Newspaper of Der Deutsche Correspondent, June 12, 1873, Page 4

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated June 12, 1873 Page 4
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der Teutsche CorresMidcut. ffZaltiniore. 12. Juni IB7S. Ztickolsou in Nr. li> des hiesigen Gefängnisses.—Seine Ankunft in Baltimore. Der schon volgesier» Abeud in hiesiger Jail wartete Mörder Joshua Nicholson traf erst estern Morgen unter Obhut des Scheriffs illen von Anne Arnndel-County per Eisen ahn in Baltimore ein. Gehülss - Marschall und Geheimpolizist Por.tier harrten der Ankunft des Scheriffs im Depot, und eine Kutsche stand bereit, um ohne Ausenthalt den Sernrtheilten, begleitet vom Schcrifs Allen und den genannten beiden Beamte» der Poli zei, nach der Jail zu bringen. Kein Wort wurde zwischen Nicholson und den HH. Frey und Pontier gewechselt, obgleich die Blicke des Ersteren verriethen, daß er gern eine Unterre dung begonnen hätte. Nicholson war selbstver ständlich gefesselt. Seine reinliche Kleidung dewies, daß seine Frau für den Unglücklichen gesorgt halte. In der Jail angekommen, wurde Nicholson durchsucht, aber Nichts bei ihm gesunden, womit er sich vielleicht das Le ben nebmcn könnte. Er erhielt sodann als letztes Quartier aus dieser Crde die Zelle Nr. 19 angewiesen, wo er bis zum seiner Hinrichtung verbleiben wird. Bon Schcrifs Allen erfahren wir, daß auf dem Wege von Annapolis nach Baltimore Nicholson nur wenige Worte fallen ließ. Er blickte fast un unterbrochen durch das Fenster des Eisenbahn waggons und sein Auge badeie sich noch ein mal in dem Griin der Felder uud Bäume, die aus immer seinem Ange entrückt sein werden. Wohl mochte er sich seines vergangenen Lebens erinnern und das schreckliche Schicksal sich ihm vorstellen, den ehrlosen Tod am (Balgen zu sterben. Die 2-stündige Fahrt nach Balli glück, daß er durch seinen Mord verscherzt hat. Nicholson äußerte vor seiner Abreise von Annapolis wiederholt den tiefen Haß, welchen er gegen den Geheimpolizisten Croue und Jodn Englisb hegte. Sie allein hätten ihn zu einem Geständnisse unter dem Vorwaude beredet, daß er als Staatszeuge benutzt und dadurch dem Galgen entgehen würde. Gestern Morgen hieß es, daß der alte Ni cholson (Vater des Mörders) durch den Ell scheid des Appellgerichtes dermaßen erschüttert wurde, daß man jeden Augenblick sein Abie lben erwartet. Schon letzte Woche bemerkte der Alte, daß, wenn das Schlimmste kommen sollte, er an gebrochenem Herzen sterben würde. Den Angehörigen der Mörder gebührt die Theilnahme des Publikums im vollslenMaße, ober alle Sympathie sür die Verbrecher selbst schwindet, wenn man sich der schrecklichen That erinnert, der ein altes, Hülfloses Weib zum Opfer fiel. Man nimmt nunmehr an, daß die Hinrich tung Hollohan'S und Nicholsons und des Farbigen West an einem und demselben Tage (1. August) im Hofe der hiesigen Jail statifin den wird. Der Hinrichtungsbefehl Nicholsons wird diesem wohl heule oder morgen vom Schcriffe vorgelefen werden. Inzwischen haben nur Verwandte nnd Geistliche Zutritt zu den Ver urtheilten und wird man ihm bis zum letz ten Augenblicke alle Privilegien gewähre, die unter den Umständen durch das Gesetz erlaubt sind. Von Annapolis liegen einige Emzelnheiten über die Scenen vor, welche den Aktus der am Dienstage stattgefundenen Verkündigung des Todesurtheils begleiteten. Auf die Anrede des Richters, ob er (Nichol son) noch Etwas zu sagen habe, weshalb der Ultheilsfpruch nicht erfolgen solle, erhob sich Nicholson und hielt eine längere Anrede, in welcher er abermals sein Schicksal dem Ver rathe Crone's und English's zuschrieb. Nachdem er seine Arretnr und Abführung in's Statioushaus erzählt, sagte Nicholson, daß Crone ihn in ein Hinterzimmer genom men habe. Crone sagte sodann: „Josh, ich rHue etwas für Dich, was ich nie zuvor für irgend einen anderen Menfchen gethan habe. Ich kenne Deine Familie und Deine Freunde. Um's Himmelswillen, wenn Du Etwas weißt, so sage es mir, sonst plaudert es Hol lohan sicherlich aus." Er (N.) habe jedoch erklärt, daß er Nichts wisse. English kam nachher und sagte: „Ich weiß, Du hattest die Hand dabei." Er (N.) frug, woraus er die ses folgere? Englifh erwiederte: „Aus Dei versicherte fodann, daß er (N.) als Staats zenge benutzt werden jollte, sprach von Frau und Kindern und rührte ihn (N.) derart, daß er sich entschloß, Alles zu sagen. English versicherte, daß er (N.) von Crone als Staats zeuge benutzt werde, dasselbe habe auch sein (N.'s) Bruder gesagt. Nicholson fuhr fort: „Ich sagte nach weiterer Ueberlegniig, daß ich nicht des Mordes schuldig sei. Man nahm mich jetzt zu einem Photographen an der Bal timorestraße und ließ mein Bild abnehmen, worauf man mich nach der Jail brachte. Am Sonntage kam Crone nach der Jail, sprach aber nicht von dem Morde, sondern wollte nur Auskunft über das Verbleiben des Gel' des haben. Ich fagte ihm, daß ich es nicht hätte, obgleich Hollohan gelogen, daß ich 5515 in meinem Besitze habe. Crone und English jagten mir, daß sie zu mir stehen würden, obgleich sie zur selben Zeit nur bedacht waren, mir den Strick um den Hals zu legen. Als nichts mehr aus mir heraus zubekommen war, sagten sie, ich möchte mich des Raubes, aber nicht des Mordes schuldig erklären. Als ich nachher im Gerichte vorge führt wurde, sagte Crone zu nur: »Meine Hand ist nicht mit Blut befleckt." Crone ist der "Laekvr" des John English in allen sei nen Spieler-Operationen." Richter Miller verwies dem Nicholson alle Persönlichkeiten. Nicholson: „Ich wünsche, dieses zu sagen, damit die Berichterstatter eS niederschreiben und die Besagten zur Rechenschaft gezogen werden können. Wenn Sie es indeß nicht erlauben wollen, so will ich keine weitere per sönliche Bemerkungen machen. Crone machte olle Versprechungen, die nur ein Mensch ma chen konnte." N. sprach jetzt bitter über Mad. English, die ihm nur seine „beiden lie ben Kinder" hätte entreißen wollen und sie nun auch seiner Frau weggenommen habe. „Es ist harr,den Lügenzeugen,die nach meinem Blute dürsten, zum Opfer zu fallen. Das Publikum schenkte mir keinen Glauben. Ich bin ein Verbrecher, aber es giebt einen gerech ten Gott. Ich habe keine irdische Hoffnung mehr, als die, den kurzen Rest meines Lebens zu benutzen, um vor Gott treten zu können." Das ganze Gerede N's drehte sich um den einen Punkt, daß er nur in der Voraussetzung und unter der Zusicherung, als StaatSzeuge denutzt zu werden, ein »scständniß gemacht habe, eine Annahme, die bekanntlich das Ap pellgericht nicht als zulässig befunden hat. Jetzt erfolgte der Urtheilsspruch, wie er be reits mitgetheilt wurde. Nicholson hörte ohne Aufregung zu und trank, nachdem es vorbei war, mit großer Ruhe ein Glas Wasser. Wieder in der Jail angekommen, warf er sich indeß mit großer Aufregung auf's Lager und legte eine Gemüthsbewegung an den Tag, die auffallend mit seinem Benehmen im Ge richte contrastirte. Stadt Baltimore. Das gestrige Wetter. Die bis ge stern Nachmittag L 5 Uhr auf dem Bureau des Signal-Corps eingelaufenen Depeschen berich teten Regen aus Baltimore, Knoxville, Lynch burg, Vicksburg, Washington, sowie drohen des Wetter aus Chyenne und Memphis. Der Ohio fiel bei Cincinnati 2, der Missouri bei Plankton, D. T., S und der Mississippi bei Shreveport 2, bei Vicksburg 2 Zoll, während sie sonst überall leicht stiegen. Der Thermometer stand in Baltimore auf 7S, in Philadelphia auf 80, in Charleston auf 60, in Keokuk auf 79, in Boston auf 81, in Buffalo auf 66, in St. Louis aus 7S, Pittsburg auf 75, in Cincinnati auf 78, in Indianapolis ans 79, in Chicago auf 72, in Louisville auf 75, in Nashville auf 77, in New-Orleans auf 84, in Omaha auf 79, in Memphis auf BV, in Savannah auf 77, in Milwaukee auf 60 und in Sau Frarizisco auf eo Grad. Wetteraussichten. Steigendes Barometer, nördliche und östliche Winde und llarer werdendes Wetter. Das Thermometer stand gestern Vor mittag 9 Uhr auf 79, Mittags auf 80, Nach mittags 5 Uhr auf 78 Grad. Eln-und Ausfuhr. Es kamen fol gende Fahrzeuge aus ausländischen Häfen gestern hier an: die östreichische Brigg „Pep pina" in Ballast von Marseilles -die schwedi sche Barke „Framat" mit 4400 Säcken Kaffee von Rio de Janeiro ; die Barke „May Queen" mit 1500 Säcken Kaffee von Rio de Janeiro; die englische Barke „Jojephine" mit 508 Ox hosten und 57 Fässern Zucker und 68 Ox <>en Melasse von Police, P. R. Es segelten nach dem Auslande von hier gestern ab: die rusf. Barke „Aktive" mit 26,598 Sa,Affeln Mais uach Newry in Ir land; die Baike „E. H. Janingiou" mit2sso Fässern Waizenmehl, 100 ditto Harz, 32,617 -Hsi>. Schmalz, 1200 Ries Popier, 30 Kisten Austern und 200 Gallonen Kohlenöl nach Pernambuko; die engl. Barke „Jas. Muir" mit 6448 Schiffsbolzen, 62 Fässern Aeptel, 12 ditto Homtny, 1 ditto Pfirsiche. 3503 ditto Maismehl, 5 Säcken Grnndnüsse und 120 Kisten in Blechbüchsen E-ngemachtcS uach St. Jahns, N.-F. Ankunft des Dampfers „I. A. Gary." —Der Dampfer „I. A. Gary," Capt. Hall, kam gestern mi! einer bedeutenden Fracht, bestehend aus 55,119 Fuß Nutzholz, 110 leeren Fässern, 60 Ballen Baumwolle, 3t Iceren Fäßcheu, 12 halben Fäßchen und 100 Fässern Erdäpfel, von Newbern, N.-C., hier cin. Der cnqs. Dampfer „A n st r i a ni Capt. Richardson, von der Allan'schen Lmie, über Rorsolk, Va., und Hallfax, 3i.-Sch>, nach Liverpool ab. Die Al! a schenD a m p fe r.—Der engli'che Dampfer „Peruvian," Capl. chard'on, fuhr am 3. Juni von Liverpool nach Baltimore ab.—Der englische Dampfer „Ne storia»," Capt. Walls, von Baltimore über Halifar nach Liverpool unterwegs, kam am K. Juni von Halifax, N.-Sch., zu St. Johns, N.-F., an. LangeFahr t.-Ter Dreimaster „Euba," Capl. Theobald, erreichte nach iKZ-tägiger Reise von Baltimore den Hafen von Äca pulco; Alle am Bord blieben von Krankheiten verschont. Noch eineStadt.Conventio v.— Die Farbixen wählten unlängst je 5 Delega ten aus jeder Ward zu einer a»> gestern Abend nach dem „DouglaS-Jnstilute" berusenenCon> vention. Tie 4., ü , V., 7., 8., 10., 13.» 14., lt! , 18. und 20. Ward wählten vorgestern, die übrigen gestern ihre Vertreter und die Eon vention trat angczeigtermaßen zusammen. Man erzählt sich, dag bei der Wahl uicht Al les mit rcchlcnDingcn zuging und einige „far bige Gentlemen" beschweren sich, daß man falsche Zettel in die Stimmkäslen praktizkt habe. James Jackson in der IV. Ward zeigt im Leiborgane der Farbigen, „American," au, dag er den Beweis führen könne, daß man durch derartige Manipulationen ihn um seine WM gebracht habe. Der Zweck der Conven tion ist selbstverständlich ein engeres Zusam mengehen der Farbigen, als solche, bei der Herbstwahl. Viele gaben sich gestern in ihren Aeußerungen derHoffnnng hin, daß wenn erst einmal die dcmotrati'ch-conservative Partei hier abgemricki't fei, die polizeilichen, staatli chen und städtischen Aemter den Farbigen os. fen stehen würden. Die vorgestrige Indizial-Con veution und das Resultat derselben bilde ten gestern das Tagesgespräch. Wir haben die Verhandlungen ohne irgend welche Mitik mitgetheilt, womit wir übrigens keineswegs gesagt haben wollen, daß sie unter aller Kritik waren. Zm Gegentheil, es bekundete sich ein lebhafter Elfer, den Anforderungen gerecht zu werden, die man an die Convention gestellt halte. Die „Gazette" unterläßt es gleichfalls, sich über die Convention zu äußern, wohl wissend, daß zur Zeit gemachte Pro- oder Contra-Aeußerungen nur geeignet sind, fri sches Oel in's Feuer zu gießen. Man kann schon das End»Resultat der Nominationen der verschiedenen Conventionen überhaupt ab warten, ehe mau zur Kritik übergeht. Vor der Hand mag man dieselben gelrost Denen überlassen, die das politische Interesse zu selbstsüchtigen Zwecken ausbeuten und daraus Kapital für Zwecke machen, die denen der vorgestrigen Convention fremd sind.—Die ge strige „Sun" läßt in einem Leitartikel durch blicken, daß die Convention im Interesse ei nes einzigen Mannes ihre Nominationen ge macht habe und schließt mit den Worten: „Die nächste Gesetzgebung hat einen Ver. St.-Senator zu erwählen und es liegt im In-' teresse des Volles, daß, wenn die Zeit kommt, eine freie Auswahl unter den besten Männern des Staates getroffen werden kann."—Der „Amerikan" bezeichnet die Arbeiten der Con vention als das Werk eines „Ringes" n. sagn „Nachdem der „Ring" all.e Nominationen ge macht hat, dann ist die Zeit für alle ehrlichen und aufrichtigen Demokraten gekommen, zu sammenzutreten und sich mit den Republika nern und Temperen zlern zu vereini gen, um solche ehrliche und fähige Leute zu miniren, als die „Rilig."Caudli>aten aus dem Felde schlagen tonnen n. f. w. Um auf die Convention selbst zurückzukom men, so erklärten die Freunde des Hrn. Geo. McCaffrey, daß derselbe saktisch die Nomina tion für das Amt eines Testaments-Registra tors ("kexisier ok erhallen habe und als solcher auf dem demokratischen (nicht „un abhängigen") Zettel in den Wahllampf ziehen Die „Sun" schiebt gestern bei der Mitthei lung der Verhandlungen der Convention dem zurücktretenden Candidaten für das Aktuars- Amt des Stadlgerichts, Hr. A. George, die Worte in den Mund, daß er von der Nomina» tion zurücktrete und der Partei "gocxle dz-e" sage. So lautete die Aeußerung in demßriefe des Hrn. G. nicht. Er theilte einfach mit, daß er sich von dem Conteste zurückziehe, wo bei er ohne Zweifel von der Ueberzeugung ge leitet war, daß sein Erfolg bei den gegen ihn gemachten Combinationen unmöglich sein würde. Die nächste Convention ist nunmehr die zur Nominirnng von Candidaten für die Gesetz gebung. Die Wahl der Delegaten findet am Montag über 8 Tage, die Tagung der Con vention selbst am daransfolgenden Dienstage statt. Wenn wir besonders darauf hinweisen, daß eine allseitige Betheiligung an der Mon tags-Primärwahl geboten ist, so haben wir dabei vornehmlich die Temperenz-Agitalion im Auge, die grade iu den Männern, welche uns in der Legislatur verireten sollen, ihre Hauptgegner finden muß. Die Ueberwachung der Montagswahl ist ein dringendes Gebor ! für Alle, welche von dem aufrichtigen Wun sche beseelt sind, dem Staaie die Schmach zu eriparen, welche das intolerante Element ei ner großen Anzahl von Staaten unsers Lan des arrfgehals't hat. Der projektirteSquare vor dem neuen Rathhause.—lm ersten Raths zweige wurde vorgestern ein Beschluß ange nommen, das Baucomite des neuen Rathhau- ses zu ersuchen, sich mit dem stehenden Comite für städtisches Eigenthum in Verbindung zu setzen und das Proiekt Betreffs der Anlage ei nes Squares vor der Fagade des neuen Rath hanseS in Berathung zu ziehen, um später das Reiultat der Berathungen dem Sladtrathe unterbreiten zu können. Diesem Beschlusse, welcher von dem Comite für Verkehrsstraßen eingereicht worden war, lag ein Bericht bei, in welchem gesagt wird, daß der Square, falls er angelegt werden solle, einer der schönsten öffentlichen Plätze unserer Stadt werden würde. Das Comite empfiehlt zugleich die Verbreiterung der Holliday-, zwischen Lexing ton- und isaratogastraße, sowie die Verbrei terung der Fayette-, von Holliday- nach Gay ! Straße. Die Lexmgtonstraße, weiche gegen wärtig zwischen Holliday- und Gaystr. aus gelegt wird, würde, falls der projektirteSquare zur Thatsache werden sollte, einen Theil des Letzteren bilden, und der Verkehrsweg dieser Straße müßte alsdann weiter nördlich verlegt werden. Das Comite betrachtet diese Anlagen und Veränderungen als absolut nothwendig. Dieselben feien mit dem Baue eines neuen Rathhauses als innig verknüpft anzusehen. Erbaue man ein Rathhaus, wie das uujrige, so müsse dasselbe auch von geschmackvollen Anlagen umgeben sein. Da ein solchesSquare sämmtlichen Einwohnern der Stadt zum Nut zen gereichen würde, so empfiehlt das Comite Ichließlich noch, daß auch sämmtliche Steuer zahler für die Ausführung des Projekts be steuert werden. Gestern trat auch der zweite Zweig diesem Beschlusse bei. Einer der hervorragenden Candidaten für das Mayors-Amt ist der Kaufmann James Hodgcs, in den Geschäftskreisen unse rer Stadt wohl bekannt. Ein „Freund" des Herrn benutzte foeben die Spalten' eines Sonntagöblaites, um den Genannten dem Publikum als „unabhängigen Candidaten" vorzustellen. In den gestrigen englischen Blättern zeigt Hr. Hodge« an, daß er mit der besagten Publikation nichts zu thun habe und ihm der Zweck derselben auch nicht erklärbar sei. Das Steuerbüdget. Auf Antrag des Hrn. Gifford wurde gestern im ersten Rathszweige der Beschluß des Conserenz-Co nnte's im Betreff des Stenerbüdgels noch einmal in Berathung gezogen. Bei der Ab stimmung stimmten 14 Mitglieder für und 6 gegen den Beschluß. Endlich haben sich also beive Zweige über das Steuerbüdget geei nigt. DieCorrektion von Jones'Fäl len. Hr. Callis osserirte gestern im ersten Zweige des Stadirathes einen Beschluß, die gegenwärtigen Commissäre für Jones' Fälle zum Resigniren aufzufordern und die ganze Angelegenheit demSiadt-Commiffär zu über, weisen, damit alle Hindernisse entsernt wer den. Auf den Tisch gelegt. Die 3tivellirnng der Park-Ter raff e.—Hr. Greenfield reichte vorgestern im ersten Rathszweige eine Zuschrift der Park- Cvmmissäre ein im Betreff der Nivellirnng der Park-Terrasse, zwischen Madison- und Druid-Hill-Avenue. Die Commissäre sagen, daß nichts Neues, was auf diese Angelegen heit Bezug habe, zu ihrer Kenntniß gelangt sei. Sie hätten bereits K 40,000 für die Ver» besserurig der nach dem Parke sührendenStra ßen verausgabt und seien der Ansicht, daß die Kosten der noch auszusührenden Verbesserun gen von den Grundcigeiithümern getragen werden sollten, da diese den ganzen Vortheil davon zögen, indem deren Grundstücke dadurch im Werthe stiegen. Die Zuschrift wurde an das Park-Comite verwiesen. AlteAnsprüch e.—ln dem ersten Zwe ige des Stadtrathes wurden vorgestern von Hrn. Seim zwei Beschlüsse eingereicht, dahin lautend, den HH. Joh. B. Hax 6- Sohn K7SIS.S2 für die Pflasterung der Johnstraße, zwischen Harford-Äoe. und Carolinestraße, und Hrn. John H0w515.475.83 für diePsta sternng der Deckerstraße, zwischen Oliver- und North-Avenue, zu bezahlen. Aus dem Be richie, welcher die Beschlüsse begleitet, erhellt, daß die Grundcigenthümer an den besagten Straßen sich weigern, die kontraktlich festge stellten Summen für die Nivellirung und Pflasterung der besagten Straßen zu bezahlen, da das Sraatsgcfetz von 1757, weiches die Stadl Baltimore ermächtigt, denGrundeigen thümern eine Steuer aufzuerlegen für dieNi vellii uug und Pflasterung der Straßen, an die ihreGrunditücke qrenzen, nicht in dem Staat sgefetzbuche von 18kv eingetragen ist. Der Fall kam vor den Gerichten zur Verhandlung, rnd die Letzteren entschieden zu Gunsten der ! Grnndeigenthümer; mithin liegt jetzt der > Stadt die Pflicht ob, für die Pflasterung der genannten Straßen zu bezahlen. Der erste Zweig nahm vorgestern beide Beschlüsse an; der erste legte sie dagegen gestern zurück. Ernennung. Hr. John H. Füller ist au stelle des Peter Bond, welcher refignirt hat, zum Briefträger in Baltimore ernannt worden. Zurückgekehr t.— Hr. Wm. Denmead und Hr. Henry McLhane nebst Sohn von Baltimore langten am letzten Sonntage mit dem Dampfer „Ocean," von Liverpool kom mend, in New-Hork an. Der Stadtrath. (Unerledigte Ar> beit.) Bekanntlich passirte unlängst im 1. Rathszweige cinßeschlnß zur Leitaguug vom 12. Juni bis l. Tkptember. Der Beschluß kam vorgestern Abend im 2. Raihszweige zur Lorlage, aber Hr. Keir erhob Einwand gegen die Aufnahme. Es seien noch viele Arbeiten unerledigt. So z. B. die Beiordnung zur Reinigung des Bassin««, die Amendirung der Verordnung zur Correktion von Jones' Fäl len u. s. w. Inzwischen erfährt man, daß das SaniiätS Comite der Ansicht ist, daß die Arbeit der Reinigung des Bassins im Som mer nicht raihsam sei, aber sich mit dem Ge suudheits - Commissarins dahin veriländigt hat, daß in einigen Tagen gewisse sanitätliche Borschriften erlassen werden, um uns diesen Sommer möglichst von den verderblichen Dünsten des Bassins zu befreien und die nach theilige Einwirkung derselben auf den Gesund heitszustand der Bevölkerung zu verhüten. Ehre n-B efchlüffe. Der Stadiraih nahm unlängst bekanntlich ehrende Beschlüsse für den Philantropen Johns Hopkins an. > Die Beschlüsse sind jetzt in eleganter Form von E. Burnett niedergeschrieben uud einge rahmt worden und sollen in wenigen Tagen durch den Mayor Hrn. H. überreicht werden. Mayor Vauiaut hat als Vorutzer des „Demokratischen Staat s-C eutral- E o in i t e's" auf den 19. d. Mts. eine Ver fammlnng desselben einberufen, um Vorberei tungen znrAbhallung der Slaats-Conventiou zu treffen, die Candidaten für das StaatS- Coniroleurs-Amt und das Appell-Gericht zu nominiren hat. Eine U e b err as ch ii ng. Hr. Henry McLhane, Asfoeis der bedeutenden Mefsing nnd Eisengießerei-Firma Henry McSdane Ä Comp., welche in Nr. 117 bis IKI, North-, und in Nr. 85, 87 und 89, Hollidaystraße, ihre ausgedehnten Etablissements hat, war am Montags im Dampfer „Oceanic," der von Liverpool in New A°rk ankam, von einer mehrmonatlichen Tour aus Europa zurückge kehrt und traf Dienstag Abend bei den Seini gen, an Geist und Körper neu gestärkt, wieder ein. Sobald die Arbeiter der McShane'schen Etablissements, zusammen gegen 300, von der Heimkehr ihres Chefs hörten, beschlossen sie, ihm eine Ueberraschung zu bereiten. Demgemäß fuhren sie gestern Abend Z 9 Uhr in einem aus fünf Waggons bestehenden Extrazuge nebst einer Anzahl geladener Gäste nach der McShane'schen Wohnung auf Mount Washington an der „NördlichenCen- Irvlbahn" hinaiis und wurden von Hrn. Heu ry McShane auf's Freundlichste empfangen. Nachdem das Arbeiter - Quartett ''Homo ax-tin" gesungen, und das Musikcorps der Besserungsanstalt "Ilome, sn-evt I>onio" ge spielt, hielt Hr. Wm. Kellow, Superinten dent der Gießereien, an den Chef der Firma eine Anrede, worin er ihn im Namen der Ar beiter bei feuierßüctkehr herzlich bewillkomm nete; dann überreichte er ihm ein werthvolles Präsent, das ihm das Albeiter. Personal machte, ein aus 18 Stücien bestehendes sil bernes Diner- und Thee-Service nebst Prä sentirteller, Krug und Bechern, welches dem Geschäfte der HH. Larmour 6- Comp, ent stammte. Gerührt sprach der Beschenkte seinen Dank aus, erzählte feine Erlebnisse in Europa und hob hervor, daß mau im Mafchinenfache hier den Europäern in einzelnen Punkten nach stehe, in anderen voraus sei, aber in den mei sten gegen sie nicht zurückstehe. Den Schluß feiner Rede bildete eine herz liche Einladung an alle Anwe enden, zu denen auch viele Nachbarn gehörten, zu einem Sou per, das im Freien aii langen Tafeln bei chi nesisäierGartenbelenchtung fervirt, wobei auch des Rebensaftes nicht vergessen war. Erst heute srüh um 2 Uhr langte der Extrazng wieder in dem Calvertstraßeu-Bahuhose an. Eine Erkläruu g.—Der Vorsitzer der vorgestrigen demokratischen Jndizial-Conven tion veröffentlicht eine Erkläiung, worin er widerlegt, daß McCafsrey's Nomination für das Amt eines Testamenls-Registrators durch unparlameutarische und unbillige Entschei dungen seinerseits hintertrieben worden sei. MeCafsrey habe beider regelmäßigen Abstim mung SV, Brown 4L und HeiSkell 8 Stim men erhalten. Die 2». Ward habe jetzt ihr Votum aus 3 für Brown und 2 für MeCafs rey in 3 für MeC. und 2 für B. verändert, aber auch sofort hätteu andere Wards »hreVo lum verändert und als schließlich das ResiU -43 uud Helskell 2 gehabt.' Nachdem er die Aenderung desVotuinS der 20. Ward erlaubt, bätte auch den anderen Wards dieselbe Be rechtigung zugestanden. Das vom Sekretäre vorgelesene Reiuttat habe die Nomiuatiou des Hrn. Brown herausgestellt und daß sein (Car ter's) Versahreu gain in Ordnung war, habe auch sofort der neben ihm sitzende Sekretär PH. M. Snowden bestätigt. Die Aenderun gen im Votum ersolgien bei der Ablesung der sultates zulässig war. Mit demselben Rechte, wie die SO. Waid ihr Votum verandeite, kal ten auch die anderen WardS dieses thun kön nen. Nur wenn die 20. Ward allein zu entscheiden gehabt hätte, wäre McCaffrey, dem er übrigens hohes Lob zollt, der Nomi nirte der Convention gewesen. - Voraussicht lieh ist indeß der Streu hieiimt noch nicht zu Ende und da MeCaffrey's Freunde bereits angezeigt haben, daß sie ihn als den demokra tischen Nomimrten betrachten, so stehen eine Menge Pro- und Contra - Erklärungen in Aussicht, worüber sich allerdings Niemand mehr, als die Gegner Beider f-euen werden, obgleich die Hoffnung, einen dritten Mann durchzusetzen, wohl nur auf schwachen Füßen steht. Die Wahl findet erst im November statt und bis dahin wird wohl das ent<-nli conliale zwischen McCaffrey und Brown wiederhergestellt sein. Ein sensationelles Gerücht. Nicht geringes Aufsehen machte vor einigen Tagen die plötzliche Erkrankung mehrerer Pe rsonen in dem früher von Frau Wharton oc cupirten Hause an der Eutawstraße nnd von zwei oder drei nahe der Mouut-Calvary- Kirche, Ecke der Madiiou- uns Eutawstraße, wohnenden Damen. Alle möglichen Gerüchte waren sofort im Umlaufe, der Geist des Gen. Ketchum erschien vor Vieler Augen nnd die Wharton'schen Vergiftungsgeschichten wurden allenthalben neu aufgefrischt. Die Aerzte ThomaK, Howard uud Chew machte» jedoch dem Spuke bald ein Ende nnd lieferten llar und deutlich den Beweis, daß dieVcrgifluugs fälle, die übrigens in Folge schnell Lug»iva:id ter Gegenmittel keine tödtlichenFolgen hatten, durch den Genuß von Cnstard-Pies, die man zu lange in kupfernen Behalte:« hatte stehen lassen, herbeigeführt worden waren. Eine Hochschule für Negerli nd e Greenfield reichte gestern eine Pe tition von 100?. hiesigen Farbigen im ersten Rathszweige ein, eine Hochschule für Neger linder zu errichten. Ueberwieseu. Neger-Schulen. Am Wontag Abend fand in „Davis' Halle" an der Sara togastraße eine Versammlung Farbiger statt, welche Beschlüsse zn Gunsten der vollkomme nen Gleichstellung der Farbigen im Stadt- Schul-Unternchtswesen passirte. Ebenso gut, wie die wxißen Kinder Grammärschuleu hät ten, sollten solche auch dje Farbigen erhalten. Dem „Douglas - Institute" sollte man eine Verwilligung machen, um eine farbige Hoch schule iu'sLeben rufen zu können. Daß hier für das farbige Schulwesen verhältnißmäßig mehr, als m anderen Städten, geschieht, ist eine Thatsache, aber eben so erwiesen ist es, daß die Farbigen selbst, nur in wenigen Fäl len Grundbesitz.: uud also keine Steuerzahler, aus ihrer eigenen Tasche fast so gut, wie gar Nichts, hergeben, um dieSrziehung ihrer Kin der zn fördern. Für allerhand Allotria, Paraden, Picnics und sonstige Bummelei, vergeuden sie ihrenVerd;enst, aber für das Er ziehungswesen haben sie keinen Cent ijbrig. Das jährliche Sommerfest der e v a n g e lisch-lutherischen St. Johann, s- Gemeinde-Schule an der Frede rick - R o a d wurde Montag im Gehölze der „CatonsvillerPserdebahri-Compagnie," sieben Meilen von der Stadt entfernt, abgehalten. Sämmtliche Schüler, Lö» an Zahl, und de ren Lehrer, die HH. Drcssel, Hank nnd Giif sith, versammelten sich früh 7 Uhr im Schul hause und zogen von dort zur Catonsviller Bahnstation, wo S Wagen in Bereitschaft standen, um die festlich geschmückte Jugend welt zum Festplatze zu befördern. Der Zug erreichte um 9 Uhr den Bestimmungsort/ wo der Tag tu sehr heiterer Weise mit'ländiichen Spielen, Singen, Tanzen. Deklamiren und allerhand unschuldiger Kurzweil verbracht wurde. In der MittagSimnoe zwischen 12 und 1 Uhr wurde den kleinen und großenKiii der« von den umsich'igen und wohlmeinenden Damen der Gemeinde ein füpcrbes Diner scr virt, welches in Folge der erduldeten Morgen- S-trapatzen und Angesichts der noch im Pro gramme verzeichneten, vielfachen Pedal-An strengungeil steißigx Ab- undEinnehmcr fand. Im Laufe des Nachmittags wurden vom Ki rchenchore und den Schülern unter Leitung de» Lehrer? Hrn. H. Dresse! abwechselnd Lieder vorgetragen, worunter „Morgcn,v«tderung" und „Frühling" vonßiUeter und mehrere an dere große» Beifall fanden. Tie Harzer Berglapelle, Capt. Millinger, spielte zum Tanze lustige Weüen. Unter den dargebotn uen Vergnügungen spielte der Tanz eine be deutende Rolle, und die Zahl der Melancholi ker und Grjjbler, die sich unter die heitere Menge gemischt, wurde von Stunde zuStun- ! se weniger, bis Jeder vom Hauche der Freude ! durchdrungen war. Die Zahl der Gäste be trug gegen ein Tausend, und der Wald bot ein entzückendes Bild dar. Die Rückfahrt wurde nach Sonnen-Untergang angetreten, aber erst gegen 9 Uhr verhallten die letzten Lie der der Fröhlichen unter dem Laubdache. Den Damen der Gemeinde und dem Anordnnngs- Comite gebührt dasVerdienst, ein schönes Fest für die kleinere Menschheit bereitet zu haben. Folgende Herren waren im Anordnung« Co mite: E. Horst, Präsident, Gcorg M. Man ger, I. Albert, E. Schaller, A. Schleier, T. Eilingsseld und G. Eckert. Die „Grog-Loge des Vereins der amerikanischen Protestanten," die in der „Washington-Halle," Ecke der Charles- und Fayettestraße, lagt, hat für das neue Rechnungsjahr folgende Beamte erwählt: Louis Mehner vou Ohio, Großmeister; I. Hollmgswonh von West - Virginien, Lice- Grogmeister; I, Fitz von Penns., Grogsekre tär; I. R. McCreedy von Massachusetts, Ge- Hülss-Großselrelär; A. C. Smith von Mas sachusetts, Grog-schatzmeister; C. A. Her mann von Ohio, Grog-Kaplan; P. Gund lrch von Missouri, Grogführer; Joh. Helm von Indiana, Gehülss-Großsührer; W.Hut ton von Michigan, Grcg - Wächter. Die nächste (24.) Jahressitznng soll am 2. Mon tage im Zum, 1874, in Wheeling, West-Va., stattfinden. An der Convention betbeiligten sich 7C Delegaten aus 13 Staaten: Penniyl vanien 44, Ohio 7, Nerv-Jork 6, Massachu seils 4, Kentucky 1, Illinois l, Missouris, RhodoJsland 2, Delaware 1, Marylands (R. T. Brown, D. Laughlin und Christian Andre;) West-Vlrginien 2, Indiana 1 und Michigan 1. Die „Hildise-BundS"-Abthei lung N r. 185 feierte Montag im Hölter vogl'schen Garten auf Highlandlown ihr erstes Picnic, das erste, das überhaupt eine solche Abtheilung gehalten. Früh 9 Uhr marsckir ten die Mitglieder unter den Klängen von Capt. Hofmaun's Musikcorps von ihrem Versammlungslokale, Nr. 45, Süd-Wolsslr., nach den Quartieren der Schwester - Abthei lungen Nr. 193, 1«7, 123, 195 und 196, welch' Letztere in Highlandrown selbst zu Hause ist, und holten dieselben der Reihe nach ab, um mit ihren Gästen nach dem Festplatze zu ziehen. Hier entwickelte sich bald ein reges Leben, dessen verschiedene Gruppen und Bil.der ein Irenes Spiegelbild echt deutscher Heiter keit und Gemüthlichkeit waren: Tanzen, Re den, Kegeln, Erfrischung des durch den Marsch angestrengten leiblichen Menschen durch com pakle, aber auch etwas flüssige Ttärkungsmi!- lel wechselten zwanglos mit einander ab und ließ n nirgends Langewelle oder eine Lücke in dem Genusse ländlicher Freuden auskommen. Die HH. Müller und I. Walter waren die offiziellen Redner des Tages; ihren mitunter echr humoristischen Aeußerungen wurde don nernder Beisall zu Theil. Das Kegeln war mit Preisvertheiluug verbunden, und als die gewandtesten Holzkugelschützen gewannen Hr. Ä. Hönervogt eine Uhr, Dr. Coleman eine Platinenage, Hr. Michelmann H Dutzend Mes ser und Gabeln, Dr. Schwarz 4 Dutzend sil berner Theelöffel und Hr. A. Wißnereine gol dene Kette. Nicht unerwähnt dürseu wir die Namen der Mitglieder des Arrangements- Comite's, das sich mit beneidenswerthen Lor beeren bedeckt hat, lassen; es sind die HH. A. Brack, M. Lötz, H. Morgereth und M.Schä fer. Die „West-B a l timorer Schützen- Gesellschaft" hielt gestern Abend unter dem Vorsitze des Hrn. Chr. Steinbach eine Veisammlung in der „Mechanics-Halle" ab. Der BeriHt des Comite's über die Angelegen heit im Betreff der Schieß-Halle gelangte zur Sprache. Nach längerer Debatte einigte man sich dahin, der Sache ihren Lauf zu lassen. Die „BaltimorerSchützengesell schaft" hielt gestern Abend im Lokale des Hrn. A. Heiderich unter Vorsitz von Capt. Lemkuhl ihre monatliche Generalversamm lung; Hr. Joh. F. Requardt führte das Pro tokoll. Es wurde auf Borschlag desVorsitzers beschlossen, daß Söhnen der Mitglieder unter 21 Jahren ohne elierliche Begleitung nur un ter Vorzeigung einer Karte der Eintritt zum Parke gestattet sein soll. Ferner ging der Be. schlug durch, dag das Direktorium sich iuUni form und in Equipagen an der Grundstein legung des „Allgemeinen Deutschen Waisen hauses" am 22. d. M. betheilige. Es wurde weiter beschlossen, dag im Lause dieses Som mers kein öffentliches Schützensest abgehalten, u.statt seiner an einem noch naher zu bestimmen denTage einKönigSschiegen veranstaltet werde. Folgende Herren wurden beauscragt, ein Exe kuliv-Comite zurAussührung des lelztgenann ten Beschlusses vorzuschlagen: W. Frank, M. Steigerwald, Joh. Friedrich, H. von der Heide, F. Hassencamp, I. I. Requardt, O. Hunkel, H. Wieghorst, Capt. Trayser, Joh. Heinz, L. Fleckensteiii und das Direktorium. Die Aufnahme von 35 neuen Mitgliedern be schlog die Verhandlungen. Der „Lafaye tte-T urn-V er ei n" hielt vorgestern Abend im Vereinslokale, Nr. 237, Wesl-Prattstraße, unter Lorfiy des Prä sidenten, Hrn. Johann Mechthold, seine regel mäßige Versammlung; Hr. Georg Meise sühne das Protokoll. Hr. Joh. C. Dietz, Vorsitzer des Comite'S sür die aln 3. August stattzufindende Exkursion nach „Monumcn tal-Fishing-Grove," berichtete, dag das An oronuligs-Comite die umfassendsten Vorberei tungen treffe, um das Fest zu einem brillan ten zu machen. Ferner wmde beschlossen, daß der neuen Anstalt >.es „Allgemeinen Deuiichen Waisenhaus Vereins" ' sich qm be thcitige, wofür die zwei Turnwarte HH. C. Schiinvt und T. Frank als Marschälle, die HH. Joh. C. Dietz, Wilhelm Opsermann u. Johann C. Köhler als Comite ernannt wur den. Nach Verhandlung einiger innerer Ver einsangklegeützciten vertagte sich die Versamm lung. Das fünfte lahressest der„Bayard- Loze Nr. 37 der Pythias-Riller," fand gestern Abend in Shaw's Salon, N.-Highstr., statt. Als Anordnnngs-Comite fnnguten die HH. W. I. Geisendöiser, I. S. Knobloch, W. D. Hizgins, I. M. Hennemann nnd T. P. Jones. Aus derßallschla g-A r e n q.—Dem gestrigen Wettspiele der „Athletieö" mit den „Philadelphiern" in Philadelphia wohnten wohl 10,000 Personen bei. Die „Philadcl phier" schlugen ihre Gegner mit 7 gegen 5 Pointen. Das Spiel, das gestern in Neu- -Hork zwi'chen den „Boslouern" und „Atlantics" stattfand, hatte den Sieg der Ersteren über die Letzteren mit 9 gegen sPointen zur Folge. AuS der Ballschlag - Ar en a. Am Dienstage hatte das Wettspiel in New- Uork zwifchen den „Muluals" und den Bo fioner „Roihstrümpfen" ein sür die Letzteren jlüustiges Resullal; sie hallen 8, die Anderen 7 Pointen. Der „Arbeiter-Bildungs-Ver e i n" hielt am Montags-Abende in der „Me chanics-Halle" unter Vorsitz des Präsidenten, Hrn. W. W. Moser, eine Generalversamm lungz Hr. P. Franzt- fi?ngirte als Sekretär. Nach Erledigung der Rouliiie-Geschäfte wur de auf Vorschlag des Präsidenten beschlossen, am 21. Juli in L. Muth's Garten das jähr liche Picnic und Sommernachlsfeg abzuhal ten. Man ernannte zugleich folgende Herren zu Mitgliedern des Comite's, das alle nöthi gen Borbeccltnngen für das Fest treffen fotl: L. Scherzer, A. Milpelhorn und G. Geiwitz. Parqde des fünften Miliz-Re gsments. Da das Regiment bei seinen Paraden bisher immer den östlichen Stadi theil vermied, so erging, wie der Leser weiß, vor einigen Tagen von den hervorragendsten Bewohnern Ost-Laltimore's an es die Einla dung, sich auch einmal in ihrer Mitte im Pa rademärsche tiewundern zu lassen. Die Ein ladung fand Gehör, und gestern Nachmittag Halle envlich auch Ost-Baltimore die Ehre de« sitnstm Regiments. Es marschirte direkt durch Baltimorestrage bis zum Broadway, wo es gegen 7 Uhr anlangte; von da ging der Maisch in genannter Straße bis Goughstraße hinab, dann zurück bis oberhalb Prattstraße, wo das Regiment einige Exerzir-Uebungen vornahm, Prof. Jtzel's Musikcorps einige Operustücke vortrug, und dann das Comma«do auf kurze Zeit abtrat. Die Mannschaften benutz.cn die ihnen gegönnte Frist zu einem Besuche der gastlichen Behausung des Obersten und Poli zeirichters Farlom, der Gattin des Hrn. Ro

bert Hulson, der Frau des Capt. Hugg, der Frau Huzza und andere: ihnen offen stehender Häuser, wo ihrer eine höchst splendide Bewir thung harrte. Im Farlow'schen Hause wur den die Gäste von F. S. Hoblitzel iu einer Anrede herzlich bewillkommnet, woraus Oberst Stricker Jenkins, Commandeur des Regi menls, dankend erwiederte. In den Wohnun gen der HH. E. H. Daiger, Dr. Georg L. Wilkins und Anderer waren die Voiderzim mer dem Regimente zu Ehren durch Kron leuchter hell erleuchtet; vor Dr. I. I. Cock rill'S Hause flatterten außerdem Bundeöfah nen. Andere Häuser trugen verschiedenartige Verzierungen; aus deu Ecken des Broadway und der Baltimorestrage waren Flaggen ver jchiedener Nationen quer über die Straße an Seilen gezogen, unv auf dem Broadway wurde Feuerwerk abgebrannt. Daß alle dieie Kundgebungen der Freude über den seltenen BesuchgroßeMenschenmafsen inO.-Baltimope zusammenführte, braucht nicht besonders her vorgehoben zu werden. Kurz nach S Uhr wur de zum Ausbruche geblasen; das Regiment stellte sich wieder auf und kehrte nach dem Ad. marfchplatze, seinem Waffensaale auf dem Richmond-Markle, unter Trommelwirbel und den Kriegesklängeu seines Musilcorps zurück, um dort einlassen zu werden. Die Mann schaften, etwa 300 an Zahl, ttugen weigeHo sen und cnllocklen den Zuschauer» manche be wundernde Aeußerung. Der „Harmonie-Kranken-Unter stützungs-Verein" beschlog in einer gestern Abend abgehaltenen Versammlung, sich in LorxvrL an dem Auszuge bei der Feier >cr Grundsteinlegung des neuen deutscheu Waisenhauses zu Als Vereins- Lräsident wird dabei Hr. C.Müller, als Che f Hr. Claus Schade, als Träger der imerikanischen Fahne Hr. Heimich Bockel, aIZ Präger der denischen Fahne Hr. H. Reinecke sud als Bannenräger Hr. LouiS Knoche fun ziren. Die Grundsteinlegung des „All dem ei neu Deutschen Waisen ha u j e s."-Eine General-Veisammluug der Ans- und Adjulanlen sür den Aus zug wurde gestern Abend im Lokale des Hrn. I. Lorz an Frederickstraße unter Vorsitz des Shesmarschalls Hrn. Otto Düker abgehalten. Hr. Cail Winter führte das Protokoll. Es wurde beschlossen, daß Alle, die sich zu Pferde an dem gioßen Auszüge zu betheiligen gedenken, mit englischem Sattel und Geschirr und Stülp-Handschuhen und in solgcnder Montur zu erscheinen haben: schwarzen bo >en und Röcken, weißer Weste, schwarzer Bin de, schwarzem Hoden Hute, Sleqen an den Hosen und weißer Rosette, welch' Letztere vom Exekuliv-Comiie zu vertheilen ist. Laut fer neren Beschlusses formirt sich der Zug in der Calvertstraße dem Woisenhause gegenüber und schlägt folgende Rou'e ein: 'Calvert-, Baltimore-, Fay.tte- und Aisquithstraße bis zum Baupläne. Für die Divisionen be stimmte man folgende Aufstellung: für die erste und zweite, der rechte Flügel, in Sara toga- und Calverlstrage, iür die dritte Plea santstraße, für die vierte Ceutrestraße, für die fünfie Monumentstraße, für die sechste Madi joustraße, für die siebente Readstraße. Zum Schlüsse wurde bestimmt, dag die übrigenAn ordnnngen durch die offeurlichen Blätter näch sten Sonnabend früh veröffentlicht weiden sollen. Der Chef-Marschall ersucht alle Anwe senden, sür Erzielung der erforderlichen Ord nung bei Aufstellung des Zuges Sorge zu tragen nnd der guten Sache alle Aufmerksam keit zu widmen. Heute feiert die katholische Christenheit das Frohuleichuamsfest (Oorpus Oumiui einen seitl3ll gebotenen Feier tag. Das Fest bezeichnet die geweihte, nach dem Lehrbegrisse der katholischen Kirche in den Leib Christi verwandelte Hostie und fleht im Range über allen anderen Kirchenfesten. Die Erinnerungs-Feier Oorpus wurde noch vor «00 Jahren mit dem Grün - Donnerstage verbunden, bis nameutliaz in Frankreich und Belgien einige Bischöfe es wagten, durch Pro vinzial-Conzilien einen anderen Tag für diese Feier anzuordnen. Der Bischof Robert von Lüllich soll im Jahre 1246 das erste Frohn leichnamsfest angeordnet haben, und in sehr kurzer Zeit fand dies in den Diözesen Ronen und Orleans Nachahmung. Die dann zu folge der katholischen Lehre feit dem Anfange des 13. Zabrhunderls herrschend gewordene Belehrung der geweihten Hostie veraulaßie Papst Urban IV. 1264 zur Stiftung eiues all gemeinen Frohnleichnamssestes, welches nicht an dem durch andereFestlichkenen in Anspruch genommenen Grün-Donnerstage, sondern am Donnerstage nach dem Trinitatisfeste gefeiert wird, und, seitdem es aus dem Concilium zu Vienve 1311 allgemein angeordnet wurde, das glänzendste unter den Festen der Kirche ge geworden ist. DurchProzessionen,wobei die H ostie in derNonstranz erscheint, wird der Frohn leichnamStag vieler Orts in Veralten u.neuen Well begangen.PapstClemens V. war der Erste der öffentliche Prozessionen zur Verehrung des allerheiligsten GureS anordnete; es wird na mcntlich in Denschland der Gebrauch noch im mer befolgt. In Ländern, die ganz katholisch sind, woh nen Fürsten und andere hohe Personen mit unbedecktem Haupte der Feier bei; die Stra ßen sind mit Teppichen bedeckt, die Häuser längs der Prozession verziert, und es werden in vielen großen Städten sogar Salven abge feuert. verschiedene Länder haben von Zeit zu Zeit neue Gebräuche eingeführt, um dem Feste einen großartigenCharaller zu verleihen; aber Alle stimmen ,u der Dekoration der Go tteshäuser überein, worin der Deutsche beiiän dig mit anderen Nationen wetteiferte und bisher den Vorryng behalten hat. Dieses Fest ist das höchste in der katholischen Kirche, sowohl in der morgen-, wie in der abendländischen, und werden auch hier Vorbe reitungen getroffen, es glänzend zu feiern, na mentlich in den deutschen Kirchen, jedoch, wie anderwärts bemerkt ist, von einigen erst nach sten Sonntag. Die Reformatoren haben den Feiertag in allen protcstantifchcn, selbst in den englisch-bischöflichen Kirchen, als im Wi dersprnche mit der protestantischen Dogmalik abgeschafft. Obwohl heute die Katholiken den Fr oh n leichnamstag begehen, so finden doch die festlichen Prozeisionen zu Ehrendes Tages erst am Sonntageebensowohl in St. Josephs an der Bel A>r-Road, als im Passionisten kloster an der Frederick-Road statt. Die Ea vallerie-Compagnie A, des Gouverneurs Leib garde, Capt. Kaschmeyer, hält heute in ihrem Waffensaale eine Versammlung ab, um Bor bereilungen zur Theilnahme der Prozession in St. Josephs zu treffen. Der Ehrw. S. D. Noyes wurde vorge steru als Prediger der Aisquilhstr.-P:esbq terianer-Kirche eingesetzt. Ein großes Publi kum wohnte der Feier bei. Das den im letzten Kriege gefallenen Flot ten-Offizieren in der Seeichule zu Anna poliszu errichtende Marmor-Monument ist zur >seit in Rom in Arbeit und soll nach sei ner Aufstellung 5Z6.000 kosten. Der Ameri kaner Franllin Smuiious meißelt das Denk mal, und die Arbeit soll in 2 Jahren fertig werden. Bis dahin sind slö,ooo sür das Monument gesammelt worden. Zufällig ertrunke n.—Am Dienstag Nachmittag um ü Uhr verließ der ?-iährige Georg Kilian, Sohn des in Nr. 217, Süd- Annstraße, wohnenden Hrn. Heinrich Kilian, die elterliche Wohnung. Bald nachher sah man, daß er in Stephau's Schisssbanhof am Fuße der Annstraße spielte. Die Eliern, über die lange Abwesenheit des Söhnchens besorgt, suchten nach ihm und sanken schl'eßlich um Mitternacht die Leiche Georg's im Wasser. Gestern Morgen nahm Coroner Sultzer die Leichenschau vvr. Es erhellte, daß das Kind nahe dem Wasser gespielt hatte und wahr scheinlich zusällig über Bord gefallen und er trunken war. Der Jammer der Eltern über den Verlust des Kindes läßt sich leichter den ken, als beschreiben. Tödtlicher Brandunfall. (Trau rige Folgen der Nichtbeachtung einer so ost durch die Zeitungen und schreckliche Beispiele erhobenen Warnung.)— Als gestern Nachmit tag gegen ? Uhr die 15 jährige Anna Norton, Magd in Professor Tonry's Familie in Nr. 118, Ost-Eagerstr., um das Feuer in der Küche rascher zum Anzünden zu bringen, Kohlenöl aus das glimmende Holz goß. entzündete sich im Nu der'Juhalt des Oelgefäßes, dasselbe barst, und die Unglückliche erlitt solch' gräß liche Brandwunden, daß sie trotz der besten ärztlichenPslegeScitens des Dr.BohleAbends iS Uhr unter unsäglichen Schmerzen denÄeist ausgab. Ein gefährlicher Geselle. Ein gewisser Thomas McCane trat, vorgestern in die Wohnung deiFrau Wagner an derLeaden hallstraße und schlug die Tochlex der genann ten Frau ohne jegliche Ursache mehrere Male in's Gesicht. Dann entsernte er sich, um in einem anderen Hanse eine ähnliche Scene auf zuführen. Da er jedoch nirgends eingelassen wurde, fo schritt er nach der Gasanstalt, wo Polizist Orem ihm den Rath ertheilte, nach Haufe zu gehen. Kaum hatte der Polizist die Worte ausgesprochen, als McCane ihm schon eine schallende Ohrseige versetzte. Der Poli zist warf sich jetzt auf seinen Gegner und Bei de geriethen in ein Handgemenge, bei welchem der Polizist anfänglich jedoch den Kürzeren zu ziehen schien. Erst als er feine Bleiichiinge zog und Sergeant Risette ihm zu Hülse eilte, überwältigle mau den Kampflustigen und brachte ihn nach dem Stalionshause. Hier fiel McCane über den Sergeanten her und als >san ihn später vorßichter Jarden führte, verfetzie er dem Lieutenant Farnan einen Schlag in's Gesicht. Für diese wiederholten Angriffe und Mißhandlungen ward er dem! Gerichtsverfahren überwiesen. Arretur durch den Feuer-Jn sp ekto r. Am letzten Sonnabend-Mor gen wurde das HauS des Hrn. James Reedy am Fuße der Croßstraßi, F.-H., durch Feuer zerstört. Der Feuer-Jnspeklor Holloway stellte eine Untersuchung an, um die Veranlassung des Brandes auefindig zu machen. Unter den vorgeladenen Zeugen war ein Sohn des Hrn. Reedy, der sich jedoch beharrlich weiger te, ans irgend eine an ihn gestellte Frage Ant wort zu geben. Darauf hin ließ der Feuer- Inspektor denZcugen wegen "Ontempt" ver hasien und in's Gefängniß abfuhren, wo der Letztere sich wohl bald eines Bessern besinnen wird. Die letzte Versammlung zur fchließlichen Auflösung der einstmaligen „M echanical- Sp r i tzen-Co mpagin e" findet heule Abend statt. Auf heute Nachmittag um 5 Uhr ist nach Raine's Halle eine Versammlung zur Förderung eines edle» Zweckes, Frei-Exkur fionen für arme Kinder zu veranstalten, be rufen worden. Der schöne Zweck des Vorha bens sollte der Versammlung die ausgedehnte ste Beiheiligung sichern. Geldbuße n. Stewart Martin zog sich vom Richler Hagerly Airch Steinwürse auf der Straße Kl Strafe nebst Kosten zu. Jakob Röwing hatte Heu, ohne es wiegen zu lassen, verkaust, was Richler Hatcherson mit tzZ Strase nebst Kosten ahndete. Deserteur der russischen Barke „Sapho." Capt. G. H. Sleumenby, wurde in Ost-Baltimore Joh. Lipola festgenommen und vom Richter Farlow nach dem Gefäng nisse beorden, um weitere Verfügung seines Capitäns ab;uwar:en. Wegen Spirituosen-Ausschankes an Minderjährige wurde gestern der Neger W. H. Nelson vom Crimiiialrichler zu Hüv Strafe nebst Kosten und dem Verluste der Schankcanzession, wegen Bieroerkauses am Sonntage Peler Ringsdors, Johann Daute rich und Carl Knees zu j? K2O strafe nebst In sten verurtheilt. Mißhandlungen und Thätlich keiten. Michael Tracey, eines thätlichen Angriffes auf Daniel sapp angeichuldigt, iah sich vom Richter Farlow in Ermangelung von FriedenSbürgschasl eingesteckt. Georg Wusmann sollte an Elisabeth Gates sich thätlich vergriffen haben und mußte, dem Richter Farlow vorgeführt, Frie dens Eaution stellen. Jakob Keller, welcher bekanntlich wegen Stechangrifjes auf Wilson Duucaii in einer Wirthschaft Osi-Baltimore's feiZgenommeii worden, mußte gestern aus Verfügung des Ricliters Farlow bis Montag Rachmittag K5A> Bcrhiiröbürgfchast stellen. Jnzwifchen will man den Verlauf der Verletzung ab>i>ar' t-n. Dora Schultz siel über Anna Wolf in Nr. 26, New Ehurchslraße, her und soll sie durchgeprügelt haben. Man »ahm sie fest und brachie sie vor Richter Myers, welcher sie gegen Eaution bis zur Borladung vor den Eriminalrichler entließ. DerDampser„Baltim o re>" Capt. F. am 27. Mai von Bremen, am 20 von Southampton abgegangen, wird wohl heilte oder morgen im hiesigen Hasen einläuten. In Bremen schifften sich unge sähr K 25 Passagiere ein, darunter solgende 17 ui der Cajüte: E. Dammann nnd Friedrich Willens nebst Familie von Baltimore, Joh. A. Nnpel von Philadelphia, Adolph Berger und Marie Berger von Bremen, I. H. Null mann nebst Familie, Franziska nnd Antonie Warndorfs von Hannover, Dr. Max Ä-ogel von Halle a. d. Saale und Wittwe M. nebst Minna Schncllenderg aus Neheim. Im Zwischendecke kommen Friedrich Hachens mit Familie und Eduard Eiter aus Baltimore, Joseph Nestro aus New Ä)oi k, Hermaiiii Schmöller aus Ohio und solgende Einwan deier: Cath. Hocheder aus Tyrol; H. FLrst mit Familie. Hariig, Ida; Jos-pH Malle und Familie, Wilhilm Rechet, Michael BanaschinSli, Wohciech A!arlows!>. Brock" Marg. W-igel und LUnier, Fnedr. Thom und Familie Friedr. Karstäot und Fani., Carl Bunge und Familie, Friedr, Hajelau, August Greis und Familie, Christ, Schöning und Familie, Jalod Kllprr, Anna Puchmann. C. Polratz. Johann Voller, Wilhelmine Schultz, August Bretifchneider und Fam„ Johann Manie und Familie, Gustav Kavdatz. Wich. Mawn. Schmidt August Baumerl, Paul Koch UN- Familie, Amon Napierala. Josef Mnrmvsli unv Familse, Alwist Totzle. Mathilde Totzke. Aug. lAehr. mann Gonftled Vollmann. Atdljch Schwarz, cLarl Sawatzti, Gunlher, Peter Schweoa,' Anton OiowSli mit Familiie, Jul Seda. stian. Wilh. Dorn, Carl lanorfchtc, Äiarie Janorlchle, !lwZlü°Sun u; varheäe He^djcll! Z,anislaus Mlchmowsli, Johann M.chalowsli, Jo>eph Roinanowitz. krllichewitz! I, G. Bluiliiig, Bardara Gegner, Johann Georg s^er, Aruolt, Joses Barbara Wois, Cath. Metz, Caih, Rutlinger, Jalod Fröhlich. Margarelhe Fri>ch, Cli,e CUje Reulamm, Anna M. Müller. Johann Geqnel. Joh.Zitzmann. Cath. Dorn. Joh. Conr. Lunz, Jöh. Flr^, Cath. Georg Vogt, Erieglmeier und Familie. Franz Aman», Jofeph Kämmerer, Adam Franz, Cath. Krieger Philipp^Lchl, tze/m. Frudr. Ballier und Familie, Kr. itilv. Schöne, Joh. Marz. Schöne, Juslme Dringettdurg, !ltzi Helm Cugcu Bremer, ie '.".letanicr, Müihorsti Gedk» He», Weiinar; W. aus oer Schweij, Cour. Jalod Fadri, S -Weimar, Friedrich iSchiffönachrichtett. inen >ler. dl, i>.-, «4 und i>> au die Reihe. T o >o° '/n iVw n. den N^Juui(Bor den Richiernilli. chart Grajon und Georg Hellott.) Barren Waller, DiedVuhl! siflir». Wai, en - Gcxicht. tLor den Richtern DanelS, und Bilhop.! Marie J.Johns crhieu^uc oNllNonPtea3 - (Ä e r t lh t. (Vor Richter Ha req.l Thomas Holmes wioer ren Mayor undsiaclralh von Ballimore. »ilage aus Cr>atz sur -Verletzungen des tllagirS durch einen von den Verklagten gedulreien Ge nie inichaden auf ciner öffcntlich-n Airlcyrsstcaxe. In den Hanoen der G-Ichworenen.— Friecttq-.chlmn!r wi^, iuertannt.—John Doivney ivioer John «eUy; inr den «lager enischieden.-Rodcrl Bla-tweu ivirer Rodirl 1, -ia.er; dem «lagerendgulug zug-iprochen. -Die ttleinglschivorenen wurden enoguing cuilaiie», u>n heule für den JunitermiNjU erhal'.en.—Für h-ule I'.ii» Rr. i»Ä hiS 225 der Prozelj-Aegiirandc auge,>tzl. Euverior-G-richl. i-vor viichler it!vodii..i Waller Wider Glallsclder. Klage aut tw.oc.o -chaoener fatz jür Verunreinigung von Gwqnn's Fallen durch öle Wallcr-Dulan-h sche Papierinuhlej unerlengl BundeSdejiris - Ger >ch Ei nero» und°„Pearll" Mag- auj Bestra,ung >ur Nichlaus. hangen von Sichlern; adgewicje». — den Schooner „D. D. Mallorh.-liel-Idc uuler Be ralhung..— gegen die „vtode.l T. oerichoden.—Johann liejelbe Aullage; d>S morgen zurückgelegt.—Georg Fatkenstein, Johann M. Hemrich Sieh! und Heinrich Tr.eSmmh szwei An g,n vcrlchobeu.—Peler Ringsdorf, Carl Knees uns Cd. Delcher, die nämliche Anschuldigung;ststiri. w« a d llr ei s-G er > chl. «ü-or Stichler Plnlneu ) Martin Kesinodel gegen tzannah tr. und Cynrs.d Mul- A;tfirage n»l kNOVHtwothcl delasteles Grunoeigenihum Parliii^ Ii«. l 7 und'> 4 Jahre allen Kinder an. (Die Klägerm und Partie die u^in Baumeistern siegmann k Jones einen Kontrakt zur Er richtung der neuen »>rche an Fayeltc- nahe tianaiNraze. abgeichlosien, tie Alloro-Itedernehiner jedoch oas Unter nehmen nicht zu tkndc gefuhrt, und um den Bau zur Bollendung zu bringen, habe die Gemeinte weitere Ver. hflichwngen, deren Beträge unten einzeln aiigegeben sind, im Äejaiiimldelrage von k 14,5 s,t>t eingehen mW», und,ie um Nothigung verlchiedenerPer. teZ Älloeies Bürgschaft jZ'>,M>jU ,teilen; ihre Burgen sind Conrad Siegmann Unfall auf der „Baltimore - Ohio- Eisenbahn." Cnm b er lan d, West-Va., il. Inni. Philipp Goff von Gräften, West-Vlrginien, cin Bremser der „Baltimore > Ohio Eisen bahn," wurde gester» von einem Zuge über sahreu und augenblicklich gelödlet. Der Per stoibene hinlerläßt Familie. Das Picnic veö GroßhainS des „Un abh. vrdenS der Drmden." Im herrlich.gelegenen „Greenwood-Parke" an der Belair-Röad fand gestern das Picnic des Großhains des „Unabhängigen Ordens der Druiden" statt; dasselbe »ahm trotz des uri günstigenWetters einen recht heiteren Verlans, imposant war der Festzug, der sich am Vor- Mittage nach dem hlnausbewegte. Um 7 Uhr Morgens fand sich bereits Prof. Wacker's Musikcorps vor der „Metamora- Halle" an der Lombaidstraße ein, wo die Mit glieder des „Jackjon-Hains Nr. 4" und des „Lasayette Hains Nr. 6"rn kurzer Zeit erschie nen nnd mil dem geiianmen Musikcorps an der Spitze nach PH. Wacker'S Halle an der Hamburgstraße marschinen, um sich dem„Teu tonia-Haur Nr. 13," der daselbst seine Sitzun gen abhält, anzuschließen. Nachdem die drei Haine sich hier vereinig! hallen, begaben sich dieselben nach der „Druiden - Halle" an der Ecke der Gay- und Fayettcstraße, wo die Mit glieder des „Hermann Hains Nr. 1" versam melt waren. Unterdessen kam auch der „Ger iMliia-Haili Ztr. 2" mit Capt. Hoffmann's Musikeorps herbei und schloß sich den anderen sechs Hainen an. Sobald der Festzuz geord net war, fetzte sich die erste Division unter Führung des Chef-Marschalls Hrn. Adolph Marlini in Bewegung: ihr folgte die zweite Division, als deren Marschall Hr. H. Lenz sungirte. Der Zug schritt daraus durch die Fayelle-, Aisquith- und Gaystraße hinaus nach dem „Greenwood-Parke." Der Himmel machte wählend dieser Zeil cin bitterböses Ge sicht, war aber nicht im Stande, den Festiheil nehmern die fröhliche Stimmung zu verder ben, wie folgende kleine Episode beweij't: Als der „Teutonia-Hain Nr. 13" von Wacker's Halle abmarschirie, wnrde dem Marschälle des Hains, Hrn. Johann Müller, ein mil Bän dern ganz und gar umwundener Morjchalls stab überreicht. Bei der Ankunft im Parke ersuchten die Mitglieder des Hains ihren Mar schall, die Bäuder vom Stabe zu lösen. Einen Augenblick sah Hr. Müller, der nicht wußte, wie er diese Aufforderung deuten scllte, seine Ordensbrüder erstaunt an i dann wickelte er behutsam die Bänder ab. Als er dies gethan, hielt cr einen in Papier eingewickelien Gegen stand in der Hand und nachdem auch die pa pierne Hülle gesallen war, wurde er gewahr, daß dasjenige, was er bisher für einen Mar schallsstab gehalten, eine prächtige Cervesal wurst war. Die Heileikeit, welche diese kleine Episode erregte, kaun sich Jeder leicht denken. Aus dem Parke cnliqllete sich bald ein reges Leben. Prof. Wacker's Musikcorps sorgte für treffliche Conzertmufik, während Capt. Hoff. maun'S Capelle im Tauzsaalc fröhliche Wei sen ertönen und die Tanzlustigen kaum zu Hr. Chr. Höhn hielt die besten Gleisen nnd Gelränke in Vcrei'.ichaii und ließ es an Nichts mangein, um die Festtheilnehmcr in jeder Be ziehung znsriedeu zu stellen. Das Huuplereigniß des Festes war die Ue berreichnng der Fahne der drei Logen des „Un abhängigen Ordens der Ver. Brüder," welche, wie wir schon gestern meldeten, zu den „Drui den" übergingen, an den Großhain. Hr. A. Martini leitete diese Fahnen-Ueberreichung mit einigen passenden Worten ein, woraus Hr. G. Liiideuberger vom „Jackson-Hain Nr. 4" eine Rede hielr, die er mit nachstehenden Strophen begl^nn:^ O Zyald, zebaut von Sötte» yand, Redner hieiz alsdann a Anwesende» will kommen und bemerkte, daß man zusammen gekommen sei, um ein echt deutsches Fest Hu seiern. Er sei iwm „Jackson - Hain Ar. 4," vom „Teutonia-Hain Nr. und vom „La fayetie-Hain Nr. 6" beauftragt, die Fahne dem würdigen Ex-Groß-Edel-Erz Wm.Raine zu überreichen. Der Letztere nahm dieselbe alsdann entgegen nnd ermähnte dabei, daß die Fahnen der alte» „Druiden" ursprünglich dreieckig WM»; heute handle es sich jedoch nichi mehr rrin die Form, sondern um das Prinzip. Hieraus führte der Redner seinen Zuhörern mehrere Bilder aus der Geschichte der „Druiden" vor und wies darauf hin, daß dieselben nie eine Nation, nie ein Volk, sondern stets mir einen Priesterordcn gebildet hätten, der es sich u. A. zur Ausgabe machte, Frieden zu predigen und Krieg zu ver. Hillen. Aus vielem Grunde eigne sich die neu geschenkte Fahne namenllich für den Orden der „Druiden," da dieselbe zuerst bei der Friedens seier entfaltet wurde und in den Lüften flat terte. Nrchdem Hr. Raine geendet, nahmen die unterbischeuen Vergnügungen wieder ihren Fortgang. Vom Tanzsaale erklang lustige Tanzmusik und Prof. Wacker'ö Musikcorps ließ auf's Neue die gewähllestenConzertpiecen ertönen. Der der letzt zu fallen be gann, vermochte der Fröhlichkeit nur wenig Abbruch zu thun. G.'oße Anerkennung ge bührt dem Ärrangements-Comite, welches sich mir den Vorbereitungen die größte Mühe ge geben hatte. Nachstehend lassen wir die Na men der Herren folgen, welche das Comile bil deten: A. Ballaus, Vorsitzender; PH. Wacker, A. Martini, M. Hamincrbacher, Hammacher, Günther, Berkemener und I. Walter. Die „West - «altln'orex Schützen ttjesellschzft" wird ihr diesjährizesschützenfest am IL., 17., 18. und 1«. Inni in ihrem herrlich gelegenen Parle an der Washingtoner Road feiern. Für Vergnügungen wird in reichlichem Maße ge sorgt werden. Aus hohem Thurmseil üben die kühnsten Akrobaten ihre Künste uud neben ih nen werden sich riesige Ballons in die Luft er heben und den Wolken zueilen. Auch sollen täglich Theatervorstellungen stattfinden, für welche man bereits jetzt die tüchtigsten und besten Kräfte engagirt. Zur Belustigung der Kiuder wird cin Marionetten-Theater aufge stellt weiden, und Abends, wenn der Park feenhaft illuminirt ist, kommen unsere Ge sangvereine, um durch ihre Lieder dieFesttheil. nehmer m erfreuen. Wer am Tanzen Ver gnügen findet, wird sich sicher nicht langwei len, den» die besten hiesigen Capellen werden unausgesetzt ihre schönsten Melodie'» erklingen lassen. Um den Eindruck noch zu erhöhen, gedenkt man an icdem Abende ein Feuerwerk abzubrennen. Hunderte von Raketen, Leucht kugeln von allen Farben, werden in die Lüfte steigen und der Sladt erzählen, wie fröhlich es auf dem Schützenparle hergeht und welche Wunder dafelbst geschehen. Zum Besten des erblindet?!? Christian Gniebel wird heute, Donnerstag, 12. Juni, ein großes Picnic in Rost's Hain abgehalten. hälr ihr Picnic und Somlmrnachissest heute, 12. Juni, in Louis Mitth's altem Schützen hvfe ab. (Tonzerte in der „Arbeiter - Halle." Tie jeden Montag, Donnerstag und Samstag Abends in der „Arbeiter - Halle," Nr. 5, Süs - Frederickslraße, stallfiridenhen Conzcrle erfreuen sich in hohem Grade der Gunst des Publikums. Die Conzcrle stehen unter der besonderen Direktion des tüchtigen Prof. Rose. Außerdem spielt das berühmte Orchestrion jeden Morgen von 10 bis l, jeden Nachmittag von 3 bis 6 und jeden Abend von 8 bis 11 Uhr. Die Conzerte der „Ärbeiier- Halle" gehören zu den populärsten der Stadt und wir kennen keinen Ort, wo man sich ein Stündchen besser erholen kann, als die „Ar beiter-Halle." Die „Baltimo er Bürgerschütztzn" halten heme Abend ihr monatliche» Preis lchicßen ab. Am Abend findet ein Tanz lränzchen statt. Im Schüycnparkc an der Belair- Noad findet heute Nachmittag großes am Abend ein gemüthliches Tanztraxzchen statt. Der,,Kermal,ia-Männerchor" hat seinen ersten diesjährigen Dampfer- Aus. fing nach Monumental - Fiihinq Groce aus Donnerstag, den IS. Juni, festgesetzt. Der „Gcrnianla-Männerchor" macht bekannt, daß die Pläne sür die neue Halle jetzt in dem Lokale dcS Vereins Nr. IS2, West-Lombardstriiße, zur Einsicht vorlie gen und dag Angebote auf den Bau bis Mon tag, den 23. Zuni, Nachmittags 5 Uhr, in der Halle cnigcgeuommen werdend Siehe An zeige! Prof. W. T. <?laqett's erste grope Exkursion mit dem Dampfer „Shampion" nach "I.a liell« ttrcivv" wird Montag, den ül). Juni, statttfinden. Pros. Heinrich Silber's Musik corps wird für ansgezeichnele Conzert- und Tanzmusik sorgen. Der „Vst-Laltimorer Liederkranz" macht Sonntag, den !>">. Juni, seinen ersten diesjährigen Dampfer-Ausflug nach „Moni! mcntal-Fishing-lHrove." Der „Unabhängige der Rothmänner" wird Montag, den IL. Juni, sein jährliches Picnic abhalten. Ler „Hlldisc-Buiid" ((scntralkörper von Maryland) begeht sein großes Picnic und Sommcr nachls-Fest Montag, den 16. Juni, in Rost's Hain. Harrison - neue Badeanstalt auf der Lightstr.-« rücke ist jetzt eröffnet. Wer sich Erholung verschaf fen oder seine Glieder stärken will, versäume nicht, diese Anstalt zu besuchen! Fairhaven, der beliebte SommeraufenlhaUsort, nach wel chem die schöne Ä>elt unserer Stadt während der heißen Jahreszeit sich so gerne ans ernige Sinnden fluchtet, wird Montag, den I«:. Juni, wieder eröffnet werden. Ueber die Herr liche Lage Fairhaven's noch ein Wort zu sa gen, hieße Eulen nach Athen tragen. Jeder, der den Platz bereits einmal besucht hat, wird zugeben, daß unsere Bai nnr wenige schöner gelegene Punkte auszuweisen hat. Der neue und elegante Dampfer „Theodore Weems," Eapt. Wm. B. Kirwan, wird au jedem Ta ge, mit Ausnahme des Sonntags, Morgens um 49 Uhc von der Lightslraßeii - Werste ab fahren und Abends gegen 8 Uhr wieder hier eintreffen. Am Sonnabende wird der Dam pser Nachmittags um 2 Uhr von hier abfab ren und präzise ill Uhr wieder an der Light straßen-Werste anlegen. Für lressttche Musik auf dem Dampfer und auf dem Platze wird Pros. Jtzel'S Musikcorps Sorge tragen. Vs?» (?i»e wichtige Erfindung ist der gepichte Schuhnagel, welchen die E>ebriibcr Eoakley von Nr. 14, Siid-Ealverlstraße, an zeigen. Schuhmacher und das Publikum im Allgemeinen wllten sich sür dieselbe interessi ren. Man lese die Anzeige! ES ist eine feststehende That sache, daß Auszehrung heilbar ist; allein weit besser ist es, durch rechtzeitigen Gebrauch von Dr. Wi st ar'S Wildli rs ch e n-B al s a m der Festsetzung dieser furchtbaren Krank heit im Systeme vorzubeugen. Diese Medizin heilt Hnsten oder Erkältung sehr rasch, und selbst dieAuszehrnng unterliegt oft der großen Macht derselben. (137-42) KM" Heckcr'S Marina ist ein delikater Nahrungsartiiel und eine herrlrche Taselzierde. iMaiN. »,) LG" Als Blut und Säsle reinigendes Mittel ist das Karlsbader Sprudel- Salz unübertrefflich. Dasselbe wird von vielen Aerzten gegen Unverdaulichkeit, Kopf schmerzen, Mangel an Avpcti, und alle Uebel, welche aus Unordnung des Magens oder der Leber entstehen, angewendet. A. Voqeler Q C o m P. sind die Agenten sür Amerika. (SI-) lnducement sür »nd Evttsunienten! r ische s I chweine sl e I ich, srij cheWurst, uch erte Wurst, Geräuchertes Schweln cN ei sch aller An H»» r?ud.nh.^r tMrj21,11,1.p.) dem Markte gcg>'>'':!>:r. Börsenberichte. Berichtet von Wni. Kisker di Söhnen, Nr. 32, Souihstraße. Bal r i 111 or e, den 11. Zun>> Abends 5> Nhr. Aug. Verl. «uq. Verl. Gold t!7Zt >sentO3uD, Zg - V.St. ö.?gr Ma.ISR2. <4>'k? IM StPassVahn 20 <ä)'v7 Mio Feu Verl 5X V. St. tn.«orllt - Md Feu Vers MdvrDes'U - Mi Howard Vcrs K)^ Va kr a1t,... MeruMÄcrs 4'» d Bavrli« R Blto^Okr'7S — Va tir t! 7 bv — WVaZrlluli tN>j B l. 7r!«ii>i Va Zons 6'S . öl, » V-lto kr'7>.. Norüentkr gld9l^ Baliot-r CentOhio'irl. >7 «alto vr P M 17A !j> WMdtir2.g'«l!»7 Valto tir ValtoVr INX».. - WMd«rZ.LuZO7 SMemphiSlir öS Vnk ol Valto — iir3. Kl?» Sitiz Äank.... >3'. Rich Dan l. - 7t>'« ffranklin Bank II >, 12 >Or,Äl,ä,Ma7r WV dl öowVank.... 7>» Or.üAi t!r 2. McrchVank Or>s AI ttr i. 80 Mcchßank.... 12 VltoGaS'SE 101 Z. Nat Vank dl l.'i) Vallo O L l7i> Fredeiict Turn? 60 «. N. «tr°S°.?-Itt. » b.Aier, l!» Ler 117 » » ll7 » » liivScr II!« I ' t5K7i^"".'.".".".".'."/.'.'.".'.1-l-^ . . IKKBcI ixg'^ lirvre» Vcr. Si. Esvres ' »Ii «LkNlral vudwn Nivir N. N I^i», lt n , Illinois Central A . 1 - A ltleorland 5 H.ltsiiulz R i>7», North Western '.. Siock-gsland .ü.II Mil. und St. Paul ! und Preler'd ' Ton" v e-Äa rk t «V Ccntaur-Ainittlcllt. alters. ES giebt keine Schmenm, welche nicht dlirch da« ... / gehoben, keine <Äe. szafft, keine Lähmung, welche nicht lene, aber dennoch wahre Zusicherung. ES ist dieses keine Täuschung, kein Humdug. Das Rezept ist um jede Flasche gewickelt. Lin Cirkular, Zeugnisse wun derbarer Auren veS Rheumatismus, der Neuralgie, wunderbarste, jemals in der Welt produzirte heilende und schmerjsriuendc Mittel. >!s sindct schneller «b> heutigen Tages ohne das scrtig werden. Flaschen ,u SU Cents und ,u tl.—Z. B. Rose « 0 omp,, Sir. Vroadwa», New.Aork. .Vastoria ist mehr, als ein bloßes Substitut sür Castorol. Es ist das einzige bestehende sichere Mittel ,nr Regulirung d-s Unterleibes, der Heilung der Windkolik und zur Verschaffung eines natürlichen gesunden Schlafes. 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An gc je r< > a'l Dr I. <5. -Uner « ««o>vu. >» VvweN. Mast, p kt Uch enu.an a I» ndenCh- m i I r r » Jahre zurück tvurde daö Mexikanische Mustang-Liniment Mustang-Liniment Nierst in Amerika bekannt. Seine Eigen, schaften sind sehr wohl bekannt. Es hat das Verdienst, das älteste und tiefte Liniment der Weit ,u sein. Betreffs der Millionen über Millio. neu Flaschen, die verkauft wurden, hat bis dahin auch nicht eine einige Beschwerde uns erreicht, und als ein heilendes und schmcrzstillciidtS Liniment hat es nicht seines Gleichen ! ! Es kann mit unbegrenztem Venranen in allen Fällen von Schnittwunden, Quetschung gen, Brandwunden, Verrenkungen, Rheuma, tiSiuuS, harten Geschwülsten, Bißwunden Frostbeulen, Geleiilsleisigkeit, eifto-enen Fn gen und Ohren n. s. iv., n. s. w., bei alle» Personen und gegen Verstauchungen, Rehe (Steifheit), Run,Hein, Raclensistelii, geschun dener Haut, Fluszgallc. j'.lanenriß/ Svat, Zuckfuu, Reibwundcn durch Sattel. Kummet und Geschirr, auch gegen Anzen- und ZiDhren kiankheitcn bei Pferden, Maulthirrlii vdcr Niiidliich gebraucht iverde». Mustaug- Littiment lieilt auch Neuralgie, R!ieui»aii->in»s, Giäit, lahme» Nücke», Salzfliiiz, qisuge Bisse, angece jtno cheu- und PtuSlel -Leiden, wehe Brustwarze» ii. s. n,. und kaun mu Recht als die Pauacae für alle nnsieriiche Aynnden gelten. Man merke wol,Z, dieses Li»i ineut kau, nickt >.» eniciii oder Jahre empor, das die absurdesten und u». natürlichsten Kuren, wie sie für wie Pilze em porgeschossene, neue Linimente beansprucht werden, vollbracht haben sollte. Sondern uns stehen eine Erfahrung und Pruszei! von über dreißig Jahren mit den wesentlichste» Resultaten und einer Masse von »zeugurfsc» zur Seile. Erweist sich das Liniment nicht so, wie eS empfohlen in, so ivird dns ;nrnckgegeben. Man lasse sich nicht durch den Gebranch ei nes anderen Liniments, snr welches dieselbe» Eigenschanc» und Resultate beansprucht wer. den, hintergehen! Sie sind nur Lug und Trug. Man gehe sicher und hole sich nur das Amerikanische Mnstnng Liniment. M/" Es ist bei alle» Apothekern und in al le» Landläden z» 25., ü«) C-nts und sl pro Flasche zu habe». Man gebe auf Große der Flasche, Berpak kling u. s. w. Acht! «Am W ,»äw.i»Me,D.T>.>?,) Das große Heilmittel für Schwindsucht, welche durch zeitige Zuflucht zu diesem Mu sterpräparate geheilt werden kann, wie es durch die Hunderte von Zeugnissen, welche die Eigenthümer erhalten haben, bewiesen wird. Dieses ist von vielen hervorragen den Aerzten anerkannt als das zuverläs sigste Heilmittel zur Erleichterung und Hei lung aller Lungenleiden, das je eingeführt wurde, und es wird dem Publikum als durch die Erfahrung von mehr, als vier Jahr zehnten erprobt angeboten. Wenn man in der Zeit dazu seine Zuflucht nimmt, so ermangelt es selten, Heilung zu bringen, auch in den schärfsten Fällen von Husten, Bronchitis, Croup, Keuchhusten, Grippe, Asthma, Erkältung, Nachengeschwüren, Schmerzen in der Brust, Seitenstich, Le berleidcn, Lungenblutuug ze. Äistar's Balsam macht einen Husten nicht trocken und läßt die Ursache zurück, wie dies die meisten Präparate thun, sondern er lös't ihn und reinigt die Lungen und besänftigt den Reizzustand, in dem er aus diese Weife die Ursache des Leidens enisernt. Seth 2iZ. Howle L 5 Sühnen, Boston, Mass. Hu dat»'i>bei alleiiAyochckcrn! lApr A.IZ .j.a.W ) Unverfälschter Es^

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