Newspaper of Der Deutsche Correspondent, June 16, 1873, Page 4

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated June 16, 1873 Page 4
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Der Teutsche Korrespondent. ! Baltimore. IK. Juni 1873. x Stadt Baltimore. . -j- Tod des HülfSstaatSanwaltcS ' Frederick Pinkney. ' Ter alte Frederick Pinkneu, über dessen Er- kranlung wir häufig Mittheilung brachten, ist schließlich seinen Leiden erlegen. Hr. Pinkney , besand sich am 12. Mai auf Besuch in der , Landwohnuvg des bekannten Schauspielers Owens an der Jork-Road, als er plötzlich so ! schwer erkrankte, daß es ohne Lebensgefahr für ! den Patienten nicht möglich war, ihn nach seiner Behausung an der Wesl'Fayctte-, nahe , Fremontstr., zu bringen. Die Familie des Hrn. Owens, mir welcher Hr. P. befreundet war, nahm sich seiner in der aufopferndsten Weise an; aber alle Pflege und die Kunst der besten Aerzte vermochten nicht, den Patienten, dessen Krankheit ein schlimmes Leberlciben war, zu retten, und amFreilagAbend forderte der Tod den langjährigen Hülssstaatsanwali aus der Mitte der Lebenden. Der Verstorbene erreichte das 68. Lebensjahr. Ein «söhn des einstmaligen Maiyländer Staatsmannes W. Pinkney, der 17SS von Washington zu einem ter Eommissäre des Jay-Bertrages mitGroß biltannicn ernannt wurde, 1806 V. Staaten» Gesandter in England und später in Rußland war, 1814 ein Miliz-Bataillon bei Bladens burg besehligte, als General-Anwalt des Ea binets fungme und seine politische Laufbahn als Ber. Staaten-Gesandter schloß, erhielt der junge Pinkney, der aus einem Besuche seiner Eltern in den Ver. Staaten 1805 geboren wurde, sowohl inEuropa, wie später im „St. Marieu-Eolleg" zu Baltimore eine gute Er ziehung. Fredcnck Pinkney legte schon im frühesten Lebensalter eine Neigung zum Stu dium der Jurisprudenz an den Tag und wur de 1827 Mitglied des hiesigenßarreaus. 1829 widmete er sich mit seinem Bruder, dem Dich ter und Maler Eduard Pinkney, der Journa listik und wurde Mitherausgeber des Blattes "'l'bö Akrvlkvüizr." Aber bald wandte er sich wieder seiner alten Liebe zu und errang sich einen Ruf auf dem Gebiete der Criminal- und Rechtspflege. Schon unter Geo.Richard son war Hr. P. Hülss-Staatsanwalt, ebenso nacheinander unter den Staatsanwälten C. I. M. Gwinn, Milton Whitney und Leo Knott. Er war gleich acceptable den Whigs, wie denKnow-NothingS,Republikanern u.De mokraten. Man hielt ihn thatsächlich sürun entbehrlich. Seit dreißig Jahren flössen säst alle Anklageschriften des Eriminal-Gerichtes aus seiner Feder. Besonders in Mordsällen fand sein sckiarses Auge Indizien, die entweder von den Advokaten nicht gesunden werden konnten oder für unwesenilich gehalten wur den, die aber unter den Händen des juridischen Forscher« eine Bedeutung erhielten, die nur selten ihre Wirkung zur Uebcrführung eines Angeklebten versehiten. Ein gründlicherTheo »etiler, ar er innig mit der reinen und ange wandten Rechtsichre vertraut und kein No vize auf dem Gebiete der Rechtsnormen, der Rechtsgeschichte und Rechts-Dogmen. «--ein Scharfblick zog ihm zu Oefterm das Lob der hervorragendsten Juristen zu. Hr. Piukney bekleidete außer der Stelle eines Hülssstaals anwalts, als welcher er alle hauptsächlicheren Eriminclgeschäste des Amtes erledigte, das Amt eines Commissärs dcL oberen Kanzleige richtes und des (seit 1854 errichteten) Bezirks gerichts. Auch als Dichter und Maler war Hr. P. bekannt, und einige seiner Skizzen be kunden hohes Talent und eine originelle Aus fassung. Im llebrigen war der Alle ein Son derling, abstoßend oder einnehmend, wie ge rade die Laune ihn beherrschte, überaus eitel auf seine Herkunft und ein abgesagter Feind aller Widersprüche. Sein FamiUenruf war sein Steckenpferd, und mttStolz blickte er aus seine Ahnen, die in derGeichichte Maryland'« eine so wichtige Rolle spielten, zurück. Der Verstorbene ist ein Ou!el des Richters Pink ney vomßezirksgerichte uud des Gouverneurs Wm. P. Whyte.—Die Ueberrcstc wurden am Samstage von Towsoutowri nach seimr hiesi gen Wohnung gebracht, und die Beerdigung wird heute Nachmittag 3 Uhr von der bischöf lichen St. BarnabaS-Kirche an Biddlestraße aus stattfinden. Als Staatsanwalt, Änott am Samstag Morgen den Tod des Hrn. Pinkney im Cri minalgerichte anzeigte, sand nach einigen ge fühlvollen Beilerdöbcmerkungen des Richters Gilmor sofortige Vertagung statt. Auf heute Nachmittag um 1 Uhr ist erne Versammlung des Barreaus nach dem Saale des Supcrior- Gerichtes berufen worden, um ehrende Be schlüsse sür den ausgezeichneten Todleu anzu nehmen. Im Waisen-Gerichte kündigten Hr. James M. Buchanan und Hr. Daniel Raieliffe das Ableben Frederick Pinkney's au, woraus Nic hter Danels dem Hingeschiedenen einen gefühl vollen Nachruf widmete und die Sitzung ver tagte. ImCommon PleaS-Gerichte geschah die A nkündigung durch Hrn. Wm. H. Norris und Ex-BundeSrichterGleeson, und nachdcmßich ter Garey des Verstorbenen Andenken durch eine Gedächtnißrede geehrt, vertagte er dieSit. zung bis morgen. Im Superior-Gerichte kündigte Hr. Wm. H. Collins Hrn. Pinlney's Hinscheiden an, worauf Richter Dobbiu die Sitzung bis heute vertagte. Im Stadtgerichte machten Hr. S. Teackle Wallis und Hr. E. Dodd McFarlaud dieAn lündiguug, und die Sitzung wurde bis näch sten Sonnabend vertagt. Im Bundesbezirksgerichte hielt bei Ankün digung des Hinscheidens des Hrn. Pinkney Hr. F. Latrobe folgende Anrede an Rich ter Grles: „Ich habe die schmerzliche Pflicht, das Hinscheiden des Hrn. Frederick Pinkney, eines Mitgliedes dieses Barrcaus, welches sich seit der letzten Sitzung dieses Gerichtshofes ereignete, zu melden. Ter jüngste Sohn des großen Rechtsgelehrten, welcher dem Mary länder Barreau durch seine Gelehrsamkeit und Beredtsamkeit Berühmtheit verschaffte, war Hr. Pinkney, obschon nicht im Besitze der eminenten Talente seines Baters, doch in sei ner Art kein gewöhnlicherMensch; ohne an den laufenden Geschäften seiner Eollegen sich thä tig zu betheiligen, hat cr wohl Niemanden, der ihm an Kenntniß des CrimiualrcchteS gleichkömmt, sicherlich Keinen, der ihn dariu übertrifft, hinterlassen. Sprüchwönlich war in dieser Beziehung seineAkkuratesse; doch war dies nicht sein einziges Verdienst. In dem ruhigen anipruchSlojen Manne würde man, wie er mit seinem weißen Barte, deußlick zur Erde gerichtet, mit einem Portefeuille nnter dem Arme unsicheren Schrittes aus und nach seinem Büreau, jene uns Allen so bekannte Gestalt, dahin ging, schwerlich den Herrn mit dem heiteren Temperamente, dem allezeit schlagfertigen feinen Witze, den Kunst-Ltebha ber, welcher selbst in dcr Ausübung der Kunst nicht unbewandert war und über alle Gegen stände unter der Sonne einen seltenen Wis jensschatz besaß, vermuthet haben. Und doch war dieser Herr der Verstorbene, und wer ihn kannte, wird in obiger Beschreibung nur die Wahrheit erkennen. Auch war er ein eifrigere von Hoffnung beseelter Christ, und wenn seine Berussst>'Lung keine so hervorragende war, als sie! alte sein können, so hat er uns jeden falls Muster beharrlichen Fleißes und ge wissenhafter Erfüllung jeder gesellschaftlichen und häuslichen Pflicht hinterlassen. Ich be antrage jetzt, daß dieser Gerichtshof sich aus Achtung vor dem Gedächtnisse ney's vertage." Bundcsbezirl?anwalt Archibald Stirling, jun., unterstützte den Antrag, und nach eini gen dem Andenken desVerstorbenen gewidme ten Worten verdienten Nachruft« vertagte Ri chler Glles die Sitzung. Man erzählt sich viele originelle Anekdoten von dem Verstorbenen. Als vor einigen Mo natenMace u.O'Baldwin von hier aus einen Preis>Fauslkampf im benachbarten Virginien in Scene gehen lassen wollten, wurde das Vorhaben durch die pünktliche Einmischung des Gehülfsstaalsanwalts im Keime erstickt. Er bemerkte damals zu einem Zeitungsbe richterstatter, daß Preiskämpfe bruta! uud de» moralisirend seien, dann aber ivarm werdend und seine gekrümmte Gestalt in die Höhe streckend, ries er aus: „Aber wenn dcr Kampf stattfinden sollte, so wird O'Baldwin die ärg. Pen Prügel erhalten, von denen Sie jemals gehört haben." Seine Stellung brachte ihn mit der Hefe der Bevölkerung, ihren Leiden schaften und Lastern in Berührung, und lang- i jähriges Studium hatte ihn mit einer Men- - jchenkenntniß begabt, wie sie wohl nur wenige ! seiner Eollegen erworben haben. Hochgeach- ! tet von den Advokaten, hatte cr auch über den > Bereich derselben hinaus warme Freunde, und > eine Frau und vier Kinder umsteden trauernd > den Sarg eines Gatten und Vaters, au des- < sen Leben kein Makel klebt. i Das gestrige Wetter.—Laut Depo schen, welche bis gestern Nachmittag HS Uhr im hiesigen Signat-Büreau einliefen, gab's gestern ,u Norfolk und New'Orleansj etwas Regen, und in Washington, D. C.. klärte sich der Himmel auf. In Baltimore stand das Thermometer auf 70, in Boston auf 73, in Buffalo auf 70, in Charleslon, S.-C., auf BS, in Chicago auf 79, in Cinciiinatl auf 86, in Cleveland auf 76, in Deiroit auf 80, in Indianapolis aus 86, in Kcokuk auf 91, in Louisville auf 87, in Lynchburg auf 73, in Memphis auf 87, in Milwaukie 77, in Nash viUe auf 83, in New-Orleans auf 77, in New - Jork auf 70, in Norfolk auf 64, in Omaha auf 86, in Oswego auf 77, in Phi ladelphia auf 73, in Pitttburg auf 83, in Portlan», Me>, auf 65, in Roadster auf 77, in San Franzisco auf 6S, in savannab auf 87, in St. Louis auf 88, in St. Paul auf 85 und in Washington auf 73. In den letzten 24 Stunden fiel der Mississippi bei St. Paul, Davcnport und Memphis 2 und stieg bei St. Louis 2 und bei New-OrleanS 3 Zoll; der i Ohio fiel in demselben Zeiträume ans der gan- j zen Strecke seines Laufes etwas; der Enmber. Land itieg bei Nashville, Tenn., 10 Zoll. Wetteranssichten. Südliche und westliche Winde. Abwechselnd klarer und be wölkter Himmel. Das Therm o meter stand Sonnabend früh S Übr auf 70, Mittags aus 80 und Nach mittags 5 Uhr auf 76 Grad. Gestern stieg es nicht über 74 Grade und fiel Abends aus 71. Ein - nnd Aus > uhr. —Es kamen fol gende Fahrzeuge aus ausländischen Häsen vorgestern hier au: die englische Barke „Ri alto" mit 640 Oxhosten und 120 Kisten Zucker von Maianzas auf Euba; die englische Brigg „Sainval Empel" mit 45k Oxhosten und 67 Fässern Zucker von St. Johns, P. R.;'die Brigg „S. Staples" mit 531 Oxhosten und 100 jiisten Zucker von Matanzas; der Sckioo ner „Louise D. Rathburn" mit 360 Oxhosten und 87 Pipen Zucker von Eaibarien. Es segelten nach dem Auslande von hier vorgestern ab: die östreichische Barke „Tra pano" mit 25,510 Scheffeln Mais nach Bel fast in Irland; der deutsche Dreimaster „Si rius" mit 235,112 Gallonen Kohlenöl nach Bremen; die englische Brigg „Stella Lodze" mit 102,833 bsund Talg, 536,000 ditto Oel kuchen, 430 Rinde, 10 000 Schisss bolzen, 13 Hickory-Latten, 110 Oxhosten Ta back, 425 Fässern Waizenmehl, 202 ditto Harz und 1500 Faßdauben nach Liverpool; die Barke „Aquila" mit 21,436 Scheffeln Mais nach Oueenstown in Z» land. Ankunft des Dampfers „W m. L a w renc e." Am Sonnabends-Morgen traf der Dampfer „Wm. Lawrence" mit fol gender Ladung von Boston hier ein: 30 Fäs sern Fische sür C. F. Eareckson, 53 ditto Ma krelen sür Geo. Small Q Comp., 50 Packeten Kaufmannswaaren für Foster Q Sellmann, 2 dlito für W. F. Carter, 9 ditto für D. F. Buzby K Comp., 8 dilto für Thomsen, Lilly Comp., 2 ditto für E. Jenkins 6c Söhne, 7 ditto für Caubl), Gilpin Comp., 20 dilto für Loud, Claridge K Comp., 1 ditto sür T. C. Basshor Comp., 270 ditto für Smith, Dixon K Comp., 1 ditto für Gambrill, Söhne 6c Comp., 2 ditto für Whcclwrizht, Mudge L- Eomp., 8 ditto für W. Wilkeus 6c Comp., 3 ditto sür W. Knabe 6c Comp., 5 ditto für Gail 6c Ax, 541 dilto sür Poole 6c Hunt, 13 dilto für Higgins, Cobb 6c Comp., 2900 ditto, 52 Fässern Fische und 29 ditto Makrclcu sür mehrere Firmen. Dcr englische Dampfer „Pern v.i a n," zur Allan'schcn Linie gehörig, traf Freitag, von Liverpool nach Bailimore unter wegs, ln Hallfax, N.-sch., ein. Politlfches. In der 13. Ward fand eine.Versammlung zur Befürwortung einer unabhängigen Nomination für den Stadt raih statt. Einige der Wortführer waren Un zufriedene, die bisher selbst eine Nomination erwartet hatten, aber getäuscht wurden. Hr. I. T. Ford vertritt zur Zeit jene Ward mit Fähigkeit im Stadtraihe. Duncan McPherson (Ba?timore'S Phi lipp Francis Train) empfiehlt sich für das Bundcs-Senatoriat in Opposition gegen W. P. Whyte, Swann, Ereswell u. f. w. Für die Gesetzgebung sind folgende Can didatcn, die auf eine Nomination reflektiren, im Felde: I. P. Rock, 8. W.; R.H. Johns, jun., do.; Geo. H. Pagcls, 10. W.; Joh. P. II. W.; Ths. H. Beoan, 12. W.; F. P. Stevens, do., (ist auch bereit, in den Senat zugehen); A. H. Grünfeld, 13. W. (der deutscheu Sprache kundig); I. B. ry, 16. W.; S.C. Tall, 17. W.; Dr. E. I. Chaisty, 13. W. u. s. w. Hr. Chs. G. Kerr, li. W., ist Candidat sür das Senato riat des 2. Distrikts. Auf Sladtrathsstelleu reflektiren: Ths. H. Rice, 15. W.; N. Lemmon, 20. W.; H. F. Stickney, 20. W., und viele Andere. Die mehrfach besprochene Stadt-Con vention der Farbigen fand Freitag Abend im „Douglas-Institute" statt. Alle Wards bis aus die 12., 17. und 19. waren vertreten. I. D. Oliver präsidirte. Aus den ersten Blick konnte man wahrnehmen, daß zwei Elemente sich einander entschieden Oppo sition machten. Die eine Seite verlangt, daß die 40,000 sarbigen Stimmgeber Maryland's bei dcr Aemterbesetzung besser berücksichtigt; die andere, daß man durch Dick und Dünn für die republikanische Parlei gehen sollte. H. C. Hawklus kennt nur eine Aufgabe, die der Unterstützung der republikanischen Partei. N. C. M. Grooms will davon Nichts wissen. Die Zeit der Schmeichelei und des Humbugs sei vorüber. Die republikanische Partei hatte 1864 den Staat in den Händen uud hätte we der damals, noch jetzt EtwaS für die „farbigen Brüder" gethan. Süße Worte genug, aber keine Thaieu ! Die Führer der Partei feien corrupte Menschen. Bon den 40,000 sarbi genStimmgebern Maryland'« hätten nur zwei Aemter erhalten, die Übrigen 298 hätten die Weißen unter sich vertheilt. Scharf fiel der Redner über den Naval-Officer King, den Bcr. St.-Marfchall Goldsborough und An dere her. Und die Beschäftigung, welche man den Farbigen über den Bereich der regelmäßi gen Anstellungen hinaus gebe, sei der unter geordnetsten Art: Spucknapfreiniger, Stn benfeger zc., das sei Alles, was man ihnen als Gnadenbrocken zuwerfe. Jfaak Myers meinte, es sei besser, wenn die Farbigen ein Handwerk erlernten, als sich die Hände mit dcr Politik zu besudeln. Schließlich lös'te sich die Versammlung in einen allgemeinen Wirr warr auf, und die Republikaner ->, Wut. prix schienen den Sieg in der Debatte davon ge tragen zu haben. Ersichtlich ist jedoch, daß unter dcnFarbigcn Maryland's erheblich Op position gegen die republ. Partei obwaltet, die aber bei den reichlichen, der Letztern zu Ge bote stehenden Mitteln am Wahltage wohl ihre Bedeutung verlieren wird. Di e Verbrei te ru n g der Light straße. Hr. Greenfield reichte amFrertage eine Zuschrift von Hru. Ritchie, dem Stadt- Prokurator, im ersten Zweige desStadtrathcs ein. In dieser Zuschrift heißt es, daß die Ei genthümer der Werfte an der Lightstraße das Recht haben, zwanzig Fuß vou der ganzen Breite dcr Straße für den Bau ihrer Werften oder für die Aufspeicherung von Holz :c. in Anspruch zu nehmen. Dieses Recht wurde den Eigenthümern der Weifte bereits durch Akten, welche in den Jahren 1796, 1801 und 1805 erlassen wurden, verliehen. Der Stadt- Prokurator bemerkt ferner, daß die Straße eine genügende Breite erlangen würde, sab» man zu einer Expropriiruug dcs Werft - Ei genthums schreite. Die neue höhere Knabenschule. Im ersten Zweige des Stad'.rathes wurde am Freitage ein Beschluß angenommen, den Stadt-Commissär, den Gebäude-Inspektor und den Präsidenten der Schulbehörde zu er mächtigen, mit der Errichtung der neuen hö herenKnabenschule auf einem dazu bestimmten Grundstücke an der Howardstraße zu begin nen und die nöthigen Fonds vom Stadl-Re gistrator zu beziehen. Jni zweiten Zweige offerine Hr. Wickersham sein Amendement, daß die Schulbehörde nicht eher einen Con trakt abschließen solle, als bis sie sich versichert dabe, daß die Kosten die Summe von 5150.- vvt) nickt überschreiten. Der erste Zweig trat diesemlAmendement bei. Grundstücks.Verkäufe in Bal timore-Eounty. Hr. Thos. M. Keerl hat vor wenigen Tagen den 217 Mor gen umsassenden Grundbesitz des Hrn. Amos Matthews, eine halbe Meile westlich von Towsontown gelegen, um K 54,356.25 ange kauft. Die HH. Geo. H. Williams und M. R. Walter, Verwalter des Nachlasses des verstorbenen Hrn. Wm. West, verkauften in der verflosseuenWoche einen 2»Morgen großen, 4j Meilen von Baltimore an der Harford- Chausfee gelegenen und mit einem Wohnhause und mehreren anderen Gebäuden versehenen Grundbesitz um K 9750 an Philipp Gebb. ». Hr. James W. W. Owings versteigerte am 11. Juni das an der Ecke der V)ork-Road und Willow Avenue, drei Meilen vou Balti more gelegene, und mit einem Hause bebaute Grundstück um K 1625 an D. G. McJntosh. Desgleichen ein Haus und Grundstück an der 3)ork-Rvadj um 8500 anöden „Govanstown- Bauverein Nr. I." Die „Uni on - Eise nb ah n." —lm ersten Rathszweige wurde am Freitag Abend die Verordnung im Betreff einer Aenderung des Niveaus der Belvedrestraße und die Ver ordnung bezüglich der der „Union - Eisen bahn" zu verleihenden Vollmacht, ein Schie neilgeleise unter der Belvederestraße hindurch zu legen, aufgerufen. Hr. Orndorff offerirte ein Amendement, die Verordnung in solcher Weise abzufassen, daß sie, falls es nöthig er scheine, später widerrufen oder modifizirt wer den könne. Um sein Amendement zu unter terstützen, bemerkte Hr. Orndorff, daß es stets vom Uebel sei, wenn man einer Eisenbahn- Compagnie allzu große Freiheiten gestatie. Einen schlagenden Beweis von der Wahrheit dieser Behauptung lege die „Baltimore-Poto mac.Ciseubahn" ab, deren Durchstich westlich von der Gilmorstraße bereits zur Folge ge habt habe, daß der Werlh des Gruudeigen thums iu teuer Gegend bedeutend gefallen sei. Hr. Seim, Hr. Gisford n. A. sprachen gleich falls zu Gunsten des Amendements, welches alsdann nebst der Verordnung angenommen wurde. Die Auffahrt zum Druid-Hill- Parke. Im zweiten Zweige wurde Frei tag eine Verordnung angenommen, die Ave nue, welche vom Endpunkte der Madison- Avenue bis zum Eingange des Druid-Hill- Parles fuhrt, zupflastern, das Trottoir auf beiden Seiten mit Schillinger's künstlichen Pflastersteinen zu belegen und A 35.000 für diejen Zweck zu vcrwilllgeu. Der erste Zweig legte die Perordnung jedoch zurück und unsere Stadl spart wenigstens für den Äugenblick eine Summe, deren Ausgabe nur deuGrund besitzern an icner Avenue zum Nutzen gerei chen würde. Neue Fcuerwehr-Compagni e'n. Hr. Mills berichtete am Freeitag Abend im zweiien Rathszweige einen Beschluß, den I Mayor, die Feuer-Commissäre und den Ge- bäude-Jnsvektor zu ermächtigen, 560.000 für den Ankauf dreier Grundslücke (eines iiisüd- Baltimore, eines rn eines im westlichen Stadttheile) und für die Ausrüstung dreier neuer zu ver willigen. Nachdem dieser Beschluß im zweiten Zweige angenommen worden, wurde er dem ersten eingesandt, wo er eine längere Debatte erregte, schließlich aber mit 13 gegen 5 Stim wen paisine. Für den Beschlug stimmten die HH. Streeper Gifsord, Carroll, Hynson, Hacdesty, Seim, Bell, Hughes, McLlellan, Ehlers, Linthicum, Orndorfs und Fisher; ge gen den Beschluß die HH. Greenfield, 'King, Bohle, Conn und Towion. Der National - Rath des „Jüngeren Ordens der Ver. Amerikanischen Handwerker" hielt am Donnerstag und Freitag voriger Woche seine Jahressitzung in Wilmirigton, Del., ad. Es waren etwa 4V Delegaten von Maryland, Virginien, Ohio, Pennsylvanien, New - ?)ork, New-Jerieq, Massachusetts und Delaware erschienen. Un ter den gelchäs.'lichen Verhandlungen bcsand sich auch die Wahl der folgenden Beamten: Ex.-N. C., Joseph Smiley von Ataryland; N. C., Thomas C. Appleby von Delaware; N. V. E., Charles E. Vorheeö von Pennsyl vanien; N. S>, E. S. Deemer von Pen»' sylvaiilen; N. T.. N. Penroje von Pennsyl vanien; ChaL. Balevre von New- Jersey; N. P., I. Adam von Mary land; N. D. R., Z. I. Williams vonPenn fylvanien. Die hiesigen Temper e n z l e: sollen ihre Augen aus Hrn. Bartlett (Firma der Eisen gießer Haywars Li Bartlett) für das Mayors- Amt Wersen. Di e „O. K.' Ges el l sch as t" hielt ge stern Abend in dem Lokale des Hrn. August Feige an der Nord-Fredccickilraße eine Ver sammlung ab und ernannte Hrn. H. Buchs bäum zum Marschall, Hrn. P. Treulieb zum Träger der deutschen, Hrn. M. Wenzel zum Träger der amerikanischen und Hrn. I. Fried rich zum Träger der Vereinsfahne bei dem Auszuge an der am nächsten Sonntage statt findenden Feier der Grundsteinlegung des „Allgemeinen Deutschen Waisenhauses." Als Musikcorps Hai derViueti! die ForlMeHenry- Capelle engagirt. Die Sommerausflügefür arme Kinder. Das Projekt, SommerauSstüge nir arme Kinder zu veranstalten, hat bei un sere» Bürgern warmeuAnllang gesunden und es ist bereits ein Fono siir diesen Zweck ge zeichnet, welcher die Summe von SIOOV über steigt. Hr. H. B. Ensign, Präsident der Maryläudcr Dampfbook.Eompagnie, hat sich erboten, seinen prachtvollen Dampfer „Sa muel I. Peutz" für irgend einen Souuavcnd im Monat Juli für diesen Zweck zur Verfü gung zu stellen, damit die Binder die Fahrt nach Holly - Grove machen können. Dieser so reizend an der Bai gelegene Platz ist be kanntlich am Sonnabende stets geschlossen und die Kinder lönncn sich demnach daselbst dem Vergnügen ganz ungestört hingeben. Der „O st -Balt i m o re r Lieder kran z" machte gestern seinen ersten diesjäh rigen Dampfer-Ausflug nach „Mouumenial- Flching - Grove" und Hunderte fröhlicher Menschen nahmen au dieser Excursion Theil. Obgleich der Himmel gerade kein fröhliches Gesicht machte, so vermochte eö der Fröhlich keit doch keinen Abbruch zu thun. Für treff liche Eon,ert- und Tanzmnsik trug Eapt. Hoffmanu's Musikcorps Sorge, während der Gesangverein mehrere Ehöce unter der Direk tion des Hru. Wissel vortrug. Das Arrange ments-Eomite bestand aus den HH. Joseph Eck, E. M. Katzenstein, V. Göpp, H. Lau mann, August Will, Louis Ojsieck, I. Schneider, M. Göpel und Schleyer. Der Un tersch leif s-Pro ze ß gegen den Ex-Hülsspostmeister Wm. I. Boyd von Eumberland, welcher der Veruntreuung von Regierung«.Geldern angeklagt ist, wurde Sonnabend im Bundesbezirks - Ge richte fortgesetzt, und mit dem Belastungszeu gen-Verhöre fortgefahren. Jakob F. Wagner, Spezial - Agent des Oberpostamis, vollendete seine Auslagen, die sich zunächst aus des Angeklagten Einträge in dem Geldanweiiungs-Buche und seine Rimes sen von im April nnd von §470 im Mai bezogen. Als Zeuge die Einträge vor zulesen ansing, erhob die Vertheidigung durch Gen. Mciiaig Einwand; er habe als iinabe schon lesen gelernt. Zeuge sprach dann von seiner zweiten Tour nach Eumberland, die er im August vornahm; damals sprach er mit dem Postmeister Loudermilk über die Sache u. jagie, er wolle dessen Vertrauen in Boyd durchaus nicht beeinträchtigen. J:n Mai hatte Zeuge in einem Briese an Boyd, falls derselbe nicht bis zum 16. Mai die fehlenden S5OO ersetze, ihm um Verhaftung gedroht; einen oder zwei Tage nachher wurde die Geld anweisung nebst einem Entschuldigungsschrei ben dem Balumorer Postmeistrr zugeschickt. Diese Briefe koiOte Zeuge nicht vorlegen, weil ihm am 17. März, wo er vor den Großge schworenen Zeugniß ablegen wollte, während er dem Umzüge der „St. Patricks-Ritter" zu sah, ein diese Briese und andere Schrntstücke einhaltendes Packet von einem Unbekannten im Gedränge unter dem Arme hervorgezogen und entwendet wurde. Im Mai hatte der Postmeister Geldaniveisungen auf resp. H 470 und 5232 erhallen. H. Woodrow, Buchhalter der „Ersten Na tionalbank von Enmberland," wies das Bauk couto des dortigen Postamtes in bezlanbigter Abschrift vor, wogegen die Vertheidigung die Einrede, daß nur die Bücher der Bank selbst dem Gerichte vorgelegt werden könnten, gel tend machte. Hierüber wurde hin und her diskutirt, und die EontL-Abschnft schließlich vom Gerichtshöfe als Beweismittel für uu slatthast erklärt. I. I. C. Dougherty nnd H. Jones, Expe dienten im hiesigen Postainte, E. Lynch vom Büreau des 6. Auditors iu Washington und O. L. Preseott, im nämlichen Büreau ange« stellt, verbreiteten sich in ihren Aussagen über die Art uud Weije der Einträge in Postäm tern. Damit endete das Verhör der Belastungs zeugen, u. die Vernehmung der Entlastungs zeugen begann. Die Vertheidigung führte zuvörderst die Cumberläuder Weber,' Fechtig und Johnson aus den Zeugenstand; sie sagten über die bei'm Unterzeichnen der Schrift am 25. Januar abgegebene Erklärung Boyd's, er wisse nicht, wq. das sehlende Geld hinge kommen, noch wie das Defizii entstanden fei, aus. (Die vom 25. Jan. 1373 datirte, dem Post meister Lviidermilt ausgestellte Schrift enthält ein Geständniß des am 29. Rovember vorhan denen Defizits und die Angabe, daß Boyd, um es zu decken, gewisse Zahlungeil geleistet und einen Wichel ausgestellt habe.) John H. Z)oung, Loudcrmill's Amtsvor gänger, und Oberst James C. Lyun gaven dem Angeklagten den betten Leumund. Heute wird der Prozeß fortgesetzt. DieGe schichte eines Angeklag t e n.—Charles A. Goodman, welcher kürzlich unter der Anklage verkästet wurde, die Bedin- Zungen einer Gnadenakte, die ihn aus dem Zuchihause erlöste, übertreten zu haben, be- ansprucht ein Recht aus die Sympathie des Publikums. Er erzählt, daß er kürzlich in Washington einem Battimorer Polizisten be gegnete, den er bereits aus früherer Zeit kannte. Beide begannen ein Gespräch, ge riechen aber während desselben in einen Streit, den der Polizist, welcher betrunken gewesen sein soll, vom Zaune zu brechen suchte. Hät ten nicht einige Umstehenden die Streitenden beschwichtigt, so wäre eZ zwischen Goodman und dem Polizisten ohne Zweifel zu einem Kampfe gekommen. Bald nachdem sich diese Affaire zugetragen hatte, erhieltÄoodman die Nachricht, daß feine in Baltimore wohnende Schwester hoffnungslos erkranlt darniederläge und ihn vor ihrem Tode »ach einmal zu sehen wünsche. Er folgte dem Wunsche feiner ster benden Schwester," reis'ie nach Baltimore und begab sich nach der Wohnung eines geachteten Geschäftsmannes, um denselben zu ersuchen, ihm bet'm Gouverneur die Erlaubnis aus zuwirken, 48 Stunden in Baltimore bleiben zu dürfen. Der. au den er die Bitte stellte, erklärte sich auch sofort bereit, mit ihm zu ge hen. Während Beide sich aber auf dem Wege nach der Wohnung des Gouverneurs befan den, trat Goodman's Begleiter in das Bu reau eines Friedensrichters, um daselbst ein kleines Geschäft abzuwickeln. Goodman folgte ihm, traf aber in dem Bureau jenen Polizi sten wieder, mit dem er in Walhington jenen Sireit gehabt hatte. Das Resultat war, daß G. verhaftet wurde. Falls alles Das wahr fein sollte, verdient der Angeklagte allerdings einiges Mitleid von Seiten des Publikums. (Aus auihentischer Quelle, vom Polizei- Marschall Gray erfahren wir, daßGoodmau's Angaben aller Wahrheit entbehren; obiger Bericht ist dem „American" vom Sonnabend Nachmittag entnommen.) Wahrscheinlichen Mo r d.—Vor gestern Abend kam es in der Negerfpelunke in Nr. 76, Süd-Howardstraße, bei'm Karten spiele zwischen den Schwarzen Charles Scott und Thomas Nosbey zum Wortwechsel, wel griss zum Messer und versetzte seinem Gegner einen Stich in den Unterleib, daß die Gedär me aus der Wunde hervorquollen, sowie einen Schnitt in's Handgelenk. Es dauerte nicht lange, so trat Polizei in die Spelunke und packle den Mordzesellen, welchen Richter Jar den nach kurzem BorhLre dem Criminal-Ge wahrsam überwies. RoSbey wurde auf einer Bahre heimgetragen; die Aerzte erklären seine Wunden nicht für unbedingt tödtlich. In seiner Wohnung, Nr. IS-t, Warnelstraße, liegt der Berlexte darnieder, wo Dr. I. Har vey Hill ihn in Behandlung hat. Scott wußte der Polizei zu entkommen, ward je doch .in seiner Wohnung an Daw'v.i-Allcy, nahe Prattslraße, vom Sergeanten Droste uns Polizisten McLean aufgespürt. Die vom Po lizeirichter geforderte Untersuchungs - Caution im Belause von KZOOO konnte er nicht stellen. Leichensund. Sonnabend frkih K 3 Uhr fand man in Grant-, zwischen Matthew- und Balderstonstraße, unter einem leeren Zuckerfasse den Leichnam eines weißen Mäd chens. Die von Dr. Waller einberufenen Geschworenen erklärten in ihrem Wahlspruche, > daß sie wegen Mangels an vorliegenden Be- weisen und wegen der weit vorgeschrittenen Zersetzung, welche auf das mindestens vor mehreren Wochen erfolgte Ableben schließen lieg, über die Todesursache Nichts ermitteln konnten; jedenfalls aber sei der Tod kurz vor oder nach der Geburt eingetreten. Man glaubt, die Leiche sei Freitag Nacht unter das Faß gelegt worden. Sie bot in Folge der vorgeschrittenen Fäulniß einen ekelerregenden Anblick und wurde aus Stadtunkosten beer digt. Gestern früh fand Polizist Barron auf einer leeren Baustelle westlich von Fremont-, zwischen Franklin- und Georgestraße, eine Kiudsleiche; ihre Beerdigung geschah aus dem Armenfriedhofe. Unfälle. Als drei resp. 4, K und L Jahre alle Knaben, Namens John und W. Lacey und Thomas Kreuzer, vorgestern Abend HK Uhr in einem Gäßchen hinter Nr. 29 und Li, Northstraße, den elterlichen Wohnungen, spielten, stürzte ein Holzhaufen auf die Klei nen; am Schlimmsten kam Kreuzer weg, der außer schmerzhasten Brauschen an der linken Seite des Kopfes eine vier Zoll lange, die Kopshaut bis nahe an's Ohr durchschneidende Wunde davontrug. Die Doktoren Reynolds und Welch legren ihm einen Wundverband an. Die anderen Knaben wurden nicht erheblich verletzt. Am Sonnabende schlief der Neger Tho mas Matthews, Möbelsuhrma.m für C. H>l debraitdt, aus seinem Stande in Frederickstr. ein, stürzte vom Bocke und wurde im Gesichte und am Kopfe arg verwundet. Die Polizei brachte ihn nach seiner Wohnung an Forrest-, nahe Orleansstraße. Als am Sonnabende ein Zug der „Nördlichen Centraidahn" über die Gunpow der-Brücke fuhr, stieß der aus einem Waggon stehende Bremser James Rooney gegen das Brückendach, wurde herabgeschleudert und am Kopse bedenklich verletzt. Jetzt liegt er im Spitale der „Washington-Universität" in kri tischem Zustande darnieder. Sonnabend Bormittag gegen 11 Uhr fiel Frau Christine Gebhard vom Dache dcs Hintergebäudes ihrer Wohnung in Nr. 187, Sud-Caroline-Straße, und erlitt bedenkliche innere Verletzungen. Ihr Arzt Dr. Miller sand ihren Zustand gestern erheblich besser. Gestern Nachmittag stürzte daheim in Nr. 470, Canton-Avenue, zwischen Castle- Allel) und Chesterstraße, das dreijährige Töch terchen Peter Eurich's vom Sopha und brach den linken Arm. Dr. Ehrich brachte die Bruchenden wieder in die normale Lage. Gestern Abend H 3 Uhi trat das 22-jäh rige Fräulein Elise Shaq aus Dorchester- Couruy, Md., welche zur Zeit bei Oden Bild in Nr. BL, Williamstraße, aus Besuch ist, auf der Anhöhe des Föoeral-Hill fehl und stürzte die halbe Strecke nach Covingtonstraße zu hinab. Die Polizisten Horigan und Trumbo trugen sie aus einem Stuhle nach Frau Bird's Behausung, wo Dr. H. B. Noble eine Knöchei-Perslauchung diagnosti zirte. Mit Todeging ab gestern Morgen der frühere Buchhändler James S. Waters. Er war schon seit einiger Zeit kränklich; in den letzten Tagen nahm sein Leiden zu, und alle ärztliche Bemühungen, ihn dem Leben zu erhalten, blieben erfolglos. Der Verstorbene genoß allseitige Ächtung, und als Buchhänd ler hatte er besonders in literarischen und wis senschaftlichen Kreisen durch seine umfassende Buchkcnntnlß einen hohen Rus. Er war der erste hiesige Buchhändler, der den besseren Werken sremdeij Literatur hier Eingang verschaff e. Unter Gouverneur Bowie war Hr. W. Präsident des Direktoriums des Zuchthauses. Die Beerdigung findet Dien nag von Denmead-, nahe Charlesstr., aus statt. Zahlreiche Freunde und eine lief um ihn trauernde Familie umstehen den Sarg des Dahingeschiedenen. Br a n d. —Nestern ?rüh Uhr wurde ein Stall aus Fachwerk, Frau Anna Golden's Eigenthum, hinter Ztr. 30, Brittonstraße, ein Raub der Flammen, in denen auch 3 Pferde, McManu Harkins, B. McCusker und Jas. Williams gehörig, umkamen. Der Brand schaden ist total uuoersichcrt. NachdemWcste n.—Die K 32 Einwan derer, welche am Freitage mtt dem Dampfer „Baltimire" im hiesigen Hafen anlangten, befanden sich schon vor Einbruch der Dunkel heit auf dem Wege nach dem Westen. Die „Ballimore-Ohio-Lahn" trug für schleunige Beförderung Sorge. BonZark zu r ü ckg e kert. Meh rere unserer tüchtigsten musikalischen Kräfte kehrten vor einigen Lagen von ?)ork, Pa., nach Baltimore zurück. In Uork wirkten sie in einem Conzerte zum Besten der K-rche der „Bereinigten Brüder in Christo" mit. Der Ehrw. H. Schlichter von Baltimore sungirte als Dirigent, während Prof. W. D. K. Müller die Orgel spielte. Wie wir verneh men, war das Couzert vom besten Erfolge gekrönt. Die Feier des 12. Septembers und des 4. Juli. Beide Rathszweige nahmen am Freitage einen Beschluß an, Ar rangements für die Jahresfeier der Schlacht bei North-Point am 12. Sept. zu treffen und zn diefem Zwecke ein Comite zu ernen nen. Von Selten des ersten Zweiges wur den die HH. Hynson, Hardesty und Bell und von Seiten des zweiten Zweiges die HH. Mills, Sommerlock und Ford als Mitglieder des Comite's ernannt. Für die Feier des 4. Juli wurden keine Vorbereitungen getroffen. Allerdings offerirte Hr. King im ersten Zweige einen darauf bezüglichen Beschluß, mußte den selben aber später zurückziehen, da der zweite Zweig sich bereits vertagt hatte. Die Reinigung des Hafenbas sins.— Im ersten Zweige des Stadtralhes gingen am Freitage die Beschlüsse des zweiten Zweiges im Betreff der Reinigung des Ha senbassins ciu. Die Beschlüsse, welche wir bereits wörtlich mittheilten, wurden mit dem Amendement?, daß der Ingenieur, welchen die Hafenreinigungs-Commission zu Rathe zie hen soll, einEinwohncrßaltimore's sein muß, angenommen. Neue Bänke in den Parken. —Die Park-CommMre haben mit Hrn. Georg I. Zimmermann» Nr. 109, West-Biddlestraße, einen Contrakt bezüglich der Lieferung von 75 Bänken für den Patterfon- und 50 Bänken für den Druid-Hill-Park abgeschlossen. AusAnnapoli S.—Der Bundesdam pfer „Constellatioa" segelte am Freitage von hier ab. John Madison Orchard von Missouri wurde am Freitage als Cadett eingefchworen. Die hiesigen Ballspiel - Clubs waren während der letzten Woche 'ehr rührig. Am Mittwoch rang der „Severn". mit dein „Ca pitol-Club;" der erstere Club siegte mit 32 ge gen 2 Pointen. Aus einem am Donnerstage stattgehabten Spiele der „Alhletics" und „Santees" gingen die Letzteren nnl 22 gegen 15 Pointen siegreich hervor. Dasprojektirte Arbeitshau s.— Das Comite, welches sich gegenwärtig mit dem Projekte, ein Arbeitshaus zu errichten, befaßt,hielt amDonnerstags-Abende unter dem Vorsitze des Achtb. George Wm. Brown eine Sitzung ab. Nachdem man längere Debatten darüber geführt, ob das neu zu errichtende Arbeitshaus ein städtisches oder ein Staats. Institut werden solle, reichte derAchtb.George Wm. Brown folgende Beschlüsse ein: „beschlossen, daß ein Gesuch bei der Gesetz gebung des Staates Maryland eingereicht werde wegen der Errichtung eines Instituts, das den Namen „Maryländer Besserung«- Haus" führen soll, und ferner beschlossen, daß ein Fünfer-AuSschuß er nannt werde, dessen Pflicht es sein soll, bis zu einer späteren Versammlung einen Bericht auszuarbeiten, welcher einen detaillirten Plan über die Einrichtung! und eine Reihe solcher Gesetze, wie die Errichtung und Verwaltung eines derartigen Instituts sie bedingen, ent hält." Angenommen. Rücktritt und Anstellung. Bor vierzehn Tagen trat Sergeant Wm. T. Wil son aus der Polizeimanvschaft des östlichen Bezirkes, um ein Kohlengeschäst anzufangen. An seiner Statt ernannte vorige Woche die Polizeibehörde den Polizisten Joh. W. Sei denstrickcr zum Sergeanten. Rasche Fahrt.—Die Sonnabend früh hicr eingelaufene englische Brigg „Sainval Carpel," Capt. Spurr, war von St. Thomas nach St. Johns, P.-R., wo sie des Ballastes sich entledigte und eine volle Ladung Zucker einnahm, und von da nach unserem Hafen ab gegangen und hatte die ganze Fahrt in sechs zehn Tagen bewerkstelligt. Sie ist an Loud, Claridge K Comp, coufignirt, ihre Fracht für Spence K Rerd bestimmt. Maryländer Kunst-Akademie. Die Vorsteher des „Peabody-JnstituteS" erhielten vor Kurzem solgendes Schreiben: „An dieVorsleher des „Peabody-Jnslitutes !" Vor einigen Jahren bildete sich in Baltimore eine Gesellschaft unter dem Namen „Mary länder Kunst-Akademie." Diese zählte An fangs 300 Mitglieder. Man miethete ein passendes Gebänoe und crnanute einen P»o -fessor, welcher Unterricht im Zeichnen und in der Malerei ertheilte. Ferner trug man für die Anschaffung einer Anzahl werthvoller Ab güsse alter und moderner Statuen Sorge. Bei'm Beginne zählte die Schule nur sieben Schüler, für welche S5O per Jahr bezahlt wurden; später steigerte sich die Schülerzahl auf 45. Mehrere Ausstellungen wurden ver anstattet und Alles gethan, um der Künste Akademie Erfolg zu verschaffen. So sehr auch die Schule emporblühte, lo vermochte sie doch die Akademie nicht zu unterstützen. Die Mttgliederzahl wurde geringer und bald ruhte auf Akademie eine nicht unbedeutende Schuldenlast. Gegenwärtig zählt die Gesell schaft nur 60 Mitglieder, welche cinenßeitrag von K2O pro Jahr zahlen, aber allem Anschein nach wird sich auch diese Zahl »och verringern. Die Direktoren der Akademie sind zu der Ue- berzeugung gekommen, daß dcr Kunst keine Heimstätte in Baltimore bescheert ist, falls sie nicht von anderer Seite thaikräftizer unter stützt wird, als dies bisher von Zeiten des Publikums geschah und von Seilen der Aka demie geschehen konnte. Infolge Dessen steht sich das Direktorium genöthigt, eine Ansrage an Sie zu richten, ob Sie gewillt sind, die Akademie uritcr ihreuSchuy zu nehmen. Das Diiektoinum verlangt vonlhnen weiterNichts, als die Bezahlung der aus der Akademie rn hendenSckuldeii, welche die Summe von K3o<l nicht übersteigen, und die Fortführung der schule in dem gegenwärtigen Gebäude, bis die Vergrößerung des „Peabody-Inslilutes" es Ihnen ermöglicht, dieSchülcr in den Räu men des Institutes zu unterrichten: dasür nehmen sie das ganze, inehr als iteiide Eigenthum der Akademie entgegen. Aus diese Weise würde daseiet, nach welchem das Direktorium der „Maryläuder Kunst- Akademie" von jeher strebte, erreicht werden und die Direktoren würden sich Solchen, wel che die Akademie bisher mit ihrem Gelde un terstützten, gegenüber gerechlseriigt fühlen. Falls die Schule gleich der Akademie e!n verfehltes Unternehmen wäre, würde das Di

rektorium Ihnen keinen derarngen Vorschlag machen; die Schule war jedoch bis heule er folgreich, wenn es auch zu wünschen wäre, daß das Publikum ihr eine thatkräftigere Un terstützung verliehe. Mit dem Wachsthum der Schule wird auch die Kunst nach und »ach eine Heimstätte in Bailimore finden. Nur dort, wo sichKuustschuleu befinden, blüht auch die Kunst empor; dies hat d>e Erfahrung ge lehrt, und Paris, London, München, Wien zc. liefern einen Beweis davon." Das Schreiben geht hierauf in Details über die Einnahmen und Ausgaben, über die iu dcr Akademie be findlichen Abgüsse von Staiuen und manches Andere ülec, uud schließt mit den Worten: „Während das Direktorium mit Bedauern das Streben nach einem Ziele ansgiebl. wel ches es fett Jahren unablässig verfolg! hat, fo kann es doch feine Freude nicht verhehlen, daß ein Institut, wie das „Peabody-Jnstilut" exi stirt, unter dessen Auspizien die „Kunst-Aka demie" aufblühen wird." (Folgen die Unter schriften.) Bon Seiten des „Peabody-Jnstilutes" er folgte nachstehende Erwiederung auf das Schreiben: „Das Exekntiv-Comite des „Peabody-Jn stilnics" ist von den Vorstehern ermächtigt worden, die Statuen und das andere Eigen thum der Kunst-Akademie anzukaufen und wird mit Vergnügen zu irgend einer Zeit, welche Ihnen paffend erscheint, die Bedingun gen des Kaufes :c. abschließen. Charles M. I. Eaton, Vorsitzender des Erekutiv-Coni'.te's." Der Drnid-Hill -Park wurde i der letzten Freitag geendeten Woche von 2180 Zwei-, 4160 Einspännern, 517 Reitern und Reiterinnen und 12,151 Fußgängern cin- schließlich der Parkbahn.Passagiere besucht. Das Kloster Notre Dame. Der Bau des Klosters Noire Dame an der Ecke der Charlesstrahen- und Homeland-Avenue ist jetzt fo weit fortgeschritten, daß man das Hauptgebäude als vollendet betrachten darf. Man gedenkt, die Arbeiten vorläufig einzu stellen n. erst später zwei Seitenflügel an dem Hauptgebäude anzubringen Jeder Flügel soll eine Fronte vou 200 Fuß und eine Tiefe von 66 Fuß erhalten. Die Fronte des Haupt gebäudes beträgt «6 Fuß, die Tiefe dagegen 185 Fuß. Das Gebände Hai eine Höhe von vier Stockwerken, welche vou einem Mansar dendache gekrönt werden. Es hat Raum für etwa 10» Mädchen; sobald die Flügel aber erbaut sind, werden die Räumlichkeiten hinreichen, um 30» bis 400 Mädchen aufzu nehmen. Der zum Kloster gehörende Grund besitz umfaßt 40 Morgen Landes, welche einem prächtigenGarten gleichen und um dem Bilde, das sich hier vor dem Auge des Beschauers entrollt, einen besonderen Reiz zn verleihen, hat man hinter dem Kloster einen kleinen, etwa 2 Morgen großen See angelegt. Das Kloster ist aus Sandsteinen erbaut und ent hält eine große Anzahl bübsch eingerichteter Zimmer, u. a. auch Clafsenzimmer, Musik zimmer, Spielzimmer, Krankenzimmer u.s w. Der Thurm des Gebäudes erhebt sich etwa 40 Fuß über das Dach, dessen Giebel 93 Fuß über der Erde befindlich ist; die ganze Höhe des Thurmes beträgt demnach 133 Fuß. Die Kosten der Errichtung des Gebäudes belaufen sich auf K 150,000, während der Ankauf des Grundbesitzes allein H 40.000 in Anspruch nahm. Ausgeführt wurde der Bau von den HH. S. H. 6c I. L. Adams. Gastpredigte n.—Gestern Morgen pre digte der Ehrw. Pastor I. Pister in dereoan ge'lisch.lutherischen St. Johauniskirche an der Frederick-Road, und Dr. Heischmann von der genannten Kirche hielt in der Dreieinigkeits kirche an der Trinilystraße eine Gastprcdigt. Beide Kanzelreden wurden auf geschehene Ein ladung gehalten. Confirmation in der ZionS. Kirch e>—Zu der Zivnskirche, PasiorScheib, fand gestern die Einsegnung derConfirmanden statt, einErcigniß, das alljährlich unter einem großen Theile des hiesigen deutschen Publi kums nicht geringe Ausmerlsamkeit auf sich lenkt. Die Kirche war von den Damen der Gemeinde in prächtigerWeife mitGuirlanden, Blumen u. Dergl. dekoriri und gewährte ei nen zugleich feierlichen uud freundlichen An blick. Der ganze Raum war von den Eltern und Freunden der Confirmanden gefüllt, und Viele mußten sich mit Stehplätzen begnügen. Gegen 11 Uhr erschienen die Confirmanden (die Mädchen sämmtlich in Weiß gekleidet) in der Kirche und nahmen, die Knaben links, die Mädchen rechts vom Altare Platz. Nachdem der Kirchenchor, unterstützt von zahlreichen Mitgliedern des „Liederkranzes" und unter Orgelbegleitnng, eincu Chor aus Haydn's 16. Messe gesungen, erschien Pastor Scheid und hielt, augenscheinlich bewegt, eine An spräche, die an die gesaminte Versammlung gerichtet war, und in welcher er die Segnun gen der wahren Religion in der ihm eigenen beredten Weise besprach. Sodann begann die Prüfung der Kinder, welche durch ihre kurzen aber treffenden Ant worten bewiesen, daß der Unterricht des wür digen Geistlichen bei ihnen richtiges Versländ »iß gesunden. Hierauf wurde von Fräulein Kathariue Beuuer ein Sopran-Solo von Nicolai gesun gen, wornach Pastor Scheib seine Ansprache an die Confirmanden hielt. Er fetzte denfel ben die Pflichten auseinander, welche jedes Mitglied der menschlichen Gesellschaft der Let zteren gegenüber zu erfüllen habe, und welche nur Derjenige richiig und in würdiger Weife erfüllen könne, der das wahre Wesen der Tu gend richlig erfasse uud deien Gruud-Prinzi pien und Gebole in allen seinen Handlungen zur Ausführung bringe. Es würde fchwer halten, die fchöiie Rede wieder zu geben, und wir beschränken uns daher darauf, zu ermäh nen, daß dieselbe aus die Confirmanden einen iiefen Eindruck machte, der in ihnen hoffeni lich für ihr ganzes feuieres Dasein lebendig bleiben wird. Nunmebr folgte die eigentliche Zeremonie der Einsegnung. Die Confirmanden traten zn Vieren vir den Altar nnd legten ihr Ge lübde ab, woraus ihnen der Segen ertheilt wurde, den Hr. Scheid jedesmal mit einem pasfendenSprnche begleitete. SämmtlichciLon firmanden bekundeten ticke Rühruizg, zumal die Mädchen und deren Eltern, wovon Viele zu Thränen gerührt wurden. Znm Schlüsse Iprach Hr. Scheib den Sregen, worauf die ein drucksvolle Feicc ihr Ende erreichte. Während einer stillen Andacht der Confir- manden wurde von Hrn. R. Grün ei» Cello- Solo ans dem 2. Conzert von Goldermann vorgetragen. Nach der Einsegnung fang der Thor l)vu," «solo und Chor von Abt Vogler. Der Solo-Tbeil wurde von Frl. Benner gesungen. Alle Gesangs-Nummecn wurden mit Orgelbegleitung unter Leitung des Hrn. F. Mittler trefflich exeknti«. Das Cello-Solo des Hrn. Grün verdient besondere Erwähnung; eö kam in vorzüglicher Weise zur Geltung. Nach der Consirmation versammelten sich die Schüler im großen Saale des Schullokales, um Hrn. 'Scheid, von dem sie nnum-hr schei den, um in's gesellschaftliche Leben einzutre ten, als Zeichen ihrer Dankbarkeit sür seine väterliche Fürsorge ein Souvenir zu überrei chen. Dasselbe bestand aus sechs Polsterstüh len und einem Sopha; Fräulein Elise Volk, Tochter des Hru. P. Bolk, hielt im Namen der Consirmanden bei Überreichung des An denkens folgende Ansprache: Pastor Scheib, sichtlich überrascht, dankte herzlich sür das empfangene Geschenk, sprach die Versicherung aus, der uneigennützigen Ge sinnung der Geber stets eingedenk zu bleiben, und nahm mit mancher wcrthvollen Ermah nung sür's fernere Leben von den Schülern Abschied. Die Zahl der Consirmanden war 55, 27 Knaben und 28 Mädchen. Das einen Werth vonK2oo repräsentirendePräsent stammt aus dem Etablissement des Hru. H.G. Kuhst in Nr. 83, Lexingtonstraße. Die jährliche 40-stündige Andacht zu Ehren des allerhl. Sakraments wurde gestern Morgen Hll Uhr in der Kirche „St. Maria, derMceresstern," auf Föderal-Htll mit einem Leviteu-Hochamte eröffnet. Am Hoch altare surigmeu die Hochw. P. McCoy, H. Bolz und Ges. Devine. Stall der Pre digt wurde vom Celebramen eine lu'.ze An rede gehalten. Auf das Hochamt folgte die Litanei der Heiligen und zum Schlüsse eine Prozession mit dem allerhl. Gute durch alle Gänge der Kirche. Der Rirchenchor unter der Leitung des Organisten Hrn. Joh. H. We- Hage sang Mozart's Marsch Nr. 12, als Os fertorium Xiou"oon Lambilotte und von Rossi. Abends 7 Uhr wurde Vesper gesungen, der Segen er- i theilt, und vom Hochw. ?. Wayrich gepredigt.! Heute früh 8 Uhr wird d?s zweite, morgen j früh 10 Uhr das letzte Hochamt der Andacht achalten und diese mit einer Prozessiou ge schloffen. Frohnleichnams-Prozessioner. Gestern Nachmittag fand in dem schönen Gehölze bei'm Kloster der Passioilistenväter an der Frederick-Road eine große FrodnleiH namsprozession statt. Die übliche Vlsperan dacht wurde um H4Uhr durchHockw. ?.Charles in der am südlichen Theile des Gehölzes gele genen Kapelle abgehalten. Die Orozession mit dem allerhl. Gute unter einem Baldachine bewegte sich von dort um 55 Uhr aus den da zwischen liegenden Alleen, vom Chor und Or chester der St. Jakobus-Äirche begleitet, zum Klostergebände, wo der Segen von der Beran dah aus ertheilt wurde. Zum Schlüsse wurde von allen Anwesenden ein "'l'« Ix-um" unter Musikbegleitung gesungen. Die Musik stand unter Direktion von Capt. Ziegler. Die Zahl der Andächtigen, welche meistentheils aus der Stadt sich eingestellt hatten,betrug gegen 2000, und es herrschte mährend der Feier die größie O.dnnng; auch das Wetter war dcrreligiösen Handlung sehr günstig. In der deutschen St. Josephs-Kirche an Belair - Road, etwa acht Meilen von der Stadt, sand die besondere Feier zu Ehren des allerhl. Gutes gestern Bormitlag statt, wozu aus der Landnmgegend, wie aus der Stadt zahlreiche Andächtige herbeigeeilt waren. Die lverihvollen Oelgemälde im Golteshause wa ren mit Blumen und Guirlanden bekränzt; Fahnen wallten an den Wänden, und die Al täre waren geschmackvoll dekorirt. Um 10 Uhr früh celebrirte Bater Arand von Mounl St. Cläre in Jlchester das Hochamt, während Pater Eberhard, Seelsorger der Gemeinde,als Ccremonlenmeister sungirie. Die feieiliche Prozession zu Ehren dcs al lerhl. Gutes fand dann in folgender Ordnung statt: voran ein Kreuzträger und zwei Altar knaben mit brennenden Wachskerzen; eine Anzahl Schulkinder, die Mädchen weißgeklei det, bekränzt uud aus Körbeu Blumeu frei gebig auf den Weg streuend, dcr damit buch stäblich sich bedeckte; Dameu und Herren Lie der singend in großer Zahl; Capt. August Kaschmeyer's Cavalleric - Compagnie, dcs Gouverneurs Leibgarde, 50 Mann in voller Uniform mit prächtiger Bundesfahne, von Capt. Kaschm-ycr, Heinrich Elsäsfer, 1., Joh. Senf, 2., und Michael Lutz, 3. Lieuienant, commandirt. Zuletzt kam der Baldachin, unter welchem Bater Arand d:e Monstranz liiig. Die Prozession marschirte um de» Platz et wa 5 Meile weit; ihre Thcilnehmer liiieeten an den vier am W?geeirichleten, prächtig ver zierten Altären nieder; der heilige Segen wur de ertheilt, die Kirchenglockeertönte, undCapt. Kaschmerer's Commando senerie aus seinen zwn Böllern mehrere Salven ab; es war in der Thal eine in Gottes sreier 'Natur. Als Prozessions » Marschall sungirtc Hr. Aiichael Zieser, welchem Hr. Johann Hang als Assisteut zur Seite stand. 'Räch dcmHoch amte zog die Gesellschaft sich in den nahen Hain zurück und verbrachte einige Stunden ans's Angenehmste, Rachmiitags wurde Besper-Andacht gehal ten, wobei Vater Arand eine eindrucksvolle Predigt hielt. Vormittags bestand die Kirchenmusik in Stöcklin's Messe in l-'-Our, welche unter Fr. Reuhäuser's Direktion vorgeirageu wurde; Hauptsänger waren Frls. Kaie Dieter, Jose phine Brockmeyer und Cäcilie Schweizer und d>e HH. Daniel Dreier, Franz Schmidt und Ällton Depper. Hrn. Tepp-r'S Blcchmusil- Corps begleitete die Gcsangsvonräge. Erkrankunginder Kir ch e.—Wäh rend der gestrigen Besver-Andacht in der St. Michaeis bekam Fiiedcich Schuchart, der häusig Krämpscn unterworfen ist, einen feiner Ansälle. Viele Aiuvesende meinten, er sei von der Wasserscheu befallen. Nachdem man ihn nach dem östlichen Stalions Hause geschafft hatte, ermittelte Dr. Sallivan die wahre Erlrankungs-Ursache. Hr. Schuchart wird heule früh nach feiner Wohnung a» Ost- Eager>lraße gebracht werden. DieicirchederKatakombe n.- Seit unser deutsches Publikum aus das prächiige Gemälde des bekannten Kunstmalers Hrn. Eduard Van Reuth aufmerksam geworden ist, mehrt sich oer Besuch von Tag zu Tag. Da das Bild nur noch bis znm Sonnabend zu fehen ist, so ra'.hm wir Jedem, der dasselbe noch in Augenschein zu nehmen wünschr, so bald, wie möglich, in Rr. 94, Nord-Charles straße, vorzusprechen, wo das Bild ansge stell! ist. Gefährlicher Reitunfal 1.-Gcstern Nachmittag scheute in Boundary-Ave., nahe Johnstr., das Pferd Robt. T. Harris' bei'm Herannahen der Park - Dummii - und galopirle mit dem Reiter, der abgewor fen worden und im Steigbügel hängen ge blieben war, davon. Ehe er ans dem Bügel loskam, hatte ihn das Thier fast eine Straße weit geschleift; das Pferd kam zu Falle, und dies rettete Hrn. Harris das Leben. Ein Ohr war ihm fast ganz abgerissen, und auf der rechten Seile desKopfes hatte er zwei fchlimme Wunden erhalten. Man brachte ihn heim nach Nr. 60, McCullohilraße, uud übergab ihn der ärztlichen Pflege des Dr. Chew. Vereins-Unier Haltungen.— Be kanntlich veranstaltete der „Allgemeine Ar beiler-Bildungs Bereiu" schon feit Jahren dramatische oder andere Unterhaltungen, um feiner Tendenz gerecht zu werden und Bildung unter seinen Mitgliedern zu verbreiten. Kürz lich sah sich nun der „Allgemeine Arbeiter- Kranken-Unterflützungs - Berein," in dessen Halle („Mechanics-Halle") der erstere Berein seine Unterhaltungen abyält, verklagt uud zwar aus den Grund hin, daß in der genann ten Halle Unterhaltungen ohne Stadt-Con zessiou abgehalten würden. Als die Angele genheit vor einenFriedensrichler gebracht würde fällte de: Letztere ein gegen den Berein gerich tetes Erkenntniß. Der Verein appellirte jedoch an das Stadtgericht, und Richter Piukvey annullirte am Freitag das Erkenntniß des Friedensrichlers. Arreturen. Im mittleren Bezirke betrug die Zahl derArrestanteii von vorgestern Abend 6 bis gestern früh 0 Uhr 19, von denen gestern früh nach kurzem Berhöre 15 gegen Erlegung der üblichen Geldstrafe nebst Kosten, 1 bedingungslos entlassen und 3 eingesteckt wurden. Im östlichen Bezirke sielen in demselben Zeitraume V Arreturen vor; gestern früh er langten 1, der die Geldbuße nebst Kosten be zakillc» und 1 ohne Bedingung ihre Freilas sung, während 7 in Ermangelung von Mo neten eingefitzt wurden. Im westlichen Bezirke wurden in der nämlichen Zeit 15 Personen verhaftet und ge stern früh 7, weiche mit den zur Erlegung der Geldbuße nebst Kosten erforderlichen Fonds ausgerüstet waren, wieder entlassen. Diebstähle.- Johann Rappold sollte dem Conditor Michael Bruder in Nr. 33, Noid-Chapelstraße, ein Backwerk-Rezepiduch entwendet haben. Richter Farlow, dem der Angeklagte vorgeführt wurde, entließ ihn, nachdem derselbe die Gerichtskosten bezahlt hatte. Martha Drummand, welche Louise Schöbe einen Spitzenshawl und eine Partie audeier Kleidungsstücke genommen haben soll, bis heute Nachmittag 3 Uhr in Verhörshast^ Marie E. Biuke, zwei Schwarze, der Besiehlung der Frau Christine Müller in Süd-Baltimore um einen 50 Cts. werthen I Korb bezüchtigt, spazierte auf Richter Tau's Verfügung Behufs des Crimuial - Prozesses in's Gefängniß. Fred. Stephcney, ein Schwarzer, hat Samuel White von Nr. 7V, Barrestrage, an geblich um eine Quantität Kleidungsstücke im Werihe von K 3 geplündert und erwarut fetzt, nachdem Richter Jarden rhn in'S Gebet genommen, im Gefängnisse das Verfahren der Großgeschworeneu. Den Schwarzen Alexander Berrh ließ Richter Jardin auf die Anklage, eine der „Maryländer Dampfbool-Compagnie" gehö rige, KL werthe Partie Messing- und Kupfer bolzen wegstibitzt zu haben, in's Gefängniß abführen. Dasselbe that er Behufs des Criminal- Berfahrcns mit dem Schwarzen Samuel Ridgely, weil derselbe des Diebstahls von Kleidungsstücken im Werthe von S 3, Francis Fordes' Eigenthum, geziehen wird. Vereitelter Geldraubberfu ch. — Vor einigen Tagen war ein Jüngling, Na mens William F. Chcnowith, von den Au sternhändlern Charles R. Myers Comp, in Nr. 95, Nord-Pacastraße, iu deren Diensten er gellanden, entlassen worden. Vorgestern Abend kam er in's Geschäft, um einige zu rückgelassene Kleidungsstücke zu holen; wäh rend er sich dabei imLaden zu schaffen machte, erwifchte ihn Hr. Myers, wie er die eiserne Geldspinde aufzuschließen versuchte. Sein früherer Prinzipal hiell ihn bis zum Eintref fen eines Polizeibeamten fest und ließ ihn führen, von wo Richter Bell den Arrestanten, damit ihm wegen versuchter Beraubung der Geldspiiide vom Crrminalgerichte der Prozeß gemacht werde, nach dem Stadtgefängnisse beorderte. Wegen Landstreicherei sandle Richter Hazerlu den Jakob H. Springer und Richter Farlow das Trio Marie Doe, Edward Bran uan und den irrsinnigen Schwarzen John W. Nichols auf einen Monat nach dem Arrnen hauje aus Bayview. Richter Bell beorderte Wilhelm Miller und Marie Brown, eine Schwarze, welche als Landstreicher aufgegriffen worden, auf zwei Monate nach dem Stadtgefängnisje. Geldbuße n.—l. C. Schuchart's Wa> gen entbehrte dervorgcfchriebenenConzeisions- Ätummer, wofür ihm Richter HatMison K 3 Strafe nebn Kosten auferlegte. —Marie Bons, Fannie Norris und Clara Jordan hatten aus dem Mount Carmel- Gal- t?sacker Blumen abgepflückt nnd büßten diese Uebenretnng des Friedhofs Replements mit je S 5 nesst Kosten, welche Counly- Richer Zwayer ihnen zudiklirle. Mißhandlungen und Thätlich keiten.—Daniel Reywonh, wegen angeb lichen thätlichen Bergrkifeus an seinem Vater C. B. Reywoith vor Richter Mitzel gcführt, sah sich in Ermangelung von Friedensbürg» schast in'S Gefängniß geschickt. —Jobu Lawle'ß.ein Einwohner West-Bal timore'S, der gewaltthätigen Behandlung sei ner Frau angeschuldigt, wurde vom Richter Bell freigesprochen nnd wieder in Freiheit ge setzt. Charles Williams, ein Schwarzer, hatte die Negerin Miliie Johnson von Nr. 22, Fonndrystraße, durchgeprügelt und ward vom Richter Myers in Ermangelung von Unler fnchuugs-Caution den, Gefängnisse überwie sen. T<^iffsuact»ric^tcn. r i r m So u n LN.Äii. !4S, L4>», 2ZO, 251, W, 254, WS, 2SS, 257, WS, 262, 2W und 2»jk. Wal > c n , W e ri cht. iVor den Richtern TanelS, —Der Stadtgericht. (Vor Richier Pmlmy.) Ver- die Se,chai>c. ZUe Sitzung wurde bis Mitchell?ditto tS7Z.gj —Jodn L. ltiei- wider Andrew Tladllrei s»H er >ch > iVor Richtcr P nlne» ) Gerichts (»or Richter Silmor.! wickelnden Coloraco'S und des noch merkwürdigeren MorinonenreichS inter-lsire». Nicht weniger interessant Berichte ans dem Inneren des Staates. (Bcamlcnwahl.) Die „Ackerbau-Ge sellschaft von Moiltgomery-Couiill)" erwählte vor einigen Tagen solgeude Beamten für das laufende Jahr: Elisha I. Hall, Präsident; G. E. Brooke, E. W. Owen, N. B. White, H. C. HolloweU nnd R. W. Carters, Bice präsideiucn; N. D. Offutr, W. S. Brookc, Jofeph T. Bailey, John T. de Bellum uud Tho«. R. Suter, Exekutiv Comite; Richard M. Williams, protololttrender Sekretär; Dr. E. E. Vtonestreet, correspondirenderSekretär, und H. W. Talbott, Schatzmeister. (Pernnheilt.) Nachstehende Angeklagten wurden am Freitag, den 5. Juni, imGerichte sür Harsord-Couniri zu Zuchthausstrafe ver urtheili: Johußerry, 'Neger, wegen Berfuchs, ein schändliches Verbrechen an einer weißen Frau zn begehen, zu lOJahren; Aquilla'öond wegen Diebstahls von K5O zu zwei Jahren; Thomas Jones, Neger, wegen Diebstahls zu drei Jahren; William Johnfon wegen Hüh nerdiebstahls zn 14 Monaten und William Presto» wegen Einbruchs zu zwei Jahren. (Grundsteinlegung.) Während der letz- IcnWoche wurde in Clearspring, Wafhington- Counlh, derGrnudstein zu ciner neuen bischöf lichen Methodistenkirche gelegt. (Jahresfeier.) Die „Ood Fellows" wer den heute das 16. Jahresfest der Gründung des „Ordens von Maryland" in Hagersiown, Washington-Connty, feiern. (Zonzerte in dcr „Arbeiter - Halle." Die jeden Montag, Donnerstag und Samstag Abends in der „Arbeiter - Halle," Nr. 5, Süd - Frederickstraße, stattfindenden Conzerte erfreuen sich in hohem Grade der Gunst dcs Publikums. Die Conzerte stehen unter der besonderen Direktion des tüchtigen Prof. Rose. Außerdem spielt das berühmte Orchestrion jeden Morgen von 10 bis I, jeden Nachmittag von 3 bis 6 und jeden Abend von 8 bis II Uhr. Die Conzerte der „Arbeiter- Halle" gehören zu den populärsten dcr Stadt, und wir kenneu keinen Ort, wo man sich ein Stündchen besser erholen kann, als die „Ar bcilcr-Hallc." T>ie „West Valtiinorer Schützen GescUsckaft" wirb ihr diesjäyrigesSchütze-ifesl heute und an den nächsten3Tagcn in ihrem herrlich gelegenen Parke an der Washingtoner Road feiern. Für Vergnügungen wird in reichlichem Maße ge sorgt werden. Auf hohem Thurmseil üben die kühnsten Akrobaten ihre Künste,und neben ih nen werden sich riesige Ballons in die Luft er heben und den Wolken zueilen. Auch sollen täglich Theatervorstellungen stattfinden, für welche man bereits jetzt' die tüchtigsten und besten Kräfte engagirt. Zur Belustigung der Kinder wird ein Marionetten-Theater ausge stellt werden, und Abends, wenn der Park sangvereine, um durch ihre Lieder die Festlheil »ehmcr zu erfreuen. Wer am Tanzen Ver gnügen findet, wird sich sicher nicht langwei len, denn die besten diesigen Capellen werden unausgesetzt ihre schönsten Metodie'n erklingen lassen. Um den Eindruck noch zu erhöhen, gedenkt mau an jedem Abende ein Feuerwerk abzubrennen. Hunderte von Raketen, Leucht kugeln von allen Farben werden in die Lüste steigen und der Stadt erzählen, wie fröhlich es aus dem Schützenparke hergeht und welche Wnndcr daselbst geschehen. Frl. Julie May, die berühmte Seiltänze rin, ist für die Daner des Festes engagirt. Tr »ik -«iiffct'lk r.Il! Hr. Johann PH. Ger w ig niacht seine Freunde und Bekannte, sowie das Publikum daraus aufmerksam, daß er das Tnnk-Büffet Nr. 1 während des großen Schützen- und Volksfestes der „West-Baltimorer Schützen- Gesellschaft" übernommen hat. Die feinsten Getränke sind stets zu haben. Hr. (5. H. Lohniänn bat während der Daner des West-Baltimorer Schützenfestes den Conditorstand Nr. l (neben dem Tanzsaale) übernommen, wo dem geehrten Pnblikttin jederzeit die besten Conditorwaaren, sowie Eis-Creme, Kaffee, Chokolade und son stige Delikakessen verabreicht werden. Hr. Jvhann Zipprian bringt die ergebene Anzeige, daß er die Trink halle Nr. 8, unter der großen Linde, während des Festes der „West-Baltimorer Schützenge sellschast" übernommen hat und zn fleißigem Besuche einladet. Der „Hi>slsc->i,uilp" <(sentral-Kör per von Maryland) wird heute, den IL. Zuai, sein großes Pic nic in Rost's Hain an der Belair-Road ad halten. Das Comite, welches aus Mitglie dern von 36 Berenien iusammengesetzt ist, hat die umfassendsten Borkehrungen gelrossen, um den Festtheilnehmern genußreiche Stunden zu bereiten. Der Männerchor" von New-Aorl wird Sonruag hier eintreffen, um sich aii dem Feste zu betheiligen. Für Con zert und Tanzmusik wird Cqpt. Feldmann'S MusikeorpS Sorge tragen. Am Abenb finden Illumination und brillantes Feuerwerk statt. Der „Unabhängige Orden der Stothnianncr" begehl fein Picnic heute, den 16. Juni, in Louis Muth's Schützenhof an der Belair- Road. Nach den getroffenen Vorbereitungen zu urtheilen, wird sich das Fest in jeder Hin sicht zu einem brillanten gestylten, vouiS PUtt hat die frühere Noßmark'sche Wirthschaft in Nr. 261, Alice Annstrasze, käuflich übernom men. Er lade» alle freunde und Bekannte, sowie das Publikum überhaupt, zum Einwei h'ingslniische aus heute, dcn 16. Juni, cr- Die Knabe'sci'e „Liedertafel" hält ihr Picnic am Dienstag, den 17. Juni, im „Darley.Parke" ab, wozu das gesammte Publikum eingeladen ist. DaS Picnic der Zions-Schule in Canton findet heule, den 16. Juni, in Coates' Gehölz statt, wozu alle Schulsieunde und Logen höflichst eingeladen sind. Näheres besagt die Anzeige. Die „Thalia" wird Mittwoch, den 9. Juli, i' m ersten Aus flug nach „Monnnunlal- Flshing - Grave" machen. Die «chnlerdeö Blinden - Instituts werden Dienstag, den 17. Jnni, unter Leitung des Prof. T. Barri.iglon ei» großes Lonzert in dem Institute an dcr Nord-Bouudary- Avenue veranstalten. Siehe Anzeige! Hr Adain Acic? eröffnet heute, den 16. Juni, feine neu ein gerichtete Wirthschaft an Ecke von Light- und Waterstraße mit einem großen Lunsche, wozu er alle Bekannten einladet. Dcr „Knfer Verein vtr. 2" feiert heute, den 16. Zum, fein jährliches DaS Dampfschiff „Ehester" ist während der Excursionszcil zu vermicihen. Hr. A. 3!. Brainard, Agent, Pier Nr. 7, Lightstr.-Werfte, ertheilt nähere Auskunft. Der,,Marvland-Bäckervcrein" hält Heine, den 16. Juni, fein großes Pic nic im „Darley-Parke" ab. Das dcr deutschen rcfornnrten Johannis stiemcnldc findet Dienstag, den 17. Juni, in Muth'S Park statt, wozu Eltern und Schulfreunde eingeladen werden. Pavillon Retreat, früher Brown's Pavillon. Der Dampfer „Cyrus P. Smith," Capt. John H. Brown, macht jeden Sonntag Mor gen nm j9 Uhr, sowie Sonntag, Dienstag und Donnerstag Nachmiltagszi3 Uhr Fahrten nach dem „Pavillon-Retreal." Der Dampfer geht von der Lightsiraßen-Werfte ab nnd legi auf dem Hin- und Reiourwege au Ramsen'S Werste (Fuß von Carolinestr.) an. Billele 50 Cents. Mit Ausnahme des Sonntags befindet sich ein gutes Mustkcorps am Bord uud auf dem Platze. Windsor-iHrotkc liiio^c). Dieser reizende, nur 3 Meilen von dcr Stadt au der „Baltimore - Calvertou- Powhatlan - Eisenbahn" gelegene Sommer. PergnügungSplatz ist jetzt geöffnet und eignet sich ' vorzugsweise für Picnics uud andere Ausslugs-Partie'n. Wegen des Näheren ver weisen wir aus die Anzeige! dcr beliebte Sommerausenihaltsort, nach wel chem die schöne Welt unscrer Stadt während dcr heißen Jahreszeit sich so gerne anf einige Stuuden flüchtet, wird Montag, den 16. Juni, wieder eröffnet werden, lieber die herr liche Lage Fairhaven'S noch eiu Wort zu sa gen, hieße Enlen nach Athen tragen. Jeder, der den Platz bereits einmal besucht hat, wird zugeben, daß unsere Bai nur wenige schöner gelegene Punkte auszuweisen .hat. Der neue und elecianle Dampscr „Theodore Weems,"' Capt. Win. B. Kirwan, wird an jedem Ta ge, mit Ausnahme des Sonntags, Morgens um j9 Uhr von der Lighlstraßen - Werste ab fahren und Abends gegen 8 llhr wieder hier eintreffen. Am Sonnabende wild der Dani pser Nachmittags um 2 Uhr von hier abfah ren und präzise jll Uhr wieder an der Lighl straßen-Werfle anlegen. Für treffliche Musik anf t'em Dampfer nnd auf dein Platze wird Prof. Jtzel'S Musikcorps Sorge tragen. HoUl) - Seitdem die heiße Jahreszeit wieder über uns gekommen ist und die stadl zn einem langweiligen AuscitthaltSorle macht, dem halb der Stadt um, Iva er an schwulen Som mcrtagcn reine frische Luft einaihmen nnd sich Erholung verschaffen kann. Wo gäbe es für diesen Zweck wohl einen geeigneteren Platz in ly.Grave? dieser Erholiiiigsoit in letzt durch neue prächtige Anlagen verschönert ivorden n. die Gebäude haben einen gänzlichen llmban erfahren. Den Bindern stehen Earonfsels u. andere AniüsemenlS zur Beifügung. Hr. Robert Parker hat wieder die Aussicht über Küche nnd jteller iibernoiiiinen nnd ivird da für Sorge tragen, daß kein Besucher Holly> Grove unbefriedigt verlaßt. Ge,ilige (be tränke werden nicht auf dem Platz: verkauft. Prof. Johann Ziegler'S MiisilcorpS spicldtm Pavillon den ganzen Tag zum Reigen auf nnd eine besondere Abtheilung Polizei sorgt für Anfrechierhaliung von Ordnung und An stand. Die Dampfer I. Pentz" nnd „Champion" gegen täglich—Sonnabends und Sonntags ausgenommen früh j9, Rachwittags 2 und 5 und 57 und 7 Uhr vom Pier Nr. 3 der Lighl-, Fuß der Camdenstr., nach Holly-Grove ad, kehren fiüh U», 'Nach mittags nnd Abends und iio llhr nach der Siadt zurück und legen anf der Hin» und Herfahrt (mit Ausnahme aus den Fahrten früh 10 und Nachm. 1t Uhr von Holly-Grove und Abends H 8 Uhr von Baltimore) anßam fay's Werslejam Fuße der Caroline - Straße an. „Liederkranz"-E^kursZoii nach „Monuiueuial-Fichtug-Grove" Mitt w o ch, den 25. Juni, Morgens 9 Uhr, vo der Lightstraßen-Werjtc Nr. 3. (Näheres i der Anzeige.). lhrosie Dainvfboot-E^kiirswn ° des „Beeihoven-Mäuuercho-ö" am Sonntag, den 23. Juni, nach „Monninculal-Fisbiug ' Grove." Der Dampfer „Ehester" ist zu die sem Zwecke qemiethet, fährt von der.Lighistr.- " Werste um 7i Uhr Morgen« und l 2 UhrMit d tagS ab und legt für die Ost-Baltimorer? an " Raiusey's Werste, am Fuße der Carolinestr., n an. Für die Unterhaltung des Publikums hat r der Verein bestens Sorge getragen. Näheres n in der Anzeige. " Ein großes Picuic e hat die Schule der evangelisch-lmtierischenSt. " t.'ulas Gemeinde auf Montag, den 23. Juni, " im „Greenwood-Packe" an der Belair-Road ° vernnstaltet. Da dieses das erste Picuic zum - Besten der Schule ist, so sollte Keiner veriän i men, sein Schcislnn beizutragen. Capt. Hofs " mann'ö MustkcorpS liefen die Conzert- und Tarizuiujit; außerdem ist ein Panorama anf dem Platze aufgestellt, iu welchem jedem Be> sucher einige bedeutende Schlachten ans dem , deutsch-französischen »triege gezeigt werden, i Jährliche Erkursion c der F. Knapp'schen Schme Donnerstag, den - 13. Juni, nach dem „Darley Parle." Die Ei e tern nnd Freunde der Anstalt können aus ver - gnügte Stunden rechnen. Billete zu 25 Cts. sind nur im Schuldauie zu haben. tyropeö P'.cnic des „PittacuS-Lager Nr. 4," „Epsilon-Con ! ciave Nr. 5" und „Sdiloh Nr. 12" ' des Ordens der „Heptasophoi" oder „S. W. ! M." am Montag, den 23. Juni, iu Rost's Hain. Der „Baltiinorer Turnverein" , veranstaltet fein 14. Jahres-Picnic, verbun den mit Preistnrnen und Piiramideiibau, am Freitag, den 4. Juli, in Rost's Hain. Bil. tele sind in der „Turnhalle," Nr. s!i, Nurd- Central-Avenue und bei allen Mitgliedern zu haben. Der Gesangverein „Frohsinn" feiert sein erstes Picnic Moniag, den 14. Jnli, im West Baltimorer Schützenparke. Der „Werinania-Männerchor" hat feinen ersten diesjahtigen Dampser- Aus fing nach Monumental - Fishing Grave auf Donnerstag, den lg. Juni, feilgesetzt. Der „Germauia-Männerchor" macht bekannt, daß die Pläne für die neue Halle jetzt iu dem Lokale des Vereins Nr. IS2, Weft-Lombardslraße, zur Einsicht vorlie gen und daß Angebote aus den Vau bis Mon tag, den 23. Juni, Nachmittags 5 Uhr, in der Halle entgegenommen werden. Prof. W. <slagett's erste qrosie Exkursion mit dem Dampser „Champion" nach "I.a Helle ttrove" wird Montag, den Uli. Juni, italttfinden. Prof. Heinrich Silber's Mnsik corps wird für ausgezeichnete Lonzeit- und Tanzmusik sorgen. LZö" Emc wichtlstc Ersindi:il>l der gepichte Schuhnagel, welchen die Gebrüder Coaklei> von Nr. 14, an- A lgemeineu 'olllen sich für dieselbe iiileresji rxn. Mc>n iese die Äinei.ie ! xS" Hccker'S Karina -st ein delikater Nayrungsarnkel und eine herrliche Taselzierde. iMai Zi, 2Wte. 4.1-.) Harrison'? aus der Ligl,tftr.->vrücke I iü jetzt eröffnet. Wer sich Erholung verschaf. fen oder seine Glieder stärken will, versäume nicht, diese Anstalt zu besuchen! LS?" Ueberanstrengunq, sei es körper liche, oder geistige, bringt Entkrästung und Krankheit hervor. Gemeiniglich greift man dann zu einem aufregenden Mittel, dessen , Wirkung dieselbe ist, als wenn ein ermattetes Pferd statt des Hasers die Peitsche erhält. ' Der einzig richtige Weg ist, das Syttem durch ein permanentes Tonicum, wie den Peru- ' vianische ii S yr iip, ein Eifen-Prolcxip, < welches dem ganzen Systeme Energie und Kraft verleiht, zu Kälten , (143-8) xHk" Als Blvt und Salle reinigendes Mittel ist das Karlsbader Sprudel- Salz unübertrefflich. Dasselbe wüd von vielen Aerzten gegen Ui'verdanlichkeit, Kopf- Mtmgel an Appetit und alle Uebel, welche au« Unordnung des Magens oder der eniuehcn, angewendet. A. Voqeler C o m p. lind die Agenten für Amerika. >si-> Der „oar" -Nran^en-llnter , Verein" halt Mil wach. den l«. F General-Venoinmlniig ab. SZk.Händler nnd <svnsu.„cnten i-i> im ,>'»> Xri i che sSS> n> Nne j> e i >ch, > l r i j ch r W u r st, r ä ii chcricÄurst , »S' Ladenhalicr sind dkionders c>ngc!ai>>n. Zakob (?. Eci,tif«r> Skc. mit>?cr>»qlon-, nahe Grcen'traßc, 1Mrj.1,1Z,..p.) her. W. ä-t50., G»MMPrvvisivne»-Hlündlcr uud Vratwurstmachcr, salzen Schinken, Brust. »„!> Nmdllciich, Tllwemeileiich cin und daUcn -ch ui». Dowiinc jiiße. Kttlirin 11. i. w. vui ffraiirsur-cr Würstchcn steig vorr.ildi-i im Eomlner und Di-ilei. Etablissement an der verlängerten Pennsyl vania-Aveuue. Börsenberichte. Berichtet von Wm. Fisher v» Söhne», Nr. »2, Southstraße. A.°S». ö.2or - 2-1 <4> 'KS ...ZM Pllsj «ahn i 8 20 Idj V 7 ... l2i'» As!o Feu ii«crl 4 6 P. ki. tii.«vr ill Md tzcu Verl Did Pr^)el'SZ Iv2>i l» v>i»ard Bers K'/ «aa11,... u, Mer n «t-Id' WtiaÄrÄult IN'. j<7 öall>i «>r'7',.. qld «alto br '!«0.. Sea,OhioÄl. Biilw vr P M v!d nr -!.g'!.<l '>7 Balio lir t«»S. WMdttZ.Wol— «7 SMeu>pdi?»ii k>7-< ö!< '.ol'. II» >. «nk vj «ailv l " l dS «0a».... >:,Zj «,ch t Da» 1.7 L 76'. i?rl-.zt!,n-iZar-k l2 Or.A!.jMa7r «t von, Baut— 7>, Or.äSlKrZ. AI 6r 4.8, — VUoGaeiÄS IM I. V!a> KV e!c»'v>Sk«ohl Nil O S lZli .srcdciick Turnp SO R. 6. »t.-li. Z7't voizestrigcii!i>crlüujc aus der hi«lig>n Boije de» ocrjch. In'l' O!>IV, aut der Straße B.r. - » » » IMer B. '"c ! Rc'.d > nz » ' Scrip. lUinoiS Pennal X. 'l, , 'liottd Western'' ?s." . Priorität k--,' Nscklslaü!» Mi!, und Li. ... N>>. Uno 7l'^ ffo .. .. .V . Äeinc,'jnt)ilsci>ittt«tei»r? .-iahiiichmcrlen ieocr »Irl, se!t>ft wenn die uns angcstcZl sind, wcrdeu >ür die Dauer durch den derudmie» indischen Erira«>- beseitig!. Derscilie hat sich liereiis rmen Wcitrichin erworben und «u haben -z und Eis. die sslasche bei . Nr. vanooeisirusit: >. Bolil, Eike Shailes nnd Monigoincrvilr.: Vor, zrea-k. E>re Hiiwr- und «tillnac»,,. Nr. 2.<», Pennj.-Avenue V. Steiiiliofer, Nr. <l6, We>l.«a»iuwrestr : 7)- Ccke >,nd ; Boston* Ukld ' «>"> «. Man. ,tr. W,. i Rietner, Nr. !w>eri».«venuc und , A. «c. «4, «ord» phium öder O'riu»! >n^ Mniter, gcdt nur ihn Euren Kindern, dann werdet ihr,>e bcdaittn! derieibe crietchterl dos und > gltd» >dnen cmen gesunden Schlas, Zeder Äzsibeler ' Preis 25 Ecnie vr» Lmi'.i-, Mchlcl- Uitd Püislilic- Gtlchl'.ft vo,l Kuhlmann.k (?o»lp., ! ' P.'O. - e Credlibrtese aus olle Haupiplüöc 'l-ackN-Leiördcrung und Pa>- ?!uyal Hav' Wersen uns von > kreise der"!' Halbe, Vicrtel, .Zehntel» Orders t ' > kl.2>. Eisttt in s Blut! Macht die Schwachen stark. Der Peruvianlfche Syrup, eine unver änderliche Lösung des Eisenoxyduls, ist so zusammengesetzt, dal; er die Eigenschaften ei nes leicht verdaulichen und dem Blute so leicht, wie die einfachste Speise, sich einverleibenden Nahrungsmittel« hat. Er vermehrt die Men. ge des eigentlich natürlich belebenden Stof fes, des Eisens im Blule, und heilt „tausend Uebel" einfach durch Anspannung, Stärkung und Belebung des Körper; das bereicherte und belebte Blut durchdringt jeden Theil des K örpers und verbessert Schäden und Verluste, ucht die krankhaften Ausscheidungen auf und überläßt der Krankheit Nichts zur Nah» rimg. Dies ist das Geheimniß der wunderbaren Eisolge dieses Heilmittels in der Heilung von ! BeldauungSfchwäche, Lebrrleiden, Wasser sucht, chronischem Durchfalle, Geschwüre», Nervenleiden, Frösten und Fiebern, Verlust der Körperkraft, Nieren, und Blafenkranhei ten, Frauenkrankheiten und allen den Kra«k. heilen, welche aus einem schlechten Zustande des Blutes entspringen oder von Schwäche oder einem Schwächeziistande des Gesammt körpers herkommen. Da er vollständig fre' von Alkohol in irgend einer Form ist, so folgt seinen kräftigenden Wirkungen nicht ei ne entsprechende Reaktion, fondern sie sinit't bleibend und verleihen allen Theilen de? pers Kraft, Stärke, neues Leben. Tausende sind durch den Gebrauch diese Heilmittels aus schwachen und kränkliche» Geschöpfen in starke und gesunde Menschen verwandelt worden. Schwache Personen sollte» ohne Zaudern dies Heilmittel versu che». Man sebe darauf, da» jede Flasche den Namen „Peruvianischen Syrup" im Glase eiugeblasen trage. Bröl ch iire s re>. Seth W. Fowle S» Söhne, Eigei», thümer, Nr. I. MMon-Placc, Boston. tÄprilt!),lZ,i a.W

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