Newspaper of Der Deutsche Correspondent, May 30, 1873, Page 4

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated May 30, 1873 Page 4
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Der Teutsche Correspondent. Baltimore, HO. Mai 187 N» Stadt Baitiuwre. "Der Mörder Nicholson. Gestern oegaun vor dem Avpellgcnchte zu Annapolis das Argument zu Gunsten der Ge wähiuvg eines neuen Prozesses sür Nicholson. Advokat W. F. Tucker redete zuerst als An wall Nicholson s, ihm solgte der Staatsan walt Revell und die Schlußrede hält heule Hr. W. H. Tuck, der zweite Advokat des An gcllaglen. Alle Richter waren zugegen, und jedes Plätzchen des SaaleS mit Zuhörern an gefüllt, worunter sich auch mehrere Mitglieder des Baltimorer Barreaus und Privatperso nen befanden. Nicholson'? Anwalt versuchte den Beweis zu führen, daß, wenn eine amt liche Person (Geheimpolizist Lrone) von Je mandem unter dem Eindrucke, daß ein Ge ständnis ihm zum Vortheile gereichen würde, ein solches erlan.qe, dasselbe nicht zulässig, selbst wenn es durch eine dritte Person ge macht worden sei. Bon Nicholson habe man eiu Geständmß durch Zusicherung von Vor theilen erlangt, die dem Angeklagten zu Gute kommen sollten, während ber der Vorlage des selben im Geilchic Ms mit der An u. Weise 'einer Erlangung verbundene Testtmomum ausgeschlossen worden sei. Das Geständniß sei kein freiwilliges, sondern ein gewissermaßen crzirungenes gewesen und könne als solches nicht zur Beweisführung gegen einen Ange- gelten. Der Staat behauptet dage- Igen, daß keine ungesetzliche Mittel benutzt »worden seien, um vou Nicholson ein Geständ k »iß zu erlange». Der Mann habe einfach die That bekannt, und die Umstände hätten seinen Aussagen das Siegel der Wahrheit ausgeprägt. Nicht ohne Spannung verfolgt man die zur Zeit in Annapolis schwebenden Verhand lungen, obwohl die Ansicht der meistenNechts gelehrlen dahin geht, daß das von Nicholson abgelegte Bekenntniß vollkommene Rechts kraft hatte und als zuläßlich angesehen wer den muß. Alleroings möge N. geglaubt ha den, dag er durch sein Bekenntniß >ich die Vortheile eines StaatSzeugen gesichert, aber Nichts liege vor, um die Annahme zuzulas sen, dag unter solcher Bedingung der Ange klagte reine Brust gemacht habe. Wir bezwci sclii sehr, dag Nicholson einen neuen Prozeß erhalten und in diesem sein Bekenntniß, als nicht zuläisig, abgewiesen werden wird. Nicht wenig ist man zudem im Publikum grade ge gen Nicholson eingenommen, der, wenn über- Haupt ein Unterschied geinacht weiden kann, doch die erste Anregung zu dem Besuche des Lampley'ichkil Hauses und der Ermordung der allen Frau aab. Das gestrige Keller. Depeschen' welche bis gestern Nachmittag 55 Uhr aus dem Büicau des Signal-Corps eingelaufen sind, belichteten Regen aus Alpena, Mich., An gusta, Ga., Kucxville, Porlland, Oreg., To ronto, Saugeeu und Port Dover, Canada. Tcr Mississippi stieg bei St. Paul, Shreve port und St. Louis, fiel aber längs dcrJowa- Grenze, sowie bei Memphis. Der Ohio siel überall mit Ausnahme bei Cauo, wo er 5 Fuß und 4 Zoll stieg, während der Missouri nnd Cumbeüand zurücktraten. Der Thermometer stand in Baltimore aus 84. in New.Jork auf 79, tu Philadelphia auf 8> . in Boilon ans 84, in Buffalo auf 09, in Clevcland auf 81, iu Cinclnnatl auf 81, in Cbarleston auf 80, iu Memphis auf 88, in Nashvttle auf 81, in St. Lonis auf 82, in San FranziSco ans 57, in Omaha auf 83, in Savannah aus 84, in Indianapolis aus 83, IN Lonievllle aus 78, in Chicago aus 47, in New-OrleavS aus 81, in Cheyennc auf 58 und iu Lake.City, Fla., aus 104 Grad. W e ttcr au sj i ch tc n. Nordöstliche und lüdösiliche Winde, steigende« Barometer, bewölkter Himmel uud möglicher Weise Re gcn. Heute Nachmittag um 8 Uhr findet in dem „Loudon-Park-Friedhose" die vielbesprochene räbers ch m ilckn n g statt. Fuhrwerke haben beute keinen Einlaß zum Begräbniß hofe. Tcr musikalische Theil der Feier steht linier der Direktion des Pros. J.Dcems. DaS Postamt wird hente schon um 12 Uhr Mittags geschlcsscn, aber die 2 Uhr - Briefdestellung 'dnrch die Träger stattfinden. Die Sceschnl c.-Morgen findet in der Seeichulc zu Aunapolis die Vertheilnng dcr Diplome au die Abiturienten statt, i Entwe der wird Präsident Grant selbst oder dcr Scc amtsseiretär Robcson die Diplome vertheilen. Einer der Schüler, welche die Anstatt verlas sen, ist cin Japanese; der sich ebensalls in der Sccichulc anshatteiidc japanesliche Fürst Azu ma tritt in eine höhere Classe; der Farbige ConyerS steht schlecht, wird aber doch der Aus stoßung entgehen. Die Graduirleu erhalten Urlaub biS zur Einstellung in den regelmäßi gen Dienst. Patcntc erhielten Dienstag solgende Er finder vom Patcntainlc in Waihingion: Fer dinand C. Chalard, jun., in Baltimore auf eincn Zug Regnlaior bei Heiznngs-Apvara tcn; Wm. V. Tuckcr, Assignatär von Frisby Lloyd in Baltimore, auf die Anfertigung vou künstlichem hydrauliichcnCement; CarlMayer in Baltimore auf eiucLampe; Georg F.Abra ham, Alstqnatär von Daniel Claridge inßal« ltmore, auf Manne-Elsenschränke; Joseph S. Merriken in Baltimore auf eine Maurerkelle; Sidncy T. Taylor in Baltimore aus einen Wasserheiz-Apparat sür Dampskcsscl; Wm. T. Thoroughgood in Salisbnry, Md., auf nne Vorrichtung zum Belöpfen von Eisen bolzen; R. F. Hunter in Staunion, Va., Aisignatär von A.F. Randau, T. Hood und O. F. PreSbiey in Washington, D. C., auf eine Stencrsiempeliings.Methode; Charles H. Manning in Washington, D. C., auf einen Lohe (Gerber) -Bottich; Friedrich Strattner iu Wilmingion, Tel., auf einen Radschienen- Elhitzer; Franz A. Märkel in Waynesboro', West-Va., aus cm zusammengesetztes explodi rendcs Wnrsgeschoß. Folgende Aukliotisgebühren wur den in dem am 31. März d. I. abgelaufenen Vierteljahre au den Sladt-Coittroleur Mc- Cubbiii gezahlt: Die'HH. Ad reo 11, Thomas Co." Gibson K Co. und D. McCann, juu., haben noch keinen Bericht abgestattet. Liberal.— Während der letzten Sitzung dcr Gencial-Äsiembly der Presbylcriancr un terzeichneten Privatpersonen und Geistliche K 75.000, um die noch gegen die Assembly schwebende Missionsjchuld von H 134.000 zu decken. Die Republikaner der 7. Ward hielten vorgeüern Abend unter Vorsitz des Hrn. I. P. Wright in Bayne's Halle eine Versammlung. Capt. W. H. Wattins sun -.girte a!S Sekretär. Als Zweck der Versamm lung theilte der Vorsitzer mit, daß man sich über eine otcr mehrereZolla.mtS.Ernennungen auszusprechen gcdenke. Col. R. R. McAlli iier hielt eine längere Rede, worin er es als ungkrett bezeichnete, daß Demokraten mit Zurücksetzung achtbarer und loyaler Repnbli kancr Anntcr erhalten hätten. Dieses Vcr sahrcu habe nicht nur in der 7.Ward, sondern in der ganzen Stadt große Unzufriedenheit hervorgerufen. Auch Hr. N. C. M. Groom hielt eine Anrede, und schließlich wurden die HH. N. C. M. Groom, Capt. W. H. Wat lins, I. Maguire, I. Carmack und I. P. Wright als Comlle ernannt, um in einer am Dienstag Abende stattzufindenden Versamm lung Beschlüsse vorzulegen, die der Meinung dcr Republikaner über das Verfahren der ZvUamts-Berwaltung Ausdruck geben. Die Austern- und Frnchtpacker. Im Betreff des Maßes für Tomatoes soll es in der gestrigen Nummer anstatt „10z Zoll am Bocen und 1 Zoll an der Spitze" „ioj Zoll am Boden und 15 Zoll an der Spitze" heißen. Ein Buchstabe fiel aus der Form und veranlaßte den Fehler. Die Einnahmen des „Chesapeake- OhioCanalS" betrugen in der am 24. Mai endigenden Woche «19,981.29. Die Jahres versammlung findet am nächsten Montage in Annapolis statt, und steht die Wiedererwäh lung des Achtb. A. P. Gorman als Präsident iu Aussicht. Resignation. Wie wir vernehmen, hat der Ehrw. Hr. Jakob Pister, seit sieben Jahren an dcr 4. (St. Johannes) deutschen resormirten Kirche, Calvertsir., thätig, der Gemeinde seine Resignation, die am 1. Ang. in Kraft treten soll, angeboien. Pastor Pi ster Hai sich um die Gemeinde u. deren Schule namhasteßeldicnste erworben, und wohl Viele werden ihn ungern ans seinem bisherigen Wirkungskreise scheiden sehen. Kirchliche s.—ln der St. Joscphs-Kir che hielt am Dienstage Erzbischos Bayley, aj' sistirt von den Hocbw. Chappelle, Hoffmann- Lce und Bolz, Frühmesse und firmle nachher 150 Personen, darunter neun Converliten. Der Altar war zu Ehre» der Feier mit nun geschmückt. DieGeneral-AssemblyderPres byterianer, welche hier seit vorletzter Wo che in Sitzung war, hat sich vorgestern end gültig vertagt, nachdem die Mitglieder zur Anzahl von 300 und mehr noch Washington, dos Kapital und andere interessante Punkte dcr Bundeshauptstadt besucht hatten. Der Empsang fand in der Roiunoa des Kapitals statt, uud der Eh>w. Coombs von Washing ton und der Cx-Moderaior Dr. Nicoli» von Si» Louis waren die Redner. Im „Weißen Hause" machten, in Abwesenheit veS (bekannt lich erst vorgestern Abend nach Washington zurückgekehrten) Präsidenten die Sekretäre Fich, Belknap, Telauo, Richardsoll und Wil hams die Honneurs. Die Antwonsrcde des Sekretärs Fish auf die Introduktion durch Dr. Ricolls lautete: „Hr. Moderator und Gentlemen '. In Abwesenheit des Präfiden ten sind wir von ihm beauftragt, sein Bedau ern darüber anszusvrechen, dag er Sie nicht persönlich in Washington begrüßen tonnte. Wir lind ebenfalls von ihm beauftragt wor den, der Theilnahme Ausdruck zu geben, mit welcher er die Verhandlungen Ihres Körpers, der einen so großen Theil der christlichen Eon. Fession umsaßt, verfolgt bat. Er heißt Sie willkommen und begrüßt Sie zu der Einmü thigkeit, Weisheit und Vorsicht, welche die langen und wichtigen Verhandlungen Ihrer Zusammenkunft geleitet haben." Charakteristisch war die Aarede des Mode rators, welche unter Anderem die Worte ent hielt: „Offiziell erkennen wir nur den Ge horsam gegen Einen an, unsern anbetungs würdigen Herrn und Heiland, aber als Bür ger sreuen wir uns, der Treue gegen die herr schenden Gewalten Ausdruck zu geben." Abends kehrten die Besucher Washington's nach Baltimore zurück und gestern reis'len be reits die Meisten wieder in ihre Heimath ab. Die IS. Jahres-Conferenzder protestantischenEpiscopalkirche der Diöz e se Mary l an d ist zur Zeit in der Grace-Kirche, Ecke der Park- und Monu mentstr., in Sitzung. Ueber 100 Abgeordnete, Geistliche und Laien find zugegen. Der Er öffnung der Verhandlungen voraus ging die Ausheilung des heil. Abendmahles, wobei Bischof W. L. Whittingham, unterstützt von dem Bischöfe Pinkney und den Ehrw. HH. Jackson und MeKenneq, offiziirte. —Als Se kretäre der unlerPräsidium desßischofesWhit' tingham tagenden Konferenz wurden die HH. Dr. Dalrymple und I. Packard ernannt. Daraus folgte die Wahl der Geschäs«S-Comi te'n und die Jahres-Adrefse des Bischofes. Bischof W. gab in der Letzlern eine interes sante und günstige Schilderung seines neuli chen Besuches in Europa. Er habe in Be gegnung des an ihn vom Hause der Bischöfe gestellten Auftrages Deutschland besucht, „um persönlicheSrkundigung über das zur Zeit auf dem Continente von Europa vor sich gehende Werk der Reformation einzuholen und den Anhängern des ursprünglichen Katholizismus die Versicherung der Theilnahme der Kirche dieses Landes zu überbringen." Der Bischof verließ am 4. September die Ver. Staaten und tras zwei Tage vor der Eröffnung des Cougrcsfes der Alt Katholiken in Köln ein. Am Tage nach seiner Ankunft wurden er und feine Collegen förmlich von einem Comite des Kongresses, dem sich auch Delegalen der ortho doxen russischen Kirche angeschlossen hatten, willkommen geheißen. An den vier folgenden Tagen betheiligte sich Bischof W. an dcrAus theitung des heil. Abendmahles und an einem dieser Tage auf besondere Einladung in der Sakiislan-Capelle von St. Pantaleon, einer der ältesten Kirchen Köln's, der zur Zeit der altkatholische Prediger Ehriv. Dr. lunger mann vorsteht, an dem Gottesdienste. Der Bischof von Lincoln bot dem Bischöfe W. als Senior den Vortritt bei'm Abendmahlsdienste an, aber Letzterer schlug dieses mitHinweisung aus die Seniontät des englischen Zweiges der Communis» und die Thalsuche, daß die Feier in der englischen Capelle stattfinde, aus. Aber am 23. September, am Tage Ät. Matthäi, theilte Bischof W.das heil. Abendmahl nach dem amerikanischen Ritus aus. Der Bischof bringt von dem Besuche des CongreffcS den günstigsten Eindruck heim. Er sand innige Harmonie, eine Klarheit in der Würdigung larholischcr Wahrheit und eine Geneigtheit, die verschiedenen Disziplinar- und rituallsti scheu Anschauungen zu vereinbaren, welche er nicht erwartet hatte. Während Bischof W. sich Gesnndheits halber in Bonn aushielt, er hielt er eine Einladnng, an der Grundsteinle gung der ersten Episcöpalkirche in Rom theil zunehmen, welche er aber ablehnen mußte. Nachdem der Bijchof mit der Vorlesung sei »er Adresse fertig war, schritt man zu den Ge schäften. Der Ehrw. Dr. Leakin theilte mit, daß die Zahl der Geistlichen um einen imVer gleiche zu 1871 und um drei im Vergleiche zu 1872 gewachsen sei. Die Anzahl der Confir mationen habe im Bergleiche zu 1871 um 40? ab- und im Bergleiche zu 1872 um lIS zuge nommen. Die Kirche befinde sich in blühen dem Zustande. Ein Antrag wurde gestellt, daß das Minimum Gehalt eines Geistlichen nicht weniger, als ZlOOO pro Jahr sein soll. —Die „Hannah-Moore-Akademie" wurde als weiblicheDiözesanschule acceptirt und die HH. F. W. Brune nnd E. Wyatt Blanchard wur den als Comite ernannt, um in Gemeinschaft mit dem Direktorium die Lehranstalt zu ver walten. - Das Silber-Service, welches vor gestern die Beamten des Zollamtes uuterHrn. Joh. L. Thomas, juu., diesem überreicht ha ben, ist zur Zeit im Clablistemente des Hrn. A. E. Warner, Baltimore-, oberhalb South straße, aus welchem es hervorging, ausgestellt woeden. Es umsaßt ein Theebesleck (KStücke), Urne und Präsenlirteller, ein Eiswafserbesteck (sStücke), Syrnpkaiine, Lösselhalter, Bntter bowlc, Puddingleller n. sw. Das Geschenl kostet über 51000. Hr. Osmond Tiffany übeireichte das Geschenk im Etablissemcnte des Hrn. Warner, wohin ein aus den HH. Dr.Bear, Richardsou, Plummer, Tiffany und Anderen bestehendes Comite Hrn. I. L. Tho mas, suit., begleilet hatte. Die beiderseitigen Reden waren der Ausdruck großer Zuneigung der bisherigen Untergeordneten dcS auSgeschie denen Collektors. Aus dem Platze des Hrn. E. L 0 h meyer an der Bclair-Road fand gestern cin Manest statt, welches vom schönsten Wetter be günstigt war. Dcr „Junge Männerchor" hatte sich vollzählig eingefunden und trug mehrere Chöre recht hübsch vor. Für treffliche Speisen nnd Getränke trug Hr. Lohmeyer mit bekannter Umsicht Sorge. Erst spat am Abende gingen die sröhlichen Festthcilnehmer, um eine schöne Erinnerung bereichert, aus einander. Eine Extra-Vergütung. Die vom zweiten Zweige angenommene Verord nung bezüglich der Auszahlung einer Extra- Vergülung von <l5OO an Daniel Bleking sür die Errichtung des Gebäudes der Volks schule Nr. 5 ging, wie wir schon gestern be richteten, Mittwoch Abend im ersten Zweige ein. Hr. Ehlers wünschte zu wissen, wann diese Gesuche Betreffs Cxtra-Verwllligungc» endlich einmal aufhören würden. Hr. könn warf die Frage auf, wann das Comite Bles sing's Ansprüche in Berathung gezogen habe. Er sei selbst ein Mitglied deS betreffenden Co- Mile's, habe aber Nichts von einer Versamm lung desselben vernommen. Hr. King erklär te, daß man die Ansprüche nicht formell mEr wägung gezogen habe; dieselben seien jedoch gerecht und man habe dahcr die Zahlung der selben empfohlen. Hr. Seim entgegnete hier auf, daß Hr. King auch ein Mitglied des Co mite's sür Forderungen sei, welches erst kürz lich gegen die Zahlung der Ansprüche bench. let halte. Es >ei allerdings wahr, daß Bles sing Geld verloren habe, aver er habe denCon trakt übernommen und war infolge Dessen verpflichtet, denßan für den festgesetzten Preis aufzuführen. Hr. King erwiederte, daß er, seitdem er den ersten Bericht unterzeichnete, Aufklärungen erhalten habe, welche ihm eine andere Ansicht beimachten. Nach weiterer Debatte wurde der Beschluß bis zum nächsten Montage zurückgelegt. Ein hübsaics Geschenk. Der „Good Jntent-"Loge Nr. K der „Pythias- Ritter" wurde vor wenigen Tagen von den HH. Thomas Hooper und F. A. Evett eiu prächtiger Altar zum Geschenk gemacht. Das Themometcr stand gestern früh 9 Uhr auf 81, um 1 Uhr Nachmittags auf 91, um K Uhr AbendS auf 98 Grad. Grundstück S-V erkauf. Die HH. Samuel H. Grover K Söhne versteigerten ge stern Nachmittag an Orr und Stelle zwei zu sammen mit sünf zweistöckigen ziegelsieinerncn Wohnhäusern bebaute grundzinssreie Grund stücke aus der Ostsette der Cooksie-, südlich voiißeajonstraße, auf Locust-Poiul um 52500 an Hrn. Ruthlusf. Abreise von Abgeordneten. Gestern Nachmittag reis'teii mit der „Balli more-Ohio-Eisenbahu" die HH. Joseph Kreu zer, Christian Bitter und I. A. Ostenoorf als Deputirte des hiesigen Zweigverems des katholischen Central-Vercins, dcr im Laufe der nächsten Woche zu Detroit seine JahreSsttznng hält, ab. Die Sitzung wird drei bis vur Tage in Anspruch nehmen. Bundes - Commissär Rogers nahm gestern A. Sigler von Nr. IK7, Süd- CaroUnestr., unter dn Anklage des Ankaufes vouSoldatcnkleidern wieder tn'SLerhör, nach welchem Sigler gegen <2OOO Caution, die «amuel G. Winternitz stellte, bis zur Vorla dung vor'« Bundekbezuks-Gericht entlassen wurde. Ein seltener Besuch.— Eine Heerde Rindvieh wurde vorgestern durch die Sarato gastraße getrieben. Eine« dieser Thiere, wel ches durch das Schreien und Schlagen des Treibers wüthend geworden war, stürzte in das Groceric-Geschaft der HH. John B. Lubs «c Comp. Es marschirte triumphirend durch die aufgehäuften Waaren in der Mitte des Ladens und stand nicht eher still, als bis es in den hintern Theil desselben gelangt war. Hr. Lnbs und seine Commis hatten schon zu vor das Weite gesucht und waren durch die Hinterlhüre davon gelaufen. Dcr dickköpfige Ochse wüthete und tobte unter Scifenkisten, Steingutwaaren, Kartoffeln und eingemach tem Obste. Nachdem der erste Schreck vor über war, kamen die Ladendiener zurück und vertrieben den Friedensstörer mit Hülse eini ger Beistehenden. Während dieler Zeit hatte sich eine große Menschenmenge vor dem Laden versammelt. Der Eigenthümer erlitt einen nicht geringen Verlust. Ueberfahren wurde vorgestern von ei nem Stadtbahnkarren die S-Mrige Charlotte Prinz, deren Eltern in dcr Highsiraße woh nen. Das Kind erhielt indeß nur geringe Verletzungen, und man stand deshalb auch von einer Klage gcgcn den Wagenführer (Nr. 116 der „grünen Linie") ab. Bei der Gelegen heit können wir nicht unterlassen, wiederholt die leichtsinnige Handhabung der Rosse der Stadlbahnkärrner zu lügen, wodurch nur zu oft in unserer Mitte Unheil angestiftet worden ist. Schisfsunsä l l e.—Die enalischeßrigg „Eldena," Capt. Thompson, am 5. Mai von hier nach St. Thomas abgesahien, ist auf ho her See angeirofsen worden: sie leckie 2000 strvkes die Stunde und hatte das Bramsegel eingebüßt. Der von Georgetown, D. C., abgegan gene Schooner „A. I. Bentley" stieß Diens tag Abend 9 Uhr aus der Höhe von Barnegat mit einem südlich steuernden unbekannten Schooner in einem dichten Nebel zusammen und verlor den Hauptmast 6 Fuß über dem Verdecke; außerdem wurde ihm die Fockmast spitze, das Fock- und Hauptsigel und alle« Talel- und Segelwerk des Hauptmastes weg gerissen, die Steuerbordieite eingedrückt und die Regelingen zerbrochen. Welchen Schaden der andere Schooncr erlitten hat, wurde nicht ermittelt. Unfälle.— Mittwoch Abend gegen 9 Uhr kam der 16-jährige Georg Reynolds, Sohn von Wm. B. Reynolds in Nr. 261, Sud > Charlesstraße, während er auf einer Baustelle an Hanove», nahe Hamburgstraße, spielte, zufällig zu Falle und brach den linken Arm an drei Stellen. Nach der Eltern Woh nung geleitet, erhielt er vom Dr. Bell, der die Brüche wieder einrichtete, ärztlichen Beistand. R. G. Smith, 40 Jahre alt und im Fardy'schen Schifsszimmerhose an der Süd seite des Bassins arbeitend, erhielt gestern zu fällig mit einemSchiffSbeileeinen Hieb in den rechten Fuß, an welchem drei Zehen nahezu abgeschnitten wurden. Dr. Dodge löste die Zehen vollends ab, worauf Polizist Granger den Verletzten nach seiner Behausung, Nr. 102, Süd-Chesterstraße, schaffte. Gestren Nachmittag HZ Uhr wurde die sechsjährige Minna Elmer auf dem Wege zur Schule von einem Pferde umgerissen u. trug an der rechten Schulter erhebliche Quetschun gen davon. Za ihren Eltern nach Nr. 5, Warrcnstraße, gebracht, ward sie ärztlich un lersucht, wobei es sich ergab, dag die Kleine ohne bedenkliche Verletzungen davongekommen war. Gestern Abend H 7 Uhr stürzte der drei jährige Edward Willis aus dem zweiten Stocke des elterlichen Hauses, Nr. 21, Mc- Lean's Court, aus lü Fuß Höhe auf die Straße und brach eine Rippe. Dr. Boyle, welchen die geängstigten Eltern herbeiriefen, fand auch andere Verletzungen. Brand. (Lampen-Explcsion.)—Mitt woch Abend gegen 9 Udr barst im Hause des Karren da ucrs Johann E. Lehnen, Nr. 135, Eolumbiastraße, eine Kohlenöllampe, wobei zwei Knaben, Namens Heinrich Lehnen und Alfred Grissin, schlimme Bcandverietzungen eih'elten. Eh; die Flammen an dem Meuble ment erheblichen Schaaken anrichten konnten, winde man ihrer Herr. Das Mar ille-H 0 s v i t al. Seit Jahr uud Tag wurde bereits die Vergrößc rung oder der Umbau des Marine-Hospitalcs angeregt. Dr. Conrad, der Arzt der Anstalt, hat die Sache ans'S Neue durch Zuschrift an die Stadtverwaltung, resp. Mayor u. Stadt rath, zur Sprache gebracht. Dr. Conrad sagt in seiner Zuichrist Folgendes: „Ich Halle für meine Pflicht gegen mich selbst, wie die Stadtcommnne nnd Einwoh nerschast Baltimore's, Euer Ehren einen Be richt, dessen wesentlichen Inhalt ich in meinen Jahresberichten zweiMale erwähnt habe, vor zulegen. Er bezicht sich auf die totale Unzu länglichkeit des Marine-Spitals in allen Hin sichten zur Erreichung dcr Endzwecke seiner Errichtung, sowie auf die Verautwortlitkeit dcr Stadt bei jederzeit zu erwartenden Ent schädigungs-Prozessen auf Auszahlung hoher Summen an Leute, welche etwa durch de» Maugel an Bequemlichkeiten und au Jsoli rung von epidemischen, auf Schissen aufge brochenen Krankheiten, mit denen sie im Spi tale in Berührung kommen mögen, leiden. Es ist wohlbekannt, daß bei allen anstecken den Schiffskrankheiten alle Personen bald möglichst entfernt werden sollten (und die Stadtverorönungen verfügen; siehe den Stadt codex, die Wanuats-Allc, Sette 300 bis 320), damit nichl nur alle zur Zeit vou der Epi demie uuverschonten Personen gerettet, son dern auch das Schiff gehörig durchräuchert und so der weitxre» Verbreitung des austtk lenden Uebels Einhalt gethan werden kaun. Die Verordnung trifft auch hierüber Verfü gung. Wie aber ist dies ohne die dazu nö thigen Mittel und ohne passende Gebäude mit genügenden Räumlichkeiten zur Unlerbrin gung der Mannschaften und Passagieic au der Küste möglich? Die Verordnungen erhaschen höchst weise deren Entfernung; wenn aber die Stadt nicht die dazu nothwendigen Gebän lichleiten liefert, wie können die Ordonnanzen ausgeführt werden? Die Folge wird sein, daß die Mannschaften und Passagiere, da sie ans Mangel an Unterkunft nicht von dem heimgesuchten Schiff uud von der Quelle der daraus hercschenden Ansteckung cntserut wer den lönnen, in Berührung mit dem Anstel tungsstoffe verbleiben müssen, auf diese Weise nnangesteckle Leute durch die Verzögerung der Krankheit zum Opser sallcu, werlhvolle Men schenleben verloren gehen, und aus die Stadt behördeu uud vielleicht NikNic..lden mehr, denn mich, falls ich auf dcn Uebelstand nicht auf merk am inachen sollte, würden Vorwürfe fallen. Nicht blos aus die Passagiere und Mannschaften, auch aus die Ladung, Betten und Bagage, deren Entfernung zur Duich lLncherung die Verordnungen verlangen, sollte man Rücksicht nehmen, um die Stadt gcgcn epidemische Krankheiten zu schützen. Die Aus führung dieser Vorschrift ist jedoch ebensalls unmöglich, weil keine Gebäude oder kein pas sender Platz zur geeigneten Obhut über die Ladungen oder zur Desinfizirmig derselben geliefert weiden. Sollle unn an unserer Onarantaine cin mit epldcmijchcnKranlheiten behasictcsSchiff, von welchem Passagiere uud Ladung entfernt weiden müssen, einliessen, was jeden Augen blick geschehen kann, was ist da zu thun? das Fahrzeug dars nicht nach der Stadt weitersah ren, doch kann man die Passagiere oder Be mannung an's Land bringen, weil keine Bau lichkeiten vorhanden sind. Auch die Fracht muß amßord bleiben und so oenAusleckungs. stofj einsaug.'ii, während sie nach Gesetzes- Vorschrisi ausgeladen werden sollte. Dcr Aufenthalt, welcher durch die provisoriiche Einrichtung entstünde, würde inzwischen Vie len den Tod bringen, und deien Erben, Ber wandte und Familien könnten durch Prozesse Schadenersatz zu großem Betrage, ja, zuHun derltausenden von Dollars, erlangen, und da bei ist dasluhumane dieser Nachläisigkett noch gar nicht in Betracht gezogen. Die Verord nung verlangt die Entfernung der Ladung und rhreDcsinfizirung, damit auch da« Schiff besser von dcm Ansteckungsstoffe befreit wei den kann. Dies zu thuu, ist eine Unmöglich, keit, weil keine Mittel für gehörige Sicherung der Ladung und des Schiffes gegen Diebstähle u. s. w. vrrgeiehen sind. Im gegenwärtigen Monate sah ich mich in Folge des Mangels an einem Gebäude, worin ich sie hätte durch, räuchern lassen können, in die Nolhweudlgleit versetzt, die Kleidungsstücke der Mannschaften zweier Schisse, um die Stadt vor dem gelben Fieber zu bewahren, verbrennen zu lassen." Dr. Conrad'S Zuschrift schließt mit eindring. liHer Mahnung zu uuverweilter Berücksichii gung der Angelegenheit Angesichts des Auf tretens des gelben Fiebers in fremden Häfen, die mit de» Vcr. Staaten in Handelsverbin dung stehen, uud besonders im Hinblicke ans das Erscheinen jener schrecklichen Geisel, der Cholera, die in gewissem Umsange zur Zeit »i New-Orleaus wüthet. Die Eingabe würde dcm zuständigen Ausschusse zur Begutachtung überwiesen. Der Zustand des Hrn. Alvin Talb 0 tt, des zunorlommenden Verkäufers belegter Sitze für Theater- und andere Unter haltungen in der McCaffrey'schen Musikalien handlung, welcher aus der Heimfahrt von Pimlico aus dcr Kutsche geschleudert wurde und zwei Knochenbrüche erlitt, hat sich bedeu tend gebessert. Dr. M. N. Taylor, der die Brüche wieder eingciichtet, glaubt jedoch nicht, daß sein Patient unter drei bis vicr Wochen den beschädigten Arm wird wieder gebrauchen lönnen. Geldbuße n.— Mittwoch gegen Mitter nacht arretirie Polizist Koch einen Schiäser aus dem Broadwaymarkte, Namens Wm. Gaiter, den Polizeirichter Farlow gestern früh mit Hl Strafe nebst Kosten belegte und, da er vergebens auf Bezahlung wartete, nach dem Gefängnisse absühren ließ. Samuel WaterS, ein Schwarzer, zog sich vom Richter HayS durch Ballspiel aus dcr Straße Kl Strafe nebst Kosten und, da er das Geld nicht bezahlte, Gefängnißhast zu. Mißhandlungen und Thätlich, leiten. Bekanntlich gerieth Georg Kißner in Ost-Baltimore letzten Sonntag unter der Anklage, John Brown durch einen Schlag mit einem Steine am Kopfe arg verwundet zu haben, in die Hände der Polizei. Geilern setzte Richter Farlow dcn Arrestanten wieder in Freiheit, da Brown von weiterem Betrei ben der Klage abstand. j Frank Knighl sah sich gestern aufVerau lasfung JakobNenmann's, den er thätlich an gegriffen und auf welchen er einen Hund ge hest haben soll, vom Sergeanten Handy arre> tirt und vom Richter Thursby bis zu dem auf den 5. Juni angesetzten Verhöre unter Kau tion gestellt. Otto Rarcincr, am 1. Mai wegen an geblichen Mordangriffes auf John Messett verhaftet, hatte letzten Sonnabend durch Weg» bleiben aus dem Climinalgerichte seine Bürg schaft von S3OO verwirkt, weshalb er gestern auf Betrieb des Bürgen Philipp Frankel wie der arrelirt und vom Capt. Kenny dem Ge wahrsam des ScheriffsKane übergeben wurde. Verdächtiges Versteck. Gestern wurde ein Deutscher, Namens August Nieder, in einem Schuppen imHofe hinter der Patrick Flahcrty'schen Äohnung, Nr. 102, Süd- Broadway, versteckt angetroffen und befindet sich im östlichen Stationshause in Bcrhörs- hast. Aus dem Transporte dahin warf er eine Kattunschürze, welche einer Tochter des Hrn. Flaheny gehörte, weg. Der Verausgabung eines falschen S5-Scheine« an Julius Baquol ange klagt, sah sich gestern Patrick Malleq vom Polizisten Byrne vor Richter Bone gebracht, welcher ihn gegen Contion bis zur Vorladung vor Bundes.Eommissär Rogers entließ. Befindet sich besser. Samuel Schäfer von Carroll - Couniy, welcher am Dienstage in unserer Stadl vou der Hitze übermannt wurde, hatte sich vorgestern so weit erholt, daß er im Stande war, nach Hause zu reisen. Aus dem B all schlagselde. Ei ne große Anzahl Zuschauer war gestern inPhi ladelphia Zeuge des Wettspieles zwischen den „Philadelphiern" und „Baltimorern:" auch bedeckten sich die Eisteren mir Lor beeren. Sie halten 6, die „Balttmorer" 3 Pointen. Der Lebensversicherungs-Pro zeß von Frau Elise W. Goß, Wittwe von Winsield S. Goß, gegen die „Mutual Le bens.Assekuranz-Eompagnie von New-Iork" aus Auszahlung einer Police von S5OOO aus das Leben des durch eine Explosion an der Dork-Road getvdteten Mannes der Klägerin wurde gestern Richter Bond und Bei sitzer Giies im BunoeSkreis-Gerichte sortge setzt. Zunächst nahmen der Verklagten Anwälte Wm. E. Underzook, des verunglückten Goß Schwager, bezüglich der angeblich von ihm srüher beschworenen Aussage, dag er Goß's Leiche nicht identifizirt habe, tn's Kreuzver hör; er erklärte, gerade das Gegentheil da mals eidlich erhärtet zu haben. Dann wurde die Negerin Sarah Moore, eine betagte Dienerin des Andrew I. Lown des, Eigenthümer des von Goß gemietheten Hauses von Fachwerk an der ?)ork-Road, nahe dun Cold Spring-Hotel und Waverly, wel cher nur wenige Schritte oon dem Hauie wohnte, verhört. Sie halte etwa 10 odcr 15 Minuten vor Entdeckung des Feuer« mit Goß gesprochen, der dann in'S Haus ging u. die Thüre hinter sich verschloß. Die nächsten Zeugen waren A. I. Lowndcs und ?ein Sohn' William und Frau Elise W. Goß, die Klägerin, welche in dem auf dcr Brandstätte gefundenen entstellten Leichname Winsield S. Goß erkannt hatt?.—Pastor Dr. Füller hatte den Trauer-GotteSdienst geleitet, abcr oon dem Aussehen der Leiche wenig No tiz genommen. Dr. Arthur Brogden war gerusen worden und hatte an der Leiche Blut gesunden.—John S. Pontier, städtischen Ge hcimpoliziiten, hatte man die unter den Brandrnlnen entdeckten Ueberreste einer dem Verunglückten gehörigen Taschenuhr, einer Pistole und anderer Gegenstände eingehän digt, und derselbe sie seil ihrer Auffindung aufbewahrt.—Edwin Hampsen, Fran Sarah Orden, Mutter von Frau Elise W. Goß, David Ardcn und Louis Engel, Sohn des Hcn. Engel an der Ucrk-Road, bei welchem dcr Verstorbene in Kost u. Logis ging, sagten über das Vermiethen des Hauses an Goß, das Niederbrennen desselben n. s. w. aus. Heute wird der Prozeß sortgesetzt. Der Verein der ärztlichen Vor steher v 0 n Irren aiisl alten der Ber. Staaten versammelte sich vorgestern Morgen wiederum im „Eutaw - House." Dr. John K. Butter präsidirte, während Dr. John Carmen als Sekretär fnngirie. Dr.Kirlbride vom RominationS'Comite berichtete, daß der bisherige Vicepräsident der Gesellschaft, Dr. NicholS von Washington, zum Piäsidentcn und Tr. C. A. Waller vonßoston zum Bice präsidenlcn erwählt worden seu Nachdem man noch dem bisherigen Präsidenten Dr. Butler ein Dankvotum dargebracht hatte, ver tagte sich die Gesellschaft bis 8 Uhr Abends. Am Nachmittage fuhren dic Milglieder des Vereins in Kutschen nach Mount Hope hin aus. Dieses Jnstilnt ist etwa sechs Meilen von der Stadl, in der Nähe der Reisterslown- Road, gelegen nnd enthält gegenwärtig 245 Insassen, 125 weiblichen und 120 männlichen Geschlechts. Das Landgut umsaßt 890 Mor gen Laiides und wurde zu »90 pro Acker an gekauft. Die Gebäude wurden mit einem Kostenanfwande von <40,000 errichtet. Aus der Hinfahrt nach Mouni Hope wählte man den Weg durch denDrnid Hill-Park, und gab auf diese Weiie den Mitgliedern des Vereins eine Gelegenheit, die Schönheiten des Parke« in Augenschein zu nehmen. Als die Gesell schast bei'mZustitute anlangte, wurde dieselbe von Dr. Wm. H. Stokes und Dr. I. D. Thompson, dcn auf Mount Hope angestellten Aerzten, in Empfang genommen und nach den eleganten ParloiS geleitet, wo man eine Zeitlang verweilte. Alsdann stattete man den einzelnen Räumen deslnstitutes einen Besuch ad und fand allenthalben die größte und Pein, lichste Reinlichkeit vorherrschend. Die Insas sen sind in acht Classen abgetheilt nnd werden von etwa 50 barmherzigen Schwestern beauf sichtigt und gepflegt. Die Gesellschaft nahm auch die kleine hübsche Capelle in Augenschein und sprach ihre Bewunderung über die e!e gante Einrichtung derselben aus. Dr. May enda. der javancstsche Arzt, welcher sich unter dcn Besuchern bcsand, nahm ein großcs In teresse an der Besichtigung Mannt Hope's. Er sagte, daß es das erste derartige von barm herzigen Schwestern geleitete Jnstttut sei, wcl cheö cr jemals besucht habe. Gcgcn 5 Uhr Nachmittags kehrten die Mitglieder nach der Stadt zurück und hielten Abends eine weitere Versammlung ab, in welcher jedoch größtcn theilS nur Routine-Geschäfte verhandelt wur deu. Gestern Morgen versammelte sich dic Gcscll schost wieder im„Eutaw-House." Dr.Nichols sühlle den Vorsitz, während Dr. Carwan ais Sekretär sungirte. Dr. Ray von Phlladcl phta verlas einen Aussatz über die Befähigung der Hülfs-Superintendenten nnd Marler an Irrenanstalten. Dr. Ray ist Verfasser des bekannten Werkes: „Die gerichtliche Medizin bei Geisteskranken." Nachdem er geendet, verlas Dr. Kirkbry einen Aussatz über das Thema: „Wahnsinnige Verbrecher." Hieraus vertagte man sich und machte amNachmiitage einen Änsslug nach dem „Maryländer Hospi tal sür Geisleskranke" in CatonSville, wo die Gesellschaft von Dr. R. S. Stewart, Ex- Mayor Brown und Hrn. Francis T. King empfangen wurde. Dieses Hospital hat dem Staate biS letzt K 900.000 gekostet, und um dasselbe zu vollenden, bedars es noch weiterer S20i),000. Es enthüll zur Zeil 124 Patienten uns umfaßt eine Strecke von I3K Morgen Landes. Mit großem Interesse besichtigte die Gesellschaft das Hospital, welches in vorzüg licher Ordnung gehalten wird. Gegen 8 Uhr Abend« langle man wieder in Baltimore an nnd hielt um 9 Uhr eine abermalige Vcr sammlung im „Eiilaw House" ad. Heute an der Aork Road besuchen. Am Abend sin det die letzte Versammlung statt. Die nächste Jahresversammlung wird im Mai nächsten Jahres in Nashvtlle, Tennessee, abgehalten weiden. D i e I a h re s ssh l u ßs e i e r der Mary länder Staats . Normalschule fand gestern Abend im Foid'schen Opernhause, das bei dieser Gelegenheit in allen Räumen gefüllt war, statt. Die Feier wurde mit einem von dem Ehrw. George I. Beaner gesprochenen Gebete eröffnet, worauf eine Hymne von Do nizetti gesungen ward. Die Abiturienten hielten mehrere sreie Vorträge, wobei sich na mentlich Loni'e M. Christian und Minna Fundenberg auszeichneten. Nach Beendigung des os iziellen Programmes vertheilt! Gouv. Whne die Diplome an folgende Abiturienten: L M. Christian von Baltimore, Hannah E. Clark von Harford- County , Rose A. Eoyle von Ballimore-Lounty, Minna Fundenberg von Allcgany-County, E. G. Gover von Bal timore, Ella M.Harrlson, Alice L. Harvey u. Eliclla May Howard von Baltimore County, Besste Main von Allegany - County, Marie Martin von Talbot-Connty, T. F. Murray von Baltimore und Ada Wilson von Prince George'S County. Geldraub am Bord. Während gestern zu früher Morgenstunde Joseph L. Harris, Capitän des Sckooners „Joscphine" an Mahoiiey's Austern-Werfte in seiner Ca jüte noch in tiefem Schlafe lag, schlich sich ein Dieb in sein Gemach und stahl ihm das Vor temonnaie mit »110.75. Als mulhmaßlichen Dieb ergriffen Sergeant Jay und Polizist McCullouzh einen gewissen MeZann, den Richter Farlow zur Crimival-Untersuchung einstecken ließ. Das Geld hat man wieder be kommen. Der Mordprozesi gegen Charles R. Henderson, welcher am 2. Januar 1872 Dr. M. Cole crmordet haben soll, ist aus kommenden Monlag im Criminal-Ge richte anberaumt. Jhreßürgerscheinc erhielten gestern vom Bundesbezirks-Gcrichte F. von Versen aus Preußen uno GeorzS. Leilz aus Coburg- Gotha; der Erstere anftGrund seines Abschie des aus der Bundes-Armee, der Letztere, weil cr vor seinem 13. Jahre nach den Ver. Staa ten gekommen ist. Das Testament des Verstorbe nen Gen. Colnmbus O'Donnell ist dem Waiftngerich'c noch nicht zur Bestä tigung eingereicht, jedoch in dem Bureau des Teslamenls-Rrgistraiors I. Harman Brown tnnterlegt worden. Anger den Verfügungen über die Hauptmasse de» Nachlasses zu Gun sten seines Sohnes Charles Oliver O'Don > nell, seiner Enkel und anderer Familken-Mit glicdcr setzt das Testament für Wvblthätig keits-Anstalten folgende Vermächtnisse aus: der Maryländer Anstalt für Erziehung dcr Blinden »5»00, der St. Marien-Industrie schule sür Mädchen in Baltimore 05000, dem katholischen Wittwen-Asyle in Baltimore 85000. Dieie Legate werden durch ein vom 20. April 1871 datiitcs Codiz'll zu dem be reit« am 27. Avril 18KK abgefasticn Testa mente verfügt: als Zeugen haben sich am dem Lcvleren R. Mickle, John Malloiy, I. S. Wcsterman und I. Roberl Israel uutcrzcich net. Aus den Covizillen, deren im Ganzen drei vorhanden sind, stehen die Namen von Austin Jenkins, Wm. Montgomery, Wa shington W. Ellsworth und John H. Casftn als Zeugen, und zum VoUstreaer der letzt willigen Verfügungen ist E. Oliver O'Don nell, des Erblassers Sohn, eingesetzt. Das Testament ist ein umfangreiches Dokument und besteht aus 23 Artikeln, während die drei Codiziitt kurze Schriftstücke sind. Das Wohnhaus nebst Grundstück Nr. 107,

Nord-Charlesstr., fällt dem genannten Sohne des Verstorbenen, seinem Schwiegersohne Adrian Jselin, E. Morton Stewart, den der Testator als seinen Freu, d bezeichnet, und sei nem Nessen Elliott O'Donnell Poor zur Ver waltung sür seinen Enkel Eolumbus O'Don nell, den ältesten Sohn des verstorbenen Co lumbus O'Donnell, jnn., zu. Stirbt der Letztere, so erben dessen Antheil seine Kinder. Stirbt er kinderlos, oder sterben die nachge lassenen Kinder vor ihrem 21. Jahre ohne Lei bcserben, so erben des Testators drei andere Enkel Eourtuey, Oliver und Eleonore O'Tonnell—genanntes Besitzthum. Genannte Verwalter oder Euraioren erhal ten jerner des Testator« Landsitz „Mouni O'- Donnell" mit 3ZO Morgen in Fredcrick- Eouniy zur Verwaltung für seinen Enkel Eo luwbu« O'Donnell und nach dessen Tode für seine Kinder. Des Testators Sohn E. Oli ver O'Donnell und dessen Erven eidallen jech» Waarenhäuscr an Commeicestr.in Baltimore. Seine Tochter Emilie Hillen, Gattin des ExmayorS Salomsn Hillen, jun., ist mit ei nem Landgute in Baltimore-Eounty, zu dem 229 Morgen gehören, bedacht; nach ihiem Tode sällt eS ihren Kindern anheim. Eln Legat von je K5OOO ist seinen Nessen John Vize und Henry O'Donnell ausgesetzt, aber duich ein Eodizill widerrufen, weit der Testator das Geld den Beiden bereits bei sei' nen Lebzeiten ausgezahlt Int. Eine Anzahl ähnlicher Vermächtnisse sür Verwandte und Legate von ie 52000 für jeden seiner zwölf Enkel sind in dem Testamente verfügt. Ein Grundzins von jährlich ?400 auf ein Gut in Frederick-Eounty ist fürseineTocht.r Josephine Lee, nach deren Tode für ihre siinder be stimmt. Des Testators Wittwe sollte statt des Witt thums »10,000 zährlich erhalten; er überlebte sie jedoch um 1j Jahr. Seiner Schwiege» tochter Frau Caroline O'Donnell, lun., ver macht er auf Lebenszeit K2OVO jahrlich. Den Rest des Nachlasses erhalten die Eingangs genannten Curaioren, die ihn zu gewissen Heilen nach Ermessen in 20 Antheile sondern können. Vier dieser Antheile erhält sein Sohn C. O. O'Donnell, vier die Cnraloren sür seine Toch ter Emilie Hillen, drei deren Kinder, vier seine Tochter Eleonore Jseliu; von den übn gen vier seine Enkel Colnmbus, Oliver, Courtney uud Eleonore O'Dounell je einen. Mehrere Personen, zur Gascompagme gehö rig, erhallen ,e SlOOO, Andere je »500, dar unter ein Diener. Wegen angeblichen L 0 tt cr ie l 0 0 s-V er schleißes standen gestern John Jackion, Peter Wright und Georg Heinrich Wagner vor dem Criminalrichier nnd erlangten Ver legung ihrer Prozesse nach Towsontown, wes halb sie ihre Cautionen von je SlOOO erneuern mußten. Im IchützenParke ander Belair- Road blieben bei'm gestrigen Preisschicßcn folgende Herren Sieger: auf der Ringscheibe Georg Schilling, Ernst Buschmann uud Wil helm von der Wettern; aus der Blättcherischeibe Johann Mecrh, John E. Chamberlain und Gen. Leopold Blnmenberg. Der Entschädigungs-Prozeß ge gen die deutsche Brigg „Eiche," welchen Fried rich Daune aus New-?)orl als Verwalter des verunglückten Capttäu» Henry Wilson uud im Namen Anderer, Eigenthümer der Brigg „Temvest" und ihrer Ladung, im Bnndesbe zirks-Gerichie anhängig gemacht hatte, kam gestern nach mehrwöchigen Verhandlungen zum Austrage. Bekanntlich war die „Eiche" aus der Höhe von Hatleras mit dcm „Tem pest" mit solchcr Wuchl zusammengestoßen, daß dieser bmnen wenigen Minuten nntei ging und sein Capitän Henry Wilson dabei um's Leben kam. Gestern wurde die Klage abgewiesen, und die Kläger mit den Kosten belastet. Richter Giles erklärte in seiner Ent scheidung, die Bemannung Ser Brigg „Tcm pest" habe ihre Wachtpflicht nicht gehörig ersültt, sonst wäre der ZujammenstoL nicht erfolgt. Dcr klägerische Anwalt legte gegen diese Entscheidung sofort Berujuug an'S Bundeskreis-Gericht eiu. Ein - n rid Au ssn hr. —Es kamen sol zende Fahrzeuge aus ausländischen Häsen gestern hier an: die Barke „Heroine" mit 455 Tonnen Guano von Navassa; die Brigg „Ocean Bellen" mit 540 Oxhostcn uud 45 Ptpen Melasse von Sagua la Graude; der Schooner „Henry D.Drury" mit K«7 Oxhst., k« Pipeu und 1 Fasse Melasse von Sagua la Grande; die Barke mit 5000 Säcken Kaffee von Rio'de Janeiro; dcr Schoo ner „Aldanah Rokes" mit 585 Oxhft. und 02 Pipen Melasse vou MatanzaS; die italienische Barte „Girgenti" mit 000 Tonnen Schwefel von Palermo. Es segelten nach dem Auslande von hier gestern ad: die ttal. Barke „Gniseppo Rocco" mit 1ö,144 Scheffeln Mais nach Belsast in Irland; d>e ital. Barke „Slcua" mit 29,13 S Schesseln Mais nach Quccnstown in Irland; die engl. Barle „Maggie Rebnold" mit 80,- 170 Scheffeln Mais nach Watersord in, Ir land; tue enlische Brigg „Italia" mit 080 Fässern Waizeumehl, 150 dttto Maismehl, 200 dilto Pökelschiveinefleisch, 20 ditto -Rind fleisch, 50 ditto Brod, 25 ditto Theer, 25 ditto Pech, 9l) ditto Crackers, 25 Ballons Säure, 700 Pfo. Rase, 3200 ditto Schinken, K 250 ditto Schmalz, 6 Oxhfr. Taback, 15,-t»0 Gal lonen Kohlcnöl, 250 ditto Terpentin, 40Ries Papier, 10 Dtzd. Faß-Decken, 30 eimcr, 10 Dtzd. Bcsen, 10 Aexten, 330 Sches seln Erbx», 200 dilto Haser, 200 do. Mals, 200 dilto Bohnen, 00 Kisten m Blechbüchsen Eingemachtes und 48 Bündeln Faß-Böoen Tcr Gejammt - Werth dcr dieSwöchigen Waaren- und Produkteu-Anssuhr aus hiesi gem Hasen nach dem Auslande beträgt K 551,- 407. Ankunft des Dampfers „Liber ty."—Ter Dampfer „Liberty," Capt. Hnd gins, von dcr Ballimore-Havanna'cr Linie, lief gestern von New-Orleans über Havanna und Key West hier ein. Er vcrlicß Ncw-Or leans am 9. ds., Havanna am 24. uns Key am 25. ds. Dcr Dampscc brachte 53 Passa giere und folgende Ladung: von New Or leans—2 Fäsfcr Whiskcu, 2 Packele Mcß-Jn strumente, 5 Kisten Ziaufmannswaaren und I7S Bündeln Häute; von Havanna —307 Oxhft. Zncker und 802 Kisten Zucker, II Ge flechte Ananas, 7 Kisten Cigaircu, 36 leere Bierfässer, 1 Kiste Taback, 2 Pferde uud 1 Buggy; von Key West—l Faß Kalk, 1 Par tie leerer Eier-Geflechten und 1 Kiste Kauf mannSwaaieu. Die Ramen dcr Passagiere, von denen in Z!ew Orleans 11, in Havanna 21 und in Key West 19 an Bord gingen, sind solgende: Frau Jeunie Hudzins, Fran Mary Matthias, F. Madden, M. O. Harm, Loyd Jakob«, Frau L. FaScal, Fr>. Anna Digs, W. H. Robin son, Frau Smead, Hr. und Frau Truste von Ncw-Orleans; F. M. Rlirg.lane Reilly, 1., Frl. Wakely, Frl. Emily und John Bande vater, G. R. Marunez, Pilar Garcia, Frau Calaiinar Molitor, Juüo kuki, Frl. Mears, Mariana Stuart, Frau I. Vandevater und 2 Diener, Frl«. Tobe und Anna Vandewa tcr, F. W. Bliggs, Narcio Martincz, Wm. Crichton und I. ziiyans von Havanna und IS von Key West. Dcr englische Dampfer „M 0 r a> vi a n," 6apt. Graham, kam gestern von Baltimore in Liverpool an. Zwei Vagabunden und liederliche Burjche, die Schwarten Lewis Barney und Wm. H. Freeman, bekamen gestern vornßich ter Bell zwei Monate Stadtgesaugniß zuvik tirt. e'i^ Beil"von We>iin:ien, ..Teai" von St. Pierre. r o n»ow n. den 29 Mai. IVor Rich er^Ri. «c jch neuner V crhandiun Kur morgen Md I«7. IW. 170. 172. I7K. 177,182.183, 184, z»s, 1«7. 1«8, IS'» und l!>2 angesetzt. W a i s e n - iS e r i ch i. iVo? den Richtern TanelS, Lindla» un: Bishop.) tk« erhjili Joh. V. HulZberg zur Nerwatturg er» Nachlasses von griedr. Huli-dilg (jkgj Vollmachl. Siadigerichl. (Bor Richter Pinlney.) No l-ert W'bster wiker Thomas E. Lamdin: Richter Whec >cn jugesprochcn. N. HoMWider' U. der lageZordnung: morgen ch Scjchiv.ienni-Gerichli. Euverior.Gericht. <Vor Richter Dobbin.) jdufth L. Gastier Pcylon^tzanvwech. —Heute stehen Nr. 20. KV, St, lii d>S iI4 u, der Prozeß B u ni> eSdez ir l S .G er ich (Vor Alckter Gi. digungSllage für »en Verlust der Brigg „Teinpeft!" ad. Bund e s . Kreis . Gericht. (Vor Richter Bond und Beifitzer Giies. i ijiise W. Goß, Wittwe des Winfield S. Goß. die rimi n »t - G (Vor Richter^ Gitinor.» Win.Kane,^ Bigamie: d^-- Jodn Be» Der Prozeß gegen laincS West we gen Ermordung der Änna Gtbson- Der Proz?ß geqen den Neger James West wegen Ermordung der Anna Gibson am 13. Mär; in dem Hause Nr. 130, Sarah Ann straße, wo der Angeklagte mit seinem Opier lebte, nahm gestern Margen im hiesigen Cri minalgerichte seinen Ansang. Der Gerichts saal war in allen Theilen gesüllt und die Au gen der Anwesenden richteten sich wi.derholt auf den Angeklagten, der mit einem stupiden Ausdrucke in feinem Geiichte um sich blickte. Als Anwälte sür den Angeklagten waren die HH. Jos. B. A. Allston und W. Burgwyn erschienen. Die Geschwoienen wurden in einem Zeiträume von einer halben Stunde ausgewählt und vereidigt. Nachstehend lassen wir dic Namen derselben folgen: ThoS. McCoubray, G. Allnnti, B. R. JenningS, Gustav Bergcr, I. Nicholson, E. B. Eggleston, I. Schimmick, Martin Httssey, Jchn O'Neil, John T. Uplon, Karl Scipp und Wm. H. Clisford. Staatsanwalt Knott hielt die Eröffnung«. Ansprache, in welcher cr die Thatsachen des Mordes noch einmal in kurzen Worten gab. James West und Anna Gibion wohnten als Mann und Frau beisammen und hallen ein Kind. West war schon vor der Mordthat ein Jniasse dc« Gefängnisses gewesen. Anna Gibion soll mehrfach die Ansicht ausgespro chen haben, West zu verlassen, worauf dieser die Drohung ausstieß, daß er sie todten werde, bevor sie sich einem anderen Manne anbeim gebe. Am Tage vor dem Morde begab Wcst sich zu einem Manne, welcher in der Sarah Annstraße einen Laden hielt n. borgte daielbft ein Messer, mit dem er angeblich ein Schwein ,u schlachten gedachle. Am daraus solgenden Tage gerieth dcr Angeklagte mit Anna Gib son in einen Slreit. Hr. Knott wiederholte alsdann noch einmal alle Umstände, welche diescn Streit bcgie>leien und sprach über dcn schließlichen Ausgang desselben. Nachdem cr geendet hatte, hiclt Hr. Burgwyn die Eröff nungsansprache für die Vertheidigung. Er erwähnte, das Betragen der Anna Gibson sei ein derartiges gewesen, daß eS den Angeklag len zum Trunk verleitet habe. Zu der Zeit, als cr den Mord beging, sei er in einem solch' berauschten Zustande gewesen, daß er nicht wußte, was er that. Fcrncr habe die Gibson scin Kind, da« an den Blattern litt, schlecht behandelt. Alles dieses habe dazu beigetragen, ihn iu einen unzurechnungsfähigen Zustand zu versetzen. Hieraus schritt man zu dcm Verhör dcr Be laslungszeagen: Samuel Thomas (Neger): „Wohnte im letzten März in Nr. 101, Sarah Annstrage. Saß am Abende vor dem Morde aus den Sinsen vor dem Hause der Frau Roberts, vier oder süns Thüren von dem Hanse, wo Anna Gibson wohnte. West war bei der Letzteren. Sah Beide in der Thür stehen n. heilig mit einander zanken. Er ging dann zu seiner in der Nähe wohnenden Mutter. Nach kurzer Zeil kam er wieder zurück. Anna Gibion stand in der Thür, mehrere Paar Strumpfe in der Hand haltend. Sie zeigte dieselben dcm Angeklagten und sagte: denke, diese Strüa-pje weiden sür Deinen Herrn gut genug sein, wenn cr heim kommt." Er erwiederte: „Du kannst Dich glücklich preisen, wenn Da noch lebst, sobald er zurück kehrt." Als er in ihr Haus trat, ries sie um Hülse. Gleich darauf sah ich sie aus dcm Hause herauskommen und die Sarah Ann- Straße hinauslauseu, der Fremonlslraße ent gcgcn. Später kam st: mit Polizist Donueliy ans der Chatsworldstraße und ging mit dem. selven nach ihrer Wohnung. Hier srogte der Polizist sie: „Soll ich ihn verhastc» Sie antwortete: „Nein." West ging dann mit demPolizislen davon und ich sah ihn an jenem Abend nicht wieder. Einige Tage vorher machte dcr Angcllagte ihr dcn Borwuis, daß sie ausgehe, um zu stehleu. Habe West seit l 3 und Anna Gibson seit 7 Jahren gekannt. Beide leinen ungefähr 5 Jahre zusammen. Bei'in Kreuzve.hSr: ~.>jivel Tage vor dem Morde machte West ihr den Vviwurf, daß sie das an den Blattern erkrank'e Kuid allein im Hause lasse und mit einem Änderen ausgehe, m zu stehlen." Hc. Knott erhob Einwand hiergegen, und der Gerichlshos entschied, daß diese Aussage nicht zulässig sei. Das Verhör wurde als dann soilgesetzt: „Das Km) war drei alt. Es war Anna Gibson'S Kind. Maines West war der Vater. Am Tage des Mordes betrug der Angeklagte sich wie ein Wahnsinni ger. Eine Hand hielt cr beständig in dcr Ta sche, aus welchem Grunde, kann ich nicht sa gen. Sie machte abermals Anstalt, thn ver hasten zu lassen. Als jedoch ein Polizist her beikam und sie fragte, ob sie wünsche, daß er West verhastc, antwortete sic wieder vernei nend. Der Angeklagte trank Nül dann, wenn er einen Streit mit ihr gehabt hatte. Er be handelte sie stets gut." Hr. Burgwyn: „Risirte Fiau dem Kinde das Kopfhaar ab?" Gegen diele Frage erhob Hr. Knott Ein wand, da die Krankheit ein Rasiren des Kopf haares zu einer Nothwendigkeit gemacht ha ben könne. Der Gerichtshof bemcikle, daß die Frage zulässig sei, falls die Vertheidigung nachzuweisen vermöge, daß das Abraiiien des Kopfhaares nur eine Folge der erbitterten Stimmung der Frau gewesen sei. Hr. Barg, wyn entgegnete, daß man ihm mugeiheill habe, die Frau kälte bekannt, das Kopshaar des Kindes in erbitterter Stimmung absicht lich abrasirt zu haben. Der Gerichtshof er wicdnte, daß der Neger Samuel Thomas ein Belastungszeuge sei; es sei wünschcnswerth, daß man die Frage aufschiebe bis zumLerböre der Entlastungszeugen. Wenn die Vertheidi gung dagegen eine beständig gegm das Kind ausgeübte Grausamkeit nachwci'en könne, io wolle dcr Gerichtshof trotzdem die Frage zu lassen. Da die Vertheidigung nicht vorberei tet war, dieses nachzuweisen, so erklärte der Gerichtsbos die für unzulässig. Frau Rlley: „Wohne an dcr Pinestraße, wo mein Mann einen Laden hat. Lernte den Angeklagten zwei Monate vor dem Morde kennen. An dem Tage, an welchem der Mord geschah, kam er in unseren Laden, trank ein GlaSWHiskey und setzte sich auf einem Stuhle nieder. Später foroerle cr ein zweites Glas. Als er dieses ausgetrunken halte, ging cr hin ter den Ladentisch und ergriff das dort liegende Pii'lol. Nahm ihm dasselbe ans dcr Hand. Er ergriff es zum zweiten Male und ging dann aus der Thüre, mir noch zurufend, mei nem Manne mitzutheilen, daß er das Pntol genommen habe. Als mein Mann später nach Hause kam, theilte ich ihm den Vorfall mit. Er ging daraus zu West und kam nach her mit dem Pistol zurück." Bei'm Kreuzverhöre: „Der Angeklagte war an jenem Tage zwei Mal, bevor er das Pistol nahm, in unserem Laden. Er befand sich au genscheinlich in berauschtem Zustande." Nachdem noch John Riley, Dr. G. C.Bre wer, Dr. Robinson und die Negerinnen Amanda Brooks und Lucretia Wilson ver nommen worden waren, vertagte sich der Ge richtshof bis heute. Bertha McKay im thefängnisse. ZhrGatte will sie nickt verlassen. Hrn. Stoack'S Zustand. Einer unserer Berichterstatter suchte gestern Morgen Bertha McKaq im Gesängnisse auf, um aus ihrem eigenen Munde die Motive zu cisabren, welche sie zu dem Angriffe auf den Schuhsabrikauten Oswald Noack leiteten. Er fand sie in einer Zelle links vom Hauptein. gange, ihr Kind halte sie bei sich. Das Letztere lackte dcr jungen Mutter fi öhlich entgegen und wenn diese ihrem Kinde in's Gesicht schaute, so schien sie ihre schreckliche Lage zu vergessen und ein heiteres Lächeln verbreitere sich über ihre Züge, die interessant genannt werden dür fen, obgleich der Kummer und die Sorgen, von denen die junge Frau schon so schwer heimge sucht wurde, den Zügen ihren Stempel aufge druckt haben. Nachstehend lassen wir die Aussagen der Frau folgen und zwar in der selben Weise, wie Bertha McKay sie unserem Berichterstatter in denticher Sprache mittheil te: „Ich wurde am 27. September 1851 zu Rathenow rn Preuße» geboren, wo mein Va ter zu jener Zeit Gasthoivestizer war. Mein vollständige: Name ist Emma Bertha Lina Noack. Im Jahre 1858 tam ich nach New- OrlcanS, wo ich fortan in der Fam lie meines Onkels lebte. Eine glückliche Jugendzeit blühte mir aber nicht in dem Hause meines Onkels, denn dieser begann mich bald in UN anständiger Weise zu behandeln und warf mir täglich vor, daß ich geheime Sünden treibe, von denen er mich kuriren müsse. Nachdem er mich veisühn hatte, begab ich mich eines Ta ge? zu dem Ebrw. H. Metz an der Johannis kiiche in New-Orleans und erzäblte demselben Alles. Dieser schenkte meinen Aussagen kei nen Glauben und mir blieb nichts Andere« übrig, als in der Familie meines Onkels aus zuharren, obgleich derselbe nicht nur fortfuhr, mich in unanständiger Weise zu behandeln, sondern mich auch iäglich mißhandelte und mitunter bis auf's Blut schlug. Im Jahre 1864 zog mein Onkel mit seiner Familie nach New-Aork und ich mußte ncuürlich mitreisen. In New-Nork betrieb er zuerst einHolzgeschäft, vertauschte dasselbe jedoch mit einem Land gute in der Nähe jener Stadt. Mehrere Male machte ich hier Versuche, aus der Familie zu entkommen, um der schlechten Behandlung zu entgehen, die mir von allen Mitgliedern der Familie zu Theil wurde. Einmal war es mir bereits gelungen, eine Stellung als Kin dermädchen zu bekommen, aber Noack wußte es zu vereiiein, daß ich den Platz erhielt; ich sei bis zum 21. Jahr verpflichtet, bei ihm zu bleiben. Nachdem wir vier Jahre in und bei New Zjork gelebt batien, zogen wir nach Bal timore. Hier hatte ich dieselbe Behandlung zu erdulden, wie in New-Aork und in 'New- Orleans. Wenn ich ihm nicht zu Willen sein wollte, so schlug und mißhandelte er mich am nächsten Tage. Eines Tages ging ich zur Kirche und a!« ich dort die anderen jungen Mädchen erblickte, die so jugendlich schön aus sahen, während ich s» klein und unansehnlich war, stieg der Gedanke in mir auf, daß nur Noack an meiner Verzweigung Schuld sei; hätte er nicht ein solch' schändliches spiel mir mir getrieben, so möchte ich vielleicht auch so groß und schlank wie jene anderen Mädchen geworden sein. Als ich an jenem Tage nach Hause zurückkehrte, wurde ich von meiner Tante wieder mit Scheit- und Schimpf norten empfangen. Da jagte ich ihr denn Alles und verschwieg nicht, wie ihr Mann mich seit Jahren behandelt hatte. Als Zeu gin rief ich ihre Schwester herbei, die mit mir in einem und demselben Zimmer geschlasen hatte und Alle« bezeugen konnte. Von jenem Augenblicke an bis zu ihrem 1870 ersolgten Tode hat mich meine Tante stets gut behan delt und als sie auf dem Sterbebette lag, sagte sie zu mir, der einzige Wunsch, den sie noch hege, sei der, daß ich da« Hau« sobald wie möglich verlasse. Acht Tage nach ihrem Tode bin ich denn auch fortgegangen. Die Schwe ster meiner verstorbenen Tante blieb dagegen noch kurze Zeit bei 'Noack und zog dann spä ter nach New-Hork. Ich fand eine Stellung als Kindermädchen bei Frau Grüninger an der Faycltcslraße, wo ich einJahr lang gedient habe. Ich glaube, daßHrau Grüninger, wenn man sie befragt, mir ein gutes Zeugniß aus stellen wird. In dem Haiiie der genannten Frau lernte ich auch nuinen Mann kennen, mit dem ich mich am 25. April 1871 verhei ratheie. Mit ihm habe ich sehr glücklich ge lebt, nie haben wir ein böses Wort mit einan der gewechselt, sondern die größte Eintracht u. Liebe hat unter uns gewaltet. Ihm waren die Erlebnisse meiner Jugend unbekannt und ich selbst suchlc deu Schleier darüber zu decken und sie auf immer zu vergessen. Aber das Schicksal wollte es anders. Jene Schwester meiner Tante hatte nicht geschwiegen, sondern d>e Art und Weile, wie mein Onkel mich be handelt, einer Frau mitgetheilt, die nach mei ner Verheirnthung in die Nähe unserer Woh nung zog. jiurz vor Ostern ging mein Mann durch die Harriwnslraße und hörte meiuenNa men von zwei Frauen genannt, die aus der Siraße standen und in einem Ge'vräche be griffen waren, Me:n Mann blieb stehen, be lauschte die Unterhaltung »er Beiden und er fuhr Alles, was ich ihm bisher verheimlicht Halle. Er kam sofort nach Hause und fragte mich, ob Alles wahr sei. Ich konnte und wvllie nicht läugnen und legte daher ein voll ständiges Bekenntniß ab. Er theilte mir hier aus mit, daß er unter diesen Umständen nicht länger mit mir leben könne, das Kind wolle er in einemWaisenhauie unterbringen, er selbst aber wolle in die weite Welt gehen. Denken Sie sich meinen Kummer ü. meinen Schmerz! Es schien mir unmöglich, von meinemGaNeu und meinem Kinde zu scheiden, mein ganze« sah ich enlsüehen. Mein Hatte ging zu 'Noack und stellte denselben zur Rede. Noch am selben Tage kam dieser zu uns und bot un! wenn wir schweigen wollien; wir aber wiesen das Seid »urück und ich sagte zu ihm: „Ihr Geld macht mich um kein»n Zoll größer und kann mir meinen unbeflekten Ru? nicht wiedergeben!" Einige Tage darauf ging ich zu Noack, um meinen Taufschein zu holen, zugleich ersuchte ich ihn, er möge dafür Sorge daß mein Kind nicht in ein Waisen- Haus gebracht werde. Er verwies mich an ei nen hiesigen Geistlichen, dessen Kirche ich be suchte, aber dieser wollte nicht? von mir wis sen. Am 14. Mai ging ich abermals zuNoack und criuchte ihn noch einmal, Alles auftubie ten, daß daSGlück meines Lebens wieder herge stellt werde. Als er mir jetzt sogar sein Haus vcrbot, erreichte meine Aufregung einen solchen Grad, daß ich ein Pistol hervorzog und auf Noack zielte; das Pistol versagie und gleich daraus sah ich mich festgenommen und vor Richter Hageriy geführt, der Noack'S Klage abwies und mir den Rath ertheilte, den Fall vor die Großgcschworenen zu bringen. Diese konnten jedoch keinen genügenden Anklage grund finden und wiesen mich ab. Montag ging ich wieder zu Noack, mit der Absicht, ihn zu erschießen. Mein Gatte wußte Nichts von meinem Vorhaben. Ich aber wollte mich an dem Manne rächen, der mich so unglücklich gemacht, denn er trug die alleinige Schuld, daß Jeder mit Verachtung auf mich herabsah. Die Zeitungen sagten, daß ich irrsinnig sei. Dies möchle ich berichtigt sehen; ich war mir meiner That vollkommen bewußt und mein Verstand war so klar wie heute. Daß ich Noack verwundete, ersuhc ich erst später. Ich kann nicht sagen, daß ich meine That bereue, aber es ist mir doch lieb, daß Noack am Lebe« geblieben ist. denn ich möchte keinen Mord aus dem Gewissen haben." Auch mit McKay, dem Manne der unglücklichen Frau, hatte nn ser Berichterstatter eine längere Unterredung. Derselbe ist ein fleißiger Arbeiter, der durch da« Schicksal seiner Frau tiefgebeugt ist. Er äußerte im Lause der Unterredung, daß er die Absicht, seine Frau zu verlassen, aufgegeben habe; er wolle ihr bis zum letzten Augenblicke zur Seite stehen und versuchen, ihr Lebensglück wieder herzustellen. Er stattet ihr jeden Tag einen Beiuch im Gefängnisse ab und ein tiefes Gefühl der Rührung steigt in dem Herzen Des jenigen auf, der Zeuge ist, wie der starke Mann lein Äind auf den Arm nimmt und sich mit feiner kleinen unglücklichen Frau unterhält. Unser Berichterstatter stattete gestern Nachmittag auch Hrn. Oswald 'Noack, Nr. 146, West-Vallimoreslraße, einen Besuch ab. Er ist bereits loweit wiederhergestellt, um auf einem Stuhle sitzen zu können, stand aber an, vorläufig ugend Etwas über die unangeneh. Me Angelegenheit mitzutheilen. Wir fanden ihn im Kreise seiner ticsaciorgten Familie. Die Freunde Noack's behaupten inzwischen, tag sie im Stande sein werden, die gegen ihn vorgebrachten Beschuldigungen vollkommen zu entkräften. Der dritte Taq dcr Pferderennen auf Pimlico. Dcr Himmel lächelte auch gestern wieder freundlich auf daS Frühlings Fest des„Jockey- Clubs" herab und der Besuch desßennplaize« war entlprechcnd groß. Abermals fanden vier große Rennen jlatt: Das 1. (Preakneß-Stakes) I? Meile, für Z.jährige Füllen, Preis S5OO, wurde von „Joe Johnslvn" in 2.15 gewonnen. Das 2. (Pimlico-Stakes) 2 Meilen, für Pferde jeden Allers, Piers Süoo, wurde von „Siockwood" in drei (3 48, 3.44j und 4.341 qewonnen. Das 3. <Free Handicap Stskes) 1! Meile, für Pferde jeden Alters, Preis «500, wurde von „Chickabiddy" in 3.15 gewonnen. Das 4. (k'oui- )lil«z Oasir) für Pferde jeden Alters, Preis Kl2OO, davon SIOOO für daS erst- und 5200 sur das zweitbeste Pferd, wur de von „John Merryman" in 7.4öj ge wonnen. Heute ist der letzte Renntag und das Ganze schließt mit einem großen Lteeple elisse, an welcher eine Reihe dcr renommirtesten Pferde Theil nehmen werden. Wer noch nicht d'ranßen war, sollte sich die heutige letzte Ge legenheit nicht entgehen lassen. AbfahrtStage der europäischen Dam oser. New-Bork, ZZ.Mai IB7Z. Dampfer. Abfahrt. Bestimmungshafen, -,< l iiy os Llmerick" 29. Liverpool -.Ilaly" Zt. " Liverpool „Baltic" ZI. „ Liverpool -.Bille ke PariZ" ZI. „ Havre „California" >ll. „ Glasgow „Main" 3t. Bremen „Minnesota" 4 Juni. Liverpool ..itcongriez" 4. „ Bremen „Sil« os New-York" ö. Liverpool ..Krifia" 5- .. Hamburg ..Eil, os PariS" 7. .. Liverpool „Greece" 7. .. Liverpool ..kcltic" 7. „ Liverpool , Saxonia" 7. .. »amburg „Manhattan" 11. .. Liverpool „WeNphal-a" 12. .. tzamtmr „Egypt" 14. .. Liverpool „Wisconsin" 18. „ Lwerpoot Der,»Junge Männerchor" wird seincn erstell Dampsvool-Ausflugvonn taz, den 6. Juli, nach Monumental Fishing- Grove machen. Schriftliche Angebote für den Schenk-, Cß> und Conditoistand werden bis Dienstag, den ». Juni, im VereinSlokale bei Hrn. C. Herold, Ecke der Fayette- und Canalstraße, entgegen genommen. Zur Wiener AuSNeUuna. Wech« sel und Erevitbriefe. Die bevorstehende Wiener Welt - Ausfiel» lung, welche am 1. Mai beginnt und muih» maßlich nicht vor dem 2. Nov. schliegen wird, hat die Reiselust des amerikanischen Publi kums in so hohem Grade entwickelt, daß ich mich veranlaßt sehe, die Aufmerksamkeit des Publikums aufdie AussteUung von Kre ditbriefen zu lenken, nach welchen bei dieser ! Gelegenheit ein größerer Begehr, als bisher, sein wird. Ich habe diesen Umstand anttci piit und darauf hin die umfassendsten Vorbe reitungen mit den größeren mit mir in Ver bindung stehenden Bankhäusern Eurova's, namentlich mit der „Union, Vank" in Wien , einem der bedeulendsien Geld- Institute Oestreich's abgeschlossen. Wechsel und Kreditbriefe zu den niedrigsten Raten bei F. Nauie. DaS jährliche Picnic zun» Betten leS UUgem. Deutschen Waisen hauses findet Pfingstmontag, den 2. Juni, in Rost'S Hain statt. Das Fest beginnt Vormittags um 9 Für Unterhaltungen aller Art ist im reichlichsten Maße gesorgt, Winter's und Pros. Wacker'S Nust'coipS werden wäh rend des ganzen Tages Eonzert- und Tanz musik liesern, auch werd-n dre Waisenkinder unter Hrn.Gleichmann'S Leitung mehrereLic der Hcnrage!'. Hr. G. FaciuS wird eine kurze BegrüßungS-Ansprache an dieAnweseu den richten, während der Ehriv. M. Kratt und Eapt. I. R. Fellmann die Festreden hal ten werden. Hosfentlich wild dieses Picnic, das schon in den vorhergehenden Jahren stets Zahlreich be sucht war, in diesem Jahre noch stälker als >onst besucht werden, denn gerade jetzt, wo man bereits mit dem Baue des neuen Waisen hauses begonnen hat, ist thatkräftige Uitter stützung des Vereins von Seiten unseres Teutfchthums nothwendiger als je. Jeder, der bis jetzt noch leinen Entschluß gefaßt hat, wo er den Pfingstmontag zubringen will, sollte den Voisatz fassen, dieses Picnic zu be suchen, damit jedes Fleckchen Erde auf dem Plaoe der Mad. Rost Montag mit Menschen besäet ist. Alle Freunde der Anstalt, welche gesonnen sind, Preise sür die Kegelbahn zu geben, wer den von Seiten des Vereins muchl, dieselben bei Hrn. H. Von der Heidc in Nr. KS, Nord- Gay-straße, abzulicsern. Der „Vüyow - «uno 9tr. 8" des „Deunchcn vrdens der schwarzen Nltter" wird Pfingstmontag, den 2. Juni, ein Picnic in Hönervogt'S Pcuk abhalten. Nach den getroffenen Arrangements zu urtheilen, wird dieies Feil eines dec schöiiüeu werden, welches der „Lützow-Bund" jemals abhielt. Prof. W. T. (slagctt s erste qrosie Exkursion mit dem Dampscc „Champion" nach Kelle wird Monlag, den 30. Juni, stalllsindeii. Prof. Heinrich Silber « 'Musik, corps wird für ausgczcichiiete Conzert- und Tanzmusik sorgen. Dcr Gesangverein ..Harmonie" wird Monlag, dcn 2. Zuni, sein großes Psingstsest in Louis Mnlh s altem Schützcu hose an dcr Belair-Road abhallcn. Dcr „Baltiinvrcr Mcyger-Verein otr. 1 wird Pfingstmontag, den 2. Juni, cin große« Picnic >in Taiiey-Parke abdalicn. Sicher wird dasselbe wieder wie in srüheren Jahre» ein höchst amüsanles werden und den Theil nehmern einige angenchmc Stunden bereiten. Dcr ..Allgcnicinc «arbier - Unrcr stutZillias-Ltr«»» von «ttaltiii orc" bcgetnMoiilag, den 9. Juni, sein erilcs großes Picnic in Rost's Hain an der Belair-Road. Am Abend wild dcr Park illuiuinirr und cin brillantes Fcuerweik abgebrannt weiden. Dcr „Gr«mania-Mannerciior" hat aus heute Abend in sciner V.'reinShalle ein großes Gailen-Zonzert veianstallel. Der „Martiläiidcr Turnverein" feiert Montag, den 9. Juni, in dem barle des > Hrn. Lüuis Muth an der Belair - Raad ein großes Picnic und Somnicrnachtsscst, ver bunden mit Schau nnd Pinsiurncn. Die Abtheilung des „Hildise- Bundes" iciertMonlag dcn 9. Juni, ein großes Picnic in Höhnervogl's Garten in Highlandlown. Die Gtcpsunus-Scdttle hätt Dienstag, den 10. Juni, ein großes Pic nic im „Gleenwood-Parke" an dcr Belair- Road all. In dcr „Arbeiter-Halle" werden die diesjährigen Soininci-Couzcrte Pfingstmontag unter der Direktion des Prof. Gustav Rose ihren Anfang nehmen. Hr. Zohanil Äaucrnschmidt wird >eine neu eingerichtete Guricnwirihschast Pfingstmontag, den 2. Juni, eröffnen. "Nach' mittags und Abends findet Conzert- und Tanzmusik statt. V-v" Gpart Eure Doktorö - Rech nung ! Wenn Lr. Miliar s Wildkir schendalsam Erkällnng, Husten uud Lungcnblutuug kurin und des MenschenTod scind, dcr Auszchruug, Hall gcbietct, so lei stet cs mehr, als die meisten Aerzte thun kön nen. Der Gebrauch einer einzigen, nur einen Dollar kostenden Flasche wird den llngiänbi gen davon überzeugen, daß er sich nach keiner anderen Hülse um uisehen braucht. (125-30) Als Blut und Säste reinigendes Mittel ist das Karlsbader Sprudel- Salz uniiberlrcsslich. Dasselbe wild von vielen Werzlen gegen Uiivcrdanlichkeit, Kops schmerze», Mangel an Appetit und alle Uebel, welche aus Unordnung des Magens oder der Leber entstehen, angcwendct. A. V 0 gclcr C 0 m p. sind die Agenten sür Amerika. l»i-) HoUidavstrasicn-Tlieatcr für and^l er un» Eonsum^nten l?t. und?<»?. L rinqton-, <Mrz2l,lZ,j.p.> dem Partiegegk" !ser. ä.-Co., und Brativurstmacher,^ ' Wuriichcn »eis vorr,it)ig tm Etablissement an der verlängerten Pennsyl vania-Avenue. Balttmorer Äiehmarkt. (Für den ..Deutilicn iZorresponccnten" berichtet.) alt, mor icS. Mu, N7Z. Siüik, vorige Woche 121.l --lü>k <in dcr ParaUel'Wochc I>i7tj. Von dcn Borräther Stück Rindvieh in die Hanke von Balmnorer Mebgcrn. t 74 wurdcn von Washingtoner uno Ai i a Pvllstr Därdlern und 44 oon ojilichc.i Ev^kulanter. lAejammtverkäusk diese Woche Stück Rindvieh vorige Wochcli>!4 iin de, Parallel-Woche oes voriger ZahreS M Slückl. . Schwein e.-Die Zusuhr >rar Ne>k Soch?»temlich groß und Sie Brel>e nciei, >m L>:ui- der Woche '. Ct Die ?luchtr ge war sehr iebhosi vi d so s«c.re, daß dei m Echlussc nur n'li) wenige --wwtl-c in den Pscrchen ivkrcn. Woche «ecken dal'eü, sondern cuch rlwt.« delftre Preise zu diese schick! wurde, chn. hier osfeurl »u werden, io der in jso'ge dcssen ziemlich lcvhast und die Piciie 5"» gine bis beste «zchoaie zu bis ß itenis uno gute bis beste zu K bis 6er!tS pro 1w I'iund Billt biachten bw P. Hauson Sik ck Comp., Möbeln uud französische Zicrraihen Skr. TS, «ord-i-sharleSstraße. c«uglü,l2Mte,4.p.> Börsenberichte. Berichtet von Wm. « Söhne«, Nr. ?2, Soulhstraize. Bal ti more. den.'g. jiial «dends z llb' »ng. Berl Verl. 4O , A. S«. !>.?or Ma 6»'» 2 tij...l St zf^ id,'K ...12 >t Allo .>e-V-r, t>. «l.Iv.»0r1I4 - i>'v B<r> ', tek> Howard «erl 7 Ba Kr au,.. 27) t MernSlßerl » !Sadrkk -H «iwä-Okr'7» «a kr»!? _ «Uot O s?'»7 S7x WBaZrJult B 1.7-9 Z S 6 Va i-onl V'« . StÄ !.s', Nor »eui Kr '7? -7 sg I Balto jßorSiNlKr zld V.X BalioKr'«o.. SJ>< EentLdiokrl. !-K'» »d't «auo I- >« -9VWülttkr2.g'W"7 - - b? «0110 vr tSVO.. SS . -WMdÄr3.ZuZ>-6>» S 7 «jl.c-nxl-.?«, z?>. -z :l>l Ivl^ In? o, Äalio SrZ. !UX SZ?L iiiij «an,... _ «ich»jzaii l 7«j 77 Sra.iiiln «avl Or - NX Ä t k 2 8r < kit> - all! ttt hlllize- Soll« d«. tl.kWßer. Gl. S.Mer, ~ Eni?. re°. .. IW diilo b. «c,>-...... 1,!,?. i «I! "'' ' !,»Hl.Äur T>rc , Z vu'' I.<»U dl,IO diilo dttto ««w-Bortrr «srk» Bei St. kitcr lü'i^ . b.2üer. IbAer n^.-j ' I is««r."." . » L««Ser <AZ ,l«>t B. Su neue S »er Seilt I,k van. undSi. Joe sg^i Tennefiee Ker, nene... 7g». „ » „ Tou?on« ....".." kl» liord-SaroUiia Ser, neu zg , - . Epciialt-x.l.'». Llrziniaöer, vca ' » »I Aoupon« '...... . Deiul-«> ' Alabama Sr Süd-Carolina, clec. neue. Jan. ».Juli ,k ker Union Pacific ker... " V? Santo» Sumderlond 1.'."...' Union Telegraph QuicksiloerMwing z-, ' Markow, Pres'k!.. i>> WrUS, Aarqo >d Cauip.'» Tr?rcK, neu 7SV «iciftc Mail '»'V .'" 7VX Tlev., Sol. H. T.. Z v N'-H. Tiniral Pl!d,on Siivkr !? ??.... ..'. il.m, d "-' ö «Z)t ?li?t^Ul^ Ä'.'/.'. ,'.'.','.''"' »Itortb Western .! Rock-Island ' Mtl. und vt Paul ... »4^ MU. und St. Ureter d... 72^» Äcttte,jaiittsctimcr;e>i mehr! tcn l>rrüdnlil» „Snöiilden r l » Der'cllic hal slch bcrcil- cl>>kn erworben H ""b ö>» die !?laiSie del Varl Z<iu<r, und 7?orr'e>tNu ' v. Mitiiiock,. ?ir. L'««, Penni.-Ao> n >c: V. 'Nr. 44k, M>!.«-m,u,orellr: x' » <r^ Vreiidcnislrab«; t»ar> H, Mun. Pi 2i>S. H. Rlclilcr, Nr. und U. «»vier. Hau?l-Niederlage Kr. ««, SkiiLd» Prvatlvav. vdium oder Ovi um in v. R!.!jt»r'i>'kl«Ä»l»s»ve. 8) ruz>, lvle dieses del a«len andern der Hall? cntdül'en ist. " Mutier, gcbt nur ihn hindern, dann weidet idr sie dcda'len! derlelde erlc'idteri da? -iadncn und gicvl idnrn einen -ieiunpe? Sci>>.,j. Zed.r Äzoidlfei dal S,rup aus v'a->>r; Pills ZZ Cenie »ro 'riLiiüe Aictirer, > N. rlB 1 <i FUll!i.rs d y ye pt isch e » Lebcr - Inliisiorator Pflanzen-Präparat -viinderbare hcilendc E,geuschaft?» WMN Dyspepsie :.nd LlbrrkronNiritt« ,Lelbs« cht, Stc. l Ä, Kord-Hvwardstr,, kaufe cinr Flaschr, und wenn nach deren Gebrauche >br keine Besserunq verspttrt, so wird das Geld zurückgegeben. Ä. I. Miller,Eigenthümer, »rei» S« uro »der O Kl«» scheu iiir «!>. r> . ,q isa«tenbach'S Das große Heilmittel für Schwindsucht, welche durch zeitige Zuflucht zu diesem Mu sterpräparate geheilt werden kann, wie eS durch die Hunderte von Zeugnissen, welche die Eigenthümer erhalten haben, bewiesen wird. Dieses ist von vielen hervorragen den Aerzten anerkannt als da? zuverläs sigste Heilmittel zur Erleichterung und Hei lung aller Lungenleiden, das je eingeführt wurde, und es wird dem Publikum als durch die Erfahrung von mehr, als vier Jahr zehnten erprobt angeboten. Wenn man in der Zeit dazu seine Zuflucht nimmt, so ermangelt es selten, Heilung zu bringen, auch in den schärfsten Fällen von Husten, Bronchitis, Croup, Keuchhusten, Grippe, Asthma, Erkältung, Rachengeschwüren, Schmerzen in der Brust, Seitenstich, Les berleiden, Lungenblutunz zc. Wistar's Balsam macht einen Husten nicht trocken und läßt die Ursache zurück, wie dies die meisten Präparate thun, sondern er lös't ihn und reinigt die Lungen und besänftigt den Reizzustand, in dem er auf diese Weiss die Ursache des Leidens entsernt. Seth W. Fowle St Söhnen, Boston, Mass. LllhadeilirlallciiAs'olhekern! lApr.Zf.jS'.j.»^»^

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