Newspaper of Der Deutsche Correspondent, May 9, 1873, Page 4

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated May 9, 1873 Page 4
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Ter Teutsche Correspondeut. Baltimore, 9 Mai 187«. Stadt Da« gestrige Wetter. Die bis ge stern Nachmittag !5 Uhr avs dem Büieau de« Wgnal-Corps eiligelauiciieu Depeschen berich. tclcn bcsligen Rege., au« Cap May und Port Stanley, Onl.. und lcichles Reaenwcller au» Philadelphia, New ?)ork,Wasbinqton, Lynch lttirg, Rochesler, Buffalo, Port Dover, Ortt., Toronlo, Oni., Kingston, On»., Alpena, Breckinridgc und Tuluih: drödendes Wctter aus Cincinnatl und New-London, sowie klare Lust aus Indianapolis und Davenport. Der Mississippi stieg bei Keoknk beinahe 4 Zoll, 3 Zoll bci St. Louis, 4 Zoll bei Mcmplns, 1 Zoll bei New-Orleans und fiel bci sl.Paul 1 und bei Davenporl 4 Zoll. 54 Zoll stieg dcr Ohio bci Cincinnali, 17 bei Louisville, 1 bei Cairo, während er bci PittSburg 9 Zoll fiel. Der Cumberland siel bei Nashvillc 62 Zoll. Dcr Thermometer stand in Baltimore aus dt» in Philadelphia aus 47, in New-Aolk aus 47, in Boston auf 55, in Washington aus 55, in Norsolk aus 64, in Charleston auf 73, in Knoxvillc auf 77, in Cincinnali auf 67, in Pittsburg aus.'> 9, iu Lynchburg aus 56, in Mouut Washinglon aus Z 4, in Rochester aus 43, in Buffalo aus 50, in Terroit auf 59, in Chicago auf 50, i» Moiitgomcry auf 35, in Mobile aus 33, in Nashvillc aus 67, in Mem phis aus 31, in Louisville aus 70, in New- OrlcanS aus 32, in Key West auf 33, in Omaha auf 50, in San Franzisco auf 31, in St. Paul aus 51, in Dnluth auf 43, in Indianapolis aus 74, in St. Louis aus 71, in Cairo auf 75, in Savannah aus3l, iu Toronto auf 42 und in Oucbec auf 5S Grad. Der gesammle Regcnsall bis 3 Uhr gestcrn Abend beirug 1.96 Zoll. Welleraussichten. Regen; gegen Abend wird sich das Wetter klären. Eln-und Äussuhr. Es kamen sol yende Fahrzeuge aus dem Auslande hier an: dcr eniNlsche Dampser „Moravian" (siehe seiu Frachlvcrzcichmß an anderer Stcllc'.) von Liverpool: dcc cnglische Schooner „Alert" mit 243 Oxhostcn Zucker sür Speuce K Reid von Ponce, P. R.; die Brigg „Prestissimo" Niil 901 Säcken Kaffee sür I. M. Bändel Sc Söhne, 534 dilto sür Gebr. Brown Sc Comp, in Nciv-Zvik und 233 ditto für Alexander Brown Sc Söhne von Rio de Janeiro: die rngl. Barke „Traveller" mit 1500 Säcken Kaffee von Rio de Janeiro; der engl. Schoo ncr „Cicerone" mit 2793 Kistcn Orangen, 400 do. Citroncn, 10 Kisten Essenz, 455 Zentner Schwesel von Messina; die Barle „Amazon" mit 1937 Säcken Kaffee von Rio de Janeiro; die engl. Brigg „Jlalia" mir 225 Oxhosicn Zucker von Mayagucz, P. R. Es segelten nach dem Auslande von hier gestern ab: dcr englische Dampser „Ganges" (stehe sein Frachlverzeichniß an andcrcrStellc!) «ach Liverpool; die engl. Barke „Village .Welle" Mit 32,748 Scheffeln Mais, 4 Fässern Waizcnm'yl :">d 5-o.Oxhst. Taback »ach Lon donderiy in die Bcigg „Lucy W. Snow" mit 465 Tinnen Kohlen nach St. Thomas; die Brigg ~Mam Rowell" mil 2364 Foßdcckcln und -Böden nach Carbancn. Der Gcsammt - Werth dcr dieswöchigen Waaren- uud ans hiesi qcm Hafeu nach dcm Auslande Zuträgt 5511,- ö29. Ankunft des Da m pfer s„L 5> l l e."—Dcr Dampfcr „Lncille," Capt. Hall, lief gestcrn von Wilmington, N.-C., hier ein und brachtesolgcndc Ladnng: 90 Fässer Pech, 33 ditto Harz, 105 dilto Theer, 65 dillo Tcrpcittinspiriiils und 10 Ballcn Garn sür Jas. Corner Sc Söhnc, 36 Fässer Harz, 39 dillo Tcrpentli'spiritus sür E. M. Lazarus Sc Comp., 50 do. Pcch sür H. G. Carey, 30 ditto sür Gebr. Bolton, 40ditlo für I. I. F. Touohue, 15 ditto, 3 ditto Terpenlinipirilus sür Wade, Boykin Sc Comp., 11,000 Nutzholz sür Otom Sc Con p., 250 Säcke Guano für die „Navassa-Phospor-Comp.," 15 Fässer Teipeulinspilitus und 59 do. Harz für N. N., 252 do., 200 do. Thier, 203 do. Terpentinspililus für Andrews Sc Comp., Agt., 63 do. Pech und 79 do. Harz sür die „Baltimore-Ohio-Bahn," 170 do., 55 do. Terpeiillnspiilius und 5 00. sür die „Nördl. Centralbahu" nud tivcise Packete für mehrere Firmen. Dießrigg„Agnesßartvn," Capt. H. Knight, von Ballimore nach Marliniguc bestlninit, wclchc bei Thomas-Poinl aus dcu Strand gerieth, wurde am Mittwoch wieder flott. Sie war nicht im Geringsten beschä digt und konnte ihre Reise ungehindert sort setzen. Nach dem Westen. Gestern langten wieder hundert Emigranten von New-Hork hier an und suhren mittelst der „Baltimore- Ohio Bahn" nach dem Westen weiler. Hr. Hermann Gcrh-nd Müller, cin geachtete Bür ger San Franzisco's, Calisornicn, welcher die beiden letzten Jahre in Deutschland zu brachte uud erst vor wenigen Wochen nach den Vct. Staaten zurückkehrte, besuchte vorgesteru Nachmittag Locusl-Poiitt und machlc sich da selbst mit dcn von der „Baltimore-Ohio-Ei- getroffenen Eiuiichtun yen Betreffs dcr Beförderung dcr Passagiere nach dem Westen bekannt. Er sprach seine Zufriedenheit mit dem von der genannten Compagnie verfolgten System aus und be merke, daß Baltimore cm weit geeignete: Landungshasen fei, als irgend ein anderer Punkt an dcr atlantischen Küste. S ch e r l s s K a n e z i e h t s e l n e R e s i g nation zurück. Wie wir bereits srüher mittheilten, weigerte sich Gouverneur Whyte die Resignation des Scheriss Oberst George P. Kane, welche derselbe vor etwa drei Wo chen einreichte, anzunchmcn. Am 6. Mai jchickle Oberst Kane dem Gouverneur ciu Schreiben zu, aus welchem daß der Scheriss seine Absicht zu resiguireii, auszöge, bcu hal. Nachstehend lassen wir das Schrei ben im Wortlaule folgen: „Seiner Excellenz dcm Gouverneur Whyte! Werther Herr! Ich habe die Ehre, Jhuen meinen Dank abzustat ten für das freundliche Schreiben, welche«Sie mir am 22.April zufandlen mit der Aufforde rung, meine Resignation zurückzuziehen. Die Gründe, welche mich zur Eiureichung der Re slgnation bewogen, waren zu dcr Zeit nach meiner persönlichen Ansichl sc trifllg und so stark, daß ich nach meiner eigenen Ueberzen gung glanble handeln zu müssen. Nur dcm Sekrelär, weicher mcinSchrciben copirlc, war meine Absichi, bevor >Lie von derselben erfuh ren, bekannt. Ich beziehe wich anf diefe Gründe jetzt nur, umJhuen zu versichern, daß mcinc Resignation nicht das Resultat einer plötzlichen Eingebung oder Launc war und daß ich noch viel weniger den Wunsch hegte, die Pflichten und Verantwortlichkeiten, welche mein Amt mir auserlegl, von mir abzuschüt teln, indem ich dic Ehre, welche meine Mit kürzer mir dadurch, daß sie mich sür dieses Amt erwählten, erwiesen, wohl zu würdigen verstehe. Da Sie cin Advokat von großer E rfahrung sind, fo brauche ich Sie nicht erst von den Schwierigkeiten in Kenntniß zu setzen, welche mit demScherifssamte, selbst nntcr den günstigsten Umständen und Verhältnissen ver knüpft sind und Sie wcrdcn wissen, daß das Publikum dem Scheriss gewöhnlich größere Verantwortlichkciten auferlegt, als ursprüng lich mit seinem Amte verbunden sind. Uittcr de» cxistircndcn Gesetzen, und ohne daß ich meine Pflichten irgendwie vcrlctztc, habe ich doch in manchen Fällen meine Un sähigkcit, allen auf mich gesetzten Erwarlnn flen nachzukommen, deutlich genug gefühlt. Ich bin dadurch in so manche Verlegenheiten gerathen, daß ich mich auch mehr als einmal veranlaß! siihlle, Sie aufzufordern, wich durch einen Anderen im Amte zu ersetzen. Als ich meine Resignation schließlich einreichte, begte ich den Wunsch, daß dieselbe sosort in Kraft treten möge u. zwar aus einem Grunde, der Sie vielleicht in Erstaunen setzen wird. Seit dem 1. Januar dieses Jahres standen nämlich dic Einnahmen, die mir aus meinem Amte erwuchsen, weit hinter den Ausgaben zurück, und meine Mittel erlaubten es mir nicht, meine Stellung zu verlassen, ohne mich für diese Ausgaben auf Rechnung der Stadt zu entschädigen. Falls ich nur meinem eige nen Wunsche Rechnung tragen wollte, so würde ich Sie auch heute noch ersuchen, mich von den Pflichten meines Amtes zu entbinden, aber jetzt, nachdem Sie mir die Ehre erwicseu haben, mich so dringend auszusordern, meine Resignaiion zurückzuziehen, Halle ich eö für meine Pflicht, auf meinem Posten zu verhar ren, bis mein Amtslermiii zu Ende gehl, um somchr, da auch meine zahlreichen Freunde den Wunsch äußerten, daß ich im Anne ver bleiben möge. Stach reiflicher Ueberlcgung bin ich daher zu dem Schlüsse gelangt, Ihrem und dcm Wunsche meiner Freunde nachzu kommen und habe Ihnen nur noch meinen Dank abzustatten sür die Freundlichkeit, wel che Sie mir in dieser Angelegenheit bewiesen. Ich verbleibe achtungsvoll Ihr ergebener Geo. P. Kaue." S tener»Einsamm ler in Balti more - C o. Die HH. D. I. McCaulcy, B. F. Jcrdan und Edward Ridcr, County- Cowmissäre sür Baltimorc-County, versam melten sich am letzten Dienstage und ernann ten folgende Steuer-Einnehmer sür die ver schicdcucn Bezirke des County's: 1. Bezirk, Hr. Wm. T.McCaulcy;2. Bezirk, Hr.Thos. C. Worthinglon; 3. Bezirk, Hr. I. Bafe man; 4. Bezirk, Hr. Joyn E. Crout; s.Be zirk, Hr. A. Bossvm; 6. Bezirk, Hr Daniel Stadler; 7. Bezirk. Hr. Wm. Rnttedgc; 3. Bezirk, Hr. Hugh O'Connor; 9. Bezirk, Hr. James C. Harrison; 10. Beznk, Hr.Hcnry HilichinS; 11. Bezirk, Hr. Charles T. Hailc; 12. Bezirk, Hr. George W. Dorsch; 13. Be ziik, Hr. Wm. T. Rändle. Das McDolio g h'sch e land w.i rt h schaftliche Institut. (Wahl eines Prinzipals.)- TelVorstkNd dcs McDonogh'-! Ichea ClZichuiigs-Hoiids unb Jiistiluics hal sür die Stelle dcs Prinzipals obiger Anstalt j das Salair auf S3VOO Pro Jahr ncbst freier Wohnung feSgeilelll. Ja der kürzlich abge haltenen Versammlung wurde Oberst Wm. Allan aus Birginien einstimmig sür obige Stellung erwählt und. glaubt man. daß ec dieselbe annehmen werde. Oberst Allan war cinZögling derVilginier Universität im Jahre 185 g und während des Bürgerkriege« Ordon nanz-Oberst in «toncwall Jacksou'S Stabe, wo er sich durch seine Talente auszeichnete. Nach Gen. Lcc's Ueberzabe war er Präsident der „National - Bank von Slanton, Ba." Nachher wurde cr an der „Washington Lee- Universität" unter General Rodt. E. Lee Professor des Jngcnieur.Fachcs. Der Vor stand hat beschlossen, mit der Organisation dcS laudwiithiHasilichen Institutes sortzusah ren und Applikationen von Ellern und Vor mündern, wclchc in Ballimore wohnhast sind, sür di>. Ausnahme ihrcr Kinder und Pflegebe sohlcuen enlgcgenzunebmen. Dcr Zweck des Jnstilntes ist, armeu Knaben von Ballimore cinc uneittgeldliche Erziehung nebst Kleidern, Kost und Logis angedeihen zu lassen, und ist der Vorstand bereit, von und nach dem ersten Juli dieses Jahres Applikationen entgegen ;u nehmen. Das Institut ist nur 9 Meilen von der Stadt eulferur, durch die „Westliche MaryländerEtsenbabn" zugänglich, und vom I. Juli an werden regelmäßige Züge dorthin abgehen. Das Eigenthum hat einen Umfang von etwa 80 Morgen und ist unter dem allen Namen "Uist Lsi-ne" und neuerdings als die „Olive-Farm-Milcherei" bekannt. Dcr Prozeß umWiedererlangurig von »15,. 000 aus Grund eine? Verkauss-Contrakte», wUcher vor dem Kriege abgeschlossen worden, ist endlich durch das Oberappellanons-Gerichl von Louisiana zu Gunsten des Vorstandes nebst Zuspruch dcr Zinsen beendet worden. Holzende Herren bilden »en jetzigen Vorstand: Samuel H. Tagart Präsident; Wm. A. Stewart Vice-Präsident; H. Clah Dallam Sekretär und Ageni; William Keyser, David L. Bartlelt, German H. Hunt, und Chas. H. Mercer. Pale n tc erhielten am Mittwoch vom Pateiit-Amte in Waihinglon folgende Erfin der: Matthias Martin in Baltimore, Assig natär von B. G. Fitzhugh in Frederick, auf eilieu Abladckarren mit Walzvorrichtung; Rob. Hooper in Baltimore auf einen Dampf erzeugungs - Apparal; W. Bensemen und L. Slocum in Washington, D. C., auf einen Ablade-Wagen; I. W. Green in Wilming ton, Tel., auf eine Formmaschine: H. Hill in Cabin-Creek, West - Va., auf ein Canalboot; S. L. McCulloch in Whccling, West - Va., auf eine Erndtemaschine. Gestern hat der Palent > Commissär das Pvstsack-Pateill des Baltimorers Thomas I. Lamdin verlängert. Grundstücksverkauf. Die HH. P. H. Sullivan K Sohn versubhastiiten ge stern Nachmittag an Ort und Stelle das 13 Fuß brene, 32 Fuß lange und mit einem zweistöckigen ziegelsteinerncu Wohnhause be baute Grundstück Nr. 572, Aisqunh, 151 Fuß nördlich von Federalstraße, um 5930 bei »39 Jahres-Grundzins an M. K. Waller. Berka nf einer Land st recke in der Nähe von Lutherville. — DieHH.F. W.Bemiett k Comp. versteigerten am Dieus. tag 'Nachmittag eine in der Nähe von Luther ville gelegene Landstrcckc um 51450 au Hrn. B. V. Richardson. Geschmackvolle« Etablissement anO st-Baltimorestraße. Hr. I. PH. Reisinger, früher in Nr. 151, Süd- Broadway, ctablirt, kauflc vor einiger Zeit das ansehnliche Grundstück Nr. 193, Ost- Baltimorestraße, dessen Gebäulichkeiten cr hat umbauen n. bedeutend vergrößern lassen,- um für fein umfangreiches Tapeten niid Tap.'ner-Geschäst hinlängliche Räumlich keiten zu schas sen. Das Verkau>s>okal besitzt eine Länge von 60 Fuß; der 100 »2? lange Keller er streckt sich unter dem ganzen Aebäude hin. Der Laden erhält durch eiu großes, im Mit telpunkte dcr Decke angebrachtes Oberlicht feine Helle. Im zweiten Stocke befindet sich das Engros-Departement; elegante Gefchäftsschil dcr zicre» die ganze des Gebäudes; nächiieus wird er aus demselben eine große Fahne ausziehen,und vor dem Hause eine kost bare Laierne ausstellen lassen. Hr. Friedrich H eck er tras Mittwoch von St. Louis hier ein, um Sonnabend Nach mittag mit dem Dampser „Berlin" nach Deutschland abzureisen. D i e „W heelin g-P tttsbur g-B a l - timorerEisenbah n." Die Aktionäre dcr „Wbecling.Pittsburg-Valtimorcr Eisen bahn-Compagnie" dielten am Montaa in Washington, Pennsylvaiiieii, eine Versamm lung ab, in welcher nachstehende Herren als Dirckloreu sür das laufende Jahr ernannt wurden: C. M. Reed, W. W. Smilh, W. Workman und S. H. HayeS von Waihing lon; W. S. Bissest von Pittsbura; Oberst I. B. Ford von Wheeling und W. Keyser von Baltimore. Die betreffende Bahn ist eine Verlängerung dcr alten „Hampsield-Bahu" und laust zwischen Washington, Pennsylva. nien uud Wheeliug, West-Bngniien. Uniform » Mützen für Eisen bahn-Beamtc. Nach dem 15. d. M. werden sämmtliche Beamte der „Baltimore- Ohio-Bahn" Unisorm-Mützen, mit ihrcr re spektive» Stellung bezeichnet, tragen. Die mit Goldborte geschmückien Mützen der Schassner sind nett; dic der Bremser und Ba gagemelstcr uatelscheiden sich nur durch die Silberborte. Der neue Cigarren mach er»V er ei n, aus nicht zur Union gehörigenMitglic dern zusammengesetzt, kam gestern Abend in seinem neuen Lokale in dem Saale der„Gro ßen Armee dcr Republik" auf der Nordost- Ecke derGay- und Baltimorestraße zum eriken male zusammen; es präsidine Hr. Wm. Mc- ComaS, und Hr. L. G. PeterS fungirte als Sekretär. Die Milgliederzahl vermehrte sich um neunzehn. Der Entwurf der Constitu tion und Nebenftatuten ward eiörtert und angenommen, und die Versammlung vertagte sich bis nächste Woche. Die Dilettanten-Ballspiele r- Convention trat vorgestern Nachmittag in „Straßburger's Halle" an der Ecke dcr Gay. und Frontstraße zusammen. Hr. S. A.Chester nahm den Vorsitz ein, währeno Hr. Lewin Jones als Sekretär sungirte. Das in einer früheren Versammlung eriiannleComile legte eine Constitution nebst Nebengcsctzen vor, welche angenommen wurden. Es ward angekündigt, daß sämmtliche Dilettanten- Club«, welche der Convention beni-treten wünschen, ein Eintrittsgeld von einem Dollar an den Sekretär Hrn. Lcwin Jones, Nr. 163, Lightstraße, einzusenden haben. B aIl schlag s p ie l.—ln Folge des nn günstigen Wetters wurde gestern das zwiichen den „Philadelphier." und den „Maryländer Nennen" im Newington-Parkc abzuhaltende Spiel verschoben. Heute messen sich die„Phi ladelphier Nenn" in Waihinglon mit den „Washington Club." Bci'm gestrigen Preisschießen im Schützenparke an der Belair-Road blie ben folgende Herren Sieger: auf der Ring scheide Jofeph Peuuington, Wilhelm von der Weltern und Friedrich Krämer; aus der Blätt chen-Scheibe, John E. Chamberlain, Georg Schilling und Johann Mnth. Conzert inßain e'S Hall e.— Das „Columbia-Conzil der O. U. A. M." gab gestern cm Conzert in Raine'S Halle. Das Programm des ConzertcS bestand aus sehr gewählten Piccen und wurde im Allgemeinen recht brav durchgeführt. Die HH. I. Scho mailn und I. Bitter trugen mehrere Lieder in trefflicher Weise vor und wurden lebhast ap plaudirt. Großen Beifall fand ein Quartett aus dcr Oper „Martha," welches von dcn Damen House und Holt und den HH. Schü mann und Bitter gesungen wurde. Der „Baltimorer Liederkranz" wird das Oratorium „Paulus" Montag, den 19. Mai, zum Besten des „Allgemeinen Deulscheu Waisenhauses" noch einmal auf führen. Der Hoch w'st eErzbischofßayley langle gestern Nachmittag um 54 Uhr wieder in gebessertem Gesundheitszustände in unserer Stadt an. Die Presbyterianer»Kirche an Lightstraße. Die Verschönerungen in der an der Light-, nahe Montgomery-Straße, stehenden Presbyterianer- Kirche, deren Seel sorger Pastor David I. Beale ist, sind been digt, und die Kirche macht nun mit ihrem neuen Dache und sonstigen Verbesserungen ei nen wahrhaft imposanten Eindruck. Die Fei erlichkeit der Wiedereröffnung wurde gestern mit "Lsere«l Ooueert" und Tableaus, Sce nen aus der heiligen Schrift darstellend, durch die zur Kirche gehörende große Sonntags, schule begangen. Die binnen Kurzem stattfindende Natio - nal-Eonvention der ">l»ster öleeb»- vi«»" in Baltimore erregt schon jetzt die allge meine Aufmerksamkeit. Deputirte sämmili cher größerer Eisenbahnen werden zugegen sein, und Verbesserungen an Lokomotiven den Hauptgegenstand der Besprechungen bilden. Die "Äaster klecchallics" von Baltimore be reiten sich vor, den Mitgliedern der Conven tion einen herzlichen Empfang zu geben. Wahrscheinlich werden ein Besuch des Druid. Hill-Parkes und eine Flußpartie einen Theil des Programmes ausmachen. Die zu erwa» teuden Deputirten werden auf mehrere Hun dert geschätzt. Das Baltimorer Feuerversi« cherungs-Direktorium hielt vorge stern Nachmittag in dem Lokale der Handels kammer seine JahreSsitzung ab und erwählte folgende Beamten für da« lausende Jahr: I. B. Seidenstricker, Präsident; R. M. Prond, Bicepräsident; S. W. T.Hopper, Schatzmei ster und Sekretär. Hr. George R. Coale os ferirle einen Beschluß, Hrn. Seidenstricker sür die Umsicht, mit welcher er die Geschäfte des Direktoriums leitete, desfenDank abzustatten. Der Beschluß wurde einstimmig angenom men. Die Prüfung dcr jugendlichen Eandidalcn für die vakante Stelle in derglotten. Akademie zu Aunapolis au? dem dritten Eongrekbeziite, welche derAchtb. Wm. O'Brien zu vergeben hat, beginnt heute Nach mittag in dem Gebäude dcr östlichen höheren Töchterschule und wird morgen Nachmittag sortgesetzt. Die Examinatoren sind Pros. N. H. Thayer, Direktor genannter Anstalt, der Advokat Hr.Johauu B. Weny und Hr.Thos. K. Earey, Akmar der „Coulinental - Lebens- Assekuranz. Gesellschaft." Der erfolgreiche Eandidat hat sich mit einer Ausstattung von Büchern u. f. f., deren Kosten sich aus etwa »350 belausen, zu versehen und sich im Juni in der Akademie zu mcloen, wo man ihn dem regelmäßigen Aufnahme-Examen umerzieht. Persona l-N o t i z>— Hr. Heinrich Mä ret, der bisherige artistische Direktor des „Bal timore! Stadllhealers," verließ vorgestern Abend unsere Sladt und reiste mittelst der „Baltimore Ohio-Bahn" nach dcm Westen ab. Er wird sich zuerst nach Chicago begc bcn, wo er in GastloUeu aufzutreten gedenkt. Hr. Maret hat sich während feines Aufeut- Halts in Ballimore zahlreiche Freunde erwor ben, welche dic 'Nachricht von seiner Abreise mit Bedauern vernehmen werden. Dem bra ven Künstler gcbührl das Verdienst, einen großen Theil zur Hebung unseres deutschen Theaters beigetragen zu haben und trotz aller Klippen, welche sich dem Unternehmen »n dcn Weg stellten, gelang cs Hrn. Maret dennoch, die Saison zu Ende zu führen u. alle» seinen Verpflichtungen gerecht zu werden. Möge er auch »n Westen zahlreiche Freunde finden, fowic zu gleicher Zeit dcu Lohn uud dic Ancr kcnniiug, welche seinem wackeren Ztreben um die Hcbuug dcr dramalischeu iu Ame rika gebührt. Ein scllcnes Schauspiel. Hr. Thos. Hopkins, welcher bei Hrn. James Dic Laiu augestellt ist, war vorgestern beschäftigt, einen Bliljableiier an den Thurm dcr allen Ehrist-, jetzigen Mifstons-Äirche an Gay-, zwischen Baltimore- und Faqettestraße, zu befestigen. Eine große Menschenmenge vcr sammelle sich in der Nachbarschaft, um Zeu gen dieser waghalsigen Arbeit zu sein. Hr. Hopkins stieg a» dem Thurm aus dcn an den Rippen der Kaulen desselben bcscstigleu Hakeu hinauf; er Halle xcdvch eine 'Menge Vor fprünge zu überwinden, chc cr den Gipfel des Thurmes crieichle, an welchem cr sich dann festband und die Spitze des Blitzableiters be festigte. Hieraus ließ er sich, iu eiiiemStuhle sitzeud, allmählig herab, je nach Bedürfniß feiner Arbeit. Dcr Thurm hat eiueHöhe von ungefähr IKO Fuß. Das 5. Maryländer Regiment. Dcr Ouartlerincisttr E. F. Poulier vom 5. Rcgiincule, welchem vou dem Exekutiv- Eomile die Ermittelung dcr Kosten crncs im Juli in Eapc May aufzuschlagenden Lagcr« übertragen worden, belichtete den Mitgliedern des Regimentes, baß er im Stande sei, einca sehr besrtedigendcn Bericht zu erstatten, und ersuchte dieselben, sich zu dcm heule statlsin- Senden Bataillons - Exercitium einzufinden uud dcu Bericht anzuhören. Gouverneur Whyie und General-AdMaut Mc Blair ha ben versprochen, zu erscheinen, und Erstge nannter wird eine Ansprache hallen. Die Gallcrie'n werden sür die Damen reservirt. Bei dcr neulich statigefundeneu Ber sammlung der Compagnie G des 5. Regi mcnlS wurde Lieutenant ChaS. H. Reeves zum Capitän erwählt, und in dcr Versamm lung am K. ds. bekam Sergeant F. T. shry rock die durch das Avancement von Rceves vakant gewordene Lieutenanlsstelle. Die Com pagnie wurde vor uug sähr einem Jahre reor ganistrt, zu welcher Zeit sie nur 5 Mitglieder zählte. Sie besteht jetzt aus 51 Leuten, und hat sämmtllche Offiziere. Bra ud. Gestern Nacht 512 Uhr kam in einem in der Mitte einer Reihe von sieben im Baue begriffenen Gebäuden an Nord-Fre mont-Straße, nahe Patteifon-Avenue, gele gene Hause zwischen den Dielen des zweiten und der Decke des ersten Stockwerkes Feuer aus, das man für angelegt hält, aber bald vom Sergeanten Knoit und den Polizisten Ludley und Jollu im Vereine inil Jakob GiS riel gedämpft wurde. Die Banübernehincr McFaVScn und Heinick crlcidcu einen uuvcr sicherteu Schaden von 525. Diebstähl e.—Mary Gengle wurde vor gestein von Richter Farlow dem Gefängnisse überwiesen. Sie ist angeklagt, der Sarah Campbell einen Shawl und Rock im Werihe von SL und der Margaiet McGraw ein Paar Schuhe gestohlen zu haben. Georg Winder sah sich gestern vom Po lizisten Ward verhaftet, weil cr angeblich ein K5O werthes Boot von dem Schooner „G.C. Thomas" gestohlen haben soll. Richler KrciS ließ ihn bis zu dem am 11. Mai den Verhör einstecken. James Bcunett. jun., ein Schwarzer, wegen angeschuldigier Bestehlung James A. Dicklnson's um 53.75 vom Polizisten Kidd dem Polizcirichter Bell vorgesühri, spazierte in Criminal-Gewahrsam, d. h. in's Gefäng niß. Der in der Flottenakademie verübte E n gr os-Uhrcndicb stahl bildete gestern im Bundcsbczirks - Gerichte dcn Gegenstand der Verhandlungen. Bekanntlich wurden aus der Akademie vierzehn Taschcnnhren eulweu det und drei Personen als dieses Diebstahls verdächilg polizeilich eingezogen und zur Un tcrsuchung nach Baltimore transportirt. John Leonard, ein Mitglied des Trios, fanden die Geschworenen schuldig; er ward jedoch noch nichr vernrlheill, weil man erst den Ausgang des Heuligen Prozesses dcr Hauptangellaglen Marie Fitzpatrik, welche der Hehlerei und des Diebstahls von zehn dcr Uhrcn bezüchtigt ist, abwarten will. Schwindelklage. James Jackson, welcher angeklagt ist, «3 unter salschen Vor wänden von R. E. Sorben erlangr zu haben, wurde von Richter Wdeeler dem Verfahren der Großgeschworenen überwiesen. Geldbußen. Ealeb Watkins wurde vorgestern wegen liederlicher Ausführung und Tragens verborgener Waffen (eines Piitols) von Richter Farlow um S 3 geNraft. Da er die verlangte Strafe nicht zu zahlen ver mochte, so' wurde er dem Gefängnisse über wiesen. Charles Hare sah sich vorgestern wegen Steinwersens aus der Straße vou Richter McCaffrey um Kl und Kosten gestraft. —O. Vuker Bruder hatten West-Falls- Aveuue durch Better versperrt und mußten aus Richter Hagerly'S Weisung K 5 Strafe nebst Kosten erlegen. August Boru zog sich durch die Nicht einhaltung der Verordnung, wonach anKreuz slraßen zwischen mehreren hinter cinander kommenden Fuhrwerken mindestens zehn Fnß Entfernung blttben müssen, vom Richter Maddox «2 Strafe nebst Kosten zu. Thätlichkeit- n.—Thomas England foll vorgestern Abend Elisabeth Newton auf der Straße infultirt haben. Plötzlich sah er sich jedoch von einem Polizisten am Kragen ersaßt und vor Richter Bell geiührt, der ihn in Ermangelung vonßürgschafi dcu.Ecrichls- Versahren überwies. Robert Mullizan und der Sä Warze Jo seph Shipley hatten sich aus der Srraße ge prügelt. Sergeant Watkins nahm Beide seit, und Richter Bell einließ den Weißen gegen Friedensbürgschaft; der Schwarze, dem solche nicht zu Gebote stand, muß sitze». Wegen lästerlicher Ausdrücke in dem Bureau des Friedensrichters Metze! wur den John Mudd vorgestern 33 Stunde» Ge fängriißhafl zndiklirt» Wegen Vagabulidirenö sahen sich Georg Lander und Samuel West verhaftet, und Jeder vom Richter Hagerty auf dreißig Tage, dcr Erstere in'S Gefängniß, der Letztere nach dem Armenhause auf Bayvlew gesandt, wohin Richter Farlow auch die wegen Irr sinns und Herumstreicheus ergriffene Marga relhe Harig auf zwei Monate beorderte. Als Deserteur dec Ver. Staaten- Kriegsschaluppe „Eonstellation" wurde Ben jamin Lewis in Ost-Baltimore von dcr Poli zei ergriffen und im östlichen Stationshanfe festgehalten, um an die Offiziere des Schiffes ausgeliefert zu werden. Freigefprochen wurde gestern der im BundeSbezirls - Gerichte einem summarischen Verfahren unterworfene erste Steuermann der Brigg „Lizzie W. Verden," Namens Valen tin Sherman, welcher angeschuldigt war, den Matrosen Carl Hilberz auf der Fahrt von Havanna hierher grausam gezüchtigt zu haben. Beerdign n g.—Der am Montag Abend in seiner Wohnung, Nr. 39, Süd-Edenstraße, mit Tode abgegangene Hr. Johann Ritz-Rics uer wurde gestern Nachmittag vom Trauer- Hause aus, auf der „Western-Eemetry" Zur Erde bestattet. Der Leichenzug war ein sehr großer und bestand aus etwa 40 Equipagen. Unter den Leidtragenden waren eine Deputa tion der „Baltimorer Schützen" und eine große Anzahl persönlicher Freunde des Ver storbenen. Der die sterblichen Ueberreste um sassende, mit Tuch drapirte und schön aus stafsirte Sarg war aus dem Etablissemente des Hrn. H. Sander in Ztr. 252, Eanton- Avenue, der auch die Anordnung des Leichen zuge« übernommen hatte. Der Ehrw. Pastor Schäfer von der Bereinigten Deutschen St. Pauluskirche hielt im Trauerhause eine er greifende Leichenrede, worin dem Dahiuge. schiedenen als Gatten, Vater, Freund und Milbürger großes Lob gezollt wurde. Seine vielen körperlichen Leiden, die er mit christli cher Ergebung und Geduld ertrug, wurden gesühlvoll berührt; der Redner schloß mit Trostesworten sür die Hinterbliebenen. Die Beerdigung geschah nach dem Ritus dcr luthe rischen Kirche. Das Grab war von einer gro ßen Anzahl Freunde und Verwandter um ringt, obgleich das Wetter sehr ungünstig war. AIS Bahrtuchträzer fungirten folgende acht Schützen, sämmtlich vertraute Freunde des Verstorbenen: HH. I. Franz, H. Mengcr, I. Erpenbeck, I. Distler, P. Buchheimer, I. Kraus, E. Knöpp und H. Mohrmann. Der Verstorbene winde am 13. August 1315 in Hanau, Äuifürstenlhum Hcfseu, geboren und kam im Herbste 1337 nach Baltimore, wo er bis zu feiuem Ende ansässig blieb. Er war zwei Male verheirathct und hinterläßt eine Mutter im hohen Alter von 33 Jahren, eine Wittwe und drei Kinder, Letztere S bis 13 Jahre alt, zwei Söhne und eine Tochtcr. Acht Äinder gingen ihm in'S Jenseits voran. Er stand bci seinen LandSlentcn und Allen, dic mit ihm in nähere Berührung kamen, in gro ßer Achtung, und sein Wohlthätigkeitssinn war allgemein bekannt. Es war ein Mann von unverbrüchlicher Pflichttreue und immer hülfsbereit, wo es galt, Recht und Gerechrig !e,t zu üben nnd vertheidigen. Er war der Gründer des ersten deutschen Pferde-Leih-Eta bliffements in Ost-Baltimore, wodurch er häufig Gelegenheit fand, seinen bcdürsligen Landsleuten Arbeit zu verschaffen und zum Emporkommen im Leben behülflich zu sein. Seine Gesundheit wankte schon seit mehreren Jahren, und eine Krankheit von zehn Wochiii, die in Schwindsucht überging, beschlcunizie sein Ende. Er war einer von Denen, die dem deutschen Namen in diesem Laude Ehre ma chen. Friede seiner Asche! Gestern Nachmittag wurde Tr. Thomas G. Mackcuzic, der lange Jahre d» Apottickc auf dcr Nvivost-Ecke der Gay- und Baltimore- Strasze geführt, von dcr Wohnung seines Bru ders, Nr. «7, Franklinstraße, aus nach dem Greenmouut-Goltcsacker becroigt. Den Trau ergottcsdienst leiteten die Geistlichen D. E. Marquis und I. S. Joncs, uud als Balu luchlräger kunginen die HH. Achtb. Geo. W. Brown, Andrew Sterrett Ridgely, James' A. Sprigg, A. I. GoSmann, Joh. I. Mcycr, uud Amos Burke. Die irdischen Ueberreste des Capitäns Geo. C. Stouffer, dessen Tod in Brooklyn, N.-N-, ersolgie und Mittwoch telegraphisch gemeldet wurde, trafen gestern zur Beerdigung hier cin. George C. Stouffer wurde in Bal timore am 22. April 1322 geboren. Er wid mete sich schon in srüher Jngend dem Sce dienke und wurde 1350 Capilän des Segel schisfes „Antarctic-."' Im Januar des Jah res 1354 zeichnete er sich durch seine helden mülhige Rettung "on 250 Passagieren und der Mannschast des unglücklichen Schisses „San Francieco" aus. Der Congreß be schenkte ihn in Anerkennung feiner Verdienste m l einer goldenen Medaille, welche anf i2OOO geschätzl wurde, nebst einem Baarpräsente von K3OOO. Auch die Philadelphia und New- Yorker Behörden beehrten ihn mit Medaillen, und von vielen anderen Orten gingen ihin werthvolle Zeichen der Anerkennung seines heroischen Muthes zu. Nach jenem Vorfall commandirte er die Sch'ffe „Tcimountain," „Colar Star" und „William TapScoti" uud stand bei den Liverpoulcr Kaufleuten im besten Andenken. Capt. Stouffer verließ Ballimore vor ungefähr 25 Jahren. Er war cin Neffe des verstorbenen Robert Garrett und vou I. King, fen. Er hinterläßt eine Frau und 2 Kinder, einen Bruder und eine Schwester, welche gestern die Beerdigung auf dem Greeu mount-Knchhofe vornehmen ließen. Ableben eines geachteten Mit bürg ers.—Hr.Hcnry L. Kendall, Mitglied dcr bekannten Firma Lee K Kendall an der Ost-Ballimoresiraße, starb vorgestern Nach mittag infolge einer Lungenentzündung iu seiner Wohnung Nr. W, Ost-Fayettestraße. Er staub im 50. Lcbcnszvchrc uno hinterläßt cinc Fran mit zehn Kindern. S-cin Tod wird iu manchen Kreisen ein tieft- Bedauern erre gen. DasHinscheiden P. Chase, Vorsitzenden des Obcr'diiudeL gerichts, wurde in der gestrigen Sitzung de? BuildeSbezirks-Gerichts vomßezirks-Anwakle Archibald Slirlivg angckündigi; General John R. Kenly uno Richter Giles widmeten dem Andenken dcs Verstorbenen einen bered len Nachruf, woraus die Sitzung aus Ach tung vor dem Gedächtnisse deS Hingeschiedc nen bis heute vertagt wurde. Herne Nach mittag 1 Uhr hält das hiesige Barrcau eine Vcr ammlung, um seinen Gesühlcn anläßlich desTodes dcs Richters Chase Trauer-u. Bci lcids-Veschlüsscu Ausdruck zu gebeu. Die oberste Loge des „U na b hä n gi g e n Ordens der Handwerker" (1.t).».) dcr Vcr. Staaten hiclt gestern Abens iu der „Washingion-Halle" auf dcr Ecke der Charlcö uud Faycltestraße ihre JahrcSsigung, erwähne ihre neuen Bcamten für die nächücn zwölf Monale und vertagte sich bis zum drillen Montags im Februar 1374 nach Aork, Penn fylvanien. Uuler den Gewählien sind G. E. Swaill als Ex-Groß- oberster lttiler, C. Davis Jrelan aiS dessen oberster Ittile'i-, A.H. Chase von Pa. als dessen Stellvertreter, Oberst Wm.LouiSschiey a.S höchster corresp. u. C.L. Wright als höchster Finaiiz-Sekr., E. I. Danneker als oberster Kafsirer, John P. Jakobs aus dem Distrikie Columbia als oberster Prälat, I. M. Wilson als oberster Bote, Johann A. Schwarz als oberster Werk meister und Wm. Doherty aus Washington als oberster Learliug. Die „Union-Pacisic-Eiscn ba h n-G cj c llf ch af t" hat während des Monals April durch ihr Landdeparlement zu Omaha in Nebraska, welchem Hr. O. F.Da v>s als Commissär vorsieht, 1i,4715 Morgen Land zu dem Durchfchnittspreife von K 4.92 pro Morgen, zusammen nm K56,4t«.70 ab gesetzt; durchschnittlich kamen 91 Morgen aus den Käufer. Im Ganzen hat sie bis zum 1. Mai 1373 714,903! Morgen um 53.064,- 377.1, durchschnittlich den Morgen um 54,- 235 verkauft. Der Congreß hat der Gesell schaft 12,000,000 Morgen zu beiden Selten des Geleises geschenkt; das Land erstreckt sich durch einen Staat und drei Territorien. 3 Millionen Morgen an der ersten 300 Meilen langen Bahnstrecke im Staate Nebraska sind jetzt im Markte; dcr Kaufichilling kann erst unter Verzinsung nach zehn Jahren bezahlt werden. Bei Baarzahluug tritt cin Diskouto von zebn Prozent ein. Aus Hagerstow n. Von den Aus wanderern, welche vor Kurzem nach KansaS- City abgingen, sind wiederum einige zurück gekehrt. Das rauhe Leben an Kek Grenze ichien ihnen nicht besonders zu behcigen, und sie sind der Meinung, daß obgleich ine west lichen Ländereien für Frucht und Weideplätze vorzüglich feie», sie unler keinen Umständen mil denen von Washington-Connty oder Ma ryland im Allgemeinen verglichen werden könnten. Dessenungeachtet sind 2 unterneh mende junge Leute aus Hagerstown nach Texas aufgebrochen, um dort ihr Glück zu suchen. Die Einnahmen des „Chejapeake-Ohio» CanaiS" haben augenscheinlich im Ganzen zu genommen. Für die am 26. Aonl endende Wolie gingen K 5347.13 ein. Crimberland zahlte K 6131.34, Georgetown 52500, Hancock Kl5O, Williamsport K 74.39. Tic Zahl der plötzlichen TodeS- und Unfälle in dieser Gegend scheint sich beständig zu vermehren. Drei plötzliche Todesfälle der vergangenen Woche wurden durch Krankheit herbeigeführt, und um gleichsam die Liste dkl UnglückssäUe ausziisüllen, fiel das Kind dcr Fran Slabl, welche 7 Meilen von hier wohnt, und dasselbe der Obhut eines kleinen Mädchens übergeben halte, gegen ciucn heißen Osen und da das Mädchen aus Angst nicht im Stande war, etwas zu thun und daSKind am Ofen liegen ließ, fo war dasselbe bei der Zurückkunfl der Mutter fast verbrannt. Die HH. Shipley und Donalds deren Pferd bci einer Spazierfahrt scheu wurde, wurden aus dem Fuhrwerke geschleudert, in Folge dessen der Erstgenannte seine Hüsle brach und der Letzlcre sich sonstige Verletzungen zuzog. Als der Bagage-Meistcr der „Western Maryländer Eisenbahn," Hr. B. Ä, Davis, seinen Kopf aus dem Fenster steckle als der Zug sich über eine Brücke bewegie, wurde derselbe durch das Hclz-Werk erheblich verletzt. Ein Coudukteur dcr „Baltimore-Ohio- Eisenbahn," Namens Leonard, wurde durch cincn Fall aus dem Wagen veiletzt. Das Fleckfieber ist ,n Martinsburg iu epidemischer Form ausgebrochen. Aus Annapolis. Zachariah Cole und Robert Carter, welche angeklagt waren, den Neger Wm. Waters am 27. Januar ds. I. erschossen zu haben, wurden vorgestern von den Geschworenen des Mordes im zweiten Grade schuldig bcsunden. Die Vertheidigung empfahl die Ueberfüb.rten der Gnade des Ge richtshofes, da diefelben sich bisher stcls durch einen guten Charakter ausgezeichnet haben sollen. Aus Frederick, Md. Hr. Georg Schanbraker, ein alter Kämpe von 1312, starb in seinem Hause, unweit der Stadt, in feinem 73. Jahre. Als Hr. Jakob M. Wolf, welcher nebst seinem Bruder Daniel Wols in diesem Eonniy ansäßig ist, in der Nacht des 3. Mai von der Union-Brücke von dem Wohnorte des Letzte ren kam, um sich nach seiner Wohnung zu be wegen, bekam derselbe plötzlich einen Schlag von der Rückseite vermittelst einer Bleischlinge, welcher ihn zu Boden sällte. Er wurde hier auf feines Taschenbuches, welches nur 2—3 Dollars, wohl aber 3 fällige Wechsel zu dem Betrage von 51500 enthielt, beraubt. Bis jetzt ist es noch nicht gelungen, die Spur des Verbrechers aufzufinden. Den Akten des Registraiors zufolge be lauft sich die Schuld von Frederick auf 5489,-

035. Ernennungen für das Zoll amt. Der Sekretär des Schatzamtes schickte vorgestern die ihm von Hrn. Hrn. Wa fhington Booth übersandte Liste, welche die Ernennungen für das Zollamt enthält, zu rück. Die meisten Ernennungen waren de stätigt und nur in wenigen Fällen halte sich der Sekretär geweigert, dieselben zu bestäti gen. Nachstehend lassen wir die Ernennun. gen folgen: Ralliton, avancirt! Robert 6. Sanftrohm an Stelle von In». Basti, abgesetzt! H. H. Diitendersfer an Stelle von Jno, T. WoodS, abgefttzi: Romuius G. Morgan an Sielle von I. E. Hill, a'bge>etzt. und D. Si, Stall, ston an stelle von J^W^Hugg.^adge>etzt^ Jno.Moorehead, abgesetzt. Jnspelloren. SaUir k l pro Tag Henry Galt. M. B. Field, Ed. Hutton, Geo. JaineS, L. H. Miller, I. H. Raas, Thos. I Garrison, Geo. I. French und revi Dunean an Stelle von E. I. Miller, L, E. Mucker, W. L. Sünder. E. I. Jiaae Wilson, Snhder, James Hamilion, Michael karroll. Levi Arneit, Wm. W. Shamders, Kenniz Iher. Fox, ?lelion Holland. A. G. iladwallarer, t?, <!, tzawkmS, <S. M, Zmith, I. Sornilh isarbigl, Thos. Stick, M. Meredild uno John T. Carter >sar vig) an Stelle von H, F. Burne. F. W. England, Sa muel BrsokS, S. M Valliant, Wm. Witts, Z.W. Make. W. tz. Gruver, Wm. M. SulUvvn, Hiram Walto, I. Brown, G. M. Carion. 101. T. Jodn. lon. S. A. Davis. W. H. G. G Haiti. Z. W Hamilton, I. G. Siricker, Z. R. Mackenheimer. Wm. Ä. Paner o». Thomas James u.I.W. Siart, >ämmt- . I'i H Bt. -uilivan StcNc von Geo. Kunkel, I. H, Dean, 1?«an»«lp'h. Michael Dund?"., Frantl n Lupplee^l». A. W BoleniuS, I B. Slre-t, N. Holland, W. üliciiuUough, S W. Aorrcst, I. R. Briscoe und Win, Francis Raaan. O'Donnell und ti. For tle au «ctelie von <i. Ä. Armor. G. W. Moore, D i! Welch, R. Z. Walkerund Arthur Walters, sämmtlich al-liesetz». Trages—Samuel Zi. ?!. GiU^iard, Sievhen Bhri c, adgciet>l. Boten Jos. H. Buller. Nicholas Miller und li>l. A. Parker an Stelle von William tkll nger, I. H, Hill HameS Sewell unr E. R. Tür. ham an Slellc »on I. Meüleir, E. S <öl>a>ls.J. T. Krtjstn, John F. Walion un» S. Cadwalladcr, Die Ernennungen für zwci Stellungen sind noch nichl einzelrosfen, da man dieselben in weitere Erwägung zu ziehen gedenkt. s>ie denlokcatif<beSlaöt-(sonveotion versam Hielte sich gestern Abend in der „Lyric- Halle" auf der Ecke der St. Paul- und Lcxmg. in Abwesenheit des Präsioenten Hrn. Henry M. Warficld nahm dcr Vice- PräsideiN Hr. JameS Pcnlland dcn Vorsitz ein, un>' da« Protokoll sühne der Sekretär Hr. StanleyHynson. Aus 17 Wards halten sich 69 Ä bgeordneie eingefunden. Hr. J> hn A. Fcniou offeririe Beschlüsse, Donnerstag, den 15.Mai, inPrimärversamm lungcn Deputirte sür die ueue Conveniion zu erwählen, welche Montag, den 19. Mai, zu sammentreren soll; die Wahl soll auf Grund der Registrirlisteii vor sich gehen, und zwar von Mittags zwölf bis Abends acht Uhr. Hr. A. Ddnahue vou der 13. Ward wollle dafür von früh K-bis AbendS 7 Uhr gefetzt haben; fein Amendment ward jedoch nahezu einstimmig verworfen, und die Beschlüsse mit 74 gegen 3 Stimmen ainnnoinmen. Hr. Pnnland hob die Nothwendigkeit hervor, bci dcr Auswahl der Nominilten mit dcr größten Vorsicht zu Werke zu zeheu; sonst bcschwLrejjinan da« ">lenk'Mei lipll»i'-irl" an der Wand heraus, und Niederlage sci das Schicksal der Partei. Nach dem Berichte des Kajsiiers Hrn. OtlS Kcilboltz befinden sich, nachdem alle Rechnun »en öezehtt worden, noch A34l in der Kasse. Nach cinem Dankvolum sür alle Braunen vertagte sich die Convention sür immer. Der Staats - Heinperrnz - (Zonvent. Bon dcn drei Damen, die als Vcrireicriii uen dcr GlcichbcrechtiguiigS - Gesellschaft in dem Conventc erschienen waren, wurden am Mittwoch zwei, weil sie auch Mandate einer Temperenz-Gesclljchasi besaßen, sür stimm sahsg erklärt. Die Gesamuttzahl der Depu taten, die sich eingestellt, ist Ü!>er 300, darun tzr Gerstliche, Advokaten, Kaufleute, Fabrr. Landivirlhe und Vertreter anderer In tercfM. U'ber die Zulassung von unmün digen DlMirlen dcr Tempcrcnz-Cadclten eitt spannen lange Debatten; schließlich wurden dieselbe» Ehren - Deputirte znge> lassen. Tie Verhandlunzk? eröffnete Hr. Wm. Daniel mit einer Ai'jsNnhe, worin cr über die zahlreiche Beschickung ds« sich herzlich freuie, aus den dcr Tempe renzbestrebungcn bezüglich de? Verminderung des Spirittioscn-Gennsses während der letzicn Weihnachls- und NeujahrSseier in Baltimore hinwies und dcr Versammlung zu dem ra- Icheu Umsichgreifen dcrMäßlgketts-Aewegung in Maryland gramlirte. Dcr Z'vcct des Staais-Convents bestehe in der Errichtung ei nes permanenten Hiüss - Vereins des Niüio nal-Temperenz-ConveutS; an die Giünduvg ciner drillen polnischen Parlei denke mau nicht, sondern wolle durch Candidaten der bei den bestehenden Parteien dieTempereuz-Sachc durchzusetzen suchen; schlage dies werbe mau doch vielleicht einige eigene Oppo fikions Candidaien aufstellen. Die Rede schlo? mit dcr Bemerkung: „Die Parole des ConvsmS sollte Temperenz, nicht Polilik fein!" 'Nach ihm ergriff, dazu aufgefordert, Rich ter Pearre von das Wort. Die du'ch den veranlaß ten Verbrechen, das in seinem Gefolge befind liche Elend geben eine nicht mißzuycrstehende Lehle. Es hüllen sich versam melt, die ihre Pflicht gegen Slaal und Unisu zu crsüllcn entschlossen seien; es sitzen keine Politiker, üine Parteigänger hier. Mau stiebe nach edleren und höheren Zielen, wolle durch schon vaihandeuc Paneien sittliche Re form, Famiiieiiglück und gule Bürger erzie len. Mau wolle aus Trunkenbolde durch Gesetze keine Sittenprediger machen, sondern die Versuchungen sür die aufwachsende Gene ration imnvern und möglichst ganz entsernen. ES dürfen Restaurateure für unsere Söhne und Brüder künftig keine glänzenden Salons und elegante Privatgeuiächer mehr halten. Würde in Baltimore ein Gesetz, woruach jede Ward oder die Stadt über die Frage, ob Schanlconzejsioiien erlheilt werden dürsen, oder nichl, zu entscheiden haben, eMiren, fo kostete die Criiiiinal - Rechtspflege bedeutend weniger. Aus feiner richterlichen Erfahrung wisse er, daß von allen Verbrecher neun Zehn tel auf Spirituosen-Genuß zurückzuführen jcien. Außerdem licßcn sich die Temperenz-Predi ger Rev. P. Coombe und Rev. Pouljon als V«edner vernehmen; dieser vecomplimeitti.te den Erstere» mit dem Beinamen dcS „großen Modoe Temperenz-Skalpircrs." Beide be sprachen hauptsächlich das oben angedeutete Geietz (lvi.'i>l ojiiiun l-rvv). Rev. John H. Bricc, ein Negcrgcistlicher, crklärte, Maryland sei der erste Staat der Union, wo farbige „Temperen;« Söhne und -Töchter" von ihren mcißenÄrüocru willkom men geheißen wcrden. Als der Convent sich durch Erwählung fei. ncr Beamten, deren Namen w'r gestern bereits mitgeheilt, definitiv conslitnirt Halle, bielt Präsident Pearre bci Einnahme des Vorsitzes wiecer cinc Anrcde, in weicherer sür die «um Übertragene Ehre dankt; lieber sei cr Thürste her dieser Versammlung, alz Vorsitzer ciner polnischen Convention; er sei überzeugt, daß jetzt d-,e Temperenz-Partei eine solche Beden lung gewonnen, daß die Führer beider volili schcii Parteien die Tempcrcnz-Alliance sürch teu müssen. Wenn die Politiker die frische VollSbrüe wchin hören, werden siejihrcSegel so richten, daß sie den Wind, der die Tcmpc renzler iu den sichern Hasen sühn, auffangen. DcS fchlechten Wetters halber liat der Con vent gestern früh statt um 9 erst um 10 Uhr im „Tcnipcrenz-Tcmpcl" zusammen. Pastor Osborn von der „Ersten Congrcza tionalistenkirche" eröffnete dic Sitzung mit einem Gebete. Pastor Poulson verlas den Bericht des Ge schäitS-Comite s. Als Pastor Jordan hierzu ein Amendement stellen wollte, gcricth Hr. Michael in Eifer und meinte, d»e Balumorcr Abgeordneten sollten nicht immerwährend das Wort führen und auch dcn Leinen vom Lande Gelegenheit zur Meinungsäußerung geben. Aus Hrn. Coombe's Vorschlag ward der letzte Abschnitt des Comitc-Berichls bezüglich dec Errichtung ciner Staats-Tcmperenz-Al liance zuerst verlesen und angenommen; er lautet alio: „Beschlossen, daß wir die Errichtung einer Slaats-Temperenz-Alliance mit einem Voll zugs-Ausschusse in jedem Coiinty und dic An stellung eines corrcspondireuden sekrelärs, der in allen Theilen des Staates Vorträge halten und andere ihm von der Alllance zuge wiesenen Geschäfte besorgen soll, empsehlen." Der Convent vertagte sich gegen 7 Uhr Abends, und um 3 Uhr fand in demselben Saale eine Massenversammlung von Mäßig keits'euten stall. In den Reden Einzelner ließ sich eben keine mäßige Haltung verfpü reu. Ankunft des englischen Dampfers „Moravian." Dcr zur Allan'scheu Linie gehörige engl. Dampfer „Moravian," Capt. Graham, lief gestern von Liverpool über Halisax, N.-Sch., und Norsolk, Va., hier ein. Er verließ Li verpool am 22. April mit K3l Passagieren, landete 12 Cajiltcn- und L 0 Zwischendecks- Passagiere in Norfolk und brachte 25 Lajü ten- (Dr. John I. Jay, Geo. Ford und Fa milie, G. K. Reynolds, Edw. Dawsou, den Correspondenten der Londoner „Times," Jos. Bolland, Frau Hadsou, Frl. Hadson, Ehas. B. Swist, Hin. u. Frau James Bell, A. D. Hausmann und Frau, Hrn. u. Frau I. Hol land, Frl. Holland, G. I. Williams»», A. W. Tow, Achib. Wm. Annand, Frl. An nans, Eapl. Pelcc Sundry und Wm. Stalb) und 534 Zwischendecks-Passagiere, Haupt, sächlich aus Preußen, Pommern, Schleswig- Holstein, Eliaß und dem übrigen Deutsch, land, Oestreich, Dänemark, Schweiz,ltalien, Norwegen, Ungarn, Holland, Frankreich, Polen, England, Schottland und Sardi nien , biclher. Die meisten Einwanderer setzten im Laufe des gestrigen Tages ihreNcife nach dem Westen mit der „Baltimore-Ohio- Bahn" fort. Seine Ladung ist folgende: 100 Trommeln Soda für E. I. Pitt Söhne, I Kiste Kausmannswaareu für R. O. Taylor, 1 do. für Bogue >ü- Sohn, 1 do. für I. Hoale, jun., Gebr. eic Eomp., 2 do. für Gebr. Hodges, 1 do. für Gebr. Eoakley, 1 do. Eisenwaaren sür E. Jenkins A Söhne, 3 Stücksäsfer do. für „B. - O. - 8.," 83 «Stahl-Räder für Keith 6c Kelso, 5 Rollen Wachstuch für I. Turnbull, jun., K Eomp. 10 StllckMer Kaffee sür H. McShane 6c Comp., 1750 Kisten Weißblech sür C. Mor ton, Stewart K Comp., 3500 do. sür W. Füller K Comp., 2 Packete Pflanzen sür I. Saul, 12 811. Säcke sür W. Taylor Hall, 25 Kisten Granit für I. Kmg, jnn., 45 Ki sten Cognak sür Mordecai K Comp , 50 Packete Olivenöl sür Cha?. Darrell K Comp., 10 do. Sherry Wcin für Jordan Stabler u. f. w. Gerichtsverhandlungen. »ireiigerlchlsUr!tiailimore.<tount>>. T o w > o n I ow n. den 7. Mai. tVor Rildirr Georg yelloit.j Elisabeth Dock wwer latod Baumann; der dillo R, Giitinyi uud A. R »oarman tadi^trci " i ch N—lvor Richter Pmlney ) stellt hade.^ Waisen. Gericht. iVorden Richtern TanelS, Linrsay und Bishop.l <!s erhielten Margarethe Veii, P. WNch und Aranciz T. King (nedsl Geor^li, Weich und Thomas G, i^monoson k/adtge richt. - (Vor Richter Gilinor.) Its Der Mordsrozeft» Wie wir bcrcils gkfurn minheillen, nahm dcr Prozeß gegen Jmhua Nicholson und Tho mas R. Whalan, uli-ts Hollohan, wcgcn Er mordung dcr betagten Frau MarianneLamp lcy iu Ballimore am Mittwoch im Kieisge richte sür Anne Arundcl-Eounly zu Annapo lis seinen Anfang. Als Auwälle für dic Anklagcbchörde warcn dic Jamcs und I. H. Hodges erschienen, während die HH. W. HolliNgSworih Whyie und Frank Tnckcr als Anwällc sür dic Augcklazlcn aus traten. 'Nachdem die Geschworenen erlangt worden waren und die Berlheidiguug, wie schon ge stern gemeldet, ihre Eröffnungsansprache bis auf WeilereS verschoben Halle, schritt mau zu dem Verhör dcr Belastungszeugen. John L. Lamvlcy (Sohn der Ermordeten): „Meine Mntter stand im 71. Lebensjahre und war bis zu ihrem Tos gesund. Nicholson vermählle sich mit ihrer Enkelin, der Tochter der Frau English. Mein Vcilcr bewahrle sein Geld in eurem im oberen Stockwerke stthcnd.'n Kcsfer auf; Nicholion wußie dies. meine Mutter an dem Tage,wo sich der Mord zutrug, Abends in der Tinerstnnde in ihrer Wohnung an dcr Nordseite dcr Mulliüu-, zwei Thülen von dcr Dallasstraße. Als ich an jenem Abend das Haus vcriieß, verriegelte ich die Frontthür und die Hinierpforte, ließ dagegen den nach dcr Straße führenden Sei teneirgang offen. Als ich gegen 510 Uhr zurücklehne, fand ich den Scucucingang vcr riegell. Klopf'.e an die Hauslhür, ohr.e daß jedoch Jemand öffnete. Ging alSdaun nach oer Hinierpforte, welche ich ofsen sand. Ver muthete, daß Jemand unsere Hühner stchlen wollle. Rief S. T. Billinglon herbci uud forderte denselben auf, mir bci'm Aufsuchen des Diebcs bchulflich zu sein. Er rielh mir, einen Polizisten zu benachrichtigen; ich folgte seinem Rathe uud bald daraus traten Billing ton und ich in Begleitung d?S Polizisten Por ler in das Haus und fanden hier den Leichnam meiner Mulier in dcr Küche aus dem Fußbo den liegen,mit ihrem Kopse lag sie aber in dcr Mitte de« Zimmer?, während ihre Mße auf der Thürschwelle ruhten. Begab mich darauf in das obere Stockwerk und entdeckte, daß der daselbst befindliche Schrank u»d Kosser erbro chen waren. Ging dann zu meiner Schwester und setzte sie ron dem Vocgesallencn inKeiint niß. Bc> meiner Rückkehr war das Haus mit Leuten gesullt. Polizist Notham und ich durchsuchien das obere Slockwerk, wo wir ei nen kleinen Beutel mit S2OO Gold fanden. ES war finster und regnete,als ich von meiner Schwester zurückkehrte. Auf einem Tische bemerkte ich einige in ei nein Stück Papier eingewickelle B-tquiiS. Weiß bestimmt, daß ich die Hint-rpforte schloß, da e« von jeher in unserer Familie Gebrauch war, dieselbe geschlossen zu hallen. Nicholson kam am Abende vorher zu dcr Mul ler, um cin Paar Krücken zu holen. Er Hörle von Frau Euglish, daß der Vater Geld im Hause hatte." Bci'm Kreuzverhör: „War am Nachmit tage in West'S Lokal. Ging Abends zwischen 75 und 8 Uhr nach Hause. Blieb daselbst lau,,'? genug, um eine Pscise rauchen zu köu nen und begab Mich dann wieder nach West. Erinnere nicht, daß ich vor dem Coroner be schwor, daß ich um 3 Uhr nach Hauie kam. Habe nie beschworen, daß nur Vattr uud ich von ?em im Haus: b'findlichen Gelde wüß tcn." S. S, Billinglon: „John Lawpl.y kam zu mir und sagie, cr glaube, Jemand welle feines Vaters Hühner stehlen. Wir riefen einen Polizisten und traten in Begleitung des selben in das Hau«, wo wir Frau Lampley todt auf dcr Erde liegen santen. Gingen dann in's obere Stockwerk und durchsuchten dasselbe. Plötzlich rief Lampley aus: „Mein Gott! Baters Geld ist gestohlen!" Habe keine Weingläserund BiSquils aus dem Tische be merk!. Der Koffrr war erbrochen, als wir zuerst den Oberstock betraten." Dr. Ja?. R. Andre: „War Familicnartt bci Frau Lampley. Sie war bis zu ihrem Tode gesund." Polizist Potter: „Wurde 'von Hrn. Bil liugton am 2. Januar 1373 nach dem Hauie der Frau Lampley gerusen. Untersuchte mit cinem Lichte die Umgebung konnie jedoch keine Fußspuren im Schnee entdecken. AIS ich in die Küche trat, lag Frau Lampley lodt auf dem Fußboden. Ueber ihr knieele ihr Sohn un» schrie: „O Göll! meine Mut ter ist todl!" Wir konnten keine Verletzungen an ihrem Körper finden. Später gingen wir nach dem oberen Stockwerke. Hr. Lampley rief mich hier in das Borderzimmer ». sagte: „Mein Gott! Vater ist beraubt; sein sämmt liches Geld ist gcstohlen, es waren beinahe H3OOV im Koffer." Der Letzlere war erbro chen." Sergeant Jackion idenlifizirte einen Mei ßel, der am Tage nach dem Morde von Poli zist Mittendorf in dem Seitengäßchen neben dem Hause der Frau Lampley aufgesnnden worden war. Die Größe desselben correspou dirle mit den Kcibcn in der erbrochenen des Gemaches, in welchem sich dcr Koffer be fand. Hierauf wurde ein Taubstummer ans den Zcugenstand gebracht. Das Geietz schreibt vor, daß ein Taubstummer, wenn eralsZeuge austritt, seine Aussage niederschreiben soll, salls er dazu im Staude ist. Kann er aber nicht schreibe» so soll er sich durch Zeichen verständlich machen. In dem vorgestrigen Falle wurde der gebräuchliche Eid niederge schrieben, dem Zeugen vorgelegt, von demsel ben gelesen und unterzeichnet. Sodann schrieb er folgende Aussagen niedn: „Heiße Thos. Spragne und wohne in Ztr. 145, S.-Bond straße. Kenne Thomas Hollohau. Er wohnte am 2. Jaunar 1373 und fchou einen Monat vorher in meinem Kosthause. Ich sertigte den Handgriff des MeigelS an, welcher von Poli zist Mittendorf gefunden wurde. Derselbe wurde in einem Kästchen ausbewahrt, das in HoUohan's Zimmer stand. Sah das Käst chen im Dezember zum lctzlcnmale und zwar jm Schlafzimmer Hollohan's." Gegen 3 Uhr Abends vertagte sich der Ge richishof. Zweiter Tag. Am zweiten Tage des Prozesses war eS außerhalb des Gerichlssaalcs höchst uuge müihlich. Dcr Regen goß in Strömen vom Himmel herunter und ein hesliger Wind rüt telte an den Fensterscheiben. Die trübe graue Farbe des Himmels schien sich auf den Gesichtern aller im Gcrichtsiaalc anwesenden Per,onen widerzuspiegeln. Nach dem der Gerichtshof eröffnet worden war, nahm man das Zeugenvcrhör wieder aus. Der Erste, welcher den Zkugenstand betrat, war der Taubstumme Hr. Thomas G. Spra guc. Er schrieb Folgendes nieder: „Das Rastchen, in welchem der Mei Bel ausbewahrt wurde, befand sich noch im F cbruar oder Mai in HoUohan's Zimmer. T nckec wohnte zur selben Zeit in meinem Haus e." Polizist Mittendors: „G ing am 3. Januar d. I. in Begleitung des Sergeanten Johnson > durch dcs Seitengäßchen neben demLainvley'. > schenHanic und iaad dasclbst einem s liegenden Meißel. Es ist derselbe Meißel, welcher hier im GerichtSsaale vorgezeigt wird. Untersuchte die Kerben am Schranke und die». selben corrtivondirlen init dcr Größe des Mei ßels. Dasselbe war dcr Fall mit dcn am Kosser befindlichen Kerben." Tr. I. H. Butler: „Wohne seit 17 Jahren als prakliz>reiider Artt iu Valliinore. Nahm am 3. Januar 137» eine Post-Monem-Unte» suchuiig mit dem Leichname der Frau Lamp ley vor und gelangte zur Ueberzeugung, daß ihr Tod nicht aus natürlichen Ursachen er solgle. Die Beschaffenheit dcr Lungen und des Herzens-rechtserligie die Ansichl, »aß die Vcrnorbene erwürgt worden sci. Auch be saud sich eine Verletzung am Kopse, welche niir durch cincn Schlag mit irgend einem Jnstrumenle hervorgeru'en sein konnle. Wäre Frau Lamplcy niedcrgesallen, so würde sie mil dem Thellc des Kopses, der dieVerlctziing auswies, nicht den Fußboden berührt haben." Bei'm Kreuzverhör: „Die Verletzung am Kopse war keine äußerlich sichtbare. Wir ent dccklcn dieselbe erst, als die Haut cntscrut wor den war." Dr. John J.Groß: „Wohne in Ballimore und habe daselbst seil 9 Jahren als Arzi ge wirkl. Man rief mich an dem Abcnd, an welchem der Mord begangen winde, nach der Wohnung dcr Frau Lamplcy; ich fand die selbe aus dem Fußboden liegen. Es war 10 Uhr, als ich die Wohnung belrat. Die Frau schien erst vor einrrStunde verschieden zu sein. An der linken Seite des Halses bemerkte ich cinc Vcrlctzung, wclchc durch dcn Druck eincS Taumeniiagels hervorgerusen zu scn: schien. Die Verletzung war eine sehr unbedeutende und war am nächsten Tage nicht mehr sicht bar. War bei dcr Post-Dtortem-Untersuchung gegenwärtig und pflichte den Ansichten des Dr. Bullcr vollkommen bei." Frau Ann E. Sprazue: „Hielt cin Kost- Haus in Nr. IZS, Süd-'öondstraßc. Dcr Taubstummc ist mein Sohn. Kenne Hollo han unler dem Namcu Thomas Richards. Er logirl« i". meinem Hauie seit Oktob-r vo rigen Jahres. Mein söhn besag ein Käst chen mn Wcrkznigcn, welches in Richards' Zimmer ausbewahrt wurde. Hollohan (oder Richards) wohnte bei mir bis zu dem DicnS tage, der scincr Veihaslung voranging. Tuk ker und cr logirten zusammen uns verließen Beide mcin Haus an einem uud demselben Tage." Frau John English: „Bin die Frau deS Hrn. John! English und Tochlcr dcr Ermor deren. 'Nicholson beiralhetc meine Tochlcr. Kannte Hollohan nicht, Uuscrcr ganzen Fa milie war es bekannt, daß I>ater Geld im Hauie Halle. Wir sprachen darüber iu'.>!i> choljon's Gegenwart. Hörle, dajz 'Nicholson sagle, es würde dein Vater ganz Recht gesche hen, wenn Jemand ihm das Geld abnähme, da er gar iu gerzig 'ei. Am Abend des Mor des war ich mit Vater im Ford'ichen Opern- Hause. An dem Abend vor dem Morde bc sand ich mich in Multens Sie war damals vollkommen gesund. Nicholson war an jenem Äbend glcichsalls bei Mutter. Ging später mir ihm nach seiner Wohnung und blieb dort, bis seine Frau, die ausgegan gen war, nach Hause kam. habe Müller darauf vor ihrem Tode nicht wiedergegeben. Als ich von dem Morde Hinte und zu ihr eille, lag sie todt aus dem Hutboden. Einer ihrer Ohrringe war verschwunden, aber meine Schwester fand ihn später auf dem Teppich. Auf dem Tische bemerkn: ich ein GlaS Wein, zwei Acpscl und ein Slück Obstkuchen. Ni cholson Halle zwei Kinder, einen Knadcu und tin Mädchen. Mutter schiitte den Kindern bei jeder Gclegcudeil Kuchen und Früchte. Dcr Knabe ist sieben Jahre alt und heißl John Franklin, das Mädchen, welches süiis Jahre iähll,> führt den Namen Jeannelle. Als ich 'Nicholson noch an jenem Abend sah, sagle er ;a mir, daß er Alles in schwarzem Lichle er blicke, aber er könne sein Alibi nachweisen, er sei zur Zeit des Mordcs in der Boliiiuorc- Slraßc gewesen. AIS ich mit Nicholson am Abend vor dem Moide in MuttcrS Woh. nuug zusammenlras, wechselle er die Farbe und ichlcu über meine Anweienbcit in Bestür zung zn gcraihe». Nicholson bar Mullcr um cin Paar Krücken sür seinen Vater. Nach der Leichenschau hörte ich Nicholson zuscinciFrau sagen, sie solle Nichts von seiner Bekannt, schalt mit Hollohan verlauten lassen, er könne dadurch in Unannehmlichkeiten gerathen." Als die Zeugin dieses aussagte, erhob sich Nicholson von seinem Sitze nnb schrie lant auf: „Meine Herren Geschworenen, diese Aussage iil falsch !" John Gregg: „Wohnte im Januar 1373 in dem Kosthause der Frau Spragne in Nr. 135, Süd - Bandstraße. Zwei Wochen vor dem Moide hörte ich Hollohan an Tucker die Frage richten, ob er Nicholson gesehen habe. Am Abend des Mordcs verlies; Hollohan das HanS. Draußen auf dcr Slraße schien Je mand ihn erwartet zn haben, denn er knüpsle ein Gc'vräch mit demselben an und ging in dessen Beglciiung die Bondstraße hinaus nach der Balunorestraße. Später begegnete ich ihm wicd.r. Er erzählte mir, daiz er einem Herrn entgegen gehen wollle. Wir schritten dann biS zur wo wir uns trennten. Er ging nach der Richtung, wa sich das Lamplcy'sche Haus befindet. Sah ihn vor dem nächsten Morgen nicht wieder." Tallas Gregg: „Wohnte gleichfalls bei Frau Spragne. Lernte Hollohan unter dem Namen Richards kennen. Er mach«: mich zwei Wochen vor dcr Mordthat mit Nicholson bekannt." Fran Benjamin Eole: „Bin eine Tochter der Ermordelen und wohne in Nr. 122,Mul likinstraße. Sah Mutter während ihres Le bens am 2. Januar zum Ictzieu Male. AIS ich sie wieder erblickte, war sie todt und kalt. Man hatte ihr die Geldbörse abgenommen. Einen ihrer Ohrringe sand ich aus dein Tcv pich. An ihrcr Lippe entdeckte ich eine unbe deutende Verletzung, als ob Jemand sie mit dein Fiugernagel daselbst gekratzt hätte." I. Lampleu: „Die Ermordete war meine Frau. Bin 59 Jahre alt. Kannte nur Ni cholson. Habe Hollohan nur einmal gesehen und zwar am Tage des Mordcs in dem Hause Nicholson's. Dcr Letztere wußte, daß ich Geld im Hause aurbewahne. Besuchte am Abend in Gesellschaft meiner Tochtcr Ford's Opern haus. Nicholson und seine Frau geleiteten nns dahin. Meine Frau hing mit großer Liebe an Nicholson's Kindern." Jolm S. Pontier: „Bin seit lv Jahren Gchcimpoli;iü. Am Abcnde des 2. Januar kamen zwei Polizisten zu mir und setzten mich von dem Morde in Keuiilniß. Halle eineUn tcrrcdnng mit 'Nicholson und sragle ihn, wer am Abeiid des Mordcs in seinem Hause gewe scn sei. Er nannte einen gewissen Thomas Bollisrau. Wo Hallohan wohnte, gab er vor, nicht zn wissen." Marschall Frey: „Bin Hülssmarschall von Ballimore. Als ich Hollohan verhaslele, er. zählte mir derselbe, daß er am Nachmittage des Tages, an welchem der Mord geschah, im Hause Nicholson'? gewesen sei." Nachdem noch Hr. Erone, Ches der Gebeim poli;e>, verhör! worden war, vertagte sich dcr Gerichlshos bis j5 Uhr Nachmittags. Als er um diese Zeil wieder zusanimenliat, wur den noch die Belastungszeugen Thomas Ni cholson und John English vernommen. Hiermit schloß das Verhör von Seiten der Aiiklagcbchörde und das Verhör dcr Entla stlingszeugcn nahm seinen Ansang. Nachdem alsdann Alexander Abbott, G. H. Dobian, Major Hcwctt, Robert McPher son und I. Pierccy vernommen worden wa ren, schloß dasVerhör, nud die Anlagebehörde unterbreitete die Entscheidung ihrer'eilS den Geschworenen ohne Plaidoy:r. Die Verthei digung wird heule plaidiren. Die Uebersüh rung der Aiigcklaglen ist unvermeidlich. Zur Wiener ÄtnSsteitung. Wech sel und lZrcditbnefe. Die bevorstehende Wiener Welt-Ausstel lung, welche am 1. Mai beginnt und muth maßlich nicht vor dem 2. Nov. schließen wird, hat die Reiselust des amerikanischen Publi kums in so hohem Grade entwickelt, daß ich mich veranlaßt sehe, die Aufmerksamkeit des Publikums auf die Ausstellung von Kre ditbriefen zu lenken, nach welchen bei dieser Gelegenheit ein größerer Begehr, als bisher, sein wird. Ich habe diesen Umstand aulici pirt und daraus hin die umfassendsten Vorbe reitungen mit dcn größeren mit mir in Ver bindung stehenden Bankhäusern Europa's, namentlich mit der „Union» Bank" ill Wien , einem dcr bedeutendsten Geld- Institute Oestreich's abgeschlossen. Wechsel und Ercditbricfe zu den niedrigsten Raten bei F. Raine. Prof. Wm. T. <slaggett S dritter großer Ms»ball wird Montag, den 12. Mai, in dem großen Saale derNew-Assembly-RoomS" abgehalien werden. Daß sich dieser Ball, aus welchem die Schüler und Schülerinnen des bekannlen Tanzlehrers wieder verschiedeneNalionallänze aufführen werden, zu einer höchst brillanten Affaire gestalten wird, können wir mitGewiß hcit voraussagen. Untcr den einzelnen Tau zen, die znr Aussührung kommen, machen wir vorzugsweise aus einen "<Zontin«ut»l" aus merksam, welcher von der Tochier des Hrn. Ehr. Knopp und mehreren Knaben getanzt werden wild. Ferner werden namentlich die Tänze ' ?illa Uezimelltu," «irck Xs,?)' Ilvrripipe," "Oriontal" U. ein von dem Sohne des Hrn. Elaggett darge stellter Ehinesen . Tanz die Bewunderung der Besucher eirezen. Das große Maifest der „Oreieinig kette-öcbule" findet Montag, den 12. Mai, auf LoniS Mnth's allem Schützenhose an dcr Velair- Road statt. Der „Aasayettc - Turnverein" hält Momag, dcn 12. Mai, sein drittes großes Mai- und Turnfest aus „Rost's Hain" an der Bclair - Road ab. Das Arrangements- Comite hat umfassende Vorbereitungen gc- troffen, um dos Fest in jeder Hinsicht zu cinem brillanten zu machen. DaS Mai- und Som:nernachtSse°t der Z?.-l>icscuici»iift" konnte gestern wegen dcS schlechten Wellers ! nicht stattfinden und wird Donnerstag, dcn 22. Mai, stattfinden. Die „West - B'illiinorer S-Kn?e t geseUscvaft" wird ibr drittes großes ü>!aises>, den t.'.Mai, ! in ibrcmParke abliailcn. Das A.ranq-nienlS- ! Lomilc hal die uwfasicntslcu BorlchnlNiicu ! gctroff-n. Fiir licsfuchc Tanzmunl wcrdcn l die Capellen dcs Lal-t. Hossmaun und dcs Prof. Wacker Sorge DaS jädrlicke^ Pienic des ! 'Allgrin. Deutschen K aisen!, ciuics findcl Pfingslmonlag, dcn 2.1.im, s.att. .'icin j Deutscher sollte vciscdlcn, dicscs das aus „Rost's Hain" abgehalten wird, ;n bösli chen, damit sich dasselbe auch in pciniilarcr Hinsicht als cin ersolzrcichcs erwciicn möge. Zinn Besten des „Ällc,r-,'«'"cn dcnt 'clien SValseiit>auser>" wird dcr Lrdcn „Söhne dcr Freiheit" tog, de» 12.Mai, ciliPicnic im 'enivcic'd- Parke" abhatten. Da cS sich um eine'» edle» Z'ves dandcll, so sollle Xcincr ans dicscu.'Pic nic fehlen. Dr. Emilie FockiNji hal in iinscicr Stadt in kurzer Zcit als Zakm är-,lin einen bcdeulcndcii Rlls crlangl und lonncn wir die'clbc allcn Dci.jcnigen, wclchc au Zahnschmerzen leiden, beitenS empschlcn. Ihre Office isliii Nr. Hanavcrstr. Äls Vlnl und Safte reinigciides Millet ist das Karlsbader S?rndel unübertrefflich. Dasfclbe wiid von viclcu Aerzten gcgen Unverdaulichkeit, Kops schmerzen, Mangel an Äppeiil und alle Uebcl, welche aus Uuordnung dcs 'l'iagens cdcr der enlstchc», angewendet. '.'l. Bogclcr E o m p. sind die Agenten sür Amerika. tili-) ZW° sind durch dcn <-ic braucl) d:S Vernvianisclien Snrnps (cincs Elfen - Prolozyd?) aus schwächlicheu, kränklichen lcldcndcn Wcscn in starkc, gesunde und glückliche '2)iunncr uuz Frauen umge ivaudcll wordcn, und Jnvaliseu ver nünfliger Weife nichl zaudern, ihn cincm Versuche zu unicrivcrscn. Gcgcu Dyspepsie uud schwache ivirlr cr (1(17-12) Prov >s» vncna nt! er und BrativU.'swlacher,^ Etablissemcnl an der verlängerten Pcnnsyl-! für und <Zvnsni:>entcn! ! ich IM t'«t»iluin diu»urc uno »eil.rc ! Daaie. nis irgend cn? !n jii i»,-,:". ' Jakob Tcini,er, Sic. un? r>xii!-,i!?n-, <Mr»ZI,I Z.«.i'.) dein kcurti« <,ege»ü>'er. ValttZttvrer Vleymarkt. nilcr —tic iiiciilrnßcttaiiic >u parallel ' !>jS>.' Voigten BorrSthc: kamen voriqe Si!vchclU>°> (in der »cb -or.gc» ! Äaircs. ' > Börsenberichte. - Bcri6>ttt vou Svm. Fisher di Söhnen^ Nr. 32, Soulhstraße. Baltimore, dcn 8. Aioi. Adci de i Ang. Bcr!. Änz. ÄZrc! l Goid . V. .°>.?'! r - - Ma ä S'II Z. 2.'-, ...<l-?t Tt Huii Sahn > ISi't!? Äiio ,z?u Berj , Et. — Äcd Fcu Ner> i.^ Mdßr)Lei'»Z Howurd -vccj Vi Kr a1t,... »ii 'üter »Ät Aeri -! !> Vai>r6k .?>> Biro.bLitir',/, , «a dr N öli «it»^O!»r'«7 WBaÄr?,u!i B i. ?, "> !«!< iko Eon! k's . d^'-I^tor'icui Kl'? 7'!? !i!i vllito vr RorCcnibi gid «slto'Lr PÄSS!»)»' WMdt>r2.g'W B-ltv !O2 !uiMd«!: Bt ! «.'lto br IMi.. - WMv»ir^.vuS'»7 Snk oi Blilto - I:« BrZ. «A?« Citiz Bank...» — Bich <k Dan i, 7? > granklin Bank II «l Zi - »ow Bank.... vr L. d 7 lii Mcrch Bülit I2Y Or.äi?ll »r 4. - ' t 2 - BltoGusGij!<o 3. Nat Bank 82 !«<1 Gco'Si!kÄohi 1?l) I S ÄllItoO»!tEl ffrezei Turn» ö>) R. kI.MV ~!vitizburg-Eon.-Ba'>n"-O!)l.,> i.H 7r, t.l> k> ~Mar.-Cinc. B!ibn"-Odllgat., ZH., 8r M dilia ditto dilto lii Iltien der.Ciliiitnb' Bank" 1t liiitirn d»r „Wcftern-Bant". Z 2 ».20«, tMÄr.. , 5,'. » » ls^. » » Ibkkei -.17^ . ieu !1«!5 , , liÄ7tt . tSkr-r li--, B Union Pacific iicr ?an>or Expreß, rca «aciftc i ÄdauiS'Expreß Ber. St. Exprc« /..? -.m.Si MerwantS' Union Expreß Clev., L>?i. Z. Z Zentral !Nivc? Ä. »> Ii -—« Erie Railroad, Prci'd t.ake !^7>, Zllinois Senrra! II» Ztew-Äerl»» R l>>.^. und St. Paul » Mil. und St. Paul, Prcier'd 7ZZS Toledo und Wabash ffo Wavne »Z z Ohio und Misiislipi qZ ~ Llton und Tcrre paiiie i> Del. Lac. und Western ...t^-» Union Paclstc P. Hanson Ais; «K Möbeln und Vvrhange-Stoffe, fii»il;ösi>che Znrraidr« Str. »S, «ord-EharleSstraAe. (»ugi2,l!iMle,4.p.) Keine Zaknsckm erzen mekr ! 'e . i.i v. ?»'«>>. M'. adw.v? «. St>-«>,er. r llpt-.?. cccu «r ~I, ! '.!' '.I! k >eu I .iec, m. Sucher »5-p-v/ische, Iwuüdcrbarc ' SopisHmerj iZ, sesrd-.Sow-irditr.. ! kniise ri»r und nach dircn (Aebrauchc k>?. e Besserung vcrlpilr», so >"nd daS Dcld zuriickizegcbcn. Ä 'A. Eisen in's 'Äut': 2 iNw Der Peruvianiiche Syrup, eine unvcr ändcrliche L.'ösun.z dcS Ei'cnoxyduls, ist so znjauiinciigeseyr, dajz cr dic c>. ncs leicht verdaulich:» und dem Blulc so lcichl, wie die eiilsachste Zpcisc, sich ciiivcrlcibctioeil NahruugSmiltclS bal. Er vermehrt dic qc des ciienllich naliiilich bclel'ciidcu Glos scS, dcS Eisens iui Blulc und heilt „lauscnü ll'bel" einfach durch Anspauuiin.;, Tiärku»>; uud B.lebuu; l'cs Körper; das bcrcichcrlc und belebte Blnt dnlchdriiilit zcdcit Tbeil dcs .<lörpcis uud nnd Bcrluste, 'nchl dic krau!li.iilcii aus und uknluszl dcr suan!lj?il NichlS zur Nah runci. Dies ist das der wnndcrbarcn Ersol ie dicscS HciliuiilclS iu der Heilung von Beidauunnsschwächc, Wasser, sucht, chronlscheul Diiichsaüe, Geschivür-n, grollen un> Verlust der und Blascnkranhcr lc», und allen dcu Mark- Heiken, welche aus einem schlechten Znitandv des B.'atcS enlsptingk» odcr von Schwäche oder cin?'» Schwächciilstaudc dcS lorpcrS Da >r vollständig siri von Alkohol >'U irgend ciner Furm iii, sn ! solgt iciiicn Wirkungcii nicht ci nc cutsprechensc R, ".lir<'>>, sondern sie sind - bleibend nud vcrlcihe.i alle,.' Thcilcu dcs.itor. pcrs .'irasr, <sliirkc, neucs Le^cn. ?anience siiid durch den Gebrauch dieses Hcilmilicls aus schwachen und kränklichen (Äc chvps.u in starke und gcsuuöe Mciijchcn. vcrivaudclt wcrdeu. Schwache Personen, sollleu ohn: Zauocii« dies Heilmittel chen. Man sehe darauf, VsH jadc Flasche den Namen „Pernvinnischii» Syrup" ii« Glase ciugeblasen trage. Srt!) W. Foivle b» Sö!)>»c, Eiqcn t!)u»icr, I. Ml>t>iN-Place. Bosion. lÄii'ill >,l.i,i Ächriln: Krankheiten Z Gründliche Äur garuoliit i , Foblau, ' k, A? w r i ePati ? n I e n Kr. Vir,- sit., », ?». M'Mittc!,. Aerzte:c. A. von Mctrn, Hn!li«lt su? vciijich.'<-?»kn!d?r «s-d Ptttent.lnhavek, Nr. 253, Broadway, Ncw-Aork, D Dribroc, Äövuial und Sachwalter. . V?r. Paul-Ätroße, ' Attiuso.l Tchnumlnttl!, drulscher Ädvvkat, ' Nr. Tt. Ptililstrahc. » tApiilüi.lMl» W. P. >Lmitli, 5 Rechtsanwalt und Advokat, LlmiMr Wolff, Kdvliknt und Sicchtsailwalt, W. Glcitsmimn, praklischcr Arzt, ZSundarzt und GeburlZ- Helfer, Dr. M. Wiener, homlsosuthikcher Hirz», 5!»-. West-Fayetts-, nahe Pineftraße. Ätue deutsche Äpnthrlr Heinricb Mav, Äüi'.ch's aromatischer Leberthran, (Smich'S Leberthran - Cream Cmich's Leberthran - Cream, Neu angcdoicn, da fic cin iangc qklühltco Ocdürjnch »cr medizinischen lrakuli-it gönjiich beseitigen und den «ranlen, dic aus sie onqcwicskn sind, Vindcrun« und Aesnndhetl gcdcn. Ter schlechte iKcschmalt und dtc brftiiizt, und der «raiilen und seinen iZrcundin rcaiistri wu^de.^ Euren Apoiheler illr diejen Artikel und Ihr werd« nicht geiäuschi werden. Zubereiiet und vei kuust durch I. «. Pcrkm» «

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