Newspaper of Der Deutsche Correspondent, June 10, 1873, Page 1

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated June 10, 1873 Page 1
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Mit Recht erklärte er ferner, daß Kriegsgefangene—als welche die Indianer anzusehen sind—für einen vor der Gesangen nadme am Feinde begangenen Verrath zur Verantwortung gezogen werden dürfen, (wenn ihnen hätte hinzugesetzt werden können nicht bei der Gefangennahme durch eine Eapi tulation oder Vereinbarung Amnestie zugesi chert wurde). Das Gutachten gelangt zu dem Schlüsse, daß die Modoc - Indianer wegen Verletzung des Kriegsrechts vor eine Militär- Commisnon zu stellen sind. Die N.-U. „stsztg." setzt auf dieFar mer-Partei des Westens keine große Hoffnungen nnd weis't darauf hin, daß grade in den Laiid-Distrikleil der Temperenz-Fano tismus seil jeher in der crassensten Foim auf getreten sei. Das Blatt meint: „Zwischen dem Slrom der Farmer-Agilation und dem Sumpse der alten Parteien befinden sich die liberalen Bürger uuo insbesondere die Geg ner der Temperen;- und Sabbath-Fanaliler in einer üblen Position, und je eher sie sich dessen bewußt werde», desto besser." Die Agitation gegen die Chine se n dauert in Cattforiuen fori. Inzwischen haben die Zopfträger von San Franzieco nach China relegraphirt, vor der Hand mit dem AuSwanderungsskgen anfzuhören, „bis sich die Aufregung gelegt hat." In Alfred, Maine, hat gestern der Pro zeß gegen Lorits H. Wagner, angeklagt, am S. März aus der Shoal-Jnsel die Schwedin nen Anellu Merha u. H. Christenjen ermor det zu haben, begonnen. In Willramsburg bei New-Zork er hängte sich der 16-jährige Joh. Enihait. Carl Vogt, der angebliche Mörder des Chevaliers de Bianca, zur Zeit unter einem ÄuSlrescrungS-Aurrage bekannilich rn New- Aort in Haft, brachte eiue bebeuiende Summe Geldes und eine Anzahl höchst werlhvoller Gegenstäude mit herüber, welche er seil cm An wälte übergab. Die „Frau" des Bogt hat nun, wie eS heißt, einen Prozeß anhängig ge macht, die Werthe zuruckzuellarigen. Uus will cs bedrinle», als seien diese Werthe in die Hände gewisser Beamren übergegangen, wel che in solchenFällen erfahrungsmäßig einsehr Ivettes Gewisse» haben. In N ash ville, Tenn., nimmt die Cho lera ab. Dagegen werden von New-Hort ei nige verdächtige Eckraijkuugeu gemelder. Firns Millionen des neuen silbernen H a n d e l S-D 0 llars sollen im Laufe dieses Jah res geprägt werden. Hoffentlich werden recht viele davon den Weg in die Taschea unserer Leser finden. 4er Mayor von Philadelphia hat sich durch die Umstände geiiöihlgt gesehen, den Verkauf von Ämtern in den Monaten Juni, Juli und Angust streng überwachen zu lassen und jede Uebertreiung der bestehenden Verordnungen in Betreff des Verkaufs dersel ben strengstens zu ahnden. Es ist bekannt, daß die Austern in den heißen Tagen nichl blos unschmackhaft nnd ungesund sind, wil dern anch, daß man sich an denselben geradezu den Tod essen tann, vor Allem wenn diesel ben, wie jetzt auch in New Hork häufig der Fall ist, auf Wagen liegend und der Sonnen hitze stundenlang ausgesetzt durch Hausirer iu deu Straßen verkauft weiden. Es gehört wirklich ein guter Magen dazu, um solche Waare zu verdauen. Für den „sachverstän digen" Austeruesser bedarf es dieser Waruung natürlich nicht, denn bei ihm ist es Regel, in allen Monaten, in deren Namen sich kein r befindet Mai, Juni, Juli, August) sich des Genusses von Austern zu enthalten. Außer dem gibt es aber noch manche Leute, die der Billigkeit wegen und zu ihrem Schaden sich an Auslern, die an der Sonne geröstet sind, ein "öone" thun. Eine neue Illustration zum landesüblichen Knotenthnme wud aus Massachusetts qemeldit. Während einer Circusvorstelliing in Hudjon, Mass., fing ein Rowdli eineßnhe störung an. Die Aufforderung des Hanspo lizisleu erwiderte derselbe wtt einem Faust fchlage, woraus der Bursche unsanft an die Lrift gesetzt winde. Als die Eircus-Geiell jchasi gegen Mitternacht mit dem Eisenbahn zuge die Stadt zu verlassen im Begriffe stand, bekam der Maschinist die Warnung, daß der durchgeprügelte Rowdy nnd seine Genossen den Zug mit Steinen bombardiren würden. Vorsichtig ließ der Ingenieur den Zug lang sam laufen, bis er zwei Meilen von Hudson entfernt, gegen eine Schiene stieß, welche über das Geleise gelegt worden war. In einem benachbarten Gebüsche lauerten die Verüber des BubeuslüSs. Die Mitglieder der Circus- Gesellschast, 99 an der Zahl, stiegen aus, um ziiigellen das Wäldchen und machten einen Angriff auf die Attentäter. Ein furchtbarer Kampf ent'pann sich in der Finsterniß, wobei Knüttel, Steine, Fäuste und sonstige Wasfen in Gebrauch genommen wurden. Die Rauf bolde wurde» schließlich in schimpfliche Flucht geschlagen. Dudley, der die „AdamS'Expreß-Co." vor ungefähr einemlahreum berauble, ist in Boston verhaftet worden und tras soeben in Pittsburg ein. Seine Frau begleitete ihn und bei Durchsuchung ihrer Kleider fand man K4oooim Busen verficht. Die''Vo2 I'u t> lies," ein in Matamo raS, Mexiko, erscheinendes Blatt, publizirt einen, crjichttich von der Hanvlstadt Mexiko aus eingegebenen Artikel, worin sie Macken zie'S neulichen Einfall in Mexiko scharf krili silt. Es sei „eine Beleidigung einer Nation, die zu schwach sei, um Widerstand leisten zu können" und „beabsichtigt, als ein Vorwand zur Saisirung wettern Gebietes zu dienen." Das Blatt meint, die Regierung Mexiko's solle sofort Genugthuung sordern uad wenn diese nicht gegeben werde, „so müsse man den Leuten jenseits des Rio-Grande wissen lassen, daß vsz> von heute nicht das von 134 K sei." In N e w-N 0 r k ivurve vorgestern an der 42. Straße, der Grundslein zu einer neuen, großen Episkopalkltche gelegt. Das Gebäude nahe an K2vo,tXl(l kosten unv Sttzplay für 2SVV Person»:: xrhulten. Die Arbette r-B ewegung scheint so wohl in New-Zork wie anderwärts zu End: zu sein. Die mehr als gewöhnlich gedrückten geschäftlichen Zustände vaben ihre Wirkung geäußert und die Agitation zum Stillstände gebracht. Allerdings hallen die Eisengießer und Bäcker noch ihre Organisation ausrecht, abrr der Zimmennannsttite zu Gnnrtcn acht stündiger Arbettszeit w resulrattos geblieben. Man bezweiselk, daß die Beschickung der na lwnaietr w.lche Anfangs Juli tN Einkinnstt soll, eine allge meine sein wird. Der „R.-Sj. Herald" kritrstct scharf die Ue bej-sorderung des K a be l Tel egra p he n pnd erklärt, dc!ß die Zeit gekommen sei, wo das ganze Telegraphen-Monopol unter die Eoiitryle der Regie rung sestM lxerden sollte. In N e w-A 0 r k sind soeben auf der Heim reije die im Oktober nachZtuoxa u. Asien gegangenen Mormonen.Mijiionäre angekom men. Sie erklären, eine Menge Proselyten gemacht zu haben, 3l)0-4vt) würden schon in einigen Tagen von England und im lult noch mehr aus der Schweiz, aus Schweden uW No>>vegen ?c. eintreffen. Bon Ne w-H or k »Md abermals ein auf einem Stadlhahn - Waggon verjibtxx Mord gemeldet. - » Ein Photograph, der am Samstage deu Kutter „Frolic" ln Washington beiuchle. 4M dn Bilder der Geretteten der PolanS-Cx peditröu wurde abgewiejcn. Etnen synderbareu Kommentar zu dem in MMachusetts zur Zeit „mit Sirenge" durchgeführten Tempexeuz-Teietze liefert folgender Bmsall: Andreas Eagan und Thomas Halehahn geriethen in einem „Wirthshaus?" mit einander in streit, wel cher dsmU endigte, daß Eagan, der Schenl- Baltimore, Md., Dienstag, den 10. Juni 1873 Halter, seinen Gegner niederstach. Beide wa ren zur Zeit angeschossen. Zn Du b u qn e, lowa, zog der Polizei marschall Brooks ans, um Chs. Haines we gen Spirttuoseu-Verkauss (in dem republ. lowa sind die Temperenzler ebensalls oben auf! zu verhaften. Dabei kam cs zu einem Handgemenge und der „zufälligen" Entla dung des Revolvers des Polizei-Marschalls. Eine Kuael tras Hrn. H., welcher aus der Stelle aetodtet wurde. In Ciucinnati zerstörte vorgestern ein Brand einen großen Waarenspeicher der „Ma rietta-Ciiicinnati- Bahn-Co." 1400 Fässer Oel, eine Menge Marmorblöcke, 25 Fracht karren und 17 Wohnhäuser wurden ein Raub der Flammen. Das Feuer dehnte sich auch nach dem Bauholzhofe von Robert 6- Comp., A. McDonald K Lomp's Steinöl-Ra'finerie :e. aus, und der ganze Verlust erreicht über K 150.000. Ter „Zufall" wird als Ursache des Brandes vorgeschoben. In New N ork brannte vorgestern Mor gen das Etablissement der „N.-J. Pie-Lacke rei", hinter Sullivanstr., nieder. 30 Pserde kamen in den Flammen um's Leben, und der angestisrete Verlust erreicht 5125,000. di an er - A geute n werden lrotz der Quäkeipolitik mitunter noch großeSchusle ernannt. Ueber den zum Agenten der Chip pewa-Jndianec am Lake Superior ernaunlen E. Henderson z. B. theilt ein Blatt in Fayel teoille, Ark., Folgendes mit: „Henderson kam als flüchtiger Verbrecher, nachdem er sich in Zaiiesvllle, 0., der Fälschung schuldig ge macht, nach Fayetteville. Während seines vierjährigen Aufenthalts in Fayetteville war sein Leben voll gemeinen Schwindels und schamloser Schurkerei. Der Redakreur in Fayetteville ist der Ansicht, Hendcrfon's Er nennung bedeute die Beraubung der India ner, oder der Regierung, oder noch wahrschein licher die Beraubung Beider. Kaun man sich wrirideni, wenn die einem solchen Schurken preisgegebenen Indianer feindselig gegen die Union auftreten?" Die Ehicago'er „Union" sagt im Betreff des letzlen Kampfes gegen die dortigen T e perenz-Fanatiker : „Die Wahl war für die Deutschen ein zweites Shiloh, wo von den 40,000 Mann der Unionstrnppen 30,000 am User de? Flusses uuler dem Schutze der Kanonenboote in vollständiger Sicherheit auf dem Grase ausgestreckt lagen, während etwa 10,000 ihrer Cameraden zwei Tage den schau derhafte» Anprall der ganzen feindlichen Ar mee aushielren. Alle Ehre dem deut'chen Häuflein, welches sich in der sechsten, sieben ten, elften, fünszehnren, sechzehnten, sicben zehnten, achtzehnten, ncunzehiiten und zwan zigste» Ward mil den Temperenz-Mnckern herumschlugen, während ihre Cameraden in den Biersalous herumlagen nnd auf die Tem perenzmncker schimpften, daß es eine wahre Freude war und andere Pflichtvergessene ihrer Landsleule aussen verschiedenen Picuics den Herrgott einen guten Mann sein ließen. Wol len die Deutschen sich von dem puritanischen Drucke befreie», der aus ihnen lastet, dann dürfen sie nicht die kleinste Gelegenheit vor übergehen lassen, den schlauen Gegnern ihre Stärke sühlen zu lassen, d. h. bei jeder Wahl insgesammt zu stimmen. Sind sie zu träge oder zu gleichgültig, dies zu thun, dann ist all' das Gerede über deutsche Einigkeit, nnd alle enthusiastische Massenversammlungen, all' die Proteste, Resolutionen und Organisatio nen für die Katz'." Von Guaramala kömmt über Ha vanna die Depesche, daß der Präsident der Republik die Religionsfreiheit verkündigt hat und demzufolge sosort der Bau mehrerer pro testantischer Kirchen in Angriff genommen werden soll. Der Elkhornfluß in Nebraska ist seit einigen Tagen aus den Ufern getreten. Eine consequente Te m Pere n z - Ent scheidung hat Samstag das Obergericht von Massachllsetts erlassen. In Boston klagte ein reicher Häuserbesitzer nm SKOO Hansm<elhe gegen einen Wirth. Das Bericht entichied, daß der Häuserbesitzer zu keiner Miethe berech tigt sei, weil er gewußl habe, daß Spirituo sen in dem Hause verlaust wurden. JnNorwalk, Eonn., ist Sonnt«; der Oberrichter Thomas Butler ge storben. Wenn Viktoria Woodhnll auch nicht als glänzendes Muster ächter Weiblichkeit gel ten darf, so ist sie immerhin eine interessante Erscheinung. Sie dars sich mit Recht unter rechnen, und ihr lockeres L:ben, ihre verschro benen Ansichten werden kanm schwer genug wiegen, um Das, was an dieser Frau bedeu. tend war, ganz dem Gesichtskreise der Zeitge nossen zu entrücken. Von einer ungebildeten Bauerndirne zur Leiterin eines Baukinstituls, Redaktrice einer Zeitung und Agitarorin so zialer Fragen ist immer ein merkwürdiger Schrill, mag nun noch so wenig Solides und Eigenes in ihrem Wirken gesteckt haben. Die vielen gerichtlichenSlrapazen haben ersichtlich ihren Geinndheilsinstans gesährdet uns ihre schwere Erkrankung herbeigeführt. Neuere Depeschen sagen allerdings, daß sie etwas bes ser ist, scheinen aber in ihre schtteßliche Wie derherstellung kein großes Vertrauen zu setzen. Aus Oregon kommt ein erschütternder Bericht über die Niedermetzeln»g mehrerer ge fangenen Modocs durch Weiße, wahrschein lich Freiwillige von Oregon. Der Mord die ser Leute war weder provozin noch gerechter tigt, denn gegen keinen derselben lagen schwere Anklagen vor. Man hat seiner Zeit viel über die Ermordung des Gen. Eanby gesprochen; dieses Massacre, durch welches sich die Träger der Civilisation befleckten, läßt das Verbre chen des Cgpt. Jack in einen: milderen L:chte erscheinen. Gestern stürzten drei Anstreicher von einem Gerüste der Eis en bah n brück e bei Eoa tesville, Pa.; zwei wurden anf der Stelle ge lobtet und der dritte schwer verletzt. In Eamden, N.-J., wurde gestern das Soldatendenkmal zu Ehren der im Bürgerkriege gefallenenFreiwilligen von Ne w seierlich eingeweiht. Das Städtchen Newburgh, N.-A., wurde gestern von einer verheerenden Feuers brunst heimgesucht; dieselbe brach in W. O. Maillers K Eo.'s Magazin an der Fionlslr. aus und geisf rasch um sich. Verlust «509,. «00. Obgleich F e u ers b rü n st e in den Ver. Staaten nwas Allläg iches sind und die Ru brik „Brände" in unseren Depescheuspalten langst eine stehende geworden ist, hallen wir doch lange keine solche Anzahl verheerender Fcnersbrünste zu beuchten brauchen, als ge stern. Von Toledo, Boston, Detroit, Cm xinnati Berichte vor, daß das zerstörte Eigenthum auf Hilnderttanieil».? geschäht wird, der zahlreichen kleinen Affairen, die sich in den unteren oder oberen Zehnlausenden Wel ten, gar nicht zu gtdenken. Wie viel Ver brechen und Leichtsinn mit diesen Vorfällen zu thun haben, haben wir schon früher ein mal angedeutet. Spanien hat schon wieder eine Revolu tion erlebt, die, wenn sie auch weniger Aus sehen mschte, als die Abdankung Amadeo's, immerhin wichtige Folgen haben wird. Senor Figu'ras, der bisheilgePräsident derßepublik, Hai abgedankt; er empfahl, sofort die söderale Republik zu erkläre». Dieses thaten die con stftnirenden Cortes auch bald darauf, nachdem sie vorher den S«ni,c Pj i' Margall zum Mi nisterpräsidenten erwählt halten. Als il-a -ter sein Eabinet nichl bestätigt wurde, war man froh und nahm Figueras und sein frü- Ministerium wieder, EinSonittagskind - die föderale Repub likin Spanien. Kluge Km der werden jedoch nicht all.' Die «in letzicn Fxeitag im hohen Alter zu Hamburg velstorbene Wittwe Friedrich Wilhelm's l!l., FiirstinAugusta zu Lieg, uiy, war eine Tochter des Grasen Joseph v. Harrach, am 30. August 1800 geboren. Sie lernte den König in Töplitz kennen uns wur de am 9. Nov. 1824 morganatisch mit ihm vermählt. Durch die treue Pflege, welche sie öem ML»axchen angcdcihenließ, so wie durch ihren Wohlthättgleilsj.nn erwarb sie sich in ihrer schwierigen sowohl die A titung des königlichen Hauses, als auch die des Volkes. Te!tgraphLsche Tepesche^ (llen der „Aünciirten Prsfft" sijr den „Eorrespoadei!, icn" berichtet.) Europäische Kabklberichte. Snttqart, 3 Zum.—Der Kaiser von Siuhiand ist von Wien hier eingetroffen. Wiesbaden,S.lani»—Stx SKqh von Perstcn ist hier angekommen; erwirb nach London weiter reisen. London, s. Juni. Im Herren!,om'e brachle heute Sarl Russe» eine Bill ein, welche die' bessere Legierung von -Irland bezweckt; dieselbe schafft das'Ämt des ab und liersügt, daß künftig ächt Geschworenen gmügen sollen, einen Spruch zu fallen. Der Zweck dieser Maßregel ist, die Gewalt der Priester zu beschränken und die Verurtheilnng von Verbrecher» zu erleichtern. London, 9. Juni, Uhr Nachm. —Der

Alexandra-Palast ist gänzlich durch Feuer zer stört worden. Von dem prachtvollcnGebäude ist nur noch ein Haufen Trümmern und Asche übrig. Sieben Personen kamen bei dem Brande um's Leben. Die Zeistöruug des großartigen Palastes hat in London große Urmeguirg verursacht. (Spater.) Der Gesammtverlust bei dem Brande des Alexandra Palastes wird auf 83,000,000 geschätzt;' die Versicherung beträgt K6OOMO. Das Feuer entstand durch die Unvorsichtig keit einiger Arbeiter, welche das Zinkdach re parirtcn. Niemand wurde gelödter, wie frü her berichtet, aber mehrere Perjonen wurden viiletzt. Ter Waffervorrath war sehr gering, wes halb das Fener sich so rasch ausbreilere. In Zeit von einer halben Slurrde, nachdem der Femr-Allarm gegeben wurde, war das ganze Gebäude irr Flammen gehüllt, und einer nach dem anderen der großen Thürme, welche es Überragren, stürzlcir mit vonnerähnlichem Ge töse ein. Die große Orgel wurde zerstört, aber einige werthvolle Bilder und andere Krinstweile wurden gerettet. L 0 nd ou, 9. Juni. Eine Depesche von Dublin bringt die Nachricht, daß ein großes Feuer in einer Zimmermannswerkstätte da selbst wülhet. Eine große Menschenmenge, welche Plünderung beabsichtigte, verhindert die Anstrengungen der Löschmannschaft, das Feuer zu bewältigen. Unter anderen Angriffen bewarfen sie die Feuerwehr und das Delachement Soldaten, welches, um Ordnung aufrecht zu erhalten, daselbst posliit war, mit Steinen. Dieie feuerten auf den Pöbel und verizjundetenViele. Der Mayor der Sradt war gegenwärirg, ein Stern traf auch ihn. Die größer Aufregung herrscht in der Nähe desFeuers, und dieScene während des Fenerns der Truppen war schreck lich. Eigenthum im Werthe von Kl 00,0»0 ist bereits zerstört. Paris, 8. Juni.—Prinz Jerome Napo leon sprach gestern ber'm Präsidenten Mac- Mahon vor und dankte für erwiesene Freund lichkeiten. Die Zeitung "I.L Lors>r>re" wurde aus An ordnung des' Gen. L'Admirault unterdrückt. Die heutigen Rennen waren sehr zahlreich besucht. Unter den distinguirteu Anwesenden war Pläs. MacMahon, der Herzog de Brog lie, Möns. Buffett u. A. Der franz. Ren ner „Boiard" gewann den ersten Preis. Paris, 9. Juni.-Die erste Rate der letz ten Milliarde der Kriegs-Entschädiguiig an Deutschland wurde am vergangenen Samstag gezahlt. Bei der gestrigen Mnnizipal-Wahl in Lhon, welche unter einem kürzlich von der National- Versammlung angenommenen Gesetze slolt sand, wurden 35 von 36 radikalen Eandida ten gewählt. Madrid, 9. In», Abds. —Die Sitzung der Eones gestern Nachl war eine der stür mischsten, deren man sich erinnern kann. In Folge der herrschenden Konfusion in der Kam mer uno einer Gebeimsitzur.g, bei welcher Be richterstatter ausgeschlossen wurden, sowie we gen der späten Stunde der Vertagung waren die Morgenblätter nicht im Stande, einen vollständigen oder wahrheilsgetreuen Berich! über die Verhandluugen zu erlangen, und da t,er gerieihen viele falsche Gerüchle in Umlauf. Ebenso ist n. A. der Berich! unwahr, daß da? von Seuor Pi y Margall vorgeschlagene Mi nisterium bereits bestätigt sei. Das Haus verwarf schließlich sein Ministerium und for dert den Senor Figueras auf, das alte Eabi uet wieder herzustellen. Madrid,!). Juni. Kurz nach der An nähme des Beschlusses, die föderale Republik definttiv zu proklamiren, setzten die Eones die Sitzung bis zum Abende aus. In der Abendsitzung schlug Senor Pi y Margall das folgende Ministerium vor: Mi nister-Präsident ohne Portefeuille: Senor Pi y Margall; Minister des Auswärtigen: Cere vera; Justizminisler: I. Predical; Kriegsmi nister: Eslevany; Minister der Colonie'n: Sorni; Finanzmliiisler: Carvajal; Marine- Minister: Oreiro; Minister der öffentlichen Werke: Palanca. Nach einer hitzigen Debatte wurde das neue Ministerium von den Eorles in der Geheim »ivnng bestätigt. Die Stadt ist heute in großer Aufregung, besonders über die Handlung derEonstituaiile, indem dieselbe d'e söserale Republik Prota mine. VolkSmassen versammeln sich auf den Straßen nnd Störungen sind sehr wahrschein lich. Der Depulirte Blanc stellte den Antrag, daß nach geschehener Proklaisttrung der föde ralen Republik die Eorles sich vertagen und die Mitglieder sich an die Spitze an der Volo ntäre ihrer resp. Provinzen stellen sollen, um sämmtlich in's Feld zu ziehen und eine groß arlige Anstrengung zur Ausrottung der karli stischen Rebellion zu machen. R 0 m, 9. Juni. Das Begräbniß des Signor Ralazzi fand gestern unter Begleitung einer großen Menschenmenge statt. Viele Per sonen hingen 'ch.varze Fahnen vor ihren Häu sern aus, um ihre Achtung für den Verstorbe nen zu bezeigen. ScdlffS-Bericlite. Qneeust 0 wn, 9. Juni. Die Dpfr. „Idaho" und „Baltic" sind von New-Hork hier angekommen. S 0 uthamPt 0 n, 9. Juni. —DerDpfr. „Bremen" traf von ein. Piljm 0 uth, 9. Juni. Dex Dampfer „Silesta" kam von New.?)?rk an. Nkarlt und Börse. London, 9. Juni, 11 Uhr Vorm. Consols eröffneten zn 91 t sür Geld und 92K für Brief. „Amerikaner," 'tiüer9lZ; '67 er 945; 10.40 er 884; Nene Fünfer 89i. Eric 48. London, 9. Jnui, 2 Uhr Nachm. Eric 485. London, 7. Juni, 5 Uhr Nachmitl. Die Diskonto Raten für aus drei Monate lau fende Note» waren um 5 pEt. unter den Ra ten der „Bank von England." Consols schlössen zu 94i sür Geld und 925 für Brief. „Amerikaner," 'Lser 9ljl; '67 er 945; 10.40 er 88j; neue Fünfer 895. Eiie 48H. L lverp 001, S. Juni, 11 Uhr Vorm. Baumwolle eröffnete stelig; Oberl. 8j; Orl. 9i; die Verkäufe werden auf 10,000 Ballen geschätzt. Liverpool, 9. Juni, 2 Uhr Nachm. Baumwolle fester, aber nicht hoher; Verkäufe 12,000 Ballen; Spekulation und Ausfuhr 2>M do. Antwerpen, Juni. Petroleum zu 40 Francs. Liverpool, 9. Juni, ü Uhr Nachm. Baumwolle schlag: Oderl. 8!; Orleans 9H; Verläufe 12VU Ballen; Spekulation u. Aus. fuhr 200 V do.; amenk. 7750 do. Verkäufe von Savannah oder New-Orlcans verschiffter Baumwolle im Mai zu 8 !3jiL; von deniel ben Häfen fällig im Inni u. Juli zu S Ijlo. --Verschiffungen von New-Oilcans, im Juli und August fällig, zu U Ijlö. Liverpool, 9. Juni, Abends. Raffi nirtes Petroleum IZ-14jä. London, 9. Jaui, Abds. Leinöl Terpentin-Spiritus 3L-- 3Ls 66. Mund - Tepescyen. Schreckliches Mässacre vM gcsa»»ve en Mvdocs. Attnf sirieff:r werden von zwei ÄlZcgclagern erlchossen. Eine Squaw verwundet. Capt. Jack stellt in Abrede den Gen. (sas,l>y ermordet ;u haben. Die gefangenen Mooocs.-Zwei Klq ger gegen die erste» ÄVörder. Eine aufregende «Scene in Ge genwart des Gcne'al» Davis.— <j?r?itclte Blutrache. Sa tl Fraltzis >o, h. Äuni. -- Depe schen sind heute Abend yon Lolzte?s Camp in Nreka ejtWttofsen, welche Folgendes melden-, Bald nach der Anllsnsi der nen in diesem Lager ließ Gen. Davis den U nsiedlern am Tule-See und am Lost-Rwer sa gen, daß ei wünsche, sie machten hereinkom men und die gesangenen Mörder identisiziren. Uni 6. Juni erschien Frau Boddy mit ihrer gleichfalls oerwiltelen Tochter, Frau Schiera; ihre 'Mnncr von den Uodocz ermordet worden. Sie erzählten die folgende Leidensge schichte: „Boddy und Schlerä ließen sich im August v. I. aus drei Abtheilungen Landau, Lost River mit ihren Familien nieder. Am Morgen des 2S. Novdr. V.J. wurde Capt. Pande in der Nähe ihrer Ansiedelung von eiisßr Abtheilung Freiwilliger angegrif ! fen und zurückgetrieben. Hooker-Jim und ! eine Abtheilung besanden sich am nördlichen Ufer des Flusies, sie wußten aber recht wohl, daß Capt. Jack eine Niederlage erlitten hatte. Am Boi mittag desselben Tages wurde Loddy nebst seinem Schwiegersöhne Schiera vouHoo ker-Jim und seinen Leuten ermordet, während sie, leine Gefahr ahnend, Holz fällten und ihre Schaafe weideten. Der Agent auf der Daiirox-Reserve hatte den Ansiedlern versprochen, sie von jed r feind lichen Bewegung der Indianer zu unterrich ten, der Bote, welcher an Boddy geschickt wor den war, that jedoch seine Pflichl nicht, und so ersuhreu die Hroueri erst von dernMassacre, als Boddy'S Gespann ohne Fuhrmann, aber mil Blut bespritzt ankam. Die Frauen mack leu sich aus und fanden einige Meilen von dem Hause eulsernt die blutigen Leichen; sie sahen auch die Indianer HiWker Jim, Long'Jim, Curlep-Headed. Doktor, One - Eyed- Mouse. Rock-Dave, Hump-Jerry und Hoolec-Zim's Sguaiv, welche nach dem Hause eilten, um noch weitere Opfer zu suchen. Beide Frauen firichtelen nach der nächsten Ansiedluiiz und tamen ganz erschöpft in dem Haufe eincSHrn. Rapp an." Gen. Davis ewpfiuz die Frauen freund lich, wies ihnen Quartiere an und versprich ihnen, zur Wiedererlangung ihrer Sachen be hiilflich zu fein. Heule Morgen kehrten Hooker-Jim und Stcainboal-Frank von einer Z-lägigenslreis tour in's Lager zurück und wurden nach dem Zelle gebracht, in welchem sich die 2 Frauen besanden. Hooker-lim wurde von FrauLoddy als derjenigeideulifizilt, welcher an dernMas sacre belheUigl war; er sagle ganz sreimü thig, Long-Zim habe den Löwenantheil von dem Raube erhalten und ihm den Resl über lassen. Während der Indianer dieses sagle, verlo ren die Frauen alle Corilrole über sich. Frau SZiiera zog einen Revolver ans ihrer Tasche und stürzte sich aus Steamboal- Frank, Frau Boddy wollre mil eineni Messer übec Hooler-Jim hersalleu. General Davis ivars sich dazwischen und eittwaffneie die bei den Frauen, wurde aber von Frau Boddy leicht an der Hand verwunder. Die Wilden standen wie Staluen bei diesem Angriffe, sie sprachen!ein Wort und versuchten nichl den geringsten Widerstand. Capt. Jack ist sehr ungehalten darüber, daß Hooker Jim und Steamboar Frank frei und bewaffnet umhergehen dürfen; er kann die Consequenzen nicht begreifen, die daraus fol gen, daß ein Mitgefangener Slaatszenge wer den kann. Am Nachmittag des L. gerielh er in die größte Aufregung; er erhob sich mir Schonchin und hielt eine eindringliche Rede über daslliirechr, welches ihm zugerüzt werde. Scarsaced-Charley jagt, er ser würh-nd dar über, daß die Weißen nicht Alle gleich streng behandelten. Bis jetzt sind 131 Indianer in Gefangen schaft, von denen die Meisten als Mörder pro zesstrt werden sollen. Boyle'S Camp, 7. Juni. General Davis beabsichtig!, mit Eavallerie, einer Bri gade der vienen Arttllerie und Infanterie durch das Klamath-Land nach den Forts War ner und Harney zu und weiter nördlich bis Walla-Walla vorzurücken, um die Indianer einzuschüchtern. Die vorläufigen Befehle für die Bewegung sind bereits erlassen worden. Fairchild'Ranche, 8. Juni, 2 Uhr Morgs. Gestern Morgen um L Uhr gingen John Fairchild und sein Bruder Burgeß zu sammen mit Bogus-Charlie und Schacknastp Jim, von hier nach Boyle's Lager mit den in der Nachbarschaft gefangenen ModocS ab. Noch einige Indianer treiben sich in der Um gegend Kerum, werden aber wahrscheinlich in wenigen Tagen eingefangen werden. San Franzisco, 9. Juni. Depe schen von Boyle's Camp von gestern dttilt, melden die Einzelnhetten eines schrecklichen Massacres von Modoc-Gesangenen, welches vermuthlich von Freiwilligen des Staates Oregon verübt wurde. Am Samstag Mor gen verließ Fairchild in Begleitung von etwa 12 Anderen Fairchilds Rauche am Cotton wood-Creek mir 17 Modoc Gefangenen, dar unter Shacknasty-Jim, Bogus-Charley, Te hee >Zack, Pony und Little-John und eine An zahl grauen und Kinder. Die Indianer befanden sich anf einem von Maulthieren gezogenen WaeM. An der Furth des Lost-River stieß dieharihie auf eine Abtheilung Freiwilliger von Oregon unter Commando des Capt. Hiser. Dieselben umringten den* Wagen und be fragten Fairchild über die Gefangenen. Dieser sagte, es seien Hör - Ereeks mit Ausnahme Little-Johns, doch lägen keine Anklagen ge gen dieselben vor. Fairchild fuhr rasch auf Boyle's Eamp zu, die Freiwilligen begaben sich in ihr Lager in der Nähe von CrowleyS. Fairchild bemerkte zwei Reiter auf der Laud- Straße, welche aus Rocky-Point zueillen, als ob sie ihn dort den Weg verlegen wolllen. Als der Wagen sich den Beiden näherte, sprengle Einer von ihnen herzn, richtete fein Zündna delgewehr auf Fairchild und sagte: „Herunter alter Graukops!" „Auf wessen Befehl!" fragte Fairchild. „Ans meinen," sagte der Mann. „Ich werde die Indianer ermorden, und Sie gleichfalls," war die Antwort. Der Fremde schnitt die Pferde los, Fair child hielt die Zügel fest und sprang vomWa gen. Die Indianer auf dem Wagen baten um Gnaie, die Krieger waren unbewaffnet, sie wußten, daß Widerstand nutzlos war und erwarteten mit Ruhe ihr Schicksal; aber die Frauen und Kinder baten inständigst um Vchonunl. Fairchüd hatte nur ein kleines Pistol und L Zoll von seilten Schläfen enlfern: drohte die Mündung eines Zündnadelgewehrs. Er sagte, die Thiänen kainen ihm in die Auqen und er bat gemeiufchasiltch mit den unglückli chen Indianern um Schonung. Es war eine schreckliche Scene. „Ich werde dieselbe nie vergessen" sagt der Alte, „ich erschrecke, wenn ich daran denke, was :ch sah und hörte. Die Stimmen der Frauen nud Kindcr gellen mir noch in den Ohren. Doch die feigen Mörder ließm sich nicht abhalten. Ein Schng, und Llitle-John brach todt im Wagen zusammen, eine Kugel hatte seinen Kopf durchbohrt. Die Maulthiere sprangen davon,; Fairchild war in die Zügel verwickelt und wurde mitge schleist. Noch fünf weitere Schüsse wurden gehört, welche in rascher Aufeinanderfolge fie len; dieselben galten Techce - Jack, Pony und Mooch, welche sämmtlich lödllich getroffen fielen. Ltttle-Johns Squaw wurde schwer verwundet. Plötzlich erhob sich in der Richtung von Boyle's Camp ciueSlaubtvvtle und oie Mör der entflohen. Sergeant Murphy kam mit 10 Mann von der Batterie G des -j. AriiUelic-Regimenls heran und blleb zum Schutze des Wagens. Fairchild, ein Fuhrmann und die verwnn deie Squaw mit ihren beiden Kindern trafen heute Morgen um 2 Uhr im Hauptquartiere ein. General Davis wurde sofort von dem Mas sacre benachrichtigt. Eine Eskorte wurde aus geiandt, um die Ueberlebeuden sicher in's Klä ger zu bringen. Keine Schritte sind bis jetzt geschehen, um die Möider zu versolgen. Es wird allijemnn vermuthet, daß die Meuchelmörder Freiwil lige von Oregon waren; Fairchild selbst ist der Ansicht. Die ermordeten Indianer waren keines Ver brechens angeklagt, sie hatten sich nur an den offenen Kämpfen beiheiligt. Jeder im Lager mißbilligt dieie grausame Gewaltthat. Es herrscht kein Zweisel, daß das Massaere das Werk eines vorbedachten Planes war, in dem Faitchild in dxr Eitticruung Reiler Hai' le» sag. Wäre John Fairchild, anstalt des James der Begleiter des Zuges gewesen, so würde nach ein Mord zu berichten sein, dem John vim den Oregonlern bitter gehaßt wird. Die Warm-Spring Indianer haben noch 4 Wochen länger zu dienen. Sergt. Elinton liegt im Sterben. Boqle's E a w p, 8. Jsmj.— Da' vis bqtte ein? llntettedung mit Eapt, Jack und Schonchin. Der Äriegshäuplling sagt, er sei von dem Zilamathhäuptting Allen Da vid zum Kriege aufgehetzt worden. Eapl. Jack flelli in Abr.de, den General Canb« ermordet zu haben; er schiebt die Schuld suNeiÄe Lelüe. SanFranziSco, — Die Nachricht hon dem Massacre in Oregon hat hier die größte Indignation hervorgerusen, Die Grausamkeit wird von Jedermann billlgr, Aus Washington. Washington, S. Juni. Die Neve nüe-Einnahmen beliefen sich heute auf 563».- K 54.74. General Sherman ress't morgen nach West-Point ab. Das Schatzamt erbielt heute einen wei ieren Beitrag von Kl2o für den Gewissens sond. —Der amerikanische Schooner „Tcotland" wurde von einem spanischen Kriegsschiffe auf ofseuem Meere angehalten und untersucht. Admiral Jenklns wird eine Erklärung ver langen. Freigabe der Mannschaft der Pola ris-Erveditron. Washington,!). Juni.—Tie Osfiziere und Mannschaften der „Polaris" wurden ge stern freigegeben und erhielten Erkanbniß zum Besuche der Stadt, felbstveiständlich unter der Parole, an Bord der „Frolic" zurückzukehren. Es scheint Nichts vorzuliegen, »m irgend eine Anschuldigung gegen die Leute zu rechtferti gen. Prozeß des Mörder» liZagner. Alfred, Me., 9. Juni. Heute nahm der Prozeß des Louis H. Wagner, derErmor dting der Anelka Metha Christen'en nud des Frls. Christeirseu in der Nacht des 5. März auf der Shoal-Jnscl angeklagt, hier seinen Ari'ang. Die Hotels in der Stadt sind von neugieri- Besuchern überfüllt. DnZahl der Belastungs- Zengen ist sehr groß. Wagner war seit seiner Gefangenschaft in der besten Laune. DerSche riff verbietet irgendwelchen Verkehr mit dem Angeklagten. t>er Geldmarkt. New -?> ork, !>. Juni. Geld leicht zn 4-6. Weckiel flau zu 8 15j16. Gold fest zu II7Z-lI7Z. Obligationen ruhig, aber fester. Sechser 123, '62 er ll7z. Aktien schloffen aufgeregt; New - ?)ork . Central zu 100?, Erie62z, Lake Shore9>s, Pittsburg 87Z, Illinois Central 113, North - Western 74. Priorilälen 84, Rock Island 108j. Bilanz des Uitterschett'anttcs: «>42,938,493, in Gold und in Eourant. Die Edokera in T^nnessee. Memphis, 9. Juni. Man glaubt, daß die Cholera im Zunehmen begriffen ist, obgleich seit leyter Woche die Todesstille mchr erheblich zahlreicher geworden sind. Die Be erdigungen in Elmwood waren 55, gegen 26 in der cocrespoiidiren Woche des vergangenen Jahreö. Neuere »Lcricvte von Mexiko. St. Louis, 9. Juni. Tr. H. H.Wil liams, welcher seil zwei Jahren im Slaate Coahuila gelebt hat, ist hier angekommen. In eiuer Beschreibung über die Begebenhei ten in jenem Lande bestätigt Dr. Williams de» Bericht über die Gefangennahme deS Ge neral Lozada, des RebeUensührcrs, nnd füg! hinzu, dag man glaubl, er sei auf der SleÜe erschossen worden. In Bezug aus General Mackenzie's Ver folgung und Angriff auf die Kickapoo In dianer auf mexikanischem Boden hegt Dr. Williams die Meinung, daß die mexikanischen Behörden keine ernstliche Klagen erheben wer den, da die Letzteren schon lange die Nothwen digkeit eines gegenseitigen Arrangements zwi schen den zweiLändern eingesehen baden, durch welches Jndianer-Maradeurs auf jeder Sette über den Fluß verfolgt und von den Mexika nern sowohl bestraft werden können, wenn das Vergehen aus mexikanischem Gebier verübt wurde, als von den Amerikanern, wie in der Kickapoo-Angclegeuheit. Der Doklor besürchtet, daß Mexiko letzteren Vorfall als einen Präcedcnzsall benutzen und künftig auch Flüchtlinge nach den Staa ten verfolgen wiid. Dieies wird schließlich zu einem Gren;->iriege führe». Natürlich wäre ein solcher für Viele erwünschl, indem derselbe eine Gelegenheit gäbe, einen wetteren selten Fetzen von dem kranken Manne loszu reißen. Es sind bereits Bestrebungen im Werke, we.che zn Unterhandlungen führen können, wornach ein lKebietstheili die Siaa ten Nnevo Leon, Eoahniia, Eyihuahua, So nora, Baja California und die nö.dUche Ecke von Durango umfassend, an die Ver. S»aa ten annekiirl werden soll. Dieses würde die Grenzlinie bedeutend abkürzen. Die V>,r. Zr. würden anf die>e Weise ein Gebiet erlangen, reich au Mineralien, Weideplätzen zc,, da? jetzt in den Händen der Mexikaner förmlich D»e Kutl - Sklaverei auf Tuba. Havanna, 9. Juni. Die veröffentlicht ein Detter des Eapttäns, wel ches der Colontiatioüsgefellichaft fast unbe schränkte Gewalt verleiht. Diejenigen Chi neien, deren Contrakte abgelaufen find, wer den der Gesellschaft übergebe», bis sie ueue Coulraklc unterzeichnet haben. Die „Vos de Euba" schlägt vor, daß man die Kuli's, bereu Contralte abgelaufen find, anstatt der Negersklaven lir den Trancheeii ar beiten lassen. Die „Tribüne" mißbilligt dieses gemeine Zyi'tem, wodurch eme neue furchtbare Art der Sklaverei geschaffen wird. Aus lZanada. Quebec, 9. Juni. Der Dampfer „Pruffian" kam heute Morgen mit der Leiche deS verstorbenen Sir Georg C. Cartier hier an. Der Leichnam wurde auf deu Regierungs- Dampfer „Druid" gebracht, welcher nach Montreal abging. Abermals r»,, <YrubeilXsrand in Neuschottlaud. Halifax, 9. Juni. Am Sonntag ge riethen Kohlen in demLingonsMacht in Biand und das Feuer brennt noch. Die Bergleute weigern sich, in die Nähe des Schachts zu ge hen, indem sie befürchten eine Explosion be fürchten. Ä b r »> al S e> n 0 vte >v - 0 r Vermischte Depeschen aus ° U betrug a^ens Lokalberichte au? Ä!asi,»ngroi,. W as hin z l e. n, v. Zum. waren je» mevreren Wochen in unserer Stavt Ge rüchte im Umlauf, daß die Zellen d:? mmle welchem sich allnüchiltch Geiilcr, ko'pslo'e Frauen und andere uiia,;eiiehmeErsHemun<M zeigen. Der farbige Wächter behaupiet, daß in der Zelle, wo Fvau Faullner, die vor eini gen Jahren ermorde! wurde, lag, und in wel cher später noch andere ermordete Personen zettweilig untergebracht wurden, eine Frau ohne Kops in ledeiNacht umherwandle. Der sriihere farbige Wächler gerieth infolge der Geister, die er angeblich gesehen haben will, in solche Angst, dag er die Blattern bekam u. daran starb. Auch der jetzige Wichts sieUung aufgcben- M asl >. kainpirft in durch die Ter itut. Biirg?rSO.n. Ä-org *i» «r. S«) 4>L -trake! .e»:d in'di-se» Tagen lidcr P.nv York nach T-u schlaud — Die Einnahme»»?? „»euiichin Vel?ranei>°Bundez" am Graberschiiluckuiigstage bcllescnüch auf die Ausgaben sanken auf In den tzäuoen des Nummer 138. ictde gruppiern sich i>ie BUocr scr VV- A ü'ogi, i>hr, üiuppcri, L Btoui, (?, Schmidt. ü!j. I. Biikerschinidl. Chr G (>, Walkte. I.Vlngee mann, i? B.iucr, W. Hcllmus, H Kandier, e! Kneiii, Zwilchen den Portrai» befinde« die Inschri-t: Vermischte Berichte. N ew-V 0 rk, 9. Juni.—Das Geld ist ver soffen uuo das Weiberlist g'lofjen.) Ein TarniitädtischerFabrikant erlangte vorgestern seine kürzlich vou Hause entführte Frau hier in New />ork unter Umständen wieder, die zu den außerordentlichsten gezahlt werden können. Friedrich Palitz, Fabrilant ,11 Tarniitadt, hatte ein armes, aber bildfchöiiesMädchen ge heirathet. Die junge Fran scheint flatterhaft ter Natur gemeien zu fein, denn bald gab sie den Eiuflüilernugen des Bormannes in der Fabrik ihres Gatten, 'Namens E. Fr.lmann, Gehör und nahm mit ihm nach Amerikaßeiß aus, ließ aber zugleich eine Zumme, die eriva K4OOO gleichkommt, mitlaufen. Hier kam das sanbcrePärchen am 2. April an. Paliy fand bald aus, wohin sich die Zwei gewendet hat ten, veijhafftc sich die »öihigen gerichiliche» Dokumente, Arreslbcsehle 11. s. w. und laugle am 14. Mai hier an. Vielleicht hätte er sich die Mühe deS Nachre seirs ersparl, wen» er gewußt hätte, düß leine Thaler, nach dem Giuudsave: „Das Geld üt rund, es muß sich drehn," bereilS in alle Wiude verflogen wa ren, eS sei denn, daß lhn eine außerordeittliche Liebe zu seiner „schöne» Helena" deseelie, die sich »nterdesie» 1» die Arme eines Mannes geworfen, dem er leider ein allzugroges Ver trauen geschenkt harre. Im „Preseolt-Houie" abgestiegen, »ahm er soiorr einen deuischeu Geheimpolizisten in seine Dienste »nd Beide duräisuchle» nun Tag für Lag und 'Nacht für Nacht die ganzeLladt, nameiitlich alle Lager, bierkneiveu de« „ Dcutschländcheiiü." Letzten Freiiag machte ih» endli ti ein Mann darauf aurmerliam, daß er so.bcn mit eine.» Deum städler gcspioch n habe, dessen Aussehen mit dem von ihm Geschilderten übeieingimme, nud der sich l>tzt woyl >u Nr. 23, Ekiyüiestr., befinde. PaliH eilte mil dem Geheimpolizi sie» dorthin und fand daielbst außer dein Lchenkwärter noch zwei gut gekleidete Jndioi dueu, in dem einen er Frilmanii sofort er kannte. Die die nnu folgte, war eine ziemlich ausgcreglc. Palitz fragle den Ver führer feiner Gattin: „kjas hast Du mil meiner Frau gelhan Worauf dieser be ilürzl ausiprang, ihm in's Gcsjchl sah, dann erblaßte und auscisii lenue Sie rnchr, lassen Sie mich in Ruhe. Sie scheinen be trunken zu sein." Palitz fuhr ihm plötzlich au die Gurgel und hätte ihn zuVodeu geivor fen, wenn sich nichl der inzwischen eiiigelre te»e Wiilh Gielde und der Schcnlwärlcr in's Mittel geschlagen htttcn. Beide zöge» nnn ihre PiUolen aus dcrTasche und Palil! drückte los, doch versagte die Wafse. Als Nelbe drohte, er werde die l>olizei holeu, erklärte ihm Palitz, wie er dazu komme, diesen Menschen anzugreifen, und zeigle ihm sogar vefsen Pho tographie vor; Friluialiu beyaup cl stets fort, er wisse durchaus Nichts voueiuc-n derartigen Vorfalle, und eS liege ein Mißgriff vor. schließlich zogen stü> die iiilt deuiWinhe in ein Nebenzimmer zurück, wo Frilmann lhm den Älisenthaltsort der Frau Palitz an zuzeigeii versprach, sofern dieser ihm vei. spreche, ihn nicht weirer zu verfolgen. Das Geld, daö er mitgenommen, sei freilich de» iLeg alles Fleisches gegangen, die Fran habe und befinde sich im oberste» stocke dev TkNeM'NttiialUe-s Nr. 2li«, Foriylhstraße. Dort ia :d sie ihr suchender Gatte uuo das Wiedersehen läßt sich eher oenten, als beschrei ben. Die Fran geiiand oftmals keinen Bis ien Brodeö zur Siillung ihres HiiugcrS be komme» zu haben und' sei nunmehr auf's Gründlichste von ihrcrHlatreihasiigkeit kurrrt. Paliy wird mit seiner amerika-miidcnGemah lin nächsten Donnerstag sich wieder auf den Heimweg beqeb n. A«r die l^clichts- ÄttSsteUuttg '.>! r. 9i, Nord-Charlcsstraße, „Die Kirche der Katakomben," „ eiuMärtyrer s/ Nuivil- Bä.l ii - Gr !cll lch a st der Tlavt Uallimtirc. Bureau sNeynvtdö S 5 Saviu): Ne. 21, Sonlhstraße. Z. P. Retinoids. Da» aulo? sirte Eepital ist in IS,<XX> An» und Äohlon. >n!d A.spalsctes'Ho'» anmachci, wird f.ti ucch irzend einem Theil« der Siadt ' lZum.2,l.'tltie»/) VMcr-Clwl!» für tersuchc cc>,i Par,»,, zs (Siov.ll,lZ) Rr. !>2, Lomdürt-. achcHsulhstr. Vermischte Anzeigen. Geld! >lOXl^' ! Geld! Tic „Vollatcral - Semrity - Bank von Baltimore," Nr. 27 und 2l), West - ,)ayette-, nahe Gaystraße, «r ?? u >d West nahe »er iSahlirare tOUNi?,lZMiel> B 5. Uli man», Aräsitenl. Jedermann, Mn^lMtlitk Gegenseitige Lebens-Bersichernngs-Gesell« sctiaft in Boüon, Mass. assachusettser Nich i er sa 11. 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