Newspaper of Der Deutsche Correspondent, May 15, 1873, Page 4

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated May 15, 1873 Page 4
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Ter Teutsche Csrrtspondcni- ! Baltimore, I-Z M'i IB7Ä. ' StsdL Blutimore. T'ic deutiae Wah!» Wir iiebmen wtt Vergnügen wahr, daß das deutsche Eleme'". heut? zadlieicker, ais je, aui den Wahlzetteln zur Be chicknng der de niotraiischen Stadt Convention verirrten ist. Eine Reihe unserrr achibarsten Mitbürger hat die Benutzung ihres Namens erlaubt. Be darf es unserer Aufforderung, den Tickets, welche die Namen von Adoptivburqcrn ent fallen die vollste Unterstützung zu Theil wer den zulassen? Eine neue Ltadt - Konvention. Heute finden in den zwanzig Ward« der Stadt die Wahlen zur Beschickung der demo- Iratisch-conservativen Stadt-Convention sür das neue politische Jahr statt. Auf die Wich tigkeit der Sladt-Convenlion, welche gewisser n axcn mit der Leitung der Angelegenheiten d«r Partei betraut ist, haben wir wiederholt aufmerksam gemacht. Die Convention be stimmt nicbt nur die Zeit und den Ort der PrimärwabUn, sondern übt auch cinen we sentlichen Einfluß aus die Geschicke der Par tei aus, indem sie die direkte Vermittlerin bei allen Mißhelligkeiten ist, die nur zu oft im engeren Kreise der Politik störend das Resul tat zu behelligen geeignet sind. Die Ernen nung der Wahlrichier gehört ferner zu den Prärogativen delStadt-Coiivcntion, und jeder Bürger kaun nur wünschen, daß dazu ehrliche, rechtschaffene und unparteiische Männer ge wählt werden. Eine allgemeine Betheiligung an der Wahl ist deshalb nicht nur ein politi sches Gebot, sondern heute, wo die Gegner unter allen möglichen Verlaupungen im Trü ben zu fischen versuchen, eine unabweisliche Pflicht. Jede Ward sänckt fünf Vertrcter in die und da wohl in sämmt lichen Ward« mehrere Ticket« im Felde sein werden, so wird die Auswahl der tüch tigsten und besten Männer wesentlich erleich tert. Die stellevjäger werden nach alter Manier sich bestrebe», die Wahlen im Persön lichen Interesse zu manipuliren, und dieses zu vcrhüten, sollte heute die Ausgabe der Bürger sein. Wir wünschen wedir tcmpcrenzlerische Fanatiker noch nativistische Woitsührcr in ver neuen Stadt-Convcnnon, wedcr Fusio riislen noch Leute, die eines Amtes halber ihre Paneifarbe verlaugnen und mit dem Inte resse des gewaltigen Elementes, das nach wie vor den Mittelpunkt des großen Fortschrittes der Republik bildet, ci» böses Sp'cl treiben. Mögen* der Demokraiie auch noch so viele Schlacken anhängen, sie ist noch immer eine Partei des lebendigen unerschütterlichen Kam pses gegen Willkür und Coiruption, und wird bei den bevorstehenden Herbstwahlen aus's Neue beweisen, daß sie jeder billigen Forderung im Interesse des Gemeinwohles und nur bewährte Männer ,u ihren Wortführern und Vertretern auserle len wird. Und zur Erreichung dieses Zieles ist die Hülfe Aller irfoiderlich und anstatt der bloßen Bcschwcrdefülirung über Mißbiäuche, des Tadel« über politische Fehler, greise man heuie selbst mit iii's Rad, gehe zu denSiimm orten und wähle die tüchtigsten, besten und vertranenswerlhesten Bürger in die Sladt- Convention. Die Stimmlokale sind von Mittags 12 bis Abends 8 Uhr offen, und je zahlreichcr und nachdrücklicher wir im Sinne der demokiatiichcn Partei stimmen, desto se gensreicher müssen die Resultate sein, die da durch dem Gemeinwesen erwachsen. Abfahrt des englischen Dampfers „Moravian." Der zur Allan'fchcn Linie gehörige englische Dzmpser „Moravian," Capt. Graham, se gelte gestern Mittag Punkt 12 Uhr von hier über Halifax, N.-Sch., nach Liverpool ab. Er nabm folgende 17 Cajüteupafsagiere: Ehrw. I. S. B. HodgeS und 4 Damen, die Schwester Anna Moria Elsie, Frls. V. Lo max und Kate Johnson, Antonius Brady und Frau, John Roß und Familie, Wm. Easion, James Miller, Dr. W. W. Doug iaß, Michael Cosiin und P. Barry nach Li' verpool, Frau S. B. Hobbs, Eduard Nan gel und W. L. Romkey nach Halisax und 28 bestand aus 5500 Scheffeln Mais, LBOZ ditto Mai«, 1025 Ballen Baumwolle, 13 ditto Baumwollen-Zwillich, svSlücksässernStärkc, 152 Oxhosten Taback, 165 Tonnen Oelku chen, 200 Säcken Gerberrinde, 8 Kisten Pö> telschweincflcisch, 146 Kisten eingemachte Früchte und 25 Fässern gedörrter Aepsel jchnitze. Das gestrige Wetter. Die bis ge stern Nachmittag H 5 Uhr aus dem Bürean des Signal-Corps eingelaufenen Depeschen berich teten leichten Schneefall auö Mouut Washing ton, sowie Regen- und drohendes Wetter aus den süd-atlant!schen, mittleren, südlichen und äußersten westlichen Staaten. Der Ohio ist noch im Fallen »begriffen, ausgenommen bei Lonisville, wo er leicht stieg. Der Mississippi war überall ctwas im Steigen begriffen. Die Temperatur zeigte im ganzen Lande einen niedrigeren Thermometersland. Wetteraussichten. Nördliche Winde, bewölkter Himmel und Regen. Etn - und Aussuhr. —Es kamen fol gende Fahrzeuge aus dem Auslande hier an: die Brigg „Alfred" mit 11,191 Häuten, 45 Ballen Haare, 57 Tonnen Knochen, 42Kisten Klanenöl und 26 Ballen Gmras von Paysan der; die Barke „Elvcilon" mit 253 Oxhofien und 65 Kisten Zucker vou Matanzas; die iiorw. Barke „Aquilla" mit 1939 Stahlschie nen von Swanjea; der Schorner „Ella M. Pennell" mit 3L9 Oxhoslen und 33 Pipen Melasse von Maianzas. Es segelten nach dem Auslande von hier ad: der engl. Dampfer „Moravian" (siehe sein Frachtverzeichni ß an anderer Stelle!) nach Liverpool; die deutscheßarke „Johann Marie" mit 889 Oxhst. Taback, 100 Fässern Waizen mehl, 450 Säcken Rinde und 5000 Faßdau ben nach Rotterdam; die norwegische Barke „Prima Donna" mit 23,433 Scheffeln Mais nach Newry in Irland; die russische Barke „Capman" mit 29,082 Scheffeln Mais nach Cork in Irland; die Barke „Lapwing" mit L5OO Fässern Waizenn ehl nach Rio de Ja neiro; die norwegische Bark- „Victoria" mit 21,319 Scheffeln Mais nach Tralee; die engl. Brigg „Amelia" mit 349 Tonnen Kohlen nach St. Thomas. Die Verlängerung der Frank linst raße. Hr. Ford reichte gestern im zweiten Rathszweige eine Petition von Henry McShane K Comp, ein, die Franklinstraße von der North- bis zur Hollldaystraße zu ver längern. Ueberwiescn. Der Durchbruch der Chasestr. Hr. Mills ries gestern im zweiten Zweige des Stadtrathes eine Veividnuiiz auf, die Ein sammlung der Besteuerungen für den Durch bruch der Chafestraßc bis zum 1. April 1874 hiuauszufchieben. Auch der erste Zweig nahm die Verordnung später an. Tic Squares am Mount Ver non - Plac e.—lm ersten Rathszweige ging gestern eine Verordnung des zweiten Zweiges ein, die HH. Thomas, Decainr, H. Miller und Th. M. Lanahan als Commissäre für die Squares am Mount Vernon-Place zu er nennen. Auf den Tisch gelegt. Der Projekt irte Square vor dem neuen Rathhause. Hr. King unter breitete gestern im ersten Ratl>Szwe>ge einePe' tition von Hugh Geisten u. A>, Betreffs der Einrichtung eines ossenilichen Squares vor dem neuen Rathhause. Ueberwiesen. Feuer-Apparat für Virginien. Feuk.Jnspektor Charles T. Holloway hat einen neuen, nach einer von ihm entworfenen Zeichnung gemachien Haken- und Leiterwagen an die Adresse von John R. Spillman, Cbef- Jngenieur des Warrenton-, Va., Fenerde partemeiils verschickt. Das Gestell ist mit den dazu gehörigen nothwendigen Gegenständen versehen, stark gebaut und kann trotzdem »on 4 Leuten mit Leichtigkeit gehandhabt werden. Behuss der Ansertignng von Excerpten au» den Besitz titeln der Stadt auf die Fahrwege und Gäizchen der Stadt rief Hr. Orndvlff gestern eine Verordnung im ersten Rathszweiae ouf. Die Verordnung schreibt vor, Hrn. I. M. Brewer die Anfertigung d.'r Excerpten zu übertragen und Kl5OO für die Bestreitung der entstehenden Kosten zu verwil ligen. Die Verordnung wind: dem betreffen den Comite überwiesen. Der 81. Geb urts ta g des Papstes wurde am Dienstage in den katholischen Kir chen durch feierlichen Gottesdienst begangen. Die Correfpondenzkarten sind endlich nach langem War'en des Publikums fertig geworden, und die Hast, mit der sie ge tauft werden, zeugt hinlänglich dafür, daß das Postdepartcment einem großen Bedürf nisse entgegen gelomireu ist; dieselben gewäh ren nicht bloß eine wesentliche Ersparniß an Frankaturkosien, sondern auch au Schreib material und namentlich an Zeit. Für lange Mittheilungen sind sie freilich nicht geeignet, denn es sind bloß 5 Zeilen Raum auf der Rückseite zum Schreiben gelassen. Der Ge danke, daß man jetzt für 1 Cent eine Nach richt von Texas nach Minnesota oder von Maine bis Alaska senden kann, hat in der Thal ctwas Urberraschendes. Die Correspon denzkarte besteht aus steifem, siennabraunem Papier und tläzt auf der Vorderseite solgende Worte: - VXIIKD l>istsge,- I c'.N!l> (lieack) ! !' Oeffe nl l i chc Mei n Ii ns. ES herrscht in allen iiieisn u-ser.r Vcvölwung > allgemeine Btfiiediijnug üdcr die Veuulhel i lun g Hollobon's; zu gleicher Ze t wird aber k auch Unwillen lant über die Art und Weise, i wie man Sympathie für N cholson zu erre- gen sucht. Die öffentliche Meinung urtheilt, daß Nicholson, welcher angeblich schcn vor ,wci Jahren seine Frau zu verleiten suchte, i ihm bei der Ermordung der Frau Lampley > l behülslich zu sein, der schuldigereTheil sei und i daß er deshalb ebenfalls gehängt werden sollte. Di e Holzscb u p p e n inderNähe des neuen Rathh a u s e s.—Der grö> ! Bere Theil der vor dem neuen Ratbhause er< richteten Holzschuppen ist jetzt entsernt war den, nachdem dieselben lange Zeit die dortige Gegend verunzierten. Hoffentlich wird der Schuppen an der Northstraße, der den Ver kehr auf dieser Straße in solch' unangenehmer Weiie beeinträchligt, ebenfalls bald eatsernt werden. Der Brand derprotestantisch bischöslichen Himmelsahrts-Kir che. Der Ursprung des Feuers, welches diese an dem Lasayette-Square, Ecke der Ore gon- und Townsendstraße, gelegene prächtige Kirche einäscherte, ist noch ininnr ein Geheim niß. Feuerinipektor Holloway ist noch immer beschäftigt, Nachforschungen anzustellen, aber es ist Ichwer zu sagen, ob das Geheimniß aus gellärt werden wird. Den Umständen nach ist man geneigt, zuHlauben, daß das Feuer das Werk eines Brandgistcrs sei, obwohl eS auch möglich ist, daß die Ursache des FeuerS, wie bei dem CatonSviller Brande der St. Ttmoleus-Halle im vergangenen Sommer, in dem Spielen mit Streichhölzern Seitens eini ger Kinder zu suchen ist. Es heißt, daß seit dem letzten Mittwoch kein Feuer in den Heiz apparaten gewesen. Die Kaminröhren reichen sast bis zur Mitte der Seitenmauern. 50 Fuß von dem Platze, wo das Feuer ausbrach; die Oeffingen, aus welchen die Hitze hervor dnngt, befanden sich fast in der Mitte der Kirche, während das Feuer augenscheinlich in der Spitze der Giebelmauer des westlichen Schiffes, nahe dem Fundamente des Thurmes, 12 oder 19 Fuß über der höchsten Gasflamme und 40-50 Fuß vom Boden entfernt, ent stand. Der Küster reinigte die Kirche am Montage und traf, wie wir berichteten, Vor bereilungen für die Trauung, welche Abends dort stattfinden sollte. Als er am Nachmit tage fortging, verschloß er die Thür, und es schien Alles in Ordnung zu sein. Das Gebäude war aus rauh bearbeitetem Maryländer Marmor nach rein gothischem Style aufgesührt. Der westliche Giebel war mit einem Steiukreuze gekrönt, darunter be fand sich ein großes, prachtvolles sogenanntes Rosenfenster mit künstlich gemalten Scheiben. Das Gebäude war 112 Fuß lang, 64 Fug breit und die Mitie dstz Schiffe« 72 Fuß hoch, mit einander durchkreuzendem eichenen, geäder ten Sparrwerk, einer geschmackvoll gemalten Decke und mit einem' Schieferdache versehen. Die Seilenmauern der Kirche hatten acht Ver tiefungen; sechs davon wurden durch gothische Bogenfenster erhellt, wovon ein jedes mit ei nem dreiblätterigen Stein-Ornamente verziert war. Ungefähr 8 Uhr Abends, al« da« neuer zu erst entdeckt wurde, sah man aut dem Dache der westlichen Giebelmauer Rauch und Flam men aussteigen. In wenigen Minuten waren das ganze Schiff und das Innere der Kirche erhellt; das Feuer hatte sich zu der Zeit nur der Schwibbögen und der oben angebrachten Verzierungen bemächtigt. Diejenigen, welche zueril eindrangen, sahen die Flammen aus dem Holzwerke de« Daches über der Orgel ° hervordringen. Es war unmöglich, diese ' Höhe zu erreichen, nm dem Feuer betzukom men, und nur ein starker Wasferstrom, weichen 5 man wegen der ungenügenden Wafserzusuhr in diesem hochgelegenen Stadttheile nicht an« e weuden konnte, wäre im Stande gewesen, - dem Feuer Einhalt zu thun. Die Nachbarn» r welche von ollen Seiten des Squares hinzu. . eilten, mußten rathlos und müßig dem Fort : schritte des Feuers zusehen und konnten sich e nur mit dem Fortschaffen der transportablen . Gegenstände befassen, bis die Feuerwehr mit y ihren Spritzen ihnen zur Hülfe kam. Auch . dann war der Wassermangel wreder sehr fühl - bar, und es wurde durch da« Aufsuchen der . entfernt gelegenen Feuerpflöcke viel Zeit ver - loren. In Folxe der großen Hitze zersprangen z die gemalten Fensterscheiben, wodurch die t Flammen sich concentrirten, und bald war o das Innere der Kirche ein große« Flammen o meer, das jeden verbrennbaren Gegenstand rasch vernichtete. Die Maliern haben mehr - gelitten, als man zuerst annahm. Die spitzi - gen Steinbögen der Kirche sind durch die im e mense Hitze gesprungen, der obere Theil des - runden Fensters ebensalls demolirt. Der Thurm ist von dem Feuer geschwärzt und ver. unstaltet, und der größere Theil desselben muß . wahrscheinlich abgetragen werden, ehe die Kirche wieder ausgebaut werden kann. Die Mauern stehen noch m der Höhe von 60 Fuß; sind sie nicht gesprungen, oder weht der Wind sie nicht um, so können sie noch als Ban ? grundtage dienen; höchst wahrscheinlich wird man sie dem Erdboden gleich machen müssen. ! Aus der Kirche hat man die beiden Bifchofs ' stühle, den Communionslifch, den Taufstein und die Kanzel gerettet und in der auf derEcke gegenüber gelegenen Wohnung des Hülfs- Feuer-Commissärs Boyd sicher untergebracht, e Das zur Zeit des Brandes leer stehende, nahe gelegene „Lasayelte-Jnstitut" des verstor ° denen Professors I. I. Kennedy fing durch ! Flugfunken ebenfalls Feuer. Die Polizei er ' brach jedoch die Thür uud unterdrückte die Flammen, welche nur weuig schaden ange richtet hatten. ' Der Rektor der Kirche, der Ehrw. J.E.Ca ' theil, und die Kirchenvorsteher hielten, wie der ' Leser weiß, gestern eme Versammlung ab, in welcher sie beschlossen, sosort mit dem Wieder aufbaue der Kirche zu beginnen uud die stehen denManern so viel, als rathsam, zu benutzen. Es wurde zugleich beschlossen, aus dem sich hinter der Kirche befindenden freien Platze ein zeitweiliges hölzernes Gebäude zu errichten, in welchem bis zur Beendigung des perma nenten Baues der Gottesdienst und die Sonn tagsschule abgehalten werden sollen. Man gedenkt, wenn möglich, die am 25. Mai statt findende Jahresseier darin abzuhalten. Unter den vielen Freunden, welche den Oberpsarrer vorgestern besuchten, um ihm und der Ge mciiide ihrßeileid onszudiückin, befanden sich Pastor Dr. Rankin von der pivtestantisch bischöslichen St. Lucas-Kirche und der Ehrw. Grammer von der protestantisch-bischöflichen St. Peters.Kirche, welche der so schwer heim gesuchten Gemeinde den Gebrauch ihrer resp. Kirchen anboten. Seit Riederschreibung desObigen erhal ten wir über den Ursprung des Brande« sal zende authentische Auskunft: Am vergange nen Sonntag Morgen wurde Hr. Smith, der Sakristan der Kircbe, von einer jungen Dame des Chores aus cinen dunklen Punkt, welche» sie für ein Wespen- oder Horuissennest hielt, aufmerksam gemacht. Dieser Punkt befand sich über der Orgelgallerie, bei der Vereini gung der Dachslützen mit dem westlichen Gie bel der Kirche, und da die junge Dame den Küster auf die unangenehmen Folgen, welche der Slurz des NesteS während der Kirchenzeit haben könnte, hinwies und ihn dringend er suchte, dasselbe wegzuräumen, so versprach Hr. Smith, dasllr zu sorgen, und begab sich Mon tag Nachmittag um 4 Uhr an die Arbeit. Er sand jedoch größere Schwierigkeiten, als er er wartete, da die Leiter bei Weitem nicht hin reichte, um die Stelle zu erreichen. Er faßte daher die Idee, die Puppen oder Chrysaliden der angeblichen Insekten auszuräuchern, und benutzte zu diesem Zwecke ein kleines Licht, welches er an eine lange Stange, vermittelst welcher die Lichter in der Kirche angezündet zu werden pflegen, befestigte. Nachdem er das Nest einige Minuten angesengt hatte, gelang cs ihm, e» loszubrechen, sah aber weder Wes pen, noch irgend ein anderes Geihier, bemerkte ledoch, daß sich kleine Papierstückchen unter dem Inhalte des vermeintlichen Nestes befan den. Nachdem dies geschehen war. durchnäßte er zur Borsicht einen Lappen, welchen er an der Stange besestigte, und feuchtete die Stelle, an welcher sich das anstößige Nest befunden hatte, gehörig an, um jeder Feueisgefahr vorzubeu gen. Er blieb dann noch bis H 7 Uhr in der Kirche, da andere Arbeiten seine Gegenwart in Anspruch nahmen. Bis zu dieser Zeit waren keine Anzeichen von Rauch oder von brenzli chem Holzgeruche vorhanden; er verließ die Kirche obne die geringste Ahnung von irgend welcher Gesahr. Man nimmt nun an, daß sich noch ein Nest in einer, dem Auge verborge. nenFnge besunden haben muß, durch das dar an gehaltene Licht zu glimmen anfing und so 3—4 Stunden langsam sortglimmte, bis es schließlich durch eincnLuftzuq zur helleiiFlam me angefacht wurde. Die Gemeinde sowohl, wie Alle, die Hrn. Smith kennen, sympathi siren mit demselben wegen dieses seinerseits gänzlich unverschuldeten Unglücks. Sein Ver halten in dieser Angelegenheit mag unweise erscheinen, jedoch ist ihm durchaus keine Nach läisigkeit vorzuweisen. Sowohl der Rektor, als auch der Kirchenvorstand und die Mitglie der der Gemeinde sprechen ihn von jedweder Schuld an diesem unglücklichen Ereignisse frei. Die HlmmelfahrtS - Kirchen-Gemeinde hielt gestern Abend in der St. Barnabas- Kirche, Ecke der Blddle- uud Divisionstraße. eine Versammlung, in welcher Pastor Cathell. Oberst P. M. Snowden, Pastor Dr. Giesy und Hr. W. F. Lockwood Vereinigung aller Kräfte und energisches Vorgehen zum Wieder ausdaue empfahlen. Die neue hölzerne Kirche soll schon nächsten Sonntag früh mit Gottes dienst eingeweiht werden; für ihren Bau sind Ä7OO bereits gezeichnet. Plan zur Gründung einer Vor siadt. Eine Anzahl von Bürgern imd Grundeigenthumbcsitzcrn des 1. und 13. Di strikts, und jenem von der „Westlichen Mary land-Eisenbahn" uud LibeUy. Road südlich und westlich gelegenen Theile des 3.Distrikt», Baltimoie-Couiily's, hat einen Aufruf zu ei ner öffentlichen Versammlung der Bürger cbengeiiannler Theile Baltimore County's er^ geben lasse?. Besagte sollen sich in Catons« 5 villi, Sonnabend, den 17. Mai, um 4 Uhr c Nachmittags versammeln, um die Magregeln , zu treffen, jenen Distrikt unter dem Namen , LarrolltoN' oder Ctton City der Stadt einzu verleiben. Der zur Einverleibung vorgeschla- s gene Distrikt umfaßt einen blühenden und s schonen Landestheil. 1 DicneueAuszugs-Maschinein s Bornum'« Hotel arbeilet ausgezeichnet und ist bei den Gallen, vorzugsweise bei den Damen, sehr beliebt geworden. Michael, ei ncr dcr Stuhl-Conduktcure der Maschine, be richtet, daß während eines einzigen TageS 131 Auffahrten, welche 741 Passagiere getra gen, gemacht worden seien. Der „Lord Baltimore-Club" abermals siegrei ch —Der „Lord Bal- und die „Muiuals" von New- Ni>rt dielten vorgestern auf dem Newington- Paike ein Schlagballspiel ab, welches mit ei nem Siege des ersteren Clubs endete. Die „Baltimorer" halten nach neun Gängen 11, die „Mutuals" nur 7 Pointen auszuweisen. Die Direktoren der „Ehesapeake- Ohio-Eanal-Compagnie" versam melten sich vorgestern in AnnapoliS. Präsi dent German unterbreitete seinen Bericht, aus welchem hervorging, daß die Einnahmen während des April »60,091.95 betrugen; die Ausgaben beliefert sich aus »17,88 t 22, dem nach erreicht der Netto-Gewinn »42,233.73. Die Zahl der im April über den Canal ver schifslen Tonnen beträgt 96,478. Nach Vcr lesung des Berichts vertagte sich das Direklo rium, nachdem man noch den Beschluß ge saßt hatte, sich am Montag, den 2. Juni, wieder zu versammeln. Ein botanischer Garten im Druid-Hill» Parke. Vor elwa drei Jahren verwilligte der Stadtralh eine be trächtliche Summe für die Anlegung eine» botanischen Gartens im Druid-Hill-Parke. Obgleich dießerwilligung eine sehr bedeutende war, so wurden doch keine Schritte gethan, um das Projekt zu sördern und das Geld ist bis heule noch nicht sür den Zweck, sür wel chen es bestimmt ist, verwandt worden. Jetzt hat Dr. Uhler, Bibliothekar des „Peabody- Jnstilules," die Sache in die Hand genom-- men und bereits »12,000 sür den Zweck col lektilt. Sobald die Subscriptionen, mit Ein schluß der Verwilligung, die Summe von »40,000 eneicht haben, gedenkt man die An lage eines botanischen Gartens in Angriff zu nehmen. Die Primär Wahlen in Baltimore- Counly werden am Sonnabend, den 30. Au gust, abgehallen werden. Rektorat s-A enderunge n.—Dmch die Beförderung des Hochw. Superiors Groß, <?. W. N., von Boston zum Bischof von Savannah sind folgende Veränderungen unter den Rektoren in hiesiger Stadl vorge nommen worden: Der Hochw. ?. Reklor Pctsch wurde von St. Alphonsus in Balti more nach Boston, der Hochw. I>. Reklor Leimgruber von St. Michael's nach St. Al phonsus und der Hochw. ?. Zimmer als Rek tor »ach St. Michael's versetzt. (Kath.DllSzlz Grund st ücks-Perkä u se. — Die HH. Clark Comp. versteigerten vorgestern das Haus Nr. 582, Weit.Pratlstraße, um »550 mit einem Grundzinse von St pro Frontfuß; ebenso das darangrenzende Haus Nr. 584, West-PraNstraße, um 5620 an Philipp Holz schuher. Gefährlich erk r a n kt. Hr. Fred. Pinkney, Hülss - Slaalsauwalt, welcher be r-itS seit mehreren Tagen in dem Hause des > rühmlichst bekannten Schauspielers Hm. i Owens in der Nähe von Towjontown schwer c erkrankt darnieleiliegt, wird schwerlich mit > dem Leben davonkommen und man glaubte , bereits gestern Abead, daß seine letzte Stun , de herangenaht sei. Hr. F. Pinkney ist der . Sohn des einst berühmten Advokaten Wm. . Pinkney. Als der Letztere vor vielen Jahren > als amerikanischer Gesandter in europäischen i Hauptstädten lebte, war sein Sohn bei ihm. t Cr eignere sich auf diese Weise manche Kennt i nisse und Ehifahrungen an, die er in seinem . späteren Leben praktisch zu verwerthen wußte, c Todeine S Gei st l i che n.—Der Ehrw. - John Berg, Prediger an der Waverly-Bapti , sten-Kirche dahier, starb am Montag zu e Hauipton, Va., in dem Hause des Pastors G. c F. Adams, wo er sich zum Besuche aufhielt. Die im zweiten Rathszweige gefaßten Bei z leidsbeschlüsseim Betreff des Ablebens c des Oberrichiers Thaie wurden gestern auch - im ersten Zweige angenommen. Bewilligte Entschädigung. z Der erste Zweig des Stadtrathes trat gestern r dem Beichlusse des zweiten Zweiges bei, dem . Johns Hopkins K 354.97 als Ersatz sür Be z schädigungen zu zahlen, die eine leckende Was e seiröhre seinem Hause am Exchange-Place zu - fügte. ; EinProzeß w e g e n e ine S T hea z terst ückes ist zur Zeit im BnndesbezirkS - Gerichte zu Boston im Gange. Waller Benn, ) längere Zeit auf der Bühne des Fiontstraßen . Theaters als „Bösewicht" und „Jntriguant" - thätig, und Frau John S. Raymond, auf der i Bühne als Frl. M. E, Gordon bekannt, sind - gegen Carlotta Leclercq und Arthur Cheney - auf Entschädigung sür Beeinträchtigung ihres , Lerlagseigenthumsrechtes aus das Theater > stück: „Die neue Magdalene" klagbar gewor - den. stechaffaire zwischen Seelen ten. Am Montag Abend gerieih E. Ja kobson, Capitän einer nahe Locust-Point lie gendenßrigg, mit zwei seiner Leute, Namens Schulz undErickson, in einenstreit, der bald in einen Kampf ausartete. Jakobson zog ein Messer und wollte mittelst desselben dem Schulz einen Stich versetzen. Schulz wich jedoch aus und das Messer kam mit dem Kopfe Erickson's i» Berührung, demselben eine leichte Verlegung beibringend. Die Po lizisten Härtung und Schwab begaben sich an Bord der Brigg, verhasteten die drei Seeleute und brachten sie nach dem Stationshause, wo sie bis zum Dienstage festgehalten wurden. Vor Richter Jardeu geführt, weigerten sie sich, sich gegenseitig anzuklagen und wurden in solge Dessen, nachdem sie ihre Strafen be zahlt hatten, entlassen. Der Angriff auf Hrn. Hardesty. Im KreiSgerichte für Anne Arundel-Co. zu Annapolis wurde vorgestern W. Henry, -Uiils Bnrch, überführt, einen Angriffauf Hrn. Geo. W. Hardesty, Mitglied des erstenßaths zweiges inßaltimore, gemacht zu haben, und um S7S gestraft. Er kam jedenfalls gelinder, als man erwartet hatte, davon. Diebstähle. Alfred Brown, ein Ne ger, wurde am Dienstag Abend vom Polizi »en O'Rourke unter der Anklage verhafte.', dem Daniel Callahan in Nr. 77, Nord- Springstraße, sechs Forellen gestohlen zu ha den. Richter Hagerty überwies ihn dem Ver fahren der Großgeschworenen. Wm. H. Wallace, ein Schwarzer, Possaw Berry, eines Jollen-Diebstahls be schuldigt. sieht im Gesängnisse, wohin ihn Richter Kreis gesandt, seinem Prozesse entge. gen. Peter Kilkelly soll der Margarethe Kil kelly ein Bild im Wenhe von Kl gestohlen ha ben. Vor Ricdter Tall eskorlirt, mußte er Untersuchllllgs-Cautivu stellen. Aus die Anklage, Wm. I. Gilliland einen Ueberrock gestohlen zu haben, befindet sich Michael Campayer bis morgen in Ver hörshaft. —John Armstead, ein Schwarzer, der Be stehlung des Hantsarb-Genossen Dennis Wal ker in Nr. 158, Eastern - Avenue, um einen aus <l5 gewertheten Rock angeschuldigt, ward nach einem Verhöre vor Richter Farlow Be hufs des Criminal-Versahrens dem Gefäng nisse überwiesen. Als dieVerhastung der angeblichen Laden diebinnen Elisabeth Werner und Tochter am Montage bekannt wurde, begaben sich, wie wir schon gestern mittheilten, eine große Anzahl Ladeninhaber nach der Office der Ge heimpolizisten Smith, Pierson 6- West in Nr. 47, West - Faytttestraße, um die Waaren zu identifiziren, die im Hause der angeblichen Diebinnen gesunden und nach der Office der genannten Geheimpoliusten gebracht wor den waren. Hr. Hamilton Easter identi fizirte zehn ihm gehörige Damenschleier, Hr. Louis Lemkuhl ein blaues Armband, die HH. T. H. Brown K Sohn eine goldene Kette und Hr. Mayer zwei Gabeln und einen Löffel. Wie es heißt-, begaben sich Frau Werner und ihre Tochter nach dem Hause des Hrn. Mayer an der Cheapsidestraße n. ersuchten besten Gat tin um eine kleine Gabe für eine arme Wittwe, die mit ihren fünf Kindern nach LouiSville, Ky., zu reisen beabsichtige. Mat. Mayer ging in's obere Stockwerk, um einen Dollar zu ho len. Als sie zurückkehrte, waren zwei ihrer silbernen Gabeln, sowie ein ans demselben Metall angefertigter Löffel verschwunden. Hr. Joel Gutmaun erkannte gleichfalls eine große Anzahl der gestohlenen Waaren als ihm ge hörig. Hr. John S. Eittings, Eigenthümer des Hauses Nr. 269, Nord - Dallasstraße, in welchem Frau Werner veihört, hat deren Mö bel mit Beschlag belegt, da ivin die Ange klagte einen Mieihsbetrag von S7S schuldet. Wegen unanständiger Entblößung auf der Straße sah sich Benjamin Litchfield vom Polizisten McLoney verhaftet und vom Rich ter Bell dem Criminalverfahren überantwor tet. Geldbußen. Georg Stäb, der Ost- Baltimorer Brauer, mußte, weil eramSonn tage Bier abgeliefert hatte, auf Verfügung des Richters Farlow >5 Strafe nebst Kosten erlegen. John Tompkins war über's Trottoir gefahren, wofür ihn Richter Hays mit S 2 Strafe nebst Kosten belegte. Als Vagabund bezog Albert Morti mer das Armenhaus aus Bayview auf einen Monat. —Landstreicherei verschaffte John Futter dreißigtägigen Aufenthalt in derselben An stalt. Mißhandlungen, Thätlichkei ten u. s. f. Johann B. Bändel in Nr. 4, Bath (Foundry)-Straße, zu Hause, genety Dienstag Abend wegen thätlichen Vergreifen« >' an seiner Ehehälfte in die Hände der Polizei ! und mußte aus Richter Hagerty's Verfügung in'« Gefängniß wandern. —Peter Volz von Nr. 117, SaratogiSr , der sein Weib mit dem Tode bedroht haben soll, ward dem Richter Hagerty vorgeführt, welcherihn vonFriedensbürg schaft nach dein Gesängnisse beorderte. Ein Schwindler. Ja der Umgegend unseier Ziadt treibt ougenblicküch ein vchmud ler sein Unwesen, doch erwarten, dag ihm sein Handwirk schon in den nächste» Ta gen gelegt werden wird. Derselbe sammelt Subicriptionen für „Armstrong, Cator Ä Comp.'s monatliche Äiiodeschrisi" zu SS 50 pro Jahr. Diejenigen, w:>che diese Summe bezahlen, sind um ihr Geld beschwindelt, denn d>e bekannte Baltimorer Firma Armstrong, Cator Comp, hat sich nie mit der Heraus gabe einer Modeschrift befaßt; der Schwindler soll übrigens eine beträchtliche Anzahl Sub scriptioiisgclder einlas sirt haben. InEnroPa. - Folgende Baltimorer be fanden sich am 26. April in Pari?: Mao. G. R. Amoß, Mad. E. Johnston, Geschwi ster E. Johnston, W. C. Pennington, I. B. Wyatt und Gemahlin. In Berlin hielten sich am selben Taqe R. B. Morrison, in München Raleigh Thomas und Familie, in Wien Z. F. Thompson und Gemahlin und in Venedig Frl. Mary Fiuley und R. F.Mc- Cay von Baltimore aus. Die Ge n.-A ssembl 6 e de res. byter i a n e r-Ä t rch e, wozu 35 Synoden gehören, tritt heute in Baltimore zusammen. Die Galtimorer Synode umsaßt außer unie rer Stadt noch New-Casile, Tel., Rio de Janeiro und Washington, D. C. Zwei bedeutendere Balls ch l a g-W e tt spiele fanden gestern Nachmitlag statt. In Washington wurden die „Washingtoner" von den „Mutuals" mit 2 gegen 6, in Phila delphia die „Athletics" von den „Phila delphiaern" mit 4 gegen 5 Pointen geschlagen. Hauptmannswah I.—JA der gestri gen Exlra-Bersammlung, welche die „Bür gerschützen" im Engel'ichen Lokale, Nr. 33, Nord-Gavstraße, abhielten, wurde Hr. W. B. Lipper zum ersten Hauptmann, Hr. Carl Schulmeier zum Mitgliede des Finanz-Co- und Hr. Georg Horst in's Verwal tungs-Comite gewählt. Nächsten Dienstag findet das Maisest der Gesellschaft statt. Die „Baltimorer Sch üben-Ge sellschaft" hielt gestern Abenden Lokale des Capt. Heiderich an der Post-Osjtce Ave. ihre monatliche -Versammlung ab. in welcher Hr. Karl Lemkuhl den Borsitz führte, wäh rend Hr. I. F. Requardt als Sekretär fnn g rte. Eine Einladung vom „Allgemeinen Deutschen Waiseuhaus-Verein" an den, be vorstehenden Picnic zum Besten des Wai senhauses lheilzunehmen, wurde angenom men. Es ward hierauf vorgeschlagen, sol genden Zusatz dem Artikel 37 der Neben gesetze beizufügen: „Zehn Prozent von allen im Lause eines Rechnungsjahres collektirtenMit gliedsbeilrägen, oder eine Summe, d>e solchen zebn Prozent gleichkommt, soll jedes Jahr vom jeweiligen Borsiande in einer von demselben l zu bestimmenden Bank gegen Interessen depo nirt oder in sonst leicht zn verkaufenden, guten Interessen zahlenden Obligationen oder Aktien angelegt werden, und wird hiermit be schlössen, daß dieser so creirte Fond nur zur Deckung und Abtragung der aus dem Parke und den Gebäulichkeiteit bestehenden Schuld (das Grand-Capital ausgenommen) verweil det werden j»ll. Sollte jedoch dieser Fond die Höhe von SIO.VVO erreicht haben, so kann der derartige Borsland einen geeigneten Vor schlag in emer Geueralvelsammlung der Ge sellschast einbringen, ob dieses Gesetz noch sei ner beizubehalten sei oder nicht. Die aus die sen Fond sollenden Interessen sollen jährlich zu einer bestimmten Zeit zum Capitale ge schlagen werden. Der ieweilige Borstand kann die zu dieiem Fond gehörenden Gelder jähr lich oder halbjährlich je nach Bestand derKafse zahlen. Dieses Gesetz soll oom 1. März 1873 in Kraft treten." Nach längerer Debatte wurde dieser Zusatz angenommen. Alsdann wurden 15 Aktien ausgegeben, wodurch der Gesellschaft eine Einnahme von »750 erwächst, und 56 neue Mitglieder aufgenommen. Hierauf vertagte sich die Versammlung. Nachstehend lassen wir den Aufruf der „Baltimorer Schützengesellschast" zur Bethei- an dem im nächsten Jahre in unserer Stadt stattfindenden Bundesseste des „Oeitli chen Schützenbutides der Ver. Staaten" sol gen: „Freunde und Schützenbrllder! Am 13. August 1872 fand in Philadelphia eine Vcr sammlnng von Delegaten verschiedenerSchüt« zengeselljchasten statt, deren Zweck und Aus gabe es war, den östlichen Schiitzenbund von Nord-Amerika m's Leben zu rufen. Die bei liegende Constitution wurde in dieser Delega teusitzung angenommen und datirt sich von diesem Tage an die Existenz des „Oestlichen Schützenbundes." Der Schützengesellschast von Baltimore wurde bei dieser Gelegenheit der ehrenvolle, wenn auch schwierige Auftrag zu Theil, das erste Bundessest in ihrer Mitte zu veranstal ten, und zwar im August des Jahres 1874. Wohl sind wir uns in der Uebernahme dieser Ehrenpflicht der namhaften Hindernisse be wußt, die sich uns in der Ausführung eines Bundcsfestes von so riesigen Dimensionen ent. gegenthürmen werden; aber ohne Zaudern ge hen wir an'S Werk und beginnen hiermit die einleiienden Schritte zu diesem großen Schüt. zenfeste. Es befinden sich Männer in unserer Mitte, in deren Liebe zum Schützenwesen, in deren Geist nnd Willenskrast, in de.en Energie und Ausdauer, in deren Sachkenntniß nnd Opfer bereitwilligkeit allein schon die Garantie des Erfolges liegt. Um nun diesem neuen Schütz bunde Geist und Leben einzuhauchen, bedarf es vor Allem der zahlreichen Betheiligung von Bundesvereinev. Es ergeht daher der eben so herzliche als dringende Aufruf an alle bra ven deutschen Schützenherzen dieses Landes zur rechtzeitigen und zahlreichen Betheiligung an diesem beabsichtigren großen deutschen Volks unb Schützensesle. Einer herzlichen Aufnahme dürfen Sie sich Alle hier in unserem gastfreundlichen Balti more versichert halten. Der Ruf der Gast freundschaft unserer deutschen Bevölkerung ist durch srüher in unserer Milte abgehaltene Turner-, Sänger, und Schützenfeie so vor. theilhast etablirt, daß wir getrost unseren ver ehrten Gästen genußreiche Stunden in un serer Monumenten - Stadt in Aussicht stellen können. Möge dieser Aufruf freudigen Wiederhol! finden da, wo immer ein Stutzen knallt. Am Hudsou sowohl als am Delaware, am Poto n.ac wie am Ohio, an den blauen See'n des Nordens wie in dem sonnigen Süden, und in den Thälern und Schluchten der Allegha. nies. Schiitzenbriider von Nah'und Fern! Laßt uns nicht lange in der Ungewißheit, ob wir auf Euren Beistand rechnen dürfen oder nicht. Stellt Euch em zu diesem großen deutschen Feste, zu dem edlen deutschen Weitkampse, der nicht schnöden materiellen Gewinnes halber geführt wird, sondern'in dem es sth um die Ehre handelt, der beste Schütze zu sein. Es gilt der deutschen Kraft, der deutschen Sitte, der deutschen Tugend; es gilt, durch Hebung und Förderung derselben uns die Achtung uu sere: eingeborenen Mitbürger zu erzwingen, wenn es uns auch nicht gelingen sollte, durch unsere deutschen Sitten und Gewohnheiten deren Gewogenheit zu erwerben. Vertrauen», voll wenden wir uus an alle braven deutschen Schützen dieses Lande», die das Herz aus dem rechten Flecke haben, das Ihrige zu dem Ge liiigeii dieses Feste« beitragen zu wollen. Wir bauen ausEnre sreudige und bereitwilligevei hülfe, wodurch es uns gelingen wird, ein Fest zu schaffen, das dem Schützenwe'en, sowie dem ganzen Deutschthum der Vereinigten Staaten zur Ehre gereichen wird für alle Zei ten." Demokratische Primärwahl. — Auch am Dienstag Abend wurden wieder in mehreren Ward« Versammlungen abgehalten, um Caudidaten für die heute stattfindende Wahl von Avgeordneten für die nxue demo kratisch conseroativestadt Convention auszu stellen. In dem Lokale des Hrn. Batzer an der Ecke der Eager» und Canalstraße hielten die Demokraten der 7. Ward eine Versammlung ad und nominirten sagende Herren als Dele» gaten für die Stadt-Convention: James Bond, Thomas Onion, JohnPhillips, Alex. B. Bryson und John Dempsey. AIS Beamte für die Ward-Organifation wurden nächste hende Herren aufgestellt: John T. Gorsuch, Präsident; E. I Caldwell, Thos. Cook, William Marshall und Surtis B. Simons, Vicepräsidenten; Lewis W. Neilson, Sekre tär; Wilhelm Eberwein, Schatzmeister. Die Demokraten der 10. Ward versammel ten sich vorgesterflAbend u. nominirten für die Convention nachstehende Abgeordnete: H. Seim, Ch. I. McAleese, I. W. Travels, H. König, I. C. Colton, R. I. Terry, I. D. Stewart, Oberst H. McCoy und H. G. Fledermann. Für die Ward-Organisation stellte man folgende Herren auf: H. Seim, Präsident; F. A. Stewart und I. W. Small, Vicepräsidenten; A. Aibext, Schatz

meister; S. Clotworthy, Sekretär, In der 17. Ward hielten die Demokralen am Dienstag Abend gleichfalls cineVeriamm lungab und nomimrten solgende Abgeordnete für die Convention: James Busey, H. Randolph, Ch. Dunn, W.Kennedy uud I. Hoffmann. Als Beamte für die neue Ward- O>rganijotion stellte man auf: Michael Wagner und Thomas Montgarity, Prästbenten; J.T. Longville und W. Schulz, Viccpräsideuten; W. Waltemeyer, «ckretär; Wm.Durm, Schatzmeister. I» der 13. War» nominirten die Demokra ten am selben Abend.' folgende Candidaien als Abgeordnete für die Convention: Otis Keilholtz, Dr.L.H.Dammaun.L.Cooke, Jno. T. Gvsnell und ChaS. P. Griffin. Als Beamte für die Word-Organiiation kellte man nachstehende Herren auf: I. I. Eook, Präsident.: Tr. L. H. Dammann, Viceprä sideat; O.'S. Hill, Sekretär; I. T. GoSnell, Schatzmeister. Auch die Demokraten der IN. Ward hatten aui vorgestern Abend eine Versammlung an beraumt und zwar in dem Lokale Nr. KO, Republicanstraße. Den Vorsitz in dieserLer sammlung siihrte Hr. I. T. Snowden. Es wurden sür die S;adt - Convention 17 Abge oiduete uomiliirt, von welchen am heutigen Tage 5 gewädlt werden. Fahrunsall.- Gestern Nachmittag ge gen Uhr wurde in Forrest-, nahe Hillen straße, das Pferd vor dem Michael Hold'scheu schen, von Charles Woods gelenklen Wagen scheu und ging durch. Nahe Monumentstr. wurde der Kutscher auf's Pflaster geschleu dert. Mcin brachte ihn nach der Äpotv-ke des Dr. Roberts, der den im Gesichte Verletz ten verband, zugleich rnnere Verletzungen be fürchtend; jetzt liegt Woods iu Nr. 108, Ost- Madisonilraße, unier ärztlicher Behandlung. Das scheue Thier fing man, ohne daß es mehr Schaden amicht-te, bald wieder ein. Auf dem deutsche-l «ivahlzettel der lj. Ward stehen unter den Delegaten zur Stadt-Con vention auch Copt. Karl Winiers und Hr. Georg Otto verzeichnet, wie aus der betreffen den Anzeige ersichllich ist. Die Demokraten der ersten Ward haben zwei „Tickets" im Felde. Das erste dersel jelben lautet, wie folgt: für die Stadt-Con vention —Jakob C. Rnsk, Wm. Heim, H. C. Schröder, C. Marshall und P. Philbin; für die Ward-Organisation—William Pul tey, Präsident; PH. M. Meagher, I. Cruse, S. Flaherty und M. Simmons, Vicepräsi denten; P. I. McDonough, Sekretär; B. Salzig, Schatzmeister. Nachstehend lassen wir das zweite „Ticket" folgen: sür die Siadl-Touvenlion Fran cis Kenny, Georg Franz, I. Flaherty, F. Herr und G. A. Cunningdam: sür die War d Maxwell, Präsident; Geo. Streckfuß, I. Daniels, Heinrich El'ässer und Heinrich Anion, Vicepräsidenten; C. Füller und F. Callan, Sekretär; Wilh. schminke, Schatzmeister. Die Temokraten der e. Ward haben außer dem „Ticket," welche« wir gestern veröffent lichten, noch folgendes im Felde: für die Stadt-Convention —I. S. Etchberzer, I. O. A. Robson, Alexander Kennedy, Capt. Karl Winters und Georg Otto; für die Ward-Organisation I. L. Baker, Präsi dent; Oskar Marks. Vice-Präsident; E. Ni cholson, Sekretär; W. McClintock, Schatz meister. Jahres - (Zonvent der (Zisenbahn- Maschinenmeister 2, Tag. Der Couveut trat gestern früh 9 Uhr im großen Saale von Raine's Halle wieder zu sammen. Da das Finanz Comite abwesend war, nahm man auf Hrn. Chapman's An trag einen Beschluß an, wornach der Präsi denk ein solches ernennen soll. Dieser kam dem Beschlusse nach, worauf man auf die Erörterung der Comite-Berichte überging. Zunächst nahm man den von den HH.Char les Graham, L. S. S)oung uad B. H. Kia der erstatteten Bericht über den vergleichswei sen Werth der Anthrazit-, bituminö en Kohle und des Holzes zum Erzeugen von Dampf in Lokomotiven vor. Hr. W. A. Robinson ans Toronto, Ca nada, bemerkte, jeder Maschinenmeister müsse die Wichtigkeit der wache anerkennen; es sei einSystem Beirefss des Metten-Verhältnisses nöthig, um den Kohlen» und Holzoerbrauch pro Meile zu bestimmen. So erdteli er einst einen Bericht, wornach auf seiner Bahn eine Klaster Holz 23, eine Tonne Kohlen 48 Mei len reichte. Bei näherer Untersuchung, wobei alle Güterzüge nicht in Berechnung kamen, fand er, daß die Klafter Holz 27, die Tonne Kohlen 31 Meilen Fahrt anhielt. W-chttg sei auch die Frage, in wie weit d.r Verbrauch von Henmaterialien von der Bauart des Kes sels beeinflußt werde. Ein iüchliger Lokomo tivcnfnhrer erziele bei dem einfachsten Kessel die meiste Ersparniß an FeueriingsMateria lien. Die in Amerika gebräuchlichen Rauch kästen seien zu klein und erregen eine» zu krampfhaften uud unregelmäßigen Lustzug, während ein großer Ranchkaslen als eine Art Lustkammer fungire und den Zug gleichmäßig und beständig mache. An den weiteren De batten über das Thema beteiligten sich die HH. I. H. Flyn, Fildrich, Robiaion, Spra gue, Wells, Howard Fry, I. L. Whyte.Wil son, Eddy Mio Andere; schließlich ward der Comite-Bericht angenommen. In der Lormiltagssitzuug nahm man noch solgende B richie nach mehr oder weniger ein gehender Besprechung an: über Bau, Wir. kung und Unteihaltskosten fortlaufender Zng bremsen, von den HH. Boon und W. S. Hudson; über die vcrglcichswe sen Kosten des Betriebs von Eisenbahnen mit 3j Fuß oder geringerer Spurweite uud von Bahnen mit der gewöhnlichen Spurweite von 4 Fuß 84 Zoll, von HH. Robinette, Eastman uud W. B. Smith; über die Wirkung compalteii diger Verbindungsstangen für Lokomotiven, von den HH. Seogley, Nesbilt und Chap man; über den Widerstand von Zügen auf geraden und gekrümmten Geleisen und aus breit- und eng purigen Bahnen und mit 4- und 6-räderigcn Waggons, von den HH. Ro binsou, Jackson und Ham: über die Wirk samkeit von Hemm- oder Sicherheils-Ketleii an Lokomotiv-, Beiwagen- und Waggon- Gestellen Betreffs Verringerung der Gefahr bei'm Entgleisen, von den HH. Wells, Peddle und White; über Antisriktions-Venlile, von den HH. Fry, UnderhUl und Thompson; über Compressious-Bremjen, von den HH. Mitchel, Graham und Street erstattet. Gegen 3 Uhr endete die Morgensitzung. Um 4 Uhr bestiegen die Mitglieder dcs Couvents mit ih ren Damen die bereitstehenden Kutschen, 100 an der Zahl, und fuhren nach dem Druid- Hill-Parke hinaus, dessen Naturschönheiten man bewunderte; ehe man nach der Stadt zu rückkehrte, erquickte man sich im „Mansion- Honse" an einem delikaten Imbisse. Abends 8 Uhr versammelten sich die Herren wieder in Raine's Halle und vertagten sich erst Uhr bis heule früh. Wahrscheinlich wird man heule mit den vorliegenden Geschäften aufräumen. Die projeklirte Bahnfahrt über Getlysburg nach wird wohl dahin abgeändert werden, daß man die Reise zu einer direkten und zwar in einem Cxira - Zuge machen wird. Heute Nachmittag beabsichtigt man, die Bauten und Werkstätten der vier Eisenbah nen, welche von hier ausgehen, in Augen, schein zu nehmen. Morgen gibt's einen Ab. stechcr nach Washington. Große Aufregung in der Baltimore strafie. E»ne Nichte verbucht, ihren Onkel zu erschießen, um das an ihr begangene Uniecht zu rächen» Gestern Morgen gegen l l Uhr herrschte in der Baltimore-, nahe Calverlstraße, eine außergewöhnliche Aufregung, welche dadurch hervorgerufen wurde, daß eine junge Frau, Namens Bertha McKee, ihreu Ontel Oswald Noack, Fabrikanten von Stiefelobertheilen, der sein Geschäft im dritten Stockwerke des Hauses Nr. 14L, West-Baltimorestraße, be treibt, zu erschießen versuchte. Bertha McKee ist etwa 2V Jahre a», von mittlerer Größe und anffallender Schönheit. Sie begab sich am Vormittage zu ihrem Onkel und nachdem sie einige Worre mit demselben gewechselt, zog sie ein Pistol hervor und machte einen Ver such, ihn zu erschieße»; ehe sie jedoch ihre Ab ficht ausführen konnte, hatte er ihr das Pistol bereits entrissen. Schnell zog sie ein zweites Pistol hervor, doch auch dessen wußte Bch Noack zu bemächtigen. Polizist Obed Steward, der von der Affaire in Kenntniß gesetzt worden war, eilte auf der Stelle in das dritte Stockwerk hinauf und nahm die junge Frau fest. Sie war nicht im Geringsten aus. geregt, sondern sprach ihr Bedauern darüber aus, daß sic ihren Zweck nicht erreicht hätte. Ohne Widerstreben folgte sie dem Polizisten nach dem Slationshauie, unbekümmert um die gaffende und neugierige Menge, welche einem Schwarme gleich hinter ihr Herzog. Im Statioushanse sagte ihr Onkel aus, dag er sie erzogen und bis zu ihrer Verheirathung für sie gesorgt habe. Seitdem habe sie un lautere Gerüchte, die seine Person betrafen, in Umlauf gesetzt. Um den Frieden zu wahren, habe er ihr K 25 gegeben mit dem Versprechen, ihr im August weitere 525 zu zahlen, falls sie schweige. Am Vormittage sei sie zu ihm ge kommen und habe ihm die Mittheilung ge macht, daß ihr Mann im Begriffe stehe, ihr Kind von ihr zu nehmen, Er habe ihr dann geantwortet, daß er Nichts für sie thun könne, es würde am Besten lein, wenn sie sich mii einem Geistlichen beriethe. Zu ihm dürfe sie nicht mehr kommen, da er eine Familie habe und sie nur den Frieden in d.rselven stöien würde. Hierauf habe sie ein Pistol hervorgezogen; ehe sie dasselbe aber noch abzufeuern vermöchte, habe er sich desselben schon demächugt. Auch ein zweites Pistol, das sie bei sich sührte, habe er ihr zu entreißen gewußt. Bertha McKee sagte aus, daß sie vor ihrer Verheirathung mir McKee den Na men Bertha Noack geführt habe. Als sielt.i jähnges Kind sei sie von ihrem Onkel von New Orleans nach Baltimore gebracht wor den. Der Letztere habe sie verführt und zu gleicher Zeit grausam behandeil. Nach ihrer Vermählung fei es ihrem Manne zu Ohren gekommen, daßNoack sie mißbraucht habe und McKee habe sie infolge dessen mit Verachtung gestraft und sie schließlich verlassen. Sie sei am Vormittage zu ihrem Onkel gegangen, um Hülse und Beistand bei demselben zu suchen. Als derselbe ihr aber jeglichen Beistand ver weigerte, habe sie in der Verzweiflung einen Vermch gemacht, ihn zu lösten. Nachdem sie diese Thatsachen mitgeideilt, wurde sie in ein Zimmer des «slatioirshanses gebracht, wo man sie bis 5 Uhr NachmittaqS einschloß. Leoor man sie aber in dieses Zimmer brachte, bat i>e einen Polizisten, nach ihrer Wohnung in Nr. 27, Canaistraße, zu gehen und ihr II Monate alte? Kind zu holen. Das Leyttre sei das Einzige» was sie in dieser Well ihr Eigen nenne ; ihrMaun habe sie verlassen und jeder Andere schaue mit Verachtung aus sie herab; selbst der Geistliche, an den > e sich ge- ' wandt, habe ihr das Betreten seines Hauses unter'agt. Um S Uhr Nachmittags fand Verhör vor Richier Hagerty statt. Während des LeroorS machte d>e juuge Frau salzende Aussagen: „Ich wugte nicht, was ich that, als ich das Pistol hervorzog, und hab» auch nicht die Absicht gehabt, meinen Onkel zu todten. Bevor ich zu ihm ging, war ich bei'm Staatsanwalt gewesen und halte ihn von al len Thaisachen in Kenntniß gesetzt. Er sagte mir, dag er Nichts sür mich thun könne; es würde am Besten sein, wenn ich den galt vor die Groggeschworenen brächte. Mein Onkel brachte mich nach Baltimore, a!S ich sieben Jahre alt war. Als ich das 12. Lebensjahr er reicht liatte, rersühtte er mich, rach'ein er mich schon früher in unanständiger Weise behan delt hatte. Ich verheirathete mich mit MeKee am 19. Juni 1871. Die Trauung vollzog Pastor Hauser. Mein Gatte ist ein Zimmermann und hatte im Winter nur wenig zu thuu. Ich habe einem Geistlichen alle Thatjachen mitge theilt, aber er schenkte mir nicht einmal Glau ben. Ich ging heute Morgen nicht zu Noack, um Geld von ihm zn verlangen, sondern ihn »u bitten, er möge Sorge tragen, daß mein Kind nicht in ein Waisenhaus gebracht wer de, sondern bei mir bleibe. Geld habe ich nicht von ibm verlangt; er bot mir iwo, damit ich schweige, aber ich weigerte mich, das Geld anzunehmen." Der Richter rief hierauf Noack auk und fragte ihn, ob er Bertha McKee eines Mord versuchs anklage. Noack entgegnete, daz er diese» lieber uiUerlassen möchte, woraus der Richter die junge <;rau entließ, nachdem er ihr noch den Rath ertheilt hatte, den Fall so bald, wie möglich, vor die Großgeschworenen bringen und Noack in Anklagestand versetzen zu lassen. HoUohan. Jeden Augenblick sieht «cheriff Kane der Ankunft des amtlichen Dokuments, weiches den 13. Juni als Hinrichtungstag des Mör ders Hollohau anberaumt, entgegen. Be kanntlich bat Gouverneur Whyte dasselbe be reits unterzeichnet, und ivar nur noch die Un terschrift des Staatssekretärs Hoiyday, der grade nicht in Annapolis aniveseud >var, nothwendig, um dem verhängnisvollen Er lasse legale iirast zu geben. Wie verlautet, ivll das Dokument gestern Abend hier eingetroffen sein, in welchem galle wobl Äane dasselbe dem „armen Sünder" vorlesen wird. Inzwischen vesindel sich Nicholson, der eigentliche Anstifter und ullmitieloare Urheber des Mordes, noch im Gefängnisse zu Annapolis, um den Appell an da« Ooergerichi abzuwarten. Seine Schuld isl ebenso gravicend, als die Hollührn's, uns er verdient noch weit weniger dem Galgen zu ertgehen, als sein Mord-6amecad. der fieur.d- lcs r, als der Mann der Enkelin der ermorde ten Klau Lampley, dasteht. Der Pro;»H gegen George Davis wegen Ermordung des Negers Rodert Perry» DaviZ des TodtschlagS schuldig befunden. George Lav>s, welcher am 28. April unter d?rAnklage, den Neg?r Robert Perrif imlahre 1863 ermordet zu haben, verhafte! wurde, ward am Dienstag im Kreisgerichte >iir Anne prozessirt und de» Todtichla ges schuldig befunden. Davis wohnt? in Ballimorc-Eounty iu der Nähe des Relaq- House an der „Baltimore-Ohio Eisenbahn." Bor einigen Wochen gerieth er m>t seinerFrau in Streit, wobei die Letzlere ihn der Ermor dung des genannten Negers beschuldigte. An dere Personen vernahmen die Aeußerung der Frau und die Erinnerung an die längs! ver yessene Mordthat wurde wachgerufen. Das Gerücht, da» Davi» mit der Ermordung des Negers in Verbindung brachte, weitete sich daraus weiter aus und drang endlich auch zu Ohren der Großgeschworenen, welche Davis darauf in Anklagestand versetzten. Aus den Aussagen der Zeugen, die vorgestern vernom men wurden, erhellte, dag sowohl Davis wie Peny zur Zeit der Affaire betrunlen gewesen seien. Perry wurde von Davis crichosscn und starb bereits drei Minuten nach dem Schusfe. Nachdem das Zeugenverbör ein Ende erreicht Halle, zogen sich die Gesch-voie iien zurück» traten aber schon »ach Verlans kurzer Zeit wieder in den G<richtsjaol und sprachen den Angeklagten des Todtschlags schuldig. Stadtraths» Verhandlungen. Im ersten Zweige vfferirte Hr.Gifsord einen Beschluß, dem I. P. Reisinger die Erlaubniß zu ertheilen, einen Schildpsosten vor Nr. 151, Süd-Bondstraße, zu enlferrien und denselben vor Nr. 193, Ost-Baltimorestr,, aufzustellen. Angenommen. Desgleichen ein Beschluß, dem Samuel Sands zu gestatten, hinter sei. nem Gebäude an der Ecke der German- und Sharpstraße einen Brunnen zu graben. Desgleichen ein Beschluß, an der Ecke der Stricker« und Suratogastraße Fliesplalten zu legen.— Desgleichen ein Beschluß, die Pumpe an der Ecke derFrederick-Ävcnue und Mnnroe straße zu repariren. Vom zweiten Zweige waren solgendeßeschlüsse eingegangen: Gaso linlampen an gewissen Straßen auszustellen, überwiesen; dem E. P. Barnard zu ben, über die Norlhstraße Fliesplatten zu le gen, angenommen. Im zweiten Zweige unterbreitete Hr. Mills eine Petition von Dame' Blessing, daß seine Ansprüche aus eine Extra-Vergütung für die Errichtung der Stadtschule Nr. 5, an der Ecke der Greenmount-Ave. und Eage'.stcaße, nochmals in Berathung gezogen werden. Ue berwiesen. Desgleichen eine Petition von Edward I. Ehaisty Betreffs Rückerstattung irrthümlich bezahlierSteuern.— Einßeschlnß, zwischen «aratoga- und Mul bernfslraße, zu repariren, wurde angenommen. Desgleichen ein Beschluß, über die Front straße bei der St. Vincent-Kirche Fliesplatien zu legen. Beide Zweige verlagten sich hierauf bis zum Montage. Der Dampfer „Leipzig," Capt. A. Jäger, , am 29. April von Bremen, am 2. Mai von Southamproil abgefahren, wird wohl Ende . dieser Woche, vielleicht noch eher hier eintref fen. In Bremen schifften sich ungefähr 820 . Passagiere ein, und zwar in der Cajüle die Ballimorer Chr. und Anna Vocke uud Ba bette Sixberger aus Bayern; im decke Heinrich Jung aus Cincinnati, Heinrich - Brunhaus aus Pennsylvanien und solgende , Einwanderer: Johann Brandt und Kinder auS Neuhaus; Marlin liksenlhai! Philpp twhlmann, Bremens Ludn/ Wer^ Metzen; Michael Rupp, Michael berg! «ihr- Silin mii Fam,, Ernestine BuNe, Johanne Bii,>c. «lharlotte Müller, Ehr, Spann uac Frau, Ncker. franke»! Frz. loh. Fr, Beil-drock.^EUj- Faimiie. Poje»! «erlha Auguste Heinrich, Ernst Pinz, Marlin «rauft mii Fa ni lie, Hr. Gcrjonde inil Aam lie, Liweres Zoh Prini, Wm. holtz mit Fam.', heinr. Tieinbe« und Fam., Sonr. Uchimann, Wilhklniwe Uchlmann Pojen; Alb.!». D-Mflohn Mit Fam, Schorn Eerh' Ollen, Wessel W. Oli?rl es! an^A > n tinap^e Franz Branvcwievc, Äni. Schomater, Hern,. Brand ' Franz «uhlm<qer. Oldenburg! Maria Engel, Helene ° Appllooren, Eberhard Beuendrock, Elise Beiteubrock, Louise Meinting. M. Gejina Overderg,Hannover; Zoh. Piolier, Earolme Jungerberg, Ealh. Jarazchcsti uns Hannover! Alwine SchwichlenScrg. Auguste Thunngen; Wachmanns WUH. , ler. Jos. Berniiiiont. Anionia Feticeli, Dav. Eilemann, B iten, I. G. Steg mir Kam., Marg. Jockel, Jaiod ! Blum und Fam., Eujanna Fritz, Heinr. Waiier und I Familie, Anna Schneider, Hesten; Franz Wagner, Th. j «-eroczinsli und Fam.. Franz Rom>zitzli und Famii e, V eußeiu Andr. Ar?>s, Sath. Kreis. Citb. Rikdei und Kinocr, IFiise Herbit. S..Weimar; Jos Pauset. Marie Pause! Kiiset, Geichwilier Marie So. Adolph und Dänin und Fam., Franz Pannach. Böhm-»! Säugling, Anor-as Weis, «rgixa »Äuniei und st nder, c?sth. Bochmann und Kinder, Cöi. 'Kuntet. Joses Wenzel und Faw,. Philipp (kngiert,Aur. Hinten, gränz Elch, Regina Dicirich INN gam., Nit. Lr«. Barbara Edrisicl. Bauern; Wilhelm Henne. Z G. Wokf und Kamille. Rkgina Wt'.srnann, Josef Heinz» mann. Melch or tzizcie und Fanr., Rosine Häacie, Geo g Schwarz und Kam.. Württemberg; Georg Gier. Fried. Schröder, Sophie Schröder, P-ter Trost un' Fam lie. Hannover; Gottlob Schulze und Frau. Goitlieb Lpitz Mich, nover; Lisette Taphan. Wm. Fam . G.. Naber, B. Räber. Christine Räber. <slisab. H-ibötting. Hcrm. Heinr. «oibeck. Mari- Thereie »oi. deck. Friese. O beroing. Franz Kudimann. Elise auf dem Kamp.. Joses Mairose, He.nr. Blantcamp, August Ossenbeck. Minna Schröder. Oldenburg; Friedr. Kling, bell und Fain.. Math. Manthei und Fam . Kist Klotz, biicher und Kam., Stanislaus Radjirtk. Michael Kor. doivstl, Franz Cygaq. Franz L-nSti. Agn. Kutzmann, Rubien-li.Slanlslaus Jageio. Franz Giaza und Ham,. Joh. Guxmann, Franz Domachowsti. Anton >.»!> Fam., Martin Jagio und Fam..August Hchdein und Kam., Johann Mirchan. August Scha mann, Jgnah Lustko und Kam.. Johann Turis und Kam , Johanne Greiß, lllauS Henris. Carl ZHenäl. Joachim Kürstenderg. Wilhelm Lchentel und Familie. Carl Martin, Auguste Martin. Rodert Reildel u Kam . Kran; NuMchinskl Wilh ttuttjchlnsk,. Marie Schulte uud LiaugUng, Johann Papowski. Preußen. CvarlcS Hoger cd. Joh. Bramjersrculher. Bayern: Marie Hof. Fam. Golha: Carl Nud. Keup. Bremen: Joh (sdcnnack. Johann Marie Häberlein. G. Pommer, Anna Marg. Schoor. Württemberg; Schäfer. Samuel Kahn, Pfalz. Heinrich LageS. Hanno» ver; Heinr. Greve. 5!.-Tetmolr. Johann Harem nnd Kam., Anni L. Wit.e.au. Heisen; Mina Mehner, Nojali» Meßner. H.»Hechingen: Earol. Walz. Tostmger, Theodor Touinger. Wilh. Rüttle. Caroline Luoile. Aunust Wunderlich. Cnnlie Wunterlich, Hermann Wunderich. Baocn; Mina Wcrnccke. Joh. Herin. Türken. Angela Bruns. Aldert tteidel. Johann lungermai.n. Marianne lungerinann. Herm. Kl. Sertro. Hannover; Helene ttruckeberg. Wllh. Bärwald, Johann Ger jonoe un: Kam . Carl MeUendin und Kam.. Bertha W?ndt uno Tochter. Carol. VenSke. Louise Radtke. B.llfanz und Tochter, Carl Hannemann und Kam.. Carl viadmer, Henr. Vtadmer, Mar.e Rippert, August Roden, derg, Mia?ael vtactte und Kam . Michael Janke und inn'" Fam.. Martin Grü» i»,miie Grunst.'Awkriw'e Grinst.' u'. Kam". Augu: Thom und Kam., Caroline Schmidt und <sam., Martin Grey. Magd. Ärey. Johann Cngel, Agnes Menvick, Josefa Peterek und Fam , Preußen; Friedr. (rrnst, S.-Weimar; Heinrich Honkamp. Bernhe. Klü» inann, CUs. Äuper. Lnette Wenstrup. Joh. H. Stunte deck und Kam., Ludw Krempel und Kam.. Oldendur.i; Gerichtöoervanolungen. S ch i ff ö u a ct) r i ct, t c n. Dkl Dreimasiei Oiivicr, Dic Barke »Muihildt,» C>'.i>t Krenzien, lanzle am Berichte aus den, Innern des Staates. (Tödtlicher Unfall.) Ein in PikeSville, Baltimore-County, wohnender Neger, Na mens Perr» Green, fiel am Montag Morgen von einem Pferde, das vor eisem Wagen ge spannt war. Die Räder dcö Letzleren roll ten über den unglücklichen Mann und lödtc ten ihn aus der Stelle. Ter Verstorbene hin terläßt eure Frau und mehrere Kinder. (Grundstücksverkam in Ballimore-Co.) Hr. laS. W. Owings versteigerte vorgestern ein in Hanipdeu, Baltimore County, gelege lies Grundstück, welches eine Länge von 150 und eine Breite von 40 Fuß hat, um 5715 an Hrn. Spotlswoob Garland. (Auffindung der Leiche des aus Carroll- Tounty verschwundenen Kindes.) Zu wieder holten Malen haben wir im Laufe'tneses und des vorigen Monats Mittheilungen über das seltsame Verichwinden des vierjährigen Zöbn cher.S des Hin. Urich Angel in Bruceville, Carroll.Connty, gebracht. Man glaubie Ansangs, daß das Kind, welches seit dem 11. April vermißt ward, von umherwandernden Zigeunern geraubt worden sei und sich jetzt bei irgend einer umherstrelfenden be finde. Diese Vermuthung hat sich jedoch als eine falsche erwiesen, denn am letzten Sam stag wurde die Leiche des ÄindeS iin Pipe- Creek bei Meycr's Mühlendamm ausgefuu den. (Geschenkübcrreichilng.) Dem Hochw. Bater Clea>y in Frederick wurde am Sonn tage von den Mitgliedern der Brüderschaft der dortigen St. John's Kirche eine goldene Monstranz zum Geschenke gemacht. Dieselbe war in dem Geschäfte der HH. Webb K Co. in Baltimore angei'ertigt. Zur Wiener ÄussteUung. Wech sel und (Kreditbriefe. Die bevorstehende Wiener Welt - Ausstel lung, welche am 1. Mai beginnt und muth» maßlich nicht vor dem 2. Nov. schließen wird, hat die Reiselust des amerikanischen Publi kums in so hohem Grade entwickelt, daß ich mich veranlaßt sehe, die Aufmerksamkeit des Publikums aufdie Ausstellung von (Kre ditbriefen zu lenken, nach welchen bei dieser Gelegenheit ein größerer Begehr, als bisher, sein wird. Ich habe diesen Umstand antici- Pirt uud daraus hin die umfassendsten Vorbe reitungen mit den größeren mit mir in Ver bindung stehenden Bankhäusern Europa's, namentlich mit der „Union - Bank" in Wien , einem der bedeutendsten Geld- Institute Oestreich's abgeschlossen. Wechsel und Creditdriese zu den niedrigsten Raten bei F. Raine. Das Malfcst der Wacker'fchen j Schule : wird Montag, den >?. Mai, im Darley-Parke an der Harford-Road abgehalten. Die Aus i slüge und Picnics dieser Schule haben sich schon seit lahren den Ruf von Volksfesten er ! worden, und säst kein Denischcr unseres siidli cheit Stadttheils versäumte bisber diesen Fe sten beizuwohnen. Dag sich das Maisest auch in diesem Jabre sowohl für die Eikern, wie auch für die Kinder zu einer höchst briUanlen Affaire gestalten wird, unterliegt keinem Z weisel. Zm Schutze „«.arleäil der Bclair- Stoad. werden heute zwei große Theater - Vor stellungen stattfinden, von denen die erste »m H 4 Uhr Nachmittags und die zweite um 7 Udr Abends beginnt. Die rühmlichst bekannten Darsteller, Hr. Weber »nd Frau, werden bei dieser Gelegeuheit zum ersten Male vor dem hiesige Publikum austreten. Hr. Win. sloorS, Südwest-Ecke der Holliday- und ;;ayettestr„ hat jctzt verzügliches Berlin» Tivoli.B>er vorräthig. Wer sich qn einem vorzüglichen Maitra> k loben ivill, sollte nicht verf.hlen, Hrn. Lokal zu besuchen. Die Eroffnuvfl de» .Israelitischen Waisenhau'eS wird Sonntag, den 18. Mai. statisinden. Daß sämmtliche Jsraelilen unserer Stadt sich an diesem Tage nach den Calverton-HLKen bege den werden, um das prächtige neue Gebäude, welches Hr. Wm. Rayner dem „Israelitischen Waiienhaus-Vereine" zum Geschenk machte, in Augenschein zu nehmen, unterliegt keinem Zweifel. Jedenfalls wird sich die Feierlichkeit zu einer höchst imposanten gestalten. Das jahrliche Picinc p, deS AUgein. deutschen findet Pfingstmontag, den 2. Juni, statt. ötein Deutscher sollte verfehlen, die'es Picnic, das auf „Rost's Hain" abgehalten wird, zu besu che», damit sich dasselbe auch in pekuniärer Hinsicht als e>» erfolgreiches erweisen möge. Die „Baltiinorrr - Gesell schaft" feiert ihr jährliches Maifest Montag, den 26. Mai. Der „Schiilerbund «t. 7, Deutscher Orden der Schwarzen Ritter" hätt Montag, den 2V. Mai, sein Maisest im „Darley Parle" ab. Der,,Ma>.ylaiiVcr begeht fein jährliches Picnic und Sommer, nachtsfest Montag, den 9. Juni, auf Louis Muth's altem Schützenhvfe an der Belair- Road. Der „Arion" gedenkt seine erste Dampsbooi-Exkursion nach „Monnmental'Fishing-Grove" Sonntag, den 8. Juni, zu machen. ZS" Dr. Wistar'S Wildkirfchen- — Dieses balsamische Praparat ist ein Haushaltsartikel geworden. Mögen alle Leitenden, welche ihren Husten. Erkäl tung, Bronchien- oder Lungenbeichwerden ver geben? zu heilen versucht haben, dieses un übertroffene Mittel anwenden. Man kann ' sich auf es verlassen; die Masse von sei; seiucr Einführung veröffentlichten Attestaten ist für , seine Wirksamkeit hinreichender Beleg. (113-8) ' KG" Als Blut und Säfte reinigendes ..Mittel ist das .karlsbader Ssrudel d Salz unübertrefflich. Dasselbe wild von s . dielen Äerzteo gegen Unverdaulichkeit, Kopf- I ichmerzen, Mangel an Äppetit und alle Uebel, ! I welche aus Unordnung des Magens oder der Leber entstehen, angewendet. A. Vogeler E o m p. sind die Agenten für Amerika. <Si-, SeS°-Unter den vielen «altt.noier Ersindnn . gen verdient namentlich das beruhmie Z wasser von Hrn. N. Hynson' Tzen ' uinfts, Nr. SS, Nord . Kharlesstrake, ? genannt zu werden. Es gibt nur wenige Da men in Baltimore, welche sich dieses Toilcl -5 tenmittels nicht bedienen, da der wohlibäiige . Einslug desselben auf die Zähne ein wahlhast ' wunderbarer ist. > Im HoUldaystraHen-^heatcr stassi. Icinc Lcbmung, wclchcnichi - keine Täuschung, lein Humdui,. Das Rezevi ijt ui» jede Flasche gewickelt. Sin Cirkular, Zeugnisse wun- derdarer Kuren les Rbeumalifmu?, der v!e>uaiqle, des ' Wut aus Verlangen gratis irgend 'l zugeschickt. E? ist dieses 'das wllndcrbarkc, jemals >n der Welt produjirie heilende und schmerzsliuende Miltel. CS sindet ichnclier Ab .. dcwirkt, was es oerlvricht. Ein» islaschc tes "Nn- /.lni'mcnt" sür Tdiere (gelber Umschlag» >st ein . Hundert Dollars wirlh iür Pserde und Maiiildicrt. l> mcr) leiden. Krlne kein Ladencign.r kann >! werden. Fla'chen zu 50 Cents und zu B. d Rose S! vomp., Str. .?Z, Broadivan, Reiv-Jork. »Kakoria" ist mehr, nis ein dickes SiidsiUut sür i> gesunden Z-chlases. Ei ist angenehm zum s>nnlh- A vnü /, a"T. < rl S Induceinent für ». Handler unv tsonsun,enten! 5 r i schr» T chweine sl i i ich, srischeWurst, Geräuchertes E ch w e i n e I le i s ch aller Ai> lakov V. Tct'äser, Slc. u»d?««?, Verlnqloa-, Lkrrangel «KCo., Provisionen Händler und Bratwurstmacher, salben Kchinle!', und Rindflei'ch, Etablissement an der verlängerten Penusyl r. vania-Avenne. Waikrftande : Nr. «i, <>»n>re-, KZ, Haiiover., "d Agentur sür k»»rft>leiichi>»ckcr und jzle>sch>r - Ut>»- r/ filien. Wuritdirme, eine Sseziaillät. Loa Osftee >l- BuxSZS. (Mäljl-i>11,4.p) VörsenberichLe. Berichtet von Wm. Aisher Li Söhnen, e, Rr. ü2, Soulhstraße. a- Lalii more, den >4. Mai. Abends 5 Uhr. >N Aug. Verl. A„g. Verl. V. St. d.?or u.'>. '6Z...l>z St Lais Bahn - ül c- Mio Heu Verl öi, S-. t».40r1l > - oil> Heu Verl 4.>,' MdiirDei'ijÄ lv!?j Howard Werl Z Va Kr a1t,... i! Ilicr u 4)» !> Va 6r^!7SU - «!t°^OB?'» 97)» - " 1° 81. -- «aiio ,!r >/M L-ll« vr«U St k. «altovr I!W.. !»dX WMoiir3.^uZ»! «Memphi«ijr R M> liit Bnk os Dalto 1Z« Eitiz Bank.... Rich ck Dan 1. 76 77 ig ftrauklin Bank li!s>r.Al.VMa7r Vvw Bank.... 7 t«», — gl Mcrch vank I!SS, AI 8r 4.8 l) e, Mich Bank.... — Z 7tlii Bank 82 85 l.'U Balto O» E isreüer lurn? d 0 !- «. >§. !«. !?. ijj l ugend I r , ig Borj. e- 5 IB9V ........ .. 9S>, ' «crw»Aort«r «la«l «o.e, alltder Straß» 117^ t- »er. St.>S,n 12,^ » b.LOn, Na>, , » . >l«^ . . tlivöer N 7 !e B. St. «e'! I^l !' vi?,w>'tiii n >' ...... ' ' Adams' Erpreß ez kl Bei. St. Expreß >. Merchauls' Union Expreß >,?>. , Ciev., Sul. <K I. C zz'j -Ä> iLentral vudwu Vilser i«. V.V.V...'.'.'.'.'.'-Ä " Vake neue j-N'j e Illinois Centra! X . ".IV>4 «eni-lerje» Central Cleveiand PülSdurg R iltorth Weftern Rolt-Asland .". jllil. und Lt. Paul - Mil. und Li. Baut, Bresir'd "l>^ Ohio und Misf>ssipt 41 >- Allan und Terre Haute ....... 15 . i!ac. und Western. It,i 4.Ayer S Haar-stärkungS > mittel kllitir Vi^or) zur Umänderung grauer Haare in natürliches lebenökrastiges Haar mit der ursprünglichen Farbe. ? <5- «Uncr >>> r. wcll, Mass., iAprillZ.lZ ,t j a.l'tw.i s P. Hausou Hiß ä: f Mobetn und Vorhänge-Stoffe, französische Zicrrathen ' ?tr. ?tord«^harleSftraKe« («uzl?.l!tMle,4.p.> Deut n »»» Balttmrre Nordost-Ecke der Balttnore- und HolUdaystraße, Tlu>a», an der H«lll>a»ftr. Offen täglich »»» »0 t>j» Z Uhe. Präs.; S-rl^Weber.— Bice-PrSi.! H, Strauß._ «U-Dep°fitoren erhalten S PrvMlZinsen. Keine Zahnschmerzen mehr ? Hainschmcrjcli jeder «rt, selbst wenn die ZSHn» d->hl und angesteckt sind, werden sür die Dauei dar« den d«?uhmlcn »Indischen Ertralt- beseitigt, beneide hat ftch bereits einen Weitrnhm rrworbe« und i» echl zu haben G A und S 0 St». die Masch» bei » Hoksencamp, Nr. 7i. danooeiftiaßi! ! « Snior. und Forieftftrj ». M.ttna»». Rr Pcnnl..»°rnue: I?. «»..»dosee. Nr. «S, W"t.«°»imorestr.k v' «Vrail- und Prcfidcntskaßtl «. » Sari Rokl,. «enirai-Ecke der Bofton- UN» <?ari H. Ma«. Nr 2SO. «. R>-t>ier, Rr. 193, ?retrrick.A°enue A. Haupt-Niederlage «r. «kor», phium oder Opium ckl"l^k'Li c e"» B>rup, wie diesiS bei allen andern der Fallt , Mutier, zebi mir ibn Sur.'!! Sindern, dann werdet b"scide erleichicri das Lahnen und ziidi ihnrn einen gesunden Schlas. Seder «poiheker bat Preisten, k p.» Vni»k?sl» 7 MU-r'g dySpep tische « Leber - Invigorator Vflanzen-Präparat A. -ZM' wunderbare heilende Eigenschafte» für WM Dyspepsie und LrberkranthrUeu >Aell> lllcht, all e »kra nlb'> t» l2, Stvrd-Howardftr., r kauft cinc Flasche, r und wenn deren Gebrauche l .lhr keine Besserung verspürt, io ' wird das Geld zurückgegeben, z '2l. I. Miller.Eigenthüm«r. Baltimore. DaS große Heilmittel für . Schwindsucht, !- welche durch zeitige Zustacht zu diesem Ml» sterpräparate geheilt werden kann, wie es durch die Hunderte von Zeugnissen, welche '' die Eigenthümer erhalten haben, bewiese» , wird. Dieses ist von vielen heivorrageid . den Aerzten anerkannt als das zuverläs- sigste Heilmittel zur Erleichterung und Hei lung aller Lungenleiden, das je eingeführt wurde, und es wird dem Publikum als durch die Erfahrung von mehr, als vier Jahr zehnten erprobt angeboten. Wenn man in der Zeit dazu seine Zuflucht nimmt, so ermangelt es selten, Heilung zu bringen, auch in den schärssten Fällen von Husten, Bronchitis, Croup, Keuchhusten, Grippe, Asthma, Erkältung, Rachengeschwüren, , Schmerzen in der Brust, Seitenstich, Le berleiden, Lungenblutung zc. Aistar's . Balsam macht einen Husten nicht trocken und läßt die Ursache zurück, wie dies die " meisten Präparate thun, sondern er lös't ihn und reinigt die Lungen und besänftigt ' den Reizzustand, in dem er aus diese Weife ' die Ursache des Leidens entfernt. Seth AL. Aowle Söhne«, Boston, Mass. " Hahre M-iilk wurde das M erikan i s ch c l Mustang-Liniment ! Milstallg-Linimcnt zuerst in Amerika bekannt. Seine Eigen schaften sind sehr wohl bekannt. Es hat das Verdienst, das älteste und beste Liniment der Welt zu sein. der Millionen über Miltio. nen Flaichen, die verkauft wurden, hat bis dahin auch nicht eine einzige Beschwerde uns erreicht, und als ein heilendes und schmerzstillendes Liniment hat es nicht seines Gleichen ! ! Es kann mit u»begrenztem Bertrauen in allen Fällen von Schnittwunden, Quetschun gen, Brandwunden, Beireukungen, Rheuma tismus, harten Geschwülsten, Ligwunden, Frostbeulen, Gelenksieisizkeir, erfroienen Fü ßen und Ohren u. s. w., u. s. w , befallen Personen und gegen Verstauchungen, Rehe (Steifheit), Ringbein, Nackcnsisteln, geschun dener Haut, Fluggalle, Älauenrig, Spat, Ztickfnß, Reibwunden durch Sattel. Kummet und Geschirr, auch gegen Äugen- und Ohren» krankheiten bei Pfcrdcu Maiiltkicru! oder Stindvieh Tas Mustaug- Liniment heilt auch Neuralgie, Rheumatismus, Gicht, lahmen Rücken, !-salzslng, giftige Bisse, äugere jino chen» und Muskel - weisen, wehe Blustwarzen u. s. w. und kaun mit Recht als die Paaacäe für alle «österliche Wunden gelten. Man merke wohl, diese« Lini mcnl kam nicdt in einem oder e».por, das die absurdeste» und uu natürlichstcn jiuren, wie sie für wie Pilze em porgeschossene, neue Linimente beansprucht werden, vollorachi hab'ii joitte. Sondern uns stehen eine Eifakrung und Prüfzeit von nber dreißig Jahren mit den wesentlichste» Resultaten und einer Masse von Zeugnissen zur Seile. Erweist sich das Liniment nicht so, wie es cmpsvhlen lii, so wird das Gel» zurückgegeben. Man lasse sich nicht durch oen Gebrauch ei neS anderen Liniments, für welches dieselben Eigenschaften und Resultate beansprucht wer den, hintergehen! Sie sind nur Luz und Trua Mau gehe sicher und hole sich nur das Mexikanische Mustang-Liniment. ES ist bei allen Apothekern und m al len tlandladeo zu 25, SV EentS und »1 pro Flasche I zu haben. Naoukallturms eowpavv > >

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