Newspaper of Der Deutsche Correspondent, May 22, 1873, Page 4

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated May 22, 1873 Page 4
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Der Teutsche Csrrcspoadtnt 2S. Stadt VlMimore. HoUolzan's Keständnisi. Das Gesländuiß de« Mörders Hollohan, welches wir gestern mittheilten, wacht «inen eigenlhümlicken Eindruck. Man sühlt förm lich heraus, dag darin Nichis gelogen oder überlneben ist, und der christliche Wunsch, seinen Verkühier und Mitverbrecher neben sich am Galgen zu sehen, erschein! erklärlich ge< nug. Wie »ns Holloha» die Sache darstellt, war Nicholson nicht nur der Hauptschuldige, sondern auch der Mörder. Und Der, dessen Tod gewiß ist, hat gewiß alle Ursache, zu fürchten, daß er vielleicht allein bestimmt sei, ein Veibrechen zu sübncn, denen schwerere Schuld auf dem Gewissen eines Anderen rndt, zumal in Awerika Geld und Einfluß Alles möglich machen. Ob nun der Fall Nicholson'« vor dem Hin richtungstage des Verurtheillen noch erledigt wird oder nicht, Hollohan lann sich deshalb ruhig hängen lassen, dem Verbrecher wird sein volles Recht weiden und er wi>d ihn sehr bald wiedersehen als Schatten in „ÄideS' dunkler Behausung." DaS gestrige Wetter. Tie bis ge stern Nachmittag Z 5 Übr ans dem Bureau des Signal Corps Depeschen belich teten heftigen Schneefall aus Virginia-City, starkes Regenwetter aus Lacrosse und leichten Regen aus Philadelphia, New-Aork, Lyuch durg, Oswego, sowie drohenden Himmel aus Denver, Burlington, Lt., Cleveland, New- London, Cap May und Bilksburg. Der Mis sissippi stieg bei St. Paul S, bei Bicksburg 1 Zoll, fiel jedoch bei Davenport I, bei Keokuk I, bei St. Louis 3 und bei New-Orleans 1 Zoll. Der Ohio fiel bei Pittsburg 2, bei Cincinnali 15, bei Louisoille 6 Zoll, beiCairo 2 Fun, während der Missouri bei Omaha 18 Zoll fiel. Der Thermometer stand in Baltimore aus 56, in Philadelphia auf 53, in New-Z)ork auf 52, in Boston aus ei, in Washington auf SK. in San Franzikco auf 62, ,n Norfolk auf 71, in Cap May auf 55, in Bussalo auf 64, in Chicago aus 59, in Key-West auf 86, in Cairo auf 81, in Duluth aui4B, in Ponland, Me., auf 51, in Portland, Oreg., auf 49, in Louisoille auf 79, in New-Orleans aus 80, in Detroit auk 77, in Omaha auf 75, in Memphis auf 76, in Pitisburg aus 71, in Cincinnali auf 78, in St. Louis auf 84, in Charleston auf 76, in Monlgomeiy aus 81, in Mobile auf 81, in Savanuah auf 78, in To ronto auf 61 und in Montreal auf 59 Grad. Wetteraus sich l e n —Südöstliche und nordöstliche Winde, Bewöllter Himmel un'' sion wird jetzt täglich bombardirt, um die städtische Jndoisiruiig der Obligationen zum Baue der „Valley-Bahn" gutzuheißen. Wie verlautet, soll ;etzt die „Wahrscheinlichkeit" vorhanden sein, dag 30 Prozent der Obliga tionen in Bälde das städtnche Jndossement erhallen. Tie Zögerung stützte sich bekannt lich bisher darauf, daß die Jnccrporaloren nicht die Subscriplionen beschafft halten, die ersorderlich sind, um den städtischen Beitrag slüisig zu machen. Hoffentlich sieht dasPubli. kum ein, daß diese Bahn-Unteistüyullgtii,^die Monopole zu Gute lommeu, eudlich aufhören müssen. Austritt der Bundessteuer-As sessoren. Am letzieu Pioutage, deu 19. ds. Mt«., traten laut congresfionellen Erlas se«, Passirt am 24. Dezember 1872, alle Re venue-Assessoren der Äcr. Staaten aus dem Amte und, wie anandernOrten, wurden auch hier diese Büreaus des Bundes-DiensteS ge schlossen. Im 2. Distrikte trat der Assessor Graham mit seinen Gehüiseu ab und Collek tor I. McJntyre übernahm die ganze Reve nue-Verwaltung, ernannte aber sofort einige der bisherigen GehüliS-Assessoren als Amts- Assistenten. Im S. Distrilte schied Collektor Smith au« und erhielt in dem bisherigen As sessor Proud einen Nachsolger. Wer seine GeHülsen sind, ist noch nicht bekannt; wahr scheinlich werden einige bisherige Gehülss- Assessoren die Glücklichen sein. Alle Steuern zc. sind in Zukunft in Stempeln, welche das Revenue-Amt ausgiebt, unter Eid zablbar und der Spitzeldienst dieser schwarze Fleck auf dem Wappenschild? der Republik hört auf. Selbstverständlich enthält das Gesetz ge eignete Vorschriften, um einen Mißbrauch des nunmehr in die Abgabenpsiichligen gesetzten Vertrauens zu verhüten. Mit der sanitätlichen Besichti gung aller Keller, Höfe und sonstiger Lokali täten soll die Polizei laulßesehls ihrerObereu heute beginnen. Wir theilten bereits mit, daß der I.Raths zweig mit 11 gegen 8 Stimmen die Beiord nung passirt hat, welche vorschreibt, daß die Obligationen der projektirten „Mary!an der Cent ral-B ahn" (durch Haiford-Co. nach dem Susquehauna und schließlich nach Philadelphia) b>« zum Betrage von SKOO.OOO von der Stadt indossirt werden sollen. Schon früher wurde eine ähnlicheLerordnung Passirt, aber später widerrufen. Die neue Verord nung, welche zunächst noch der Genehmigung des zweiten Rathszweiges und der Unier. Schrift des Mayors bedarf, tritt nicht eher in Kraft, bis das Volk der Stadl darüber abgestimmt hat. Diese Abstimmung soll im Juni stattfinden. Wir haben schon wie- Verholt die Verichleuderunz der städtischen Gelder für Eisenbahn. Bauten mißlingt und sehen im vorliegenden Falle keinen Grund, unsere Meinung zu ändern, so lange die Verordnung nicht bessere Garaniie'n für die Zurückcrstaltung des Geltes einhält, als in der vom ersten Zweige genehmigten Ordonnanz einhalten sind. Tie Steuer zahler haben färEisenbahn- und Canalbauten genug geblutet und es i 6 endlich Zeil, daß diesem bösen Spiele ein Ende gemacht werde. Einwanderung. —Der deulscbe Drei master „Sirius" suhr gestern, mit 200 Ein wanderern von Bremen am Bord, an der Festung Monroe, Va., vorbei und dürste heule Abend in unserem Hasen einlaufen. Gestern und vorgeslern kamen wiederholt große Transporte von Einwanderern, i»e in New-Zork landeten, hier an, um per „Baltixiore-Ohio-Bahn" nach dem Westen vesördcrl zu werden. Grundstück S-V erkäufe. DicHH. F. W. Bennett Sc Comp, versteigerten Dien »ag Niiltag aus der Bö ie im Aufirage des Eurator« Robert G. Kcene dieSiuNnfelß'sche Bäckerei auf derSüdwesi-Ecle der Fayetre- u. Spnngstr., deien Grundstück 16 Fuß breit u. «4 Fug lang u. mit einem dieislöciigen ziegel- Ilelncinen Wohnhauk u. cinemHiurelgebäude debaut ist, um K 4600 an Frau Margarethe Sturmfelß; ferner ein 16 bei 80 Fuß große» Grundiiücl aus der Südseite der Biddle-, sud- Uch von Annstraße, woraus ein dreistöckiges ziegelfteinernes Wohnhaus steht, um KSOO tei «48 Jahres Wruntzins an Carl Weber; sodann neun Grundstücke daneben, jedeS 14 Kuß breii, 80 Fuß laug, ähnlich bebaut, wie tidiges, und mit »35 Grundzins behaslet, sämmtlich an Harl Weber. welcher zwei um »750, sechs um <7OO und eines um »t!7S er stand. Dieselben Auktionatoren veisubhasürten vorgeucrn Nachmiitog an Orr und Stelle da- Grundstück Nr. 280. Maöijon-, zwischen P»cnou-und Hofimau»lüße, wozu eui drei, z:eg« lstcineii.es Wohnhaus und cm H'rtergebände gehören, um <ll/00 bei <175 Jahres-Grundzins an I lm A. Grinilh. Von Staunton, Va., wird gemeldet, daß man dort dem Hcn. Jobn« Hopkins in Anerkennung seiner Bestrebungen zur Förde rung des Baues der „Vaüey.'Eisenlahu" ein Denkmal errichten will. Kirchliches, Heute findet in der St Michaels - Kirche, Ecke der Lombard- und Wolsstraße, die erste Communion dcr Kinder statt. Sonntage besucht der Erzbischof die St.Michaels-Kirche und wird da» Sakra ment der Firmung austheilen. Die verschie denen Gesellschaften der Gemeinde werden den Prälaten von der Pfarrwohnung nach der Kirche begleiten und der Erzbischof die Hoch messe lesen, nachdem er zuvor um 10 Uhr die prachtvolle Statue des h. Michael eingeweiht hat, welche in Zukunft eine der Nischen an der Kirchensronte ausfüllen wird. Die Statue ist das Geschenk eines Gemeindemitgliedes, des Hrn. Josevh Tewes, und von ihm allei» beschafft worden. Das„Kolping-Casino" feierte amSonn« tage in der St. Jakobus-Kirche sein Stif tungsfest. Die l 8. General.Versammlung des „C en t r a l - Ver e i nS." Dieselbe findet bekanntlich in diesem Jahre in Detroit, Mich., statt. Die Vorbereitungen zu zahl reicher Beschickung von hier sind in vollem Gange und solche, oie sich noch betheiligen wollen, haben sich baldmöglichst bei Capt. C. Bilter, Nr. 46, S.-Washingtonstr., zu mel den. Die hiesigen Theilnehmer gehen am 29.Mai von hier ab, während derErössnungS tag der Versammlungen auf Pfingstlonntag, 1. Juni, anberaumt ist. Eine nese deutsche Kirche in Canton.— Die „Kalh. Volksztg." theilt mit, daß jetzt der Bau einer neuen deutschen katholischen Kirche in Canton sich seiner Ver wirklichung naht. Das Blatt erfährt aus sicherer Quelle, daß bereits das hierfür be stimmte Grundstück gesicherl und zwar auf der schönsten und höchstgelegensten Stelle in jenem stadtlheile, genannt Highlandtown, in der Nähe de« ehemaligen Forts Marihall. Von dort ist eine prächtige Aussteht auf den Hasen und die Ba>, sowie über die ganze Sladt ge boien und hätte ein schönererßauplatz sür eine Kirche sicherlich nicht gewählt werden können. Der Hochw. ?, Rektor Zimmer wir» so bald als lhuulich deu Bau der Kirche beginnen, und steht in Kurzem die Grundsteinlegung ii> Aussicht.— Ferner bemerkt das Blatl: „Rek torZlmmer hat für diesen Sommer alle Hände vollauf zu thun, da außer diesem Kirchenbau auch an der St. Michaels Kirche ausgedehnte Verbesserungen in Angriff genommen w.rden sollen." Die „Gesellschaft der Rechts gleichheit" vorgestern Abend eine Versammlung. Man sireute sich gegenteilig. üver seine '«eslreßüttgen zu Gunsten der Rechisgleichheit der Neger, pan'irte aber einen Tadelsveschluß gegen die Temperenzler, welche bei der neuli chen Staats - Convention die gekommenen weiblichen Delegaten der Gesellschaft en teile behandelt hätten. Schließlich wurde zur Geldunterstützung sür Susan B. Anthony aufgefordert, die zur Zeit in einem New Yor ker Gerichte wegen Ausübung des Stimm rechtes angeklagt und entschlossen sei, die Sa che bis vor das höchsteTribunal der Ver. Staa ten zu bringen. L. C. Dundore und E. Har ris wurden als ermächtigt erklärt, Beiträge entgegenzunehmen. Die Maryländer Classis der Reformirten Kirche tagt zur Zeit in BoonSboro', Md. Ihre Sitzungen begannen dort Montag Morgen. Den Vorsitz führt der Ehrw. W. E. Eremer. Der Aelteste Joh. Rodenmayer, Schatzmeister, zeigte an, daß der Missionssond ein Defizit von 51745.87 auf. weise. Die Versetzung des Ehrw. H. L. Grandlienard von Baltimore nach New-Aork wurde angezeigt.—Die Geschäfte bezogen sich fast ausschließlich aus die inneren Angelegen heiten der Kirche.—Am Dienstage wurde Hr. Rodenmayer als Schatzmeister wieder erwählt und die Ehrw. HH. J.S.Kiesfer vonHagers town, S. S. Miller von Jcsserson, I. C. Ereamer von Westminster und Dr. D. Gans von Baltimore wurden als MisstonS-Comite der vier Distrikte der ClassiS ernannt. Fer ner winde mitgetheilt, daß die Clajüs zur Zeit «448 Mitglieder, 24 Prediger und 47 Ge meinten zählt. Zu dieser Classis gehören auch die hiesigen deutschen reforanrleriGemein den, die selbstverständlich in Boonsboro' ver treten sind. Als nächster Zusammenkunfts ort der Claisis wurde Westminster, Carroll- Co., bestimmt. Die General-Assembl y der Pres byterianer, welche in der Kirche Ecke von Saratoga- und Libertystraße tagt, war ge stern, netz des schlechten Wetters, zahlreich besucht. Als nächster SitzungSort der Con vention wurde St. Louis bestimmt. Es wur de beschlossen, am Montage eine Visite in Annapolis und am Dienstage in Washington zu mache». In Annapolis werde Gouver neur Whyte, in Washington Präsident Grant die Ga,te empfangen. (Nach Pafsirung de» letzten Beschlusses ging eine Depesche Grant'» ein, worin er aus heute die ConventionSglie ! der nach Waihingion emlud, demzufolge der Beschluß dahin verändert würd: und dieMit glicder der Convention heute nach der Bunde«- Hauptstadt reisen werden.) In der Besörde rung hat die Eisenbahn den Passagierprei» ermäßigt. Heute Abend gtbt Wwe. I. Brown den Fremden zn Ehren in „Leh manil'S Halle," N.-Howardstraße, ein große« Fest. Verschiedene Anträge, eine Wiedercr wägung des Beschlusses zur kirchlichen Feier des 100-jährigen Geburlstages der Republik zu erzielen, sielen durch. —Ein Beschluß, die Cause der Katholiken nnd anderer nicht.evan gelischer Kirchengeuieinschaftcn nicht anzuer kennen, wurde getafelt. Im letzten Jahre beschäftigte die Kirche 993 Missionaire, und Kircherischulden bis zum Betrage von »174,- 272 wurden getilgt. Die Arbeiten zurWie deroereinigung der nördlichen uud südlichen Mitglieder der Kirche machen gute Fortschritte und alle früher passirten, die Südlichen be leidigenden Beschlüsse sind gestern sür null u. nichtig erklärt worden. Als Andenken an die früher von ihm verwaltete Diözese Newark habe« die Priester der Letzteren in Pari« ein werthvolle» Kreuz anfertigen lassen, da« nächsten« dem hiesigen Erzbischofe überreicht werden soll. Da« zwcile Jahressest de« "Aä.lne driitw (Hospital für Trunkenbolde) findet am Sonnabende in "II»rIem (Ailmor-, nahe Franklinstraße, statt. Gouv. Whyte, Mayor Vansani, der Stadirath und andere hervorragende Personen werden daran theilnehmen und die Feier ohne Zweifel allge meines Interesse erregen, "üarlsm I.oäxe" wurde vor 2 Jahren eröffnet, hatte aber bis her mit vielen Widerwärtigkeiten zu kämpfen, wovon der Geldmaugel in erster Reihe stand. Da« Direktorium umfaßt eine.Reihe angese hener MilbUrger und die Aerzte.der Anstalt sind Dr. I. Parriih und Dr. A. P. Tren. chard. Die Aerzte haben mit vielem Fleiße sich dem Sludium der vielen krankhaften Er. scheinungen, wie sie bei Trunkenbolden her vorireien, unterzogen und ohne Zweifel wird uns die Samstagsfeier eine eingehende Schil deruiig dieser Forschungen, der Ursachen und Heilmethode, bringen. Es verdient, bemerkt zu werden, daß aus der Anstalt bereits meh rere Patienten gänzlich geheilt hervorgegangen sind. Eine interessante Versammlung fand vorgestern Abend in der siebenten Bap tistcnkllcht, Ecke der Paca- und Saratogastr., statt. Hr. A. Füller Trane stellte den Ehrw. Dr. BurrowS von Richmond vor, der nicht nur zu Schenkungen sür das „Richmond- Holleg" aufforderte, sondern auch um Bei träge nachsuchte, damit dem Andenken Jener, die vor 100 Jahren für die Religionsfreiheit kämpsten, ein Denkmal errichtet werde. Für daSÄolleg seien bereits tzSOO,OOO da und noch »100,0V0 ersordcrlich. Im Laufe seiner Be merkunzen beanspruchte der Redner, daß die Bapiisten in den Ver. Staaten die ersten Kämpen für die Religionsfteiheit gewesen und Amerika das einzige Land der civilisirten Welt iei, wo der Staat von der Kirche ge trennt dastehe. Wohl stehe eS uns deshalb ;u, den Männern, die dieses gioße Ziel er kämpft, ein Denkmal zu errichten. Der Re ligionsfreiheit gewidmete Monumente sind ganz in Ordnung, besonders in gegenwärti ger Zeit, wo Fanatiker bestrebt sind, durch consiuutionelleu Erlaß dem Lande eineStaals- Religion aufzuhalsen. Die deutschen Demokraten der 5. Ward recsammclteii sich gestern rnHrn. Mi chael Krebs' Lokale, Nr. 10», Forrest Straße; Moritz Baswitz rief die Versammlung zur O'dnung und bemerkte, es stünden die Bor wählen der Caubidaten für Mayors-, riffs- und andere Aemter bevor, weshalb eS wunschenSwerth sei, dag sich ein deutscher de moliatticher Ward - Elub Behufs thätiger Theilnahme an der Wahlagitation consiiluire. Man schritt znr Erwählung definitiver Be amter; gewählt wurden Hr. Eart E. Treu liev zum Präsidenten, Hr. Heinrich Klaus meyer zum Vice Präsidenten, Hr. M. Bas witz zum Schriftführer und Hr. Heinrich Stern zum Kassirer. Hr. Treulieb dankte für die ihm erwiesene Ehre de« Vorsitzes und setzte die Zwecke der Olganisirung eines deutschen Elubs des Näheren auseinander, worauf sich die Versammlung vertagte. Der demokratische Verein der 11. Ward hielt vorgestern Abend in „Taylor's Halle" au derCeuire-, nahe Ealvcrtstraße, eine große und enthusiastische Versammlung ab. z;ür das laufende Jahr wurden folgende Be amten erwählt: P. P. Pendleton, Präsident; W. S. Anderson und A. I. Humer, Vice- Präsidenten; S. S. Mills, Sekretär; T. D. McFarlanv, Schatzmeister; Geo. McÄowan, Ser^cant-at-ArmS. Behandlung der B la tt er n k ran k e ii.-Dr. I. S. Conrad vom Marine- Hvipital hielt vorgestern Abend eine Vorle le>uug vor epidemiologischen Gesellschaft" über „Blatternkrankheit undJm- Psung." Zuerst beschrieb Dr. Conrad die verschiedene» Gestalten, in denen die Krank heit auftritt und beme»kte dann, daß dieSterb «ichkeit unter den Blatlernkrauken im Hospi tale lehr groß gewesen sei. wozu ohne Zweifel die Construktian des Letzleren nicht wenig bei getragen habe. Den Patienten, die er be handelte, bade er in den ersten Stadien der Krankheit leichte Diät, später stimulirende Speisen verordnet. Das Krankenzimmer ha be er stets kühl gehalten und sür gründlich; Ventilation gesorgt. Nachdem Dr. Conrad geendet, brachte nian ihm ein Dankesvolum dar. Hollohan. Ans dem Gefängnisse er fährt man, daß Hollohan gestern Morgen die größte Neugierde an den Tag legte, um das (auch gestern von uns mitgetheilte) Gesländ niß zu lesen. Er winde früh Morgen» mit mehreren Blättern versehen und äußerte wie derholt die Hoffnung, daß Nicholson gleich zeilig mit ihm gehängt werden möge. In zwischen besucht ihn bis dahin nurder Metho distenprediger Doll, obgleich er wiederholt mittheilte, daß seine Eltern katholisch waren, wenn auch das Ehebündniß mit seiner Frau von einem Metbodisteit-Geistlichen geschlossen wurde. Scheriss Kane beschweil sich darüber, daß er fortwährend von Leuten, darunler auch Frauenzimmer, bestürmt werde, um ihnenEr laubnißfcheine zum Besuche des Gefangenen zu geben. Selbsiverständlich werden Alle ab schlägig beschicken. Scheriss und Gefängniß- Behörde haben inzwischen noch keine näheren Bestimmungen im Betreff der Hinrichtung getroffen, doch verlautet jetzt, daß der Galgen in der Nordwest.Ecke der Jail dem bishe rigen Hinnchluugsplatze errichlet werden und somit die traurige Prozedur weilhi» ficht bar sein wird. Hoffentlich wird man schließ lich sich eine« Beisein besinnen und die Hin richtung hinter dem Jail-Gebäude, denAuzen der Masse entrückt, vornehmen. Im Gefängnisse haben Hollohan, Nichol son und Tucker drei neben einander liegende Zeilen, Nr. 17, 18 und 19, inue. Heute soll die Angelegenheit des Mörders N > cholsonim Appellgerichte zu Annapolis zur Vorlage kommen. Voraussichtlich wird das Gericht schon innerhalb weniger Tage entscheiden, ob Nicholson einen neuen Prozeß erhalten soll, oder nicht. In Anklagestand versetzt. Frau Elisabeth Werner und ihre gleichnami ge Tochter wurden gestern in fünf verschiede nen Fällen von der Giand-Jury in Anklage stand versetzt. Die erste Anklage lautet aus Diebstahl einer Zpitzen-Maniille. 55.37 werih, aus dem Laden von Joel Gutmann K Co., am 28. April 1873; die zweite auf Diebstahl von zwei silbernen Gabeln und eines silber nen Lössels, SIS werth, Eigenthum des Wm. B. MyerS, Nr. 8, Barnetlstcaße, 14. Mär; 1873; die dritte auf Diebstahl von sieben sei denen Tüchern, jedes 40 Cents wertb, Eigen thum von Hamilton Easter Co., 12. März 1873; die vierte aus Diebstahl vou zwei gol denen Halsketten, resp. 512.50 und 59.00 werth, Eigenthum van Simon Jauowitz, 12. Mai 1873, und die fünfte aus Diebstahl einer goldenen Opern-Kette, S4O werth, Eigenibnm von T. I. Brown K Sohn, 11. Sezember 1872. Eine Menge der im Hause der Frau Werner saisirten Sach-n liegen zur Jdentifi zirung imßüreau derGeheimpolizinen Smith, Pierson 6- West, West Fayette , nah- Calvert- Straße. Der Prozeß gegen den Farbi gen Levin Polmer. Man wird sich erinnern, daß am 3. August 1870 an der Phi ladelphia'er Road ein junges deuiiches Mäs. chen, Namens Marie >sengel, das in Gesell schast eine» alten Mannes, Namens Bickel, die Stadt verlassen hatte, um Brombeeren ,u pflücken, von zwei Negern überfallen und, nachdem man den Alten durch einen Schlag bewußtlos zu Boden gestreckt hatte, in ein nahes Gehölz geschleppt und von den beiden Teufeln geschändet wurde. Als Thäter wur den bald darauf Levin Palmer und Pritchard verhaftet und in's Gefängniß zu Towsown torvn abgeliefert. Dem Palmer gelang es, aus der Hast zu entkommen, während Pritchard prozessirt und am 29. September 1871 inTowsontown hingerichtet wurde. Aus dem Schassote erklärte Pritchard, noch ein sehr junger Bursche, daß der 30 Jahre alte Dalmer thu zu der That verleitet habe, er aber bereit sei, dafür mit dem Leben zu büßen. Palmer wurde nunmehr vor 4Monaten inTal bot Co. ergriffen, nach hier ausgeliefert und soll am Montage im Criminalgerichle prozes sirt werden. Kein sichtbarer Zeuge! Georg Burlon, »li»s Howard, da» leibhaftige Con terfei des „Onkel Tom," wurde Dienstag dem Criminaliichtcr aus die Anklage, der Negerin Sarah Clayton Kleider und Geld ausgeführt zu haben, vorgeführt. Auf die Frage, ob er schuldig oder unschuldig sei, aniwortete er: „nicht schuldig!" er sei prozeßbereit. Dann stellte der Aktuar die übliche Frage an ihn: „Habt Ihr Zeugen?" Den Arm gen Him mel gehoben, erwiederte er: „'liiemanoen, als den allmächtigen Gott!" Feieiliche Stille herrschte noch eine Zeit lang im Gcrichtssaale, nachdem die Anwesenden diese Worte ver nommen. In dem Entschädigung«- Pro zesse gegen die deutsche Brigg „Eichewelchen Heinrich Danne und an dern New-Zorker nnd Bostoner wegen Unter ganges der New Horker Brigg „Tempest" und Verlustes ihrer Fracht im Bundesbezirks.Ge richte angestrengt haben, wurden gestern die Plaidoyers fortgesetzt, und die Sitzung bis Sonnabend vertagt, wodann Hr. Wallis, ei ner der Anwälte, sich von seiner Unpäßlichkeit soweit erholt haben wird, um an der Argu menurung sich zu betheiligcn. Beherbergung eines desertir. ten Matrosen des norwegischen Drei masters „Bertha" so lautet die Anklage ge gen Peter Nelson und Anton Silva, wegen deren sie vor Richter Flaherty Untersuchu.igs- Cautiou stellen mußten. Die zweiteßrigade unserer Staats - Mi liz, vom Brigade-General R. H. Carr be fehligt, rückt heute Nachmittag zur Parade aus, und zwar das S. Regiment unter Oberst lenkins, das 1. Jnjantrrie-Bataillon unter Oberst-Lieutenant Peters und das 1. Caval lerie-Bataillon unter Major Harry Gilmor; vom Letzteren, das aus drei Compagnie'n be steht, nimmt nur die erste Compagnie unter Capt. August Kaschmeyer'« Commando an der Parade Theil, da die beiden anderen, von den Capitänen Otto und Rau befehligt, ihre neuen kleidsamen Uniformen noch nicht voll ständig erhalten haben. Die Colonne stellt sich in Tathedralstraße, der rechte Flügel an Franlinstraße gelehnt, um 4 Uhr auf und marschirt von da durch Franklin-, Park-, Madison-, Charles-, Ea ger», AiSquith-, Fayette-, Caroline-, Bank- Straße, Broadway und Howard- nach Lex ingionstraße, wo Gen. Carr die Revüe über sie abnimmt, worauf sie entlassen wird. Der Marsch wird ungesähr Ii Slunde dauern. Gestern plätscherte es wieder von früh bis spät darauf los und die FrühliugSsreuden wurden in Frühlingsleidcn, die Gossen in Bäche uud die Landspazierwege in Sümpfe verwandelt. Je weniger überhaupt die Poe ten den Frühling besingen, desto besser. E» scheint satt, daß die vielen schlechten Gedichte, womit man den „holden Jungen" willkom men hieß, den Frühling verscheucht haben. Ganz in Ordnung! Bekanntlich sind mehrere Personen, die an gewissen Orlen »m Eounty Baltimore nach der Weisung der Sanitätsbehörde Abtritisdünger ablagerten, diejerhalb von den Eounty-Bchörden belangt und zur Prozessirung dem Gerichte in Tow- fontown überwiesen worden. Die Saniiäts- Behörde wandle sich an den Stadt-Solicitor Ritchie, um die Angeklagien in Towsonrowu zu vertheidigen, dieser aber weigerte sich, dem Ersuchen Gehör zu geben, so lange er nich! durch besondern Rathsbeschluß dazu beauf tragt, resp, extra bezahlt werde. Vorgestern kam diese Angelegenheit im Stadtrathe zur Sprache und während unter den Räthen sich keineMeinungSverichledenhett darüber äußerle, daß die Stadl die Verpflichtung habe, die Nachtkärrner zu vertheidigen, war man jedoch im Betreff der vom Siadt-Advokaten ange strebten Extra-Zahlung sür diesen Dienst enl gegeagisetzlcr Meinung. Stadtrarh Seim mernle, e« sei Sache de« Mayor», sich der A ugeklagten anzunehmen; passtre der Raih den oon Hrn. Ritchie nachgesuchten Beschluß, so werde er Extra-Zahlung für seine Dienste for dern; die HH. Linthicum und Conn waren derjelbenMeinung; Ralh Orndorff wie« nach, daß es die Amtspflicht deSSladtanwaltes sei, die Angeklagten zu vertheidigen; Rath Grs ! Ford erllärte, daß die Stadt für die Handlnn gen der Nachtkärrner verantwortlich ser; Rath Ehlers war ebensalls gegen den Beschluß und machte die Aeußerung, daß viele Leute nur zu begierig seien, Aemter zu erlangen, um nachher sich zu weigern, de« ihnen obliegenden Pflichten ohne Extra-Vergütung nachzukom men. Schließlich wurde aus Antrag des Ra thes Seim die ganze Angelegenheit dem Ma yor überwiesen. Wider alles Erwarten bessert es sich mit dem Gehülss-Staalsanwalte Pink ney, und es ist die Aussicht vorhanden, daß er am Leben bleiben wird. DieepiscoPaleDiözesan-Eon vcntion trnl nächste Woche m der hiesigen Grace-Kirche zusammen. Die Bereinigung der Appellations-Regi strande des Sla d l g erl ch wird voraus sichtlich drei bis vier Wochen in Anspruch nehmen. Zum Besten der „Armen-Hülf«' Gesellschaft" sand vorgestern Abend im „Freimaurer-Tempel" die Aufführung von Mercadanre'S Oratorium: „Hie letzten sieben Worte des Erlösers" durch die unlängst hier von dem tüchtigen Gesanglehrer Barili gebil dete stall. Der Besuch war sehr mittelmäßig und die Auf führung in Anbetracht der vorhandenenKräkle das Orchester bestand aus einem Doppel- Quintett und einer Parlor Orgel passable. gestrige „Gazette" ergeht sich bei der Ge' legenheit in einer Betrachtung über deutsche und italienische Musik und bedauert, daß die Letztere hier in neuerer Zeit so sehr Vernich läsfigt werde: „Wenn es wahr ist, dag die dentsche Musik die edelste iS, s» ist sie doch nichi Alles. Es giebt zu viel Glorreiches in der alten ital. Schule für die Welt, als daß wir sie fallen lassen sollten." Schließlich hüpft dcr Referent auf die amerik. Neger- Bänkelfängerei über und bringt uns die cu riose Neuigkeit, daß die'e elhioptschen Me looie'n vielfach in Europa bewundert wür den. „Wir sollten un« bis zu gewissem Grade der Germanisirung und Jralienisirung unserer Jdee'n widersetzen, und dieses geschieht am Besten dadurch, daß wir die besten Sactic» Beider hören, während wir das Erscheinen unserer eignen Tonpoeten abwarten, die in vollkommenerer Weise uns zur Anschauung bringe» können." Wir wollen mil dem son derbaren Referate dcr „Gazette" nichl rechten und theilen einen Auszug desselben nur mir, um den Standpunkt der hiesigen „musikali schen Kritik" zu beleuchten. Indem wir in deß auf die vorgestrige Aufführung zurückkom men, glauben wir kaum, daß Mercadante'S Oratorium besonders geeignet war, die bessere Musik der italienischen Meister zur Würdi gung zn bringen, und demzufolge bei dieser Gelegenheit dcr Vergleich mit der deutschen Musik nicht am Platze war. Gerade den Mer zur Aufführung gebrachten Oratorium fehlt das Eigenthümlich-schöpferische; M. zeichnet sich in seilien meisten Werken durch eine seh lerhafte Nachbildung der Weise und Weisen Donizetti'S aus, während er in andcrn von Bellinl und Donizetli lvspirlrt ist und manch mal sogar nicht verschmäht, seine Arbeite» et was zu französiren. Dramatische Lebendig, keil, Zuschnitt und Colorit wollen wir ihm nicht avjprechen, aber als Muster der iialieui schen Musik steht er lange nicht in ersterßeihe, uud deshalb war auch die Wahl des Orato riums keine geeignete, um den Sinn sur ita lienische Musik auf's Neue zu w-cken, geschweige denn, eiuea nur einigermaßen gün stigen Vergleich mit den großen Werken deut scher Tondichter herauszuiordecn. Der „L i e d e r k r a n z" hielt gestern Abend zu Ehren der Damen, die während des ver slsssenen WinlerS in sämmtlichen Conzerien des PereinS so eifrig milgewirkt und »ch na menilich um die Aufführung des Ocaloriums „Paulus" in solch' hobem Grade verdient ge macht haben, einen Ball im großen Saale von Raine'S Halle ab. Selten haben wir e nem Balle beigewohni, de.' sröhliä'er und hei lerer verlies, als der gestrige. Alle Theilnehmrr ohne Ausnahme sich vortrefflich, und k in?: ging uubeftttdigl nach Hau,,.. Die Pausen zwischen den Tänzen wurden durch GesangsvortrLge ausgefüllt. Unter den Letz teren sind namertlich der gemi'chteCbor: „Ab schied von, Wald,," von Mendelssohn, das Quartett: „Der Tag des Herrn" (HH. Scho mann, Sckmldt, Steillmüller und Bitter) ' uud die Chöre: „Schön Rothicaul" und „Ti- Thräne" zu erwähnen. Gegen l 2 Uhr ließ man sich der einem von Capt. Heiderich herge richteten Souper, welches wahrhaft lukullisch ausgestaltet war, nieder. Nachdem man den schuaclhasten Speisen tapfer zugesprochen Halle, sprach Hr. Schomann den Damen sei nen Dank aus für ihre eifrige Mitwirkung in den Conzerlen während der vergangenen Saison. Später begann das Tanzen wieder ' von Neuem und dauerle bis 3 Uhr heuteMor l gen. Das des Balles bestand au» den HH. Dr. A. Wagr.er, W. > Böhm und C. Schmidt. Patente erhielten Dienstag vom Patent amle in Washington folg-mdeEtfinder: Franz Carl Likat in Baltimore auf eineuSicherheils haken für Poitemonnaies; Wilhelm H. Sei denstricker in HagerStorvn, Md., auf einen Apparat zur Anfertigung von Zuckerzeug; Eugen Hammoud in Cumberland, Md., auf eine Zapfenloch - Maschine; Henry C. Mar ' slon in Waihinglon, D. C., aus ein Siegel ° ichloß sür Käste»; Eldrige I. Smilb iuiLaih. inglo» aus eine Befestizungsstange sür Trep. > penteppiche; Edward I. F. Stolpe in Wash inglon, D. C., aus eine Knopsvefestigungs- Methode; Lida A. Tarring in Washington aus eine Buchttellage sür Pulte;Thoma«Hoge in Washington aus einen Gebläs-Regulator für Geiraite« Sonderungs-Äliaschinen; G. W. Casilear in Washingion aus eine Methode zum Graviren von Balikootten-Platten (zwei Palentt); Robert W. Coffee in BigSprings, Va., aus eine Radspeichen-üliaschrne; B. R. Duvall in Porlsmoulh, Va., aus einen Kühl apparal; Wm. W. Patierson in Crawsord- Spriligs, Wesl-Vcr., aus einen selbst »ch dek kenden Tisch. Die Guano-Fabrik auf Locust- Point.-Gegen die Guano-Fabrik der HH. G. Ober K Söhne auf Locust - Point wurden während der letzten Zeit wiederholt Klagen vorgebracht. Es hieß, daß die Gerü che, welche der Fabrik entsteigen, der Gesund heit der in der 'Nähe wohnenden Leute nach theiliz seien. Die Angelegenheit wurde schließ, lich vor den Stadiraih gebracht und Hr. Gif. Ford vom Sanitäls -> Comue erstattete vorge stein Abend, wie wir schon mittheilten, Be richt. Er sagte, daß man eine Untersuchung vorgenommen, aber Nichts gefunden habe, was der Gesundheit nachtdeilig und gesühr llch sei. Wollte man deranige Fabriken von Locust-Poinl emsernen, so sei Ballimore nichl länger als eine Handelsstadt zu betrachten. Er suchte demzusolge darun nach, da« Co mite von der weiteren Berathung zu entbin den. Anzcuommen. P ers on« l-No tiz. Hr. Bernard Gilpin, Associs der Firma Canby, Gilpin K Comp., reist heute Abend in Begleitung sei ner Äatlin uud seines Sohnes mil dem Ver. St.-Obsrsten Wheeler nach Colorado ab. wo sein Velter, Gouv. Wm. Gilpin, zwei Mil lionen Morgen besitzt. Diese wird Oberst Wheeler vermessen uno will man dann i» deu Markt bringe«. Gouv. Gilpin hat üuer sein Besitzthum eine Broschüre verfaßt, die zur

Zeit Lippincott K Comp, in Philadelphia in Perlag genommen haben. Folgende Strasurtheile verhängte g sterri Criminal-RichterGilmor: über W>llia Andeison wegen Einbruches in den Laden von Samuel Hunt K Sohn 25 Jahre; über Ja mes Munay, »li»s James Thomas, welcher Georg W. Horn einen Reck im Werthe von SIS gestohlen, IS Monate Zuchthaus; iibtr den Schwarzen John Johnson, etnenSchwind ler, 4 Mouate; über den Schwarzen Frank James, von welchem Alverda Masou gemiß handelt worden, SO Tage; über die Schwarze SarahAnowden, eineTchwindlerin, 60 Tage Gefängniß ; über Heinrich Reinhard, der sich an einem Kinde, Namens Adeline Ford, that lich vergriffen, S2O Strafe nebst Kosten. Dievitähle. Anna Church, von Ed ward Shcehan beichuldigt, ihm SW gestohlen zu haben, sah sich vor Richter Mitzel geführt, der sie aber nach kurzem Abhöre wieder ein ließ. John Doyle, der Plünderung von Jo- Hann Berger's Geldschublade in Nr. 335, Süd-Bondstraße, angeschuldigt, mußte ge stern nach einem Verhöre vor Richter Flaheriy Untersuchung« Eaution geben. Der in des Schwarzen Joseph Posey'S Besitze am Dienstage vorgesandeiic Roth schimmel hat sich als Eigenthum Gustav E. Hissett'S im dritten Wahlbezirke von Auue Arundel-Couuly, au« dessen Stall es ausge führt worden, herausgestellt. Gestern nahm Richter Hazerty mit Posey das Schlußverhör vor und lieg >hn Behufs der Abführung nach Annapolis zum Prozesse einstehen. Mißhandlungen und Thätlich- keile n.—Daniel Killmeyer, eines thällichen Angriffes aus Heinrich Müller beschuldigt, muszrcouf Weisung de« Richter« FarloivFne dens-Eaution stellen. —Edward Sheehan, der angebliche Vater von zwei außerehelichen Kindern der Anna Ähurch, ward, weil er die Letztere geschlagen haben soll, vor Richter ThurSby, gebracht, welcher ihn bis zum Beginne des Gerichtsver fahren unter Bürgschaft stellte. Außerdem nöthigte ihn Richter Bride, vor welchen ord nungswidriges Betragen ihn brachte, Fne dens-öaution zu geben. —-Marie Brown, eine Schwarze, in Nr. 16, Saratogastraße, wohnhaft, halte ihren Mann dermaßen gepeinigt, daß dieser ihre Berhastung veranlaßte. Nachdem sie im mitt leren SialionShausc mehrere Srunden geses sen, erfaßte den Mann über das Gethane tiefe Reue; er erklärte, die Klage nicht weiier «rei ben zu wollen, und führte feine „desjereHalste" heim. Peler Nelson und Anton Silva geriethen wegen angeschuidigien Widerstandes gegen den Eoubabler Roll in Hatt und vor Richier Flahirtt), welcher sie gegen Bürgschaft, baß sie sich zum Enmiualversahre« stellen wollen, vorläufig entließ. Jvhn O'Neill stand unter der Berichti gung, sich gegen Frau Anna Ryan von Hai. ford-Avenue, nahe Ehewstrage, rhäilich ver gangen und einen Eimer Wasser aus sie ge schleudert zu haben. Rich'.er Hazer-y seyie ihn gegen Frrcdells-Eauilon wieder ra Frei heit. G. C. Steigewald soll Johann P. Mül- ler von Nr. ISS, Süd-Wolfstraße. angegris sen und mit einem Messer verletzt haben. Gestern hieß ihn Richter Farlow bis zur Vor. Ladung vor'« Kriminalgericht Bürgschaft stei ler'. Es scheute Dienstag Abend Uhr auf der Ecke der Harsord-Avenue und Eagerstrajze das Pscrd vor einem von Stanley Fawceit gelenkten Expreß»at.fn und galopiite bis:ur Ecke der Chase- und Canalstraße, wo das Ge fährt einen Milchwagen durch Carambolage UwaS beschädigte, mährendes selbst erheblichen Schaden erlitt. Das scheue Thier Mengte dann noch die Cdenstrage hinunter, che e« sich zum Stehen bringen lieg. BerhörS-Ausschub. Anna Church ließ den Edward Sheehan auf die Anklage, der Vater ihrer zwei unehelichen Kinder zu sein, vom Sergeanten Spanglcr vox Friedens richter Thursby bringen, welcher das Bcrhör in dieser Angelegenbeit bis Dienstag, den 27 Mai, verschob, Wie anderwärts berichtet rst ließen sich dießeidcn außerdem gegenseitig we- > gen angeblichen Diebstahls und gliffS seslnehmc«. Und er setzte es doch durch! Der Waghalsige, der vor einigen Wochen bei'm Bes sligen des Blitzableiters am Neal'sehcn Hause aus der Südwest-Ecke der Baltimore- und Hollidayslraße aus schwindelndrr Höhe herabstürzte, vollendete am Dienstage, nach dem er von den Verletzungen sich erholt hat, das begonnene schwierige Werk; eine große Menschenmenge sah dem Fortschreiten der Ar beit, wie er allmälig die Stangenlcitnng bis zum Erdboden herab aus schwankem Stande führte, staunend zu. Wiederum sind mehrere prachtvolle Waggons für den „Ballimore - Ohio- Bahn". Lersonen-Transporl aus den Werk stätten auf Mount-Cläre hervorgegangen. Die alten, unbequemen Karren werden nun wohl nach und nach von der Bahn recschwin den. In der S? es ch ule zu AnnapoliS findet zur Zeit die Jahresprüfung der Zöglinge statt. Vorgestern gab es zu Ehren der Besucher ein großes Manöver, das in den nächsten Tazeu wiederholt werde» soll. Auch tagt zur Zeil' ein Kriegsgericht, das über den Matrosen-De serteur B. Lewis aburtheilen soll. Unfälle. Benjamin Hooper, an Mo numeill-, zwischen Eutaw- und Roßstraße, wohnhaft, wurde gestern in Canton von einem mit Ziegelsteinen beladenen Wagen überfah ren, uriv ihm das rechte Bein an zwei Stellen gebrochen. Gestern früh gegen 8 Uhr trat Heinrich Zrautfelder, der in Louis Wagner's Diensten auf einer Varke an Locust-Point arbeitele.fehl, stürzte in den Kielraum und trug außer einem Bruche beider Röhren des rechten Unterschen kels auch gefährliche innere Verletzungen da von. Nachdem man ihn nach seiner Wohnung an Fetlstr. gebracht Halle, wurde ihm ärztli cher Beistand zu Theil. Beerdigung. Gestern Nachmittag wurde der am Montage plötzlich verstorbene Hr. Louis Cohen vom Trauerhause, Nr. 221, Lightstraße, aus auf dem „Oheb-Schalom>" Gottesacker an der Joppa-Road zur Ruhe be stallet. Der Leichenzug bestand aus vielen persönlichen Freunden des Verstorbenen, dem Präsidenten, dem Vorstande und den Mit gliedern der „Oheb-Schalom" GcMiiiide, wie Deputationen der „Balümorer Schützen- Gesellschaft," der „Hasmonia Loge Nr. 45, U. O. B. 8.," der „Germania Loge Nr. 47, U. O. O. F.," und des „Hermann-Hains Nr. 1, tl. O. der Druiden." Ter Eh.-w. Dr. Szotd hielt am Grabe eine Gedächtniß rede, worin dem Hingeschiedenen ein warmer wurde. Sein Wohlthä ligteilssiiiN und seine trefflichen Eigenschasten als Gatte, Vater, Freund und Mitbürger wurden besonders hervorgehoben und vom Redner zur Nachachtung empiohlen. Die Beerdigung geschah nach dem RiluS des Or dens der „O. F." Nach der Beerdigung wurde im Slerbehauie ein Trauergotleedieuit, wel chem viele Leidtragende betwohnleu, abgehal len. Als Bahrtuchträzer fungirten die HH. C. L. Eckhardt und H. Engel von der „Ger maina-Loge Nr. 47, U. O. O. F.," F. Philipp« und I. Jackion vom „Hermann- Hain Nr. 1, U. O. der Truiden," Hermann Bolh und Georg Pcts vom „11. O. B'nai B'rilh" und vier Mitglieder der „Baltimorer Schützengesellschast." Der Verstorbene wurde am 13. Juli 1831 in Breschen, Provinz Po sen, geboren, kam im Jahre 1852 nach New- Z)ork, lebte dorr drei Jahre und lam im Jahre >855 nach Baltimore. Er heircuhele im Jahre 1856 und kinlerläßt eine Winwe mit 7 Kin dern, Letztere im Aller von 4 Monaten biS 17 Jahren, zwei Söhne und fünf Töchier. Er war ein langjähriges und eifrige« Mitglied der „Oheb-schalom" - Gemeinde und genoß große« Vertrauen bei seinen GlanbenSgenof sen und die Achtung Aller, die ihn kannten. Er war ein Biedermann im wahren Sinne des Wortes, un« sein Tod wird in Süd-Bal timore allgemein betrauert. Sein Gesund heitszustand war seit einem Jahre wankend; der Tod erfolgte, wie wir schon srüher mitge theilt, ganz plötzlich durch eine Herzkrankheit. Sanft ruhe seine Asche! Ein achtbarer Bürger ertrun ken. Seit Montag Abend wurde Hr. Sa muel I. Jay, ungefähr 35 Jahre alt, und an Bank-, zwischen Chesterstr. und Castle-Allel), wohnhaft, vermiß!. Die gestern von uns aus gesprochene Bcsürchlung, daß Hr.Jay erlrun. len sei, hat sich leider beitätigl. Gestern srüh wurde nach langem Suchen die Leiche am Fuße der Cbesterstraße aus dem Wasser ge fischt. Coroner «ultzcr hielt die Leichenschau und gab das Verdikt: ertrunken." Hr. Jay wurde zuletzt lebendig am Montag Abende um 9 Uhr 15 Mrn., ungefähr drei Häufervierlcl entfernt von dem Orte, wo man jetzt seine Leiche gefunden hat, gesehen. Seine Uhr war gerade um 95 Uhr stehen geblieben. Hr. I. war, wie wir gestern schon meldeten, seines Geschäfts Gas- und Wasserröhrenlezer in Nr. 21, Bankslr., und hatte einen großen Freundeskreis, der sein frühzeitiges Ende innig belrauert. Er hinterläßt Frau und Kinder. Die Leiche wurde nach Hrn. M. A. Daiger'S Hause am Broadway gebracht, um dort eingesargt zu werden. Bekanntlich führte die Thatsache, daß N des Verstorbenen Bruder, Sergeant Jay, am >. Dienstag sruh den Hut Samuel J.Zay's aus >- dem Wasser suchte, zu der Vermuthung, daß i- dieser ertrunken sei. Man juckte vergeblich nach der Leiche, bis man gestern Morgen meh d rere Kanonenschüsse abfeuerte, woraus die Lei- K che an die Oberfläche kam. Montag Abend i- um U Uhr 15 Min. verließ Hr. Jay O'Neal'S '. Laden, wo er ein GlaS Mineralwasser getrun -0 ken hatte. In den Taschen der Kleider fand l. man mehrere Dollars Geld, die vorbesazteUhr st und ein Deposuenbuch der „Deutschen Spar l> dank," welch' Letzteres einen Ueberschuß von ii S2OO nachwies. r Verhütung eines Selbstmor .l d es.—Vorgestern Abend um 6 Uhr machte die in Nr. 10, Priuce's Alley, wohnhafte Frau - Kelly einen Versuch, sich mit Laudanum zu n vergiften. Dr. Ray wurde schnell herbeigeru n fen, und dieser pumpte dcrFrau, die übrigen»! - erlsärte, daß sie des Lebens müde sei, dasGift r wieder aus dem Magen. 1? Der englische Dampfer „Royal r Stan d ar d, " zu der neuen unabhängigen - Baltimore-Liverpooler Linie gehörig, deren k hiesige Agenten die HH. I. HooperH Comp., - Ecke Gay- und Lombacdstr., sind, kam gestern e srüh, von Liverpool nach Baltimore unter e wegs, an der Fciiung Monroe, Va., vorbei z und darf heale in unserein Hasen erwartet - werden. Er ist der Genosse des Dampfers „Ganges." Der englische Dampfer „Mora > vian," Eapt. Graham, zur AUan'schea Linie , gehörig und von hier nach Liverpool uurer ° wegS, segelte am Dienstage von Halifax, N.-Sch., weiter. D er D a m pfer „O hi 0," Capt. von . Emster, ging am 13. Mai von Bremerhaven, ' am 16. vönSouthampton nach Baltimore ab. ! Geldbußen. John Hawls, ein Schwarzer, und Georg Joh und JohaunKett ler wurven gestern Vormittag in West-Balti more wegen ungehöriger Numerirung ihrer Wagen vor Richter Bell gebracht, vor wel chem sich Jeder für Uebcrtreiung der betreffen den Stadtveroidnung mit Bezahlung von S 2 Strafe nebst Kosten abfinden mußte. Schi 112 fs unfa l l. Der von Baltimore nach Boston bestimmte Schooner „A. S. Brown" liegt an Sandy Hook vor New-Aork auf dem Strande; nach Löschung seiner aus Steinkohlen bestckendenLadung wird er wahr scheinlich wieder flott werden. Als Vagabund bezog gestern John Flynn auf dreißig Tage das Armenhaus auf Boyview. Im Betreff der Weigerung der Hau«- male r-P rinzipäle, den Tagelohn von 52.50 auf H 3 zu erhöhen, haben wir zu be merken, daß Erstere leineSivegs die Forserung für eine ungerechifertigte halten, sondern an stehen, daraus einzugehen, so lange nicht übereinstimmend alle Prinzipale und Gehül fen diesen Lohn geben und erhallen. Prügelei. Charles Ridgeley und Alonzo Warfield, zwei Negerknaben, wurden gestern Morgen bei einem Preiskampf ertappt und nach dem westliche!! -starlonsyause ge bracht, wo sie beide brummen müssen. Ans Frederick. —Der 4. Jahresbericht des Daubstummen-JnsiitriiS in Frederick ist soeben veröffentlicht worden. Aus demselben erhellt, daß das Institut mährend des vergan genen Jahres 101 Zöglinge, 64 männlichen und 37 weiblichen Gelchlechls, zählte. Von diesen sind 52 von Baltimore, 14 von Wach iugton , 7 von Frederick, 5 von Harford-, 4 von Atlegavy , 3 von Cecil-, 4 von Earroll-, 4 von Baltimore- uud je 1 von Anne Arnn del-, Caroline-, Garretl-, Kent-, Montgo mery-, Talbot-, Queen Anne'S u. Loudoun (La.)-Tounly. Die Einnahmen und Aus gaben während des mit dem 31. August 1872 beendeten Jahis betrugen »34,260.71. Die Einnahmen und Ausgaben des Ban-Fonds biS zum 8. Januar 1373 dagegen K 132 LSV. Ein schrecklicher Unsall trug sich am Samstag Abend um 10 Uhr auf der „Balti more-Ohio-Eljenbahn" bei Point of RockS zu. Zwei Männer, Namens Samuel Horgel und John Grace, versuchren über die Schienen zu gehen, bevor ein in östlicher Richtung sah rend.r Zug den Punkt passirie. Vie getang. l ten auch glücklich über das Geleise aus das daneben befindliche, wurden aber von einem in westlicher Richtung fahrenden Frachtzuge, 1 den sie nichl bemerkt halten, überfahren. Hör- t gel wurde so erheblich verletzt, dag er schon c nach Verlauf einer Stunde starb, während h dem John Grace das eine Bein vom Rumpfe getrennt wurde. Man brachte ihn am D>er>- s stag nach Frederick, wo auch das andere Bein abgenommen weiden mußie. Der Unglück- si liche wird schwerlich mit dem Leben davon- b kommen. Die HH. Webster L- Comp, versteiqer- ten am letzten Sonnabend die an der Patrickstr. in Frederick gelegen- Eisengieizerci um an Hrn. I. Loais. D«r bisherige Eigeiithümer der Gießerei, Ober» George Ä. kaufte dieselbe vor wellige» Jahren Die „Virginier Thalbahn' und die Stadt Baltimore. Die Bahn-Compagnie erhält die städtische Hülfe. Wie aus Untenstehendem hervorgeht, sind nunmehr alle Zweifel bezüglich der subscrip tion von »e00.0t)0 Seitens unserer Stadt auf die Aktien der „Birginier Thalbahn" ae hoben. Gestern NormUtaz eihielt Mayor Van. sanl als Obmann der Fwanz-EommiMre Baltimore s von Hrn. Rodert Garrett, Prä sidenten genannter Bahn, folgendes Schrei, bcn: „Baltimore, den 21. Mai. An den Achtb. Jochua Banjant ! Geekrier Herr! Ich fuge >zhr.en hier eine Abschrist der Beschlüsse des Bllbndirektoriums, die es dah'er am 19. Mai faßle, bei; sie beziehen sih aus dre con ? lrakllrche Vergebung des Baues der gesamm > len Badnstrecke von Staunion bis Salem. Ferner k?lgt anbei die Abschrift cineS am 20. Mai 1873 für die Vollendung der darin an gegebenen besonderen Arbeiten abgeschlossenen Contraktes. Auch habe.ich zu berichten, daß die Counlies Rockbridge, Botelonrt und Roauoke und die Staunlon, sowie der Orl Lexingion dieses Vorgehen des Direkto riums acceplirt und die Accepiirung durch Ablieferung von Obligalionen zur Höhe von 3V Prozent ihrer refp. Subseriplionen auf das Giundcapital dcr Compagnie indossirt haben. Achtungsvollst R. Garrett." Nach Empfang dieses Schreibens berief der Mayor die Ftnanz-Commisfäre zu einer Sit zung »ach feinem Amtsbüreau, in welcher der Beschluß gefaßt wurde, daß, da genannte Bahncompagnie den mit ihrer städtischen Un terstützung verbundenen Vorbedingungen der 1869 er Sladlverordnung Nr. 59 nachgekom men sei, und Garantie'» sür den Ausbau der Bahn gegeben worden, nunmehr Stadtregi strator Hr Robb mit der Aukgabe von Pa - timorer Obligationen und Bezahlung der Stadlsub'cription für die Bahn aus dem Er löse der Obligalionen vorgehen könne. Berichte aus dem Innern deS Staates. W —(Born Blitzsirahl gelrossen.) Ein dem MHrn. Joseph Price in Eecil-Eounty gehören. Mdcs Haus wurde am 10. ds. Mls. während Gewillers vom Blitze gelrossen, in Brand Mqesetzlund eingeäschert. (Sin Neger, Namens MBen Dairah, ward von dem Blitzstrahl aus stelle geiödtet. —(Eine neue Bahn.) Es bat sich eine mir Dr. W. Goldsbo- als Präsident. Dieselbe gcdkiilt eiuc von Harrington, Del., nach Queens. Mown, Queen Anne's Eo., Ms., zu bauen. (Verunglückt.) Unter Denjenigen, wek Ml>e bei dem Brückencinstuiz in Dxon, Jll. Miireu Tod senden, war auch Hr. Frank Ha> Muillo.i von KeekySville, Md. I (Bcrurlhcili.) Der Neger Albeil San welch-r der Limoidung des Uhrmachers Ä. Bnrdcil in Ealvcrt Connly ange Mlagt war, wurde während det vorigen Wo'ch und de? Mordes im crslcu (Arad Mäjuldig befunden. sei und Ereditbriese. > Die bevorstehende Wiener Welt - AuSstcl Mung, welche am 1. Mai beginnt und mulh Mnaglich nicht vor dem 2. Nov. schließen wild die Reiielust ves amerikanischen Publi Mums in so hohem tArade eutwickell, dag 10 Mnich veranlag sehe, die Aufmerksamkeit de> Mvudlitums ausdie Ausstellung von lLre zu lenken, nach welchen bei diese MSelegenheit ein größerer Begehr, als bisher Mein wird. Ich habe diesen Umstand antiei und darsuf hin die umsaijeudstcu Borbe Leitungen mit den größere» mit mir in Ber Miindung stehendcn Bankhäusern Eurova's Miawenilich mit der „Union, Bank" ti MWien, einem der bedeutendsten Geld Mznstilule Leilrelch's abgeschlossen und Kreditbriefe zu den niedrigstei Zitaten bei F. Naine. Kirchliches. In der deutschen resoruiirlen St. Paulus Manche an der Flectftrage predigt der Evrw Küllinz von Einciniiali heute VormiUa 1» Uvr, während er in der rcsormirtei MEmanuels. Kirche an der der Schiöder Saratogasttajze Abend« um 3 Uhr preoi DaSMaikestdec „ valtimo'.ey Sckützcn - Gesellschaft" Mfuidet Montag, den 26. Mut. im Parke a Mder Beiair-Avenue stall. Das Arrangements MEomile hat Alles aufgeboteu, um dieses Fe Mzu einem brillanten zu machen. De M«chiitzen und Keglern winken weilhvol! WGcwinne, während den Tanzlustigen d> Mgroste Saal von Nachmittags 1 bis Abend Wll Uhr zur Persnguiig st-hl. D'raujzen i> MGarlen wird prächlige Eonzertmnsik erscha Mlen und am Abend soll der ganze Park sog« Milluminirt weiden, sodajz der Besucher de MEindruck erhält, als wandle er in einem Za> Mbergarien. Hosjeurlich wird der Himmes a MMontage kein böies Gesicht machen, sonder Mseine Sonne freundlich erglänzen lassen. Du der Wunsch aller Schützen, uuv wenn de in Erfüllung gehl, so dürfen wir »nt B einem großartizen Feste c«tgegei Alchen. Mai- und SommernachtSfel der „O. K -Gesells«t>ast" Beilen des „Allgemeinen Deutschen Wa MeuhauseS" wiro in LouiS abgehalten Ivetten. Ghor der deutschen bischöfliche Methodisten-Kirche der Pennsylvania-Avenue wird Monta 26. Mai, zum Besten neuen Org Min Eonzert in Raine'S Halle gebe», bei w« Mhem mehrere namhafte hiesige Künstler mi Fri!l»lingS»Stcnncn deS„Mar» länder Jv<Le»i-ElubS" Dienstag, den 27. Mai, ihren Ansai Miehmeii uuo bis Freitag, den 3«. Mai, a Die Musik wird das Musikcor> 5. Regiments lies ern. I Der „Mailänder Tucnvereia'' sein jährliches Prcnic und Somme MiachtSfeil Mvniag, den U. Juni, aus Lou altem Schüveuhbfe an der Bciai MOer »Schiltcrdund >)tr. 7, Deutscht M Lrden der Schwarze» Aittrr" Montag, den 26. Mai, sein Mai,e>k i ab. Hr. Heinrich Loös, 18, Suo - Frebcnästrajje, macht sein« und Bekannten die Anzeige, dajz « frisch: Sendung Bremer und ititzing Möier in Flaschen erhallen hat. > Der Gesangverein ~Harmonie" Mcntag, den 2. Juui, sei» grejzi MPfingstfest in Mnlh s allem Schütze, Mhosc an der Belair-Road abhalten. Der „Arion^ Wgedenkt seine erste Dau psbooi Exkursion na Sonntag, de Mj. zu machen. M Der „BaUimsrer Metzger- Verein" sein diesjähriges Pieni<° Pfingstmonta Hr. Adam Dietrich seinen Fleuuben die Anzeige, dasj erd Mi» 12. Mai von Hrn. AugustLe6 üvernvn Miene Wirlhsäiast an der ar Nachmittag mit einem solennen s,'ui M»e eröffnen wird. den vielen Baltiniorer Erfindui Mu verdient namentlich das Masser von Hrn. N. Hynson MiNftS, Nr. S 9, N 0 rd - Eharlesstragl zu werden. Es gibt nur wenige Di Men in welche sich dieses Toile Mnmitlels nichl bedienen, da der wohiihälu Minflug desselben aus die Zähne ein wahrha ist. AIS Blut und Säfte reinigende Mittel ist das Karlsbader Sprudel unübelucsflich. Dasselbe wird vo Aerzten gegen UnVerdaulichkeit, Kops Mhmerzen, Mangel an Appetit und alle Uebel aus llnordnung des Magens oder de Meber entstehen, angewendet. A. B 0 qele Comp, sind die Agenten für Amenla. I SE" Der uugtucknchftc Mensch au Mer Wel! ist der Dyspepliker. Dilles sieht e Munkel und düster; er ist mit sich selbst un Medermann zerfallen; das Leben ist ihm nn Bürde. All' dieses lägt sich durch de> Mebrauch des peruvianrschen Syrnps, eine> Misenprotojyd?, heben. Leute, die seit 2! Mahren gelitten, sind durch ihn curirt wor stX Centaur-Ainimcnt. I große Entdeckung des <<lii alters. Es giebt keine Eit>mer,m I "Nntaui I . /'— Liniment" leine <Äe schaff!, leine Lähmung, wetchenich eine Täuschung, lein Humbug. Das Nczeiii iji uu et» sslasche gewickelt. Ein Cirkular« Zeugnisse wun perbarer des Nbeumaiilmu?, der Neuralgie. des Wildau! Verlangen grati?iigint l,»m Inden zugeschickt. Ä5 ist dieses ' da« Mndeibarsle, jemals m der Well produjirie l/eilende schmerittiilende Mutti. Es nndct schneller ÄI» werden. Klaichen zu Sü Cent-und zn tl. —I. N. Ros« « «r. KZ. Droatwai,, New.Aorl. (Aplift»,t^vilc.j W. Barranger <K Co., Provisionen-Händler und Bratwurskinachcr, -SuUcrilüüe. Rindflfi'ch, SomineVunV rt'is tm Eiablisjemeut an der verlängerten Pcnnsyl vania-Avenue. Nr. »V. yz, Sonovtr-, 7>^l t,^u ud A 5,. Vi^-li lllono P°r VÄ. ° ' <ÄcrU< .'l p /' lnducc,n?nt für Handler und Eonsumentcn Z srischcWur Jakob V. Tcl'üstr, S?e. Veniugtoil», Börsenberichte. B.richlet-vo» Wm. Fislicr Li Söhnen, Nr. 32, Southslraße. Baltimore, dcn !I. Mai. Äbcuds 5 Uhr. Anq. Vcrl. Aug. s<lrl. Gold B. St. 5.20 r >4, cib- Sl Pali«atin— 2t «!. 10.10i,i4 - Äd Feu Verl 4>.' rvö Howard <ver> i, 7 Ba br a1t,... iv oler uÄÄcr, 4'« d Va vr i! 7 so LltoH O Sr'L7 ti'- 12.'» 1. i p.'^ Batio vi»'« NorCcntKr gtd «atio br '90.. SZ< >VO Seii»Ohiovrl. SdX «uuo b, P »zZj - WD.di>r2.g'SoZ7 ««temvdi« «r ö? .'8 Bnk oj li.tli> 1!..?« Nucken s!r2. «inz Pane,... i.j>, Kich t Dan l. 'ti>, Flanllin Bant II I« ki . »> 00W Beut.... 7 ZZ Mcichßciik l2, Bu lii chVank.... ,2 1.0, I(« j, Bank 8N 90 1?!, 127 Äaito O«E .ircdci Turn» «0 dili» t> !o IvcÄ ÄXi Birqinia-Conlol- 53 S.tXXI ditto tu,» tu,» Z.ÜU» ?ck.n,.ai , kr, 5M 51», eiiw vitio d>itt> i.lldu Hv?., Kr vi Sei " . b.2oe-, li»i2cr li-i » . >>«> . - siH7er . tNScr II ie.<vn il-', B. Ct. neuc ö per Ccni vcn. und Et. Zoe !- >» I N 5ani0n........ 97 «.Äc'^?!. 4 > Lcr. Vt. Sxpie>i Zicv., >iot. I. ü N -N, öiniiet ck vudion NiSer R. i« ....IciiS» Lr.e - . UNI. und Lt. Paul !.ö und St Paul, P,«kr'd 7.'^ etneZadnstbmer^e« »ledr^^ IU Zo und IZ. dic fflasche dei o. wtiilnacdi. Nr. Pcnni.-Allkn»?? L. Nr. Wl>i-iji>liiu>ürejir: Lhlft.riir-Hc! g>ebl ihnen einen g.sunben Echiai. ledVr Äoo!hl!i' Flasche. il. S> H. Rictiter, < vli'l'iH.l »I^d. VI V X I! 11, eine »»artabili'Se ,-<ahr»rir.t»»r. rel»,gt «rd k nser n und iüiireri d>e Neiz^i!vi>nt!i>l.tn Much rrweili sie sich zur Äciciugung dri üÄricch°n s. , s i P. Hau s o ' Möbeln und Vorhänge-Stoffe lranjosischr Zicrrathrn - «r. Vtord.EharleSNra««. , (»ugiZ.l2Mte,-!.r> > ' Baltischer Lloyds e ° Dampfschisff-chrt -?lktien - Gesellschaft z Regelmäßige Post-Dampsschissfakrt zwischei New-?)ark und SleNin. »Pumdoldt." .Ssranklln,- ' -^^ ly'Urnd,- und.Sashin-iioi, um 2 Uhr Nachunt'czZ o-m Lier I^°Äw.S>^rk, .Humboldt," 7. 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Für deutsche» Geld, «old, Silber anß Papier bezahlt den höchsten Preis: A. «an «. de. Laltimorekr. und P>. ft-Ossic«.Ä°euuc vni'ki'w MUcr's dyvpeptische» Vcbcr « Invigorator wundcrlale hellsnde'Cigca!!t>«s,u> Dyepcpsie und S ll c «kraii kb« «s a>ll »in« >»a«a»a« rer» Kr. «sre-yotvarvstr,, fanst rinr"F,ascht, wenn nach dercn Gebraucht sdr keine Besserung venvttrt. so wird da« Geld zurückgegeben. A. Z. Miller, Eigenthümer, S-lilmot«. vr» s>as«»» »>k«r«Hl»A »:r S 5 Hollen bet allen DroquiUen vlld Asen w's BlM! Macht die Schwachen stark. Ter Pcruvianiiche nyrup, eine nnvcr ändeiliche Lösung des Eiscnoxyduls, ist so zusammengesetzt, daß er die Eigenschaften ei nes leicht verdaulichen und dem Btutc so leicht, wie die einfachste Sprife, sich einverleibenden Nahrungsmittels hat. Er vermehrt die Men. ge des eigeutlrch »aiürlich belebenden Stof fes. des E'sens im Btule »nd heilt „tausend Uebel" einfach durch Anspannung, Stärkung und Belebung de« Körper; da« bereicherte und beleble Blut durchdiiiigl jeden Tdeil dcS Körpers und verbessert Schäden und Verluste, ucht die liaiikbasten Ausscheidungen auf und überläßt der Krankheit Nichts zur Nah rung. TreS ist das Geheimniß der wunderbaren Erfolge dieses Heilmittels in der Heilung von Verdauungöschiräche, Leberleiden, Wasser, sucht, chronijchem Durchfalle, Geschwüren, Nervenleiden, Fröste,, und Fiebern, Verlust der Körperkraft, Nieren- und Blasenkranhei le», Fraueukraiikseilen und allen den Krank heiten, welche aus einem schlechten Zustande des Blutcs entspringe» oder von Schwäche oder einem Schwachezustaude des Gesammt lörpcrs herkommen. Da er vollständig frei von Alkohol in irgend einer Form ist, so folgt seinen klästigenden Wirkungen nicht ei ne entsprechende Reaktion, sondern sie sind bleibend und verleihen allen Theilen des KLr« pers ilraft, Slärke, neues Leben. Tausende sind durch den Gebranch diese« Heilmittels aus schwachen und kränklichen Ge'chöpsen in starke und ge-unde Menichea verwandelt worden. Schwache Personen sollte» ohne Zaudtrn dies Heilmittel versu chen. Man sehe daraus, daß iede Flasche den Namen „Peruvianisci,?,, Svrup" im Glase eingeblasen trage. Srtl, ÄZ. Fotvle bi Sohne, <sige«» tliünisr, Vir. I. Mi'iun-'i'lace, iAmill!>,UVi a,S iUIWM Nur -5U <sent» vrv Flasche. Ks bcförvcrt de.i Wuchs, erhält die Farbe und vermehrt die Stärke und Sidonheit des Haares. r Des W«ibc4 Schmuck >t ist daS Htinr. " M N 'S <Äpril22>D,D,u,E„ll,j,a,W,l.u,n>.) H a st a n ' S Magnolia - Balm. Si«r ein,«» weniq» «Upptttmionen cs vir ju.qclldlichcn Neiz und Schönheit. In jkdkr Avotdele und in allen !sancv.Lzr.n »u da. den. Trvoi Parl.Pio», Aew,?tort iAprU2)>!.D.D a.W„,.u.>»>' I. Ayer'S Kirschcn-Bru^itt^ (I'IISIiItV gegen L'ieen des Halses und ser Lunken, wie Erkäitung, Husten, Keuchhusten, Luft» löhrenas, . Entz'induiia. Ena brüstigkeit u. Auszehrung. PaPliluu, >ei> v>c>»>g g»d»n kurch rinc letz'c -Ittihc wund-rvaicr wciilie ihm ein lurch ör»ilichc>Ä,>ltii<llchlc>'cnielti? la!s>n, i /cr t 1! rl wrn - B l stl öseru N» m Maahr «»um durch sich, crivari. >ieidst ta» «ri>,n gercii.i. D-i »luxe °<-ravläum«n. ourid I>me zeit qr r>el ploKilldk» «nsaZc!> gewährt, llilczcuin s.intr Rohc: I , Powell, Upa« . p^ktiichenii.an>ilhs>r»ndsn»idcm!«crn i " S?°ide!ern Arjncid>iii. lern «u «»veii

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