Newspaper of Der Deutsche Correspondent, June 4, 1873, Page 1

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated June 4, 1873 Page 1
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Nr. 141, Well Faqette-, uiuerhald der Howardsttage, ko.nn durch eine Z 0 j»h>ige Ersahrung in Hosvitäkr' und Vrivar-Praxis cineöeilung von kürzlich erlcanki.r varil-Organc in Tagen »ersorechen. .xalie von e>- nem Jahre in 6 Taqen dur h ei« lokales yeilmittel. Äesilhrlicht ikrankhcilen des Blute», valseS, Nas, und baul-.«e>chwiire und übelriechende Eiterungen n. s. n>. lchaell gehcitl. Junge Lcnte. an ikörpcr u. Geist our.t! cini drohet bchZtte'.lozleikt »nd prompt gelindert, und völlige »rast nneder er langt ohne Oueitiitber. Sprech von L diS l' , Nhr Sormittazs, ü bis S-llhr Rachmittags und? ! Ilhr »bend». Der deutsche Correspondent. 33. lahMM. Epezia! - Nstizru. Tr. Cmilie Pöting, Dentist, in Dr. S. Watcr's Office, O5 j5,0 L LA>.-si>viokc A.M-Ä /X L^wi^ciiviActti^e^oi'! Z. 2. ?ZIL2 ü LO., 22 Lliarlss Lt. Neue Fancy- unv kltuslilmmilch? IchrtilimatcrilUicn Guggenheimer Af Weil, Schreib Materialien u. Drucker, »r. >??, «est - Baltimorestr., «EerroU^»a-Hotel»). s. 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Jack ausge nommen, die Ueberqabe mit den gemeiniglich Kriegsgefangenen gewährtenßcdiugiingen ver knüpft irar. Das Ende des Oregoner Skan dals wird wohl nun die Aufknüpsung der schlimmsten Mitglieder der Bande sein, aber zuvor dürste Amerika's Volk noch Manches über die geheime Geschichte des Modoc-Kriczes erfahren, was man uns bisher absichtlich, zur Berdeckung vielfach von den Rezie rungs-Agenien begangener Sünden, vorent halten hat. Wenn man gleichzeitig mit den ModoeS jene weißen Bösewichte auf den Gal. gen schickie, welche die Indianer zum Wider slande aufreizten, sie mit Pulver, Blei und Whiskey versahen, fo würden wir einem sol chen summarischen Verfahren unsern Beifall nicht versagen. (Eine neuere Angabe will wissen, daß die Cameraden des Capt. Jack er klären, daß ihr Häuptling wahnsinnig sei. Sollte sich dieses bestätigen, so wird seine Ge fangennahme uns uoch lange nicht von dem blutigen Manne der Lavaselder befreien.) Die Erbärmlichkeit des Geheimpoli ziste n»D ienstes und die Ohnmacht un serer Rechtspflege sind wieder einmal in ein grelles Licht gestellt worden. Bor einige: Zeit wurde die „Waterford-Banl" im Staat« vcew-Aork durch Einbrecher um S3VOM!) in Wertpapieren:c. beraubt. Tie Geheimpo lizei forschte sofort nach den Thätern und Hai dieselben auch schließlich ausgesunden. Selbst verständlich würde man nunmehr erwarten, daß die Bösewichte zur «-strafe gezogen wer den. Gott bewahre, im Gegentheil, die Be< stohlenen verständigen sich mit den Dieben u. diefe geben nach Abzug von 35 Prozent (üher StOV,otw) das Gestohlene wieder heraus. Die Geheimpolizei vermittelte das „Geschäft," u. die Bank sreut sich, den größten Theil ihres Geldes zurückzubekommen. Ist es zu ver wundern, daß Raub und Diebstahl zuneh men, wenn man den Berbrechern Prämien für ihre Missethaten zahlt? In Arkansas ist der Streit wegen des Gouverneurs-Amtes auf's Reue entbrannt. Die Situation ist ähnlich wie die in Louisi ana und es ist schon anzunehmen, daß d'e Bundes-Regierung sich einmischen und der „Unrechte" im „Rechte" bleiben wird. Jshn A. Bingham von Ohio ist der Glückliche, der als Nachfolger De Long's als Gesandter nach Japan geht. In der Gesetzgebung des Distriktes Co umbia »st die Ausdehnung des „Che sapeake-Ohio Eanals" in Anregung gebracht worden. Bon New-Aork kommt abermals Kund« eines schrecklichen Mordes: Der 1!»-jährig< Frank Walrvoith erschoß gestern früh lir „Sturtevaut-Houfe" seinen eignen Bater, Die Geschichte ist in wenigen Worten erzählt, Am Montage hatte der alle Walworth einen Streit mit seiner Frau uud diohte, sie umzu bringen. Der Sohn solgte dem Bater von Saratoga nach Nerv-Jork, sie trafen im oben besagte» Hotel zusammen uud der Barermord land statt. Räch der That lieferte sich de> Mörder selbst der Polizei aus und erklärte, daß er speziell nach New-Zork gekommen fei, am die That zu vollbringen. Der Ermordete mar zu einer Zeit Großmeister des Maurer Ordens des Staates Rew-Horl uud gehört, einer angesehenen Familie au. Als Richtei Barbour vom Snpreine-Gcrichte, ein Ber wandter des Ermordeten, die That Hörle, wurde er so erschüttert, daß das Tribunal »er tagt werden mußte. Bon China kommt die Nachricht, daß die kaiserlichen Truppen im südwe»lichei> Theile des Landes die rebellische Sladt Tale >oo eingenommen und 3<),VUO Menscher hingeschlachtet haben. Der dem Kaiser von China tributpflichtige Sultan ver- Mete sich, als die Chinesen in die Stadt ein zogen. In Burkeville, Ba., nahm vorgesteri HU. Mary Tucker Strychilin anstatt Calo liiel, welches Berschel! sie niii dem Leber süßte. InR 0 ckp 0 rt, Me., wurde vorgestern Lne> Ann Mink, die muthmaßliche Mörderin dei Dr. Baker, dem Gerichie vorgesührt und plai »rte nicht schuldig; ihr Prozeß wird oem nächst beginnen. Donaldsou's Ballon, welcher vorgesteri Ii Allentown, Pa., mit zwei Lusychisseri zufsUeg, laudete gestern Mittag bei Phila zelphia. In Atlanta, Ga., bekam ein Polizts Streit mit zwei betruukenen Brüdern, vca mens Flemming, und schoß cineu derselbe!! ,odt. Im Vundeskreisgcrichte zu Boston be kannte sich gestern I. L. Savage schuldig, ils «ekretär der „Lachmere-Bant" in Eau Cambridge falsche Einträge in die Bücher ge macht zu haben und wurde aus fünf Jahn m's Gefängniß geschickt. In Cincinnati geriethen am zweiter Pfingsttage zwei Deutsche, Namens Thomas Lauer uud I. Mittendorfs, in einer Wirth schaft in Streit und der Letztere wurde vor seinem Gegner mit einem Bierglase tödilich verletzt. Bon Jthaka, N.-Z., wird berichtet, daß die „C 0 r nel l-U nl v ers i ty" in letzter« Zeil verschiedene Legate erhallen habe; ers kürzlich habe Hiram Sibley dem Institute wieder K 30.000 geschenkt. Diese Geschenke ieinen meistens gemacht worden, seitdem Mc Auire die Beschuldigungen gegen Cornell er. hoben habe. Das beweii't aber noch lange nicht, daß die Beschuldiguugen aus der Lus> geglissen sind. In den „Cred i t-M 0 bil ier"-Prozeß sii d gestern noch weitere Kapitalisten verwickelt worden, u. A. auch ThoS. Scott von Penn sylvanien. In Rye-Neck bei New-Uork ist soeben ein am 27. April 18L9 begangener Mord, so weit es den Thäter aubetrisst, au's Tageslicht gekommen. Gilbert H. Robinson, ein juu !jer Uhrmack)er, wurde damals ermordet. Ei» Baumeister, Namens Richardson, ans Mar maroneck, dessen Frau mit einem Capt. Ber ger durchgebrannt war, suchte um Scheidung von derselben nach. Unter den Scheivungs gründen führte er an, daß ihm ein gewisser Peler Teriell zugestauden habe, er habe sich vor längerer Zeit eines unerlaubten vertrau ten Umganges mit Frau Richardson schuldig gemacht. Frau Richardson stellte hieraus Terrell als den Mörder Robinson's blos. Teirell, der in White-Plains wohnt, pflegte Robinson sehr »st zu besuchen, und da sich bei der damaligen Coroners - Untersuchung her ausstellte, daß er in der Nacht, in welcher der Mord geschah, in Rye-Neck war, richtete sich Anfangs schon der Verdacht des Mordes aus ihn, doch mußte er wegeu Beweismaugels entlassen werden. Terrell wurde iu Folge der Anschuldignug, welche Franßichardsou gegen ihn erhob, letzten Freuag-Nachts in White- Plains perhaftet, und auch die Letztere wird vorläufig als Zeugin festgehalten. Vor dem N e w-?)or ker Gerich t eist der Woodhnll-Claflin - Prozeß wegen Ber läumdung des Predigers Beecher ur,d anderer Kirchenlichter aufgerufen, aber vertagt wor den, da mehrere wichtige Zeugen nicht zur Stelle seien. Bon diesen sei Frl. M. Kenley in Calisornien, eine gewisse Mollie De Ford, Besitzerin eines Freudenhauses, u. eine Freu dendirne „Daisy" genannt, in Baltimore, Richter Barrett verschob die weitelenßerhaud lungen, damit die Bertheidigung obige An gabe durch beschworene Aussagen erhärten lönue.' — Außer diesem Prozesse schwebt noch xin anderer, der das Schwesternpaar d.r Ber< Kreitling obscöner Schriften-Zusammenstel lung von Bibelstellen und Abdrua derselben in einem von ihnen herausgegebenen Blatte— beschuldigt. Die Staatssteuern New-Vork's sind durch die republikanische Gesetzgebung um 2 Mill. Dollars vermehrt worden. Und doch giebt es, z. B. in Baltimore, Leute, die uns das goldne Zeitalter veriprechen, wenn die Partei jemals in Maryland an'S Ruder kom men sollte. Präs. Grant hat gestern in der Cabinets sitzung feine Biliegiatur in Long- Brauch angekündigt; er wird jedoch alle zwei oder drei Wochen nach Washington zurüalch ren, um —sein Gehalt zu holen. Der Gouverneur von N e w-H am Pshiri hat dem Austin F. Pike von Franklin sür dm 2. Congreß-Tistrikt ein Wahl-Certifikat ge geben. ' BemerkenSwerthist daß bii dahin in keinem der Südstaaten der Tempe ren, Fanatismus Bsden gewonnen hat. Jr Kentucky schlug man die finsteren Geister neii- Baltimore. Md., Mittwoch, den Juni 1873. lich auf's Haupt, Missouri kennt bis dahir kaum die Agitation, und iu Virginien, Loui siana u. s. w. hat der Verfolgungsgeist noä niraends Wurzel gesaßt. Mit Spannung sieht man dem Ausgang! der Richterwahlen ,u Illinois entgegen, Die Temperenzler und Republikaner geher dort Hand in Hand. Ueber den radikalen Can didaten des S. Distrikts jagt ein Chicagos Blatt: „Hopkins, der Candidat der Radika len, wurde vor einigen Monaten von Gou verneur Beveridge angestellt. Er ist, mi< Lawrence, ein wüthender Temperen,-Fanati ker und hat sich namentlich durch seine Ent scheidung gegen einen gewissen Jakob Zchmidl von Kickapoö, den er wegen Liquor-VerkaufS zu KKOO Strafe verurtheilie und in's Gefäng niß schickte, bei allen Freunden cin-r liberalen Anschauung gründlich verhaßt gemacht. Er war der Erste, welcher eine so harte Straft über einenWirth inPeoria-County verhängte, Bei der Richterwahl in Illinois zeigt es sich wieder zur Genüge, wie e»g verbunden der republikanische Parteiqeisl mit dem Monopol- und Temperenzwesen ist. In den stark revub litanischen Land-Distrikten wurzelt das Tem> perenzivesen eben so stark, wie der republika nische Paneigeist." Die neuesten Blätter aus dem Innern melden dießeraubung und Ermor dung des Deutschen Karl Strobel nahe Michi gan-Bluff, Calif.; die Ermordung des Dr. Alfred uahe Duncanvillc, Ky., der von Ne gern überfallen, beraubt und erichlagen wur de; einen Streit zwischen dem Stadtmarschall S. Mason und Zimmermann I. N. Sha loupe in Somervrlle, Mijsi.siippi, wobei der Letztere crfchosfcn wurde; ferner warf in Prin ceton, Kansas, die 16 jährige Mabel Town jend eine große Scheere nach ihrem 13 jähri gen Bruder, dessen Spitze dem Knaben in die Brust drang und ihn tödtete; in St. Paul, Minn , beschuldigte Adolvh Kiel den Albert Schultz, unehrenhafte Aeußernngeu über seine (K.'s) Schweiler gemacht zu haben; einZtreit einbrannte und Kiel erstach seinen Gegner. Außerdem bringt einßlattausMursreesboro', Teun., die Nachricht, daß der Neger Joe Woods die weiße Frau E. Hampton, eine Wittwe, schändlich mißhandelte und ermor dete; nahe St. LouiS der Kaufmann Lyman Älter von Litchfield, Jll., ermordet wurde, und inCiricinnatt eine verführte und tief gesunkene LouiSvillerin, Clara Bronton, sich im Ohio erliänkle. Dazu kommen noch einige Selbst morde und andere Gräuelthaien, in ihren De tails schrecklich genug, um eiueu ganzen neuen Baud zu den „Memoiren des Satans" zu lie fern. In Montreal, Canada, tagt der inter nationale Typographen - Congreß unter d:r Präsidentur W. R. MacLean's von Wash ington. Wie verlautet, wird der Congreß alle Drucker in die Acht erklären, die ohne eine Lehrzeit durchgemacht zu haben, als Kunst jünger viele Offizinen des Landes unheimlich machen. Das Depesche n-B üreau brachte un ter'm 27. Mai ans Mexiko die Nachricht, daß die dortigen Behörden „gegen die Unsittlich keit der seit der Klosteraushebung als religiöse Genossenschaften in Privathänsern lebenden Mönche uud Nonnen eingeschritten sei." Eine neuere Depesche dcmeinirl dieses und bezeich net die Nachricht als eine böse Verläumdung, berechnet, zn religiöser Gehässigkeit aufzusta cheln. In Windfor, Canada, ertappte der Abends heimkehrende Major Parlins einen Einbrecher in feinem Hause. Der Major er griff den Dieb, dieser aber riß sich los und sprang durch's Fensler. Aber der Bösewicht blieb mit dem Fuß: im Fenster hängen und war nicht im Stande, sich zu befreien. Der Major riß ihn in's Zimmer zurück, um zn entdecken, daß die Scheibe eine Arteric zerris sen hatte und der Mann furchtbar blutete. Man rief schnell ärztliche Hülse herbei, aber als diese kam, hatte der Gefangene bereits das Leben ausgehaucht er war buchstäblich ver blutet. Telegraphische Tepescheu. Europäische KabeldeNcht? Berlin, 3. Juni. Die asiatische Cho lera ist in drei Dörsern Westpreuß-ns aufge treten, wo sie von Russisch-Polen hier einge schleppt worden ist. Die strengsten Quaran taine-Maßregeln sind in den nisizirten Di strikten iu Anwendung gebracht worden. Paris, 3. Juni.—Präsident McMahon hat eine Proklamation an die Armee erlassen, rn welcher er sagt: „Die Wahl des Präsioen lcn der Republik aus Euren Linien zeigt das Vertrauen der Nalional-Vcrsammlung aus Eure Loyalität." Der Präsident hat auch einen Befehl erlas sen, in welchem er General L'Admirault, jetzt militärischer Gouverneur inParis, zum Com mandeur der Versailles Armee ernennt. Madrid, 3. Juni. Die xriegSopera tionen des Generals Nonvilas in der Provinz Biscaqa haben die Ueberraschung und völlige Umzingelung der Äarlisten zur Folge gehabt, u.rd die Uebergabe der Letzteren wird daher stündlich crmartet. Hierüber freudige Aufre gung in der Hauptstadt. M adrid, 3. Juni.—Tenor Picrrad hat sein Amt als Kriegs - Minister niedergelegt. Die Regierung hat zahlreiche Depcschcn aus den Piovinzen erhalten, in welchen ihr wegen der Rede des Senor Figueras bei Eröffnung der Constituante gralulirt wird. Bayonnc, 3. Juni. Die Karlistsn, welche einen Theil der Nordhahn in Spanien halten, haben einen Vertrag unterschrieben, durch welchen die Wiedereröffnung des Eisen bahuverkehrs erlaubt wird. Die spanischen Autoritäten haben gemeinschaftlich die Neu tratlsirmig der Linie von Miranda del Ebro zu der Grenze beschlossen. Für diese Conces sion bezablt die Eisenbahn. Compagnie den Karlisten jeden Tag S2OO. <SH »a. London, 3. Juni. Eine Depc'che von Shanghai, welche die Einzelheiten über die Einiishme der Stadt Talesoo, die Hauptsigdt des mohamedanijchen Staates in der Provinz Tunnan, im südwestlichen China, durch die kaiserlich-chinesischen Truppen beuchtet, sagt; „Die besagte Stadt wuroe der Schauplatz der schrecklichsten Scenen. Die Sieger fielen über ihre Gefangenen ker und massaennen LO.OOO derselben. Der Sultan vergiftete sich, da er lieber durch seine eigene Hand sterbin wollte, als in die Ge valt seiner Feinde zu fallen." London, 3. Juni. — Dpfr. „Drum mond Castle" aus der Reise von Hankow nach hiesiger Stadt strandete an der Chusaw-Jnsel an der Ost-Küste von China und wurde voll ständig zum Wrack. Dreißig Personen er tranken. TcliinS-Bericdte, S out ham p t o li, 2. Juni.— DerDpfr. „Amerika" ist von New-Aork hier angekom men. Queens lown, 3. Juni. Die Dpfr. „Adriatic", „Calabria" und „City of Wa shington" kamen von New Jork an. Movitle, 3. Juni. Der Dpfr. „Hol satia" ist von New ?)ork eingetroffen, London, Z. Juni, ll Uhr Vorm. Consols eröffneten ;u für Brief und Ex- Jnleressen. „Amerikaner," alte 'Kser öis; '67 er 10.40 er 88?; neueFüuserBöZ. Eric 4SK. London. 3. Juni, 2 Uhr Nachmnt. alte '<>scr !sIH. Erie 41>4. Paris, 30. Inni. Renten eröffneten zu »7 Francs. Liverpool, 3. Juni, 11 Uhr Vorm. Waizen Zufuhr während der letzten 3 Tage 24,000 Viertel, amerik. 17,000 do. Liverpool, 3. Juni, 2 Uhr Nachm. Brodstoffe stetig; rother westlicher Frühlings- Waizen zu lis lä-12z3ä. Mehr 27Z-28Z Kä. Inland - Depeschen. Aus Wzshinkton. Washington, 3. Juui. —In der heuti gen Cablnetssitzung wurde die Modoc-Fragc brspivchenj aUMvem wurden nur Roukine- Geschäfte erledigt. Der Präsident bemerkte, daß er den scmmer mit feiner Familie in Long-Brauch zubringen weide, er gedenke je doch, alle zwei oder drei Wochen nach Wash ingtou zu kommen, um die Routincgeschäfle zu erledigen. Die religiöse Toleranz iu Japan. Juni.—Das Staais- Departement ha: Berichte von dem amerika nischen Gesandten in Jesdo, Hrn. De Long, erhalten, daß religiöse Toleranz in Japan noch keineswegs dekretirt worden ist, und daß die Gesetze und Versolgungs-Edikte gegen die Christen noch nicht widerrufen sind. Die Re gierung hat nur Orders gegeben, welche den > aus ihrer Heimath Verbannten Christen sreic Rückkehr gestatten, auch sollen die anstößig'" Proklamationen gegen das Christenthum auf gehoben werden. Diejenigen, welche imßathe der Regierung religiöse Toleranz befürwor ten, befinden sich noch immer in der Minori tät; man glaubt jedoch, daß die Zeit nicht fern ist, in welcher alle Dekrete gegen das Christenthum aufgehoben werden. Irgend ein Versuch, dieses Resultat auf derSlelle her beizlisiihleu, dürfte jedoch in einer Niederlage Wahrscheinlicher Mord in Bing liampto». BiII gh amvt o n, N,-N-> 2. Juni. Am Freilag starb die 70-jälirige Jrländerin Rom Coniiitlz unter verdächtigen Umständen. Gestern emveckten die Behörden nur einige Minuten vor der zur Beerdigung beiUmmle» Zeil, daß der Körper der lobten Frau aus schreckliche Weise verstümmelt und zerichlagen ist und daher d-'r gegründete Verdacht vorliegt, daß an derselben ein Mord begangen wer den sei. Heute wurde deren Tochter Frau N. Tön ning gefänglich eingezogen; sie wirv be'chul dnt, den Tod ibrer Mutter durch Mißhand lungen herbeigesührt zu haben. Die Frennaurer im «raate New 'Zjork. N e w-N or k, 3. Juni. —ln einer Ver sammlung der Grvßloge des Freimaurer-Or dens voni Staate New-Hork hielt Großmei ster Fox die übliche Eröffnungsrede. Der Ver kehr mit dem in Frankreich und der Großloge in noch nicht wieder hergestellt; außerdem berrschen mit allen anderen Groß logen der Welt die besten Beziehungen. Im Lause des lahreS wurden 17 neue Logen or ganisirt. Der Orden zählt LKS Logen im

Staaie mit 7t>,079 Mitgliedern. Die lah reseinnahmen betrugen K167,33L, die Ausga ben 5147,285. Vaterniord in New Aork. New -I) ork, 3. Juni. Heute Morgen nach <! Uhr erschoß der neunzehn Jahre alle Frank H. Walworlh seinen Vater Mans fieldT.Walivorlh in dem „SturievautHouse." Der Verstorbene war ein Schriftsteller und lebte daselbst von seiner Familie getrennt. Häusliche Wirren waren die Ursache der Tra gödie. junge Walworth, welcher in Sa ratoga lebt, ging direkt nach der That in das Stauonshans und überlieferte sich den Ge richten. Mansfield Tracy Walworth, welcher heute Morgen von feinem wohne erschossen wurde, war der Sohn des Kanzlers Walworth nnd ein wohlbekannter Schrislsteller. Er trennte sich vor drei Jahren von seiner Frau, ieir wel cher Zeit er in hiesiger Stadt gewohnt hat, Seine Familie wohnte in Saratoga. Sein Sohn Frank kam gestern von Saratoga mit der Absicht, ihn zu erschießen, hier an. Er kam in das Kosthans seines Vaters in der 4. Avenue, fand ihn aber nicht und hinterließ ein Billet, in welchem er ihn aufforderte, heute Morgen in das „Stnrtevant-Haus" zu kommen, da er ihn zu sehen wünsche. Der Vater sprach daselbst vor und ging hinauf. Ungefähr IS oder 2V Minuten später hörte ein Dienstmädchen mehrere Schüsse, welche von dem Zimmer ausgingen; sie lies hinunter und benachrichtigte den Tlerk. Dieser schickte augenblicklich nach einem Polizisten, aber ehe derselbe ankam, war Frank Walworth bereits die Treppe hinuntergegangen, seinen Rock über den Arm tragend. Er erzählte dem Clerk, daß er seinen Valer erschossen habe, und er kundigte sich zugleich nach der nächsten Poli zeistation. Nachdem er hierüber genau iu sormirt worden, begab er sich in ein Telegra phenbürean und schickte eine Depesche an sei nen Onkel, in welcher er ihm das Vorgefallene mittheilte und ihn bar, seine Mutier so vor sichtig, als möglich hiervon in Kenntniß zu setzen, ehe sie es auf einem anderen Wege er fahre. In der 30. Polizei-Station angelangt, belichtete er dem wachthabenden Sergeanten daselbst, daß er seinen Vater erschossen habe, welcher todt im „Sturtevant-House" lag, und gleichzeitig übergab er seinen Revolver. Späte r. —Hr. Walworth wurde in Al bany im Jahre 1330 geboren und stand dem zusolge im 43. Lebensjahre. Er erhielt eine juristische Bildung, und nachdem er bei'm Gerichte als Praklikanl zugelassen war, unter stützte er seinen Vater auf kurze Zeit in seinem Amte in Albany. Da er aber der RechtS- Piaxis wenig Geschmack abgewann, so wid mete er sein Talent der Literatur. Vor etwa 20 Jahren heiraihete er; aus seiner Ehe ent sprangen zwei Tochter, jetzt zwischen 12 und 14 Jahre alt, sowie der Lohn, durch welchen er heute Morgen seiu Leben verlor. Er lebie seil einiger Zeit von seiner Frau getrennt, welche jetzt ein Seminar sür junge Damen auf dem Grundstücke des verstorbenen Kanz lers Walworth in Saratoga-Springs hält, wo sie elegant lebt. Dr. Marsh untersuchte die Leiche und fand vier Schußwunden, eine in der Brust, eine in der rechten Seite, eine im Arme und eine im Kopfe. Der Mörder stellt die Sache folgendermaßen dar: „Ich wohne bei meiner Mutter in Sa ratoga. Mein Vater hat uns seit mehreren Jahren verlassen; er ist Schriftsteller und ich bin Student der Rechte; wenn ich nicht irre, so ist er jetzt 41 Jahre alt, ich kann aber nicht sagen, wo er geboren wurde. Mein Vater bat seit Jahren nicht mir meiner Mutier ge lebt, aber uns bei verschiedenen Gelegenheiten drohende und beleidigende Briefe geschickt. Erst vor Kurzem drohte er, meine Müller und mich zn erschießen; deshalb habe ich ihn erschossen. Kürzlich traf ich ihn in Saratoga auf der Straße, wo ich ihm sagte, daß, wenn er sich nicht von uns sernhalle und meine Mutter noch weiter bedrohe, ich ihn erschießen würde. Ich sagte ihm, es gebe eine Grenze, welche ungestraft zu überschreiten ich keinem Manne erlauben könne, besonders, wenn meine Mut ter in's Spiel komme. Ich begab mich ge stern nach seiner Wohnung und ließ eine Karte dort, wodurch ich ihn bat, mich heilte Morgen auszusuchen, welches er that. Als er mein Zimmer belrat, zog ich einen Revolver hervor und forderte das Versprechen von ihm, uns nichl ferner bedrohen ooer injuluren zu wol len, weiches er bereitwilligst gab. Wir gerie then dann in's Gespräch und im Laufe dessel beu brauchte er abermals verschiedene insnlli rende Bezeichnungen, er griff gleichzeitig in die Tasche, als wolle er eine Waffe hervorzie hen, worauf ich feuerte. Er schritt aus mich zu und ich schoß noch drei Mal. Als ich den letzten Schuß abfeuerte, hatte er mich bei'm Kragen gepackt. Ich bedauere die That nur wegen der Rückwirkung auf meine Familie. Man würde mich verpflichlen, wenn man den Richter Barbour in Kenntniß setzen wollte, derselbe interessin sich für unsere Familie." Der Doktor fand keine Waffe in den Tafchen des Ermordeten, wohl aber die Karle des Mo rders. Dieselbe lautete: „Nachm. 3 Uhr. Ich wünsche den Versuch zu machen, einige Familieu-Angelegenheiten beizulegen. Komme nach dem „Slurlevant House" in einer Smude oder fpäier. Wenn ich nicht anwesend bin, werde ich die Zeit mei ner Zurückkunst bei'm Clerk des HoielS be stimmen. F. H. Walworth." Der Leichenbeschauer?)oung schickte den Va termörder nach den Tombs. Die Ermordung des Hrn. Walworlh durch seinen Sohn hat große Sensation erregt, die hauptsächlich in den hervorragenden gesetl schafilichen Beziehungen der Familie ihren Grund hat. Der Verstorbene war dxr Sshn sineL der prominenlesten Bürger dieses Staa tes. Sein Vater, der Kanzler, starb im Jahre 18K7 im Aller von 80 Jahren. Ein Bruder des Ermordelea ist ein populärer und begabter Missionsprediger, und die Fannlie hat eine große und einflußreiche Bekanntschaft. Hr. Walworlh hat fünf Romane geichrie ben, welche seinen Namen in weiteren kreisen bekannt gemacht haben, nemlich: „Hotspur," „Lnla," „Warwick," „Delaplaine" und „Be verly." Er kam am Montag hier an, um der jährlichen Versammlung der Großloge der Freimaurer, welche heule Nachmittag beginnt, beizuwohnen. Saratoga, 3. Juni. Frank W.'l- Worth, welcher feinest Vater in i-er Stadt d«ew-Aort erschoß, reiste gestern Morgen von hier ab, ohne seiner Mutter Mittheilungen über seine Absichten zu machen. Frau Wal worth hatte kürzlich eine Anzahl Drohbriefe von ihrem Manne erhalten. Man vermuthet, daß der jnnge Walworth ähnliche Briefe vcn seinem Vater aufgefangen Hai, da sie seit sei ner Abreise zwei leere Couverts, welche ihre Adresse trugen, auf seinem Zimmer gesunden hat. Frau Walworlh vermuihet, daß auch ihr Sohn Drohbriefe von seinem Valer erhal» ten hat. Frau Walworth wurde vor ungefähr zw« Jahren von ihrem Mann? geschieden. New-Jork, ö. Juni. —Obenichter Barbour vom Supceme>-Gtrichte vertagte das Gericht, als er von der Ermordung seines Neffen hörte; er mußte aus dem Gerichts saale gesührt weiden, so furchtbar hatte ihn die Nachricht erschüttert. Vermncvte ve?e»cyen aus New Hjork. Pew - Aork, 3. 'Jilui. —Zwei Zollhaus- Beamte, welche ihren Gehalt im Voraus ver- pfändet hatten, wurden, da sie denselben, al! er fällig war, nicht bezahlten, von dem Mäk ler verklagt. Richter Qninn entschied, daj der Mäkler Nichts erlangen lönne, da öffent liche Beamte durch eine solche Handlung dai Reglement verletzten. Die Brooklyncr wollen SIO.VOV aus bringen, nm den Soldaten auf dem „Cypreß Todtenhvfe" ein Niouumentzu errichten. Tie Untersuchung der Leicheubeschauers- Jury über die geheimnißvolle Ermordung Goodrich's soll wieder eröffnet werden; man gedenkt, dabei genau festzustellen, ob Good rich ermordet wurde, oder ob er Selbstmord beding. Die Dpfr. „Ville de Paris" von Brest und „Moro-Ca»lc" von Havanna sind hier eingetroffen. Der Dpfr. „Ville de Paris" stieß in der unteren Bai mit der britischen Barke „Eura coa" von Curaao zusammen, und die Barle sank bis aus den Wasserspiegel; es kam Nie mand um's Leben. Der Libetl-Prozeß der be'den Weiber Woodhull und Claflin ist bis zum nächsten Montag verschoben worden. Die Tempelritter hallen eine Versamm lung, um Arrangements für die Beerdigung des Gesandten James L. Orr zu treffen, wel cher Großcomthur von Süd Carolina war. Der Fälscher iNcDonnell wird morgen an England ausgeliesen werde». Der Dpfr. Samaria" ist von Liverpool hier eingetroffen. Drei Einbrecher und ein Straßenräubcr wurden heuteMorgeu in der 6. Ave. gefangen genommen. Gouv. Dix und Stab ließen die erste Division der Staatsmiliz, über 3000 Mann, aus dem „Union-Sgare" Revue passiren. Samuel Meq.'r, ein bekannter Oel händler, fiel heute todt nieder. Sechs Faro-Spieler wurden heute we gen Ausplünderung eines Opsers in der Cyathamstr. verhaftet. Zahn Bott wurde heute von dem Ver. Staaten-scrichte der Versendung ungesctzli cher Medizinen durch die Post schuldig besnn den. Ter Prozeß gegen John Whitehead we gen desselben Vergehens ist eingeleitet worden. Ein unbekannter Arbeiter in Brooklyn schleuderte seinen Dienstherr» Fred. Käst auf einen isteinhauseu und schlug ihn mit einer Schaufel, wodurch er Verletzungen erhielt, an denen er erlag. Kast'S Schädel ist gebro chen. Der Mörder entkam. Er hatte Zah. lung vktsngt und da er am Zahltage gesehlt hatte, sagte ihm Käst, das; er bis nächsten Zahltag warten müsse, woraus ihn der Arbei ter angriff. Der Dpfr. „Scolia" traf von Liverpool hier ein. -Oer Geldmarkt. N e w-V ork, 3. Juni. Geld stetig und leichter z» 4—o. Wechsel flau und sie tig zu BH-5. Gold schloß fester zu II7Ü -117H. Obligationen steiig und fest. Sechser 122, 'K2er 110 Z. Aktien schlössen fester; New - ?)ork-Central zu 10IZ; Eric Lake-Shore 92, Jll. - Central 113, Pitts burg North - Western 74, Prioritäten 84, Rock-Island 108 z. Bilanz des UnterjchatzamteS: 542,120,KL7 in Gold und K 21,702,518 in Courant. Desperater Seldsrinörd. Philadelphia, 3. Juni.—parfoid E. Fraley, 33 Jahre alt, beging heute Morgen Selbstmord. Er schnitt sich den Hals von Ohr zu Ohr durch und sprang daraus aus dem Fenster auf das Pflaster. D<r Verstor bene war Verkäufer oder Agent bei Gebr. Horstmann und war verheirathet, lebte aber nicht mit seiner Frau. Häuslicher Kumiiicr soll die Ursache dieser schrecklichen That gewe sen sein. Mord. N i chin o Ii d, 3. Juni.—ln Brunswick- County ermordete am letzten Samstag ein Neger den anderen. Dieses ist der 10. Mord, welcher in Zeit von 14 Tagen im Staate be gangen wurde. Ende einer Kunstreiterin. St. Louis, 2. Juni.—Mademoiselle Leo Hudson, die bekannteEq.iilidristiii und Zchau spiclerin, ist heute im St. Clair Hotel an den Folgen ihrer Verwundungen gestorben. Die »unstreitcrin verunglückte vor einer Woche als „Mazeppa." Ihr ans 810,000 taxiites, prächtig dressutes Pserd strauchelte während einer Vorstellung und brach ein Bein, und Leo Hudson erlitt Verletzungen, die einen rodtlichen Ausgang nahmen. Das Pferd mußte bereits am Tage nach dem Sturz er schossen werden, da es völlig wenhlos gewor den war. Selbstmord erner dcutsckeu Kran. St. Louis, 3. Juni. Frau A. C. Jacob», seit Jahren krank, stürzte sich heule Morgen in einem Ansalle von Irrsinn in eine im Hofraume ihies Hauses, Nr. 2735, Mar leislraß?, befindliche Cisterne. Die SLirrenin Arkansas. Little Rock, 2. Juni.—lm Supreme- Gericht legte heute der General-Anwalt eine Applikation um einen czuo vor, welcher den Gouverneur Baxter nöthigen soll, zu beweisen, mit welchem Rechte er das Amt des Gouverneurs bekleidet. In dem Gesuche wird auseinandergesetzt, daß der Go uverneur das Amt in ungesetzlicher Weise usur piit hat.—Sollte der Befehl erlassen werden, so wird der Kamps von Neuem ausbrechen. Der Gouverneur ist der Ansicht, daß die Ge setzgebung die Sache erledigt habe und daß dieses die einzige Gewalt sei, welche hier Ju risdiktion besitze.—Gouv. Baxter beabsichtigt, die Miliz zu reorgamsiren. Little Rock, Ark., 3. Juni.—Das Ar gument über den Antrag wurde heute sortge setzt. Die Aufregung hat sich noch nicht im Mindesten gelegt. Die Verordnung gegen die (Chinesen in (TaUsornien. SanFranzisco, 3.Juni. Die Aus sichlsbehörde hatte eine Verordnung erlassen, in welcher die Tonsur der chinesischen Gesin genen in dem Landesgesangniß angeordnet wurde. Mehrere Zeitungen mißbilligen die ses Verfahren und erklären es für unmen'ch lich und gegen Aasland und Sitte verstogend. Man denkt, daß der Mayor die Verordnung nicht billigen wird. Eisenbahnunfall in Eanada. Hamilton, Can., 3. Juni. Ter Nacht-Expießzug der „Great Western Eisen bahn" cntglcij'te heuteMorgen 2 Uhr an einer Weiche in Capetown. Fünsunddreißig Pas sagiere wurden verletzt. Siebenzehii setzten ihre Reise aus anderen Zügen sori und acht zehn blieben in dem Hetel zurück. Die Bahn beamten thuen alles Mögliche für die verletz ten Passagiere. Hainilton, 3. Juni. Tie folgenden sind die Namen derjenigen Passagiere, welche vei'm Eisenbahn-Uusall heule Morgen worden sind: James McNamara, Wisc'., W. Dalloss, Gilsord, Me., Henry Neß, Bay- Cith, Mich., I. Baer, Mich., V. Cole, Mich., John Busch, Ann Arbor, Mich., S. Smith, Aliea, Mich., E. Boyle, London, Out., F. Blum, Detroit, Mich., Frl. Lani beit, New-Zork, Frl. Tolan, Hr. und Frl. I. B Wilson und Frl. Whipple Fulton, Oswego-Co., Frl. Laurc; Ämes, Detroit, Frl. Corming, Steuben- Co., W. H. Hyland, OilCity, Pa., Frl. Emma Thompson, Lockport, N.-?)., Fil. Georgia Adams, Caledouia, N.-'/)., Frl. Northamp, Min., und I. W. Fancher. Alle oben Genannten setzten ihre Reise fort.— Frl. Hannah Buller von Charlotte, M'H-! erhielt leichte Brandwunden: Fraü Hun>! Te<aS, Bc;n;nocheu uade dem Knöchel ge> b.oihen; Hr. Frank Miller u. Frl. Minnie Clark, beschädigt, aber außer Gefahr. Ter einstweilige Auscmhalt der Züge an der Toronto-Zweiglinie der „Grear Western Eisenbahn" wirb Donnerstag aushören und nächsten Freitag wieder die Heit innegehalrcn werden Äirve iter- Auöstan d. London, Can., 3. Juni.— Ein „Strike" der Arbeiter an der „Great Western Eiienbahn. Compagnie" begann.gestern. 800 Personen habe» die Arbeit eingestellt. PgsNand, Me., 2. Juni. Indem Gehölze am Crooked-Rioer brach Feuer aus, welches 1000 Morgen Tannenwald in Asche legte. Chicago, 2. Juni.—Heute Nachmittag 1 Uhr brach in der großen Möbelfabrik Potter, King K Co., 2L4,2Hü und 288, Wa bash AvLNve, Feuer aus, welches das ganze Alis Geviert in Asche legte. C. I. Lieben stein K Co., Polsterer, welche im unteren Stockwerk etablirt waren, verloren ihre ge sammten Vorräthe. Tie FirmaWesi K Co. - Modewaarenhändler, hatte gleichfalls bedeu tende Verluste. Der Gesammtverlust wird njcht weniger als 5200,000 betragend Provi dence, R. J., 3. Juni. Die Wollipinnerei des Charles H. Whipple jiz wurde heute Morgen ein Kaub der Flammen. Dis Spinnerei enthielt süns Waschinengewerle und war vonFrederick Far- reil gepachtet. Zwei Wohnhäuser und ein Speicher wurden leicht beschädigt. Toledo, 0., 3. Juni. Die Bauholz- Sägemühle des David Smith hier wurde ge stern Nackt durch Feuer zerstört. Verlust 830.000, Versicherungjl2,oo^. Poug h ke e p ste, N. S)., 3. Juni.—Das „MouutMarion Hotel," einSommer-Aufent haltsort bei Saugerties, brannte vergangene Nacht ab. Verlust K 20.000. Lincinnari, 3. Juni.—Jnnis Ma gill's Marmor-Etablissement, Ecke der «7. und Harrielslraße, wurde gesternNacht durch Feuer zerstört. Verlust KIS.OOO. Versicherung nicht bekannt. N ew-V ork, 3. Juni. Heute Morgen entstand in Nr. 138, Elmnraße, von W. Tyrrel sls Zimmermanns.Werkstatt benutzt, Feuer, welches sich mit Schnelligkeit ausbrei tete und ehe es gelöscht werden konnte, großen Verlust verursachte, nämlich: W. Tyrrel SlliOO, versichert, Habrich ek Schölt, Messing gießer, KIOOO. Gebäude in Nr. ll.EroSbystr., dem I. B. Taylor gehörend, beichädigt im Betrage von KIO.OOO. In letzterem wohn ten sünszig Familien. Andere Gebäude, tem Dr. Bnrke gehörig, beschädigt S">000 a. m. Der Gesammtverlnst burägt 535.000. Die einstürzenden Mauern des brennenden Gebäudes au der Howard- nahe Elmstr. ver wundeten Martin Welsh und Edward Wil helm, zwei Mitglieder der Feuerwehr sehr be denklich und verletzten eine Anzahl Feuerwehr männer leicht. Zwei andere Fcuerleute, welche die einstür zende Mauer unter ihren Trümmern begrub, wurden leicht verletzt herausgezogen. Alban y, 3. Juni.^ — Mehrere Brände baden kürzlich in dem Orte Amsterdam, N.- ?>.. stattgesunden, wie man giaubt, vou Per sonen angelegt, welche Lizenzen zum Brannt wein - Verkauf verlaugreu uud drohten, im Falle der Verweigerung den Ort in Brand zu setzen. Bronson Brown's Fabrik wurde am Frei tag thcilweise verbrannt. Lerlust «1.'>,»00. Ein Güter-Speicher mit gebündelrem Heu gesüllt wurde ebensaUsSouiiabend stacht nie dergebrannt. Philadelphia, 4,Juni, !2 Uhr Mor gens.—lm südlichen Theile der Stadt wüthet eine furchtbareFeuersbrunsi, welche dießaum ivoUspinnerei von Brown Söhnen und an dere Gebäude zerstört. Verlust bedeutend. Vermischte Gerichte. In St. Louis starb dieser Tage im Stadthospitale in Gegenwart einer ganzen Klasse von Studenten der Medizin ein junger Mann, NamensAlsred Valiucourl, am Ehlo rosornnren. Dr. Lanksord wollte eine schmerz haste Operation an ihm vornehmen; er hieß den Dr. Lowe, der den betreffenden itranken saal unter seiner Aussicht hatte, die Chlorosor miruttg vornehmen. Dr. Lowe that dies in gewohnter Weise und, wie er versichert, mit großer Vorsicht. Der Patient benahm sich Ansaugs, wie es Alle thau, aber in dem Au genblickc, da er unempfindlich und ruh'g Wer sen sollte, streckte er sich aus und hörte zu ath men aas. Alle Wiederbelebungsversuche er wiesen sich als vergeblich. Aas dem Taschen luche wareu nur drei Drachmen Ebloroform gewesen, und diese hatte der Patient nicht ein. mal ganz cingeathmer. Die Leichenöffnung ?rgab, das; die Organe desÄestorbenen sämmt lich (?) iu gesunde Zustande waren. Aus iu Sü d> arol r u a wird jetzt Wein gez o geu, natürlich von einem Deut schen. Die „Deutsche Zeituuz" in Charlcston keuchtet darüber: „Bekanntlich wachsen in üdcarolinishen Wäldern die Trauben wild; zus die höchsten Eich bäume sieht man Reben linausllimmen, und die goldene Frucht wink: Dem Labnng zu, der sie sucht. Mau hat viel 'ach versucht, Wein davon zu prodnzlrcn, aber ne Uiikeiimniß der Unternehmer und die Lucht, den Weiu dem Geschmacke der Ameri kaner anzupassen, haben ein günstiges Reinl lat verhindert. Nun hat ein Deuiicher, Na mens Wolf, in Ridgeville, 30 Meüen von Zharleston, die senpvernong Traube ange pflanzt und keltert dieielbe einfach, ohne irgend «eitere Zuthaten zu machen, uud stehe da, er erzielte ein Resultat, wovon sich die Wenig l)en Etivaö träumen liegen. Das Faß Wein, welches er im vorigen Zahn prodnzirte, ist in Geschmack dem Tokayer sehr ähnlich, hat !>ne prachtvolle goldgelbe Farbe, und man !ann überzeugt sein, daß der Wein, wenn er :in paar Jahre liegt, so gut sein wird, wie rgens ein Wein, d?? in Europa gezogen mrd." Eine Schreckeu s s c e Ii e trug sich in üncm Pariser Svital am I-t. Mar zu. Es wurden im Spital Charit«- sechs Kranke vou unem von der Tobsucht Befallenen mehr oder weniger schwer mir einem Doichmessec ver wundet. Der Thäter war ein 20 Jahre alter Student, der sich dem Schnappstrinken er zeben hatte. Von der Rose befallen, die dann nneGehiriihautentzüiidnng herbeigeführt, war :r amFreitag nach dem Spital gekommen und in einem Saale untergebracht worden, wo sich 22 andere Kranke befanden. Bei seiner Änkunst zeigte er äußerlich keine Spuren von Wahnsinn uud sprach er —er ist Eorse und nennt sich Buresi fortwährend von der Siache, welche die Eorseu an den Franzosen nehmen müssen. „Ihr werdet sehen" so kagte er zu den Kranken, d;e sich in seinerNähe sesanden —, „wie ein guter Horse einen Hau en Pariser umzubringen versteht!" Am Zonniag, etwas nach 7 Uhr Abends, ein Theil der Kranken lag noch nicht zu Bett, prang Buresi plötzlich von jeineuiLager, wars 'inen Krankenmälier zu Boden, ergrisf ein :orsiicheS Messer, welches eriMer scinenuiops lissen versteht hqtle, uud warf sich über die Franken her, denen er S-iche in die Brust, in )eii Rücken uud in den Leib versetzte. Die -Metzelei dauerte an acht Minuten und sechs iDpser sklen unter seinem Messer. Die Uebri zen hatten unter surchlbarem Angstzeschrsi die Flucht ergrissen. Der Sue'-ialUreltor und die Zienstthuenden Aerzte eilien herbei. Em mu chiger Kraukenlvärter war aber schon Herr des Mörders geworden, der sich jedoch vorher selbst >wei Messerstiche beigebracht harte, den einen im Halle, den andern su der Seite. Die sechs jusam,mengesit>ßenen kranken wurden sosort untersucht; die Wunden sind ernst, aber nicht lebensgefährlich. Nur betreffs eines derselben zegt man ernste Beforgnifse. Ein anderer Kranker wurde durch den Messerstich, deu er erhielt, geheilt. Derselbe litt uänU-ch an ei nem Genchwür und sollte gestern operirt mer zen. Burest'S Meijer traf mitten in daielbe l>ine;n, so daß die Operation unnöthig gewor- Zen ist. Was Buresi anbelangt, so befindet :rsich fortwährend in einem sehr erregten Zn stande. Als mau ihn verbunden hatte, erhob ?r sich ungeachtet seiner Schwäch: m,d fang mir lauter Stimme in eigenthümlicher Sp''achmi>chliNg! lir 1e.3 lt!t- Modeln n. s. w. Mh?>n! /Uobcln! Möbeln! Haar-, Welschkorni'ir-.h- u. andere Matratzen, H Herold, (Dkß.tS) ' " ! Modeln! : Des«» ! WS I'I, Eolunidls iruä« Atm öc Koitc, Fabrikanten von Möbel«, Vclkallss-Lokal: Nr. 24, Süd - Ealocrt», der^ercerkr., Ailtrahes- «ad Kettcu-IM>K »ri-h in Z!r. öv, Loro-Howard-Ztraße, Zwillich u. s. w., welche zu billign Pr?isci> »erkaiijt Lltc P?atratz-ii uni Liett» werte» »iimvt. tillig «nt> nett izevaritt. tSun.S-) SK" Pässe! Paffe! «urßiise iii'S Suslaiid besorgtlnncrbalb Slorid S»« »er Bal«im»r«Sr. vai» -U.« Nummer 133. Union- Bau k - Ge letl lchast der Studt Baltimore. Bureau lNeynvlds L 5 Tavin): N:. 22, Soulhstrajze. O!>ize PliUip »«»ver Präsident K. A. Kassirer. D irct > oren : Philiv Govcr, Zamu.l Barth. «ong. George Z. Ülchtd.G.Mavnadicr S. üi>. Raymond I. P. Reyilslds" ' IUNZ Hol; und Kuhlen. Bllreau: Nr. I, Rvrt-t^barleSstr. Biodle.Straße. " (lun>,2 > ttclujt (iure Modeln mren vom Fakrikantcn «nd spart 2? Prozent l 5.,, Nibbeln, Laden-iKinrich- Ladentisci»e, (sonn eizkn r ',v, Arederiek DeetS» Vir. ZB, Nord yoward-. Ecke dei (Isebr7.r?Ätcl! > Murionslrahe. -MWKrKutschen, n. s. m. drucksn, s.w. alle Arien Bäckern und Brauern Joseph Nensliaw, (Mai7,l.-Mtel i ?l u. ?!». >).ord t^alverlstr. Ä„ «raner und Maschinisten! Wm. E. Mwd X- C^inp.lgnic, Ecke der Baltimore- und Eutaw-Straße, Baltimore, Md. Röhren - FitterS-Werf',eni und -Maschinen. amerikanische Governvr- und (ZhaUcnqe - t?amps Umgezogen. L. Morrison «K (>omp.. Ecke der Bharp- und Germanslr., Balto., GaS-, Stsasser- T a m p s in a s ch in e r i k. n c l'!i.l>r>7.ilen. <i>ebr.>7.j.a. I .1 An Bäcker und Gtlicme > vtrZiänstr! Wollt Jdr '2l!rhl haben, guteS Brvd macht, JohnDorsch's Pioneer-Faniilien-, Pionecr-Extrs-, Tevcrwn-E^tramehl. ? aLerbanS : Nr. .'ZiZ, Süd - Oulocrtstraße. < Die nützlichste Erfindung der Zeit. Zsra»,Lsikck,-s Stärke. ULI. sollte in jcdcr Familie gebraucht werden. S e r ioart «rbett. ES erspart Geld, da ee bessere ldalbein Kostpreise de ha«. so sagt i>,m, wo lr es bekoiinn« >«»» ' lur B.^i^ung.iund BlirnhlZM ä: Eomp., N r. 1 kt), W e st - L o in b a r d st r., Baltimox, Mb. Ätiuq für Händler! <De».^.l??l ZLekanntinacvnng sür - Liebhaber. von Nr.l—Nr. 7. V«äN«L UllvKlXtt Vulver, Psund. vulver, von Nr. I bis 4, in Metall Fäßchen von k>« unt NN>XK>/«lj>'!.!^'vul^r. ?e Wirt .Lgent, (JanlZ > a g . ' .M . W D i e B a! t i m o r e? - und Spike - Fabrik, Ecke de? President- und Wm. von Wm., zj Au verkaufen. 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