Newspaper of Der Deutsche Correspondent, June 11, 1873, Page 1

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated June 11, 1873 Page 1
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F. Ratne, Herausgebe,. Speztal - Notizen. Baltimore Me Insurance Bsfice, Südwest-Ecke von South- und WaterstraHe. Stadl, wie tm Ariern von Eigenthum, Wohn-, Laden-- und Waarenhäuser, Han?-Isg>iter. Ackerbau-Produkte, Möbeln, Haus - ÄerLihschalten, tm Bau bezriilene oder im Haien in Ladung befind liche Fahrzeuge u. I. w. . . Dai Direktorium besteht aus folgenden Herren: Wm. G.Harrts-n, Präsident! «eo. >». Bickers. H David S Wilson, T Josiah Pennwgtou, Morton Stewzrl, »rancis T. .<iwg, >5 Acwcomei. R. E, Steuart, , Wm H-Brune. Israel iäohen, George«. Harnson. «nnüfations.i'ormutarc uno weitere Nachricht über ki.Äe>ellich--il wird »n derOlfice. Siidwcit-Ecke von und Waterstr-iße, ertheilt, wo auch alle Aus iaiort erledigt werden. Versicherungen w.iden aus ir-iend eine >»ist aiigevommeti. welche der Appli- Ar. «oodwortk, «ekr. N. Courtney ä- Bruder, Skr. t 4, Nord - CharleSstraße, Eile der Favetteftraße. 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Die Nachricht von der brutalen Ermordung der Indianer in Oregonhat allgemei nes Aussehen hervorgerufen. Jedenfalls ist die Kunde geeignet, den gefangenen Modocs zu Gute zu kommen, befonders da nach den vorliegendenAngaben die Ermordeten unschul dige Leute waren, und Nichts das brutale Ver fahren Jener rechtfertigt, welche die scheußliche That begingen. Das Land wird mehr, als je, eine sorgfältige Prozefsiruug verlangen uud dabei dürften Thatsachen au's Licht kommen, die den Aufstand der Modocs in einem weni ger grellen Lich'e erscheinen lassen, als man bisher angenommen hat. Die Niedermetze lung der Indianer liefert den Beweis, daß zwischen den Modocs und den „Freiwilligen" Oregon's kein großer Unterschied besteht. (Es heißt jetzt, daß die militärische Prozessi rung dcr Modocs begonnen hat.) InNew »or k ist der junge Vatermör der Walworth als „Mörder ersten Grades" in Anklagestand versetzt worden. Der Mörder Stokes hat einen nenenPro zeß erhalten. Das Gutachten, welches den Spruch des New Aorker Appellations-Gerich tes begleitet, läßt die Annahme zu, daß Sto kes dein Galgen entgehen wird. Das Unter gericht habe z. B. die Beweisführung ausge schlossen, daß Fisk den Stokes bedroht habe; außerdem habe das Unter-Tribunal mehrere Unregelmäßigkeiten zugelassen, die vomßcchts. Standpunkte aus dem Angeklagten zu Gute kommen müßten u. s. w. In San Franzlsco hat dcr Mayor die Verordnung, welche vorschreibt, daß chine sischen Gefangenen der Kopf abrasirt werden müsse, mit feinem Veto belegt. ES sei das eine Verletzung des Vertrages mit China, eine ungerechtfertigte Prozedur und stehe im Wider spruche mit unfern eigenen Landesgesetzen. Wer weiß, welchen Werth der Zopf für den Chinesen hat, kann sich die „hohe" Bedeutung dieses Veto's für den Einwanderer aus dem „himmlischen Reiche" erklären. Ferner hat der Mayor die Verordnung verworfen, welche chinesische Weißzeugwäfcher einer vierteljährlichen Abgabe von HIS unter wirft. Selbst die Gegner der chiuesi'cheu Ein wanderung billigen dasAuftreieu des Mayors und zollen ihm ihren Beifall. In St. Paul, Miuuefota, ist der be kannte Deutsche Heinrich Herwegen, früher ui Ciucinnati ansäßig, mit Tode abgegangen. Inßrookly n,N..J., hat man inErman gelullg einer anderen Sensation den Go o.d - rich-Mord wieder auf's Tapei gebracht. Es foll, wenn möglich, durch Experte festge stellt werden, ob ein Mord oder Selbstmord, au welch' letztere Annahme die Polizei noch immer hartnäckig glaubt, vorliegt. Zwei Aerzte follen ihre Ansicht kundgeben, ob Wahrscheinlichkeit vorhanden fei, daß ein Mann so viel Kraft und Bewußtsein besitzen könne, sich fernere Wunden zuzumgeu, nach dem er sich bereits eine Kugel in'S Gehirn ge jagt hat. Der Spanier Roscoe, dcr so eifrig gesuchte vermuthliche Mörder, konnte nicht gesunden werden, ebensowenig das mystische Weib Kate Sloddard, irotz der auf Ergrei fung des Mörders ausgesetzten Belohnung von tzSSOV. Es ist alle Aussicht vorhanden, daß dieserGoodrich-Mord gleich dem Nalhan'- schen zu den ungelösten Räthseln in derErimi nalistik gehören wird. Die ~'N.-Ä). Stsztg." sagt über den jungen Vatermörder W alworth: „Der ju gendliche Mörder icheint ein gebildeter Mann zu sein. Gebildet, aber nicht erzogen, wie die meisten jungen Leute unserer Höheren siände. Es ist wahrhasttg kein beneideuswerthes Lovs, in den feinen Schlafzimmern unserer Aristo kratie erzeugt zu werden. Entweder wird man in Folge der Bequemlichkeit der luden Mutter durch Abortion beseitigt, ehe man Licht der Welt erblickt, oder man kommr wirk lich auf die Welt, eine Plage für ine Mutter und eine Qual sür deu Vaier. DcrVater muß in's Gefchäft, er muß Geld machen; seine einzige Leistung bezüglich der Erziehung seiner Kinder besteht' darin, daß er für das nöthige Geld sargt. Kann er das nicht mehx, so wird er als Gatle und Valer abgesetzt. Die Mntter glaubt genug gethan zu haben, wenn sie ihr Kind auf die Welt kommen läßt. Dann ist es Sache der Amme, das Kind zu fangen. Dann kommt das Kindermädchen und führt es spazieren. Dann kommt der Hauslehrer. Und fo wird das Kind groß und gefcheidi dazu und das nennt man Erziehung. Aber der milde versöhnende Sonnenschein der Familie erwärmt das zarte Herz nicht und man wächst heran mitten im Glanz einer verfeinerten Ci vilisation mit der Rohheit einesßarbaren, der nie ein herzerhebendes Wort vernommen har. Wir wollen nicht behaupten, daß dieses Bild auf unsern Fall durchweg passe, aber das ist gewiß, baß der Mangel an Famikiencrzichung und die innere Rohhcit des auleritanischenFa. milienlebeus auch hier eineHauplursache bildet. Die ruhige Fassung des jungen Vatermörders nach dem Verbrechen beweis'!, die Trag weite feiner himmelichreienden Sünde nicht begreift, „Wein Vater hat mich und meine Mutter zu irfchießeu gedroht, und hielt ich eS für das Beste, daß er sterben folle." Das ist eine Logik, die das Blut in dcn Adern gerin nen macht. Mit derselben Logik erschlägt der Canmbale seinen Vater, weil er ein müßiger Kostgänger ist und ihm dadurch das Leben sauer mächt." Gilmore's musikalische Jubiläums feier iu Chicago hat sich als ein arger Fehl» > schlag erwiesen. " In New-H am pshire denkt man ernst- lich daran, die Clause! der Staats Constitu tion, welche nur Protestanten sür das Gou verneurs-Amt oder als wähl bar erklärt, aufzuheben. Von Binghampton, N.-A., kommt - wiedee ejne grauenhafte Geschichte. Dort starb soeben die W Jahre alte Wittwe Rosa Connilty. Nachdem sie begrabzn war, kamen Thatsachen au's Licht, die zu einer Untersu chung führten. Tiefelbe hat nunmehr erge ben, daß die mit einem gewifseiiTonnuig ver heirathete Tochter dcr Alten die Letztere zu Oesterm grausam mißhandelt und dadurch ihren Tod herbeigeführt hat. Es wurde be- > wiesen, daß die Alte wenige Tage vor ihrem Tode vom »sopf bis ?u den Füßen blutig ge- < schlagen war uud am Hinterkopfe eine große Wunde hatte. Die Kinder der unnatürlichen ' Mutter standen der Letzteren bei und zeugen beschworen, daß sie sahen, wie die alte Frau von ihren Enkeln gepeinigt und geichlagen und dabei von der Mutter aufgemuntert wur den. Die Muttermörderin ist vcrhaflcl wor den und hat mit ihren beiden jüngsten Kin dern das Gefängniß bezogen. Hr. John Swift, vor 30 Jahren Mayor von Philadelphia, starb gestern Mor gen in seiner Wohnung in dem vorgerückten Alter vou dreiuudachizig Jahren. Seine Gat tin, eine Tochter des verstorbenen Commodo res Truxton, überlebt ihn. Ein Namens Ferram, bat ei nen „Fuukenfäuge r>" jür Eijenbahnlo komoliven erfunden. Dieie neue ist fo beichassen, daß sie einen bedeutend geftei gerten Luftzug zuläßt, während die Boriich lung gieickzeitia alle glühenden Kohlen, Asche und Ruß auffängt. Weitn sich diese Ei sin dung wirtlich bewährt, fo wird sie stch uisi-e -fondere inÄmenka nützlich erweisen, wo durch die Funken der Lokomotiven fchon fo viel Ei genthum ZuGruude gerichtet wurde, aber auch von allen Paisagiercn wird sic sreudig begrüßt werden, denn das Eifmbghiifahren wird u.ii Vieles „reinlicher" fein, und m»n Wird keine Gefahr mehr laufen, bei'm Hinansschaueu Ms dem Wageusenster die Augen zu bcschä d»acn. °Jn Troy, N.-N-, schreibt eben ein amen kanischer Gelehrter die Biographie von Methusalem. Er arbeitet schon 5 Jahre an dem interessanten Werke und ist bereits bei deu Knabenjahren des Patriarchen ange langt. Die Beschreibung der Turnübungen, worin Methusalem damals ein Meister war, sollen äußerst interessant sein. Da sage noch einer etwas über die Pedanterie dcr deutschen Professoren. Am Blackwood-Creek, in N e b r a s k a, ka. men K Soldaten in dem großenGcwittersiurm am letzten Dienstage um's Leben. Die An deren retteten sich, indem sie aus Bäume tlet- Letten, aus deneii sie 18 Stunden auszuhalten gezwungen waren. In T oro n to', Canada, richtete etnc Feu ersbruiist sür »50,000 Schaden an, Die »22,000,000 Erbschaft der Familie Burnham, welche dieselbe aus Europa hoffte, erweist sich als eine Illusion. Nicht Allen dürfte es begannt sein, daß der Dichter uud ssonivonist von "Uomv. -neet liomö," dem maii vemuuchst jm Prosvect-Park zu Brooklyn, bei New-?)ork, ein z»; zu setzen gedenkt, sichlohn Payne nennt. Derselbe lst 1792 in dcr Stadt Ncw-Sjotk ge boren und hat ein höchst bewegtes Leben ge suhlt. Er war der Reihe nach „Clerk," Mit arbexter anZeitungen, Literat imAllgemeincn, Schauspieler und Operacompomst und auch . Diplomat, in welch' lctztererEigenjchaft crdas Cynjulat in Tunis bekleidete. DM starb er Baltimore, Md., Mittwoch, den 11. Juni 1873. nach einer langen und schmerzhaften Krankheit de zu Paris in einer Dachkammer componirt, während Payne, fern von der Heimath, sich in dcr größten Noth befand. Das Lied ist also, wie mebr oder minder alles Bedeutende und Epochemachende auf dem Gebiete dcr Kunst mit dem Herzblut geschaffen. Es wurde zuerst im „Covent-Garden-Theater" zu Lon don mit glänzendem Erfolge von einem Frl. Tree vorgetragen und rasch so beliebt, daß die Verleger in zwei Jahren 100,000 Exemplare davon verkauft und KIO.OOV dabei verdient haben sollen. Frl. Tree eroberte sich mit dem Liede das Herz eines Cröfus Albion's und der Theaterdirektor Kemble machte glänzende Ge schäfte damit. Payne hat auch eine Oper, „Clari," componirt, die ihm aber ebenso we nig einbrachte, wie "Home, s>veet liowk-." Die „N.-N- Zveniiig Mail" theiltediefer Ta ge zwei noch nicht publiurte Strophen zn dem Liede mit, die von Payne herrühren sollen und die dieser im Winter 1833 oder 1834 in Lon don einer amerikanischen Dame als Andenken geschenkt haben soll. In Alfred, Me., wurde gestern der Prczeß gegen den Mörder Wagner unter gro ßer Aufregung der Bevölkerung fortgesetzt. Der Verbrecher legte eine bemerkenswerthe Ruhe uud Gleichgültigkeit an den Tag. Aus Milwaukee.Wtsc., wird berichtet, daß die Waizenv orräthe in den dortigen Speichern sehr bedeutend sinv. Die Zufuhr vom Lande überstieg in diesem Jahre die des letzten Jahres um 3 Mill. Büschel. Präsident Grant wurde gestern Abend in West-Point gebührend empfangen und wird bis zum Donnerstag oder Freitag blei den. Der Cure von Santa Cruz, weicheres in seinen Blutthaten bekanntlich sogar dein Don Carlos zu arg machte, hat dessen Sache verlassen und will eine katholische Republik proklamiren. Da auch die Leiter der jetzigen Republik Katholiken sind, so können wir den Zweck der von dem Cure angestrebten Staats form nicht fehen; sür Theolratie'n ist das IS. Jahrhundert keine günstige Zeit. Die Nachricht von derEinfetzung einer neuen Regierung inSPanien war falsch; die al ten Minister verbleiben im Amte uud dadurch wird der ungünstige Eindruck, den es machen mußte, daß Figueras uud Castelar, die beiden größten Talente der republikanischen Partei, von der Leitung zurückzutreten fchienen, wieder aufgehoben. Die Situation ist trotzdem eine bedenkliche. Die Veränderung der Lage in Frankreich wirkt auch auf Spanien zurück und hat das Vertrauen der Republikaner zum Er folg ihrer Sache erschüttert. Nur durch Ei nigkeit und Tbatkraft könnten sie die Gefahr befchwöten, aber beide fehlen ihnen und fo mehren sich die Aussichten, daß ihnen bald eine Militärdiktatur die Gewalt entreißen wird. Die gestrigen Verhandlungen der sranz. Nationalversammlung werfen ein eigenthümliches Schlaglicht auf das Preß- Misere iu Frankreich. Gambetta enthüllte den Plan des Ministeriums, der auf systematische Beeinflussung und Controle der Provinzial- Presse abzielte. Dcr Minister des Innern nahm keinen Anstand, das betreffende Cirku lar zu vertreten, und die Versammlung er theilte der Regierung ein Vertrauensvotum. McMahou ist bekanntlich bei Louis Napoleon in die Schule gegangen; wenn erso sortsäh.t, kaun man ihm vielleicht noch das Compli ment machen, daß er seinen Schulmeister über trifft. Der Regierungs- Wechsel in Frankreich vollzog sich bekanntlich an einem Samstage. Amerikanische Sonntags- Blätter hatten die ausführlichsten Berichte darüber. Die deutschen Zeuungeu (Kölnische, Allgemeine zc.) hatten m ihren Montaqs- Nummern eist einige dürftige Depeschen (we nigc Zeilen). Wenn die Herren Journalisten in Berlin, die neuerdings nach Amerika eine Offerte ;ur Lieferung von Depeschen schickten, die deutsch-amerikanische Presse in dieser Weise bedienen wollten, so müßten wir sie schleunigst wieder absetzen; es wäre also besser, sie über legten sich erst, ob sie sich auf die Höhe ber amerikanifcheuPrrsse <u schwingen vermögen. Das erwähnte Exempel mahnt uns wieder holt, sie daraus aufmerksam zu machen. Das Kabel meldete in vorletzier Nacht die Braudzerslprung desAlexandra- Palastes in London. Der Verlust ist ein schwerer. Am Samstag, den 21. Mai, wurde in demselben eine groge Industrie- und Agrikultur-Ausstellung imßeisein vielerTau seude von Zuschauern mit einer großen musi kalischen Aufführung eröffnet. Die Blumen- Ausstellung soll die schönste gewesen fein, die man in England je gesehen hat. Es waren Gemälde der nsten Meister England's mit ausgestellt. Das Gebäude wurde unter der Patronage des Prinzen von Wales, nach des sen Gemahlin es benamt ist, aufgeführt nnd enthielt eine dcr größten und fchönstenConzert- Hallen England's. Es sollte nach der Ans stellung eine Art Pensingtou-Mufeum für das Volk werden. Die Pläne zu dem Baue rühr ten von dem hekannten Poxton her, dcr auch die Zeichnungen sür den Sydenham-Crystal- Palust lieferte. Der Brand hat in allenötrei fen London's fchmerzhast berührt. Dem treuesten Schüler Äant's, Jakob Friedrich F ri e s , (geboren in Barby), soll am 23. August ds. Js. zum Gedächtnisse seines 100-jährigen Geburtstages in Jena ein Denkmal gesetzt werden. Die Gerüchte über eine Peiständigung der Cabinette wegeu der Papslwahl verstum men mehr und mehr. Die offiziösen Sum men aus Wien verwahren die östreichische Re gierung unausgesetzt gegen ihre angeblichen ElNMischunzSadsichten. Telegraphische Tepeschen. Äi>il der .Associinen Presse" für dcn „Eorrespoaden- Europäische Kabllberichte. Paris, 10. Juni. Verkauf von Journalen in den Straßen der Städte und Ortfckasten?des Rhone-jDepartemeuls ist un tersagt worden. Paris, 10. Juni. Mau sagt, daß Graf von Arnim, der deutsche Gesondte, zu rückberufen wurde, weil er uunöthige Besuche bei'm Präsidenten MeMahon machte. Verf? illes, iv. Juni. In der Na mittag die Linke eine Interpellation wegen der Unterdrückung des Blatte« „Le Corsaire." Möns. Gaaivetla >ies durch Verlesung eines an die Departementspräfekten gerichteten mi nisteriellen Citkularschrcibens vom 4. d. M. die größte Aufregung hervor. Dasselbe zieht genaue Erkundigungen über die Haltung der Provinzialpresse ein und schlägt confidenziell vor, dieselbe durch Subsidieri und andere Be cinflussungsmiitel, welche im Geheimen an gewendet werden können, zu controliren. Hr. Beule, der Mluister des Innern, gab zu, daß dieses Cirkular authentisch sei und übe» nahm die Verantwortlichkeitfür dasselbe. Nach iinir xufaeregten Scene seyte die Rechte ein Lertraueiisvoluni sür gegen 315 Stimmen durch. Diele mung zeigt, daß die Coalition der CoNferva tiven noch nicht gebrochen ist. Madrid, 10. Juni.— Tie Mitglieder der Cories opponiren dagegen, Papiergeld zu emit tiren. Es ist wahrscheinlich, daß eine frei w'llige National-Anleihe vorgeschlagen wird, und wenn das nicht den gewünschten Erfolg h»t, dieselbe zwangsweise eingetrieben werden soll. Madrid, 10. Juni. Genor i-.censz hat als Präsident der coustiiuirendeu CorteS abgedankt. In dem heutigen Ministerräte wurde die von Senor Tutom vorgelegte Finanz-Bill verworfen. Die Minister suchten später sämmtlich um ihre Entlastung nach und im Laufe des Nachmittags erhielt Seuor Figue ras den Austrag, ein neues Ministerium zu bildxu. Nachdem der Präsident sich mit sei nen Freunden und Ken isnungebeiiden Mit gliedern der Cortes berathen hatte, berichtete er, daß er nicht im Stande fei, ein neues Mi nisterium zu bilden. Die Krisis dauert fort und übt einen sehr drückenden Einfluß aus die Börfe Ilus. Die Cortes halten Keule Abend eine weitere Sitzung und es ist möglich, daß N>k°' las Salateron versuchen wird, die Regierung zu organifiren, er würde sein Ministerium ausschließlich aus Mitgliedern der Rechten bilden. Die veröffenttichl eiuen Bericht, daß der Geistliche von Santa Cruz die Sache des Don Carlos aufgegeben und eine kaiho lssche MvubUl ptyklaiMk tzgt ipit Calsera als PrMcimn. Oueenstowli, 10. Juni. —Die Dpfr. „Parthia" und „City of London" kamen von Nem-Hork an. Sontha m Pton, 10. Juni.—DerDpfr. „Main" ist von New'Pork angekommen. Brest, 10. Juni. Der Dpfr. „Ville de Paris" traf von New-?)ork ein. Marltuiid Böri». London, 10. Juni, II Uhr Vorm. Consols eröfineten zu für Geld und 92ß für Brief. „Amerikaner," 'Kser9lZ; '67 er lO 40er neueHünfer 89j. Eric 48j. Frankfurt, 10. Juni.—„Amerikaner," '62 er 95Z. London, 10. Juni, 2 Uhr Nachmitt. Consols schloffen zu 92K für Geld und 9ZH sür Brief. Erie 435. Liverpool, 10. Juni, II Uhr Vorm. Baumwolle eröffnete fest; Oberl. LZ; Orl. die Verläufe werden aus 10,000 Ballen gescbätzt. L i verp 0 0 l, 10. Juni, 2 Uhr Nachm.— Baumwolle fester, aber unverändert; Berkänfe 12,000 Ballen; Spekulation und Ausfuhr 3000 do. Antwerpen, 10. Juni. — Petroleum zu 39j Francs. London, 10. Juni. Das Wetter ist heiter und dcr Saat günstig. Liverp 0 0 l, 10. Juni, 2 Uhr Nachm. Die Waizelnuiukr betrug während der letzten 3 Tage 22,000 Viertel; amerik. 18,000 do. London, 10. Juni, i-"> Uhr 'Nachm. Der Betrag des ungeprägten Goldes und Silbers in der „Bank von England" wurde heute um vermehrt. Liverpool, 10. Juni, Abends. Harz 7s!>ä. Terpentin-Spiritus 365. lu'llttld - Depeschen. Die Gesinnungen der „Ned-Eloud"- Jndianer. Washington, 9. Juni. Nach dem Berichte des Jndianeragenten Kemble sollen die Gesinnungen dcr „Red-Cloud"- Indianer friedlicher Natur fein. Unterhaltungen mit dem „blauen Pferde," dem „großen Wolf," dem langsamen Bullen," dem „rothen Blatt" und sogar mit dem „rothen Hund," lauter blutdürstigen Wilden haben ergeben, daß sie nichts Böses im Schilde sührcn. Eine Ver mehrung der BechachtungstiUppen scheint demnach nicht nothwendig, doch wird empfoh. lcn, eine Rciterpatrouillc aus der andereuSeite des Flusses zu stationiren. Aerhaftunfl von Enenvahndieben. B 0 st 011, 10. Juni.—Der Abendzug von Boston auf der Fischburg.Eisenbahn wurde seit einiger Zcit fystematifch beraub!, welches die Compagnie veranlaßte, Geheimpolisten anzustellen. Das Resultat war die «erHaf tung des Condukteurs Edward Priudle, Ma schinisten George Smith, des Heizers Napo leon Blood, des Ex-Conduktenrs Hildreth u. des Frank Hanseomb. Andere Personen ste hen im Verdachte der Theilnahme und ihre Festnahme wird erfolgen. Prindle n. Hil dreth plaidirten Schuldig vor dem Gericht in Groton und der Erstere wurde auf ein Jahr in's Zuchthaus geschickt. Eine große Menge von gestohlenen Sachen ist wiedererlangt wor den. UnqlnÄ in einer Gasanstalt. Eastp 0 rt, Me., 10. Juni.—Ein trauri ges Unglück ereignete sich heute Morgen in der Gasanstalt. Reparaturen sollten vorgenom men werde», uud cin luuger Mann, Namens Hiram Lawrence, stieg in den Gasometer, um das Wasser abzulassen. Das Gas überwäl tigte ihn und er fiel von der Leiter in'S Was ser. Sein Bruder Edward stieg hintuner, um ihm zu Helsen, und auch er erstickte uud stürzte hinunter. Ein anderer Bruder, James, befestigte ein Seil um seinen Leib und wurde binuritergelassen, mußte aber augenblicklich herausgezogen werden. Er war fast todt, als man ihn herausnahm, und liegt jetzt in einem kritischen Zustande. Die andern zwei Männer waren todt, als man sie herauszog. Edward hinterlaßt eine Frau und vier tiiuder uud war erst feit Kurzem ver heirathet. Einsturz der ultauer eines HanseS. Zwei Personen getodtet. Wooniocket, R.-J., 10. Juu>. Die Mauern eines Gebäudes weiches demolirt werden sollte, stürzten gestern Abend ein und man glaubte, daß Niemand verletzt wurde. Heute Morgen fand man aber die Leiche eines jungen Mannes, Namens Zaviek Paul, unter den Trümmern und man befürchtet, daß noch ein anderer Mann, Namens John Scheffield, gleichfalls seinen Tod bei dem Unfälle gefun den hat. Ein neuer Prozefi fnr den Mörder «tokes. Albany, N.-A., 10. Juni. Das Ap pellatiansgertcht hat dem Mörder des Ober sten Fisk, E. S. Stt-kes, einstimmig einen neuen Prozeß bewilligt. Es wurden zwei Gutachten über den Fall vorgelegt, das eine war von Grooer, das andere von Ruffpalto geschrieben. Die Klage wird für trrthümlich gehalten, indem das Gesetz von der Thatjache einer Tödtnng au? Mord schließt und von dem Angeklagten verlangt, daß er entweder das Verbrechen sühne, oder rechtfertige; auch feien Irrthümer begangen worden, indem man die Beweise ausgeschlossen, daß der Ermordete das Leben des Angeklagten bedroht habe. Die Darlegung stützt sich aus verschiedene Rechts punkte. Die (Zivilrechts - Gesetze in New- Bork. New - Nork, 10. Juni. Vor dem hie sigen Bundesgerichte schwebt zur Zeit die tUage gegen den Eigenthumer vim Wallack's Theater wegenßerletzifng derCivilrechts-Akte. Wallace, resp, sein Agent, vertauste an ver schiedene Neger Lillete für Parterre- und Lo gensitze, unter dem Eindrucke, daß sie dieselben für weiße Herrschasten löi'ten. Als am Abend Neger auf den beireffenden Plätzen erschienen, ließ sie Hr.Wallace enlfcrnen. Wallace macht geltend, er habe die Neger nicht wegen ihrer Hautfarbe ausgeschlossen, sondern er bean sprucht dasßecht, zu bestimmen, wer in seinem TheaterZutritl erhallen solle und wer nicht. — Ter Fall ist noch nicht entschieden. Der Geldmarkt. New - Nvrk, 10. Juni.—Geld leicht zu 1-v. AMiel fest zu kj-d. Gold flau zu I17!-1174. Obligationen ruhig, aber fester« Sechser IS2i, '62 er 1174. Aktien schloffen schwächer; New - ?)ork - Central zu 10vz, Lake Pillsburg 87j, Jlliuois Central 113, North - Western 70, Prioritäten 84, Rock-Zsland 108^. Bilanz des Unterschatzamtes: K 13,050,345 in Gold uud K23,2-t0,882 in Courant. Vermischte Depeschen auS Rew-Aork. New - Uork, 10. Juni. Tie Großge geschworenen des „Oyer und Termine - Ge richts" klagte heute Morgen Frant H. Wal worth des Mordes im 1. Grade an; es ist je doch noch nicht entschieden, wann der Prozeß gegen den jugendlichen Palermörder feinen Ansang nehmen wird. Julius S. Julian, Eigenthümer eines französischen Droguen-Geschäsls, wurde vom Richter Benedict zu einjähriger Zuchthaus- Haft und S5OO Geldstrafe wegen Aersendens obscöner Drucksachen durch die Post verur theilt. Thomas McTuire, ein Briefträger, wurde heute Morgen von einem Polizisten er wischt, n>ie er iy einem Seitengäßchen einen Poitsack ausplünderte. Er befindet sich in Hast. Taintor, der Bankkassirer, plaidirte h?ute Morgen aus die neue gegen ihn erhobene Anklage „nicht schuldig," und wurde in's Ge fängniß zurückgedrachi. Der Dpfr. „Tburingia," welcher die Leiche des amerik. Gesandten Orr bringt, ist hier einzelrossen. Taintor, der Neriiber von Nnterfchleifen in der „Atlanlie-Aank," plaiöicto heute Bor uiittag vor Richter Benedict „nicht schuldig" uno wurde in's Gefängniß zurückgebracht. Der Dampfer „Victoria" ist von Glas gow hier angekommen. Achthundert Dollars wurden heute für eine Loge bei der zum Besten des Findelhauses in derMusik-Akademie aufnächstenDonnerstag veranstalteten Vorstellung bezahlt. Die Auk tion der Logen ergab im Ganzen S2dyc>. Als man isioleS von der Entscheidung desAppellaiionS-Gerichts, die ihm einen neuen Prozeß bewilligt, in Kenntniß setzte, drückte er feineFreude darüber au«, fügte jedoch schnell und gewissermaßen betrübt bei, daß der Be richt unwahr fein könnte, und daß die EnZ tgyjchuqg dann um so größer sein würde, Keine Anwälte, Verwqndteii und Freund? kamen in den an und bezeigten ihre Freude über die günstige Entscheidung des Appellations-Gerichrs. Seine Anwälte sagen, bei'm nächste» Prozesse würden sie für das New Uorker Publikum überzeugend nachwei sen, dag ein krasses Mißversländniß der Sache vom Tage der Tragödie an obgewaltet habe, und sie würden im Stande fejn, die Thatsache senior Unschuld dl»r'ch schlafende.Beweise zu Mvxo auf hohcr^Zee. Philadelphia, w. Juni.— Eine An zahl Polizisten begab sich heute Nachmittag an Bord der Barke „I. B. Duffield," von ?)armoulh, England, kurz nach ihrer Ankunft von Liverpool, via Sidneti. und verhasteten den zweiten Steuermann, Namens Benjamin Palmer, 28 Jahre alt. unter der Anklage der Tödtnng des John McDonough, eines See mannes. Das Ereigniß trug sich am letzten Sonntag Morgen nahe Cap May z». Mc- Donough war znsällig dem zweilen Steuer mann im Wege, dcr Letztere gerielh darüber in Zorn und schlug den Mann nieder, woraus er ihn mit dem Fuße gegen den Leib ira». Mc- Donough starb nach einer halben S>nnde und wurde am selben Nachmittag in's Meer ge senkt. Der zweite Steuermann und vierLeute wurdeu festgenommen; die vier Männer wer den als Belastungszeugen festgehalten. Explosion in einem Kohlenbergwer ke. Verlust von Menschenleben. Shamokin, 10. Juni. Heute Nach mittag ereignete sich in dem von der „Pkil. u. Reading Kohlen- und Eisen - Comp." be triebenen Kohlenbergwerke eine Explosion. Der Stollen war seit längerer Zeit nicht in spizirt worden, wurde aber allgemein für sicher gcbalten. Es sind K 5 Mann in dem Werke beschäftigt. Der Steiger Eonrad Drumbeiser begab sich in die ausgebaute Grube, als die Explosion sofort erfolgte. Die Fenerdämpfe entzünde ten sich und drangen in den Stollen, wo die Leute arbeiteten. Dieselben waren mit den gefährlichen schwarzen Dämpfen gänzlich unbekannt und hielten sie sür den Rauch des Sprengpulvers; sie blieben infolge dessen, bis sie dem Ersticken nahe waren. Die Stärksten gelangten glücklich aus den bedrohten Stellen und machten Allarm, Andere folgten, stürzten aber unterwegs erschöpft nieder. John Hays, der Obersteiger that sofort Schritte zur Ret tung der Leute. Als er 500 Aards weit vor gedrungen war, stürzte er von dem Dampfe überwältigt in einen Wassertümpel u. ertrank. Enoch Magenski wurde todt neben ihm ge funden. Acht Leichen von Verunglückten Hit man zu Tage gefördert. Von den 50 Bergleiuen hat man nur 35 gerettet. Es herrscht großer Jammer uud ungeheure Aufregung. Ein entsprungener Tollhäutler vernnglückt. Harrisburg, Pa., 10. Juni.—Gestern Abend fand man die Leiche eines entsprunge nen Irrsinnigen, Namens W. C. Davis, aus dem Spitale der Pennsylvanischen Staats- Irrenanstalt auf dem Geleise der „Pennsylva nier Eisenbahn" oberhalb der Stadt; der Kops war beinahe vom Rumpfe gelrennt. D»e Cholera in Memphis.— Die Sterblichkeit im Zunehmen. Memphis, 10. Juni. Die Cholera nimmt ohne Zweifel zu. Heute wurden 18 Personen beerdigt, gestern nur Ii; heuteAbend K Uhr waren bereits 14 Beerdigungen ans morgen bestellt. Der Achtb. Jakob Thomp son, Sekretär des Innern unter Buchanan, ist an der Cholera erkrank:. Sturm in St Louis. St. L o u i s , 10. Junl. Der schwerste Regen und Gewlttmturm in dieser Jahres zeit wülhele hier gestern Abend. Das Unge witter währte vou unge'ähr 6 bis 3 Uhr und fing nach Mitternacht von Neuem wieder an, und dauerte zum Morgen. Der furchtbare Regen richtete in verschiedenen Theilen dcr Stadt beträchtlichen Schaden an, mehrere Häuser wurden vom Blitz getrosten, und der gelier- und Polizei - Telegraph wurde unter brochen. Die Drainageröhren waren ver stopft und das Wasser aus denselben Über schwemmte die Straßen und Keller. Ver schiedene Häuser wurden unlerminirt nnd Es sen und Bäume niedergerissen. Einsturz einer Äahnbrucke. St. Louis, 10. Juni. —Letzten Sonu> abend stüizte eine Brücke über deu Fluß Ma rias des Cigues an der „Leaveuwouiz - Law rence-Galvestou-Elsenbahu" in Kansas ein, während dcr Zug darüber fuhr, und dießrückc uud der Zug wurden gänzlich zerstört. Es befanden sich iu dem Letzteren II Personell, leine derselben wurde jedoch gefährlich vcr> letzt. Empfindliche Stichtcr. Chicago, lU., v. Juni.—Es wird be richter, daß alle Richter desSupreme-Gerichts zu reslgniren gedenken, weil Richler Lawrence nicht wieder gewählt worden ist. Lawrence hatte nämlich kürzlich die Entscheidung de« Gerichts znGunsten des Rechts der Eisenbadn- Gcsellschaften, ihre Raten für Frachtbcförde rung zu entwerfen, abgegeben, uno die Far mer stellten deßhalb als Gegen-Candidai bei der jüngsten Wahl den Richter Craig auf, der sich gegen die Entscheidung des Gerichts er klärt hat. Die übrigen Richter meinen nnn, daß wenn die Niederlage Lawrence's einen Tadel bedeute, dieser sich auf alle Mitglieder des Gerichts erstrecke. Ein Mörder als „ulchtschuldig" erklart. Dixon, Jll., 9. Juni.—ln dem Prozesse gegen Richard und Patrick Murphy wegen Ermorduhg des Geo. Wnght am 24 August hat die Jury einen Wahlspruch auf „nicht schuldig abgegeben. Murphy hatte ein Pferd des Wrighl, das in seinen Garten gebrochen war, ergriffen, und es eben in seinen Stall gebracht, als Wright hinzukam und dasPserd mit Gewalt fortzunehmen suchte. Murphy leistete Widerstand und wurde mit elnem Siein zu Boden geschlagen. Sein Sohn kam ihm jetzt zu Hülse, wurde aber auch mit einem Stein niedergeschlagen. Der Vater hatte sich inzwischen wieder ausgerafft, und als Wright ihn wieder mit einem Steine an greifen wotlle, nahm er seine Flinte, mit der er Prairiehühner zu schießen beabsichtigte und schoß ihn aus der Stelle todt. Die Ehinesen-Verordnungen iuSan FranztSco mit dem Aeto belegt. SanFranzisco, 9. Juni. Mayor Alvord belegte heute Abend die Verordnung der Aufsichts-Behörde, welche vorschreibt, die Köpfe der Chinesen-Gefangenen im Couuty- Gefängnlfse glatt zu rasircn, mit seinemßeto. Der Mayor giebt als Grund dasür an, daß eine solche Strafe tadelnswenh feii; würöi und daß dieselbe einen ungerechten Unter schied mäche, sowie die Bedingungen unse res Vertrages mit China sowohl, als auch die Gesetze der Ber. Staaten verletze. Cr be legte ebenso die Verordnung, welche jedem chinesischen Linnenwäfcher eine Spezialsleuer von HIS pro Bierteljahr auferlegt, mit feinem Belo. Das Becfahreu des MayorS findet all feiligen Beifall unter d«r Maioriiäi unserer Bürger und wird selbst von Denjenigen gebil ligt, welche über die erbittert sind, dq die Handlungsweise der M u »izipal-Lsgislatiir gegen die Chinesen in Ver solgung ausartet, Versuch, einen Gj-presizug zu zer stören. Clifton, Ont., 10.Juni. — In den letz ten Tagen wurden zu verschiedenen Malen Schwellen aus das Geleis der „Erie- und Niagara-Eisenbahn" zwischen Chippewa und Black Creek gelegt, mit der augenscheinlichen Absicht, den Expreß-Zug vom Geleise zu wer sen; die Bcrfpcrrungen wurden jedoch zeilig genug entdeckt und ein Unglück verhütet. Die verdächtigen Personen wurden beobachtet uno bei der Thal ergriffen. Einer derselben gestand ein, daß erSchwellen aus'sGeleis gelegl habe. Die Hauplichuldigm sind Bater und Sohn, in Black Creek wohnhaft. «ranve. Lowell, Mass., 10. Juni. In einem der Arbeils-Räume der „Lowell-Corporations- Baumwollen.Spinnerei" brach heute Morgen Feuer aus, welches glücklicherweise bald ge löscht wurde, aber der Schaden, welcher durch das Wasser verursacht wurde, ist bedeutend. Ein Arbeiter, Namens Roß, wurhe schwer verbrannt, Newhurgh, N.-A., 10. Juni. Der Gesammt Beriust bn dem Brande in hiesiger Stadt belauft sich auf über K 160.000. Aus der Barge „Newburgh" allein ver brannten Güter im Werthe von 515,000. Der Verlust ist größlentheils durch Berei cherung gedeckt. Buffalo, Itj. Juui. Die Leihställe der HH. Dgraon H Broughton wurde heule Mor gen vom geucr zerstört. Sechs werthvolle Pierdc kamen in den Flammen um. Das Feuer scheint durch Brandstifiung einstanden zu fein. Der Berluü ist nicht belannt, wü» aber bedeutend fein. nsxr r otherEle^ hant. Lokalberichte qu« Washington. Washington, 10. Juni. Der japa nesische Staatsrath beabsichtigt, dem japauc sischen Gesandten einen amerikanischen Bür ger als Rathgeber beizugeben. Hr. Mori, der frühere lapanesische Gesandte, wird wahr, scheinlich nicht mehr nach seinem Baterlande zurücklehren, da er in Ungnade gefallen fein soll und einer Anffordernng der Regierung, sich den Bauch aufzuschlitzen, nicht gern Folge leisten möchte. Ein diesiger Bäcker, Namens Hosch, wurde am Samstag Morgen an der Ecke dcr 3. und R-Straße aus feinem Wagen geschleu dert und eine Strecke weit von seinem Pferde fortgeschleift. Hr. Hoscy erhielt mehrere er hebliche Verletzungen. Am Samttag Abend, als der Zug von Alexaudria an der Biegung der Ecke der 6. Straße und Maryland-Avenue vorüber suhr, veritichien zmeijiltidcr. Namens Sprmg mann uud Goß, das Geleise zu kreuzen, wäh rend der Flaggenmann nach einer anderen Richtung schaute. Ein Nahestehender machte ibn ans die in Gefahr schwebenden Kinder anfmerkfam, nnd der beherzle Mann stürzte sich vor die Lokomotive nnd riß die beiden Kinder mit eigener Lcbensqc zur Seite. Ein Rad dcr Lokomoiioe streifte den Fuß des Mannes. Den Namen des Beherzten haben wir nicht erfahren. Der Fall des I. H. Kühling gegen A. Cluß kam gestern im diesigen Kreisgerichte znr Verhandlung. Der Kläger beanspruchte Schadenersatz von dem Verllaglen, weil der selbe am IS. April 1872 einen Brief an die HH. Hunt H Williams, Contraktoren, für die Erbauung des Jefferfon-Schulgcbäudcs gefchrieben und in demselben gesagt habeu soll: „Ich wiederhole hiermit schriftlich meinen frü heren Einwand dagegen, daß Hr. Kühling elektrifche Glocken in dem Jesfetfon-Schulge bäiide anklingt, da er in dieser Hinsicht nicht beftiedigie nnd nicht bewiefen hat, daß er je mals Verbesserungen vornahm." Die Angelegenheit des Mörders LLZeft. D 0 v er, Del.. 10. Juni. Die Zeugen- Verhöre in dem Prozeß gegen Dr. Weil, dcr dcn Neger Turner ermordet hat, sind geschlos sen, und Montag plaidirten dcr Staatsan walt und der Vertheidiger. West absolvirte das „4)ickensou-Collegiiiln" und studirte nach her Jurisprudenz und Medizin, lernte aber in keinem dcr beiden Fächer viel. Seine hervor« stehendenCharakierzüge und Ei telkeit. Von lehcr war er bestrebt, Plätze zu finde», wo er wenig oderNichtS zn thun, und doch Gelegenheit Halle, Geld zu machen. Er versuchte mehrere Berussarteu, einmal war er Curiositäteu - Sammler sür cin projeklirles Museum, und später errichtete er in Balti more einen Laden zum Verlaus vou Patent- Medizinen. Er reiste im Lande herum und prahlte mit dem glänzende» Erfolg feiner Ge fchäsle. Dabei suchte er sich Credit zu ver schaffen, wo er nur kounte. Vor zweiJahren besuchte er Dover. Er mar ein schönerMann, höchst elegant gelleidet, aber auch egoistisch im höchsten Grade. Die heiratsfähigen Mäd chen im Städtchen betrachteten ihn mit gün stigen Blicken, er aber afpirirte auf die Hand der Tochter des reichen Pflanzers John Hay. Anfangs wollle der Valer 'Nichts von dieser Verbindung wissen; als er aber hötte, welche fabelhaslen Reichthümer West im Süden von Amerika ererbt hatte, gab er zur Heirath sei nen Segen. Aber gar bald erfuhr er, daß alle die Reichthümer, mit deueu West prahlie, weiter Nichis, als Luftschlösser scicn, und er verbot ihm das Haus. Innerhalb zweier Jahre gerielh West in die ärgsten Geldverlegenheiten. Er versicherte sein Leben für 525,000 und zog von Vaitt more nach Dover. Er suchte hier die Bekannt schaft eines grünen Deutschen zn machen, der ihn in der Stalnr sehr ähnlich war, und die sen Menfcheu suchte er mehrmals in seine Offizin zu locken. Da ihm dies jedoch nicht gelang, so nahm er den Neger Tutiier in sei nen Dienst, uud der mußte ualiulich auf ins Geheiß feines Brodhen» iu die Offizin kom men. West erschlug ten Neger, zog ihm die Haut ab, hieb ihm Kopf, Hände un» Füße herunter und übergoß den Rumpf mit Kero l'inöl. Schließlich tiärkt er ocn Fußboden des Zimmers mit Oel,uiid dann slecil ei das höl zerue Gcbäude in Brand. Die verkohlt n menfchlicheii Uedetreste, die man unter der Äsche fand, wurden als die des Dr. West be graben. Der Vorhang fiel, das Bubenstück war gelungen. Seine ?iran halte gerechten Anspruch aus die K 25.000, für die fein Leben versichert war, und er sah bereits mit Sehn sucht dem Tag entgegen, au welchem sie, mit dem Golde beladen, wieder zn ihm kommen werde. West war aber iu dem Falle vieler anderer Mörder, welche nicht imStande sind, sich von dem Schauplätze ihrer schrecklichen That zu entfernen, und die ein eigenthümli ches Verhängniß immer wieder dorlhin führt, wo sie ihr Verbrechen begangen haben. Zmei Tage irrte er rastlos im Laude um her. Irgend ein unwiderstehlicher Impuls trieb ihn nach Dover zurück. Cr war noch 2V Meilen davon entfernt, als er, obgleich sein Gesicht geschwärzt und der Manu fo r.erUeidet war, daß er das Aussehen euies gebrechlichen Sechzigers hatte, eclannt wurde. Sobald er sich erkannt sah, überlieferte er sich fclbü der Behörde, und er wurde in Untersuchungshaft gebracht. Er gestand dem General-Anwalt, den Neger gelödiet zu haben, behaupte: 'e doch, es fei aus Nothwehr geschehen. Zeit feiner Gefängnißhast hat Wcsi stets geglaubt, daß er auf vie Ausrede, nur zu seiner selbst. Vertheidigung den Neger erschlagen zu haben, schuld- uud straffrei cutlassen werden würde. Die llnlerfuäiung ergab iedcch, daß Dr. West nicht in Selbstvertheidigung gehandelt haben konnte, als er deu Neger erschlug, denn derselbe kniete und war wahrscheinlich im Be gr'fs etwas vom Boden auszuheben, als auf fe nen Hinterkopf der KuiMelschlag fiel, den der hinter ihm stehende Dr. West sührte. Als durch diesen Beweis der Vertheidigung der Bodeu unter den Füßen zertrümmert wurde, da stellte der Anwalt des Gefangenen dessen geistige ZurechnungSfähigleit in Frage. Hr. Willard Saulsburti, der Bertheidiger des Dr. West, will nun behaupten, daß fein Client wahnsinnig fei und im WahnstiU! ge,iaildcU habe, als er den Nea/r erschlug. Cs bandelt sich jetzt daium, ob Dr. West Verbrecher oder Narr ist, und wenn er das Eine nicht ist, dann muß er nothwendig das Andere sein. Der Unterschied liegt nur ein, dag, wenn er des Mordes schuldig befun den wlld, er dafür auf deni Schaffen: wird büßen müssen, wägend er, m-:i» er für wahn sinnig erlläit wir?, nicht in das Nanenhaus ge'pcirt weiden kaui'.. '.».eti eben der Staat Delaware kein Irren-Äsyt bat. Er wurde daher im letzteren Falle freigelassen ivetdeu müssen und dann hätte er Gelegenheit, noch mehrßerbrecheil zu begehen. „Dr'ciElemcnte," sagen hier die Leute, wirken im Staat Dala ware mächtig zu Gunsten des West. Drr Perbrecher ist nämlich ein Methodist, ein De mokrat und cin weißer Mann, während scin L'pfer nur ein Neg>>r war." Heute gediehen die Plaidoyers zum Schlüsse, und die Entscheidung wurde den Geschworenen anheimgestellt. Vermischte Gerichte. Gegen die fern er Chine fe ne in w a li derung jucheu die Behörden vou Sau FranztSco gegenwärlig die energischsten Nqß regelu durchzusetzen. So wollen doltgen Supcrviforcn eine!7rdt!lan, passiren, wornach feder meg-n iMnd eines Pergehens in das Slaatsgefängniß geschickte Chinese vo ».sc. feines geliebten Zopses verlunig gehen soll;- wornach chinesische Wäfcherund Wäfcheriunen eine Quarialsteuer von b>s zu einrichten hät ten, und wodurch die Aussuhr verstorbener Chinesen nach dem himmlischen Reiche der' Mille untersagt wurde. Die Androhung die ser Maßregeln, be»-ei»s so abschreiend ge wirkt habea, daß sie chinesischen Einwance rüngsagenten in Tan Franzisco aus telegra phischem We ie von wetteren Mongolenzufuh. reu abgeratheu halten. Pom Humanitären Standpunkte,sowie von dem der hier herrschen den allgemeinenGleichberechtigung a«S lönueu solche Schritte nicht als ge^ech!»rttgt erscheinen, so wenig auch 'u uerieuuen ist, wie schwer die pfsentuchc Sittlichkeit unter jener Einwand?- rütig schon leide» hatte. E>» junger der fein Mutter such t.—lm lahie IBK2 starb ein "lltann, Namens Malthooi, niCuba und seine Wittwe kehrle mit >bren erei hindern, zwei Kiiah?n u»o einem Mädchen nach New-Hork zurück, wo sie schon srüher gewohnt. Die Zei ten waren schlecht und sie sah sich gezwungen, ihre jtuabeu in das New Aorker Kinderaiql zu schicken, wo sie ein Jahr lang blieben und von ihrer Mutter häufig besucht worden. Dann wurden sie von der Gesellschaft nach Illinois geschickt, wo sie bei einer Familie b« Rockford gute Aufnahme fanden. E;n»ge Jahr« hin durch schrieb die häufig, dann aber borte alle Lvrremondenz auf und jetzt, nach Jahren, ist einer derknaben nach New-Zjort zurückgekehrt, um seine Muller zu luchcn, die noch am Leben sein soll. Deu ganzen Weg von Rockford, Jll., bis hier hat er in verschie denen Zwischenräumen machen müssen, da er ohne Mittel von Illinois abreiste und sich un terwegs das Fahrgeld erwerben mußte. Er hat feine Mutter noch nicht gefunden. Columbus ,Ii Ohio wird nach ei ner Proklamation feines Mayors sich fort an daran gewöhnen müssen, an Sonntagen Nummer 139. auch kein Backwerk und kein Cinsekt mehr;n geniejzen. Ebenso darf man dort selbst kein Sodawass-r und keine Linionade mehr an sol chen Taqen zu trinken wagen, da in iichler Wabnsinnsconsequen, diele levteren Ge. tränke mit Spirituosen in einen Tops gewor seil ivkrdeii. Die von Den l l cli la » o nach St- L o Ii > s imvoitirlen Bnchfinke n und ih>e Kameraden sind NM der väterlichen Füisorge des „Anzeiger des Äeslens" schnöde ans dein donigcn Vaik durchqebrannt. Wenigstens ilt ibr Gesang seit einiger nicht mehr dort gehört lvorden. Einige Hänflinge uiid ivahr ick'einlich auch Stieglitze sind noch im Parke. Wodin der nndankbare Buchfink gewandert in, iveiiz selbst dcr „Anzeigcr des Westens" nicht zu sagen. AllSstellttng !»t, Nord-Eharlesslrasje, „Die Kirche dcr Katakombe»," „Begr.ib»,st^ eine» Eintritt Ä «Kcxis , Ipeziclles Ärra> gemknt lur «chii ler. Offen von des Morgens lv bis Uhr üiuchm. «eldl IIOXKV! <^eld! Die „(salluternl - Sernrity - Bant von Baltimore," unter dem Si.iatS-Gesetzc Marvland's ircorpoilr«, Nr. 27 und 29, West - Fayette-, nahe Gayslraße, W.rlhjachen, W.are > Är"u. j. w. u..d Süeft- fayette», nahe der ( B. Ullmann, Prüs'ident. Union- Ban k-G es ell! chast der Stadt Baltimore. Bürean (Neynvlds K» Savin): Nr. 21, Soulhstrajze. Mescllschllit (kürzlich incorpoiirt) ist jetzt Pliilip <«!» ver Präsident F. A. Saviil ff '.l. Sansn, ' A. S. MU>S,^ Achtd.G.Zl Mavnadier S. W. Navuiond I. P. RennoldS. aiiwr nrtt tliiN.>W in IS.IXXI Nn- .Hol; und Hvl)lk„. Bürcau: Rr. t, Nord-t^karledstr, Eure Molirln o,re»: vom Fabrikanten und spart 2? Prozent l IS-.».18. " M Ä>tol»eln, ters u. s. w. Nr. ZB. !koid voward , Ecke der <Fcbr7,l?l>i!el) Marionstraße. Wösten u. s. w. ErpceNlvaatli, Brucks u. s. w. alle Arten Bäckern und Brauern losevh Ncilshaw, 'Au Vraner und Maschinisten! Wm. E. Wood öc Ct'nlpagnic, Ecke dcr Baltimore und Euluiv-Straße, Baltimore, Md. Röhren - Fitter?-Aerl;eug und -Maschinen. amcrtkainsche ttZovcrnor- und GhaUenge , Allgcn'cinen. '7ü.Arr>HZ "Np zvekanntttlachung sür loyd - Liebhaber. ?or,ugli-Z^^rn^l^nUN>^.^ von Nr,l—Nr. 7. viioiilxc! Lulver,^ von Nr. I 4, in Mnall ,;äßchcn von L.'» und jiiund'. jild'Z.L - Pulver, Größe ff ~G.. F<?. G. und FF,;. G , in Metall- Ir »Sitt Znrck, Agent, ?!?. 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