Newspaper of Der Deutsche Correspondent, May 22, 1873, Page 1

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated May 22, 1873 Page 1
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F. Maine, Herausgebe,. " Kpezial - Notizen. Baltimore Fjre Insurance Bsstce^ Südwest-Ecke von South- und Waterstraße. Diese G-sellschastveikchert sortwährnid gegen Bei luit oeer Schaden durch Brairdunglück sowohl in der Stadl, wie im Lande, alle Arien von »rzentbam, Wohn-, Laden- und Waarenhäuser, Handelsgüter, Sckeidau-Produkie, Mddeln, -Geräihschasten, lm «au b-zrissene oder im Haien in Ladung deftad ltche ffahrzeuge a. l. w. . . . - Das Direktorium beredt aus sagenden Herren: «eo. R. Bi-l>rs, s' » « David S. Wilson, T. Rodt. Jenkir.», Penningtou, <l. Morton Slewnt, Francis T. Sinz, V. i> «ewcomer, Kenn, S rrill. Orville Horm,?. R. S Steuar', W. W. Tahior, Wm. H> Brune, SSrael Eohen. i. Harrison. ?nd weitere Nachricht über die Ge,«lUchcs: wird in derOiftce, Siidweit-Eile von Sourd- und Waterftraße, ertheil', wo auch alle Nus trSaeiosort erledigt werden. Äersi»erunl,-n werden aus iizend angenommen, weiche der ÄPPii- ?r- «oodworth, «ekr. N. Coutwcy ä- Bruder, «r. 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Krankheiten des Blutes, Halses, Nase ond baut-Seichwüre und übelriechende Eiterungen 11. Nachmittag« g Der deutsche Correspondent. 33. Jahrgang. Spezial - Notizen. 7LBI'«IV,OUVO? 150 ff pttvsicizus. L. äi Lv.. 231?. (ZllsilsL 2^. Steue Fanly- und Kaufmännisch e Schreibmaterialien Guggenheimer St Weil, Schreibmaterialien n. Drucker, oder aus Bestellung (115-1 > Hochzeitögescheuke! Hochzeitsgeschenke! Massive silberne Löffel, massive silberne Gabeln, massive-silberne Aorleglöffel, Zucker-Löffel, Serviettenringe, Salzfässer und Gemüselöffel, W. F. Vissing, 280, West-Baltimo>estraße, 280, W. Kummer, 165, Süd-Broadway, lan 1 z,li!ÄNe""^' besorgt. I KS Alle Arten KS Miethe ien Atz.'g. Morsen» Loudenstasier, > (OktZi.lZl) Rr. ?4, Nord - Eutawstraße. Die „Seeor"-Nähmaschine, kürzlich introonzirt und die beste aller vor- > bandenen, sonders süi Schunde: eingerichtet, macht jedoch alle A'ten Nähereien; selbst sich sesiiiellende s!adel. Plan k toinme und sehe! 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Tyson und seine Mannschaften im Siiche ließ und Capt. Holl selbst aus Ausiiften de» Elfteren vergiftet wurde. Es wird da ran erinnert, daß Dr. Hayes, der bekannte Eismeer-Reifende, fchon vor niedreren Tagen einen ähnlichen Verdacht aussprach. Die Spannung, mit welcher man jetzt der Ent hüllung de» die Expedition dcS Cavt. Hall umgebenden Geheimnisses entgegensieht, er hält durch die Mittheilungen dcr in St.Johns angekommenen Leule neue Nahrung, und bei nahe aihemlos erwartet man Aufklärungen, die entweder den bösen Verdacht bestätigen, oder, was wohl Allen erwünschter sein wird, die Erzählungen der Mannschaft des Capt. Tyson als ein Hirngespinnk brandmarken. Uniere telegraphischen Depeschen enthalten Ausführliches übcr die sonderbare Kunde. Es bestätigt sich, daß Gouverneur D-x von New-lork direkl auf den Grund hin die vou der Ltaalsgesetzgebung passn tc L 0 cal - OP> tion-Bill mit scincm Veto belegte daß dieselbe u«constitutione!! sei. Die Tempe renzler sind über das Auftreten des alten D>x höchst ungehalten und drohen nunmehr, das Gesetz mit einer Zweidrittel-Mehrheit durch zuieyen, womit es indeß, nach den aus New ?)ork vorliegenden Nachrichien, seine guleii Wege hat. Einige wesentliche Anti-Temve renzler sind so entzückt über Dix, daß sie ihn in allem Ernste als nächsten Prästdentschafts- Eandldaien in Vorschlag bringen. Eine wichtige Entscheidung ist soeben erfolgt. Persecto Rojas, „ein geborner Eubaner, aber Einwohner Baltimcrc's," machte vor der in Washington sitzenden ge mifcblen spanisch-amcritanischtn Commission Ansvruch auf Wiedererstattung gewisse» Be sitzthums auf Euba, das Seitens der fpaui scheu Regierung mil Beschlag belegt worden ist. De Rojas wies nach, daß er zur Zeit der besagten Bcfchlagnabme in Baltimore eidlich seine Absicht erklärt hatte, Bürger dcr Ver. Staaten werden zu wollen. Daraufhin wurde amerikanischer Seits behauptet, daß De Rojos den Schutz des Bürgerrechts der Ver. Staaien beanspruchen uuv die Wieder herstellung seiner Güter verlangen könne. Es wurde unter Anderm aus den bekannten Koßz la'scheii Fall, unv die schon damals vom , Staatssekretär Marcy abgegebene Erklärung des internationalen Richters als maßgebend " für die Forderung De Roja's hingewiesen. " Es scheint, daß schließlich die beioerseilize» Eommissäre sich nicht einigen lounien nnd , Baron v. Lederer, der östreichische Gesandte, > ersucht wurde, den Schiedsrichiersprrich zu , fällen. Derselbe fiel gegen De Roja aus, und die Frage entsteht nun, ob v. Ledercr's Lprnch als maßgebend für alle zuküuftigen Fälle der Art gellen soll, oder nicht. In New. A 0 rk hat der Prozeß gegen den s verrückten Tram ein eigenthümliches Ende < genommen. Das Gericht enischico mit Ein- ' willigurig der Vertheidigung, daß Train als i Wahnsinniger der Anklage der Verbreitung obscöner Schriften „nicht schuldig" sei, ober, < ansialt freigegeben, in's Irrenhaus zu Ulica 1 gcichrctt wcrden follte. Ein dahin zielender Befebl wurde sofort gegeben und wud ohne Z Zweifel ausgeführt werden, wenn Train nicht ! auf einen nachgesuchten >Vr!t vf pus feineFrcrdcit erhält. Ersichtlich hat Train Z die beste Aussicht, für feine Größenfucht arg < zu büßen. Jedenfalls rächte sich die Anklage bitter für die ihr von Train bereiteten Placke- s reien. Hätte man Train der Vcrbreitnng c obscöner Schriften schuldig befunden, so wäre . er wenigstens auf ein Jahr in das Zuchthaus geschickt worden. Die Vertheidigung, in die Enge getrieben, zog es vor, feine Freispre chung auf den Grund des Wahnsinns hin zu beantragen, um nunmehr die unangenehme Erfahrung zu machen, doß ihr Client als gei steskrank in die Irrenanstalt geschickt werden wird. Die Entlassung dcs Wicner Ansstellungs- Commissärs Van Bnren von New>Jeriey hat die Freunde des Letzteren in große Aufre gung versetzt. Van Buien ist eine bedeutende » republikanische Persönlichkeit in New-Jersey und eine Deputation hat bereits den Staais fekrelär ob des summarischeiiVer!ahrens gegen ihre» Freund zur Rede gestellt. Van Buren's Freunde behaupten, er sei das Opfer einer diplomatischen Intrigue, und Senator Fre lingbuyseir von New Jersey, auf dessen beson dere Empfehlung hin Bau Buren ernannt wurde, istdirmaßen aufgebracht, daß Staats- k sekretär Fish selbst zu seiner Beschwichtigung 6 nach Newark gcreij't ist. Ersichtlich stehen in . Folge dleses Wiener Skandal« noch wnlere, ' die hiesige Beamlenwelt und ihre Eorruplion in das schlimmste Licht stillende Enthüllungen in Aussicht. In Chicago haben die deu'schen Re- , publlkaner mil den vereinigten Radikalen und Temperenzlern gebrochen und Hesing, der He lausgebcr eineSßlatics, das bisher durch Dick . und Dünn sür die herrschende Partei ging, seinen alten Genossen den Krieg «klärt. In ähnlicher Weife sagen sich allenthalben imWc- , stell die deutschen Republikaner von dem Muk- kcrthumeloS. Hier werden sie, wohl oder übel, dasselbe lbun müssen, wenn auch die liberale ' Dcmckralie dadurch keinen erheblichen Zu- < wachs rrbält. Es bestätigt si-I>, daß der „N.-A. Herald"- ' Corre!porident O'Kelly zur Prozeisirung nach Spanien gebracht werden soll. O'Kelly's Mittheilungen über Cuba werden allen Werth ' sür den „Herald" verlieren, wenn dcr wog- halfge Correspondcnt noch lange festgehalten wird. In New-Orleans soll die Cholera mit , unverkennbaren Zeichen dcs asiatischen Cha rakters um sich greifen. In der am 10. Mai endigenden Woche sollen daran nicht weniger, als II Personen gestorben sein. JnCincinnati Hai die Ankunst derLeicke des Viehhändlers I. Säienck. der in New-Orleans an der Cholera gestorben ist, die größte Aufregung hervorge rufen,und dießehörden beeilen sich, VorsichrS maßregcln zu treffen. Port an Prince auf Hayti hat durch einen Brand I Mist. Dollars Verlust erlitten. Zu den zernörten Gebäuden gehört auch die Notrc Dame-Calhedrale. M' lle. Prev ost Par 0 dal, eine dcr Töchter des französiichen Gesandten, der in Washington Selbstmord beging, hat in Pa ris den Schleier genommen. In Selna, Ala., hat das Bankh auS von S. K. Ferguson 6- Co. die Zahlung eili ge slellt. Gestern wurden aus dem Wrack des „A l lantie" abermals drei Leichen gefunden. Eine bedeutende Quantität des Cargo's, iu Eisen- und Staylwaalin bestehend, wurde ge borgen. Das canadis ch e P a rl a m en k hat ge stern beschlossen, Prince Edward's Island üm 5. Juli in die Consöderatioii aufzunehmen. Im östlichen Preußen spukt dieCh 0 lera wieder. Das holländische Ministerium bat abgedankt, augenscheinlich infolge dcs Krieges gegen die Atchinesen. Sämmtliche Spinnereien in Woon sockct, R.-J , arbeilen wieder, wie srüber. Abermals ist ein Correfpondent des „N e w ?) 0 rkHerald" aus Euba verhaftet wor den. Hr. Bennett scheint die Spanier förm lich zlringen zu wollen, einen dummenStrcich und den „Herald" zum Märtyrer zu ma chcn. Bei dem Brande des Getreidespei chers in Toledo wurden am letzten Montag 130.000 Scheffel Mais und 105,000 Scheffel Hafer zcrstört. Das Gciraide halte einen Werth von 5102,000. Die Baltimorer Brigg „Kildare" tras am 5. ds. Mts. au der „Big George Bank" einen halbgcsuntenea Schooner dessen Masten hervorragten. In dcr Sabine erblickte man mehrere Leichen. Gen. Jefs. Davis ahmt ganz dem Hrn. Gilleni noch, ir Ermcngeiung neuer Be richte telegraphir: er die allen noch einmal. So fchickie er gestern die Depesche, daß am 10. d. Mis. ein Gcsccht stattgesunden und daß man seit dem 14. ds. die Modocs aus dem Gcsicht verloren hahe.- Das wußten wir sehr« vir 7 Tagen. . . Auf einem Miffisslppi-Dampfer bei Memphis wuide gest-rn Robert Morgan von einem Belruukeueu, Namens Cannon, ohne alle Ursache erschossen. Gestern wurde das zweiie Kabel zwischen Havanna und Lcy-West geiegt. Telegraphische TepejHes< (Von der .Ussn-uirien dco „Sorrclpondei,' Europäische Aadeldericht; ' Berlin, 21. Mai.— Sie Cholera ist im ' östlichen Preußen ausgebrochen. Baltimore, Md., DLMerstak. den 22. Mai 1873. Wien, 2l Prinz von Wales wird morgen nach Hause abreisen. D e aag, Zl Mai. Das holländi sche Ministerium hat seine Entlassung gefor dert. London, 2l Mai -Es wird berichtet, daß die Karliüen im Begriffe stehen, auf der hiesigen Börse eine Anleihe zu negoc^ren. London, 21. Mai. Das französiich amerikanische Kabel, we'ches kürzlich 2d'3 Mei len vonßrest gerissen war.lst reparirt worden. Paris, 21. Mai. Die Nationalver sammlung vervollständigte heute ihre Organi sation durch Ebrwähluna der Vicep'ästdenten. Wegen der 4. Vice - Präsidentur gab es einen erbitterten Kamps; die Linke hatte Möns. Martel, den bekinnten Anbänger des Präsi denten Thiers, als ihren Candidaten aufge stellt. Zwei Abstimmungen fanden statt, ohne daß dieselben ein Resultat hatten. Bei m dritten Ballot wurde Martel mil einer Majo rität von 7 Stimmen erwählt; er erhielt 3!iv Stimmen. Die Bekanntmachung dieses Re sultats rief in der Kammer allgemeine Sen sation hervor. Obgleich der Sieg mit kl ap per Noth errungen wurde, so dars derselbe doch als ein entschiedener Schlag gegen die Com bination betrachtet werden. Es wird j-vt ge glaubt, daß Thier? eine Mehrheil von livStlm men haben wird, wenn es über die In'.erpel teren suchen alle ihre Mitglieder herbeizubrin gen. Als Redner über den Antrag sind Präs. Thiers, Perier, der Herzog de Broglie und dcr Herzog d'Audissret-Pakguier angezeigt. Madrid, 21. Ma'".'— Der Marinemi nister hat seine Entlassung gestern cingelüchl, dieselbe aber wieder zurückzogen. Ma d rVd, Mai. —°D>e Äarlislen un ter Commando des Don Alfonse machten ge stern einen unerwarteten Angriff auf das Städtchen Seuahuja in der Provinz Lerida. Die Garnison leisteie desperaten Widerstand, doch dcr Commandant des Platzes übergab denselben endlich unter der Bedingung, daß man seine Leute leben lasse. Dieser Capitu lationsbediiigungen ungeachtet, erschossen die Karlisten 15g Freiwillige in Ablheiluogeu von K und 8 Mann in den Straßen der Ztadt. Madrid, 21. Mai. Der erüe Bericht über das Massacre in Senahuja war bedeu tend übeit ieben. Nach späteren Depeschen wurden nur 16 Freiwillige erschossen. Madrid, 21. Mai.— Es wird berichtet, den Präsidenten derßepublil durch eineVolks abstimmung zu erwählen. Brüssel, 2«. Mai. Eine Spezial-De pesche von Rom an die „Jndependent Belge" sagt, daß der Papst neuerdings einige heslize Anfälle hatte und in Gefahr schwebt, zu er sticken. Die Cardinäle sind jetzt alle im Va tikan versammelt. Mark- und Börse London, 21. Mai, 11 Uhr Vorm. -- Eonsols crösfnelen ;u 93H für Geld und S3j sür Brief. „Amerikaner," alte '6ser 'K7er lv.4ver ; neue Fünfer. 89 Eric 48!. London, 21. Mai, j2 Uhr Nachm. Tonsols 93! !ür Geld und 93H. „Amerika ner 10.40 er neue Fiiichr Erie 495. Liverpool, 21. Mai, Ii Uhr Vorm. > Baumwolle eröffuele ruhig; Oberl. 8z; Orl. ! Verkäufe 12,«X)() Ballen. Liverp 0 0 l, 21. Mai. 2Uhr Nachm. > Baumwolle stetig; Verkäufe 12. V0Z Ballen; Spekulation und Ausfuhr 2ttvo Bullen. Llverp 0 0 l. 21. Mai, 5 Uhr Nachm. Baumwollen-Verschiffungen von Savanuah oder Chaileiton im April und Mai zu BZ. Schweinefleisch 66z 6<l. Käse 68s 6ä. Inland - Dtpeschxn. Die verunglückte Nordpol- Expedition. Berichte der Geretteten. , <sapt. Halt angeblich vergiftet. Die geretteten Leute von Capt. Bnddington vorsätzlich im Stich gelassen. New -I) 0 rk, 21. Mai. Dcr „Herald" 1 veröffentlichte deute Morgen einen langen Be- l licht über die Nordpol-Lxpeditron des Dam- s pfers „Polaris," weicher a»s den Erzählun- , gen der von der Eisscholle geretteten Personen zusammengestellt ist. Unler den 19 Personen auf der Eisscholle ,> herrfchte allgemein der Eindruck, daß Bud- dingtou sie vorsätzlich imLtiche gclassen habe. , Die Leute glauben gleichzeitig, daß Capitän Hall vergiftet worden sei. Die Unglücklichen lebten größtentheils vsn Seehiindsleisch, nur gelegentlich ward ihnen der Leckerbissen eines—Hundcbratens. , Sie schreiben ihre wunderbare Rettung > der Umsicht und Zähigkeit des Capltäus Ty> > son zu. Capiiän Tyson sagt, die wissenschaftlichen Resultate dcr Expedition feien gleich Null, doch habe dieselbe dargethan, daß es möglich sei, ticscr in die uucrsocschte Polarregiou vor- zudringen, ais Franklin, Hayes oder irgend ei- nemForscher gelungen sei; auch sei jetzt derße- . weis von dem Vorhandensein ciues offenen Polarmeeres geliefert. Am 10. Oktober IL7I unternahm Capt. Hall eine Schlilteu-Expedilion nach dem No rden, um das offene Polarmeer zu finden. Dikse Schlitten <zwei an der Zahl) wurden > von Eskimo-Hnnden gezogen, welche man zu diefem Zwecke in Holsteinburg gekaust 5 hatte. Joe, Hans Christian und dcr Steuermann ! Chener begleiteten den Capt. Hall bei dieser Gelegenheit; die vier Männer wann vier zehn Tage lang abwesend und kebrten am 24. Okioder 1871 nach der Polaris- Bai zu rück. Ueber diese vierzehntägige Fahrt kann man nichls Zuverlässiges erfahren, es erhellt je do», dasz nach leiner Rückkehr aus das Schiff Hall fofnrt erkrankte. Der Steward John Herron macht folgende Auslagen: „Capt. Hall war bis zur Zeit seiner Rück kehr von der Schlittenpanhie bei guter Gx> suvdheit; er war uicht krank, als er an Bord kam; bald darauf klagte er jedoch, daß die Hitze der Cajüte ibn angreife. Er wusch sich und legie reine Unterkleider an. Ich sragte ihn, was er zu essen wünsche, und war Wil lens, ihm etwas recht Gutes zu machen, er schlug jedoch Alles aus bis auf eine Tasse Kaffee, aber auch den Kaffee trank er nicht. Ich hatte keine längere Unterredung mit dem Ca pllän während seiner Krantveil, außer daß ich ich ihn fragte, wie er sich befinde, ob er besser sei :c. Capt. Hall war ungefähr 14 Tage lang krank, sprach sehr wenig, befand sich dann und wann vollständig im Delirium. Ich ver mulheie, daß er an einer Seite gelähmt sei; hörte dieses zwar von Niemandem, aber ich glaube es. Dr. Befsel und Hr. Morton be handelten und Pflegten den Kranken, sie tha ten Alle«, was in ihren Kräften stand, um seine Leiden zu milerrn. Seine Krankhctt warf einen Schatten aus die Expedition, es war die erste entmuthigendeErfohrung, welche wir machien. Der Tod des Führers stimmte uns alle sehr traurig." Capt. Tyson äußerte sich Folgendermaßen; „Capt. Hall war 15 Tage lang krank; An fangs rührte ihn dcr Schlag und dann verfiel er in's Delirium; als er starb, hatte er das Bewußtsein verloren. Er wurde am 11. No vember begraben. Sein Grab befindet sich !>VO Fuß S.-S.-W. von dem Observatorium an der Polaris-Bai. Auf dem Grabe wurde ein Brett befestigt, aus dem der Name, Rang und daSAlter bcsTodtcu eingeschnitten waren. Alle Perwren am Bold mit Ausnahme dcS Kochs wohnten dcr Beerb gung bei. Es war ein düsterer, laltcr unsreukdlichcr Tag, der Wind heulte und die Menschen weinten. Alte! Mairosen, deren Gesichter die Tropensonne ' gebräunt und deren Glieder durch die Kalle 5 der Polargkgend gestählt, weinten laut. Hapt. ' Hall wulde allgemein geliebt, seine Tod trat gerade zu einer Zeit ein, a!S das Unternehmen Erfolg veifprach, e« war ein unersetzlicher Beilust sür die Expedition. Ais das Leichen " gesolge a«f Schiff zurückgekehrt war, herfchtc düsteres Schweigen." ' ESlimo-Joe sagl, daß einige von den Ge retteten und mehrere von den auf dem Schiff Zuiückgebliebevcn beständig im Streit lagen. sagte ihm, als er krank war, daß ihm Jemand etwas Schlimmes eingegeben habe. Sein Hals war geschwollen und der Kranke

. konnte nicht trinken. Capt. Buddingion kiim 'ncite sich nicht um ihn. Buddingt-«'bab? das Aufbrechen des Ei ses ettie ga rit lang pgrans gewußt und wenn er >i<lÄvjchL hätte, Tyson uud seine Gefährien bti sich am Bord zu haben, fo hätte , cr ihnen leicht die Sache in folcher Weise klar machen können, daß sie sich nicht wieder auf da? Eis gewagt haben würden. Aber den Leuten aus dem Eiie wurde von dem Schiffe nicht tie geringste Andeutung gegeben. Das Schiff wurde nicht so schnell foitgctrieben, daß man die Leute nicht hätte retten können. Tyson sagt: „Ich hätte in lener Nacht an Bord gelangen können, doch ich wollte die Lcule auf dem Elfe nicht im Stich lassen, meine Pflicht gebot mir, zu bleiben. Ich glau be, daß ich noch am folgenden Tag dasLchlff hätte erreichen können." Capl. Tyiou glaubt, doß die Animosität zwifchen Capt. Hall und Eapt. Buddington und seinen Anhängern daraus entsprang, daß Capt. Hall wünschte, soweit, als möglich, gegen Norden vorzudringen, während Capt. Buddingion, entweder aus Frucht, oder aus audercii Ursachen, bestimmte, daß diescs uicht ges deben diir'e. Nach dem Tode dcS Capt. Hall waren die Meisten sür weileres Vordringen gegen Nor den uud Tyion srgt, daß sich Buddington mehrmals ausdlücklc, er sei entschlolien, ihn uns lenie Anhänger „bei der erneu beuen Ee legeuheit aus den Weg zur Hölle >u schicken." Buddingion fei ein groger Schurke und habe sie jeecnsallS absichilich dem Verderben preis gegeben. Myers wird von Capt. Tywn als ein cmr zisct er und in icruem Fachc tüchii.zer Mann 'gcschilder', aber dcr selbe je, sich nicht genügend klar üvec die Situation u. die Zeit der Tren nung vom Schiffe, um irgend cire Ansicht darüb r bilden zu töuncu. Die Dcuiichen hätten nach dem Tode des Capt. Hall aus dem Schiffe geherricht, weder Ordnung noch System sei unter den Leuten am Bord gewesen, Jeder habe gethan, was cr gewolll Härte. Bissel uud Bryant hätten gewünscht, so wen, als möglich, nördlich zu steuern. Myers habe sehr fleißig gearbeitet, aber alle feine Notizen verloren. Aus!!Lasi,tnglsn. Washingto li. 21. Mai. Der triite Aisist.-Generolvostmeister hat einen tabcllari. schen Gericht über die den verschiedenen De paricmenls in dem am 3». September 1873 eiidendkn Quartale zn lieiernden Vriesmarlcn ausqesiclll. Darnach erhalt die Exekutive für Sl',o; dasTtaalS»Departement sür K 20.749.- 70; las Schatzamt sür KMV.VW; das De varleinent des Innern sür S4g,3Kl; das Kriegsm'nisterium sür K 16.443; das Marine« mimsleuum für K 3503; das Agricnltur-De portement sür KKS3O; das luslizdepartement sür 53750; das General-Postamt für 541,- 710. Zniammen K 347.208.70. Ticscs filld jevoch nlir die Marken für die von Washing ton abgehenden Briese. Man beabslchligl. für diese „Dienstsalien" lünstig eine eigene Marke za gebrauchen. Im Ganzen wird der von der Regierung consumirte Markeniverth auf 58.933,850 veranschlagt. Hr. Maurice Delfosse. welcher die belgi sche Regierung seit einer Reihe von Jahren hier vertreten hat, überreichre beute seine Cre dltive als „Minister Plenivotenliani " bei welcher Gelegenheit die üblichen Phrasen ge wechselt und gedrechselt wurden. Der Geldmarkt. N e w-N o r k, 21. Mai. Geld genügen» zu 7-S. Äechiel flau zn S. Gold niedriger schloß zu 1175-1174. Obligat, fester. Sechser I2lt, 'K2er lIS. Alnen schlössen fest; New - S)ork-Central zu Erie Lake-Shore Jll. - Central 115, Pilts burg 87. Norih - Western 77, Prioritäten 845. Rock-JSland 108 i. Biianz des Unterschatzamte?: k 42,205 256 in Eold und K 25,331,452 in Courant. SZerinnckte Vepescyen aus New 'Zjork. New-York, 21. Mai. - Der Dpfr. „California" ist von Glasgow hier einge troffen. Die Hartgeld-Ausfuhr betrug heute »270.000. Die Regierung kautte h-iite für K50y,000 5.20 er Obligationen zu 115.89-115.99. Das große deutsche Schüvensest imlahre IBKB halte bekanntlich ein Defizit von Slo,- 000. Die Creditoren verklagten die beiden Leiier des Festes, Gen. Sigel und Capt. Ger des. das Äppellationsgericht hat jedoch zu Gunsten der Beklagten entschieden. Lcr Dampfer „Bremen" ist v«n Bremen hier eingetroffen. D«S soziale Uebel in «St. LouiS. St. Louis, 21. Mai. Eine von na hezu 1000 Frauen dieser Stadt unterzeichnete Petllion wnrke gestern Abend bel'm Stadt ialhe eingeleicht und dem Sanitäis-Comile überwiese». In derselben wird darum nachge sucht, die Regulirnng des sozialen Uebels auf zuheben. Dse »Versammlung teriycuverneure. A t lanta, Go.. 21. Mai.— Gouverneur Hendriks kam gestern Abend hier an. Die Convention trat heute in Sitzung. Eine län» gere Debatte erhob sich über die Canalfrage. Gouv. Hcnducks wurde enthusiastisch em pfangen. In dcr heutigen Sitzung der Convention wurde beschlossen, die Uiitelstutzulig de» Con grefses für diel große Wvsser-Rouien nach dem atlantischen Ocean zu fordern. Die Con vention veitag'e nck «ine -Zie.^ Von New-vrl«anS. New-Orleans, 21. Mai.—Boman, ein Ausländer, dessen Wofsenladen am 5. Mär; von einem Mob verstört wurde, hat die Stadt um »31,000 Schadenersatz verklagt. Richter Durrelt bat entschieden, daß die Sladt keine Polizei unter Controle hatte und deshalb nicht verantwortlich sei. Schiefiaffäire in einer Spielbölle. Pirg i n i a-C it y. Rev., 20. »lltai. — In Lida Valley, Lander Countq, Nev., kam es am 12. d. M. in einer Spielhölle zum Neoolvergriff. George Childs, ein notori scher Desperado, schoß zwei unschuldige Zu fchauer todt, wuide aber svsort von einem an deren Manne gleickialls niedergeschossen. Der Krtrq qegen die Modocs. San Franzisco, 20. Mai. Aus Ersuchen des Gonv.Booth haben sich verschie dene Bürger von ?)reka mit dem Gen. Scho sield in's Einvernehmen gesetzt, nm eineCom pagnie Scharfschützen lind Kundschafler zur Bekämpfung der Modocs zu orgamsiren und das L.be» und Eigenthum der Ansiedler an d.-r nördlichen Grenze de? Staates zu schützen. Gen. Schofield hat den Borschlag günstig Heute erhielt Gouverneur Booth ein Schrei ben von Gen. Schosteld, in welchem derselbe benachrichtigt wurde, daß eine Freiwilligen- Cvmpagule von fünfzig Mann unter der Be dingung, doß sie sich Waffen Md Munition stellen müßte und nur Rationen nhalten sollte, acccptirt werden würde. Die Com pagnie wird gebildet werden. San FranziSco, 21. Mai. Die neuesten Depeschen melden, oaß die Modocs noch immer in der Richtung der Pitt-River. Indianer z-ehen. Man hat Beweise, daß die Modocs und die Pilt-River-Jndianer in be ständiger Verbindung waren. Man glaubt, daß sich die Letzteren jetzt bei Capt. Jack be finden. Die Piutes Häven ihre Reserve ver. lassen, 25 wurden im Suprise-Valley gesehen. Es wird berichtet, dag kürzlich bedeutende Wassenvorräthe an die Pilt-River-Jndianer verkauft worden sind. San Franzisco, 21. Mai. Eine Depesche meldet, daß die Modocs die Lava felj-n zwei Tage nach dem Angrifse aus Capt. Ja6soi>'s Truppen verließen. Ihr letzter Zufluchtsort ist geräumt. Capt. Jack zieht nach derßeserve der Pitt-River-Jndianer; die Movocs werden von LonaldMcÄay's India nern und von Perry's und Hasbrouck's Sol daten verfolgt. ES wird berichtet, daß unter den Wilden Slreiligknieit ausgebrochen sind; j der In dianer sollen erklärt haben, daß sie nicht mehr kämp'en wollen. Die Besetzung dcr Lavafelseii durch Bun destruppen ist vor der Hand nutzlos. Ein Courier würde in dcr Nähe von Ban Bremers-Range erschossen. Eine anse:e Depesche meldet, daß sich die Modocs über das Land zerstreut haben. Am Nontag kam es amAnielope-Creek zum Gesechl. Hasbrouck iraf mit den Modocs zu sammen und dieselben wurden in das Gehölz zurücktrieben. Fünf Modocs sind gefallen, 10 Sg'ia'vs Mit ihren Kindern wurdest gefan gen genommen. Der Bericht meldet nicht, wie Bleie von den BnndeStruppen gefallen sind. Scdou wieder ein tZorrespondent teS „Herald" auf <suba verhaftet. Havanna, 20. Mal. Hr. Price, der hiesige Coriespondent des „R.-?). Herald" wurde heute Morgen 5 Uhr veihasiel und nach dem Fort Cabaäa geschickt. Es darf Nie > mand mit ihm sprechen. Die gegen vor- liegenden Anklagen sind unbekannt. Brände. Philadelphia, 20.Mai.—DieBaum i wollipinnerei in. Glenn-Ridole, Delaware : Connits, brannte gestern ab. Verlust tz 30,000. : Versicherung i-5,000. c Niagara-Falls, N.-N-, 20. Mai,— 112 Das hiesige Lokomotiven- uud Wagenhau« der „New Dorker Eentralbohn" wurde in der verflossenen"Nacht ei» Raub der Flammen. Der entstandene Schaden wird auf SIVV ovv geschätzt. Man glaubt, das Feuer sei ange legt worden. Lvkatberickte au» STashinqton. Was h i ilg t 0 n, 21. Mai. Ungeachtet des kalten und unangenehmen Wetter's Halle sich gestern dennoch eine große Anzahl fröhli cher Menschen im Ä-chützenparle versammelt, um an den Freuden des MalseüeS Theil zu nehmen. Am Abend war der Park brillant illuminirt und im Tanzjaalc herrschte bis nach Mitternacht das regste Leben. Um j9 Uhr Abends ließ man sich bei eiriemßanquelt nieder und brachte mehrere Toaste aus, die in passender Weise beantwortet wurden. Von Gouverneur Cooke und Baron von Schlözer wurden Schreiben verlesen, in welchen beide Herren ihrßedauern darüber aussprachen, daß sie verhlnderl seien, dem Feste beizuwohnen. Das Fest wi" deule Abend sein Ende eirei chen. «chießpreise erhielten folgende Herren: Mit Auslegen —R. Heunfch, G. Waßmann, W. Fcndner, Z. Livvold, A. Koch, L. Beyer, Chr. Ruppert, Ch. Zander, Eh. Ebel und G. Bauer. Fieies Handfchießen —R. Heunsch, W. Fcndner, L. Beyer und I. Beckerschmidt. Kegekpreise erhielteu nachstehende Herren: H. Grovermanil, N. Travers, Gen. L. Blumenberg von Baltimore, A. Jung, S. Wolf und H. Elbring von Baltimore. Capt. Chas. Ganter hat die Nachricht erhalten, daß eine feiner Tanten im Alter von 90 Zähren gestorben ist, die ihm ein bedeulen des Velmögen hinterlassen hat. Hr. Ganter wird infolge Dessen imZuli nach Deutschland abreisen. Hr. Adolph Cluß hat am Montag dem Hrn. W.W.Ragleii vom „National-Theater" einen Brief geichrieben, in welchem er densel ben anweij't, die Mauern de« allen Theaters, welche als unnchcr betrachtet werden, nieder reißen zu lassen. Hr. Plowman hat Befehl erhalten, dieMaueru sofort zu entfernen. So bald die Versicherungs-Angelegenhelt geordnet ist, wird mit dem Bau des neuen Theaters begonnen werden. Das Todesurtheil des Mörders Wright ist am Monlag in der Office des Kanzlisten des Diilrikls-Obergerichtcs ausgestellt und nachdem dasselbe amtlich beglaubigt worden war, dem Wardein Crocker im Gefängnisse zugestellt worden. Das Urtheil soll am 30. Mai vollstreckt werden. Der Generator in der Sodawasser- Fabrik von Palmer Sc Green in Geoigetown zersprang am Montag mit einem furchtbaren Getöse. Obgleich mehrere Personen im Ge bäude beschäftigt waren, wurde doch Niemand erheblich verletzt. Während Hr.Adamßitter gestern Abend um ill Uhr an der Pennsylvania-Avenue sland und einem vorbeimarschirendcn Zuge zuschaute, crhieit er von einem Farbigen einen heftigen Schlag in's Gesicht. Während er noch vom Schlage betäubt war, ergriff der Neger Hrn. Ritter's Hut und eilte mit dem feldeu davon. Nachdem der Hochw'ste Erzbischof Bay ley gestern in der St.Martinskirche 75 Kinder gesinnt hatte, besuchte er das unter dcr Lei tung der „Kleinen Armenschwestern" stehende „Haus der Betagten." Die Gemahlin des bekannten Bauüber nehmers Hrn. G. Reitze starb gestern Abend plötzlich tam Schlage. Mad. Neitze, welche im 49. Lebensjahre stand, hinterläßt sieben Kinder. Gestern Abend um Hl 2 Uhr gerieth ein dem Hru. Carusi gehörendes Haus an der C> Straße in Braud. Die Flammen wurden mit Hülse der Feuerwehr schnell erstickt. Der angerichtete schaden beläuft sich auf S2OO. Vermischte Berichte. Ein Erfinder in seiner Glorie.— Am Dienstag Nachmittag stürzte sich ein jun ger Mann aus einem Fenster des fünften Stockwerks des „Prescott-Houfe," New-Uork, kam aber nicht mit zerschmettertem Körper auf dem Pflaster derSpringstr. an,sondern sank,ge müthlich eine Cigarre rauchend, langsam her ab, bis er den festen Boden des Troitoirs un ter feinen Füßen fühlte. Er hatte sich nämlich einen starken Ledergürtel um die Hüften ge schnallt, an welchem ein antomalischer Feuer rettungs-Apparal in Form eines Bandmaa ßes in rundem Gehäuse befestigt war. Das selbe enthielt ein starkesMessiiizband, welches, während er vom Fenster herabsank, sich all mälig aus dem Innern des Apparats ab wickelte. Was man nicht Alles thut, um einer patentirlen Erfindung geschäftlichen Er. solg zu verschaffen! Am 17. Juni sind es 200 Jahre, daß der M i s s i s j l p p j-F l u ß, der Valer dcr Slrö' me, von Marqueile und Loliet entdeckt wurde, und man macht an seinen Ufern Vorbereitun gen zu einem Lenkmal, welches die Verdienste der beiden kühnen Forscher der Nachwelt über mitteln soll. Von Richmond, Va, wird gemeldet, daß die Sekundanten undAerzte des neulichen Duells nach ime vor in Haft sind und der En tschluß obzuwalten scheint, mit Strenge gegen die Gcsetzesübertreter vorzugehen. McCarihy liegt noch schwer erkrankt darnieder; je>n rech tes Bein ist total gelähmt. In Des Maines, lowa, entschied so eben das Ver. Staaten-Bezirksgericht, daß die Ausweisung von Administrationspapieren ge nügend sei, um die Zahlung einer Lebensver sicherungs-Police rechtskräftig zu machen. Der am 30. Apr,l mit Tode abgegangene Cardinal Billiet, Erzbischof von Cham. b?ly,war das älteste Mitglied dcS Cardinals- CoUegiums. Am 28. Februar 1783 geboren, wurde er am 27. April 1840 Erzbischof und am 27. September 1861 Cardinal. Die Zahl der Cardinäle beträgt jetzt nur noch 44. Was in Pentlsylvanien ver» raucht, verkaut und verschnupst wird. —Zn dem Staate Pennsylvanieii gibt es 975 große und kleine Cigarrenfabrilen, die zusammen jährlich etwas über fünf Millio nen, zweima'hunderttausendGlimmstenzel lie fern; ferner 36 Kau-, Rauch- und Schnupf tabacksfabriken, deren jährlicheFabrikate einen Werth von achtmal hundert und vieruudfüns zig lausend Dollar» repräsentiren. Europäische Berichte —Bor demMilliardenfegen wird sogar einem so eifrigen Lobredner der res pei-act-re, wie Hrn. Ludwig Bamberger, ernstlich banax. In ernem Aufsätze von ihm, den die „preußischen Jahrbücher" bringen, wird die ernstliche Be sorguiß ausgesprochen, daß die rasche Abwick lung der französischen Kriegsentschädigung ein »»irthschaftlicher Fehler fei, dcr sich mehr amGläublger als amschuldner rächen werde. Er hält es sür die Aufgabe umsichtiger Fi nanzwirthschast, alleOperalioneii so zu leiten, daß der Verkehr möglichst wenig aus seinen Bahnen gelenki werde und bemerkt dann wört lich: „Oder hätten wir uns gar von einem Trugvild äffen lassen, indem wir uns eine Leistung von 5 Milliarden ausbedangen? Die Antwort lautet auf ja und nein, je nach der Art, wie wir den Eingang und die Verwen dung unserer Forderung betreiben. Wollen wir dies in kürzerer Zeit bewirken, als in der, welche gestattet, die Schaffung neuer Werthe im Julaude und die Herbeifürirung entbehr licher vom Ausland: zu vollführen, fo wer den wir nicht« hervorrufen, als unnatürliche Vermehrung unserer Umlaufsmittel, unna türliche Anstachelung des Unternehmungs geistes, raillose Lohn- und Preissieigerung und eine verderbliche Ableitung unserer Ar beitSlräste ju Thätigkeiten, die minder pro duktiv sind, als die briher in ruhiger Weise ausgesuchlin. Bereits empfindet der Steuer zahler, dem correkter Weise die süns Milliar den an Minderbelasturig zum Bewußtsein kommen sollten, eine sehr geringe Wirkung. Ein großer Theil der Steuerausgaben, die wir ausßrund unserer neueußereichcrung machen, geht in zwar nützlichen, aber minder produk tiven Bejchästigungen als bisher aus. Tau sende von Händen werden thätig sein Hei den Festungsbauteu und Waffensabriken, um die reichlichen MittelalsArbeitslohn zu empsam gen, welche wir aus den Kriegsgeldern zu solchen Zwecken bestimmen. Der übertrieben »nglfeuerte Unternehmungsgeist der städtischen Mittelpunkte zieht die Arbeiter herbei, wirkt hier vertheuernd aus die Wohnungen, aus dem Lande erschwerend aus den Ackerbau. Diesel ben Hände, müsse» wir annehmen, waren bisher in einer Wiie beschäs'igt, dee unserem soliden HauShzlt besser entsprach. Und so i» du khat könnte ein Theil des empfangene» Veldes sich leicht in Kohlen verwandeln, wie eS in Spukgeschichten erzählt wird." Die „Strik s" dauern ununterbrochen fort. Am Westend bei Charlotlenbnrg haben, wie der „Kölnischen Ztg." ay« Berlin geschrie ben wird, fäPmjllchk Malsrer die Arbeit ein gestellt, weil sie bei verkürzter Arbeitszeit täg lich zwei Thaler verlangen, und zwar ein schließlich de» sogenannten blauen Montags. Von vteser Arbeitseinstellung stnd 26 Bauten ! betroffen. Ferner haben die Schustergefellen eine au« 3000 Perfonen bcsuchtcVeisammiung abgehalten und eiu'timmig folgenden Beschluß gefaßt: „Da die Verhandlungen mit den Mei stern icsultatlos geblieben sind, so wird die A rbeit bei allen denienigen Arbeitgebern, welche die Lohnerhöhuligsfordcrung nicht bewilligen, sofort eingekellt. Die Arbeilenden verpflichten sich, 15 Silbergroschen wöchentlichen Exirabei trag in die Strikekasse zu zahlen. Die unver heiratbeteu Cvllegen werden aufgefordert, io bald als möglich Berlin zu verlassen. Dieje nigen Arbeilgeber, welche di: gestellte Forde rung bewilligen, haben dies dem zu bildenden Strikecomite fchriftlich anzuzeigen." Wei ter heißt eS in dieserCorrespoildenz: „Das Her ausschrauben der Preise muß irgendwo seine Grenzen haben. Juwischc» könute man den Haiidarbeilern einen erhöhten Lohn gern gön nen, wenn sie ihn zur Verbesserung ihrer Lage anwendeten. Leider iit das nach dein, was mau hier vor Augen sieht und was aus allen Theilen Deutichland's berichtet wird, bei der Mehrzahl bis letzt nicht der Fall. Die Ar. beiiszeit ist verkürzt, aber dennoch werden viel fach zwei bis drei Tage in der Woche gefaul lcnzl, und der Mchrverdsenil wird l:i einem Wüllen Wirthöhausleben vergeudet. Wie jetzt die Tinge liegen, ist eS allerdings richtig, daß, wie im Herrenhause bemerkt wurde, un sere Handarbcilcr, die sogenannten untersten Klassen, nicht mehr diejenigen stnd, welche die meisten Entbehrungen zu erleiden haben. Die unleren Beamten und alle Dieienigen.die mit einem bcschränklenGchallc angestellt sind, sind viel übler daran. Es ist ja richtig, daß die Salzsteuer wie eine Kopssteuer wirkt und also auf den untersten Klassen am schwersten lallet, daher feit einem Menschenaller der Humaue Wunsch, die Salzüeucr zu befeiligeu. Ader iiiau kann doch schließlich nicht die Wuckt dcr Steuern hauptsächlich aus den Mittellafsen ruhen lassen wollen, und mancher heutige Ar beiter, der im Wirthshause zecht, würde ver ächtlich lachen, »venu man von ihm verlangte, er solle daukiiar sein für die väterliche Fürsorge der Regierung, die ihm an Salz>teuer jeden Monat fast einen Sibergroschen ersparen wolle, denn mehr macht die gan;e Sleuer pro Kopf nicht aus. So wird, glauben wir, nicht gerade Gefahr imLerzuge fein, wenn etwa die Aushebung dennoch nicht lii diesem Jahre zu Stande käme." Man schreibt ans Thüringen unter dem 2. Mai: „Die Behandlung der politischen Gefangenen im Zut-thause zu Waldhcim Hai seiner Zeit dem Königreich Sachsen und dessen Minister von Beult eiue nicht beneidensweriye Berühmtheit verschafft. Neuester Zeit geben wieder eigeulhitmliche Gerüchte über die Be- Handlung polrtncher Gefangener in den sächii schen Gefängnissen durch Thüringen und Sachsen. So erzählt man sich, und da» Ge rücht hat sckon seinen Weg in öffeniliche Blät ter gefunden, daß am 7. Apiit der Redakteur der in Schandau bei Dresden erscheinende» „Nemesis" aus dem Gefängnisse zu Zwickau einlassen worden sei, wo er eine 15-moratliche Haft wegen Preßvergehens zu verbüßen hatte. Er wurde in eine Sträflingskleidung gesteckl, das Haar ihm abgefchnitlen, er selbst zur Zwangsarbeit angehalten. Mittheilungen nach außen, soweit sie feine Behandlung im Gefängniß betrafen, wurden inhibirt. Man wlrfl dabei die Frage aus: Wie unlerscheidel sich denn Gefängniß von Zuchthausstrafe? Und ferner, wie verhält sich eine solche Straf- Vollstreckung zu tz 16 des deutschen Strafge setzbuchs, in weichem es heißt: Die znr Ge tängnißstra'e Vcrurtheilteu können in einer Gcfäiiguißavstall aus eine ihren Fähigkeilen und Verhältnissen angemessene Weise beschäs tigt werden; auf ihr Verlangen siud sie in dieser Weise zu beschäftigen." i^d^i Gerichtsverhandlungen. Tuck e «.Iträ» «u>de W. Araa?Tu>ter cknnapo« und 43 angeiryt. «relSgerichltiirlvaltimore.EounlY. T o w s ontow n. den 21. Mai. !Vor den Rickicrn Richard Plraso» und > u. Noab Crimiu»!. Gericht. (»»Dichter Gilinor.j St>ts?lni aeiin deantraqt Eu v e rio r Gericht. ^ <Lor^Ri^^^^ Vermischte Anzeigen. ZLekanntmachung für » Lirbhaber. ixe-Luio?r von !ttr. l—Nr. 7. llot)icl.V«.-L»lvcr, von Ztr. I bis S, in ticinen weialleuin iZSßchen von >i>tz Psund. XV«VIZ»X-vulvkr. von Nr. 1 bis 4, ' «ZkiXVKK Klk-I.L- Pulv.r, iSröße y.» S., A,>. G. und in^Mclall- De WirtTurck, Lgcnt, Nr. IzS, Weit - !tjra!tjtrade, (Jan!!? 12Mte.sa?.'l T S > >i->- Nr. 112, Weft-Lombardstr., Valtunore, fransiisischcm und oinrril. Konten... maillirtc, farbige und bunte Scheibe», Uarde, Vel. «laser-Dtamautr» Wetilftu>ch«n,«»cdkajch-n u. !. w. ILpriitb.tl. Nummer 122. Neue Anzeigen. Uuion- Bank - C> elell > ch a 112 t der Stadt Baltimore. Bureau sNeynulds L 5 Savin): Nr. 21, Southstraße. Philip GoSir, Samuel Burii,. .5 A. Savin. ' A. S. MlcS, Achib.G.?) MiiSnadier S. W. Raymond in .„nor D"S auior iirte Capital isi tl'Xl.iiM in IS.OOii An luiigen r? si.r >!> nldv>i i.i>» !ung gcwaiiii. < > Dcttcn-Mticrlage Frey, Walpert K» Comp., i)ir. >l, Metern von deutschen lebendigen «änsen sort wabrend oorräldi». <M>>r»l2.lÄl> Elastische Schwamm- Matratzen, Polster, Kissen u. s. w., Nr. Nord-Howardftraße, Baltimore. Sauft Eure Möbrln virekt vom Fabrikanten «ad spart 2Z Prozent l <«».5.15.,) K Möbeln, Ladentische, (sonn- Nr. ZB, Nord - Howard-'Ecke d«> <Kebr?,lZNle7) Marioniirase. W!a.l.,l)lin d? 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