Newspaper of Der Deutsche Correspondent, May 19, 1873, Page 4

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated May 19, 1873 Page 4
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kehren und ging in Begleitung einer Freundin nach dem Camdenstraßen - Bahnhofe, wo die Letztere sich etwa 15Minuten vor dem Abgän ge des Zuges von ihr verabschiedete. Seit je ner Zeil hat man Nichts wieder von ihr ver nommen. Irgend eine Nachricht, die auf die Spur der verschwundenen jungen Dame leiten könnte, wird von Hrn. G. Burgcß in Elli colt-City dankbar entgegengenommen werden. Am letzten Dienstag ritt der im oberen Theile von Harsord-Eountq, nahe der Grenze von Pennsylvanien, wohnhafte Hr. Joshua Riley nach Belair, um eine dort seinerSchwie germultcr schuldige Summe von L2OOO ein zuziehen. Er zog das Geld eiu, fpeis'te bei Ashton's und machte sich sodann auf den Hei mweg. Abends gegen L Uhr begegnete e'ii Herr auf der Landstraße, ungefähr 4 Meilen von Belair, einem herrenlosen Pferde, das sich nach Erkundigung als das des Hrn. Riley erwies. Hr. Ashlon ritt sogleich nach der 18 Meilen von Belair entfernten Wohnung des Hrn. Riley und fand aus, daß dieser noch nicht zu rückgekehrt war. Die schlimmsten Befürch tungen wurden Anfangs rege und nicht ohne Grund nahm man an, daß Hrn. Riley entwe der ein Unglück zugestoßen, oder derselbe be raubt und ermordet worden sei. Seitdem hat man jedoch ausgefuuden, daß Hr. Riley sein Pferd in einem Stalle 3 Meilen von Belair gelassen und sich zu Fuße nach Baltimore auf den Weg gemacht hatte. Wie cs heißt, leidet Hr. Riley seit Kurzem häufig an GeisteSab- Wesenheit uud man nimmt au, daß cr am Dienstage wieder einen solchen Anfall hatte. Auch wird mitgetheilt, daß Riley zuletzt auf einem Zuge der „Philadelphia - Wilmingtou- Bahn" gesehen und anstatt der Hcimath, dem Staate Pennsylvanien zugewendet war. Vie Verhältnisse des Hrn. Riley sind soust der be steil Art, er ist nicht nur wohlhabend, sondern hat auch Aussicht, durch seine Frau, mit der er auf dem besten Fuße lebt, das bedeutende Vermögen feiner ischrviegermutter zu erben. Ein neuer Beitrag zur scaiillitleusL unserer Stadt. Wie wir bereits mittheilten, machte Hr. Ferdinand Cheuoweih am letzlen Dienstage im Kreisge richte eine Klage auf Scheidung von feiner Frau Ida R. Chenowcth anhängig. Nach träglich erfahren wir über diese Angelegenheit folgendes Nähere: Hr. Ferdinand Ehcrioweth, Besitzer cincr stark frcqucnlirten Restauration an der Ecke der Baltimore- und Hollidaystr., lernte vor einigen Monaten ein junges Mäd chen, Namens Ida R. Davis, kennen und vermählte sich mit demselben,nachdem nur we nige Wochen nach dem Tage dcr crsteu Bcgcg nung zwischen Beiden verflossen waren. Nie aber sollte sich dcr Ausspruch: „Der Wahn ist kurz, die Reu' ist lang" mehr bewähren, als in diesem Falle. Kurz nach dec Vermählung gerieth Hr. Cheuoweth aus den Verdacht, daß o-e Vergangenheit seiner Frau nicht so rein und frei von Makel fei, wie cr gewünscht »nd crwortcl hatte, und er klagte si: geradezu dcr Unkeuschhcit an. wie verlegte sich auch nicht aus's Läugueu, sondern gesland ein, daß sie von dem Superintendenten cincr sonntags schule in der Alistaot verführt worden sei. Dieser, welcher zugleich Sekretär und Kassirer einer Compagnie ist, stand bisher immer in dem Rufe eincS streng moralischen und rcli giösen MankeS. Seine geschäftlichen Bezieh ungen brachten ihn in Berührung mit den proiilineiilesten Geschäftsleuten unserer Stadt, uud Jeder hegte stets die größte Achtung für ihn. Nachdem die obigen Thatsachen schon vor zwei Monaten bekannt geworden waren, bildeten dieselben seither den Gegenstand des Tagesgespräches in manchen Kreisen, und mit gespannter Erwartung sah mau weiteren Ent hüllungen entgegen. Der angeklagte Super ilitendent soll sich jctzt einen Bries verschafft haben, dcr von Frau Chenowcth geschrieben ist uud in welchem sie behauptet, daß sie nie eine Aussage, die der obigen gleichkommt, ge macht hat. Dieser Bries lag während dcr letz ten Zeit in der Ossice der Compagnie zur An sicht offen und wurde von dem Sekretär und seinem Gehülfen verschiedenen Personen ge zeigt. Einige glauben, daß dieses Schreiben hinreicht, um den Angeklagten von aller auf ihn gewalzten Schuld zu reinigen, während Andere behaupten, daß dcr Brief gefälscht ist und noch Andere dieVcrmuthung aussprechen, Saß Frau Chenoweth für das Schreiben dcS Briefes hinreichend mit Geld entschädigt wur de. Daß Hr. Chenoweth mit dieser Handlung in keiner Verbindung steht, erhellt aus einer Notiz, die er am 14., 15. und 17. März iu der „Sun" veröffentlichte uud die folgender maßen lautet: „An meine Freunde »nd das Publikum: Ich stehe in keiner Verbindung mit irgend einem Vergleiche. Ferdinand Chenoweth." Wie bereiis oben bemerkt, ge denkt Hr. C. jctzt auf gerichtlichem Wege eine Scheidung von seiner Frau zu erlangen. Angriff einer Frau mit gezück ter Waffe. (Ein Familienhader.) —Ser- geant Spangler und Polizist Kmght arretir ren gestern Elife Cole, Alice Gltttnst und Wm. Gittrust unter dcrAnschuldigung, Wm. Leach mit gespannter Pistole in mörderischer Avstcht angegriffen zu haben, und Richter Hayward entließ das Trio gegen Caution bis zur Vorladung vor den Criminal.Richter. Die Affaire trug sich vor ungefähr einerWoche in Nr. 313, Walshstraße, zu und hat in Fa milien-Mißhelligkeiten ihren Grund. Elise Cole gibt un, Leach habe sie in ihrem 14. Jahre geheirathct; sie gäbe von ihm eine jetzt 12-jährige Tochter und sei von ihm gerichtlich geschieden; er habe sich wieder ein Weib ge nommen, verfolge sie aber lroydem mit seiner „unheiligen Liebe," während seine zweite Frau noch lebe. Die Mitverhafteten (die Gittrnsts) sind Elisen's Bruder und Schwester. Elise Cole wies dem Eindringlinge Lcach die Thüre; da habe er sie abegeirürgl, und Frl. Gittrust in Folge Dessen ein Pistol aus ihn angeschlagen, aber nur um ihn aus dem Hause zu scheuchen. Jähes Ableben eines Deutschen. Sonnabend H 3 Uhr fand man den unge fähr vierzig Jahre zählenden Franz Hof mann in seiner Wohnung in Nr. 4, Broad - Alley, nahe Lombardstraße, entseelt auf den Dielen. Hiervon benachrichtigt, stellte sich Dr. E. R. Walker ein, hielt aber, da er erfuhr, daß der Verstorbene seit zwei vollen Tagen in seinem Zimmer gewesen, im Uebermaße dem Genusse berauschender Ge tränke sich hingegeben hatte und häufigen KrampfanfäUen unterworfen war. die Tod tenfchau für uunölhig. Ohne Zweifel warHof man an den Folgen von Unmäßrgkeit und Krankheit gestorben. Donovan, Superinten dent de« östlicheu Arinciifriedhoses, nahm den Leichnam BehnsS der -Arrrdigung aus Stadt koslen in seine Obhut. Einst ein fleißiger nüchterner Arbeiter, ging Hofmann feinem Geschäfte —cr betrieb die Haustün^erci —un- ermüdlich nach, bis ihn dcr Tod seiner Frau trübsinnig, träge nud trunksüchtig machte; seine Frau hatte ohne sein Wissen uud ohne ihm später den Schuldner zu nennen, eine nicht unerhebliche Geldsumme verborgt, und als er dies erfuhr und sie eines Morgens nach dem Namen Dessen, dcr das Geld bekommen, fragen wollte, fand er sie todt im Bette. Der Schtag hatte sie gerührt. Seitdem ging scinc Wirthschaft rückwärts, dieArbeitslus! schwand, —Frau Elijabcth Lippy, eine Greisin von 73 Jahren, wurde Sonnabend früh im Hofe ihrer Wohnung iu Nr. 407, West-Franklin- Straße, leblos angetreffen. AIS sie ihr Zim mer veiließ, war sie munler und gesund. Da offenbar ein Schlagfluß ihrem Leben ein Ziel gesetzt hatte, sand lciue Leichenschau statt. Die Greisin wohnte bei ihrem Schwiegersöhne, dem Buchbinder Carl F. Bodensick. Ertrunken.— Am Freitage fand man im Mühlgraben hinter dcm Hanfe des Hrn. Jakob Schaub an derGarrison-Lane dcnLcich nam vonLouisW.Marschall,demEigenthiimer des „Belvedere-GaiteuS" an der Verlängerung der West-Baltimorcstraßc. Friedensrichter Lehmann rief eine Imy zusammen, deren Wahlspruch auf „zufällig ertrunken" lautete. Man glaubie anfänglich, daß Hr. Marschall ermordet und dann in das Wasser geworfen worden sei, indem dasselbe an der Siellc, wo man Hrn. M.'s Leichnam fand, nur eineTiefe von zwei Fuß hatte. Da man aber keine Spuren irgend cincr Gewaltthat an dem Kör per entdeckte, fo kam man zu dem Schlüsse, daß cr, atS cr in das Wasfcr fiel, mit dem Kopfe auf ciucnStciu schlug und besinnungs los liegen blieb, bis endlich der Tod durch Er trinken erfolgte. Hr.LouisW.Marschall war ans Sinzheim im Großhcrzogthum Baden gebürtig und stand im 46. Lebensjahre. Die Beerdigung findet heute Nachmittag 2 Uhr vom Sterbe- Hanse, Ecke der West-Balttmorestr. uud Gar rison-Lane, ans statt. Hr. Marschall war Metzger von Prosession und hinterläßt eine ZLittwe mit acht Kindern. Mau nimmt an, er habe am Ufer des Gewäfscrs Kräuter fam mcln wollen, sei dabei hinabgestürzt und habe das Genick gebrochen. Michael Kellr>, Nachtwächter auf einer Vaggermaschine, welche an Ellicott'S Werste liegt, wurde geftcin Morgen vermißt. Sein Leichnam wurde später im Wasser gefunden. Dr. Donavin hielt cine Todtenjchau und die Geschworenen sälltcu ciuen aus „zufällig er trunken" lautenden Wahlspruch. Kelly war S 3 Jahre alt. Noch ein Selb st m ord. (Eine alte deitsche Frau erhängt sich.)—Am Sonnabend Morgen gegen S Uhr beging das beinahe 60 Jahre alte deutsche Fil. Margaretha Siebold Selbstmord. Aus dem vor dem Coroner ab gegebenen Zeugniß erhellt, dasz diesclbe seit mehreren lahren in einem von ihr geeigneten Hause an der Ecke der Dallas- und Hamp. sieadstr. wohnte. Vor ungefähr drei Wochen erkrankte sie uud begab sich nach dem Haufe von Verwandten. Während sie sich dou be fand, ließen die Letztem auch die Möbeln der Allcu nach dem Hause holen, und sie wurde veranlaßt, tili Testament zu machen, in wel chcm sie ihre Habc dcm Sohne einer verstorbe nen Schwester hinterließ. Frl. Siebold wurde wieder hergestellt und verließ ihre Ver wandten, bei verschiedenen Bekannten Besuche abstqtttnd und sich b« ihnen aufhaltend. Sie fchien in aufgeregtemGemüthszustaiide zu sein und fprach die Befürchtung aus, daß sie ihre Habe verlieren und demzufolge genörhigt sein würde, in's Armenhaus zu gehen. Uebrigens hatte die Alte außer dem Hause auch noch tsvo aus dcr Bauk. Am Freitags-Abendc begab sie sich nach dem Hanse dcr Frau Mar garetha Kies, Nr. 75, Mrd-Highstr., gegen über der „Aising Sun Tavern." Hier er klärte sie, daß sie sich ertränken wolle, sie sei des Lebens müde u. Dergl. m. Sie blieb die Nacht über bei Mad. Kies und schlug am Sonnabend Morgen eine Einladung der Letz tem, mit ihr auf den Markt zu gehen, aus. Als Frau Kies nachher heimkehrte, fand sie ?l! ihrem Schrecken, daß Frl. Siebold sich ein Taschentuch um den Hals gelegt und an einem Betlpsosten aufgehängt hatte. Um Hülfe rufend, verfuchte Frau Kies, den Körper der Unglücklichen in die Höhe zu halten, wäh rend gleich darauf der Polizist 80ß in'sHaus kam, die Schlinge löf're nnd Frl. Siebold auf's Bett legte. Die Unglückliche aidmete noch; aber wenigen Minuten nach Ankunft des eiligst hcrbcigcrufcnen Dr. Stevenson war sie eine Leiche. Bei der Heimkehr der Frau KicS stand ein Knabe an der Thür, dcr sagte, daß er von einem Schneider geschickt worden fei, nm gewisse Kleider zu holen; er sei oben im Hause gewesen und habe gesehen, daß im Borderzimmer cine Frau aufgehängt fei. Co rouer Walker gab das Verdikt, daß Fräul. Siebold Selbstmord begangcu habe. Hr. Nirolaus Lamm, Schneider iu Nr. 177, Stir lingstraße, Schwager der Verstorbenen, dessen Sohn ihr Hauptcrbe ist, holte nachher die Leiche ab, um sie beerdigen zu lassen. Frl. S. beging ersichtlich die That in einem An falle von Irrsinn; sie litt sert längerer Zeit an heftigen rheumatischen Anfällen. Aus Er. langen in Bayern gebürtig, kam sie vor eini gen dreißig lahren nach Baltimore. Ein Arbeitshaus. Die häufig angercgie Errichtung eines Arbeitshauses zur Uuterbriuguug dcr Bummler, Trunkenbolde und Eckensteher, die alltäglich auf Unkosten der Stadt Quartier in dcr Jail finden, nimmt endlich eine praktische Form au. Die „Gefau cieueii-HrilsZ - Gesellschaft," (?rlsouers' Loeietv) hat sich der Sache abgenommen uud am Dienstage, mit den HH.Geo. W. Brown, G. S. Griffith, I. M. Harris, J.Mcrreficld, Enoch Pratt, Dr. I.Morris, lamcs HodgeS, Prof. T. D. Baird, H. W. Drakely, Gm. H. PerkiuS undlra C. Canfielo an der Spitze, eine Organisation bewerkstelligt, um die Hülfe der Gesetzgebung und der Bürger für das phi lantrophijche Unternehmen irr Anspruch zu nehmen. „Whatcoak - Cenietery." Wir brachten vor einigen Tagen eine Notiz mit Bezug auf die „Whatcoat-Cemelcry." Durch eiueu Augenzeugen, der den Platz vor einigen Tagen besuchte, ersahren wir, daß die Särge, welche bisher auf dem Erdboden standen, ent fernt sind und daß man jetzt größere Sorgfalt auf d:e Ausgrabung lindWiedcrbcstattnng der Todten verwendet. Trotzdem sieht man noch überallUeberreile menschlicher Gebeine aus dem Kirchhofe umherliegen, die darauf hindeuten, daß die Ausgrabungen bisher fehr sorglos be trieben wurden. Im St. Charles-College zu Elli eolt-City nahm gestern früh die vierzigstün dige Andacht mit einer Prozession mit dem allerh. Sakramente seine» Ansang und wird morgen Vormittag beendigt. DieLnngen, durchweich: unsere Stadt athmet. Der Druid-Hill- und dec Patterson-Park, sowie auch die zahlreichen Park'Anlagcn inmitten unserer Stadt stehen jetzt im vollsten Frühlingsschmncke. Die Bäume haben ihr grünes Larrbtteid angelegt, und in den beiden Parken prangen Tulpen und Hyacinthen in schönster Blüthe. In den einsam gelegenen romantischen Gegenden des Drnid-Hill-ParkeS grasen die Aehe in unge störter Rnhe und verleihen der Landschaft das Gepräge eines stillen Naturfriedens. Je wei ter die Jahreszeit vorrückt, um so zahlreicher wird der Besuch des Parkes, und gestern sah man Tausende sröhlicher Menschen durch die schattigen Laubwege wandeln. Wie man Schüler belohnt!-—Be reits seit geraumer Zeit erschienen in Frank Leslie's illnstrirterZeitung anil Flirts' Biographie'« und Portraits von Kindern, welche die öffentlichen Schulen in New-Aork und anderenistädten der Union be suchen und sich durch ihreriFleiß rühmlich aus zeichneten. Obgleich sich dieses Verfahren vom päi agogtschen Standpunkte aus durch Nichts rechtfertigen läßt, fo gedenkt man dasselbe trotz dem auch in umerer Stadt einzuführen und Hai bereits 14 Knaben aus den hiesigen Schu len auserwählt, deren Blvgraphie'n nndPor traitS in nächster Zeit veröffentlicht werden fallen. Die Namen der auserwählten Kna ben sind, wie folgt: Johann Rose von der Grammärfchnle Nr. 18, Wm. Howell von Nr. 6, Thomas Ball von Nr. 6, A. Robin son von Nr. 12, Eduard H. Spilkcr von Nr. 1, Cnstis Woolsord von Nr. 4, Johann Hoff mann von Nr. 5, I. M. Lamley von Nr.2o, Samuel Ziegler von Nr. 11, Harry M. Che nowilh von Nr. 19, Thomas Davis von Nr. 17, Edward Everett Horton von Nr. S, Har ry C. Vansant von Nr. 3 uns Johann Singe wald von Nr. 2. DiepresbyterianischeGeneral- Assembl y.— Die vorgestrige Sitzung war abermals zahlreich besuch!. Dr. H. A. Baird machte darauf aufmerksam, daß zur Zeit die Cumberland-Presbyterianer in Huntsoille, Ala., tagen, und der Moderator sprach die Hoffnung aus, daß die Zeit kommen möge, wo die Kirche des Nordens und «Südens wie der vereinigt werde. Nachmittags wurde ein aus hervorragenden Männern bestehendes Co mite ernannt, zu dem auch der Ehrw. I. P. Smith von Baltimore gehört, um mit einem ähnlichen Comite der Cumberland-Presbyte rianer zum Zwecke der Wiedervereinigung in Verbindung zu treten. Das Pnblikalious- Coinite stattete Bericht ab. Die Kirche habe zur Zeit nicht nur ein ö150,000 w-rthes Pub llkattons-Gebäude, sondern auch der Mission s sei wett größer, als bisher. Die Ein nahmen betrugen, einschließlich einer Bilanz von 823,997.35, «306,046.23, die Ausgaben K 296,425.57. K 9,520.21 seien noch an Hand. VomÄÄcherverkause allein gingen s 157,576.- 78 an. Der Missionssond erreichte K 55,852.- 16 und wurde bis auf 523.20 verausgabt. Gestern predigten in einer Menge hiesiger protestantischer Kirchen Geistliche der Affem bly. Besonders war oieses in den Kirchen der Methodisten, Lutheraner?e. der Fall. Die Him me lsa hr t S.G em ei nd c, deren Gotteshaus letzte Woche ein Raub der Flammen geworden, hielt gestern in dem neuen, zeitweilig hinter den Bcandrninen er. richteten hölzernen Gebäude an Townsendstr. ihren ersten Gottesdienst. Dasselbe ist 36 Fuß breit, SV Fuß lang, 20 Fuß hoch nnd wurde, ohne Anspruch auf architektonische Schönheit zu machen, binnen vier Tage emporgezan bert. ES hift ans jeder Seite fünf, an den Enden je ein Fenster, zwei Front-Eingänge und eine Vorhalle, aus der drei Thüren in's Innere führen. Das Dach besteht aus Filz, die Sitze aus Stühlen und Sesseln; die Seitenflügel sind mit Kakaomatten, die Kanzel mit Teppich be legt, den man aus dem Brande gerettet. Den ebenfalls geretteten Marmortaufstein hatte man mit Blumen und Sträußen geschmückt, Geschenken des Dr. Parrish und des Hrn. R. Holliday. Den Gottesdienst leitete Oberpfar rer I. E. Cathell; die Collekte ergab K2OO. — Beiläufig sei erwähnt, daß die thatsächliche Brandeinbuße sich aus K 27,000 beziffert. Zum Besten der neuen Bibliothekder Epifcopalen findet am Donnerstag über 8 Tage in Lehniann's Halle eine große Llu menausftellung ncbst Conzert statt. Das Letztere leitet Prof. Z. R. Davies.^ Nahe Catonöville hielt Sonnabend Nachmittag eine große Anzahl Grnndeigen thtimer in Baltimore-Countq unter desAchlb. I. Wethmd Vorsitze eine imposante Versamm lung. Man nahm eine Reihe Beschlüsse zur Jncorponrung des 1. und 13. Bezirkes des Countys und des südlich und westlich von der „Westlichen MatyländerEiseubahn" belegenen Theiles des 3. Bezirkes als Stadt an und setzte ein aus deu HH. A. Kennedy, Robert Fowler, Wilhelm Seemüller, A. Simon u. I. Wethered bestehendesComite eili.daMch in Cincinnati über das Verhältniß getrennter Stadtgemeinden oder die Errichtung von Vorstädten Cincinnati's unter besondeterVer waltulig Auskunft holen soll. Ein Eh re ngesch en k in Gestalt eines prächtigen Silbrrbesteckes erhielt Donnerstag Abend Hr. I. Bansant McNeal vom Andi tors-Amie der „Ba!timore-O!>io-Bayn." In weniger, als zwei Jahren hat sich Hr. McNeal durch Fleiß, Tüchtigkeit und Redlichkeit ;u ei nem der verantwortlichsten Posten der Com pagnie emporgeschwungen, uud das Geschenk soll dieser Achtung für den Genannten Aus druck geben. Hr. W.P.Preston, der bekannte Advokat, überreichte Hrn. McNeal mit eini gen geeigneten Benin klingen da» Geschenk. Ernennung.— Der Achtb. W. I. Al bert, Congrcßinitglicd des 4. Distrikts, hat E. Plummer, Sohn des Hrn. W. W. Plummer von Howard-Co., zum Cadetten für die West- Pointec Militärschule ernannt. Die "?luiu der «"(Wasser- und Gasröh renleger) haben sich mit ihren Prinzipalen da hin verständigt, daß in Zukunft des Sonn abends nur 3 Stunden gearbeitet, aber der ganze Tagelohn dafür bezahlt werden soll. Die Zahl der "?lumber" - Prinzipale in der Stadt beträgt so, die der Gasröhrenleger nn gefähr eben so viel. Verletzte Lackstein des „Baltimore- Po tom a c - Lahn" - T n n n e l s wurde am Freitag Nachmittage um 5 Uhr von dem Contraktor Thos. Rutler gelegt. Der Bau des Tunnels begann am 27. Auguit 1871. Die ganze Länge desselben beträgt 7430 Fug und 15 Millionen Backsteine und riefize Mas sen anderer, speziell zur Legung des Funda nienlS benutzter Steine sind dazu verwendet worden. Die Ueberwölbnng an der Fnlton- Straße wurde ungefähr 2 Minuten früher, wie die an der Peunsylvania-Avenue, fertig. Tie Baubeendigung des Tunnels wurde von den Arbeitern mit Hochs begrüßt und an ver fchiedenen Stellen Flaggen aufgehißt. Die Schienen der Tunnel-Bahn sind jetzt von dec Ecke der Caihedralitraße und Nolth-Avenrie bis zur Drnid - Hill - Avenue gelegt und nur noch tiOV Fuß Schienen zu legen, worauf das ganze Werk fix und fertig und befahrbar ist. Nach dem berühmten „Hoosac-Tunnel" ist dieses der größte Eisenbahn - Tunnel in den Ver. Staaten. Der Erstere soll 5 Meilen lang werden und sein, bis dahin noch nicht digter Bau wurde in 135 Z begonnen. Die Arbeit des„Baltimore-Potomac-Bahn"-Tun nelS ist der besten Art und wurde unter dcr unmittelbaren Superintcndentur des Inge nieurs HH. Carter ausgeführt. Der Dampfer „Hiberuian," am 20. April von Baltimore abgegangen, erreichte lctzten Freitag Liverpool. Der Tod des bekannten Dampsbool-Eapi tänS Zoieph Tilghmau wird von Een tieville, Queen Aun's County, gemeidet. Hr. Tilghmau erreichte das 55. Lcdsusjahr uud beiehligte früher nacheinander die Dampfer „Cambridge," „Hugh lenkins" und „Bal loon." Trauriger Unfall. Der 16-jäh rige Owen Kelly, dessen Eltern in Texas, Laltimore-Eouiity, wohnen, wurde am Don nerstage nahe de» Aihland-Eisenmerkeu durch den Einsturz der Wand einer Eisenerz-Grube auf der Stelle getödet. Au einer Kaffeebohne gestor ben. Wir theilten seiner Zeit mir, daß EharleS Ridgely, Sohn des verstorbenen EharleS Ridgely vonHamPton in Baltimore- Eounty, am'lv. ds. iußaltimore starb. Eine sonderbare Ursache lag seinem Tode zuGrunee. Bei der von Dr. Hammond vorgenommenen Sezirung der Leiche stellte es sich heraus, daß dcr Berstvrbene, welcher in dem Eommüsions- Geschäfte von E. Morton Stewart 6- Comp, in Nr. 52, Süd - Gaystraße, Commis war, ungefähr sechs Wochen vor seinem Ableben eine Kaffeebohne verschluckte; diese fand sich im Blinddärme, wo sie sich festgesetzt halte, vor, nnd zwar an der Klappe zwischen den kleinen und großen Gedärmen; sie hatte Ent zündung und Bereuerurig veranlaßt; diese ging in heißen Brand (Gangräne) über, und zusehends schwanden des Paiientcn Kräftc, der dann bald nachher starb. Unfälle. Der Mörtelträgcr Thomas Comiolly siel amFrcitage von einer Leiter aus einer Höhe von 20 Fuß zur Erde. Er erhielt mehrere iunccliche Verletzungen, brach einig: Rippcu und verletzte sich außerdem schwer am Kopfe. Mau brachte ihn nach seiner Wohnung an dirArmistead-Lane, zwischen William-uud Lightstraße. Nach den Aussagen der iyn be handelnden Arrzte wird er schwerlich mit dem Leben davon kommen. Barney BurnS, Kutscher des Barnnm'- schen Omnibus', fiel gestern Abend um 8 Uhr in der Nähe des Camdenstr,-Bahnhofes von seinem Sitze aus das Pflaster nieder und ver letzte seinen Schädel in erheblichcrWeise, Man brachte ihn nach der Lombardstraßen-Klinik, Bnrns steht im 30. Lebensjahre und wohnt ander Addison., nahe Hillenslraße, Fahrunfälle. Am Samstag Nach mittag um 42 Uizr wurde ein vor einem Fuh rwerke gespanntes Pferd an der Philadelphia- Road scheu. Eine Frau, Namens Martha Shrok, wurde aus dem Wagen geschlendert und brach das Schlüsselbein. Außerdem er hielt sie mehrere Verletzungen am Körper. Dr. Janney und Dr. RuSk leisteten ihr ärzt lichen Beistand. Mit dem Befinden des Hülfs- P o liz eiinarfch allS Frey ging eS ge stern merklich besser; die Donnerstag Abend eingetretene HalSgeschwulst, von welcher man deu Uebergang in Rose befürchtete, hat sich wieder gesetzt, und in dieser Beziehung sind alle Besorgnisse gehoben. Merkwürdiger Weise schmerzt ihn die tiesereWunde weit we niger, als die oberflächlichere. Seit Fleitag Abend war Hr, Frcy nicht in seinem Amts büreau, nm ungestörter Pflege und Ruhe ge nießen zu können. Nachwehen der letzten Wahl.— James Bnsey, W. R. Willing nnd Michael Wayne, welche angeklagt sind, den Ex-Ge heimpolizisten I. Weyler mit einer Blei« schlinge angegriffen zn habeu, mußten vorge stern sür bei'm Verhör am 21. Mai, Nachmittags 5 Uhr, je SlOOO Bürgschaft stellen. Offtzie rö w ahl. Vorgestern Abend versaminetten sich die Offiziere des ersten Ba taillons unserer Miliz unter Vorsitz des Ge nerals R. H. Carr; als Sekretär fnngine Lieutenant A. H. Connor. Einstimmig er wählte man Hrn. ClarencePe'.ers zninOgerst- Lientenant des Bataillons. Dasftlbe zählt jetzt sechs Compagnie'« mit 400 Mann. De in Sch eri ff Robi n j o n von Balti more-County wurde gestern James Äieal, alias Power, alias Lukas, der am 12. Mai IM Darley-Parke eine Schlägerei herbeiführte, überwiesen. Geldbußen. Karl Faber, melcher Steine anf der Straße warf, wurde vom Richter Farlow nm S 1 und Kosten gestraft. Folgende Strafurtheile verhängte am Sonnabende Criminal - Richter Gilinor: über Johann Lieck wegen Mißhandlungßem hold Decket's 30 Tage Gefängniß und wegen Geringschätzung richterlichen Ansehens H5O Strafe nebst Kosten; über die Schwarze Mar tha Tydings, welche der Hantfarb - Genossin Elise Enrdy mehrere Messerstiche verfetzt hat, 60 Tage Stadtgefängniß; über Wm. D.Har ris wegen Angriffes auf Leonhard Kumm Kl; über Louise Kläger wegen thätlichen Angrif fes auf Margarethe Finnegan KS; über Cor nelius AHern und Johann F. Müller, die sich einander geprügelt, je 55 Strafe nebst Kosten. Als Vagabnndii! sah sich Brigitte McCartney auf neunzig Tage nach dem Ge fängnisse geschickt. Thätlichkeiten. —I. H. Evans und Charles Pötter, welche den Jeremiah Bassiers mißhandelt haben sollen, mußten bis zum heute stattfindenden Verhör Bürgschaft stellen. John Rayon, welcher den Frank Adel angeblich angegriffen hatte, wurde bis zum heule stattfindenden Verhör beigesteckt. Georg Risnec, welcher den Neger John Miller thätlich angegriffen habeu soll, wurde gestern vom Richier Flaherty gegen Friedens bürgschaft entlassen. Peter O'Hara, der vor einigen Tagen Barbara Schröder angeblich mißhandelte, mußte Bürgschaft sür sein Wiedererscheinen vor dem Gerichte stellen. Gestern nahm Polizist Cook ans Be schwerde von Rosine Wehr, welche ihrenMaun beschuldigt, sie vorgestern Abend daheim in Nr. 100, Frederick-Aoenne, arg geichlagen zu haben, Christian Wehr fest, und Richter Bell ordnete des Arrestanten Abführung in Cri minal-Gewahtsam an. Der wegen Messe r a n g rif feS aus den Polizisten Franz Stier am 8. Mai nach dem Gesängnisse gebrachte schwarze Isaak Smith wurde vorgestern dem Richter Hagerty vorge führt nnd dem Criminal-Verfahren überwie sen. Bekanntlich erhielt er bei dem Versuche, auf dem Transporte nach dem Stationshause, wohin Stier ihn nutcr einer Diebstahls-An klage bringen wollte, selbst eine erheblicheßles sur. Er ist ein notorischer, gefährlicher Dieb. Der „B esscrungS - A n st a l t für jugendlicheNeger - T a u g e n i ch t j e" wurde gestern vom Richter larden der unver besserliche Farbige W. H, Ockany überwiesen. Diebstähle, —JameZ MePhiliPS, wel cher ein Paar Schuhe im Werthe von K 5 ge stohlen haben soll, wurde gestern vom Richter larden dem Verfahren der Großgeschworenen überwiesen, Als Trn nkeli b o l d wurde I. H. Mc- Laughlau von Richter Kreis dem Gerichtsver fahren überwiesen, Arretureu. Bon vorgestern Abend K bis gestern früh 6 Uhr wurden im mittleren Bezirke 16 Personen verhaftet, davon gestern früh nach kurzem Verhöre 3 gegen Erlegung der üblichen Geldbuße, 1 bedingungslos ent lassen, und 7 nach dem Gesänguisse gesandt. Zni östlichen Bezirke betrug die Zahl der Arrestanten in demselben Zeiträume 15, von denen gestern L nach Bezahlung der Geldstrafe ihre Entlassung erhielten, während die Uebri gen eingesetzt wurden. Im westlichen Bezirke geriethen in der selben Zeit 14 Personen in Haft, von denen sich gestern 3 durch Entrichtung der Brüche nebst Kosten die Freiheit wieder erkauften. Kirchliche Taufe. Gestern nahm Pastor I. B. Hassel, Seelsorger der Bapti sten-Gemeinde, die in der „Rechabite-Halle" ihren Gottesdienst hält, die Taufe der Frau Thomas von Norfolk, Va., im Beisein emec zahlreichen Versammlung im Winans'fchcn Schiffsbauhose vor. Rettung aus dem Lasterpfuhle. Sergeant Hunn holte gestern ein junges Mädchen, Namens Elisabeth Lewis,aus einem Bordelle. Auf Ersuchen ihier Mutter wurde sie nach dem „Hause des guten Hirten" ge bracht. Schwere Anklagen gegen Neger- Väter. Der Neger Charles Wilson, wel cher angeblich einen Versuch gemacht haben soll, seine 15-jährige Tochter Aiinie Wilwn zu schänden, wurde von Richter Bell dcmVer fahren der Großgeschworenen überwiesen. Auch der Neger Thomas Smith sah sich gestern vom Richter larden dem Verfahr?» der Großgeschworenen überwiesen. Er wird beschuldigt, e'.n schändliches Verbrechen an sei ner kleinen sechsjährigen Tochter Fannie be gangen zu haben. Wegen grausamer Behandlung eines Maulthieres wurde der Neger Z. E. Williams am Sonnabend verhafte: und vom Richter larden dem Verfahren der Großge schworenen überwiesen. Brände. Gestern Vormittag um 5 Uhr brach in der Lampenruß-Fabrik der HH. I. H. McCrcary 6c Co. an der Washingtoner Noad ein Feuer aus, welches durch einen de fekten Rauchfanz einstand. Der Schaden be läuft sich auf etwa SSOO. Jas Vorverhör in den Anklagen gegen die angeblichen Ladendicbinneu Elisabeth Werner nnd ihre gleichnamigeTochier, welches auf Sonnabend angesetzt war, fiel weg, da Richter Hageriy die NaZincht er halten, daß bereits die Geschworenen das Paar in Anklagestand versetzt hatt.m. < J>! der protestantische St. Stephaiius-Kirche auf der Ecke der Hanovcrsiraße und Welcome - Alley wurden gestern zwölf Personen cor-firmin. kaiholischen Kapelle an Leaden hall-strafje wurde gestein das jährliche Mai feü begangen; eine Anzahl weißgekleideter Mädchen zog durch die benachbarten Straßen unter dem Gesänge von Lobliedern auf die hl. Jungfrau Zitaria. DerßaltimorerMc tz g e r - B e r e i n N r. 1" hielt gesternNachmirrag in dem Lokale des Hrn. Louis Weber am Ceutre-Markt eine Versammlung ab, in welchcr man sich über den Auszug bei dem am im Darley-Parke stattfindenden Picni: beriety. Man beschloß, anstatt der früher gebräuchli chen rothen Hemden schwarze A-izüge mit ro then Schärpen und blau und weißen Rosetten zu tragen. D u rchbrannte vorgestern Morgen um Uhr au der Ecke der Hanover- und Chnrch straße das vor den Tonie-Bierwagen des Pe

ter Ryan c.eipannt- Pfcrd. Es sprengte die Srraße cutlaug, bis cs schließlich einen eiser nen Laternenpfoslen an der Ecke der Henrieita straße umrauM nud zum Stehen gebracht wurde. Der augeiichlete schaden war im Uebrigen unerheblich. Freigabe. Vor einiger Zeit wurde H. B. Clinton als Compliee bei der im Au gust stattgefundenen Beraubung der „Dritten National-Bank" arretut. Elinton benutzte denselbenPostamtS-Briefkasten, wie der Haup t Auch wohnte der Letztere bei Elinton, drr seinerseits hier als Verkäufer von Gasbrennern „sein Leben machte." Mau hatte beiriesteckt in dem blanden, daß cr die Spur der Einbrecher mütheilcn werde; aber E. hielt reinen Mund nnd mußte schließlich, da sonst keine Schuld beweiie vorlagen, cutlaffen werden. Der „Strik e" der Ha u S anstreicher scheint noch nicht zu Ende zu sein/ Die Ar beitgeber, welche zu diesen: Zwecke am Frei tage eine Bcrsammiuug hielten, find bereit, den Lohn von 52.50 ans S 3 pro Tag zn erhö hen, aber nnr unter dcr Bedingung, daß sich alle Anstrcichergehiilfen der Stadt der Gesell schaft zur Durchführung dieses Lohnes an schließen. Andernfalls muffe das Gewerbe dadurch leidrn, daß ein Theil der Leute für 52.50 pro Tag arbeitet und dcr andere HU fordert. Im Ganzen feiern nur löÄehülfeu. Die Zahl derPrinzrpcilc in Baltimore ist nicht mehr, denn Lg. D e r ederkran z" wird heute Abend Händel'S Oratorium „Paulus" zum zweiten Male in der „Coneordia" aufführen. Da das Einree nur 50 Cents beträgt und die Ein nähme dem deutschen Waiseuhause zu Gute kommt, so sollte Keiner unserer Mitbürger verfehlen, diefcs Conzert zu besuchen. Von allen Seiten w-.ro das WaisenkauS jetzt unter, stützt, und um der edlen Sache willen wollen wir hoffen, dag das Interesse unserer Mitbür ger für das Waisenhaus nie erlahmen, son dern stets ein reges bleiben möchte. Dem „Liederlranz" gereicht es nur zur hohen Ehre, daß er gerade dieses Ocatorinm, welches nur mit großen Mühen und Anstrengungen ein studitt werden konnte, zum Besten des Wai senhauses zur Aufführung dringt. Kein kunst sinniger Deutscher sollte yeute Abeud in der „Coneordia" schien. Die Druid - Hlll. Park - Pferdc bah n begann gestern ihreregelmäßigen Som mer-Fahnen. Sie ist in trefflichem Zustande. Das Fahlgeld hin und zurück betragt nur 5 Cents. Im Schütz enp arke an der Bel a ir- Road waren gestern Tausende von frohen Menschen versammelt. Nicht nur im Ban ketNaale, sondecn anch im Garten wogte es ans und nieder. Ans dem Gesichte desEiiien strahlte die Freude noch Heller als aus dem des Andern nnd wo das Auge nur hinblickte, sah es Uügeuübten Frohsinn walten. Vom Himmel schäme die Sonne hell und klar her nieder, ohne jedoch dem hcltercii Menschen schwarme vi?te Schweißtropfen zu entlocken, da ein kühler Luftzug ununterbrochen durch den Park wehre. Der „Gcrmania-Männer choc" hatte sich vollzählig eingefunden nnd trug mehrere seiner schönsten Lieder in vor trefflicher Weise vor. Bald sang er von der Bühne des Bankettsaales herab zu den auf merksam horchendenschützeiimitgitedern, bald erklangen seine Lieder mitten im Parke unter den schattigen Bäumen und bald hörte man die Stimmen der tüchtigen Sänger wieder aus der Mitte des Saales heroorklingen. Aber nicht nur Vokalmusik erfreute die Ohren der Zuhörer, auch fchmetterude Tromveten er tönten durch den Park. Die Melooie'n aber, welche die Musikanten bliesen, klangen viel Heller, als sonst. „Ist es der schöne helle Frühlingstag, welcher die Instrumente klarer stimmt, oder ist die fröhliche Laune auch in die Musikanten gefahren?" fragte Der, wel cher erst den Park betrat. Geheimnißvoll lä chelten jedoch Diejenigen, die dem Conzerte von Anfang beigewohnt hatten, ohne daß sich die neuen Ankömmlinge dieses Lächeln zu er klären vermochten. Als sie aber den Saal be traten, trauteu sie kaum ihren Augen. Auf der Bühne saßen preußische Militär-Musiker, welche tapfer in ihre Instrumente bliesen nud zwar so exakt, als ob si: auf ciuem Bostoner Musikfest mitwirkten. Doch war es dies Mal nicht das „Kaiser Franz Garde-Grenadier- Regiment," welches ans der Bühne poflirt war, auch dirigirie nicht CapeÜmeister saro, sondernDerjeiiige, welcher denTaklstock sührte, war unser alter Bekannter Pros. Winter, der übrigens, wie auch sämmtliche Mitglieder sei nes Musikcorps, in der neuen Unisonn recht kriegerisch aussah. Um ihrer Uniform keine Unehre zu mache i, spielten die Musiker viel tresslicher als sonst nnd das „Garde-Grena dier-Regimciu Nr. 2," nnter Leitung des CapcllmeistersWinter-Saro erwarb sich gestern manche neue Freunde. Erst a!s die S»nne bereits untergegangen war und die Schalten der Nacht die Erde einhüllten, schloß dasCon zert. Langsam verließen die fröhlichen Sän ger und Schützen den Park, um in ihre Fa milienkreise zurückzukehren und dort die Er lebnisse des Tages noch einmal an sich vor überziehen zu lassen. Ankunft des Dampfers „Leipzig." Am 29. April vdn Bremen, am 2. Mai von Soulhamptou abgefahren, traf Sonn abend früh der Dampfer „Leipzig" nach nur fünfzehntägiger Reise im hiesigen Hafen ein. Er brachte 910 Passagiere, darunter IS in der Cajüte; 900 wareu Einwanderer, die übrigen Bürger der Union. Wir octosfenUichlen be reits am Donnerstage die Liste der in Bremer haven am Bord gegangenen Passagiere; in Soulhamptou schifften sich noch folgende in der Cajüle ein: C. Daniels, R. Daniels, Frau Elisabeth Daniels nnd die Frls. Marie uud Elisabeth Daniels, Wilh. Eck, Frau Anna Eck, C. B'.own, T. u. Olive Morse», T. A. Bsxiey und Sarah Baxley; außer den von uns am Donnerstage angeführten Zwi schendecks-Passagieren kamen noch A. Kriiß u. >iatl Högerwick von BalUmore, G. Opitz von Kansas und F. Ke'ler von Cinciunati. Un terwegs starben 4 Pctsonen: am 3. Mai H. Schöiiborn, am 3. os. Elisab. Ml-xakasing, am 13. L. Lorenz u. am 30. April. A. Rein zwei davon, Männer in mutleren Jahren, erlagen der Schwindfucht, zwei Säuglinge den Masern. Die „Leipzig" verließ am 2. Mai Son thampton, paisirte 4 Uhr die Needles und langte Freitag früh 1 Uhr am Cap Henry an. Die Ladung des Dampfers, über 300 Ton nen, bestand aus folgenden Gütern: Bach, 4 dulo sur Ltcllmann. Hinrichs iLomp,. t niio für loh. Hciiimkier.l ditto sur Gebr, Hodgls, !! Utto fiir I. Söhne. S kittosjk vk». Rcuiing, 8 sur Aloerti. Prior k iLomp,, l ditto sür Hcau Pascal, 4 dilto sür Melier k DiS-iiscn, 8 s>tto sür lagmew und 1 iiistc Lrnamente sür L. Tllbreml. SchiffSnachrichrcu. Ter «on am Äpril die englische »arte „loscphine.- Capi. McSarland, über Ponce, P, R,! u» dk englische Brigg „Zennua,- «iapt. Wil- Die Schooner „Win. K. Green.» itapt, Tracy. und »Jaine^Kon/' (!api, huntleii, tamen am 2 Mai von Ter englische Schoomr „Rccruit." Capt, Sadler, GerichtSveryanolungen. Stadltrc!jS-G er i ch —<!l!or Richier PiNlney,) Georg Üb. gegen Tavi»Siastoro! e!ward Char- Sudseite de r von tzanover - Straxe! be- j traut,-Die „Permanente Balttmorer Bau- uns Land- j derson. mit dem iie Uj»>! zu Washingion T, gcrraut »chlzträsligc Scheidung, KKigerin zcg Waisen-Gericht —(Vörden Richtern TaneiS. L-nria» und Büdo»., s» crhiei» Thomas W. Gnssin gcriidliiche AoUinaSt zur Bcrwaitunz dkl Hiniiriaisen scha,» bon Liüher M, « siirdy < «»!»«>. <! riminsl. Berichi, - «Vor Richter Siimor.s Abgewiesen: Edward '.'liarchani. aus Nieranoer «müh sabweien»: Wilhelm Gerte. TbäUichte-r argen den PoI»e!!:>e»kr Leal,ue;Zohanli Schwar;e, Ihaiiiches Vergreisen an Mahr iabwescnd)! h'hase. ein «chivarzer. Äiißhandiung der Negerin Henrietia iZhaie iabwesendi; Johanne Weitzinger, ZhaUichteit wider eui dreijähriges Kind v-inr, Lei-ncr's! Christian Weber. Angriff ans den siebenjährigen iilarence Jump, Grox,beschworenen Andrew Tono- Aergreisni an dem'schniÄj-'n «kl'sha Hill,-Verschoben: Frau tS.N. Ftenimina, An arift au, reu Consiablcr James (5, Sangiton und E MuUer, MuUer, auf Thomas«! ken>: Julian» Bandci; Johann Wenicr und Georg Wagner, ihaiiicheZ Vergreisen an Frau Marie Lang! Robert Johnion, böZ. nxUigcs Zerstören von Eigenihum (sharieS Magee's labweiendl, VergUilt-weisc erledign !v, Liichneid, Angnss auf (?. Garrel! Thomas England, Angriff aus is!iiabcth Nnvion. Gesuch um Prozessirmig vor den Niemgcschirorkncn: I, P. O ÄceiU, Prügele! mit Charles D, Hix. Johann Hartmaun, W.dcrier,llchlell gegen den PoUzistcn Vanholland im tsamdensiraj!cn- Bahnhoft uno umgctehri! Li.o Rarincr, Angritt auf John Milse»! tklisha Hill, ein Schwarzer, Thäilichie.t gegen Wm, sampso», Ter G-r.chishos veriaiitc sich nebst den Gro.geslhworencn bis heule. Highland-Park. Am Mittwoch, den 21. Mai, werden die HH. Trego Kirkland eine bedeutende An zahlGrnndstücke bei „Highlaud-Park" verstei gern. Highland-Park wird unstreitig die schönste Borstadt Baltimore'S werden und bie tn mehr Vortheile, al« irgend ein anderer Punkt in der Umgebung unserer Stadt. Die betreffenden Grundstücke liegen auf einem ho hen Hügel, von welchem man eine prachtvolle Aussicht über die Chesapeak-.Bai nnd die um liegenden Landschaften genießt. Während je der Woche entstehen daselbst neueßanten, und innerhalb eines kurzen Zeitraumes wird diese Vorstadt Dimensionen erreicht haben, welche man vor wenigen Monaten kaum noch ahnte. Zur Wiener — Wes sel nnd Ereditbricfe. Die bevorstehende Wiener Welt - Ausstel lung, welche am 1. Mai beginnt und nntth maßlich nicht vor dem 2. Nov. schließen wird, hat die Reiselust des amerikanischen Publi kums in so hohem Grase entwickelt, daß ich mich veranlaßt sehe, die Aufmerkjamkeii des Publikums ausdie Ausftellimg von Ere ditbriefen zu lenken, nach welchen bei dieser Gelegenheit ein größerer Begehr, als bisher, sein wird. Ich habe diesen Umstand antiei pirt und darauf hin die umfassendsten Vorbe reitungen mit den größeren mit mir in Ver bindung stehenden Bankhäusern Eurova's, namentlich mit der „Union - Bank" in Wien, einem der bedeutendsten Geld- Institute Oestreich's abgeschlossen. Wechsel und Creditbriefe zu den niedrigsten Raten bei ' F. Naine. Zun! Besten deö „Allgemeinen Deutschen SLsa«,enhauscS" wird der „Liederkranz" das Oratorium „Pan- InS" von Mendelssohn heute, den 19. Mai, iu der „Coneordia" abermals zur Aufführung bringen. Da es sich um einen edlen Zweck handelt und Jeder einen seltenen musikali schen Genuß erwarten dars, so steht zu erwar ten, daß die „Coneordia" Montag Abend in allen Theilen gesüllt sein wird. Die dcutsch-engUschc St. lohainii?- Schule an der Biddleztraße feiert ihr diesjähriges Malfest heule, den 19. Mai, in Rost'sHain an der Belair-Aoad. Der „Rothmänncr-Sängerbund" wird meh rere Chöre vortragen, während Prof.Ziegler's Musikcorps für treffliche Tanzmusik Sorge kragen wird. Die „Baliimorer Äurgerschuven" feiern ihr großes Maifest Donnerstag, den 22. Mai, in „Rost'S Hain." Das Arrange ments Comite hat für die umfassendste!! Vor bereitungen Sorge getragen, um das Fes: in jeder Hinsicht zu einem großartigen zu ma chen. Die „Valt'.nzorcr Schützen - Gesell schaft" feiert ihr jährliches Maifest Montag, den 26. Mai. Das Mai,'est der SLZäcker'schen Schule wird heute, I?. Mai, im „Tarley-Parke" an der Harsord-Road abgehalten. Die Aus flüge und Picnics dieser Schnle haben sich schon seit Jahren den Rus von Volksfesten er worben, und fast kein Deutscher unseres südli chen Siadttheils versäumte biöder diesen Fe sten beizuwohnen. Daß sich das Malfest auch in diesem Jahre sowohl sür die Eltern, wie auch sür die Kinder zu einer höchst brillanten Affaire gestalten wird, unterliegt keinem Zwcisel. Das Mai- und «oinincrnachtöfest der „O. Ä.-Gesellschaft" zum Besten des „Allgemeinen Deutschen Wai senhauses" wird Donnerstag in Louis Muth's Park abgehalten werden. Der lshor der denischen bischöflichen Methodisten-Kirche an der Pennsylvania-Avenue wird Montag, deu 2V. Mai, zum Besten einer neuen Orgcl ein Conzert in Raine's Halle geben, bei wel chem mehrere namhafte hiesige Künstler mit. wirken werden. Der „Galiileo Bund Nr. I, V. «. P. begeht heule im „Greenwood - Parke" an der Belair-Road sein 23. Stiftungsfest und Picnic, welches sich nach den bereits getroffe nen Arrangements zu urtheilen, ohne Zweifel zu einer höchst brillanten Affaire estalteng wird. Dr. üt Ävors, Südwest-Ecke der Holliday- und Fayettestr., hat jetzt vorzügliches Berliner Tiooli-Bicr vorräthig. Wer sich au einem vorzüglichen Maitrank laben will, sollte nicht verfehlen, Hrn. KoorS' Lokal zu besuchen. Hr» Schultheis wird seine Sommerwirthschaft und feinen neugebautsn Taxzsaal an derGarrison-Lane, nahe Baltimorestraße, heule mit Conzert und Tanzmusik einweihen. Hr. Karl F. ÄÄaqner ladet seine Freunde aus heute nach seinem Lokale in Nr. 17, Süd-Libcrtystraßc, ein, wo er sie mit einem guten Lunsche bewirthen wird. Thomas Beck K Sohn's Bockbier wird dabei verzapft werden. Hr. Johann Ächuchärdt zeigt seinen Freunden an, daß er heute in seinem Lokale au der Ecke der Charlcs- und Conwaystraße einen delikaten Lnnsch auf tischt uud dabei Wießücr's Bockbier verzapft. Hr. Ädam «eck läßt heute in seiner Wirthschaft Nr. 336, Nord.Gay-, nahe Monumenlstraße, Georg Rost's Bock los und tischt dabei einen guten Hr. I. H. Hnn,z wird heute Morgen um 10 Uhr in seinem Lo kale Nr.lo, Markcl-Space, einen seinenLunsch anstischen, welchem Rosi's Bockbier eine große Rolle spielen witd. Hr. A. Sts. Lindenftrntd weiht seine Sommer-Wirlhschaft in Nr. 59, Nord-Cenlral - Avenue, heute' mit einem Riesen - Lunsche, Wicßner'schcm Bockbier, Tanzmusik, Schauturnen:c. ein. Hr. Georg datier wird heute Nachmittag einen prächtigen Lunsch für feine Freunte in Bereitschaft hal ten. Sicher wird Hrn. Bayer'S Lokal an der Madison-, nahe Boundary-Av-nue, Montag Nachmittag gedrängt voll 'ein. Hr. Andrcas^cuicr, Ecke der Monument- und Cheslerstraße, ge denkt feine Freunde Dienstag, deu 20. Mai, mit cinemExira Lnnsch zu beivirihcn. Selbi't vclstäudlich wird es dabei an delikatem Bock bier nicht fehlen. sie Str. S. d. hält heute Nachmittag ein großes Mai- und Stifluugssest in Louis Muth's Park an der Belair- Raas ab. Nachmittags 2 Uhr findet die Einweihung der neuen Ordensfahne statt. Hr. Antsn Hetderich, der bekannte Wirth an der Post-Offici-Ave., ladet feine Freunde, Bekannte, die Schütze«, sowie überhaupt das ganze Publikum auf heute Vormittag von 10 Uhr an zu einem delikaten warmen Lunsche ein, wobei Fritz Wießner's Bockbier verzapft wird. Abends wird ein Militrir-Mustkcorps in dem Minia tur-Ach ützen-Parke ein großes Extra-Conzert veran st alten, welches ohne Zweifel ein zahl reiches Publikum uach dem hübsch eingerichte ten Garten nud der eleganten Restauration locken wird. Während der Sommersarson wird Capt. Heiderich an jedem Tage von früh 10 bis 1 Uhr Nachmittags einen warmen Lunsch auftischen und von Freitag an, jeden Freitag und Dienstag Abend ein großes Gar ten-Conzert veranstalten. Hr. Ehr. Heist wird heute in seinem Lokale, Z!r. 57, Pre sidcnlstraße, einen süperben Lunsch austischen, wobei Schlaffer'S ausgezcichiietcs Bockbier verzapft wird. Abends wird Capt. Fr. Kcl» ling's belicbceHarzer Berg-Capelle znmTanze ausspielen. Hr. Johann A. Paul, Nordost-Ccke jder Hanover- und Croßstraßc, ladet seine Freunde n«d Bekannte aus heute zu einem delikaten Lnusche nebst Schreiers schem Bockbier eiu. Hr. H. «chulthcls wird heute in seiner Wirthschaft Nr. 46», Ost-Lombardstraßc, Georg Roit's Bock los lassen und dabei einen famosen Liiiijch aufti schen. H?. Jodann Danterich tischt heule, Montaq Morgen, abermals iu seinem lokale, Nr. L uud 10, Nord-Eden Straße, einen Geiieral-Liittsch aus, bei wel chem I. F. Wicjjner'S Bock geivalljgcZprün ge machen wird. Hr. Friedrich Zuckert hat in Nr. :ZO, Unioni'lrage, eine neue Wirth schaft eröffnet und wird dieselbe heule, den 13. Mai, mit einem aiiegezeichne'.cii Lunsche uud Hofmaun'S Bockbier einweihen. Abends findet ein Tanzkiärizchen staü. Hr. Auqukt iüolk macht seiueii Freunden und Bekannten die Anzeige, dag er auf heule in feinem Lokale, Ecke der Orleans-uud Chapelstraste, einen famosen Lunsch auftischen wird, bei welchem Fritz Wießner's Bock seine Sprunge macht. Hr. Heinrich Eurzel beabsichtigt seine Freunde uird Bekannten beute Äormittag um I l Uhr in seiner Wirth schasr, Nr. 17, Harrisoniiraße, mit einem großen Lunsche und Wieöner schein Bockbier zu berrirthen. Keiner sollte schien. Hr. Valentin Henkel bat in Nr. U)l, Süd-Gilmorstiaße, eine neue Wirthschaft eingerichtet, die er heuie mit einem solennen Luniche einweihen wird. Die Ernndsteinleguns! des „Allge meinen Dentschen ZÜatscnhanse»." .. sämmtliche Repraienlanten der Logen nnd Gesellschaften, welche bei'm „Allgemeinen Deutschen Waisenhanse" vertreten sind, sollten nicht verfehlen, Dienstag, den St). Mai, ÄbdS. 8 Uhr, im Lokale des Hrn. I. Lorz, Nr. 2, i-?iid-Frederickl!raße, zu erscheiuen, wo mau sich über die Feier der Grtliidsteinleanua be ralheii wird. Der „Tchillerbund Scc. Vrden der Schwarzen Stitt-r" hält Montag, den 2V. 2)!ui, sein Maifest im „Tarleif-Parle" ab. Der,,Maniländer Ttirnverein^ begeht sein jährliches Pienie und Sonimer nachtSsest Moniag, den !>. Znui, anf s,'ouis Muilj's altem an der Betair- Road. Der „Arion" gcdenkt feine erste nach „Monumcutal-Fishiug.Liovc" Sonntag, deu 8. Zuui, zu machen. l'iardiier'ö Hotel iik gänzlich renovrrt wvrocn und wird von den HH. W. Süß 6r Comp, heute, den Itl. iviar, mit einem süperben Wunsch eröffnet. Gardner's Hotel wird ohue Zweifel sich schnell wieder die Guust der frühereu la'aie erwerben und abermals ein beliebter Ausenl haUSort des Pudlikumö wcrdeu. Hr. F. hat die Winhjchast 185, Annsiraße, käuflich übernommen und wird dieselbe Heu te, den 19. Mai, mit einem solenneu Lnnsch und Schlafser'jchcm Bockbier einweihen. Als Blut und Säfte reinigendes Mittel ist das Svrudel- Salz unübettrcffllch. Dasselbe wird von vielen Aerzten gegen UnVerdaulichkeit, Kopf schmerzen, Mangel an Appetit nnd alle Uebel, welche aus Unordnung des Magens oder der Leber entstehen, angewendet. A. Vogeler Lc C o m p. sind die Agenten für Amerika. <»!-) den vielen BaUliuorer Erfindun gen verdient namentlich das bernhmieZahn ivasser von Hrn. Hknson len- Ultlfts, Nr. 99, N o r d - C h a r l es st r a ß e, genannt zn werden. Es gibt nur wenige Da men in Baltimore, welche sich dieses Toilet tenmitlelS nicht bedienen, da der wohllhälige Einfluß desselben aus die Zähne ein wahrhaft Der unglückiichsic Mensch aus der Weli ist der Dyspeptiker. Alle« sieht cr dunkel »ud düster; er ist mit sich selbst nnd jedermann zerfallen; das Leben ist ihm nur eine Bürde. All' dieses läßt sich durch den Gebrauch des peruviaiuschen SyrnpS, eines Eisenprotoxyds, heben. Leute, die seit 27 Jahren gelitten, sind durch ihu curiit wor den. (119-24) i s Jnvuccment für Konsumenten^ A. W. Barransier KCo., Provisivnett Händler d Brat >v ur st in ach cr, Etabtisfement an der verlängerten Pennsyl vaiiia-Avenne. Warktstande : Zir. liti, «»„irc-, <>Z, Hanover-, S I. und .11, Ricknünid-^Rartr Börsenberichte. Berichtet von Wm. Fisher L 5 Söhnen, Nr. 32, Southslraße. Ang, Verl. ilng. Brri. Gold 11>>)6 ZentOluZvz 4>), B.St. 5.2vr - - MackSÄL. - 22>. (4)'K5 . ..tleli St Pass Hahn — 2l — Aslo ffcu Verl Ä. Ei. Ill.wrltt Md Feu Vers lvö Howard itters i> 7 Ba «ir a1t,... 4l 12 McruMßcrs i> vaürkk...... Bito<!OKr'7ö 9»« Ba >ir>i7... .. SO Hlto6O!!?'B7NX WBa Zr Jult PilttZ» i. 7?' > PS'«' «a!to,l»r'W.. M?» (sen!Lhiot,?i. ' U?« Balto Vt P M Ssk WMd ürü.g'M .Ä Ballo «Z, K)-' B4 tlalto vr ISO).. W WMe>irZ.ZuZ lii !»7 EMemphiS Kr 57 z» MatSi»?r' wu Ssk »s Belto IA MatLin BrZ. tLiiiz Bank..,. Nich Dan I. ffranliin Bank — 0r.A1./!.Ma7r dl'« vorv Bank.... 7 Lr.äZll i.r 2. Mcrchßllnk 120 Mcchßank.... ,2 BltoGabÄ6 N 0 ls« z. Nai Bank Bl> d 5 Geo'SSkLohl 12(1 12) Valto O !>.'T !72 17Z !flreder Tucnp «0 R. 6. «. >». ,!5 B °r?S V.! 2l Ii » b.2ver, !B>j>er » . < llij - . 18Uer ,I7!>, » « . neu llt-K - » ISV7» » . IKScer il lo.lv«r ' r Coupons 1 j . , Tescrred 12 fi'c Äi'a ° ,''''^ Slev., Ä,-?). iLcnlial Hudson Aider Zt. R <>!>/» Railroad, Pres'd 7l Illinois Teniral ........lii ' Zten>-Äersev t!rntriil R Sleveland PiitSdurg R »7 North Western 7t . Pri:ritcl RoZ-J-lcitd Mil. und St. Beul Mil. und Si. Paul, Prcser'd 72 Tolcdo und Wabash sso Maizne Ohio und Missifiipi Keine Hlllmsch,ner;ctt mehr ! Zahnschmerzen seder Art, selbst wcnu die !tädn< hohl un» angesteckt sind, werden sür die Dauer darit den berühuiicii ..Indischen El Irak," beseitioi. Derselbe hat sich bercil? einen Weltruhui ermordn und ist echt zu haben 25 und 50 Cts. die Masche bei X. Hass«ncamp, Nr. 75. Hanooeistraße! I. Sohl, ticke Charles' «nd Monigomervstr ! «sari Brack, Ecke Ensor- und isoricstftr: H. Mittnacht. Nr, 2U, Pcnns.-Avenue: «. Tttniiiof». Nr. «g, Weit-Laiiimorestr,! Ecke Prall, und PresidentsiraSe; r. «vor! Stöhle, Eeniral-Ecke der Boston- und «arl H, Man. Nr, 25». S. Ri-liier, Ar. I!«, »rcderi-k.Ävenuc und Rord« Nachweis'!, daß nur die phiuin oder Opium in H. Richter'« «»001-ior So«, tkivx B?rni>, wie dieses bei allen andern der Solle rnthaiien ist. Mütter, gebt nur ihn Euren Kindern, kann werdet ihr sie behalten! derselbe erleikiert das Bahnen und giedl ihnen einen gesunden Schlaf. Zed'r «so hcter hat Sovtiuo« aus Vazir: Preis Z> Cenlb pro Fwiche. A. j.- H. Richter. (PiärjS.lZt»WU>) LsMinore. Md. Ner;tt:c. A. von Briclen, Anw-llt jm deutsche Krfinver und Hsarent-lut,aber, Nr. 2,">8, Broadway, New-York. '.'Utittsvu Tchaumliurg, d?ucschc?Ädvvkat, Nr. St. Paulstruüe. (ÄP,ii?>.lM!, ' >? - w. W. PTS-nstt,, Rechtsanwalt und Advokat, MlMcr MM, Advokat und Rechtsanwalt, vlr, t?, ,?a>r. Tütvest-Eckt r»» St. Piw!. iu t> .'.ztsirnrani besorgt geriHliick» v»e« >^.>!tcu.'.'^!-..n..- - Svrs,». <ONU-> ?r. W. Glciismann, praktlschcr Arst, LZundarzt und Geburt?« Helfer, " ' N u raße. z.. l.nd 7 bic d uyr Äd.nts '^'a!>ni?,l/i^ Dr. M. Wiener, ko--öovathischkr «rzt» Wvsl-lavette-, nahe Pincstraße. N eli e deuts che Apotheke Emich's uromalischer Leberthran, Cmiciz'S Lcb?rt:)ran - Cream, Cmich's Leberthran - Cream, mit , ,«np>?pho?pl,a»e». , Ä.ulel. wraiüiüg uus den beste» Mattria» »ruparin, w.rcen «uverstchtiilii dem Publikum a,-7cbo!en.da n.- im!a»gi ze.ü,llk, Ptdürsmi der >"'kui!.?t beseiiigen und den i ' ""!"w!c>cn stnd, Üinderung und und die s':° :^nrhm^n>i«chw>rl>ln-,kn nnd bestiiig!, und der PllUcnr kann irvi iini Äergnnqen emnehiucn, wa» nnunzenchm und in einigen ftiillen cleibalt niiir, lidoch >. tten von Anderen, als dem «ranken uns ,e,n-n ,»rcanecn realistrl wu-de. Fragt «urcn Ronihilcr iur dirie» «rMel und Jbr weidn Nicht Zubereuel und der. (?ol»!Nbus P. i!mrich,> Apotdeker. t O!t Är, !-!>>, Änrd öownrdftr Daulpser-Geseüschaft. Linie (Sonntag« ansge» nt'.nmen) nach Port Deyofit, Havre de V»- ace nud Tide-Water-Eanal. !>«!>.'sod.-1d üis"dee sänai in Ordnung Der Äge.it der GeseNschast in Harne de iSrace lolrd ine Nmladrimt für die Tide Waier- oder P-s»'chlvaaiü'ti'l»<-ie. sowie au» der durch diese Sa. oder cn-eren Pi>!x?n beitiminten stracht unlnigcltii^ Srachtgüter »erben tüg!,ch bis z Uhr VinchmittLg« in Emps ng nenoiiimen und zu billigen Raten und sorgsait,g eeri^ifft. »S- find «rforderlich. Jos. laii.eS Tavloi-, Aaenl, <7>>-) «r.«eft-Kalt»>A»«»ur. i er Dampsvvot» Evmpagnie. Kl-rssii'sche Linie nach Philadelphia. Die Lanipier dieser 6ouipagnic qehen täglich lConnic>,s aiisgenonimen» oon der AZcisle auf drr Ecke c.r Light und Prattstr. Nachiniitcgs Z od. r2e Sorien .si-a/l werden zn 'dVn 'dill!.,'fteii"Rat»n brsordei!. I. Alcrcmder Ähriver, Äqent, Ni,binr.'Werit, Bailimare. direkt. Kr'L-!:^v??--8alilinutr?TransÄ!zrttinie» Bi!!Nk»ia»d-?!o!,te biireb «rauiile. Von Zrcita«,, den iu. M. rz, an gehen die Dum» Lscr dieser Linie von der Honip»gnie - Werlte «der !ri.Krrcn Conier'ichen) am .euhe des FrederickstraSen- Docks (arit Nuznahme des Svnniagej Nach. Mittags -l Nhr ab und licsern die Fracht am ,wettn. Morgen daraus in Äiew-'Nark ab. Von New - Dork sahren dieT ampiroäaliÄ I SonntagSauzgenommen) -oi:i Pier Vir. .. Siachn'itiags znhrab. Frachiguler aller Äri werden zu deu niedrigsten Raten Äustunst Wege? der Frachtsatz, . .^'^ltrandtrViiriver,Agent, > »er. Z, Üighlstraßen-Werttt. Medizinische Anzeigen. Milicr's dySpeptische » Lebcr - Invigorator Vslanzcn-Präparat wunderbare heilende Eigenschaften Dyspepsie nnd - Leberkrankheiteu Gelbsucht, Ballttikrankhe- mit ilntt Sarasii» »«» Nr» 12, Ätord-Howardstr., kaufe eine Flasche, und rvcnn nach deren Gebrauche Ihr keine Besserung verspürt, so wird da? Geld zurürkgegebeu. A. I. Miller,Eigenthümer, Baltimore. Vrei» »der > Wl»<- Äöoliiklrr». <SeplA!.uÄe,t!p°^ Elseil itt's Blut! Der Peruvianische Syrup, eine unver änderliche Lösung des Eisenoxyduls, ist so zusammengesetzt, daß er die Eigenschaften ei nes leicht verdaulichen und dem Blute so leicht, wie die einfachste Speise, sich einverleibenden. Nahrungsmittels hat. Er vermehrt die Meu. ge deö eigentlich natürlich belebenden Ski,, ses, des Eisens im Blute, nud heilt „tausend Uebel" einfach durch Anspannung, Stärkung und Belebung des Körper; das bereicherte und belebte Blut durchdringt jeden Theil des Körpers und vcrbcsfcrtSchädcn und Verluste, fucht die krankhaften Ausscheidungen auf und überläßt der Krankheit Nichts zur Nah ruitg. Dies ist das Geheimniß der wunderbaren Ersolge dieses Heilmittels in der Heilung von Verdauungefchwäche, Leberleiden, Wasser, sucht, chronischem Durchfalle, Geschwüren. Nervenleiden, Frösten und Fiebern, Verlust der Körperkraft, Nieren- und Blasenkranhe». ten, Frauenkrankheiten und allen deu Kraul heilen, welche aus einem schlechten Zustande des Blutes entspringen oder von Schwäche oder einem Schwächezustande des Gesammt k'örpetS herkommen. Da er vollständig frei von Alkohol in irgend einer Form ist, sa folgt seinen kräftigenden Wirkungen nicht ei ne entsprechende Reaktion, sondern sie find bleibend und verleihen allen Theilen des Kör. xcrs Kraft, Stärke, neues Leben. Tausende sind durch den Gebrauch diese« Heilmittels aus schwachen und kränklichen Geschöpfen in starke und gesunde Mensche» verwandelt worden. Schwache Personen sollten ohne Zaudern dies Heilmittel versn chen. Man sehe darauf, daß jede Flasche dm Namen „Pcrnvianischen Syrup" im Glase eiugeblasen trage. Seth W. Aowle L 5 Söhne, Eigen thümer, Nr. I, Milton-Place, Baston. Droguisten zu »krtillltül (A?riltg,lS,l a-W>i

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