Newspaper of Der Deutsche Correspondent, June 13, 1873, Page 1

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated June 13, 1873 Page 1
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Bereits sei Uano Giro als Nachfolger Mori's nach Washington unterwegs. Mori scheint inzwischen spurlos verschwunden zu sein, wird aber bald, wenn auch nicht inUeddo, wieder auftauchen. Der Manu hat jedenfalls in Amerika fchnell gelernt. Je größer das Verbrechen, desto lebhafter die Theilnahme. Stokes, der Mörder des Fisk, soll seit seiner Jnhaslirung in den Tombs zu New-Zork nicht weniger, als 15,- (100 Besuche erhallen haben. Durchschnittlich sprechen alltäglich 300 Personen vor. Gefälschte 10-N oten sind im Um lause. Von Chicago wird ein schrecklicher Selbstmord gemeldet. Nahe Ainsworth halte am Dienstag Morgen ein Ehepaar einen hef tigen Wortwechsel. Die Frau, im höchsten Grade ausgebracht, legte Shawl und Hut an unv eitle mit demßuse: „Leb' wohl, Du siehst mich niemals wieder," davon. Ihr Weg ging nach dem nahen Eisenbahn-Depot, wo sie sich anscheinend gesaßt niedersetzte und die Vorbei fahrt des dorl nicht anhaltenden Expreßzuges abwartete. Derselbe braus'te zur bestimmten Zeit heran, als plötzlich die Frau ausstand, festen Schrittes zum Rande der Plattform ging und vor die Lokomotive sprang. Im nächsten Augenblicke war die Unglückliche eine schrecklich verstümmelte Leiche. Als Veran lassung zur Thal wird Eisersucht gemeldet. In S t. L o u i s organisirt sich eine Frau engesellschast zum Betriebe der Buchdruckern. Ganz richtig sagt das St. Louiser Blatt „Amerika:" „Während unsere „Staatsmän net" sich abquälen, aus dem politischen Chaos die großen „Zukunstsparteieu" zu gestatten, bilden sich diese Organisationen in allcrStille von selbst. Aus dcr einen Seite Fanatismus, Zwangsgesetze und Knechtschaft, aus der an ! dernDutdung, Selbstbestimmung und Frei heit." In Wash ingtn n beabffchtlgt/etzt der> wohlbekannte Advokat Louis Schade sein schon lange gehegtes Borhaden, die Heraus-! ! gäbe eines wöchenrlichsn englischen IÄ/attes, speziell der Berthcidtgung der Anschauungen der deutschen Aöopiivbiirger i gewidmet, zur Thatsache zu machen. In Memphis, Tenn., starb der Grass von Ranzau au dcr Cholera. Er war lange Jahre hindurch untcr dem Namen Rudolph in Canada und den Ver. Staaten an dcr Presse thätig. Ein ehren v o lles Ze u g niß stellt die sonst so puritanische New-Uorker „Tribüne" dem Denlschthume in folgenden Worten aus: „Die Deutschen feienen das Pfingstfest allge mein mit jener Gemüthtichke.i und jenem un gebundenen Frohsinne, der alle ihre Vergnü gungen ohne Unterschied charakterisirt. Ih rem Hange zu Zerstreuungen folgend, wählen sie nur solche, an denen ihre Frauen und Kin der therlnehmen können, und, obwohl sie sich mit dem größtmöglichsten Eiser der Belusti gung hingeben, werden ihre geselligen Zu sammenkünfte dennoch niemals durch Aus brüche dcr Rohheit oder durch die geringste Störung entwürdigt. In Clevelaud, 0., wurde ein armes braves deutsches Dienstmädchen, Susanna Regina Greiner, von einem für die Hölle relfen Wüstling, dem sie nicht zn Wil len fein wollte, neben einer der bekanntesten Aveniien, ganz in dcr Nähe ihrer Wohnung erwürgt. Ein englisches Blatt in Cleoclaud behauptet, seit der Ausstellung des Leichnams Abraham Lincoln's habe niemals ein größe rer Zudrang zu einem Paradebcttc stattgc funden, als an dem Tage, wo die entseelte Hülle der Susanna Regina Greiner in der lutherischen Kirche an der Eriestraße auf dem Katafalke gelegen. In Zanesville, Ohio, ist Frau Sa rah Neff, die Mutter des kürzlich vom Blitze erschlagenen jungen Mädchens, aus Kummer über den Verlust ihrer Tochter gestorben. In Cinciltnati ist Fritz Gläser, einer der unternehmendsten Geschäftsleute der Stadt, im 4t. Lebensjahre mit Tode abge gangen. Admiral Porter ist der Ansicht, daß dcr Dampfer „Polaris" in Sicherheit ist. Im Betreff der auf einem Eisfelde angeblich im Stiche gelassenen u. seitdem hier angekomme nen Leute ist er der Ansicht, daß sich Alles schließlich zufriedenstellend aufklären werde. Inzwischen hat ein Theil dcr Presse bestens versucht, die „Polaris".Expedition zur Sen satiousmacherei zu benutzen. Ueber das bereits gemcldcte schreckliche Minen-Unglück bei Shamokrn, Penns., schreibt ein Augenzeuge: „Die Scenen am Eingange dcr Mine wa rcn während dcr ganzen Nacht wahrhast herz zerreißend. Die Frauen der unglücklichen Bergleute ftchcn wehklagend mit ihren Kin dern an den Leichen der Ernährer, oder sehen ängstlich wartend ans die nächsteSendung von Unten, „ob nicht der Gatte und Vater unter ihnen und noch lebend tst." Diejenigen, wel che noch lebend herausgeschafft wurden, em pfangen die größte Sorgfalt von «seilen ihrer Angehörigen, als auch von ihren glücklicheren Mitarbeitern. Einige hatten sich heute Mor gen schon soweit erholt, daß sie ihre Erlebnisse erzählen konnten. Man weiß nicht genau, wie viele Arbeiter sich eigentlich zur Zeit der Explosion in der Mine besanden, und man be fürchtet, daß eine grhßere Anzahl ihr Leben verloren hat, als man bis jetzt angenommen. Die Mine soll stets eine der besten in der gan zen Gegend gewesen sein und man hielt sie sür so srei von Schwefel, wie das bei einer Koh lcnmine überhaupt möglich ist. Dcr Theil der Mine, in welcher die Explosion stattfand, war indessen seit längerer Zeit nicht bea:» beitet worden und es hatte sich daselbst in Folge Dessen eine Quantität Gas ansammeln könuen." Nicht geringe? Aufsehen erregt es, daß das Appell-Gericht New-York's den Mö rder Siotcs, und ein Geschworenen-Gericht De laware'« den Dr. West vom Galgen gerettet hat. Wie die Letztere den Mord nach den vor liegenden Thatsachen als einen Akt dexSelbst- Vertheidigung entschuldigen konnte, wird wohl Vielen ein Räthsel sein, wenn anders man nicht eine Erklärung darin findet, daß dcr Er mordete ein Neger war und noch niemals in Delaware für die Abmucksung eines solchen ein Weißer aufgeknüpft worden ist. In M einp his beging der Maler E. A. Jackson Selbstmord, weil er befürchtete, die Cholera zu bekommen. Die „N.-A. World" tadclt die ostentiose Weise des Empsangcs der Leiche des verstor benen Gesandten Orr in New-Aork. Die Demonstration gehe hauptsächlich von den Freunden der Regierung aus, die sehr wohl wüßten, doßOrr Süd-Carolina verrathen und den Händen seiner schwarzen und weißen Un terdrücker überantwortet habe. Besondere Eh renbezeugungen sür Orr's Leiche seien ei» In sult des Südens. Es scheint, daß auch die „World" noch Nichts gelernt und Nichts ver gessen hat. Der Seeamtssekretär hat endlich besohlen, dag der Dampser „Juni ata" zur Aussu chung der „Polaris" von New-Nork abgehen soll.' Capt. Braine befehligt das Fahrzeug. Ein Narr iu Alexandria, Va., schlägt vor, mit einer entsalteten Fahne der einstma ligen südlichen Consöderalion vom Bunker- Hill-Monninente bei Boston aus den ganzen Norden des Laiides zu durchwandern. Es soll dieses als Entgelt des Marsches des Ser geanten Bates dienen, der vekannuied vor ei niger Zeit unbehelligt mit einer Ver. St.- Fahne durch die Süd-Staaten zog. In Canada übt man schnelle Ju st t z. Im Dezember des letzten Jahres erschlug iu einer Anwandlung von Eifersucht nahe Barrie ein Mann, Namens Earruthers, in Gegenwart seiner Kinder die Frau nni> Mut ter. Seine Frau sei ihm untreu geworben, aber das canadische Gesetz erblickte darin keine Milderung der That. Alle Versuche, ihn wahnsinnig zu erklären, schlugen s-hl, er wur de prozesfirt, schuldig befunden und vorgestern gehängt. I» S t. Louis äußerte Joseph H. Fore, der vor zwei Jahren seinen Schwager erschoß, die Freude über seine Entlassung azis der Ir renanstalt dadurch, daß cr seiner Frau den Schädel spaltete. Und doch giebt es noch im mer Leute, die herzlos genug sind, zu glau ben, daß der Mensch gehängt werden sollte. Das neue britische Gesaudt schastSgebäude in Washington soll 8125,000 kosten. In New-York wurde gestern der Pro zeß gegen den Vatermörder Wal worth aus den 23. d. MtS. anberaumt. Der „Wachington Republican" empfiehlt, daß die Regierung sich einlegales An recht aus Llrlin gton, das einstmalige Bcsitzthum des verstorbenen Generals Lee bei Washington, erwerbe. Das Besitzthum habe sowieso als Vermächtniß des Vaters der Frau , Lee eigentlich der Letzteren gehört. Hr. Custis bestimmte in feinem Testamente, daß 5 Jahre Baltimore, Md., Freitag, den 13. Juni 1873. nach seinem Tode sämmtliche seiner Sklaven freigegeben werden sollten. Die Zeit kam in 1863, inmitten des Krieges und Gen. Lee be folgte den Wunsch desTestators und gab allen Freigegebeneu Pässe, um die Linie zu über schreiten, wenn sie dazu Lust verspürten. Ar lington wurde bekanntlich wegen Nichtzah lung der Steuern saisirt, bei der Subhasta tion von der Regierung erstanden und in ei nen Begräbnißhof umgewandelt. Die be tagte Frau Lee sagt, daß sie allerdings das Besitzthum nicht zurückverlange, aber doch glaube, daß thr eine entsprechende Entschädi gung gezahlt werde. Frau Lee ist kränklich und gebrechlich und scheint die Sympathie vieler hervorragender Persönlichkeiten in Wa shington sür sich zu haben. Auch gesäls chte 3-CtS. Post stcm p e l haben ihr Erscheinen gemacht. In New-Jork wurde gestern Agnes Shandley ohne Bürgschaft? - Annahme dem Gefängnisse überwiesen, angeklagt, Domingo Uldo durch fünf Stiche lebensgefährlich ver mundet zu haben. Die Verhaftete behauptet, die That in Selbstveitheidigung begangen zu haben. Der in Boston angekommene Schr. „W. F. Garrison" brachte nach dort dieMann schas des von Philadelphia nach Lynu.Mass., bestimmten Schrs. „Erie," den cr unterwegs in sinkendem Zustande angetroffen hatte. In New-Nork wurde gestern Franz O'Neall unter dem Verdachte verhaftet, feine Frau aus dem vierten Stockwerke seines Hauses an dcr Ost-18. Str. auf dic Straße geworfen zu haben. Man sand die Unglückliche gestern Morgen auf dem Trot toire mit gebrochenem Schädel und andern tödtlicheu Verletzungen. Frau Woodhull bessert sich. Ihr Pio zeß ist verschoben worden, dagegen soll der gegen ihre Schwester Claflin und Blood, der Verbreitung obfcöncr Schriften beschuldigt, am Montage in New-Nork aiisgerusen wer den. Von New-Nork kommt Knude über den ! Bankerott mehrerer Firmeus». i Baumwolle ist in Folge ciucs "Corners" plötzlich um 5—4 gestiegen und die U vr-tü" sitzen in einer Klemme. Von allen Seiten rüsten sich die Turner, zur Fahrt nach Cineiunati, wo bekanntlich > am 26. Juni das Bundes-Turufest eröffnet wird. Die „IS. Stsztg." will absolut nicht zu-. geben, daß die Aliti- T e m Pe ren z- Be - wegung bei der neuttchen Richterwahl in Chicago eine Niederlage erlitten habe. Die Schuld liege daian, daß mau dem Tempe renzler Booth keinen würdigen Gegner gegen über gestellt hatte. Aber warum that man diefcs'mcht? Uebrigens werden in dem näch sten Herbste wieder Wahlen dort stattfinden, und werden die Anti-Pniitaner dann hoffent lich für anständige Candidaten ihrerseits ge sorgt haben. Die „N.-N- Sts;tz." klagt darüber, daß die deutsche Einwanderung nach New-Nork bedeutend abnimmt unv neigt sich der Annahme zu, daß wahrscheinlich den Städten Baltimore und New-Orleans der Ausfall zu Guie gekommen ist. In New-Nork tagte unter Vorsitz des Gen. Sigel der Verein „V er eini g te Na - tionalttälen" uno pafsirte Beschlüsse zum Andenken des verstorbenen Viee-Präsi denten, Schrlststellers und Soldaten Tlnelli. Nachträglich erfährt man, daß bei dcm ge stern telegraphisch von Newark, N.-J., ge meldeten Bahnunfalle die Bahn-Bediensteien Conduktcur Maxwell und Heizer Albert Hoff mann, sowie dcr Passagier Vienlant schwere Verletzungen erhielten. Vonge Woche ereignete sich bei JamcSville, nicht wett von N.-N-, ein e i g enth ii m - ticher Selbstmord. Vor etwa 3 Mo naten hatte die Wittwe des letzten Jahres verstorbenen NathanCoy, dessen Bruder Allen Coy gcheirathet. Vor dreizehn Jahren hatte dcr Bruder der Frau Coy Selbmord began gen. Dcn Strick, dessen er sich bedient hatte, hatte die Schwester seither ausbewahrt uud am 26. Mai bcuutzle sie ihn, um dem eigenen Le ben ein Ende zu machen. Hatte die Frau sich diese lauge Reihe vou Jahren mit Selbst mordgedanken gelragen? Bei Woodstock, N.-8., ertranken ge stern drei Personen, welche von einem kleinen Boote an Bord des Dampfers „Andover" zu gelangen suchten. In dcr Nähe von Bango r, Me., ertran ken gestern zwei Frauen und ein Kind, als sie von einer Insel zur anderen in cincm kleinen Boote fahren wollten. In Naihville, Ind., wurde gestern Jerry Anderson wegen Ermordung des James Kerr zu lebenslänglicher Zuchthaushaft ver. urlheilt. Aus Fl oridaist dcr deutschen Kronprin zeisin von einem vor zwei Jahren von Stettin ausgewanderten Deutschen, Namens Dam miiÜer, ein aus Palmett o-B lätteru angefertigter Hut als Geschenk übersandt wor den. Der neuliche Vierbraue r-Congreß spult »ach. So läßt sich heute die „Jlls. ÄtsUg." vernehmen: „Die Deutschen müssen sich im Kampse gegen den Puritanismus nicht aus das Bierfaß, als dessen Freunde sie ja ohnehin Jeder kennt, sondern aus die prin zipiclle sreiheitliche Plattsorm stellen, von der herab ma» mit gutem Gewissen und logischer Folgerichtigkeit das Treiben der Temperenzler und Mucker als einen srechen Eingriff in die Menschenrechte bekämpsen und verdammen kann. Und diese Kampsart wird sogar auf gar manchen derjenigen Amerikaner überzeu gend wirken, denen mit deck oben empfohlenen schlagenden Bierargumeaten nicht beizukom men ist." Im Staatsgesängnisse von Tcxas stieg sich der dort eingesparte Jndianer-HäuplUng einen Löffel iu deu Rachen und fand den von ihm gesuchten!od. Dcr Atdermann John NicholS wurde vorgestern in Philadelphia schuldig befunden, ungesetzliche Gebühren crprcßl zn haben. In der Nähe von Philad^l phia fand man vorgestern die Leiche des Sam. I. Den nis ans einem Felde; der Mann hatte ohne Zweisel Selbstmord begangen. In Cleveland, 0., wurde vorgestern A. W. Chambcrlain, welcher den GeorgeMc- Gonnaiighcy in Salem ermordete, nach Ver einbarung der Anwälte deß Mordes im zwei ten Grade schuld'g bcsuichen hnd zu lebens länglicher Zuchthaushast verurtyeilt. In Au gS bnr g ist der durch seine Bibel- Uebersetzung belanume Domprobst Dr. Jo se P h Franz v. Alli oli am 20. Mai im 80. Lebensjahre mit Tode abgegangen. Ge boren deu 10. August 1793 zu Sulzbach, Priester den ;i. Augast 1816, wirkte er meh rere Jahre als Prosessor der Theologie an der Universität in München und belleiveie seit dem Jahre 1838, also 34 Jahre lang, die Wü rde eines Dompcobstes dcr Diözese Augsburg. Wie dieKirche,so würdigte auch dcrstaat sciue Verdienste; das Comthurlreuz des Ordens vom heiligen Michael und des öitreichiichen Franz-3oiephs Ordens, ocr Verdienst Orden der bayerischen Krone, das goldene Kreuz des griechischen Erlöser - Ordens schmückten seine Brust, die Akademie der Wissenschaften in München und tue belgische Akademie für Ar. chäologie zählten ihn zu seinen Mitgliedern. Der Verstorbene ersreute sich bis kurz vor sei nem Tode der besten Gesundheit. Julius Fröbel, der Vielgewanderte und Viclgewandel:?, hat eine neue Wandlung ersahren. Er ist am IL. Mai znm veuischen Consul in Smyrna ernannt worden. Ob schonFröbel jo eineArt Vorlauscr der süsfiian ken Schlechtmacher Amerika's war, so wol len wir dem potittschen Ahasverns doch den Ruheposten am sonnigen Strande Kleinasien's nicht mijzgiUinen, Es ist uns Revanche ge nug, daß Robert Blum's einstiger Genosse, ber statt des Märtyrertodes eine hochadcligc Hand sand, und liebevoll von ihr zur„TriaS," wie zur „Süddeutschen Presse" geleitet wurde, wieder da Schutz zu suchen hatte, wo stets sein Platz gewesen wäre untcr der guten deul>

scheu Fahne! So meldet die „Westl. Post." Dcr Redakteur der tn Berlin erscheinenden „Germania," Majunke, ist auch vom Ka mmergericht der gegen ihn wegen Veröffentli chung dcr „päpstlichen Alloeution" verhäng ten Strafe freigesprochen u. zwar vonßechts wegcn. SeinejVersolgung war eine geradezu blödsinniger Eingriff in das Bischen deutsche Preßfreiheit. Der neue Präsident der französischen Re publik, MeW ah on, ist M Jahre alt. Undank ist der Welt Lohn. Das erfährt jetzt auch der „unternehmende N.-H. Herald." Die Wiener „Neue Freie Presse" vom M. Mai enthält eine Sezirung des Ka belberichtes des „Herald" über die Eröffnung der Wiener Weltausstellung, welche mit fol gendem Verdikte schließt: „Mit Lessing's Worten: „Weniger wäre mebr!" beendigen wir die Lektüre. Der „New-lorker Herald," wel cher mit collegialischer Freundlichkeit bei Er wähnung unseres Pavillons die „Neue Presse" „den Herald von Wien" nennt, hat jedenfalls erreicht, was fein Publikum zu erwarten ge wohnt ist, das „Nie-Dageweseue." Es würde um desselben Zweckes willen sich eine Nnm , mer des „Hans Jyrgel yonGumpoldskirchen" Telegraphiren lassen, denn auch das wäre ein Novum! Was mit einem einzigen Kabel da die anderen leider um jene Zeit gerissen wa ren—binnen vierundzwanzig Stunden in der Tclcgraphie geleistet worden, grenU außerdem an das Wunderbare. Eines ersolgrcicheu jour nalistischen Wettrennens mit seinen übrigen College» kann sich der „Herald" indessen nicht rühmen. Er schlägt sich bei dieser Gelegen heit eigentlich doch nur mit der größercnLänge des Geldsacks. Wären die achttausend—ein Vermögen verschlingenden telegraphischen Worte aus den zehnten Theil rednzirt und zu etnem einzigen fcharsgezeichneten Bilde grup pirt worden, die Leistung wäre bei weitem verdienstlicher gewesen, als dieses Sammelsu rium von Geislreichigkeit und geradezu gesähr« lichen Zwangwitzen. Weder das deutsche noch das englisch redende Publikum von New-?)ork kann sich aus alledem irgend ein klares Bild zusammensetzen, denn nur selten bleibt eine Reihe von zusammenhängenden Gedanken obenauf in dem Gestrudel von Senlcnzen ei ner übergeschnappten Prosa. Indessen accep tiren wir dennoch den guten Willen für die That. Man hat unserem Wien eine Ans merksamkeit erweisen wollen und hat dabei weder GreenbackS noch schweißtreibende Mühe gespart." Telegraphische Tepeschen. Europäische Aabelberichte. Berlin, 12. Juni. Es wird bcrichtct, daß ein Allianz-Vertrag zwischen Deutschland und Italien abgeschlossen worden sei. Berlin, 12. Juni.— Kurt von «chlözcr, deutscher Gesanvier in Washington, ist heute hier angekommen. Es ist nicht wahrschein lich, daß er nach den Ver. Staaten zurückleh ren wird. Hr. von Kranz, gegenwärtig At tache der deutschen Gesandtschaft in London, wird als Geschäftsträger nach Washington ge hen. Berlin, 12. Juni. Es ist wahrsche-n -lich, daß der Reichstag den Beschluß »äffen wir», dieConnülltion von Deullchland gleich-! ! falls ans Elsah nnd Lothringen auszudehnen.! l Sollte diese Maßreget ausgeführt werden, so wird Elsaß und Lothringen berechtigt sein, ' fünfzehn Mitglieder zum Reichstage zu wäh- i len. Keiner der Bewohner, welcher sich sür > Frankreich erklärt, wird Stimmrecht erhalten, bis er den Loyaluäts Eid sür Deutschland ge- I leistet hat. London, 12. Juni. Die „Mississippi- Thal-Gesellschast zur Hebung des Handels. Verkehrs mir und zum Anlegen von englischen Capitalien in den West- und Siid-Staaien Nord-Amerika'S" organisirte sich heute. Un ter den Förderern des Unternehmens befinden sich einige der reichsten Engländer. London, 12. Juni.—Eine Spczialdepc sche von Madrid an die „Times" berichtet, daß die Krisis in der Regierung von Spanien ihren Höhepunkt erreicht hat unv daß man in der Hauptstadt sehr ernstliche Besiirchtuugni eines Ausluhrs hegt. Die Corte« verblie ben gestern beinahe den ganzen Tag in Ge heiinsitzllng. Während der Berathungen um gab ein Hause bewaffneter Freiwilliger den Palast dcr Cortes. Eine starke Abtheilung bewaffneter Polizisten war bei der „DoS de Mayo"-Säule conzentrirt, und Truppendeta chemcnts waren in allen Stadttheilen inßor anssehung von Ruhestörungen postirt, abcr ihre Dienste wurden nicht nothwendig. Die Presse der Unversöhnlichen besürwortet öffent lich eine bewaffnete Revolution. Die Siiua uon ist sehr beunruhigend. London, 12. Juni.—Eine Madrider De pesche von gestern Abend sagt: „Die Unver söhnlichen opponiren dcr Bildung eines Mi nisteriums aus der Rechten. Bewaffnete Ab theilungen derselben uud bewaffnetste Partei gänger der Cortes, halten strategische Posi tionen in dcr Stadt besetzt und ein Conflikt zwischen den seindlichen Fraktionen scheint un vermeidlich. Zn einer Versammlung der Dc putirteii, welche zu der Majorität gehören, wurde beschlossen, zum Zwecke der Aussöh nung beider Varieien ein Ministerium, aus vier Conservativen und vier Unversöhnlichen bestehend, vorzuschlagen. Madrid, 12. Juni. Die Cortes haben die Abdankung des Ministeriums Figueras genehmigt. In eiucr Versammlung der Majorität ver gangene 'Rächt wurde ein neues Ministerium gebildet: Minister-Präsident, Pi y Margall; Minister der Colouie, Sorni; Minister des Aeußcrcn, Murzo; Kriegsminister, Estavanz; Marineminister, Aurich; Finanzminister, La dus; Minister der öffentlichen Wecke, Benot; Justizminister, Gonzalez. Die Autoritäten sind entschlossen, die Majorität, in jeder Maß regel, welche dieselben ergreisen mag, zu uri. tcrstützcn. Tenor Figueras hat die Stadt Madrid verlassen. Madrid, 12. Juni. Gen. Hidalgo ist zum Civil-Gouveriieur von Madrid ernannt worden. St.Pct e r S b u rg, 12. Juni. Das russische Panzerschiff, welches in dem Schiffs- Banhos in Ricolaiev gebaut wurde, lief heute vom Stapel. Die russische Flotte im schwa» zenMeere wird bald wieder voll vertreten sein. Großfürst Constantin, Admiral der Flotte, führte bei der Feier den Vorsitz. S t. P eters b u r g , 12. Juni. Ein Gerücht cirkulirt in hiesiger Stadt, daß die khiwanischc Expeditious-Colonne unter Be fehl des General Kauffmann eine Niederlage erlitten hat. St. Petersburg, 12. Juni. Die russischen Colouncu der Expedition gegen Khlwa welche von Djisak und Kasalim'k ab gingen, vereinigten sich am 24. April bei Cba laat. Am A'iril machten die khiwani ! schen Truppen einen Angriff aus die Avant- Garde der Russen naheChalaat. Ein hitziges Gesecht entspann sich, in welchem zwei russi sche Obersten gelöster wurden. Die Khiwaner wurden schließlich geschlagen und zogen sich in wilder Flucht zurück. Nachdem Gen. Kaufmann bis zum 14. v. M. gewartet hatte, an welchem Tage der Rest seiner Truppen ankam, setzteer seinen Marsch gegen Schurukhanesort. Türkei Constanti II 0 p e t, 12. Juni. Der Sultau hat einenFerman erlassen, in welchem er dem Khedive von Egypten unabhängige Civil-, Militär, und diplomatische Rechte ein räumt. Schiffs-Bericlite. Que etis t 0 w It. IS. Juni. —Der Dpfr. „City os Limeriil" ist von New - Jork auge lommen. Markt und Börse. London, 12. Jaui, 11 Uhr Vorm. Consols eröffneten zu für Geld und S2j für Brief. „Amerikaner," 'Kser V2i; '67 er 14i; 10.40 er neueZünfer Crie 49j.' London, 12. Juni, 11 Uhr Vorm. Die Disconto-Rale der Bank von England wuide um 1 Prozent erniedrigt. Es ist jetzt 6 Proz. L 0 n d 0 li, 12. Juui, 2 Uhr Nachmitt. Consols schloffen zu S2H für Geld und 92Z iürßrief. „Amerikaner,"'L7er S4Z; 10.40 er Erie 4^. Frankfurt, 12. Juni.—„Amerikaner/' 'g2er ü>6tz. Paris, 12. Juni. Renten 56 Francs 85 Cts. L iverp 001, 12. Juni, 11 Uhr Vorm. Baumwolle eröffnete fest; Oberl. 8Z; Orl. die Verläufe werden auf 15,000 Ballen geichätzt. Liverpool. 12. Juni, 2 Uhr Baumwolle stark; Odert. Bj-S; Orl. Verkäufe 18,000 Ballen; fürSpekulation unv Export 5000 do.; totale Verkäufe gestern 20,- ! 000 do., von welchen 5000 nach der gewöhn ' lichen Schließung des Marktes verkauft wur > den; Juni Verfassungen von Savannah u. Charleston 85; Auqust und September do. Bon New-Orlcans üz. Brodstosfe flau. London, 12. Juni, Nachm. Leinöl ' 633 10s-33 15z. Inland - Depeschen. Oer japanesische Gesandte in Wash ington.—Harikari-Gcrüchte. Ne w-Ä>ork, 12.Juni. Arnori Mori, > der japanesliche Gesandte in Washington, . steht in Jeddo unter schweren Anklagen, wel ' che von verschiedenen seiner Landsleute gegen - ihn anhängig gemacht worden sind. Seine ! Verwaltung der ihm anvertrauten Gelder soll - eine sehr leichtsinnige gewesen sein. Ein Cor ! respondent dcr „N..1. Tribüne" berichlet ans c Japan: „In hiesigen offiziellen Kreisen - herrscht bedeutende Ausregung wegen Mori's - unverantwortlichem Verhallen. Derselbe hat ' nicht nur die Flnanzafsairen seiner Gesandt ! schast in höchst leichtsinniger Weise verwaltet, - sondern auch den Besehle der Minister gänzti c ches Mißachten entgegen gesetzt. Instruktiv - nen, dem Washingtoner Cabinette gewisse ' Mittheilungen zu machen, hat er entweder ganz ignorirt, oder grade das Gegentheil von dem ausgerichtet, was ihm ausgetragen war, je nachdem es ihm beliebte. Natürlich wird man sich wundern, daß ein Mann, welcher sich so vieler schwerer Vergehen schuldig macht, nicht längst abberufen wurde, aber es ist eben nicht leicht, einen Mori zu stürzen. Während der letzten Monaie hat Mon nicht weniger als drei Instruktionen erhalten, in denen er ausgefordert ward, entweder abzudanken, oder einen längeren Urlaub zu nehme». Die ersten beiden Aufforderungen hat er gar nicht beach tet; erst als cr die dritte erhielt, fand er es nöthig, ein Gesuch um einen längeren Urlaub nach Jeddo zu schicken. Dieses wurde bewil ligt, und die Urlaubsertheilung mit dem Post dampser abgesandt. Kurz daraus beschloß die japanesische Regierung, erneu Commissär ab zusenden, um Postverträge mit Amerika, Eng land, Deutschland und Frankreich abzuschlie ßen. Man telegraphirte deshalb au Mori, seinen Posten nicht zu verlassen, bis der Com missär eingetroffen sei, abcr dessenungeachtet trat er seine Urlaubsreise au." Ein sapan. Blatt sagt: „Hr. Mori hat seinen Posten verlassen und wlrd wahrscheinlich den Rest seines Lebens unter dem Schutze eines Mo narchen zubringen. Hierher darf er nicht zu rückkehrn, hier erwartet ihn der—Harilari." Man hält ihn vielfach für wahnsinnig. Hr. Arno Giro ist nach Washington abgereis't, um die Gesandtschaft zu übernehmen. >ver»«lchte Depeschen aus New Stork. New-Nork, 12. Juni' Der Prozeß des Frank Walworth ist auf dcn 28. d. MtS. augci'ctzt. —stokcs ist während seiner Hast in den Tombs vcn wenigstens sünfzehntaujend Per soneii besucht worden. —Hr. Charles H. Adams, einer der ncuen Commissäre für die Weltausstellung,fist heute abgereis't. Die Baumwollen - Mäkler Cranshaw K Comp, zeigte» heiuc aus dcr Börse ihr Fallis sement an. —Die Prüfung in West-Pon t wurde hcute fortgesetzt. Der Präsident wird morgen von hier nach Washington abreiieu. Der tNelvinarkr. New-Aork, 12. Jriiii. Geld leicht; Wechsel erst verkauft zu 9. Gold schloß zu l Obligat, stetig; Sechser I '62>r 115 K; Aktien stetig; N.-A.-Central zu ' Erie 66F, Luke Shore Pittsburg 87j, Illinois Central 112, North - Western i 1 71, Prioritäten 84, Rock-Island 1085. Bilanz des Uuterschatzaintes: Kt1,66U,?25 iu Gold und §22,37!,197 in Couraut. Vier Personen verschüttet; zwei ! ftsrödtit. Cohocs, N.-N>, 12. Juni.— Vier Män-! ner, Namens Palrik Carncy, John Mayer, Joseph Brown und John McMuhon, wur den, als sie heute Nachmittag mit den Aus grabungen für einen neuen Gasometer an Mohawkstraße beschästigt waren, durch Etn sturz einer Erdwand verschüttet. Brown und McMahon wuröin gerettet; Mäher uud Caruey aber sandcn durch Erstickung ihren Tod. wieder ein üVord Philadelphia, 12. Juni. G. Full mer wurde heule Morgen mit einer Kuget im Kopfe in der Dritten-, nahe Chestuut-Straße, aufgefunden und starb um Mittag. Der Vor fall ist noch ein Geheimniß, uud keine Spur von dem Mörder entdeckt worden. Wettere Einzelheiten über das Fullmer- Geheimniß sind ermittelt worden. Ein Be amter erzählt, daß er Fullmer ungciähr um 2 Uhr Nachm. vor der Thüre einer Nesiaura. liou begegnet und derselbe ihm saqte, daß er an der 6. nnd Arch-Ttr. angegriffen worden sei, wobei dcr in dem Platz aufgesundenc Stock zerbrochen wurde. Der Polizist ging mit ihm bis an die Ecke der 3. Str., wo er thu verließ. Er hörte keinen Schuß dar nach. Heute Nacht ergiebt sich's, daß ein Wächter in Jay Cooke s Lokal den Schuß Hörle, aber nicht herausging, um zu sehen, was los war. Einige scheu den Fall als Selbstmord an, aber das Wunderliche bei der Sache ist, daß das Pistol noch nicht aufgefun den worden ist. Eine Post-Mortem - Untersuchung ergab, daß die Kugel durch das Gehirn drang. Man entdeckte gleichfalls einen Bruch am linken Schläsenbein, entweder durch einen Schlag oder Fall hervorgebracht. Flucht von Verbrechern. Norristown, Pi., 12. Juni. Sa muel uud Albert Hickman, zwei überführte Einbrecher, entsprangen vergangene Hiocht aus dem Conntq-Gesänznisse. Sie brachen durch den Fußboden dcr Zelle in das darun ter befindliche Gewölbe, und gruben sich zehn Fuß lang unter der Erde ourch den Hof. Die Ftüchtlinge erstiegen die Mauer, ehe der Wächter Altarm machen konnte. Zweihun dert Dollars Belohnung sind aus ihre Ein bringung gesetzt. Weiteres »der das Minen-Nnglück bei Shainokin. Shamo k i n, Penn., 12. Juni. Die Leiche des Conrad Drumheiser wurde heule Morgen schrecklich verbrannt und verstümmelt aufgesunden. Das Verdikt der Leichenschau- Geschworenen kantete folgendermaßen: Daß Conrad Drumheiser durch die Explosion von schlagenden Wettern getödtet wurde und durch Betreten e?v Stollens mit einer offenen Lam pe die Explosion verursachte. Die Geschwo renen sprachen den Operateur und den Super intendent einmiithig von aller Schuld srei. Prompte Rechtspflege.—Oer Mör der Brown zum L)ode verur theilt. Richmond, Ba., 11. Jnni. Der Ne ger Brown, welcher am 1. d. M. zwei alte Damen in einem Farmhause in Ransemond- Coulith ermordete und das Haus plünderte, wurde beute dem Gerichte vorgeführt. Er be kannte sich aus der Stelle schuldig und wurde verurlheill, am 11. Juli gehängt zu werden. Als ihn der Richter sragte, ob cr eine Bemer kung zu machen habe, warum er nicht verur theilt werden dürse, antwortete er kurz: „Ich habe den Mord begangen." Die Eholera in Memphis. Memphis, 12. Jnni. —Die Aufregung wegen der Cbolera ist im Abnehmen. Die Sterblichkeit vcrminiiert sich; heute wurden nur 19 Leichen beerdigt. Untersuchung gegen eiuen Brand stifter. New - Orleans, 12. Juni. Norman Whitney wurde heute nach der Voruntersu chung ohne Bürgschast iu's Bezirks-Gefäng niß geschickt. Er ist beschuldigt, sein Möbeln- Geschäft au Biiüivltteltraße am 10. Mai m Brand g-sieckt zu haben. Die Beweise gegen ihn sind sehr gravirend. Die ModocS. San Franzisco, 12. Juni. Fol gende Depesche ist hier eingetroffen: Am S. Juni bildete sich einKriegsgericht in Boyle'SCamp am Tule-See zur Prozessirung von 6 Deserteuren. Der Urthetlsspruch wird iu einigen Tagen erfolgen. Gen. Davis machte einem Berichterstatter des Bulletin gegenüber folgende Erklärung: „Als ich hier ankam, fand ich die Truppen im Kriege mit den Indianern begriffen. Es war ein Kampf, in welchem Seite Pardon gab. Ich war d,esl>ulb der Ansicht, die Ge fangenen auf dcr Stelle hinrichten zu lassen, weil dadurch am Ersten die Modoefrage ge löst worden wäie. Seit der Gefangennahme der Modocs habe ich gehört, daß die Bebör. den von Jackwii-Coui>ll>, Oregon, verschie dene Mitglieder dcr Bande in Anklage yerfttzt haben. Ich b.gb: es nicht für angemessen gehalten, dieselben auszuliefern, weil dieselben Krieg gegen die Ber. Staaten geführt haben. Das letzte Massacre deutet an, daß die Ge fangenen von der Bevölkerung keine Gerech tigkeit zu hoffen haben, deshalb habe ich ihre ProzesfllUlig durch ein Kriegsgericht verfügt. Die Offiziere dleiesKriegsgerichtes sollten von hohem Rang sein und in dem Modoc Kriege nicht gedient haben. Eine solche Commission zu bilden, wird immerhin sechs Monate Zeit haben. Meine eigentliche Absicht war, einen Galgen zu errichten, ihnen vorlesen zu lassen, wie oft sie den Tod verdient und sie dann zu hängen. Dieses würd: durch Besehle von Washington vereitelt. Von der Knste des SttUen Meeres. San Frqnziseo, IS. Juni. Nach richten von Arizona besagen, daß am vergan genen Montag eine Bande Apachen-Indianer sich nach Süden wandte, wahrscheinlich mit der Absicht in souora, Mexiko, einzusallen. Eine andere Bande belagerte Santa Cruzi) in Sonora, vier Meilen von der Grenze. Berichte von Gen. Davis' Lager melden, daß nur drei oder vieiModocs noch aus freiem Fuße sind. Die Pitt River - Indianer lieser ten vergangenen Sonnabend elf Mcdocs an Gen. Davis aus. AnS San Domingo. Havanna, 12. Juni. Den letzte» Nachrichten von San Domingo zusylge wur den die Aufständischen durch die Uebermacht gezwungen sich vonGnajubin zurückzuziehen. giauvr, vag ne, wenn sie erhalten haben, wieder vorrücken werden. Von Euba. Pietist freigelassen. Havanna, 12. Juni. Priee(Preug), der Correipoildent des „N. Z). Herald", wurde heute in Freiheit gesetzt. Eine Kannltcntragödie. Hamilton, Canada, 12. Juni.—Heute versuchte ein Mann, Samens Fi-td, seiner Frau mit einer Axt den tiopf zu spalten. Sie flüchtete sich aus dem Hause, erhielt je doch zuvor eine Wunde, welche wahrscheinlich ihren Tod zur Folge haben wird. Hieraus schnitt Field seinen zwei Kindern, resp, drei und fünf Jahre alt, den Hals ab. Er hatte zuvor längere Zeit stark getrunken. Die Freisprechung des Dr. 7isaakls. West. Am Di>ns!aq Nachmittag um 5 Ilbr wurde die Eni. scheivung im Betreff des Prozesses gegen Tr. Isaal C. Ge/chworlNe„, ,„tt een Aorten/ .N.cht schnloig!" „Dcntsch-amer»kapric»ics tionS - Lcrikon." kamichen Schrislsttlter und PoUMcr »Wrltiam E. Al ling.« Die „West - Baltimorer Schützen wird ihr diesjähriges Schützenfest am 16., 17., 18. und 19. Juni in ihrem kcrrlich gelegeueu Parte an der Washingtoner Road feiern. Für ÄergnüMngen wird in reichlichem Majze ge< sorizt werden. Auf hohem Thurmieil üben die kühnsten Akrobaten ihre tiünste und neben ih. nen irerden sich riesige Ballons in die Lust er beben und den Wolken zueilen. Auch sollen täglich Theatervorslellnngen stattfinden, für welche man bereits jetzt die tüchtigsten und besten Kräfte engagirt. Znr Belustigung der Kinder wird ein Marionetten - Theater ausge stellt werden, und Äbends, weun der Park feenhaft illumiuirt ist, kommen unsere Ge sangvereine, um durch ihre Lieder diestesttheil nehmer ;u erfceueu. Wer am Tanzen Ver gnügen findet, wird sich sicher nicht langwei ien, denn die besten hiesigen Capellen werden unausgesetzt ihre schönsten Meiodte'n erklingen lassen. Um den Eindruck noch zu erhöhen, gedenkt man an jedem Abende ein Feuerwerk abzubrennen. Hunderte von Raketen, Leucht kugeln von allen Farben, werden in die Lüste steigen und der Stadt erzählen, wie fröhlich es auf dem Schützenpalke hergeht und welche Wunder daselbst geschehen. Der „Hildisc.°vund"^entral-Äor per von Maryland) wird Mourag, den IV. Juni, sein großes Pic« nie in Rost s Hain an der Belair-Road ab- Hallen. Das Comite, welches aus Mitglie dern von 36 Vereinen zusammengesetzt ist, hat die umfassendsten Vorkehrungen getroffen, nm den Festlheilnehmern genngreiche Stunden zu bereiten. Der „Hildtse-Männerchor" von wird Sonntag hier eintreffen, um sich an dem Feste zu belheiligen. Für Eon zert- und Tanzmusik wird Capr. Feldmann's Musikeorp» Sorge tragen. Am Abend findet Illumination uno bnllantes Fenerwetk statt. Der „Unabhänalge Orden der Stothmänner" begeht sein Picnie Montag, den 16. Juni in sn'Louis Muth's Schützenhos an der Äelair- Road. Nach den getroffenen Vorbereitungen ;u urtheilen, wird sich das Fest in jeder Hin licht zn einem brillanten gestalten. Conzerte in der „Arbeiter - Halle." Die jeden Montag, Donnerstag nnd Samstag Abends in der „Arbeiter» Halle," Nr. 5, Süd - Frederickslrage, stattfindenden Conzerte ersreuen sich in hohem tÄrade der Gnnst des Publikums. Die Conzerle stehen unter der besonderen Direktion des tüchtigen Prof. Rose. Außerdem spielt das berühmte Orchestrion jeden Morgen von j«>biö l, jeden Nachmittag von 3 bis L und jeden Abend von 8 bis i> I'.hr. Die Conzerte der „Arbeiter- Halle" gehören zu den populärsten der Stadt und wir kennen keinen Trt, wo mau sich ein Stündchen besser erholen kann, als die „Ar beiter-Halle." Bekanntmachung sür - Lielihalipr. vorzüglichsten Auikel antneiU! I.IU»?XIXS'PuIver von Nr. I— Nr. 7. ViiäNLK »vvictXl! Pulver, «!>» Aland. > N Pulver, Gröze ff.« G.. G. und FF.V tÄ , in Melall- D? Witt Tucek Ägent, Ns. 15S, West - Prattstraze» (HanlZ lilag . Umgezogen. L. Morrison «K (^omp.. Ecke der Aharp- und Germanstr., Balto., GaS-, ztt»asser- L Zameö TLZ. GeddeS, Maryland-Fabrik galvanisirten Eisens v? und «V, »orrtislrafte. 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