Newspaper of Der Deutsche Correspondent, June 4, 1873, Page 4

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated June 4, 1873 Page 4
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Ter TtlMchf Con espsndent. Baltimore, 't. Juni Eisen ist König. Baumwolle war cinst in Amerika; das heißt, es war dass lüge Produkt, das un serm Laude d>e größte Einnahmequelle ge währt!'. Aber seit dem Bürgetkriege ist die ser König von seinem Thräne gestürzt worden. E'.ien ist gegenwärtig der..König der Welt", und England war bis jetzt im Besitze seines Thrones. Ällein die Nachfrage nach Eisen nimmt mit jedem Tage in so überraschender SSeise zu, das; England die Herrschast nicht länger behaupten kann. Bei einer nenlichen Persammlung der englischen Eisen' nndStadl. Gesellschaft hat ihr Präsident Bell in einer Rede zugestanden, daß England nicht imStan de sein werde, den sich fortwährend steigernden Bedarf zu befriedigen; es könne die erforder lichen Kohlen nicht erschwingen. Europa kön ne den Markt nicht versehen und man miiffe sich schließlich auf die ungeheuren Hilfsquel len der westlichen Halbkugel verlassen. Er bemerkte wvttlich: „Die Ber. Staaten besitzen unbegrenzte Vorräthe der besten Erze und im Vergleiche mit ihren Kohlenlagern ist un'er Reichthum blos Armuth." England -vird sich demnach bequemen müssen, den Scepter an die Ber. Staaten abzutreten. Eine großartige Zukunft steht in dieser Beziehung unserm Lande bevor. Wir werden nicht blos unsern eigenen Bedarf zu liefern, sondern auch andere Länder zu versorgen haben. Tic Zeit ist nicht mehr fern, wo wir Kohlen und Erz, ja selbst Eisen nach England ausführen werden. Au genblicklich befindet sich dieEisen-Frabrikaiion rn den Per. Staaten erst noch in ihrer Kind heit; welch' eine Quelle des Reichthums steht ihr bevor! Californien's goldene Schätze schwinden dagegen in Nichts. (Westb.) Nie 18. JahreS-Acrsammlunq des (sentralvereulS in Detroit, Mich. Folgende Depesche an die hiesige „Kath. Vlksztz."liegl vor: Detroi t.Mich., 2.Jun> 1873. Wir sind glücklich und gesund am Samstag in Detroit angelaugt und fanden die Stadt zum Empfange der Herren Delega »teu im Feslschmucke, wie üblich. Das herr lichste Wetter begünstigte das Fest. Ucbe' 200 Delegaten von Nah und Fern haben sich czugesunden. Am Sonntag Morgen war Fcitgvtlesdienst in der St. JoiephS-Kirche, an welchem die Herren Delegaten und sonders betheiligten. Der Hochw'ste Hr. Bi schof Borgeß celebiirte ein feierliches Pontisi calamt, unter Aisistenz des Hochw. Hrn. Schweuniger, Sekretär des Ceiural-Verems, und des Hochw. Hrn, einer de» Vice-Präsidenlen des Vereins. Die Festpre digt hielt der Hochw. Hr. Friedland, Pfarrer der St. Josephs-Kirche in Detroit, über die Verfolgung der Kirche und deren sicherer Sieg und Triumph über alle ihre Feinde. Am Abenö um 6 Uhr versammelten sich die Herren Delegaten in d>r „St. Manen-Halle," wobei 'die Ausschüsse für die verschiedenen Bera- und Prüsungs-Gegenuändc ernannt wurden. Heute Morgen um 10 Uhr beginnt der große Festzng, wozu sich die Bereine der ganzen Umgegend, selbst viele aus Ohio und anderen Staaten eingefunden haben. Detroit, 3. Juni. Der gestrige Fest zng war überaus imposant und bctheiligten Nch daran Delegaten aus fast allen Staaten des Landes. Nachmittags und Abends nah men die Geschäftsverhandlungen ihren Fort gang, an denen sich die Baltimorer mit leb hasttm Interesse beteiligten. Capt. Bitter las seinen Bericht über die Einwandeiunz in Baltimore vor. Es scheint, daß Seitens der NewAorker sich gerade keine besondere Bereit willigkeit zur Förderung der Einwanderung über Baltimore kundgiebt. Die Altionüre der "VVoslev tlrove (üawp- AeeUlix hielten vorgestern in dei Trinitu-Kirche an der Ecke der Prestoustraßc und Madiwn.Avenue ihre Jahresversamm lung ab, in welcher Hr. T. I. Magruder den Borntz führte. Hr. Magruder unterbreitet« der Gesellschaft den Jahresbericht, aus welchem erhellte, daß die Gesellschaft am ll.Juni 1872 Mit einem Capital vou Slo,ooo incorporir! wurde. Die von der Gesellschaft an der Linu der „Baltimore-Ohio.Eisenbahn" angekaustc Landsirecke ist 965 Morgen groß und wurde um K7O pro Morgen angekauft. K 2300 dei Ankaufsjumme sind bereits abgetragen, bleiben demnach noch 544.500 zu bezahlen übrig. Die weiterenVerhandlungen beschränk ten sich lediglich aus RoutinegeschäfA. Schul prüfun g.—Die jährliche Schul prüfung der Neger-Hochschule des Douglas Institutes fand vorgestern in Gegenwart viele! Eltern und Schulfreunde statt. Die „Maryländer Central-Ei> send ahn." Die Verordnung Betreffs Jndossirung von Obligationen der „Mary länder Centrol-Eljenbahn-Compagnie" zuir Betrage vou 8600,000 wurde vorgestern in zweiten Rathszweige aufgerufen. Hr. Whitl stellte den Antrag, daß man die weitere Bera thung der Verordnung bis zum Septembei aufschiebe, da er erfahren habe, daß die Bahr vollendet werden könne, sobald 5500,000 zeichnet seien. Hrn. White's Antrag wurdl nach kurzer Debatte angenommen. Eine Wettfahrt. Die HH. Louii Berriuger und John Myers hielten vorgesterr auf dem Herring Run-Rennplätze eine Weit fahrt ab, welche von Hrn. Berringer rn U Minuten und 51 Secunden gewonnen wurde Die Strecke, welche man durchfuhr, war k Meilen lang. Wenn man bedenkt, dgß du Pferde gewöhnliche Arbeitspferde waren, sc ist die Zeit der Fahrt jedenfalls eine sehr kurz« zu nennen. Die Mörder der Frau La»»)ley< Petition um Aufschub vou Holl oh a n's Hinr ichtn n g. Aniiapolis , den 3. Juni. Von der Geschworenen, vor welchen den Mörderr Hollohan und Nicholson der Prozeß gemachl wurde, haben eils eine Bittschrift, die wahr scheinlich auch die Unterschrift ihres zwölften, eine ziemliche Strecke von hier wohnender College» erhalten wird, aufgesetzt und unter zeichnet, worin sie Gouverneur Whyte uni Aufschiebung des Vollzuges des Todesur theils gegen Hollohan bis zur Erledigung dei Nicholson'schen Angelegenheit dnrch'S Ober appellations-Gericht ersuchen. Heute wurdi das Schriftstück dem Gouverneur überreiche Es lautet also: „Annapolis, den 2. Juni 1373. An Sc. Excellenz William Pinkney Whyte, Gouver neur von Maryland! Wir, die Unterzeich neieu, Geschworene in dem Prozesse des Staa tes Maryland gegen Joshua Nicholson und Thomas Hollohan wegen Ermordung der Frau Lampley in Baltimore, welche Beide im Apritterwine des KreiSgerichts für Anne Arundel-County von uns des Mordes im er sten Grade schuldig befnnden wurden, richten an E«. Excellenz, da Hollohan's Hinrichtung auf den 13. Juni anberaumt, und von Ni cholson's Anwälten gegen gewisse Entschei dungen des Gerichts während des Prozesses bezüglich der Zulässigleit von Nicholsons Bekenntniß und anderer Beweismittel Bern fiing eingelegt worden ist, das Gesuch, die Bollstreckung des Todesurtheils gegen besag teu Hollohan bis zur Entscheidung des Appel lations-Gerichts und Feststellung von Nichol sons Schicksal aufzuschieben. Dieses Gesuch an Sie zu richten, bestimmen uns genannte Einwände und das nach dem Prozesse von HoUohan gemachte Geständniß, und wir hal ten dafür, daß Nicholson dieselbe Strafe zu Theil werden sollte, wie Hollohan. Ach tungsvollst W. D. Chaney,J. Guest King, Georg Johnson, jun,, W, L. Pfeifer, W, Jglchart, N. Wells, Samuel Tracey, I. E, HayScn, I. T> Hammond, Richard Green und Edward Baldwin." Stadt^altuuore Das gestrige W et t e r. Depeschen, welche bis gestern Nachmittag HsUhr auf dem Büreau des Signal-Eorps eingelaufen sind, derichteten heftigen Regen aus Charleston und Lacrosse, mir drohendem Wetter aus Portland, Or., Augusta, Ga. Der Mississippi stieg bei Davenport 1, bei Memphis 4, bei New-Or leans 2, siel aber bei St. Paul 22, bei Keokuk 1. bei St. Louis 6 und bei Vickeburg 2 Zoll. Der Ohio fiel bei Pittsburg 54, bei Louisville 4 und bei Cairo 6 Zoll, während der Cum berland 1 Fuß bei Nashville stieg. Der Thermometer stand in Baltimore auf 75, m New-Hork auf 59, in Philadelphia auf «7, in Boston auf 56, in Buffalo auf 75, in Chicago auf 89, in Ciucinnati auf 86, in Louisville auf 89, in itey West auf 86, in Washington auf 78, in Norfolk auf 86, in Charleston auf 73, in Cap May auf 60. in Plttsburg auf 28, in New-Orleans anfB6, in Vicksbnrg aus 90, in Memphis auf 85, iu Omaha aus 65, m «au Franzisco aus 64, in Mobile auf 81. in St. Louis auf 84 und in Montreal aus «5 Grad. Wetteraus?: chten. Südliche und westliche Winde. Schö. es Wetter. Ein - nnd Ausfu hr. —Es kamen fol gende Fahrzeuge aus ausländischen Häsen gestern hier ein: die russ. Barle „Maria" mit 856 Schienen, 284 Stückfäfsern und 100 Säcken Polasche, 100 do. Salz, 10 Blln. uns L 0 Packelen Kaufmanns-, 88 do. Jrdenwaa ren, 100 Fässern Bier, 100 eo. u. Ivo Trom meln Soda, 8 Rollen Elsendraht, 1625 Bar ren Eisen, 4 Packeten Liquor und 20 Kesten Sauce von Liverpool; die Barke „Aquidneck" mit 500 Säcken Kaffee von Rio de Janeiro; die Brigg „Iris" mit 432 Oxhst. und 46 Pi pen Zucker von Sagua la Grande; die engl. Brigg „Lizabel" mit 383 Oxhst. und 35 Pi Pen Zucker von Cap Francis; dcr Schooner „Peerleß" mit 340 Oxhft., 8 Pipeu und 47 Fässern Znckcr von St. Johu's, P. R.; der eugl. Schoouer „Minna Giüiati" mit 23 Oxhst. Zucker und 28 do. Melasse von Maya gnez, P. R.; dcr Schooner „Sarah Emma" niit 450 Oxaft. Zucker, 45 PuncheonS Me !c,sse u.d 100 Lacken Kasjee voll Aucebo, P. Z!.; der eng'. T l'oomr „Mueola" m't 545 Puncheons, 13 Pipen und 1 Fasse Melasse OZN Mayaguez; die engl. „Winniped" mit 4050 sacken Kaffee von Rm de Janeiro; l>cr Schooner „Helen A. Socke" intt 4500 Dutzend Ananas von Eleulhera. Es segelten nach dem Auslande von hier gestern ab: die Brigg „lennie Morton" mit SM Fässern Waizei,mehl, 100 do. Pech, 185 do. Pökelschweinefleisch, 257 do. künstl. Dün ger, So do. Pöke>nndflei>ch, 423 rsalln. Koh lenöl, 1000 do. Terpentin, lg Rollen Leder, 100 Dtzd. Besen, 1000 Scheffeln Mais, 200 > do. Hafer, 200 do. Kleie, 133 Kisten Pfeifen, 595 Bündeln Faßböden, 125 Pfo. und 3 Ki sten Taback, 8 Pferden und 9 Mauleseln nach Demerara. Ankunft des Dampfers „F al c o n." Der Dampfer „Falcon," Capt. Haynie, von der Baltimore - Charlestoner Li' nie, lief gestern früh mit 307 Ballen Baum wolle, 1 so. und 19 Säcken Wolle, 37Z Ms sern Harz, 64 Ballen, 3 Kisten und 112 Packe, ten Kansmannswaaren, 215 Pipen Reis, 1500 Packeten Gemüse und 30,000 Fuß Nutz holz von Charleston, S.-C., hier ein. Zukunft des Dampfers „W m. Cran e." Gestern früh traf der Dampfer „Wm. Crane," Capt. Howes, von Boston, hier ein. Er brachte 345« Packete Kauf mannSwaaren, worunter 97 für Smith, Dl xon Comp., 73 für Wheelwnght, wiudge Comp., 250 für Foster Sc Sellman; von Providence, RH..J., brachte der Dampfer 2539 Packete KaufmannSwaaren und von Norfolk, La., 3 Ballen Baumwolle und di verse Colli. Die Ablagerung dcS Latrinen inhalts. Bel'm ersten Rathszweige ging vorgestern eine Zuschrift des SantiätS- Comites ein, in welcher der Zweig in Kennt niß gesetzt wurde, dag Hr. I". Morrison Har ris gedroht habe, sich eine Inhibition zu ver schaffen, um die Ablagerung des Latrmenin halls an der Belair-Road zu verhindern. Seitdem Hr. Harris diese Drohung ausge stoßen, ist >euer Ablagerungsplatz nicht mehr benutzt worden und man weiß nicht, wohin man ven Inhalt der Latrinen schaffen solU Das sanitüts-Comile sucht darüm nach, daZ man baldigst Fürsorge treffe, um diesen Uebel ständen abzuhelfen. Die Zuschrift würd, einem Comite überwiesen. Verlauf von Eisengeländer. Äus Anordnung derCommissäre oesLafayette- Square winden das eiserne Geländer und dn Granit-Randsteine, welche diesen Square bis her umgaben, gestern Nachmittag versteigert, Sie haben eine Länge von 1350 Fuß. Dil Auktion geschah um 6 Uhr au dem Brunner oes Platze« unter Leitung der HH. P. H Sullivan 6- Sohn, welche das Ganze nedf den Portalen den Eisen- und Stahlhändlerr Gebrüdern Wyeth (W. N. und H. C. Wyeth von Nr. 46 und 43, Süd-Charlesstraße, al! den Meistbietenden zuschlugen; in Anbetrach der Her» und Aufstelluiigs-Kosten eiu äußers billiger Kauf! Scheriff Kane.— Hr. Seim berichtet vorgestecn im ersten Rathszweige einen B? schiuß, dem Scheriff Geo. P. Kane dr> summe von K 1202.91 für Dienste auszuzah len, welche er der Stadt im Jahre 1861 al< Polizei-Marschall leistete. Angenommen. Der zweite Rathszweig legte den Bcjchiuj gestern aus den Tisch, Extra - Vergütung. Im erster Rathszweige wurde vorgestern der Beschlin aufgerufen, oem Daniel Blessing eine Exira Vergütung von KISOV für die Erbauung de Volksschule Nr. 5 auszuzahlen. Hr. Sein offeririe das Amendement, den Betrag au 52168.13 zu erhöhen. Das Amende-nen wurde angenommen und der Beschluß daran bis heute zurückgelegt. DasSteuer-Büdgc t.—lm zweite! Rathszweige wurde gestern die sleu?rbüdgct Verordnung aufgerufen; Hr. MittS ainendirt dieselbe dahin, daß für die Reparatur de, Belair-Markies eine Berwilligung von H42o< und eine Extra-Verwilligung von K 350 fü daSWells- ulld McComaS-Mönnment getrof fen werde. Aus Antrag des Hrn. Ford wnr den der Verordnung ferner kie Amendements K 4625 für dießeparatur des Lexington.Mark tes und 5550 für das St. Joiephs-Hospita an der Ecke der Caroline- und Hoffmannstraß zu verwllligcu, beigefügt. Hr. Kerr bean tragte, die Verwilligung für die Kranken i! Hojpilälern von K5OOO auf KlO.OOO zu erho hen und für die Kliniken der Washington? uud Maryländer Universitäten je Ksoozu ver willigen. Nachdem die Verordnung an? dies Weise amendiN worden war, passirte dieselbe Der Holl i ns st raße n - M a rk». - Hr. Greenfield reichte gestern im ersten Raths zweige eine Zuschrift von dem Gebäude-Jn spekror ein, worin derselbe dem Zweige mit theilt, daß die Kosten der Reparatur des Hol liiiöstraßeu-Marktes wahrscheinlich L13,50< betragen werden. Die Zuschrift wurde über wiesen. Der projektirtePark vor den neu en R alh ha u 112 e.—Hr. Hardcsty reicht gestern im ersten Zweige des Stadtrathes ein Petition von I. Dallar u. A. ein im Betres der Expropriirnng der Häuser vor der Facad des neuen Rathhaujes zwischen Holliday- uu Gaystraße und Anlegung eines öffentliche! Squares daselbst. Ueberwiesen. Die bedingun g s w e is en Par don s.— (Folgen des Ttvcker'jch-n Prozesses. Die Behörden scheinen durch das Resultat de Tucker'schen Prozesses aus andere Begnadigte welche trotz der Pardonsbedlngung den Siaa entweder gar nicht verlassen haben oder naä Maryland zurückgekehrt sind, aufmerksam ge worden zu sein, wie nachstehend berichtete Wie derverhaslung zeigt. Im Jahre 1870 würd der betagte Gatlerwächtec im Camdenstraßen Bahnhose, Namens AlfredCole,überfallen uu! dermaßen gemißhandelt, daß sein Leben län gere Zeit in Gefahr schwebte. Der That ver dächtiz, sah sich Charles Goodman festgenom men, im Criminalgerichte prozessirt, über führt und aus vier Jahre nach demZuchthauf gesaudt. Dort saß er zwei Jahre, und da e sich in der Anstalt zur Zusriedenheit der Be Hörden ausführte, so erlangten seine Freund kurz nach dem Amtsantritte des jetzigen Gou verneurS uuter der Bedingung, Maryland sm immer zu meiden, seine Begnadigung. Seit dem soll er ein zügelloses ausschweifendes Le ben geführt, bald in Washington, bald ii Baltimore gehauj't und dadurch die Pardons Klausel übertreten haben. Als nun vor eini gen Tagen ein hiesigerPolizist nach erlangten Urlaube einen kranken Verwandten in Wasch lngton aus zwei Tage besuchte, trat d'rüber iu Pennsylvania-Avenue, während nnserßal timorer mit einem Washingtoner College« einem Polizei-Lieutenant, sich unterhielt Charles Goodman an ihn heran, schimpft, aus ihn und die gesainmtePolizei-Mannschafl unserer Stadt m den maßlosesten Ausdrücker und versetzte ihm, sobald man dem Burichei den Rücken wandte, mit einem Ziegelsteine ei neu gewaltigen Zchlag aus den »topf, woran er das Hasenpanier ergriff und wußte, da dei Angegriffene dem Washingtoner Beamten der aus den Fliehenden schießen wollte, in dei Arm fiel und vom Gebrauche der Waffe ab rielh, der Verhaftung zu entgehen. Gesterr Vormittag fah ihn Polizist McCabe iu St Paulstraße, verhaftete ihn uud führte ihn nacl dem Scherisssamte, von wo der Arrestant nack dem Gesängnisse gebracht wurde, um das Ver fahren der Großgeschivorenen wegen .Bruchei der Begnadigungs-Bediiigung abzuwarten. Hier wird er wohl fo lange sitzen, bis das Appellationsgericht die von Tncler'ö Anwäl> ten vor die höhere Instanz gebrachte Frage dei Lersassungsmäßigkeit der AuSweisungsklausei im Pardon entschieden hat. Goodman'S Straftermin würde, wenn der Sträfling nich! begnadigt worden wäre, imJanuar 1874 aus. laufen. Der schändliche Uebersall des greisen Alfred Cole geschah am 10. Februar 1870. Der in Washington von Goodman gemißhandelt! Polizeidiener war McKay, welcher nebst dem Sergeanten Harvey von hier nach der Bu»< deShauptstadt gereis't war. Goodmau's Ver haftung wnrde auf Betrieb des Gouverneurs Whyte, welcher von einem hiesigen Friedens, richter einen deSfalljigen Befehl erwirkt hatte, vorgenommen, nachdem Hr. John W. Gar. rett, Präsident der „Baltimore-Ohio-Bahn," den Gouverneur von den zahlreichen Fahrten Goodman's zwifchen Baltimore und Wash ington in Kenntniß gesetzt hatte. Bürgschaft von 5-4,000,000. Das Testament des verstsrbenen Hrn. Colum bus O'Dounell wurde vorgestern, wie bereits mitgetheilt, im hiesigen Waisengerichte bestä tigt und Hr. C.Oliver O'Donnell zumTesta ments-Vollstrecker ernannt. Das Vermögen desVerstorhenen wird auf K 2,000,000 geschätz! und der Testamentsvollstrecker muizle infolge Dessen eineßürgschaft von §4,000,000 leisten, die höchste, welche seit vielen Jahren im hiesi gen Waisengerichte gestellt wurde. Der Grun dbesitz des Verstorbenen wird auf eine halbe Million geschätzt. Folgende Herren sind Bür. qen des Testamentsvollstreckers: C. Oliver O'Donnell, C. Morton Stewart, John Ste wart, John Lee Carroll, Otto H. Williams, Horatio Whitridge, W. Willens, H.H.Graue und Frl. Emily Harper. Wahrscheinlich ein Fall von Wasserscheu. Anton Auer, ein deut icher Gärtner, welcher bei dem an der Hooks- wohnenden Hrn. Friede als Gär t»er angestellt ist, wurde vor unMähr drei Wochen von einem Hunde gebissen. Das Thier war im Hose an einer Kette befestigt u. Zls Hr. Auer eines Morgens durch den Hof :aum ging, bemerkte er, daß derHnud sich in c»er itelte veiwickelt hatte. Während Hr. Auer das Thür aus seiner unangenehmen t.'age bcheien wollte, biß dasselbe ihu in die Hand. Am selben Tage biß der Hund »och Hrn. Friebe's Sohn und einen Arbeiter. D-e Wunden waren jedoch schon am nächsten Tage fast gänzlich geyeilt und selbst a!s der Hund krank wurve und wenige Tage später itarb, ahnte noch Keiner etwas Böses. Am ätzten Sonnabende stattete Auer seinem in skulltown an der Catonsv,ller Cbausfee vohnenden Bruder einen Besuch ab. Er jagt,', das; cr unwohl sei und blieb de?w?g'n die Nacht über bei seinemßruder. AmSonn-1 tage vernel er in Krämpfe und konnte den An-! blick des Wassers nicht ertragen. Mehrere Aerzte, die derbeigerusen wurden, sprachen, nachdem sie diesymptome kennen gelernt, die Ansicht ans, daß der »»glückliche Mann an der Wasserscheu leide Zeitweilig, bekam der Kranke solch' wüthende und heftige Anfalle, daß man ihn binde» mußte. Zu anderen Zeiten sprach er wieder ganz vernünftig und klagte dann über Schmerzen im Halse und über einen fortwährenden Drang, Speichel auszuwerfen. Borgeler» war" der Kranke viel tuhiger, obgleich sich noch dieselben Sym ptome bei ihm zeigten; er konnte jedoch Wasser ohne Schwierigkeit trinken. Seine Aerzte glauben, daß die Symptome heute so reit vor geschritten sein werden, um festzustellen, ob Auer an der Wasserscheu leidet oder nicht. Die anderen Peisonen, welche von demselben Hun> de gebissen wurden- leben mittlerweile in größter Angst, die Befürchtung hegend, daß die schreckliche Krankheit auch sie ergreifen möge. ( Späteres.) Nachträglich erfahren wir, daß die schlimmsten Befürchtungen sich leider bestätigt haben. Es war in dcr Thal die Wasserscheu, welche Hrn. Auer ergriffen hatte und derselbe starb gestern Abend um HK Uhr im Alter von 42 lahren in dcr Wohnung sei nes Bruders, von dessen Haus aus, die Be erdigung heute Morgen um v Uhr stattfinden wird. Beerdigung. Am Sonnabend ging in seinerWohnnng, Nr. 192, Süd-Char lesstraße, Hr. Emauuel Grünebaum uner wartet mit Tode ab. Gestern Vormittag 10 llhr fand unter großem Gefolge leidtragender ans den „Ohcb-Schalom-"Gottesacker an der Philadelphia'er Road die Beerdigung statt. Der Leichenzug unler Leitung des Bestatters I. Reilley bestand aus 40 Kutschen. Unter den Leidtragenden waren folgende Gesellschaf ten durch Deputine vertreten: der Lloydstr.- „Wohlthätigkeils - Verein," die „Germania- Loge Nr. 47, U.0.0.F.," die „HaSmonea- Loge Nr. 45, U. O. der Bundessöhne" und der„Lüvowb!ind Nr. BderSchwarzen Ritter." Die „Ot>eb.Schaloni-"Gemeinde war durch ihren Präsidenten, Vorsiand und viele Mit glieder repräicntilt. Rabbi Dr. B. Szold hielt amGrabeeine ergreifende trostreiche Rede uns widmete dem Verstorbenen einen beredten Nachruf. Canior A. Kaiser und die HH. Blum, Grünhut und itöh'er hielten daraus kurzeßeden und fprachenGebete in hebräischer und deutscher Sprache. Als Bahrluchträger fungirten die HH. I. Stiefel und S. Blum von der „0.-Sch."Gemeinde, B.Himmelreich vom „Lloydstr.-W.-V.," A. Grünhut von der „Germania Loge Vir. 47, O. F.," A> Fnld und M. Lappmann von der„Hasmonea- LogeNr, 4?, U. O. der Bundessöhne," B> Spondaner und P. Köhler oom„Lützowbunt Nr. 8, Sch. R." Der Verstorbene wnrd« am 5. Okt. 1825 zu Stcusny in Kurhessen geboren und langte im Jahre 1852 hier an, wo er ansäßig blieb. Er heirathete im Jahr« 1853 und hinierläßt eine Wittwe mit 8 Kin der» im Alter von 3 bis 17 lahren, 4 Söhn« und 4 Töchter. Er war einer dcr sieben Grün. der der „Oheb-Ichalom-"Gemeinde und er lebte die Freude, diese Anfangs schwache Ge nossenschaft zu einem starken lebenskräftige» Stamme erwachsen zu sehen und sein Eifer sin dieselbe blieb bis an sein Ende sich gleich, Sein Gesundheitszustand war seit zwei lah ren wankend, behinderte ihn aber nichi, seinen Berussgeichäsien nachzugehm, bis vor achl Tagen ein Bluisturz ihn bedeutend schwächte; nur zwei Tage mar er an's Krankenbett ge. fesselt. Er starb rnhig und bewußt, nmge ben von deu Seinigen und feinemScelsorger, Dr. Szold. Friede seiner Asche! Die Ermordung der A n n a G i 'o s o n. Hr. Greenfield reichte vorgestern im ersten Zwerge des Sladtraches eine Petition des Dr. Geo. G. Biewer und G. T. Latimei ein, welche um Bezahlung für eine tem-Untersuchung des Leichnams der ermor deten Anna Gibson nachsuchen. Die Peti. tion wurde dem betreffenden Comite überwie sen. Der Dela warer Mordprozeß.— Gestern begann zu Dover, Del., der Prozeß gegen Dr. Isaak Collins West, der Ermor dung des Farbigen Cooch Turner angeklagt. Kurz uach seiuer Verhaftung gestand Wes> die That ein und erklärte, daß er dieselbe ir Selbstvertheidigung gethan habe. Die An klage behauptet, daß der Tod des Negers durch Experimente an dem Verstorbenen mi> Electro-Oxygen-Gas, mit dessen Anfertign»! West allein vertraut war, verursacht worden', oder daß West den Mord beging, um dieVer sicheruiigs-Policen auf sein Leben im Betrag« von 825,000 dadurch zu erhalten, daß erTur ner's verstümmelten Leichnam sür seinen eige nen ausgegeben haben wollte. West Wirt „Selbstveriheldigung" und „Wahnsinn" plai diren. Dieser Prozeß erregt großes Interesse in Delaware. 84 Zeugen, vom Staate 27 von der Vertheidigung 57, sind vorgeladen. Eine Regatt a.—Zunge Hundert Per sonen versammelten sich Montag früh an Fuße der Ehesapeakestraße, um dem Absegelt der vierzehn Jachten, weich: eine Wettsahrl nach White-Rocks und zurück veranstaltet hat ten, beizuwohnen. Der erste Preis, eine sil berne Eiskanne, wurde von der „Nathan L Robinson;" dcr zweite, ein siliierplatiirte« Sahnkänncheii, von dcr „Mary Jane;" de dritte, ein goldberändecer silbcrplattirte Trinkbecher, von dem „Nickly" gewonnen Zahlreiche Zuschauer in Segelbooten un! Schleppdampfern folgten den Jachten bii White-Rocks und zurück. In der unabhängigen Bethanien-Methodi stenkiiche am Frantlin-Sqnare fand 'lllouta, Abend ein großes Conzert m.d di> Einweihung der neuen prächtigen Orgel am der Fabrik des rühmlichst bekannten Orgel baucrs Hrn. Pomplitz statt. Die Orgel, eil Meisterwerk, erregt allgemcincs Aufsehen nicht nur allein durch ihren angenehmen Ton sondern anch durch ihr elegantes Aeußere Die einzelnen Nummern des Eonzertes wnr den recht brav exeknlirt, namentlich verdienei ein von Hrn. F. Eversmann componirie, und von ihm selbst vorgetragenes Orgelsol« und das von den Damen M. und E. Reigar und A. Otto gesungene MendelSsohn'sch Trio: „Hebe Deine Augen auf!" hervorgeho ben zu werden. Die hiesige Cathedra! e. An letzten Samstag, den 31. Mai, waren 52 Jahre verflossen, seitdem die von Baltimore eingeweiht worden ist. Frühci bildete die St. Peters - Kirche die Bischofs Kirche, außer welcher sich nur noch zwei Kir chen in der Stadt befanden. Den Bau de> Cathedrale begann der Hochw'ste Hr. Dr, Carroll, erster Bischof in den Ver. Staaten und wurde am 7. Juli 1806 feierlich de> Grundstein gelegt. Das Gotteshaus kostet« 5225.000. Erst der dritte Erzbischof von Balliinore, Marcchal, vollendete die Ca thedrale und weihete dieselbe am Feste Christi Himmelfahrt, den 31. Mai 1821, feierlich ein. Am Sonntage wurde bei dcr predigt in der Cathedrale des 52. Geburtsta ges des Domes gedacht. Die deuifche katholische Petii-Panli-Kirch« in Cn in ber l a nd, Md.. ist in letztere! Ze«t durch Neubau vergrößert worden. Cuni' berland zählt 200—300 deutsche kath. Fami lien und die Priester obiger Kirche sind di« Hochw. Patres C. Kiioll, Prior, A. Kam> mer, A. Dühl, Elias Meyer, L. König und N. Bausch, die indeß nicht nur in Cumber land, sondern im ganzen Eounty thätig sind. Eine mit der Kirche in Verbindung stehend« Schule wird von Z5O Kindern besucht. Di« Schule steht unter der Leitung der Ursnline rinnen, während die genannten Geistliche!! dem Carmeliter-Orden angehören. D einokrati sch e Versammln ng, tiou" hielt vorgestern Abend in ihrem Lokal« an dcr Nord-Grcenstraße eine Versammlung ab. Gen. Latrobe nad Hr. James Hodget waren anwesend und hielten Reden. Von den Damen der e v a n g e l > s ch - l n> therischen St. I akobnS - Gemeindj« wurde im Schullokale. Ecke der George- und Ogstonstraße, am Montage eine Verkauss- Ausstellung zum Besten des Kirchensonds er öffnet. Die zum Verkaufe offerirten Waaren sind sehr mannigfaltig n. umfassenSlrnmpf-, Bijouterie-, Kurzwaaren, Backwerk und ein« große Auswahl Kinder- und Damenkleider, die sehr billig losgeschlagen werden. DerZwec! des U-nernehmens ist ein edler und verdient Unterstützung. Wer geneigt ist, einen ange nehmen Abend zu verbringen und z» gleicher Zeit einer guten Sache zu dienen, sollte den Vazar, welch-rFreitagAbend geschlossen wird, besuchen. D i e „M aryländer Groß. Weide des Ver. Ordens dcr Nazarener," aus hiesigen Farbigen bestehend, feierte vorge stein ihr 10. Jahresfest. Am Vormittage fand ein großer Auszug statt, der sich an der Lexingionstraße formirte und sich vou dort durch die Calvert-, Baltimore-, Charles-, Hill-, Sharp-, Camden-, Cutaw-, Franklin straße, Pennfylvania-Ave., Orchard-, Madi son-, Park-, Monument-, St. Paul-, Madi son-, Caroline-, Jefferson-, Aisquith-, Balti more-, Gay- und Saratogastraße nach der Bethelkirche bewegte, wo der Ehrw. Dr. George S. Watkins einen Gottesdienst ab hielt. Am Abende sand eine große Demon stration im „Dsuglaß.Jnstitute" statt. Der Turnverein „Vorwärts" nahm gestern Abend in dcr halb,ährlichen Generalvu-ammlung dic Neuwahl seiner Be amten sür die kommenden sechs Monate vor and erwählte folgende Herren: Friedr. Müsse ium Sprecher, Carl Trowe zum ersten und Rudolph H. Luke zum zweiten Sprecher, S. E. Schncidereith zum Sekretär, Carl Becker uun Kassirer, H. Lohmann zum Rechner, Hermann Lule zum ersten und H. Billmer zwei'en Zengwart und I. F. Pnndt und Hund zu Fahnenträgern. Der Verein jäylt zur Zeit 80 aktive und gegen 100 passive Mitglieder. Nach der Wahl kam die Frage ?cr Betheiligung au dem großen Auszüge des „Allgemeinen DentschenWaiser.hans-BcreinS" zur Grunditeinlegung des neuen Waisenhau ses zur Erörterung, welche mit dem Beschlusse endete, dag der Herein als Korporation niäit an dem theilnehme, wohl aber für den Baniond eins Summe aus seiner Kasse verwillige; ,n den Debitten darüber erklär ten die A dner, bei solchen gemeinnützigen Auqeleaendeitc:i feien es allein die Musiker, welche für's allgemeine üesle knn Opf.r brin gen wollten; dies war auch das Motiv zu dem Nichtbetheiligungs-Beschlusfe. Äus dem Ballfchagfelde. Ge stern siel aus dem zu Wil liamsburg bei New-Aork das Wettspiel zwi schen den „Bostonern" und „Mutuals" mit L gegen 5 Pointen zu der Ersteren Gunsten aus. Die „Baltimorer" beüegten Montag Nachmittag im Newiugton.Parke die „Wash ingtoner" mit 12 gegen 3 Pointen. Freitag Nachmittag messen sich die „Bo stonei" dahier mit den „Baltimorern;" dem Spiele wird mit Spannung entgegengesehen, weil die Letzteren mehrere Besieger der „Boslo ner" geichlagen haben, selbst aber von diesen empfindlich „gehauen" worden sind. Der „K olp i ng -C af ino - V ere in" anHarsord-Avenue hielt letzten MontaqAbend in der zeitweilig als Versammlungslokal be nutzten Kegelbahn seine monatliche Sitzung. Präsident Ferdinand Kirchner eröffnete die Sitzung, während Hr. Louis Heise als Sekre tär fungirte. Mehrere neue Mitglieder mur den aufgenommen; Hr. Joseph Grindau, jun., ein Mitglied des Casinos, zum Ber cins-Advokaten erwählt, und dieZitzung v:r ragt. Am Baue des neuen Vereinsgebäudes wird schon wack-r gearbeitet. Das alle Gebäude iit abgerissen, und mit den Ausgrabungen fiir's Fundament ist man bereits fertig. Im Lause dieser Woche soll der Grundstein zur neuen Halle gelegt werden. Nach Ansicht desßaumeisterSHrn. AngnstDegenhardt kann das Gebäude bis zum 1. Jiili schon unter Dach sein. Die jetzt als Schenke und Ver sammlungslokal benutzte Kegelbahn hat für 300 Personen hinreichenden Raum. Chas. C. Fulton ist nach einer Corre spondenz vom 15. Mai bereits in Wien an gekommen. Er befürchtet, daß die Ausstellung sich als ein Fehlschlag erweisen werde. Der Ansslellungspalast sei noch nicht einmal fcr lig und die unverschämt hohen Lebensprcife verjagen die Fremden, während die Finanz nolh den Einheimischen den Spaß verderbe. —Hr. Fulton wirft auch noch einen Rückblick auf Berlin, das mit seinem Militär, feinen Schlössern und Palästen, seinen Kasernen uud seiner Stille und Einförmigkeit gar nicht ge fallen hat. Selbst in den Gärten und in den Salons herrschte kein so fröhliches Leben, als man allabendlich in Baltimore sehen könne. Vergebens habe er sich nach einem Etabliffe mente (verhüllt das Gesicht, ihr Temperenz. freunde des „Amerieau") wie das des Franz Gardner au der Highstraße umgesehen. Nur die Oper lobte Hr. F., tadelt aber im nächsten Athemzuge die Haarfrifur der Damen, die Hotels und das schiechte Weiter, das ihn feil seiner Anwesenheit in Deiuschland incom modirt habe. Nun, das schlechte Wetter und (wir wollen es verschweigen) sind wohl die Ursache, dag Hrn. Fultou in Deutschland Nichts in rosigem Lichte erscheint. Eine neue Badeanftal t.—Die HH. Harri'on K Bruder, welche seit mehreren Jahren das Ferry-Bar-Brückeuhaus führten, haben jetzt auf demselben Platze eine großar tige Badeanstalt errichtet und damit einem längst gesuhlten Bedürfnisse abgeholfen. Wo früher auf der Lighlstraßen-Brücke das kleine Ferry.Bar-Haus stand, erhebt sich jetzt ein hübsch?« Gebäude mit einem breiten Balkon. Hier finden Besucher die feinsten und auser lesensten Getränke, während unten auf dem Spiegel des Wassers eine große Flotille von Kähnen, Gondeln, Segelbooten:c. liegt, du zu jeder Stunde des Tages ausgemietbet wer den. Neben diesem Etablissement befinde! sich der große Badeplatz, der so eingerichtet ist, daß das kleinste Kind sicher und ohne Gefahr in der reinen Salzflmh baden kann, während der erfahrene Schwimmer durch Nichts aufge halten wird, fo weit hinaus zu schwimmen, als es in seiner Kraft steht. Ein großes Haus, in welchem sich Auskleidezimmer, die mit Ba de-Anzügen und sonstigen Requisiten ausge stattet sind, befinden, ist neben demßadeplatze errichtet. Baltimore bedurfte schon feit vielen Jahren eines derarligen Etablissements und denGebrüdern Harriion gebührt dafür,daß sie die Ersten waren, welche ein derartigesUnler nehmen in's Werk setzeen, die Anerkennung und Unterstützung des ganzen Publikums. S chiffsuufälle. —Der auf der Fahrt von Philadelphia nach Boston bei'm Auslau fen aus dem Delaware an der Bnrkhead Barre gestrandete Schooner „West Dennis," Capt. Erowell, ist wieder flott geworden und auf der Weiterfahrt begriffen. —Eapt. Green von der von Liverpool in Saviinnah, Ga., eingetroffenen Backe „Lin da" meldet, daß sein Fahrzeug am 12. Mai unter'm 35. Breiten- und 45. Längengrad« an der mit Wasser gefüllten und von dei Mannschaft verlassenen Brigantine „Billa d« Andriax" vorübcrlam. —Die Zahl der nach Häfen der Ver. Staa ten bestimmten oder gehörigen oder von sol chen abgesegelten Fahrzeuge, welche als im Mai untergegangen uud verschollen berichte! werden, iit 16, und zwar 1 Dampfer, 2 Drei Master, -1 Barken, 3 Briggs und 6 schooner im Gesammlwenhc von 533ö,000, wobei dik Ladungen nicht eingerechnet sind; 6 wurden zum Wracke, 3 von den Bemannungen preis gegeben, 3 scheiterten, uud 4 sind verschollen, Hierzu gehören die Ballimorer Brigg „Har net," die von Guadalonpe nach MatanM auf Euba, und der hiesige schooner „Wm. Frazier," welcher von Baltimore nach Nor folk, Va., unterwegs war. Umki p p en e iit e r DampfsPritze. Auf dem Rückwege von dem Brande an Lightstraße stürzte die Spritze Nr. 1 auf dci Ecke der Light- und Gittingsstraße um uut wurde nicht unerheblich beschädigt. Ihr Kut scher beichuldigte einen gewissen F. B. Pcler mann, durch Nichtausweichen mit seinem Wa gen den Umsturz veranlaßt zu haben; als die ser aber verhaftet und vor Richter Teil geführ! wnrde, ordnete dieser sofort seine Entlassung an, weil dem Kutscher der Spritzenpferde we gen angeblich ungeschickten FahrenS dieschuld an dem Unfälle beigemessen wurde. Fahrunfal l.—Als gestern früh g gen 10 Uhr Hr. John Bell, Mitglied des ersten Rathszweiges auS der 14. Ward, und Hr. F. Stieff, Associe der Jnftrumentenfabrik-Firma Gebrüder >sticss von Nord-Libertystraßc, zu fammeil spazieren fuhren, wurden in Eon wah-, nahe Charlesstraße, die Pferde scheu, die Kutsche kippte um, und beide Insassen flogen auf's Pflaster. Hr. Bell trug über dem lin ken Auge einen Riß und eine Quetschung des linken Knie's, Hr. Stieff einen schlimmeren Riß über dem rechten Auge davon. Min brachte sie nach dem Tabacks . Magazine Nr. 5, wo Dr. Hill ihre Wunden verband. Die Verletzungen sind nicht gefährlich. In der Howard-, nahe Camdenstraße, fing ein Neger die scheuen Thiere ein; die Kutsche hatte im Betrage von etwa S5O Schaden gelitten. Verirrt hat sich gestern früh gegen 9 Uhr ein zehnjähriger Knabe von Vir. 47, Mouut- Äinion-Place. Er trug helle Hosen, blauen Rock und Weste mit Messingknöpfen, blau weißes Halstuch und braunen Strohhut. >?e>ne bekümmerten Eltern ersuchenMenschen freunde um etwaige Auskunft über des Klei nen Aufenthalt. Vom Tode gerettet. Als Polize i Delanly gestern Nachmittag 1 Uhr mir Dr. H. Hill die Howardstraße entlang fuhr, sah er nahe Conwaystraße auf dem Ei fenbahngeleise einen Schläfer mit dem Kopfe zwischen und mit beiden Füßen neben den Schienen liegen. Da fuhr ein Güterzug mit einigen 30 Wagen zurück; in rascher Aufein anderfolge kamen neue Wagen dazu, und rasch näherten sich dieselben dem Schläfer. Ohne sich lange zu besinnen, sprang Eapt. Delanty aus seinem Gefährt und mußte, fo nahe waren die Waggons gerückt, unter dieselben kriechen, um den von einem qualvollen Todeßedrohien aus feiner gefährlichen Schlafi'lätte auf die Seile zu ziehen, wobei desßerters Leben selbst in Gefahr schwebte. Der Geretlete war John Malone, der die Nacht vorher im südlichen Stationshause einenßaujch ausgeschlafen und gestern früh-seineFreiheit wiedererhalten hatte. Gestern Abend befand er sich wiederum in den Händen der Polizei, um die verflossene Nacht den zweiten Rausch im westlichen Stations- Hause auszuschlafen. Das Thermometer st-nid gestern früh S Uhr auf 71, Mittags auf 784 und Nachmit tags e Uhr aus 76 Grad. Beraubung eines Passagiers. —Montag Nachmittag wurden lohnMcLane und S. M. Davison unter der Berichtigung, in einem «schlas-Waggon der „Baliimore- Ohio-Bahn" W. P. Hanchett um S4O und eine ParthieWerthpapiere bestohlen zu haben, festgenommen und vorßichterJarden gebracht, welcher das Paar jedoch, da die vorhandenen Schuldb-weisc ihre Festhaltuiig nicht rechtfer tigteii, wieder loslassen mußte. Der wegen Verausgabung eines angeblich falschen K 5. Scheines ergriffene Patr. Mallei) soll erst nächsten Sonnabend vomßun des-Commissäc Rogers in's Verhör genom men werden. Leichenfund. Montag Abend gegen l 0 Uhr fand Polizist Selvage bei einem Brel lerhaufen in Frederickfttaße der Etna-Lane ge zenübcr in einer kleinen Kiste den Leichnam ei ies weißen weiblichen Kindes. Bei der lln- Versuchung ermittelte Dr. Walker, daß dasselbe >iuc wenige Stunden gekbt hatte und mit chlimmen Krankheiten, durch welche der Tod herbeigeführt sein mußte, behaftet war, ives >alb er von der Todtenschau abfah. Die Leerdigung erfolgte auf Slaotunkosten. Gegen folgen deVerbrecher haben zestern die Großgeschworenen Anklagen er-- äffen: gegen den Schwarzen John A. Eurtis vegcll Ermordung des Negers Wm. Vheass; gegen Georq Smith nächtlichen Ein bruches in die Wohnung des Windes Michael Hofer an Secoiidstraße und Diebstahls einer Taschenuhr. Smilh soll zu den 'New-Aorker Einbrechern gehören, welche durch die neuen, vom Polizei Chef Matsell erlassenen scharsen Verordnungen gegen verdächtige Jnd>v>d,ien ans Z!ew-?)srk verrrieben morden und. Die der Frau Bertha MeKee wurde Iheilweise unierjuchr, aber in Abwesenheit des geschosseneu Hra. Noack zurückgelegt. Schandbarer Anschlag gegen ein wei Bes !L! äd 6> en. MonraqAbend ivard der 10 jährige Schwarze Wm. Pie aus Grund eines vom Connry - Friedensrichter Frank Lewis erlassenen Befehles in der Stadt ergriffen, im mittleren Slalionshauje festge halten und gemein früh nachTowsonlown zum Prozesse abgeführt. Tie Anklage lautet auf versuchte «chändnng eines achtjährigen wei ßen Mädchens, Namens Ellen T. Smith, dei ien Vater John T. Smith nahe Waverly in Baltimore-Connty wohnt. Mißhandlungen und Thätlich keiten. John Ridgely, in West-Prall slraße wohnhasi, wurde Montag Nachmittag auf Veranlassung seiner Frau, welche rhu der Mißhandlung ihres sechsllionate alten Säug lings beschuldigt, verhaslet nnddemCriminal- Verfahren überwiesen. Sonnabend Nachmit tag hatte er, wie die Fran aussagt, dieselbe mit dem Kinde im Arme die Treppe hinabge stoßen, war raich hinterher gefolgt uns hatte unten den Säugling aufgefangen, welchen er dann quer durch s Zimmer auf ein Sovha geschleudert haben soä. Auf das Geschrei der Frau kam eine Nachbarin herüber, welche das Kind in ihre Obhut nahm und damit wieder nach Hanse eilte. Christian Sauer und Jakob Nelson, der Schlägerei im an der Belair-Road angeschuldigt, konnten keine FriedenSbürgschasl stellen, weshalb Richier Hagerty sie nach dem Gesängnisse bearderte. James Fox und Pairick Mi-nahan hat ten Montag Abend Hrn. Joseph Raiber, Ei genthümer deS „Ooeon" an Süd-Frederick slca'ße, mit einem Vierglase geschlagen. Des halb arretin, sahen sie sich gestern srüh, nach

dem sie die Nacht im Siauonshause zuge bracht, vom Richter Hagerty gegen Unleisu chnngsbürgschast entlassen. —Josepy Reil, welcher vorgestern angeb lich an einer Prügelei in Zwanzger'S Paik an der Annapolis-Road lheilnahm, mußte ge stern ein Verhör bestehen und sah siä> darauf den Behörden von über» wiesen. Der Juni-Termin desßundes bezirks-Gerlchts nahm gestern sei uen Ansang. Als iileingcschworene hatte Bun des mar schall Gotdsborongh folgende Perjonen vorgeladen: JohnMoorehcad, GeorgClanlice, T. Barler, I. N. Ball, Wilh. Bauer, H. W. Cochrane, John Showaere, TheodorHoo per, Felix van Reuih, Isaak Harlmann, Wm. H. Hebden, Benjamin F. Nalls, James Fryer, Wm.Hopkins, Dieter Barger, Edward M. Kirlland, Thomas S. Wrleox, sen., Ro bert Moore, David L.Noycs.saninclSands, James R. Ward, James H. Hongh, Daniel Scully und E. H. Perkins. Der Letztge nannt wurde des Dienstes cutbnnden; von den Anderen waren die HH. Hooper, Reulh, Wilcox und Seully nicht erschienen. Geldbußen.— I. A. Talvling, des Flerschverkauses am Sonnrage angetlagt, ?ah sich vom Rrchter Hagerty mit S 5 Strafe nebst kosten bedacht. Johann Siegel, dereinen Nick'änger bei sich sührle, sah sich arretin und roin Richter Jarden mit §3 nebst Kosten in Sirase genom men. Diebstah l. —Polizist Flannery verhaf tete vorgestern Morgen eine Negerin, Na mens Fanny Gaskins, welche angeblich der Mumie Carter, einer anderen Farbigen, 535 in baarem Gelde, ein öilerd nnd einen Ser viettenring gestohlen hatte. Richter Bell über wies die Angeklagte dem Verfahren der Gro ßgeschworenen. Grundlos war der Verdacht gegen den Montag Abend verhafteten Edward Givbs in einem Waggon der rothen Bahnlinie in Bal iimore-, nahe Northslraße, einem Jüngling aus dem Dorfe Carrollton, Namens Charles Evans, eine KlO werthe Uhr ans der Tasche gezogen zu haben. Gestern mußte Hagerty den Arrestanten wieder inFreiheit setzen, nach dem Obergeheimpolizist Crone die Uyr wieder erlangt halte. Tödtticher Unfall. James Ban non, ein an der „Westlichen Maryländer Ei senbahn" angestellter Arbeiter, fiel am Sonn abend Nachmittag, etwa 7 Mellen vonßalti more, von einem Wagen nnd erhielt solch' er hebliche Verletzungen, daß er schon am Sonn tag Morgen starb. Vereitelter Selbstmord - Ver s n ch. Montag Abend bekam Sarah Ran, die 20 Jahre alte Frau des in Nr. 3, Spring- Court, wohuhasten Johann Ran, mii ihrem Schwager Conrad Rau Streit und schlug ihn mit einem Kruge. Polizist Wallace vahm Beide wegen gegenseiti >M Angriffes in Hafr, und Richter Jarden lieh oie Frau Friedenö bürgschasl stellen, deu Schwager aber bedin gungslos frei. Gestern früh 7 Uhr machte Sarah Rau den Versuch, stch durch Gist aus dem Leben zu schaffen, und traut eine halbe Unze Laudannm, welche sie in einer Apotheke an Hanoverstraße gelaust hatte. Man ent deckte bald, was geschch«? war, und holte Dr. R. C. Lee herbei, welcher kräftige Gegenintt. tel anwandte und seine Bemühungen von dem gewünschlcn Erfolge gekröut sah; die Fran ist setzt außer Lebcusgesahr. Der LebensverjicheruugS-Pro zeß von Frau Elise W. Goß, Wittwe vou Winfi'ld S. Goß, gegeu Sie „Mniual-Le- von New-Hork" auf Auszahlung einer Police von S5OOO auf das Leben des durch eine Explosion au der Nork-Koad getödteten Mannes der Klägerin wurde gestern vor Richter Bond im Bnn deSkreis-Gerichle sorlgesetzt. Das Verhör der Zeugen der Verklagte' nahm seinen Fortgang. Frl. Emma Dndley, Volksschnllehrerin und Kostgängerin der Fran Parsons in Nr. 41, Nord-Calverlstraße, weiß bestimmt, daß A. C. Goß am Abende des Brandes nicht bei'm Souper war. Friedrich Stauf, Schneider, gab W. S. Goß'S Brnstmaß ans 36 Zoll an. Dr. Theophitus Steele von New-Aork sah W. S. Goß am 20. Januar 1872 "im 15. Prezinkts-StalionSyause zu New-Iork; G. litt am Säuferwahnsinne. Man brachte ihn nach dem „Brandreth-Hanse," wo Zeuge ihn brs zum 24. Januar behandelte, ohne seine Rechnung von K5O bezahlt zu erhalten. Geo. Lemmon von New srüher hier, besuchte W. S. Goß im Siationöhanse; der selbe hatte den Schüttelfrost und war nervös. Advokat Wallis bemerkte, am 13. Januar '72 habe W. S. Goß von der „Mulnal" eine weitere Assekuranz-Pnlice begehrt und dabei erklärt, er sei ein mäßiger, uetigen Wandel führender Mensch. Dr. Ohr von Cnmberland sagte über den Zähnebesund aus und erklärte, ans Blut iu der Leiche laste sich die Zeit des LwSes nicht bestimmen. Damit schloß das Verhör im Juleresse der Verllagten. Nun wurden Zeugen zur Widerlegung ge machter Aussagen von der Klägerin vorge führt, darunter eer BankeommiS Chas.Hann über Goß'S Bankconto; J.W. Butler über Goß's reichliche Geldmittel; PholographDa vid Bacharach und Maler Clark über Goß's Aussehen und Zähne; Hr. Hampion über Goß's Verbleib am Freitage; Frau Engel über dessen Zähne und seine Mäßigkeit; A.C. Goß, Frau Arden, Wittwe Goß und Dr. Thomas Murdoch. Heute werden die Anwälte ihre Anträge be züglich der Instruktionen für die Geschwore nen stellen. Die jährliche Lehrerwahl begann gestern Abend in der wöchentlichen Sitzung der Stadtschnlbehörde, welche nächsten Dien stag damit zu Stande zu kommen gedenkt. Vorläufig verlautet über die geheim gesührien Verhandlungen 'Nichts. Der Damen-Nähverein ließ aus dem vorgestrigen -Pienic des „Allgemeinen deutschen Waisenhauses" einenPianonuhl ver loosen, welche» Hr. Karl Rchbein Nr. IS3, Hanoverstr., für diesen Zweck geschenkt Halle. Es gelang den Damen, 153 Loose, jedes zu 25 Cts., abzusetzen und dadurch den Belrag von 538.25 zu erzielen. Hr. I. Lorz, Nr. 2. Süd-Frederickjiraße, war der glücklich: Ge winner. Dießcrgrößerilngdcs Battery- Square. Hr. Ford unterbreitete gestern im zweiten Rathszweige einen Bericht, nebst Beschluß, den Mayor zu ermächtigen, 14 Morgen von dem zu dem Gould'schen Nach lasse gehörenden Grundstücke anzukaufen, doch darf der Kaufpreis die Summe von HSVOV pro Morgen nicht übersteigen. Nach dem An kaufe soll der vergrößerte Square den Namen „Riverside-Park" führen. Der I.Zweig über wies den Beschluß an das betreffende Comite zur weiteren Erwägung. Eine Znschrist des Wasser-In genieurs. Im zweiten Rathszweige reichte der Präsident eine Zuschrift des Wasser- Jngnnenrs Lin,in welcher derselbe dem Zweige die Mittheilung machl, daß cr störend in das Fabrikwesen eingreifen und den Fabriken die nöthigeWasserznfuhr vermindern würde, falls er dasWasser aus den Feuerpflöcken eine Stunde hindurch laufen ließe. Er macht den Vor schlag, an jedem Samstag Abend während der heißen Jahreszeit das Wasser aus den Pflöcken rinnen zu lassen. Ueberwiesen. DieJahreLschlnß seier dcr Rechts schule dcr Maryländer Universität fand gestern Abend unter zahlrcichcrßethciligung vonsei ten des Publikums in der „Concordia" statt. Die Abiturienten hatten aas der Bühne Platz genommen. Hinter denselben saßen viele Mil zlieder des hiesigen Barreau's und eine An zahl unserer prominentesten Männer, n. A. iuch Richter Dobbin, ReoerdyZohnson, Prof. Lhr. Johnston, Douglas, H. Gorbon, Prof. N. A. Newell, N. A. Morien, H. Clay Lallam, Geo. W. Brown, I. Nevitl Steele, Richter Danels, Stewart Brown. Chas. G. jierr, Bernard Carter, Ehrw. I.G. Hamner und Ehrw. W. G. Mnsgravs. Die Feier wurde mit einer Ouvertüre eröffnet, worauf der Ehrw. E.A. Dalrymple einGebet ipraäi. Hieraus spielte die Ültnsik eine Cavatinc aus „Ernani," u-'d nachdem sie geendet, ver theilte Hr, S. Teackle Wallis mit einigen passenden Worteu die Diplome an nachte heude Abiturienten: Rodert BalSwin von Baltimore; A, P. Barnes v»n Worccster- Counlq; I. ?!. Bowen von Baltimore; I. B. Brewer vou Montgomery Connly;R. R. Brown von Baltimore; Dennis Claude von Anuapolis; F. C. Cook von Baltimore; W. Emory von Queen Anne's County; H. W. Fox von Baltimore-County; P. Godwin, G. «Susi, L. Hochheimer, G. F. Jones, E. H. Perkins, W. F. Porter, E. V. Starr, C. P. Territt, G. B. Thomas und L.Turn bull von Baltimore; I. Warficld von How arv-County und s. A. Williams von Har ford-Tvunty. Nachdem die Musik die Zudö ersrent hatte, hielt I. N. GaUeher eine treffliche Ansprache au die Abiturienten. Die Feier schloß hierauf mit einem Potpourri aus „ Martha" und einem Walzer von Strauß. Der Vorsteher der Rechlsschnle der Mary länder Universität ist Hr. S. Tcackle Wallis. Folgende Herren bilden die Lehr-Behörde: Achtb.Z.A.lnqlis, Achtb. GeorgeiL.Brown, Jos. P.Poe, Richard M.Venable und Althur G. Brown. Die Corrcktion vonJones' Fäl leu. Hr. jierr unterbreitete vorgestern im zweiten Rathszweige eiuen läugeren Bericht, in welchem er vorirtlug, dag der vrojektirte Damm an der Bauimorestraße nicht errichtet werde und daß man ferner von der Absicht ab strahle, das Bett der Falle nördlich von der Balumorestraßs zu pflastern. Diese Paukte waren in einer beigesügten Verordnung ent halten. Diese Verordnung schreibt serner vor, daß die Linie der projektinen Corrcktion durch die Blockstraße gehe. Nachdem die Verord nung verlesen war, wurde sie auf oeu Tisch gelegt. Beschwindelt. Ein Landmau n er schien vorgestern bei Marschall Gray und machte daselbst die Anzeige, daß er von un bekannten Personen im Spiele um eine be trächtliche T?umme Gelves beschwindelt wor den sei. Da er weder Haus, noch Straße an zugeben vermochle, so blieb des Suchen der Geheimpolizisten nach dem Aufenthaltsorte der Gauner ohne Ersolg. Stadtraths-Verhandlungen, Im ersten Zweige reichte Hr. jung gestern eine Petition von John ein, welcher um Vergütung nachsucht sür Einsaniliiluug von Geldern an Stelle des Hasenwardeins. Unerwiesen. Desgl. eine Petition von dem Architekten Frank C. Davis, welcher nm Aus zahlung von L«:BB..'>k für Dienste, die er der Siadt leistete, nachsucht. Desgl. eine Peti tion von Zohn Milroy und Andern, die da rum einkommen, daß die Süd-Baltimorer preöbyterianiiche Kirche von den Besteuerun. gen sür die Verbreiterung der Lightstraße ent bunden wird. Hr. Gifford vom Saniläts- Comite berichtete einen Beschluß bezüglich der Petition des Ino. A. Geigleiii, der nm Er bauung eines Avzugskanales an der Linden- Avenue nachsuchte. Angenommen.—Desgl. ein Beschluß, dein B. D. Hirich zu gestatten, vor Nr. 22-l, Süd-Broadway, !sommerdach mit Seitcritheilen anzubringen.—Desgl. ein Beschluß, die 20 Paik'fchcii Lamp.'U, weihe gegenwärtig in unserer Atadt benutzt werden, noch weitere sechs Monate brennen zu lassen und sür jede Lampe monatlich K 2 zu bezah len. Desgl. ein Beschluß, M-'yer Levi zn gestatten, vor seiiienLadcn !)tr. 141, Lightstr., Sonimerdächcr mit Seiteutheilen,u errichten. Desgl. eine Petition, über die Gossen an der Ecke der Green- und Lixingtrustraße Eiicn platten zu legen.—Folgenden Beschlüssen des zweiten Zweiges trat auch der erste bei: Ga solinlampcn an der Belair-Avenue aufzustel len; dnn Ehrw. Jno T. Haitely die Erlaub niß zu ertheilen, eine Drainir-Röhre zu legen; Gasröhren au der Bouudary-Avenne zn le gen; neue Gossensteiue um das und ülicComas-Monument anzubringen, sür ei nige andere nothwendige Reparaturen zn sor gen nnd K 350 für diesen Zweck zu verwilligen. Die im zweite» Zweige angenommene Ver ordnung bezüglich der Nivellirung derDruiv- Hill- und Bradison-Avenue, wurde im ersten Zweige zurückgelegt. Hr. Hardesly einen Beschluß, an der Prannraße, Smith's Werfte gegenüber FlieSplatten zu legen. An genommen. —lm zweiten Zweige reichte H?. Kerr eine Petition von Thomas Loud ein, ei nen Schuppen an Lowlcr's Werfte zu errich ten. Ueberwiesen. Desgleichen eine Peti tion von P. P. Clemens n. A., sür die Ent fernung einer Pfütze, welche durch die Er bauung des Baltimorer Polomac - Tunnels entstanden ist, Sorge zutragen—Vom ersten Zweige wareu solgeude Beschlüsse eingegan gen: Eine Anfrage an den Stadl'Comuilssäc zu richten, wie viel die Anbringung eines Trottoirs um Perkin's Spring kosten würde; an der Ecke der St. Paul- und Fayettestraße Fliesplatten zu legen; dem George Kuhn die Ausstellung eines Barbierpsahls vor Nr. 5!), Eastern-Aveuuc, zu gestalten; dem Da» vid Doblcr zu erlauben, vor Nr. 157, For reststraße, einen beweglichenWaarenstand aus zustellen: die Capelle an der Ecke der Dol phiii- und Ettingstraße von den Besteuerun gen für den Durchbruch der Dolphinstraße zu befreien; das Comite von der werteren Erwä gung der Petition des Alfred N. Reip. wel cher um Erlaubniß nachsuchte, an der Ecke der Charles- und Biddlestiaße einen Biunueu uraben zu dürfen, zu entbinden; dem Joseph Necker irrthümlich bezahlte Steuern im Be trage von b3g.3S zurückzuerslaUen. Fol gende beiden Beschlüsse wurden überwiesen; dem Samuel S. Moore irrthümlich bezahlie Steuern im Betrage von 58.46 zurückzuer statten; den Gebr. Dogge zu gestalten, au ihrem Sommerdache vor Nr. 65, Nord-Eu tawstr., Seitentheiie anzubringen. Beide Zweige vertagten sich hierauf bis heute. S chiffönachric!,te:i. Ter „Mciliellan," ssavi, HoivkS. i>>rch r i ts r ha^d^u und !v, B. Owens wurocali eingejetzi, - Stricht. sVorßichter Dobbln.l rey,) loievü Wation wider Ä»I, Aichoit. kw!,c aus zeß-, !Itr> und 1U67 der sijiir-Ütegiftranae angc. ch Nr. I«i. !V, IÄS und iu?bis vcr AppcUations-Ac ui^^Sd^ez . S r ili I erich — Vilm> »es - !ll^r. «und es . KreiS - Gericht. - (Bor Richter 1 W Wrttwe vcs WlUfieto Oer Prozeß gegen EharleS Hcn verson, der Ecmorvung des Lr. Mcrryman Eole angeklagt. vcS Be« und <tteginu des iKntlastuttgS-ZeugnlH - -Verhörs. Der Prozeß gegen >shs. R (nicht M.) Heu )erjo» gestern lut fort- gesetzt. DaS Gericht und die Zugänge dessel ben waren abermals start besucht und wohin man blickte, begegnete das Auge den bekann ten Gesichtern, wie sie gemeiniglich Mord- u. Ranbprozcsse erster kläffe nach den Halle» der Thenns lrck-'u. Der Gefangene, beiläu'ig viel leicht 35 Jahre alt, nahm mit ziemlicher Ge lassenheil seinen Sit? ein, und obwohl er mit Aufmcrkiamk.nt den Verhandlungen folgte, be kundete doch.Bichls einen aiifgeregtcnGemülhs zustaud. Frau Schmidt, die alte Frau, welche einen Groccrieladcn an der Lowstrage hielt, Muller der Frau Siephcus, welche geilern verhört wurde, mar gestern die erste Zeugin. Da sic schlecht Enzlisch spricht, so sagte sie durch den Dolmetscher aus. Henderion wohnte im letz ten Herbste vor einem Jahre zwei Monate in ihrem Hause; MoUie lebte mit ihin zusammen; sie bewohnten ein Hialerzimmer im ziveiien Stockwerke. Staatsanwalt Knott: „Ucbcrhörtcn Sie jemals eine Unterredung zwischen den Beiden über die Ermordung des Dr. Colc?" Zeugin: „Als sie sich zankten, wars Mollie ihm vor, dag sic ilin wegen Ermordung des Dr. Eole hängen könne; sie nannte Dr. Eole nur einmal, hörte Mollie aber zu Oefterem sagen, daß sie Henderson hängen könne. Die Nennung des Namens von Dr. Eo'.e erfolgte 3—4 Tage vor dem Verlassen meines Hauses. Sie wünschte, dag das Paar ausziehe, da sie für ihr eigenes Leben fürchtete. Henderion er wiederte, dag er ihn getödtei habe, um Etwas für sie zu essen zu bekommen." Staatsanwalt Knott: „Geben Sie den gc nauen Wortlaut." Zeugin: Beide zankten sich miteinander. Er nannte sie ; sie erwiederte ; sodann sagte Mollie, dag sie ihn hangen kö i ne, da cr Dr. Eole umgebracht habe. Als Zeugin solche Worte hörte, ging sic oben in's Haus und sagte: „Eharley, ich habe Eure Un terredung gehört, Ihr habt Dr. Eole getödlet." Er erwiederte: „Wohl, ich frage Nichts dar nach, Ihr mögt hingehen und mich anzeigen, denn ich dabc Dr. Eole gciödtct." Beide zo geil am Samslage, 3—t Tagc später, aus. Sie wohnien ungefähr zwei Monate im Hause der Zeugin. Fand die Axt (welche vorge zeigt wurde) unter dem Schmutze des Feucr platze«; als sie wegzogen, frugen sie nicht dar nach. Zeugin mcig nichl genau, wann Dr. Eote getöotet wurde; es war kaltes Wetter; es war das zweite Mal, nachdem Henderson verhaftet wurde, als er mit Mollie von Hrn. Haumann'S Hause zur Zeugin zog. Krcuzfragcu: „Ich erinnere mich, dajz es um den K. Januar war, als Henderson und MoUie im Dunkelwerden durch die Lowstraßc kamen. Er rils mir zu: „Mrs. Schmidt, ich werde zurückkommen und bezahlen, was ich Euch schulde." Er frug mich nicht, ob ich mit ihm aus den Markt gehen wolle. AIS er mein Hans verließ, jchuldcic cr mir zl-t -15; a!s cr am Samstag Abendc, 6. Jan,, als Dr. Eole ermordet wurde, zurückkam, gab Hcndcr- Zeugiu stand an der Küchenthür, als sic den Gesungenen überHörle, wie er sagte, daßerDr. Cole umgebracht habe; ihre Tochter Stephens befand sich gleichfalls in der Küche, mit dem Aufmachen ihrer Haare beschäftigt. Zengin ging oben in's Hans und rief sodann ihre Tochter herbei, um zu hören, was Henderson sagte. Zeug-n lauschte, weil sie hörcu wollte, was Hcudeiion sprach. Anmalt Joncs: Erinnern Zic sich nicht, a!s Henderson sie auf einen Replevin-öesehl zur Erlangung feiner Möbeln vor Richter Spicer bringen lieg, daß Sie drohten, ihn zu todten? Frau Schmidt: „Entschuldigen Sie mich, ich mar nicht dorten, ich schickte mciiicTock'tcl hin, ich schmöic nicma.'s falsch, ich sagte nie mals, dag ich dort mar." Anwall Jones: „Erinnern Sic sich nicht, dag Sic in der Sgnire-Ofsicc und die Eon jtab>erDufsi> und Eook zugegen waren, als Sic ;uHendersou saglen, dag Sie ihn „fixen" wür zen?" Zeugin erwiederte durch deu Dollmetschci zerneinend; sie war niemals dort. Anwalt Jones: „Sagten Sie jemals ir zendmo in Gegenwart von Dussy und üaß Sie Henderson „fixen" wollten?" Zeugin: Mollie wollte mich in meinem Hause niederschlagen und ich sagte sodann in Äegeilwart eines Eonstablers, dag Hende»so:i Är. Eole umgebracht habe uuo ich ihn „fixen" riiirde. Ich selbst, meine Tochter und ein waren zugegen. Hcnderson war licht dabei. Saoann kam Hcnderson mit ei iem Möbelwagen und holte seine Sache». .sch ging hinaus und beschuldigte Henderson Zer Ermordung des Dr. Eole. Ich gab ihm liei dieser Gelegenheit ein Paar Schlage in's Aesicht. Mollie nnd meine Tochler, sowie Henderson, der Constablcr und ich waren da. Zs befanden sich zwei Franen in der Küche, üne hicß Frau Kelly, erinnere mich der andern iiicht. Kenne Frau Wymau; weig nicht, ok sie da war, oder nicht. Frau Kelly wohnte in Zem als „Baltimorc-Opera-House" bekannten Gebäude nahe der Ballimorestr. - Brücke. Hörle Mollie sagen: „Nimm Dich in Acht, Ehailey, ich kann Dich hängen, dcnn Du has! den Dr. Eole umgebracht." Henderson er, wiederte: „Sei verflucht, thue es, ich lödteti Dr. Cole, damit Du Etwas zu esseu bekom men mögest!" Beide zankien sich und gaber sich gegenseitig schlechte Namen. Weiß »ich ganz genau die Worte, die sielen, aber sie sag lc, cr (H.) habe Dr. Eole getödtct und er er wicderte, baß er es gethan habe; cr verneint« :s nicht. Auwalt Jones: „Wie alt sind Sie» Frar Schmidt?" Frau Schmidt: „Ich weig es nicht, denk« aber, ungesähr S 3 Jahre." Äilivair Joues: „Ist Ihr Gehör gut?" Frau Schmidt: „Ja wohl, mein Mitunter höre ich zu viel." (Gelächter.) Frau Schmidt suhr fort: Erzählte mehre reu Nachbarinnen, die ihren Laden besuchtem was Hcnderson gesagt Harle, aber sie erin nere sich der Namen nicht mehr. Nachdem Hendeison ihr Haus verlassen hatte, kam ein« Frau Cassidy und dieser erzählte sic cs, sagti aber niemals,dag,wcuriHenderson jeiiieSchulc bezahlt hätte, sie nicht die Anklage gegen ihn erhoben haben würde. Sie sagte, dag cs ihr leid thue, jemals diese Personen kennen gelerui zu haben. Zeugin fand die Axt unter dei Asche im Fcnerp!a?e. Henderson bo-gte sonst immer eiu Beil von dcrZeugin, wenn er Holz zu spalten wünschie, jagte immer, er hätte kei nes. Anmalt Jone?: „Hörten Sie, dag Hender son, dag wenn es nicht wegen Mollie's gewe sen wäre, er niemals »i Dr. Colc's Haiis ge wohnt und des Mordes angeklagt worden wäre?" Zeugin: „kann mich dessen nicht entsinnen. Wußte nicht, dag Mollie von Dr. Eole gemie thet hatte. Als Zeugin Frau Cassiday erzähl te, was sie gehört habc, erwiederte dicse, dag sie das und noch viel mehr misse." Die Vertheidigung erhob Einwand, daß die Zengin mitth' ile, was euie drille Person ge lagt habc. Das Gericht stimmte dem Ein wände bei. Zeugin verneinte bestimmt, jemals gegen Carrie Cassidy oder Kaie Eampzell gejagt, daß sie cs bedauere, die Anklage gegen Henderson erhoben zu haben. Sandte niemals Carrie Eaiildy zu Mollie, um mich zu besuchen, und dag ich die Anklage gegen Henderson bedauere. Die übrigen Aussagen der Zcngin ivare» uu erheblich. Jakob Himmell war der nächste Zeuge. Wohnt Nr. Chestnntstr.; kennt den Ge fangenen. Staatsanwalt Knott: „Was sagte Hcn dcrson zur Zeil dcr Ermordung des Dr. Eole über seine Eeldv.rhältnissc zu Ihnen?" Anwalt Jones: „Ich erhebe Einwand, da bis jetzt nichl dargeihan ist, daß Dr. Cole Held vcrlor und man somit keine Folgerungen daraus ziehen könne, dag HmdersonGeld von dem Zeuge» zu borgen wünschte." Staatsanwalt Knott: „EinPortemonnaie, das Dr. Eole gewöhnlich bei sich trug, wuldc nicht gefunden." Das Gericht wies dcu Einwand zurück; dic Lerlheidigung erhob Prolest. Zeuge: Ter Angeklagte kam zwischen ö ,ind 10 Uhr Morgens nach meinem Hause. Als eraus Dr. Eole's Hause zog, brachte er nue machen nach meiner Wohnung. Am Zieilage vor dem Morde sagte er zu mir, daß !r sich in einer argen Klemme befinde. Dr, !ole wolle feine Möbeln wegnehmen. Ich er wiederte, daß ich nur zwei Zimmer hätte, er Iber einige seinerSachm herbringen möge. Ich ,ing nach einer Loge und von dort zu einem ranken Ordensbruder, bei dem ich dic Nacht iber wachte. Als ich am nächsten Morgen lach Hauie kam, fand ich Henderson's Sachen u meinem Hofe. Ich sagte ihm, daß sie dort nicht liegen bleiben könnten. Er erwiederte, >aß er bis jetzt keine Wohnung habe sindcu können. Die Sachen blieben bis zum Don lerstage, wo er si? nach Hartmann'S brachte. .!ch lieh ihm 25 Ecnis, um Kohlen zu kaufen. Hr ersuchte mich, ihm eilicn „Drink" zu gcbcn. erwiederte, daß ich keinen hätte. Am Lazistage gegen 2 Uhr sagte er zu mir, daß r kein Geld hälte, um auf deu Markt zu ge icn. Frl. Cole, ausgerufen: Bin die Tochter >es Dr. Cole. Ging am Abende seines Todes ms deu Markt und als ich zurückkam, hatte er lereits seinen Thcc getrunken und war ausgc >angen. Die Malter mar k-ank; meineSch ve ler schob das Fenster in die Höhe, als sie auf >er Slraßc Ruse hörte und auf meine Frage, vas IoS sei, erwiederte sie: „Vater ist crmor :et morden!" Wir gingen nach oer Ossice, cr ag am Boden, ich iprach zu ihm, erhictl aber leine Aiitmorr. Währenddem ging das Licht iuS. Vater ging gemöbnlich am Samstag Abend nach dcr Ossice, um dic Miethen ein zuziehen. Er haue ein Portemonnaie, das niemals gefunden murdc; ei» anderes wurde zesunden. Bater hatte e«ie kleine Axt mit zroßcm Griffe, sie sah der (vorgezeigten) ähn ich. Vcrmißte die Axt nicht, bis Ossiziant ponticr sagte, er habe eine gefunden. Vater zählte mir, daß zwei Male m j-inx yffice eingebrochen worden sei. Weiß nicht, daß ich jemals beschwor, dag Vater und Henderfon auf gutem Fuge standen. Kannte Henderson gar nicht, während er in einem Hause meines Vaters wohnte. Henderson wurde mir zuerst im Gerichte gezeigt. Vater sagte nur, dag Jemand sein Schild geslobleu habe. Weiß es nicht aus eigner Erfahlung. Farbige James Duugy bezeugte, dag er Dr. Hole gekannt habe. Glll4 am l. Ja:,. naM dem Hause desselben und hörte, dag er sich mit Jemandem, der über seiner Osfiee, oben im Hause, wohnte, zankte. Sah nie zu' vor den Angeklagten. Sah Dr. Hole am Nachmittage des Mordtages, um -tUhr. Frau Kroadbent: Jsentifizirte die im Ge richte vorgezeigte Axt als die des Dr. Eole u. sah, wie er am Tage vor dem Morde, Mor. Gens um I l Uhr, damit Holz spaltete. Das eigenthümliche Aussehen der Art erregte ihre Äusmerkjamkelt und sie machte sich ost darüber lustig. Die kleine Axt mit ihrem sonderbaren Griffe war ihr bekannt. Sie ist beinahe üoer zeugt, dag die vorgezeigte Axt die des Doktors ist. Zeugin kannte Daniel James, der über Dr. Mole's Office wohnte. Derielbe zog je doch schon im Mai, ehe der Mord stattfand, aus. JameS gerieth wegen Muihrürksiaudes mit dem Doktor in Streit und Zeugin über hdrle, durch ein kleines Mädchen darauf auf merksam gemacht, wie der Dollar und James sich im Hose zankten. Zeugin schaute durch's Fenster und sah, dag James mit geballter Faust im Hofe auf- und abging und aufge regt schwor, er werde sich an dem Doktor rä chen, wenn es ihm 20 Jahre Zeit nehmen soll te. Dr. Hole hatte James wegen Mielhrück standes pfänden lassen. Zuigin nahm wahr, dag die Axt nach dem Morde verschwand. Frau Hearlq, Tochter des Dr. Eole, >den tifizirte die im Gerichte vorgezeigte Axt als die ihres Vaters. Der Baier tiug gewöhnlich ein altmodisches großes Poriemonnaie in der Ho sentaschl», welches seil dem Morde verich vun den ist. Vater zog seine kleinen Miethbeiräge alle Woche ein und verblieb aewöhnlich den ganzen Samstag in seiner Office. Zeugin rdentifizirte des Nähern die einzelnen Theile der Axt, kennt die>elbe so genau, wie ihr eig nes Rind. Der Gerichtshof lieg jetzt eine Pause von fünfzehn Minuten eintreten. Nach der Pause wurden noch John Kelly, Ladenbestycr an Lowstrage, Dr. (wie derholt verhört) und damit das Vcrhör derße lajtnngszeugen ge'chlossen. AIS erste Entlaitungszengin trat Marie Gaunt, »Nu/. MoUie s!ove, Tochter vouOslar und Anna Love auf. Sre erklärte auf's Po sltivste da« ihr vorgelegte Veil a'ö ihr Eigen lhum, das sie von der Mntter erhalten Halle; Dr. Eole halte eS von ihr geborgt und eine Zeit lang benutzt, nnd als sie an» Eöle's Hause wegzog, nahm sie es mit sich. Auch sagte sie aus, dag der Angeklagte gerade in der Zeil, wo dcr Mord verübt wurde, m ihrer Ge icllschafl sich befunden habe; sie habe mit ihm um 7 Uhr u> Gaystraß- Schuhe gekausi, sei mit ihm beim-, baun mit ihm aui den Marlt nnd um S Uhr mit ihm wieder nachHauie ge gangen. Damit isi das freisprechende Alibi für Hcn dcrsou conslatirt. Frau Louise Mayer ist ans Mainz hier angekommen und richlet alle noch so schadhaften Spitzen wieder auf das Modernste her. Auch >,iebt sie iu ihrer Wohnung, Vir. 16tund Weit Lombard- Straße, lluterrichi in häuslichen und Kunsta rbeiten. In der „Mainzer Zeitung" finden wir über Frau Mäher folgende schimichelhafle Nanz: „Aus der Pariser Wellausstillung wiid ein höchst inleressantes, in unserer Stadt geser tigtkö Kunstwerk eischeincn, welches vouFran Mutier, geborne Vamberger, uud zwar mit tet worden ist. Dasselbe stellt in der Form eines Kupferstiches die Ansicht des Biebrichcr LchlosfeS, von der Schiersteiner Chaussee aus aufgenommen, dar. Dcr Rheinstrom, die Rheiinnjeln, im Hinteigrunde die Thnimc von Mainz liegen vor unseren Augen, und verschiedene Staffagen beleben tin Vorder gründe das Bild. Das Ganze machl in so täuschender Weise den Eindruck eines Knvser stlches, dag es selbst von den Augen sachver ständiger für einen solchen gehalten wurde. ES ist zu bedauern, dag dieses verdienstvolle Werk, woran Flau Mäher ein ganzes Jahr mühsam gearbeitet hat, nach Paris wanden und vielleicht dort verkauft wird, ohne dag es in unserer Stadt einmal, etwa aus einer Aus stellung des Kunüvereins, zur össenilichenAu sichl gekommen ist. Gleichzemg geht eine zweite kunstreiche Aibeil von Frau May-.rzur Pariser Ausstellung. Dieselbe bildet eine An sicht des Domes von der nnleren Marlticilc aus uud ist auf Glas mit Goldschau darge stellt. Frau Molzerist dahier als sehr geübte Wiederherstellen» achler (Brüsseler) Spitzen, mögen sie auch noch so schadhaft sein, vielfach bekannt." Der groste Londoner Howe'sche <sir kilö uud Sänger'S ü?sen»gerle aus Europa geben Mittwoch, Donnerstag, Freitag nnd Samstag auf dem Belair-Marltplatze Verfiel. Inngen, nachdem sie von Harrisburg übei Manchester kommend, am Dienstage ii> Tow foulowit gastirt habe». Uns liegt eine Nilin mer des Harrisburger „Patriot"'vor, in wa cher Hr. der Congrcjjabgeordnetc, dem Howe'schen Ctablissemeiu eincii, wie ce scheint, verdienten Lobarlikel widmet. Was dasselbe vor allen anderen dieser Ari auszeichnet, ist die große Zahl dcr die!silier -Thiere, mit denen Vorstellungen gegeben wer den. Fünf Elephanten machen ' verschieden« Kunststücke, bauen Pyramiden u. f. f.; viei bengaliiche Tiger fpringen durch Reifen uud zeigen noch andere Leistungen der Dressur. Das Vereilcr-Personal ist frisch von Euiopa importirt und soll alles bisher Gesehene übertreffen. Aus Eleganz dcr Ausstattung deö Ganzen uud Vollständigkeit dcr Eiurich tung sind bedeutende Summen verwandt; so kosten die beiden, in dem großen Umzüge sign rirendcn vcrgoldelen Triumpfwagen S2s,v(>ü jeder. Das Etablissement rep'räsenurt im Ganzen einen Werth von §7s»u,<»ol> und kostet täglich zu unlerhalleu. Heule srüh l) Uhr hält das Howc-Sän ger'lche Etablissement seinen mlen grogen Umznz vom Bclaii-Marllvlatze aus folgender Route: Folrest - Straße/GrccnmouutAve nne, Eagec-, Caroline-, Vallimore - Slrage, Broadway, Bank-, Exeler-, Lombard-, Gay-, Balllmore>, Fieinont-, Saralnga. Strage, Pennsylvania-Avenue, Dolphinstraße, Trulo- Hill-Avenue, Townfcud- Strage, Madiiou- Avenue-, Madifonstraße und Greenmonnt- Avenue nach dem Belair Marktplätze zurücke Am Freitage erfolgt die zweiie nnd letzte Pa rade. Täglich finden zwei VolsteUnngen, Nachmittags 42 und Abends 7 Uhr, statt.' Backsteine! Backsteine! Mil dem Beginne der frennollcheren lah, reszeit ist auch die Banlust neu gewebt nor den, und man fchant sich nm, wo das erfor derliche Material zu den billigsten Preisen unt ilnier d!.n besten Bedingungen zn haben ist. Bei dieser Gelegenheit empfehlen wir be sonders die Backsteine ans der Brennerei cei HH. D. Preston Parr K Eoinp , de ren Hö'e sich an dcr Franllinstr., gegcnübei dem allen Armeuhanse, und deren Office sich an der Ecke dcr Holliday- und Lexiiiglonyr. befindet. Die Backsteine dieser Firma nm fassen alle Sorten, haben eine hübiche Farbe, die aepreglen sind fanbcr niid gla'.t und allc übrigen Sorien hart und wohlgebrannt. Man spreche einmal bei den Hh. Parr Eomp. vor nnd wird mit Ihrer Bedienuno zufrieden fein. In der „Mechanics - Halle" Ilndet Donvecilag, den 5. Juni, eiue große Volksversammlung statt, zu welcher alle Bür ger, die ihre persönliche und Gewerbefreiheil durch die sogenanlite Tcmpercnz-Parlei be droht sehen, eingeladen sind. Wegen des Näheren verweisen wir auf die betreffende An nonce, Die „West - Baltiiuorcr Schüyen (Yese lisch a ft" wird ihr diesjähriges großes Schützenfest am ik, 17,1«. und IS. Juni abHallen. Du Versteigerung dcr Restauration, sowie die dcr Schenk-, Schieß- und Backwcrkstände findet Donnerstag, den S. Juni, Nachmittags 4 Uhr, statt. Die Abtheilung 185 des „Hildise svundcs" feiert Montag. den !). Juni, ein großes Picnic in Höhnervogt's Garten in Hiqhlaiidtowii. Die Gtepaanu-^Sciuile hält Dienstag, den lt>. Juni, ein großes Pic nic im „Gieenwood-Parke" an der Betair- Road ab. «»i. j!crr ist, wie aus den Anzeigespalleu erhellt, Candidat für den Staats-Senat aus dem 2. Gcsetzgebungs- Bezirke. Seit vier Jahren war er ein werih volles uud dem Fortschritte huldigendes Mit glied des zweiten Rathszwciges, uud seine Kenntnisse als Advokal befähigen ihn beson ders zu einem Sitze im Senate. LSS" Hcckcr'ö Karina delikater NaurungSartlkel und eine herrliche Ta«elüecde iWaiZl,2Mie. 4. p.) > Wenn Flasche jo svl.l er kauscll und männlich heim tragen, nicht aber mit ei- Flaiche „Bittern" oder „Eordial," nach Haufe schleichen und vorgeben, es sei Med!- »n. Wenn er ciu Tonieum haben will, das nwas Bcss:res ist, als eiii zeilwencs, aii're zcndcs Mittel, so sollte er sich eiue Flaiche peruvianischeil Syrnp (ein eisenhalligcs To nicum) holen; das wild seinem Bliite uene Lebenskraft, dem ganzen Systeme dauernde Kräftigung verleihen. (l!jl-t!) Als Blnt uns Säfte reinigendes Mittel ist das Karlsbader Sprudel? Galz unübertrefflich. Dasselbe wird von vielen Aerzten gegen Unverdaulichkeit, Kopf schmerzen, Manjjcl au Appetit und alle Uebel, welche aus Unordnung des Mayens oder der Leber entstehen, angewendet. A. Voller 6c L o m p. sind die Agenten für Amerika. im-. Die ~«alt. balteu heute Äbend ihre monatliche Persamm lung ab. » Der ..liicrinania - ii.Vännerci»»?r" wi!d ben'e !ci»e monatliche Gc iieralveriaminlung akhaltim'. Die Seliiiöell- « hall heilte Abend ihre Lersamm« luiig in der ab. Briese, wc!»- in der ~?un" sind nnd dem .Hana, nach Deutjchen Ä Arnold. Mn) Mi.inlr Bahr Äiist (?>r c,< B i' - I?rs N ttc'.v. -,'irs B »..t. <«<u^rn'c lv.t<r >> 6'owfsielb. Z.«t'rs ?)?ana olkc:.c' s»;rr!e v L Curtff (L rina ?! nal,e M sj Bcklha born, Glirdncr, Ml': Mrs « sa,ma-, -I ,ec « „.NN, Ä eon. Heftir HoU.i„d. ».!, .Izrl, Misi W X.cunr Mls: ni r'o lcraiani'. ? !»!. M-.r?arribl >'vv. ' M>iil. «ü.^. .'.»IN, i>,rz 2^vr ">' N!«.». «in' ««><>. »»n »d.-lw «/It. L.',: -.i-itl«. W.K M."!> -.VU'V. t"»S « «.lu»-. / V .> , r «-->« « s."««'g. 5.-ÜU ., <? -chicTc. M.e -vur c. Vir? ..>.- Izmi, M.s S >!.'»!->>,. .rodai»« r.?i. S r.'ümann. M 'MaNin. /'»?,«?!'Wnn.tt'. H Mevcr. ,Vr,«s V!eiuinc-.id. ji! L!,llcr. S V MiUcr. !!t'N.oor,. vr, >» h «iibe^r, V -Z Oi!i li, "»cdru. .r ,'t.il>>. 7? 'S'lloli ice, «Zyane» Lih<,.qr,r«p, Heiibiiiiin Sei,., i»inn. 6li,initi. Johann '^ny^ci', M Conrad .. »Vricd W»)sel, Ä.'cii und Wicgund. Börsenberichte. Beichtet von Win. Fisher K Söhne», Nr. !!2, Soiithstrage. !v al t >!» i) rk , tcn Zrni. Adli dk 5> I>l.r. Eold ll.', i-nlOlur^' V.2!. s>."Cr !>ii 2n. >7> - 'Lall Bahn >. lb)''!? >, Slss» <>iu Kcis ~^ Pcrj I! > I '!<Z M, l! 'i >?i>w<ird !Ucrs I. 7 V>j m ... />-« !!> j./rr>i M >, ' > —.. .>> !->»>. .. Bult«) »r' 7,.. »,i '»i'riZtkit.r g!d ».'. >, > t<a»odr "0.. !«>>i »enOtztoiirl. >7 57.. Äailo >.l I- « «7!» > ~r «att»>!r I'«'« r/.Will- x.? Ink" i-< ' - lAi '>! ' Sitij Bank.... >li>, I!'j >kichD.>n ! 7»! . ' Ssiaiiklin «cnk xv'v 8an?.... 7 - > — M >« «. ',. >'^d>!i/luriti>',s t uuj ter hiiiiglii Nuist dc. u,i» ' I>taniliiiio.Scchl>r cr ».t't Birgini.i-Lvnjvls...... duw .'itw 54' i 5>,I»I!I düio diu» . .i.l'iv titlo di'iv I.F,'.. ?! „>! >. IM ditto d!IW viiw lii,.. > Aklien d»»Cilnn's' > i>. .'keiue 1» «»etil I dos"un?in"^"r! Ar,. w-m, »,« h»» dcn I i i^Vn'"^"! e! lf! e.D. ju l.av.l'. und (Sts. ftlajchc det uvi)eisttaj;e; ÄVil!n»,c«)t ')n 2 . i ..... e. <l7, . c. )tvl>lc, d'.s ~nd O. Man. Nr. 2'. >. S. N"!it>'.', Vir. I", iu!ö «or»< vo.l..rx Irlich.r »H.IIM odcr Opium IN v. »iichtrr'e «».-.-Isivr-jcc. "Ucn auvcrii der 7,a11e '.Niiiilcr, kedi nur idn Eur!N Kinccrn, dann tvclke» ll.' cll.ichun d."> u,n,n 1,1,i> g.cdi ivnci, cincn x.'ssnOk« Ei.,la>. sj'rup aui > > tz,.,.,^ < v»t !i'l..>riilio,e. Md. Eise» iu's Blut! Macht die stark. Ter Pernviaiiische Slirup, eine unver änderliche L,'vsnnii dcS Cisenoxliduls, ist so zusammengesetzt, dajz er die Eigenschaften ei nes leichl verdaulichen nnd dem Blnle so leicht, wie die einsachste speise, sich einverleibenden Nahrnngi<mit!elS hat. 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