Newspaper of Der Deutsche Correspondent, 16 Mayıs 1873, Page 1

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated 16 Mayıs 1873 Page 1
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Mit ängstlicher Spannung sah dieDie nerschast den ihnen bekannten Vertrauten des Königs zu dieser ungewöhnlichen' Stu nde in's Schloß treten, aber die strenge Ge wohnheit des Dienstes verhinderte jedes Wort, jede hastige Bewegung und nur die besorgten, ängstlichen Blicke tauschten die unruhigen Befürchtungen aus, welche Je den bewegten. Ist der König in seinem Kabinet? frag te der Regierungsrath. Seine Majestät ist bei Ihrer Majestät der Königin. Ter Regierungsrath stieg schweigend die Treppe zum oberen Stockwerk hinan, aus welcher so oft um diese Stunde glän zende Uniformen und duftige Damentoi letten sich gedrängt hatten und welche jetzt so einsam und still im Lichte der strahlen den Kandelaber dalag. Vor der Thür zu den Gemächern der Königin saß der alte schneeweiße Kammer diener Ihrer Majestät in feinem weiten Lehnstuhl, neben ihm stand der Kammer diener des Königs. Melven Sie Seiner Majestät, daß ich da bin! sagte Herr Meding. Der Kammerdiener zögerte einen Au genblick. Verzeihen Sie, Herr Regierungsrath, sagte er, wenn ich mir die Frage erlanbe, ob wirklich der Krieg ausbricht und wir die Feinde hier haben werden? Der Regierungsrath Meding sah ihn traurig an. Es ist Ernst, mein lieber Mahlmann, sagte er, doch melden Sie mich schnell, es ist keine Zeit zu verliren. O mein Gott, welche Zeiten! rief der Kammerdiener des Königs, indem er hin einging, und der alte greise Diener der Königin bedeckte das Gesicht mit den Hän den. Der Regierungsrath folgte dem Kam merdiener durch einen großen Vorsaal und trat unmittübar darauf in den Salon der Königin. Hier saß die königliche Familie um den Theetijch. Der König trugdie Generals-Campagne- Uniform unv saß freundlich lächelnd u.hei ter neben der Königin, welche sich alleMühe gab, die immer von Neuem hervorbrechen den Thränen zurückzudrängen. Neben der Königin faß die junge siebenzehnjährige Prinzessin Marie, eine schmächtige Gestalt mit schön und edel geschnittenen Zügen und großen, blauen, schwärmerischen Au gen, weniger geübt in der Selbstbe herrschung als ihre Mutter, hielt sie die strömenden Thränen nickt zurück und führ te oft das Batisttuch an die rothgeänder ten Augen. Zur andern Seite des Königs saß seine ältere Tochter, die Prinzessin Friederike; blond, schlank und hochgewach sen wie ihre Schwester, trug sie desVaters edlen, fürstlichen Ausdruck, und obgleich bescheiden und sern von aller Selbstschät zvng. trug sie unwillkürlich in ihrem gan zen Wesen, in jeder Bewegung den Stem pel der königlichen Würde ihrer Geburt. Sie weinte nicht, ihr großes, reines, blaues Auge blitzte kühn und stolz, und zuweilen biß sie die schönen Zähne auf die volle, frische Lippe, und wer in ihr Herz hätte sehen können, der hätte gewiß darin den Wunsch gesnnoen, lieber mit dem Vater hinauszuziehen in's Feld, als hier in Unthätigkeit zu Hause zu bleiben ulld in trauriger Einsamkeit die Nackrichten abzu warten über das Schicksal der Armee und des Landes. Gegenüber saß oder lehnte halb zurück gebogen der Kronprinz Ernst August, ein großer lang aufgeschossener junger Mann von einundzwanziglahren. Kein Zug seines Gesichts erinnerte an seinen königlichen Vater. Eine schmale, zurücktretende Stirn war fast ganz von glattem, glänzendem, dunkelblondem Haar bedeckt. Die Nase, an der Wurzel tief eingedrückt, lag fast platt auf dem Gesicht und der große frischeMund öffnete sich mit einer gewissen Schwierig keit bei den mühsam und langsam gespro chenen Worten. Schöne Zähne, glänzende und gutmüthige Augen gaben der ganzen Erscheinung des jungen Prinzen etwas Sympathisches. Der Kronprinz trug die Uniform des Gardehüsarenregiments, einen blauen Waffenrock mit silbernen Schnüren und biß mit den Zähnen die Nägel der linken Hand, während seine Rechte mit einem kleinen Dachshund spielte, der sich schmei chelnd an ihm ausgerichtet hatte. Dieß war das Bild, welches sich dem Rsgierizngsrath Meding bei seinem Ein tritt darstellte. Seufzend überblickte er die königliche Familiengruppe und näherte sich dem Kö nige. Guten Abend, mein lieber Meding, rief Georg V. in seinem gewöhnlichen Ton, — Sie bringen mir die Antwort zu Preußen, hoffentlich ist si? deutlich und bestimmt? — Ich hoffe Eurer Majestät Willensmei nung wiedergegeben haben, zu sagte der Regierungsrath sich verneigend. Willst Du, daß wir Dich allein lassen? fragte die Königin. Nein! rief der König, euch Alle iu teressirt diese Suche ebensosehr wie mich. Der Regierungsrath wird die Güte haben, den Entwurf hier vorzulesen. Setzen Sie sich, mein lieber Meding, und lesen Sie. Zu Befehl, Majestät! Herr Meding setzte sich dem König ge genüber, öffnete das zusammengefaltete Papier und lgs den Entwurf. Der König lehnte sich zurück und bedeckte das Gesicht mit der Hand, wie es feine Gewohnheit war, wenn er aufmerksam ei nem Vortrag folgte. Die Königin und Prinzeß Marie wein ten leise, Prinzessin Friederike folgte mit I gespannterAufmerksamkeit und leuchtenden Augen jedem Wort. Der Kronprinz spielte mitseinemDachs yund. Langsam und mit scharfer Betonung las der Regierungsrarh, nach jedem Satz anhaltend, den Entwurf vor. Derselbe setzt in sehr ruhigen, gemäßig ten Ausdrücken die Grhnde auseinander, aus denen der König das auf die Resorm bedingungen des Bundes gestützte Bünd niß nicht annehmen könne, wiederholte die bestimmteste Versicherung der Neutralität, fügte die Erklärung hinzu, daß der König niemals gegen eine deutsche Macht fech- Baltimore, Md., Freitag, den 16. Mai 1873. ten werd?, es sei denn, daß die Grenzen des Königreichs angegriffen und' er zur Vertheidigung gezwungen werde, und sügte den Ausdruck der Hoffnung hinzu, daß das so erwünschte bundesfreundlichc Verhältniß zwischen Preußen und Hanno ver auch in dielen Tagen ungetrübt be stehen bleiben werde. Schweigend hatte der König bis zuEnde zugehört. Als der Regierungsrath geendet, erhob er das Haupt und sagte: Sie haben meine Gedanken auch di«ß mal vortrefflich wiedergegeben. Ich wüßte nichts hinzufügen und nichts davonzuneh men. ÄWte aber nicht, sagte er nach einem augenblicklichen Nachdenken, die Ablehnung noch etwas bestimmter und schärfer ausgedrückt werden, damit, man nicht etwa auf die Idee kommt, ich wolle noch über jene Resormvorschläge in Ver handlungen treten? Das wäre nicht würdig und nicht ehrlich gegen Preußen! Zu den neuesten Taqesereiqnissen. Die „Helden des Krieges" man kann sich nun tinmal von ten „glorreichen Thaten" des letzten unseligen Bürgerkrieges nicht trennen—hatten in New-Haven, Conn., "a xooä lirue." Präsident Graut bildete selbstverständlich den Mittelpunkt der Anrak ttcn und wurde glänzend stirt. Schließlich vertagten sich die „Soldaten (es waren fast nur Offiziere, welche Aemter innehaben und gisüllte «örsen besitzen) des K. und 9. Eorvs der Potomac-Armee," um im nächsten Jahre auf's Neue in Harrisburg, Pa., zusammen zu kommen und dafür zu sorgen, daß dic sechsziger Kriegsjahre nicht vergessen werden. Während sich dermaßen die Kriegshelden in New-Haven amüsirten, waren die Bundes truvpen in Oregon nicht aus Rosen ge bettet. Capt. Jack, den der „N.-I. Herald" zum General avanciren läßt, Hai sich hinter neuen Brustwehren verschanzt und wiederholt eine herausfordernde Stellung eingenommen. Den Soldaten sehlt es an Wasser und eine Verlängerung des Krieges scheint außer Frage zu sein. Außerdem haben Klapperschlangen und Skorpionen in den Zelten der Soldaten ihr Erscheinen gemacht und eine Verlegung des Lagers ist geboten. Die Bundes-Armee besteht inzwischen aus 4SO Mann, die der Jr dianer aus einigen 3V. Auch „Bogus Char ley" ist am oberen Klamalhfluffe wieder auf getaucht und hatte dort eine Unterredung mit dem Grenzler Burgeß.— In San Franzisco aber wurde vorgestern feierlichst die Leiche des General Canby nach dem Depot befördert, um weiter öülich zur Beerdigung gebracht zu werden.-Bis jetzt hat der Modoc-Krieg auf Seiten der Bundestruppen 71 Getöülete und 67 Verwundete gekostet. In Boston hat man wieder einmal einen riesigen Schwi » dler in der Person des Geldmätiers Coe entlarvt, der Eisenbahn- und andere Wertvpapiere gefälscht und sicher an den Mann gebracht hat. 5232.000 hat man bereits aufgespürt, nimmt aber an, daß Coe noch weit mehr erschwindelt hat. Coe fälschte einsaa, die Zahlen I, 2 u. s. w., in dem er einige Nullen hinzufügte und, da er in „gutem Rufe" stand, mit Leichtigkeit Barr ien und Geldmänner düp!rte. Das Mineniinglück in Neuschott land hat nach den letzten Angaben über 70 Opfer gefordert. Beinahe 5g der Unglückli chen sind verheirathete Leute. Ein Mann wurde durch die Gewalt der Explosion 100 Fuß in die Höhe geschleudert uud siel, furcht bar zermalmt, in einem nahen Gehölze nie der. Ueber die „Convention der Co a greß-Mitglieds r," welche zur Zeit in St. Louis tagt, fehlen noch nähere Mitthei lungen. Ob dieselbe überhaupt eine reich halilge Bedeutung haben wird, stellt mau mehrieitig in Frage. Bekanntlich ließ der Ausruf zur Beichickung der Convention an nehmen, daß man es hauptsächlich auf die Nothwendigkeit billigeren Transports und die Beschränkung der Bahn-Monopole abge sehen hat—Aufgaben, die bei der Macht der Letztern leichter anzuregen, als zu lösen sind. In San FranziSco hat man soeben Joh. Devine gehängt, der seit dem Januar 1865 nicht weniger als 79 Verbrechen beging uud ebensooft prozessirt wurde. Die Ermor dung eines Mannes, Namens Aug. Kamp, führte endlich zu seiner Hinrichtung. In Morristown, N.-1., wurde gestern der iialie mich: Frauenmörder Lusignani aufgeknüpft. Die neuen Po sl-C orr es P o nd e nz- Karten sind seit einigen Tagen allenhalben in Gebrauch gekommen. Gestern war die Stadt sörmlich davon überschwemmt u. das Postamt Halle alle Hände vollauf zu thun, um die Karten zu besorgen. Einige Karten, die obscöne Mittheilungen ohne Unterschrift enthielten, wurdeu zerstört. Bei der Gelegen heit wird darauf aufmerksam gemacht, daß neulich in London ein abgemiefenerLiebhaber, der eine insultirende Zuschrift an eine Dame schickte, deshalb zur Rechenschaft gezogen und schwer bestraft wurde. Dasselbe kann auch hier Leuten passiren, welche die Postkarten mißbrauchen. Telegraphische Tepejchetl. E«ropäische Kabelberichts. Wien, 15. Mai. Das stürmische Wetter, welches hier seit der letzten Woche herrschte, erreichte gestern durch einen Sturm wind von außerordentlicher Heftigkeit seinen Culminationspunkt. Am Nachmittage wurde das Glaswerk an der westlichen Außenseite des Ausstellungs-Gebäudes durch einen Win dstoß zertrümmert und einige Bejucker durch derabsallende Glasstricke verletzt. Ebenfalls wnrde ein großer Theil Waaren durch den stromweis herabstürzenden Regen beschädigt. Der Boden des Pralers ist mit Wasser ge tränkt und die Genend um den AnsstlUüngs- Platz ist in einen förmlichen Morast veraian. dclt. Wählend der letzten Tage war die An zahl der Besucher sehr gering, meistens aus Ausländern bestehend, und es ließen sich nur wenige Wiener sehen. Der verlängerte Vor sen-Panic entmuthigt die Bürger. London, 14. Ma>. Hr. Bradlaugh ist im Auftrag der britischen Republikaner nach Madrid abgereis't, um den Spaniern eine Adresse zu überbringen. Gambelia begleitet ihn von Paris bis Limoges. London, 15. Mai.—Das Kabel zwischen Madras und Penanz ist unterbrochen. Die Telegraphenverbindung mitPenang, Singa pore und Ausiralien wird jetzt über Japan, China und Sibirien yermiltelt. hsranSt«i<iz. PariS, 14. Mai. —Ter „Soir" sagt, daß die HH. Goülard und Simon gleichzeitig ihre Entlassung eingereicht haben, da sie nicht neben einander im Cabinet dienen können. Paris, 15. Mai.— Es herrscht das Ge rücht, daß sich die Legitimisten mit den Orle anisten zu einer Bewegung für den Sturz des Präsidenten Thiers verbunden und daß sie Rochefoucauld nach Wien gelandt haben, vm den Grasen de Charnbord ;u ersuchen, die Le getimisten zu bevollmächtigen, den Herzog de Aumale, statt Thiers zum Präsidenten zu er nennen. Spanien. New-Jork, 14. Mai.—Der „Herald" enthält eine Spezial-Depesche, daß die Karli gen bei Puerile in Navarra am 5. Mai einen entschcid'.nden Steg erfochten haben. Dorrß garay commandiite, Rodas nnd Elia uuier stützten ihn. Die ReMungSiruppen flohen und hatten bedeutende Verluste. Madrid, 15. Mai. Ein: Depesche, welche gestern um Mitternacht von Barcelona versandt wurde, berichtet, daß dieTtadtin einer großen Aufregung fei. Man hat die Autoritäten benachrichtigt, daß die Karlisten, unter Gaballs, die Isj Meilen entfernte See stadt Mataro eingenommen, den Einwohnern eine Brandschatzung auserlegi, uud sich des Zollamtes bemächtigt haben. Es ist in Bar celona zum Aufbruch geblasen worden, und die Truppen eilten nach Mataro. Pari«, 15. Mai.—DerKarlistengeneral Dorregaray berichtet, daß er am 5. Mai de> Eraul einen ertscheidcnden Sieg enochter habe. Die Republikaner haben angeblich 112 Todte, 300 Verwundete und 36 Gefangene verloren. Rom, 15. Mas. Der Papst befindet siH heute besser. Odessa. 15. Mai. Auf der hiesiger Börse herrscht ein Panic. Alle Geschäfte sint suependirt und die Discontos sind 9 Prozem gestiegen. Wien, 15. Mai.—Durch die anhaltender Regengüsse sind die Flüsse und Ströme ir der türkischen Provinz Bosuia so stark anae schwollen, dag ein großer Theil des Landes unter Wasser gesetzt wurde. Eine beträcht liche Anzahl vonPerfonen sind ertrunken, und der Verlust von Eigenihum und Erndten ist ebenfalls ein großer. St. Petersburg, 15. Mai. Be richte von Khiwa melden, daß der Khan in Folge der Annäherung der Russen sehr bestürzt ist und eine Maffen'Bersammlung beordert hat, um die Russen zurückzuwerfen. Oueenstown, I-'-. Mai. Der Dvsr. „City of New-Zlork" kam von New-Zork hier an und der Dosr. „City os Limerick" segelte nach obigem Haien ad. Mov'ill e, 15. Mai. Die Dpir. „Au ssralia" und „Columbia" sind von Ncw-Zjork ei getroffen. London. 15. Mai, ll Uhr Vorm. -- Conscls eröffneten zu 93j für Geld und für Brief. „Amerikaner," alle '6ser 9i! '67 er »3i; 10.40 er 8?!; neue Fünfer 89H; Erie46^. London, 15. Mai, 42 Uhr Nachm. Confols 934; Elie Rafflniries leum 14i'14!. Liverpool, 15. Mai, Ii Uhr — Baumwolle eröffnete fester; Oberl. Orl. 95; Verkäufe 18,CO« Ballen. Liverpool, IS. Mai, Nachm.-Baum wolle unterwegs 1 Ijk höher. Liverpool. 15. Mai, 1 Uhr?tachm. — Baumwolle fester und etwas höher; Oberl. Orl. 9^;Verkäufe 15,000 Ballen; Spe kulation und Ausfuhr 3000 do. Paris, 15. Mai. Renten schlössen zu 54 Ares. 60 Centimes. London, 15. Mai, Abends. Gewöhnl. Rosinen 8 Sch. 6 P. Terpentin-Spiritus 40 Sch. I nland - TtpeschtU. Aus Washington. Washington, 15. Mai. —Die Revenüe- Einnahmen beliesen sich heute aus K 901,889, 56 Cents. Sekretär Belknap wird am Samstag

hier erwartet. Der Marine-Sekretär hat vom Consul Malloy zu St. Johns ein Telegramm erhal ten, welches sagt, daß die Mannschaft der „Polaris" Geld bedarf. Er fragt an, ob er auf Rechnung der Eskimos und der krank ge meldeten Seeleute Geld vorschießen darf. Der Sekretär beantwortete dies Telegramm sofort und wies den Consul an, den Leuten die er forderliche Unterstützung zu gewähren und das Geld vom Departement zu beziehen. Der' S ekretär beorderte den Dampfer „Frolic" inNew- S)ork, sich nach St. JohuS zu begeben und sich mit allen Bequemlichkeiten für die Mannschaft der „Polaris" zu versehen. Es ist möglich, Saß es dem Dampfer schwer fallen wird, nach St. Johns zu kommen, da der Consul berich tet, daß der Hafen vom Eis blockirt ist. Unicr günstigen Umständen könnte dort das Schiff in vier Tagen eintreffen. Die ungehörigen Finanz- Operatio nen James A. Coe s. Boston, Mass., 14. Mai. JameS A. Coe, der angeschuldigt ist, Fälschungen be gangen zu haben, tsl in seiner Wohnung in Worcesterstraße heuteNackmittag arretirt wor den. Untcr den idm zur Last gelegten Opera tionen befindet sich die Abänderung der Zahl dreier Aktien der „Michigan - Central - Eisen bahn," indem er aus drei Aktien dreihundert Aktien fälschte; ferner äiidcrte er das Certifikat für zwei Aktien der „Boston-Albany-Eisen bahn" arkf zweihundert Aktien ab; aus einem Certifikat für eine Aktie der „Ost-Eisenbahn" machte er ein Certifikat für einhandelt Aktien; drei Ceriifikate der „Old-Colony.Eisendahn" änderte er von zwei auszibeihunvert, uns drei Ceriifikate für je eine Altie ans je hundert ab. Die Aknen der „Bostoner Wasserkraft-Com pagnie" sollen in ähnlicher Weiie abgeändert worden sein. Die gesälschlenCertisikale benutzle Coe als Unterpfänder für die Anlehen, die er aufnahm, und man vermuthet, daß er auf diese Weise K 200.000 bettiigerlschermaßen er langt hat. Ä)em Vernehmen »ach erleidet ei ne Firma durch die erwähnten Fälschungen ei nen Verlust von 550.000, eine andere verliert K 20,000, eine dritte Kit),ooo,eine vierte K7OOO, eine fünfte 520.000. Dies allein macht fchon L 107,000, aber dies ist noch nicht Alles. Im vongen Januar lieh die „Dritte Nationalbank" dem Coe 820,000, und nahm als Unterpfand ein auf 200 Aktien des „Old-Colony-Eisen bahn"- ZtockS lautendes Certifikat. Es zeigt sich jetzt, daß dies Certifikat ursprünlich nur für zwei Atrien jenes ausgestellt worden war. Coe stand früher mit dein ?. N. FiSk in Verbindung; er ist 35 und besitzt für einen Mann seine« Alte sehr große Geschäslskenntniß. Er hat bisher eines wahrhaft beneidenSwerthen >, s erfreut, ist kiner in der Geschäftswelt am besten gekannten Männer und war seither ein Mitglied deS Mäller-Collegiums. Indianer - Eontrakte. N e w-Z ork, 15. Mai.—Nach einer Wa shingtoner spezialdepesche ist der Präsident über die Einmischung der Indianer-Friedens- Commission in die Angelegenheiten des india irischen Commissärs und m die des Sekretärs des Innern, sehr ausgebracht und hat in Folge Dessen erklärt, daß die Covtrakte, welche die Commission neuerdings in New-Zork machte, in Anwartschaft verbleiben sollten, bis die selben genau untersucht worden sind. Der Bericht, daß der Präsident über die Einmischung der Friedens-Commissäle in die Angelegenheiten des Jndianer-BüreauS unge halten und die Aufhebung der kürzlich in New Aork zuertheUten Contrakte angeordnet habe, ist unbegründet. Wie es sich gewöhn lich bei solchen Gelegenheiten zuträgt, sind einige der in ihren Erwartungen getäuschten Bieter mit »er Austheilung d?r Contrakic unzufrieden und haben sich in Folge ihrerUn zufriedenhcit bei dem Sekretär des Innern beschwert, welcher eine Untersuchung ihrer Klagen anbefahl. Ebenso wenig ist der Be rich!, daß der Sekretär Delano die Anfinerk samkeit des Präsidenten auf die Unregelmäßi gkeit der neulich in New ?)ork ilattgefundenen Contrakr-Ertheilung gelenkt habe, der Wahr heit gemäß. Nixon ohne jegliche Hoffnung.— Sein letzter Sonnenaufgang. New -Ä) ork, 15. Mai. Der General- Termin Haldem MörderNixoneineStundung »er Urtheilsvollslreckuiig uns einen neuenPro jeß verweigert. Dieses zerstört die letzte Hoff liung des Verbrechers, denn Gouv. Dix hat lcde Einmischung verweigert. Nixon nabm die Nachricht, daß das Ober zericht den Antrag feines Vertheidigers abge iviefen habe, sehr gleichgültig auf; er wünschte seine Kinder zu sehen und als dieselben ge bracht wurden, war er sehr bewegt. Seine Schwester blieb den ganzen Abend in seiner Helle. Der Gelb.nacrr. N ew-N ork, IS. Mai.-Geld schloß leicht ;u 5-6. Wechiel stark, durchschnittlich BZ-Bz. Aold höher, schloß zu 117Z-117z. Obli zalioncn schlössen flau, aber stetig, und zwar Sechser '6Zer 115 H. Aktien schlössen stetig; New-Aork Central zu 1005; Erie 60j, Lake-Shvre 904, Jll. - Central 115, Pittsbarg 88Z. North-Western 80, Prioritä ten 854, Rock'lsland 108. Bilanz des Unterschatzamtes: K 41,571,601 in Gold und in Courant. Nermlscbte Depeschen anS Rew-?>ork. New -?) ork', 15. Mai. Die Spezie« Ausfuhr betrug heute L 160,000. Die Seidenfabrikanten der Ver. Staa ten hielten hier ihre jährliche Versammlung. Die Industrie ist im raschen Wachjen be griffen. Bis jetzt hat man die Leiche» von 9 Personen gesunden, welche bei der Collision im Hell-Gate verunglückien. Die Regierung verkauste heute eine Million Gold zu 117.63—117.71. Der Galgen Nixon'S wird beute errich. l't; an demselben sind bereits 9 Morde» ge hängt morden. James Lawler wurde heute wegen Tödtnng deS John Darrington des Todt schlags im 4. Grade schuldig befunden und auf zwei Jahre in's Zuchthaus geschickt. Heule wurde vie Klage der Firma Burkard 6- Comp, gegen den ehemaligen Ha stn-Co!lektor Aug. Schelk, um Zurückerstat lung zu hoher Zölle, im Betrage von K 1,000,- 000, abgewiesen. In dem Falle des znm Tode verurtheil ten Mörders David Murphy behielt sich das Gericht die Entscheidung vor. El-Richter Pi-nep-M sagte beute, er wisse noA, kiicht, ob er die Gesandtschaft in Rußland acceptiren werde; er wird am Mor» tage nach Washington reifen, dort soll sich die Sgche?. iefsen. -- Die Neger feierten heute die Annahme des Civilrechtsgesetzes durch eine große Pa rade. Karl Vogt, der angebliche Mörder, des sen Auslieferung von Preußen verlangt wird, batte heute ein weiteres Verhör vor dem Bun desmarschall. Ein Mann, Namens Lawrence, welcher auf der Oberfläche des Wassers in der Nähe der Jerfeh-City Docls etwas Oel bemerkte, warf ein angezündetes Stück Papier hinein. Zu seinem Erstaunen fing das Oel Feuer, die Klammen verbreiteten sich, setzten Lastkähne in Brand, und theilten sich ebenfalls dem Try- Dock, auf welchem sich eine große Quantität Theer befand, mit. Lawrence wurde einge fleckt ; aber man glaubt nicht, dag man ihn be strafen kann. Hinrichtung in MorriStown, N.-I. MorriStown, N.-J., IS. Mai.— Lu signani wurde heute Vormittag 21 Minuten nach 1l Uhr hingerichtet. Tie Arme beweg lcn sich einige Male nach dem Falle, er zog mehrmals die Beine krampfhaft in die Höhe, starb aber sonst ruhig. Morrist own, 15. Mai. Seit frü hem Morgen war die Stadl mit Leuten über füllt, welche begierig der Hinrichtung Lusig nani's harrten, nnd von denen Viele keine Einlaßkarten erhalten konnten. Um 5 Mi nuten nach II Uhr traten der Scher,ff Van dervecr, begleitet von den Ex-Scheriffen De mott und Coe, uebst den Aerzten und Con stablern in die Zelle des Verurtheilten ei», und benachrichtigten ihn, dag seine Zeit ge kommen sei. Lusignani antwortete, dag er sich nicht vor dem Tode fürchte, und unterhielt sich darauf mir seinem Beichtvater, Vater Vasalle vom „Selon Hall College," welcher nebst zwei anderen Priestern und 2 italienischen bann herzigen Schwestern die ganze Nacht bei ihm zugebracht hatten. Auch, als lman ihm die Schlinge um den Hals legte, fuhr er fort, in italienischer Sprache zu beten. Er unterhielt sich wenig, betete aber fortwährend. Nachdem er diejenigen von den Anwesenden in der Zelle, welche erkannte, geküßt und seine Bereitschaft zu erkennen gegeben hatte, wurde der Zug nach dem Schafjot gebildet. Der Verurtheilte, in einem Anzüge von schwarzem Tuche gekleidet, ein Kruzifix und einen Rosenkranz auf seiner Brust hängend, trat den Weg nach dem Schaf fte mit festen Schritten an. Als man fand, daß der Strick zu kurz war, stellte man eine Kiste auf das Schafjot, aus welche sich der Verurtheilte lachend und seine weißenZähne zeigend, mit elastischem Sprunge schwang. Nach vollendetem Gebete des Priesters küßte Lusignani mehrere Male das Kruzifix und rief mit Inbrunst aus: „vergieb mir!" Zuletzt küßte er den County-Clerk, Hrn. Speed, indem er in gebrochenem Englisch sagte: „Ich fürchte den Tod nicht, ich werde meine Frau sehen!" Hierauf lüßte Vater Specran ihn, worauf das Zeichen gegeben wurde; der Scheriff berührte die Feder und das Gewicht fiel. Der Körper schnellte « Fuß in die Höhe, fiel darauf 3 Fuß und begann dann, langsam hin- und herschwingend, sich zu drehen. Er hielt das Kruzifix ungesähr 40 Sekunden mit festem Griffe in seiner rechten Hand, bis die Muskeln erschlafften und es zu Boden fiel. Nachdem der Körper 29 Minuten gehangen hatte, wurve er herunter geschnitten und in den bereitstehenden Sarg gelegt. Lusiznani ermordete bekanntlich am 7.Nov. v. I. in Dover feine Frau Johanna Moosi aus höchst brutale Weise. Die Version, wel che der Mörder selbst von der Affaire gibt, schiebt den größeren Theil der Blutschuld aus dcnHauplbelastungSzeugen Boriotu. Dieser habe ihn in Gegenwart seiner Frau geschlagen und dadurch sei er so aufgebracht worden, daß er wild um sich gestochen uad seine Frau er stochen habe. Boriotti habe falsch geschworen. Der Verbrecher betrug sich ix der letz ten Zelt seines Lebens nicht darnach, um viel Sympathie zu gewinnen; beständig fluchte er und sprach von seinen Racheplänen gegen die Belastungszeugen, den Staatsanwalt und die Geschworenen, dann schlug er wieder in die entgegengesetzte Stimmung um, betete, küßte das Eruzifix zc. Einmal hatte er sich's in den Kopf gesetzt, sich zu Tode zu hungern, dann aß er "wieder wie ein Drescher. Einem Be richterstatter erzählte er, daß er sechs Monate lang in Garibaloi's Armee gedient habe. An feinem letzten Lebenstage zeigte er sich sehr auf. geregt, ging unruhig in der Zelle auf und nie der und warf gelegentlich einen Blick in den Hos hinunter, wo der Galgen errichtet wuroe. Heute Morgen 57 Uhr srühstückte er und sagte dann zu dem Scheriff in gebrochenem lisch: „Ich zürne Niemanden, würde mir aber lieber den Hals abschneiden." Nach dem Frühstücke war er sehr heiler, bis der Scheriff die Sterbetoiiette brachte. Als er das schwarze Gewand sah, zitterte er an allen Gliedern. MorriStown, 15. Mai. Der Leich nam Lusignani'« wurde heute Nachmittag in einem Leichenwagen nach der Evergreen - se metery gebracht. Der Superintendent der Ce melery verweigerte demselben jedoch die Aus nahme, und er wurde in Folge dessen nach der Stadt zurückgebracht. Die Priester weigern sich noch immer, den selben in Empfang zu nehmen, weil er ihnen nicht sofort nach dem Hängen, und vor der Post-Mortem - Untersuchung, welche in einer kleinen Oeffnung am Nacken bestand, überge ben wurde. Es heißt, daß man dem Lusignani eine Ruhestätte aus einem katholischen Kirchhofe veriprschen und bereits ein Grab für ihn ge graben habe. 1 Lieutenant Harri ?. Philadelphia, 15. Mai. Lieut. Harris, der in den Lavafeldern im Kampfe gegen die Modocs siel, studirte auf Welt- Point, erhiell 18L8 das Osfiziers-Paleut und war währeud der Verfolgung der Lowry- Missethäter im Fort Macon, Geo., stationirr. Auf seinen eigenen Wunsch wurde er zur Bat terie K, 4. Artillerie-Rgt., versetzt und stieß im Januar in Oregon zu seiner neuen Lom pagnie. Lieut. H. war ein geborener Phila delphia'er, nnverheirathet, 26 Jahre all und ein Neffe des verstorbenen Bischofes McJl vaine von Ohio. Die Ueberreste sind zur Beerdigung nach Philadelphia unterwegs. Verhaftung einer verdächtigen Per sönlichkeit. Reading, 15. Mai. John H. Felix wurde heute Abend am Bahnhofe bei Ankunft eines PasjazierzugeS von Lancaster auf die Anklage verhaftet, eine Fran in jener Stadt ermordet zu haben. Ein blutbefleckter Dolch, ein Revolver und Kl7O wurden in seinen Klei dern gefunden. Philadelphia, !5. Mri. Ein Mord ist heule in Lancaster nicht begangen worden, wie das Gerücht heute besagte, man glaubt, daß ein Kindsmord, der »nc einiger. Tagen dort entdeck! ward:, zu demselben Au-, laß gab. Die Bender sche Mörderfannlie. Angebliche Verhaftung derselben an »er texanischen Grenze. St. Louis, 15. Mai. —Gestern kam ein Mann aus dem Hherokesenlante in Kansas- City an, welcher berichtet, das; die Familie Bender von Kansas, welche in der Nähe des LZcteS Cherrqvale so viele Morde begangen hat, 35 Meilen nördlich von Dallas, Texas, verhaftet worden ist. Die (Convention der Congresiinit, glieder in St. Lonis. St. Louis, 15. Mai. —Die heutige Sitzung der Convcntiou der Congleß-Mit glieder wird der allgemeinen Erörterung ver schiedener Fragen gewidmet werden, und es wird erwartet, daß mehrere Herren, welch? biretts ersucht worden Meinungen über verschiedene wichtige Fragen, darlegen werden. Eine Ausflug-Gesellschaft wird sich am Freitag srüh, via „Atlantic- und Pacific- Eisenbahn," nach Texas begeben. Sie wer den in Spcingfield die Gastfreundschaft der dortigen Bürger während einer Rache Ben und sich am nächsten Morgen nach Ve nita, von dort nach Denifon, Houston und Galveston begeben. Die Gesellschaft wird aus ungefähr 150 Reiselustigen bestehen. Gt. Louis, 15. Mai. Die Conferenz der Kongreßmitglieder eröffnete um 11 Uhr ihre allgemeine Sitzung. Gouv. Walker vsn Virgimen wurde zum Vorsitzer berufen. (?ine Reihe von Beschlüssen wurde vorgelegt; in denselben wird die Vollendung des Jam S- R'ver und Kanawha-EanalS, sowie die des „Atlantlc u. Great Western-Canals," als höchst nothwendig empfohlen und die Verbes jerung des Sch'ssskaiials im Fox-River als wünschenswerth erachtet. Gouv. Walker sprach über die Nothwen digkeit des billigen Eisenbahn Transports. Die Beschlüsse wurden angenommen, worauf sich die Convention vertagte. Der Krieg gegen die Mödöcs.-Noch mehr Verstärkung unterwegs. ner Verlust der ModocS. New ?) or k, 15. E'Ns Dep.esche aus den Üavaselsen yom 1?. Bericht«, daß, äl« dje Generale Davis und Gillem bei dem gestrigen heiligen Sturme über den Tulesie setzten, sie ui>r mit genauer Noch dein Wasser tohe entgingen, 4-je Abtheilung Soldaten, welche sich augenblicklich uut-r dem Befehl des Geuerals Davis befindet, wird nicht als stark genug erachtet, um einen Ausfall gegen die Modocs in ihren neuen Verschanzungcn vor nehmen zu können; aber der General wird versuchen, die Indianer in ihren jetzigen Be festigungen zu halten, bis er die in 2 Tagen erwarleie Verstärkung erhallen hat. Der Wassermangel macht sich den Truppen sehr 'ühlbar. W'llow Ereek ist der nächste Flug, aber die Modocs befinden sich zwischen dem Flusse und den Truppen. Die ModocS haben ihre Familien bei sich und man glaubt nicht, dag sie ihren jetzigen Standpunkt auf geben werden, bis sie für die Sicherheit ihrer Frauen und Kinder Sorge getragen haben. In der letzten Schlacht verloren sie 2 Krieges einen großen Theil ihrer Pferde, Schießbe daif, Kleider und 2 Tonnen Mundvorrath. Tie Modocs begannen den Kampf bis auf die Hosenlappen ihrer Kleider entledigt, konn ten aber den Warmipnng - Indianern nicht widerstehen, welche ihnen ihre gemachte Beute wieder abrahmen. San FranziSco, 15. Mai. Nach heute Abend von den Lavafel'en empfangenen Berichten wurde heute von den Außenposten in de: Richtung von Oberst Majon's Lager Feuern gehört. ES wird angenommen, daß zwischen den Truppen des Lberst Majon und den ModoeS ein Kamps stattgefunden habe, doch ist nichts Näheres darübn in Erfahrung gebracht wor den. General Davis berichtet, dag jeme ganze kampffähige Mannschaft sich aus 400 belaufe. Der Gesammtverlust, welchen die Armee in dem Kriege gegen den ModoeS bis jetzt erhallen hat, belauft sich auf 71 Todte und 67 Verwundete. Noch eine Hinrichtung. Sau Fralizisco, 1.',. Mai. John Deoine winde gestern in dieser ge hängt. Derselbe ermordete den August Kamp im Mai Von Äuba. New - ork. 15. Mai.—Admiral Green berichtet in einem Briese von Santiago de Euba, dag der Handel der Stadt mit dem In nern d?s Landes durch die Insurgenten abge schnitten worden sei, und dag man allgemein annehme» dag die Insurgenten besser, als je, mit Waffen und Schießbedaif ver'ehen seien, und dag die Rebellion von Tag zu Tage an Ausdehnung zunehme. Die in land. Halifax, 15. Mai. Ein Herr, welcher von dem brennenden Schachte bei Druinniond eingetroffen ist, berichtet, dag >c>t gestern Männer an der Arbeit sind, die Oeffnungen der Mine mit Thon zu verkleben. Das Feuer brennt noch sehr heftig. D>e schwefelblane Flamme lohte 30 Fug hoch empor. Aus dem brennenden Bergwerke vernahm man ein schreckliches Geräusch. Die Ursachen des Ungliicks sind noch nicht genau bekannt. Seit dem Ausstände erlaubte man, dag die Arbeiter Pulver gebrauchten; Sorglosigkeit und Unvorsichtigkeit mögen wohl die größte Schuld lrageu. Brände. Bryfon, Canada, 15. Mai. Die Sä gemühle von Purins 6- Brhion wurde heute durch Feuer zerstör. Verlust »20,000. TelegraphtscheS Allerlei. In Bo>ion hielt Dr. larvis gestern ei nen Vortrag, in welchem er aus den Statisti ken nachwies,dag, während jedes dritte, von ei nem Manne begangene Verbrechen gegen Per sonen und Eigenthum gerichtet sei, von allen durch Fraueu begangenen Verbrechen 70 Prcz. in der Sinnlichkeit ihren Ursprung haben. Die Episkopal - Convention in Boston erwählte gestern den Dr.Paddock zum Bischof. —DerZollhauSbeamteJ. Healy ertrank ge stern in South West-Paß. Lokalberichte aus Washington. W a s h i u g t o u , 15. Mai. Der kleine Knabe, H. M. Martin, welcher von einem mit Backsteinen beladenen Wagen überfahren wurde, starb in dein Rinder Hospitale. Der Kutscher wurde von denLeicheuschan Geschwo renen von aller Schuld freigesprochen. Als am Samstag Abende eine junge Dame, Ramens Agnes Harnell, eine Familie in lackson-Alleri besuchte, bot ihr eiu junger Mann, ein Freund der Familie, seine Beglei tnng an, welche sie annahm. Als sie bei'm Nachhauscgchen auf einen freien Platz gelang ten, fanden sich drei andere junge Lerne ein, welche, wie die Folge lehite, Vpießgejellen des Erüeren waren. AgneS wuroe nämlich kurz darauf zu Boden geworfen, geknebelt und von Allen zu wiederholten Malen geschändet. Sie hat gegen den betreffenden jungen Schur ken ihrer Bekanntschaft einen VerhaftSbefehl erfolgen lassen, aber man glaubt, daß er mil den Aiideru die Stadt verlassen habe. Albert Abbot, ein 52 Jahre alierMan», welcher Dienstag Abend 58 Uhr in einem Staiionshause um Nachtlager bat und das selbe erhielt, starb daselbil gestern Morgen um jö Uhr an der Lruslwassersucht. Die Buchstabir-Medaille im 4. Schul- Distrikie erhielt Me.,>er Hermann. Gestern Morgen um 4 Uhr 10 Minuten wurde in dem Schlachthanse von Samuel L-ppenheimer, an der 8., oberhalb Boundari>- strage, Feuer entdeckt. Da das Hans fehr all und von Holz war, so konnte es trotz der Be mühungen der Feuerwehr nicht gerettet wer den. Die Ursache war die Explosion einer Kerosin-Oel-Lampe. Der durch die „Gegen seitige Feuer-VersicheruiigS.Geseltjchast" da hier gedeckte Verlust betragt?Z>>o. Folgende Blattern-Fälle sind seit gestern angezeigt worden: Einer an F-Strage, zwi schen 3. und 4j Süd-West-Str., zwei sehr schlimme Falle (Harrict und William Ri chardjon) in Nr. 361, G-Str. Ein Mann, Namens Chi«. A. CrippS, welcher gestern Morgen um 7 Uhr in dem Un derhill'schen Restaurant, Nr. 4.'> o, s. Straße, in Krämpfe verfiel, und nach seinerWohnnng, Nr. 429, lU Straße, befördert wurde, starb kurze Heit daraus. Ein junges weißes Frauenzimmer, an der 15. Slraße wohnhaft, wurde gestern auf die Anklage verhaftet, einen Diamantring, im Werthe von «900, aus dem Hause einer Dame, für welche ste arbeitete, entwendet zu haben. Der Diebstahl wn.de von dem Frau en-immsr, unter der Entschuldigung, daß sie eive alte kranke Mutter zu ernähren habe, ein gestanden. Die Klage der HH. Wm. M. Starr und M. Ridenour gegen die „Südliche Ma ryländer Eiscnbahn-Äesclljchait" wegen Ar beilen und Lieserungen von Material, zu dem Betrage von S7OOO, wurde gestern diuch Hcu. Merrick eingereicht, und wird im November vor dem Bezkis-Gerichte seinen Ansang nch inen. Ein Schiffszimmermann, Namens Le vin Broadwater, welcher bei der Ausbesserung des Dampsers „Planier" beschäsiigt war, de merkte vorgestern scherzend zn seinen Mitar beitern: „Ich werde Euch einmal zeigen, wie Liebeskranke Selbstmord begehen !" Er legte dann einen St»ick um seinen Hals, bestieg ein: Kiste und befestigte den Slrick an einem Balken des oberen Verdeckes. Er begann da rauf auf der Kiste herum zu tanzen, wobei dieselbe umfiel und drr praktische Scherze» gegen feinen Willen frei in der Lust hing. Es gelang seinen Mitarbeitern mit Mühe, ihn noa, rechtzeitig loszuschnciden und ihn vom Hängetode zu erretten. Vaterßurke, der bekannte Dominikaner, wird im Juni die Stadt besuchen, um einen K«rsus von Vorträgen, zur Forderung eines barmherzigen Werke» alizuhalten. Gouverneur Cook stellt in Abrede, daß er den Präsidenten von der Absicht, ,u restg uiren, in Kenntniß setzte. Er denkt nicht da ran, zu resiqniren. Seit Dienstag Abend würd?;: hi-r 7ö,- 000 Postkarten verlauf;. Rembr.,ni>t Peale'S hisiorischesGemälde „Washington vor ?)ork>own" ist der „Mount Veenon Gesellschaft" von der einzigen noch le benden Tochter des grogenKüiistlers, der Ma dame Underwood von New-Jersey, zum Ge schenke gemacht worden. Am Montag Abend brachen mehrere Neger in das HauS <yr». Barnacle, Nr. 82g, 4i Straßl, ein und stahlen daselbst Klei dungsstücke im Werthe von «25. -- Hr. Johann E. Schmidt, ein geachteter deutscher Bürger, wird seit Dienstag vermißt. Er oerließ sein Haus an jenem Tage um ll Uhr Vormittags; seitdem hat man RichtS wieder von ihm vernommen. Hr. Schmidt ist ein Deutscher und steht im Kl.Lebensjahre. Er kam vor 45 Jahren noch Amerika und be gab sich sofort nach Washington, welches er nie wieder verlassen hat. Seine Familie hegt die Befürchtung, daß ihm ein Unglück zu gestoßen ist. Hr. Geo. W. Scheide, welcher usr eini gen Tagen unter der Anklage, mehrere Bücher au« der Ccmg?eß-Bibliothek entwendet zu ha- Ken, verhaftet wurde, ist seitdem wieder ent lasten worden. Wechsel, Nummer 117. Neue Anzeigen. „Ai die Mitglieder de« „Hildise« Bundes" und Publikum en? Uuion- Ban k - Ge seil schall der Stadt Baltimore. Bureau (Neyuolds Savin): Nr. 21, Sonthstraße. Pliilip Präsident A. A. Savin >!ass>rer Philip Gover, Samuel Barth, Sydney Long, George Z. Lovd, >? A. Savin. Ä. S. Milce, Achtb.G.?) Maynadier S. W. Raymond I. P. Reynolds. liutor sirte Capw'.l ist kl in IS.YM An- Zimmer tapezirtzu den niedrig steu Vaarpreisen. s. E. ljcrriüg, Tapeten- und Fenstervorhang Nr. 128, Rord-Gav Straße, zwischen Fronl- und Hizhstrage. Dettcn-Ricdcrlage Fr?y, Walpert Eomp., Nr. 41, Nord Gal)straße, Elastische schwamm- Matratzen, Polster, Kissen u. s. w-, Poings ede - B ett e n cssedr?,^!?^) Sauft Eure Möbeln direkt vom Mlirikanttn uud spart LS Prozent! >s?.z>t?-<> D Möbeln, Laden-< 5 inrich fNtungen, Ladentische, (Zoun terS u. s. w. eigener Fabrik u> sehr t'llligen Preisen, aus Nr. 38, Nord W. M. Mauglilin Ev!mc, Bauholz-Händler. Fenster, Thüren, lalousic'n u. s. w. die billigsten Preise. Ecke der Pratt- und Präsidentstrasze, Ecke derOst-Falls-Avenue und Ttilcs-Straße. Lagerplatz Ecke der Pratt- und Exeter-Straße. »pril I4,l2Mtc'. > Wagen u. s. w. 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