Newspaper of Der Deutsche Correspondent, May 21, 1873, Page 4

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated May 21, 1873 Page 4
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Der Teutsche Korrespondent. Baltimore 21. «Ai 1875. iJ. W» Garcett al« Sieger. Man wird sich erinnern, daß vor einiger Zeit die „Pennf. Central-Bahn" sich eineS ar gen Uebergnfft« gegen die unter Botmäßigkeit der „Balt. - Ohio - Bahn" stehende „PittS burg Connellsville-Bahn" schuldig machte, indem sie ohne alle vorherige Notiz und in willkührlicher Weise die Schienen aufreißen ließ, welche die „PittSburg-TonnellSviller" mit der „Mount-Pleasant-Zweigbahn" bei Bradford in Pennsylvanien verbanden. Vor drei Wochen versi'.chteu die Angestellten der „PittSburg-ConnellSviller Bahn," die Schie nen auf's Nene zu legen, aber 200 Angestellte der „Penus. Central Bahn" machten ihr Er scheinen, verjagten Garrett'S Leute u. brann ten zum Ueberflusse noch die beiden Brücken zwischen der „PittSburg-ConneUSviller" und „Mount - Pleafant » Zweig - Bahn" nieder. Nunmehr wandte sich Äarretr an daS Ober gekicht von Pennsylvanien in Harrisburg und dieses hat soeben einen vorläufigen Einhalts befehl gegen die „Perms. Central-Bahn" er lassen. Superintendent Cohen hat nunmehr Besehl erhalten, sofort die Verbindung zwi schen der Pittsburg - Connellsviller" und „Motinl-Pleasant-Zweigbahn" wieder herzu stellen, und es steht dahin, ob er dabei trotz deS Erlasses de« Obergericht« ausweitern Wi derstand stoßen wird, oder nicht. Der samps zwischen den tiatnl I. W. Garrett und Scott ist cr fichtlich noch lange n-Ht zu Ende. Neuer ding« erhöhte die „Penns. Cemral-Bahn" die von der „Bvltimore-Ohio-Bahn" via Brin ton« versandte Holz, und Steinkohlensracht. Sofort ermäßigte Garrett die östliche Fracht besörderung von PittSburg nach Baltimore aus 15, -,, ach Philadelphia auf 20, nach New- Uork suf 27 und nach Boston auf 30 CtS. pro 100 Pfund. Dadurch geschieht der „Penns. Central-Bahn" erheblicher Eintrag, während die Pittsburger sich gratuliren, daß sie ihre Eisen-, Stahl- und Glaswaarcn jetzi zu Prei sen in den Markt bringen können, die ihren Absatz gegenüber den hohen östlichen Fracht sätzen erleichtern. Die „Penns. Ceniralbahn" kann der „Bal'imore Ohio-Bahn" nicht so leicht Schach bieten, da nach ihrem Freibriefe eine Herabsetzung ihrer Frachiraien glcichmä Big allen Lotal-Slationen zu Guie kommen muß, was leichter vorgeschlagen, als ausge führt werden kann. Inzwischen gewährt eS für den Verkehr im mer Vortheile, wenn sich die Gewalugen ein ander in die Haare geraiheu. Und ze hänfi ger und nachdrücklicher dieser Conkurreuzkaiiipf entbrennt, desto eher ist auf eine Abbüise der Beschwerde über unveeschämle Eisenbahn-Pas sagicr- und Frachtzolle zu rechnen. Das zu Gunsten Garrett'S erfolgte Ein schreiten des pennsylvanischen ObeigerichlS be weis'!, daß Tom Scott's Alleinherischaft in Penniylvani?u in neuerer Zeit einen gewalti ge« Stotz erhalten hat. Volles Grständmß des MorderS Thomas R. Hollohan. Bisher hatte Holtohan trotz der übersüh 'rendsten UinstandSbeweije sters hartnäckig ge leugnet, Frau Lampley ermordet zu haben. Gestern Nachmittag besuchte ihn Dr. Wm. H. Cole, Berichterstatter unseres Blattes, in seiner Zelle; ihm legte er unauszesord:rl nach stehende« Bekennlniß ab: „„AIS ich verflossenen Herbst in Nr. 9S, Süd Bondstraße, meinen, Handwerke, der Blcchdüchsenm-iqerei, arbeitete, machte ich Joshua N'.Holson's Bekanntschaft. Ungefähr einen Monat fpäter lud er mich in feine Woh uun.g ei» und stellte mich seiner Frau vor, über deienßekanntjchaft ich mich damals sehr freute. Etwa eine Woche darauf forderte er mich auf, mit ihm nach Unter-Canton hinab eine Spa zierfahrt zu machen ;>er hatte feine« Schwie gervater« Engliih Pierd und Chaise. Bei dieser Gelegenheit erzählte er mir Vieles vom alten Hrn. Lampley, dem Großvater seiner Frau; derselbe habe eine bedeutende Geldsum me, wohl <3OOO oder K4VOO, in seinem Hause liegen. Nicholson bemerkte zu mir: »Tom, wir können mil Leichtigkeit einen guten Fanz thun." Er erklärte, wie sich Da« ausführen ließe: nächsten Sonntag begebe sich Hr. Lamp lev aus's Land, um Fische zu sangen, und werde erst spät am Abende zurückkehren. Er (N.) habe srüher in dessen Hause gewohnt und wisse, wo und wie das Geld aufbewahrt werde; er wisse, ich sei schon einmal arg in der Klemme gewesen, und n sei durchaus nicht scheu, mich um Befand anzugehen. Ich willigte ein, mit sym zu gehen; der Tag wur de festgesetzt. An einem Sonntags-Abende sollten i-lne Pläne ausgeführt werden. „Wir werd'en diealteFrau quetschen (cro!t!i)miisse.>!" Das waren die Worte, die er gebrauchte. Ich rieth ihm einen besseren Plan an nnd ssgte, wir würden, wenn wir der alten Dame ein Leid anthälcn, größere Gesahr lausen; er könne das Geld, ohne zu Gewaltthäligkeiten zu greisen, erlangen, wenn er sich verkleide; dann könnten wir das Geld aus der Alten „herauSschwätzen." Darauf wollte Nicholfon sich nicht einlassen; würde sie beraubt, so wür de Jeder feiner Verwandten sogleich ihn in Verdacht haben; wenn er aber sie „quetschte" (crv»l.-eä), so würde Niemand glauben, er hab's gethan. Mir wollten diese Gründe durchaus nicht einleuchten, uud wir gaben die Sache an diesem Tage auf. Eine Woche vor Weihnachten brachte er die Angelegenheit wie> der auf's Tapet; er wollte die alte Dame noch immer „quetschen." Ich war anderer Mei nung, und wieder ließ man die Sache ruhen. Es sei unnütz, erklärte ich, einem so großen Risiko sich aiisjuseyen, wenn wir das Geld ohne dasselbe bekommen können. Er wandte ein, sie würde ihn sicher erkennen. Die Sache rühre wieder eine Zeit lang, bis er mich am 2, Januar 1373 Nachmittags zusällig in Nr. 9S, Süd Bondstraße, tras. Er lud mich nach seinem Hause ein. Ich ging mit ihm und wurde dort von Frau Nicholson Hrn. John Lampley vorgestellt. Der Greis äußerte nicht in meiner Gegenwart, er wolle Abends in'ö Theater gehen. Später begleitete ich Nichol sou uach dem Hause seineSÄarers an Forrest-, nahe Cavalstraße; aus dem Wege dahin er zählte er mir, welch' prächtige Gelegenheit wir am selbigen Abende haben würden, um uns io den Besitz de« Geldes zu setzen; Hr. Lamp lev werde mit John English, Frau English und deren Söhnchen m'S Theater gehen; ganz gewiß wisse er zwar noch nicht, ob der Alte in'« Theater gehen werde; wenn ich aber selbigen Abend mit ihm (N.) gehen wolle, so werde er mich Uhr an der Ecke der Bond- und Baliimorestroße erwarten. Zur verab redeten Stund« trasen wir uns dort; er theilte mir mit, Hr. Lampley sei in's Theater gezan gen, weshalb ich einwilligte, mit Nicholson zu gehen, um ih« bei Ausführung seiner Pläne zu unterstützen. Ungefähr um 7 Uhr kamen wir im Lampley'sche» Hause an; die alte Da me war ganz allein und saß im Schaukelstuh le, mit Näherei beschäftigt. Ohne anzullo psen, trat Nicholson ein nnd wurde von ihr sehr freundlich begrüßt. Ich folgte ihm, da er mich ihr vorstellie; ich sei ein Freund von ihm und wünschte, daß ihr Sohn einige Stu ben für mich tapeziere. Dies Letztere sagte Nicholson, um von der Alten zu erfahren, wo ihr Sohn sich zur Zeit aufhielt. Nun unter hielten wir uns eine Zeit lang über Dies und Jenes. Fran Lampley erhob sich, ging nach einem Wandschränke und nahm eine braune Papicrdüte mit Takes heraus. „Das habe ich für Deine Kinderchen speziell bestimmt," sagte sie herzlich, zu Nicholson gewandt; „ich wollte die Düte nebst Inhalt schon heute srüh in Deine Wohnung hinüberschicken." Hieraus Ichenkte sie ihm und mir ein Gla« Wein ein mit dem Bemerken, es sei ihr Hauswein, sie habe ihn selbst zubereitet. Nicholson stand hinter, ich neben ihr. Da gab Joshua das Zeichen. Ich packte sie an der Gurgel; in dem nämlichen Augenblicke versetzte ihr Nicholson mit der Faust einen heftigen Schlag in die Magengegend, worauf wir sie iu'S andere Zimmer trugen und auf den Teppich legten; sie war eine Leiche. Eiligst begab sich Nichol so» in den Hof, verriegelte die Seitenpforte und machte die Fensterläden zu. Ehe wir das Haus betraten, war zwischen uns Alles ver «bredet. Joshua nahm da« Licht und ging in die obere Etage hinauf, um das Geld zu holen, indeß ich im Dunkeln bei der Leiche blieb; wäre John Lampley jetzt dazu gekommen, so hatte ich mein Pistol parat, um ihn aus dem Wege zu schaffen. Bei'm Aufbrechen des Koffers machte Nicholson bedeutendenLärmen; ich lief daher hinauf, um ihn zu größerer Vorficht zu ermahnen. „Tom !" rief er, „ich habe ihn jetzt geöffnet." Zugleich überreichte er mir das Silbergeld und steckte da» Pa piergeld zu sich. Höchstens eine Minute hielt ich mich oben auf. Wir gingen zusammen wieder in'« Unterstock. Nachdem er die Leuchte auf den Tisch gestellt und das Licht Nein ge dreht hatte, üdergab er mir alles Geld und ergriff seinen Regenschirm es war zur Zeit lehr dunkel, und es regnete und wir schlu gen den Weg durch den Stall ein. Joshua öffnete die in ein zehn Fuß breites Gäßchen führende Hinlerpsorte. Als wir in Dallas straße herauskamen, äußerte er, es thue ihm >ehr leid, daß die Sakes auf dem Tische liegen geblieben seien. Auf meine Frage, wo der Meißel geblieben, antwortete er, er habe ihn in da« Gäßchen geschleudert. Auf der Ecke der Eden- und Fayetteftraße trennten wir un»; Joshua ging, wie er sagte, heim. Ich begab mich nach meinem Kosthause. Das geraubte Papiergeld ward erst eine Woche später ge theilt, nicht aber da« Silbergeld, weil wir e« für gefährlich hielten, es damals schon inUm lanf zu bringen. Von den Greenbacks gab ich ihm HS!S: die« geschah am 8. Januar. Seit vojererLerhaftung sagte ich ihm, er sollte durch einen feiner Bekannten »300, welche ich in Baltimore versteckt hatte, holen lassen. Nicholson beauftragte einige Freunde damit, welche aber das «eld, wie sie sagten, nicht finden konnten; ich bin jedoch fest überzeugt, da« sie e« hatten. Ich brauchte es nothwen- diij, um emen Advokaten zu engagiren. Wäre Aoe« nach mnuew Kopf« gegangen, so ! würd« die alte Frau Sampln, hevte nvch un ter dcn Lebenden wenen. Ginz Wchlicher Weise hat man Jemanden der Theilnahme beschuldigt: ich mewt Albert O. Tucker; er wußte nicht daS Mindeste von dcr Sache, tisch hatte er je einen Theil des geraubtenGel de« im Besitze. Allerdings ist er Einer, dcm ich nicht trauen würde. Wie ich glaube, würde er, wenn er vorher darum gewußt hätte, mir den Raub- und Mordplan ausge redet haben. Ich gebe diese Erklärung ab, umTucker Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Ich habe mein Austreten durchaus nicht be schönigt, sondern Alle«, was ich gethan, offen und frei angegeben. Ich weiß, ich habe Gor te« und der Menschen Gesetze übertreten, und bin bereit, mein Leben dafür hinzugeben; aber ich will Bruder Nicholson auf demselben Gerüste neben mir sehen. Eine wahrheitsge treue Darlegung eines Unglücklichen."» Obiacm von Hollohan selbst verfaßten Ge ständnisse lag noch folgendes Schreiben anDr. Cole bei: „Geehrter Herr I Ich bin ein Frem der in dieser Stadt und kannte kein Mitglied der Lamplcy'schen Familie, noch sah ich je de ren Hans, bis Nicholson mich an deni ver hängnißvollen Abende dahin n«hm. Nichol- Freunde, ihm stehen Geldmittel zur Verfügung, rnh hhne Zweifel wird er Kopf au« d!r Schlinge zu ziehen wisscn. Ge ihm die«, fo gibt e« im Staate Mary land kein gerechtes Geietz; mein Urtheil ist ein gerechtes, ich habe Gottes und der Menschen Gesetz übertreten und bin bereit, mit meinem Leben dafür zu büßen. Aber gern hätte ich Joshua zum Galgen-Gefährten. Ihr un glücklicher Thomas R. Hollohan." Stadt Baltimore. Das gesirige W ett er. Dic bis ge stern Nachmittag 55 Uhr aus dem Bürean des Signal-Eorps eingelaufenen Depeschen berich teten leichten Regen aus Savanuah, Vicks burg, Alpena und Norfolk, sowie drohendes Wetter ausWashington, Charleston, Corinne, Birginia-Tily, Cape May, Indianapolis und Fort Garry. Der Mississippi stieg bei St. Paul 3, bei Memphis 1, bei New-Orleans l Zoll und fiel bei Davenport l, bei Keokuk s und bei St. Louis 8 Zoll. Der Ohio fiel überall. Der Thermometer stand in Baltimore aus 53, in Philadelphia aus S 3, in New-Hork aus 55, in Boston auf 56, in Washington auf 60, iu San FranziScv auf sg, in Marquette auf 48, in Key-West auf 86, in Montgomery auf 89, in Omaha auf 71, in St. Louis aus 63, iu New-Orleans auf 70, in Detroit aus 75, in Chicago auf 60, in Knoxville aus 90, in Mount Washington auf 33, in Memphis aus 84, in Porlland, Me., aus 53, in Portland, Oreg , aus 60, in Toronto auf 55 und ui Montreal aus 65 Grad. Wetteraussichten. Südöstliche Winde. Das Wetler klärt sich. Ein-und Aussuhr.— Es kamen fol gende Fahrzeuge aus ausländischen Häsen gestern hier an: die englische Barke „St. Lawrence" mit 20 Fässern und 3550 Oxhof ten Zucker von Demerara; die schwedische Brigg „Carl" mit 3376 Säcken Kaffee von Rio de Janeiro. Es segelten nach dem Auslande Von bier gestern ab: die englüche Brigg „Two MaryS" mit 355 Tonnen Kohlen nach Curacoa; die englische Brigg „Victoria" mit 308 Tonnen Wblen nach St. Thomas; der schooner „H. Vrescoti" in Ballast nach Cat Island; der Schooner „Palos" mit S5l Tonnen Kohlen nach St. Thomas. Der Dampser „Louisa" lief gestern mit 300,000 Dachschindeln und 179 Fässern Fische von Nord-Carolina hier ein. Ankunft des Dampfers „W m. C ralie." Gestern früh traf der Dampfer „Wm. Cranc," Capt. Howes," mit folgender Ladung von Boston hierein: 9 Packeten Kauf mannswaaren für E. Larrabee 6- Söhne, 3 do. für Baitey, Caldwell K Comp., 4 do. sür Gambrill, Söhne K Comp., 1 do. sür Whed bee Lc Dickinfon, 21 do. für Hizgins, Cobb KComp., 35 do. für Smith, Dixoii K Comp., 400 do. für Foster 6c Sellmann, 400 do. sür Amon Smith K Söhne, 33 do. für Wheel wright, Mudge Sr Comp.. 4 do. für Cha'e, Stewart «r Comp., 1 do. für Gebr. Kleinfel ter, 1 do. sür Bafshor 6- Comp., 500 do. für Woods, Wecks K Comp., 1 do. für Thom feu, Lilly 6r Comp., 1 do. für Loney K Comp., 6 do. sür W. H. Cole, 5 do. für E. Jenkins «r Söhne, 20 do. für I. Parthurst, jun., 6c Comp, und 3000 do. sür mehrere Fir men ; von Norfolk brachte der Dampfer 4 Bal leu Baumwolle für mehrere Firmen. DasOber-Äppellations-Gericht in AnnapoliS wird heute voraussichtlich den Ni ch ols o n's chen Pro ze ß, dessen Revi sion beantragt worden ist, ausrusen. Die städtischenGelde r.—Wir theil ten gestern bereits mii, daß der Stadtregistra tor Robb die räthliche Anfrage im Betreff der an Hand befindlichen Bilanz dahin erwiderte, daß am s. d. MtS. K 353,269.56 in den Ban ken deponirt waren und dazu noch tz1k,095.51 kommen, die vom Stadt-CollektorSamte ein gekommen sind. Dagegen sind zwischen dem 6. und so. d. Mts. 5220,617.07 zu zahlen und die Sladtkaffe schuldete dem Finanz-De partement am 6. d?. K 830.000. Das sieht allerdings nicht aus, als ob überflüssige Gel der verzins't werden können. In großer Verlegenheit befinden sich hier die Radikalen, nachdem der Hand streich, durch Temperenz-, Know-Nothing- und andere Organisationen die feste Burg der Demokraten und Liberalen bestürmen, arg in die Brüche gegangen ist. Sie Verlanen sich jetzt auf's Neue darauf, daß die Reibe reien in den Reihen der herrschenden Partei selbst ihnen zu Gute kommen mögen und sind eifrigst bemüht, dieselben zu nähreu. Wird Alles nichts Helsen. Die Demokratie wird durch ihre Nominationen auf's Neue bewei sen, daß sie Männer in die Gesetzge bung und das Scherisss-Amt zu schicken versteht, deren Namen und Charakter von vornherein das Vertrauen der Stimmge ber herauesvrdcrn. Hierzu nach Kräften bei den Primärwahlen in den einzelnen Wards beizuiragen, ist die Ausgabe und Pflicht jenes Theiles des Publikum«, der dem Staate die alliirte Mucker« und radikale Wirthschaft vom Halse zu hallen wünscht. Die Primärwahlen sind da« Schlachtfeld der Demokratie und alle Vorschläge zu unabhängigen Organisationen plumpe Versuche, das Volt im Interesse der radikalen Temperenz - Allianz zu verrarhen. Wollen übrigens die deutschen Republikaner dem Partei-Worlsllhier „American" ihre An schauung iwer den Temperenz-Schwiudel klar machen, so wird ihnen die unabhängige Presse (und wir empsehlen, um Mißverständnisse zu vermeiden, die englischen Blätter uichi zu übersehen,) gern dabei behülslich sein; die deutschen Demokraten und Liberalen brauchen keine Erklärung der Art abzugebeu—ihre Ge sinnung ist zur Genüge bekannt und wird zur rechten Zeit, und zwar am Stimmkasten, zum Ausdrucke kommen. Die F o rts cha ffu n g der Küchen abfülle u. des Latrine n-I nhallS. Der 2. Rathszweig hatte bekanntlich vor einigen Tagen eine Anfrage an denSanitäts- Co in lniffär ergehen lassen, ob man die Küche nabfalle und Abtrittsinhalle nicht an einer Stelle ablagern könne, die weit genug vom Weichbilde der Stadt entfernt läge, um jeder Ursache zu irgend einer begründeten Klage vorzubeugen. Wie wir schon gestern mittheil ten, hat der Dr. James A. Steuart ein hierauf bezügliche« Autwort schreiben an den Zweig gerichtet, in welchem er bemerkt, daß die gegenwärtigen Ablage rungsplätze ausgewählt worden seien, weil die Stadt kein zufriedenstellende« Ueberein tvmmen Betreffs der Fortschaffung der Ab tritlsinhalleic. milden Eisenbahn-Compag n,e'n treffen konnte. Dr. Steuart hält e« für da« Rathsamste, Wagen bauen zulassen, die eiusach aus vier Rädern und einer Platt form bestehen. Diese Wagen müßten auf Schienen laufen und groß genug sein, um zwei Nachtkarreu nebst den vor Letzteren ge spannten Pferden Raum zu gewähren. Die Zahl der Karren, in welchen die Küchenab sälle sortgeschasst werden, beträgt 120, wäh rend die Zahl der für die Fortschaffung der Abtritt«inhalte bestimmten Karren sich aus ISS belauft. Es bedürfte also nicht weniger al« ISO der oben angeführten Wagen, um die Karren fortzuschaffen. Zugleich müßte ein Platz bestimmt werden, von weichem die Wa gen abfahren. Das sogenannte pneumatische System, welches gegenwärtig in New Jork, St. Louis, Boston uud Washington ange wandt wird, hat manche Vortheile, die unser gegenwärtige» System nicht aufzuweisen ver mag und ist daher gleichfalls zu empfehlen. Dieses System macht die Beförderung der Karren u. Pferde unnöthig, da die Substan zen mittelst-einer Vorrichtung in die Wagen geladen und dann mit größter Schnelligkeit über die Schienen nach entfernt gelegenen Ab lageruligsplätzen transportirt werden. Im ersten Rathszweige.unterbreitete Hr. Gifford gestern einen Beschluß, den Stadt- Prokurator zu bevollmächtigen, gewisse Per sonen, welche angeklagt find, Latrineuinhalt auf Anordnung der SanitätS-Behöcde auf den AblagerungSplätzen inßallimore-County abgeladen zu haben, vor dem Kreisgerichte für Baltimore - County zu vertheidigen. Dem Mayor überwiesen. DieHausanstreicher-PrinzipälZe versammelten sich gestern Abend in Nr. 11, Southstraße, und schlugen das Verlangen ih rer GeHülsen nach einer Taglohn-Steigerung von Sy Ct«. einstimmig ab. Die Ex-Bund es-Soldaten und -Seeleute kamen gestern Abend im Lokale der „Großen Armee der Republik" auf der Nordost-Ecke der Gay- und Battimorestraße zusammen, um die nölhigen Vorbereitungen für die am 30. Mat stattfindende Verzierung der Gräber gefallener Kameraden zu treffen. Oberst Georg T. Castle präsidirte, und das Protokoll führte Capt. E. T. Daneker. Das betreffende Comite berichtete die Auswahl des Hrn. E. F. Audoun aus Howard-Couniy zum Redner des Tage«, anderen Comi tc'n meldeten, daß ihre Thätigkeit gute Fort schritte mache. Dic nächste Versammlung wurde aus nächsten Dienstag Abend ange setzt. Die „M aryliindcr Akademie der Wissenschaften" hielt Montag Abend im „Chatord-Gebäude" an der Ecke der Lex inqton- und Charlesstraße eine Versammlung. Die in der am S. Mai abgehaltenen Jahres- Versammlung erwählten Beamten wurden initallitt und bestehen aus folgenden Herren: Philip R. Uhler, Präsident; Ehrw. Dr. John G. Morris, Vicepräsidentz Ehrw. Dr. E. A. Dalrymple, correspondirender Sekretär; Ehrw. G. A. Leakin, prolokollixender Sekre tär; E. Stadler, Referent; I. Wm. Lee, Schatzmeister; A.M.Smith, Bibliothekar; Philip T.Tyson, oberster Eurator; I. F. Hancock, Dr. I. Uhler, Dr. F. E. Chatard, Dr. W. H. Hoopes und Edwin Blackburn, Hülfs'Curatoren. Als neue Mitglieder wur den Dr. Jas. A. Stewart und Hr. Frank Hagedorn aufgenommen. Dr. Murdoch vom Comite sür den botanischen Garten berichtete, daß seit weitere SBOOO für die projektirte Anlage eines botanischen Gartens imDruid-Hill--Parke gezeichnet seien. Die ganze Summe der gezeichneten Beiträge erreichte beinahe die Höhe von K 20.000. Hr. Blackburn verlas ein höchst interessantes Schreiben des Hrn. A. G. Powell, das eine Beschreibung der Trümmer und Ruine» der Sicinhäuser an den Ufern des San Juan- FlusfeS enihält. Nachdem Dr. Murdoch län gere Zeit über Göthe's Theorie der Blumen bildung gesprochen hatte, vertagte sich die Versammlung bis Montag, den 2. Juni. Eine Versammlung der Fra u e n-M i si o n s-G esellf cha ft der PreSbyte riau erkirche fand vorgestern Nachmittag unter Vorsitz der Frau E. P. S. Jones im Lesezimmer von Brown's MemorialKirche, Ecke der Park-Avenue und Townsendstraße, statt. Eine Menge Geistliche und die Frau Ban Lennerp, Missiouärin aus Syrien, Frau S. I. Rhea, Missionärin aus Peisien, waren zugegen. Es wurde die Mittheilung gemacht, daß daS Missionswerk in Syrien, Persien, Indien und Afrika uerhättinßmäßlg gute Fortschritte mache. 573.0V0 wurden im letz ten Jahre sür MissionSzwccke beigesteuert. Am Montag wird Richter Pinkney im Stadtgerichte die Appell - Registrande (lury- Proz.'ss?) ausrufen. Die neue Groß-Komthurei der Tempelritter wurde am Montage vom Groß-Komthur Ehs. H. Mann iuslallirt. Die Convention des Orden sder „Guten Templer" (Temperenzler) trat Montag Abend in dem Lokale der „Großen Westlichen Abtheilung der „Tempcrenz-Soh ue" aus der Ecke der Charles- und Fayelteiir. zusammen und erwählte sür die nächsten zwöls Monate folgende Beamte: A. W. Monroe zum Präsidenten, I. W. Kraft zum Vice- Präsidenten, R. K. HollinMead zum Schrift führer und A. G. Mathiot zum Kafsircr. Das Maryläuder Groß-Cou clave der „Sieben Weisen" (llei>- tssoplioi) setzte Montag Abend im »Tenipe re«j'Tempkl" an Nord-Gayslraße unter dem Vorsitze des Groß-Archontci>Charlee H. Fair banks seine Jahres - Sitzung sort; eS führte Großsekretär Jamcs Aoung da« Protokoll. Das Hauptgeschäft, welches erledigt wurde, bestand in der Vervollständigung der Großbe amtenwahl. Mau erwählte Hrn. E. R. Sapp zumGioß-Prälaten, Hrn. A. Roß zum Gro ß unc> Hrn. E. A. C. Van Horn zum Groß-Herolde; außeidem die HH. C. H. Fairbanks, T. I. Wilcox, Jamcs i!)ou»g, Heinrich Pick und Georg V. Mitzel zu Verirelerii des Groß-Conclovcs in dcm demnächst zu Norfolk, zusammentreten den höchsten ConciavedeS Ordens. Nachdem man weniger wichtige Routine-Geschäfte erle digt hatte, vertagte sich daß Graß - Lonclave bis morgen Abend nach demselben Lokale, Der „V erei n zur Ver bess eru n g der Lage der Armen" hielt Montag Abend seine Monats - Versammlung, deren Verhandlungen Präsident E.OtisHinkley lei tete. Nach dem Berichte des Kassircrs Hrn. I. Harman Brown gingen seit dem 2l.April im Ganzen 51075.46 ein, und zwar K3OS halbjährliche Interessen vom Böhm'schen, KZOO vom Lorman'si?en und SIS vom Duk kett'schen Legate und »454.21 an Wardbeiträ gen (K 42.20 aus der 16., K 342.55 aus der 14., K 40.71 aus der 15., S2O aus der 20., Kl aus der 8., K 3 ans der 3. und 54.75 aus der 9. Ward!. Einschließlich des am 21. April vor handenen Kasftnbeltandcs beliesen sich dic v?r sügbaren Fonds zusammen auf »3523.3. Da von wurden KNS6 58 (K 316 «7 an Salairen, 53.28 Büreau-Unlvsten, KBOO Monats-Ver. willigung, K 16.67 für Miethe, 86.46 für An noncen in der „Äazeile," 5t.75 sür ditto im „Amencan" und K 8.75 für Bibb Si Comp.) verausgabt; mithin verblieben »2366.46, wo von die Bewilligungen für Maiucbstßüreau- AuSgaben in Höhe von »700 zu bestreiten sind. Oberst William Louis Schley, Obmann des mit einer Vorlage zur systematischen Be treibung von Sammtungen beirauten Co mite's unterbreitete einen desfallsigen Plan, welcher bis 10 Uhr erönen, ihcilwcise ange nommen und bis zur nächsten Bersammlung zurückgelegt wurde. Nachdem man jedem der vier Stadtbezirke sür Juni und Juli ze »100, atso zusammen »300 Unterstütznnzsgelder ausgewerscn hatte, vertagte man sich bis zum drillen Montage im Juli. Resignation des Ehrw. Mar tin Kratt. Wie wir aus zuvcrlässiger Quelle ersahren, hat der Ebrw. Marlin »tratt seine Resignation als Pastor der Drcieiiilg kciis-Kiiche an der Trillllystroß- eingereicht. Hr. Kratt, welcher seit 15 Jahren an die er Kirche weilte, hat nicht wenig zumAusschwun ge der Gemeinde bcigetragcn und die Letztere verliert in ihm einen treuen Seelsorger. Die Nachricht von seiuer Resignation wird in manchen Kreisen sicher mit großcm Bedauern vernommen werden. Wer entschädigtdie Mannschaft der Barke „Amazone" für ihre vernichteten Kleidungsstücke? Wie wir schon früher mittheilten, langte die Baike „Amazone" am 8. ds. Mts. von Rio de Janeiro im hiesigen Hasen an, wo si? in der Quarantaine ausgehalten ward und sämmt» lichen Malrosen auf Anordnung desLr. Eon. Rad vom Marine - Hospitale ihre Kleider ge. nommen und vernichtet wurden, da das gelbe Fieber angeblich am Bord des Schiffes ge herrscht hatte. Dr. Tonrad gab der Mann schaft damals daS Versprechen, daß der ganze Werth ihrer Kleidungsstücke zurückirstatlel werden würde. Dieses ist jedoch bis jetzt noch nicht geschehen. Hr. Thomas Pierce, der Ei genlhüii'.er de« Schiffes, weigert sich, dieLeute zu entschädigen, und der Mayor wie auch der SannälS-Cominissär behaupten, daß ihnen in diesem Falle keine Verantwortlichkeit aufer-- liege. Die armen Matrojen sind von allen Mitteln eniblößt und befinden sich in einer traurigen Lage. Wer entschädigt sie jetzt sür ihre Virnichteten Kleider? Der vermißteJoh. Reilly von H ar s ord-Co u n ty g esu n d eu.-Man erfährt jetzt über das bereits von uns gemel dete Verschwinden des Hin. I. Reilly von Harford-County, daß derselbe sich nach Wil iringion, Delaware, begab und in einem dor tigen Blatte eine Stelle suchte. Sobald die Familie davon Hörle, daß sich R. m Wil mington befand, begab sich Scheriff Forward dorthin, um Reilly zu veranlassen, nachHause zurückzukehren. Aber R. wollte Nichts davon wissen; er wolle sich anderwärts ein Unter kommen zu verschaffen suchen und sern von seiner Heimath unv seinen Freunden bleiben. Da der Scheriff keine Autorität besaß, R. zu verhasten, so mußte er unverrichteier Sache nach Bel-Air zurückkehren. Nunmehr aber begab sich R's Mutter nach Wilmington, und dieser gelang es, den s-ohn zur Heimkehr zu bewegen. Daß der Mann geistig krank ist, wird von Niemandem bezweifelt. Inzwischen wird mitgetheilt, daß R. erst 20 Jahre all uud bereits seit 4 Jahren veryeirathet ist. In dieser frühen Ehe ist vielleicht die Lösung des sonderbaren Beiragens des Reilly zu fin den. Ein Geschäft, das in die Luft fliegt. Gestern Morgen stand ein junger Mann an der Ecke der Gay- und Baltimore straße und bot eine Anzahl aus Gummi an gefertigter Ballons zum Verkaufe aus. Gegen 11 Uhr nahte sich ein Käufer, mit welchem er schnell Handel« einig wurde. Als er aber ei nen der Ballons von den anderen zu trennen versuchte, durchschnitt er- unvorsichtiger Mise den Faden, an welchem sämmtliche Ballons befestigt waren und zn feinem Schrecken mnßie er sehen, wie sein ganzer Waarenvorrath in die Luft giug und auf und davon flog. Meh rere Herren, die iu der Nähe standen, hatten Mitleid mit dem unglücklichen Kaufmanne und erhoben eine Collekie sür denselben, welche die Summe von <5 ergab. EingesunderSch läser.— Ein Ne» ger, welcher gestern Morgen mit einem Wa gen durch die Fayetteftraße fuhr, schlief wäh rend des Fahrens gemüthlich ein. Plötzlich fiel er vom Wagen und die Räder des Letzteren rollten über ihn, ohne ihn jedoch er heblich zu verletzen. Die „Evening News" theilen mit, daß der Neger erst, nachdem man ihn aufgehoben hatte, aus seinem Schlafe er wachte. Die „Valley (Va.) E i 112 e u b a h u" hat nach wie vor keine Aussicht, das ihr unter ge wissen Bedingungen von der Stadt votirte Jlidofsemcnl von 1 Mill. Dllrs. zu erhalten. Die Finanz Commission ist der Ansicht, daß die Garantie-Bedingungen der Bahn-Com pagnie nach wie vor nicht erfüllt worden n. die Siadt nicht eher das Geld hergeben werde, bis dieses gefchehen sei. Jedenfalls ist die Vorsicht j der Ftnanz-Commisston lobenswerth. Am Besten wäre es, wenn die Stadt überhaupt! kein Geld mehr sür Privat-Eiscnbahnbaulen ! hergäbe. ! Grundstück «-V erkänf e.—Die HH. Trcgo Sr Kirkland versubhastirten Montag Nachmittag an Ort und Stelle neun Pacht grundstücke; da« auf der von der Südosts«« der Washingion-Aveniie und der Nordostseite der Stockholmstraße gebildeten Ecke gelegene, an Washington-Avenue 15 Fuß breit, Zoll lang und mit einem zweistöckigen zieqcl stcincrneii, unten für einen Laden eingerichte ten Wohnhause bebaut, um »ö25 bei »45 Grundzins an R. H. Carr; ferner drei da hinter an Stockholmstraße, jedes 12 bei 47 Fuß groß und mit einem zweistöckigen zie gelsteinernen Wohnhause nebst einstöckigem Hintergebäude besetzt, um je »450 bei je »36 Jahrcs-GrulidzinS an R. H. Carr. —Die HH. Samuel H. Gover K Söhne verauktioninen Montag Mittag an Ort und Stelle zwei Grundstücke ;u Hampdeu in Bal timore-County, welche an Central - Avenue, nahe vierter Avenue, neben einander liegen, jedes 25 bei 1675 Fuß halten, mit eincmLand hause von Fachwerk bebaut und mit »37.50 Grundzins belegt sind, um resp. »925 an John Wilson und »745 an R. I. Devinney; sodann Nachmittag an Ort und Stelle das Grundstück Nr. 280, Alice-Ann-, nahe Ann- Straße und Happy-Alley, 16 bei 60 Fuß hal tend, worauf ei» zweistöckiges ziegelsteinernes Haus und ein ditto Hintergebäude stehen, um »1485 an Moses Eichcngrüu. Gestern veräußerten die HH. Trego Sc Kukland das 12H Fuß breite, 53 Fuß lange und mit einem dreistöckigen Wohn- und einem Hinlerhause bebauteSrundstück Nr. 30, Nord- Washington-, nahe Hampstead - Straße, um »875 bei »10 Jahres - Grundzins an G. Z. Ott. Ein prächtiges Pserdege schirr hat der bekannte Sattler Hr. Alfred G. Dav, der sein Geschäft tu Nr. 421, West-Balti morestraße, betreibt, für den Achib. W. I. Albert, Kongreßmitglied sür den e. Bezirk des Staates Maryland, angesertigt. Der Keystone-Dilettante n-V er ein," eine junge Gesellschaft, welche durch dramatische und musikalische Unterhaltungen ihren Mitgliedern angenehme Stunden zu be reiten such!, hielt vorgestern Abend in seinem Beieirislolale, Nr. 104, Central-Avenue, eine kleine Feier ab, bei welcher es äußerst sröhlich herging. Die Beamten des Vereins sind: Joh» Kallan, Präsident; F. F.ckcnscher, Bice- Prasident; Georg I. Walren, Sekretär und Schatzmeister. Ein Baltimorer sn Omaha.— Hr. Georg Gratton, in srüheren Jahren als ötausmann in unserer Stadt ansäßig, gegen wärtig aber Geucral-Land-Agent der „Union- Pacisic-Eiseubahn," langte gestern Morgen in Baltimore an, um hiesige junge Leute sür Nebraska zu rekrutireri. Mißhandlungen und Thätlich keiten.—Wm. Smith, eines thätlichen An gnffes aus Samuel I. Moore in Ost-Balti moie bezüchtigt und deshalb vor Richter Fla herty gebracht, mußte für künftige friedferti gere Aufführung Caution geben. —Die Negerin Annie Hall, welche ihre Hantfarbgcnvsflll Mollie Rose geschmäht hat te, mußie FnedenSbürgschast stellen. Francis Wesley uno F. Valentine, die dem I. Ennis mit einer Flasche einen Schlag aus den Kops versetzt hatten, mußten ebentztlls FnedenS bürgschast stellen. Desgleichen Julia Clark, die Emily Wheatley mißhandelt hatte. Des gleichen Samuel Coleman und Ida Kerr, die sich in den Haaren gelegen F. Hoff mann hatte Lina Widerach geschmäht und mußte in'« Gesängniß spazieren, während Annie Church, die den Edward Shehan einige handgre,stiche Liebkosungen versetzt hatte, ge gen Fnedeiisbürgschaft entlassen wurde. Geo. Blocler schlug Marcellus Tnacca und mußte Bürgschaft bis zum Verhöre stellen. Charles Griffin soll James Murray von Nr. 2S, Centre - Market-Space, mit einem Eisenoolzen geschlagen haben und mnßie, vor Richter Hageriy geführt, FnedenSbürg schast stellen. Znrücter stattung von Besteue rungen. Hr. Seim berichtete gestern im ersten Rathszweige einen Beschluß, allen Per sonen, welche für den Bau eines AbzugScana lcs an derWilsonstraße besteuert wurden, ihr: Gelder zurückzuzahlen, da dic Verordnung, welche den Bau des AbzugscanaleS vorschrieb, widerruft» wurde. Angenommen. Zwei Lebensversicherung s-P ro zesse kamen am Montage Bchuss Feststel lung ihres Beginns im Bnndeskreis Gerichte zur Sprache. Den Prozeß James A. L. McClure's, Vollstreckers des Testamentes des in Chicago gestorbenen Gusiav Böninger von hier, gegen die „Craftsmen's Lebens-Assetu ranz-Gesellfchaft" beraumte er auf Montag, den 26. Mai, an. Des Klägers Sachwalter ist Albert R'tchie; die Klägerin vertritt Ex- Bundesrichier Wm. E. Gleasou. Der an dne Prozeß ist der von Whitridge gegen die „Gegensenige Lebens Versicherungs-Ccmpag nie von New-Z)oik;" er soll erst im Novem ber-Termine des Bundeskreis-Genchts an die Reihe kommen. Der Mordprozeß gegen He »der s o u, welcher angeschuldigt ist, am Abende des 2. Jailuar 1872 Dr. Merryman Cole in sei nem Bmeau an Nord-Exete-straße ermordet zu haben, ward am Montage in Folge Ueber einkommenS zwischen Staats-Anwalt A. Leo Knott und dem Vertheidiger R. Emmett Jones aus den 2. Juni zur Verhandlung im Criminal-Gerichte angesetzt. Beerdign« g.—Gestern Morgen wurde der iu der Wohnung seines Vaters, Nr. 246, Saratogastraße, am Sonntage mit Tode ab gegangene Hr. Eduard Reuter vom Trauer hause aus auf dem Greenmount - Gottesacker unter großem Gefolge Leidtragender der letzten Ruhestätte übergeben. Zu denselben gehörten viele Mitglieder der ZioiiS-Gemeinde an straße, zu welcher der Verstorbene seit seinen Jünglingsjahren gehörte, sowie eine Deputa tion der „Balitmorer Stadt-Loge Nr. 57, U. O. O. F." Der Ehrw. Pastor H. Scheib hielt im Trauerhause eine ergreifende Rede, worin er der körperlichen Leiden des Dahinge schicdencil und der Geduld und Ergebenheit, womit sie getragen wurden, gefühlvoll er wähuie. Er gedachte der Herzensgute, der menichi.>frcundlichcn Gesinnung und An spruchslosigkeit, die des Verstorbenen Leben veredelten, und schloß mit Trostesworten für die Hinterbliebenen. Die Beerdigung geschah nach dem Ritus der „Odd Fellows" unter der Leitung des Caplans der Loge, Hrn. I. R. Taylor. Als Bahnuchträger ftingirten sechs Mitglieder der „Baltimorer Stadt-Loge Nr. 57, O. F.," und folgende persönliche Freunde des Verstorbenen: L. Senst, F. Cushing, I. Bastable, W. Sauter, I. Cassin und Dr. Meßmer. Der Verstorbene war der zweite Sohn unse res geachteten deutschen Mitbürgers, Hrn. Andreas Reuter, mit besonderen GeisteSgaben ausgestattet und der Stolz seiner Eltern. Er wurde am 25. Nov. 1833 in Baltimore gebo ren und blieb unverheiraihet. Durch seine Aufrichtigkeit und unbescholtenen Lebenswan del hatte cr sich viele Freunde erworben, die sein Hinscheiden inmitten der mannesktäfti gen Jahre tie? betrauern. Seit zwei Jahren an der Schwindsucht leidend, die vor sechs Monaten eine schlimme Wendung nahm, wurde cr vor vier Wochen auf's Krankenlager geworsen und erduldctc unsägliche Schmerzen, die nur der Tod hcbeu konnte. Der Familie wurden während seiner Krankheit viclc wohl thuende Beweise aufrichtiger und herzlicher Theilnahme zu Theil und bewiesen, welch' großcr Freundeskreis durch das Siechihum des Hrn. Eduard Reuter in Betrübniß versetzt wurde. Leicht sei ihm die Erde! DicLeichc des Ertrunkenen, der Montag Abcud 411 Uhr am Fuße dcrChester- Straße von der Werste des Regierungs-Zoll speichers in's Wasscr stürzte oder sprang, hatte man bis gestern Abend zu später Stunde trotz der ciscigslen Nachsorschungen Seitens des Sergeanten Jay vom östlichen Ätattonshausc noch nicht ausgkfundcn. Sergeant Jay glaubt, daß der Ertrunkene sein Bruder Samuel I. Jay, Blei- und Wasscrröhreuleger in Nr. 21, Baiikstraße, ist. Derselbe ist seit einigen Ta gen verschwunden; in dem Hute, den man am Fuße der Chestcrflraße aufgefischt, hat Ser geant Jay des Bruders Eigenthum bestimmt erkannt. Vor einiger Zeil wurde des Ver mißte« Frau irrsinnig, was ihn so angriff, daß er selbst zeitweilig nicht recht bei Vcr stände war und dem Trünke sich hinzugeben anfing. DicLeichc eines neu gebor e n e n Kindes wurde vorgestern Morgen an der Westseite der Hanover-, zwischen West- und Ostendstr., gesunden. Der Coroner ließ sie aus dem Armenkirchhose beerdigen. Rettung vom Wajsertod e.—Frie drich Ohring, ungefähr 6V Jahre alt und Ecke der President- und Stilesstraße wohnhaft, stürzte gestern Abend gegen 9 Uhr im Rausche am Fuße der Chestcrstraße in's Basfin. Zum Glücke besand sich Polizist H. Connelly in der Nähe, welchem eS gelang, ihn wieder aus's Trockene zu lootsen. Er brachte ihn zunächst nach dem östlichen Stationshause, wo man ihn mit trockenen Kleidern versah, und dann nach seiner Wohnung. Das Testament des FrlS. Mar. garet he Seybold, welche sich Sonn abend früh ?n der Knees'schen Behausung, Nr. 75, Nord-Highstrage, erhängte, wurde noch am selbigen Tage vom Todtenbeschauer Dr. Walker dem Waisen-Gerichte eingehän digt. Es ist vom 25. April 187 S datirt und in Gegenwart dreier Zeugen, JameS Mur phy'« von Nr. 181, Ost-Eager-Straße, Io- Hann Wehner's von Nr. 175, Stirlingstraße, und des Advokaten Friedrich F. Gerlinger von Nr. 19, Law-Bnildings, der es auch auf gesetzt hat, von der Erblasserin unterzeichnet. Diese vermacht darin ihrem Neffen Georg Lamm, dem Sohne ihrer verstorbenen Schwe ster und des Schneiders Nikolaus Lamm von Nr. 177, Stirlingstrabe, das auf «1500 gc wcrihete Grundstück ncbst Haus Nr. 77, Hampsiead-, Eck: der Daltasstrage; doch hat der Ncffe die Bcerdigungs- und die Nachlaß bereiniguligskosten im Waisen - Gerichie ,u tragen. Der Verstorbenen Bruder, der Bäcker Georg Seybold zu Eltmann bei Bamberg in Bayern, ihrem Geburtsorte, erhält »160; ihr zweiter Brndcr Joseph Seybold, Drechsler in Eltmann, ein Stück Land zu Weingarten in Bayern und 260 Gulden nebst Zinsen, welche auf Grundeigenthum zu Limbach in Bayern hypothekarisch stehen; ihre Nichte Marie Grei ser, Tochlcr ihrer verstorbenen Schwester Ku nigunde Grcsscr, geborenen Seybolo, die Zin sen von »ZOO, welche unter Zustimmung de« Waisengcrichtes verzinslich anzulegen, und de ren Zinsen alljährlich der Nichte brs zu ihrem LI. Lebensjahre auszuzahlen sind, wodann sie das Capital erhält; stirbt sie vor dcm 21. Jahre, so werden von dem Gelde zunächst dem Nesfen Georg Lamm die Beerdigung«- und die gerichtlichen Nachlaßbereimgungskosten vergütet, und dcr Rest fällt nach Bestimmung der Staatsgesetze den rechtmäßigen Erben der Erblasserin zu. Außerdem jetzt diese dem ka tholischen Pfarrer zu Elimann Behufs einer alljährlichen Seelenmesse »50, dem kleinen Hospitale ebendaselbst, in welchem vor zwei Jahren ihre Schwester Kunigunde starb, »10, den Rcdemplonsten von St. Jakobus dahier sür Seelenmessen »50, dem „St. AntoniuS- Waiscnhause" dahier, dessen Pfleglinge sür die Ruhe dcr Scelc der Erblasserin beten sol len, »10 und Margarethen, die Tochter des Drehers Joseph Seybold, »10 aus. Was dann noch rcsttrt, sällt ihrem Schwager Ni kolaus Lamm zn, der zugleich zum Testa ments-Vollstrecker ernannt wird. Hierbei wollen wir unsere Angabe, Frl. Seybold sei vor einigen 30 Jahren hier einge wandert, dahin berichtigen, daß sie vor etwa 15 Jahren nach Baltimore kam; ihr hiesiges Vermögen (das oben erwähnte Haus und »500, die in einer Bank liegen) verdiente sie meistens als Kartenschlägenn. Hr. Lamm be erdigte sie Sonntag früh aus dcr „Baltimore- Cemelcry." Uii sälle. - Hr. I. B. Kecnc, Mitglied dcr „Haken- und Leiter - Compagnie Nr. 1," wurde bei Gelegenheit des Brandes der Him melsahrtskirchc aus Lasayettc-squarc an der Ecke der Howard- und Fayetteftraße von dcm Löschapparate überfahren und ihm ein Kno chen des R ückgrais gebrochen. Seit einigen Tagen besand sich Hr. K. in gefährlichem Zu stande, aber heute ist unter Pflege der Aerzte Jreland und Rusk Aussicht auf Wiederherstel lung vorbanden. Auf Locust-Point wurde vorgestern der 23 Jahre alteSchlagball-Spielcr JaS. Black air durch einen Sturz, wobei er die linke Kniescheibe brach, schwer verletzt. Seine Ca wcraden mußten ihn nach Hause tragen. S ch i ffs u nf äl le. Die beiden nach Baltimore bestimmten Schooner „Resolute," Capt. Mikels, und „I. C. Taylor" lagen Ansang« dieses Monars cntmastct im Hasen von St. Andreas und warteten aus das Ein treffen dcr anderwärts bestellten Spieren und Masten. Die am 1. Mai von hier zu Newry in Irland angekommene Barke „Oskar," Capt. Olsen, Harle unterwegs äußerst stürmisches Wetter; eine Sturzsee riß ihr da« lange Boot und ein Takel hinter dem Bratspiele weg.

Tödtlicher Schießunsal 1.-Sonn tag Nachmittag ging John Crainey, in Diensten John Campbell's von Back River stehend, mit Bekannten aus die Jagd und ent sernte sich, einem Vogel auflauernd, von der Gesellschaft. Als er sich bei den Anderen nicht wieder einstellte, stellte man Nachsorschungen an und fand seine Leiche in der Nähe eines Vogels. Wahrscheinlich blieb der Hammer seines Doppelgewehrs an einem Bnsche hän gen, ein Lauf entlud sich, und der Schuß fuhr in's Kinn und kam am Hinlerkopfe wieder heraus. Ein Friedensrichter von Baltimore County hielt die Todienschau, deren Geschwo rene unter ihrem Obmanne Hrn. Albert Frith in ihrem Wahrspruche dem obigen Thatbe stände gemäß erkannten. Der Verunglückte war ein junger Mann, aus Philadelphia ge bürtig, und gehörte zum Orden der „Guten Samariter" daselbst; in der Rocktasche fanden sich eine Anzahl Papiere dieses Ordens und seine Reisekarte vor, welche vom Friedensrich ter an sich genommen wurden. Aus Towsontown. (Richter Gra sou zieht gegen dießausbolde zu Felde. — Die radikale Parteilüge gegen den Richter.) Der Mai-Termin des G-richtShoses wurde vorge stern eröffnet. Hr. John Merryman, Vorsitze'., der der Großgeschworenen, sowie diejenigen Mitglieder des Großgeschworenen- Gerichts, welche anwesend waren,wurden eingeschworen. Richter Grason hielt eine längere Ansprache.in welcher er bemerkte, daß zwei Fälle vorlägen, auf welche die Großzeschworenen vor allen Dingen ihre Aufmersamkeit zu richten hätten. Es sei häufig vorgekommen, daß Baltimorer Rausbolde einen Slreiszug durch das County gemacht und die dortigen friedliebenden Bür ger belästigt hätten. Noch vor Kurzem feien mehrere Polizisten, die der Scheriff nach einem Picnic gesandt hatte, um daselbst Ruhe und Ordnung ausrecht zu erkalten, von einigen dieser.Rausbolde angegriffen und geschlagen worden. Glücklicherweise habe man dieselben verhaftet. Um der Auftechthaltung der Ruhe und Ordnung im Coumy willen hoff- er, daß die Geschworenen diesen Fall gründlich untersuchen möchten, damit den Angeklagten die verdiente Strafe zu Theil werde. Der zweite Fall, aus den sich der Richter bezog, ist folgender: Vor einiger Zeit wurde in dem in Towsontown erscheinenden „Maryländer Journal" ein Artikel veröffentlicht, der ge wisse gegen Richter Grason gerichtete Beschul digungen bezüglich der Erlangung der Groß geschworenen sür den März-Termin enthält. Der Richter sorderte die Geschworenen aus, ihn in Anklagestand zu versetzen, salls sie dic Beschuldigungen gerechtfertigt fänden. Sollte es sich aber herausstellen, daß die Beschuldi gurigen nicht begründet seien, so müsse das Gericht den Artikel als eine Schmähschrift an sehe.! und den Autor in Anklagestand ver setzen. Diebstähle. Paßmore Baker, ein Schwarzer, der Bestehlung des Capt. Walter Parks in Someriet-Connty um einen Nacher, und einen Siock im Werthe von KISO beschul digt, sah sich Montag in Ost - Ba.iimore aus gegrisfen und wurde gestern zur Prozessirung nach genanntem County abgesührt. -Cornelius Dailey soll aus derßehausung der Frau Marie R. Johnston zu Reisters town in Baltimore-Couniy zwei seidene Klei der, einen Rock, ein Paar Stiefeln, einen Shawl, ein Tischtuch und ein Hemd im Ge sammtwerths von Zloo stibitzt haben. Des halb vorgestern im mittleren Stadttheile fest genommen, wanderte er nach einem Verhöre vor Richter Hagerty Behufs der AuSUeserung an die Couiitybehördcn in's Gefängniß. Ein Negerkaabe, Namens Wm. E. Cooper, stand vorgestern vor Richter Gilmor unter der Anklage, Hrn. Schwartz ein Paar stiesel gestohlen zu haben. Der Richter fand den Angeklagten schuldig und sandte ihn aus ein Jahr in s Gesängniß. Im Besitze des Schwarzen Joseph Po sch fand man gestern einen Rothschimmel, der zedensalls gestohlen ist. Richter Hageriy l-eß ihn, damit inzwischen der Eigenthümer des Thieres ermittelt werde, bis Sonnabend Nachmittag zum weiteren Verhöre einstecken. Ueber der Bezüchtignng, AnHelm Ull mann von Nr. 104, Lowstraße, einen Rock und ein Paar Beinkleider im Gesammtwerthe von tzl3 entwendet zu haben, sah sich gestern Joh. Kroning dem Richter Hagerty vorgeführt und dem Verfahren der Großgeschworenen überwiesen. Kla gea bweis un g. Am Montage stand Georg F. Ruckte wegen Besitzes einer angeblich gefälschten, von Robert Moore K Bruder ausgestellten und an Sinclair K Co. zahlbaren Anweisung von 5340 auf die „Far mers' und Merchanis' Nationalbank vonßal timore" vor Polizeirichier Hagerty, ward je doch, da gar leine Beweife für die Anklage vorlagen, bald wieder in Freiheit gesetzt. Er hatte dic Anweisung gesunden und Sinclair 6t Comp, wieder zugestellt. Vagabundiren verschaffte dem Schwarzen Wm. Allan einmonatliches Quar tier im Stadtgefängnisse. Richter Kaschmeyer nahm John A. Simpson und Jeremias Brashears, die der Mißhandlung des I. U. Evans geziehen wer den, in's Verhör und ordnete die Criminal- Untersuchung an. Vorläufig mußten Beide, ehe er sie lausen ließ, Bürgschaft stellen. In dem Befinden des von dem Mör der Hollohan gemißhandelten Hülfspolizei- Marschalls ist eine weitere erhebliche Besse rung eingetreten, sodaß er seinen Amtspflich ten bald wieder mit gewohnter Energie wird nachgehen können. Geldbuße n.—Tragen einer verborgenen Schießwaffe, eines Pistois, zog dem Schwar zen Joseph Jackson vom Richter Farlow «3 Straft nebst Kosten zu. Tragen einer verpönten Waffe einer Bleischlinge—, dessen sich Wm. Smith schul dig gemacht, bewog Richter Farlow, demsel ben K 3 Strafe nebst Ztostcn aufzuerlegen. James Kelly gerieih, weil er Cornelius I. Crowe's Eigenthum aus Locust-Point bös willig rutnirle, in SlO Strafe nebst >5.75 Ko sten, die ihm Richter Flaheny zudikiirte. Joseph Smoke, aus dessen Hause übel riechende Flüssigkeit aus die Straße gelaufen, wurde gestern vom Polizeirichier Hagerty mit »2 Strafe nebst Kosten belegt. Noch ein Tum ultu ant vom Da r ley - Parke ward gestern in der Person Eu gen Rutlcdge's Behufs der Abführung nach Towfontown und Prozejsiruug dem Scheriff Robinson von Baltimore - County auSge lieserr. Der englische Dampfer „Nestorian," Capt. Watts, von Liverpool nach Baltimore unterwegs, setzte Sonnabend seine Fahrt von Halisax, N.-sch., fort. Das Truukenbold-Afyl. Im zweiten Rathszweige reichte der Präsident Montag eine von Dr. Parnsh ausgehende Einladung ein, Sonnabend, den 25. ds., Nachmittags um 4 Uhr, dem Trunkenbold- Asyle einen Besuch abzustatten. Die Einla dung wurde acceptirt. Gestern Abend that die Ttadtschulbehörde ein Gleiches. Der „<lallileo - Bund Nr. 1, O. V. D. M." beging Montag im „Greenwood- Parke" an dcr>Velair-Rolld fem fest. Die Brüder de« Ordens versammelten sich Morgens um 8 Uhr in der „Logan-Halle" an dcr Eck« der Bank- uud Bondstraße uud marschirtcn von dort nach dem Festplatze, wo man sich während des ganzen Tagcs köstlich amüsirte. Capt. Hoss'nann's Musikcorps spielte die schönsten Mclodie'n und wußte die Tanzlust unter den Anwesenden stets aus's Neue anzmcgen, während Hr. Chr. Höhn für die besten Speisen und Getränke Sorge trug. DaS Arrangements-Comite, welches sich um das Gelingen des Feste« besonders verdient gemacht bat, bestand aus den HH.Wintcrstcin, Vorsitzender, W. Lcitz, W. Bonnett, H. Wa gcnsühr, A. Litschky, H. Rühmann, N. Ar nold, C. Krumm uud B. Fröhlich. Di c B r ückeniuderStadt. Hr. Ford ofscrirtc Montag im zweiten Rathszwei ge einen Beschluß, das Comite für Verkehrs straßcn aufzufordern, die Brücken der Stadt in gutem Stande zu erhallen und namentlich ein Auge auf die über Gwynn's Fälle führen de Brücke zu richten. Angenommen. Reparaturen an nnferenMärk tcn. Der zweite Rathszweig trat gestern dem Beschlusse des ersten ZwcigeS bei, für die Reparatur des Lexingion-Markies »4675 und »1800 für die Reparatur des Broadway- Marktes zu verwilligen. Das Schlachthaus an dcrChe ster st ra ß e.—Hr. Gifford reichte gestern im ersten Zweige des Stadtrathes einen Bericht nebst Beschluß ein, den Sanitäts-Commissär anzuweiscn, Sorge dafür zu tragen, daß das Schlachthaus an der Ehester., nahe Balti morcstraße, künftig nicht mehr die in dcr dor tigen Gegend wohnenden Leute belästigt. An genommen. Die Guanofabrik auf Locust- Po int.—lm ersten Rathszweige reichte Hr. Gifford gestern einen Beschluß ein, das Co mite von der weiteren Berathung der Petition der HH. G. Ober 6c Söhne im Betreff der Entfernung einer Guanofabrik auf Locust- Point zu entbinden. Angenommen. Aus AnnapoliS. Der Orden der "Ivoizltts ok tbe ?s,rm" scheint in Ann Arunoel-County zahlreiche Anhänger zu fin den. Kürzlich wurde Hrn. J-ffe:son M. einem hervorragenden Mirgiicdc dieses Ordens, von mehreren Damen ein Banner für dic Gesellschaft überreicht. Auf dem Ban ner erblickt man ein Kornfeld, ein Landhaus, mehrere Pflüge und Pferde. Dorumer stehen die Worte: „Trene, Reinheit, Fleiß und Mä ßigten." Couzert des „L ied er kr an z e S." Zum Besten des „Allgemeinen Deuischen Waisenhauses" führte der „Liederkranz" Mon tag Abend in der „Coucordia" dasOralorium „Paulus" zum zweiten Male auf. Der Be- ein recht zahlreicher, ein Beweis, daß die Deutschen stets bereit slnd, wenn es gilt, eine edle Sache zu unierstützcn. Da wir die erste Aufführung des prächtigen Oratoriums von Mendelssohn bereits ausführlich bespro chen haben, können wir uns dieses Mal kurz fassen, sowohl die Damen Julie Ro se'.vald, Marie Becker, Katie Benner u. Jcnnie Putzel, wie auch die HH. I. Schomaiiu, Chr. Schmidt, S. steiiimüller und I. Bitter, und die übrigen Herren und Damen, welche die Chöre sangen, thaten Alle ihre Schuldigkeit im vollsten Maße nnd das Oratorium ge langte demzufolge vorgestern Abens in einer noch vollendeteren Weise zu Gehör, als bei der ersten Aufführung. Der Choral: „Wa chct auf, ruft uns die Stimme" mußte wieder holt werden, ebenso sah sich Hr. I. Schomann genöthigt, das Tenor-Solo: „Sei getreu bis ui den Tod" äa, Lspo zu fingen. Als der schlußchor begann, erhoben sich mehrere der Anwesenden von ihren Sitzen, um den Saal zu verlassen. Das hierdurch entstehende Ge räusch stöne den Eindruck des Ganzen so sehr, daß Hr. Rosewald den Dirigentenstab nieder legte und alle Sänger Plötzlich verstummten. Erst als die Ausgestandenen beschämt ihre Sitze wieder eingenommen hatten und völlige Rnhe eingetreten war, uahmHr. Rosewald seinen D ingentenstab wieder zur Hand u. der Chor wurde jetzt ohne Unterbrechung zu gesuugen. Me sehr der kunstverstandiqe Theil des Pub likums das Verfahren des Hrn. Rosewald zu würdrHeii verstand, ging aus dem lauten Bei falle hervor, den man dem tüchtigen Dingen ten zollte. Berathung über die Feier der Grundsteinlegung des neuen deutschen Waisenhauses. Im Lo kale des Hrn. I. Lorz, Nr. 2, Süd-Frcderick- Straße, sand gestern Abend eine Versamm lung von Repräsentanten der bei'm „Allge meinen Deutschen Waisenhaus-Vereine" ver tretenen Logen und Gesellschaften statt. Hr. GnslaoFacius führte den Vorsitz, wäh. rend Capt. I. R.Fellmann als Sekretär suit girte. Nachdem Hr. Facius die Versamm lung mit einigen passenden Worten eröffnet hatte, verlas Capt. Fellmann nachstehende Beschlüsse, die in einer Sitzung des Arrange mentS-Comite's gefaßt und angenommen wor den : „Beschlossen die Feier soll an einem Sonntage im Juni abgehalten werden; zu derselben sollen alle bn'm Waisenhaus- Vereine repräseiltirten Logen und Gesellschaf ten eingeladen werden; alle eingeladenen Gesellschaften sollen spe ziell ersucht werden, zurOrganisirung der Feier Delegaten zu einer am Freitag, den 30. Mai 1873, Abends 8 Uhr, im Lokale des Hrn. I. Lorz, Nr. 2, Siid-Frederickstraße, stattfinden den Versammlung zu senden, um das Nähere im Betreff der Feier zu berathen; der Feier soll ein kurzerUmzug vorhergehen; alle Vereine und Gesellschaften sollen stchNach mitlags 2 Uhr bei'm gegenwärtigen Waisen- Hause an der Calvertstraße versammeln, wo der Chef-Marschall den Zug ordnen wird; Capt. I. R. Fellmann soll ersucht werden, als Chef-Marschall zu fungiren; derselbe soll auch die nöthigen Hülfs-Marschälle ernennen (daS Arrangements - Comite hatte ursprüng lich Hrn. Louis Muth zum Cbef-Marschall auser ehen; da dieser jedoch aus Gesuudheits- Rücksichten abgelehnt hatte, so wurdeCaPt. I. R. Fellmann einstimmig zum Ches-MarschaU erwählt). Die „Musical-Union" soll ersucht werden, die Musik gratis oder zu den niedrigsten Prei sen zu liesern; der Grundstein soll an der Nordost-Ecke des Gebäudes gelegt werden, aus Ohio - Sandstein bestehen und die Inschrift: „A. d. W. H. 1873" tragen; er soll ausge höhlt werden und in einem mit Kupserblech zugelöthcteri Kasten folgende Dokumente ent halten: 1. Aelteste Constitu tion des „Deut schen protestantischen Waisenh auS-V?reineS;" 2. Verbesserte Constitution des „Allgemeinen Deutschen Waisenhaus-Vereines;" 3. Jetzige Constitution nebst dem Siegel und Stempel des Vereins; 5. CoUektiousliste sür 1872 mit der NameoSliste aller jetzigen Beamten, Di rektoren und Repräsentanten; 5. Der Aus rus zur Beisteuer für den Neubau; 6. Exem plare aller deutschen und englischen Zeiiungen der Stadt Baltimore von dem Tage, welchem der Feier vorhergeht; 7. Nr. 107 des „Corre spoudeuteu" mit der Abbildung des neuen deutschen Waisenhauses. An hervorragende Persönlichkeiten sollen Entladungen ergehen, der Feier beizuwoh nen." Das Programm der Feier, welches jedoch möglicher Weise noch einige kleineAdänderun. gen erleide» wird, lassen wir nachstehend fol gen: 1. Eröffnung durch den Präsidenten; 2. Musik»Piece; 3. Chor; 4. Haupt-Festrede in deutschersprache, wahrscheinlich gehalten vom Ehrw. H. Scheid; 5. Choral; 6. Englische Rede:?. Chor; 8. Grundsteinlegung durch den Präsidenten und das Bau-Eonnte, uuter stützt von den Architekten und Contraktoren; 9. Deutsche Rede, gehalten von Hrn. Chr. Ax; 10. Schlußchor; 11. Schlußrede. Hr. Th. Stäblein wurde aufgefordert, Rücksprache mit den Gesangvereinen „Lieder kränz," „Gcrinaiiia-Mäniierchor," „Harmo nie" und „Arion" zu nehmen und dieselben aufzufordern, zwei Chöre gemeinschaftlich zu singen. Hieraus wurde den Repräsentanten der ver schiedenen Vereine, Logen und Gesellschaften folgende Einladung zugestellt: „Geehrte Herren! Es ist uns der ehrenvolle Auftrag geworden, Ihren geschätzten Verein zur Feier der Grundsteinlegung des „Allge meinen Deutschen Waisenhauses," in Ais quithstraße, hiermit sreuudlichst einzuladen. Dieselbe findet an einem noch näher zu be stimmenden Sontage des Monats Juni statt. Um min diese Feierlichkeit zu einer des deut schen Namens würdig zu machen, liegt es in der Absicht dcsZxetulio-Comite's, einen mög lichst grogartigen Umzug zu veranstalten, bei welchem wir die zahlreiche Betheiligung aller hier bestehenden deutschen Körperschaften mit Bestimmtheit erwarten. Sie werden daher höflichst ersucht, eine am Freitag, den 30. Mai 1L73, Abends 8 Uhr, im Lokale des Hrn. I. Lorz, Nr. 2, Süd-Frederickstr., stattfindende Versammlung durch einen Delegaten zu be schicken. In der festen Hoffnung, daß Ihr geschätzter Verein zur glänzenden Durchführung einer Feier mithelfen werde, welche, wie wir wün schen, noch recht lange die schönsten Ennne rungen in den Herzen aller Theilnehmenden zurücklassen wird, zeichnen Hochachtungsvoll, G. Faciils, Präsident, Joh. R. FeUmann, Sekretär des Exekutiv-Lomite's." Hieraus vertagte sich die Versammlung. Die Stadl schul-Behörde ordnet«, gestern in ihrerWochensitzungloieZahlung von Schulrechnungen in Höhe von »1v2.3ö an. Nach dem Berichte des Hrn. Spear lieg sich das Lehrpersonal eine Lettions-Bersäum nig von 2li Tagen zu Schulden kommen. Das Gesuch M.WHeatiey'S, Lehramts-Handi datin,wegeiiUuwohlsellls bei m ''eulichcn Era menum neue Prusung ..inMalei't ward dem beiressendea Comite Der Hamel'scheu Bericht zu Günstig >s»n sührung von Walton's Fragen- und Ausga benbuch in dm Grammärschulen wurde zu- rückgclegt. Den Snowden'fchen Ketschs ge gen Entfchädigung E. Welty's, ersten HülsS lehrers an der Knaben-Grammärschule Nr. 12, für während der Krankheit Dr. Sieker's, ! des Oberlehrers, geleistete Extradienste nahm ' man an. Das "Prüfungs-Comite berichtete! durch Hrn. Atkinson, daß Sonnabend, den ! 3. Mai, das Examen von Lehramts - Candi-! Daten in der westlichen höheren Töchterschule stattfand; von 75 Candidatcn, welche sich ge meldet, traten 4 zurück. Das Comite empfahl folgende Geprüfte: als Oberlehrer an Kita ben-Grammärschulen Georg F. Davenport; als Oberlehrer an Negerschülen Georg Scott und S. Baird Wolfe; als erste Hülsslehrcr an Knaben-Grammärfchulen John S. Black, Charles H. Hill, Joh. D. Sickel und John S. StanSbury; als erste Hülsslehrerin an Mädchen- Grammärschulen Agathe Hughes; als zweite Hülsslehrerinnen an Mädchen-Ele mentarschulen Mollie Badders, Ella Burt, Marie B. Chaney, Ida V. Collins, Sallic A. Ebach, Marie Eldridge, Ida G. Füller, Lizzie Glanding, Maggie Hanna, Maltie E. Lies, E. Ambrosia Lieutand, Lizzie L. Lyons, Sue S. Martin, Marie B. Noble, C. C. Pearce, Alice Peddicord, Mollie Ray, Kate L. Ring, Fannie K. Sieger, Lulie Show, acre, E. F. Skinner, Flor, Marie S. Tuckcr und Olivia S. Ward; als Ober lehrerin an Elementarschulen Cornelia A. Grappe. Der Bericht wurde angenommen. Der Contrakt zur Errichtung des neuen «chulhaufcs Nr. 32 ist Hildebrand 6- Fischer um K 14.575 zuerkannt worden; das Gebäude muß binnen vier Monaten fertig werden; es kommt auf ein 150 bei 129 H Fuß großes Grundstück an Hollins-, westlich von Fulton- Straße, zu stehen. Hr. Hamel erstattete im Namen des Bü cher-Comite'S über Prang's Naturgeschichts- Karten zum Anschanuiigs-Unterrichte günsti gen Bericht und unterbreitete einen Beschluß, sie in den Elementarschulen einzusühren. Nach längeren Erörterungen, an denen sich die HH. Spear, Dr. Chancellor, Superintendent Creery, sein GeHülse Reed, Poe und Snow dcu betheiligten, legte man den Beschluß bis zur nächsten Versammlung zurück.—Aus Hrn. Snowden's.Antrag soll ein Comite über die Thunlichkeil der Errichtung einer oder mehre rer Grammärjchulcn für Negerkinder eine Vorlage machen. Zu dem Eomile gehören die HH. Snowden, Dodgc und Hancock. Die Einladung des Dr. Parrich', daöTrun kenbold-A-yl Sonnabend Nachmittag zu be suchen, nahm die Schulbchörde an, woraus sie sich bis kommenden Dienstag vertagte. Correktion von ZoneS' Fällen. Im ersten Zweige des StadiratheS osserir'.e gestern einen Beschluß, dic Com missärc für die Correktion von Joncs' Fällen anzuweisen, dem Zweige einen Bericht übcr ihre Ausgaben vom 1. Mai 1872 bis zum 1. Mai 1873 zuzusenden. Angenommen. Eine Extra-Vergütung. Hr. Ford unterbrcnete gestern im zweiien Raths- Zweige einen Bericht nebst Beschluß, dem Daniel Blcssing für die Errichtung der Stadt schule Nr. 5 an der Ecke der Greenmount- Avenue »1500 als Extra-Vergütung auSzu zahlen, vorauSgcsctzt. daß alle Handwerker- Forderungen berichtigt sind. Angenommen. Aus dem Crimiual-Gcrichte. — Von dcr großcu Anzahl Fälle, die gestern ver handelt werden sollten, waren nur drei pro zcßreis. Von den 22 des Lotterieloos-Lerkan fts Angeklagten hatte kein einziger Lust, sich vor Richter Gilmor prozessiren zu lassen. Von dcn Letzteren ließen I. W. Welch, R. B. Grubb, Stephan Martin (zwei Falle), Joh. Bonnett, John Mooii. H. Fortie, W. Briscoe und I. Majori ihre Prozesse nach Towsontown, Joh. Walter, Joh. C. Walter, Wm. Smith, .rtias Hiigh McNealy, John Eisenharo undGeorgc Amann nachAnnapolis verlegen; Jeder mußte »1000 Caution geben. . Heinrich Scebach ist seit Erhebung der An klage gestorben. Gegen Wilhelm Seebach wurden drei Anklagen sistirt; die gcgcn I. 5 Jackion, I. Wright nnd G. H. Wagner biS - Montag zurückgelegt. Bon deu des Spirituosen-Verkauses am ! Sonntage Angeklagten bekannten sich zwei . Friedrich BieS und Carl Rock schuldig - uud mußten je »20 Straft nebst Kosten bc l zahlen. Die Anderen sollen später prozcssirt werde», z. B. Georg Marken morgen, Joh. > Reich, Franz Waldron, Caihanne Lauter bach und Johann Weyer am Freitage. Ge - geu Marken liegt außerdem die Anklage aus Spirituosen - Ausschank an Minorenne vor. Wm. Brown, aliss Hltchcns, hatte Eharlcs Godwiu um e-ne Partie Hühner im Wcnhc von »2.5 bestohlcn und cchielt sechs Monate > Stadtgefängiiiß. Stadtraths-Vcrhanvlüngen. Im ersten Zweige reichte Hr. Fisher gestern eine Petition von P. B. Doremus u. A. ein, an der Ecke der Druld-Hill-Avenne u.Towu jendstraße Fliesplauen und kTrittsteine anzu bringen. Ueberwiesen.—Hr. Hardesty berich tete einen Beschluß, dem Lhas. H. Stewart die Erlaubniß zu criheilen, emeu Schuppen an der Nordost-Ecke der Division- nnd Lan valestr. zu gypsen. Angenommen.—Desglei chen em Bericht Beschluß, die Einzäu nung hinter den Häusern vo» Nr. 224 bis Nr. 232, Scottstraße, bis zu einem Privat- Gäßchen auszudehnen.—Folgenden Beschlüs sen des zweiten Zweiges trat auch der erste bei: die Schröderstraßz bei ihrer Vereinigung mit der Ariinson-Avenue zu nivelliren; an jeder Seite des Ajhland-Sqnare Gasolinlam pen aufzustellen; an der Ost-Eagerstr., nahe der Bethanien-Baptisten-Kirche, FlieSplatten zu legen und Gafolinlampen aufzustellen; an der Biddlestraße, von Belair-Avenue bis Wa shington-, und an Aisquith-, von John- bis Lanvalesttaße, Gasiöhren zu legen; College- Alley zu repariren; Gebrüdern erlauben, ein Schild vor Nr. 44, West Bal timorestraße, anzubringen ; Belair-Avenue an ihrer Vereinigung mit der Boundary-Ave nus zu pflastern.—Hr. Hynson offerine einen Beschluß, vor Nr. 131, Focreststr., eine Ga solinlampe auszustellen. Im zweileuZweige unterbreitete Hr.Kerr eine Petliion von Dennis S. Kirby ». A., Betreffs Ausstellung von Gasolinlampen an Camel-Alley. Ueberwiesen. Desgleichen eine Offerte von Wm. A. Dean, welcher sich erbietet, 10 Fuß von seinemGrundeigeilihilme an der Verlängerung der Madison-Ave. an die Park-Eommissärc abzugeben, falls die Commifsäre ihm 10 Fuß von ihrem Grund eigenthum geben und den nach dem Druid- Hill-Parke sührenden Weg verbessern.- Des gleichen eine Petition von Johns Hopkins, welcher um Erlaubniß nachsucht, von seinen Grundstücken an der Sharp, und Weftstraße aus eine Abzugsröhre zu legen.—Aus Antrag des Hrn. Ford wurde eine Botschaft an den ersten Zweig abgesandt, denselben um Rück ieudung eines Beschlusses bezüglich der Be freiung gewisser Personen von Besteuerungen ersuchend. Folgenden Beschlüssen des e.steii Zweiges trat auch der zweite bei: denPoli;ei- Commissären die Erlaubniß zu eriheilcn, vor dem südlichen stalionshauie einen Brunnen zu graben; mehreren Personen zu gestalten, Seitentheile an ihren Sommerdächeru anzu bringen; dem I. A. Kramer zu erlauben, Schilder an Baumschutzkästen vor der Ecke der Hamburg- und Hanoverstraße anzubringen; dem Geo. W.Logan die Erlaubniß zu gewäh ren, seinen Stand neben demGerichtSgebände am Monument-Square mit einem Sommer, dache zu versehen; eine von dem Lafayette- Square auslaufende Straße Sewellstrage zu benennen; an der Ecke der Baltimore- und Careystraße Trittsteine anzubringen; die Ele mentarschule Nr. lö an der Hillenstraße zn repariren und SLO« für diesen Zweck zn ver willigen; den Aerzten Dr. Groß und Dr. Clendemn K 25 sür die Post-Morlem Untersu chuug des Leichnams der ermordeten Frau Lampley auszuzahlen; dem Karl Kilian die Ausstellung eines Barbierpfahles vor Nr. 257, Süd-Bondstraße, zu gestatten; dem J.Weitzel zu erlauben, an seinem Sommerdache, Ecke der Bank- u. Wolfstr., Seitentheile anzubringen ; am östlichen Stadtbrunnen Park'S Kiigel- Lampen aufzustellen - High - Alley, zwischen Äisquithstraße und Central-Avenue, zu repa riren. Der Beschluß, die „Bürger-Pferdc bahn-Tompagnie" anzuweisen, ihr Geleise an der Fremont-, zwischen Fayette- uno Lom bard-, und an der Lombard-, zwischen Fre monv und Howardstr., zu entfernen, wurde überwiesen.—Hr. Wickersham offerine einen Beschluß, den Gebrüdern Murphy zu erlau ben, an ihrem Sommerdache vor Nr. Ost-Baltimorestraße, Seitentheile mit Ge schäfeSanzeigen anzubringen. Angenommen. —Ein Beschluß, an der Howardstraße, nahe Tysan-Alley, und an der Ecke der Boundary- Ave. und Charlesstraße Gasoliiilampen aus zustellen, wurde überwiesen. Hr. Ford oisc rirte einen Beschluß, Geschäftsleuten das An bringen von Seitentheile» an Sommerdä chern, sowie das Anbringen von Schildern an Baumschutzkästen zu gestatten, vorausgesetzt, daß die Seitentheiie uud Schilder acht Fuß über dem Trottoire angebracht werden. An genommen. Beide Zweige vertagten sich hierauf bis Montag. LSeiherede. Die vn, Hrn. W. S. Rayner bei Gelegenheit der Einweihung des israelitischen Waisenhauses gehaltene vor treffliche englische Rede werden wir in unserer morgenden Nummer, sowie im Wochenblatte wörtlich mittheilen und, um den vielfachen Ansragen zu genügen, mehrere hundert Exira- Exemplare drucken lassen. Schiffsnachrichten. Der Dampfer „America." Sapt, BillupS, brach Mon tag von E-Vannah, Ga>, nach unserem Hafen auf, und der Schooner „Wanella" tras vorgestern von hier daselbst Nach Baltimore unterwegs, kam gestern die von Ma taiuas, Cuba, abgegangene «rigg »Harry« an der Sc- j Der Dampfer »Geo, Appold," Capt. Lovetaud, lain ! vorgeliern von hierüber Norfolk, Ba., in Boston an, -c Dampf r „Wm, Krane,» Eapt, Howe?, lief ge- Der Schooner »Frank K Emilq,» «apt. McCobb, kam vorgestern von Sharleston, S.-L., im hlesigen Ha. Jit Havanna langten dic Brigg „ Mary E. Seighton.« Capt. Tay, und der Schoomr »A, A. Arnes," Capi. t!i. Mai von hieran. noch am seidigen Tage uder ik'.evlhelz Witter nach Bai- Tic Brigg »Red Winz," «apt, Snow. slach .«« 2Z. AVril von Rio de Janeiro nach unserem das,'.'! in St. Th »112 h e A j amZ, Mai die Barte „Mio," Capt. Lundguist, am 5. die Barle „Viitor," Capt. Ttromdcrg, am 7 das italienische Schiff „Eoll.ciio," Cavt. Longodardi, von Baltimore an. engliiche Brigg . Halifax," Capt. Power, tras Scopini. Mai von B.Uliinore in Filinuih, England, an Ta» Schiff .Liga 8..» Capt. Buzan, ctarirte am 6. Das Schiff „Ct. Mmrguecste" kam am 1. Mai von hier ju sligo in Irland all. Sch,ff 'ZefferS, lain am <j. am !. Mai von hier in Brnnertiaven an. Die „George W. Jones." Capt, Nobbins, tain Die Barke ~!>iorsk Fiag," Capl. Nielsen, nach Balti more bestimmt, lag am 3, Mai durch widrige Winde leiigcdallen im Moviller Hasen. Gestern gingen dic Barten „Cxprex" von Belize und ~Prcciojti"voii Rio de Janeiro, iowie die Brigg „S. C. Shaw" aus der tzamploncr Rhece vor Anter, um Weiiungc» Betreffs des Löichhasens abzuwarten. „Stqlarl" ciaurte geilern in Savan- Gcricktsverhanolungcn. Lain uii . K Ge r i — «vor Richter WeibSbUder», Tas Paar hat tUne iung rer refp. Hin«.Blasien von itari Antre,!» (k4ov) und Rahel Vollmacht, S u per w r -Ger Uh t. t Tobb^n«.) ditio Theocor Ä^fckn todt« gegen IN cai r ich^t,—R^c^a. Die letzte Wahl'ia Cumberland, Md. C ii m ber l a nd, 20. Mai. Bei der letz ten Mumzipalwahl errangen die Demokraten einen nachdrücklichen Sieg, und zu den er wällen Stadträthen gehören die wohlbekann ten Deutschen Flurschütz und Roßwurm. Wer die Erwählten kennt, weiß, daß sie mii den Temperenzieru Nichts zn schassen habe» und die Auswärts erhobene Insinuation, daß die Demokratie um die Hülfe der Kaltwasser- Simpel nachsuchte, eine thörichte Erfindung ist. Zum bessern Verständnisse möge Fol geudes dienen: Die Ausangs vereinigten Tkmvercnzler uud Republikaner. derenHaupt wortsührer der radikale Richter Pearre ist, ge riethcn sich ob der Nominationen einander in die Haare. D»e Radikalen, welche alle Un kosten der Temverenzter bezahlt hatten, ver langten Leute ihrer Wahl, die Temperenzler hatten andere Persouen in's Auge gefaßt. Die Radikalen, welche inzwischen wahrnah men, daß ihre Kaltwasser-Hreunde an Zahl sehr schwach waren und allenthalben imStaa te Fiasko machten, versuchten, sich die Letzte ren vom Halse zu schaffen, was zu lebhaftem Zwiste in den eigenen Reihen und zur gründ lichen Niederlage führte. Die hiesige Demo kratie hat Nichts mit der fanatischen Propa ganda der Temperenzler zn thun uud wird i>eute so wenig, wie iväler, die mehr als zwei selhaste Hülse der Temperenzler beanspruchen, un« zu siegen. Uebrigens arbeitet Richter Pearre, der Vertreter aus der letzten Staats- Convention der Temperenzler, eifrigst, um seine Leute wieder unter einen Hut zu brin gen. Hiqhland-Park. Heute, Mittwoch, deu 21. Mai, werden die HH. Trego Kirkland eine bedeniende An zahlGrundstücke bei „Highland-Park" verstei gern. Highland-Park wird unstreitig die schönste-Vorstadt Baltimore's werden und die lei mehr Vortheile, als irgend ein anderer Punkt in der Umgebung unicrer Stadt. Die betreffenden Grundstücke liegen auf einem Ko ben Hügel, von welchem man eine prachtvolle Aussicht über dicChcsapcake-Bai uud die um liegenden Landschaften genießt. Während ic der Woche entstehen daselbst neueßanten, und innerhalb eine« kurzen Zeitraumes wird diese Vorstadt Dimensionen erreicht haben, welche man vor wenigen Monaten kaum noch ahnte. Zur Wiener Ausstellung. Wech sel und Ereditbriefe. Die bevorstehende Wiener Welt - Ausstel lung, welche Am 1. Mai beginnt und muth maglich nicht vor dem 2. Nov. schließen wird, hat die Reiselust des amerikanischen Publi kums in so hohem Grade entwickelt, daß ich mich veranlaßt sehe, die Ansmerksamkeit des Publikums aufdie Ausstellung von lTrc ditbriefeu zu lenken, nach welchen bei dieser Gelegenheit ein größerer Begehr, als bisher, fein wird. Ich habe diesen Umstand antici pirt und daraus hin die umfassendsten Vorbe reitungen mit den größeren mit mir in Ver bindung stehenden Bankhäusern Europa's, naisentlich mit der „Union » Bank" in Wien , einem der bedeutendsten Geld- Institute Oestreich's abgeschlossen. Wechsel und Crcditbriese zu den niedrigsten Raten bei F. Raine. Das Maifest der Baltimorer Schützen - Gesellschaft" findet Montag, den 26. Mai, im Parke an der Belair-Avenue statt. Das Arrangements- Comite hat Alles aufgeboten, um dieses Fest zu einem brillanten zu machen. Den schützen nud Keglern winken werthvollc Gewinne, während den Tanzlustigen der große Saal von Nachmittags i bis Abends 11 Uhr zur Verfügung steht. D'raußen im Garten wird prächtige Conzertmusik erschal len und am Abend soll der ganze Park sogar illuminirt werden, sodaß der Besucher den Eindruck erhält, als wandle er iu einem Zau bergarten. Hoffentlich wird der Himmel am Montage kein böses Gesicht machen, sondern seine Sonne sreuudlich erglänzen lassen. Dies ist der Wunsch aller Schützen, und wenn der selbe in Ersüllung geht, so dürfen wir mit Be stimmtheit einem großartigen Feste entgegen, sehen. Die „Baltimorer «ürgerschützen" feiern ihr großes Maifest Donnerstag, den 22. Mai, in „Rost's Hain." Das Arrangc ments-Comile hat für die umfassendsten Vor bereitungen Sorge getragen, um das Fest in jeder Hinsicht zu einem grogartigen zu ma chen. DaS Mai- und Sommeruachtsfest der „v. «.-Gesellschaft" zum Besten des „Allgemeinen Deutschen Wai senhauses" wird Donnerstag in Louis Muth's Park abgehalten werden. Der Ehor der deutschen bischöflichen Methodlsten-Kirche an der Pennsylvania-Avenue wird Montag, de« 26. Mai, zum Besten einer neuen Orgel ein Conzerl in Raine'S Halle geben, bei wel chem mehrere namhaste hiesige Künstler mit wirken werden. Der „Marvländer Turnverein" begeht sein jährliches Picnic und Sommer nachtsfest Montag, den S. Juni, auf Louis Muth's altem Schittzenhofe an ber Belair« Road. Der »Tchilterbilnd «r» 7, Deutscher Orden der Schwarzen Ritter" hält Montag, den 26. Mai, sein Maisest im „Darley-Parke" ab. Der,,Baltimorer Metzqer- Aerein" wird sein diesjähriges Picnic Pfingstmontag abhalten. Hr. Adam Dietrich macht leinen Freunden die Anzeige, daß er die am 12. von Hrn. August Beck übernom nieue an der Garrison-Lane Don nerstag Nachmittag mit einem solennen Lun sche eröffnen wird. SS?" AIS Blut uno Säfte reinigende« Mittel ist das Karlsbader Sprudel- Salz unübertrefflich. wird von vielen Aerzten gegen Uiiverdaul.'chkeit, Kopf fchinerzeu, Mangel an Appetit unö alle Uebel, welche aus Unordnung des Mäzens >?der der Leber entstehen, angewendet. A. Bogler 6c C o m p. sind die Agenten für Amerika. tSI-) den vielen ivaltimorcr Erfindun gen verdient namentlich das berühmte Sahn, wa,scr von Hrn. Hynssu Zeil» uinas, Nr. 99, Nord - Charlesstr a ß c, genannt zu werden. Es gibt nur wenige Da inen in Baltimore, welche sich dieses Toilet tenmittelS nicht bedienen, da der wohlthätige Einfluß desselben aus die Zähne ein wahrhaft wunderbarer ist. Der unglückllcyftc UVensch auf der Wel- >st der DySpeptiker. Alles sieht cr duukel niid Güster; er ist mit sich selbst und Jedermann das Leben ist ihm nur eine Bürde. All' läßt sich durch den Gebrauch des peruvian.''chkn Syrups, eines EifenprotoxydS, heben. Le'.'Ue, die seit 27 Jahren gelitten, sind durch ih.7 curirt wor den. 19-24) Die ist der j.itel eines neuen HramaS, das beute wiederholt wird reich an ergreisenten un» trschüiteriideu deslndci sich m Hiwden tes 'irn, Shas. M Wllicot, eines gewaiidien und tüchtigen Zchausvielers. dcrslch in anderen Eiädte» der Union bereits einen bedcu tlNden erworben bat NN' ohne Zweifel auch urjerer Stadt jadtreichc «eirunderer sinde» wird. Briefs weiche in »er ..Sun" angezeigt sind und dem Klinge nach Deutschen angehören: H a in e n - V ! N e. Miß Koziah «l.xander, MrS Zame« «achelder, INiK roudie «vuzhuian, Miß S.rah tltt« Catharme Bortmann, MiS !» «itrn. Miß ilwma sane ö ltangcr. Mrs 6apt. Birch, «iß lennie «o. teter, Mrs üli Boyen. Mrs Eiesonsli, Miß Ä na6lo6kr> Mrs S L Miß Slise »totverl, Mrs S?phie iini-nin. Miß äisoit, Miß lenme Hiültein, Mri Haiharine Ederly, MrS Eatharwe « Fii.kle, Mis C E sicher, Miß geonie Gani. Mrt Antonio GSringer, Mrs E Ä Nroß, MrS E « Hat,, dt», MiS R s.n?beiili. Miß isanilie Hevier, M>ß Bertha H nch. MrS Laura Hosfniann, Miß Mar» 6 Horner, Miß A Helmes, Miß losephtne Hosner, MrS Emilie Höge, Mrs N V Hofimann, MrS EaUie 5 Hcltan!, Mi,! sut,-, MiS Lina «olbe, Miß «kenan Saget, M?s D slr.«er, Mrs iKatb »Unkel, Mit Mali» 6 Lea, Miß Rose L»i>er, Ltrs Zoscpyine Lur uiann, Miß ?üt.' Marlin, Mrs Susun Moti, Maria Memplvi, Mrs Inn Orem, Miß Loiiile Pjarr, Eli subeib Post. MrS Ül >l?rZither, Mrs Sarav Ritter, Miß Lora -stoß, Mad, Emina L Sellmann, MrS Satc Schusfter, MrS W StaaS, MrS Sineiine Etraschel, MrS Maiv C Trine, MiSAaia.'ie Trauermann, Mift A»nie Tinncr, MrS Annie BergeS, Miß Martha it Waidland, Mrs H Weisbrod, MiS Jan? Woiseader, Mr» Sophia Wreten. Herren-Liste. Christian «dam. 6 L Ädamk, stranz «lthvsf, Loulil «iierva.!, !» Bacharach, O Berge, Aohn Beier, Nolkman», Georg Bohan. H Byer. S C viimp, E« Becht, Biiringer k Bertraio, 6 H vunamann, Joh tkain, Üahn, M Ceß, Wm E Clapv, Herrmanir Eohii, Z jr Eonras >d Comp , Zobn ürimimel, H 6bnst, L läussack, I Dabvur, I Duchner, F Dol- Ung, S Dorinann, Zoll, LT> Folie, Michael iidcl, William T EggerZ' August H Fab'er. ir-ihlke, w Pranst, I A Crantz, !? Fnche, H iZranV, A gratz,^ihr 6 G»il, Siiqust lNeikcn, Gadel, P iSardner, W ii- 'Äroß, John Bu- Lindncr, A Lide, !?red, H Leyhe». ding. Reo. W W Meich, George Müller, E Mvert, 5 Mver«, H Ä Olsen, Lorenz Oderheim, I Peiert, H Pepcr. Giorg Psaff, Ä Navoencoher H Regen, .iakob Rigel, Mannv Larl Nohoe, Zvhn nedauni k 6omp.,Ä Tainael Uylselder, ?d Walftiom, Ar.tsn Wirtes, iL Wietz, Wm Wildes, 'S 'M«I. Börsenberichte. Berichtet von Win. Aisher Söhnen, Nr. 32, Southstraße. Batiimor .den 50. Mai, Abends S Uhr. Ang. Verl. Zlng. Berk. Gold — seilt OJil«» itt. St. Ü.ZVr - - Na »E>» ?. - NX 14>'K5...U8X - -t Paff «ahn- Si iüi'ti? - Ätto sseu Berl öN B. «>I. w.ivrlli t,ji> Fe» Kerl 4,x Mt>6rHrt'»Z 105 Howard Verl ti 7 Bü I!r a1t,... Z 8 40 ÄernMßers i» Ba»ir»ik R Bllo»,O6r'7S?k>j Ba tir il 7 bv «tioHL>!ir'«7L7X -- ll.'< Ba Eons U's . »X Nor Heut kr' 77 »7 A« Baito tir'7ö.. !" «orCcntKrgtd «5X Baltolir'«o.. S!»-i S!>?« ÄentOhioSrl. vi>>» Ball» tir P M S6ZS WMd tir2.g'9o 8S Balto t!r w.> WMdsr?.Wal LS Bolto kr IW.. W - Z7 SMempdis Kr 57 I»a6Cin7r' !U!X IM «I't os Bali» - I?» Statin 5rZ. «ZX k-t Eltij l>i», Mich ck Dan 7«X Hranllin Bant Ii V lt.?» Or.Al.ä,Ma7r «IX vom Bank— 7 Or.itAl t>r z. Nft so Merchivanl INi 12. Or.» AI kr 4.80 Mrchvank.... 12 BItoGaSGE IM ,0» z. N-n Bant «0 90 Gco'sEljkohl IZ(> tN Balto O !»k 174 Areder Turn? «g ?t. 8. i>k. R. ZK'6 58 Lie gestrigen verkauft aus der kiesigen Borst de» t-ugen: k 10» Baltimorer Stadtsechser, «SX I.OM ditto ditto IM» S9X 4 lM diiio ditto WX Z.tM Maru änder Vertheidigungs-Anleiht ... tGX SM Marliländer Ho>pital-.A»lcche6r i»'i I VW ditto ditta ditio 105 I,scg ditto ditto ditio WS ülX1„Balto,-Ohio-Baliii-« Obligat. IRZ.Sr 9« 4,g'X) ditto dilto ISBZ 9K ditto ditto IN» «L!< »Pit!Sdurg-Eon.-Bahn"-Obl.„ 1.H.7r, 95 ditto ditto ditto »Z I/X» ditto dilto ditto 85 1,1X19 diiio ditto dilto 95 5> H., 7r S(X> ditto ditto ditto loox Z.MZ diltn ditto ditto IIX>K ü.lXlft d.tw ditto titto Z. H. Sr 84 ZlXl »Orange Alcr.-Äli.-Vabn-"0b1..7r.... 81X Zt Aktien der.,ffranliin Ban!" lIX Ii Aktien dir „National'- Hxchange » Bank" I<X>X IM Atilkiiter »OantaElara Miaina T 0.".. 4.25 ii» ditto ditto ditto <.ZS IM ditto ditto d'tlo 4.ZS Medizinische Ameigen. EisenU's MM Macht die Schwachen stark. Der Perilviauischc Syrup, eine unver änderliche Lösung des Eisenoxyduls, ist so zusammengesetzt, daß er die Eigenschaften ei nes leicht verdaulichen nnd dem Blute so leicht, wie die einfachste Speise, sich einverleibenden Nahrungsmittels hat. Er vermehrt die Meu ge des eigentlich natürlich belebenden Stof fes, des Eisens im Blute, und heilt „tausend Uebel" einfach durch Anspannung, Stärkung und Belebung des Körper; das bereicherte und belebte Blut durchdringt jeden Theil des Körpers und verbessertSchäden und Verluste, sucht die krankhaften Ausscheidungen auf uud überlaßt der Krankheit NichlS zur Nah rung. Dies ist das Geheimniß der wunderbaren Erfolge dieses Heilmittels in der Heilung von Vcrdauiiiigsschwäche, Leberleiden, Wasser, sucht, chronischem Durchfalle, Geschwüren» Nervenleiden, Frösten und Fiebern, Verlust der Körperkraft, Nieren- und Blascnkranhei ten, Frauenkrankheiten und allen den Krank heilen, welche aus einem schlechten Zustande des Bluteö entspringen oder von Schwäche oder einem Schwächezustantze de« Gesammt körpers herkommen. Da er vollständig frei von Alkohol in irgend einer Form ist, fo folgt seinen kräftigenden Wirkungen nicht ei« ne entsprechende Reaktion, sondern sie find bleibend uud verleihen allen Theilen des Kör, per? Kraft, Stärke, neue» Leben. Tausende sind durch den Gebrauch dieses Heilmittels aus schwachen und kränklich«» Geschöpfen in starke und gesunde Menschen verwandelt worden. Schwache Personen sollten ohne Zaudern dies Heilmittel v«sn chen. Man sehe darauf, daß jede Flasche dm Namen „Pernvianischcn Thrup" i« Glase eingeblasen trage. Seth W. Fowle Li Söhne, Mgen, thiimer, Nr. I, Miiton-Place. Boston. Bei allen Droguisten zu v«rk» (Al>rilt».lJ,i a-W.) P. Hanson Hiß ä- Comp., Möbeln und Vvrhauge-Stoffe, srdnzösijche Z»rrr«then «r. »S, Stord-EharleSstr«ß«. l«ugt2,tSMie,4.?.»

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