis Weber in Nr. 20, Marsh - Marlet- Space, als er am Montage bei der informel len Erössnung der Montags Marki-Äeschäsie, wozu er die erste Anregung gegeben und für deren Herbeiführung er irotz seiner quälenden Köipeileiden unermüdlich gewirkt, «ahlreiche Grarulationeii von Freunden, Nachvarn, Marltbesuchern und ihm biiher unbekannten Besürw ortern des empfing. Wie zahkieich diese Besuche waren, beweisen die riesigen Massen von Lunich Delikatessen, die, zur Feier des Tages von Madame We ber zubereitet, noch vor Schlug des Marktes vertilgt waren. Musik uns allgemeine Fröh lichkeit gehörten selbstverständlich zu dem >m prvvisirten Programme des Erössunngsfestes. Aus Aliiiapolis. Es cirkulirt hier das Gerücht, dag der Neger Michael Henry am Samstag Abend in der NäHe von Cav ley's Brücke im 5. Bezirke von Ann A-undel- Countv von dem Neger Lambert Butler er schossen wurde. Es wird erzählt, dag Butler am Samstage nach keiner Wohnung kam und daselbst den Neger Henry fand, der einen A». griff mit schandbarer Absicht aus seine (But ler's) Frau zu machen velsuchte. Sofort zog Butler ein Pistol hervor und feuerte dasselbe aus Henry ab, der getroffen niedeistürzte und inneihalb weniger Minuten veischied. Butlei ist bis jetzt noch nicht verhastet worden. Heute wird der Prozeß gegen die Negei Zachariah Cvle und Rodert Carter, welch« der Ermordung des Negers William WalerS beschuldigt sind, zur Verhandlung kommen. Lieutenant S. D. Ames ist nah New Aork gesandt worden, um das Commandc eines Dampfers zu übernehmen, der in dei nächsten Zeit nach dem mittelländischen Meer« absegeln wird, um daselbst künftig stationiit zu werden. Admiral Worden erhielt vorgesternAbent eine Depesche, welche ihm den Tod seines vm wenigen Tagen in Sackett's Harbor verstor benen Sohnes inittheilie. Etn schrecklicher Unfal l.—Als Hr, Geo. B. Taliaserro gestern Morgen gegen Uhr an der Ecke der Light- über die Prall straße gehen wollte, wurde er von den vor einem Adams'lchen Expreßwagen gespannter Pserden über den Haufen gerannt; die Rädel des Wagens gingen über den unglücklich?! Mann und brachten demselben furchtbarerer letzungen bei. Nicht nuc beide Arme, son dern auch das rech'e Bein wurden g-.broher uno außerdem erhielt Hr. Taliaftrrv, welche bereits im KB. Lebensjahre steht, noch mehrer schwere Quetschungen uud Corilusionen an ganzen Körper. Die Polizisten Treß, Ma lone und Floyd brachten ihn nach dem Hospi tale der Washington - Universität, wo di« Aerzte Dr. Chancellor und Dr. Geo. B Reynolds dem bedauernswerlhen Manne tu, erFe Hülfe leisteten. Hr. Taliaferro gehör! einer der angesehensten Familien Virginien'< an und kam im Jahre 1344 zuerst nach Bai timore. Bei'm Ausbruch des Krieges begal er sich wieder nach Virginien und kehrte ers im letzten September wieder nach Ballimor zurück, wo er in Nr. 119, Lightstraße, ein kleines Commissions - Geschäft eröffnete, Man glaubt nicht, daß er mit dem Leben da vollkommen wird. Am Nachmittage mußte Hrn. Taliaserri der eine Arm abgenommen werden und mar sürchtet, daß auch der andere Arm amputirl werden muß. Die Wunden am Körper welche durch die Hufjchläge dei- Pferde verur facht wurden, sehen schrecklich aus und berei ten dem Unglücklichen furchtbare Schmerzen, Hr. T. ist ein Better des Obersten A. Ta< liaserro ui Culpepper, Va., uud hat einer Bruder, der in Gloucester, Va., ein Kauf maniiSgeschäft betreibt. Man hat den Letz teren von dem Unglücke in Kenntniß gesetzt. Wie wir später erfahren, erlag Hr. Talia ferro gestern Nachmittag zwischen 5 und L Uh im Hospitale der Washington-Universität sei nen Leiden. Coroner Dr. Walker wurde be nachrichtigt und benef eine Jury zusammen welche sich nach Besichtigung des Leichnami bis heule Mittag vertagte, wo sie sich im mitt leren Stationshause wieder versammeln wird Hr. Taliaserro war ein Netter oer Mad. Chan cellor, Gemahlin des Pros. Chaucellor von dei Washington-Universität. Schiffsunfall. Die Barle „Isaak Rich, Capt. Shelden, von Callao nach der Hamptoner Rhede unterwegs, kehrte am 5. April mit der Nothflagge nach dem Abfahrts hafen zurück; am 20. März, dem dritter Tage nach der Abfahrt, wurde sie von hesti gen Windstößen dei hochgehender See über fallen, eine große Wassermenge drang über'i Deck in den Kielraum, und das Fahrzeug neigte sich so auf die Seite, daß die Balken läge fast zur vertikalen wurde; die Deckbalker und Stieper zerbrachen dabei. Man mußt, die Ladung wieder löschen, nm die nöthiger Reparaturen vornehmen zu können. Unfälle. Gestern Morgen um H 3 Uhi fiel die kleine« lährige Tochter des Hrn. I Gibbon von der Vernandah des Hauses Nr 22, «t. Marystraße, aus die Erde und erhielt solch' schwere Verletzungen, daß es fehr frag lich ist, ob das Kind dem Leben erhalten blei, den wird. Dr. Hnnk leistete der kleinen Lei denden ärztliche Hülfe. Heinrich Frei fiel vorgestern Nachmih tag von einem Mäste des Dampfers „Rebeccc Clyde," welcher an der Werfte, Ecke der Lee uud Lightstraße, liegt, aus das Deck des Schis feS nieder. Er brach seinen linken Arm un! erhielt mehrere erhebliche innere Verletzungen, Man brachte ihn nach dem Washington-Ho spiial. Todesursache. Wie wir wurde der Tod des Hrn.Milton B. Knowles welcher am Sonntage in seiner Wohnung, Nr 42, Nord-Frontstraße, starb, dadurch herbei geführt, daß Hr. K. eine Quantität grüne, Peanüfse ag, die eine Magenentzündung her beiführten. Nach dem Urtheile mehrerer Aerzd sollen die>e Nuffe der Gesundheit höchst schäd lich sein. Eine Anfrage an den S tad t-Re> gi strato r.—Lm ersten Rathszweige wurde geilern insolge eines von Hrn. Orndorff aus gehenden Antrages beschlossen, eine Anfragl au den Stadt-Registrator zurichten, wie grox der Betrag des Baarvorrathes und der gegen wärtig deponirien städtischen Gelder ist.' Vor Bunde s-C ommissär Brooks bestand gestern Valentin Sherman, erstei Sieuermaun des Schooneis „Lizzie W. Ver den," grausamer u. außergewöhnlicher Züch tigung, die er dem Matronen Csrl Hilberg auf der Fahrt von Havanna nach unserem Hafen angeblich Hai angedeihen lassen, du Voruntersuchung und mußte bis zum heuti gen summarnchen Versahren vor Richter Gi les im Bundesbezirks-Gerichlc Cauuon stel len. Angriff und Schlägerei.—An ei nem Tage voriger Woche wurde der Löttchei W. T. Schäfer an der «Aoughstraße angeblich von einem seiner Arbeiter, Namens Wm> Milsted, angegriffen und geschlagen. Schä f.r ergiiff eine Ellenstange uud schlug Milliet mitteist derselbe» nieder. Der Sohn des Letz, leren, welchcr bei der Affaire zugegen war, er griff einen Stein und ichleuderte denselben nach Schäser. Der Stein iias lein Ziel unl zwar mit solcher Hestigkeik, daß dei Geirof fene niederstürzte und da« Bewugt'ein verlor. Als er wieder zur Besinnung kam, ließ er Milsted und dessen Sohn verhaften. Nach einem Verhöre vor einem Friedensrichter wur den jedoch Beide entlassen. Vorgestern ließ Hr. Schäfer Beide zum zweiten Male arreit ren und vor Richter Myers führen, welcher sie bis zum Eischeinen vor'm Gericht^unter - Bürgschaft stellte. FürdenLampley'fchenMordvro zeg sind folgende Zeugen nach Annapolis vorgeladeu: von der Anklagebehörde Hülfs- PolizeimarschaU Jakob Frey, die Geizeimpo lizisten Che» William T. John S. Polier und Joh. F. Schäfer, Sergeant John fon, die Polizeidiener Potter und H. Meien dorf, Jodn Lampley, sen. und jun., Thomas D. und Änna E. Sprague, Samu-l T. Bil liugton, die Frau von Benjamin Cole, Pro?. D. H. Buller und die Dolroren I. I. Groß, Wm. H. Clendenin und I. R. von der Vertheidigung Major Hewelt, H.McMa nu?, H. McPherson, Lewis Bond, Zahn Piercv, Tkomas die Aerzte Groß und Clendenin, John Engliih, Roderl Betts, Georg Dodson, James McLougall, Jaims Merritt, Alexander Abbott und Thomas Smith. Da gestern der Gerichtshof mit dem vorige Woche begonnenen Eisenbahn-Prozesse fertig wurde, auch noch Zeit zur Vornahme eines anderen Falles übrig blieb, so erging an den die Weisung, den Zeu gen in dem Lampley'schen Prozesse miuuthei leu, dag sie sich heute Vormittag inAnnapolis einzufinden haben. Mißhandlungen. Elizabeth John son soll ein Kind mit Wasser begossen und den Fcicden geilörl haben. Richter Watson riö lhiqte die Arrestantin, Caution für künftiges sanfteres Austreten zu geben. Gleiches verfugte Richter Flaherty über John H. Williams, gegen welchen die An schuldigung, Franz Schmidt geprügelt zu ha den, vorlag. Geldbugen. Verunreinigung tes Stadlbrunnens au Calveuslraße zog gesteru dem Schwarzen John Williams Festnahme und vom Richter Robinson K 5 Strafe nebst Kosten zu. Joseph Kahler, aus dessen Hof Blut aus die Straße gefloneii, büßte dies, vor Richter Hagerty gebracht, mit S 5 Strafe nebst Kosten. Patrick s,'ee hatte seine Kühe frei auf der Straße umherlaufen lassen, was derselbe Po. lizeirictiter durch Verhüllung von K 5 Strafe nebsl Kosten ahndete. I. Gedding'S Abtritts karren war von der Polizei in der Zeit zwischen früh 4 und Abends 11 Uhr auf der Straße angetroffen worden, wofür ihm Richter Farlow K 2 Strafe uebii Kosten zudiltirle. Der Zuband des deutschen Ma trosen, Namens Olsen, der sich aus dem Dampfer „Berlin" im Irrsinne zu entleiben versuchte, hatte sich gestern bedeutend gebessert. Der Arme liegt noch m der Klinik an Lom bardstraße. Dem Criminal-Verfahren über wiesen sah sich g-stern James Wevb, Murray, den Carl Winter am Montage auf die Anklage, 4j Faß Aepfel im Werthe von SZ.4O und Ivo Hickoryfhads im Werthe von S2.LO, die ihm alsAgenieu anvertraut worden, untcrichlagen und zum eigenen Rayen ver wandt zu haben, hatte festnehmen lassen. Der Angellagte stellte die vom RicylerWheelcr v.r. langte Unierjuchuiigs-Cauiioit. Brand. Gestern Nachmittag gegen 4 Uhr entzündete sich durch Flugfunken aus der Feueresie das Dach des zweistöckigen ziegel steinernen, W.H. Clabaugh gehörigen Hauses, Rr. 23, Couway-, nahe Hanoverstraße, dessen P.rteire von dem Grobschmidl Benjamin Armbruster, und dessen zweite Etage vom Koffermacher Conrad Zeul benutzt wird. Mil leichter Mühe gelang es, die Flammen zu be mcistern; der Brandschaden beziffert sich auf höchstens 51V. Der Hanover-Markt. Hr. WhiK offerirte gestern im zweiten Zweige des Stadt' rathes einen Beschluß, das Innere des Hano ver-Maikles zu weigert uud KllX) für dieser Zweck zu vernnlligen. Angenommen. BerschöneruugenaufdemMouni Vernon-Squar e.— Im zweiten Raths zweige unterbreitete Hr. Kerc gestern eine Ver ordnung, welche die Ernennung der HH. I, Hanjou Thomas, Decalur, H. Miller uul Thos. M. Lonahau als Commissäre dei Squares, welche das Waihington-Nonumem umgeben, vorschreibt und den genannten Her reu die Vollmacht ertheilt, das eiserne Gelän> der, welches die Squares umgiebt, zu entser neu und dafür Granitblölle zu legen, und fer ncr die Squarcs.anderweitig zu verschönern Angenommen. Sommer-Uniform.— Laut erhal tenen Befehls meldete sich gestern Morgen jeder Polizist im Leibrock oh.ie Gürtel uud ohne feinen Knüttel. Gräber schmückung. Im „Dong laß Institute, Nr. 11, Lexingtonstraße, tamei gestern Abend die farbigen Ex-Soldaten uni -Seeleute des „Lincoln-Postens Nr. 7" zu fammen und fetzten einen Siebener-Ausjchuß welcher mit den nöthigen Vorbereitungen fü> die auf den 2». Mai anberaumte schmückun, der Gräber farbiger Bitndessoldateri betrau wurde, ein. Ein zweiter Ausschuß soll dli erforderlichen Fonds., für die Feier jammeln Die nächste Versammlung will man kommen > den Dienstag abhalten. Der „Lafayette - Turnverein' hiell gestern Abend in feinem Gefchäfislokal! in Nr. 237, West-Prattstraße, unter Vorsit des Präsidenten Hrn. Joh. Mechlhold ein« zahlreich besuchte General-Versammluug; Hr Georg Meise fungirte'als Sekretär. Dei Vorsitzende erklarte den Zweck der Verfamm luug/ver darin bestehe, den Entwurf des Pro grammes für das am Montag, den 12.V.M. in Rost's Hain abzuhaltende Maifest vorzu legen. Das Programm wurde vom Sekre tär verlesen und einstimmig angenommen Die Marfchroule und alle sonstigen Vorbe reitungen wurden besprochen und endgülti. festgestellt. Folgente Herren bilden da! Exekutiv-Comiie für das große Mai- un! Turnfest: Carl Schmidt, Georg Rössel Arthur Sachse, Georg Meise, I. Mitchell P. Berringer, E. Day und C. Jung Folgende Marschroute wurde angenommen von Pratt-durch Eutaw-, Baltimore-,Paca- Fayctte-, Charles-, Baltimore- und Gaystr nach dem Festplatze. Die Empfangsied -wird um 42 Uhr Nachmittags abgehalten Pyramiden Bau in sieben Abtheilungen uu 3 Uhr; aode'.e gymnastische Uebungen um 5- Uhr; ländliche Unterhaltungen um 6 Uhr gymnastische Uebungen eingeladener Turne um 7 Uhr. Der Tanz wird um j2 Uhr de glnnen und an drei Platzen bis II UhrAbend! dauern. Es wurde vorgeschlagen und aitge nominell, Capl. Emmel's und Capt. Pick'< Musikcorps für Conzert- und Tanzmusik zi engagiren. Das bevorstehende Maifeii ist da! Dritte dieses Vereins und verspricht, nach dei Vorbereitungen zu schließen, in der Tha großartig zu werden. Die Wahl desExekullv Comite's bürgt für den Erfolg. Ein guter Fußgänger. —Hr. H. H C. Watts, welcher in unserer Sladt sich ge wissermaßen einen Ruf als tüchtiger Fußgän ger erworben hat, marschiite an einem Taff voriger Woche über eine vom Regen beinah «nwegbar gemachte Landstraße vonßalnmor nach einem 45 Meile» von hier entfernt gele genen Orte in Montgomery » County. Ei legte die Strecke in 9 Stunden und 15 Minu Nach Wien. Hr. Wm. H. Shock Chef-Jrigenieur der Buudesflolte, wird heuti mit dem Dampfer „Scolia" von New-Aor nach Europa absegeln. Er begjcbt sich nach Wien, um das Ingenieur - Departement dv Bundesslotte auf der Ausstellung zu repräM tuen. Die „St. Patricks-Ritter" nah men gestern Abend in ihrem Haupt-Quar tiere, der Halle des „Sozial-demokratischer Turnvereins," die jährliche Neuwahl der Be amten mit nachstehendem Ergebnisse vor: H> Meehan Chef-Riller; Charles F. Cassidl Hülss-Ches-Ritter; Patrick Reily Finanz, u, P. I. Hogan prolokollirender Sekrelär; S. F. Flaherty Kalsirer; Vater Jt-Hn T. Gait ley, Geistlicher der St. Patricks-Kirche, Cap lan; John Murphy Sergeant-at-Arms. Der Unterbrechung der Kabel- Verbindung zwischen der Hamptonei Rhede und demOld-PointerLeuchthause wurde abgeholseo; mau reparirte das zerrissene Ka bel und legle es vom Old-PointerLeuchthnusi nach den und der Küste nahe Se< wall's Point, und gestern konnte das dortige Telegraphenbüreau bereits eröffnet werden. Die Stadt schulbehörde hielt ge. Stern Abend ihre regelmäßige Wocheiifitziing. Hr. McGlone bemerkle, es sei der Wunsch des Achtbaren Wm. I. O'Brien, für die Son kurrenz-Prüfung der sich um die von ihm zu vergebende Stelle in der Flotten Akademie zu AunapoliS bewerbenden jungenLeute aus dem dritten Congreßbezirke das Gebäude der östll chen höheren Töchterschule benutzen zu dürfen. Das Gesuch wuroe dem Ausschüsse für höhere Töchterfchulen mit Beschluß-Pollmacht über wiesen. Das Conto-Comite berichtete durch seinen Obmann Hru. Suowden Rechnungen in Höhe von K 442.73, wovon 531.21 auf Ne gerschulen kommen, ein; man verfugte deren Bezahlung. Aus dem Berichte dts beir.f fenden Comite's ging hervor, daß das Lehr persongl in den am 29. April geendeten zwei Wochen im Ganzen 901j Tag- versäumte, Ersatzleute für 193 Tage stellte, somit na Net tozeitverlust von 8z Tagen, wovon 115 Slun den aus Verfpämng zu rechnen sind, verbleibt. Der Belicht sand Annahme. Superinten dent Creery meldete, ihm fe» von Hrn. James M. Garnett, Piäsivenien des „St. Johns- College" in AunapoliS, ein Schreiben mit der Meldung der Vakanz einer Freistelle in ge nannter Anstalt aus dem zweiten SenatSbe zirke , in Folge oeS Austrittes C. A. Har. xold'S, zugegangen. E» ward Frl. Kate Hurlt alö Hülsslebrerin an dex KnaKen-Ele menlarfchule Nr. 1V definitiv angestellt; des gleichen Frl. Anna Jessop in gleicher Stel lung an der Kiiaben-Wrammärfchule Nr. 15. Wie Superintendent Creery ankündigt, findet nächsten Sonnabend Vormittag 10 Uhr die regelmäßige Examinirung von Lehramts- Candidalen statt. Hr. McGlone offerirte einen Beschlu», daß das betreffende Comite m zirei Z-llungen öffentlich zu LieferungS-Ange- boten auf MelodeonS oder Parlor-Orgeln für

diejenigen Schulen, welche keine musikalischen Instrumente besitzen (unzesähr 40 an der Zahl, woiür der Sradlrath »5000 auigeworien hat) auffordere ui.» der Schulb-Hörde über dieein-- gegangenen Offerten Bericht erstatte. Der ivelchluß ging mil dem Amendement, dag die Annonce in zwei englischen und einer deutschen Zeitung zu veröffentlichen, und der Akkord mit dein annehmbarsten abzuschließen ist, durch; desgleichen der Mc- Glone'sche Borschrag, bereits Dienstag, de» 3. Juni, die jährliche Lehrerwahl in Angriff zu nehmen. Hr. Römer ofsenrte einen Be schluß , daß d>r Ausschuß vom Sladtrathe zur Herstellung eines Anbaues an die Knaben- und Mädchen-Grammärschule Nr. 17 eine Bewilligung von S3OOO verlan ge. Angenommen. Dr. Dodze beantragte, dag der Sanitäts.Ausschuß den Gesundheirs- Zuüand der Kuaben-Elemenlac-schule Nr. 4 untersuche und das Resultat einb richte. Auch dieser Antrag waid angenommen, und die Sitzung bis zum nächsten Dienstag Abend ver tag! Die „Kirchen - Gefellschaf t." Das von der „Kirchen-Gesellichasr" ernannte Arrangements-Comite ist jetzt im Besitze dci Gebäudes au der Ecke der Charles- und Mul beirystraße und lägt daseist ein Empfangs zimmer, ein Leseummer, ein Zimmer für der Bischof, sowie Räume zu andeienZwecken ein richten. Der „Baltimore American" wird am 13. September seluen 100. Geburtstag feiern. Erkrankung des Erzbischofs. Eine Depesche von New-Ä)ork meldet, dag Erz bischvf Bayley in d-r bischöflichen Wohnung zu Newark, Nerv-Jersey, schwer erkrankt niederliegt. Als L a n d st re i ch er in nen spazierten gestern Margarethe Shaw und Elisabeth Bau mann, mit ciliem Empfehlungsschreiben de< Richters Farlow versehen, aus dreigig Tag! in's Armenhaus aus Bayview. Im Besitze eines gestohlenen Psla sterhammers, Eigenthums Gottlieb Kär cher's, angetroffen, sah sich I. H. Smith voi Richter Hatcherson gesuhlt, jedoch bald wiedei entlassen, nachdem dem Bestohlenen sein Ei genthum zurückeistatlet worden war. Zur Nachricht für Seeleute! Auf Weisung der dänischen Regierung if künftig von allen Schiffen mit mehr, denn 5t Tonnen Gehalt, die in St. Thomas einlau fen, ein Leuchthauszoll von j Cent pro Tonn zu entrichten. Schiffe der rcgelmäßigcuPosl. und Personen-Transport-Limen sind von die ser Abgabe befreit. Ein - und AuSfithr. —ES kamen fol gende Fahrzeuge aus dem Auslaiide hier au die Brigg „R. E. Wright" mit Z 33 Oxhofter und 76 Hassern Zucker für Stirling, Ahreni Ä Comp. von Luguillo auf Porto Rico; de Schooner „Palos" mit 340 Oxhoften Zucke! für C. Morton, Stewart >K Comp, vor Aguadilla aus Porto R eo; die engl. Bcigl „Two Marys" mit 326 Oxqft. und 240 Kr ii'n Zucker von Caroenas aus Euba; dci Schooner „Charlotte Jauiijon" mit 477 Ton neu Guano von Navaffa; die engl. Bark „Annie MeNaira" mit 170 Kisten, 580 Or hosten und 29 ditto Aielasse von Matanzai auf Cuba; die englische Brigg „John Goov' mit 50 Oxhst. Melasse, 503 ditto und 96 Ki sten Zucker von CardenaS; die engl. „E. A. Barnard" mit 534 Oxhosttn uud 6( Pipen Melasse von Sagua la Grande; di Brigg „Helen Fajardo" mil 223 Puncheom und 5 Pipen Mrlasie von Porto Rico; vi rufs. Barke „Oktive" mir 618 Tonnen Sal. von Liverpool. Es segelten nach dem Auslande von hie gestern ab: die ruisische Barke „Jlmalar' mit 33,393 Scheffeln Mais nach OueenStowi in Irland; die engl. Barke „Circassian" mi 1735 Fässern Waizenmehl und 100 do. Har nach Rro de Janeiro; die Brigg „Torrcnt' mit 396 Tonnen Kohlen und 400 Dtzd. Be sen nach Weilindien; die engl. Brigg „Hali sax" mit 910 Fässern Waizen-, 1429 iuttl Marsmehl und 250 Säcken zeriloßenen Mais nach Halifax, N,-Sch.; die englische Brigi „Wolsville" mit 163 Schasen, 653 Fassen Waizenidehl, 100 ditto Maisinehl, 254 dilti Brod, 140 ditto Pökelschivemcfleisch, 40 dm, .Rindfliisch, 125 ditlo Pech, 125 ditto Theer 209 Hämen, 8000 Fug Nutzholz, 816 Faß Böden, 188 Psnnd Schinken, 1660 din> Schmalz, 85 ditto Speck, 120 ditto Talglich ter, 400 Scheffeln Kleie, 100 Dtzd. Beien 100 Ballen Heu, 4029 Psd. Käse, 3337 Pfd Talg, 1000 Galt. Kohlenöl, 424 do. Fettö und 500 do. Terpentin nach Demerara. Ankunft des am pser s „Cub a.' Gestern traf der Dampser „Cuba," Capl zur Baltimore-Havanna'ei Linie gehörig und jetzt Eigenthum der HH Alexandre Comp, von New-Nork. üoe Havanna und Key West von New-Orleam hier ein. Die „Cuba" brachte folgende La düng: von New Orleans 1 Faß Zucker, 17- Bündeln Häute, 25 Ballen Moos und voi Havanna 335 Fässer und 276 Oxhst. Zucker 37,000 Cigarren, 6 Geflechte Ananas un! 2 diito Bananen. .Die „Baltimore -Liverpools Linie. Der Dampser „Morayian," Capt Graham, traf am 3. Mar von Liverpool ir Halifax ein und segelte am 4. Mai nach Ba!> timore weiter.. Der „Hrbernran," Capt. Ar cher, fuhr am 4. Mai von Halifax nach Liver, Pool ab. Ätadtralhs-Ljerhanvlungen. Im ersten Zweige reichte Hr. Conn ein. Petition von Wm. R. Martin ein, woril derselbe vorschlägt, die Namen der Straßer an den Laternen zu 35 Cts. pro Namens platte anzubringen. Ueber.viesen.--Hr.Hyn son osserirte einen Beschluß, an der Ecke de Gay- und Aisquithstraße Fliesplattcn zu le gen. Angenommen. Desgleichen ein Be Ichluß, Fliesplalteil an der Ecke der Ostend und Lighrslraße zu legen. Desgleichen eil Beschluß, dein Heniy Hamilton die Erlaub mß zu gewähren, au jeiuem Sonnendach vor Nr. 209, L-xinglonstraße, Seilentheil mit Geichästsaruelgen anzubringen. Im zweiten Zwerge unterbreitete Hr Kerr eine Petition von Samuel Appold u.A im Betreff des Durchbruchs der Townsendstr Ueberwieien. —Desgleichen erne Petition vor H. F. Stickney u, A., welche um Widerrufung der Beiordnung bezüglich des Durchbruch! der Calhyunsttaße nachsuchen. Folgend Beschlüsse waren vom ersten Zweige eingegan gen: Der Frau Anna Lederinaml zu teil, vor ihrer Wohnung Nr. 314, Süd Eu tawstraße, ein Sommerdach anzubringen, angenommen; an der Crog-, zwischen Light und Williamsstraße, GaSröhren zu legen überwiesen; eine Pampe an der Aisguilhstr zu reparrren, —überwiesen; den Hy. Wm D. Miller und Jakob Osler K Sohn die Er laubniß zu gewähren, die Eager-, zwischei Bond- und Gaystrage, aus ihre eigenen Ko sten zu pflastern und den Stadt Commissi anzuweisen, über die Eager- bei der Gay- u Bandstraße Fliesplatten zu legen, ange nommen; an der Ecke der Fremontstraße uni einen öffentlichen Hydrantei zn errichten und K4OO für diesen Zweck zu ver willigen, angenommen; dem F. P. Perine zr erlauben, seine Töpferei an der Boolhstrag umzubauen, angenommen. Hr. Mar shall reichte eine Petition von G. D. Clark ir A. ein, die Randallstraße von der Covington straße aus zu durchbrechen. Ueberwiejeu. Beide Zweige vertagten sich hierauf bi< heute. Baltimore, Dic nor»gische Barte „Marie," Tapt. Olsen, gm. am M. Aprii von zvonegal nach unicrem Hajen i! G erichtsv er^^dlungen.^ jcnlchilitcn von James M. R, Siewart wlal>i l r c i tr! Ät - -Vor Riäücr Pü?!ücu - fleisch?? . Häute« und Talg « Gesellschaft* Andere: Antrag auf Verkauf aewinen Ärundeiqenlhumc-an renftreihe. daS vom Kläger als lein und keiner Mitaltio« näre der ursprüngliten G keN »ast llia'nltium d an. Spruch! wird; ferner auf Emietzuna eines Leauetters. d»r daS a 112 Z?O.IXX) im Werthe geschätzte Befihthum vermal, Die Stadt - ZLahl »n (?umbcrl2iid, uKd.—Radikale Kandidaturen. (Zpkj'at. Lepeschc des „Zor.ejpo- -) Cumberland, e. Mai.-Heute Abend vcüaininelte sich die diesig radikale Stadt Convention und stellte folgende Cundidaten sür die Munizipalämler auf: Carl F. Helzel für's Mal,or«»mt, L. R. Fechtig, I. T. Hall, I. P. Williard, Johann Waible, I. A. Ko!b und A. M. L. Busch für den Siadiraih Großes Conzert des „LiederkranzeS" in der „<soncordia."- Mendelssohn S Oratorium „Paulus " Heute Abend wird in der „Eoncordia" der „Baltimorer Liederkranz" das wunderbar schöne Oralorium „Lanlus" von Mendels- zur Auffühiung bringen. In hiesigen Munkkrcijcu hol man dieiem Conzeite bereits seit längerer Zeit mit gespannter Er wartung entgegen gesehen, da es unstreitig eines der großartigsten werden wi>d, Weltes jemals von einem Gesangvereine in den Ve°. Staaten gegeben wurde. Ter „Licdcrkranz" betritt, indem er dieses Werk nir Aufführung bringt, denselben Standpunkt, welchen die „Händel' undHaydn- Gesellschaft" in Boston schon seit einigen Jahren eingenommen hat, und wir sind überzeugt, dag der „Liedetkranz" auch aus diesem Felde Großartiges leisten wird, denn Ausdauer, Fleiß und Energie ha! der Verein noch bei jeder Gelegenheit gczeigl und wird diese Eigenichaslcn auch in Zukunn aufweisen. D,r Chor, der heute Abend mit wirken wird, besteht aus 60 Herren und 4«. Damen. Die Solopartie'n werden von den Damen I. Roiewald, Marie Becker, >!aii< Benner und Pntzel und den HH. I. Schu mann, Chr. Schmidt, Stephen SteiniiiüUei und I. Bitter gesungen. Keimr unserer kunil ver!läi?digen Deutschen sollte heute Abe .d in der „Cancordia" fehlen! OrphcuS. " Gestern Abend irat die Overngesellichafl des Frl. AiinSe in Offenbach's Operette: „Or pheus" im Fvld'schen Opernhause aus. „Or pheus" ist das povalärste und unstreitig auch das beste Werk Offenbach's. Die Operette iü reich an frischen lebendigen Melodie'n, die noch nicht das Gepräge der lüsternen Frivoli tät tragen, welche so manche spätere Compo sition des genannten Cowpaimten stempelt. Nur noch ein Werk Offenbach's steht mit„Or pheus" auf gleicher Stuf?, uns dies iü ine kleine reizende Operette: „Die Beilobung bei der Laterne," die, so viel wir wissen, in Ba!- liniore noch nie zur Aufführung gelangte, in Europa aber und namentlich in Deutschland ans allen Buhnen als ein beliebtes Reverloir stück gilt. Was die gestrige Aufführung der Operette „Orpheus" anbeirifsr. ?o war tue selve eine tadellose, Ai n.e f.ieite ivie der eiueu seltenen Triumph.' Uut r den übri gen Mitwirkenden sind vorzugsweise die Da men Roland und Bonelli uns die HH. Hu lean, Mareas undLecuyer rühmend zu erwäh. nen. Heule Abend tritt die ftanzöstsche Op.rn geiellschast zum letzten Male aus. Gegeben wird znm B:nefi,e sür die HH. Lecnyer und Maicas die Opelette: „Die hundert Jung franen." Mit dieser Borsiellung schließ! zu gleich die Wiiitersaison des Opernhauses. Dic"„v. «..(Yeseüsc^rft - hält Donneruag, den 8. Mai, ihr jährliche Mai- und Sommernachtssest auf dem allen schützenhose des Hrn. Louis Muth au de- Belair-Road ab. Dasselbe nimmt um zwei Uhr Nachmittags seinen Ansang. Da di< Einnahme für das „A lI g e m e in e d e u i fche Waisenhaus" bestimmt ist, so stet» zu erwarten, daß drr Beiuch ein ,echt zaylrei cher werden wild. Zur Wiener Änsttellunq. Wech sel und Kreditbriefe. Die bevorstehende Wiener Welt - Ausstel lung, welche am I. Mai beginnt und muth maßlich nicht vor dem S. Nov. schliefen wird hat die Reiselust des amerikanischen Publi kums in so hohem Grade entwickelt, daß iä mich veranlaßt sehe, die Aufmerksamkeit de- Publikums aufdie AilsfteUuNj, von (sre Abriefen zu lenken, nach welchen l-ei diese! Gelegenheit ein größerer Begehr, als bisher sein wird. Ich habe diesen Umstand antici Pirt und darauf hiu die iimsaisendsten Borbc reitungen mit den größeren mit mir in Ler btndung stehenden Bankhäusern Europa's namentlich mit der „Union - Bank" tr ÄZlen, einem der bedeutendsten Geld Institute Oestreich's abgeschlossen Wechsel und Lreditbriefe zn den niedrigste! Raten bei F. Naine. Großes Konzert. Am Abende des 26. Mai führt das Chv! der „Weit Baltimorer deutschen Methodisten kiiche," unterstützt von mehreren namhafte- Kräften der Stadt, in Raine's Halle Rom berg's großes Oratorium „Das Lied von de! G'.ocke" (von Schiller) auf. Das Nähere wird in wenigen Tagen erscheinen. Der Er trag ist zum Besten der Deckung der Unkostei einer neuen Orgel bestimmt. Das jährliche Picniczum -Letten de» Alldem. deutschen Waisenhauses findet Pfingstmontag, den 2. Juni, s.'ati. Keir Deutscher sollte verfehlen, dieses Picnic, vai auf „Rost's Hain" abgehalten wird, zu besu chen, damit sich dasselbe auch in pekuniäre! Hinsicht als ein erfolgreiches erweiser. möge. Zum Besten deS „Allgemeinen dent schen Walsenhauseö" wird der Orden „Söhne der Freiheit" Mon tag, den 12.Mai, einPicnic im „Greenwood, Parke" abhalten. Da es sich um einen edlei ZT>eck handelt, so sollte Keiner auf diesem pic Der „Lasayette-Turnyerein" hält Montag, den 12. Mai, iein drittes gro Bes Turn- und Maifest auf „Rost's Hain" ai der Belcnr-Road ab. . Dr. Emilie Aoeklnq hal in unseier Stadt in kurzer Zeit als Zahn ärztin einen bedeutenden Ruf erlangr un! können wir dieselbe allen Denjenigen, welch, an Zahnschmerzen leiden, beuens empfehlen Ihre Office ist in Nr. 4.8, Han^veriir. Im Schüyenparke an der Bklair- Road wird morgen das erste Tanzkcänzchen derZai son stattfinden. M - Hr. Joseph Renschaw, i u N r 71 und 73, Nort h I! r., ctavUlt, mach in unseren Annoncen-Spalten bekannt, das er Partie eleganter Kutschen, Ex Preß-, Stell- und anderer Wagen eigenen Fa brikats vorräthig hat und gegenLaarzahlung oder gute Wechsel ;u sehr mäßigen Preise verlaust. Berdientermazen ersrcur sich Hr Renschaw nicht nur hier, sondern auch aus wärt« des Rufes eines Änlichen, und Wagen bauerS erster Klasse; was aus seiner Fabri! hervorgeht, beweist, daß er stets die besten uu! tauglichsten Mateuaiien verarbeitet und mi den neuesten Fasans und Moden immer g.ei chen Schritt hält. Für Bäcker und Brauei wäre es besonders von Vortheil, wenn sie ihn ihre Kundschaft zuwendeten ! Hr. (Sarl Heinrich May, eir in Deutschland geprüfter Apotheker, ieir Mitti 1872 in Nr. 253, Süd-Broad?ay, naheZha niesstr., mit großem Erfolge etablirt, Hai jetzi auch in Nr. 33, Hubertsiraße, eine Hweig- Apotheke errichtet. Es ist dies sür di'e zahl rcichen deutschen Bewohner Locuk-Pouit> das bisher gar keine Apotheke hatte, sicherlict eine wiUtommene Einrichtung, zumal Hr May als gewissenhafter, sachkundiger nud n fahrener Pharmaceut Jedermann—den Aerz ten, wie dem Publikum überhaupt besten« empfohlen weiden kann. LÄL" Als Blut und Säfte reinigende! Mittel ist das Karlsbader Sprudel- Salz unübertrefflich. Dasselbe wild voi vielen Aerzten gegen Unverdaulichkeit, Kopf schmerzen, Mangel an Appetit und alle Uebel welche ans Unordnung des Magens oder de! Leber ent/tehen, angewendet. A. Bogele > KComp. sind die Agenten für Amerika. <»!-) Tausende sind onrcv d?n Ge branch des Peruvianischen Surups (eines Eisen - Protoxyds) aus schwächlichen kränklichen leidenpen Wesen in ünrke, gesund! und glückliche Männer und Frauen umge wandelt wolden, und Invalide» können ver nünstiger Weise nicht zaudern, ihn einem Versuche zu unterwerfen. Gegen ThSpcpüi und Schwäche wirkt er spezipisch. (107-12 c,-dc vc Mrs Clara BaKm>i>n, Eotqarina Baribmann, Min Annic B,?r. CvaS Wr- Sar.h mann, Mrs Li,»ie vrump. i«ulhv-'r- Rckc-l- Devaven, !vl'k xiich.r, Mcö >t "I Hü?. Miß M 6ggei. Mri liarilin. nr>ch, Malier, Mrb Griedel, Mre Mai» aj. nr bcriein, Miz Liilie ü Völle'». Mi» ivc.iba ücrl M's i>os W Huff. soinlr K ..ue, Mrs Smciia Mcuer, Mig Ruiblc Barchel, Pti« -Z M'cheii-aai r. Mrs M°r,. Mr? W Mr°B N'-i To- Pdie Nlltiicr. Mr« Rob-i-r, Mrs Zoda,i, Schill-, P.sr M Schneider. M>s Stein. Mrs "l! Thon äs, Miß B.rginia Wadoelt. Serien Augnst Albrecht, Wm 6 «>rgrr. Shr!ä V.rae' O Brenner. Brune, »uhieir. ,ir,eo Lviii» H Die?. Johu Dirpies. i 5 Diinna, Augu,t Eden. Vou.s Wm 6i»>s, Ähael.S H !,rank Ilaer. «N!»eas Frchel, Calles Snws, ilbS E »slinder, Wm s Floß, Wm Acr nrn, S Z Äau>, !Zoi>n «Ättiliina, He! ro iS>e>c. ö ÄMcrmorn, »!l>as Ädam Dr! « .um,»,!«. S «Uly. M^r^pp.^lov^°n 11--, ?> V?eüer« Motte» H'i>rv Müller. ?> »i-.vscr. 'l "k ?l T Thomas, v T"btit, Jodn Poh. ?>ir. >s» Aigner, D Wois, Ä Nückel, Zweck lnducement für und Konsumenten! - ürn'?'^ ' x>räuibt'"eWurst» N. ereniett GcrLllchertesechwklllkllkisch aller Ar! ftnd diionderS eingeladen, Ske. ?ttZ und?<>?, <rrington-> nahe Greenltraße, (M:,2!,t).«.p.1 dem tliar'te gegenüber. Äarranger-ä?Co., S-»«L>ii Provisionen-Händler und Bratwurstmacher, ran k s.i r: er Würstchen stets vorrathiz im Elablissement an der verlängerten Pennsyl vania-Avenue. : Nr. !ti». Senire-, KZ, Hanover», 'I!. «. liberaler Naddaii l'iir Händler; Hotels und Lädcn veriorqt und alle Waaren srei geiieseri. Box MB. so jia Börsenberichte. Berichtet von Wm. Fisder S» Söhnen, Nr. ">2, Souihstraße. Bai iilNore, den k. Mai Abends 5 Uhr. Ana. Berl. Aug. Verl. Hold N7'« i§entO3ult 42) i L.S». S.2or - - NZ. - 2.-?, i4> - 21 Aiio jieu Verl Z. St. - Kid Feu Perl vr att,... MeruMÄers 4.'« d ' BatirM R ivltoHOKr'7ü?K>» -S-i tili;? äö Bito>tO9r'B7 97>» - WÄaÄrJuii 12 13' i Bi. 95)^ La Conl l.'s .öZ 52 » Nor Zell! kr' 77 57 M Laltstir'7>.. 9? NvrCentkrzld92lj St i,r'3o.. CentLhiokrl. ?51j Sd.^, «,r PM 9) - WMd6r2.g'9oSo - «a!t° llr I8.»Z. - Bt BiltoLr 1900.. 9". WMdtirB.ZuZ97 ÄMcmphiS iir 58 57 MaiiSin7r' 9">X 9VX Lnk oj Balts - 1-» Ma<tEin SrZ. BZX 84 Citiz Bank. ...1Z^ — Rich ck Dar, 1. 76 7? ,s:<znllia Bai>kll.>i Sr.Al.ckMa7r «t »j 82 öo v San?.... t,'i >,r 2. «7 91 Mcr»««nl - 12 «i 8r 4 8> M.ch811n1.... ,2 jL!toÄaSÄ<ö>s» Z. !ita> W Seo'SiZlikoht 120 128 O t>! C: 2 Bredel Turn? 75 N. ». Ä. N. ! 5 !)7 I j Baitimorer Stadtsechscr, 18 d SZ l.!. 00 ditto dilto 18?> 88 ,<i>o drilo ditto I8!i 98 cit.o tiilo 1875 98 «ül tltlo ditto 1875 '.Oi dillo di.to 189» ..... 9«? i Uli dttio ditto 1890 SB?j 1/Xkl .... ............ 57 2 Äktl n ocr„Loutoäii IcU Äe:. St."^« » b.Lüer, IM?er IL'» » » lls'« , i«>öer iI7). - ' t»k7el . .'.".".'.'""""!!"!.119,^ - » tBKBcr 11 j 1Ü.40'.r d per «ent 1I4>« ü -Z! Zentral viltion Nlver N. !It » 1?i Elte «5 -kauroad, Prel'd 7!j>i Zicvcland k PittSdurz N 6» * North Western M . Priorität tkk SZvZ-Zsland 11^ 1«il. und St. Paul -,7', Mil. und St, Paul, Preser'd 725» Od> 'iisi' i' 9^ Alton und Terre Heute.... ...... Del. Weftkrn.. 1l»l Keine mehr ! H. Mitincickt. Nr. Pcnni.»Avenue? V. Siteintivie!-, Nr. Wck.ivaliimoreftr ! Bauingaetiier, Ecke Pratt und Presidcntltraßn t!. Sc t?arl Rokle, Eentral-Ecke der Bpston» und Cdeft.kftraße, H. Man, Nr 259, Süd-Broadm^y: Ä. Reiter, Haupt-Ntederlage Sir. «ord' <^>nkund^n^olll.r«^ tezahlen wir Hedem, welche» Flalcbe. A. H. «levrer, (M,iijB.lltjrw>?l Baltimore, Wl. Vermischte Berichte. ?! ew - Nork, 6. Mai. Der „Egyvl," we!chcr, wie gemeldet, gestern hier ankam, brachte die größte Anzuhl Passagiere mit, die bis jetzt ein Dampser bei einer Fahrr über den Ozean gesch-fft hat, nämlich 75 Äa- und 1648 w daß sich mir der Schisjsmannschast circa I8tX) Personen an Bord befunden haben müssen. Frau Dayton, die Wittwe des früheren amerikanischen Gesandten in London, wurde gestern von einem wüthenden Stiere in der Srateslr. in Trenton, N.-J., aus die Hörner genominen und eine Strecke längs de« Trvt toirs weiiergeichleppt. Einige Herren spran gen zur Reitung herbei und ttUt.en die halb lodle alle Dqme in eine benachbarte Apotheke. Die Lcrletzuiigen w.rden nicht für unbedingt tödtlich gehalten. Frau -Lridget Murphy, deren Gatte eine Zuchthausstrafe abbüßt, weil er sie kürzlich ichwer mißhandelte, wurde gefternMorgen am Fußboden ihrer Wohnung in Nr. 520, Van decbilt'Avenue, lodl gefunden. Die Nachbarn sagen, daß Murphy eine nüchterne, flei ßige, ab.r fehr arme Frau gewesen fei, und e« ist möglich, daß sie dem Hunger erlag. (Mißglückter Einbruchsveriuch.) Eine Bande gcr-ebenerEinbrecher Nachl den großen luwelierladen von Sguire« ö!: Comp., Nr. 97, Fulionstr., zu erbrechen, und würde der Nerjuch vielleicht auch geglückt fein, wenn nicht einer der Einbrecher den Muth verloren hätte. Der Laden ist jede Nacht erleuchtet, so baß man die in demselben befindlichen orei Geldspinden von der Straß« aus sehen taun. Ejne der Spinden enthieli Uhren und Schmucksachen im Werthe von 525,000. Sonntag war Alles in gehörige! Ordnung. Gestern Morgen indessen fand der Porter des nebenan gelegenen Ladens, Nr.gg, Fulioiiiir., daß da« Schloß zu demselben au. Ber Ordnung war, nnd kostete es ihm groß. Mühe, w den Hausflur zu gelangen, da du Thüre durch Zievel und Kallftucke verbarnka, dirt war. Polizist Meyer vom 2. Lemke, dei sofort gerufen wurde, sah,, daß Einbrecher im Hanse uewesen waren, und wuide es sehr bald f.sUcslellr, daß sie millelil Nocht'chlüsseln ein gedrungen und die Wand hinter der großen Geldipinde durchbrochen hatten, um"so du Hinlcrwand derselben ungesehen von de, Straße aus zu sprengen. Sie eniflohel, mir ihrer Werkzeuge. Man weiß nicht, was die Diebe veischenchte, dort sagt Eapiiäa Caffrey, daß er selbst ein ver dächtiges Subjeli in gesehen und verjagt habe, was allem Anscheine nach die Einbrecher alarmirte. Die Geschichte des Bauers, der in's Heu fuhr, hat sich dieser !age wieder einmal i» Trenton. N. J., abgespielt. Das „N -Z> Journal" berichtet; ~Elne häßliche Ueverra fchung ist dem Bierwirthe August Schabe am letzten Fretiage zu Theil geworden. Er ivollie eine Reise nach View-Häven inachen, um lei ne« schwer erkrankten Paler noch einmal ,u lehen. Unterwegs dahin bekam er jedoch die Nachiicht, daß derselbe wieder genesen sei. Er gab die Reise auf, trank sich aus Freude über die frohe Botschafl einen Rausch an und kam ttst um 12 Uhr nach Hause, um die Ueberra icbuug zu erfahren, dag >eine Ehefrau sich mjt dem Anstreicher Lorman ein Stelldichein im Schlafzimmer gegeben hatte. Der betrogene Schabe hat ain nächsten Tage einen Perhafts !>efedi gegen seine Frau wegen Bruch des Ehe zelöbntsses erwirkt." Gute itH't l k. Bei einer Sanzmlunz >u Mljsionsztvcuen saiid ein Geistlicher in Bo- Kon in der Sammelbüchse ein Couvcrt, 'N dem ein Cent zierlich in einer Dollarnote ein gewickelt lag, dabei ein Zetlelchen init salzen den Worte»: „Ter Cenl ist für die Heiden be nimmt urd der Dollar dazu, den Cent seiner Bestimmunq zuzulü^ren." Nähere «"über de» nau bmord um ein Pfund Mucker. Ueber d e ans dem westlichen Pennst,lvauien kürzlich berich tete Ermordung d?S Knaben Ge-rg Schaum durch de» I',-jähiiqen Timothn Becon schreibt der Piltsburger „Freiheiissreund": „Es ,rar am letzten Donnerstag, als Georg Schaum, ein kleiner aufgeweckter neuniähriger Zunge', der mit seinen Eltern in Mocassin.Hollow. Ml. Pleasant-Townihip, ungn'ähr 13 Me'lcn südlich von Greensburg, Westmoreland-Co., in d esem Staate wohnte, von seiner Mutter nach dem eine Meile entfernt liegenden Stadl cken gesandt wurde, um Zucker und Medizin sür die kranke Grogmutter einzukaufen. Als der Kleine bis zum Abende noch nicht zurück, gekehrt war, stellten seine Angehörigen Nach, sorschungen nach ihm an, doch erfuhren sie Nibls weiler von einem Knaben in der Nach barschait, als dag er Geori in Be'.leitnng von Thimotbq Bacon, aus dem Heimwege begriffen, gesehen hätte. Der Freitag Mor gen kam heran und der Vermißte war »och immer nicht gefunden worden. Ungefähr ge gen Mittag an diesem Tage gingen zwei Knaben durch ein Gebölz, in dessen Nähe Georg zum letzten Male gesehen worden war, und fiel ihnen dort zwischen zwei Baumen ein frisch ausgeworfener Haufen von allen Blät tern auf. Mit knabenhafter Neugierde mach ten sie sich daran, den Hausen zu durchstöbern, doch wie groß war ihr Schrecken, als sie plötz lich unter den Blättern am Boden den säreck lich entstellten Leichnam von Georg Schaum vorsandcn. Da« Gesicht war mit schwarzen und blauen Flecken bedeckt, der Sckiäde: an mehreren Stellen gebrochen und zeigte über. Haupt der ganze Körper arge Spuren von ver übter Gewaltthätigkeit. Die beiden Knaben machten sofort in der Nachbarschaft Alari? und der Leichnam wurde sodann in das Hau« der trauernden Familie gelragen. Nattirliä wurden svsort Nachforschungen angestellt, un des Mörders habhaft zu weiden. Bei nähere! Durchsuchung dcL Platzes, wo man dieLeich des Getödteten gefunden halte, erblickte mar ei» bereits es Grab, in Weltes dci Mörder wahrscheinlich sein Opfer verschaner wollte und am Rande der Grube die Medizin, welche der kleine Georg am Tage vorher sür seine Großmutter eingekauft hatte. Fa dci vorerwähnte Timothy Bacou zuletzt mit dem Kleiren gegeben worden war, ,o siel dei Ver dacht, die That begangen zu haben, zueist am ihn, und begab sich deshalb de! Townships nach Hrn. Dillon's (der Sties vater Bacon's) Farm, um die Verhaftung de! Verdächtigen vorzunehmen. Der Junge wurtl in der Scheune vorgefunden, nahm seine Pe, Haltung ziemlich gleichgültig hin und leug ucte, als mau ihm den Grnnd seiner Verhas, tuiig vorführte, die Thal begangen zu haben Später vor den Friedensrichter John ssaffoll geführt, setzte er zwar se>» Lnignen enisch esei foit, doch gab er fchließlich, als ihm der Frie densrichter auf den Kopf zu sagie, daß mal ihn mit Georg Schaum >u Piügelei gesehe hätte, zu, Georg mit eil em Hickoniknüpte geschlagen zu Häven, da derselbe sich weigerte ihm de» soeben gekauften Zucker einziihanti gen. Der Friedensrichter sandle hierauf dei Verdächtigen in die lail nach Gretnsbura um dort ein ferneres Vcrdör abzuwailen. Thimoihy Bacon ist ein gewöhnlicher Bau crnjunge, der, wenn er anch ooigibl, lesei Ukd schtciden zu könne», stupid aussieht uul auch auf Befragen nicht einmal sein Alter a» zugeben vermochte. Er ist ungciähr I.', Zahr all. Das Sprichwort: „der Apsel fällt nich weit vom stamme" läßt sich auch in diesen Falle wieder ga -z richtig anwenden, deni Bacon's Großvater wurde vor mehreren lah ren des Moides iin ersten Grade schuldig be sundcn und büßte seine That am Galgen sei» Vater, ein religiöser Fanatiker, würd von Wahnsinn besalsen und schnitt sich i> einem solchen Ansalt: die Kehle durch nnd v.r endete. Sacramento, Cal. (Die Ermor dung des Eichler.) Bor uns liegt ein an ei neu hiesigen Bürger gerichteter Brief der Fra> deö vor ellichec Zeit bei Antioch ermordettl deutschen Oekonomen Eichler, wegen welche That am Mittwoch ein gewisser Marschal Martin in Martine; des Mordes im erster Grade schuldig befunden wurde. Die Detail! de« Falles werden dem Leser noch erinnerlut sein. Ob und in wie sern die Frau, diej-tz im Irrenhause in Siockton ist, an d:r Tha betheiligt war, können wir nicht entscheiden So viel scheint aber ans dem Schleiden her vorzugehen, daß sie entweder vor das Erum nalgenchr gehhit, wenn VerdachtsMnde ge gen sie vorliegen, oder in Hreiheu gesetzt un nicht in's Irrenhaus eingesperrt werden sollte Sie sucht um Beistand nach, um aus Irrenhause freizukommen, >vo sie schon über Monate festgehalten wexdc, «.dne von ihrer Eigenihume (tW Ackrn Land und sonstiger Anwesen) Etwas gehört zu haben. Feim wünscht die Frau von ihren beiden Söhne ,u hören, giebt aber gar keine Andeutung, w dieselben sind; ebenfalls sucht sie einen gewi seil Heinrich Landau, der in Chicago sein sot Sie hielt sich früher hierauf und scheint, wen auch nur von beschränkter Erziehung, doch ge slig gesund zu sein. (Zzurn.) Für Abergläubische. Es Leute, die gegenwärtig sür ih>,e Seereisen ei Schiff vorgehen werden, welches nicht de Namen „Atlantic" sührt, wenn sie ei fahren daß ein Mann, der keineswegs der ältest „Einwohner" ist, sich erinnert, daß beieil fünf Schiffe dieses Namens verunglückt sind Das erste ging im Sund von Lonz-Islan mit Mann und Maus unter; das zweiie vei brannte auf dem Erie-See; das dritte, ei Misfissippidampser, versank in Folge eine KesfeUxploston, wobei 200 Menschenleben ver loren gingen; das vierte, ein Ostindiendam pser, scheiterte aus der Höhe von Malaba, und sämmtliche an Bord befindlichen Peiso nen ertranken, Pas fünfte und letzte wa der von der „White Star Linie, dessen Schicksal in frischer Erinnerung ist. Beim Grabe it. ein es Brunens i man auf einen unterirdischen See zu Syca more, 111., gestoßen. Derselbe befindet sic ungefähr achtzig Fuß tief unier der Oberfläch der Erde. Ueber die Operationen des den! schen JndustrieritterSßeiman berichtet die gestrige „N. > ?). StaatSztg: „Der Versicherung- - Agent Ä. D. Reimann Nr. 934, 2. Avenue, wurde gestern Von de Geheimpolizei wegen Gelderpiessung verhai tet. Wie verlautet wird, schrieb Retina:, dem in Nr. 13t, Ost-Houstonstraße, wohnen den Karl Frank, daß er ihn in einem bcnacki karten Salon zu sprechen wünsche. Frai. solgte der Einladung und wurde ihm vo Reimann mitgetheilt, daß seine Frau ihre früheren Galten veigiftet habe, und daß er fü SSO,VVO jede weitere Unannehmlichkeit befeiti gen könne. Frank war über diese Mtttheilun sehr eistaunl und begab sich fvfoit znm Pol, zei- Inspektor Dilks, der ihm rieth, mit Rei mann eine Unieihandlung anzuknüpfen un ihn auf dtefe Weife in die Falle zu locken Frank kam mit Reimann überein, die Lach sür K5OOO zu schlichten uns wurde de gestiige Nachmittag zum Abschlüsse des Ge ickäfts bestimmt. Die Geheimpolizisten Bennett und Tull! präparirlen ein Packet mit 5470 in fälschet Noten, einem Check von K4OOO ans die „Ger inania Bank," der gänzlich werihlod war und legten KüO in ächten Noten in da« Packet Frank bestellte Reimann in die „Germans Bank" und erhielt, nachdem er ihm das Gel! und die Wenhpapiere Legeben hatte, folgen den Revers in deutscher Sprach»: „New - ?)ork, s.»Mar 137 Z. Für dii Summe vvn Fünftausend Dollars, die mi von Frau und Hrn. Fron! gezahlt wurden verpflichte ich mich, leinen denelben des Mor des oder eines anderen Verbrechens anzuklagel und Frau De L'Orme, welche die Klägerii ist, mit dem nächsten Dampfer nach Deutsch land zu fchicken. A. D. Reimann." Reimann trat an das Pult des Hahl Clerks und präsentirte den Check, wurde ave sofort verhaftet." Ein zweit erH c in r> ch v. Kleist.- Der begabte Dramatiker Heinrich von Kleist dessen Ritterschausprel „Das Kathchen von Heilbronn" sich bis heule auf dem Repertllii erhalten hat und dessen übrigen Stücke wie z B. „Der zerbrochene Krug" u. A. ein uictil unbedeutendes Talent verriethen, endete be kanntlich durch Selbstmord. Neuerdings ist ihm der eben so viel versprechende Diamali er Arthur Müller als Selbstmörder ge folgt. Der „Äugsburq.r Allg. Zeilung" wird uiilcr dem 11. April aus München be richtet: „Der bekannte Schriftsteller Arthur Müller aus Breslau, ein allgemein geachteter und be liebter Mann, hat sich heule Vormittag zwi schen 8 und 9 Uhr in seiner Wohnung, senne feldeniraße !»». 12, durch Gift getödlei. Er halle diesen Entschluß einem Verwandten be reits gestern mitgetheilt, und als derselbe nach Empfang dex Zeilen zur Stelle eilte, war Müuer bereits verschieden." Müller war ein talentvoller und tüchtiger Mann, der es ernst mit seiner Kunst nahm, der loeale in seinem Herzen barg nnd lein garnes Leoen zu idealisnen trachleie. Er hielt sich meist abgeschieden van dem Treiben der großen Städte nnd zog sich, wenn er schaffen wollte, nach Chiemsee, das ihm lieb war, zurück. Wenn er »eooch in Gelellschafl >par, so ließ er seinem gesunden derben Haiiiqc die Zügel schieße», Er schilderte mft metsttr haftcr Wahrheit die Natur, denn er war ein Natulfre»lld, er liebte das Leben uns die au f. richtigen wahien Leute. Er war ein entichie dener Kämpfer sür die Freiheit des Geiste. In seiner „Kaiserglocke zu Speyer," dje ui München Dil MrtWHsM Erfolg aufgeführt wurde, gab er diesen Gesinnungen in ectalan - tester Weise Ausdrucke Auch sein „Gute Nach», Häuschen?" das, w> es nicht verboten wurde, cm beliebtes Neportoirstück ist, strotzt von freiheitlichen Ideen. In seinem lüng'ten Werke: ~^u'der <lznt," welches in Wien zur Äusslidrui-q wurde, «iferie er für d>c eons-Inoiiellc Freihei'. Es würdezu iührei', bier alle seine Dramen, die cr sonst noch geschrieben, zu ckaruklerisiren. Gie alle zeich»en durch energische Führung und kräftige Sprache au?. Eine Ä!>. >i lnr .D r o lsü"n q. Ter de« drillen TnlrikiS luTen ntssec da> dein Sleuer-Eommissär einen »u -»ux Drohbri<f eingesendet, der ihm zugeichickl worden war. Dieier Bnef verlangt, dag ge wisse Beamte, die der tum Dienn venveudet, au? dem Diilriki gewiesen werden und zwar bei Vermeidung ihrer und der Ermordung des Stcueicinnebiners. Tie diescs Drohbri sagen, daß die erwähnten Beamten den Distrikt innerhalb Zi) veUossen müssen, außerdem ne gehängt werden würde-,, denn sie (die Verfasser de« hoben den Befehl erhalten, j.'ne Be amten umzubringen, wenn sie später über die Grenze gehen. VVSI>x?BI» MiUcr'g dyspeptische » Leber - Indigoratvr >«WU Vflanzen-Präparat WWW wunderbare heilende Eigenschaft«» Dyspepsie Ut'.ö Leberkrankheltn» vecstopsu»,. wird mt> einer Güwntte vn« Ä-t! "k oder t.m, IÄ Atsrd-Ho»,»Arbs^x taufe eine Alasch?, und wenn nach deren Gebrauche ,sdr keine Besserung venpitrt, so wird das Geld zuriiikgegcben. A. I. Miller,Eigenthümer, «r-i» <l » Hi.» Eisen in s Blut! Der Peruvianische Syrup, eine unver änderliche Lösung des Eiseiioxyduls, ist sa zusammengesetzt, dag er die Eigenschafien ei. nes leicht verdaulichen und dem Blute so leicht, wie die einfachste Speise, sich ciuvcrlerbeuden Nahrungsmittels bat. Er vermehrt die Men ge des eigentlich natürlich belebenden Sias, les. des Eisens im Blute, und heilt „tausend Uebel" einfach durch Anspannung, Slärlung und Belebung des Körper; da» bcreicheit« und belebte Blut durchdringt jeden Tbeil deö ÄörpeiS und verbessert Schäden und Verluste, 'licht die kianllnsten Aus'cheibuiigen auf und überläijt der Krankheit NichlS zur Nah. lUllg. Ties ist das Geheimnis der wunderbaren Ei'olge diescs Heilmittels in der Heilung von Beidanungslchwä he, L>bc> leiden, Wasser sucht, chronischem Dmchfalle, Geschwüren. Nervenleiden, frosten nüd Fieber», Äerlust der und Biasenkranhei te», Frauenkrankheilen und allen den Ärarl. heilen, welche aus einem schlechten Auslande des Blules entspringen oder von Schwäche oder einem de« Gesammt förpcrs herkommen. Da cr vollständig frei von Allohol in irgend einer Form ist, so folgt seinen kiäsligeudeii Wirkungen nicht ei ne entsprechende Reaktion, sondern sie sind bleibend uud verleihen allen Theilen de» Kör, pers iirast, Stärke, neues Leben. Tausende sind durch den Gebrauch dieses Heilmittels ans schwachen nnd kränklichen Ge chöpsen in starke uns gesunde Menschen verwandelt worden. Schwache Personen sollten ohne ZauZrrn dies Heilmittel veisu che». Man sehe darauf, datz jede Flasche den Namen „Pernvianischen Syrup" im Glase eingeblasen trage. Seth W. Fo.vlc Sohne, Eigen tliümer, Hr. I, Mi>toe»lstaee. Bo?.vn. Geheime jiranlheiten? Gründliche Kur garanirt Slr,s>gs!l w>rd jugefichei». Adresse 1^«, Vr. Vio« «t.. ?kii»<«il>d ». P. a?isv il Hi j; ck Modeln und Vorhänge-Stoffe, ?rsn;Üj'ijchr ?tr. 5?, Ntord-<Zl,arleSfsraAe. »Nu^lZ.lZMie.^.v.' Schwann»? Matratzen, PMer, «issen u. s. w., ie liüe Vls " A ettcn Eure Möbeln oirekt vom Fabrikanten a-t kvart Prsjtot! 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