Newspaper of Der Deutsche Correspondent, May 13, 1873, Page 1

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated May 13, 1873 Page 1
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Sprechstuadei, von Sms l'. «hr Bormittag«, 2di«i ll»r Nachmittags und 7 ! Hhr »den»». jb» Der deutsche Correspondent. 33. Jahrgang. Ilm Nrpter und Kronen. es sind schwere Zeiten, lieber Lex, füg te sie sreundlich hinzu, indem sie an dem tief sich verneigenden Kabinetsrath vor überschritt, wäre erst Alles glücklich vorüber! Und sie verließ langsam das Kabinet des Königs. Die Minister traten ein und setzten sich um den Tisch. Außer Graf Platen, Bacmeister und dem General vonßrandis waren hier noch um den König versammelt der Hausmini ster und Oberhofmarschall von Malortie, ein alter Herr mit kurzem grauen Haar und kleinem faltigen Gesicht, das mit sei nem stets unzufriedenen Ausdruck in Ver bindung mit der gebückten Haltung, der hohen schwarzen Binde und dem bis zum Halse zugeknöpften Frack weit eher einen unterleibskranken Kanzleirath hätte ver muthen lassen, als den geistvollen Verfas ser des an allen Höfen als Autorität gel tenden Buches: Der Hofmarschall wie er sein soll. Es war da ferner der Justizminister Leonhardt, der berühmte Gesetzverfasser, ein einfacher, schlichter Mann mit dün nem Haar und scharfen, intelligenten Zü gen, dessen ausdrucksvolles, lebhaftes und durchdringendes Auge von einer silbernen Brille verdeckt war, —. der Kultusminister von Hodenberg, ein noch junger, blonder Mann, früher Diplomat und Ministerre sident im Haag, und der ebenfalls noch junge Mnanzminister Dietrichs, den Graf Platen zum Generalsekretär für einen Minister mit hocharistotatischem Namen vorgeschlagen und den der König mit den Worten ernannt hatte: Wenn er fähig ist, die Arbeiten zu machen, so soll er auch selbst Minister sein! .Alle diese Herren traten in tiefem, ern sten Schweigen in das Kabinet des Kö nigs. Als sie Platz genommen hatten, sprach Georg V.: Meine Herren Minister! Seine Maje stät der König von Preußen hat mir durch seinen Gesandten an meinem Hose einen Vorschlag übermachen lassen, um mit ihm ein Bündniß ?u schloßen, nachdem der deutsche Bund aufgelöst sei. Sie kennen den Vorgang in Frankfurt a. M. Ich ver mag zunächst nicht die Auflösung desßun des durch die Erklärung des preußischen Gesandten als rechtlich vollzogen anzusehen, leider muß ich aber anerkennen, daß der deutsche Bund thatsächlich gebrochen ist. Ich würde, wie ich hier vor Ihnen wiederhole, bei dem nunmehr zum Unglück Deutschland's unvermeidlich erscheinenden Kriege zwischen Oestreich und Preußen be reit >ein und mich sür berechtigt halten, einen Neutralitätsvertrag mit der Krone Preußen abzuschließen. Allein das ist es nicht, was Seine preußische Majestät von mir verlangt. Graf Platen, ich bitte Sie, die Note des Prinzen Isenburg zu verlesen. Graf Platen las die preußische Som mation langsam vor. Als er geendet, sprach der König: Ich darf voraussetzen, meine Herren, daß Ihnen jämmtlich die preußischen Re formbedingungen, auf Grund deren ich dieß Bündniß eingehen soll, bekannt sind? Die Minister bejahten sämmtlich. Ich soll also, sagte der König weiter, die K'iegsherrlichkeit und das Kommando über meine hannöverischeArmee, die Armee von Minden, von Peninsula, von Garcia Hernandez, von Waterloo abgeben und diese Armee würde dann gegen die mit Oestreich verbündeten deutschen Truppen marschiren müssen. Ich frage Sie nun, meine Herren Minister, vor Gott, Ihrem Gewissen und auf den mir und dem Lande geleiteten Eid: Kann ich diese Proposition annehmen? Kann ich es als Vertreter der königlichen Rechte meines Hauses? Kann ich es als Vertreter meines Landes? Kann ich es nach der Versafsung.desKönigreichs? Antworten Sie zuerst, Graf Platen, als Minister der auswärtigen Angelegen heiten! Gras Platen rieb sich leicht die Hände, neigte sich ein wenig vor und zurück —und antwortete: New, Majestät, es wäre vielleicht Der König unterbrach ihn: Und Sie, Herr von Malortie? als Mi nister meines Hauses? Der Oberhofmarschall, welcher noch tie fer als gewöhnlich in seine schwarze Binde und seinen zugeknöpften Frack zusammen gezogen dasaß, jagte mit leiser Stimme. Nein, Majestät. Und Sie, mein Justizminister? Der Justizminister Leonhardt antworte te kurz und fest mit klarer Stimme: Nein! Herr Minister des Innern? Nein, niemals! antwortete der Mi nister Bacmeister. Die gleiche Antwoit gaben die Mini ster des Kriegs, des Kultus und der Fina nzen. Der König erhob sich. Sämmtliche Mi ster mit ihm. Es ist mir eine große Freude, meine Herren Minister, sprach Georg zu ver nehmen, daß Sie alle auf die preußischen Propositionen nur eine und dieselbe Ant wort haben, welche ich nach meiner Aus fastung der Rechte meiner Krone und mei nes Landes sogleich dem Grafen Platen gegeben habe, als er mir die Sommation vorlas. Es ist mir eine große Beruhi gung, mich bei diesem wichtigen Entschluß eins zu wissen mit meinemGesammtmini- I sterium, nicht, meine Herren, daß ich die Verantwortung scheute oder aus Ihre Schultern zu laden wünschte, der König erhob stolz den Kopf, aber es ist mir diese übereinstimmende Antwort von Ih nen Allen eine Bürgschaft, daß die Lei den, welchen mein Land in Folge der Ab lehnung der preußischen Proposition viel leicht ausgesetzt sein wird, eine unabän derliche und unvermeidlicheSchickung Got tes sind. Wenn Sie aber, fuhr er fort, Alle mit mir darüber einig sind, daß ich das mir angetragene Bündniß auf dieser Basis nicht annehmen kann, so müssen sogleich und ohne Zögern diejenigen Ma ßregeln getroffen werden, welche die nun mehr sehr ernste Lage erheischt. Ich will die Armee Süddeutschland führen und sie zu diesem Zweck sofort im Süden des Königsreichs konzentriren. DasNähere werde ich sogleich mit meinen Generalen festsetzen. Die Königin und die Prinzes siaer. bleiben hier und wcxden das Schick sal des Landes theilen! Ein Flüstern der Zustimmung machte sich hörbar. Majestät, sagte der Minister Bacmei ster, darf ich sogleich eine hieher gehöxcndx Entscheidung erbitten? Was ist's sragte der König. Der General von Manteuffel steht in Harburg, sagte derMinjster, und verlangt Eisenbahnwaggons, um die preußischen Truppen der ertheilten Erlaubniß zufolge nachMinden transportiren zu können. Die Eisenbahndirektion fragt an, was sie thun soll? Der König biß die Zähne zusammen. Cr will bei der Kriegserklärung mitten ich Lande sein! rief er. Geben Sie Ordre daß alle Wagen sofort hier gesendet wer denWic war sie sür den Truppentransport gebrauchen. Auch müßten, sprach der Minister'wei ter, unter diesen Umständen die noch ver- sammelten Stände des Königreichs ausge löst werden, ich habe, als Graf Pla ten mir die Lage mittheilte, die Ordre auf gesetzt. Gelien Sie! rief der König. Und der Minister legte die Ordre auf den Tisch. Der Generalsekretär ist draußen, sagte er. Lassen Sie ihn kommen! Der Minister eilte hinaus und kehrte sofort mit dem Generalsekretär des Ge fammtministeriums zurück, in dessen Ge genwart der König das Auflösungsdekret vollzog. Und nun, meine Herren, rief er, jetzt gehen Sie Jeder an's Werk in Jhremßef sort, de« schweren Zeiten entgegen zu tre ten, und der dreieinige, allmächtige und gerechte Gott gebe, daß ich Sie Alle hier glücklich wieder um mich versammeln kön nt. Graf Platen und General Brandis bttte ich noch zu bleiben! Telegraphische Tepescheu. E»ropäische Kabelherichtt. London, 12. iviai. Eine Tepesche an die Reuter'sche Telegraphen-Comp. jagt, daß der in den Londoner Blättern enthaltene Bericht über einen Mordversuch auf den deut, jchen Kaiser nicht begründet war. Berlin, w. Mai. Die Nachricht, daß General Manteuffel nach der Räumung des französischen Gebiets zum deutchen Gesand ten in Paris bestimmt sei, wird in Abrede ge stellt. Berlin, 12. Mai. Gras v. Itzenvlitz, der Handelsminister und Miniter der össent lichen Werke im preußischen Cabinet, hat ab gedankt. Sein Nachsolger is! noch nicht er nannt. vtftreicli. Wien, 52. Mai. Die Börse bat sich noch nicht von den Wirkungen der letzten Pa nik erholt. Heute wuideu keine Geschäfte erledigt. In der Garnisonskirche wurde gestern Got tesdienst nach dem Ritus der englischen Hoch kirche abgehalten; die Kirche war sehr zadlreich besucht. Nach Beendigung des Gottesdien stes ergriff der amerikarmche Gesandte Jay das Wort und dankte der östreichischen Regie rung sür diese wohlwollende Berücksichtigung der Gäste englischer Zunge. Schweden und Norwegen, Die Krönung Oilar 11. Stockholm, 12. Mai.— Die Krönung Oskar l!. und se.ner Gemahlin Sophie Wil helmine fand heute statt. Das Wetter war ungünstig, dennoch war eincungcheureVvlks menge erschienen, und es herrschte großer En thusiasmus. Der Äöniz ging mährend des strömenden Reg-ns zu Fuße nach der Kirche. Die Feierlichkeiten in der Kirche waren groß artig und imposant. Die fremden Mächte hatten größtentheils Spezialgejandten ge schickt, welche der Feier natürlich in Hoftracht beiwohnten. Als die Trompete das Krö nungssignal gab, donnerten die Kanonen auf den Wällen, und das Noll rief: „Lang' lebe der König!" Am Abend war die Stadt illu mipirt, und allenthalben gab es Festlich keiten. London, 11. Mai. In einer republi konischen Convention in Birmingham wurde heute ein Schreiben von Johnßright verlesen, in welchem dieser die republikanische Agitation desavouirt und emphatisch versichert, er sym pathisire nicht mit denen, welche versuchte», die Monarchie zu stürzen. N e >v - Ä) ork, 12. Mai. Eine Kabel» Depesche des „Herald" von London berichtet heute: Die Geldklemme in Wien hat ihren Ein fluß ous alle europäischen Märkte und verur sacht ein Fallen der Werthe an der Wiener Börse im Betrage von Kloo,ooo.o<>o. Die amerikanischen Werthpapiere in Deutschland sind um 810,000,000 gesunken. In London war am Samstag das Geld sehr knapp, der Markt erholte sich zwar wie der, aber »euere amerikanische Staatsgesetze, sowie der seindselize Ton ter amerikanischen Blätter gegen europäische Finanzmänner, rief in Finanzkreisen große Besürchluugeu hervor. London, 12. Mai. Eine republika nische Convention in Birmingham saßte heute Beschlüsse, in denen eine föderale re publikanische Regierungsform für Spanien gewünscht wird. Paris, 12. Mai. Im Cabinet hat sich ein Streit entsponnen wegen der Elekio ral'Bill, welche jetzt von den Ministern aus gearbeitet wird, um der Nationalversamm lung vorgelegt zu werden. Jules Simon und Graf von Remusat sind gegen jede Verände rung des gegenwärtigen Elekloral - Systems. Leon Say ist für die neue Bill; Goulard und Dusaur wünschen, daß der zweijährige Ausen thalt das Votum bedinge. In Rochelle soll die Wahl durch corrupte Mittel gesichert worden sein und der Sitz wird infolge dessen bestritten werden. Paris, 12. Mai. Arihur Ranc, der radikale Candidat, wurde gestern in Lyon mit überwältigender Majorität in die National - Versammlung eraählt. Er war Direktor der allgemeinen Sicherheit un ter Gambeita und später ein Mitglied der „Commune," aus welcher er nach Publikation des Dekrets, welches die Ermordung der Gei seln anordnete, ausschied. Paris, 12. Mai. DieZrgänzungswahl in Rochelle halte gestern die Erwählung eines Bonapartisten zum Deputirten der National versammlung zur Folge. Madrid, 12. Mai. Am letzten Sam stag, dem ersten Tage der Vorwahlen, wurden 138 Föderalisten, 9 Radikale, 2 Conseroative und 1 Alfonsist erwählt. Rom, 12. Mai. Die Polizei hat 20 Personen verhaftet, welche an den aufrüh rerischen Demonstraiioncn vor dem Ouirmal teilnahmen. R o m, 12. Mai. Die japanesische Ge sandtschaft ist hier angekommen. Seit dem gestrigen meuterischen Versuche, das Parlament einzuschüchtern, ist die Stadt ruhig. Die Demonstration wird von einer g>ogen Mehrzahl der Deputirten scharf miß billigt; die Regierung verspricht, scharfe Mast regeln zu ergreifen, um eine Wiedeiholung sol cher Scenen zu verhindern. New - r Mai.—Der ,?Herald" hat folgende Sp^zialdepesche: „Khiwa ist genommen. Die Truppen von Tashkend und dem gort Nr. 1 marschirten di rekt durch die Wüste von Kizilkum nach dem unterenOxuS, setzten sich dort mit den Trans portdawpsern von Fort Nr. 1 in Verbindung und schufen so eine neueOperationsbasis, von welcher aus sie direkt gegen Kdima operiren können. Dieses sichert allen ferneren Opera tionen den Erfolg. ScdiffS-Bericbtk. Sou th amP to n, 12. Mai. —DerDpfr, „Hansa" kam von New-Aork hier an. Queenstown, 12. Mai. Der Dpsr. „Manhattan" ist von New-Z)ork hier einge troffen. Ply m o uth, 12. Mai. Der Dampfer „Westphalia" traf hier von New-Uork ein. Hamburg, 12. Mai. Der Dampfer „Saxonia" ist von New-?)ork hier angekom men. OueenStown, 12. Mai Ker Dpfr. „City of Paris" ist von New-Zork hier ein getroffen. London, 10. Mai, II Uhr Vorm. Eonsols eröffneten zu 93H-535 für Geld und 534-93 Z sür Blies. „Amerikaner," alle '6Ser 9l!, 'K7er 33j; 10.40 er 89; neue Fünfer 89j; Erie47j. London, 12. Mai, jl Uhr Nachm.— Erie 47H. Paris, 12. Mai. Acuten eröffneten zu S 4 Fres. 35 Ctms. London, 12. Mai, H 2 Uhr Nachm. „Amerikaner '67 er 93t. Erie 47t. Liverpool, 12. Mai, II Uhr Vorm. Baumwolle eröffnete ruhig; Oberl. 85; Orl. Verkäufe 10,000 Ballen. Liverpool, 12. Mai, t Ukr Nachm. Baulnivollen-Velschiffungen von Savannah und Charleston, fällig im Mai zu Sj, do. im zu BZ, do. im Juli und August zu Bt. Baumwolle stetig; Verkäufe 12,000 Ballen, Spekulation und Ausfuhr 200 do. Liverpool, 12. Mai, t 2 Uhr Nachm.- Brodstossi ruhig; Mais Z7s 6ä. Fleisch 71s. Schmatz 40s yä. SchweinefleischKäse 71s. London, 12. Mai, 5 Uhr Z?-chm. Der Betrag des von der „Bank von England" Baltimore, Md., Dienstag, den 13. Mai 1873. zurückgezogenen ungeprägten Goldes u. Sil ber« belauft sich auf 5000 Pfund Sterling.— Conso'.s 93K für Geld und 935 sür Bri-f. „Amerikaner" alte lo.4oer 88!. Erie 48. Paris, IS. Mai, 2 Uhr Nachm.—Renten 4O Centimes. Antwerpen,l2. Mai.—Petroleum 404 Francs. Frankfurt, 12. Mai.-Bonds eröffneten zu SSS. Liverpool, 12. Mai, S Übr Nachm. — Baumwolle schloß ruhig; Verkäme 12,000 Ballen; Spekulation und Ausfuhr 2000 do., amerik. 7000 do.: Verkäufe von Oberländer, fällig im Juli oder August zu 85. Inland - Datschen. Ernennnng eines Gesandten fii? «t. Petersburg» Washington, 12. Mai. Der zu be setzende Gesandtschastsposten in Rußland ist dem Richter Pierrepont von New-?)ort ange boten worden. Man weiß noch nicht, ob er das Amt annehmen wird. Bis jetzt ist noch nicht entschieden, wer der Nachfoiger De Long's in Japan fein wird. Beerdigung des Oberrichtcrs <shase. Washington, 12. Mai.—Heute wurde endlich die Leiche des am letzten Mittwoch in New'Nork verstorbenen Obernchttrs Ehase definitiv zur Erde bestattet. Der Präsident, Sekr. Fish, Senator Conkling, Sekr.Delano, Geueral-Postmeister Creßwell, Sekr. Rodeson und Gen. Babcock nahmen au dem Leichen zuge Theil. Die Obsequien im Capitale waren sehr feierlich. Nach Beendigung der selben bewegte sich der Zug durch die Penn sylvaiiia-Avenue nach Georgetown, wo die Leiche in einer Familiengruft beigesetzt wurde. Ein Stassaucr verlangtSchaden - erfatz Washington, 12. Mai. Gen. B. F. Butler und dieHH. Hinkle undArrict machten heute im Namen des Benj. F. Camp eine Libclklagc gegen Whitelaw Reid von dcrNew- Aorler „Tribune" anhängig. In der „Tri bune" wurde Camp vor mehreren Wochen ein „chronischer Nassauer" genannt, welcher die Gewohnheit habe, im Lande herumzureisen und sich für den Chef-Redakteur der „Tri buue" auszugeben, wodurch er sich sreie Kost, freies Logis, freie Fahrten auf Eisenbahnen und freien Eintritt in die Theater ergattere. Hr. Eamp verlangt für seine gekränkte Ehre K 50.000 Schadenersatz. Die „Polaris." New - ?)o rk, 12. Mai. Der „Wash ingtoner Spezial-Coriespondent des „Hcrald" berichtet Folgendes: Nachdem der Marinemi nister Lecey Robeson die geretteten Offiziere der „Polaris", welche nach Washington beordert sind, zu Rathe gezogen haben wird, soll es entschieden werden, ob es rathsam sei, ein Schiff zur Aufsuchung der „Polaris" nach Bassins-Bai zu schicken. Die geretteten Seeleute und Eskimo's wer den vor der Hand unter der Obhut des ameri kanischen Konsuls in St. Johns bleiben. Tyson und Meyer werden sich sofort nach Washington begeben. In der Unterredung des Correspondenten mit dem durch seine Verbindungen mit Nord pol-Forschungen rühmlichst bekannten Henry Grinnetl äußerte derselbe, daß, falls Capitän Buddigton und seine Leute genug Provisionen hätten, sie aus der „Polaris" deguem leden lönnten und ohne Zweifel bis zur Mitte des Septembers zurückkehren würden. Er schenkte der Annahme, daß Capitän Hall ermordet worden sei, wenig Glauben und meinte, daß derselbe, da er ziemlich corpulent gewesen und auch vielleicht Anlage zu Schlagansällen ge habt habe, höchst wahrscheinlich eines natür lichen Todes gestorben sei, und daß er seinen Erwarilingen hinsichtlich der Entdeckungen durchaus gerecht geworden wäre. New - V or k, 11. Mai. Folgendes ist eine genaue Lifte der Offiziere undMar.nschaft des Dampfers „Polaris": Capitän C.F.Hall aus Cincinuati: Ober steuerinaun Hubard C. Ehester au« Newark, Coun.; Segetmeister Sidney C. Buddington aus Gratton, Conn.; zweiter Steuermann William Martin aus New-Jersey; Ober- Ingenieur Emil Schermann aus Sachsen, Deutschland, gebürtig und in Hoboken wohn haft; Dr. Bessels, Chef des wissenschaftlichen Corps aus Heidelberg; Frederick Meyer,> Me teorologe von dem Signalcorps zu Washing ton; Job Wilson, zweiter Ingenieur, aus Schottland gebürtig und inNew-Hork wohn hast; Walter Campbell, Feuermann, ein ge> borenerSchotte; John Wilson misNew-?)crk; Bergen, Feueralarm, aus Hamburg: A. C. Tyson, der Lootse, aus Brooklyn; Chas. Brunt, Koch, aus Hamburg; John Porter, Proviantmeister, aus Schottland; Hermann Giemans, Seemann, aus Preußen; Henry Hobby, Seemann, Frederick Autig, See mann, Wm. Jesaup, Seemann, sämmtlich aus Hull, England; Joseph Mancy aus Schweden; Ptler Johnson aus Dänemark; Eskimo Joe mit Frau und Kind. Capitän Hall hinterlägt eine Frau und 2 Kinder, Tochter und Sohn, welche in Cincin uati wohnen. Joseph Mauch, einer der Seeleute, war ein Bruder des berühmten Asuka-Reijenden Mauch. New - Vork, 12. Mai. Der Tod des Capitäns Hall und die verunglückte Nordpol- Expedition bilden hier noch immer den Haup tgegenstand der Unterhaltung. Nach der Mei nung des Präsidenten der amerikanischen geo graphischen Gesellschast, OberrichterS Daly, welcher sich schon seil Jahren für Nordpol-Ex peditionen inleressirt hat, war die „Polaris" für die Expedition durchaus untauglich; eben falls ist er der Meinung, daß Capitän Hall nicht die genügenden Erfahrungen besessen habe. In Capitän Buddington setzt er gro ßes Venrauen und glaubt, daß alle Aussich ten vorhanden seien, die Rettung der „Pola ris" zu ermöglichen. Ferner glaubt er, daß alle jene schiffe, welche Amerika nach Nord pol-Expeditionen ausgeschickt habe, immer in höchst armseligem Zustande gewesen seien. Er glaubt, daß diese Expedition bewiesen habe, daß Smith's Sund dre vortheilhasiesteStraße sei, den Nordpol, welchen man schließlich doch in jener Richtung finden werde, zu erreichen. Washington, 12. Mai.—Der Marine- Sekretär telegraphirte an den Coiisul Malloy in St. Johns hinsichtlich der besten Art und Weiie, aus welche die sich jetzt inßoben's Bai befindenden Ueberlebenden der „Polaris" nach Washington befördert werden lönnten. Sollte die Damp- oderSegel-Perhindllirg eine etwas saumselige sein, so wird das Departement so fort ein Regierungs-Schifs absenden, um sie nach dem nächilen Hafen zu fchaffen, von wel chem sie dann perEisenbahn nach Washington gelangen können. Di« amerikanische Nation un d Capitän Hall S Familie. C i n c llkn a t i, 12. Mai. Eine Bewe gung ist im Gange, um eine Geldsumme für die Famille des Capitän Hall zu fammelii. Mite« Greenwood ist zum Schatzmeister er wählt worden. Die Rew-Horker Methodistenpre diger und das Temperenzgesetz. New»Hork, 12. Mai.—Alle Mitglieder der Melhodistenpiediger-Association haben eine Petition an den Gouverneur Dir gerich tet, die zu unterzeichnen. Der Geldmarkt. N e w-N ork, 12. Mai. - Geld schloß fester, 7; Wechsel sehr begebrt, schloß zu 85. Gold ruhig u. stetig zu 117j. Obligationen stelig, Sechser 12lH, '62 er 116. Aktien schlössen stark; New - Jork» Central zu 100 H; Erie 6IH, Lake-Shore 90j, Jll. Central lIS, Pittsburg 89Z North-Western «0, Prioritä ten 86, Rock-Island 1084. Bilanz des UnterschatzamteS: K 40,811,647 jn Gold und 521,507,847 in Courant. Die Samana-Vai-Compagnje. New A or k, 12. Mai. Ein Schreiben vofl Samana-Bai meldet, daß die Souverä nität über die Halbinsel der Compagnie am 1. April formell abgetreten wurde. Gonv. Fa bens ernannte so wenig neue Beamten, als möglich. Walter A. Price wurde zum Ha fen-Collcktor bestellt, CM- Jos. Wright bil dete eine Polizei. Der Arbeiteransstand u» Boston» Boston, 12. Mai. Der Ausstand der Küfer verspricht keinen Erfolg. Die Zucker- Raffinerie'»! können Fässer g«;ng bekommest, ohne die hiesigen Küser. Ein Duell zwischen zive» sndlichen Rittern. Ri ch m o nd, lO. Mai.— Gestern Abend um sechs Uhr bestanden John Morde cai und Page MeCariy ja der Nähe des Oak wood Friedhofes ein regelrechtes Duell; Waf. sen: Revolver, Distanz: zehn Schritt. Zwei angesehene Aerzte reiferen Alters und die obli aate« Sekundanten waren zur Stelle. Jeder der Duellanten feuerte zwei Mal; nach dem zweiten Gange halte icder seinen Denkzettel weg; Mordecai, wahrscheinlich »ödtlich ver wunder, bekam einen Schuß in die Hüfte, McSarly io den Ualerltib. Leide gehören zu der sogenannten guten Gesellschaft der Stadt und die unschuldige Ursache war eine hervor ragende Schöne, für welche McCarty, der die selbe durch Mordecai beleidigt glaubte, Ritter einen Strauß bestehen wollte. Tie Se lundanien sollen in Haft s-in. New - Aork. 12. Mai. Depeschen von Richmond melden, daßMordecai sich besftr be findet und wahrscheinlich mit dem Lcbcn »a -vonkoinmen wird. Der geheimnißvoUe Massenmord in Kansas. Drei weitere Graber entdeckt. Die verdächtige Fa milie Bender. ParsonS, Kansas, 12. Mai. Berichte von dem Schauplatze des Massenmordes in dem Hause der Familie Bender melden, dag gestern drei weitere Gräber gefunden worden sind. U bcr dreitausend Menschen befanden sich auf dem Platze. Die ganze Gegend befindet sich in der schrecklichsten Aufregung. Halt alle Ermordeten wurden in undecenter Weise verstümmelt. Man glaubt, daß das kleine Mädchen lebendig in das Grab ihres Vaters geworren wurde, da man an dem Ziölpcr keine Spur einer Gewaltthat entdecken konnte. Der Correspondent der „N. ?)- World" be nchiet folMbeü Nähere übcr diese jchcecklichc Sache: „Di- Schrecken der Mordlust sind über Kanfas gekommen, wo man in Eherryvale eine Reihe der unerklärlichsten, furchtbarsten Verbrechen, welche jemals eine civrlifrrte Ge meinde in Schrecken verletzte, entdeckt hat. Die Beweggründe sind bis jetzt noch unbe kannt, werden aber hoffentlich sehr bald ihre Erklärung finden. Man wird sich erinnern, daß Ende März Dr. William A. Uork, ein Bruder des in der Senatorwadlafsaire vielgenannten Siaatsje nators Vork, auf geheimnißvolle Weise ver. schwand. Man wußte, daß er am 9. Mär; ausgeritten war, nm Fort Scott;n besuchen. Keridem ward er mit keinem Auze wieder gesehen. Man suchte allenthalben, in den Wäldern, Flüssen und Teichen, aber nirgends wurde feine Leiche gefunden. Von Fort Scott wurde feine Spnr nach Cberryvale verfolgt, aber dort war sie verschwunden. Die Farmer der ganzen Kegend beteiligten sich schließlich an den Nachforschungen. Zwei Farmer forfch ten in dem Garten der Familie Bender nach, welche sechs Meilen von Ehern,vale wohnte, dort fanden sie ein frisches Grab. Bei'm Nachgraben entdeckte man eineLeiche ohne Sarg, welche Senator Jork als die 'ei »es vermißten Bruders erkannte. Der Er mordete war bis auf das Hemd entkleidet und lag mit dem Gesicht nach unten; er halte au genscheinlich den tödtlichen Schlag mit einem Hammer aus den Hinterkopf erhalten. Die Familie Bender bestand aus zweiMän nern und zwei Frauen; eine derselben war ein „Medium," welche auf die anderen Hansge Nossen einen dominirenden Einfluß ausübte; sie war nach den Schilderungen der 'Nachbarn ein fanatisches, gewaitthällgesFrauenummer, deren Wille den Anderen als Befehl galt, kurzum, sie wird als eure vollendete Teufelin hingestellt. Zu verschiedenen Zeiten waren in jener Gegend Menschen aur geheimnißvolle Weise versch-viinden und man beschloß, das verlas sene Haus gründlich zu durchsuchen. Die Familie Bender war nämlich bald nachdem das Verschwinden des Dr.Aork Aus» sehe» zu erregen begann und es klar wurde, daß Alles versucht werden würde, das Ge heimniß zu lüften, in aller Eile weggezogen uno zwar so eilig, daß sie sogar ihr Vieh zu rückließ. Mau begann das verlassene Haus zu durch suchen, fand aber nirgends die Spur eines Verbrechens. Endlich machte ein Mann den Vorschlag, die Dielen aufzubrechen; dieses ge schah, und ein Modergeruch drang den Leuten in die Nase. Kaum hatte man eine dünne Erd schrchte beseitigt, als man nebeneiuander dre Lnchen von acht Personen fand. Diese Nachricht verbreitete sich wie ein Lauf feuer durch die gauzeGegend; bewaffnete Mä nner strömten von allen Seiten herbei, und hätte man die Benders gesunden, fo wurden sie wohl sofort der Wuth deskolkes zum Opfer gefallen feiu. Ohne Zweifel liegt hier eine jener fchaucrli chen Naubmorgefchichten vor, wie sie sich in Europa rm Munde desVolkes erhallen haben. Unbegreiflich ist jedoch die Ermordung eines achtzehn Monate allen Kindes, dessen Leiche von dem Vater Hrn. H. Lonehvr identifizirt wurde. Außer den Leichen des B. F. Mc- Kenzie, welcher von seinem Bruder identifi zirt wurde, des W. Earthy vom 3. Illinois- Cavallcrie-Regiment nnd John Geary, den feine Frau idciuifizirte, hat man noch keines der Opfer erkannt. Die Wirren in i!ouistana.-Der Prä sident fett entschlossen, dem Wirr warr ein Ende zu machen. N e w-V o rk, 12. uitai. —In einer Wash ingtoner Depesche an die „Tribüne" wird be richtet, daß ein Mitglied des Ccibineis geäu ßert habe, daß Präsident Graut hinsichtlich des Louisianaer Aufstandes sehr ernsthaft zu werden anfange. Er berichtet ferner, daß die Wirren in Louisiana fehr bald zu Ende ge bracht werden würden, und der Piäsident mit dem festen Entschlüsse, entscheidende Maßre geln zu ergreifen, zurückgekehrt sei. Er zeigt seine Anhänglichkeit für die Kellogg'fche For derung mehr wie jemals, und wird lerne ganze Autorität, dieselbe durchzusetzen, anwenden. Der Präsident hatte am Samstag Abend mit Gen. Sherman, General-Anwalt Willi ams und dem Sekretär Nobeson eine lange Unterredung, in welcher die New-Orlea»jer Sachlage besprochen und energische Maßre geln vorgeschlagen wurden, weiche der Präsi dent billigte und welche man wahncheinlich vor dem Ende dieser Woche anwenden wird. Die Administration begreift nicht, warum Hr. Kellogg nicht die Hülfe der BundeStrnp pen beansprucht, da inan ihm, während der Abwesenheit der Legislatur, das Recht dieser Hülfe zuspricht. Es heißt, daß er das volle Recht habe zu entscheiden, ob die Zustände der Gesellschaft das Dazwifchcritreten der Armee nöthig ma chen, und daß er irgend eine Hülfe, falls er sie verlangen follie, wenigstens foweir die Macht des Präsidenten reicht, sicher erlangen könnle. Bis eine solche Forderung Seitens Kellogg's gemacht sei, was, wie man hofft, biunei'Kurzem geschehen wird, wird der Präsi dent irgend welchen energischen Eingriff un terlassen. sollte jedoch diese Hülfe verlangt werden, ist der Präsident bereit, eine durch aus nicht mrßzuverflehende, die Bürger Lou isiana'« zum Frieden ermahnende Botschaft, worin die Anhänger der McEncry'jchen Re> gie-urig aufg'forvert werden, sich ,u zer streuen, und rn welcher der Präsident bestäti gen wird, daß er. falls es nöthig fein sollte, den Kellogg mit der ganzen bewaffneten Macht des Landes unterstützen wird, abzusen den. Sollte es nöthig sein, so würde jene Botschaft von ernem Besehl, welcher sämmt liche zur Disposition fuhende Truppen sich dem Gen. Emory in New-Orleaus rappor tircn heißt, begleitet werden. Oben ausge sprochene Wahrscheinlichkeiten werden von dem General-Anwalt Williams vollkommen gebilligt. Si. Lo ui s, 11. Mai. Eine gestrige Depesche von New-Orleans meldet, daß drei Baiter>e'n uvd vier Eomp.lnfanterie morgen indem Lager auf dem „Auunciation-Square" eintreffen werden, welche die BundeSlruppen am Red - River , die gegen die Aufrührer in Grant-Parifh geschickt wurden, verstärken sol len. In jener Gegend herrscht große Aufre guug. Die Berichte, daß die Cholera ausgebrochen sei, bestätigen sich nicht. Die Fusionlsien wollen ihre Thätigkeit erst wieder beginnen, wenn sich der Eongreß ver sammelt. Der Krieg gegen die ModocS. Lavaselfen, lu. Mai, via Ureka, 12. Mai.—Am 9. d. M. zog eineExpedilion ans, um die Leichen von Lieut. Erauston und den vermißten Soldaten zu suchen. Diefelbe be stand aus den Batterie'« A und K vom 4. Art. - Regt- und den Comp. E und G vom 12. Inf. - Regt. ' Der Zwccf der Expedition wurde insofern vereitcli, indem die Leichen nicht mitgenommen werden konnten, weil sie schon zu stark in Verwesung übergegangen waren. Die Soldaten beerdigten die Todten an Ort und Stelle und bezeichnete» die Grä ber mit de» Namen der Gefallenen. Gen. Davis wartet jetzt aus Nachrichten von Eapt. Hasbrouk, welcher die Itodocs ver folgt. Gencral-Jnfpcktor Hardee begab sich nach dem Fort Ksamath in Oregon, um zu erfah ren, wie die Indianer in jener Gegend ge stimmt sind. Dem Hülfs-Wundarzt Semig mußte ge stern ein Bern amputiil werden. San Franzisco, 12. Mai. Morgen g llyr traf ein Eourjer in Zreka' ein, welcher berichtet, dag es zwischen den Modocs und Eapt. Hasbrouk'S Eommando zu einem Gefechte gekommen ist. Die Modocs wurden in die Flücht geschlagen. Labett, 7. Mai, via Dreka, 9. Mai. Heule machten die Modocs einen Ausfall, um einen Proviantzug anzugreifen, der von dem unter dem Namen ..das Eiland" bekannten Lager zurückkehrte, wohin die Commissariats- Vorrälhe gebracht worden waren, welche frü her an der Südostecke des Tnle-See's auibe. wahrt wurden. Die Indianer erbeuteten elf Maulth'ere und drei Pferde. Sie verbrannten drei Fuhrwerke und verwundeten drei Solda ten der Eskorte. San Fra nzi Sc o, 10. Mai. Eine Tcpciche von Ureka fagt, daß die Modocs aus dem Pedregal entwifcht sind und nun nach dcr Goose - Lake - Gegend fliehen. Die Warm - Spring - Indianer und einige Kund schafter folgen ihren Spuren. Sechs Männer von Meka verfolgen die Spur des „Boaus- Charley." Et. Louis, ist. Mai. Zehn Compag nie'n des Infanterie-Regiments, gegen 50» Mann, unter dem Befehl des Oberst Flint, find von Little Rock gestern Nacht hier ange kommen, und mit der Eisenbahn nach Omaha gegangen. Obeist Fliut hat Befehl, sich bei Gen. Oid in Omaha zu melden; man ver muthet aber, daß scineTruppenuach demLaii de dcr Modocs bestimmt. Vermischte Depeschen auS SesternAdend waren alle Epiethöllen in der Stadt geichtos, en^ mann und Ltheder Samt. L. Mitchell. Altxrl Nicolai!, ein Malier in der Wallstraße, Brände. Tincinnali. 12 Mai. Manville ?arr's Mahimütiic Vertust klü.ouv. Versicherung Ha N s x. Whitney, L. Michaels'und lialiwitz ad. iver tust jtvv.vllV. TelcqravlnscdrS AUcrlei. Lokalberichte au» Washington. Washington, 12. Mai. Der an der D-Straße wohnhafte Deutiche H. Krön berger versuchte sch gestern Morgen um s Leben zu bringen, indem er Landanum zu sich nahm. Die Aerzte Boarman und Dr. Leach wurden herbeigerufen und retteten ihm durch Anwendung geeigneter Mittel das Le. beu. —Die Bierbrauer I. Kozel, Heirich und Ritter wurden heute vom Hülssmarschall des Kreisgenchics verhaftet. Sie sind angeklagt, den2l. Ahjchnilt der am K. Juni 1372 erlas senen Akte niit Bezug auf die Führung der Geschäftsbücher :c. übertreten zn haben. Sie wurden vor Bundes-Commisjär Muisi> ge bracht, welcher sie unterje Hl5OO Bürgschaft stcllte. Vermischte Berichte. Ueber eine eigenthümliche Hochzeit in den New.H orker Tombs berichten die dortigen Blätter: „Bor drei Jahren ver lobte sich Conrad Denker in EUguth iu Sach sen mit der Jungfrau Math. Hammerskamp, kam bald daraus nach Amerika, um seinGlück zu machen, wurde aber vor ungefähr dreiMo naien in Rivinglonstr. auf die Anklage ver haftet, einen Diebstahl begangen zu haben und in den Tombs eingesperrt. Bis jetzt hat er den Distriktsanwalt noch nicht dazu bringen können, ihn zu prozeisiren. Seine Freunde in Deutschland schickten ihm Geld und seine Braut kam am Dienstag in New- Uork an. Am Donnerstag stattete sie dem Warden Johnson in den Tombs einen Besuch ab, Denker wurde in das Berathungszimmcr gerufen und, nachdem das Paar sich begrüßt hatte, beschloß es, sich trauen zu lassen. Der Pastor Schäfer von dcr Five-Points-Mission wurde aus Freitag Nachmittag 3 Uhr bestellt und zur festgesetzten Zeit erschien auch die Braut. Die Trauung wurde vollzogen, dcr Gatte küßte sein junges Weib und ging dann in feiileZelle zurück. Aeiue Frau ist Zammstag nachDeutschland zurückgekehrt.—Die scheint's nothwendig gehabt zu haben, Frau Denker zu werden. In Bell ev il le, Jll., ist vor Kurzem JameS Lang von seinem Schlaskameraden Johann Selinzer unter folgenden Umständen ermordet worden: Beide waren Arbeiter in einer Nägclsabrik un» wohnten in dem Hause des Joh. Randegger, des Stiefvaters des Selinger. Lang hatte bis vor etwa drei Wo chen in dem Hause der Frau McLowell ge wohnt und war dann in das Randeggei's ge zogen, welcher ihn nicht sehr gern in seinem Hauie aufnahm. Der Ermordete hatte näm lich vor Kurzem die Absicht geäußert, Therese Seluiger, eine Toch-er Randegger S und Schweilers Johann's, zu heira'hen, Der Stiefvater hatte seine Einwilligung nicht dazu gegeben, weil Lang dem Trünke ergeben war und außerdem eines veckrüppcltenArmes wegen nicht im Stande gewesen wäre, seine Gattin zu ernähren. Trotzdem bestand dgs intime Verhältniß zwischen dem junzenMad chen und Lang weiter fort und der Letztere gab die Hoffnung nicht.aus, Therese binnen Kur zein zu heiraihen. Dieser Umstand scheint die Veranlassung zu der Thar gewesen zu sein. Joh. Selinger wußte, daß seine Schwester Lang wahr unv innig liebte, er kannte ihren Charakter, welcher dafür garantirte, daß sie nie einem Andern ihr Herz schenken und trotz des Widerspruchs ihres Stiefvaters und ihres Bruders Laug heiraihen winde. Dazukam, daß Gerüchte im Umlauf waren, wonach das Verhältniß zwischen Therese und ihrem Ge liebten mehr als ein intimes sein sollte. Joh. hörte dies, was den schon ohnehin sehr auf geregten Mann noch wüthender machte und ihn aus den Gedanken brachte, Lang zu er morden. Am Sonnabend Morgen begab sich lah. seliger in Begleitung seiner Brüder Jakob und Ferdinand und Lang's nach der Wohnung seiner Tante. Einige trafen ihn im Laufe d?s Nachmittags, zu wel cher Zeit er stark angetrunken war. Lang kam gegen S Utir nachHause und legte sich zu Bett. Gegen 11 Uhr trat Johann in dasZimmer sei nes Stiefvater», theilte ihm die Gerüchte mit, die über das Verhältniß seiner Schwester und Lang's im Publikum cursirten und fragte ihn, was er darüber denke. Dann begab er sich nach dem Zimmer Mike Boland's welcher gleichfalls in dem Hause Randeggei's wohnte und verlangte Puloer von ihm. Es war un fähr kurz'nach 11 Uhr, als die Bewohner des Hauses einen Schuß im Zimmer Lang'H hörten. Sie eilten hinauf vM fanden den Unglücklichen fiN schwimmend in sei nem Bett liegen. Der Schädel war total zer schmettert. Lobann hatte dem Schlafenden die Mündung des Gewehrs auf die Stirn gesetzt, dasselbe abgefeuert und baun mit Hurücklassung der Waffe die Flucht ergrif ft-. ' Die „W ai- ms pr i Ii g" - In d ia - > ner, die bekannten Bundesgenossen der Bun deSiruppcn im Kriege gegen die Modocs, werden als große Männer geschildert, qon deuen viele über sechs Fuß hoch sind. Sie gehorchen ihrem Fuhrer Donald McKay und ihren Uaterhäuptlingen unbedingt. Ihr Oberhäuptting ist Durnata, der sich in Umatilla befindet, >yo fein Stamm ungefähr 4«) Köpfe zahlt. Die Abthei lung, welche sich bei den Bundeslrup. Ven befindet, zählt 50 Krieger, welche Pferde und Packmaulthiere mit sich führen. Donald McKay, der sie anführt, i» einMann von 37 Jahren. Sein Vater war ein Schotte, derzu den ersten Ansiedlern amColumbia-River gehörte, seine Mutter eineJndianerin aus dem Norden. Er ist unter den Weißen erzogen worden, und obwohl er Sprache, Sitten und Kriegführung der Indianer genau kennt, ist er doch durchaus cioilisirt. Ueber die Züchtigung eines rohen Tcmpeienz-Fanatikers durch eine von ihm be leidigte Wittwe, wird von Elmwood, Jll., berichtet: „Ter Wirth LeSlie, ein höchst ehren iselther Bürger, starb zum tiefeil Schmerz seiner ihn innig liebenden Frau, und sie liejz ihn anständig begraben. Nun wir LeSlie le diglich feines Geschäftes halber ein Dorn im Äuge eines eifrigen Temperenz - Predigers, Namens Frazel. Der schöne Sarg, in wel chem die Leiche des Verstorbenen zu Grabe ge sührt wurde, gab dem Bruder Fiazelein Aer gerniß und er nahm Gelegenheit, in seiner nächsten predigt von diesem Zarge zu spre chen als „erkaust mit den Thränen und Seuf zern der Familien von Trunkenbolden." Frau Leslie, die vou diesen herzlosen Aeußerungin hotte, beschlaß das Andenken ihres Gatten rächen. Sie lauste sich daher eine tüchtige Hundspeitsche, paßte dem Herrn Pastor aus und es gelang ihr, ihn in einer Apotheke ;>i erwischen, gerade, als er idu slom!tcl>'z sake heimlich hinter der spanischen Wand sei nen Morgenbitteren nahm. Rechts u. Link» fielen die Hiebe über das glattrasirte Gesicht und über den wohlgepslegteir Bauch, über die zarten Hände und auf den Rücken des armen Sünders, der froh war, als er endlich durch eine Hii'terthüre entschlüpfen konnte. Die Sache erregte großes Aufsehen in Elmwood, und die öffentliche Meinung sagte: Frau LeSlie ist eine brave Frau und hat Recht ge than. Die liebe Jugeul» namentlich halte ihre Freude an dem Strafgericht, und am Abend des ZüchtiguugStages waren die Straßen von Elmwood von Frendenseuern erleuchtci. Brand st iflulig, Mord und Selbstmord in Philadelphia. Jerry White, in einer Familienkaserne in Newmarketstr. wohnhaft, fetzte am Samstag Abend ein Vett >n Brand, durchschnitt einer im Hause sich aushallenden Kostgängerin die Kehle, was er zuletzt auch an sich selbst voll zog. Beide starben; die Flammen wurden gedämpft, ehe sie erheblichen Schaden anrich ten konnlen. Das Erdgeschoß deZ Gebäudes, in welchem die Greuelthat verübt ward, beiutttt I. Koll mann zu einer Bäckerei. Die ober» Räum miethet. AIS der Feuerruf erscholl, lief KoU maiiii mit seinen Gesellen hinaus, welche die Thür zur Dachkammer verschlossen sanden. Dieselbe ward gesprengt. Der Maiin White lag mil durchschnittener Kehle aus dem Fnß> bo?en und die Frauensperson mit gleicher Verwundung aus einer hrenneuden Stroh malratze, welche aus dem Schrägen herausge fallen war. Ein aufgefundenes Portrait gab Aufschluß über die Unbekannte; es warMcuy Bracken, dereu Mutter in Claik's Avenue wohnt. Das Mädchen war als anständig und ehrsam bekannt und geachtet. White war Kesselschmied und Schuhmacher vonVrofefsion. Man vermnihet, daß White das Mädchen in jene Wohnung gelockt und versucht habe, sie zu schänden. Es muß ein witthcnder Kampf auf Leben und stattgefunden haben. In der Unten Hand des Todten war ein Büschel Haupthaar des Mädchens; der Daumen der linken Hand desselben war abgeschnitten, wäh rend White's Gesicht furchtbar ze> kratzt war. Eine im Hanfe wohnende Frau Brown sagt, daß sie kurz vor zehn Uhr White in seinem Limmer laut habe ipiechen hören, doch glaubte sie, er führe wie öfters in der Betrunkenheit Selbstgespräche. Spater hat die Brown ei nen schwere» Fall vernommen, worauf auch bald der Ruf „Feuer" erscholl. While hat ohne Z'veifel einen Schändungsversuch ge macht, dannßrandstistung, Mord und mord verübt. Er ist ein Mann von 42 Jah ren, der feine Familie in größter Dürftigkeit verlassen hat, wie bei ihm gefundene Briese seiner Frau beweisen. Vor einigen Jahreu hatte er zweimal kleinere Geldsummen ge sandt. Frau Rose Bracken, die K 0 jährige Mutter des ermordeten Mädchens, sagt, daß White vor fünf Jahren ein Zimmer in ihrem Hause in Newmarketstr. bewohnt habe. Als st? dort auszog, blieb er zurück, und nie ist ihm spä ter wegen seines bösen Charakters erlaubt worden, ihr Haus zu betreten. Sie wußte, daß Whiie verheiratet war; die Tochter ver ließ am Samstag Abend du« Haus, als die Mutier nicht zu Hause war. Sie mußWhite's Verlockungen nicht haben Widerstand leisten können. Mary arbeitete als Näherin in ei nem Kappengcschäfte und Halle erst am 13. Oktober v. I. ihr siebzehntes Jahr zurückge legt. Als die LeiHe gefunden wuroe, fand sich das rechte Bein bis zum Knie hinauf ver kohlt. Mary soll ein durchaus ehrbareSMäd chen gewesen sein, während White, der die Familie überall hin verfolgt zn haben schien, ein notorischer Raufbold war. Die gestern abgehaltene Lelchenschan ergab, daß das Mädchen von While in das Ziinmer gelockt worden war und daß er sie ermordete, nachdem sein Versuch, das Mädchen zu ver sühren, fehlgeschlagen war. Eine der Wirkungen des' option l-r>v" in Pennsylvanren, wo in einem County geistige Getränke verboten, im ande ren aber erlaubt sind, ist der s. g. „Local Op tion Train" auf der „Cumberland-Valley- Bahn." Die Durstigen von Cumberland- County benutzen nämlich den um 10 Uhr NachtS in Harrisburg aukommeuden Zug, welcher daselbst anderthalb Stunden liegen bleibt, um sich „nach des Tages Last und Hitze" Einen zu kaufen, und kehreu zu mit ternächtiger Stunde gestärkt wieder heim. Dieser Zug, welcher aus diesem Grunde den Namen „Local Option Train" bekommen hat, soll allnächtlich außerordentlich überfüllt sein. «. In Chicago beging der Deutsche I o- Hann Baptist Kist Selbstmord. Er war etwa 40 Jahre alt und seit etwa einem Jahre von feiner Frau gefchieden und lebte durch eigene Schuld in trostlosen Verhältnissen. Kürzlich verheiratete sich seine srüheie Gattin anderweitig, und dieser Schritt scheint ihm vollends den moralischen Boden unter den Füßen weggezogen zu haben. Am letzten Mittwoch erklärte Kist einer im Hause woh nenden Frau, daß cr sich eine vortreffliche Ar zenei geholt hätte, dann ging er nach seinem Zimmer, wo cr andern Tages todt gefunden wurde. In der Näh: der Ferry bei West-B a toli - Ronge (Louisiana) wurde kürzlich ein deutscher Haiisirer von Negern ermordet und beraubt. Der Ermordete war ein Jude, und .wurde von der jüdischen Wohlthätigleiisgefell ichaft in Baton-Ronge anständig beerdigt. Die Thäter konnten sich ihres Raubes nicht lange erfreuen; schon am nächsten Morgen wurden vier Neger auf Veracht verhafte!; nach kurzer Untersuchung wurde einer dersel ben entlassen; die drei anderen aber, noch im Besitze ihres Raubes, wurden von den er grimmten Bürgern ohne viel Federlesens am nächsten Baume ausgehängt, Z. Nordwest S>te der Prall-und Ba ditr^ge.^ Itr. K. - Sldwlnn'S r!olal. »er itaroline- undL» k, Slr»ß.e. IS. Nr. ZLeZ-Lesirgionftrakc. 8 Uhr nach der Slacr- Lono-niion offin. Zin Äuslragc des Exekutiv andere, und wir garanllrca'Ailcs, W.I» wir jur d>e lrlve beonlpruivcn. ... vunderie werden jetzt hier in der Stadl gebrauet. Man lomme und ,eyr sie in unserem Verkaiii?, Lokale l Nur zu haben bei , Z. Wcatherbyk Söhnen, Nr. I t und 4Ä, Nord - Libertystraße. (Sprit S6.IMW Nummer 11^. Neue Anzeigen. Union- Bänk - Ge lcll schalt der «tadt Baltimore. Bureau (Neyuvlds L 5 Savin) : i)ir. 21, Soulhstraße. Obige Gelellichnst (kürzlich incorpoiir!) i»i jetzt Ä. P. Retinoids. 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