Newspaper of Der Deutsche Correspondent, May 26, 1873, Page 4

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated May 26, 1873 Page 4
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Ter Teutsche Corresposdent. Valtimor«. 2li. Mai 187?» Stadt Baltimore. ""D a s gestrige Wetter. Depeschen, welche bis gestern Nachmittag jsUhr auf dem Buicau dcS Sigral-Corps eingelaufen sind, berichteten drobei.de? Wetter au« FortGarry. Der M'isils'vpi stieg bei Keokut 7. bei St. Louis 5 Zoll, fiel jedoch 9 Zoll bei Memphis. Der Ohio stieg bei Cincinnati 2, bei Louis ville 4 Zoll, iväbrend der Cumberland bei liaihville 2 Zoll stieg. Der Tbermometer stand in Baltimore auf 84, in Philadelphia auf 78, iriNerv»N°rk aus 77, in Boston auf 71, in Washington aus 89, in Norfolk aus 77, in Cav May aus 65, in Wilmington aus 93, in Mount Washington auf 41, in Portland, Me., aus 69, in Augusta aus 92, in Niontgomery auf 79, in Cincin nati aus 77, in St. Louis auf 76, in New- Orleans auf 93, in Bufsalo aus 74, in Ro> Keiler auf 71, in Chicago aus 6», in Savan i.ah auf 93, in Detroit auf 7S, in Toronto aus.'> 4, in Quebec aus 74 und in Montreal aus 63 Grad. Die Beuchte aus dem Südwesten, den obe ren See'n und dem Nordwesten im Allge meinen fehlen ganz. W e tter a nSsich t e n.—Südöstliche und nordöstliche Winde. Kühlendes Wetter; kla rer, gegen Abend leicht-bewölkter Himmel. Ein - und Ausfuhr. —Es kamen fol gende Fahrzeuge aus ausländischen Häfen vorgestern hier an: die östreich. Barke „Trap pancro" mit 1504 Kisten Thonpseifen von Londonderry in Irland; die engl. Barke „I. Mnir" mit 2459 Stahlschienen von Swan sea; der Schooner „Bagaduce" mit 235 Ton nen Gyps von Wintsor, N.-B.; die Brigg „Mary Rice" mit 276 Oxhoften Zucker vor Magittiyen. Es segelten nach dem Auslande von bie> am Sonnabende ab: die Brigg „Lizue W, Bilden" mit32,oooFaß-Reisen, 4700>Deckelr und -Böden nach Malanzas; die Brigg „R, C. Wright" mit 1435 Fässern Waizenmehl 300 do.'Maismehl, 65 Säcken Haser und 1545 Fagböden nach Barbadoes; der Schoonei „Lottie E. Cook" in Ballast nach Nassau, N. P.; das engl. Schiff „Abigail" mit 36,1 ii Scheffeln Mais nach Beisast in Irland; du engl. Barke „Jessie Gootwin" mit 18,50! Scheffeln Mai« nach Belfast; die norwegisch! Barle „Svalen" mit 27,485 Scheffeln Mali nach Londonderry; die dänische Brigg »Chri stine" mit 53.888 Gallonen Kohlenöl uack Kopenhagen; die engl. Brigg „St. Elmo' mit 394 Tonnen Kohlen nach St. Jago dl Cuba. Ankunft des Dampfers „I. A. Gary." —Der Dampfer „I. A. Gary," Capt. Hall, traf vorgestern uit 33 Ballen Baumwolle, 76,000 Fuß Nutzholz und 105 Palleten Kaufmannswaaren von Newbein, N.-C., hier ein. Ankunft des Dampfers „D. I. Fole y,"—Gestern traf der Dampser „D. I. Foley," Cavt. Price, von Wilmington, N.- C., mil folgender Ladung hier ein: 1 Ballen Baumwolle, 7 ditto Garn, 22 Fässern Harz, V 5 ditto Terpeiitinspirilus für Jas. Corner Söhne; 8 Ballen Baumwolle für Hopkins 6c Janney; 1 Packete Kaufmannswaaren für Darbn K Comp.; 27 Fässern Harz für I. F. Donohue; 70 ditto Terpeulinspiritus für H. G. Earey; 3 dttto, 20 ditto Harz sür George R. Gaither, jun., K Comp.; 1 Ballen Wolle und 4 ditto Baumwolle für Gebr. Elliott; 100 Fässern Terpentinspiritus, 517 ditto Harz und 120 Ballen Baumwolle sür An drews 6-Comp., Agt.; 43 Bündeln Häute, 7270 Fuß Nutzholz und 20 Ballen Kauf mannswaaren sür N. N.; 10 Säcke» Erd nüsse, 53 ditto Reis, K 5 Fässern Terpentin spiritus und 278 ditto Harz sür die „Nördl. Central-Bahn;" 110 ditto, 50 ditto Pech, 51 ditto Theer, 41 ditto Terpentinspiritus und 10 Säcken Grundnüsse für die „Ballimore- Odiobahn." Nach Baltimore! Das Schiff „Anina," Capt. H. Jantzen, sollte am 1. Ma> von Bremen nach Baltimore abgehen, das Schiff „Juca," Capt. C. Wendehorst, An fangs Mal. Nach Bremen! Ungewöhnlich groß war vorgestern die Zahl der Besucher dcs Ab fahrls-OrteS der Bremer Dampfer. Die Lo cus! - Polliter Werfte war dicht mit Menschen angefüllt, die den mit dem Dampser „Leip zig" scheidenden Verwandten, Freunden und Bekannten ein lautes und herzliches Lebewohl nachriefen. Der Kutter, mit dem Einnehmer Washington Booth und anderen angesehenen Personen am Bord, begleitete den Dampfer bis über Nord - Point hinaus und krachte auch eine erhebliche Zahl Jener zurück, die am Bord der „Leipttg" den Scheidenden das letzte Geleite gegeben hatten. Kanonen schüsse uud donnernde Grüße schollen dem Dampfer nach, als er majestätisch die Bai hinunter fuhr. Einer der hervorragendsten Passagiere war unser Nachbar von der „Sun," Hr. A. S. Abell, der in Begleitung seines Sohnes Walter u. zweier Töchler Europa be sucht. Hoffentlich wird er d'raußen auf fei nen College» vom „American," Hrn. C. C. Fulton, stoßen und die europäische Luft des journalistische entente eoräials wiederherslel' ien, das im engern Ballimorer Kreise bisher Manches zu wünschen übrig ließ. Auch wir rusen Hrn. Abell, dem ältesten Kämpen der hiesigen Presse, ein herzliches Lebewohl nach. Die Namen der übrigen Cajüten- Passagiere theilten wir bereits am Samstage mit und bedanern nur, daß die Lloyd - Agentur sich bisher beharrlich geweigert hat, uus die Na men der bescheideneren Zwischendecks - Passa giere mitzutheilen, welche dieses Mal mehr, als je, eine Reihe unserer besten Mitbürger umfassen. Manche derselben konnlen in der Cajüte keinen Platz finden, oder hielten zur Hinausfahrt das Zwischendeck eben so geeig net, als die Cajülte. Eine P rob ef a hrt machte gestern unter Betheiligung anderer Jachten die hübsche Jocht „Mattie" Capt. H. Brusstar. Es belheiligteu sich daran eine Menge geladener Gäste. Am 2. Juni, Morgens um 9 Uhr, findet von Brusstar's Schisss-Aard, Boston- Straße, mit dem Hauplquarliere in Bauer's beliebter Restauration, Canlon, eine große Regatta nach White - Rocks statt, an welchem sich mehrere Schnellsegler betheiligen werden. Freier Imbiß vor und nach der Weltsahrt. Man erreicht Bauer's Restauration bequem mit den Cantoner <straßenbahn-Wo.ggons. Zum Postmeister in Raysville, Balti» more-County, ward Freilag William Gorsuch rnannl. Ein Vergleichs- Wahr sprnch annnllir l.—Der Prozeß Samuel Barlh'S gegen Balderston K Ward, welcher im letzten Termine dcs hiesigen Stadtgerichts verhan delt wurde, cndeie nach lang anhaltenden Verhandlungen und ungemein hitzigen Erör terungen mit einem dem Kläger einen Cent Eiilschädigung zuelkennenden Wahripruche. Es handelte sich dabei um die Gültigkeit eines Verkanssbrieses; den Geschworenen ward vom Gerichie die Weisung, daß sie, falls nach ih rer Anficht das Verlaufs - Schriftstück gültig ?ei, zu Gunsten des Klägers entscheiden und U,m den Werth der sireiligen Waaren zuerken uen sollte». Sobald der Wahrspruch erlassen worden, stellte des Klägers Anwalt den An trag auf einen neuen Prozeß, weil derselbe nicht nur den vorgelegten Beweismitteln und dem Zngenverhöre nicht entsprechend ausge fallen sei, sondern diesen direkl zuwiderlaufe. Am Freilage nun gab Richter Pinkney über den Antrag aus einen neuen Prozeß nachste hende Entscheidung ab: „seit dem ersten An hören des Antrages aus neuen Prozeß ist meine Zeit im Städtkreis. Gerichte dermaßen ,n Anspruch genommen, und in der von des Klägers Anwälten seitdem eingereichten Schrift nebst Argumentrrung so viele Parallel-Fälle cilirt worden, daß ich erst in der letzten Zeil in diese nähere Einsicht habe nehmen können. Ich habe jetzt alle angesührten Autoritäten untersucht und kann nicht begreifen, wie der Wahrspruch Stich halten soll. Er ist total inconfequent. War der Kläger überhaupt zu einem ihm günstigen Spruche berechtigt, so mugte er vollkommene Schadloshaliung be kommen. Das Maaß derselben ist in dem Prozesse von Coale und Anderen gegen Barth niedergelegt.. Es liegt klar aus der Hand, daß der Wahrspruch nicht das Resultat einer gerechten und intelligenten Prüfung des den Geschworenen unterbreiteten Falles, sondern ein bloßes Compromiß-Berdikt ist; es kann daher die Sanktion des Gerichtshofes nicht erhalten. Um, womöglich, weiterem Prozeß verfahren vorzubeugen, will ich nur bedin gungsweise einen neuen Prozeß bewilligen, d. h. nur daun, wenn die Verklagten nicht in die Steigerung der Entschädigung von i Cent auf K 455.92, den Betrag, der in dem Balde» ston-Ward'schen Prozesse gegen McDowell den Klägern zugesprochen wurde, nebst Zin sen vom Tage der Wegnahme der Waaren an willigen. Dieser Gerichtshof verfügt daher heute, am 23. Mai 1873, daß» es sei denn, Kläger und Verklagte lassen ihre Einreden fal len, und die Verklagten bescheiden sich mit Er höhung der Entschädigung des Klägers aus K 585.94, ein neuer Prozeß bewilligt wird; beiden Parteien ist von heule an zur fchriflli chen Benachrichtigui g des Aktuars dieses Er richlshofes von ihrer Zustimmung zu den Be dingungen dieses Erlasses zehiilänge Frist be willigt, uud der Aktuar angewiesen, den be treffenden Palleten oder dereirAnwälten diesen Erlaß sosor, abschriftlich ziizustellca. Camp, bell W. Pinkncy."—Des Klägers Advokaten waren John Henry Keene, jun., und H. R. Dulaney, die der Verklagren der Achlb. Win. Pinkncy Whyle, Aichibald Slirling und Geo. E. Mannd. Eine unsaubere Geschichte. Unsere Leser werden sich noch der Mittheilung erinnern, welche wir vor acht Tagen Betreffs der von Hrn. Ferdinand Chenowirh im hiesi gen Krcisgerichte anhängig gemachten Klage, !us Scheidung von seiner Frar laufend, ü zrachten. Hr. Chenowith veimäb te sich, wie ius jener Mittheilung hervorging, am 24. e Dezember 1872 mit Frl. Ida R. Tavis; ° Ziese legte ihm aber angeblich am 3. Februar - »aS Bekenntniß ab, daß sie vor ihrer Heirath > oon dem Superintendenten einer hiesigen l Tonntagsschule verführt worden sei. Indem Antwortschreiben, welches Frau Chenowith ins ihre« Mannes Klage eingereicht hat, leugnet sie weder die gegen sie erhobene Be schuldigung, noch gestehr sie dieselbe zu; sie sucht nur darum nach, daß die Scheidung nicht vollzogen weide. WaS inzwischen die gegen den Suverinlen denten der fraglichen Sottntagsschule erho bene Beschuldigung anbetrifft, so ist dieselbe mit Vorsicht aufzunehmen. Es giebt Man che. die hinter der ganzen Geschichte andere Motive versteckt sehen, die wohl das gerichtliche Beifahren an's Tageslicht bringen wird. Aus dem Criminal-Gerichte. Am Sonnabende erhielt Wm. Schley wegen Durchprügeins des Joseph Freeman dreißig Tage Gefängniß. Heule wird der Prozeß gegen Charles M. Hasline, -Ums McNulty, »liss Tucker, beendigt, und dann dem Schwarzen Levin Palmer unter den Anklagen, in Gemeinschait mir dem (bereits Hingerichteten) Schwarzen Jones das deutsche 17-iährige Mädchen Marie Singel an der Philadelphia-Road bei'm Him beerenlesen überfallen und auf dessen greisenße gleiter Adam Bickert einen Mordangriff ver übt zu haben, der Prozeß gemacht. Ein verwegener Einbruch. In dem Hause des Hrn. Charles Conaway, Nr. 149, Nord - Bandstraße, wurde vor einigen Tagen ein höchst verwegener Einbruch begann gen, über den wir folgendes Nähere erfahren: Frau Conoway erwachte gegen H 4 Uhr Mor gens durch ein leises Geräusch und bemerkte bei'm Umschauen zwei unbekannte Männer in ihrem Schlafzimmer. Die Frau erschrak so heftig, daß ihr die Stimme verjagte, als ?re Lärm zu machen suchte. Einer der Männer enttorkle ein kleines Fläschcheri, das Chloro form enthielt feuchtete mit dieser sup stanz einen Schwamm an, den er zuerst bei Hrn. Conaway, der neben feiner Gattin schlief, und dann bei der Letzteren m Anwen dung brachte, um Beide zubeiäuben. Tiefes gelang ihm jedoch nur bei Hrn. Conaway. Die Diebe bemächtigten sich darauf der unter dem Kopfkissen liegenden goldenen Tafchenuhr und zogen unier der Matratze das Taschenbuch des genannten Herrn, welches ? 132.2 V ent hielt, hervor. Alsdann rissen sie sämmtliche im Schlafzimmer liegenden Kleidungsstücke an sich und eilten davon. Kaum hallen sie das Zimmer verlassen, als Frau Conaway ihren Gemahl aus seinem halbbeläubten Zu stände aufrüttelte. Ohne sich lange zu besin nen, riß Hr. Wtie Thür offen und eilte den Einbrechern nach, welche die Hausthür noch nicht erreicht hatten. Als sich dieselben ver folgt sahen, warfen sie die Kleidungsstücke von sich, worauf sie durch die Hausthür entflohen. Als Hr. C. die Kleider später durchsuchte,fand er seine Uhr in einer Tasche derselben wieder. Die Einbrecher müssen durch die Hausthür in die Wohnung gekommen sei«, obgleich die Thür verschlossen und der Schlüssel an der in neren Seite der Thür nicht abgezogen war. Im „Tr nnken b o l d »Äs yl" an der Ecke der Gilmorstraße und Edmonson-Ave. fand Sonnabend Nachmittag da« zweite Stif tungsfest statt, welches außerordentlich zahl reich besucht war. Unter den Anwesenden be fanden sich auch Oberst S. S. Mills, I. Harman Brown, P. P. Pendleton, General- Adjutant C. C. Mcßlair, John T. Morris, Präsident der Schulbehörde, und Dr. Stokes. Die Feierlichkeit wurde mit einem von dem Ehrw. C. R. Eschbach gesprochenen Gebete eröffnet, worauf das Musikcorps der Besse rungsanstalt eine Piece spielte. Hr. C.Wyatt Blanchard stellte hierauf den Anwesenden den Achtb.Horace Maynard vor, welcher alsdann die erste Ansprache hielt, in der er wiederholt auf den großen Nutzen der Trunlenbold Asyle hinwies. Nach ihm redete der Superinten dent Dr. Joseph Parrish. Derselbe bemerkte, daß dreseAiule zuerst vor 15 Jahren in Massa chusetts in'sLeben gerufen wurden, lange Zeil hindurch existirte jedoch nur eines, heute dage gen sei die Zahl derselben bereis auf zehn an gewachsen. In diesen Asylen wurden bis jetzt ungesähr 7000 Trunkenbolde behandelt, V 4 Prozent derselben vertrauten sich aus eigenem Willen der Pflege der Asyle an und etwa 2500 unter den obigen 7000 Personen wurden ent lassen und kehrten, auf immer von dem Laster der Trunkenheit geheilt, in ihre Familien zu rück. Die Zahl der Insassen in dem hiesigen Institute, das leit zwei Jahren besteht, beläuft sich aus 15. Der drille Redner war der Ehrw. Dr. Nichols, welcher die Folgen der Trunk sucht mit abschreckenden Farben malle. Nach ihm sprachen noch Dr. Branlley und Richter Derrickson von Eric, Pa. Zwischen den einzelnen Reden wurden fol gende Vokal- und Jnstriimenlal-Piecen unter der Direktion des Prof. Holland in höchst exakter Weise vorgetragen. 1. Pilgerchor aus den „Lombarden" von Verdi; 2. Dnett von Blangini, gesungen von Frau Holland und Hrn. H. R. Crane; 3. Chor sür Frauenstim men von Rossini; 4. Solo für Clarinelte, Variationen über ein Thema aus dem „Tron badonr"," vorgetragen von Prof. Holland; 5. Quartett aus der Oper: „Faust" vonGou nod (Garlensccne aus dem 3. Akte), gesungen von Frau Holland, FrauLinville und denHH. Crane und Holland; 6. Trio von Owen, vor getragen von Frl. Ella Bond, Frau Liuville und Hrn. Crane; 7. „Der Himmel hat eine Thräne geweint," Sopran-Solo von Kücken, gesungen von Frau Holland; 8. Trio von Costa, vorgetragen von Frau Holland. Frau Liuville und Frl. King; 9. „Ich fühle Deinen Odem," Duett von Graben Hoffmann, gesnn gen von Frau Holland und FrauLinville; 10. Quartett aus der Oper „Martha" (2. Akt.) Fran Holland errang nach jeder Piece, die sie vortrug, lauten Beifall, namentlich aber nach '»ein Vortrage des reizenden Liedes von Kücken: „Der Himmel hat eine Thräne geweint," welches sie in deutscher Sprache sang. Ebenso trug sie in Gemeinschaft mit Frau Lliiville Graben Hoffmann's herrliches Duett: „Ich fühle Deinen Odem" in deutscher Sprache vor. Die Feierlichkeit, welche alle Anwesenden in hohem Grade befriedigte, schloß Abends um Uhr. Von der Mutter getödtel. Sonnabend Nachmittag gegen 2 Uhr legte sich die an Alice-Ann-, nahe Carolinestraßc, woh nende Rosanne Schöne im Rausche ans ihren drei Monate alten Säugling, welcher unter der Wuchl des Körpers der Mutter erstickte. Angesichts der obwaltenden Umstände sah Co. roner Sultzcr von der Todtenschau ab. Arreluren. —lm mittleren Bezirke wurden von vorgestern Abend 6 bis gestern srüh 6 Uhr 12 Berhasluugen vollzogen, und gestern srüh nach kurzem Verhöre 7 Arrestan ten gegen Erlegung der üblichen Geldstrafe nebst Kosten einlassen, die übrigen eingesteckt. Im östlichen Bezirke betrug in demselben Zeitraume die Zahl der Verhafteten 13, von denen gestern »rüh 7 durch Bezahlung der Geldbußen nebst Kosten ihre Freiheit erhielten; 6 müssen sitzen. Aus dem westlichen Bezirke sind für die selbe Zeil nur 6 Arreluren zu berichlen; 5 Festgenommene bezahlten dle Geldstrase nebst Kosten und sicherten sich dadurch gestern ftüh ihre Freilassung, indeß der Sechslc in's Ge fängniß spazieren mußte. Die Besserungsanstalt sür Ne gerkinder. Gen. Joh. W. Horn, der Superintendent derßesserungSanstalt sür Ne gerlinder in Prince George'S County, war vor einigen Tagen in Baltimore. Er berichtete, daß sich gegenwärtig 23 jugendliche Tauge nichtse in der Anstalt befinden, die in allen elementaren Unterrichtsgegeoständen Anwei sung erhalten und zugleich zu pratlijchenLand lertten herangezogen würden. Gen. Horn lobt da« Betragen der Kinder und sagl, daß keine« derselben bisher irgend einen Versuch gemacht habe, aus der Anstalt zu entfliehen. Entflohen. Thomas Lehmann, George Griffin, Alfred Marriott und Wil liain Doan, Zöglinge der Besserungs-Anstalt für jugendliche Taugenichtse, entflohen am Sonnabend Morgen aus derselben. Tho mas Lehmann, W. Doan uud Alfred Mar riott wurden gestern wieder eingefangen, während George Grifstn sich noch auf freien Fügen befindet. Schreibt seine Biographie. Zohn H. Surratt, welcher gegenwärtig in Einmiltsburg, Md., wohnt, ist augenblicklich damit beschäftigt, seine Biographie niederzn schreiben oder vielmehr jene Periode seines Le bens, in welcher Lincoln's Ermordung fällt. Hoffnungslos erkrankt, liegt, wie wir mit großem Bedauern melden, Gene, ral Colnmbus O'DonueU in seiner Wohnung in Nr. 107, Nord-Cbarlesstraße, darnieder. Der Greis hat sein 80. Jahr bereits über schritten. Gen. O'Donnell war langjähriger Präsident der„Baltimorer Gas-Compagnie," ehe deren Privilegium in die Hände von New- Horkern überging, sowie Präsident der „Er sten Nationalbank." Der„Arbeile r-B ildnngsverein" hatte gestern Abend eine Theatervorstellung in der „Mechanics-Halle" für seine Mitglie der veranstaltet. Trotz der in dem Saale herrschenden Hitze war derselbe doch in allen Theilen besetzt, und Jeder schien sich irefflich zu amüsiren. Das Künstlerpaar Hr. und Frau Weber von Philadelphia wußte die heilere Stimmung desPublikums den ganzen Abend hindurch aufrecht zu erhallen. Da» Interesse anJachtfahrtenist diese Saison in unserem Hasen bedeutender, denn je; die Zahl der Jachten hat sich erheblich ver mehrt, und mehrere find im Baue begriffen, sodag Fluß und Bai, je mehr die Saison vor rückt, ein ungemein belebles Aussehen bieten werden. Der „Escavaille-Zachlclnb" steht im Begriffe, den Kiel einer schönen, 45 Fuß langen Schoonerjacht legen zu lassen. Hr. O. W. Miller läßt seine Jacht „Wishton- Wttch," die HH. James »ad Frank Gibbons ihre Sloop-Jacht „Catharine" und Capt. Green seine Slo"v - Jacht „Andrew 5 Johnson" einer gründlichen Untersuchung, Z ventucll Repariruug unterziehen. Die neue r Zackt de« „Eheiapeake - Clubs" ist „Edwin t Walters" getaiist worden. Man erwartet, r zaz diesen Sommer mehrere New-Aortcr I len, darunter die dem Schauspiel-Direktor ! bester WaUack gehörige „Maggie" und Robert Butler'« „Bertram," in der Ehesapeake-Bai kreuzen werden; wenigstens sind mehrere hie- > sige Bürger zur Theilnahme an der Kreuzfahrt - Auf kommenden Montag ist eine Scqel wetifahrt mit Betheiligung von ungeiähr i zwanzig Booten von 16 bis 25 Fuß gärige ! angekündigt. Unter anderen sind die Boote „Mattie" und „I. Freeman Rasin" als Be theiligte eingetragen. Früh 9 Uhr brechen die Boote von Bostoustraße in Eanton aus, jäh ren um White-Rock und kehren dann zurück. Der erste Preis besteht in einer silbernen Kan ne, der zweite in einem Sahnen-Kanuchen, der dritte in einem silberne.'. Becher. 'Anmel dungen zur Theilnahme kann man vor Mon tag im Bauer'schen Hotel zu Danton uiachen. Die „M aryländer Staats-Te m perenz - Allianc e," durch ikre Abgeord neten in der zur Zeit hier tagendenPresbytcria »er Geneial-Asiemblee vertreten, gestern Nachmittag 3 Uhr im „Maryland Institute" eine „Massen"-Ver>ammlunq, welche sich we niger durch die Masse der Theilnehmer, als durch Massen von Fanatismus und Borur theilen auszeichnete. Die Redner waren meist bekannte Temperenz-Prediger von auswärts. Auf beute Nachmittag 3 Uhr ist wieder eine Versammlung von Freunden erzwungener Mäßigkeit nach der protestantischen Methvdi sten-iurche auf der Ecke des Broadway und der Monumentstraße ausgeschrieben. Sängerfahrt des „Germania- Männerchors." —Der „Germania-Män nerchor" begab sich gestern Morgen laut Be schlusses vom Donnerstag Abend auf eine Sängersahrt nach dem Druid Hill-Parke in einer Stärke von öv Mann. Um 48 Uhr fan den sich sämmtliche Mitglieder im „Mansion- Honie" desParkes, um das von Hrn. Thomp son hergerichtete Frühstück einzunehmen, ein. Bon da brach man zur Tour durch den schönen Park und zur Besichtigung der einzelnen ro mantisch gelegenen Punkte aus. Der Verein sang an den Haltestellen mehiere seiner belieb testen wieder, welchen von den zahlreichen Be suchern des Parkes mir der größten Aufmerk samkeit gelauscht wurde. Folgende Lieder wurden vorgetragen: „Wer hat Dich, Du schöner Wald!" „Das ist der Tag des Herrn!" „O Isis und Osiris!" „Das Feisenlreuz," „Die Kapelle," „Dir möcht' ich diese Lieder weihen," „Tie Thräne" und andere. Vom Parke aus zog die fröhliche Sängerschaar zu ihrem alten Freunde Hrn. Pelz vor dem Parke, wo noch mehrere Lieder gesungen und gleich zeitig beschlossen wurde, mehrere solcher genuß reicher Sängecsah'.ten in der Kürze zu veran stalten. Kirchliches. Die am Donnerstag Morgen in der St. Binzen! de Paula-Kirche an Nord-Frontstraße zu Ehren des Allcrh. Sakramentes eröffnete 40-stündige Andacht wurde Sonnabend früh 9 Uhr mit einem feierlichen Leviten - Amte nebst Prozeision ge schlossen. Die Kirche war geschmackvoll de korirt und die drei Altäre brillant illumnnrl. Am Hochaltare fniiglrtcn die Hochw. Väter Ryan, Grissith und Earey, sowie als Cere monieumeister der Hochw. Vater M. Tausch. Nach dem Amte wurde die Litanei der Heili gen gesungen und eine Prozession, wie am ersten Tage, abgehalten, Schlüsse er theilte Vater Ryan den heil. Segen. Der Thor unter Leitung des Hrn. E. Elanß (Frl. M. Scotti als Organistm) sang Eviicone's Messe und ein Ofsertorium: "0 uris kostw" von Hummel. Gestern Morgen fand in dcr St. Mi chaelis Kirche, Ecke der Lombard- und Wols- Slraße die jährliche Firmung durch den Hochw'sten Eizbischof Bayley stall. Die Feier wurde früh Uhr mit einer Prozession er öffnet. Die Confirmanden, 526 an der Zahl, 253 Knaben und 273 Mädchen, sowie Depu tationen von fast allen zu der Gemeinde ge höligen Gesellschaften versammellen sich zur festgesetzten Stunde aus der Ele der Wolf- n. Balcimoreslraßc und zogen durch Wolf- und Lombardstr. unter dem Geläute aller Glocken zum Haupteingange der Kirche. Sämmtliche Priester der Gemeinde und der Hochw'ste Erz bischos bildeten den Schluß der Prozession und begaben sich durch ein «Spalier der Confir manden zum Hochallare, wo die seierliche Handlung eröffnet wurde. Der Erzbijchof hielt eine kräftige Anrede an dieConsirinanden über den Werth der Gemeiudeichulen, die Po rtheile und Segnungen religiöser Erziehung nnd die Bedeuliing derFirinung und ermahnle am Schlüsse mit herzlichen Worten die Eltern und Kinder, mit ganzer Seele für die größere Ausbreitung wahren Christenthums Sorge zu tragen uud trotz Hohn und Spott Ungläu biger die Religion als alkinige Mhrerin zum wahren Lichlc zu betrachten. Die Kirche war gedrängt voll von Andächtigen, aus welchedie Feier einen erhebenden Eindruck machte und die drei Alläre erstrahlten im Blumenschmücke uud Kerzenglanze. Die Firmung nahm über zwei Stunden in Anspruch. Nach Beendi gung derselben wurde von dem Hochw'sten Prälaten eine stille Messe gehalten, welcher sämmtliche Confirmanden beiwohnten. Ein Leviten-Hochamt begann um Uhr, wobei folgende PacreS fungilien: Rektor I. Zimmer als Celebranl, F. Eberhardt als Diakon, C. Kern als Subdialou und I. W. Berger als Ceremouienmeistcr. Die Hochw. Patres Müller und Berger waren Ehrendia kone des Erzbischoss. Louis Müller, Johann Rllter, August Fay und Joseph Borgmann von der St. Alphonsus-Kirche snngirten als Altarknaben und Diener des Erzbischoss. Nach Beendigung des Hochamtes wurde vom Erzbischose der apostolische Segen ertheilt. Der Kirchcnchor unter Leitung des Hru. I.W Schmidt sang während des Levitenamtes eine Messe und ein Offeriorium: "O, Beide vom Dirigenten componirt. Das "öLue<UetuB," in der ersteren Compofition trngen Frau I. W. Schmidt und Fil. Eva Beißler effektvoll vor. In der prolestanli'ch-bischöflichen St. Peters-Kirche aus der Ecke der Lanvaleslraße und Druid-Hill-Aveiiuc wurden gestern vom Bischos Whlllington, der auch predigte, 18 Personen consirmirr. (Einweihung einer Statne.) Die vor einiger Zeit hier eingetroffene, snr die St. Michaels. Kirche bestimmte Statue des Erz engels Michael wurde gestern durch den Hochw'sten Erzbischof Bay'.ey eingeweiht. An der südöstlichen Eingangsihüre der Kirche, wo die Statue ausgestellt war, geschah die Ein seguung nach dem eindruösvollen Ritus der Kirche. Tausende von Zuschauer» waren außerhalb des Gotteshauses versammelt, um der seierlicheu Handlung beizuwohnen. Der Kirchenchor sang vor dem Weiheakle die Hym ne: "Huis ul Deuz" und nach der Ceremonie ein "'l'o Oeuui," in welches die ganze Ge meinde inner- und außerhalb der Kirche ein stimmte. Die Slatne ist 115 Fuß hoch, aus einem braunem Sandstein nachgeahmten Ma terials angesertigt, stammt aus dem Etablisse ment der HH. G. Meyer Comp, in Pins burg und wurde nach einem in München vor handenen Modelle gearbeitet. Die Plastik der Slatue ist vortrefflich; dieselbe stellt den Erzengel dar, wie er mit dem Fuße auf dem Haupte Lucifer, den Fürsten der Finsterniß, darniederhält, und wird von Kunsttennern hinsichtlich Idee und Ausführung allgemein bewundert. Die Statue, welche ain nächsten Donnerstage in der an der Fayade der Kirche angebrachlen Nische permanent aufgestellt wer den soll, ist ein Geschenk des Hrn. Joseph Tewes, Ecke der Lombard- und Annslraße. Die nichl unbedeutenden Kosten des Präsents sind noch nicht genau ermittelt. In der deutschen evangelisch lutherischen St. Jakobuskirche aus der Ecke der Ogsion- und Georgestraße sand gestern früh die jähr liche Confirmatioil stall. Nachdem der Ehrw. Dr. R. C. Beer, Seelsorger der Gemeinde, mit Zugrundelegung von Ev. St. Markus Cap.lo, V. 14, über religiöse Erziehung einen ejndiucksvollen Vortrag geHallen, wurden die Confirmanden, zehn an der Zahl, ömmlich geprüft. Pastor Dr. Beer hiell eine Ansprache an die jungen Christen und vollzog dann de ren Aufnahme in dieGemenide. Das Gottes haus prangte im schönstenßlumeii- nndGuir laiiden-Schinncke; besonders wardies mildem Altare der Fall. Den gesanglichen Theil der Feier leitete Pros. Kolhe. Abends sand in der Kirche Missionszottes dienst der Kinder statt. Pastor W. Fiskörown, Missionär von Japan und Depulirler der Presbyterianer-Assemblee, hielt eine lreffliche Ansprache. Die Sonntagsschnle steht unler der Oberaussicht des Ehrw. Dr. Beer. Bor zwei Jahren in's Lebeu gerufen, zähll sie jetzt 130 Scholaren. Die am Morgen confirmir ten Kinder erhielten Abends ,hre Confirma tionsscheine. Dr. Kemp, Superintendent der St. Marks-Soniitagöschnle, war anwesend und sprach in höchst ancregender Weise zu den Kindern. <s Die General- As s ein blee der PresbHtexianer wird sich wohl bis Mitte der Woche vertagen. Gestern predigten fremde Geistliche in einer Menge hiesiger Kirchen. Heute findet eine Vergnügungssahrt nach Annapolis statt und auch ein Besuch der Blinden-Anstatt, eine Visile in Washington zc. stehen auf dem Programme. Die Frem den exfreuen sich hier inzwischen der größte Aufmerksamkeit. Den w ei ße n Schle i er nahm vor eini gen Lagen im Kloster der „Barmherzigen Schwestern" „zur Unbefleckten Empfängnis," Nr. 12, Süd - Poppletonstraße, Frl. Anna Maguire von hier; sie heißt hinfüro Schwe ster Marie Clara Aloysia. Tod desHochw. I>. Early. Der Hochw. ?. John Eariy, Präsident des „Ge orgelown-Colleges," dessen schwere Erkran kung wir bereits gemeldet haben, ist Freitag Nachmittag um Uhr mit Tode abgegan gen. Er unterhielt sich grade mit dem auf Besuch anwesenden Erzbischos Bayley und Andern, als er am Donnerstag Nachmittage vom Schlage gerührt wurde. Der Verstor bene stand im 53. Lebensjahre und sein Tod wird in weilen Kreisen vielseitiges Beileid hervorrufen. Die Leichenfeier findet, nach dem gestern und vorgestern die Ueberreste d<s Todten im College ausgestellt waren und von Tausenden besucht wurden, heute statt. Von hier aus weiden sil, eine Menge Priester, die zu dem Verstorbenen in nahen Beziehungen standen, an der Trauerseier betheiligen. Begräbnis eines Flottenoffi ziers. Unter großem Gefolge Leidtrageu der, darunter die Maurer-Loge „Hiram Nr. 107," deren Mitglied der Verstorbene gewe sen, wurde gestern Nachmittag Thomas W. Jones von der elterlichen Wohnung ,n Nr. 178, Barlestraße.aus aus dem Oelberg-Fiied hotc beerdigt; Pastor Dr. Webster leilete die kirchlichen, Hr. Wm. B. Lyons, Meister vom Stuhle, die maurerischen Trauer - Eeremo lue'u. Der Verstorbene war erster Hülss-In genieur aus dem Vundesdampser „Wabash" und ging zu Carthagena in Spanien mit Tode ab. Jähes Ableben. Ein Bilderhänd ler, Namens Israel Purseq, betrat am Frei tag Nachmittag das Wohnhaus des Negers Rachael Hawkins an der Horkitrage, um da selhst den Betrag einer Rechnung zu collekti ren. Kaum halte er jedoch das Haus betre ten, als er vom Schlage gerührt wurde. Er starb während man ihn in einem Wagen nach seiner Wohnung in Nr. 874, West-Baltimore- Straße, brachte. Die kürzlich imFord'schen Opernhau'e zum Besten des C armeliterinnen Klo sters veranstaltete Unterhaltung ergab als Nerto-Ertrag die hübsche Summe von 920 Dollars und 50 Cts. Das Israelitische Waisenhaus. —Seit der gestern vor acht Tagen slattgesun denen Einweihung des israelitischen Waisen hauies sind folgende weitere Donationen für dasselbe eingegangen: Jsraelitiicher Damen- Nahverein K 3033.57; D. Henlein «35; M. Haller 520; üli. Siein KS. Der Austernsis che r-V erein erkannte die -Verdienste des Advokaten A. L. McClure um denielben, resp, um die kürzlich in st. Michael's wegen verpönten Austerrisanges au dem Ostuser des Staates Prozessirten, dadurch an, dag er ihn Sonnabend früh mit einem goldbekarpsteil Spazierstocke beschenkte. Der Stock trägt aus dem Knopfe die Inschrift: „Hrn. James L. McClure von seinen Clien ten in dem Auslernsang-Prozesse 1373." Der „demokratisch eJüngling s- Verein der 14. Ward" hielt am Don nerstag eine Versammlung in der „China- Halle" und erwählte folgende Beamten für das laufende Jahr: Jas. I. Flannery, Prä-- sident; Wm. H. Clifford und E. H. Snow, Vice-Präiidenten; Wm. I. Brady, correspon direuder Sekretär; I. I. Barry, Finanz-Se kretär; T. Hayes, Schatzmeister; Frank H. Krager, «Sergeant at Arms. DerDruid-Hill-Park wurde in den Freitag Abend qceudeten sieben Tagen von IVB4 Zwei-, 1525 Einspännern, 290 Reitern und Reiterinnen und 12,L57 Fußgängern, worunter die ParkbahN'Passagiere einbegrif fen sind, besucht. Gestern hatte er sich beson ders zahlreichen Zuspruches zu erfreuen, wie auch alle freien Plätze in West-Baltimore von Besuchern wimmelten. Ein VokSl- »nd Instrumental- To uz er t wird am Donnerstag Abend zum Besten der „Kirchlichen Gesellschaft der Diö zese von Maryland" in Lehmann's Halle in Nr. 277, Nord - Howardstraße, abgehalten werden. Das Programm umsagt ein Trio aus „Lucia von Lammermoor" und ein Trio aus „Maritaua." Unter den in diesem Cou zerte mitwirkenden Kräften befinden sich auch die Damen Lucy Shaw und Gclston und die HH. Gustav Rose und W. Emory. Die bevor 5t ehe n den Rennen. Unter den ReniHfcrdeii, welche während der letzten Tage nach Pimlico gebracht wurden, um an den bevorstehenden Rennen theilzuneh men, befinden sich auch „Minnie W.," „La chiel," „Skylock" und „Gao," Eigenthum des Hrn. Waldeu; „Joe Johnson," „Bandalette" u.id „Belle osÄuitralia," Eigenthum derHH. Lewis Comp, und „Jury," „Lucy Jack son," „Acjiste" und „Sabtlha," Eigenthum des Hrn. Macgrath. Die „N ör dl ich e-Ce ntr al«Bah n." Bon heute an werden die Passaqierzüge von dem Bahnhose an der Calveristraße zu nach stehenden Stunden abfahren: Parkion-Ac commodationszug Nr. 2, 7 Uhr Bormittags; Niagara-Expreiz? Uhr 40 Minuten, Vormit tags; Postzug 8 Uhr 30 Minuten Borm.; Nr. 4, ll M Vormittags; Schnellzug 1 Uar 15 Minuten, Nachm.; Z)ork-Accommo dationszug 3 Uhr 30 Minuten, Nachmittags; Parklon-Äccommodatioiiszug Nr. K, 5 Uhr 30 Minuten, Nachm.; Parkton-Accommoda tionSzug Nr. 7, K Uhr 30 Minuten, Abends; Cincinnatl-Exvreß 3 Uhr 10 Min., Abends; Nördlicher Expreß 10 Uhr 30 Min., Abends und Cockeysvllle Accommodatiouszug 11 Uhr Nachts. Der Palterson-Park. Ein Herr und eine Dame, welche Freitag Abend durch den Patterjon-Park fuhren, fanden um 53 Uhr, als sie den Park verlassen wollten, die Eingangspforte geschlossen. Der Herr stieg aus dem Wagen, össnete die Pjorte und suhr heraus, gleich daraus wurde dieselbe aber fest verschlossen. Falls eine Verordnung existirt, welche das Schließen der Parkpfortea bei'm Hereinbruch der Dämmerung vorschreibt, so sollte das Publikum wenigstens damit be kannt gemacht werden. Wiedereröffnung einer Neger- Kir ch e.—Die bischöfliche St. James-Kirche auf der Ecke der North- und Saratogastraße, einer hiesigen Negergemeinde gehörig, ist vor Kurzem gründlich renovirt worden und ward am greitagAbend wieder für den Gottesdienst eiöffliet. Eine Menge hervorragender Epis copal-Geistlicher war zugegen. Unfälle.—Frau Gibbons, eine 13-jäh rige Matrone, fiel am Donnerstag Abend, als sie in Begleitung ihrer Enkelin durch Webster- Eourt ging, auf dem Trottoir nieder und ver letzte sich erheblich, indem sie mit der linken Seite auf einen Gossenrandstein fiel. Man brachte sie nach der nahen Wohnung ihrer Tochter, wo ihr ärztlicher Beistand zu Theil ward. Fahrunfälle. Al« Sannabend früh LBUhr das Pferd mit dem Wagen des Bäckers Johann Happel von Nr. 51, Presidentslraße, auf dem Lexington-Markte vom Eigenthümer unter der Obhut seines zwölfjährigen Sohnes gelassen wurde, scheute es, ging dem Knaben dulch ynd sprengte die Lexinaron-Strage hin ab, wobei der Knabe aus'S Pflaster geschleu dert, jedoch glücklicher Weise uur wenig verletzt wurde. Das Thier galopirte nach der Char lksstraße weiter und wurde endlich nahe Bal timore-Straße von den Polizisten Moore und McJntyre aufgefangen; der Wagen hatte un bedeutende Beschädigungen erhalten. Wm. Allen, ein Neger, fünf Meilen von der Stadt an der Ha>ford-Road zu Hause, hatte vorgestern Nachmittag gegen 5 Uhr das Mißgeschick, daß an seinem Bauernwagen, mit dem er durch Franklinstraße suhr, die Deichsel zerbrach, und er herabgeschleudert und am Kopfe erheblich verletzt wurde. Zunächst erhielt cr im Spitale der Washington-Uni' versität," wohin man ihn brachte, wniidärzt lichen Beistand und wurde hernach nach seiner Wohnung geschafft. Tödtlicher Unfall. Gestern Abend ilv llhr stürzreFrau Rebecka Dimmot, eine Greisin, daheim in Nr. 117, Park-Ave., die Stiege hinab, schlug mit dem Kopfe auf und erhielt so gesährlicheVerletzunaen, daß sie binnen einer halben Stunde denGeist ausgab. Der Tod trat in Folge gewaltiger Erichütte rung des Nervensystems und innerer Blutung ein; nach dem Sturze erhielt die Äreisin das Bewußtsein nicht wieder. Dr. Mackall er achtete, nachdem er sich mit Dr. I.E. P. Bouldin, der nach dem traurigen Vorfalle so fort geholt worden war, berathen hatte, es nicht für nöthig, eine Leichenschau vorzuneh men. Schiffsunfal l.—Der Dampfer,,Fal con," Eapt. Haynie, von Baltimore nach Charleston bestimmt, ist bei Cove Point aus den Strand gerathen. Das Eisboot „Mary land," Cavt. G.'iggs, segelte am Sonnabend nach der betreffenden Stelle, um den Dam- Pser wieder in's Fahrwasser zu bringeu. Ein interessanter Prozeß we gen unbesugtenßetretens frem den Bodens undWegsahrensvon Sand wurde vorige Woche vor Friedens richter Louis Lehmann in Baltimore-County verhandelt. Die Klägerin war hie Herzogin von Leeds, in deren Namen ihr Agent Tho mas C. Aiarley durch den Advokaten E. Otis Hinkley die Klage gegen Charles I. Baker an hängig gemacht halte; des Verklagten Sach waller war E. Calvin Williams. Wie au« den Aussagen erhellte, lauste vor länger, denn einem Jahre, während Hr. Baker in Europa abwesend war, sein Oekonom oder Gärtner, wie er glaubte, von Hrn. Jeariey's Gärtner einePartie KieS, wosür er mit Gartenpflanzen bezahlen sollte; allein bei Hrn. Baker's Rück kehr verlangte Hr. Bearl-y Bezahlung für den geholten Kies und weigerte sich, seinesßerwal lers.Abkommen anzuerkennen. Daraufhin bezahlte ihm Baker K 3.60 als volle Befriedi gung des erhobenen Anspruchs aus und wies zugleich seinen Gärtner auf's Bestimmteste an, von Hrn. Jearley keinen Kies mehr zu holen. In diesem Frühjahre theilte Hrn. Baker's Gärtner dem Blumisten Hrn. Feast mit, er wünsche eine Partie Kies zu haben; dieser sagte ihm, er habe Hrn. Aearley fünf hundert Fuder Kies abgekauft uud wolle ihm, soviel er brauche, davon ablassen. Ohne Hrn. Baker oder Hrn. Uearley ein Wo« davon zu sagen, lieg nun des Ersteren Gärtner von des LetzleienGrnndstücke fünfzehnFuder Kies weg fahren, woraus Hr. Zearley ohne jegliche Be nachnchlignng Hrn. Baker wegen unbefugten Betretens des unter seiner Obhut stehenden Besitztums auf >75 Schadenersatz verklagte. Des Klägers Anwalt erhob gegen die Zuläs- gleit Hrn. Feast's Aussage, dag er den Kies Hrn. Zearley abgekauft habe, Einwand, weil zer Kauf nicht schriftlich nachgewiesen iei, und oer nicht vom Grund und Boden gesonderte nur aus Grund schrifilicher ErmääNi- Nickter wies die Emrede ab und eiklärledie Aussage sür zulässig. Hr. Feast bekundete, er babe den vom Baker'schen Gärtner wegge sahreuen Kies an denselben verkaust. Auch gegen die Zulassung dieser Auslage wurde Seitens des Kläger'schen Advokaten remon. strirt, weil der Verlaus nicht schriftlich nachge wiesen sei, und Hr. Feast, salls er selbst zum

Wegholen des Kieses berechtigt, doch dieses Recht keinem Änderen zu übertragen besagt gewesen sei; wer trotzdem das Grundeigen thum in fraglicher Absicht betrete, sei ein un< besugter Eindringling; immerhin sei Feast keine besoridereErlaubniß zum Wiederverkauft des Äieies vor dessen Wegholung durch ihn selbst oder einen seinerArbeiter ertheilt worden. Der Richter wies diese Feast'jche Aussage ab und entschied, das Recht zur Entfernung des Kieses sei nur Hrn. Feast gegeben oder ver kauft worden, und er habe keine Besugmß, es aus einen anderen zu übertragen, besessen. Die Schlugentscheidung lautete auf Auszahlung von KI 50. dem Preise von süufzehn Fudern Kies, zu 10 Eis. pro Fuhre, anHrn. V-arl.y; zugleich entlastete sie Hrn. Baker von aller Schuld, was auch d.s Klägers Anwalt in seiner Begründung der Klage that. Ein interessanter Lebens - Versiche rung«. Prozeß kommt morgen im Bun desbezirks-Gerichte zur Verhandlung. derPro zeg der Fran Elise W. Grog, Wittwe von Winfielv S. Groß, gegen die „Mutual Le bens-Bersichernngs-Gesellschast," die „Reise- Lebens Versichernngs-" und die „Kniclerbok ker Lebens.Assekurauz-Compaguie." Es han delt sich um K3SMO, den Betrag der Policen, welche der Ehemann der Klägerin in genann ten Eompagnie'll hatte. Winfield S. Groß verlor voriges Jahr in seiner Wohnung an der Uork-Road durch das Bersten einer Koh lenöllampe bei gewissen chemischen Experi menten sein Leben. Die drei Verklagten be haupten, er sei nicht todt, weshalb vor einiger Zeit die Leiche wieder ausgegraben und einer genauen äiztlichen Untersuchung unterworsen wurde. Das Gebäude, in welchem die Ex plosion vorfiel, brannte nieder, woberderLeich nam bedeutend entstellt wurde. Zu den vor geladenen Zeugen gehören Dr. Füller, welcher den Trauergotlesdieilst leitete, und der betref fende Lcichenbestalter. Als Anwälte der Klä gerin sind Milton Whitney und H. V. D. Johus engagirt; die Verklagten haben S. Teakle Wallis, Marshall K Fischer, Hinkley K Morris, Georg H. Ehandler und Archi bald Siirling, jun., zu ihre» Sachwaltern. Zu Gunsten der V er kl agten wurde am Sonnabende der Prozeß von Frau Mathilde L. Brent gegen die „Asbury-Lebens-Versiche rungs-Geselischasl von New - York" im Bun. deskreisgerichte entschieden. Die Klägerin verlangte bekanntlich die Auszahlung von ie K3OOO für zwei Policen ausßabert I. Breut't Leven, welcher am 4. Februar 1872 starb. Schwindelklage. Leander Coli sah sich am Freitage unter der Anklage, vor Hrn. W. I. Eowan unter falschen Vorspiege lungen K4l erpreßt zu haben, verhaftet unt vor Friedensrichter Myers geführt, welche! ihn nach einem Verhör bis zum Beginne de« Gerichtsverfahrens gegen Bürgschaft entließ, Diebstähle. —Vom Polizeidiener Rae wegen angeblicher Entwendung von vier Ei seuvolzen im Werthe von ,t.38, Eigeiuhuu der „Baltimore-Ohiobahn - Gesellschaft," ii Süd-Baltimore arretirt, sah sich Arthur Mc Gee dem Verjähren der Großzeschworener überwiesen. Joseph Grant wurde Sonnabend Mar. gen verhaftet, weil er angeblich zwei Rock, und ein Paar Hosen im Werthe von »35, Ei genthum des Hrn. Joseph H. Gould, Nr. 46 Ebesnutilraße, gestohlen hatte. Rrchtti Myers sandte den Angeklagten bis zu den heule stattfindenden Veihy-e in's Gefängniß Das farbige Dienstmädchen Lizzie West, welches am Freitage wegen angefchuldigw Bestehluiig seines Dienstherr!, W.H. Thomai in Nr. 4, Süd - Strickerstraße, um eine gol dene Brustnadel und Uhr nebst Kette im Wer the von KlOO nach dem westlichen Station? hakse eskorlirt wurde, erhielt, daHr. Thomas das gerichtliche Versahren nicht weiter treiben wollie, am Sonnabende seine Freiheit. Dil Sachen sand man in einem Zimmer des Hau ses verstellt. Als Deserteur von einer Bark« nahm Polizist McCullough den schwarzer Thomas Fisher f-st, aber der Reg-erungz-Ma ttoseu-Anwerbe Eommisfär setzte den Arrestan ten wieder in Freideit. Des ertirt.—Oskar Hammel, William Farren und Thomas O'Neil wurden vorge stern verhaftet, da sie beschuldigt sind, aus der Bundesarmce desertirt zu sein. Man schickt« sie nach Fort MeHenry. Kurze Notizen. Die Direktoren de> „Nördlichen Centralbahn" werden nächsten Sonnabend eine Versammlung m Philadel' phia abhalien. —Das Legen der Schienen in dem Tunne der „Baltimore-Potomac-Bahn" schreitet schnell vorwärts. Eine verdiente Ehre.—Hr. JameS R. Brewer, Kanzlist des hiesigen KreiSge richts, ist einstimmig zum Vorsitzenden de§ hiesigen demokratischen Erekutio-Comite's er wählt worden. Sicher verdient er diese Ehre , vollkommen. Geldbußen. Der' Zerstörung von Privat-Eigenthnm angeschuldigt, wurde Mar garethe Divyer vom Polizisten Davis vor Richter Thursby gesührt, welcher der Arre stantin KW Slrase nestn Kosten zudiktirte. Der Schwarze Georg R. Cole hatte sich in Barnnm's Hotel ordnungswidrig betragen und mußte, dem Richter Hagerly vorgeführt Friedensbürgjchafl stellen und, daman einßa sirmeiser in seiner Rocktasche fand, auch »5 Strafe nebst Kosten erlegen. JohnDailey hatte oen Centre-Markt zur Schlafstelle gewählt, was ihm vom Richter Hagerly >1 Strase nebst Kosten und in Er mangelung ihrer Bezahlung Gesängnißhast zuzog. Frank Wilson, ein Schwarzer, hatte die Straße verunreinigt und sollte auf R'chler Farlow's Verfügung Kl Strase nebst Kosten erlegen. Nichtzahlung dcs Geldes verhalf ihm zur Abführung nach dem Gefängnisse. Andreas Lang, ein Knabe, sprang in Ost-Ballimorc auf einen in Bewegung be findlichen Bahnzug. wosür ihn Richter Far low mit Kl nebst Kosten in Strafe nabm. Robert Joiner, ein Neger, und Johann Rost geriethen gestern wegen Trunkenheit und ordnuilgswidiiger Aufführung in die Hände der Polizei und durch Richter Bell in je tzl Slrase nebst Kosten; außerdem mußte Jeder, weil der Eiue ein Rasirmesser, der Andere ein Pistol bei sich führte. t 3 Strafe nebst Hosten erlegen, ehe sich ihnen die Thore des westlichen Slationshauses wieder össnelen. G. Fippiani und F. Fippiani sahen sich Freitag vom Friedensrichter Halcheson Jeder um Kl und Kosten gestraft, weil sie an jenem Tage in der Nähe des Broadway-Marktes eine Vorstellung mit ihrem Hund- und Affen- Cirkus gegeben nnd den Fahrweg versperrt hatten. Wegen L a nd st reich er e i bezog John Shorey aus neunzig Tage das Sladlgejäng niß. Edward Cottman und Carrie Green, eine Trnnkenboldin. wanderten aus einen Mo nat als Vagabunden nach dem Armenhause auf Bayview; Brigitte McCartney auf 30 Tage nach dem Gefängnisse. Mißhandlungen und Thätlich, leiten. Pascal Slirling, des Angrisses aus Conrad Schwarzhaupl mit einem Ber glase angeklagt, ward vor Polizeinchier Far low gebracht, der ihn bis morgen zum Schlu ßverhöre entließ. Georg Brown von Nr. 23, Easlstraße, hatte sich angeblich auf seine Fran Marie einen thätlichen Angriff erlaubt und mußte, ehe ihn Richter Hagerly wieder lausen ließ, sür küns tiges zärilicheres Benehmen gegen seine Ehe hälfte Caulion geben. Zwei Bedienstete von Barnum's Hotel, John V. Glennan und Bernhard Rileu hatten aus ihren Cameraden. den Neger Georg R. Cole, einen thätlichen Angriff verübl und wurden vom Richter Hagerly zum Stellen von Friedens-Canlion angehalten. James Baron, ein Schwarzer, wegen Durchprügelns des Hautfarbgenossen Francis Sorrell arrelirt, wurde in Ermangelung von Friedensbürgschast vom RichAr Farlow ein gesteckt. Glückliche Forellenfische r.— Lm Montag voriger Woche begaben sich fünf hie sige Bürger nach Wilcor, Eik-Tounty, Pa.. um daselbst dem Forebenfange obzuliegen. Sie waren vom Glück begünstigt, indem sie in einem Zeiträume von drei Tagen nichl we niger als 700 dieser fchmaahaflen Fische fin gen. Die Parade der 2. Miliz-Bri gade vom Gen. Karr befehligt, wird nisn mehr, da sie am Donnerstage durch des Wet ters Ungunst aufgeschoben werden mußlc, heute in Szene gehen. Außer dem fünften Regi menle, Oberst Jenkins, und dem I. Infan terie-Bataillone. Oberst Lixut. Peters, rückt auch das 1. Eavallerie-Balaillou unter Major HarryGilinor aus; wenigstens wissen wir dies von der und 3. Compagnie, unter den resp. Comyrandos von Capt. August Kaschmeyer und Capt. Job. Ray. bestimmt. Die Co lonne formirt sich um 4 Uhr Nachmittags und bewegt sich durch die von uns bereits genann len Straßen. Die ~Baltimorer" besiegt. Die „Boftorer Rothstrümpfe" und die „Bal limorec" spielten Freitag Nachmittag in Bo ston. Das Resultat war, dag die „Balti more!" von ihren Gegnern nach nenn Gan gen mit 2 gegen 3 Pointen besiegt wurden. Die „Ballimorer" hatten ein entschiedenes Unglück. Mills verrenkte bci'm 7. Gange seinen Daumen, während Carey von einem Balle in der Gegend des Magens getroffen wurde und zwar mit so'cher Heftigkeit, daß er ohnmächtig niederstürzte. McLey nahm sei- s, nen Platz ein, oerrenkte sich aber gleich da- n ranf am Fuge. Vorzekera wurden die „Bal- d timorer" abermals von den „Rothltrümpien" r g schlagen und zwar mit 7 gegen 9 Pointen, n Ein neuer Ballspiel-Club.— « Der „Lemon-Ballipiel.Club" hat sich durch r die Wahl folgender Beamten organistrt: B. L. D>xon, Capitän; I. Creswell, Sekretär; c H. Biddle, Schatzmeister; F. Coole, Ge shästiführer. Die „Neun" bilden die Hy. l Colmars, B. L. Tixon, I. Creswell, F. r Coale, M. Chaillon, McCormick, Biddle, c Cook und Gillespy. l Ballschlagspiele sind bis jetzt, wie e folgt, anberaumt: i 26. Mai. „Athlelici" gegen .AtianticZ." Broollyn. > 2«. „ »Baitimorer- gegen „Philavelphier," PyUa- > 2S. „ „Battimorer" gegen „Athletics," Philadel- Vhia. Bis dato hatten folgende Wettspiele nach stehendes Resultat: -->»>, Z A .. 0 1 0 0 I 0 0 I I Attantics v .. 1 1 » 0 1 0 v > Ballimorer 10.. 01Z112 Boston» »12.. 0000 U L s Maryländer Voog.. Ovo» L Muwals VO»U».. t>»l s >PH latelvhiir 2 2 1 I u 1 .. t> 1 S > ResolMeS u 0 u » 0 » c> .. V T I Washingtoner 0 0 0 0 2 1 UV.. Rekapitulation. »Athlet«?" Gewonnen. Verloren. Summa „Bostons" 8 2 5 "MumalS" 1 v 7 „Phiiadelphier" 9 2 11 ..RejolaleS" v !! Z „Washingtoner« S S 8 Am Sonnabende erlitten die „Atlantics" von Brooklyn, N.-N>, im Weitkampse mit den „Philadelphiein" in Philadelphia eine empfindliche Niederlage; sie brachten es nur zu 1 Pointe, während ihre Gegner deren 5 hatten. Gegen 2000 Personen jchaulen dem Spiele zu. Etwa 20 Mitglieder der Gelraide- und Mehlbörse versammelten sich am Sonnabend Morgen und organisirten den „Ballimorer Gelraide- und Mchlbörfen - Ballspiel - Club" durch die Wahl folgender Beamten: Harry Mudge, Präsident; Kelley Goolel, Sekretär; H. A. l>arr, Schatzmeister; Th. Gassaway, G. Hilt und J.Shannon, Exekutiv.Comiie. Abfahrt deS -vampfers „Leipzig." Vorgestern Nachmittag Punkt 2 Uhr lich t>'te der Dampfer „Leipzig," Capt. Jäger, mir 64 Cajüten- und 104 Zwischendecks-Passagie ren die Anker und trat, während das User mit Freunden der Scheidenden besäet war, seine Rückfahrt über Soulhampron nach Bremen an. Das obere Verdeck des stolzen Schiffes war buchstäblich vollgepsropft, und stellenweise kaum ein Stehplatz zu haben. Unter Deck hielien mehrere Cajüten- Passagiere in ihren „Zimmerchen," welche mit den Bekannten ! und Perwandten der Ausflügler bis zu fühl barer Unbequemlichkeit sich füllten, förmliche LeverS. Von diesen zum nochmaligen Händr vrucke und Abschiedstrunke aus der Stadt her beigeeilten Besuchern der Passagiere nennen wir den Achlb. Reverdy Johnson, die HH.S. Teackle Wallis, Hugh S'sfon, Heuiy Taylor von dcr „Baltimore Zeiiungs-Compagnie," Henry Tyson, Präsidenten der „Sladtpferde bahn," Charles Webb, Präsidenten des Visi laloren - CollegiumS des Stadtgefängnisses, James G. Ramfay, Georg B. Coale, John G. Ligbtbody und John Lindsay von New« Hark, Äm. Dräne von Philadelphia, Wm. 15. Prenon, Peter Kelly, Charles McCoy, Daniel Dorsey, Charles S. Kerr, Thomas H. Hall, John W. McCoy und Andere. Der Acht». Washington Booch, ZoUeinnehmer, und eine Anzahl Freunde gaben dem Dampfer in dem Zollkutter unseres Hafens eine ziem liche Slrecke den Flug hinab das Geleite. Die Ladung der „Leipug" bestand in fol genden Frachtgütern: 417ÄallenBanmwolle, 12 Ballen Baumwoll-Zwillich, 802 Oxhoflen Taback, 970 Säcken Gerberrinde, 2255 Schef fein Welschkorn, 250 Fässern Äepfel, 16,613 Pfund Schmalz, ZOO Kisten Austern in Blech büchsen, 25 Kisten Flavine, 450Ki>'tenStärke, 63 Fässern Waizenmehl London) und 2 Fässern Maismehl. Die Unterredung zwischen John H Lanivlcy und HoUohan. H?. John Lampley. der Galle der ermorde ten Frau Lampley, besuchte, wie wir bereits berichteten, Hollohan am Freitag im hiesigen . Gesängnisse. Er Halle eine Anssorderung vom Scheriff Kane erhallen, da Hollohan den . Wunsch ausgesprochen hatte, ihn zu sehen. Als der Gatte der unglücklichen Frau und der 1 Berurlheilte eiyander gegenüber standen, er , griff der Erstere Hollohan's Hände und hielt dieselben lange in den feinigen. Dabei sprach z er sein Bedanern aus über die traurige Lage des Verurtheillen. Im Laufe der Unterredung erzählte Hollohan noch einmal die Umstände, . welche die Mordthat begleiteten, und zwar in derselben Weise, wie er sie in seinem niederge schriebenen Bekenntnisse dargelegt hat. Er wiederholte, daß er kaum begreifen könne, wie er sich so leicht zu der Mordthal hatte über ' reden lassen können. ES sei anfänglich durch, aus nicht seine Absicht gewesen, die Frau :u ermorden; er habe nur ja den Belitz des Gel , des gelangen wollen. Schon im Anfange des vorigen Herbste« habe er mit Nicholson einen Plan enttvorfen, aus welche Weise Beide sich am Leichtesten das Geld aneignen könnten. Bald nachdem sie den Plan entworfen, hätten sie sich an einem Abend, wo sie in Erfahrung r gebracht, daß Hr. Lampley nicht zu Hanfe sei, zu dessen Gattin begeben, um den Raub aus. . zuführen. Hr. L. kehrle jedoch früher zurück, als sie erwariet hatten, und der Raub uuler - blieb. Hollohan erzählte ferner, daß Nichol son ihm milgethein habe, es befänden sich S4OOO bis K5OOO baares Geld in Lampley's 2 Hause. Zugleich habe Nicholson ihm dieAn - Weisung gegeben, unten an der Treppe Wacht zu halten und irgend Jemanden, der sie bef t?r Thal zufällig überraschen ssllle. zu bcieillgen. , Za diesem Zwecke habe er (Hollohan) ein pistol . zu sich gesleät. Hollohan theilte serner dem Galten der Ermordeten mit. wo das Papier- und das Silbergeld verborgen seien. Das 2 Papiergeld befinde sich in einer Blechbüchse, die neben einem Hause im östlichen Stadt- theile vergraben sei. Das Silbergeld dagegen, welches gleichfalls in eine Blechbüchse gethan worden, habe man in's Wasser versenkt. Hr.Lampley sprach die Befürchtung aus, daß das Geld jedenfalls so tief in den Schlamm versunken sei, daß er es schwerlich wieder er hallen werde. Hollohan, sowie auch Hr. ! Lampley waren Beide der Anficht, daß das Papiergeld wahrscheinlich von Nicholson'« 2 Freunden, die den Ausbewahrungsort kann len, längst bei Seile geschasst wäre, obgleich dieselben aussagten, daß sie nichl im Srande gewesen wären, das Geld zu finden. Hr. Lampley sagte zu Hollohan, daß er ihm gern das Leben retten würde, salls es in seiner Macht stände. Er hege leinen Groll und kein bitteres Gefühl gegen ihn, Nicholson dagegen sei ein verächtlicher Mensch, ein feiger, hinter. listiger Mörder. Er verwies Hollohan auf " Gott und icdete ihm tief in's Gewissen. Wenn seine Reue eine ernstliche sei, w würde er seinem Opfer in einer anderen Welt, wo ' keine Rache und leine Feindschaft herrsche, wieder begegnen. Bei dieserAeußerung quol len dem schlkergeprüften Manne die Thränen aus den Augen und auch der Veruriheilte weinte. Der Letztere sagte, daß er mit Freu den sein Leben darum geben wittde, wenn er ' damit Frau Lampley von den Todten aufer- wecken tonne. (Ein Redensart, die man von Hollohan, der ohnehin in kurzer Zeit seine Thal mit dem Leben büßen muß, kaum hätte erwarten sollen.) Während der Unterredung that Hr. Lamp ley solgende Aeußerung: „Hollohan, Sie ha ben einen elenden Menschen aus mir gemacht. Hätten Sie mir Alles genommen und mir nur mein Weib gelassen, so würde ich heute leinen Kummer sühlcn." Dann zog der alte Mann ein Blatt aus seiner Taiche hervor. Aus demselben stand der Vers, den er auf den Grabstein der Ermordeten hatte setzen lassen. Als er den Vers dem Verurtheilten vorgelesen halte, machte dieser die naive Bemerkung, daß derselbe ängerst passend se>. Der einzigeGeistliche, welcher mit Hollohan verkehrt, ist der Ehrw. H. Di,ll. Außer die sem ist Jedem der Zutritt zu Hollohan's Zelle untersagt. Am «onnabend Morgen in aller Frühe be gab sich Hr. Lample» aus den Weg, um das Geld zu suchen; ob er es g.funden hat, ist uns nichl bekannt, jedoch läßt sich mil Sicherheil annehai'ii, daß seine Mühe eine vergebliche war. Er wünscht das Geld nur aus dem Grunde wieder zu erlangen, um auf der Ruhestätte seiner Frau einen prächligenGrab stein zu errichten. Nicholson'? Frau befindet sich in einem be klagenswerlhen Zustande. Ihre Gesundheit wird zusehends schwächer, und die einst so blü hende Frau gleicht heute einem Schallen. Ihre beiden Kinder (ein Knabe von 7 und cinMäd chen von 5 Jahren) vermögen das surchlbare Verhängniß, welches üher ihrer Fqmilie schwebt, noch nichl zu fassen; ans ihrenAuzen strahlt noch die Lust der Jugend, abex in spä- i leren Jahren wird oft ein schatten ihre Ge sichlszüge verdunkeln, wenn sie sich ihres Va- lers erinnern. Nicholson hat zu wiederholten Malen den Wunsch ausgesprochen, seine Kinder noch ein- k mal zu sehen; aber der Eindruck, den eine sol- i che Begegnung aus die zarlen Kindesgemüther l machen müßle, hat Diejenigen, unter deren k Obhut sich heute die Kinder befinden, bewo- r gen, dem Wunsche des Uebersührien nicht nach- i zukommen. z Di: Hinrichtung Hollohan's wird die erste < sein, welche innerhalb eines Zeitraumes von s mehreren Jahren in unseier Stadt stattgefun- j den. Bei'm Scherjff Kane laufen täglich zahl- i reiche Schreiben solcher Personen ein, welche l um Plätze nachsuchen, von denen sie das i Schauspiel der Hinrichtung mit ansehen kön- ! neu. Wie wir vernehmen, gedenkt jedoch der ! Scheriss, keines dieser Gesuche zu berücksichti- ' gen. ! Wie wir später erfahren, war Hrn. Lamp ley's Mühe, wieder seinem Gelde zu kom me», eine vergebliche. Seine Schätze sollen angeblich an einer Stelle in Jones' Fällen, nahe der Eastern-Averiue, liegen. Obgleich > er den ganzen Sonnabend hindurch an der - ihm bezeichneten Stelle grub und suchte und dabei eine zahlreiche neugierigeMenjchenmenge um sich versammelte, so waren doch alleArbeit und Mühe umsonst. Er wird wohl schon zur Ueberzeugung gekommen sein, dag er an dem von Hollohau bezeichneten Platze sein Geld nie finden wird. Schiffsnachrichtcn. Tie Briag^Melrose,' Last. Briggi, fuhr Sonna langie am I. Mai von Baltimore in Kort dt Frau» Die deutsche Gerichtsverhandlungen. Kur heule ist Nr. für morgen Nr. 25, IS, »reiigtrichi fürßaitimore-Countq der Charles Francis uni> Andere! ftstirt A. K' L>< ! richiShoseS Heute stehen Nr. 12» bis 15l rerProzeß ' ' Bundes A (Bor Richter ' Belker Mal Hilde . e^- . dolph wi cr Kran«; Einritt a?srechi erhal. —V-lite lominen »2 bis n!i°eer Prozeß z Frau IL. A. Flemming, Angriff auf ten - Stwa^ - Thomas Nernan. ihalUchrr ZohnWaro, iitto, Kranz Fordach, Angriff auf JamcS , McKarla >v, diüo JamrS ÄicKarlanr, Anzetteln eine? Tumultes ditto; I H. McLaughlm. Zerstören srem. , den ElgenlhumS, dii o, Christian Wehr, Mixhandlung N vor, R sine Wehr iahiveseni), diilp. Pen G-lchwore, N-Il uderwicMi I, C S-leigerwatd, Augriff auf Joh, P Müller. D>e würd- hii heute iruh ver » tag». ÄtbsahrtStcnzc der curopäisciien Damsfer. New -Z) ork, 2Z. Mai l „Europa" Mai. Biaigow de Paris" !il. 5, „Main" SI. ~ Bremen „C iiy 5. Livervool Vermischte Berichte. Schreckliches Elend yon Emi granten. Vor ungesähr drei Wochen schiffte sich ein gewisser Schnackenberg mit seiner Fiau und acht Kindern, welche bis da hin eiu kleines Grundstück im DoiftLikienth-f bei Bremen besessen und diesrs sür eine gerin ge Summe verkaust halte, aus dem Dampfer „Leipzig" ein, um sich zu seinen Verwandien nach Concordia, Miss., zu begeben. Sie landeten nach ungesähr achtzehiitägizer Fahrt in Baltimore, wo sie einen Eniigianieiijug bestiegen. Auf der Fahrt nach St. Louis er kcankie der unglückliche Familienvater an den Pocken. Niemand Halle 'Mitleid mit der ar men Familie, deren Klagen von den Beamten und andern Passagieren, welche zum größten Theil Jrländer waren, nicht verstanden wur den. Nach sechstägigcr Fahrt langte die Familie in St. LouiS an. Die Beamten der Bahn brachten sie auf einen Expiek wagen, aus dem sie von dem Bahnhofe der „Ohio- und Mississippi-Bahn" ;n Ost - St. Louis nach dem der „Pacific-Lahn" an der siebenten Straße tranSportirt wurden, wo sie aussteigen mußten. Den Kranke», der sich im heftigsten Fieber-Delirium besand, legte der Kutscher aus das Trottoir an der siebenten Straße und fuhr dann, ohne sich um die Ver lassenen zu bekümmern oder ihnen einen Ra h zu ertheilen, .davon. Im strömenden Regen drängten sich die kleineren Kmder an die Mül ler heran, welche neben ihrem bewußtlosen Gatlen lniele und fein Gesicht mit Thränen benetzte. Herzlos gingen die Menschen vor über, welche entweder daö Elend nicht bemerk len oder es nicht bemerken wollten. Mehrere Stunden hatten d!e Unglücklichen in dieser Laze bcreilS zugebracht, als ein Pslizist er schien und sie nach dem Gesnndheitsamte brachte. Dr. Tudolski sandle Schnacienberg sofort nach dem Hospital ur>d veranstclteie uulcr den Beamten dcs Gesundheitsamtes eine Collekte, welche so reichlich ausfiel, daß die Frau und Kinder mit Lebensmitlein ver sehen werden und die Weiterreise nach Con cordia, Miss., antreten kounlen. (W.P.) Ein siebenjähriger Mörder.— (Er erschlägt kaltblütig ein vierjähriges Mäd cl>en.) Am Dienstag voriger Woche wurde ern vierjähriges Negermädchen, deren Ellern uu gkfähr 5 Meilen von Lynchburg, La., aus den Ländereien des Maiurs Robert L. Saunde?« in Campbell wohnen, von ihren Eltern ver mißt und als sie bis gegen Abend nicht nach Hause gekommen war, so wurde sosort eine Nachforschung nach ihr angestellt. Nach mehr tägigem vergeblichem Suchen fand man sie endlich am Freitag Morgen ans einem Felde, das von dem Hanse ihres Valers ziemlich ent fernt lag, Sie war todt »nd eine Untersu chung der Leiche zeigle bald, daß sie ermordet worden war, denn der Kops war säst zu -drei geflogen. Ueber der Leiche lag ein ungefähr 7 Fuß langer Stock, der mit Blut ui d Waa ren bedeckt und offenbar als Mordnisiru mcnt benutzt worden war. Es wurde sofort eine Jury von demCoioner zusammenberusen und eine Unlersuchung begonnen. Es wurde bald gezeigt, daß ein Negerknabe, Namens Jesse Penn, der erst sieben Jahre zählt, den Mord verübt haben müsse und derselbe wurde deshalb aufgesucht. Er gestand sofort ein, das Mädchen erschlagen zu haben, weil es ihm eine ihm gehörige Kugel nicht geben wollte. Er habe es getödret, damit er ihm dann die Kugel abnehmen könne. Der junge Mörder zeigle nicht die geringste Spur von Reue über oie blutige That und sürchtete sich auch nicht, als man ihm von der ihm möglicher Weise erwartenden Strafe sagte. Die Jury gab natürlich ein mit den Thatsachen im Ein llang stehendes Verdikl ab, ordnele aber die Freilassung des Knaben an, weil derselbe zu jung und zu verwahrlost fei, um für das ver brechen verantwortlich gehauen werden zu können. Eine Beiierungsanstall scheint es in der dortigen Gegend nichl zu geben. Zur Wiener ÄuSsteUung» »Wech sel und Erevitbrlcfe. Die bevorstehende Wiener Welt - Ausstel lung, welche am I. Mai beginnt und mnth maglich nicht vor dem 2. Nov. schließen wird, hat die Reiselust des ainerikanlschea Publi kums in so hohem Grade entwickelt, haß ich mich veranlaßt sehe, die Aufmerksamkeit des Publikums aufdie Ausstellung von Kre ditbriefen zu lenken, nach welchen bei dieser Gelegenheit ein größerer Begehr, als bisher, sein wird. Ich habe diesen Umstand antiei. pirt und daraus hin die umfassendsten Vorbe- j reitungen mit den größeren mit mir in Ver bindung stehenden Bankdauseru Eurova's, nait>enllich mit der „Union > vank" to Wien, einem der bedeutendilen Geld- ' Jnstituie Qettreich's abgeschlossen. ' Wechiel und Kreditbriefe zu den nicdrigsteu Ratende, F. Naine. Das Maikest der „>ttaltiniorcr » Sebutzen GeseUsckiaft" findet heute, den 26. Mai, im Parke an ' der Bcla>r-Avenuc statt. Das Arrangewents- > Comite hat Alles aufgeboten, um dieses - zu einem brillanten zu machen. Ten ' Schützen und Keglern winken ivcNhvaUe ! Gewinne, während den Tanzlustigen der große Saal von Nachmittags 1 bis Abends 11 Uhr zur Verfügung steht. D'raußen im . Garlen wird prächtige Conzertmustt erichal len und am Abend soll der ganze Park sogar illuminllt werden, sodaß der Besucher den Eindruck erhält, als wandle er in einem Zau berganen. Hoffentlich wird der Himmel am Montage kein böies Gesicht machen, sondern seme Sonne freundlich erglänzen lassen. Ties ist der Wunicb aller Schulzen, und ireng der selbe in Etsüllung gehl, w dürseu wir um Be stimmlhelt einem gioßarligen ge»e entgegen sehen. Das Picnic und Sonimernachtsscst der 4). >sct»ulc findet Montag, den 26. Mai, in Muth's allem Schütze»t>ose statt. Ta die umsasjeud. sten Vorbeiettunzen getrosten sind, so w>rd sich dieies Fest voraussichtlich zu einer brillan ten Astaire gestallen. Der Ehor der deutschen btschöfltchen Merhodlite»-Kirche an der » Avenue wird heule, den 26. Mai, zum Besten einer neuen Orgel ein Conzitt in Raine's Halle geben, bei wel chem melpere nainhafte hiesige Künstler mit. wirken werden. Die FrulilinffS-Nciinen ocs ..Mary läiikcr Zo-keti-(slubS" werden Dlenftag, den 27. lliren Ansang nehmen und bis Freitag, den BV. Mai, an dauern. Tie Musik wird das MusikcorpS des 5. Regiments liesern. Der „Hunge Manncrchor" wird seinen ersten Zonn lag, den 6. Juli, uach Monumenial Fishing- Grove machen. Schrislliche Angebote sur den Schenk-, Eß- nnd Eondlloilland werden bls Dienstag, den Juni, im VereinSlokale bei Hin. E. Herold, Ecke der Fal>elle- und Eanalslraße, entgegni geliommen. Der „Ost - Batnniorcr Lieoerkranz" lnacht jelucu ersteu Tainpibool - Äusslug Sonntag, den 15. Juni, nach „Monumenial Hishllig-Glove." Schrisiliaie Osserlen für den Schenk-, Eß- und künne» bis Donnerstag, den 2'.». Mai, im Vereins lokale, Rr. 128, eingerelchl werden. Der Gesangverein ~Harmonie" > wird Montag, den 2. Jani, sein großes s tjfingstfest 1» Louis Muth s altem Schutzen ' Hose an der Belair-Road abhalten. Der ~Sch»Uerbnnd Nr. 7, des dent- schcn Ordens der schwarzen Stltlcr'' seiert heule, den 26. Mai, ein großes Mai - fest im Darley-Parle. Für umfassende Vor- keyrungcn ist in >eder Weise Sorge geiragen, . und wenn der Himmel nurein h.ittres Gtstcht ' zu dem Feste ii>achl, so wird der Fivhlicht>ll Montag sicher das Szepter im Darle»j-Pa?le führen. ! Der „Baltiinvrer ! Nr. t" ' wird Pfingstmontag, den 2. Juui, ein großes ! Picnic im «Lailey-Parke abhatten. Sicher ! wird dasselbe wieder wie in früheren Jahren - ein höchst amüsantes werden und den Theil . nehmern einige angenedme Stunden bereiten. ! Der „Allgemeine «arbler - ttnter ' htnyurigs-iZrrettt von »jattl!i.ore ' . begeMMoutag, den g. Juni, sein mles großes Picnic in Rost s Hain an der Belair-Roav. z Am Äbend wird der Park illiiminirt und ein ? brillantes Feueriverk abgebrannt melden, z Die Abthcltunq ; des ~H»ldtsc ' Bundes" - seierlMontaq deu 9. Juni, ein großes Picnic in Höhnervogl's Gartm in Highlandtoivii. Hr. loticivn G. Fischer, Ecke der 1. n»d Jefsersonslraize in Bloc.kkiiii, Anne Arnndel Connlii, wiid 'eine neue Win!» jchast heule!ltachi'.>itlag mit einem vorlreff ! llch?n Lunsch ervssnen. Abends findet ein Tanzkränzchen Hatt. Die Step!>anus'Sc!,ttic hält Dienstag, den Ii). Juni, ein großes Pic nic im „Gieenwovd-Parte" an der Belair- Road ab. Der,,Marulä»drr Turnverein ' seiert Montag, den !l. Juni, in dem barle des Hrn. Louis Mulh an der Belair - Raad ein großes Picnic und SommcrnachtSfesl, ver bunden mit Schau, und Preislurnen. Hr. H. <Sct»ubeit macht seinen Freunden und Bekannten die Anzeige, daß er seini! Wirthschaft in Nr. 19, West-brallsiraße, neu eingerichiel hat und dieselbe heule mit einem solennen Lunsche eiössnen wird. Die Eompagnie A, de« (vouvernenrs Leibgarde, hat ihr Picnic bis zum 5. Jnni verschoben, weil die große Parade, die wegen des schlichten Wetters am 22. ds. Mls. nicht stattfinden konnle, heule, dem ursprünglich sür'S bicaic festgesetzten Taa?, abgehalten werden wird. Hr. E. Lohmever ladet seine Freunde und Bekannte aus Ton ' uerstaz, den 29. Mai, zu dem jährlichen Mai ' 'este auf seinem Platze an der Bclair - Roao ein. j Hr. Helnrllv LvoS, , Nr. 18, Süd - Frede»i.lstraße, machl seiiieu Freunden und Bekannten die Anzeige, daß er , eine frische Sendung Bremer uno Kitzinger e Bier in Flaschen erhallen hat. Gpart (Sure DottörS , Rech -5 NltNft ! Wenn Lr. Wiuar's W ildkir - schenbalfam Erkältniig, Huilen und l Lungenblnlung kurirr und dls Mensch »Tod . seirid, der Auszehrung, Halt gebietet, so le>- i stet es mehr, als die meisten Aerzte thun kör ! nen. Der Gebrauch eincr einzigen, nur einen , Dollar kostenden Flasche wird den Unglanbi : gen davon überzeuge», daß er sich na>i> leiner l aiiveren Hülse umtllsehe» braucht. Als Blul und Sasle reinigendes ist das Karlsbader Sprudel ' Dasselbe wi-d von ' vielen Äerzi?« gegen Uuverdaulichkeil, Kops ' schmerzen, Mangel an Ä>)peiir und alle Uebel, > welche aus llnerduuiig deS Magens oder der ' cnlsteyen, angewendet. A. V 0 geler C 0 mp. stud die Agenten für Amerika. im-) - ä?Co., Provisionen Händler > und Bratwurstmacher, süße, Kiilleln Ii w aul Laqev. > W ur ftij, cii stets vorräihlg lm > Elabtissemsitt an der verlängerten Pennsyl vania-Avenne. Dkaektstände : Hanover»» ?>.^»^iil^ton>^iiir no.Markt. e, cin. <t-.c,^UiM.^Po^o,ncc- Jnducement für und Konsumenten! "» Kud'itum und^defterc irisilieWursl. ra u cherte Äur »t BcräuchertcS oll<r Ar> lalob Sie. undVernigton-, V-N V-- Vea-rl Ecke une !>oricst>lti «. Mittnacbt. Nr. LÄ. Penn!.-A°> n»k! L. S!tei»iiosee. it.ÄaUimoicftr.; V «» ?! 2>''> ""d « H. Sticliter, Nr. l!»g> nnd «. Haupt-ZUeberlaze Sie. Kord- Sinbunden Dollare bezahlen wir Jedem, welcher aachweij't, daß nur die alleraeiinaiite Mcnqe Wor ohmm oder Lftium in H. Richer'« «,c«I»lve Soc entdalien m''' andern der Falle .. Mutter, zedt mir ihn Sn'-n Kind?»n. dann weide, derleide erlcichteri das Hahnen und g»di ihnen einen gesunden Echia». Zed>r ÄS!-lbUe, bat Sxrap aus r'aqer; 2Z CeniS vr? ». « R.-dter, (PtarzB.t Baltimore Md. P. Hansou Hiß <K Comp., Möbeln und Vorhänge-Stoffe, französische Zirrrathen Str. «ord-EharleSstraße. lSiiglZ,lZMle.4.s.» i Börsenberichte. Laichtet von Wm. F«sder b 5 Söhnen, Nr. ü2, Soulhstraße. va l t! in oi « ccn .t. Mal iilbendb i Uhr. Ber!. «1 - . .-7 - aUt? - .5.. >vahn ?I «!? v"N».,c «<,r, ' 7 "" v — >öa vr t»7...».. L)(1 6lto«K 56 Iva Äonj t, e. Ii !>l>i! icul '77 vr <).. »-. - «°rSenl6r»ld9»v — CentQh^!!. dr PM - !d WDidtjr2.j,'R><«7 «atta ~. inz. _ _ l'taiciji!i7r' l.^ >tich»Dan l. ?I. vor» - - IM «°!l°Q ,2.^ 7, -wde.lu-n- « t d.rh.-sizen d.. d„.o j>"" Z-? !« l dl.la h. ~ >»» 1.0« t„,o l° -X« t.-.o d° ,° 1? ? Ä °llio tmo ,a", Blrqinia Honlols »>,lo Stt,o « blloßirsililaüoni»is. t/110 d.>w >1 .>M^PitiZdmg-«oi!..«,a,n>.Oi)i'' 'i >V ?!» d.iin v.iiö ' " I.Wl.Weiii 'Md.-Bahu-.Obl ..,.H gr l.vUi».«t-...>!i«r.-«a»n>. Ob»-,,.. v-. " «>.r. «-B.dn l,m> Gu.ö 9a/> -N »«r.M.a.-» ---«ant-.".....^? de^.. - d» b>llo o.uo ti-l» ' ' -!! ° d iw >, ', Sr<ct » t?> u°» - t 6 dmo d>l>° 'ömö », > dMO d>lla t>llo . . ««a>-?»orrcr Bo>d,im> bei Straße ... B>r. Sl.-ölrr ' » . b.Ai«, - . ......'. : !!;» - ' .7"..!^ - I » ° IS6Bcr . tH.4ütr v. -t.»coe»v»r »int M> Ij - url k, r 'u' S!tilnla«»r, «enlial-PaclKc 6er...'!'. ' lln>on " ' !..... «Äc'M?.°l »»ü'.'.'.'.l'."'. ö-r. Sl. V '?v MercharilL' Union Erprrh...... »°>. S '/s ' U -»> «ientral t vu«,on S,!»kr N. R.".'.'"1,.»^ Prti'i'..... -?I^ > v-rüv lÄl'' ' Rkadixz S-tlp " Zic-z-Icrse» R ' , !lcreiani> ck PiiiZi urz u: Weizern '... ' > . Ittloriikt r Rsü-Island Mil. und »l Paul ... Mi!, uai» St. Pasl, ürelcr'd .'.7,^ . 4"" T"vnt"?".?!? K'« Odio und Mlstillixl - Zdicago und Alton „,!, Han'l und «t. Zoe . DU Va? z llu.oii Pacistc Lantenbachs 71.' it il L r Lv« k ti c rnn.zt 'rnnih<!it>n t<z uns o c «>s zun, uor ?en "lldc?s ' i >r «c,e,ug»ng dcc ü!>clrucb.n» G<pri,!> und r,nrsohr>n von d-n H.rrn -jalindrueii Hoop-e, -ir.ch, Vurion, Tu- 5V <'«»> S uro n«asci,e. «.'b-llaac ln «°br.i Va..i«^b.i^', «<l allen und Apoihetern zu haben. SVB?kI>SI» ! MMrr s dy « pcp tische » - Invifloratvr Pflanzen-Präparat wunderbare heilende Eigenschaft«! ' TllSprpsir unk . « ... Lrticrkrankhklt,., Äilb > uli> t, Galltiitrankd.'! Kdpslchmekj «er»op,u,ig. Man klimme nach Vr. 52, Stord-Howardstr., kaufe rinr Klasckc, und wenn nach deren Gedrauche keine Vess?runa nerivitrt, ja wird das Geld zuriictgegeben. Ä. I. LKiUer,Eigenthümer, »reis vro Zlaschc oder > Fl«- Das große Heilmittel für Schwindsucht, welche durch zeitige Zuflucht zu diesem Mu sterpräparate geheilt werden kann, wie es durch die Hunderte von Zeugnissen, welche die Eigenthümer erhalten haben, bewiesen wird. Tiefes ist von vielen hervorragen den Aerzten anerkannt als das zuverläs> sigste Heilmittel zur Erleichterung und Hei lung aller Lungenleiden, das je eingeführt wurde, und es wird dem Publikum als durch die Erfahrung von mehr, als vier Jahr zehnten erprobt angeboten. Wenn man in der Zeit dazu seine Zuflucht nimmt, so ermangelt es selten, Heilung zu bringen, auch in den schärfsten Fällen von Husten, Bronchitis, Croup, Keuchhusten, Grippe, Asthma, Erkältung, Rachengeschwüren, Schmerzen in der Brust, Seitenslich, Le berleiden, Lungenblutung zc. Wistar's Balsam macht einen Husten nicht trocken und läßt die Ursache zurück, wie dies die meisten Präparate thun, sondern er löf't ihn und reinigt die Lungen und besänftigt den Reizzustand, in dem er aus diese Weise die Ursache des Leidens entfernt. Seth TL. Fowle S 5 Söhnen, lvoston, Mass. ZahabkilbliallenApotherern: (Apr ZS II ,i.a.W ) »Vaste! 'Passe ! »a« »er «altlmoregr. »5« P «v.-»»»»»,.

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