Newspaper of Der Deutsche Correspondent, June 9, 1873, Page 4

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated June 9, 1873 Page 4
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Ter Teutsche Corrcspnndeitt. Baltimore, v. Juni 1875. 112 Prin; Adalbert von Prcustcn. Wie da« Kabcl berichtete, starb am letzten Freitage Prinz Adalbert von Preußen, der Vctler des deuifcheu Kaisers und Admiral der Flotte. Prinz Adalbcu Heinrich Wilhelm ~ ar der Schi, d.S am 28. September 1851 verstorbenen Prinzen Wilhelm von Preußen, Odeim des j->tziae» Kaisers, und wurde am 29. Oktober 1811 in Berlin geboren. Er war nn Moun von vielseitiger Bildung, ein tiich !>g r Militär und besaß großen persönlichen Mutb. Seit dcm Jahre 1826 unternahm cr v cle kleinere und größ-reßeisen, wie nach den Niederlanden, England, dem Oriente, nach Brasilien n. f. w. Nach seiner Rückkehr im Jahre 1844 wurde er General-Jnfpcklor der preußischen Artillerie, 1849 Chef der Marine und avancirte 1854 zum Admiral. Als sol cher bat cr sich besondere Verdienste um den des ZiriegshaienS im Jahdebnsen erwor ben. Im Jahre 1856 befehligte Prinz Adal bert die preußische Expediiiou gegen die soge nannte» Rifspirateii und leitete in Person den Angriff auf Cap Tres Forcas. In eincm dieser Trc»en wurde er am 7. August bei Me lilla verwundet. Seit dem 27. April 1850 war der Prinz mit der zur Freifrau von Bar inü, ernannten Therese Elslcr verheirathet, und aus dieser Ehe ist der durch seine in Ge weinschaft mil Dr. Harimann uitternomme ren wissenschaftlichen Reisen durch Nordost- Asrika bekannt gewordene (im Jahre 1860 in Rosere dem Klimafieber erlegene) Freiherr Adalbert von Barnim hervorgegangen. Der Schluß der 18. General - iUer sauünlung des ~D. N. K. (sen tral-Vere,nS." lei werden jollle, Tie Einladung^ wurde angenommen, <Schiutzs>«u»g.> Die Schlubsikung der vemrawer sammiuiig wurde ain Mittwoch Morgen um » llhr vom wiiren aber bereit-- iemahe ein Triiieiwieder Heimall) abgereist. Eine Depesche von MUwaulee trurlle den Wunsch auS, da« cinProlcst gegen Bismarck vein „tieniral-Vereine" erlassen und den deulsche» 8,. sldösen die Cqmpalhie der Mitglieder desiuden auSge. drückl werde» möge, Tie Mittheilung wurte in Bezug >.us den Prot. ,i verworfen, dagegen ur Beirrst der Eqmpalhieerllärung angenommen. Ter Setreiar ver las ein --chreiben vom „St, loscphs.Bcrcine" von Nnvport. Kl, , worin inilgcthelit wird, dasj er dcm ~ventral.Vc-eine HÄi zur Iledersentung an dcn heiligen Vater einschickt. 'Mit Betfalle ausgcnoinmen. Eme lebhafte wurse noch durch euirn Antrag tzervorgcrufctt. wvrui es hclßt. daß dcm Conllle für eui in der Stadt wohnender Priester beige. il/ü, in Na'tb und That bei,tehen Prä!!d"em des Zentral. Audjchuffes ten Auswanderungswefeni» erklärte, dag er sofort refigniren werde, wenn dieier Antrag anger-ommen werde, denn er wolle keine Mit telspcrson zwischen sich und dein von ihm ernannten Ausichusie tzochw, P. Haas, O <5., sprach >ur den Anlrag. Schließlicherilärietzochw, A, Lchwcn- Niger, datz cr mit dem Antrage einverstanden sei. wenn die Worte „beauslragcn und jähren" gestrichen und da ,»r subsiltuirl wuroe, datz ein Priester in 'liew.Norl als Milgliec dem Ausjchusie beigegeben werden solle, Tiese Aenderung wurde ac-eplirt und der Anirag in der von Tie angenommen. tral.Pcrcins - sollen in össeittUchen werd.il, Ter .St lohannes-Lcrein" von Uhieago uvcrsandle jlo,lv jur den hl, Äatci und der .Sl s-phS.Berein" von Bustalo,, N,.U,, LS » Hr. Hligesorl stellte d,n Antrag, die Annahme der iiliitadung zur vxcursion in Wicdererwaguiig »u ue. Heu, da die ineistcn Tclcgatin uiude seien und abzure-ien wunschlen. Tieii geschah, und cz wurde jetzt bcschlosien. daß i.ie sreindcn Delegaten zwar die srcunoliche 6iuia. Uniitändcn diescldc nicht annehme können"'' Ter Vice-Prasi.enl Paul Gies wurde beauftragt dem Arrangcmeniz iiomltc ciesen Beschluß zeitig :u Milgliecern des ernann" hab-' Anion Rdslein, St. Louis, Missouri ff A Mever, Cincinnali.Lhio. F, A. Oiiemoist, Baltimore' Marhianr. Slarl. R»w-Z)»rt.<lii,. Die von zw-i Pricsier» "hatten'hab"' wonn Vc'n Christian Bitter in Baltimore die !,rvktc Anerkennung sur seinen lobenswcrthcii Eiser in cer Körcerung des Wohles ter armen Einwanderer aus. gebrochen werde. Das Schreiben sei leicer ver.egl und tax die Versammlung dieie Aussage als wahr ler die Briese edeiisalls gesehen h°abc, ">ss wurde'darauf r.il.Aeriammlung vcrircien ,ei. wurde durch Beschluß sanliionirt. Es wurde beschlossen, in Betrist ccs „Sl, Zoscths.linier. Aus Antrag des K?euzer wurde eine 1101. lel'e sür dcn T'apst unter ren Mitgliedern v-ranstaiiel Tieseibe ergab 5 l-IS. Alsolll>i> wurde zur Wahl eines Boroitrs sur das nächste I-.hr gcichriiten. Tie Ab. stimmn,ig geschah »mm,t Stimmzetteln und baile sol. llcndes Ziesultal^ Roche,ler, K2 Stimmen, ttleveiand, O. 24 4 St. LouiS, Mo. " ES waren im Ganzen S» Stimmen abgegeben worden, .«lochestir, )!,./),, wurde als Borort sür tas Jahr I«7ij bis erwotil», und wird tort die 19. Gcneral-Ver. sainiiilung abgckall-n werden. Ein Delegat brachte cin dreisachcs Hoch aus den Hrn, Paul GieS. das Ar. rangemcnts-liomite und 6le Bürger der Sladi Deiroit aus. in das alle nach Krasten mit einstimmten. Hr Bitter erliarlc. t>atz dle Schwestern in rem Hoipitale >u Baliimore wahrene des ZahrcS 13 kranke Einwanderer unentgeltich vcrvslegt und sür -inen derselben der 111 Darauf hinstellte Hochw. A. Schwenniger dcn All tag, dax dcn i-chwestern aus dcm CcirawcrcinS-Sond Z 25 als Zeichen der Ancikcnnun» ausbezahlt werden sollien. folgenden Personen wurde durch ein cmslim. inigcs Vciuin dcr Dank dcr Verjammluni, abgeft-llet- Hochw, Bischcs Easpar Heinrich Borgetz von Detroit sür das grotze Äiuercsje, wclche-er sür ..Ccnrral-Lcr. ein" an Tag legte, ebenso .cr Geistlichkeit von De. iroit und dem Hrn. Paul Eies, dcm Arrangemeiiis. Eomitc und dcn Bürgern von Detroit! Christ.an Bitter und los.kölble sur ihre Dienstleistuiigen als Ber irauensmänner des ..Ceiilral-Vere»,--,^ Der Presse von Detroit wurde ebenfalls der Dank des ..Central-Ver-ins'' ausgedruckt, Hr. H.igcsort stallte den Antrag, dem »Central - Verein-- seine m"d!e l-rei lahrc nacheinan. trag wurde angenomincii. das Vater abschickt worden,'aber no.h keine Antwort erfolgt sei. (Hsl ieitdem erioiat gekostet worden.) Die Depcjche harte -ii.?g?b?ach?"'° Hoch auf dcn HI. Vater ?/. Spannhorst eine wrzc Rede, worauf sich die .?> Antrag binL vertagte. Stadt BMmore. Slnkttnft des engl. Dampfers „Auftrian." englische Taiitpfcr „Auftrian," .Il.chardjon, von der AUan'schen Linie, traf Freitag Nacht „ach einer angenehmen Fahrl ü-icr L?t. Johns, N.-F., und Halifax, ?k.» Lch., mit l4sZmischendecks.Passagieren von hier ein; der Dampfer verließ Li' verpool am 20. Mai und landete in St. Johns, das cr am 30. Mai, und in Halifax, das er am 2. ds. verließ, einen großen Theil der Passagiere. Die Ladung des Dampfers ist folgende: i parkel Kauftnannswaareu für Gebr. Nor ns, i jiiste dillo für H. Bogue S- Sohn, ü buckele dmo für PetleS Lcalhcr, S Stück- für Morilz Keidel, I k.t?« ditto sur (Scbr. Penniman, 2 Packete ditto für A. Reuler L-, Sobn 7t>k vis,?» - Nir N N,. Tiommeln Soda l n sohrie, 1 jiiste Muster ' für I. 6. Thomas Bruder, 1 j'uste Elsen- Waaren für Stellmann Le Hinnchs, g Packele i ditlo für E. H Söhne und L dillo Brichiedencs sur A. Schumacher «e Eomp. > Abfahrt des Damyscrs „Ohio." Der Dampfer „Ohio," Capl. von Emster, ging vorgestern Nachmittag Punkt 2 Uhr mit folgender Fracht von hierüber Southamptou i,ach Bremen ab: 1125 Pfund Taback, 500 jiisten Austern, 83S Säcken Rinde, 2 Oxhof. ten BicnenwachS, 23Tonnen Sassasraß, 14,. ovo Fuß Nußbaumholz, 30 Bll.Baumwoue, IK.W2 Pjund Schmalz, Ll7 Schelieln Mais, soo Kisten Stärke und 1 Piano. Die Namen dcr Passagiere brachten wir bereits am Sonn abendc. Das geiirige B-etter. Die bis ge sl.rn Nuchmitlag tlhr aus dem Bureau des Si.>nal-Co'p? eii'g lau? nen Dep'scheii derich leten leichien Neae» au? Lacrosse, Mobile und Duluth, sowie drohenden Himmel an« New- Orleans. Der M>ssi'sippi stieg bei K okuk 1, bei New-Orleaus 1, fi-l aber bei St. Paul 4 und bei Memphis 11 Zoll. Der Ohio stieg bci Cincinnatl 11 Zoll und fiel bei Ptttsburg 1 Zoll, bei Louisville I Fuß und 10 Zoll, während der Missouri bei Omaha 1 Fuß stieg, der Cumberlaud aber bei Nashville 8 Zoll fiel. Der Thermometer stand in Baltimore aus 77, in Philadelphia aus 74, iu Washington auf 87, in New-Aork auf 69, in Boston auf 03, in Cap May auf 64, in Buffalo auf 74, in Charleston auf 78. in St. Louis aus 80, in New-Orleans aus 79, in Memphis aus 88, iu Louisville aus 82, in Norsolk auf 81, in Detroit aus 78, in Montgoiuery a»f 85, in Mobile auf 73, in Saoannah auf 80, in Pittsburg auf 81, in Cinciuuati auf 80, in Indianapolis auf 82, in Toronto auf 71, in Quebec auf 62 uuv iu Montreal aus 70 Grad. Von vielen Stationen waren noch kcine Be richte eingelaufen. Schiffsu n fa l l. Ein unbekannter Schooner ist nahe Sharp's Insel gerade in dem stark frcquenliiten Fahrwasser gesunken. Wette r a u ss rch t eu. Südliche und östliche Winde. Abwechselnd llarer und be wölkter Himmel. Ejin - und Aussuhr. —Es kamen fal zende Fahrzeuge aus ausländischen Häsen vorgestern hier an: die Barke „Norma" (siehe Frachiverzeichniß anderwärts!) von Bremen; die englische Barke „Stella" mit 311 Oxhos. ten, 73 Pipeu und 3 Fässern Zucker von Sa gua !a Grande; der Schooner ~'iiellie Chase" mit 326 Oxhosten, 22 Pipen und 21 Fässern Melasse von Sazua la Grande. Es segelten nach dem Auslande von hier vorgestern ab: die engl. Brigg „Emma Gil liate" in Ballast nach Clementsport, N.-B,; die Barke „Amazon" mit 2600 Fässern Wai zeumehl und 200 Säcken Mais nach Rio de Janeiro; der Schoouer „Helen A. Lotke" mit 3512 Fässern Mais, 20 ditto Waizenmehl, K ditto nautischen Instrumenten, 11 ditto Brod, 5 ditto Pökelrindfleisch, 2 ditto Pökel schweimfl-isch, 35 ditto Häringe, 400 Schef feln Mais, 23 ditto und 1 Fasse Erdjeu, 1579 Pft. Butter, 1043 ditto Schmalz, 42S ditto Speck. 6479 ditto fabriz. Tabacks, 300 do. Talglichter, 60 ditto wchinken, 64 ditto Käse, 500 Gallonen Kohlenöl und 55 R>e? ' Papier nach 'Kassau, Ät.-P. A nkn n ft de s D a m Pfers „B l a ck ' ston e." Borgestern früh traf der Tampfer „Blackstone," Capt. Hallelt, mit folgender Fracht von Boston hier ein: 63 Fässern Fische für George Small K Comp., 18 ditto für C. F. Earecksou, 60 Packeten Kausmannswaaren ! sür Wheelwright, Mudge Ä Comp., IVO ditto ! für Giliuor Gibfon, 107 ditto für Smith, ! Dixon Comp., 25 ditto für Baldwin 6c Cugle, 41 ditto für E. Jenkins 6 Söhne, 50 Säcken Kaffee sür I. Lazear Comp., 9 Packeten Kausmannsivaaren für Gail K Ax, 3030 ditto und 12 Fässern Fische sür mehiree Firmen. Die Hunde in der Stadt. Eine hiesige Zeitung enthielt am Sonnabend fol gendes' Eingesandt: „Die beiden schrecklichen Todessälle an der Wasserscheu, die im Laufe der oeiflosfenen Woche gemeldet winden, soll ten unscreu Stadtrath von der absoluten Noth wendigkeit überzeugen, eine Verordnung zu erlassen, welche die Hunde für immer aus un serer Stadt verbannt. Die Sicherheit un seres Publikums sordert ein entschiedenes Ver fahren von Seiten des Stadtrates. Es sollte oerordnet werden, daß diese gefährlichen Thiere unter allen Umständen aus den Grenzen der Stadt entfernt werden; ein Gesetz, welches das Halten dieser Thiele verbietet, würde von gro ßem Nutzen seiu. Ich bin überzeugt, daß ein derartiges Verfahren unseres Siadlrathes, so fort eingeleitet, von der größeren Mehrheit unserer Bevölkerung gutgeheißen werden wür de. Wenn irgend Jemand gegen die obigen Ansichten Einwände erheben oder sonsahren sollte, diese gefährlichen Thiere noch länger bei sich zu behalten, und dadurch der Mög lichkeit Raum gebe, daß wir in lmzer Zeit noch mehrere ähnliche Todessälle zu verzeich nen hätten, so sollten unsere vernünsiigeren Bürger entschieden dagegen auftreten." Einwanderung. Sonnabend früh landeten hier 450 Einwanderer, wovon der englische Dampser „Austrian" 145 brachte. Mit der deutschen Barke „Norma" trafen 300 ein, welche meistens nach dem Westen weiter reisten. Die „Norma" brachte 347 Nester Körbe sür Lord K Robinson, I Kiste Handels gut für A. Schumacher K Comp., 2500 Stück Kieseriet für L. Wolf, 21 Kisten Kaufmanns Waaren für Holländer Sc Prechtel, 24 ditto für Georg P. Steinbach, 180 Nester Körbe für G. Ä. Schleus. Zwischen Assekuranzleuten wurde am Freitage im Stadtgerichte ein inieressan ter Prozeß verhandelt. Der General-Agent einer Lebeiisversicherrinas-Compagnie wurde von einem Unterageuteu auf Auszahlung ge wisser Prozente sür die von ihm besvrate Po licen-Erneuerung verklagt. Er wies nach, daß er die Assekuranzen angeschasst und vom früheren, wie längere Zeit vom jetzigen Ge neral-Agenlen für Erneuerung derselben die Prozente bekommen hatte. Der Verklagte (jetzige that dar, daß er sei »cm Vorgänger das Geschäft abgekauft und Betreffs der Ernenernngs-Prozeiiie Nichts be sonders ausgemacht worden war; er hatte diese Prozente fortbezahlt, nicht weil er contrakilich dazu sich für verbindlich gehalten, fondern den Uilteragenteu in seinem Dienste behalten wollte; sobald er erfuhr, daß derselbe auch sür andere Gefellschasien thätig war, ward die Auszahlung der Erneucrungs-Prozeute ein gestellt. Daraufhin erklärte der Gerichtshof, daß drs Vorhandensein eines Contraktesinicht genügend dargelhan sei, und wies die Klage ab. Die Besteuerung derGascom pagnie.— Iu dem bekannten Prozesse des Skates Maryland gegen die „Baltimore! Gascompagnie" hat Züchter Dobbin im Su perior-Gerichte entschieden, daß die Aktien der Verklagten Behufs der Besteueiung nicht nach dem Pari-Werthe, sondern alljährlich nach dem Martlwerthc abzuschätzen sind. Da nun der Marltwerth 179 bis 180, der Pariwerth aber nur 100 Cts. beträgt, so liefen nach und nach in Folge der Weigerung der Compagnie, ihre Aktien nach dem Ersteren besteuern zu lassen, bedenlende Steuerrückslände auf, so daß die Verklagte jetzt.K14,242,54 nachzuzah len hat. Patente erhielten letzte Woche unter An deren Peter H. Morgan, Assignalär der „Gra nil-Dach-Compagnie" dahier, und John T. Fleeharii, von Baltimore, Assignatär von Charles S. Collins, auf eiue Sorte Kamin simse; Carl F. Henis in Baltimore aus eine Sägeseil-Maschine; Georg A. Norman in Baliimore auf eine Thierfalle; Solomon G. Tannhäufcr dahier auf eine Feder Nenovir- Methode; W. H. gleicher in Washington, D. C., aus einen Fenster-Vorjetzer; I. W. Lsborn ebendaselbst auf einen Geschwindig. keitsnicsser; Dennis Sullivan daselbst aus ei nen Apparat zur Pferdebehandlung. Grund st ück s-V erkaufe.- Die HH. F. W. Bennett Ä Comp, versteigerten am Freitage das dreistöckige Wohnhaus Nr. 255, West-Lombaidstraße, welches eine Fronte von 225 und eine Länge von 175 Fuß hat, um H4SVO mit K2OO Jahresgrundzins an Leon Lauer. Ein 68 bei 108 Fuß großes Grundstück an der Nordwest-Ecke der Pralt- und Chop tankstraße, mit einem großen dreistöckigen Ziegelsteinhause bebaut, um K 5850 an I. K. Fern,. Die „MaryländerGeslügelzucht- Gesellschaft" (''Aarztaiick gtate?oulti-/ hielt ihre regelmäßigeMonats versammluxg am Freitag Abend in dem Lo kale der „Maryländer Ackerbau-Gesellschaft" an der Ecke der Charles- und Lexingtonstraße. Hr. W. S. G. Baker präsidirte, während Hr. C. P. Powell als Sekreiär sungirte. Die in einer srüheren Versammlung offerirten goldnen und silbernen Medaillen für das beste Feder vieh wurden zuerkannt und zwar die goldenen Medaillen den HH.J.V.Oakford und Charles D. Parker und die silbernen Medaillen den HH. F.Thomas, S. Gaddes, Richard Grist, F. Rommel und Chas. D. Parker. Die näch ste Versammlung findet am ersten Freitage im Juni statt. Ein interessanter Fall. Im Superior-Gerichte gelangte am Freitage vor Richter Dobbin ein höchst interessanter Fall zur Verhandlung. Derselbe war von Balti more-Couuiy nach der Stadt verlegt worden. Joseph Walker llagre gegen Philipp Gladt selder und verlangte von demselben eine Scha dcnersatzsumme im Betrage von »5000, weil der Verklagte angeblich dasWasser der kleinen Fälle des Gunpowder, nahe Parkton jin Baltimore-County, verunreinigt und auf diese Weise das Geschäft des Klägers beeinträchtigt. Der Verklagie ist ein Papiermüller; seine Müble liegt nur eine kurze Strecke oberhalb des Dammes, den der Kläger eignet. Als An wälle für den Letzteren fungirten die HH. Fi sher, Marihall und Bell, sür den Verklagten dagegen die HH. GittuigS und Machen. Hr. Fischer sagte in seiner an die Jury gerichteten Ansprache, daß in der Mühle an jedem Tage ein halbes o»er ein ganzes Faß Planirpulver verbraucht würde, welches mit anderen schad licheir und giftigen Substanzen, wie z. B. Schweselsäurc, durch die Abzugskanäle in das Wasser fließe. Das Letztere sei in der Nähe der Mühle so schwarz wie Dinte und das in der Nähe grasende Bich vermöge das Wasser nickn zu trinken. Wenn Jemand mit Schuhen durch das Wasser wate, so würden die Schuhe total unbrauchbar. Wolle Jemand einen Ver such machen und Kleidungsstücke in dem Was- > ser walchen, so könne er sich nur darauf gefaßt machen, daß ihm nach wenigen Minuten das Blut aus den Fingern herausspringe. Diese l Verunreinigung des Wassers habe den Werth dtrFarm desKlägers bedeutend heruntergesetzt und ebenso den Werth seinerGetraidemühle in erheblichem Grade geschädigt. Zwei große Alafch.'n w litei von Seilen des KtägeiS im Gerichtshöfe eingebracht. Die eine derselben war mil dem reinen urivermifchten Wasser der Fälle gefüllt, während die andere Wasser ent hielt, das in der Nähe der Papiermühle aus den Fällen g-shöpft worden wzr. DasWasser beider Flaschen wird von Chemikern nnieriucht werden. Die Vertheidigung bemerkle, daß der Papiermüller das Recht habe, das Wasser ganz nach seinem Belieben zn benutzen; die Mühle gehöre ihm bereils seit zwarizijJahlen und ebenso das Rechr der Benutzung desWas sers. Die Anwälte des Klägers erhoben hier gegen Einwand und der Gerichtshof entfa,ied, daß dcrßerklagte den Nachweis liefern müsse, daß er das Recht besitze, das Wasser in der Weise zu benutzen, wie er es seit zwanzig Jahren benutzt hat. Wenn die anderen Pa piermühlen an dem Flusse, welche länger als zwanzig Jahre bestehen, dasselbe thun, d. h. ebenfalls das Wasser verunreinigen, so muß der Kläger seine Ansprüche auf alle Papier müller ausdehnen und der Verklagte kaun dann nur theilweise in die Bezahlung der Schadenersatzsiimme, wenn dieselbe dem Klä ger überhaupt zuerkannt wird, verurtheilt werden. Das Verhör dcr Zeugen wird heute beginnen. Dcr „H i l d is e - Bii n d" (Tentralkörper von Maryland) hielt seine regelmäßige mo natliche Betsamnilung gestern Morgen im Lo kale des Hrn. Heiderich, Nr. 1, Posl-Osfiee- Aoenue. Hr. S. Feichlmann leitete die Ver handlungen, während Hr. Karl Priest.rjahn das Ämi des Sekretärs versah. Man be schloß, sich in eot-pcirv an dem Auszuge bei der Grundsteinlegung dcs neuen deutschen Waisenhauics zn beiheiligen; alle Abtheilun gen sollen sich am 22. Juni, der bekanntlich als Tag der Feicr bestimm! ist, in der Post- Offiee-Äve. aufstellen. Tas Eomile, welches mil den Arraugemenls für diese Gelegenheit beiraut ist, besteht aus den HH. H. Männer, Hk. Gump und Th. Lnrz; dieselben werden anch zugleich als Maiichälle fnngiren. Die Vorbereitungen für das demnächst stattfin dende Picnic des Eentralkörpers von Mari>- land sind bereits sämmtlich getrnffen, uns voraussichtlich wird sich dasselbe zu einem der glänzendsten der diesjährigen Saison gestal ten. Der„Hildise - Männerchor" von New- Äjork wird am Feste theilnehmen. Auch er > wariet man eine größere Anzahl Gäste von Philadelphia. Tie Abtheilung I4L brachte gestern in Anregung, daß es zweckmä ßig sein würde, wenn man eine Fraueu slerbekasse im Eentralkörper gründe. Diese Angelegenheit ward vorläufig aus den Tisch gelegt. Schließlich wurden die Delegaten noch ersucht, in ihren Abtheilungen dahin zu wir len, daß die Gesuche Betreffs erhöhter Kran kerigelder so schnell, wie möglich eingereicht würden, da am 15. Juni der Termin ab läuft. Die Großloge des Staates Maryland des > „Deutschen Ordens der H arn gari" > hielt gestern Morgen im Ordenstokale Nr.7L, . Ost-Bal'.imorestr., unier Vorsitz des Groß : Barden Hru. Wilh. Raiue eine Exlra-Ber sammlnng; Hr. Valentin Schumann führte das Protokoll. Nach Erledigung von Privat geschästen wurde auf Vorschlag des Groß l Barden einstimmig beschlossen, daß dcr ganze i Orden der „Harugari" sich in voller Stärle - mit Regalien, Fahnen und Bannern unjer ' Voranttill eines Mnstkeorps an dem großen Aufzuge zur Gnindsteinleguiig des „Allge > iminen Deutichcn Waisenhauses" am 22. o. ' M. bctheilige. Zu Mitgliedern des Comite's ' zur Eiigagiinng eines Mnstkeorps und zur ! Äussühru'ug anderer nolhiger Vorbereitungen ! wurden folgendeHerren ernannt: Wilh.Raiue, ' Johann Heiger und Chr. Rolf. Hieraus > wurde die Versammlung bis zum 15. d. M. vertagt. Kirchliches.— Gestern Morgen wurde zufolge Cirkular dcs Erzbischoses in allen ka- iholischen Kirchen und Kapellen der Erzdiözese Ballimore der jDrlichePelerspsennig erhoben, l DicjeCollekte ist, wie bekannt, dazu bestimmt, l das Büdget des Vankans und die nöthigen Ausgaben des Papstes, der jetzt keine Territo rial-Einkünfle mehr bezieh!, zu bestreiten. , Das Resultat der in den hiesigen 24 Kirchen eingegangenen Gelder konnte gestern nicht er > mitlelt weiden, wird aber ungefähr K4OOO be tragen. Nach früheren Collekten zn ictiließen, wird die Erzdiözese im Ganzen KBOOO aus bringen. Tie „St. Bonisazius - Wohllhätigkeitk i Gesellschasl" seierle gestern Morgen in der St. ' Alphoii'uS.KircheihrPalrons- ulidSiisiungs fei't. Die Milislieder versammelten sich früh - 6 Uhr in der st. Alphonfns Halle und zogen von dort in Prozession zur Kirche, wo Alle communiz'rten. Um 7 Uhr wurde zu Ehren ' der Gesellschaft vom Hochw. ?. Petri ein ' Hochamt celebrirt. Die Gesellschaft ist eine der ältesten der Gemeinde. Eine neue Loge der„Pythias- R Itter."—Wie wir annehmen, soll am 11. lnni eine neue Loge der „Pylhfas-Ritlel" in ! Cambridge, Md., installiri werden. Eine große Anzahl hiesiger „Plfthias-Rillcr" wird sich bei dieser Gelegenheit nach Cambridge be geben. Der „Allgemeine Barbier-Un tcrstiitzungs-Verein" stellte gestern Nachmittag in seiner Versammlung im Hei derich'schen Saale sür die halbjährliche Beam tenwahl, die in dcr nächsten Generalversamm lung vorgenommen werden soll, Candidaten aus und'besprach sich dann über fein heutiges Fest in Rost's Garten. Cs werden dort zwei Mufilcorps spielen, e!n Kegeln um werth volle Preise und von bis 7 Uhr Conzert- Miisik stau finden. Grnudzinsvcrkäufe. Die HH. F. W. Bennert K Comp, versteigerten am Freitage auf der Börse einen Grundzins von K 37.50 auf ein Grundstück an der Mulberry- Straße um K 550 an R.H. Humphreys; einen von Ksi auf cin anderes Grundstück an der Mulberrystraße um K 745 an Noah Walker: einen von S3O auf ein Grundstück an der Pearcestraße um L 405 an P.H.Walker; einen von K 60,38 auf ein Grundstück an derSharp- Straße um Lü!Bv an C.D. McFarland; einen von K3O aus ein Grundstück an der Paeaslraße um Kt3oan 'N. E. Parlelt; einen von 532 aus ein Grundstück au der West-Lombardstr. um Kieo an P. H. Walker; einen von H2K aus ein Grundstuck an der Lombardstraße um 5350 an I. Jnloes; einen von 525 aus ein anderes Grundstück an der Lombardstraße um 5365 an I. Griinbaum; einen von 550 auf ein Grundstück an der Ecke der Lombard- und Oregonstr. um S7KO an Noah Waller; einen von 560 auf ein Grundstück an der McCnl lohstr. um 51340 an Tcnselben; einen von 535 aus ein Grundstück an dcr Bondstr. um 5510 an B. Birlhead; einen von 590 auf ein Grundstück an dcr Saratogastr. um 51300 an Noah P. Walker; einen von 535 auf ein Grundstück an der «Sarah Aiinstr. um 5340 an I. Jnloes, und einen von Sts ans cin Grundstück an dcr Baulstr. um 5530 an W. S. Nitzburger. Geheimnißvol l.—Am Freitag Abend kam eine junge Dame in Brown's Hotel und ließ sich daselbst ein Zimmer anivenen. In ihren Armen hielt sie ein männliches, etwa drei Wochen altes Kind. Im Fremdenbuche trug sie ihrrn Namen als Mad. Crangton ein und bemerkle zu gleicher Zeit, daß ihr Gatte in einigen Tagen nachkommen würde. Am Sonnabend Morgen verließ sie das Hotel und seitdem hal man Nichts wieder von ihr gehört. Als man ihr Zimmer betrat,fand man daselbst dcn Leichnam des Kindes. Tr. R. Walker hielt vorgestern die Todtenfchau. Tr. Tif fany nahm eine Posl-Mortem-Uiitcrsnchuiig vor und sprach die Ansicht aus, daß der Tod ein natürlicher und zwar infolge eirierGehirn erweichung eingetreten sei. Das Berdikl dcr Geschworenen lautete demgemäß. Ein kurioser Prozeß.—Nor keinem anderen Richter unserer Stadt spielen sich so seltsame Prozesse und so ausregende Scenen ab, wie vor Richter Piiikney, znmal seit der selbe außer imSladtkreisgerichie auch zeilwei lig im Sladlgerichle die Verhandlungen lei tet. In seine Gerichtsbarkeit fallen jo viele häusliche und Verlranensbeziehnngeii, und er fördert die Verhandlungen in beiden Gerichts höfen mit solcher Energie, daß diese Tribunale bei den Mitgliedern des Barreaus die belieb testen der Stadt sind. Im Stadtgerichte kom men sast täglich sonderbare Streitigkeiten um Eigenlhum, heftige Kämpfe bezüglich der' Au slegung von Conirailen oder U-rl-v-rs voi-pus- Fälle vor, und immer ist dcr Saal mit bethei ligteii Zuhörern, denen die Verhandlungen Unterhaltung gewähren, angefüllt. Samstag Vormittag frug Richter Pmkney eine gul ge kleidele Frau in mittleren Jahren, ob sie ans die Anklage, eine Trunkcnboldin zu sein, vor Geschworenen oder blos vor dcm Gerichlshose prozessirt sein wolle. „Mich prozessiren!" rief sie durchdringend; „eine verrückte Schwester, die zwei Male auf Mount Hope behandelt worden, hat die Anklage erhoben." Der Rich ter suchte sie zu beruhigen und ihr das in sol chen Fällen gesetzlich vorgeschriebene Versah ren zu erklären; aber sie ließ ihn kaum zu Worie kommen, hörte von Dem, was er sprach, wohl kein Wort uud schrie: „Nein, ich will gar keinen Prozeß; au der Anklage ist kein wahres Wort!" und dabei schrie sie, als wollte ihr das Herz brechen. Auf des Richters Frage, ob ein Mitglied des Barreaus freiwillig als Anwalt der Frau fuugireu wolle, erbot sich promptem Advokat dazu, u. es bestimmte der Richter Samstag Nachmittag für den Prozeß und ließ die schluchzende und mit Unterbrechung laut aufschreiende Frau aus dem Gerichtshause führen. Vorgestern Nachmittag wurde die Stichhal tigkeit der Anklage gegen Brigitte Shannon —so heißt die Frau—vor Geschworenen un- ! tersncht; dieselbe lautete auf Trunksucht und ! Unfähigkeit, sich selbst und ivr Eigenthum zu ! coulroliren. Die Geschworenen kamen, da ' die Zeugenaussagen sich widersprachen, m kei- ! ner Einigung und wurden entlassen, desglei- l chen Frau Shannon. Das T her m o meter stand Sonnabend s srüh 9 Uhr auf 78, Mittags aufBo und Nach mittags 5 Uhr auf 87HGrad. Gestern fiel das ! Thermomer ans 70-72. I Wir machen wiederholt ans die heutigen Priinär w a h l e n zur Beschickung der Stadt-Eonvention aufmerksam, welche Can didaten sür die Gerichts-Elerks-Stellen und das Testaments-ReMrators.Amt zu nomini ren har. Man stimme nur sür bewährte Mäu ner und lasse sich nicht durch Tickets mit den Namen von Leute» verführen, die unser Ver trauen nicht verdienen. Jeder vermag in sei ner Ward die richtige Auswahl zu treffen und Niemand sollte versäumen, von ftiuem Stimmrechte Gebrauch zu machen. DieVergrößerungdesßattery- Square s.—Der Beschluß, den Mayor zu ermächtigen, 14 Morgen Land aus dem Gould'schen Nachlasse für die Vergrößerung des Ballery Square auf 99 Jahre zu pachten, ist von dem Paik-Comile in eine Verordnung umgewandell und an beide zu rückgkschickl worden, welche dieselbe auch be reils angenommen habe». Die Verordnung bedarf jetzt nur noch der Unterschrift des Ma qors. Die Direktoren der „Israelitischen Wohlt h ä ti gke i ts - Gesellschaft" hielten geilern Morgen eine Versammlung im kleinen Saale von Raine's Halle und be schlossen, salls ihnen eine Einladung zuge schicke werden sollie, sich an dem AaSzuge bei der Grundsteinlegung des neuen deutsche» Waisenhauses zu beiheilige». Einen Schnitzer begehen die Frie densrichter sehr häufig, wen» sie Urrheile fäl len und auf den Verhaftsbesehlen und Er. lenntnisscn die Vornamen der Parteien nicht ausschreiben, sonder» nur die Anfangsbuch staben derselben angeben. Diese Unterlas sungssünde brachte neuerdings mehrere solche Entscheidungen vor die höhere Instanz, das Stadtgericht, und am Freitage mußte Richler 'Linknei) dieselben deshalb nmstogen; selbstver ständlich ist den Klägern die Anstrengung ei nes neuen Prozesses vorbehalten, aber warum sollen sie durch Nachlässigkeil oder Unwifseii heil von Friedensrichtern in weitere Uukosten gesteckt werden? Eine solche Appellation kam vorgestern im Stadlgerichte vor, die „L."tßambach's gegen Dr. E. Callenius. Das Urtheil des Frie densrichters Ritgert wurde kassirt, jedoch dem Apellalen (Dr. E. Callenius) sreigestelll, eine neue Klage'einzuleiten und dabei des Appel lauten (Lorenz Rambach) Taufnamen voll anzugeben. NäheresüberdieSchießaffaire im östlichen Stadllheil e.—Ueber die Zchießaffaire im östlichen Stadttheile haben wir bereits die Angaben desPolizisten Aears. ley mitgetheilt. Nachträglich erfahren wir auch die Erzählung des jungen Busik, der bei der Affaire von dcm genannten Polizisten ge schössen wurde. Busik erzählt, daß er an der Ecke der Chew- undDallasstraße stand und in das Fenster eines großen Zimmers schaute, in welchem an jenem Abende gerade einßall ab gehalten wurde. Uearsley, der mittlerweile herbeikam, befahl ihm, nach Hause zu gehen. Busik leistete dieser Aufforderung auch sofort Folge. Als cr aber über die Einzäunung stei - gen wollte, welche den Hofraum hintcr der ' 'Wohnung seines Vaters einschließt, schoß der Polizist aus ihn; die Kugel fuhr in dci: Rük len und blieb unter dem linken Schulterblatt flecken. Die Angabe, daß im Laufe der vori gen Woche aus dem Hause, worin der Ball abgehallen ward, Röcke gettohlen wurden, wird in Abr de gestellt. Der einzige Rock, welcher in diesem Hause jemals abhanden lam, wurde im letzten Januar gestohlen. Der verwundete junge Mann ist erst 18 Jahre alt und soll nach ben Aussagen seines Vaters nie dießuhe derNachbacjchast gestört haben. Sein Vater behauptet ferner, daß der Polizist, nach dem cr auf dcn jungen Mann geschossen Halle, Drohungen ausstieß und Reden sühne, welche ' Kunde gaben, daß es ihm vollständig sei, ob ' er mil seinemSchusseUnglück angerichtet habe, l oder nicht. Schießaffaire. Polizist Horrigan arretirte Homer Hanson wegen Schießens auf Jofeph A. Forrester von Nr. 295, Dallasstr.; ' gestern setzle Richter Hagerty den Arrestanten wieder in Freiheit. Die Affaire passirte vor gestern Abend zwischen 8 und 9 Uhr. Man Halle erzähll, Hanson habe die Fran eines ge wissen Campbell mit einem Schimpfoamen belegt; daraus kam Campbell nach der Hau son'schen Wohnung aus der Ecke der Biddle uud Wolsstraße, um ihn darüber zur Rede zu stellen. Während sie sich d'rinnen über die Sache gegenseitig erklärten, schickte Hanson's Frau, Gewallthätiqkeiten be'ürchtend, den Forrester zu Hanson, um die Sache zum Ab schlüsse zu bringen. Forrester klopfte an; doch hieß ihn Hanson sich enlserncn. Dies hielt Forrester r.ichl ab, in dcn Vorplatz des Sou lerraius hinabzukleliern; da seueite der Haus bewohner und schoß ihn IN die Hand, worauf Forrester den Schuß erwiederte. Die Kugel wurde bald nachher aus seinem Handrücken gezogen. Unfälle.— Ein in >Nr. 232, Leestraße, wohnender Knabe, Namens Wm. Deckmann, war am Donnerstag in der Blechbüchsen-Fa brik der Gebiüder Shriver in Nr. 307, West- Straße, damit beschäftig', Blech zu zerschnei den. Unglücklicherweise gerieth er mit einem Finger seiner linken Hand zwischen die Schee ren und verletzte den Finger so erheblich, daß mau denselben amputiren mußte. Wahrscheinlich tödtlicher Hus schlag.— Gestern wusch der 14 Jahre zäh lende Patrick McGinnis aus der Ecke der Loncord- und Windsorstraße zu Cantou einem Pferde die Hinlerfüße; da kam ein Hund und biß das Thier, das nun ausschlug und dem Knabe» eine schwere Kopfverletzung zufügte. Zwei Aerzte wurden nach des Knaben nahem elterlichen Hause gerufen und leisteten dem Verletzten ärztlichen Beistand; doch erklärleu sie ihn sür sehr gefährlich verletzt. Schießuufal l. —Vorgestern Abend ge gen II Uhr ging der 20-jähiige Neger Geo. H. Cornish mit dcm Farbigen Moses Blake nach einem Hause an Mulberry-Conrt, nörd lich von Lexington-, nahe Fremonlstraße, um den ihm befreundeten Schwarzen JameS Thompson zu besuchen. Diesem zeigte Blake ein Pisiol, das sich unversehens entlud; der Schuß drang Cornish in die rechte Seile; die Aerzle, welche die Wunde unlersuchien, sind der Ansichl, daß die Kugel den Magen durch bohrt hat. Gestern früh schaffte man den Ge schossenen zu seiner Mutter in Sharp-, nahe Prattstraße. Er und Clarke waren in dem Lafayette - Stall - Etablissement aus der Ecke der Fayette- und Eutawstraße angestellt, sind gute Fieunde und halten ine Streit zusam men, und alle Drei erklären das Schießen für rein zinällig. T a s chen - D ie b st äh le. Vorgestern Abend gegen 10 Uhr sühlte Frau Margarethe Schmidt von Nr. 17. OrleanSstr., auf dem Belair-Marlte eine Hand in ihrer Tasche, iah gleich daraus das von einem Neger, dem 18- jäkrigen Harry Hooper, herausgezogene Por temonnaie in dessen Händen und schlug Lär men. Polizist Hagau eilte dem Schwarzen nach und erwischte ihn in East-, zwischenLow nnd Gavstr. Gestern sandte Richter Hagerty den Dieb in's Gefängniß. Weder das Porte monnaie, noch seinen aus S 6 bestehenden In halt bekam man wieder. Georg Mulligan befindet sich unter der Anschuldigung, dem Daniel E. Ensor von Nr. 27, Whakcoatstraße, im westlichen Sla tionshause, wo Beide wegen Trunkenheit sa ßen, die Tasche um Sl5 erleichtert zu haben, nach einem Verhöre vor Richler Bell im Cri minalgewahrsam. Diebstähle. Daniel Clark, ein Schwarzer, vom Polizisten Brüche unler der Anklage, die „Baltimore-Ohio-Bahngesell schaft" um Eisenbolzen im Werthe von t 6 be stohlen zu haben, sah sich vom Richler Jarden dem Vorsahren der Großgeschworenen, resp, dem Gefängnisse überwiesen. Die Fälle der Ladendiebinnen Eliza belh Werner und ihrer gleichnamigen Tochter stnd nach Anne Alundel-County verlegt wor den. Die Bauernfänger? l.—Wir bericht tcten schon vorgestern srüh, daß ein Landmann aus Anne-Arundel-Counly im John, -Ums Slick Greer'jchen Lokale von drei Burschen im Kartenspiele um LB4 gerupft wurde. Der Gerupfte, welcher James E. Suitt heißt und aus Bildville am South River gebürtig ist, ließ, wie wir meldeien, einen der drei Gesellen festnehmen, der mit dem Gelde wieder heraus rückte; er heißt Johann Sominski, nennt sich anch Müller und ist ein geborener Pole. Sam stag srüh bestand er vor Richter Hagerty cin Veibör, der ihn bls znm Beginne des Crimi nal-Versahrens unter KlOOO Caulion stellte. Die anderen Beiden sind noch auf freien Fü ßm. Des Spirituosen-Ausschankes an Min derjährige und amSonntage be züchtigt, mußte Wilhelm Pollhcim von Nr. 11, Unionstraße, aus Verfügung des Richters Mitzel Untersuchungs-Bürgschaft stellen. Wegen Ungehorsams gege» die Be fehle feines Vorgesetzten, des Capt. Wilhan der, von der russischen Brigg „Sefion," dem Richler Farlow vorgeführt, ward der Matrose John I. Nioala zu weiterer Verfügung des Capitäns nach dem Gefängnisse gesandt. Rettung aus ErtrinkungS-Ge fahr.— Sonnabend früh gegen 411 Uhr fiel der 64 jiihrige Christian Bein von der Fähr werfte auf in's Wasser wurde mit vieler Mühe bewußtlos herausgezogen und aus dem Fährbooie nach dem Fahrhause am Fuße des Broadway transportirt und dort von Dr. Snllivan behandelt, dem es erst nach zwei Stunden angestrengter Bemühun gen gelang, ihn zum Bewußtsein zurückzu bringen. Polizist Snizky sorgle dann für feinen Transport nach der Wohnung Nr. 26Z, Canton-Avenue. Hr. Bein war seil mehreren Tagen uuwohl; vorgestern begab er ! sich nach Locnst-Point, wo er, seiner Geistes- kräfle nicht völlig mächtig, direkt in's Wasser - ging. Trotz seines kritischen Zustandes hofft Dr. Sullivan noch auf seine Wiederher- z stellung. l —P. H. Johnson sah gestern Nachmittag i den 10-jährigen Benson in einem Teiche in c der Poley'jchen Eisenerzgrube an Mine-- j Bank-Lane dem Ellriüken vahe, sprang hi nein und zog ihn glücklich an's Land. Die i Polizisten Stevenson und Toner trugen den ! Geritkt.'N zu seinen Eltern nach Nr. IÄ3, ! welche Dr. Trautmaun !,u Ralhe gezogen. Des Knaben Zustand wird sür bedenklich geHallen. Umkippen von Fahrzeugen. > (Z vei Kinder ertrunken.)— Die Markl-Sloop „Emily," Capi. Wm. Tully, schlug Sonn abend Nachmittag gegen 1 Uhr auf der Höhe des Lazareth Leuch:hauses um. sie hatte ein > Dutzend Knaben und Mädchen, welche vom Erdbcerpflücken in der deZ Slo- ney-Ereek hcimkehrlen, am Bord. Alle aus > dem Fahrzeuge befindlichen Personen wurden , in's Wasser geschleudert; einige Kinder kleller- len auf die Seile der Sloop üud wurden, elp > sie sank, von einer andere», zum Glücke in der > Nähe weilenden Sloop gerettet zugleich sprang von einem heraufahrenden Schleppdampfer

> ein Mann über Bors und rettcle ein Mäv chen. Zw:i Kinder jedoch, die 12-jährige i Mamie Boyer und der !» Jahre alle 'Neger ' knabe Edward Ueager, welcher früher in i Anne Arundel - wohnie, «rcianken. . Ein anderer N-'gclkiiabe rellele sich durch Schwimme». Bald fischte man die Leichen aus dem Wasser uad jchasfie die des Mäs i chens zu Eüerii in LancaNer-, nahe Aanslraße; der Leichnam des Knaben liegl im - Todlenhause aus dem Armensriedhof.', bis dcs - Verunglückien Bater ihn in seine Obhut . uimmr. Als des Mädchens Leiche in s eller l liche Haus gelragen wurde, siel bei dem A»- . blicke die Mutter in heftige Krämpfe. Der . Wahlspruch der Leichenschau - Geschworenen - laulele dem Thaibefiande enlsprechend. ! Gestern früh machte die lachl „I. Free : man Rasin" eine Fahrt den PalapSeo hinab; - da wurde sie von einem Windstoße auf die . Seile gelegt; glücklicher Wene ist kein Men l schenleben zu beklagen, da säinmiliche Aus . flügler gerettet wurde». Nachdem man die i lachl wieder aufgerichtet, wurde sie von der Eolleg » „Manie," Eapl. Bruster, nach dem i Hafen znrückbugsirt. i Mißhani>l u ii g e ii u» d Thällich . keilen. Hermann Heckrolhe iah sich auf die beiden Anschuldigungen, A. E. Bell und ! Robert Jackson injuliirl, enuyirc und nicht in Ruhe gelassen zu Häven, er» vor Richler i Gorsuch, dann vor Richler Siaylor gcsührl und in beiden Fällen in Ermangelung von e Friedens > Eautton nach dem Gefängnisse ge - >andt. , Louis Ta inenfels, wegen angeblichen . thällichen Angriffes aus Friedrich Windler r von Nr. 18(1, Sud-Fiemonlstraße, arreiirl, i wurde wieder einlassen, da Beide sich geschla . gen hallen. r SchwereAn k l a g e. Der Neger Bill , Pyle sah sich am 2. ds. M. nach dem Gesäug , nifse in Towsonlown, Baltimore - Counly, . überwiesen, da er einen Versuch gemacht ha e ben soll, ein abscheuliches Verdrehen an der kleinen weißen 3>jährigeii Ellen Smith,Toch t ler des Hrn. John S. Smilh auf Ehestuul . Hill an der Hork-Road, zu begehen, r DerFarmer-Verein von Bali i r more.Counly. In Dnncan's Halle . nahe Eockcysoille in Ballimore-Eounly bil t dete sich am Sonnabend, den 31. Mai, cm . Verein von Landleulen uvtec dem Namen: 1 „Farmer.Verein von Baliimore. Counlv." , Herren sind die Beamte» dieser neue» Orgaiiisalion: Samuel M. Rankin, Präsident; John D. Matthews u»d N. T. r Hnlchins, Bicepräsidenlen; Thomas Gorsuch, t prolokollireiidersekreläc, und William Web« » »er, coilespondireuder Sekretär,und Geoige i H. Merryman, Schatzmeister. Der Haupl - zweck diesesVereinS ist, eine festeOrganisalion , zu bilden, die stark genug ist, um zu verhüttn, e daß die Landleule bei'm Abwägen ihrer Pro l> dukte aus den Heu - Waagen Balli- more's immer wieder auf's Hicue hintergan gen und betrogen werden. Thä ti gke itde s P o sta mt e s.-Wäh f rend des verflossenen Monats wurden 453,71 S ; Postbriefe, 63,174 Stadibriese und 113,1-13 i Zeitungen durch die hiesigen Postbeamten den . Empfängern zugestellt. Aus den Slraßen , Briefkästen wuroen 339,460 Briefe enlnom - men. t Die Leiche der Künstlerin Lc . Hudson langte am Freitag Nachmittag von - St. Louis hier an und wurde gestern Nach t mittag um Uhr in dem Privalgewölbe des e Hrn. Weaver aus dem Greeumounl-Eemetcri) 5 beigesetzt. Unter den zahlreichen Leidlragen , den befanden sich auch die HH. John T.Ford, - I. Leslie Gossiii, I. L. Keller, Harii) Hearo 1 son, W. H. Burlo«, H. E. Enrley, Frank t Wise u. A. Der Ehrw. B. F. Brown von - der Kirche der Allerheiligen au der Ecke der - Baltimore- und Gllmor-slraße hielt die Lei f chenrede. l Brände. Am Sonnabend Morgen um i H 3 Uhr brach in dem zweistöckigen Ziegelstein. hauie am Fuße der ein Feiicr aus. , Tas HauS gehört dem Hin, James Reedy, , welcher sich zur Zeit in Liverpool aushäll, - Hrn. Reedii's Familie, aus dessen Frau und - drei Kindern bestehend, bewohnten das Haus, . das im unteren Stockwerke zu einer Wirlh i schaft eingerichtet war. Wenige Minuten be - vor der Fenerlärm eriönte, wurde Franßcedp z durch ein Geräusch aus dem Schlafe gewcckl und sah bei'm Erwachen, das Zimmer neben - ihrem Schlasgemache in Flammen stehen. . Schnell weckle sie ihre Kinder und rettete sich c mit denselben vor dem eindringenden Ele i niente. Das letztere äscherte das ganze Haus > cin und beschädigle auch das benachbaile, von i Hrn. David Novle gecignele Gebäude. Der . Verlust des Hrn. R. belauft sich aus SBt»v, i welcher jedoch durch Versicherung hiuiäuglich i gedeckt ist. Die Entstehung des Feue:s ist i unbekannt; man vermuthet, daß ein Brand stifter seine Hand dabei im Spiele hatte. Aus En m ber lan d. Während der , mil dim 31. Mai geendeleu Woche wurden ! von hier L 1,26!) Tonnen Kohlen versandt. Der neue Stadtrath hielt am letzlen l Montag leine erste Sitzung. ! Der Verein der Minenarbeiter von Alle< ! gany-Eounih organisinc sich am Samstag, den 31. Mai, durch die Wahl nachstehender ! Beamten. Joseph G. Kelln, Präsident; G. HaSkiii, Vice-Präsident; Thomas Brown, protokoUlreuder Sekretär; A. M. Sample, . corresp. Sekretär; Peter Cain, Schatzmei ! sler. Die Jahres - Convcniion der deutschen ! Brüder oder „Trinker" trat im Lause der vorigen Woche in Dale-Eiry, Somerset- Eouiitti, Pa., zusammen. An einem Tage nahmen an den Gottesdiensten, die in allen Kiichen, Hallen und Schulhäusern abgehal len wurden, nicht weniger, a!S 7000—8000 Menschen Theil. Am Dienstag Morgen wurde in der Miiland-Kohlcnmine ein Arbeiter, Namens Wilhelm Philipps, durch den Einsturz einer Kohlenschichl gelödtet. hat ergeben, daß Frostburg zur Zeit 3566 Einwohner hal, 1972 mehr, als im Jahre 1866. Orgelweihe in Mat th äi-Kir che. In der Sr. Mallhäi- Kirche an der Ecke der Faheltestraße und Een tral-Avenue fand gestern Nachmillag die Ein. iveihuug der neuen, von dem weit und breit bekannten Orgelbauer Hrn. Poniplitz ange fertigten Orgel stall. Dieselbe isl in gothi schem sthle einfach und edel gebaut und lrägl nicht wenig dazu bei, den freundlichen Ein druck, welchen das Innere der Kirche gewählt, zu erhöhen. Das Gehäuse ist aus Wallnuß bolz verfertigt und die dunkle Farbe desselben bildet einen angenehmen Conlrast mil der hellen Wänden der Kirche. Die Höhe der O rgel beträgt 24, die Breite 14 und die Tiefe 12 Fuß. Ferner enthält die Oigel zwei Elavia luren und IS Register, die wir nachstehend fol gen lassen: Hauptwerk 1. Burdon, IL Fuß; 2. Prinzipal, 8 Fuß; 3.Gedakt,BFuß; 4. Dulciana, 8 Fuß; S. Prinzipal, 4 Fuv; K. Ouiulc, 3 Fuß; 7. Oliave, 2 Fuß; 8. Mixlur, 3 Fug. Swell 9. Fugara, 8 Fuß; 10. Gambe, 8 Fuß; 11. Gedakl, 8Fuß; 12. Rohrflöte, 4 Fuß; 13. Oktave, 4 Fuß. Pedal 14. Subbaß, 16 Fuß; IS. Vio lon, 8 Fuß. Mechanische Register Ik. Koppel für Hauptwerk und Swell; 17. Kop pel sür Pedal und Hauptwerk; 13. Tremolo; 19. Ealkand. Die gottesdienstlichcn Handlungen bei der Feier der Orgelweihe wurden von den Ehrw. B. D. Maier, I. Pister und E. A. Schlägel geleitet. Die Weihe-Predigt hieli der Ehrw. I. Pister von der deutsch-resormir:cn St. Jo- Hannis-Kirche an der Calverlslraße. Der Chor der letzleren Kirche unter Leitung seines Dirigenten, des Hrn. Hering, war gleichfalls bei der Feier gegenwärtig und trug abwech selnd mit dem Ehor der St. Matthäl-Kirche mehrere Gesänge vor. Ais die ersten Töne der Orgel erklangen, richteten sich Aller Au ae» auf das prächtige Werk, dessen volle Klänge zum ersten Mal durch das neue Got teshaus braus'ten. Einen liefen Eindruck hinterließen die Töne, als Hr. Zettner, Or-- ganist der St. Matthäi-Kirche, das Werk im Swell spielte und die Nohrflöte zur Geltung brachte, die einen wunderbar schönen Ton be sitzt. Nachdem der Ehrw. Pister seine Predigt beendigt Halle, ließ der lalenlvolle junge Mu siker Hr. F. Eversmann sich vor der Orgel nieder und begann im Swell zu spielen; nach und nach schwollen die Töne immer mehr an, das Ansangs ertönende Tremolo verstummte und statt dessen erklang das Hauptwerk mit voller Stärke; die Zuhörer wurden dabei von einem Gefühle der Andacht ergriffen, wie es i nur seilen imLeben über denMensuien kommt, i I Noch andere anwesendeMnsiker Probirten spä ter das Instrument und sprachen sämmtlich die Ueberzeugung aus, daß dasselbe eine der > besten Orgeln unserer Stadt genannt zu wer- ' den verdient. Wenn wir nichl irren, ist diese Orgel die 165., welche aus der Fabrik des Hrn. - A. Pomplitz hervorgegangen ist. Ein bisch öfli cher Geistlicher trit t i zur katholischen Kirche übe r.—Der ' Ehrw. Z. Southgate, söhn des Ehrw. Ho- > ratio Southgate von New-Aort, langte vor etwa drei Monaten hier an und sungirte seit ' jeuer Zeit als Hülfsp.ediger an der blschösli chen St. Lukas-Kirche. Als er hier ankam, war er nur Diakon, soUle aber, wie es ur prünglich festgesetzt war, gestcrn die Prcdigcr weihe erhallen. Vor wenigen Tagen benach richtigte der Ehrw. E. Ranki», Rektor der St. Lulas-Kirch?, den Bischof Whiningham, daß er gegen die Ordinirunz des jungen Souihgale protestire. Der Lischst stimmte Hrn. Rankin bei, und Southgate erhielt die Anweisung, zu seinem zurückzukehren. Anstatt Dessen blieb Hr. S. jedoch hier. Nachdem er am Don nerstage da« heilige Abendmahl g'nommcn halte, verlief er plötzlich seine Wohnung und wurde noch, bevor der Abend hereinbrach, ein Insasse des Insasse des römischen Sl. Ma > rien-Seminars. Sein Vater ist hier bereits l angekommen und macht Anstrengungen, sei' neu Sohn aus dem Seminar zu enlserncn. Die Angelegenheit hat in kirchlichen Kreisen ' großes Aufiehen hervorgerufen. Der „Ame > rican" machte am Samstag sogar die Bcmer ! kung, dag yrn. Soulhgaie's Geisteszustand - waorschinlich gestört sei. Einer unserer Berichterstatter begab sich - gestern nach dem Seminar uns suchiedaselbst ! den jungen Geistlichen aus. Derselbe ist von i schmächtiger Gestalt, Hai dunlies Haar und einen duullen Teint und scheint einen entschie denen Charakter zu besitzen. Gegenwältig > befindet sich Hr. S. nur als Gast in dem Se ! miliar. Sobald aber der Erzbischof zurück t kehrt, wird er als Candidat für das Diakonat - und das Priesteramt aufgenommen werten. Im Laufe der Unterredung mit unserem ' Berichterstatter sprach er seinßefremden darü > ber aus, dag der „American" an seiner Gci keSklarheit zweifle. Er bemerkte ferner, daß - cr mit Hrn. Rankin über gewisse Dogmen der > bischöflichen Kircbe in Streit gerathen sei. Als : der Ehrw. Dr. Levin und späterhin auch Bi > schof Whiltincsham von ihm im Betreff dieser > Dogmen befragt wurden und die genannten : Geistlichen dem Hrn. Rankin Recht gaben, ' habe er beschlossen, zur römisch . katholischen i Kirche überintreten. Da Erzbischof Baqley gerade < von der Stadl abwesend war, so sei er als Gast l in das St. Biarien-Seminar eingetreten, um > daselbst die Rücklehr des Erzbijchoses abzu c warten. Ter frühere bischöfliche Geistliche Alfred E. I Curlis von Der Mouni-Calvaricn-Krrche, des i sen Uebertritt zur katholischen Religion einst - solch' großes Aussehen erregle, befindet sich jetzl gleichfalls in dem genannten Seminar. i Vereilelung eines Comploir c r a übes. Vorgestern Abend rlo Uhr tral , ein Mann in das Kleider-Magazin von Noah - Waller K Eomp. auf der Ecke der Ballimore nnd Grantstraße und ließ sich mit Hrn. S. l H. Caughcy, einemMilgiied genannlerFirma, - in eine Unterredung ein. Wenige Minuten , nachher kam ein Zweiter, ein Helfershelfer de« - Ersteren, und sucbte Hrn. Caughey, während c Jener in den Hinteren Theil des Ladens trat, - ebenfalls in ein Gespräch zu verwickeln. Es - dauerte nicht lange, so gesellle sich ein Dritter da;u, welcher Hrn. Canghey's Augenmerk zu - fesseln suchte, indeß der Erste gewandt an's e Pull im Comploire schlüpfte und den Geldka sten herauszog. Dies Halle ein Eommis be l merk!, welcher seinen Prinzipal sosorl davon : uiuerrichleie, und als der Gauner sich beo ' bachie! sah, rrai er anscheinend gleichgültig an c die Seile, um einige Rockmuster zu bcsichtt , gen; und auf Hrn. Caughcy's Frage, was er . an seinem Privatpulle thue, anlivorlele er, es , sei Nichts gestohlen worden. Dies zog jedoch - nicht; Hr. Eaughcy packle ihn und übergab ! ihn dem Polizisten Crowly, damit er denßur . scheu in's mitllere Stalionshaus abführe, i Die beiden SpieSgeseUeu desselben wußlen sich , in Sich-rheil zu bringen. Gestern Nach mittag bestand der Arrestant vor Richler Ha . gerly ein Vorverhör, wobei er I. C. Hoi>l als > leinen Namen, Barnum's Hole! als seine Wohnuug angab. Das Leylere erwies sich als richtig; er war j am Mittwoch dorl abgestiegen. In Folge der j Ausiageu Hrn. Caughcy's setzle der Richler i noch cinVcrhör aus Donnerstag an; inzwischen . muß Hvyl brummen, und man hofft, seiner - Genossen bis dahin habhast zu werden. Nicholson. i Nachdem das Ober-Äppcllationsgericht zu . Annapolis am Freitage das Gesuch, dem z überführlen Mörder Nicholson einen neuen ) Prozeß zu bewilligen, abgewiesen Halle, begab - sich der Bcrichreistatter einer hiesigen Zeitung , nach dein Gesängniise, um dem Moroer die , Nachricht zu üderbmigen und den Eindruck t zu beobachlen, welchen die iinnde von dem i Ereignisse aus Nicholson mache. Derselbe i saß in icinec Zelle und rauchte, anscheinend . Mil großer Gemülhsruhe. Der „Interviewer" crösfneie die Unterredung, indem er begann: i „Fch habe Ihnen eine lraurige Nachricht zu . überbringen. Das Appellaliont-gerichl ver . weigerl Junen ciiien neuen Prozeß." Nichol , son schien die Kunde Anfangs sehr ruhig auf , zunehmen, fpäler trat jedoch zn wieterhollen > Malen eine liefe Erregung bei ihm ein. Er , fragie angelegeullich nach den Gründen, welche - die Richler dazu bestimmt halten, ihm den . Prozeß zu verweigern. Als der Berichterstat , tcr ihm aber sagle, daß das Gutachten des i Gerichl« in den Zeitungen verössentlicht wer > den würde, und er ihm gern eine Nummer . zusenden wolle, falls N. es wünschle, enigeg i nele Dieser: „Äiein senden Sie mir keine . Zeitung ! Ich habe schon genug gelesen und , gehört." Dann fing er an, über Croue und , Engli!h zu sprechen und äußerle Folgendes: - „Glauben Sie nur, Erone wird noch in sei- ner Familie dasür gestraft werden daß er, gegen mich schwor. Nur ihm habe ich zrk > verdanken, daß ich gehängt werde. Dies - weiß cr recht wohl uns auch English weiß cs, aber Beide hassen mich und suchten mich zu verderben. Ais Ponlier und Schäser mich verhaslelcn und nach Crone's Bureau brach ten, führte dieser auch in sein Privaizimmer und bat mich um Gottes Willen, ihm Alles zu erzählen, da es besser für mich sein würde. In jeder Weise suchte cr mir Aussagen zn entlocken, und versprach, Alles für mich zu lhuu, wenn ich ihm ein Bekenntniß ablegen wolle. Ich erwiderte ihm, daß ich Nichts Er ertheilte hierauf Pomier den Befehl, mich nach dem Stalionshause zu bringen und sagle ferner noch, daß Ponlier zu irgend einer Zeil nach ihm oder nach English schicken solle, falls ich den Wunsch äußerle, ein Bekenntniß abzulegen. Als ich vom Slalio.ishause aus nach ihm schicken ließ, kam er uns bat mich abermals, ihm Alles miizniheilen, bevor Hol lohan ein Bekenntniß ablege. Wenn ich ihm den Mord gestehen wolle, rrüroe er dafür Sorge tragen, daß ich mchl an den Galgen komme. Auch Frau Euglish log, weil sie mich gehängt zu fehen wünsch!, um die Con lro.e über meine Kinder zu erlangen. Was icki sage, wird natürlich nicht geglaubt, aber ich kaun mit reinem Gewissen vor GotteS Richlerstuhl ttelen, denn Göll weiß, daß ich keinen Theil am Morde habe." Am Samstag Morgen wurde Nicholson von seiner Frau besucht. Beide schiene» sehr er regt zu sein, namentlich war es Nicholson, in dessen Gesichl die Erregung deutlich zu lesen stand. Während der Nacht schlief der Einge kerkerte sehr unruhig, er sprach und murmelte im schlafe und stieß dann und wauu laule bauge Rufe au«. Das Todesuitheil wird heute über den Mörder gesälll werden. Ohne Zweifel wird noch heule der Tag be stimmt werden, an welchem Nicholson gehängt wird. Man erwartet, daß Hollohan's Hin richtung um einige Tage verschoben wird und beide Männer zugleich den Tod für ihr Ver brechen erleiden. Nicholson wird nachEinpfang seines Todesurtheils nnvorzüglich nach Bal limore gebracht und bis zu .eiuer Hinrichtung dem hiesigen Gefängnisse überwiesen werden. Ausschub der Hinrichtung. Gouverneur Whyle hal durch bcsonoereZu schilfl an den Schenff Kane dem im hiesigen Gefängnisse befindlichen Mörderpollohan, der am iiächstenFreilage hingerichlel werden sollte, einen Ausjchuv bis zum Freilag, den 1. Än gust, bewilligt. Der einsprechende Besehl wurde gestern dem Verunheilleu durch den Scherifs milgelhcill. Hollohan nahm densel ben gkichgüllig entgegen, bedankte sich aller dings für die Gnad!,, dekundele aber Nrchis, was auf eine befondereElrcgung schließen ließ. Man nimmt nunmehr an, dai; nachdem heule in Annapolis das Todesurlheil über Nichol son gesprochen ist, der Gouverneur bestimmen wird, daß beide Verbrecher zu gleicher Zeil, am 1. August, den Tod am Galgen erleiden sollen. Nicholson wird gleich nach ersolglem Urlqeilsspruchc in das hiesige Gefängniß ab geliefert weide». Schiffönachrichtcu. tiapl, Price, lain am u. Aiai von hier zu Üiewbern, ZXr Tamvser .Wm. Lawrence," tiapt. HaUeU, lies am 5> di> von hier in '-Lolwn ein. Der Schooner .Matiie A, FranNW." ilapt. Eristin, traf am 20. Mai von yier in Ei. Thomas ein. I !>eet. Gerichtsverhandlungen. O derappeliationS.Aerichi.—Anna»o Ii« 7. Zun!. ti hiiehu?,» gegen Rogers; Schlug des PiaidoyerS durch Henry Siockbridgc iui den Äppei- < lani n. Williams, if»iidsi»i,ader >ür Jones: iür I den Apprllamen durch Marschall und ffischer un>er briiret. jür den Appellaien duich John T. Mal»» - und Ex-Nichicr Mcrriü vlaidirt.-Buscv qeacn,»cele: Äroiimenliiurg Im den Appellanten durch W M «a -ii! sür den Appellcien durch Roden A. Dobdin. ! .. >?ider Karnev! Piaidover sür den AppeUan- I >en durch ttt. A. Müllen, sür den Apvellaien durch und^2" D.unlag stnd Nr. »relzgerichl sllrßaNimore.Eountli » Towlo n I °w n. den 7. Juni.- (Vor denßichiern Ri. - »arr Srason und G-org Yellott.) J,aak xcdiey g.gcn V, E. «Bladenhorst, Handwechsciriagk! dem Kläger kRi4 18 zuerkanni! «ntrag aus Uriheiiestreichuna ö!. Vrozek zmückzeiegr Christoph Donn.llh gegen Zohn «suulh, Schuidduchkiaqr; -u de° Verliazien Gunsten entschieden. Benjamin Zimmermann gegen Beo'g Wiedtrmann, Appella- i llon gegen die Messung der CommlssSre von «alii. q inore.iFounty, durch .»timmermann's «csiyihum eine PrivatiUaße duichzudrecherr und Antrag cus Safsi- r Waile n. Gerichl. ißorden Richtern Dane», Finows u„d Bisdop.> Georg Ma'- nüretde'kcUcv und Margareihe C. Coitvlav «nebst Zolepb e. Heu>eirr) erhieiien jvr Ber waliuug der r.iv von Selm- Griff»!, Michael Ztelley (tSVV) und Palnck I. Soilo l-v (tl.-.5' o>. lung" Vühand- Soinmon Pteai- Gericht, ivor Rechter «a. "l. ' »uiückge. iuid 109.121, und 172 der Piozes - Re » Stadt gerecht. (Vor Richter Pwlney.) Al fted gcgen^enrv^i>cox!^chtc^Soiwch'e Comv., gen Zomes M'Allister! Rechter Weldy'S du Eröffnung voa Knabe'S Eonzert- Halle in New-Bork. Ter Herald" bringt folgendes: „Wir sind hier iehr armlich mit Conzert-Hal >en verseven. Außer Steinway'S Prachtge bäude giebt es in Rew-Zorl leinen Eonzert- Saal, wo Pianoforte-Proben oder Parlor- Soiree'u mil Effekt stattfinden können. Die HH. Knabe 6e von Baltimore machten geilern (Freitag) Abend einen Versuch mit ihrer.neuen, zu vielem Zwecke an der ü. Ave. errichteten Hill« und derselbe war in eminen ter Weise einErfalg. Ein Eonzert-Programm wurde arraiigirt und «in ausgewählte« Audi toiium, die li-tuts vvlsv der Avenue umfas send, eingeladen. Hr. I, N. Patttson und Hr. Geo. W.Morgan trugen mehrere Piecen auf dem Piano., K'lle Boonsil,deren exquisites Spiel mit dem Wiemawski'« rivalipri, vor, wahrend Mgd.De Rythcr eimgeöalladen mit u. jenerStlin meureichihum sang, welche die Dame zu eitieiii Lieblinge der Evnzertbesucher gemacht haben. Noch andere Künstler betheiligten sich an dem Eonzerte und gaben der neuenHaile unter deu giinsllgsten Aus sichten die Weihe." HoUy Grooe. Seitdem die heiße Jahreszeit wieder Über uns gekommen ist und die Stadt zu einem langiveiligcnÄufenthaltsorte macht, dem man gern aus einige Stunden entflieht, sieht sich fchon Mancher nach einem Plätzchen außeihalb der Stadt um, wo er au schwülen Sommer lagen reine frische Luft einaihmeu und sichEr holung verschaffen kann. Wo gäbe es für die se» Zweck wohl einen geeigneieren Platz in der Umgebung unserer Stadl, als gerade Holly- Grove? Dieser Erholungsort ist jetzt durch neue piächtige Anlagen verschönert worden u. die Gebäude haben einen gänzlichen Umbau eifahren. Den Kindern stehen Earoussels u. andere Amüsements zur Beifügung. Hr. Robert Pa'.lir hat wieder die Aussicht über Küche und Keller übernommen und wird da für Sorge tragen, dag kein Bcwcher Hollq- Grove uiibefneoigt verläßt. Geistige Gektän ke werden nicht auf dem Platze verkauft. Exkursion ver 'St. , Die Sattler des unur Leitung des Pastors Dr. Beer stehenden deutschen und englischen Institutes der lutherischen St. Jakobus-Ge nieinde, Ecke von George- und Ogstonstraße, werden heute, Moutag, den 9. dieses, mit ihren Eltern und Lehrern ihren ersten Früh. lings-Ausflug nach dem Darleh-Parke an der Harford-Road machen. Der neuerdings ver schönerte, schaltenreiche Platz wird ohne Zwei fel ein zahlreicheSEoiitingeut der vielen Freun de des Pastors und der schule bei dieser Ge legeuheit aus seinem grünen Teppich vereinen, u>!d darf mau ein ebenso fröhliches, als an ständiges Fest erwarten. Der Park ist bekannt lich jetzt leicht zu erreichen, da die Waggons der „Baltimore-Hall Springser Pferdebahn" alle fünf Minuten vom Rarhhause anFayette- Straße abfahren und die Besucher direkt nach dem Festorte besördern. Die evangeUsch-luthcrisi»c St. Jo hannis-Kenieindcschule wird heute, den 9. Juni, ein Picnic im „Eatonsviller Eisenbahn Parke" veranstalten. Der,,Madlon-«3e«ein" wird hente, den 9. Juni, sein erstes großes Picnic im "Greenwood-Parke" abgehalten. Der „Marvländer Turnverein" feiert heute, den S. Juni, in dem Parke des Hrit. Louis Muth au der Belair - Raad ein großes Picnic und Sommcrnachtsfest, ver bunden mit Schau-und Preisturnen. Der „Ullgeineuie Barbier - Nnter stutZungs-SZer»lN von Baltimore" begeht heute, den !>. Juni, sein erstes großes Picnic in Rost's Hain an der Belair-Road. Am Abend wird der Park illuminixt und ein brillantes Feuerwerk abgebrannt werden. Die Abtheilung 185 des^.Hildise- BllndeS" seiert heute, den S. Juni, ein großes Picnic in Hönervogt's Garten in Highlaudtown. Holly Groye wird heute, deu 5». Juni, für die Sommer saison erösjner werden. Wegen des Näheren verweisen wir auf die betreffende Annonce. . „Pavillon-Retreat", einer der belleblesten Bergnügungsplätze in der Umgegend Baltimore's, ist wieder eröffnet worden. Wer einige Stunden angenehm im Freien zubringen will, der wird in., Pavillo n sicher die gewünschte Erholung fin den. Die Ltephanus-Schule hält Dienstag, den 10. Juni, ein großes Pic nic im „Gieenwood-Parle" an der Belair. Ks?"Der „U. V.T. von Marylau d" wjrd Mittwoch, den 11. Juni, zur Feier der HihieSsitzung des Groß-Hains von Amerika ein Picmc im „Greemvood-Parle" veranstal ten. Der „Harmonie -Kranken-Unter stutzl,ngS Äerein" hält Mittwoch, den 18. Juni, eine Extra- Geiieral-Bersammlung ab. Prof. W. Clagett's erste aroste E^kurfion mit dem Dampser „Ehampion" nach "I.» Kell« llrovo" wird Montag, den Av. Juni, statttsinden. Prof. Heinrich Silber'S Musik corps wird für ausgezeichnete Eonzert- und Tanzmusik sorgen. Der „lluabhangigen Orden der Rolhmanner" wird Montag, den 16. sein jährliches Picnic abhalten. Die Str. Ätt, U. i?. G. B." ' hält Montag, den Juni, ein Picnic nebst Fahnenweihe in Louis Mulh's allem Schüt zeuhose an der Belair-Road ab. Alle stimmberechtigten Burger der zweiten Ward werden ansgefordert, heute, den 2. Juni, Abends um 8 Uhr, im Lokale des Hrn. W>lh. Horr, Nr. 255, Eanton-Avenue, nahe Broad. way, zu erschauen, um sich permanent zu or> ganisiren. siehe Anzeige! Harrison's neue vadeänstält auf der Llghtttr.-Lrüc^ke ist jetzt eröffnet. Wer sich Erholung verschaf. seu oder seine Glieder stärken will, 'versäume nicht, diese Anstalt ,u besuchen! Die „HUest - Baltnnorer Echüöen- GeseUschaft" wird ihr diesjähriges großes Schützenfest am lk., 17,, 18. nnd 19. Juni abhalten. Die Versteigerung der Restauration, sowie die der schenk-, Schieß- und Backwertstände findet auf heule, den 5. Juni, Nachmittags 4 Uhr, statt. " Der „Ost->valtln,orer Liederkranz" macht Sonntag, den 15. Juni, seinen ersten diesjährigen Dampfer-AuSsjug nach „Monu mentlll-Fishing,Grove." l ivie „Harmonie" , wird Sonntag, den 29. Juni, ihren ersten Dampsboot - Ausflug nach „Monumental « Fishing Grove" machen. SL?' Eine wichtige Erfinda«q isi der gepichte Schuhnazel, welchen die «sebrüder Eoakley vy» Nr. >4, Süd-CalvertiZraße, an- , lejgen. Schuhmacher.und das Publikum im 2 Allgemeinen lollten sich für dieselbe interessj ien. Man lese die Anzeige! >! » Der „Liederkranz" wird seinen ersten diesjährigen Allsflug per Dampfer am Mittwoch, den 25. Juni, nach „Monumental Aiihi>,g Grave" machen. Der „Hildlse Bund" (Ceutralkörper von Maryland) begeht sein großes Picnic nnd Sommer nachtS-Fest Montag, den IK.luni, in Aosl's Hain. Hr. E. Tiirke ladet seine Freunde nnd Bekannten auf heu te zu einem samoien Lunjche in seincm>!okale Nr. lü-t, Eastern-Avenue, e>n. Hr. Friedlich <s»leqel wird seine neucingerichlete Gartenwirthschan in ?ir. ISS, Süd - Annstraße, heule mit ei nem delikaten Luniche eröffnen. Abends fin det Eonzcrlmusik statt. Backsteine! Backsteine! Mit dem Beginne der sreundlicheren Jah reszeit ist auch die Baulust neu geweckt iror den, und man schaut sich um, wo da« erfor derliche Material zu den billigsten Preisen und unter den besten Bedingungen zu haben ist. Bei dieser Gelegenheit empfehlen wir ganz be sonders die Backsteine aus der Brennerei der HH. D. Preston Parr 6r Comp,, de ren Höse sich an der FranNinstr., gegenüber dem alten Armenhanse, und deren Office sich an der Ecke der HoUiday und Lexingtonstr. befindet. Die Backsteine dieser Firma um fassen alle Sorten, haben eine hübsche Farbe, die gepreßten sind sauber und glatt und alle übrigen Sorten hart und woblgebrannt. Man spreche einmal bei den HH. Parr Comp, vor und wird mit ihrer Bedienung zusrieden sein. » S-A- ET »st eine feststehende That sache, daß Auszehrung heilbar ist: allein weil besser ist es, durcd rechizeitigen Gebrauch von Dr. Wistar'S W il d kir's ch eu-B a l s a m der Festlegung dieser surchlbaren Krank beit im Systeme vorzubeugen. Diese Medizin heilt Husten oder Erkältung sehr rasch, und selbst die Auszehrung uulerliegt oft der großen Macht dcrfelben. (137-42) SG" Hr. I. Stauch macht seinenFreuu. den und Bekannten die Anzeige, daß er die Wirthschaft in Nr. 106, Lowslraße, käuflich übernommen hat und dieselbe heute mit einem samosen Wunsche einweihen wird. DK" Hecker'S Farina ist ein delikater Nadrungsartikel und eine herrliche Tafelzierde. lMaiZl,2Mie, 4. I>.) Als Blut und Säfte reinigendes Mittel ist das Karlsbader Sprudel- Sal; unübertrefflich. Dasselbe wird von vielen Aerzten gegen UnVerdaulichkeit, Kopf schmerzen, Mangel an Appetit und alle Uebel, welche aus Unordnung des Magens oder der Leber entstehen, angewendet. A. Bogeler 65 C o m p. sind die Agenten für Amerika. <»1-1 (Grosses für »ind (soils»»m^nten! g e r ,! uchcrtc Wur s>Z, Nlerensett Geräuchertes vchw N n lel s ch aller An Jakob Tctiäscr. Ske. undLcxnigton-, dem Markte gcj,e">>!>er. W. Bavranfler ä.Co., und Bratwurstmachcr, Würstchen stets vorräthig im Etablissement an der verlängerten Pennsyl vania-Avenue. ?Xarkt^ä»de: Nr. ?<«, enire>> AA, Hanover-, Börsenberichte- Berichtet vou Win. Fisher Li Söhnen, Nr. ü2, Soilthstraße. «ng. Verl. All-,. Bert. Gold It7si II» 6eniOJu», 42 B. St. S.ZOr - MaHERZ. 14» ...1!»).' 11!<k St Pals «ahn 17 Äl <d>'«-7 ...12 Älko Feu Ber! 5X V. kt. li'.4ürll4 Md Feu Z>ers 4.'i »>td6rwes'SZ l(5?i Howard Perl >!)» Ba bi a>i,... 4u AeriiMPcrl t> Baiirvti — vrM ö0 —?» — «lißaZrZuli lg Il>>j Pittj,Cßl.7?!>)'. Va Eons k's . Nor!eut t!r'77 >»7 !>!» Bali» i!rj!orCentßrgld»Z?< A4 br LeutOhiovrl. ?>>'» l «)»o l!r P M '7'» ik gj lO2 WMdÜrL.Was - Baltoor l!« 00.. Ä9-« Wk WMdi>r3.ÄuZs'7>i SMcmpbiSor Ma»!jin7r' l'X«'» INI >. Bnk os Balto 12S tirZ. . l!i Stiiz Bank.... — »ich Dan 1. 70 77X Franklin Bank l2 or.Al.ckMa7r- 8l vow Bank.... Or./iiAlbrS. 8!1>j McrchVank IM Or.S, Al 8r 4. 80 Michvank.... — BitoeÄasG<§ 101 z. villi Bank »0 55 Geo'seikKohl I? 0 Balto ORS I7d 18 > Frederick Turn» 60 N. R. ZZ.ÄIZ Gold, New-S>ork.. ll7?t >»altimorerStadt>cchser, !Ä>2 I«'«^^ 1.000 Virginia ConlolS Ü4?h Sold, ans der «8 Ber> St.-Bler 122^ » lt.Mer, IWrr 117 . . tiZKScr . ' tBS7ir . . IMSer ILI Mar>pola, Prcj'o Wells, Fargo <t Tom?.'» expreß, nc» !iv «aclslc V«ail 4ln- Adam»'Erpreß k.j' Ver. St. Erpreß 71 Sie»., N-?>. Zentral <d Hiidjou Nioer ik. !» lun, «ne Zt Erie Railroad, Pres'd » Sciiv Illinois Sentral >» Ziew-lersev Central R ...Ilii Eleveland PittSburz R >,'< North Western 7z . Priorität »/> Noll-Island Ii Hill, und St. Pa>;l i>4!^ GI. Paul, Preser'd 72^ Ko Wavne Ohio und Missifsipi Sh>cago ÄUon... I!« Dcl. t!ac. und We^erii.'...'.'""".'".'."!" Ton" d arkt e^l" mehr! Ari, seldii wenn dle,-<öhn> den berühmten ..Ind i'schc n E»"t Derjclbe hat sich bereit- einen Weitruhm erworben in baden Ä »z und SV ists. die Flasche bei Varl Bra», tjckc Enlor- und !?orreft>tt? ' «. Wkiltnackt, Nr. Pennl.-Avenue: L. «»ci»tios-r. Nr. 44V, Weit-«a,iimorcNr ! i.'' 'br-li. und Prcsidenlstraüe; tl. Sc <sarl Rohle, Central-E(te der Boston- unö Varl H. Man. Nr 2S<». H. Ri»ter, Nr. II«, srederi».«venuc „nd «4, «ord. Elndundert Dollars bezahlen wir Zedcm. welcher Nachweis t, dal? nur die allcraermqite üüengc Mor phlum oder Opiuiir in H. Nieter s Lxeelsior Bvo dieses bei allen andern der Falle enthalten ist. Mutter, gebt nur ihn Suren Kindern, dann weidet ihr ne behalten; derselbe erleichtert das Dahnen und giebt ihnen einen gesunden Schlas. üed'cr Ärwihekcr hat SovUlii,« Zxrap aus Vaqer: Preis zz (ZeniS pro Kautenbach s Heinrich W. Meyre, Nr. 61, N?rd - Gaystraße, B altim ore, EZezc »u urähigem Pielse geliefert. „Correspondent-Hullc/' Ecke der Baltimorestr. und P.-0.-Avenue. durch «hre ele«ant« VnSftat« st?Ä empjehlcno Lälle, (rouzerte, Soiree'n, Vorlesungrn, AuSstellunftrn u. s. w. iöirsammlungs-Zimmcr?Raum?il, Perwn?»'!w Ttockwerte des Gebäudes. Wczen »üherer «uSkunit wende man sich an Z>. Kaln, «m Gebäude selbst oder an «i»ielm «ptel» Nr. A>s. »tord-Bond-, nahe Gahstraze. TaS große Heilmittel für Schwindsucht, welche durch zeitige Zuflucht zu diesem Mu« fterpräparate geheilt werden kann, wie e-Z durch die Hunderte von Zeugnissen, welche die Eigenthümer erhalten haben, bewiesen wird, tiefes ist von vielen hervorragen» den Aerzten anerkannt als das zuverläs« slgste Heilmittel zur Erleichterung und Hei lung aller Lungenleiden, das je eingeführt wurde, und es wird dem Publikum als durch die Erfahrung von mehr, aIZ vier Jahr zehnten erprobt angeboten. Wenn man in der Zeit dazu seine Zuflucht nimmt, so ermangelt es selten, Heilung zu bringen, auch in den schärfsten Fällen von Husten, Bronchitis, Croup, Keuchhusten, Grippe, Erkältung, Äachengefcbwüren, Schmerzen in der Brust, Ceitenstich, Le berleiden, Lungenblutung zc. Wistar's Balsam macht einen Husten nicht trocken und läßt die Ursache zurück, wie dies die meisten Präparate thun, sondern er lvs't ihn und reinigt die Lungen nnd besänftigt den Reizzustand, in dein er aus diese Weise die Ursache des Leidens entfernt. Seth Fowle Tvhncn, Boston, Mass. Zuhabende! »JenApothekern! (Aprß.l.l .j.a.w > ö y s L e p t i s ch e» ' InLiigorator Pflanzctt-P'ruparat >>. Eigenschaste.» Dydpevs'r »>nt- Msä? SN« Gelbsucht, >Äat! e nkra nkhei >! opI! chVerj - 'i v»«» 'lte. i! 5, Rord-Howarvstr., kuufc ciur Hlns-l»?, und wsiin nach deren Gebrauche .lhr keine Vess-rniig viriviirt, jo wird das Geld zuriickaegebkil. A.>?«ller,Eigenthümer, West!icheÄ!nryläll!zcr(^iscubahi; bi« nach HagerSlown qeiiffnet. Züge gehen pon Buliimore'uu> > Relsicistown, I-Slen Morris, New-Windsor. Union Bridq', Diii!Sli!»irz, Pipe^änck.^Stoa»-:«!»?., «iechumcstown, Mon,«- Ter Erprcßjuz sitr und Haqcreiow» «kr. Voilimore NU! Bormitnn» und konüni in Zwischen-Stationen ftrad imnteil« an der«Sleft «orrie» Baltimore-Zvashlngtvn - Rich mond! Die „Richmond-Fredericksburg-Potomac^ Witten «. a-g.d-a'''' D>e^U^mägunz ."n Washington lo,unfrei. „ B. «entrn General'BiVet Agen'! c?9s-?' tiumer Eisrnbahl». sich ui i«erryvillc Mit dem nuch ithitadelphla - New -- Swrker Nachm. 2 NhrÄi Mnintcn! oerl'iiidct sich IN Perryv llc Uiil uUen Etalionen au der Philadelphia Baltimore Eiler,bahn und in Wili»>,igloi> mit den ,-<ugen tür Stationen an »wischen Wüminglon un» Aceom.nodations-Zng nach Port Depzft, >,nd de» dazwischen gelegenen siat.onen z Uvr Nachmittags, naa, Philadelphia um 7 «dendc nach um 1V.40 Abends V,n Sonntaqe» »tech Philadelphia 7 Uhr M,n. Äl end«. Nach N.w-.jsorl um I» Ädende. Darchsahrts Billete ftnd entweder . vcpai. oder Sallimorest.. . o tan» nwn dort im Boraus bln,»'n ie» und Hinteren Auck. Personen, welche «!ükl'e"'in der «-.«»„ j. .Unlo». «m. «»rawsord. «»»»,. Nördliche Central- Dt-vlsylvania-Celltlal-Eisrnbahu. Emigranten »Linie 11-ch Lwcinvati.ijouisviUc, Chicago. Et «. dtanapollsund allen Luntten weftl.ck, »vrdwestlich und sütweM » Das ist die kürzeste Sinie nach dem «vrdwe^ . . »ovS, der.^Srdl. ! Paffe l >urß«is« itt's üludland bklorgttnnerhalb 24 Stunl» »,»»ll» P