Newspaper of Der Deutsche Correspondent, May 12, 1873, Page 4

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated May 12, 1873 Page 4
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Ter Teutsche Csrrespsudcnt. Baltimore, 12. Mo» !87Z. Stadt Baltimore. Berichte und iB»tlassunq der Groß getcbwsrrne!'. Billigung ihrerThätigkeit durch Richter Gilmor. Sonnabend Vormittag eistztteten die Gro ßgeschworenen dem Crimincl-Gerichle ihre ver schiedenen Berichte. Das mil Ilispizirung des Swdtgesängnis. ses beauftragte »r.d aus den HH. Jsaat M. Tem'on, Cdiisuan Ar, John Ferry, James Gurry und John F. Huiiler bestehendeComite belobl den Gefängniß-Wardein Hrn. James H. Jivin, seine Assistenten, sowie den Sekre lär Hln. Wm. H. H. Turner wegen des sau beren Zustandes des Gebäude?. Das Comite gelaugt z» dem Schlniie, daß „es unbedingt nothwendig ist, die unter dieklasse derßnmm ler oder Landstreicher gehörigen Insassen bei derlei GeschlechlS, denen das Gesängniß ein Hafen des Glücks und süßen Nichlslhuns ist, irgendwie an die Arbeit zu stellen, mag die selbe augenblicklich lohnend sei», oder nicht; in ihrcnÄligen ist dasGcsäuguiß nach wüstem Leben eineHeimstälte, und vollkommen zusrie den treten sie ein. Es gibt einige vierzig Mannspersonen und Frauenzimmer, welche auf dieie Weise im Jahre nahezu zehn Monate im Gesängnisse verdungen, und wir kennen zur Abstellung dieses Uebelstandes kein ande ies Mittel, als diese Leute sofort in die Arbeit zu spannen, und ehe sechs Monate in's Land gehen, würden die wohlthätigen Folgen dieser Einrichtung zu Tage treteu; denn die sichere Aussicht auf Zwangsarbeit wüide fehr bald die Anzahl der unter den genannten Anklagen geschehenden Verhaftungen vermindern. Wäh rend der letzten vier Monate standen nur vier Insassen auf der Krankenliste; zwei, die mit den Blattern behaftet waren, wurden fofort dem Marinefpitale überwiesen, und jetzt be findet sich nicht ein einziger Patient im Ge fängnisse. Bel'm Beginne unseres AmtSter inilies fanden wir dort acht Negerknaben im Aller von 10 bis 16 Jahren unter der Anklage des Diebstahls; sie sind jetzt in derLesserungs- Anstalt für zugendliche falbige Taugenichlse, welche in PriueeGeorge'S County mtt großem Erfolge in Thätigkeit ist." Am Schlüsse zollt das Comite Hrn. Wm. F. McKewen, Aklnar de? CriminalgerichtS, sür seine unermüdlichen Bemühungen und seine stete Bereitwilligkeit, ihm jede Erleichterung zu Theil werden zu las sen, verdientes Lob. Das aus den HH. Wilhelm Seemüller, H. F. Turner, James A.Hendelsou, Bradley S. Dixon und A. Füller Crane zusammengesetzte Comite, welchem die Aufgabe geworden, dem Zuchthausc Jnspellions-Besuche abzustatten, ejlbl die Zahl der derzelligenJnjasfen desselben ans 589 an, wevon 193 Weiße (188 männli chen und 5 weiblichen Geschlechts) und 396 Schwaize, 336 Neger uud 40 Negerinnen, sind. Von der Gesammtzahl werden 178 durch Joseph Davis mil Schuhsabrikation, 90 von Howard eir Evans mit Marmor.Arbe», 122 von Solter Ä Comp, mit Faßbinden, 32 von Isaak Bergmann mil Anfertigung von Pfer degeschirren, 18 von Magne e- Chipman mit dem Anfertigen von Stuhllehnen und 35 F>auenzimmcr von Wiescnfeld K Comp, niil Anfertigung von Kleidern beschäftig!; dieGe fammlzahl der solchergestalt in nützlicherWeiie Verwendeten belrägl 475. Die übrigen 114 liegen lheiiS trank un Spilale, oder sind in verschiedenen Abtheilungen des Zuchthauses als Wäscherinnen, itranlenwürler, Auswärler, Zimmcilenlc, Schnhflicker, Schneider, Schuh wacher, Barbiere u. s. s. beschäftigt. Das Comite verweilt mit Befriedigung bei der MannSzncht und der sauilallichen Beschaffen bett der Anstatt und sagt, die Bevölkerung des SlaateS schulde dem Direktorium derselben für seine getreuliche Pflichterfüllung undFüh ruiig der Angelegenheiten des Zuchthauses, dessen Einkünfte jetzt monatlich sich auf mehr, denn 96000 belaufen, große Dankbarkeit; tre ten keine unvorhergesehenen Umstände ein, fo wird dem Slaalsschatze während des Fiskal jahres eine erhediichesunimc ans dteferOuelle zufließen, eine für die Steuerzahler Balti more's und Maryland's überhaupt sicherlich erfreuliche Thatsache. Auch dem Zuchthaus- Wardeine Hrn. Thomas s. Willinson und feinen Unterbeamren wird Lob gespendet, aber auf die Unzweckmäßigkcit der jetzt als Zucht haus benutzten Gebäude hingewiesen, und der Vorschlag gemacht, an einem anderen Platze ein Zuchlhaus zu elrlch'.en uud seine jetzigen Gcbäulichkeiten m einAlbcilshauS sür die das Stadtgefängniß heimsuchenden Vagabunden und Bummler zu verwenden. Nach Beiner, klingen über das in der Zahl der weißen und schwarzen Zuchthäusler, welch' Letztere die Ersteren um mehr, als das Dop pelte an Zahl übersteigen, während die Neger bevölkernng des Staales nicht mehr, als den fünften oder sechsien Theil der Gesammt-see lenzahl ausmacht, werden die Thatsache, daß das Zuchthaus eine ziemliche Anzahl kleiner Negerkuaben beherbergt, und die schädlichen Folgen derselben belont und eine Anordnung, wornach man diese Knaben dem Gewahrsam des Visiiatoreil-Collegiums der Befserungs. Anstalt für Nezerkmdcr übergeben soll, in Vorschlag gebracht. Der Gesammlbericht der Großgeschworenen erklärt ferner: „Zwar mehrt sich die Zahl der Verbrechen in Ballimore, aber nur im richti gen Verhältnisse zu dem Wachslhnme der BolkSzahl; allein eö läßt sich behaupten, daß unsere Stadt von dem Geiste der Mißachtung der Gesetze und der Vorschriften sür Aufrecht- Haltung von Ruhe und Oldnnng frei ist; nir gends gibt sich offener Widerstand gegen die Gesetze kund. Die Polizei entwickelt für Wah rung des öffentlichen Friedens lobenswerlheii Eifer. Die Unmäßigkeit im Genusse berau fchender Getränke ist in unferer Commune ein zunehmendes Uebel; Trunkenheit beansprucht etzt in mehr, denn gewöhnlichem Grade die öffentliche Aufmerksamkeit, und ihre innige Beziehung zum Stadtgesängnisse macht sie zu einem geeigneten Thema der Besprechung in diesem Berichte. Unmäßigkeit verdankt ihr Entstehen in vielen Fällen sittlichen Ursachen; ober ungezügelteßesriediguug der Leidenschaft bringt schließlich das ganze Nervensystem in Unordnung, läßt eS ertranken und erregt eine förmliche Wuth zum Trinken, welcher zu wi derstehen, der Wille des Trunkenbolds zuletzt total machtlos wird. Nnr zu oft sind Hang zum Vagabundiren nnd Bestialität die Fol gen, lme Das den Büchern des Stadlgesäng nisjes entlehnte Thatsachen darthun. Es ist nicht das Amt der Großgeschu orenen, die Zweckmäßigkeit des Verbotes deSSpiritnosen- Verkaufes durch die Gesetzgebung zu erörtern. sObschon eine täglich wichligcr werdende An gelegenheit, gehört dies vor den gesetzgebenden Theil der SlaalSiegiernng; allein dürfen wir I Angesichts der schrecklichen Folgen der Unmä ßigkeit nickt die Frage stellen: Ist es für die Gesetzgebung nichl möglich, ohne der indivi duellen Freiheit ru nahe zu treten, sür diese unglückliche Klasse Etwas zu thun? Müßige mehrwöchige Einsperrung trägt zur Besserung wenig oder gar Niehls bei; im Gegentheile lehrt die Erfahrung, daß das Uebel dadurch sich nnr verschlimmert. Bei eingefleischten Trunkenbolden erheischt die Natur uicht blos Wochen-, sondern monatelange Enthaltsamkeit, um Heilung zu bewerkstelligen, und diese Mo nate sollten nicht innerhalb der Magern eines Gefängnisses in Verdrossenheit undSorglosig keil verbracht werden. Geistige und körper liche Beschäftigung ist zur Vervollständigung de« Werkes der Wiederherstellung, wie zur Er zielung einer Besserung in sittlicher und in dustrieller Beziehung unerläßlich. Als mäch tigeu Hebel dieser wichtigen Ausgabe erlauben sich die Großgeschworenen, durch Ew. Ehren den Behörden die Errichtung eines Arbeits. Hauses zu empfehlen. Schon früher wurde auf den Bau eines solchen gedrungen, und die Er fahrung deulet an, daß er nicht länger hinaus geschoben werden sollte. Es ließe sich der an derwärts durch ihn erzielte Erfolg mit über zeugender Kraft zurUntcjit'itzung uufererEm pfehliing anführen. Elne derartige Anstalt würde ein wirksames moralisches und indu slrielles BesferungSmittel sein, und Einsper rung dann die Insassen inmitten beständiger Arbeit ihr Verlangen nach Spirituosen ver gessen lassen, Krankheit durch gänzliche Entziehung alkoholhaltiger Reizmittel Gele genheit zum Zurücktreten und Abschwächen geben, Trägheit uiidVeidrofsenheitin verhälr Ulßmäßige Betriebsamkeit verwandeln, und am Ende de« Einsperrung« Termins die An stalt ihre Insassen mit der ihnen vorher viel leicht fremden Kenntniß eine« nützlichen Ge. werbes in die Welt hinaus schicken. Ein Ar. beitShaus soltte nichl blos für Trunkenbolde, liederliche Personen und Vagabunden, sondern auch für jeneKlasfe geringerer Verbrecher, wel che man von zu Zeil zu Zeit auf einen Ter min vonMonaten oderJahien nach demStadt gefälignisse sendet, errichtet werdcn. Außer dem, daß es als Mittel zur Ellerrung eines Handwerls sür Diejenigen, die keines gelernt, dient, würde es jenem chronischen Überhand nehmen von Müßiggang und Hflaslcrirelelei, welche überall in der Well und in allen Zeit altern eine fruchtbare Quelle von Verbrechen gewesen, Einhalt thun. Aus die durch eine derartige Anstalt zu erzielenden Ersparnisse wollen wir nicht weiler eingehen; denn nach unserer Anficht sollten Humanität und Näch stenliebe allein Triebfedern genug sein, um die Errichtung derselben ohne Rücksicht auf die Frage, ob sie zu ihrem Unlerhalle oesZufchus. fts aus städtlsch-n Mitteln bedürfen, oder sich selbst erhallen würde, sicherzustellen. Nicht minder hat sich das Bedülsuiß einer BisserungS.Anstall sür Negermädchen, welche wegen kleinerer Diebstähle und ordnungswid riger Aufführung dem Gewahrsam desstadt »SetäiignifseS überantwortet werden, heraus gestellt. Zur Zeil b,finden sich elwa zwanzig dort. W.i hallen eS Seitens der Vorsteher ter s'csscilingS-Ansta!t sür farbige Thuuicht t.»lc fül eine lluge illiaßiegel, daß sie gegeii ivärtig, um den r.beln Hoicen engen Beisam- memeiils beiderGeschlech'er vorzubeugen, nu' Knaben ausnehmen, stellen aber die Angelege nheit der Gesetzgebung zu geeigneter Abhülfe anheim. Die Einsetzung eine« besonderen Polizeige richlshoseS empfiehlt sich au« mehrsachen Gründen. Die den Großgeschworenen zuge messene Zeit, welche wichtigereaAnzelegenhei len gewidmet sein sollte, wird nach der jetzigen Einrichtung von der Untersuchung geringfügi ger Anschuldigungen, welche häufiger mil Ab. Weisung, als Jnaultageoerietzung endet, be» amprnchl; in gierch.'m Umfange hat der Cri mlnal-Gcrichtshof mit unbedeutenden Prozef fen seine wenhvolle Zeit zu verbringen. Wir glauben, daß das Gericht und die Großge schworenen der Bürde solcher Arbeit entboben werdcn soll len, uno daß Gerechtigkeit gegen die Beschuldigten, wie öffentliche Sparsamkeit veilangen, daß geringere Vergehen binnen 24 Stunden nach der Verhaftung untersucht, und dalüber eubgüllig versügt w nde. Der Zeit- Sei» und die anverwärlS gültige Rechtspflege fordern diese Aenderung in unserem Systeme. Nach unserem Dafürhalten könnte man die Polizei-Commlssäre, von denen mindestens einer mit dem Ciiminal-Rechle und der Cri minal-Justi; vertraut sein sollte, mit richlerli. cher Gewalt bekleiden und Behufs möglichst baldiger Prozeifirullg zur Ausübung dieser Gewalt ermächtigen. Unsere Aufmerksamkeit wurde während un« serer Amtsthätigkeit auf die Bordelle im öst lichen Sladttheile gelenkt, und wie wir glau ben, werden unsere Bemühungen um Ausmer. zung solcher in der Nähe der östlichen höheren Töchterschule befindlichen Lokale von vollstän digem Ersoige begleitet sein; nahezu alle Bor deUllihabcr haben ihre dort proscributen Häu ser geräumt. Die großen Uebel unserer Commune, ob fchvn diese ihnen vielleicht weniger, als jede andere Stadt in der Welt mit gleicher Seelen zahl, unterworsen ist, bestehen in Spielhöllen, Freudenhäusern, Lotterieloos. Berkauf und Trnnkenheil. Sie auszurollen, muß man der Zerl überlassen; kein (Sroßgejchwvrenen-Col legium kann mit seinem kurzen Diensttermine dies erreiche»; wenn überhaupt, läßt es sich nur durch ein sich gleichbleibendes, von Sr. Ehceu dem Criminalrichter ausgehendes und von einem Großgeschworenen Körper auf den anderen übergehendes Auftreten erzielen. Wir haben im Ganzen 573 Anklagen, 351 criminelle miiGeldstrafen verbundene, erledigt, was mit dem Verhöre und der Ent lassung von über 1200 Zeugen verknüpft war. Im Anfange unseres Termin« belief sich die Anzahl der Anklagen wegen Sonnlags-Spi rliliosen-PerkaiifcS gemeiniglich auf 37; aber dann steigerte sie sich Plötzlich in einer einzi gen Woche aus 119, in der nächsten «uf 102, in der darauf folgenden aus 64; uns la gen demnach binnen drei Wochen 285 solche 'Anklagen statt lii, wie nach der Durch schnitte-Anzahl der vorhergehenden 3 Wochen erwarten ließ, vor." Nach Anhörung des Berichtes, eine« sorg sam ausgearbeiteten Schriftstückes von unge. wöhnlicher Länge, drückte Richter Gilmor eine vollkommene Befriedigung mit der von den Großgeschworenen entwickelien Thä ligkeit aus und entließ sie endgüiiig, nachdem er ihnen sür die gewissenhafte Pflichterfüllung den Dank des Gerichtshofes ausgesprochen. Der Leser wird aus obigem Schlußpassus des Berichts ersehen haben, daß derselbe spe ziell da,n dient, die gegen die Großgeschwore nen von gewisser Seite geschleuderte Verdäch tigung der Pfllchtvernachlässigung zu entlräs ten, und zu zeigen, daß es ihnen bei dem plötzlichen massenhaften Andränge der Ge schäfte nicht mehr möglich war, diese in der noch zugemessenen Frist zu bewältigen. Ende der Ansternfang-Prozesse. Zu St. Michael's in Talbot-Couiily wu» den Freitag 3 Baltimorer Pnngy.Besitzer wegen verpönteiiAliueriisanges mit demKratz bamen an dem Ostufer des Staates prozefsirt und, da sie ein nachwiesen, freigespro chen. Ihr Anwalt war Hr. McClure. Da nun Capt. Timmons berichtele, es fehle ihm die Besngnig, nach dem Gesetze die zur Zeit in Baltimore wellenden Angeklagten zn ver hasten, so entschied der Friedensrichter, daß auch gegen die klebrigen das gerichtliche Ver fahren zn Ende sei. Der Dampfer „Berlin," Sapt. I. PuNcher, segelte Sonnabend Nachmittag Punkt 2 Uhr von seiner Werste auf Locust - Point über Southampton nach Bremen ab. DaS zur Zeit herrschende angenehme Wetter hatte eine Menge Freunde der Abreisenden an dieWerfie gelockl. und Hr. Friedrich Hecker erfreute sich des Geleites besonders zahlreicher Freunde und Bewunderer. Die Namen der Passa giere einhielt unsere Sonnabends - Nummer. Als Fracht nahm die „Berlin" folgende Güter mit: 18 Ballen Baumwollen-Zwil lich und l 2 Oxhofle Virginier Tabacks nach London, 12 dltto und 37 halbe Oxhofte Vir ginier Blätter-Tabacks nach Rotterdam, 116 ditto nach Amsterdam, 327 Oxhofte Blätter- Tabacks, 14 Oxhofte Virginier und 2t ditto 4254 Scheffel Mais, 215 Fässer Mais, 215 ditto Syrup, 401 Fäffer gedörrter Aepfel schnitze, 500 Fässer Alumina, 31 Ballen Pelzwerk, 736 Ballen Baumwolle und 500 Kisten Austern nach Bremen. Das gestrige Wetter. Die bis ge stein Nachmittag Z 5 Uhr aus dem Bureau des Signal-Corps eingelaufenen Depeschen berich teten heftigen Regen aus Wilmington und Quebec, leichten Regen aus Cineinnati, Bo ston, New-London, Burlington und drohendes Wetter aus Philadelphia. Der Mississippi stieg bei St. Louis 4 Zoll und fiel bei St. Paul 3, bei Davcnport 4, bei Keokuk 2 und bei New-Orleans 1 Zoll. Der Ohio stieg bei Pittsburg 7, bei Cineinnati 9 Zoll, und fiel bei Louisville 7 Zoll. Der Cumbecland stieg bei Nashville 14 Zoll. Der Thermometer stand in Baltimore auf «3, in Philadelphia auf Kl, in New-Zorl auf 56, in Boston aus 48, in Washington auf L 5, in Norfolk auf 65, in Charleston auf 83, in Cincinnali auf 63, in Pittsburg auf 64, in Buffalo aus 54, in Cleveland anf 58, in New-London auf 53, in Lynchburg auf7l, in Louisville «uf 65, in Omaha aus 75, in Memphis ans 77, in New-Orlean» auf 79, in Detroit auf 55, in Chicago auf 55, in San Francisco auf 60, in St. Paul aus 59, in Wavannah auf 84, in Montgomery auf 77, in Mobile auf 80, in St. Louis aus 67, in Keoliik auf 63, in Toronto auf 55, in Quebec auf 50 und in Montreal aus 59 Grad. W etler a iiss,icl> te n. Nordöstliche und vordwestliche Winde und schönes Wet ter. Der Cen tr e-M arkl. In einer am letzten Mittwoch abgehaltenen Versammlung von Personen, tue be» der Eröffnung des Marktes auf dem Centre Markte interessirt sind, wurde bekanntlich der Beschluß gefaßt, den Markt heute mit der Ankündigung durch ein Musikcorps auf Wagen zwischen K uud 11 Uhr Vormittags zu eröfs uen. Das Comite, welches die Arrangements für diese Feier getrofsen hat, besteht aus den G. Peutz, T. I. R. Elliott, I. Rus sell, M. Rosenseld, C. Lewis Dunlap, Wm. I. Johnson, James A. Eoates, H. MeGovan und Georg Barrenger. Der Mai-Termin des Ober-, desCom mon-Pleas- und des Criminal-Gerichtes wird heute beginnen. Di e Lea de nh al lstr. Vor einiger Zeit reichten Eigenthümer von Grundstücken an der Leadenhallstraße eine Petition bei dem Mayor und Sladtrathe ein, worin sie darum nachsuchten, dag die Leadenhall-, von Fort-, nach Barneystraße durchbrochen wurde. Die Gas-Compagnie von Baltimore unterbreitete dem Stadtrathe bald darauf eine Zuschrift, in welcher sie gegen den Durchbruch protestirte und zwar aus dem Grunde, daß mehrere Werke ihres Grundeigenlhums, durch welches die Verlängerung der Leadenhallstraße gehen müßte, aus diese Weise gefährdet werden wür den. Um eine bessere Einsicht in diese Ange legenheit zu erlangen, begaben sich die HH. Gill, Kerr, Sommerlock, Mitglieder des zwei tenßathszweiges, am Freitage nach der be treffenden Lokalität. Hr. James L. McLane machte den Vorschlag, falls der Stadtrath die Hafen-Waldeins-Linie verlängern will, den an diese Linie grenzenden Theil der Sharpilr. zu nivelliren ilnd in Ordnung zu bringen. Bis dieser Theil der Sharpslr. in einen fahrbaren Zustand versevt ist, erbietet sich dieEompagnie, denjenigen Gruudeigenthümern, welche um den Durchbruch einkamen, den Verkehrsweg durch ihr Grundeigenthum zur Verfügung zu stellen. Dies wird unzefähr einen Unterschied von etwa 300 Fuß ,n der Entfernung des Grundeigenlhums der Petenten von dem Ge schästStheile der Stadt machen. Ein anderer Vorschlag der Gas. Eompagnie lautet dahin, dag dieselbe sich verpflichten will, einen Fahr weg von dreißig Fuß Breite zu nivelliren und zu pflastern, falls die Stadl einen Durchbruch der WellSstraße bewerkstelligt. Die Gefahr, welche angeblich aus einem Durchbruche der Leadenhallstraße erwachsen wüide, besteht da r n, daß dasGebäude, in welchem sich die Gas- Neililgungs-Anstalt befindet, zu nahe an die Verlängerung der betreffenden Straße fronten würde. Das Gebäude ist ungefähr 200 Fuß lang und 100 Fuß breit. Der Reinigungs- Avpvrat befindet sich im ersten Stockwerke. Dieser Raum wird durch eine große Anzahl von Fenstern erhellt, welche stets geöffnet sind, um dem Gase, das den Röhren entströmt, ei nen srelen Abzug zu gestatten. Während der Nacht wird der Raum durch Gasflammen er hellt, welche durch große Glasplatten, die her meliich angebracht sind, von dem Raume selbst abgeschlossen siud. Diese Gasflammen tön nen nnr von außen angezündet weiden. Wür de man mit einer Lampe in der Hand den Raum, in welchem sich der GaS-RernigungS- Apparat befindet, betteten und sollte gerade aus einer nicht vrllig dichten Röhre Gas ent strömen, so würde e>ne augenblickliche Explo» >iou erjvlgen und uujere Stadt müßte wäh- rend eines Zeiträume« von wenigstens zwei Monaten jede Gasbeleuchtung entbehren. Die Retortenhäuier, in welchen mindesten« 100 Tonnen Kohlen pro Tag verbraucht werden, befin»en sich westlich von der ReinigungS-An stall. Die Kohlen werden in Wagen, die über eine Gillcrbrücke laufen, nach den Retorten- Häusern gebracht. Ein Durchbruch der Lea denqallstiaß: würde die Entfernung dieser Git terbrücke zur Folge haben. Die Mitglieder des Stadtrates nahmen Alles sorgfältig in Augenschein ohne jedoch ei neAnsicht zu äußern, was das Resultat ihres Besuches sein wird. Ein- und Aussuh r.—Vorgestern kam nur die Barke „Mindora" mit 4278 Säcken Kaffee und 4 Packeten Wein für N. N. von Rio de Janeiro. Es segelten nach dem Auslande von hier am Sonnabende ad: die östreichische Barke „Sator" mit 34.730 Scheffeln Mais nach Oneenstown in Irland; die Brigg „Chesa- Peake" mit 1026 Fässern Waizenmehl, 20 do. Maismehl, 600 Scheffeln Mais, 325 ditto Erbsen, 20 Emballagen Säure, 4000 Pfund Talglichter und 1000 Faßdeckeln nach Deme rara; der Schooner „Rebecca Florence" mit 1500 Kisten Weißblech, 4 ditto Harz, 43 Mulden Blei, 102 dilto Blech, 1240 Fuß Nutzholz, 12,500 Blechkisten, 6000 leeien Kisten und 23 Packelen Sardinen nach Naf» fan, N.-P. Der Dampfer „Baltimore." Der Dampfer „Ballimore," Capt. Lllien lhal, welcher am 2L. April von hier nach Southampton und Bremen abfuhr, lief am Freilag Nachmittag um 5 Uhr lnSoittdamp. lon ein. Er machle demnach die Reise vom Cap Henry aus in unzesähr 12 Tagen. Die Allan'sche Linie. Das nach Baltimore bestimmte- englrche Dampfschiff „Ar el," Capt. Jones, verließ Liverpool am 6. Mai. Es bringt eine beträchtliche Anzahl Passagiere und volles Cargo, welches an A. Schumacher 6r Comp, consignirt ist. InEurop a.—ln Paris hielten sich am 25. April Hr. Adolph Nagon nebst Frau und Hr. C. Pennington von Ballimore aus. Folgende neue Postämter sind letzte Woche in Maryland errichtet worden: zu Hambleton in Talbot - Coumy mil Frau Magdalene Miuck als Postmeisterin; zu SchnelderSbuig in Carroll - Counly mit Jo seph H. Lippe; zu Broaoneck in Kevt-Connty mit Georg Beck als Postmeister. Der Telegraph nach der Festung Monroe. Die telegraphische Verbindung zwischen Baltimore und der Festung Monroe, welche infolge eines Bruches des Kabels un terbrochen wurde, ist nuu.wieder volllommen hergestelll. Die „M aryländerhistorischeGe sellschast" hält heute Abend ihre Monats sitzuiig, in welcher Pastor John G. Morns einen Aufsatz über das Portrait des Lord Baltimore vorlesen wird. Die Schulbehörde von Balti more-Counly versammelle sich am letz ten Dienstage uud beschloß, bei Muxville im ersten Bezirle, bei Powhalia» im zweiten Be zirke, bei Beaverdam, Cockeysville, Cheenul Ridge undCockey's Tavern im achlen Bezirle, bei Waverley im neunlen und bei Phönix im zehnten Bez.rke neue Schulhäuser errichleu zu lassen. Verlaus eines Landgutes.—Das Landgut des Dr. >y. H. Hopkins an ocr Do ver-Road, nahe Broollandville in Ballimore. Counly, wuide vor wenigen Tagen um K 9500 an Hrn. Emanuel Crocker verkauft. lahr e s. Verfam m l u n g. Die JahreS-Versammluug der Maryländer Klasse der„Deulschen Reformirlen Kirche" wird Die nstag, den 15. Mai, in BoonSboro', Md., stattfinden. Die Mitglieder der Klasse in dieser Stadt sind: Ehrw. E. R. Eschbach von der Calvertstraßen-Kicche, Ehrw. Dr. D. Gans von der Saralogastraßen Kirche und Ehrw. L. Poulson von der Aisqnrthstraßen- Kliche. Berichtigung. Nicht Carl H.Oehm nebst Frau, wie am Sonnabende gemeldet wurde, soudern die Gattin des Hrn. Carl N. Oehm von Nr. 150, Lighlstraße, reiste vorge stern mit ihrem siebzehnjährigen Sohne Carl H.Oehm im Dampser„Berlin" nach Deutsch land ab. DaS fünfte Regiment hielt am Freitag Abeud unter dem Vorsitze des Oberst Jcnkins eine Versammlung in seinemWaffen faale ab. Quartiermeister Pomier berichtete, daß der Staat sich erboten hätte, einen Theil jährigen Ausflugs des Regiments nach Cape May verursacht werden. Die Kosten, die jedes Mitglied des Regiments selbst ?u tragen hat, würden sich auf nicht mehr, als ?!5 belaufen. Gouverneur Whyte, welcher infolge einer Ein ladung der Versammlung beiwohnte, hielt eine kurze Ansprache, in der er die Unterschiede zwischen Milizen und stehenden Armee'n aus einandersetzie und sich zu Gunsten der ersteren aussprach. Schließlich bemerkte der Gouver neur, daß er wahrscheinlich selbst an demÄuS fluge nach Cape May Theil nehmen würde. Ein Schreiben des General-Adjutanten Mc- Blair, welches verlesen wurde, enthielt die Nachricht, daß der Staat H 2500 verwilligt hätte, um einen Theil der Kosten des Ausfla ges zu bestreiten. Ferner wurde ein Schrei ben von Overst Cake,' dem Eigenthümer der „Congreß.Halle" in CapeMay, verlesen. Die ses Schreiben enthielt u. A. eine Einladung, einem Conzerte beizuwohnen, welches Gil more'S Musikcorps von Boston am 1. August in Cape May veranstalten wird. Als Tag der Abreise ist der 21. Juli festgesetzt. Zurück kehren wird das Regiment am 2. August. Der „H i ld ii e - B u n d" (Central-Äör per von Maryland) hielt gestern Morgen in dem Lokale des Capt. Heiderich an der Post- Osfice-Avenue seine regelmäßige Monatsoer sammlung ab, in welcher Hr. S. Feuchtmann präsidirte, wahrender. Karl Priesterjahn das Protokoll führte. Nach Eröffnung der Ver sammlung wurde bekannt gemacht, daß wäh rend der letzten Wocheg zwei neue Ablheilun gen (Nr. 266 nnd Nr. 267) entstanden seien, die erste bei Hrn. Neuhahn, Ecke der Orleans- und Carolinestraße, und die zweite bei Hrn. Jaknb Groh an der Süd Charlesstraße. Das Picnic-Comite erstattete Bericht und meldete, daß sämmtliche ArrangemenlS für das am 16. Juni aus Rost's Hain stattfindende Pic nic bereits getroffen seien. Die Mitglieder des Central-tiörpers wurden aufgefordert, sich stärker an der Sub'cription des Buudes-Or gauS „VsrwältS," welches in New-Aork er scheint, zu betheiligcu. Der Sekretär, Hr. Karl Priesterjahn, wurde beauftragt, mehrere in deutscher Sprache gedruckte Exemplare der Lebensversicheruiigs-Policen vonNew-Hork zu beschaffen. Hieraus vertagte sich die Ver saaimiuug. De r „W arr e n Ballsp i e l - C l üb." —Der „Warren-Ballspiel-Club" wurde durch die Wahl nachfolgender Beamten am 6. Mai 1873 organlstrt: Präsident Chas. Hall, Vice- Präsident Geo. Gagan, Sekretär Washington Bushman. Die Namen der Mitglieder sind, wie folgt: Gagan, Bushman, C. Rock, Höl lenstein, F. Siancton, H. Hastlencr, D. Scully und s. Conn. Siegderßaltimore r.—AmSonn abeude wurde der „Philadelphier Club" da hier im »Newington-Parke" von den „Balti morer Neunen" in neun Gängen mit 4 gegen 7 Pointen geschlagen. Ueber dreilausend Personen wohnlen dem Wettballspiele bei; der Regen hatte den Spielplatz sehr unbequem gemacht. Eine Verfechterin der Frauen rechte. — In unserer Stadt hält sich gegen wärtig eine Frau, Namens MyronKilbourne, auf, welche vorgiebt, den „Psyostral"-Mau rern anzugehören. Sie steht bereits in vor gerücktem Alter und war in früheren Jahren Lehrerin. Sie wohnte zuerst 20 Jahre im Süden, dann lebte sie 20 Jahre im Westen und schließlich 20 Jahre im Osten. Gegen wärtig tritt sie als Verfechterin der Frauen rechte auf und hat als folche beinahe jede Stadt zwischen Kittery in Maine und Ga've ston in Texas besucht. In unserer Stadt hat sie nach ihrer Aussage einen Austrag an die Freimaurer auszurichten. Wer ihr den selben gab, ist eine offene Frage. Der Auf trag aber geht dahin, daß sie den Freimau rern von Maryland die Mittheilung machen soll, auf der nächsten Sitzung der Großloge die Gleichberechtigung der Frauen anzuerken nen; falls sie dieses Nicht thun, wird ihre Loge in Trümmer gehen. Ferner hat sie sich er boten, den hiesigen Freimauern die vor lan ger Zeit verloren gegangenen Geheimnisse der „Psyostral"-Maurerei zu enthüllen, dieses aber will sie nur dann thun, wenn man ihr den Tempel der Großloge öffner. Wenn man sie im Tempel nicht hören will, will sie sich auf die Stufen vor dem Tempel stellen nn» der Welt ein neues Evangelium (natürlich das der Weiberrechte) predigen. Auch gedenkt sie sich an Gouverneur Whyte zu wenden, um denselben von der Gleichberechtigung der Frauen zu überzeugen. Ein Geschenk, in Gestalt eines goldnen Malteser-Kienzes, wurde gestern Nachmittag, nach Schluß des Gottesdienstes in der Ca thedrale, dem Hochw. Vater Heinrich Volz, Präsidenten der Temperenz. Gesellschaft: "Laereä Ikirst ok our in Anerken nung seiner Bestrebungen zur Förderung der 'Mäßigkeit vom Hochw. I. Dougherty über reicht. Selbstveiständlich hatte die Geschenk. Ueberreichung keine politische Bedeutung; der besagte Geistliche gehört zu Jenen, weiche die Mäszlgkelt durch moralische Lehren zu fördern trachten, ganz cntgegenDenen, welche mit der Temperenzlerei zu politischen Zwecken Pro ganda zu machen versuchen. Das Kreuz ging aus dem Etablissement deZHrn. JakobGmin der hervor. Unfälle. Der Ehrw. I. B. Mullally vom „Loyola-College" fiel am Freitage ander Ecke der Saraloga- und St. Paulstraße meh rere eiserne Treppenstufen herab und trug eiue erhebliche Verletzung am Rücken davon. Eisenbahn. Unfall. —Am Freitag Nachmittag kam auf der Linie der „Balti more-Ohio-Eifenbahn" ein Erdrutsch vor, der einen Kohlenzug von den Schienen warf. Der Erdrutsch trug sich gerade zu, als der Zug über die Babn dahinbraus'le. Glücklicher Weise wurde Niemand der auf dem Zuge be findlichen Personen verletzt. Der Erdrutsch war eine Folge der hefilgenßegengüsse. welche unseren Slaar während der letzten Tage heim suchten. Tödtlicher Unfall. Gestern Mit tag fiel auf die kleine, 4^.jährige Emma Mathlld: Schneider in Nr. 1, Chesnut-AUeq, die, am Scharlachfieber erlrankt, im Bette lag, eine Parin des Deckenbewurfs; ihr Ner vensystem erlitt dadurch eine solche Erschütte rung, daß >»e gegen 3 Uhr den letztenAihemzug that. Dr. Mackall hi.lt nach Berathung mit dem Arzte des Kindes, Dr. Baltzet, keine Todlerischau. Der DeckengypS war durch den Donner bei dem Gewitter locker geworden. Selbstmord-Versuch. Es wird angegeben. Hr. Moritz Weglein von Nr. West-Baltimorestraße, habe vorgestern Nach mittag mit dem Bemerken, er wolle, umWaa ren einzukaufen, nach New-I)ork reisen, sei dann nach dem „Cutaw-Houie" gekommen, habe sich als „B. Meyer" in's Fremdenbuch eingetragen und dabei das Ersuchen gestellt, ihn Uhr zu rufen. Als um genannte Zeit ein Hotelbediensteter in des Gastes Zimmer trat, lag dieser mit einer klaffenden Wunde quer über dem oberen Theile des Halses auf den Dielen; nahe dem Kopse befand sich eine Blutlache. Man rief unvcrweill dle Dokto ren Claggett und Wallace herbei, welche die Wunde für mit einem Rasirmesser beigebracht erklärten, aber kein wichtiges Organ verletzt fanden. Nach Anlegung eines Wuudverban des brachte man den Verletzten in einerkutsche heim. Ueber die Beweggründe zu dem Selbs tmordversuche trug mau sich gestern mit ver fchiedenen, einander widersprechenden Gerüch ten. Hr. Weglein hat Frau und Kinder. Br ä n de. Sonnabend Nachmittag iS Uhrlam in Jakob Meisel'S Restauralion in Nr. 115, Easlerli.Avenue, dadurch, daß Frau Meise! das unrechle Gesäß ergriff und stall Essigs Kohlenöl auf ein auf dem Ofen sieben des Fleischgericht goß, Feuer aus; das Oel explodirte, und Frau Meisel erlitt an beiden Armen fchlimme Brandwunden. Der Brand schaden beträgt ungesähr S5O. —Gestern srüh K 5 Uhr brach auf unermit telte Weise in dem zweistöckigen ziegelsteiner nen, Thomas Hvdges gehörigen Hause an EiSleinstraße, worin derselbe einen Tandel kcani betreibt, Feuer aus, das sich dem Stalle l ahinter mittheilte und einen Gesammtschaden ton «500 anrichtete, wovon aus Baulitkeiten n.ld Waaren die Hälfte kommt; diese ist ver. sicher Zugletch saud ein 5250 werlhes Pferd in den Flammen den Tod. Beerdigung eines geachteten deutschen — Gestern Nachmittag wurde der am Freitag Abend in seiner Wohnung, Nr. 84, Süd-Howardstr., mit Tode abgegangene Hr. I. H. Hobelmanii unler großem >Scsolge Leidtragender auf der „Baltimore-Cemetry" zur Erde bestattet. Der Leichenzug bestand aus 50 Kuischen unter Lei tung des Bestatters Hrn. Fr. Troll, der auch den schönen, mit Tuch drapirten Sarg gelie fert hatte. Der Ehrw. Pastor H. «wcheib hrelt im Trauerhaufe und am Grabe trostvollc An reden. Folgende Herren, sämmtlich intime Freunde uns Landsleule des Verstorbenen, fungirten als Bahrtuchträger: Joh. Gohling hoefl, R. Schulz, C. Brinkmann, H. Kaber nagel, C. Knoop und Georg Rixse. Der Ver storbene wurde am 24. Februar 1810 in Mall garten unweit Osnabrück geboren, kam im Oktober 1856 nach Baltimore, wo er bis zu seinem Ende blieb. Er he'ratheie im Jahre 1833 und hinterläßt sieben erwachsene Kinder, wovon 3 vcrheirathet find. Er hatte sich mäh rend seines 17-jährigen Auseuthaltes in Bal timore durch Aufrichtigkeit und Biederkeit viele Freunde erworben. Unternehmungen, die das Wohl feiner deutschen Mitbürger auf irgend eine Weise betrasen, fanden bei ihm herzliche Unterstützung, sein Gesundheitszu stand war seit sieben Wochen wankend, ver scheuchte aber nicht gänzlich die Aussicht auf Genesung, bis vor einigen Tagen die Kränk lichkeit eine bedenkliche Wendung nahm. Sein Too erfolgte uuerwarlet nach zweiläqigem Krankenlager. Beerdigung. Die Beerdigung des Capt. George C. Stouffer, welcher am letzten Montage in Brooklyn, New-lork, starb und dessen Leichnam nach Baltimore gebracht wur de , fand am Freitag von der Wohnung s-lner Schwester, der Mad. Miller, Nr. 66, Ost-Baltimorestraße, aus statt. Eine große Anzahl von Freunden des Verstorbenen folgle dem Trauerzuge, der sich nach derGreenmonnt. Cemetery bewegte. Als Bahrtuchträger fun girten die HH. Etschberger, R. H. Ramiay, I. Glendi Ramsay, Capt. Tnppe, W. H. Jillard und Thos. Trimble. Jähcs Ableben.— Samuel Hitchens, ein Schwarzer, 49 Jahre alt, starb Samstag Abend HlO Uhr daheim in Nr. 52, Nord- Dallasslraße, eines plötzlichen Todes. Man sah von der Todtenschan ab, da jedensalls der Tod durch natürliche Ursachen herbeigeführt war. Die Doktoren Wayson und Groß hat ten den Verstorbenen behandelt. Erkrankung des Hrn. F. Pin k il ey. Der Hülfs - Staatsanwalt Hr. F. Pinkney liegl feit mehreren Tagen in der Woh nung des rühmlichst bekannten Schauspielers Hrn. John E. Owens in Baltimore-Tounty krank darnieder. Ein schlimmer Bursche. Vor einiger Zeit wurde die Polizei benachrichtigt, daß ein Schwarzer in den „Law-BuildingS" beschäftigt sei, welcher sich ein Vergnügen daraus mache, vorübergehende Frauen und juuge Ladenmädchen zu insultiren. Da sich jene Beschwerden in der letzten Zeit mehrten, so hatte der, sür das Remer angestellte Poli ziü, ein scharfes Auge auf jeneSHaus. Geilern Morgen wurde ein 40 Jahre alter Zieger, N amens Mitchell, auf die Anklage der Frau Esther Taylor, weiche ihn mehrmaliger schwe rer Beleidigungen beschuldigte, vor Friedens- Richter Myers gebracht. Nach dem Verhör wurde Mitchell beigesteckt und Frau Taylor stellte Bürgschaft für ihr Erscheinen vor Ge richt. Fe st nähme eines notorischen schwarzen Diebes. (Hitzige Verfol gung.)— Ein Farbiger, Namens John Smith, ulias Randolph, betrat Donnerstag Nachmit tag die Wohnung eines farbigen Fräuleins au Myer's Court, Namens Mollie Simmons, fand dieselbe nicht zu Hause und ergriff daher einen Armvoll Kleider, ein Bild und einige Porzcllansacheii, womit er sich aus dem Staube machte. Allein der argnsäugige Po lizist Heinrich Ehlers hatte den Burschen achtet und setzte ihm Pflichteifrig nach. Der Flüchtling lief, fo rasch ihn seine Beine tru gen,wohl sechs Straßen weit, ehe es dem Ver folger gelang, ihm aus Packweile nahezukom men. Aus die südliche Polizei-Station ge bracht, erkannte man in ihm einen alten Ver brecher, auf den man seit längerer Zeit sahn, dete. Er wurde außer obigem Diebstahle so fort auch folgender bezüchtigt: ein Bild dem Thomas Wilson, ein Paar Stiefeln dem Ja mes B. Johnson und zwei Ueberzieher, auf IKO geschätzt, Dr. Gustav Liebmann gestoh ten zu haben. Wegen aller dieser Diebstähle erwartet er jetzt die Eriminal - Untersuchung. Arretureu. Im mittleren Bezirke ka men von vorgestern Abend L bis gestern früh 0 Uhr nur K Verhaftungen vor; 3 Arrestanten erhielten nach kurzem Verhöre gestern früh ge gen Erlegung der üblichen Geldbuße nebst Kosten, 1 bedingungslos seine Freiheit, und 3 müssen sitzen. Der östliche Bezirk wies in demselben Zeiträume 16 Arreturen auf; von den Ver hafteten wurden gestern früh 10, welche die Geldstrafe nebst Kosten bezahlten, 1 ohne Be dingung wieder entlassen und 5 in Ermange lung von Fonds für Brzahlung der Kosten dem Gefängnisse überwiesen. Verläumdungs-Prozeß. Hr. George M. Hiß machte Freitag in dem Com mon-Pleas-Gerichle gegen die Herausgeber der "Lattimors ksöettö" eine Klage anhängig anläßlich eines gewissen Artikels über Hrn. Hiß, welcher am I.Apiil pnblizirt wurde und den Hr. Hiß für falsch und vorsätzlich beleidi gend und ehrenrührig erklärt. Das „Mary, land Journal," welches den Artikel der "<Za 2ett,e" abdruckte, wurde in der Person des Re dakteurs Hrn. William H. Rudy von Hrn. Hiß bei dem Kreisgerichte für Baltimore- Eounty ebenfalls verklagt. Die HH. W. S. Walters, Lrnthicum K Alexander und Richter Jnglis vom Baltimore? und Hr. John I. Jellott vom Towsontoner Barrean sind die Advokaten des Klägers.' Klage gegen einen Friedens richter. Johann Schwarz machte am Freitage im hiesigen Lominon-PleaS-Gerichte eine Klage gegen den Friedensrichter George V. Mitzel anhängig. Er beansprucht eine Schadenersatz-Summe, weil Mitzel ihn dem Gesängnisfe überwies nnd zwar aus dem Grunde, weil er (Schwarz) sich weigerte, den Verkauf gewisferWaaren einzustellen.Schwarz wurde infolge eines vom Richter Gilmor er lasfenen Habeas Corpus-Befehls später aus dem Gefängnisse entlassen. Diebstahl e.-Georg Porter, einSchwar zer, als professioneller Dieb vor Polizeirichter Hagerty gefuhrt, fah sich Behufs des Crimi« nal-Veifahrens nach dem Gefängnisse spe dirt. —OliverStnrgeß wurde am Freitag Nach mittag an der Pennsylvania-Avenue verhaf tet, weil er angebUch ein Velociped aus dem Laden des Hrn. Mawbray an der Baltimore- Straße entwendet haben soll. Richter Bell überwies den Angeklagten dem Verfahren der Großgefchworenen. Als Vagabuudin ward die Schwarze Ellen Barney auf einen Monat der Obhut des Armenhauses auf Bayview übergeben. Böswilliges Zerstören von Eigen thum Charles McGee's in Nr. 200, Canton- Avenue, resp. Aufschneiden eines Bettes, brachte Robert Johnson vor Richler Farlow, der ihn Behuss des Geuchts-VerfahreuS nach dem Gesängnisse sandte. Geldbuße n.—Georg Steinberg sah sich gestern wegen Arbettensam Sonntage, d.i. BierabliesernS bei Carl Glier in Nr. 195, Süd Annstraße, airelirt und vom Richler Farlow mit K 5 Strafe nebst Kosten belegt. Falsches Geld. Eine große Anzahl falscher Füni-CentSstiicke cirkriliren gezenwär- Hg in unserer Stadt. Dieselben sind so täu schend nachgeahmt, daß man sie nnr amKlange von den echlen unterscheiden kann. Folgende Straserken n t n i s s e fällte am Savnabende Criminalrichter Gilmor:

über den Schwarzen Joshua Mayna?d wegen Bestehlens Christian Müller's um K 2.35 acht Moaale Stadtgefängniß: über Georg Hang wegen Mißhandlung Nikolaus Nsister's S2O Slrase nebst Kosten; über E. I. Phillivs, der seine Hand an Louise Phillips gelegt, Sl; über den Schwanen Charles H. Hicks wegen thätlichen Angriffes auf Susanne Johnson ZI Strase nebst Kosten. Grundstücks-Verkauf. Hr. Edward Lloyd verkaufte während der letzien Tage das vierstöckige Waarenhaus Nr. 80, Market-Spaee, das bisher Hrn GeorgeZuttle geHörle, um 513.000 an Hrn. Williams Bra sin«. Das Grundstück ist 130 bei 30 Fuß Soii nt agS fch n lfest. — Die Kinder der Sonntagsichulen Serßethany- und Chats worth-Methodlsten - Kirche hatten am Fieitag Abend ein Fest in der ersteren Kirche. ES wa ren ungefähr 300 Kmder anwesend. Ansprei' chen hicllen die Ehrw. I. A. Williams und H. Kern. Di e „M aryläuder SonntagS schul - Unl 2 n." Die zweite Quartal- Versammlung der „Maryländer SonntagS schul Union" sand am Freilag Nachmittag in dem Gebäude Nr. 73, West - Fayetlestraße, statt. Nach Eröffnung der Versammlung wurde der Bericht des Staat«-Superintenden ten verlesen, welcher manche inleresfantenThat. jachen uud Einzelnheilen enthielt. Im Uebri gen kamen nur Routine Geschäfte vor. Das „Israelitische Waisen hau s." Das aus den Calverton . Höhen gelegene „Israelitische Waiienhaus" wird am Sonntag, den 18. Mai, eingeweiht werden. Sämmtiiche Chöre der verschiedenen israeliti schen Gemeinden der Stadt werdcn bei dieser Gelegenheit mehrere Gesangspiecen vereinigt vortragen. Ansprachen werden in der engli scheu und deutschen Sprache abgehalten wer den. Das Gebäude, welches dem „Israeliti schen Waisenhaus - Vereine" bekanntlich von Hrn. W. Rayner zum Geschenke gemacht wur de, soll sofort nach seiner Einweihung den ver lassenen Waisen geöffnet werden. Ein grcßarilgeS Conzert. Ernes der großartigsten Conzerte die er Sai son wird ohne Zrveisel das am 20. Mai zum Besten der „Gesellschaft für die Verbesserung der Lage der Armen" stattfindende Concert werden. Dasselbe wird unier der Direktion des Siznor Antonio Barili abgehallen wer. den. Zur Aufführung gelangt das Oratorium „Die sieben letzten Worte am kreuz" von Mercadanle. Unler den Solisten, oie in diesem Conzerte glänzen werden, befinden sich auch Frl. Ella Gordon, Frl. Jenuie Putzet und die HH. I. Schomann, S. Steinmüller und I. Bitter. Kirchliche S.—Die jährliche 40-stündige Andacht zu Ehren des Allerh. Sakramentes wurde geüern Morgen um H 8 Uhr in der St. Marien-Kapelle an Pennsylvania-Avenue er öffnet. Am Hochaltare fungirten die Hochw. I. Paul Dubreuil und zwei Seminaristen. Der Hochailar war für die Gelegenheit ge fchmackvoll dekorirt und mit vielen Wachsker zen erleuchtet. Alle Seminaristen, V 0 an der Zahl, und alle Priester des Seminars waren anwesend. Die musikalischen Vorträge, durchaus gregorianiich, wurden mit Ocgelbe gleitung von den Seminaristen unter Leitung des?. Chapon gesungen. ES warde leine Predigt gehalten. Nach dem Hochamte fang man die Litanei der Heiligen und hielt mit dem Allerheil. Gute eine Prozession. Nach mittags 44 Uhr wurde Vesper gesungen und der heil. Segen ertheilt. Die Gallerie'n der Kapelle, die nur für den öffentlichen Besuch bestimmt sind, waren Morgens und Nach, mittags so gedrückt voll, daß auch kein Steh räum übrig blieb. Heute Morgen um 8 Uhr wird das zweile Hochamt, morgen früh um 8 Uhr das drille Hochamt abgehalten und mil ellicr Prozession die Andacht geschlossen. Die an der Pa.-Ave., zwischen Franklin- und Orchardstraße, gelegene St. Marien-Kapelle wurde sür die AudachtSllbungen der Semi naristen des st. Sulpice-Jnstilutes gebaut, aber bald nach der Vollendung für den allge meinen Gottesdienst eingerichtet. Die erste Communion derConfirmanden fand gesternMorgen 8 Uhr in der St. Alphon fus-Kirche nach dem Hochamte statt. Diesel ben 50 Knaben und L 4 Mädchen ver sammelten sich früh 7 Uhr in der„St. Alphon sus-Halle" und zogen eine halbe Stunde spä ter in Prozession zur Kirche, wo ihnen auf den vordersten Slühlen Plätze eingeräumt wur den. Das Hochamt begann piäzis 8 Uhr, wobei die Hochw. Patres M. Leimgruder, Rektor, als Celebrant, W. Wayrich als Dia kon und A. Petri als Subdiaton fungirten. Die Kirche war für die Gelegenheit elegant verziert und in allen Räumen gefüllt. Der Kirchenchor fang bei'm Einzüge unler Leitung des Hrn. I. Schiffer Kempler'S Messe, ein Osterlied von Gläser, das Offertorinm: "kvZins. von Zimmer uud "Veni Lre-ewr," gregorianisch. Zum Schlüsse lrug Hr. Schiffer aus der Orgel C. Gouuod's Jubiläums Marsch vor. Nach der Veiper- Andachl wurde von den Confirmanden das Taufgelübde erneuert und um 7 Uhr der heil, segen ertyeilt. In der Kirche „St. Maria, der Meeres flern," Ecke der Clemens, und Johnionstr., sand gestern früh 7 Uhr die erste Communion der sür die Firmung vorbereiteten Gemeinde- Schuler statt. Das Sakrament der Firmung wurde um 11 Uhr durch den Hochw'slen Erz bifchof Bayley vollzogen. Am Hochaltare fungirten die Hochw. I>. McToy als Cele brant, W. Barlleit als Diakon und Geo. Devinee als Suddiakon; l>. E. Dougherty und Voltz als Ehren-Dialone. Die Zahl der Gefilmten betrug 86, wovon 40 Knaben und 4L Mädchen waren. Die Kirche war fchön dekorirt und gedrängt voll von Andächtigen. Ter musikalische Theil der Feier, unter Leitung des Hrn. I. Wehage vom Kirchenchore exekutirt, bestand aus fol genden Nummern: Farmer's Messe in ö, einem Offerlorium: ljuarn äileew" von Lambololle '"Veni e-eucte LlürituL" von Kunze und "Veui, Lres-Wr" von Rossi. Un ter dciiGesaugskräftcn zeichneten sich die Fräu leins T. Roie, A. Wevage und L. Reader und die HH. Räusltig, Baumanu und Kreis besonders aus. DieConfirmalion von 123 jungen Chri sten fand gestern in der neuen St. Matthäi- Kirche auf der Ecke der Fayette- und Canalstr. stall. Die Feierlichkeit begann mit dem re gelmäßigen Gcmemde-GoileSdierist, Gesang des SingchorS und Confirmalions.Predigt. Hierauf folgte die eigentliche Einiegnnng uu ier Gebet und Händeariflegen nach dem Ritus der evangelischen Kirche. Den Schluß bildeten Gesang der Confirmanden unler Leitung des Dirigenten Hrn. C. Zettner nnd Gebet. Die Feierlichkeit war eine erhebende, das Gottes haus mit Immergrün und Blumen geschmack voll dekorirt und saßle die zahlreiche Zuhörer menge kaum.-- Nach Beendigung desGottes- Dienstes sand dieUeberreichung'eines prächtigen Geschenkes für den Ehrw. Pastor L. D.Maier von Seilen der Confirmanden statt. Das Geschenk, ein prachtvolles Pferdegeschirr, dars als ein neuer Beweis der Beliebiheit des thä tigen Seelsorgers gelten. Der erste Confir mand hielt dabei eine passende Ansprache, ans welche der Beschenkte in herzlichen Worten er- Wied er te. Aus Annapolis. Der Gouverneur hat folgende Ernennungen getroffen: John W. Miiller an Stelle des verstorbenen t 5. I. Ringrofe zum Friedensrichter der 14. Ward von Baltimore; Richard I. Richardson an Stelle des Nathan Due zum Friedensrichter sür den Prince Frederick-Bezirk in Calverl- County; John M. Buchenau an Stelle des Singletou L. Townsend zum County-Com missär sür Allegany-Kounty; Zacharias R. Morgan an Stelle des Jofeph Hall zumFrie- den vierteil Bezirk von Prince George's County. Die Einkünfte der „Chesapeake-Ohio- Canal-Compagnie" betrugen während dermit dem 3. Mai beendeten Woche K2V,139.12. Der „Severn-Ballspiel-Club" von An napolis hat sich kürzlich durch die Wahl fol gender Beamten organisirl: C. W. Hall, Präsident; F.O. White, Sekretär undSchatz mcister ; A. T. Sevely, Capitän. Die amtliche Liste der Ernennungen, Versetzungen und Avancements unter dem Zollhausversonale traf Freitag aus Washington ein. Sie difftrirt von der am Donnestiage mitgetheilten wenig. Die ange stellten Deutschen verbleiben bis aus Major A. W. Bolenius, an dessen Stelle Hr. I. A. Raas Hülfs. Waagemeister geworden, im Amte, uno Hr. Joh. F. Walter erhält in dem Schwarzen James Sewell als temporärer Wächter einen Nachfolger. Hr. Georg Kun kel, der beliebte Darsteller des „Onkel Tom," macht als Magazin - Verwalter Hrn. James H. Hooper Platz. Nachstehend lassen wir die vollständige amtliche Liste folgen: S. Parier BoSley, VundeZ-Waagemcistcr Nr. I, an Stelle des John Moorehead; Wm. R. Reese, Chef. mer,'an S?ell/dcs traas-Kanzlift.an Stelle des W. R, Reese'S. befördert; Rob. W. Smith, Eportel-Kanzliftan Stelle deS C. L. Kemp, befördert! D.K. Ralston, Eintrags - Aan list an Stelle des I. W. tzugg! F. H. Hardesty.Hülss-Mariue. Kanzlist, a» Stelle des D. K. Ralston, bei; H Diffen derster. anstelle desJohn T. an Stelle des John Basti; I. L. Linlhlcum, Verwaliir des Zoll-MagazinS ?tr. I, an Stelle !>eS I. C. Hill; W L. L Seadrook, Superintencenl der Zoll - Maga. zw«, an Stelle des Samuel M. tivans, und A. C. Rhodes, Hülfs-Liquidir-Kanzllst, an StelleteS W. W. JnspeNoren—Henry Gatt, an Stelle des Edward I. Millen M. B. Fiel», an Stelle E. Tucker; Ed. H. Miller, an Jfaat Wilson ? Sielle; Michael Tun- don. an Stelle Slford Mace'i; Thomas G. Garrison, an H. <5. Willis' Stell»! Geo. ik. French an T G. MumaS' Stelle; Levt Duncan an Stelle de» C. W. Hör. Nacht Jniveltvren B. Andrew» an H F. Byrne'! Stelle; W. L. Snyder on F. W. England's Siille; M. Car 01l an Stelle des Sam. M. Balliant, der refiynirte; I. B. Hamilton an Stelle Sam. Brook's; Ledi Arne» an Stelle Wm Witts'; Wm. W. Chambers an Stelle I. W. Blale's; Dennis Banlert an H. H. Gruver'i Stelle; John W. Sewarrs an W. M.Sullivan s Stelle; John H Butler <farbig> an Hiram Wanv's Stelle; N. Pomphillisn an Z. S. Brown's Stelle. <5. R. Rain, ney an G. W. lkarson's Ttelle; R i!. Fiiber an Stelle I T. Johnson S; Lewis Fox an Stelle E. A. Tavis'; Nelson Holland an W. H. Downs' Stelle: A. G. Cad wallader an G. G. Holk' Stelle: H. H. Hawlins an I. W. Hamilton s Stelle; G. Smith an I. G. Stil cher's Sielle; I Cornish (sarbig> an I. ?i. Mackenhei mer's S'ellc; Thomas Slack an Wm. R. Patterion's S.ell?; M. Mcreoith an Thomas Zames' Stelle; Basti B Gray an T. Schofield'S Sielle'; I. T. Carter an I. W. Srart's Stelle. Znireltorin—Aimie R, Hoplins an Ellen O. Hün tel S Sielle. «anzelinann an sielle John T'homa?; Wm.lli». SuM vana« Wm. F. Atrvell's Sielle. Hulss.Waagemeilter—l. T. Rando'dh an Stelle I. D. Zohnson's; I. H. Raa? an Stelle A. W. Bolenius'; Franklin Supplee an I. B. Sireet's Sielle; R. O. Waterivorth an Nelson Holland's Sielle, der avancirtc; I. Scott Merryman an Wm. McCullough's Sielle; Zt. L. Cn-ina an S. W. Forreft'S Stelle; Krederick v. Tast an I. H. Briscve's Stelle; Walter Mozley an T. S. Peter's «telle. Guter-Alartirer-Richard Potts an Stelle C. G. Ar. mor'S stelle; Henry Irwin an G. W. Moore's Sielle; Francis Ragan liardigs an Sielle D. C. Welsh'-; I. L'Donnell an Stelle R. I. Waller's; John C. Kvckie t,arbig) an Stelle Arihur Walier's. Trager—Sam. R. Murray isardig) an Stelle W. H. GllliarS'an Stelle Chas. G Voston'S; S Benjamin Cole's Owen Goading'i Stelle. M. Siiuall an Stell- tes W. H. Thurfteher—ColllmbuS Sounders an G. H. Siizler'S A Parier (farbig) an Stelle Smithson's. Wächter—Jas. W. Babcock an I. I. Mcßeir's Sielle; S. Conaway (sarbi») an Stelle I. T. Temporäre Wachter—Jas. Sewell ifarbig) an Stelle Joh. Waller'S; E. R Durham an S. <5. Cacwallader's Sielle. Schiffsnachrichten. vor Anler. um Wei uiigcii B-irests Löschhafens ad Äm l. Mai cUririe die Brigg „Navasota.« Ca?t. am 2. Brigg With," Capi. Waller. Gerichtsverhandlungen. j Oberappellatio ns.Ae r ich t.—A nnapolis, den Ii). Mai. >April-Termui.s —Homer wider Groß» hoij und voquentm, und umgelehrt; Schluß de- Plal doyers fiic Homer kurch Lrvillc Horwitz. sur G osjholz ! A-llott.> Heute geschah nichts Wlchii'geS von allzimei- > s^e^n - ' K gb «- lal> tkre i S-G erichl. lAor Richter Garey in Abwesenheit, ler verreist ftt.) Ter > sriedigung eines Pfandrechts . Anspru- r^ior. Äe/icht. Tobdin.l werden die Original, (mit LMI die Projeß-Reg!- lge richt. (Vor ikichter Gilmor. > Tho . ,hung. a H H l C r imi n a l-Gerich t. — (Bor Richter Gilmor.) , Johann Angrisf John khase/ eii? Schwarzer, MiKvanbluim der ' Negerin H?nrietta Ehase; John P. O'ReiU. Angriff , au, Charles D. Hi«! Johann Har-mann, Witerstano gegen den Polizeidiener Nan Polland, und umgekehrt; Otto Rarmer. Angr'ff auf John Mass-tt; Cornelius ' T^oma^ ' Negerin ltiara Browne Frau CarroU, Angriffs aus , Marie Wolf. Burgschasts.Verfall durch Wegdie>bein FriSdh leinen Tveilnehmer an rem Nederfalle). - Ver gleichSweise geschlichtet: Wm. M. Allen. Angriff aus Henry nI hm l lf^a Nachdem die des Mordes Ueveisüyrlen am Freitag wieder nach ihren Zellen zurückge bracht worden waren, wurden sie in Fesseln gelegt und an den Fußboden gekettet. Drei Männer hielten während der ganzen Nacht vor ihrer Zelle Wache. Gegen 11 Uhr legten sich Nicholson und Hollohau nieder und schlie seil bis Tagesanbruch. Sie machten während der ganzenNacht nicht die geringsten Versuche, ans dem Gefängnisse z'a enlfliehen. Am Samiiag Morgen um 10 Uhr wurde Hollohan in den GerichtSsaal gebracht, um fein Urtheil zu vernehmen. Als er gefragt wurde, ob er noch einige Worte zu sprechen wünsche, erhob er sich langsam von seinem Sitze und sagte, daß die Geheimpolizisten in ihren Aussagen Manches fortgelassen hätten, was für ihn günstig gewesen sein würde. Er könnte be weisen, daß er am Abend des Mordes nach einem Hause au der Frederickilraße gegangen sei, wo er bis 48 Uhr verweille. Dann sei er nach Hause gegangen und habe bis 9 Uhr ge spielt, woraus er sich zum Schlafe niederlegie. Hollohan läugnete jede Theilnahme am Morde direkt ab und sagte, er habe die alte Frau nicht ein einziges Mal gesehen. Er wiederHolle, daß die Beamten falsch geschwo ren hätten und behauptete positiv, daß er Crone, dem Chef der Geheimpolizei, kein Wort von der Mordthat mitgetheilt habe. Richler Miller entgegnete ihm aus diese Be merkunzen: „Sie sind prozesstrt und schuldig befunden worden und der GerichlShof stimmt mit dem Wahlspruche der Geschworenen voll kommen überein. Es sind mehrere Monate seit Ihrer Verhaftung verflossen. Falls Wahr heit in Ihren Aussagen wäre, hätten Sie mit leichter Mühe Entlastungszeugen während der Prozeß. Verhandlungen vorbringen können und die Aussagen dieser Zeugen würden dazu beigetragen haben, den Wahrspruch der Ge schworenen zu bestimmen und vielleicht zu Ihren Gunsten." Hollohan: „Dies mag der Fall sein. Aber ich hatte vorher ten Fehlex begangen, den Ge heimpolizisten alle Thatsachen, die zu meiner Freisprechung hätten beitragen können, mit zutheilen und die Folge davon war, daß die Geheimpolizisten sich die Kenntniß dieser Thatsachen zu Nutzen machten, indem sie die letzteren absichtlich verschwiegen und andere, für mich ungünstige Aussagen machten. Da sie Beamten waren, so schenkie man natürli cher Weise ihren Aussagen weit mehr Glau ben, als den Aussagen anderes Zeugen," Richler Miller: „Sie sind im Jrnhum Hol lohan. In diesem Gerichle gilt die Aussage eines Beamten nicht mehr als d,e einer anderen Person. Aber der Gerichtshof schenkt Ihrer Erzählung keinen Glauben, Hollohan! Wir hegen nicht den geringsten Zweifel, daß Sie es waren, der Frau Lampley ermordele. Da her lautet mein Urlheil dahin, daß Sie nach Baltimore zurückgebracht und gehängt wer den." Nicholson ist noch nicht verurtheilt werden. Als er den Saal des Gerichts vexließ, lächelte er. Nachdem sich aber die Thür des Gefängnisses hinter ihm geschlossen hatte, ver schwand das Lächeln aus seinen Züaen, ein laller Forst ichien plöv'ich seinen Körper zu rütteln nnd ihm olle Kiäfte zu rauben. Doch schnell gewann er seine Fassung wieder und murmeile leise: „Noch hat man mich nicht ge häng'!" Hollohan kam am Samstag Abend um j7 Uhr mit dem Dampfer „Cbampion" in Be gleitung des Geheimpolizisten Schäfer und Pontter und des Wardeins Jrvin von Anna polis hier an. Seine Hände waren aus d m Rücken gefesselt; dasselbe war mit den Füßen der Fall. Um jeden etwaigen Fluchlveriuch zu verhindern, halle man obendrein die Fes seln zwischen den Händen und Füßen durch eine eiserne Kette verbunden. Ja dieser Lage wurde er in den Gesängnißwagen gehoben und von den Hülfs. WardeinS Carter und Wilson nach dem Gefängnisse gefahren. Die Geheimvolizisien fuhren in dem Wagen,wäh rend Waedein Jrvin anf dem Hinlerlritte des selben seinen Platz genommen hatte. Sobald Hollohan im Gefängnisse angelangt und in eine Zelle geführt worden war, ünterfuchte man ihn uns zog ihm sämmtliche KleidungS stücke aus. Dabei fiel ein Messer, welches er bei sich verborgen hatte, zur Erde. Später erlaubte man ihm, seine Kleider wieder anzu legen. Gestern wurde er von mehreren ReprW° sentanten der hiesigen Presse „interviewed." Er erzählte denselben, es thue ihm sehr leid, daß er euien Angriff auf Marschall Frey ge macht habe. Ferner bemerkte er, fowohl er wie auch 'Nicholson feien zu der Ueberzeugung gekommen, daß an eine Fleisprechung nicht zn denken sei und sie hätten daher verabredet, ei uen verzweisellen Fluchtversuch zu machen. In Hollohan's Zclle im Gefängnisse zu Annapolis hal man ieyl den Schlüssel gesun den, milielst dessen Hollohan seine Fesseln an den Füßen mebrere Male löi're. Auch hat man folgendes Schreiben in Hollohan's Zelle aufgefunden: „Tom, ich will Alles für Dich lhun, was in meiner Macht steht. Aber stürze Dich um meinetwillen in keine Urigelegenhel ten. Falls Du Dein Ziel erreichst, werde ich einen Ardern in derselben Weise aus dem Wege schassen und wir wollen beide zusam men steiben. Dein bis zum Tode! Mein ganzes Herz ist bei Dir!" Man glaubt, daß diese« Schreiben von Ni cholson herrührt. Der »Verbesserte Orden der Stothmänner" (l. o. Id. A) seiert heute sein 102. Jubiläum mit großer Parade >u Baltimore. Die Hauptbeamlen des Ordens werden über den Zug von dem großen Erkerfenster des Dr. Dwinelle aus der Südosl-Ecke der Ballimorestraße und des Broadway aus Revüe abhalten. Von aus wärls sind verschiedene Größen die'es Ordens englischer Glinge hier eingetroffen, z. B. Hr. JameS P. Riely von Winchester, Va , der Groß-Jncohonee deSßer. Sl.-Großrathes, der am Sonnabende neb't den HH. John R. Harmer und Geo. E. Bushnell von ebendorl im „St. Clair-Hotel" abstieg. Vorgestern wurde der „Shawnee-Slamm" von einer Dame mil einer Fahne im Werlhe von SBO beschenkt; Waisenrichter Geo. W. Bishop nahm im 'Namen des Stammes das Präsent dankend in Empsang. Berichte ans dem Innern des Staares. (Eine neue Eisenbahn durch Howard- Counly.) Die „Baltimore-Ohio.Eisenbahn- Compagnie" gedenkt in nächster Zeit eine -Lahn von Hanover-Swilch durch Howard- Counly nach der „Metropolilaii.Z>reigkahn" zu bauen. Das Proiekl findel unter den an der Linie der beäbsichligten Bahn wohnenden Landleulen allgemeinen Antlaiig und meh rere derselben iollen sich bereits erboten haben, das Wegerecht ohne Vergütung Herzug.beu. Hr. H. A. Penny, welcher bedealende Stein brüche in der Nähe von Guilsord eigner, soll der Compagnie seine SleinbrüHe für den Ban der Brücken an der neuen Bahnlinie uiienlgeldlich zur Verfügung gestellt haben. (Eiue Negerschule in Howard-Counly.) Die Quäker nr Howard-Counly haben einen Theil ihrer Kirche bel Quäker-Hill für eire Nezecschiilc eingerichtet, die ungefähr 50 Kin» der zähll. Zur Wiener Ausstellung. Wech sel und Eredltbriese. Die bevorstehende Wiener Wett-Ausstel luug, welche am I. Mai beginnt und muth maßlich nicht vor dem Nov. schliegen wird, hat die Reiselust des amerikanischen Publi kums in so hohem Grade entwickelt, daß ich mich veranlaßt sehe, die Ausmerksamkeit des Publikums anfdie AuSstcUiinft von Kre ditbriefen zu lenken, nach welchen bei dieser Gelegenheit ein größerer Begehr, als bisher, sein wird. Ich habe diesen Umstand antici pirt und daraus hin die umfassendsten Vorbe reitungen mit den größeren mit mir in Ver bindung stehenden Bankhäusern Enrova's, namentlich mit der „Union - Bank" in Wien, einem der bedeutendsten Geld- Institute Oestreich's abgeschlossen. Wechsel und Creditbriese zu den niedrigsten Raten bei F. Naine. Das „ÄUgeinrlne deutsche Waisen- Hans." Nach wenigen Monatm wird sich an der Aisquithstraße das neue deutsche Waisenhaus erheben, um als Denkmal der edlen Gesin nung unserer deulschen Mitbürger zu pran gen. Mit der Ausführung des Baues sind jedoch bedeutende Kosten verknüpft, und nm diese zu decken, wenden wir uns an die deut sche Bevölkerung unserer Stadt mit der Bltte, reichlich sür den wohlthätigen Zweck zn spen den, damit die Collektoren nicht mit leeren Händen zurückkehren. Es ist ja die Pflicht eines jeden Deutschen, für die armen Kinder, denen das Schicksal schon in frühester Jugend die Eltern raubte, Sorge zu tragen. Jeder Vater und jede Mutter sollte beden ken, daß auch sie plötzlich aus di.scr Welt ab gerufen werden können,daß dei Tod mit einem Male auch an sie unerwarlet herantreten kann, um sie auf immer von ihren getiebtenÄindern zu reißen. Jever sollt- sich die Lage der ar men Waisen vorstellen und den Entschluß sas. seil, nach seinen Kräften dazu beitragen, die Lage derselben zu verbessern. Darum gebt reichlich sür den edlen Zweck, össnelEureHände und haltet Euer Scherstein nicht zurück ! Ze der trage bei, das Unternehmen zu fördern, damit das ganze Dmlschthum Baltimore's später mit Stolz auf das neue Waisenhaus blicken kann ! Die DreieinigkeltS-^chule begeht heute auf Louis Muth's altem Lchützen hofe an der Beiair - Road ein großartiges Maifest. Conzert und Tanzmusik werden während des ganzen Tages herrschen, wäh rend die Kinder Deklamationen und Gesänge voitragen werten. Der „Dreieinigkeits- Säligerkranz" hat seine Mitwirkung zuge sagt. Prof. Wut S. Magert S dritter groper ÄkalbaN wird heute, ven Z 2. Mai, in dem großen Saale der New Assembly-Roomö" abgehallen werden. Daß sich dieser Ball, auf w«chem die Schüler und Schülerinnen des bekannten Tanzlehrers wieder vcischiedcaeNationallänze aufführen werden, zu einer höchst brillanten Affaire gestalten wird, können wir mitGewiß hcit voraussagen. Unter den einzelnen Tän zen, die zur Aufführung kommen, machen wir vorzugsweise auf einen "voaiinenial" auf merksam, welcher von der Tochicr des Hrn. Chr. Knöpp und mehreren Knaben getanzt werden wird. Ferner werden namentlich die Tänze tiilierniu," kili-r ItsAimenta," itiiä Aar)' lle>ruiiips," "Orienlal" u. ein von dem Sohne des Hrn. Claggett darge stellter Chinesen - Tanz die Bewunderung der Besucher erregen. DaS große Maifcst der „Dreieinig keits-Schule" findet heute, den 12. Mai, auf Louis Muth's altem Schützeuhofe an der Belair- Road statt. Der „Lafayette - Turnverein" hält heute, den 12. Mai, sein drittes großes Mai- und Turnfest aus „Rost's Hain" an der Belair - Road ab. Das Arrangemenls- Coiilite hat umfassende Vorbereitungen ge rossen, um das Fest in jeder Hinsicht zu einem brillanten zu machen. Die „West»Valtiiiiorer Schiitzen gesetlschafj" wird jhr drittes großes Maifest, heute, 12. ds., lii ihremParle abhalten. Das Arrangements- Comite hat die umfassendsten Vorkehrungen getroffen. Für treffliche Tanzmusik werden die Capellen des Capt. Hoffmann und des Prof. Wacker Sorge tragen. Das jährliche Plcnic zuin Besten des AUgem. Deutschen Waisenhauses findet Pfingstmontag, den 2. Juni, statt. Kein Deutscher sollte verfehlen, dieses Picnic, das auf „Rost's Hain" abgehalten wird, zu Tjü chen, damit sich dasselbe auch in pekuniärer Hinsicht als ein erfolgreiches erweisen möge. Zun« Besten Ves./uUezemrinen deut schen Waisenhauses" wird der Orden „Söhne der Freiheit" Hel - te, den 12. Mai, eiriPicnic im „Greeriwood- Parke" abhalten. Da es sich um einen edlen Zweck handelt, so sollte Keiner auf diesemPic» liic fehlen. Dr. August Lohma»» hat in Nr. 13, Noro-greder>ckstraße, eine neue Wirthschaft eingerichtet, die er heute mit einem prächtigen Lunsche eröffnen wird. Hr. Thomas Herzog lücht heute in seinem Lotale Ni. 59, Süd- Cdenstraße, einen delikaten Lunsch auf. Hr. Johann de VrieS tischt auf heute m seinem Lotale Nr. 25, Easlern-Aveiiue, einen delikaten Lunsch aus, bei welchem ein famoser Bock seifl? Sprünge machen wird. Hx. Michael «öchrirfer in Nr. 258, Ost Prattstr., ladet felneFrcunde zu einem feinen Lunsche ein, den er heute auftischen wird. Hr. (shr. Barte! wurde dekavkllich vor einigen Wochen Verwalter der „Mechauics - Halle" erwählt. Heute wird er seine Stelle antreten und einen dclikatenLunsch auftischen, zn welchen! er seine sämmtlichen Freunde und Bekannten ein .ladet. Hr. Ädani Dittlich, bisheriger Verwalter der „Hiechariicö-Halle," hat die Wirthschaft der Beck'chen Bramxei an der Garrison-Lane übernommen uns ladet seine Freunde und Belrinuen zu zahlreichem Besuche ein. Hr. Loui» Eckhardt wird sein neues Lokal, Ecke der Lightstraße u, Fort-Äve, heule mit einem Rieseniunsche einweihen. Alle Mitglieder des „Fidelia- Clubs" sind gebeten, Abends um 8 llhr im Lokale zu ericheinen und der Einweihung der Halle beizuwohnen. A. Heinemeyer's (son;ect Garten, Nr. 115, Lomdaidilraße, wlid heute Äoeav eröffnet werden. Capt. Hoffmann's Musik corps wiid Coiuertmusik liefern. Hr. Karl W. «tiachmann wird seine neue Wirlhschast in Nr. 55, Hill-, zwischen Charles- und Hanoverstraße, Mit ei nem wlennen Lunsche einweihe». Hr. Johann Eichhorn gedenkt heule 'eine nene Wuliii'chast in 'Nr. 53, Lancasierstr., mit einem samosen Lunsche zu eröffnen. Hr Karl Niese macht seinen Freunden und Vekannleii die Anzeige, daß er heule einen anSgeielchncien Lunsch in seinem Lokale, Nr. Orleans straße, auftischen wird. Der „Küfer-Lere,n, Nr.?!" wird heute ein großes Picnic in Zwanz. ger's Park an der Annapoiis. Road abhal ten. Hr. G. »vlunicr, Nr. 20, Shalespeare-, Ecke der Bethelstraße, hat sür einen Riesenlunsch getragen. Derselbe wird heute aufgetischt werdcn; die ganze Welt ist eingeladen, nnr die „ModocS" wünscht Hr. Blumer sich vom Leibe zu halten. Hr. Heinrich Webec in Nr. 198, Ewughstraße, be.vulhet seine Freunde heute mit e'nem flotten Luusch. Hr. Johann Numinclmann ladet leine freunde und Bekannten heute zu einem seinen Lunsche in seinem Lokale Nr. 304, Nvld-Bondslraße, ein. Der,,Ar»on" gedenkt seine erste Dan psboot-Exkursion nach „Monumenlal-Fishing-Lrovc" Sonntag, den 8. Juni, zu machen. Hr. Z. Thomas Kcttler wacht seinen Freunden nnd Velannten die Anzeige, daß heute ein delikater Lunsch in seinem Lokale Nr. 76, Frederick-Ave., pran gen wird. Der „Macyläudec Turnverein" begeht sein jährliches Picnic und Sommer iiachtssest Moniag, den 9. Juni, ans Louis Muih's altem Schüvenhcse an der Belair- Road. LS" Als Blut uud Säsce reinigendes Mittel ist da« Karlsbader Ssrudel- Salz unübertlefflich. Dasselbe wild von vielen Aerzten gegen llliverdaulichkeit, Kopf schmerzen, Mangel an Appetit uud alle Uebel, welche aus Unordnung des Magen« oder der Leber entstehen, angeweiidet. Ä. Vogeler C o m p. sind die A jenien für Amerika. t»i-) Dr. Emilie Foekiiig hat in unferer Stadl in kurzer Zeil als Zahn är >1 einen bedeutenden Ruf erlang! und können wir dieselbe allen Tenjenigen, welche an Zahnschmerzen leiden, bestens empfehlen. Ihre Office ist in Nr. 43, Hanaverstr. Hr. »Samuel Mansbach röffnet heule in Nr. I, Süd-Chariesstraße, eine neue Wirthschaft und zwar mit einem riesigen Lunsche, dessen wohlriechende Düste henie das ganze Lokal anfüllen und die vielen Flennde des Hrn. Mansbach in Sckaaren nach Nr.i, S.-Cliarle?str., locken werden. Ein ausgezeichneter Stiefel'scher Vock wild wah rend des ganzen Tages ieineSv'-ünge machen. DaS „St. W. wrop (Zonktave von Maryland" dcr „Heptasophs" wird beute Abend um 8 Uhr die jährliche Commnnikalion abhalten. Bernstein, Nr. 128. Ost-Lom baidiiraße, empfiehlt sich als gefchickle Ge burtShelferin. In der „Metainora-Halle." Nr. 126, giebt es heule Bockbier und LunsH. Hr. Jakob Bingel bewirthet seine Freunde und Bekannten heute in seinem Lakale, Nr. 202, Nord-Broadway mit einem vorlrefslichen Lunsch und ausge zeichuelem Bockbier. St. Louiser Neis-Bier wird von heute an bei Hrn. G. L.Boß in Nr. 48. Hanoverstraße, zu 5 Cenls pro MaS ver kaust. Hr. Bernhard Weß verzapft heule in seinem Lokale, Ecke derßond- und MliUikiiistraß?, ausgezeichnetes Bockbier und bält zugleich sür seme Freunde einen Lunsch in Bereitschaft. Die „Baltimorer Schützen - Gesell schaft" feiert ihr jährliches Maifest Montag, den 26. Mai. Die Ä. deutsche rrsorinirte St» Zo« Hannis-Genieinoe wird Mittwoch, den 14.Ma>, Abends Uhr. eine Gemeinde-Versammluiig iin Schallokale abhalten. LN°Zine Ueberraschung wuideFreitag Abend Hrn. Nonhoff, langjährigem Werk fühier der Knabe'schen Jnstiumenlen-Fabrik, zu Theil. Anläßlich seiner bevorstehelid.'ii Abreise i» der „Berlin" erschien die „Liedelta fei" der Fabrik ncbsi vielen anderen Arbeiter» und brachte ihm vor seiner Wohnung, Nr. 139, Pearl-, oberhalb Saratogastraße, ein AbichiedSständchui. Er lud dann alle Anwe senden in sein gasilicheS Haus, wo man bei ei nem gemüthlichen Trünke dein Scheidenden glückliche Reise und fröhliche Wiederkehr wünschte. Die Letztere wird wohl erst nn August erfolgen; Hrn. Noidhoff'S Renezicl ist hauptsächlich die Wiener Weltausstellung. AG"llnter den vielen Baltimorer Erfindun' gen verdient namentlich das berühmieZatzn wasser von Hrn. tt. Hynfon gen uin stS, Nr. S 9, ord-Ch a r l eS st raß e, genannt zu werden. Es gibt nur wenioe Da men in Ballimore, welche sich dieses Toilet teninillelS nicht bedienen, da der wohlthäte Eii fing desselben ans die Zähne ein wahihast wunoerbarer ist. Dr. Winar'S Kiatsani. Dieses balsamische Praparat ist ein Haushaltsartikel geworden. Mögen alle Leidenden, welche ihren Husten, Erläl tung, Bronchien- oder Lungenbeschwerden ver gebens zu heilen versucht haben, dieses nn übertrossene Mittel anwenden. Man kann sich aus es verlassen; die Masse »on seit seiner Einführung verösfenllichieu Attestaten ist für seine Wirksamkeit hinreichender Beleg. (113 8) " e W. Barranqer Co., EmMdÄ Provisionen-Händler und Bratwurstmacher, Schweinefleisch ein und hallen au',^>^weine süße. Kutteln u. s. w. aus Lager. Smn n " i " steis vorräthiz im Etablissement an der verlängerten Pennsyl. vania-Aveuue. Morktstände : ZK, t?r.»irc-. NZ, Hancver-, ?>, Leriiigton, uud SS. Ricliinond-Martt. N. B. Liberaler Rabball sm Händler; votcls und Laden versorgt und alle Waoren sre, geiieseri. Agentur für «Surstfleilchhaitcr nnd Fleischer - Uten, silien. Wuriidärme eine Soejiaüiär. Po>t -vorbU (Mär,!«.15.4.p) K-rk-Sloab. ..^MWxferdt-KshK. K istb B ZI. Aviil lk^i. Voi Baltimore nach eÄovanSiown um 7 und ? Uhr Morgens und stündlich von 2 bis 7 Uhr Abende. Bon GooaUtoiva für Baitl-aore um Uh: ' Korn-Mchl! Slee « Hen in Ballen, ausgesucht, Prima Timothy-Heu in Bollea. Korn, Hafer, Klee u. s. w. Mtddlings, Mehl! Mehl! Mehl! «vperßn-, Extras und Familien. Mehl, Rogstenmehl für Pus» . pernickel zc. Zn haben für die billigten Preise und kostenttet ad, geli-jert bei Loqan« Hutqi»!-, (MaitS.tl) Ecke Pralt- uiw M.llilraße. weyWrre MivoUug», leichte Mtddltas«, Brown Stilss, Haser u. s. w. i» d«» niedrigsten Baar-Prelsen; ein liberaler Ldtua wird HLndlern gezeben. «l. Z. « ». «. »ro»«. (84-) ff»e der "d'ft 'h' zPMKGroBeS Znducement für und issonsumenten! Iri><b e Ä> u r ii, "" " ' g c u iterte -Surft , SeröuchrrtrS Schwei llklltisch -iller »it «« sii b ' ?se. »iib !>»?. V»rinqr»»n., iL' >l i ! > d Börsenberichte. Berichtet von Win. Fisker Si Söhnen, Nr. 32, Souitistraßc. Baltimore, - Mal. Ldei.ti 5 vhr. Ang. Beil. Lng. Bell. «»"» lt.'z» »17.-, s«i»OS«r, - B. «t. !>,ki)r - jßaäg >» Z. ...ll"! Lt Pass /I >e>,'!.7 ...US-, - j«'io Heu Beis A. Si. ssku Vers 4>. loi Hoirvrb Werl r>x Ba >ir a 1!,... jÄtcruMßers 4'» d l« - — Ba dr«7 50 - jßilot Ottt'B7 - WLaZrguit l2't 81. 7'^' iüll iZonsd'S . U', Nor icutbl''7 --7 L-Uto rir'7;.. »->. - !N°rSenibr zld Balio 7« SaliodiPM!" — B.'Uo «!r !«.Z 3t «alro ttr U».».. k>Wl>>i!2.ZuZj,? SMcnil>bi?ör Sll ö7 !>>>, 1i.,1 Bn! oi Bailo Ma^eZin!<r!. k-4 Sitij 8a1i?.... IZ>, Rich .i Dan 1. 7a 77 jsranliin Bank 11-, I'.?, Ol.üU.tMa7»>ji'. i-2 öoiv Bant— Or..iAl iir Z. Merch Bank LI Kr 4. Aich «ant.... 12 BltoGaS««'? Balto Q S! V streder lurn? d«) «. S.R. R. l!k vorglsliigen verlause ausler hiesizen Boise de k 'li Gold ll7?^ <2,>n.a Dallimorcr Elattsrlljstr, is'ö i,VM dillo dilto 98^ dmo Gold, aus der Siratzt Ber. St.-Sier , . b.Mcr, liMer IIS»» - » t>>icr lIS>. » » 18vser il7>^ 7.'.'.'. Il^ ' ' li'» , Kanton Iii!) Ikuii.berll.nd «5 «iaeistc Mail.... . bi .. '.V > « Centra» ä-. !»>ser Li. >» : «rie rZrie Raiiroad. Pres b 7t - . Brioritäi., . Rock-Lsland Nil. und «st. Paul ... Mil. und lioier'd 7Z^ , . . . l'restir.d ?lion und Tcrre Hauli lz I Tel. Lac. und AZefteen i Union isie » uicht ! Cb.sl.rilrabt; <s»rl H. Man. Nr Mi. liid»Broadway: L'-eeeiit«»' P. Hanjon Hiß ä? Comp., Möbel» und Vorhänge-Stoffe, französische Zinralhea S?r. S?, Mord'EharleSstraSe« (iilugl^.lSMte.t.p.) Das griiße Heilmittel für Schwindsucht, welche durch zeitige Zuflucht zu diesem Mu sterpräparate geheilt werden kann, wie es durch die Hunderte von Zeugnissen, welche die Eigenthümer erhalten haben, bewiesen wird. TieseZ ist von vielen hervorragen den Aerzten anerkannt als das zuverläs sigste Heilmittel zur Erleichterung und Hei lung aller Lungenleiden, das je eingeführt wurde, und es wird dem Publikum als durch die Erfahrung von mehr, als vier Jahr zehnten erprobt angeboten. Wenn man in der Zeit dazu seine Zuflucht nimmt, so ermangelt es selten, Heilung zu bringen, auch in den schärfsten Fällen von Husten, Bronchitis, Croup, Keuchhusten, Grippe, Asthma, Erkältung, Nachenzeschwüren, Schmerzen in der Brust, Seitenstich, Le verleiden, Lungenblutuuz x. Wistar's Balsam macht einen Husten nicht trocken und läßt die Ursache zurück, wie dies die meisten Präparate thun, sondern er lös't ihn und reinigt die Lungen und besänftigt l den Reizzustand, in dem er auf diese Weise die Ursache des Leidens entfernt. Seth W. Fowle Söhnen, Boston, Mass. lychciine Krankheiten! Gründliche Kur garautirt Dr. Joseph Fabian, pr ak t> s ch e ai Sl r jl, Philadelphia. Dr. Kavian garanlirl eine schnelle und »rkiliis»» «ue in allen seswlechllichcii Äraiilheiten. diestch 5 ft und juießl in lund"«eben,'"m--e-stchvertrauensooU stchvertrauensooU an mich wenden. Ich habe Tausende solcher UNjjlüalicher ~, sl>r» «ruberen Gcsunddc» die von «n?e» salsch dehaadelt oder als unheilbar ausaesede» war ben sind. * Mädchen und ffranen, die an llnregelmügigieitin in der monatlicher! Reini. gung ooer gänzlichem Auskleiden derscilen le>d"n. gleichviel von weicher Ursache, werden in eini-e» kSnnen von ' V ° tt enttn Zustand schrisilich m?llhcilen" klrengfte Berschwiegenheil wird »ugefiSezi. »dreffe: 0». Xr. Vin« St.. ?kll»»sil>di,. tMlli7,l2Mte.,i.a.T.u.W.) '

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