Newspaper of Der Deutsche Correspondent, June 19, 1873, Page 1

Newspaper of Der Deutsche Correspondent dated June 19, 1873 Page 1
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Die Verklagte war selbst zugegen und nicht ohne Interesse verfolgten die Freunde des Fraueil stimmrechts die Vcihandlunge», die (wie der Telegraph meldet) mir einem Schuldigspruche endigte. Nicht ohne Neugierde sieht man dem Urtheile des Gerichts über Susanna ent gegen. JuNew -N0 rk steht die Wiedervereini gung der seit der Resorm-Bewegung und der Tweed'schen Schwindeleien getrennten „A -pollo-" und„Tammany Hall-"Zweige der der inokratischen Partei in Aussicht. Die Anre gung ging von denLcnten von„Appollo-pall" aus, die erklären, daß nach der Reinigung des Augiasstalles der „Tammany - Hall" kein Grund zu fernerer Trennung vorhanden sei Der Präsident hat den als K u kl u x vom Richterßond aus mehrerelih'.e in'sZuäithans zu Albany, N.-U., geichicktenßapt stenpredi ger I 0 h. S. Ezell begnadigt. Bei derPro zefstrung Ezell's wurde bewiesen, daß der Mann sich nur nominell und hauptsächlich, um seinen Einfluß gegen Uebergrisse und Missethaten der geheimen Organisaiion gel lend zu machen, sich der Letzteren angeschlossen hatte. Schon zur Zeit feiner Verurtheilung wurde der strenge Spruch des Richters Bond getadelt und die heute, nach einjähriger Haft, erfolgie Begnadigung des Hrn. E. gleicht nur theilwene die ungerechteHeimwchung aus, als deren Opfer man besagten Herrn auserlesen hatte. Die Wittwe des verstorbenen Gen. Lee weij't mit Indignation die Insinuation zu rück, daß sie mit einer „Lobby" in Verbin dung getreten sei, um vom Congresse für ihr Besitzthum „Ailington" entschädigt zu weiden. Das unlängst vomGeiieial-Bundesanwalle in Uebkreinstimmling mit der Entscheidung des südlichen Bezirksgerichtes von Rew-?)ork abgegebene Gutachten, daß die bisher von Sa in inetbändern, aus Seide u. Baum, wolle sabrizirt, erhobene Einfuhrsteuer nach dem Gesetze um 20 Prozent zu hoch gewesen sei, wird die Bundeslasse zur Rückzahlung er heblicher summen nöihigen. Die Impor teure von New-Zork, Boiion und Baltimore haben bereits Forderungen zum Betrage von 8530,000 eingereicht. Da das Gesetz vor schreibt, daß ein Protest gegen zu hohe Steuer berechnung innerhalb zehn Tagen und einAp pell im Schatzamte innerhalb dreißig Tagen eingereicht werden muß, so kömmt die Regie rung noch gut dabei weg, da in den meisten Fällen solcher Vroteit und Appell nicht erho den worden sind. Andernfalls dürfte dießun de«kasse 3—4 Millionen Dollars zurllckzue» statieu haben. Col. Robb, der Vorsitzer der nach Texas geschickten Grenz-Commissioii, theilt mit, daß ihm die Presse mit einemßerichte znvorgekom inen sei, obgleich er einen solchen noch gar nicht abgefaßt und eingereicht habe. Der Be richt werde sich ausfchließiich auf die Vorlage beschworener Zeugniffe be'chräaken, ohne die Veranlwortung sür die von den Betreffenden geforderten Millionen zu übernehmen. Col. R. mißbilligt es, daß man durch voreilige Mittheilnngen den Charakter deSCommissions- Berichtes zu verdächtigen suche. Wir theilten bereits mit, daß die Regierung den Dpsr.„J nniata" bestimmt hat.um den selben zur Aussuchung der „Polaris" abzu schicken. Berichte von Brooklyn melden, daß seit der Nachricht über die Bestimmung der „Juniata" über 80 Matrosen derselben ausge rissen sind. Das Fahrzeug könne keine 200 Mann aufnehmen n. man habe keine Lust, sich zu einer so prekären Reise wie das Vieh ein pferchen zu lassen. Am 23. d. Mts. soll in der.,lrving-Halle" zu New «Jork ein großes Billard- Wettspiel zwischen den beiden Franzosen Übesy und Garnier und Joseph Dion, Cy- rille Dion, Joh. Deery, N. Daley und W. Goldihwaite stattfinden. Das Spiel wird sür 300 Pointen und der Preis ein silberner Becher, zwei Diamant-Medaillons und die gewetteten Geldsummen sein. Jn Bussalo, N.-A-, spielte der 3-jäh rige Johann Ackermannn auf einer Schwinge, verfing sich mit dem Nacken im Seile und wurde erdrosselt. In Philadelphia tritt einFarbiqer als Candidat für die Gesetzgebung auf. die Republikaner ihn erwählen werden ? In St. I o h n s v i l l e bei Albany, N.- A., fanden vorgestern zwei Sebstmorde statt. Es erhellt, daß ein verheiratheterMann, Namens A. D. Wheelock, einem Fräul. Ruth Smith den Hos machte. Die Eltern der Letz leren erhoben dagegen Einwand, da W. nicht von seiner Frau geschieden sei. Vorgestern wurde nun das Gerichtsverfahren zur Er. langung einer Scheidung eingeleitet, als uu erwarteter Weise Fräul. Smith sich mit Ar senik vergütete. Aus die Kunde des Selbst mordes nahm Wheelock Morphium und solgte seiner Geliebten iu'S Jenseits. Von Paterson, N.-J., wird gemeldet, daß man vorletzte Nacht nahe Cliston die „Erie-Bahn" mit Balken versperrt fand. Zeitige Entdeckung verhütete ein Unglück. Später arretme man Jakob Sevon und iden tifizirte ihn als den Thäler. Sevon war Nachmittags wegen Nichtbezahlung des Fahr. gelbes von einem Zuge gewiesen worden. Ueb rigenS nimmt man an, daß S., der schon ein Jahr lang sich in einer Irrenanstalt be. fand, unzurechnungsfähig war und deshalb der Strafe entgehen wird. Jn Indianapolis, Ind., ist der Redakteur des „Journals" vor Gericht citirt wordeu, um auf die Beschuldigung Antwort zu stehen, daß er die obergerichtliche Entschei dung zur Gewährung eines neuen Prozesses für die Mörderin Clem schars nnd mißbilli gend kritifirt habe. In Illinois ist soeben eine gerichtliche Entscheidung ersolgi, welche wesentlich die Wirksamkeit des Liquor-Gesetzes beeinträch tigt. DaS Gesetz schreibt bekanntlich schwere Strafen sür Abc vor, die durch Spuituosen- Veikauf irgend eine Person schädigen. Unter dem Gesetze konnte eine Frau den Wirth ver klngen, bei dem ihr Mann sich beirank und ihn verantwortlich sür irgend eine Verletzung halten, die er sich in diesem Zustande zuziehen sollte. Jin vorliegenden Falle entschied das Gericht, daß die gesetzliche Ausaabc von Li zenzen die Annahme zulasse, daß ker Liqiior vexlaus nicht verboten sei. Es könne deshalb lein Verbrechen fein, an nüchterne Personen Spirituosen zu verkaufen, und was für einen Wirth zu einer Zeit gesetzlich sei, könne nicht zu irgend einer andern Zeit und unter veränder ten Umständen eine Strafe nach sich ziehen. Dasselbe müsse im Betreff von HauSeignern gelten, gegen die nicht der Beweis ungesetzli cher Vermiethung gesührt werden könne. Der Fall geht iNNijchil an das Appellzericht und ist man auf die schliexliche Entscheidung ge> spannt. In Brid geport, Conn., erschoß sich ein, in dem Kleidergefchäfte von Geo. C. Beack angestellter Clerk, Namens Georg L. Kunz. Niedergeschlagenheit, eine Folge langer Ärank-- heir. soll ihn zu der That veranlaßt Haben. Bei 3er s ey-C it y, N.J., paukten sich vorgestern Patiy Ragan und M. Harrigan. 31 Gänge fanden statt, worauf H. als -sie» gcr erkiäit wurde und den ausgesetzten Preis von SIOV erhielt. Beide Burschen hatten sich gegenseitig arg zugerichtet. Fräul. Ida Greely ersucht Alle, die Briese von ihrem Vater, die besonderes Inte resse besitzen, in Händen haben, solche zur Co pirung nach Chappaqua zn schicken. JnDayton, O»io, wurde unlängst ein blinder „Bettler" um K 425 bestohlen. Der Dieb nahm dem Blinden das Geld aus der Tasche. In Icrsc y C i t y, N..J., wurde soeben eine Frau gestraft, die heiges Wasser aus das Trottoir schüttete, um barMigenKinderil das Spielen vor ihrer Thür zu verieiden. In New-Aork ist der Bühnenveteran Heinrich Schmidt, auch als Schnststeller be kannt, an einem Brustleiden mit Tode abge gangen. . . Hr. C. F. Schirm er, der Geschästsdirek tor des „Norddeutschen Lloyd" jn Nem-?)°rk war, reis'te Montag zur Erholung u.Krasti gung seiner geschwächten Gesundheit nach Nidgefseld.Springs ab, hat aber diesen Ba deort nicht mehr erreicht, denn Dienstag srüh iras aus Albany die Trauerki'.nde ein, daß er in einem dortigen Holet plötzlich gestorben sei. Sonnenstiche sind jetzt in New-Aork etwas Alltägliches. Vorgestern wurden drei Baltimore, Md., Donnerstag, den 19. Juni 1873. Fälle angezeigt, wovon jedoch keiner tödtlich war. Jn Ne w-Z) 0r k begann gestern dasSchüt zenfest des Schützen-Corps." Es wird demnächst von den Direktoren nnd Agenten der N. -I.F en er-V ersi ch e ru n g s-G e fell sch a ste n eine Versamm lung abgehalten werden, um sich darüber zu berathen, ob es zweckmäßig sei, seiner noch das Risiko von Versicherungen in Boston zu übernehmen. Viele Com paqnie'n sollen bereits entschlossen sein, mit Rücksicht aus die großen Brände in jener Stadt und die mangelhaften Löichanstalten daselbst, keine Policen für Bostomr Häufer mehr aus zugeben. In Char l esto n, S.-C., ist die Nach richt von dem am 4. April in Braunschweig ersolgten Tode des Conzertmeisters K a r l M ii l l er eingegangen. Eine netteSchnle giebt es inßenniilg ton, Vermont. Die jungen „Gentlemen" u. „Ladies" jenerSchnle haben dieser Tage einen Beweis der Frühreise der amerikaniichen Ju gend und des Mangels an Respekt gegenüber deu pädagogischen "pone-rs ilmt bv" gelie fert. Die Herrchen und Dämchen verbrachten die Unterrichtsstunden mil dem Abfassen und Austausch zärtlicher und höchit ausführlicher Liebesbriefe. Als der Lehrer Eno Gould eud lich einschreiten mußte, machten seine Schüler und Schülerinnen gemeinsame Tache gegen ihn uud es gab eine höchst erbauliche Szene. Einer der Jungen, der zuerst abgestraft wer den sollte, widersetzte stch n. es kam zu einem Rencontie, wobei der Lehrer der „Uebermacht" seiner Schüler weichen mußte und ein „blaues Auge" davon trug. Als die Sache gar zu ernst wurde, ergriffen die Schülerinnen die Flucht durch die Fenster und fanden sich erst am andern Tage wieder in der Schule ein. Wie es heißt, will sich der Schulvorstand jetzt nach einem „handfesteren" Lehrer umsehen, der im Stande iil, sich auch gegenüber einer all gemeinen Attacke zu behaupten, rbis is u. Ein selt/ner Fall vonGrausam keit eines Vaters wird aus Savannah, Ga., berichtet: „Ein dortiger Restaurateur, Na mens W. G. ?)ork, kettete seinen zehnjährigen Sohn drei Monate lang in einem abgeschlos senen Zimmer sest. Vor den Mayor citiri, erklärte Aork, sein Sohn habe ihn wiederholt bestohlen und er habe ihn an Kelten gelegt, um ihni dies Laster abzugewöhnen. AIS sich der Mayor nach dem Zimmer begab, sand er das Kind vollständig nackt, und das Zimmer mit Unrath gefüllt; die Kette, an der der Knabe lag, war blos bis 4 Fuß lang und an dem eisernen Gesielt einer am Boden festgeschraubten 'Nähmaschine befestigt. Die Behörden nahmen sich des Knaben aii." Der Gouverneur vouArkansas hat das T 0- desnrtheil des C. B. Chute in Li Jahren Zuchthaus umgewandelt. Der Generalanwalt von Arkansas hat gegen den Gonv. Baxter im Kreisgerichle von Pulaski-County eine ähnliche Anklage anhän gig gemacht, als der Achtb. G. Brooks, wel cher bekanntlich das Amt beansprucht. Bei der Schlnßseier des „R oan 0 ke-C 0l lege" in Salem, Va., hielt Ex Gouv. Wise eine Rede, in welcher er sagte, daß wenn der Mississippi östlich geflossen sei, der Süden niemals hätte bezwungen werden könneii. Da wissen wir die Sache vielleicht noch besser. Wenn Amerika nicht entdeckt worden wäre, hätte es weder einVirginien. noch eine südliche Coiiföderation gegeben, und das „Roanoke- College" brauchte heute keine solche Reden an zuhören. Die Versammlung der Müller, welche dieser Tage in Cleveland ihre Sitzung hielt, hat beschlossen, ihre nächste Versammlung in Chicago abzuhalten. Jn Philadelphia wurde vorgestern Chas. I. Cl oak wegen Ermordung seiner Frau des Bierdes im ersten Grade schuldig besnn den, aber der Gnade des Gerichtshofes em pfohlen. Vorgestern war der Jahrestag der Schlacht von B unker-H i l'. Derselbe wurde an verschiedenen Orten, u. A. auch iu SanFran zisco, gefeiert. Das westliche Nebraska wurde am Sonn tag abermals von einem heiligen stürm heimgesucht, der eine Uebcrschwcmmnng zur Folge hatte. Lucca ist frei und kann jetzt ihren an deren Baron Heilathen. Auf von Berlin er langte Beweise hin, daß die gefeierte Prima donna zu einer Scheidung von ihrem bisher!- gen Gatten, Baron von Rhoden, berechtigt sei, ist ihr dieselbe vom Richter Fanchon ge währt worden; es gefällt ihr in diesem freien Lande, wo man die Männer so leicht wieder los werden kann, sp gut, daß sie sich entschlos sen haben soll, ganz bei uns Hüllen zu bauen. Vivat sLkjuvns!—Jn dem Dekret der Schei dung heigt es: „Da die verschiedenen ehebre cherischen Handlungen, wie sie in der Klage angegeben wnrden, durch Beweise bestätigt worden sind, so wird hiermit angeordnet, daß die Heirath der Klägerin Marie Pauline v. Rhadcn und des Verklagten Adolph Rhaden ausgelös't werde, was hiermit geschieht. Und die besagten Parteien sind jeder Verpflich tung von jener Heirath ledig. Besagte Maria Paüline v. Rhaden soll gesetzlich berechtigt sein, sich wieder zu verheiratheu, ebenso, als ob der besagte Adolph v. Rhaden wirklich ge storben wäre. Aber der besagte Adolph v. Rhaden soll gesetzlich nicht das Recht haben, wieder zu Heirathen, bis die besagte Maria Pauline von Rhaden wirklich gestorben sein wird. Die Obhnt über das Töchterchen des geschiedenen Ehepaares ist der Frau Lncca zu gesprochen." Die „N.-J). Bell. Blätter" sagen: „Ei, H er r I eses, m eiK u lest er," sie kommen, die Falschen Sächser, aber diesmal mit ächtem Metalle, wenn es auch wesentlich in Blech be steht. Nämlich die Capelle des Dresdener Regiments Nr. 108 (Prinz Georg) wird in den nächsten Tagen, L 0 Mann stark, in New- Fork eintreffen und von hier aus eine Con zerttonr durch die Ver. Staaten unterneh men. Wir schreiten eben doch sort im 19. Jahrhunderte; denn wer hqtle noch vor zehn Jahren an die Möglichkeit gedacht, daß ein deutsches Militär - Orchester Urlaub uimmt, um lenseits des Ozeans Conzerte zu geben. Jn dieser Beziehung gebührt dem Vostsner Gilmore, trotz all' seiner Hnmbuggecei, der Titel eines musikalischen Winkelried; denn er war's, welcher zuerst bei „Kaiser und Reich" Urlaub zum Bustoner Jubiläum durchsetzte, und die Reichthümer und Ehren, welche ö>e Saro'sche Kapelle in den Ver. Staaten geern tet, ließen nun die sächsischen Kriegs- und Kunstcameradxn nickt ruhen. Die Kapelle des „Prinz Geoig-R'egiments" genießt eines vorzüglichen Ruses, und, ganz unter uns ge sagt, ver-prechen wir uus von ihren Leistun gen mehr, als Saro uns mit selneu gedrillten Musikern zu bieten vermochte, deren Ensemble sich mit der abnehmenden militärischen Dis ziplin bei längerem Ausenthalle im freien Amerika wesentlich demoralisirte." Ueber denperuani s chenGnanoha n de l berichtet eine Statistik, daß im Jahre 1872 in Europa 400,000 Tonnen abgesetzt worden sind, welches einen Werth von 4,940,- 221 Pfund Sterling repräsentirt, ein Ueber schuß gegen 1872 von 59,736 Tonnen oder 880,532 Pfund Sterling. Im laufenden Jahre wird sich nach vorläufigen Schätzungen die Brutto - Einnahme aus sieben Millionen Psnnd Sterling belausen, das ist gleichbedeu tend einem Fünstel der ganzen peruanischen Staatsschuld. Im chilenischen Archipel war ein vorsündfliithliches Fossil, ein Mastodon, aus gesunden worden. Der Streiszug McKenzie'« von Texas nach Mexiko scheint während dieses Sommers der stehende Artikel des ameritani. schenZeiiungsklatsches werden zu wollen. Wie es schnitt, iit dießegierung eiseig bestrebt, die ses Thema, wetches so rasch in Bergessenheit zu gerathen drohte, aus Gründen höherer Po litik vor dem Piihlikum zu halten. Ueber den bereits kurz gemeldeten ehrenden Empfang, welchen Friedrich Hecker bei seiner Ankunft in Mannheim erfahren, berich tet die „Neue Badische Landeszettnng" vom 28. Mai jetzt folgendes Nähere: „Herzlicher, wärmer, allgemeiner und ungeschminkter konnte der Empfang nicht sein, dessen sich Friedrich Hecker gestern Abend bei seinem Ein züge in Mannheim von der hiesigen Bevolke tkng zu eisrenen hatte. Nicht unmuthig ge worden über verftuhte Angaben, heilte sich eine nach Tausenden zählende Menschenmenge die Breitenstraße entlang in zunehmender An zahl bis zur Neckarbrücke versammelt, wo der „deutsche Nepublikaner" nach 3 Uhr, von La denburg kommend, mit den ihm entgegenge «llen Freunden eintraf, nachdem ihm schon in den Orten Freudenheim und Wallstadt die Bevötkerunz freudig entgegengejubelt hatte. Man erkannte ihn im zweiten Wägen sogleich. Iluter fortwährendem Hurrah und Beifallsru fen, gehemmt Surch die dichtgedrängte Menge, fuhren die Wagen in langsamem durch die Breitestraße nach der Theaterstraße, wo sie vor des Geseierten Absteigequartier hielten. Nach fast ZH-jährjger Abwesenheit unter ganz lich veränderten Aerhältnissen heimgekehrt, hielt Friedrich Hecker in der Abenddämme- rung vom Wagen aus an die lautlose Menge eine dankbare Ansprache, so kernig, kräftig, warm uud aufrichtig, so innig und herzlich, wie es nur ein Mann von seiner Denk' und Sinnesart bei'm Wiedcrerblicken seines enge ren Vaterlandes, umbraust von dem Jubel der

Menge, gefeiert von den Gesinnungsgenossen aller Schaitnungen, hochgeehrt von Jeder mann, vermag." Jn Stockholm ist der Nestor der schwe dischen Journalistik und Erfinder der bekann ten Rechenmaschine, Auditenr Georg Schentz, im Alter von 88 Jahren gestorben. In den letzten 18 Jahren feines Lebens war Schentz am „Astonblad" thätig, dessen technische Ab theilung er redigirte. Die Wiener „N.Fr. Presse" berichtet: „Ein deutsch-amerikanisches Blatt theilt seinen Le sern die überraschende histoiische Entdeckung mit, daß die Hohen? oller n-D yna st ie italienisch-jüdischen Ursprungs i st. In Italien lebte die jüdische Familie (d. h. Deutsch Hobenzollern), welche nach der Art ihrer Glaubensgenossen Geldgeschäste krieb, später siedelte sie nach Deutschland über nnd wuiden mehrere threr Glieder sogenannte kaiserliche Kainmerkncchte. Das Haupt der Familie ließ sich tausen und wurde mit Ueber wachung und Einkassirnng der kaiserlichen Gesalle und Zolle betraut und nach Nürnberg zur Ausübung dieses Amtes versetzt. Man räumte ihnen die Burg zu Nürnberg als Sitz ein und sie erhielten dann den Titel Burggra fen von Nürnberg. Die Quelle, aus welcher diese neueste Geschichtssorschung geschöpft ist, wird nicht mitgetheilt." Welches deutsche amerikanische Blatt hat diese Entdeckung ge "'wich die deutschen Eisenbahnen erhallen jetzt Schlafwagen. Am 2K. Mai pafsirten die drei ersten Waggons der "Louip. Interiiktiuiiale VVnKAonz >1« lits" aus der Fahrt nach Berlin den Potsdamer Bahnhof. Telegraphische Tepeschea. Vln der .Tisoeiirten Pr«sfc" sür den „Correspolide»- leii" berichlet.» (snroplttsche Kabelberichte. Darmstad? 18. 'Juni. Der Kaiser von Rußland ist hier eingeirossen, um denFe stiviläten bei'mlahrestag der Thronbesteigung des Großherzogs beizuwohnen, welche jetzt im Gange sind. London, 18. Juni.—Jn einer Versamm lung von Bauarbeitern wurde gestern Abend beschlossen, eine Erhöhung des Lohnes von 5 Pcnmi pro Stunde zu verlangen, und, wenn die Baumeister dieser Aufforderung nichtFolge leisten, eine allgemeine Arbeitereinjtellnng durchzuführen. London. 18. Juni.-Ein schwerer Gewit tersturm wüthet heute im Süden England's. Londo n, 18. Jiliil.— McTonell und die anderen Fälscher wurden heute vor den Mayor gebracht. Der tiron.Anwalt hielt bei dieser Gelegenheit eineßesc, in welcher er seine An erkennung der Verdienste desGesandteiiSchenck und der New-Horler Behörden im Beireff der Auslieserung c>es McDonell aussprach. Da nicht alle Papiere bei der Hand waren, wnrde die Verhandlung wieder vertagt. London. 18. Juni, 10 Uhr Nachm. Der Schah von Persien suhr heute in einer lönigliLicn Jacht, begleitet von einer Panzer slotle, über den britischen Kanal und tras um 43 Ukr Nachmittags in Dover ein. Die Stadt war geschmackvoll dekorirt und voll von Be mchern. Die Fahrzeuge im Hasen waren mit Flaggen nnd Wimpeln bedeckt. Als der kö nigliche Besucher landete, wurden von der Flotte und am Lande Salntichiisse abgefeuert. Er wurde vom Herzog von Edinbnrg und dem Prinzen Arthur enipsangen. Der Mayor nnd der Sladtrath von Dover hielten Passende An reden, welche der Schah erwiederte, indem er denselben für die gütige Aufnahme dankte, die ihn, wie er sagte, sühleu lasse, daß er sich un ter Fiennden befinde. Der Schah nebst Suite von den königlichen Prinzen begleitet, nahm einen Spezial-Zug nach London, wo dieselben in Charivg-Croß-Station nm i'. Uhr eintra sen. Das Gebände war mit Fahnen und Blumen geschmückt, und der Perron mit einer Purpurdccke belegt. Ein starker Regen siel, aber trotzdem um ringte eine große Menschenmenge das Gebäude und füllte die anstoßenden Straßen. Bei'm Aussteigen wurde der Schah vom Prinzen von Wales, Prinzen Teck, Prinzen Christian und Herzog von Cambridge empsangeu und herz lich bewillkommnet. Die ganze Gesellschast bestieg hieraus Kut schen uud fuhr langsam nach dem „Marlbo rongh Hsuse." Ungeachtet des unsreuiidlichen Wetters, welches die Schönheit spiel« beeinträchtigte, waren die Strafen, Fenster und Dächer der Häuser, an welchen die Prozession vorbeizog, mit Leuten gefüllt, welche unaufhörlich Hurrah riefen. Der Schah speij'te heule Nacht im „Marlborongh Houfe" bei'm Prinzen von Wales. i^ralikreicii. Versailles. 13. Juni. Das Parterre nnd die Gallerie'n der National-Vcrsamm lung waren heule in Erwartung einer hitzigen Debatte im Falle des Hrn. Ranc, Devutirten von Lyon, gedrängt voll. Der Bericht des Epezial-Conllte's, in welchem Vollmacht sür seine gerichtlich: Verfolgung ertheilt wird, wurde verlesen, aber die Debatte darüber bis Morgen ausgeschoben. «kvanien. Madrid, 18. Juni. Der Flnanzmim ster legte heute in den Cortes eine Bill vor, der Regierung spezielle Vollmacht zur Ein treibung der Steuern zn ertheilen und in allen Abtheilungen der Verwaltung «sparsamkeits- Reformen einzuführen. Der Entwurf einer diplomatlichen Note, in welcher den auswärtigen Mächten die Errich tung der föderalen Republik angezeigt wird, wurde heute im Ministerrathe von Muzo verlesen. Der Cnre von Santa Cruz hat den Bahn hof von Bralin mit W0 Passagier- und Gü ter-Waggons in Brgnd gesteckt. C adiz, 18. Juni. - Das Admiralität«- Gericht in Cadiz hat dieUntcrsuchunz über die Catastrophe, bei welcher das Auswanderungs schiff „Norlhfleet" durch den spanischen Dpsr. „Murillo" >n den Grund gebohrt wurde, ge schlössen. Ein Wahlspruch wurde abgegeben, in welchem der Cav'tän des ..Murillo" schars getadelt und sein Osfiziers-Patent aus neun Monate suspendirt wird. R o m, 18. Jnni.—Zsabella, Ex-Äcnigin von Spanien, ist hier eingetrossen. Marl» und Borte. London, 18. Juni, 11 Uhr Bormitt. Conivls eröffneten ;u 92? für Geld und für Brief. „Amerikaner," alte '«ser 925;'67er 925; 10.4Uer 89; neue Fünfer 89H. Ene 50. Paris, 18. Juni. Renten ök Francs 80 Ets. Livervo 01, 18. Juni, 11 Uhr Vorm.— Baumwolle stetig; Lberl. Bi-9; Orl. Verkäufe 10,0(10 Bailen. L i ver p o o l, 13. Juni, 2 Uhr Nachm.— Baumwolle stetig; Verkäufe 12,000 Ballen; Spekulation und Aussuhr 2000 do. Liverpool, 18. Juni, 2 Uhr Nachm.— Brodsiofse ruhig. Schmalz 39^. Inland - Dkpeschen. Aus Washington. Washington, 18. Juni. Die Re venüe - Einnahmen belausen sich heute alt« »2«'.0,10f>.95. Piästdcnt Grant wird morgen hierher zurückkehren. Hr. A. V.Mea-bam,d r Friedeils-Com missär', iretäier bei dem Zltafsaere am Char freitag durch die Modocs verwundet wurde, ist plötzlich nach Oregon citirt worden, um in dem Prozeß gegen die Modocs als Zeuge zu fungiren. Er ist iiocti immer der Ansicht, daß gewisse Personen in Californien und Oregon iveit mehr für die Ermordung Eaiiby's ver antwortlich sind, als Eapt. Jack. Das View - Notker Gerücht, daß der Schatzamtssekretär beabsichtige abzudanken, bedars wohl keiner besonderen Wiederlegung. Frl. Anna R. S. Nicholls von Massa chusetts wurde heute als Exannualorin im Pa tentamt? angestellt; dieses ist die erste Dame, welche eine solche Stellung erh'elt. Der Mörder Wagner schuldig befunden. Alfred, Me., Juui. —Wagner wurde heute des Mordes im ersten Grade schuldig besuudeu und wiid nächsten Monat verurtheilt werden. Selbstmord eines Liebespaares» Albany, 18., Juni.—Gestern ereigneten sich in St. Johnsville zwei Selbstmorde. Wie es heißt, hatte ein Arzt, Namens A. D. Wheelock, einem Frl. Ruth smith zarte Auf merksamkeiten geschenkt. Die Eltern der jun gen Dame setzten sich seinen Anträgen entge gen, da er nicht geschieden war. Gestern war bereits das Scheidungs-Berfahren im Gange, als plötzlich Frl. Smtth Arsenik nahm und starb; der Doktor, von ihrem Tode in ttennt- nist gefel-t, nahm Morphium und solgte ihr in die Ewigkeit nach. Die Aufsuchung der „Polaris." New -A 0 rk, 18. Juni. Der Dampfer „Juniala," zur Zeit im Äriegshafen von Brooklyn, wird schleunigst ausgerüstet, um die „Tigreß" bei'm Aussuchen der..Polaus" zu beqlciieii. Es wird berichtet, dag die Leute am Bord geneigt sind, vom Schiffe zu deser tiren und schon achtzig Desertionen stattge funden haben, und daß noch weitere in Aus sicht stehen. Es sind ausreichende Aeconio dationen für zwei hundert Mann an Bold vorhanden. Das Schiff hält 8-10 Tonnen und har eine Maschine von 500 Pferdikraft. Die Kanonen sowie Munilion und Spieren wurden gestern an's Land geschast, um Platz für den nöthigen Proviant zur Reise zu ge winnen. Man behauptet, daß das Schiff zu einer Reife im Eismeere untauglich sei. Anarchie in den Rechtszuständen von Utah. New-Jork, 18. Juni. — Eine Wa shingtoner Spezial-Depesche meldet, daß der General-Bundcsanwali Nachrichten von Utah erhalten hat, wornach in den dortigen Rechts verhällnissen vollständige Anarchie herrscht. Es ist den Bundesgerichten und deren Beamten nicht im Entferntesten möglich, die Gesetze zu vollstrecken, nicht einmal eine Jury ist sür ir gend einen Civil- oder Criminalsall zu erlan gen. Ungesetzliche Destillerie'n werden offen betrieben, aus der National-Domäne wird nn genirt alles Holz geschlagen, dessen man be darf. Die Ausbeulung der Minen wiid ver nachlässigt, weil es schwer hält, richtige Be sitztitel zu erlangen. Eine Entscheidung lautet, daß Geschworene nur v?n dem Bundesmarschall gezogen wer den können, und eine andere geht dahin, daß der Bundesmarschall mchc gesetzlich erwähl! ist, in Folge dessen ist keine Juiy zusammen zubringen. Da« Justizdeparteweiit schiebt die Schuld für diese unerquicklichen Zustände auf denCon greß, welcher es unterließ, die nöthigen Gesetze zur Beseitigung derselben zu erlassen. Vor läufig ist nicht die geringste Aussicht vorhan handeii, aus dem Dilemma herauszukommen. Bernnscbte Depeschen aus New-Hork. New -?)0 r k, 18. Juni. Heute wurde Spezie im Werthe vou 8650,000, größten theils in Silberbarren bestehend, exportirt. Die „Exvreß" sagt, daß durch irgend ei nen Schreibfehler in der neuen Constitution der Siaatsjenat abgeschafft wird. Louis I. JeniiüigS, Redakteur der „N.- A. Times," kam heute mit dem Dampser „Russia" hier au. Die Leichenschau-Geschworenen gaben heule den Wahrspruch ab, daß Ellen Gilten von ihrem Ehemanne erstochen wurde. Der Letztere wurde den „ToinbS" überwiesen. Die Nalional-Diniston der „Temperenz- Söhne" begann heute ihre 2S. Jahiessitzung. Fast jeder Staat ist vertreien. Dem von Long - Brauch kommenden Dampfer „Plymouih Rock" stieß heuie eiu Heiner Unfall zu; die Passagiere wurden ohne Schwierigkeiien gerettet. In der Wallstraize tauchte heute das Ge rücht abermals aus, dag der Schatzamtssekre tär Richardson beabsichtige al'zudanlen, nm Theilhaber an einem New Yorker und Pariser Bankbause zu werden. Die Dampser „Russia" von Liverpool und „Eity os Merida" von Havanna sind hier eingeili-ssen. Die Regierung verlauste heute eine halbe Million Golv zu 115,.40-115. l!^. In dem Piozesse des Mörders Sharkey wurde heute die Jury vollzählig und das Zeu genverhor begann. Der lHeldmarkt. New -Vv rl, lZ.Jani.—Geld schloß aktiv zu 5-6, verlaust zn 7. Wechsel beständig zu Gold feuer und aktiver und schlag ;u IISZ-IIK. Obligationen flau, aber beiiänoi.,; GechserlLlA, 'K2er 11t!i; Aktien mall, Zentral 10li, Erie 62H, Lake shore Pillsbnrg 87, Zuinois Zentral 110, !)torlh - Western 72, Prioritäten 81, Rock-Ißland Schlffoructt auf hoher See. Vineyard-Have», l7. Juni. Her Schooncr „Atary Äancleas," welcher von Brunsmick, Ga., hier einlras, berichtet, daß er am 2. Juni auf hoher See ein Floß antras, von welchem er den Steuermann und zwei Matrosen der Brigg „Rio Grande" von Booth- Bay, welche am 31. Mai unterging, rettete. Capt. MeClellan nud drei Matrosen ertranken. T>a« >Sp irituosenqcsctz in Ohio. Coluinbns, Ohio, 17. Juni. Zwei Männer, die am leytenSonntag osseneWirlh schast gehalten und sich dadurch gegm die Sonntags - Anordnung vergangen hatten, wurden heute pro Mann zu K5O Strafe nebit Kosten verurtheilt. Bis zur Bezahlung der Slrafe wurden sie in das Gefängniß geschickt. Die bedeutendsten Spirituosenhändler traten zusammen und erwirkten die Freilassung der beiden Opfer des Spirituosen - Geietzes auf li-tbvss LurMs-Befehl. Die Sache wird mor gen verhandelt iverden. Sie wird einen Test sall bilden und erregt daher großes Interesse. Die Cholera in, Sudwesten. Memphis, 18. Juni. Heule wnrden 15 Personen beerdigt; il davon waren der Cholera erlegen. Cincinnati, 17. Juni. Heute ist abermals eine Frau, bei der alle Symptome der Cholera beobachtet wurden, plötzlich ge storben. Die Kranken, von denen in der gestri gen Depesche die Rede war, sind auf dem Wege der Besserung. Weiteres über den Doppelmord in Ed^efield. Augusta , 18. Juni.— In dem gestrigen Berichte über den Mord in Edgefield wurde angejiihrl, daß Mover die GomiUionS aussor derte, ihn in einem Laden des Ortes zu tres sen. Diese letztere Ängabe ist nicht wahrheits getreu, da Glovcr nicht wünschte, eine nene Streitigkeit herbeiMilhren, sondern die Go millions suchten ihn selbst auf. Das Resultat ist bekannt. Ungünstige» Wetter im Süden. Montgo in er y , 18. Juni. Die Pflanzer sind in Folge des anhaltenden Re gens, welcher am 27. Mai begann und bis heute mit Ausnahme von drei Tagen ange halten hat, sehr verstimmt. Die Reinmasse, welche in den letzten Lagen gefallen ist, erreicht eine Höhe von 12 Zoll. Die Saat ist verkümmert und die Arbeit bedeutend verzögert. Verhaftui.g von Mordern. Sum n,arlsli»es Verfahren. N e w-J berla, La., 17. Juni—Die vier Neger, welche in der letzten Freitags-Nacht Lanet und i->naire in ihrem Laden ermorde ten, wurden heute Morgen in der Nabe des Schauplatzes ihres Verbrechens verhaftet. Ei l.er der Verbrecher trat als staaiszeuge aus und erzählte die Einzelnheilen des Verbre chens. Der Plan zu dem Morde war bereits eine Woche vor der Thal gelegt worden. S. Snaire, ein Bruder des einen Ennordeten, leitete die Untersuchung; die Schuld der An geklagten war klar erwiesen. Unterdessen hatte sich eine große Menschenmenge versammelt u. verlangte summarisches Vctsahren, was icdoch von Suaire verhindert wnrde. Die Gefan genen wurden hierhergebracht, die Wuth der Bürger halte unterdessen aber einen solchen Grad erreicht, daß man die Angeklagten nach dem nächsten Gehöre fahrte und drei dersel ben ausknüpsie. Sie gestanden, au dem Ver brechen Theil genommen zu hüben, jagten aber, daß ge»c>de d», welcher Slaatszeuge wuide, Hrn. Lanet den Hals abgeschnitten habe. Aus k>em Westen. St. LouiS, 17. Juni. —W. S. Ehry sty, von der Handelsfirma Gebrüver EhriM in Pearlstr. in ertrank am Sam stag bei'm Baden im Flusse bei Prairie du Chien, Wise. Der erste Passagierzug auf der „Missouri- Kansas-Texaser Bahn" langte gestern in Han mbal, Mo., an. Dieser Ort wird fortan der östliche Endepunkt der genannten Bahn sein. Ein Pferdedieb durch Richter Lunch gehängt. St. Louis, 17. Juni. Joseph C. Howard, welcher wegen Pserde-Diebstahls in Franklin - Eouuty hier verhastet nnd gestern Abend nach Pacifjc-Eity abgeführt wurde, ist in Union von einem Pöbelhäufen snmmaiisch ausgeknüpst worden. Er legte vorher ein Ge ständniß ab und nannte verschiedene seiner Spießgesellen. «ankerott. St. L o tris, 17. Juni. Das Zommis sionsgejchäst von Gebrüder Taylor ö- Comp, stellte heute seine Zahlungen ein. Verbindlich« leiten unbekannt. Richterwahl »n Illinois. Chicago, IS. Juni. Die Richter des Obergerichis von Illinois erwählten heute Richter Sidney B. Breese zum Ober-Justiz- Richter. Derselbe ist das älteste Mitglied des Richler-Collegiums und har seinen Platz wäh rend eines Viertel-Jahrhunderts innegehalten. Die Licenzfrage in Chicago. Chicago, 1t«. Zum. R'chler Rogers hat beute entschieden, daß der Mayor der Stadt das Recht habe, d>e Schankcrlaubniß'cheine der Bierwirthe u.Drgl. zu widerrufen, wenn diese sich einer llcbertrclung des Sonntagsgcsctzes schuldig gemacht haben. (Ob die so gemag regelten Wirthe der freien „Republik" in sol chem Falle auch ihre Licenzgebühren zurücker halten, darüber hat der weise Richter Nicht? verlautbart. Wahr'cheinlich wohl aber nicht.) Die Siour in Minnesota überfalle» ein Ingenieur - Corps. Minlieo p o l i« , 18. Juni. Eine Spezial-Dcpesche von Bismarck an der „Nor thern Paeisic-Bahn" berichtet: Das Inge nieur-Corps, welches gestern von Lincoln ab ging, wuide, als dasselbe nngesähr 2 Meilen vom letzteren Orte entsernl war, von ungesähr 150 Sioux - Indianern angegrissen. Zwei Compagnie n Jnsanterie und ein Detachement Cavallerie kameu ihnen zu Hülfe und vier In dianer wnrden geluvter. Eine Estorte von 200 Bewaffneten begleitet jetzt äas Ingenieur- Corps, und mau besürchtct leine weiteren be denklichen Slörungen. Nach dem Treffen wurden die Bermessungen wieder ausgenom men. Brände. Philadelphia, 18. Juni. Das zu Isaak Stead's Wollen-Spinnerei gehörige Waarenhaus an Diamond - Straße branuie heute Morgen mit euiem großen Borraihe an seiner Wolle nieder. Verlust K2o,vtw; völlig versichert. Hartford, Conn., 17. Juni. In Snffield brannte Seih öung'S Wohnung nebst zwei Scheunen ab; Berlnst 514,0(X). Man vermuthe! Brandstiftung. New -?) ork, 18.Juni.—Heute Nachmit tag entstand Feuer in der Sagemuhle des Fr. A.Wo'.t iu der Mitte des Häuscrgcvierts, von der West-Wasbiuglon-, Barroiv- u.Mor tonstraße begrenzt. ganze Hünscrgeoiert steht in Flammen. Der Verlust wird auf SttiMV geschätzt. M e ch a u i c s b il r g , Cninberland - Co., Peiinj., 18. Juni. Die Dampsmühle von Meilly Ä Hlinsch brannte heute nieder. Lokalberichte aus Washington. Washington, 18. Juni. Die Ge rüchte, daß hier Fälle von Cholera vorgekom men seien, stnd ohne Grund. Dem Vernehmen nach soll eine Anzahl hiesiger Vereine die Absicht hegen, ein deutsches Waisenhaus, das schon lange zur Noihwen digkeit geworden ist, in'S Leben zu rusen. Frank W. Benner, welcher bekanntlich seine ehemalige Geliebte, die ihn verlassen halte, im letzten Mar; durch zwei Revolver fchüsse verwundete, stand am Montage vor den Großgeichworenen. Fräul. Dankwonh war erschienen und gab ihre Aussage zu Proto. koll. Eine Anzahl deutscher nnd anglo-ame rikaiiischer Bürger Washinglou's haben einen deutich-amentaniichen Clnb gebildet, dessen Hauptquartier der reizend gelegene „Gernia ttia-Schiitzeilvark" ist. Die Mit dem Umlegen der Entschädi gungssummen sürStraßeiibauteu ein George town beirante Commission hat ihren B> richt erstattet, der von der Behörde sür öffentliche Bauien genehmigt und heute der Gesetzgebung des Distrikts Behufs Bewilligung der nöthi. gen Gelder vorgelegt worden, llnler Denje nigen, welchen Schadenersatz zuerkannt wor den, befinden sich folgende Personen: Friedrich Schäfer Sl2st), Marq. Breiniia L2vi>, Johanne Groß K2so«i, Heinr. Schmertz Ks>oo, Richard Gruit, sen., KBUt), dto. K!>W, Caroline D.Giefeking KIUOO, A.Gaigler Küvo, H. Oeltinger Klls>», Maria Emmerich S'>W, Anton Eberle 5875, M. May »!«.!<w, Fricdr. Slohiinann K7s»<l, Johann Drill »«>75, F.A. Lutz K7s>tl, Jacob Ramsburg K2i)i>o, C. A. llppermann K7s>ii Geo.Baue: lodann H. SiS, Agent, Sl.'iU, F.H.Raine Ki:!'<7, T. G. Loclermann KIZW, Clara E. Orme Klst>, Johann Marburg, jun., K 175, E.H. Demar, Verwalter, s löo, Verwaller von >llt. Adler Ili>M, Charles A. Stöbesand «Iot)t>, David Eoes, Verwalter, 5-SSO, Franz Cögar ?7'>, Franz Haueke S! 100, Marie A. Prather K3«u, Franz Scheer B. Oertle Ä. H. Herr Sl5OO, Oilo Z. :>Rnncaster Kiso, Richard Cru>i, sen., E. B.Mantz »25«). In der Ortschaft Falls Chnrch, Fairsax> Countl,. Va., lebt zur Zeit eine Farbige, N amens Rachel Foote, welche im 125. Lebens jahre steht. Bon einer Ladung Schweine, welch? heule Morgen van Baltimore in Alexandria ankam, waren 19 unterwegs gestorben. Sie gehörten Hrn. I. R. Smoot und waren sür den hiesigen Markt bestimmt. Der Verlust wird aus 5250 geschätzt. Gestern fiel der Farbige John Lee von einem dreistöckigen Hause und brach beide Arme. Richter Wqlie stellte heute ein Schei dnngs-Dekret im Falle des James Patrerson gegen Cornelia Paiterson ans. Der Kläger sührte an, daß er die Angeklagte im Dezember 18K7 geheirathet, und daß sie ihn eine Woche daraus verließ und nach New-Hork ging. Er besuchte sie zwei Mal und ersuchte sie, zurück zukehren, welches sie jedoch verweigerte. Europäische Berichte. Aus Stu t t g ar t, 27. Mai, schreibt mau der „N.-Bad. Landesztg." z „Nach al len Anzeichen herrscht hier eine Mißstimmung zwischen der Umgebung des Königs und dem commandirenden General von Stülpnagel. Die Thatsache, daß es Bayern gelungen ist, die hellblauen Röcke und die sogenannten historischen Raupenhelme zu behalten, hat hier auch zum Widerstande ausgemuntert. Der General reiste vor einiger Zeit nach Berlin in Urlaub und hat dort eine Verlängerung des selben erhalten. Die Abwesenheit des Gene rals wurde benutzt, um ans den 28. d. eine sogenannte ÄönigSparade zu befehlen. Der General hat hiervon Kenntniß erhalten, kehrt hieher zurück und wird morgen in eigener Person dem Könige die Truppen vorführen. Vielleicht gibt der Regen Veranlassung, den König von der Anwohnung zu entbin den." Ans dendentschen Eisenbahnen mehren sich neuerdings die Unsälle, aus welche sonst Amerika das Patent ;u haben schien, in erschreckender Weise. So berichtet man aus Düsseldorf, 28. Mai, wieder folgenden EisenbahnunsaU: „Gestern zwischen 12 und 1 Uhr traf der von Nenß kommende Perso nenzug, der 12.15 hier eintreffen muß, unweit Neuß mit dem von Oberkassel abgelassenen Güterzuge zusammen. Der Zusammenstoß der beiden Züge war ein snrchibarcr. Die Wagen, übereinandcrgethiirmt, bildeten kurz nachher einen Wilsten Trümmerhaufen, aus denen man das Weheklagen der Verletzten hör te. So weit bis jetzt bekannt, find 7 Perso nen, darunter 5 schwer veiletzt und 2 bereits ampntirt worden." Thomas H Maorc pvt lario.lZ wer,-,.ttü zu u»»apo»s, Md. Durch S. H. «Höver Li Sohne. .jM. Waiscii-lYrrichtö-Verkauf cmpfcb.iensM'lbein Eigenihnm, int al» Zkr. > !>,. Süd iSolnlraqe. -suucttestraß.' Henry C. Brown, Äu das Publikum! An Bauleute und Andere. Ztalk l Haar l Salciuirter GypS Hydraulischer Cement. 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