Newspaper of Der Deutsche Correspondent, June 13, 1873, Page 4

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated June 13, 1873 Page 4
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Der Teutsche Correspondent. RSaltimore, 13. Juni I87S» Stadt Baltmore. Abfahrt des engl. Dampfers „Austrian." Der englische Dampfer „Anstrian," Capt. Richardfon, von der Allan'schen Linie, trat vorgestern seine Rückfahrt von hier über Hali fax, N.-Sch., nach Liverpool an. Er nahm neun Cajüten-Passagiere (Fräuls. Aunie P. Page und Mary E. Nelson von Richmond, Va., R. Moore von England, Frl. Harry Venneß und Säugling von Eumberland, H. Mnrry und Frau von Warrenton, Va., und Wm. Warring, jnn., nebst Fran von Brook lvn). 23 Zwischendeckspassagiere und volle Fracht mit. Das gestrige Wetter. Die bis ge stern Nachmittag i 5 Uhr aus dem Büreau des Signal-Cmps eingelaufenen Depefchen berich teten leichten Regen aus Wilmiugton, N.-C. »nd drohendes Wetter iyKZreckenrldge, Miss., Marquetie, Mich., und Quebec, Can.; Re gen fiel seit der Morgen-Obiervation (7 Uhr 37 Min.) in Angusta, Ga., Charleston, Jack sonville und Lake City, Lynchburg, Norfolk, Montgomeru und Savannah. Ter Missis sippi stieg 7 Fuß 11 Zoll inst. Loniö, in St. Paul und fiel in lowa und allen süd lichen Plätzen. Der Ohro fiel an allen Pun kten mit Ausnahme von ein oder zwei. Der Missouri stieg in Omaha und fiel in Leaven worth. Der Thermometer stand in Baltimore auf 78, in Philadelphia auf 76, Boston auf 74, in Buffalo auf 68, in New-Uork aus 75, in Pittsburg auf 76, inNew-OrleanS aus 89, in Savannah auf 80, in Memphis auf 80, in Nashville auf 82, in Louisville und Ce rite aus 80, in Indianapolis auf 82, in Chi cago auf 69, in Mllwaukee auf 62, in Keokuk auf 83, in St. LouiS auf 79, in Omaha auk 79, in Chyenne auf.7B und in San Franzisco aus 59 Grad. Das Thermometer stand gestern Vormittag 9 Uhr aus 78, Mittags aus 82 und Nachmittags 5 Uhr auf 82 Grad imschatten. Wetteraussichten. Klarer Him mel und schönes Wetter. Eln - und Anssnhr. —Es kamen fol gende Fahrzeuge aus ausländischen Häsen gestern hier an: die dänische Brigg „Carl A. yoard" mit 355 Oxhoflen und 85 Fässern Zucker von Arroya, P. R.; die engl. Brigg „Colorado" mit 154 Fässern und 216 Pun cheons Melasse von St. Johns, P. R. Es segelten nach dem Auslande von hier gestern ab: die Barke „Almoncr" mit 3876 Faß-Deckeln und -Böden, «000 -Reifen, 200 Dutzend Besen und 4 leeren Slückfäffern nach Westindien; die Barke „Heroine" mit 476 Tonnen Kohlen nach Fori de France; die ita lienische Barke „Entella" mit 37,267 Schef feln Mais nach Irland; der englische Schooner „Mineola" in Ballast nach Bear River, N.- Sch. ; die Brigg „Alfred" mit 165 Fässern Harz, 67 ditto Theer, 40 ditto Pech, 20 ditto Cräcker, 50 ditto Zucker, 6 ditto Pökelschwei nefleiich, 250 Rudern, 6090 Gallonen Kohlen öl, 500 ditto Terpentin, 120 Fäßchen uud 6 Kisten Nägeln, 8 Fässern Kalk, 59 Ballen und 71 Rollen Baumwollen-Zwillich, 3 ditto gepreßter Baumwolle, 91,000 Fuß Nutzhslz, 2000 Dachschindeln, 21 Trommeln Soda, 25 Säcken Pseffer, 300 Kisten Stärke, 12 Fäs sern Eisenabfälle, 5 Ballen Lampen-Dochte, 50 ditto Werg und 340 Packeteu Verschiedenes nach Payiauder. Der Gesammt - Werth der dieswöchigen Waaren- und Prodnkten-Aussuhr aus hiesi gem Hasen nach dem Auslande beträgt 5494,. 126. DieCorreklionvon Jones' Fäl len.— Im ersten Rathszweige osserirte Hr. Callis vorgestern nachstehende Einleitung nebst Beschluß: „Da jetzt länger, als ein Jahr seit der Ernennung der Commissäre für die Correktion von Jones' Fällen verflossen ist und die Commissäre sich augenscheinlich noch keine Mühe gegeben haben, die Hinder nisse, welche den Arbeiten in den Weg treten, zu entfernen, und ebenso wenig Maßregeln getroffen haben, welche die Stadt vor ein°r Ueberjchwemmung wie derjenigen, die uns im Jahre 1868 heimsuchte, zu schützen vermögen, und trotzdem beinahe sivt),ooo verausgabt wurden, so sei von dem Mayor und den Rathszweigen der Stadt Baltimore „Beschlossen, daß die gegenwärtigen Eommissäre zur Resignation aufgefordert wer den und der Stadt.Commissär hiermit die Bollmacht erhalte, alle Hindernisse, welche dem freien Laus desWassers zwischen der Ma disenstroße und dem Hasen entgegentreten, zu entfernen." Der Beschluß wurde zurückge legt. Dießeinigung der Latrinen. Wie wir schon gestern mittheilten, hat der Stadtrath die Beiordnung, welche das Reini gen der Latrinen >m Sommer verbietet, wi derrufen. Viele unserer Bürger, welche be reits die Hoffnung Hegren, daß sie im Lause dieses Sommeis von den mephitischen Dün sten, welche in früheren Jahren unsere Ge ruchsnerven in solch' empfindlicher Weise be leidigten,befreit sein würden, haben sich wahr scheinlich bitter getäuscht gefunden. Das Hafenbassin. Das Comite für die Reinigung des Hafens berichtete ge stern im zweiten Rathszweige im Betreff der Ausflüsse aus deu Abzugscauälen in das Ha fcubajsin u. unterbreitete solgeude Beschlüsse: „Da die ungesunden Ausdünstungen, wel che während der heißen Jahreszeit aus dem Hasenbajsin steigen und regelmäßig in jedem Jahre stärker und mit größerem Einflüsse zu rückkehren, nicht nur als der Gesundheit allge mein schädlich, sondern auch als höchst ge fährlich betrachtet werden müssen, sobald eine Epidemie in der Stadl ausbrechen sollte, und da der Stadtrath von sachkundiger Seite in Kenntniß gesetzt worden ist, daß die einzige Art und Weise, wie das existirende Uebel zu entsernen ist, die ist, geeignete Abzngscanäle zu bauen, welche sämmtliche Ausflüsse, die ge genwärtig ans den städtischen Abzugscanälen in das Bassin münden, ausnehmen und nach einem oder mehreren Punkten au dem Haupt arme des Patapseo tragen, und da es nothwendig ist, daß sämmtliche De tails des Projektes sorgsällig in Erwägung und Berathung gezogen werden, bevor eine hierauf bezügliche Verordnung angenommen wird, und da es mittlerweile die Pflicht des Stadtra« thesist, alle möglichen Maßregeln zur Erhal tung des allgemeinen Gesundheitszustandes der Bevölkerung zu treffen, so sei es Beschlossen von dem Mayor und dem Stadtrathe von Baltimore, daß nach Annah me dieser Beschlüsse derMayor drei intelligente Bürger auswähle, welche gewillt sind, der Stadt in der Ausführung dieses Projektes ohne Vergütung zu dienen, und welche vereint mit dem Mayor und dem Sanitäts-Commis järe eine Commission bilden, deren Pflicht es sein soll, die Angelegenheit in Berathung zu ziehen und den Zweigen des Stadtrathes dar über zu berichten. Ferner fei Beschlossen, daß die auf solche Weise gebildete Commission von Seilen desMayors und des Stadtrathes Bollmacht erhalte, einen Ingenieur anzustellen, mit dem sie dasProjekt vereint in Berathung ziehen kann; auch steht es der Commission frei, Alles zu thun, was sie für nothwendig erachtet. Ferner fei B e s ch l o 112 112 e n , daß die besagte Commis sion autorisirt werde, irgend welche Maßregeln zu treffen, die es für rathsam erachtet, um während der gegenwärtigen heißen Jahreszeit c.ie gesundheitsgefährlichen Dünste, weiche dem Bafsin entsteigen, zu verhüten oder doch zu mildern. Alsdann sei noch Beschlossen, daß die besagte Commis sion Vollmacht erhalte, irgend welche Sum men, die sich bei den vorbereitenden Arbeiten als nothwendig herausstellen, von dem Stad t zu beziehen, und ebenso sei der Registrator ermächtigt, im Namen deSStabt rathes Anleihen für diesen Zweck zu machen." Die Beschlüsse wurden einstimmig ange nommen. Die Auffahrten zum Parke.— Vorgestern Morgen besuchte das Verkehrs- Straßeir-Comite des Stadtrathes die Umge bung des Druid-Hill-Parkes und inspizi'rte den Zustand der dahin führenden Avenue'», weil mehrere Pläne, dieselben zu verschönern, vorliegen. Die Nomination für das Amt de« Testaments-Reyistrators. In der 14. Ward (im Lokale Cloud's an der Green-, nahe Baliimorestr.) war vorgestern Abend die junge Demokratie Aen's Association") in Sitzung. Die Bersammlungs-Halle war übersüllt und Hr. W- I. Brady legte einstimmig angenommene Beschlüsse vor, welche erklären, daß I. Hör num Brown durch einen „Ring" dem Volke aufgezwungen wurde und nicht die Wahl der Convention sei. George McCasfrey habe öl Stimmen erhalten und sei der Candidat der Demokratie, sür den man unter allen Umstän den stimmen werde. (Großer Applaus.) Die HH. A.W.Spatcs und Andere hielten Reden. Col. Spates sagte, daß die Vertreter der 14 Ward in der Convention alle Anerbieiungen tesßrown'jchenAnhanges abgewiesen hätten ja, man habe sogar Geld angeboten und das! selbe sei resüsirt worden. Die Gegner warte, ten nur darauf, Maryland republikanisch zu machen, damit CreSwell als Senator in den Congreß gehe und Cameron von Pennfylva nie» fem Nachfolger als General-Postmeister werde. Was ihn (spates) anbetreffe, so habe der „Ring" beschlossen, daß er nicht in die Gesetzgebung gehen soll, aber er hosse, daß der „Ring" noch rechtzeitig in seine Schranken zurückgewiesen und der wahren Demokratie ihr Recht werden würde. Hr. S. wurde zu Häufigem von Beifall unterbrochen. Politische s.— In der „Loudon-Halle" ftiNV vorgestern Abend unter Vorsitz des Hrn. 2. Ä. L. McClure eine Versammlung der De- mokraten der 12. Ward „zu Gunsten des Fortschritts und eines "live msn" für das Mayors-Amt" statt. Reden wurden von den HH. James Hodges, H. Clay Dallam, Chs. G. Kerr und Joh. Wills gehalten. Hr. Hod ges war felbstvelständlich der Hauptrednern, sagte, „daß er bereit sei» dem Volke in Balti more als Mayor zu dienen, aber wenn e s Anderer vorgezogen werde, so werde er ohne Murren und ohne Verletzung einer geiäuschten Hoffnung zurücktreten." Unter denAnwefen den befanden sich W. W. Spence, Major Hopkins, Daniel Woods, I. H. Barth, W. Baer, Wm. G. Price n. A. Chs. C. Fulton vom „American" amüsirt sich vottrefflich in Wien. Er hat die kaiserlichen Ställe, die Reitschule und den Prater besucht. Im Letzter« fand er Alles überaus glänzend. Es würde schwer sein, irgendwo eine so herrliche und lebendige Sc»- ne, als im Praicr, zu finden. Der Prater ist der LiebUngSaufeiithalt aller Klassen des Vol kes. Die Insassen der zahlreichen Kutschen halten gewöhnlich an einem der vielen Gärten an und nehmen Erfrischungen ein, während sie gleichzeitig auf die Klänge vortrefflicher Musik lauschen, und Freunde und Bekannte sich gegenseitig auf's Herzlichste begrüßen. „Ich konnte es nicht unterlassen, einen Con trast zwischen der steifen Förmlichkeit einer Begegnung auf der T>r «fse vor dem „Man sion-Houje" im Druid - Hill - Parke uud im Prater zu ziehen." Hr. Fulton findet seiner das Ueberwachungs-System der Stadtbahn karren ausgezeichnet, und kann seine Ver wunderung über die riesigen aus Gußelsen gemachten Telegraphen-Pfosten nicht verber gen. An vielen derselben feien 80 Drähte be festigt. Der Telegraph befinde sich in den Händen der Regierung und Depeschen würden weit wohlfeiler, als in Amerika, befördert. Glauben's fchon. Die abgeschälten Bäume, die in Amerika als Telezraphenpfosten dienen, würde mau sich in Europa höflichst verbitten. (Und doch bedürfte es hier nur einer durch kei nen Einfluß unbeirrlen Gesetzgebung, um un sere reichen Telegraphen-Compagnie'n zu nö thigen, eiserne anstatt hölzerne Telegraphen pfosten aufzupflanzen.) Auch hat Hr. Fulton in der während der Ausstellung in Wien eröff neten amerik. Capelle gebetet, schon einen Sonntag mitgemacht und die riesigen Opern- und Garlen-Conzerte besucht, sich darüber ge wundert, daß an Neubauten auch Sonntags Männer und Frauen arbeiten, nachdem sie Morgens die Kirche besucht haben, daß man in Wien das Bier schnell hinunierstürzt und sich dort nicht so viel Zeit dazu giebt, als in dem phlegmatischeren Deutschland, was auch erklärte, weshalb die Wiener nicht so dicke Bäuche, als die Deutschen, hätten u. s. w. Sogar ging Hr. Fulton am Sonntage, selbst verständlich nach der Kirche, nach Schönbrunn uud sah auf der Promenade den Kaiser, den Kronprinzen zc. Ferner erfuhr Hr. Fulton, der also auch in Hofgeschichten macht, daß der Kaiser mit seiner Gemahlin nicht auf dem besten Fuße lebt und daß die (Sophia), welche neulich starb, „die ganze Brut" in "Kol. >v!ltor" hielt. Der ganze Hof habe sich gefreut, als sie starb. Hr. Fulton nahm, als er den Kronprinzen fah, den Hut ab, worauf dieser in graziöser Weise erwie derte. Hr. Fulton wird d'ranßcn Vieles ler nen, und wie er bereits glücklich die Tempe renz-Marotte durch sem Lob aus das Bier überstanden hat, wird er auch bald ansfiuden, daß die amerikanische Cultur nur ein Abklatsch der europäischen ist und der ualivistische Eigen dünkel hier am Allerwenigsten am Orte ist. Ein prächtiges G e in ä l d e.—Jeder Deutsche, der sich in Amerika noch den Sinn für Kunst bewahrt hat, follte, wenn er die Nord-CharleSstraße durchwandelt, nicht ver fehlen, in dem Gebäude Nr. 94-vorzufprechen, um das dafelbst ausgestellte Bild des rühm lichst bekannten Kunstmalers Hrn. Eduard van Reuth in Augenschein zu nehmen. Das Gemäloe stellt eine in den Katakomben von Rom sich abspielendeScene dar. Die dunklen, beinahe schauerlichen Steinmauern verleihen dem Ganzen einen düsteren Anstrich und der Beschauer wird unwillkürlich in eine tiefernste Stimmung versetzt. Aus dem kalten nackten Boden liegt der Leichnam des sür seinenGlau ben sreudig gestorbenen Märtyrers. Um ihn stehen die trauernden Freunde und Bekannten. Ein einsamer Sonnenstrahl hat seinen Weg in die Katakomben gesunden und fällt gerade auf den Leichnam und aus eine neben demsel ben knieende weibliche Gestalt. Diese Letztere ist es, auf welche der Blick immer wieder von Neuem fällt und von der das Auge sich nicht abwenden kann; es ist die Verlobte des Mär tyrers, die vom Schmerz gefoltert die Hände über dem Leichnam ringl. Aus den edlen Zügen spricht die Verzweiflung, die aber nur dazu beiträgt, das hehre, von langen blonden Haarwellen umwobeneAntlitz zu verschönern. ES ist sreilich eine erschreckende Schönheit, die aus den Augen und den Zügen leuchtet, aber sie bannt den Beschauer des Gemäldes gewalt sam. Auf der entgegengrsetzten Seite des Leichnams kniet eine andere Trauergestalt. Auch diese scheint den Schmerz zu fühlen, aber derselbe äußert sich bei ihr nicht fo hastig und leidenschasttich; ihr langes dunkles Kleid den ket schon daraus hin, daß sie bereits aus dem Kelche der Leiden getrunken, aber Trost und Zuversicht im christlichen Glauben gesunden hat. Ueber der vor Schmerz vergehenden Braut erhebt sich die hohe Gestalt eiues Prie sters, der die Hände zum Gebete emporstreckt. Ee scheint jedoch nichl für den Abgeschiedenen zu deren, sondern für dessen Hinterbliebene, die in demielben ih>-e Stütze und ihren Ernä hrer verloren haben. Die Mutter, welche der Schmerz am Tiefsten ergriffen hat, sieht von der fchaaerlichen Scene Nichts. Eine wohl thätige Ohnmacht hält die Sinne der unglück lichen Fran, während sie in den Armen ihres lungeren Sohnes, desßruders des gestorbenen Märtyrers, ruht, umsangen. Die beiden En den des Leichentuches werden von einem Patr izier und einem Sklaven gehalten. DerErstere, auf dessen schultern die Toga ruht, ist eben falls von dem allgemeinen Schmerze ergriffen und auch der Sklave, dessen Oberkörper gänz lich entblößt ist, scheint den schmerz zu süh len. Was die Ausführung des Bildes anbe trifft, so macht dieselbe in der That dem Hrn. van Reuth alle Ehre. Noch einmal möchlen wir unsere Lefer auffordern, das Bild in Au genschein zu nehmen und dadurch den Beweis zu liefern, daß der Sinn für Kunst unter ih. neu noch nicht erloschen ist. Grund st ücks-Verkauf e.—Die HH. F. W. Benuett 6c Comp, versteigerten Mitt woch Nachmittag an Ort und Stelle ein 14 bei 80 Fuß großes Grundstück auf der Süd seite der Biddleiiraße, worauf ein dreistöckiges zicgelsteinernes Wohnhaus steht um SIOIO an die „Permanente Baltimorcrßau- und Land- Compagnie." Die HH. F. W. Benuett 6- Comp, ver auktionirten gestern ans der Börse solgende, zum Louis F. W. Schröder'schen Nachlasse gehörige Grundstücke: ein Grundstück an der Südwest-Ecke der Hamburg, und Johnsonstr., 80 bei 60 Fuß groß, einer jährlichen Grund miethe von K26.6K unterworfen, eines, an das vorgenannte angrenzend, 14 bei 80 Fuß groß, einer jährlichen Grundmiethe von K 42 unter worfen, eines, an das vorherige angrenzend, 7 bei 80 Fuß groß, mit einer Grundmiethe von K2l, welche mit einem dreistöckigen ziegel stcinernen Wohnhause, welches als Laden ein gerichtet ist, sowie vier dreistöckigen ziegeli'lei nernen Wohn- nebstHinlerhäuscrii bebaut sind, für S 8200; ferner eines an der Hamburgslr. mit einer Fronte von 23 bei einer unregelmä ßigen Tiefe von 200 Fuß, mit zwei 3-dreistök klgen Backstein-Wohnhäusern nebst Stallun gen bebaut, einem Jahresgrundzinse von Z9O nnterworsen, für K 2550 an Nathan Rohr: ferner ein 18 bei 55 Fuß 5 Zoll großes Grund stück an Haniburgstraße, einem JahreSgrund zinse von 150 unterworfen und einem drei stöckigen ziegelsteinernenWohuhause mit Laden bebaut, sür K 2300 an Nathan Rohr; ferner das unbebaute, 14 bei 80 Fuß große Grund stück an Johnsonstraße, welches einer Grund miethe von K 42 unterworfen ist, für K 75 an I. Hugo Schröder; ferner das 14 bei 80 Fuß große Grundstück an Johnfonstraße, welches mit einem dreistöckigen ziegelsteinernen Wohn hanse nebst zweistöckigem Hintergebäude be baut uud einer Grundmiethe von K 42 unter worsen ist, für H 1425 an Nathan Rohr. Die HH. Samuel I. Soper K Comp, verkauften gellern Nachmittag au Ort und Stelle das 19 bei KS Fuß große, an der Sa ratogastraße gelegene Grundstück, welches mit einem zweistöckigen ziegelsteinernen Vorder- und ditto Hintergebäude bebaut ist, sür K4OOZ an Georg Friedrich. Die HH. Samuel H. Gover K Söhne versteigerten gestern Nachmittag ein Grund stück an der Ecke der Hauiburgstr. und Chiua- Alley, 14 bei K 6 Fuß groß, mit einem ziegel steinernen Wohnhauje bebaut und einer Jah resgrnndmielhe von K 35 unterworsen, für S33U au Wilh. Wehr. Die„Union-Eisenbahn"unddie Belvedere-Brück e.—Hr. Mills berich tete vorgestern Abend im zweiten Rathszweige eine Verordnung, das Niveau der Belvedere- Straße am nördlichen Ende derßrücke zu än dern und die „Union-Eijenbahu-Compagnie" zu ermächtigen, ihr «chrenerizeleise unter der Straße hindurch zu legen. Hr. Ford war der Ansicht, daß man diese Verordnung entweder sofort annehmen oder ablehnen solle, da die Compagnie diesen Theil der Bahn bereits im Juli in Angriff zu nehme» gedenke. Hr. White erhob Eiuwand dagegen und betonte, daß die Angelegenheit zu wichtig sei, um ohne jegliche weitereErwägung über dieselbe zu ent scheiden. Man legte die Verordnung darauf zurück; dasselbe geschah gestern im i. Zweige. D i e„P i kes vi l ler Pferdebahn." Der Beschluß, die Park-Commissäre zu er suchen, der „Pilesviller Pferdebahn-Compag nie" dicErlaubniß zu ertheilen, ihreWaqqons durch den Druid-Hill-Park lausen zu lassen, wurde vorgestern von Hrn. Kerr im zweiten Rathszweige aufgerufen. Hr. «err bemerkte, daß sehr viele prominente hiesige Persönlich keiten sich zu Gunsten des Beschlusses ausge sprachen hätte« und daß er hoffe, man werde denßelchluß sofort wieder an den eisten Zweig ienden. Dies geschah auch; im zweilenZweige! war der Beschluß bekanntlich schon amDiens-! tage angenommen worden. Die „Westliche Maryländer Ei se n b a h n." Die „Philadelphier Presse" sagt in einer ihrer letzten Nummern Folgen des: „Baltimore, nicht zufrieden mit dem Besitze der „Connellsoiller Bahn," welche uns bereiis einen großen Theil unseres Handels qeraubt hat, sucht uns auch jetzt nnsecen wich tigsten Handelszweig zu „rauben—," die Au sfuhr des Kohlenöls. Im Jahre 1372 belief siH der Werth der ganzen Ausfuhr Philadel phia's auf 820.434,803, davon kamen allein 812,627,145 auf Kohlenöl. Die Anzahl der Schiffe, welche in demselben Jahre Kohlenöl von amerikanischen Häfen nach Europa beför derte, betrug 1074, von diesen segelten 631 von New Hork, 381 von Philadelphia und 12 von Baltimore ab. Die Wichtigkeit dieses Handelszweiges erkennend, sucht Baltimore jetzt die „Westliche Maryländer Eisenbahn" bis nach den Oel-Regionen Pennsylvanien's auszudehnen. Wenn der genannten Stadt dies gelingen sollte, so würden wir den Scha den davon zu tragni haben." Aus derJail. Ein Zeilungsbericht erslattcr hat das Stadtgesänguiß besucht und über den vorgestern cingelieserten loihua Ni cholson Folgendes erfahren:, Nrcholion wurde am 12. Januar 1847 geboren, trat 18ö-t als Trommlerknabe in die 1. Md. Potomac-Bli gade und auf's Neue IBLS in den Dienst, als das Regiment mit dem 13. vereinigt wur de. Nicholson wurde bei Point-of-Rocks und an anderen Orten verwundet und mit Ehren bci'm Schlüsse des Krieges entlassen. Am 13. Juni 1865 wurde er in Hause ver ehlicht, verließ aber später seine Frau, angeb lich in Folge von Familienstörnngen, veran laßt durch seine Schwiegermutter, Mad. Eng lijh. N. ging nach St. Paul und Milwaulie und kehrte 1872 nach Baltimore zurück, seit welcher Zeit er bei seiner Familie wohnte. Li. giebt Jedermann, der sich verheiralhet, den Rath, seine Fraudem Einflüsse ihrer Mutter zu entziehen. Auf Mad. English besonders ist Nicholson nicht gut zu sprechen. „Ich habe tausendfache Todesangst ausgestanden, wenn ich an die Trübsal dachte, die ich über meine Familie gebracht habe; es loird meinen aunen Vater rödien und mein Herz blutet für ihn. Ich bin betrübt über Alles, was ich gelhan habe; es war ein böses Geschäft und für mich giebt es keine Hoffnung mehr auf dieser Welt. Ich wünsche, mich aus mein Ende vorzuberei ten und erbitte den Besuch desEhrw. H. Nor ris von der Monumcntslr.-Methodistenkirche, der mich einstmals verehlichte. Ich habe keine Zeit zu verlieren. Ich muß mich vorbereiten, um vor Gott treten zu können. Ich würde nicht so schlecht fühlen, wenn ich nicht aus un gerechtes Zeugniß hin vernitheilt worden wä re. Aber ich habe keine Hoffnung mehr, gar keine. Mein Gebet ist, daß meine Kinder von der Frau English genommen und in bes sere Hände gegeben werden. Ich wünsche, daß meine Kinder in eine gute Anstalt gebracht werden, bis meine Frau sür sie sorgen kann. Sie ist gut und fleißig und hat eine Nähma. schine, auf welcher sie gut und schnell arbeiten nnd dadurch zu dem Unterhalte der Kinderbei tragen kann." Als der Berichterstatter N. verließ, warf sich der Letztere weinend auf sein Bett. Als Nicholson vorgestern Hollohan's Zelle auf dem Wege noch ieiner eigenen pa'strte, wechselten Beide Grüße; N. bemerkte zuvor, daß er gegen Hollohan keinen Haß hege, was auch die Leute über seine Beziehungen zu dem Letzteren gejagt hätten. Der Ehrw. Hr. NorriS, dessen geistlichen Beistand Nicholson nachgesuchl hat, wohut zur Zeit in Washington, besucht aber häufig die hiesige Jail und wird sich ohne Zweifel des Veiurtheilten annehmen. Hollohan hat nach wie vor den geistlichen Beistand des Ehrw. Hrn. Doll, der ihn häu fig besucht. Während Nicholson, ein durchaus nicht un ansehnlicher junger Mann ist und in seinen Ge sichtszügen keineswegs deu verhärteten Ver brecher zur Schau trägt, spricht das Aeußere Hollohan's weniger an. Der Befehl zur Hinrichtung wird wohl heute vom Scheriffe dem Nicholson mitgetheilt wer. deu. Während Hollohan und Nicholson Jeder eine Zelle aus dem zweiten Corridore haben, befindet sich der zum Tode verurtheilte Neger James West, bekanntlich schuldig befunden, seine Maitrefse Aauie Glbioii mit einem Beil erschlagen zu habe», in einer Zelle des untern Corridors zar Rechten des Jail - Einganges. James West hat deu geistlichen Beistand oes Vaters Noonan von der St. Francis-Kirche. West sagt, daß seilt Angriff auf Aunie Gib son in berauschtem Zustande und nachdem sie ihn selbst arg mißhandelt hatte, erfolgt sei. Er wisse nicht, wie oft er sie mit dem Beile ge schlagen habe. Er habe Auuie nicht aus Ei fersucht getödtet; er jei znr Z-ut halb wahn sinnig in Folge von Schnappsgerinß gewesen. Hätten die Zeuginnen gegen ihn Alles gejagt, was Annic zuosr gethan habe, so würde er sicherlich nicht zum Tode verurtheilt worden sein. Er habe sie aus einem Bordelle geret tet nnd sie in der Leidenschaft oft ihr Kino ge schlagen n. f. w. Er hoffe, daß sich qute Leute für ihn verwenden und ihn vom Galgen ret. len würden. Er möze u-.cht sterben und habe keinen Freund, außer seiner Mutter, die zur Zeit für ihn um Unterschriften zu seiner Be gnadigung bettele. Nicht weit von West'sZelle befindet sich auch die des Farbigen Palmer, der Camerad Prir chard's, der bekanntlich in Toiosontown wegen Nothzucht an einem wußen deutschen Mäd chen gehängt wurde. Das hiesige Criminul gericht erklärte Palmer derselben That schul dig und er harrt nunmehr im Gefängnisse auf den Besehl zu seiner Hinrichtung. Palmer längnet, daiz er der Thäter sei. sein Bruder, dem er täuschend ähnlich sehe, sei der Schul dige. Der Letztere heiße Leviu und jei seit der That verschwunden. Zur Zeit der That sei er (der Verurtheilte) aus dem Schiffe „Cal horn»," von New-?)ork nach Liverpool unm wegs, als Matrose angestellt gewesen. Er (der Verurtheilte) heiße Michael und nicht Le vin. Eine zur Zeit des Besuches des Bericht erstatters anwesende Schwester Palmer's ve rheuerte, daß der Gefangene nicht Levin, son dern Michael heiße. Palmer ist vielleicht 37 Jahre alt. Er hat als geistlichen Rarhgeber gleichfalls den Vater Noonan. Es ist wahrscheinlich, daß Hillohan, Ni cholson und West zu gleicher Zeit, am 1. Au gust, hillgerichtet werden. Palmer wird nicht in Baltimore, sondern in Towiontown, da er die That, deren er schuldig befunden wurde, im Counlis beging, gehängt werden. Noch ein Mordprozeß. Voraus sichtlich wird nächsteWoche iu Washington der Prozeß gegen den Neger Henry Houug begin nen, der Ermordung des Viehhändlers Franz Hahn angeklagt. Hahn verkaufte eine Ladung Schaafe in Baltimore, erhielt eine Anweisung für das Geld und reis'te nach Washington ab. Dort kam er um 9 Uhr Abends an und stieß auf den Neger Ä)oung, der 2-3 Tage vorher Vieh von Alexandria nach Washington sür ihn (Hahn) getrieben halte. Beide wurden noch um Mitternacht lebendig beisammen gesehen. Am nächsten Morgen fand man nahe dem Depot der „Baltimore-Potomac-Bahn" den sterbenden Hahn. Uoung präsentirte am nächsten Tage Hahn's Seloanweiiuug in der Bank und wurde kurz nachher verhaftet. Wie verlautet, hatJouug dem vor acht Tagen hin gerichteten Wnght gestanden, daß er den Mord begangen habe und dieser dem Gefäugniß wardein darüber Mittheilung gemacht. Unterhaltung mit Geschwore nen ist verpönt.— Im Supenorgerichte ist seit mehreren Tagen der Prozeß Walker's gegen Glattfelder auf Slo,ooo Entschädigung für Verunreinigung eines durch des Klägers Besitzthum fließenden Gewässers durch des Verklagten Papiermühle nahe Gwyun's Fäl len im Gange. Am Mittwoch trat in den Unterhandlungen eine kurze Pause ein, wäh rend welcher ein Anwalt des Klägers sah, wie des Verklagten Compagnon (Dufhane) mit einigen Geschworenen sich in ein Privatge spräch einließ. Hiergegen remoustrirte der Anwalt, der mit Hrn. Dufhane einen scharfen Wortwechsel deshalb führte, bis endlich Rich ter Dobbin selbst auf die Sache aufmerksam gemacht wurde und ziemlich deutlich zu verste hen gab, daß derartige Unterhaltungen mit Geschworenen, wie unschuldig sie auch seien, unstatthaft wären. Eine Anzahl prominenterßür ger Cumberland's langte vorgestern hier an, um als Zeugen in dem Prozesse gegen W. I. Boyd, bisherigen Hülfs-Poumeisier in Cumberland, verhört zu werden. Der Prozeß nahm gestern im Bundes-Vezirls-Gerichte sei nen Ansang. Das Erdbeeren- nnd Blumen- Fest des „Bundesjoldäten-Waisenhauses" fand vorgestern Abend in dem Institute statt. Die Zahl derßesucher wird auf nicht weniger, als 25V0 geschätzt. Die Damen, unter deren Auspizien das Fest abgehalten wurde, geden ken am 1. Juli ein Dilettanten-Conzert zum Besten des Asyls zu veranstalten. Die städtische Wasserleitung.- Hr. Orndorff reichte gestern im ersten Raths' zweige folgende Beschlüsse ein: „bejchloffen von dem Mayor und d em Stadtrathe der Stadt Balt.more, daß die Denkschrift von G. H. Stewart, Robert Gar rett n. A., welche darum nachsuchen, daß der westliche und nordwestliche Stadt'heil mit ei nem größeren Wasservorrathe versorgt werde, da namentlich bei Fenersbrünsten der gegen wärtige Wasservorralh sich als ungenügend erwiesen hat, der Waffer'oehörde überwiesen und die besagte Behörde beauftragt werde, sobald, als möglich, Schritte zu thun, um ge nügende Wasserröhren von jenen Sladtthn len nach dem Hochdruck-Reservoire im Druid. Hill-Parke zu legen, um die geuaunten Stadt theile zu allen Zeiten hinreichend mir Wasser zu versorgen. Ferner sei beschlossen, daß die Wasserbehörde auf gefordert werde, anzudeuten, welcher bejon- , derer Befugniß und ob sie einer solchen von vornherein bedarf, um den ersten Beschluß vollständig auszuführen." Die Befchlüsse wurden angenommen und an den zweiten Zweig gesandt, welcher den selben beiirat. vIIML'I'I. Das Frohnleich namssest wurde gestern in allen katholischen Kirchen seierlich begangen. In den deutschen Kirchen wurde der Gottesdienst mir Prozes sionen entweder angesungen oder geschlossen. In der St. Alphonsus Kirche, der ältesten deutschen katholischen Kirche dahier, war die Feier sehr erhebend und das Gotteshaus von früh bis Abends 10 Uhr gedrängt voll. Das Leviten-Hochamt begann früh um 10 Uhr und endigte mit einer langen Prozeision durch alle Gänge der Kirche. Am Hochallare fuugirtex die Hochw. I. Leimgruber als Celebrant, A. Brandstätter als Diakon, A. Perri als Subdiakon. Das Hochw'ste Gut wurde vom Hochw. ?. I. Leimgrubcr getra gen. Der musikalische Theil der Feier stand unter Leitung des Organisten Hrn.J.Schiffer und wurde vom Chore trefflich vorgetragen. Cr bestand aus Mozart's Messe Nr. 7, einem Offerloriam: "L<loro r«" von Oberhofer, Livn" und von Proch. Um 3 Uhr Nachmittags erfolgten Vesper und Segen und um 42 Uhr Abends der Segen und eine Predigt. In der Hl. Kreuz Kirche auf Föderal-Hill wurde der Gottesdienst mit einer Prozession eröffnet. Der Hochw. Rektor L. Voglmann hielt das Hochamt. Der musikalische Theil der Messe wurde vom Kirchenchore uater Lei tung des Organisten Hrn. Bopp vorzüglich vorgetragen. Nachmittags um 3 Uhr wurde Vesper gehalten und der Segen ertheilt. In der St. Wenzeslaus-Kirche an der Cen tral Avenue hielt der Hochw. Rektor W. Va cula das Hochamt. Der Kirchenchor uuter Leitung des Organisten Hrn. F. Spahn trug Peter's Messe in Q-Vur vor. Die Prozession wurde nach dem Hochantte gehalten. In der 14 Nothhelser-Kirche an der Monnt- Straße hielt der Hochw. P. Rösch Hochamt. Der Kirchenchor unker Leitung des Organisten Hrn. Janßcn trug Peter's Messe in O-Dur vor. Als Offertorium wurde "IZone I>ast.or'' von Porch gesungen. Hier wnrde die Prozes sion vor Beginn des Hochamtes gehalten. Um 3 Uhr Nachmittag ersolgten Vesper uud Se gen. In der St. Jakobuskirche, Ecke der Ais quith- und Eagerstraße, sunzirten am Hochal tare die Hochw. ??. I. Hespelein als Cele brant, Jos. Firle als Diakon, Aug. Eberhardt als Subdiakon nnd I. Claus als Ceremoni enmeister. Der musikalische Theil der Messe wurde vom „St. Cäcilien Vereine" unter Lei tung des Organisten Hcn. Dotterweich vorge tragen, und waren dazu Schaffard's Messe u. ein Offertorium vonLambilotte gewählt. Die Prozession wurde nach Beendigung des Hoch amtes gehalten. Nachmittags um drei Uhr wurde die übliche Vesper-Andacht gehalten u. um 43 Uhr Abends der Segen ertheilt. In der St. Michaels-Kirche, Ecke der Lom bard und Wolfstr., fungirten am Hochaltare die Hochai. P. Limmer als Celebrant, L. Koch als Diakon, C. Kern als Subdiakon und I. N. Bergen als Ceremonienmeister. Es wurde wegen des Hochamtes keine Predigt gehalten. Der Kirchenchor unter Leitung des Organisten Hrn. I. Schmidt trug Haysn's Messe Nr. 2 und ein Offertorium von Lam bilotte vor. Nach Beendigung des Hocham tes wurde die Prozession abgehalten. Nach mittags um 3 Uhr erfolgt- VesPer-Gottesd-enst und wurde Abends um 43 Uhr der Segen er theilt, bei welcher Gelegenheit der Hochw. P. Jos. Müller über die Bedeutung des Festes predigte Alle Kirchen waren gedrängt voll, geschmack voll delorirt und die Altäre brilliant illumi nirt. Die diesjährig?« Prozessionen in den deut schen Kirchen waren sehr imposant. Die Blu menspenden namentlich großartig. Das Frohnlerchuamsfest dauert 3 Tage und wird bis zum nächsten Donnerstage jeden Abend der Gegen ertheilt und gepredigt. D i e 4 0 - st ü n d i g e A n d a ch t zu Ehren des Ällerh. Sakramentes wurde gestern Mor gen um 7 Uhr in der St. Franziska-Kapelle der farbigen Schwestern aus derEcke derChaje- und Constitutionstcaße mir einem feierlichen Hochamte eröffnet. Der Morgengottesdiensl wurde vom Hochw. ?. Miller geleitet, und der musikalische Theil der Feier vom Chore der Kapelle trefflich exekutirt. Die Kapelle, namentlich der Altar waren geschmackvoll de iorirt. Abends 7 Uhr wurde der Scgen er theilt. Das nächste Hochamt der Andacht findet heule früh 7 Uhr, das letzte morgen früh um dieselbe Stunde statt. Ein großartiges Etablisfe in e n t. Das Engros- und Detail-Kleider geichäft dcr HH. Shipleh, Roane Comp., in Äir. 303, West-Baltimorestr., welches vor 30 Jahren eiabUrt wurde, bat sich im Laufe dieser Zeit auf einen Standpunkt geschwun gen, dcr nur selten von ähnlichen Geschäften erreicht wird. Da die Firma ihre Waaren ausschließlich von den besten Fabrikanten be zieht, so hat sie einen Ruf gewonnen, aus den sie stolz?ein darf. Was die Preise anbetrifft, so conkurriren die HH. Sdipley, Roane §5 Comp, in dieser Hinsicht anßilligkeit mir den hervorragendsten Engros - Gescyäften New. Aork's. AusAnnapoli s.— Die Einkünfte der „Chejapeake-Ohio-Canal-Compagnie" belie fen sich während der verflossenen Woche aus Sl3,u;e 70. Außer dm bereits vor einigen Tagen genannten Cadetten haben noch folgende ihr Examen erfolgreich bestanden: Alfred Jeffrieö von Texas, Percival I. Werlich und Frank . Blair Case von Michigan; Albert W. tSrant von Wisconsin; F. Seward Goalding von Pennsliivanien; Harbert O.Dunn vonßhooe- Island; John N. Jonrdan von Maine, und > Philip W. H. Landsdale von Annapolis. Conqers und drei anderen Cadetten ist das Privilegium eine« zweiten Examens im > Oktober gestattet worden. Falls Conyers , alsdann nicht erfolgreich sein sollte, so wird er von der Namensliste gestrichen werden. Unfälle. Gestern Nachmittag hatte Simon Trockhausen bei der Arbeit an einer Zirkelsäge in Nr. 345, Lightstraße, das Miß geschick, daß ihm von derselben die rechteHand arg zerfleischt wurde; seine Beilegungen wur den dadurch, daß ein stück Holz sich unter der Säge verschob, und er einen Splitter in den rechten Arm erhielt, noch schmerzhafter. Dr. C. B. Thomas hat ihn in Behandlung. Mathias Fuß, ungefähr sechzig Jahre alt, nahe derßelvevere-Brücke wohnhaft, brach vorgestern, als er eine Laube bauen wollte, wobei die Leiter umfiel, das linke Bein nahe dem Knöchel. Dr. Georg T. CollinS richtete den complizirten Bruch wieder ein. Gestern gerieth Thomas Benton von Nr. 74, Süd-Caftlestraße, Ingenieur in Brook'S Schmelzhütte zu Canton, mit der linkenHand in die Maschinerie, welche ihm den Miitei uod Ringfinger abschnitt. Seine ärztliche Behandlung wurde Dr. Coleman übertragen. Gestern Nachmittag stürzte eni Jüng. ling, Namens Georg Ashcroft, nahe der Kre uzungsstelle der Norih-Pointer Chaussee von cinemGülerzuge der „Philadelphia-Wilming ton-Baltimorer Eisenbahn" und erlitt bedenk liche Verletzungen. Der Zug hielt an und brachte den Benetzten nach dem Presidentstr.- Bahnhofe, von wo man denselben zu seinen ElteiH in Nr. 264, Ost-Prattstiaße, fchafstc. Gestern Abend gegen 6 Uhr kam Peter Mclntqre, Schassner der „Nördlichen Cen tralbahn," bei'mZujammcnhängen vonWag gons auf der Ecke der Monument- undNorrh- Straße mit der linken Hand zwischen die Pu ffer zweier Wagen, welche das Glied schrecklich zeiquetschten. Dr. L. McLane Tiffanh ist sein Arzt. Jähe Erkrankung. Gestern früh 7 Uhr bekam Louis Schütze aus der Ecke der Howard- und Germanstraße eine» epileptischen Anfall und stürzie auf's Troltoir. Die Po lizei eilte ihm zu Hülse und schaffte ihn nach Nr. 215, Eonmaqstraße, heim, wo ihm ärzt licher Beistand zu Theil wurde. Schlagfluß. Borgestern früh kurz vor 2 Uhr wurde Hr. P. Preston aus feinem Landfitze, demMühlen-Besitzlhume an Wood bouruc.Avenue, ungefähr eine halbe Meile von Govanstown, oomSchlage gerührt. Dr. John H. Prenriß wurde herbeigerufen und leistete den nöthigen ärzlichen Beistand. Der Anfall war uichr bedenklich. Was am Dienstage einem Deu tschen pas firte! Am Dienstage Nach mittag wurde Capt. Miller, Agent oer„Bal timore-Oyio-Bahn," wahrend er vor dem

Camdeusiraßeu-Bahnhofe stand, von einem Manne gefragt, ob vaSSebäude, vor welchem er stehe, nicht eine Kirche fei. Da die Frage in deutscher Sprache gestellt wurde und Capt. Miller oiese Sprache nicht versteht, so wies er den Frage»eller an Oberst G. F. Pagels, der bekanntlich der engiiichen, deuticheu, französt« fcheit und iMlienifchenSprache kundig ist. Als unser Landsmann sich darauf an Hrn. Pagels wandte und denselben fragte, ob der Prediger zuHause sei, erhielt er eine dejahendeAiitwoit. Bald aber iah sich Hr.P. gesangen und wugte sich kaum wieder aus der Klemme herauszu wiaelii, als der Deutsche ihm erzählte, dajz er sich so schnell, als möglich, mit einem jungen Mädchen, das im Damen-Salon warte, za velheirathen wünsche, da er noch mit dem 4.- 25-Znge nach dem Westen zu reisen gedenke. Erst wußte Hr. P. nicht, was er antworten sollte, dann aber wand er sich aus der Berle genheit heraus, indem erjagte, daß am Diens tage in seiner Kirche keine Trauungen vollzo gen würden. Er rieth ihm, bei einem in der Nachbarschaft wohnenden Prediger vorzuspre chen und denselben zu ersuchen, die Trauung zu vollziehen. Dieser Rath wurde befolgt, uud als der 4.25-Zug nach dem Westen ab fuhr, befand sich auch ein junges, neuverbnn denes Ehepaar unter den Passagieren. Eingereichte Angebote. Vor gestern Mittag wurden in Gegenwart des Mayors, des Registrators Robb, des Contro leurs Maccubbiil und einer Anzahl anderer Personen in dem Büreau deS Mayors die ver siegelten Angebote aus den Bau der Primär schul-Gebäudes an deiOrleansstraße geöffnet. Wir lassen dieselben nachstehend folgen: I. E. Bunk ei- Co. L 14.415, I. E. Hogg 514,- 960, ChaS. Dunn 515,000, B. N. Binyon 513,389, Oliver Bay 514,000, Henry Mc- Sweeny 511,000, Wm. T. King 512,980, Lusbii K Johns 515,000, Rickard Wilkens 511,500 und John H. Shinnick 517,650. Die Elttscheidung wird in wenigen Tagen bekannt gemacht werden. Ein Cnriofu m.—Der bekannte Orgel bauer Hr. A. Pomplitz hat sür Hrn. Roß Winans eine Orgelpseike angesertigt, die r hne Zweifel die größtiM, welche gegenwärtig exi stirt. Dieselbe ist 32 Fuß lang und 30 Zoll weit. Das Holz, welches zur Anfertigung der Pfeife benutzt wurde, kostete allein 5100. Als Pomplitz die Pfeife gestern nach dem Wohnutze des Hrn Winans schaffen ließ, sammelten sich großeZnschauermenzen aus den Straßen, am das Curiosum in Augenschein zu nehmen. Als Mittel gegen Vergiftung durch Landannm wandten kürzlich, wie wir meldeten, drei Aerzte die Elektrizität mit Erfolg an; dem Patienten konnte keineÄrznei durch den Mund eing-flößi werden. Bei sol chen Fällen empfiehlt Dr. E.W. Janney aber auch wiederholte Kaffee-Einspritzungen; am 21. April wurde er nach PatapSco-Neck geru fen, wo John E. Swift's zwei Monate altes Töchterchcn aus Versehen 60 Tropfen Lauda num erhallen hatte; das Kind war bewußt los, die Pupillen erweitert, und der Puls wurde immer schwächer. Durch den Mund ließ sich keine Medizin beibringen; aber durch wiederholte, fünf Stunden fortgefetzte Ein spritzungen starken Kaffee's genas das Kind. Die Maschinisten u. Grobschm i e d e der „Union Nr. 1" machen am 13. d. M. mtt dem Dampfer „Champhion" ihre zrveile Jahres-Erkursion nach Cambridge. Hr. Joh. Fehrenbach, der Präsident der „Internationa len Union," ist dazu eingeladen worden. Die Comp. A.GouvernenrsLeib garde, M. N.-G., hielt gestern Abend un ter Vorsitz des Capt. Aug. Kaschmeyer eine General-Verjammlnng; Sergeant A. König führte das Protokoll. Ans Vorschlag des Vorfitzenden wurde beschlossen, nächsten sonn lag Morgen dem Gottesdienste in der „St. Josephs-Kirche" an der Bel-Air-Road in coi'iivrv beizuwohnen. Es wurde serner be stimmt, daß die Abfahrt um 6 Uhr Morgens von hier geschieht, und die Wahl des Fuhr werks jedem Mitgliede freigestellt. Der Ca pitän machte den Vorschlag, iuDollerUnisorm, Kappe, weißen Handschuhen und mtt Degen zu erscheinen, was ebenfalls Annahme fand. Nach Erledigung von Privatgeschäften wurde die Versammlung geschlossen. Der „B al t i more rT is ch ler Unt er stützung s-V erein" hielt gestern Abend eine Versammlung und beschloß in nächster Zeit ein Picnic abzuhalten. FolgendeHerren wurden als Mitglieder des Arraugements- Eomiles sür das bevorstehende Fest ernannt: K. Röder, H. Franz, K. Schäfer, A. Mül ler, L. Schultheiß, F. Blum, H. Kaufmann, F. Hopfeld, N.Cadocan und H. Hedrik. Ort nnd Zeit des Picnics sind noch nichi be stimm!. Einsetzung einer neuen Loge. Die Beamten der Maryländer Großloze der „Pythias-Ritter" besuchten Murwoch Cam bridge in Dorchestcr-County, um daselbst eine neue Loge jenes Ordens einzusetzen. Sie sich ren aus dem Dampfer „Chester" und waren von mehreren Mitgliedern von hier begleitet. Dem Zuchthause wurdeu gestern ein Einbtecher aus 18 Monate und ein berüchtigter schwarzer Dieb aus s Zahre einverleibt. Der Letztere ist John Smith, -Mas Randolph, ge gen welchen siins verschiedene Diebstahls-An klagen vorlagen, von denen vier sislirt, die fünfte aber Lestehlung von Dr. Gustav Liebmann um eineu Rock im Werthe von «40 untersucht wurde. Der Einbrecher ist Carlion Bnrgan, welcher in den Hof von John S. Carswell L- Sohn in diebischer Absicht ge drungen war. Behufs Ueber tragung einer Klageaus vem Biirean desFriedensrichterü nach dem Amtslokale des Richters Thomas I. Welby in der 4. Ward erlangte gestern Pe ter Grogan ans der 4. Ward, welcher von Henry und Elisabeth Davis bei Jarden ge richtlich belangt worden war, vom Stadtge richte einen Maudamus-Befehl. Derselbe weist Samuel Jarden an, am 21. Juni dar zuthun, warum die Aklen-Uebertragung in genannter Klage nicht geschehen soll. Der Uuterschleiss - Prozeß gegen den Ex-Hülsspostmeister Wm. I. Boyd von Cumberland, Md., nahm gestern imßundes bezirks.Gerichte vor Richter Giles seineu An fang. Nachdem das Großgeschworenen-Col legium vereidigt worden mar, eröffnete Bnn desb-zirls-AiiwaltArchibald SttUing dießer handlunzen mit einer Darlegung des Thatbe standes vom Gesichtspunkte der Anklagebehörde ans; die Vertheidigung behielt sich ihr Eiösf nungs-Plaidoyer vor. Es sind 2S Zeugen, k für die Anklage und 23 für die Vertherdi gung, vorgeladen. Den Angeklagten verthei digen Thomas I. McÄajg, Wni. Walsh u. T. Cook Hughcy von Cumberland und Wm. Fell Giles, jun., von hier. Die Geschworenen für diesen Prozeß sind die HA Isaak Hartmann, John Moorhcad, Georg Clautice, Jos. N. Ball, H. W. Coch rane, B. F. Ralls, James Freyer, William Hopkins, Deeter Barger. Edward M. Äirk land, Thomas L. Wücox und Rod. Moore. Der Angeklagte plaidirte aus die süns An. klagepnnkie „nicht schuldig." Dieselben be schuldigen ihn, 1. als Postbeamter, als wel cher er vom 1. Juni 186 t) bis zum 31. De zember 1872 sungirte, am 4. Mai 1872 KSvv Aegierungsgelder unterschlagen; 2. am 21. November 1872 K 371.52 veruntreut; 3. am selbigen Tage A. B. Turner SlO5 Regie rungsfonds verbrecherischer Weise geliehen; 4. am 1. August 1872 Wm. H. Shipley K6OO Postgelder geborgt; 5. am 21.Novembcr 1872 K5V3.81 umerschlagen zu haben. In seiner Erössnuugs-Ansprache an die Ge schworenen citine Hr. Stirling die hier ein schlagenden Gesetzbeftimmungen und gab die Thatsachen an, welche dieAntlage beweisen zu können erwarte; in Postämtern sei es Brauch gewesen, Leuten gegen Bezahlung der in der Anweisung genannten Summe an den Post, meister Geldanweisungen aus andere Postäm ter auszustellen; Boyd's Conti hätten einen Defekt von K5OO ergeben, welche Summe er dem Spezial - Agenten Wagner zu schicken versprochen habe, ohne sein Versprechen zu halten. Bei Untersuchung seiner Rechnungen habe man eine Forderung der Regierung im Be lause von K 2608.45 ermittelt, welche sich durch Credit-Bilanzen um ein Weniges vermin derte; Boyd selbst habe ein Defizit von K 2400 eingestanden, welches sich bei weiterer sorgsäl tiger Prüsung aus K2473.7V erhöhte; die in den sünf Anklagcpuntten angeführten einz-l nen unterschlagenen Summen beziffern sich zusammen ans K 2170 32. General McKraig erklärte, die Vertheidi gung werde erst nach Verhörung der Bela stungszeugen ihr Erössnungs - Plaidoyer hal ten; der Hauptvertheidiger Hr. Walsh sei zur Zeit im VberappellationS-Gerichte zu Anna polis beschäftigt, werde aber heute hier erwar tet, weshalb die Vertheidigung um Verschie bung des Belastungszeugen-Verhörs nachsu che. Richter Giles bewilligte das Gesuch und vertagte die Sitzung bis heute. Abweisung einer Diebstahls- Anklage. Isaak Jakobs, weicher in der Stadt herumgeht und Lumpen, Papier, abge tragene Kleider und andere Sachen laust, sah sich geiiein unter der Bezüchiigung des Diebstahls von Sachen imWerihe von K 3 SV. Eigenthum der Frau Elise Day in Nr. 261, O>t-Baltimorestraße, polizeilich ergriffen und vor Richter Farlow gebracht. Die Sachen, aus zwei Krügen eingemachter Ananas, zwei Blechbüchsen eingemachter Pfirsiche, einer Büchse Nudelsuppe, zwei Glaskrügen Syrup, 5 Pfund Butter und einemßeessteak bestehend, wurden von Jakobs, der sie neben einerParkie Bleiröhren in einem Sacke mit sich trug, wie dererlangt, weshalb Frau Day das gerichtliche Verfahren weiter zu treiben sich weigerte, und der Arrestant entlassen wurde. Dasselbe ge schah auch bezüglich der Anschuldigung, eine Partie Bleiröhren und Schlauchröhren imße sitze zu haben. Einbruch am hellen Tage. Ja Abwesenheit der Hausbewohner drangen ge stern Nachmittag zwischen 3 und 4 Uhr mittelst eines Nachschlüssels in Frau Foster's in Nr. 74, Millimanslraße; Alles wurde im Hause durchstöbert, cineAnzahl Kof fer erbrochen, und dcrluhalt von Kommoden kästen und Kleiderschränken durchwühlt und aus den Dielen m gräulicher Verwirrung um hergestreut. Was sie im Ganzen mitgenom men, ist noch nicht genan ermittelt; einMarkt korb mit Inhalt wird vermißt. Einbruch. Mittwoch Nacht stieg ein Dieb durch das Fenster unmittelbar über der Vcrderthüre in den Viktualienladen Carl Spitznagel's in Nr. 35, Nord-Washington- Straße, und zog sich fünf Sä inken, drei Lo rder-, vier Mittclstücke, eine Pariie Eier und Frankfurter Wüistchen und 57 in Kleingeld zu Gemüthe, womit er zu entkommen wußte. Der letzten Sonnabend im Äleidcrg.schäfte von N«ah Walker K Comp, in Nr. IKS und 167, West-Baltimorestr., mißglückte C o m p toirrauboersnch, dessentwegen I. C. Hoyt verhaftet wurde, war gestern vorßichter Hagerty Gegenstand der Voruntersuchung. Dieselbe endete damit, daß Hoyt gegen tzlvdt) Bürgschaft, welche Joh. I. Luv von Nr. 26, Wesl-Fayettestroße, stellte, bis zur Vorladung vor Richter Gilmor entlassen wurde. Dem Gerichtsverfahren wurde der ! Neger Thomas Hyer unter der Anklage, meh-- ' rere Damen insnltirt zu haben, überwiesen. Als unverbesserliche, goltlose < Range auf Anlaß seiner Mutter, Frau Ju'ie Cummings von Nr. 80, Saratoganr., bei'm ' Kragen genommen, sah sich : gestern vom Richter Hagerty der BesserungS- Anstalt sür jugendliche Thunichtgute über wiesen. Mißhandlungen und Thätlich keiten. Wm. O. Herring, der Mißhand lung von Jsabella Dutrow angeschuldigt und vorßichter Slemmer gebracht, mußte bis zum heutigen Verhöre Caunon geben. Patrick Carroll war auf LawrenceEoans mit einem Messer eingedrungen und hatte ihm eine unbedeutende Verletzung an der Hand beigebracht. Deshalb gestern arretirt, erwar tet er im östlichen Stationshause sein aus heute angesetztes Verhör. Joseph Widschinska sollte AugustKnapp mann von Nr. 57, Nord-Frederickstraße, in einer Wirthschast mit einem Bierglase geschla gen und verwundet haben, und sah sich vor Richter Hagerty gebracht, welcher ihn jedoch, da die Beweise, oaß er den Angriff verüble, ungenügend waren, wieder sreiließ. Knapp mann hatte am Kopse mehrere Wunden. Daniel Brown und John Reese, wegen thätlichen Angrisses aus Robert Hamilton verhaftet, durften sich durch Fnedensbürgschaft die Freiheit wieder verschaffen. Vagabnndiren verschaffte James Murphy vom Richter Hagerty eiue Anweisung auf einmonatlichen Aufeuhalt im Armenhause aus Bayview. Gelobußeit. A. D. Sulzbacher, aus dessen Hofe übelriechende Flüssigkeit aus ine Straße gelaufen, und AlonzoVandaniker, der auf der Straße mit Steinen geworfen, muß ten je Sl Strafe nebst Kosten erlegen. Grausame Behandlung eines Pferdes des Moses Fuchs so lautet die Anllage gegen Carl Gregory, unter welcher derselbe gestern vom Richter Watson bis heute Nachmittag in Verhörshast beordert wurde. Das Pserd soll in Folge der Mißhandlung verendet sein. Pre iss ch ie ß en. —lm Schützenparke der „BaliimorerSchützen-Gesellschast" erschos sen folgende Herren Preife: aus der Ring, scheide Fr. Kramer 1., Geo. Schilling 2., Ernst Bnjchmann 3.; auf der Blättchenfcheibe D. Gatto 1., W. von der Wettern 2. und C. F. Rau 3. Das gestrige Preisschießen der „Bat timorer Bürger-Schützen" hatte folaendesße. jultat: Herren-Preise: I. Simon Senft; 2. John Better; 3. W. B. Llpper; 4. D. Gatto, 5. John Rost. Damenpreife: Frau Vetter 1.; Frau Hein zelmann 2.; Frau Lipper 3.; Frau Sachse 4.; Frau Senft 5.; Frau Horst K.; Frau Paucher?.; Frau Eckhardt 8.; Frl. Louise Heinzelmann v.; Frau Wagner 10. und Frl. Schneider 11. Aus der Ballschlag-Arena.— Gestern Nachmittag spielten die „Mntuals" und „Philadelphier" in Philadelphia ihr drit tes, die Bostoner „Rothstrümpse" und „Reso lutes" von Elizabeth, N.-1., in Boston ihr zweites Spiel. Die „Bosionec" besiegten die „Resolutes" mit 11 gegen 4 Pointen. Heute findet im Newiligton-Parke da hier das fünfte einer Reihe von Wettspielen zwischen den „Mutuals" und „Baliimorern" statt. Der jä h rli ch eAnS 112 l u g der ' '.Uiti-.v liinik Lllilor's ging gestern in Scene. Nachmittags um 4 Uhr nahm der Dampfer die Genoffen der Fahrt aus u. entführte sie vi-i. den Uork-Fluß nach Richmond, Birg. Vonßichmönd gehtdieFahrt vi» „Chefapeake- Ohio-Bahn" weiter nach Wbite -- Sulphur- Springs, von dort nach Charlestown, West- Virg., fodann nach Huntjngdon, Cincinnati, Louisville, Riefcnhöhie, Indianapolis, St. Louis, Spriugfield, Chicago, Pillsburg, Altoonal zurück nach Baltimore. Die Fahrt wirv zwei Wochen dauern und sind zur Aiif »ahme der Ausflügler an den verschiedeneu Stationen die sorgfältigsten Vorbereitungen getroffen worden. Cicerone ist abermals der Veteran, Major N.H.Hotchkiß, und folgende Herren der Presse Maryland's haben sich an geschlossen: Geo. W. Wilson, Präsident; Ignatius Wilson, „Gazette," Upper-Marl Koro'; Chas. A. Wailes, protok. Sekretär, Staats-Assekuranz - Commissär, Baltimore; Wm. H. Rudy, corrcjpondircnder Sekretär, Ephraim Almony, „Maryländer Journal," Towsontown; Dr. C. C. Bombaugh, Histo riker, C.Raniom, „Underwriter," Baltimore; Luther F.Cokton, „Maryländer Republican," Annapolis; I. Guest King, „Gazette," An napolis; A. P. McCombs, „Repnblican," Havre de Grace; Wm.H.Pauderford, „Advo cate," Westminster; Jos H. Johnson, „De mocrat" und „News," Cambridge: Clement Snlivane, Daniel M. Henry, jr., „Chro nicle," Cambridge; William W. Busteed, „Obierver," Centreville; Julius A. Johnson, „Journal," Easton; Joseph M. Street, „De mokrat," Belair; Jodn Payne, „Union," Towsontown; Frederick W. Baker, „Aegis," Belair; Geo. W. Criilkshank, „Democrat," Elllon; I. A. Parfons und Dr. S. P. Den nis, „Eostern Shoreman," SaliSbury; Cl>s. Cole, „Union," Frederick; Charles H. Keefer und Ä.J.Telashmntt, „Examiner," Fredelick; L. Viktor Baughman, Frederick: Elijah Wells, „Times," Port Tobacco; C. W. Fontaine, „Somerset Herald," Princeß Anne; I. Marion Emerson, „Union," Den lo»; Hnslou Humphreys, „Messenger," Snow - Hill; Peter Ncgley, „Herold Torch," Hagerstoivn; Dr. H. M. Pinkard, „Universal - Adverdlser," Annapolis; John Wills, „ Saturday-Night," Baltiomore; I. Cloud Norris, „Sunday-Telegram," Bal timorc li. P. G. «auerwein, „Valtimorean," Baltimore. Ferner nehmen folgende Herren an dein AuSfluge Theil: R. C. Hollyday, Staats - Sekretär; Lol. Thos. Filzgerald, „City Item," Philadelphia; H.N. Gallaher, „Free Preß," Charlestowu, West-Virg.; Jo seph I.Stewart, Col. C.H. Rann, Smedley- House, Towsonlown; Lleut. Col. H. D. Loney, Baltimore; Wm. Fitz Hngh Whar ton, Towsontotvn: Chas. P. Kiiight, Balti< more u. W. A. Simmons, Frederick. Meh rere der Excursionisten haben ihre Frauen bei sich. Daß wir den Herren eine vergnügte Fahrt wünschen, versteht sich von selbst. Aus der Liste der Theilnehmer wird man ersehen, dag die tägliche Presse unter denselben keine Vertreter hat. Eingeladen wurde sie aller dings, und zwar Heuer dringender, als je, aber dieJnvitation mußte ausgcschlagen-wer den. Für die tägliche Presse giebt es schon lange knne Ediloren-Excuisionen mehr, die Lokal-Ausflüge, die Picnics, Jahresseste:c. ausgenommen, die sich allwöchentlich zu Dutzenden abwickeln und von denen dieTbeil nehmer am nächsten Margen zum Frühslücke, die Fest - Erinnerung gewissermaßen auffri schend, vollständige Beschreibungen erwarten, wobei gar nicht in Betracht kommt, ob der editorielleßegleiter in derselben heiteienLanne, wie die Ausflügler, wieder das Sanktnm er» reicht hat. oder mch;. Da« lährliche große Picnic uns Sommer nachtsfest der „Fr anz öf isch e ii Verei nigten Wohlthätigkeits-Gesell- Mutual) wurde gestern ui Louis Mnih's Schützenhose abgehalten. Die Theilnehmer versammelten sich um 3 Uhr Nachmittags u. verbrachten die Stunden bis Mitternach: mit Tanz, ländlichen Spielen, Gesang, Becher klang und allerlei unterhaltender Kurzweil. Capt. Hoffmann's Kapelle lieferte lresflliche Conzert- und Tanzmusik. Alles athmete Freude, und Jeder war bemüht, auch den An deren in Heiterkeit zu versetzen. Hr. L. Muth sorgte für Küche- uud Xeller-Ei Zeugnisse und befriedigte alle Anforderungen in gewohnter gefälliger Weise. Die Dekoration des Gar tens, ausgeführt von Hrn. Hieronymus Lang, wurde allgemein gelobt; namentlich war die Zusammenstellung der deutschen, französischen und amerilanischen Fahnen sehr bezeichnend und erregte die Aufmerksamkeit der Beobach ter. Abends n.ar der Garten mit chinesischen Laternen illuminirt und gewährte einen präch tigen Anblick. Hr. Lang, der Vorsitzer der Gesellschaft, hielt Nachmittag? eine intens sante Rede, deien viele Kraftstelleu donncnrde Beifallsäußerungen erndtete. Das Anoid iiungs-Comite hat das Verdienst, sich feiner Aufgabe mit feltener Umsicht und Energie entledigt zu haben, uud beuand aus den HH. Lang, Guilhiermoz, Theodor Seeger, M. Hammann, Geo. Köllig und Emil Caye. Unter den zahlreichen Besuchern des Schützen- Hofes war die deutsche Zunge ungemein stark vertreten, ein Beweis, oaß im freien Amerika der Freude Götterfunken Aller Herzen zu er wärmen weiß. Die So m m er-A nsfl ü g e für arme 5t in d er. Gestern kam in Folge des von der „Gazelte" nach dem Vorgange des „Led ger" in Philadelphia hi-r zuerst angeregten Planes, für arme Kinder während des Som nicrs Ausflüge zu vcranstalien, eine Anzahl Herren in Rauie'sHaUe zulammen. Auf An trag des Hrn. JameS M. Drill wurde Dr. C. Winslow zum Vorsitzer, Hr. C. I. Maycr zum Schriftführer ernannt. Nachdem der Vorsitzende den oben angegebenen Zweck der Versammlung dargelegt haue, wurde euiem Drill'jchen Antrage zufolge ein aus den HH. Diill, Dr. Alan P. Smith und Charles I. Baker bestehender D-uer-Ausschuß eingesetzt, welcher Behujs Constilnirung eines Vereins permanente Beamte und die Einsetzung ver schiedener Comite'n für die. einzelnen Theile der Aufgabe, welche sich der Verein gestellt, vorschlagen, auch die Herren, welche als Mit glieder dieser einzelnen Comite',, fuugicen würden, nennen soll. Nach kurzerßeralhung erstattete das Dreier Comite Bericht, der an genommen wurde. Der Bericht empfiehlt Dr. C. Winslow als Präsidenten, General Georg S.Brown als Kaisiier und Htn. C.J. Mayer als Sekretär des Vereins und schlägt folgende Spezial Comite'» vor: sür Auswahl und Beaufsichtigung der Linder—T. N Lawford, John Eurlet, John W. Davis, I. Summer steld Baldwin, Charles H, Mereer, Krau«,.-. T. kina Geo. H. Pagets, I. A. Middleton, W, C, Palmer. g>. D. Morrison, I. Harinan Brown, JameS Peutland, M. W. Janney, Robert Cathcart, James Wu-igrove, E. G. Hipsley, Dr I. Carey Thomas. Wm Murray, M. Donovan, JameS MeWilliamS.JaineS A. Heilder. M WiV'i» I. M, Gilmor, James Beatly, C. A. «eene unz Wm. sür Besörderung-D. I. Foley, OderstJohn M. Ro- H, B »srsign, Jaincs B, Äncrews, gt. Foslcr und M, iiir iknd Aiiiftuat-John T. Ford, A, Füller Cranc, E?o. B, Sonic, L. k, Tavics, Obersten 2. Heß und s. S, Mills, John McFaddeii. Harry San. dcrs, tz McCaftriy. I. Norris Mqers. Ernest «liadc und H. R. Mcßallq^ iur Fwznicn—Tratetv, Geo. S. Brown. iL. Mlidölland, Chas. Jone«. John Aaro» Friedenwald, E. E. Bierdauer, Riggin Buckter, G. tr. Moigan, i 5. L'Tonovan, latod W. Houck und I. E. Cockrilli T, T. J.^F'ole», Hr. Howard B. Ensign, Kaisirer der ~Ma' ryländer Dampsboot-Gesellschaft," stellte in Aussicht, daß dieselbe Sonnabend über vier zehn Tage dem Verein? einen ihrer Dampfer zu einem Ausfluge nach Holly-Grove zurVer füguug stellen werde. Aus Hrn. Baker's An trag erhielt das Exekuiio-Tomite Ermächti gung, sich heule mit der zu gleichem Zwecke nach der „Knaben-Heimath" einbernsenenDa men-Versammlung in Verbindung zu setzen, und die Vorsteher des „Vereins zur Verbesse rung der Lage der Arme.-." sollen aufgefordert werten, ihren Agenten zur Unterstützung des Kinderausflugs-Nerelns in dieser Angelegen heit Weisungen zugehen zu lassen. Die HH. Charles I. Baler, John W. Davis u. Andere bemerkten, daß man auch der armen Neger linder nicht vergessen, sondern sür sie besondere Erkiirsiinen veranstalten werde. Bis jetzt sind zur Ausführung der edlen Zwecke des Vereins srei.villigeßeiträgc in Höhe von S9OU eingegangen; Behufs Entgegennahme weit'- rer Subskriptionen liegen in den verschiedenen Zeilungs - Expeditionen Bücher auf. Exekutlv-Comite kündigte an, daß es nächsten Donnerstag in der „Knabm-Heimalh" eine Sitzung halten werde. Nachdem die Ver sammlung Hrn. Friedrich Raine für die un» entgeltliche Benutzung seines Saales ihren Dank vstirt hatte, vertagte sie sich. Die „Groß 10 ge dc s Vereins der amerikanischen Protestant cn" hat sich vorgestern Abend vertagt. Aus dem Be richie des Sekretärs erhellt, daß der Orden iri 13 Staaten 404 Logen hat, nämlich in Hampshire, Massachusetts, Rode-Island, New-Zork, New-Jersep, Pennsylvanien, De laware, Maryland, West-Virginien, Ohio, Illinois, Michigan, Missouri, Tennessee, Ne vava und Californien. Die letzte Jahresein nähme erreichte S 15t),IXX), die Ausgabe KKO - Im letzten Jahre erhielt der Verein ei nen Zuwachs von 2300 Mitgliedern. In Ca lifornien bestehen zwei Logen mit 500 Mit gliedern. Der Verein hat einen Wittwen- und Waisen - Uulerstützungssond und unterstützt auch der Hülfe würdige Familien, deren Er nährer nicht zum Orden gehören. Das Haupt geschäft, welches die gezeuwärtige Sitzung er leüigte, war die Frage der Aufnahme farbiger Mitglieder in die Logen der Weißen. Es be stehen bereits mehrere Logen Farbiger. Der Vorschlag wurde verworfen und zwar mit gro ßer Mehrheit. Zum Schlüsse Vertagung. StadtrathS-Verhandlungen. Tchiffsnaclirickten. Gerichtsverhandlungen. C. l!or, Verwalter des Smith'sihen Nachlasses, un: durch I, H, Äordon.-- Auf Arlhur W. Machen'S An. ch.irt Krason und Georg Hellott.) BrigS, W> lhlm rui >lin^l ÄtctiaU, Nr Wt »NUr.Nizi" stiiirt. Wilhelm Ruth. Mordangrift auf Friedrich Klein! diUo.—lohn Gmilh, »Uns Ziaiicolpv, ei>! As. fler, Bestehlcn Jakob !vradsi?re'ii um einen »15 Werwe» Nock, Krederick Wilsons ui« ein ki w-r-hes Btto. Ja. Kies P. Johnson um Stieseln im Werlte von k 7 uns der Elise Scott um Glaser uno andere Gegenstände im Werthe von IU! dilio.—John Thomas. Bestehlen dt» Ca»«. Zoh. Wühle um eine aas kä »ewerlhele Mütze; sreigesprochen. Henry Coombs, Bestehlun« Dr. Wm, Riieh's um ein »250 werthes Pserv und T. I. tzar. tmg'S um eine »raue Stute im Werthe von t Isv! bIS Montag zurückgelegt. Joseph Trazesser, Charles Brown und Thomas Whitney! verschoben.—TUe N>ei». Stadtgericht. (Vor Richter Plnkney.) »d> gar Farmer und Wm. Henry Cleveland witer Tavid C. Wilbur; den tllager»»iö4.vö nebst Zinse» vom i. !<r! Richler Thursdy's <silcnn!nitz lawrl und !en Äp pkllalcn Mikann«.—Friedrich hnnritz ,vider Wm. Hallen. Sejelljchast.» von Marie Sichler. Zloderl M. John B. Omer». Äühelm R. Wim«. Zames P. Rock Der <Yesanqverein „Frohsinn feiert sein erstes picnic Montau, den 14. Juli, im West Baltimorci Schützenparke. Der,,(hermania-Männerchor" hat seinen ersten diesjährigen Dampfer - Aus flug nach Monumental-Fifhing Grooe aus Donnerstag, den 19. Juni, feügesetzt. Der macht bekannt, daß die Pläne für die neue Halle jetzt in dem Lokale des Vereins Nr. 192, West-Lombardstraße, zur Einsicht vorlie gen und daß Angebote auf de» Bau bis Mon tag, den 23. Juni, Nachmittags 5 Uhr, in der Halle entgegenommen werden. Siehe An zeige! Prof. W. T. Elaqett's erste qrope Exkursion mit dem Dampfer „Champion" nach "l-a lZellv krovi-" wird Montag, den 30. Juni, statttfinden. Prof. Heinrich Silber's Musik corps wird für ausgezeichnete Conzert- und Tanzmusik sorgen. Der „Vst-Valtiinorer Liederkran;" macht Sonntag, den 15. Juni, seinen ersten diesjährigen Dampfer-Ausflug nach „Mouu mental-Fishing-Grovc." Der „Hildtse-Bund" iGcntralkörper von Maryland) begeht sein großes Picnic und Sommer nachts-Fest Montag, den I«. Juni, in Rost'S Hain. Harrifon -> neue-Uadeaiiitalt auf der Ltght'tr.-Vruckc ist jetzt eröffnet. Wer sich Erholung verschaf fen oder seine Glieder stärken will, vecjäume nicht, dieje Anstalt zu besuchen! Farrhaven^ der beliebte Sommeraufenihalisort. nach wel chem die schöne Welt unserer Stadt während der heißen Jahreszeit sich so gerne auf einige Stunden flüchtet, wird Montag, den iL. Juni, wieder eröffnet werden. Ueber die herr liche Lage Fairhaoen'S noch ei» Wort zu fa gen, hieße Eulen nach Athen tragen. Jeder, der den Platz bereits einmal besucht hat, wird zugeben, daß unsere Bai nur wenige fchöner gelegene Punkte aufzuweisen hat. ' Der nene und elegante Dampfer „Theodore WeemS," Capt. Wm. B. Kirwan, wird au jedem Ta ge, mit Ausnahme des Sonntags, Morgens um 49 Uhr von der Lightstraßen - Werfte ab fahren und Abends gegen 8 Uhr wieder hier eintreffen. Am Sonnabende wird der Dam pfer Nachmittags um 2 Uhr von hier absab ren und präzife 411 Uhr wieder an der Light straßen-Werfte anlegen. Für treffliche Musik auf dem Dampfer und ans dem Platze wird Prof. Itzcl's Musikcorps sorge tragen. Eine wichtige Erfindanz ist der gepichte Schuhnagel, welchen die Gebrüder Coakley von Nr. 14, Süd-Calvertstraße, an zeigen. Schuhmacher und das Publikum im Allgemeinen wllten sich für dieselbe interejsi lkn. Man lese die Anzeige! KS" ES ,st eine feststehende That sactic, daß Auszehrung heilbar ist; allein weit besser ist es, durch rechtzeitigen Gebrauch von D r. W i st ar'S W i l d k i r s ch e n-B a l i a m dc^ Festsetzung dieser surchtbaren Krank heit im Systeme vorzubeugen. Diese Medizin heilt Husten oder Erkältung sehr rasch, und selbst dieAuSzehrung unterliegt oft der großen Macht derselben. (IL7-42) AK" Hecker'S Farina ist ein delikater ! Nahrungsartikel und eine herrliche Tafelziecde. <V!ai»l, 2Mlt. 4. KV" Als Blut und Säfte reinigendes Mittel ist das Karlsbader Sprudel- Salz unübertrefflich. Dasselbe wird von vielen Aerzten gegen Unverdaulichkeit, Äops schmerzeu, Mangel an Appetit uud alle Uebel, welche aus Unordnung des Magens oder de: Leber entstehen, angewendet. A. Vogeler 6c C o m p. sind die Agenten sür Amerika. ivi-> A 5. Varranger ä-Co., Provisionen Händler und Bratwurstmachcr, kchwtcn, «rust- Nmdflei'ch^ Etablissement an der verlängerten Pcansyl vania-Avenue. Marktstande : «r. !««. <r-nrre-, ?t, verxiAto», >i»e 55, N. «. Lidtiulcr Kabbaii jur Hundler! votcls und Läden verjorgl nnd all» Wahren sre, grünen. «genlur sür jt>nrftsleilchhnckcr und ziciichcr - Uten, stlicn. Wurlidürmc, elneSvejialjlä!. Pmi-Oiftce- Vor (M0r,1'1.1!z.4,i,) für g erä >1 itzer te W i'.r st» Nirrensen G eräu ch crtc SV ch w nN l s "Ucr Ari vkk. undreiiinqton-» n»hc lÄrcenstraße, (Mrj2t,lJ,t.p.) dem Marlie gcge--'ibcr. Baltimor?? Viehmarkt. diese Woche I!>7Z Siück Rindvieh. ludr-SViiS urall.l »Loche dornen SchN) r i» e. Untrr dein Eindrucke dtr schweren serem iexlen Berichie ui d beiiltzl iext iineii halben t. 4)er war sehr levhait und es sind nur wicht, vio lc, t,iunb «,^c .-iusuhren diese Woche Stück 11, 20k gegen 74i6 Ltiick in letzter Woche und öt>?l Stück in derselben Woche des der sehr gros,' uno dc^Abi^y Itta-kie wurden 5 vis,, bis desle Echan?e >,u 'V Crnrs B,°tto'Gew vro''t"ck ° «.!mm«bmchkn Ausuhr dle,e W»chVsziii Stück in letzter Woche und in derselben Woche des vortaen Jahres. Börsenberichte. Berichtet von Wm. Fishcr « Söhne», Nr. 32, Souihstraße. Balti m ore, den t 2. Zuni, Abends 5 Uhr. Anz. Verl. Ang. Bell. Gold ,17 >l?k «ZentOZuDi V. St. i.?or >Ma ck6>lt2. ...US?,' 1W St Pasi Bahn 2O ... - Asso <>eu «ers bX P. St. tv.tvrtli Md Keu Verj lbL'-i tl,ö Howard Äcrs <!)<» Ba alt,... ü? Äer u d Va br t-750 «ItoH O!»''ij7',i7v. Bali» vr «7 ' -- WÄdvrZ.g'gvS? * vi Bklto tir!B!!Z, - I." WMdor2.Wlls- d? Boito Ül o7,^ «Litiz Bank.... «ich t Dan .o^ Franklin Bank l2 dt How Bant.... »>, brZ. Aierchßank Or.ck Al kr ». 78 KZ Ätichßank.... 12 BltoGasGH ilii Z. ütat Bant 8t)» Keo's jtKohl I>v Vi» « 172,, ,7S Frederick Turn» ->0 - gkstrigen «jerlaasi aus der hiesigen Börse de. ? iM BaltimorerStadisechler, 187', dtlto ditto 18?) !I> Mary 2>Ä l. y. 7r, 10l'^ 201 diltn ditto cittv lii/ bOÜ ditto ditto ditto 500 ditto ditto tii.o ,01 1,«.0 »Mar.-l!>nc.-B«bn"-Obiigat., 2. H., 7r l«l <,OOO 2,H,«r !<>) W Aknen der «Ctiizens' Bank" 10 Aktien eer ullmon.vank" b l °Äte" » S.SOer, IB>!2er l «iZj » » 0 ' » » , neu iL>l ' ' »I s. ,t, ?>-K'-"'u. «ent „s'^ ?t. Hurrenciikrr 1-,-. vun. nnd D.'bt"'" * Tenncfieetier, inue... 78^ Rord-Sarolwa , ,» - 7,' BiriwlaSer, nen v' .. ...^^ Centra! Vacifict!er? Union Pacific t!»r Wesieri» Union Telegraph OuicksiiverMining ' Marivow, Piei'l...„ ' Wells. ,zargo Lom?.'S EfAreß, neu >i «acinc M.!il., A« Zentral s'^i'd'iön'l dariein ' Lake Short, neue'.''..'.'.'"' 77,^ All 's 5 97^ Nond Western . Priorität ' «ock-ZSlani, Nil. und St, Paul ... . . Mil. und St, Paul, Kreier'« . Toledo und Wadash . und ' Dci. >!ac. »nd Vermischte Anzeigen. Äeinc FaZmsctnnerzen inchr! Hahnlchmer»en jeder Ärt. seibir wenn die qshne hohl uno lind, werden >ür die Dauer durch den berilbmlcii .Indischen Eltrakl" b'l.iiia, ni b >l!'<n Wcltl!idi,i er»>or! ti» la» Ä und 50 lZtz. die »lasche det ->-">-oclstrns!c! ?arl 'Braerl ' H. Miltnackl. Nr, l-enni,.«ve»uV L. Srex.lioscr. Nr. Wc-t.^a.iiinorcftr! >. Baumgartnei-, Ecke und 'öresid?n'ftial"- L. « oar. Sc.l.ic, der Bof.en- uÄ , Varl H, Man. Nr 2ö!>. H. S»iil>tcr, Nr. iuid Tinbimden Dollars bezahlen wir Jedem, welcher Nachweis l, du« nur die allergeiiiiqste Menge Mor vhiiiiu oder Odiiiiii In v, »ti.htei'e k»or>,i»r 3oo iwn« wie dieses de. allen andern oer Falle Mutter, gebt nur ihn Snrcn Kindern, dann werdet ihr sie behalten! derselbe erleichtert das «zahnen und giebt ihnen einen geiiinoen Echias. Jeder.'lsviheter hat Zoviiniiz- s,rup aus Vnqer! Preis S 5 iZentS VI» Lank-, Wcchlcl- und pissimc- C'tlchaft von .ttnhlmaiiil (s„i»p., ' v/o. BÜr Ä > " i!reditbriese ans aNc Ha»p:pl,!he ' 'pa-kct-Lcsördcru-ig und Pas. )»vynl rit. "zichuiigcii alle 17 Tage. Gewinne w>,«cn uns von Havanna telegraph ri und hier daar . Lrcise der i'o»ie: Ahntet. Zwontigfiel. I- »i.lti. 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Miller,Eigenthümer, Vre!» 81 vro oder G »!«» WIMM s-ve» ,ür »». haken bei allen Droquisien nnd »» Apothekern. l2ipiH!,lZlit»»,«.p,) Das große Heilmittel für Schwindsucht, welche durch zeitige Zu'lucht zu diesem Mu sterpräparate geheilt werden kann, wie es durch die Hunderte von Zeugnissen, welche die Eigenthümer erhalten haben, bewiesen wird. Tiefes ist von vielen hervorragen den Aerzten anerkannt als daS zuverläs sigste Heilmittel zur Erleichterung und Hei lung aller Lungenleiden, das je eingeführt wurde, und es wird dem Publikum als durch die Erfahrung von mehr, als vier Jahr zehnten erprobt angeboten. Wenn man in der Zeit dazu seine Zuflucht nimmt, so ermangelt es selten, Heilung zu bringen, auch in den schärfsten Fällen von Husten, Bronchitis, Croup, Keuchhusten, Grippe, Asthma, Erkältung, Nachengeschwürcn, Schmerzen in der Brust, Seitenstich, Le berleiden, Lungenblutung zc. Wistar's Balsam macht einen Husten nicht trocken und läßt die Ursache zurück, wie dies die meisten Präparate thun, sondern er lös't ihn und reinigt die Lungen und besänftigt den Reizzustand, in dem er auf diese Weise die Ursache des Leidens entfernt. Seth TL. Ftiwle Söhnen, Boston, Mass. Zu babe^bei nllen Apothekern ! <Apr U,iZ .j.a.W ) P. Hanson Hiß «k Mvbctn und Norhänge-Stoff-, sranzösijche Zinrathen ?tr.«ord.Ch«rleSstr»Se« t«llg>2.,Zwti.4.o.> IKV l »Pasie! ,ur«el>, ln'e Ausland delorgtinnerhalb 24 Stmd ?. Rain«, »«r «al,lm»r«itt. »»d «.-<S.-»ven i.

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