Newspaper of Der Deutsche Correspondent, May 13, 1873, Page 4

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated May 13, 1873 Page 4
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Teutsch? ssorrrspouden; Baltimore 1-5. Moi Stadt Baltimore. Wetteraussich ten.—Heute fallendes Barometer, südwestliche Winde und niedrige Ti-mverattir. tl'e'ln'eiie bcwölltcrHimwtl und an einigen Stellen Regen. Anss u h r. Nach ausländischen Häfen segelten gestern von bier ab: die Baike „Ada I. Bonner" mit 7K4 Tonnen Kohlen nach St. Thomas; die norwegische Borte „Alpha" mit 2544 Scheffeln Mais nach Coik in Jr land; die enqliiche B:igg „lorian Belle" mit 43,080 Gallonen Maschinenöl nach Bre men. Ankunft des Dampfers „D. I. Fole y,"—Gestern lias dcr Dampser „D. I. Foley," Capt. Price.von dcr Baltimore-Wil. iningtvner Linie, mit 776 Fässern Harz, 340 Fässern Terpentin, l! Hassern Pech und 81,000 N»ß Nutzholz von Wilmingion, N.-C., hier ei«. des DampserS „Sara, goss a."—Der Dampfer „Saragossa," Capt. Hooper, traf Sonntag Abend von Savaniiah, Ga.. hier ciu. Er brachte folgende Passagiere: F. I. Survey, Thomas Bceman, Maria Johnston, Charles L. Newell und Frau S. Gibwn und nachstehende Ladung: 600 Bal. len Baumwolle, 5 Kisten Taback, 11 Ballen HanShaltSariikel, 92 Ale - Fäßchen, 1 Stück faß Wein, 156? ditto Reis, 1 Oxho't Blät tertaback, 25 Kisten Kaufmannswaaren, 4 Ballen Vanille, 30 Packete Kaufmannswaa ren, 13 Stücksässer Thon, S Fässer Gemüse und 5000 Faßdauben; die Ladung ist an fol gende Firmen consignirl: Jas. B. Andrews, G. W. Gail Sc Ax, English K Comp., C. Sidney, Norris K Comp., Gebr. Strauß, M. Hoon, W. Mitchell, Z. F. Williams, W. Bond 6c Comp., «. Grünwald, Arm strong K Hoptins, Gebr. Sinclair 6c Comp., Frau R. Boaz, C. R. Gcodwin, Mordecai Baldwin 6c Comp., Jakob Sceger, G. H. Bolenius, Gebr. Faust, Edwin Aker, C. Bonney und C. Lipps. Ankuiist des Da m Pfers „Black sl o n e." Gestern srüh »ras der Dampser „Blackstone," Tapt. Hallctl, von Boston hier ein; er brachte 744 Packele Kaufmaiinswaa re», wovon 2l für Malepeace 6c Comp., 7 'ür Wheelwright, Mudge 6e Comp., 1 für «shase, Stewart K Comp., 10 für E. Larra liee 6c Söhne, 2 für C. Basshor 6- Comp., 1 für Baldwin 6c Cugle, 1 sür Geo. Appold 6- Söhne, 1 sür Jenlins 6c Stoylor, 270 für Smith, Dixon Ä Comp., 4 sür Tbomsen, Lilly 6c Comp., 2 für Gebr. Moore, 63 für Gilmor 6c Gibson, 2 für Darby 6c Comp., 44 sür W. Wittens Ä Comp., 4 für Wüh. Knabe 6- Comp., 29 für Hiogins, Cobb 6c Comp, und 300 sür mehre«e Firmen. Beginn des Mai-Termins. (Die Gefchworencii'-Collegien.) Generu begann in »." non'chiedencn städtischen Gerichte hösen der Maitermin. »seluiinal - Gerichte berichtete Scheriss Ges. P. Kane folgende 23 Großgeschworene für den Termin een: John T. Ford, Geo. W. Bändel, James McNea!, jun., Edward W. Robinien, G. S. Grifsilh, jun., George W. Webb, John W. Gal», Charles H. Mer cer, Jamis H. Milliken, W. S. Anderson, Emelius Adams, I. E. A. Cunningham, Thomas Kelly, Hiram Spicer, ChrislianEm. Illerich, Edward Norwood. Thos. G. Scharf, Job» W. Watlins, Samuel Jackson, David Cushing, jun., Samuel Bilson, A. P. Burt und I. Greer Boggs. Das Gericht wählte, dem Vorschlage des Scherifss solgcnd, Hrn. John T. Ford zum Obmann aus und eitt ließ die Herren bis heut?.—Für die ersten drei Wochen des Maitermins berichtete der Sche riff 25 Kleingeschworene ein, von denen die HH. Thomas"Mcüowbray, James Ensor, Geo. Alnutt, B. R. JenningS und Gustav Burger angeuommeu und bis Tonnerstag ent lassen wittden. Zugleich erhielt der Scheriss die Weisung, Behufs Comvletirung dieses Collegiums auf heute früh 10 Uhr weitere 50 Dienstpflichtige vorzuladen. Ehe die Großgeschwvreuen, deren Vereidi gung in 15 Minuten bewerkstelligt war. beiin gmgen, hielt RtchlerGilincr an sie eine längere Ansprache, in welcher cr seine Befriedigung über die Zufammenfetzung ihres CollegiumS aussprach und sie auf gewisse Vergehen und Verbrechen, wie das Halten von Spielhöllen u. f. f., besonders aufmerksam machte, wo bei er dcr Art und Wcise gedachte, wie diesel ben zu ihrer Kenntniß gebracht, und wie dar' über zu verfügen sei. —Die Kleingeschworenen für die erste drei wöchige Abtheilung des Maitermins imCom inon PleaS-Gerichte wurden gestern ausgerufen irnd bis Mittwoch entlassen. Es sind die HH. Zoh. C. Wartmann, Georg Schilpp, Georg Stevenson, Viktor Cluuet, Benjamin F. Amos, Bernhard Kelly, John E. Rochfort, Henry Fultoii, Robert I. Davidson, ThoS. I. Lambden, Wm. H. V. Smilh, Wm. R. Marfhall, Wm. Wright, Frank S. Smith, Jakob Etchberger, Larl Treulieb, Robert Little, fen., Hermann Vorsieg, JeremiaSKen »ky, jun.» Thomas Sheppaid, Larkin Ha milton, Friedrich Reiioff, Henry Clark und T. M. WecmS. Baltimorer Sterbe-Tabelle. Verflossene Woche wurden aus Baltimore 136 Personen, 72 männlichen und 64 weiblichen Geschlechts, worunte 38 Farbige und 9 Todt geborene, beerdigt; 1 mehr, denn en der Vor woche, 27 weniger, als in der Parallel-Woche von 1872, gerade so viel, wie in der correspon direnden Woche von 1871, aber resp. 5, 19, 38, 46 und 38 wehr, als in den entsprechenden Wochen von 1870, '69,'68,'67, und '6V. Es waren 26 noch kein Jahr, 11 zwischen I und 2, 7 zwischen 2 und 5, 3 zwischen 5 und ?0, 7 zwischen 10 und 15, 8 zwischen 15 und 20, 9 zwischen 20 und 30, 14 zwischen 30 und 40, 10 zwischen 40uud 50, 15 zwischen 50 und 60, 12 zwischen 60 und 70, 11 zwischen 70 und 80, 3 zwischen 80 und 90 Jahre alt. ES star. ben je 1 an Amputation, Engbrüstigkeit, Vright'schemNicrenleiden, Unsall, Flecificder, Blutandrang nack dem Hirne, ditto nach dem Uaterleibe, Durchfall, Gicht, Leber», Magen- Entzündung, Gelbsucht, organischem Herzfeh ler, galliger Lungenfell-Entzündiing, Skro pheln, Blasenstc»!, Selbstmord , Mund schwämmchen nnd Geschwulst; je 2 an Ent kräituug, Diphtherie, Rose, Unterleibs-, Luit genfellentzündung, Rheumatismus u. Keuch huiten; ie 3 im Wochenbett, an hantiger Bräune, Catarrhal-Fiebcr und RückgratSlei. den; je 4 an Krämpfen, Wechsel-, Scharlach-, Nervensieder, Lähmung, Blattern und Zahnen; 5 an Hirncntzündung; 6 an allge. meiner Wassersucht; 8 an Altersschwäche; 11 an Lungm-Entzündung; 20 an Auszehrung. Bei 3 Erwachsenen und 10 Kindern blieben Z>ie Todesursachen unerurillelt. JmVergleiche mit der voi vorigen Woche, in welcher 7 Personen der Blatternseuche zum Opfer fielen, hat sich in letzter die Zahl der tödtlichen Blatternfälle um 3 vermindert. Bon den 4 von den Blattern Hingerafften wurden zwei im Alter von refp. 34' und 18 Jahren nach Weisung der Sanitätsbehörde auf dem Armen-Friedhofe beerdigt; es waren Washington Booth und Roben Hall, zwei Schwarz. Außerdem starben daran das 11- jährige Negermädchen Sarah Hill und der 32 Jahre alte Weiße Wm. Wrizht, der auf dem Gottesacker der „hl.Kreuz-Gemetiide" beerdigt wurde. Dem Fleckficber (meuiriAiti» cerebro kpillklis) erlag die 19 Monate alte Anna Mc- Langhlin; der Bright'schen Nierenkrankheit die SO Jahre zählende Georgiana Blackburn; an einer Amputation starb Thomasßichards, «in Mann von 38 Jahren. Berichtigung. Die in der Jakob Meijel'fchen Wirthschaft in 115, Eastern-Ave., am Sonntage erfolgte Kohlen öl-Explosion halte nicht darin, daß Frau Meisel statt des Elsigkruges ein Oelgefäß ergriff, ihre Ursache, fondern Hr. Meisel Holle von seinem Speze reibändler Essig, allein dieser hatte sich ver. griffen, und als Frau Meisel Essig aus's Fleisch zu gießen glaubte, war es Kohlenöl, das sich im Nu entzündete. Der Durchbruch der AiSquith firaße. Jm zweiten Rathszweige lies Hr. Mills gestern denßeschluß auf, daß derStadi- Cvlleklor die Einsammlung derßesteuerungeu für den Durchbruch derAitquithiiraße hinaus -schiebe. Hr. Ford offerirte ein Amendement, !>as dahin ging, die Zeil dcr Collektirung bis zum 4. März 1874 hinauszuschieben. Das Amendement wurde angenommen und die Verordnung Passirte. DerDurchbruchderJohnstraße. Hr. Towfon vom Comite für Mittel und Wege berichtete gestern im ersten Zweige des Städtrathes einen Beschluß, sämmtliche Giundeigenthümer nördlich und westlich von der Eathediaillraße von den Besteuerungen den Durchbruch derJohnflraße zu befreien. Angenommen. >2. i n Prvte st. — Hr. Ford reichte gestern im zweiten Rathszweige ein Schreiben von H. W. Clark n. A. Em, welche dagegen pro kfttren, dag der deiiischenMethodisttnkirche an derPcnniylvania-Ave. die Erlaubniß gcwährt nicrve, ihre Baulinie bei der Pennsylvania 9l»v. und Moshrrjlraße auszudehnen, llebe» tv!«stn. Achthundert Dollars pcr Jahr ist nach den Berichten unieres leyteu Zensus das Durchschnittseinkommen eines jeden Bcwoh ier« dieser Republik-vom Greise herab bis zum Kind in dcr Wiege. Arbeiter verdienen, wie eS da heißt, Einer wie der Andere, und alle zusammen genommen KlOOO, salairrrte Personen »5000 und die gelehrten oder soge lianulen „ prcftlsionellcn" Beriisszwelge tztSOO. Die Ver. Staaten zeichnen sich An gesichts solcher statistischer Falias vor aUen I'äntcrn der Erde auf's Vcrrheilhafttste an?. DieCorreipoiiteiizkarlcn, welche jetzt eingefühlt weiden, düisiu -n folgender Wctse als Quittungen u. s. w. benutzt wer d«. Wenn dieselbe!: No.izen von Rechnun jj.u »gl. ii.lhatle-1, durch die Post ver- schickt !!-d i>7» l!'b?nuckln- ge macht Ivnr.>>s> la, in te st', .i tt d' lii Worte ' veisehe.i, das jedoch mir Ty pen oder mit einem stemvel ausgedrückt fein muß, mit einer 1 Cent-Marke frankirt, wie derum an die Adressaten »urückgelendet n»r den. Diese Maßregel wird vielen Gesell schaften bei Einsammlung ihrer VereinSgel der von großem Nutzen sein. Correipondea;- kartev dürfen unier keinen Umständen von den Postbüreaux zu einem Rabatt an das Publikum abgelassen werden. Persona l-K oiizen. In Folge sei ner Ernennung zum städtischen Geheimpolizi sten hat Hr. James Nugern als FriedenSiich ler der 16. Wa-d dem Gouverneur Whyte seine Resignation eingeschickt. Mrt dem Zustande des Hrn. Frederick Pinkney, Hülss-StaatS-AnwalteS von Bal timore, der seit einer Woche aus dem Landsitze seines Freundes, des Schauspielers John E. Owens, in Baltimore-Courtty gefährlich er krankt darnieder liegt, halte es sich gestern nach dem Ausspruche seiner Aerzte bedeutend gebessert; aber noch ist richt olle Gefahr be seitigt. Hr. Pivkney steht bereits im 68. Le bensjahre. Die förmliche, durch den Marklschreiber Hrn. McGowan angeordiiele Eröffnung der Mon ta gs -Gesch ä 112 te des Centre- Marktes fand gestern früh 7 Uhr mit Pari ken und Trompeten statt. Ein aus sieben Mann bestehende« Mufrlcorp» zog unterßor antritt'eines Negers,'.welcher ein große«, die Eröffnung des Montag» - Marktes ankündi gendes Plakat trug, durch die verschiedenen Straßen und zog durch seine Weisen deSPub ltkuuis Ausmeiksamkeit aus deu Inhalt deS Plakates. Dic Verkäufer, vor Allem die Fleischer, hatten sich ziemlich zahlreich einge stellt; ebenso mangelte es an Käufern und Käuscrinnen nicht. Im Allgemeinen kann mau die Einweihung des Montags in die Markttage des Centre-Marktes als erfolgreich bezeichnen, wenn auch die von derselben wohl noch nicht hinlänglich unterrichteten Höker und Gärtner vom Larde nicht in der gewünschten Zahl sich eingefunden hatten. DasSchlachihans an der Ehe st erslraß e.—Jm ersten Rathszweige reichte Hr. Streever eine Petition von D. R. Cleve land uud Anderen ein, welche gegen den Fort bestand eines Schlachihanses an der Ehester straße Protest»en. Uebcrwiefen. Dcr Verkauf gesalzener Fiiche aus dem Centr e-M arki e.-Hr. Ha» desty unterbreitete gestern im ersten Zweige des StadtratheS eine Petition von E. W. Atbaugh u. A., welche um den Widerruf dcr Perordnung, die den Verkauf gesalzener Fische iu dem Fi'ch-Departement des Centre-Mark tes untersagt, nachsuchen. Ueberwiesen. Die Araber in Bayview. Diese unglücklichen „Kinder der Wüste" verdienen, wie aus Untenstehendem hervorgeht, sicher das Mitleid eines >eden Menschenfreundes. Als sie, fast nackend, nach dem östlichen Stations hause gebracht wurden, hatten sie bereits seit vielen Stundeu keine Nahrung zu sich ge nommen, da sie ohne irgend welche Geldmittel hrcr landeten. Polizist Wm. Connolly von der Rescroe-Maninchaft, der ihr Elend sab. bot alles zur Linderung desselben out, wofür die UnglUcllichen ihm bei'm Verlassen des Staliovshauseö ihreDankbarleit auszudrücken versuchten. Als Hr. Connolly am letzten Samstage offizieller Geschäfte wegen nach Baiview geschickt wurde, wo die Araber Nah lungsmittel »ud Kleider erhalten halten, wurde er von ihnen wiedererkannt. Fast außer sich vor Freude, umarmten ihn die Armen und zwei derselben versuchieu ihn sogar zu küssen, denn der Liebesdienst, den der Polizist ihnen erzeigt, hatte auf sie einen unvergeßlichen Ein druck gemacht. Seit ihrer Ankunft in Baiview ist es ihnen gelungen, ihre Leidensgeschichte in gebrochenem Französtch näher zu erörtern, sie sind die einzigen fünf überlebenden Mit glieder einer großen Anzahl Araber, welche alsl politische Gefangene von Algerien aus nach Franlrcich geschickt wurden. Vor ein Kriegsgericht gestellt (sür sie jedoch nur pro t'oi-w-e, denn Keiner von ihnen verstand die Sprache der Ankläger), wurden sie zu leben« länglicher Knechtschaft nach dcr Insel Cayennc (französische Straf Colonie) geschickt. Die Weiber, Kinder und Freunde der Unglücklichen erlitten das größte Elend; Einernach dem Andern wurde weggerafft, die Meisten starben schon in den ersten drei Monaten, während nur Wenige das Ende des ersten Jahres ihrer Strafzeit erlebten. Nachdem ihre Zahl durch Noth und Elend bis auf 5 zufammengeschmol zen war, entledigte die französische Regierung sich ihrer aus dic bereits am letzten Samstage von uns berichtete Weise. Eine Petition derZions-Ge meind e.-Im ersten Rathszweige ging ge stern eine Petition der Gemeinde - Vorsteher der Zionskirche an der Nord-Gaystraße ein. In der Petition wird um Rückerstattung von »5039.86 nachgesucht, welche Summe die Ge meinde zn verschiedenen Zeiten für die Durch brüche gewisser Straßen bezahlte. Ueber wiesen. Die Correktiou von Jones' Fälle n.-Henry Tyson'SForderu Il gen.— Hr. Conn vom Comite für Forde rungen reichte gestern im ersten Rathszweige einen Beschluß ein, ein Comite von Schieds richtern zu ernennen, welches die Forderungen des Hrn. Ty'ou bezüglich der Correktion von Jones' Fällen feststellen soll. Einer der Schied srichter soll der Mayer und einen anderen Hr. Tyson ernennen. Der erste Zweig nahm die sen Beschluß an und übersandte ihn dann dem zweiten Zweige. Dieser legte ihn, nachdem drr Beschluß dahin ameridirl worden war,daß eine Majoriläl der Schiedsrichter cnrschtlden soll, auf den Tisch. Der projektirte Square vor dem neuen Rathhause. Hr. Boyte reichte gestern im ersten Zweige des Stadtra theö eine Petition von C. Scott Payne u. A. ein, die um die Einrichtung eines öffentlichen Squares vor dem neuen Rathhause nachsu chen. Ueberwiesen. Das Conserenz . Comite der Schulbehörde reichte gestern durch Hrn. Conn eine Zuschrift im ersten Rathszweige ein, worin die Behörde mittheilt, daß gegen wärtig eine Anzahl Kinder, deren Eitern in Baltimore-County wohnen, die hiesige» öf fentlichen Schulen besucht. Gesährliche Pasiage. Als gestern Vormittag ans die nördliche Mauer des neuen Rathhauies ein großer Marmorblock empor gewundtn wurde, riß ein über die Druckerei der Gebrüder Kreuzer, Nr. 30, Northstraße, gehendes Leilseil den Schornstein um, dessen Ziegelsteine polternd ans'S Trottoir herab stürzten. Zum Glücke kam Niemand zu kör perlichem Schaden. A n kausvonwerthvollem Grund» Eigenthu in.—Die sich in FrederickSbnrg, Va., befindende Baumwollen-Spinnerei, wurde am vergangenen Mittwoch sammt ihrer Maschinerie und sonstigem Zubehör von Hrn. Levi S. White aus Baltimore für die Sum me von S23MO angekauft. Grundstück s-V erkäufe. Die HH. Adreou, Thomas K Comp, versteigerten ge stern Mittag auf der Börse das unbebaute Grundstück aus der Nordwest-Ecke der Eagle- Straße und Addison-Alley, 102 Fuß breit u. 225 Fuß lang, um SI6OO an Ellinger und Seldner; ferner Nachmittags an Ort und Stelle aas Grundstück Nr. 284, Johnsonstr., südlich von Fort-Avenue, worauf ein zwei stöckiges hölzernes HauS, eine einstöckige zie gelsteinerne Küche und ein hölzerner Stall stehen, um 5440 bei 52Z.50 JahreS-Grund ziuS an Georg Schulz'. AußerGesahr ist Hr. Moritz Wegsein von Nr. 537, West-Baltiinorestraße, der sich Sonntag srüh in „Euiaw-Straße" mit einem Rasirmesser eine Wunde am Halse beibrachte; er hatte die Jugular - Vene zum Glücke nicht getrosten. Auf einem Tische in dem von ihm gemietheten Gastzimmer fand man eine Karte mit den Worten: „Man schicke dies an Moses Reiter in Nr. 235, Lrxingioostr." Snnntag Mittag konnte er selbst die Hoteltreppe herab gehen. Jähes Ableben. Robert G. She» lock, 3ri Jahre att und in Nr. 185, Süd-Char lesstraße, wohnhaft, war» gestern früh ent seelt in seinem Schlafzimmer aozetrofsen,und zwar von einem Knaben, der in Geschäften mit ihm sprechen wollte. Als dem Knaben Inn Anklopfen Nichts half, fchaute er durch'S Fenster und sah den Mann todt auf den Die len ausgestreckt. Den vom Dr, Donavin zur Todtenschau einberufenen Geschworenen ge nügten die Aussagen der veihörten Zeugen nicht, weshalb sie sich bis heule früh S Uhr vertagten, wodann die Leiche einer Obduktion unterzogen werden soll. Man glaubt, der Verstorbene habe entweder absichtlich, oder aus Versehen Gist genommen. Er hat weder Familie, noch Verwandte in Baltimore. Binnen neun Monaten ist dies der dritte plötzliche TodeSsall in demselben Hause. Hr. Sherlock war ein Expreßwagen - Kutscher. Sonntag Abend, als man ihn zuletzt sah, war er betrunken. Gestern Vormittag gegen 9 Uhr wurde der Schwarze Moses Jaajän bei'm Aufhissen von Zuckercollis aus depl Kielraum? der Barke „Anna McNaim" an McElderry's Werfte jählings krank und begab sich auf den Heimweg; als er aus dem Marsh-Market- Space angelangt, verschlimmeret sich sein Zu. stand, sodaß er »asten mußte, und ehe man >jzn weiter schaffen konnte, war er eine Leiche; dies geschah etwa 412 Uhr. Im mittltren Sta tionshause, wohin man den Leichnam brachte, nahm Dr. Walker die Todtenschau vor, deren Wahlspruch auf „zufälligen Tod" lautete. Unfall. Bie Pferde der Feuerspritze Nr. 10, welche vorgesttlft jM von I. Kelly »ach einer Brandstätte gefahren viuxdx, wu» den wild, der Lenker wurde herabgeMeuvert und trug erhebliche LeibeSvcrletzuugeu da von. Töbllicher Ausgang. Pxr deut sche Schissszimmcrmanu Nikolaus vom Dampscx „Sellin," welcher vorige Wo che in einem Anfalle von Irrsinn sich zu ent. leiben versuchle, erlag zu einer späixa Stund^ d?r v?rzrst'!g'n in dem Spital? der ..Ma y änd?r Univ rsi>ät" seiner Ver'evung. Er ist bei Bremen zu Hause uni, hinterläßt eine Familie. Noch ein Land r u t s ch.-Am Freitage stürzte eine große Masse Erde und Steine in weit des Relay-HauseS ein, wodurch das Ge leise der „Baliimore-Ohio-Elsenbahn" ver schüttet ward. Während Samstag Morgen Aibeiler beschäftigt waren, das Geleise srei zu machen, erfolgte ein zweiter, fast ebenfo großer Erdrutsch. Man rcquirirte sofort eine größere Anzahl Leute, durch welche das Ge leise in kurzer Zeil für die zur Zeit noch nicht angekommenen Züge gangbar gemacht wurde, fodaß kein Aufenthalt entstand. Sch i 112 fsii n 112 all. (Der Steuermann ertrunken.)— Freitag früh sank in der Chesa- Peake-Bai der mit einer Ladung Mais von Baltimore nach Norfolk, Va., ausgelaufene Schooner »William Frazicr" uud rrß den Steuermann mit sich in die Tiefe. Der Ca pitän rettete sich mit der übrigen Bemannung in der Jolle, und ein vorüberfahrerides Fahr zeug nahm die schiff rüchigeu aus und brachte sie nach Norfolk. Beil eids b es ch lüsf e im Betreff des Ablebens des Oberrichters Chase. Hr. Kerr offerirte eestern im zwei ten Rathszweige folgende Beileidsbeschlüsse im Betreff des Ablebens des Oberrichlers Chase: „Beschlossen von beiden Zweigen desSladt rathes von Ba.timore, daß sie die Kunde von dem Ableben des Oberrichters Chase mit Be dauern vernommen haben, Beichlossen, daß die Nation in dem Richter Chase einen ihrer begabtesten Staatsmänner uud tüchtigsten Juristen verloren hat; Beschlossen , daß wir die Bedeutung seiner Verdienste vollkommen anerkennen und daß wir die gelreue Erfüllung seiner amilichen Wichten, sowie auch die Gewissenhaftigkeit, mit welcher er die Prinzipien dcr nationalen Regierung wahrte, wohl zu würdigen wissen." Nach einigen Bemerkungen des Hrn. Kerr wurden die Beschlüsse einstimmig angenom men. Selbst mor d. V ers II ch.—James Cis co, ein Negerdoktor im Alier von 6» Jahren, machte gestern srüh jll Uhr den Versuch, sich durch einen Sprung von HugheS' Quai iir's Bassin zu ertränken. Einige Arbeiter des Dampfers „D. I. Foley" zogen ihn wieder heraus und schafften ihn nach feinerLehaujung in Nr. 3, Clarlsoii-AUeq, wo Dr. Hill durch geeignete Mittel den Lebensmüden wieder zum Bewußtsein brachte. Binnen zwei Wochen ist dies de» Negers zweiter Versuch, sich durch Ertränken das Leben zu nehmen. Eisenbahn-Unfall. Der amFrei tag Nachmittag um Uhr nach dem Westen abgegangene Schnellzug wurde in derselben Nacht nahe MartivSburg, West-Ba., von einem Unglücke befallen, welches den Tod des Feuermaniiks Wm. Tice verucsachle. Wie es sweint, war man im Begösse, einen mit Schienen b-ladeneu Wagen auf ein Seiteuge leise zu bringen; ehe dieses jedoch geschah, sauste der Schnellzug heran nnd rannte in den Hinteren Theil des Wagens. Das Borderrad der Lokomotive wurde losgerissen, in Folge Dessen sie sich auf die Seite legre. Die »traft des Zusammenstoßes war derart, daß mehre:e Schienen von dem Wagen mit solcher Heftig keit gegen den Kessel der Lokomotive geschleu dert wurden, daß derselbe barst. Der Inge nieur Washington Shipley sprang bei der Collision von dcr Lokomotive ui einen neben dem Geleise befindlichen Bach und kam mit einer Fußverreukung davon, wäbrend der Feuermann nicht so glücklich war. Er wurde durch die LoUision iu den Kohlenwagen ge schleudert, wo er auf den Rücken zu liegen kam, und ehe ihm Beistand geleistet weiden konnte, war er so furchtbar verbrüht, daß seine Fingernägel abfielen, während seine Zunge buchstäblich gelocht war. Er lebte noch drei Stunden nach diesem Boifalle und starb unter den gräßlichsten Schmerzen. Der Unglück liche wohnt in Nr. 83, Fremoiit-Straße. Er hat keine Familie, da seine Frau vor ungefähr eiuem Jahre starb. Seine Ueberreste wurden gestern zur Beerdigung nach Ellicott- City, dem Wohnorte seines Vaters, gebracht. Aus Achtung vor dem Todten war gestern die Flagge dks Spritzenhauses der betreffen den Compagnie Halbmast gezogen. Verhaftung angeblicher Lade ndiebin ne n. Gestern kurz vor Mittag sprach Geheimpolizist Wm. P. Smith, zur unabhängigen Delekliv-Firma Smith, Pear son K West gehörig, in Baltimorestraße zwei gut gekleidete Frauenzimmer ,m Atter van ungefähr resp. 45 und 25 Zahlen aus gewis sen Gründen an und frug sie um ihre Namen; sie nannten sich Beide Elisabeth Werner, Mut ter und Tochter, und gaben Ztr. 129, Nord- Dallasstraße, als ihre Wohnung an. Zhr Aeuberes entsprach dem dem Geheimbeamten von dem Juwelier und Goldarbeiter Hrn. Si mon Janvwitz von Nr. 137, West' Baltimor e gegebenen Signalement zweier Per sonen, welche derselbe beschuldigte, ihn erst einige Minuten vorher bei Erkundigung nach dem Preise von Waaieu in seinem Geschäfte um eine werthvolle Äette bestohlen zu haben. Ohne großes Federlesen nahm Hr. Smilh die Beiden in Hast; kaum war dies geschehen, siehe, da warf die jüngere Arrestantin zwei goldene Keilen, die Hr. Janowitz in der Folge als sein Eigenthum ei kannte, in einem Ta schentuche unter eine vorübersahrende Kutsche. Vor Richter Hagerty im Lause des Nachmit tags eslortirt, wurde das Paar bis Somi' abend, den 17. Mai, nach dem Gefängnisse beordert, um dann unter der Anschuldigung, zwei goldene Halsketten im Werthe von K3O gestohlen zu haben, das Schlußverhör der Voruntersuchung zu bestehen. Inzwischen wird die Polizei dem von deu Beiden als ihre Wohnung Hause einen amtlichen Nachsorschuilgs-Besnch abstatten. Elisabeth Werner, sen., trug eine Tasche, in welcher man ein Papier mit dem Gesuche um einen Beitrag sür eine arme Wittwe mit sünf Kin. dern, die gern nach Louisville, Ky., zu Vei» wandten reisen möchten, entdeckte; waren aus der Subscriptionsliste gezeichnet. Man hält die Beiden für Diejenigen, welche feit einiger Zeit in verschiedeneu Stadttheilen Mildthätige geschröpft haben. Ehe sie in das Geschäft traten, hätten sie dem Larmour'lcheu uud dem Geo. W. Webb'schen Laden Beiuche abgestattet; sie trugen schu.-a.ze Kleider und Kanieelhaar-Shawls und sollen gemeiniglich sich eine Partie Waaren haben vorlegen lassen, worauf die Eine ihre Hand I mit einem grünen Schleier, die Andere mit einem Taschentuche in die Nähe der Sachen zu bringen gesucht haben soll. Bei ihrerVei hastung baten sie Hrn. Janvwitz demüthigst, nicht zu hart mit ihnen zu Versahren; auf die Beamten machten sie jedoch den Eindruck ge werbsmäßiger Taschiind.ebirinen, deren Be stürzung sie nur für erheuchelt hielten. Bedeutender Geldraub auf der Straße. (Geheimnißvolles Verschwinden von S2OOV. Theuer? Cales.) Verflossenen Sonnabend wurde W. L. Wheeler, ein lang jähriger treu - bewährter Angestellter in der Schuhfabrik von Perry, Clark 6c Comv. in Nr. 9, Nord-Charlessiraße, nach der „Ersten Natioual-Bank" an Süd-Gaystraße geschickt, um eine Anweisung aus S2OOO einzutassiren; das Geld sollte zur Ablehnung der Arbeiter verwendet werden. Hr. Wheeler begab sich in's Bank-Comptoir, zog das Geld, meistens in Banknoten kleineren Nennwerthes, und wickelte es in ein Stück braunes Papier, was ein ziemliches Bündel ausmachte. Er ging damit nach der Nordost-Ecke der Gay- und Baltimore-Straße, wo er, etwas Hunger ver spürend, an dem Stande an der Seite der G-Smfln'schen Apotheke sich sür sünf Cents Cakes kaufte. Nachdem er sein Bündel neben sich aus den Stand gelegt, zog er sein Porte monnaie au« der Tasche und bezahlte, was er gekauft, woraus er wieder nach seinem Geld bündel griff. Gleich bei'm Ausheben kam ihm das Packet zn leicht vor; er öffnete es, wie erschrak er! eS enthielt nur Papierabsälle! Zwar wurde die Polizei unverweilt von dem mysteriösen Vorfalle in Kenntniß lein bis jetzt ist es den Beuiii.hltngen desChess der Geheimpolizei, Hru, Cisne, uud sejnen Untergebenen noch nich! gelungen, den ge wandten Dieb auszuspüren. Man nimmt an, daß dieser Hrn. Wheeler vom Banklokale .azjs folgte und die Zeit des Cakes-Kaufes rasch benutzte, un? mit seltener Fingersertig keit die Vertaujchuyg der Heiden Papierbüu del zu bewerkstelligen. Einbruch au der Lightstrage. In der Nacht des 22. April wurden, wie wir seiner Zeit berichteten, die Läden Nr. 4 und 6 an Lightstraße auf eine eigenthümliche Weise erbrochen. In der Nacht des vergangenen Samstags fand ein anderer Einbruch dersel ben Ast und an demselben Platze statt. Die Di.ebe betraten den Laden durch das Hrn. Wittens' angrenzende, südlich gelegene, jetzt theilweise niedergerissene HauS, ohne von dem Privatwächler, welcher in dem allen Hause stationirt ist, gesehen oder gehört zu werden. Sie versuchten sodann, durch ein Fenster der unteren Flur in den Laden zu dringen; da das Oeffnen desselben jedoch zu viel Geräusch verursachte, so gaben sie diese Idee auf, gin gen weiter zurück, öffneten dann das am Ende der AlZey gelegene Fenster und betraten auf diese Weise vaS Verlausöiokal des Hru. Wil keus. Dann gingen sie die Treppe hinauf und überschritten die Falllhllre verziüttcjj) eines Brettes und begaben sich auf das Dach; sie überschritten dasselbe und drangen durch j>>e Fallthüre in den benachbarten Hru. Passano. Vpn denVoiräthjen jm zwei ten Stockwerke stahlen sie eine große Anzahl von seinen Herren- 'u, Damen-Taschentüchern und feinen englischen Leinciiwaaien für Da men. Sie gingen dann nach dem ersten Stockwerke und nachdem sie sich mit 2 oder 3 gtvbeu, Njt Ltiuwarid überzogenen Reifeta schell verZeden halten, füllten sie mit mit Perlen ' besetzten goldenen AexmeifnKpfe.r zu dem Betrage von <5O und Dämenkleiiierri u. jkleintn Hemdeiikiiöfftn im Betrage von tz3So. Sie stahlen außerdem eine Menge Juwelen, deren genauer Werth noch nicht ermittelt wur. de, eine Anzahl von seinen Hindschuhen im Werthe von über KlbO und Hrn. Paffano'S ganzen Vorrath an Cravatten, deren Werth ! auf über »400 veranschlagt wird. Der ganze Verlust bcläust sich aus über SlOOO. Der- Einbruch im' April verursachte Hrn. Passano einen Verlust von »750 und beide Einbrüche haben demselben ungefähr »2000 gefchadct. Die Einbrecher öffneten keine Schuhläden, auch berührten sie veu eisernen Geldschrank wahrscheinlich aus dem Grunde nicht, weil sie bei dem ersten Einbrüche nichts darin vorfan den. Am v-rgangenen Samstage waien > - doch über »300 in dem Schranke, welche Hr. Passano nichr devoniien konnte, da cr sie nach Banlschluß empfangen hatte. Die einzigen Spuren, welche die Gauner zurückließen, wa ren 2 Brecheisen, von welchen eine« cerielben den Namen der Fabrikanten Ellison 6e Co. I trug u. eine kleine Flasche,derEttquette räch Jad-Tinklur enthaltend und den Namen dcr Firma Coleman K Rogers tragend, ungefähr 5 derselben mtt einer dunlelcothen Flüssigkeit gifällt. Die Diebe zogen sich wie bei der ftüheren Gelegenheit durch eine Hiuterthür res Wrlteus'schen Ladens zurück, ohne, soweit es Hr. Wilkeris bi« jetzt beurrheilen kann, daselbst Eiwas aazurühien. Die Waaren in Hrn. Passauo's Laden waien in großer Un ordnung und eine Anzahl von Papierkrstchen lagen aus dem Fußboden umher. Im zwei ten Stockwerke hatten sie ein Packet Taschen tücher auf dem Boden liegen lassen. Dic Diebe hatten große Vortheile sür die Ausfüh rung ihres Einbruches, sowohl die Lage der Häuser selbst, als auch deren unsicheren Ver schluß betreffend. Sie verwandten große Vorsicht auf die Auswahl der Artikel und stahlen nur solche Sachen, welche leichttrans portirt und schwer identisizirt werden können. llebersührung eines unehrli ch e n P o st b e d i e u st e t e n. - Gestern wa> d dem 16 jährigen Francis L. Guy aus die An klage, als Hülss Postmeister zu St. Element's Bai, Md., einen von Fiau Cheseldier aus Milestown in St. Mary'S County an eine Freundin in Ohio abgeschickten recommandir teii Brief mil »51.20 unterfchlagen zu haben, der Prozeß gemacht, und der Angeklagte schul dig besunden, jedoch von den Geschworenen drr Gnade des Gerichtshofes empfohlen. Vergebung von Stadt.Co u trakteu. Der zweite Rathszweig trat ge stern dem Beschlusse des ersten Zweiges bezüg lich dcr Vergebung von Stadt - Contiakten bei. Den Beschluß theilten wir bereits am Donnerstage voriger Woche imWortlaute mir. Die Ablagerung der Abtritts inhalte. Hr. Ford offerirte gestern im zweiten Rathszweige einen Beschlug, eine Anfrage au dic Sanitäts-Behörde zu lichten, aus weiche Weife dic Adtriitsiuhalte abgela gert werden können, ohne die Umgegend der Stadt zu infiziren. Angenommen. Geldbußen. William Connelly, der Sonniag wegen einer verborgenen Wafse fest genommen worden, sah sich vom Richter Jar dln, der vergebens die Bezahlung von »3 Strafe nebst Kosten verlangte, nach dem Ge säiigulfse beordert, l M. O'Connor und F. Nazarcnus, die ! ihre Ziegen hatten frei herumlaufen lassen, mußien aus desselben Palizeirichters Geheiß je »2 Strafe nebst Kosten erlegen. Anna Hamel's Kühe liefen auf der ' Straße umher, was Richter Hagerty mit »5 - Strafe nebst Kosten ahntete. Schwindelklag e.—Laura Bond, eine > Negerin, wurde am Sonntage unter der An» klage, William C. Welsh einen Dollar abge schwindelt zu haben, vom Polizeidiencr Bur ! kins arrctirt und nach einem Verhöre vom Richter Bell dem Criminal-Versahrea über l antwortet. > Die Zah lderVerha st u n ge n war in der SonnabendSnacht im westlichen Be ' zirke 18; es wurden 14 Weiße, 3 Neger und I Negerin anetirt. Sonntag früh verschaff icil sich 9 Arrestarten durch Bezahlung der üblichen Geldstrafen nebst Kosten die Freiheit wieder. Die Matthews st raß e.-Hr. Hardesly vom Comite sür Vcrlchisstraßeu berichtete im ersten Rathszweige eine Verordnung, dreMat thewSstraße aus Kosten Derjenigen, welche früher um einen Durchbruch der Straße und späterhin, nachdem die Straße durchbrochen, um dasGegentheil einkamen, zu schließen und die Grantstraße zu niveUircn »nd zu pflastern. Hr. Hynsou verlas dagegen eine Petition von mehreren Kärrnern u. A., welche gegen die Schließung der Straße protestiren. Die An gelegenheit wurde bis zum nächsten Montage zurückgelegt. Die Demokraten der 2. Ward hielten gestern Abend cine Versammlung, in welcher sie sür die am Donnerstag zu erwäh lenden fünf Abgeordneten der Ward für die neue Sladtconvcntion folgende Candidaten aufstellten: Adam Fleckensteiii, Friedrich Bilchheimer, James Dunigan, Henry Deal und Friedrich Heine. Für die neue Ward- Orgailisatiou wurden folgende Herren nomi nirt: Wm. Stephens Präsident, John Fitz, gerald, Jatob Schöne und Georg L. Hamel Vice-Präsidenten, Dr. I. M. Sullivau pro tokollireuder und Frederick Nelfon correspon dirender Sekretär, Heinrich Kaschmeyer Kas sier. Großes Mai fest der Dreieinig- Schule. »- Die Dreieinigkeit«. Schule beging gestern ausLouis Muth's allem Schützenhofe an der Belair-Road ein groges Maifest, aus welchem es außerordentlich sröh lich herging. Die Kinder oersammelleu sich schon in früher Morgenstunde in dem Schuld lokale an der Trinttystraße und zogen von dort unter Aussicht des Ehrw. M. Kratt und der angestelltenLehrer in Reih' und Glied hin aus nach dem Parle. An der Spitze des Zuges marichrrte Capt. Zieglei'S Musikcorps, welches heitere Weisen durch die Morgenlnst ertönen ließ und eine fröhliche Stimmung in den Kinderherzen erweckte. Sobgtd der Park erreicht worden war, nahmen die Kinderspiele ihren Ansang und die anwesenden Eltern schauten mit inniger Freude ihren Kleinen zu, auf deren Gesichtern Lust und Heiterkeit strahlte. Mehrere Chöre, welche von den Kindern unter Leitung des Hrn. Meyer recht hübsch gesungen wurden, lieferten einen Be weis von der Sorgfalt, mit welcher der Singunlerricht in dieser Anstalt ertheilt wird. Das Comite des Festes bestand aus den HH. I, Gras, D. Lauer, F. Weiureich und P. Frei. Die Dreieinigkeit?-Schule zählt gegen wärtig etwa 30l) Kinder, welche von HH. Meyer und Gleschmanir in deutscher und Hrn. Watts in xalzllscher Sprache unterrichtet werden. Das Mai fest der „West-Balti morer Schützengesellschaft" wurde gestern in ihrem im schönsten Frühlings schmucke prangenden Parke am Fuße der Ful tonstraße geseiert. Das herrliche Mailüfterl hatte schon am frühen Nachmittage viele Gäste hinausgelockt; gegen Abend wurde der Zudrang so grog, daß man unwillkürlich an da« wogende Treiben des großen lahresfefles erinnert wurde. Jubel und Frohsinn waren an der Tagesordnung, und Alles athmete den Hauch wahrer Mailust. Preisschießen undPreiskegeln währten von 10 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends. Der Tan; begann um 2 Uhr Nachmittags und dauerte bis Mitter. nacht. Capt. Hoffmann's und Weber's Musikcorps ließen einladende Conzert- und Tanzmusik erklingen. Die Erzeugnisse von Küche und Keller, durch den coulauten Park- Oekonomen Hrn. Carl Hertel servirt, legten von der Vortrefflichkeit der Auswahl und Zu bereitung beredtes Zeugniß ab. Die Ä-ikiin. dlgung der Gewinner von Schieß, und Kezel preiseu geschah nach Sonnenuntergang, wie folgt: Schießpreise- 1. G. Leitz, 2. I. Breinig, 3. W. Förster, 4. C. Kranz, 5. H. Winbolf, 6. I. Schramm, 7. L. Schulz und 8. Chr. Otto. Für die meisten Blätlchen erhielt W. Förster den Preis von KIO. Damen-Kegelpreise— I. Frau Schmell, 2. Frau Schramm, 3. Frau Eckhardt, 4. Frau Friedet, 5. Frau Bockelmanu, S. Frau Schütte und 7. Frau Peters. Herren-Ziegelpreiie—Z. G. Gottschalk: eine silberne Taschenuhr; 2. H. Kunkel: ein Thee- Service; 3. H.Struth :cineDamenreijetasche; 4. Lou>s Rebel: eine silberne Platmenage; 5. Lynker: eine Wanduhr; 6. I. Waidner: eine Reisetasche; I.C.Hertel: «in Paar Kissen; 8. Aug. Zinn: ein Gesteck Messer u. Gabeln; 9. F. C. iiörber: ein Paar Kissen; 10. Jakob Peters: eineuEigarren-Stand; 11. G.Pistel: ein Kästchen; 12. Louis Riebe: einen Eigar renstaud. ,S Dollars für „Alle Zehn" bekam G. Pistel. Der Verbesserte Orden der Rothmänner (englischer Zunge) hiesiger Stadt seierte gestern daS lU2.Jubiläum seines Bestehens, d. h. Tammanq's Tag oder die Geburt des großen Indianer-Häuptlings, des Schutzpatrons des Ordens. Vormittags fand eine großeParadederverschiedenenStäm-- me durch einige Hauptstraßen der Stadt statt, und zwar in drei Divisionen. Um 1y Uhr brach die Cßllynne, aus dem „Mandattan- StayiM Nr. ?4," dem „Patapsco-Stamm Nr. 53," dem „Shawan-Siamm Nr. 52," dem „Potomac-Stamm Nr. SI," dem,, jje quod-Stamm Nr. 42," sieben Kutschen und e»nem Wagen muWaisen, dem „SuSquehan na-Stamm Nr. 27," dem „Pawnec-Ätamm Nr. 22," dem „Chippewa-Stamm Rr. 19" vonFrederick, dem Nr.is," dem „Manelo-Stamm Nr. 14," dem „Pow- Nr. 5," dem „Pocahontas- Stamm Nr. 5." 27 Kutschen und Mitgliedern anderer Stämme bestehend, mit Musik und wehenden Fahnen vomßroadway, naheßond straße, unter Chefmarschall C. D. Irelan auf uud marschig dusch Baltimore, Eutawstr. und Madiion-Avenöx nach dsifl Druid-Hill- Parke hinaus, wo sie um j Uhr inlangff. Dort wurde in dem dazu auserwähltcn Hatte vom Ex-Sachem Wm. F. GileS, jun.,

die Festrede gehauen; im „Mansion - Hause" nahm man dann ein splendides Mahl ein, während einem Theile der Festtheiliiehmer nach Picnic - Manier belegte Butterbrödchen in Fülle geliefert Hulden. Gegen 44 Uhr trat man dcn Riick>r>a'.s b nach der Sta'tt an und marschiUe durch Bolinda>y, Pa.-Ävcnue. Fremout-, Saratoga-, Popple tvn- und Baliimorefir. bis »ur „Roihmän nerhalle" an Pacastraße, wo sich derZuz auf löste. Tanzvorstelluug und Maiball in den „N ew-Asiem b l y - R o o m S." Prof. Wm. T. Claggeir hatte gestern Abend in den „New-Assembly-Rooms" eine Tanzvorstellung arrangut, um den Eltern feiner Schüler eine Gelegenheit zu bieten, sich van dcr Geschicklichkeit, welche ihre Kinder in dcr Tanzkuust erlangt habcn, zu überzeugen. Jedem der Aniveienben wurde es denn auch bald klar, daß Hr. Claggelt es verstanden Hot, seine kleinen Schüler zu tüchtigen Tänzern und Tänzerinnen heranzubilden. Die Kinder folgten nicht nur dem Takte der Musik, fon dcrn wußten ihren Bewegungen auch eine un gewöhnliche Anmuth, frei von aller Coqaet terie, zu verleihen. Manche« Mutterauge glänzle vor Freude,als es die Tochter wie eine Sulphide durch den Saal schweben sah, durch graziös Bewegungen die Ausmerlsamkeit al« ler Zuschauer auf sich ziehend. Das Pro gramm nmraßte dieNationaltäuze der meisten Völker; bald erklangen die 112 urigen Töne des Fandango, und gleich darauf vernahm man wieder die lieblichen steyerischen Taiizwcisen. Unter den eiozillien Tänzen müssen wir zu erst auf einen ''Lemtinenwl" auf nerlsam ma chen, welcher von einer Tochter des Hrn. Chr. Knöpp und einem Knaben getanzt wurde. Lebhafter Beifall fand ferner eine von zwei jungen Mädchen getanzte Horupipe. Ein zum Schlüsse dargestellter chinesischer Tanz erregte große Heiterkeit, namentlich waren es die gefärbten Gesichter und die komischen Be wegungen, welche das Publiknm immer wie der auf's Nene zum Lachen reizten. Nachdem das offizicUelirogramm durchgefühlt worden, begann das Tanzvergnügen für die Erwach senen. Die „O rde n S - Söh n e der Frei heit" halten gestern zum Besten des „Allge meinen Deutschen Waisenhauses" ein Picnic im „Greenivood-lZarke" veranstaltet, welches zahlreich besucht war und sich in jeder Hinsicht zu einer höchst brillanten Affaire gestaltete. Die Brüder des Ordens veriammelten sich während des Vormittags in dcr „Trinity- Halle" und zogen dami unter Leitung deS Ches-MarjchaUS Hrn. Chr. Heiß und mit der Harzer Berg an der Spitze darch die Tlinity-, Exeter-, Pratt- und Prcstdeiilstraße nach der Eastern-Avenne und von dori durch die Eden-, Bank-, Bond- und Thaine«slraße nach dem Broadway und weiler durch die Alice Ann-, Ann-, Gougb--, Bond- und Gaystraße hinaus nach dem Parke. Hier wuroen die Brüder von Hrn. Chr. Höhn in Empsang ge »ommen. In dem Parke entfaltete sich bald nach der Anlunsl desZugcs ein reges, fröhliches Leben, welches auch während des ganzen Tages nicht die geringste Unterbrechung eiliit. Die Haizer Bergkapelle unter der Direktion des Hrn. F. Kelling lieferte vorzügliche Tanz- undConzert mustk und die Festiheilnehmer wurden nicht müde, sich nach den heiteren Melodie'n im Krei'e zu drehen. Hr. Chr. Höhn trug für treffliche Speisen und Gciränke Soige und erndlete dafür allgemeine Anerkennung. Das AirangementS-Comile, das nicht wenig zum Gelingen des Festes beigetragen hat, beiland dem Hrn. Cl,r. Heiß uiid den Marschällen Hy. I. Jkes u.id M. Weitzel aus den HH. Chr. Heiß, G. Rabe, H. Camphaus und H. Seidei von der Gioß toge, den HH. H.Berger, I. Wild, H. budde, I. Neidel, H. JkeZ und P. Frei von der „Schillerloge Nr. 4" und den HH. B. Schö ner, E. Stecher, G. Weiß, A. Leiste und Z. Grob von der „Wilhelm Dell Loge." Mllifest oes „L afayette - T ur n verein S." Der „Lafayette - Turnverein" hielt gestern Nachmittag auf Rost's Hain an der Belair-Road sein diesjähriges jjicnic ad, welches vom schönsten Wetter begünstigt war. Gegen 10 Uhr Morgens vcrsamm.lien sich die Turner in ihrem Hauptquartier, Nr. 237, West-Prattstraße, und zogen dann durch die Prall-, Eutaw-, Baltimore-, Paca .Fayeiie, Charles-, Baltimore- und Gaystraße hinaus nach dem Parke, rvo man sich t»s gegen Abends II Uhr vortrefflich amüstrte. Um 3 Uhr Nachmittags baulen die Turner Pyra miden und wurden von den Zuichauein mit anhaltendem Beifall belohnt. Während des Abends wurde der Park prächtig rllumiiiirt. Capt. Einmel's und Capt. Pick's MnstkcorpS spielten die heitersten Tanzweisen und trugen nicht wenig zur Erhöhung der allgemeinen Heiterkeit bei. Das Arrangements-Comite, welchem für die treffliche» Vorbereitungen die Anerkennung eines jeden Theiluehmcrs ge bührt, bestand aus den HH, Wm. Düring, M. A. Brogunrer, I. C. Dietz, H. Wacker, W. Zimmermann, I. H. KratZenstein, I. Sinclair, I. C. Köhler, H. Engel, I. H. Moßner, C. W. Keidel, H. Kraus, I. A. Jacobs, R. T. Fiank, E. Maß, C. W. Äeni pel, I. Schuster, H. Miller, I. A. Cassidy, C. Bien, H. Schilowächter, W. Rothe, E. Beoaus, I. A. Maß, Th. Little, Wm. Pat terson, E. Wiglcy, F.H.Schultz, L. Ver lier, H. Lührs, A. Wagner, N. Winller, I. Merclain, I. T. Ritter, W. T. Mariolt, W. Meiers, I. Hayes, A. Schuster, G. W. Moßner, G. Lambmau, I. Recksrode, C. Patteljon, A. Roten, H. Wipley, R. Vance, R. Bond, I. Hyland, W. McCuiley, E. M. Carr, W. R. Lusby, C. Metz, C. I. Mad deu, PH, Cooyer und I. W. Vayiis. Eine Bootwett »ahrt sand Sonn tag Nachmittag nahe Canton zwischen den Segelbooten „Mattie," „I. Freeman Rasin" u. „N. C. Robinson" statt. Es handelte sich um keinen Gelvcinsatz, sondern nur um die Ehre. Die „Mattie" hatte 12, der „Rasin" N und der „Robinson" 10 Mannain Bord. Die Segelstrecke ging von Canton um die rothe Boje vor Fort McHenry und nach Can ton zurück. Sieger blieb der ~I. Freeman Rastn," esn neues"Boot von 24H Fuß Länge und 6 Fuß Mitteldreite. Brand der bischoslici,« protestanti schen Kirche zur Himmelfahrt Das ganze viedände zerstört. Aerlust SSU.UtW. Gestern Abend um jS Uhr brach in der bischöflich-protestantischen Kirche a« derTown send> und Oregonstryße ein Feuer aus, wel ches drei Stunden lang mit ununterbrochener Hestigkeil wüthete und den ganzen inneren Raum der Kirche zerstörte. Nnrd.r Thurm und die äußereuMauern find stehen geblieben. Als man das Feuer um Uhr zuerst be merkte, stjeg eine dichte aus dem Thurme gerade über der Orgel empor. Mail öffnete die Thüren und drang in oie Kirche; der Luftzug aber, der darauf durch die Thür öffnungen in den inneren Raum der Kirche drang, vermehrte die Heftigkeit und ehe man sich Dessen versah, stand schon das ganze Gebäude in Flammen. Nachdem der erste Alarm gegeben war, er tönte bald daraus General-Alarm. Der in voller Stärke erschienenen Polizei gelang es, einen Theil der Teppiche zu retten. Da die Kirche sehr hoch gelegen ist, so konnten >ne Feuerspritzen, da man das Feuer zuerst im Thurme entdeckte, weuigjoder garNichts thun. Erst, nachdem die Flammen drei Stunden lang gewüthet hatten und keine Nahrung mehr fanden, vermochte man dem Brand? Einhalt zu thun. Der Thurm und die Mau cm, welche stehen geblieben waren, boten ei' ncn trostlosen Anblick dar. Ein noch traun geres Aussehen gewährte aber das Innere der Kirche, welches mit den Trümmern des einge stijrzten Däches bedeckt wqr. Die Kirche wurde im Jahre IL7I yiit ei uem Kostenauswande von Kg 5,000 erbaut. Die Ausstattung nahm weitere »15.000 in Anspruch, so daß sich demnach die ganzen Ko sten aus »80,000 beliesen. Von dieser Summe sind »30,000 durch Versicherung gedeckt, dem zufolge erreicht der Verlust die Höhe von »40,- 000. Da auf der Kirche eine bedeutende Schuldenlast ruhte, fo wird der Verlust für die Gemeinde nur um so empfindlicher. Der gegenwärtige Seelsorger der Gemeinde ist der Ehrw. I. E. Castell. Die Ursache desFeuers ist ein Geheimniß. Die Kirche war aus weißem Marmor in gothischem Style erbant. Stadtrath - Verhandlungen. Im ersten Raihszweige reichte Hr. >Lonn eine Zuschrift von dem Conserenz-Lomite der Schulbehörbe ein, in welcher um eine Ler willigung von S3V<X) für das Gebäude der Knaben- und Mädchen - Elemeiuar-Schule, Nr. 1!>, vachgesucht wird. Ueberwiescn.— Desgl. eine Pelilion von Jno T. Bartholo mä, welcher um Erlaubniß nachsucht, an sei nem Sommerdache vor Nr. ISS, Nord-Eu. tawstraße, Seiteniheile mit Geschäftsanzeigen eine Pelilion vonFrau L. Jöhns, welche um Rückerstattung angeb lich irrthümlich bezahlter Steuern nachsucht. —Desgl. eine Petition, die Verordnung Be treffs des Durchbruchs der Laurenssiraße zu widerrufen. — Desgl. eine Petition von Ge brüder Snyder, welche uni die Erlaubniß nachsuchen, vor Nr. 2ZI, Nord Broadway, Abzugsrohren zu legen. Desgl. eine Peti tion, daß lerne Wagen an de? German-, nahe Cutaw-Slraße, stehest bleiben dürfen.—Hr. Streeper offeririe einen Beschluß, dem San?. Jay zu gestalten, an seinem Sommeroache vor Nr. 222, Eanton-Avi-nue, Seilenrheile mit Gcschäsisanzeigen anzubringen. Ange nominen.—Desgl. ein Beschluß, dem P. M. 0110 zu erlauben, an den Baumschutzkästen vor Nr. 142, Oft-Fahctlestraßc, seine Ge schäfte-Firma anzubringen.—Desgl. ein Be schluß, eine alte Pumpe ars der Ecke der Eden- und McElderrystraße zu eniferaen. Desgleichen ein Beschlug, den Stadt Eom missär aufzufordern, die Flaggenstange an der Ecke der Harford-Avenue und Point-Lane zu xntserneil. jin Bxschlug, dem I. S. Barihotoma die Erlaubniß zu gewäh ren, an seinem Gommerdache vor Vir. 166, Nord-Eutawstraße, Seitentbeile mitTeschäfls- Anzeigen anzubringen. Desgleichen ein Beschluß, dem I. Seitz zu gestalten, vor Nr. 30, Leestraße» einen Brunnen zu graben. -- Deficiten ein Beschluß, über die West-an der Ecke der Williamstraße Triitsteiue ar zu. bringen. Desgleichen ein Beschluß, an d.r Ecke der Prattstraße und Madiion-Alley eine i Gawliolampe auszustellen. Desgleichen ein > Beschluß, über die Pennsylvania.Ave. an 'ccr Ecke tcr Cumberlandstraßc Fliesplatten z» legen. Desgleichen ein Beschluß, eine An frage an den Gebäude Inspektor za richten, wie hoch stch die Kosten einer Reparatur des Daches des Lafayette Marktes belaufen wür den. Ein Beichlug, dem H. Stewart zu gestatten, cincn Holzschuppen an dcr Ecke dcr Division- undLauvalestraße mit einem GyPS iiberziige ,n bedecken, wurde überwiesen. Ein Beschluß, die Pumpe an der Ecke des Broadway und der Gaystraße zu reparireu, wurde angenommen. Jm zweiten Zweige unterbieitete Hr. Kaschmcuer eine Petition von Samuel Elliu ger n. A., die darum einkommen, daß an der Canal-, bei der Baltimorestraße, eine vergrt terte AbzngSlanalmündriiig angrbracht wer den. Unerwiesen.-Desgleichen eine Peti tion, den Jackson-Square ittitGossenrandltci nen cinzusossen.—Desgleichen eine Petition, den HH. Snyder die Erlaubniß zu gewäh ren, an seinem Sommerdache vor Nr. 3Z, Wcst-Faycltestraße,Seiteniheile initGeschästs anzelgen anzubringen. Desgleichen eine Petition der Firma Harburger äc Comp, zu gestatten, einen Kasten mil einem Schilde an dem Gostcnrandstein vor Nr. 85, West- Baittinoresliaxe, anzubringen. Ein Be schluß, den Stadt-Colleklor anzuweisen, mit dcr Einsammlung der Besteuerungen für den Durchbruch der Chasestraße bis zum April 1874 zu warten, wurde zurückgelegt. Vom ersten Zweige waren nachstehende Beschlüsse eingegangen: Dem S. Marks zu gestatten, var Nr. 5t3, Wcst - Baltimore - Straße, ein Schild anzubringen, angenommen; den Stadt - Commissär zu bevollmächtigen, mit G. H. Perkilis einen Contrakt abzuichließen bezüglich der Atibnngung der Straßen Na inen an die Laternen, wicdcrüberwiefen; die Squares am Nord-Broadway einzufassen und S7Loofür diesen Zweck zu verwilllgen,— angenommen: an Washington- und anderen Straßen Gasolinlampen aufzustellen,- über wiesen. Beide Zweige vertagten sich hierauf bis heute. Tchiffö»»achrichten. Ter Dampier !iapr. Pntttett. lies Tie Burle oi Düffeln," McSo- Gerichtöve^handlungen. unt.-r de^Ä.'UchlShesci/ — Eliiha «cnnrit. Aiderl G. Eichclderqkr, Wm. I e n — Echwickirti ditto. R. Johnson gcstkii Wm. B. li om monPie a» - Ä i — tPor'ilt chier Äa, W Mitchell! dm tzÄöl.Ll «negültig zuertannl? Äundee jlil S.iAe r icht-(Vor Richler lÄile?.> L. lÄuy. Gclddricl-llntkrichleii; ichatdig bisandeii.— Stadtwahl i« Eumbcrland. Sieg der Demokraten mit Durch scvnittsmehrhelt. Cu m verland, z 2. Mai. — Bei der heu tigen Stadtivahl sielen auf die Candidaten beider Parteien folgende Stimmen: Demokratischer Zettel. Für's MllyorSamr WrthcrS 729. Für den Stadtrath Halcy 794, Flurschütz 687, Korns 703, Ways «l-t, McFerrou 709 und Roßwurm 708. Radikaler Zettel. Für's Mayorsaiitt Hegel 523. Für den Sladlralh Hill 573, Weibel 526, Busch 534, Morris 521, Cowden 542 und Hughes 470. Die durchschnittliche Meh>h:it der Demo traten beträgt 180; im Vergleich mit dem Re sultate der letzten Frübiahrswahl stellte sich sür die Demokraten ein Durchschnitts-Gewinn von 111 Stimmen heraus. Sie haben dieses Mal drei Stadträthe gewonnen. Berichte auS dem Innern des Staates. Ja der am lxvten Montag zu Cccillou, Cecil-Connty, abgehaltenen Oriswahl wur den die folgenden county . Commiffäre er> wählt: C. P. Sauuders, Samuel Hall. I. Morris, F. F. und John W. Tay lor. Das Resultat der Abstimmung über die Frage, »b sür den Spirituosen-Verkauf innerhalb de« Oitsweichbilde« Conzefstonen verabfolgt werden sollen, ergab 3 Stimmen dasür und 34 dagegen, Oberst Edward Willens in Kent-To., ein bedeutender Pfirsichzüchter, Pflanzt jetzt 15,000 Bäume von der Beatrice-Sorte. Diese Sorte Pfirsiche stammt aus England, ist hier noch neu und wird ungefähr am 10. Juni reif. Das Grundeigcnthum des verstorbenen David N. Wiley in Harford-County wurde in dcr vergangenen Woche an David W. Wi ley um »1030 verkauft; ferner das aus 107 Ackern Land bestehenoe Eigenthum des ver storbenen Thomas Elenn iu Cfaremont- Mills, Harford - Coun'.y, an Frau Lizzie Glenn um 57000. Am Donnerstage wurde Thomas Mc- Laughlin, zu Cumberlanv, Alleghany-Co., aus die Anklage, die Frau des JaineS Doo nan in Pompey's Smash geschändet zu ha ben, verhaftet und nach einem Verhöre dem County Gesängnisse überwiesen, «m ein wei teres Verhör abzuwarten. Der Mord der Frau Lamplev. HoUohan im hiesigen Y»efänq niffe. Gr fährt fort, ,eine Un schuld zis behaupten Gouver, neur Whyte unterzeichnet Hol lohai» s HodeSurthcil'. Der Mörder wird am Juni ae hängt. Vorgestern herrschte während des ganzen Tages eine ungewöhnlich große Aufregung in der Umgegend des Ballimorer Gesang, iiisses. Vor den Pforten desselben drängten sich Hunderte von Personen und besprachen Mit großem Interesse die verschiedenen Phasen des letzten Mordprozesses in Annapolis. Am Nachmittag besuchten Scheriss Oberst George P. Kane und mehrere andere üädtischeßeamtc das Gefängniß. Außer den Beamten wurde der Zutritt zu dem Gefängnisse jedoch nur Wenigen gestattet. Hollohan, der Gegen stand des allgemeinen Interesses, befindet sich in ejuxr Zeljx im fechten Flügeides Gesängniß gebäuves. Außer einer eisernen Bettstelle lvets'l die Zelle keinen Gegenstand aus, welcher dazu beitragen könnte, dem unheimlichen Raume ein freundlicheres Aussehen zu geben. Den Eingang zur Zelle bittet eine schwere eiserne Guterthür. Ferner enthält die Z-ll e>n Fersicr. aleichfas.'? mit starken Gittern velfeden. Als einige Herren den VeruNheil tc.i ain Sonntage im Gefängnisse aufiuchien, > stand cr hinter dem Gitterfenster. Uederlein Gesickl flog ciu Lächeln, als ob der Ernst sei ner Lage ihm völlig unbewußt sci. Er ist ein geborner Canadier u. ficht im l! 0. Lebens jähre. In seiner Erscheinung liegt Nichts, was an einen euigekerkerlen Löwen erinnern könnte; sein Betragen ii't im Gegentheile höf lich, und in dcr llnlcihaltunz hütet cr sich, von unpassenden Redeusarten (Ncbravch zu machen; cr befleißigt sich sogar einer gewähl ten Sprache. Den Beamlen und Repräsen tanten dcr Presse, die ihn am «onntaze auf suchten, erzählte er, daß cr im Gesängniffc zu Annapoli? fast immer ohne Fesseln gewesen sei; er bätle mit Leichtigkeit entfliehen können, aber er habe stets den Glauben gehegt, daß er freigesprochen werden würde. AiS es ihm jedoch ttar gewoiden sei, daß die Aussagen sämmtlicher Zeugen gegen ihn gerichtet wa ren, beschloß cr, in Gemeinschaft mit Nichol son einen FlnHtveriuch zu machen. Er hatte von einein Motoe Häuptling gelesen, welcher rings van Feinden eingeschlossen war. Dem Häiipttickg selbst mangelte eS an jeder Waffe, nur an Mmh und Entschlossenheit fehlte e« ihm nicht. Mil einem kühnen Saye Iprang cr durch dic Rcihe seiner Feinde und obgleich man ihm Schuß auf Schuß uachfeuerte, so gelang eS ihm dennoch, seine Flucht zu be werkstelligen. Gerade in derselben Weise be schloß Hollohan, sein Leben zu litten. Wird rend cr mir Nicholson aus der Anklagebank saß, traf cr. unbeachtet vo» allenAnwcsnideii, im Gerichtssaale seine Vorbereitungen. Er nahm eiren seiner Strümpfe und legie cincn eisernen Haspel, welchen er aus dem Fußbo dcn gelös'i hatte, in den'elben hinein. Außer dem psiopfte er mehrere Glasscherben und au dere Artikel, die er sich zu velschasfen ge.vußt hatte, und die dam dieueu mußten, daS Ge laicht seiner Wafse zu vermehren, in de« Strumpf. Tann schlug er mit der so co». struirleu Waffe dem Marschall Frey aus den Kopf und flüchtete nach dem Fenster. Bald aber sah cr sich ergriffen und Äeheiinpvltzist Schäfer veries-le ihm einen Schlag auf den jtopf. Hollohan bemerkte, als er dieses er zählte, daß cr Schäfer deswegen nicht radle. Derselbe habe nur seine Pflicht gethan, und cr (Hollohau) würde an Schäscr's Stelle gerade ebenso gehandelt haben. Daß John English ihn gepackt und geschlagen habe, stellte Hallo han entschieden in Abrede. Nachstehend lassen wir die Erzählung sol gen, welche Hotlohan Denjenigen, die ihn im Gefängnisse beinchlen, mittheilte: „AmAbend des 3. Januar kamen die Geheimpolizisten Pontier u«d Schäfer zu mir und theilten mir mit, daß Marschall mich zu sehen wünsche. Ich ging mit ihnen nach der Oifice de« Marschalls, wo man mich bis 12 Uhr festhielt. Man fragte mich, od ich Nichot'on kenne, woraus ich mit einem Ja antwortete. Ich arbeitete am Tage des Mordes in D. D. Mattory's Blechbüchsen . Fabrik. Nachdem ich um 12 Uhr mein Mittagessen zu mir ge nommen Halle, kam der Psrmaiin zu nur und sagte zu mir, daß insoige deS FrosteS die Ar. Bett aus eineZeitlang eingestellt werden müsse. Zwanzig Minuten nach 12 Uhr begab ich mich nach dem Ziosthause der Krau Sprague in vir.l3s, Süd Bondstraße, wo ich ivohiue, und späterhin wollte ich nach der Schuß-Gal lerie an der West.Balumcrcstraße, nahe Post. Osficc-Avenue, welche ich sehr stark srequen. tiite, gehen. Unteiwegs lral ich jedoch mit Nichotion zulammen,welcher michaufforceite, mit ihm ti-cch seiner Wohnung an der Bondstraße zu lammen, folgte seiner Einladung. Als wir leine Wohnung wieder verließen, nahm er ein Paar Krücken mit sich, die er nach dem Hause seines an der Forrest straße wohnenden Valers brachte. Von dort gingen wir nach dcr Baltimoreftraße, leqrten in verichiedellea Wilthschaslen ein und trenn ten uns endlich an d r Ecke der Bond und Baltimorestraße. Um 6 lihr kam ich nach Hause und nahm mein Abendessen zu mir, woraus ich mich zu Hrn. Miller iu Nr. 55, WiUiamstraße, begab, dcr ein Mitglied dcs Oideus der „Patrioiiichen Söhne von Aiw. rlka" ist, zu welchem auch ich gehöre. Spä ierhin richtete ich meine Schritte nach der Monumentstraße und ging dann nach der Schieß-GaUerie an der West'-Saliimorestraße. Hier verweilte ich >5 bis 20 Minuten und machte mich dann aus den Heimweg. Um 58 Uhr befand ich mich bereits wieder zu Hause und spielte das'.lbst bis !) Uhr mit Fraa West und den HH. McHhersou und Hewill Karlen. Um 9 Uhr ging ich zu Bell. Mucker schlies mit mir im selben Bette. Alle dicje Thatsa chen theilte ich am nächtteu Abende der Poli zei mit und wurde infolge Dessen entlassen. Acht Tage darauf kam Pontier zu mir und ersuchte mich, mit ihm nach John English zu kommen. Als wir in dessen Hause ankamen, richtete Ponlier in Gegenwart von John Eng lich nnd seiner Frau. Frau Nicholson und des Geheimpolizisten Schäser einige Fragen im Betreff einer Uhr an mich, welche Nicholson am 2. Jan. versetzt Halle. Ich theilte ihm Alles nilt, was ich darüber wußte. Er sagte dann zu mir, daß es ihm leid thäte, meine Zeil in Ansp-uch geuommeu zu habe»; er habe Verdacht geschöpsi, daß Nicholson den Moid ausführte, er könne jedob keincnGiiirid finden, dcr ihn zu einer Vcrhaf'ung Nichol son's berechtige Am 29. Januar kam Pon lier, während ich mich bei meiner Arbeit be. fand, abermals zu mir und forderte mich auf, mit ihm zum Marschall zu kommen. Ich gab ihm zur Antwort, dag ich meine Arbeil nicht im Stiche lassen könne, aber am Abend kommen winde. Ponlier bestand jedoch dar. auf, daß ich mit ihm ginge und führte mich dann nach dem östlichen Statioiishause. Hier wurde ich der Ermordung der Frau Lampley beschuldigt und nach einem kurzen Verhör nach dem Gefängnisse abgesühlt. Während meines ganzen Äusenihalts im Grsäiiguisse habe ich nie eilt Bekenntniß abgelegt, sondern vom er. sten Tage an uetS meine Unschuld bell, nert. Ich nenne mich Thomas Richard Hollo, obgleich dies nicht mein eigentlicher Name ist! Meinen rechten Namen werde ich nie verra then, da ich nicht wünsche, daß mejnc Ver wandten jemals mein trauriges Schicksal er fahren. Ich nar verheirathet. aber meine Frau ist todt; Kinder habe ich nicht." Ueber Das, was ihm in der nächsten Zu> kiliift bevorsteht, wollte er nicht reden. Offen bar hat er noch nicht alle Hoffnung auf Ret tung ausgegeben. Er wird i doch sorgfältig bewacht und es ist keine Wahrscheinlichkeit vorhanden, daß er dem Galgen enschlüpit. Ueber die Art und Weise, wie der Schlüssel zu den Fesseln in seine Hände gelangte, berich. tct er Folgendes: „Als man mich in Anna polis rn Elien legte, legte der Schließer den Schlüssel aus mein Bett. Ich verbarg den selben unter der Bettdecke uud der Schließer verließ meine Zelle nachher, ohne nach dem Schlüssel zu suchen." In d-r Zelle, welche sich gerade unterhalb der Zelle Hollohau's befindet, ist Charles R. Henderson eingekerkert, welcher daselbst seinen Prozeß wegen der Ermordung de? Dr. Mer nuiian Cole erwartet. In einer daran stoßen den Zelle ist der Neger James W-st einge schlossen, welcher unter derAnklaqe steht, seine Frau ermordet zu haben. Er lebte mit der selben fünf Zahre zusammen. Vor etwa zehn, Monaten machte sie einen Versuch, ihn zu ver giften. An dem Abend, wo kr den Mord be ging, warf sie ein Beil nach ihm, er hob das selbe auf und tödleie sie mittelst desselben. Gleich daraus überlieferte er sich der Polizei. Er war während der That in berauschtem Zu stande und vermag sich nicht z» erinnern,'svie viUe Schläge er ihr mit dem Beile versetzte. Zur Wiener Ausstellung. Wech sel und Ereditbriefe. Die bevorstehende Wiener Welt-Ausstel lung, welche am 1. Mai beginnt und muth maßlich nicht vor dem 2. Nov. schließen wird, hat die Reiselust des amerikanischen Publi kums in so hohem Grade entwickelt, daß ich mich veranlaßt sehe, die Aufmerksamkeit des Publikums autdie Ausstellung von Kre ditbriefen zu lerikeu, nach welchen bei dieser Gelegenheit ein größerer Begehr, als bisher, sein wird. Ich habe diesen Umstand antici pirt und darauf hin die umfassendsten Vorbe reitungen mit den größeren mit mir in Ver bindung stehenden Bankhäusern Europa's, naiHeMlich mit der „Union, Bank" in Wien , einem der bedeutendsten Geld li,stiture Oestreich's abgeschlossen. Wechsel und Credirbriefe zu den niedrigsten Raten bei F. Raine. Die 5. deutsche resormirte St» Jo hannis-Gemeinde wird Mittwoch, den lt. Mai, Abends 48 Uhr, eine Gemeinde-Versammlung im Schullakale abhalten. Das jährliche Picnic zum -vesten des Allgem. deutschen Waisenhauses findet Pfingstmontag, den 2. Juni, statt. Kein Deutscher sollte verfehlen, dieses Picnic, da? auf „Rostes Hain" abgehalten wird, zu besu chen, damit sich dasselbe auch in pekuniärer Hinsicht als ein erfolgreiches erweisen möge. Große» PreiSkegeln. Heute Abend 7 Uhr beginnt auf den Kegel- Bahnen des „Germania - Männ«rchorS" ein großartiges Preiskegeln. Die Preise bestehen in Weinstöcken, Rosenstöcken, Blumen und anderen Gaben der Göllin Flora. Alle Lieb haber von Blumen und Lar:bge>väch>cn sind eingeladen. Die „Balto. Sctnitzen-ivesellschaft" hält ihre monail'che General-Versammlung Mittwoch, den lt. Mai, in dem Lokale des Hrn. Heiderich an der Post-Osfice-Aoe. ab. Die „Baltimorer Schützen - GesfH« s-haf," feiert ihr jährliches Maifest Montag, diu 26. Mai. Der „Marylanver Turnverein" begeht fein jährliches P>cnic und Sommer nachtsfeit Montag, den 9. Juni, aus Louis Muth's altem Schützeudvfe au der Belatr- Road. Der..Arion'' gidiiikl seine erste Tan na 5 ! „Mpnumental'Fijhltig-^rovc' Sonntag, den 8. Juni, zu macheu. Als Blut und Safte reinigendes Mittel ist das Äarltbaver «Ssrud-l 4öakz unübertrefflich. Dasselbe wi:d von vielen Aerzten gegen Unverdaulichkeit, Kopf schmerzen, Mangel an Appetit und aue Uebel, welche au« Unordnung des Magens oder dcr Leber entstehen, angewendet. A. V oqelcr k C o m p. sind die Agenten für Ämcrila. W-) Dr. Emnie Hvrkina hat iu unsner Stadt in kurzer als ärztin einen bedeutenden Ruf erlangi und können wir die'clbc allen Denjenigen, w lche an Zahnschmerzen leiden, bcücns empfehlcn. Ihre Osfice ist in Nr. 43, Hanoverür. Wntar's Svildkirschcu- Siatsam. TicseS balsamische Piaparal ist ein Haushaltsartikel gewoideu. Mögen alle Leidenden, welche ihren Husten, Eiläl lung, Vronchien- oder Lniigeubcschwcrkcn ver gebens zu heilen versucht haben, dieses un übertroffene Milte! anwenden. Mau kann sich aus es verlassen; die Masse »on seil innci' Eitisührung veröffentlichten Attestaten ist für feine Wirksamkeit hinreichend.'! Beleg. (113-8) AK°Uuter den vielen Valttmorcr Ersilidun. gen verdient namentlich das wasser von Hrn. N. Hynson len uiiiftS, Nr. 99, N i) r d - C h a i l e ö st r a ß e, genannt zu werden. Es gibt nur wenige Da men in Baltimore, welche sich dieses Toilet lenmitlcls nicht bedienen, da dcr wohlihäiige Eirsluß desselben aus die Zähne ein wahrhaft wunocrbarer ist. Im HoUldaystrafien-Theater wild beule Abend dcr treuliche Kaiiiller Hr z, I. Varl, »ahl w°" G L-ben" unt in ter «iu'cUr' Die große Entdeckung teZ ,4ett. "Utes. CS gieb! keine Schmink», lo ich.- ficht durch da« . gehoben, keine (Le. chwutk, tlc niat dadurch iveacie- Ichaftt. keine >?vhmu!ig, wllchenicht wundcrbaifte, jemals n der Well produzirie heilende und schm.rzslilicnde Mttiel. Cs n,dct 'chnetter Ab satz, als irgind ein aadlier Tiukel. grake weil es das bewirkt, was es verspricht. Eine flusche tes iür (oelbcr U,„sch'ait> lii ein Hiiiidert Dollars iür Pferde und I'iaullhier». W. Barrangcr ä-Cv., Provisionen Händler Etablissement an der verlängerten Pcnnsyl. vania-Äveuue. Warktftcjnde! Rr. !j<i, <?»Nlrr-, KZ,Hanovcr-, ?t? '' >" i ct> m e>» it I. 'tox «ZS. Jnducement für Monsun,^nte^l und i r i! Ii che rt e SSchwei n e i Ie is ch alter Ar! Zatod <Dct>i>s»r. Sic. und ? Veriiigtoil-, Amtliche Äriefiisle. Bat ti in >) re. Mai 187.!. l. Bittner, Willibald l lt. Ri dei. Mattbilus L. Boiaxd, iiult s N-indel, Joseph 5. Eebardi, l Schloß. I. ii. Hetschel, Gusiav t<>. Schröder, G. 7. ulsch. 1 Stein. P. N Otto, >!ouis IS. WieneriS, Willia n. Ig Ren, Snt>.n A. W.T'eiilson, Polimeiker. Börsenberichte. Berichtet von Wm. Aisher S» Söhnen, Nr. :>Z, Soulhstraße. Ba l t i mor e, den IZ. Mal, Abends 5 Uhr. Nag. Verl. Aug. Verl. Sold ll« ,>Lci,t Oliirz - V.St. S.2or - - lMa<bSR2. " ...115!» 1!8). St Passikahn - ls>'«7 ...liZ>. - iütilo ireu Berl Ä. St. — Md sten ißers lvt>i vownrd ivers 7 Ba Kr a 11,.. 4l iMeruMiLers 4)« i> Batirliö Äito6Ob'r'7k Ba tir«7 Sltoä O»r'«7 97X - WLaZrZult 1» B l.7r>>i !«öi» iUa Sons tz't . dZ.'. Nor 'icui Kr '77 Valto !NorCeni6r gtd 93 !>4 «allo t-r 'W.. TentVhiokrl. !-»> Satio t,i P M -Ii >WMdvr2.g'9c>Bd Balto i!r IAZ. U.Ä - «!,lto>!r1!>0rl.. - WMd«ir3.Luzq7 Sviemphisvr öS lMaÄSln7r' list B.ik oi Latto - IA Ma,kt!in SrZ. BZ>j Titiz Bank.... Rich Dan I.7>i 7? Franklin Bank II !Or.At.tMa7r Bt)j Sow Bank 7 Or.<!Al e,rS. !U McrchVank . 126 jOr.t Al 4. 80 M chßai-k.... 12 BtioGaSGT irri jl« z. Nat Bank 8S !Äeo'e>§tjiot>i — Balto OR E 113 !ssrrder Turn? B<l R. S. Ä. R. ZS Z« l itlftiigen Berkäut« aus ter hiesigen Boise bt k »>ol> Ver. St. S 2ver, 1. Enie. oillot tivn.t» I'7>^ üI.V Bulttniorer Siadtiechier, 18<b 200 ditto diilo 187., WX I.MI diilo hi,l? IBM I Äiv ander Benheidizurgs-Änleihe ... l> s, Zt»,.Mar. >äi!>c.-B«bn"-Obiiga't., 1. 5., l.i' 0 »Mar.-Sinc.-tvahi-'Svllgat., 2 H.. 7r I.t Xxi d tto inlto ditto 'l. H. 8r BÄK -Bah,,-' 7r. .. 8l», Bec. t. -8i <r. ? 121 » S.SUer, 18«>2er Iltz . » tw « - IWer I ' ISö'er . v lii'' Mnsnun Sil'lwl'ber ne.' Union Pacifte .. ' Ma'npo?" Wells, Fargo äl Com». 'S Erpr.k, ara. Bt Baciftc Malt Adams' Expreß e-S»? B«. Sl. Sxprcß i»-Sl. Eenirat Hud, UN River R. R.... . " It>.^ Eric RallrM, Pres d 7^,^ Hariem .'.'...'.'l2^^ «ead.ng .." " I- Illinois Eenirai R Rew-Äersev Central gi ?lesriand PiltZburg R Siarrh Western . Prisritci Rot-Island Ml. und Sl. Paul - Mil. und Si. Paül, Äfkter'd '3)4 Toledo und Wabosh Fo Wagnc dZ Ohio und Missiitipi Han l and Et. Zoe, ...» ... Presenrd ü'i Llion und Ter« Hgu.e 1ä Del. Lac. und Wiiiern Union e^jahnsch ,nerzen ,nehv v, Mitina-ti». Nr. Pennl.-Äoeiiue!"' L. Steintivfe?, Nr. <<6. Wesl-Saiiiiiioresir ! I. Baumgarlner, Ecke Prall und Lrcsidknlftiake; Zt. » Earl Sivhl«, Ccniral-Hae der Boiton» und H. Ma», Re LR, Süd-Kroadiy,.»? s icß i H. Zrildler, Är. IW, «ord. Linhunderl Lollars bejahten wir Jedem, welche, Nachweis, daß die allere, >ngKe Menge Mos tdiii« »Frup, wie dieses dei allen andc,n der Falle ist. Flasche. A. Si cMSIjS.IZi»wi?Z Bailimori. Md. Vermischte Anzeigen. Tas große Hcilmittrl für Schwindsucht, welche durch zettle Zuflucht zu diesem Mu? sterpräparate geheilt werden kann, wie eS durch die Hunderte von Zeugnissen, welche die Eigenthümer erhalten laben, bewiesen wird. Tiefes ist vcn vielen den Aerzten anerkannt als das zuverläs sigste Heilmittel zur Erleichterung und lung aller Lungenleiden, da-Z je eingeführt wurde, und eZ wird dcinPubükum als durch die Erfahrung von mehr, als vier Jahr zehnten erprobt angeboten. Wenn man in der Zeit dazu seine Zuflucht nimmt, so ermangelt es seücn, Heilung zu bringen, auch in den schärsslen Fällen von Husten, Bronchitis, Eroup, Keuchhusten, Grippe, Asthma, Erkältung, Rachengeschwüren, Schmerzen in dcr Nrust, Seitenslich, Le berleiden, Langenb!utun.z )c. Ristar's Balsam macht einen Husten nicht trocken und läszt die Ursache zurück, wie dies die meisten Präparate lhun, sondern er lös't ihn und reinigt die Lungen und besänftigt den Reizzustand, in dem cr aus diese Weise die Ursache des Leidens entfernt. «Set!) b>s Avhncu, vosloii, Mass. Lahlt MjiS wurdc das M erilan is ch e Msmng-Ammeltt Mußauß-Amment zuerst in Amerika bekannt. Seine Eigen, schafien sind sehr wohl bekannt. Es ha: das Verdienst, dns älteste uud beste Liniment dcr Welt zu sei». Betreffs der Millionen iiber Millio nen Flaschen, die verkauft «rurden.har bis dahin auch nicht eine »inziize Beschwerde uns erreicht, n»d als nn heilendes und schmerzstillendes Liniment ha: es N'.chl seines Gleichen ! ! kann mil ii ii begrenztem Veurauni in allen Fällen ron Schnittniunden, gen, BrandlvuiUen, Aeircnkungcn, Rheuma tismus, Karlen Gci.lnvüisten,' Bißwunden, Frostbeulen, ersrolencn Fü ßen und Ohren u. s. w., ». s. w , bei allen Pcr'oi'en nnd gegen Verstauchungen, Rehe (Steifheit). Rtngbcin, Nackensisteln, geschun.- dencr Haut, Ftußgalle, Ktaaenriß, Spat, Zucksuiz, Reibwullden durch Sultel. Ku umei und Gejchiir, auch gegen Augen- uud Ohren krankheiteu bei Maitltbikr.'u cdcr Rindulr!) Das Milftallg- Linimlllt heilt auch Neuralgie, Rheumatismus, Gicht, lahmen Rücken. Salzilitß, giftige Bisse, äußere Kna chen- und Muskel - Leiven, wehe Biuftwarzen u. s. >». uid kann mil Recht alt die Paaacäe sür alle äußerlich? Wunden KS" Man merkc wohl, diese« Lini ment sam nicht in eintm Tuge odec Jahre eu.por, das die absurdesten und nn naluilichsten sturen, wie sie für wie Pilze em. vorgeschossene, ncue Linimente beansprucht «eroen, vollkrach! Hab»» sollte. Sonder» uns stehen eine E>ial:ru>ig und 'brüizcil von über dr»ißig Jahren mil den wesentlichste» Nesulialeii und eirer Masse rou Zeugnissen zur Seile. Erweist sich das Liniment nicht so, wie eS daö zurückgegeben. M-i» lasse sich r>n,l durch oeu Gebrauch nes anderen Liniments, für welche» dieselben Eigkiischaiien m>d Resul'ate beansprucht wer. hintergehen! Sie sind nur Lug nud Trug. Mau q.he sicher u»d hole sich nur das Amerikanische Mustang-Liniment. Es ist bei allen Apothekern und in al len zu 25, Cents und §l pro Flasche zu haben. Man gebe oul Größe der Flasche, Berpak. kung u. j. w. Acht! «Apr a.W .'ck-v,i.-M<e,T.D.«.) Ä.Ayer'ö mittel zur Umändilung grauerHaaie in natürliches lebenökräsiigcs Haar mit der ursprünglichen Farbe. haare die urivrmiqllche Karde wieder " sein/Wir", tun» lsi ficher und unichadlich hei» Grinckops und Schorf, heblalle Unrewlgleiten und erhall d e Naxlhaui h"i/en der'"lb"n welchen «iigeujchasleu»ranl. Ali Damrnwilelle Mittel wird es weqen seweS ange. Nklimcn und lieblichen PartiiinS allgeuiein »epr esen und wegcrr de« lamvieiiirn Glanzes und Irkfiigen «u-se. !>?»«. welches es dem Haare verleibt. Überall bowae .. Anaejerti gi von . v. j„ V.weN. Wk-ss., prallilchcn u. anal» lirenden Che mlke rn^ allttt Apothekern und Arzneih'n.lcrnzu haben. (AyrMS.IZ .i j a.T.t.« > P. Hausou Hist ä- Comp., MSdetu und Vorhänge-Stoff«, sranMjchr Zicrrathea «r. «ord.EharleSftraAe, I. Parkhur EomiNiMonare im NUgemeineu und Händler in Si>eiu , Parenr-, t!ik»i»unle»° Wnllftja».. S.!.ma>j . Zaiq., Fijch . «eusuiidiSnder . >uai!s-, «an!-, ?c«aii>»u> . Sianai. Sylinrer , Spindel-, Maschinen-. Wek-Virainia bricai i-z-, „cinerai-. So>ar S»eem- «häii von°ro bis IZ! Grad aaS>, Paraftn«.. Kusine, uno iiob>lii - Oe>. Latcnl-Walbs-. «a. lmperial, uns »damunl ne - «ichler iow.« auch LZa->e„ia>m,en vun oor«üg»ch« Quaillii au» «llgti ndd zu.« Merlau,« ,» de» »irdriqaeii Mark,. i-reiien «II «ou»I>«ro»,. lSuaü.iSMte» Steservoir-,Famitteü- u. «Srtra- Mehl. Ich wach« je», »dize ?°r»ügUihe «,dc. weiche ich Händlern «ujannedMdareßidlv-illigencd- Sern»,, v e un« i! , cha „,lä. l >voa, und Sr. D-n «i «-L «»« r. «»cbl. vtr. SN und L. i.aT., »sldLwr-

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